Ctf^tint tckglich Ausnahme der Feiertag«. Bezugs-Preis: dtePost bezog-m und durch .riesträger und unsere Aus- träger frei ins LauS »«Mjch Goldmark 1.28 tr Bezugspreis ist im Voraus zu entrichten, llen von höherer Gewalt , kein Anspruch auf Liefer- der Zeitung oder auf Rück- »ahkung de« Bezugspreise«. Geschäftszeit > 's8 bis 5 llhr Sonntags geschloffen. Geeasprech-Anschlutz Nr. 460 Postscheck-Konto Karlmmh« Rr. 8803 Dev Lanobote Sinsheimer Generalanzeiger für bas m 9 Zeitung ?si) Elsen;-und §duoarzbacktal Htlteft« und verbreitetst» Leitung dieser Gegend, shnupt-Knbeigen-lSlntt WAchenrN»« R»iUa#r> - n»o» sttlnkreiee«, » No» «lern Nesch ck»r Mock» » n»tg»d»r kör n»o»- onck Lanckvirtlekakt Uuzet,e»-Pr«ts«: Aujeigen: Di« 33 nun brm» Millimeter-Zeile 6 Goldpf« Reklamen, Die 92 mm hemm Millimeter-Zeile 2V Goldpftz. Grundschrist im Anzeigen- «ck» Texttell ist Petit. Bei Wiederholungen tariffefte» Rabatt, der bei NichtzcchlxwH innerhalb 8 Tagen nach Rech- nungsdatum oder bei gerichtliche» Betreibung erlischt. Anzeigen - Annahme bis 8 Uh» vormittags; größer« An z ei g e, müssen am Tage vorher gegeben werben. Bant-Konto: Pereinsbank Stnshei» e. ©. m. b. X> M 27. Mittwoch, den 1. Februar 1928. 89. Jahrgang s» Der eiserne Vorhang im Westen. Stresemanns Echo im französischen Senat. Paris, 31. Jan. Der Senat begann heute nachmittag die Aussprache über die vorliegenden Interpellationen betreffend die Außenpolitik der Regierung. Zunächst sprach der Vorsitzende des Senatsausfchufses für auswärtige Angelegenheiten, Senator Hu, brrt von der demokratischen Linken. Er erklärte, Europa leide noch unter den Folgen des Krieges. Deutschland setze beharrlich seine Bemühungen um seine Wirderaustichtnng fort nnd schmiede wieder seine Rüstung. Erst gestern habe der deutsche Außenminister wichtige Erklärungen «bgegeke». Er möchte der Befreier dentscher Gebiete sein. Frankreich habe sich stets innerhalb des Vertrages gehalten und habe immer erklärt, daß es Locarno-Versailles nicht auslöschen könne. Man könne den Friedensoertrag von Versailles im Geiste von Locarno anivenden. Im übrigen sei man in Frankreich einer »rutsch-französischen Annäherung günstig gesinnt, vorausgesetzt, daß stin« Sicherheit gewährleistet werde. Auf die Abrüstungsfrage eingehend, erklärte Senator Hubert, zwei Elemente feien in dieser Frage zu berücksichtigen: die Zahl und die Produktionsfähigkeit. Reichsminister Stresemann habe erklärt, Deutschland ist abgerüstct, rüstet nun auch eurerseits ab! Aber der Friedensvertrag habe ihm ein modernes Heer aufgezwunge», ein Cadres- heer, hinter Sern eine ungeheure Industrie stehe. Frankreich aber stecke »och in der alten Formel und seine Industrie sei noch in der Periode der Organisation begriffen. Wenn Frankreich jetzt adrüste, so würde es sich einer großen Gefahr anssetzrn. Der nächste Redner ist der elsässische Senator Eccard von der republikanischen Bereinigung, der eine Anklagerede gegen Deutschland hält. Er trägt alles zusammen, was in den letzten Jahren in der sranzösischen nationalen und militaristischen Presse gegen Deutschland, namentlich gegen die Reichswehr, geschrieben worden ist und sucht zu beweisen, daß die von den deutschen Behörden getroffenen Maßnahmen unvereinbar seien mit dem Geist des Abkommens von Locarno. Er bedient sich bei seinen Ausführungen einer Broschüre der deutschen (!) Liga für Menschenrechte, aus der ergänze Seiten vorliest. Der nächste Redner, Senator Iapy, von der republikanischen Bereinigung interpelliert über die Beziehungen zu Rußland. In den Wandelgängen des Senats wird erklärt, daß Briand wahrscheinlich heute die Interpellationen nicht beantworten werde, sondern erst am kommenden Donnerstag. Der letzte Redner, der radikale Senator Lemery, führte aus: Zur gegenwärtigen Stunde gibt es zwei brennende Probleme: I. Wird Frankreich die Frage Der 8. Reichs-Landbundtag in Berlin. „Stirbt der Bauer, so stirbt die Nation." Diese Erkenntnis ist Leitwort und Treibkrast des Aufrufes, mit dem sich die Berti et erv e rf am m l u n a des Reichs-Landbundes am Tag« des 8. Reichs-Landbundtages zu Berlin an die Oeffentlich- keit wandte. „Deutsches Bauerntum", so heißt es mit ernster Eindringlichkeit, „war seit jeher der Quell der Erneuerung des Volkes. Der deutsch« Bauer erhielt mit seinen Kindern den Städten das Leben, Des deutschen Bauern Grund und Boden rettete das deutsche Volk durch die Rentenmark. Jetzt ist der deutsche Bauer am Ende seiner Kraft." Diese Feststellung ist zugleich eine schwere Anklage gegen das heutige Regierungssystem, das die Dinge bis zur Katastrophe hat treiben lassen. Mit halben Mitteln hat man das Elend verlängert. Lin Teil der Bauern ist bereits vernichtet, ein anderer wird es morgen sein." In dieser Stunde drängender Rot gibt der Reichs- Lanobund den Regierungen durch ein eingehendes Programm, das nach eingehender Beratung in der Vertretervcr- fammlung des Reichs-Lanobundes einstimmig angenommen wurde und in den nächsten Tagen der Oeffentlichkeit unterbreitet werden wird/ »och einmal di« Möglichkeit, durchgreifend zu helfe». Ex fordert darin: Beseitigung aller Lasten, die das Landvolk den anderen Berufsgruppen voraus zu tragen hat. Umschuldung des laudwirtfchastlichen Kredites auf tragbare Zinssätze. Schaffung auskömmlicher Preise für die Erzeugniffe der Landwirtschaft, Verhinderung aller Einfuhr, deren das deutsch« Ball nicht unbedingt zum Leben bedarf. Schass»»g der Möglichkeit, Löhne zu zahlen, die die Landflucht eindämme». Umgestaltung des gesamten Sozialrechte» in einer Weise, di« der Landarbeit wieder Wert gibt. Diese Forderungen an die Regierungen werden ergänzt und »nterstrichen durch den entschlossenen Willen zur S e l b st h i l f e durch Notmaßnahmen. Der Aufruf wendet sich daher an den deutschen Bauern mit folgenden Forderungen: staust nichts, was ihr nicht bar bezahle» könnt. Nehmt keine» Pfennig neue Schulde» aus. Steuerzahlung ans der Substanz lehne» wir ab." Ein bewegtes Spiegelbild, ein gewaltiges Echo der Stimmung und Einstellung, die aus dem Aufruf spricht, waren die beiden Kundgebungen des Reichs-Landbundes in den Riesenräumen des Zirkus Busch und des Großen Schauspielhauses am 38. Januar in Berlin. Schon lange vor Beginn »er Versammlungen mußten infolge des ungeheuren Andranges die Versammlungsräume polizeilich gesperrt werden. Als mit dem Scklage 12 Uhr die Fahnenabordnungen der Zung- landbünde und des Reichslandarbeiterbundes im Zirkus Busch ihren Einzug hielten, an jener Stätte, an die sich die Erinnerung so mancher Kämpfe knüpft, die einst der Bund der Landwirte «m die Existenz der Landwirtschaft geführt hatte, und der auch auf das Engste mit jener großen Stunde im Jahre 1821 verknüpft ist, da des deutschen Landvolkes stärkste Organisation, der Reichs-Landbund, zum ersten Mcste auf der Wahlstatt erschien, erhob sich di« Versammlung wie ein Mann. Rach kurzer Er- ßsfnungsansprache des Präsidenten, des Reichs-Landbundes, der Räumung des linken Rheinufers lösen und wie? 2. Welchen Nutzen wird Frankreich aus dem Vorschlag der Vereinigten Staaten zur Aechtung des Krieges ziehen? Reichskanzler Marx hat im Reichstage erklärt, die Rheinlandbesetzung stehe im Widerspruch zum Geist des 20. Jahrhunderts und gestern habe Strese- mann ausgeführt, die Aufrechtcrhaltung der Besetzung bilde ein unüberwindliches Hindernis für die deutsch-französische Annäherung. Für alle Deutschen wird die Anfrechierhaltung der Besetzung rin Bemers für den kriegerischen Geist Frankreichs fein. 3a gewissen Beziehungen, so erklärte Lemery, ist er mit den Deutschen einverstanden. Man muß zwischen der Politik des Zwanges gegen die Deutschen und der Politik der Verständigung mit ihnen wühlen. Letztere Politik ist gewählt worden. Sie ist aber offenbar unvereinbar mit der Beibehaltung unserer Pensionäre am Rhein. Wird man, um diese Frage zu regeln, bis 1935 warten, wenn das Rheinlandpfanü nach den Bestimmungen des Versailler Vertrags seinen ganzen Wert verloren haben wird? Die Zeit arbeitet in der Räumnngsfrage nicht für uns (Caillaux: Sehr gut!) Paul-Boncour hat erkannt, daß die Rhcinlandbesetzung ein Hindernis für die dauerhafte Annäherung mit Deutschland ist, aber er will die Räumung nur gegen eine Gegenleistung und zwar durch Schafftmg einer entmilitarisierten Zone unter Kontrolle des Völkerbundes. Ist dies die These des Außenministers? Ich selbst bin der Ansicht, daß es gefährlich ist, die Lösung des Problems unserer Sicherheit in einem einfachen eisernen Vorhang