K R H SUDKURIER UNABHÄNGIGE HEIMATZEITUNG FÜR OBERBADEN UND DAS BODENSEEGEBIET Erscheint Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag, Samstag. Tel.: 924, 925,1130,1510,1511. Fernschr. 073239. Verlag und Redaktion Konstanz, Marktst&tte 4 8. JAHRGANG * SAMSTAG/SONNTAG 13./14. DEZEMBER 1952 * NUMMER 203 Bezugspreis monatlich: durch Träger 2.85 D-Mark (und 35 Füg. Trägerlonn), durch die Poet 3.05 D-Mark (und 45 Pfg. Postzustellgebühr). Einzelpreis 20 Pfg. Sowjets wissen von nichts BERLIN. Die Sowjetbehörden in Ostberlin haben das Weihnachtspaket des amerikanischen Hohen Kommissars Walter Donnelly für Dr. Linse als „Irrläufer“ zurückgeschickt. In einem beigefügten Schreiben verweisen die Sowjets auf zwei Noten an die amerikanische Hohe Kommission. Darin wurde behauptet, den sowjetischen Dienststellen sei nichts über einen „Fall Linse“ bekannt. Das Paket für den im Juli verschleppten Mitarbeiter des Untersuchungsausschusses freiheitlicher Juristen war, wie berichtet, mit einem Schreiben Donnellys an die Adresse General Tschui- kows geschickt worden. Mit dem Paket wurde nun auch das Begleitschreiben des amerikanischen Hohen Kommissars zurückgesandt. Ein amerikanischer Sprecher in Berlin warf am Freitag den sowjetischen Behörden vor, sich durch ihr Schweigen im Fall des entführten West-Berliner Rechtsanwalts Dr. Linse eines besonders abstoßenden Verbrechens schuldig zu machen. Für die sowjetische Handlungsweise gebe es keine Entschuldigung. Winiersport auf Befehl BERLIN. Acht Kreise in den Sowjetzonenbezirken Chemnitz, Dresden und Suhl sind durch eine Verordnung der Sowjetzonenregierung zu „Wintersportzentren“ erklärt worden. In den Ortschaften dieser Kreise sollen Massenquartiere für Wintersportler eingerichtet, Ausleihstationen für Wintersportgeräte eröffnet und „Massenwettkämpfe“ veranstaltet werden. Mehrheit cegen Wahlreform BONN. (W.-Eigenbericht). Das neue Wahlgesetz der Bundesregierung, das eine Vergrößerung des Parlaments und Stichwahlen in den Wahlbezirken vorsah, wird aller Voraussicht nach nacht verwirklicht werden. Außer der SPD hat sich jetzt auch die FDP-Fraktion entschlossen, gegen diesen Gesetzesentwurf zu stimmen, nach dem jeweils die Hälfte der Abgeordneten in den Wahlbezirken und über die Parteilisten gewählt werden sollten. Damit hat der Gesetzentwurf keine Aussicht mehr, verwirklicht zu werden. Politische Kreise glauben, daß man daraufhin im wesentlichen bei dem alten Wahlgesetz bleiben wird, das- für 60 Prozent der Abgeordneten die direkte Wahl in den Wahlkreisen vorsah. Man überlegt lediglich noch die Einführung einer 5-Prozent-Klau- sed, um das Eindringen zu vieler kleiner Parteien zu verhindern, und die Einführung von Bundeslisten der Parteien (bei der ersten Bundestagswahl gab es nur Landeslisten). Tito-Besuch wirft Schatten voraus LONDON. Außenminister Eden wird in zunehmendem Maße von britischen kirchlichen Kreisen bedrängt, Marschall Tito bei seinem bevorstehenden Englandbesuch auf das Problem der Behandlung der Konfessionen in Jugoslawien hinzuweisen. Nachdem Kardinal Griffin bereits in diesem Sinne öffentlich an Eden appellierte, entschloß sich jetzt eine Gruppe von einflußreichen Unterhausabgeordneten und Persönlichkeiten der verschiedenen Konfessionen zu einem ähnlichen Appell an den britischen Außenminister. Unter Vorsitz des ehemaligen Lordsiegelbewahrers Stokes (Labour und Katholik) wurde vereinbart, Eden zu ersuchen, er möge „jede Gelegenheit wahrnehmen, Tito das Ausmaß der Erbitterung in Großbritannien über die fortdauernde Religionsverfolgung in Jugoslawien hinreichend klar zu machen“. Kurz notiert Der sowjetische Vertreter in Berlin, Dentin, protestierte beim amerikanischen Stadtkommandanten dagegen, daß der Sowjetsoldat Kulikow, der um politisches Asyl im -Vesten nachgesucht habe, nicht ausgeliefert wird. Zuchthausstrafen von 15. 