K SUDKURIER. UNABHÄNGIGE HEIMATZEITUNG FÜR OBERBADEN UND DAS BODENSEEGEBIET Erscheint Dienstag, Mittwoch. Donnerstag, Samstag. Verlag und Redaktion Konstanz, Marktstätte 4 7. JAHRGANG Tel.: 924, 925, 1130, 1510, 1511. Fernschreiber: 06628. * SAMSTAG 17. MÄRZ 1951 * Bezugspreis monatlich durch Träger 2.50 Mark zu- NUMMER 43 zügl. 30Plg. Trägerlohn, durch die Post2.70Mark, zuzügl. 36 Pfg. Postzustellgebtlhr. Einzelpreis 20 Pfg. Verbessertes Penicillin BONN. Die chemisch-pharmazeutische Fabrik Grünenthal in StoLberg im Rheinland hat unter dem Namen „Paracillin“ ein neuartiges, den bisherigen Penicillin- Präparaten überlegenes Produkt auf den Markt gebracht. Das neue Heilmittel ist zwölf Monate haltbar. Ein ocm Paracillin enthält die volle Tagesdosis von 400 000 Einheiten Procain-Penicillin. Während bei den bisherigen Penicdililin-iBi n s.pri tzunge n teilweise umständliche Vorbereitungen notwendig waren, wird Paracillin spritzfertig geliefert. 10 Prozent mehr für Arbeitslose BONN. Der Bundestag nahm in allen drei Lesungen zwei Gesetze einstimmig an, die eine generelle Erhöhung der Unterstützungssätze in der Arbeitslosenunterstützung und Arbeitslosenfürsorge um 10 Prozent vorsehen. Ferner soll die Unterstützung dadurch verbessert werden, daß Kurzarbeit, Krankheit oder Urlaub vor Beginn der Arbeitslosigkeit außer Betracht bleiben und als Grundlage für die Berechnung der Unterstützungssätze die tariflichen Löhne gelten. Diese Berechnung kann auf Antrag auch den Empfängern von Arbeitslosenfürsorge gewährt werden. Privatrenten - Aufwertung BONN. Die Leistungen der privaten Renten- und Pensionsversicherungen, die vor der Währungsreform eingeganigen wurden, sollen vom 1. April an entsprechend dem vor kurzem verabschiedeten Rentenumstellungsgesetz ausgezahlt werden. Monatliche Leistungen bis zu 70 Mark werden dabei im Verhältnis 1:1, von 70 bis 100 Mark im Verhältnis 2:1 und über 100 Mark hinausgehende Beträge im Verhältnis 10:1 von Reichsmark in D-Mark umgestellt. Feine Brotsorten teurer FREIBURG. Der Badische Bäcker-Innungsverband hat die Preise für Brot in Baden erneut erhöht. Nach Rücksprache mit der Preisbildungsstelle kostet das Kilogramm Halbweißbrot in Zukunft 65 Pf gegenüber 60 Pf vorher, das Kilogramm Weißbrot 78—80 gegenüber 70 vorher. Beim Konsumbrot bleibt der bisherige Preis von 50 Pf bestehen. Als Begründung gibt der Bäckerinnungsverband die neuerliche Erhöhung der Getreidepreise auf 42 DM für den Doppelzentner Weizen und 38 DM für den Doppelzentner Roggen an. Die Steigerung der Getreidepreise beträgt gegenüber dem Juli letzten Jahres 61 Prozent. Die Steigerung der Brotpreise haben mit derjenigen der Mehlpreise nicht Schritt gehalten. Papst Pius dankt Heuß BONN. Papst Pius XII. hat Bundespräsident Professor Theodor Heuß für die Glückwünsche anläßlich seines 12. Krönungstages telegrafisch gedankt. Der Papist versichert dem Bundespräsidenten erneut seiner warmen Teilnahme am Schicksal des deutschen Volkes, dessen Gang durch entscheidungsvolle Jahre er der göttlichen Vorsehung empfiehlt. Kurz notiert Die alliierten Hohen Kommissare haben Ihren Regierungen empfohlen, die Vorschläge des Bundestages zur Wiedervereinigung Deutschlands nach freien gesamtdeutschen Wahlen auf das Ernsteste zn prüfen. Die Insel Helgoland Ist vom 23. bis zum 27. März für einen Besuch durch Vertreter der schleswig-holsteinschen Regierung freigegeben worden. Die alliierten Fahrzeuge aller drei Besatzungsmächte sind in der Bundesrepublik durch eine Verordnung der Hohen Kommissare den deutschen Straßenverkehrsregeln unterworfen. Das norwegische Parlament ermächtigte die Regierung, den Kriegszustand zwischen Norwegen und Deutschland zu gegebener Zeit aufzuheben. Ein 10 Pfund schwerer Stein aus dem Berliner Dom am Lustgarten soll in eine Ge- dächtniskapelle für 400 gefallene Studenten der Michigan-Universität (USA) eingebaut werden. Aehnliche Steine ans der St. Pauis- Kathedrale und der Westminster-Abtei in London sind bereits gestiftet worden. Im Bundesgebiet ereigneten sich 1949 insgesamt 8860 Selbstmorde, das sind 19 Selbstmorde anf 100 000 Einwohner. In Gelsenkirchen-Schalke streiken auf Veranlassung ihrer Eltern 1300 Schüler und Schülerinnen der Goethe-Schule. Mit dem Streik, der zunächst vier Tage dauern soll, will die Elternschaft die baldige Wiederherstellung des durch Bomben stark zerstdrten Schulgebäudes erzwingen. Seit über 4 Wochen werden von den sowjetischen Behörden Textilspenden der Care- Organisation im Werte von 4500 Dollars am Zonenkontrollpunkt Wittenberge zurückgehalten. Ein amerikanisches Militärgericht verurteilte den US-Soldaten Buttler zn einem Jahr Zuchthaus. Buttler hatte mit seinem Jepp zwei Deutsche angefahren, von denen einer zwei Stunden später starb. Zwangsjacken für Bewohner der Sowjetzone Frauenarbeit im Bergwerk — Arbeitskolonnen für Jugendliche — Ablieferungssoll für Bauern BERLIN. (A. G.-Eigenbericht.) Die sogenannte Volkskammer der Sowjetaone hat einen Volkswirtschaftsplan für 1951 verkündet, der Gesetzescharakter hat. Jeder, der die ihm darin zugewiesenen Aufgaben nicht erfüllt, 'kann also der Sabotage angeklagt werden. Der Plan enthält vor allem bemerkenswerte Neubelastungen für die Arbeiterschaft. Erstens sollen 330 000 Personen neu in den Arbeitsprozeß eingegliedert werden; das Hauptkontingent wird dabei von der weiblichen Bevölkerung der Sowjetzone gestellt werden müssen. Damit wird eine Entwicklung weitergetrieben, die bereits Anfang dieses Jahres begann, als 2500 Frauen im Bergbau eingestellt wurden. Nun will man demnächst zur Frauenbeschäftigung sogar in Untertagebau übergehen. Um die Frauen besser aus der Familie lösen zu können, sollen Kinderkrippen und Kindergärten in den Betrieben ausgebaut werden. Zweitens soll nach dem neuen Volkswirtschaftsplan die Jugend organisiert beim Bau von Stahlwerken, Werften und Häfen eingesetzt werden. Nach sachverständiger Ansicht bedeutet das die Einführung eines Arbeitsdienstes auf dem Verordnungswege. Es sei daran gedacht, so wird in unterrichteten Kreisen Berlins betont, sogenannte Arbeitsbrigaden von Jugendlichen vorwiegend im Alter von 14 bis 17 Jahren zusammenzustellen, die in allen Gebieten der Sowjetzone eingesetzt werden können. Drittens wird in dem Han die Anwendung des sogenannten Leistungslohnes für einen erheblich erweiterten Kreis von Arbeitskräften angeordnet, das heißt, der Uefoergang von Stundenlohn zum Akkord- Freimengen im Grenzverkehr herabgesetzt Ab heute monatlich nur noch 40 Zigaretten, 100 g Kaffee und 40 g Tee FREXBURG. Nach Mitteilung der Oberfinanzdirektion Freiburg hat der Bundesminister der Finanzen die zoll- und steuerfreie Mitnahme von Kleinmengen an Tabakwaren, Kaffee und Tee im Kleinen Grenzverkehr neu geregelt. Danach kann künftig nur zweimal im Monat von der Erhebung der Eingangsabgaben abgesehen werden: bei der Einfuhr von Tabakerzeugnissen in Mengen bis zu fünf Zigarren oder 10 Stumpen oder 20 Zigaretten oder 40 g Rauchtabak, von Kaffee in Mengen von weniger als 50 g und von Tee in Mengen von weniger als 20 g. Die zweite Märzhälfte gilt dabei als ein Monat. Diese Steuer- und Zollbegünstigung steht nur den Bewohnern des deutschen Zollgrenzbezirks im Alter von mehr als 16 Jahren zu und setzt voraus, daß die Waren lose oder in angebrochenen Pak- kungen zum eigenen oder zum Verbrauch in der Familie mit über die Grenze gebracht werden. Diese Neuregelung gilt im deutschschweizerischen Grenzverkehr nicht für Grenzgänger, d. h. die in der Schweiz arbeitenden deutschen Grenzbewohner. Für diesen Personenkreis bleiben die bisherigen Bestimmungen in Kraft. Außerdem bleibt es erlaubt, über die vorstehenden Mengen hinaus im Kleinen Grenzverkehi täglich zwei Zigaretten oder einen Stumpen oder eine Zigarre) mitzunehmen. ir SK. Diese Anordnung, die für die ganze westdeutsche Grenze gilt, kommt für unser deutsch-schweizerisches Grenzgebiet wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Die jetzt verfügten Einschränkungen der Freimengen stellen eine schwere Beeinträchtigung wirtschaftlicher Interessen diesseits und jenseits der deutsch-schweizerischen Grenze dar. Für die deutsche Seite bedeutete die billigere Einkaufmöglichkeit von Kaffee, Tee und Tabak, einen gewi- sen Ausgleich für die verkehrsmäßig ungünstige Lage unseres Gebietes gegenüber den westdeutschen Industrie- und Absatz- Der amerikanische farbige Sergeant Har- peer wurde vom Obersten amerikanischen Militärgericht in Frankfurt zu 20 Jahren Zuchthaus verurteilt. Harpeer, der verheiratet und Vater von vier Kindern Ist, hatte sein 16jähriges deutsches Kindermädchen vergewaltigt. Die französische Nationalversammlung nahm einen Antrag an, in dem die Regierung aufgefordert wird, alle notwendigen Schritte zu unternehmen, damit Paris Tagungsort der nächsten UN-VoUversammlung wird. Die holländische Regierangskrise wurde nach SOtägiger Dauer beendet. Die neue Regierung — wieder unter Leitung von Willem Drees — ist ein Vier-Parteien-Koalitions- Kabinett. Der italienische Außenminister Graf Sforza erklärte, er trete für direkte italienisch-jugoslawische Verhandlungen über die Triester Frage ein. Zwischen Jugoslawien und Griechenland wurde ein Luftfahrtabkommen unterzeichnet, das die Einrichtung einer Flugverbindung zwischen Belgrad und Athen vorsieht. Eine Gruppe von 53 griechischen Kindern wurde in Saloniki den griechischen Behörden vom jugoslawischen Roten Kreuz übergeben. Dies ist die zweite Gruppe nach Jugoslawien verschleppter griechischer Kinder, die repatriiert werden. Die sozialdemokratische Abgeordnete des schwedischen Reichstages, Hildur Nygren, wurde zum schwedischen Erziehungsminister ernannt. Fräulein Nygren ist von Beruf Volksschulleherin. 12 Personen, darunter ein Kind, fanden den Tod, als am Freitag der Schnellzug von Doncaster (Yorks'hire) nach London in der Nähe von Doncaster entgleiste. Ein polnisches Militärgericht in Stettin verurteilte zwei Polen wegen Spionage zugunsten Großbritanniens znm Tode. Joseph Favre, der Kraftfahrer des jeweiligen französischen Ministerpräsidenten, erschoß sich. Favre verübte den Selbstmord nach Darstellung der Polizei „in einer alkoholischen Krise“. Zentren, die sich von jeher in erhöhten Transportkosten und damit einem höheren Preisniveau ausgewirkt hat. Für die schweizerische Seite schien die bisherige Grenzregelung ein Wiederingangkommen nachbarschaftlicher Wirtschaftsbeziehungen anzubahnen, wie sie jahrzehntelang zum festen Bestand unseres Lie Zeitungen die erneute Zusicherung Großbritanniens, daß Triest italienisch sei und an Italien zurückgegeben werden müsse und außerdem die Feststellung, „daß der Friedensvertrag vom 10. Februar 1947 völlig überholt ist.“ Zurückhaltend sein BONN. Bundeskanzler Dr. Adenauer erklärte in Bonn, daß er die Aufgaben eines Außenministers nicht auf die Dauer auf eich nehmen könne. ,Aber solange ich dieses Amt führe, werde ich versuchen, es in vollem Umfang zu führen“, erklärte er vor den leitenden Beamten des Auswärtigen Amtes. Die Aufgabe des neuen Außenministeriums bezeichnete Dr. Adenauer als besonders schwer, weil der Zwischenraum zwischen dem Aufhören der Tätigkeit des früheren Auswärtigen Amtes und dem Tätigwerden des neuen sehr groß sei. Im Hinblick auf die Aufgaben des neuen Ministeriums führte der Bundeskanzler aus, daß die Vertreter des auswärtigen Dienstes im Ausland vor allem eines begreifen und beherzigen müßten, nämlich, daß den Deutschen in der gegenwärtigen Lage eine gewisse Zurückhaltung am besten anstehe. Sie werde gerade auf der anderen Seite Achtung erheischen. Bonn: Der Faden ist zerschnitten BONN. (W.-Eigenbericht.) Durch das schroffe „Nein“, das der Ministerpräsident des Ostzonenstaates, Grotewohl, gegen den Bonner Vorschlag allgemeiner freier Wahlen in ganz Deutschland vor der ostdeutschen Volkskammer ausgesprochen hat, ist der schwache Faden zwischen West und Ost nach Ansicht Bonner politischer Kreise endgültig zerschnitten. Von Regierungsseite wurde erklärt, Grotewohl habe damit offen zugegeben, daß er nur Interesse an Verhandlungen habe, die zur Verbol- schewisierung des deutschen Volkes führen würden. Prozeß gegen Ramcke PARIS. Der Prozeß gegen den letzten Verteidiger der Festung Brest, den ehemaligen General Hermann Ramcke, begännt am kommenden Montag vor einem französischen Kriegsgericht in Paris. Neben Ramcke sind der ehemalige Hauptmann Karl Kamtischek und der ehemalige Oberleutnant Heinz Gustav Marsteller angeklagt. Die drei Angeklagten werden in Zusammenhang mit vorsätzlichen Tötungen, Brandstiftungen, Plünderungen, Folterungen und Brutalitäten vor Gericht gestellt. Wieder „Stahlhelm"? FRANKFURT. Die „Neue Zeitung“ weiß davon zu berichten, daß auf einer „streng geheim gehaltenen“ Tagung in Frankfurt der „Stahlhelm“ neu gegründet worden sei. Bereits im vorigen Jahr seien verschiedene Gründungsversuche unternommen worden, die jedoch auf Grund der ablehnenden Haltung von früheren alten Stahl- helmerm gescheitert seien. Auf der Tagung, an der etwa dreißig Personen, ehemalige Offiziere und Mitglieder der „alten Garde des Stahlhelm“ teilgenommen hätten, sei Karl Simon (ein früherer Vertrauter von Düsterberg), zum .Rundesführer“ gewählt worden. Der neue Stahlhelm verfolge das Ziel, eine „ausgewählte Sammlung ehemaliger Frontsoldaten und Offiziere zu sein, die auf kameradschaftlicher Basis den Uebelständen in Deutschland zu Leibe rücken will“. Bundesdnnenminister Dr. Lehr sei einer formellen Gründung des .Stahlhelm“ wohlwollend gesinnt und auch die CDU, SPD, FDP und DP zeigten eine „freundliche“ Haltung. (Wenn das stimmt, dann bestünde wohl die begründete Aussicht auf eine baldige Wiederherstellung der „Hamburger Front“ mit den Kameraden Remer, Strasser, Doris und vielen andern, die es jetzt schon kaum mehr erwarten können. Und dann gehen wir wieder .herrlichen Zeiten“ entgegen.) In der Karwoche erscheint der SÜDKURIER am Dienstag, Donnerstag und Karsamstag. Auch die anderen Zeitungen erscheinen in der Karwoche an drei Tagen. Zweimal Adenauer Bundeskanzler zum Außenminister: . Väterchen Heuß ist mit uns beiden einverstan den.“ I Südkurier-Zeichnung: H. Gutsdraw Die Orpheus-Sage als surrealistische Filmdichtung Jean Cocteaus „Orphee“ imKon stanzer Gloria-Kino Orpheus, der Sänger der griechischen Sage, bezauberte durch seine Lieder nicht nur die Menschen. Auch Bäume, Felsen und wilde Tiere wurden von seinem Gesang in Bann geschlagen. Und, nachdem seine Frau, Eurydike, in den Hades, das Reich der Toten, geholt worden war, bezwang Orpheus mit seiner Kunst selbst den Gott der Unterwelt, so daß ihm Eurydike zurückgegeben wurde. Durch eigene Schuld — Uebertretung des Verbots, sich nach der Gattin umzusehen, so lange er noch nicht wieder auf der Erde ist — verlor er sie wieder. In der Gestalt des antiken Sängers ist symbolhaft ein Kult verdichtet: die Or- phik, die aus der Vorzeit Glaubensvorstellungen übernahm über Entstehung der Götter und der Welt, besonders aber eine Erlösungslehre, die den Toten berät, wie er von den Mächten der Unterwelt wieder befreit werden kann. Gerade diesen Zusammenhang der Orpheus-Sage mit den kultischen Mythen zu wissen, ist für das Verständnis des „Or- phee“ von Cocteau wichtig. Rilke hat von diesem fraszösischen Dichter einmal gesagt: „ihm als Einzigen öffneten sich die Pforten des Mythos.“ Der Film „Orphee“, den das Konstanzer Gloria-Kino morgen Sonntag in einer Matinee vorführt, ist, in surrealistischer, also überwirklicher Form, die moderne und sehr kühne Abwandlung mehr des orphi- schen Mythos als der Orpheus-Sage selbst. Diese wird als Handlungsgerüst benützt. Aber in Cocteaus Film geht es weniger um den Stoff der Sage — die Rückkehr der gestorbenen Eurydike zu erzwingen — als um die Darstellung der Schattenwelt, des Zwischenreiches zwischen Leben und Tod. Auch in der modernen Literatur ist dieses Thema, in der geistigen Tradition der Antike wurzelnd und angeregt sowohl durch ostasiatische Glaubensvorstellungen („Tibetanisches Totenbuch“) wie durch die Erkenntnisse der Tiefenpsychologie, mehrfach dargestellt worden. Am bedeutungsvollsten gelang es Hermann Kasack in seinem Roman „Die Stadt hinter dem Strom.“ In diesem Buch ist jenes Reich beschrieben, in das die Seele unmittelbar nach Verlassen des Körpers gelangt. Kasacks Roman liest sich fast wie ein Reisebericht über die Wanderung der Seele in jener „unerbittlichen Sekunde“, die auch ein französischer Dramatiker, Salacrou, in seinem gleichnamigen Stück abrollen ließ. Dieses Zwischenreich also ist der Gegenstand von Cocteaus Filmdichtung. Nicht um den Tod, das Wesen des Todes zu zeigen, hat Cocteau seinen Film geschrieben und selbst inszeniert, sondern um ein Bekenntnis zum Leben zu geben, zum ewigen Leben des Geistes, das mit dem irdischen Tod nicht aufhört. Es ist dabei nicht so wesentlich, jeden einzelnen Handlungsvorgang zu verstehen. Entscheidend ist Cocteaus Absicht, durch eine surrealistische Film-Bildsprache von erregender Intensität eben jenes Reich sichtbar zu machen, das die menschliche Seele nach der Trennung vom irdischen Leben und vor dem wirklichen Tod durchwandert. Auch dieser Film wäre ohne die Forschungen der modernen Tiefenpsychologie nicht denkbar — und ohne die Aussagen mancher Menschen, welche die dunkle Schwelle in das Land oder die Stadt „hinter dem Strom“ — von den Griechen „Lethe“, Fluß des Vergessens geheißen — überschritten hatten und wieder zurückgeholt wurden... In dem Film Cocteaus {wandert ein moderner Orpheus hinüber, geleitet von der Todesbotin, die im Auftrag der Herrscher jenes Zwischenreiches handelt. Mag das zeitgenössische Kostüm unserer Tage vielleicht das Verständnis erschweren, weil es zunächst verwirrt; es erweist sich aber gerade dieser Verzicht auf historisches Gewand als ein Mittel, die künstlerische Wirkung zu steigern. Er verdeutlicht aber auch das Problem, das Cocteaus dichterische Phantasie in großartigen Bildern vergegenständlicht; so bedeutende Künstler wie Jean Marais, Maria Casares und Marie Dea unterstützen ihn darstellerisch dabei. Die Ausdrucksmittel, deren sich Cocteau in seinem „Orphee“ bedient, sind realistisch und surrealistisch zugleich. Sie machen das Werk zu einem absoluten Film, der nur durch das Bild zur Aussage seines Anliegens kommt. Der Spiegel wird dabei zum wichtigen Symbol: durch ihn schreitet Orpheus hinab ins „Reich der Mütter“, aus dem die Herrscher jener Welt ihre Botschaften schicken, in das sie die Menschen zum Gericht zitieren. Der Film „Orphee“, oft mit intellektuellformalistischen Mitteln und ausgeklügelter filmischer Spekulation arbeitend, ist ein Experiment. Ein gewagtes und — künstlerisch — dennoch geglücktes Experiment. Optische Phantasie und szenische Einfälle von überraschender Wirkung zeichnen diesen Versuch aus, der das kine- matographische Phänomen mit souveränen Mitteln benutzt, um die Ueberwirklichkeit einer geistigen Landschaft im Bild einzufangen. Cocteau, der sich selbst einmal als ein „Zentralbüro der Erscheinungen“, bezeichnete, sagte von „Orphäe“, er sei sein unabhängigstes, für seine Selbsteinschätzung gültigstes Filmwerk. Dieser ungewöhnliche Film, den: wochenlang im Züricher avantgardistischen „Nord- Süd-Studio“ lief und auch in den westdeutschen Großstädten starke Beachtung eines interessierten Publikums fand, sei aSen literarisch Interessierten empfohlen. W. M. * Cocteau hat mit diesem Film das Orpheus-Thema nicht zum erstenmal behandelt. Schon 1925 schrieb er eine Tragödie „Orpheus“, (die Rilke dann zu übersetzen begann und durch seinen Tod an der Fertigstellung verhindert wurde), die jetzt in den Freiburger Kammerspielen aufgeführt wurde. Unsere Fretburger Korrespondentin schreibt uns darüber: Jean Cocteaus einaktige Tragödie „Orpheus“, die jetzt in den Freiburger Kammerspielen ihre vielbeachtete Erstaufführung erlebte, kann wohl als eines der merkwürdigsten Beispiele modernen Theaters angesehen werden. Das Stück wurde zwar schon 1926 geschrieben — es ist inzwischen auch einmal