K UNABHÄNGIGE HEI MATZE JTUNG FÜR OBERBADEN UND DAS BODENSEEGEBIET SUDKURIER Bezugspreis monatlich durch Träger 2.50 Mark zu- Erscheint Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Samstag. Tel.: 924, 925. 1130, 1510. 1511. Fernschreiber: 07828 Verlag und Redaktion Konstanz, Marktstätte « 8. JAHRGANG MITTWOCH 20. FEBRUAR 1952 MITMMPR 28 zübI. 30 Piz. Träeerlohn. durch die Post 2.70 Mark, Sil» T'fTT '*f. Der Dichter Knut Hamsun. Nobelpreisträger für Literatur von 1920, ist am Dienstag in seinem Heim, dem Hof Noerholmen. in Südnorwegen, 92 Jahre alt, gestorben. US-Hilfe für 33 Länder WASHINGTON. Für das Punkt-Vier- Programm zur Entwicklung wirtschaftlich rückständiger Gebiete haben die USA im laufenden Haushaltsjahr mit 209 Millionen 'Dollar das sechsfache des im Vorjah- res-Budget bereitgestellten Betrages vorgesehen. Das USA-Außenministerium teilt mit, daß Südamerika 19, der Nahe Osten und Afrika 56 und Südasien 66 Millionen Dollar erhalten. Ferner sind für Unterstützung und Neuansiedlung der Palästinaflüchtlinge 50 und für technische Hilfsprogramme der UN und der Organisation der amerikanischen Staaten 13 Millionen Dollar vorgesehen. Das Punkt- Vier-Programm erstredet sich gegenwärtig auf 33 Staaten. Berlin-Hilfe ist Wehrbeitrag BONN. Bundesfinanaminister Schaffer appellierte an die Welt, der Bundesrepublik nicht neben einer Berlinhilfe von fast eineinhalb Milliarden Mark noch eine Verteidigungslast von 11,25 Milliarden Mark zuaumuten. Die Weltöffentlichkeit dürfe die Bundesrepublik nicht zwischen der Berlinhilfe und dem Verteidigungsbeitrag wählen lassen. Wie im Bundesfinanzmanisterium dazu betont wurde, haben die „drei Weisen“ die Wirtschaftssachverständigen der europäischen Verteidigungsgemeinschaft, entgegen der anfänglichen Auslegung ihres Gutachtens, die Berlinhilfe nicht in die von ihnen genannte Summe von 11,25 Milliarden Mark einbezogen. Das bedeutet praktisch eine Erhöhung der Anforderung um mehr als 1,3 Milliarden Mark. Grotewohls neuer Einfall BERLIN. (G-Eigenbericht). Die Kommunisten in der Ostzone haben sich einen neuen Propagandatrick für die Bundes- republick ausgedacht. Der Osten will mm versuchen, der westdeutschen Bevölkerung weiszumachen, daß Bonn sich auf dem Wege zur Diktatur befindet. Die Einführung des Wehrbeitrages, so wird behauptet, könne nicht mit den Mitteln der Demokratie, sondern nur durch ein brutales System politischen Terrors erreicht werden. Grotewohl behauptete, Leute wie Heinemann, Niemöller und Wirth, würden bald als Hochverräter gelten. Kurz notiert Der bereits seit Ende Januar anrekfindigte Transport mit 84 Heimkehrern ans Jugoslawien wird nach einer Mitteilung des Auswärtigen Amtes am Mittwoch an der deutschen Grenze ankommen. Der Rat der Internationalen RuhrbehSrde hat die deutsche Kohlenexportquote für das zweite Quartal 1952 auf 6,141 Millionen Tonnen festgesetzt. Davon werden 150 000 Tonnen abgezogen, die bereite im voraus geliefert worden sind. In der heutigen Fragestnnde des Bundestages werden rund 42 Fragen zu beantworten sein. Der ehemalige uruguayische Staatspräsident Batlie-Berres erklärte in Hamburg, Uruguay habe großes Interesse an der Einwanderung deutscher Landarbeiter. Die Fraktion der F5deralistischen Union (Bayernpartei und Zentrum) hat im Bundestag einen Antrag eingebracht, nach dem für Besatzungsangehörige in Zuknnft beim Aus- fiben der Fischerei der deutsche Rechtsstandpunkt im Hinblick auf die Anerkennung privaten Eigentums bindend werden soll. Ein Sprecher des israelischen AnBenmini- sterinms teilte mit, daB Israel die Einladung der deutschen Bundesrepublik zur Aufnahme von Reparationsverhandlungen offiziell angenommen bat. Die Schweizer Regierung hat die Regierung der chinesischen Volksrepublik ersucht, fünf Mönchen des Klosters St. Bernhard, die von den chinesischen Behörden verhaftet wurden, die Erlaubnis sur Rückreise in die Schweiz zu erteilen. Die Besprechungen der ägyptischen Regierung mit der Sowjetunion über ein umfas- Londoner Ergebnis: Schritt zur Einigung Verständigung über drei Punkte: Atlantikpakt — Freie Industrieproduktion — Kriegsgefangene LONDON. Die Blitzkonferenz der Außenminister in London, die härteste diplomatische Konferenz der letzten Jahre, wurde am Dienstagnacbmättag mit einer „echten Einigung’ in drei kritischen Fragen der Deutschlandpolitik abgeschlossen. Das Ergebnis bezeichnen beteiligte Diplomaten als den entscheidenden Schritt zur Beendigung der Besatzungszeit in Deutschland und zum Aufbau der europäischen Verteidigungsgemeinschaft im Sinne einer „Partnerschaft des Friedens". Die Einigung räumte die Hindernisse aus dem Wege, die in der Frage der Gefangenen, die von alliierten Gerichtshöfen zur Aburteilung van Kriegsverbrecben verurteilt waren, in der Frage der Industriekontrolle und in der Frage der Einschaltung der Bundesrepublik in den gemeinsamen Verteidigungsapparat der West- mächte, dem AUantikpakt entstanden waren. Die Verhandlungen wurden auf allen Seiten mit größter Zähigkeit geführt. Staatssekretär Hallstein kennzeichnete die Härte des diplomatischen Ringens mit der Feststellung, daß keine Delegation eine eigene Formel voll durchsetzen konnte. Von allen Abordnungen wurden „harte Nüsse“ präsentiert. Die Franzosen maßen besondere Bedeutung dem Problem der industriellen Produktion bei, die künftig von den bisherigen Beschränkungen befreit sein wird. Im einzelnen werden die Regelungen in dieser Frage erst in künftigen Verhandlungen sichtbar werden. Für Großbritannien hatte der deutsche finanzielle Verteidigungsbeitrag besondere Bedeutung. Ueber ihn wird binnen kurzem eine gemeinsame Entscheidung fallen. Die geringsten Schwierigkeiten bereitete das Problem des Atlantikpaktes. Schon bei Beginn der Besprechungen stellte sich heraus, daß alle Delegierten den holländischen Komprcrnißplan als brauchbar betrachten. Er besteht in dem Vorschlag, den Atlantikrat und den Ministerrat der europäischen Verteidigungsgemeinschaft miteinander in organisatorischen Zusammenhang zu bringen, wobei an gemeinsame Tagungen gedacht wird. Eine große Anzahl von Problemen der Verträge zur Ablösung des Besatzungsstatuts bleiben freilich noch offen. Trotzdem hofft man, die Krisenerscheinungen der westeuropäischen Politik überwunden zu haben, Elizabeth II. empfing Adenauer LONDON. Die englische Königin Elizabeth II. empfing am Dienstagnachmittag Bundeskanzler und Außenminister Dt. Adenauer in einer Audienz im Clarence- House. Es war der zweite Londoner Empfang, den die neue englische Königin dem Bundeskanzler gewährte. Die erste Audienz hatte unmittelbar nach der Ankunft Dr. Adenauers im Buckingham-Palast stattgefunden. Bundesrepublik wird Weg weisen BONN. Durch den finanziellen Vertei- digungsbeitrag von 11.25 Milliarden DM würde Deutschland zu den größeren Nationen gehören, die mit ihrem Beitrag zur gemeinsamen Verteidigung wegweisend sind, heißt es in dem vom Bundespresseamt auszugsweise veröffentlichten Gutachten der „Drei Weisen“. Ein Verteidigungsbeitrag in dieser Höhe sei ein gerechter Anteil Deutschlands an den gemeinsamen Anstrengungen. Die gegenüber dem jetzt laufenden Rechnungsjahr erhöhte Leistung wäre mit den zusätzlichen Lasten vergleichbar, die sich andere Staaten in den Anfangsstadien ihres Aufrüstungsprogramms aufgebürdet hätten. Acheson muß etwas mitbriDgen West-Außenminister nach Lissabon abgeflo gen . Kongreß wartet auf Europa-Einigung LONDON (J. F. R. - Eigenbericht). Am Dienstagabend sind die drei Außenminister der Westmächte zu Atlantikpaktkonferenz nach Lissabon abgeflogen, nachdem die Konferenz zu viert mit dem Bundeskanzler Dr. Adenauer zum Abschluß gebracht wurde. In Lissabon wird sich in den nächsten zehn Tagen nicht nur das Schicksal der Europäischen Verteidigungs-Gemeinschaft, sondern des Atlantikpaktes überhaupt entscheiden. Wenn USA-Statssekretär Acheson von Lissabon ohne positive Ergebnisse nach Washington zurückkehrt, verweigert ihm der Kongreß die 7,9 Milliarden Dollar, die Spanische Halbinsel im Atlantikpakt? Aber. Franco möchte eigenes Kommando haben Bericht unseres H.B. -Korrespondenten MADRID. Der portugiesische Außenminister ist von dein Londoner Trauerfeierlichkeiten mit dem Vorschlag für die Lis- saboner Atlantik-Konferenz zurückgekommen, Spanien in die europäische oder die atlantische Verteidigungsgemeinschaft mit elinzubeziehen- Es äst verständlich, daß diese Bestrebungen auch von dem Spanien Francos auf das stärkste betrieben werden, aber in Madrid und vielleicht auch in Portugal hat man davon Vorstellungen, die den übrigen europäischen Staaten nicht erwünscht klingen werden. Der Grundgedanke ist, dem Atlantikpakt den Seitenflügel einer ziemlich selbständig arbeitenden Organisation anzubaiuen, die für die Sicherheit des europäischen Südwestens und des afrikanischen Nordwestens verantwortlich wäre. Die portugiesischen und spanischen Verpflichtungen sollen sich auf die iberische Halbinsel, Nordafrika und die dazu gehörigen Inselbesitzungen beschränken. Auch die Amerikaner sind allerdings der Meinung, 'daß das Gebiet der Pyrenäen, die Frankreich und Spanien trennen, bis zum Atlasgebirge in Nordafrika eine strategische Einheit darstellen. Von spanischer Seite ist deshalb schon vor einiger Zeit angeregt worden, ein „Iberisches Kommando“ innerhalb des Atlantikpaktes einzurichten. Es soll seinen Sitz in dem spanischen Kriegshafen Cadiz haben, was den Ausbau sende* Warenaustausch- und Handelsabkommen sind bis auf weiteres vertagt worden. Das Gebiet mit dem größten Uranvorkommen der Welt nordwestlich von Eiisabeth- ville in Belgisch-Kongo, wurde zur militärischen Sicherheitszone erklärt. Das amerikanische Verteidigungsministe- rium gab bekannt, daB im Stillen Ozean wieder Vorbereitungen ffir Versuche mit Atomwaffen im Gange sind. Schauplatz der Versuche wird wieder das Atoll Eniwetok sein. Bei schwerem Sturm brach der 10 000-Ton- nen-Tanker „Pendleton* südlich des Boston vorgelagerten Kaps Cod ln zwei Teile. Acht Mann der Besatzung werden vermifit. Aus einem Haus in der Nähe des Schlosses Windsor in England wurden Pelze und Schmuck im Werte von 15 000 Pfund Sterling (rund 160 000 Mark) gestohlen. Die Polizei vermutet, daß der Einbruch von der Bande verübt wurde, die in vergangenen Monaten bei Einbrüchen um London Wertgegenstände mit einer' Gesamtsumme von 1 Million DM gestohlen haben. Sechs USA-Flieger kamen ums Leben, als in Texas zwei Flugzeuge der USA-Marine in der Luft zusammenstießen. Der spanische Löwenbändiger Manzano, der seit längerer Zeit allabendlich in Cannes seinen Kopf zwischen die Zähne seiner Löwin Rachel steckte, liegt im Krankenhaus. Rachei hatte am Montag den Rachen zugemacht! Der norwegische Justizminister teilte im Parlament mit, daß Deutsche, die während des Krieges zur Besatznngsmacht in Norwegen gehört haben, auch künftig keine Aufenthaltsgenehmigung für Norwegen erhalten werden. der Bucht von Cadiz zu einem modernen Stützpunkt bedeuten würde. Dem Projekt haftet allerdings der Verdacht an, daß es eine Art Auffangstellung für den Fall einer Räumung Westeuropas sein könnte. Deshalb wird vor allem Frankreich den Plan in dieser Form kaum annehmbar finden. Auch in England dürfte man schwerste Bedenken dagegen haben, daß der Meerenge zwischen Spanien und Afrika im Hafen von Cadiz ein zweites, und zwar wesentlich geräumigeres Gibraltar, vorgesetzt werden soll. Dabei ist noch gar nicht in Betracht gezogen, wie sich die anderen Teilnehmer einer europäischen Verteidigungsgemeinschaft dazu stellen würden, vor allem Deutschland, aber auch Italien. Die Sicherung der südwestlichen Flanke des Atlantikpaktes erscheint zwar als eine dringend notwendige Aufgabe. Aber in der von Madrid geförderten Form dürften solche Pläne nur dann in Betracht kommen, wenn sich bei der atlantischen Konferenz in Lissabon Konflikte wegen der mangelnden Fortschritte in den Verteidigungsmaß- nafamsn der westeuropäischen Länder ergeben sollten. Präsident Truman für Auslandhilfe angefordert hat. Die Beratungen darüber beginnen Ahfang März, immittelbar nach Schluß der Lissabon-Konferenz, und ohne die Dollarmilliarden bricht die gesamte amerikanische Verteidigungs-Politik in Europa zusammen. Um einen Ausweg aus der Sackgasse zu suchen, war der amerikanische Außenminister daher bereit, erhebliche Konzessionen an den deutschen Standpunkt zu machen. Zweifellos hat Washington starke Druckmittel zur Verfügung, um Frankreich zu einer Sinnesänderung zu bewegen. Der Ausfall oder auch nur die Einschränkung der amerikanischen Dollarhilfe würde in Frankreich die Gefahr einer Wirtschaftskatastrophe heraufbeschwören. Umgekehrt ist aber auch Frankreich im Besitz von Druckmitteln, die es unverzüglich anwenden würde, falls die USA sich für die Bildung einer nationalen deutschen Armee einsetzt. Das wäre einmal Zurückziehung aller französischen Truppen aus Indo- China nach Europa, um so in Europa einen Ausgleich der militärischen Kräfte herbeizuführen. Das würde die Position des Westens im gesamten südostasiatischen Raum aufs schwerste erschüttern. Und zum anderen hat Frankreich gegenwärtig die einzige intakte größere Armee in Westeuropa, auf die Eisenhower nicht verzichten kann. Alle diese Möglichkeiten haben naturgemäß schwere Besorgnis auch in London hervorgerufen. Vor allem jedoch richtet sich die Aufmerksamkeit Londons in diesem Augenblick nach Moskau. Es ist geradezu unvorstellbar, daß der Kreml die offensichtliche Krise im Lager des Westens ungenutzt vorübergehen läßt. Es muß im Gegenteil damit gerechnet werden, daß die jüngsten Vorschläge des Ostzomen-Regimes zur Deutschlandfrage nur den Auftakt zu einer weit umfassenderen Initiative der Kreml-Politik bilden. Man glaubt, daß vor allem dieser Druck aus Moskau, der ja die ganze Verteidigungsgemeinschaft erst ins Leben rief, ihr schließlich auch über die bisher schwerste Krise weghelfen wird. Frankreich billigt Prinzip der Europa-Armee Aber starke Vorbehalte. — Bedingungen und Richtlinien ffir Lissabon-Konferenz PARIS. Am Vorabend der Lissaboner Konferenz billigte die französische Nationalversammlung mit einer Stimmenmehrheit von 46 Abgeordneten das Prinzip einer künftigen Europa-Armee und deutschen Wiederbewaffnung. Die Regierungsent- echuießung, die mit 327 gegen 287 Stimmen bei 627 Abgeordneten angenommen wurde und für die französischen Unterhändler bei der Atlantifcpaiktkonferenz ki Lissabon als Verhandlungsrichtlinde gilt, verknüpft indessen die Zustimmung zur europäischen Verteidigungsgemeinschaft — ebenso wie der deutsche Bundestag — mit einer Anzahl von schwerwiegenden Bedingungen. SMät der Annahme der Resolution hat das französische Parlament der Regierung Faure das Vertrauen ausgesprochen. Die vom französischen Parlament gutgeheißenen Bedingungen zur Europa- Armee und zur deutschen Wiederbewaffnung spiegeln die starken Vorbehalte Frankreichs gegenüber dem künftigen deutschen Partner wider. In der neuen Resolution wird unter anderem zugesichert, daß vor der Ratifizierung des Europaarmee-Vertrages keine Rekrutierung deutscher Verbände eingeleitet werden soll. Ferner wird bekräftigt, daß der Beitritt Deutschlands zur europäischen Verteidigungsgemeanschaft keinesfalls mit seinem Eintritt in den Atlantikpakt gekoppelt sein darf, die ihrem Charakter nach nur Staaten ohne gebietsmäßige Ansprüche offenstehe. Außerdem sollen die deutschen Verbände nur allmählich und in dem Maße aufgestellt werden, das der fortschreitende A/uJbau der gemeinsamen Organisation rechtfertigt. Schließlich richtete die Nationalversammlung durch die Annahme der Entschließung eine ausdrückliche Aufforderung an Großbritannien, der europäischen Verteddigungsgemeinschaft beizutreten. Eine weitere wichtige Bedingung der Richtlinien, die das Parlament der Regierung nach Lissabon mitgibt, ist die Forderung auf Stationierung britischer und amerikanischer Truppen in Europa als Garantie gegen etwaige Verletzungen des Buropaarmeevertrages. Ferner wird die Aufnahme von Klauseln in den Generalvertrag mit der deutschen Bundesregierung gefordert, in denen Garantien über eine deutsche Rüstungsproduktion, deutsche Podizeiein- heiten und eine „gerechte Verteilung der finanziellen Lasten" enthalten sind. Ein weiterer Punkt von Bedeutung ist die Forderung, daß die Verschmelzung der einzelnen nationalen Truppeneinheiten miteinander „so niedrig wie möglich," beginnt, um die Aufstellung selbständiger großer deutscher Verbände zu verhindern. Einfuhr-Steuerung in Frankreich PARIS. Die französische Regierung hat jetzt auch Nahrungsmittel, Rohstoffe und andere wichtige Güter unter Einfuhrgenehmigungszwang gestellt. Damit hat Frankreich jetzt seine Einfuhrliberalisierung in vollem Umfang rückgängig gemacht Alle Einfuhren aus den Marshall- plan-Ländem bedürfen jetzt einer Importlizenz. Die Regierung ist somit in der Lage, die gesamte Einfuhr nach Maßgabe der Devisenverfügbarkeiten zu steuern. Die Geheimpolizei der Bundesrepublik Von unserem Bonner Korrespondenten .und besonders herzlich begrüße ich die Herren vom Verfassungsschutzamt, die sicher wie an jedem Abend in unserer Mitte weilen!“ Wenn der Redner der sozialistischen Reichspartei diese ironischen Worte zu Beginn seiner Rede in einer Versammlung in irgend einem niedersächsischen Dorfkrug beiläufig fallen läßt, kann er gewiß sein, den ersten Heiterkeitserfolg zu erringen. Aber ein wenig Anerkennung kann auch der Hohn nicht verbergen. Seit das Bundesamt für Verfassungsschutz seine Tätigkeit in Köln aufgenommen hat, haben die Gegner des demokratischen Systems kennengelemt, daß der heutige Staat nicht schutzlos ist und — anders als die Weimarer Republik — die Bereitschaft zeigt, sich zu verteidigen. Zahlreiche Mitarbeiter hat der Verfassungsschutz in allen Gegenden des Bundesgebietes, wie man versichert, häufig „ehrenamtlich“ tätige Miänner, denen der Bestand der freiheitlichen Ordnung unseres Staatswesens den Verlust einiger Stunden wert ist. Sie melden alle verdächtigen Regungen im Lande an die Landesämter für Verfassungsschutz, von wo die Meldungen nach Köln an das Bundesamt weitergeleitet werden. Köln hat eine ständige Femschreibverbindung mit dem Bundesinnenministerium in Bonn. Minister Dr. Lehr soll kaum einem Zweig seiner ausgedehnten Verwaltung größere Aufmerksamkeit schenken als diesem Amt, das ihm unter anderem das Material für seine Klagen gegen die Kommunistische Partei und die SiRP geliefert hat. Eine neue Gestapo? — Diese Frage ist oft gestellt worden, aber jeder, der die Einrichtung kennenlemt, muß sie verneinen. Was die Gestapo so schrecklich machte, das war ihr „Recht“, sich über jedes Recht hinwegzusetzen. Sie konnte willkürlich Briefe zensieren, Telefongespräche abhören, Wohnungen durchsuchen, Menschen verhaften und ohne richterlichen Spruch wochen-, monate- und jahrelang gefangen 'halten, sie konnte foltern und Geständnisse erpressen, und mancher Gefangene hat die Keller der Gestapo- Zentralen nie mehr verlassen. Nichts von alledem liegt iro möglichen Tätigkeitsbe- ! reich des Bundesverfassungsschutzes. Ja, seine Befugnisse sind sogar so gering, daß man heute allen Ernstes die Frage stellen muß, ob sie eigentlich noch den Erfordernissen der Zeit entsprechen. Angenommen, ein Mann des Verfassungsschutzes entdeckt, daß auf einen Minister bei seiner Reise durch die Ortschaft am nächsten Tag ein Attentat verübt werden soll. Dann darf er nicht etwa die Attentäter sofort verhaften. Er hat nicht einmal die Befugnis, sich für diesen Fall einige Polizisten der regulären Polizei auszuleiihen. Alles, was er tun kann, ist vielmehr nur eine Meldung an sein zuständiges Landesamt für Verfassungsschutz, von dort geht die Meldung weiter nach Köln. Das Bundesamt berichtet an das Bundesministerium, von dort geht eine Warnung sowohl an das zuständige Land als auch an den Minister, und nun mag die Polizei des Landes zugreifen. Wenn es keine Fernschreiber gäbe, über die solche Nachrichten in Minutenschnelle gehen, wäre der Verfassungsschutz ein vollständig ohnmächtiges Instrument. Aber auch so kommen „Pannen“ vor. Zum Beispiel erfuhr man in Köln von dem großen Treffen der kommunistischen „Freien Deutschen Jugend“ am Petersberg bei Bonn erst am folgenden Tage aus den Zeitungen. Keinerlei Vorkehrungen waren zuvor getroffen worden. Inzwischen ist das System verbessert worden. An der Spitze des Verfassungsschutzes, der so eigentlich die Geheimpolizei der Bundesrepublik darstellt, steht ein verhältnismäßig junger Mann, der selbst die Gestapo von ihrer schlechten Seite kennengelemt hat. Dr. Otto John gehörte zu dem Verschwörerkreis des 20. Juli, er kam damals am Tage vor dem Attentat auf Hitler nach Berlin, war am 20. Juli selbst einige Stunden in der Befehlszentrale in der Bendlerstraße und konnte sich nur mit knapper Mühe retten, während sein Bruder und seine Freunde ergriffen und erschossen wurden. Im Flugzeug floh er nach Spanien, ging von dort, durch gefärbte Haare unkenntlich gemacht, nach Portugal, wo ihn englische Freunde auflasen, um ihn nach Großbritannien zu bringen. Vielleicht bietet diese Geschichte eine Gewähr dafür, daß der jetzt 42jährige Leiter des Bundesamtes die Gefahren und Möglichkeiten der Gegner des Staates richtig einschätzt und sich doch andererseits vor Uebergriffen hütet. Wie das Amt jetzt eingerichtet ist, bilden zwei Karteien das Kernstück des Verfassungsschutzes. In der ersten sind alle „Verdächtigen“ erfaßt, von denen einmal bekannt geworden ist, daß sie unseren Staat an irgendeiner Stelle anböhren wollen. Hier werden genaue Unterlagen gesammelt, als gelte es, eines Tages di« Mittwoch, 20. Februar 1952 SÜDKURIER Nr. 28 / Seite 2 Regierungschef und Kriminal-Schriftsieller Von unserem Pariser Dr.A.R.