928. li 1928. n ver- esia in st dem Soweit g sind, lDAC- artter- n Köln rehmer ren in räßigte ßungs- Abend fa bis rräöer Notor- n. Im von frage« Deut- >euische > Uhr: " 20.30 reslau: 0 Uhr: >arauf: Iahr- Olym- md bei mpische Lanz. Funk- „Ma- Ueber- Uhr: titiann rmische Uhr: erkon- 12 . 0 « 15.00 Tanz- zmusik. Grund* „La- Bunte linde. «hatrette E. »tion hei« das Lud- freu- idern der Er- nur chen rufe* nfer de« ein- • • Ve 2 // Erscheint ISglich ih« Ausnahme der Feiertage. Bezugs-Preis: Durch diePost bezogen und durch tzeu Briefträger und unsere Austräger frei ins Laus monatlich Goldmarfe 1.80 Der Bezugspreis ist im BorauS zu entrichten. « n Fällen von höherer Gewalt tz^steht kein Anspruch auf Liefer- per Zeitung oder auf Rückzahlung des Bezugspreises. Geschäftszeit 0r8 bis 5 Uhr Sonntags geschloffen. Derusprech-Anschluh Nr. 488 Der Lanöbote §»n§Keimer General-Anzeiger für das Zeitung?«Zs fenz-und 5cku>arzbacKtal Kelleste und verbreitetst» Leitung dieser Gegend. Yaupt-Knzeigen-Matt Anzeigen-Preife: Anzeigeu: Die 33 mm breit» Millimeter-Zeile 6 Goldpfg. Reklamen: Die 92 mm breit, Millimeter-Zeile 20 Goldpfg. Grundschrift im Anzeigen- und Textteil ist Petit. Bei Wiederholungen tariffest«» Rabatt, der bei Nichtzahluninnerhalb 8 Tagen nach Rechnungsdatum oder bei gerichtlicher Betreibung erlischt. Anzeigen - Annahme bis 8 Uhr vormittags; größere Anzeigeu müssen am Tage vorher aufgegeben werden. Bank-Konto: Deretnsbanfe Sinsheim e. G. m. b. L. Ozeanflieger-Fefttag in Berlin Vizekanzler Hergt, der englische u. amerikanische Botschafter begrüßen die Ozeanflieger Große Begeisterung der Berliner Berlin, 20. Zuni. Festlich hat Berlin die Flieger empfangen. Eine unzählbare Menschenmenge erwartet das Geschwader, das nach 2 Uhr in Tempelhof landet. Ovationen. Hochrufe, Begeisterung, die wie ein Taumel die Menschen packte. Hergt als Vertreter der Reichsregierung begrüßte sie. Die Worte verhallten — dann scholl aus hunderttausend Kehlen das Deutschlandlied über den Flugplatz. Oberbürgermeister Böß, Reichstagspräsident Löbe sprachen Willfeommensgrüße, der englisch« Botschafter Sir Ronald Lindsap begrüßte besonders den Major Fttzmaurice, der amerikanische Botschafter pries den Ost-Westflug als eine Tat zum Frieden. Die amerikanische und irische Nationalhymne erklangen. Dann mußten die Flieger selbst sprechen. Kaum fähig waren sie der Wotte über diesen begeisterten Empfang. Aber das Publikum rief immer wieder ihre Namen. Als erster dankte Hauptmann Köhl für den glänzenden Empfang: Wieder bin ich hier auf dem Flugplatz, sagte er, wo ich seit Jahren gearbeitet habe, woch ich mich des Nachts berauschen konnte an dem Lichtermeer dieser unserer deutschen Stadt Berlin. Sie sind hier erschienen, um uns zu begrüßen, in einer Zahl, die ich bei einer minder festlichen Veranstaltung nicht erlebt habe. Heißen innigen Dank dafür! Das, was wir von hier aus unternommen haben, ist ausgeklungen in eine große Begeisterung der Nation. Wir sind Gott dem Allmächtigen Dank schuldig, daß er uns den Flug hat gelingen lassen. Wir bringen Ihnen Grüße vor allem aus dem großen mächtigen Kontinent, von dem großen amerikanischen Volke, ebenso von allen Stammesbrüdern, die uns immer wieder gesagt haben: Grüßt mir die alte Heimat! Wir haben drüben erst einen Begriff davon bekommen, was deutsches Blut dort in der neuen Welt geschaffen hat. Herr Botschafter, nehmen Sie unseren herzlichsten Dank für das, was das amerikanische Volk uns gegeben hat, für den guten großen Willen, den es für unser Volk gezeigt hat. Möge die Brücke durch die Lust über den Ozean, deren Pfeiler in Irland steht (lebhafter Beifall), dessen besten Piloten ich Ihnen in Major Fitzmaurice vor- stelle, möge diese Brücke die beiden Länder auch weiter verbinden. Das walte Gott! Den Fliegern wurden dann Blumen urtb Kränze überreicht, die sie zudeckten. Dann mußte auf lebhafte Zurufe hin auch Fitzmaurice noch einige freundliche Wotte an die Menge richten, in denen er dem Gedanken Ausdruck gab, der ihn über den begeisterten Empfang bewegte. Zum Schluß hielt Herr von Hünefeld mit weitklingender Stimme noch eine kurze Ansprache, in der er sich dem Dank seiner Kameraden anschloß, und sagte, daß ihn besonders der Blumenstrauß erfreut habe, den ihm die Tochter des Ministerialdirektors Brandenburg vom Reichsverkehrsministerium überreicht habe. Bon Hünefeld gab dem Wunsche Ausdruck, daß dieser Flug auch dazu beitragen möge, dte Gegensätze im deutschen Volke zu mindern« so wie er es in Amerika in so wunderbarer Weise erlebt habe. In Bremen seien Abordnungen des Stahlhelms und des Reichsbanners erschienen, um ihre Glückwünsche zu überbringen. Das sei ein Ereignis, das bisher noch nicht dagewesen sei. Bon Hünefeld schloß mit der Hoffnung, daß dieses erfreuliche Anzeichen des Zusammengehens sich weiter auswirken werde. Nach den Ansprachen seitens der Flieger brach die Menge immer erneut in jubel rde Hochrufe aus. Auch Frau Köhl und Frau Fitzmaurice mußten sich zeigen. Sie winkten der Menge fröhlich bewegt zu. Die Flieger wurden dann zu dem Auto geführt, das neben der Ehrenkompagnie der Rerckswehr hielt, und traten die Rundfahrt an den Zuschauern vorbei an. Während der langsamen Fahrt wurden ihnen immer neue und stürmische Ovationen dargebracht, bis sie sich schließlich in der großen Westhalle der Deutschen Lufthansa im Kreise der Ehrengäste zu einem Imbiß niederließen. 4000 Tempelhofer Schulkinder brachten ihnen eine besonders finnige Ehrung durch den Gesang deutscher Volkslieder dar. Schießerei im Belgrader Varlament Raditfchö Reffe gelötet — Stephan Raditfch verletzt Belgrad, 20. Juni. In der Skupschtina kam es heute zu einer blutigen Schteßerei, der Paul Raditfch, der Neffe Stefan Ra- ditfchs, zum Opfer fiel, während mehrere andere Abgeordnete der kroatischen Bauernpartei, darunter Stefan Raditfch selbst, ferner Dr. Pernar und Dr. Basaricek, schwer verwundtt wurden. Die Opposition setzte heute ihre Obstruktion fort, wobei es wiederholt zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Regierungspartei und Opposition kam. Hierbei bediente sich Stefan Raditfch wieder der schärfsten Ausdrücke. Der allgemeine Lärm veranlaßte schließlich den Präsidenten, die Sitzung zu unterbrechen. In diesem Augenblick zog der Abgeordnete der radikalen Pattei, Punisa, Rakitsch, eine Pistole und gab mehrere Schüsse gegen die Bänke der Raditschpartei ab. Der erste Schuß traf Paul Raditsch, den Neffen Stefan Raditschs, des früheren Ministers, der sofort tot zusammenbrach. Die Abgeordneten der radikalen Partei stürzten sich auf den Attentäter Rakitsch, doch kamen sie zu spät, denn dieser hatte inzwischen alle Patronen seiner Pistole abgeschossen. Hintergründe und Befürchtungen. Men, 20. Juni. In Kroatien wird die Nachricht von der schweren Verwundung des Bauernführers Stefan Raditsch und und vom Tode seines Neffen Paul Raditsch wie ein Blitzstrahl einschlagen. Denn die Popularität der Raditsch war groß. Sie übten eine unumschränkte Herrschaft über die Bauernmassen aus Paul Raditsch war ein weit gemäßigterer Parlamentarier als sein Onkel Stefan, der als Demagoge ganz unberechenbar war. Paul Raditsch war ein Mann von bescheidenem Aeußern, klugem Wesen, der seine Hauptaufgabe darin sah, die Launen und Ausfälle des Agitators Stefan Raditsch zu zügeln. Die tödliche Kügrl traf vielleicht den einzige» Mann der kroatischen Bauernpattei, der Einfluß genug besaß, den Frieden und den Ausgleich mit den Serben durchzuführm. Die aufs äußerste gespannten innervolitischen