K SUDKURIER UNABHÄNGIGE HEIMATZEtTUNG FÜR OBERBADEN UND DAS BODENSEEGEBIET Erscheint Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Samstag. Verlag und Redaktion Konstanz, Marktstätte 4 Tel.: 924, 925, 1130, 1510, 1511. Fernschreiber: 06628. Preisrückgang steht beyor BONN. Bundes wlrtschaftsminister Prof. Erhard unterstrich auf einem Empfang in Bad Godesberg erneut, daß ein wesentlicher Preisabfall bei allen Industriellen Gegenständen des täglichen Bedarfs bevorstehe. Man könne mit Sicherheit auf einen erheblichen Rückgang der Rohstoffpreise auf dem Weltmarkt rechnen, der sich deutlich in den Preisen für alle Gebrauchsgüter nlederschlagen werde. (Siehe Wirtschaftsteil: Beruhigung auf den Weltrohstoffmärkten.) Erhard bestritt energisch, daß die Bundesregierung Preise und Löhne gemeinsam um je 10 Prozent erhöhen wolle. Derartige Berichte seien vollständig falsch. Das sogenannte „Niederbreisiger Programm der Regierungsparteien” enthalte zwar Vorschläge in dieser Richtung, die jedoch nicht so weit gingen. Eine allgemeine Preiserhöhung könne schon im Hinblick auf die Ausfuhr nicht verwirklicht werden. Keine Kohlenkarten BONN. Bundeswirtschaftsminister Prof. Erhard betonte, es werde in keiner Weise daran gedacht, für den Hausbrand Kohlenkarten einzuführen. Im Bundeswirtschaftsministerium werde als Vorsichtsmaßnahme zur Zeit eine Verordnung vorbereitet, die die Bundesregierung zu eventuellen Lenkungsmaßnahmen für den Hausbrand ermächtigen solle. Das sei aber ein vorbeugender Schritt. Nur dann, wenn sich die Kohlenversorgung bis zum nächsten Winter nicht gebessert hat, sei damit zu rechnen, daß die Ermächtigung auch ausgenutzt werde. Der Minister unterstrich aber, daß die Lage im nächsten Winter seiner Ansicht nach sehr viel besser ßein werde. 7. JAHRGANG DIENSTAG 27. FEBRUAR 1*951 NUMMER 32 Sdmmanplan und Viererkonferenz Bericht der Parlamentarier aus USA — Grundsätze der deutschen Außenpolitik Reichlich Ware - Vorsichtiger Einkauf KÖLN. In dem ersten Teil der jetzt er- öffneten Kölner Frühjahrsmesse — der Haushalts- und Eisenwarenmesse, die bis zum 27. Februar geöffnet bleibt — sind mehr als 900 Aussteller mit einem reichen Angebot aller einschlägigen Branchen vertreten. Herde und Oefen, Haushaltemaschinen, und Waschmaschinen weisen erhebliche technische Fortschritte auf. Die Firma Bosch zeigt erstmalig auf einer Messe ihre Ultraschallwaschmaschine, ein kleines elektrisches Gerät, das in jeden Kessel eingesetzt werden kann und für den Verbraucher 135 DM kostet. Die Aussteller rechnen mit vorsichtiger Auftragserteilung der Einkäufer. Besonders im Hinblick auf die Preisentwicklung und Lieferzeiten wird angenommen, daß die Frühjahrsmesse klärend wirkt. Rückgabe bis zum März 1952 BONN. Der britische Hohe Kommissar Sir Ivone Kirkpatrick hat Bundeskanzler Dr. Adenauer davon unterrichtet, daß Helgoland freigegeben wird, sobald ein anderes Bombenziel für die britische Luftwaffe gefunden ist, auf jeden Fall aber bis zum März 1952. BONN (W.-Eigenberichf.) Am Wochenende sind die sechs führende^ Abgeordneten des Bundestages, die aiuf Einladung der amerikanischen Regierung einige Tage in den Vereinigten Staaten waren, wieder nach Deutschland ziuiückgekehrt. Von dem Bericht dieser Abgeordneten, unter denen sich die drei Fraktionsvorsitzenden Dr. v. Brentano (CDU/CSU), Erich Ollenhauer (SPD) und Euler (FDP) befinden, wird für die künftige deutsche Außenpolitik viel abhängen. Nicht umsonst hatte die außenpolitische Tätigkeit in der Bundeshauptstadt für die Dauer ihrer Abwesenheit fast völlig geruht. Für die nächsten Tage und Wochen sind Besprechungen im Bundeskanzleramt und im Bundeshaus vorbereitet, die auf lange Zeit die Linie der deutschen Politik festlegen sollen. Dabei versteht es sich, daß Deutschland in seinen Entscheidungen keineswegs völlig frei ist. Das bereitwillige Eingehen der französischen und in geringerem Maß auch der britischen Regierung auf den sowjetischen Wunsch, über Deutschland gemeinsam zu verhandeln, hat nach Ansicht hiesiger politischer Kreise bewiesen, daß Deutschland nach wie vor weitgehend ein Objekt der Weltpolitik ist. Wenn der Bundesregierung jetzt offiziell eine laufende Unterrichtung zugesagt worden ist, so liegt hierin nur ein schwacher Trost Tatsächlich werden die kommenden Entscheidungen im stärksten Ausmaß von der Möglichkeit bevorstehender Vierer-Besprechrungen beeinfußt sein. Aus Amerika haben die Abgeordneten zwar den Eindruck mitgebracht, daß die Regierung der USA Deutschland nicht durch eine .Neutralisierung“ aufgeben will, aber über die Haltung Frankreichs und Großbritanniens gegenüber diesem sowjetischen Vorschlag, den Bundeskanzler Dr. Adenauer als die „größte Gefahr“ bezeichnet hat besteht wenigerKlaiheit Man nimmt an, daß der Kanzler darum diese Frage bei einer Unterredung, der er am Montag mit dem britischen Hohen Kommissar Sir Ivone Kirkpatrick nach dessen Rückkehr aus London