i SÜDKURIER. UNABHÄNGIGE HEIMATZEITUNG FÜR OBERBADEN UND DAS BODENSEEGEBIET Knctaeint Dienstag, Mittwoch, Donnerstag. Samstag. Verlag und Redaktion Konstanz, Marktstätte 4 Tel.: M4, MS, 1130, 1510, 1511. Fernschreiber: 05628. 7. JAHRGANG DIENSTAG 23. OKTOBER 1951 NUMMER 165 Bezugspreis monatlich durch Träger 2.50 Mark zu- zllgl. 30 Pfg. Trägerlohn, durch die Post 2.70 Mark, zuztlgl. 35 Pfg. Postzustellgebühr. Einzelpreis 20 Pfg Erdbeben auf Formosa - TOKIO. Ein starkes Erdbeben mit dem Zentrum in der Nähe von Formosa wurde am Montag von japanischen Erdbebenwarten registriert. Es wurden vier schwere Erschütterungen verzeichnet. Die Erdstöße waren heftiger als im Jahre 1948 auf Honsehn, wo damals in der Stadt Putoui viertausend Menschen ums Leben kamen. Auf der Insel Formosa wurden Nachrichtenverbindungen, Straßen und Eisenbahnlinien unterbrochen. Nach ersten Meldungen sollen Hunderte von Gebäuden bei dem Erdbeben eingestürzt sein. Ueber die Verluste an Menschenleben ist noch nichts bekannt Unwetter in Italien ROM. Bei der Unwetterkatastrophe in Süditalden, Sizilien und Sardinien sind nach bisherigen Ermittlungen 100 Personen ums Leben gekommen. Viele Tausende sind obdachlos geworden. Die Regierung hat bereits einen Nothilfefonds von zwei Milliarden Lire (etwa sieben Millionen D-Mark) zur Verfügung gestellt. Auch Papst Pius hat Unterstützungsmaßnahmen veranlaßt. In Teilen Siziliens besteht weitere Ueberschwemmungsgefahr. Die Flüsse und Bäche sind durch tagelange heftige Regenfälle zu reißenden Strömen gewor_ den. Ueber 200 Häuser sind in den letzten Tagen durch Unterspülung der Fundamente eingestürzt. 800 Wohnhäuser mußten in den vergangenen Tagen wegen Einsturzgefahr geräumt werden. Fludit auf der Lokomotive WIEN. Der 23jährige jugoslawische Heizer Anton Jez ist auf besonders abenteuerliche Weise nach Österreich geflüchtet. Er bemächtigte sich bei Rangierarbeiten in der jugoslawischen Station Aßling einer Lokomotive, mit der er in den Karawanken-Tunnel brauste. Drei Kilometer vor der österreichischen Grenze, mitten im Tunnel, ließ Jez die Lokomotive stehen und setzte zu Fuß seine Flucht zur österreichischen Grenzstation Rosenbach fort. Eine Million Tote durdi Autounfälie . „WASHINGTON. In USA wird voraussichtlich. im Dezember dieses Jahres die Zahl der Todesopfer bei Autounfällen eine Million erreichen. In den acht Kriegen und Bürgerkriegen, die Amerika seit 1775 durchmachte, hat die Zahl der Gefallenen erst jetzt im Koreakrieg die Millionengrenze um einige tausend überstiegen. Dreimal so hoch ist die Zahl der bisher bei Autounfällen verkrüppelten Amerikaner. Insgesamt wurden seit 1900 30,5 Millionen Amerikaner bei Autounfällen verletzt. Kirchendach eingestürzt — 9 Tole BUENOS AIRES. Ein Teil der Decke der St. Johanniskirche in Buenos Aires stürzte am Sonntag während eines Bittgottesdienstes für die Genesung Evita Perons auf 400 Gläubige herunter. 9 Personen, darunter 4 Kinder, wurden durch die herabprasselnden Steine erschlagen. 16 Schwerverletzte und viele andere mit leichten Verletzungen mußten ins Krankenhaus gebracht werden. In den Kirchen ganz Argentiniens wurden am Sonntag Bittgottesdienste für die baldige Genesung der Gattin des argentinischen Staatspräsidenten, die an Anaemie leidet, abgehalten. Verhandlungen über Feuerstop TOKIO. Die Verbindungsoffiziere der UN-Truppen und der kommunistischen Streitkräfte Unterzeichneten das endgültige Abkommen über die SScherheitevor- kehrungen, die bei der Wiederaufnahme der Waffenstillstandsverhandlungen für Korea getroffen werden sollen. I Ernster Konflikt um Steinstükken Der Gewaltstreich auf Berliner Ortsteil — Gegenmaßnahmen geplant — Hohe Kommissare sollen eingreifen BERLIN (G.-Eigenbericht). Der sowjetzonale Handstreich auf die kleine Ortschaft Steinstükken am Rande Westberlins hat den ganzen politischen Apparat der West- allüerten in Bewegung gebracht. Der amerikanische Stadtkommandant von Berlin hat sich mit der Bitte um Instruktionen an die Hohen Kommissare gewandt, da erfahrungsgemäß Protestschreiben an die sowjetische Kontrollkommission keinen Erfolg haben. So zögerten die Sowjets beispielsweise in den Vorjahren ihre Antworten auf die Proteste gegen die ostzonale Besetzung von Weststaaken, Stolpe und Karolinenhöhe lange Zeit hinau. Im Falle Steinstükken will man, so verlautet aus alliierten Kreisen, eine Wiederholung dieser Verschleppungstaktik von vornherein unterbinden. Nach Informationen wird die Lage von höchsten amerikanischen Stellen in Deutschland als äußerst ernst bezeichnet, weil eine Hinnahme des sowjetisch-deutschen Handstreiches das Vertrauen der Berlin- und Westdeutschen in den Schutz der Westalliierten schwer erschüttern würde. Steinstükken ist eine westberliner Enklave in der Ostzone. Es liegt zu Berlin wie Berlin zur Bundesrepublik. Diese Parallele hat naturgemäß starke Beunruhigung unter der westberliner Bevölkerung hervorgerufen. Heute Steinstükken, morgen ganz Berlin, Mit diesem Wort weist man in politischen Kreisen der Stadt die Alliierten immer wieder auf die Bedeutung dieses Falles hin. Von westberliner Seite wurde, so verlautet aus zuverlässiger Quelle, zweierlei Gegenmaßnahmen vorgeschlagen: entweder westalliierte Besetzung der kommunistischen Enklaven in Westberlin (das Reichsbahngebäude, kommunistisches Rundfunkhaus, polnische Militärmission), oder Herstellung einer territorialen Kontinuität zwischen Westberlin und Steinstükken. Die Verwirklichung beider Vorschläge könnte nur als militärische Aktion USA-Truppen für den Suezkanal Nahost-Politik der Westmächte am Wendepunkt LONDON. (Bericht unseres R.-Korrespondenten.) Die Verlegung amerikanischer Streitkräfte in das Gebiet am Suez-Kanal wird von maßgebenden Kreisen in London als wahrscheinlich bezeichnet. Es würde sich dabei vorerst um kleinere Verbände der US-Luftwaffe handeln, deren Verlegung in das Suez-Gebiet der ägyptischen Regierung praktisch klaimachien soll, daß ihr Konflikt mit England sich zu einem Konflikt mit dem Westen auszuweiten droht. Auf amerikanischer Seite herrscht offenbar die Befürchtung, daß Ägypten die Führung der Neutralitätsbewegung in der arabischen Welt an sich reißen will. Aber diese Versuche werden von Washington aufs schärfste abgelehnt, weil zur Erhaltung der Neutralität die Fähigkeit und Stärke gehören, diese Neutralität notfalls gegen jeden Versuch eines Mißbrauchs schützen zu können. Die amerikanischen Stabschefs sind sich mit ihren britischen, französischen und türkischen Kollegen darüber einig, daß die arabischen Staaten weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit diese Stärke besitzen. Die Selbstneutralisierung des Nahen Ostens stellt daher geradezu eine Einladung an Moskau dar, in das so entstehende Machtvakuum bei erster passender Gelegenheit fast mühelos einzudringen. Das ist der Grund, warum diplomatische Kreise in London davon überzeugt sind, daß der Fall Ägypten eine entscheidende Wendung der Politik des Westens im Nahen Osten zur Folge haben wird. Britisdie Streitkräfte verstärkt LONDON. Die englischen See- und Landstreitkräfte am Suezkanal werden laufend verstärkt. Das britische Kriegsministerium gab bekannt, daß die 19. In- Eanteriebrigade in den nächsten Tagen nach Ägypten transportiert werden wird. Seit Beginn der ägyptischen Krise sind etwa 6000 Mann nach der Kanalzone geschickt worden. 10 Kriegsschiffe, unter ihnen ein Kreuzer, ankern vor Port Said. Das Wochenende verlief in Ägypten bis auf einen Zwischenfall ruhig. Ein Kantinenwagen der britischen Armee wurde aus dem Hinterhalt beschossen, wobei der Fahrer verwundet wurde. In einer ägyptischen Note an die britische Regierung gibt Ägypten den britischen Streitkräften die volle Schuld für die Zwischenfälle in Ismailia und Port Said. Die britische Regierung wird beschuldigt, in der Kanalzone so zu handeln, als ob sie sich in erobertem Gebiet befinde. Die ägyptische Regierung fordert nochmals die sofortige Räumung der Kanalzone von allen britischen Truppen. Politische Kreise Ägyptens sind der Überzeugung, daß das Land gegenwärtig die größte Revolution seiner Geschichte erlebe. Die Parole lautet: Völlige Unabhängigkeit und kein zurück. Die Solidaritäts-Kundgebungen in den Nahost- Ländem für Ägypten halten noch immer an. Das syrische Parlament teilte dem ägyptischen Ministerpräsidenten mit, Siyrien betrachte die ägyptische Sache als seine eigene. Die Regierungen Frankreichs und der USA drängen, wie aus London mitgeteilt wird, auf eine schnelle Klärung der politischen Lage. Alle Staaten der arabischen Liga, mit Ausnahme Ägyptens, sollen zum Anschluß an das Verteidigungssystem Mittelost aufgefordert werden. Nach Ägypten Marokko? PARIS. Die Arabische Liga, der Zusammenschluß mohammedanischer Nationalisten, hat bei der Organisation der Vereinten Nationen, einen Antrag auf Aufhebung des französischen Protektorats in Marokko gestellt Im November soll dieser Antrag auf der UN-Tagung in Paris zur Verhandlung kommen. Jetzt hat der marokkanische Nationalistenführer Abdel Khalok Torres, in Tan- ger auf einer Kundgebung erklärt Nordafrika werde der nächste Schauplatz von Unruhen sein, falls die UN keine für Marokko zufriedenstellende Lösung treffe. Die USA sollten die Forderungen der Arabischen Liga hinsichtlich Marokko unterstützen — sie könnten dafür mit fünf Luftstützpunkten in einem unabhängigen Marokko rechnen. Frankreich will beim Büro der UN für die Absetzung des arabischen Antrages von der Tagesordnung vorstellig werden und dann in der Vollversammlung die Zuständigkeit der UNO für diese Frage bestreiten. erfolgen. Deshalb werden solche Gegenmaßnahmen sorgfältig erwogen werden müssen, sie könnten nur auf Anordnung der Hohen Kommission erfolgen. Nur Dreihundert SK. Da die Welt gewöhnt ist, in Millionenziffern zu denken, könnte es übertrieben erscheinen, daß um den Flecken Steinstükken so viel Erregung entsteht. Es sind ja „nur“ einige 200, höchstens 300 Menschen, um die es sich da handelt Aber um was geht es für diese 200 oder 300 Deutsche? Von heut auf morgen erlischt für sie die Möglichkeit, ihre Nahrungsmittel dort zu kaufen, wo es ihnen paßt. Von heut auf morgen bekommen sie Lebensmittelkarten und an die Stelle des hellerleuchteten Ladens tritt für freie Einkäufe das Staatsgeschäft, eine Filiale der sowjetzonalen Handels-Organisation. Von heut auf morgen sollen 9ie ihre Kinder aus den Schulen Westberlins herausnehmen und in die kommunistisch geleitete Einheitsschule schicken. Von heut auf morgen müssen sie sich der Kontrolle von Hausobleuten unterwerfen und sorgfältig bemüht sein, bei der kommunistischen Staatspolizei keinen Anstoß zu erregen. Die kommunistische Polizei kennt genau die Namen derjenigen, die dort in einer SPD- oder da in einer GDU-Versamm- lung auftraten und sie können darauf gefaßt sein, von heut auf morgen „abgeholt“ zu werden, wenn es so bleibt. Außerdem aber stehen diese 200 oder 300 Menschen als Symbol für die zweieinhalb Millionen Einwohner Westberlins. Ein Nachgeben des Westens im Punkt Steinstükken würde bedeuten, daß