UNABHÄNGIGE HEIMATZEITUNG FÜR OBERBADEN UND DAS BODENSEEGEBIET Erscheint Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Samstag. Verlag und Redaktion Konstanz, Marktstatte 4 7 JAHRGANG Tel.: 924, 92S, 1130, 1510, 1511. Fernschreiber: 05628. * Bezugspreis monatlich durch Träger 2.50 Mark zu- zügl. 30 Pfg. Trägerlohn, durch die Post 2.70 Mark, zuzügl. 36 Pfg. Postzustellgebühr. Einzelpreis 20 Pfg DIENSTAG 11. SEPTEMBER 1951 NUMMER 141 t Adam Remmele f Bundesver fassungsgericht er öffnete FREIBURG. In einer Freiburger Klinik starb am Sonntagabend im Alter von fast 74 Jahren der frühere badische Minister Dr. h. c. Ad. Remele. Er gehörte der SPD an, war zunächst Redakteur, von 1919 bis 1929 badischer Innenminister und von 1929 bis 1931 Justiz- und Unterrichtsminister. Während seiner Amtszeit war er zweimal badischer Staatspräsident. Autosteuer wird nicht erhöht BONN. Das Bundesflnanzministerium dementiert Pressemeldungen, nach denen eine generelle Erhöhung der Kraftfahrzeugsteuer um fast fünfzig Prozent geplant sei. Richtig sei lediglich, daß zur Zeit zwischen den Ländern, denen diese Steuer zufließt, dem Bundesministerium und der Kraftfahrzeugindustrie die Anpassung des Tarifs an die moderne technische Entwicklung besprochen werde. Dabei könnten sich für den einen Typ Ermäßigungen, für den anderen Erhöhungen ergeben. Die Verhandlungen seien aber bisher völlig unverbindlich. Der Entwurf des Gesetzes über die Autobahngebühr ist dagegen demBundes- kabinett jetzt zur Verabschiedung zugeleitet worden. Der Bundesfinanzminister erhofft von dieser Steuer noch für die letzten vier bis fünf Monate des laufenden Rechnungsjahres Einnahmen von rund hundert Millionen Mark. Das gesamte Kraftverkehrsgewerbe und auch der Bundesverkehrsminister haben bereits entschiedene Proteste gegen diese Steuer angemeldet. Deutscher Mittelstandsblock: BONN. (W.-Eigeriberdcht) Die beabsichtigte Bildung eines „Mittelstandsblocks“ aus Vertretern des Bauerntums, des Handwerks und des Grundbesitzes, die am Wochenende in Rendsburg angekündigt worden ist, hat in Bonn großes Aufsehen erregt. Man weiß, daß schon vor zehn Wochen vorbereitende Besprechungen in Bonn 6tattgefiuinden haben, an denen damals etwa 60 Bundestagsabgeordnete direkt oder indirekt .beteiligt waren. Anscheinend ist es nicht ausgeschlossen, daß die Mittelstandsvertreter an die Gründung einer neuen Partei denken. Der sehr gut unterrichtete „Union Dienst“ der CDU/CSU schreibt dazu: „Man würde einer neuen Partei zu den bereits bestehenden über 50 Parteien im Bundesgebiet keine sonderliche Aufmerksamkeit zu schenken brauchen, wenn nicht solch große und ein - flußreiche Organisationen wie der Bauernbund und die Zentralverbände des Handwerks und des Hausbesitzes dahinter ständen. Kölner Hängebrücke eingeweiht KÖLN. Die Köln - Mülheimer Hängebrücke, die modernste und größte Hängebrücke Europas, wurde in Anwesenheit Bundeskanzler Dr. Adenauers eingeweiht. Die nach Zehntausenden zählende Menschenmenge bereitete dem Bundeskanzler einen begeisterten Empfang. Die neue Brücke ist bei einer Spannweite von 315 Metern insgesamt 708 Meter lang. Gegenüber der alten im Oktober 1944 den Bomben zum Opfer gefallenen Brücke wurde bei ihr dank einer neuartigen Konstruktion eine 50prozentige Stahlerspamis erzielt. Bundeskanzler Dr. Adenauer — einst Kölns Oberbürgermeister — äußerte in seiner Ansprache die Überzeugung, daß Köln in seiner alten Eigenart aus Trümmern wieder erstehen werde. Kurz notiert 5442 Deutsche haben bisher innerhalb des 1948 begonnenen Austauschprogramms des amerikanischen Hohen Kommissariats die Vereinigten Staaten besucht. 12 französische und 33 deutsche Kinder, deren Eltern in Frankreich arbeiten, sind zu einem deutsch—französischen Kinderlager in die Bundesrepublik abgereist. Nachdem die Volkspolizei am Montagmorgen von den 51 Postwagen des Interzonen- Postzuges 30 von Marienborn nach Berlin zurückgeschickt hatte, warten in Westberlin jetzt schon über 100 000 für das Bundesgebiet bestimmte Pakete auf den Abtransport. Der für eine Neutralisierung Deutschlands eintretende Nauheimer Kreis will sich nach einer Mitteilung seines Gründers, Prof. Noack, als Partei konstituieren. Die ersten vier Erfindermedaillen wurden auf einem ErfinderkongreB in Nürnberg verliehen, wo zur Zeit die 13. Erfinder- und Neuheiten-Ausstellung stattfindet. Auf einer Vertriebenen-Kundgebung in Lndwigsbnrg wurde bekanntgegeben, daß die Gründung eines gesamtdeutschen Bundes der Heimatvertriebenen geplant ist. Vier Deutsche, die wegen Kriegsverbrechen in DSnemark verurteilt worden waren nnd inzwischen die Hälfte ihrer Strafen verbüßt haben, sind ans den Gefängnissen entlassen und ans Dänemark ansgewiesen worden. Auf der Zeche „Adolf von Hannsemann“ in Dortmund-Mengede verunglückten drei Bergleute tödlich, als das Seil eines Abtäufkübels brach. Die Bergleute stürzten 80 Meter in die Tiefe. Sechs Wege zur Südwest-Regelung Abstimmung oder Einigung — Vier, drei oder zwei Abstimmungsbezirke — Audi Landtagsneuwahlen ? BONN. (Eigenbericht). Die einstweilige Anordnung des Bundesverfassungsgerichts, den Termin der Abstimmung über die Neugliederung der südwestdeutschen Länder zu verschieben, wird von allen beteiligten Kreisen als verbindlich anerkannt. Fest steht zunächst, daß es zu einer auf den 2. Oktober festgesetzten mündlichen Verhandlung vor dem Verfassungsgerichtshof in Karlsruhe über die Gültigkeit oder Ungültigkeit der von Baden angegriffenen Neugliederungsgesetze kommen wird. Es ist schwer zu sagen, wie das Gericht entscheiden wird, zumal auch über die Verfassungsmäßigkeit des sogenannten „Blitzgesetzes“, das die Wahl- Periode der Landtage von Baden und Württemberg - Hohenzollem verlängerte, verhandelt werden muß. Im einzelnen stehen nach Meinung politischer Kreise jetzt folgende Möglichkeiten zur Erörterung: 1. Das Verfassungsgericht anerkennt die Rechtmäßigkeit rer Neugliederungsge- eetze, so daß eine Abstimmung mit den bisherigen Fragen und nach dem vorgesehenen Modus in vier Abstimmungsbe- zirken zu einem neuen Termin stattfindet. 2. Die bisher erlassenen Gesetze werden, wie das Gericht es bereits angedeutet hat, dadurch gegenstandslos, daß sich die beteiligten Länder gütlich einigen. Staatspräsident Wohieb hat in einer Pressebe- sprechung die Möglichkeit einer Einigung bejaht, glaubt jedoch nicht, daß sie ohne Volksabstimmung zustandekomme. zustande und lehnt der Bundesverfassung sgerichtshof die bereits erlassenen Neugliederungsgesetze als verfassungswidrig ab, dann müßte der Bundestag ein neues Gesetz erlassen. 4. Dabei taucht von neuem die Möglichkeit auf, daß in den alten Ländern Baden und Württemberg, also in zwei Bezirken statt jetzt in vier, abgestimmt und durchgezählt wird. 5. Besteht die andere Möglichkeit, daß nach dem jetzigen Status in den drei bestehenden neuen Ländern, also in Württemberg-Baden, Baden und Württemberg- Hohenzollem, d. h. in drei Stimmbezirken, die Volksbefragung durchgeführt wird. 6. Sollte das „Blitzgesetz“ für verfassungswidrig erklärt werden, dann müßten unter Umständen vorher die Landtage von Baden und Württemberg neu gewählt werden, da ihre Wahlperiode nach den Länderverfassungen im Frühjahr dieses Jahres abgelaufen war. Das Bundesgericht weist bei der Begründung der „einstweiligen Anordnung“ ausdrücklich darauf hin, daß die Entscheidung der Hauptfrage, also der Klage gegen das „Blitzgesetz“ des Bundestages über die Verlängerung der Legislaturperiode der beiden Landtage schwierige Grundprobleme der verfassungsmäßigen Ordnung der Bundesrepublik aufwerfe, die einer sehr eingehenden Prüfung bedürfen. Das Gericht begründet seine einstwe 1 - lige Anordnung ferner mit der Feststel3. Kommt eine gütliche Einigung nicht I lung, bei den Beratungen im Bundestag Das Nein der SPD zum Verteidigungsplan Eine Entschließung des Parteivorstandes — Schumanplan erneut abgelehnt BONN. (W.-Eigenbericht.) Die Sozialdemokratische Partei verkündete am Wochenende in Bonn ihr Nein zum Verteidigungsbeitrag und zum Schumam - Plan. Nach zweitägigen Beratungen des Parteivorstandes und des Parteiausschusses wurde diie Politik der Parteiführung gebilligt. In einer Entschließung wurde erklärt: „Wie der Schuman-lPlan die wirtschaftlichen Grundlagen des deutschen Volkes unter Vorspiegelung europäischer Ziele der Verfügungsgewalt fremder Nationen für 50 Jahre unterstellt, bringt der Pleven-Plan deutsche Menschen einseitig unter fremde Kommandogewalt. Von einer Gemeinsamkeit äim Kampf um die Freiheit ist in dieser Politik nichts zu spüren. Der Bundesregierung wird in der Entschließung vorgeworfen, ihre Wirtschaftsund Außenpolitik sei durch eine Kette von Mißerfolgen gekennzeichnet, und in der Frage der deutschen Einheit und im Saanproblem habe sie sich „völlig passiv“ verhalten. In einem Referat hatte Dr. Schumacher auf der Tagung den Schumanplan als eine „Fortsetzung der Reparationen mit anderen Mitteln“ bezeichnet. In der Entschließung wurde den Alliierten wie auch der Bundesregierung vorgeworfen, ihre Deutschlandpolitik habe dazu geführt, daß Europa und Deutschland weder politisch noch sozial die nötige Stärke für die Auseinandersetzung mit dem totalitären Osten erreicht hätten. Die extremen Gruppierungen seien durch diese Politik begünstigt worden. „Die Sozialdemokratische Partei hat wieder einmal die Aufgabe, den radikalen Ansturm abeuwehren, des- Ein Fischkutter fing in der mittleren Nordsee einen 4,40 Meter langen Fuchshai. Der Fisch wog 340 Pfund. Fuchshaie treten sonst vorwiegend im mittleren und südlichen Atlantik auf. Am 20. September wird die ägyptische Regierung die einseitige Aufkündigung des anglo-ägyptischen Vertrages von 1936 aus- sprechen. 8 Milliarden Dollar sollen für die Entwicklung afrikanischer Gebiete südlich der Wüste Sahara aufgewendet werden. Davon werden nach Vorschlägen der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit Europas (OEEC) fünf Milliarden Dollar der öffentlichen und 3 Milliarden Dollar der Privatwirtschaft zufließen. Der Sender „Freies Europa“ ließ in der vergangenen Woche wieder 5000 Luftballone mit Flugblättern in die Tschechoslowakei fliegen, anf denen das tschechische Volk zum Ansbalten aufgefordert wird. Der große Ölbrand in Avonmouth (England) wurde gelöscht, nachdem 500 Feuerwehrleute und Soldaten 31 Stunden lang gegen die Flammen gekämpft hatten. Ein amerikanisches Wettererkundungs-Flug- zeug ist 300 Kilometer von der Ostküste Grönlands abgestürzt. Zur Bergung der Flieger sind Suchflugzeuge eingesetzt. Ein Fährdampfer, mit dem britische Gewerkschaftler eine Vergnügungsfahrt unternahmen, kollidierte mit dem britischen Schlachtschiff „Duce of Volk“. Etwa 50 Gewerkschaftler wurden zum Teil schwer verletzt. Eine Grazer Radiofirma hat damit begonnen Trauungsfeierlichkeiten auf Tonband anfzunehmen, damit die Eheleute sich dieser Zeremonie an Hand eines Tonalbums erinnern können. sen objektive Voraussetzungen gegen ihren Willen von anderen Faktoren geschaffen worden sind.“ Clay: Kampf dem Kommunismus NEW YORK. Der frühere amerikanische Militärgouvemeur in Deutschland, General Clay, rief das amerikanische Volk auf, für den Kampf gegen den Kommunismus 3,5 Millionen Dollar zu spenden. Das Geld werde von der Vereinigung „Kreuzzug für die Freiheit“ zum Bau zweier Rundfunksender benötigt. Die beiden Sender sollen zur propagandistischen Bearbeitung Polens und Ungarns dienen. und im Bundesrat sei zum Ausdruck gekommen, daß der Gesetzgeber den Beteiligten von vornherein die Möglichkeit lassen wollte, rechtzeitig vor dem Abstim- mungstag eine Entscheidung des Verfassungsgerichts in der Südweststaatfrage herbeiauführen. Das Bundesverfassungsgericht ist der Auffassung, daß ein verfassungsrechtlich umstrittenes Gesetz als Grundlage einer Abstimmung die Stimmberechtigten verwirren und damit das Ergebnis möglicherweise verfälschen würde. Gemeinschaft Stuttgart-Tübingen STUTTGART. Die württembergisch-ba- dische Regierung beschloß, mit der Regierung von Württemberg-Hohenzollern enge Fühlung zu halten. Die staatsrechtlichen und politischen Gesichtspunkte für die Gültigkeit des zweiten Neugliederungsgesetzes sollen in der mündlichen Verhandlung des Bundesverfassungsgerichts von beiden Ländern gemeinsam vertreten werden. Propaganda-Pause STUTTGART. Die Arbeitsgemeinschaft für die Vereinigung Baden-Württemberg und die Arbeitsgemeinschaft der Badener beschlossen, sofort nach Bekanntwerden der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts ihre Propagandaaktion für die Abstimmung zunächst einzustellen. Vereidigung der Verfassungsrichter BONN. Die Richter des Bundesverfassungsgerichts wurden am Freitagabend vom Bundespräsidenten Dr. Theodor Heuß vereidigt. In der im Gesetz über das Bundesverfassungsgericht vorgeschriebenen Eidesformel schwören die Verfassungsrichter, daß sie als gerechte Richter allezeit das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland getreulich wahren und ihre richterlichen Pflichten gegenüber jedermann gewissenhaft erfüllen werden. Neues französisches Schulgesetz PARIS. Die französische Nationalversammlung nahm die umstrittene Schulvorlage mit 322 gegen 251 Stimmen an. Um das neue Gesetz, das eine Unterstützung der privaten katholischen Schulen vorsieht, war 13 Tage in der französischen Nationalversammlung heiß gekämpft worden. Mehrfach drohte es dabei zu einem Sturz der Regierung Pleven zu kommen. Die Gewerkschaften im Staat Adenauer: Mitverantwortung nötig — Verständigung über Nationalhymne? BONIN. Bundeskanzler Dr. Adenauer erklärte, daß die Bundesrepublik noch im Laufe dieses Jahres ihre Souveränität und umfassende politische Freiheiten erhalten werde. Auf der Viermächtekonferenz, auf der die neuen deutsch - alliierten Abmachungen endgültig verbrieft werden sollten, werde auch die Bundesregierung vertreten sein. Der (Bundeskanzler sprach vor der CDU/ OSU-Fraktion. Er betonte zur Innenpolitik, daß eine 'Mitarbeit der Gewerkschaften im Staate nötig sei. „Die Bundesregierung kann an einer Millionenorganisation nicht einfach vorübergehen.