SÜDKURIER UNABHÄNGIGE HEIMATZEITUNG EUR OBERBADEN UND DAS BODENSEEGEBIET Erscheint Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag, Samstag. Tel.: 924, 92S, 1130,1910,1511. Femschr. 073239. Verlag und Redaktion Konstanz, Marktstätte 4 Erleichterter Grenzverkehr KONSTANZ. Auf Grund einer Vereinbarung zwischen den deutschen und den Schweizer Behörden ist für die Weihnachtszeit die Geltungsdauer von Tagesscheinen und Spezialbewilligungen, die zum Aufenthalt in der Grenzzone des Nachbarlandes berechtigen, von drei auf fünf Tage verlängert worden. Die gleiche Regelung gilt für die Inhaber von Grenzkarten. Sie können sich über Weihnachten ununterbrochen fünf Tage, vom 24. bis 28. Dezember, im benachbarten Grenzraum aufhalten. Normalerweise berechtigen die verschiedenen Grenzpapiere im Nachbarland nur zu einem Aufenthalt, der auf ziwei Uebemachtungen befristet ist. Schiffskatastrophen im Nebel HAMBURG. Der schwere Nebel, der seit Tagen über ganz Nordeuropa lagert, hat zu einer großen Anzahl von Schifiskatastrophen geführt. Der 270 BRT große deutsche Tanker „Ellen“ kenterte nach einem Zusammenstoß mit dem 15 000 BRT großen Frachter „Maasdam“. Von den elf Mann starken Besatzung ertranken vier. Bei Krefeld stießen auf dem Rhein etwa 20 Schiffe zusammen^ In dem dichten Nebel hatte die Wasserpolizei zwei Tage lang zu tun, um die ineinander verschachtelten Schiffe wieder flott zu machen. Während dieser Zeit kam der Schiffsverkehr auf dem Rhein fast völlig zum Erliegen. Westlich der Insel Rügen stießen ebenfalls bei Nebel der schwedische Dampfer „Belos“ mit dem finnischen Motorschiff „Atlanta“ zusammen. Die Besatzung der „Atlanta“ konnte gerettet werden, das Schiff sank. Ueber London hat sich der Nebel noch nicht gelichtet. Nach polizeilichen Feststellungen sind diesem Nebel bisher über 100 Menschenleben zum Opfer gefallen. Vor allem ältere Leute mit Krankheiten der Atemwege fanden den Tod durch Ersticken. 16 Tote bei Hauseinsturz BARI. 30 Menschen in Barletta (Süditalien) wurden unter den Trümmern ihres Hauses begraben, das nach anhaltenden Regenfällen mit lautem Krachen zusammenstürzte. 16 Personen konnten nur noch als Leichen geborgen werden. Die vier Familien wurden von der Katastrophe im Schlaf überrascht. Barletta ist ein Fischerhafen an der Adria etwa 60 km nördlich von Bari. Seit 90 Stunden regnet es in der Provinz Apulien ohne Unterbrechung. In vielen Orten richteten die Fluten große Sachschäden an. Das Wasser steht in den Olivenhainen teilweise fast einen Meter hoch. Im Morgenrock hinter Autoräubern WIESBADEN. Von der Wiesbadener Innenstadt bis ans Rheinufer in Biebrich ging nachts eine wilde Verfolgungsjagd nach drei bewaffneten Autoräubem. Eine leicht bekleidete junge Dame, ein Taxifahrer und eine Polizeifunkstreife gewannen, das Rennen. Die junge Dame hatte mitten in der Nauhct bemerkt, daß eich jemand an dem vor ihrem Harnse abgestellten Wagen ihres Bräutigams zu schaffen machte. Sie warf einen Morgenrock über, stürzte auf die Straße, hielt eine Taxe an und nahm die Spur der inzwischen abgefahrenen Autodiebe auf, die mit 100 km/std Durchschnittstempo durch die nächtlichen Straßen rasten und zwei Schüsse aiuf ihre Verfolger abfeuerten. Ein Funkstreifenwagen | der Polizei schloß sich nach kurzer Aufklärung über den Sachverhalt der Jagd an. Nach einigen Kreuz- und Querfahrten durch Wiesbaden-Biebrich konnten die Diebe endlich zum Halten gezwungen und festgenommen werden. 8. JAHRGANG DONNERSTAG 11. DEZEMBER 1952 NUMMER 201 Warum Heuss seinen Antrag zurückzog Bundespräsident wollte Gutachten, keinen Gerichtsentscheid - Gegen „Justiztörmige Politik" BONN. Bundespräsident Theodor Heuss hat am Mittwoch seinen Antrag auf Erstattung eines Gutachtens über die Verfassungsmäßigkeit der deutsch-alliierten Verträge zurückgezogen. Das Plenum des Bundesverfassungsgerichtes erklärte daraufhin das Gutachten verfahren für beendet, Die für den Nachmittag anberaumte öffentliche Sitzung wurde abgesagt. Der Schiri tt des Bundespräsidenten erfolgte, nachdem das Bundesverfassungsgericht entschieden hatte, daß das vom Plenum des Gerichts zu erstattende Gutachten für die beiden Senate verbindlich sein werde. Dadurch wurde die Feststellungsklage der Koalitionsparteien betroffen, in der diese die Verfassungsmäßigkeit der Verträge festgestellt haben wollten. Bundespräsident Prof. Heuss erklärte am Mittwochabend in einer Rundfunkansprache zu seinem Entschluß: „Nichts liegt mir ferner, als den schweren Emst der grundsätzlichen Frage zu verharmlosen. Aber es ist eine etwas zu einfache Meinung, ich hätte meine Entscheidung getroffen, um der politischen Richtung der sogenannten Koalitioneparteien gefällig zu sein.“ Der Entschluß habe „nichts zu tun mit der sachlichen Bewertung des umkämpften Vertragswerkes“. Der Bundespräsident fuhr fort: „Ich pflege meine Entschlüsse aus eigener Entscheidung zu treffen, diese nimmt mir vor der Geschichte und vor meinem Gewissen niemand ab“. Das Amt des Bundespräsidenten ist, wie jeder weiß, in der Einwirkung auf den Ablauf der tagespoliitischem Kämpfe und der gesetzgeberischen Gestaltung gering. Prof. Heuss machte dann geltend, er habe bei dem Ersuchen um das Gutachten nichts voraussehen können, daß das Gericht aus dem Gutachten eine Entscheidung machte. „Das ist der einfache Tatbestand. Er muß gesehen werden, aber er darf nicht mit der Gerüchtemacherei dieses Tages vernebelt oder mit dem Bedürfnis nach kräftigen Schlagzeilen vergröbert werden"*. Schließlich warf der Bundespräsident eine andere Frage auf: „Wir sind aus dem Zustand der politischen Justiz herausgekommen, aber wir wissen auch alle, daß nicht eine justizförmige Politik die Verantwortungen und Entscheidungen den im legitimen Kampf ringenden Kräften und Gruppen abnehmen kann. Daran hat niemand ein Interesse, keine Parteigruppe, ob Regierung oder Opposi- I tion, am allerwenigsten das Bundesverfassungsgericht selber. Seine Autorität, die dem werdenden Staat so notwendig ist, darf nicht über die Grenzen belastet werden.“ In Bonner politischen Kreisen hat die Entscheidung des Bundespräsidenten große Überraschung ausgelöst. Die Fraktionsvor- stände der Koalitionsparteien nahmen sofort Besprechungen mit dem Bundeskanzleramt auf. Auch der Bundeskanzler, der am Vortage zweimal mehrstündige Besprechungen mit dem Bundespräsidenten hatte, rief mehrere Bundesminister zu sich ine Palais Schaumburg. Vertreter der Koaiitionsparteien äußersten die Ansicht, daß sich der zweite Senat des Bundesverfassungsgerichtes jetzt mit der Feststellungsklage der Regierungskoälitian befassen müsse. Zwiespältige Aufnahme in Bonn BONN. (W.-Eigenbericht.) Der Verzicht des Bundespräsidenten auf das Gutachten hat in politischen und parlamentarischen Kreisen eine zwiespältige Aufnahme gefunden. Auch in den Regierungsparteien gibt es Abgeordnete, denen angesichts der Vorgänge in den letzten Tagen nicht ganz wohl zumute ist. Unabhängig von der juristischen Seite der Angelegenheit haben sie da6 Gefühl, daß die demokratische Staatsidee durch die Vorgänge in den letzten Tagen im Lande an Boden verlieren könnte. „Vielleicht verraten wir ein Geheimnis“, schreibt die Korrespondenz der FDP, „wenn wir mitteilen, daß noch im Zeitpunkt, da der Bundespräsident bereits sein Ersuchen um das Karlsruher Gutachten zurückgezogen hatte, manche seiner politischen Freunde, die der Koalition angehören, das Gegenteil anrieten. Sie wollten das Ansehen des Staatsoberhauptes nicht in eine Sache hineingezogen wissen, die — zu Recht oder Unrecht — vor allem als ein Streitpunkt zwischen Parteien gesehen wurde“. SPD: Größte Besorgnis BONN. Der Vorstand der SPD hat „mit größter Besorgnis“ von dem Entschluß des Bundespräsidenten Kenntnis genommen, den Antrag auf ein Gutachten des Bundesverfassungsgerichtes über die Verfas- sungsmäßigkeit der deutsch-alliierten Verträge zurückziuziehen. „Die politische Tragweite dieses Schrittes ist noch nicht abzusehen“, heißt es abschließend in der Erklärung des SPD-Vorstandes In einem Kommentar des SPD-Presse- dienstes unter der Ueberschrift „Inmitten der Staatskrise“ heißt es, daß die Bundesrepublik eine ernste Verfassungskrise durchlebe, die sich zu einer Staatskrise auszuweiten drohe. Diese Entwicklung stehe im Zusammenhang mit dem Versuch der Regierung, „in der Frage der Westverträge eine politische Entscheidung in ihrem Sinne unter Mißachtung verfassungsrechtlicher Gegebenheiten und Notwendigkeiten zu erzwingen“. Die sozialdemokratische Bundestagsfraktion trat am Mittwoch abend zur Beratung der Lage zusammen, nachdem ihr Kronjurist Dr. Arndt aus Karlsruhe zurückgekehrt war. Wieder Hungerwelle in der Sowjetzone Fett und Zucker kaum auf Marken — Zahlreiche Verhaftungen um Berlin BERLIN. (G.-Eigenbericht.) In allen ostzonalen Ortschaften, die nicht mehr als 100 km von Westberlin entfernt sind, hat der Staatssicherheitsdienst jetzt eine Überprüfungsaktion großen Stils gestartet. Die Verwaltungsorgane mußten ihm dafür die Personalkarteien zur Verfügung stellen. Innerhalb der letzten fünf Tage wurden in diesem „Grenzgebiet“ über 50 Personen festgenommen. Am stärksten betroffen von der Verhaftungswelle wird Klein- Machnow, ein Berliner Vorort mit 18 000 Einwohnern, der direkt am Rande der Westsektoren liegt. Am 30. Oktober hat- Dreizehnte Monatsrente für alle Kriegsopfer Beschluß des Bundestags — Debatte Aber Einkommen- und Körperscfaaftssteuer Kurz notiert Der Berliner Senat beschloB der „Dankspende des Deutsches Volkes“ als Berliner Spende 21800 Mark xu fiberweisen. Damit will Berlin für die Hilfe danken, die der Stadt von den freien Völkern der Welt zu- teil wurde. Die amerikanische Luftwaffe wird für die „Jugend-Rotkrenx-Luftbrücke“ 8000 kg Weihnachtspäckchen nach Berlin fliegen. Bnndesminister Dr. Adenauer gab ein Abschiedsessen ffir den amerikanischen Hohen Kommissar Donnelly. Donnelly kehrt heute in die USA zurück. Finanzminister Schäffer führte in der Schweizer Bundeshauptstadt Bern deutschschweizerische Finanz-Besprechungen. Das Bundesernährungsministerinm rechnet mit einer baldigen Steigerung der Butterein- fUhren ans Dänemark. Der ehemalige Reichsbank-Präsident Schacht traf in Damaskus ein, wo er mit der syrischen Regierung über die Nenordnnng der Finanzen and der Wirtschaft des Landes beraten wird. Bischof Dr. Dibelius, der Vorsitzende des Rats der Evangelischen Kirche in Deutschland, traf zu einem mehrtägigen Besuch in den USA ein. Kirchenpräsident Dr. Niemöller ist von Genf nach Indien abgeflogen, um vom 11. bis zum 27. Dezember an einem christlichen Jugendkongreß In Lucknow teilzunehmen. Das Bundesinnenministerium hat zur Bekämpfung und Erforschung der Spinalen Kin- BONN (W.-Eigenbericht). Der Bundestag hat am Mittwoch ein Gesetz verabschiedet, nach dem alle Kriegsopfer und Angehörigen von Kriegsgefangenen eine 13. Monatssrente erhalten sollen, die je zur Hälfte im Januar und im Juni des kommenden Jahres ausgezahlt werden soll. Vor der Verabschiedung gab der Vorsitzende des Kriegsopferausschusses im Namen der Regierungsfraktionen und der Opposition eine Erklärung ab, in der es hieß, die Zustimmung des Bundestags zu dem Gesetz erfodge unter der Voraussetzung, daß die 13. Monatsrente als Ausgleich für die gestiegenen Preise angesehen werde. Es werde daher erwartet, daß die Bundesregierung durch ein neues Gesetz die Versorgungsbezüge der Kriegsopfer allgemein dem Lohn- und Preisgefüge anpasse. Der Ausschuß-Vorsitzende teilte ferner mit, daß die erste Hälfte der zu- derlähmung 100 000 Mark zur Verfügung gestellt. Ffir die Bekämpfung der Krebskrankheit sind ebenfalls 100 000 Mark vorgesehen. Der ehemalige Wehrmachtsgeneral Wilhelm Ulex, der nach seiner Entlassung aus russischer Kriegsgefangenschaft in der Sowjet- zonenrepublik lebte, ist nach Westberlin geflohen. Das isländische Wirtschaftsleben ist durch einen Streik weitgehend lahmgelegt worden. Post nach dem Ausland wird nicht abgefertigt nnd im Hafen von Reykjavik liegt der Schiffsverkehr völlig still. Die gegenwärtig in London tagenden Ministerpräsidenten der Commonwealthstaaten, vereinbarten, daß Premierminister Churchill im nächsten Frühjahr nach Washington reisen soll, um die USA über die Pläne des Sterling-Gebietes zur Ausweitung des Welthandels zu unterrichten. Unter dem Druck der britischen Oeffent- lichkeit nnd des Parlaments wurde beschlossen, die Zeremonie der Krönung Elizabeth H. ln der Westmlnster-Abtei durch Fernsehgeräte anfzunehmen. Sieben Europäer wurden in Johannesburg (Afrika) verhaftet, weil sie an dem Widerstandsfeldzug gegen die südafrikanischen Ras- ■engesetse teilgenommen hatten. Sieben Schuljungen gestanden der Polizei in Gary (USA), 90 Einbrüche, 22 Autodieb- Stähle nnd 21 Handtaschendiebstähle begangen za haben. Die Sizilianerin Carmen Maugeri brachte ein Baby von 15 Pfund Gewicht zur Welt. sätzlichen Monatsrente auf dem Poetscheckwege schon vor Weihnachten ausgezahlt werden solle. Ein weiterer Gesetzentwurf, der die Erhöhung der Grundibeträge in den Rentenversicherungen der Arbeiter und der Angestellten vorsah, wurde zur weiteren Beratung an den Haushalteausschuß überwiesen, nachdem Staatsekretär Hartmann vom Bundesfinanzmimsterium erklärt hatte, es sei kein Geld zur Bezahlung dieser neuen Ausgabe vorhanden. Um den Gesetzentwurf der Regierungsparteien über die Reform der Einkommen- und Körperschaftesteuer entspann sich bei der ersten Beratung im Bundestag eine lebhafte Debatte. Zur Ueberraschung des ganzen Parlamente sprachen zwei Abgeordnete der Regierungsparteien. Dr. Mieß- ner (FDP) und Pelster (CDU) gegen den Gesetzentwurf. ten dort zahlreiche Einwohner auf einer öffentlichen Kundgebung gegen die Absperrung des Ortes von Westberlin protestiert. Seitdem herrscht in Kleinmachnow der Terror. Etwa ein Dutzend Leute, die im politischen Leben des Ortes eine Rolle spielten, wurden in Handschellen abgeführt. Andere flohen nach Westberlin. Mit dieser Verhaftungswelle will die Regierung in Pankow ein Exempel statuieren, denn der Zusammenbruch der Versorgung steigert überall in der Ostzone Unwillen und Auflehnung gegen das kommunistische Regime. Die Lebensmittelkrise hat bereits einen solchen Umfang erreicht, daß selbst Ministerpräsident Grotewohl nicht länger darüber hinweggehen konnte. In einer offiziellen Erklärung führte er die Versorgungsschwierigkeiten auf „Ungleichmäßigkeiten in der Verteilung, Witterungseinflü6se, Sabotage und Nichteinhaltung der Lieferverträge durch die kapitalistischen Länder“ zurück, verschwieg jedoch die wahren Gründe: Versorgung der Roten Armee, außerplanmäßige Bereitstellung großer Lebensmittelmengen für die im Aufbau befindliche sowjetzonale Volksarmee und Ausbleiben der zugesagten Fettlieferungen aus der Sowjetunion. Grotewohl gab bekannt, daß Fett, soweit vorhanden, künftig nur noch auf Marken abgegeben wird. Ein „Normalverbraucher“ in der Sowjetzone 6oll laut Karte monatlich 1350 Gramm Fett, davon 150 Gramm Butter, erhalten. Auch die Abgabe von Zucker soll künftig „gelenkt“ werden. 15 Minister und Staatssekretäre wurden in die einzelnen Bezirke entsandt, um die Bauern zu erhöhter Ablieferung von Milch und Fleisch zu veranlassen. „Schuldige“ werden bestraft. DER KÜNFTIGE PRÄSIDENT DER USA, Dwight D. Eisenhower, nahm an einem der drei Tage seines Koreabesuches das Mittagessen mit Soldaten »einer eiten Einheit, des 15. Regimentes der S. Infanterie-Division ein. — Eisenhower und General Mac Arthur haben Botschaften ausgetauscht, die den Weg für ein Zusammentreffen freimachen. General Mac Arthur war im vergangenen Jahr von Präsident Truman aus dem Fernen Osten abberufen worden, weil seine Ansichten über die Kriegführung nicht mit denen der amerikanischen Regierung übereinstimmten. Bezugspreis monatlich: durch Träger 3.85 D-Mark (und 35 Pfg. Trigerlohn), durch die Post 3.05 D-Mark (und 45 Pfg. Fostzustellgebühr). Einzelpreis 20 Pfg. Verfassungskrise ? KG. Wir erleben ereignis- und span- nungsreiche Tage. Ueber Nacht hat die Frage der Verfassungsmäßigkeit der Europaverträge eine Krise heraufbeschworen, deren Folgen noch nicht zu übersehen sind. Hätten die Regierungsparteien durch die Einbringung einer Feststelhmgsklage vor dem Bundesverfassungsgericht geglaubt, die Frage in ihrem Sinne entscheiden zu können, so sind durch einen neuen Entscheid des Bun desverlas sungsgerkhits die Dinge nicht nur nicht geklärt, sondern noch weiter in das Zwielicht einer entnervenden Ungewißheit getaucht. Denn nicht nur, daß durch diesen Entscheid das Plenum (und nicht nur der Erste Senat) über das vom Bundespräsidenten verlangte Rechtsgutachten entscheiden sollte: dieses Rechtsgutachten sollte auch bindend sein für die künftigen Entscheidungen der beiden Senate. Damit aber könnte auch der Zweite Senat nicht mehr frei über die von den Regierungsparteien eingebrachte Feststellungsklage entscheiden, sondern er müßte sich an das vom Plenum erstattete Rechtegutachten halten. Diese vom Gerichtspräsidenten Dr. Hop- ker-Aschotff am Dienstag in der Verhandlung über das Rechtegutachten abgegebene Erklärung platzte in die schon an rieh spannungsgeladene Atmosphäre in Bonn, wo man sich offenbar über die Auswirkung des Rechtsgutachtens selbst noch nicht im klaren war. Als die Nachricht von der neuen Situation in Bonn eintraf, entschloß sich das Kabinett zum Widerstand. In wiederholten Aussprachen zwischen dem Bundespräsidenten und dem Bundeskanzler entschloß sich dann Dr .Heuss am Mittwochvormittag, seinen Antrag auf Erstattung eines Rechtsgutachitens zurückzuziehen. „Es ist unerfindlich, auf welche Bestimmung des Grundgesetzes oder des Gesetzes über das Bundesverfassungsgericht sich das Plenum bei seinem Beschluß gestützt hat“, erklärte Staatssekretär Dr. Lenz am Dienstag. Und er fügte hinzu: „Die Bundesregierung sieht in dem Beschluß des Plenums des Bundesverfassungsgerichtes eine unzulässige Einschränkung der Entscheidungsfreiheit der beiden Senate.