in Deutschland, und zwar vor dem Weltkriege in Berlin, herausgekommen —, es hat aber noch nichts von dem Reiz völliger Neuheit eingebüßt, der seine Eigenart ausmacht. Das Stück von Cocteau ist ein sehr subtiles Gebilde, das sozusagen zwischen Himmel, Erde und Unterwelt schwebt; hier ist alles möglich, und alles bleibt unwirklich, — so läßt er zum Beispiel, um den Tod Eurydikens darzustellen, die Todesgöttin mit zwei Chirurgen auftreten, die nun die schwierige Operation der Befreiung der Seele vornehmen, „Madame la mort“ schneidet dann den Lebensfaden ab und rettet so das unsterbliche Teil Eurydikens. Man möchte sagen, daß dieser Orpheus ein Mittelding zwischen Mysterium, Legende und Groteske ist, daß aber die Bezeichnung „Tragödie“ gerechtfertigt ist, das das Wesen des Dichters als ein ursprünglich tragisches aufgezeichnet wird. Die Freiburger Kammerspiele boten eine ausgezeichnete. Aufführung. Die Inszenierung Roland Ricklingens in dem seltsam immateriellen Bühnenbild Friedhelm Strengere war wirklich von jener Atmosphäre der absoluten Unwirklichkeit durchweht, durch die die tragische Sendung des Dichters ergreifend sichtbar wurde. M. Th. B ü h r e r „Zehn kleine Neger" Eine Erstaufführung in Kassel 50 Bücher — 50 Millionen Leser, da» ist der schriftstellerische „record“ einer stillen Frau in einem Landhaus Südenglands: der Agatha Christie, Angelsachsens berühmtester Kriminalroman-Autorin-Könnte ein Siegespalmenzweig vergeben werden für das Bemühen, nervenaufreibende Spannung, unheimliches Geschehen, wirkungskräftige Pointen in literarisch anspruchsvoller Form zu geben, dann wäre nächst Graham Greene die Christie Favorit dieses in der Hauptsache britisch-amerikanisch besetzten Rennens. Wer also aus- ziehen will, um das Fürchten zu lernen, der warte, bis in wenigen .Wochen der Spielplan eines Theaters „Zehn kleine Neger“ ankündigt. Es handelt sich um den dramatisierten gleichnamigen Roman Agatha Christies, der freilich in Bearbeitung und Uebersetzung wie üblich etwas an Frische einbüßte. Aber immer noch garantiert die Kriminalkomödie zwei Stunden gruselige Spannung. Die deutsche Erstaufführung in Kassel unter der Regie einer Frau (Trude Tandar) wurde Stück und Erwartungen gerecht. Helmut Goebel Die Comedie Francaise wird im Mai mit „Figaros Hochzeit“ von Beaumarchais in Hamburg, Bonn und Köln gastieren. Zu Aufführungen von Claudels „Seidenem Schuh“ kommt zuvor die Theatergruppe Marie Bell nach Wiesbaden, Berlin, Düsseldorf und Hamburg. Marie Bell, die Leiterin des Ensembles, und ein Teil ihrer Schauspieler gehören der Ccmedie Francaise an. „Die Schöpfun g“, Joseph Haydns großes Oratorium, wird am 21. und 22. April vom Inselchor Lindau in der Stephanskirche von Lindau aufgeführt Unter der Leitung von Alfred Kuppelmayer wirken mit: Annelies Küpper, Staatsoper München, W. Domgraf-Faßbender, Städt. Bühnen Hannover und A. Fügel, Staatsoper Stuttgart 17. März 1951 SÜDKURIER Nr. 43 / Seite S Wackelt der „Thron der Welt“? Hhriergründe und Auswirkungen der persischen Krise — Parlament beschließt Verstaatlichung der OelqueNen Das persische Parlament hat am Donnerstag einstimmig die Verstaatlichung der Erdölindustrie beschlossen. Das Abstimmungsergebnis wurde vom Parlament und von einer großen Menschenmenge, die sich vor dem Parlamentsgebäude versammelt hatte, mit lautem Beifall begrüßt. Die britische Regierung hat in einer Note gegen den Beschluß des persischen Parlaments protestiert. Mit der persischen Politik vertraute Beobachter sehen in dem Verstaatlichungsbeschluß das unmittelbare Ergebnis der Ermordung des Ministerpräsidenten Razmara, dessen Tod das letzte Hindernis auf dem Wege derer wegräumte, die für den Bruch der derzeitigen Abmachungen arbeiten. Nach der Ermordung Ali Razmaras, eines der wenigen „starken Männer“ unter den vielen schwachen und bestechlichen Politikern Persiens, wird die Friedenstaube Pi- cassos im Triumphe durch die Straßen Teherans getragen: Frauen veranstalten diese Umzüge, die gleichen Frauen, die ein anderer „starker Mann“, der große Reformator Riza Khan, der Vater des heutigen Schah, von der Abgeschlossenheit und dem Schleier befreit hat. Sie recken die ge- frdoiprodukhon (D vm.t (J) smt Piptiif)? mmmmlmBoa , Komessbttern 223 iroi.-Amer. OH Ca SS Angf&’Jronfon OH Co. ^3 3rok Petroleum Co. II» *■ KRIENi rf * ;c7san Trtoolt - ^RAKf: J/äUD - Arabien | T/HaJ-iran [ Die persischen Oelfelder, die reichsten im mittleren Osten und die wichtigste Oelquelle, über die Großbritannien verfügt, werden gegenwärtig von der „Anglo-Iranian Oil Company" ausgebeutet, deren Aktienmehrheit sich seit 1914 in der Hand der britischen Regierung befindet. Die Felder lieferten im Jahre 1950 32 258 000 Tonnen Rohöl und werden im laufenden Jahr eine Produktion von über 35 Millionen Tonnen erreichen. ballte Faust vor den Mauern der englischen und amerikanischen Botschaften und schreien die Schlagworte Moskaus, die geschickt auf die des fremdenfeindlichen Nationalismus abgestimmt sind: „Frieden! Nieder mit den Imperialisten! Hinaus mit den Ausländern! Es lebe das freie Korea! Es lebe das unabhängige Marokko! Hinaus mit den Europäern aus allen islamischen Ländern!“ Die fanatischen Korangelehrten, die alten neuerungsfeindlichen Ulema (im Islam Vertreter der theologischen Gelehrsamkeit), treten aus den Moscheen (in denen das koranische Gesetz jedes Blutvergießen verhindert — und doch wurde Ali Razmara dort erschossen, weil er „an die Ungläubigen verkauft“ war) und halten Ansprachen an die turbulente Menge und setzen sich im Namen Allahs an die Spitze der Nationalisten — womit sie ungewollt das Spiel des Kommunismus spielen, der der unerbittlichste Feind ihrer Religion ist. Der Schah mit der Reitpeitsche Vor dreißig Jahren wurden die alten islamischen Gelehrtem die mit den kraftlosen Regierungen leichtes Spiel hatten, durch einen energischen Kosaken-Unteroffizier niedergeduckt, der sich mit dem alten, ruhmreichen Beinamen Pahlevi zum Schah in Schah, zum König der Könige erheben ließ. Er modernisierte das Land mit eiserner Hand und entzog es dem russischen und englischen Einfluß. Die religiösen Führer knurrten vor Wut und begehrten eines Tages gegen einen unerhörten Skandal auf: die Gattin des Schah hatte es gewagt, als moderne Amazone gekleidet, die Schwelle einer heiligen Moschee zu überschreiten. Viele hielten das Ende von Pahlevis Königtum für gekommen. Dieser hingegen gebrauchte ohne Zögern die Peitsche und brachte, die Rebellen wieder in seine Botmäßigkeit. Keiner wagte mehr zu atmen. Das war ein Schah, der sich mit der Reitpeitsche in den Mini- sterrat begab, und man muß anerkennen, daß er seinem Lande großen Nutzen brachte, denn dieses brauchte eine starke Hand: es war zu asiatisch-rückständig und korrupt für eine Demokratie europäischer Prägung. Zum Unglück für Persien wurde Riza Khan vcrt den Engländern und Russen verbannt, weil er sein Land gegen sie hatte verteidigen wollen. Diese Mächte besetzten Persien im Sommer 1941, um eine Zufall rtstraße Persischer Golf—Kaukasus für die Hilfslieferungen an Rußland zu sichern. Später trafen sich die Großen Drei — Roo- sevelt, Stalin und Churchill — in Teheran und diktierten dort wie von einem Throne der Welt aus die ersten Bedingungen für den Frieden auf Erden — katastrophale Bedingungen, in denen der Ruin Europas Und die Kapitulation des Westens niedergelegt wurde. Heute versucht man fieberhaft die Schäden zu beseitigen. Es ist heute zwecklos, an diese schmerzliche Vergangenheit zu erinnern, aber es ist zweckmäßig, noch einmal zu wiederho- Von unserem Nah-Ost-Vertreter len, daß die Schuld an der Kapitulation und dem Selbstmord des Westens in Asien und zum Teil in Europa und Afrika vor allem den Regierungen des Westens, in erster Linie'der amerikanischen zuzuschreiben ist. Man erlebte die unheilvollen Folgen sofort nach dem Kriege in dem leidenschaftlichen Erwachen des fremdenfeindlichen Nationalismus. Rückständigen, für Freiheit und Selbstregierung absolut unvorbereiteten Völkern wurde die Unabhängigkeit zugestanden, manchmal sogar aufgedrängt, mit der unvermeidlichen Folge, daß die Tore für den gut als Nationalismus getarnten Kommunismus geöffnet wurden. Die Beispiele Indonesiens, Indochina, Korea, Persien, Libyen, Marokko liegen vor unser aller Augen. Diese Ueberlegungen zwingen sich am Rande der persischen Krise auf: in diesem Lande erkennen die Westmächte heute die Gefahr und beziehen die Defensive, während die Russen in der Offensive sind. Und in diesen Ländern verliert derjenige, der dauernd in der Devensive ist. - ' Die Nationalisierung cjes Petroleums Ali Razmara hatte die Nationalisten, die Fanatiker des Islam, die Großgrundbesitzer, die bestechlichen Politiker, die einflußreichen Kaufleute gegen sich. Sein Unrecht in den Augen der persischen „Patrioten“ bestand vor allem darin, daß er das letzte Agreement mit der Anglo-Ira- nian Oü Company vom Jahre 1949 verteidigte, die in Abadan am Persischen Golf die größte Raffinerie der Welt errichtet hat. Das neue Abkommen bot dem persischen Staate verdoppelte Einkünfte und die sofortige Zahlung von 84 Millionen Dollar. Und doch verwarf die Mehrheit der Mejlis-Abgeordneten diese günstigen Bedingungen und verlangte die Nationalisierung aller Petroleum-Industrien, vor allem natürlich der Anglo-Iranian, die als „Staat im Staate“ angesehen wurde. Razmara aber hatte am 25. Januar 91 Stimmen der Kammer gegen 6 für das neue Abkommen erhalten können. Die entscheidende Abstimmung sollte in den nächsten Tagen stattfinden. Am Tage zuvor wurde Razmara erschossen. Am Tage nach der Beerdigung nahm die zuständige Parlamentskommission im Schnellverfahren das Projekt der Nationalisierung an. Nun hat auch das persische Parlament einmütig den Beschluß der Erdöl-Parlamentskommission bestätigt. Die Konzession für die Anglo-Iranian-Oil-Com- pany wird in London als nach wie vor rechtsgültig betrachtet. Jeder Versuch einer Aufhebung sei Rechtsbruch. Man glaube nicht, daß die Engländer, nachdem sie riesige Summen ausgegeben haben (die übrigens durch die ungeheuren Gewinne wieder hereingekommen sind) die Konzessionen so leicht auf geben werden. Dazu gehört mehr. Die Mehrheit der Anio-Iranian- Aktien gehört überdies dem englischen Staat, genauer der Admiralität. Daher sagt man, das Oel der A.-I. sei das Blut der Flotte. Wenn die Russen jetzt unter Ausnutzung der schweren persischen Krise die Tehe- raner Regierung unter ihren Einfluß stellen würden, könnten sie drei Ziele erreichen: 1. sie würden — ein alter zaristischer Traum — an den Persischen Golf gelangen; 2. sie würden die türkische Bastion strategisch einkreisen; 3. sie würden ihrem Oelmangel — die russische Achillesferse — abhelfen. Die Russen am Persischen Golf — das würde bedeuten, daß sie nicht nur das Petroleum der britischen Admiralität, sondern auch das Petroleum der Anlo- Amerikaner in Kuweit, auf den Bahrein- Inseln und das (amerikanische) der Arameo erbeuten würden, deren Pipe-Lirie zum Mittelmeer, die längste der Welt, kürzlich eingeweiht worden ist. (In seiner Ausgabe vom 22. 2., Nr. 30, berichtete der „Südkurier“ in dem Artikel „Oel fließt an das Mittelmeer“ ausführlich über diesen Vorgang.) Aber dies wäre der Weltkrieg, den die Russen mindestens heute vermeiden wollen. Das einzige Mal, wo die USA vor der Truman-Doktrin und dem Atlantikpakt scharf gegen Rußland auftraten, geschah 1946 in der persischen Frage. Es steht fest, daß sie dies heute noch energischer tun würden. In Persien gibt es kein zweites Korea, sondern nur den dritten Weltkrieg. Antonio Lovato Droht Griechenland Bürgerkrieg? Athen über neue Aktivität der Zachariades-Konununisten besorgt Von unserem-Atbener Korrespondenten N In Griechenland ist der Krieg eigentlich noch immer nicht zu Ende. Es vergeht kaum' eine Woche, in der die Zeitungen nicht über etliche von den Sondergerichten gefällte Todesurteile oder über die Verurteilungen wirklicher oder angeblicher Spione zu berichten wissen, die zumeist aus Bulgarien gekommen waren, um eich hier um Dinge zu kümmern, die ohnehin für niemanden ein Geheimnis sind. Die Nachrichten von den Verhaftungen kommunistischer Parteigänger finden aber nur dann noch Beachtung, wenn dabei bekannte Namen auftauchen wie etwa kürzlich der eines hohen Beamten des Informationsministeriums und früheren Privatsekretärs des ehemaligen stellvertretenden Ministerpräsidenten Tsaldaris. Die jetzt in einem forcierten Tempo in Angriff genommenen Festungsbauten an der Metaxas-Linie bedeuten für die griechische Oeffentlichkedt keine Sensation. Nicht einmal die gleichzeitig verfügten strengen Absperrungsmaßnahmen in der gesamten Grenzzone. Die meisten Griechen sind nur sehr skeptisch, ob dieser Wall aus Beton und Eisen länger als ein paar Tage dem Ansturm der bulgarischen Armee standhalten würde, die mindestens viermal so groß ist als der im Pariser Friedensvertrag zugebillflgte Höchststand von 55 000 Mann, und die überdies auf dem. Balkan heute über die stärkste Panzerwaffe verfügt. Aber für Griechenland gibt es noch eine andere und viel näher liegende Gefahr als Bulgarien: eine zweite Auflage des Bürgerkrieges, dessen blutige Bilanz erst dieser Tage in der „Stratiotika“, dem amtlichen Organ des griechischen Generalstabs, veröffentlicht wurde. Sie zählt über tausend gefallene Offiziere, nahezu 12 000 tote Soldaten, rund viereinhalbtau- send Vermißte, mehr als viertausend hin- gerichtete Zivilisten und etwa tausend Zivilpersonen, die durch Minen tödlich verunglückt sind. Nicht gerechnet die um ein Mehrfaches höheren Verlustziffern der „Republikanischen Armee“. Rund 18 000 Rebellen haben sich nach dem Zusammenbruch der kommunistischen Front in Nordgriechenland nach Bulgarien und Albanien in Sicherheit bringen können, wo sie in der Zwischenzeit in verschiedenen Lagern von sowjetischen Kommissaren geschult und mit den Neuerungen der modernen Kriegstechnik vertraut gemacht wurden. Die Gesamtstärke der dem griechischen Kommunisten- führer Nikolao Zachariades zur Verfügung stehenden Stoßtruppen wird in Wirklichkeit bedeutend größer sein. Man schätzt in Athener Militärkreisen, daß noch etwa 6000 wiederhergestellte Verwundete dazu gezählt werden müssen, und daß überdies vielleicht ein Viertel der seinerzeit nach den sowjetischen Satellitenstaaten verschleppten griechischen Kinder jetzt schon in einem militärischen Alter steht und in die von den Exilkom- mundsten gebildeten Kampfformatiönen eingereiht worden ist. Diese sehr ansehnliche Streitmacht verfügt über alle Waffen, die eine moderne Armee braucht. Die Gefahr, die von dieser Seite droht, wird in Athen viel ernster gekommen als die Möglichkeit eines bulgarischen Angriffs. Bei einem solchen Angriff würde Griechenland nicht allein stehen. Ein neuer Versuch der Kominform, Griechenland durch einen zweiten Bürgerkrieg zu einer sowjetischen Bastion zu machen, könnte jedoch zumindest für den Anfang nur auf die Abwehr der regulären griechischen Truppen stoßen. Nun wird eingewendet, daß der Guerillakampf einer Rebellenarmee ein aussichtsloses Beginnen bleiben müßte, wenn er nicht durch eine überall wirksame Untergrundbewegung Unterstützung findet. Tatsächlich hat General Papagos vor zwei Jahren den Bürgerkrieg erst für sich entschieden, als es ihm gelungen war, die unterirdische kommunistische Organisation zu zerschlagen. Ob sie heute wieder besteht, ist die Schicksalsfrage Griechenlands, die niemand mit unbedingter Bestimmtheit beantworten kann. 'S. j -Wi Bundeskanzler Dr. Adenauer nahm an einem Bankett des neugebildeten Vereins der Auslandspresse in der Godesberger Redoute teil, zu dem auch die alliierten Hohen Kommissäre und Mitglieder des Bundeskabinetts erschienen. Unser Bild zeigt Bundeskanzler Adenauer (links) im Gespräch mit Prof. Hallstein (zweiter von linkst und den» amerikanischen Hohen Kommissar John J. McGloy (rechts). Der steinerne Garten Allahs Das strenge und das heitere Spanien — Baudenkmäler aus Jahrhunderten (Von unserem Madrider Dr. H.B.- Mitarbeiter) Ein Schauspiel ist Andalusien und als solches wird es von seinen Bewohnern erlebt. Aber das Bewundernswerte und Echte an diesem Land, behauptet Ortega in seiner „Theorie Andalusiens“, liegt jenseits der bunten Farce, die von ihnen vor den Augen der Fremden aufgeführt wird. Daß es dem Südspanier im Gegensatz zum gemessenen Kastilier und zum würdevollen Basken Freude macht, sich vor dem Touristen zu produzieren, ist vor uns schon manchem Besucher aufgefallen. Selbst in Sevilla, das immerhin eine Groß-Stadt ist, wird man denVerdacht nicht los, daß sämtliche Einwohner, vom jüngsten Schuhputzer bis zum pensionierten Torero sich als Komparsen eines großartigen Balletts fühlen, das „Sevilla“ heißt. Aber das tut dem Charakter der Anda- lusier nicht den mindesten Abbruch. Denn seine Gabe, sich außerhalb des Ich zu stellen und Zuschauer der eigenen Person zu sein, ist der Beweis, daß dieses Volk unter allen mediterranen Völkern das ausgeprägteste Bewußtsein seiner persönlichen Note und seines eigenen Stiles hat. Dieser Erfolg hat natürlich tiefere Gründe als die romantische Entdeckungsfreude der Reisenden des 19. Jahrhunderts, die sich an der Farbenpracht des spanischen Südens berauschen und die fertige Schablone an ganz Europa Weitergaben. Niemals hätte sich die Schablone als so unzerstörbar erwiesen wie sie in der Tat ist, wenn sie nicht mehr wäre als schales Theater und flüchtiges Spiegelbild. Wie sich die immer gleichen Ornamente und die selben Koransprüche auf den Fronten der zierlichen maurischen Bogen von Cordoba und Granada ständig wiederholen, wie diese mehr als tausendjährigen Effekte noch heute jenseits der Meerenge in Fes und Marrakesch aktuelle Gültigkeit haben, ist auch die andalusische Volkskunst, aus dem maurischen Erbe reich beschenkt, das letzte und unveränderliche Glied in den langen Entwicklungsreihen einer ehrwürdigen Kultur. Die Formen sind bis aufs letzte ausgeschliffen, oftmals überprüft und damit endgültig geworden. Seltsam und heiter Lieber Parmesankäse als Memoiren „Ich war Mussolinis Koch, schreibe aber* keine Momoiren“, erklärte Mario Ereoii dieser Tage einem Reporter, der in ihm den langjährigen Koch des Duce entdeckt hatte. Einesn Verleger, der ihm- ein,' liren schweres Angebot aiuf das Verfassen „einiger kleiner intimer Erinnerungen“ machte, erklärte er: „Ich bin damit zufrieden, daß ich den besten Parmesankäse machen kann, den Sie je gegessen haben. Der Schuster soll bei seinen Leisten bleiben.“ Doppelverdiener Die Kopenhagener Polizei hat eine Bande dingfest gemacht, die seit Jahren für mehrere hunderttausend Kronen Beute machen konnte. Der Bandenchef war im „Nebenberuf“ Reisender in Einbruch-Alarmgeräten. Nach jedem Einbruch erschien er am Tag darauf bei dem Bestohlenen und wurde mühelos ein Gerät los. Wenn sich jemand sträubte, verübte seine Bande in der Nacht darauf einen Einbruch, und der Erfolg war hundertprozentig. In einem Fall mußte bei einer Ladeninhaberin dreimal hintereinander eingestiegen werden, bis sie „gefügig“ war. . Da jubelte der Regisseur Eine italienische Filmgesellschaft wollte eine Szene, in der der Komiker Toto von der Polizei verfolgt wird, recht realistisch drehen. So beschloß man, die Aufnahmen mitten in Rom, in einer belebten Straße, zu machen. Es klappte auch alles fabelhaft — doch plötzlich tauchten echte Polizisten auf, die alles für Emst nahmen und sich sofort an der Verfolgung beteiligten. Der Regisseur jubelte, denn so realistisch hatte er sich das nicht erhofft. Leider aber wurde die Sache zu „realistisch“, als einer der Polizisten die Pistole zog und dem Komiker Toto jenes überall in der Welt übliche Polizeiwort zurief, wenn es ernst wird: „Halt — oder ich schieße!