Gegensätze innerhalb der Belgrader politischen Parteien werden erst dann verständlich, weint man sich die prekäre außenpolitische Lage des jugoslawischen Staates vergegenwärtigt. Als Außenminister Marinkowitsch im Frühjahr von der Bölberbundstagung nach Belgrad zurückkehrte, wußte man, daß ihm von Briand und Ehamberlain nahegelegt worden war, durch die Unterzeichnung des Nettunoverirags und die Erneuerung des Schiedsgerichts- und Freundschastsvertrags die Beziehungen zu Italien zu verbessern. Zur Unterzeichnung des Vertrages war aber die Bildung einer Konzentrationsregierung unbedingt notwendig. In Belgrad entschloß man sich zwar, die Slowenen in die Regierung hineinzunehmen ynö ihrem Führer Dr. Korosetsch das einflußreiche Innenministerium anzuvcttrauen. Eine Einigung mit den Kroaten, die auch ihren Anschluß an die Regierungskoalition gebracht hätte, blieb aber aus. Gefährdung des Kabinetts Poincare Paris, 20. Juni. Bei den Wahlen zu den parlamentarischen Kommissionen hielt sich die Gruppe Loucheur zur Linken mit dem Erfolg, daß Paul-Boncour zum Vorsitzenden der außenpolitischen Kommission, Maloy zum Vorsitzenden der Finanzkommission gewählt wurde. Die Rechte war über diese Wahlen sehr verstimmt und überlegte sich, ob sie in ihrer Gesamtheit aus diesen Kommissionen austrtten solle. Man sprach sogar von einer Gefährdung hxr nationalen Mitte, einer Gefährdung des Kabinetts Poincare. Die Rechtsparteien mache» jetzt Poincare selbst für diesen ihren Mißerfolg verantwortlich Ihre Presse meint, das Kabinett Poincare sei gefährdet, der Matiu spttcht von der drohenden Regierungskrise und erläßt einen dringenden Appell zur Einigkeit im Interesse der Stabilisierung. Rechtsstehende Zeitungen meinen, nach dieser Wahl, die ein Wiederaufleben des Linkskartells bedeute, bleibe Poincare nichts übrig, als nach der Stabilisierung zu demissionieren. Man spricht schon von dem Nachfolger und tippt auf Iouvenel, Paul-Boncom, Besnard und de Monzie. Deutsch-französische Wirtfchassverhandlungen Daris, 20. Juni. Die zwischen der deutschen und der französischen Regierung seit einiger Zeit geführten Verhandlungen zur Ergänzung des im August 1927 Unterzeichneten Handelsvettra- ges haben heute ihren Abschluß gefunden. Es hat sich dabei insbesondere darum gehandelt, die Auslegung strittiger Ausführ- ungsbestimmngen zu präzisieren und die Praxis der Zollbehörde; die verschiedentlich zu ungewollten Erschwerungen des beiderseitigen Handelsvettrages geführt hat, zu einem vollen Einvernehmen zu führen. Bon der zuständigen Stelle wird darüber folgendes muniquee ausgegeben: „Der deutsche Botschafter in Paris von Höfch und der Ministerialdirektor im Rcichswirtschaftsministerium Dr. Posse haben heute mit dem französischen Außenminister Briand und dem französischen Handelsminister Bokanowski zwei Protokolle unterzeichnet, von denen das erste die Berzollungsbe- dingungen gewisser deutscher und französischer Waren festgesetzt, bei denen seit Inkrafttreten des Handelsabkommens vom 17. Aug. gust 1927 ^Schwierigkeiten entstanden waren. Das zweite Protokoll ist ein Zusatzabkommen zum Handelsabkommen vom 17. August 1927, das die durch das Augustabkommen für eine geringe Anzahl von Erzeugnissen festgelegte Tarifierung ttchtig stellt." Des weitere» ist durch Notenaustausch eine Anzahl von strittigen Punkten Verwaltungsmäßiger oder ordnungsmäßiger Art geregelt und dir Durchführung des deutsch-französischen Abkommens für den Warenaustausch zwischen Deutschland und dem Saargebiet vom 23. Februar 1928 auf Grund der gemachten Erfahrungen mit den notwendigen Abänderungen versehen worden. Durch die Unterzeichnung des Protokolls haben beide Negierungen ihren gemeinsamen Willen bekundet, jedes Hindernis für eine gesunde und fruchtbringende Durchführung der von ihnen im vergangenen Jahr abgeschlossenen Verträge aus dem Wege zu rävmen und so für den Warenaustausch eine möglichst reibungslose Abfertigung sicherzustellcn. Walter verschiebt feinen Antrag. Pcris, 20. Juni. Der elsässische Abgeordnete Walter, der u.'- sprünglich beabsichtigte, in der morgigen Kammersitzung seinen Antrag auf Freilassung von Ricklin und Rosse wieder auszunehmen, hat in einem Schreiben an den Kammerpräsidenten Bouisson erklärt, er wolle vorläufig auf seinen Antrag verzichten, da eine Abstimmung darüber in der Kammer dicht vor der Stabilisierung des Franken den Erfolg der Währungsreform beeinträchtigen könnte. Er behalte sich aber vor, seinen Antrag sofott nach der Stabilisierung wieder einzubringen, wenn die Gewähr einer unbeeinflußten Abstimmung besteht. Der Temps veröffentlicht übrigend heute den Texxt der Entscheidung, worin das Kolmarer Gericht den Hastentlassungsantrag von Ricklin und Rosse ablehnte. Es wird darin zuerst erklätt, daß sich eine Haftentlassung aus Achtung vor der Autorität des verutteilenden Gerichts nur in ganz besonderen Ausnahmefällen rechtfertigen lasse. Da nun aber Ricklin, Faßhauer und Schall in ihrem Hastentlafsungsantrag überhaupt nicht und Rosse ihn mit dem Hinweis auf seine Abgeord- neteneigenschast beantragt habe, erscheint eine Ausnahmebehandlung nicht angebracht. Es müsse daher gegen die Berutteilten des Kolmarer Gerichts unbedingt die Praxis beidehalten werden, die dte Regel gegenüber Schwerverbrechen bilde. (Der Texxt wendet hier tatsächlich den Ausdruck grand criminel an). Amundsen notgelandet. Berlin, 20. Juni. Wie ein Berliner Spätabendblatt aus Kopenhagen meldet, ist nach dort eingelaufenen Meldungen das „Latham"-Flugzeug mit Amundsen an Bord im nördlichen Polarmeer zu einer Notlandung gezwungen worden. Amundsen hat dringend um fofottige Hilfe gebeten. Kinsbay, 20. Juni. Nach genauer Prüfung seines Radioapparates startete heute früh um 6 Uhr Major Maddalena mit der „S 55" nach der Foyn-Infel, um nach Nobile zu suchen. Nobile funkt um Hilfe. Tromsö, 20. Juni. Das hiesige meteorologische Institut hörte heute vormittag 8.45 Uhr aus Welle 35 von der „Italia" aus- gefandte, sehr stark vernehmliche Buchstaben I.D.R.O., die wahrscheinlich das Rufzeichen des italienischen Flugzeuges darstellen. Um 9 Uhr hörte das Institut, wie die „Italia" eine Reche von Ziffern und Buchstaben telegraphierte, mit denen vermutlich die Lage angegeben und um Entsendung eines Flugzeuges ersucht werden sollte. ProviantversorglMg für Robtle. Oslo, 20. Juni. Die italienische Gesandtschaft in Oslo hat von der „ECitta die Milano" eine Meldung erhalten, nach der es dem italienischen Flieger Maddalena geglückt ist, Proviant in das Lager Nobiles abzuwerfen. Eisenbahnzüge, die von Srülken stürzen In der langen Liste der Eisenbahnkatastrophen bilden die Unglücksfälle, die durch Brückeneinstürze verursacht worden sind, einen ganz besonderen Abschnitt. Die grausigste Katastrophe dieser Art. die bis heute einzig und beispiellos dasteht, war der Sturz des Zuges Dundee-Leuchars in den Frrth of Tay, bei dem kein einziger von zweihundert Menschen. die sich in dem verunglückten Zuge befanden, gerettet werden konnte. Neben diesem beispiellosen Unglücks'all, den man als die größte Eisenbahnkatastrophe aller Zeiten bezeichnen kann, und der in einem besonderen Kapitel behandelt wird, verzeichnet die Geschichte der Eisenbahnkatastro- phen eigentlich nicht allzuviel Unglücksfälle dieser Art. Am 6. Mai 1852 stürzte bei Long Island Sund in Nordamerika ein Zug in den Norwalkflutz. Der Wächter hatte vergeffen. die Drehbrücke, die über den Fluß hinwegfnhrte, zu schließen, und der Zug brauste in die Tiefe hinab. Sechsundvierzig Tote waren bei dieser