K SUDKURIER UNABHÄNGIGE HEIMATZEITUNG FÜR OBERBADEN UND DAS BODENSEEGEBIET Erscheint Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Samstag Tel.: 824, 925. 1130, 1510. 1511 Fernschreiber: 07623 Verlag und Redaktion Konstanz. Marktstätte 4 8. JAHRGANG * DIENSTAG 19. AUGUST 1952 * NUMMER 130 Bezugspreis monatlich durch Träger 2.50 Mark zu- zügl. 30 Pfg. Trägerlohn, durch die Post 2.70 Mark, zuzilgl. 36 PIg. Postzustellgebühr. Einzelpreis 20 Pfg Fotogeschäft ausgeplündert BADENWEILER. Ein unbekanntes Diebespaar, das sich auf Einbrüche in Photogeschäfte spezialisiert zu haben scheint, ist in Badenweiler in ein Photogeschäft eingebrochen und hat daraus zahlreiche Photoapparate und sonstige phototechnische Geräte im Gesamtwerte von dreißigtausend DM entwendet. Das Landes- kriminalpolizeiamt berichtet dazu, daß die Täter über eine Holzleiter an der Rückseite des Hauses in das Büro und den Laden des Geschäftes gelangten. Im Büro- und Ladenraum wurden von den Einbrechern alle Behältnisse und Schubladen aufgebrochen. Zum Abtransport der gestohlenen Gegenstände verwendeten sie zwei Papierkörbe. Lastenausgleidt rechtskräftig BONN. Das Lastenausgleichsgesetz ist gestern im Bundesgesetzblatt verkündet worden; es tritt am 1. September in Kraft Wahrscheinlich noch in dieser Woche wird mit der Ausgabe der Formulare für die Schadensfeststellung nach dem sogenannten Feststellungsgesetz begonnen werden, nachdem die Bundesregierung bereits am 1. August zur Anmeldung der Schäden, die aus dem Lastenausgleich gedeckt werden sollen, aufgerufen hat. Die Formulare werden nach vorheriger Bekanntgabe von den Soforthilfeämtern und den Bürgermeisterämtern (in den Landkreisen) ausgegeben. Die Anträge müssen innerhalb eines Jahres gestellt werden. — In Bonn wird darauf hingewiesen, daß vertriebene, bombengeschädigte und andere durch Krieg und Kriegsfolgen geschädigte Personengruppen, die das Lastenausgleichsgesetz berücksichtigt, nicht schon in Kürze mit dem Ausgleich ihrer Schäden rechnen können, denn allein die Schadenfeststellung werde etwa ein Jahr dauern. Ratifizierung im Oktober BONN (W.-Eigenbericht). Die Ratifizierung der beiden großen außenpolitischen Verträge die ursprünglich schon vor den Parlamentsferien stattfinden sollte und jetzt für Mitte September vorgesehen ist, wird möglicherweise um wertere vier Wochen verzögert werden. Die neue Verzögerung ist auf die im September stattfindende Tagung des Europarates zurückzuführen. Der auswärtige Ausschuß des Bundestages beginnt erst ln den ersten Septembertagen mit seinen Beratungn über den Inhalt der umfangreichen Verträge. Die Beratungen werden dann aber durch die Tagung des Europarates unterbrochen, an der die meisten Mitglieder des außenpolitischen Ausschusses teünehmen. Im Krematorium zum Leben erwacht TOKIO. Die Eltern eines allem Anschein nach totgeborenen Kindes in Hagi (Südjapan) feiern die Geburt des Sprößlings, der im Krematorium plötzlich lebendig geworden war. Ein Angestellter des Krematoriums in Hagi schob einen Kindersarg in den Verbrennungsofen und betätigte den elektrischen Schalter, der den Verbrennungsvorgang auslöst. Plötzlich hörte er aus dem Sarge ein Baby schreien. In aller Eile schaltete er den Strom aus, öffnete den Ofen und entdeckte ln dem Sarg einen lebendigen Säugling. Die Polizei stellte fest, daß das Kind am Freitag in einem Krankenhaus der Stadt durch Kaiserschnitt zur Welt gekommen war. Die Aerzte stellten fest, daß es tot geboren sei und gaben es zur Einäscherung frei. Man nimmt an, daß der Säugling nur scheintot war und durch die Wärme des Verbrennungsofens zum Leben erwachte. Kurz notiert 7608 ehemalige Einwohner der sndeten- dentschen Stadt Komotan. ans allen Teilen der Bundesrepublik, der Sowjetzone, ans Österreich Frankreich, trafen sich in Erlangen, nm das 706 jährige Bestehen ihrer Heimatstadt zn begehen. Etwa 400 Professoren, Dozenten, Assessoren nnd Studenten sind bisher in der Sowjetzone ans politischen Gründen festgenommen, verurteilt, eingekerkert nnd teilweise nach Sibirien verschleppt worden. Parteirat nnd Vorstand der Sozialistischen Beichspartei haben in Hannover das ehemalige SRP-Vorstandsmitglied Wolf Graf von Westarp ans der Partei ausgeschlossen. In Magdeburg wurde der Kaufmann Woif- gang Dreibrot zn zehn Jahren Zuchthaus verurteilt. weil er mit dem Untersuchungsausschuß Freiheitlicher Juristen in Verbindung gestanden haben soll. Eine Groppe hoher jugoslawischer Offiziere wird auf Einladung des britischen Generalstabs Ende August in die Bundesrepublik kommen, um die Herbstmanöver britischer Truppen zn beobachten. Die Kinderlähmung breitet sich in Niedersachsen noch weiter ans. In der vergangenen Woche erkrankten 118 Kinder nnd Erwachsene, so daß die Zahl der Erkrankungen auf 360 stieg. Bisher sind 38 Todesfälle s» beklagen. In Nordrhein-Westfalen ereigneten sich am Wochenende mehrere schwere Verkehrsun- fälle, denen drei Kinder nnd drei Erwachsene snm Opfer fielen. f 30 Menschen in Sturmfluten ertrunken Schwere Wolkenbrüche über Südengland - Ferienlager ins Meer gespült - Dürre in Südosteuropa HAMBURG. (S-Eigenbericht). Eine der schwersten Überschwemmungskatastrophen Englands seit 1920, die nach heftigen Regenstürmen mehrere Orte an der Südwestküste heimsuchte, hat mindestens 30 Menschen das Leben gekostet. 35 Personen werden noch vermißt. Man befürchtet, daß sie von den Wassermassen in den Bristolkanal hinausgeschwemmt worden sind und ertranken. Etwa 1000 Menschen konnten nichts als das nackte Leben retten. Truppen wurden eingesetzt, um der Polizei und der Feuerwehr bei den Bergungsarbeiten zu helfen, die durch neue Regenfälle erschwert werden. Die Flüsse Exe, Barle und Ly ne sind über die Ufer getreten und haben sich in reißende Ströme verwandelt. In Lynmouth änderte die Lyne plötzlich ihren Lauf, strömte durch die Straßen des 2000 Einwohner zählenden Ortes und riß Kraftwagen mit in die See. „Die Hauptstraße ist zum reißenden Fluß geworden. Felsblöcke und andere Trümmer wälzen sich dort herab und haben Autos mit sich in den Kanal gerissen“, lautete die letzte Botschaft, bevor die Telefonverbindung gestört wurde. Binnen zwölf Stunden fiel eine Regenmenge, die der eines ganzen Monats entspricht. An einer Stelle stieg der Fluß in 15 Minuten um 4,50 Meter. Es spielten sich tragische Szenen in der von Blitzen erhellten Landschaft ab. So wurde ein Zeltlager der Pfadfinder in der Nähe der dort vorherrschenden Felsenküste von der Flut erfaßt und samt den Insassen in rasender Geschwindigkeit fortgetragen. 18 BERLIN. (G.-Eigenbericht.) Berlin steht bereits völlig im Zeichen des heute beginnenden 75. Deutschen Katholikentages. Laufend treffen in der Stadt in großer Zahl Teilnehmer aus der Bundesrepublik und aus der Sowjetzono «in. Da die Sowjetzonenregierung Sonderzüge und Fahrpreisermäßigungen verweigerte, kommen die Teilnehmer mit den fahrplanmäßigen Zügen oder dem Fahrrad nach Berlin. Viele Katholiken aus der Ostzone erreichten die Stadt am Montag auf den Dächern der überfüllten Eisenbahnzüge. Die Kontrolle durch die Volkspolizisten verlief rei- bungelos. Für die Teilnehmer aus der Bundesrepublik stehen an der Zonengrenze Reiseomnibusse bereit, da die Sonderzüge der Bundesbahn die Sowjetzone nicht durchfahren dürfen. Vor den Messehallen am Funkturm, wo am Dienstag die Arbeitstagungen, der sogenannte „Kleine Katholikentag“ und am Donnerstag der eigentliche „Große Katholikentag“ eröffnet werden, wehen zahlreiche gelb-weiße Fahnen der katholischen Kirche. Die ostdeutschen Teilnehmer am Jubiläumskatholikentag werden, soweit das möglich ist, im sowjetischen Sektor Berlins untergebracht, damit sie bei der polizeilichen Anmeldung nach Rückkehr in ihre Heimatorte keine Schwierigkeiten haben. Alle sowjetdeutschen Rundfunkstationen und die sowjetisch lizensierte Presse — mit Ausnahme des Ost-CDU-Blattes „Neue Zeit“ — erwähnen den Katholikentag überhaupt nicht. Die „Neue Zeit“ führt auch lediglich die wenigen Veranstaltungen des Katholikentages auf, die im Sowjetsektor stattfinden werden. Die sowjetdeutsche Regierung hatte ihre der katho- Bei 182 Waldbränden in Süd- nnd Oberhessen sind vom 1. April bis 15. August über 155 Hektar Waid niedergebrannt. Im Kreise Zell an der Mosel raste ein Personenkraftwagen im IM-Kiiometer-Tempo auf einen Lastwagen and wurde vollständig zertrümmert. Zwei der vier Insassen waren auf der Stelle tot. Der für seine kommunistischen Sympathien bekannte französische Atomforscher Professor Jolliot-Cnrie, wird von den Schweizer Polizeibehörden der Spionage beschuldigt. Hinter den dreienhalb Meter dicken Mauern ans Stahl and Beton des ehemaligen Befehlsbunkers der deutschen Wehrmacht bei Arnheim in Holland werden jetzt die Akten des niederländischen Reichsarchivs nntergebracht. Ein amerikanischer Zerstörer nnd ein japanisches Frachtschiff eilen dem tschechoslowakischen Frachtdampfer „Bepublika“ zn Hilfe, der IM Seemeilen östlich von 8hanghal in schwere Seenot geraten ist. Der Benzinverbrauch in Belgien ist seit der Erhöhung der Treibstoffstener am 14 Prozent gesunken, obgleich 38 888 bis 48 888 Fahrzeuge mehr als im Vorjahre verkehren. Sieben von elf Fahrgästen eines Omnibusses kamen in Peru während der Fahrt durch Einatmen giftiger Benz in dä m pfe ums Leben. In einer Spalte des 2838 Meter hohen Ma- datscher-GIetscfaers in Tirol wurde die Leiche der Deutschen Paula Preis aus Köln gefunden. Paula Pretz war am 23. 8. 1923 in eine Spalte dieses Gletschers gestürzt. Riesige Waldbrände wüten zur Zeit nneln- gedämmt in einem Gebiet von mindestens 8888 Hektar 688 Kilometer nordöstlich von Vancouver in Kanada. der Pfadfinder konnten durch ihren Führer, Pastor Wieland, gerettet werden, drei kamen um. In Parracombo ertrank ein 61- jähriger Postbeamter, ein siebenjähriger Bub wurde auf dem Kai von den Wellen erfaßt, und an einer anderen Stelle wurden die Leidien von drei weiteren Ertrunkenen gefunden. In Großbritannien herrscht tiefe Trauer um die Opfer der schweren Unwetterkatastrophe. Königin Elizabeth hat telegraphisch ihr Mitgefühl ausgesprochen. Aus allen Teilen des Landes treffen Geldspenden für die Bewohner des am schwersten betroffenen Ortes Lynmouth ein, die zum größten Teil ihr gesamtes Hab und Gut verloren haben. Auch aus Salzburg werden sdiwere Blitz-, Hagel- und Sturmschäden gemeldet. Ganze Straßenzüge der Mozartstadt verwandelten sich in eine Seelandschaft. Die Salzburger Feuerwehr mußte über hundertmal ausrücken, um überflutete Keller Magazine und Wohnungen leerzupumpen. — Ein Wirbelsturm und ein Hagelunwetter, das das Berchtesgadener Land und österreichische Grenzgebia|g heimsuchte, hat schwere Schäden verursacht. In Bayerisch-Gmain wurden fast alle Dächer schwer beschädigt und mehrere ganz abgedeckt. Die Gemüse- und Obsternte ist im Unwettergebiet weitgehend vernichtet. Dagegen erlebt Wien zur Zeit die heißesten Sommertage seit 60 Jahren. In mehreren Bezirken Wiens versiegten die lischen Kirche bereits gegebene Zusage, zwei große Tagungsstätten in Ostberlin benützen zu dürfen, zurüdegezogen, weil die Kirchen in der Sowjetzone den Anordnungen der Regierung der Sowjetzone in immer stärkerem Maße Widerstand entgegensetze. In katholischen Kreisen wird es besonders begrüßt, daß sich die Gläubigen aus der Sowjetzone trotz des Fortfalls der Fahrpreisermäßigung«! in ihrem Entschluß zur Teilnahme am 75. Deutschen Katholikentag nicht beirren lassen. Wie verlautet, hat e* in führenden SED-Krei- een bereits Verstimmungen hervorgerufen, daß die Zahl der jugendlichen Teilnehmer aus der Sowjetzone besonders hoch ist, obwohl die Sowjetdeutschen Stellen ständig bemüht sind, die Jugend von der Kirche femzuhalten. MÜNCHEN. Der ehemalige Präsident des bayerischen Landesentschädigungsamtes, Philipp Auerbach, hat in einer Münchner Privatklinik durch Einnehmen von Schlaftabletten Selbstmord verübt. Nach dem Obduktionsbefund hat Auerbach die tödliche Dosis vermutlich in .der Nacht zum Freitag eingenommen, nachdem die Wirkung der abendlichen Schlafspritze nachgelassen hatte. Er verstarb am Samstagmittag, nachdem alle Bemühungen, ihn wieder zu Bewußtsein zu bringen, fehlgeschlagen waren. Auerbach war, wie gemeldet, am Donnerstag vom Münchner Landgericht wegen Untreue im Amt, versuchter Erpressung, Abgabe falscher eidesstattlicher Erklärungen und unberechtigten Führens eines akademischen Grades zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Seiner Frau hinterließ er einen Abschiedsbrief, in dem er schrieb: „Nicht aus Feigheit, nicht aus einem Schuldbekenntnis heraus handele ich, sondern weil ein Glaube an das Recht für mich nicht mehr besteht und ich meinen Freunden und meiner Familie nicht weiter zur Last fallen will. Ich bin unschuldig verurteilt im Falle Diekhoff und in den Fällen Hönig- Ohnsorg. Auch im Falle Lehrer hat ma n mir Unrecht getan. Ich habe mich niemals persönlich bereichert und kann dieses entehrende Urteil nicht weiterhin ertragen. Ich habe bis zuletzt gekämpft, es war umsonst Dank meinen Verteidigern Dr. Pan- holzer und Rechtsanwalt Klibansky. Mein Blut komme auf das Haupt der Meineidigen.“ Der Herausgeber der jüdischen „Allgemeinen“, Karl Marx, meint, Auerbach habe nach dem Urteil das getan, wozu nur ein Mensch imstande ist der glaubt keinen anderen Weg aus der Verzweiflung zu haben, in der er sich befindet Auerbach war 1946 zum bayerischen Staatskommissar für rassisch und religiös Verfolgte ernannt worden und wurde später Generalanwalt des bayerischen Amtes für Wiedergutmachung. In seinem letzten Amt als Präsident des bayerischen Landesentschädigungsamtes war er bis zu seiner Verhaftung im März vorigen Jahres tätig. Wasserleitungen völlig. Die Stadt macht einen verlassenen Eindruck. In den Regierungskanzleien wird nur Bereitschaftsdienst gemacht. Wegen des niedrigen Wasserstandes der Donau ist der Dampferverkehr zwischen Linz und Wien vorläufig eingestellt worden. Auch in Mittel- und Südserbien ist seit acht Wochen kein 'tropfen Regen gefallen. Das Thermometer stieg dort in den letzten Tagen auf 38 Grad im Schatten. Bereits jetzt wirft die zu erwartende Mißernte ihre Schatten voraus. Getreide und Kartoffeln kosten dreimal soviel wie im ver-. gangenen Jahr und Tomaten das Fünf- bis Siebenfache. Die Hitze hat zu einer Störung des Eisenbahnverkehrs durch Aufwölbungen der Schienen geführt. Wegen der drohenden Hungersnot ist eine Ausfuhrsperre für Lebensmittel verhängt worden. In der Türkei herrscht ebenfalls seit Tagen eine selbst für diese Breitengrade ungewöhnliche Hitze. Temperaturen bis zu 40 Grad im Schatten werden gemessen. Mehrere Menschen starben an Hitzschag. 21000 Franzosen in Vietnam gefallen PEKING. Das Oberkommando der Viet- minh-Aufständischen gab bekannt, in den ersten sechs Monaten dieses Jahres hätten die französischen Truppen bei den Kämpfen in Vietnam etw 28 000 Mann Verluste gehabt. 21 091 französische Soldaten seien gefallen, 6319 in Gefangenschaft geraten, 567 hätten sich freiwillig ergeben. In dem Kommunique der Vietminh-Trup- pen wird festgestellt, die Kampftätigkeit nehme immer größere Ausmaße an. Todesurteil in Ägypten KAIRO. Zum Tode durch den Strang verurteilte das in der ägyptischen Textilstadt Kafr el Dawar tagende militärische Sondergericht den zwanzigjährigen Angestellten Mustafa Khamis, der schuldig befunden wurde,, bei den blutigen Unruhen in der vJSigen Woche >die Rolle eines Haupträdelsführers der streikenden Textilarbeiter gespielt zu haben. General Nagib hat das Urteil als Oberbefehlshaber der ägyptischen Streitkräfte bestätigt. Nach der Bekanntgabe des Urteils verlas ein Hauptmann eine Erklärung des ägyptischen Hauptquartiers, in der es heißt, die Streitkräfte würden mit allen Verrätern entschlossen auf räumen. Nagib warnte ln einer Ansprache vor Offizieren und Mannschaften der Artillerie in Kairo vor „Saboteuren“. Er bekräftigte seine Absicht, in Ägypten eine Agrarreform durchführen zu lassen. Der Leiter des Instituts für gerichtliche Medizin der Münchener Universität, Prof. Lares, erklärte, daß Auerbach medizinisch gesehen ein kranker Mann gewesen sei. Die Obduktion habe alle Leiden bestätigt, die die Aerzte bereits klinisch festgestellt hatten. Philipp Auerbachs sterbliche Hülle wurde Sonntagnachmittag im Vorraum der Münchener Synagoge aufgebahrt. Am schlichten Sarg, der mit der Fahne Israels, dem blauen Davidstern auf weißem Grund, bedeckt ist, hält eine Ehrenabordnung Totenwache. ■ Jüdische Bürger konnten die ganze Nacht hindurch von dem Toten Abschied nehmen. Die feierliche Beisetzung fand am Montagnachmittag auf dem neuen jüdischen Friedhof in München statt. Die israelitische Kultusgemeinde hatte auf dem Friedhof ein Ehrengrab bereitgestellt. Der Aufbahrung war eine kurze Trauerfeier in der Synagoge vorausgegangen, an der neben mehreren hundert jüdischen Bürgern auch Vertreter anderer' Glaubensgemeinschaften teilnah- men. Eine Erklärung Dr. Ehards MÜNCHEN. In einem Interview mit der „Neuen Zeitung“ erklärte der bayerische Ministerpräsident Ehard, der damalige Präsident des bayerischen Landesentschädigungsamtes sei durch seine Veranlagung, durch die Umstände und durch die allgemeinen Verhältnisse eine außerordentlich tragische Figur gewesen. Das Motiv für Auerbachs Selbstmord sei ihm rätselhaft, man dürfe aber nicht vergessen, daß Auerbach sehr labil und außerdem schwer leidend gewesen sei. Es sei daher möglich, daß alle diese Gesichtspunkte und die Tatsache, daß er sich zu Unrecht verurteilt gefühlt habe, mit zu seinem Entschluß beigetragen hätten, freiwillig aus dem Leben zu scheiden. Ministerpräsident Dr. Ehard bedauert außerordentlich das tragische Ende Auerbachs, zumal er ihn persönlich niemals für einen Verbrecher gehalten habe. Der Vorsitzende der SPD, Dr. Schumacher, sprach den Angehörigen Auerbachs sein Beileid aus, ebenso der Vorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes. West und Ost strömt zum Katholikentag Ueberfüllte Züge ans der Ostzone nach Westberlin — Verstimmung ln der SED Verzweiflungsakt Philipp Auerbachs Glaube an da« Recht für ihn nicht mehr bestehend - Selbstmord durch Schlaftabletten Auerbachs Selbstmord jw. In dem Dorfe Nordstetten bei Harb im Neckartale wurde vor 140 Jahren ein armer jüdischer Junge geboren. In Tübingen studierte er Theologie, um Rabbiner zu werden. Aber er entdeckte sein Talent als Schriftsteller und wurde als deutscher Volksdichter berühmt durch seine heute noch gern gelesenen Schwarzwälder Dorfgeschichten, deren bekannteste das „Barfüßele“ ist. Er hieß Berthold Auerbach. Ein anderer Auerbach, Philipp, einst Staatskommissar für rassisch, religiös und politisch Verfolgte und Präsident des Landesentschädigungsamtes in Bayern, hat sich getötet, nachdem das Landgericht München ihn zu zweieinhalb Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe verurteilt hatte. Er war 46 Jahre alt, Sohn eines Hamburger Exportkaufmanns. Verhaftet wurde er im März 1951 unter der Anklage, Millionenbeträge veruntreut zu haben. Der Prozeß ging lange. An seinem Ende war von der ursprünglichen Anklage nichts übrig geblieben, und Auerbach wurde von einer ganzen Reihe Nebenanklagepunkte, die dazugekommen waren, freigesprochen. Das Gericht bescheinigte ihm, daß er seinen Posten technisch und fachlich voll ausgefüllt habe, obwohl er das Wiedergutmachungsamt in turbulentem Zustand übernommen und über keine ausreichend vorgebildeten Mitarbeiter verfügt habe. Er habe sich seit seiner Amtsübernahme im Jahre 1946 hervorragend verdient gemacht um die Abwicklung der Wiedergutmachung in Bayern und um die Auswanderungsmöglichkeiten für mehrere tausend verschleppte Personen. Er habe im großen ganzen bayerische Belange gut gewahrt und sei ein guter Staatskommissar gewesen. Verurteilt wurde Auerbach im wesentlichen wegen unberechtigter Führung des Doktor-Titels und falscher Angaben über seine Vorbildung bei Einschreibung in der Universität Erlangen, ferner weil er Lebensmittel als Geschenke von einem Kreditempfänger angenommen und Spenden verlangt hatte für die Vergebung von Aufträgen zur Errichtung oder Ausgestaltung von KZ-Friedhöfen; wobei nicht voll geklärt wurde, wem diese Spenden zugute kamen. Auerbach selbst hatte immer erklärt, nichts von ihnen gehabt zu haben. Strafmildernd berücksichtigte das Gericht Auerbachs schweres Lebensschicksal. 