13 und 11 Jahren erhielten drei Dessauer Einwohner, die im vergangenen Jahr zwei SED-Funktionäre verprügelt hatten. Im Jahre 1953 wird in Dortmund eine Bergarbeiter-Wohnsiedlung gebaut werden, die 8W bis 1000 Wohnungen umfassen soll. Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln des Marshallplanes. Das Kriegsgericht der 43. US-Infanterie- division verurteilte den 19jährigen farbigen Gefreiten Tommy Bryson zu lebenslänglich Zuchthaus, weil er eine deutsche Frau vergewaltigt hatte. In einer Entschließung protestierte der Rat der französischen Republik gegen die „Wiedergeburt des Nationalsozialismus in Deutschland“. Die französische Regierung wird aufgefordert, dieser Entwicklung entgegenzn- treten. Im Militärgerichtsprozeß von Lyon wurden drei dev vier Angeklagten freigesprochen. Der Hauptangeklagte, der ehemalige SS-Sturmbannführer Alois Knebel, wurde wegen vorsätzlichen Mordes an Geiseln znm Tode verurteilt. Die Minen-Räumung nach dem Kriege forderte allein in Frankreich 2280 Tote. Davon waren 1780 Dmtsche. In Paris wurde bei den Beratungen des N/iTO-Mi T tärausschusses die Möglichkeit einer spät Iren Beteiligung der Bnndesrepu- Nordafrikas Völker fordern Selbständigkeit Gespannte Lage in Marokko - Truppen Verstärkung angefordert - „L'Aurore": Wir sind und bleiben in Afrika RABAT. Die blutigen Zwischenfälle von Casablanca haben die gespannte Lage in Französisch-Nordafrika grell beleuchtet. Marokko, wo über ein Jahr lang Ruhe herrschte, bedurfte nur eines Funkens aus Tunesien, um sofort einen Ausbruch des Franzosen- und Europäer-Hasses zu erleben, wie er seit Jahren in diesem Teil Afrikas nicht mehr vorgekommen ist. Die Worte, die Abd El Krim nach seiner Flucht aus der Verbannung 1947 sprach, gewännen überraschende Bedeutung: „Wenn Frankreich den Völkern Marokkos, Tunesiens und Algeriens nicht in naher Zukunft ihre Unabhängigkeit verleiht, wird es in Nordafrika Krieg geben.“ Im Laufe des Donnerstag und Freitag sammelten sich tausende marokkanische Demonstranten um die beiden wichtigsten Städte Marokkos — Casablanca und Rabat, den Sitz der Regierung des französischen Protektorats. Französische Aufklärungsflugzeuge beobachten ständig die Konzentrierung von Demonstranten, von denen hundert verhaftet wurden, als sie in Rabat einzudringen versuchten. Im marokkanischen Viertel von Casablanca wurden sämtliche Krankenhäuser der Stadt in Alarmziustand versetzt und Panzerfahrzeuge zur Bewachung der Zugänge zum europäischen Teäi der Stadt eingesetzt. Die Kolonie Marokkos erbat Truppenverstärkungen aus Frankreich. In französischen Kreisen Marokkos spricht man von der Notwendigkeit einer „Heimwehr“. Die französischen Streitkräfte in und um Casablanca sollen etwa 10 000 Mann zählen. Die Ereignisse in Nordafrika beherrschen die französische Presse. „L’Aurore“ (rechtsstehend) schreibt: „Wir sind und bleiben ‘in Marokko und Tunis. Unsere Aufgabe ist es, diese beiden Völker zur inneren- Autonomie zu führen. Unsere Aufgabe ist es gleichzeitig, uns diese wirtschaftliche Ergänzung zu erhalten.“ „Franc- Tireur“ (linkssozialistipch): „In Tunis und in Rabat hält der Wahnsinn in seiner mili- BONN. (W.