Katastrophe zu beklagen/ Am 20. Oktober 1874 stürzte in England ein Zug in den Cherwellfluß. da die morschgewordene hölzerne Brücke nachgab und zusammenstürzte. Bierunddreißig Menschen verloren dabei ihr Leben. Am 30. Mat 1890 stürzte zwischen l^an Francisco und Oakland — ebenfalls durch die Unachtsamkeit eines Wärters, der die Brücke über den Fluß zu schließen vergeffen hatte, — ein Zug in den Fluß und begrub zwanzig Tote unter seinen Trümmern. Zwei Brückeneinstürze ereigneten sich am 23. April 1911 in Kapland und 29. August desselben Jahres in der Nahe der amerikanischen -Ltadt Rochester — aber keine dieser Katastrophen reichte auch nur entfernt an das Unglück von Firth of Tay heran. Nur zwei Brückeneinstürze können sich mit dem Unglück von Firth of Tay einigermaßen meffen — der eine von ihnen ereignete sich in Spanien, der andere in der Schweiz. Am 27. Juni 1903 stürzte die 168 Meter lange Eisenbahnbrücke bei Cenicero in Spanien, auf der Eisenbahnlinie zwischen Balboa und Zaragoza, in dem Augenblick zusammen, in dem ein vollbesetzter Schnellzug darüber hinwegfuhr' Der Zug. der mit einer Stundengeschwindigkett von vierzig Kilometern fuhr — die spanischen Züge fahren recht langsam - sauste in den Najerillasluß. der fünfzehn Meter tief unter der Brücke lag. Der letzte der acht Pfeiler, die die L T r n '™ r b r atS feit einiger Zeit defekt gewesen, . mr» haben wiederholt gemeldet, daß sie an dem Pfeiler Riffe und Spalten beobachteten, aber die Eisen- bahngesEchaft hatte sich nicht im geringsten darum gekümmert. Ter Pfeiler war nun in der riesigen Hitze, die in lenen Tagen herrschte, noch mehr geborsten und stürzte in dem Augenblick ein, in dem die Maschine des Schnellzuges darüber hinw-gfuhr. Die Maschine stürzte in die Tiefe und riß vier Personenwagen mit — die übrigen Wagen türmte« ich aufeinander. Bon den 256 Passagieren des unverletzt, die sich gerade auf dem Korridor des letzten Wagens befunden haben — 110 Passagiere waren tot, 140 teils schwer verletzt worden. Die Ber- gungsarbeiten zogen sich außerordentlich in die Länge. Da es an erforderlichem technischen Material fehlte, und die Brücke erst vollkommen wtederhergeitellt werden mußte, dauerte es monatelang, bis der Verkehr ausgenommen werden konnte. Aber auch die Bergung ber Leichen stieß auf große Schwierigkeiten. Infolge der großen Hitze verwesten die Leichen außerordentlich schnell — schon am Tage nach dem Unglück mußten die spärlichen Rettungsmannschaften sich Karbolwatte zwischen die Zähne nehmen und in die Nase stopfen, weil die verwesenden Leichen die Luft ver- pesteten. Doch noch interessanter als die Katastrophe selbst war ibr Nachspiel gewesen. Die Untersuchung, die eingeleitet werden Nr. 143. Jahrgang 1928. Donnerstag, den 21. Juni 1928. wu&te, weil es die gesamte Oeffentlichkett des Landes ver- langte, wurde mit einer beispiellosen Nachlässigkeit geführt und diese Nachlässigkeit hatte einen sehr eigenartigen Grund: der Finanzminister war nämlich der Präsident der Eisenbahngesellschaft Balboa—Zaragloza und er tat alles, was in seiner Macht stand, um die Angelegenheit zu vertuschen. Vergebens entrüstete sich die öffentliche Meinung im höchsten Matze, vergebens verlangte die ganze Presse des Landes die energischeste Untersuchung — der allmächtige Minister Hintertrieb sie. Und als die angeschuldigten Ingenieure der Gesellschaft schließlich doch vor Gericht standen, ührten Korruption und Terror der Regierung zu einer Freisprechung der Angeklagten, obwohl die Schuld der verantwortlichen Leiter sonnenklar erwiesen war. Der Ingenieur. der die Unterschung führte, war selbst ein Angestellter der Gesellschaft, und er erhielt auch seinen Lohn — ganz kurz nach dem erfolgten Freispruch wurde er zum Direktor des technischen Personals und ganz kurz darauf zum Vizepräsidenten des Aufsichtsrates ernannt. Vielleicht noch interessanter als das Unglück von Ceni- cero war aber die Katastrophe die sich am 14. Juni 1891 bei Mönchenstein. in der Nähe von Basel, ereignete. Mönchenstein ist die erste Station auf der Bahnlinie, die von Basel nach Bern führt. Dicht vor der Station führt eine hohe Brücke über die Birs. Es war ein Sonntag. Der Zug verließ Basel um 2.15 Uhr nachmittags, vollkommen überfüllt, denn in Mönchcnstein sollte ein Sängerfest stattfinden und Hunderte von Leuten fuhren hin, um an dem Fest teilzunehmen. Als der Zug, der aus vier Personenwagen, einem Postwagen, einem Eilgutwagen und einem Gepäckwagen bestand, von zwei Maschinen gezogen, in voller Fahrt die Brücke passierte, stürzte die Brücke mit ohrenbetäubendem Getöse ein. Die erste Lokomotive hatte gerade die Mitte der 25 Meter langen, auf zwei gußeiserne Pfeiler gestützten Brücke erreicht, als die Brücke zusammenbrach. Beide Maschinen stürzten in die Tiefe und rissen mit Ausnahme des letzten Waggons, dessen Kupplung gerissen war, alle anderen Wagen in die Tiefe mit. Es war knapp vor halb drei Uhr. Vierzehn Minuten früher war der Zug aus Basel abgefahren. Tie Brücke barst fast genau in der Mitte. Der Rumpf des Vrückenkörpers schwebte noch in der Luft, darauf stand der letzte Waggon, während die anderen Wagen mit den beiden Maschinen in der Tiefe lagen. Die Passagiere dieser Wage waren fast sämtlich umgekommen. Die ersten zwei Waggons waren erster und zweiter Klaffe, aber auch ste waren überfüllt, da die Schaffner, mangels an Platz, sehr viele Fahrgäste der dritten Klasse in diesen Waggons untergebracht hatten. Von den Fahrgästen der ersten Waggons, die in den Fluß gestürzt waren, konnte fast niemand gerettet werden, sie ertranken, da sie sich nicht aus den Wagen retten konnten. Von der Maschinenbedienung hatte sich nur der Heizer der zweiten Lokomotive gerettet. „„Es war ein ohrenbetäubender Krach — erzählte er — ein Tonnerschlag. Ich wußte nichts, ich ahnte nicht einmal, was geschehen war. ich wurde plötzlich von der Maschine herabgeworfen. Aus dem Kessel strömte der Dampf in schweren Wolken, so daß ich im ersten Augenblick nichts sehen konnte. Tann bemerkte ich, baß die Maschine langsam in die Tiefe tank, während sich zu meinen Häupten der Postwagen auf den Gepäckwagen türmte. Ich hatte das Gefühl, den Fluß hinab. Ich arbeitete mich mit aller Mühe aus dem den Fluß hinab. Ich arbeite mich mit aller Mühe aus dem Kohlen Haufen, der mit mir ans der Maschine geschleudert wurde, und suchte den Maschinisten, der aber tot war. Dann zog ich das Ventil, damit der Dampf entweichen konnte, um dadurch eine Kesselexplosion zu verhüten. Herzzerreißendes Schreien und Stöhnen hörte ich von allen Seiten. Ich sah, wie viele Passagiere aus den Fenstern krochen und in den Fluß sprangen, dann sprang auch ich in den Fluß. Der Strom war aber so reißend, daß ich kaum dagegen schwimmen konnte. Dutzende von Leuten riß der Strom mit sich, ich hörte ihre gellenden Hilferufe, konnte ihnen aber nicht helfen, da ich selbst in Todesgefahr schwebte. Ich kämpfte aus Leibeskräften gegen den Strom und es gelang mir anch, das Ufer zu erreichen. Dort brach ich ohnmächtig zusammen." Da das Unglück von vielen Leuten gesehen wurde, die sofort den Bahnhof Mönchenstein alarmierten, war Hilfe sehr schnell zur Stelle. Von Basel aus kam die Feuerwehr mit einem Extrazug an. Von der Brücke waren nur die zwei Endpfeiler und ein Teil des Rumpfes übrig geblieben. Tie erste Lokomotive lag auf dem Rücken, die Räder ragten aus dem Wasser heraus, die zweite Maschine laa halb auf Der Lao-bote * Sinsheim« Aeittwg. 