hatte, erneut angeschnitten hat. Aber die vorliegenden Berichte lassen kaum die Vermutung zu, daß Kirkpatrick sehr bereitwillig auf Adenauers Wünsche und Gedanken eingegangen ist Die außenpolitischen Meinungsverschiedenheiten zwischen Regierung und Opposition in Bonn, die Dr. Kurt Schumacher gerade in diesen Tagen wieder sehr ener- „Wir können auch ohne Krieg siegen" Harriman für entschlossene Politik der USA - Unterstützung der freien Nationen CHIKAGO. Der Sonderberater Präsident Trumans, Averell Harriman, erklärte in Chikago, seiner Meinung nach könne die freie Welt den Kampf gegen die sowjetische „Tyrannei“ auch ohne einen dritten Weltkrieg gewinnen. „Ich bin fest davon überzeugt“, sagte Harriman, „daß wir dieses Ringen nicht nur gewinnen, sondern daß wir sogar einen weiteren Weltkrieg verhindern können, wenn wir unsere Politik und unsere Planungen durchführen und jede Gelegenheit benutzen, um der Sache der Freiheit in der ganzen Welt vorwärtszuhelfen“. Auf militärischem Gebiet müßten die USA ihre eigene Aufrüstung unbeirrt vorantreiben und den anderen freien Nationen, die zu der gleichen Politik entschlossen sind, Rüstungshilfe leisten. Auf wirtschaftlichem Gebiet müßten die USA ihren Verbündeten bei der Entwicklung ihres Rüstungspotentials und der Hebung ihrer Produktivität behilflich sein. Dabei sei zu berücksichtigen, daß die Ausweitung des amerikanischen Wirtechafts- volumens eine Steigerung der Wirtschaftskapazität in der gesamten freien Welt erfordere. Nicht nur die amerikanische Industrie, sondern auch die Industrie der übrigen freien Nationen benötigen immer größere Rohstoffmengen. Amerikanische Lebensmittel für Jugoslawien Uebergang zum freien Markt für landwirtschaftliche Erzeugnisse BELGRID. Der Ministerpräsident der jugoslawischen Bundesrepublik Serbien, Peter Stambolitsch, erklärte, ein Angriff auf Jugoslawien würde für den Angreifer ein größeres Risiko einschließen als je zuvor. Heute hänge der Krieg nicht von dem Willen einzelner, sondern von der Weltlage und der Empfindungen der Völker ab. Etwa 2 Millionen Jugoslawen werden in den Genuß der Unterstützung kommen, die die amerikanische Hilfsorganisation „Care“ Jugoslawien zuteil werden läßt, teilte der Vorsitzende des Sozialausschusses der Belgrader Regierung, mit. Vlahov gab bekannt, daß die Care-Organisation 5000 Tonnen Butter, die gleiche Menge Eipulver und große Mengen Milch und andere Lebensmittel nach Jugoslawien senden wird. Die Verteilung der Liefe- Kurz notiert Der oberste USA-Gerichtshof hat am Montag der Reditsvertretung der sieben znm Tode verurteilten Landsberger Gefangenen eine Frist von 30 Tagen gegeben, um schriftliche Unterlagen für die Ueberprüfung der Urteile einzureicfaen. Die bisherigen Landesvorsitzenden der KPD von Hessen und Württemberg-Baden, Oskar Müller und Robert Leibbrand, sollen aus der KPD ausgeschlossen worden sein. Auf der Schachtanlage »Fritz Heinrich“ ln Essen-Altenessen wurden vier Bergleute getötet, als ein Förderkübei abstürzte. Die MAN-Werke in Augsburg wurden von einem amerikanischen Gericht zu 15000 D-Mark Geldstrafe verurteilt. Sie hatten illegal eine Kurbelwellen-Schleifmaschine in die Sowjet- Zone verkauft. Die Verschiebung von Tausenden von Schlachtpferden nach Belgien ist in Dortmund aufgedeckt worden. Zwei belgische Pferdehändler wurden verhaftet. Ein amerikanischer Soldat entzündete in der Toilette eines Bamberger Restaurants eine Tränengasbombe. Die Kellner mußten die Zeche von einigen hundert Gästen auf der Straße kassieren. Im Januar sind bei den Postämtern des Bundesgebietes rund 678 000 neue Rundfunkgenehmigungen beantragt worden. Dieser starke Anstieg dürfte auf die erfolgreichen „Schwarzhörer-Werbeaktionen“ zurückzuführen sein. Dr. Hjalmar Schacht befindet sich auf dem Wege nach Brasilien. Sein Besuch erfolgt auf Einladung privater Kreise. Die Caritas-Kriegsgefangenenhilfe in Freiburg hat als erste Sendung 24 Pakete mit Medikamenten nach Jugoslawien versandt. Die Medikamente sind für 250 deutsche Gefangene bestimmt, die unter schlechtesten Verhältnissen an dem Bau einer Autobahn arbeiten. Präsident Truman und sein Außenminister Acheson werden in den nächsten Wochen nicht in Washington sein. Die beiden Staatsmänner geben auf Urlaub. Die Fahrpreise auf den schwedischen Eisenbahnen werden vom 1. Mai an um 15 Prozent erhöht. Auch die Postgebühren werden heraufgesetzt. Der Verkehr auf den Strecken der Pariser Untergrundbahn wurde am Montag durch einen Streik fast vollständig lahmgelegt. Der Autobusverkehr von Paris und Umgebung lag vollständig still. Schwere Unruhen brachen auf der britischen Antillen-Insel Grenada aus. Streikende Arbeiter, die gegen die Insel-Verwaltung revoltierten, brannten mehrere große Gebäude nieder. Etwa hundert schwer bewaffnete Piraten überfielen einen Lagerplatz der „Texas Oil Compagnie“ am Ufer des Magdalena-Flusses (Columbien) und töteten drei Mann des Lagerpersonals. Ein