-Eigenbericht.) Nach einer mehrstündigen Konferenz des SPD-Vor- standes mit der Bundestagsfraktion und den der SPD angehörenden Ministerpräsidenten der Länder hat der erste SPD-Vor- sitzende Erich Ollenhauer vor der Presse dreierlei angekündigt: 1. Die SPD-Fraktion wird im Bundestag einen Mißbilligungsantrag gegen Bundeskanzler Dr. Adenauer einbringen, weil er ihrer Ansicht nach in ein schwebendes Verfahren beim Bundesverfassungsgericht eingegriffen hat; 2. sie wird angesichts der Unsicherheit, die durch die letzten Vorgänge zwischen Bonn und Karlsruhe entstanden ist, erneut mit Nachdruck eine Neuwahl des Bundestags verlangen; 3. sie wird in einem neuen Bun- tag bereit sein, sich an der Regierung zu beteiligen, und dann ein neues Programm für ein „System kollektiver Sicherheit“ vorlegen, das die jetzigen Verträge ersetzen soll. Politische Beobachter glaubten in den ruhigen und sachlichen Erklärungen Ollen- hauers, der inzwischen eine Einladung des Bundeskanzlers zu einer persönlichen Unterredung für die kommende Woche angenommen hat, eine Art von Angebot an die Adresse der Regierungsparteien erblik erörtert. Es wurde mitfteteilt. daß zur Zeit die deutsche Beteiligung noch nicht als gegeben angesehen werde. Bei einem schweren Sturm im Atlantik verlor der amerikanische Frachter „Columbia- Trader“ seine Antriebsschraube. Das Schiff treibt etwa 1200 Kilometer von der französischen Küste entfernt auf dem Meer. Das in den holländischen Gewässern mit fünf deutschen Seeleuten gekenterte Motorschiff „Ellen“ konnte gehoben werden. Eine Leiche wurde geborgen, während sich noch vier Tote im Schiff befinden. Einige Aerzte der Osloer Universitätskliniken haben sich für die Identifizierung von 41 unbekannten deutschen Gefallenen in Norwegen zur Verfügung gestellt. Amerikas künftiger Außenminister John Foster Dulles kündigte eine Konferenz der UN-Mitgliedsstamten zur Revision der UN- Satznngen an. Dies soll .jedoch erst 1955 der Fall sein. US-Außenminister Dean Acheson reiste von Washington nach Paris ab. wo er die amerikanische Delegation bei der NATO-Konfe- renz leiten wird. Ein amerikanischer Admiral erklärte, daß man das geplante amerikanische U-Boot, das mit Atomkraft betrieben wenden soll, mit akustisch gelenkten Torpedos ansrüsten wolle. Künftig sollen deutsche Staatsangehörige, die in Argentinien ansässig sind, bei der Erlangung der argentinischen Staatsangehörigkeit nicht mehr benachteiligt werden. Der indische Ministerpräsident Nehru erklärte in Neu Delhi, daß in den letzten drei Wochen über 4M Personen im Staate Jammn verhaftet worden seien, weil sie sich für die Angliedernng Jammus und Kaschmirs an Indien ausgesprochen hätten. tärischen Form an: der Unterdrückung. Ist es noch Zeit, aus der tragischen Lektion zu lernen? Mit Verhandlungen zu beginnen, anstatt zuzuschlagen?“ • SK. Wenn sich die Fronten in Franzö- ; sisch-Nordafrika zusehends versteifen und | ein nationalistisches Pulverfaß im Ent- ! stehen ist, dann ist die Frage nach den Ur- i Sachen berechtigt. Tunesien und Marokko, ! die beiden Eckpfeiler, stehen dabei in einem Wechselspiel. Ihre Forderungen an Frankreich sind im Wesen gleich: Echte 8,9 MILL. 8,5 MILl. 5,2 MIU. 500 km Casablanca Ulli Ulf u Bevöl-I kerung FRANKREICH TUNESIEN Autonomie und keine Scheinkonzessionen, Unabhängigkeit in der inneren Verwaltung. Sowohl in Marokko wie in Tunesien ist der französische Generalresident immer noch der eigentliche Machthaber, der'den einheimischen Ministem nur so viel freie Hand läßt, wie es den französischen Inblicken zu können: Sie sollten zusammen mit der SPD einen neuen Anfang machen, alle vergangenen Streitigkeiten vergessen und gemeinsam mit der Oppositionspartei über neue Verträge mit dem Westen verhandeln. Ollenhauer ging davon aus, daß durch das Eingreifen der Regierung in den Verfassungsstreit eine „außerordentlich ernste“ Situation entstanden sei, die „einer Verfassungskrise