zwischen Frankreich uno Deutschland zu suchen. Zn Brüssel Die Brüsseler Zeitungen geben sämtlich in großer Auf- Mlchung die außenpolitische Rede Stresemanns wieder, enthalten sich jedoch jeglichen Kommentars. Die Ueberschriften lauten: „Eine große Rede Stresemanns". Nur das sozialdemokratische „Peuplc" schreibt: „Eine merkwürdige Rede Stresemanns". Zn Warschau Die vorgestrige Reichstagsrede Stresemanns und besonders seine Stellungnahme zu den deutsch-polnischen Handelsvertragsverhandlungen hat in Polen starke Beachtung gefunden und wird von der Warschauer Presse in langen Auszügen wiedergegeben. Kommentare sind bisher noch nicht erschienen. Reichstagsabgeoröneten Hepp. in der er besonders .auch oer Toten des verflossenen Jahres gedachte, ergriff für den Brandcn- burgischen Landbund dessen stellvertretender Vorsitzender, Bauern- gutsbesttzer Bethge, das Wort zur Begrüßung, die ausklang in ein begeistert aufgenommenes Hoch für den Reichs-Landbund. Die Grüße des Reichspräsidenten und der Roichsregierung überbrachte darauf Reichsernährungsminister Schiele, der die Gelegenheit zu einigen grundsätzlichen Ausführungen benutzte. _ Er betonte,, es Lche,.um das große Entweder—Oder, um die Frage, ov das deutsche Volk den Grundstock allen wirtschaftlichen und staatlichen. Lebens, die. deutsche Landwirtschaft, preisgeben wolle. Vor dieser Frage müßten alle Ausflüchte zerschellen. Die De r s ch u l d u n g s m ö g l i ch k e i t habe ihren Höhepunkt erreicht. Durch die bisher gewährten Mittel und Maßnahmen, auch durch Umschuldung allein könne nicht geholfen werden. Das wichtigste Mittel sei die Stärkung der handelspolitischen Stellung der Landwirtschaft. Es gebe kein geordnetes Staatsvolk, kein gedeihliches Staatsleben, wo der Bauer vernachlässigt werde. Die Stunde der Tat fei gekommen. Nachdem sich der Beifall gelegt hatte, mit dem die Ausfüh- rnngen des Reichsernährungsministers ausgenommen wurden, er- griff der Präsident des Reichs-Landbuudes, Reichstagsabgeordneter Hepp, das Wort zu ausführlichen programmatischen Darlegungen. Sie waren von jener zurückhaltenden Sachlichkeit, die jedes - Wort prüft und abwägt, hinter denen aber der entschlossene Wille zur Tat lebt. Daher fanden sie auch in der Versammlung immer wieder stürmische Zustimmung. Als Sofortforderungen des Reichs-Landbuudes verlangte Präsident Hepp unter lautem Beifall: Arbernahm« der Rentenbankzinsen durch das Reich, Beseitigung der Srnodstrner der Länder, Sperrung der Grenze» gegen Einfuhr von Gefrierfleisch nnd sonstigen Fleischprodnkteo, Bieh und Bkehprodukte» aller Art. Ebenso lebhaft war die Zustimmung, als Präsident Hepp mit der Landwirtschaftsfeindlichkeit der preußischen Regierung, insbesondere mit dem Bersage« des preußischen Landwirtschaftsmiulsters Steiger abrechnete. Cr erinnerte an die Schwierigkeiten, die gerade die preußische Regierung in einer Reihe von Fragen der Zoll- und Handelspolitik gemacht hat, besonders auch bei der fo dringenden und notwendigen Erhöhung des Zucker- und Kartoffelzolls. Er wandte sich dagegen, daß Minister Steiger aus dem Gebiete des Meliorations- und Siedlungswesens Verdienste für sich in Anspruch nehme, die dem Reiche zukämen, welches die Finanzierung erst ermöglicht habe. Er betonte, daß in Verbindung mit dem hemmenden Einfluß der Bürokratie Preußens die herrschenden Parteien im Landtage, die nach außen eine große Siedlungsfreudigkeit an den Tag legten, jede durchgreifende Siedlungs- Politik verhindert hätten. Auch die Arbeiterwohnungspolitik der preußischen Regierung litte unter einer Bürokratisierung, die die Lösung der Arbeiterfrage auf dem Lande gefährlich hemme. Mit besonderem Nachdruck wies Präsident Hepp darauf hin, daß die Arbeiterstage aus dem Land« zugleich eine Lohnfrage sei. Die Landwirtschaft verlange, daß sie. in die Lage versetzt werde, ihren Arbeitern einen Lohn zu zahlen, der den in der Industrie für gleich schwere Arbeit gezahlten Löhnen vollauf entspreche. Alle Ausführungen des Präß- oenten, die hier nur in einigen wichtigen Punkten wiedergegeben werden können, aber waren getragen von dem Verantwortungsbewußtsein, welches die Bedeutung der Landwirtschaft als volk- licher Erneuerungsouell, als Grundlage der deutschen Volkswirtschaft, erfordert. Als sich der Beifall, der nach der Rede des Präsidenten ouf- brauste, gelegt hatte, erhob sich aus der Versammlung ein märkischer Bauer und bat um das Wort. Unter stürmischer Zustimmung der Versammlung forderte er, daß sogleich nach der Versammlung eine Bauernabordnuog das Sosortprogramm des Reichs-Land- bundes dem preußijchen Landwirtschaftsminister, als Vertreter der preußischen Regierung, überbringe. Diese Abordnung wurde sofort gewählt. Darauf überbrachte als Vertreter des österreichischen Landbundes der österreichische Vizekanzler Hartleb die Grütze des öfter- reichischen Bruderstammes, welche in dem Gelöbnis ausklangen, nicht eher zu ruhen und zu rasten, bis Oesterreich den Anschluß an das Reich gefunden habe. Das Schlußwort sprach der Präsident des Reichs-Landbundes. Graf Kalckreuth, der noch einmal zu entschlossenem Zusammenstehen in diesen Tagen der R»t mahnte. Das alte Treuelied „Ich Hab' mich ergeben", das von der Versammlung stehend gesungen wurde, war die beste Antwort auf diesen Mahnruf. Sie beweist, daß der deutsche Bauer stets sein Handeln leiten lassen wird von dem Wohl der Gesamtnatirm. Ebenso machtvoll wie die Kundgebung im Zirkus Busch war die Kundgebung im Großen Schauspielhause. Im Mittelpunkte standen hier die programmatischen Ausführungen des Präsidenten de» Reichs Landbundes, Grasen Kalckreuth, deren Kernstück ebenfalls die Sofortforderungen des Reichs-Land-. bunües bildete. Er betonte, daß den Hauptteil der Daweslast bisher die deutsche Laudwirtschast durch ihre Schulden bezahlt habe. Er wies unter anderem darauf hin, daß, wenn sich der Landwirt heute etwas vorzuwerfen habe, es höchstens das eine fei, daß er zu rasch und mit zu großem Wagemute dem Ziele, das deutsche Volk aus deutscher Scholle zu ernähren, zugestrebt sei, ohne sich zu gleicher Zeit die notwendigen Absatzorganisationen zu schaffen, die die Kraft und Fähigkeit besitzen, auf den Preis den gleichen bestimmenden Einfluß auszuüben, wie dies bei Industrie und Gewerbe in hohem Umfange durchgeführt sei. Gelänge es nicht, die Rentabilität der Landwirtschaft wieder herzustellen, so werde die deutsch« Landwirtschaft gezwungen werde», zur exteujiven Wirtschaft Überzugehe». Das sei keine leere Drohung. Nicht aus bösem Willen, sondern dem Zwange gehorchend, vollziehe der Landwirt den Uebergang zu Wirtschaftsformen, die keinen oder geringeren Kapitalaufwand bedürfen. Nachdrücklich wies Graf Kalckreuth darauf hin, daß Wiederherstellung und Sicherung der Rentabilität auch die Grundlage einer erfolgreichen Siedlungstätigkeit sei. Auch seine Ausführungen waren be- herrscht von entschlossenem Tatwillen. Mit starker Stimm« hämmerte er der Versammlung das Losungswort ein: „Ein Verräter «m der deutschen Landwirtschaft ist. wer refigniert uud nicht zur Stelle ist, wenn es um Lebe» oder Sterbe» des Berufsstandes geht." Der stürmische Besfall. den gerade diese Worte fanden, bewies, daß hier eine Parole ausgegeben wurde, die im Lande ein millionenfaches Echo finden wird. Reichsernährungsminister Schiele ließ es sich nicht nehmen, auch zu den im Großen Schauspielhaus versammelten Landwirten zu sprechen. Für den Brandenburgischen Landbund sprach dessen Vorsitzender Rittergutsbesitzer R i ko l a s-Ro stin . als Der- treter des auslandsdeutschen Landvolkes der Abgeordnete Meyer-Eger. Ferner sprachen Graf Westarp, der die Schicksalsverbundenheit von Land und Verbraucherschaft betonte, und Herr von Oppen-Tornow für die Freisetzung der politischen Strafgefangenen. Auch von dieser Versammlung wurde eine Bauernabordnung gewählt, die dem preußischen Landwirtschaftsminister die Forderungen des Reichr-Londbimdes überbringen wird. Ein neuer Vorstoß des Zentrums. Berlin, 3l. Jan. Einen neuen unerwarteten Vorstoß gegen die Regierungskoalition brachte die Reichstagssitzung am Dienstag durch eine Reoe des Abgeordneten Ülitzka, der an die Montag-Rede des Abgeordneten von Freutagh-Loringhonen «m- knüpste und die Deutschnationalen zu einer Erklärung über ihre Stellungnahme zu den Ansichten ihres Fraktionskollegen herausforderte. Es bemächtigte sich des Hauses eine ziemliche Erregung. Graf Westarp wurde geholt und die Deutschnationalen beschlossen, durch Herrn von Linociner, dessen betonte