-Korrespondenten Biographien all dieser Menschen zu schreiben. Die zweite Kartei enthält die „Quellen“. Es gibt Menschen, die eine Leidenschaft für das politische Nachspüren haben wie Briefmarken- und Schmetterlings- Sammler. Sie sind nicht zufrieden, solange ihnen noch eine „Rarität" in ihrer Sammlung fehlt. Nicht ohne Stolz geben sie ihre Kenntnisse an den Verfassungsschutz wei- FREIBUiRG. (A.-Eigenbericht). Auf einer Pressekonferenz erklärte Staatspräsident Wählet), er halte es für gut, wenn die, die bisher in vorderster Linie standen, sich in Zukunft nicht nach vorne drängen. Deshalb sehe er auch von einer Kandidatur bei den kommenden Wahlen ab. Er werde jedoch auch in Zukunft die Vorgänge in Stuttgart aufmerksam beobachten und vor allem darauf achten, ob die von der Südweststaat-Seite gegebenen Versprechungen erfüllt werden. Er hoffe, daß die Südwest- etaatverfassung einer Volksabstimmung unterworfen werde. „Ich beabsichtige nicht, im politischen Leben zu resignieren“. Er werde jedoch selbstverständlich zu gegebener Zeit sich wieder zum Wort melden. Wohleb bedauerte die persönlich«! Differenzen, die' in den letzten Wochen innerhalb der badischen Landesregierung entstanden sind. „Sie haben sich so ausgeweitet, daß man beinahe an der Demokratie verzweifeln könnte.“ Leider findet dadurch die badische Landesregierung nunmehr ein unwürdiges Ende. Der badische Wirtsdraftsminister Dr. Lais nahm auf der Pressekonferenz zu den Vorwürfen Stellung, er habe während des Wahlkampfes auf die Südweststaat-Ab- stiiwmung badische Unternehmer zur Steuerhinterziehung aufgefordert. ,Diese Vorwürfe weise ich als unwahr zurück", erklärte Lais. Nach einem schriftlich bestätigten Wunsch aus der Wirtschaft sei es bei der Unsicherheit über den Ausgang der Abstimmung vom 9. Dezember den Unternehmern erwünscht gewesen, ähre Förderung der Altbadener Bewegung nicht offensichtlich au machen. Es seien deshalb BELGRAD. Sieben Jahrgänge von Militärdienstpflichtigen wurden ln Laibach (Jugoslawien) eingezogen, um mitzuhelfen, die Folgen der Schneekatastrophe in Slo- venien zu beseitigen. Die Behörden sind bisher nicht in der Lage, sich ein klares Bild vom Ausmaß der Schäden und der Gefahren zu machen, da die Verbindungen zu vielen Gebieten unterbrochen sind. Soweit bekannt wurde, sind in den letzten Tagen 25 Menschen in den slovenischen Alpen durch Lawinen ums Leben gekommen. Skiläufer wurden mit Funkgeräten in die Berge geschickt, um Verbindung mit den durch Schnee abgeschnittenen Dörfern aufzunehmen. Ein Dorf soll durch eine Lawine verschüttet worden sein. WIEN. In Niederösterreich und im Burgenland halten die Schneefälle weiter an. WETTERVORHERSAGE des Bad. Landeswetterdienstes Der kontinentale Ausläufer des ostatlantischen Hochs greift, wenn auch abgeschwächt, noch bis nach Mitteleuropa aus. Eine von Südskandinavien in südöstlicher Richtung ziehende Störung wird unser Gebiet höchstens vorübergehend streifen, ohne den bestehenden Wettercharakter durchgreifend zu ändern. Wetteraussichten bis Mittwochabend: Vielfach neblig trüb oder stark bewölktes Wetter, zeitweise leicbte Niederschläge, meist noch als Schnee. Temperaturen in tiefen Lagen wenig über Null Grad, nachts allgemein leichter Frost, Meist schwache Winde aus West bis Nord. 100 DM ln Zürich: 19. 2.: 86/88 sfr. ter. Aber vielfach werden auch au« politischen odor persönlichen Gründen falsche Angaben gemacht. Es ist also fast ebenso wichtig, die Zuverlässigkeit der Quellen zu kennen wie die Verdächtigen selbst Beides ist keine leichte Aufgabe in unserer Zeit, bei der fast sprichwörtlichen Unzuverlässigkeit vieler Menschen, gerade wenn sie politische Interessen haben. neutrale Zahlstellen, darunter aiuch das Textilinstitut in Badeoweiler, eingeschaltet worden Die Behauptung, damit sei eine Steuerhinterziehung beabsichtigt gewesen, sei völlig falsch. Dies gehe schon daraus hervor, daß das Textilinstitut keine Spendenscheine ausgestellt habe. Lais teilte mit, daß die Holzverarbeitungsindustrie und die Tabakindustrie Südbadene hundertprozentig sich an den Spenden beteiligt hätten. Nach der Rechtsprechung des Reichsfinanzhofes seien eher Zuwehdungen im betrieblichen Interesse an politische Gruppen als Betriebsausgaben ®u behandeln und könnten somit von der Steuer abgesetzt werden. Schiffahrts-Konferenz in Straßburg STRASSBURG. In Straßburg wurde die vom Zentralausschuß für die Rheinschiffahrt eimberufene Konferenz der sechs Rheinanliegerstaaten eröffnet. Auf der Tagesordnung stehen vor allem das Problem, ob und wie dem Substanzverlust der Rheinschilfahrt abgeholfen werden kann, und Fragen des Wettbewerbs zwischen den an der Rheinschiffahrt Beteiligten sowie zwischen Rheinschiffahrt und den übrigen Verkehrsträgern. Der Vorsitzende des Zentralausschusses erklärte, da nach allgemeiner Ueberzeu- gung die seit Beginn des Korea-Krieges enigetretene erhebliche Belebung des Verkehrs auf dem Rhein nicht von langer Dauer sein werde. Der Ausschuß habe daher mit den Benutzern des Rheinstroms Fühlung genommen, um deren Anregungen zu empfangen und eine engere Zusammenarbeit zwischen ihnen herbeizu- In den meisten Städten und Dörfern wurde der Notstand erklärt und alle männlichen Einwohner zwischen 18 und 45 Jahren sind damit beschäftigt, Straßen und Eisenbahnlinien von den Schneemassen zu befreien, ln Kärnten, Vorarlberg, Tirol und Qberösterreich konnten die Hauptstraßen und Eisenbahnlinien von den Schneemassen zu befreien. In Kärnten, Vorarlberg, Tirol und Oberösterreich konnten die Hauptstraßen und Eisenbahnlinien wieder freigelegt werden. Der Temperatur-Rüdegang verminderte auch die Lawinengefahr. In Graz wurde ein Einwohner, der damit beschäftigt war, das Dach eines vierstöckigen Hauses vom Schnee zu säubern, von einer Dachlawine“ erfaßt und unter den Schneemassen begraben. Er starb an seinen Verletzungen. Die Zahl der durch den Schnee verursachten Todesopfer in Oestereich hat sich auf 41 erhöht. „Heu-Luftbrücke“ für Wild MÜNCHEN. Amerikanische Flugzeuge setzten ihre „Heu-Luftbrücke“ zur Rettung des in den verschneiten bayerischen Bergen darbenden Wildes fort, lieber 40 Zentner Ballen Heu wurden bereits abgeworfen und weitere 200 Doppelzentner stehen noch zur Verfügung. Seit 12 Tagen ist die Gemeinde Breitenberg im Bayerischen Wald von der Außenwelt abgeschnitten. Lebensmittelknappheit macht sich bemerkbar. Die Bevölkerung ist beunruhigt, da auch Schwerkranke nicht abtransportiert werden können. In Lipperland (Westfalen) hat der hoch liegende Schnee eine Wildschweinplage ausgelöst. Das Schwjt'zwild dringt teilweise bis in die Dörfer vor und reißt die Gartenzäune ein. Schneesturm in den USA — 24 Tote NEW YORK. Der Nordosten der Vereinigten Staaten wurde von einem schweren Schneesturm heimgesucht. 24 Menschen kamen ums Leben Der Verkehr war fast völlig gelähmt. Hunderte von Kraftfahrzeugen blieben im Schnee stek- ken, einige Eisenbahnstrecken waren nicht befahrbar. Der Omnibusverkehr war in vielen Gebieten unterbrochen, zahlreiche Schulen mußten geschlossen werden. Die Stadt New York blieb von dem Schneesturm verschont. Dort fielen nur einige Zentimeter Schnee. LONDON. Die Außenministerkonferenz hat sich auf die Einsetzung einer Revisions- instanz für die Ueberprüfung aller Urteile geeinigt, die von alliierten Gerichtshöfen zur Aburteilung von Kriegsverbrechen über Deutsche verhängt wurden. In der Revi- siomsfoehörde sollen alle vier Mächte (also auch die Bundesrepublik) vertreten sein. Für die Milderung einer verhängten Strafe oder die Freilassung eines Gefangenen soll die Viermächte-Instanz nur einstimmig beschließen können. Dieser Beschluß, eine solche Instanz zu bilden, stellt das erste Ergebnis der Viermächtekonferenz dar, die am Montag begann. Dr. Adenauer hat auch bei dieser Gelegenheit den Wunsch zum Ausdruck gebracht, daß das Schicksal aller Deutschen, die noch in alliierter Hand sind, baldigst geklärt wird. Notwendige Voraussetzungen SK. Das „größte Hindernis für eine ehrliche Zusammenarbeit mit Deutschland ist die Fortsetzung der bisherigen Politik hinsichtlich der Kriegsverbrecher und die Zurückhaltung so vieler verurteilter Gefangener in Gefängnissen’’. Diese Formulierung stammt von einem so ausgezeichneten Mitglied des britischen Oberhauses wie es Lord Hankey ist. Nunmehr soll nach dem Beschluß der Londoner Außenministerkonferenz dieses Hindernis beseitigt werden. Tatsache ist, daß sämtliche wegen Kriegsverbrechen verurteilte Deutsche — es mögen über 2000 sein —, nach einem Recht verurteilt wurden, das eigene für diese Prozesse geschaffen wurde. Immer wieder muß betont werden, daß es bei dieser Revision nicht darum gehen kann wirkliche Missetäter in Schutz zu nehmen. Aber auch selbst ihnen stünde ein faires Verfahren zu. Grundlage der Verurteilungen war das Kontrollratsgesetz Nr. 10. Dieses Gesetz war mit rückwirkender Kraft ausgestattet "und es verstieß deshalb gegen den Grundsatz „nulla poenia sine lege’’, keine Strafe ohne Gesetz. Zunächst muß gefordert werden, daß die Ueberprtifungsinstamz rasch, genau und gerecht arbeitet, um den Häftlingen jeden Tag unschuldiger Haft zu ersparen. Der Kreis der zu Uefoenpcriifenden könnte bedeutend eingeschränkt werden, wenn das im amerikanischen Strafvollzug übliche „Parole-Verfahren” die Entlassung bei guter Führung nach einem Drittel der Strafzeit einigefiÖirt würde. Fälle, die wegen der langen Zeit nicht mehr zu rekonstruieren sind, müßten niedergeschlagen werden. Das Endergebnis muß sein, daß auch der juristisch nicht Vorgebildete das eindeutige Gefühl gewinnt: Hier ist ohne Zorn und Eifer zwischen Gerechten und Unge- PARIS. Edgar Faure, der gestern vor der Nationalversammlung den Kampf um die Europa-Armee gewann, war vor kurzem mit einigen befreundeten Politikern in Megeve, dem französischen Wintersportzentrum. Alle anderen trugen auf ihrer Heimreise irgendwo einen Gipsverband, als einziger kam Faure mit heiler Haut davon, doch nur, weil er sich weislich allem, was Sport war, fernhielt. Er betreibt keinen Sport, mindestens keinen Körpersport. Sport nennt er seine Entspannung, den Wechsel im Geistigen. Sein Lieblingssport io diesem Sinn ist Ausdenken und Niederschreiben von Polizeiromanen. Verwickelte Situationen, kunstvolle Verflechtungen, logische Lösungen ausspebulieren, eine Welt herzau- bem als Spiel und Spielerei, sie nach sei- rechten unterschieden worden. Sonst dürfte die Stellung der deutschen Mitglieder einer solchen Viermächte-Instaoz schwierig, wenn nicht unmöglich werden und das Vertrauen der Völker zueinander würde einen neuen, schweren. Schlag erhalten. Ohnehin werden von der jetzt geplanten Regelung nicht die Fälle erfaßt, bei denen die Sowjets an der Urteilsfindung beteiligt waren, wie etwa der Fall des einstigen Außenministers von Neurath, der immer noch im Spandauer Gefängnis sitzt. „Deutschland bleibt gefährlich“ WASHINGTON. Die „New York Times“ schreibt „Nicht Frankreich, sondern der deutsche Militarismus, der deutsche Nationalismus, die deutsche Superdisziplin und Superleistungsfähigkeit müssen noch jahrelang gefürchtet werden. Dies muß und kann in Lissabon nicht gesagt werden, aber jeder Delegierte sollte daran denken. Frankreich ist unser historischer Verbündeter. Frankreichs Zivilisation, seine Demokratie, sem Volk und seine Lage in Europa machen dieses Land für uns in moralischer und praktischer Hinsicht lebenswichtig.“ Das europäische Wunder CHIKAGO. Der stellvertretende Leiter des amerikanischen Amtes für gemeinsame Sicherheit, Theodore Tannenwald, forderte die Amerikaner auf, nicht mehr so viel an den europäischen Ländern herumzukritteln, weil sie angeblich zu wenig für die Entwicklung der europäischen Verteidigungsgemeinschaft täten. Tannenwald sagte: „Es ist ein Wunder, wieviel sie getan haben.“ Er fügte hinzu, die Vereinigten Staaten sollten nicht mit ihrer Wirtschaftsund Militärhilfe Druck auf die Europäer ausüben, noch mehr zum tun. „Wir in den Vereinigten Staaten sollten aus unserer Geschichte wissen, daß politisches Wachstum nicht aus Zwang, sondern nur aus Überzeugung resultieren kann.“ Niemöller nach den USA FRANKFURT. Kirchenpräsident D. Martin Niemöller ist vom Frankfurter Rhein- Main-Flughafen zu einem mehrwöchigen Besuch nach den USA abgeflogen. Er will dort, wie er sagte, in Predigten und weltanschaulichen Vorträgen eine Antwort der Christenheit auf die Probleme der gegenwärtigen Weltkrise zu geben versuchen. Auf einen deutschen Wehrbeitrag wolle er allerdings nur dann eingehen, wenn er in den Diskussionen darnach gefragt wird. Er wolle seinen amerikanischen Zuhörern gegebenenfalls auch Eindrücke seiner Moskauer Reise vermitteln, um zur Stärkung der Vertrauensbasis zwischen den beiden Weltmächten beizutragen. ner Phantasie zu beleben, nach dem eigenen Schöpferwillen aufzubauen und wieder einzustürzen. Er betreibt diesen Geistessport mit einer Leidenschaft, daß er für ihn auch Zeit aufbrachte, als er die schwierigen Aufgaben eines Budgetministers erfüllte und nach allgemeinem Urteil gut erfüllte. Doch wie? fragt man ihn. Furchtbar einfach, gibt er mit dem ihm eigenen Lächeln zurück. Eine Reise wöchentlich in den Wahlbezirk im Jura, sechs Stunden hin und sechs Stunden zurück, macht zwölf Arbeitsstunden. Ohne Unterlaß tippt er dabei auf seiner Maschine. Ein Phänomen der Arbeitsmethodik und der Arbeitsleistung, sagen seine Mitarbeiter, ein Meister der Abschaltung und der Konzentration. Eine kleine schwarze Binde, die er stets bei sich trägt, um die Augen geschlagen, erlaubt ihm zu schlafen, wann und wo er will. Er bleibt dafür, wenn notwendig, ganze Nächte hindurch arbeitsfähig. Reisen nach New- York, nach Brasilien brachten ihm, wie er selbst sagt, nichts anderes als einen Wechsel des Arbeitsraumes. Er arbeitete zwar in der Regierung de Gaulles in Algier, in die Politik trat er aber erst 1944 als Mitarbeiter von Men- des-France, als dieser nach der Befreiung das Wirtschaftsministerium übernahm. Er blieb Mendee-France am nächsten verbunden. Als Faure seinem Freund das Wirtschaftsministerium anvertrauen wollte, drohte die ganze Kabinettsbildung daran zu scheitern. Bidault und Robert Schu- man wollten der Regierung ferableiben, weil Mendes-France dafür eintritt, daß Frankreich Indochina opfert, um seine europäische Mission zu erfüllen. Wenn Faure noch eher bereit ist, dem Kompromiß im Staatsleben ein Opfer zu bringen, will seine geistig temperamentvolle Frau nichts davon wissen. Scheidungsgrund! fuhr sie dieser Tage auf, als Faure den Theoretiker des Vichyregimes, Charles Maurras amnestieren wollte. Im Exil in Algier gründete eie mit Robert Aron die NEF, eine Zeitschrift von hohem Niveau, die die politischen Scheidelinien im Geistigen niederlegen sollte. Nicht nur durch sein Alter, — 43 Jahre — bricht Edgar Faure mit der Ueberliefe- rung der französischen Staatsführung, auch mit seinem ganzen geistigen Wesen. TM Mt* Marianne: „Wohin geht der Omnibus?* Faure: „Ich fahre nur bis zur nächsten Kurve, Marianne!* (Nebelspalter) SUDKURIER Chefredaktion: Alfred Gerigk Verantwortlich für Politik: Konrad Gunst. Nachrichtendienst: Graf Ludwig Douglas. Wirtschaft: Dr. Gustav Adolf Groß. Feuilleton: Ludwig Emanuel Reindl. Heimat: Alois Bede, Herbert Steinert. Sport: Alfred Strobel. Chef vom Dienst: Helmut Jacobsen. Verlag: Südkurier GmbH., Konstanz, Marktstätte 4. Druck: Druckerei und Verlagsanstalt Konstanz GmbH. Badische Regierung weist Vorwürfe zurück Unternehmer nicht zur Steuerhinterziehung aufgefordert führen. Reservisten-Aufgebot gegen Sdineemassen Sieben Jahrgänge in Slowenien eingezogen — Notstand in Niederösterreich Kriegsverbrecher-Prozesse werden überprüft Bundesrepublik In internationaler Revisionsbehörde Winterbilder am See Aufgezeichnet von Friedrich Aumeister Lindau, winterlich vermummt, mit viel geschlossenen Saisonläden und Hotels, empfängt den Gast mit verschlafener Miene. Rosa-feuriges Abendgewölk haucht über See und schneebelastete Landschaft täuschenden Widerschein. Für Augenblicke, die märchenhaft sind und wie Märchen rasch verfliegen, hat die Inselstadt mit dem lichterbestickten Hintergrund des österreichischen Ufers eine fast orientalische Farbigkeit. Wie die Gärten Kling- sors herauf gezaubert aus der Schnees turm- wildnis von gestern. Der Schnee, jetzt feucht und weeser- ziehend unter den Sohlen, seufzt mit jedem Schritt Auf die Mole führt ein halbwegs ausgetretener Pfad. Draußen unter dem steinernen Löwen gilt es, dem Andrang eines frisch aufsteigenden, die Dunkelheit schnell vor sich hertreibenden Nordwestwinds «tandzuhalten. Da begreift der Gast, daß laut obrigkeitlicher Mahntafel „das Betreten der Mole nur auf eigene Gefahr” gestattet wird. Das wäre, bei grollendem Hochwasser und Sturm, ein Plätzchen für einen nächtlichen Filmzweäfcampf ohne Gnade... * Auf der Fahrt, am andern Tag, über Friedrichshafen, Markdorf, Ueberlingen nach Radolfzell, schiebt der Winter seine zauberisch verwandelten Kulissen jäh wechselnd vor die Augen. Böschungen, Fichtenhecken, überwölbt von verwehtem Schnee. Spaliere in ansteigenden Gärten gleichen duftigen Girlanden. An edrtem Bahnhof erhebt sich eine Gärtnerei über dem Schienenstrang mit schräg gestuftem Wdnterbeetfeld dem ockerfarbig getünchten Haus auf der Höhe entgegen, eine ferne, ferne Erinnerung an Sanssouci weckend, Sorgenfrei... Wo der See zwischen den Schneegefilden sichtbar wind, liegt er bleischwer, schwarz glänzend, ein gehämmerter spiegelnder Panzer, zwischen so viel schaumig leichtem Duftgebild. Diese Katarakte von Schneefeldem, die sich zu ihm neigen und aus denen sich Bäume, Hausdächer, Kirchen, Wegweiser mützenartige Stücklein ausgeschnitten haben, als sollten sie die Echtheit und Tiefe des Schnees amzeigen, fangen das frühe Licht auf und verwandeln seinen Goldglanz in blaue Schatten. Schnee, Schnee, Gedanken freund! Wie begrüßen Ihn die Dichter, wie lieben ihn die Maler. Aber in ihrem Jubel lauert die Kälte der Jahreszeit, ihre Liebe ist kurz und hektisch. Gering wiegen in der Dichtung der Völker die Beiträge aus dem Reich der weißen Oede. Und wieviel berühmte Winterbilder, Schneelandschaften gibt es? Breughel, ein paar Niederländer, Caspar David Friedrich. Warmblütige frohe Menschen lieben den Winter und genießen seine Freuden, den Frosthauch, der dem Wanderer am Munde gefriert, den graublauen Himmel über dunstigen Horizonten, das Sausen der Schlitten, das schneidende Gleiten des Eislaufs, die erhabene Freude der Talfahrt auf Schneeschuhen. Das Gefühl schmerzloser Einsamkeit auf blau schattendem Schneefeid. Die Heimkehr am Abend. Erwärmende Getränke. Abendgespräche. Feste der Geselligkeit * Mit Türmen und Giebeln grüßt Markdorf, bis zur Unkenntlichkeit verschneit zur Bahn herüber. Mittelalterlich großartig, der Kulisse eines historischen Thea- terspiele günstig, weckt es plötzlich heftige Vorstellungen van Fasnachtszügen. Hier müßten Masken tanzen. Den Berg herunter könnten sie kommen, schwärmerisch, mit riesigen, gleichmütig lächelnden, fragenden Gesichtern,, wtüdfarbig und klirrend von Schellen. Schnee ist den Masken freund; auch er bebt das Bild gewohnter Ordnungen auf, die Landschaft trägt ihn wie eine Maske, so auch die Straßen der Dörfer und Städte, die er vermummt Mummenschanz ist Schanz im Schnee. Vor Ueberlingen tritt der See, die grau gleißende Wasserfläche, wieder beherrschend in das Landschaftsbild. Die Farben ändern sich. Zartgrüne Streifen, von rosa Schichten abgelöst, spielen mit der dichten Finsternis der Wassertiefe. Bimau auf der Höhe nah über dem Zug und den blau überstrahlten Schneeflächen läßt an die barocke Krönung eines uralten Krippen- sufbaus denken. Aber statt Reitern des Knut Hamsun gestorben Ein Leben, groß und bitter, ungewöhnlich hart in seinem Beginn, ungewöhnlich tragisch im hohen Alter, in dem sonst den Dichtern und Weisen die junge Welt voll Ehrfurcht und Liebe das Wort vom Munde lauscht; ein Leben voll Kraft zum leiden und voll Liebe zur Kraft, ging, einer düsteren nordischen Saga gleich, zu Ende. Es war ein Leben wie von ihm selbst geschrieben, von dem großen Dichter der Romane „Hunger“ und „Pan“, „Mysterien“, „Victoria“, „Segen der Erde“, „Weiber am Brunnen“, „Das letzte Kapitel“, „Landstreicher“, „August Welt- umsegler“, „Nach Jahr und Tag“, „Der Ring schließt sich“ und der Schauspiele „Munken Vendt“ und „Vom Teufel geholt“. Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges kam aus der Feder des fast erblindeten und tauben Verfehmten, der Deutschland so sehr vertraut und auch Hitler, bis zur bitteren Enttäuschung, bewundert hatte, das Bekenntnisbuch „Auf überwachsenen Pfaden“, das in seiner fast hohnvollen Weltüberlegenheit an das späte so rätselhaft lächelnde Selbstporträt Remforandts denken läßt. Die jungen Norweger hatten ihm wie einen Wall des Schweigens seine Bücher, die einst geliebten, vor sein Haus gelegt. Er nahm es hin wie ein kranker, in sich gefangener Adler, der sich nicht mehr wehrt, weil er nicht mehr versteht. Sein Werk, als die Gabe der Einsamkeit des Nordens an die schnell lebende laute Welt, wird in seinen Höhepunkten Unvergeßbar bleiben. R. Herodes oder Gruppen von Weisen aus dem Margenland, bewegen sich jetzt nur ein paar Skiwanderer langsam schlürfend die gewunderte Straße hinauf. Dann beginnt Schnee zu stöbern. Für Minuten versinkt der Blick im wirbelnden Grau der bewegten Flocken. Dann taucht, fast so jäh, wie es verschwand, mit frischem Weiß bestreut, das Landschaftsbild wieder aus dem schon vergessenen Sturm Und nun ist es ganz der See, der die Blicke wie ein Magnet auf sich zieht. Die gegenüberliegenden Höhen des Bodanrück, von Schluchten kegelig gegliedert, treten dicht und steil an die Ufer. In ihrer Zeichnung hat der Winter schöne Arbeit geleistet. Jetzt sieht man erst, wie dünn der Baumbestand zu den Kuppen der Hügel aufsteigt Zwischen die Reihen der Stämme sind Striche und Felder von Schnee geworfen. Die Bäume selbst, vom schimmernden Niederschlag der Jahreszeit nur eben mit Glanzlichtem betupft, stehen als graziös-sperrige Silhouetten aus Tula- silber vor dem hellen Grund. Bodman, traut und still, sendet sein Bild herüber, schattig dämmernd in unbeschreiblichem Frieden. Das ist einer der Punkte, an denen die Reisenden zu sagen pflegen: dort möchte man einmal landen... « Wo kommen die vielen Bussarde her, die nun zwischen Bergeshang und Straße Baumwipfel zieren und Pfosten im Feld? Als wären sie von einem rührigen Fremdenverkehrsverein ausgesetzt sind sie mit einem Mal da, prächtig schwebend mit git- terig gespreiteten Flügeln, die Kenner des Aufwindes, auch der leisesten Regung un- fühlbarer Hauche bleiben sie Meister. So wenn sie „aufbäumen” und sich, in Reglosigkeit scheinbar erstarrend, dicht am Ziel auf den erstrebten Sitz vom Aufwind im Umkreis des Baumes lupfen lassen. Jetzt, im Wintergefild, kann man sie schöner beobachten als jemals sonst jede Feder hebt sich ah gegen die große Helligkeit. Der Schnee ist ein weitgebreiteter Bogen büttenweißes Papier, auf dem ähre Figuren mit spitzem Wasserfarlbenpinsel gezeichnet sind. * Nach Radolfzell, wo die Mettnau zu Winterwegen von verschwiegenster Schönheit lockt, breitet sich der Gnadensee zu Füßen der Reichenau. An Sommertagen, wenn Abende heranglühen oder tauglitzemde Frühstunden den Duft seliger Schönheit über Wiesen, Wasser und Uferhöhen hauchen, versteht man die tiefe Berechtigung dieses Namens für den See zwischen Bodan und Reichenau. Aber nie habe ich sie doch so unwiderlegbar empfunden, wie jetzt beim Anschaun der Schneelandschaft von Allensbach aus, im Vorüberfahren. Mit schweren tiefen Wolken, blaugrau und schwarz, hat sich der Himmel, neue Stürme bereitend, herabgeeenkt. Seine Tönung wiederholt sich im See, der hier noch offen ist, aber schon von Streifen dünnen, grau beschneiten Eises durchzogen wird. Im nahen Vordergründe nun die üppige Helle der Schneefläche über das sanft geneigte Ufer hin. Die grauen -Streifen Eis, die fast schwarzen des offenen Wassers; die Gebäude auf der Reichenau, in letzter Minute vor hereinbrechetKlem Unwetter nah zum Greifen, mit ihren weißen Schneepelzen, dem grauen Gemäuer; dahinter, schon von der Wolkenlast gestreift, die Schweizer Uferhöhen; Das alles fügt sich zu einem Bild von niederländischer Innigkeit zusammen, traut und doch unsagbar fremd, durch Licht bewegt, durch Erden- schwere massiv wie geschlagenes, geschmiedetes Silber, urzeitlich trotz hoher Kultiviertheit, zeitlos und gegenwärtig und wie für die Ewigkeit gemalt in kloster- stillem Frieden. Von wem gemalt? Für wen? Von Jahrtausenden der Natur vorbereitet gerade für diese Stunde; von Jahrhunderten des Menscheniwerkes gestaltet gerade für diese Augen, die jetzt darauf ■hinschauen; von Ewigkeit her beschlossen und auflaewahrt als Möglichkeit, die mm ein Herz erfüllt, von einem Auge die Schuppen fallen macht, damit es erfasse den ringsum leuchtenden See der Gnaden. OLYMPISCHE W WINTERSPIELE OSL01952 du nocweyiscJhe (fMniedcäUen-lleyen Stolzerfüllte Sportfreunde des gastgebenden Landes —* Kundfunk unterbricht 40mal seine Sendungen VonunoeremW. K. - Sonderberichterstatter Bei den olympischen Winterspielen in Oslo hatten nach dem Goldmedaillenregen für Norwegen die gastgebende Nation und Oesterreich neue Erfolge zu verzeichnen. Der Norweger Anderson stellte Uber 10 000 m im Eisschnelläufen einen olympischen Rekord auf und holte sich auch den Sieg über 1500 m. Im Spezialslalom gab es durch Ottmar Schneider einen olympischen Sieg vor dem norwegischen Spezialisten Eriksen. Auf dem Eis liegt Dick Button (USA) im Kunstlaufen der Herren klar in Führung. Im Eishockey gab es für Deutschland die vierte Niederlage. Nach dem für Deutschland erfreulichen Auftakt der VI. Olympischen Winterspiele in Oslo mit Gold, Silber und Bronze für den Zweierbob Qstler/Niaberi baw. für Annemarie Büchner-Fischer und überhaupt der sich glänzend haltenden bayri- ' . . . . -m Der Sieger in der Nordischen Kombination, Slaatvik-Norwegen, beim Sprung, der ihm die Goldmedaille brachte sehen Sfcimadeln mußten sich unsere Vertreter sehr bescheiden, da sie weder in den Disziplinen der Nordischen Kombination, noch im Eisschnellauf, noch dm Eishockey, noch im Eiskunstlauf dm entferntesten eine Hoffnung auf gute Plazierung machen konnten. Wir müssen uns mit aller Bescheidenheit damit abfinden, daß wir Siege nicht in Erbpacht genommen haben. Darauf kommt es an. Schließlich gehört bei uns die schiefe autoritäre Anschauung der Vergangenheit an. die sportliche Niederlagen als eine staatliche Blamage empfand. Wer von uns gegenwärtig in Skandinavien weilenden Deutschen das Herz auf dem rechten Fleck hat — wir meinen, daß dies bei allen der Fall Ist — der empfindet um so aufrechter und freudiger die eportkameradschaftliche Geste, der man hier überall begegnet und freut sich mit allen Norwegern an dem Triumph, den das gastgeibende Land in diesen Tagen feierte und der Norwegen in der Gesamtwertung an die Spitze aller Nationen führte. Auf allen Straßen und Plätzen, in allen Verkehrsmitteln und in den Lokalen dieser Großstadt mit dem amerikanischen Akzent waren die drei Gold- und die zwei Bronzemedaillen für Norwegen am Montag das Tagesgespräch; der fünfte Tag brachte den bisher größten Erfolg für das gastgebende Land, und der olympische Rekord über 10 000 Meter Eisschnellauf gestern Dienstag war ein neuer Anlaß, aus der sonst typischen Reserviertheit herauszutreten, die die nordischen Menschen charakterisiert. Die Buben vor allem mit ihren Strickmützen fühlen sich in der „Rolle der Sieger" und machen da und dort Jagd auf die Slaatvik (Sieger der Nordischen Kombination), Brenden (18 km Langlauf) und Andersen, den Weltmeister im Eisschnelläufen, um ein Autogramm au erhalten. Die Gastfreundschaft der Norweger ist mindestens genau so groß wie ihre Begei- sterungsfähigkeit Davon konnte auch jener abgekämpfte Italiener erzählen, der nach dem 18-km-Langlauf mutterseelenallein in der Nähe der Holmenkollen- schanze stand, weil er seinen Autobus in die Unterkunft verpaßt hatte. Ein freundlicher Norweger, der mit der Organisation nichts zu tun hatte, vermittelte spontan eine kostenlose Fahrtmöglichkeit ins Italiener-Lager. Der Kundendienst erstreckt sich auch auf die Publizistik. Abgesehen davon, daß die Tageszeitungen z. T. in mehreren Ausgaben täglich ihre Leser immer auf dem Laufenden halten und daß die Zeitungsaushänge binnen kurzer Frist die neuesten Resultate verkünden, (fold - Silket - Bconce 1500-Meter-Eisschnellaul 1. Hjalmar Andersen (Norwegen) 2:20,4 Min. 2. Wim van der Voort (Holland) 2:20,6 3. Roald Aas (Norwegen) 2:21,6 4. Car] Erik Asplund (Schweden) 2:22,6, 5. Kees Broekman (Holland) 2:22,8, 6. Lassi Parkkinen (Finnland) 2:23,0. 10 000-Meter-EissdineIlanf X. Hjalmar Andersen (Norwegen) 6:45,8 Min. 2. Kees Broekman (Norwegen) 17:10,6 Min. 3. Carl Eric Asplund (Schweden) 17:16,6 Min. 4. Pentto Lammio (Finnland) 17:20,5, 5. Anton Huiskes (Holland) 17:25,5 Min., 6. Sverre Haugli (Norwegen) 17:30,2 Minuten. Resultate Slalom 1. Othmar Schneider (Oesterreich) 2:00,0 Minuten (69,5 und 60,5 Sekunden), 2. Stein Eriksen (Norwegen) 2:01,2 Minuten (59,2 und 62,0 Sekunden), 3. Guttorm Berge (Norwegen) 2:01,7 Minuten (61,1 und 60,6 Sekunden), 4. Zeno Colo (Italien) 2:01,8 Min. (60,9 und 60,6 Sek.), 5. 'Stig Sollander (Schweden) 2:02,6 Min. (60,40 und 62,2 Sek.), 6. Arnes Couttet (Frankreich) 2:02,8 Min. (61,1 und 61,7 Sek.). unterbricht der norwegische Rundfunk täglich wenigstens vierzigmal die Sendungen, um nach den einleitenden Klängen der Olympischen Fanfaren die Meldungen von den verschiedenen Kampfstätten durchzusagen. In den Fabriken und Kontoren, die mit Lautsprechern ausgestattet sind, hört dann die Arbeit für Minuten auf, Der Sieger im 18-km-Langlauf (Spezial) Halgelr Brenden (Norwegen) kurz vor dem Ziel und in Restaurants und Cafes wird die Bedienung vorübergehend eingestellt, damit Gäste und Personal im Anhören nicht gestört werdern_ Nahezu alle Osloer Blätter brachten am Montag Berichte über das Eishockeyspiel Deutschland —Tschechoslowakei auf der Titelseite. In Anbetracht des fairen Kampfverlaufes, bei dem auf beiden Seiten nur zwei Spieler wegen geringfügiger Vergeben für je zwei Minuten vom Eis gestellt wurden, wird von den norwegischen Zeitungen erneut die völkerverbindende Idee des Sports und die Kraft des olympischen Gedankens unterstrichen. Die Repräsentanten zweier Länder, die durch den Eisernen Vorhang getrennt sind, lieferten sich getreu der allgemeinen sportlichen Auffassung einen ritterlichen Kampf, wie ihn die olympischen Gesetze vorschreiben. Die Ueberreichung eines Freundschaftswimpels durch die tschechoslowakische Mannschaft vor dem Spiel wird ebenso hervorragehoben, wie die Schifferklaviermusik der deutschen Skiläufer. 2weitet Slalomlou# entschied fät Schneidet-Oestetceitk. Er überBügelte damit Norwegens Aß Stein Eriksen Die alpinen Skiläufer starteten am Dienstagmittag in Roedkleiva beim Spezialslalom zu ihrem letzten Wettbewerb. Die 442 m lange Strecke wies einen Höhenunterschied von l€ö m auf. Während der in der Nacht gefallene Neuschnee die Bedingungen für die ersten Starter verbesserte, war die mit 50 Toren gespickte Piste im letzten Ende vereist. Der Wettbewerb wurde in zwei Durchgängen entschieden. Hierbei hat das Kampfgericht nur die 30 besten Läufer des ersten Durchganges für den zweiten Lauf zugelassen. 15 000 Zuschauer mit Prinzessin Ragnhild jubelten insbesondere ihrem Landsmann Stein Eriksen zu, der in Norefjell den Riesenslalom gewann. Zusammen mit dem Österreicher Hans Senger lief der norwegische Slalom-Spezialist mit 59,2 Sek. die schnellste Zeit des ersten Laufes. Außer ihnen blieb nur der Österreicher Othmar Schneider mit 59,5 Sek. unter einer Minute. Es folgten: Stig Sollander (Schweden) mit 60,4, Zeno Colo (Italien) mit 60,9, und James Couttet (Frankreich) und Guttorm Berge (Norwegen) mit je 61,1 Sek. Von den vier Deutschen war Beni Obermüller mit 64,1 Sek. der schnellste vor Willi Klein mit 64,2 Sek. Peppi Schwaiger und Heini Bierling kamen nach Stürzen auf 73,7 und 69,9 Sek. Auch yeyen Schwedens Eishockey kein Siey Deutschland verlor gegen den Europa meister 7:3 Bei der Fortsetzung des olympischen Eishockeyturniers gelang der deutschen Mannschaft auch im vierten Spiel kein Sieg. Sie verlor gegen Schweden 7:3 (3:2, 0:0, 4:1). Die deutsche Mannschaft iieß allerdings erkennen, daß sie die in den bisherigen Spielen auf ihr lastende nervliche Depression überwunden hat. Ueber- raschend brachte Egen (8. Min.) die Deutschen in Führung. Nach Blomcjvists Ausgleich war Egen erneut erfolgreich, aber Pettersson und Oeberg schafften bis zum Ende des ersten Drittels das 3:2. Im torlosen zweiten Drittel kämpften beide Mannschaften mit vollem Einsatz. Die deutschen Stürmer Poitsch, Egen und Enzler zeigten hervorragende Kondition, und Hoffmann im Tor hatte einen großen Tag erwischt. Im letzten Drittel überraschte Sven Johansson den gestürzten Hoffmann mit einem Hochschuß. Durch dieses vierte Gegentor war die deutsche Abwehr vorübergehend verwirrt und mußte in der nächsten Minute zwei Tore von Erik Johansson und Blomqvist hinnehmen. Nachdem Poitsch das Ergebnis auf 3:6 gemildert hatte, schloß der aus Krefeld bekannte Goesta Johansson das Spiel mit dem siebenten Treffer der Schweden ab. Nach dem Spielverlauf fiel der schwedische Sieg etwas zu hoch aus. Weitere Resultate: USA—Finnland 8:2; Schweiz—Norwegen 7:2; Kanada—Polen 11 : 0 . Dick Button führt klar Nach zwei Pflichtfiguren im Eiskunstlauf der Herr«) liegt der Olympiasieger 1948 und Weltmeister Dick Button (USA) bereits mit klarem Vorsprung vor Europameister Hellmut Seibt (Österreich) und James Gro- gan (USA) an der Spitze. Der deutsche Nicht der Slalom-Spezialist Stein Eriksen (Norwegen), dem die Wünsche seiner Landsleute galten, sondern der Oester- reicher Othmar Schneider erzielte im Spezialslalom die beste Gesamtzeit. Im allgemeinen waren die Zeiten des zweiten Laufes langsamer, da die Spitzenläufer anscheinend auf Sicherheit fuhren. Nur der Norweger Guttorm Berge verbesserte sich um 0,5 Sekunden und kam durch dieses j geglückte Wagnis auf den dritten Platz. J Der Oesterreicher Senger, der im ersten i Lauf mit Eriksen die schnellste Zeit lief (59,2 Sek.), ließ im zweiten Durchgang ein Tor aus. Sein Landsmann Christi Pravda (im ersten Lauf 61,5 Sek.) stürzte im zweiten Durchgang dreimal. Im Slalom kam Beni Obermüller (Rot- tach-Egem) mit 2:07,5 Min. (64,1 und 63,4 Sek.) auf den fünfzehnten und Willi Klein (Oberstdorf) mit 2:08,9 Min. (64,2 und 64,7 Sek.) auf den achtzehnten Platz. Peppi Schwaiger und Heini Bierling befanden sich im ersten Lauf nicht unter den dreißig Besten und durften daher im zweiten Lauf nicht starten. Sie teilten das Schicksal von Slalom-Weltmeister Georges Schneider (Schweiz), der im ersten Lauf stürzte, und von Toni Spieß (Oesterreich), der einen Ski verlor und aufgab. Meister Freimuth Stein steht unter den vierzehn Teilnehmern an achter Stelle. Das Kampfgericht setzt sich zusammen aus: Alex Krupy (USA), Bruno Bonfiglio (Italien), Franz Woytonowsky (Oesterreich), Palle Soerensen (Dänemark), Norman Gregory (Kanada), Martti Gylden (Finnland), Gerard Rodrigues-Henriques (Frankreich), Laszlo Szollas (Ungarn) und Theo Klemm (Deutschland). Dieser Angriff der Tschechen lief noch einmal gut ab. Deutschland Torhüter- Wadcer wehrte den SchuB. Er konnte aber nicht verhindern, daß neuere Vertretung 6:1 verlor * Vv* Am Ablauf der Holmenkollenschanze. Hier holte sid» der Norweger Slaatvik den ersten Platz Im Kombinationssprnnglauf und damit auch den Steg in der Nordischen Kombination mm Andeesen tief- olympischen kekotd ü&ee 10000 Mietet Der Norweger holte drei Goldmedaillen im Eisschnelläufen Mit dem Sieg im 1500 m und im 10 000- Meter-Eisschnellauf gewann Hjalmar An-, dersen (Norwegen) nach dem Erfolg über 5000 m seine dritte Goldmedaille und ist damit bisher erfolgreichster Teilnehmer an den VI. Olympischen Winterspielen. Oslos sportfreudige Bevölkerung erlebte überhaupt mit dem Eisschnelläufen einen ihrer größten Tage. Eisschnellauf und Skispringen sind in Norwegen am volkstümlichsten. Selten erhielten Eisschnelläufer solch herzlichen Beifall von 30 000 Menschen wie hier. Die Massen sprangen von den Sitzen, wenn ein guter Läufer in die Kurve ging, um dann auf den Geraden mit den Armen v/eit um sich schwingend, das Letzte aus sich herauszuholen. Zu Beginn de* 1500-Meter-Eisschnell- laufens herrschte im Osloer Bislett-Sta- dion, nach dem Gewinn der beiden Goldmedaillen kn 18-km-Langlauf und der Nordischen Kombination Hochstimmung. Die Besucher waren gekommen, um auch hier durch Hjalmar Andersen einen Sieg der Gastgeber zu erleben. Bei 3 Grad Kälte und Nebel war die Bahn in ausgezeichneter Verfassung. Andersen mußte gleich im ersten Lauf starten, und als seine Zeit von 2:20,4 Minuten bekannt wurde, gaib es lange Gesichter, da er den olympischen Rekord seines Landsmanns Sverre Farstad von 2:17,6 Minuten (1948 St. Moritz) um fast 3 Sekunden verfehlte. Die Hoffnungen stiegen allerdings als im fünften Lauf Andersens stärkster Rivale, der Holländer Wim van der Voort mit 2:20,6 Minuten um zweizehntel Sekunden langsamer als Andersen war. In der letzten Entscheidung, dem 10 000- Meter-Lauf rechtfertigte Andersen das Vertrauen seiner Landsleute, als er im dritten Lauf mit 16:45,8 Minuten einen neuen olympischen Rekord aufstellte. Er verbesserte die alte Bestleistung seines Landmanns Ivar Ballangrud von 17:24,3 Minuten erheblich. Mit 16:45,8 Minuten für die 10 000 Meter lief Andersen die zweitschnellste Zeit der Welt: denn nur bei seinem Weltrekord von 16:42,4 Min. in Hammar war er noch schneller. Seine 30 000 Landsleute bereiteten ihm für seine Leistung eine stürmische Ovation. Der deutsche Meister Theo Meding brachte es auf eine Zeit von 18:04,4 Min. und endete damit im letzten Drittel der 30 Starter. Olympische Splittet Selten kamen sich bei Olympischen Spielen Sportler einer Ndtion so traurig und verlassen vor, wie die deutschen Langläufer beim 18-km- Lauf im Gebiet von Frognorsotoren! Die Offiziellen und Betreuer anderer Nationen klopften ihren Aktiven vor dem Start aufmuntemd auf die Schultern, gaben ihnen Ratschläge und kümmerten sich um sie. Anders bei den Deutschen. Einsam zogen die deutschen Langläufer ihre Spur. Ais sie nach hartem Rennen wieder ans Ziel kamen, verschwitzt und abgekämpft, war keiner da, der ihnen ein wärmendes Kleidungsstück um die Schultern gelegt und ein paar erfrischende Worte gesagt hätte, Ein deutscher Journalist mußte dafür sorgen daß sie endlich unter eine warme Dusche kamen. Noch niemals hat man ein so offensichtliches Versagen der Offiziellen erlebt In der Wertung der Nordischen Kombination wurde der Deutsche Helmut Boedc nicht placiert. Nach einer Erklärung des Kampfgerichtes hätte er auf der Strecke Schwierigkeiten mit einem Ski, passierte zwar das Ziel, wurde aber nicht gestoppt. Bobweltmeister und Olympiasieger Anderl Ostler konnte sich seines Sieges im Zweierbob nur kurze Zeit freuen. In dem Augenblick, als er zum Training auf den Viererbob umstieg, begannen die Sorgen. Die bisherigen Trainingszeiten befriedigten ihn nicht, zur Zeit ist man dabei, durch eine Veränderung der Kufen die Schnelligkeit des Bobs zu erhöhen. Beim Training am Montag machte er nur eine Fahrt, die mit 1:18,73 Minuten wieder nicht das erwünschte Resultat brachte. Der Frankfurter Bello Erben, der bekanntlich im Abfahrtslauf einen Beinbruch erlitt, wurde im Ulleval-Krankenhaus in Oslo von einer starken Abordnung der deutschen Mannschaft besucht. Der Frankfurter klagte noch über Schmerzen. Der mit ihm das Zimmer teilende Oester- reicher Egon Schöpf ist ein „schwieriger“ Kranker. Er wollte sich unbedingt am Dienstag trotz Gipsyerband Eishockeyspiele ansehen. Hildesuse Gärtner und Karl Maurer Sieger des „Weißen Bandes“ von St. Moritz (Si.