27 Jahre war er alt, als mit der Herrschaft des Nationalsozialismus auch er zu einem Außenseiter der Gesellschaft gestempelt wurde. Er war einer der 2 Millionen Menschen, die in den innerdeutschen Konzentrationslagern gepeinigt wurden, Leidensgenosse all derer, von denen in den deutschen Lagern und den Vernichtungslagern des Ostens 7 Millionen unschuldig getötet wurden als Opfer eines wütenden Vernichtungswahnes. Als Auerbach aus der Folterhölle gerettet wurde, war das Gleichgewicht seiner inneren Kräfte naturgemäß schwer beansprucht gewesen. Vielleicht brachte er es darum nicht fertig, in den Zeiten seiner plötzlichen Machtfülle die Grenzen bürgerlich-staatlicher Ordnung in jeder Einzelheit so präzise einzuhalten, Wie er es hätte tun müssen, um jedes ihm etwa von Neidern und Feinden veranstaltete Verfahren ohne Tadel bestehen zu können. Feinde und Neider hatte er sich geschaffen wie jeder, der Macht hat, und daß er einfach als Jude auch grundsätzliche Feinde hatte, ist wohl sicher. Aber er hatte sich nach dem Urteil des Gerichtes auch tatsächlich Abweichungen vom geraden Weg zuschulden kommen lassen. Nur begrenzt konnte das Gericht dabei berücksichtigen, daß in den schlimmen Jahren nach dem Kriege tausendfach schwerere Unkorrektheiten an der Tagesordnung waren und daß es oft Zufall war, ob sie verfolgt wurden oder nicht. Und daß Auerbach im Lager wohl tausendfach das vorausgebüßt hatte, was er nach Urteil des Gerichtes später fehlte, das konnte nicht zu einem Freispruch führen. Aber denkbar war, daß diese Umstände, wenn er etwa auch in letzter Instanz in den gebliebenen Punkten schuldig gefunden worden wäre, zu einer Begnadigung geführt hätten, und sie wäre wohl weithin verstanden worden. Denn Auerbachs Leistungen waren bedeutend, sein Schicksal war schwer, und was er etwa wirklich fehlte, hatte im einzelnen niemanden sonderlich geschadet. Das eigentlich Schlimme im Fall Auerbach waren die antisemitischen Regungen, die er neu hervorrief und die vielleicht überhaupt zu seiner Entstehung geführt hatten. Ein nichtjüdischer Missetäter, selbst der schwerste, wird imm er nur als der einzelne Mensch angesehen, der er ist. Wenn nordische Gestalten der SS sich als Massenschlächter an Menschen betätigten, kam kaum ein Deutscher darauf, zu sagen: „Die nordische Rasse ist eine Mörderrasse“, und wenn andere das sagten, so gab es gute Gründe, ihnen zu widersprechen. Aber wieviele Deutsche mögen beim Lesen der Prozeßberichte über Auerbach ver- Dienstag, 19. August 1952 SÜDKURIEtt Nr. 130 / Seite 2 gessen haben, daß Auerbach ein Jude war und nicht die Juden? Wieviele mögen daran gedacht haben, daß es unter den jüdischen Deutschen zu edlen Zeiten gerade soviel vortreffliche Gestalten gegeben hat wie unter den nichtjüdischen? Wieviele mögen an den Meister der deutschen Heimaterzählung, den anderen Auerbach, gedacht haben, dem sie kostbare Stunden der Erbauung verdankten, und wieviele mögen vergessen haben, was Christenpflicht ist, wenn man über Menschen urteilt? Warum Auerbach sein Leben beendete, das ist aus dem (an anderer Stelle veröffentlichten) Abschiedsbrief an seine Frau zu erkennen. Auerbach war schwer zuckerkrank und nierenleidend. Er hatte nicht mehr die Kraft, in einer zweiten Gerichtsinstanz von neuem um Freisprechung von den übriggebliebenen Schuldpunkten zu kämpfen und zu tragen, was etwa bleiben würde. Die Gerechtigkeit gebietet, daß trotz und gerade wegen Auerbachs Selbstmord alles getan wird, um aufzuhellen, was in dieser Gerichtsverhandlung noch dunkel blieb — und das sind vor allem diejenigen Kräfte, die mit völlig widerlegten Vorwürfen gegen Auerbach gearbeitet hatten. Heuss weihte Soldatenfriedhof ein 2715 Gefallene im Hürtgenwald zur letzten Ruhe gebettet HÜRTGEN. Dunkle Wolken zogen tief über die kahlen Hügel des in der letzten Kriegsphase hartumkämpften Hürtgenwaldes, als Bundespräsident Heuss den größten deutschen Soldatenfriedhof in der Nähe des alten Dorfes Hürtgen einweihte. Der Bundespräsident sprach vor dem Ehrenmal, einem großen, schlichten Steinkreuz, das über den vielen hundert Kreuzpaaren steht. „Wollten wir hier politische Worte reden“, erklärte Prof. Heuss, „müßte es eine bittere Rede sein. Die hier starben, wurden geopfert, um die Herrschaft einer Gruppe um einige Wochen oder Monate zu verlängern.“ Es sei das Grausame am deutschen Schicksal, daß die Wehrmacht in diesen letzten Monaten deutsche Brücken sprengte, Kinder mißbrauchte und weniger gegen einen äußeren Feind als gegen die deutsche Zukunft kämpfen mußte. Prof. Heuss zog einen Vergleich zwischen HürtgenXvald und Lan- gemarck. Auch Langemarck sei strategisch ein falscher Einsatz gewesen. Aber während damals im Herbst 1914 die Jugend gläubig in den Tod gezogen sei, habe es hier neben der Tapferkeit viel Müdigkeit, Heimatsehnsucht und bürgerliche Arbeitssehnsucht gegeben. Der Bundespräsident gedachte in seiner Rede auch der Frauen und Kinder, die Opfer des Bombenkrieges in der Heimat wurden, und der Minensucher, die unter Lebensgefahr das minenverseuchte Gebiet am Hürtgenwald entmint haben. 50 von ihnen liegen neben den gefallenen Soldaten im Ehrenfriedhof. Hamburger Ehrenmal HAMBURG. Vor den Gräbern der 55 000 Opfer des Luftkrieges in'Hamburg bezeich- nete es Bundestagspräsident Dr. Hermann Ehlers als die wichtigste Lehre aus dem Schrecken des letzten Krieges, „daß wir uns unablässig mühen müssen, den Frieden auf dieser Erde zu erhalten und zu fördern“. In einer Feierstunde zur Einweihung des Ehrenmals für die in den Bombennächten ums Leben gekommenen Hamburger auf dem Qhlsdorfer Friedhof erklärte er: „Wir rufen vor unseren Gräbern und in Ehrfurcht vor den Gräbern der anderen zu einem neuen Weg gemeinschaftlichen politischen Handelns der freien Völker.“ Verwaltungsaufbau macht Schwierigkeiten Schul- und Landwirtschaftliche Verwaltung besondere Sorgenkinder STUTTGART. (Tfz.-Eigenbericht.) Ministerialdirektor Dr. Spreng vom badisch- württembergischen Staatsministerium nimmt im „Staatszanzeiger“ eingehend zu den Problemen des südwestdeutschen Verwaltungsaufbaus Stellung, wobei er zu dem Ergebnis kommt, zweifelhaft und umstritten sei noch die Organisation der Schulverwaltung und der Landwirtschaftsverwaltung. Das Kultusministerium strebe im Einvernehmen mit den beteiligten Kreisen die Errichtung eines zentralen Landesschulamtes oder regionaler Bezirksschulämter in den vier Landesteilen an. Die Kultusverwaltung begründe dies in erster Linie damit, daß die höheren Schulen nicht den künftigen Regierungspräeidien eingegliedert werden könnten, andererseits aber WETTERVORHERSAGE des Badischen Landeswetterdienstei Dem alten Tief, das inzwischen zur Ostsee abgezogen ist, ist von Westen her sehr rasch ein wesentlich stärkeres gefolgt. Sein Einfluß auf unser Wetter wird bis etwa Mittwoch anhalten. Aussichten bis Dienstagabend: In der Nacht zum Dienstag von Westen her Durchzug einer Störung mit zum Teil gewittrigen Regenfällen. Am Dienstag wechselnde, meist stärkere Bewölkung mit einzelnen Regenschauern und Gewittern. Wieder etwas kühler. SUDKURIER Chefredaktion: Alfred Gerigk Politik: Konrad Gunst. Nachrichtendienst: Graf L. Douglas. Wirtschaft: Dr. G. A. Groß. Feuilleton: L. E. Reindl. Heimat: Alois Bede (abwesend): Vertreter: W. Häusler: H. Steinert. Sport: A. Strobel. Chef vom Dienst: H. Jacobsen. Verlag: Südkurier GmbH., Konstanz, Marktstätte 4. Drude: Druckerei und Verlagsanstalt Konstanz GmbH. — Bei Nichtbelieferung ohne Verschulden des Verlags oder infolge höherer Gewalt kein Entschädigungs anspruch. 100 DM in Zürich: 16. 8.: 92/94 sfr. die verschiedenen Schularten mit Rücksicht auf die bevorstehende Schulreform zusammengefaßt bleiben müßten. Die verschiedenen Vertretungen der Landwirtschaft wollten zwei Landesbehörden der landwirtschaftlichen Bezirksverwaltung für die nördliche und die südliche Landeshälfte schaffen. Ministerialrat Dr. Spreng betont in seinen Ausführungen, die grundsätzliche Entscheidung über die Organisation der Kultus- und der Landwirtschaftsverwal- tung müsse von der vorläufigen Regierung getroffen 'werden. In allen Bundesländern mit staatlichen Mittelinstanzen seien allerdings die Volksschulen und die Landwirtschaftsverwaltung, teilweise auch die Forstverwaltung, in diese Mittelinstanzen eingegliedert. Dies sei notwendig, wenn man den Grundsatz der Einheit der Verwaltung in der Mittelinstanz durchführen und die notwendige Koordinierung erhalten wolle. Außerdem werde eine einheitliche Behörde in der Bezirksebene wesentlich sparsamer arbeiten, als mehrere. Hinzu komme noch, daß politische Gesichtspunkte für eine Stärkung der Stellung des Regierungspräsidenten sprächen. Dr.Wäldhn: Organisch wachsen lassen FREIBURG. (A.-Eigenbericht.) Der Regierungspräsident für Südbaden, Dr. Wael- din, nahm zum erstenmal zu seinen künftigen Aufgaben Stellung. Die genaue Verteilung der Kompetenzen zwischen Regierung und den Mittelinstanzen werde erst Anfang September erfolgen. Aber er könne schon jetzt sagen, daß er sich besonders dafür einsetzen werde, daß Südbaden als Grenzland eine entsprechende Rolle im neuen Bundesland spielt und auch die entsprechende Förderung erhält. Dr. Waeldin warnte ausdrücklich davor, die Dinge zu überstürzen und mit Gewalt vereinigen zu wollen, was organisch wachsen müsse. Schweizer Visum-Zwang bleibt BERN. Die Schweizer Bundesregierung hat bekanntgegeben, daß ein Abkommen über die gegenseitige Aufhebung des Visumzwanges im Reiseverkehr von deutscher Seite erst nach dem Inkrafttreten des Deutschlandvertrages getroffen werden könne. In der Verlautbarung, mit der eine parlamentarische Anfrage beantwortet wurde, heißt es, die Schweiz habe noch Bedenken gegen die völlige Freigabe der unkontrollierten Einreise deutscher ‘Staatsangehöriger im Hinblick auf „gewisse politisch unerwünschte Elemente und mit Rücksicht auf den Schweizer Arbeitsmarkt“. Die Schweizer Konsulate in Deutschland seien angewiesen, allen Deutschen, die nicht persönlich unerwünscht sind und sich nicht in der Schweiz niederlassen wollen, ein Dauervisum für ein Jahr zu erteilen, auch wenn nur ein einfaches Visum verlangt wird. 136 Gefangene 2 urüdcaekehrt FREIBURG. 136 ehemalige deutsche Kriegsgefangene, die in französischen Gefängnissen lange Zeit als „Kriegsverbrecher“ zurückgehalten worden waren, sind nach Mitteilung der Kriegsgefangenenhilfe des deutschen Caritasverbandes in Freiburg in der Zeit vom 24. September 1951 bis zum 24. Juli dieses Jahres nach Deutschland zurückgekehrt. Unter den Heimkehrern befanden sich auch ehemalige Soldaten, die bis zum Tag ihrer Entlassung auf den Beginn ihres Prozesses warteten. Die Kriegsgefangenenhilfe des Caritasverbandes überreichte jedem Heimkehrer beim Grenzübertritt einen „Heimkehrerbrief“ mit einem Geldgeschenk. „ China-De’egatlon in Moskau MOSKAU. Der chinesische Ministerpräsident Chou En Lai ist an der Spitze einer Regierungs-Delegation der Chinesischen Volksrepublik zu Besprechungen in Moskau eingetroffen. Er sagte bei seiner Ankunft, Zweck seines Besuches sei es, die freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Sowjetunion und China weiter zu festigen. Unter den Mitgliedern der chinesischen Delegation sind der stellvertretende Ministerpräsident, die Minister für Schwerindustrie und Brennstoffversorgung. Britische Kreise in Hongkong erklärten, diese Reise habe hauptsächlich finanzielle Hintergründe. Die Volksrepublik China würde wahrscheinlich Vorschläge zur Sprach erbringen, um die Sowjetunion in stärkerem Maße an der Finanzierung des Korea-Krieges zu beteiligen. Unsere Leser meinen: Und Konstanz mit dem Bodenseegebiet? Zur Diskussion um den Sitz der Regierungs-Präsidien und Landesbehörden KONSTANZ. Einige badische und würt- tembepgische Städte interessieren sich lebhaft für den Sitz von staatlichen Mit- telinstanzen (Regierungepräsidien) und von Landesbehörden des neuen Bundeslandes Baden-Württemberg. Mit mehr oder weniger stichhaltigen Argumenten wird versucht, die besondere Eignung dieser oder jener Stadt für irgend eine Mitteloder Zentralbehörde herauszustellen. Die meistgenannten Städte, die als Bewerber auftreten, sind Freiburg, Karlsruhe, Mannheim, Ulm, Tübingen, Sigmaringen und Ravensburg. Schon seit Monaten bemühen sich die Stadtverwaltungen um die Gunst der Stuttgarter Instanzen. Freiburg rechnet damit, nicht nur vorläufig Sitz eines Regierungspräsidiums zu bleiben. Diese Stadt beansprucht auch einige höhere Behörden, wie badisches Oberlandesgericht und Oberfinanzdirektion. Mannheim will an Steile von Karlsruhe das Regierungspräsidium beherbergen, während Karlsruhe dagegen protestiert und dazu noch für Gesamtbaden vorgesehene Organe auf Kosten dar Stadt Freiburg und Zentralbehörden des Bundeslandes übernehmen möchte. In Süd- württemberg-Hohenzollem sind es gleich vier Städte (Ulm, Tübingen, Ravensburg und Sigmaringen), die sich als Sitz der Mittelinstanz empfehlen. Die Sigmaringer Stadtverwaltung veröffentlichte kürzlich eine Denkschrift, in der die geographische und verkehrsgünstige Lage der Stadt, die Unterbringung des Bezirkspräsidiums in „repräsentablen Regierungsgebäuden“ hervorgehoben werden. Außer den hier genannten Behörden könnte man noch cas Landesverwaltungsgericht, den Staatsgerichtshof, das Landesamt für Verfassungsschutz, Landeskriminalamt, Statistische Landesamt, Landesvermessungsamt, Landesgewerbeamt mit Eichdirekticn, Geologisches Landesamt, Oberbergamt, Landesversorgungsamt, Landesforstdirektionen, Landwirtschaftliche Bezarksverwaltungan nennen, um die Begehrlichkeit gewisser Städte anzuregen. Unseres Wissens ist Konstanz in dieser Diskussion nur einmal als eine der Städte erwähnt worden, die auf der Bewerberliste erscheinen, vor wenigen Wochen in einem Lagebericht des Stuttgarter Rundfunks. Konstanz selber ist auffallend schweigsam. Dieses Schweigen bedeutet Bankraub in Frankfurt fordert zwei Tote Ueberfall mit wilder Schießerei — Ein Täter gefaßt FRANKFURT/MAIN. Ein brutaler Raubüberfall, dem zwei Bankangestellte zum Opfer fielen, wurde auf eine Filiale der Deutschen Effekten- und Wechselbank in Frankfurt-Bockenheim verübt. Die Banditen drangen, mit braunen Strumpfmasken über dem KopITTn'das ‘ BaiiKgöbäüdB"'eln, eröffneten sofort das Feuer und töteten zwei Bankbeamte. Einen Dritten verletzten sie schwer. Aus dem offenen Panzerschrank raubten sie etwa 900 DM. Die Masse des Geldes ließen sie in der Aufregung liegen. In einem Volkswagen ergriffen sie dann die Flucht. Funkstreifenwagen und Ueber- fallkommandos umstellten ein Schrebergartengelände in Ginnheim und faßten einen der Täter, den 27jährigen Rudolf Kirchner aus Frankfurt. Er hatte den Auftrag gehabt, beim Eindringen in die Bank sofort das Geld an sich zu reißen, geriet aber in den Kugelhagel, der den Bankbeamten galt, und wurde schwer verletzt. Seine Komplicen schleppten ihn auf der Flucht noch durch einige Gärten und ließen ihn dann liegen. Den Volkswagen, den sie gestohlen hatten, mußten sie in Ginnheim stehen lassen, weil sie von ihren Verfolgern — einem beherzten Zivilisten, der ihnen sofort mit seinem Wagen nachraste — und der Polizei hart bedrängt wurden. Die Waffen der Täter, zwei amerikanische Armeepistolen und etwa hundert Schuß Munition, sind inzwischen in einem Garten gefunden worden. Für die Ergreifung der beiden'flüchtigen Bankräuber hät die Frankfurter Oberstaatsanwaltschaft 1000 DM Belohnung ausgesetzt. Bisher fehlt - von ihnen jede Spur. Die Großfahndung ist angelaufen. Der 27jäh- rige Mechaniker Johann- Georg Meiß ist 1,70 m groß, hat hellblondes, glattgescheiteltes Haar, trug ein buntkariertes Hemd, eine dunkle Hose und braune Kreppschuhe. Sein Komplice, der 24 jährige Tischler Karl Maikranz, ist 1,78 m groß, hat schwarzes Haar und trug einen Bart. Er war mit einer dunklen Bikinibluse mit Blumenmuster, hellbeiger Hose und braunen Kreppschuhen bekleidet. jedoch nicht, daß die Stadt von vornherein keine Wünsche vorzubringen hätte, wenn sie auch darauf verzichtet, den Wettlauf um Mittel- oder Zentralbehörden jetzt schon und mit solch erstaunlicher Geschäftigkeit mitzumachen. Ein grundsätzlicher Anspruch, bei der Verteilung staatlicher Einrichtuingen im S ! nne einer möglichst weitgehenden räumlichen Dezentralisation der Verwaltung berücksichtigt zu werden, bleibt bestehen. Wir möchten dies an dieser Stelle ’ ausdrücklich feststellen, damit nicht Entscheidungen ohne eine unmittelbare Beteiligung der Stadt Konstanz getroffen werden. Heute schon sei darauf aufmerksam gemacht, daß der Einwand, Konstanz müsse wegen seiner peripherischen Lage als Sitz von Mittel- oder Zentralbehörden ausscheiden, nicht ohne weiteres und für alle Fälle als begründet bezeichnet werden kann. Einer sorgfältigen Prüfung bedarf auch die Stellung der Stadt Konstanz und des badischen Bodenseegebietes überhaupt bei. der endgültigen Abgrenzung der vier oder fünf Landesbezirke. Das Ueberleitungsge- setz hat den räumlichen Bereich der staatlichen Mittelinstanzen vorläufig festgelegt: Südbaden, Nordbaden, Südwürttemberg- Hohenzollem und Nordwürttemberg. Offenbar spielt bei dem Begehren der Städte Sigmaringen und Ravensburg, Sitz eines Regierungspräsidiums zu werden, u. a. auch die Erwägung eine Rolle, mehr oder weniger große Teile des badischen Bodenseegebietes in den neuen Landesbezirk aufzunehmen. Es ist nicht der Zweck dieser Zeilen, sich mit solchen Plänen auseinanderzusetzen. Nur soviel sei heute gesagt: wenn Reutlingen (mit Tübingen) dem nordwürttembergischen Landesbezirk angeschlossen wird, da diese Städte mehr in den nordwürttembergischen Raum tendieren, und Ulm im nordwürttembergischen Landesbezirk bleibt, dann ist Konstanz die weitaus bedeutendste und an Volkszahl größte Stadt zwischen Schwäbischer Alb und Bodensee. Das sollte überall dort beachtet werden, wo der Lokalpatriotismus fröhlich Urständ feiert und übersehen wird, daß der mögliche Partner noch ein gewichtiges Wort mitzureden hat. Im übrigen dürfte die endgültige Festlegung der Landesbezirksgrenzen und der Residenz der Regierungspräsidenten noch längere Zeit auf sich warten lassen. Sehr wahrscheinlich wird auch die neue Landesverfassung keine definitive Lösung vorschreiben, sondern sie einen gesetzlichen Sonderregelung Vorbehalten. Dagegen könnte die örtliche Verteilung von Zentralbehörden von Fall zu Fall schon zu einem früheren Zeitpunkt entschieden werden. Und hier ist eine der wichtigsten Aufgaben der Verantwortlichen, rechtzeitig sachlich berechtigte Wünsche für Konstanz Und das Bodenseegebiet anzumelden, und... falls sie berücksichtigt werden, auch die notwendigen Gebäude bereitzustellen. S. M Was aas dem pohiisdien Adler geworden Ist Stalin: „Sag mal schön: „Ich bin frei und froh!