amerikanischer Ingenieur wurde verprügelt, in den Fluß geworfen und von einem nachscfawimmenden Banden-Mi t- glied erschossen. Zum erstenmal seit Menschengedenken ist in der Provinz Veracruz das Thermometer auf den Nullpunkt gesunken und Schnee gefallen. Der Schaden geht in die Millionen, da subtropische Kulturen wie Rohrzucker nnd Kaffee vernichtet sind. Die mexikanische Presse führt die ungewöhnlichen Wetterverhältnisse auf die atomaren Explosionen in den USA zurück. Die 23jährige Ehefrau des Stahlarbeiters Pappan in Baltimore schenkte Vierlingen das Leben. Innerhalb von 5 Minuten kamen zwei Jungen and zwei Mädchen zur Welt. Frau Pappan, die zum erstenmal Mutter geworden ist, und ihre Vierlinge sind wohlauf. In Bergiscfa-Born bet Remscheid ehrten etwa tausend Einwohner eine Hebamme anläßlich ihres vierzigjährigen Bernfsjubiläums mit einem Fackelzug. Den meisten der Teilnehmer war die Hebamme bei ihrem Schritt Ins Erdendasein behilflich gewesen. rungen wird durch eine Care-Kommission in Belgrad, der auch jugoslawische Organisationen angehören, überwacht. Vertreter der Belgrader Regierungsausschüsse für Handel und Landwirtschaft beschlossen, daß in Jugoslawien teilweise ein Uebergang zum freien Markt für landwirtschaftliche Erzeugnisse vollzogen werden soll. Den Einzelbauern wird gestattet, ihre Erzeugnisse selbst auf den Märkten anzufoieten. Die landwirtschaftlichen Genossenschaften können selbst entscheiden, wie sie ihre Erzeugnisse auf den Markt bringen. Die Verpflichtung, den staatlichen Handelszentralen landwirtschaftliche Produkte ausschließlich anzubieten, wurde aufgehoben. Man erwartet, daß der schrittweise Uebergang zum freien Markt in der Landwirtschaft zur Produktionssteigerung und zu einem größeren Angebot seitens der Bauern führt. Prag rationiert Brot und Mehl PRAG. Die tschechoslowakische Regierung ordnete am Montag die Wiedereinführung der Brot- und Mehlrationierung an. Es gibt wöchentlich ein Kilogramm Mehl, eineinhalb Kilogramm Brot und ein halbes Kilogramm andere Backwaren je Normalverbraucher. gisch herausgestellt hat, dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, daß sie . sich in der Beurteilung dieser außenpolitischen Lage völlig einig sind. Die Differenzen beziehen sich nur auf den Weg, der eingeschlagen werden soll, wobei merkwürdigerweise der sonst so ruhige Bundeskanzler jetzt stärker auf Entscheidungen drängt als Dr. Schumacher, der ganz im Gegensatz zu seiner natürlichen Angriffslust Zurückhaltung empfiehlt Dieser Unterschied erstreckt sich auf alle wichtigen Fragen der Außenpolitik. Dr. Adenauer wünscht eine möglichst rasche Unterzeichnung des Schu- mam-Plans, Dr. Schumacher mahnt zur Vorsicht weil der fertige Vertrag gewisse Benachteiligungen Deutschlands enthalten soll. Frankreich drängt auf Abschluß PARIS. Frankreich wird die deutsche Delegation und die übrigen Delegationen der Pariser Schuman-Plan-Konferenz auffordern, sich über ihre Haltung zu den Entflechtungsbestimmungen des Schuman- Planentwurfs klar zu werden. Eine Neufassung dieser Klauseln wird den sechs Delegationsleitern diese Woche vorgelegt werden. Die französische Delegation steht nach wie vor auf dem Standpunkt, daß die im Vertragsentwurf vorgesehenen Entflechtungsklauseln das Minimum an derartigen Maßnahmen enthalten, das mit dem Funktionieren des Schuman-Plans und der Herstellung eines freien Marktes unter den sechs beteiligten Nationen vereinbar ist. Nach französischer Auffassung gebe es keine Gründe für die Verschiebung der Unterzeichnung, wenn die deutsche Bundesregierung weiterhin zu den Grundsätzen steht, die sie mit der Annahme der Einladung zu den Schuman-Plan-Verhandlungen unterschrieben hat. In Paris erklärt man, daß der französische Standpunkt von den Amerikanern unterstützt werde. Trier - Sitz der Plan-Behörde ? TRIER. Die Stadt Trier ist nach wie vor bemüht, Sitz der künftigen Schumanplan- Behörde zu werden. Die Stadtverwaltung hat den deutschen Delegationsführer in Paris, Staatssekretär Hallstein gebeten, die Belange Triers bei der bevorstehenden Festlegung des Sitzes der hohen Behörde zu vertreten. Es wird betont, daß Trier als neutraler Platz zwischen den Montangebieten der Ruhr, der Obermosel, der Maas und der Saar genau im Mittelpunkt des Kohle- Stahl-Dreiecks liege, dessen Spitzen westlich bis Brüssel, ostwärts bis Hamm und südlich bis Nancy reichen. Anerkennung für Berlin CLEVEiLANiD. Die amerikanische Vereinigung „Americans for Democratic Action“, an deren gegenwärtiger Tagung auch Professor Reuter, der regierende Bürgermeister von Berlin, teilndmmt, empfahl den USA und den Alliierten dringend, das freie Berlin weiterhin zu unterstützen. Professor Reuter wurde von den rund 500 Delegierten als „der tapfere Vorkämpfer im Kampf Europas gegen den Totalitarismus“ und als Vertreter der demokratischen Bürger Berlins gefeiert, „die durch ihren Mut und ihre Ausdauer Berlin bis zum heutigen Tage