“ Und der von der CDU herausgegebene „Deutschland- Union-Dienst“ kommt sogar zu der Feststellung, der Verfassungsgerichtshof habe „einen Schlag erlitten, der sehr schwer wieder gutzumachen ist“. Die Angelegenheit ist im AugenbTick zu verworren, als daß man sich bindend zu dem Verhalten des Gerichte äußern könnte. Schon am Montag hatte eich der Präsident, Dr. Höpker-Aschoff, gegen Verdächtigungen des Gerichts verwahrt. Dem Bundesverfassungsgericht sei unterstellt worden, daß es aus politischen, also nicht aus rechtlichen Erwägungen heraus entscheiden könnte. Er betrachte diese Aeuße- rungen als ein bedauerliches Zeichen für die mangelnde Achtung vor dem eigenen Wert des Rechts. Die politische und verfassungsrechtliche Situation werde verkannt, wenn gelegentlich behauptet werde, daß die maßgeblichen politischen Entscheidungen in der Bundesrepublik durch eine richterliche Instanz getroffen würden. Die Verträge, die das Gericht prüfen solle, könnten nur an der Verfassung gemessen werden. Dabei sei es möglich, daß die rechtliche Auffassung der Richter mit ihrem politischen Urteil über die Verträge nicht übereinstimme. Es könne sein, daß ein Richter, der politisch die Auffassung " der Opposition teilt, zu der rechtlichen Meinung gelangt, die Verträge seien mit der Verfassung vereinbar. Umgekehrt könne ein anderer Richter politisch die Ansicht der Regierungsparteien billigen, für die Verträge jedoch rechtlich eine Verfassungsänderung als notwendig erachten. Ist nun die Rechtslage durch den Entschluß des Bundespräsidenten wieder klar? Die Regierungsparteien sind der Ansicht, es sei nicht der Sinn des vom Bund espräsiden ten angeforderten Gutachtens gewesen, diesem Gutachten den Charakter eines Urteils zu geben. Professor Heuss habe recht getan, den Antrag zurückzuziehen. Die Opposition betrachtet diesen Schritt „mit größter Besorgnis“. Die politische Tragweite sei noch nicht abzusehen. Auch wir sind der Ansicht, daß die Vorgänge Folgen haben werden. Wir gehen nicht so weit, anzunehmen, das Verfassungsgericht könnte in der derzeitigen Zusammensetzung sein Urteil unter politischen Aspekten fällen. Daß die Auffassungen über die Rechtslage in Verfassungsfragen auseinandergehen können, ist eine ganz natürliche und selbstverständliche Sache. Aber wir fürchten, daß ein Urteil über die anhängigen Fragen wieder zum Gegenstand politischer Auseinandersetzungen gemacht wird. Damit aber wäre weder dem Ansehen des Obersten Gerichts noch dem der politischen Partei«! gedient. Denn schließlich brauchen wir eine richterliche Instanz, die end- gültig da rüber entscheidet, was nach der Verfassung zulässig ist und was nicht. Es wäre schlimm bestellt um unsere Demokratie, wenn es nicht möglich wäre, sich auf dem Boden des Rechte zu einigen. Sollte es aber so sein, daß das Grundgesetz verschiedene Auslegungen zuläßt, dann wäre 8UDKURIEB Nr. 201 / Seite | Donnerstag, 11. Dezember 1952 es Zeit, die betreffenden Bestimmungen präziser zu fassen. Verfassungen sind nicht sakrosankt. Auch sie können geändert werden, wenn es fan Interesse des Volkstänzen nötig ist. Wir wollen deswegen auch noch nicht von einer Verfaesungekrise sprechen, aber doch darauf hin weisen, daß eine solche Krise, wenn sie einmal da ist, sehr leicht auch zu einer Staatskrise führen kann. Das aber wäre in unserer gegenwärtigen Situation ncht ungefährlich. Gespannte Atmosphäre in Marokko 51 Menschen bei den Unruhen getötet — Ein neuer Zwischenfall CASABLANCA. Nach den schweren, blutigen Ausschreitungen in Casablanca war die durch Truppen verstärkte französische Polizei am Mittwoch wieder Herr der Lage in Marokko und Tunesien. Panzer patrouillierten durch die Straßen Casablancas, wo bei den Unruhen 51 Menschen getötet und 85 verletzt wurden. Insgesamt wurden von der französischen Polizei über 100Q Personen verhaftet. Die marokkanische Nationalisten-Partei bestreitet, für die Zwischenfälle verantwortlich gewesen zu sein und behauptet, daß die Unruhen lurch Polizeiprovokationen ausgelöst Worten sind. Indessen wurden auf dem Luftwege 400 remdenlegionäre nach Casablanca gebracht. Der Haupt-Schauplatz der Un- uhen, das Eingeborenenviertel, ist von ’ruppen umstellt. Die Spannung in der ’tadt ist noch groß, doch hoffen die Be- örden, daß sich die blutigen Z wischende nicht wiederholen werden. In einem der wildesten Gebiete Marokkos, in der Ortschaft Beni Mallal demonstrierten Marokkaner gegen die Verhaftung eines Eingeborenen. Als die Polizei einschritt, wurde sie mit Steinen beworfen. Daraufhin eröffnete sie das Feuer, wobei zwei Marokkaner getötet und sieben verletzt wurden. Wyschinski fuhr nach Hause NEW YORK. Der sowjetische Außenminister Wyschinski, der in den letzten Wochen an den Beratungen der UN-Vollver- sammlung teilgenommen hatte, hat sich am Dienstag in New York eingeschifft, um nach der Sowjetunion zurückzukehren. Die unerwartete Abreise Wyschinski hat in UN-Kreisen zu den verschiedenartigsten Spekulationen geführt. Einige Beobachter sehen in ihr ein Anzeichen dafür, daß die chinesische Volksrepublik und Nordkorea den Friedensappell der UN- VollVersammlung zurückweisen werden. Der Streik im Graphischen Gewerbe Fast alle Zeitungen erscheinen wieder — Keine einheitliche Lohnregelung KONSTANZ. Der Streik in den graphischen Betrieben ist praktisch beendet. Bücher, Zeitschriften, Zeitungen und alle anderen Drucksachen können fast überall wieder hergestellt werden, zum Teil noch ln etwas vereinfachter Form, wie auch diese Ausgabe des „Südkurier“. Das Ende des Streiks ist nicht das Ergebnis einer Einigung der Spitzenverbände. Gescheitert sind die Verhandlungen zwischen der Industrie-Gewerkschaft „Druck und Papier“ (Arbeitnehmer) und der „Arbeitsgemeinschaft Graphischer Verbände“ (Arbeitgeber). Ebenso scheiterten anschließende Verhandlungen der Verbände der Zeitungs- und Zeitschriftenverleger mit der Gewerkschaft. Darauf wurde Mittwoch früh der Streik von der Gewerkschaft in einen „Bewilligungs-Streik“ umgewandelt. Das heißt: die Gewerkschaft erklärte sich einverstanden, daß überall dort wieder gearbeitet werde, wo der Arbeitgeber direkt die geforderte Erhöhung bewillige. Das ist mancherorts geschehen, anderswo hat man sich anders geeinigt. Der Streit und Streik ging um eine Erhöhung des Stunden-Ecklohnes um 10 Pfennig. Ein Schiedsgericht hatte sich vorige Woche auf 4 Pfennig geeinigt, aber die Gewerkschaft lehnte den Schiedsspruch ab. In den späteren Verhandlungen hatte WETTERBERICHT des Wetteramtes Freibarg Das mitteleuropäische Hoch wird in den Balkanraum abgedrängt, so daß die Ausläufer eines TieMrudcsystems über Nordeuropa allmähüidi auf unser Wetter Einfluß gewinnen werden. Aus- skh‘ 0 tr. Vorwiegend bedeckt durch Hochnebel, höchstens vorübergehend aufheiternd. Noch anhaltender Frost bis minus 5 Grad. In der Nacht zum Freitag Aufkommen von Niederschlägen, teils Schnee, teils Regen, mit Glatteisbildung und nachfolgender Milderung. Winde auf Süd bis Südwest drehend. Straßenzustandsbericht. In der Rheinebene, am Hochrhein und am Bodensee ist der Straßenzustand normal, auf den übrigen Straßen Schneeglätte auf festgefahrenem Schnee, zum Teil auch Glatteis vorherrschend. Es ist und wird gestreut. Der Verkehr ist im allgemeinen nur wenig behindert. Stellenweise Behinderungen werden von steilen Straßenabschnitten der Bundesstraße 31 zwischen Höllsteig und Höffingen, auf der Bundesstraße 33 zwischen Tri'berg und Villingen, ferner zwischen Titisee und Feldberg, Neustadt nach St. Margen, Triberg — Furtwangen sowie St. Georgen — Königsfeld gemeldet. 100 DM ln Zürich: 10. 12.: 90/92 sfr. ein Teil der Arbeitgeber 7 Pfennig ange- boten. Eine Lohnerhöhung ist also vielenorts erzielt worden. Aber der Streikaufruf wurde nicht so befolgt, wie die Gewerkschaft es gedacht hatte. Schon Dienstag wurde in 60 der 213 westdeutschen Zeitungsbetriebe voll gearbeitet. Weitere 100 Betriebe konnten Notausgaben hersteilen. Am entschiedensten wurde in Norddeutschland gestreikt. Zu Demonstrationen kam es mehrfach. In Göppingen wurde gegen Dr. Harzen- dorfs „Neue Württembergische Zeitung“ demonstriert unter den Klängen des Marsches „Preußens Gloria“, ln Stuttgart mußte das Ueberfallkommando einsdirei- ten gegen eine Straßenansammlung, in der übrigens kommunistische Flugblätter verteilt wurden. In der Nacht zum Dienstag versammelten sich in Konstanz vor der Druckerei des „Südkurier“ etwa 70 Streikfreunde, doch zogen sie sich nach zwei Stunden ruhig in das Versammlungslokal, aus dem sie gekommen waren, zurück. Beifall vom Osten BERLIN. Das Organ der „Sozialistischen Einheitspartei“ der Ostzone, „Vorwärts“, schreibt: „Ebenso wie im Mai dieses Jahres, in den Tagen der Unterzeichnung des Generalvertrages durch Adenauer, legen sie (die Drucker) auch jetzt die Kriegshetzer- Zeitungen grade in dem Augenblick still, in dem die Adenauer-Clique ihre Propagandamaschine zugunsten des landesverräterischen Kampfvertrages auf Hochtouren laufen lassen will.“ DGB gegen zentrale Lohnbewegung DÜSSELDORF. In einem Fragegespräch mit einem DPA-Korrespondenten gab der erste DGB-Vorsitzende Walter Freitag bekannt, er habe den „ehrlichen Wunsch, recht bald zu einer Aussprache“ mit dem Vorsitzenden der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände, Dr. Raymond, zu kommen, um die anhängigen Fragen, die beide Sozialpartner angehen, zu erörtern. In dem Interview sprach sich Freitag gegen eine vom DGB gelenkte Lohnbewegung aus, weil eine solche Lenkung gegen die Lohnautonomie der einzelnen Industrie-Gewerkschaften verstoßen würden. Auf eine entsprechende Frage bedauerte Freitag, daß der Gewerkschaftsbund vor seiner Amtszeit in die Gespräche „um Wehrbeitrag und Generalvertrag hineingezogen wurde. Es ist nicht unsere Aufgabe“, sagte er, „uns um diese politische Streitfrage zu kümmern“. In dieser Frage sei ein Teil der Mitgliedschaft dafür und ein mindest ebenso großer Teil dagegen. Es sei Sache des einzelnen Gewerkschafters, sich darüber seine politische Meinung zu machen. Wir haben nicht die Absicht, ihm eine mundgerechte politische Meinung zu servieren.“ Verhängnisvolle neue Wohnung Lndwigsburg. In einen der Neubauten in der Komwestheimer Grünbühl-Siedlung zog eine bisher nur dürftig untergebrachte Flüchtlingswitwe mit ihren drei Töchtern ein. Den Nachbarn fiel aber schließlich auf, daß man niemals eines der Familienmitglieder sah, so daß man die Wohnung aufbrach. Den Suchenden bot sich ein erschütternder Anblick: die 50 Jahre alte Frau und ihre drei Töchter im Alter von 21,16 und 14 Jahren lagen tot in ihren Betten. Die Untersuchungen ergaben, daß die Zuleitung zum Gasherd undicht war und dadurch die vier Menschen in der ersten Nacht, die sie in ihrer neuen Wohnung zubrachten, durch das ausströmende Gas getötet wurden. Der Scharfschuß am Zoll BONN. (W-Eigenbericht.) Eine Gruppe von CDU-Abgeordneten hat im Bundestag beantragt, die Regierung solle ausdrücklich beauftragt werden, den jetzt gültigen Erlaß zum Gebrauch der Schußwaffe bei den Zolldienststellen zu prüfen, um zu gewährleisten, daß die Waffe nur bei Verfolgung von Schwerverbrechern und im Falle der Notwehr verwandt wird, „aber keinesfalls bei Flucht“. 300000 werden umgesiedelt BONN. Ein neues Programm zur Unv- siedlung von 300 000 Hedmatvertrietoenan wird zur Zeit vom Bundesflüchtlingsministerium vorbereitet. Nach Abschluß dieses dritten Programms werden insgesamt 900 000 Vertriebene umgesdedelt sein. Die jetzt laufende zweite Umsiedlungsaktion soll im Spätsommer 1953 beendet sein. Wie im Bulletin des Bundespresseamtes bekannt gegeben wird, soll das dritte Programm in zwei Aktionen verwirklicht werden, in denen jeweils 150 000 Vertriebene umgesiedelt werden sollen. In der ersten Aktion, für die die Mittel für den Umsdedlerwohnungsbau bereits eichergesteUt sind, sollen bevorzugt Heimatvertriebene umgesiedlt werden, die noch in Baracken oder Notunterkünften leben. Wien jagt „Mörder mit der Kapuze Spricht das BarmSdchen Renö die Wahrheit oder deckt sie ihren Freund? u WIEN (H. K. - Eigenbericht). Ist das 23- jährige Barmädchen Adrienne Eckhart, genannt Renöe, eine unvorstellbar grausame Mörderin oder nur das Opfer unglücklicher Zufälle, die sie zur Zeugin eines entsetzlichen Verbrechens und zur Helferin eines Mörders machten? Wer ist der Unbekannte im Duffle-Coat — jenem aus dem Film „Der Dritte Mann“ so modern gewordenen Herrenkapuzenmantel mit Holzknöpfen und Verschnürung — von dem Renöe behauptet, er sei der Mörder? Diese Fragen halten seit Tagen ganz Wien in Atem. Kurz nach Mitternacht am 22. Nov. entdeckte ein Wiener Sicheiheitswachmann nahe dem Wiener Straflandesgericht ein halboffenes Delikatessengeschäft. Als er den Raum mit seiner Taschenlampe absuchte, fand er den Besitzer Johann Arthold, gräßlich zugerichtet in einer Blutlache tot am Boden. Durch zwei Straßenbahnfahrscheine im Mantel des Toten rekonstruierte die Polizei, daß er kurz zuvor im Heurigenort Grinzing gewesen sein mußte. Eine Schaffnerin erinnerte sich, Arthold zusammen mit einem Mädchen, das eine braune Pelzjacke trug, gesehen zu haben. 36 Stunden später hatte die Polizei festgestellt, daß die Bardame Adrienne Eckart alias Renäe, jenes Mädchen war. Renöe gab auch ohne weiteres zu, mit Arthold beim Heurigen gewesen zu sein und mit dem Delikateßhändler dann noch in seinem Lokal eine Flasche Bier getrunken zu haben. Sie hatte den Kaufmann aber noch lebend und bester Laune verlassen. Zwei Tage später gab sie plötzlich völlig ruhig zu, Augenzeuge des Mordes gewesen zu sein. Ihre Erzählung klingt wie ein schauriger Zwanzigpfennig-Roman: Genau um Mitternacht klopfte es an die geschlossenen Rollbalken des Geschäftes. Arthold forderte sie auf zu öffnen. Ein ihr unbekannter Mann trat herein, etwa 1,75 m groß, 30—33 Jahre alt, brünett, bekleidet mit einem Duffle-Coat. Ohne Renöe eines Blickes zu würdigen, ging er zu Arthold und begrüßte ihn mit „Servus alter Gauner!“ Dann wurde zu Dritt weiter gezecht. Als sich Arthold, der auf einer Bierkiste saß, wieder einmal bückte, um nach einer Flasche zu greifen, sah Ren6e zu ihrem Entsetzen, wie der Unbekannte blitzschnell einen Metallgegenstand aus der Tasche zog und mit ihm auf den Hinterkopf des Mannes schlug, der sofort Ostern Schulanfang und -ende Gesetz zur Angleicbung in allen Landesteilen — Freiwilliges 9. Schuljahr? Schule kamen und die nach der Schulentlassung keine Lehr- bzw. Arbeitsanfangstelle nachweisen können, soll die Schulpflicht um ein Jahr verlängert werden. Diese Verlängerung soll neben der Vertiefung der Allgemeinbildung der Berufsfindung und Berufsvorbereitung, bei Mädchen insbesondere auch dör hauswirtschaftlichen Ausbüdung dienen. Die verlängerte Schulpflicht soll ruhen, so lange die von ihr er- STUTTGART. (Tfz-Eigenbericht.) Die vorläufige Regierung des Landes Baden- Württemberg hat der Verfassunggebenden Versammlung den Entwurf eines Gesetzes über Schuljahranfang und Beginn der Schulpflicht zur Verabschiedung zu geleitet. Die Gesetzgebung auf diesem Gebiet weist in den bisherigen südwestdeutschen Ländern so große Verschiedenheiten auf, daß eine einheitliche Regelung nach Möglichkeit bis 1.1. 1953 erreicht werden soll. Dem Entwurf zufolge beginnt und endet das Schuljahr an allen Schulen mit Ablauf der Osterferien. Für Kinder, die bis zum 31. 3. das 6. Lebensjahr vollenden, beginnt mit Schuljahr-Anfang die Pflicht zum Besuch der Schule. Kinder, die in der Zeit vom 1. 4. bis 30. 6. das 6. Lebensjahr vollenden, können auf Antrag der Erziehungsberechtigten schon zum Schuljahr-Anfang aufgenommen werden, wenn sie die für den Schulbesuch erforderliche geistige und körperliche Reife besitzen. In den Uebergangsbestimmungen wird festgelegt, daß die Volksschulpflicht der in den Jahren 1944—51 schulpflichtig gewordenen Kinder im Frühjahr des Jahres endet, in dem acht Jahre seit Beginn der Schulpflicht verflossen sind. Für die Kinder und Jugendlichen, die 1944—47 in die zu Boden sackte. „Wenn du schreist, kriegst du auch ein paar!“, sagte der Kapuzenmann zu Renee und befahl ihr, sich umzudrehen. Gelähmt vor Schreck folgte sie der Aufforderung und hörte nun, wie der Mörder unaufhörlich auf sein Opfer einschlug, bis die Knochen brachen. Vierzig Schläge wurden später vom Polizeiarzt gezählt. Dann verlangte der Mörder von Renöe „Hol mir ein Messer!“ Sie brachte eines aus dem Laden, doch es war dem Unmensch zu stumpf. „Ein anderes!“ herrschte er sie an. Sie reichte ihm das scharfgeschliffene Wurstmeser und sah, wie der Mörder Arthold Kehle und Pulsadern durchschnitt. Das Mädchen mußte dann noch das Messer säubern und einen Blutfleck aus dem Kapuzenmantel des Unbekannten herausputzen, während er sich die Hände wusch. „Geh’ jetzt nach Hause und gib ja keinen Laut von dir!“ Das Mädchen behauptet, es sei so verstört gewesen, daß es willenlos diesem Befehl gehorcht habe und durch die menschenleeren Gassen nach Hause gewankt sei. Daheim habe sie dann das blutige Handtuch, das sie auf Geheiß des Mörders mitgenommen hatte, verbrannt. Auf die Frage, warum sie nicht sofort zur nahegelegenen Wachstube gelaufen sei, antwortet Renöe, sie sei vor lauter Schreck gar nicht mehr bei Sinnen gewesen und am anderen Tag hatte sie dann Angst, daß die Polizei ihr als Animiermädchen keinen Glauben schenken würde und sie selbst unter Mordverdacht geraten könnte. Nun sucht die Wiener Polizei fieberhaft den Mann mit der Kapuze. Daß er existiert, beweist die Aussage einer Tänzerin, die einige Wochen vorher mit Arthold und einem ihr unbekannten Begleiter zusammen war, auf den die Personenbeschreibung Renees zutrifft und der auch einen Duffle-Coat trug. Die Kriminalisten stehen noch vor einem Rätsel. Drei Möglichkeiten gibt es: Entweder die Darstellung des Barmädchens stimmt, dann gilt es, den großen Bekanntenkreis Artholds durchzusieben, oder der Mörder war ein Bekannter Renöes und sie seine Komplicin, die ihn jetzt deckt — diese Version wird von der Polizei für die wahrscheinlichste gehalten —, oder Adrienne Eckhart war selbst die Mörderin. Dagegen spricht allerdings die unvorstellbar brutale Ausführung der Tat, die man einer Frau nicht Zutrauen möchte. Andererseits weisen Kriminalpsychologen darauf hin, daß gerade Frauen im Mordrausch nicht mehr wissen, was sie tun. Renee stammt übrigens aus guten Verhältnissen. Sie ist die Enkelin eines Generalrichters der k. u. k. Armee. Von Beruf ist sie diplomierte Kinderschwester und erst die Freundschaft mit einem griechischen Schleichhändler brachte sie auf die schiefe Bahn. Gegen sie spricht vor allem, daß sie am Tage' nach dem Morde eine Uhr aus der Pfandleihanstalt auslöste und einige kleine Einkäufe unternahm, ohne daß sie nachweisen kann, woher sie das Geld dafür hatte. faßten Kinder eine als ausreichenden Ersatz für den Berufsschulunter - rieht anerkannte Fachschule besuchen oder mindestens 24 Stunden wöchentlich am Unterricht einer öffentlichen oder privaten Schule teilnehmen. Auf Antrag einer Gemeinde oder eines Gemeindeverbandes kann daa Kultusministerium alle Kinder und Jugendlichen zum Besuch eines neunten Schuljahres verpflichten, das ebenfalls der Berufsfindung dienen soll. „Der 1. Senat ist zuständig! ,Nein! Der 2. Senat!' Das fremde Mädchen Julia f> Roman von Käthe Lambert Termeulen zuckte mit den Mundwinkeln: „Man kann sowas nicht einfach ab- irosseln.“ „Schließlich hat das Bankhaus Ter- neulen einen Einfluß“, sagte Hendrik. „Das Bankhaus Termeulen wird vielsicht manchmal überschätzt“, antwortete ’ermeulen knapp. „Dann werden wir unsere Verbindungen ausnützen“, sagte Baptist gewichtig. Termeulen schnitt ihm das Wert ab: ..Auf das alles kommt es gar nicht an. Wichtig ist nur. daß wir Saskia finden!“ Felix Raet versuchte sich noch einmal einzuschalten: „Aber man kann schließlich deinen und unseren Namen...“ Aber Termeulen Heß ihn nicht aussprechen: „Ich sagte schon, daß es darauf nicht ankommt!“ Er stand plötzlich vom Sessel auf. Groß, massig, in den Schultern auffallend breit, überragte er sie alle. Er blinzelte über die drei Raets hinweg, mit einer Hand konnte er sie auestreichen. „Ich will Saskia“, sagte er, wich hab sie mir in den Kopf gesetzt Was kümmert mich da ein Skandal? Ich habe mehr hinter mich gebracht das wißt ihr!“ Felix verzog den Mund. Ja, dachte er, die Sache mit Beryll, deiner geschiedenen Frau, und sonst noch einiges. Termeulen sah die Bewegung, sie amüsierte ihn. Er steckte die Hände in die Taschen, wippte ein wenig auf den Absätzen und lachte jetzt ganz offen: „Du denkst: weil mir die eine Frau davongelaufen ist,.. vielleicht lief sie gar nicht einmal vor mir allein davon, genau so wie Saskia nicht allein vor mir geflohen ist.“ „Beschimpfe die Familie nicht“, sagte Baptist mit einer merkwürdig flachen Stimme, „du gehörst ja selbst dazu.“ Teimeulen hob die Schultern: „Du lieber Gott: Familie! Das ist für mich schon ein Begriff. Wo war denn die Familie, als man mich im Waisenhaus erziehen ließ? Nur weil der alte Piet Termeulen mit einem sauberen Knall ein paar begangene Rechenfehler gutzumachen suchte. Ich habe mich hochgerappelt ohne euch! Familie habe ich, seit ich Geld habe. Aber das Geld ist brauchbarer.“ Hendrik zerkaute die Zigarette zwischen den Lippen. Felix lächelte grimassenhaft, und Baptist sagte: „Du bist ein Snob, mein Lieber, und du weißt, daß wir dich nötig haben. Warum wollen wir voreinander Theater spielen? Es stehen wichtige Dinge auf dem Spiel.“ Pieter Tenneulen war gewohnt, herumzugehen, die Arme zu bewegen. Das enge Zimmer störte ihn, er brauchte Platz. Jeden Fußbreit Boden davon hatte er sich einmal erobern müssen. „Ich werde Saskia zurückholen“, sagte er, „man kann euch das nicht überlassen. Ihr seid zu vorsichtig. Vor allem habt ihr Angst. Aber ich suche meinetwegen auch die Untersuchungsgefängnisse durch, wenn es sein muß, mich stört gar nichts. Ich werde Saskia finden. Wenn sie meine Frau ist, sollt ihr mein Geld haben. Ich bin für sauber abgesprochene Geschäfte.