“ (Rhein. Merkur) Bekenntnis zum Fortschritt menschlicher Kultur Rückblick auf die Internationalen Konstanzer Musiktage 1952 Der Blick auf die Eindringlichkeit \md den Umfang der musikalischen Kräfte, die das Gesicht der nun vergangenen diesjährigen Musiktage prägten und im Bewußtsein des aufmerksamen Hörers wohl viele charakteristische, ja unverlierbare Spuren hinterlassen haben, darf sich hoffnungsvoll in die Zukunft richten. Der im Vergleich zum Vorjahre merkbar höhere künstlerische Rang im Gesamtbild der Veranstaltungen, die Fülle neuer Anregungen und Eindrücke, die gewonnen wurden, rechtfertigten in hohem Maße das Bestehen und das großzügige ideelle Anliegen dieser kulturellen Einrichtung der Stadt Konstanz. In der organisatorisch glücklich und reibungslos verwirklichten Gesamtplanung. sprach sich auch dieses Mal deutlich die liebevolle Mühewaltung und die alles bedenkende Sorgfalt aus, welche die Veranstalter, Förderer und Freunde dieser Musikfestwochen ihrem Aufbau angedeihen ließen. Wiederum erwies sich der Gedanke, das zeitgenössische Musikschaffen bevorzugt zu berücksichtigen. Unter der stilkundigen, formsicheren Führung Dr. Richard Treibers, dem gleichzeitig die künstlerische Gesamtleitung der Musiktage oblag, bildete das verstärkte Städt. Orchester auch in diesem Jahre den tragenden Grundpfeiler der orchestralen Veranstaltungen. Die Domäne der großen Tradition aus Klassik und Romantik war Dada-Musik Ferruccio Busomi erhielt eine» Tages den Besuch eines Dadaisten, der ihn um ein Urteil über seine kindlich-naiven Kompositioneversuche bat Busoni sagte lachend: „Ich bin weniger für Dada, dafür aber mehr für Da-Capo. Das heißt, um in Ihrer Fachsprache zu reden, für Dada Kaka Popo“. mit gut aufgeführten symphonischen Standardwerken von Joh. Chr. Rach, Mozart, Schubert und Beethoven vertreten. Seine wachsende Vertrautheit mit den Erfordernissen des modernen Orchesterstils bewies das Städt. Orchester unter seinem aktivistischen Dirigenten in diesem Jahre der Erstaufführungen von Jean Francaix und Konrad Beck sehr überzeugend. Auch das ehrliche Ringen um den gigantischen Geist in Beethovens Neunter Symphonie, welche unter Mitwirkung namhafter Solisten und der bewährten Chorkräfte des „Bürgerverein Bodan“ aufgeführt wurde, fand gebührende Anerkennung. Gewohnte Begeisterung erregten wiederum die hervorragend spielenden Wiener Symphoniker unter Robert Heger, und, vorab durch ihre beispielhafte Bach-Interpretation, das Stuttgarter Kammerorchester unter Karl Münchinger. Auch das den Konstanzer Musiktagen traditionell verbundene ausgezeichnete Winterthurer Streichquartett darf hier nicht vergessen werden. Neue Eindrücke verknüpften sich mit dem feinen Stimmglanz und der sängerischen Disziplin des Bayerischen Rundfunkchors. Zu ganz ungewöhnlichen Höhepunkten verinnerlichter musikalischer Gestaltung aber ragte das herrliche Beethoven- und Schubertspiel des Koeckert-Quartetts empor. In ihrem Auftreten entfalteten die Solisten jenes immer wieder neu und reizsam wirkende Kräftespiel zwischen musikalischer Wirksamkeit und persönlicher Eigenart Künstlerisch und menschlich gleich einprägsam wirkten hier der feine weibliche Charme der Pariser Pianistin Reine Gianoli, die vornehme Zartheit der Zürcher Harfenistin Emy Hürlimann, der tief bekenntnishafte Gesang Olaf Hudemanns, das urwüchsig-vitale Geigertum des jungen Schweizers Hansheinz Schneeberger und nicht zuletzt der pariserisch geschliffene Form- und Klangzauber, den die französische Geigerin Jeanine Andrade zeigte. Der tiefe Zusammenhang zwischen Musik und Persönlichkeit, Musik und Volkstum, Musik und Nation trat in diesen Musiktagen in immer neuen aufschlußreichen psychologischen Beleuchtungen zutage. Die vielen und teilweise sehr bemerkenswerten Erstaufführungen — Werke von Wolfgang Fortner, Frank Martin, Debussy, Jean Frangaix, Honegger, Konrad Beck, Heinrich Sutermeister, Karl Orff, Werner Egk und Karl Amadeus Hartmann — wurden in diesem Jahre lebendiger, interessierter aufgenommen, eifriger und nachdrücklicher diskutiert. Es scheint, das es in zunehmender Weise gelingen wird, den geistigen Sinn und die Bedeutung moderner Musikwerke einem immer größeren Hörerkreis zu erschließen. Die einschneidenden Wandlungen in unserem heutigen Lebens- und Weltgefühl besitzen Im Bereich des musikalischen Hörens bekanntlich die geringste Fortpflanzungsgeschwindigkeit. In dem Maße jedoch, In dem es hier gelingt, den fest- Mit einem Schauspieler wie Emst Ginsberg in der Titelrolle erwartete bei den Festspielen in Bregenz die Besucher des Münchener Gastspiele ein besonderes, geistig leuchtendes, aus unmittelbarem Erleben genährte» Spiel. Moliöres „Mitsan- throp“ Ist der enttäuschte freie Mensch, der infolge zu hoher Erwartung, zu strengen Ver- gleichs mit der eigenen Rechtschaffenheit, seiner Umwelt solange den Fehdehandschuh hinwirft, bis er schließlich selbst völlig isoliert in die Einsamkeit fliehen muß. Das ist der radikale Wahrheitsager, der sein Glück opfert, seiner Liebe -entsagt, sein Vermögen dezimiert, weil er jeden Kompromiß mit den felgen Rücksichten, den schwächlichen Gesellschaftslügen, gefahrenen klassischen Form- und Gefühlsschematismus zu erschüttern, zu revolutionieren, für neue Werte empfänglich zu machen, ist das ernsthafte Anliegen der zeitgenössischen Musik schon gesichert. Da, wo es gelingt, in einem scheinbar beziehungslosen Nacheinander chaotischer Klänge neue Formen und Ordnungen nicht nur zu erkennen, sondern auch hören zu lernen, ist bereits Neuland gewonnen. Es war der Sinn dieser Musiktage, in der schöpferischen Spannung zwischen Alt und Neu die großen aktuellen Verbindungslinien unserer europäischen Musikkultur sichtbar zu machen und der intimen, gesellschaftlich-menschlichen Verbindlichkeiten der Musik sprechenden Ausdruck zu verleihen. Es ging um das Bemühen, innerhalb des vorgezeichneten Rahmens durch charakteristische Werkaufführungen einen Beitrag und ein weltoffenes Bekenntnis zum Fortschritt menschlicher Kultur und Seelenerkenntnis zu leisten, die im Sinne Goethes aus dem ewig waltenden Gesetz von „Polarität und Steigerung“ ihre lebenserneuemden Kräfte empfangen Dr. G.Lenzinger dem ganzen „schönen Schein“ der Welf ablehnt. Er ist wie ein Blitz, der mit grellem Licht seine ganze Umgebung jäh erhellt und auch erbeben macht. Für das dramatische Temperament des (1933 emigrierten, seither in der Schweiz hochgeschätzten, jetzt nach München verpflichteten) Schauspielers Ginsberg ist diese Rolle innerstes Erlebnis. Sie gibt diesem präzisen und genauen, geistig überlegenen Sprecher Gelegenheit, sich einiges von der Seele zu reden, durch sinnvolle Betonungen die Beziehung zum Erlebnis des Menschen von heute zwingend herzustellen und feuerköpfig beredt das Gewissen seiner Zuhörer zu erlektri- sieren. Die Inszenierung, der eine Bearbeitung des Textes aus den Uebereetzungen Ludwig Fulda» und Graf Baudissins - Adolf Launs zugrunde lag, hatte Kurt Horwitz, der Freund und Schicksalsgenosse Ginsbergs, in einem prachtvoll spielräumigen Barock-Salon Teo Ottos, ganz auf Sprachkunst und mimische Zucht eingestellt. Welch ein Genuß, diese Rollengestaltungen zu erleben, deren jede einzelne zu einem Kabinettstück schauspielerischer Virtuosität entwickelt war, so sehr, daß auf dieser höchsten erreichbaren Ebene das Ensemble der Spielenden trotz aller individuellen Besonderheiten wieder wie ein ganz einheitlicher Organismus wirkte! Da war Agnes Fink, das schöne Fräulein mit der Lästerzunge, das sich den Bräutigam verscherzt und sich noch um Kopf und Hals schwätzen wird — ein vollendetes Porträt voll Pikanterie, Bosheit und geheimer Verzweiflung. Gerd Brüdern als der treue Freund, der die Ausbrüche des Menschenhassers geduldig erträgt und gern den Blitzableiter spielt. Godela Orff, die wahrhaft liebende „Eliante“, und Anne Kersten, die frömmelnde Zwischenträgerin; Bernhard Wicki, der Salondichterling von unausstehlicher Eitelkeit, und schließlich das Papageienpärchen der beiden strohdummen Höflinge, deren Physiognomie Walter Uttendörfer und Hans-Reinhard Müller unvergeßlich zeichneten. So hatte diese beherzigenswerte Aufführung, die fast mehr vom Geist des Züricher Schauspielhauses atmete, als von dem des Münchner Residenztheaters (Regisseur, Bühnenbildner und drei Hauptdarsteller repräsentieren die Züricher Tradition der letzten zwei Jahrzehnte!) Geist und Feuer anklägerischen Mutes, das Ethos eines tief empfindenden Gewissens gegenüber der Zeit, den Elan einer zündenden Philippika gegen Lüge. Feigheit, Verstellung und schuldhafte Schwäche. Das Publikum muß aus lauter Ueber- menschen bestanden haben, so ungehemmt einverstanden applaudierte es. L. E. Reindl Ernst Ginsberg als „Misanthrop" Gastspiel des bayerischen Sta atsschauspiels in Bregenz Dienstag, 19. August 1952 SÜDKURIER Nr. 130 / Seite 3 Neue Schlappe des Deutschen Fußballmeisters VfB Stuttgart im Neckarstadion von den Offenbacher Kickers mit 0:3 aus dem weiteren Pokal-Wettbewerb geworfen (WB.-Eigenbericht.) Man hatte die 0:5-Abfuhr des deutschen Fußballmeisters vor adit Tagen in Ludwigshafen gegen den t. FC Kaiserslautern nicht allzu tragisch genommen, zumal eine Woche vorher in Gelsenkirchen gegen Schalke 04 mit 3:1 gewonnen werden konnte. „Sommerfußball — Hitze — leichte Konditionsschwächen — Ersatz für Blessing" — das waren die Begründungen. Man hätte sich damit zufrieden gegeben, wenn am Samstag im Neckarstadion gegen die Offenbacher Kickers erfolgreicher gespielt worden wäre. Aber daß man abermals so hoch unterlag und damit aus dem weiteren Wettbewerb um die DFB-Pokal ausscheiden mußte, löste doch gewisse Bedenken unter den süddeutschen Fußballfreunden aus. Jetzt findet man die treffende Erklärung für die 0:5-Blamage gegen Kaiserslautern. Es sind keineswegs leichte, sondern ganz erhebliche Konditionsmängel, die hier unmittelbar vor Beginn der Pflichtspiele auftauchen! Der Sturm ein Torso, die Deckung löchrig, die Verteidigung nervös. Nur auf Torwart Bögelein scheint noch Verlaß zu sein. Ohne die Verletzten, Retter und Blessing, fiel dem VfB die Aufgabe natürlich besonders schwer. Immerhin hätte die Mannschaft festeren Zusammenhalt beweisen müssen. Man kombinierte viel zu umständlich, zögerte mit der Ballabgabe und schoß jämmerlich, so daß die Zuschauer ihre Anfeuerungsrufe einstellten. Mit lautem Getöse und unter viel Pfeifen gingen die meisten Stehplatzbesucher mit fliegenden Fahnen ins Offenbacher Lager über. Im Angriff standen auf dem Flügel zwei neue Leute, junge, talentvolle Spieler: Kurz und Waldner. Sie begannen vielversprechend, um dann aber mehr und mehr abzufallen und nervös zu werden, nicht zuletzt durch das sehr ungnädig gewordene Publikum, das törichterweise gerade den jungen Spielern den Nerv nimmt, wenn mal alles nicht nach Wunsch klappt. Der VfB war über eine Stunde hindurch feldüberlegen, hatte eine Riesenzahl herrlichster Torchancen, erwies sich aber als viel zu unkonzentriert, um hieraus Kapital zu schlagen. Eine Portion Schußpech tat das übrige, um den VfB auf die Verliererstraße zu bringen. In der 14. Minute fiel das erste Tor Offenbachs durch Mittelstürmer Preißendörfer, der auch die beiden anderen Treffer erzielte, sie fielen in der 78. und 89. Minute, als die ersten Zuschauer bereits enttäuscht abwanderten. Weitere Pokalresultate: Hamburger SV — Viktoria Hamburg 6:1 Hamborn 07 — Göttingen 05 4:1 Eintracht Osnabrück — Preußen Dellbrück 1:2 SpVgg Fürth — VfR Kaiserslautern B:1 Blauweiß Berlin — Eintracht Trier 0:1 SV Waldhof — Eintracht Braunschweig 0:2 (!) Concordia Hamburg — Borussia Dortmund 4:3 VfL Osnabrück — Phönix Ludwigshafen 2:2 Wacker 04 Berlin — l.FC Nürnberg 1. FC Saarbrücken — FC St. Pauli Borussia Neunkirchen — Schalke 04 Rotweiß Essen — Jahn Regensburg VfB Mühlburg — Preußen Münster Alemannia Aachen — Essen West 81 SSV Reutlingen — Wormatia Worms Fußball ohne Punkte In Gent: BC Augsburg — La Ganthoise 2:2. Süddeutschland: FC Singen 04 gegen Union 06 Berlin 1:1, FC Freiburg — Freiburger Stadtmannschaft 1:0, FC Pforzheim — Holstein Kiel 1:3, Union Böckingen — FSV Frankfurt 0:3, SV Wiesbaden — Ulm 46 2:0, Schwaben Augsburg — Hajduk Split 3:3, I960 München gegen FC Sochaux 4:1, Viktoria Aschaffenburg gegen FC Wacker Wien 1:4, FC Kaiserslautem gegen Stuttgarter Kickers 3:2, Ulm 46 — FC Zagreb 1:2, SV Speyer — VfR Mannheim 2:4. Westdeutschland: 1. FC Köln — TuS Neuendorf 5:0, Schwarzweiß Essen — FK Pirmasens 6:6, SSV Wuppertal — Spfr. Katernberg 2:5, Arminia Bielefeld — SV Herne Sodingen 3:2, VfL Neuwied — W Waubach Holland 4:2. Norddeutschland: Werder Bremen gegen VfB Oldenburg 3:0, Harburger TV gegen VfB Lübeck 2:1, Wattenscheid 09 — Bayer Leverkusen 1:1. *’ Berlin: Spandauer SV — Hertha BSC 4:1, Nordstern Berlin — Minerva 93 4:2, Norden/ Nordost — Tasmania Berlin 2:1, Rapid Wedding gegen Viktoria 98 0:3, Kickers Berlin — BSV 92 1:3. Friedrichshafens guter Start in die neue Saison Deutscher Amateurmeister bSßte einen Punkt ein 1. Amateurliga Württemberg: SC Stuttgart — SG Untertürkheim 0:0, VfB Friedrichshafen — VfL Sindelfingen 2:1, SC Schwenningen — FV Ebingen 3:2, SpVgg Feuerbach — FC Eislingen 1:1, VfR Aalen — VfR Schwenningen 1:1, FV Kornwestheim — VfL Kirchheim 3:0, VfR Heilbronn — Normannia Gmünd 6:1, SC Geisingen — Spfr. Stuttgart 0:1, (J.K.-Eigenbericht.) Dem ersten Auftreten des VfB Friedrichshafen hatte man infolge der sehr unausgeglichenem Leistungen bei den letzten Probegalopps mit einigen Bedenken entgegengesehen. Die Elf überraschte jedoch nach der angenehmen Seite, legte sich mächtig ins Zeug und fiel durch eine schöne Energie- und Mannschaftsleistung auf. Die Tore schossen Gleinser und Langenmayer. Sindelfingen kam erst zwei Minuten vor Schluß zum Ehrentor. Der Sieg des VfB war vollauf verdient. — Das wichtigste Spiel war die Begegnung des deutschen Amateurmeisters VfR Schwenningen gegen den Ex- Zehnkampfsieg... Ruhe für den Balinger Sepp Hipp Sander-Domagalla Fünfkampfsieger — Nachwuchs bei den Junioren -Meisterschaften (U.W.-Eigenbericht.) „Jetzt habe ich aber eine Weile genug vom Zehnkampf*, meinte Sepp Hipp aus Balingen nach seinem eindrucksvollen Zehnkampfsieg bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Westfalens Industriestadt Hamm zu uns. „Das geht einem schwer an die Kraftreserven. Jetzt brauche ich eine Zeitlang Ruhe. Der Körper muß sich erst erholen. In der nächsten Zeit werde ich mich vor allem auf die Wurfkonkurrenzen und den Weitsprung konzentrieren. Das ist entschieden gemütlicher. Schließlich muß man ja noch Freude an der Leichtathletik haben.* Als der Sepp diese Worte sprach, stand er noch sichtlich unter der körperlichen Belastung des soeben überstandenen 1500-m-Laufes. Mit Einsatz der letzten Energien hätte sich der stem- mige Sepp um die durch monotonen Dauerregen aufgeweichte Bahn gewuchtet und die erzielte Zeit von 5:20,8 Minuten gab schließlich den Ausschlag, daß Sepp noch elf Punkte über der internationalen 6000-Punkte-Grenze blieb. Klar abgeschlagen hinter dem Balinger folgte der vielversprechende Nachwuchsmann Oberbeck aus Braunschweig mit 5702 Punkten. Nach den ersten fünf Uebungen hatte der 20jährige Oberbedc eine wesentlich bessere Punktezahl erzielt. Denn hier war er vor allem in vier Disziplinen besser als Hipp gewesen und hatte mit 11,3 (100 m), 50,6 (400 m), 7,10 (Weitsprung), 1,75 (Hochsprung) und 13,40 (Kugelstoßen) Leistungen erreicht, die Sepp sichtlich nervös machten. Doch am zweiten Tag setzte sich die größere Routine des Balingers durch. Nach der siebten Konkurrenz, dem Diskuswerfen, übernahm er die Spitze und baute im weiteren Verlauf des Zehnkampfes seinen Vorsprung immer weiter aus. Die Einzelleistungen von Sepp Hipp: 100 m (11,6), 400 m (51,8), 1500 m (5:20,8), Weitsprung (6,93), Hochsprung (1,65), Stabhochsprung (3,50), Kugelstoßfti (13,91), Diskuswerfen (42,96), Speerwurf (51,23), 110 m Hürden (16,3). Im Fünfkampf der Frauen dominierte die Hür- denspezialistin Maria Sander-Domagalla mit 3832 Punkte klar vor ihrer „ewigen Rivalin* Anneliese Seonbucher vom 1. FC Nürnberg mit 3470 Punkten. Nach dem ersten Tag, wo der 200-m-Lauf (24,8), Hochsprung (1,44)) und das Kugelstoßen (11,44) ausgetragen wurden, steuerte Maria auf einen neuen deutschen Rekord zu, der leider durch die ungünstige Witterungslage am Sonntag nicht realisiert werden konnte. Neben den Mehrkampfmeisterschaften wurden die deutschen Staffel- und Junioren-Einzelmei- stersdiaften ausgetragen. B,ei den Frauen gewann die Sprinterstaffel von Werder Bremen, in der Marge Petersen ihr letztes Rennenbestritt, zum fünften Male in ununterbrochener Reihenfolge den Meistertitel in 49,1 vor dem Sportclub Charlottenburg mit 50,0. Das schnellste Sprinter- Quartett bei den Männern stellten überraschend die Stuttgarter Kidcers dank des großartigen Laufs von Werner Zandt mit 42,7 vor Eintracht Frankfurt und 1860 München, die beide 42,8 benötigten. Dramatisch war der Verlauf der 4x400-m-Staf- fel, die erst der Schlußmann Hans Geister für Marathon Krefeld mit 3:20,6 vor den überraschend starken Rotweißen aus Koblenz mit 3:21,0 entschied. Ueber 3x1000 m setzte sich mit dem Berliner Sportclub der „Geheimtip* mit 7:36,2 vor TC Hannover mit 7:37,0 und den enttäuschenden Titelverteidiger Rotweiß Oberhausen 7:37,4 durch. Die Junioren schlossen bei ihren Einzelmeisterschaften an die Leistungen ihrer älteren Kameraden an. Der deutschen Leichtathletik braucht Olympia-Achter Splii gewann Bei der internationalen Flörsheimer Ruderregatta starteten Skuller und Riemenbootmannschaften aus sechs Nationen, darunter auch der jugoslawische Olympia-Achter V. C. Momar Split, der im abschließenden ersten Senior-Achter die Rudergemeinschaft Flörsheim-Rüsselsheim mit einer Luftkastenlänge in 5:51,7:5:52,0 Min. besiegte. Im Senior-Zweier mit Steuermann siegte erwartungsgemäß der deutsche Ex-Mei- ster Duisburger RV mit über drei Längen in 8:09,8 vor der RG Flörsheim-Rüsselsheim in 8:26,5 und den belgischen Gästen aus Ostende (8:46,0). Sidney Rowing Club gewann im Endspurt den Senior-Zweier ohne Steuermann vor dem Duisburger RV, dem Homburger RC Germania und der RG Flörsheim-Rüsselheim. Den «rsten Senior-Einer über die kurze Distanz holte sich erwartungsgemäß Ho«st Wilke (Mündener RV) vor Thomas Schneider (Gießener RG 1877). nicht bange zu sein, der Nachwuchs lauert im Hintergrund und wird in den nächsten Jahren dafür sorgen, daß der Leistungsstandard zumindest gehalten, wenn nicht verbessert wird. Vor allem die Läufer wußten zu gefallen und auch bei den Springern und Technikern sah man manches verheißungsvolles Talent. Dabei fiel auch ein Meistertitel nach Südwürttemberg. Ueber 200 m Hürden war der 20jährige Sdiwenninger Dost, der mit guten 25,5 Sekunden knapper Sieger vor Fischer (Landau) mit 25,6 wurde und auch über 110 m Hürden mit seinem zweiten Platz hinter dem Berliner Caspar (15,9) eine gute Rolle spielte. Divisionär VfR Aalen, denn die beiden Mannschaften werden als die Favoriten der 1. Amateurliga angesehen. Beide sind noch nicht recht im Schwung; Aalen hatte etwas mehr vom Spiel. Bei den sonstigen Ergebnissen sind die Niederlagen Ebingens und des vorjährigen Tabellendritten Kirchheim sowie der hohe Sieg des VfR Heilbronn als Ueberraschungen zu werten. Im Spiel Geislingen gegen Stuttgarter Sportfreunde hieß das Eckenverhältnis 10:0 für den Verlierer. Sämtliche Vereine mit Ausnahme von Ebingen und Kirchheim haben sich nun bereits in der zweiten Runde zumindest einen Punkt ergattern können. Eislingen 2 1 Heilbronn 1 1 Spfr. Stuttgart 1 1 Friedrichshafen 1 1 SC Schwenningen 1 1 Normannia Gmünd und Kornwestheim 2 Sp./2 P., VfR Schwenningen, VfR Aalen, Stuttgarter Sportclub und Untertürkheim 1/1, Sindelfingen, Feuerbach und Geislingen 2/1, Ebingen, Kirchheim 1/0. Oberschwabens Meister beginnt mit Kantersieg 2. Amateurliga Oberschwaben: Ravensburg — Lindenberg 6:0, Weingarten — Munderkingen 0:0, Lindau — Sigmaringendorf 5:1, Wangen — Riedlingen 2:1, Ehingen — Baienfurt 2:4. Der oberschwäbische Meister FV Ravensburg führte sich durch einen glatten Sieg in die neue Runde ein. Dabei ist weniger die Höhe des Erfolges als vielmehr die Art beachtlich, wie er herausgespielt wurde. — Stand: Ravensburg, Laupheim, Biberach, Schwendi und Wan/en 1 Spiel/2 Punkte, Lindau und Baienfurt 2/2, Weingarten 1/1, Munderkingen, Ehingen und Lindenberg 2/1, Sigmaringendorf und Riedlingen 1/0, Sigmaringen und Saulgau 0/0. Meister Stretz schlug Frankreichs Titelhalter Punktsieg bei Berufsboxern in der Sporthalle beim Berliner Funkturm Im Hauptkampf einer Berufsboxveranstaltung in der Sporthalle am Berliner Funkturm schlug der deutsche Mittelgewichtsmeister Hans Stretz den französischen Meister Jacques Royer-Crecy nach Punkten. Stretz begann den Kampf mit präziser Linksarbeit, er waT aber sichtlich betroffen, als der Franzose aus der Verteidigung heraus einen Ueberfall riskierte. Es gab einen harten Schlagaustausch, bei dem sich Stretz den Nahkampf aufdrängen ließ, den der Franzose besser beherrschte. In der dritten Runde kam Stretz langsam nach vom, wenn er auch wiederholt seine Schläge verfehlte. Erst in der vierten Runde waT die Ueber- legenheit von Stretz sichtbar, er beherrschte den Kampf, traf wiederholt links und rechts, der Franzose wirkte 6thon schwerfällig und mußte von der fünften Runde an viel einstecken. Im Rahmenprogramm boxten die Leichtgewichtler Hans Hafner (Bamberg) und der Franzose Jacques Herbilion nach 6 Runden unentschieden. Der Amerikaner Charlie Angelee kam gegen Dieter Hudes zu einem entscheidenden Sieg in deT 6. Runde. Hucks traf nur in der 1. Runde zweimal wirksam. In der Folgezeit war er ein Spielball des technisch überlegenen, dabei mehr als 5 kg leichteren Amerikaners, deT Hudes wiederholt schwer zu Boden schlug. Im Schlußkampf boxten der Franzose Gilbert Ussin und der Berliner Fredy Tekh- mann unentschieden. Deutschlands Springer klar überlegen Mit 24 Punkten gewann Deutschland in Baden- Baden einen Dreiländerkampf im Turm- und Kunstspringen vor Italien mit 16 und der Schweiz mit 6 Punkten. In allen Konkurrenzen kamen die deutschen Vertreter auf die ersten Plätze. Die deutsche Meisterin lilo Sehloßnagel sicherte sich mit 60,31 Punkten das Kunstspringen der Damen vor der kleinen Italienerin Laura Contecr, die auf 58,81 Punkte kam. Im Kunstspringen der Herren hätte es insofern fast eine Ueberraschung gegeben, als dem bis zum letzten Durchgang führenden Vertreter Deutschlands, Europameister Hanns Aderholt, der letzte Sprung mißglückte. Sein Vorsprung reichte aber aus, um mit 83,73 Punkten den Italiener Mari mit 82,04 Punkten auf den zweiten Platz zu verweisen. Im Turmspringen der Damen waT die Schweiz nicht vertreten, da die für diese Konkurrenz vorgesehene Fernande Martini dm. letzten Augenblick erkrankt war. Den Zweikampf Deutschland—Italien gewann die Deutsche Lilo Schloßnagel eindeutig mit 66,04 Punkten gegen die Italienerin Gennana Vertolini, die 54,45 Punkte erreichte. Die letzte Konkurrenz, das Turmspringen der Herren, stand im Zeichen der Ueberlegenheit des Deutschen Günther Haase, der mit 20,0 Punkten für seinen von den 2500 Zuschauern mit stärkstem Beifall bedachten 3‘/«fachen Salto nicht nur die höchste Tageswertung erhielt, sondern sich auch mit 146,64 Punkten einen überlegenen Sieg vor dem Italiener Bruno Prati mit 118,67 und dem Schweizer Arnold Schaub mdt 114,25 Punkten sicherte. Zwei Engländer durchschwammen