Sachlichkeit überall Anerkennung gesunden hat, die Antwort erteilen zu lassen. Er tat das und vermied dabei, irgendwie die immer weiter werdende Kluft zwischen Deutschnationalen und Zentrum zu erweitern. Es soll einmal ausgesprochen werden, daß Herr o. Guerard den Bogen nicht übcrspannen darf. Er hat kaum ein Recht dazu, nachdem er erst vor acht Tagen selbst den Reichskanzler, den Innenminister und seinen Fraktionskoliegen Köhler in nicht mißzuverstehender Weise angegriffen hat. Die inneren Gründe für alle diese Vorgänge liegen offenbar darin, daß das Zentrum nach Gründen sucht, um di« Schuld für eine etwaige vorzeitige Auflösung des Reichstages von seiner Partei auf andere abzuwälzen. Nach der loyalen und im Rahmen der Ansichten Dr. Stresemanns sich bewegenoen Rede des Volks- patteilcrs v. Rheinbaben, sowie einer weiteren Rede d:r Demokratin Frau Dr. Bäumer hatte das Haus, wohl auch infolge der erregten Stimmung über den neuen Zenlrumsoorstoß die Luft zur weiteren Beratung verloren und vertagte sich bereits um 6 Uhr auf Mittwoch. Sin Brief Dr. Luthers an den preußischen JNLnifierpräfidenten Berlin, 1. Februar. Ter frühere Reichskanzler Dr. Sucher hat gestern an den preußischen Ministerpräsidenten Braun folgenden Brief gerichtet: Sehr geehrter Herr Ministerpräsident! Auf die dem preußischen Landtag zugegangene Aufzeichnung über die Frage der Vertretung Preußens im Verwaltungsrat der Reichsbahngesellschaft zu antworten, ist sicherlich Sache der Reichsregierung. Nach dem der Schluß dieser Aufzeichnung aber weniger aus die Reichsregicrnng als aus meine Person abgestcllt ist und zwar unter Anrufung meiner Eigenschaft als früherer Reichskanzler, werden Sie begreifen, daß ich zur Angelegenheit auch persönlich noch einmal das Wort nehme. Ein Sofortprogramm der Landwirtschaft. Nr. 27. Jahrgang 1928. Wahrend der öreiviertel Jahre, die vom Tode des Herrn Geh. Kommerzienrats Arnhold biS zu meinem Ausscheiden aus dem Reichskanzleramt verflossen, habe ich. wie Tie, sehr geehrter Herr Ministerpräsident ja missen, Sie zu wieder- -olten Malen im Namen der Reichsregierung auf das Dringendste aebcten, ja geradezu'beschworen, als Nachfolger kür Herrn Arnhold eine Persönlichkeit vorzuschlagep, die geeignet sein würde, in den großen wirtschaftlichen und besonders wirtschaftspolitischen Aufgaben des Verwaltungsrates den Verstorbenen mit seinem hohen, auch im Auslande anerkannten'Ansehen, wenigstens einigermaßen zu ersepen. Ich habe darauf hingewiesen, daß die Verteilung der Posten im Verwaltungsrat nach einem bestimmten Plan ersolgt ist. der bei der großen allgemeinen Verantwortlichkeit dieser Körperschaft inncgehalten werden müsse. Gleichwohl zeigte die preußische Regierung nicht das geringste Entgegenkommen gegenüber den Wünschen der Reichsregiernna. sondern blieb bei dem Vorschlag immer derselben Persönlichkeit eines preußischen Facbbeamten im aktiven Dienst. Die Entsendung von aktiven Jachbeamten, sei es des Reichsdienstes oder des Länderdienstes in den Verwaltnngsrat, war aber von der Reichsregierung und zwar namentlich auch in den Verhandlungen mit Bauern und Sachsen aus grundsäb- lichen Erwägungen nicht abgelehnt worden, denn das würde, wie ich Ihnen, sehr geehrter Herr Ministerpräsident, immer wieder vorgestellt habe, nicht eine Verbindung der Rei^s- bahngesellschaft mit den freien wirtschaftlichen, wirtschaftspolitischen und eisenbabntechnischen Kräften darstellen, auf die es nach der Ansicht der Reichsregiernna ankomme, sondern einen Zusatz -m dem in der Hauptverwaltung fDirekto- riuml der Reichsbahngesellschgst tätigen fachlichen Kräften, die einer Ergänzung nicht bedürfen. Gerade in meiner Eigenschaft als früherer Reichskanzler, auf die die preußische Denkschrift besonders hinweilt, kann ich meine Aufgabe nicht darin erblicken, durch mein Handeln der Entscheidung der Reichsregiernna über eine andersartige Zusammensetzung des Verwaltunasrats vorzugreifen, der für die deutsche Gesawtvolitik so wichtig ist. Ich darf noch einen Nebenvunkt zur Sprache bringen. Die Aufzeichnung der preußischen Regierung bemerkt, ich hätte in meiner kürzlich abgegebenen Erklärung die Bestimmung der Reichsbabnsat-ung verschwiegen, wonach Mitglieder des Verwaltunasrats ied°rzeit durch eine schriftliche Erklärung ibr Amt niederlegen können. Daß eine solche in- ristisck'e Möglichkeit besteht, erscheint mir selbstverständlich. Gleichwohl habe ick meine Erklärung ausdrücklich dabinac- saßt, daß die Verwaltunasratsmitalieder die zwar nicht > u r i st i s ch e, aber politisch-moralische Pflicht hätten, das ihnen anvertraute Amt durchzuführen. Mit vorzüalfchüer Hochachtung bin ich, sehr geehrter Herr Ministerpräsident. JVfir sehr ergebener Dr. Hans Luther. Inlandsanleihe der Reichsbahn Berlin, 1. Februar. Bon der Deutschen Reichsbahngesell- ' schaft wird dem Deutschen Handels-Dienst amtlich mitgeteilt: „Tie Deutsche Reichsbahngesellschaft bedarf zur Deckung ihrer Kapitalausgaben größerer Geldmittel. Ta zur Zeit eine Ausländsanleihe für sie nicht in Frage kommt, das Interesse der Bahn sowohl wie der Wirtschaft eine Verschiebung oder gar weitere Verminderung der geplanten Arbeite» aber nicht verträgt, wird ein unter der Führung der Reichsbank stehendes Bankcnkonsortium der Deutschen Reichsbahngesellschaft die zur Durchführung des Beschaf- sungsprogramms erforderlichen Mittel zur Verfügung stellen. Das Konsortium übernimmt, zunächst fest hundert Millionen Reichsmark Zertifikate der Reichsbank über Vorzugsaktien Serie V der Deutschen Reichsbahngesellschaft ohne Restdividendcnscheine für 1927. im übrigen genau wie die Zertifikate über Vorzugsaktien der Serie IV auszu- - statten und legt diese baldigst zur öffentlichen Zeichnung zum Kurs von 93% Prozent aus. Gleichzeitig hat sich das Konsortium verpflichtet, innerhalb der nächsten Monate nach seiner Wahl entweder weitere hundert Millionen Reichsmark Zertifikate über Vor- : zugsaktien oder hundert Millionen Reichsmark 7prozentige : Tchatzscheinc der Reichsbahngejellschaft mit dreijähriger ! Laufzeit fest zu übernehmen. Wie bei der im Jahre 1926 I erfolgten Emission von Zertifikaten der Reichsbank über ; Reichsbahnvorzugsaktien ist auch für die neue Ausgabe eine Garantie des Reiches für eine sprozeniige Vorzugs- j dividende vorgesehen. Darüber hinaus erhalten bekanntlich I die Inhaber der Vorzugsaktien noch eine Zusatzdividende, ' wenn auf die Stammaktien eine Dividende verteilt wird. Im Fall der Ausgabe von 7prvzentigen Schuldscheinen ist : deren Umtausch in Zertifikate vorgesehen. Ein weiterer Be- ' trag von 25 Millionen Reichsmark Zertifikate, der vorläufig gesperrt ist. wird zur anderweitigen Verfügung der Reichsbahn von dieser zurückbehalten. Protest mtn die Sntlaffunsen im Saarsebiel Saarbrücken, 1. Febr. Die Zentrumspartei des Saargebiets sowie die Zentrumsfraktion des Landesrats haben > ROMANvo» ARNO FRANZ D „Auch deshalb nicht! — Ich habe mir die Sache reiflich überlegt. Das Brot, das Finkfink fressen sollte, ist zwar nergiftet. aber auf eine so raffinierte Art, daß ich ihm nichts anhahen kann." „Und der Staatsanwalt?" „Auch nicht! — Der Hallunke ist sehr schlau zu Werke gegangen." „Wie. Sahr? — Erzähl' mir doch." „Ich habe mir heut? vormittag vom Lehrer Haase das Mikroskop ausgeliehen und das Brot untersucht. Sieh' dir's an, Hannjörg, dort liegt es auf dem Fenstersims. — Für was hältst du die winzigen grünen Pünktchen darin?" „Für Schimmel." „Und weißt du. was es ist? — Grünspan!" „Grünspan? — Wie kommt denn der in das Brot?" „Auf eine ganz einfache Weise, nämlich durch feine Kupser- spänchen. mit denen Voigt das Brot bestreut hat. Diese kaum sichtbaren Kupferteilchen hätten sich an den Magen- und Darmwänden feftgehakt und wären dort oxidiert. Der Gaul wäre, wenn auch nicht gestorben, so doch langsam eingegangen. Einen Schinder hätten wir großgezogen aber kein Rasiepferd." „So ein Hund! Und den willst du nicht anzeigen?" „Ich kann ihm die Absicht nicht beweisen, Hannjörg, deshalb laß' ich's. Erwisch ich ihn aber mal bei einer Wiederholung, dann füttere ich ihn mit diesem Brot, so wahr ich Sohr heiße." * * * Es mochten einige Wochen nach diesem, die kleine Welt der Finkenschlager erschütternden Ereignisse vergangen sein, da kam eines Abends Hannjörg mit sehr ernstem Gesicht nach Hause. „Was ist, Hannjörg? War Frau Kaden ungnädig zu dir?" frug ihn Sobr. Der Laadbote * Sinsheim« Zeiwaz. an den Reichskanzler Dr. Marx, an Generaldirektor Dorpmüller und an die Zentrumsfraktion des