“ Hendrik fragte boshaft: „Und wenn Saskia nicht will?“ „Auch das wird meine Sorge sein“, sagte Termeulen. „Vielleicht wird sie sogar wollen — so nach allem Und wenn nicht — auch Widerstände kann man brechen.“ Baptist Raet stand auf. Mit lautlosen Schritten kam er um den Tisch herum und blieb vor Termeulen stehen. Er hob die Ellbogen ein wenig an, es war die Geste sparsamer Verbindlichkeit: „Wir sind dir sehr zu Dank verpflichtet —.“ „Empfehlt mich bitte Lelia und Kon- stanze“, sagte Termeulen sachlich, „es geht ihnen doch gut?“ Mit einem kleinen Kopfnicken quittierte Felix den Gruß an seine Frau. Baptist antwortete: „Es hat Konstanze sehr mitgenommen. Unsere Schwester hing an Saskia — gewissermaßen.“ Gewissermaßen — ja, dachte Termeulen. Er sah Konstanzes gelbliches, scharfzügiges Gesicht vor sich, das ungute und unbefriedigte Gesicht einer alten Jungfer, die dem Leben böse ist. Nach einer kurzen, wie hingestoßenen Verbeugung ging er zur Tür, niemand begleitete ihn, mit einem unaufmerksamen Kopfnicken nach ein paar Seiten hin durchlief er die Kontore der Gebrüder Raet. Sein hellkarierter Mantel streifte Vanseart. Vielleicht hatte sich der ihm absichtlich in den Weg gestellt, vielleicht wollte er ihn etwas fragen, aber er kam nicht dazu, Termeulen war schon vorüber. Draußen sprang der Motor seines Wagens an, der Buchhalter Vansaert behielt ein kleines zaghaftes Lächeln um den Mund, sein Blick freüich war hilflos wie der eines enttäuschten Kindes. In Baptists Zimmer sagte Hendrik: „Ich hätt‘ es tatsächlich nicht geglaubt, — er scheint sie doch zu lieben.“ Baptist ging hinter seinen Schreibtisch: „Lieben? Ich glaube nicht. Er wird sie finden, um uns in der Hand zu haben, ihr habt es ja gehört.“ Hendrik wischte sich die Stirn mit seinem parfümierten Seidentuch: „Das weiß ich längst. Er haßt uns.“ Baptist lächelte phinxhaft: „Hassen wir ihn denn nicht?“ Felix Raet sagte nichts. Er stand am Schreibtisch, und seine Hand trommelte auf der polierten Platte nachdenklich einen Marsch. Er mußte plötzlich an seinen Bruder Cyriel denken. Cyriel war Saskias Vater und seit vielen Jahren tot VI. Cyriel Raet, zwischen Felix und Hendrik geboren, war völlig aus der Art der Brüder geschlagen. Er hatte ein paar Semester Medizin studiert und war dann plötzlich zur Bühne gegangen. Das war, von den Raets aus gesehen, ebenso lächerlich, wie unfaßlich, und das erste, was sie damals taten, war, daß sie ihm das Kapital sperrten. Aber Cyriel hatte Geld in der Höhe seines Anteils aufgenommen und den Brüdern war nichts übrig geblieben, als die Sache mit dem Gläubiger ins reine zu bringen. Sie hatten gezahlt — aber nicht vergeben. Cyriel war nie mehr über die Schwelle des elterlichen Hauses getreten. Ob er darunter litt, hatten sie nie erfahren. Ab und zu war aus den Jahren sein Name aufgetaucht, er hatte einige Male auf den Theaterzetteln in Antwerpen, Brüssel und Ostende gestanden. Dann, nach Jahren, war eines Tages ein Brief gekommen: er schrieb an die einzige Schwester Konstanze und zeigte ihr seine Heirat mit Katheline Buysse an, einer früheren Kollegin. Er nannte sie jung, sehr zart und wundervoll. Konstanze machte ein komisches und säuerliches Gesicht. Sechs Monate später traf eine schwarzgeränderte Geburtsanzeige ein: Cyriel meldete im gedruckten Text das unerwartete Ableben der Mutter seines neugeborenen Kindes. Konstanze legte die Karte den Brüdern vor, man beriet umständlich und lange, ehe man ihr die Reiseerlaubnis gab. Sie fand Cyriel um viele Jahre gealtert in einem kleinen reizvollen Landhaus bei einem hügeligen flämischen Städtchen. Er kam ihr höflich, aber ohne Herzlichkeit entgegen. Er wohnte in ein paar kleinen gepflegten Zimmern, beschäftigte sich viel mit Büchern, arbeitete hie und da an Zeitschriften und Tagesblättem mit, er sprach und lebte wie ein Mann, dem materielle Sorgen zwar nicht fremd, jedoch nicht drückend sind. Von seiner Frau sprach er fast nie. Konstanze fand im ganzen Haus kein Bild von ihr. Ihr schmales Grab lag unter einer dünnen Decke seidengrünen Rasens, ohne Tafel und Kreuz. Konstanze empfand diese Schweigsamkeit teils wohltuend, teils auf irgendeine Weise unecht. Cyriel war in früheren Zeiten immer mitteilsam, impulsiv und um eine Spur zu aufrichtig gewesen. Er mußte diese Frau geliebt haben, sie hörte es von den wenigen Leuten, mit denen sie zusammenkam, und sie empfand es, wenn sie ihr bei seinem Kinde sah. Es war ein kleine' zartes Mädchen, das den Raets nicht ähnelte, die großen, sehr dunklen Auger hatte es wahrscheinlich von der Mutte und, wie sich später herausstellte, aud ihr blondes, weiches, man möchte sagen müdes Haar. Das Kind hieß Saskia. Seiner Schwester gegenüber bewahrte Cyriel die ganze Zeit eine gleichbleibende Höflichkeit, hinter deren Glätte er sich zu verbergen schien. Konstanze kam sich überflüssig vor und fand dennoch den Entschluß nicht, abzureisen. Cyriel verreist ein paarmal in jener Zeit, ohne Angabe, wohin, und eines Tages erklärte er ihr, daß er endgültig weggehe. Er hatte ein Filmengagement nach Kopenhagen angenommen. Das letzte Lächeln, mit dem er damals das Haus verließ, galt seinem Kinde. Er sah noch immer gut aus, groß und schlank, eine Spur vergessener Jugend schwang plötzlich in seinem Schritt. Konstanze sah ihm lange nach. Sie dachte damals: vielleicht sieht er doch zurück. Aber er tat es nicht. Das Kind trug an einem goldenen Kettchen einen kleinen Schlüssel um den Hals, er paßte zu der Kassette, die Cyriel in Konstanzes Hände gelegt hatte: „Niemand soll sie öffnen, nur Saskia, wenn sie siebzehn Jahre alt ist. So alt war ihre Mutter .. . damals . . .“ Konstanze verließ das Haus und reiste mit dem Kinde nach Gent. Sie sah Cyriel nie wieder. Drei Wochen später erlag er einem AutounfalL Niemand erfuhr die näheren Umstände. (Fortsetzung folgt) Donnerstag, 11. Dezember 1952 SÜDKURIER Nr. 201 t Sette • Ein Hann ging; seinen Weg Das Leben Julius Lebers — Ein führender Kopf der deutschen 'Sozialdemokratie — Sein Kampf für die Freiheit .. | Im Mosaik-Verlag, Berlin und Frankfurt, erscheint soeben ein Buch, das dem Andenken Julius Leber, eines der bedeutendsten Männer der deutschen Sozialdemokratie gewidmet ist. Leber war bis 1933 Abgeordneter im Deutschen Reichstag, danach mehrere Jahre im Konzentrationslager, führend in der Widerstandsbewegung und an der Aktion vom 20. Juli beteiligt, nach deren Mißglücken er verurteilt und hingerichtet wurde. Seine Freunde haben jetzt seine Aufsätze, Reden und Briefe gesammelt und herausgegeben. Das Hauptstück ist eine während der Haft geheim verfaßte Schrift über die deutsche Sozialdemokratie, die in Sicherheit gebracht werden konnte. Aus den Aufzeichnungen entsteht das Bild einer ganz außergewöhnlichen, durch Intelligenz, Mut und menschliche Wärme in gleicher Weise ausgezeichneten Persönlichkeit. Das Schicksal führte Dr. Leber aus dem Elsaß und Baden in den Norden Deutschlands, nach Lübeck und Berlin. Wir geben aus dem Buche in gekürzter Form den von seinen Freunden verfaßten Epilog wieder. • Julius Leber wurde am 16. November 1891 geboren, zwischen zwei deutsch-französischen Kriegen, von denen der zweite zu einem Weltkonflikt werden sollte. Seine Wiege stand im aberelsässi sehen Bauerndorf Biesheim, das 1871 mit dem übrigen Elsaß und Lothringen zu Deutschland geschlagen war und nach 1918 wieder zu Frankreich gehören sollte. Schuljahre in Freiburg Der Junge wuchs in sehr bescheidenen, mehr proletarischen als kleinbäuerlichen Verhältnissen auf. Der Vater war Maurer, die Mutter bearbeitete einige Stücke Feld. Julius, der einzige Sohn, besuchte zunächst die Dorfschule und wurde dann vom katholischen Pfarrer für den Besuch der Realschule in Breisach vorgeschlagen. Diese besuchte er von 1902 bis 1908 unter mancherlei Strapazen und Entbehrungen. Ohne zu mucken, hat er Strafen dafür eingesteckt, daß ihm Ausreden wegen des Versäumens bestimmter Schulstunden nicht abgenommen wurden. Dabei fehlte Ihm das Geld für Schulbücher, Turnschuhe und ähnliches. Die häuslichen Verhältnisse erzwangen, daß mit der Mittelschule der übliche Gang der Ausbildung abgebrochen werden mußte. Der junge Leber trat als kaufmännischer Lehrling ln eine Tapetenfabrik ein. Das zu Hause abgelieferte Lehrlingsgeld sollte seiner Hoffnung nach einem späteren Studium dienen, wurde jedoch für den Kauf eines weiteren Stückchen Feldes verwandt. Von 1910 bis 1912 konnte er dann I trotzdem als Stipendiat die Oberrealschule ! in Freiburg besuchen. Seinen Lebensunter- I halt verdient? er mit Nachhilfeunterricht j und kleinen Artikeln Bis zum Kriegsausbruch 1914 studierte er unter e ltsprechen- ; den Umständen an den Universitäten Freiburg und Straßburg. Mit besonderem Interesse widmete er sich dem Studium der Volkswirtschaft und der Geschichte. Zur Sozialdemokratie hatte sich Julius Leber schon bekannt, als er noch zur Schule ging. Einer seiner damaligen Mitschüler, Prof. H. Funck, Direktor des ! Gymnasiums in Lörrach, schreibt darüber: 1 „Ich habe die klare und sichere Linie des um ein paar Jahre älteren Kameraden bewundert, wenn auch nicht verstanden. In der bürgerlichen Welt vor 1914 war Sozialist sein irgendwie in der Nähe von einem moralischen Defekt. Deshalb, nicht weil ich’s besser gekonnt hätte, hat die Schulleitung gewünscht, daß nicht er, sondern ich die Abiturientenrede in der Freiburger Festhalle halte. Heute würden wir uns verstehen...“ Für deutsch-französische Aussöhnung Die eigenen Schwierigkeiten und die Erfahrungen mit dem Hochmut von materiell Besserbegüterten an Oberschule und Universität, die Begegnung mit echter demokratischer Tradition im deutschen Südwesten und mit dem Gerechtigkeitsappell der Partei August Bebels — dies wurden wichtige Bestandteile in Lebers politischem Charakterbild, Ein wesentlicher Zug war aber auch durch seine Herkunft aus dem elsässischen Teil der oberrheinischen Tiefebene gegeben. „Grenzler“ unterliegen leicht einem Hang zur Einseitigkeit und zum Fanatismus. Sie vermögen sich aber auch in anderen Fällen gerade wegen ihres unmittelbaren Erlebens übersteigerter Spannungen zu höherer Einsicht durchzuringen. Leber gehörte zur zweiten Kategorie. 1918 entschied er sich für Deutschland, aber er entschied sich zugleich für die deutsch-französische Aussöhnung. Es gibt von ihm keinen Artikel mit allgemeinen Vorwürfen gegen Frankreich, wohl mit Kritik an gewissen Erscheinungen der französischen Politik, aber nicht an „den Franzosen“. Kaum kam ein Wort der Bitterkeit über seine Lippen, als ihn französische Behörden nach dem Krieg aus dem Elsaß auswiesen und es ihm verwehren wollten, seine alte Mutter zu besuchen. Redakteur in Lübeck 1921 begann für Leber die Periode seiner eigentlichen politischen Tätigkeit, eine Periode von 24 Jahren, die durch den Zusammenbruch der Weimarer Republik in Redner von Rang ln Erscheinung, im Reichstag, auf Parteitagen und Kundgebungen, in p irteünternen und öffentlichen Diskussionen. Er wurde als eine Potenz der deutschen Linken betrachtet, als ein „kommender Mann“. Aber er gehörte nicht zur „ersten Garnitur“ im Sinne damaliger Parteigliederungen. Dazu war er wohl zu eigenwillig. Aus seiner Ueberzeu- gung hat er auch dann kein Hehl gemacht, wenn sie von parteioffiziellen Stellungnahmen abwich. Andererseits hat er das Gebot der Disziplin in der Aktion auch für «eine Person anerkannt. r.v-f ;v ,.'i : Dr. Leber vor dem „Volksgerichtshof" am 24. Oktober 1944. zweimal zwölf Jahren zerrissen werden sollte. Der damals dreißigjährige Julius Leber kam 1921 nach Lübeck, um die Schriftleitung des „Volksboten“ zu übernehmen. Er hat die Arbeit an diesem Blatt ernst genommen, das nicht eigentlich meinungsbildend im Reichsmaßstab genannt werden konnte, sondern ein Lakaiorgan war und sein mußte. Leber machte aus ihm mit bescheidenen Mitteln eine Zeitung, die von der Lübecker Arbeiterschaft als politischer Kompaß gewertet wurde. Binnen weniger Monate war Leber mehr als Chefredakteur. Er wurde rasch zu dem gewiß nicht immer unumstrittenen, aber in Wirklichkeit unbestrittenen Führer der Sozialdemokratie in Lübeck. Die Sozialdemokraten hatten in Lübeck eine ihrer stärksten und zuverlässigsten Organisationen des ganzen Reichsgebietes. Es gab wenig größere Städte, in denen die Kommunisten einen so geringen Einfluß hatten. Es gab auch nicht viele Städte, in denen die Nazis so lange in Schach gehalten wurden — Hitler machte um Lübeck immer einen Bogen. Die Arbeiter in Lübeck waren in ihrer großen Mehrheit sozialdemokratisch gesinnt und sie waren bereit, für ihre Gesinnung und für ihr Recht kraftvoll einzustehen. SPD-Abgeordneter im Reichstag Schon im Jahre 1921 wurde Julius Leber in die Lübecker Bürgerschaft gewählt. Lübeck war damals noch Freie und Hansestadt, seine Bürgerschaft also Stadtparlament und Landtag zugleich. Er hat in den folgenden Jahren immer wieder im altehrwürdigen Rathaus das Wort ergriffen, wenn es sich um Fragen der politischen Linienführung handelte. Im Jahre 1924 wurde Leber auch außerhalb Lübecks stärker verpflichtet. In diesem Jahre wurde er bei den Dezemberwahlen auf der Liste des Wahlkreises Mecklenburg-Lübeck in den Reichstag gewählt, dem er bis zum Zusammenbruch des Weimarer Staates angehören sollte. Im Reichstag saß er im Haushaltsausschuß, und mit besonderem Interesse hat er sich an den Arbeiten des Wehrausschussee beteiligt. Lebers Name wurde in zunehmendem Maße auch im Reich bekannt. Er trat als Seltsam und heiter Mehr Majestät bitte Als Königin Elizabeth von England kürzlich zur Parlamentseröffnung fuhr, gelang einem Pressephotographen ein so gutes Bild von der strahlend lächelnden Königin, daß Churchill darüber aus dem Häuschen geriet. Das Bild ist inzwischen im ganzen Weltreich verbreitet worden. Nur die Stadtverwaltung der kleinen australischen Stadt Miloura, in der Nähe von Melbourne, sandte das Bild entrüstet zurück. Begründung: „Wir wünschen ein Bild der Königin Elizabeth als Majestät und nicht als Pin-up-Girl.“ Geschäft bei Nacht Ein Unbekannter rief Herrn Stanley Cofhen in Brooklyn (USA) an und teilte ihm mit, daß sich zwei Männer in seinem Eisenwarenladen zu schaffen machten. Als er daraufhin in sein Geschäft eilte, wurde er von zwei bewaffneten Einbrechern in Empfang genommen, die ihn zwangen, den Geldschrank zu öffnen und die darin liegenden 624 Dollar herauszugeben. Spiegel als Schlankheitsbad In New York wurde die Inhaberin eines Modesalons wegen Betrugs verurteilt. Die smarte Dame hatte in ihrem Atelier Spiegel besonderer Konstruktion aufgestellt, die jede Kundin schlank erscheinen ließen; was den Umsatz ungemein förderte. Wenn sich die Käuferinnen in den teuren neuen Kleidern zu Hause betrachteten, war von der Schlankheit kein Jota mehr zu finden. Prophet zu Hanse „Eine Hausfrau legt jeden Morgen beim Bettenmachen 600 Meter Weg zurück. Bei rationeller Arbeitseinteilung würde sie 230 Meter zurückzulegen brauchen.“ Dies fand ein Experte für kraft- und zeitsparende Arbeitsmethoden, John W. Hendrey aus London heraus. Hendrey hat viele Arbeitsvereinfachungen für Hausfrauen ausgeknobelt. So praktisch und gut gemeint diese Neuerungen auch sind, Hendrey mußte zugeben, daß seine eigene Frau trotzdem bei ihren alten Gewohnheiten geblieben ist. Dankbare Frauen In Middletown in New Jersey veröffentlichte die Zeitung eine Danksagung zweier Hausfrauen an die Wähler dafür, daß ihre Ehegatten bei der Wahl durchgefallen waren. „Nun haben unsere politisierenden Männer die Nase voll und endlich wieder Zeit, sich ihren Familien zu widmen!“ sagten die dankbaren Frauen. Konzentrationslager und Widerstand In der Nacht nach der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler, vom 30. zum 31. Januar 1933, wurde Leber in Lübeck von fünf nazistischen Rowdys überfallen. Es war ein glatter Mordanschlag. Der Zusammenstoß forderte ein Menschenleben der anderen Seite, nachdem ein paar Reichsbannermänner Leber zu Hilfe geeilt waren. Obgleich es sich um eindeutige Notwehr handelte, und trotz seiner Immunität wurde Leber verhaftet, nachdem er schwerverletzt mit durchschnittenem Nasenbein abtransportiert worden war. Die Staatsanwaltschaft war bereits dem nationalsozialistischen Druck erlegen. Julius Leber ist Mitte Februar 1933 auf Intervention und gegen Kautionsstellung noch einmal firaigelaseen worden. Leber nahm dann in Lübeck an der Wahl vom 5. März teil, die eine nicht nur geschlossene, sondern im Vergleich zum November 1932 verstärkte Front der Sozialdemokratie zeigen sollte. Anschließend fuhr er zu einer kurzen Erholung nach Bayern. Dort rieten ihm Freunde dringend zur Flucht, die von ihnen auf sicherem Wege durchgeführt werden sollte. Leber war aber entschlossen, in Deutschland zu bleiben. Er glaubte das vor allem den Lübecker Ar- oeitem schuldig zu sein. Von Bayern aus fuhr Leber zu der am 23. März stattfindenden Reichstagssitzung nach Berlin. Leber selbst gehörte zu denjenigen Abgeordneten, die an der Sitzung schon nicht mehr teilnehmen konnten. Am Vorabend wurde er vor der Teilnahme an der Sitzung gewarnt, da er bereits im Hotel wie im Reichstagsgebäude von der Polizei gesucht worden war. Er lehnte abermals ein Fluchtangebot ab und wurde, wie zu erwarten war, beim Betreten des Reichstages am 23. März 1933 von Polizei und SA verhaftet und gefesselt abgeführt. Es folgten einige Monate Schutzhaft bei der SA, eine Gerichtsverhandlung in Lübeck und eine Verurteilung zu zwanzig Monaten auf Grund falscher Zeugenaussagen. Nach der Strafzeit wurde Leber von Wolfenbüttei aus direkt in das Konzentra- ! tionslager Esterwegen (Papenburg) über- ; führt, weil er, wie man von nationalsozia- ’ listischer Seite ungeschminkt aussprach, ein gefährlicher Gegner sei,, der wisse, worauf es ankomme. Von Esterwegen ging es dann nach Oranienburg. Im Jahre 1937 wurde Julius Leber aus dem Konzentrationslager entlassen. In der Folge wurde er immer wieder zu Verhören bei der Gestapo vorgeladen. Aber alles das konnte ihn nicht daran hindern, so rasch wie möglich den Kontakt mit alten Freunden wieder aufzunehmen und seinen Platz im Widerstand gegen das Dritte Reich zu suchen. Der 20. Juli 1944 Als am 20. Juli 1944 die Bombe platzte, die Hitler am Leben ließ, saß Leber bereits im Gefängnis. Da der Attentatsversuch scheiterte, schwand die Chance, das schlimmste Unheil für Deutschland noch abzuwenden. Nun nahm ein brutales Schicksal seinen Lauf. Leber war auf alles gefaßt gewesen. Kurz vor seiner Verhaftung hatte er gesagt: „Ich habe nur einen Kopf und ich kann ihn für keine bessere Sache einsetzen als diese.“ Am 24. Oktober 1944 kam es zur Verhandlung vor dem 1. Senat des sogenannten Volksgerichts. Leber und seine Mitangeklagten Reichwein und Maaß wurden zum Tode durch den Strang verurteilt. Dr. j Paul Saethe, Halver, der an dem Prozeß teilnahm, erinnert sich der Haltung Lebers: „Unvergeßlich wird mir immer das Antlitz Lebers sein, als das Todesurteil verkündet wurde und er es schweigend entgegennahm, ohne seinen Peinigern den Gefallen zu tun, auch nur mit der Wimper zu zucken. In seinen Zügen war so viel tiefer Emst und gesammelte sittliche Hoheit, wie sie mir sonst in meinem Leben nicht begegnet sind.