8er ersten. In den Kohlenraum hatte sich die Hälfte eines Abteils erster Klasse eingekeilt mit dem schauerlichen Ge- mengsel verstümmelter Leichen. Zwei Kinderfüße ragten aus den Kohlen hinaus, daneben Arme und Beine von Erwachsenen. Hände .die in die Luft griffen, als hätten ste in dem letzten Augenblick noch Hilfe rufen wollen. Die meisten Leichen waren verstümmelt, und zur Unkenntlichkeit zerdrückt, so daß man ste nur mit großer Mühe agnosziere» konnte. 72 Tote und 130 Verletzte hatte dieses Unglück gefordert darunter auch eine BerUuerin. Die Ursache der Katastrophe lag offenbar in der schwachen Konstruktion der Brücke —obwohl ihr Erbauer kein Ge- ringener war, als der Ingenieur Eifel, der Erbauer des weltberühmten Turmes in Paris. Der Konstrukteur hatte offenbar nicht mit den vielen Ueberschwemmungen gerechnet, die die Widerlager der Brücke unterwühlt hatten. Die zwei Pfeiler reichten zur Stützung der Brücke nicht aus, es wäre noch ein Mittelpfeiler erforderlich gewesen, der aber nicht vorhanden war. Ein einfacher Block in der Mitte des Flußbettes hätte vielleicht genügt, um die Brücke auszustützen und zu sichern. Wie di? „Baseler Nachrichten" berichteten, hätten die Kondukteure des von Grellingen nach Basel fahrenden Zuges schon Tage vorher gemeldet, daß die Brücke bedenklich schwanke und kracke, und sie hätten auch erklärt, die Brücke nicht mehr befahren zu wollen. Man achtete aber auf ihre Mahnungen nicht und so ereignete sich das Unglück — das größte, das jemals auf den schweizerischen Eisenbahnen geschah. Zuführung von Schulkindern durch die Polizei. Die Polizeibehörden sind zur Aufrechterhaltung der Ordnung im Staate in erster Linie berufen. Sie sind daher auch berechtigt, auf Ersuchen der zuständigen Schulbehörden Schüler, welche die Schule unberechtigt versäumen, wenn Strafdrohungen und Straffestsetzungen gegen die Eltern und Vormünder keinen Erfolg haben, der Schule zuzusühren, also unmittelbaren Zwang auszunben. Die neue Schulgesetzgebung hat hier keine Aenderung herbeigeführt. Berechtigt das Ersuchen an die Polizei zu stellen ist der Schulleiter, unter Umständen auch schon der Klassenlehrer. Die Schulaufsichtsbehörde, die Regierung braucht das Ersuchen nicht zu stellen, es würde auch zu viel Zeit in Anspruch nehmen, wenn erst ein schriftlicher Bericht vom Leiter der Schule an die Regierung erstattet werden müßte. Alsbaldige Zuführung ist im Interesse der Schuldisziplin unbedingt geboten. Die Polizei hat nur zu prüfen, ob das Ersuchen um Zuführung von einem berechtigten Lehrer ausgeht. Das Ersuchen kann sogar auch mündlich gestellt werden, jedoch ist schriftliches Ersuchen üblich, damit die Polizei nötigenfalls einen Ausweis in Händen hat. Auch die Eltern und Vormünder können, wenn ihre Autorität nicht mehr den Kindern gegenüber ausreicht, die Hilfe der Polizei in Anspruch nehmen und auch erwirken. ** Saarsänger in Heidelberg. Die am 30. Juni in Heidelberg stattfindenüe 8. Tagung des Saarverein wird unter dem Motto stehen: „Vaterland, Saardentschland ruft dich!" Zu der Aussprache über die politische und wirtschaftliche Lage des Taargebiets haben bereits prominente Redner Referate zugesagt. Mit der Tagung wird eine Beleuchtung des Heidelberger Schlosses verbunden sein. Eine besondere bedeutsame Note wird aber die Heidelberger Tagung durch die Teilnahme von 1200 Sängern des Saarsängerbundes erhalten. Gleich am Samstag abend werden die Saarsänger durch Veranstaltung eines Festkonzerts und Liederabends den festlichen Auftakt geben: die erste Gruppe singt unter Chormeister Gust. Ballhaus-Bous, die zweite unter dem Bundeschormeister O. Schrimpf-Saarbrücken. Dieser Liederabend wird durch höchstes künstlerisches Niveau sowohl durch die teilnehmenden Vereine (MGV. Madgassen, Sängerbund Dittin- gen, Concordia Bous, Liedertafel Saarbrücken, Lyra Rohrbach, Postgesangveretn.Saarbrücken, Sängervereinigung Homburg, Flora Fischbach, Concordia Sulzbach, Sangeslust-Flora Völklingen, Männerchor Saarbrücken und St. Johanner- sängerbund), als auch durch das erlesene Programm ausgezeichnet. Wir nennen nur: „Saarhymne", von Schwartz, Suchers „Hab oft im Kreise der Lieben", Spohrs „Wie ein stolzer Adler", Mendelssohn „Rheinlieö" und „Wem Gott will rechte Gunst erweisen", Strieglers Weihelied", Marschners „Und hörst du das mächtige Klingen, das „Deutsche Volksgebet", von Janoske, und als gewaltigen Abschluß Wohlge- muths „Vaterland". Bei der Sonntagskundgebung nachmittags im Schloßhof werden unter dem Bundeschormeister sämtliche Saarsänger zu einem gewaltigen Maflen- chor zusammengcfabt sein. Es ist mit Sicherheit starke Beteiligung nicht nur aus Heidelberg und dem gesamten Vaterland, sondern auch aus dem Saargebiet zu erwarten, zumal die Verkehrsschwierigkeiten durch Einlegen von Extrazügen behoben werden. ** Die ehe«. 160 er «nd ihre Formationen beabsichtigen am 1. bis 3. September 1928 in ihrer alten Garnisonstaüt Lahr den 2. Regimentstag verbunden mit Denkmalsetnwet- hung abzuhalten. Nähere Auskunft erteilt der Hauptvorstand in Lahr zu Händen des Major a. D. C. Albert, Bürkltn- straße 7. vom Umgang mit Rinäern. Nachdruck verboten. Ts ist höchst lehrreich zu beobachten, wie verschiede« Eltern und Erzieher beispielsweise aus Fragen ihrer Rinder antworten oder wie unterschiedlich sie sich verhalten, wenn ein Rind einen Fehltritt tut, eine Ungeschicklichkeit begehst. Trotz der Mannigfaltigkeit dieser Einstellung aufs Rind ordnen sich alle Erzieher doch in zwei große Truppen. Üuf der einen Seite stehen alle die. welche mit großer Geschäftigkeit auf alle kindlichen Fragen eingehen, am Rind alles zu entschuldigen wissen, für jede Leistung Lob und Verminderung haben, alles großartig finden, dem Rinde jede Schwierigkeit aus dem Wege räumen und mit Hilfe und Belehrung zur Hand sind, ehe dem Rinde bewußt wird, daß es derer bedarf. — Oie andern dagegen finden jede Frage albern und darum einer Antwort nicht wert, nehmen sich nicht Seit, einen erbetenen Aufschluß zu geben. Schelten und strafen für Vorkommnisse, die vielleicht in der Jugendlichkeit und geringen Erfahrung begründet liegen, ignorieren jeden Fortschritt, fordern vom Rinde viel zu viel und haben nur zu oft eine abweisende Handbewegung, ein abfälliges Urteil. Forscht man aber in dem einen oder anderen Erzieher nach dem Grund seiner verhaltungsweise, denn wird dieser erst aufmerksam, vielleicht arg nachdenklich: denn jetzt erst wird ihm bewußt, daß er handelte, ohne eigentlich zu wisse« warum. „Ich bin auch nicht anders erzogen worden." „Meine Schwester, mein Freund, der Herr X. machen es auch jo," heißt es dann. — In der Erziehung kommt es aber nicht darauf an, wie es a n d e r e machen. Einzig und allein ausschlaggebend ist die Wirkung, welche durch unsere Maßnahmen und unsere Einstellung beim Rind ausgelöst wird. Es ist ein Irrtum zu glauben, daß ein noch natürlich empfindendes Rind sich wohl fühlt, wenn man an ihm alles bestaunt, reizend, drollig, „himmlisch" findet, wenn man ihm immer und überall unter die Arme greift. Ein Rind ahnt zwar nicht völlig, aber doch genügend klar, daß es in vielem ungeschickt, unvollkommen ist und noch sehr hoch steigen muß, bis es die Stufe von uns Erwachsenen erklommen hat. Es wird einem stets lobenden, immer zufriedenen Erzieher bald nicht mehr voll vertrauen, vielleicht gar ihn als aufdringlich empfinden, wenn er ihm alle Gelegenheit vorweg nimmt, sich f e l b st zu erproben, in eine Unklarheit Helle zu bringen und einer Schwierigkeit Herr zu werden. — Ebenso wenig kann dem Rind ein zu schroffes, wortkarges Verhalten des Erziehers