Reichstages Telegramme gesandt, in denen um sofortige Maßnahmen zur Verhütung der drohenden Entlastungen in der Hüttenindustrie gebeten wird. Gleichzeitig hat auch die Sozialdemokratische Partei des Saargebiets an den Reichskanzler Marx ein Telegramm aesandt. in dem der Wunsch ausgesprochen wird, mit allen Mitteln die angeörohte Entlastung der 4099 Saarbergleute zu verhindern. Die deutsche Raumunasforderung Die mutwillige Berständnislofigkeit der Pariser Preste. Berlin, 1. Febr. Gegenüber den zum Teil sehr scharfen Kommentaren, die die gestrige Rede des Reichsautzenmini- sters in der Pariser Presse gefunden hat, unterstreicht man in politischen Kreisen Berlins, daß die deutlichen Ausführungen Stresemanns an die Pariser Adreste besonders in Sachen der Rheinlandräumung eine zwingende Notwendigkeit waren. Es war sogar höchste Zeit, daß von autoritativer deutscher Stelle einmal Klarheit darüber geschaffen wurde, da sich doch der offizielle „Temps" in einem Kommentar zu der Neujahrsansprache des Reichsprästdenten von Hinden- burg, der die Räumnung des Rheinlandes g)s einen Herzenswunsch des deutschen Volkes bezeichnete, die Bemerkung erlaubt, die Worte des Reichspräsidenten seien eine „amtliche Stilübung". Ueberhaupt schien man in letzter Zeit in Frankreich die gerechte Forderung Deutschlands auf die Zurückziehung der dem Geist von Locarno w«.e dem des Völkerbundes widersprechenden Rheinlanüsöesetzung als eine Bagatelle ansehen zu wollen, wie eine Bemerkung des „Journal des Debats" bewert, bas allen Ernstes die naive These vertrat, eine deutsch-französische Annäherung sei auch bei der Anwesenheit französischer Truppen auf deutschem Gebiet möglich. Die Vetrügereien der Lombard- und Lager- hausgeseMari Die Frau des Inhabers der Lombard- und Lagerhaus- gesellschast, die inzwischen von der Polizei verhaftet worden ist» wurde gestern dem Untersuchungsrichter oorgeführt, da der Verdacht besteht, daß sie Vermögenswerte beiseite zu schaffen oder den Tatbestand zu verdunkeln sucht. Auch Direktor Roesch von der Treuhandgesellschaft wurde von der Polizei zur Vernehmung geladen, da er mit Bergmann zusammengearbeitet und ihm Kreditgeber zugeführt hat.' Auch andere Angestellte der Treuhandgesellschaft sind zur polizeilichen Vernehmung geladen worden. Der Berliner Millionenskandal zieht auch nach Schlesien und Breslau seine Kreise. Die Allgemeine Lombard- und Lagerhausgesellschaft hatte i» Breslau eine Filiale, über die zirka 399999 Mark Kapital der Berliner Hauptstelle zugeleitet wurden. Bergmann hatte in schlesischen Zeitungen Inserate erscheinen lasten, in dxn er dreißig bis 48 Prozent Verzinsung in Aussicht stellte und sein Unternehmen als mündelsicher bezeichnete. Vor einiger Zeit hatte die Breslauer Kriminalpolizei den früheren Filialleiter Nesbar wegen Unterschlagung und Urkundenfälschung sestgenommen. Trotz der schwer belastenden Angaben über das Geschäftsgebaren in der Berliner Zentrale hatte die Breslauer Staatsanwaltschaft seinerzeit nichts unternommen. Die Bücher und Korrespondenzen der Breslauer Filiale wurden jetzt beschlagnahmt. Die Münchener Geschäftsstelle der Firma ist durchsucht und das gesamte Geschäftsmaterial beschlagnahmt worden. Gegen den Leiter der Filiale, Fritz Kandaucr. Ist Haftbefehl wegen Verdachts der Mittäterschaft an den in Berlin begangenen Betrügereien erlassen worden. Ob und inwieweit die Münchener Geschäftsstelle Anteil »n den Betrügereien der Berliner Hauptstelle hat. muß erst die weitere Untersuchung ergeben. Deutscher Reichstag Die auswärtige Debatte im Reichstag. Berlin, 31. Jan. Präsident Loebe eröffnet die Sitzung um 15 Uhr und teilt mit, daß dem Reichstag das Urteil des Staatsgerichtshofs über den preußischen Reichsbahnverwaltungsratssitz nebst einer Erläuterung des Reichskanzlers zn- gegangen ist. Die zweite Beratung des Haushalts des Auswärtigen Amts wird dann fortgesetzt. Abg. Ulitzka lZtr.) beschäftigt sich zunächst mtt der gestrigen Rede des deutschnationalen Abgeordneten von Freytag- Loringhoven und erklärt dazu: Die Kritik der Außenpolitik in dieser Rede ist im Ausmaß und in der Form nickt ver- „Ach die,"' sagte 'Hannjörg nicht sehr respektvoll, „die ist noch nie anders gewesen," und hing Jacke und Mütze an den Nagel, dann kam er zu Sohr um den Tisch herum und ließ sich müde auf die Holzbank fallen, die an der Wand stand. „Es ist nicht mehr jchön auf Finkenjchlag, Sohr. Es ist da keine Ordnung mehr und keine Autorität." „Hol' nicht zu weit aus, Hannjörg," ermahnte Sohr, »mach's kurz. — Wo baoert's da drüben?" Da antwortete Hannjörg -bekümmert: „Unser Jung' ist krank," und Sohr sah ihn betroffen an. Unser Jung', das war Clausimann, wie unsere Frau — Frau Kaden war. An dem Kleinen hingen beide, und wenn er krank war. so war das genau so. als werm einer von ihnen krank gewesen wäre. „Was fehlt ihm, Hannjörg?" „Das weiß niemand. — Hohes Fieber hat er. Doktor Steinitz behandelt ihn. Man spricht vom Krankenhaus, aber Frau Kaden will nicht. Der Großsteinauer hat ihr mächttg den Kopf gewaschen deshalb. Der sieht jetzt jeden Tag nach dem Rechten." „Wer pflegt den Jungen?" „Die Frau! Das läßt sie sich nicht nehmen. Dt« denkt ja doch, daß sie alle Dinge befler kann wie andere. Man kriegt sie kaum noch zu Gesicht. Und deshalb macht dort jeder jetzt, was er will." „Sol Da hat wohl Fräulein Kerst alle Hände voll zu tun?" „Das hat sie — aber luftig ist sie trotzdem. Sie zählt schon die Stunden bis zum 30. September." „Grüß' sie von mir, Hannjörg. Sie soll nicht vergeben mir Adieu zu sagen." „Das brauch' ich nicht auszurichten, Sohr. Bon der wirst du nicht oergesien und von der anderen auch nicht." „Quatjchkopp," jagte Sohr und ging hinaus. Hannjörg meckerte vergnügt hinter ihm her. Dann streckte er sich auf der Holzbank au» und war mit Gott und der Welt zufrieden. Rur das bedruckte ihn, daß er der Zukunft nicht hinter den Schleier sehen konnte. Wie das wohl werden würde mit Sohr und den beiden Frauen?! - Mittwoch, den 1. Februar 1928. einbar mit der Zugehörigkeit zur Regierungskoaljtion. Welche» Eindruck muß solche Kritik auf die Staaten machen, mit denen wir Verträge abgeschloffen haben und mit denen wir zusaiAnen im Völkerbund sitzen. lHört, hö t! links und in der Mitte.) Ihr Verhalten, Herr v. Freytag-Loring» hoven, ist geeignet, uns um jeden politischen Kredit im Jn- und Auslande zu bringen! lGrotze Bewegung, stürmische Zurufe links und in der Mitte.) Es bedeutet eine glatte Desavouierung der Politik des Reichsaußenministers. Wie steht angesichts einer solchen Aeutzerung eines Koalitüms- Mitgliedes unser Minister da vor den Staaten, vor denen er die Regiernugspvlitik vertritt? Bor allem aber muß ich de» deutschnationalen Redner fragen: Wie bringen Sie Ihre Aeußerungen in Einklang mit den Richtlinien, auf die sich bei der Bildung des jetzigen Kabinetts Ihre Fraktion ausdrücklich verpflichtet hat? Wir müssen, so erklärt der Redner, als Regierungspartei von den Deutschnationalen eine Erklärung verlangen, da wir das uns selbst, dem Volke und den Staaten schuldig sind, mit denen wir Verträge abgeschloffen haben. tLebhaste Zustimmung im Zentrum und Links.) Eine Erklärung der Deutschnationalen Partei werde daher erwartet. Der Redner zeigte dann die Ziele, wie die Wege der deutsche» Anßeu- politik in dem abgelanfene» Jahrzehnt 1918 bis 1928. Fhr Ziel sei der Friede zwischen Deutschland und den andere» Völkern, der Weltsriede überhaupt. Abg. Ulitzka begründete dann dieses Ziel. Der Weg des Austrags von Konflikten zwischen den Völkern sei zu gehen durch Vergleichs- »ud Schiedsverfahren. Der Redner bespricht dann die Hindernisse aus diesem Wege, vor allem die Hemmniffe, die der Erreichung des Zieles entgegenstehen, insbesondere folgende: 1. Fortbestehen der Besatzung. .Hier sprach der Redner dem Reichsaußenminister Dr. Streiemann Dank dafür aus, dntz er so mutige und entschiedene Worte in dieser Frage gej«!- öen habe. 2. Die Verschleppung der Abrüstungsfrage. 3. Die unhaltbaren Zustände, die durch die Versailler und Genfer Grenzziehungen im Oste« entstanden sind. Abg. Ulitzka bespricht hier insbesondere die Lage Danzigs, Ostpreußens und Oberschlesiens.