-Eigenbericht) Am Wochenende wurden in St. Moritz die bekannten Wettbewerbe um das „Weiße Band von St. Moritz* ausgetragen. Die Veranstaltung mag zwar im Schatten von Oslo gestanden haben, immerhin waren aber noch Namen von Rang vertreten, die z. T. bei der Auswahl für die Olympischen Winterspiele nur das Pech hatten, nicht dabei zu sein. Dazu gehörten auch Dr. Hildesuse Gärtner aus Freiburg und der Garmisch-Partenkirchener Karl Maurer. Sie beide zeigten im Graubündener Skiparadies ihre Klasse, indem sie in den Damen- bzw. Herrenwettbewerben den Gesamt-Sieg davontrugen. Resultate: Abfahrtslauf: Elite: 1. Karl Zillibiller (Deutschland) 2:27,6; 2. Arturo Rogantini (St. Moritz) 2:27,7; 3. Karl Maurer (Deutschland) 2:28,1; 4. Sascha Molnar (Klosters) 2:29,8; 5. Robert Witzfeider (Deutschland) 2:30,1. — Junioren: 1. Alex Kaltenbrunner (Davos) 2:16,2 (Tagesbestzeit. — Damen: 1. Hildesuse Gärtner (Deutschland) und Mady Miller (Amerika) 1:53,3; 3. Hilde Quast (Deutschland) 1:56,6 Slalomlauf: Elite: 1. Karl Maurer (Deutschland) 2:06,5; 2. Sascha Molnar (Klosters) 2:10,5; 3. Edi Rominger (Pontresina) 2:15,3; 4. Jakob Zweifel (Linthal) 2:18,9; 5. Karl Zillibiller (Deutsch- land) 2:19,9. — Damen: 1. Hildesuse Gärtner (Deutschland) 2:07,li 2. Mady Miller (USA) 2:26,6. Alpine Kombination: Elite: 1. Karl Maurer (Deutschland) 8,29 P„ 2. Sascha Molnar (Klosters) 11:35 P.; 3. Karl Zillibiller (Deutschland) 14,23 P. — Damen: 1. Hildesuse Gärtner (Deutschland) 0 P., 2. Mady Miller (USA) 9,14 P. Skisprung: Elite: 1. Georg Keller (Davos) Note 210 (58/63 m); 2. H. Maier (Immenstadt-Deutschland) 203, 3. Paul Städler (St. Moritz) 192. Endgültige Gewinnquoten West-Südblock: Zwölferwette: 1. Rang 20 Gewinner mit je 29 810.40 DM; 2. Rang 385 Gewinner mit je 1547.60 DM; 3. Rang 5122 Gewinner mit je 116.10 DM. — Zehnerwette: 1. Rang 78 Gewinner mit je 4355 DM, 2. Rang 1471 Gewinner mit je 230.70 DM, 3. Rang 13 531 Gewinner mit je 24.90 DM. Nord-Süd-Tot o: 1. Rang 14 Gewinner zu je 38 763.50 DM, 2. Rang 605 Gewinnet zu je 897.— DM, 3. Rang 10 265 Gewinner zu je 52.50 DM. Interationale Kurzwette (Bayern): 1. Rang 24 Gewinner je 1074 DM, 2. Rang 359 Gewinner je 71.50 DM. Der Rückkampf der deutschen Amateurboxstaffel gegen Persien soll am 18. oder 25. April in Hamburg stattfinden. i-T I! am I 5 ia • 1 BEILAGE BES StDKEBIEB Im Lachen liegt der Schlüssel, mit dem wir den ganzen Menschen entziffern. Carlyle. Wie liebenswert sind doch ... Als eine Bekannte kürzlich, in einer Zeitung einen Artikel unter der Ueberschrift „Sind unsere Frauen noch liebenswert?“ las, sagte ede entrüstet: „So etwas! Natürlich sind wir Frauen noch liebenswert. Die (Männer hingegen sind es nicht mehr wert, des man sie noch gern hat“ Ich möchte — als Frau — dieser Auffassung widersprechen. Ich finde die Männer noch immer liebenswert, trotz der vielen Fehler, die sie haben und die sie wahrscheinlich schon immer hatten. Man muß eie nämlich nur zu nehmen wissen, *i •* 'Iß dann entdeckt man so viele nette Eigenschaften an ihnen, daß man ihre Fehler beinahe vergißt oder sogar die Fehler als liebenswerte Eigenschaften wertet. Was ich an Männern besonders mag, ist ihr Bestreben, sehr erwachsen zu winken. Mag es sich um einen Generaldirektor oder einen Bürovorsteher handeln, meist wird der Herr der Schöpfung versuchen, sehr, sehr überlegen zu wirken. Ich finde das sehr reizend, weil man als Frau dieses Gehabe nicht allzu ernst zu nehmen braucht. Wenn Sie sich, liebe Mitschwester, einmal vorstellen, wie etwa der Herr Bürovorsteher in der Badewanne mit der Seifen- schale „Schiffchen" spielt, dann wird auch er seiner Würde entkleidet und wird wieder das, was alle richtigen Männer sind und auch sein sollen: etwas groß gewordene Buben, die nur auf eine Gelegenheit lauem, die steife Zivilisation und das Erwachsensein abzustreifen. Es ist schon sehr viel über das Kind im Manne geschrieben worden. Und zwar sehr viel Richtiges. Doch als Frau muß man sich hüten, mit den Männern darüber zu reden. Es muß uns genügen, zu wissen, daß ein Mann, der nicht ab und zu einmal von ganzem Herzen wieder ein richtiger Lausbub sein kann, ein ganz vertrockneter und staubiger Geselle ist, der sich als Ehepartner ganz und gar nicht eignet. Wie reizend ist es doch, wenn der Mann spät abends nach Hause kommt und krampfhaft versucht, seine alkoholische Stimmung hinter steifer Würde zu verbergen und mit einer ganz unmöglichen Ausrede in Abrede zu stellen. In einem solchen Zustand kann man alles von ihnen haben. Man darf nur nicht mit Vorwürfen kommen ■ und eine Gardinenpredigt halten. Man muß den Sünder lächelnd ins Bett packen, ihn tief bedauern und ihm für den nächsten Morgen einen extra großen Hering versprechen. Und wie liebenswert sind doch Männer, wenn sie eine kleine Erkältung haben! Sie lassen sich dann verhätscheln. Natürlich darf man den Ernst ihrer Krankheit nicht anzweifeln, sondern muß den ganzen Haushalt sofort auf den „Schwerkranken" umstellen. Ich weiß, daß ältere Damen die Männer von heute nicht sehr liebenswert finden, weil sie angeblich keine Kavaliere mehr seien. Es stimmt, das Kavaliertum alter Schule ist ausgestorben.Doch das ist nicht allein ' — V 1 die Schuld der Männer. Seien wir Frauen doch ehrlich: wir verlangen unentwegt die Gleichberechtigung, üben fast alle Berufe aus, die früher nur dem Manne Vorbehalten waren und bilden uns insgesamt sehr viel auf unsere Selbständigkeit ein. Ist es da ein Wunder, wenn die Männer uns wirklich selbständig sein lassen, uns also nicht mehr in dem gleichen Maße wie früher mit steterHilfefoereitschaft entgegenkomm en? Doch Kavalierstum hin, Kavaliers tum her, ich finde die Männer trotzdem liebenswert Sie sind nämlich heute zu uns Frauen viel aufrichtiger als sie es früher waren. Man kann mit ihnen einfach über alles sprechen und sie halten dabei nicht mit ihrer Meinung hinter dem Berg. So fällt es uns doch viel leichter, sie zu durchschauen. Nur darf man sie das natürlich nicht merken lassen. L L Und was die Arbeit anbetrifft so arbeite ich eigentlich lieber mit Männern, als mit Frauen. Männer sind meist gute Organisatoren und verstehen es, einen verfahrenen Laden umzuorganisieren. Ja, sie haben sogar eine reizende Fertigkeit die größte Unordnung als Ordnung hinzustellen. An verheirateten Männern finde ich den Kinderglauben, daß sie eine bessere, schönere und reichere Frau hätten heiraten können, besonders nett Lassen wir ihnen die Ansicht daß sie damit daß sie uns heirateten, ein gutes Werk vollbracht haben. Ganz so ernst meinen sie das nämlich gar nicht. Sie wollen eben nur ernst genommen werden und deshalb geben sie vor, uns Frauen nicht für voll zu nehmen. Aber ganz im Vertrauen gesagt, ich kenne kaum einen Ehemann, der seine Frau nicht für voll nimmt. es. Wissen Sie es schon? Schönheit nicht nur für viel Geld Meine Tochter weint heftige Tränen. In dem frischen Kindergesicht steht bitteres Leid. Seit heute scheint ihr nämlich klar, daß sie niemals einen Mann bekommen wird, daß sie vorstehende Zähne hat ist der Elfjährigen plötzlich bewußt geworden. Irgend jemand in der Bekanntschaft hat ihr gesagt, daß in ihrem Alter so etwas gerichtet gehöre, andernfalls müsse sie „das ganze Leben mit dem häßlichen Gebiß herumlaufen“. Der Zahnarzt hat sich den Schaden besehen, sehr ernsthaft zur Begradigung geraten und sachlich mitgeteilt, daß Behandlung und Klammem für 250 DM zu haben seien. Jeden Monat zahle ich einen nicht unerheblichen Teil meines Gehalts in meine Krankenkasse. Dafür kann ich mir den Blinddarm operieren lassen, wenn es nottut, oder meiner Tochter die Mandeln. „Kosmetische Behandlungen“ jedoch sind nicht im Preise inbegriffen. Kosmetik? Handelt es sich wirklich nur um eine Schönheitsreparatur, wenn einem Mädchen das Gebiß begradigt wird und seine Lebenschancen damit eine wesentliche Aufbesserung erfahren? Sind nicht Menschen mit abnormen Zähnen, entstellenden Hautflecken, Hasenscharten, mißgestalteten Nasen und Fesseln, abstehenden Ohren usw. eine leichtere Beute der um sich greifenden Lebensangst als ihre angenehmer zu betrachtenden Nachbarn? Jeder Nervenarzt weiß, wie oft solche Minuspunkte Ausgang neurotischer Erkrankungen werden. Meine Tochter beispielsweise beginnt bereits jetzt, über ihren Zähnen Komplexe zu bekommen. Da die Kasse nicht zahlen will und ich nicht kann, muß es bei - den schiefen Kauwerkzeugen bleiben. Mögen uns die Tränen der Elfjährigen noch kindisch erscheinen — in einigen Jahren schon wird der Kummer echt und tief sein, wenn die Zurücksetzungen im Kreise der Kameradinnen beginnen, die mitleidigen oder hämischen Anspielungen, die gezeichneten Kindern fast immer das Leben vergällen. Schließlich könnte es leicht sein, daß das sonst wohlgestaltete Mädchen seines unglücklichen Mundes wegen auf dem Heiratsmarkt tatsächlich ausfiele. Ob sich die gesundheitlichen Folgen der unausbleiblichen Verbitterung nicht auch mit den Maßstäben der Krankenkasse messen lassen? In meiner Nachbarschaft müht sich eine junge Frau seit langem vergeblich, wieder zu einer Anstellung als Verkäuferin zu kommen. Ihr (in einer Bombennacht) ent- stelltesiGesiicbt stoße die Kundschaft ab, sagt ihr der eine Chef offen, während sich der andere hinter Ausflüchten verschanzt Eine kosmetische Operation könnte die schlimme Narbe verschwinden lassen, aber niemand findet sich, der die Kosten übernähme. Wäre es nicht richtig, die Arbeitskraft dieser Frau wieder herzustellen? Aus meiner Jugend erinnere ich mich an das von einem riesigen Leberfleck entstellte Gesicht unserer Rechenlehrerin. In jedem Jahrgang wieder erregte das unglückliche Fräulein die grausame Spottsucht der jugendlichen Unvernunft. Heute wäre es eine Kleinigkeit, der GcVaälten auf chirurgischem Wege zu helfen und ihre Depressionen zu beheben. Natürlich könnte sie die Kosten niemals von ihrem Gehalt bestreiten. Ob es aber nicht doch im allgemeinen Interesse läge, aus einem stets nervösen, oft zu Tränen erschöpften Menschen wieder eine beherrschte Pädagogin zu machen? In den USA unternahm man einen interessanten Versuch; entlassenen Strafgefangenen mit auffälligen Mißbildungen wurden kostenlose kosmetische Operationen gewährt. Im Gegensatz zur sonstigen Rückfälligkeit im Verhältnis von siebzehn auf hundert, ergab sich bei den von ihren Minderwertigkeitskomplexen befreiten Sträflingen nur fünf Prozent erneute Kriminalität — ein beachtliches, durchaus den Erfahrungen der Psychologen entsprechendes Ergebnis. In Wien gibt es einen Menschenfreund, den in Fachkreisen bekannten Professor Wiediemann, der in seiner umfangreichen kosmetischen Klinik eine Ambulanz für Unbemittelte eingerichtet hat. Er läßt die besitzende Eitelkeit unbarmherzig opfern, um solchen Patienten helfen zu können, für die eine Behandlung -wirklich Notwendigkeit bedeutet. Auch er berichtet darüber, wie mit geringfügigem chirurgischem Eingriff manche menschliche Tragödie behoben werden konnte. Schließlich sei auf das englische Beispiel verwiesen. Seitdem der öffentliche Gesundheitsdienst dort nicht nur Brillen und Gebisse, sondern auch alle kosmetischen Behandlungen übernimmt, die nicht der Verschönerung im billigen Sinne dienen, wurde manches Lebenshindemis, manche die Erwerbsfähigkeit mindernde Störung beseitigt. Im Falle der Sekretärin etwa, die infolge chronischen Haarausfalls sich nicht mehr sehen lassen mochte und jetzt dank ihrer Qualitätsperücke ungeniert wieder ihren Beruf ausübt. Die Erfahrung beweist, daß selbst unter Einrechnung gelegentlichen Mißbrauchs die Verwirklichung der Devise: „Schönheit nicht nur für viel Geld!“ weitaus mehr sozialen Nutzen erbringt als Kosten. L W. An die Frauen der führenden Staatsmänner, auch an Frau Stalin und Frau Molotow, wandte sich die Vorsitzende des Verbandes ehemaliger Wehrmachtshelfe- rinnen mit der Bitte, ihre Kameradinnen in der Sowjetunion freizulassen. Auch das frauliche Empfinden der sowjetischen Frauen werde es nicht ertragen, daß Frauen noch länger in den Bleibergwerken Sibiriens fronen müssen. Der Deutsche Frauenring, Hannover, übt in einer Eingabe an den Bundesmdnister für Wohnungsbau entschieden Kritik am deutschen Wohnungsbau, Die Fehler, die bei der Planung und Ausstattung der Wohnung begangen werden, treffen immer am stärksten die Hausfrau. Toilette und Waschiraum-Bad seien zu trennen. Wohnungen ohne Flur, mit der Wohnküche direkt am Treppenhaus, werden abgelehnt Die polnische Handelsmarine hat „zur Förderung der Gleichberechtigung der Frauen in Volfcspolen“ ein sogenanntes Ausbildungsprogramm für „Seefrauen“ veröffentlicht. Zunächst sollen 500 geeignete. Frauen eine Ausbildung als Matrosen erhalten und später das Steuermannspatent und eine Kapitänsprüfung äblegen können. Der dänische Justizmindster, Frau Helga Pedersen, hat über das Direktorat für Warenversorgung viermal beim Automobilausschuß den Antrag gestellt, die Erlaub- Yoghurt selbst bereiten Joghurt, die bulgarische Sauermilch, erfreut sich auch bei uns großer Beliebtheit Es ist nahrhaft, sehr gesund und wirkt darmdesinflzierend, wenn man es täglich ißt. In kleinen Portionen für eine Person kann man es im Milchladen kaufen; soll aber die ganze Familie regelmäßig damit versorgt werden, so würde sich das auf die Dauer zu teuer stellen. Wir können uns helfen indem wir Joghurt selbst bereiten. Dazu brauchen wir einen Eßlöffel Joghurt (das erste Mal kaufen wir Joghurt, in der Folge heben wir nur täglich einen Eßlöffel vom fertigen zur Bereitung des nächsten auf) und 2 Schüsseln, von denen die eine bis zum Rand ganz voll einen Liter fassen muß, während die zweite um so viel größer ist, daß sie, über die erste gestülpt, diese völlig bedeckt. Rezept: 1 Liter Milch wird zum kochen gebracht und gleich (randvoll) in die kleinere der beiden Schüsseln gegossen. Wenn die Milch auf Handwarme abgekühlt ist, wird der iitifttiniMitiiiio ■■■■■maiiMnMmniiiaimMmmMmnMMfiMMMiiMiaMiaiiiiMMiliHMMiMMX * 1 ** 1 ** 1 * 111 * 11 * 1 * 1 "* 111 * 111 laiaaaaiiiiaaantMMnaai Immer im eigenen Rahmen bleiben Ä Haben Sie ein paar alte Bilderrahmen, mit denen Sie nichts Rechtes anzufangeil wissen? Manchmal stehen sie auf dem Boden herum und nehmen nur Platz weg. Das ist schade, denn es läßt sich manches praktische und dekorative Einrichtungsstück für die Wohnung daraus machen. Lesen Sie unsere Vorschläge, sicher wird Ihnen der eine oder andere gefallen. Wenn Sie aber trotz eifrigen Suchens bei sich zu Hause keinen überflüssigen Büderrahmen entdecken können, dann besorgen Sie sich einen beim Altwarenhändler. Meistens kostet er nicht viel, und mit etwas Farbe oder Goldbronze können Sie ihm mit wenig Mühe neuen Glanz geben. Ist der Rahmen oval oder rund und nicht zu groß, so ergibt er zusammen mit Spiegelglas einen bezaubernden Spiegel, der eigentlich in jedes Zimmer paßt, auch in ein ganz modernes. Sie können den Rahmen natürlich auch in jeder gewünschten Farbe streichen. Am hübschesten wird er allerdings goldfarben sein. Haben Sie einen größeren, rechteckigen Rahmen zur Verfügung, dann läßt er sich mit einigem handwerklichen Geschick zu einem kleinen dekorativen Regal umwandeln, das Sie an der Wand, vielleicht über Ihrer Couch befestigen. Es bleibt Ihrem Geschmack überlassen,ob Sie darin ein paar Bücher oder geliebtes Porzellan zur Schau stellen wollen. Man kann auf diese Weise auch eine eventuell vorhandene Nische innenarchitektonisch vervollkommnen. Aus einem ganz einfachen, delftblau gestrichenen Rahmen wird das Regal der Wohnküche, in dem Sie Ihre verschiedenen Lieblingskrüge hübsch buntfarben darbieten können. Finden Sie beim Trödler einen ganz Meinen, graziösen Rahmen, eo können Sie ein dekoratives Tablett daraus machen. Nehmen Sie etwas Goldbronze fürden Rahmen und lackieren Sie das Tablett schwarz. Während Sie den Kognak anbieten, dürfen Sie dann so nebenbei verlauten lassen, Ihr Urgroßvater hätte es vom Kaiser Tschitschibu geschenkt bekommen. Unser Modell Die Jackenfarm hat bei diesen hübschen Modellen Pate gestanden. Sie tun so, als ab sie zweigeteilt wären — sind es aber nur vom, rückwärts haben sie keine Querteilung. Das dunkle Kleid K 5103 ist ein Vorschlag für starke Figuren, und gerade für sie ist diese nur angedeutete Jackenform besonders günstig. Das Kleid aus Pepitastoff kann auch ohne die geknöpften Schoßteile in der mittleren Rockbahn gearbeitet werden — das gibt dem Kleid ein völlig verändertes Aussehen. nis zum Ankauf eines kleinen Privatwagens zu erhalten, um dadurch den großen Mänisterwagen und den Chauffeur zu sparen. Alle vier Anträge wurden aibgelehnt! Die Gymnastikschule in Lüüsvedley- Schweden wird vom 15. 8. bis 10. 9. 1962 ein Lager für Kinder von Nationen veranstalten, zwischen denen scharfe Spannungen bestehen. Einladungen ergehen an Mexiko, USA, Frankreich, Italien, Oesterreich, Jugoslawien, Deutschland, Tschechoslowakei, Dänemark, Polen, Sowjetunion, Norwegen und Finnland. Jedes Land soll einen Erwachsenen und 4 Kinder schicken. Das vorjährige Lager in Cincinnati (USA) war ein großer Erfolg. In einer Osloer Zeitung finden wir folgende Anzeige: Ich bin dabei, mir ein Haus zu bauen, aber infolge der geltenden Bestimmungen kann ich mein eigenes Haus nicht beziehen, da ich nicht verheiratet bin. Ich suche daher Verbindung mit einer Dame, die bereit ist, sich mit mir für einen Monat zu verheiraten, Alter und Aussehen spielen keine Rolle. Belohnung wird zugesichert, .. ... .. Die Vereinigung amerikanischer Frauen- kluibs, die 1890 gegründet wurde und an die 8 Millionen Mitglieder zählt, hat koreanischen Flüchtlingen und Kriegswaisen seit Ausbruch des Krieges Nahrungsmittel- und Textil-Care-Pakete im Werte von insgesamt 256 000 Dollar übersandt. Ultra- Schnitt K 5103 m,lV,IVa Ultra- Schnitt K 5118 1,11,111 Eßlöffel alten Joghurts sorgfältig hineingemischt, dann sofort das Ganze mit der größeren Schüssel völlig zudecken, noch ein Wolltuch sorgfältig darüber und ringsherum legen und das Ganze — absolut unberührt — bis zum nächsten Tag stehen lassen, dann ist das Joghurt fertig. Damit es gerät, müssen nur eben die beiden Schüsseln genau passen und die Abkühlung (nachdem die Milch zugedeckt ist) langsam vor sich gehen, sonst mißrät es allerdings. Selbstverständlich kann man auch weniger oder mehr Milch zu Joghurt ansetzen, dann aber in entsprechend kleineren oder größeren Gefäßen. Nicht vergessen: sich immer einen Eßlöffel Joghurt für die Zubereitung zum nächsten Tag aufzufoewahren. Joghurt wird, genau wie andere sauere Milch, mit Zucker gegessen. Außerdem eignet es sich ebenfalls ausgezeichnet zum Anmachen von Salatsaucen. M. H. Wenn Sie etwas mehr Mut haben, und wenn es Ihnen Spaß macht, mit wenig Geld ein paar Möbelstücke zu besitzen, die keine Dutzendware sind, dann gehen Sie auf die Jagd nach einem passenden Rahmen für einen Couchtisch. Es ist gleichgültig, ob er rund, oval, rechteckig oder quadratisch ist. Als Untergestell können Sie einen ganz einfachen Tisch verwenden, dessen Beine in gewünschter Höhe abgesägt werden. Es gibt aber auch genügend Möbeltischlereien, die Ihnen den nötigen Unterbau billig in rohem Kiefernholz liefern können. Ihrem Wohnraum entsprechend streichen Sie dann selbst den ganzen Tisch in der gewünschten oder kontrastierender Farbe an. Falls Sie aber eine Vorliebe für den Orient haben, bleibt der Rahmen goldfarben, und das übrige wird schwarzer Lack. B a b e 11 e Nummer des Schnittmusters und gewünschte Größe dürfen bei der Bestellung nicht vergessen werden. Preis jedes Schnittmusters 1.80 DM. Den Betrag und 10 Pfg. für Porto fügt man am besen der Besellung (siehe Anzeige unten) bei. Nachhilfe für die Verbraucherin Hunderttausend Verkäuferinnen und Verkäufer stehen täglich hinter den Ladentischen. Sie wissen, wie man eine Ware verkauft. Das haben sie gelernt, es ist ihr Beruf. Sollte es für die Millionen von Frauen, die sie täglich bedienen, nicht ebenso wichtig sein, zu lernen, wie man richtig einkauft? Das gilt nicht so sehr für die ältere Frau, die im Laufe ihres Lebens genug Gelegenheit hatte, Erfahrungen zu sammeln. Es ist wichtiger für die jüngeren. Wer venhiift ihnen zu einem richtigen Urteil beim Kaufen? Wie können sie sich schneller die Warenkenntnisse aneignen, die nötig sind? In Dänemark hat sich der „Verbrau- cherrat der dänischen Frauen“ dieser Aufgabe angenommen. In diesem Jahre wird er im glanzen Lande „Käuferkurse“ für Frauen durchführen. „Wir haben manches nachzuholen“, sagt die Leiterin des Verbraucherrates. „Früher, als die Frauen selbst viel von dem herstellten, was gebraucht wurde, kannten sie auch die Materialien besser. Heute kauft man fast nur Fertigerzeugnisse, und nur wenige Frauen können die Waren richtig beurteilen. Ergebnis: viele kommen nicht mit ihrem Geld aus und bekommen graue Haare vor Aerger.