Kanal Die beiden englischen Schwimmer Victor Bit- kett und Kathleen Maych durchschwammen den Kanal von Frankreich nach England trotz ungünstiger Witterungsbedingungen, die auf dem letzten Teil der Strecke eintraten. Sie waren vom Cap Gris Nez gestartet nnd bereits in den Mittagsstunden elf Kilometer von der englischen Küste entfernt gesehen worden. Dann mußten beide stundenlang gegen die einsetzende Ebbe ankämpfen, die mehreren andern Schwimmern zum Verhängnis wurde. Taktisch kluges Spiel der deutschen Tennisdamen Sicherte 5:0-Sieg im Länderkampf gegen die Schweiz in Badenweiler (A. St.) Es müssen nicht unbedingt Großstädte sein, die Sportkämpfe repräsentativen Formats beherbergen. Im Gegenteil, ein reizvoller Rahmen, fern der glühenden Steinbaukästen, wird offensichtlich bevorzugt, wenigstens auf Sportgebieten, die ihr Heil nicht in hochauf- ragenden Zuschauerrampen suchen. Was läge z. B. näher, als dem Tennis den freundlichen, reizvollen Rahmen eines Kurortes geben? Und welcher Fremdenplatz, der über Kuranlagen, Wald, Ruhe, historischen Reichtum oder . .. sagen wir einmal über das Kapital eines Sees und aller damit verbundenen sommerlichen Freuden verfügt, wäre nicht geneigt, einen Tennis-Länderkampf aufzuziehen, wenn er ihm angeboten wird? Es ist uns bekannt, daß der Deutsche Tennisverband u. a. Badenweiler das Angebot machte, Deutschland — Schweiz im Damentennis zu über- BM IHü» Frau Vollmer (Düsseldorf) und Frl. Rigoltet (Lausanne), die deutschen bzw. schweizerischen Landesmeisterinnen im Tennis, beim Damen-Tennis- länderkampi in Badenweiler. Foto: Strobel nehmen. Die Kurverwaltung griff zu, und sie verriet uns ihre Tendenz, in Zukunft mehr denn je, auch sportlich attraktive Darbietungen in ihr Kurprogramm aufzunehmen, so wie es Baden- Baden nach der Einrichtung eines großartigen Sportschwimmbades auch tut. Badenweiler bot neben seinen landschaftlichen Reizen auch herrlich liegende Tennisanlagen mit keineswegs überdimensionierten Zuschauerrampen. Aber die ' gepflegten Anlagen entsprechen durchaus den Anforderungen an ein großes Turnier, und die Kurverwaltung hat auch Beziehungen zum Tennisverband. Die Kurverwaltung wußte die Ehre, über das Wochenende den Länderkampf beherbergen zu können, durchaus und in mehrfacher Hinsicht zu schätzen. Dieser Länderkampf trug die beschwingte, leichtgeschürzte Atmosphäre der Garderobe, der duftigen Tennisbekleidung, das make up weiblicher Grazie ebenso wie weiblicher Schwäche im nervenaufreibenden Kampf um die Punkte . . . denn nervenaufreibend waren die Spiele mitunter, weil großartig gespielt, weil ein wirklich schönes Damentennis demonstriert wurde. Deutschlands Vertreterinnen gewannen unerwartet hoch 5:0. Aber die Spiele waren teilweise doch viel heftiger umstritten, als daß man aus diesem zu Null eine souveräne Ueberlegenheit ableiten könnte. Es war in erster Linie ein Sieg der Taktik und der Routine, die Frau Vollmer- Hamburg (Deutsche Tennismeisterin 1952) und Frau Pohmann-Düsseldorf (Meisterin 1951) in die Waagschale zu werfen vermochten. Dafür lernte man in der Schweizer Meisterin Frl. Violette Rigollet (Lausanne) eine Vertreterin des modernen wuchtigen Angriffstennis kennen, die trotz ihrer erst 22 Jahre (jüngste Spielerin) über den härtesten Schlag und über großartige badchand- drives verfügte. Mit ihren machte sie manche Punkte, ebenso wie sie mit unkonzentriertem Netzspiel viele verlor. Unbekümmert, urwüchsig wie sie mit ihrem kecken Bubikopf ist, so spielte sie und so wollte sie auch ohne taktische Rücksichten spielen, meinte sie. Das ist schön, aber taktische Beratung und Berücksichtigung solcher Lehren wären doch zweckmäßig, vor allem bei Meisterschaften. Daß die deutschen Damen in dieser Hinsicht perfekt sind, bewiesen sie eben gegen das starke Angriffsspiel der Schweizerin abwechselnd mit langen, weichen Grundlinienbällen und raffiniert geschnittenen Stops, selbst oder gerade als ihre Lage gefährdet war (Pohmann gegen Frau Böhm- Sutz im ersten Satz bzw. Pohmann—Rigollet nach dem 1:6 im zweiten Satz oder als Frau Vollmer den entscheidenden dritten Gewinnpunkt vor allem auf Grund ihrer Routine die unbekümmerte Rigollet bezwang). Man sah auch öfters die Betreuerin der deutschen Damen, Frau Rau-Bredow vom Deutschen Tennisverband, ihre Schützlinge in beratenden Gesprächen, während sich die Schweizerin, Frau Merz, verhältnismäßig reserviert verhielt. Resultate: Frau Vollmer — Frau Böhm-Sutz 7:5, 6:3; Frau Pohmann —. Frl. Rigollet 6:3, 1:6 (1) 6:4; Frau Vollmer — Frl. Rigollet 6:3, 6:2; Frau Pohmann — Frau Wavre-Charbonnier 6:4, 6:4; Frau Vollmer/Frau v. Gerlach — Frl. Rigol- let/Frau Böhm-Sutz 6:4, 6:4. — Einlagespiel: Frau v. Gerlach — Frau Böhm-Sutz 6:1, 6:1. Potzernheim auf heimischer Bahn nicht wie gewohnt Lohmann gewann Steherpreis der Profis in Hannover Sieger im Großen Steherpreis von Hannover wurde der deutsche Meister Walter Löhmann mit 1:26:17,8 Std. für 99,950 km vot Jean Schorn (99,945 km), Max Meier (98,760 km), Hans Kaune (98,525 km) und dem Italiener Martino (94,570 km). Das internationale Flieger-Kriterium für Amateure, das auf der Radrennbahn am Pferdeturm ausgetragen wurde, entschied der Italiener Morettini zu seinen Gunsten. Er gewann den ersten Vorlauf gegen den englischen Meister Peä- cock und dessen Landsmann Lane. Im zweiten Lauf wurde Werner Potzernheim (Hannover) Sieger über seinen Bezwinger in Helsinki, Cox (Australien). Den dritten Vorlauf gewann der Australier Modcridge vor dem holländischen Meister Hij- zelendoorn. Das Halbfinale sah Morettini mit einer halben Länge vor Peacock und Potzernheim erfolgreich, der auf heimischer Bahn nicht das gewohnte Können zeigte. Im zweiten Halbfinale setzte sich Mockridge gegen Cox und Hijzelen- doom durch. Dreimal mußte der Hoffnungslauf wegen Reifenschadens wiederholt werden, bis es Cox gelang, zu seinem Landsmann Mockridge und Morettini in den Endlauf zu kommen. Potzernheim wurde hinter Cox, Peacock und Hijzelen- doorn. Vierter. In den drei Endläufen über 1000 m gelang es dem Italiener Morettini, nach einem zweiten Platz hinter Modcridge im 1. Lauf, die beiden anderen Läufe zu gewinnen. Er fuhr die letzten 200 m in 11,8 Sek. und sicherte sich mit 8 Punkten vor Mockridge (7) und Cox (3) den Sieg im „Großen Preis von Hannover’ für Amateurflieger. Berger überspurtete Helsinkifahrer Mit einer Runde Vorsprung holte sich Christi Berger (Prutting) beim Augsburger Rundstreckenrennen einen überlegenen Radsieg. Die Ueberlegenheit Bergers mußten selbst die Helsinkifahrer Oskar Zeißner und der Gewinner der Bronze- medaille, Edi Ziegler, sowie der vorjährige deutsche Bahnmeister Franz Knösselsdorfer anerkennen. Ziegler mußte ausscheiden, wehrend Zeißner Zweiter und Knösselsdorfer Dritter wurde. Radmeistertitel fiel nach Gottmadingen Auer badischer Bergmeister der Amateur-Radsportler Auf der Strecke Freiburg, Kirchzarten, Hinterzarten, Titisee, Bärental, Feldberg, die über 41 Kilometer führte, wurde die gesamtbadische Bergmeisterschaft der Radamateure ausgetragen. Der Titel wurde bei den Amateuren und bei der Jugend nach Südbaden vergeben. Die Entscheidung fiel beim steilen Aufstieg zwischen Bärental und dem Feldberg. Hier löste sich bei den Amateuren eine Gruppe von fünf Fahrern vom übrigen Feld. Am Ziel auf dem Feldberg wurde der gesamtbadische Meister im Spurt ermittelt. Der Gottmadinger Auer hatte die größten Reserven und wurde im Spurt gesamtbadischer Bergmeister der Radamateure vor dem Karlsruher Schlimm. Die Zeit entsprach einem Stundendurchschnitt von 28,5 Kilometern. Bei der Jugend fiel der Titel eines badischen Jugendmeisters im Bergfahren an den Freiburger SchubNeue Rekordzeiten auf dem Noris-Ring Thom-Prikker und Hillebrand Deutsche Motorradmeister — Drei Siege der Ausländer (P.-L.-Eigenberkht). Das Nürnberger Noris- Ringrennen, das am Sonntag erstmals mit internationaler Beteiligung vor rund 150 000 Zuschauern ausgetragen wurde, brachte in den Soloklassen bis 125 ccm und 250 ccm sowie der schweren Gespannklassen den vorletzten Lauf der Deutschen Meisterschaft. Obwohl sich Vorjahresmeister Hein Thom-Prikker nicht placieren konnte, ist dem Godesberger bereits jetzt der Sieg in‘der 250 -ccra-Klasse sicher. Die Am- berger Hillebrand und Barth erkämpften sich durch einen zweiten Platz ebenfalls bereits die Deutsche Meisterschaft in der 750-ccm-Seiten- wagenklasse. In der 350-ccm-KIasse gab es einen DKW-Sieg durch Siegfried Wünsche, in der 135-ccm-Klasse distanzierte H. P. Müller die gesamte NSU-Werksmannschaft und in den anderen Klassen ließen sich die Ausländer nicht schlagen. In zwei von drei Meisterschaftsläufen fiel damit bereits die endgültige Entscheidung. In der Seitenwagen-Klasse bis 750 ccm kennten die Amberger Hillebrand und Barth erst den zweiten Platz hinter den Schweinfurtem Mohr-Müller belegen, aber auch vier Punkte genügten den beiden Ambergern für die Meisterschaft. Vorjahresmeister Hein Thom-Prikker (Bad Godesberg) ging bereit* als neuer Meister an den Start zum Rennen der 250-ccm-Maschinen, da sein schärfster Verfolger, der Stuttgarter Daiker, seine Verletzungen vom Solitude-Ren- nen noch nicht überstanden hat und damit nicht starten konnte. Die restlichen Teilnehmer liegen weit zurück. Thom-Prikker hatte allerdings Pech, sein Bremsgestänge brach und nach langem Boxenaufenthalt wurde er nur Elfter. Die beiden DKW-Werksfahrer Wünsche und Kluge gingen ebenfalls an die Boxen, als sich bei beiden Maschinen das hintere Schutzblech lok- kerte. Die DKW war ohne Zweifel die schnellste Maschine im Rennen. So aber mußten die beiden DKW-Werksfahrer den Italiener Montanari auf Moto-Guzzi passieren lassen. NSU errang durch den Solitude-Sieger Haas und den Naeh- wudisfahrer Reichert nur den vierten und fünften Platz. Die restlichen Rennen des Tages wurden nicht für die Meisterschaft gewertet, verliefen aber fast noch spannender. In der Klasse bis 350 ccm setzten sieh die beiden DKW-Werksfahrer Kluge und Wünsche sofort än die Spitze, doch schied Kluge in der 9. Runde wegen Magnetschaden aus, nachdem er mit 120,3 km/std. neuen Rundenrekord gefahren hatte. Wünsche mußte kurze Zeit später den Belgier Goffin auf Norton passieren lassen, da ein Zylinder aussetzte. Wünsche hielt schließlich das abgerissene Zündkabel mit der Hand fest und wurde für diese einmalige Leistung mit dem Sieg belohnt. Die Plätze belegten Goffin, der junge Offenbacher Robert Zeller auf AJS und Thom-Prikker, dem der Stuttgarter Kneef seine Norton zur Verfügung gestellt hatte. Norton-Maschinen diktierten das Geschehen in der 500-ccm-Klasse, zumal BMW und Horex nicht starteten. Der Belgier Goffin fuhr Tagesbestzeit, die schnellste Runde mit 121,3 km/std. und gewann sicher vor den beiden Neuseeländern Hollier und McAlpine. Auch der beste Deutsche und Vierter in der Gesamtwertung, der Nürnberger Rührsdmedc, steuerte eine Norton- Maschine. Das Rennen der Seitenwagen-Maschinen bis 500 ccm wurde ebenfalls von den Ausländern beherrscht. Weltmeister Eric Oliver ließ sich mit seiner Werks-Norton natürlich den Sieg nicht nehmen. Überraschend passierte der Belgier Drion mit der jungen Inge Stoll (Aachen) im Beiwagen (!) als Zweiter die Ziellinie vor dem Solitude-Sieger, dem Engländer Smith auf Norton. Porsche-Sieg bei Lüttich—Rom—Lüttich Auf den letzten 200 km des Langstreckenrennens Lüttich—Rom—Lüttich gelang es den Porsche-Wagen, noch die zwei letzten Lanzia- Wagen auszustechen und mit dem relativ kleinen 1500-ccm-Wagen den Sieg im Gesamtklassement zu erringen. Die glücklichen Sieger waren die Deutschen Polensky (Karlsruhe)/Schlüter (Essen), die schon auf dem Stilfser Joch die beste Zeit erzielt hatten. Die Belgier Stasse/Hermand belegten den dritten, von Guilleaume/Scheube den vierten, von Hanstein/Müller den neunten und Engel/von Hösch den zehnten Platz. In der Klasse bis 1500 ccm belegte Porsche geschlossen den ersten bis fünften Platz. Es ist das erstemal nach dem Kriege, daß eine deutsche Mannschaft das Gesamtklassement einer internationalen Rallye gewinnen konnte. Porsche errang damit die Mannschaftstrophäe des belgischen Automobilsports. Da die Porsche-Mannschaft geschlossen das Ziel erreichte, gewann sie die Nationenwertung für Deutschland und den Fabrik-Mannschaftspreis. nell. Zweiter wurde der Pforzheimer Barth. Die Zeit des Siegers betrug 1:32,47 Stunden, das sind 26,0 Stundenkilometer. Audi hier wurde das Rennen im Spurt von Sdiubnell, Freiburg, entschieden. Gesamtsieger eines Steherrennens in Berlin über 100 km wurde der Lokalmatador Otto Ziege mit 99,750 km vor Günther Schulz (Berlin), Karl Kittsteiner (Nürnberg) und Herbert Gerber (Chemnitz). Ziege gewann die ersten 50 km in 46,30 Min. und Kittsteiner die zweiten in 46:50 Minuten. Den ersten Lauf über 50 km des 100 km langen Dauerrennens hinter schweren MotoTen um den Großen Sommerpreds auf der Neuköllner Radrennbahn in Berlin gewann Otto Ziege. Den zweiten Lauf gewann der Nürnberger Karl Kittsteiner in 46:50 Min. Gesamtsieger im Großen Sommerpreis wurde Otto Ziege, Berlin, 99,750 km, 2. Günter Schulz 99,730 km, 3. Karl Kittsteiner 99,710 km, 4. Herbert Gerber 99,160 km, 5. Heinz Jacob! 98,340 km, 6. Heinz Ziege 96,170 km, 7. Gerhard Schulz 95,080 km. Alterstnrner trafen sieb in Marburg Etwa 2000 Turner und 70 Turnerinnen beteiligten sich in Marburg während des Alterstreffens des DTB an den turnerischen und leichtathletischen Wettkämpfen. In über 110 Riegen und fünf Altersklassen maßen die über 40jäh- rigen Turner und Turnerinnen ihre Kräfte im Geräteturnen, Springen, Laufen, Kugelstoßen und Medizinballwerfen. Mehrere über 70jährige übersprangen im Weitsprung die 3-m-Grenze. Andere stießen die Kugel über sieben Meter weit. In einer Feierstunde der Turner aus Ost- und Westpreußen erneuerte der Traditionsvorsitrende dieser Tumerfamilie, Fritz Babbel (Rendsburg), das Bekenntnis der Heimatvertriebenen zum deutschen Osten. Der Vertreter der saarländischen Turnerschaft erklärte: „Wir müssen ausharren und kämpfen, bis ihr wieder in der Heimat seid und wir wieder als freie Menschen zu unserem Vaterland gehören*. Den Höhepunkt bildete ein Festabend im Schloßpark-Theater. Hermann Grauerholz (Bremen) führte mit Mar- burger Turnerinnen drei für das Alterstreffen geschriebene Spiele auf. Ueber 44 000 DM! West-Süd-Blodc: Zwölfer-Wette: 1. Rang 44 628 DM; 2. Rang 1097.— DM; 3. Rang 70.— DM. Zehnerwette; 1. Rang 13 668.— DM; 2. Rang 278.— DM, 3. Rang 29.— DM. So hätten Sie tippen müssen West-Süd-Blodc: 21120122211101 Nord-Süd-Blodc: 2012212 1* 100121 Dienstag, 19. August 1952 SuDKUSIEK Nr. 130 / Seite 4 Deutsche Mannschaften auf deutschen Rennrädern Sie sollen künftige Deutschland-Rundfahrten populärer machen — Gespräch mit Organisationsleiter Sch wart» R.V.-Eigenbericht. Die Radsportbegeisterung am Oberrhein und im Bodenseegebiet war schon immer sehr groß, aber der Empfang der Teilnehmer der Deutschlandrundfahrt 1952 im Etappenziel Ravensburg übertraf in diesem Jahr alles bisher Dagewesene. Tausende standen in den Straßen des Städtchens und jubelten den Deutschlandfahrern beim Eintreffen am Ziel zu. Oberbürgermeister Dr. Sauer sprach beim Empfangsabend, den die Stadt Ravensburg den Deuischlandrundfahrt-Teil- nehmern gab, mit Recht vom „Großen Tag von Ravensburg". Besonders groß sei natürlich die Freude, daß ein Landsmann, der Schwenninger Heinz Müller, als Halbetappens.eger in Ravensburg durchs Ziel ging. „Das erhöht unsere Freude", erklärte der sportfreudige Oberbürgermeister von Ravensburg, der die Bedeutung dieser Internationalen Deutschland-Rundfahrt für Sport und Wirtschaft in sehr eindrucksvollen Worten unterstrich. Der Jubel um Heinz Müller war in Ravensburg groß, zumal der Schwenninger der erfolgreichste Deutsche in dieser leistungsmäßig von den Ausländern beherrschten Rundfahrt ist. Außer dem Deutschen Heinz Müller gelang es bisher nur einem Fahrer, bei diesem größten deutschen Straßenrennen zwei Etappen zu gewinnen, nämlich dem Luxemburger Bintz. Dam.t hat der Schwenninger trotz mancher Rückschläge in den letzten Monaten bewiesen, daß er bei klugem Training und unter den Fittichen eines so erfahrenen Be* treuers wie Karl Altenburger aus Jestetten unser hoffnungsvollster deutscher Nachwuchsfahrer ist. Die Fahrt am Bodensee entlang Wde schon auf der Schwarzwaldetappe . durchs Wiesental und auf der Fahrt entlang am Ober- Thein gestaltete sich diie (in unserer Samstagausgabe bereits skizzierte) zweite Halbetappe von Schaffhausen a/u Bodensee entlang zu einer Triumphfahrt für die Deutschlandfahrer. Das war ein Jubel, wie Ihn die Teilnehmer an dieser Rundfahrt in diesem Ausmaß kaum vorher erlebt hatten, und überall standen Tausende von Bodenseegästen an der Straße, so daß es ein dichtes Spalier von Ludwigshafen über Ueberlingen bis nach Frtedrichshafen war, durch das das Feld der Deutschlandfahrer fuhr. Ravensburg, das gastfreundliche Städtchen, prachtvoll eingebettet in der obersdiwäbischen Landschaft, war der richtige Platz für den zweiten Ruhetag dieser Deutsdilandrundfahrt. Hinter den Kulissen gab es in Ravensburg viel Arbeit für die Betreuer und Monteure, denn seit dem ersten Ruhetag in Trier auf den vier Etappen zwischen Mosel und Bodensee hatte es wenig Zeit zum Ausruhen gegeben, und so genossen alle Teilnehmer, Fahrer, Betreuer, Funktionäre und Presse, den Ruhetag in Oberschwaben zu einigen Stunden der Erholung, aber auch gleichzeitig der Vorbereitung für die drei letzten Etappen der Deutschlandrundfahrt bis zum Endziel Frankfurt. Ist die Deutsdilandrundfahrt verbesserungsbedürftig? lieber die diesjährige Deutschland-'Rundfahrt, die in einem Zeitraum von sechs Wochen von der Zweirad-Industrie auf die Beine gestellt wurde — zweifellos allein schon eine organisatorische Meisterleistung — ist 6eit dem Start am 6. August in Frankfurt viel geschrieben worden, viel Richtiges, Schweizer Polizist zwischen DeutedUand-Rund- iahreml So wird der Abstecher der Deutschland- rundiahrt ln die Schweiz (Schaffhausen) im Bild dokumentiert. Rechts im dunklen Trikot der Schwenninger Heinz Müller. Foto: Hartmann aber leider noch mehr viel Unrichtiges und Unsachliches. In Ravensburg benutzte man den Ruhetag zu einem Erfahrungsaustausch, und die Männer der Industrie, die mit großen finanziellen Opfern diese internationale Rundfahrt auch in diesem Jahre wieder ermöglichten, setzten sich mit Sportleitung und Organisationsleitung zusammen und unterhielten sich auch mit den in Rundfahrten routinierten Ausländern über gewisse Reformen der Deutschland-Rundfahrt. Als man am Sonntag über Augsburg, dem Endziel Frankfurt a. M. Zufuhr, da waren sich alle darüber klaT, daß diese Deutsdilandrundfahrt im Interesse des deutschen Radsportes ein ständiger Bestandteil der deutschen sportlichen Großveranstaltungen bleiben muß. Publikumserfolg hat Erwartungen übertrolfen Mit Organisationsleiter Hermann Schwanz, der schon seit Jahren die Deutschlandrundfahrten vorbereitet, unterhielten wir uns über die Bilanz der Deutschland-Rundfahrt 1952. „Der Publikumserfolg der diesjährigen Deutschlandrundfahrt übertrifft unsere Erwartungen', erklärte uns H. Schwartz. Auf jeder Etappe standen Hunderttausende von Menschen und es ist nicht zu hoch gegriffen, wenn man die Gesamtzahl auf 6echs bis acht Millionen beziffert, die auf den Straßen der Städte und Dörfer ihT Interesse für die Deutschlandrundfahrt bekundeten. Die Regenetappe von Essen nach Köln ist schuld an dem großen Vorsprung der Belgier, betonte der Organisator der Deutschland-Rundfahrt, denn fast alle anderen Teilnehmer sind auf dem nassen Kopfsteinpflaster gestürzt und von diesem Halbstundenvorsprung zehren die Belgier, die übrigens in ihrem Land zur Spitzenklasse zählen.' „Bis jum Ruhetage in Ravensburg', so meinte Hermann Schwartz, „haben die Deutschen von neun Etappen durch Holthöfer, Stubbe und Heinj Müller vier Etappen gewonnen, und deshalb ist es falsch, von einem Tiefstand des deutschen Beruf s-Radrennsportes zu sprechen. Die deutschen Berufs-Straßenfahrer müssen zweifellos noch sehr viel lernen, aber wir vergessen zu schnell, daß Deutschland-Fahrer bis vor einem Jahr noch vollkommen abgeschnitten von deT Welt waren. Der deutsche Berufsradsport bedarf zweifellos einer Auffrischung. Vor allem fehlt unseren Fahrern die absolut notwendige Härte und vielfach vermißt man auch ein taktisch kluges Fahren, wie wir es bei Erich Bautz immer wieder bewundern konnten." Reformen der Deutschlandrundfahrt geplant ln allen Fachkreisen ist man sich über die Notwendigkeiten einer Reform der Deutschlandrund- Der deutsche StTaßenmeister Bedcer (Queidersbach) gewann im Endspurt vor Tüller (Wuppertal) und Maue (Schopp) in 4:32 Stunden das 154 km lange Amateurstraßenrennen um den Großen Doppelradpreis in Wiesbaden, den der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) als