“ Da mußte 'der Regisseur — wenn auch ungern — eingreifen. So realistisch hatte er es sich nicht gedacht. Ein Optimist Ein gewisser Enrico Trincheri, der in einem Veroneser Gefängnis unter der Beschuldigung sitzt, terroristische Gewalttaten sowie zwei Morde begangen zu haben, ist ein Optimist von reinstem Wasser. Er schrieb auf ein Heiratsinserat wie folgt: „Meine Dame! Eben lese ich Ihr Inserat und sehe, daß Sie eine distinguierte Dame sind, die ein trauliches Heim Hebt. Ich würde mich gerne mit Ihnen verheiraten, denn aiuch ich liebe ein schönes Heim und bin ein Mann von Kultur. Leider aber muß Ich erst ein Verfahren abwarten, das mir aus politischen Gründen angehängt wurde. Bitte schreiben Sie mir trotzdem, nur müssen Sie ein wenig Geduld haben. Meine Anschrift lautet: Enrico Trincheri, Verona ; Gefängnis.“ Gut mitstenographiert 90 Tage Gefängnis erhielt Mr. Choals aus Kaüfornien. Er hatte seine Sekretärin wegen eines Tipfehders mit wüsten Flüchen und Schimpfworten bedacht. Die Sekretärin hatte alles wortgetreu mitstenographiert und kannte vor Gericht den lückenlosen Wortlaut der Schimpfkanonade vorlesen. Ihnen bleibt nur die Wahl, sich so wie sie sind zu behaupten oder unterzugehen. Ein Wandel findet nicht mehr statt. Die Quelle des Schöpferischen, die unter allen reichen Brunnen des Islam immer am leisesten gelispelt hat, ist längst versiegt. Die silbernen Wasser des Erfindungsreichtums sprudeln nicht mehr. Für diese von linder Trauer umfangene Endgültigkeit ist Cordoba noch mehr als die anderen Städte des spanischem Südens ein exemplarisches Monument. „Hie Cordoba — hie Sevilla“ lautet ein überlieferter Gegensatz Andalusiens. ! In Cordoba trägt die islamische Überlieferung ein zurückhaltenderes und vornehmeres Gepräge. Sevilla — das ist der populäre, Cordoba — das ist der aristokratische Islam. Sevilla ist ein Volksstaat, Cordoba ist noch heute, was es unter den Kalifen war — eine Residenz. Eine Million Einwohner, 130 000 Häuser, 3000 Moscheen, 500 Hospitäler, 800 Schulen, 90 öffentliche Bäder, eine Bibliothek mit 600 000 Manuskripten, besaß es in der Glanzzeit der Omejaöen-Dynastie, als Kalif Abd-er- Rahman I. nach seiner Trennung vom Kalifat des Orients hier seine Hauptstadt aufgeschlagen und 785 mit dem. Bau der berühmten Moschee begönnet hatte, die unter seinen Nachfolgern zum großartigsten Baudenkmal wurde, das sich der Islam ind den Ländern des Westens gesetzt hat. Ein Pavillon von über 900 Säulen, durch rotweiße maurische Bogen verbunden, ein wahrer Wald von Säulen mit schlanken Schäften, jeder vom anderen verschieden, vielfältig in Herkunft und Stil, eine Halle, in Geraden und Diagonalen durchschnitten von ungezählten Schiffen in einem arabischen Rausch der Geometrie, darüber die eingelegten Decken auf duftendem Zedernholz, die von bunten Mosaiken, funkelnden Gebetsnischen, und von den maurischen Bogen an ziselierten Silberketten herniederhängend 280 Kronleuchter und 7425 Lampen, die ohne Unterlaß brannten und die Luft mit allen edlen Düften des Orients erfüllten — das war dieses Gotteshaus in seinem hohen Glanz, als es unter Al-Mansur 990 seine letzte Erweiterung erlebte. Noch stehen im alten Vorhof, der einst den Waschungen der Gläubigen diente, wie ehedem die würdigen Orangenbäume, die den zarten Weihrauchkessel einer verschwenderischen Natur um das erhabene Monument schwingen. Damals, als die Moschee noch der von Wunderbäumen volle Garten Allahs war, nicht die christliche Kirche und Kathedrale von Cordoba, stand das labyrinthische Märchenreich der Säulenhalle nach allen Seiten dem Blick und Zugang offen. Keine Mauer ble.ndete wie heute die Schiffe des Gotteshauses nach außen ab; die Gläubigen, die von den Quellen der Reinigung kamen, konnten aus dem Orangenhain unmittelbar in denSäulen- hain hinüberwandeln. Wie die ungezählten Reihen der ölbäume auf den andalusi- schen Feldern mit den grünsilbernen Kapi- tälen ihrer fruchtbaren Kronen die blaue Kuppel des südUchen Himmels tragen, wird von den Säulenreihen der Moschee nach einem gleichen Ordnung noch immer das Dach über Allahs Garten emporgehalten. Planlos hat Justi dieses Bauwerk genannt und die Entstehungsgeschichte rechtfertigt den Tadel. Trotzdem ist keiner Landschaft jemals eine genialere architektonische Auslegung widerfahren. Ein Machtwort Karls V. mußte 1521 dem Eifer derer in den Arm fallen, die den Bau gänzlich abreißen und an seine Stelle eine christliche Kirche setzen wollten. Man hat sich dann mit dem Kompromiß begnügt, in der Mitte des Säulenwaldes siebzig der kostbaren Stämme niederzulegen und einen Chor und Altarraum einzusprengen, der wohl die ursprüngliche Linie unterbricht aber doch Andalusiens großes Symbol weiterleben läßt. Zwar ist das Heute nur ein schwächlicher Widerschein alten Gianzes. I Der Blindgänger Geschichte eines Denkmals von Alfred Otto Stolze 'i 1 Eine der vielen kleinen reichsunmittelbaren Herrschaften im Schwabenlande wurde einst von Fürst Cäsar Alexander beherrscht. Seinem Namen zum Trotz war er eine ungemein friedliebende Natur, voller Güte gegen seine Untertanen. Er drückte sie nicht allzu sehr mit Steuern und Abgaben, noch weniger mit lpiegeri- schen Diensten. Obschon seine Regierungszeit von Kriegslärm erfüllt war, wußte er sich doch aus allen Händeln herauszuhalten und seinem Ländchen den Frieden zu bewahren. Das geschah aber nicht etwa nach einem bewußten Plan, vielmehr rauften sich seine Räte manchmal die Haare über seine planlose Politik, versprach er doch freundlich seine Unterstützung nach allen Seiten, ohne sich fest zu binden. Dies vermied er aber weniger aus besonderer Geriebenheit und Schlauheit, sondern weil er niemanden eine schroffe Absage erteilen mochte. So wußten denn seine Minister und die Verhandlungspartner und am wahrscheinlichsten er selbst auch nie, was er nun eigentich wollte. Und dies gedieh ihm zu unbeschreiblichem Vorteil, den selbst die verzweifelten Räte immer wieder zuletzt verdutzt anerkennen mußten. Immer wenn eine Entscheidung unumgänglich schien, war gerade der jeweilige Krieg zu Ende. ■ Nur ein einziges Mal blieb es auch Cäsar Alexander nicht erspart zum Schwerte zu greifen. Der Nachbar war eingefallen, um das Ländchen des Fürsten al9 Operationsbasis zu benutzen, und so mußte dieser sich der anderen Partei an- schließen und ihr seine Truppenmacht in Gestalt eines Reiterregimentes zuführen. So imangenehm ihm dies auch war, er empfand es doch als seine Pflicht, selbst an der Spitze seiner Truppe in die Schlacht zu reiten. Er suchte dabei dem Befehl des Oberkommandierenden zu folgen, verirrte sich aber im nebligen Gelände dermaßen, daß er . unerwartet im Rücken des Feindes auftauchte. Schon wollte er erschrocken mit seiner Schar die Flucht ergreifen, da bemerkte man Verwirrung in den Reihen der Feinde, die sich umzingelt glaubten. Die nächsten feindlichen Linien begannen zu retirieren und die Bewegung war Anstoß und Ursache eines allgemeinen Rückzugs und damit eines glänzenden Sieges der Partei des Fürsten, ohne daß er selbst noch zum eigentlichen Eingreifen kam. Nach der Schlacht wurde er mit Ehren überhäuft ob seiner hervorragenden taktischen Leistung und selbständigen Handlungsweise. Er ließ alles mit gütig-ver- zeihendem Eächeln über sich ergehen und kehrte als siegreicher Herrscher in seine. Residenz zurück. Sein Volk bestaunte beim Einzug besonders die Kanonen, von denen man ihm eine Anzahl aus der Beute überlassen hatte und die er, wie es die Legende bald erzählte, mit stürmender Hand dem Feinde abgerungen hatte. Daß dies der einzige Krieg des Landes in jener Zeit war, erregte den Unmut des Thronfolgers Konrad Wilhelm. Es war dies ein Neffe des Fürsten, da er selbst keine Kinder besaß. Konrad Wilhelms einzige Leidenschaft waren Militär und Krieg. Aber nachdem Cäsar Alexander hohen Alters das Zeitliche gesegnet und Konrad Wilhelm den Thron bestiegen hatte, da brach eine lange' Zeit ungetrübten Friedens an und kein Wölkchen stieg am Horizont empor und drohte zum Kriegsgewitter zu werden. So blieb ihm denn nichts übrig als seine Soldaten zu drillen und zu üben und seine sonstige Zeit allerhand wechselnden Launen zu widmen. Da überkam ihn auch einmal die Sucht zum Ruhm seines Landes und seines Geschlechtes so viele Denkmäler zu errichten als möglich. Im Rondell des Schloßparks standen bald die Büsten aller Feldherren des Landes auf steinernem Sockel und schauten starr und ernst auf das Rund, in dessen Mitte sich der Gott des Krieges Mars mit hoch erhobenem Schwert auf einen unsichtbaren Feind stürzte. Doch mußte ein unbefangener Betrachter den Eindruck gewinnen, als wäre diesen Generalen und Obristen mit ihren Hüten und Perücken eine wohlbesetzte Tafel ein bedeutend angenehmerer Anblick, wenn es schon nicht eine der- wenig bekleideten Nymphen und Göttinnen des Parkes sein durfte. Vor allem aber wollte Konrad Wilhelm das Andenken seines tapferen Onkels Cäsar Alexander des Siegreichen ehren und so gab er den Auftrag, ihm ein großes Standbild auf dem Stadtplatz zu errichten. Hier aber erhob sich eine ungeahnte Schwierigkeit. Als der Fürst bei der Gießerei in einer größeren Stadt eines anderen Landes das Monument bestellte, da verlangte der Erzgießer eine bedeutende Summe voraus zur Anschaffung des Metalls. Die Kassen aber des Fürstentums und des Fürsten selber — zu jener Zeit wohl mehrfach ineinanderfließend — waren leer. Konrad Wilhelm wütete und befahl seinen Räten bei Strafe seiner allerhöchsten dauernden Ungnade das Werk trotz allem fortführen zu lassen. Da kam einem findigen Staatsddener der Gedanke, man könnte das Metall jener eroberten, nun aber schon veralteten Kanonen verwenden, die im Zeughaus doch nur verstaubten und verkämen. Er wußte dies dem Fürsten auch mit der sinnreichen Begründung schmackhaft zu machen, daß Cäsar Alexander somit symbolisch in den umgestalteten Geschützen selbst den Sieg verkörpern werde. So kam es denn, daß eine Anzahl alter Kanonen bald durch die Stadt polterten, um nach Verlauf eines Jahres in der Form des früheren Herrschers zurückzukehren und einen Sockel inmitten des Stadtpiatzes zu besteigen. Segnend und schreitend stand Cäsar Alexander der .Siegreiche mit dem friedlichen Gemüt und dem metallen-kriegerischen Körper über ein Jahrhundert da, Zwischen Paris und Budapest Erlebnis im D-Zug von Peter Bamm In Karlsruhe waren alle Leute ein wenig ungehalten, daß der D-Zug einige Minuten Aufenthalt hatte. Aber in Bietigheim zeigte sich, daß unter der rasenden Oberfläche des Hundertkilometermenschen sich Tiefpunkte finden, die, wie die Mitte der Erde, sich in einem Tage nur ganz lang- -saim einmal um sich selbst drehen. Auf dem Bahnhof in Bietigheim stand ein Bauer. Er war sicherlich alles andere als ein D-Zugsbauer. An der allgemeinen Ueberzeugung von der Notwendigkeit der Schnelligkeit hatte er offensichtlich keinen Anteil. Stattdessen hatte er einen Hund. Es war ein ganz wunderschönes Tier. Ich, der nicht zur Gilde der Hundezüchter gehöre, sondern zur Gilde der Hundertkilometermenschen, habe von Hunden keine Ahnung. Aber selbst der blutigste Laie sah, daß es sich um ein sehr edles Tier von reiner Rasse handelte, einen langhaarigen, braunen Hühnerhund, der noch diese entzückende Tapsigkeit in seinen Bewegungen hatte, die für die edlen Jünglinge unter den Hunden so charakteristisch ist wie das Rotwerden für die edlen Jünglinge unter den Menschen. Wie die D-Zugsmenschen alle die Ueberzeugung von der Nlotwendligkeitder Schnelligkeit haben, so eignet der Gilde der Hundebesitzer die Ueberzeugung von der Notwendigkeit der Beständigkeit in der Erziehung. Während die einen auf die Ce- leritas, die Schnelligkeit, schwören, schwören die anderen auf die Constantia, die Beständigkeit. In dem Augenblick, da der Wagen Paris— Budapest vor dem schwäbischen Bauern mit seinem schwäbischen Hunde hielt, stieß die Beständigkeit mit der Schnelligkeit, die Antike mit der Moderne, der schwäbische Bauernschädel mit dem D-Zug zusammen. Der Hörer mag in diesem Augenblick noch mit irgendeinem erreichbaren Nachbarn, sei es ein Hundezüchter, sei es ein Hundertkilometermensch, eine Wette ab- schließen, wer bei diesem Zusammenstoß der Stärkere sein wird. Das Bäuerlein jedenfalls öffnete die Tür zwischen Paris und Budapst und sagte: „Cäsar, hopp!“ Aber Cäsar hoppte nicht. Das Bäuerlein wiederholte eindringlich seinen Befehl: „Cäsar, hopp!“ Aber Cäsar dachte nicht daran. Ob nun Cäsar in dem Trittbrett seinen Rubikon nicht erkannte, ob Cäsar die Sonne von Bietigheim dem Geruch des internationalen transkontinentalen Fernverkehrs vorzog oder ob Cäsar nicht schlechthin keine Lust hatte, wir wissen es nicht. Jedenfalls stand er auf dem Bahnsteig und wedelte mit dem Schweif. Der Schaffner eilte herbei, um den Hund in den Wagen zu heben. Aber das Bäuerle wies einen derartigen Eingriff in die Beständigkeit der Erziehung entrüstet zurück. Es stand ja nicht nur Cäsars Erziehung, seine .eigene Ehre stand auf dem Spiele. Wie Cato wiederholte das Bäuerlein auf dem Bahnsteig von Bietigheim sein: „Ceterum censeo Caesar hopp!“ Der Herr Bahnhofsvorsteher fing an, unruhig an seiner grünen Scheibe zu fingern. Aber einzugreifen wagte er nicht mehr. Sah er doch, angesichts der mit Hundertkilometermenschen gefüllten Abteilfenster, daß jetzt, bei schon drei Minuten Verspätung, nicht mehr nur das Prestige der ganzen Hundezucht in Frage gestellt war. Den Hund in den Wagen heben, hieß, je weiter der Zeiger verrückte, immer mähr, ganz Schwaben lächerlich zu machen. „Cäsar, hopp!“ Das konnte ein Schlachtruf des Hohnes in der ganzen Welt werden. Die Hundertkilometermenschen aber waren auf einmal nicht mehr böse. Sie lachten. Ehe Beständigkeit hatte über die Schnelligkeit gesiegt. Die Antike zeigte sich stärker als die Moderne, der schwäbische Bauernschädel, was freilich schon jedermann bekannt war, härter als eine D-Zuglokamotive. Wenn die Realitäten so hart im Raume aufeinanderstoßen, so kann es eine Lösung nur in einer höheren Dimension geben. Da der Wagen sich zwischen Paris und Budapest befand, so nimmt es niemand wunder, daß er auch einen reisenden Mann aus Sachsen enthielt. Das sächsische Genie mit seinen besonderen Fähigkeiten für die höheren Dimensionen fand schließlich eine Lösung für die aufs äußerste zugespitzte Situation. Er brach einen Bockwurstzipfel Metaphysik aus dem Kosmes heraus und hielt ihn Cäsar aus der Wagentür entgegen. Worauf Cäsar mit einem Sprung über den Rubikon der schwäbischen Lächerlichkeit in den transkontinentalen Fernverkehr hineinsprang, um dem Manne aus Sachsen das Metaphysische aus der Hand zu fressen. Das Bäuerle kletterte nach, die Tür zwischen Paris und Budapest wurde geschlossen, die grüne Scheibe hob sich, Dampf zischte auf, und die Szenerie entrollte in den Horizont. bis auch sein Andenken verblaßte und bis jene Zeit hereinbrach, da die Ehrfurcht vor geheiligtem und gottbegnadetem Monarchentum ins Wanken geriet. In dieser neueren Zeit begab sich nun der Frevel, daß trunkene junge Leute — so nahm man es wenigstens an — nächtlicherweile dem Fürsten ein großes" weißes Handtuch um die Augen schlangen. Bis die Polizei es entdeckte und beseitigen konnte, hatten schon zahlreiche Einwohner der Stadt das Monument lachend umstanden. Denn Cäsar Alexander wirkte mit der Binde ums Haupt und der vorgestreckten Hand wie ein sich unsicher vorwärts tastender Blindekuhspieler. Ein boshafter Mensch, der etwas von der Geschichte des Landes wußte, behauptete, das entspreche durchaus der Politik jenes Fürsten, der wie ein Blinder nur durch Zufall hie und da das Richtige getan habe. Und auf einmal war auch das Wort da, das von nun an dem Denkmal anhaftete und nicht so leicht zu beseitigen war wie das Handtuch. Cäsar Alexander mußte seinen Beinamen „Der Siegreiche“, der sich ohnedies nie so recht eingebürgert hatte, mit dem Spitznamen „Der Blindgänger“ vertauschen, eine offenbare Ungerechtigkeit. Aber wann wäre die historische Legende im Guten wie im Bösen je gerecht gewesen? Immerhin, der Blindgänger stand noch, als seine Monarchie in revolutionären Weltgewittem verschwunden war und als endlich auch der Glanz größerer Monarchien erlosch. Aber nun taten sich andere Machthaber hervor, kaum minder gewalttätige. Bürgermeister und Schultheißen, von Ehrgeiz besessen ihre Städte und Städtchen in neue Blüte zu treiben wie der Gärtner seine Pflanzen im Gewächshaus. Auch in der früheren Hauptstadt des Fürstentums begann nun die Werbung, Festspiele, Kongresse wurden veranstaltet und endlich belebten sich sogar die stillen Straßen der kleinen abseitigen Stadt. An gewissen Tagen faßte der Platz die dort parkenden Autos nicht mehr, die für Cäsar Alexander, den Blindgänger, sicherlich einen fremdartigen und unangenehmen Anblick bedeuteten. Er wurde denn auch davon erlöst. Man fand im Stadtrat, das Monument störe den Verkehr erheblich. An Stelle des seine Hand nur nach einer Richtung ausstreckenden Pürsten stehe besser ein Schutzmann dort auf einem Podest mit der Fähigkeit seine Hand nach wechselnden Himmelsrichtungen hin zu bewegen. Auch die höhnische Bemerkung eines radikalen Stadtrates, ob man' damit die kommunale Wechselpolitik verdeutlichen wolle, hinderte nicht den wohlweisen Beschluß. Cäsar Alexander wanderte aus. Man fand ein stilles Altersplätzchen für ihn am Rande des Schloßparks. Dort stand er nun eine Weile, hinüberblickend ins Nachbarland, das ihn einst befehdet hatte, und dem er nun seine segnende Hand wie zur Versöhnung hinstreckte. Vielleicht wäre er sogar gerne ganz dorthin verzogen, meinten einige ältere Leute, die sich hie und da auf einem Bänkchen in der Nähe sonnten und den überlebensgroßen Fürsten auf seinem niederen Steinsockel mitleidig betrachteten. Aber noch war die Lebensreise Cäsar Alexanders nicht zu Ende. Wiederum brüllten ringsum die Geschütze und bebte die Erde von ihrem Donner. Und als es mit dem Metall für diese Werkzeuge der Vernichtung knapp und knapper wurde, da wanderten Glocken und Monument^ hinein in die Gluthölle des Schmelzofens. Eines Tages, ganz heimlich und stille, hatte sich auch Cäsar Alexander fortgemacht. Die alten Leute fanden den Sockel leer und einer von ihnen, der nicht mehr so recht im Kopfe war, erzählte von da an, er habe den Fürsten selbst herabsteigen und ganz langsam sich forttasten sehen. Dann wieder habe er die Binde um die Augen gehabt. Cäsar Alexander aber schmolz sich in sein früheres Sein zurück, verwandelte sich in ein Geschütz und sollte nun verderbliches Feuer gegen die ihm unbekannten Feinde sprühen. Aber der Geschützgießer hatte nicht bedacht, daß er diese friedliebende Seele nicht zur „Seele“ eines Kanonenrohres machen konnte. Sie entsandte noch einige Blindgänger — wie wäre dies auch anders denkbar gewesen! — dann aber dehnte sie sich und zersprang, wohl aus zorniger Trauer über die hellsichtige Politik ringsum. Keiner der Kanoniere aber kam dabei zu Schaden, worüber sie sich sehr verwunderten. Denn sie wußten es ja nicht, daß es ihr einstiger Landesherr, der gütige Blindgänger, gewesen war, der mitten unter ihnen zerbarst. Ist der Kuckuck - grausam? Eine Betrachtung von Julian Huiley Der allbekannte Kuckuck liefert uns den in jeder Richtung vollkommensten Beweis der Unähnlichkeit der Gehirnfähigkeiten der Vögel und unserer eigenen. Nachdem der junge Kuckuck als Ei in das Nest eines ganz anderen Vogels — sagen wir mal in das der Wiesenierche oder des Feldsperlings. —- gelegt, utid nachdem er in doppelt so schneller Zeit ausgebrütet worden ist, da die Schnelligkeit seiner embryonalen Entwicklung seinen parasitischen Gepflogenheiten angeglichen sein muß, damit er zeitlich nicht hinter seinen Stiefgeschwistern zurückbleibt, geht er zunächst daran, den übrigen Inhalt des Nestes gewaltsam zu entfernen, seien es nun Eier oder junge Vögel. Der junge Kuckuck hat einen flachen., ja sogar etwas hohlen Rücken. Wenn er sich nun sein Opfer aufgeiaden hat, kriecht er rückwärts an der Wand des Nestes hoch, um den Gegenstand nach außen zu werfen. Das macht er so weiter, bis das Nest leer ist. Wie grausam, wird man sagen, und was für eine widerwärtige Begabung. Keineswegs! Der junge Kuckuck ist nacht grausam, er weiß ja auch nicht, warum er seine Nestgeschiwister mordet Er handelt