“ Es sei unbedingt notwendig, die Gewerkschaften an der Verantwortung zu beteiligen. Die Gewerkschaftler seien aus echter Sorge um den sozialen und wirtschaftlichen Wohlstand der breiten Massen zu ihm gekommen. Verschiedene Aeußerungen hätten bei den Gewerkschaften und den Arbeitnehmern Unruhe ausgelöst „Es ist die Pflicht des Bundeskanzlers, mit den Vertretern der Arbeitnehmerschaft zu verhandeln.“ Mit den Gewerkschaften sei auch über eine künftige deutsche Nationalhymne gesprochen worden. Die DGB-Vertreter hätten sich dabei nicht gegen die Einführung der dritten Strophe des Deutschlandliedes ausgesprochen. Schwieriger Arbeitsfrieden KÖLN. Der Vorsitzende der Bundes Vereinigung deutscher Arbeitgeberverbände, Dr. Walter Raymond, hat am Montag dem DGB-Vorsitzenden Christian Fette in einem offenen Brief eine erneute Besprechung der beiden Sozialpartner vorgeschlagen, damit angesichts des bevorstehenden harten Winters alles getan wird, um den Frieden in der Wirtschaft zu sichern. Der DGB-Bundesvorstand hat beschlossen, die Besprechungen mit den Arbeitgeberverbänden nicht fortzusetzen, bis die Lohnkämpfe in Hessen beendet sind. Streikposten in Hessen verdoppelt AEG-Direktor wurde niedergeschlagen — Weitere Ausdehnung des Ausstandes FRANKFURT. Die Bezirksleitung der Industriegewerkschaft Metall in Hessen hat gestern die Streikleitungen angewiesen, die Streikposten vor den streikenden Werken in Frankfurt, Darmstadt, Offenbach, Hanau, Kassel und Rüseelsheim zu verdoppeln. Diese Anordnung ist die Antwort auf ein Inserat des Arbeitgeberverbandes in den hessischen Zeitungen, das mit der Aufforderung schließt: „Ab Montag wird wieder voll gearbeitet“. Bezirksleiter Hans Eick nannte dieses Inserat ein „Täuschungsmanöver“. Bei den Opel-Werken in Rüsselsheim war es Arbeitewilligen unmöglich, ihre Arbeitsstelle zu betreten, da Streikposten acht bis zehn Reihen tief gestaffelt die Werktore versperrten. Die Notetandsarbed- ten konnten erst gegen Mittag aufgenommen werden, weil die Streikleitung neue Passierscheine dafür ausgegegen hatte. Ueber eine Ausdehnung des Streiks auf das gesamte nordhessische Gebiet soll in den nächsten Tagen beschlossen werden. Gestern traten wieder 4000 Arbeitnehmer neu in den Ausstand, darunter auch erstmalig in Betrieben außerhalb Kassels. Im Kasseler Allgemeinen Elektrizitäts- wer (AEiG) kam es zu einem Zwischenfall, als ein AEG-Direktor vor dem Fabriktor von Streikposten aufgehalten und nach einem kurzen Wortwechsel niedergeschlagen wurde. Nach seiner Darstellung wurde er von der Menge mit Fußtritten und Faustschlägen bearbeitet. Erst durch das Eingreifen eines Mitglieds der Betriebsführung sei er aus seiner Lage befreit worden. Von der Gewerkschaft wurde der Vorfall sehr bedauert und darauf hingewiesen., daß der Betroffene, da er sich nicht als Direktor der AEG zu erkennen gab, als vermeintlicher Streikbrecher von der sehr erregten Menge angegriffen worden sei. Der Arbeitgeberverband der hessischen Metallindustrie hat gestern den Entwurf der hessischen Landesregierung zu einer neuen Schlichtungsverordnung abgelehnt. In einem Schreiben an das hessische Ministerium für Arbeit, Wirtschaft und Landwirtschaft betont der Verband, daß die Bundesregierung der Arbeitgeberverbände und der Deutsche Gewerkschaftsbund bereits vor Monaten in Hattenheim ein freiwilliges Schlichtungsverfahren einem staatlichen vorgezogen hätten. Keine Verlierer Von Alfred Gerigk Verblüffung mag der erste Eindruck gewesen sein, der bei dem einzelnen Bürger entstand, als er am Sonntagabend aus dem Rundfunk die Nachricht hörte: Südwest- Abstimmung ausgesetzt. Am Samstag noch Versammlungen mit stürmischen Beschwörungsworten der Redner. Flugblätter flogen in die Haushalte. Von den Anschlagsäulen leuchteten Plakate. Und nun soll das alles vergebliche politische Mühe gewesen sein und wenn es zur Abstimmung kommt, muß alles noch einmal beginnen. Etwas dramatisch spielen sich in Deutschland ja wirklich immer die Dinge ab. Dicker Nebel verzögerte die Ankunft des Flugzeuges, das den Bundespräsidenten zur Vereidigung der Richter von Berlin nach Bonn zurückbringen sollte. Vereidigung erst in später Abendstunde mit anschließender mitternächtlicher Aussprache zwischen Bundespräsident und Bundesrichter. Und dann, nach den Blitzgesetzen, die rund um die Südweststaat-Frage die Gemüter bewegten, eine Blitzentscheidung dieses Verfassungsgerichtes: Eben der Aufschub der sonst in einer Woche fälligen Abstimmung. Leidenschaftliche Momente waren in diese letzten Abstimmungs-Vorkämpfe hineingekommen. Da verglich ein Redner den Washington-Konferenz begann WASHINGTON. (Eigenbericht) Um 20 Uhr mitteleuropäischer Zeit hat gestern die Konferenz der Außenminister der USA, Englands und Frankreichs begonnen, die entscheidende Richtlinien über die Verträge für die Wiederherstellung der deutschen Souveränität, über die stärkere Eingliederung Italiens in die europäische Aufrüstung und die Regelung der mitteleuropäischen und fernöstlichen Probleme bringen soll. Die drei Außenminister trafen am Sonntag von San Franzdsko aiuf dem Luftweg in Washington ein. Sie hatten im Lauf dies Sonntags und Montags Vorbesprechungen mit ihren Sachverständigen für Deutschland und Mitteleuropa, um sich über die Vorbereitungen zur Formulierung der Verträge zu unterrichten. Staatspräsidenten Wohieb mit dem vergangenen Adolf Hitler. Da holte die Gegenseite sich den früheren bayerischen Kultusminister Hundhammer als Kronzeugen für ihre Auffassung heran, so lebhaft auch um ihn und seine Politik die Auseinandersetzungen in ganz Deutschland gewesen waren. Da proklamierten die einen die Bildung eines Südwestblocks gegen Bayern und beschworen eine Art neuen „Preußen-Komplex“ mit der Darstellung herauf, Bayern hätte sich einer Anzahl von Bundesministerien „bemächtigt“, weil diese Ministerien von bayerischen Staatsbürgern geleitet werden. Und die anderen sahen in der Absicht einer „Südwest- Blockbildung gegen Bayern“ einen „zentralistischen Geist“. Auf diesen Kampf der Leidenschaften wirkt die erste Entscheidung des Verfassungsgerichtes wie eine plötzliche Abkühlung. Vielleicht ist das der tiefere Sinn der Verfassungsbestimmung, die dieses Gericht schuf. In vielen modernen Demokratien besteht das Bestreben, Machtentscheidungen durch Rechtsentscheidungen zu ersetzen, und die Entscheidung selbst damit aus der Atmosphäre der Leidenschaft herauszulösen. Auch in den USA ist der oberste Richter über die Gesetzgebung nicht eine politische Instanz, sondern eine rechtliche, das Oberste Bundesgericht. Die Begründung dafür ist auch für Deutschland nicht uninteressant: „Die Einzelstaaten“, so heißt es in einer Begründung, „neigten dazu, ihr Augenmerk mehr auf ihre eigenen Interessen als auf eine nationale Politik zu richten“. So mußte ein oberster Schiedsrichter gefunden werden. Auch die politischen Instanzen, die die Verfassung der Deutschen Bundesrepublik schufen, haben sich etwas dabei gedacht, als sie sich mit dem Bundesverfassungsgericht selbst einen obersten Korrektor ihrer Entscheidungen verordneten. Tatsächlich hat der Bundestag in der letzten Zeit manches Gesetz herausgebracht, dessen Korrekturbedürftigkeit sich gleich nachher herausstellte. Das war einmal so mitten in der Beratung über die Einkommensteuer. Das ereignete sich ein zweites- mal, als das Strafgestz gegen Hoch- und Landesverrat manche allzu elastischen Kautschukbestimmungen aufwies. Ganz abgesehen von dem besonderen Fall des Südweststaat-Problems ergibt sich aus solchen Vorgängen, daß die Gesetzgebungsinstanzen bedachtsamer arbeiten sollten, wenn sie sich nicht immer wieder der Gefahr von Korrekturen aussetzen wollen Demokratie kostet nun einmal Zeit — aber Diktatur kostet viel mehr: Von den unkontrollierten Ausgaben bis zu jener un- kontrollierbaren Willkür, die einen Gö- ring das Wort prägen ließ: „Ich bin stolz darauf, daß ich nicht weiß, wag Gerechtigkeit ist.“ Der erste Präsident des Verfas- Hi i Dienstag, li. September 1951 sungsgerichtshofes hat dem ein anderes Wort gegenüber gestellt: Daß der Staat nur dann ein Rechtsstaat sein kann, wenn der Gesetzgeber selbst sich dem Gebot der Gerechtigkeit unterwirft. In alten Demokratien ist es Brauch, daß der Unterlegene nach vollzogener Entscheidung den Sieger beglückwünscht. In diesem Falle gibt es vorläufig gar nicht Sieger und Besiegte, denn das Verfassungsgericht hat nur über den Zeitpunkt eine vorläufige Entscheidung getroffen — über den Südweststaat oder die alten Länder ist nichts entschie- Japan wieder eine Du Ergebnis des San Franzisko-Friedens SAN FRANZISKO. „Von diesem Augenblick an haben sich, im Fernen Osten die Machtverhältndsse verschoben: Die japanisch-amerikanische Gemeinschaft ist zur Vormacht im Fernen Osten geworden und die Periode in der die sowjetisch-chinesische Gemeinschaft den Ton angab, ist dort zu Ende“. Mit dieser Feststellung des Londoner „Observer“ ist ausgedrückt, was die Konferenz-Teilnehmer empfanden, als der Japan-Friedensvertrag von 49 Staaten — nur die Sowjetunion, Polen und die Tschechoslowakei unterschrieben nicht — am Samstagvormittag unterzeichnet war. „Japan wird wiederum eine aktive Großmacht und sein Bündnis mit Amerika vergrößert diese Macht in mancher Hinsicht. Das wird auch seine Rückwirkung auf Korea haben“, schließt das britische' Blatt. Dieses Bündnis kommt in einem Sicherheitspakt zum Ausdruck, den Japan und die USA unterzeichnet haben: Japan ist von jetzt an kein besetztes Land mehr, der Sicherheitspakt gestattet den USA lediglich, Land-, Luft- und Seestreitkräfte zu stationieren, die den Frieden aufrecht erhalten und Japan gegen einen Angriff von außen schützen sollen. Auf ausdrückliches Ersuchen der japani,sehen Regierung sind diese USA-Streitkräfte auch verpflichtet, gegen Unruhen einzugreifen. Die veränderte Situation zeigte sich, als im Konferenzsaal die japanische Flagge hochgting und der USA-Außenminister Acheson die japanische Delegation zum erstenmal mit der Wendung „Unsere japanischen Freunde...” ansprach. Zwischenfälle waren vorangegangen, scharfe Wortgefechte zwischen Acheson und Gromyko und einmal ein Ausmarsch der drei Ostblock-Delegationen, die aber nach sechs Minuten unter ironischem Beifall in den Saal zurückkehrten. Gromykos Pressekonferenz unmittelbar vor der Unterzeichnung brachte drohende Worte: Der Japan-Friede-Vertrag sei „ein Vertrag zur Vorbereitung eines neuen Krieges.“ Abreise in zwei Richtungen SAN FRANZISCO. Die Außenminister der USA, Englands und Frankreichs flogen am Sonntag nach Washington, um ihre für Montag angesetzte Konferenz über die WETTERVORHERSAGE des Amtlichen Landeswetterdienstes Hin mächtiges Hochdruckgebiet erstreckt sich von Skandinavien bis nach Mitteleuropa. Beii nur sehr langsamer Ostverlagerung bleibt sein Einfluß auf unser Wetter vorherrschend, während die atlantischen Störungen vom Kontinent ferngehalten werden. Das beständige Spätsommer- wetter wird daher weiterhin anhalten. Aussichten bis Dienstagabend: In den Früh- und Vormittagsstunden vielfach Boden- und Hochnebel, sonst meist heiter und trocken. Um Mittag sommerlich warm mit Höchsttemperaturen um 25 Grad, nachts kaum untex 15 Grad. Schwache Winde aus Ost bis Süd. SUDKURIER Verantwortlich für Politik: Konrad Gunst. Nach, richtecdienst: Graf Ludwig Douglas- Wirtschaft: Dr. Gustav Adolf Groß. Feuilleton: Ludwig Emanuei Reindl. Heimat: Alois Bede, Herbert Steinert. Sport: Alfred Strobel. Chef vom Dienst: Helmut Jacobsen. Verlag: Südkurier GmbH., Konstanz, Marktstätte 4. Druck: Druckerei und Verlagsanstalt Konstanz GmbH. 100 DM Zürich: 10. 9. 86/88 sfr; 8. 9. 