Weltmei- sterschafts - Ausscheidungskampf ausgeschrieben hatte. Das Rennen brachte einige Überraschungen. Die schwierige Bergstrecke durch den Taunus, die den Fahrern durch starken Gegenwind viel abverlangte, wurde manchem zum Verhängnis. Die beste Leistung ln der Spitzengruppe zeigte der Wiesbadener Reitz, der immer wieder aufs Tempo drückte, auf den zahlreichen Bergen stets als erster oben war, im Endspurt aber doch nur auf den fünften Platz kam. Auch Tüller sorgte dafür, daß auf der Strecke nicht gebummelt wurde. Der Hamburger Mußfeld, der lange mit in der Spitzengruppe fuhr, hatte Pech. 15 km vor dem Ziel verlor er durch Reifenpanne 3.30 Minuten, von denen er allerdings in prächtiger Alleinfahrt 2.40 Minuten wieder gutmachte. Selbst ein so starker Fahrer wie Grupe (Hannover) war dem Tempo der Spitze nicht gewachsen und fiel nach einer Runde zurück. Ziegler (Schweinfurt) hatte Magenbeschwerden und gab ebenfall« nach einer Runde (77 km) auf. Zeißner (Schweinfurt) hatte Reifendefekt, konnte den Zeitverlust nicht gutmachen und gab in der zweiten Runde, aussichtslos im Rennen liegend, auf. Auf Grund der das Rennen belebenden Fahrweis« von Tüller Deutschlands Aufgebot Bei den Straßen-Wleltmeisterschaften in Luxemburg am 23./24. August wird Deutschland nach einem Beschluß des Sportausschusses des Bundes Deutscher Radfahrer durch folgende je sechs Amateure und Profis vertreten. Amateure: Becker (Queidersbach), Maue (Schopp), Ziegler, Zeißner (beide Schweinfurt), Tüller (Wuppertal) und Reitz (Wiesbaden). Profis: L. Hörmann (München), Schwarzer (Hannover), Müller (Schwenningen), Petri (Wiesbaden) Holthöfer (Bielefeld), Schulte (Köln). I fahrt klar. Der sportliche Leiter der diesjährigen Rundfahrt, der Wiesbadener Exmeister Schön, sagte uns: „Die Erfahrungen der Deutsehlandrundfahrt 1952 werden gleich nach Abschluß ausgewertet werden, und wir hoffen, im kommenden Jahr der , .Deutschen Tour" ein verbessertes Gesicht geben zu können.' Hermann Schwartz hat schon ganz bestimmte Vorstellungen von den kommenden Deutschlandrundfahrten, und als wir mit ihm in Ravensburg zusammensaßen, da äußerte eT sich sehr eingehend über seine Absichten. „Die Deutschlandrundfahrt muß von einer deutschen Mannschaft auf deutschem Material durchgeführt werden', sagte Organisationsleiter Schwartz, „aber ohne Firmenkampf, der nur eine Zerrissenheit bei den deutschen Fahrern hervorruft. Ich kann mir denken', so erklärte Schwartz, „daß in Zukunft eine deutsche A-Mannschaft, eine B-Mannschaft und evtl, eine C-Mannschaft im Kampfe mit den ausländischen Mannschaften steht. Das sportliche Interesse wird dadurch, wesentlich gehoben. Es wäre ein schlechter Dienst am deutschen Radsport, wenn man die Deutschlandrundfahrt fallen ließe, und daher', so erklärte Hermann Schwartz, „glaube ich — deT überraschend große Publikumserfolg hat uns recht gegeben — an die Zukunft der Deutschlandfahrt.' Günter Pankoke Sieger der 10. Etappe Sieger der 10. Etappe der Deutschlandfahrt wurde der Bielefelder Günter Pankoke, der als Einzelfahrer das Rennen bestreitet. Pankoke brauchte für die 237,4 km von Ravensburg nach Augsburg genau 6, Stunden. Nur mit einem Meter Rückstand belegte Hubert Vändcen (Holland) den zweiten Platz Vor Hermann Schild (Chemnitz) und dem Italiener de Santis. Gesamtergebnis nach der 10. Etappe; 1. Isidor de Rijdc, Belgien, 65:21:38,5 Std.; 2, Marcel de Mulders, Belgien, 65:25:42,9 Std.; 3. Raimond Impanis, Belgien, 65:48:32,7 Std.j 4. Heinz Müller, Schwenningen, 65:48:45,6 Std.; 5. Guido da Santis, Italien, 6. Jean Kirchen, Luxemburg; 7. Hans Born, Schweiz; 8. Harms Smits, Holland; 9. Josef Defleyter, Belgien; 10. Jan Lambrichs, Holland; M. Werner Holthöfer, Bielefeld; 12. Ludwig Hörmann, München. Zweite Halbetappe von Schaffhausen nach Ravensburg; 1. Heinz Müller (Schwenningen) 3:16,00 Std.; 2. Nello Sforracchi (Italien); 3. Leo Weilenmann (Schweiz); 4. Peeters (Belgien); 5. Hermann Schild (Chemnitz); 6. Ludwig Hörmann (München); 7. Henk Smits (Holland); 8. Robert Bintz (Luxemburg). und Reitz entschloß sich der Sportausschußvorsitzende des BDR, Denzer, neben den vier Olympiafahrern auch diese beiden zur Weltmeisterschaft nach Luxemburg mitzunehmen. Ergebnisse: A- und B-Klasse (154 km): 1. Becker (Queidersbach) 4:32 Stunden; 2. Tüller (Wuppertal); 3. Maue (Queidersbach), 4. Broich (Köln), 5. Franz Reitz (Sturmvogel Wiesbaden); 6. August Becker (Queidersbach); 7. Hundertmark (Frankfurt); 8. Wolf (Köln) alle gleiche Zeit;. 9. Mußfeld (Hamburg); 10. Drößler (Gießen); II. Maul (Soßenheim); 12. Kirthherr (Frankfurt). Schutterwald kantert Neuling nieder Handball-Landesklasse Baden, Staffel Süd: Zähringen — Freiburger FC 4:8, Altenheim — Schüttere 12:14, Schutterwald — Gottm»dingen 19:2. (H.R.M.-Eigenbericht.) Wiederum nur drei Spiele wies das Programm der Handball-Landesklasse Baden am vergangenen Sonntag auf. Während der Freiburger Lokalkampf bereits am Freitag ausgetragen wurde und dem Freiburger FC gegen Zähringen einen sicheren 8:4-Erfolg brachte, mußte sich der Neuling Gottmadingen beim Ex-Meister in Schutterwald eine groß« Schlappe gefallen lassen. Die Schutterwälder gaben den Gottmadingere überhaupt keine Chance und siegten nach Belieben in dieser Höhe ungefährdet. Schüttere mußte in Altenheim energisch das Können unter Beweis stellen, um nach einem wechselvollen Spiel am Ende mit 14:12 Sieg und Punkte einzubehalten. 1844 Freiburg 3 3 0 0 36:16 6-0 Schutterwald 2 2 0 0 28:7 4-0 Rot-Weiß Lörrach 2 2 0 0 21:18 4-0 Freiburger FC 3 Spiele/4 Punkte, Schüttere 3/4, Hofweier 3/3, Gottmadingen 4/2, Altenheim 4/1, Zähringen 4/0. _ Wie aus Motorsportkreisen bekannt wird, hat Mercedes-Benz auf Vorstandsbeschluß seine Sportwagen vom Typ 300 SL ln diesem Jahr vom aktiven Rennsport in Europa zurückgezogen. Tüller und Reitz fahren mit nach Luxemburg Sie sorgten für Belebung der Weltmeister schafts-Ausscheidungsrennen Dornbirn war eine Bewährungsprobe Lelditathletik-Jugend am Bodensee im Vormarsch — Eine 14jährige Meisterin (J.-K.-Eigenbericht) Die ersten Internationalen Bodensee-Jugend-Leiditathletik-Meisterschaften in Dornbirn waren eine dreifache Bewährungsprobe: einmal für die sinnvolle Eingliederung der Vorarlberger Kameraden in die Jugend-Bo- densee-Arbeitsgemeinsdiaft, - dann für den Führungsanspruch des obersdiwäbischen Kurzstreckler-Nachwuchses und schließlich für die Berechtigung der Jugendförderung, wie sie in den Richtlinien der Bodensee-Arbeitsgemeinschaft verankert ist. Der äußere Rahmen dieses Zusammentreffens der Sportjugend dreier Länder konnte nicht schöner sein. Für den halbstündigen Aufmarsch vom Bahnhof Dornbirn entschädigte vollauf die herrliche Lage der Birkenwiese- Sportanlage mit dem Blick auf die Vorarlberger Hodigebirgswelt. Als Begleiter der 200 Jugendlichen von 14—21 Jahren aus 25 Vereinen Oberschwabens, des Hegaus, des Kreises Lindau, des Vorarlbergs und der Ostschweiz waren die unermüdlichen Vorkämpfer des Gedankens der ; Bodensee-Leichtathletik- Arbeitsgemeinschaft erschienen, an ihrer Spitze Präsident Vorwallner, Lindau. Die Teilnahme einer starken Scfawennin- ger Abordnung bewies, daß man keine „Inzucht" durch eine absolute Beschränkung auf den engeren Bodenseeraum treiben will. Programmgemäß mit dem Beginn der Veranstaltung setzte der heftige Regen aus und begann auch erst wieder, als der letzte Wettbewerb beendet war. Freilich machte der schwere Boden den Langstrecklern zu schaffen und drückte auch auf die Leistung der Kurzstreckenläufer, Hoch- und Weitspringer. Ein Teil der Ergebnisse muß unter diesen Umständen als ausgezeichnet betraditet werden. Manfred Holzer {Friedrichshafen) lief die 100 m dreimal in 11,4 Sek. und die 200 m in, 23,0 Sek. Die 14jäh- rige Jane Voß (Friedridishafen) erhielt für 13,1 Sekunden über 100 Meter den Ehrenpreis für besondere Leistungen, der bei den männlichen Jugendlichen dem 15jährigen Fritz Motz (Lindau) für seine 100-m-Zeit von 11,3 Sek. zufiel. Mit Jane Voß (Friedrichshafen) scheint ein besonderes Talent entstanden zu sein. Mit spielerischer Leichtigkeit lief sie graziös ihren Gegnerinnen | weit voran durch das Ziel. Bemerkenswert erscheint es, daß in der Juniorinnen-Klasse (Jahrgang 1Ö31—33) sämtliche Meistertitel an die Oesterreicherinnen fielen. Reineide Knapp erzielte dabei einen Vorarlberger und einen österreichischen Jugendrekord und errang vier Meistertitel. Bei der Fülle der Wettbewerbe — insgesamt wurden bei guter Organisation 46 Konkurrenzen abgewickelt — können hier nur die wichtigsten Ergebnisse vermerkt werden. Di« Sieger tragen den Titel „Internationaler Bodensee-Jugendmeister 1962". Ergebnisse: Junioren: 100 m: Holzer-Friedrichshafen 11,4} 2. Hollenstein-Lustenau (Brust- breite zurück) 11,4. — 200 m: Holzer-Friedrichshafen 23,0. 400 m: Gunzenreiner-Brühl/St. Gallen 54.6. 800 m: Gunzenreiner 2:06,1. 3000 m: NS- geli-Brühl/St. Gallen 9:35,8 (in dieser Konkurrenz lief der Schweizer Meister über 1500 m Erwin Bühler-Brühl die Bestzeit mit 9:09,6). — 110 m Hürden: Senn-Brühl 16,5. — Weitsprung: Holzer- Friedrichshafen 6,27 m. — Hochsprung: Hierle- mann-Weingarten 1,63 m. — Diskus: Weiß- Fußach 33,10. — Kugelstoßen: Weiß-Fußach 10,58. — Speerwerfen: Weiß-Fußach 41,96. Männliche Jugend A. 100 m: Heumann-Lindau 12,0. — 400 m: Bolter-Mengen 55,9. — 1000 m: Diechel-Schwenningen 2:48,5. — Speerwerfen: Weiß-Brühl 46,55. — Männliche Jugend B. 100 Meter: Motz-Lindau 11,9. — 1000 m: Borchers- Ravensburg 2:59,1. — Weitsprung: Motz-Lindau 5,70 m. — 4xl00-m-Staffel (Junioren) Friedrichshafen 47,6. Juniorinnen: 100 m: Reineide Knapp-Bludenz 13.6. — 80 m Hürden: Reineide Knapp 12,9 (österreichische Jugendbestleistung). — Hochsprung: Reineide Knapp 1,46. — Weitsprung: Reineide Knapp 5,23 (neuer Vorarlberger Rekord). — Kugelstoßen: Regina Branner-Rankweil 11,40 m. — Speerwerfen: Regina Branner 30,70 m. — Diskuswerfen: Regina Branner 31,52 m. Weibliche Jugend A: 100 m: Anita Seckinger- Schwenningen 13,9. — Weitsprung: Anneliese Gerich-Friedrichshafen 4,70 m. — Weibliche Jugend B: 100 m: Jane Voß-Friedrichshafen 13,3 (im ersten Vorlauf 13,1 Sek.). — Weitsprung: Jane Voß-Friedrichshafen 4,70 m. In wenigen Zeilen Bei den bayrischen Gewdchthebermeisterechaften in Nürnberg konnte der deutsche Bantamgewichtsmeister Josef Schuster seinen eigenen deutschen Rekord im beidarmigen Drücken auf 187,5 Pfund verbessern. Der Titelkampf um die Schwergewichts-Weltmeisterschaft der Berufsboxer zwischen Meister Joe Walcott (USA) und seinem Landsmann Rocky Marciano wird am 23. September in Philadelphia ausgetragen. Die sowjetische Segelfliegerin Anna Samosa- dowa brach den Weltrekord im 100-km-Dreiecks- flug mit einem Durchschnitt von 52,2 km/std. Cromie Mc-Candless (Irland) gewann den Großen Preis von Ulster für Motorräder auf Gilera. Max Schirner, der Inhaber des Sport-Foto-Ver- lags in Berlin, starb im 61. Lebensjahr. Bei den Weltmeisterschaften 1952 für Segelflugmodelle in Graz belegte die deutsche Mannschaft den ersten Platz vor Jugoslawien und Dänemark. Die ägyptische Olympia-Auswahl der Kunstturner Unterlag auch bei ihrem dritten Mann- schaftskampf in Deutschland dem TSV 1860 München mit 267,05:272,0. Süddeutscher Wasserballmeister wurde der Titelverteidiger Bayern 07 Nürnberg durch einen 6:3-Erfolg gegen Württembergs Meister ST Ludwigsburg. Rundfunk SOdwesttunk (SWF); Stuttgart (STG) Beromünster (BER); Vorarlberg (VOR) DIENSTAG, 19. August. SWF: 6.45 Uhr Marktberichte! 13.15 Musik nach Tisch; 14.30 Wir jungen Menschen; 15.00 Schulfunk: Vorsicht — gefährliche Kreuzung; 15.45 Erlebnis aus Äquatorialafrika: Leopardenzauber; 16.00 Aus Helsinki: Sibelius-Konzert; 17.00 Yma Sumac, das Inkamädchen singt; 17.55 Badisdie Käuze und Originale (FreRnÄg); 19.30 Chorgeeangr 20.00 Arbeitstagung des Katholikentages; 20.30 Hörspiel nach Gogol; 23.30 Jazz. * STG: 5.20 Marktrundschau; 8.15 Melodien am Morgen; 11.45 Das neue Landpachtgesetz; 12.00 Musik am Mittag; 13.45 Lehrlinge in verantwortlicher Stellung; 16.00 Nachmittagskonzert; 17.05 Musik aus Italien; 17.40 Das große Massen- wandern nach Amerika; 18.00 Volksmusik; 20.05 Zauber der Musik; 22.05 Vom Berliner Katholikentag; 22.30 Tanzmusik. * BER: 6.25 Chormu&ik; 12.00 Aus italienischen Operei 12.40 Volkstümliches Mittagskonzert; 13.10 Aus Smetanas Oper „Die verkaufte Braut'; 13.50 Walzer von Dvorak; 14.00 Ungarische Volkslieder von Bartok; 16.00 Wenn jemand eine Reise tut: 17.30 Besuch in brasilianischen Städten; 18.45 Bauerekapelle; 20.00 Sinfoniekonzert aus Luzern, Direkt. Karajan-, 21.30 Paul Claudel und sein Werk; 22.20 Jazz. * VOR: 7.15 Musik am Morgen; 8.20 Hausfrauenstunde mit Musik; 12.00 Mittagskonzert; 16.00 Italienische Volkslieder; 16.30 Wissen und Fortschritt; 17.10 Nachmittagskonzert aus Wien; 18.00 Die Mohammedanerin zwischen gestern und morgen; 18.45 Österreichische Volksweisen; 19.15 Lieder für Sopran; 20.15 Gendarmen singen; 21.30 Kleine Geschichten über die Entstehung unvergeßlicher Klänge großer Meister; 22.15 Aus Salzburg; Mozart- Serenade; 23.30 Tanzmusik. MITTWOCH, 20. August. SWF: 6.45 Uhr Marktberichte; 12.15 Unterhaltungsmusik; 13.30 Musik nach Tisch; 15.15 Unterhaltungsmusik; 16.30 B beracher Skizzen (Tübingen); 17.10 Aus Wissenschaft und Technik; 17.40 Der letzte Württemberger (Tübingen); 19.25 Vom Katholikentag; 20.00 Melodienreigen; 21.40 Alte Schäferlieder; 22.20 Klaviermusik von Chopin; 22.30 Aus dem Tagebuch eines Kriegschirurgen; 23.30 Tanzmusik. * STG: 5.20 MaTktmndachsrui 8.15 Melodien am Morgen; 12,00 Musik am Mittag; 12.55 Warnruf des Pflanzenschutzdienstes; 14.15 Unterhaltungsmusik; 15.00 Schulfunk: Kinder in England; 16.15 Unterhaltsame Weisen; 17.00 Die Angst im Lehen unserer Kinder; 17.40 Heimatpost: Dunnesheimer Bärentreiber; 18.00 Tanzmusik; 20.05 Aus Salzburg: Requiem von Verdi; 21.30 Vom Katholikentag; 22.20 Yma Sumac singt; 23.10 Tanzmusik. * BER: 6.25 Jodel-Doppelquartett; 12.15 Italienische Lieder; 12.40 Ungarischer Csardas; 13.35 Türkische Klaviermusik; 16.00 Aus Richard Wagners „Lohengrin“; 16.30 Nachmittagskonzert aus In- teriaken; 18.00 Tanzmusik; 19.00 Alte Wiener Lieder; 20.00 Unterhaltungskonzert; 20.50 Das Rettungswesen in den Bergen, Hörfolge; 21.35 Festspiel von Sutermeister; Die Alpen-, 22.20 Literarisch-musikalische Sendung: Stille der Hochsommernacht. VOR: 7.15 Musik am Morgen; 8.20 Haiisfrauenstunde mit Musik; 13.00 Mittagskonzert aus Wien; 16.00 Unterhaltungsmusik; 17.10 Nachmittagskonzert; 18.00 Briefmarkenecke; 18.45 Sizilianische Reise; 20.05 Aus Salzburg; Requiem von Verdi; 21.30 Kleine Stücke großer Meister; 22.45 Kleine Reise nach Venedig; 23.00 Musikalisches Kunterbunt. Ick UoU dick, EUzafotU 19) Roman von Vicki Baum Am Sonntagabend kam dann Frau Fo- bianke an, der Chauffeur Müller holte sie auf eigene Verantwortung mit einem leeren Lieferwagen von der Station ab, und sie brachte ihren Bruder mit, den Obermetteur Pank. Sie war eine kleine Frau, nicht jung, älter auf jeden Fall als ihr verunglückter Mann, schmallippig und unansehnlich. Sie war ganz starr, wie gefroren vor Schrecken und Kummer. Es sah aus, als könne sie die Hände nicht bewegen, die Lippen nicht bewegen, die Augäpfel nicht bewegen, auch redete sie kaum ein paar Worte, als Frau Müller sie am Fabriktor in Empfang nahm und ins Haus führte. Sie trug ein dunkles Kleid, nicht schwarz, sondern tiefbraun, und da sie vor der Abreise noch die bunte Stickerei herausgetrennt hatte, waren an Kragen und Aermeln sonderbar verbrauchte, knitterige und zerstochene Stellen sichtbar. Sie hatte schwarze Handschuhe an, eine baumwollene Imitation von Wild-' leder, und von Zeit zu Zeit starrte sie auf ihre steifgekreuzten und vermummten Hände hinunter wie auf etwas Wildfremdes. Auch im Kerzenlicht und Begräbnisduft von Schuppen drei, in dem man sie ein paar Augenblicke alleinließ, verblieb sie in ihrem trockenen Schmerz, unfähig zu beten, unfähig zu weinen, unfähig irgendeiner menschenhaften Lösung. Nur als sie sich dann in das Ehebett neben Frau Müller legte, sagte sie: „Hier ist das Bettzeug auch feucht. Wie bei uns zu Hause.“ Frau Müller streckte ihre Hände hinüber, und wirklich kamen nach einer Weile die Finger von Frau Fobianke durch die Dunkelheit und legten sich in die ihren; harte, durchkältete Finger, die sich langsam erwärmten, während die beiden Frauen einschliefen. Die Männer blieben noch in der Küche sitzen vor* zwei Stutzgläsern mit dem leichten offenen Wein der Gegend und besprachen Fobiankes Tod; Müller gab seinen Bericht ab mit dem vielen umständlichen und erdwüchsigen Dialektschmuck des Rheinhessen, und der Metteur hörte einsilbig zu. Pank war ein besonnener Mann, das zeigte sich schon daran, daß er einen haltbaren Kranz aus Glasperlen mitgebracht hatte. Auch wußte er, daß Herr Karbon das Leben seines Chauffeurs mit einer Summe von fünftausend Mark versichert hatte, und nahm zur Kenntnis, daß man Herrn Karbon vorläufig den Tod seines Chauffeurs verheimlicht hatte, was er übertrieben und wehleidig fand. Nach und nach trat zutage, daß der Obermetteur Pank ein überaus belesener Mann war, ein Kopf und Denker, ein nicht unwichtiges Rad in der Maschine seiner Partei. Er war es so gewöhnt, kollektiv zu denken, daß er bald den privaten Inhalt des Gesprächs, so schmerzlich und bedeutend er immerhin sein mochte, erledigt hatte und nun ins Allgemeine ausbog. Bis um elf Uhr am Abend hatte er dem Chauffeur Müller alles Wesentliche über die Akkumulatorenfabrik herausgefragt und geriet in eine heftige, wenn auch niedergeschlagene Erregung über, die Tatsache, daß in Obanger der Akkordlohn herabgesetzt worden war. Es war ein Punkt, auf den er- ein paarmal zurückkam und über dem ihm Müller nur unvollkommene Auskünfte geben konnte, da er zwar aus der Arbeiterschaft hervorgewachsen war, aber schon seit mehreren Jahren eine Sonderstellung und -bezah- lung innehatte. Schließlich versprach er dem Metteur, am nächsten Abend den Betriebsrat der Fabrik in Oertchens Wirtschaft zusammentrommeln zu wollen. • Der Montag ist gemeinhin ein verschlafener, unlustiger Tag, an dem die Maschinerie des Arbeitsmenschen nicht ohne weiteres anzukurbeln geht. Aber nichts davon an diesem Montag! Die Leute von Obanger kamen an und brachten eine merkwürdig aufgekratzte und fieberhafte Munterkeit mit, manche waren von ihren Frauen begleitet. Das Tor zum Fabrikhof war offen — selbstverständlich offen, man mußte ja aus- und eingehen und -fahren. Ein Kranz für Fobianke langte an, Herrn Profet schickte einen Kranz — der übrigens nicht vom Gut stammte, sondern aus der Düßwalder Gärtnerei. Bis Mittag stand der Fabrikhof schon wieder voll von Leuten, die nichts dort zu tun hatten. So ging das nun wirklich nicht, die Betriebsordnung litt darunter. Der Werkmeister Birkner selber war der Meinung, daß es so nicht ginge, er kam in den Hof herunter, ließ seine Gießerei im Stich, um den Menschen, die erwartungsvoll herumscharrten, zuzureden. Sie erwarteten etwas, sie wußten nicht was. Sie hatten gehört, daß einer aus Berlin da sei, der gesagt hatte, alles müsse anders werden in Lohwinckel. Birkner, der nach einer kurzen Unterredung mit Pank selber hochzugehen angefangen hatte, schüttelte den Kopf. Er vermochte nicht viel über die Leute, die innen im Hof. und draußen die Mauer entlang standen. Was zur Fabrik gehörte, arbeitete. Der Formationsraum stand in seinem stechenden Schwefelsäuredunst, in der Postierwerkstatt rasselten die Gitterplatten von den Stapeln, die Schmierer hantierten mit Bleiglätte, der Versandraum schichtete fertige Starterbatterien auf. Was sich da im Hof zusammenschob, das waren die anderen in Obanger, die Proletarier von Lohwinckel, : die ungelernten Arbeiter, die Arbeitslosen, | die stellungsuchenden Handwerker, die i Frauen, Eltern und Kinder von Leuten, die zu wenig verdienten. Sie wollten den toten Chauffeur sehen; sie wollten aber auch den lebendigen Mann aus Berlin se- ! hen, der gesagt hatte, alles muß anders werden, und Schluß mit der Hundebezahlung. Da standen sie also und warteten. Schließlich rückte Herr Profet an, schickte die Leute fort und ließ das Tor wieder schließen. Er mußte seinen Befehl dreimal geben, bevor sie sich hinausschoben, und ein paar murrten ziemlich laut dabei. Herr Profet, der im Auto vom Priel herübergekommen war, hatte Franz Albert bei sich, seinen Gast, dem er die Fabrik zeigen wollte. Albert hatte seinen Nervenschock wieder gänzlich überwunden, er sah wohl und adrett aus, und Frau Profet hatte seinen zerfetzten Lumberjack reparieren lassen. Er ging mit verlegener Engelsmiene durch die Säle, lächelte töricht und hätte gern mit den Arbeitern gesprochen, aber er verstand ihren Dialekt nicht. Schließlich äußerte er murmelnd, daß sein Vater Eisendreher gewesen sei. Um ein Uhr erfuhr man im Gymnasium, daß der Boxer in der Fabrik draußen sei, und kurz nach halb zwei zogen die Buben rudelweise heran, von der Quarta aufwärts, denn dies war nun ihre Angelegenheit und betraf sie ganz allein, und es war von ungeheurer Wichtigkeit für sie, den deutschen Mittelgewichtsmeister aus der Nähe zu sehen. Pro- fets Jungen, Paul und Otto, die mit den Berichten über ihre vertraute häusliche Bekanntschaft mit Franz Albert das ganze Gymnasium wild gemacht hatten, führten an. Mit ihren unproportioniert großen Füßen kam sie herangetrampt, zwölfjährige Sopranengel, problematische Obertertianer mit Pickeln und Stimmbruch und weise Bassisten aus der Prima, und der Wirrwarr im Umkreis der Fabrik stieg an. Öie Straße an Profets Besitztum katte keinen Namen, man nannte sie einfach „An der Mauer“. An der Mauer gab es kurz nach zwei eine erstklassige Prügelei zwischen den Buben von Obanger und den Gymnasiasten. Zwar standen Keilereien zwischen Volksschülem und Gymnasiasten auf der Tagesordnung und gehörten zur Tradition von Lohwinckel. Aber diese da, an diesem Montag, war besonders schlimm, sie hatte eine besondere Schärfe, es lag ein sonderbarer Haß auf dem Grunde, und es hieß, daß zuletzt sogar die Großen sich eingemischt und mitgekeilt hätten. Den Boxer kriegten sie übrigens alle zusammen nicht zu sehen, denn Herr Profet verließ die Fabrik mit ihm zu Fuß bei dem rückwärtigen Ausgang, eben dort, wo an dem Katastrophenabend das Auto sich so steil verfahren hatte. „Sind das Weinstöcke?