“ Das Todesurteil Die Hinrichtung erfolgte am 5. Januar 1945 in Plötzensee. Seine Frau Annedore hatte, nachdem sie aus dem Frauengefängnis Moabit entlassen war, ihren Mann noch sechsmal bei der Gestapo in der Prinz- Albrecht-Straße besuchen können. Sie hat darüber niedergeschrieben: „Er war sehr schmal geworden, jedoch von einer fast jugendlich anmutenden Elastizität. Die schweren roten Narben um die Handgelenke tat er mit der Geste der Gleichgültigkeit ab. Selbstverständlich wartete er mit höchster Sparjnung auf Nachrichten über den Stand des Krieges und über den Vormarsch der Alliierten, der damals gerade durch die Hitlersche Ardennen-Of- fensive ins Stocken gekommen war. Aber trotzdem war er sicher und gefaßt und sich sehr bewußt, jeden Tag mit dem Tode rechnen zu müssen. Aus sich selbst schöpfte er die Kraft, auch den letzten Tag seines Lebens ungebrochen und aufrecht zu bestehen. Als ich mir einige Tage nach seinem Tod den letzten Brief von der Gestapo abholen wollte, sagte mir einer der dort beschäftigten Sturmbannführer mit einer mich beeindruckenden Ergriffenheit, er habe ihn zu der Richtstätte begleitet. Er und seine Kollegen hätten die Haltung bewundert, in der dieser Mann für seine Ueberzeugung gestorben sei.“ DAS GESICHT DES NEUEN DREIECKS'DUSENF LUGZEUGES. Ein neuartiges britisches Düsenflugzeug Tom Typ SB 5 ist mehrmals erfolgreich gestartet Die Maschine hat weit zurückgebogene verstellbare Dreiecksflächen, die dünner sind als die bisher üblichen. Jiampt CjtCf»* die SckaUu/and Düsenflugzeuge und Männer besiegen den unbekannten Feind Von Jympson Harman 4. Fortsetzung Susan steuerte ihr kleines Auto vom Flugplatz nach Hause, irgendwo hielten sie einen Augenblick, und Tony kaufte eine Abendzeitung. Während er sich in die erste Seite vertiefte, sagte sie: „Du hast einmal gesagt, dort oben in der Luft fändest du den Frieden und die Ruhe, den man hier auf der Erde so schwer findet. Und du sagtest — ich erinnere mich noch ganz genau —, daß du eigentlich das Fliegen deshalb am meisten liebtest. Weißt du, Tony, als wir heute so zwischen Himmel und Erde schwebten, da empfand ich auch so ein merkwürdig sicheres Gefühl — eine Art von Frieden, wie man ihn manchmal in Träumen spürt.“ Die tödliche Wand Aber Tony hörte nicht zu. Er starrte auf die Schlagzeilen der Zeitung. „Düsenflugzeug explodiert. Berühmter Werkpilot getötet! Schneller als der Schall?“ „Liebling“, sagte er, „können wir eben noch zum Büro fahren? Ich möchte Vater etwas fragen...“ Sogar der eiserne John Ridgefield war erschüttert über das tragische Ende eines Rivalen. J. R. hatte seinen achtzehnjährigen Sohn sterben sehen, als er gerade hoffte, aus ihm einen Flieger machen zu können. Es war ihm klar, daß er im Kampf um das schnellste Flugzeug der Welt fast jeden Tag das Leben seines Schwiegersohnes riskierte. Aber als er jetzt die Ueberschriften der Zeitung las, wechselten in seinem Gesicht verhaltener Grimm und ernste Sorge. Mit großen Schritten ging er zwischen dem Schreibtisch und dem Fenster seines Büros hin und her. Sue war schon in die Wohnung hinaufgegangen. Tony stand neben einem MEHR ALS 1200 km/st. zu fliegen, in einem noch unerprobten Düsenflugzeug — das ist die Aufgabe des Testpiloten Tony. der Konstruktionstische und hielt nachdenklich das Modell der Ridgefield 902 in der Hand. „Weiß man schon Genaueres?“ fragte Tony. „Nicht mehr als du hier lesen kannst“, antwortete J. R. und schlug mit der flachen Hand auf die Zeitung. „Da gibt es auch nichts zu erzählen.“ Tony stellte die 902 behutsam auf das gewundene Drahtgestell. „Ob er an irgendetwas angestoßen ist?“ J. R. blieb mitten im Schritt stehen, vergrub beide Hände in den Hosentaschen, hob den Kopf und sagte: „Er i s t an etwas angestoßen, Tony. Er hat die Geschwindigkeit des Schalls getroffen, die berühmte Schallwand...“ Tony starrte seinen Schwiegervater ungläubig an, während J. R. fortfuhr: „Sieht fast so aus, als ob ich unrecht hätte. Du erinnerst dich doch: Das richtige Flugzeug, der richtige Pilot. Das hier war ein gutes Flugzeug, geflogen von einem großartigen Piloten.“ „Madien wir weiter ?“ John Ridgefield nahm seine Wanderung zwischen Schreibtisch und Fenster wieder aut Dann zog er die Gardine zurück und sah hinaus über die bunten Positionslampen der Werke. Nach einer Weile drehte er sich um: „Tony — machen wir weiter?“ Tony kannte plötzlich einen ganz neuen Ridgefield. Einen John Ridgefield, der unsicher war — zum erstenmal unsicher war. Tony sah in fest ein. „Das mußt du entscheiden“, sagte er. „Oder nicht?“ „Ja. Ich wollte aber wissen, wie du über die- Sache denkst.“ Tony schlug vor, sie sollten sich einen möglichst umfassenden Bericht über den Unfall geben lassen. „Das kann uns vielleicht bei unseren weiteren Versuchen eine ganze Menge helfen.“ Oben in der Wohnung fand er Sue. Sie hatte die Zeitung gelesen. Er setzte sich neben sie. „Ich sage es dir lieber gleich“, sagte er. „Ich werde die Versuche mit der Schallgeschwindigkeit weitermachen.“ Sue verlor die Beherrschung. „Laß sie im Stich!“ schrie sie. „Denkst du denn nicht daran, daß du mich im Stich läßt —. und ihn? „Tony, wenn ich es doch nur verstehen könnte! Aber ich kann es nicht. Ich kann nur eine große Wand am Himmel sehen, die stark genug ist, um ein Flugzeug in Stücke zu reißen. Und dahinter ist nichts, absolut nichts!“ „Es tut mir so verdammt leid, Sue“, murmelte Tony. Dann gingen sie hinunter zum Essen. J. R. kam gerade durch die Halle, und so hörte er Tony sagen: „Ich wollte mit Vater über das Problem sprechen. Aber wie kann ich jetzt, nach dem Unglück, damit anfangen? Was würde er von mir denken?“ „Diese Worte habe ich schon einmal gehört, Tony“, antwortete Sue. „Christopher sagte genau dasselbe, als er in der Nacht vor seinem Tod mit mir sprach. Auch er hatte Angst davor, daß Vater ihn für einen Feigling halten könnte.“ „Das ist es nicht — es ist nur — ach, ich will einfach nicht, daß er denkt, ich höre mit der Arbeit auf, nur weil jemand bei diesen Versuchen getötet wurde.“ John Ridgefields Gesicht im Schatten der Treppe blieb unbeweglich. Er war Tony dankbar für seine Worte. Susan drehte sich um und rannte, ohne ihren Vater zu sehen, die Treppe wieder hinauf. „Ich kann ihn heute abend nicht sehen“, schrie sie fast schon unter Tränen, „laß mich allein.“ Zögernd sagte J. R. zu Tony, als 6ie sich im Salon trafen: „Weißt du, als wir die ersten Flugzeuge machten, fanden einige Leute unser Vorhaben absolut falsch. Es waren religiöse Leute, und eie sagten, unsere Fliegerei wäre eine Verletzung der Naturgesetze. Sie meinten, wenn Gott gewollt hätte, daß wir fliegen sollten, dann hätte er uns Flügel gegeben.“ Tony antwortete nicht. „Diese Schallwand“, fuhr J. R. fort, „werden wieder einige Leute für gottgewollt erklären. Und sie werden sagen, daß man sie nicht durchbrechen kann und daß jeder Versuch eine Vermessenheit bedeutet. Ich kann niemand tadeln, der so denkt. Ich würde den Leuten nie einen Vorwurf machen — glaubst du mir, Tony?“ Er sah seinen Schwiegersohn fragend an. „Ja, Vater“, sagte Tony langsam, „das glaube ich dir. Ich glaube außerdem genau das Gegenteil von dem, was diese Leute - sagen!“ J. R. packte Tony mit beiden Armen: „Wenn ich noch dreißig Jahre jünger wäre“, sagte er. Tony lachte. Sie gingen Arm in Arm ins Eßzimmer. Prometheus Endlich kam der große Tag. Die neue Düsenmaschine Ridgefield 902, die durch die Schallwand hindurchstoßen sollte, war fix und fertig. „Prometheus“ hatte sie J. R. nach dem griechischen Gott getauft, der für die Menschen das Feuer vom Himmel gestohlen hatte. Die ersten Flugversuche waren befriedigend. Und eines Morgens drang Willi Sparks, der Chefkonstrukteur, in das Büro von John Ridgefield ein und erklärte: „Morgen machen wir den vollen Versuch.“ „Ob ich mir Sorgen mache?“ meinte er, als ihn J. R. ziemlich ernsthaft und etwas nachdenklich nach Einzelheiten fragte. „Natürlich mache ich mir Sorgen. Würdest du das nicht tun? Tony sagt, die 902 hat immer noch eine schwere Nase, wenn die Geschwindigkeit auf Mach 9 *) steigt. Aber nun will er nicht mehr länger warten. Und ich auch nicht.“ John Ridgefield sah seinen alten Chefkonstrukteur an und sagte: „Du mußt dich endlich mal ausruhen, Will.“ (Fortsetzung folgt) ’) Mach 1 ; Die Technik hat ihre eigene Sprach«. Um nicht ständig mit so großen Zahlen wie der Schallgeschwindigkeit — 1200 km in der Stund« — operieren zu müssen, hat man als Grundwert „Mach 1 = Schallgeschwindigkeit" festgelegt- Mach 2 wäre also 2400 km usw. Für die Geschwindigkeiten in der Nähe der Schallgeschwindigkeit müßte es nun exakt heißen: Machzahl 0,91 —• 0,92 — 0,95 bis 0,99. Der Einfachheit halber spr«c chea Flieger und Techniker von 9,5, 9,8 usw\ B E I L A 6 K DGB StDKUBIGK Wer die zarteste Mitfreude fühlen will, der sehe nicht frohe Kinder an, sondern die Eltern, die sich über frohe Kinder freuen. Jean Paul. Große basteln für die Kleinen Das Basteln gehört zur Weihnachts- freude wie der Tannenduit und die Kostproben aus Mutters Weihnachtsbäckerei. Es ist auch gar nicht so schwer, Spielzeug selbst anzufertigen, wenn man sich geeignete Modelle aussucht. Da ist z. B. der lustige Marktstand, er besteht =us zwei Holzklötzen, die treppenartig aneinander geleimt oder auch nur zusammengebaut werden. Die Hauptsache ist das Sonnendach, dessen einfache Konstruktion an der Zeichnung zu sehen ist. Die Größe richtete sich nach der des Verkaufstisches. Ein Restchen von gestreiftem Hemdenoder Kleiderstoff am Rande ausgezackt und mit zwei Durchzugsäumen an den Breitseiten versehen, ergibt die Plane. Durch die Zugsäume werden gleich lange Holzstäbchen (Pflanzenstöcken, in Samengeschäften erhältlich) geschoben, die auf ebensolchen Stäben der Seitenkonstruktion ruhen. Das ist alles so einfach! Hat man aus Stoffresten mit etwas Draht im Innern noch eine Dickmadam — kann bei langem Rock sogar ehne Beine sein — gefertigt und recht farbig und wirkungsvoll angezogen, so kann der Handel vor sich gehen. Kleine Körbe werden aus Baumwollfaden gehäkelt, leicht mit Farbe getönt und durch ein Bad in dünnem Tischerleim steif gemacht. Obst, Gemüse, Wurst und Eier entstehen aus farbiger Knetmasse. Verläufe lassen sich laufend ergänzen. Einige selbst geklebte Tüten und eine Waage aus schwingend aufgehängten kleinen Schalen (Pappe z. B.) vervollständigen die Ausgestaltung. Für die Puppenwiege genügt eine Obststeige aus Holz. Hübsch ist, wenn man die Form bekommt, die sich nach unten verjüngt. Für die Kufen werden Kleiderbügel verwendet und mit Schräubchen im Holzboden der Steige befestigt. Das Vor- hangstängchen (eine im Winkel genagelte und geleimte Holzleiste) wird an der Schmalseite mit Schrauben und Muttern angebracht. Etwas gebeizt oder getönt, aber auch naturfarben oder mit Bauernblumen bemalt und mit Kissen und Vorhänglein ausgestattet, sieht das Ganze bestimmt nett aus. Der Stubenwagen für das Puppenkind kann aus einem ovalen Weidenkörbchen entstehen, das ein Fahrgestell erhält, wie es die Zeichnung zeigt. Das Körbchen sollte etwa 40,50 cm Länge haben. Ftir die Achsen der Räder verwendet man zwei starke Leisten, sie müssen etwas länger sein als der Korb breit ist. Beide werden durch eine Mittelleiste fest miteinander verbunden. Diese Leiste muß 4—5 cm länger sein als der Boden des Körbchens. Dann werden die senkrechten Leisten für das Vorhang,gestell und die Zugvorrichtung des Wagens angebracht und gut verleimt und genagelt. Das fertige Gestell muß der Zeichnung c entsprechen, und das Körbchen genau hineinpassen. Dieses wird dann mit Schrauben vom und hinten aufgeschraubt. — Für die Räder besorgt man sich vier runde hölzerne Brotteller, genau in der Mitte durchbohrt und an die Achsen so locker angeschraubt, daß sie sich drehen können. Das Gestell wird farbig ausgestattet. Soll der Wagen geschoben statt gezogen werden, so wird an die kürzere senkrechte Leiste eine kleine Querstange angebracht. Der Nähkasten für die Puppenschneiderin ist ein anregendes Spielzeug, wenn die Puppenmutter über das reine Spielen hinaus ist. Jeder feste Pappkarton oder Holzkasten ist geeignet, die Zusammenstellung aufzunehmen. Nett ist es natürlich, wenn man ihn bemalt oder beklebt. Temperafarben oder Oelfarben auf fester Pappe lassen sich auch mit Lack überziehen. Der Karton kann natürlich ebenso hübsch mit Stoff bespannt oder nur der Deckel und die Kanten mit Kalicostreifen farbig belebt und verstärkt Erfüllt auch seine Wünsche! Einnem Sie sich noch, wie begeistert kürzlich Ihr Mann von einer Aktentasche schwärmte? ... „ein schönes Ding und gar nicht teuer. Stell dir vor aus Leder und mit Reißverschluß. Ich meine für jemanden, der so etwas brauchen kann ...“ Die liebende Gattin sprach damals, so ich nicht irre, nicht sonderlich interessiert: „ja, ja, ich weiß, der Prokurist von Meiers hat auch so eine “ Und damit war die Debatte zu Ende. Jetzt möchte ich Sie gern dran erinnern. Sie müssen nicht gleich so entsetzte Augen machen. Ja, ja, ich weiß, natürlich braucht er ein Oberhemd, Hausschuhe und Strickhandschuhe! Ich höre Sie schon... „eine solche Tasche für die Frühstücksbrote? Er iet ja nicht Generaldirektor“! Ruhig, ruhig, liebe Dame. Ueberlegen Sie es sich noch einmal. Sehen Sie, Männer sind in den Dingen viel zurückhaltender wie wir. Wenn es sich bei uns um einen Herzenswunsch handelt, da gehen wir ganz anders vor: „Ach Otto, heute habe ich eine Bluse gesehen, einfach süüüß, (je mehr U desto teurer!) Lila, mit schwarzer Spitze, das wünsche ich mir ja soooo zu Weihnachten, Liebling. Nun kann er zusehen, der Liebling, wie er den lila Traum möglichst schnell besorgt. Er hingegen ist ja viel zu bescheiden, obwohl er auch hin und wieder etwas im Schaufenster sieht, das ihn begeistert. Kommt aber die Zeit, wo die Frage nach einem Weihnachtswunsch an ihn gerichtet wird, überläßt er doch alles Ihnen. Sie wissen natürlich was er braucht, wenn auch nicht immer, was er sich wünscht! Nachdem Sie bis hierher gelesen haben, denke ich, daß Sie es sich doch noch einmal überlegen. Versuchen Säe es, einmal nicht so fürchterlich praktisch zu sein. Kaufen Sie ihm in Gottes Namen: was er sich wünscht! Die gelben Lederhandschuhe etwa, statt derer, die Sie selbst stricken wollten, oder vielleicht doch das „langweilige“ politische Buch, von dem alle Welt so begeistert ist Ueberraschen Sie ihn einmal wirklich. Es ist übrigens nicht unwahrscheinlich, daß er in den Lederhandschuhen ndchi ganz so warme Finger haben wird, und daß eine Aktentasche nicht hundertprozentig zu seinem einfachen Ueberzieher paßt. Auch ist zu befürchten, daß ihn das Buch abendelang so fesseln wird, daß er keine Lust hat, mit Ihnen ins Kino zu gehen. Macht nichts! Er wird sich dafür freuen. Wahrscheinlich wird er es sich gar nicht so arnmerken lassen, aber gerührt wird er denken: „Wie lieb von ihr, daß sie daran noch gedacht hat, obwohl sie oft so tut, als hörte sie nicht hin, wenn ich etwas sage.“ Vielleicht wird ihm im Winter wirklich nicht so warm an den Fingern sein ohne Ihre Selbstgestrickten, aber wahrscheinlich sehre viel wärmer im Herzen. A.v.S. Briefe im Adventslicht ■ Hast du nicht auch schon manchmal ein schlechtes Gewissen gehabt, wenn du erst einen Tag vor dem Heiligen Abend deine Post in den Briefkasten stecktest? Oder wenn du einem Weihnachtspaket eine bunte Karte mit nur ein paar Grußworten beilegtest, empfandest du da nicht, daß das Beste fehle? Es verschattete dir die Freude, wenn dir im Glanz der Christbaumkerzen Menschen in den Sinn kamen, die einsam sind und die du glücklich gemacht haben würdest mit einem lieben Brief. Du aber hattest nur gedacht: An wen muß ich schreiben? Nun hattest du nicht nur ein schlechtes Gewissen, sondern du brachtest auch dich selbst um eine der schönsten Freuden. Widme doch nun dieses Jahr jedem Menschen, der auf eine Weihnachtsfreude von dir hofft, eine stille Abendstunde. Lege die Briefe in eine Schublade, bis zu dem Tage, an dem sie abgesandt werden müssen, das ist ja ohnehin schon bald. Wenn du dann das Päckchen Briefe herausnimmst und zur Post trägst, wirst du dich sehr glücklich fühlen und begreifen, daß es nicht die heutige Zeit ist, die uns von einem Weihnachtserlebnis ausschließt, sondern daß wir selbst es sind, wir gam allein — wenn wir es nicht anderen und uns selbst zu bereiten imstande sind. Anne Rudolf werden. In das Innere bringt man aua Band oder Leder kleine Halterschlingen für Schere, Nadeldose, Häkelnadeln und Ähnliches an, damit die Sache ordentlich und übersichtlicher bleibt Zartfarbige und klein gemusterte Waschstoffe (gefällig zusammen gebunden), dazu Seide, Faden, Knöpfe, Spitze, Gummischnürchen, Wolle und eine Kollektion sauber angefertigter Schnittmuster (die man selbst leicht für eine bestimmte Puppe richtet), vervollständigen den Inhalt. Die Arbeit der Schnittherstellung lohnt sich, da man die aufgewendete Zeit später wieder ein- sparet und das Kind, wenn es erst einmal die erste Anleitung bekommen hat, die Freude des selbständigen Versuchs erfahren kann. G. L. v. K. Modetips für unsere Skihasen Die Mode hat aus dem grau-grünen Segeltuch-Feldhasen von ehedem das bunte, appetitliche Skihäschen gemacht, bei dessen Anblick auch das hartgesottenste Jung- gesellenherz zum Quersprung ansetzen und es auch der tollste Pistenfahrer plötzlich gar nicht mehr so eilig haben wird. Wie sehen sie nun in diesem Winter aus, diese Skihasen? Die Läufe stecken in Keilhosen, die glatt über den Hüften liegen und die Taille noch schlanker erscheinen lassen. Unbesorgt und ganz Ohne „Platz-Angst“ kann man in ihnen so viele „Badwannen“ in den Schnee graben, wie man muß. und man braucht auch auf der Hüttenbank am warmen Kachelofen nicht verstohlen den seitlichen Reißverschluß zu öffnen. Denn über dem Knie sind diese Keilhosen so weit, daß man wirklich bequem auch damit sitzen kann. Trotzdem werden sie nach unten wieder eng und verschwinden elegant im Skischuh. Die Hosentaschen — wenn die Hose überhaupt noch welche hat — dürfen nicht vollgepfropft werden. Es nimmt der Hose den Mit Mandeln und Nüssen Wiener Kipferl. 210 g Margarine, 70 g Zucker, 100 g geriebene Mandeln, 250 g Mehl und etwas Vanillezucker zum Teig zusammenfcneten. Bleistiftstarke Rollen daraus formen. 5—6 cm lange Stücke davon abschnieiden und zu Hörnchen formen. Auf gefettetem Blech hellgelb backen und noch warm in Vanillezucker tauchen. Mandelkränze. 500 g Mehl, 375 g Margarine, 125 g Zucker, 125 g feingehackte Mandeln und 2 Eidotter zu einem Mürbeteig verarbeiten und etwa H cm dick ausrollen. Mit zwei verschieden großen Gläsern sticht man Kränze aus, die mit Eischaum bestrichen, in Weckmehl gewendet und gebacken werden. Walnußplätzchen. 3 kleine Eier mit dem Saft einer Zitrone und 280 g Zucker eine Stunde lang schaumig rühren. 280 g Walnüsse reiben und unterrühren. Die Masse in kleinen Häufchen auf Oblaten setzen und bei schwacher Hitze hellbraun backen. Nußstangen. 250 g Haselnüsse reiben und mit 250 g Mehl, 260 g Margarine, 200 g Zucker und 5 Eigelb zu einem Teig verkneten und kaltstellen. Ausrollen, in ein Zentimeter breite und 5 Zentimeter lange Streifen schneiden, mit Eigelb bestreichen und bei Mittelhitze hellbraun backen. Haselnuß-Halbmonde. 125 g Haselnüsse leicht rösten und fein reiben, nachdem man mit einem Tuch die Schalen entfernt hat. 200 g Margarine sahnig rühren, 1 Ei, 80 g Zucker, die Haselnüsse, 250 g Mehl und ein halbes Päckchen Vanillinzucker dazugeben. Ziemlich dick ausrollen, Halbmonde ausstechen, und bei schwacher Hitze abbacken. Cornelia Neue Christian-Geschichten Christian hat Tiere so gern.. Jeder Hund, jede Katze ist seiner Anteilnahme sicher. Spinnen, Käfer, Heuhüpfer, alle sind ihm interessant. Noch bis in die letzten milden Tage hinein hielt er sich eine Schnecken- familie. Ein großes Einmachglas, mit Gras und Steinen wohl eingerichtet, diente ihnen als Behausung. Als er sie, Vater, Mutter, Kind Schneck, am Glase klebend Gras fressen sah, zeigte Christian aufgeregt jedem" dias Wunder. Das Einmachglas innig an sich gedrückt, stieg er mir überallhin nach, stellte sich mir endlich in den Weg und stieß glücklich aus: „Nun hab ich doch auch ne Natur“. • Als Christian in der ersten Klasse war, hatte er eine Lehrerin, die Stadträtin ist. In jenem Jahr kam zu uns der Nikolaus in all seiner Pracht. Und das kam so: Christians Lehrerin war an diesem Tag mit ihrem Bruder, der das Amt des Nikolaus verwalten sollte, bei unserer Nachbarin zu Besuch. Der kleine Neffe der Nachbarin und Christian sind gleichaltrig und spielen gerne und dann in seltener Eintracht miteinander. So lag es nahe, daß der Nikolaus auch an unsere Türe klopfte. Christian kroch vor lauter Verlegenheit unter den Tisch. Daran erinnert er sich heute und fragt — da er leider nicht mehr dran glaubt — wer damals den Nikolaus gemacht habe. „Na, denk mal nach. Wer war denn noch dabei?