86/88 sfr. den. Um so mehr sollten alle Beteiligten bei diesem Anlaß den Brauch einführen, daß sie die Entscheidungen von ihnen selbst geschaffenen obersten Bundes-In- Btanzen anerkennen, auch wenn sie unbequem sind. Dann wird das Gefühl der Verblüffung, das den Bürger bei der jetzigen Entscheidung zunächst erfassen mußte, bald einem für den Staat unendlich wichtigen Gefühl Platz machen — dem Gefühl der Sicherheit, daß eine oberste Instanz der Bundesrepublik über den Gegensätzen der Interessen steht. aktive Großmacht — Gromyko: Nur Kriegsvorbereitung deutschen und allgemeinen europäischen Fragen zu beginnen. Zwei Stunden später fuhr Gromyko nach New York, um von dort in die Sowjetunion zurückzurei- een. Tokio - Bonn SAN FRANZISCO. Der japanische Ministerpräsident Yoshida kündigte nach der Friedens-Unterzeichnung baldige Entsendung eines japanischen Botschafters in die deutsche Bundeshauptstadt an. Japan betrachte Deutschland immer noch als befreundete Nation, mit der die guten alten Beziehungen zum beiderseitigen Vorteil bald erneuert werden sollen. Soldatenverband gegründet BONN. Vertreter maßgebender deutscher Soldatenbünde und Traditionskorps gründeten in Bonn den „Verband deutscher Soldatein“. Der bisherige Bund ver- sorgungsberechtiigter Wehrmachtsangehöriger und der Schutzbund deutscher Soldaten werden in diesem neuen Verband anfgehen. Der Stahlhelm bejaht die Zielsetzung des neuen Verbandes und hat sich bereit erklärt, mit Ihm eng zusammen zu arbeiten. Von den Traditionskorps waren das ehemalige Panverkorps Großdeutschland, die Fallschirmjäger und das Afrikakonps an der Gründung beteiligt. Zum vorläufigen Vorsitzenden des Verbandes wurde Generaloberst i. D. Frießner gewählt. Einem vorläufigen Präsidium gehören 24 frühere Soldaten aller Dienstgrade und Wehrmachtsteile an. Darunter SÜDKURIER sind die Generale a. D. Cruewell, Gille, Hauser, Guderian, Hansen, Ramcke, Krakau, Student, von Manteuifel, Stumpf, Herr und Henschke. „Ohne soldatischen Geist" BONN. Der SPD-Vorsitzende Dr. Kurt Schumacher bejahte in Bonn das Recht der ehemaligen deutschen Soldaten, sich zur Vertretung ihrer Versorgungsansprüche, allgemeiner sozialer und wirtschaftlicher Interessen und zur Kameradschaftspflege zusammenzuschließen. Er wandte sich jedoch scharf gegen Zusammenschlüsse politischen Charakters dieser Art. Ein „soldatischer Geist“ habe im politischen Leben Deutschlands keinen demokratischen Platz. Dr. Schumacher sagte, es sei unmöglich, dem deutschen als dem einzigen Soldaten der Welt das Tragen von Tapferkeitsauszeichnungen zu verbieten. Das Soldatsein sei nicht als Bekenntnis zum Hitlerstaat zu werten, sondern liege außerhalb dieses Systems und seiner Taten. „Alte Kameraden" - International BERLIN. Die Kapellen von vier Nationen — eine amerikanische, britische und französische Militärkapelle und das große Orchester des nordwestdeutschen Rundfunks Berlin — spielten auf dem Berliner „Tag der Sensationen“ im Olympia-Stadion gemeinsam den Marsch „Alte Kameraden“. Rund 100 000 Besucher dieser von den Berliner Festwochen festgesetzten Veranstaltung spendeten so begeistert Beifall, daß der Marsch noch einmal wiederholt werden mußte. Aktive Verständigung LOCARNO. In Locarno begann die Internationale Bürgermeister-Union für die deutsch - französische Verständigung Durch einstimmige Annahme hat sich die Union Statuten gegeben. In Zukunft werden dadurch weit bessere Möglichkeiten der Zusammenarbeit der Stadtoberhäupter Deutschlands und Frankreichs vorhanden sein. Auf dem Kongreß wurden zahlreiche Vorschläge zur Intensivierung der Städte- Zusammenarbeit zu beiden Seiten des Rheins besprochen — so etwa die Anregung, den Rundfunk beider Länder für eine Sendung „Wir rufen die Jugend“ zu interessieren, sowie deutsch-französische Hausfrauen-Gespräche durchzuführen. Westberlin will S-Bahn boykottieren Als Antwort auf den sowjetzonalen Straßenzoll Gebt unsere Brüder zurück 3000 Heimkehrer demonstrierten in Bonn — Viezekanzler Blücher sprach BONN. Dreitausend Heimkehrer aus allen Teilen des Bundesgebietes demonstrierten am Sonntag in einem Schweigemarsch durch die Straßen Bonns gegen das Zurückihalten ehemaliger deutscher Soldaten und Zivilintermierter. Unter den Manschteiilnehmem, die aus Anlaß des ersten deutschen Heimkehrertreffens in Bonn waren, befanden sich annähernd eintausend Frauen. In der Ansprache vor dem Kriegerehrenmal klang immer wieder der Ruf durch: „Gebt uns unsere Brüder wieder“. Auf einer Festsitzung im Bundeshaus nannte der Venbandsvorsitzende August Fischer als Ziele des Verbandes die Arbeit für die Rückkehr der noch festgehaltenen Gefangenen, Hilfe für ihre Angehörigen und die Sorge um einen Arbeitsplatz für die Heimkehrer. Fischer forderte eine Entschädigung für die Arbeit in der Gefangenschaft als „echte' Reparationsleistung für das ganze deutsche Volk“, die auf fünf Millionen Anbei tsjahre oder fünf Milliarden Mark geschätzt werden könne, Vizekanzler Blücher stallte fest, daß die überwiegende Mehrzahl der deutschen Politiker niemals eine diskriminierende Haltung gegenüber den Soldaten eingenommen habe. Der Eid könne nicht als frei von allen sittlichen Bindungen betrachtet werden. Der Eid sei nur zu verstehen, wenn er sich auf das beziehe, was sittlich gut ist. Es sei eine menschliche Tragödie, wie das heiligste Gelöbnis mißbraucht worden sei und „dm Zusammenhang mit den sittlichen Halden vom 20. Juli“, rief Blücher sichtlich erregt, „sahen sie dien Opfergang auf beiden Seiten“. Zu dem Sprecher aus dem Saargebiet gewandt, der wiederholt von Deutschen, Saarländern und Franzosen gesprochen hatte, sagte Blücher unter Beifall: „Wir geben den Anspruch auf das bestehende Recht nicht auf, wonach eich das Saargebiet rechtlich auch heute innerhalb der Grenzen des deutschen Reichs von 1937 befindet“. Der Nachfolger des deutschen Reiches sei die Bundesrepublik. Appell Adenauers BONN. Bundeskanzler Dr. Adenauer richtete im Namen der Bundesregierung erneut die Forderung an die in Frage kommenden Mächte, die noch festgehaltenen deutschen Kriegsgefangenen freizulassen. Die Bundesregierung wünscht, daß die Frage der deutschen Kriegsgefangenen und Zivilintemierten endlich im Geiste der Menschlichkeit und Versöhnlichkeit gelöst. Die Bundesregierung ruft alle Behörden und Dienststellen sowie auch die private Wirtschaft auf, den schwergeprüften Heimkehrern nicht nur bei der Beschaffung eines Arbeitsplatzes entgegenzukom- men, sondern ihnen vor allem den beruflichen Aufstieg nach Möglichkeit zu erleichtern BERLIN. (G.-Eigenbericht). In Berliner politischen Kreisen wartet man gespannt auf das Ergebnis der alliierten Verhandlungen über den von der ostzonalen Volkspolizei willkürlich angeordneten Straßenzoll. Die maßgebenden Persönlichkeiten sind sich klar darüber, daß der Westen in diesem Fall verhältnismäßig wenig Trümpfe in der Hand hat. So sind beispielsweise alliierte Militärs der Ansicht, daß die Errichtung einer Luftbrücke im gegenwärtigen Zeitpunkt einige Schwierigkeiten bereiten würde, weil nach dem Scheitern der Kaesong-Verhandlungen mit einem Aufflackem des Korea-Krieges gerechnet werden muß. Außerdem scheint die westliche Ankündigung, daß man die Interzonen-Handels- gespräche nicht unter dem Druck des Straßenzölls fortsetzen wird, keinen allzu tiefen Eindruck auf östlicher Seite hinterlassen zu haben. Es wird angenommen, daß die sowjetdeutsche Regierung sich auf russischen Befehl darauf vorbereitet, längere Zeit ohne legalen Ost-West- Handel auszukommen. Ein Boykott der Berliner S-Bahn, die unter russischer Kontrolle steht, wird deshalb von unterrichteten Kreisen als einziges wirksames Mittel gegen die östliche Straßen-Zoll-Aktion angesehen. Eine lokale Sonderaktion des Bezirkes Kreuzberg, der für alle sowjetsektoralen Fahrzeuge zuletzt ebenfalls die Straßensteuer erhob, hat gezeigt, daß die sowjetdeutschen Stellen jede andere Art von Gegenmaßnahmen mit neuen Schikanen (in diesem Fall waren es Auto-Beschlagnahmen) beantworten. Ein Boykott der S- Bahn würde die sowjetzonalen Stellen, die hohe Westmarkeinnahmen aus der S-Bahn ziehen, finanziell empfindlich treffen. Es wird angenommen, daß die Breliner Bevölkerung einem Boykottaufruf sofort Folge leisten würde, weil sie in der sowjetdeutschen Straßenzoll-Anordnung, die dem Osten täglich etwa 48 000 DM einbringt, eine Bedrohung ihres Lebensstandards sieht. Wie aus ostzonalen Quellen verlautet, warten die Kommunisten auf Preissteigerungen in Westberlin als Folge des Straßenzolls, um eine neue Kampagne gegen die „westlichen Ausbeuter der Arbeiter“ starten zu können. Schwierigkeiten in Prag PRAG. Am Wochenende wurde in Prag eine Umorganisation in der kommunistischen Partei und die Bildung eines Staats- Kontroll-Ministeriums sowie die Schaffung von fünf speziellen Industrie-Ministerien bekannt gegeben. Der bisherige Generalsekretär der tschechoslowakischen KP Rudolf Slansky ist zum stellvertretenden Ministerpräsidenten des Landes ernannt worden. Der bisherige stellvertretende Ministerpräsident General Svaboda wurde von seinem Amte entbunden. Diese Umorganisation steht im Zeichen der angespannten Wirtschaftslage, in der sich die Tschechoslowakei befindet. Zum Teil können auch diese Maßnahmen als Nachwehen der großen Säuberung angesehen werden, deren Höhepunkte im Februar die Verhaftung des ehemaligen Außenministers Clementis war. Beantwortung unterbleibt TOKIO. Die Kommunisten erhoben am Montag erneut Beschwerde über eine angebliche Verletzung der neutralen Zone von Kaesong. Ein UN-Flugzeug habe die Stadt Kaesong mit Maschinengewehrfeuer belegt. Das UN-Oberkomtnando teilte mit, die letzten kommunistischen Anschuldigungen wegen angeblicher Verletzungen der neutralen Zone würden von jetzt ab nicht mehr beantwortet werden. Die sowjetische Nachrichtenagentur TASS dementierte die Berichte, daß sich Soldaten aus europäischen Ostblockstaaten in Korea befinden. Mossadeq stellt doch Ultimatum Keine Billigung 'des persischen Parlaments — Verstärkter Druck Englands TEHERAN. Ohne von der persischen Abgeordnetenkammer ein Vertrauensvotum erhalten zu haben, erklärte Ministerpräsident Mohammed Mossadeq, er werde Großbritannien das von ihm bereits angekündigte Ultimatum zur Wiederaufnahme der Erdölverhandlungen steQllen. Mossadeq sagte in der Kammer, wenn Großbritannien innerhalb von zwei Wochen nach Uebermittlung des Ultimatums die Verhandlungen nicht wieder aufnehme würden die noch in Abadan befindlichen 360 Erdöö'techniker aus Persien ausgewiesen werden: Die Abge- _ ordnetenkammer war beschlußunfähig, da die erforderliche Mindestzahl von 78 Abgeordneten nicht zusammengebracht worden war Der Ministerpräsident richtete scharfe Angriffe gegen die europäischen Staaten. Er sagte: „Alle europäischen Länder und insbesondere Großbritannien wollen den Osten ausbeuten.“ Seine Hand, die das Manuskript hielt, zitterte. Er sagte, daß er sich „sehr krank“ fühle. Der konservative Londoner „Sunday Dispatch“ schreibt,, Premierminister Attlee werde in den nächsten Tagen bekanntgeben, daß Großbritannien die Persien auf dem Gebiet der Sterling- und Dollarzahlungen gewährten! Erleichterungen nicht länger zugestehen kann. Die von dem Blatt erwartete Ankündigung Attlees werde „sofort zu einer finanziellen Krise Persiens und ' vielleicht zum Sturze Mossadeqs“ führen. — Der „Sunday Dispatch“ erklärt ferner, die Anglo Iranian Oil Company habe einen Betrag von fünf Millionen Pfund Sterling (etrwa 56 Millionen DM), der zum Bau von Arfoedterwohnungen in Persien verwendet werden sollte, gestrichen. Materialien im Werte von 20 Millionen Pfund Sterling (etwa 22S Millionen DM) würden nach den Erdölfeldern des Iraks und Kuwaits lumdirigiert werden. f v—\ Verlegenheit in Moskau Er hat große Sorgen. Seit Ober einer Stunde erzeugt Amerika ein geheimes Atomfiugzeug — und die Erfinder sind noch nicht hier) (Der Standpunkt) Woche der offenen Tür Warum stehen sie davor? Ist nicht Türe da und Tor? Kämen sie getrost herein! Sollten wohl empfangen sein! Diesen Vers schrieb Goethe unter die Ansicht seines Hauses am Frauenplan in Weimar. Das „Kämen sie getrost herein!