alle, die am Stadtrand Berlins wohnen, sich gefährdet fühlen müssen, denn was jetzt Steinstükken geschah, kann morgen an anderer Stelle versucht werden. Es hat sich am Fall des zum Tode verurteilten Oberschülers Flade gezeigt, daß der Osten zurückschreckt, wenn er die Empörung und die Entschlossenheit des Westens zu spüren bekommt. Auch, auf den Versuch die 200 oder 300 Menschen in Steinstükken kommunistischer Gewalt zu unterwerfen, muß der Westen so antworten, daß der Osten nachgibt. Clark US-Botschafter beim Vatikan WASHINGTON. Präsident Truman ernannte General Clark zum ersten Botschafter der Vereinigten Staaten beim Vatikan. General Clark ist zur Zeit Oberbefehlshaber der USA-Feldheeres. Während des Krieges befehligte er die 5. amerikanische Armee, die Stone nach der Räumung durch die Deutschen besetzte. Die diplomatischen Beziehungen zwischen der USA und dem Vatikan wurden schon 1867 gelöst und seither offiziell nicht wieder aufgenommen. Erst 1939 ernannte Roo- sevelt Myron Taylor zu seinem persönlichen Vertreter beim Papst. Die diplomatischen Beziehungen zwischen Washington und dem Heiligen Stuhl wurden dadurch noch nicht offiziell wieder aufgenommen. Im Jahre 1852 trat Taylor von seinem Posten zurück. Die Ernennung Clarks wird nach Ansicht des Weißen Hauses den Kampf gegen den Kommunismus stärken. Der Heilige Stuhl hat die Berufung Clarks mit Genugtuung aufgenommen. Die Wahl Trumans wird als sehr glücklich bezeichnet, da der Papst den General sehr schätze. Streiflichter: Kurz notiert Präsident Truman Unterzeichnete die vom USA-Senat angenommene Entschließung, die die Beendigung des Kriegszustandes zwischen Deutschland nnd den Vereinigten Staaten ansspricht. Der SPD-Vorsitzende Dr. Schumacher forderte eine Überprüfung der drakonischen Strafen, die die alliierte Militärjnstiz in vielen Kriegsverbrecherprozessen nach 1945 gegen Deutsche verhängt hat. Reisen zum Gräberbesuch zu Allerheiligen am 1. November und zum Totensonntag am 25. November werden nach einer Mitteilung der Bundesbahn zu verbilligten Preisen möglich sein. Etwa 600 Angehörige der unter dem Namen „Gespenster-Division“ bekannten ehemaligen 11. Panzerdivision schlossen sich ln Dillen- bnrg auf kameradschaftlicher Basis zusammen. Nachdem Im Sommer schon zwei DS-Dtvi- sionen in der Bundesrepublik eingetroffen waren, kamen jetzt Vorausabteilungen der 43. Infanteriedivision in Bremerhaven an. In Wuppertal entgleiste ein Straßenbahnzug, durchbrach das Geländer einer Eiseu- bahnbrücke nnd blieb zur Hälfte in 8 bis 10 Meter Höbe über dem Bahnkörper hängen. Es gelang unter großen Schwierigkeiten, die Fanfg&ste zu retten. In Westerstede in Niedersachsen wurde dieser Tage ein Schwein geschlachtet, das in drei Jahren das außergewöhnliche Lebendgewicht von 10,48 Zentnern erreichte. Mit 7000 Zuhörern feierten Montgomery, Winston Churchill und General Eisenhower in der Londoner Empress Hall das Gedenken an die Schlacht von El Alainein. Die Genesung des englischen Königs macht zufriedenstellende Fortschritte. Der König konnte in dieser Woche zum erstenmal nach seiner Lungenoperation einige Stunden aufstehen. Der jugoslawische Finanzminister gab bekannt, daß die für den 1. November geplante Aufhebung der Rationierung und allgemeine Lohnerhöhung bis Anfang kommenden Jahres verschoben worden ist. Ein internationaler Reisekongreß mit Delegierten ans insgesamt 41 Ländern wurde in Paris eröffnet. Zum drittenmal in diesem Jahr Ist in Frankreich der Benzinpreis erhöht worden. Das Benzin kostet jetzt 64 ffrs. (rund 77 Pfennig). Neun Flüchtlinge aus der Sowjetzone sind mit einem kleinen Motorboot in einem Hafen an der schwedischen Südküste gelandet und haben um Asylrecht gebeten. Drei Besatzungsmitglieder eines polnischen Fischkntters haben im schwedischen Hafen von Kalmar um Alylrecht nachgesucht. Sie batten den vierten Mann an Bord gezwungen, Kurs auf die schwedische Küste zu nehmen. Drei Zentralen eines durch ganz Italien organisierten Rauschgift-Schmuggelringes wurden von der italienischen Polizei in Mailand, Genna und Savona ansgehoben. Rückkehr nach 16 Jahren Der frühere Reichskanzler Brüning läßt sich in Deutschland nieder BONN. (Eigenmeldung.) Politische Kreise verzeichnen mit großem Interesse die Meldung, daß der frühere Reichskanzler Dr. Brüning an der Universität Köln den Lehrstuhl für politische Wissenschaften übernommen hat. Zwar handelt es sich da/bei zunächst nur um ein wissenschaftliches Lehramt, aber Dr. Brüning hat im politischen Leben Deutschlands eine so bedeutsame Rolle gespielt, daß allein die Tatsache seiner Rückkehr aus Amerika Anlaß zu manchen Überlegungen gibt. Bei seinen Deutschland-Besuchen während der Nachkriegszeit hat Dr. Brüning viele Ge- j spräche mit führenden Politikern vor allem der CDU gehabt und man meint, daß er bei ständigem Aufenthalt in Deutsch- alnd mindestens als ein erfahrener Ratgeber eine Rolle spielen wird. Brüning, heute ein Mann von 66 Jahren, wird schon Anfang November seine Vorlesungen beginnen, nachdem das Kabinett von Nordrhein-Westfalen einstimmig seine Wahl zum Mitglied der wirtschafts-wissenschaft- lichen Fakultät bestätigt hat. Der Weg zurück SK. (Brüning, aus den christlichen Gewerkschaften hervorgegangen, wurde 1930 als Vertrauensmann Hindenburgs Reichskanzler. Er hatte die Reichspolitik durch die schwere Zeit der damaligen Weltwirtschaftskrise hiradurchzusteuem. Sinkende Ausfuhr und sinkende Steuer- Einnahmen, steigende Arbeitslosigkeit, plötzliche Zurückziehung vieler Industrie- Auslandskredite waren die Wirkungen dieser Krise. Brünings Mittel dagegen waren im Innern äußerste Sparsamkeit in den Reichsfinanzen, was auch Beamtengehaltskürzungen zur Folge hatte, sowie Erschließung neuer Steuerquellen. Nach außen erreichte Brüning, daß den Reparationen ein Ende gesetzt wurde, zunächst durch einen sofortigen, vertraglich vereinbarten Zahlungsstop. Trotz dieser unbestreitbaren Erfolge verstand er es nicht, sich volkstümlich zu machen. Die Früchte seiner Politik erntete Hitler, nachdem Hindenburg plötzlich seinen Vertrauensmann Brüning fallen ließ, „hundert Meter vor dem Ziel“, wie Brüning selbst sagte. Ei folgten die kurzen Kanzlerschaften Papens und Schleichers und — 8 Monate nach Brünings Entlassung — die Kapitulation Hindenburgs vor Hitler. Während der 15 Jahre, die Brüning im Ausland zubrachte — durch lange Zeit als Professor an der Havard-Universität in USA — hat er seinen ganzen, nicht unerheblichen Einfluß dafür aufgewandt, Verständnis für die deutschen Notwendigkeiten zu wecken. Zum guten Teil auf diese in aller Stille wirkende Aufklärungsarbeit Brünings ging es zurück, daß schon in einem sehr frühen Stadium der Nachkriegszeit führende Männer der USA van schroffer Ablehnung Deutschlands in steigendem Maß zur Anerkennung der Qualitäten des deutschen Volkes bewogen wurden. Washington — Rom an. Es kommt nicht oft vor, daß die Ernennung eines Botschafters ein Ereignis von weltpolitischer Bedeutung genannt zu werden verdient. Eben dies trifft jedoch auf den überraschenden Entschluß Präsident Trumans zu, den General Mark Clark als amerikanischen Botschafter in den Vatikan zu entsenden. Die USA waren von 1848 bis 1868 durch einen Gesandten beim Heiligen Stuhl vertreten gewesen, hatten diesen aber schon vor dem Ende des Kirchenstaates auf Betreiben der amerikanischen Protestanten zurückgezogen, die nicht nur aus konfessionellen, sondern auch aus konstitutionellen Gründen gegen eine politische Vertretung beim Oberhaupt der römischen Kirche waren. Diese Qppo- stion hatte auch nach der Wiedererrichtung des Kirchenstaates 1929 fortgewirkt, und Präsident Roosevelt hatte nur angesichts der besonderen Bedeutung des Papstes während des zweiten Weltkrieges Myron Taylor 1940 als seinen persönlichen Vertreter in den Vatikan entsenden können. Als Taylor vor Jahresfrist aus persönlichen Gründen zurücktrat, blieb der Posten zunächst unbesetzt, während hinter den Kulissen eifrig verhandelt wurde. Wenn jetzt der Baptist Truman nicht etwa nur einen persönlichen Vertreter, sondern einen offiziellen Botschafter zum Heiligen Stuhl entsendet, so müssen ihn schwerwiegende Gründe dazu bestimmt haben. Der gemeinsame Kampf gegen den Kommunismus, der offiziös vor allem zur Beschwichtigung der überaus heftigen Kritik von protestantischer Seite angeführt wird, reicht als Begründung nicht aus. Der Wunsch, im Hinblick auf die Präsidentenwahl von 1952 die katholischen Wähler zu gewinnen, hat fraglos mitgesprochen. Mehr als alles andere dürfte aber die einfache Überlegung den Ausschlag gegeben haben, daß die stärkste politische Macht der westlichen Welt es sich einfach nicht leisten kann, aus konfessionellen oder parteipolitischen Erwägungen auf eine ständige enge Verbindung mit der einflußreichsten geistigen Macht des westlichen Kulturkreises zu verzichten. Truman hat diesen Entschluß gefaßt, obwohl damit neuer Zündstoff in die amerikanische Innenpolitik getragen worden ist. Selten hat der Vorrang der Außenpolitik so nachhaltigen Ausdruck gefunden. Drei Streitfragen GK. Eine Kette von Wahl-Mißerfolgen kennzeichnete die jüngste Entwicklung der CDU. In den Ländern, in denen seit 1949 gewählt wurde, erlitt sie fast überall Rückschläge. Nur die Berliner Wahlen stellten eine Ausnahme dar. In der besonderen Kampflage dieser Stadt, in der zuerst der Gedanke an eine überkonfessionelle christliche Partei verwirklicht wurde, hatte es aber seine besondere Werbekraft behalten, ja gegenüber der Sozialdemokratie erweitert. Das Problem, diese Werbekraft auch in anderen Teilen des Bundesgebietes zu entwickeln, hatte jetzt der CDU-Parteitag in Karlsruhe zu lösen. Um drei Streitfragen ging es dabei vor allem: Die Haltung zu den sozialen Problemen unserer Zeit, die Wirtschafts- und Finanzpolitik und die Organisation eines Parteikörpers, der durch seine betont föderalistische Grundhaltung und seinen gewollt überkonfessionellen Charakter weniger zentralistisch geführt werden kann, als andere Parteien. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Arnold, der Wert darauf legt, sich auch heute noch als Gewerkschaftler zu fühlen, hat für die folgende sozialpolitische Linie Zustimmung gefunden: Mitbestimmungsrecht der Arbeiter in einer Partnerschaft, nicht in automatischer Gleichsetzung mit dem Unternehmer. Statt der Durchdringung der Betriebe mit „betriebsfremden Gewerkschaftsfunktionären“, die Beteiligung des Arbeiters am Betriebe. In der Wirtschafts- und Finanzpolitik hat man sich für Erhards Kurs der Wirtschafts-Ankurbelung und gegen Schäffers Kurs der produktions-hemmenden Steuern entschieden. Organisatorisch hat man auch jetzt unter dem Parteiführer Adenauer keinen zentralen Generalsekretär eingesetzt, sondern man zielt auf eine Dreiteilung dieser Aufgaben hin. Man scheint stärker an jene Bevölkerungskreise herangehen zu wollen, die mit den Begriffen Mittelstand und Beamtenschaft Umrissen werden. Darüber hinaus will der linke Flügel offenbar auch die am ungünstigsten stehenden Schichten des deutschen Volkes ansprechen, die Rentner, die Arbeitslosen, kurz jene Kreise, die nicht organisiert sind. Und schließlich will man sich entschiedener als bisher geschah, der Jugend nicht nur annehmen, sondern ihr auch klarmachen, was für sie geschehen ist und geschehen soll Der Erfolg der parteipolitischen „Offensive“, die man ankündigte, wird im wesentlichen davon abhän- gen, ob die Strömungen innerhalb der Partei zu gemeinsamer Wirksamkeit zusammengehalten werden können. Dienstag, 23. Oktober 1951 SÜDKURIER Nr. 165 / Seite 2 Fall Platow zieht weitere Kreise Vier Beamte beurlaubt — BONN. Bundeskanzler Dr. Adenauer hat | dem Bundestagspräsidenten mitgeteilt, daß I die Beamten, Angestellten und Arbeiter des Iftmdes in Kürze nochmals eindringlich auf die Straf-, Dienststraf- und arbeitsrechtlichen Folgen eines Verstoßes gegen die Geheimhaltungspflicht und gegen das Verbot der Annahme von Geschenken hingewiesen werden sollen. Die Bundesbehörden sollen derartige Verstöße künftig mit aller Schärfe ahnden. Dr. Adenauer, der damit eine SPD- Anfrage zum Fall Platow beantwortet, teilt mit, daß bisher vier Beamte im Zusammenhang mit dem Fall Platow beurlaubt oder vorläufig ihres Dienstes enthoben wurden. Gegen vier andere sei deshalb nichts unternommen worden, weil sie zur Zeit aus anderen Motiven in Urlaub seien und keinen Dienst versehen. Wenn es ihnen bis zum Abschluß ihres laufenden Urlaubs nicht gelingen sollte, den gegen sie bestehenden Verdacht zu entkräften, würden sofort die notwendigen Schritte eingeleitet. Die Namen der Beschuldigten möchte die Bundesregierung nicht vor Abschluß der Staatsanwaltschaft- lichen Ermittlungen bekamntgeben. Ausführlich schildert der Bundeskanzler die Entwicklung des Falles Platow. Nachdem eine Ueberprüfung dieser Vorgänge den Verdacht ergab, daß Beamte und Angestellte verschiedener Ministerien unter Verletzung ihrer Amtspflicht „in einzelnen Fällen sogar gegen Geld und andere Zuwendungen“ Nachrichten aus ihren Ministerien übermittelte«!, habe das BundesJustizministerium Ende August die zuständigen Landesjustizverwaltungen gebeten, „ohne Rücksicht auf Dienststellung und Ansehen die notwendigen strafrechtlichen Maßnahmen einzuleiten“. Die Regierung beabsichtige nicht, das Recht der Presse auf Informationen einzuschränken. Die Regierung werde das Infonmationsbedürfnis der Presse durch das Presse- und Informatiomsamt und durch die bei den einzelnen Ministerien eingerichteten Pressereferate soweit als möglich berücksichtigen. Doch Staatsaufsicht? FREIBURG, (W. S.-Eigenbericht.) Auf einer Pressekonferenz über die Frage eines Staatsvertrages über den Südwestfumk erklärte Ministerpräsident Wohieb, man - Mahnung zur Korrektheit | werde in neuen Verhandlungen zu klären I haben, ob die Länder Baden und Würt- temberg-HohenaJollern in einem Zusatzabkommen zu dem van Rheinland-Pfalz bereits zum Gesetz erhobenen Entwurf ihre eigenen Vorbehalte festlegen solle. „Wir wollen keine Vermischung der Kompetenzen zwischen Verwaltung und Rundfunkrat“. Die iSrage der Staatsaufsicht müsse besser als bisher geklärt werden. Er wolle bei den kommenden Verhandlungen sowohl Vertreter der Landtage als auch dar Rundfunkgremien einbeziehen. Diesmal ging die CDU FREIBURG. (WS.-Eigenberdcht.) Die beiden bisher kürzesten Sitzungen brachte der badische Landtag am Montag hinter sich. Die erste Sitzung dauerte 70, die zweite nur sieben Minuten. Die Sitzung war bekanntlich von der GDU erzwungen worden, die durch den Auszug der Opposition aus dem Landtag in der vergangenen Woche nicht zu der Verabschiedung der von ihr angeregten Aenderung des badischen Landtagswahlgesetzes gekommen war. In der ersten Sitzung ist die Ergänzung zum Landtagswahlgesetz mit den Stimmen der GDU angenommen worden. Die Aenderung besagt, daß hundert Unterschriften genügen, um einen Kandidaten einer neuen Partei aufzustellen. Die vorhergehende Bestimmung, die tausend Un_ terschriften vorgesehen hatte, war von der SPD und der FDP zum Hauptgegenstand einer noch schwebenden Staatsgerichtshof-Klage genommen worden. Nach Erledigung der Tagesordnung stellte die Opposition den Antrag auf eine neue Sitzung, die auch tatsächlich nach Abschluß der ersten ednberufen wurde, vom Landtagspräsidenten aber gleich darauf wegen Beschlußunfähigkeit aufgehoben werden mußte. In diesem Fall hatte die CDU den Saal verlassen. Wie im Verlauf der Sitzung mitgeteilt wurde, ist die erst kürzlich bekanntgegebene Verordnung über die Lockerung der Zwangswirtschaft im Wohnungswesen, die auf den Widerstand verschiedener Gemeinden in Baden gestoßen ist, abgeändert worden. Es sollen nur die Gemeinden die Verordnung anwenden, die sich selbst dafür entscheiden. Frieden statt Besetzung Acheson: Vertragliche Vereinbarungen mit Bundesrepublik kommen WASHINGTON. USA - Außenminister Acheson unterstrich erneut das Bestreben der USA, der Bundesrepublik an Stelle der Besetzung „den Frieden und die Einrichtungen des Friedens“ zu bringen. Darunter verstehe er vertragliche Vereinbarungen mit der Bonner Regierung, durch die die Bundespolitik einen „ehrenhaften und gleichberechtigten Anteil an der europäischer) Gemeinschaft haben kann und an die Seite der Staaten zu treten vermag, die im Gebiet des Atlantik für die Wahrung von Frieden und Sicherheit sorgen“. Er werde deshalb nicht dauernd an der UN-Vollversammlung in Paris teilnehmen können, sondern mit dem WETTERVORHERSAGE des Amtlichen Landeswetterdienstes Auf der Ostseite eines kräftigen, über dem Nordatlantik liegenden Hochs hat sich eine ausgedehnte kalte Nordwestströmung von Grönland bis nach Mitteleuropa ausgebildet. Die Abkühlung ist auch über Süddeutschland beträchtlich und die Kaltluft bedingt unbeständiges, kühles Wetter. Aussichten bis Dienstagabend: Stark bewölkt bis bedeckt und noch weitere Niederschläge, die in Gipfellagen des Schwarzwaldes in Schnee übergehen. Am Dienstag nur langsame Besserung. In der Nacht zum Mittwoch bet Aufklaren Frost. Tageshöchsttemperaturen um 10 *. 100 DM in Zürich: 22. 10.: 80/82 sfrs; 20. 10.: 80/82 sfrs. amerikanischen Hoben Kommissar für Deutschland, McCloy, und den Außenministern Großbritanniens und Frankreichs Deutschlandfragen zu besprechen haben. Acheson gab der Hoffnung Ausdruck, daß der Inhalt der gegenwärtigen Verhandlungen der Hohen Kommissare mit der Bundesregierung auf der Atlantiktagung in Rom die Zustimmung der übrigen Atlantikmächte'finden werde. Zur Lage im Nahen Osten sagte Acheson, Ägypten könne nicht einfach seine sämtlichen internationalen Verpflichtungen „über Bord werfen“. Acheson wandte sich gegen die Vermutung, daß die westliche Welt durch ihre WiederbewafEnung die Gefahr eines neuen Krieges heraufbeschwöre. „Wenn die andere Seite ins Gespräch kommen will, so sind wir dazu bereit, aber wenn sie schießt, so schießen wir zurück.“ Königsberg nicht Kaliningrad BURG an der Wupper. Bundespräsident Heuß erklärte anläßlich der Einweihung eines Mahnmals für den deutschen Osten auf Schloß Burg die Ostvertriebenen ständen nicht als Bettler in Westdeutschland, sondern sie ständen da als Besitzer der Werte, die der deutsche Osten zur politischen und kulturellen Geschichte des öffnet alle Grenzen weit! Frankreich nennt dem Osten Bedingungen für Zusammenarbeit deutschen Volkes beigetragen habe. Der geschichtliche Sinn des Mahnmals sei, wache Klarheit, geduldige Einsicht und Entschlossenheit als Grundwerte des politischen Verhaltens zu wecken. Kant habe die Welt mit seinem Denken von Königsberg und nicht von Kaliningrad erleuchtet. Auf der Burg werden goldene Bücher der Technischen Hochschule Danzig und Breslau aufbewahrt. In einer Nische eines Saales wird auf einem Pfeiler eine mit schlesischer Erde gefüllte Bemsteinschale aufgestellt. Der Kehler Hafenvertrag FREIBURG. (W. S.-Eigenbericht.) Zu dei Unterzeichnung des Abkommens über den Rheinhafen Kehl zwischen dem Land Baden und Frankreich erklärte Staatspräsident Wohieb, daß der Briefwechsel über die Auslegung des Vertragswerks gleichermaßen bindend sei wie der Vertrag selbst. In diesem Briefwechsel wird u. a. festgestellt, daß die französische Gruppe nur bei Fragen des ausgesprochenen Transitverkehrs die stärkere Stellung habe. Damit sei der Vertrag im deutschen Sinne entschieden. Das jetzige Abkommen stelle einen großen Gewinn dar. Auch die Gegenseite sei der Auffassung, daß man auf diese Weise zu einer guten Zusammenarbeit kommen könne. Maul und Klauen seudie am Bodensee ÜBERLINGEN. Die Maul- und Klauenseuche, die vor kurzem in Mittelbaden auftauchte und auch andere Gebiete der Bundesrepublik heimsuchte, ist nun überraschenderweise auch im Bodenseegebiet ausgebrochen. Am Wochenende wurde die Seuche im Hofgut Georg Ruhe, Hallendorf (Gemeinde Mühlhofen), im Gehöft des Bauern Julius Kitt in Ueberlingen, bei Gastwirt und Viehhändler Adolf Helbling in Wahlwies (Stockach), auf dem Buchhof (Bezirk Radolfzell) und bei Landwirt Huch- • ner in Böhringen bei Radolfzell festgestellt. Im Landkreis Konstanz sowie in großen Teilen der Kreise Ueberlingen und Stockach sind alle Viehmärkte abgesagt worden. Verwirklichungen des Ahlener Programms KARLSRUHE. (Eigenbericht). Die zweitägige Arbeit des Parteitages der CDU mündete am Sonntag in eine Entschließung, in der die Arbeit und die Politik der Bundesregierung gebilligt und die Wiedervereinigung Deutschlands in Freiheit in einem geeinten Europa verlangt wird. Noch einmal versicherte der Bundeskanzler, die überwiegende Mehrheit des deutschen Volkes habe erkannt, daß sich die Bundesrepublik zum Westen be_ kennen müsse. Die Delegierten sprachen sich ferner dafür aus, daß der Bundespräsident die dritte Strophe des Deutschlandliedes als Nationalhymne bestimmen möge. Das Schwergewicht des Parteitages lag im übrigen auf der Erörterung der wirt- schafts- und sozialpolitischen Ziele der Partei. Hauptbefürworter der sozialen Forderungen war Ministerpräsident Arnold von Nordrheinland-Westfalen, der für die Verwirklichung des Ahlener Pro_ gramms und des Mitbestimmungsrechts sprach. An konkreten Forderungen wurden in einer Entschließung die Bejahung einer gesunden Mittelstandspolitik und die Annahme des Schumanplanes verlangt. Weiter heißt es in der Entschließung, daß die soziale Hilfe auf „die wahrhaft Notleidenden und schicksalhaft bedingt Erwerbs- und Arbeitsunfähigen, die Waisen und die Alten“ konzentriert werden soll. Daneben werden Vorrang für den sozialen Wohnungsbau, rascher Lastenausgleich, einheitliche Kriegsopferversorgung, Familienausgleichskassen und Kinderhilfen gefordert. Beim Gestalten des Schulwesens müßten die Eltern verantwortlich mitbestimmen. Ein Schulmonopol der öffentlichen Hand wird abgelehnt. TARBES (Südframkreich). Mit voller Zustimmung der französischen Regierung und im Namen Frankreichs legte der französische Staatspräsident Vincent Auriol die Bedingungen dar, unter denen Frankreich bereit wäre, mit der Sowjetunion und den anderen Staaten hinter dem Eisernen Vorhang „vertrauensvoll zusammenzuarbeiten“. Auriol nannte folgende Bedingungen: „Oeffnet alle Grenzen weit, laßt Bücher, Zeitungen, Gedanken