als Außenposten der Freiheit inmitten der kommunistischen Tyrannei gehalten haben“. Kämpfe bei Regen und Schlamm Plötzlicher Tod eines Kommandeurs — Mit dem Hubschrauber ins Wasser gestürzt TOKIO. Der kommunistische Widerstand an der Front in Korea hat sich weiter verstärkt. Durch verschlammtes Gelände weiter vorrückend, konnten die UN- Truppen nur wenige Kilometer Gelände gewinnen. Die Vorausabteilungen der alliierten Verbände haben im Mittelabschnitt der koreanischen Front Berührung mit der Masse der sich neu sammelnden kommunistischen Divisionen aufgenommen. Durch anhaltende Regenfälle sind im Mittelabschnitt der Front die Straßen nicht mehr befahrbar und der Boden völlig aufgeweicht. Transportflugzeuge mußten die Vorausabteilungen durch Fallschirme mit Munition und Nachschub versorgen. Generalmajor Moore, der kommandierende General des-amerikanischen 9. Korps, erlag einem Herzschlag, nachdem er bei einem Frontflug mit seinem Hubschrauber in das eisige Wasser des Han-Flusses gestürzt war. General Moore hatte seinen Piloten über den Fluß nieder gehen lassen, weil er eine Anzahl versunkener Fahrzeuge aus der Nähe betrachten wollte. Als der Pilot die Maschine wieder hochzog, verfing sich das Fahrgestell in einem Drahtseil und der Hubschrauber stürzte in das 2 Meter tiefe Wasser. Die Unfallstelle war etwa 100 Meter vom Ufer eritfemt General Moore und der Pilot hielten sich an den aus dem Wasser ragenden Teilen des Hubschraubers so lange fest, bis sie geborgen werden konnten. Während der Pilot ins Lazarett gefahren wurde, begab sich der General zu einem nahegelegenen Gefechtsstand, wo er seine Kleider wechselte. Plötzlich brach er zusammen. Die Aerzte konnten nur noch einen Herzschlag fest- steilen. Collins warnt Rot-China NEW YORK. Der Chef des Generalstabes der amerikanischen Armee. General Collins hat eine scharte Warnung an das kommunistische China gerichtet In einem von fast allen amerikanischen Zeitungen veröffentlichten Interview kündigte Collins Luftangriffe auf chinesische Stützpunkte an, wenn die kommunistischen d#- nesischen Truppen See- und Luftangriffe gegen die UN-Truppen in Korea führen sollten. Collins sagte: „In einem solchen Falle gibt es keinen sicheren Zufluchtsort mehr für den Feind. Der Krieg würde in eine ganz neue Phase treten und von uns aus neue Maßnahmen erfordern. Wir wären gezwungen feindliche Stützpunkte anzugreifen“. Bezug monatlich durch die Post 2.70 Mark, zuzügl. 36 Pfg. Postzustellgebühr, durch Träger 2.50 Mark, zuzügl. 30 Pf. Trägerlohn — Einzelpreis 20 Pf. Streiflichter: Die sowjetische Sphinx KG. Zwei Wendungen in der neuen Note der Sowjetregierung an England haben besondere Beachtung gefunden. Einmal erklärt Moskau, die Sowjetregierung interessiere sich für jeden britischen Schritt, der unmittelbar zu einer Verbesserung der englisch-sowjetischen Beziehungen führen könnte. Auf der andern Seite werden dem Westen ganz unverblümt aggressive Absichten gegen die Sowjetunion vorgeworfen, und der Vorwurf wird untermauert mit der Behauptung, die Streitkräfte der Vereinigten Staaten, Großbritanniens und Frankreichs seien mehr als doppelt so stalrk wie die sowjetischen. Die scheinbare Naivität, mit der hier Behauptungen aufgestellt werden, wird den Kenner der Sowjetmentalität kaum verblüffen. Aber die Note ist sehr wahrscheinlich weniger für die zünftigen Diplomaten berechnet als vielmehr für cjde breite Masse des russischen und vielleicht auch des westeuropäischen Volkes. Könnte man aus der ersten , Wendung unschwer die Bereitschaft zu Viererverhandlungen herauslesen, so müßte 1 3 12 56:52 25-27 25 8 6 11 37:55 22-28 SV Wiesbaden 25 10 4 lll 52:40 24-26 26 8 6 12 40:48 22-30 TSV Straubing 22 8 5 9 46:43 21-23 25 9 2 14 52:72 20-30 FC Freiburg 25 6 8 11 39:57 20-30 26 7 5 14 39:67 10:33 Union Böckingen 25 7 5 13 32:49 19-31 26 7 4 15 38:90 18-34 SG Arheilgen 25 6 5 14 317:73 17-33- 24 6 3 15 33:76 15-33 VfiL Kotistanz 24 7 1 16 28:59 J5-33 25 5 4 16 38:63 14-36 SV Tübingen 26 1 2 23 21:89 4-48 Olympische Vorbereitungen der deutschen Turnerinnen Deutsche Spitzenklasse bei einem Lehrgang Im Schwarzwald (F.-A.-Eig^nbericht) Zum erstenmal nadi dem Krieg berief der Deutsche Turnerbund rund 30 der besten Turnerinnen aus dem westdeutschen Bundesgebiet und aus West-Berlin zu einem sechs- tägigen Lehrgang nach Wolfach im badischen Schiwarzwald ein. Sinn und Zweck dieses Lehrganges war es, einen Ueberblick über den Leistungsstand in der Spitze zu erhalten, um daran erkennen zu können, in welcher Weise die Aüs- bildungsarbeit mit dem großen Ziel der Olympischen Spiele 1952 in Helsinki noch intensiviert werden muß. Diese sechs Tage in Wolfach mit ihrer täglich sechsstündigen Uebutigs- und Ausbildungsarbeit hatten umso mehr Bedeutung, als sie auch den Turnerinnen reiche Erkenntnisse vermittelten. Die Lehrgangsteilnehmerinnen, deren Alter zwischen 17 und 30 Jahren lag, brachten für ihre Aufgabe nicht