völlig blind, weil er so handeln muß. Nicht nur ist sein Rücken etwas konkav, sondern diese Stelle ist auch sehr erregbar und überempfindlich. Wird sie von irgendetwas berührt, dann wird das Kuckucksjunge rasend, und wenn die Berührung fortdauert, wird es dazu angeregt, vorwärts und rückwärts zu gehen, bis es den Rand dessen erreicht hat, worauf es geht, und dann wirft es den Gegenstand über Bord. Bei Sternchen oder Haselnüssen oder sonst Irgendeinem kleinen Gegenstand benimmt es sich genau so. Tatsächlich kann es, wenn man es sich recht überlegt, einfach nicht wissen, was es tut; es handelt so von dem Augenblick seines Ausschlüpfens an, d. h. noch bevor es die Augen öffnet. Selbst wenn es angelernt werden könnte, so kommt man doch nicht um die Tatsache herum, daß seine Eltern nie in seiner Nähe waren, und seine Pflegeeltern werden ihn wohl kaum ausgerechnet in diesem Lehrfach unterrichten. Nein, diese ganze Handlungsweise ist das Ergebnis einer wunderbaren Maschinerie, ehe ihm vererbt worden ist, genau so wie der nicht minder wunderbare Anpassungsmechanismus seiner Federn. Die Maschinerie besteht aus der Form des Rückens, seiner Ueberemp- findlichkeit und dem verwickelten Muster der Nervenverbindungen im Gehirn und im Rückenmark, welche die in Frage kommenden Muskeln in Bewegung setzen. Die Handlung ist rein instinktiv, genau so instinktiv und automatisch wie das Niesen und Husten beim Menschen. Und genau so wie das Husten, ist die Handlungsweise des Kuckucks das Ergebnis des langen, unbewußten Vorganges natürlicher Auslese und nicht das Ergebnis irgendwelcher Voraussicht oder gar bewußten Willens. Nachdem einmal die Stiefgeschwister nach draußen befördert sind, können wir einen anderen überraschenden Blick in die Seele des Vogels tun. Wenn die Pflegemutter nach Hause kommt, scheint sie über die Abwesenheit ihrer Bnut bis auf den einen nicht im geringsten betrübt zu sein, sondern macht sich sogleich daran, das untergeschobene Kind zu füttern. Mehr noch, sie schenkt ihren eigenen Nachkommen nicht die geringste Aufmerksamkeit, selbst wenn sie noch gerade außerhalb des Nestes hängen. Solange sich noch etwas im Nest befindet, welches ihre elterlichen Instinkte anregt, werden anscheinend junge Vögel außerhalb des Nestes, und seien es auch ihre eigenen, genau wie fremde Gegenstände behandelt. Dann beginnt der junge Kuckuck zu wachsen und wächst sich zu einem Geschöpf aus, das seinen Pflegeltern gänzlich unähnlich sieht Allmählich wird er viel größer als sie selbst, so daß sie sich auf seinen Kopf setzen müssen, um ihm Nahrung in den Schnabel fallen zu lassen! Sie fühlen sich aber nicht im geringsten darüber beunruhigt, wie es menschliche Eltern wären, wenn deren Kinder 'sich zu Riesen entwickeln würden, und noch dazu zu Riesen, die ganz anders aussähen als die Eltern. Die Vögel sind so geschaffen, daß sie den Ruf nach Nahrung jedes Vogeljungen beantworten, das sich in ihrem Nest entwickelt, und sie fahren hierin fort, gleichgültig ob das Junge im Nest ihr eigenes ist oder ein Kuckuck. Schließlich ist der Kuckuck soweit, daß er fliegen kann. Er verläßt seine Pflegeeltern. Bald muß er auch auf Wanderschaft gehen und das Land verlassen. Soweit bekannt ist, haben alle Kuckucke vor diesem Zeitpunkt das Land verlassen und sind nach Süden geflogen, so daß wiederum die Jungen, ohne daß es sie jemand lehrt, oder ohne daß sie wissen, was sie zu tun haben, dem Wandertrieb Folge leisten müssen. Gastfreundschaft im Norden Norrland ist Schwedens nördlichste Provinz, mit ausgedehnten Wäldern, kahlen, sturmumbrausten Felsen und der ärmsten Bevölkerung. Kürzlich kam ein Abgesandter der schwedischen Wohltätigkeits - Organisation „Rettet das Kind“ von einer Norrlandreise zurück und berichtete folgendes wahre Er. iebnis echter Narrländischer Gastfreundschaft. Er war auf seiner Inspektionsreise eines Abends zu einem ganz einsam gelegenen Bauernhof gekommen, wo eine Familie wohnte, die aus Vater, Mfitter und acht Kindern bestand. Da es schon spät war und für den Konsulenten keinerlei Möglichkeit bestand, anderswo ein Unterkommen für die Nacht zu finden, fragte er den Bauer, ob er bei ihm übernachten könne. Bereitwillig führte man den Herrn aus Stockholm in die einzige große Stabe. Dort war jedoch nur ein Bett vorhanden, aber vor dem Bett hatte man den Fußboden dick mit Stroh belegt. Die Bauersfrau löste das schwierige Schlafproblem auf folgende geniale Art: Sie legte jedesmal 2 Kinder zusammen in das Bett, und wenn diese eingeschlafen waren, hob sie die schlafenden Kinder vorsichtig aus dem Bett und legte sie ins Stroh, worauf dann die beiden nächster» ins Bett gepackt wurden. Wenn diese dann schliefen, kamen sie wiederum ins Stroh und ein neues Pärchen durfte ins Bett steigen. Dieses Spiel wiederholte sich also viermal, bis alle Kinder ruhig und fest im Stroh schliefen, dann sagte der Bauer freundlich: „So, nun kann der Herr das Bett bekommen!“ Von der beschwerlichen Reise ermüdet, schlief der Stockholmer auch bald ein. Wie groß war jedoch am nächsten Morgen sein Erstaunen, als er erwachend sich zwischen den acht Kindern im Stroh liegend sah, wäharend der Bauer und die Bäuerin im Bett schnarchten. Die Rache der Platzanweiserin In allen Pariser Theatern ist es Sitte, den Platzanweiserinnen ein recht üppiges Trinkgeld zu geben. Ein devisenknapper Engländer ging unlängst zu einem Kriminalstück, als der Vorhang schon aufgegangen und der Saal dunkel war. Als Trinkgeld überreichte er eine Fümffrancs-Note, in der Erwartung, daß die Platzanweiserin es in der Dunkelheit für mehr halten würde. Diese jedoch richtete ihre Taschenlampe auf den Schein und beschloß, sich zu rächen. Sie neigte sich deswegen über die Schulter des Besuchers und flüsterte ihm ins Ohr: „Der Kammerdiener ist der Mörder!“ Voltaire Voltaire erhielt einmal von einer Gruppe junger Pariser Lebemänner eine Einladung zur Teilnahme an einer nächtlichen Orgie. Ohne zu zögern nahm er die Einladung an und erwies sich als so amüsanter und geistreicher Plauderer, daß er alle begeisterte und sie ihn baten, schon am nächsten Abend ihre Gesellschaft wieder zu beehren. v - „Danke, Messieurs“, erwiderte Voltaire lächelnd und schüttelte ablehnend den Kopf. „Komme ich einmal, so bleibe ich der Philosoph, der ich bin, komme ich zweimal, so bin ich kein Philosoph mehr, sondern ein Taugenichts.“ LjK Das gestrichene Land Der englische Gesandte Knox hatte sich im Jahre 1865 den Zorn des Präsidenten von Bolivien zugezogen, weil er sich weigerte, nach alter Sitte die Füße der Landesmutter zu küssen. Er wurde festgenommen, auf einen Esel gesetzt und rittlings durch die Straßen der Hauptstadt La Paz geführt. Als die Königin Victoria das hörte, ließ sie sich von Ddsraeli einen Atlas geben und sah nach, wo Bolivien eigentlich liegt. Dann befahl sie: „Streichen Sie dieses Land!“ C. Ais/% - n- * * Die lustigen Bildergeschichten von Vater und Sohn Gezeichnet von e. o. plauen 74. Geschichte: Der Gute oder: Saure Nächte, Tages Freuden. Samstag, 17. März 1951 SÜDKURIER Nr. 43 / Seite S Leistungen der Bahn - Lob des Eisenbahners Modernisierung möglich — Aber nicht ohne vorhergehende finanzielle Sanierung Was bringen die Rohstoff-Verordnungen? Konstanz. (Dr.Gr.-Eigenbericht.) Auf dem zweiten Sitzungstage der verkehrs- wissenschaftlichen Studienkonferenz der Bundesbahn mit Vertretern der technischen Hochschulen und Universitäten, wurden die Ausführungen des Generaldirektors Helberg vom Vortage wirkungsvoll ergänzt durch ein ausführliches Referat seines Stellvertreters, Dr.-Ing. Gerteis, über Lebensfragen der Deutschen Bundesbahn. Die ausgezeichneten, mit vielem Zahlenmaterial untermauerten Ausführungen dieses Redners, verdienen ganz besonders das Interesse der Oeffentlichkeit. Wenn in manchen Kreisen die Meinung verbreitet ist, die Eisenbahn sei heute im Zeitalter der Motorisierung eine unmoderne und überholte Verkehrseinrichtung, so betonte Dr. Gerteis demgegenüber, daß die Eisenbahnen mit ihrer technischen Entwicklung noch keineswegs am Ende seien. Die Fortschritte in der Eisenbahntechnik würden es im Gegenteil sicher ermöglichen, mit ganz bedeutendem wirtschaftlichem Nutzen der Eisenbahn ein neues Gesicht zu geben. Ein Blick auf ausländische Bahnen, die — wie die Schweizer Bundesbahnen oder die Schwedischen Staatsbahnen — keine Zerstörungen durch den Krieg erlitten haben und bisher auch nicht unter Kapitalmangel zu leiden haben,- bietet den besten Beweis dafür. Modernisierung und weitere Rationalisierung aber ist leider mit ganz erheblichem Kapitalaufwand verbunden. Damit aber kam der Redner auf d i e Lebensfrage der Bundesbahn zu sprechen. Durch eine eingehende Schilderung der Gesamtsituation der Bundesbahn (hinsichtlich der Finanzlage, der Beschaffenheit des Personenwagenparks, der Alterszusammensetzung des Güterwagenparks, des Zustandes der Fahrwege usw.) führte Dr. Gerteis den Beweis dafür, daß eine baldige Sanierung der Bundesbahn nicht mehr zu umgehen sei. „Wenn es bisher möglich war“, so hob er hervor, „die Verkehrsansprüche noch eben zu befriedigen, so ist das im hohen Maße dem deutschen Eisenbahner zu verdanken, der seit dem Zusammenbruch aller Schwierigkeiten ■ Der Haftung des Arbeitgebers aus den gesetzlichen oder vertraglichen Bestimmungen des Arbeitsvertrags wird häufig ebensowenig Beachtung geschenkt wie der entsprechenden Haftung des Arbeitnehmers auf Grund seiner Vertragspflichten. Der Arbeitgeber ist auf Grund der Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches, des Handelsgesetzbuches und der Gewerbeordnung verpflichtet, Räume, Vorrichtungen und Gerätschaften, die er zur Verrichtung der Dienste zu beschaffen hat, so einzurichten und zu unterhalten, sowie Dienstleistungen, die unter seiner Anordnung oder seiner Leitung vorzunehmen sind, so zu regeln, daß der Arbeitnehmer gegen Gefahr für Leib und Gesundheit soweit geschützt ist, als die Natur der Dienstleistung es gestattet. Eine Verschärfung der Pflichten des Arbeitgebers tritt ein, wenn der Arbeitnehmer in die häusliche Gemeinschaft aufgenommen ist (z. B. ländliches Gesinde, Hausgehilfinnen). In diesen Fällen hat der Arbeitgeber in Ansehung des Wohn- und Schlafraums, der Verpflegung sowie der Arbeits- und Erholungszeit diejenigen Einrichtungen und Anordnungen zu treffen, welche mit Rücksicht auf die Gesundheit, die Sittlichkeit und die Religion des Arbeitnehmers erforderlich sind. Verletzt der Arbeitgeber diese Vorschriften, so haftet er im Schadensfall nach den Grundsätzen über unerlaubte Handlungen für Vorsatz und Fahrlässigkeit. Die Haftung kann auch aus Vertragsverletzung abgeleitet werden. Herr wurde und seine Bundesbahn nie im Stich gelassen hat.“ Um aus der unhaltbaren Situation der Bundesbahn herauszukommen, scheinen sich zur Sicherstellung des Wiederaufbaus und der Abdek- kung des Nachholbedarfs zwei Wege abzuzeichnen, deren Kombination denkbar ist: 1. Das echte Defizit der Bundesbahn wird vom Staate abgedeckt. Der Bundesbahn würde damit ein Teil ihrer Kosten für die Erhaltung des Schienenwegs abgenommen werden, wie beim Straßenverkehr. 2. Durch verkehrslenkende und ordnende Maßnahmen des Staates müßte erreicht werden, daß sich die Bahn einen Verkehrsanteil sichern kann, der ihr eine wirtschaftliche Betriebsführung bei einem rationalisierten Betrieb ermöglicht Von allen westeuropäischen Eisenbahnen arbeiten derzeit nur zwei Bahnen ohne Defizit: die Schwedischen und die Niederländischen Staatsbahnen. In beiden Ländern sind die Bahnen nicht reine Schienenbetriebe, sondern Transportanstalten mit maßgeblichem Einfluß auf den Straßenverkehr. Jede Million, die der Bundesbahn von außen zuflösse, würde dazu beitragen, die Verkehrsleistungen zu verbessern und zu vermehren. In der sich an den Vortrag von Dr.-Ing. G e r t e i s anschließenden, eingehenden Aussprache, wurde zunächst einmal von allen Seiten begrüßt, daß die Bundesbahn die ihre Lage bzw. ihre Sorgen kennzeichnenden Tatbestände so detailliert und offen dargelegt hat. Denn erst die genaue Kenntnis der Ursachen der schwierigen Lage der Bundesbahn macht es möglich, über den Weg zu ihrer Behebung zu sprechen. Welcher der zweckmäßigste und richtigste ist, darüber waren die Meinungen auch in diesem Gremium von nur Sachverständigen durchaus nicht einheitlich. Der Vertreter des Bundesverkehrsminisiters, Ministerialdirektor Dr. Schiller, machte darauf aufmerksam, daß der Bundesver- kehrsminiister in Kürze den Auftrag erhalten wird, eine entsprechende gesetzliche Bestimmung steht bevor, sich mit dem Problem der Koordinierung der Verkehrsträger zu befassen. Für einen Arbeitsunfall dagegen haftet der Arbeitgeber nur, sofern strafgerichtlich festgestellt ist, daß er den Unfall vorsätzlich herbeigeführt hat. Im übrigen tritt in solchen Fällen -die Unfallversicherung ein. Bei Verletzung der Pflichten gegenüber der Sozialversicherung ist dann Anspruch des Arbeitnehmers auf Schadensersatz gegeben, wenn es sich um eine vorsätzliche Schädigung durch den Arbeitgeber handelt (z. B. vorsätzliche Nichtanmeldung zu einem Versicherungszweig). Bei fahrlässiger Verletzung der dem Arbeitgeber auf diesem Gebiet obliegenden Pflichten dagegen ist an sich eine Schadensersatzpflicht nach der bisherigen Rechtsprechung nicht gegeben. Die Nachholung der unterlassenen Beitragsabführung wird hierdurch nicht berührt. Doch kann man der Auffassung sein, daß die Pflicht zur Erfüllung der Aufgaben in der Sozialversicherung stillschweigender yertrags- bestandteil ist, so daß auch bei fahrlässigem Zuwiderhandeln Ersatzansprüche entstehen. Es entspricht nun den Grundsätzen des Vertragsrechts, daß auch der Arbeitnehmer für. Vertragsverletzungen in Anspruch genommen werden kann. Er haftet für Jeden vorsätzlich oder fahrlässig herbeigeführten Schaden. An sich haftet der Arbeitnehmer für einen von ihm zu vertretenden Schaden in vollem Umfange. Jedoch hat die Rechtsprechung den Grundsatz entwickelt, daß der Arbeitgeber keine oder wenigstens nur kleinere Schadensersatzansprüche gegen den Arbeitnehmer geltend machen kann, wenn es sich um leich t fahrlässig herbeigeführten Schaden handelt. Kaufwelle ebbt ab Der Geldstram, der sich seit Beginn des Korea* krieges über die Ladentische des Einzelhandels er- go6seff hat, zeigt sehr deutlich den wirtschaftlichen Ausnahmezustand bei vielen westdeutschen Verbrauchern. Am Pegel der Umsätze des Einzelhandels läßt sich eine Kaufwelle registrieren, die im Juli einsetzte, im August bereits 21% über dem gleichen Monat des Vorjahres stand und un Dezember den saisonüblichen Höhepunkt erreichte. Ueberraschenderweise folgte jedoch im .TQO EINZELHANDELSUMSÄTZE JAHRESDURCHSCHN 70 * 0*700 hiffiii HSsJjüS] Januar nicht ersehen. Die Verkündung des Dogmas von der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel hat evangelische Theologen dazu ermuntert, die Haltung ihrer Kirche zur Gottesmutter zo überprüfen. In diesem Zusammenhang verdient die schon durch ihren Titel bezeichnende Schrift „Maria, die Mutter Gottes“ von Propst Hans As- mussen (erschienen im Evangelischen Verlagswerk, Stuttgart) besondere Beachtung. Landesbischof Wilhelm Stählin, Oldenburg, stellte kürzlich in einem Vortrag die Frage., „ob sich die protestantische Christenheit von heute von dem so überschwenglich verkündeten Lobpreis der Maria ausschließen dürfte. Sollten wir da mit unserem Beiseitestehen nicht einfach eine Seite der Bibel ausgelassen haben?“ Wenn auch immer wieder vor Illusionen über die Möglichkeiten einer konfessionellen Verständigung gewarnt werden muß, so drängt es den Chronisten doch, auf bemerkenswerte Beispiele einer Annäherung hinziuweisen: In der überfüllten lutherischen Kirche in Hamburg - Eimsbüttel sprach vor kurzem der bekannte Arbeiterpater Johannes Leppich S. J., der, wie der zuständige Geistliche erklärte, auch seiner Gemeinde viel zu sagen habe. Auf einer Tagung der Sachbearbeiter für Vertriebe- nernpröblerne in der Evangelischen Akademie Bad Boll ergriff u. a. auch Pater Paul Siadek, Leiter der Kirchlichen Hilfsstelle München, das Wort. Schließlich sei auf eine Sitzung der Akademie der Diözese Rottenburg in Stuttgart hingewiesen, zu der Bischof Dr. Leiprecht katholische und evangelische Christen eingeiaden hatte, um gewisse Zeitanliegen gemeinsam au besprechen.» ' spectator Dr. Wlenken neuer Bischof von Meißen Bautzen. Nach dem Ableben von Bischof Dr. Legge hat gemäß dem Kanonischen Recht der am 1L April 1937 zum Koadjutor-Bischof von Meißen mit dem Recht der Nachfolge ernannte Dr. Heinrich Wienken die Nachfolge angetreten. Dr. Wienken wurde am 14. Februar 1883 in Cloppenburg (Oldenburg) geboren und. am 6. Juni 1909 zum Priester geweiht. Er arbeitete lange Jahre im Päpstlichen Hilfswerk für die Russen in Deutschland und der polnischen Schnitterfürsorge. Seit 1922 leitete Dr. Wienken die Hauptvertretung des Deutschen Caritasverbandes in Berlin. Am 22. Februar 1937 ernannte Papst Pius XI. Dr. Wienken zum Titularbischof von Arethusa und Bischof-Koadjutor von Meißen mit dem Recht der Nachfolge Bischof Wienken leitete seinerzeit die Verbindungsstelle des Deutschen Episkopats zum Alliierten Kontrollrat. Klausener-Mord kommt vor Gericht Berlin. Die Berliner Kriminalpolizei und der Untersuchungsrichter beim Landgericht Berlin haben sich seit eineinhalb Jahren um die Aufklärung des Mordes an Ministerialdirektor Erich Klausener bemüht, der am 30. Juni 1934 in seinem Amtszimmer im Reichsverkehrsministerium in der Wilheimstraße erschossen wurde. Nunmehr wird sich der frühere SS-Sturmbannführer Kurt Gildisch vor dem Berliner Schwurgericht unter der Anklage des Mordes an Dr. Klausener verantworten müssen. Ministerialdirektor Klausener ist den Berliner und den deutschen Katholiken als Leiter der Katholischen Aktion des Bistums Berlin unvergeßlich. Am 24. Juni 1934, wenige Tage vor seiner Ermordung, hatte er noch zum letztenmal auf dem Berliner Katholikentag gesprochen. Die nationalsozialistische Presse verbreitete damals die Meldung, Klausener habe Selbstmord begangen. Alle Bemünungen des Berliner Bischofs und der Gattin des Ermordeten um Herausgabe der Leiche waren ohne Erfolg geblieben. Nunmehr hoffen die Katholiken Berlins, daß der Prozeß den Beweis dafür bringen wird, daß Dr. Klausener nicht als Selbstmörder, sondern als Opfer des nationalsozialistischen Terrors starb. Man erwartet auch, daß der Prozeß Klarheit über die Hintergründe bringen wird, die zur Ermordung Klauseners führten. Samstag, 17. März 1951 SÜDKURIER G Nr- 43 / Seite 7 Kreislaufstörungen Warnzeichen vorzeitigen Alterns! Audi Sie kennen die mannigfaltigen Beadiwerden. wie Heredradt Koof- adunerzen, vorzeitige Ermüdung. ScfawindelgefSU, Musketkrtmpfe, sdürnüt keilende Wunden, Wallungen, Weckselbesdiwerden, kalte und offeae PMc. Einschlafen der Finger, abnormes Kältegefühl usw., weiche meist durch Störungen des Blutkreislaufs bedingt sind. Helfen Sie sidi mit NUCLEOTON-Trontm. weiche die richtige Durchblutung aller Organe und GHedmaBen Muhmm. den Kreislauf durch haraanale Steuerung normalisieren and dumltrae Ursa (he obiger Krankheitsersdieinungen beseitigen. Warten Me jMt’Ma es in spät ist ! - ^ Originalpackung DM 2.23 — Erbiltlidi ia allen Apotheken. Vereinigte KranbenversicberungsA 6 Die Krankenversicherung mit Främienrückgewähr sucht hauptberufliche Mitarbeiter für den Außendienst in gesicherte Dauerposition Geboten werden Direktionsvertrag mit festen Bezügen, Absdiluß- provision mit Volldiskont, sowie Fahrtspesen. Geeignete Fach, kräfte, die Erfolge in der Werbung nachweisen können, werden um Bewerbung gebet. Für Nichtfachleute bezahlte Einarbeitung. Landesdirektion Baden-Pfalz, Pforzheim, Westliche 1 Studium zum Techniker und W erkmef ster Holz-, Metall- und Bau- branche. Studiumdauer 6 Monate mit behördl. Abschlußprüfung. Beginn 16. April. DM 150 pro Monat einschi. Unterkunft, Verpflegung • und Lehrgebühr. 