und Personen unbehindert in sämtlichen Ländern der Welt verkehren, stellt die demo. kratischen Freiheiten in allen Staaten wieder her, hört mit allen Beleidigungen und Gewaltmaßnahmen gegen die Demokratien und ihre Regierungen auf, beendet die Tätigkeit derjenigen internationalen und nationalistischen totalitären Organisationen, die die Unruhestifter und Agitatoren in den freien Staaten lenken. Dies sind die wichtigsten aller Bedingungen zur Zusammenarbeit. Sie sind ehrlich und ohne Hintergedanken gemeint“. „Wenn erst einmal diese moralischen Bedingungen erfüllt sind“, fuhr Staatspräsident Auriol fort, „dann laßt uns — gleichzeitig und überall — eine internationale und ständige Kontrolle aller herkömmlichen und Atomwaffen organisieren, nachdem eine genaue Uebersicht über die Streitkräfte in allen Staaten aufgestellt ist. Anschließend daran müßten wir die Nationalarmeen auf Polizeitruopen ohne schwere Bewaffnung beschränken und eine internationale Armee der Vereinten Nationen gründen, wie sie in den UN-Satzungen zur Durchsetzung der Entscheidungen der UN vorgesehen ist“. UN und gesamtdeutsche Wahlen LONDON. Die Frage der freien Wahlen für Gesamt-Deutschland wird voraussichtlich von der britischen, der französischen und der amerikanischen Regierung im November vor die UN gebracht werden. Ein Sprecher des Foreign Office erklärt, der nächste Schritt müsse jetzt von den Besat- Überwindung des atheistischen Weltbildes In- grundsätzlicher Hinsicht fand besonders die Rede des Berliner CDU-Bundes- tagsabgeordneten Dr. Tillmanns Beachtung, die in der Feststellung gipfelte, daß in Deutschland eine feste und klare christliche Politik notwendig sei und daß sich darüber hinaus in den Völkern Europas ein freies gemeinsames Staatsethos durchsetzen müsse. Grundlage dazu sei eine echte christliche Gesellschaftslehre. Prof. Dr. Aloie Dempf, der vom katholischen Standpunkt aus sprach, ergänzte die Ausführungen Dr. Tillmanns mit dem Hinweis, daß nur ein wirklich christliches Staatsethos die Fragen unserer Zeit lösen könne. Das Überleben Europas hänge davon ab, daß das christliche Weltanschau- ungs- und Lebensbild das atheistische Weltbild überwinde. Die Wahl eines neuen geschäftsführen- den Vorstandes wurde auf Anfang November vertagt. Ein für die CDU neuartiges Gremium soll die innere Organisation der Partei wahrnehmen. Als Geschäftsführer sind vorgesehn: Dr. Robert Till- mans für Grundsatzfragen, Dr. Kurt Georg Kiesinger für Organisationsfragen und Dr. Franz Josef Würmeling für Personal- fragen. Stuttgart klagt gegen Bund STUTTGART (Tfz. - Eigenbericht). Die württembergisch-badische Regierung hat dem Bundesverfassungsgericht eine Klage gegen das Finanzausgleichsgesetz unter den Ländern überreicht und beantragt, festzustellen, daß dieses Gesetz mit dem Grundgesetz unvereinbar und daher nichtig ist. Die Finanzausgleichsleistungen sollen bis. zur rechtskräftigen Entscheidung gestundet werden. zungsmächten unternommen werden, die in der Hohen Kommission vertreten sind. Dieser Schritt werde darin bestehen, daß der Vollversammlung der UN Anfang November in Paris der Vorschlag unterbreitet wird, ein® Kommission für Ost- und Westdeutschland zu bestimmen. Diese neutralen Ausschüsse sollten untersuchen, ob die Voraussetzungen für die Abhaltung freier Wahlen in Ost- wie in Westdeutschland gegeben sind. Mitbestimmung unabdingbar LTPPSTADT. Der DGB - Vorsitzende Christian Fette erklärte auf einer Gewerkschaftskundgebung, die Bundesregierung müsse jetzt entscheiden, ob sie künftig mit den Gewerkschaften, ohne sie oder sogar gegen sie arbeiten wolle. Die Gewerkschaften würden noch aktiver werden. Daran könne auch ein Mann wie Bundesjustizminister Dehler nichts ändern. „Die Mitbestimmung bleibt für die deutsche Gewerkschaft unabdingbar.“ Die Gewerkschaften erwarteten jetzt klare und bindende Entscheidungen der Bundesregierung ziur Mitbestimmung. Der DGB habe keine totalitären Machtansprüche, sondern es gehe ihm bei der Mitbestimmung darum, die Macht des „totalitären Kapitals“ zu brechen. Griechen und Türken aufgenommen LONDON. Die erste Erweiterung des Atlantikpakts seit seiner Unterzeichnung am 4. April 1949 in Washington und gleichzeitig die erste Aenderung des Vertrages wurden am Montagnachmittag in London feierlich vollzogen. Vertreter der Außenminister aller zwölf angeschlossenen Staaten unterschrieben im Exekutiv-Ausschuß der Nato ein Protokoll über die Aufnahme der Türkei und Griechenlands. Im Text des Protokolls wird gleichzeitig der Paragraph des ursprünglichen Vertrages geändert, der sich auf den Schutz Westdeutschlands bezieht. Während bisher der Angriff auf Besatzungstruppen als „Bündnisfall“ galt, heißt es jetzt, daß ein Angriff auf Truppen eines angeschlossenen Staates, der zur Zeit des Inkrafttretens des Vertrages Besatzungstruppen in dem Angriffsgebiet stehen hatte, die Hilfe der sämtlichen Atlantikpaktstaaen auslösen wird. „Na, wer hat Lust nach der Sowjetzone — Vater SED-Funktionär, Mutter Aktivistin, Aufenthalt im Kinderheim?“ SUDKÜRIER Verantwortlich für Politik: Konrad Gunst. Nach richtendienst: Graf Ludwig Douglas- Wirtschaft: Dr. Gustav Adolf Groß. Feuilleton: Ludiwig Emanuel Reindl. Heimat: Alois Beck, Herbert Steinert. Sport: Alfred Strobel. Chef vom Dienst: Helmut Jacobsen. Verlag: Südkurier GmbH., Konstanz, Marktstätte 4. Drude: Druckerei und Verlagsanstalt Konstanz GmbH. Soziale Forderungen auf dem CDU-Parteitag Rezepte für den Hausgebrauch Man soll mit Aerzten keinen Scherz treiben, sie könnten wieder scherzen. Nur als Medizin sozusagen, aber Medikamente schmecken gewöhnlich bitter. Und überdies pflegen Antworten aus ärztlichem Mund noch bekannt zu sein, wenn die Rezepte aus ärztlicher Hand längst vergessen sind. Berlins weiland berühmtester Arzt — Ruhm, auf gesegnete Grobheit gegründet — und als „der alte Heim“ weit über die Stadtgrenzen bekannt, war auch einmal jung und noch nicht berühmt, als er in Spandau begann, sich eine Praxis zu gründen. Eine tugendsame, wenn auch im Erblühen schon fortgeschrittene Jungfrau vis ä vis gedachte, ihn kurzerhand als Medizin auf Lebenszeit zu vereinnahmen und hielt das nicht für schwer. Ein Arzt ist schließlich bald ans Bett geholt. Der junge Herr Doktor Heim kam, unterbrach bald einen Wortschwall von Benommensein, Herzklopfen und schlaflosen Nächten, griff an den Puls, sah über die bewegliche Zunge hinweg in nur noch anatomisch interessante Halspartien und faßte sich kurz: „Alles Einbildung, Verehrteste! Ihnen fehlt sonst nichts. Heiraten müßten Sie!“ War das ein Wink? Die Patientin nahm es dafür und raschelte kokett mit dem rosa Nachthäubchen. „Ach, wenn Sie das ernst meinten, Herr Doktor!“, flötete es süß aus dem Kissen. „Wir Aerzte“, erklärte Heim und tastete nach der Türklinke, „verschreiben nur die Medizin und sind nicht verpflichtet, sie selber zu gebrauchen.“ Sprachs, ging und sandte außerdem eine gefühllose Liquidation über zwei harte Taler. * Daß nur Geheimrat Virchow ihm helfen könnte, hatte sich der Direktor einer Eisenbahngesellschaft in den Kopf gesetzt, so robust auch die Konstitution war, der er sich als einstmals ehrsamer und durch Spekulationen emporgekommener Schmied erfreuen konnte. „Der Magen, Herr Geheimrat“, klagte er, „der Magen macht nicht mehr mit.“ Virchow untersuchte gewissenhaft und zog nach kurzem Ueberlegen die Stirn in die bekannten ernsten Falten. „Da muß ich Ihnen Diät verordnen, lieber Direktor“, meinte er, „also: nichts Schweres, nichts Blähendes, verstehen Sie?“ Der Patient war befriedigt. „Welche Speisen wären denn das, Herr Geheimrat?“ „Na“, erläuterte Virchow und verzog die Mundwinkel dabei, „Sie wissen doch noch von früher, daß ein Amboß schwer und ein Blasebalg blähend ist. Diese beiden Dinge verschlucken Sie also lieber nicht. Sonst wüßte ich nicht, was Ihnen schaden könnte.“ * Am allerwenigsten konnte Robert Koch es vertragen, wenn man seine Zeit für nichts und wieder nichts in Anspruch nahm. In seiner Wollsteiner Zeit war es einer der Honoratioren, der mit seiner ausgeprägten Erfindungsgabe für eingebildete Leiden auch Geduldigere in Harnisch bringen konnte und zudem aus Grundsatz die Begleichung der Rechnung zu vergessen pflegte. Dieser wenig löbliche Patient schickte in einer üblen Novembernacht wieder einmal die Botschaft, der Herr Doktor müsse kommen, unbedingt und sofort. Koch folgte dem Ruf mit Grimm im Herzen. „Herr Doktor“, wurde er empfangen, „was soll ich machen? Ich kann nicht mehr gehen, nicht mehr stehen, nicht mehr sitzen, nicht mehr liegen-“ „Aufhängen!“, verordnete Koch kurz und bündig und empfahl sich grußlos Rudolf Winkler Rundfunk und Konzertsaal Wilhelm Furtwängler, der auf seiner Deutschland-Tournee mit den Wiener Philharmonikern in Düsseldorf die westdeutschen Musikkritiker empfing, äußerte sich dabei auch zu Fragen der Programmgestaltung und der Rundfunkübertragungen. Der große Dirigent bekannte sich zu dem lebendigen Austausch mit dem Publikum, der nur im Konzertsaal möglich sei. Der Rundfunk schätze nach amerikanischem Muster Sauberkeit im Kleinen mehr, als Inspiration im Großen. „Die wilde Konkurrenz des Rundfunks“, der doppelt so hohe Gehälter wie die Länder und Städte zahle, bringe auf die Dauer die qualitätsvollen Kulturorchester in die größten Schwierigkeiten, besonders wenn die Rundfunkensemfoles mit ihren Leitern auch noch ihren Ehrgeiz darin sähen, öffentlich zu konzertieren Für seine Person hat Furtwängler sich durch Verträge dagegen gewehrt, daß seine Darstellung der großen Sinfonik beliebig oft und gegen ein kleines Entgelt durch Abspielen von Bändern wiederholt werden könne. Er mußte es erleben, daß in Amerika Furtwängler-Platten verkauft wurden, von deren Existenz er gar nichts gewußt hatte. Er stellte dann fest, daß Magnetophon-Aufnahmen aus Deutschland nach Amerika geschickt, die Bänder dort auf Platten überspielt, und mit denen nun Geschäfte gemacht wurden. Das seien die Folgen der Ueber-Technisierung, stellte Prof. Furtwängler fest. Der Gefahr der Routine bei sehr häufiger Wiederholung der gleichen Werke ist nur zu entgehen, wenn der Interpret seine menschlich künstlerische Aufgabe darin sieht, das Geschaffene ständig neu zu erleben und zu vermitteln. Dr. Faustus auf der Puppenbühne Das 100. Bärenreiter-Laienspiel Die Laienspiele des Bärenreiter-Verlages (Kassel und Basel), die nicht nur zerstreuen, sondern auch ihren Teil zur Sammlung erzieherischer, dichterischer und religiöser Kräfte beitragen wollen, und deshalb tan die stete Mitarbeit dichterisch gestaltender Menschen und Kreise bemüht sind, veröffentlichten als hundertstes Heft das Puppenspiel vom „Leben und Tod des großen Erz-Zauberers Dr. Johannes Faustus“, wie es der bei Ueberlingen lebende Schriftsteller Wolfgang Martin Schede für das Marionettentheater von Harro Siegel in Braunschiweig neu gefaßt hat. Wolfgang Martin Schede, selbst ein alter Puppenspieler, unternahm es, die verschiedenen Varianten der alten Quellen in eins verschmelzend, den Stoff, der über Ohristopher Marlowes „tragical history of