“ war in seinem Fall gewiß nur liebenswert rhetorisch gemeint. Ernst gemeint sollte es überall da sein, wo heute noch Menschen infolge sozialer Not den Stätten fern bleiben, an denen das auf sie wartet, was wir Kultur nennen. In diesem Sinn ernst meint es zweifellos jetzt der Stadtrat in München, wenn er für die Kammerspiele, die ja ein städtisches Unternehmen sind, eine „Woche der offenen Tür“ (vom 1. bis 7. Oktober) ausschrieb, die Tausenden von Erwerbslosen, Studenten und Mitgliedern der Gewerkschaften Gelegenheit zum kostenlosen Besuch einer Aufführung von „Dantons Tod“ geben soll. Es handelt sich dabei um eine für die Arbeit der Kammerspiele besonders beispielhafte Inszenierung, die das Werk von Georg Büchner wieder mit tiefer Wirkung in unsere Zeit stellte. Die Studenten von heute, so ist die Meinung der Münchener Stadtväter, sind die Abonnenten von morgen. Und wahr ist es: die wirklich guten Theaterbesucher haben meist mit Stehplätzen angefangen. Man pflegt also den Nachwuchs für die Kasse, wenn man sich der Jugend annimmt. Aber davon abgesehen: die Erleichterung des Theaterbesuchs für Jugendliche und Unbemittelte hat noch eine viel tiefere Bedeutung. Sie ist ja nicht eine Geste des Theaters, sondern der Stadt München. Ais solche zeigt sie die Bereitschaft der Verantwortlichen, ein Problem zu sehen und anzufassen, das von größter Wichtigkeit ist. rite -TueenciUrhr-, „nrl pv-erce die Erwerbslosen und wirtschaftlich schlecht Gestellten lernen heute mehr und mehr, Theateraufführungen, Kunstausstellungen, Konzerte als etwas anzusehen, das für sie unzugänglich ist. Selbst bescheidene Eintrittspreise sind ja für eine Kasse, in der Pfennige sorgfältig gezählt werden müssen, eben Preise; Ausgaben, die überlegt und unter Umständen durch Einsparungen an anderem Ort hereingebracht werden müssen. Und der andere Ort? Nun, das ist in der Mehrzahl der Fälle eben der Mund, von dem auch der Stehplatz „abgespart“ werden muß. Dazu gehört nicht nur Idealismus. Es erfordert schon auch eine Art von Heroismus, dem geistigen Gewinn zuliebe den Riemen eng zu schnallen. Und auf die Dauer ist das nicht nur ungesund, sondern auch schwer erträglich. Da tritt an die Stelle der Freude an den musischen Dingen dann allzuleicht der Verdruß über das Vorrecht der Begüterten an ihnen; an die Stelle aber des Eifers, ihrer teilhaftig zu werden, setzt sich die Resignation und schließlich auch der endgültige und feindselige Verzicht. Solchen Fehlentwicklungen, die soziologisch gesehen, höchst bedenklich sind, gilt es mit allen Mitteln entgegenzuarbeiten. Die „Woche der offenen Tür“ in München ist unter den möglichen Mitteln ein ganz vortreffliches nicht zuletzt deswegen, weil ihr Name, glücklichst geprägt, ein ganzes Programm enthält. Sie sollte allenthalben ähnliche Veranstaltungen nach sich ziehen, allenthalben das Signal geben zum Aufstoßen alter Türen mit verrosteten Angeln. A u m e i s t er Klage gegen Kunst-„Sammler" Ein Prozeß um Jan Vermeers „Künstler ln seinem Atelier“ Graf Jaromir Czemin, Besitzer der Gemäldegalerie Czemin in Wien, und Schwager Schuschniggs, hat gegen den „Rechtsnachfolger Hitlers“, das ehemalige Deutsche Reich, einen Prozeß um Rückgabe des berühmten Bildes von Jan Vermeer „Der Künstler in seinem Atelier“ angestrengt, das 1937 einen Wert von zehn Millionen Friedensschilling repräsentierte und das er für 1,27 Millionen Reichsmark an Hitler verkauft hatte. Graf Czemin erklärt, daß er das Bild unter Druck weit unter Wert habe verkaufen müssen. Der Verkauf sei also — darauf stützt sich die Klage — nicht rechtsgültig. Angeblich sind Graf • Czemin für das Bild, das sich seit 1650 im I Besitz seiner Familie befand, vor dem I Kriege von dem damaligen amerikanischen I Staatssekretär Mellon eine Million Dollar geboten worden. Graf Czemin hatte 1938 eines Tages durch den bekannten Kunsthändler Weinmüller im Auftrag einer Münchner Kunsthandlung die Mitteilung erhalten, daß Hitler das Bild zu sehen wünsche. Die Kunsthandlung soll dann einen Kaufpreis von zwei Milli onen Mark vorgeschlagen, Hitler aber diesen Betrag als zu hoch abgelehnt haben. Darauf soll sich angeblich im Auftrag Görfogs ein Zigarettenfabrikant für das Bild interessiert haben und mit dem Kaufpreis einverstanden gewesen sein. Hitler habe aber den Verkauf verboten. Schließlich ist, wie Graf Czemin behauptet, der Kauf unter Druck zustande gekommen. Er habe, durch den Umstand, daß er Schwager Schuschniggs sei, einge- | schüchtert, nicht freien Willens seine Zu- i Stimmung gegeben. Nach dem Kriege wurde das Bild in \ einem Salzbergwerk bei Bad Aussee auf- | gefunden und später durch die amerikanl- j sehen Behörden der österreichischen Regierung übergeben. Zur Zeit befindet es sich in einer Wanderausstellung in den USA. I Das groteske an dem Prozeß ist, daß das ehemalige Deutsche Reich, gegen das Graf Czemin klagt, noch keinen Rechtsnachfolger hat, daß an seiner Stelle als Kurator ein Wiener Rechtsanwalt eingesetzt ist, und daß das Bild herrenlos sein würde, bis dieser Rechtsnachfolger gefunden ist, falls der Kurator den Prozeß gewinnen sollte. Chinesisch in Leipzig Aus Anlaß der Leipziger Herbstmesse wurde dieser Tage im Leipziger Opernhaus eine chinesische Oper in chinesischer Sprache von einer „chinesischen Kulturgruppe“ aufgeführt. Das Werk ist dem Klassenkampf gewidmet. Es wurde von volkschinesischen „Künstlerkollektiven“ verfaßt und vertont und trägt den deutschen Titel „Das weißhaarige Mädchen“. Als die Darbietung nach über vier Stunden mit dem Sieg der kommunistischen Partei und der blutigen Vergeltung der Bauern am Gutsherrn, seiner Familie und seinen Angehörigen endete, war das zunächst vollbesetzte Theater nur noch etwa zur Hälfte gefüllt. Und das ist noch viel, wenn es sich auch fast nur um SED und FDJ-Funktionäre handelte. Denn geht schon die chinesische Sprache europäischen Ohren hart ein, so bedarf chinesische Musik, statt daß sie Propaganda für irgendetwas machen könnte, selbst der einführenden Propaganda und Erläuterung. Ohne dieses gibt es für europäische Zuhörer nur eine Antwort mit Hebel: Kannitverstan! Ein Europäer von Rang Es stünde besser um Europa, wenn es mehr Europäer vom Rang des Gelehrten und Politikers Carl J. Burckhardt gäbe, der am 10. September sein 60. Lebensjahr vollendete. Der Lebensgang des Schweizers führte vom Studium der politischen Historie zum diplomatischen Dienst und dann wieder zurück zur Wissenschaft. Hinzu kamen klelnasiatische Expeditionen im Auftrag des Roten Kreuzes. Als er dann 1927 den Lehrstuhl für neuere Geschichte an der Züricher Universität übernahm, konnte eine Reihe von Arbeiten reifen, die dem gründlichen Forscher wie dem künstlerischen Gestalter zur hohen Ehre gereichten. Seine 1934 erschienene Monographie „Richelieu“ war ein Meisterwerk, das tiefen Einblick in das politische Bewegungsspiel jener Zeit und ihrer Hauptfiguren gibt. Dämon der modernen Staatsmacht konnte den Verfasser, der fest in der Welt abendländisch-christlicher Gesittung wurzelte, nicht beirren. Er hat diesem Dämon als Kommissar des Völkerbundes in Danzig und später als Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz und als schweizerischer Gesandter in Paris nach besten Kräften entgegenzuwirken versucht und ist bis heute in dieser echt europäischen Mission tätig. er. KULTURNACHRICHTEN Das Kammerspielhaus der städtischen Bühnen Freiburg, das augenblicklich renoviert wird, eröffnet die Spielzeit 1951/52 mit der Erstaufführung von Carl Zuckmayers „Barbara Blomberg“. Das Nürnberger Opernhaus, das bislang noch die amerikanische Be- safzungsmacht als Lichtspieltheater benutzte, wirfi jetzt seinem ursprünglichen Zweck wieder zur Verfügung sitehen, nachdem ein amerikanisches Großkino inzwischen in unmittelbarer Nähe des Opernhauses errichtet wurde. Das Lichtspielhaus, das 1200 Sitze hat und mit modernsten technischen Anlagen ausgestattet ist, soll „später“ dann in ein Schauspielhaus umgewandelt werden. Wolfgang Martin Schede, Überlingen, hat eine für Television bestimmte dramatische Arbeit, „Es war der Wind ..“ beendet. Das Werk wurde vom Nordwestdeutschen Rundfunk zur Uraufführung im Hamburger Femseh-Studio erworben. Dem Dichter Paul Claudel wurde von der französischen Regierung das Großkreuz der Ehrenlegion verliehen Diemtsig, 11. September 1961 SÜDKURIER Nr. 141 / Seite 3 In Hannover streikte die Kunstturn-Elite Deutsche Tummeisterschatten sahen den Schwanwälder Karl Fischer vom TV Neustadt als Zweiten im Zwölfkampf HF.4M.H0g.-Ber.) Drei deutsche Meister konnten aus der Hand von Niedersachsens Ministerpräsidenten Heinrich Kopf den silbernen Lorbeer des Bundespräsidenten HeuS am Abend der deutschen Turnmeisterschatten im Eilenriede-Stadion in Hannover in Empfang nehmen. München 1860 für die Verteidigung seines Meistertitels im Kampf um die deutsche Turn Vereinsmeisterschaft, die junge Begine Lorherg vom Tumklub Hannover für die Erringung des Titels im Neunkampf der Turnerinnen und der Vorjahrssieger Adalbert Dickhut im Zwölfkampf der Turner. Alles was im Vorjahr an allzu kritischen Stimmen anläßlich der Durchführung der Deutschen Turnmeisterschaften in Tübingen gesagt werden mußte, darf diesmal ungesagt bleiben! Hannover und die Führung des Deutschen Turnerbundes führten die deutschen Turnmeisterschaften vorbildlich durch! Es gab sogar vor gut 7000 Zuschauern einen schönen Publikumserfolg. Ja, es gelang sogar, den etwas komplizierten Verlauf der deutschen Tumvereinsmeistenschaft, zu dem bekanntlich aus jedem Verein vier Leichtathleten und Leichtathletinnen und vier Geräteturner und -turnerinnen antraten, den Zuschauern verständlich zu machen und ihnen etwas von der Größe und Spannung dieses Kampfes zu vermitteln. Der Vorjahrsmeister München 1860, der auf einige seiner besten Leichtathleten, darunter den Weitsprungmeister Gerd Luther, verzichten mußte, hatte schwer zu kämpfen, ehe er mit einem ganz knappen Vorsprung von 1,12 Punkten die ausgeglichene und mit hohem Kampfgeist antretende Mannschaft des Kölner Turnvereins von 1843 bezwingen konnte. Im Zwölfkampf der Turner kam es tatsächlich zu dem angekündigten „Streik" der deutschen Kunsttumer! Sie alle traten, mit Ausnahme des Vorjahrsmeisters, Adalbert Dickhut, nicht an, da die Führung des Deutschen Turnerbundes ihren zweifellos berechtigten Wunsch nach Einbeziehung der olympischen Pflichtübungen in die Pflichtübung für Hannover nicht stattgab. So hatte Adalbert Didchut leichtes Spiel. Mit sieben Punkten Vorsprung gelang ihm eine eindeutige und niemals gefährdete Wiederholung seines VorjahTSsieges. Der deutsche Junioren-meister dieses Jahres, Norbert Kiefer, vom ASV Landau verscherzte sieh den durchaus möglichen und bis zum letzten Gerät gehaltenen zweiten Platz dadurch, daß er beim Adler- Schwung am Reck zu steil ansetzte und einen Gegenschwung erhielt. So wurde Zweiter Karl FischeT vom TV Neustadt. Den vierten Platz belegte Wilhelm Mayer vom Turnverein Plochingen. ■Tm Zwölfkampf mit drei leichtathletischen Uebungen hatte Adalbert Dickhut keinen gleichwertigen Partner. Mit 6,32 m im Weitsprung und 46,01 m im Schleuderballwurf holte er sich schon dort den Vorsprung, der ihn nahezu ungefährdet in die Geräteübungen gehen ließ, in denen er schon nach den beiden erstem Geräten mit 4,65 Punkten in Führung lag. Ebenso eindeutig blieb auch der deutsche Juniorenmeister Norbert Kiefer (ASV Landau) auf dem zweiten Platz. Er zeigte, daß Ihm der Einbruch in die deutsche Spitzenklasse bereits geglückt ist. Vor rund 15 000 Zuschauern lieferten sich dann am Sonntag die zehn besten im Bodenturnen und am Reck hervorragende Leistunge, wobei Dickhut nicht sa schlagen war. Er bekam in seinen beiden letzten Uebungen jedesmal eine 10. Es waren die einzigen vollen Wertungen. Mit 143,20 Punkten hatte er einen Vorsprung, der schon bei der vorletztem Uebung zum Siege genügte. Ausgerechnet am letzten Gerät, dem Reck, schob «ich Fischer (jN-e-ucsfadt/Schwarzwald) noch auf den zweiten Platz, da der bis dahin an zweiter Stelle liegend« deutsche Juniorenmeister Kiefer (Landau) bei seiner Reckübung etwas Pech hatte und nur 8,9 Punkte bekam. Da Fischer am gleichen Gerät 9,6 erreichte, mußte Kiefer auf den dritten Platz zurückfallen. Fehlte dem Zwölfkampf durch die Überlegenheit vom Dickhut wirkliche Spannung, so wohnte diese um so mehr dem Neunkampf der Turnerinnen inne. Die besten deu'schen Geräteturner hetzten die nach den drei leichtathletischen Uebungen zu Beginn führende schlanke, junge Hannoveranerin Regina Lorberg von Uebung zu Uebung. Fast schien ihr Sieg noch am letzten Gerät zu scheitern, da sie an den Schaukelringen allzuwenig wagte und für ihre ohne jeden Schwierigkeitsgrad geturnte Uebung nur 8,5 Punkte erhielt. Mit einem Zehntelpunkt Vorsprung war sie aber doch die größte Ueberraschung dieser Tage. Zweite wurde Hanna Graoes vom Turnverein Verden mit nur einem Zehntelpunkt Rückstand! Als beim Aufruf der Turnerinnen zum deutschen Vierfcamof zu aller Erstaunen die deutsche Fünfkampf-Meisterin Lina Stumpf am Start erschien, war mit ihr die Siegerin natürlich gegeben. Mit 5,66 m Weitsprung, 12,3 Sek, im 100-m-Lauf, 11,08 m im Kugelstoßen und 37,65 m im Schleuder- Ballwurf erreichte sie einen ähnlich überlegenen Sieg wie Adalbert Didchut im Zwölfkampf. Die deutschen Turnmeisterschaften fanden dann am Sonntagabend mit der Siegerehrung ihren Abschluß. Der niadersächsische Mioästerrpäsident Hinrich Kopf überreichte die vom Bundespräsidenten gestifteten drei silbernen Lorbeerblätter an den Manmschaftsmeister TSV 1860 München, den 25wölfkampfsieger Adalbert Didctout (Köld) und die Neunkampfsiegerin Regina Lorberg (Hannover). Abschließend ist zu sagen, daß dich bei Turnern und Turnerinnen der Nachwuchs sehr stark nach vome schob. Dies gilt bei den Turnern für Juniorenmeister Kiefer (Landau) und den Zweiten der Juniorenmeisterschaft, Gaumann (Niederschelden). Noch auffälliger trat die nachdrängende Jugend bei den Turnerinnen in die Erscheinung. Die Neunkampfsiegerin Regina Lorberg, die gerade das 18. Lebensjahr vollendet hatte, beteiligte sich in diesem Sommer zum erstenmal an einem Bezirksturnfest in Bückeburg und wurde so auf Anhieb deutsche Meisterin. Neuer Olympia-Lehrgang der Turner Der Kunstturnwart des DTB, Albert Zellekens (Frankfurt), hat einen weiteren Lehrgang der Olympia-Anwärter für den 22/23. September in der Münchner Sportschule Grünwald angesetzt. Unter den eingeladenen Turnern befinden sich auch die drei .Alt-Olympioniken' Inno Stangl, Alfred Schwarzmann und Willi Stadel. Die Lehrer der Münchner Schulung sind Albert Zellekens und Heini Eichinger (München). Es wurden folgende Turner eingeladen: Kiefer (Bad Kreuznach), Erich und Theo Wied (Stuttgart), Didchut (Köln), Gauch (Kiel), Stangl (München), Nieling (Düsseldorf), Schnepf (Bad Kreuznach), Overwien (Essen), Pfann (Neuötting), Euteneuer (Eichen), Klein (Berg.