nur eine große Begeisterung mit, sondern, was noch viel wichtiger erscheint, auch die erforderliche innere Bereitschaft. Und das war um so mehr notwendig* als in diesen sechs Tagen rein physisch nicht geringe Anforderungen an die einzelnen Turnerinnen gestellt wurden* Es darf di« erfreuliche Feststellung getroffen werden, daß ein sichtbarer Fortschritt unverkennbar war. Es gilt nun, gestützt auf die Erfahrungen dieses Lehrgangs, die Arbeiten weiter fortzuführen. Von den verschiedenen Lehrkräften, die an diesem Aus- •bildungslehrgang mitwirkten, seien .vor alflem die zehnfache deutsche Meisterin, Frau I. Walter- Dum-bsky, die Frauenwartin des Deutschen Turnerbundes, Sophie Dapper, sowie Gustel Walter genannt. Mailand sah ein glückliches Weltmeisterpaar Das Düsseldorfer Paar Baran/Falk auch Weltmeister im Eiskunstlauf — Button und Jeanette Altwegg in der Einzelkonkurrenz Mit Platziffer 10 und der Punktzahl 10,89 holten sich die deutschen Paarlautmeister Ria Baran/ Paul Falk (Düsseldorf) nach dem Sieg in der Züricher Europameisterschaft in Mailand auch den Titel eines Eiskunstlauf-Weltmeisters gegen die bisherigen Weltmeister Geschwister Kennedy (USA), die mit zwei ersten Plätzen und der Platzziffer 11,5 sowie 10,86 Punkten auf dem zweiten Platz endeten. Dem deutschen Paar, das damit das Erbe des Ehepaars Baier antrat, hatten die Kampfrichter vier erste Plätze zugetedlt. Es war nicht nur die Krönung harter Arbeit von über zwölf Jahren an sich selbst, sondern vor allem ein Sieg der Energie von Ria Baran. Es darf nunmehr offen zugegeben werden, daß der Start ein äußerst gefährliches Spiel um Rias Gesundheit war. Ein erneuter harter Fall nach dem verhängnisvollen Sturz in Basel mit dem Riß eines Rückgratrwirbels, und Nervenstörungen wären mit Wahrscheinlichkeit eingetreten. Rias unerschütterlicher Optimismus und ihr unbändiger Wunsch, so nahe dem Ziel nicht aufzugeben, triumphierten jedoch. Der Bundespräsident Prof. Heuß hat dem deutschen Wellmeisterpaar für besondere Leistungen das silberne Lorbeerblatt verliehen und durch den deutschen Eissportverband dem neuen Weltmeisterpaar seine Glückwünsche übermitteln lassen. Der Bundespräsident wird die Ueberreidiung der höchsten deutschen Sportauszeichnung nach der Rückkehr des Paares persönlich vornehmen. Mit der Startnummer 3 lagen die Deutschen Meister nicht besonders günstig. Feierlich still wurde es im ausverkauften Mailänder Sportpalast, als Baran/Falk antraten. Etwas blaß sahen 6ie in verständlicher Erregung vor diesem großen entscheidenden Kampf aus. Sie liefen in schöner Haltung ihr schwieriges Programm schwungvoll und exakt. Als dann der Axel-Paulsen gelang, atmeten nicht nur die beiden Deutschen auf, denn in diesen Einzelsprüngen lagen die gefährlichen körperlichen Belastungen. Beide liefen. zwar vorsichtiger als sonst und mit kleinen Umstellungen des Programms, aber dennoch waren die sehr objektiven Zuschauer von der Schönheit des Vortrags begeistert. Brausender Beifall dankte für die hervorragende Darbietung. „Ich bin ja so glücklich", sagte Ria leise zu Paul, als die Wertung der großen Gegner, der sympathischen Geschwister Kennedy, den Sieg der Deutschen anzeigte. Aber auch die Kennedys liefen hervorragend. Sie brachten interessante neue Bewegungsfor- men, zum Teil aus dem Gebiet der Eisrevuen ihrer Heimat entnommen, aber sportlich dezent abgewandelt. Besonders schön waren ihre Sprünge, die spielend leicht aussaheti. Uebrigens waren die Kennedys die ersten, die Baran/Falk aufrichtig und herzlich Glück wünschten. Dritte wurden verdient die englischen Meister, die Geschwister Nicks, die die Niederlage von Zürich gegen die* Schweizer Titelträger Steinemann/Ca- lame damit berichtigten. Den fünften und sechsten Platz belegten Inge Minor/Hermann Braun (Köln) 'und Marlis Schroer/tHans Schwarz (Krefeld). Von zwölf weitbesten Paaren hat Deutschland damit einen ersten, fünften und sechsten Platz erringen. Plazierung: 1. und Weltmeister Ria Baran/Paul Falk (Deutschland), Platzziffer 10 und 10,89 Punkte? 2. Karol und Peter Kennedy (USA) 11,5/10,86; 3. John und Jenifer Nicks (England) 20,5/10,51. Richard ,J>ick'’ Button fU6A) gewann zum vierten Male hintereinander die Weltmeisterschaft im Eiskunstlauf der Männer. Nach Beendigung der Pflkhtfiguren führte der amerikanische Titelverteidiger Dick Button überlegen vor dem Europameister Hellmut Seibt (Oesterreich) und drei anderen Amerikanern. Stand nach der Pflicht: 1. Dick Button (USA) 730,7 Punkte; 2. Hellmut Seibt (Oesterreich) 658,6; 3. Ames Grogan (USA) 651,8; 6. Carlo Fassi (Italien); 10. Freimuth Stein peutschland) 51B,0 Puftkte. Europameister Hellmut Seibt (Oesterreich) belegte überraschend nur den dritten Platz hinter dem alten und neuen Meister Dick Button und dem 17jährigen Amerikaner James Grogan. Grogan lief eine wesentlich schwerere Kür als Seibt und wurde dementsprechend besser plazitrt. Ergebnisse: 1. Richard Button (USA) Platzziffer 7, 183,7 Punkte; 2. Jame6 Grogan (USA) 17/170,7; 3. Hellmut Seibt (Oesterreich) 25/168,2; 10. Freimuth Stein peutschland 69/132,1. Der dreifache Weltmeister und Olympiasieger Dick Button (USA) wurde in der Herrenmeisterschaft für unschlagbar gehalten. Trotz seines überlegenen Sieges zeigte sich, daß er nicht unverwundbar i6t und ihm in seinen Landsleuten Grogan und Jenkins gefährliche Gegner erwachsen. Button läuft seine Pflichtfiguren mit ruhige*. Selbstverständlichkeit in guter Haltung und mit reiner Kantenzeichnung. Bei der Kür stellte sich heraus, daß die Auffassungen in den USA und Europa verschiedene Wege gegangen sind. Besonders in der Technik der Sprünge hat sich das Verhältnis zugunsten der USA verschoben. Doppelsprünge wurden bis zur Vollendung entwickelt. Neue Weltmeisterin im Eiskunstläufen wurde die Engländerin Jeanette Altwegg, die nach dem Gewinn des europäischen. Titels damit einen neuen großen Triumph feierte. Die Plazierungen: 1. und Welti^eisterin: Jeanette Altwegg (England) Platzziffer 8, 192,72 Punkte; 2. Jacqueline du Bief (Frankreich) 14/188,67; 3. Sonya Klopfer (USA) 23/185,69; 10. Gundi Busch peutschland) 83/164,95; 12. Helga Dudzins-ki (Deutschland) 89/162,93; 14. Erika Kraft Peutschland) 87/163,34; 20. Inge Jell (Deutschland) 141/136,95- Jeanette Altwegg (England) setzte sich nach den Pfliditfigureo der Damen mit 803,1 Punkten klar in Führung. Den zweiten Platz belegte die Europaimeistersdia-ftszweite Jacqueline du Bief (Frankreich.) mit 746,7 Punkten vor'der kanadischen Titelträgerin Suzanne Morrow mit 739,7 Punkten. Dite Meisterschaft entwickelte sich schon bei den Pflichtfiguren zu einem Kampf um die Vorherrschaft zwischen England und Nordamerika. Nur die temperamentvolle französische. Meisterin Jacqueline du Bief konnte den Ring noch sprengen. Die Stärke der neuen Wellmeisterin liegt im Pflichtlaufen. Ihrer Kür fehlte dagegen der zündende Elan, der die Zuschauer mitreißt. Die Weltmeisterschaftszweite Jacqueline du Bief war in einigen Schwierigkeiten ihrer musikalisch und tänzerisch vorgetraoenen Kür nicht ganz sicher. Kraftvoll federnd, mit Schwung und Temperament, lief sie das ganz auf Musik eingestellte Programm. Die deutschen Teilnehmerinnen Gundi Busch, Erika Kraft, Helga Dudzinski und Inge Jell liefen alle in schöner Haltung und sehr sicher ihr geschickt aufgebautes Programm. Sie fanden nicht immer die gern gesehene Bewertung. In einem Gespräch stellte Dr. Klinge, der Frauenturnwart des Deutschen Turnerbundes u. a. fest, daß der Leistungsstand der Spitzenklasse der deutschen Turnerinnen ein sehr erfreulicher sei, daß aber auch noch viel Klein- und Feinarbeit geleistet werden muß, um diesen Leistungsstand der Weltklasse anzunähern. Zum Abschluß des Lehrgangs fand ein Schauturnen ohne Weitung statt, bei dem die Lehr- gangsteilnehraerinnen ihr großes Können demonstrierten. Frau Walter-Dumbsky erhielt für eine Kür an den schwingenden Ringen besonders starken Beifall. Ab>er sie ist heute nicht mehr allein. Mit Frau Marta Hauser-Thieme, Frankfurt; Frl. Eva Lorenzen, Neumünsterj FtI. Elisa Lenzing- Mettmann (Rheinland); Irma Müller, Eßlingen, um nur einige zu nennen, drängen sich neue Namen nach vorne. Die beiden südbadischen Teilnehmerinnen Lore Imhoff (Offenburg) und Lucy fRuch (Rastatt) kamen in diesem erlesenen Feld nicht recht mit. Allerdings sind beide noch sehr jung, so daß sie noch Zeit genug haben, um ihre Leistungen weiter zu steigern. Mercedes wieder Zweiter Eva Peron, die Gattin des argentinischen Staatspräsidenten, gab das Startzeichen für das Autorennen um den „Premio Maria Eva Quarte de Peron", das auf dem 3,5 km langen Rundstrecken- kurs im Palermo-Park zu Buenos Aires 6tattfand. Insgesamt 14 Wagen fanden sich zum Start ein. In der ersten Reihe standen die drei Mercedes- Benz mit den Fahrern Karl Kling, Hermann Lang und Juan Manuel Fangio. Im Verlauf des Rennens stand der Zweikampf zwischen dem Mercedes-Benz Klings und dem Ferrari von Gonzales, dem Gewinner des am vorigen Sonntag auf dem gleichen Kurs ausgefahrenen ,,Premio Presidente de la Nacion Juan Peron" im Mittelpunkt. Fangio fiel ab. Es wurde offensichtlich, daß mit dem Wagen des Argentiniers etwas nicht in Ordnung sein konnte. In der 17. Runde bewahrheitete sich dies. Fangio hielt ©einen Wagen mit qualmendem Motor an und gab das Rennen auf. Fangio war die Hoffnung des Mercedes-Benz-Teams, nachdem er noch am Freitag beim offiziellen Training mit 1:58,4 Minuten einen neuen Rundenrekord aufgestellt hatte. Bis zur fünften Runde (führten abwechselnd Kling und Lang, bis Gonzales in der siebten Runde die Spitze übernahm und diese bis in Ziel erfolgreich verteidigte. Kling und Lang blieben dem Argentinier hart auf den Fersen- Bis zur 15. Runde hatte Gonzales bereits einen Vorsprung von acht Sekunden gegenüber Kling herausgefahren. In der gleichen Runde wurde Hermann Lang von dem Argentinier Menditegui