Dr. Faustus“ auf die Puppenbühne wänderte, aus dem Geiste des alten Volksbuches zu erneuern und die einzelnen Gestalten ins Sinnbildliche zu steigern, ohne das Komödiantische zu verleugnen. So erlebt man das Spiel mit dem tragischen Schluß, den es vor der metaphisisch optimistischeren Wendung hatte, die ihm Goethe gab: Faust fährt gnadenlos zur Hölle; aber wie Don Quichotte von Sancho Pansa begleitet ist, so ist unserem Helden der unverwüstliche Hans Wurst zur Seite gegeben, der das faustische Streben im Mittelmaß des Hausbacken-Gesunden aufs köstlichste parodiert. In einem Geleitwort spricht der Bearbeiter über Sagen und Mythen als Spiegel geistiger Realitäten, und man spürt, daß er selbst ein solcher Alchimist und Schatzgräber an nächtlichen Kreuzwegen ist, nur daß für ihn diese Sagen und Mythen selbst die verborgenen Schätze sind, an denen sich seine schöpferische Fantasie entzündet. Das Bändchen, dem auch der Nur-Leser dankbar einen Platz in seinem Bücherschrank gewährt, ist mit Bildern nach den Puppen Harro Siegels illustriert. W. Q. KULTURNACHRICHTEN Professor Karl Adam, der frühere Lehrer für Dogmatik und Dogmengeschichte der Tübinger Universität, beging am 22. Oktober seinen 75. Geburtstag. Der Gelehrte hat eine große Anzahl bedeutender wissenschaftlicher Bücher veröffentlicht, die zum Teil in viele Sprachen übersetzt wurden, u. a. „Das Wesen des Katholizismus“, „Jesus Christus“ und „Christus unser Bruder“. Die Bayerische Akademie der schönenKünste hat den Komponisten Igor Strawinsky zum korrespondierenden Mitglied gewählt. Außerdem wurden Werner Egk zum ordentlichen Mitglied der Abteilung Musik und Hermann Uhde- ■ Bernays zum ordentlichen Mitglied der Abteilung Schrifttum der Akademie gewählt. Von Ernst Barlach zeigt die Galerie Alex Vörnel, Düsseldorf, zur Zeit in einer Sonderausstellung 50 Plastiken und Originalzeichnungen. Die Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (Spio) hat auf einer Sitzung in Wiesbaden einstimmig beschlossen, von der Bundesregierung eine sofortige Erhöhung der Eintrittspreise der Lichtspieltheater um 20 Prozent zu fordern. Der Schritt wird damit begründet, daß der durchschnittliche Eintrittspreis in den Lichtspieltheatern nur um etwa 15 Prozent über dem Preis des Jahres 1936 liege, während die Lebenshaltungskosten und vor allem die Produktionskosten um mehr als 60 Prozent gestiegen seien. Eine Geor g-Kai ser - Ge Seilschaft ist in München in Anwesenheit der Witwe des Dichtere gegründet worden. Zum Vorsitzenden wurde der Dramatiker Arthur Müller gewählt. Die Gesellschaft setzt sich für die Verbreitung der gesammelten Werke Georg Kaisers ein und errichtet ein Archiv mit Briefen und unveröffentlichten Werken. Eine deutsche Sektion der Kunstkritiker wurde in München auf Anregung des internationalen Verbandes der Kunstkritiker (A.I.CA.) gegründet Der Vorstand, durch schriftliche Abstimmung der Mitglieder gewählt, setzt sich folgendermaßen zusammen: Präsident Dr. Franz Roh, Vizepräsident Dr. Bruno E. Werner und Sekretär Hanns Theodor Flemming. ml r Dienstag, 23. Oktober 1951 SÜDKURIER Nr. 165 / Seite 3 Fünfmal geteilte Fußballfreuden im Süden Fünf Elfmeter in den acht Spielen der 1. Liga — Schlechte Schiedsrichternoten (W.B.-Eigenbericht). Das Tabellenbild trüg* — *0 einfach ist es am verflossenen Spieltag ln der I. Fußbailiga Süd wahrlich nicht gewesen! Zunächst: Es gab keinen einzigen Sieg einer auswärts spielenden Mannschaft. Nur dreimal gewannen die Gastgeber und fünfmal teilte man sich fax die Punktehren des Tages. Um so erbitterter und härter waTen die Kämpfe selbst, denn fünfmal mußten Elfmeter verhängt werden, vier davon wegen Foul-Spiel. Bis auf zwei Ausnahmen sprangen „englische" Resultate heraus. Zuerst einmal wurde der VfR Mannheim mit 4:1 beim VfB Stuttgart ausgebootet. Und die Begegnung zwischen Waldhof und Fürth ergab mit 3:3 ein Resultat, über das man noch lange und sehr heftig debattieren wird. Der Tabellenführer VfB hat zwar seine Position festigen können. Aber bis zur 83. Minute sah es ganz nach einer Sensation durch den deutschen Meister des Jahres 15M9 aus, der beim Stande von 1:1 die VfB-Elf in immer größere Nervosität brachte, die Deckung aufriß und um das berühmte Haar vor der 2:1-Führung stand. Da packte den Vf® Stuttgart noch einmal der Ehrgeiz. Und Glück hat er ja immer bei solchen Anlässen, wenn eine verfahrene Karre aus dem Dreck gezogen werden soll: in genau sieben Minuten funkte er Mannheims Torwart Jockel noch dreimal ins Netz. Das haben selbst die abgebrühtesten Stehplatzbesucher noch nicht erlebt. Jedenfalls: Man sicherte die beiden -■hinkte und untermauerte die Tabellenführung vor dem 1. FC Nürnberg, der ebenfalls gewann und nun punktgleich auf Platz zwei liegt. 'Dieses 1:0 über den FC Bayern München, dessen starke Hintermannschaft, Nationalspieler Streitle an der Spitze, wahre Heldentaten verrichtete, kam erst nach 81 Minuten zustande. Eine Vorlage von Mittelstürmer Brenzke nützte Linksaußen Kallenbom zum goldenen Treffer des Tages aus. Die Spielvereinigung Fürth aber kommt über Platz neun nicht hinaus. Diesmal mußte sie sich mit einem 3:3-Remis beim SV Waldhof begnügen, obwohl man noch zwei Treffer mehr erzielte die aber der Schiedsrichter aus Offenburg, Lehmann, ebenso wenig genehmigte wie zwei Tore des SV Waldhof. Dafür anerkannte er einen Irr- regulären Treffer der Waldhofer, als die Fürther mit 2:1 in Führung gelegen hatten. Der Reporter vom Süddeutschen Rundfunk meinte: „Der Schiedsrichter war die unglücklichste Figur". Auch Weigel aus Frankfurt bestach keineswegs durch treffsichere Entscheidungen, als er im Spiel zwischen 1860 München und den Stuttgarter Kik- kere beim Stande von 2:1 für die „Löwen" einen unberechtigten Foul-Elfmeter gegen die Kickers gab. Selbst die Münchner meinten, diese Entscheidung sei wohl etwas zu hart. Nun, München nützte die Gunst der schwachen Schiedsrichiterstunde und feuerte durch Linksaußen Homauer das Leder zum 3:1 und damit zum sicheren Sieg ins Netz des hervorragenden Stuttgarter Torwarts Goth. In Aschaffenburg wurde zur Abwechslung einmal ein Abseitstor anerkannt. Die Viktoria lag gegen den FSV Frankfurt mit 1:2 im Rückstand. Mittelstürmer Staab, klar abseits, wurde nicht zurückgepfiffen, und das 2:2-Remis war fertig. In Mühlburg verschoß Trenkel einen Foul-Elfmeter. So blieb es beim mageren 1:1 gegen Offenbach. Ein weiterer verschossener Foul-Elfmeter kommt auf das Konto des Neckarauer Stürmers Preschle. Immerhin ist das 2:2 des Mannheimer VorstadtveT- eins bei der Frankfurter Eintracht sehr beachtlich! Ausgesprochenes Glück hatten die Augsburger „Schwaben", die sich mit dem 1:1 in Schweinfurt ein schmeichelhaftes Remi6 sicherten. Kalte Dusche für Hamburgs Großvereine Saarbrücken immer noch in Hinterhand — Spitzengruppe spielte für EW Essen I. Liga Nord: St. Pauli — Viktoria Hamburg 1:2, Hannover 96 — Hamburger SV 2:0, Werder Bremen — Bremer SV 5:2, Holstein Kiel — Eimsbüttel 6:2, LüneburgeT SK — Eintracht Osnabrück 1:4, VfL Osnabrück — Eintracht Braunschweig 3:1, Göttingen 05 — Arminia Hanover 3:1, Bremerhaven 93 — Concordda Hamburg 3:0. Im Norden "wurde sowohl der Spitzenreiter FC St. Pauli wie der bisher nach Pluspunkten günstig liegende Hamburger SV besiegt. Aus dieser Situation zieht Holstein Kiel den Nutzen, die „Störche" gaben Eimsbüttel mit 6:2 einen deutlichen Denkzettel. 1. FC St. Pauli 9 18:9 13-5 Holstein Kiel 8 21:12 12-4 Bremerhaven 9 20:11 12-6 VfL Osnabrück 9 20:10 11-7 Göttingen 05 9 20:15 M-7 Arminia Hannover 9 Sp./lO P., Eimsbüttel 10/10, Hamburger SV 8/9, Bremer SV 8/8, Werder Bremen 8/8, Eintracht Osnabrück 9/8, Concordia Hamburg 8/6, Hannover 96 9/6, Eintracht Braunschweig 9/6, Viktoria Hamburg 9/6, LüneburgeT SV 9/4. I. Liga Südwest: Worms — Tura Ludwigshafen 1:1, Saarbrücken — Engers 3:1, 1. FC Kaiserslautern — Neunkirchen 5:2, FK Pirmasens — Trier 2:0, Phönix Ludwigshafen — VfR Kaiserslautern 0:1, Weisenau — Frankenthal 0:2, Neuendorf —- Mainz 05 1:0, Kreuznach — VfL Neustadt 3:1. Im Südwesten steht der 1. FC Saarbrücken nach dem 3:1-Sieg gegen Engers mit 10-0 Punkten weitaus am besten. Der Tabellenführer Wormatia Worms ließ sich von Tura Ludwigshafen (1:1) unerwartet einen Punkt abnehmen. Die deutsche Mei- «tar-EIf des 1. FC Kaiserslautern 6. 13 P., Eislingen 8/11, Gmünd 9/10, Hellbronn 8/9, Ebingen 8/8, SC Stuttgart 9/8, Untertürkheim, Friedrichshafen und Feuerbach 8/7, Zuffenhausen 10/7, SC Schwenningen 10/6, SC Stuttgart 8/4, Tübingen 9/3, Trossingen 10/1. VfR Frankenthal 9 Sp./ 10 P., Eintracht Trier 10/10, FK Pirmasens 8/9, Phönix Ludwigshafen 9/8, VfL Neustadt 9/8, Engers 9/8, Mainz 05 9/7, Borussia Neunkirchen 5/6, Eintracht Kreuznach 9/5, SpVgg Weisenau 9/4, VfR Kaiserslautem 9/4. L Liga West: Rot-Weiß Essen — Katemberg 2:1, 1. FC Köln — SW Essen 1:1, Schalke 04 — Dellbrück 1:1, Leverkusen — Borussia Dortmund 2:2, Preußen Münster — STV Horst Emscher 5:0, iRheydter SV — Fortuna Düsseldorf 3:2, Meidericher SV — Erkenschwick lsl, Alemannia Aachen — Hamborn 07 1:0. Im Westen hat der Tabellenführer Rot-Weiß Essen jetzt einen Zw ei-Punkte-Vorsprung, da er gegen Katemberg mit 2:1 beide Punkte auf sein Konto brachte, während die drei nächstplazierlen Vereine durch unentschiedene Spiele ihre Positionen verschlechterten. Dei 1. FC Köln, Schalke 04, Bayer Leverkusen und Alemannia Aachen mit 11:5 Punkten folgen hinter Rot-Weiß Essen mit 13-3 Punkten. Schalke gegen Dellbrück 1:1 und 1. FC Köln gegen Schwarzweiß Essen sind für die Gäste unerwartete Erfolge. Preußen Münster will Boden gutmaehen; das 5:0 gegen HoTst Emscher bedeutet nach den letzten schwachen Leistungen des 'Münsterer Sturms eine Rehabilitierung. Die aufsteigende Linie der Borussia Dortmund konnte nicht unterbrochen werden, wenn es vor 20 000 Zuschauern im Leverkusener Stadtpark auch nur zu einem halben Erfolg für glle Dortmunder Kam. Rot-Weiß Essen 8 23:10 13-3 1. FC Köln 8 16:6 11-5 Schalke 04 8 14:9 11-5 Bayer Leverkusen 8 15:11 11-5 Alemannia Aachen 8 19:13 11-5 Rheydter SV 8 Sp./9 Punkte, Preußen Münster 8/6, Borussia Dortmund 7/7, Meidericber SV 7/7, Schwarzweiß Essen 8/7, Katemberg 8/6, Erkenschwick 8/6, Hambum 07 8/6, Preußen Dellbrück 8/5, Fortuna Düsseldorf 8/4, Horst Emscher 8/4. Berliner Fußballspitze unverändert In der Berliner Fußball-Vertragsldga blieb am Sonntag die Tabellenspitze unverändert. Meister Tennis-Borussia führt weiter mit 14:1 Punkten vor Viktoria 89 und Union mit je 10-2 Punkten Tennis-Borussia fand in dem Tabellenletzten Wlestend keinen nennenswerten Widerstand und siegte 9:0 (3:0). Weitaus schwieriger fiel Viktoria der 3:0-Sieg über den Spandauer SV. Vor nur 1000 Zuschauern holte sich Union 06 durch einen 3:l-5ieg beide Punkte. Chemie Leipzig führt weiter In der Fußball-Oberliga der Sowjetzone führt weiter Titelverteidiger Chemie Leipzig (15:3 Pkt.) vor Rotation Dresden 14:2 und Turbine Erfurt 14:6. Ergebnisse: Turbine Halle — Chemie Leipzig 1:1, Motor Zwickau — Lokomotive Stendal 3:0, Rotation Babelsberg — Motor Dessau 1:2, Vorwärts Leipzig — Fortschritt Meerane 3:0, Motor Wismar — Turbine Erfurt 1:2, Polizei Dresden — Rotation Dresden 0:1, Stahl Altenburg — Brieske Ost 0:2, Motor Gera — Wismut Aue 1:1, Stahl Thale — Einheit Pankow 2:0. Ringer als Olympiakandidaten Vor einer großen Zuschauerzahl wickelten sich in Kandem die eüdbadischen Ausscheidungswettkämpfe im 'Ringen um die olympische Kernmannschaft der südba'dischen Ringer ab. Der Rüdekampf findet am 4. November in Nordbaden statt. Die Sieger: Fliegen: 1. Richter, Kandem, 2. Die- ringer, St. Georgen, 3. Güntel, Schläehtenhaus, Federgewicht: 1. Schiller, St. Georgen; 2. Dold, Haslach, 3. Kempf, Homberg; Weltergewicht; 1. Heipel, Haslach, 2, Fischer, Germania 'Freiburg. 