sehr nahe“ komme. Er kritisierte besonders die Einbeziehung des Bundespräsidenten in diesen Streit. Dadurch seien die beiden Instanzen, die außerhalb der politischen Diskussion bleiben sollten, in diese Diskussion hineingezogen worden. Die Folge sei eine Vertrauenskrise im Volk, die sich auch auf die Verträge selbst erstrecke. Der Versuch, militärische Kräfte aufzustellen, könne nur unternommen werden, wenn im Volk jedermann von dem rechtlich einwandfreien Zustandekommen der Verträge und dazugehörigen Gesetze überzeugt sei. Da dieses Vertrauen nicht mehr vorhanden sei, müsse der Bundestag noch vor der Dritten Lesung der Verträge neu gewählt werden. Danach solle „der Komplex neu aufgerollt“ werden. An die Stelle des „Generalvertrags“ könne ein „Teilfriedensvertrag“ mit den Westmächten treten. Die SPD könne sich sehr wohl ein „System kollektiver Sicherheit“ vorstellen, daß die deutschen Interessen, vor allem die Wiedervereinigung, nicht in der Weise gefährde, wie es bei den jetzigen Vertragswerken der Fall sei. MÜNCHEN. (Pz.-Eigenbericht). Vor dem Münchener US-Gericht findet gegenwärtig ein Spionageprozeß statt, der seine besondere Bedeutung dadurch erhält, daß es der erste Spionagefall ist, der vor einem Drei- Mann-Gericht verhandelt wird, das formell berechtigt ist, die Todesstrafe auszusprechen. Auf der Anklagebank sitzt der 4ßjährige Jugoslawe iDarko Circowic, der beschuldigt wird, in 10 verschiedenen Fällen wichtige Informationen, die geeignet sind, die Sicherheit der US-Streitkräfte zu gefährden, an russische Spionagestellen weitergeleitet zu haben. Insbesondere soll er wichtige Einzelheiten über den Aufbau der amerikanischen Gegenspionage geliefert haben. Die Zeugenvernehmungen in diesem Prozeß werfen meist ein merkwürdiges Licht auf den Dschungel der Spionage und Gegenspionage, wie eie im „Grenzgebiet Deutschland“ in starkem Maße getrieben wird. Eine besonders zwielichtige Erscheinung ist der erste Hauptzeuge der amerikanischen Staatsanwaltschaft, der 33jährige teressen bekommt. Da kann soweit gehen, daß auch einmal ein ganzes Kabinett verhaftet wird, wenn es opportun erscheint; so geschehen im Frühjahr dieses Jahres in Tunesien, Marokko und Tunesien sind französische Protektorate, Algerien dagegen ist dem französischen Mutterland gleichgestellt; es ist wie dieses in Departements eingeteilt und stellt Abgeordnete für die Pariser Kammer. Theoretisch hat jeder Algerier das Wahlrecht und kann zu allen Staatsmännern aufsteigen. In der Praxis aber wird die französische Verwaltung davon bestimmt, die Rechte und Vorrechte der französischen Siedler zu erhalten. Diese Siedler, die oft seit zwei und mehr Generationen im Lande leben, stellen ein Achtel der Bevölkerung, besitzen ein Drittel des bebauten Landes, verfügen vollständig über die Weingebiete und nahezu vollständig über die Bergwerke — Algeriens wichtige Geldbringer. Der Trost, französische Bürger zu sein, hilft nicht über die nationalen Ansprüche hinweg, die unerfüllt geblieben sind. Zwei wichtige Geschehnisse der letzten Tage haben die Oeffentlichkeit in hohem Maße erregt: der Streit um die Verfassungsmäßigkeit der Europaverträge und der Streik im graphischen Gewerbe. Beide Fragen haben grundsätzliche Bedeutung. Beide berühren die Grundlagen unserer staatlichen Existenz, weil es sich in weitem und umfassendem Sinne um politische Fragen handelt und nicht nur um formale Rechtsfragen. Bei der Beurteilung der Frage der Vereinbarkeit des Deutschlandvertrages und des Vertrages über die europäische Verteidigungsgemeinschaft mit dem Grundgesetz muß von der Tatsache ausgegangen werden, daß die Opposition im Bundestag