“ Bei den „Käuferkursen“ werden Fachleute die Verbraucherinnen nicht nur darüber aufklären, wie man die einzelnen Waren nach Qualität und Brauchbarkeit beurteilt, sondern man denkt auch an praktische Uebungen. Eines Tages werden also z. B. drei Hausfrauen durch Kopenhagen oder Odense gehen und Kleidung für Kinder bestimmter Altersstufen einkaufen. Jede tut das für sich. Später treffen sich alle drei in ihrem Studienzirkel, wo einem größeren Kreis von Frauen demonstriert wird, was von den eingekauften Sachen billig und was teuer erworben wurde, was gut und was schlecht ist. Außerdem arbeitet man an einem System von Merkblättern für Verbraucherinnen, die genaue Aufklärung über alle erdenklichen Wären geben. Die Merkblätter sind von Fachleuten geschrieben, sie können zu einem Handbuch gesammelt werden. Man kann aber auch einzelne Blätter aus dem Sammler herausnehmen, wenn man sich mit festen Absichten auf einen Einkaufsbummel begibt Der ecHe Wettstreit in den Käuferkursen und Studienzirkeln, so hofft man, wird auch die älteren Frauen aus ihrer Reserve herauslocken und ihnen die Möglichkeit geben, ihre Erfahrungen mit den jungen zu teilen. Alles in allem rechnet man damit, daß sich diese „Nachhilfestunden für die Verbraucherin“ segensreich auf viele Haushaltskassen auswirken werden — und das sicher nicht zu Unrecht. HWJ. Redaktion s Marlon Etnväditer (Ulm phd l'Ihteln v ' Ik0U,Mte “' : - Kanfhau Ulrich n.Ce. kaostanz SCHNITTMUSTER SÜDKURIER Nr. 28 / Seite 5 Jümftamtr Sfitung &ottftatt} ben 20. Debetsar 1952 Nirgends tft man mehr fichtr I Die bescheidenen Fußgänger haben es jetzt nicht leicht! Beim Ueberqueren von Fahrbahnen müssen sie ihre ganze Aufmerksamkeit darauf richten, den mehr oder weniger rasenden Autos, Lkws., Motor- urud Fahrrädern nicht in die Quere zu kommen! Denn diesen gehört die Fahrbahn! Und der gehorsame Fußgänger hat entsprechend Rücksicht zu nehmen. Dafür steht ihm der Bürgersteig zu. Hier hat er allein das Recht... meint man! Aber die schwei-gewichtigen Lastwagen sind oft anderer Meinung. Es macht ihnen gar nichts aus, auf Grund ihrer PS-Ueberlegeniheit, sich auch noch einen halben Meter Bürgersteig anziuedgnen. Und gerade an den Steilen in Alt-Konstanz, wo er am schmälsten ist! Der ahnungslose Fußgänger, der allzu nah am Rande seines Bereichs lustwandelt, hat Glück, wenn er sich noch durch einen „Seitensprung“ retten kann! Daß Kohlen zur Zeit ein begehrter und wichtiger Artikel sind, erkennt man gerne an, aber — hat deswegen ein gewichtiger KObienlastwagen besondere Rechte? Es ist ein beliebter Sport bei einzelnen — nicht bei allen! —. Köhlenlastwagenführem, den Bürgersteig in beträchtlicher Länge und voller Breite zu benutzen! (Siehe Gottlieber Straße!) Kommen Fußgänger des Weges daher und sind der, von ihrem Standpunkt aus berechtigten, Annahme, der verkehrswidrige Lkw. würde nun vom falschen Weg abbiegen, so werden sie schmälMirh enttäuscht. Aufreizendes Hupen besagt deutlich: „Hau ab, oder du kommet unter die Räder!“ Und was tut der Fußgänger mit Bürgersteigrecht? Er muß der stärkeren Gewalt weichen. Denn man möchte nicht gerne eine Verkehrsunfall-Notiz im „Südtourier“ werden! erzählt er uns selbst. Auch »ein Tip-Geheimnis gab Herr X. gern preis: Er sieht sich die spielenden Vereine genau an und tipt mit Ueberlegung — für einen Mann, der in jüngeren Jahren selber den Ball am Fuß gehabt hat, eine Selbstverständlichkeit, meint er. Fast hätte er, berichtet er weiter, sein Glück versäumt. Zwischen Abendessen und dem obligatorischen Drei- Männer-Skat füllte er am Freitagabend noch den Tipschein aus, auch diesmal nicht ohne Ueberlegung, zudem war es beim letzten Wettbewerb auch für den alten Kenner nicht so einfach. „Komischer Tip”, sagte der Hauswirt des Herrn X., ein Zöllner, als er am Samstagmorgen den Tipschein seines Untermieters mit zur Annahmestelle nahm. Nun hat der „komische” Tip einen schönen Batzen Geld gebracht. Was er mit dem Geld anfangen werde, wollten wir noch wissen. J>ie Frau von Herrn X. lebt noch in der Ostzone. Der Umzug ist schon seit längerem in die Wege geleitet. Das unverhoffte Glück wird ihn beschleunigen. Herr X. träumt von einem kleinen Häuschen am Bodensee. Und nach dem Eindruck, den Herr X. auf den Frager machte, ist er durchaus der Mann dazu, diesen Traum in die Wirklichkeit umzusetzen. „Mainauer Paradiesvögel“ Im Rahmen eines Hausballes aiuf der Insel Mainau wurde unter der Patenschaft Seiner königlichen Hoheit des Prinzen Wilhelm von Schweden sowie des Grafen Len- nart und der Gräfin Karin Beroadotte die Narrengesellschaft „Mainauer Paradiesvögel“ aus der Taufe gehoben. Damit lebt der schon im Jahre 1272 im Mainauer Wappen befindliche Paradiesvogel wieder auf. Die benachbarten Quaker waren mit einem Taufgeschenk bei der Hand und gratulierten in vollem Ornat. Die von phantastischen Dekorationen umrahmte Veranstaltung fand lebhaften Beifall. Konftanr rolrö roleöer Garnlfon Den vereinten Bemühungen der Stadtverwaltung ist es gelungen, daß Konstanz wieder Gamisonsstadt werden wird. Dabei hat Konstanz den Vorzug, sofort wieder mit einer starken Abteilung des neuen Bundesheeres belegt zu werden. Diese Abteilung trifft morgen, Donnerstag, mit einem Sonderzug um 15.11 Uhr auf dem hiesigen Bahnhof ein. Der Sonderzug hält am Hauptübergang an der Marktstätte- Halen. Die Truppe wird dort von der neuen Regimentskapelle empfangen und dann ihren Marsch durch die Stadt antre- ten. Die Bevölkerung ist zu diesem Empfang herzlich eingeladen. Der offizielle Empfang durch die Stadtverwaltung findet gegen 15.30 Uhr im Rathaushof statt Danach werden die Soldaten in den Geschäften und Lokalen der Stadt mit der Bevölkerung jene Fühlung aufnehmen, die sie zu einer echten volksnahen Truppe machen wird. Direkter Schlafwagen Konstanz—Frankfurt Seit der Tardfreform gibt es zum Besuch von Messen bei der Deutschen Bundesbahn keine besondere Fahrpreisermäßigung mehr außer der verbilligten Rückfahrkarte. Die vorgesehenen Messesonderzüge liegen zudem für das Bodenseegebiet sehr ungünstig. Das Bodensee-Reisebüro plant nun, in Anbetracht der bedeutenden Frankfurter Messe von Konstanz nach Frankfurt einen Sonderschlafwagen 3. Klasse I zu bestellen. Voraussetzung hierfür ist eine genügende Beteiligung aus den hiesigen interessierten Wirtschaftskreisen. Die Hinfahrt ist geplant für die Nacht vom 9. zum 10. März. Konstanz ab 21.20 Uhr, Ankunft in Frankfurt 7.53 Uhr. Die Rückfahrt ist für die nächste Nacht vorgesehen, nämlich am 10. März um 22.45 Uhr ab Frankfurt, mit Ankunft am 11. März um 10.22 Uhr in Konstanz. fturge Stobfoadpititen „Komischer Tip” brachte 28 400 DM Beim 28. Wettbewerb (16./17. Febr.) des West-Süd-Sporttotos fiel ein Gewinn im 1. Rang der Zwölferwette in Höhe von 28400 DM nach Konstanz. Der glückliche Gewinner ist ein 52jähriger Mann aus der Ostzone, der seit einiger Zeit in Konstanz wohnt und tätig ist. Er spielt schon seit vielen Jahren. Einige Male hatte er auch schon kleine Gewinne zu verzeichnen, ehe das große Glück den Weg zu ihm fand. So Das Fest der silbernen Hochzeit feierten am Dienstag Emst Dennenmoser, Stadt- anbeitcir, und Ehefrau Elisabeth, geb. Bil- harz, Johanngasse 7. Ihr 87. Lebensjahr vollendet am 22. Februar Frau Berta Eble, Witwe, geb. Schmutz, Kreuzlinger Straße 29. Die Altersjubilarin fertigt noch heute Kränze und Buketts an. — Den 80. Geburtstag be- | geht heute Wilhelm Breinlinger, Leiner- I straße 15. Neun freie Wohnungen in acht Wochen Rechtsrat Kirchgäßner über die Situation auf dem Wohnungsamt In der Stadtratssitzung am Montag beantwortete der Dezernent des Wohnungswesens, Rechsrat Kirchgäßner, die vor einiger Zeit von den Stadträtinnen Leonhardt und Hemm an ihn gerichtete Anfragen, weshalb es trotz der herrschenden Wohnungsnot bei 3000 Wohnungssuchenden Partien immer noch oft längere Zeit freistehende Wohnungen gäbe. An Hand von fünf Beispielen in der Hussen-, Kreuzlinger- und der Conrad-Gröber-Straße sowie auf dem Gebhardsplatz, wies Rechtsrat Kirchgäßner nach, daß in diesen Fällen kein Versäumnis des Wohnungsamtes An Öen Fasnachtetagen fchulfrel Es entspricht einer alten Tradition, daß an den Tagen während der Fasnacht auch die Schule auf diese besondere Zeit gebührend Rücksicht nimmt. In Konstanz fällt daher in diesem Jahr an sämtlichen Schulen der Unterricht am Schmutzigen Donnerstag, am Fasnachtsmontag und -dienstag aus. Vorgelegen habe. Das Bemühen des Wohnungsamtes, große Wohneinheiten von Untervermietungen frei zu bekommen, ■bedinge mitunter eine längere Wartezeit, zumal Räurrrungsurteile, von denen bisher über 200 ausgesprochen wurden, durch Einsprüche beim Amtsgericht nicht sofort vollstreckbar seien. Außerdem müsse bei einem Ringtausch abgewartet werden, bis sich der Ring geschlossen habe. Dies bedinge mitunter eine längere Zeit, in der Wohnungen freistünden und daher in der Oeffentlichkeit Anstoß erregen würden. Wie Rechtsrat Kirchgäßner weiter mitteilte, seien bisher 92 Berechtigungsscheine für Wohnungsberechtigte ausgegeben worden. Allerdings wären seit dem 1. Januar nur neun Wohnungen frei geworden, so daß das Verhältnis mit 1:10 dem praktischen Wert des Berechtigungsscheines nur bedingt entspräche. Von diesen neun frei gewordenen Wohnungen sind bisher acht bezogen worden. Mit der Weiterverwendung der Berechtigungsscheine werde sich der Stadtrat in nächster Zeit zu befassen haben. Am Staatstechnikum Konstanz bestand Reinhold Käst, Konstanz-Allmannsdorf, die Ingenieurprüfung im Maschinenbau mit der Note „gut“. Der Kinderball der Elefanten-AG. findet heute nachmittag im Konzil saal statt Heute abend spricht im Rahmen der Veranstaltungen der Volkshochschule, Direktor Dr. Eschweiler. im Bürgersaal über „Tintoretto“. Die nächste Mitgliederversammlung des Internationalen Bodensee-Fischerei-Verbandes ist am 30. März in Konstanz. Der Ski-Club Konstanz hält heute nachmittag am Sonnenbühl unter Leitung von P. Einhart einen Skikurs ab. Vom 24. Februar bis 2. März ist in Oberegg (Schweiz) ein weiterer Skikurs. Die Fachvereinigung papierverarbeitende Industrie und graphisches Gewerbe hat am 24. und 25. Mai in Konstanz ihre Jahreshauptversammlung. „Niederburg“ Übernimmt die Stadtgewalt Wie jedes Jahr, wird die „Niederburg“ am morgigen Schmutzigen Donnerstag wieder die Stadtgewalt übernehmen. Bereits um 7 Uhr ist großes Wecken in der Altstadt. Um 9.30 Uhr ziehen die Nieder- bürgler dann in den Rathaushof und übernehmen dort mit Ritterschlag für die Fasnachtszeit die Stadtgewalt. Anschließend Umzug durch die Stadt. Um 11.13 Uhr findet im großen Saal von St. Johann ein allgemeiner Frühschoppen statt, wobei jedermann in die Bütte steigen kann. Am Nachmittag ist Umzug mit einer besonderen Idee, die noch nicht verraten werden soll. Der große Hemdglonker-Umzug der Konstanzer Volksschulen beginnt um 19 Uhr auf dem Stefansplatz und geht durch sämtliche Stadtteile der Niederburg. Zehn Fälle non Betrug Aus dem Tätigkeitsbericht der Kriminalpolizei Wie die Kriminalpolizei berichtet, wurde in der Zeit vom 1. bis 15. Februar eine Anzeige erstattet wegen Mordverdachts (Zeit der Tat im April 1945). Ferner kamen zur Anzeige vier einfache und zwei erschwerte Diebstähle (vier Diebstähle konnten aufgeklärt werden), je ein Fall von gleichgeschlechtlicher Unzucht und Kuppelei, vier Personen wegen Unterschlagung, zehn Personen wegen Betrugs, je eine Person wegen Nötigung, Begünstigung, Urkundenfälschung und zwei Personen wegen Nichtbefolgung von sittenpolizeildchen Kontroll- anordnungen. Festgenommen wurden elf Personen, darunter zwei wegen erschwerten Diebstahls, je eine Person wegen Sittlichkeitsverbrechen, Betrugs und Verletzung der Unterhaltspflicht. Ferner wurden fünf Personen festgenommen, die von verschiedenen Behörden wegen verschiedener Straftaten zur Festnahme ausgeschrieben waren. Außerdem wurden zwei Fälle von Sachbeschädigung bearbeitet, zwei nicht natürliche Todesfälle und zwei nächtliche Überfälle auf Frauen. Von sechs weiteren steckbrieflich gesuchten Personen konnte der Aufenthalt ermittelt werden. Bald wieder Segelflug Die Februar - Monatsversammlung des Aero-Clubs Konstanz im Hotel „Deutsches Haus“ war sehr gut besucht. Wie den Ausführungen der beiden Werkstattleiter zu entnehmen war, gehen die Reparaturarbeiten an den beiden Segelflugzeugen und der Schleppwinde ihrem Ende entgegen. Von der technischen Seite wird damit gerechnet, daß der Flugbetrieb in etwa acht Wochen anlaufen kann. Schwierigkeiten bereitet nach wie vor die Unterbringung der startklaren Maschinen und der Schleppwinde auf dem Flugplatz oder in dessen unmittelbarer Nähe. Neben einigen internen Angelegenheiten des Clubs kamen die zur Aufnahme des Flugbetriebs notwendigen Versicherungsabschlüsse zur Sprache. Fuchsjagd beim Ski-Club Bei herrlich sonnigem Winterwetter trafen sich die Konstanzer Ski-Eilte und die Häschen am Sonntag beim Bismarckturm zu einem lustigen Fuchstreiben auf Skiern. Nach einigen Trainingsslalom - Durchgängen um und zwischen Obstbaumtoren ging der Fuchs, Peter Einhart, auf die Reise in Richtung St. Katharina. 15 Minuten später folgte das Gros der Jäger, geführt von einigen Spezialisten. Das Füchslein war schlau. Denn während die Jägermeute sich im Walde abhetzte, trottete „Reinicke“ zurück an den Ausgangspunkt. Neues Werk über das Münster Der bekannte Kunsthistoriker Professor Dr. H. Heiners hat vor längerer Zeit vom badischen Ministerium den Auftrag erhalten, mit der systematischen Bearbeitung und Katalogisierung der Kunstdenkmäler in Südbaden zu beginnen, da das s. Z. sehr verdienstvolle Werk von F. X. Kraus durch neuere Forschungen und Entdeckungen teilweise überholt ist. Prof. Reiners konzentrierte sein Interesse zunächst auf das Konstanzer Münster. Die Monographie über die Kathedralkirche des ehemaligen Bistums Konstanz ist schon einige Zeit abgeschlossen. Das Werk, das rund 500 Seiten Text und ebenso viel Abbildungen enthalten wird, soll im Laufe dieses Jahres erscheinen. Man darf darauf gespannt sein, weil Prof. Reiners z. T. völlig neue Gesichtspunkte und Ergebnisse in der Baugeschichte des Gotteshauses fand. Uns bet 9talMitf<&afi Allensbach. Am morgigen Schmutzigen Donnerstag wird die „Alet“-Narrengesellschaft wieder in Aktion treten. Nach der Durchführung einiger Amtshandlungen am Vormittag wird am Nachmittag der Narrenbaum eingeholt. Die gesamte närrische Dorfjugend trifft sich hierzu um 15 Uhr beim Unterhaus, von wo aus der Zug zum Rathausplatz geht. Hier wird der Baum dann nach der Erledigung der Zeremonien aufgestefllt Zum Hemdglonkerumzug ist um 19 Uhr Sammlung bei der „Eintracht“. — Der Fasnachtsamstag bringt sodann den Ball des Mannerchors, und anr Sonntag findet der Maskenball des Sportvereins statt. Insel Reichenau. Wie der Elferrat der Narrengesellschaft „Grundel“ bekanntgibt, wird am Fasnachtsonntag auf der Insel ein großer Umzug unter dem Motto „Schlager und Volkslieder“ stattfinden. In etwa 30 Gruppen werden originelle Einfälle und Ideen verwirklicht, so daß sich auch dieses Jahr ein Besuch der Reichenauer Fasnacht lohnen wird. — Der traditionelle OrchesterbaU fand über das Wochenende im Hotel „Kaiserpfalz“ statt. Die ungarische Kapelle sorgte für den nötigen Schmiß. Besonders gefielen die beiden Humoristen Koch und Wehrle. Sport Konstanzer Achtungserfolg bei den Schwarzwaidmeisters dealten Es ist zu begrüßen, daß der rührige Konstanzer Ski-Club talentierten jungen Läufern auch die Teilnahme an schweren Rennen gegen erstklassige Konkurrenz ermöglicht, um so einen Leistungsvergleich anstellen zu können. Vergangenes Wochenende wurde der diesjährige Clubmeister Dieter Kapff zu den Schwarzwaldmeisterschaften nach Todtnau entsandt. Er belegte, wie berichtet, unter den 70 Teilnehmern den 28. Platz, ein beachtlicher Erfolg, der um so höher zu werten ist, als die Spitzenläufer des Schwarzwaldes erheblich bessere Trainingsmöglichkeiten auf der sehr schwierigen Rennstrecke hatten. Die gefährliche 1,6 km lange Strecke, die eine Höhendifferenz von 490 m hat, war im unteren Teil vereist und verlangte von den Läufern viel Mut, Konzentration und Körperbeherrschung. Hervorragende Fahrtechnik ist bei einer solchen Strecke selbstverständlich. Kapff konnte sich trotz eines zeitraubenden Sturzes noch für den Kombinations-Torlauf qualifizieren. Ans dem Fecht-Club Konstanz Der bekannte Schweizer Fechter Adolf Unseld, der seit bald einem Jahr im Konstanzer Club tätig ist und darin eine führende Rolle spielt, hat in diesen Tagen zwei schöne Erfolge erzielt. Im eidgenössischen Finale in Bern gelangte er im Kampf gegen die besten Fechter der Schweiz im Florett an die 8. Stelle. Gleich darauf errang er im internationalen Degenturnier in Straßburg den 3. Platz. Dr. Holz vertrat den Fecht-Club Konstanz ehrenvoll im Altakademiker-Säbeitur- nier im Rahmen der deutschen Hochschulmeisterschaften. — Nach Fasnacht wird ein Clubturnier stattfinden zur Ermittlung der Rangliste im Her- ren-Florett. Das entsprechende Damenturniec wird voraussichtlich im März durchgeführt. t Nach Gottes heiligem Willen verließ uns am Dienstag für immer meine liebe, gute Frau, unsere stets treusorgende. liebste Mutter, Schwiegermutter, Großmutter. Schwester und Schwägerin, Frau Josefine Hanke geb. Maurer lm Alter von 68‘/i Jahren. Konstanz, den 18. Februar 1852. Tulengasse 4 In stillem Leid Der Gatte Richard Hanke Tochter Rosel Hanke Söhne Richard Hanke mit Familie Fridolin Hanke, vermißt und alle Angehörigen. Beerdigung Freitag, 22. Februar. 15 Uhr. Don Quijote in abenölänötfcher Sicht Vortrag in der Heinridi-Finke-Gesellschaft im Bürgersaal Die Wissenschaftliche Vortragsgemeinschaft (Gesellschaft der Freunde der Universität Freiburg) veranstaltete am Samstagabend im Bürgersaal einen Vortrag der Heinrich- Finke-Gesellschaft zur Pflege der deutschspanischen Kulturbeziehungen, die damit zum ersten Male auch in Konstanz an die Oeffentlichkeit trat. Diese Gesellschaft, die den Namen des verdienstvollen Erforschers des mittelalterlichen Spaniens trägt, will die deutsche Spanienforschung fördern. Da aber der Gelehrte, nach dem die Gesellschaft sich nennt, auch, woran Oberbürgermeister Knapp in seiner Begrüßung erinnerte, besondere Verdienste um die Erforschung des Konstanzer Konzils hat, ist damit ein besonderes Verhältnis der Finke-Gesellschaft zu unserer Stadt gegeben, das am Samstagabend in der Anwesenheit des Vorsitzenden der Gesellschaft, des gegenwärtigen Rektors der Universität Freiburg Prof. Dr. theoL Vincke, einen sinnfälligen Ausdruck fand. Professor Vincke knüpfte in seinen einführenden Worten an die Bestrebungen einer Universitätsreform an, dem Studium speciale ein Studium generale an die Seite zu stellen, d. h. den Studenten über sein eigentliches Fachstudium hinaus in die Grundwissenschaften — Philosophie. Geschichte, Volkswirtschaft usw. — einzuführen, um ihm den inneren Zusammenhang aller Wissenschaften als einer organischen Einheit bewußt zu machen. Was für die wissenschaftlichen Disziplinen gelte, das, sagte Professor Vincke, gelte auch für die benachbarten abendländischen Kulturen (nach dem Wort Goethes, daß von seiner eigenen Sprache nichts versteht, wer nicht auch von den anderen weiß). Auch die benachbarten abendländischen Kulturen gehörten mit zu unserem Leben. Damit hatte Professor Vincke den Sinn der Finke-Gesellschaft umrissen und zugleich das Vortragsthema des Abends: »Don Quijote als Ausdruck der abendländischen Seele“, das Professor Friedrich Schürr anschließend behandelte. Professor Schürr, bekannter Romanist, der heute in Freiburg und Regensburg wirkt, ist ein ausgezeichneter Kenner der spanischen Literaur und Verfasser einer auch in Spanien geschätzten Cervantes-Biographie. Seine Deutung des »Don Quijote“ gründet auf einer umfassenden Kenntnis des Stoffes und seiner vielgesichtigen Deutungsgeschichte. Entscheidenden Anteil an der Ausdeutung des Quijote-Bildes hat die deutsche Romantik, die Brüder Schlegel. Schelling. Jean Paul — eine Ausdeutung, die im Laufe der Zeit soweit ging, daß sie schließlich den spanischen Dichterphilosophen Miguel de Una- muno zu der ironischen Aeußerung veran- laßte, er hege den Verdacht, daß Cervantes gestorben sei, ohne die ganze Tragweite seines Don Quijote erfaßt, vielleicht ohne ihn überhaupt „richtig“ verstanden zu haben. Als sichersten Weg zu einer zuverlässigen Deutung des »Don Quijote“, wie überhaupt aller Dichtung, bezeichnete Professor Schürr den, dieses Werk in seinem inneren Zusammenhang mit dem Gesamtwerk und dem Leben seines Verfassers zu sehen. Von dieser sicheren Grundlage aus stellte Professor Schürr die Frage, was ein Buch wie der „Don Quijote“ dem abendländischen Menschen in der Zeitwende und der Kulturkrise, ln der er stehe, noch zu sagen habe. Als die Idee, die im Leben wie im Werk des spanischen Dichters eine gleichermaßen beherrschende Rolle spielt, nannte der Vortragende die Idee der Freiheit. „Die Freiheit“, belehrt Don Quijote seinen Begleiter, „ist eines der kostbarsten Güter, die der Himmel den Menschen geschenkt hat: keinerlei Schätze der Erde und des Meeres kommen ihr gleich. Die Knechtschaft aber ist das größte Uebel. das dem Menschen widerfahren kann.