von Nutzen fein. — Venn dieses löst ein Gefühl der Unzulänglichkeit, des Nichtgleichberech- tigtseins, der Minderwertigkeit aus und raubt das Selbstvertrauen und den Glauben an das höherkommen und das innerliche wachsen, ver erfahrene Erzieher weiß, wie schädlich eine solche Geistesverfassung ist, wie leicht Rinder auf einen höchst bedenklichen weg, abbiegen, wenn man auf diese weise ihrem gesunden und natürlichen Geltungsstreben den wind aus den Segeln nimmt. — warum eigentlich wähle« wir Eltern so gerne das Zuviel oder das Suwenig in dem Umgang mit unseren Rindern? vielleicht deshalb, weil uns bisher niemand eine feste, allgemeingültige, zielsichere Leitlinie an die Hand gegeben hat. Ist dies etwa nicht möglich? Doch! Mit einem einzigen Satze läßt sich dieser (wie überall, so auch hier) „goldene Mittelweg" gehen: „Verkehre mit Deinem Rinde, wie vu mit Erwachsenen zu verkehren pflegst!" llvir sehen es als Selbstverständlichkeit an, eine Frage, die ein Erwachsener an uns richtet, bereitwillig, erschöpfend und sachlich zu beantworten, wir fühlen uns auch verpflichtet, auf seine Geüankengange, Anregungen einzugehen, seine Gegengründe und Einwendungen zu prüfen und seine Vedürfnisse und wünsche zu berücksichtigen. — Auf der anderen Seite hüten wir uns ängstlich, ihn übermäßig oder unbegründet zu loben, weil wir nicht in den Ruf eines Schmeichlers oder eines überschwänglichen, unsachlichen Menschen kommen wollen. Auch würde es sich ein Erwachsener verbitten, daß wir ihn bei versuchen etwa nicht frei walten ließen, ihn bemuttern, belehren, bevormunden wollten. Er hätte als Dank höchstens ein unwilliges „Laß mich^doch!" — Werners Werbung. Roman von George Manville Fenn und Carl Johannes. „Nun, heute fühlte ich mich zwar nicht besonders wohl, aber wenn du meinst — ich habe selbst schon Sehnsucht empfunden, endlich diese berühmte Aussicht vom Gorner- grat, die ich bis fetzt nur aus Bildern kenne, mit eigenen Augen zu sehen, und dein Gedanke mit dem Sonnenuntergang gefällt mir. Ah, Herr Trevithick. Sie sehen fa aber ganz gehörig erhitzt aus!" „Erhitzt?" meinte der würdige Notar, sich den Schweiß abtrocknend, „nun fa, es ist eigentlich auch kein Wunder, daß ich etwas warm bin — dre: Stunden hinauf, eine Ltunde oben, zwei Stunden hinunter!" „Ja," lachte Mary, „aber warum wallte er auch durchaus kein Pferd nehmen. Sieh nur, wie staubig seine Stiefel sind. „Aber meine liebe, kleine Frau, wie kann ich denn mit gutem Gewissen zu Hause Vorsitzender des Tierschutzvereins fein, wenn ich hier in der Schweiz meinen gewaltigen Korpus solchem kleinen Pferd aufpacke?" „Es ist wirklich zu fchlimm," rref Mary schmollend, „früher sagtest du doch, du wolltest stets alles tun, was ich wünschte, und nun sind wir kaum einen Monat verheiratet und du zeigst keine Spur von Gehorsam." „Erst drei Wochen und sechs Tage, liebes Kind," antwortete er scherzend. „Aber entschuldigen Me. Fräulein Gartram. Sie sehen heute wirklich nicht wohl aus." „O ja, jetzt fühle ich mich ganz wohl. Es ist heute nur rn der Sonne etwas heiß gewesen. Nun beeilt euch beide etwas, ich laffe gleich das Diner heraufbringen.' Die beiden gingen denn auch gehorsam genug nach ihrem Schlafzimmer, und sobald Trevithick sich den Sinnst» vom Gesicht gespült, begann er. noch während er sich abtrocknete: „Höre einmal, Mary, das kann so nicht we ter ottien.' „Was soll das heißen, Fred? Eben erst verheiratet ..nd du sagst so etwas zu mir?" „Ich meine wegen Klara, liebes Kind. Meinst du nicht, daß wir beide etwas dazu tun konnten, um sie wieder glücklich zu machen? Es ist jetzt ein ganzes Jahr her, seit sie frei wurde, und mit jedem Tage scheint sie mir älter und vergrämter und leidender auszusehen. Meinst du nicht —" „Nein, das meine ich durchaus nicht," unterbrach ihn Mary in einem energischen Ton. „Ja, du tust es doch," eutgegnete er bestimmt. „3$ meine nämlich —" „Halte deinen Mund und kümmere dich nicht um Dinge, die dich nichts angeheu. Dies hat mit der Juristerei nichts zu tun." „Meinst du?" „Ja, und ich meine das so sehr, daß ich mir sogar die Freiheit genommen habe, ohne Wissen und hinter dem Kücken meines Herrn und Gebieters in dieser Sache bereits zu handeln." „Was?" „Und nachdem ich es mir hin und her überlegt, entschied ich mich dahin, chr den besten Spezialarzt zu verschreiben." „Du bist doch ein gutes, kluges Kind, Mary. Aber — ich weiß doch nicht recht — mir wäre es fast, als ob Arzt und Arznei deiner Counsie nicht viel helfen könnten. Ich dächte eher —" „Wie willst du das wissen? Warte nur bis der Doktor gekomnren ist." „Nun ja — gewiß. Wann kommt er denn? Und woher?" „Das warte ab. Aber wo es ist. das will ich dir sagen. Uns gerade vor Augen und doch ziemlich weit, über oen Gletscher vier Stunden, über Zermatt fünf Stunden — dort drüben in Schwarzsee.' Ihr Gatte sah sie zuerst sehr verwundert an: dann begriff er endlich, nickt verständnisvoll und küßte sie zärtlich. Ehe sie sich jedoch nach dem Raum begaben, welchen chre Cousine als Speisezimmer benutzte, eilte Mary Die Treppe hinunter und nach dem kleinen Postamt hinter dem Hotel, um dort noch eine längere Depesche aufzugeben. Ein Brief wäre nicht mehr rechtzeitig nach Schwarzsee hinübergekommen. Der folgende Tag brachte dasselbe herrliche Wetter, und gegen drei Uhr nachmittags brach Trevithick mit seinen beiden Damen auf. Er selbst zu Fuß, hinter ihm Klara und Mary, jede auf einem Sessel, mit mehreren Decken zum Schutz für den Abend, und von den vier Trägern leicht und mühelos bergan getragen, während Sarah Woodham zu Fuß den Zug beschloß. Im Riffelhaus wurde längere Raß gemacht, um Kaffee und Tee zu trinken, und dann ging es weiter nach oben. Auf dem Gornergrat langten sie etwa eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang an, und wahrend sonst am Tage bei schönem Wetter stets eine größere Zahl von Touristen und Führern dort zu finden war, hatten sie jetzt das kleine Plateau des Felskammes beinahe für sich allein. Nur die Leute aus der Erfrischungshutte waren noch dort und ein Führer, während der Herr, welcher mit dem letzteren gekommen, am entgegengesetzten Ende des Felskammes stand und nach dem Monte Rosa hinüber- hstekte. Als sie sich ihm näherten, kletterte er langjam über die Felsblöcke nach dem kleinen Schneefeld hinunter, wel- feg zu dem Hohthaeligrat hmuberführt. so daß er ihnen, als sie zu den als Sitze dienenden Holzbrettchen zwischen de» Felsblöcken gingen, nicht mehr sichtbar war. Eine Zeitlang genossen sie stumm den erhabenen AuS- ttick auf die sie rings umgebenden eis- und schnebedeckten Berqriesen mtt den gewaltigen Gletschern. Dann sagte Trevithick: „Dort beim Matterhorn berührt jetzt die Sonne den GSirgsrmrd. In zwanzig Miauten etwa «er- Nr. 143. Jahrgang 1928. Wefe'firt der Umgangs auch auf unsere Meinen übertragen, kann nur Nutzen stiften. Sie bewahrt uns vor Mer nachteiligen Abirrung sowohl nach der einen, wie, nach -er anderen Seite und läßt uns immer und überall die richtige Antwort, den passenden Ton, die rechte Gebärde finden, vie psychologische Begründung und die Bestätigung, oatz-wir damit'auf dem rechten Wege ftn-d, liegt in der' Tatsache, datz selbst dar vrei- und vierjährige schon ein kleiner Großer. ein Großer im «leinen, kurz ein Mensch ist. dessen Lmpfindungsleben auf der einen und dessen Geltungsstreben auf der anderen Seite sich in keiner weise von dem des Erwachsenen unterscheidet. H-z. Baden. Kampf gegen dasVenifSbeanitentum Karlsruhe, 17. Juni. Das Lanbeskartell Baden des Deutschen Beamtenbundes