-Gladbach), Schmidt (Kiel), Renrer (Efilin- gen), Cirkel (Herne), Schwarzmann (Goslar), Stadel (Konstanz), Dilg (Mannheim), Reiß (Dorstfeld), Karg (Karlsruhe) und Hahn (Köln). Nur noch Offenburg ohne Punktverlast Punkte teilung in Stockach und Weil — Fünf Auswärtssiege 1. Südbadische Amateurliga: FV St. Georgen — FC Villingen 2:5, VfR Stockach — VÜL Konstanz 2:2, SpVgg Riheinfelden — SV Sdiopfheim 2:4, SV Weil — 1644 Freiburg 1:1, FC Gutach— FC Rastatt 1:4, FV Kehl — Rotweiß Lörradi 1:3, SV Kuppenheim — ASV Freiburg 3:1, VflR Adlern— SC Baden-Baden 1:2, FV Offenburg—FV Lahr 6:0. (IH.-A.-Eigenber.) ln der 6Üdbadisus dem Firmament und erst langsam beuhigten sich die Elemente. Am schwersten straften wurde durch das Unwetter, wie berichtet, die Familie des Landwirts Johatfi Scherer, dessen landwirtschaftliches Axwesen in der Soranen- büihlstraße 49, gegn 22 Uhr durch einen Blitzschlag eingeäähert wurde. Zum Glück konnte wenigsten» das Vieh gerettet werden, Es wurde ibejNachbam untergabracht, auch die FamilieScherer hat bei benachbarten Bekannte Unterkunft gefunden. Der Schaden dürfe durch Versicherung gedeckt sein. Am Shnstag und Sonntag wellten zahlreiche Jeugierige an der Brandstätte. Ein Wort dierAnerikenniung muß bei diesem Brandfali ier Freiwilligen Feuerwehr gezollt werden die schon 'bald nach Ausbruch de® Geutters im Gerätehaus Wache bezogen hatte und daher gleich nach der Meldung de Brandausbruch® auf der Brandstätte ^ar. Die Löscharbeiten gestalteten sich bsonders schwierig, weil Heu und Getredd infolge des Wassers und des strömenden tegens stark verfilzt und kaum auseinandieizu bringen waren. Erst gegen 343 Uhr konten die Löschzüge von der Brandstätte zurückgezogen werden. Die Brandwach wurde daran vom Löschzug Petershausn übernommen, der immer wieder afflackemde kleine Brände im Heustode jefeäimpfen mußte. Gegen 8 Uhr am Samsag konnte die Gefahr als endgültig beeitigt betrachtet werden. Im Laif e der zahlreichen Gewitter schlug der Blit noch mehrmals iim Stadtgebiet ein. Glüklicherweise waren es nur kalte Schläge So wird berichtet, daß der Blitz bereits cm 19.30 Uhir eine hinter dem Haus Alter fall 2 stehende Tanne traf. Holz- Stücke flogen im die Umgebung und zertrümmerten Fensterscheiben und Dachziegel. En weiterer Blitzschlag erfolgte um 20 Ühr in das Anwesen Zähriragerstraße 16. Dort xhlug der Blitz in einer Wohnung in dicKüche, zertrümmerte einige Feraster- scheiien und setzte einen Vorhang in ßrari, der aber sofort gelöscht werden konnte. Ein kalter Schlag erfolgte ferner um 2.15 Uhr im Speicher des Hauses Haselweg 3 im Stadtteil Wollmatingen, wo drei Vorfenster zertrümmert und die •Racioamtenne zerstört wurde. Dagegen wird gemeldet, daß der See während der Gewitter auffallend ruhig und kaum in Bewegung war. Fähre und Schiffe verkehrten normal, wenn sie auch infolge des starken Regens mit verschiedenen Schwierigkeiten zu kämpfen hatten. Es liegen aber keine Meldungen über irgendwelche Unfälle oder Beschädigungen vor. Auch das Elektrizitätswerk berichtet von keinen größeren Störungen. Ein leitender Mann dieses Werkes erklärte uns: „Wir wundern uns alle selbst, daß wir bei dieser großen Zahl von Gewittern so gut davongekommen sind!“ Bei der völlig durchnäßten Feuerwehr herrschte mit Recht nach ihrem Eirarüeken eine schlechte Stimmung darüber, daß im Gerätebaus jede WaschmögiMchkeit fehlt und daß es nicht möglich war, sich von Schmutz und Dreck zu befreien. Wer ferner am Samstag gesehen hat, mit welchen primitiven Mitteln — einem alten Schnupper und einem dünnen Wasserschlauch — die wertvollen Schläuche gesäubert und getrocknet werden mußten, der machte eich seine eigenen Gedanken über diese Art von Unterstützung durch die Stadtverwaltung. Es sei bei dieser Gelegenheit auch erwähnt, daß man schon seit vier Jahren über die dringend notwendige Erstellung eines neuen Gerätehauses in Petershausen redet, schreibt, plant und verhandelt! geschehen ist bis heute in der Praxis noch nichts. Es wäre endlich an der Zeit, daß hier einmal eine starke Hand dieses Projekt fördert und dem Stadtrat die entsprechenden Vorschläge unterbreitet. Dte Carltae fammelt Vom 7. bis 13. September veranstaltet der Caritas-Verband eine Haus- und Straßensammlung. Die vielfältigen Betreuungs- Aufgaben der Caritas, besonders zur Minderung der Kriegsfolgen, sind nicht geringer geworden, wenn auch Jahr um Jahr uns weiter von den schlimmsten Zeiten der ersten Nachkriegsjahre entfernt Die Aufgabe ist die gleiche geblieben, der Bedarf an Unterstützungsmitteln hat sich nicht vermindert. Mit einem herzlichen Aufruf wendet sich der Caritas-Verband in diesen Tagen deshalb an die gesamte Bevölkerung der Kreisstadt und der Kredsgemein- den und bittet um offene Herzen und Hände für sein Werk der christlichen Nächstenliebe. Patrozinium im Münster Die Münsterpfarrei beging am Sonntag in würdiger Weise ihr Kirchenpatrozinium, das Fest Mariä Geburt. In der Fest- predigt des gut besuchten Hauptgottes- dienstes zeichnete Kooperator Huber ein Bild der Gottesmutter, der wir in unserem Tun und Handeln nachstreben sollten. Im anschließenden levitierten Hochamt sang der Münsterchor unter Leitung von Chordirektor Alfons Denzel die Große Messe in B von Joseph Haydn, für Soli, Chor und Orchester, die bekannte There- sienmesse von Haydn, ferner von MJozart das Tantum ergo in D und die Marienmotette „Sub tuum Präsidium“. Als Solisten wirkten mit: Anna Dietsche-Rößler, Sopran; Laura Müller, Alt; Albert Rigg, Tenor; Gustav Stadel, Baß. Mit der feierlichen Prozession, dem Tedeum und Segen klang der Gottesdienst aus. Der Abend vereinte die Katholiken der Stadt nochmals zu einer Muttergattesvesper im Münster. Konstanzer Kireheneinbreeher gefaßt In Bermatingen (Kreis Überlingen) wurde ein 15 Jahre alter Bursche aus Konstanz festgenommen, als er in der Pfarrkirche den Opferstode aufbrechen wollte. Der Bursche wollte gerade sein an der Friedhofmauer abgestelltes und in Konstanz entwendetes Fahrrad besteigen und flüchten. In Konstanz wurde der Bursche von der Kriminalpolizei gestern nachmittag verhört. Im Verlauf dieses Verhörs gab er zu, auch die Einbrüche in der Pauluskirche, im Münster, in der Lutherkirche und in der Wilhelmstraße ausgeführt zu haben. Bei dem Einbruch im Münster fiel dem Burschen eine D-Mark in die Hände. Es sei ihm — so erklärte er — nicht darum zu tun gewesen, zu stehlen, sondern er habe nur seine Kletterkunst wieder ausprobieren wollen, weil er früher ein so guter Kletterer gewesen sei. Ein PKW wurde aufgebrochen Ein auf dem Löwenplatz in der Bodan- straße abgestellter auswärtiger, verschlossener PKW wurde in der Nacht zum Sonntag aufgebrochen und daraus ein Fotoapparat, eine Toilettentasche, ein hellgelber Herrenmantel und ein Damenmantel sowie verschiedene andere Gegenstände gestohlen. Der Gesamtwert der gestohlenen Sachen beträgt über 500 D(M. RekorÖ*NleOerfchlagemeoge über unferer Stabt In sieben Stunden acht Einzelgewitter Am Freitag setzten nach 17 Uhr in Konstanz schauerartige Regerafäfie ein, die bis kurz nach Mitternacht arahielten und Regenmengen brachten, wie man sie am westlichen Bodensee seilten zu spüren 'bekommen hat. In Konstanz fielen in dieser Zeit 70 mm Niederschlag, nach den hier vorliegenden Meldungen in Friedrichschafen nur 18, in Donaueschiragem 10 mm, im HochschwarziwaJid regnete es fast gar nicht, im Rheiratal fiel am Freitagabend gar kein Regen, in Tübingen hingegen wurden 50 mm gemessen. Aus der Schweiz liegen folgende Niederschlagsmengen von diesem Abend vor: Kreuzlingen 45 mm, Heiden 54 mm, Säntis 13 mm, Zürich 17 mm. Wenn man sich ein Bild von den in Konstanz (Niederschlagsmeßstelle am Horn) innerhalb von sieben Stunden gefallenen 70 Millimeter Niederschlag machen will, sei zum Vergleich angeführt, daß im langjährigen Mittel in Konstanz dm ganzen Monat September 86 mm Niederschlag, das sind 85 Liter Wasser auf einen Quadratmeter ebener Fläche, fallen. Also sind in jener Nacht 82% von der normalerweise erwarteten Monatssumme gefallen. Man wird sich nun fragen, wie ein solcher Starkregen zustandekam. Am Freitag lag zwischen dem Hochdruckgebiet über Polen und einem Hoch über England zwischen der Ostsee und Südfrarakreich eine flache Tiefdruckzone. Im Laufe des Freitag bildete sich in dieser Zone geringeren Luftdrucks eine kleine Störungswelle, die sich mit der herrschenden schwachen Hö- henwindströmurag nach dem Alpenoond- rand verlagerte. Bereits am Freitag früh wurden für den Abend am Bodensee Gewitter vorhergesagt. Nun lag über dem Bodensee am Freitag auch noch eine gewit- terfördemde Labilitätszone, welche nach der Tageserwärmung die gewdtterauslösera- den Kräfte begünstigte. Ueber der Rheinebene war die Wetterspihäre stabil, dort traten auch keine Gewitter auf. Am späten Nachmittag wurden die ersten Gewitter zwischen Alb und nördlichem Bodensee ausgelöst. Dann verschob sich che Gewitterzone nach dem westlichen Bodensee. Da Gewitter sehr ungern über große Wasserflächen hdnwegziehen, dürfte der landreichere westliche See bevorzugt für die Ge- witterverlagenmg worden sein. Kurz nach 17 Uhr begann über Konstanz das erste Gewitter. Da im Hegau die Gewitter erst gegen 19.30 Uhr einsetzten, sah man um 18 Uhr im Westen die Wolken noch schwefelgelb von der Abendsonne beleuchtet als seltenes Naturschauspiel. Dann aber drängte ehe Störungszone an den Ai- permordrarad, wo sie mehr oder weniger aufgehalten wurde. Im allgemeinen verschieben sich die Gewitter sehr rasch über einen Ort hinweg mit der in etwa fünf Kilometer herrschenden Windströmung. Am Freitagabend war bis in diese Höhe kaum ein merklicher Wind vorhanden, so daß sich das Gewitter, als es am Boden- eee angelangt war, nicht mehr weiter bewegte. Die Niederschlagsmengen, die also sonst beim Vorbeizug auf mehrere hundert Kilometer verteilt sind, fielen wegen dieser fehlenden Luftbewegung auf einen eng begrenzten Raum. So konnte es Vorkommen, daß sich die Gewitter über dem westlichen Bodensee drehten. Es wurden über Konstanz acht Einzedgewitter gezählt und denen ganze Niederschlagsmenge fiel denn auch im Laufe der sieben Stunden nieder. Die schwache Windbewegurag zeigte ach auch darin, daß am Boden die bei Gewittern häufig böigen Winde eigentlich nur kurzfristig gegen 18.30 Uhr festgestellt wurden, später war es nahezu windstill. Ai. Die Jubelfeier Des KonraÖihaufes Erzbischof Dr. Rauch zelebrierte das Pontifikalamt Die Feiern aus Anlaß des 50jährigen Bestehens des neuen Konradihauses nahmen am Montag mit einem Festgottesdienst im Münster ihren Anfang, zu dem sich die Konstanzer Katholiken sowie zahlreiche Alt- und Jungkonra- dinger einfanden, ln seiner Fest - Predigt ging Domkapitular Prälat Dr. Simon Hirt, selbst einstiger Schüler und einige Jahre Präfekt des Konradihauses, auf die Aufgabe und Bedeutung der Semina- rien und Konvikte ein, die die ihnen anvertraute Jugend zu charaktervollen christlichen Persönlichkeiten,vorbildlichenChri- sten und tüchtigen Priestern heranbilde. Dann zelebrierteErz- bischof Dr. WendeUn Rauch, erstmals seit dem Konradifest 1948, im Münster ein Pontifikalamt unter großer Assistenz. Der Chor des Konradi- hausee unter Leitung von Chor-Direktor Denzel führte die „Missa brevis“ in B von Mozart auf. Mit dem „Te Deum“ klang der Gottesdienst aus. Anschließend wurde der Erzbischof in feierlichem Zuge durch ein dichtes Spalier von Gläubigen zum Konradihaus geleitet. Im Mittelpunkt der weltlichen Feier am Nachmittag starud ein Festakt in „St. Johann“, bei dem der Oberhirte der Erzdiözese Freiburg, Erzbischof Dr. Rauch, väterlich-warme Worte an die Jugend des Konradihauses richtete. Rektor Hogg begrüßte in herzlichen Worten die zahlreichen Ehrengäste und Alt-Konradinger. Die Glückwünsche der Alt-Konradinger überbrachten Stadtpfarrer Held, Donaueschingen, im Namen der Geistlichen, Landgerichtspräsident Deufel im Namen der Laien, stud. theol. Lederer, Kirchzarten, im Namen der Theologiestudenten, stud. phil. Wolf gang Hug, Stühlingen, im Namen der Laienstudenten, Oberprimaner Fridolin Bosch grüßte die Gäste im Namen der Jung- Konradinger, Oberstudiendirektor Dr. (Aufnahme: Schneider-Ressel) Malzacher übermittelte die Glückwünsche des Heinrich-Suso-Gymnasiums, Ministerialdirektor Dr. Fleig (Freiburg), diejenigen des badischen Kultusministeriums. Wir werden auf die Feier, die von Darbietungen des Chores des Konradihauses, von Werken von Bach und Görl, gespielt von Monika Schmitt-Bohn und C. B. Schmitt, sowie Gedichtvorträgen umrahmt war, noch zurückkommen. Ehe Öae Bunbesoerfaffungegerlcht fprach ... Bundestagsabgeordneter Hilbert in Konstanz zur Südweststaatfrage Die Kreisgruppe Konstanz der Arbeitsgemeinschaft der Badener hatte am Samstagabend — also 24 Stunden ehe die vom Bundesverfassungsgericht verfügte Aussetzung der Abstimmung bekannt wurde — zu einer Versammlung in den Großen Saal von St. Johann geladen. Bundestagsabgeordneter Anton Hilbert sprach unter dem Thema „Rechtsstaat oder Gewalt?