überholt. Menditegui hatte jedoch zweifellos 6einem Wagen zuviel zugetraut und mußte bald darauf wegen Motorschadens aufgeben. Bis zur 20. Runde blieb die Spitze weiter unverändert, wobei bis zu diesem Zeitpunkt eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 102,330 km/std. gefahren wurde. Die restlichen 25 Runden wurden wesentljch langsamer gefahren, da dann nur noch fünf Wagen im Rennen lagen. Gonzales erhöhte seinen Vorsprung vor Kling, von 35 Sekunden auf über eineinhalb Minuten und überquerte mit großem Vorsprung vor seihem deutschen Konkurrenten die Ziellinie. Lang und Kling hatten mit ihren Wagen wieder Schwierigkeiten, da der Vergaser nicht richtig arbeitete. Sieger des Rennens wurde überraschend der Argentinier Froilan Gonzales mit seinem 2-Liter- Ferrari vor dem deutschen Fahrer Karl Kling (Mercedes-Benz), der neben Gonzales als einziger Teilnehmer das Rennen über die gesamte Distanz zurücklegte. Ergebnisse des über 45 Runden “ 157,5 km führenden Rennens: 1. Froilan Gonzales (Argentinien) auf Ferrari 1:35,40,5 Stunden; 2. Karl Kling peutschland) auf Mercedes-Benz 1:37,53,1; 3- Hermann Lang (Deutschland) auf Mercedes-Benz 1:36,30,5; 4. Jorge Daponte (Argentinien) auf Maserati 1:37,55,8. Lang und Dapotite legten nur 43 Runden dieses Rennens zurück, daher der Zeitunterschied. Deutsche Meister — Weltmeister! In Garm sch-i artsir in h wurde um die deutschen Skimeister tltel gerungen. Unsere Schnappschüsse von links nach rechts: Grassegger-Partenkirchen (Spezialslalom), Maurer-Rottach (Abfahrt) Hildesu-e Gart- ner-Freiburg (Kombination und Spezialslalom), Lia LetsmüWer-Partenkirchen (Abfahrt). — Ria Baran und Paul Falk, glücklich über ihren Welt meisterschaftserfolg im Eispaariauien in Mailand. Bilder: Schuster (4) und Schneider Dienstag, 27. Februar 1951 SÜDKURIER Nr. 32 / Seite 4 Nach Singener Verletzungen Fürther Torfiberfall SpVgg Fürth — FC Singen 7:1 (1:9) — Willimowski und Weber auf der Verletxtenliite (K.-M.-Eigenbericht.) Singen hat seine glän- ■ende Partie, mit der es damals den CliA im Zaibo 2:1 schlug, nicht wiederholen können. Im Gegenteil. Es verwischte olle guten Eindrücke «uf dem Fürther Ronhof in einem Spiel, das üiber weite Strecken hin farblos, zerfahren und ohne jede Linie war. Es ist das Groteske dieses Treffens gewesen, daß auch die Fürther lange Zeit nicht zu ihren gewohnten Flachpaßkombinationen kamen, sondern vor allem in der ersten Halbzeit ohne jedes System, manchmal beinahe kopflos wirkten. In den ersten 30 Minuten sah es keinesfalls nach einer großen Niederlage für die Gäste aus. Ein fester Abwehrblock um den bis dahin sicheren Zaain ermöglichte es Singen, die unkonzentrierten Fürther Angriffe bereits im Mittelfeld abzufangen- Im Sturm glänzte Willimowski durch uneigennütziges, kluges und ideenreiches Spiel. Leider gingen seine Nebenleute Berger und Lehr viel zu wenig auf seine überraschenden Aktionen ein. Linksaußen Schultz, der noch Im Zabo gegen den Club eine bemerkenswerte Partie lieferte, fiel aus. Joachimski operierte als Außenläufer viel zu langsam, Bodens Zuspiel war sehr ungenau. So war es verständlich, daß die Gäste trotz ihres guten Willens zu keiner geschlossenen Angriffsleistung kamen. Bis auf ein klares Abseitstor von Hofmänn konnte jedoch Singens Abwehr durch aufmerksames Markieren der Fürther Stürmer zunächst Tore vermeiden. Wer weiß, wie es gekommen wäre, wenn kurz vor Halbzeit Wilii- mowski nicht wegen Verletzung das Spielfeld hätte verlassen müssen. Nun aber, nachdem den Gästen jener Mann fehlte, der als Regisseur im Sturm die Fäden der Aktionen spann, fühlte man die erste Entscheidung. Und trotzdem kam Singen kurz nach der Halbzeit zum Ausgleich. Nach einer schwachen Fürtlher)Abwehrleistung war es Lehr, deT mit unerschütterlicher Ruhe an dem herausstürzenden Seidl vorbei zum Ausgleich einschoß. Singen hoffte vergebens, denn .mit diesem Treffer hatten die Gäste die Fürther Kleeblattelf aus ihrem Schlaf gerissen. Plötzlich kam nun Feuer in das monotone, fast langweilig« Spiel. Plötzlich auch lief cfer Ball in echter Ronhofsduile flach und genau durch die Reihen der blitzschnell rochierenden Stürmer. Bereits in der 61. Minute köpfte Schade eine weitere Flanke von Hofmann zur 2:1-Führung ein. Zwei Minuten später die gleiche Szene, nur war diesmal Appis auf Rechtsaußen gewechselt. Seiner Flanke brauchte Schade nur den Kopf entgegenhalten — 3:1. Wenig später kam nach einem mustergültigen Fürther Angriff der Bald zu dem aus dem Mittelfeld einlaufenden Göttinger, der ihn aus 25 m in die rechte Ecke borubte — 4:1. Torwart Weber, der bis dahin durch sein ruhiges Spiel angenehm auffi^l, verletzte sich hierbei, indem er bei seiner Robin- sonade nach dem Ball gegen den Pfosten prallte. Er mußte kurz ausscheiden und kam dann als Feldspieler wieder. Durch diese Umstellung war natürlich Fürth nun stark im Vorteil. Jene drei Tore, die Appis, Bauer und Schade daraufhin 