“ In dieser Idee liegt die Bedeutung des „Don Quijote“ für den abendländischen Menschen von heute. Der Begriff der Freiheit setzt den einer polaren Spannung voraus, den ihres logischen Gegensatzes, das heißt der He mm ung oder Bindung. He mm u n gen können einmal von der Außenwelt ausgehen — von der sogenannten Wirklichkeit, der Welt der Konvention, der menschlichen Satzungen — aber auch von Kräften im eigenen Innern. In diese Spannung stellte Professor Schürr Leben und Werk des Cervantes und zeigte in eingehender Analyse den Weg. den der Dichter seinen Don Quijote aus der Spannung finden läßt. Geistige und seelische Freiheit der Persönlichkeit verwirklicht sich dem Dichter in einem weltweisen Humor, zu dem sich Ironie und Komik läutern. In diesem Humor lösen sich zuletzt alle Spannungen, die zwischen dem Ich und der Außenwelt, wie die Hemmungen im eigenen Innern, mit einem Wort die Antinomie zwischen Freiheit und Bindung. Unter Humor — diesem so oft mißverstandenen, hier aber in seiner höchsten, reinsten Bedeutung gebrauchten Wort — versteht Professor Schürr die innere Befreiung durch Bejahung des persönlichen Schicksals und die Aussöhnung mit ihm. so wie sie Don Quijote mit seinem christlichen Ende gegenüber der Welt der Wirklichkeit bekundet — also Humor als Bejahung der göttlichen Weltordnung. Diesen cervantini- schen Humor als Haltung dem Leben gegenüber bezeichnete der Vortragende abschließend als einen der sichersten Auswege der abendländischen Seele in der Krise, als Zuflucht zur Bewahrung der Freiheit innerhalb des Endlichen. Eine zahlreiche Zuhörerschaft folgte dem Vortragenden mit viel Aufmerksamkeit. Oberbürgermeister Knapp gab dem Dank an die beiden Redner des Abends herzlichen Ausdrude. - -ff- Kabarett unö Publikum i: i Gastspiel Voll Geiler und Walter Morath Erfreut, entzückt, bewundernd verließen sie am Montag spät abends das Stadttheater. Brillant war wieder einmal der Eindruck, den es gemacht hat — das Konstanzer Publikum. Ein für geistige Raffinessen und Nuancen empfängliches Kabarettpublikum, wie es heute durchaus nicht mehr in allen Großstädten anzutreffen ist! So nämlich urteilten nach der Aufführung Voll Geiler und Walter Morath, die beiden charmanten Globetrotter. Sie haben sich diesesmal aus Zürich den Pianisten Tibor Kasics mitgebracht, der auch als Komponist zur Avantgarde des Kabaretts gehört. Es war wieder ein Abend, bei dem alle Funken sprühten, bei dem es zu sftien. zu hören und — zu denken gab. Eine Art Ballspiel von den Gehirnen der Spieler zu denen des Publikums, in dem sich die schnelle Reaktionsfähigkeit auf beiden Seiten von der Rampe bewähren mußte. Und wie hat sie sich bewährt! Man hat als Kabarettist sein Publikum auf den Arm zu nehmen. Da muß mit allen Tricks der Psychologie gearbeitet werden. Und so ist es klar, daß bei einem Programm mit Themen gesellschaftskritischer und international politischer Art das Ressentiment ein Kalkulationsfaktor ist. Wie glänzend gelang Voli Geiler und Walter Morath ihr Trick, vor dem Dolchstoß gegen gewisse spezifisch deutsche Torheiten zuerst einmal sich selber als Schweizer ganz hoch auf den Arm zu nehmen. So wurde nach der gepfefferten Mahlzeit, die eine dummdreiste Schweizerin im Speisewagen und im Gespräch mit einem devisenarmen Engländer („noch nicht Amerikaner!“) einnimmt, mit der Parodierung eines deutschen, allzudeutschen Conferenciers versucht. Unsichere aufs Glatteis zu führen. Der zackige Herr vor dem Vorhang machte eine Anzahl Witze, deren Banalität Sofort zu durchschauen, Aufgabe des Publikums war, und unser Publikum — alle Hochachtung — bewährte sich (fast schon) beim ersten Hieb. Der artistische Reiz des choreographisch gestalteten Gesamtablaufs ist wieder unbeschreiblich. Der Höhepunkt des ganzen: eine völlig in Schwarz-Weiß gehaltene Stummfilmszene, etwa aus der Inflationszeit, in der das kommödiantische Paar die Illusion eines flimmernden Kientoppstreifens — der „versehentlich“ sogar einmal rückwärts läuft — mit hochtrainierter Mimik unnachahmlich auf die Bühne zaubert. Der zweite Teil des Programms, mit einer etwas breiten Operettenparodie ausklingend, strapazierte die Gedanken weniger und ließ mehr Zeit dafür übrig, sich der farbigen Schönheit raffinierter Kostüme zu erfreuen. Respekt nicht nur vor der „Respectueuse“, mit deren Gestalt Voli Geüer die Atmosphäre klassischer Pariser Brettlkunst schafft, Respekt auch vor der unglaublichen Wandlungsfähigkeit dieser Künstlerin, die viele Sprachen nebeneinander spricht und wegen ihrer tänzerischen und mimischen Ausdruckskraft auch dort verstanden werden muß. wo man etwa die Dialekte nicht versteht! Hier aber, in Nachbarschaft mit Schweiz, haben auch die kleinsten sprachlichen Nuancierungen sichere Aussicht, im Ohr verständnisvoller Zuhörer zu landen. Das bewies der Erfolg des Gastspiels, dessen Wiederholung in Konstanz sich gewiß lohnen würde. Ernst B r a s ch Die neuen Filme „Abenteuer im Harem“ (Roxy) Wer in diesen Film geht, der aus der Metro-Goldwyn-Mayer-Produktion stammt und in dem zwei uns nicht mehr unbekannte amerikanische Groteskkomiker Abbott und Costello ihr Unwesen treiben, hat sich's selbst zuzuschreiben, daß er am Schluß nicht weiß, woran er ist Soll er sich über so viel Blödsinn ärgern oder darf er sich eingestehen, daß er den Einfallsreichtum dieses Unfugs bewundert? Und nicht nur das. Die Augen kommen in diesem pseudo-orientalischen Film aus Hollywood jedenfalls auf ihre Kosten. Daran sind nicht nur die vielen schönen Frauen schuld, die wir sowieso im Harem erwarten. Sondern in diesem Film gibt es eine Reihe ganz raffinierter Aufnahmen, die für die Phantasie der Regie und die Routine der Kamera zeugen. Dazu das groteskkomische Spiel von Abbott und vor allem Costello, dem kleineren Dicken, der an allem schuld ist und doch nie etwas dafür kann, — wie sollten wir da zur Fasnacht dagegen sein? Dr. EH „Aufruhr in Marokko“ (Capitol) Ein Offizier der Fremdenlegion verliebt sich in die Tochter eines Rebellenführers ip Marokko — Pflicht und Liebe im Widerstreit der Gefühle — Pflicht siegt — heldenhafter Kampf der Legionäre gegen die Aufständischen — Tochter und Vater werden getötet, ganz gegen die Gesetze des happy end — bemerkenswert schneller Friedensschluß zwischen Franzosen und Marokkanern — Ende. Dieser amerikanische Film ist im Grunde genommen recht anspruchslose Kost und erhält nur durch die sehr geschickt und naturgetreu gedrehten Massenszenen ein gewisses Format. Die Handlung ist so durchsichtig angelegt, daß das Spannungsmoment von vorneherein verloren geht. Darunter muß auch die sehr gute schauspielerische Leistung der Hauptdarsteller (Marie Windsor, Akim Tamiroff und George Raft) mehr oder minder leiden. Als wesentliches Positivum dieses Filmes darf man es betrachten, daß die Regie ein ungeschminktes Bild vom Leben der Fremdenlegion gibt, daß sie nicht versucht, Strapazen, Durst und seelische Qualen durch prunkvolle Monturen und trügerische Lagerfeuer-Romantik zu verdecken — wie es leider oft genug geschieht We. Mittwoch, 20. Februar 1952 SÜDKURIER Nr. 28 / Seite 6 Den Rhein entlang Der ßoöenfee ale Verhehminbelt Zusammenarbeit der Uferstaaten — Tagung des Bodensee-Verkehrsvereins Überlingen. (Eigenbericht). An der Jahreshauptversammlung des Bodensee-Verkehrsvereins *in Überlingen waren neben Minister Kirchgäßner als Vertreter der südbadischen Regierung, eine große Zahl von Persönlichkeiten des öffentlichen und privaten Lebens erschienen, darunter zahlreiche Gäste aus den Nachbarländern Österreich und der Schweiz. Nach den Begrüßungsworten von Bürgermeister Schelle, Überlingen, wies der Präsident des Vereins, Oberbürgermeister Knapp, Konstanz, auf die erfreuliche Entwicklung hin, die der Verein im ersten Jahre seiner Wiedergründung genommen habe. Dem Verein ist es zuzuschreiben, wie aus dem Geschäftsbericht hervorging, daß die Freigrenze erhöht, die Grenzzone erweitert und Sammelpässe jetzt in 48 Stunden zu haben sind. Ein Hauptanliegen für das Jahr 1962 ist die Aufhebung des Visumszwanges. Besonderes Augenmerk wurde auf die Verbesserung der Verkehrs- Verbindungen gelegt, wobei sich die Einführung der Siebentage-Karten auf Schiffen der Bundesbahn und die Fahrscheinhefte der Schweizerischen Schiffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein gut bewährt haben. (Wann wird es diese beliebten Hefte auch auf dem Bodensee geben?) So hatte die Arbeit des Vereins wesentlichen Anteil an der guten Saison 1951, in der auf deutscher Seite der Fremdenverkehr 90°/o des besten Vorkriegsjahres erreichte. Die Zahl der Fahrgäste auf der Bodenseeschiffahrt nahm um 36 °/« zu und die Autofähre Konstanz—Meersburg hatte eine Zunahme des Verkehrs um 50°/o. Die großen Veranstaltungen am See wie Mustermesse, Bregenzer Festspiele, Treffen der Nobelpreisträger und andere kulturelle Veranstaltungen brachten viele Fremde an den Bodensee. Bei der Internationalen Bodenseewoche der Segler waren mehr Jachten am Start als bei der Kieler Woche. Durchgangslager wird geräumt Ulm. Das staatliche Durchgangslager Uta-Kien- lesberg soll bis zum 1. April geräumt werden. Dan 250 Bewohnern des Lagers wird in diesen Tagen vom Staatskoimmissariat für das Flüchtlingwesen mitgeteilt, daß sde mit einer anderweitigen Unterbringung in verschiedenen Gemeinden Württemberg-Badens zu rechnen halben. Schwerer Bagger geht eigene Wege Stuttgart. Bin schwerer Räumbagger machte sich an einer verkehrsreichen Stelle der Stuttgarter Innenstadt selbständig und rollte, vermutlich infolge eines Getriebeschadens, rückwärts eine leicht abschüssige Straße hinab. Dabei beschädigte der Koloß einen Lastkraftwagen und drei Personenkraftwagen, dann einen Verkaufsstand und schließlich ein Haus, bevor er zum Stehen gebracht werden konnte. Der Sachschaden wird von der Polizei auf rund 40 000 Mark geschätzt. Personen kamen nicht zu Schaden. 50-kg-Spreng-Bombe Im Baggergreifer Stuttgart. Einem Baggerführer in der Dadmler- straße in Stuttgart-Untertfiikhedm lief es kalt den Rücken heruner, als er im hochgehobenen Baggergreifer plötzlich eine Bombe entdeckte. Langsam und vorsichtig ließ er den Greifer wieder herunter und alarmierte die Polizei. Wie der Muni- tionssachverständige dm Stuttgarter Innenministerium mitteilte, handelte es sich um eine amerikanische 50-kg-Sprengbombe, die während des Krieges abgeworfen worden war. Die Bombe wurde an Ort und Stelle entschärft und a'bfransportieit. Stuttgarter Oberbürgermeister warnt Kohlenhändler Stuttgart. Der Oberbürgermeister von Stuttgart, Dr. Arnulf Klett, hat vor dem Gemeinderat angekündigt, daß künftig die Namen von Kohlenhändlern, die wiederholt Kohlen mit Untergewicht verkaufen, veröffentlicht werden. Bei Gewichtskontrollen des Stuttgarter Amtes für öffentliche Ordnung war in zahlreichen Fällen festgestellt worden, daß die Säcke mit Kohlen nicht das angegebene Gewicht hatten. Zum Teil wogen die ,,Zentnersäcke“ nur 75 Pfund. Die Veröffentlichung der Namen der schuldigen Kohlenhändler war von dem Vorsitzenden des Für 1952 wird zum erstenmal eine Abstimmung der Termine der Veranstaltungen für das ganze Gebiet möglich sein. Einen breiten Raum der Diskussion nahmen die durch den jüngsten Vertrag getroffenen Erleichterungen im deutschschweizerischen Grenzverkehr ein. Die Gewährung des für drei Tage gültigen Grenzpassierscheines sowie die weitgehenden Ermächtigungen der Grenzbehörden bei Ausflugs- und Transitverkehr wurden sehr begrüßt. Direktor Oettli, Schaffhausen, bemängelte, daß die Ausgabe der Grenzsdieine in Deutschland nur durch das Landratsamt möglich sei, nicht aber wie in der Schweiz durch die Zollstelle. Von einem Lindauer Vertreter wurde der Wunsch geäußert, daß bei den kommenden Verhandlungen mit Oesterreich das neue deutschschweizerische Grenzabkommen zum Vorbild genommen werden müsse. Hierbei wurde festgestellt, daß in Oesterreich die Ausgabe von Grenzscheinen nach Deutschland sehr einfach sei, umgekehrt dagegen nicht. Sehr bedauert wurde, daß die Freigrenze nicht von 10 auf 20 DM erhöht werden konnte. Scharf kritisiert wurden die Verkehrs Verhältnisse am See, die Bundesbahn lasse es völlig an der Schaffung eines beweglichen Verkehrsnetzes fehlen. So wurde u. a. die Ausgabe von Sonntagskarten nach allen Orten, einheitliche Fahrkarten für Schiffe, Bahn und Omnibus und ein gegenseitiges Abstimmen der Fahrpläne der einzelnen Verkehrsmittel gefordert. Die Versammlung, die bewies, wie sehr der See eine Verkehrseinheit darstellt und daß nur in der gemeinsamen Zusammenarbeit aller Uferstaaten für den Fremdenverkehr Nutzbringendes geleistet werden kann, bestimmte als Tagungsort für das nächste Jahr Rorschach. Am Nachmittag wurde der Bodenseefilm gezeigt und zwei Vorträge über „Die Abwiässerprobleme der Bodenseestädte“ gehalten. Stuttgarter Ortsausschusses des Deutschen Ge- werksAaftsbundes, Hans Stetter, gefordert worden. Wie Stetter bekannt gab, hat die Staatsanwaltschaft es abgelehnt, gegen die „betrügerischen" Kohlenhändler ein Strafverfahren zu eröffnen. Audi das Amt für öffentliche Ordnung habe erklärt, zu einer Namensveröffentlichung nicht befugt zu sein. Keine Veranstaltungen am Fasnachts-Samstag Crailsheim. Der Crailshedmer Gemeinderat hat beschlossen, für den Fasnachts-Samstag keine Fa- schingsveranstaltungen zuzulassen. An diesem Tag, dem 23. Februar, jährt sich zum siebten Male der Tag, an dem die Stadt bei einem Luftangriff schwer beschädigt wurde. 100 Einwohner der Stadt waren damals ums Leben gekommen. Der Ge- meimderat ist der Ansicht, daß sich Fasnachtsveranstaltungen nicht mit der Würde dieses Trauertags vereinbaren lassen. Auch der Pforzheimer Gemeinderat hat vor kurzem für den Fasnachts-Samstag alle Faschingsveranstaitungen verboten. PIotz- heim war am gleichen Tag wie Crailsheim von Bomberverbänden angegriffen und fast völlig zerstört worden. In Pforzheim wurden damals über 17 000 Menschen getötet. Vater von zwölf Kindern beging Selbstmord Aalen. Ein 49jähriger Angestellter der Bahnmeisterei in Aalen wurde in einer Scheune neben einem Bahnwärterliaus 2 iwischen Goldshöfe und Wasseralfingen erhängt aufgefunden. Die Motive für den Selbstmord sind nicht bekannt. Der Mann hinterläßt zwölf zum größten Teil noch unmündige Kinder. „Südwestlicher Esperanto-Bund" Weinheim/Bergstraße. Ein ,.Südwestlicher Esperanto-Bund“, der auf Esperanto „Sudokcidenta Esperanto-Ligo" heißt, wurde in Wednäiedm gegründet. Der Bund will durchsetzen, daß Esperanto als ordentliches Lehrfach in den Lehrplan aller Schulen aufgenommen wird. Neben dieser Gründungs- versammlung, zu der die aus den nordbadischen, rheinpfälzischen und südhessischen Vereinigungen hervorgegangene Bezirksgruppe Rhein/Neckar der Esperantisten eingeladen hatte, fanden zwei Fachsitzungen fÜT Eisenbahner — die bereits eine internationale Esperanto-Gruppe gebildet haben — und der Lehrer statt. Die Kandidaten der CDU Freiburg. (A. -Eigenbericht.) Die badische CDU hat in den einzelnen südbaidischen Wahlkreisen ihre Kandidaten für die Wahl zur Verfassunggebenden Versammlung am 9. März aufgestellt. Aus Delegierten-Konferenzen wurden folgende Kandidaten nominiert: Wahlkreis I (Ueberlingen und Meßkirch): Josef Vogt, Kaufmann, Pfullan- dorf, M. d. L.; Wahlkreis II (Stocka* und Engen) : Theopont Diez, Oberbürgermeister von Singen: Wahlkreis III (Konstanz-Stadt): Hermann Schneider, Bürgermeister in Konstanz, M. d. L.; Wahlkreis IV (Donauesdiingen-Neustadt): Josef Burger, Landwirt und Bürgermeister in Ewattingen, M.d.L.; Wahlkreis V (Vitlingen-Woifach): Karl Bra*at, Rektor der VolkssAtde in Villingen: Wahlkreis VI (Waldshut-Säckingen): Anton Hilbert, Landwirt, Untereggingen, M.d.L, M. d. B.; Wahlkreis VII (Freiburg-Land): Anton Gilimann, Landwirt und Bürgermeister in Merdingen: Wahlkreis VIII (Frei- burg-Stadt): Dr. Franz Hermann, Domkustos in Freiburg: Wahlkreis IX (MüHheim-LörraA): Alois Schnorr, M. d. L., Verbandsdirektor des badis*en Genossens*aJtsverbandes in Staufen: Wahlkreis X (Lörra*): Franz DietsAe, Bürgermeister, Todtnau: Wahlkreis XI (Emmendingen): Willi Hüfner, Spar- kasseodirektor in Emmendingen: Wahlkreis XII (Lahr): Eduard Lais, badischer WdrtsAaftsmdnister, Lahr: Wahlkreis XIII (Offenburg): Dr. Hermann Person, Regierungsrat, Freiburg: Wahlkreis XIV (Kehl-AAem): Max Jäger, Oberbürgermeister in Rastatt: Wahlkreis XV (Rastatt): Adolf Kühn, Abgeordneter des württemberg-badischen Landtags, Karlsruhe: Wahlkreis XVI (Baden-Baden): Josef HarbreAt, Oberstudiendirektor i. R., Bühl. Auswanderung na* Kanada beginnt am 15. März Freiburg. (A.-Eigenberi*t.) Die kanadiisAe Eia- wanderungskommission in Karlsruhe wird am 25. Februar na* Freiburg und Lörra A, und am 3. März na* Waldshut und Konstanz kommen, um die für die Ansiedihing in der kanadisAen LandwirtsAaft gemeldeten deutsAen Auswanderungswilligen auszusuchen. Es kommen für die am 15. März beginnenden Auswanderer-Transporte na* Kanada nur geäemte Landwirte in Frage, die die AbsdAt haben, si* in der kanadisAen LandwirtsAaft seßhaft zu madiea. Das Kontingent Südbadens soll 2500 Landwirte umfassen. Na* einer Mitteilung des Landesamtes für Umsiedlung haben die kanadisAen Behörden bei früheren Transporten aus DeutsAland mit den Transporten aus Südbaden Ae besten Erfahrungen gemaAt. Der LandwirtsAaftliAe Berufsverband der kanadisAen Provinz Ontario habe si* beim kanadisAen Parlament besAwert, weil si* unter den deutsAen Auswanderern vielfaA Personen befunden hätten, die für die Landwirt- sAaft ungeeignet seien. Die Zusammenstellung der Transporte aus Südbaden jedoA habe keinen Anlaß zu Klagen gegeben. Die Auswanderer, deren Familien später nachkommen können, erhalten bei freier Kost und Wohnung im ersten Monat ihrer Tätigkeit in der kanadisAen LandwirtsAaft 45 Dollar, im zweiten 50, im dritten 60 und im vierten Monat 70 Dollar. Die spätere Entlöhnung erfolgt naA freier Vereinbarung. Die kanadisAe Regierung wird das Geld für die Ueberfahrt aus DeutsAland dur* die Gewährung von Darlehen vorstrek- ken, die innerhalb von zwei Jahren zurückbezahlt weiden müssen. Ein Film vom HoAsAwarzwald Freiburg. Der Freiburger Kameramann Sepp Allgeier dreht gegenwärtig im HochsAwarzwald Aufnahmen zu einem Film, der den Titel „Schnee- sturm und Sonne über dem HoAsAwarzwald" tragen soll. Allgeier will darin das Leben der SAwarzwaldbewohner im Winter, ihren Kampf gegen die SAneemassen und die Unbilden der Witterung zeigen. Daneben will er in den Film die sportliAen Ereignisse, wie den demnäAst stattfindenden „Cup Kurikala“ und das Osterspringen auf dem Feldberg einbauen. KirAenbüAer der DonausAwaben Freiburg. 