“ zu dem um diese Stunde noch aktuellen Abstimmungstermin des 16. September. Die an sich gut besuchte Versammlung bot mit den kleinen Lücken in den vorderen Stuhlreihen das gleiche Bild wie die vorhergehende Kundgebung der Südweststaatanhänger in demselben Raum. Bundestagsabgeordneter Hilbert, von der Versammlung lebhaft begrüßt, ging in seinen Ausführungen von der Situation im Jahre 1945 aus. Während sich eine Gruppe, zu der auch der heutige Staatspräsident Wohieb gehörte, darum bemühte, Nordbaden als eine Art selbständigen Verwaltungsbezirk, ähnlich wie Lindau, zu erhalten, sei dieser Plan von dem späteren Verwaltungspräsidenten Walz und dem Abgeordneten Freudenberg in ihren Verhandlungen mit den Amerikanern durchkreuzt worden. Statt nun heute durch Besatzungswillkür Geschaffenes zu sanktionieren, sollte man auch im südwestdeutschen Raum besser warten, bis die Zeit für eine allgemeine Neugliederung der Bundesrepublik, wie sie Art. 29 des Grundgesetzes vorsieht, gekommen sei. Was die Behauptung angehe, Baden sei nicht lebensfähig, so bezögen sich alle zum Beweis dafür herangezogenen Vergleichszahlen nur immer auf Südbaden unter Nichteinbeziehung Nordbadens, so daß sich ein falsches Bild von der tatsächlichen Wirtschaftskraft Gesamtbadens ergebe. Dieses zu einem Zwerg- Baden verstümmelte Baden habe indes in den vergangenen Jahren Außerordentliches geleistet. Der Redner erinnerte an die Fortführung des Schluchsee-Werkes, durch das Baden zum größten Stromexportland Europas werde. Man behaupte, durch den Südweststaat würde an Verwaltungskosten gespart. Das Gegenteil sei der Fall: Je größer die Verwaltungseinheit, desto teurer werde die Verwaltung Der Redner brachte dazu Vergleichszahlen aus der Kommunalverwaltung und verglich u. a. Freiburg (105 000 Einwohner) mit Konstanz; in Freiburg seien die Verwaltungskosten um 26°/o höher als in. dem nicht halb so großen Konstanz. Die von den Südweststaat-Anhängern vorgesehene Dezentralisation durch Schaffung badischer Verwaltungsbezirke ändere nichts daran, daß die Entscheidung in allen Fragen bei der Zentrale in Stuttgart liegen werde. Zum Schluß seiner Ausführungen befaßte sich Abgeordneter Hilbert mit der gegenwärtigen Situation, die sich indes durch die vom Bundesverfassungsgericht getroffene vorläufige Entscheidung erneut gewandelt hat. Der Redner hatte der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß man dem Blitzgesetz jetzt nicht noch ein Blitzurteil folgen lassen werde. In der anschließenden Diskussion wurde von einer Gruppe hiesiger Gewerkschaftsmitglieder eine Resolution eingebracht, in der gegen die „einseitige Stellungnahme des DGB, Landesbezirk Württemberg-Baden, zugunsten des Südweststaates“ protestiert wird. In dieser hochpolitischen Frage gingen auch die Auffassungen der Gewerkschaftsmitglieder auseinander. Es sei daher, heißt es in der Resolution, „ein Mißbrauch, wenn die Gewerkschaftsleitung in Stuttgart mit den Beiträgen der Gegner des Südweststaates eine Flugblattpropaganda für den Südweststaat finanziert.“ Die Gesinnungsfreunde in den Gewerkschaftten werden aufgefordert, sich von diesem satzungswidrigen Verhalten nicht beeinflussen zu lassen. Gähnende Leere — als Protest Die Konstanzer waren sichtlich überrascht, als sie am Samstagvormittag die Schaufenster der Optiker, Photohändler und Photodrogisten betrachteten. Über Nacht waren die Schaufenster ausgeräumt worden — aber nicht etwa von fremden Händen, sondern von den Eigentümern selbst und zwar als Protest gegen die von der Bundesregierung beabsichtigte Aufwandsteuer auf Photoerzeugnisse. In den leeren Schaufenstern hängt lediglich ein Plakat, in dem die Arbeitsgemeinschaft der deutschen Photowirtschaft gegen diese neue Steuer protestiert. Außerdem bot sich in den Geschäften Gelegenheit, sich in eine Liste einzutragen, in der gegen die bevorstehende steuerliche Maßnahme Protest erhoben wird. Die gesamte Industrie der fotografischen Erzeugnisse beschäftigt im Bundesgebiet annähernd 250 000 Menschen. Unter ihnen dürfte der Facharbeiteranteil etwa 47 Prozent betragen. Im Jahre 1950 wurden für 96,1 Millionen Mark Fotoerzeugnisse produziert. Diese Summe dürfte sich im Jahre 1951 auf rund 133 Millionen Mark erhöhen. Dazu kommt ein Umsatz von rund 130 Millionen Mark in der Fotochemie. Als Besteller von Fotogeräten treten nach der Statistik der Fotowirtschaft zu fast 40 Prozent Arbeiter und zu weiteren 24 Prozent Angestellte auf, so daß man von einem Aufwandluxus wohl nicht reden könne. Die geplante Aufwandsteuer auf Fotoerzeugnisse sei unsozial, weil sie wiederum in der Hauptsache den kleinen Mann treffe. Fahrraddiebstähle nehmen wieder zu In der letzten Zeit sind bei der Polizei wieder mehrfach Anzeigen über gestohlene Fahrräder eingegangen. Besonders über das vergangene Wochenende wurden mehrere Fahrräder an verschiedenen Stellen der Stadt entwendet. In einem Fall gelang es, da9 gestohlene Fahrrad wieder beizubriragen. ♦4 '■ 5 4 I Dienstag, 11. September 1951 SÜDKURIER. Nr. 141 Seite 8 Der Fährebetrieb In her Wirtschaft Öer Stabt Konftanz // // Der KKV „Columbus“ eröffnete sein Herbst- und Winterprogramm mit einem Vortrag von Stadtrat Dozent Hengartner über „Der Fährebetrieb in der Wirtschaft der Stadt Konstanz“. Der Redner, welcher die Materie des Fährebetriebes ausgezeichnet beherrscht, gab einen Überblick von den Anfängen bis in die neueste Zeit. Die Initiative zur Errichtung einer „fahrbaren Straße“ ging seiner Zeit von Verlagsdirektor A. Merk und den inzwischen verstorbenen H. Ruppaner, A. Ellegast und Bürgermeister Arnold aus. Die Reichsbahn, an die die Stadt Konstanz zuerst herangetreten war, hatte es der hohen Kosten wegen abgelehnt, die Fähreverbindung zu schaffen, so daß die Stadt Konstanz das Projekt selbst verwirklichte. Wie richtig diese Auffassung war, hat sich in den vergangenen Jahren bewiesen, geht doch heute zwei Drittel des gesamten Autoverkehrs über die Fähre. In den ersten 10 Jahren war der Fährebetrieb allerdings ein Zuschußbetrieb. An einer graphischen Darstellung zeigte Stadtrat Hengartner die Entwicklung des Fährebetriebes. Einige Zahlen sollen diese Entwicklung veranschaulichen. Befördert wurden 1928: PKW 5500, Omnibusse 36, LKW 1260. Personen 45 000. 1950: PKW 500 000, Omnibusse 7800, LKW 34 000, Personen 1 331 000. Der Umsatz betrug im Jahre 1928 32 000 Mark und stieg bis zum Jahre 1950 auf 900 000 Mark. Aus diesen wenigen Zahlen ersieht man, daß die Fähre für Konstanz und Meersburg von großer wirtschaftlicher Bedeutung ist. Die wirtschaftlichen bzw. finanziellen Auswirkungen des Fährebetriebes auf die Geschäftswelt lassen sich gar nicht errechnen. Die Erweiterung der Fährehafen dn Staad und Meersburg, Schaffung von Parkplätzen und Zufahrtsstraßen sind geplant. Direktor Merk sprach anschließend noch über die Bedeutung der Fähre für die Konstanzer Geschäftswelt. Es ist zu begrüßen, daß der KKV in seinem Programm noch mehrere wertvolle Vorträge verzeichnet hat. Ist es doch immer ein Gewinn, besonders für die Jung-Kauf- leute, wenn sie auch über allgemeine lokalpolitische Begebenheiten unterrichtet werden. Am 19. 9. 1951 findet ein Vortrag von Stadtpfarrer Ganner statt. Der KKV „Columbus” Konstanz wird am 7. Oktober 1951 sein 40jähriges Stiftungsfest feiern. Wagner und Verdi im Stadtgarten Das verstärkte Städtische Orchester gibt heute Dienstagabend unter Leitung von Städtischem Musikdirektor Dr. Richard Treiber im Stadtgarten ein Sonderkonzert, das dem Schaffen zweier Meister der Oper, Wagner und Verdi, gewidmet sein wird. Es bringt von letzterem Bruchstücke aus „Die Macht des Schicksals“ sowie die Ouvertüren zu „Troubadour“, „Traviata“ und „Aida“. Von Wagner werden wir die Ouvertüre zu „Rienzi“, das Vorspiel zu den „Meistersingern“ und Melodien aus „Rheingold“ und „Der fliegende Holländer“ hören. Smutje Stabtnadjddjten Der bisherige erste Staatsanwalt H. Schorp wurde zum Landgerichtsrat ernannt und ist zur Zeit als Vorsitzender des Schöffengerichts in der dritten Strafkammer am Landgericht tätig. Die am Samstag eröffnete BP-Tankstelle Fetscher & Schmidt am Fürstenberg steht unter der Leitung von Frau Maria Schmidt-Kecke. Ein angetrunkener Bettler stellte sich am S: mstagvormittag auf die Fahrbahn der Marktstätte und hinderte verschiedene Autos an der Weiterfahrt. Der Mann wurde bis zu seiner Ernüchterung festgenommen. In der Nacht zum Montag wurde auf dem Stephansplatz kurz nach Mitternacht ein Motorrad entwendet, das dort von seinem Besitzer kurze Zeit abgestellt worden war. Ruhestörung und Widerstand gegen die Polizei leistete ein 22jährigsr junger Mann in der Nacht zum Montag auf dem Stephansplatz. Der Mann wurde vorübergehend festgenommen. Ein Motorradfahrer begegnete am Samstag kurz vor 18 Uhr auf dem Gebhardsplatz zwei Radfahrern. Er bremste stark ab und stürzte dabei vom Motorrad, wobei er sich eine Gehirnerschütterung und einen starken Bluterguß zuzog. An der Kreuzung Buhlenweg — Haidelmoos—Banater Straße streifte ein Motorradfahrer eine 44 Jahre alte Radfahrerin. Die Frau stürzte vom Fahrrad und zog sich eine Gehirnerschütterung, eine Platzwunde am Hinterkopf sowie sonstige leichtere Verletzungen am Rücken zu. In der Mainaustraße rutschte in der sogenannten Dreherkurve der Anhänger eines Omnibus während des Gewitters am Freitagabend infolge der glatten Straße gegen einen PKW. Am beiden Fahrzeugen entstand ein Schaden von 200 DM. Die schlesisch-sudetendeutsche Landsmannschaft veranstaltet am kommenden Donnerstag, 13. September im „Alemanne“ eine Zusammenkunft, weil die für letzten Freitag angesetzte Versammlung infolge der schlechten Witterung ausfiel. Die Oeroitter-Schrechensnacht im Linzgau ü. Die Nacht zum Samstag, den 8. September 19S1, wird im Linzgau wohl lange Zeit in schrecklicher Erinnerung bleiben. In den frühen Abendstunden des Freitag zog von Norden ein schweres Gewitter herauf, das sich ■ in der Windstille jenes Abends über dem, unteren Linzgau und über dem See zusammenballte und sich in unzähligen Blitzschlägen, mit Donnerkrachen und strömendem Regen entlud. Selbst die ältesten Leute können sich nicht erinnern, daß je zuvor ein Gewitter von solcher Schaurigkeit und Dauer und auch so folgenschwer über unsere Iinzgauhei- mat niedergegangen ist. Ununterbrochen erhellten Flächen- und Zickzackblitze das Nachtdunkel, jedesmal unverzüglich vom Donnerschiag gefolgt — ein Zeichen, daß das Gewitter sich nicht, wie man in jedem Hause bangend hoffte, endlich verzog, sondern hartnäckig hängen blieb. Die mit schrecklichem Knallen zur Erde zischenden Blitze ließen bald Schlimmes ahnen, und kaum hatte das Unwetter begonnen, da stieg auf der Höhe von Heiligenberg, in der Seenähe und im östlichen Linzgau Feuerschein zum Himmel. Fünfmal zündete der Blitz Noch bevor sich das Gewitter über dem unteren Linzgau zu vertier Wucht zusammenballte, hatten Blitzschläge im oberen Linzgau bereits Feuer entfacht. Ein Heuschuppen, der bei Großscbönach auf freiem Felde stand, brannte bereits lichterloh, als plötzlich auch in der Gemeinde Wintersulgen Feueralarm gegeben wurde. In dem freistehenden Oekonomiiegebäude des Anwesens Josefine Walk in Unterrhena hatte der Blitz ebenfalls gezündet. Die Besitzer mußten von der Feldarbeit geholt werden. Wassermangel erschwerte die Löscharbeit der Wehren von Wintersulgen und Heiligenberg, so daß das Feuer teilweise mit Jauche bekämpft werden mußte. Das Gebäude, das Stallung, Getreide- und Futterspreicher enthielt, brannte vollständig nieder. Die noch unge- droschenen Emtevorräte des 18 Morgen großen Anwesens wurden vernichtet. Mit Ausnahme des Federviehs konnte der Viehbestand gerettet werden. Um 20.15 Uhr wurde in Markdorf Feueralarm gegeben. Ein Blitzschlag hatte das landwirtschaftliche Anwesen Koorad Baur in Riedern getroffen. Auch hier hatte das Feuer in Sekundenschnelle um sich gegriffen und das zusammengebaute Oekono- mie- und Wohngebäude erfaßt. Mit Hilfe der Nachbarn konnten nur noch das Großvieh und ein Traktor in Sicherheit gebracht werden. Der Feuerwehr Markdorf ist es zu danken, daß das Nachbaranwesen Wagishauser, dessen Giebel bereits Feuer gefangen hatte, gerettet werden konnte. Gringer Wasserdruck machte auch hier die Inanspruchnahme von Jauchegruben notwendig, um die Nachbargebäude zu sichern. Unter der unrichtigen Leitung von Kommandant Willi Beck, Markdorf, wurden die alsbald eingetroffenen Wehren von Ittendorf, Bermatingen und Ahausen zweckdienlich eingesetzt; mit einer 400- Meter-ßchüacioMeitung wurde aus einem Bach genügend Löschwasser herbeigeführt. Wechselnder Wind und wolkenbruchartiger Regen erschwerte die Arbeit der Wehrmänner. Das gesamte Anwesen ist völlig zerstört. Auch die landwirtschaftlichen Geräte, ansehnliche Ernte- und Futtervorräte, sowie ein Großteil des Mobiliars wurde ein Raub der Flammen. Der Gebäudeschaden wird hier auf etwa 60 000 DM geschätzt. Gegen 21 Uhr: „Ein greller Blitz schoß nieder, und plötzlich stand eine hohe Stichflamme auf dem Anwesen von Frau Wilh. Büattner in Oberuhldingen.