3. Waßmer, Gresgen; Halbschwergewicht: 1. Keßler, Lahr, 2. Waßmer, Zell, 3. Siegel, Schläditen- haus. Nullen waren Trumpf West-Südblodc: 10000011111010 Nord-Sildblocfc: 1111110100021 Internationale Kurzwette Bayern: 0 0 0 0 2 1 2 1 1 . . . und trotzdem mehrere Zwölfer Bei einem Gesamtumsatz von über 5 Millionen DM im West-Südblodc wurden für die Fußballspiele des Sonntags zahlreiche fehlerfreie Tips abgegeben, obwohl die Hälfte der Spiele unentschieden ausging. Folgende Quoten sind zu erwarten: Zwölferwette: 1. Rang: 6 oder 7 Gewinner je 65 000 bis 75 000 DM, 2. Rang 1350 DM, 3. Rang 100 DM; Zehnerwette: 1. Rang 675 DM, 2. Rang 40 DM, 3. Rang 5 DM. I. und II. Liga auf einen Blick L Liga Süd: II. Liga Süd SV Waldhof — Fürth 3:3 FC Freiburg — Hessen Kassel 0:0 München 1860 — Kickers Stuttgart 3:1 VfR Aalen — SSV Reutlingen 4:1 1 1 I i Kickers Offenbach 1:1 BC Augsburg — 1. FC PfoTzheim 1:2 ASV Feudenheim — ASV Cham 2:1 Eintracht Frankfurt —- VfL Neckarau 1:1 Wacker München SV Wiesbaden — — Darmstadt 98 - Ulm 46 0:3 1:1 VfB Stuttgart — VfR Mannheim 4:1 TSV Straubina — Bayern Hof 1:0 1. FC Nürnberg — - Bayern München 1:0 Singen 04 — 1. FC Bamberg 1:2 Viktoria Aschaffenburg — - FSV Frankfurt 2:2 ASV Durlach — Jahn Regensburg 1:0 Schweinfurt 05 — - Schwaben Augsburg 1:1 Hessen Kassel 9 6 1 2 19:10 13:5 VfB Stuttgart 8 5 2 X 21:6 12:4 ASV Durlach 10 5 3 2 19:13 13:7 1. FC Nürnberg M 8 5 2 1 11:4 12:4 TSG 1846 Ulm 9 5 2 2 23:12 12:6 VfB Mühlburg 8 4 3 1 17:9 11:5 1. FC Bamberg ASV Cham 9 9 6 5 0 1 3 3 16:16 20:12 12:6 11:7 München 1860 8 4 3 1 120:11 11:5 Bayern Hof 9 5 1 3 17:12 11:7 Kickers Ottenbach 8 3 4 1 17:10 10:6 SV 98 Dannstadt 10 5 1 4 21:18 11:9 Eintracht Frankfurt 8 4 2 2 17:11 10:6 BC Augsburg 10 5 1 4 23:22 11:9 Stuttgarter Kickers 8 4 1 3 18:17 9:7 TSV Straubing 9 4 2 3 13:15 10:8 FSV Frankfurt 8 2 4 2 11:9 8:8 SV Wiesbaden 10 4 2 4 18:14 10:10 SpVgg Fürth 8 2 4 2 9:10 8:8 Jahn Regensburg 9 4 1 4 17:12 9:9 SV Waldhof 8 1 5 2 12:16 7:9 1. FC Pforzheim 9 3 3 3 21:18 9:9 Viktoria Aschaffenburg 8 1 5 2 11:16 7:9 SSV Reutlingen 9 3 3 3 18:16 9:9 VfR Mannheim 8 1 4 3 9:16 6:10 ASV Feudenheim 10 4 1 5 12:20 9:11 Bayern München 8 1 3 4 9:13 5:11 Freiburger F£ 9 2 2 5 11:16 6:12 Schwaben Augsburg 8 1 2 5 9:18 4:12 Wacker München 10 2 1 7 14:23 5:15 Schweinfurt 05 8 1 • 2 5 8:17 4:12 FC 04 Singen 9 1 2 6 9:17 4:14 VfL Neckarau 8 1 2 5 8:24 4:12 VfR Aalen 9 1 1 7 10:35 3:15 Schweizer Tabellenführer entthront (Si-Eigenbericht). Die siebente Schweizer Meisterschaftsrunde hat in beiden Nationalligagruppen einen Führungswechsel gebracht, da die bisherigen Spitzenreiter Basel und Malley Niederlagen entgegennehmen mußten. Der FC Basel traf auf seinen direkten Verfolger Zürich, der Platzvorteil hatte und vor 22 000 Zuschauern einen klaren Sieg errang. Die Rheinstädter waren zwar keineswegs so unterlegen, wie dies das Resultat glauben lassen könnte. Basel erlitt die erste Saisonniederlage und Zürich riß als nunmehr einziges ungeschlagenes Team der Nationalliga die Tabellenführung an sich. Im Vorspiel zu diesen Spitzenkampf hatten Grasshoppers den Titelverteidiger Lausanne mit 6:1 Toren nie- dergekantert, wobei die Westschweizer allerdings viel Pech hatten, denn nebst einem verschossenen Elfmeter kassierten sie ein Eigentor und mußten beim Stand von 4:1 den verletzten Maillard II abtreten lassen. Nationalliga A: Chaux-de-Fonds—Biel 7:1; Grasshoppers—Lausanne 6:1: Locarno—Bern 1:0; Servette—Bellinzona 1:2; Young Boys— Chiasso 3:3; Zürich—Basel 4:1; Lugano— Young Fellows 3:2. — Stand: FC Zürich 7 Sp. 12 Punkte; FC gasel 7/12; Lugano 7/9; Grasshoppers 7/9; Young Boys 7/9; Lausanne 7/8. Nationalliga B; Aarau—St. Gallen 1:1; Malley—Fribourg 2:4; Mendrisio—Luzern 2:1; Nordstern—Cantonal 2:3; Schaffhausen—Winterthur 2:2; SC Zug — Etoile Sporting 0:2 Grenchen—Urania Genf 6:2. — Stand: Cantonal 7 Spiele / Punkte; Malley 7/10; Etoile 7/9; Fribourg 7/8; Grenchen 7/8; St. Gallen 7/8. Auslandsfußball It’alien: Bologna— 1 Triestina 2:1; Como— Lazio 2:2; Internazionale—Legnano 3:1; Luc- chese—Fiorentina 0:0; Novara—Napoli 1:0; Padova—Atalanta 1:1; Pro Patria—Juventus 1:3; Sampdoria—Spal 0:1; Torino—Milan 0:6; Udinese—Palermo 0:3. — Tabellenstand: 1. Juventus und Milan je 13 Punkte; 3. Internazionale 11 Punkte. Frankreich: Lille—Marseilles 3:3; Le Havre—Nimes 2:0; Reims—Nizza 2:1; Bordeaux—Roubaix 4:0; Saint Etienne—Straßburg 5:0; Sochaux—Lyon 2:0; Rennes—Lens 0:0; Metz—Nancy 4:2; Racing Paris—Sete 0:2. — Tabellenführer Roubaix mit 15 Punkten vor Metz (14); Le Havre (13) und Lille sowie Nizza (12) Punkte. Oesterreich; Wiener AC—Blau-Weiß 3:0; Admira Wien—Floridsdorfer AC 2:0; Rapid Wien—Semmering 5:1; Austria Wien — Vienna Wien 4:0; Wiener SC—Wacksr Wien 2:1; Sturm Graz—Linzer ASK 2:1; Kapfenberg—Grazer AK 1:0. Englands Nationalelfpatent noch nicht gefunden Gegen Wales mit geänderter Mannschaft nur 1:1 Mit einem überraschenden 1:1 (1:1) trennte sich England in Cardiff in einem Fußball- Länderspiel von Wales. Der Umbau der englischen Elf — auf sechs Posten wurde die Mannschaft geändert, die gegen Frankreich 2:2 spielte — erwies sich nicht als vorteilhaft gegen die schnellen Waliser. Schwierig wird es nun für die verantwortlichen Offiziellen sein, eine durchschlagskräftige Elf für die kommenden Länderspiele gegen Irland und Oesterreich im nächsten Monat zu finden. Ueber 60 000 Zuschauer waren von dem Spiel der Waliser begeistert, besonders von dem zum ersten Male aufgestellten Billy Foulkes, der bereits nach vier Minuten für Wales den Führungstreffer erzielte. Foulkes. der während des ganzen Spiels die englische Verteidigung zu beschäftigen wußte, nahm einen Freistoß des Halbrechten Roy Paul auf und schoß aus fünf Meter Entfernung unhaltbar für Torwart Bert Williams ein. Der vielfache englische Nationalspieler Tom Finney fädelte den Angriff ein, der sieben Minuten später zum Ausgleich führte. Er umspielte den gegnerischen Verteidiger Sherwood und gab — statt selber zu schießen — an Les Medley ab. Dieser leitete den Ball an Eddie Bailey weiter, der Torhüter Short mit einem Kopfball schlug. Einstimmig war man nach diesem Spiel des Turniers der britischen Insel der Auffassung, daß Wales mit der besten Naeh- II. Liga: Keine Mannschaft mehr ohne Sieg ... nachdem Neuling Aalen den SSV Reutlingen 4:1 verdient bezwang (JSK.) In der H. Liga Süd wurden am Sonntag nur 21 Tore, erzielt. Eine Bilanz echt englischer 'Resultate, wobei erneut vier Piatzvereine erfolgreich waren und zwei weitere wenigstens ein Remis retteten. Nur der 1. PC Bamberg, der Fußballclub Pforzheim und Darmstadt 98 holten aus Singen, Augsburg bezw. München beide Punkte. Wie hart gekämpft wurde, geht daraus hervor, daß in fünf Begegnungen nur ein Tor Unterschied das Treffen entschied, zwei Unentschieden heraussprangen und nur in zwei Spielen klare Siege erfochten wurden. Hessen Kassel verteidigte seine Spitzenposition, wenn es auch in Fredburg torlos ausging. Einen erheblichen Sprung nach vorne machte der ASV Durlach, der vom sechsten auf den zweiten Platz vorrückte, nachdem Cham, Hof und BC Augsburg durch die Bank ihre Spiele verloren. Das „goldene" Tor in der Begegnung zwischen Straubing und Bayern Hof, die vor 5000 Zuschauern vor sich ging, fiel durch ein Eigentor von Achhammer, dem rechter Hofer Verteidiger, in der 43. Spielminute. Ebenfalls mit 1:0 sicherte sich der ASV Durlach gegen Jahn Regensburg beide Punkte. Es war kein überragendes Treffen. Denn das einzige Tor kam bei einem Freistoß in der 23. Minute zustande. Durlach vergab ein mögliches 2:0 durch Schuster, der in der 65. Minute einen Elfmeter verschoß. Mit 2:1 siegte deT ASV Feudenheim gegen den ASV Cham. Zunächst war Cham klar überlegen, aber die Elf konnte erst in der 67. Minute durch den Rechtsaußen Schöller in Führung gehen. In der 77. Minute glich Oe^hei- mer aus. Das Spriel winde entschieden sieben Minuten vor Schluß, als der Halblinke Stetzycki einen Handelfmeter zum 2:1 verwandeln konnte. Den besten Besuch hatte das Augsburger Treffen zwischen BC Augsburg und FC Pforzheim zu verzeichnen* Die 6000 Zuschauer waren aber von den Leistungen ihrer Mannschaft enttäuscht. Augs- ■ bürg kam zwar in der 26. Minute zum einzigen Treffer, während Pforzheim erst in der 57. Minute durch Schleicher ausglich und dann zu einem großen Endspurt ansetzte. In der 70. Minute fiel aus einem Gedränge heraus der Siegestreffer für die Gäste. Torlos 0:0 endete die Partie zwischen FC Freiburg und Hessen Kassel. Kassel hatte in der ersten Halbzeit mehr vom Spiel. Fredburg kam erst nach dem Wechsel auf, um in den letzten Minuten nochmals die Ueberlegenheit der Gäste hüinehmen zu müssen, die aber keinen zählbaren Erfolg dn- hrachte. 