ihre Zustimmung deswegen verweigert, weil sie der Ansicht ist, die Verträge würden die Wiedervereinigung des deutschen Westens und Ostens auf unabsehbare Zeit hinaus verzögern. Und daß die Verträge der Bundesrepublik nicht die Freiheit und Gleichberechtigung gewährten, die als Voraussetzung für einen deutschen Verteidigungebeitrag gefordert werden müßten. Die Regierung und die sie tragenden Parteien sind dagegen der Meinung, die Verträge seien nur der erste Schritt zur Wiedererlangung der vollen Souveränität. Ein deutscher Verteidigungsbeitrag sei notwendig zur Abwehr der akuten bolschewistischen Gefahr und stelle einen wesentlichen Faktor zur Rettung Europas und der abendländischen Kultur dar. Nur ein starker Westen könne die Gefahr aus dem Osten bannen und müsse, auf weite Sicht gesehen, auch zur deutschen Wiedervereinigung führen. Wir haben nie einen Hehl daraus gemacht, daß wir in dieser Frage die Auffassung der Regierung teilen und daß die Bundesrepublik weder den Weg einer Neutralisierung Deutschlands und der völligen Wehrlosigkeit gehen, noch länger zuwarten und sich von der Hoffnung auf eine günstige Zufallslösung nähren kann. Auch die in der Hauptsache von der Sozialdemokratie getragene Opposition gegen die Verträge konnte bisher keine bessere Lösung vorschlagen, es sei denn, sie wäre der Ansicht, die W^stmächte könnten weitergehende Forderungen ohne weiteres genehmigen. Aber eine Ablehnung der Verträge mit dem Ziel neuer Vereinbarungen mit den Westmächten könnte nicht nur die Folge haben, daß das Be- Jugoslawe Woeislaw Memendovic, derdurch sein Doppelspiel, das reichlich dunkel blieb, Circowic zur Strecke brachte. Im Juli 1952 war es, als Memendovic vom russischen Geheimdienst zu Circowic geschickt wurde, um diesen nach Weimar zu holen. Circowic soll nach den jetzigen Aussagen von Memendovic den Russen bei dieser Gelegenheit eine Liste von 16 Personen übergeben haben, die in führender Position für den US-Geheimdienst tätig sein sollen. Fünf Tage lang wurden in Weimar Besprechungen geführt, bei denen Circowic den Auftrag erhielt über den amerikanischen CIO weitere Einzelheiten in Erfahrung zu bringen. Mit 5000 DM ging Circowic danach wieder in die Bundesrepublik, um seine Aufträge auszuführen. Nur widerwillig gab Memendovic zu, daß er selbst für den US-Geheimdienst tätig ist. Auf die Frage, ob er bereits im Juli für die Amerikaner gearbeitet habe, gab Memendovic erst nach einer längeren Unterredung mit dem im Gerichtssaal anwesenden CIC- Beamten die Auskunft, daß er „damals noch Sowjetagent war“. Frauenwahlrecht am Nil? KXlRO. In Aegypten berät man gegenwärtig über die nach Abschaffung der alten ägyptischen Verfassung zu treffenden Maßnahmen. Einer Erklärung General Na- gibs zufolge wird ein verfassunggebender Ausschuß, der aus etwa vierzig Personen — größtenteils Juristen — bestehen soll, gebildet werden. Nach ägyptischen Rundfunkmeldungen wird die neue ägyptische Verfassung vorwiegend sozialen Anstrich haben. Die Anzahl der Parlaments- und Senatsmitglieder sowie der Wahlbezirke wird voraussichtlich auf das Mindestmaß beschränkt. Die ägyptische Frau soll an den Wahlen und am parlamentarischen Leben teilnehmen können. Falls über die Frage Monarchie oder Republik abgestimmt wird, soll die Abstimmung vor Fertigstellung der Verfassung abgehalten werden. Honolulu empfing Eisenhower HONOLULU. Eisenhowers „Konferenzschiff“, der amerikanische Kreuzer „Helena“’, traf in Honolulu auf Hawai ein. An Bord des Kreuzers sind Amerikas künftiger Präsident Eisenhower, vier seiner künftigen Kabinettsmitglieder und eine Anzahl Berater. Eisenhower wurde bei seiner Ankunft ein