“ So erzählt ein Nachbar. Neben der örtlichen Wehr trafen in kürzester Frist die Löschzüge aus Ueberlingen, Mühlhofen und Unteruhldingen ein. Die stark fließende Seefelder Aach bot genügend Löschwasser, und so konnte hier dag erst im letzten Jahre angebaute Wohngebäude gerettet werden. Allerdings ist der Wasserschaden sehr beträchtlich. Das Oekonomiegebäude brannte aus, und die Futteremte sowie Saatfrucht gingen verloren. Gegen 23 Uhr, als das Gewitter noch immer in unverminderter Stärke tobte, schrie auf dem Weiherhof, Gemeinde Ueberlingen, plötzlich ein Kind auf: „Mutter, Vater! Es brennt auf dem Stall!“ Kaum hatte die Familie Kohlmann-Oswald, die bereits zu Bett gegangen war, sich notdürftig bekleidet, da standen Stall und Scheune schon in hellen Flammen. In größter Eile griff das auch hier durch einen Blitzschlag entstandene Feuer um sich und gefährdete das nur wenige Meter entfernt stehende Wohngebäude. Kalte Blitzschläge und Wasserschäden Nicht nur an den vier Brandorten, sondern vielerorts hat das schwere Gewitter dieser Nacht im Linzgau Schaden angerichtet. Der Blitz riß, ohne zu zünden, Kamine nieder und bog Blitzableiter, als beständen sie aus dünnem Draht. Durch den anhaltenden Gewitterregen waren Bäche über das Ufer getreten, Dorf- und Landstraßen mit Geröll überschwemmt. An einigen Stellen, vor allem bei Baitenhausen und Schiggendorf, hatte der Wasserstrom tiefe Gräben in die Straßen gerissen und in den tiefliegenden Teilen Wiesen und Felder überschwemmt. In einzelnen Gemeinden bestand die Gefahr, daß die Wassermassen in die Keller fluteten. Die Dorfbewohner hatten alle Mühe, die drohenden Gefahren abzuwenden. Noch ein Brand am Samstag Am Samstagabend zog sich wiederum ein Gewitter über den nördlichen Linzgau hin, und der Blitzschlag vernichtete ein weiteres landwirtschaftliches Anwesen in Adreatsweiler bei Aftholderberg. Gegen 19.30 Uhr traf der Blitz das Wohn- und Oekonomiegebäude des Bauern Friedrich Ott und zündete. Die Bewohner des kleinen Ortsteils der Gemeinde Großschönach mit 5 Haushaltungen vermochten mit Mühe noch das Vieh zu retten. Vier Schweine, darunter ein Mutterschwein mit 8 Ferkeln, kamen in den Flammen um. Zwei der Schlachtschweine waren bereits verkauft. Vom Hausrat wurde nur ein wenig Bettwäsche gerettet. Mitverbrannt sind 42 Wagen Heu und 8 Wagen Oehmd. Die Oehmdernte ist zum Teil noch draußen. Gerettet wurde hier auch die Getreideernte, die sich in der alten Scheune befindet, wo auch Pferde und Ochsen untergebracht sind. Die Feuerwehr von Schönach und die Motorspritze Pfullendorf waren alsbald zur Stelle, um den Schutz des Oekonomiegebäudes und des Anwesens Reinhold Ott zu übernehmen. Neben dem Brandobjekt standen hohe Leitungsmasten und ein großer Nußbaum, denen der Blitzstrahl jedoch auswich. Der Gebäudeschaden wird auf DM 25 000 geschätzt. Sechs Gewitterbrände in einer Nacht Ravensburg. Nicht weniger als sechs Brände durch Blitzeinschlag in der Nacht zum Sonntag waren bis Sonntagmittag im Oberland gemeldet. Durch mehrere, teils nacheinander gleichzeitig tobende Gewitter wurde besonders der Kreis Saulgau heimgeeucht, aus dem Brandschäden in den Gemeinden Ebenweiler, Kreenried, Köndgs- eggwald und Herbertingen gemeldet sind. Im Kreis Wangen war vor allem die Umgebung von Leuitkirch geschädigt Der nach den bisher vorliegenden Meldungen schwerste Schaden entstand in der Gemeinde Hofs, wo ein bäuerliches Anwesen mit einem Schaden von 40 000 DM völlig niederbrannte. In Teberatshofen, Gemeinde Gebrazhofen, brannte eine Feldscheune mit der Heuernte nieder. Der elektrische Strom blieb im ganzen Oberland am Samstagabend fast eine Stunde lang aus. Die Stadt Ravensburg wurde nur von einem einzigen Blitzschlag getroffen. Der Blitz begnügte sich damit, dm Hof einer bekannten Konditorei von einer Altane eine HoLz- beige mit großem Getöse in den Hof hinunter zu werfen. Htts bet Stcufeborf djaft Insel Reichenau. Ihren 76. Geburtstag beging am Sonntag Frau Kreszentia Vögele, gefo. Spicker. Möggingen. Vor einigen Tagen gelang einem Studenten aus Reutlingen nach mehrwöchiger Grunduntersucbung des Miindelsees, eine Unterwasseraufnahme eines Wels in seinem Standort. Lange anstrengende Tauchversuche waren notwendig, um den Standort des Wels festzustellen. Doch schließlich konnte der jugendliche Taucher eine Aufnahme machen. Auch andere Tiere konnten aufgenoemmen werden. Wangen. Im Strandbad wurden von Mitte Juni bis Anfang September 1450 Eintrittskarten an Erwachsene und 303 Karten an Kinder ausgegeben. Im Gegensatz zum Vorjahr ist die Besucherzahl der Erwachsenen um etwa 500 gestiegen. „Allgäu“ rammt ein Fischerboot Lindau. Das Motorschiff „Allgäu“ bekam am Sonntagnachmittag während eines Hafenkonzerts beim Anlegemanöver starken Seitenwind, rammte und zermalmte einen Laufsteg, und bohrte ein Fischerboot in den Grund. Personenschäden sind nicht zu beklagen. Vor Monaten einmal führten Bodenseekapitäne und Bodenseefischer Krieg miteinander. Ob diese Kontroverse Passagierschiff—Fischerboot eine verspätete Auswirkung jener Differenzen ist? Konstanzer Hafenpege): Samstag, 8. September: 383; Sonntag, 9. September: 382; Montag, 10. September: 379 Zentimeter. Wasserwärme: Montag, 10. Sept., 12 Uhr: Rheinstrandbad und Freibad Horn je 18 Grad. Turnertreffen im Hegau-Bodensee-Kreis Die Gauturnfahrt de« Hegau-Bodensee-Tuin- gaues führte dieses Jahr an die 600 Turner und Turnerinnen nach Rielasingen- wo im Ortsteil Arien die Sportgemeinschaft Arien e. V. alle Vorbereitungen getroffen hatte, um das Treffen der deutschen Sportjugend, insbesondere aber das der Turner und Turnerinnen, festlich zu begehen. Schon um 6 Uhr früh zog die Kapelle des Musikvereins Arien zum Weckruf durch die Straßen und bald nach 7 Uhr marschierten die ersten Vereine an, andere wiederum kamen mit Omnibussen und Lastkraftwagen. Sie alle begrüßte ein mit Grün umrankter Festbogen. Die Häuser waren mit Fähnchen und Grün behängen und strömten so ihr festliches Gepräge aus. Schon gegen 8 Uhr war der schön gelegene Festplatz in der Talwiese von Turnern und Turnerinnen gefüllt, alles Sportler, die sich für die kommenden Einzelwettkämpfe des Vormittags bereithielten. In verschiedene Klassen eingeteilt, gingen annähernd 350 Turner und Turnerinnen an den Start. Die Wettbewerbe wurden vom Dreikampf im Volksturnen bis zum olympischen Zwölfkampf in der Oberstufe durchgeführt. Sie alle zeigten beachtliche Leistungen der Wettkämpfer, was die Zahl der 160 Kranzsieger wohl beweist. Nach den Kämpfen läuteten um 11 Uhr die Glocken der nahen St-Stefans-Kirche zum Festgottesdienst. Die Kirche, in der Pfarrer Braun eine des Tages würdige Festpredigt hielt, konnte die große Zahl der Besucher kaum fassen. Mit diesem Kirchgang hatte das Programm des Vormittags seinen Abschluß gefunden. Am Nachmittag stellten sich die Vereine zum Festumzug durch die Straßen des festlich geschmückten Arlens auf. Eine dichte Zuschauermenge umsäumte die Straßen, als sich der Festzug in Bewegung setzt. Auf dem Festgelände formierten sich die Aktiven vor dem Podium, wo sie und alle Festbesucher vom Ehren-Festpräsi- denten, Bürgermeister Röderer, im Namen der Gemeinde aufs herzlichste willkommen geheißen wurden. Ganz besonders begrüßte er den 90- jährigen Ehren-Gauturnwart Oberstudienrat Faißt (Konstanz), sowie die Vertreter des Gaues, Häusler (Ueberlingen), Herold (Konstanz) und Löhner (Singen), ferner den Ortsgeistlichen Pfarrer Braun, der sich am heutigen Festtag der Turner ebenfalls in den Dienst der Sache gestellt und nicht zuletzt den Festpräsidenten, Gemeinde^ Karl Münch. Auch den Gästen aus der nahen Schweiz entbot da« Gemeindeoberhaupt den Gru£ Alsdann folgten die Endkämpfe des lympi- schen Zwölfkampfes der Turner an Barrt* und Reck, sowie derjenige der Oberstufe für Faueiu Abschließend folgten die gymnastischen Übungen für Frauen und Männer, wie sie am Lam 2. 9. 51: VfL Konstanz V — Konstanz-Egg lt, g. g. 51 ; VfL Konstanz V — Dettingen 2:1, ’onstanz-Egg — Reichenau 3:1, Worblingen — Vllensbach 4:1, Böhringen — Moos 3:3. Konstanz-Egg feierte gegen Rechenau seinen zweiten Sieg und rückte damit ai die Tabellenspitze. Da der Verbandsschiedsricter nicht anwesend war, bleibt abzuwarten, ob das Spiel nicht wiederholt wird. Der NeulincMoos trotzte Böhringen einen Punkt ab und ceht auf dem vierten Tabellenplatz. Worblingen hatte gegen Allensbach nicht allzu viel Mühe ,nd gewann eindeutig, während Konstanz V gegn Dettingen kämpfen mußte, um auf eigenem P1& zu beiden Punkten zu kommen. VfL-Jugend schlägt württembergischa Meister JugendluSball: VfL Konstanz A I —VfB Friedrichshafen AI 5:1, VfL Konstanz II — VfB Friedrichshafen BI 1:1, VfL Konstanz il — VfB Friedrichshafen CI 0:2; Verbandsspiel:FC Stockach AI — VfL Konstanz A II 2:6. Im iampf um die Führung im Jugendfußball am Boonsee gelang es der VfL-A I, ihren Rivalen aus hedrichs- hafen in überzeugendem Stil zu bezwingn. Beide Mannschaften konnten nicht mehr in iher letzt- jährigen Meisterschaftsbesetzung antretn. Die Konstanzer Jugendspieler zeigten feine Leistungen und waren ihrem Gegner in allen Teen klar überlegen, sie schossen in gleichmäßign Abständen, als Ausbeute schöner und zügipr Angriffe, fünf unhaltbare Tore. Beim Spiel der B- Jugend reichte es der BI nach technisch guten Leistungen gegen den körperlich weit übrlege- nen Gegner zu einem verdienten Unentsdeden, während die neu aufgestellte C I noch nichtstark genug war, gegen die gut eingespielte üied- richshafener Elf erfolgreich zu bestehen.. Tlschtennis-Landesliga: Vergangenen Soatag standen sich in Konstanz im ersten Verbgds- spiel der Landesliga die beiden ersten Mannshaften des Tischtennisklubs Konstanz und der Tidi- tennisabteilung Bonndorf gegenüber. Der ffL Konstanz konnte den Kampf verdient mit 1:2 Punkten für sieh entscheiden. Leerzimmer oder teilmöbl., ab sof. für Mitarbeiter in Dauerstellung gesucht. 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Deshalb mußte der Finanzminister auch die Zahlungen des Bundes an die Länder vorläufig einstellen. Insgesamt wurden Beträge in Höhe von rund 450 Millionen D-Mark gesperrt. Von dieser Maßnahme wurden Zuschüsse für den sozialen Wohnungsbau und für landwirtschaftliche Meliorationen betroffen. Grund für die Zahlungseinstellung sind die Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Bund und den Ländern, ob von der Einkommensteuer 31 1 /» oder nur 25 v. H. an den Bund abgeführt werden sollen. Die Zahlungen wurden zunächst bis zum 21. September aufgeschoben, um dem an diesem Tage wieder zusammentretenden Vermittlungsausschuß Gelegenheit zu einer Ueberprüfung der Lage zu geben. Falls die Besatzungsmächte weiterhin in steigendem Ausmaße Gelder für ihre Bauprogramme anfordern, könne die Lage auch trotz einer Einigung mit den Ländern über die Steuerbeteiligung des Bundes sehr ernst werden. Es sei deshalb auch aus diesem Grunde eine umfassende Sparaktion notwendig. Der Besatzungskostenhaushalt sei mit einem Posten von 1,5 Milliarden D-Mark nur durch Anleihen gedeckt, deren Realisierung vorerst als noch völlig unsicher gilt. Es ist daran gedacht, den Präsidenten des Bundesrechnungshofes mit dem Amt des Bundessparkommissars zu betrauen. Er habe durch seine Tätigkeit eine umfassende Einsicht in den gesamten Bundeshaushalt. Zudem verfüge er über die notwendige Beamtenschaft. Auf diese Weise werde es möglich sein, die Sparmaßnahmen ohne Aufbau neuer Behörden durchzuführen. Obstbeum-Zähiunq 1951 Bonn. In sämtlichen Gemeinden des Bundesgebietes findet vom 15, September bis zum 15. Oktober eine Qbstbaiumzah- lung statt. Im Gegensatz zu früheren Zählungen werden die Bäume nicht nach Betrieben, sondern je Flurstück ohne Rücksicht auf die Eigentumsverhältnisse registriert. Die Zahl der zu erfassenden Obstbäume wird auf etwa 1 Million geschätzt. Kölner Herbstmesse Köln. (Eigenbericht.) Mit einem deutsch- belgischen Wirtschaftstag, auf dem Bundesminister Prof. Erhard über aktuelle Fragen sprach, wurde der erste Teil der diesjährigen Kölner Herbstmesse, die Textil- und Bekleidungsmesse, eröffnet. Fast 1100 Aussteller bieten Textilien, Bekleidung