hielt gestern tm Bunöeshause eine Vertreterversammlung ab, in der der Tätigkeitsbericht erstattet wurde. Neben internen Frage» wurde die Errichtung einer Verwaltungsakademie in Baden, sowie das Verhältnis zwischen Beamtenschaft und Einzelhandel erörtert. Zur Annahme gelangten eine Reihe Entschließungen, die sich vor allem mit der Verwaltungsreform, mit der Aenderung des Ortsklassenverzeichnisses, mit dem Wohnungsgeldzuschuß für kasernierte Beamte und mit dem Beamtenwarenbezug und Ratenabkommen befassen. Mit großer Entrüstung wurde von den Angriffen des Reichstagsabgeoröneten Universitätspro- feffors Hellpach-Heidelberg auf das deutsche Berufsbeamtentum Kenntnis genommen. Die Erhaltung des deutschen Berufsbeamtentums fei eine Staatsnotwenöigkeit. Derartige Angriffe würden mit aller Entschiedenheit bekämpft werden. Die Postbeamtenschaft will die Rationalisierungs- und Mechanisierungsmaßnahmen der Deutschen Reichspost nicht lediglich vom rein wirtschaftlichen Standpunkt aus beurteilt und durchgeführt sehen, sondern daß auch die Personallage gebührend berücksichtigt werde. Heute vormittag fand in der Städtischen Festhalle eine öffentliche Kundgebung statt, in welcher Bundesvvrsttzender Flügel-Berlin über den Kampf gegen das Berufsbeamtentum einen Vortrag hielt. Verwaltungsdirektor Vöhringer ging in kurzen Ausführungen auf die gestrige Vertreterversammlung ein und betonte die Notwendigkeit festen Zusammenschlusses. Er bedauerte den verhältnismäßig schwachen Besuch der Kundgebung, Unter anderem begrüßte er Ministerialrat Kirchgäßner, Oberregierungsrat Föhrenbach vom Landesfinanzamt, die Vertreter verschiedener Parteien, ferner Oberpostrat Frey. Bundesvorsitzendrr Flügel-Berlin führte u. a. aus, Angriffe gegen das deutsche Berufsbeamtentum seien seit etwa einem Jahrzehnt festzustellen. Den bisher schwersten Eingriff in die Rechte des deutschen Beamtentums bildete der Personalabbau vom Jahre 1923, der kaum 5 % Ersparnisse an Personalausgaben brachte. Bor ähnlichen Experimenten sei zu warnen. Das Beamtentum müsse sich gegen jegliche Angriffe auf seine gesetzlichen Rechte wehren. Der Redner wies darauf hin, daß in neuerer Zeit wiederum Strömungen sestzustellen seien, die auf weiteren Beamtenabbau htnzielen. So habe der Reichsverband der Deutschen Industrie eine Verminderung der öffentlichen (Personal-) Ausgaben um 'M -o gefordert. Die badische Landesorganisation sei in Verbindung getreten mit Vertretern des Einzelhandels,' sie ist zu einer Verständigung mit diesem wichtigen Teil der Kleinwirtschaft gelangt. Die Angriffe des badischen Staatspräsidenten a. D. Professor Dr. Hellpach in seinem Buche „Politische Prognose für Deutschland" wies der Redner als unsachlich zurück. Falsche Auffassungen würden über die Zahl der Beamten in Deutschland verbreitet. 1913 betrug die Gesamtzahl der deutschen Beamten im Reich, Ländern und Gemeinden etwa 1,5 Millionen, 1927 trotz inzwischen außerordentlich gewachsenen Staatsausgaben 1,566 909. Die Beamtenschaft kostet den Staat 6,5 % der Gesamtausgaben des ordentlichen Haushaltes. Das deutsche Beamtentum habe sich in jahrhundertelanger Geschichte bewährt. Der deutsche Be- amtenbunü stehe auf dem Boden der republikanischen Ver- ianuna Deutschlands. Er sei gewillt, diese Verfassung mit den die eigenartigen Lichtwirkungen beginnen, welche hier dem Sonnenuntergang folgen, und zehn Minuten später müssen wir ausbrechen, damit wir noch im Dämmerlicht von dieser obersten ' siigen Strecke herunterkommen. Etwas Wärmenoes wird euch gut tun — ich will nach der Hütte gehen und euch etwas holen." Kaum war er fort, als Mary siech eilfertig erhob, ihrer Cousine zuslüsterte: „Weißt du. ich will doch lieber sehen, was er bringt; bleibe du nur hier, ich bin gleich wieder^ zurück," und ihrem Galten nacheilte, um dann auch Sarah, welche einige Schritte von ihnen entfernt geblieben war, mit sich nach der Hütte zu ziehen. ^ So weilte jetzt Klara in völliger Einsamkeit an dieser Stelle, wo sich die erhabenste Schönheit der Alpennatur in überwältigender Großartigkeit offenbart, und langsam wanderten ihre Blicke von dem Kegel des Matterhorns, und vertraut war, über die weiten Schneefelder des Mat- welcher ihr durch die Aussicht vom Hotel schon bekannt terjoches zu den gewaltigen Flächen des Breithorns, den Gipfeln der Zwillinge, dem wildzerklüfteten Lhskamm und den majestätischen Mafien des Monte Rosa, bis zu den weiten, fast unendlich erscheinenden Schneefeldern, welche jetzt schon im Schimmer der untergehenden Sonne rötlich erglühten. Da. dicht vor ihr, schwang sich eine männliche Gestalt Ner die Felsblöcke empor, trat unmittelbar vor sie hin und blickte ihr stumm in die Augen. Zuerst zuckte sie erschreckt zurück, als sähe sie ein Gespenst, daun ruhten auch chre Blicke voll inniger Hingabe in den seinen. Stumm deugte er sich zu ihr nieder und ergriff ihre Hände — sie sieß sie ihm willig — wenige Worte nur flüsterten beide. Dann saßen sie still Hand in Hand nebeneinander und blickten hinaus in die unendliche Weite, beglückt und zufrieden in dem Bewußtsein ihrer durch nichts mehr zu trennenden Zusammengehörigkeit. Als jetzt Mary und Trevithick von der Hütte kamen, zum Aufbruch zu mahnen, erhoben sich Klara und Werner und gingen ihnen entgegen, als ob gar nichts Be- >^uderes vorgefallen wäre. »Nun, Klara, was sagt der Herr Dottor zu deinem Luiden?" rief Mary scherzend. »Gott segne unseren kleinen Schutzengel," rief Ar- jwb, m einem unwillkürlichen Ausbruch seines Glückes Mary m die Arme schließend und herzlich küfiend, was ihr Der Lavdbote * Sinsheim» Zeitung. allen Mitteln zu schützen. Er erwarte, öaß man öas deutsche Beamtentum sachlich beurteile. Aus Rah und Fern. = Sinsheim, 20. Juni. (Liederkranz.) Der Gesang- und Musikoerein Liederkranz Sinsheim bringt in seinem am nächsten Samstag Abend stattfindenden Konzert ein abenfüllendes Werk, „Die tausendjährige Linde" von Podbertsky für Sopran- und Bariionsolo, gemischten Chor mit Orchester zur Aufführung auf das die Mitglieder, Freunde und Fntereffenten aufmerksam gemacht werden. Das geschichtliche Werk enthält Scenen aus Deutschlands Vergangenheit bis zum Fahre 1871 nach Karl Stie- ler's Dichtung: Unter der Linde. Wir werden im Geiste Tausend Fahre zurückversetzt und begleiten Windfried, den Apostel der Deutschen mit seinen Mannen in langen Gewändern durch Urwald, mit Axt und Speer die erste Siedlung gründend. Otfried und Gerlind finden sich umrauscht von Lindenblütenduft in seligem Entzücken. Die Hunnen kommen und zerstören was Menschenhand dem Urwald abrang und ließen rauchende Trümmer zurück. Der einsame vertriebene Wanderer legt sich von Zauberpracht umflossen an einer uralten Linde zur süßen Rast nieder und läßt sich im Zauberschlaf die tausendjährige Geschichte in's träumende Herz rauschen. Deutschland liegt zerschlagen am Boden aus taufend Wunden blutend: aber deutscher Geist und deutsche Tatkraft raffen sich auf zu neuem Leben und ließen das Reich wieder auferstehen. Hoch lebe die Freiheit und hoch das Reich, so sangen Jungen und Alten und die hier stehen, sie haben im Blut das Vaterland wieder errungen. Mit dem Wandergruß: Gott mög dich schützen mein Vaterland schließt dies gewaltige Werk und läßt den Dank an die getreue Linde ausklingen. Das Konzert ist für Mitglieder frei. Nichtmitglieder zahlen 2 R.