- Die dem Deutsche» Reich d«r- aus entstehenden Lasten müßten in das Reparatinskont» eingerechnet werden. Ein weiteres großes Hindernis sei die Verletzung der Rechte der Minderheiten in den verschie- denen Staaten. Im Zusammenhänge hiermit weist der Redner insbesondere ans den oberschlestsche« Schulkonslikt hin. Sodann begrüßte er als positive Schritte zur Herbeiführung der Befriedung der Völker besonders die Handets- vcrträge. Er betonte, das Zentrum wünsche den Abschluß des deutsch-polnischen Handelsvertrages auf Grund dieses Zieles der Befriedung der Völker, es erwarte aber, daß durch diesen Handelsvertrag kein Zweig der Wirtschaft, weder die Landwirtschaft noch die Industrie, einseitig belastet werde und daß auch die schwierige Lage und die hohe Bedeutung der östlichen Grenzgebiete dabei gebührende Rücksicht genommen wird. Auch mit Rußland wolle man schon aus wirtschaftlichen Gründen in friedlichen Beziehungm bleiben und sie befestigen. Abg, Ulitzka schloß mit der Feststellung, daß in den außenpolitischen Ziele« und Wege« st« wesentlichen das deutsche Volk in seiuer überwältigende« Mehrheit zu einer eiuheitlichen Auffastung und einem «ln- heitlichen Willen gelangt sei. Daran habe das Zentrum hervorragenden Anteil. Abg. Frhr. von Rheinbabe« tD. Vp.i weist daraus hin, daß man gestern neben der Rede des Außenministers einmal die Rede des Abg. Tr. Breitscheid gehört habe, die in der Preste als Regierungsrede bezeichnet werde, und andererseits die Rede des Abg. von Freytag-Loringhoven die er als eine etwas problematische Rede bezeichnen woLe. Bezüglich dieser letzten Rede wolle setne Fraktion abwartrn, was vielleicht noch ein anderer Redner der Dcntschuatio- nalen Fraktion zu dem grundsätzlichen Teil dieser Rede »n sagen hat. Er könne sich nicht denken, daß die Partei als Ganzes diese Rede billigen könne. In der Abrüstung fei die klare und einfache deutsche Formel unverrückbar und unmißverständlich: Die Vermischung des Unterschiedes zwischen Sieger und Besiegten. Der Redner begrüßt die deutsche Initiative in den Sicherheitsverhandlungen und de« deutsch-litauischen Schiedsgerichtsvertrag. Wichtig bleibe für Deutschland nach wie vor die Zusammenarbeit zwischen Frankreich und England. Mit Befriedigung sei die zunehmende Geltung Deutschlands im Völkerbund zu begrüße«. Die Umrisse des Deutschland von morgen würden allmählich sichtbar. Im Westen Freiheit von Rhein und Saar, t« Osten Grenzrevision und stabile Verhältniffe zwischen Deutschland und Polen, später der Anschluß Oesterreichs, dazu Deutschland in politischer und militärischer Gleichberechtigung, eingeordnet in drn großen Prozeß des friedlichen Neuaufbaues Europas. Der Redner betont zum Schluß, daß die Deutsche Volkspartei zwischen viel Gefühlspolitik rechts und starker Jllustonspolitik links in führender Steilung bisher mtt Stolz und klarer Ueherlegung den Wog der vaterländischen Tat gegangen sei und daß sie ihn duoch innere und äußere Meinungskämpfe hindurch auch weiter gehen werde. Abg. vom Liudeiner-Wilda« lDntl.) nimmt daun unter großer Spannung des Hauses das Wort. Er erklärt, Ulitzk« habe in ganz ungewöhnlich scharfer und auffallender Form die gestrige Rede des Abg. von Freytag-Loringhoven kritisiert. Er habe gefordert, daß die deutschnationale Fraktion in einer programmatischen Erklärung zu dieser Rede Stellung nehme. Es ist selbstverständlich, so fährt der Redner fort, daß wir uns das Recht Vorbehalten müffen, selbst zu bestimmen, wann und von wem wir Erklärungen i« Reichstage abgeben lasten. Wenn ich trotzdem das WoN ergreife, so ist dafür entscheidend, daß über die objektive Kritik des Abg. von Freytag-Loringhoven und über den Stander Dinge ein verzerrtes BUd in die Oesfentlichkeit gelangen könnte. Ich kann nicht anerkennen, daß die Worte Freytag-Loringhovens zu einer derartigen Kritik und z« der Behauptung, daß ein Verstoß gegen die Richtlinien vvr- liege, Anlaß geben. lHört, hört links und in der Mitte.) Er hat vielmehr anerkannt, daß nach Lage der Dinge im Augenblick eine Politik friedlicher Verständigung allein möglich ist. Diese Feststellung kann und soll aber dem Redner der einzelnen Fraktion nicht das Recht nehmen, über die Methoden der Verständigungspolitik seine eigene» Anschauungen zu haben lLachen links und in der Mitte). WaS Herr von Freyag gesagt habe, ist nichts anderes, als daß er die kritischen Bemerkungen, die Ser Reichsaußenminister vorher bezüglich der Verständigungsbereitschaft mit unseren westlichen Nachbarn in zweifellos schärferer Form gebracht hat, ausgenommen hat. Unter diesem Gesichtspunkt sind die Ausführungen Freytags eine wertvolle Ergänzung der Rebe des Außenministers gewesen. Was die Anerkennung von Locarno und die Mitarbeit im Völkerbund anqeht, so haben die Ereignisse des letzten Jahres bewiesen, daß di« Deutschnationalen diese beiden Grundlagen des Regierungsprogramms auch mit der Tat anerkannt haben. Wir müsse» uns aber das Recht Vorbehalten, an dem, was diesen beiden Dingen vorangegangen ist, Kritik zu üben. Das ist es» was Herr von Freytag gesagt hat. Wenn,etwas anderes 9Cr. 27. Jahrgang 1928. Der Lavdbotr ch Sinsheiser Zeivmz. Mittwoch, den 1. Februar 1928. rnrerprenerr wrro, >o yar oas weoer yerr von srry- ta« gesagt, noch soll es der Sinn seiner Rede sein. Wir Hhraen nicht anerkennen, daß er gegen das gemeinsame Re- gternngsprogramm verstoßen hat. Krau Dr. Bä««er (Dem.) erklärt, die gegenwärtige Re- giernug habe für ihre Außenpolitik vor einem Jahr Richtlinie« aufgestellt, deren erster Satz heiße: „Fortführung der bisherigen Außenpolitik im Sinne gegenseitiger friedlicher Verständigung, loyale gleichberechtigte Mitarbeit im Völkerbund". Der deutschnationale Abg. von Freytag-Lo- r ««Hoven habe freilich gesagt, diese Regierung sei nur eine Arbeitsgemeinschaft, immerhin seien ja Richtlinien nicht als unverbindliche Thesen gedacht gewesen, sondern hätten das Gesicht eines Regierungsprogramms gehabt, für dessen Durchführung die Deutschnationalrn sich mit verbürgt hätte«. Die Opposition sei in der eigentümlichen Lage, ein ««frichtigerer Anhänger der Richtilinien zu sein, als ein TM der Regierungsmehrheit. Der nachdrücklichen Beto- n«M« der Anomalie zwischen Rheinlandbesetzung und Lv- car«overtrag durch den Außenminister schließen sich die De- m^raten durchaus an. Wenn Briand neulich die Frage de« Rheinlandräumung nicht als aktuell bezeichnet habe, so «üsse betont werden, daß sie sür uns keinen Augenblick auf- höre. aktuell zu sein. Zum Schluß gibt die S?ednerin der Hoffnung Ausdruck, baß sich ln allen Völkern die Kräfte stLrkte«, die der von Deutschland bisher vertretenen Frie- -etzspolitik loyale Mitarbeiter zuführxn. Darauf werden die Beratungen abgebrochen. Das Haus »ertagt die Weiterberatung auf Mittwoch 14 Uhr. Außerdem Haushalt des Ministeriums für die besetzten Gebiete. Das «Volk in Waffen.- Rbe Borberertung der französischen Jugend anf die Militär- dienfizeit. Paris, 30. Jan. In der Sorbonne fand Sonntag unter dem Borfitz von Kriegsminister Painleoe in Anwesenheit des Präsidenten der Republik — Painleoe ließ sich durch Maginot vertreten — eine Kundgebung oes Verbandes für körperliche Ertüchtigung und Dorberritung der Jugend auf die Militärzeit statt. Painleoe ging in einer länzeren Rede auf die Aufgaben und Ziele dieser Vorbereitung ein. Sie müsse, so führte er aus, in drei Etappen erfolgen, 1. körperliche Ertüchtigung in der Schule, 2. sportliche Durchbildung (unter Heranziehung der Sportver- »ände), 3. eigentliche militärische Borbercitungszeit. Diese Vorbereitung sei für den Erfolg der einjährigen Dienstzeit, die die erst« Verwirklichung des „Volkes in Waffen" bilden werde, f» notwendig, daß ein besonderes Gesetz hierfür vorbereitet wor- bg» sei und sofort nach endgültiger Verabschiedung der Militär- ,«setze in der Kammer eingebracht werden würde. Die Huuanarmee i« die Flucht geschlagen. — ISvvv Gefangene. Paris, 1. Febr. Nach einer Havas-Meldung aus Schanghai gibt der Kommandant von Han kau bekannt, daß er vier Ainanarmeen bei Schanghai in die Flucht schlug und 16 000 • Gefangene machte. Außerdem fielen 12 000 Gewehre, 20 t eldkanonen und etwa 50 Maschinengewehre in seine Hand. le besiegten Armeen bestanden aus den Honantrnppen, die a« 14. Nov. Schanghai vor den Nakingtruppen räumten. Arabischer Bruderkrieg. Paris, 1. Febr. Wie „Havas" aus Basorah meldet, fielen am letzte« Freitag 400 Mann starke ivahabitische Truppen n das Gebiet von Koweit ein. Me Angreifer töteten zahlreiche Bewohner und bemächtigten sich einer groben Anzahl oo» Kamele«, Viehherden und anderer Guter. Die unter nglischer Führung stehenden Truppen des Koweit-Gebietes vnrden mit etwa 30 Automobilen zur Verfolgung aufge- oten. Auf beiden Seiten waren die Verluste stark. Schließ- h wurden die Wahabiten in die Flucht geschlagen. Baden. Der Berfaffnngsftreit in der Heidelberger Studentenschaft. Heidelberg, 1. Febr. Der in der letzten Sitzung des Allgemeinen Studentenausschusses mit einfacher Mehrheit gesuchte Beschluß zum Wiedereintritt in die Deutsche Studentenschaft ist unter Berufung auf die Unsicherheit der Rechtslage vom Rektor beanstandet und dadurch vorläufig außer Kraft gesetzt worden. Bis zur endgültigen Entscheidung «erden die juristischen Einzelheiten einer genauen Prüfung »«^erzogen, um eine endgültige Unterlage in der Berfas- sungssrage zu bekommen. Aus Nah und Fern. d Sinsheim, 31. Jan. (Eignungsprüfung für Elebtrolehr- liuge.) Die freie Elektro-Installateur-Innung Karlsruhe hat beschlossen, Laß die ihr angeschlossenen Firmen an Ostern 1928 nur solche zur Schulentlassung kömmenöen Knaben als Eleklro- Lehrlinge aufnehmen, die sich einer Eignungsprüfung unterzogen haben. Nachdem auf die Bitte des Arbeitsamtes Karlsruhe in den höheren Lehranstalten den iy Betracht kommenden Knaben hiervon Kenntnis gegeben worden war, wurde die Prüfung in der Eignungsprüfungsstelle üer Abteilung Berufsberatung und Lehrstellenvermittlung des Arbeitsamtes Karlsruhe in Anlehnung an das von Professor Dr.