und Textilzubehör an, während der Rest der Aussteller verwandte Industriegruppen, wie Lederwaren und Kosmetik, vertritt. Das Ausland hat 816 Aussteller aus 27 Nationen gesandt, darunter auch aus Uebersee. Der zweite Teil der Herbstmesse, die Haushalts- und Eisen-Waren-Messe, wird am 16. September eröffnet ♦ Gleichzeitig wurden über das Wochenende in Wien eine Jubiläumsmesse, in Gent eine Herbstmesse, in Berlin eine Seifenmesse und in Essen eine Ausstellung „Straße und Schiene“ eröffnet. Unhlarheiten im Prozeß Kalbfell Steigende Verschuldung der Landwirtschaft Hermes fordert angemessenen Gewinn — Gemeinsamer Weg mit Gewerkschaften Bonn. (Eigenbericht). Auf zwei bedeutenden Tagungen wurden über das Wochenende von führenden Persönlichkeiten der deutschen Agrarwirtschaft wichtige Erklärungen zur Lage der Landwirtschaft abgegeben. Bundesernährungsminister Niklas sprach auf dem Tierärztetag in Bad Salzschlirf (Hessen), der Vorsitzende des deutschen Bauernverbandes, Dr. Hermes, auf einer Kundgebung des Bauerntages in Rendsburg. Niklas erklärte, die deutsche Agrarpolitik müsse so gelenkt werden, daß ihr die Konkurrenz von außen nicht schaden könne. Trotzdem müßten in diesem Jahre noch 225 000 Tonnen Fleisch eingeführt werden, da die Bundesrepublik niemals in der Lage sei, sich selbst zu ernähren. Dr. Hermes kündigte den Entwurf eines Paritäts-Preissystems an, das den Land- Beschlagnahmte Vermögen nicht alle verloren Zwei Drittel der Auslandsguthaben unterlagen keiner endgültigen Verfügung Die Rechtsstellung der Eigentümer von Vermögen im Ausland, da® bisher nur beschlagnahmt aber noch nicht liquidiert oder enteignet wurde, ist, wie die Studienge- eellschaft für privatrechtliche Auslandsinteressen e. V. in Bremen schreibt, durch das neue alliierte Gesetz Nr. 63 verbessert. Das Konitrollratsgesetz Nr. 5, das nunmehr für die meisten Länder aufgehoben wurde, sprach bekanntlich von sich aus die Enteignung sämtlicher deutscher Vermögen im Ausland aus, die auf eine „Kommission für deutsche Auslandsvermögen“ übertragen wurden. Durch das neue Gesetz Nr. 63, das lediglich innerhalb der Grenzen der Bundesrepublik gilt, werden nur solche Enteignungen und Liquidationen 'bestätigt, die auf Grund einzelstaatlicher Gesetze im Ausland bereits vollzogen wurden oder noch in Zukunft vollzogen werden. Ueber mindestens zwei Drittel aller Auslandsvermögen wurde bisher noch nicht endgültig verfügt. Ihre Eigentümer können daher ihre Bemühungen um die Rückgewinnung ihrer Vermögen in einer verbesserten Rechtsstellung fortsetzen. 55 Millionen für Wasserwirtschaft Bonn. Der Wasserwirtschaft des Bundesgebietes wurden bisher aus Marshall- pianmdtteLn über 55 Millionen DiM als Darlehen zur Verfügung gestellt. Gefördert wurden damit die verschiedensten Gebiete des lartewirtschaftlichen Wasserbaues und verwandter Gebiete. wirten einen den Preisen in andern Wirtschaftszweigen entsprechenden angemessenen Gewinn sichern soll. Trotz Steigerung der Agrarerzeugung habe sich die Ertragslage der Landwirtschaft verschlechtert. Die Verschuldung habe sich von 2,5 Milliarden Mark nach der Währungsreform auf jetzt etwa vier Milliarden erhöht. Im Hinblick auf die Diskussionen über eine europäische Agrarunion empfahl Hermes, bis Erfahrungen mit dem Schuman- plan vorliegen. Er warnte vor einer zu weitgehenden Liberalisierung, die wichtige Spezialkulturen bedrohe und die Existenz zahlreicher kleinbäuerlicher Betriebe gefährde. Hermes stellte ferner fest, daß die agrarpolitischen Forderungen der Gewerkschaften sich im grundsätzlichen nur unerheblich von denen des Bauernverbandes unterschieden. Es komme jetzt darauf an, ob in der Praxis ein gemeinsamer Weg gefunden werden könne. Vieh- und Schweinemarkte Markdorf. 69 Ferkel waren am Montag auf dem Schweinemarkt aufgeführt. Die Preise bewegten sich bei mittelmäßigem Handel zwischen 60 bis 80 DM. Ravensburg. Auf dem Nutzviehmarkt am 8. August wurden 116 Stück Vieh aufgetrieben und 96 Stüde verkauft. Von 9 Farren (750—1000 DM) gingen 8 ab} von 14 Arbeitsochsen (850 bis 1200 DM) 12; von 18 Milchkühen (820—1020 DM) 15} von 22 hoditrächtigen Kalbeln (840—1170 DM) 18,* von 16 fühlbar trächtigen Kalbeln (650—870 DM) 12; von 18 Anstell-IUndem 6—12 Monate alt (330—490 DM) 15; von 19 Anstell-Rindern 12 bis 24 Monate alt (430—600 DM) 16. 700 Ferkel kamen auf den Markt und 610 konnten verkauft werden. Der Preis für mittlere Ferkel 6—8 Wochen alt betrug 30—35 DM, für schwere Ferkel 8—12 Wochen alt 35—43 DM. Während der Handel auf dem Nutzviehmarkt einen lebhaften Verlauf nahm, wird der Absatz auf dem Schweinemarkt als mäßig bezeichnet. Trotz 82 Zeugen kein Beweis •— Tübingen. Im Prozeß um die Reutlinger Geiselerschießungen, in dem an zwei Verhandlungs- t&gen 82 Zeugen vernommen worden sind, ist bisher für die Behauptung, daß Oberbürgermeister Kalbfell, die am 24. April 1945 erschossenen vier Geiseln den Franzosen benannt habe, kein eindeutiger Beweis beigebracht worden. Die Vernehmung des Helmut Holzer aus Essen, der Oberbürgermeister Kalbfell schwer belastet hatte, erbrachte sehr viele Widersprüche. Holzer hatte sich als ehemaliger Insasse des Konzentrationslagers Buchenwald der französischen Kommandantur zur Verfügung gestellt. Er war beauftragt worden, die Verbindung zwischen der Kommandantur und der Stadtverwaltung wahrzunehmen. Holzer will von dem Tode des französischen Soldaten erst nadi der Erschießung der Geiseln durch Kalbfell gehört haben. Vor einem Notar in Essen aber hatte er eidesstattlich versichert, daß schon am Abend des 23. April vom Tode des Soldaten, von Kontributionen, Geiselverhaftungen und Erschießungen gesprochen worden sei. Seine frühere Aussage, Kalbfell habe den Befehl zur Verhaftung des Oberfeldarztes Dr. Egloff gegeben, hielt er nicht aufrecht. Ebenso konnte er seine Aussage, Kalbfell habe die Zahl der zu erschießenden Geiseln auf vier her- unterg&drückt, vor der Kammer nicht wiederholen. Ueberraschende Aussagen brachte die Vernehmung von drei Zeugen, die Holzer schwer belasteten. Nach ihren Darstellungen hat Holzer 1945 von einer einflußreichen Stellung erzählt, die er in Reutlingen gehabt habe. Er habe dort vier Geiseln ausgesucht, die dann erschossen wurden. Zur gleichen Zeit habe Holzer Papiere verbrannt, die ihm unangenehm gewesen seien und vermutlich mit seiner Reutlinger Tätigkeit in Zusammenhang standen. Holzer bezeichnete diese Aussagen als einen Racheakt. Kronzeuge verweigert die Aussage Klarheit über die Vorgänge am Tage der Geiselerschießung hätte möglicherweise der als Zeuge vernommene katholische Stadtpfarrer Reicher bringen können, der damals die Geiseln auf ihren letzten Gang vorbereitet hatte. Unter Berufung auf den Artikel 9 des Reichskonkordats, das Schweigepflicht auf alles auferlege, was einem Geistlichen bei der Ausübung der Seelsorge anvertraut werde, verweigerte er jedoch auf die entscheidende Frage die Aussage. Der Vorsitzende belehrte ihn, daß er auf Grund der Strafprozeßordnung, die in Uebereinstimmung des Reichskonkordats formuliert sei, nur dann die Aussage verweigern könne, wenn er das Vorlagen eines Beichtgeheimnisses glaubhaft machen könne. Auf die Frage, was Keicher mit den vier Männern gesprochen und ob sie ihm etwas in bezug auf Oberbürgermeister Kalbfell gesagt hätten, schwieg der Zeuge. Das Gericht glaubte, nach dem Gesetz dem Zeugen eine Haftstrafe auferlegen zu müssen. In Anbetracht seines Alters jedoch wurde von einer Haftstrafe abgesehen. Das Gericht stellte fest, daß Stadtpfarrer Reicher kein Recht zur Zeugenverweigerung zu- stehe. ^ Badischer Kulturfilm uraufgeführt Karlsruhe. Der von der Arbeitsgemeinschaft der Badener gedrehte Kulturfilm »Baden, der Garten Deutschlands", ist jetzt in Karlsruhe uraufgeführt worden. Der Film, an dem der Kulturfiim- regisseur Wolf Hart maßgebend mitgeanbeitat hat, soll einen Gesamtüberblick über Baden, seine Wirtschaft und Kultur geben. Hinweis Der heutigen Ausgabe des Südkurier liegt ein Flugblatt von Südweststaat-Anhängern als An- zeigen-Beilage bei. RundfuftU Süd westfunk (SWF); Stuttgart (St) Beromünster (Be); Vorarlberg (V) DIENSTAG, 11. September- SWF: 6.10 Marktberichte} 7.20 Fortbildung in landwirtschaftlichen Berufen; 11.50 Bauraposcht (Tübingen); 12.10 Ackerbau (Rheinfunk); 14,00 Wir jungen Menschen; 15.00 Schulfunk: Kamerad Hund in Schnee und Eis; 16.00 Konzert} 16.45 Erzählung: Der Turm; 17.40 Das Jahr der Früchte (Freiburg); 18.00 Von alten Gasthäusern und Schenken; 20.30 Hörspiel: Die Rabatz-Kolonne; 23.30 Jazz. — St: 5.45 Marktrundschau; 8.00 Tagasmütter — eine Aufgabe; 11.45 Das Herbstfutter; 15.00 Schulfunk: Rossinis „Barbier von Sevilla"; 17.45 O alte Bacferherrlichkeit; 19.00 Abendserenade; 20.45 Aus dem Film „Hoffmanns Erzählungen", Dir. Sir Thomas Beediam? 21.10 Keine Zeit für Liebe, Diskussion; 22.10 Tanzmusik. — Be: 6.25 Europäisches Marschkonzert; 12.40 Konzert des Studio-Orchesters; 14.00 Musik für Dich; 16.00 Bauernmusik; 19.00 Orgelsonate von Bach; 20.00 Konzert des Studio-Orchesters; 21.00 Vom Geist des modernen Journalismus; 21.40 Das Köckert- Quartett spielt Mozarts Jagdquartett; 22.05 Schubert-Gesänge. — V: 12.00 Mittagskonzert aus Wien? 16.00 Harfenmusik; 16.30 Klassische Musik; 18.00 Der Mensch kann 120 Jahre alt werden. 18.15 Uhr Lieder von Schubert, Schumann, Brahms; 20.15 Operette von Eys- ler: Der unsterbliche Lump; 22.20 Hafis-Lieder; 23.00 Opernkonzert. MITTWOCH: SWF: 6.10 Marktberichte; 12.00 Zeit im Gespräch (Freiburg); 14.00 Schulfunk: Rund ums Eisen; 14.40 Sendung der freien Wohlfahrtsverbände; 16.50 Sang und Klang im Volkston; 17.20 Aus Wissenschaft und Technik: Zwei Nobelpreisträger, Prof. War- burg und Dr. Müller-Bftsel berichten; 17.40 Hörfolge um den Kupferstecher Martin Schongauer (Tübingen); 20.00 Melodienreigen; 21.40 Chormusik; 22.30 Theater macht Politik — in Amerika; 23.00 Tanzmusik. — St: 5.45 Marktrundschau; 8.00 Frauenfunk; 11.45 Ueber Getreidebeizung; 14.30 Von Kindern für Kinder? 15.00 Die Unverletzlichkeit der Wohnung? 16.00 Dänemark und die europäische Literatur; 17.00 Christentum und Gegenwart; 18.00 Unterhaltungsmusik; 19.00 Volksmusik; 20.05 Deutsche Nachkriegspolitik: Von Potsdam bis Bonn; 21.00 Beethoven, 7. Symphonie? 22.30 Hörfolge: Der Ministerialbeamte im englischen Weltreich; 23.15 Streichquartett und Lieder von Verdi. — Be: 6.25 Händel- Konzert; 13.25 Besinnliche halbe Stunde; 16.30 Mannheimer Kammermusik; 18.40 Von Sammlern und ihren Sammlungen; 20.00 Bunte Unterhaltung; 21.00 Familie Läderadi; 22.05 Geistliches Abendkonzert; 22.35 Englische Serenade. — V: 12.00 Mittagskonzert} 16.30 Kindergeschichten aus aller Welt; 18.00 Briefmarkenecke; 18.15 Französische Musik; 18.30 Zum Hochzeitstag von Robert und Klara Schuman? 19.15 Der Tupfen auf dem i; 20.15 Orchesterkonzert, u. a. Grieg, Klavierkonzert a-moll; 21.00 Jung-Tirol singt und spielt; 22.20 Heiteres und so weiteres; 23.00 Tanzmusik. [Ü@bgnj [ff@äbpnj CV1SCC HEFTE MONATSSCHRIFT DIR LANDSCHAFT UM DIN BODENSBH INHALT; Reiseplauderei • Heimatkunde * Kultur und Kulturgeschichte • Unterhaltung • Kunst und Kunstgeschichte • Wirtschaftsleben • Landschaft • Bodensee-Chronik * Literatur-Chronik Zn beziehen dnrek Jndn (nt« Bnchhandlmag «d«r la SEEHASEN-VERLAG • R. W. SCHWARZ KONSTANZ • ROSGARTENSTRASSB IS Fahrende Rundfunk-Großhandlung sucht branchekundigen e zur Vertretung ihrer Interessen ln Süd- ANeUOUR baden. Herren, die Ober einen eigenen — Ä M — Pkw. verfügen, bei dem Einzelhandel gut eingeführt sind und Sicherheiten für ein Auslieferungslager bieten können, werden um ausführliche Bewerbung gebeten unter 41S17 Südkurier Konstanz. Der große Kummer -: die Ferien sind zu Ende! Der Ansturm der täglichen Pflichten beginnt. Man besteht sie hervorragend durch eine Nachkur mit Dr. Schieffers Lebens-Elödr! Obendrein verstärkt es nachhaltig die eben gewonnene Erholung. Gr. 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Zimmerer und Angehörige Auf Wunsch des Verstorbenen fand die Beerdigung in aller Stille statt. 15, 17.30, 20.15 Uhr Heute bis Donnerstag roxy Die groBe Farbfilm-Operette mit Marika Rökk Kind der Donau (Jugendfrei) Bin unter Nr. 2119 a. d. Telefonnetz angesehdossen. August Bauz Dekoration«-, Flach- u. Schildor- maloroi usw. KONSTANZ, Zum Schänzle38 Dir 2- oder 4-takter-Fahrzeng ob Auto od. Motorrad repariert EMIL OERRL Rep.-Werkstätte Konstanz-Wollmatingen, Radolfzsller Straße 62 t Nach Gottes hl. Ratschluß verschied nach kurzer Krankheit im Alter von 83 Jahren unsere gute Mutter, Großmutter, Schwiegermutter und Tante, Frau Verena Erat geb. Baier Konstanz, den 10. September 1951. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Familie Julius Sauter-Erat Familie Josef Erat Familie Jakob Erat Beerdigung morgen Mittwoch, 15.30 Uhr. DANKSAGUNG Für die herzliche Anteilnahme bei dem Heimgang unserer lieben Mutter und Großmutter, Frau Alwine Münnich geb, Hopfmann sagen wir allen herzlichen Dank. 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