“ „Fräulein N.!“ „Und wer könnte nun der Nikolaus gewesen sein?“ Christian, strahlend: „Der Herr Oberbürgermeister!!“ Warum soll, — so denkt Christian — wenn eine Lehrerin zugleich Stadträtin ist, ein Oberbürgermeister (der doch alles kann) nicht auch den Nikolaus machen können. • „Mutti, gestern hab ich zwei Bekannte gesehen, von denen hatte der eine einen Hund und der andere eine Schildkröte“ „Wer waren denn die Bekannte?“ „Och, das weiß ich selber nich, ich kenn eie nich“. • Cristian wäscht seine südliche Hälfte. „Brrr — ist das kalt“, macht er, „ich hab schon einen ganz betäubten Hintern“. • Strahlend kommt Christian nach Hause: „Wir haben heute nachmittag keine Schuleee. Die Lehrer haben Konferenz“. „Na, da hast du‘s ja mal wieder gut“. „Jaa — warum soll ich‘s auch nicht gut haben??“ A. R. Wissen Sie es schon? Ein 15jähriges Mädchen aus Uelzen im Hannoverschen, das seit zwei Jahren eine Brieffreundschaft mit einem deutschen Kriegsgefangenen in Frankreich unterhält, sandte ein Gnadengesuch für ihren Freund an den französischen Staatspräsidenten, der ihr jetzt mitteilen ließ, daß das Gesuch aufmerksam gelesen worden und an den Obersten Gerichtshof zur Entscheidung weitergeleitet sei. Ueber 20 000 junge Flüchtlingsmädchen aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen fanden in den letzten vier Jahren in Haus- und Landwirtschaft in Nordrhein- Westfalen neue Stellungen. Der größte Teil der Mädchen zog seinen Freunden und Verlobten nach, die schon vorher in der Industrie des Landes untergekommen waren. Ein Urteil zugunsten der Gleichberechtigung der Geschlechter fällte das Oberverwaltungsgericht für Schleswig-Holstein und Niedersachsen im Kampf einer Aerztin um ihre Zulassung als Kassenärztin. Frau Dr. med. Raaz war die Kassenpraxis nur deshalb entzogen worden, weil sie einen vermögenden Mann geheiratet hatte. Das OVG entschied für sie und sprach ihr die Kaesenpraxis wieder zu. Ein Antrag, den die SPD-Fraktion in Bremen in der nächsten Bürgerschaftssitzung einbringen will, verlangt: daß Mütter mit Kindern, deren Haushalts- vorstand bereits länger als zwei Jahre arbeitslos ist, in Zukunft einen 14tägigen Erholungsurlaub auf Staatskosten erhalten. Die Statistik zeigt, daß sich immer mehr berufstätige Frauen eigene Geschäfte einrichten oder auch in der Industrie selbständige Stellungen einnehmen. Zur Zeit sind in der Bundesrepublik 8,2®/« aller erwerbstätigen Frauen selbständig und der größte Teil von diesen auch Arbeitgeberinnen Auf einem großen Bauernhof bei Zweibrücken in der Pfalz legten die ersten zwei guten Sitz. Stahlblau sind die Keilhosen, tabakbraun oder burgunderfarben. Am elegantesten sind sie schwarz. Schwarz macht schlank, schwarz macht lange Beine. Und welcher Skihase brauchte die nicht, um große Sprünge zu machen? — Ob gletscherblau oder schwefelgelb, ob tomatenrot oder eierscbalenfarben — schön sind sie alle, die federleichten Anoraks aus leuchtendem Popeline.DieAerimel sind sehr tief eingesetzt oder angeschnitten, und so weit, daß man trotz des allerdicksten Skipullovers noch genügend Bewegungsfreiheit hat Lose über die Hüfte fallen diese Windblusen und haben seitlich zwei kleine, kokette Schlitze. Oder sie sind blusig und enden in einem sehr breiten, gummidurch- wirkten Strickbund, der eng und warm anliegt und zudem ein guter Nierenechutz ist. Außerdem findet man den Schnitt, wie wir ihn unten bei unserem Modell zeigen. Ganz neu sind Anoraks aus Schottenpopeline. Fast wie Sporthemden sehen sie aus und lassen sich gut auch zum Flanellrock tragen. Für anspruchsvolle Skihasen gibt es den zweifarbigen Anorak, auf beiden Seiten zu tragen — je nach Laune: rosarot oder nebelgrau. Abends im Sporthotel, aber auch auf der gepflegten Skihütte, kommt die Nach-Ski- mode zu ihrem Recht: weitgereihte, zartgemusterte Röcke in der Art, wie sie die französischen Bäuerinnen in der Provence tragen. Weitschwingende, feuerrote Filzröcke, abgesteppt oder andersfarben gefüttert. Glockige Wickelröcke aus Tweed, die man sogar in den Rucksack stopfen kann, ohne daß man sie hinterher bügeln muß. Außerdem ist die lange Hose auch für den Abend noch modern. Schwarz oder in dunklem Schottenkaro." Sehr eng wird sie nach unten zu, reicht gerade bis £m die Knöchel und hat entweder einen handbreiten oder gar keinen Aufschlag. Ein Schnitt, der unbedingt schlanke Hüften und gerade Beine erfordert. Wer sich aber zu der neuen Torero-Hose entschließt, d e sehr eng anliegt und nur bis knapp unters Knie reicht prüfe erst lange vorm Spiegel, ob man so etwas tragen kannu. Zu den Hosen trägt man .bei einem kleinen Bummel durchs verschneite Dorf füllig geschnittene, flauschige Jacken aus Kamelhaar oder aus langhaariger Mohairwolle. Molligwarm sind sie und die breiten Kragen lassen sich bis über die Nasenspitze aufschlagen. Unter den Jacken kommen entzückend gemusterte Baum- woll-Blusen zum Vorschein mit tief- angesetzten, bauschigen Aermeln. Oder enganliegende, einfarbige Pullover aus dünner weicher Merinowolle. Hohe Rollkragen haben sie, oder sehr tiefe Ausschnitte. ' Man kann viel variieren in dieser Mode, und sie ist so lustig wie die kurzen Zipfelmützen sind, die sie mitbringt. Bei ganz rasanten Abfahrten wird der Zipfel zu einem Knoten geschlungen. Wenn einem im Skilift der eisige Wind um die Ohren bläst, zieht man die Zipfelmütze einfach drüber. Schwarz ist auch hier die große Mode. Tragen Sie dazu noch schwarze, dicke Fingerhandschuhe aus Trockenwolle, dann sind Sie ein Skihase nach dem allerletzten Schrei. Das zu sein ist freilich nicht nötig, aber der einen oder anderen Anregung zu folgen, wird Ihnen gewiß Spaß machen. Susanne Greiner Unser Modell Beim Skianzug für die Winterreise hat der Anorak natürlich eine angearbeitete Kapuze, die im vorderen Rand einen Zug hat und so ganz fest am Gesicht anschließt. Wenn Sie aber eine gestrickte Kappe darunter ziehen, werden Sie auch Anwärterinnen auf den Meistertitel d»r ländlichen Hauswirtschaft im Lande Rheinland- Pfalz mit gutem Erfolg ihre Meisterprüfung ab. Nach der Lehrzeit hatten sie eine Gehilfenzeit von sechs Jahren zu absolvieren. Als Prüfungsarbeit hatten sie die Leitung eines fremden Betriebes für zwei Tage zu übernehmen. Dazu kam die theoretische Prüfung. Die 60 000 Frauen in Birmingham (England), die über 65 Jahre alt sind, und die 26 000 Männer, die älter als 70 sind, können seit kurzem die öffentlichen Verkehrsmittel (Straßenbahn und Autobus) in der Zeit zwischen 10 und 16 Uhr (außer sonnabends und sonntags) unentgeltlich benutzen. In England sind soeben Versuche angelaufen, das Fernsenen, wie den Schulfunk, in den Unterricht einzubauen. Mehrere Wochen lang werden 300 Schüler regelmäßig femsehen, wobei man sich vor allem darüber Klarheit verschaffen will, ob die Schüler mehr das Gehörte oder das Gesehene aufnehmen. Weiter soll geprüft werden, welche Themen sich besonders eignen, und ob ein Lehrer (oder eine Lehrerin) im Bild erscheinen soll. Den Kindern wurde nicht gesagt, daß es nur ein Versuch ist, um ihnen nicht die Unbefangenheit zu nehmen. In Finnland organisierte der „Semesterverband“ in jedem Jahr für 2000 Hausfrauen kostenlose Ferien, wozu auch der finnische Reichstag beträchtliche Summen bereitstellt. Größere Gemeinden schicken zusätzlich von sich au6 unbemittelte Hausfrauen kostenlos zur Ferien-Erholung. In allen größeren Orten der Türkei hat di« türkische Frauenvereinigung grüne Briefkästen anbringen lassen, in welche die Frauen Beschwerden über Mißstände und Vorschläge zur Besserung, auf Zettel geschrieben, einwerfen können. So soll eine stärkere Teilnahme der Türkinnen am öffentlichen Leben erreicht werden. Ullstein-Schnitt V 1253 II, IV Ullstein-Schnitt V 1204 II, III die losere Kapuzenform, wie sie der Ai zug V1204 hat, gern tragen. Die große aufgesetzten Taschen sind wichtig, um d nötigen Requisiten unterzubringen. Nummer des Schnittmusters und gewünsch Größe dürfen bei der Bestellung nicht vergesse werden. Preis jedes Schnittmusters 1,80 DM. De Betrag und 10 Pfg. für Porto fügt man am beste der Bestellung (siehe Anzeige unten) bei. Redaktion Maiion Elnw&ehter Unsere Leserinnen können Ultra-u. Ullstein-Schnitte von folgenden rirmen beziehen: Keld 4 Ment«, Uberlingen, beinradEngesser,Donauesdilngen, (.Sommer, teveniburg, 6rot & Hammer, SMIngen und Waldshut. k i ßÜDKURIER lumftonjer Leitung förnftattg beti 11 . Slejember 1952 Tageefdmne - ein gutes Gefchäft Der Kanton Thurgau hat im Jahr 1851 für Gebühren im Kleinen Grenzverkehr über 220 000 Franken eingenommen. Im Budget für das Jahr 1953 ist wiederum eine Einnahme in der gleichen Höhe festgesetzt worden. Verschiedene Schweizer Zeitungen nehmen gegen die Höhe der Gebühr Stellung. Vor allem auch deswegen, weil man bei einer Fahrt auf den Schiffen des Bodensees, Untersees und Rheins über die Grenze auf dem Schiff eine Uebertrittekarte für 50 Rp. erhalten kann. Es wird die Meinung vertreten, was auf den Schiffen möglich sei, müsse auch im Kleinen Grenzverkehr geschehen können, selbst dann, wenn der Tagesschein nicht nur einen, sondern drei Tage gültig sei. — Es darf angenommen werden, daß auch das Land Südbaden 1951 und auch im Sommer 1952 mit Grenzscheinen und Grenzkarten ein gutes Geschäft gemacht hat, denn allein das Paßamt Konstanz brachte dem Land Tausende von Mark ein. Die ersten Weihnactatsbäume kommen! Nachdem das Nikolausfest uns daran erinnert hat, daß das Weihnachtsfest nicht mehr weit ist, sind nun auch die Weihnachtsbäume im Anrollen. Den Anfang machten Schweizer Femlastwagen, die gestern hochbeladen mit ihrer grünen Frucht, aus dem Schwarzwald kommend, unsere Stadt passierten, um Tannenbäume in die Ostschweiz zu bringen. Ueber das Wochenende werden auch hier auf Straßen und Plätzen Tannenbäume stehen, um Weihnachtsfreude in jedes Haus zu bringen. 90 Jahre Turnoerein Konftanz f862 e. V. Einer der größten Vereine der Stadt feiert Jubiläum Turnen im Jahn'sehen Sinne sind nicht nur Übungen an den Turngeräten, sondern Leibesübungen schlechthin, die der Körperertüchtigung und der Willensbildung dienen sollen. Es ist daher kein Wunder, daß die Ideen Friedrich Ludwig Jahns zum Allgemeingut der ganzen Welt geworden sind. Die Anfänge des Konstan- zer Turn- und Sportgeschehens gehen auf das Jahr 1848 zurück. Damals haben sich in Konstanz tum- und sportbegeisterte Männer gefunden, um den Gedanken Jahns zu verwirklichen. Nach einer Tum- sperre folgte dann die endgültige Gründung des Turnvereins Konstanz 1862, dier in den folgenden Jahrzehnten einen glänzenden Aufstieg nahm. Das Männer-, Frauen- und Volkstumen und Leichtathletik wurden ausgebaut und Abteilungen für Schwimmen. Fechten, Skilaufen und Wandern gebildet. Trotz den Rüdeschlägen nach dem Jahre 1945 — Turnverbot und Auflösung der Turnvereine — haben sich wieder die Mitglieder des alten Vereins zusammengefunden. Unter bewährter Leitung verfügt der Turnverein heute wieder über 16 Abteilungen, die von tüchtigen Abteilungsleitern geführt werden. Vom Dreijährigen bis zum 80jährigen finden wir in den Abteilungen tum- und sportbegeisterte Menschen. Mit Stolz kann der Turnverein Konstanz nunmehr auf das 90jährige Bestehen zurückblicken. Es wird am Samstag, 13. Dezember, im oberen Konzilsaal mit einem Festakt gefeiert werden. Bei diesem Anlaß wirken das Städtische Orchester mit, außerdem der Männergesangverein „Liederkranz“ und die verschiedenen Abteilun- Neue Weinstube in der Inselgasse Im 60Ojährigen Haus „Zur Glocke“, Inselgasse 13, wurde gestern im fröhlichen Kreis die neue Weinstube „Weinglöckle“ eröffnet. Inmitten des ältesten Stadtteils wird mit der Weinstube, deren Holztäfelung die Holzkunstwerkstätte Krause besorgte, ein Stüde neues-altes Konstanz wach, was auch in den Bodensee-Aquarellen der einheimischen Maier Karl Einhart und Alfred Riedle aum Ausdruck kommt. Beide Räume der Weinstube, an die auch eine Weinhandlung angeschloasen ist. sind hell und freundlich ausgestaltet. Altes und modernes glücklich miteinander verbindend. Das Ganze, eine Weinstube, die unter der Leitung von Alois Biesenberger den Kranz der übrigen Konstanzer Weinlokale freundlich ergänzt. Konstanzer Hatenpegel. 368 cm. 9. 1Z: 371 j 10. 12: Kein GelO für Straßenbau Der Zustand der Straßen in den Kreisen Konstanz, Stockach und Ueberlingen sein. Im Kreiß Stockach wird dieses Ziel gen des Vereins. Im Mittelpunkt des Jubiläums steht das Jubiläumstumen, das am Sonntagnachmittag in der Schottenturnhalle stattfindet. Hier gilt das besondere Interesse dem Olympiasieger Beckert-Neu- stadt (Schwarzwald). Er dürfte zur Zeit Badens bester Turner sein. In den Mann- schaftßkämpfen gegen die Mannschaft des Kantons Basel und des Landes Württemberg war Beckert bester Einzeltumer. Nebligen auf im Straßenverkehr ! ben ihm sieht man mit besonderem Interesse dem ehemaligen Mitglied der russischen Nationalmannschaft Tananaki entgegen. Der badische Meister Otto Dilg sowie die Meisterturner des Hegaus, Jakob und Zaumseil, werden bei diesem Schauturnen ebenfalls mitwirken, außerdem wird Willi Stadel mit seinen Schülern Oser, Stempfle und Wagner dabei sein. Willi Stadel hat auch die Leitung der Veranstaltung. Neben diesen Spitzenkönnern werden Abteilungen des Vereins Ausschnitte aus ihrer Arbeit zeigen. Die musikalische Umrahmung des Programms hat die Stadtkapelle übernommen. Aus Anlaß seines Jubiläums hat der Turnverein eine beachtenswerte Festschrift herausgegeben, in der jede Abteilung zu Wort kommt. Die Schrift gibt einen Einblick in die vielseitige Tätigkeit des Turnvereine, der zu den größten Vereinen in der Stadt Konstanz zählt. Auf Einladung der Industrie- und Handelskammer Konstanz sprach der Leiter des Strafien- and Wasserbauamtes Konstanz, Baurat Kolb, ln Radolfzell Aber die StraBen- verhdltnisse des Bauamtsbezirks, zu dem die Kreise Konstanz, Stockach und Überlingen gehören. 950 km hat der Bauamtsbezirk Konstanz an Bundes-, Land- und Kreisstraßen zu betreuen, da« ist eine Strecke von Konstanz bis Danzig. Der Bauamtßbezirk ist in 8 Straßenmeisterbezirke zu je 120 km eingeteilt. 140 Straßenwärter kontrollieren diese Straßen An Mitteln für die 209 km Bundesstraßen in unserm Bauamtsbezirk Konstanz 6ind im diesjährigen Etat 845 000 DM bereitgestellt, davon 377 000 für die laufende Unterhaltung und 468 000 DM (55 •/. der Gesamtsumme) für den Ausbau solcher Straßen. Ee handelt sich dabei um die Bundesstraßen 31 (Freiburg—Lindau), 33 (Engen—Singen—Radolfzell—Konstanz) und 34 (Schaffhausen—Singen—Radolfzell— Stockach). Anders ißt das Verhältniß bei den Landstraßen 1. Ordnung: Bei einem Gesamtbetrag von 863 000 DM für die 285 km lange Strecke sind 484 000 für die Unterhaltung und 379 000 DM (44 °/o) für den Ausbau. Bei den Kreisstraßen ergibt sich folgendes Bild: Für 123 km im Kreis Konstanz ßtehen 316 000 DM zur Verfügung, davon 198 000 für Unterhaltung und 118 000 (37%) für den Ausbau. Für 139 km im Kreis Stockach verfügt man über 302 000 DM, von denen 237 000 für Unterhaltung und 65 000 (22 %) für den weiteren Ausbau verwendet werden. Mit 177 km hat der Kreis Ueberlingen die längste Wegstrecke an Kreisstraßen, jedoch standen für diesen industrieärmeren Kreis nur 205 000 DM bereit, die restlos für die laufende Unterhaltung benötigt wurden, so daß kein Pfennig für den Ausbau bleibt. Die Straßenverhältnisse, so fuhr Baurat Kolb fort, haben mit der Steigerung des Verkehrs auch in den drei Kreisen des Gebietes um den Bodensee in keiner Weise Schritt gehalten. Ein km Neubau von Bundesstraßen kostet rund 300 000, Landstraßen 200 000 bis 250 000 und Kreisstraßen rund 15 000 DM. Das heißt, da nur 1 V. des Bundeshaushalts für Straßenbau verwendet werden, daß man jährlich 1% km Bundesstraßen in unserm Bauamtsbezirk neubauen oder verbessern kann. Millionenprojekte sind völlig undiskutabel, größere Pläne können nur schrittweise durchgeführt werden. Bis in 6 Jahren sollen alle Kreisstraßen im Kreis Konstanz mit einer Teerdecke versehen fturje Stabtnadjridjten Seinen 72. Geburtstag feiert heute Emil Betz, Rentner, Weiherhofstraße 86. Beim dritten Jubiläums - Konzert des Bürgervereins „Bodan“ sang Frau Trudel Butzmann-Sicka, Schülerin der Mutter von Kammersänger Felix Fleischer, Partien der Agathe aus Werbers Oper „Der Freischütz“. Wegen Nichtbeachtung der angezeigten Fahrtrichtungsänderung fuhr auf dem Bahnhofsplatz ein Motorradfahrer auf einen Personenkraftwagen auf. Der Motorradfahrer wurde verletzt. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden. Gleichfalls wegen Nichtbeachtung der Vorfahrt stießen an der Ecke Hindenburg — Wollmatinger Straße zwei Pkw. zusammen. Der von der Wissenschaftlichen Vortragsgemeinschaft für Freitag im Bürgersaal angekündigte Vortrag von Univ.