5000 Zuschauer sahen das Spiel Wiesbaden gegen Ulm 46. Linksaußen Gauß brachte die Gaste in der 42. Minute in Führung, nachdem Wiesbaden bis dahin mehrere Chancen ausgelassen hatte. Nach dem Wechsel glückte Klimmeck in der £5. Minute doch noch der Ausgleichstreffer. Seinen ersten Sieg feierte der VfR Aalen. Vor 3000 Zuschauern siegte der VfR über den Exoberligisten Reutlingen 4:1! Aalen war gegenüber den bisherigen Spielen nicht wieder zu erkennen und kam zu einem sehr verdienten Erfolg. Reutlingen ging in der 27. Minute in Führung, dann aber fielen hintereinander vier Treffer für Aalen. Wacker München mußte zu Hause eine überraschend klare 0:3~Niederläge durch Darmstadt 98 iunnehmsn. Singens Faßballniveau anf dem Tiefpunkt FC Bamberg diktierte das Spielgesche hen und gewann verdient 1:2 (1:1) Nun hat Trainer Höger beim FC Singen wohl alle Möglichkeiten erschöpft, um aus der 1. Elf herausziiholen, was herauszuhcrlen ist, und das drohende Abstiegsgespenst (noch ist allerdings nicht aller Tage Abend) zu bannen. Et weiß, daß seine Mannschaft die wenigsten Tore der II. Liga schoß und daß ein guter Angriff die beste Abwehr und die Voraussetzung zum Siege ist. Weil diese Linie zu wenig Durchschlagskraft besitzt, zu durchsichtig operiert und demzufolge keinen zwingenden Zusammenhalt hat, versuchte er es gegen Bamberg mit einem linken Flügel der „Asse", Zanin-Dr. Joachdmskd. Aber auch das war eine überraschende Fehlzündung, zumal letzterer ein glatter Versager waT. Aber das allein war nicht die Ursache der spielerischen Pleite an diesem Sonntag auf dem Waldeckplatz. Es fehlte der Gesamt-Mannschaft der früher gerühmte Kampf- wille, der Einsatz des einen für den anderen, das Selbstvertrauen, und dazu kamen noch technische Mängel, die in der II. Liga nicht passieren dürften. Lediglich in der ersten Viertelstunde nach der Pause und in den Schlußminuten blitzte die Erinnerung an alte gute Tage auf, ohne daß jedoch epieltedmisch Ueberzeugendes gezeigt wurde. Da die ganze Umgebung schwach war, konnten die überragenden Leistungen Fichtners und Hammels und mit Abstand Bachs in diesem Spiel das Schicksalssteuer nicht berumwerfen. Dafür sorgte schon die außerordentlich einsatz- freudig und schnell spielende Gästeelf, die — ohne mm selbst überragend zu sein — alle diese Schwächen schonungslos aufdeckte. Eine vorzügliche Kondition nnd athletische Leistung, die sich z. B. bei Kopfbällen, beim Starten und Laufen auswirkte, erlaubte es den Bambergem, die Situation während des größten Teiles des Spieles zu meistern. Rechter Läufer Ulzheimer, Stopper Schneider und Linksaußen Neller ragten aus der Mannschaft hervor, die keinen einzigen ausgesprochen schwachen Punkt hatte, wie z. B. der Gegner. Trotzdem waren nicht alle Tore, am wenigsten das Singener, zwingend. In der 22. Minute verschaffte die schon erwähnte Schnelligkeit und Entschlossenheit dem dazwischenspurtenden Greb die Chance, eine flache Linksflanke einzuschießen, ehe Singens Abwehr wußte, was gespielt wurde. Wesentlich glücklicher war die Platzelf beim Ausgleichstor in der 44. Minute, als Ziegele einen unverzeihlichen Bamberger Torwartfehler durch Kopfstoß nützte. Das 1:1 beflügelte zunächst Singens Auftakt nach der Pause, der einen Sieg anzubahnen schien, es war nur Strohfeuer, denn nun ritten die Bamberger Reiter wieder ihre schnellen Attacken. Eine solche schloß Neller in der 60. Minute nach einem Alleingang mit dem 1:2 ah Dabei nnd bei dem verdienten Sieg Bambergs blieb es, obwohl sich Singen (zu spät) noch einmal eines Besseren besann. Schiedsrichter Köhler-Feuerbach schloß sich dem schlechten Singener Niveau an, er war kein souveräner Leiter. — Rund 3000 Zuschauer. Was wird nun weiter geschehen? Zum Beispiel am nächsten Sonntag, wenn Ulm am Hohentwiel zu Gast ist? FC Singen: Preuk; Medweczuk, Homburger; Bach, Hammel, Fichtner, Schroff, Weyh, Ziegele, Dr. Joachimski, Zanin. FC Bamberg: GörtleT, Ernst, Schröder, Ulzhei- roer, Schneider, Brandt, Hastreiter, Thoss, Greb, Pickel, Neller. A. St. kriegseif spielte. Beste Spieler waren bei Wales Foulkes, bei den Engländern Billy Wright und Jim Dickinson. Führungswechsel in England (A.W.-Eigenbericht). Die erste englische Division hat nach den Spielen vom Samstag neuerdings die Führung gewechselt, da Manchester United auf eigenem Terrain überraschend geschlagen blieb. Bolton Wanderers übernimmt nun bereits zum zweitenmal die Tabellenführung. 1. Division: Bolton Wanderers—Hudders- field Town 2:1; Burnley—Manchester City 0:0; Charlton Athletic—Arsenal 1:3; Fulham— Blackpool 1:2; Manchester United—Sunderland 0:1; Middlesbrough—Liverpool 3:3; Newcastle United—Chelsea 3:1; Stoke City—Wolverhampton Wanderers 1:0; Tottenham Hotspur—Aston Villa 2:0; West Bromwich Aibion —Portsmouth 5:0. — Tabellenstand: 1. Bolton Wanderers 13/19; 2. Arsenal 14/18; 3. Manchester United 14’18. II. Division: Birmingham City—West Ham United 2:1; Brentford—Bury 4:1; Doncaster Rovers—Luton Town 1:1; Everton—Notts County 1:5; Leeds United—Hüll City 2:0; Lei- cester City—Coventry City 3:1; Nottingham Forest—Swansea Town 2:2; Rotherham United—Barnsley 4:0; Sheffield Wednesday— Blackburn Rovers 2:0; Southampton—Queens Park Rangers 1:1. — Tabellenstand: 1. Sheffield United 13’20; 2. Rotherham United 13/17; 3. Brentford 13/17; 4. Notts County 14/17. Erste Niederlage des Tabellenführers Singen Ib und Radolfzell punktgleich 2. Amateuriiga Südbaden: Blumnberg — Rielasingen 2:2, Donaueschingen— Radolfzell 0,1, Konstanz Ib — Furtwangen 4:1, Neustadt — Engen 4:0, Villingen Ib — Ueber- lingen 2:5, Vöhrenhach — Triberg 0:3, Wollmatingen — Singen Ib 1:0. (H. B.-Eigenbericht.) Eine Ueberrasdiung bedeutet die Niederlage von Singen in Wollmatingen. Mit dem gleichen Ergebnis siegte Radolfzell in Donaueschingen und steht nun mit Singen punktgleich an der Spitze, während Donaueschingen, nach Verlustpunkten gerechnet, ziemlich abgeschlagen ist. Konstanz Ib feierte einen weiteren Sieg gegen Furtwangen nnd behält damit seinen vierten Platz, nachdem Ueberlingen in Villingen beide Punkte entführte. Neustadt erwachte wieder einmal, mit dem überzeugenden Sieg gegen Engen löste es sich vom Tabellenende. Daß Triberg in Vöhrenbach so sicher gewann, war nicht vorauszusehen. Blumberg und Rielasingen teilten sich die Punkte nnd gewannen in der Tabelle einige Plätze. Singen Ib 8 7 0 1 37:8 14:2 Radolfzell 8 7 0 1 30:10 i4:2 Donaueschingen 8 5 0 3 21:13 10:6 Konstanz Ib 9 5 0 4 20:14 10:8 Ueberlingen 9 Spiele / 10 Purnkte, Wollmatingen 9/9, Triberg 7/8, Rielasingen 8/8, Furtwangen 8/7, Engen 9/7, Villingen Ib 7/6, Blumberg 9/6, Vöhrenbach 10/6, Neustadt 9/5, Gottmadingen 6/4. Vorjahresmeister als Schlußlicht 2. Amateurliga, Gruppe Oberschwaben: Schwendd — Laupheim 0:3, Ravensburg — Weingarten 2:1, Wangen — Sanlgau 2:2, Lindau — Riedlingen 5:0, Sigmaringendorf — Sigmgringen 1:4, Ehingen — Biberach 0:2, Aulendorf — Schussenried 1:1, Waldsee — Lindenberg 3:0. (m. 1.-Eigenbericht.) Lindau blieb auch dm achten Spiel ungeschlagen. Die Verfolger Sigroaringen, Biberach, Ravensburg und Laupheim hielten sich durch ihre Siege auf den Fersen des Spitzenreiters. Lindau 8 7 1 0 33:9 15:1 Sigmaringen 8 6 1 1 29:11 13:3 Biberach 9 5 3 1 21:8 13:5 Ravensburg 9 Sp. / 12 P., Laupheim 8/11, Aulendorf 9/10, Wangen 8/9, Saulgau 9/8, Riedlingen 9/7, Weingarten, Sigmaringendorf und Waldsee 8/6, Schussenried 10/6, Ehingen 7/5, Lindenberg 10/5, Schwendi 8/4. S'i i , if Dienstag, 23. Oktober 1951 SÜDKURIER Nr. 165 / Seite 4 Boxclub Singen vertritt Oberland erfolgreich Amateurbox-Vergleichskampf Unterland gegen Oberland endete 8:11 (O. J.-Eigenbericht.) Mit 8:12 Punkten unterlag am Samstag in Rastatt eine von Freiburger, Baden- Badener und Rastatter Boxern gestellte Unterland- Staffel dem Borclub Singen als Oberlandvertreter, der Seine Mannschaft 1 durdi FlSegengewichifler Clement von Rheinstrom Konstanz ergänzt hatte. Bei den Gästen vermißte man den südbadischen Meister Trapp im Halbmittel- und Hans Maier im Schwergewicht, wobei vor allem das Fehlen des ersteren insofern bedauert wurde, als er in Domnick, ASV Freiburg, einen Gegner gefunden hätte, der an diesem Abend die eindrucksvollste Leistung zeigte. Nach bereits zwei Niederschlägen in der zweiten Runde war es in der Schlußphase nurmehr eine Frage der Zeit, bis der sichtlich benommene Singener Wagner das Ende über sich ergehen lassen mußte. Heftige, aber ungerechtfertigte Proteste löste die Entscheidung des Kampfgerichts bei der Begegnung der Halbschwergewichtler Bayer (Boxc'.ub Singen) und Huber (ASV Freiburg) aus, als letzterer seinen Gegner bereits in der ersten Runde ins Genick traf, so daß sich der Singener mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden wälzte. Die Erholungspause von einer Minute genügte nicht, Bayer wieder kampffähig werden zu lassen, so daß Huber disqualifiziert und Bayer zum Sieger erklärt werden mußte. Ein rascher k. o.-Sieg gelang Ba’.dischweiler im Leichtgewicht, der auf König ('Boxclub Grünweiß Baden-Baden) an Stelle des Südwestmeisters Zimmermann traf. Bereits in der ersten Runde wurde der Baden-Badener Nachwuchsmann nach einem genauen Geraden auf den Solar Plexis ausgezählt. Nicht besser erging es dem Weltergewichtler DenkeT (ASV Freiburg) gegen Weinhold (Singen). Auch er wurde genau getroffen und Mitte der ersten IRunde bereits ausgezählt. Wenig boxerisches Können verrieten hingegen Fuhr (Singen) und Palm (ASV Freiburg). Der Punktsieg des Freiburgers ging schließlich in Ordnung. Im Bantamgewicht zerschlug Hugo (Singen) bereits in der ersten Runde dem Baden-Badener Borho das Nasenbein, so daß dieser den Kampf mied und dem Gast die Initiative überließ. Mit einem guten Punktvorsprung ging so der Singener in die Schlußrunde, in der er allerdings einen In Kahl am Main wurden die Deutschen Meisterschaften der Kunstkraftsport!er durchgeführt. Insgesamt erweiterte sich das Teilnehmerfald durch Nachmeldungen auf rund 50 Gruppen, darunter auch solche aus dem Saarland. Von den Titelverteidigern fehlten lediglich die Meister der Zweier-Gruppe und die der Luftnummer. Die zahlreichen Zuschauer hatten Gelegenheit, bei den prachtvollen Vorführungen begeisterten Beifall zu spenden. Von den fünf Titelverteidigern konnten sich drei ihren Titel abermals holen. In der Finer- Gruppe kam Katzenbach (Hamburg), der mit 92,82 Punkten klar vor Almark (Stuttgart-Bot- nang) mit 87,64 Punkten siegte, erneut zum Meisterschaftsgewinn. Einen beachtlichen Erfolg erzielten in den Dreier-Gruppen die „Kagtanos" aus Hamburg, die mit 97,46 Punkten trotz Ihres Alters die drei „Spillmanns“ aus Neckarsulm mit 89,24 auf den zweiten Platz verwiesen. Auf dem dritten Platz folgen die drei „Weihmanns” vom SV Möhringen mit 86,60 Punkten. Dritter erfolgreicher Titelverteidiger waren die vier „Fridols“ von Mainz-Weisenau, die sich zum drittenmal nacheinander mit 91,92 Punkten den Titel holten. Auf den zweiten Platz folgten die vier „Echinis" aus Frankfurt. In Abwesenheit des Titelverteidigers der Zweier-Gruppe wurden die „Zwei Hamburger Jungs“ vom Postsportverein Hamburg überlegener Sieger ihrer Klasse und wiederholten damit ihre Erfolge von 1948 und 1949. Auf den zweiten Platz kamen die zwei „Waldos“ von Neckarsulm. Neue Titelträger gab es in der Fünfer-Gruppe, bei denen die fünf „Kohnis“ aus Jagstfeld mit 91,46 Punkten knapp vor den fünf „Glassims“ von Eisenberg Titelträger wurden, die es auf 90,97 Punkte brachten. Die Sechser-Gruppe wurde ein Erfolg für die Frankfurter Mannschaften. Titelträger für 1951 wurden die sechs „Winfrieds“ aus Nied mit 89,62 Punkten vor dem Titelverteidiger, den sechs „Fechinis“ mit 88,86 Punkten. Bei den Luftgruppen holten sich die zwei „Ru- tinos* aus Frankfurt-Fechenheim mit 96,90 Punkten den Titel vor den drei „Mägdes“ aus Backnang. Weltrekorde auf AJS Mit einem 350-ccm-AJS-Gespann stellten der Engländer William Doran und der Franzose Georges Monneret auf der Rennbahn Monthlery sieben internationale Motorrad-Klassenrekorde auf. Die neuen Bestleistungen (mit dem alten in Klammern) Hagel von Schlägen des alles auf eine Kart« setzenden Borho über sich ergehen und sich schließlich noch ein Unentschieden gefallen lassen mußte. Ebenfalls nur zu einem Unentschieden kam im Federgewicht Baschnagel (Singen) gegen Kraut (Rastatt). Der zweite Rastatter Vertreter in der Unterland-Staffel, Schwan, ein Hüne von Gestalt, schlug im Schwergewicht den Singener Maier- Ersatz Rietle so zusammen, daß dieser es vorzog, den ungleichen Kampf vorzeitig zu beenden. Clement (Rheinstrom Konstanz) zeigte sich Oldenburg (ASV Freiburg) im Fliegengewicht haushoch überlegen. Trotz mehrerer Niederschläge, von denen sich der Freiburger aber immer wieder erholte, reichte es nur zu einem allerdings sehr deutlichen Punktsieg. Ergebnisse: Fliegengewicht: Clement (Rheinstrom Konstanz) Sieger nach Punkten über Oldenburg (ASV Freiburg); Bantam: Hugo (Singen) unentschieden gegen Borho (Grünweiß Baden-Baden): Feder: Baschnagel (Singen) unentschieden gegen Kraut (Boxsportverein 1927 Rastatt): Leicht: Bal- dischweiler (Singen) k.o.