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Welche gewichtige Rolle gerade diese Straße verkehrsmäßig in unserer Stadt spielt, ist erst recht klar geworden, seitdem sie für jeden Verkehr gesperrt ist Mit großem Interesse verfolgt die ganze Bevölkerung — nicht — nur der Kraftfahrer und Radfahrer — den Fortgang der Arbeiten und vor allem, ob sie bis Mitte Mai tatsächlich im wesentlichen abgeschlossen sind, wenn der erste große Fremdenstrom über die Pfingst- feiertage den See erreicht. Ueber den gegenwärtigen Stand der Arbeiten sprach Bürgermeister Diesfoach in der Sitzung des Stadtrats am Donnerstag Wenn die Arbeiten verhältnismäßig langsam fortschreiten, so ist da® einmal darauf zurückzuführen, daß sie als Notstandsarbeiten durchgeführt werden — der Lan- desarfoeitsstock trägt 13 600 DM von den vom Stadtrat bereits bewilligten 86 000 DM — und deshalb nur wenig Fachkräfte zur Verfügung stehen. Zum anderen aber sind die Verhandlungen mit der Bundesbahn, die an sich grundsätzlich bereit ist, das für die Verbreiterung der Straße benötigte Gelände unter gewissen Bedingungen an die Stadt abzutreten, noch nicht endgültig abgeschlossen. Der Gesamtaufwand der Arbeiten am Bahnkörper, für den die Stadt aufzukommen hätte, beträgt etwa 100 000 DM, der sich noch um etwa 20 bis 26 Prozent erhöhen kann. Dazu kämen noch weitere 57 000 OM an reinen Sitraßen- arlbeiten für den zweiten Bauabschnitt vom Inselhotel bis zum Fischmarkt. Dieser Betrag steht jedoch, wie Oberbürgermeister Knapp auf eine Anfrage von Stadtrat Fischer ergänzend feststellte, der Stadt augenblicklich nicht zur Verfügung. Es zeichnen sich jedoch zwei Möglichkeiten ab, auf dem Weg des Darlehens die nötigen Geldmittel zu erhalten. Die Stadt ist bestrebt, die entsprechenden Verhandlungen zu einem baldigen Abschluß zu bringen. Die Bahn selbst hat inzwischen die Arbeiten ausgeschrieben, um Angebote zu erhalten und die Arbeiten aufnehmen zu können, sobald die Genehmigung der oberen Behörden vorliegt. Dann sollen auch „mit Hochdruck“, wie Bürgermeister Dies- bach erklärte, die Arbeiten fortgesetzt werden. Noch ungeklärt ist die Frage, was mit dem Gebäude des Erzbischöflichen Bauamtes geschehen soll, dessen eine Ecke bekanntlich in die Schilleratraße vorspringt. Es ist daran gedacht, einen Teil des Hauses — etwa sechs Meter — abzutragen und es so umzubauen, daß eventuell noch eine neue Wohnung gewonnen werden kann. Ein anderer Plan zielt dahin, das Hau® ganz abzutoreedm, um damit einen unmittelbaren Zugang zum Pfalzgarten zu erhalten, von dem selbst Einheimische recht wenig wissen. Anderseits ist die Fahrbahn auch an dieser Stelle noch wenigstens neun Meter breit, der Gehweg etwa 2 bis 2,80 Meter, so daß sowohl ein flüssiger Fährverkehr möglich als auch ein sicherer Gehweg vorhanden wäre. Mit der Fertigstellung des ersten Bauabschnittes von der Rheinforücke bis zum Bahnübergang beim Insel-Hotel kann in etwa vier bis sechs Wochen gerechnet werden, allerdings noch ohne die Enddecke. Mitte Juni hofft man, auch den restlichen Teil bis zum Fischmarkt dem Verkehr wieder übergeben zu können. Um die Umleitung So aufgekratzt war Konstanz nl« wie jetzt an allen Ecken. Der Straßenumbau zwingt auch Sie, die Altstadt zu entdecke»! Die Wege, die wir sonst in Hast durchschritten, sind vernagelt. Jetzt heißt es: ringsum aufgepaßt, auch weil e® Steine hagelt. Es kann sich ändern über Nacht die Einbahnstraßenrichtung. Dramatisch öffnet sich ein Schacht wie sonst in Film und Dichtung. Der Velofahrer wird Artist, übt Kurven oder Schleifern, man sieht ihn, wenn er eilig ist, die Häuserkanten streifen. Auch Autos fahren Karussell, gelenkt durch bunte Zeichen, Barrieren, Schilder, Sperrgestell, Laternen und dergleichen. Drei Tage kreist ein Fremder schon durch unsre alten Gassen. Wir haben den Gewinn davon: er wird uns nie verlassen! ebra Im Staötrat notiert... Die Weiherhofstraße, die noch nicht an das allgemeine Gasnetz angeschlossen ist, soll nun eine Gashauptleitung erhalten, weil die Straße in der nächsten Zeit instand gesetzt wird. Beide Arbeiten können dann zusammen ausgeführt werden. Die Kosten betragen 9000 DM, sie sollen als Vorgriff für den kommenden Finanzplan genehmigt werden. Das Krankenhaus hat eine neue Röntgenanlage erhalten. Die alte Anlage, die einen Wert von 4000 DM hat, sollte für das Städt. Säuglings- und Kleinkinderkrankenhaus verwendet werden. Spitalverwaltung und Leitung des Krankenhauses sprachen sich dagegen aus, weil eine Untersuchung der Kinder mit dem neuen Röntgenapparat möglich sei und um Kosten zu ersparen. Der Stadtrat schloß sich dieser Meinung an. Uaber verschiedene Verkäufe und Bau- plStzabgaben berichtete Bürgermeister Diesbech. Auf seinen Vorschlag wird in einer der nächsten Sitzung von zuständiger Stelle über die „geschlossene“ bzw. „nichtgeschlossene“ Erbbaugebiete referiert werden, damit der Stadtrat endgültig zum Problem einer gesunden Bodenvorratswirtschaft Stellung nehmen kann. Auf eine Anfrage von Stadtrat Fischer über den gegenwärtigen Stand der Spielbankfrage gab der Oberbürgermeister eine Darstellung der bisherigen Bemühungen fturge Stabtnad)rid)ten Ihr 88. Lebensjahr vollendet am Montag Frau Josefine Heim, Witwe, Schubertstraße 1. Ihren 80. Geburtstag kann heute Frau Josefine Malmwieck, Göppingen, von Karlstraße 11, feiern. Die Jubilarin, die früher in Konstanz wohnte, läßt durch den „Südkurier“ alle Bekannten grüßen. Ihren 74. Geburtstag feiert heute Fräulein Anna Seidl, Blarerstraße 39. Sein 40jähriges Dienstjubiläum bei der Firma L. Stromeyer & Co. konnte dieser Tage Prokurist Georg Meyer, Deutschordenshalde 24, begehen. Im Rahmen einer kleinen Feier wurde der Jubilar von der Leitung der Firma und den Angestellten geehrt. Am Donnerstag gegen 20 Uhr fuhr ein PKW in der Rauhgasse gegen einen 15 bis 20 Om über die Straßendecke hinausragenden Kanalisationsdeckel. Die Frau des Wagenbesitzers erlitt durch den Stoß an die Decke des Fahrzeuges Prellungen am Kopf und mußte ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Der Sachschaden ist bedeutend; der Wagen mußte abgeschlep$t werden. Der Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner e. V. Baden, Ortsverband Konstanz, hält heute Samstagabend im oberen Konzilsaal eine Aufklärungsversammlung ab. Es spricht der Landesgeschäftsführer des VdK, Schlageter-Freiburg über „Das neue Bundesversorgungsgesetz mit seinen Ausführungsbestimmungen”. Der für heute abend vorgesehene Bal- laden-Abend des Konstanzer Baritons Friedrich Läuter fällt aus, da der Bürgersaal anderweitig besetzt ist. Der Heimat- und Volkstrachtenverein (Staiwmverein) veranstaltet heute abend im „Schützen“ einen Heimatabend mit einer Theaterauffülhrung. Eine Sommersport-Sonderschau im St Johann wird bis zum 22. März vom Sporthaus Olympia veranstaltet. Das Sanitätsgeschäft Max Wilhelm veranstaltet zusammen mit der AUMA-Mle- derfabrik Freibuarg-Brsg. am Montagabend im St Johann einen Vortragsabend. Die Gewerkschaft Bau, Steine, Erde, hält am Scnntagvormittag im "IBauhof,, eine Besprechung für sämtliche im Malergewerbe tätigen Arbeiter ab. Die Freireligiöse Gemeinde hält am Freitag, 23. März, in der Aula des Humboldt-Gymnasiums eine Sonntagsfeier mit Jugendweihe ab. Werner Schulz au» Frei- burg spricht über „Vertrauen ins Leben“. Die Feier wird musikalisch umrahmt Konftanzer Filmfchau . Wem die Stande schiftet (Gloria) Wenn der Film zu Ende geht, sieht sich der Zuschauer einem Maschinengewehr gegenüber, das — in Großaufnahme — ins Publikum schießt. Und über den knatternden MG-Garben klingt, dunkel mahnend, die Glocke, von der niemand weiß, wann sie ihm zur letzten Stunde schlägt Dieses Bild, in hartem Realismus dargestellt, ist symbolisch für den ganzen Film. Ernest Hemingway, nach dessen großen, gleichnamigen Roman der farbige Paramountfilm gedreht wurde, hat sein Buch unter dem Eindruck des spanischen Bürgerkrieges geschrieben, den der amerikanische Schriftsteller auf der Seite der kommunistischen Truppen zeitweise mitgemacht hat Auch wenn ihm manche Zweifel kamen, so sieht Hemingway doch allein in den Reihen der kommunistischen spanischen Republikaner die Sache der Freiheit vertreten. Hemingways Freiheitsbegriff, stark literarisch empfunden, ist aber doch ein anderer als jener der Kommunisten. Dieser Unterschied wird in seinem Buch offenbar, das dadurch etwas zwielichtiges bekommt, vor allem in der Figur des Robert Jordan, der viel von Hemingways Gedanken ausdrückt. Sam Wood, der Regisseur des Films, verzichtete auf die subtile, mit sparsamsten Mitteln der Diktion arbeitende Kunst der Schilderung, die Hemingways Roman auszeichnet. Was in dem Buch oft nur angedeutet wird oder durch Auslassung erst Akzent erhält, ist durch die Uebersetzung in die filmische Bildsprache von manchmal fast opem- haften Szenen vergröbert, in denen der Krieg als Handlung dominiert. Und diese Szenen gibt der Film in Bildern von unheimlicher realistischer Kraft. Er macht überdeutlich, mit welch grausamen Methoden auf beiden Seiten der spanischen Front gekämpft wurde, wie wenig der Mensch seinen Wert als Mensch behält, wenn erst einmal die furchtbare Maschinerie des Krieges in Gang gesetzt ist. Gary Cooper spielt den Amerikaner Robert Jordan, der aus Liebe zur Freiheit für die Kommunisten gegen die Faschisten kämpft. Er gibt ihn verhalten-ruhiger Art. als edlen Helden in männlicher Schönheit. Das Zweifelnde, im Verborgenen seiner Seele schon an der Sache Unsichere kommt bei ihm jedoch nicht zum Ausdruck. Großartig ist die Pilar von Katina Praxinou. Ein schauspielerisches Talent von vulkanartiger Kraft, die ihre darstellerischen Mittel überzeugend einzusetzen weiß. Akin Tamiroff als Pablo, Wladimir Sokoloff (einstmals an Max Reinhardts „Deutschem Theater“ in Berlin) als Anselmo, Josef Calleia als El Sordo geben meisterhafte Charakterisierungskunst. Ingrid Bergman gelingt es nicht ganz, die fast kindhaft-sinnliche Natur der Maria glaubhaft zu machen. Es wird also sehr viel geschossen in diesem Film. Man sieht und hört die Republikaner hinter Felsen und Büschen ihre Maschinengewehre und Handgranaten gegen die Franco- Truppen feuern und werfen, und man erlebt das krachende Donnern von Eisenbahnattentaten und Bombenabwürfen. Im Namen der Freiheit. Als Hemingway seinen Roman schrieb, gehörte sein Herz noch dieser Freiheit Als der Film in den Hollywooder Ateliers gedreht wurde, gab es noch keinen' Krieg in Korea. Jetzt aber sieht man, vor diesem Film, in der Wochenschau Aufnahmen, die Bombenabwürfe amerikanischer Flugzeuge auf chinesische Stellungen zeigen, man sieht. amerikanische Truppen auf dem Marsch zur Front gegen die Truppen Mao-Tse-Tungs, die für dieselbe „Freiheit" kämpfen, wie ihre rotspanischen Kameraden vor vierzehn Jahren. Es ist eine — ungewollte — Gegenüberstellung, die den Betrachter sehr nachdenklich macht. W. M. „Die Erbin“ (im Roxy) Viel Ruhm eilt diesem Film voraus. Er wurde (bei der Paramount) gedreht von William Wyler, dessen Nachkriegsfilm „Die besten Jahre unseres Lebens“ einst mit Recht Aufsehen erregte. „Die Erbin“ wurde viermal preisgekrönt. Die Hauptdarstellerin, Olivie de Havilland, erhielt den „Oskar” als beste Schauspielerin des Jahres 1949, und preisgekrönt wurden in gleicher Weise die Kostüme und die Ausstattung. Außerdem machte Olivia de Havilland durch ihre Leistung in dem umstrittenen Film .Die Schlangengrube“ in- der ganzen Welt von sich reden. Grund genug, auch der „Erbin“ mit Spannung entgegenzusehen. Die Erwartun- und Verhandlungen. Er hoffe, so meinte er abschließend, daß er in der nächsten Stadtratssitzung bereits Bestimmtes über die letzten schwebenden Verhandlungen mit- teilen könne. Ferner bemängelte Stadtrat Fischer, daß die Ruhebänke, wie er in der letzten Stadtratseitzung angeregt habe, bei den Haltestellen der städtischen Omnibusse immer noch nicht aufgestellt worden seien. Hierauf entgegnete Bürgermeister Diesbach, daß die Bänke in den nächsten Tagen durch das Tieflbauamt aufgestellt würden. Sie hätten zum Teil wiedefher- gestellt, zum Teil aus privaten Kleingärten herausgeholt werden müssen. Zoom großen Trachtenfest an Pfingsten werden etwa 4000 auswärtige Gäste erwartet. Da es nicht möglich ist, alle Gäste ln Gaststätten und Hotels unterzuib ringen, sollen für etwa 2000 Personen Masseti- qiuartiere geschaffen werden. Der Stadtrat erklärte sich damit einverstanden, daß für diesen Zweck Schulsäle und Turnhallen freigemacht werden. Der Deutschen Lebensrettungs-Gesell- schaft, die den Sommer über in den Strandbädern einen Ueberwachungsdienst einrichtet, um vom Tode des Ertrinkens bedrohte Menschenleben retten zu können, wird kostenlos das Hallenbad zu Trairfings- zwecken zur Verfügung gestellt werden. Dem Rosgartenmuseum wurde das wertvolle Gemälde eines schwäbischen Meisters um 1480 angeboten, das in seltener Weise die Geburt Christi darstellt. Es handelt sich um den Flügel eines Altais mit der hl. Familie im Vordergrund und der Bodenseelandschaft im Hintergrund. Der Preis beträgt 3500 DM. An eine Anschaffung kann jedoch nicht gedacht werden, da der Stadt die finanziellen Mittel fehlen. Stran0ba0«Projeht Oae nächfte Ziel Konstanzer Interessengemeinschaft will Finanzierung versuchen Der Aktionsausschuß der „Konstanzer Interessengemeinschaft“ trat am Mittwochabend unter dem Vorsitz von Verleger W. R. Schwarz zu einer mehr als dreistündigen Arbeitssitzung zusammen, an der u. a. Stadtrat Fischer teilnahm. Dieser wies im Rahm«! der allgemeinen Aussprache auf die dringenden und zum Teil unaufschiebbaren Aufgaben der Stadtverwaltung hin, wie Wohnungs-, Straßen- und Schulbauten, Bau eines vierten Fährschiffes, Erschließung neuen Baugeländes und eines geeigneten Platzes für Ausstellungen und Messen. Mehrere Millionen würde allein der Ausbau der Kanalisation erfordern, der in einigen Jahren unbedingt in Angriff genommen werden müsse. Daß dabei manches Wünschenswerte, ja Notwendige mangels der erforderlichen Mittel zurücktreten müsse, sei bedauerlich, aber unvermeidlich. Im einzelnen beschäftigte sich der Aktionsausschuß zunächst mit der Spielbankfrage und gab seinem Befremden darüber Ausdruck, daß es um diese Angelegenheit wieder still geworden sei, nachdem die günstig verlaufenen Verhandlungen noch vor einigen Wochen eine rasche, positive Lösung erwarten ließen. Als weiterer Punkt stand auf der Tagesordnung erneut die Strandbadfrage. Dabei wurden auch andere Auffassungen und Pläne einer sachlichen, gewissenschaften Prüfung unterzogen. Es wurde wieder festgestellt, daß eine Seebadeanstalt am Häfen — ihre Erneuerung würde rund DM 40 000 erfordern — schon aus hygienischen Gründen wegen der Beschaffenheit des Wassers nicht in Frage komme, zumal in den nächsten Tagen mit den Auffüllungen am Klein-Venedig begonnen werde. Auch das Strandbad Jakob stelle sich als eine zwar dankenswerte, aber im Grunde zeitlich beschränkte Notlösung dar. So halte ^ie Interessengemeinschaft an ihrem ursprünglichen Plan, Ausbau des Horns, unbeirrbar fest, zumal Wasserproben hier ein absolut einwandfreies Ergebnis hatten. Der berechtigte Wunsch der Konstanzer nach einem Freibad soll dabei weitgehend berücksichtigt und der Besuch des Strandbades auch den sozial schwächeren Schichten ermöglicht werden. Auch andere Städte am See wie Lindau, Meersburg usw. hätten ihre Strandbäder an den schönsten Plätzen angelegt und dächten sogar an bedeutende Erweiterungen, ohne dabei auf Widerspruch zu stoßen, weil die Bevölkerung dort einsichtig genug ist, nicht die Grundlage ihres Wohlstandes, den Fremdenverkehr, zu schätzen. Die Bürger des größten Fremdenplatzes am See werden sich bestimmt nicht von anderen an Verständnis für ihre eigenen Interessen übertreffen lassen. Dankbar nahm man zur Kenntnis, daß schon in diesem Jahr von der Stadt mehrere Gehbahnen am Südufer des Horns in den See gelegt werden sollen und daß im Etat der Verkehrsbetriebe auch Mittel für den Bau eines Landesteges angefordert werden. Es handelt sich dabei um eine ausgesprochen werbende Anlage, weil die städtischen Motorboote ja nicht nur Badegäste, sondern auch Besucher der Veranstaltungen im Stadion nach dem Horn befördern können. Mit Rücksicht auf die schwierige Finanzlage der Stadt beschloß der Aktionsausschuß, selbst den Versuch einer Finanzierung des Strandbad-Projektes zu unternehmen. Er benötigt dazu die grundsätzliche Zustimmung von Stadtrat und Stadtverwaltung zum Ausbau des Horns und die Bekanntgabe der hierzu vorliegenden Pläne. Geeignete Schritte in diesem Sinne sollen unternommen und bei Erfolg anschließend der Bürgerschaft die Gesamtplanung in Aufrissen und Modellen gezeigt werden. Preife, Preife - auf Öem Wochenmarht Sonderzug zum Fußball-Länderspiel Anläßlich des Fußball - Länderspiels Schweiz—(Deutschland am 15. April in Zürich veranstaltet das Bodensee-Reisebüro Konstanz zusammen mit der Schweizerischen Bundesbahn einen Sonderzug von Konstanz nach Zürich. Der Zug verläßt Konstanz um 8 Uhr und ist um 9.40 Uhr in Zürich. Die Rückfahrt ist auf 20 Uhr festgesetzt. Bei dem Fahrplan des Sonderzuges sind die Anschlüsse der Kurszüge aus Richtung Singen berücksichtigt worden. E® ist gelungen, eine größere Anzahl Eintrittskarten zum Spiel (Stehplätze) zu bekommen, die an Sonderzugteilnehmer abgegeben werden. Der Sonderzug kann auch von Teilnehmern benützt werden, welche das Länderspiel nicht besuchen. Da Zürich nicht unmittelbar in der Grenzzone liegt, wird das Bodemsee-Reisebüro das schweizerische Sammelvisum sowohl für Paß- als auch für Grenz- und Kennkarten besorgen. Auf dem gestrigen Wochenmarkt waren die Stände wieder frühlingsmäßig reich ! beschickt, doch manche Hausfrau wird 1 leise seufzend die Preistafeln betrachtet | und manche Wünsche zurückgestellt haben, i Verlockend lachten die Blumenkohlköpfe, | aber: „Wer kann das bezahlen, wer hat soviel Geld?“ klang es dabei den Käu- | ferinnen in den Ohren. Ein mittelgroßer ! Blumenkohlkopf kostete 75, 80, 85 Pfg. bis j 1,— DM. Kann sich das eine größere Fa- I tnilie leisten? Auch für eine kleine Familie I mit kleinem Geldbeutel ist ein Blumen- ! keil igeri eilt bestimmt unerschwinglich. Die j Hausfrauen sahen sich weiter um: Spinat, I das übliche Frühlingsgemüse, und das zu- 1 dem gerade für Kinder so sehr gesund ist, 1 wurde immer noch für 60 Pfg., an manchen Ständen sogar für 70 Pfg. verkauft. Wiederum eine teure Angelegenheit, will man ein Gemüsegericht auf den Tisch bringen. Etwas resigniert wandten sich die Hausfrauen den Salatarten zu: Kopfsalat, auch keine billige Sache, kostete 40—45 Pfg. Dabei war er vor einiger Zeit gar nicht so teuer. Endivie kostete 20—35 Pfg., Ackersalat 30 Pfg., Kresse, die es jetzt sehr reichlich gibt. 25 Pfg. Verlockend lagen auch die Radieschenbüschel, diesmal sehr viele sogar, zwischen den andere« Gemüsen. Eine Käuferin schien wirklich etwas erschrocken, als sie vernahm, daß so ein Büschelchen 35 Pfg., kostete. „Ich dachte, nicht mehr wie 10 Pfg.!