-Mk. Ausführliche Liedertexte werden am Saaleingang verabfolgt. Z Sinsheim, 21. Juni. (Die ehem. 169er und ihre Formationen) beabsichtigen am 1. bis 3. September 1928 in ihrer alten Garnisonstadt Lahr den 2. Regimentstag verbunden mit Denkmalseinweihung abzuhalten. Nähere Auskunft erteilt der Hauptvorstand in Lahr zu Händen des Herrn Mayor a. d. C. Albert, Bürklinftraße 7. = Rohrbach b. S., 20. Juni. (Bürgermeistenvahl.) Bei der am Sonntag stattgefundenen Bürgermeisterwahl wurde der seitherige Bürgermeister Wilhelm Holdermann mit großer Stimmenmehrheit wiedergewählt. Die Wahlbeteiligung betrug 80 Prozent. * Waibstadt, 20. Juni. (Verkehrs- und Berschönerungs- verein). Am verfl. Sonntag Abend fand im Saale des Gasthauses „zum Engel" die ordentliche Generalversammlung des Verkehrs- und Verschönerungsvereins statt. Aus dem Tätigkeitsbericht geht hervor, daß auch im vergangenen Jahr eine große Arbeit geleistet wurde zum Wohle des Städtchens. Der Kassenbericht zeigte erfreulicherweise einen hübschen Kassenvorrat. Bei den Wahlen wurden neu gewählt Herr Postmeister Ludwig Bauer als £. Vorstand und Schriftführer, Herr Dr. E. Bauknecht Heidelberg als Vertreter der auswärtigen Mitglieder in de» Beirat. Angeregt wurde u. a.. daß jedes Jahr an einem bestimmten Tag ein kleiner Heimattag stattfinden soll, der von den auswärtigen Waibstadtern begrüßt und zum Besuch der alten Heimat gerne benützt würde. Eingehend wurde über die schon seit Fahren geplante Errichtung eines Schwimmbades gesprochen. Die Errichtung einer Anstalt für Wannen- und Brausebäder wurde auf Antrag des Herrn Bürgermeister Spiegel zurückgestellt, da sich diese Frage mit der in den nächsten 2—3 Jahren unvermeidlich werdenden Erweiterung des neuen Schulhauses, wo diese Bäder eingerichtet werden müßten, sich von selbst lösen wird. Wegen der berechtigten Klage über die durch Kraftfahrzeuge verursachte Staubplage ist der Gemeinderat bereits bei der Ober-Straßen- und Wasserbaubehörde vorstellig geworden. Herr Stadtpfarrer Kreuzer richtete herzliche Worte der Mahnung an die Anwesenden und alle Waibstadter. die Liebe zur Heimat stets zu pflegen und alles zu t un zur Förderung unseres Heimatstädtchens und alles zu unterlassen was das Ansehen Waibstadts nach außenhin schädigen kann. P Meckeshcim, 20. Funi. (Turnererfolg). Bei der Austragung der Kreismeisterschaflen des 10. Badischen Turnkreises im volkstümlichen Turnen auf dem Waldspielplatz des Karrlsruher Männerturnvereins, konnte sich der Turner Ernst Horn von hier im 200 Meter-Lauf an die erste Stelle bringen und führt so- Gemafil ganz in der Ordnung zu finden Wen. „Endlich hat Klara eingewilligt, die Meine zu werden." „Nun, Fred! Habe ich recht behalten? — War es nicht das beste, daß ich ihn kommen ließ?" meinte Mary fröhlich. „Du ließest ihn kommen? — Aber Mary!" rief Klara erregt. „Wie konntest du das tun? Unv ich dachte, aus freiem Antriebe wäre Arnold zu mir gekommen!" „Klara, wie kannst du das sagen! Gewiß kam ich aus freiem Antriebe. Aber glaubst du. daß ich ohne Marys Hilfe dich so zur rechten Stunde und am rechten Orte gefunden hätte? Wäre die Wolke, die zwischen uns schwebte, entwichen, wenn ich dich unten im Hotel inmitten fremder Menschen begrüßt hätte? Nein, wir beide müssen Mary von Herzen dankbar sein, daß sie mir jeden Tag, während ich drüben ini Schlvarzseehotel einsam zwischen den Gletschern saß. ausführlich>e Nachricht sandte, bis ich endlich gestern am späten Abend ihre Aufforderung erhielt, bei gutem Wetter heute vor Sonnenuntergang hier oben zu sein, aber über den Gletscher zu kommen, damit ich euch nicht unterwegs begegnete. Um zu dir zu kommen, Klara, bedurfte ich ihres Rufes nicht, aber ich bedurfte ihrer Hilfe, uni dir nach so langer Trennung zur rechten Stunde und am rechten Orte wieder zu nahen." „Gewiß Hai Arnold recht — ich wollte meine liebe Cousine ebenso glücklich sehen, wie ich es jetzt bin, und mich nicht länger durch ihr trübseltges Gesicht in meinem eigenen Glück stören lassen. Und daran habe ich recht getan!" rief die kleine Frau, „und setzt wirst du auch glücklich sein." Klara reichte Werner ihre beiden Hände und sagte innig: „So Gott will — ja!" Dann sank sie glückselig schluchzend an Arnolds Brust und eine kurze Zeit lang verharrten sie alle schweigend, bis Trevithick endlich ries. „So, nun haben wir glücklich die Hauptsache verjäuint; die wunderbaren Farbenwirkungen, welche nach Sonnenuntergang hier oben sich zeigen, sind beinahe vorüber. Seht, aus dem Monte Rosa leuchten die oberen Gipfel noch ,n diesem zarten Rot, während von unten her schon die dunklen Schatten, welche der Gornergrat darauf wirft, an ihm emporkriechen, und über ihm der dunkle Sternenhimmel sich wölbt. Aber jetzt ist es Zeit. Kinder. Steil Donnerstag, den 21. Juni 1928. mit den Titel Kreismeister. Horn legte die Strecke bei ungünstigem Wetter in 24,6 Sekunden zurück. Als Auszeichnung erhielten die Kreismeffter sinnvolle Plaketten. T Aus dem Elfenztal, 20. Funi. (Das Wetter.) Die Bienenzüchter arbeiten seit einigen Fahren infolge der ungünstigen Witterungsverhältnisse mit empfindlichem Perlust. Dies führt immer mehr zum Rückgang der Bienenvölker in Deutschland. Me Abnahme ist so groß, datz nach theoretischenBerechnungen im Jahre 1945 kein einziges Bienenvolk mehr vorhanden wäre. Auch das laufende Fahr bedeutet für den Imker wieder bis jetzt nach anfänglichen guten Aussichten im Frühjahr ein Mißjahr. Es war bis jetzt nicht möglich Honig zu schleudern und wer es getan hat, wird es jetzt bei dem schlechten und teilweisen kühlen Wetter erst recht büßen müssen. Erschwerend kommt dieses Fahr noch hinzu, daß die Akazien in den niederen Lagen fast ausnahmslos erfroren find. Die reichen Niederschläge verhindern auch in diesem Monat wieder eine normale Tracht. Ob der Sommer noch eine Besserung bringt, bleibt abzuwarten. Fn Anbetracht der wirtschaftlichen Bedeutung der Bienenzucht wäre es endlich notwendig, daß die maßgebenden Regierungsstellen den Bienenzüchtern Unterstützung zuteil werden lassen in der Art, wie sie zum Teil schon früher bestanden. Me Bienenzüchter, die der Optimismus bisher hochgehalten hat, werden den Mut verlieren, wenn man nicht bald einsieht, daß Hilfsmaßnahmen nicht mehr verschoben werden können. * Siegelsbach, 20. Juni. (Bürgermeisterwahl.) Nachdem der erste Wahlgang zur Bürgermeisterwahl ergebnislos verlaufen ist, findet am kommenden Sonntag ein zweiter Wahlgang statt. * Aglasterhausen, 20. Juni. (Bürgermeisterwahl.) Am kommenden Sonntag findet auch hier die Bürgermeisterwahl statt. Da außer Herrn Bürgermeister Friedrich Sold, kein weiterer Kandidat bekannt ist, dürfte die Wiederwahl des seitherigen bewährten Gemeindeoberhauptes gesichert sein. % Bad Rappenau, 20. Juni. Am vergangenen Sonntag beteiligte sich der hiesige Schützenverein am Gauschießen in Hohenstadt. Beim Schießen im Gau errang sich der Verein den 5. Preis. Ferner erschoß G. Fuchs die silberne, W. Lauer, Karl Zatß. R. Künzel, die broncene Ehrennadel. Fm Einzelschießen errang, wie sich erst nach der Preisverteilung herausstellte, Karl Zaiß nicht den 2., sondern den 1. Preis, in Form eines schönen Silberbestecks, gestiftet von der Munitionsfabrik. Leider war die Beteiligung unseres Vereins wieder eine sehr schwache. Möchten doch die schönen und wertvollen Gebrauchsgegenstände, wie sie Hohenstadt als Preise zur Verfügung hatte, für unsere Mitglieder ein Ansporn sein, sich mehr dem Schießsport zu widmen. % Wimpfen, 20. Juni. (Bürgermeistenvahl,) Bei der am Montag stattgehabten Bürgermeisterwahl wurde der seitherige Bürgermeister Sailer wiedergewählt. Von 19, durch den Gemeinderat abgegebenen Stimmen entfielen auf Herrn Sailer 14, während die übrigen