“ fragte Franz Albert, auf die schieferigen Hügel zur Straßenseite blickend, deren Laub jetzt im Tageslicht ein fahlwarmes Rot zeigte. „Jawohl, Weinberge. Die hier sind nichts Besonderes“, sagte Herr Profet, blieb stehen, löste eine letzte kleine grüne Traube mit kleinen zarten Beeren von einem der Stöcke ab und hielt sie dem Boxer auf der flachen Hand entgegen. „Aber weiter unten gegen den Rhein zu, ist noch ein Stück, Sonnentreppchen heißt es, o ja, Donnerwetter!“ „Gehört alles Ihnen?“ fragte der Boxer und nahm die Traube. „Mir? Nein, das gehört zum Gut“, antwortete der Fabrikant und setzte sich wieder in Gang. Etwas später — und Albert hatte schon vergessen, wovon die Rede war — setzte er hinzu: „Hören Sie — das heißt: eigentlich gehört es mir. Alles. Es hängt nur von mir ab, ob das so weitergeht mit den Raitzolds. Verstehen Sie?“ Und dann sprach er kein Wort mehr, bis zur Station hinunter, wo Müller mit dem Auto auf sie wartete. Mehr passierte eigentlich an diesem Montag nicht Aber da war noch der Obermetteur Pank, der ein paar kurze Unterredungen hatte an diesem Montag. Eine mit Herrn Karbon, bei der Herr Karbon die gestreiften seidenen Pyjamahosen trug, die den Arbeiter Lungaus so erbitterten. Karbon wurde blaß und todübel, als er von dem Unglück seines Chauffeurs erfuhr, das ihm bis dahin verheimlicht geblieben war. Er hatte noch nicht die richtige Standfestigkeit wieder gewonnen. (Fortsetzung folgt) SÜDK Ein » • • • eine Bit für meir ein Zim Juli bis eee sein chen st< ein klei genügt i pelzimm ab von einfache sionspre sollte, n liehe Mi rade zu restlos 2 Gewißhc erwieset Sowei keit, da Schreibe Hochson den unc etwas I Telefonj war es ; zu, Tan ten ersc Gepäck in das i Ein s seit ein minalpo vormitt; steges c hafen d aus den Dieser verhalt Hildega: Stetten wohnha fahrkan Am 10.1 Bahn h folgte i 12.48 Ul Am ] wurde, mitteilt, Konstar gefunde etwa ui in einei der im niemam er im I Koffer Hildega mysteri schutzpi gebung die geg geborge Verse an Frei! schau ' rechtfei mußte men, a! in Hec scheide chen s' seiner kraft. 1 auch r halten, noch n Feriens mitgen beutel DM. 1 stutzig. Unterst Zweite: Sprüche Zur Mord < Krimin hilfe, ! 3. 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Wenn der Pensionspreis, der 6 DM nicht übersteigen sollte, nebenbei noch kräftige und reichliche Mahlzeiten miteinschließt (nicht gerade zu eintönig), dann werden die zwei restlos zufrieden sein, und Du darfst die Gewißheit haben, mir einen großen Dienst erwiesen zu haben . . .“ Soweit der Brief. Eine kleine Gefälligkeit, dachte sich der Empfänger dieses Schreibens und fragte sogleich mitten im Hochsommer bei einigen zwanzig Freunden und Bekannten am Bodensee an, ob etwas Passendes frei wäre. Nach sieben Telefongesprächen und fünf Postkarten war es soweit. Ein alter Schulfreund sagte zu, Tante Therese und ihr Mann konnten erscheinen. Und sie kamen, mit viel Gepäck und Sonnenbrillen! Sie wurden in das mühsam ergatterte Zimmer eingewiesen. Nachdem sie das Gepäck abgestellt hatten, bedankten eie sich mit einer ganzen Serenade von Freundlichkeiten. Die wären versorgt, dachte der Optimist von Zimmerbesorger. Doch das war leider ein Irrtum. Am folgenden Nachmittag erschien nämlich Tante Therese reichlich aufgeräumt und mit säuerlicher Miene. Sie erzählte, daß sie sehr schlecht geschlafen habe, die Mücken vom nahen See hätten entsetzlich gestochen. Die Butter zum Frühstück sei weich gewesen, der Kaffee habe nur entfernt an Costarica erinnert, zum Kochen sei Margarine verwendet worden, die der Magen von Tante Thereses Gatte eben einmal nicht vertrage ... im übrigen sei das Zimmer viel zu unruhig, nun, die Motorräder um Mitternacht! Die aufgebrachte Dame erklärte, sie habe sich mit ihrem Gemahl bereits in einem Nachbardorf umgesehen und dort auch etwas Netteres gefunden. Mit dem Hinweis, daß es leider nicht geklappt habe, verabschiedete man sich. Da stand nun der arme Tölpel. Er hatte es mit seinem Freund verdorben, dessen Tante so schlecht untergebracht worden war. Die Vermieter des Zimmers waren ihm ebenfalls gram, denn für sie war diese Geschichte so recht peinlich. Aus dem Fernsprecher tönte eine ernüchterte Stimme: .Diese Enttäuschung hätten sie mir ersparen können.“ Dem Vernehmen nach ist der arme Kerl, der das Zimmer besorgt hatte, inzwischen selbst in die Ferien gefahren — mit einem Fahrrad, auf das ein Zelt geschnallt war. fx- MorÖ ot>er SelbftmorO am Kranenbafen ? Wer weiß etwas von der 26jährigen Hildegard Baum? Ein sehr mysteriöser Fall beschäftigt seit einigen Tagen die Konstanzer Kriminalpolizei. Am vergangenen Mittwochvormittag wurde in der Nähe des Bootsteges der Wasserschutzpolizei am Kranen- hafen die Leiche einer 26jährigen Näherin aus dem Kreis Hechingen gefunden. Diesem Vorfall liegt folgender Sachverhalt zugrunde: Die ledige Näherin Hildegard Baum, geb. am 12. 6. 1926 in Stetten bei Hechingen und zuletzt dort wohnhaft, löste am 9. 8. eine Ferienrückfahrkarte von Hechingen nach Konstanz. Am 10.8.1952, um 7 Uhr, fuhr sie mit der Baum in Konstanz für den 10. und 11.8. mitzuteilen. So soll sie sich am 10. 8. zwischen 13.30 und 15 Uhr mit einem fremden Manne in einem Konstanzer Lokal aufgehalten haben und mit diesem zum Baden gegangen sein. Vier junge Männer schildern eine Begegnung mit Fräulein Baum in der Eichhornstraße, und zwar am 11.8. gegen 23 Uhr. Dabei habe sie geweint, und auf Befragen erklärt, ein Unbekannter hätte ihr das Geld gestohlen; wegen der Blamage werde sie nicht mehr nach Hause, sondern ins Wasser gehen. Die Kriminalpolizei trägt: Wer hat H. Bahn in Hechingen ab. Die Ankunft er- i Baum in der Nacht zum 12.8. auf dem folgte vermutlich am gleichen Tage um 12.48 Uhr. Am 12.8.1952, gegen 7 Uhr morgens, wurde, wie die Kriminalpolizei weiter mitteilt, auf dem Kranensteg am Hafen in Konstanz eine lederne Damenhandtasche gefunden und am Abend desselben Tages, etwa um 19 Uhr, am Eingang zum Hafen in einer Entfernung von 160 m ein Koffer, der im Verlauf des ganzen Tages von niemand gesehen worden sein soll, obwohl er im Freien am Geländer stand. In dem Koffer befand sich u.a. die Kennkarte von Hildegard Baum. Begründet durch die mysteriösen Umstände suchte die Wasserschutzpolizei am 13. 8. in der näheren Umgebung vom Kranensteg nach der Baum, die gegen Mittag dann auch als Leiche geborgen werden konnte. Verschiedentlich dachte man zunächst an Freitod, auch die amtsärztliche Leichenschau ließ eine andere Annahme nicht rechtfertigen. Bedenklicher und kritischer mußte der Fall die Kriminalpolizei stimmen, als auf eine Anfrage bei der Polizei in Hechingen mitgeteilt wurde, Freitod scheide vollkommen aus, denn das Mädchen stehe in gutem Ruf und gelte in seiner Heimat als qualifizierte Arbeitskraft. Bekanntschaften mit Männefn wie auch mit Frauen habe es nicht unterhalten. In Konstanz sei Hildegard Baum noch niemals gewesen und habe für den Ferienaufenthalt am See rund 300 DM mitgenommen. Im aufgefundenen Geldbeutel befanden sich aber nur noch 3,92 DM. Hier wurde die Kriminalpolizei stutzig. Mit Rücksicht auf die weitere Untersuchung kann sie an dieser Stelle Zweifelsfragen und aufgetauchte Widersprüche vorerst nicht erläutern. Zur näheren Aufklärung der Frage, ob Mord oder Selbstmord vorliegt, bittet die Kriminalpolizei die Öffentlichkeit um Mithilfe, ihr alle Wahrnehmungen über H. 3. Orgelabenö tn Der Lutherlurche Ehrfurcht und Bewunderung der zahlreichen Zuhörerschaft begleiteten das Spiel des großen blinden Orgelmeisters Prof. Helmut Walcha, Frankfurt, der am Samstagabend ln der Lutherkirche in unerhörter geistiger Konzentration und staunenswerter technischer Beherrschung Werke Joh. Seb. Bachs zu Gehör brachte. Die sechs Choräle der Schüblerschen Sammlung erstanden aus einem großartig gemeisterten zyklischen Vortragsbogen in ihrer ganzen verinnerlichten Form- und Klangschönheit. Zudem zeigte der Künstler eine ideale Handhabung und Auffassung der Registrierung, der eine vertiefte persönliche Auseinandersetzung mit Bachs Stileigentümlichkeiten und Klangmixturen anzumerken war. Die aus der dreisätzigen italienischen Konzertform geborene glänzende C-dur-Toccata mit Adagio und Fuge erfuhr eine beispielhaft klassische Gestaltung, so in der bezwingenden Formklarheit der toccatenmäßigen Manual- und Pedal-Passagen des ersten Satzes, im violini- stisch beseelten Adagio mit der zarten Melos- führung und in d.er keck, humorvoll und konzertant hingeworfenen Fuge. Charakteristisch für den Spieler und bezeichnend für die unbestechliche Strenge seiner Bachauffassung war die überall eingehaltene strikte Durchführung des Zeitmaßes, das von jeder romantischen Überdehnung, aber auch von jeder stilwidrigen Beschleunigungstendenz freiblieb. Das Präludium und die Tripelfuge in Es-dur, hier nicht zusammen vorgetragen, sondern getrennt den gewaltigen Ein- und Ausgang des Spielprogramms mit erzengelhafter Wucht symbolisierend, ergriff den Zuhörer mit dem Gefühle tiefer, übermenschlicher Erhabenheit, das ein solcher Spieler und zugleich Dienender im Geiste Bachs, jenseits des sinnlichtechnisch Faßbaren zu verschenken vermag. Dr. G. Lenzinger Weg von der Eichhomstraße bis zum Kranenhafen mit oder ohne Begleitung gesehen? Beschreibung des Mädchen: 26 Jahre alt, 156 cm groß, gesundes Aussehen, rote Haare, trug grüne Strickjacke mit Gummizug in der Mitte, lila-grün-geblumtes Sommerkleid mit weißem Grundmuster, schwarze Sommerhalbschuhe aus Leder, vorne geflochten und Riemenverschluß. Sie führte Koffer aus Kunststoff (Pepita- Muster) und hellbraune Ledertasche mit. Beschreibung des Unbekannten: etwa 28 Jahre alt, ca. 170 cm groß, hellblonde Haare, gesundes Aussehen, trug ärmellosen, vermutlich weinroten Pullover, grünes Hemd mit Streifen, Ärmel aufgekrempelt, lange Hose, die nicht näher beschrieben werden kann, sprach Schriftdeutsch. Sachdienliche Mitteilungen werden vom Leiter der Kriminalpolizei (Telefon 1326) persönlich entgegen genommen und vertraulich behandelt. Pegelstand wie im März Seit dem Höchststand des Bodenseepegels Ende Juni 1952 war der Wasserstand infolge der großen Trockenheit ständig im Fallen begriffen. Bei einem Pegelstand von 322 cm am gestrigen Montag war der Wasser stand genau so hoch wie am 24-/25. März, drei Wochen nach dem Erreichen der Niedrigwassergrenze und zwei Monate früher als im vergangenen Jahre. Die über das Wochenende im Alpen- und Alpenvorland niedergegangenen Gewitter und Regenschauer (der am Sonntagabend in Konstanz gefallene Regenschauer erreichte 8 Liter Wasser pro Quadratmeter) haben bewirkt, daß der Bodenseepegel seit drei Tagen unverändert geblieben ist. Bei der Aussicht auf weitere Gewitter kann der Bodenseepegel in den nächsten Tagen wieder etwas steigen. Blumen oerfchönern Oae Leben Bodensee-Gärtnertag — Erstes internationales Junggärtnertreffen in Konstanz 32. Ein altes chinesisches Sprichwort sagt: .Wenn Du alle Zeiten glücklich sein willst, dann werde — Gärtner.' Doch daß das Glück der Gärtner heute nicht mehr so ungetrübt ist, kam auf dem 32. Bodensee-Gärtnertag am Sonntag zum Ausdruck, der in dem mit einer verschwenderischen Blumenfülle geschmückten Konzilsaal abgehalten wurde. Der Erwerbsgartenbau hat heute mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen, an die niemand beim Einkauf von Blumen oder Obst und Gemüse denkt. Mit der fortschreitenden Liberalisierung wird der Gärtner gezwungen, seinen Betrieb umzustellen und rentabler zu gestalten, um existenzfähig zu bleiben. So müsse der Gärtner heute nicht nur Kultivateur, sondern auch ein der Konkurrenz gewachsener Kaufmann sein. Die Initiative zu diesem ersten internationalen Gärtnertreffen seit 1934 ging erfreulicherweise von Deutschland aus. Nach einer musikalischen Einleitung er- öffnete Ehrenkreisgärtnermeister Ernst Leirer die Versammlung. Oberbürgermeister Knapp überbrachte die Grüße der Stadt Konstanz. Von einem Schweizer Gärtner wurde Ehrenkreisgärtnermeister Leirer ein Blumenkorb überreicht. Landesgärtnermeister Kraus erinnerte in seiner Begrüßung daran, daß die „Fleurop“ es schon vor langer Zeit fertiggebracht habe, für Blumensendungen die Ländergrenzen zu überwinden, was der Politik nicht gelungen sei Zum Tagungspräsidenten wurde Reg.- Landwirtschaftsrat Seifriz gewählt. Nach der Bekanntgabe des Protokolls des letzten Bodensee-Gärtnertages 1934 in Romans- hom, in dem bereits Konstanz als nächster Tagungsort bestimmt wurde, sprach Hofgartendirektor Franz Gede (Innsbruck) über die Bewertung der Gartengestaltung in der Kunst. Ein künstlerisch gestalteter Garten trage zur Erneuerung der seelischen Kräfte und zur Steigerung des Lebensgefühls bei. In einem Vortrag über die Bedeutung der Spritztechnik und der richtigen Kulturführung im Garten wies Hermann Bod- mer (Zürich) auf die Notwendigkeit eines systematisch betriebenen Pflanzenschutzes hin. Bei dem Mangel an resistenzfähigen Züchtungen sei vor allem eine vermehrte Spritzung bei den Monokulturen wichtig.' Uber die volkswirtschaftliche Bedeutung des Zierpflanzenbaues in Deutschland referierte H. Schlöndorf vom Zentralverband des Deutschen Gemüse-, Obst- und Gartenbaues e. V., Bonn. Er sprach von der schwierigen Umstellung der kriegsbedingten starken Gemüseerzeugung auf einen leistungsfähigen Zierpflanzenanbau. Widmen sich doch im Bundesgebiet 23 071 Betriebe nur der Blumen- und Zierpflanzenerzeugung. Dieser Zweig gibt Tausenden von Menschen Arbeit und außerdem treten die Gärtnereien als bedeutende Abnehmer der Topf-, Düngemittel- sowie der Schädlingsbekämpfungs- und Pflanzenschutzmittelindustrie auf. Darüber hinaus habe der Zierpflanzenanbau auch einen kulturellen Wert. Die Liebe des Menschen zur Blume reiche bis weit in die vorchristliche Zeit zurück. Unverständlich sei es, daß der Zierpflanzenanbau mit einer Luxussteuer belastet werden sollte. Die Blume wächst ja nicht nur für eine zahlungskräftige Schicht, sondern sie soll allen Menschen das Leben verschönern. Die Versammlung endete mit dem Beschluß, den nächsten Bodensee-Gärtnertag in zwei Jahren in Bregenz zu veranstalten. Die Junggärtner in St. Johann Die Junggärtnergruppe „Seerose“ Konstanz war es, die das erste internationale Treffen von Junggärtnern angeregt hatte. Es gibt dem jungen Gärtner Gelegenheit, über Landesgrenzen hinweg Erfahrungen auszutauschen und Verbindungen aufzunehmen. Wie Vorsitzender Josef Raft erklärte, werden dieser Zusammenkunft weitere Treffen in der Schweiz und Österreich folgen. Dr. Kaempfer, der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Junggärtner, regte durch sein Referat die Junggärtner Im Freibad Horn ertrunken Tod eines 22jährigen — 60 Jahre alter Mann gerettet Am Samstagvormittag wurden im Strandbad Horn verschiedene Kleidungsstücke und ein herrenloses Fahrrad aufgefunden, die auf die Möglichkeit eines Unfalles hinwiesen. Am Nachmittag fanden dann Buben, die an einem Floßbalken tauchten, auf dem Grund des Wassers eine Leiche, die in Zusammenhang mit den Kleidungsstücken gebracht werden konnte, Bei dem Toten handelt es sich um den 22 jährigen Heinz M. aus Heidelberg. Ehr hatte am Freitagabend am Horn gebadet und dabei einen Herzschlag erlitten. Wie die Nachforschungen der Kriminalpolizei ergaben, ließ der junge Mann bei seinen Kleidern einen Kofferradio liegen, der schon vor dem Auffinden der Kleidungsstücke abhanden gekommen sein muß. * Das städtische Motorboot „Bodan“ mußte am Montagnachmittag einen 60jährigen Mann am Strandbad Horn aufnehmen, der von seinem Paddelboot aus badete und dabei eine Herzschwäche erlitt. Sofort an Bord des Schiffes vom Badmeister des Strandbades Horn aufgenommene Wiederbelebungsversuche verliefen erfolgreich. Glück im Unglück Am Ortaausgang von Wollmatingen kam am Sonntagabend auf der regennassen Straße ein aus Richtung Hegne kommender Konstanzer Personenkraftwagen ins Schleudern, fuhr auf einen von Konstanz kommenden, mit 40 Personen besetzten Omnibus aus Württemberg, der ausweichen wollte, auf und fiel um. Das Fahrzeug wurde stark beschädigt. Während der Verkehrsstockung kam gleichfalls aus Richtung Hegne ein Schweizer Personenkraftwagen, versuchte an dem beschädigten Konstanzer Fahrzeug vorbeizukommen und stieß gegen einen Lei- i&'&yir - Seit zehn Tagen verfügt die Freiwillige Feuerwehr über ein Daimler-Benz-Tanklösch- fahrzeug, das die Schlagkraft der Konstanzer Wehr wesentlich erhöhen wird. Im Aufbau des Fahrzeuges ist u. a, ein 1800-Liter-Tank untergebracht, der die Brandbekämpfung als Erste Hilfe solange ermöglicht, bis die anderen Löschfahrzeuge herangeführt und Schlauchleitungen gelegt sind. Außer dem Tank verfügt das Fahrzeug noch über eine Kohlensäureschnee-Löschanlage, die aus sechs Flaschen gespeist wird. Die Motorpumpe leistet zudem 1500 Liter Wasser in der Minute. Ein Mehrzweckfahrzeug also, das sich erst kürzlich bei den beiden Bränden am Bettenberg bewährt hat. Bild: Finke tungsmast. Der Mast brach ab und traf das Motorrad eines Landwirts aus Bietingen, der gerade vorbei kam. Personen wurden bei dem Unfall glücklicherweise nicht verletzt. Von dem Fahrer des Konstanzer Kraftwagens wurde, da Verdacht der Alkoholeinwirkung bestand, eine Blutprobe entnommen und der Führerschein vorläufig einbehalten. Ein Störtrupp des Elektrizitätswerkes entfernte den quer über die Straß, hängenden Mast. Während der Arbeiten wurde der stark anwachsende Verkehr auf beiden Seiten teilweise ahgestoppt Nach etwa zweieinhalb Stunden konnte die Straße wieder freigegeben werden. An dem Omnibus entstand ein Schaden von etwa 400 DM, an dem Konstanzer Kraftwagen von 300 DM, am Schweizer Kraftwagen von etwa 1000 sfr. Kleinere Verkehrsunfälle Am Montagfrüh stießen am Obermarkt eine von der Wessenbergstraße kommende Radfahrerin und ein Personenkraftwagen zusammen. Die Radfahrerin stürzte und erlitt Verletzungen am linken Unterschenkel sowie verschiedene Prellungen. — Eine Katze, die in ein Motorrad lief, war die Ursache eines Verkehrsunfalls in der Nacht zum Sonntag in der Nähe Gaststätte „Bodan“ in Wollmatingen. Der Motorradfahrer stürzte und zog sich verschiedene Verletzungen zu. Die Maschine wurde erheblich beschädigt Gleichfalls in der Nacht zum Sonntag stießen an der Ecke Gottlieber-Schulthaiß-Brüeletraße gegen 1.25 Uhr, ein Taxi und ein Konstanzer Personenkraftwagen zusammen. An dem Kraftwagen entstand ein Schaden von etwa 1200 DM, am Taxi von 500 DM. Der Fahrer des Pkw. erlitt eine Platzwunde. — In Egg wurde am Freitagabend ein Personenkraftwagen von einem Lieferwagen gerammt Der Fahrer des Lieferwagens entzog sich der Feststellung seiner Person durch die Flucht, wurde aber später erkannt Der PoLizeibeamte, der dien Fahrer des Lieferwagens wegen des Unfalls zur Rede stellte, wurde von ihm mit einem Besenstiel angegriffen und von den Söhnen des Fahrers festgehalten, konnte sich aber wieder losreißen. Noch recht glimpflich lief ein Verkehrsunfall an der Straßenkreuzung Säntis-Mainaustraße am Samstag kurz nach Mitternacht ab. Die beiden Fahrzeuge, ein Personenkraftwagen und ein Kraftrad, konnten noch rechtzeitig abbremsen, so daß ein Zusammenstoß vermieden werden konnte. Der Kraftfahrer stürzte und erlitt leichte Verletzungen. Drei Diebstähle Aus einem verschlossen abgestellten Personenkraftwagen in Allmannsdorf wurde in der Nacht zum Freitag ein Bademantel, eine Wolldecke und eine Herrengolfhose im Gesamtwerte von etwa 130 