“ meinte sie. Rosenkohl für 70 Pfg. war nur noch vereinzelt zu sehen. Seine Zeit ist jetzt vorüber. Schwarzwurzeln gab es für 65 Pfg., Rotkraut für 20 Pfg., Weißkraut für 15 Pfg., Gelbe Rüben für 15—20 Pfg., Aepfel für 30 Pfg., Orangen für 50 Pfg. Kochen und Backen in St. Johann Es ist ein recht vernünftiger Brauch, daß Firmen, die Geräte und Maschinen für den Haushalt herstellen, von Zeit zu Zeit meist über den örtlichen Handel Interessenten einladen und ihnen ihre Erzeugnisse in Betrieb vorführen. Denn so wird nicht nur auf eine durchaus reele Weise geworben. Man erreicht noch däzu eine gewisse größere Rationalisierung der Haushaltführung allgemein, da die Besucher hierbei lernen, ein solches Gerät möglich wirtschaftlich zu benutzen. Diesmal waren es die Homann- Werke, Wuppertal-Vohwinkel, die im großen Saal von St. Johann auf Veranlassung der Finna Altfeld-Branner verbunden mit einer Koch- und Backvorführung ihre verschiedenen Typen von Hausbaltaherden zeigten. Zuschauer waren zu einem Teil solche Hausfrauen, die bereits einen Ho- mann-Herd benutzen und sich nun die Einzelheiten seiner richtigen Bedienung zeigen ließen. Aber es waren auch andere erschienen, die erst den Kauf eines Herdes planen. Besonderes Interesse wurde den Herdkombinationen entgegengebracht, bei denen nach dem Munster der Anbaumöbel je nach Wunsch Kohlen- und Gas-, oder Elektroherd durch eine Deckplatte verbunden und zusammengebaut werden! Wer hat ärztlichen Sonntagsdienst? Den ärztlichen Sonntagsdienst versieht morgen Dr. Greinacher, Gebhardsplatz 28, Tel. 688. Die Malhaus-Apotheke bat Sonntagsdienst und in der kommenden Woche Nachtdienst. — Bereitschaftsdienst der Garagen versieht das Autohaus Sisson, Emmishofer Straße 5, Tel. 1009. Zur Winterspritzung weit über lOJahre bewährt! Selinon Gelbspritzmittel gen wurden auch nicht enttäuscht Der Zuschauer erlebt in der Tat einen guten Film. Es ist die bittere Romanze eines Frauenlebens ohne Liebe. Ein „häßliches kleines Entlein“, das bereits die Schwanenflügel spürt und regt, wird vor dem Tor zum Glück von rauhen Gewalten zurückgestoßen. Ihr reicher Vater, der die früh verstorbene Mutter „Catharines“ nicht vergessen kann; erzieht seine Tochter nicht nur falsch, so daß sie im Schatten einer idealisierten Erinnerung aufwächst und verschüchtert wird. Er „entlarvt“ auch den schönen jungen Taugenichts „Morris“, der Catherine lieben lehrt, als Mitgiftjäger. Diese Menschen verstehen alle ihre Herzen nicht, sie hören nicht die Sprache ihres Glücks. Morris ist wirklich ein Mitgiftjäger, weil er seinen eigenen Gefühlen nicht genügend traut. Catherine ist wirklich eine armselige Frau, well ihr zur Liebe und zur Hoffnung, deren sie fähig ist, der Glaube fehlt. Montgomery Clift spielt den armen Teufel von schönem Jungen sehr liebenswert als eine Natur, die noch unentschieden zwischen ihren guten und schlechten Möglichkeiten schwebt. Olivia de Havilland aber ist eine große, ernste Schauspielerin, eine Seelentragödin hohen Ranges. Eine vulkanische Natur, von einer Kraft des Ausdrucks, die sie zur Beherrscherin der extremsten Empfindungen macht: Liebe und Haß. Schüchternheit und Stolz, Flamme und Eis, Leidenschaft und Tod. Unvergeßlich ist die Kraft und Schönheit ihres Gesichts, das dieser Film in der ganzen abgründigen Tiefe seiner Belebtheit auszuleuchten verstand. -dl- Staatsgeheimnis (Scala) Wer einmal einen ganz außergewöhnlich spannenden, hervorragend fotografierten, wirklichkeitsnahen (übrigens ianschelnend in einer Tito-Landschaft spielenden) Film sehen will, der zeitnahe und doch ewig gültige Geschichte zeigt, der möge sich diesen britischen Film ansehen, der vom Königlichen Philharmonischen Orchester musikalisch kongenial untermalt ist. Die Rolle des amerikanischen Chirurgen, der durch eine seltsame Fügung in eine peinliche Situation gerät und zum Mitwisser eines Staatsgeheimnisses wird, ! spielt Douglas Fairbanks Jr., kein berufs- j mäßiger Held, aber ein Mensch, der seinen I Mann steht, zurückhaltend und diskret. Seinen Gegenspieler,, den Propaganda-Sicher- heits- und Gesundheitsminister einer Diktatur spielt unheimlich ausdrucksvoll, zynisch und doch gelegentlich von menschlichen Zügen nicht ganz frei, Jack Hawkins — und erst am Schluß ergibt sich, daß er nur (was man freilich schon vorher ahnte), ein schwacher Mensch ist. Qlynis Johns ist das Mädchen, das durch das Schicksal zur Gefährtin des Professors bei seiner Flucht aus dem Diktatorlande wird; es ist eine Freude, zu erleben, wie sich zwischen beiden eine schüchterne Liebe anzubahnen beginnt. Das Ganze ist mit jenem unnachahmlichen englischen Humor durchtränkt, der vornehmlich dort leise anklingt, wc große Gefühle verborgen werden sollen. Den Diktator, dessen lebensgefährliche und dramatisch dar- gestelite Operation den Film ins Rollen bringt, spielt (und spricht auch in der deutschen Fassung) Walter Rilla; selbst in dieser Nebenrolle spürt man noch den reifen Schauspieler. Auch Herbert Loms, der dem Paar gezwungenermaßen seine Hand zur Flucht bietet, ist eine runde Leistung. Obwohl zwei politische Systeme sich in diesem Film gegenüberstehen und obwohl die Angst deutlich greifbar über den Menschen schwebt, wäre es doch falsch, in dem Film einen politischen Tendenzfilm zu sehen. Es ist ein Film voll Spannung und Abenteuer, der sich im Abenteuerlichen nicht erschöpft, dessen Hintergrund vielmehr der Mensch in manchen seiner Spielarten bildet, und in dem auch das Milieu nicht zu kurz kommt. -ng. Der für „Capitol” angekündigte Garbo-Film „Maria Walewska” konnte am Freitag nicht anlaufen, weil die Kopie noch nicht ednge- troffen war; man hofft heute nachmittag mit der Vorführung beginen zu können. Als Ersatz wurde die für Samstag und Sonntagnacht vorgesehene harmlos alte Film-Operette „Der Postillon im Hochzeitsrock” nach der einst vielgespielten komischen Oper „Der Postillon von Lonjumeau” auch in den normalen Vorstellungen gegeben. An Stimme und Gestalt Willy Eichbergers in der Titelrolle, an dem mächtig-humorigen Hofmann des inzwischen verstorbenen Leo Slezak als Gegner der Pompadour und an Lucie Englische quirligem Bauernmädchen konnte man seine besondere Freude haben. Wolfgang Martin Schcöe Dichterabend im Europahaus Eingeladen von der deutsch-franzöSischen Vereinigung las im Europahaus der bei Ueberlingen lebende Dichter Wolfgang Martin Schede aus eigenen Werken. Schede schlug die Zuhörer schon gleich mit einer ersten Erzählung in seinen Bann. „Besuch beim Galgen” läßt die Gestalt des französischen Dichters Frangois Villon lebendig werden, der gleich Verlaine seine reinsten Verse den tiefsten Niederungen seiner Zeit abringen mußte. Villon, der Mensch, wurde gegenwärtig, der von innerer Unruhe Getriebene, der wild am Käfig seiner Einsamkeit rüttelte, Villons bittere Resignation und sein« Sehnsucht nach Erlösung durch eine Frau inmitten der im Grund verderbten Zeit des Spätmittelalters, die Schede mit einer leidenschaftlichen, bildkräftigen Sprache erstehen ließ. Es ist eine Sprache, die Kraft der Aussage über äußere Schönheit stellt, die aber dann gerade in der Treffsicherheit, die absolute Ehrlichkeit ihr verleiht, den Glanz erregender künstlerischer Sensibilität gewinnt. Ganz echlackenlos und ausgeglüht erlebte man die tief in Magische reichende Sprache, die sich Schede geschaffen hat. in einigen Proben seiner Lyrik, Neudichtungen nach Charles d’Orlöans, dem Freunde Villons, und, der „Einhorn-Ballade”, die im Motiv schon ankündigte, was der Dichter dann mit pak- kender gestalterischer Kraft in seiner Novelle „Theseus” im Großen arusführte: antike Mythen auf ihre deutende Kraft in modernen Seelenlagen zu erproben. Aus seinem eben erst vollendeten „Theseus”. der unbeabsichtigt zu einem deutschen Gegenstück des die Mythe ironisierenden „Thesöe” von Gide wurde, las Schede den Kampf mit dem Mi- notauros, jenem Ungeheuer von sinnlos zerstörerischer Urkraft im Zeichen von Tod und Verwesung. Ausstellung Sepp Biehler Vom 18. März bis 15. April stellt der Kunstverein im Wessenberghaus Werke des Konstanzer Malers Sepp Biehler aus. Der Künstler gehört zu den bekanntesten Malerpersön- lichkeiten unserer Stadt. Es ist seit 20 Jahren zum erstenmal, daß wieder ein großer Ueberblick über das Schaffen von Sepp Biehler vermittelt wird. All 20.30 samrr Tage: Sport Alle meiste Umst Grüne nicht Fremc See g< muß i fen w betref Nun auf ft einer Verke laden. Jahre angeb konkr des V finanz werde Turnh tere® J gegnu-, fingen intere beginr handb Edua Die in Kre für ei wonne als Kc Prägur eigenw den „s zert ir drei m bert ( einem benen samme riesige ander angele; Hörer Erben wirklic füllt h eines g zu eine überne auß fin kräusel gischtei Eoman das Ha Einen Gesuch Frau, Flüchtl Zuschr Erfahre übern. Geschäl bebuchj v. Bilai Zuschr demjen mit kfii besorgt Annonc mit Er kungsk: Südkur ; öurehsc j ’orkom : f; *Ueht - r«irift. i 15. 10 bau 7 as- eies in nur ben. grö- rung nen, h zu ann- gro- >ung mit ver- rden Teil Ho- die lung dere rdes den bei löbel oder Dun- lebte ache, ilgen nach und chon pak- No- onst- Kon- inst- •sön- Jah- oßer lieh- gamsing, 17. März 1951 SÜDKURIER K Nr. 43 / Seite 11 Slug bcr 9lad)barfff)itft Volksmission in Allensbach D ; e Volksmission, die seit letzten Samstag in der hiesigen katholischen Kirchengemeinde gehalten wird, geht ihrem Ende entgegen. Die Gottesdienste und Predigten waren während der ganzen Woche gut besucht. Am morgigen Palmsonntag findet um 14.30 Uhr die Weihe des Missionskreuzes mit Predigt und Weihe der Andachtsgegenstände statt; um 19.30 Uhr ist die Schlußfeier mit päpstlichem Segen. Allensbach. Morgen, Sonntag, findet um 20.30 Uhr im „Löwen” eine wichtige Versammlung des Sportvereins statt. Auf der Tagesordnung steht u. a. Punkten die Sportplatzvergrößerung. Allensbach. Bedingt durch den Bürger- meisterwechsel und verschiedene andere Umstände konnte die Ende 1950 geplante Gründung eines Fremdenverkehrsvereins nicht durchgeführt werden. Da aber der Fremdenverkehr für unser so schön am See gelegenes Dorf eine Notwendigkeit ist, muß unbedingt eine Organisation geschaffen werden, die alle den Fremdenverkehr betreffenden Angelegenheiten bearbeitet. Nun hat Bürgermeister Gebhard Keller auf Montagabend alle Interessenten zu einer Besprechung zwecks Gründung eines Verkehrsvereins auf das Rathaus eingeladen. Wenn dieser Verein noch in diesem Jahre positive Arbeit leisten soll, wäre es angebracht, wenn bei dieser Besprechung konkrete Vorschläge für die Organisation des Vereins vorgetragen würden; auch die finanzielle Seite darf dabei nicht vergessen werden. — Auf dem Sportplatz bei der Turnhalle findet morgen, Sonntag, ein weiteres Fußballverbandsspiel statt. Diese Begegnung zwischen dem Lokalrivalen Dettingen und der hiesigen Elf dürfte sehr interessant werden. — Morgen, Sonntag, beginnt auch die Rückrunde der Damenhandbail-Bezirksklasse. Die Allensbacher Damen, die an der Tabellenspitze stehen, müssen nach Meßkirch fahren, von den übrigen Rückrundespielen findet nur noch eines in Allensbach statt. Insel Reichenau. Seinen 70. Geburtstag feierte gestern Landwirt Wilhelm Böhler. — Im Gasthaus zum „Bären“ findet heute abend die Monatsversammlung der Heimatvertriebenen statt. — Auf dem Sportplatz findet morgen um 14.30 Uhr ein Pokalspiel zwischen SV Reichenau und SV I Markdorf statt. — Zur Bezirksversammlung des BLHV, die morgen nachmittag im Scheffelhof in Radolfzell stattfindet, werden die hiesigen Landwirte eingeladen. Es spricht Präsident Klaus. Dingelsdorf. In der Frühe des Freitag verschied Frau Leopoldine Braunbarth, geb. Keller von Aach-Linz.Die Verstorbene war unsere älteste Mitbürgerin und feierte vor einigen Tagen ihren 94. Geburtstag. Die Beerdigung findet morgen, Sonntagnachmittag, 14 Uhr, auf dem hiesigen Friedhof statt. — Morgen Sonntag feiert die Gemeinde das Fest der Palmenweihe. Immenstaad. Am Freitag, kurz vor 9 Uhr, stieß ein Volkswagen, aus Richtung Meersburg kommend, mit einem von Friedrichshafen kommenden Lastkraftwagen zusammen. Der Fahrer des Volkswagens, der unvorschriftsmäßig auf der linken Straßenseite fuhr, wollte plötzlich auf die rechte Seite überwechseln, als er den Lastkraftwagen sah. Er stieß dabei mit voller Wucht gegen den Lastwagen. Der vordere Teil des Volkswagens wurde vollständig zertrümmert. Der Fahrer trug keine ernstliche Verletzung davon. Ein zweiter Volkswagen, der im Augenblick des Zusammenstoßes hinter dem Lastkraftwagen herfuhr, konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen, fuhr auf den Lastwagen auf und wurde ebenfalls erheblich beschädigt. Klaoierabenö ln Kreuzlingen Eduard Erdmann und der späte Schubert Die „Gesellschaft für Kunst und Literatur" in Kreuzlingen hatte Prof. Eduard Erdmann für einen Klavierabend im Löwensaal gewonnen. Eduard Erdmann ist in Deutschland als Komponist von ausgesprochen moderner Prägung ebenso angesehen wie als sehr eigenwilliger Pianist mit stets überraschenden „starken“ Programmen. In seinem Konzert in Kreuzlingen spielte er diesmal die drei nachgelassenen Sonaten von Franz Schubert (c-moll, A-dur, B-dur). Die drei in einem Monat, dem September 1828, geschriebenen großen Sonaten wirken in solcher zusammenfassender Darbietung fast wie ein riesiges Werk, das in drei ungeheuren, einander in langen Wellen beflutenden Sätzen angelegt ist. Atemanhaltend empfindet der Hörer die ungeheure Stauung, die den großen Erben der klassischen Tradition und Verwirklichet des romantischen Stils damals erfüllt haben muß; als sammelten sich Quellen eines ganzen Gebirges in einem einzigen Tal tu einem von Mondlicht und Frühjahrslüften überrieselten See, der einen natürlichen Abfluß finden oder die Bergwand brechen muß. Was für Gewalten barg die schimmernde, kräuselnde, nur gelegentlich sturmbewegt gischtende, dunkle Fläche! Das Genie der Romantik selbst — es ist als hebe es wissend das Haupt und rege die ungeheuren Flügel... Einen Monat später starb Schubert. Die drei Sonaten waren in Wahrheit wohl sein Schwanengesang, das unendliche Sichaus- weinen einer Seele, die schon im Schatten steht. Prof. Erdmann spielte die Unendlichkeit dieser Melosfluten mit dem Ausdruck des geistverwandt Wissenden. Sein Gesicht, das Gesicht eines barlachschen Romantikers, neigte sich schmerz- und lustwägend zu den Tasten. Seine Fähigkeit und Kraft, Zusammenhänge und Beziehungen zu erschauen und zu offenbaren, Ordnung im Fließenden unendlich gliedernd zu gewinnen, mit einer geistigen Dynamik, die wundervoll geklärt ist, den Modulationen phrasierend nachzugehen, nachzusinnen, nachzufühlen — das erschließt ein herrlich erhöhtes Schubert-Erlebnis. Vor allem ist es immer wieder die Klarheit und Lauterkeit seines durchaus Werktreuen Spiels, sein Verzicht auf alle selbst unanstößigen Effekte, auf alle träumerische Klangschwelgerei und Farbenwut, sein Betonen dagegen der reinen Werkgestalt — was den Hörer tief in die Werkstatt des Genius der Musik mit eindringen läßt. Sie empfinden es dankbar, jene Hörer, die der Musik wegen in Konzerte zu kommen lieben, und deren ein Mann wie Erdmann allerorten eine kleine aber sehr treue Gemeinde zu haben scheint. Der enthusiastische Beifall auch im Kreuz- linger Löwensaal, bei einem so anspruchsvollen und gar nicht leicht aufzunehmenden Programm, bewies es erfreulich. L. E. R e i n d 1 „MIß ßoöenfee 1951" U. Die Ueberschrift ist eine kleine Irreführung, denn die Jahreszahl 1951 scheint vorauszusetzen, daß es auch 1950 eine Miss Bodensee gab — doch nein, sie ist erstmalig, und wer die Glückliche ist, werden wir am 16. Mai erfahren. Das „Comite international d’election de Miss Europe“wird unter Mitwirkung der Internationalen Spielbank im Hotel Bad Schachen die Schönheitskönigin des Bodensees erwählen. Alle weiblichen Wesen, die über 17 Jahre alt sind und nicht weiter als 50 Kilometer von den Gestaden des Sees entfernt ihren Wohnsitz haben, können sich melden. Bodensee and Schwarzwild Kaserne und Industrieansiedlung Radolfzell. In einem Ausspracheabend des „Aktionsausschuß Radolfzeller Wirtschaftsverbände“ wurde die große Radolfzeller Kaserne als ein bedauerliches Hindernis für eine großzügige Industrie- Ansiedlung bezeichnet. Wo eine Kaserne sei, lasse sich die Industrie nicht gerne nieder. Der Industrie-Ansiedlung müsse aber ein stärkeres Augenmerk gewidmet werden. Es sei nicht unbedingt entscheidend, daß ein Industriebetrieb im Stadtgebiet sein Grundstück habe. Gegebenenfalls könnte man sich städtischerseits bedenkenlos dafür einsetzen, daß solche Betriebe in den Nachbargemeinden eine Heimstatt finden, denn auch dadurch könnte das Radolfzeller Wirtschaftsleben als Zentrale neuen Auftrieb erhalten. Auto ausgeplündert Radolfzell. Unbekannte Täter erbrachen nachts das Türschloß eines vor einer Gaststätte im Stadtzentrum' abgestellten Personenwagens. Dabei fielen ihnen u. a. in die Hände: eine Aktentasche mit Inhalt, ein Lederkoffer mit Wäsche, zwölf Armbanduhren, zwei Reisewecker, eine Damenreisetasche, in der sich u. a. Wäsche befand. Vom Fahrrad auf den Kühler geschleudert Ueberlingen. Beim plötzlichen Einbiegen von der Hauptstraße nach Meersburg in eine Seitenstraße nach Oberuhldingen wurde ein Radfahrer von einem entgegenkommenden Personenwagen erfaßt und auf den Kühler geschleudert. Mehrere Rippen- und Beinbrüche sowie Verletzungen an den Knien und am Hals waren die Folge, an denen der Verunglückte am folgenden Tag starb. Abenteuerliche Wildschweinjagd Wehr. Mehrere Bewohner des Wehrer Stadtteils Enkendotf entdeckten in der Nähe eines Gasthauses ein Wildschwein, das sich zunächst in einer Gärtnerei zu schaffen machte und schließlich in den Garten eines Landwirts und von dort in verschiedene benachbarte Anwesen flüchtete. Eine größere Zahl beherzter Männer war hinter dem Wildschwein mit allen möglichen Geräten und „Waffen“ her. Nach einem ersten schweren Schlag suchte das Borstentier Schütz in einem Schopf. Schließlich gelang es einem jungen Kraftfahrer, den schweren Keiler mit mehreren Schlägen seiner Axt unschädlich zu machen. Mit frischen Kräften in die neue Rudersaison Verpflichtung der Rennruderer beim Ruderverein „Neptun“ Konstanz Das kameradschaftliche Leben, das den Winter über mehr oder weniger im Innern des Bootshauses des Rudervereins „Neptun" Konstanz pulste, macht sich jetzt mit dem beginnenden Frühlingeo auch draußen auf dem Wasser wieder mit aller Intensität bemerkbar. Den offiziellen Auftakt hierau gab die Verpflichtung der Rennruderer, die im Rahmen einer außerordentlich stark besuchten Monatsvesrammlung im schönen Heim der Ruderer mit der sportlichen Feierlichkeit vollzogen wurde; derer sich besonders d.e Ruderer rühmen können. 1. Vorsitzender W. Schwarz, 2. Vorsitzender M. Schneider und 1- Ruderwart L. Marquardt wußten die jungen Ruderer mit begeisternden Worten zu packen, die sich von nun an für einige Monate den strengen Verpflichtungen der beginnenden Tainingszeit unterworfen haben. Es sind junge, hoffnungsvolle Kräfte, die ihren Stolz darein setzen wollen, die Fahnen des „Neptun” und der Stadt Konstanz auf manchen Regattaplätzen würdig zu vertreten: Heinz Bantle, Klaus Schmidt, Fritz Kapfer, Walter Riedlinger, Rüdiger Plumhoff, Werner Ritter, Heinrich Fromknedit, Helmut Winder, Karl Gtei- ner, Kurt Hipper, Helmut Riester, Wolfgang Stöhn, Rolf Herrmann, Guido Weber, Peter Frank, Dieter Kunzmann, Peter Greinacher, Bertfried Eisenhart, Heinz Knopf, Jürgen Müller, Lutz Salomon, Günter Hauser und Peter Straub. Der erste Vorsitzende konnte einen erfreulichen Zugang von aktiven und passiven Mitgliedern feststellen. Er wies auf die kommende Rennzeit hin, deren Höhepunkt die Konstanzer Ruderregatta am 24- Juni sein wird und entwickelte das lm „Neptun" immer blühende gesellschaftliche Leben. Matthias Schneider berichtete vom Besuch der 70. Jubiläumsfeier des .Straubinger Ruderclubs, wo er Gelegenheit hatte, alte freundschaftlache Beziehungen zu anderen Ruderverci- nen und zum Deutschen Ruderverband zu festigen und dabei auch die Interessen des „Neptun" zu vertreten. An Stelle des bisher üblichen An- ruderns trete am 6. Mai als einheitliche Demonstration des deutschen Rudersports das Leistungsrudern mit einer Tagestour aller Boote und Ruderer. Die Regattapläne sehen die Besuche von Stuttgart, Heidelberg, Lindau, Frankfurt, Deggendorf und Radolfzell vor. Vielleicht darf man bezüglich der Konstanzer Regatta mit einer außerordentlich bedeutungsvollen internationalen Veranstaltung rechnen. Jedenfalls gehen die Bemühungen des „Neptun" dahin, die Konstanzer Regatten in altem Glanz Wiedererstehen zu lassen. Der jungen Rennmannschaft wünscht man unter der Trainingsleitung von Ludwig Marquardt und Heiner Hermann glückhafte Fahrt. A. St. Aus der 2. Amateurliga Laut amtlicher Mitteilung wird das wegen Ausbleibens des Schiedsrichters als Freundschaftsspiel unter Leitung eines Heimsdiiedsriditers ausgetragene Treffen Stockach—Engen (2:0) nachträglich wegen Terminmot als Verbandsspiel gewertet, so daß Stockach die Punkte aus diesem Spiel erhält. Ebenso wird das Spiel Donaueschin- gen—Furtwangen (1:1), ursprünglich Freundschaftsspiel, als Punktespiel gewertet. Die hinsichtlich des Spiels Stodcach—Engen getroffene Entscheidung wird allerdings vom Verband noch einmal überprüft, da das Treffen nicht über die vorgeschriebene Zeit von zweimal 45 Minuten gegangen ist. Auf Antrag des VfR Stockach wird das ursprünglich für morgen Sonntag vorgesehene Spiel Stockach—Radolfzell wegen des Spiels Singen—Schweinfurt auf einen späteren Termin verlegt. Kreisklasse Konstanz I (am 18. 