-Pro- fessor Merz (Freiburg) über das Thema „Vom Wesen der Arznei“ muß wegen Ver- ßllöer follen freuöe machen Zur Weihnachtsausstellung des Kunstvereins im Wessenberghaus Man sollte sich die Verkaufsausstellung, die der Kunstverein zur Zeit im Wessenberghaus zeigt, auf keinen Fall entgehen lassen. So mancher wird die Möglichkeit haben, seine Weihnachtsgeschenkliste für Bekannte und Verwandte mit einem Bild oder einem graphischen Blatt zu ergänzen. Und vielen kann ein Bild zur rechten Zeit bleibende Freude bringen. Der weitaus größte Teildes im Wessenberghaus Gezeigten wahrt ein Niveau, das dieser Veranstaltung den Rang einer eigenen Ausstellung sichert, die sich im Jahresorogramm des Kunstvereins nach manchem, was in diesem Sommer zu sehen war. überraschend gut behauptet. Zum erstenmal wieder hat sich der Kreis der Konstanzer Künstler erweitert, und vor allem die von der Sezession Oberschwaben- Bodensee her bekannte Künstlergruppe des Allgäus, die ja zu Konstanz besonders gute Beziehungen unterhält, trägt viel dazu bei. das Gesamtbild zu runden. Eine Reihe von jüngeren Künstlern, deren Atelierbestand wahrscheinlich noch nicht die Geschlossenheit und Fülle aufzuweisen hätte, um eine eigene Ausstellung wagen zu können, haben die Gelegenheit ergriffen, ihr Schaffen von gut gewählten Proben in konzentrierter Weise vertreten zu lassen. Sogar einige neue Namen finden sich, von denen man iedoch mehr sehen müßte, um gerecht urteilen zu können. Beginnt man mit Konstanzer Malern, so stellt man fest, daß Karl Einhart in Stilleben und „Fischerbooten“ auch im Farbigen die Kraft zu gewinnen scheint, die er im Bildbau immer hatte. Von Sepp Biehler, der in Zeichnungen auch die erste Ausbeute einer Spanienreise zeigt, dürfte ein Stilleben auf einem Mosaiktisch am stärksten ansprechen. Hans Breinlinger gibt skizzenhaft frei spielende Phantasien um Motive wie „Truthahn“ oder „Kind mit Katze“. Hans Sauerbruch zeigt feinsinnig kolorierte Landschaften. Fritz Mühlenweg die Traumstille seiner spielzeughaft aufgebauten Bilder. Elisabeth Mühlenweg Kinder im Banne eines reichen inneren Lebens, W. Schmitt-Ernst das winterliche Idyll des Schwanenteiches. Hans Vogt mit seinem „Blick aus dem Fenster“ berührt sich fast ein wenig mit Otto Adam, dessen Vorliebe für kubistische Bildanalyse das Thema eines Großstadtbahnhofplatzes in glücklicher Weise entgegenkommt. M. G. Zimmermann- Dursch empfiehlt sich mit dem Bildnis eines indischen Professors als Portraitistin, von Peter Korber macht vor allem ein „Seeufer“ mit dem reichen Farbklang von Grausilber, herbstlichem Rotbraun und dunklem Grün starken Eindruck. Adolf Greis gelang ein Tessiner Dorfidyll, in dem das Wunder südlichen Lichtes in beglückender Weise eingefangen ist. Bei den Bildhauern sieht man von Hans Stingl in ruhiger Daseinskraft einen Kinderkopf, ein Thema, das sich auch Anneliese Güllering gestellt hat: von Adolf Schmid ein schreitendes Mädchen, von Hilde Broer den gesammelten Ernst ihrer Symbolmasken, während Stefan Alphons Schreiber eine Terrakotta so lebendig kantenreich gestaltet, als sei sie holzgeschnitzt Rudolf Ryblczka vertritt zusammen mit Karl Möritz den Untersee. Andrä Ficus, Friedrichshafen, deutet Großstadtimpres- Drittee Symphoniekonzert im Konzil Sollst: Kammersänger Walter Ludwig Großes Interesse fand beim 3. Symphoniekonzert des Städtischen Orchesters unter Dr. Richard Treiber die Erstaufführung eines „Adagio für Streicher“ von Samuel Barber. Der hier fast völlig unbekannte amerikanische Komponist, auf dessen Schaffen gerade ein Mann wie Toscanini nachdrücklich hingewiesen hat, zeigt sich in diesem kurzen Werksatz als feinsinniger, empfindsamer Melodiker und Harmoniker von verinnerlichter Ausdruckskraft. Keineswegs tritt der Komponist in diesem Werk als „kühner Neuerer“ hervor. Barber läßt die fast sakral geschwungenen, weiten und feierlichen Me- etwas später erreicht, und für den Kreie Ueberlingen kann man in dieser Hinsicht überhaupt keinen Plan machen. Das Geld reicht eben in keiner Weise aus. Man will 1953 die leidige Baustelle am Randen fer- tigstellen. Die Arbeiten an der großen Baustelle Stockach — Nenzingen werden fortgesetzt, östlich von Engen erfolgt ein Brückenneubau über die Aach und eine weitere Brücke wird über die Ablach in Meßkirch notwendig, weil die derzeitige nur einer Belastung von 9 Tonnen gewachsen ist. Auch die geplante Ueberführung der Bundesstraße über die Eisenbahn beim Hohenkrähen in Singen ist nur eine Geldfrage; mehr als die Vorarbeiten wird man 1953 nicht schaffen können und vor 1956 ist nicht mit einer Fertigstellung der Ueberführungs-Fahrbahn zu rechnen. Die Landstraße 1. Ordnung Radolfzell — Oehningen—Stein am Rhein ist noch nicht weit fortgeschritten: 1951 waren die 4 km von Radolfzell nach Moos an der Reihe, jetzt soll die Strecke Moos—Iznang (2 km) folgen. — Weiter ißt an eine Verbesserung der Durchfahrt am Ochsenbach in Markdorf gedacht. Von den Kreisstraßen kommt das Stück Dettingen—Langenrain, ein Teilstück über den Schienerberg, die Verbindung Engen—Tengen und verschiedene Kreisstraßen im Bezirk Pfullendorf dran. Die Aussichten für die Umgehungsstraßen sind schlecht. Konstanz wünscht durch solch ein 2-Millionen-Projekt eine Einfahrt über Hegne—Flugplatz. Eine Million würde auch die Umgehungsstraße in Allensbach kosten. Radolfzell plant eine Entlastungsstraße. Umfangreich und anregend verlief die Diskussion, in der z. B. Prof. W. Schloemann, der Vorsitzende der Kreisverkehrswacht, die Feststellung traf: „Das war das Betrüblichste, was ich bis jetzt an derartigen Berichten gehröt habe.“ M-. i// „Das EOclroetß fei unfer Symbol ! Alpe Furx wieder Skihütte der Sektion Konstanz DAV hinderung des Vortragenden auf Dienstag, 16. Dezember, verschoben werden. Am Freitagabend hält der Allgemeine Beamtenschutzbund, Ortsverband Konstanz, im „Alemanne“ eine Versammlung ab. Es spricht Stadtdirektor a. D. Stender über den augenblicklichen Stand der 131er Fragen. Die Sektion Konstanz des Deutschen Alpenvereins veranstaltet heute abend im Bürgersaal einen Lichtbildervortrag „Rätikon — Kletter- und Skiparadies des Westens“. Es spricht der Schriftleiter der alpinen Monatsschrift „Berge und Heimat“ des Alpenvereins, Walther Flaig, Bludenz. In der heimatgeschichtlichen Vortragsreihe des Stadtarchivs, gemeinsam mit dem Lyoeumsclub und dem Jugendbildungs- werk, spricht heute Donnerstagabend Archivrat Dr. Feger über „Das Bodenseegebiet zur Zeit Karls des Großen“. Der Vortrag findet in der Lesehalle am Rheinsteig statt. sionen mit unwirklichen Farbklängen, die sich im regennassen Asphalt spiegeln. Ludwig Fellner jun. malte den Dam zu Mailand wie eine Federzeichnung. Friedei Dethleffs- Edelmann verzaubert mit dem stimmungsvollen Wintergrau des Bodenseeufers oder mit Nelken in einer Glasvase, neben Graphik von Paul Heinrich Ebell huldigt Sigurd Lange der blühenden Farbfreude eines Blumenstillebens. Der eigenbrötlerische Sepp Mahler grüßt mit seinen halbabstrakt chiffrierten Waldskizzenbuchblättern aus seiner fernen Wurzaeher Moorlandschaft. Ein Dezemberabend an der Eichhornspitze von Otto Strasser könnte fast vom Berlinger Bauernmaler Adolf Dietrich stammen. Im gleichöl Raum liegen auch graphische Blätter vom Bodensee von Peter Reinhard Müller aus. biblische Themen, die Ursula Deth- leffs in ihrer an Stickereien gemahnenden Handschrift gestaltete, und Uferskizzen mit Segeln in satten braunen Tinten von Mares Schulz. Unmöglich ist es, alle zu nennen, der Besucher möge selbst weiterforschen, frei seinem persönlichen Geschmacke folgend und ungehemmt von dem Zwang zu einer gewissen Objektivität, die einem Berichterstatter auferlegt ist. Und wer etwas erstehen möchte braucht sieh nicht von der Furcht vor zu hoch angesetzten Preisen entmutigen zu lassen. W. Q. Im Hotel „Barbarossa“ fand die Jahreshauptversammlung der Sektion Konstanz des Deutschen Alpenvereins statt, an der sich außerordentlich viele Mitglieder beteiligten. Das beste Zeugnis über die Aktivität der Sektion stellten die Ausführungen der für die verschiedenen Sachgebiete verantwortlichen Referenten dar. Aus dem lebendigen und umfangreichen Jahresbericht ein paar wesentliche Punkte: Die Mitgliederzahl ist weiter angestiegen und hat das halbe Tausend überschritten; der Kassenstand weist dank umsichtiger Verwaltung einen Uberschuß auf, die umfangreiche Bibliothek wird von den Mitgliedern viel benützt. Besonders erfreulich war die Mitteilung, daß die Alpe Furx oberhalb Laterns (Vorarlberg) wieder gepachtet werden konnte und nun neben der Konstanzer Hütte im Ferwall und der Hütte in Imberg den Mitgliede/n als Bergsteigerheim zur Verfügung steht. Bereits nach Weihnachten werden auf der Furx die ersten Skikurse für Anfänger und Fortgeschrittene stattfinden. Eine wesentliche kulturelle Bereicherung des Winterprogramms sind die monatlich statt- flndenden Lichtbildervorträge, in denen jeweils bekannte Alpinisten in Wort und Bild von ihrem Bergerleben berichten. Den breitesten Rahmen im Leben der Sektion nahmen naturgemäß die Bergfahrten ein. Zahlreiche Skifahrten wurden durchgeführt: Tanzboden, Regelstein, Kronberg, Gamserrugg, Käserrugg, Roßwies, Gampemei, Schild (Glarner Alpen), Piz Sol sind Meilensteine im letzten Winter, der seinen Höhepunkt fand in der hochalpinen Tourenwoche im Gebiet der Konstanzer Hütte. Das Sommerprogramm trug in seiner. Reichhaltigkeit allen Wünschen Rechnung: Pfingstfahrt zur Alpe Furx und auf den Hohen Freschen; eine Flora Wanderung auf den Alpsiegel; Besteigung des Naafkopfes im Fürstentum Liechtenstein; Überschreitung des Säntis und Felsfahrten um die Silberplattenköpfe; Hochtour auf die Rote Wand (Ostgrat); Kletterfahrt auf den Zweiten Kreuzberg; Bergwanderung Scesaplana; Herbstwanderung Heidenhaus. Weitere vorgesehene Touren waren dem Schlechtwetter des Herbstes zum Opfer gefallen. Der traditionelle Höhepunkt des geselligen Lebens war wieder das Kartoffelessen mit der Ehrung verdienter Jubilare. Satzungsgemäß finden Neuwahlen für die Vorstandschaft erst im nächsten Jahr statt. Der 1. Vorsitzende, Karl Volz, dankte seinen Mitarbeitern und den Mitgliedern für ihre Tätigkeit und die Teilnahme am Leben der Sektion. Im Anschluß an den offiziellen Teil erfreuten H. Ruder mit prächtigen Farbfotos der näheren Heimat und aus dem Montafon, und H. Witzigmann mit Bildern von zwei beachtlichen Westalpenfahrten. Die Jahreshauptversammlung stand ganz im Zeichen echten, alpinen Geistes der Konstanzer Bergsteigerfamilie und war ein glänzendes Zeugnis für die Schlußworte im Jahresbericht des Schriftführers über die Eigenschaften eines Alpinisten: „In einer sind sie wohl alle vereint: in der Pflege guter Kameradschaft!" Htts bet 9 tad)batfd)aft lodiebögen in einen harmonischen Bereich einfließen, der in der Art deT Intervall- bdldung und der Stimmung der vorherrschenden Moll-Klänge ebenso auf vorklassi- sefae wie teils auf romantische Stilvorbilder hin weisen könnte. Der starken seelischen Wirksamkeit dieser Musik, die durch eine größere Besetzung der Streicherstimmen noch sehr an Eindringlichkeit zu gewinnen vermag, konnte sich wohl kein Zuhörer verschließen. Das Auftreten eines Künstlers vom Range Kammersänger Walter Ludwigs (Berlin- Wien) brachte wohl die Gewähr mit sich, daß Allensbach. Im Alter von nahezu 73 Jahren starb gestern Bäckermeister Albert Brodmann. Der Verstorbene war Ehrenvorstand des Musikvereins und Altgemeinderat. — Am Dienstag fand bei überaus großer Anteilnahme die Beerdigung des Metzgermeisters Ferdinand Keller statt. — In dem Bericht über das Patroziniumsfest am Dienstag muß es richtig heißen: Auf der Orgel spielte Frau Dr. Werner, die Gesamtleitung der Aufführung der Messe lag in den Händen von Hauptlehrer Frick. Langenrain. Für die restliche Instandsetzung und Teerung der Kreisstraße sollte man die Vorarbeiten so rechtzeitig vornehmen, daß im Frühjahr auch unsere Landschaft den Fremden erschlossen wird und ebenso den Einheimischen die so drin- „der Sänger“ an Stelle des sonst gewohnten Instrumentalsolisten nicht als künstlerisches Wagnis empfunden wurde. Die klassischen Opern-Arisn, die der Künstler mit. dem ab und zu etwas zu ..dick“, aber sonst sehr achtsam begleitenden Städtischen Orchester vortrug, ließen über seine charakteristischen Vorzüge und Fähigkeiten keinen Zweifel bestehen. Walter Ludwig ist als ein betont lyrischer Tenor anzusprechen, der dem Opernstil Mozarts eine besondere stimmliche Eignung und fein gestalterische Einfühlung entgegenbringt. Während die Urfassung der Florestan- Arie aus Beethovens „Fidelio“ (Kerkerszene: „Gott, welch Dunkel hier“) zu wenig leidenschaftlich, zu wenig schmerzlich und in der Stimmführung allzu zurückhaltend berührte (was auch teilweise der „Urfassung“ zuzuschreiben ist!), zeigten die Mozart-Interpretationen des Künstlers blühenderen stimmlichen Glanz und merkbar vertiefte seelische Akzente. Neben der Konzert-Arie „Per pleta non ricercate“ für Tenor und Orchester (K.V. 420, zur Oper ..II curioso Indiscreto“) fesselten besonders die zwei Ottavio-Arien aus „Don Giovanni“ die Zuhörer durch biegsamen Schmelz, Klarheit der Deklamation, den feinen sotto-voce-Stil und die Innerlichkeit des Ausdrucks, so daß der Künstler sich zur Werkwiederholung entschließen mußte. Beethovens seltener gehörte (und auf den allgemeinen Orchesterprogrammen immer sehr stiefmütterlich behandelte) Achte Symphonie in F-dur op. 93 bildete einen wohlgelungenen Konzertabschluß. Wenn auch der Dirigent Dr. Treiber das rhythmische Gerüst des Werkes gegenüber dem expressiven Element vielleicht etwas zu sehr in den Vordergrund rückte, wenn die dynamische Durchzeichnung noch nicht überall ganz ausgeglichen war und etwa auch die heiklen Streichereinsätze im „Allegretto scherzando“ noch etwas zögernd ausfielen, so überraschte doch die klangliche Geschlossenheit, mit dem das prächtige imd frohsinnige Werk im ganzen dargeboten wurde. Besonders das ausgedehnte Finale wuTde flüssig, leicht und locker, mit der nötigen rhythmischen Prägend notwendige Verkehrserieichterung auf dieser Durchgangsstraße bringt. Sport Französische Gäste beim KSV „Rheinstrom" Zum zweitenmal nach dem Kriege wird der KSV „Rheinstrom“ morgen abend gegen eine französische Staffel boxen. Es handelt sich diesmal um eine Auswahl von Heeresboxern, die in Konstanz, Friedridishafen, Lindau, Dotiau- esdiingen, Villingen, Offenburg und Freiburg stationiert sind. Die französische Staffel hat kürzlich in Freiburg einen ausgezeichneten Eindruck hinteilassen und dürfte auch den „Rheinstrom" vor keine leichte Aufgabe stellen. Jedenfalls sollten die Zuschauer morgen abend in der Schotten-Turnhalle wieder schöne Kämpfe zu sehen bekommen. _ Beilagenhinweis. Einem Teil unserer heutigen Auflage liegt ein Prospekt der Textilmanufaktur Haagen, Wilhelm Schöpflin, bei zision und Eleganz „hingeworfen“, so daß der reiche Beifall der Zuhörerschaft am Schluß als verdiente Anerkennung zu bezeichnen war. Dr. G. Lenzinger Neue Filme „Die seltsame Geschichte des Brandner Kaspar“ (Roxy) Die meisten Leute, die einem in diesem Film über den Weg laufen, kennt man aus unzähligen Gebirgsfllmen: das „Madl“, das sich zwischen „Jager“ und Bauernsohn entscheiden muß, den wildernden Bauernsohn, der das Madl nur haben soll, wenn er seiner Jagdleidenschaft entsagt, den leutseligen Herrn Baron und den komischen Jagdgast aus der Stadt. Dann aber begegnet dem Brandner Kaspar, der sich mit allen seinen Kräften gegen das Altwerden wehrt, ein grausliges Wesen, nämlich der Sensenmann persönlich, der in der Gestalt eines wunderlichen Knochensammlers und Wurzelsepps den alten Sünder verfolgt. Der weitere Verlauf der Geschichte führt sogar bis in die Vorhalle des Himmels, eines sehr bayrischen Himmels übrigens, an dessen altarähnlicher Pforte Gustav Waldau als Petrus recht hintersinnig gemütlich seines Amtes waltet. Wie leicht hätte das schief gehen können! Was aber da auf der Leinwand in wahrhaft vitaler Weise wieder lebendig wird, ist im Grunde gutes, altes, barockes Volkstheater, und der Film wahrte den naiven Glauben und die unverbrauchte Fantasie eines Bergvolkes und brachte auch die tiefe Menschlichkeit mit, um eine solche Himmelfahrt wagen zu können. Außerdem stand gerade für den Tod, den sich der Film gleichsam aus einem mittelalterlichen Mysterienspiel verpflichtite, ein Schauspieler zu Gebote, dessen hohe Kunst im Letzten tief im Volke wurzelt. Wer wollte es wagen, Paul Hörbiger diese Rolle nachzuspielen? Nicht weniger ergreifend wirkte der Brandner-Kaspar Karl Werys, der von einem Almwiesenhimmel träumt, wo die Gemsen und Rehe zutraulich werden und keine Schießerei und keine städtischen Sonntagsjäger mehr den Bergfrieden um die Hütte seines Nannerl stören. -enz- fLil Jetzt mitHtAckaH. ^ UJeihHaehteH mitlacken WB*T 0 T 0 HdliplSfClIC irQ KODSlSIlZ Donnerstag, 11. Dezember 1952 SÜDKURIER Nr. 201 / Seite 6 t tatt Karten N ach Gottes hl. Willen verschied nach längerer Krankheit und einem arbeitsreichen Leben, versehen mit den hl. Sterbesakramenten, unser lieber, guter Vater, Schwiegervater und Onkel Adolf Werkmeister Keilhofbauer ins- Alter von 78‘/t Jahren. Friedingen, den 10. Dezember 1952 In tiefer Trauer Familie Alfons Werkmeister Familie August Philipp, Ehingen Josef Werkmeister Familie Karl Werkmeister Beerdigung Freitag, den 12. Dezember 1952, 9 Uhr. Nach schwerer Krankheit verstarb am 7. Dezember 1952 kurz vor Vollendung seines 72. Lebensjahres in Stuttgart mein geliebter Mann, unser guter Vater, Großvater, Schwiegervater, Schwager und Onkel Prof. Dr. med. Heinrich Fründ berhorbach. (Post Neunkirchen, Bez. Köln), Osnabrück, Heidelberg - Schlierbach ln tiefer Trauer Grete Fründ, geb. Gotobert Dr. rer. pol. Heinz Fründ Gertrud Fründ, geb. Kämmerer Erwin Fründ Traute Fründ, geb. Rawie Dr. med. Rudolf Fründ Wöbe Fründ, geb. Zincke Familie Prof. Dr. med. Sigmund Weil und 5 Enkelkinder Die Beisetzung findet in Osnabrück statt. Kadi einem arbeitsreichen Leben entschlief heute im geseg- neten Alter von 82 Jahren mein guter Gatte, unser lieber Vater, Schwieger-, Groß- u. Urgroßvater, Bruder, Schwager und Onkel Konstantin Mayer Maurermeister Litzelstetten, den 9. Dezember 1952 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Anna Mayer geb. Riedle Beerdigung am Donnerstag, den 11. Dezember 1952, 9.30 Uhr. t Nach langem, mit Geduld ertragenem Leiden verschied heute mein lieber, guter Vater, Bruder, Schwager, Onkel und Pate Albert Brodmann Bäckermeister im Alter von nahezu 73 Jahren, versehen mit den heiligen Sterbesakramenten. Allensbach, den 10. Dezember 1952. In tiefer Trauer Tochter Annemarie Brodmann Geschwister Maria, Josefine und Mathilde Brodmann Familie Ant. Brodmann Familien Ernst Brodmann sen. und jun. und alle Anverwandten. Beerdigung Freitag, den 12. Dezember 1952, 10 Uhr, in Allensbach. + Gutschein Ob. einmalige Kostpcobe »Frauengold« für nervöse, reizbare, erschöpfte Frauen, wenn Unausgeglichenheit, innere Unruhe u. schwere Tage ihren Alltag vergällen. Bodan-Drooetle Rosgartenstr. 31 Anämie-Blutarmut Leiden Sie hierunter, besonders Frauen u. Mädchen? Fehlen Ihnen rote Blutkörperchen, so daß Sie sich kraftlos und elend fühlen? Dann nehmen Sie FLORADIX Blutsaft Sie werden überrascht sein von der durchgreifenden raschen Wirkung. Reformhaus Gerstmayer Kanzleistraße S Der Darm ist Ausgangspunkt vialar Kranichaltan. Magengeschwüre und Entzündungen, Leber-, Gallenleiden, Hämorrhoiden usw. sind meist die Folgen ungenügender Pflege des Darms. Besles Schlankheitsmittel Nehmen Sie daher Fluggelin der Sthlackenfeind Reformhaus B.ba, Kanzleistr. 19 Reformhaus 6erstma?ar, Kanzloistr.l Inserieren bringt Gewinnt Sofort Geld! | erhalten Sie beim Verkauf | Ihrer Sübermünzen, Altsliber. Attgokt. Brillanten etc Juwelier Heros Renslens | Kanzleistr. 17, neb. d. Rathaus j Zahle Höchst-Tagespreise I t unerwartet rasch nahm Gott der Herr meinen Heben Mann, unseren guten Vater, Schwiegervater, Opa, Bruder, Schwager und Onkel Georg Breimaier Gipser im Alter von fast 77 Jahren zu sich in die ewige Heimat. Konstanz, den 9. Dezember 1952. Schützenstraße 38 In tiefer Trauer Berta Breimaier geb. Piepenbrink Kurt Breimaier mit Braut Helmut Breimaier mit Frau Enkelkinder Udo und Helmut Beerdigung findet am Freitag, den 12. Dezember 1952, um 14.30 Uhr statt. t Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere liebe Mutter, Großmutter, Schwiegermutter, Schwester u. Tante Walburga Späth Wwe., geb. Heizmann wohlvorbereitet mit den hl. Sterbesakramenten, im 84. Lebensjahr zu sich in die ewige Heimat zu nehmen. Konstanz, den 9. Dezember 1952. Grünenbergweg 10. In tiefer Trauer Familie Josef Späth, Konstanz Stefan Späth, Usingen Ts. und Angehörige. Beerdigung: Donnerstag, 11. Dezember 1952, um 15.30 Uhr. Ihre Vermählung beehren sich anzuzeigen Jacques Sicard Angoulöme/ Frankreich Anneliese Sicard geb. Storelh Konstanz / Ob. Laube 49 ll. Dezember 1952. — Trauung 12 Uhr, Lutherkirche. t Statt Karten I Der Herr über Leben und Tod hat heute früh, wohlvorbereitet, einen Tag vor seinem 77. Geburtstag, meinen treusorgenden Gatten, unseren lieben Vater, Großvater, Schwiegervater Karl Schatz Schmiedmeister zu sich in die Ewigkeit gerufen. Espasingen, den 10. Dezember 1952 In tiefer Trauer Julie Schatz geb. Merk und Kinder Beerdigung Freitag, 12. 12. 