-Ing. Friedrich herausgegebenön Prüfverfahren abgehalten. Wer sich dieser Prüfung nicht unterzogen oder sie nicht bestanden hat, besitzt keine Aussichten, an Ostern bei den der freien Eleklra-Installateur-Innung ange- fchlossenen Firmen als Elektro-Lehrling anzukommen. * Einshrun. 30. Fan. (Sicherung oes Kraftfahrzeugverkehrs.) In Ausführung des Reichsgesetzes über oen Perkehr mit Kraftfahrzeugen müssen zur Kennzeichnung gefährlicher Stellen an Wegstrecken Warnungstafeln angebracht werden. Die Kosten find im badischen Staatsvoranschlag mit 35 000 RM. beziffert. Aus verkehrspolizeiiichen Rücksichten sollen sog. Blinklichtwarnungstafeln eingefühtt werden. ( * Sinsheim, 30. Jan. (Verlängerung des Vcttriebs der Hin- denburgmarkcn.) Entsprechend den Wünschen weiter Kreise hat sich das Reichspostministerium entschlossen, die Hindenburgwert- zeichen und Postkarten noch bis Ende März durch die Postanstalten nach den bisherigen Bestimmungen vertreiben zu lassen. Mit den Wertzeichen können Postsendungen noch bis Ende Mai freigemacht werden. ~r Hoffenheim, 31. Jan. (Militärverein.) Der hiesige Mili- tärverein veranstaltete am Samstag Abend einen Lichtbildervortrag, der vom Vorstand K. Feßenbecker mit Begrüßung der Erschienenen eingeleitet wurde. Herr Hauptlehrer Hopp gab dann anhand von Lichtbildern einen erschöpfenden Ucberblick über das Leben und die Heldentaten unserer Feldgrauen im Osten, Westen, zur See und im Lustkampf, gedachte aber auch der Leiden, welche hie Heimat zu erdulden hatte. Der Gesangverein umrahmte den interessanten Bortrag mit einigen Liedern. Mit dem Vortrag war eine Ehrung langjähriger Mitglieder verbunden. Es erhielten Ehrenzeichen für 2 5 Jahre: Johann Engelhardt, Philipp Specht, Wilhelm Bender, Wilhelm Brecht, Karl Dübler. Adam Engelhardt, Michael Engelhardt, Heinrich Feßenbecker. Karl Feßenbecker, Friedrich Holder, Karl Hofmann, Max Heumann, G. Valentin Leucht, Karl Leucht, Karl Otto Leucht, Ludwig Leucht, Heinrich Neu, Landwirt, Heinrich Neu, Maurer, Johann Neu, Gustav Reis, Karl Sambel, Jakob Schmitt, Georg Specht, Karl Specht, Philipp Specht, Wilhelm Steinbrenner, Georg Bogt, Jakob Wetzel, Adam Ziegelmüllcr, Adolf Zimmermann. Johann Zimmermann, Friedrich Zuber, Heinrich Zuber, Wilhelm Merkte, Wilhelm Sitzler, Philipp Rasig, Karl Fink. Für 40 Jahre: Heinrich Seyfert, Georg Bechold, Julius Dietrich, Karl Gilbert. Sattler, Karl L. Hauert, Karl Kiefer, Heinrich Leucht. Johann K. Ludwig. Wilhelm Seyfert, Gg. Martin Streik, Heinrich Salzgeber, Georg Engelhardt, Jakob Gilbert, Jakob Dahlem. Für 50 Jahre: Jakob Laumann, Michael G. Vogt, Adam Schöpfel, Karl Döbler. Unter kameradschaftlichen Gesängen blieben die Teilnehmer noch lange m geselliger Unterhaltung beisammen. □ Waibstadt. 31. Jan. (Todesfall.) Im Kloster St. Trudpert, wo er seine letzten Jahre verbrachte, verstarb im 82. Lebensjahre Pfarrer a. D. von Rotenberg, Theodor Herold, früherer Kämmerer oes Kapitels Waibstaot. P Meckeshcim, 31. Jan. (Aus dem evang. Kirchendicnst.) Für den nach Pforzheim versetzten Serdle wurde Vikar Werner, bisher in Kleinsteinbach, angewiesen und hat seinen Dienst vor einigen Tagen angetrelen. --- Möachzell, 31. Jan. (Landwirtschaftlicher Bortrag.) Am Sonntag wurde hier ourch Kreisobstbau-Oderinspektor Brucker- Heidelberg ein Bortrag über die Pflege und Düngung des Obst- baumes abgehalten. Bürgermeister Georg Klug begrüßte die zahlreich Erschienenen. Kreisobstbau-Oberinspektor Brucker-Hei- delberg schilderte die Pflege und Düngung des Obstbaumes. Als Hauptdünger für eine richtige Zucht kommen hauptsächlich in Betracht Kalk, Thomasmehl, Superphosphat uns Pfuhl. Sodann referierte der Redner über Zwecke und Ziele eines Obstbau- oereins, der es vermochte, schon manches Problem zu lösen. Er forderte die Anwesenden auf, sich auch an den Obstkreisvercin: des Bezirks anzuschließen. Erfreulicherweise hat sich auch eine stattliche Anzahl Landwirte als Mitglied angemeldel. Anschließend sprach Gutspächter Johann Fellmann hier hauptsächlich über die Veredelung der Obstbäume. Er ermahnte die Erschienenen ihre schlechttragenden Bäume umzupropfen und durch gute Sorten zu veredeln. % llnterschwarzach, 30. Jan. (Staat!. Holzvcrsteigerung.) Das Forstamt Neckarschwarzach versteigerte 374 Ster Scheitholz zum Preise von 14—16 Mk., 310 Ster gemischtes Rollenholz zu 10—11 Mk. den Ster und 7100 buchene Wellen zu 12—19 Mk. das Hundert. — In Neckargerach versteigerte die staatliche Forstverwaltung 419 Ster Scheitholz zu 13 Mk. den Ster, 93 Ster Buchen-Rollenholz zu 8—9 Mk. und 105 Ster Reisprügel zu 6—7 Mk. Für die Wellen war wenig Nachfrage. --- Wiesloch. 31. Jan. (Generalversammlung.) Der Unterbadische Ravfahrerverband. Sitz Walldorf, hielt am vergangenen Sonntag im Gasthaus „Zum deutschen Hof" hier seine oics- jährige Generalversammlung ab, oie sich eines lebhaften Besuches erfreuen kann. Sie wurde eröffnet durch den Bundesvorstand Herrn Fr. Matheis. Aus dem Tätigkeitsbericht geht hervor, daß der Bund im verflossenen Jahr eine äußerst rege Tätigkeit entfaltet hat. Die Neuwahl ergab: 1. Borstand Fr. Maiheis- Walldorf, 2. Vorstand F. Herb-Nußloch, 1. Schriftführer Hans Matheis-Walldorf, 1. Kassier Müller-Reilingen, 1. Bundesfahr- wart Schler-Nußloch. 2. Bundesfahrwart Bender-Tairnbach. Als Beisitzer: Sauer-Dielheim, Hotz-Mühlhausen, Eberle Wiesloch, Bär-Sandhausen und Geiger-Waldangelloch. -= Baiertal, 31. Jan. (Die Pferdezvchtgenossenschaft Wiesloch) hatte am Samstag hier eine Versammlung, die gut besucht war. Veterinärrai Hock (Heidelberg) sprach über den Stand der Maßnahmen zur Förderung und die Aussichten der Pferdezucht. Eine rege Aussprache schloß sich an, wobei die wichtigsten Pferdezuchtfragen zur Behanolung kamen. Man war der Ansicht, daß die Aufzucht eines guten Pserdematerials, des schweres Pferdes rheinisch-deutschen Schlages, gerade für die Gemar- kungsverhältnisie Wiesloch geboten erscheine. * Walldorf, 31. Jan. (Todesfall.) Am Sonntag, den 29. Januar, starb hier der Altveteran Jakob Herrmann im Alter von 81 Jahren. Mit ihm ist das Häuflein der alten Frankreichkämpfer auf folgenoe fünf zusammengesunken: Ludwig Astor, Valentin Mag, Ludwig Vogel, Friedrich Vogel und I. Nauert. * Sulzfeld, 31. Jan. (Lichtbildervortrag.) Am Freitag abend sprach im hiesigen Rathaussaal Kinderarzt Dr. Kappes-Karlsruhe über das Thema: „Wie pflege ich mein Kind?". Der Redner behandelte in leichten und sicheren Strichen das Bild der modernen Kinderpflege, er betonte in anschaulicher Weise die vorbeugende Wirkung einer richtig angcwendeten Kinderpflege, darüber hinaus ging des Redners Weisung an das Volk und die Nation, für deren Gesundung ein kräftiger Kinderstamm die Voraussetzung bildet. Lichtbilder unterstützten die in ihrer Art überaus wertvollen und sachverständigen Darlegungen und ver- halfen den zahlreichen Zuhörerinnen, sich hineinzufinden in ihre Aufgaben. Erfreulicherweise hat der starke Besuch kungetan, ein wie lebhaftes Interesse innerhalb der hiesigen Gemeinde für diese Themen besteht. * Sulzfeld, 31. Jan. (Zimmerbrano.) Gestern abend erklangen plötzlich die Sturmglocken. In oem Hause des Gottlieb Brüssel war dadurch ein kleiner Brand entstanden, daß die dem Herde zu nah ausgehängten Kleioer Feuer fingen. Glücklicherweise konnte durch oas rasche Zugreifen der