begeisterter Empfang bereitet. Satzungsstatut auf lange Zeit hinaus weiter in Kraft bleibt, sie würde auch die Unsicherheit verlängern und könnte schwere wirtschaftliche und politische Folgen nach eich ziehen. Nichts anderes will auch die Sowjetunion mit ihrem Kampf gegen die Unterzeichnung der Verträge. Die Kommunistische Partei hat deshalb auch im Bundestag Obstruktion getrieben. Von diesem Hintergrund aus muß also der Streit der Regierung mit dem Verfassungsgericht betrachtet werden. Es wäre falsch, anzunehmen, das Verfassungsgericht könnte von sich aus eine einseitige politische Entscheidung treffen. Daß dieser wahrhaft tragische Irrtum entstehen konnte, ist lediglich auf die propagandistische Auslegung des Streitfalls zurückzuführen. Das Grundgesetz, das vor drei Jahren als vorläufige Verfassung für die neue Bundesrepublik geschaffen wurde, konnte die kommende Entwicklung nicht im voraus berücksichtigen. Damals war man noch nicht so weit wie heute. Darum lassen die Bestimmungen des Grundgesetzes sowohl in der Frage der Wiederbewaffnung als auch darüber, ob die Verträge nun mit einfacher Stimmenmehrheit im Bundestag oder im Bundesrat angenommen werden können oder nicht, verschiedene Auslegungen zu. Die Parteien, die seinerzeit die Richter vorschlugen, waren bemüht, Männer ihres Vertrauens in den obersten Gerichtshof zu bringen. Das war ein Fehler, der jetzt vielleicht zu einer Änderung des Gesetzes über den Bundesgerichtshof führen wird. Aber weder die Regierungsparteien noch die Opposition durften durch die Inanspruchnahme eines, wie sie meinten, ihnen genehmen Senats die Autorität des Gerichts in Frage stellen. Freilich ist es etwas anderes, ob das Gericht nur über die Verfahrensfrage in einem belanglosen parlamentarischen Vorgang zu entscheiden hat, oder ob es mit einem Spruch, der formal unanfechtbar sein mag, zugleich die-. Lebensinteressen des Staates und des Volkes trifft. In diesem Fall wird das Gericht überfordert, denn es ist nicht dazu da, politische Fragen zu entscheiden. Deshalb war es falsch, wenn das Gericht, um seine Autorität zu retten, versuchte, die Entscheidung über das vom Bundespräsidenten verlangte Rechtsgutachten dem Plenum des Gerichts zuzuschieben und diese Entscheidung als bindend auch für die einzelnen Senate zu bezeichnen. Denn ob nun der eine Senat so oder so entscheidet oder ob eine Frage im Plenum mit einer kleinen Mehrheit entschieden wird, bleibt sich gleich. In jedem Fall kommen wir so zu einer, wie der Bundespräsident sagte, „justizförmigen“ Politik, die unerträglich wäre. Es wäre die Verwirklichung des alten römischen Grundsatzes „fiat justitia, pereat mundus“: Recht muß Recht bleiben, und wenn die Welt darüber zugrunde geht. In diesem Falle könnte Deutschland, könnte Europa zugrunde gehen, wenn nur die eine oder andere Partei recht behielte. So geht es nicht. Es ist undenkbar, daß politische Entscheidungen aus formalrechtlichen Gründen unwirksam gemacht werden. Keine Regierung könnte Verträge mit andern Staaten abschließen, wenn sie befürchten müßte, daß sie vom Bundesverfassungsgericht als nicht verfassungsmäßig erklärt würden, solange nicht eine endgültige Verfassung ganz klare Bestimmungen hierüber enthält. Es geht aber auch nicht, daß von anderer Seite her versucht wird, Einfluß auf den Lauf der Dinge zu nehmen, wie es bei dem Streik in der graphischen Industrie doch ganz offenbar der Fall war. Übrigen* SPD schlägt neue Verträge vor Ollenhauer: „System kollektiver Sicherheit“ — Vor Unterredung mit Adenauer Spione im „Grenzgebiet Deutschland 11 Wird das amerikanische Drei-Mann-Gericht die Todesstrafe verhängen? ßß • • • und wenn die Welt zugrunde geht“ Von Konrad Gunst SÜDKURIER Nr. 203 / Seit« | Samstag, 13. Dezember 1952 In einem Schloß bei Liverpool Verbrechen ohne Motiv — Englands Furcht vor der Polizei schon zum zweitenmal innerhalb weniger Monat i. Es wird wenig Leute geben, die an dis merkwürdige Wiederkehr des gleichen Zufalls zu glauben geneigt sind. Zwar leugnet die Gewerkschaft „Drude und Rapier“ das, und der neugewählte Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Freitag, der sich schon vorher von diesem Streik stark distanziert hatte, bemüht sich jetzt, die politische und weltanschauliche Neutralität der Gewerkschaften zu propagieren. Das ist erfreulich, aber auch notwendig. Denn was wir am wenigsten brauchen könnten, wäre ein Staat im Staate. Auch darüber muß einmal ein Wort gesagt werden. Ein auch in Deutschland sehr bekannter Volks- und Staatswissenschaftler, Professor Goetz Briefs (früher in Freiburg und Berlin, jetzt in Amerika) befaßt sich in seinem neu herausgekommenen Buch' „Zwischen Kapitalismus und Syndikalismus“ mit der Gewerksdiaftsfräge. Goetz Briefs war früher ein überaus starker Befürworter und Förderer der Gewerkschaften. Er spricht selbst von einer„Waf- fenbrüderschaft mit den Gewerkschaften“. Heute ist er der Auffassung, daß der Weg, den die Gewerkschaften gehen, in die Irre führe. Die Entwicklung der Gewerkschaften seit 1950 bezeichnet er „als ein Abgleiten von ihrem Wesen, als ein Abweichen von ihrem Ziel“. Aus einem Organ der Verteidigung der Rechte der Arbeiter drohe ein von Managern dirigiertes Machtinstrument zu werden, das sich „als neue Gefahr für die Freiheit und Würde des Arbeiters“ abzeichne. Die Gewerkschaften seien nicht das Volk und hätten auch nicht das Recht, die totale Repräsentanz des Volkes zu beanspruchen. Sie hätten ferner nicht das Recht, sich als die einzige geschlossene demokratische Macht zu proklamieren, die .am besten die STUTTGART. Ministerialdirektor Dr. Rudolf Spreng vom Staatsministerium befaßt sich in der neuesten Ausgabe des Staatsanzeigers für Baden - Württemberg unter der Ueberschrift „Verwaltungsaufbau vorläufig abgeschlossen“ mit der Frage, nach welchen Gesichtspunkten die Sitze der zentralen und regionalen Landesmittelbehörden verteilt werden sollen. Im einzelnen sind vorgesehen: Regierungsbezirk Südbaden: Freiburg: Ragie- rungspräsidium einschließlich Oberschulamt und Außenstelle des Landesausgleichsamtes, Nebenstelle des General-Landes- archivs, Landesamt für Wiedergutmachung, Kriminalhauptstelle, Oberbergamt, geologisches Landesamt, Landesgewerbeamt - WETTERBERICHT des Wetteramtes Freiburg Ein großes Tiefdrudesystem über dem Nordatlantik und Mittelskandinavien führt zunächst milde' Luft nach Mittel-Europa Mn. Später wild kältere Luft uns wieder Temperaturrückgang bringen. Aussichten bis Sonntagabend: Zunächst stark bewölkt bis bedeckt und zeitweilig Regen. Temperaturen im Flachland zwischen 5—10 Grad. Auch im Hochschwarzwald vorübergehend etwas über Null Grad. Am Sonntag Temperaturrückgang. Straßenzustand: Auf Bundesstraße 3 zwischen Bad Krotzingen und Basel liegt tauendes Glatteis, sonst sind die Straßen in der Rheinebene schnee- und eisfrei. Auf den übrigen Straßen liegt vorherrschend Glatteis, in höheren Lagen darüber noch eine Neuschneedecke. Der Verkehr ist allgemein kaum behindert. Sdmeeberidit: Seit gestern ist es über 1000 Meter zu Schneefällen gekommen, während in tieferen Lagen Tauwetter eingesetzt hat. In Höhen über 1000 m werden daher im Nord- und Süd-Schwarzwald auf 20—40 cm Pulverschnee wieder gute Sportmöglichkeiten angetroffen. Auch äm Allgäu liegen oberhalb 1000 Meter 25—50 cm Pulverschnee. Die Wintersportplätze der Schweiz haben in höheren Lagen leichten Pulverschnee auf gesetzter Unterlage mit sehr guten Sportmöglichkeiten. 