D-Mark von bisher noch unbekannten Tätern entwendet. In der Nacht zum Montag wurde in eine Gaststätte in Konstanz-Egg eingebrochen. Den Dieben fielen verschiedene Gegenstände, u. a. auch ein Radio-Apparat, in die Hände. Die gestohlenen Gegenständ; haben einen Wert von etwa 700 bis 800 D-Mark. Aus einem Kleingarten hinter der ehern. Jägerkaseme wurden genormte Eisenblechstücke, die zur Einfassung verwendet werden sollten, von bis jetzt noch unbekannten Dieben entwendet. Ferner wird über Gemüsediebstähle geklagt ir 10 000 Dahlien auf der Mainau Bild: Finke zum Nachdenken über ihre engere Berufsarbeit hinaus an, indem er auf die wirtschaftlichen Zusammehhänge in einem vereinten Europa zu sprechen kam. Unter diesen Gesichtspunkten komme der Marktbeobachtung, dem Zusammenschluß kleinerer Betriebe zu einer Interessengemeinschaft und einer gegenwartsnahen Agrarpolitik erhöhte Bedeutung zu. Drei Voraussetzungen seien für die Existenz der Gartenbauwirtschaft ausschlaggebend: Sicherung des Friedens, ein auskömmliches Dasein für eine möglichst breite Bevölkerungsschicht und eine Stetigkeit im Anbau und in der Planung, um nicht Konjunkturschwankungen zu unterliegen. Eine Hilfe zur Überwindung der Schwierigkeiten sei es, daß die Jugend sachlicher und nüchterner geworden sei. Mit einem Vortrag über den Sommerflor und seine Verwendung mit Farblichtbildern von H. Bachmann (Zürich) und einem Referat vom Sekretär des Schweizerischen Berufsgärtnerverbandes, H. Rindlisbacher, schloß die Tagung. Die „Hegau“ führte die Gärtner am Nachmittag auf die Mainau. Die 10 000 Dahlien, darunter 200 verschiedene Sorten, angefangen von den Zwergmignondahlien von 3 cm Blütengröße bis zu den Riesendahlien mit 30 cm großen Blumen gaben dem Fachmann reichlich Gelegenheit, seine Sortenkenntnisse zu erweitern und Vergleiche anzustellen. Eine fröhliche Dampferfahrt mit Tanz und Unterhaltung vereinte alte und junge Gärtner am Abend. hh Hauptlehrer Frteörtch ßech f Wenige Wochen nach dem Tode seiner Lebenskameradin und Gattin verstarb im Alter von 64 Jahren Hauptlehrer Friedrich Beck von Petershausen an einem Herzschlag. Der Lebensabend dieses verdienten Lehrers war von den Kriegsfolgen um- düstert. Ein genauer Kenner der Bodenseeheimat, führte er seine Schüler in die Wunder der Schöpfung ein, sein Unterricht war voll Kraft und Anschaulichkeit, in vielen Exkursionen schenkte er aus seinem tiefgründigen Wissen in Botanik, Zoologie, Geologie und Gesteinskunde, wie auch Urgeschichte einen Unterricht, wie ihn nur der zu geben vermag, der von seiner Lebensaufgabe erfüllt ist. Er war ein eifriger Mitarbeiter der botanischen Wissenschaft, die ihm manche Entdeckung verdankt, und auch auf dem Gebiete der Urgeschichte war er ein Wegbereiter. Vor allem kannte er den Pfahlbau des Ueber- linger Sees, von dem er eine erlesene Sammlung von Steinbeilen zusammengebracht hatte, und vom Klausenhorn bei Dingelsdorf wurden durch ihn die ersten Funde mesolithisch-neolithischer Zeit der Denkmalspflege bekannt. Die Härte der Nachkriegsjahre traf ihn schwer. Lange Zeit ohne Mittel, arbeitete er als Knecht in Litzelstetten, um einen Unterhalt für seine Familie zu finden. Von der Höhe von Litzelstetten mußte er eines Abends mitansehen, wie seine wertvolle botanische Fachbibliothek und seine Sammlungen in seinem Gartenhäuschen bei der Mainau ein Raub der Flammen wurden. Später schlug sich Friedrich Beck als Ziegeleiarbeiter durch, und hier holte er sich eine Gasvergiftung, die der Grundstein wurde zu einem heimtückischen Asthmaleiden, an dem er nun starb. ■ •* . L>1*- * ■ s n LINKS AB geht es nach der Spaniers.raße. Wer so fährt wie dieser junge Radfahrer, nützt sich selbst und erweist auch den anderen Verkehrsteilnehmern einen Dienst Bild: Finke Dienstag, 19. August 1952 SDDKUHIER K Nr. 130 ' Seite 6 fturse 6tabtttad)rftf)teti Ihren 93. Geburtstag beging am 15. August Frau Elisabeth Frank, An der Linde 6. Seinen 75. Geburtstag feierte Gustav Schröter, Hardergasse, langjähriger Tum- wart der Tumerinnen-Abteilung des TV Konstanz. Am Sonntag herrschte wiederum ein außerordentlich starker Verkehr in der Fähre Konstanz—Meersburg. Teilweise reichte die Fahrzeugkolonne bis zur Staa- der Straße, so daß von 15.45 Uhr bis 19 Uhr der Verkehr zur Mainau über die Friedrichstraße umgeleitet werden mußte. Am Samstagabend gegen 23 Uhr erschien eine 43 Jahre alte Frau auf der Polizeiwache und gab an, kurz zuvor an der Ecke Brauneggerstraße—Moosbruggerstraße von einem unbekannten jungen Mann angefallen worden zu sein und zwei Faustschläge ins Gesicht erhalten zu haben. Auf ihre Hilferufe hin habe der Mann von ihr abgelassen. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen blieben ohne Erfolg. Am Freitagnachmittag entstand in der Waschküche eines Anwesens in der Grießeckstraße durch einen überhitzten Kartoffeldämpfer ein Brand, der jedoch noch durch die Hausbewohner gelöscht werden konnte. Der alarmierte Löschzug brauchte nicht mehr "einzugreifen. Es entstand ein Schaden von 500 DM. Heute abend spricht der bekannte deutsche Forscher Prof. Dr. Filchner an Hand von Lichtbildern im Stadttheater über seine Erlebnisse im Himalajastaat Nepal. Im heutigen Stgdtgartenkonzert spielt das Stadt. Orchester unter der Leitung von Kapellmeister W. Döhrmann u. a. Melodien aus „Bajazzo“ und „Puppenfee“ sowie die Andalusische Serenade „Blauer Pavillon“ von Armandola. Morgen Mittwochabend gibt die Musikkapelle des 110. franz. Regiments im Stadtgarten ein Freikonzert. Am Freitagmorgen wurde eine 46jährige Frau in nassen Kleidern auf dem äußeren Leuchtturm angetroffen. Es stellte sich heraus, daß die Frau von der Schweiz nach Deutschland geschwommen und Rechte fahren - aber linhe gehen Fußgänger sind ahnungslose Engel. Sie glauben, daß eie rechtzeitig bemerkt werden, wenn sie sich nachts auf gehsteiglosen Landstraßen korrekt rechts halten. Aber sie wissen nicht, daß sich ihre dunkle Kleidung auf nächtlichen Straßen vom dunklen Hintergrund kaum abhebt. Besonders wenn der Fahrer des überholenden Wagens von entgegenkommenden Fahrzeugen geblendet wurde, erhöht sich die Gefahr für den Fußgänger beträchtlich. Wer aber links geht, vergrößert den sichernden Abstand vom Ueberholenden und kann Entgegenkommenden bis zur äußersten linken Straßenkante ayswei- chen. Ueberdies leuchtet sein helles Gesicht im Scheinwerferlicht besser erkennbar auf, während ein dunkler Rücken das Licht fast völig verschluckt. Auch bei Tage entgeht der links Wandernde der Gefahr, vom Anhänger eines überholenden Lastzuges gestreift oder vom Sog mitgerissen zu werden. wahrscheinlich aus dem Kantonsßpital ia Münsterlingen entwichen war. Am Sonptag erreichte wieder ein Flugmodell des Aero-Clubs Konstanz durch günstige Aufwindverhältnisse eine Höhe von etwa 800 m und kam außer Sicht. Dem Erbauer des Modells ist schon einmal in diesem Sommer ein Modell entflogen. Die See-Zollstelle ist seit einigen Tagen wieder in ihren früheren alten Räumen auf der mittleren Mole des Konstanzer Hafens. Bei der ständigen Zunahme der Fahrten in die Schweiz und nach Bregenz ist eine schnellere und übersichtlichere Abfertigung der Reisenden möglich. Wettkampf mit der Angelrute Schon sehr früh herrschte am Sonntftg- morgen reges Leben am Ufer des Sees. Die „Jünger Petri“ vom Angelsportverein Konstanz hatten ihren großen Tag, denn es galt wieder einmal das Können und die List der Wasserwaid unter Beweis zu stellen. Schutzpatron Petri war den Anglern allerdings nicht sonderlich gesinnt. Steifer Westwind ließ die Boote der Fischer einen munteren Wellentanz aufführen, doch die Unentwegten hielten durch, um mit ihrem Fang einen guten Rang zu erreichen. Ab 10 Uhr wurde der Segen des Sees zur Waage gebracht, dabei konnten einige beachtliche Resultate festgestellt werden, die die Wahrheit des Sprichwortes „Morgenstund’ hat Gold im Mund“ erneut unter Beweis stellten. Sportkamerad Vix konnte mit 85 Punkten als Uferfischer und Sportkamerad Mauch mit 47 Punkten als Bootsfischer den ersten Preis erreichen. Abends fand im Gasthaus zum „Alemanne“ die Preisverteilung mit Fischessen statt, zu dem die staatlichen und städtischen Behörden, die über die Gesetze der Fischerei wachen, eingeladen waren. Ein Teil der gefangenen Fische wurde als Spende dem hiesigen Waisenhaus übergeben. Erfolgreiche Bilanz des KSV „Rheinstrom“ Schon allein durch den ausgezeichneten Besuch der Jahreshauptversammlung des KSV „Rheinstrom“ am Samstagabend in den „Bayerischen Bierhallen“ zeigte sich das große Interesse, das dem Konstanzer Boxsport entgegengebracht wird. Den Berichten des 1. Vorstandes und des Übungsleiters war fast nur Erfreuliches zu entnehmen. Das abgelaufene Vereinsjahr war wohl eines der erfolgreichsten, wenn nicht das erfolgreichste überhaupt in der Geschichte des „Rheinstrom“. Von insgesamt 25 zu Hause und auswärts ausgetragenen Mannschaftskämpfen wurden 18 gewonnen, vier verloren und drei endeten unentschieden. In Punkten ausgedrückt: 310:162. Die Bilanz der Ringer, Stemmer und Rasenkraftsportler verblaßt naturgemäß neben diesen Erfolgen der Boxer etwas. Die yereinsleitung will künftig diesen Abteilungen mehr Aufmerksamkeit als bisher widmen. Allgemeine Anerkennung fand die Tätigkeit des Boxtrainers Ali Paetz, der neben dem Training der Konstanzer auch noch die Unterabteilungen in Meersburg und auf der Reichenau betreut. Dem bisherigen 1. Vorsitzenden Karl Wenzler wurde einstimmig weiterhin das Vertrauen ausgesprochen, zweiter Vorsitzender wurde Emst Stief, Kassierer H. Müller und Schriftführer Heinrich Kreß- ner. Die Boxer betreut nach wie vor Ali Paetz, Trainer der Ringer ist Otto Roßkopf, der Stemmer und Rasenkraftsportler Adi Hirsch. Das Amt des Gerätewarts wurde H. Keßler übertragen und zum Pressewart Heinz Wegmann gewählt, der zugleich für den Bezirk Oberland im südbadischen Boxverband zuständig ist. Für fünfzigjährige Mitgliedschaft im Verein wurden Hugo Rößler und Josef Faller mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Die „Silberne“ für 25jährige Mitgliedschaft erhielten Hermann Müller, Alb. Ehstand, Otto Roßkopf und Richard Gönner. Die neuen Filme Im Roxy ist vom Dienstag bis Donnerstag der schwedische Film „Morphium“ mit Sonja Wigert, Gunnar Lauring, Eyvind-Johan Svend- sen zu sehen. — Das Capitol bringt bis zum Donnerstag den Rauschgift-Schmugglerfilm FC Dornbirn — ViL Konstanz 3:1 (2:0) Zum letzten Probespiel vor der neuen Saison weilte der VfL Konstanz in Vorarlberg. Das Spiel diente beiden Partnern in der Hauptsache zum Ausprobieren der Reservekräfte und anderer Aufstellungen. Man bekam trotzdem ein ordentliches Spiel zu sehen. Das Glück war allerdings mehr auf seiten des Tirol-Vorarlberger Cupsiegers, der drei recht glückliche Tore erzielte. Als Mende einen Eckbail hochfaustete, sprang dieser an die über dem Platz stehenden Aeste eines Baumes und von dort zurück ins leere Tor (!). Dieses 1:0 wirkte etwas deprimierend, so daß den Oesterreichern kurz vor der Pause, als ein von Mende unglücklich abgewehrter Schuß dem Rechtsaußen direkt auf den Fuß fiel, ein zweiter Treffer gelang. Der Gewitterregen in der zweiten Hälfte erfrischte nicht nur die Zuschauer, sondern wirkte sieh auch günstig auf die Spielkultur der Gäste aus. Zunächst mußten sie zwar noch einen dritten Erfolg der Vorarlberger über sich ergehen lassen, dann aber nahmen sie das Heft in die Hand. Aich war nach gutem Zuspiel von Fritz bzw. Müller der Torschütze in der 60. Minute. Weitere Erfolge hingen ständig in der Luft, doch bereinigten die von vornherein mit Doppelstopper und nur vier Stürmern spielenden Dornbirner alle Situationen. Ein Lattenschuß von Neuendorf war nicht glücklicher als ein Freistoß von Fritz an den Pfosten. Sehr nett fügten sich die beiden Außenläufer (Filleböck!) ein, während die Außenstürmer und das Abseitsstellen der Hintermannschaft noch verbesserungsbedürftig sind. Schocker, Heberlein und Schmiedel waren nicht mit von der Partie. Fußball zugunsten des Ueberlinger Münsterbaues FC Ueberlingen — FC Konstanz Tradi-Elf 3:4 (2:2). Wiederum hatten sich Konstanzer und Ueberlinger Fußballer für die Sache der Renovation des Ueberlinger Münsters zur Verfügung gestellt, und gleichzeitig mit diesem Spiel die neue Saison eröffnet. Die hohe Eckendifferenz läßt eine eindeutige Ueberlegenheit der Platzelf vermuten, aber das Torverhältnis spricht doch für eine bessere Konstanzer Partie, die sich ganz besonders im Zusammenspiel zeigte. Ueberlingen stellte bei diesem Spiel einen neuen Torwart vor (2. Spielhälfte), der in sicherer Reaktionsarbeit Sonderlob erntete. Im übrigen waren es hauptsächlich die alten Stammspieler, die auch im kommenden Jahre Ueberlingens Farben ver- terten werden; der Nachwuchs zeigte keine Überraschung. Freundschaftsspiel: Fischbach I — VfL Konstanz Ib 1:4. Die Ib und III. Mannschaft des VfL „Kokain“ mit Howard Duff, Shelly Winters und Dan Duryea. — Im Scala erlebt man Thor Heyerdahls berühmt gewordene Floßfahrt durch den Pazifik in dem Expeditionsfilm „Kon-Tiki“. — Gloria spielt noch bis zum Donnerstag das Lustspiel „Eva erbt das Paradies“. _ Das Mettnaustadion wird ausgebaut Radolfzell. Der Stadtrat stimmte dem Ausbau des Mettnaustadions zu. Die Gesamtkosten betragen 5600 DM. 1200 DM stehen im Haushaltsplan zur Verfügung, 2000 DM fließen aus Toto- geldem zu. Der Rest soll aus einem eventuellen Nachtragshaushalt entnommen werden. Gegen übertriebene Schulausflüge Ravensburg. Gegen übertrieben weit ausgedehnte Schulausflüge sprachen sich die Bürgermeister des Kreises Ravensburg auf einer Tagung der Kreisabteilung des Gemeindetages aus. Beim Bezirksschulamt des Kreises soll darauf hingewirkt werden, daß die Ausflüge die körperlichen Kräfte der Kinder nicht übersteigen. Die früher üblichen Schulwanderungen wurden als pädagogisch wertvoller bezeichnet als Ausflüge in die Schweiz und nach Vorarlberg. Konstanz weilten zu einem Freundschaftsspiel in Fischbach. Während die III. Mannschaft gegen die II. Mannschaft zu einem l:0-Erfolg kam, konnte die Reserve die 1. Mannschaft mit 4:1 bezwingen. Die neüformierte Konstanzer Reserve lieferte überraschend ein gutes Zusammenspiel. Nach dem Wechsel vor allem gestalteten die Konstanzer das Spiel überlegen. — Beim Fußballturnier in Allensbach konnte die IV. Mannschaft des VfL vor Wollmatingen den ersten Platz belegen. Weitere Ergebnisse: Güttingen I gegen VfL Konstanz V 6:6. Güttingen II — VfL Konstanz AH 1:3. Fußball in Egg BC Egg I — FC Affeltrangen I (Schweiz) 0:2: BC Egg Jugend — VfB Petershausen Jugend 4:4. ESV Singen — ESV Konstanz 5:4 (3:1) (A.Kr.) Die Konstanzer Eisenbahner waren Gast bei den Singener Kollegen, mit denen sie auf dem neuen Fußballplatz gegenüber den Alu-Werken ein flottes Spiel austrugen. Die Singener waren den Gästen klar überlegen und führten nach den ersten 20 Minuten mit 3:1. Dann aber wurde der Spielmacher der Einheimischen, der ehemalige Stopper des FC 04 aus der Zonenligazeit, Bergmaier, durch einen Zusammenprall schwer verletzt und mußte ausscheiden. Dadurch wurde das Spiel ausgeglichener. In der zweiten Halbzeit konnte Konstanz auf- holen, aber Singen blieb dennoch verdient mit einem Tor Unterschied GewinneT. A-Klasse Bodensee: Zizenhausen — Engen 2:4 Stetten a. k. M. — Meßkirch 8:1 Bermatingen — Immenstaad 2:3 Südstern Singen — FC Singen I. Amat. 2:3 Radolfzell II — Arien 4:1 Pfullendorf — Stockach II 4:1 Bereits im ersten Spiel mußte Zizenhausen auf eigenem Platz die erste Niederlage hinnehmen, doch Engen als Absteiger aus der Amateurliga ist für die A-Klasse ein starker Gegner. Stetten kan- terte Meßkirch eindeutig nieder, während der Neuling Bermatingen gegen Immenstaad auf eigenem Platz nur knapp unterlag. Südstern Singen hatte gegen die I. Amateurliga-Mannschaft des FC Singen kein Glück und mußte sich knapp geschlagen geben. Die Reserve von Radolfzell hatte einen glücklichen Start und bezwang Arien sicher. Pfullendorf war gegen die Reserve von Stockach Favorit und siegte mit sicherem Ergebnis. Jugendfußball VfL Konstanz BI — TB Eimsbüttel (Hamburg) BI 2:2. Auch im dritten Zusammentreffen mit den spielstarken Hamburgern konnte die VfL-B I keinen Sieg erringen. Die erste Halbzeit stand völlig im Zeichen der Gäste. Ihre 1:0-Führung war mehr als berechtigt. Als ihnen gleich nach Halbzeit noch ein zweiter Teffer zufiel, schien das Spiel entschieden. Die Konstanzer rafften sich jedoch zu energischen Gegenangriffen auf und schnürten die Eimsbütteler völlig ein. Innerhalb zwanzig Minuten war der Ausgleich hergestellt. Beginn der Handball-Saison 1952/1953 Der Handball-Spielbetrieb wurde am vergangenen Sonntag mit der Austragung der Bezirks- Pokalspiele aufgenommen. Die Ergebnisse entsprachen den Erwartungen, nur Mimmenhausen und Mühlhofen haben mit den Siegen überrascht. Die neugegründete Mannschaft von Oberuhldingen konnte einen beachtlichen Anfangserfolg in Markdorf verzeichnen. Die Verlierer scheiden aus den Pokalspielen aus. Die Ergebnisse: Rielasingen — Gottmadigen 8:13 Konstanz — Mimmenhausen 9:10 Uberlingen — Mühlhofen 5:14 Markdorf — Oberuhldingen 5:17 MeßkiTch — Singen 4:19 Handball; TV 1862 Konstanz — TV Mimmenhausen 9:10 (5:6). Durch einen knappen, aber yerdienten Erfolg über den TV Konstanz kam der TV Mimmenhausen in der Pokalrunde eine Runde weiter. In der fairen Begegnung waren sich beide Mannschaften im Feldspiel meistens gleichwertig, was auch in der Reihenfolge der geworfenen Tore zum Ausdruck kam. Nach der Mimmenhausener 6:5-HaIbzeitführung zogen die Konstanzer Handballer mächtig vom Leder und erzwangen auch eine verdiente 8:6-Führung. In den spannenden Schlußminuten kamen die wesentlich stärkeren Gäste zu vier weiteren Toren, während den ersatzgeschwächten Konstanzern trotz guten Leistungen und etlichen Chancen nur noch ein Treffer gelang. Ausgezeichnet gefielen die beim TV Konstanz eingesetzten Nachwuchskräfte, die sich mit zunehmender Spielerfahrung weiterhin verbessern dürften. Konstanzer Tennissieg gegen Wil (W. F.) Am Sonntag weilten mit den Tennisfreunden des TC Wil wieder alte Bekannte aus der Schweiz zu einem freundschaftlichen Wettkampf beim Tennisclub Konstanz. Das Treffen verlief in der gewohnt fairen Weise und brachte ein Ergebnis von 1:8 Punkten für die ^Gastgeber. Im Herren-Einzel konnten Straub und Fuchs nach hartem Kampf ihre Spiele gewinnen. Der an erster Stelle spielende Junior Böhme scheiterte nach Gewinn des ersten Satzes trotz schönem Spiel an der zunehmenden Sicherheit seines Gegners Bötschi. H. Mayer, Dr. Wagner und Hummel konnten sich gegen ihre starken Gegner nicht durchsetzen. Die Damen Schemenau, Michel, Müller und Marquardt brachten ihre Punkte sicher nach Hause, während Frl. Dr. Domauer knapp verlor. Frau v. Baatcz bestritt lediglich mit Rolf Böhiqe eine Mixed-Partie, die ebenfalls einen Zähler für Konstanz einbrachte. Im übrigen mögen die Zahlen sprechen: Herren-Einzel: Böhme — Bötschi 6:1, 4:6, 0:6: Straub—Bisegger 6:4, 5:7, 6:4: H. Mayer — Gie- ger 2:6, 3:6; Dr. Wagner — Frank 3:6, 1:6: Fuchs — Schenk 4:6, 6:3, 6:0: Hummel — Frit- schi 2:6, 0:6. — Damen-Einzel: Schemenau — Dr. Sutter 6:4, 6:3: Michel — Baumgartner 6:1, 6:4: Müller — Hilber 6:2, 6:3; Marquardt — Frank 6:0, 6:2; Dr. Dornauer — Dr. Sutter 5:7, 4:6. — Herren-Doppel: Böhme/Straub — Bisegger/Geiger 4:6, 6:3, 17:15; H. Mayer/Dr. Kimmig sen. — Bötschi/Frank 1:6, 0:6; Fuchs/Bruchmüller — Schenk/Fritschi 6:3, 9:7. — Gemischtes Doppel: v. Baatcz/Böhme — Dr. Sutter/Frank 6:4, 10:8: Marquardt/Marquardt — Hilber/Geiger 5:7, 1:6; Schemenau/Heß — Frank/Bisegger 0:6, 7:5, 6:3: Müller/Dr. Gulden — Baumgartner/Schenk 3:6, 7:5, 8:6: M. Böß/Brodmann — Hilber/Bötschi 0:6, 0 : 6 . _ Konstanzer Hafenpegel: 16. 8.: 322; 17. 8.': 321; 18. 8.: 320 cm. WasserwSrme am 18. 8. Rheinstrandbad: 21 Grad, Freibad Horn und Strandbad Jakob: 20 Grad Lokale Sportumschau Unerwartet rasch ist unser lieber Vater, Bruder und Opa Friedrich Beck Schulleiter i. R. nach einem arbeitsreichen Leben im Alter von 64 Jahren von uns gegangen. Konstanz, 16. August 1952 Grünenbergweg 27 Alphart Beck Gerhard, Herrat und Gotlind Schreiber Fam. Volt Einäscherung heute Dienstag, den 19. August 1952, 15.30 Uhr t Statt Karten! Unerwartet rasch verstarb an den Folgen eines Schlaganfalles unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater und Onkel Josef Vogt R.