3.): Böhringen — VfL Konstanz IV: Bankholzen — Wollmatingen II; Allensbach — Dettingen. Kreisklasse Konstanz II (am 18. 3.): Wollmatingen III — Radolfzell III (kampflos für Wollmatingen); Worblingen — Singen IV; Rielasin- gen II — Reichenau. Rielasingen im Stadion. Mit Rielasingen stellt sich am Sonntag im Verbandsspiel der 2. Amateur- hga ein Altbekannter gegen ViL Konstanz 1b im Stadion vor. Die Gäste stellen eine körperlich starke und schnelle Mannschaft. Ihr fünfter Platz in der Tabelle der Amateurliga spricht für sich; sie brachten es fertig, ihre letzten Spiele gegen stärkste Gegner mit Erfolg abzuschließen. In Vor- und Nachspielen messen die Jugendlichen ihre Kräfte gegen Singen. Handball-Bezirksklasse Hegau-Bodensee (am 18. 3.); Gottmadingen 1b — Ueberlingen, Stockach— Mühlhofen, Mimmenhausen—Steißlingen (Pful- lendorf—Böhringen wurden von der Klassenlei- tunq abgesetzt). — Kreisklasse; Markdorf— •Mimenhausen, Meßkirch—Radolfzell. - Frauen: Meßkirch—Allensbach, Singen—Dettingen. Heute Internationales Freundschaftstreffen im Boacen Heute 20-15 Uhr findet im unteren Konzilsaal ein Freundschaftskampf: Französische Heeresaus- wahlstaffel gegen „Rheinstrom" statt. Die französischen Boxer werden aus allen Teilen der französischen Zone Deutschlands und Oesterreichs zusa^mengezogen- Die französische Mannschaft tritt mit besten Kräften an, die auch die letzten Kämpfe in Innsbruck siegreich entschied. „Rheinstrom" wird alles daransetzen müssen, um einigermaßen ehrenvoll bestehen zu können. Voraussichtliche Aufstellung franz. Boxer zuerst genannt]: Fliegengew.: Hernaodez (2. Champion FFA) — May; Bantamgew.: Podeviri (1. Champion FFA) — Clemen; Federgew.: Richard Raymond (Anwärter für die franz. Meisterschaft) — Sulger; Leiehtgew-: Pierluigi—iMagdaünski; Weltergewicht: Krill, Jac. (2. Champion)—E. Fuchs-, Weltergew.: Brey- naert (Pariser Meister 1950) — A. Müller; Halbmittelgewicht: Roux (Champion FFA)—Heehin- ger ; Halbmittelgew.: Va-udrion, Michel (Champion de Lombardie 1950)—Poschadel; Mittelgew.: Fe- dit, Hubert (Champion FFA) — Casper; Halb- schwergew.: Descoutures, Jac- (1. Champion FFA) — Schiele. Mannschaftsführer Capitaine Labbe. Morgen Waldiaufmeisterschaften Am Sonntag, 18; 3-, finden in Stockach die Waldlaufmeisterschaften vom Leichtathletik- und Turnverband statt. Die Stadtgemeinde Stockach hat ihren Stadtgarten für die Läufe zur Verfügung gestellt- Die Läufe finden auf einer Rundstrecke statt, so daß die Zuschauer in der Lage sind, die ausgetragenen Läufer insgesamt zu verfolgen. Ein Einblick in die Meldeliste zeigt, daß sich etwa 200 Läuferinnen und Läufer zu diesem Eröffnungssportfest der Leichtathletik angemeldet haben. Es ist zu erwarten, daß es in den einzelnen Klassen zu härten Auseinandersetzungen kommt. Der Beginn der Meisterschaften ist um 14 Uhr. Treffpunkt der Läufer Turnhalle Stockach. Schneeberichte vom 16. März 1951 S chwarzwald: Feldberg: 0 Grad, 2 m, Firnschnee, gut; Todtnauberg: 0 Grad, 1 m, Firnschnee, gut; Neustadt: minus 1 Grad, 20 cm, verharscht, gut; Schönwakf: minus 5 Grad, 50 cm, harscht, gut- — Allgäu: Oberstaufen: 0 Grad, 70 cm, Harsch, gut; Oberstdorf; 0- Grad, 30 cm, Harsch, gut. — Schweiz: Heiden/St- Anton: Nordhänge fahrbaT; Schwägalp: Hartschnee, gut; Unterwasser und Wildhaus: Naßschnee, Höhen Pulver, Pisten gut; Flums-Groß- berg: Neuschnee; . Davos minus 7 Grad, schön bis 2 m, 20 cm Pulver, sehr gut; Weiß-fluhjoch/ Parsenn: minus 8 Grad, schön, bis 250 cm, 20 cm Neuschnee, Pulver; Küblis: min^is 8 Grad, «ehr schön, 65 cm. Abfahrten bis Talsohle sehr gut; Arosa: minus 5 Grad, leicht bewölkt, über 2 m, 20 cm Neuschnee. Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme beim Hinscheiden unserer lieben Mutter, Frau Adelheid Rigg geb. Vestner • sagen wir ein' herzliches Vergelts Gott. Besonderen Dank der hochw. Geistlichkeit von Dreifaltigkeit, Herrn Dr. Sauter, sowie den Schwestern vom St. Vinzentiushaus für die aufopfernde Pflege. Ferner herzlichen Dank allen Kranz-, Blumen- und Messespendern. Konstanz, den 17. März 1961. Im Warnten aller trauernden Hinterbliebenen Karl Rigg. Achtung Sonderangebot l Farbige Kniestrümpfe Größe 3—12, DM 1.55 bis DM 2.90 im Handarbeitsgeschäft Luise Merk, Konstanz, Pfauengasse SSelle«-Angebot« Gesucht: Selbständiges , Mädchen I für kl. Haushalt mit 2 kl. Kindern. Ausführliche Bewerbungen finit Lichtbild an Frau Uehlinger, Frauenfeld, Rheinstr. 16, (Schweiz). Mädchen f. halbtags, mögi. v. AU- aiannsdorf, sucht Spedition Kerrie, Kstz.-Staad, Nestgasse 9. Frau, sauber, unabhäng., auch j Flüchtl., f. kl. Haushalt sof. ges. ] 2usehr. u. 91 667 Südk. Konstanz. SftWt» O c m fct Erfahrener Bilanz-Buchhaltev übern. Einrichtung u. Führung v. Geschäftsbüchern u. Durchschreibebuchführung, sowie Aufstellung v. Bilanzen u. Erfolgsrechnungen. Zuschr. u. 12 782 Südk. 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Ihre Ueberlegenheit wurde so groß, daß die Veranstalter die beiden nicht mehr zusammenfahren lassen wollten* Nach ihrem „come back" beim Sechstagerennen im Februar 1950 in Hannover feierte Kilian mit dem Schweizer Roth in Münster im März 1950 einen weiteren Sieg. Heinz Vopel wurde am 5. April 1908 in Dortmund geboren und zeichnete sich bereits frühzeitig als tüchtiger Amateurfahrer aus. Nach seinem Ueber- tritt ins Profilager deckte sich seine Laufbahn mit der Kilians. Nach dem Kriege versuchte er sich als Straßenfahrer und auf der Bahn als Steher. Die Mannschaft Kilian/Vopel gewann am letzten Abend um 21.35 Uhr eine Runde Vorsprung, nachdem in den ßeit 20.30 Uhr andauernden Jagden bis dahin vier Mannschaften rundengleich an der Spitze gelegen hatten. In harten Kämpfen löste eine Jagd die andere ab und das Feld rückte zeitweilig stark zusammen. Der Sechstagematador Gustav Kilian holte dabei zum entscheidenden Schlage aus. Eine Stunde vor Schluß ergab sich folgender Stand: 1. Kilian/Vopel 109 P*; eine Runde zurück: 2. Thyssen/Depauw 227, 3. Rigoni/ Terruzzi 145, 4. Lapebie/Gillen 92; zwei Runden zurück: 5. Preiskeit/de Corte 324j drei Runden zurück: 6. Kolbeck/Intra 349; vier Runden zurück: 7. Naeye/Ziege 437, 8. Holthöfer/Ehmer 186; sechs Runden zurück: 9. Knoke/Nothdurft 214. Die letzte Stunde brachte mit den Wertungsspurts noch spannende Momente, aber ah der Führung Kilian/Vopel änderte sich nichts mehr- Jn den Wertungen besetzte der Belgier Thyssen fünfzehnmal den ersten Platz. Alle Ueberrun- dungsversuche wurden von Kilian/Vopel mit aller Energie abgestoppt. Der 43jährige Kilian war in der Schlußstunde der ausdauerndste Fahrer. Die Mannschaft hatte sich nach schwachem Beginn in den letzten Tagen so fundiert, daß ihr Sieg als verdient bezeichnet werden kann. Von den rein deutschen Fahrern schnitten Kolbeck/Intra am besten ab. Schlußstand: (145 Stunden gleich 3368,260 km). 1. Kilian/Vopel 127 P.; eine Runde zurück: 2. Ri- goni/Terruzzi 287 P.; 3- Lapebie/Güllen 135 P.; zwei Runden zurück: 4. Thyssen/Depauw 402 P.; drei Runden zurück: 5. Preiskeit/de Corte 334 P., vier Runden zurück: 6. Kolbeck/Intra 254 P., fünf Runden zurück: 7. Ziege/Naeye 490 P., 8. Hoit- höfer/'Ehmer 210 P.? acht Runden zurück: 9- Knoke/ Nothdurft ßl6 P. Schweiz-Schweden um Europameistertitel unentschieden (Si.-Eigenbericht.) Bei den Eishockey-Weltmeisterschaften in Paris führt gegenwärtig Schweden mit 9 Punkten vor Kanada (8 Punkte), Schweiz (7), Norwegen (4), Amerika (2), Finnland (0) und England (0). Dabei S bei fufid 7000 U/Min. eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 100 km/h erreichen. Die Handball-Landesklasse Landesklasse Bodensee-Obersdiwaben: Ravensburg—(Konstanz, Lindau—Tettnang, Gottmadingen —Tuttlingen (Freundschaftsspiel), Friedrichshafen —Singen (Singen verzichtet). — Die Punktgewinne oder -Verluste werden nur noch Aenderungen bei den Mittelplätzen in der Tabelle bringen* Ravensburg wird es gegen Konstanz nicht allzu schwer haben und zu doppeltem Punktgewinn kommen* Die gute Leistung vom vergangenen Sonntag läßt in Lindau gegen Tettnang alles offen. Gottmadingen und Tuttlingen stehen sich in einem Freundschaftsspiel gegenüber, da die Punkte aus dem Rundenspi^l infolge Nichtantretens von Gottmadingen zum, ersten Termin schon an Tuttlingen vergeben sind. Südbaden: Um den Platz an der Sonne 1. Amatenrliga Südbaden: SV Schopfheim ■ FV Lahr; FV Offenburg — FC Vilüngen; FV St. Georgen — SpVgg Rheinfelden; SC Baden-Baden — BW Freiburg; 1844 Freiburg — FC Rastatt; SV Ottenau — SV Kuppenheim; SV Achem — RW Lörrach; ASV Freiburg — SV Weil. Auch ohne die drei weiterhin umstrittenen Punkte liegt der FC Villingen, nach Verlustpunkten gerechnet, am aussichtsreichsten in der 1. Südbadischen Amateurliga und wird sich voraussichtlich selbst in Offenburg diese günstige Position nicht streitig machen lassen. Ein Un* entschieden könnte d^e Situation ändern, denn die nur einen Verlustpunkt mehr aufweisenden Mannschaften von Kuppenheim und Baden-Baden eihöhen ihr Pluskonto ziemlich sicher. Somit dürfte auch die Tabellenspitze unverändert bleiben, obwohl es die ersatzgeschwächten Rastattei in ihrer zurzeitigen Form sehr schwer haben werden, bei 184# Freiburg beide Punkte zu holen. Schopfheim sollte auch ohne den gesperrten Halbstürmer Cleis auf eigenem Platz gegen Lahr Anschluß an die führenden Mannschaften behalten; dagegen steht Lörrach in Achem vor einer bedeutend schwereren Aufgabe. Der Ausgang des Treffens St. Georgen — Rheinfelden ist offen, wenn auch der Platzvorteil für die Schwarzwälder spricht. Dem ASV Freiburg wird dagegen selbst das vertraute Emmendinger Gelände kaum Vor dem Zweifronten-Experiment Süddeutschlands In Duisburg: Westdeutschland — Süddeutschland In Hamburg: Norddeutschland — Süddeutschland Der früher „allmächtige Süden" unternimmt das Wagnis, zu einem Zweifrontenkampf mit Nord und West anzutreten und dabei auf Spieler aus Frankfurt, Stuttgart und München zu verzichten. Zwar ist die Nachkriegsbilanz des Südens noch aktiv, aber in den letzten Spielen zeigte steh immer mehr, daß in Nord und West in der Auswahl kaum ein schlechterer Fußball gespielt wird. Der Norden hat in Vergleichskämpfen mit dem Süden besser abgeSchnitten. Dem 1:1 in Nürnberg 1946 folgte in Hannover 1949 ein 1:0-Sieg des Nordens und aus des Südens erhoffter Revanche im Herbst des gleichen Jahres in München wurde nichts (2:2). Soll diese für Hamburg vorgesehene Verlegenheits-Elf ein Wunder vollbringen? Man muß sich im Süden damit abfin- den, daß es hier nnr darum gehen kann, mit einem blauen Auge wegzukommen. Seit 1946 standen sich West und Süd viermal gegenüber, wenn man das Zonenspiel Süd — Britische Zone einbezieht, bei dem der Westen mit einer Ausnahme die Spieler abstellte. 3:0, 4:3. 21 und 5:4 lautete die Siegesserie des Südens. Wer sich an das letzte Spiel in Frankfurt erinnert, der weiß, daß der Süden bei Halbzeit 0:3 hoffnungslos im Rückstand lag und erst in den letzten Minuten noch den glücklichen 5:4-Sieg zustande brachte. Der Westen will alles daransetzen, um in Duisburg endlich einmal zu einem Sieg über den Süden zu kommen. Eine rein Nürnberg-Fürther Kombination vertritt die süddeutschen Farben. Für das Cupfinale bereit Blackpool und Newcastle United qualifizierten sich durch je einen 2:1-Sieg über Birmingham City und Wolverhampton Wanderers für das Endspiel um den englischen Fußball-Pokal, das am 28. April im Londoner Wembley-Stadion ausgetragen wird. Mit Newcastle United und Blackpool erreichten zwei ruhmreiche englische Clubs wieder das „Cup-Final". Castle schaffte es dabei nach 19 Jahren zum ersten Male wieder die Vorschlußrunde siegreich zu beenden. Blackpool trat zwar schon mehrere Male in Wembley zum Endspiel an, hatte aber nie das Glück, den Pokal zu gewinnen. viel nützen, wenn die Stürmer des SV Weil an ihre vorsonntäglichen Leistungen anknüpfen kön- Noch zehn Runden in Württemberg 1. Amateurliga Württemberg: Untertürkheim gegen Sindelfingen? Gmünd — Friedrichshafen; Weingarten — Eislingen; Kirdjheim — Tailfingen? Stuttgarter Sportclub — Feuerbach; Ebingen gegen Trossingen; Schwenningen — Aalen; Laup- heim — Zuffenhausen. Von den drei Spitzenreitern hat es diesmal der Sportklub, der am vergangenen Sonntag die Tabellenführung wieder an Aalen abtreten mußte, am leichtesten; aber Feuerbach führt einen Verzweiflungskampf gegen den drohenden Abstieg, Aalen und Sindelfingen, die ihre Kämpfe auf gegnerischem Platz austragen müssen, haben zuletzt keine völlig überzeugenden Leistungen geboten. Die Stuttgarter Sportfreunde als vierter im Bunde sind spielfrei. Für erneute Veränderungen an der Spitze sind jedenfalls alle Voraussetzungen gegeben. — Friedrichshafen muß sich bei den Gmünder Normannen vorsehen, die wenig Neigung haben, ihre anscheinend geglückte Rettung erneut zu gefährden. Sehr schwer wird es Weingarten gegen Eislingen haben, und ebenso steht Tailfingen yor einer kaum zu lösenden Aufgabe. Wenn Tailfingen unterliegt, ist der Kreuzlingen ln der Tour de Suisse (Si-Eigenbericht.) Die Tour de Suisse 1951 wird in acht Etappen über eine Totaldistanz von rund 1830 km ausgetragen. Im Gegensatz zu den beiden letzten Jahren wird wieder ein Ruhetag eingeschaltet, und zwar nach vier Etappen in Gstaad. Der Start erfolgt Freitag, 15. Juni in Zürich und die Ankunft ist auf Samstag, 23. Juni ebenfalls nach Zürich angeßetzt. Der erste Teil der Tour umfaßt die leichteren Flachetappen, wobei als größte Schwierigkeit das Einzelzeitfahren von Basel nach Boncourt über ca. 60 km zu gelten hat. Die schweren Bergetappen werden nach dem Ruhetag in Gstaad in Angriff genommen. Neben Jaunpaß und Gotthard ist erstmals der Beminapaß in den Parcours einbezogen worden, den die Fahrer in der Etappe Lugano — Davos zusammen mit der Flüela zu bezwingen haben. Die erste Etappe führt u. a. über Frauenfeld, Weinfelden, Sulgen, Berg, Kreuzlingen, Steckbom, Stein und Schaffhausen. Die süddeutsche Elf gegen Westdeutschland erfuhr durch die Aufstellung von Herbolsheimer (1. FC Nürnberg) an Stelle von Hoffmann (SpVgg FürthV-öls Rechtsaußen eine letzte Aenderung, Der in der dritten Nacht des 34. Berliner Sechstagerennens durch Reifenschaden schwer gestürzte 23jährige Holländer Van Beek i6t in einem Berliner Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen. Den Rhein entlang Oberbadischer Kolplngstag ln Radolfzell Freiburg. Als erste südbadisdie Koilpingsfamilie hat sich nach dem zweiten Weltkrieg die Kolpdngs- familie Radolfzell im vergangenen Jahr an die Aufgabe des Neubaues eines Kolpingshauses gewagt. In freiwilligem Einsatz wurde seit Juni vorigen Jahres vorbildliche Arbeit geleistet und die Einweihung des Hauses ist nunmehr auf Sonntag, den 6. Mai 1951, festgesetzt. Mit der Einweihung, die durch ein Triduum eingeleitet wird, ist die Feier des 70jährigen Bestehens der Kol- pingsfamilie Radolfzell verbunden. Das Kolpings- fest wird internationalen Charakter tragen, da neben badischen, württembergisdien und hohen- zollerischen Kolpingsfamilien auch Kolpingssöhne aus der Schweiz und aus Oesterreich zum Feste erwartet wenden. „Reisen und Erholung" in Baden-Baden Baden-Baden. Vom 22. Juni bis zum 1 .Juli wird in Baden-Baden an der Lichtenthaler Allee eine Fachausstellung „Reisen und Erholung" veranstaltet werden, an der Firmen aus dem gesamten Bundesgebiet teilnehmen und Erzeugnisse und Bedarfsartikel für Reisen, Wandern, Sport, Jagd, Erholung, Sanatoriumsbedarf und anderes zeigen. Veranstalter ist die „Haus für Wiederaufbau- und Wirtschaftswerbung GmbH.“ in Mannheim. Wiederaufbau des Landeskriminalmuseums Karlsruhe. Das Badische Landeskriminalmuseum, welches im Jahre 1944 mit allem wertvollen und interessanten Material in Flammen aufging, befindet sich im Wiederaufbau. Die Sammlung dient in erster Linie der Aus- und Fortbildung junger Polizeibeamter, die an Hand zahlreicher Verbrecherwerkzeuge kriminalistisch geschult werden. Johann mit dem ewigen Durst Karlsruhe. Um seinen ewigen Durst zu löschen, kletterte der 40 Jahre alte Fürsorgeempfänger Johann Kristof auf das Dach der wiederaufgebauten Stephanskirche in Karlsruhe und montierte in Seelenruhe fünf Quadratmeter Kupferblech ab. Der Richter rechnete mit ihm noch einige weitere Streiche ab. Aus der Handtasche einer Kiosk-Inhaberin hatte sich Kristof 65 Mark geholt, aus einem Schrank stahl er Kleider im Werte von über 500 Mark. Seine Beute verkaufte er beim Trödler, den Erlös vertrank er mitsamt seiner Fürsorgeunterstützung. Zwei Jahre lang wird der durstige Johann im Gefängnis keinen Tropfen Alkohol zu sehen bekommen. Die Kriminalpolizei, die augenblicklich mit den Altmetalldiebstählen alle Hände voll zu tun hat, setzte zwe.i 19 Jahre alte Bursdien hinter Gitter, sie hatten nicht weniger als 15 Zentner Kupfer und Zink gestohlen und dafür einen Preis von 1775 Mark erzielt. Selbstmord aus Liebeskummer Mannheim. Wegen ihres Liebeskummers wußte eine 25jährige Frau aus Mannheim keinen anderen Ausweg, als die Schienen, die sie auch nach dem Wampfiff des herannahenden Personenzuges nicht verließ. Alle Versuche des Lokomotivfüh- rers, den Zug zum Stehen zu bringen, waren vergeblich. Die Selbstmörderin wurde überfahren, das linke Bein wurde vom Rumpf getrennt und zwei Stunden nach der Einlieferung in das Krankenhaus war die Frau tot. Wohnungen für 8000 Flüchtlinge Mainz. Für die Unterbringung von rund 8000 ; der für Rheinland-Pfalz im Jahre 1951 vorgesehenen 16 000 Flüchtlinge wurden im Lande 14 Millionen DM für den Wohnungsbau bereitgestellt,, teilt das Finanzministerium mit. Von dieser Summe hat der Bund dem Lande 9,45 Millionen zur Verfügung gestellt, 4,55 Millionen hat das Land aus dem Ertrag der Soforthilfe und der Um- steMungsgrundschulden aufgebracht- Uebersetzübungen der US-Armee Mainz. Zwischen Mainz und Worms, speziell jedoch im Raume Nierstein—Oppenheim, werden seit Tagen von Einheiten der US-Armee Uebersetzübungen mit modernsten Waffen und Landungsbooten vorgenommen. Wie von unterrichteter Seite verlautet, handelt es sich um Vorbereitungen einer „kriegsmäßigen Verlegung" amerikanischer Einheiten in die französische Zone. Steigerung der Zudcererzeugung möglich Worms. Die Zuckerrübenanbaufläche i n Süd- deutschland könne um rund 8000 Hektar in diesem Jahr gesteigert werden, wenn der Bund die Frachtkosten für den MehranfaSl an Rüben zur Weiteiileitung an Verarbeitungsbetriebe außerhalb des Gebietes übernehmen würde, stellten Vertreter der Süddeutschen Zucker AG, und der süddeutschen Zuckerrübenanbauer auf einer Besprechung in Worms fest. Bei einem Durchschnitts- erlrag von 340 Doppelzentner je Hektar würden - somit allein in Süddeutschland 272 000 Tonnen Rüben mehr geerntet werden. Das entspricht einer Steigerung der Zuckererzeugung um rund 40 000 Tonnen. Aus dieser Menge würden dem Bund 12 Millionen DM an Zuckersteuer zufließen. Abzüglich drei Millionen DM Frachtzuschuß würde noch immer eine Mehreinnahme von neun j Millionen DM verbleiben. Die Kapazität der der Süddeutschen Zucker-AG angeschlossenen Raffinerien wurde für 1951 mit 1,53 Millionen Tonnen Zuckerrüben, bei einer normalen Kampagne- dauer von 80 Tagen angegeben. Dies entspricht einer normalen Anbaufläche von ziika 45 000 ha. Süddeutsche Umschau Neuer Stadtpfarrer ln Ulm Ulm. Der Bischof von Rottenburg, Dr. Carl Joseph Leipredit, hat den Pfarrer Franz Weiß aus Illerrieden zum Stadtpfarrer der St.