6ldenburg — Arminia 3:1, FC St. Pauli — Con-cordia 3:0. Hamburger Sportverein 23 81:36 34-12 FC St. Pauli 24 62:34 32-16 Werder Bremen 23 64:33 30-16 VfL Osnabrück 24 68:43 30-18 Holstein Kiel 22 Sp./28 P„ Göttingen 05 24/27, Bremer SV 23/26, Eimsbüttel 21/25, Bremerhaven 93 21/23, Eintracht Braunschiweig 23/22, Arminia Hannover 24/22, VfB Oldenburg 23/18, Hannover 96 24/18, Eintracht Osnabrück 21/15, Concordia Hamburg 23/14, SV Itzehoe 23/7. * Lahrs Ringer sind wieder Meister In diesem wurde ein wunderbares Kombinationsspiel vorgeführt, in dem wiederholt die Hofer Verteidiger den Kürzeren zogen- Hätten die Stürmer der Seehasen ihre gut eingefädelten Angriffe mit kernigen Torschüssen abgeschlossen, dann wären die Hofer ohne eine Niederlage nicht davongekommen. Die Einheimischen waren zwar im Felde der bessere Partner, doch vor dem Tore haperte es infolge der ausgezeichneten Abwehr der Gäste sehr am Torschuß. Lediglich in der 13. Minute konnte der Halblinke Kircbhoff eine Flanke des Linksaußen Schmalz aufnehmen, zwei Deckungsspieler ausspielen und die Einheimischen in Führung bringen. Der zweite Treffer der Hofer, den der Halbrechte Wellhöfer erzielte, war durchaus vermeidbar. Der Hofer nahm, als die gesamte Deckung der Konstanzer auf den Abseitspfiff des Unparteiischen wartete, in der Spielfeldnütte den Ball auf, lief aufs Tor und üeß mit einem satten Schuß derji umspielten Torwart Prade, der sich wiederholt auszeichnete, keine Chancen mehr. Zuvor waren zweimal klare Torgelegenheiten der Hofer auf der Torlinie bereinigt worden. Aber auch der VfL hatte dreimal die Möglichkeit, den Hofer Torhüter Felleiter zu schlagen, doch aus kürzester Entfernung wurden die Bälle schlecht verschossen. Erst wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff, als 6ich die einheimische Abwehr einem Angriff der Gäste nicht rechtzeitig entgegenstemmte, erzielte _ Wiggen- hauser mit schönem Schuß den Anschlußtreffer. Nach dem Wechsel blieb Konstanz weiterhin konditionsstark und lieferte den Platzherren im großen und ganzen eine gleichwertige Partie. Der Ausgleich für die Gäste hätte unbedingt fallen können, doch waren die fünf Akteure im Sturm nicht energisch genug und ließen sich einige klare Torchancen vom Fuß wegschlagen. Die Konstanzer haben mit diesem Spiel in Hof einen guten Eindruck hinterlassen. Ein Unentschieden wäre nach den gezeigten Leistungen beider Mannschaften durchweg am Platze gewesen. Bayern Hof: Felleiter} Schaliler, Müller? Hof- mann, Achhammer. Lang? Pickel, Wellhöfer. Ho- henherger, Kirchhoff, Schmalz. VfL Konstanz: Prade? Zoch, Mosch; Klökler, Zettel, Reisa5 Chopin, Klaviertrio op- 8 ; 11.45 Landwirtschaftliche Fachbücher: 17.05 Beethoven, Violinsonate op. 12: 17.45 Die Fliege in Kaisers Bart (Heimatpost): 18.30 Gartenfunk: 20.05 Musik des jungen Verdi: 22.05 Tanzmusik; 23.00 Heiratsmarkt einst und jetzt; 23.30 Kleine Barmusik. — Be: 12.40 Konzert des Studio-Orchesters; 18.00 Der Guckkasten; 18-30 Volkstümliche Musik; 19.00 Englisches Bilderbudii 20.00 Sinfoniekonzert aus Winterthur: 22.15 Kunstecke. — V: 12.00 Mittagskonzert aus Wien; 16.00 Berühmte Künstler — berühmte Liebesduette; 18.15 Deutsche Volkslieder: 19.15 „Die große Chance”: 20.15 Volkskonzert: 21.00 Innsbruck, ich muß Dich lassen — Hörspiel: 21.30 Europäisches Konzert; 23.00 Opernkonzert. MITTWOCH, 28. Februar: SW1F: 6.10 Marktberichte: 12-10 Gartenfunk (Rheinfunk): 16.00 Skherungseinrichlungen im Bergbau; 16.20 Hörbilder aus dem RenchtaJ (Frei'burg); 17.40 Hörfolge um den Reutlinger Dichter Hermann Kurz (Tübingen); 19.00 Umfrage: Wovon lebt der Schriftsteller?; 20,00 Unterhaltungskonzert; 22.20 Walter Gieseking spielt Liszt; 22.30 Reanbrandts Selbstbildnisse; 23.00 Schlager-Revue. — St: 9.05 Marktrundechau: 11.45 Landfunk: Ein heikles Kapitel; 15.30 Musik an der Kinoorgel; 17.00 Juden und Christen in Israel; 17.45 Der MundartdiditeT Heinrich Götzger aus Lindau; 20.05 „Die Uebungs- patrone", Hörspiel; 20-50 Kinderszenen von Schumann, Blech, Moussorgsky, Debussy; 22.05 Alte und neue Seemannslieder; 22.30 Die Gefährdung der Kunst; 23.00 Orchesterkonzert: Massenet, Franck, Prokofieff. — Be: 6.40 Volkstümliche Musik aus« Oesterreich und Bayern; 13.16 Besinnliche halbe Stunde; 16.00 Alte Schlager; 16.30 Musik der Völker; 17.30 PostcbauffeUTe erzählen; 18.30 Der ökumenische Kirchenrat in Genf; 19.00 Brahms-Lieder; 20.15 Die wiedererweckte Schubert-Oper „Fernando"; 21.05 Musik auf zwei Klavieren; 22.05 Das Stutgarter Kamroerorchester spielt; 22-30 Lebensweisheit in Aphorismen. — V: 11.15 Volkstümliche Musik; 18.15 Französische Musik; 20.15 Die fünf letzten Sekunden des Mahatma Gandhi, Hörspiel; 21.00 Heitere Betrachtungen zum Monatsende; 22.20 Musikalisches Kunterbunt. \C%a$ierDich.0hneQ}ial \ mii ( Sfeflw-Asgebete ~) Von Industrieunternehmen am Bodensee wird junge, tüchtige Stenotypistin die einf. 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