Nachbarn das Feuer in kürzester Zeit gelöscht werden, wobei sich die Wasserleitung hervorragend bewährte. Der Schaden ist von keiner Bedeutung. = Bruchsal, 31. Jan. (Notlandung eines französischen Militärflugzeuges.) Am Samstag nachmittag mußte hier ein französisches Milirärflugzeug. das infolge starken Nebels die Flug- iichtung verloren hatte, notlanden. Bei der Landung geriet das Flugzeug in einen der Entwässerungsgräben und überschlug sich. Im Eichelberg tätige Arbetter eilten herbei und befreiten den ebenfalls über Kopf befindlichen und angeschnallten Flieger aus seiner recht unangenehmen Lage,- er blieb unverletzt. Die dann erschienene Polizei gab nach Einsichtnahme der Papiere das Flugzeug wieder frei, da es den Militärflugzeugen der Entente erlaubt ist, deutsches Gebiet zu überfliegen. — Karlsruhe, 30. Jan. (Die evang. Landeskirche und der Bolkstrauertag.) Auch in diesem Jahr soll am Sonntag Remi- niscere wieder ein Bolkstrauertag veranstaltet werden. Der Evang. Oberkirchenrat empfiehlt deshalb den Kirchengemeinderäten, Kir- chenvorständen und Geistlichen, den Gottesdienst am 4. März dem Bolkstrauertag entsprechend zu gestalten und dabei der im Krieg Gefallenen zu gedenken. Aus diesen Tag ist zugleich die Erhebung einer Kollekte angeordnet, die zum Teil für die Zwecke der Kriegsgräberfürsorge, zum Teil für besondere durch den Krieg geschädigte Gemeinden der evang. Landeskirche bestimmt werden soll. ** Mannheim, 1 . Februar. (Tödlicher Unfall.) In einem Hause in G 7 ist vorgestern nachmittag eine au die Hofmauer angelehnte Billardplatte mngefalleu und hat einen 3% Jahre alten Knaben, der mit andern Kindern dort spielte, erschlagen. Das Kind ist bei seiner Einlieserung in das Städtische Krankenhaus gestorben. Eine Untersuchung ist eingeleitet. ** Mannheim, i. Februar. (Freiwilliger Todrj Vorgestern vormittag wurde ein verheirateter Kraftwagenführer in der Küche seiner Wohnung in der Neckarstadt tot ausgefunden. Er hatte stch einaclchloffen und den Gashahn aeöfsnet. Zerrüttete Familienverhältniffe sollen die Ursachen der "Tat sein. ** Ludmigshafe« a. Rh., 1. Febr. (Tödlicher Motorradunfall.) Ein schweres Motorradunglück ereignete sich zwischen Oggersheim und Maxdorf. Zwei Motorradfahrer, die je einen Beisitzer mit stch führten, stießen zusammen. Während der eine Motorradfahrer und die ihn begleitende junge Dame mit leichten Verletzungen davonkamen, wurde der 21 Jahre alte, aus Sachsen gebürtige, in Ludwigshafen wohnhafte Arbeiter Franz Schiebler sofort getötet,^ während sein Begleiter, der 20jährige Arbeiter Gustav Sehläf- ler aus Friesenheim, schwer verletzt wurde. ** Karlsruhe, 31. Januar. Redakteur Hermann Kadel schied aus der Redaktion des „Volkssreund" aus. Volle 20 Jahre war er in der Redaktion des Blattes tätig. An seiner Stelle ist Redakteur Grünebanm in die Redaktion des „Volksfreund" eingetreten. ** Marlen, 1. Febr. Bei einer vor einigen Tagen hier abgehaltenen Hochzeit scheuten die beiden Pferde infolge Lösens des Wagscheites und rasten, als auch noch beide Zügel zerrissen waren, mit sieben Insassen des Wagens einem Anto entgegen, das ihnen auf der Hauptstraße entgegenkam. Das Stutzen der Pferde vor dieser Erscheinung benutzte der 17jährige Führer des Gefährtes, um sich anf das Handpserd zu schwingen, wodurch es ihm gelang, die scheuen Pferde zum Stehen zu bringen, bevor der leichte Wagen bei einer scharfen Kurve hätte Umstürzen und vielleicht Todesopfer fordern können. ** Ebringen, 1. Febr. (Unfall.) Ein bedauerlicher Un- glückssall ereignete sich dadurch, daß dem ledigen 23jährigen Alois Thoma beim Futterfchneiden mit Motorbetrieb die rechte Hand stückweise abgeschnitten wurde. Er mutzte irr die Klinik verbracht werden. ** Säckingeu, 1. Febr. (Tunneleinsturz.) Bei den Uu- terminieruugsarbeiten zum Verlegen der Gasfernleitung nach Waldshut stürzte der unter dem Gießenbach hergestellte Tunnel, der schon ziemlich weit vorgetrieben war, plötzlich ein. Das Wasser drang in den Schacht und zerstörte dort die vorgenommrnen Arbeiten. Durch Ableiten des Wassers mußte der Schaden wieder repariert werden. ** Obcreggingen bei Waldshut, 1. Febr. (Brand.) Am Montag abend brannte das Wohnhaus und Oekonomiege- bäude des Landwirts Hermann Würth bis auf den Grund nieder. Das Haus war ein altes Holzhaus und gehörte zn denjenigen Häusern, die bei dem großen Brande in Obereggingen von 1856 verschont blieben. Das Vieh und die Fahrnisse konnten gerettet werden. ** Lörrach, 1. Febr. (Selbstmordversuch.) Ein Elsen - Hahnbeamter, der in Lörrach in der Schwarzwaldstraße wohnt und in dem Stellwerk in der Wallbrunnstraße seit Jahren seinen Dienst versehen hat, zeigte in letzter Zeit Anzeichen von Sinnesstörungrn. Die Eisenbahnverwaktung hat den Beamten deshalb von seinem Dienst suspendiert, um das Entstehen eines Unglücks zu verhindern. Aus diesem Grunde versuchte sich vorgestern die Frau des Beamten mtt Lysol zu vergiften. Der Vorgang wurde noch rechtzeitig bemerkt und die Frau in bedenklichem Zustande ins Krankenhaus überführt. Ein 3 jähriges Kind von der Straßenbahn überfahren und getötet. Karlsrnhe, 1. Febr. Gestern vormittag kurz vor 11 Uhr wurde das 3% Jahre alte Bübchen des Obersteuersekreiärs Holler, wohnhaft in der Moltkestraße, von der elektrischen Straßenbahn, die in die Moltkestraße erubog überfahren. Das Kind war unter die Schutzvorrichtung geraten und etwa sechs Meter geschleift worden. Die Verletzungen waren so schwerer Natur, daß das Kind auf dem Transport nach dem Krankenhaus starb. Es muß als ein bodenloser Leichtsinn einer Mutter angesprochen werden, wenn diese ein 31-jähriges Kind ohne Aufsicht über die Straße zum Metzger schickte, nm Fleisch zu holen. Bcleidigungsprozeß vor dem Amtsgericht. Karlsruhe, 1. Febr. Der Ingenieur A. Busack aus Stuttgart, Generalvertreter der Elektrobranche, war im Jahre 1925 in einem Disziplinarverfahren als Zeuge vernommen worden und hatte, weil er stch bei der Auftragserteilung durch das Baöenwerk benachteiligt glaubte, zu Protokoll gegeben, er betrachte die Verhältnisse im Badenwerk als „Sau- stall und Mißwirtschaft". Diese beleidigenden Ausdrücke veranlaßten den Direktor Rudolf Fettweis vom Badenwerk, gegen Ingenieur Busack Privatklage wegen Beleidigung zu erheben, die gestern vor dem Amtsgericht mit der Einstellung des Verfahrens endete, da Zweifel bestehen, ob die Klage rechtzeitig eingereicht worden ist. — Der Beleiüigungs- prozeß Rudy, der die verschiedentlich in der Oeffentlichkeit erhobenen Borwürfe gegen das Badenwerk zum Gegenstand haben wird, beginnt am 23. Februar vor dem Karlsruher Schöffengericht. Karlsruhe, 31. Jan. (Schwurgerichtstagung.) Die nächste Sitzungsperiode des Schwurgerichts Karlsruhe beginnt am Mittwock. den 15. Februar. Der ehemalige Präsident -er Zugspitzenbahu-Aktiengesetk- schast verhaftet. Junsbrnck, 1. Febr. Der ehemalige Präsident der Zug- spitzenbahn-A.-G., Dr. Stern, und der frühere Bürgermeister von Reutte, Dr. Schretter, wurden gestern auf Grund eines von der Innsbrucker Staatsanwaltschaft gegen sie erlassenen Haftbefehls in München verhaftet. Schon Anfang 1927 war gegen Stern und Schretter der Borwurf erhoben worden, daß sie ohne Wissen des Gemeinöe- rates bedenkliche sinanzielle Operationen mit Gemeindegeldern vorgenommen hätten. Im Dezember 1927 hat dann die Gemeinde Reutte gegen den Präsidenten der Zugspitzeu- bahn-A.-G. und früheren Vizebürgermeister Dr. Stern, sowie gegen den früheren Bürgermeister Dr. Schretter bei der Staatsanwaltschaft die strafrechtliche Verfolgung wegen finanzieller Mißbräuche beantragt. Die plötzliche Verhaftung erfolgte, weil sowohl Fluchtverdacht als auch Verdunkelungsgefahr Vorlagen. Ein norwegischer Dampfer im Mittelmeer ges«nke«. Paris, 1. Febr. Wie die Morgenpresse aus Athen berichtet, hat der französische Dampfer „Carananie" die Mannschaft des norwegischen Dampfers „Gruck" ausgenommen, der von einem türkischen Schiff gerammt wurde und gesunken ist. Rene französische Gewalttaten rm besetzten Gebiet. Trier, l. Februar. Nach einer Meldung aus Bitburg ist die dortige Pfadsindergruppe, die bereits seit Jahren besteht, plötzlich von den Franzosen verboten worden. Die drei Führer sollen vor ein Kriegsgericht gestellt werden. Bankraub in Chicago. Für 160000 Mark Juwelen gestohlen. London, 1. Febr. Der Kassierer der industriellen Staats- ttt Smeft «tri* ff*Y» ^ ülllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll'Mlllllllllllllllllllllllllllllllllll l llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllH Rr. 27. Jahrgang 1928. Der Laadbote * Sinshet»« Zeitrmz. Mittwoch, den 1. Februar 1928. und gezwungen, um 7 Uhr morgens oen «ankirefor zu öffnen. Die Banditen fesselten den Kassierer, stahlen für 160000 Mark Juwelen und entkamen. Dies ist der dritte Bankraub dieser Art in Chicago innerhalb eines Monats. Lindbergh's Südamerika-Flng. London, 1. Febr. Oberst Linöbcrgh ist nach Zurücklegung der schwierigsten Etappe seines Südamcrikasluges am Montag nachmittag von Bogote in Columbien kommend in Maracay in Venezuela eingetrofsen. Nach Zurücklegung von etwa 125 Meilen, war er zur Kursänderung gezwungen, da sich die Andenüberfltcgung als zu schwierig erwies. Linöbergh entdeckte schließlich einen Gebirgseinschnitt und überquerte diesen in 4000 Meter Höhe. Eine zweite ernste Schwierigkeit bildeten Sturm und Wolken. ' Die beiden französischen Flieger Costes und Le Brix sind gestern aus Guatemala in Mexiko City eingetroffen «nd wurden durch den Präsidenten Calles begrüßt. Milttär gegen Streikende. Hendaye, 31. 