-Georgs- Gemeinde in Ulm ernannt. Pfarrer Weiß steht im 59. Lebensjahr. Von 1922 bis 1924 war er als Vikar in Ulm und von 1932 an bis zu seiner Verhaftung im Dritten Reich und zu seiner Ausweisung aus Württemberg in Söflingen als Geistlicher tätig. Die Investitur des neuernannten Stadtpfarreyrs wird voraussichtlich am 8. April stattfinden. „Speise und Trank" erweitert Reutlingen. Die süddeutsche Fachmesse für das Hotel- uncLGaststättengewerbe, die vom 28. Apm bis 8. Mjäi in Reutlingen stattfinden soll, hat einen so großen Zuspruch gefunden, daß weitere Leichtbauhallen erstellt werden müssen. Der Meldeschluß für Aussteller, der zunächst auf den 28. Februar festgesetzt war, ist auf den 31. März verschoben worden. Das Gelände umfaßt nach dem Bau der neuen Hallen ein Areal von 14 000 Quadratmetern, wovon 10 000 Quadratmeter überdacht sind. Verlegung des Schuljahrsbeginns Tübingen. Vom Kultusministerium Württem- berg-Hohenzollern wird mitgeteilt: Der Landtag von Württemberg-Hohenzollern hat in seiner Sitzung vom 2. März 1951 das Gesetz über Schuljahrsanfang und Beginn der Schulpflicht einstimmig verabschiedet. Nach diesem Gesetz beginnt und endet das Schuljahr künftig an allen Schulen mit Ablauf der Osterferien, und zwar zum erstenmal im Jahre 1952. Das Schuljahr 1951/52 beginnt im Herbst 1951 und endet im Frühjahr 1952, wird also verkürzt. Für Kinder, die in den Jahren 1944 bis 1951 erstmals in die Schale aufgenommen worden sind, endet die Pflicht zum Besuch einer Volksschule im Frühjahr des Jahres, in dem acht Jahre seit Beginn ihrer Schulzeit verflossen sind, mit dem letzten Tag de« Schuljahres. Vom Kultusministerium werden demnächst die zur Durchführung des Gesetzes erforderlichen Rechtsverordnungen erlassen. 250 DM für zwei tote Affen Tübingen. 250 EXM Schadenersatz wurde vom Tübinger Jugendrichter den Eltern von drei jungen Mädchen zudiktiert, weil ihre Töchter im Tübinger Zoo den Tod zweier Affen verschuldet hatten. Angeblich um die Tlve „bloß zu ärgern", hatten die Mädchen die Affen mit kaltem Wasser übergossen. Vorsätzliches Quälen oder vorsätzliche Mißhandlung konnte nicht nachgewiesen werden, so daß außer dem Ersatz durch die Eltern keine Strafe ausgesprochen wurde. Günther Noller wieder gefunden Stuttgart. Der elfjährige Schüler Günther Notier aus Stuttgart, der seit 5. März vermißt wurde, ist von seiner Mutter in Stuttgart auf der Straße wiedergefunden worden. Es wird angenommen, daß der Junge aus Furcht vor Strafe von zu Hause weggelaufen war. Ein Jahr Gefängnis für !2 000 Liter Benzin Stuttgart. 12 000 Liter Benzin hatte ein deutscher Kraftfahrzeugmeister der früheren IRO aus .Et den Benzinbehältern von IRO-Fahrzeugen ent- ' T- wendet. Weiter hatte er Autoreifen und Zubehörteile gestohlen. Das amerikanische Bezirksgericht in Stuttgart quittierte diese Diebstähle jetzt mit einem Jahr Gefängnis. Dreister Straßenraub Stuttgart* Im nahen Ludwigsburg wurde in den Abendstunden ein 40jähriger Altmetallhändier aus Stuttgart auf der Straße angesprochen, plötzlich gewürgt und ausgeraufet. Der Täter muß dem Mann, als dieser eine Gastwirtschaft verließ, unauffällig gefolgt sein. Allem Anschein nach hatte er erfahren, daß der Stuttgarter Händler eine wohilgefüllte Brieftasche bei sich führte. Auf diese hatte er es auch abgesehen und mit einer Beute von rund 3770 DM machte sich der Wegelagerer aus dem Staube. Er sollte sich jedoch nicht 'lange des Raubes erfreuen. Die Ludwigsburger Polizei konnte ihn bereits knappe drei Stunden nach der Tat in einem Nachtlokal fest- nehmen. Das dort gerade im Gang befindliche Zechgelage wurde durch das Erscheinen der Beamten jäh unterbrochen. 300 Mark waren schon ,,verbraten". Den größten Teil des geraubten Geldes, nämlich über 3400 DM, konnte man aber glücklicherweise noch sicherstellen. Das Verstedc unter der Bettmatratze in der Wohnung des Täters war schnell gefunden. Blick über die Grenzen Ausgeschlossene und Ausgetretene Zürich- Hier tagte eine Konferenz von ausgeschlossenen und ausgetretenen bisherigen Mitgliedern der kommunistischen Partei der Arbeit (PdA). Die Konferenz beschloß, eine Vereinigung zu gründen, um gemeinsam weiterhin in der Arbeiterbewegung tätig zu 6ein. Sie darf wahrscheinlich im Laufe der nächsten Zeit noch mit Zuwachs von Mitgliedern rechnen ... In einem Schneerutsch begraben Luzern. Der Alpina-Glub von Sarnen, dem Hauptort von Obwalden, der westlichen Hälfte des Kantons Unterwalden, beabsichtigte am letzten Sonntag ein kombiniertes Kluhrennen durchzuführen- Wegen des starken Föhns mußte die Veranstaltung von der Melchsee-Frutt nach der Rinderalp-Stödcalp verlegt werden. Dabei geriet ein Hüttenwart in einen Schneerutsch und wurde vom Schnee begraben. Der Mann, Vater von sechs unmündigen Kindern, konnte leider trotz sofortiger Rettungsarbeiten nur noch als Leiche geborgen werden. Das Rennen wurde alsbald nach Bekanntwerden des Unglücks abgesagt. 20 zertrümmerte Häuser noch unterm Schnee A i r o 1 o. Einem Bericht über die Arbeiten der Pioniere, die in Airolo eingesetzt waren, ist zu entnehmen, daß während 17 Tagen 23 000 Kubikmeter Schnee in 3800 Autofuhren aus dem Dorfe hinausgeschafft und in sieben Tagen 40 000 Kubikmeter Schnee mit zwei Bulldozern zu einer Lawinenablenkmauer aufgeschüttet worden sind. In Airolo liegen aber unter rund anderthalb Millionen Kubikmeter Lawinenschnee immer noch die Trümmer von 20 Gebäuden. Verfahren gegen de« Kommunisten Nicole Bern. Die Bundesanwaltschaft hat gegen den Genfer Journalisten Pierre Nicole, den Führer der kommunistischen Partei der Arbeit, ein polizeiliches Ermittlungsverfahren eingeleitet wegen Angriffs auf die Unabhängigkeit der Eidgenossenschaft und wegen staatsgefährlicher Gerüehte- macherei. Nivole hatte in seiner „Voix Quvriere’ den Bundesrat eines „Komplotts" bezichtigt mit dem Ziel, das Volk zu verraten und die Schweiz „dem antisowjetischen Krieg zuzugesellen, den die amerikanischen Imperialisten vorbereiten". Außerdem haben die einzelnen Mitglieder des Bundesrates Strafantrag wegen Verleumdung gegen Nicole gestellt. „Hilfeleistung”, die sich bezahlt jnachte Lausanne. Bei einem Umzug im Dorfe Mutier benützten zwei Frauen, die beim Transport der Möbel Hilfe leisteten, die Gelegenheit, aus einem Schreibtisch 5500 Franken zu stehlen. Die nachträgliche Untersuchung durch die Polizei von Murten ergab, daß die Frauen von dem Gelde bereits 1200 Franken für sich verwendet hatten. In der Wohnung der Diebinnen fand man die restlichen 4300 Franken. Vorarlberg lehnt Spielbank ab Bregenz. Die Festspielgemeinde Bregenz beabsichtigte, in Zürs eine Spielbank zu errichten, um durch deren Einnahmen die (abgesehen vom Beitrag der Stadt Bregenz) sehr geringen Sub- ventionen zu erhöhen. Obwohl die Vorarlberger Landesregierung zu den Bregenzer Festspielen bei Gesamtausgaben von 2 Millionen Schilling dieses Jahr nur 75 000 Schilling beiträgt, hat sie die Errichtung der Spielbank abgelehnt. Prinz Eduard von Liechtenstein t Vaduz. In Monte Carlo, wo er die letzten Jahre meistens weilte, starb Dr. Eduard Prinz von Liechtenstein im 79. Lebensjahr- Nach dem Abschluß seinen- juristischen Studien stand der Verstorbene im österreichischen Staatsdienst, zuerst als Bezirkshauptmann in Marienbad und später im - Innenministerium der Donau-Monarchie. 1919 bik j 1921 wirkte Prinz Eduard als Leiter der liechtensteinischen Gesandtschaft in Wien. Später war er : maßgebend an der Ausarbeitung des schweizerisch-liechtensteinischen Zollanschlußvertrages beteiligt. Seit« ers wußte nen ande- auch nae außer- 5, «teilten und der einer Be- chschnitts- ar würden 0 Tonnen entspricht um rund rden dem zufließen. chtzuschuß von neun it der der len Raffi- m Tonnen Campagne- entspridit 45 000 ha. mldet hat- u ärgern", m Wasser r vorsätz- hgewiesen die Eltern >n nther Nol- ißt wurde, der Straße [enommen, zu Hause Benzin ein deut- IRO aus ugen ent- Zubehör- irksgericht jetzt mit in den i andrer , plölz- ir muß ft ver- nschein Hand- führte, nd mit ich der eich je- ,e Lud- pe drei al feindliche ler Be- i schon aubten ,n aber erstedc a des Gerüchte- , Quvriere’ chtigt mit e Schweiz eilen, den bereiten", ieder des rleumdung achte Dorfe Md- . Transport lheit, aus Wen. Die oüzei von Geltfe be- latten. In die rest- egenz beerrichten, ehen vom igen Sub- rarlberger estspielen SdiiliW , hat sie Samstag, 17. März 1951 SÜDKURIER Nr. 43 / Seite 13 i/9i Tur dau Trükliug habe idt eine grofje Auswahl in schönen Stoffen bereitgestellt: Kostümstoffe j« 140 u. 150 cm Haupfpre'slagen 22.50, 21.— H Übergangs-Mantelstoffe m m in herrlichen Farben 36.—, 26.70 Pfauenauge in modernen Pastelliarben 27 Taffet moire ■ 90 cm, Hauptpreislage 6.65, 6.—, uni J Kleiderstoffe Pepita 70 cm 2 Moussellne 80 cm in versch modernen Farben 2.95 2.75 A Kräuselcröpe 80 cm 1 Herren-Stoffe u. Aussteuerarfikel reichhaltiges Lager C. H. BAIER das laistungstähiga Stoffgeschält Konstanz, Bahnhofstr. 12 rakfis*** Schön 6 P r< „«I H‘ rr ‘ n für D atne1t xUßik* 1 ' r Damen-, Herren- und Kinderwäsche Sf rumpfwaren Modische Zufafen geschmackvoll und preisgünstig b e i V.. 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März 1951 SÜDKURIER K/F Nr. 43 / Seite 14/ Durch eine akute Krankheit wurde mein geliebter Mann, unser guter Vater Dr. Ludwig Schneider Oberarzt — Medizinalrat i. R. heute abend im Alter von 80 Jahren von seinem schweren Gebrechen erlöst. Allensbach, Neustadt i. Schw., Konstanz, den 14. März 1951. In tiefem Leid Auguste Schneider, geb. Hoffmann Hans Schneider Else Schneider Annelies Schneider, geb. Haeusler. Wir werden unseren lieben Entschlafenen am 17. März, 15.15 Uhr, auf dem Friedhof des Anstaltsgebietes Reichenau, seinem letzten Wirkungskreis, der Erde übergeben. Sammelpunkt Leichenhalle. t • Kadi einem arbeitsreichen und aufopfernden Leben ist h^^ unsere liebe Mutter. Großmutter, Schwiegermutter» Scl^kster und Tante, Frau Elisabeth Neun geb. R i't z I nach langer, schwerer Krankheit, im Alter von 68 Jahren heimgegangen. Konstanz, den 14. März 1951 In tiefer Trauer Familie Neun und Angehörige Stille Beerdigung. — Von Kondolenzbesuchen bitten wir abzusehen. In Gottes unerforschlichem Ratschluß hat es gelegen, heute unsere liebe, treubesorgte und unvergeßliche Mutter, Großmutter, Schwägerin und Tante, Frau Mauritia Dörflinger geb. Mohr nach langer, mit überaus großer Geduld ertragener Krankheit, im 80. Lebensjahr, in die ewige Heimat abzurufen. Konstanz, den 15. März 1951. Deutschordenshalde 17 In christlicher Trauer Hedwig Zeitz, geb. Dörflinger, und Gatte Else Arnold, Witwe, Ober-Rixingen, mit Kindern Familie Alfons Dörflinger, optikermeister, in Singen a. H. Anni Dörflinger, Wwe., mit Kindern Beerdigung Samstag 10.30 Uhr. Seelenamt Dienstag, den 20. März 1951, um 7 Uhr, in St. Gebhard. Für die uns anläßl. unserer Vermählung überbrachten Glückwünsche und Geschenke danken herzlichst Werner Schwarz and Frau Edith ge*. Hertmann Konstanz, 17. März 1951 und fühlt sich le- bensfroh verjüngt, wenn man Thalysia-Edel- former trägt. Für jede Frau, auch bei extremerPro- portion. Unver- Dindl. Beratung. 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Insbesondere danken wir Herrn Stadtpfarrer Koch, den ehrw. Schwestern von St. Gebhard, sowie dem ehrw. Bruder Maurus für die liebevolle Pflege am Krankenbett und dem Vorstand des Bahnbetriebswerkes für die tröstenden und ehrenvollen Abschiedsworte, allen seinen früheren Berufskollegen und Bekannten für die Teilnahme am Begräbnis und die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden. Konstanz, den 17. März 1951. Berggasse 1 Familien Blum, Aich und Sauter. Stenotypistin mindestens 180 Silben, sehr flotte Maschinenschreiberin gesucht. Eintritt nach Vereinbarung. Zuschr. unt. 20 612 Südk. Konstanz. I Lebensmittelgroßhancllung in Konstanz sucht kaufin. Lehrling; zum baldigen Eintritt. — Bewerbungen mit entsprechenden Unterlagen unt. 20 539 Südk. Konstanz. jüngere Kraft, mit guten Umgangsformen gesucht. Handschrift!. Bewerbungen u. 91574 Südk. Konstanz. Tankwart Angesehene Krankenkasse sucht zentralgelegene, helle Büroräume Größe 40—50 qm. Mietvorauszahlung kann zur Verfügung gestellt werden. 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H.-Arbeiter, Weiherhofstr. 49 9. 3. Wolfgang, V. Richard Pohl, Tischler, in Allensbach 9. 3. Folkert, V. Günter Kleiber, Buchprüfer, Zumstelnstr. 3 10. 3. Josef, V. Gottfried Braunbarth, Landwirt, Dingelsdorf 10. 3. Gisela, V. Franz Ebert, Schuhmacher. Inselgasse 15 10. 3. Barbara. V. Herbert Hog, Schreiner, Mangoldstraße 19 11. 3. Claudia, V. Paul Weidele, Landwirt, in Liggeringen 12. 3. Kurt, V. Kurt Engelmann, Dachdecker, Brauneggerstr. 54 14. 3. Ursula, V. Karl Brendlln. Bäckermeister, in Hagnau 14. 3. Gerda, V. Wilhelm Knittel, Laborant, Konradigasse * 14. 3. Jürgen, V. Helmut Baur, Verw.-Angestellter, Radolfzell 14. 3. Manfred, V. Friedrich Geiger, Mechaniker, Radolfzeller Straße 9 15. 3. Christiane, V. Paul Starke. H.-Arbeiter, Untere Laube 23 15. 3. Sonya, v. Wilhelm Fröhlich, Automechaniker, Raueneckgasse 8. EHESCH LI ESSUNGEN: 10. 3. Martin Stielow, Krankenpfleger, und Georgine Mayer 10. 3. Hans Greis, Schlachthausstr. 3, und Anna Kiesl 10. 3. Bernhard Benkler, Gerichtsvollzieheranwärter, und In- geborg Härter 10. 3. Siegfried Erb,Student, und Edith Tüling 10. 3. Efroim Sroka. Metzger, und Helene Czarnecki. 12. 3. Werner Schwarz, Elektroinstallateur, u. Edith Herrmann. TODESFÄLLE: 6. 3. Maria Mayer, geb. Fuchs, geb. 31. 5. 64, Schützenstr. 26 9. 3. Nikolaus Rösch, Schreiner, geb. 20. 9. 73, Rheingasse 8 10 3. Mathias Kieninger, Arbeiter, geb. 31. 8. 96. Reichenaustr. 57 10. 3. Dorothea Nothelfer, geb. 30. 9. 50, in Singen/Htwl. 11. 3. Eduard Becker, Glasmaler, geb. 4, 7.92, Kreuzlinger Str. 58 12. 3. Maria Mayer, geb. Kramer, geb. 7. 3. 73, Ruppanerstr. 4 12. 3. ^Jerha-d Rottier, geb. 12 . 7. 50, Kreuzlinger Straße 20 13. 3. Hermann Stärk, Hilfsarb., 31. 8. 79, Weiherhofstr. 64 14. 3. Elisabeth Neun. geb. Ritzi, geb. 4. 11. 82, Kreuzlinger Straße 62 15. 3. Maurita Dörflinger, geb. Mohr, geb, 22. 9. 71. /(eine fucr- &fvu RÄDI Was Kinder vom Osterhasen erwarten: Gummibälle, Sandspielzeug, Reifen, Roller, Dreiräder, Autos, Rollschuhe und viele andere Spielsachen finden Sie in reicher Auswahl bei SmWABEN s TEUER Konstanz, Wessenbergstra^e 17, Telefon 515 Rabeneick und Bauer Marken-Fahrräder Ludwig Autengruber Untere Laube 22 (Repar. schnell u. zuverl.l Bürsten-, Toilette-, Putz- u. Waschartikel Bürsten-Thoman Bodanplatz - Stefansplatz ■aaraaafall (kranke Haare), dann sof. das vielfach prämiierte Eau Tridiophil. Allelnhersteller und Vertrieb: Th. Ellsäfter, Haarpfiegesalon Paradiesstraße - Ruf E. Titscher Bruderturmgasse 6 11 li ««a n Reparaturwerkstätte U n r B n Kleine Preise. Ihr eigener Vorteil! Kaufen Sie den Radioapparat, ., Lampen etc. im ^l1 Fachgeschäft RADIO-HAAS SpanierstraBe Tel.958 VERSICHERUNGEN AUER ART Hans Büntgens Dübelestr. 8 - Konstanz - Ruf 1857 Damenhüte Herrenhüte Hut-Sellak Huimachermeister — Bodansfr. 52 / Samstag, 17. März 1951 SÜDKURIER Nr. 48 I Seite 15). K/F ( Mm mhiw Aa nH ) Handelsregister T. 1. 51. A Bd. 7/15«, Firma Baumert A Cie. ln Konitanz: Die Firma Ist von Konstanz nach Bremen verlegt. Handelsregister 551: Konstanz. Handelsregister Veränderung. 7. 3. 51. A Bd. 7/13«. Firma Johannes Leonhardt, Tief- bnuuntemehmung ln Konatanz: de Firma ist geändert in Johannes Leonhardt, Bauunternehmung. Handelsregister Veränderung. B Bd. 4/74, Firma Gebrüder Bühler GmbH, ln Konatanz: Durch Beschluß der Ge' sellschafterversammlung vom 2 . Februar 1951 ist das Stammkapital um «0 000 DM auf 100 000 DM erhöht und § 3 des Gesellschaftsver- trags entsprechend geändert worden. Amtsgericht Konstanz Handelsregister Neueintrag, 2. 3. 51 A Bd. 10 OZ 550: Firma Willy Martschlnke ln Konstanz (Brauneggergtr. »3). Inhaber: Willy Martschlnke, Großhandelsvertreter ln Konstanz, (Angegebener Geschäftszweig: Vertrieb von chemisch-technischen Erzeugnissen aller Art). Bekanntmachungen in 0 ohne Gewähr. Amtsgericht Konstanz Handelsregister Veränderung. 7. 3. 51. A Bd. 7/2«: Firma Boehringer Knaeble, Seifenfabrik in Konstanz: Die Geschäftsinhaberin Elisabeth, geb. Knaeble, führt Infolge Verheiratung den Familiennamen Dittmar. Amtsgericht Konstanz Waffenscheine Die bisherigen Waffenlizenzen für Jagdgewehre verlieren am 31. III. 1901 ihre Gültigkeit. An ihre Stelle tritt der Waffenschein. der vom Landratsamt' ausgestellt wird. Jeder Besitzer eines Jagdgewehres muß am 1. IV. 1951 Im Besitze eines Waffenscheines sein. Anträge sind umgehend beim zuständigen Polizeirevier bzw. Gendarmerieposten zu stellen, wo Antragsformulare erhältlich sind. Voraussetzurden sind: Besitz eines gültigen Jagdscheines, Deutsche Staatsangehörigkeit (Kennkarte oder Paß). Unterlagen über Erwerb der Waffe (Rechnung, Schriftwechsel usw.). Bet Aushändigung des Waffenscheins Ist die Waffe vorzuzeigen, dabei wird die von der Besatzungsmacht ausgestellte Lizenz eingezogen. Konstanz, den 18. März 1951 Kreis jagdamt Gottesdienste D Evangelische Gottesdienste Luthergemelnde Konstanz. Palmsonntag, 9.0« (altkath. Kirche) Gottesdienst: LorenZ: Kindersot- tesdlenst fällt aus: 14.30 Wirrter- einwrilraug der ■ Lntherklrchei Montag, 20 80 Pawfonsandacht (Gemeindehaus). Dienstag, 20.00 Passionsandacht mit Feier des Hl. Abendmahles (Gemeindehaus). Mittwoch. 20.00 Passionsandacht (Gemeindehaus). Gründonnerstag, 9.30 (Lutherkirche) Gottesdienst, Lorenz; 20.00 Abendmahlsgottesdienst (I.uthcrkirche), Mono. Paulnskirche. Sonntag, 18. 3., 9.00 Gottesdienst, Müsken: 10.00 Kindergottesdienst. — Montag, 19. 3-, 20.00 Passicmsandaeht. Pfr. Koch. — Dienstag. 20. 3., 20.00 Passionsandacht, Müsken. — Gründonnerstag, 22. 3.; 9.00 Gottesdienst, Müsken; 20.00 Abendmahlsgottesdienst Pfr. Koch. Kstz.-Wollmatingen. Palmsonntag. 10.00 Gottesdienst; 11.00 Christenlehre: 11.00 Kindergottesdienst. — Karmontag. 20.00 Passicmsandaeht. — Kardienstag, 20.00 Passionsandacht. — Karmittwoeh, 20.00 Pas- gionsandacht. Heilanstalt Reichenau: Palmsonntag, 8.30 Karfreitagsgottesdienst mit Feier des Hl. Abendmahls, nachmittags Abend mahlsfei er in den einzelnen Bauten. Allensbach: Palmsonntag. 9.00 Gottesdienst: 10.00 Kindergottesdienst. — Kardienstag. 20.00 Passionsandacht. — Karmittwoeh, 20.00 Passionsand acht. Dingelsdorf. Palmsonntag, 15.30 Karfreitagsgottesdienst mit Feier des Hl. Abendmahls; 14.30 Kln- dergottesdi enst. _ Insel Reichenau. Kardienstag, 15.00 Passionsandacht. Ev. frelkirchl. Gemeinde (Baptisten). Gottesdienst Sonntag, 9.30 „Landenberg'*, Allmannsdorf, Mainaustraße. Evangel. Stadtmission (Gemeinschaft» Konstanz, Schottenstr. 19. 10.45 Uhr Sonntagschule. 14.30 Uhr Einweihungsfeier — Lutherkirche, 20 Uhr Predigtgottesdienst. Mittwoch, 20 Uhr, Bibelstunde. Die Christengemeinschaft Konstanz, Mangoldstr. 9. Sonntag 9.30 Uhr. Sonntagshandlung f. Kinder; 10 Uhr Menschenweihehandlung. Methodistenkirche. Gemeindesaal, Gebhardstr. 25. Sonntag, 9.30 Uhr Gottesdienst; 10.45 Uhr Sonntagschule. Donnerstag. 20 Uhr Bibelstunde. Alt-katholische Gottesdienste instanz. Christuskirche. Sonnig: 10 Uhr Amt mit Predigt, ründonnerstag: 9 Uhr Amt mit Igem. Bußandacht und Kommu- ion. Karfreitag: 9.30 Uhr Amt er vorgeweihten Gaben mit Pre- l«nt* Dr Eugen und Dr, Paul Simon, Zahnärzte, Konstanz, in der Karwoche abwesend. Vertretung Dr. Dornauer. Stallau-Angebote 3 rfahrener Bllanx-BuchhaHer gm. Einrichtung u. Führung v. eschäftsbüchern u. Durchschreisbuchführung, sowie Aufstellung Bilanzen u. Erfolgsrechnungen, aschr. u. 12 782 Südk. Konstanz. FriseurgehUfe, jg., tüchtiger, »es., hat beate Gelegenheit, «ich im Damenfach auaxubllden. Zuechr. u. 91 815 Südk. Konatanz. Für Gartenarbeit ln Peter*hauien Alt. Mann für einige stunden in der Woche ges. 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So.: 14, 17, 20 Uhr Wo.: 15,17.30,20 Uhr CAPITOL l So.: 14,14,18, 20 Uhr Nur noch bis Montag: Die Liebe der Gräfin Waiewska zu Napoleon in einem unvergeßlich-schönen und ergreifenden Film GRETA GARBO in MARIÄ WA LE WS KA mit CHARLES BOYER Ein hinreißender Film, ein Meisterwerk der Darslellungskunstl Sondervorstellungen im „CAPITOL" Samstag und Sonntag, jeweils 22.15 Uhr Wiedersehen mit Leo SLEZAK in der Filmoperette Do#* yJostULon tMt