- Bahn-Oberschaffner a. D. im Alter von 74 1 /« Jahren. Konstanz, den 17. August 1952. Blarerstraße 33 Die trauernden Hinterbliebenen Josef Vogt und Familie, Konstanz Heinrich Vogt und Frau, Achern Regina Beck-Vogt und Familie, Gottlieben/Schweiz Fini Plöttner und Familie, Heidelberg Paula und George Kleinhans, San Francisco Beerdigung heute Dienstag, 19. August 1952, 14.30 Uhr. DANKSAGUNG Statt Karten! Beim Heimgang meines unvergeßlichen Mannes, unseres herzensguten Vaters und Großvaters Hermann Vogt durften wir »oviel wohltuende Ant eiln ahme erfahren. Dafür sowie für die vielen Kranz- und Blumenspenden, sagen wir allen innigsten Dank, Insbesondere danken wir r Direktion und den Arbeitskollegen der Basler Lebens- yereiehenrngs-Gesellschaft, dem Turnverein Konstanz und Schopfheim sowie der Abordnung des Markgräfler Turngau. Konstanz, Friedrichstraße 15 In stiller Trauer Frau Frieda Vogt mit Angehörigen Nach langem, schwerem Leiden ist unsere liebe Tante, Großtante und Urgroßtante, Frau Gertrud Merz geb. Drescher im Alter von 84 Jahren sanft entschlafen. Reichenau, Bürgle, 17. August 1952 Im Namen der rwandten Frau Marguerite Jaeger Frau Alice Hahn Günter Hahn Einäscherung Mittwoch, 20. August 52, 14.30 Uhr in Konstanz. Statt Karten. Für die uns anläßlich unserer Vermählung so zahlreich übersandten Blumen, Geschenke und Glückwünsche danken wir auf diesem Wege recht herzlich. Heinz Köchel und Frau Konstanz, 18. August 1952 Rebbergstraße 12 t TODESANZEIGE und DANKSAGUNG Nach Gottes Ratschluß Ist unsere liebe Tochter und Schwester Pauline Niedermann am 18. August, im Alter von 44 Jahren, unerwartet von ihrem schweren Herzleiden erlöst worden. Wir haben die liebe Verstorbene gestern zur letzten Ruhe gebettet. Für die aufrichtige Anteilnahme, die vielen Blumen und Kranzspenden sowie die zahlreiche Beteiligung an der Beerdigung danken wir allen herzlich. Kenstanz, 19. August 1952. Inselgasse 6a In tiefer Trauer Viktor Niedermann und Frau Pauline geb. Spieß Albert Niedermann und Frau t Heute nacht verschied kurz vor ihrem 94. Geburtstag unsere liebe Mutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwiegermutter und Tante, Frau Karolina Hagen geh. Weber, verwitwete Klaiza Konstanz, den 17. August 1962. Bücklestraße 54 I'm Namen aller Angehörigen Josef Klaiss Beerdigung heute, Dienstag, 15 Uhr. Irene Angel lika In dankbarer Freude Renate und Fritz Krans Konstanz, Löhrystraße 6 15. August 19512 Wir haben uns verlobt Hannelote Betsch fann Sellin Konstanz Marl/Westf. im August 1952 SÜQKI RIER das Blatt der Familien-Anzpigen Mief-Wäscherei Gruber Tel. 665 Anmeldung auch Radolfzeller Straf;© 11 Rosmarin-Heideweg l gegenüb. d. Tankstelle am Fürstenberg. Verschiedenes Marionettenoder Kasperletheater wünschen sich im Herbst—Winter verschiedene Eltern und Kinder. Wer verfügt in Konstanz über Marionetten- bzw. Kasperle-Theater f. öffentliche Aufführungen? Angeb. u. 7060 Südk. Konstanz. t Statt Karten! Nach langem, schwerem Leiden ist mein lieber Mann, mein guter Vater, Bruder und Schwiegersohn Ludwig Ruopp Verwaltungsdirektor von uns gegangen. Konstanz, den 15. August 1952. Am Ergatshauser Hof 7 In stiller Betrübnis B. Ruopp-Molkenthin Die Beisetzung fand in aller Stille statt DANKSAGUNG Statt Karten! Für die überaus vielen Beweise rührender Liebe und Anteilnahme bei dem schweren Verlust meines lieben Mannes, unseres treusorgenden Vaters u. Großvaters Paul Muchow für die schönen Kranz- unef Blumenspenden, Beileidskarten, für die Kranzniederlegung der Schuhmacherinnung und all denen, die ihm das letzte Geleit gaben, sagen wir auf diesem Wege recht herzlichen Dank. Konstanz, Wollmatinger Str. 107, den 15. August 1952 In tiefer Trauer Frau Lydia Muchow geb. Müller mit Sohn Kurt und Tochter Ruth Familie Herbert Schwarz Familie Roger Bassee, TrouviUe s/mer Männliche oder weibliche Kraft Alter nicht unter 25 Jahren für die Lohn buch haltnng eines mittleren Industriebetriebes gesucht. Verlangt werden mögl. Kenntnisse im Lohnsteuer- u. Sozialversicherungswesen. Angebote mit den üblichen Bewerbungsunterlagen und Gehaltsansprüchen unter Nr. 7067 Südkurier Konstanz. (Fußflechte) Mit Brennol nach 3 Togen vollständig verschwunden.« BflENNAL , Lösung 1.85 l Puder 1.35 i Drogerie Gradmann Münster-Drog. A. Jellinek Lohengrin-Drog. Heimlich Bodan-Drogerie Knur Drog. R. Kornbeck Petersbausen: Drog. 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August 1952 SÜDKUBIER Nr. 130 / S»ite 7 Ein noch ungelöstes Problem Der Transfer der deutschen Schulden Dr. Arthur Heichen Ob und inwieweit die deutsche Bundesrepublik die auf der Londoner Schuldenkonferenz eingegangenen Verpflichtungen in den kommenden Jahren wird erfüllen können, das wird letzten Endes von der Entwicklung des Welt- und Außenhandels abhängen, über die sichere Voraussagen nicht möglich sind. Die Erfahrung der letzten Jahrzehnte hat erwiesen, daß Schuldenregelungsabkommen, die mit, hohen Transferverpflichtungen, d. h. Devisenzahlungen an andere Länder, verbunden sind, bei steigenden Welthandelsumsätzen funktionieren, bei sinkenden aber eben nicht. Den Erfahrungen nach dem ersten Weltkrieg, die mit den Reparationszahlungen des Deutschen Reiches gemacht worden sind, ist es wohl zuzuschreiben, daß die Konferenz offiziell den Grundsatz anerkannt hat, „daß der Transfer der nach dem Regelungsplan vorgesehenen Zahlungen die Entwicklung und die Aufrechterhaltung einer Zahlungsbilanz voraussetzt, in der diese Zahlungen wie andere Zahlungen für laufende Transaktionen durch Deviseneinnahmen aus Exporten und unsichtbaren Transaktionen gedeckt werden können, so daß eine mehr als vorübergehende Inanspruchnahme der Währungsreserven vermieden wird“. Aber von der theoretischen Anerkennung gesunder Grundsätze bis zur praktischen Anwendung und Durchführung ist oft ein weiter Weg, wie sich auch hier wieder deutlich gezeigt hat. Man hätte nämlich eine Notstandsklausel einfügen müssen für den Fall, daß die Transferierung der fraglichen hohen Summen bei sinkenden Welthandelsumsätzen auf Schwierigkeiten stoßen würde. Es sind ja immerhin nach dem Schuldenplan ab 1953 560 Millionen DM jährlich, nach Ablauf von fünf Jahren 750 Millionen zu zahlen, wozu noch die Reparationsleistungen an Israel kommen würden. Eine solche Notstandsklausel wurde aber nicht eingefügt. Die Bundesrepublik würde also unter allen Umständen, solange sie noch über Devisen verfügt, gemäß dem Zahlungsplan Arbeitsabkommen mit Österreich Bonn. Deutsche, die in Österreich leben, und Österreicher, die in der Bundesrepublik wohnen, können nach einem neuen deutsch-österreichischen Abkommen im Gastland Arbeit aufnehmen; vorausgesetzt, daß sie dort am 1. Januar 1951 ihren ständigen Wohnsitz hatten. Sie erhalten einen sogenannten Befreiungsschein, der ihnen die Arbeitsaufnahme zunächst für die Dauer von zwei Jahren ermöglicht. Die Erleichterung gilt sinngemäß für Grenzgänger, die an diesem Datum in den beiden Ländern beschäftigt waren. Auch engere Familienangehörige, die erst nach diesem Termin in das Gebiet des anderen Landes eingereist sind oder noch einreisen, erhalten auf Antrag diesen Befreiungsschein. Grundsätzliche Freizügigkeit in der Arbeitsaufnahme genießen nach der Vereinbarung ih beiden Ländern landwirtschaftliche Arbeitskräfte, Schauspieler, Sänger und Musiker. der Londoner Konferenz ihre geschuldeten Zahlungen zu leisten haben. Da aber niemand mehr an Devisen geben kann als er hat, so würde das Eintreten von Transfer- und Zahlungskrisen unter gewissen, von der Bundesrepublik durchaus nicht verschuldeten Umständen durchaus im Bereich der Möglichkeit liegen. Die Konferenz hat diese Möglichkeiten nicht gesehen oder nicht sehen wollen, sondern als Ersatz folgenden Grundsatz aufgestellt: „Transferleistungen für Zins- und Tilgungszahlungen, die auf Grund des Regelungsplans geschuldet werden, werden als Zahlungen für laufende Transaktionen behandelt und gegebenenfalls als solche in alle Handelsoder Zahlungsabkommen zwischen der Bundesrepublik und einem der Gläubigerstaaten eingeschlossen werden, gleichgültig, ob es sich dabei um-zwei- oder mehrseitige Abkommen handelt.“ In der Theorie wäre damit dem Entstehen von Transferschwierigkeiten durch Maßnahmen der Handelspolitik vorgebeugt. Aber die Praxis sieht wieder anders aus. Sind doch die Unterschiede der handelspolitischen Methoden der Gläubigerländer zu groß. Die von der Konferenz empfohlene handelspolitische Methode eignet sich wohl für die Abwicklung des Zahlungsverkehrs mit den wenigen Ländern, mit denen der Handelsverkehr noch auf zweiseitiger Basis in Schwung ist. Bei den mehrseitigen Zahlungsabkommen, wie sie die Länder der Europäischen Zahlungsunion untereinander vereinbart haben, wäre diese Methode nur sehr schwer, wenn überhaupt anwendbar. Oder sie käme viel zu spät, um Zahlungskrisen rechtzeitig vorzubeugen. Eine Transferkrisis würde, nachdem die Gold- und Devisenguthaben der Bundesrepublik durch Schulden-Trans- ferzahlungen hinweggespült sein würden, einfach wieder die Form einer Zahlungskrisis innerhalb der Zahlungsunion annehmen, wie sie noch am Anfang dieses Jahres bestand. Wie aber der Schuldentransfer gegenüber den USA nach Beendigung der ERP-Hilfe und bei heute noch bestehender Dollarknappheit überhaupt funktionieren soll, ist nicht abzusehen. Denn die von der Konferenz empfohlene handelspolitische Abwehrmethode wäre ja im Verkehr mit den USA gar nicht anwendbar. Wenn der Dollaranteil an den Transferbeträgen der ersten Periode etwa 40%; und bei 750 Mül. Dollar späterem Gesamttransfer etwa 50% beträgt, so dürfte schon heute ziemlich feststehen, daß in diesem Fall die Zahlungsraten ohne neue Kredithilfe gar nicht flüssig gemacht werden können. Österreichisches Schnittholz billiger! Wien. Die österreichische Regierung hat die Mindestpreise für Schnittholz- Exporte nach Deutschland probeweise für zwei Monate aufgehoben. Diese Maßnahme wird voraussichtlich nur der Beginn der Beseitigung des Systems der Holzmindestpreise für die Ausfuhr auch nach anderen Abnehmerländern sein. Denn der österreichische Schnittholz-Export befindet sich in einer sehr kritischen Lage. Im ersten Halbjahr 1952 wurden mit knapp 1,05 Millionen cbm Schnittholz rund 200 000 cbm weniger ausgeführt als in der ersten Hälfte 1951. Rund 1 Million cbm für die Ausfuhr bestimmtes Schnittholz warten noch auf Abnehmer. Die Ursache für den Rückgang der österreichischen Holzexporte sind im übrigen nicht allein die hohen Mindestexportpreise, die eingehalten werden müssen, wenn die Ausfuhr genehmigt werden soll, sondern vor allem auch die starke skandinavische und osteuropäisch-russische Konkurrenz auf den Levante-Holzmärkten, aber auch in Westeuropa. Die größte Hoffnung setzt man in Österreich gegenwärtig auf deutsche Schnittholzkäufe. Stuttgarter Wertpapierbörse Stuttgart. Die Bewegung am Montanmarkt hielt auch in der Woche vom 11. bis 15. August an. Belebend wirkte weiterhin die in Aussicht stehende günstige Kapitalumstellung bei Stahlverein und Eisenhütte. Der Berufshandel und die Privatkundschaft schritten in vermehrtem Maße zu Mei- nungsljäufen und bei lebhafteren Umsätzen zogen die beiden favorisierten Werte 15 bzw. 16 % an. Die übrigen Montanaktien wurden dagegen von dieser Bewegung nur leicht mitgezogen, konnten sich aber immerhin 3—4 % bessern. Einige Spezialwerte traten noch in den Vordergrund. Neben den zumeist behaupteten Notierungen konnten Daimler, Deutsche Lino, Lanz, WMF, MAN und Ziegelwerke Ludwigsburg mehrprozentig anzie- hen. Demgegenüber 6tanden ohne ersichtlichen Grund Spinnereien Pfersee (minus 10 %) und Vereinigte Trikotfabriken (minus 20 %) stärker unter Kursdruck. Der Bankenmarkt hatte bei durchweg behaupteten Notierungen nur geringe Umsätze. Renten lagen still, waren aber allgemein unverändert. Zum Wochenschluß war die Tendenz unvermindert fest bei erneuten durchschnittlichen Steigerungen für montane und einzelne Spitzenwerte. IG Farben waren stärker angeboten und hatten einen Tagesverlust von 3 % aufzuwelser. Im Vergleich zur Vorwoche notierten: AEG 33 (32), DaimleT 74 (65%), Deutsche Erdöl 92 (89%), Deutsche Lino 136% (136%), IG Farben 95 (100+), Heidelberger Zement 135 (134), Knorr 70 (72), NSU 140 (140), Siemens Stamm 97 (97%), Spinnerei Pfersee 182 (194), Süddeutsche Baumwolle Kuchen 180 (183), Süddeutscher Zucker 135 (136), Vereinigte Filz Giengen 88 (86), Vereinigte Stahl 211 (193), Vereinigte Trikot Vollmöller 185 (203), Württemberg. Cattun 170 (175), WMF 60 (58), Zeiß Ikon 42 (46), Zellstoff Waldhof 67 (64), Ziegel Ludwigsburg 90 (85), MAN 115 (112), Eisenhütte Köln 96 (97), Gute Hoffnung 228 (224), Hoesdi 184 (178), Klöckner 212 (206), Lanz 57 (55). Ravensburg-7ettnanger Obstmarki Tettnang. Versteigerung am 18. August: Klarapfel A 18, B 12, C 6—7| Charlamowsky A 16, B 8; Schöner v. Oberland A 14—15, B 8, C 4; Astrachan A 11—12, B 5; Olga u. 8. grüne Lokale A 3—4; Freilandsalatgurken A 4—5. Vieh- und Schweinemärkte Ravensburg. Auf dem Nutzviehmarkt vom 16. August wurden 70 Stüde Vieh aufgetrieben und 48 Stück verkauft. Von 9 Farren (400-810 DM) gingen 9 ab, von 9 Arbeitsochsen (je % kg -.80 bis -.90 DM1.6, von 5 Milchkühen (680—800 DM) 3, von 8 hochträchtigen Kälheln (770—1000 DM) 6, von 7 fühlbar trächtigen Kalbeln (700—i960 DM) o, von 19 Anstell-Rindem (290—410 DM) 15, von 13 Anstell- Rindern 12—24 Monate alt (410—580 DM) 8. — 599 Ferkel kamen auf den Markt und 579 wurden abgesetzt. Mittlere Ferkel 6—8 Wochen alt haben 35—42 DM gekostet, schwere Ferkel 8—12 Wochen alt 42—50 DM. Handel langsam. Den Rhein entlang Sanatorium Bad Krozingen wird eröffnet Bad Krozingen (A-Eigenbericht). Das neuerbaute Kursanatorium „Theresienbad* in Bad Krozingen wird am 30. August feierlich eröffnet werden. Das neuzeitlich eingerichtete Sanatorium stellt mit seinen 75 Betten eine schon seit vielen Jahren dringend erforderliche Erweiterung des Krozinge-r Kurbetriebs dar. 199 Unfälle in einem Monat Freiburg, ln Freiburg ereigneten sich im Juli 199 Verkehrsunfälle. Dies ist die höchste Unfallzahl eines Monats seit Januar 1949. Bei den Unfällen wurden drei Menschen getötet und 169 verletzt. 97 Unfälle ereigneten sich an Straßenkreuzungen und -einmündungen. Wieder „Hotel zum Falken" Freiburg. Das „Hotel zum Falken* in Freiburg ist nach über siebenjähriger Beschlagnahme durch die Besatzungsmacht wieder füi deutsche Gäste eröffnet worden. Mit seinen drei Weinstuben, darunter einer Hans-Thoma-Stube, bei deren Errichtung der große Maler selbst Pate gestanden hat, gehört der „Falken* zu einer der traditionsreichsten Gaststätten in ’ ganz Baden. Das Hotel befindet sich seit dem Jahre 1885 im Besitz der Familie Ihringer, die am Kaiserstuhl ein großes Weingut betreibt. Bundesbahn-Waisenhort wird belegt Freiburg (A-Eigenbericht). Im SüdfUigel des Bundesbahn-Waisenhorts in Freiburg smd dieser Tage 35 Jungen — Halb- und Vollwaisen von Eisenbahnern — eingezogen. Das stattliche Gebäude, das von 1934 bis 1945 je 120 Kinder und Jugendliche beiderlei Geschlechts beherbergte, hat damit erstmals nach Kriegsende wieder Waisen aufgenommen »In den. ersten Nachkriegsjahren diente das Gebäude den französischen Besatzungstruppen als Unterkunft und nach deren Abzug hat es verschiedene Abteilungen der Freiburger Universitätskliniken aufgenommen. Nach den bestehenden vertraglichen Abmachungen müssen diese jedoch bis Jahresende das Haus geräumt haben. Die Bundesbahn rechnet damit, im Frühjahr 1953 den Vollbetrieb im Waisenhaus wieder aufnehmen zu können. Die Waisenkinder kommen aus alleD Gegenden des Bundesgebietes Sie besuchen Freiburger Volk«- und Höhere Schulen. Katholiken sammeln fftr Ostzone Endingen am Kaiserstubl (A-Eigenbericht). Die Kaiserstühle* Katholiken haben beschlossen, durch eine Sammlung die Gelder für den Bau einer Kirche in der Diaspora der Ostzone aufzubringen. Die Anregung hierzu ging vom Freiburger Erzbischof Dr. Rauch aus, deT anläßlich eines Firmbesuchs in der Ortschaft Wyhl bei Endingen kürzlich erstmals diesen Gedanken ausgesprochen hat. Bei der Sammlung, die bereits im Gange ist, werden neben Geld- auch Sachspenden, wie Wein, Schmuck und andere Gegenstände zur Verfügung gestellt. Süddeutsche Umschau Reutlinger Hauptbahnhof wird modernisiert Reutlingen. Die Stadt Reutlingen hat nach langwierigen Verhandlungen mit der Eisenbahndirek- tion Karlsruhe beschlossen, den Reutlinger Hauptbahnhol großzüg g zu modernisieren. Anfang Oktober soll mit dem Neubau einer Expreßguthalle und dem Umbau des Empfangsraumes im Bahnhofsgebäude begonnen werden. Die Anlagen des Reutlinger Hauptbahnhofes waren während des Krieges durch Bomben schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. Das eigene Kind überfahren Urach. In Maisental bei Urach ist beim Zurückstoßen eines Latrinenräumwagens ein dreijähriger Junge unter das Hinterrad des Fahrzeuges geraten. Das Kind war sofort tot. Das Fahrzeug hatte der Vater des Jungen gesteuert. Zweite Schwäbische Alb-Messe Ebingen. Im großen Sitzungssaal des Ebinger Rathauses wird am 23. August 1952 die zweite Schwäbische Albmesse feierlich eröffnet. Auf 25 000 Quadratmetern Ausstellungsfläche zeigen über 300 Aussteller bis zum 31. August ihre Erzeugnisse. Im Mittelpunkt steht eine Textilma- schinen-Sonderschau, an der sich namhafte Firmen aus dem ganzen Bundesgebiet beteiligen. Diese Spezialschau stellt eine modern eingerichtete Textil- und Wirkwarenfabrik dar, so daß der Besucher den Werdegang vom Garn bis zum Fertigstück verfolgen kann. Blick über tlie Grenzen Ständig Güllenwagen unterwegs Ermatingen. An der Schiffslände ist eine Wasserpumpe aufgestellt, die von morgens bis abends eifrig benutzt wird. Das aus dem Untersee geholte und mit großen Güllenwagen weitertransportierte Wasser dient dazu, die Obstanlagen der näheren und weiteren Umgebung zu bewässern, damit das Obst nicht infolge der Trockenheit vorzeitig von den Bäumen fällt. Versuch einer Grabschändung Stein am Rhein. Auf dem Friedhof von Wagenhausen wurde ein halb geöffnetes Grab entdeckt; der Grabschänder wurde bei seiner Arbeit offenbar gestört. Schon vor drei Jahren war der Sarg eines jungen Mädchens geöffnet, vor sechs Jahren die Leiche einer Frau ausgegraben, zerstückelt und in den Rhein geworfen worden. Diesmal wurde das Grab einer jüngeren Frau beschädigt. Man vermutet, daß in allen drei Fällen derselbe Täter am Werk war. Eltern sollen besser aufpassen Romanshorn. Die Vorsteherschaft der Sekundarschule Neukirch—Egnach ruft die Eltern zur besseren Überwachung der Schüler auf. Zu später Abendstunde halten sich Schüler noch im Freien auf oder besuchen gar Kinos oder Wirtshäuser. Das Taschengeld der Schüler sei offenbar zu hoch. In Zukunft dürfen Sekundar- schüler keinem Verein mehr angehören, dessen Veranstaltungen im Sommer länger als bis neun Uhr abends, im Winter länger als bis acht Uhr abends dauern. Schüler, die die Ermahnungen nicht befolgen, haben mit Verweisung von der Sekundarschule zu rechnen. Eine Unfallbilanz Frauenfeld. Im Juli ereigneten sich im Kanton Thurgau 68 Verkehrsunfälle. 11 Personen wurden dabei schwer, eine Person tödlich verletzt. An den Unfällen waren vorwiegend Personenautos, Motorrädec und Fahrräder beteiligt. Ärztlich gut versorgt S t. G a 11 e n. In der Kantonshauptstadt mit ihren rund 65 000 Einwohnern praktizieren zur Zeit 87 Ärzte, 23 Zahnärzte, 15 Apotheker und 2 Zahntechniker. Theoretische Toleranz Zürich. Im Kanton Freiburg sei bei der Wahl des Kreiseberförsters der protestantische Kandidat übergangen worden und auch im Freiburger Staatsrat befinde sich immer noch kein Protestant, hatte die NZZ kürzlich mit Bedauern festgestellt. Darauf erwidert die „Hochwacht', im protestantischen Kanton Zürich sei die katho-. fische Minderheit auch nicht im Staatsrat vertreten, und nach den bisherigen Erfahrungen sei es undenkbar, daß etwa ein Katholik im Kanton Zürich Kreisoberförster oder auch nur Verwalter eines kleineren Gefängnisses . werden könne. Der Anspruch auf Vertretung in der Exekutive sei zwar bereits anerkannt, aber weniger praktisch als theoretisch: Waffen besser gesichert Bern. Im Hinblick auf wiederholte Waffendiebstähle in Zeughäusern und bei der Truppe sind verschärfte Bestimmungen über die Verwahrung und Bewachung von Waffen und scharfer Munition in Kraft getreten. Ein Original Gillette Apparat mit 2 Blauen Gillette Klingen für nur DM 2.25 Gilfefte Apparate gibt« auch In ofld«r«n Au s fO br w n gan vm DM 1 JO bis DM 17.; Atteinvctr te bi loth.BOdmar GmbH * 8< r >« T«mp« B >of _ itt/r QHiette miADt er geschaffen Einer angenehmen, sauberen Rasur ist man mit der Blauen GILLETTE Klinge immer sicher! Und doch lä&t sie sich noch erleichtern • dann nämlich, wenn man die Klinge in einem GILLETTE Apparat verwendet. Haargenau auf den Apparat abgeatimmt, erhält die Klinge unfehlbar den Rasierwinkel, der sie mit erstaunlicher Leichtigkeit auch durch den stärksten Bart gleiten läfit. Für nur DM 2.25 iat dieser Apparat, in vollendeter Präaision aus Metall hergestellt, mit 2 Blauen GILLETTE Klingen in einem stabilen, hübschen Kästchen mit durchsichtigem Deckel überall erhältlich. EIN GUTES TAG BEGINNT MIT Gillette Stellenanzeigen J Per sofort ein Autoverkäufer gesucht Entlohnung, Gehalt und Provision. 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