1952, 9.30 Uhr, vom Trauerhaus aus. t TODESANZEIGE und DANKSAGUNG Unerwartet starb am 2. Dezember unser lieber, treusorgender Vater, Großvater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel Martin Stengele im Alter von 71 Jahren. Wir haben den lieben Verstorbenen in aller Stille zur letzten Ruhe gebettet. Auf diesem Wege sagen wir allen ein herzliches Vergelts Gott. Besonderen Dank der hochw. Geistlichkeit und allen, die ihm durch hl. Messe-, Kranz- und Blumenspenden sowie durch Teilnahme an der Beerdigung die letzte Ehre erwiesen haben. Singen, den 9. Dezember 1952 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Karl Stengele DANKSAGUNG Für die vielen Beweise aufrichtiger Anteilnahme beim Tode meines lieben Gatten, unseres guten Vaters Montan Wäsdile danken wir herzlich. Radolfzell, den 9. Dezember 1952 Die trauernden Hinterbliebenen Elfriede Wäschle geb. Berberich mit Kindern und Anverwandten DANKSAGUNG Statt Karten! Allen, die uns beim unerwarteten und so frühen Heimgang meines lb. Mannes, unseres guten Vaters Rudolf Matejka ihre Anteilnahme bekundeten sowie allen, die dem lb« Verstorbenen zu Lebzeiten Gutes erwiesen, für seine Seele zu Gott beteten und durch zahlreiche Meßopfer-, Kranz- und Blumenspenden ihr aufrichtiges Mitgefühl bewiesen, sagen wir ein herzliches Vergelts Gott. In diesen Dank schließen wir besonders ein den H. H. Dekan Kaiser, die Schulbehörden, die Stadtverwaltung, seine Berufskollegen, die schlesische u. pommersche Landsmannschaft sowie die Ortsgruppe der CDU u. den Kirchenchor von Herz-Jesu. Singen, den 10. Dezember 1952 Am Posthalterswäldle 50 In tiefer Trauer Hanna Matejka und Kinder SUDKURIER, das Blatt der Familien-Anzeigen Die glückliche Geburt ihrer Tochter Senate zeigen in dankbarer Freude an Boby von Witz leben geb. von Fristbiag Dr. lob Wilhelm von Witzleben Konstanz, den 9. Dezember 1952 Seestraße 5 z. Z. Städt. Frauenklinik GROSSER lüollvtckaul und SeUafwoUufniauseU in Konstanz-Petershausen, Gasthaus „Zur Neuen Welt* am Freitag, 12. Dezember und Samstag, 13. Dezember. Wir bieten Ihnen: Ia Schafwolle IM Gramm nur DM 1,8# Ia Kammgarnwolle IM Gramm nur DM 2,60 Ia Perlwolle IM Gramm nur DM 2,M Außerdem Damen- und Herren-Strickwesten sowie herrliche Woll-Schals. Hermann Driescher, Singen Sia speu>an viel Qold wenn Sie bei uns waschen. Feuchtwäsche per Kilo ca. 40 Pfg. Wir waschen und weidMn nur mit Henkelerzeugnisswi. Badolfzeller Strafe ff 665 C Immobilienbüro Sprenger Kemstmmz-Stamd, borallengeng 19 m 0>|»M— 1 ■Har Ml I Raum für Lager und Büro in Stadtmitte, mit Zufahrt für Auto, per 1. Jan., evtl, früher, zu vermieten. Inneneinrichtung zum Teil vorhanden. Gas, Wasser u. Stromanschluß. Zuschr. u. 15 873 Südk. Konstanz. Sltlknanjuhoft Zur Abwicklung des laufenden Schriftwechsels und Erledigung von BuchungsarbeLten für läng. Zeit halbtägig, zuverl., welbl. Bürokraft gesucht. Bewerbungen u. 16183 Südkurier Konstanz. Störschneiderin, gute, baldmögl. ges. Zu ertr. u. 81 275 Südk. Kstz. Bardame wenn möglich auf eigene Rechnung, sowie flotte Bedienung sofort gesucht. Wohnung und Ver pflegrmg im Hause möglich. „Blaue Grotte-Alpenstube“, Gast- haus-Cafä „Weißes Rößl“, Singen, Telefon 2262. Nach Kreuzungen Junges Mädchen für Haushalt gesucht. Zuschrift, unter 16 152 Südkurier Konstanz.« Vermietungen J Ausweichlager trocken, Stadtmitte, per 1. Jan. 1953, evtl, früher, zu vermieten. Zuschr. u. IS 674 Südk. Konstanz. Mietgasudta Gewerberaum, kleiner, etwa 20 bis 25 qm, heizbar, mit Strom- evtl. Wasseranschluß gesucht. Zuschr. unter 812*1 Südkurier Konstanz. Gewerberaum ca. 50 qm, von einem Textilbetrieb f. Januar spät. Februar gegen gute Bezahlung gesucht, mögl. zu ebener Erde mit gut. Lichtverhältnissen. Evtl. Mietvorauszahlung. Zuschriften u. 18 157 Südkurier Konstanz. Vtrfcflttfo Anzug, grau, f. gr. Figur, H.-Skihose, Schachspiel m. elfenb. Figuren, Konzertgitarre, Cello, Bratsche, OeLbilder, Aquarelle, Plastiken, billig zu verkaufen. Konstanz. Brudertunngasse 8/1. H.-Wintermantel f. Mt. Mann DM 15.—, kl. Bodenteppich zu verk. Zu erfr. u. 81 270 Südk. Konstanz. Wenn Bi öbal . .. dann von Grooven 4 Grflnenwald DasMöbelhuus an derPassage Pelzmantel echt, gut erhalten, "DM 280.— zu verk. Konstanz, Brüelstr. U/H, links. Kinderbettstelle mit Matratze und div. Spielzeug zu verkaufen. Zu erfragen u. 81 231 9üdtk. Konstanz. Zu Weihnachten praktische Haushaltgeräfe empfiehlt WILLI UMMENHOFER Konstanz, Zollemstraße 29 e*bt*ecnt SALAMANDER «usnwrkauc: Konstanz * Marktstätte 20 Pelzjäckchen, braun, neu, Gr. 40, DM 55.—, verk. Konstanz, Rosgartenstraße 22/1. Labortisch u. Chemikalienschränkchen mit reichL Zubehör, Mikroskop, I300fache Vergrößerung, preisw. abzugeben. Zuschr. 81202 Südkurier Konstanz. Büroscbreibmascfaine mit Tisch, Ziehharmonika „Hohner“ Club HI B, neu, Gitarre, 4 Monteuranzüge, neu, 50/52, Kohlenherd, weiß, kl. Küchenbüfett zu Verkaufen. Zu erfr. u. 81 278 Südkur. Konstanz. Rollschuhe auf Kugellager, u. Steitf-RoHer, beides sehr gut erhalten, zu verk. Zu erfr. u. 16 172 Südk. Konstanz. Gas-Zyllnderöfcben, Elaenblech- tisch f. Werkstatt verk. Konstanz, Neuhaiuserstraße 2/III. Chaiselongue mit Decke, DM 16. kl. Kanonenofen DM 6.—, Bettatelle DM 8.—, Herrenmantel neuw., DM 36.—, zu verk. Mark- grafenstraße 47, pt. Wer bei Renken wer - sieht wieder kler Brlll*n-Ronken Alle Kassen Kleine Preise Dammgassa 9 Ecke Slgismundstr. Herrenfahrrad, Union-Star, fast neu, 3 Gang, kompl. Ausrüstung, preisw. zu verk. Konstanz, All- Neuhauser Straße 2/III. Couches ab 150 DM; Sessel, Matratzen, Drahtmatratzen, nur eig. Fertigung (Teilzahlung möglich) bei Hotz, Konstanz, Kreuzlinger Straße 14. Büromöbel, Ia Fabrikate, Bürohaus Oettinger, Konstanz, Bahn- hofplatz 13 (gegenüber Hauptpost) Ständiges Lager in gebr. Schreibmaschinen. Mietmaschinen abzugeben. Schreibmaschinen-Mttller, Kstz., Wessenbergstr. 19, TeL 456. Schöne diriflbäumß Rot- und Weißtannen sowie Deckreis nach Gewicht hat im Auftrag zu verkauf. Eilangeb. mit Preis, Stückzahl und Gewichtsangabe an Ed. OSES, Unteralpfen über Waldshut. Geschäftsbücher o. Durchschreibe- buchbaltung. Bürohaus Oettinger, Konstanz, Bahnhofplatz u (gegen über Hauptpost). Waschpresse (neuwertig); Rieter- Kleinherd (gut erhalten) verkauft Karl Riedmüller, Bodanstraße 8 Durch preiswerten Einkauf beim Linoleum- und Tapeten-FISCHER Konstanz, Kreuzlinger StraBe 5 bereiten Sie allen Ihren Lieben eine große Weihnachtsfreude! Kaffeeservice, versilb., 40 .—, zu verkaufen. Zu erfragen u. 81284 Südkurier Konstanz. Rieter-Kleinherd (gut erh.) Waschpresse (neuw.) verk. KARL RIED MÖLLER, Konstanz, Bodanstr. 1 Versilbertes Tafelbesteck 24tlg. (6 Messer, 8 Gabeln, 8 Löffel u. 6 Kaffeelöffel) DM 27.—. Auslieferung durch F. Nücbter, Überiingen/See Postfach 108 Puppenwiege mit Inh., 65 X 43 cm., neu, bäuerlich bemalt, zu verk. Kstz., Alemannenstraße 6/m, lks. c Konfgosndi« J Anzug, Gr. 48/50, gesucht. Zuschr. u. 61 303 Südkurier Konstanz. Bleisoldaten (flache) alte Nürnberger, gesucht. Kstz., Tel. 100. Puppenwagen zu kaufen gesucht. Zu erfr. u. 81 285 Südk. Konstanz. Orient-Teppich ca. 4X5 m, gut erhalten, sowie einige Perserbrücken gesucht. Greiner 4 Zietz, Konstanz, Bahnhofstraße 6. H.-Anzug, Gr. 48/50, dk.-blau oder grau, zu kauf. ges. Zuschr. unter 81286 Südkurier Konstanz. Etektr. Eisenbahn, 00, z. kauf. ges. Zu erfr. u. 81 271 Südk. Konstanz. c Tiermarkt Eine Anzahl Kaninchen zu verkaufen. Wollmatingen, Rudolf zeller Straße 5. lenäMuMt Anzug, schwarz, mitrtl., schlanke Fig., 170 gr., zu leihen gesucht. Zu erfr. u. 81 277 Südk. Konstanz. Verlest-Anzeigern Geldbeutel, braun, vom Postamt bis Bahnhof am 9. 12. verl. Verlierer wurde am 9. 12. aus dem Krankenhaus entl. und ist mittellos. Der ehrt. Finder wird gebeten, den Geldbeutel beim Fundbüro Konstanz abzugeben. 1' Oeukäfll. fmplnhlnng ) Brandeilig« Druckaulträge •neb Großauflagcn liefert harrt risti* Frmmx Pfeffer, Keutaaz, Telefon 188. Verlangen Sie Angebot u. Yertreterbesuch SjnilllllllllllllllllMlllllllflllllllMMHIIIIItlllllimS I Jetzt ist es höchste Zeit... I für Ihre Lieben Weihnachtsgeschenke | zu kauten. = Praktische Elektrogeräte wie | Staubsauger | Heizplatten | Heizofen | Heizkissen | Bügeleisen | Tauchsieder | Nachttischlampen | und vieles mehr b z finden Sie In schöner Auswahl : z preiswert bei 5 f Eugen Kiebele 1 I Elektromelder E | Konstanz a.B., Kanzleistr. 8 li § äiiniiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiimiiitiiiiiiiiiiR Drückt Sie der Magen? Bel Megendruek, Sodbrennen und nervösen Magenbeschwerden verursacht meist überschüssige Magensaure Ihre Schmerzen. Das lästige saure Aufstoßen und Völlegefühl nach den Mahlzeiten haben die G leiche Ursache. Biserirte Magnesia, as seit Jahrzehnten bewährte Arzneimittel, beseitigt rasch den Säureüberschuß und schützt die Magen« Schleimhaut vor weiterer Säureeinwirkung. Schon t-4Tabletten oder ein wenig Pulver machen sofort sehmersfrei und lassen Ihren Magen wieder normal arbeiten ist in allen Apotheken schon für DM 1,6S (Tabletten oder Pulver) sowie in größerer, vorteilhafterer Packung zu erhalten. Wenn der Motor streikt ... .. hilft: Telefon 736 Moloren-Mangold Ankerwidcelei - seit 1925 - Konstanz - KrouzlingorStrafto 43 ■ Motorenlager ■ Ersatzmoforen ■ Motorzubehör Schreibarbeiten aller Art erledigt Schreibbüro Hanna Mohr, Konstanz, Bodan- platz 16. Eingang Hfletlinstrafle Er ist da! Er mußte zu Weihnach-| ten noch hereinkommen Und es hat geklappt I Aus Sizilien ist er ein-| getroffen und präsen-1 tiert sich in sehr guter! Qualität. Das südliche I Feuer und Tempera-1 ment hat er in sich f Fine feine Sache und I kostet wenig. Unser | XTNA - GLUT köstlich ;üß und feurig, die l /t-| ^lasche DM 2,40. Gerade | echt für die Feiertage. Nicht vergessen, wenn | sie in die Stadt kommen m ÄTNA-GLUT denken I Nass wischen können Sie getrost einen Boden, der mit REGINA- Hartglanzwachs gebohnert wurde. Das ist einer der vielen Vorteile, die REGINA d es vielbeschäftigten Hausircm bringt Sie weiß es sm schätzen und verlangt deshalb immer wieder REGINA HARTGLANZWACHS Fö, Holzböden »EGlNA-BeUe Konstanz: Seifenfabrik Boehringer-Knaeble Seilerei Hämmerle Münster-Drogerie Jellinek Bürstenfabrik Thoman K.-Petershausen: Gebhards-Drogerie Herrlen Drogerie Sterk W. Vetter IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIJIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Donnerstag, 11. Dezember 1962 SODKURtEB Nr. 201 / Seite t Steuerfreie Beträge in der Lohnstenerkarte 1953 Was kann als Sonderausgaben geltend gemacht werden Die Lohnsteuerkarten 1953 sind inzwischen den Arbeitnehmern ausgehändigt worden. Wie alljährlich, erhebt sich für den einzelnen auch jetzt wieder die Frage, welche Möglichkeiten ihm zur Verfügung stehen, um die lohnsteuerlichen Belastungen so gering als möglich zu halten. Die Geltendmachung von Sonderausgaben, die den Steuerpflichtigen über den Rahmen der allgemeinen Lebenshaltungskosten hinaus belasten, steht hierbei an erster Stelle. Nachdem der Bundesrat am 21. 11. 1952 dem vom Bundesrat beschlossenen „Gesetz über die Erhöhung der Pauschale für Sonderausgaben“ zugestimmt hat, sind vom Arbeitnehmer nur dann noch Sonderausgaben geltend zu machen, wenn diese einen Jahresbetrag von 624 DM oder monatlich 52 DM übersteigen. Sonderausgaben, die diesen Betrag nicht erreichen, werden bis zu dieser Höhe ab 1. Januar 1953 bereits in der Lohnsteuertabelle berücksichtigt. Durch diese Maßnahme dürfte erreicht werden, daß in Zukunft ein Teil der bisher gestellten Anträge auf Berücksichtigung von Sonderausgaben wegfallen. Auf der anderen Seite hat natürlich mit der Steigerung der Arbeitseinkommen auch eine Erhöhung der Sonderausgaben stattgefunden. Die Zahl der Lohnsteuerpflichtigen, die Sonderausgaben nachzuweisen haben, die über den neuen Pauschbetrag von 52 DM monatlich hinausgehen, wird daher nicht unbeträchtlich sein. Geltend gemacht werden können: Sozial Versicherungsbeiträge, Pflichtbeiträge und freiwillige Beiträge zur Krankenkasse, Angestellten- oder Invalidenversicherung und Arbeitslosenversicherung; ferner Beiträge zur Unfall-, Haftpflichtversicherung, Versorgungs- u. Sterbekassen, Lebensversicherung, Beiträge und Anteile an Bau- Hilfe für dürregeschädlgte Landwirtei Stuttgart (Tfz.-Eigenbericht.) In der Verfassungs-Vollversammlung kam es während der Beratung über die Möglichkeiten einer baldigen finanziellen Unterstützung der von den Trockenschäden der letzten Dürreperiode schwer betroffenen heimischen Landwirtschaft zu erregten Auseinandersetzungen zwischen Abgeordneten der Regierungsparteien und der Opposition. Die Dürreschäden belaufen sich nach amtlichen Schätzungen auf 257 Millionen DM Mit Rücksicht auf die Dringlichkeit wurde der Präsident der Verfassungsversammlung ermächtigt, einen entsprechenden Gesetzentwurf ohne vorherige Lesung sofort den Fachausschüssen zuzuleiten. Im ganzen soll die Regierung einen Betrag von 6,8 Millionen DM zur Milderung der Dürreschäden zur Verfügung stellen. Sparkassen und Wohnungsbaugenossenschaften, Sparbeträge auf Grund eines Sparvertrages mit einem Kreditinstitut, Ausgaben zur Förderung gemeinnütziger, mildtätiger, religiöser und wissenschaftlicher Zwecke, Schuldzinsen, Renten, Kirchensteuer und Vermögensteuer. Hierbei sei besonders darauf hingewiesen, daß die Aufwendungen für den ersten Erwerb von Anteilen an Bau- und Woh- nungs- und Verbrauchergenossenschaften, sowie die Beiträge auf Grund anderer Kapitalansammlungsverträge, zu denen vor allem die Sparverträge mit festgelegten Sparraten gehören, stets in voller Höhe als Freibetrag auf die Lohnsteuerkarte eingetragen werden. Der Pauschbetrag von 624 DM jährlich oder 52 DM monatlich bleibt also für diese letzteren Aufwendungen ohne jede Anrechnung. Gerade der Kleinsparer kann also in jedem Falle mit einer steuerlichen Vergünstigung rechnen, wenn er einen langfristigen Sparvertrag mit einem Kreditinstitut abgeschlossen hat. Es spielt dabei keine Rolle, ob der monatliche Sparbetrag unter dem Pauschsatz von 52 DM bleibt oder ob er darüber liegt. Diese wichtige Vergünstigung ist leider auf den Merkblättern, die den Lohnsteuerkarten 1953 beiliegen, nicht vermerkt. Antragsformulare für die Geltendmachung von Sonderausgaben werden von den Finanzämtern ausgegeben. Den Anträgen sind stets genaue Unterlagen über die Aufwendungen beizufügen. d. Branntweinsteuer-Senkung gefordert Düsseldorf. Der Bundesfachverband der Deutschen Spirituosen-Industrie ln Düsseldorf hat erneut eine Senkung der Branntweinsteuer gefordert, und zwar diesmal mit dem Antrag, eine solche mit Wirkung vom 1. April 1953, dem Beginn des neuen Bundeshaushaltsjahres, zu bewilligen. Dieser Antrag wird von der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Spiritus-Industrie in Frankfurt/Main, in welcher die Sprithersteller und die Spritbezieher vereinigt sind, unterstützt. Nach Ansicht der deutschen Spirituosenindustrie ist die Senkung der Branntweinsteuer, die heute immer noch das dreieinhalbfache der Branntweinsteuer vor dem Krieg beträgt, nicht nur aus wirtschaftlichen, sondern auch aus sozialen Gründen dringend geboten. Das Bundesfinanzministerium hat sich derartigen Argumenten, worauf die Spirituosenindustrie verweist, auf anderen Verbrauchsteuergebieten nicht verschlossen. Es wurde vor längerer Zeit die Zigarrensteuer gesenkt mit dem Ergebnis, daß ein Einnahme-Ausfall nicht entstand, weil der Verbrauch anstieg. Des weiteren ist vor kurzem die Sektsteuer auf ein Drittel ermäßigt worden, ebenfalls um nicht nur der verarbeitenden Wirtschaft zu helfen, sondern hier vor allem den Absatz der kleinen Weine zu fördern. Uebrigens hat Berlin bereits den Beweis erbracht, daß eine Senkung der Branntweinsteuer auf die Hälfte sofort zu erheblichen Umsatzsteigerungen in allen Sparten der spiritusverarbeitenden Industrie und des Handels führt. Sporldienst des Südkurier Ehrungen für Kling, Lang und Neubauer Anläßlich der Mercedes-Erfolge ln Mexiko Di« bei dem großen Automobilrennen in Mexiko, der Carrera Panamerlca, erfolgreichen MeTcedes-Benz-Fahrer Karl Kling, Hermann Lang und der Rennleiter Alfred Neubauer standen in einer Feierstunde des Untertürkheimer Werkes im Mittelpunkt zahlreicher Ehningen. Nach dem Dank der Landesregierung von Baden-Württemberg durch Ministerpräsident Dr. Reinhold Maier und der Dalmlet-Benz-Werke durch Generaldirektor Heinrich Wagner, zog Direktor Nalllnger das Fazit der Rennsaison und erklärte, daB die Erfahrungen bei den Rennen sich auch auf die Entwicklung der Normalfahrzeuge vorteilhaft auswirken. Fleiß, Ausdauer, Opferbereitschaft und Qualität seien die Grundlagen für den Erfolg in Mexiko gewesen, betonte der Stuttgarter Oberbürgermeister Dr. Arnulf Klett. Bundesverkehrsminister Dr. Hans Christoph Seebohm überbrachte am Montagabend bei einem Empfang des württembergischen Automobilklubs den siegreichen Mercedesfahrem Kart Kling und Hermann Lang sowie Rennleiter Alfred Neubauer die Glückwünsche und den Dank des Bundespräsidenten und der Bundesregierung. Mexiko-Sieger: das Finanzamt Mercedes-Fahrer stßhnen unter Steuerlast Der Sieger der Carrera Panamerica (Mexiko), Kart Kling (Stuttgart), erklärte, daß ihm von seinem Siegespreis in Mexiko nach Abzug aller Unkosten und steuerlichen Belastungen von den 85 000 DM nur noch 18 000 DM verblieben. Kling muß an seinen Beifahrer Klenk 10 Prozent und an die Rennorganisation 15 Prozent des Siegerpreises abführen. Dazu komme neben der normalen steuerlichen Belastung noch ein Steuersatz von 50 Prozent, so daß sich die gesamte steuerliche Belastung auf etwa 61 Prozent belaufe. (SK) Ohne also wie die Rennfahrer Kopf und Kragen zu riskieren war also das Finanzamt Mexiko-Sieger. Der Fiskus saß nicht am Steuerrad, er drehte ganz gehörig die Steuerschraube. Bemühungen bei der Steuerbehörde, die hohe Steuer herabzusetzen (da es sich um einen lebensgefährlichen Beruf handle), schlugen fehl. Man darf nicht vergessen, daß der Mercedes- Sieg das Ansehen des deutschen Sports und der deutschen Industrie im Ausland gehoben hat und zweifellos auch den Export fördern wird (von dem wieder die Steuerbehörde profitiert). Die italienischen Rennfahrer zahlen heute noch, wie die deutschen vor dem Krieg, nur 10 Prozent Steuer aus Sieg und Startgeldem. Sportausschuß gegen Müllers Freigabe Das Gnadengesucht des Verbandes westdeutscher Faustkämpfer um Aufhebung der lebenslänglichen Disqualifikation Peter Müllers (Köln) wurde vom Sportausschuß des Bundes Deuts-’ - Berufsboxer abgelehnt. Sechs Rennen zählen für Meisterscbaffspankte Deutsche Motorradmeisterschaft International angeglichen Vieh- und Schweinemärkte Markdorf. Der Sduweinemarkt vom 9. Dezember war mit 71 Ferkeln beschickt. Bei flauem Handel wurden 60—80 DM per Paar bezahlt. Freiburg. Am 8. Dezember wurden aufgetrieben 15 Ochsen, 22 Bullen, 54 Kühe, 37 Färsen, 164 Kälber, 522 Schweine, 50 Schafe. Die Preise betrugen in DM je 50 kg Lebendgewicht für Ochsen A 80—95, B, C D nicht notiert) Bullen A 87 bis 90, B 84, C 68—81, D nicht notiert) Kühe A nicht notiert, B 62—77, C 45—66, D 35—44; Färsen A 90—106, B 80—86, C 68—72, D nicht notiert; Kälber A 125—135, B 115—123, C 100 bis 112, D 90—95) Schweine A, B 1, B 2 130—132, C, D 128—133, E und F nicht notiert) Sauen G 1 110—125, G 2 und J nicht notiert) Lämmer und Hammel A 85, B 80, C 75. Schafe nicht notiert. Marktverlauf: Großvieh schleppend, Kälber langsam; Schweine flott; Schafe ruhig, Uberstände. Stuttgart. Am 9. Dezember wurden aufgetrieben: 1093 Rinder (530 Kühe, 211 Bullen, 87 Ochsen, 265 Färsen), 989 Kälber, 1890 Schweine, 112 Schafe. Die Preise betrugen in DM je 50 kg Lebendgewicht für Ochsen A 80—92, B 65—67, C 50—58, Bullen A 82—92, B 72—82, Kühe A 63—72, B 50—59, C 39—47, D 30—36, Färsen A 90—105, B 75—84, Kälber A 115—125, B 105—115, C 90b.s 100, D bis 90, Schafe bei Notierung noch nicht verkauft, Schweine A, Bl und B2 124—128, C 122—126 D 115—125, Gl 102—112, G2 bis 98, — Marktverlauf: Großvieh mäßig belebt, kleiner Ueberstand, Kälber und Schweine mäßig belebt, geräumt. Mannheim. Am 8. 