abgegebenen Stimmzettel weiß waren. Erpressungen durch Menschenjäger. Die unsicheren und stets verwirrten Verhältnisse in China haben dort ein neues und höchst eigentümliches Gewerbe entstehen lasten, in Banden treten dort Menschenjäger auf, die es sich zum Beruf gemacht haben, reiche und einflußreiche Persönlichkeiten zu stehlen d. h. sie möglichst unauffällig irgendwo ihrer zu bemächtigen. Aber zum Unterschied von der früheren Sklavenjägerei haben es diese Menschendiebe nicht auf die Person des seiner Freiheit Beraubten abgesehen, sondern sie versuchen nur, von diesen Leuten eine möglichst hohe Summe zu erpressen, wenn sie frei werden wollen. Dieser neue Berus ist in China schon zur alltäglichen Erscheinung geworden. Besonderes Aufsehen erregte aber die neulich erfolgte Entdeckung und Verhaftung eine^ Menschenjägerbande von 27 Mitgliedern, unter denen neun Frauen waren und sogar ein Mädchen von noch nicht ganz 16 Jahren. Aeußerlich geben sich diese dunklen Ehrenleute als vollendete Gesellschaftsmenschen, wohnen in den besten Hotels und wahren in ihrem Auftreten die letzten Regeln von Mode und Gesellschaftlichkeit. Aber dieses kostspielige Leben macht sich reich bezahlt: in einem einzigen Jahre hat diese Bande nicht weniger als lH Millionen Dollar auf solche Weise erpreßt, einmal von einer einzigen Person allein mehr als eine Viertel Million Dollar. Selbstverständlich waren alle Mitglieder dieser Bande mit Pistolen bewaffnet und besaßen auch eigene Autos und gut ausge- und steinig ist die erste Strecke des Rückweges, die wir vor uns haben, und ich möchte, daß wir dieselbe noch bequem in der Dämmerung zurücklegen und unsere Laternen erst anzünden lassen, wenn wir aus den Wiesen'des Riffelberges sind. Kommt jetzt." Ungefährdet und wohlbehalten langten sie ufvölliger Dunkelheit beim Schein der Laternen in Riffelalp un, wo sich Werner schon seit einer Woche ein Zimmer gesichert hatte. Bis zur dritten Woche des August blieben sie obe« auf dem Riffel, während unterdessen Trevithick und Werner alle erforderlichen Papiere beschafften — dann reisten sie nach Bern, um dort bei der englischen und deutschen Ge- sandtschaft ihre Eheschließung zu bewirken. Die Trauung erfolgte auf Klaras Wunsch in der kleinen englischen Kapelle, und dann begaben sie sich nach dem Genfer See. um dort noch bis zun- Spätherbst zu bleiben. Als sie endst., ,m Oktober nach Tanmouth zurückkehr- . ten, wo sie aus Klaras dringende Bitten von setzt ab den dritten Teil des Jahres leben wollten, wurden sie begeistert empfangen, und es war nur ein Wunder, daß die Arbeiter des Granitbrnches bei den Unmassen von Pulver, die sie zu ihrer Begrüßung verpufften, nicht das ganze Schloß mit in die Luit sprengten oder wenigstens alle Fenster desselben zuin Zerspringen brachten. Und damit dem Ernst des Lebens auch die heitere Seite nicht fehlte, brachte Herner seiner Gemahlin am zweiten Tage nach ihrer Rückkehr, nachdem er seine frühere Wirtin besucht hatte, eine überraschende Kunde. „Denke dir, Klara, ich habe eine großartige Neuigkeit für dich. Meine brave alte Frau Sarion wird nächste Woche heiraten," „Aber, ist das wirklich wahr? Wen denn?" „Ja, mein Liebling. Sie heiratet in das Museum. Sie wird die Frau der verrückten Barbiers. Es ist doch wunderbar, was für einen Geschmack manche Frauen haben. Klara stimmte ihm mit heiterem, fröhlichen Lachen bei. denn die dusteren Wolken, die so lange Zeit Normann Gartrams Burg verhüllt hatten, waren setzt vor de« Sonnenschein wahren Glückes spurlos verschwunden. Ende. Nr. 143. Jahrgang 1928. Der Landbote * Sinsheim er Zeitung. Donnerstag, den 21. Juni 1928. statete Privatwohnungen. Die chinesische Polizei verfoigr diese neue Menschenjägerei natürlich unnachstchtlich und es steht auf solche Freiheitsberaubung ausnahmslos Todesstrafe. Dennoch aber blüht das Gewerbe unentwegt, und man hat keine Ahnung, wie viele Menschen sich auf diese neue Art des Geldverdienstes geworfen haben und wieviele ihre Opfer werden. »Programm für breitag, den 22. Juni 1928. Berlin <483). 21.00 Uhr: In den Bergen. Breslau (322). 20.30 Uhr: Symphoniekonzert, Werk« von Fr. Schubert. Frankfurt <428). 15.30 Uhr: Jugendstunde. 16.30 Uhr: Haus- frauemmchmittag. 17.47 Uhr: Die Lesestunde. 20.15 Uhr: Vorträge der Dichter I. Ponten und A. v. Hatzfeld. Darauf: Kassel: Radio Spätkonzert. Hamburg <394). 20.00 Uhr: Drei heitere plattdeuische Einakter, Gastspiel d. Niederdeutschen Bühne. Darauf: Kabarett. Köln-Limgenberg <468). Uebertr. a. d. Opernhaus: Gastspiel des Ensembles d. Mailänder Scala. 20.00 Uhr: „La Boheme", Lyrische Oper v. G. Puccini. Anschl. Sonderbericht ü. d. Olympische Futzballturnier Amsterdam. Anschl.: Nachtmusik und Tanz. 4 Königsberg <329). 20.05 Uhr: Danzig: Wagner-Abend. 22.15 Uhr Tanzmusik. Leipzig <365). 20.15 Uhr: Heitere Dortragsstunde Hans Harbeck-Hamburg, „Der Humor liegt a. d. Straße". 22.15 Uhr: Tanz- und Unterhaltungsmusik. München <535). 20.00 Uhr: Symphoniekonzert. 21.20 Uhr: Ernestine Münchhelm. StuttMrt <379). 12.30 Uhr: Schallplattenkonzert. 16.15 Uhr: Nachmittagskonzert. 18.15 Uhr: Vorträge. Anschl. Groteskenabend. Daveutry-Experimevtal <49I). 20.25 Uhr: Leichtes Orchesterksn- zert. 22.15 Uhr: Tanzmusik. Daventry-London <361). 10.15 Uhr: Kurzer Gottesdienst. 12.00 Uhr: Sonatenkonzert. 12.30 Uhr: Orgelkonzert. 15.25 Uhr: Musikalisches Zwischenspiel. 15.30 Uhr: Konzert. 17.15 Uhr: Kinderstunde. 18.00 Uhr: Orchesterkonzerl. 19.45 Uhr: Bunte Stunde. 21.15 Uhr: Aktuelle Plauderei. 21.35 Uhr: Lan- den-Ronald-Konzert. Paris <1759). 12.30 Uhr: Leichtes Konzert. 15.45 Uhr: Musikalischer Nachmittag. 22.30 Uhr Konzert. Wien <517). 20.30 Uhr: Vorlesung Richard Beer-Hofmann. Anschließend: „Sonnenwende". Zürich <588). 20.15 Uhr: O, alte Burschenherrlichkeit. Prag <348). 20.10 Uhr: Heiterer Abend. 21.00 Uhr: Konzert. 22.25 Uhr: Brünn: Konzert. E. Schick, Radio-Vertrieb, Sinsheim a. E. Zubehör — Einzelteile — Reparaturen — Beratong — Ladestation Radio-Literatur. Programm-Zeitschristen bei 3. Doll, Buchhdlg., Siurhei» Henkels Ata Scheueroulver fürHerdu.OFen putef alles blitzblank ' SEIFftSODA r. IIIIII^Ia^ sollst Qhj Dich nicht quälen- Du sollst zum Putzen „ATA" wählen 1 Spiegelblank glänzt der Herd, Ata wehrt Rost und Flecken. Nehmen Sie immer nur Ata, es ist wundervoll in Anwendung und Wirkung. Neu bleibt alles durch — N 1 * vl ( ATA HenkeTs beliebtes Putz- und Scheuermittel. Güterrcchtsregister Bd. I S. 311: Hahn Josef, I Elektrotechniker in Weiler und Katharina geb. Herzog. Vertrag vom 16. Mai 1928. Gütertrennung. 13. Juni 1928. Amtsgericht Sinsheim. I 0090 O OOOO Danksagung für die prompte Erledigungsweise und Auszahlung. Am 23. Mai 1928 verunglückte der 32 jährige Adolf Mann in Siegetsbach, Amt Einsheim. Er verunglückte, indem er beim Langholzführe, unter den Wagen geriet, wobei ihm die Räder über den Kopf gingen, das seinen sofortigen Tod herbeiführte. Mein Mann war Abonnent der Zeitschrift WWW» „Bilderwoche" WWWW Gebrüder Büche, Stuttgart und erhielt ich heute 3000 Mark In h ar ausbezahlt, wofür ich meinen verbindlichsten Dank ausspreche. Ich kann daher nicht unterlassen, jedermann di e Bilderwoche zu empfehlen. Hochachtungsvoll Emma Mann geb. Mann. Bürgermeisteramt Siegelsbach Wagenbach. OOOO O OOOO Sie vergrößern lllll Ihren Umsatz im Amtsbezirk Sinsheim d'urch zweckentsprechende Anzeigen imLandbotett, welcher in dcr Verbreitung von keiner anderen in diesem Bezirk erscheinenden Tageszeitung übertroffen wird. 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