66 000 gerettete Fotokopien der Kir- AenbürAer von 124 deutsAen Gemeinden aus dem jugoslawisAen und rumänisAen Banat sind, wie der DeutsAe Caritasverband in Freiburg be- riAtet, kürzli* aus Wien dem „Institut für Auslandsbeziehungen* in Stuttgart zugeführt worden. Sie bilden eine wertvolle Quelle zur VolksgesAiAte der DonausAwaben. Köln—Bodensee im Sommer sAneller Freiburg. (EigenberiAt.) Der neue Jahresfahrplan 1952/53, der am 18. Mai 1952 beginnt, bringt für die Rheintallinie als wesentliAe Verbesserung die Führung eines neuen Eilzugpaares Freiburg—-Heidelberg. Mit E 541 Freiburg ab 5.05 Uhr, Offenburg ab 6.00 Uhr, Karlsruhe an 7.22 Uhr, Heidelberg an 8.21 Uhr ist eine günstige Frühverbindung gegeben, die AnsAlüsse ins Rheinland zuläßt. E 542 dagegen stellt eine günstige Spätverbindung dar, Heidelberg ab 21.58 Uhr, Karlsruhe ab 22.50 Uhr, Offenburg an 23.56 Uhr, Freiburg an 0.53 Uhr. Der beliebte und au* stark benutzte „Rheingold“ wird dur* den „Rheinpfeil", einem Expreßzugpaar mit 1. und 2. Klasse, auf der Strecke London—Hoek van Hol- Süddeatsche Umschau Was stimmt da nicht ? BildersAerz Nr. 89 des Südkurier: Ende Februar, FasnaAt vor 25 Jahren: NärrisAe Eröffnung der Bahnlinie Waldshut—St. Blasien. An dem Bild wurde etwas geändert. Was stimmt da nlAt? (Aufnahme eingesandt von Oskar MalzaAer, „Zum Lamm", Waldshut.) Auflösung von BildersAerz Nr. 88: Die Armbinde des Sanitäters zeigt ein weißes Kreuz auf dunklem Grunde. Das .Rote Kreuz" müßte si* dunkel von einem bellen Grunde abheben. Den Preis von 10 Mark eAält: Karl Booz, Laufen burg/Baden, Halde 13. Ferner ermittelte das Los zehn weitere Einsender von riAtdgen Lösungen, die dur* Nennung ihres Namens an dieser Steile ausgezeiAnet werden: Lina Müller, Katzensteig über Pfullendorf; Wolfgang v. Keyserlingk, Böhringen, SAulhausstraße 4: Margret Isemann, Säckingen, Basler Straße 76: SAuhmaAermeister Max Wolniczak, Rickenbach; Frau Elfriede SAill, geh. Weber, Villingen, RiAard-Wagner-Straße 15; Frau Margarete Hesse, Konstanz, Lussenstraße 20; Eberhard AiAele, Tiefenhäusere, PostHöAensAwand: Medizinalrat Dr. A. SAatz, Stocka*; Frau Leonie Klausmann, Furtwangen, Hinterbreg 6; Wilhelm Schade, GehörlosensAule Stühlingen, SAioß Hohenlupfen. Weißes oder rotes Kreuz? An den Fingern einer Hand kann man diejenigen Löser ahzählen, Ae diesmal falsA geraten haben; sie hatten meist an dem Krokodil oder an den Fra-uentraAten etwas auszusetzen. Diesmal sind, wohl erleiAteirt dur* den zarten Hinweis in der BilduntersAnift, sehr viele riAtige Lösungen edngegangen. Außerdem war der Widerspru* zwischen dem riAtigen roten Kreuz an der Mütze und dem falschen, weißen Kreuz an der Armbinde ja au* re*t deutli*. Viele Leser haben darauf hingewiesen, daß der Sanitäter auf seiner Armbinde fälsAliAerweise Ae Schweizer Farben trage. Zwar verdanke das Rote Kreuz einer SAweizer Anregung seine Entstehung, doA seien Ae Farben gerade umgekehrt wie die SAweizer Farben. Eine Leserin aus Homberg, Ae als kleines SAul- mädel von a*t Jahren den Rodielkorso erlebte und ihn no* gut in Erinnerung hat, Ae selbst zweimal den Rodelkorso mitmaAte, weiß zu be- riAten, daß das Pappkrokodil das Maul mit den lürAterliAen Zähnen aufsperren konnte, wenn der Bildhauer Ott, sein Herr und Meister, an der Kette zog. Die Leute hätten überall so diAt gestanden wie auf dem im Südkurier veröffentliAten Bild auf der Brücke vor der Jahresuhrenfabrik. — Uebrigens war auA an der Herstellung des Ueber- Linger Hindenburg aus Schnee ein FaAmann, der Bildhauermeister Bürke, maßgebliA beteiligt. Wie uns naAträgli* beriAtet wird, war Ae Plastik sogar in Gefahr, von politisAen Gegnern zerstört zu werden. Aber ihre Verteidiger bezogen in einer I ben-aAbarten Tenne auf Strohlager NaAtquartier, und so konnte si* der SAneemann fast einen ganzen Monat lang frisA erhalten, bis der Wettergott seinem Dasein ein Ende maAte. (Je 5 Mark Belohnung an Frau E. Kuner, Homberg, Sägegrün, und an O. Kitt, Ueberlingen, für ihre Mitteilungen.) iand—Köln—Mannheim—Basel entlastet. DurA die rund zwei Stunden kürzeren Reisezeiten werden in Basel neue gute AnsAlüsse naA und von der SAweiz und Italien erreiAt. In der Verbindung zwisAen Köln und Konstanz wird bei den D-Zügen die Reisezeit um 40 Minuten verbessert. Die NaAtverbindung Konstanz—Köln wird in beiden RiAtungen um 30 Minuten besAleunigt. Für Verdienste um den Tabakbau ausgezekhnst Offenburg. Auf der Versammlung des Landesverbandes der südbadlsAen Tabakvereine, die Aaser Tage in Offeubuig stattfand, wurden Wilhelm SAäfer (Dundenheim), Otto Engelhardt (Offenburg), Fritz Miayer (Großsachsen) und Dr. Messner (Karlsruhe) für hervorragende Verdienste um den Tabakbau ausgezekhnst. Honigsüßer SAwindel Karlsruhe. Ein honigsüßes SAwindelgesAäft, das einem 27jährigen Karlsruher und einem 51 Jahre alten Nürnberger Kaufmann monatelang beaAtliAe Gewinne einbraAte, kam zum Platzen, naAdem die Polizei feststellte, daß der von ihnen in zahlreiAen Städten mit Gewinnspannen von über 60 Prozent vertriebene sogenannte reine Importhonig zu 90 Prozent aus Kunsthonig bestand. Insgesamt konnten die beiden über 40 000 kg des Produktes unter der irreführenden BezeiAnung an den Mann bringen. Dank der an- sAeinend billigen Preise konnten sie erhebliAe Umsätze erzielen. PolizeiliAe NaAprüfungen in Mannheim und Heidelberg führten zur Beanstandung des BrotaufstriAs, der keineswegs als „reiner Bienenhonig“ in den Handel gebraAt werden durfte. Die GesAädigten waren in allen Fällen die VerbrauAer. Das Urteil des SAöffen- geriAts Karlsruhe lautete wegen Betrugs und Verstoßes gegen das Lebensmittelgesetz für beide auf vier Monate Gefängnis. Ko mm t HoAwasser? Mannheim. Auf dem Rhein bei Mannheim und am Unterlauf des Neckars herrsAen, wie das Wasser- und SAiffahrtsamt Mannheim mitteilte, noA normale Wasserverhältnisse. Der Mannheimer Pegel sei für die SAiffahrt sehr günstig, ebenso sei der Neckar durA den derzeitigen Wasserstand gut zu befahren. Es müsse allerdings damit gereAnet werden, daß mit der SAneesAmelze das Wasser sAnell und erheb- li* ansteigen wird. ArbeitsgemeinsAaft Rhein-Neckar Mannheim. Die kommunale ArbeitsgemeinsAaft Rhein-Nedcar GmbH., ein im vergangenen Jahr gegründeter Zweckverband der Städte und Landkreise Mannheim, Ludwigshafen, Heidelberg, Frankenthal und Viernheim, hat in den letzten Tagen seine eigentliAe praktisAe Arbeit aufgenommen. So wurde die ArbeitsgemeinsAaft, die ihren Sitz in Mannheim hat, von den beteiligten Städten beauftragt, Pläne und Unterlagen zur Lösung des Problems neuer Rheinbrücken zwisAen Mannheim und Ludwigshafen auszuarbeiten. Zu diesem Zweck wurden ihr außer den laufenden Anteilen 30 000 DM bewilligt, naAdem die beiden Städte allein in der Rheinbrückenfrage keine Einigung erzielen konnten. Auf Anregung der ArbeitsgemeinsAaft trafen si* dann die leitenden PersönliAkeiten aller VolkshoAsAulen des Gebietes um die Rhein- NeAar-Mündung. Ein organisatorisAer Zusam- mensAluß wurde dabei ni*t angestrebt, doA ergaben si* in einem ErfahrungsaustausA, der regelmäßig wiederholt werden soll, zahlreiAe MögliAkeiten zur Verbesserung und Verbilligung des UnterriAts. In Heidelberg sAließliA trafen si* unter Vorsitz des GesAäftsführers der ArbeitsgemeinsAaft die leitenden PersönliAkeiten des FeuerlösAwesens. Um die einzelnen Wehren mögliAst sAlagkräftig zu maAen und Fehlinvestitionen an Mitteln und Gerät zu vermeiden, wurde eine Bestandserhebung durAge- führt, auf Grund der bereits zweckdienliche Normungen z. B. des SAlauAgeräts erzielt werden konnten. Umkehr am Uohenfee 49) Roman von Karl Unselt Da erfuhr ich, daß Magda bei ihm gewesen war, er schien Bornhafts öfters besucht zu halben. Grinsend berichtete er, daß sie eigentlich bei einer Freundin in Ravensburg gewesen sei, und als er sagte: eine nette Freundin, was?, da schlug ich ihm links und rechts in sein feistes schwammiges Gesicht und ging weg. Von da an wurde ich ruhiger, es war, als habe eich endlich ein Krampf ausgelöst. Eine Zeitlang mied ich das Haus. Aber dann begann etwas heimlich in mir zu brennen. Ich spürte ein häßliches Verlangen nach dieser Frau, ich wollte sie haben. Ich ging wieder an dem Haus vorüber, aber fast schleichend wie ein Räuber. Und da sah ich eines Tages ein Gesicht am Fenster, das Gesicht einer anderen Frau. Wir sahen uns an, das Feuer in mir erlosch plötzlich, und ich schlich beschämt davon.” „Das war Doris Bomhöft”, sagte Peter leise Degenhardt nickte. „Ich erfuhr, daß Magda Bomhöft plötzlich gestorben und daß das junge Mädchen Bomhöfts Schwester war. Wie unter dem Zwang einer Gewohnheit ging ich täglich wieder an dem Haus vorbei, und ich war immer froh, wenn ich das stille, reine Mädchengesicht sah. Ich begann, ein anderer Mensch zu werden. Dann kam der Tag, da lächelte Doris mir zu, und ich grüßte. Von da an sahen wir uns zu einer bestimmten Stunde wie a jf eine geheimnisvolle Verabredung. Ob es stürmte oder regnete, ob die Sonne schien oder ob es schneite, ich ging immer um dieselbe Zeit an dem Haus vorüber, und sie stand, manchmal schon wartend, am Fenster. Scheu wie ein klei_ ner Vogel und mit rotüberhauchtem Gesicht nickte sie und lächelte und winkte. Es war eine wunderbare Zeit, Peter. Und dann war sie eines Tages nicht mehr da. erfuhr später, daß ihr Bruder unsere täglichen Begegnungen bemerkt hatte. Einige Wochen darauf gelang es mir, sie an einem dunklen AJbend zu sprechen. Sie wollte vor mir fliehen, aber ich hielt sie fest. Ich fragte, weshalb eie nicht mehr am Fenster erscheine. Und da sagte sie mir, daß sie mich nicht mehr sehen wolle, ich sei der Feind ihres Bruders und ein verkommener Mensch, der Frauen verführe, nachts Trinkgelage veranstalte und nichts tue. Ich war ganz ruhig und fragte, ob ihr Bruder das gesagt habe. Ja, er habe das gesagt, und wenn ihr Bruder etwas sage, so stimme es. Außerdem habe er ihr verboten, wieder an das Fenster zu gehen. Ich sagte, daß ich mit ihrem Bruder sprechen wolle, es könne sofort sein. Das lehnte sie ab, es hätte keinen Zweck, sie möchte das auch nicht. Dann machte sie sich los und rannte davon. Was dann in mir vorging, weiß Ich nicht. Ich muß mich wohl in einer Art satanischer Lust bemüht haben, wirklich ein verkommener Mensch zu werden. — Und ich glaube, ich war nahe daran, es zu werden, wenn du nicht gekommen wärst, Peter”, fügte er leise hinzu. „Und wenn du mich nicht durch deinen Arbeitseifer auf die Sinnlosigkeit meines Lebens aufmerksam gemacht hättest.” „Wenn das wirklich der Fall ist, Degenhardt, dann habe ich an meiner Arbeit noch einmal so viel Freude.” ,3s ist der Fall, heute weiß ich es. Und heute weiß ich auch, daß ich Magda Bomhöft gegenüber ungerecht und grausam gewesen bin. Ich habe lange darüber nachgedacht, nachdem ich Doris Bomhöft bei dir wiedergesehen habe. Sie hat mir an jenem Abend in der Werkstatt wieder zugenickt wie früher, kaum merklich, ich habe es aber doch gesehen. Das hat mich ganz mächtig gepackt.” „Du liebst sie?” fragte Peter leise. „Ich weiß es nicht, Peter. Ich bin unsicher geworden in meinen Gefühlen, ich traue ihnen nicht mehr. Aber ich denke jeden Abend, wenn ich müde ins Bett gehe, an Doris.” „Prüfe dich noch eine Weile”, sagte Peter fest und stand plötzlich auf, als habe er soeben einen Entschluß gefaßt, den er sofort ausführen müsse. „Ich werde inzwischen einmal mit Doris sprechen.” „Nein, Peter, tu das bitte nicht. Ich möchte nicht, daß sie in irgend einer Weise beeinflußt wird. Wenn es soweit ist, werde ich mich erst einmal mit ihrem Bruder aussprechen.” „Das ist gut. Ich bin sogar stolz darauf, daß du es bist, der den ersten Schritt tun will. Hoffentlich dauert es nicht zu lange.“ „Du darfst mich nicht drängen, ich muß mir selbst erst über mich und manches andere klar werden. Ich muß vor allen Dingen genau wissen, wo meine Schuld anfängt und wo sie aufhört.” Peter nickte und gab ihm die Hand. „Ich muß dir noch für das Vertrauen danken, Degenhardt.” „Das ist nicht nötig, Peter. Ich bin selbst froh, mir einmal dies alles von der Seele geredet zu haben.” Sie gingen zusammen die Treppe hinunter. Ehe sie sich im Hof verabschiedeten, erkundigte sich Peter nach den römischen Tanwaren in Sigmaringen, die Degenhardt damals besichtigt hatte. ,3s sind dort einige besonders gut erhaltene Stücke”, sagte Degenhardt, „und zwar aus den römischen Töpfereien in Rheinzabern, die ja noch im vierten Jahr, hundert nach Christi Geburt das rot re- liefierte Geschirr herstellten, obwohl es schon seit hundert Jahren nicht mehr Mode war. Es wurde wahrscheinlich durch das Glas verdrängt, das schon im ersten Jahrhundert durch gallische Glasmacher in Köln, Trier und Worms hergestellt wurde.” „Wenn ich mal in der Gegend von Sig- ■maring%n geschäftlich zu tun habe, werde ich mir bestimmt diese Erzeugnisse römischer Töpferkunst mal ansehen. Die Terra Sigillata hat mich schon immer interessiert.” ..Pauline“ wieherte im Stadl. Wegener hatte einen Sägebock herbeigeholt und schrägte nun Stützen für die Tragbalken des Haubodens ab. Peter sah zu ihm hinüber und lächelte. Es lag jetzt ein neuer Klang über dem Burghof. „Das höre ich gern, Degenhardt! ,Und neues Leben blüht aus den Ruinen 1 ! Endlich mal der richtige Platz für ein Zitat.“ Wegener hielt plötzlich mit Sägen inne, zog seine Jacke aus und schnüffelte in die Luft, ,3s wird bald Frühling, Herr Doktor. Ich rieche es.“ „Hoffentlich behalten Sie recht,“ „Wegener behält immer recht, Petrus. Das müßtest du eigentlich wissen.“ „Das ist übertrieben, Herr Degenhardt“, rief Wegener, spuckte in die Hände und machte sich wieder an die Arbeit. — Es gab wenige Tage, an denen Peter den Weg von der Burg zur Werkstatt mit soviel Hoffnung und stiller Freude gegangen war wie heute morgen. Daran konnte auch die dunkle Wolke, die über der Bomhöftschen Ehe gelegen hatte, und deren Schatten noch 'heute über Degenhardt und Doris und vielleicht auch über Till und Bomhöft lag, nichts ändern. Alle diese Menschen würden es 'hoffentlich bald in der Hand haben, sich diesem Schatten zu entziehen. Es gehörte nichts weiter als ein bißchen Bekennermut und großherziges Vergeben und Vergessen dazu. Vergeben und vergessen! Die Worte wollten Peter nicht aus dem Sinn, sie mahnten und zwangen ihn, gerade in dieser Stimmung «in sich und Susanne zu denken. Er sah ihr Bild deutlich vor 3ich und spürte ein Sehnen, wie er es so stark seit seinem Abschied noch nie gespürt hatte. Wenn sie jetzt hier wäre, in diesem Augenblick, hier in der strahlenden Sonne über dem friedlichen Dorf — dann könnte alles vergeben und vergessen sein! Aber sie war in Berlin, und in Berlin war ihr Freund Axel, und da gab es jetzt fröhliche Feste und Maskeraden, und die Nächte waren voll Licht und Lärm und Verführung. Hier aber war es still und einsam, und der Tag glitt sanft aus der Helle in den besinnlichen Abend und vom Abend in den weichen, sorgenverhüilenden Mantel der Nacht. Nein, dachte Peter mit einem leisen Schmerz der Erkenntnis und Entsagung, Susanne gehörte nicht in diese Landschaft. Sie war ein Kind der großen Stadt, wie es alle ihre Vorfahren gewesen waren. In ihrem Blut war nichts, was sich leise und dunkel regte, wenn sie eine einsame Birne oder eine Schafherde oder ein wogendes gelbes Meer fruchtschwerer Aehren sah. Und es stieg nicht wie bei ihm aus einer geheimnisvollen Tiefe eine dämmernde Erinnerung an Dinge auf, diie er in seinem Leben nie gesehen hatte und die ihm doch mit einem Male vertraut waren, als seien sie schon einmal um ihn gewesen. Es ist vielleicht gut, daß es so ist, schloß Peter seine Gedanken ab und bereitete sich nun wieder auf die Arbeit vor, der er ganz gehörte. — Als er die Werkstatt betrat, blieb er erstaunt an der Tür stehen. Das war doch Pauline, die da wißbegierig dem Gesellen beim Drehen zusah. „Da ist ja die reiche Erbin!“ rief er und ging dann zu ihr hinüber. Pauline wurde ein wenig rot und machte eine abwehrende Handbewegung. „Was verschafft uns die Ehre?“ Sie wolle etwas kaufen. „A Gschenk.“ „Bitte“, er wies auf die Tür zur Ausstellung. „Suchen Sie sich aus, was Sie haben möchten. Entschuldigen Sie mich einen Augenblick, ich komme sofort.“ „Ist Wunder oder Fräulein Bosch hi« 1 gewesen?“ fragte er hastig den Gesellen. Als dieser verneinte, ging er verstimmt zu Pauline hinüber. Sie stand ein wenig verwirrt von der Fülle der Farben und Formen an dem langen Ausstellungstisch und ließ ihre Blicke unschlüssig umherwandem. (Fortsetzung folgt) Mittwoch, 20. Februar 1952 SÜDKURIER Nr. 28 / Seite 7 10 DM oder 20 DM? Von Handelskammer-Präsident Dr. H. C. Paulaaen Am 24. und 25. Januar 1652 sind als Uetoergangsabikommen ein deutech-sdwei- gerischee Kandelsvertragsabkommen über den Waren- und Zahlungsverkehr und ein neues Uebereinkommem für den Personenverkehr im Kleinen Grenzvenkehr sswischen der Schweiz und Deutschland abgeschlossen worden. DasGrenzverkehrsabkkommen ist naturgemäß für die Grenzgebiete von besonderer Bedeutung. An Neuerungen bringt es erweiterte Grenzzonen auf beiden Seiten, so daß jetzt ein sehr großer Teil von Südbaden des erweiterten Kleinen Grenzverkehrs teilhaftig wird. Die Grenzkarte wird nunmehr zu einer beliebigen Zahl von Grenzübertritten mit einem jeweiligen Aufenthalt bis zu drei Tagen berechtigen. So erfreulich diese Verbesserungen sind, so steht ihnen doch ein Punkt gegenüber, in welchem es zwischen den schweizerischen und deutschen Unterhändlern zu keiner Einigung gekommen ist: Das ist die Frage der Geldmitnahme in DM-Noten im Kleinen Grenzverkehr auf beiden Seiten. Die Schweiz wünschte, daß die Inhaber von Grenzkarten bei jedem Uebertritt 20 DM statt 10 DM mitnebmen dürften. Deutschland lehnte diesen Wunsch ab. Die Beweggründe der Ablehnung durch die deutschen Vertreter sind hier im Grenzgebiet nicht bekannt geworden. Jedenfalls deckt sich dieser Standpunkt der deutschen Unterhändler kaum mit den Ansichten, die im Grenzgebiet vertreten werden. Wir haben beobachten können, daß gewisse Freiheiten, die allmählich im Geldverkehr gewährt wurden, insbesondere z. B. die Genehmigung für Schweizer, 100 DM in Noten im Großen Grenzverkehr nach Deutschland einführen au dürfen, keinerlei ungünstigen Einfluß auf den DM- Notenftours in Zürich gehabt haben. Die DM-Note in Zürich wird seit Jahr und Tag unter geringen Schwankungen, jedenfalls aber immer zu einem, höheren Kurs verkauft als in jenen Zeiten, zu denen deutsche Noten für Schweizer nach Deutschland praktisch nicht eingeführt werden durften. So hat die Erleichterung des Verkeim» eher zu einer Festigung des DM- Kurses geführt, obgleich die sachverständigen Pessimisten einen Kurssturz verausgaben. Die Industrie- und Handelskammer Konstanz vertritt bei der jetzigen Streitfrage „10 DM oder 20 DM?" den gleichen Standpunkt wie immer: Wir sind der Auffassung, daß davon der DM-Kurs nicht beeinflußt wird, wohl aber die Geschäfte beiderseits der Grenzen belebt werden. Die Genehmigung, 20 DM mit sich führen zu dürfen, wunde auch in moralischem Sinne reinigend wirken. Der Anreiz, im kleinen Stile einige DM von der einen zur anderen Seite herüfberzuschmuggelTi oder bei Freunden auf der anderen Seite sie sich zu borgen, würde wesentlich vermindert. Wir würden uns mehr und mehr jenem Friedenszustand nahem, in dem sich die staatlichen Kontrollorgane um Bagateilfragen solcher Art nicht mehr zu kümmern brauchen. Jede derartige, der Liberalisierung sich nähernde Maßnahme, hat gewisse Bedenken und wird die eine oder andere geschäftliche Situation beeinflussen. Im ganzen gesehen aber gilt auch für diese kleine Frage der große Grundsatz, den der Wirt- schaftsminister Erhard seiner gesamten Wirtschaftspolitik zugrundelegt: „Freiheit belebt". Die Freiheit soll dort beschränkt werden, wo sie zu Mißbräuchen oder Schädigungen der Geschäftswelt führt. Das kann aber von der Frage: „10 DM oder 20 DM?“ bestimmt nicht gesagt werden. Kursdurchschnitt der Aktien an den Börsen des Bundesgebietes Sonstige ver- - 'Arbeit. Industr »!* i i'“ Eisen- und ... Metallbearb. . -p i „'■Handel und Verkehr OlNlD a!m! j j]a s j!f|m Unser Sdiaubild zeigt die stürmische Aufwärtsbewegung der Aktienkurve im vergangenen Jahr, die sich in den ersten Wochen dieses Jahres fortgesetzt hat. An der Spitze marschieren die Montanwerte. Bei diesen Kursbewegungen handelt es sich nicht immer allein um eine Bewertung der Ertragsgestaltung, sondern vielfach auch ausgesprochenermaßen um dieFolgeerscheinungen einer Jagd nach Sachwerten. Oesterreichs Induslrie sucht Annäherung Fragen der deutschen Vermögenswerte Marshall-Gelder hören auf Wien. CHJK.-Eigenberidit.) In den Kreisen der österreichischen Wirtschaft, besonders in der Industrie, wird die Tendenz immer stärker, wieder zu einer engen Zusammenarbeit mit der deutschen Industrie zu gelangen. Dies rührt nicht nur daher daß Deutschland beute mehr als vor 1938 der wichtigste Handelspartner Oesterreichs ist, sondern begründet sich noch aus anderen Ueberlegungen. Die außerordentliche Kapitalarmut Oesterreichs wird jetzt, da die bisher reichlich geflossenen Mar- shall-Gelder für Investitionen aufhören, immer deutlicher fühlbar. Eigenfinanzierung ist schwer möglich, weil die enormen Steuerlasten jede Kapitalbildung verhindern. Im Inland sind Kapitalien im Hinblick auf den geringen Sparwillen der Bevölkerung kaum aufzutreiben. Man sucht daher nach ausländischen Geldgebern, was auch von amerikanischer Seite dringend empfohlen wird. In dieser Situation ist es verständlich, daß «man zu allererst an Deutschland denkt, das auch vor 1908 schon bedeutende Mittel in der österreichischen Wirtschaft investiert hatte. Man gibt zu, daß es geradezu voen unschätzbarem Wert war, daß die deutschen Werke seinerzeit ihre Tochter- und Konzemomtemehmungen in Oesterreich nicht nur mit Geld versorgten, sondern auch an Patenten und Betriebserfahrungen teilhaben ließen. Heute sind diese Fabriken Elektro-, Chemie- und Textilwerke, Maschinenbaubetriebe usw.), die in der ersten Nachkriegszeit, als die deutschen Erzeugnisse auf dem Weltmarkt noch nicht vertreten waren, eine gewisse Konjunktur verzeichnet«!, auf den Exportmä rkten kaui mehr konkurrenzfähig, da ihnen die Fortschritte der deutschen Muttengesell- schaften verschlossen sind. Sollte die wirtschaftliche Einheit Europas einmal Wirklichkeit werden, so wären diese Industrien zweifellos zum Untergang verurteilt. Muflersdiulz und ünndigongsreebt Anlaß einer gerichtlichen Auseinandersetzung neuen Mutterschutegesetzes sind nicht Klärung von Zweifelsfragen ans Die Frage in welchem Verhältnis das Kündigungsverlbot des Mutterschutegesetzes au dien (Bestimmungen des Kündigungs- schutegesetees vom 10. 6. 