3an. Nachrichten von der spanischen Grenze zufolge ist in Barcelona ein großer Streik ausgebrochen, gegen den die spanische Negierung Truppen, darunter Artillerie und Kavallerie konzentriert. Fu Unruhen in oen Arbeitervierteln ist es bisher nicht gekommen. Evangelischer Wochengottesdienst füllt Donnerstag aus. Marktberichte. Pforzheimer Schlachtviehmarkt vom So. Januar. Ausfuhr: ll Ochsen. 10 Kühe. SO Rinder, 14 Karren,« Kälber, 507 Schweine. Preise das Pfund Lebendgewicht: Ochsen 65—57, Fairen 40-53, Kühe 28-40, Rinder 55-61, Schweine 55—61. Offizielle Preise der Mannheimer Produktenbörse vom 30. Januar 1928 Preise verstehe» sich per Ivo 1*8 olles in Reichsmark zahlbar Neueste amtliche Kurse mitgeteilt von der Berrttisbank. e. G. m. b. H. Sinsheim, vom 1. Februar 1928 Valetta: «blöfungSschuld mit SusioluugSschetn > ohne Auslofungsscheln . Baafcaktte Bad. Bank Darmstädler- «nd Rartonalban! Deutsche Bank . Deutsche BeretnSbaul Dresdner Bank . Mitteldeutsche Credttbanl - RcichSeank . ... Rhein. Uredttbauk Südd. DiSconko W. . . Seegaietka * Aktie» Ui ".o sn 16.65 tn 173 162 104 156,15 20 « 183,45 bl 14« in o/o 187,45 11.6,50 118,74 ll",5« 105,25 t arpener Bergbau alt Westeregel» . . . WanneSmunnrShrenwerle. ManSselder Bergb. u.Hütteuw Lberschl. Eisenb. Bedarf . Phönix Bergbau u.Hüttenbetriet 101,-5 Salzwerl Hellbronn . 1«8 Bereinigte Königs» Laurahütte 82,50 Aktie» iabaftr. Unternehmungen: in °/o Sllg. Klette. Etammaltlen. . 146,35 Bad. Elektrizität Mannheim . — Bad» Maschinen Durlach . 114 Eememwerk Heidelberg . Daimler Rotoren . Dlfch. Said- na Silverscheide. «lettr. Licht und «rast . Eniaill.llnv Stanzwerl Ullrich . Farbentnduftrie Ärihner Maschinen Durlach . Karlsruher Maschinen . . Knorr Hellbraun . Mainkraftwcrle Höchst . , Neckarsulm.r Fahrzeugwerke . Schultert Klette. Nürnberg . SeUlnduftrle Wolss . Süvd. Zucker Zellstoff Waldhof Slamaktten . Aktien dentscher Teanonortanstallea: IM «8,25 100 -2»,5° 200 Schilling 59,<8 Paris 100 Franc i«.i«6 -ttosien HO >'ir .44,,n 149,15 Briet 4,9005 20,46» 169 37 80,82 69,20 16 50t 22.94 Weizen, inländischer 25,50 Weizen, ausländisch. 28,50—31,00 Roggen, inländischer 25,50—25,75 Roggen, ausländ. 26,00 Braugerste, inländ. 29,00—29,50 Hafer, inländischer 23,00—24,75 Hafer, ausländischer 24,50—26,00 Weizenmehl Sp. 0 36,70-37,25 Roggenmehl 70Wo 34,25—36,25 1 Raps Tendenz: Getreide ruhig, Kleie und Mais fester. Mais (mit Sack) . Weizenkleie m. Sack Biertreber mit Sack 17,75 -18,25 Roh-Melastc . . - Wiesenheu . . Luzernekleeheu. . Preßstroh . . Gebundenes Stroh 22,00 14,25 7,20-7,80 8.60-9,20 4,40-44,80 3,80— ,20 Radio * Programm für Donnerstag, den 2. Februar 1828. Berlin (483), Köittgswusterhausen (1250), 20.30 Uhr: Marek Weber. 22.30 Uhr: Funktanzstunde. Darauf Tanzmusik. Breslau (322). 20.00 Kammermusik. 23.00 Uhr: Tanzmusik. Frankfurt (428), 13.30 Uhr: Kassel: Mittagsständchen der Haus- kapellc. 15.30 Uhr: Fugendstunoc. 16.30 Uhr: Konzert des Hausorchesters, Operetten. 17.45 Uhr: Die Lesestunde. 18.30 Uhr: Vorträge. Anschl. Uebcrtragung v. Stuttgart. 22.30 Uhr: Uebertragung v. Berlin. Hamburg (394), 20.00 Uhr: Fngeborg Aiwrescn, zu ihrem 50. Geburtstage am 30. Januar. Anschl. Uebertragung des Konzerts a. d. Cafe Wallhof. 23.30 Uhr: Tanzfunk. Köln (283), Langenberg (468), 20.00 Uhr: Funktanzstunde. 20.30 Uhr: Leichte Musik. Anschl. Nachtmusik und Tanz. Königsberg (329), 20.05 Uhr: „Liebfrauenmilch". Ein Spiel um die Ehe in vier Stationen von Heinrich Flgenstein. Leipzig (385), 20.15 Uhr: Jigeunennustk. 22.15 Uhr: Funk- ziranger. 22.30 Uhr: Funkstille. Mii>che» (535), 20.00 Uhr: „Der büße Geist Lumpazivagabundus" Zauberpofsr mit Gesang v. Foh. Restroy. 22.20 Uhr: Tanzmusik. Stuttgart (379). 12.30 Uhr: Schallplattenkonzert. 16.30 Uhr: Frankfurt: Konzert oes Rundfunkorchesters, Operetten. 18.31 Uhr: Borträge. 19.35 Uhr: Freiburg: Klaviermusik a. d. 18. Fahrhunoert. 20M) Uhr: „Wenn der junge Wein blöht". Lustspiel v. Björnstjerne Djörnion. Daveutry-Experimental (4SI), 18.45 Uhr: Tanzmusik. 21.09 Uhr: Sendespiel. 21.45 Uhr: Instrumental- und Bokalkonzert. 22.30 Uhr: Klaoiervorträge. 23.15 Uhr: Militärorchesterkonzert. Daorutr, (1600), London (331), 13.00 Uhr. Konzert. 16.00 Uhr Adendgottesdicnst. 17.00 Uhr: Konzert. 18.00 Uhr: Orgelkonzert. 18.15 Uhr: Kinderstunde. 19.00 Uhr: Daventry- Quarlett. 20.15 Uhr: Moderne französische Klavierwerke. 20.45 Uhr: Orchester- und Chorkonzert. 22.15 Uhr: „Meine persönlichen Erinnerungen an Brahms". 22.35 Uhr: Bunte Charlott-Stunde. 23.30 Uhr: Tanzmusik. Paris (1750), 13.30 Uhr: Konzert. 16.40 Uhr: Kinderftunke. 21.30 Uhr: Konzert mit Rezitationen. Wien (517), Die Angabe der nachfolgenden Uebertragung erfolgt durch den Sender. Zürich (588),. 20.00 Uhr: Klavierabend. 21.00 Uhr: Heilerer Liederabend. Prag (348)». 20.10 Uhr: Aus alter Zeit. 20.30 Uhr: Schauspiel- Radio-Dertrieb E. Slhick, Uhrmachrrmeifter. SlNShlliM Ü. E. De. Setbt-Berrreter — Lager t» relefunken -RSHren, Anode». Batterie» — i lichen Srsatzteileu, Barta-Akkumulatoren*Ladestatton. — Telefon NS. Radio-LU eratur. Programm-Zcitschristei bei 3. Soll. Buchhdlg„ Sioshei»..! 1' II"I 1 1 IMMMMMWII—III llirir 11I!Il» ~i Wetterbericht. Karlsruhe, 31. Januar. Das gestrige Temperaturmittel: lag zum ersten Male wieder seit dem Januar unter dem langjährigen Normalwcrt. In der vergangenen Nacht erreichte uns das der Tiesdruckrinne über der Nordsee »ft- wärts vordringende Regengebiet und hat im Süden bereits meistens Niederschläge abgelieseri. In de» mittleren Lagen schneit es heute früh wieder. Tie Druckrinne füllt sich langsam auf, während die isländische Anklone stationär geblieben ist. Für morgen steht nach Durchzug des Regengebietes noch trockenes, wechselnd wolkiges Wetter in Aussicht. Iiiiiliii'iiiiiiiiiiiiiiiisiiiiiiliiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiliiiiiiiiiiiiiiiiiiiilliiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiliiiiiiiiiiiiiiliiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiliuiilliiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiliiiiliiiiiiiiiiiiiiiiiliuiiiiiiiiiiiiikiiiiiiiiiiiiiiliiiiiiiiiliiiiiiiliiiiiiiiiiii» miiiiiiniiiiniiniiHiiiimiiniHifflBfflBKg EISSE Bett-Wäsche ca. 80x80 cm groß, glatt, oc gebrauchsfähige Qualiiät 0« H liisentas frVTJÄ'“:" 1.45 80x80 cm, starkfädige Cre- 4 AR tonne, 3teilig gebogt . . luo hierzu, 150x250 cm, Cre- n CA tonne gebogt .... I»«" 80x80 cm, schwere Hans- O QJT tucbqual., 3 Durchbrüche utUu hierzu, 160 x 250 cm, la. H rj{T Haustuch, 3 Durchbrüche !•»«* 80x80 cm, kraft, westfäl. 9 nc Halbleinen mit Hoblsaum *»•!*» hierzu, 160x250 cm, westt. Q nc Halbleinen mit Hohlsaum »•«*» mit Stickerei, Einsatz Oberhettucli 1.75 Oberhettüch Partdekisses Paradekissen ftÄw soUder OkerbettBCli& u ’LSÄ. . 10.50 Unterhettach 3.25 Tisch-Wäsche Ifilinnv 80x80 cm, bunter Kunstler- nillCUÄ druck , . . 1.45, 1.25, 95, 110x150 cm, echtfarbige Karodessins . . . 2.45, 130x160 cm, Ia. Crepegewebe, indanthren Q . . Eniutlurrippbe 130x160 cm . Granit RUDSlItrUBtRC e .htfarb. Künstlerdruck Tie«|(4nf>li 115x130 cm, bekanntes lli(DUlbO Karomuster. fapvisMo hierzu passend dvillBlH. 60x60 cm groß. 75» 1.95 4.50 TiffMnrh 120x150 cm > schwere IlibUUibU westtäische Qualität . . . (erVlDtto hierzu passend esilietle 60x60 cm groß. »mntiindind S,™ Damattteniettt LL.7L«. . 40x40 cm groß reizendeMuster 160x250 cm groß moderne Zeichnung. 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