12. wurden aufgetrieben 473 Rinder, 235 Kälber, 80 Schafe, 1703 Schweine. Die Preise betrugen in DM je 1 Pfund Lebendgewicht für Ochsen 0,75—0,98, Bullen 0,70—0,97, Kühe 0,36—0,76, Färsen 0,65—1,03, Kälber 0,75 bis 1,50, Schafe 0,65, Schweine 1,12—1,26. Marktverlauf langsam bis m.ttel. Uberstände bei Großvieh und Kälbern. U1 m. Am 9. Dezember wurden aufgetrieben: 5 Ochsen, 16 Bullen, 58 Kühe, 12 Färsen, 189 Kälber, 409 Schweine, 44 Schafe. Die Preise betrugen in DM je 50 kg Lebendgewicht für Ochsen A 80 bis 85, B, C, D nicht notiert, Bullen A 80—83, B 70—78, C, D nicht notiert, Kühe A 62—70, B 50—58, C 38—45, D bis 37, Färsen A 85—94, B 75—80, C 63—72, D nicht notiert, Kälber A 90—100, B 80—88, C 70—78, D nicht notiert, Schweine A bis B2 122 bis 127, C bis F 110—120, Sauen nicht notiert, Lämmer bis 75, Schafe nicht notiert. — Marktverlauf: in allen Gattungen ruhig, bei Großvieh geringer Uberstand. Ravensburg-Tettnanger Obstmarki Ravensburg. Am 10.Dezember wurden notiert: Goldparmänen A 20—22, B 11; Boskoop A 15—16, B 9) Teuringer Rambur A+ 17,50, A 13—16, B 8—9) Brettacber A 15; Gewürz- luiken A 14, B 7i Champagner-Renetten B 8; Lokalsorten A 9—10, B 7. Die nächstjährige Deutsche Motorradmeister- schaft wird in mancher Hinsicht dem Austragungsmodus der Weltmeisterschaft angeglichen. Nachdem bereits 1952 die Beiwagenklasse bis 1200 ccm vom Meisterschaftsprogramm gestrichen wurde, fällt im nächsten Jahre nun auch die Seitenwagenklasse bis 750 ccm fort, so daß lediglich in der Gespannklasse bis 500 ccm — wie auch in der Weltmeisterschaft — ein Meister ermittelt wird. Die übrigen Meisterschaftsrennen in den Soloklassen bis 125 ccm, bis 250 ccm, bis 350 ccm und bis 500 ccm bleiben wie bisher bestehen. Eine zweite internationale Angleichung erfolgte tn der Punktwertung. Während bisher alle Meisterschaftsrennen bei einer Placierung unter den ersten Fünf nach dem jeweils erzielten Platz mit den Punkten sechs bis eins bewertet wurden, werden 1953 von den sechs Rennen nur die vier besten Ergebnisse (Punkte sechs bis eins) gezählt. In ähnlicher Weise werden die Weltmeister ermittelt, wobei hier allerdings 8 — 6 — 4 — 3 — 2 — 1 Punkte vergeben werden. Da« deutsche Meisterschaftsprogramm wurde für das nächste Jahr auf sechs Rennen beschränkt. Das Eilenriederennen und das Hamburger Stadtparkrennen zählen nicht als Meister- schaftsveranstaltungen, sie werden aber unter internationaler Beteiligung trotzdem am 12. April bzw. 16. August ausgetragen. Bei folgenden Rennen geht es um Meisterschaftspunkte: 10. Mai: Hockenheim; 31. Mai: Eifelrennen auf dem Nürburgring: 16. Juni: Feldbergrennen) 21. Juni: Solituderennen) 2. August: Norisring- rennen in Nürnberg) 30. August: Grenzlandringrennen. In wenigen Zeilen Der Wteltranglisten-Erste Frank Sedgman (Australien) wurde beim Endkampf der Tennismeisterschaft des Staates Victoria von dem Amerikaner Vic Seixas 8:6, 3:6, 6:3, 6:4 geschlagen. Theo Aaldering (Essen) verbesserte den deutschen Rekord im beidarmig Drücken der Schwergewichtsklasse auf 149 kg (bisheriger Rekord ist 147,5 kg). In der Gesamtwertung der Argentinien-Rund fahrt führt nach 1996 km weiter van Steenberghen (Belgien) mit 45:39,27 Std. vor Ockers (Belgien). Die Schwarzwälder Springer-Kernmannschaft nimmt am 11. Januar am traditionellen Springen um den Wanderpreis der Spielbank Baden-Baden auf der Nordschwarzwaldschanze teil. Die Eishockeymannschaft von Preußen Krefeld wurde für internationale Privatspiele gesperrt, weil der Club das Punktespiel in Füssen (26:0) mit Junioren bestritt. Die Stammspieler saßen auf den Zuschauerbänken bzw. in einer Füssener Gaststätte. Nationalspieler Paul Mebus (FC Köln) wurde von seinem Verein aus disziplinarischen Gründen bis zum 30. Januar gesperrt. Die Deutsche Reitervereinigung bestreitet in der kommenden Saison im Bundesgebiet sechs internationale Turniere. Der Westdeutsche Fußballverband beantragte einen außerordentlichen Bundestag, auf dem die grundsätzliche Bereinigung der Amateur- und der Profifrage behandelt werden soll. 1 Besonders vor Weihnachten kommt es auf Schnelligkeit an! Liefern Sie deshalb Ihre Stückgüter als Expreßgut auf! Daneben stehen zu Ihrer Verfügung: Kleinbehälter mit 1,2 oder 3 cbm Laderaum. Großbehälter mit 51 Tragfähigkeit, Güterwagen für alle Zwecke, «zuverlässiger Güterkraftverkehr Auskunft und Beratung bei allen Expreß, gut- und Güterabfertigungen. DEUTSCHE BUNDESBAHN EISENBAHNDIREKTION KARLSRUHE Vorsprung ist, wenn Jemand z. B. im Rennen voraus ist, lm Geschäft fortschrittlich rationell ist, usw. Sie denken hierbei selbstverständlich auch an Ihr Fahrzeug. Sie freuen sich beim Oberprüfen Ihrer Investierungen über Ihren FORD Taunus 12 M. Er hält den Vorsprung. Sie sind lm Genuß der Annehmlichkeiten, Zweckmäßigkeiten und rationeller Betriebwirtschaftlichkeit. Die Ford-Werke lieferten bis Jetzt 38 Millionen Fahrzeuge und das goldene Jubiläum steht vor der Tür. Synchron-Getriebe liefert FORD im Wagen seit 15 Jahren. Wir sind in der angenehmen Lage, Ihnen die vielen Vorteile des TAUNUS 12 M bei der Probefahrt unverbindlich zu zeigen, denn er ist — selbstverständlich — mit allen neuzeitlichen Errungenschaften ausgestattet Bitte, rufen Sie uns an und geben Sie uns Gelegenheit zu einer Offerte. Ihr FORD-Dienst Tel. sst a. 44« Tel. tseo und die autorisierten FORD-Dienste Stellenangebote Köchin zur Aushilfe gesucht. Näheres Telefon Gailingen 145 Infolge Todesfall suche Ich für meine 4 Kinder eine Umsicht., kinderliebe Haushälterin Erfahrungen ln der Landwirtschaft erwünscht. Bewerbungen erbeten unter Ziffer A 68J an Werbebüro R. Horst Thumann St. Blasien / Titrmarkt ) Lebende Junghühner rebhuhnfarb. Italiener 10—12 DM, geschlachtete Gänse — trocken gerupft of. bratfertig versendet: Hetzenecker (13b) Neumarkt St. Veit Obbay. f Kraftfahrzeug« ) Puch 125 ccm, TT, 6000 km, (DM 750.—) zu verk. Zu erfr. u. 96157 Südk. Engen. 1 Adler-„Trumpf-Junior” Kabriolimousine, in bestgepflegtem Zust., im Aufträge zu verkaufen, evtl. Teilzahlung möglich. Autohaus Müller, Bodanpiatz 3—5, Telefon 465. Volkswagen Export-Modell, 21 000 km, komfortabel ausgestatt., günstig zu verk. Zuschr. u. 93 186 südk. Uberlingen. C Verschiedenes Ideen mnfi man haben! ... Nehmen Sie das altbekannte Händlerblatt Zentralmarkt zur Hand: Es bringt diese Woche 732 Neuheiten, Verkaufsschlager und offene Vertretung«!. Kostenlose Probe-Nr. an Händler u. Wiederverkäufer vom Zentralmarkt- Verlag Würzburg 101. Das ist das ideale Geschenk für den Herrn. Es bringt Freude und spart Geld Dieser handliche, elegante ALLEGRO-Apparat erlaubt jedem Selbstrasierer, sich angenehm nnd mit einem Minimum an Kosten za rasieren, denn eine gute Klinge, stets auf dem ALLEGRO geschlit- fen, kann ein aanzes Jahr lang gebraucht werden und schneidet immer wie neu. Mit einer allegrogeschliffenen Klinge kann man sich wirklich ausrasieren nnd zwar in wenigen Minuten ohne Schmerzen und ohne die Haut zu verleben. Preise DM 15.- und 18.-. Streichriemen Ihr Rasiermesser, mit Stein und Leder DM 7.80. Erhältlich in einschlägigen Geschäften. Prospekte gratis durch die Herstellerin: Industrie AG. ALLEGRO Emmenbrüdce 1 (Luzern) Schweiz Alle gro W amerineht f SescbeoiltM B*liw dm« MAJAVi-IH. Sdmwnlost Eitle«. AasOnMUmt ai Msgsesruik «ekfct. Um v. Herz «M ruNtg. Paket DM 3.— Nedn. Frenz Sehet«, Augsburg 2/MS Die Karmelitermöndie wußten um die Heilwirkung erlezener Kräuter. Im Karmelitergeist Carmol werden die Säfte und Kräfte von 10 Heilkräutern in zehnfacher Konzentration ausgewertet. Deshalb die gute Wirkung bei Gliederschmerzen und Hexenschuß. In Apoth. und Drog. ab DM 1.50. Oft hilft schon eine Kfnreibang mit Carmal. Wir suchen zum sofortigen Eintritt Feinmechaniker und Dreher Sicheres Arbeiten nach Zeichnung Bedingung. Bodenseewerk, Apparate- u. Maschinenbau GmbH., Ueberlingen/Bodensee. finmobl/fea Villa, Nähe Titisee, f Zimmer usw., mod., 60 000 DM, größere Anzahlung, zu verk. Immobllien-Ortolf, Singen, Am Graben 32, Tel. 2964. Mittleres Industrieunternehmen sucht ln Südbaden für ausbaufähigen Artikel passendes Industriegelände evtl, bebaute Fabrlkgrand- «tücke. Mtndestgröße -3er Gebäude 1200 qm. Erbitte ausführliche Zuschr. u. 15 524 Südkurier Konstanz. „Meine Fülje waren völlig entzündet und offen durch Fußschweiß, unter dem ich jahrelang litt: Klosterfrau Aktiv-Puder machte meine Füße wieder ganz gesund! Auch mit Klosterfrau Melissengeist bin ich sehr zufrieden: er beruhigt und stärkt die Nerven: Das habe ich bei meinen nervösen Magenbeschwerden wohl gemerkt!“ So schreibt Herr Johann Peng, Karlsruhe-Durlach, Pflnztal- ■traße 36. Es Ist schon so: Wer die „Klosterfrau- Erzeugnisse einmal kennen lernte, der bleibt dabei! Mit Recht haben sie sich einzigartiges Vertrauen erworben! — Aktiv-Puder: Streudosen ab 75 Pfg. und Klosterfrau-Melissengeist ab DM 1,55 sind in allen Apoth. u. Drog. erhältlich. Erfahrene Tierhalter wissen, dafi nur In den einschlägigen Geschäften der echte Brockmanns Futterkalk »Zwergmorke« erhältlich ist. Seine Beifütterung madit sich durch gesunde Aufzucht, schnelle Mast und hohe Leistung bezahlt. Ihren Weihnacht*' Einkauf la MSbeln FelstermSbela, Matratzen und Jeder Art von IlerlcfetMisbaa* ■MMteHekrlk fttiin-tköMi* ^duski£öhne «■ledigen •!« gut und billig bei Stuttgart ^n5*Tfflh?i£?"7.! — Verlangen Sie reehtseitlg Tertreterbesueh — „I mm ****>* r^Romig^ Aemlgal lat ela petyralaatee (s mehrwertige«) Heilmittel nnd greift daher Ihre qelleooea Beediwerdea gleichzeitig vea Terechledenen Richtungen her wirksam an Semflgal wirkt mach. 20 Tabletten M I.2B, GreBpackung M IJO, In allen Apotheken Schmerzhaftes Rheuma Ischias, Neuralgien, Gicht Cfeuzscfamerzen. heftige Muskel- n. Geienksabmenen werden seit Jahren durch das hochwertige Spezialmittel heaeftgal selbet in hartnäckigen Fallen mH b e etem Erfolg bekämpft HarasisrelOsend, vnschtdlich. Ela Yersach wird Sie überzeugen. unsere Jusereuteu! Durch den von der Industrie-Gewerkschaft Drude und Papier angeordneten Streik ist die technische Herstellung des Sfidkurier vorübergehend unterbrochen worden. Dadurch konnte auch ein Teil der für die heutige Nummer unserer Zeitung vorliegenden Anzeigen Aufträge nicht ausgeführt werden. Wir bitten deswegen um Verständnis und Nachsicht. SÜDKURIER Anzeigen -Abteilung V_ J Feine Wäsche feinwaschen mit Fewa +V. Fewa tut der Me gut ! Wunderbar mild isteinWaschbad mit Fewa + V. Es reinigt gründlich und doch schonend Ihre guten Woll- und Seidensachen. Durch Tragen müde gewordenes Gewebe erholt sich wieder. Wolliges wird wieder mollig weich, Zartes wieder duftig und schön, die Farben leuchten wieder frisch. Selbst bei härtestem WassergibtFewa+V wunderbar feinblasigen Schaum. Fawa ist sein Geld wertl Normalpaket H (10-11 WaKhböder) Ul Pf I Doppelpaket (20-22 WosdtbAder) I für eine Gratisprobe Fewa^^l Ausschneiden, auf Postkarte C3 "eben und mit 4 Pf Porto I einsenden on Firm Inhonoo. ® £^3 Düsseidort Pf V. !:'! t.i Donnerstag, 11. Dezember 1962 SÜDKURIER KfFl Nr. 201 / Seite 8 ' ROXY Wedms: 15 Uhr. 17.30 Uhr. 20.15 Uhr Heute letztmals: Die seltsame Gesdtidife des Rrandner Kaspar Jugend frei! STADT-THEATER KONSTANZ II Do U U. Donneist.-Abo lEweiSl und Frei .erkauf 3Ü U1,r Ewig. Jugend Fr. 12.U. 15.30 Uhr Das Weihnachtsmärchen Petardiens Mondfahrt Sa.13.12. 20 Uhr Samst.-Abo. IC orttn) und Freiverkauf bwiqa Jugofid So. 14.12. 20 Uhr Sonnlag Ah. ID braus) und FreUeikauf Ewig« lugend .die Brille geh'zu Tuntjely BltltJ Bakannt für Qualität um) PreiswOrdigksii Lieferant aller Kassen Konstanz Obermarkt 6 Durdi genossenschaftlichen Groß-Einkauf noch billiget: Feines Weizenmehl Type 550 5 Pfund NUR DM 1.78 Fine gute Vollmilch - Schokolade lafeln mit lUu yr. 3 Tafeln NUR DM 1.60 1 Tafel NUR DM -.55 EDEKA-Angebote bringen immer außergewöhnlich günstige Preise bei tadellosen Qualitäten! | Kluge Hausf j auen wissen | dies und merken es sich I Lebensmittel kauft man beim £&&) Kaufmann! I Koffer- Schreibmaschinen Anzahlung UM 20.20 21 Monatsraten zu )e »M./0 PRINCESS- Reiseklein- sdireibmasdiine Aktentasdienformat. Anzahlung UM 30. 24 Monatsraten zu je 14.50 I/Xä et S ellirufi Büromaschinen Singen. Mozartstr. 3, Tel. 2436 J.Singele, Konstanz. Hofhalde 1/ ADLER •Nähmaschinen Tellzahlunq — Prospekt kostenlos Sie in d« r . Sehe»®»* Spezialitäten der NAZIONALE CHIASSO Interessanter Preis flottes Modell 26.50 R-Box warm gefüttert mit Porosohle. In schwarz, braun, grün und burgund. Ein Volltreffer von JcftuftzKcn^ KON CAPITOL GLORIA Heute ei letstenm&i Wo.: 15, 17.30, 20 Uhr Das köstliche Ftimwerk Das doppelte lotlcben Nach Erich Kästners erfolgreichem Buch. (Jugendfrei!) Täglich 14, 16, 18, 20.16 Uhr Das große Fllmerlebnis! Zwei Menschen Edith Milt. Heluit SdnreMer Jugendfrei ab 10 Jahre! Auf dia hohen Festtage empfehlen wir unsere bekannten QUALITÄTSWEINE WetngreB heller e!ee ZIEGLER & GROSS, KONSTANZ Sehwedenschanze 5 Telefon 433 zu Weihnachten ein gutes Q5ilcL Reiche Auswahl in der Kunsthandlung KARL REPPHUN vorm.c.zipt Kriuxlinger Straße 18 ►^Millionen SURREM IN ALLER WELT begieiflich — denn die Hausfrau wünscht für ihren Haushalt und die Gewerbetreiben den für ihren betrieb die gu e Pfaft zu benützen. Zahlungserfeicftferungen f Prospekte durch Fritj Schreck Konstanz Neugasse 20 Tel. 1847 flennt Raule« .. «OppetsbulA ficröe Bis 31. Januar 1953 nehmen wir Ihren allen Gasherd oder Kocher In Zahlung. Günstige Zahlungsmöglichkeiten tjWst$twib Konstanz, Marktstätte 13 Pelz Vorteilhaft in der •Etage BECHINGER iägermoosstr. 2, Tel. 1655 lieilmaditsgefdienlte! Frottierhandtücher Hüetlinsfrafye 5 Schützt die hungernden Vögel! Streufutter (Hanf u. Sonnenblumen) Meisenfettringe Futterh&uschen etc Ferner: Kanarienfntter W aldvog elf otter Exotenfntter Hühnermiscbfutter Hfihnerlegemehl Futter mal. Welzenkleie etc. kaufen Sie preiswert im Saatenbane Miller Konstanz, Zo ernstr. 3t IX. Versteigerung Engstiers Glashalle Zum 1. 2. u. 3. Mal Samstag, den 13 Dax., 14.30 Uhr (Besichtigung 13.30 Uhr) findet folgende öffenil. Pfandversteigerung statt: 24 m ♦ 8 m Seidendamast, 24 m Baum- wolldamast, 15 m Linon, Bettwäsche (Bezüge, Leintücher, Kopfkissen, Handtücher), 3 m Wollstoff, 3 Herrenanzüge 48-52, 3 Aktentaschen, 1 Fernqlas, 11 Herren-Armbanduhren 15-17 Steine, t Herren Aunbanduhr 15 St. 14 ct., 3 Damen-Armbanduhren f5St., 3 Trauringe 8-14 ct., 1 Damen Armband 14 ct., Silberbesteck 100 Auflage 31 Teile, 1 Herren-Sprungdeckeluhr 18 ct. Pfandleih-Anslali - Aufcfionshaus Hermann NEUN, k 4n- u. Verkauf Tirolergas,* 3 und 4 ensfani T*i*fen mm 45 Jahre Gebe meiner werten Kundschaft und den Einwohnern von Konstanz- Pefershausen bekannt, dafj ich heute Donnerstag, den 11. Dezember imWobag-Neubau, Moltkestr. 13 ein 45 Iah»' Milch- und Molkereiproduktengeschäft eröffne. Für das mir und meinem Vater in den vergangenen 45 Jahren erwiesene Vertrauen danke ich recht herzlich. Es bleibt mein Bestreben, meine werte Kundschaft auch weiterhin gut und reell zu bedienen. Otto Sandmann Moltkestr. 13 und Informatorgutscheine. Weihnachts-Rundfunk-Ausslellung Donnerstag bis Sonntag Gasfhof Hirschen Bodanplatz Führende Marken-Radiogeräte Kühlschränke Elektroherde Starmix usw. 25% Preisermäßigung auf eile Rundfunkgeräte Saison 52 Überzeugen Sie sich einmal von der bisher unerhörten Leistung eines UKW Qualitäts-Supers der Saison 1953. Sie erhalten Jedes dieser Geräte bei einer Anzahlung von 20.— bis zu 12 Monatsraten (l'/t Zinsen). Beispiel: Ein 9—10-Röhrenfunktions-Markengerät wie Saba Loewe Opta Mende Tonfunk Blaupunkt Siemens Graetz usw. in der Preisklasse von 300.— kostet Sie monatlich einschließlich Zinsen 26.—. Ihr altes Gerät nehme ich zum Höchstpreis in Zahlung. — Für die Beratung und Reparatur Ihres Gerätes stehen Ihnen erstklassige Fachkräfte mit jahrzehntelanger Erfahrung zur Verfügung. dtolf dlödicfat Schützenstrafje 1 Telefon 1124 Gasthaus Hirschen Ausstellung >lnd ihr« Narvon auf dem Hund! Schlafen Sie schlecht, macht das Herz nicht mehr mit? Fühlen Sie sich alt und verbraucht? Dann nur FLORADIX Energeilcum ein sicherer Helfer! Reformhaus Gerstmayer, Kanzleistr. 8. Vergebung von Bauarbeiten Die Stadt Uberlingen/Bodensee hat für die Erstellung einer großen Garagenhalle mit Hofanlage folgende Arbeiten zu vergeben: Erd-, Entwisserungs-, Beton-, Maurerarbeiten und Hofbefestigung. Angebotsformulare sind ab sofort beim Stadtbauamt Uberlingen gegen Gebühr zu erhalten, dortselbst liegen auch die Pläne zur Einsichtnahme auf. Da es sich um ein größeres Objekt handelt, wollen sich an der Ausschreibung nur leistungsfähige Unternehmer beteiligen. Angebotsöffnung: 17. Dezember 1952, vormittags 11 Uhr beim Stadtbauamt. Bürgermeisteramt Oberlingen/See, gez. Schelle Vorzugsmilch Natürlicher hoher Fettgehalt - Größter Nährwert Ideale Kindermilch Unübertroffen ln Wohlgeschmack und Reinheit liefert täglich in »/«-Ltr.-Flaschen frei Haus Konstanz und Staad, preiswert direkt ab Hof Vorzvgsmilchbetiieb HALDENHOF bei Hagnau, Telefon Meer,bürg 278 Bitte Prospekt anfordern. Manicüren nur 6.75 7.50 9.50 11.50 18. und höher bette Qualität JL Sehmid 29.— W «tumBergstraße 5 4ws tftr *ri«i StBkhvarar Heute nur 15 u. 17.30 Uhr Der prachtvolle Musik film Der große Caruso Mit Mario Lanza Jugendfrei! Heute Donnerstag, Freitag u. Samstag, jew. 13.30 Uhr: Kiaderverslellasgea Schimmerndes Rimkarussell Lustige bunte Kinderfilme Ermäßigte Preise Sto$C schenkt, wer praktisch denkt! Pyjamaflanelle 75/80cm brt., mollig warme Qualitäten für Knaben- 4 CO u. Herren-Schlafanzügd ...... p. ir. ab laJO Wäscheflanelle 80 cm brt. in Tupfen- und Blumenmuster, bunt* farbigen Figurenmustern, aus bestem ^ NP* > ü Baumwoltflaneli • . . • p. m ab Eine Gesdienk-Stoffauswaht erwartet Sie bei uns — einfach wundervoll. Beachten Sie Preise u. Qualitäten In unseren weihnachtlich dekorierten Schaufenstern Dietsche Konstanz, Ecke Wessenbergstrafje / Münzgasse Das Geschenk von bleibendem //"TN Wert A ft Bequemste Ratenzahlungen is'Vy PAUL JERG BQromasdilnsn Konstanz, Bohnhofstr. 5, Tsl. 2578 Worut m basilzau t Sia noch kaitta ELNA Die ideale tragbare elektrische Haushalt-Nähmaschine. Schon bei einer Anzahlung von IM.— DM bekommen Sie die Maschine ins Haus (monatliche Raten 40,— DM). Ferner verbinden wir mit dem Kauf der E 1 n a einen Gratis- Nähkurs. Ob Sie schon nähen können oder nicht, Sie dürfen unsere Nähstunden besuchen, bis Sie auf der Elna nähen, sticken und stopfen können. Vorzüge der Elna: Freier Arm, welcher ermöglicht, die feinsten Damenstrümpfe, die dicksten Herrensocken mühelos zu stopfen. — Den Koffer können Sie gleichzeitig als Arbeitstisch benutzen. — Eingebautes Licht, augenschonende grüne Farbe. Die Elna im Koffer hat in jeder kleinen Ecke Platz. Die Elna ist eine Schweizermaschine. Sie weist die besten Eigenschaften der Industrie-Erzeugnisse dieses Landes auf: Formschönheit, Präzisionsarbeit und Qualität. Besuchen Sie uns unverbindlich. Stopfstnbe Melanie Weis«, Rheingutstrafje 3 Werbung schafft Vertrauen! RADIO-HAAS iie/ett mt 25 (Jakttn Saba-Radio die Spitzengeiäte an Leistung, Klang und Material SABA Villingen II .*98.- SABA-Radio-Geiäte sind unerreicht an UKW-Leistung SABA Wildbad .3*8.- SABA Eizeugnisse sind keine Massenware, sondern allerbeste Qualitätsarbeit SABA Meersburg II 498.- SABA-Radiogeräte sind von vollendetem Klagig und Schönheit und dabei so billig I SA BA Freiburg II......... 598.- Alle Geräte mit enormer UKW-Leistung. Aul Wunsch bequeme Teilzahlung SABA- Radiogeräte kaufen Sie am besten im SABA Stammhaus Unverbindl. Bcralun, Radio-Haas Tecbn. Kundendienst KONSTANZ • Telefon 958 Cum, Tvauda für Sia ... Schöne Schweizer Woligamiiuren Marke Strebe ab OM 24.50 Marke Sawaco ab DM 19.50 lachs, bleu, weif), schwarz WÄSCHE-SPEZIALGESCHÄFT äl&bseMa, Konstanz — Obermarkl ü: t BERLI Hohe Kc den sowj General lassung i die Sow Dr. Walt Von d< rikanisch geteilt, ci bensmitt sowjetisc I übergebe ■- schenk 1 Linse zu Präsiden mission i Erscheint Samstag.' Verlag u: 1 STum nen Bac letzten 1 ben a n missare i sehen B verlangt, ■dau-Häf Frauenv* handlunj h eiten b sondern in Span- grausam sätzen d unverstä Gefanigei koetspiel wendig : Die Sc beit der Württem Frauenbi dem Fr< terzeichr Tod LYON zeß bea rungskoi Hauptan Sturmba früheren rieh Kre zig Jahr Oberleul und für nes Grai klage la tungen, gen unc Juni bis Etter BERN den bdi Etter mi despräsi 1953. D< wirtscha 183 von gewählt, despräsi Der n sident, Geburts k ommer Amtszin Bundes! Die s: des Sei sich ste und s6h Mitglied der Vi! Jahres, Die gegen schwei 5. Str worfer fängni: Der mann gen, v setzuni gefalle Durc rnng handel die So fert w Ausl wort i sofern den Gi beschri Zwei nachts] stimm! Flugha mlnis band, tig di den i In 1 tiert, der S komn den t Die OtU e ii.: i