51 steht, hat im Fall* einer gerichtlichen Auseinandersetzung schon zu manchen Mißdeutungen geführt. Es darf an dieser Stelle daher kurz auf folgendes hiingewiesen werden: Das Kün- digungsverbot dies (Mutterscbutzgesetees läßt eine Klage auf Grund des Kündigungsschutz gesetees nur bedingt zu. Wohl aber ‘kann im Falle einer rechtswidrigen Kündigung die werdende oder stillende Mutter eine Fest- stellungsklage erheben, daß die ausgesprochene Kündigung, als gegen ein gesetzliches Verbot verstoßend, nichtig sei. Will die Klägerin gleichzeitig auch die Soeialwidrigkeit der Kündigung geltend machen, so kann sie dies nur, wenn sie die Klage innerhalb der 3 Wochenfrist des Kitindigungsschutzgesetzefl erhebt. Klagt die Arbeitnehmerin dagegen nur auf Feststellung der Sozial/widrigkeit der Kündigung im Sinne de» Kündigungs- echutegesetees, so kann sie, wenn diese Klage abgewiesen wird, eine weitere Klage auf Feststellung der Rechtsuncwirssamkeit der Kündigung auf Grund de« Mutter- schutzgesetees nicht mehr erheben, da mit der Kla geabweisung auf Grund des Kündigungsschutzgesetzes gleichzeitig die Feststellung der Auflösung des Arbeitsverhältnisse getroffen wurde. Zur Vermeidung derartiger Unzuträg- licbkeiten wird es sich empfehlen, grundsätzlich die Klage auf Grund des Kiün- digungsverbotes des Mutterschutzgesetees hvnffrihfllh der »wöchigen Ausschlußfrist des Kündigungsechutzgesetees zu erheben. Dann kann mit dieser Klage entweder sofort oder bis zum Schluß der mündlichen Verhandlung in der ersten Instanz auch die Soeialwidrigkeit der Kündigung geltend gemacht werden. Man sieht: die seit langem gerade für arbeitsrechtliche Vorschriften verlangte Eindeutigkeit und Klarheit in formaler und materieller Beziehung ist, was des Kündigungsschutegesete anlangt, kaum gewährleistet. Auch die Bestimmungen des ohne weiteres verständlich. Es wird in manchen Punkten eine Klärung im Rechts- zuge erforderlich werden, sowohl im Rahmen des Kümdigungsschutagesetzes wie des Mutterschutegesetzes. j. j. Hamburg« Textilimutarmesse Hamburg. Die 47. Hamburger Textil- Mustermesse, auf der rund 800 Aussteller vertreten sind, wurde von dem hambur- gischen Wirtschaftssenator Prof. Dr. Schiller eröffnet. Das Angebot aller Sparten ist nahezu lückenlos. Der Groß- und Einfuhrhandel zeigt eine reiche Auswahl von Auslandsware, die mit der deutschen Produktion in Konkurrenz tritt. Eine große Sonderschau der Chemiefaserindustrie soll dem Einzelhandel für die Sommersaison besondere Anregungen geben. Unter den modischen Neuheiten fällt neben zweifarbigen Damenmänteln ein waschbarer Plisseerock auf, der nicht gebügelt zu werden braucht. Die Erwartungen der Aussteller sind im allgemeinen nicht sehr hoch. Ausgleich von Besaltungssdiäden Bonn. Die alliierte Hohe Kommission hat Ausfühnumgsbestimmungen zum Alli- ierten-Gesetz über die Entschädigung von Besateungsschäden erlassen. Darin werden die Maßstäbe der Entschädigungssummen für Verluste, Beschädigungen und körperliche Schäden, die von den Besatzungsbehörden oder -streitkräften verursacht wurden, festgesetzt. Der Wortlaut der Aus- fUhrungsbestimmungen wird im nächsten Amtsblatt der alliierten Hohen Kommission veröffentlicht. Deutsch-türkisches Handelsabkommen Ankara. Ein neues deutsch-türkisches Handelsabkommen wurde , in Ankara unterzeichnet Das Abkommen sieht einen Warenaustausch vor, dessen Umfang über die in der Türkei bisher zu 62 Prozent und in der Bundesrepublik für türkische Erzeugnisse zu 98 Prozent liberalisierte Einfuhr hinausgeht Die österreichische Wirtschaft sieht in diesem Zusammenhang viel klarer als gewisse Politiker, daß allerdings zuerst die Frage des beschlagnahmten deutschen Eigentums in Oesterreich in irgend einer Form gelöst werden muß, ehe man erwarten kann, daß Deutschland sich wieder an österreichischen Unternehmungen interessiert. Der US-Hochkommissar in Oesterreich, Botschafter Walter Donnelly, hat als erster diese realen wirtschaftlichen Ueber- legungen diurchblicken lassen und Verhandlungen über das deutsche Privateigentum in Aussicht gestellt. Aus Wiener Industriellenkreisen verlautet soeben, daß noch im Februar ein führendes Mitglied des österreichischen In- dustrielilenverbandes in Köln ausführliche Besprechungen mit der deutschen Schwe- stervereinigung führen wird, bei denen alle Probleme, die eine intensivere Zusammenarbeit zwischen der österreichischen und der deutschen Wirtschaft hemmen oder fördern können, zur Sprache kommen sollen. Vieh- und Schweinemärkte Markdorf. Dem Schweinemarkt am Montag waren 103 Ferkel zugeführt. Bei mittelmäßigem Handel wurden 60—80 DM pro Paar erzielt. Stockach. Der Schweinemarkt war mit 140 Paar Ferkeln beschickt. Die Nachfrage war rege, so daß kaum Ueberstand verzeichnet wurde. Das Paar kostete im Durchschnitt DM 90—100. Mannheim. Am 18. 2. wurden aufgetrieben 302 Stück Großvieh, 252 Kälber, 5 Schafe, 1641 Schweine. Markt langsam aber geräumt. Die Preise in DM für je 50 kg Lebendgewicht betrugen für Ochsen a 108—116, b 96—105, c 85 bis 91: Bullen a 107—115, b 98 —105: Kühe a 80 bis 88, b 74—79, c 64—73, d bis 63; Färsen a 112—118, b 104—111, c 94—102: Kälber a 135 bis 143, b 122—130, c 112—119, d bis 100: Schweine a 127—130, B 1 127—130, BII 126—130, c 125 bis 130, d 120—127, Gl 110—115, G2 100—108. Stuttgart. Am 19. 2. wurden aufgetrieben: 4041 Stüde Großvieh (geräumt, Fettvieh gefragt): 857 Rinder, 1221 Kälber (langsam, geräumt); -932 Schweine (langsam, geräumt); 31 Schafe. Die Preise betrugen in DM für je 50 kg Lebendgewicht: Ochsen A 99—109, B 80—91: Bullen A 104—113, B 95—100: Kühe A 82—92, B 74—81, C 66—72, D bis 60: Kälber Sonderklasse über Notiz, A 135 bis 141, B 125—134, C 105—122, D bis 95; Färsen A 108—119, B 101—106; Schafe nicht notiert: Schweine A, Bl, B2 122—126, C 118—125, D 115—132, E und F 105—115; Gl 108—115, G2 bis 105. Der LeiÖeneroeg eines Vierzehnjährigen Sieben Jahre in jugoslawischer Gefangenschaft — Heimkehr nach Baden-Baden Baden-Baden. Der junge, blasse Bub mit den blauen Augen, der in diesen Tagen zwischen den Zehnjährigen auf der Schulbank sitzt und mit krampfhaften Bewegungen die Feder führt, ist seinen Mitschülern, die fünf Jahre jünger sind als er, ein wenig unheimlich. Er lacht und tobt auch nicht wie seine Klassenkameraden draußen herum, sondern ist verschlossen und still und wagt kaum, etwas zu sagen. Er hat Angst, daß sie ihn auslachen könnten, weil sein südostdeutscher Dialekt mit der Sprache seiner Mitschüler wenig Aehnlichkeit hat. Er hat viel mitgemacht, der 14jährige Johann Stöcker, der dieser Tage aus der jugoslawischen Gefangenschaft zu seinen Eltern zurückgekehrt ist, er sah das Innere der Konzentrationslager, er sah, wie seine Bekannten wegstarben, wie eines Tages seine Tante und sein Bruder tot neben ihm lagen und dann vor die Baracke geworfen wurden. Er erinnert sich auch an jenen Abend, an dem die Mutter von ihren beiden Kindern weggeholt und nach Rußland verschleppt wurde. Wenn man ihn fragt, ob er geschlagen worden sei, fängt er an zu weinen und die Mutter erzählt, daß es mehr Schläge als Brot gegeben habe. Nach jahrlangem Leben in Lagern wurde er schließlich mit seinen Großeltern auf eine jugoslawische Kolchose gebracht. Dort hat er vieles gelernt, das Reiten und Fahren, das Fluchen in jugoslawisch und manch anderes mehr. Aber rechnen, lesen und schreiben lernte er nicht. Erst im Jahre 1951 mußte er dann in die jugoslawische Schule, aber man kann es verstehen, daß er in Unfreiheit lebend, wenig Interesse an den Bildungsgütem des titoistischen Staates hatte. Jetzt ist er nach siebenjähriger Abwesenheit zu seinen Eltern zurückgekehrt. Mit großem Staunen nimmt er nun alles auf, was er zu sehen und zu hören bekommt. Vorher waren ihm ein Luftballon oder Schokolade fremd, allerdings auch die Federn, mit denen er jetzt mühsam versuchen muß, umzugehen. Wertvolle Kunstwerke verschoben Lörrach. Nach umfangreichen Fahndungen konnte die Lörracher Kriminalpolizei eine Betrugsaffäre aufklären, deren Hauptopfer ein Antiquitätensammler aus Steinen im Wiesental ist. Im Zusammenhang mit der Affäre war bereits vor kurzem in Lörrach ein Bauarbeiter festgenommen worden, der sich dem Antiquitätensammler als „Antiquitätenhändler* vorgestellt und sich erboten hatte, wertvolle Oelgemälde und Teppiche an zahlungskräftige Kunstliebhaber zu verkaufen. Der vertrauensselige Sammler nahm das Angebot an, worauf der Schwindler spurlos verschwand. Nach seiner Festnahme verweigerte der Betrüger jede Auskunft über den Verbleib der ihm anvertrauten Wertgegenstände. Die Kriminalpolizei konnte nunmehr die ahnungslosen Käufer der Gemälde in Basel und Lörrach ermitteln. Sie hatten für die Bilder beträchtliche Summen bezahlt. Einige echte Täbristeppdche hatten ihren Weg nach Stuttgart genommen. Der Wert der Gemälde, darunter Werke von Liebermann, und alten holländischen Meistern, beläuft sich auf 20 000 DM. Blieb über die Grenzen Starker Wochenendverkehr Rorschach—Helden Rorschach. Auch unser Ort erfreut sich heuer einer großen und dazu beständigen Schneemenge, was der Rorschach—Heiden-Berg- bahn sehr zustatten kommt. War schon der Sportverkehr am letzten Samstag rege, so entwickelte er sich am Sonntag in höchst beachtlichem Umfange, und wäre der Himmel nicht erst im Laufe des Nachmittags klar geworden, so hätte sich die Bahn noch eines weit höheren Besuches erfreuen können. Auch so stieg die Tagesfrequenz auf rund 2500 Personen einschließlich 1600 Sportlern. In der Richtung Rorschach— Heiden mußten fünf Extrazüge geführt werden. Am Abend beförderten die SBB Richtung Romanshorn—Konstanz 800 Wintergäste, von denen Konstanz den Großteil stellte. Toleranz für alle Konfessionen Zürich. Die französische reformierte Kirche in Zürich konnte die Feier ihres 50jährigen Bestehens begehen. Dem Gedenkgottesdienst wohnte eine große Gemeinde bei. Der Präsident des Kirchenrates schilderte die Entwicklung der Küche, deren Mitgliederzahl um die Jahrhundertwende nuT 50 betrug, während sie bis heute sich auf 1700 erhöht bat. Stadtpräsident Dr. Landolt übeibrachte die Grüße der städtischen Behörden und betonte in seiner Ansprache, daß die Stadt Zürich gewillt ist, gegenüber allen Konfessionen größte Toleranz zu wahren. Polizeihund spürte Einbrecher auf Zürich. Telefonarbeiter, die nachts in einem Kabelschacht an der Fordistraße arbeiteten, hörten das Klirren einer Fensterscheibe. Sie benachrichtigten die Polizei, die mit einem Hund ausrückte. In der Ladenbaracke eines Lebensmittelgeschäftes war eine Scheibe eingedrückt und die Kasse ausgeraubt worden. Der Polizeihund nahm die Spur der Täter auf, und diese führte zu einem Neubau, wo in der Tat die beiden Einbrecher gestellt und verhaftet werden konnten. Die Beute von 500 Franken wurde ihnen' 'aibgenommen. Verhandlungen um das Kraftwerk Rheinau Schaffhausen. Wie den „Schaffhauser Nachrichten“ aus Bern mitgeteilt wird, begannen auf Anregung von Bundesrat Escher am Montag, im Beisein des Vorstehers des Eidgen. Eisenbahndepartements, Verhandlungen um das Kraftwerk Rheinau. Zunächst nahmen daran Vertreter der Rheinau AG. und je ein Mitglied der Zürcher und der Schaffhauser Regierung teil, Am Mittwoch wird die ganze Schaffhauser Regierung und eine Delegation von vier Mitgliedern der Zürcher Regierung zu den Besprechungen zugezogen. An späteren Verhandlungen sollen auch Vertreter der ostschweizerischen Kantone teil- nehmen, entsprechend dem auf der jüngsten St. Galler Kundgebung für das Kraftwerk geäußerten Wunsche. Die gegenwärtigen Bauarbeiten in Rheinau müssen unabhängig vom Bau des Kraftwerks ohnehin ausgeführt werden: die eigentlichen Aushubarbeiten wurden einstweilen noch aufgeschoben. Auch Theater altem Schaffhausen. Das Stadttheater Schaffhausen mußte den Theaterbetrieb sofort einstellen, weil sich aus der Kuppel ein Stück der Gipsdecke löste und in den Zuschauerraum fiel. Personen kamen nicht zu Schaden. Nachprüfungen ergaben, daß die Decke gefährliche Risse aufweist. Das Theatergebäude ist hundert Jahre alt. Stiftung für die Universität Basel Basel. Wie das Rektorat der Universität Basel mitteilt, ist die Hochschule dank einer öffentlichen Sammlung in den Besitz des sogenannten Wild’schen Hauses gelangt, jenes aus dem 18. Jahrhundert stammenden, vielbewunderten Gebäudes auf dem Petersplatz. Das Haus soll mitsamt seinen Kunstschätzen unverändert gelassen werden. Die Prunkräume werden als Sitzungs- und Repräsentativzimmer dienen. Auch das Sekretariat der medizinischen Akademie, Seminarien und Bibliothekbestände sollen hier untergebracht werden. Eine Hundertjährige Freiburg (Schweiz). Die Gemeinde Grand- villard im Kanton Freiburg feierte am Sonntag die am 19. Februar 1852 geborene Frau Eugenie Fresey-Pythoud, die somit am Dienstag 100 Jahre alt wurde. Der Freiburger Staatsrat überreichte ihr einen Lehnstuhl mit dem Freiburger Wappen. Frau Fresey erfreut sich noch guter Gesundheit, die lediglich durch eine leichte Einbuße des Hörvermögens beeinträchtigt wird. Hohe Strafe für Wahlurkundeufälschung Luzern. Der 24 jährige Gemeindeschreiber einer Luzerner Gemeinde hatte einen neu zugezogenen Arbeiter in das Wahlregister eingetragen, obwohl dieser seinen Wohnsitz in der Gemeinde durch Hinterlegung der Ausweisschriften um ein bis zwei Tage zu spät nachgewiesen hatte. Um dieses Versäumnis zu vertuschen, trug der Gemeindeschreiber als Datum der Schriftenabgabe einen früheren Tag ln den Kon- trollbüchern ein. Er hatte sich nun vor dem Kri- minalgericht Luzern zu verantworten und wurde wegen Wahlurkundenfälschung zu sieben Monaten Gefängnis, allerdings nur bedingt, verurteilt. Die Schuldigen am Brande des Genfer Theaters Genf. Die gerichtliche Untersuchung des großen Brandes im Genfer „Grand Thöätre“ hat jetzt zu dem Ergebnis geführt, daß drei Mitglieder des technischen Bühnenpersonals vor Gericht gestellt wurden. Uebrigens zahlen die beteiligten Versicherungsgesellschaften an die Stadt Genf für den erlittenen Brandschaden den Betrag von 1,8 Mill. Franken. CLcßb C K E „Sturmsieg* aus der Oberschwäb. Mannschaftsmeisterschaft Weiß: Dr. KUppel (Ravensburg) Schwarz: Alber (Friedrichshafen) 1. d2—d4, d7—d5; 2. Sbl — c3, Sg8—f6; 3. Lei—g5, e7— e6; 4. e2—e4, Lf8—e7; 5. e4—e5, Sf6—d7, 6. h2—h4 (Aljechins Lieblingswaffe gegen „Französisch“) 6. ... c7—c5 (Nach Ansicht der augenblicklichen Theorie der einzige Zug, der die Stellung im Gleichgewicht hält): 7. Lg5Xe7, Dd8Xe7 (Am sichersten ist Ke8Xe7, denn jetzt hat Schwarz nur die Wahl zwischen zwei gleich riskanten Fortsetzungen); 8. Sc3—b5, Sb8—a6 (Konsequent war jetzt, wohl oder übel, mit 0—0 den Ta8 zu opfern, worüber die Meinungen der Theoretiker keineswegs einig gehen); 9. Sb5—d6+, Ke8—fS; 10. LflX a 6, b7Xa6 (Wie Weiß diese Gewinnstellung jetzt realisiert, ist nicht alltäglich!); 11. c2—c3, g7—g6; 12. h4~h5, h7—h6; 13. h5—g6, f?Xg6; 14. Ddl—g4, Kf8—g7; 15. Sgl—h3, c5X<14 (Ob h6—h5 am Ausgang etwas geändert hätte?); 16. c3Xd4, Ta8—b8; 17. Sh3—f4, Sd7—18; 18. b2—b3 (Weiß hat ganz richtig erkannt, daß die Schachs mit Sf4—h5—f6 —e8 zu keinem Erfolg führen, denn der schwarze König betritt das Feld h7 nur dann, wenn auf h6 kein Turmopfer droht), 18. ... Kg7—h7; 19. Tal—cl, Lc8—d7; 20. Tel—c7! Jeder stellte hier seinem Gegner eine Falle, nur mit dem Unterschied, daß der Weiße etwas weiter gedacht hat) 20. ... De7—d8 (Zieht nun der Turm, so mag sich Schwarz ausgerechnet haben, werde ich mit einigen peinlichen Damen- und Läuferschachs dazwischenfunken und mich wieder einigermaßen aktiv in das Kampfgeschehen ein- schalten. Aber was der eigentliche Sinn des scheinbar „unüberlegten“ Tel—c7 war, wird dem Schwarzen erst aufgegangen sein, als es „passiert* war); 21. ThlXh6+! (Das war des Pudels Kern!), Kh7—g7 (Schwarz hat nur noch die Wahl, seine Dame, nach Kh7Xh6: 22. Sd6—f7+, oder seinen König zu verlieren!): 22. Th6Xg6+! (Ein zudringlicher Geselle!) 22. ... Sf8Xg6; 23. Dg4Xg6, Kg7—f8; 24. Dg6—f7 Matt! — So geschehen beim Verbandswettkampf Ravensburger Schachgesellschaft gegen Schachverein Friedrichshafen, den Ravensburg mit 6:2 gewann, am zweiten Brett. (Anmerkungen von E. J. Diemer, Scheidegg/Allg.) Allen denen, welche beim Heimgang der Großherzogin ihrer herzlichen Anteilnahme durch Zuschriften oder Eintragung in die Beileidslisten Ausdruck gegeben Wien, spreche ich meinen wärmsten Dank aus. Salem, im Februar 1952 Berthold Markgraf von Baden Grippe - ? Mon widersteht ihr oder überwindet sie besser durch eine kräftigende Kur mit dem höchst wirksamen Dr. Schieffer-Elixir (Lebens-Elixir) Biologisch aktives Eisen und edelstes Lecithin. Es mundet wie köstlicher Wein! Hasche DM 3,75, Kur-Fl. DM 6,75 In allen Apotheken und Drogerien C SteHen ao gebote ) Erstklass. F remdenp eneion (Jahresbetrieb, 50 Betten) sucht noch gewandtes, sauberes Zimmermädchen unter günstigen Bedingungen z. sofortigen Eintritt. Angebote mit Zeugnissen U. Lichtbild an Haus Baden. St. Blasien/Schwarzwald. Temagin gibt schnell und anhaltend spürbare Erleichterung 10ToblettenDM-.95 in allen Apotheken Gesucht ein Maler Interessenten mögen sich melden bei Hs. Lanz MaJergeschäft, Mät- tenbach-Madiswil (Bern), Telefon (063) 3 11 72 (Schweiz). Gesucht selbständige KÖCHIN evtl, junge Tochter mit Kochkenntnissen, die sich weiter aus- bllden möchte. Gefl. Bewerbungen an Rest. Gambrinus, Baden bei Zürich. Schweiz. 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Februar 1952 SÜDKURIER K/F I Nr. 28 / Seite 8 t Der Herr über Leben und Tod nahm uns heute meinen lieben guten Mann, unsem Vater, Bruder, Schwager und Onkel Humbert Magli Kaufmann wohlvorbereitet, im Alter von 65 Jahren aus unserer Mitte. Sein Leben war Arbeit, Liebe und Sorge für die Seinen. Konstanz, den 19. Februar 1952. Brauneggerstraße 18 In tiefer Trau er Frau Lina Magli Kinder Herbert und Elsa Magli-Zinke, Kreuzlingen Martha Magli, Karlsruhe und Geschwister Beerdigung Freitag, den 22. Februar 1952, 14.30 Uhr. Für die vielen Glückwünsche u. Geschenke anläßlich unserer Verlobung danken wir recht herzlich Otto Kederer Pia Stadelhofer Wollmatingen Gasthaus zur Lind« Koch Hilzingen Färben •Chem. 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Febr., 0 Uhr, entlaufen. Hört auf Namen „Tyan“. Nachricht erbeten an Kommandant Meslay. Kstz.. Beethovenstraße 17. Strand-Caf6-Hotel Weißhaar Meersburg Schmutziger Donnerstag, Fasnachtsamstag bis Fasnachtdienstag Fasnachtsvergnügen „Im sonnigen Süden** Sizilianiscfae Plraten-Bar Ballmusik — Kapelle Aichelmann Rosenmonfag, 25. Februar, 20 Uhr UJ r Die Cflseherin oam QSedeniee ist Kapitän £ AM SCHMUTZIGEN DONNERSTAG, den ^ 21.2 V Landung im Hafen von Adano um 20 Uhr. All« einmal im Halm, daher heute nur 1.50 Eintritt. m GROSSER NIXENFANG, am Samstag, den ^ 23. 2. In allen Ländern u. Gewässern. Eintritt 2.50 g ÄQUATOR-TAUFE am Fainaehtsonntag, 24.2., 20 Uhr, in der KapitänskajUte auf Schiff H. H. 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Samstag, Sonntag und Montag Rumntel Dienstag: Usfegete Es laden freundl. ein: Farn. L. Wäschle und die Peters-Hofnarren Restaurant und Metzgerei zum „Frieden' iiiiiiiiiiiiiiitimiiniiiiilllliiiiiiiiiimiiiiimiiiiiiiiiiimilimiiiliciiimiiiilcmmiiimiill Am Donnerstag. 21. Februar 1952. findet Im renovierten Saal das traditionelle Kaffeekränzchen mit TANZ statt. — Beginn 15 Uhr. Dienstag, den 26. Februar großer Schlufyrummel Eintritt für beide Abende frei! GASTHAUS z.„ADLER" Quakarnest — Allmannsdorf Morgen Schmutziger Donnerstag nachmittags: Kaffookrälizle abends: Grober Hausbail Rosenmontag, mittags: Lausbubenball abends Mask.ntr.lbun Fasnachtdienstag, mittags Kinderball abends Kehraus gilt als persönliche Fam, Oskar Schroff Diese Anzeige Einladung. Volkshochschule Heute abend, 20 Uhr Bürgersaal Lichtbildervortrag von Dir. Escfaweiler, Tintoretto Eintr. 1.-; Ermäßigung -.50 DM WOLLMATINGEN Kamevalsartikel Schreibwarengeschäft Kindiebildstraße 8 HEUTE GLORIA Marika Rökk. Job. Heesters Die Csardasfürstln Ein Meiodienransdi in Tänzen, Licht und Farben _ Der erste Abenteuerfilm mit Fremdenlegionären Aufruhr in Marokko George Raft, MarieWlndsor Montez, Hali, Sabn in sc^A Der Fluch der Tempelgfiffef Spannender Sftdsee-Farbfllm IS, 17.30, 20 (Scala 20.15) Elefanten HG. 1. Konslanzer Karnevalsgesellschaft von 1880 Heute 15.01 Uhr in allen Konzilsälen ßtnöec'litaü Motto: „Ferien in Griechenland* Die schönsten und originellsten Masken, Kostüme und Gruppen werden prämiiert. — Allerlei Ueberraschungen. Für groß und klein nur 1.— DM. Schmutziger Donnerstag, 21. Februar, U.U Uhr frfihfchoppen-ftomert im Barbarossa Herren- und Damensitzung Nur für Mitglieder und Angehörige Eintritt frei Samstag, den 23. Februar, 20.01 Uhr Der größte und schönste Konstanzer Ball Hie €lefanten'HeÖoute 4 Tanzkapellen in allen Konzilsälen Eintritt für jedermann DM 3.— Dienstag, den 26. Februar, 19.01 Uhr Die letzte der beliebten Elefantenveranstaltungen Pie tüsfögete 4 Tanzkapellen in allen Konzilsälen Fasnachtsbeerdigung: Sepp Bader — Karl Steuer Eintritt für jedermann nur DM 1.50 Vorverkauf: Zigarrenhaus Breig, Marktstätte, Telefon 220 und an der Nachmittags- bzw. Abendkasse I. A. des Elferrates: ^^^^^^^^^^^KARI^STEUER^Betriebsdirekto^derE|A|G^J MORGEN DONNERSTAG Der grolje PREIS* MASKENBALL KONZIL RA UMEN Goftltötte „Gconeppelin" Schmutziger Donnerstag, 21. 2. Samstag, 23. 2. Sonntag, 24. 2. Montag, 25. 2. Dienstag, 26. 2. Fasnachfs Rummel narcengefellfdiaft „fiamclta' • Paradies Am Schmutzigen Donnerstag, 20.09 Uhr, auf zum großen Mantel-Ball in sämtlichen Räumen des festl. St. Johann Es spielen 3 Kapellen zum Tanz. — Masken erwünscht! 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