-Sieg über König (Grünweiß Baden-Baden); Halbweiter: Palm (ASV Freiburg) Sieger nach Punkten über ‘Fuhr (Singen): Weiter: Weinhold (Singen) k.o.-Sieg über Denker (ASV Freiburg); Halbmittel: Wagner (Singen) unterliegt Domnick (ASV Freiburg) durch k.o.; Mittel: Illner (Singen) schlägt Redecker (Grünweiß Baden-Baden) nach Punkten; Halbschwer: Bayer (Singen) gewinnt durch Disqualifikation von Huber (ASV Freiburg): Schwer: Rietle (Singen) gibt gegen Schwan (BSV Rastatt) auf. Schömig und Schopp in Paris k.o. Das erste Auftreten deutscher Boxer in einem französischen Ring seit zwölf Jahren war am Sonntag in Paris von wenig Erfolg begünstigt. Der deutsche Ex-Meister im Bantam-Gewicht, Hans Schömig (Schweinfurt) unterlag geg**i den früheren Europameister Maurice Sandeyron (Frankreich) in der neunten Runde durch technischen k.o. Schömig mußte vorher bereits sechsmal zu Boden, ehe der Ringrichter ihn aus dem Ring nahm. WalteT Schopp (Speyer) verlor durch technischen k.o. in der fünften Runde gegen Jean Binet (Frankreich 1 lauten: 10 km: 4:10:98 Min. “ 143,440 km/Std. (142,520): 10 Meilen: 6:36:84 Min. “ 145,990 km/ Std. (145,500): 50 km: 20:11:55 Min. - 148,570 km/Std. (147,780): 50 Meilen: 32:22:43 Min. - 148,370 km/Std. (141,860); 100 km: 40:25:80 Min. - 148,400 km/Std. (138,359); 1 Stunde: 148,027 km (138,677 fcrot • 100 Meilen: 1:05:13:80 Std. - 148,030 km/Std (136,273). Mit einer 350 oem AJS-Solomaschine stellten der Engländer William Doran »und der Neuseeländer Rod Coleman einen neuen internationalen Klassenrekord im Zweistundenfahren auf. Die AJS legte auf der Rennbahn von Paris — Monthlery 352,2 km zurück und erreichte damit eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 176,120 km/std. Der alte Rekord wurde von den Engländern Bell und Duke auf Norkton mit 325,8 km gehalten. Der Deutsche Leichtathletikverband hat das Wintertraining und die Vorbereitungskurse auf die olympischen Spiele in Helsinki schon jetzt bis ins kleinste festgelegt. Die Olympiakernmannschaft der Männer beginnt am letzten Oktober-Wochenende in Duisburg- Wedau mit einem Zentrallehrgang, dem sich am ersten Wochenende im November ein Lehrgang der Frauen-Kernmannschaft anschließen wird. Rund 600 Aktive werden in diesen beiden Lehrgängen zusammengefaßt. Die weiteren Vorbereitungen werden mit monatlich einem Spezialtraining — getrennt nach Disziplinen — fortgesetzt. Um die nötigen Reisekosten der DLV-Trainer so niedrig wie möglich zu halten, plant man eine Zweiteilung in Nord und Süd. München, Stuttgart, Frankfurt, Landau, Duisburg und Wuppertal sollen einige der Trainingszentren werden. Den Abschluß des Wintertrainings bilden dann je ein Zentrallehrgang für Frauen 19. und 20. April) und Männer (26. und 27. April) in Bremen. Wesentlich früher als in den vergangenen Jahren wird die Sommersaison beginnen. Denn schon für den 28./29. Juni sind die deutschen Meisterschaften geplant. Neben den zahlreichen Kreis-. Bezirks- und Landesmeisterschaften sollen vor allem Olympia-Lei- Freifahrten nach Helsinki Unter dem Titel ,,Für unsere Olympiamann- •cfcaft" beginnt der Süddeutsche Rundfunk am 17. November mdt einer Rätselsendung. Mit der Lösung sind 50 Pfennig einzusenden. Den Gewinnern stehen von Firmen gestiftete Preise und Freifahrten nach Helsinki in Aussicht. Der Reinertrag soll der Deutschen Olympischen Gesellschaft (DOG) die Vorbereitungen und die Fahrt der deutschen Sportler nach Oslo und Helsinki finanzieren helfen. Die Sendungen sind vom 17. November an an vier aufeinanderfolgenden Samstagen von 14—14.30 Uhf vorgesehen. DFB bald gesamtdeutsch? Die FIFA, der internationale Fußballverband, dem 72 Nationalverbände angehören, hat bekanntlich die Sektion Fußball im sowjetzonalen deutschen Sportausschuß durch das Exekutivkomitee provisorisch aufgenommen. Der Deutsche Fußballbund erklärt dazu, daß für eine endgültige Aufnahme nur die im nächsten Jahr zusammentretende Vollversammlung der FIFA zuständig ist. Die sowjetzonale Sektion Fußball hat jetzt dem DFB Beratungen über einen gemeinsamen Spielverkehr, die deutsche Meisterschaft, den Länderpokal und die Freundschaftsspiele betr., vorgeschlagen. Auch soll die künftige Zusammenarbeit beraten werden. Da in einem einigen Deutschland nur eine Fußball-Organisation bestehen kann, die alle Unterverbände zusammenfaßt, wäre die FIFA — nach Ansicht des DFB — der Notwendigkeit enthoben, über einen Aufnahmeantrag der sowjetzonalen Fußballsektion endgültig zu entscheiden. Olympia-Fußballtumier ohne Schweis Der Schweizer Fußball- tmrog. 9 . Kornbetk, Konstanz Münstor-Drog. A. Jolllnelc. Wessenbnrgstr. 30 Drog. A. tradmnnn, Hussenstr. 10 Drog. Uhengrin, 0 . Heitnlidi, Am Sdmetztor Drog. Stark, Zätiriiworstr. 3 Gummistiefel für Frauen. Männer, Kinder, auch lange Fischerstiefel, in großer Auswahl bei Schuh-Müller, beim Schnetztor. Küchen-Anrichte zu verkaufen, v. Sondern, Kstz., Wilhelmstr. 5. Wohnz.-Büfett zu verkaufen. Zuschrift. u. 90 518 Südk. Konstanz. Biedermeier-Sofa, guterh., zu verkaufen. Anzusehen ab 19 Uhr tägl. Schüler, Kstz., Friedrichstr. 77. Kinderbett, 14(k75, m. Matratze, DM 40-, guterh., zu verk. Konstanz, Zogeimannstraße 13, pt. Markenklavier sehr gut erhalten, zu verkaufen. 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Der neue Heimatführer hat selbst alten Freunden der Landschaften, denen er gewidmet ist, vieles zu sagen, was ihnen noch unbekannt war. Er wird nicht zuletzt auch der Jugend willkommen sein, von der wir hoffen, daß gerade sie zum festen Grunde des heimatlichen Bodens geführt werden möge. In allen Buchhandlungen SÜDVERLAG KONSTANZ Weiber- regiment den wir jetzt neuaufführen. Überzeugen auch Sie sich, daß die „gemischte Wirtschaft“ das Beste ist und lachen Sie mit! Das erschütternde Schicksal eines Jungen Mädchens aus unserer Zeit erleben Sie mit in dem starken und aktuellen Film: 7amz in den Abgrund Nr. 165 / Seite 10 SÜDKURIER Dienstag, 23. Oktober 1951 roxy CAPITOL GLORIA r Dos neue döeimalbueh für die Baar, den Hegan and den Sdiwarzwald 15, 17.30, 20.15 Uhr WO: 15, 17.3Q, 20 Uhr WO: 15, 17.30. 20 Uhr 1)1 u MI: 15. 17.30. 20.15 1)0: 15. 17.30 Dienstag bis Donnerstag Der neue deutsche Revue - Grofjfilm Dienstag bis Donnerstag: NOCH BIS SONNTAG, 28.11.: Dienstag bis Donnerstag: Die verschleierte Hoya Wenn Frauen regieren, hört der Spaß auf! stimmt das? Nein, denn dann fängt er erst an! Die musikalische Filmhumoreske Maria Litto Willy Fritsch Grethe Weiser Rudolf Platte jugendfrei! HELI FINKENZELLER, ERIKA V. THELLMANN Theodor Danegger, Oskar Sima, Beppo Brem spielen die Hauptrollen in dem Ufa-Film Konstanzer Lichtpauserei und Plandruckanstalft Leop. Ort, Konstanz, Buchnerstrafje3 Seit über 40 Jahren Anfertigung von Lichtpausen (Sepiapausen) sorgfältigste Ausführung, schnellste Bedienung. Lager an Lichtpauspapieren, Universal-Zeichenpapieren und hochtransparenten Pauspapieren aller Art. 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Rudolf Eisenmann, kfm. Angestellter, Joachim, V. Horst Lesser, El.-Ingenieur, Hoheneggstr 3 Raimund, V. Georg Benz, Konditor, Grießeckstraße 24 Hubert, V. Josef Armbruster, techn. Angestellter, in Reichenau Helga, V. Fritz Stöhr, Bauschlosser, Raugasse 3 Hein-Lüder, V. Heinz Mayer, kfm. Angestellter, Friedrichstraße 11 Susanne, V. Alexander Friemel, Architekt, Dipl.-lng.. Reichenaustraße S Harald, V. Heinz Dietrich, Kellner, Zum Schlößle 5 Rosemarie, V. Gebhard Hamm, Landwirt, Wallhausen Manfred, V. Erwin Hensler, Steuerassistent, Siebenbürgenweg 9. Eheschließungen : Hans Schütz, Maschinenschlosser, Sonnentauweg 48, und Erna Beurer, Scheffelstraße 18 Hellmut Kimmig, Gerichtsreferendar, Friedrich-Pecht- Weg 12, und Eleonore Keller, Hlndenburgstraße 2 Helmut Chomse, Autoschlosser, und Erika Jahnke, geb. Kontrowitz, Hlndenburgstraße 10 Eugen Jetter, Zuschneider, und Christine Stoss, geb. Pecinka, Kreuzlinger Straße 14 Franz Weber, Blechner, Riedstr. 42, und Priska Knoll, Max Heller, Steuerinspektor, Gottlieber Straße 16, und Annemarie Höming, Ellenriederstraße 10 Edwin Diebold, Kraftfahrer, und Margaretha Köhler, Heinz Berge, Friseurmeister, Mainaustr. 170, und In- geborg Hunn, Döbelestraße 20 Leo Walser, Postfacharbeiter, und Gertrud Schweizer, geb. Gloeker, Markgrafenstraße 58 und 54 Friedrich Münz, Drogist, Gartenstr. 22, und Irma Wol- fer, Grünenbergweg 42 Remigius Sutter, Koch, Marktstätte 6, und Else Baum, Arthur Walser, Hausmeister, und Johanna Stelert, Heinrich Rögler, Kaufmann, und Gertrud Gärtner, Emil Müller, Zollgrenzassistent. Brauneggerstr. 3, und Maria Scheck, Falkengasse 5 Friedrich Klaffschenkel, städt. Arbeiter, Schubertstr. 5, und Elsa Lander, Siedlerweg 5. Todesfälle : Karl Längle, Schneidermeister, geb. 6. 4. 77, Bodanstr. 36 Ottilie Welte, geb. Keller, geb. 6. 12. 84, Rheingasse 8 Maria Gentner, Krankenpflegerin, geb. 13. 1. 78, Klostergasse 3 Margarethe Boos, geb. Schott, geb. 5. 4. 83, ten-Brink- Straße 9 Alexander Nöldeke, Kaufmann, geb. 7. 4. 71. in Kreuzungen Pauline Siemsen, geb. Gubler, geb. 20. 12. 91, Berthen- August Jöhle, Fuhrhalter, geb. 29. 7. 90, Reichenau- Straße 152 Adolf Müller, Oberwerkmeister, geb. 1. 5. 85, Fischenz- straße 3 Anna Hügle. geb. Glunz, geb. 22, 11. 88, Zogelmann- straße 19. Ihr eigener Vorteil! , v Kaufen Sie den Radioapparat- Lampen etc. im Or N Fachgeschäft RADIO-HAAS SpanierstraBe Tel. 958 Shl-Club KONSTANZ Sonntag, 28.10.1951 Autofahrt in unser Hütten gebiet Oberegg-fieiDen Von da ausHerbstwanderung über St. Anton nach dem Göbris (1200 m) Näheres siehe Aushang Kanzleistraße und Jhs. Leonhaijdt, Hussenstr. 3. 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Bei einzelnen Artikeln wird allein durch diese beiden Unkostenfaktoren die gesamte Spanne aufgebraucht. Wir geben auch auf diese sozial kalkulierten Artikel 3*/• Rabatt in Sparmarken. Da wundem sich viele Menschen, daß unsere Filialen voll mit Kunden sind. Niedrige Preise, gute Ware und Rabatt, — das bringt uns großen Umsatz — unseren Kunden aber auch Vorteilei Die Verlegung der Linoleum- und Gummibeläge im Infektionskrankenhaus Konstanz führte aus Wilhelm Knötsch Tapeziermeister KONSTANZ, Ten Brinkstr. 1 — Telefon 1379 Otto Zirnmermann l apMier - und Dekorationsmeister Konstanz, Schützenstr. 13, Tel. 1679 Ausführung der Tapezierarbeiten mit Salubra-TapateH im Infektions-Krankenhaus Konstanz Agathe Rnppaner staatl. gepr. Gymnasiiklehrerin, KONSTANZ Mainaustr. 14 Tel. 960 Atemtherapie Orthop. Gymnastik für Kinder Bewegunggknrse für Frauen u. Berufstätige. Wiederbeginn 23. Oktober. Steppdecken I und Tagesdecken [ nicht umsonst, aber zu äußerst günst. Bedingungen ab Fabrik. 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