100 DM ln Zürich: 13. 12.: 91/93 sfr. Macht ganz übernehme. Goetz Briefs frägt deshalb: „Sollte wirklich d$r Nationalsozialismus noch aus dem Grabe heraus den Gewerkschaften eine verderbliche Infektion hinterlassen haben?“ Die Gewerkschaftsbewegung ruhe auf dem Boden der Demokratie. Sie könne deren starke Stütze sein; sie sollte es sein, wenn sie weiß, was ihr gut ist. Man wird über dieses Buch nicht einfach zur Tagesordnung übergehen können. Zwei Geschehnisse, zwei Vorgänge, die zu denken geben. Sind wir schon wieder auf dem Weg zur Formaldemokratie? Sind Masse und Zahl wieder die ausschlaggebenden Faktoren? Soll der Geist, der lebendig macht, weiter der Materie weichen? Als sich vor hundert Jahren diese Entwicklung anbahnte, warnte der spanische Diplomat und Phüosoph Donoso Cortes vor diesem Weg. Die Welt, so sagte er, eile mit großen Schritten der Errichtung einer Despotie entgegen, wie sie die Menschen gewaltiger und zerstörerischer noch nie e-Rbt t>^ v o. Wir haben ihre Anfänge erlebt. Sollten wir nicht versuchen, Barrieren auf diesem Weg zu errichten? IG-Drutk Keine politischen Motive" STUTTGART. Die IG Druck und Papier wendet sich gegen den Vorwurf, daß politische Motive mit östlichen Tendenzen kürzlich zum Streik im graphischen Gewerbe geführt hätten. Es sei hinreichend bekannt, daß jede gewerkschaftliche Regelung, die die Oeffentlichkeit berührt, von Gewerkschaftsgegnem dazu benutzt werde, diffamierende Gerüchte auszustreuen. Die Arbeiterschaft im graphischen Gewerbe sei durch eine solche unsaubere Propagandamethode nicht in ihrer gewerkschaftlichen Treue und Solidarität zu erschüttern. Außenstelle, Forstdirektion, Landesversorgungsamt, Oberversicherungsamt, Landesarbeitsgericht. Konstanz: Oberversicherungsamt. Regierungsbezirk Südwürttemberg-Hohen- zollem: Tübingen: Regierungspräsidium einschließlich Oberschulamt und Außenstelle des Landesausgleichsamts, Landesamt für Wiedergutmachung, Verwaltungsgerichtshof, Kriminalhaupt6telle, Landesgewerbeamt - Außenstelle, Forstdirektion, Landesarbeitsgericht. Bebenhausen: Landesarbeitsgericht. Ravensburg. Landesarbeitsgericht. Reutlingen: Oberversicherungsamt. Sigmaringen: Staatsarchiv. Dr. Spreng erklärt in seinem Aufsatz, es bestehe Uebereinstimmung, daß die zentralen und regionalen Landesmittelbehörden möglichst dezentralisiert untergebracht werden sollen. Vor der Verteilung der Sitze der Behörden müsse aber im einzelnen geprüft werden, wie die Unterbringungsmöglichkeiten an den in Frage kommenden Orten sind, inwieweit Umbauten oder Neubauten notwendig werden und welche Ausgaben dafür erforderlich sind. Ferner müßten die Wohnung»- und Verkehrsverhältnisse berücksichtigt werden. Städte, die sich um Behörden mit größerem Personalbestand bemühen, sollten sich darüber im klaren sein, daß sie bei einer Berücksichtigung finanzielle Verpflichtungen eingehen, die eine gewisse Benachteiligung der ortsansässigen Bevölkerung zur Folge hätten. • SK. Diese Mitteilung wird in Südbaden mit sehr gemischten Gefühlen aufgenommen werden. Während im benachbarten Regierungsbezirk Württemberg - Hohen- zollern die Streuung der Behördensitze noch etwas größer ist, wird in Südbaden außer Freiburg gerade noch Konstanz mit einer kleinen Behörde bedacht. Alle anderen Städte wie Baden-Baden, Offenburg, Lörrach, Villingen und Singen gehen völlig leer aus. Diese „Dezentralisierung“ scheint uns etwas dürftig zu sein. Aber vielleicht machen die Städte von dem Angebot Gebrauch, sich um die Zuteilung von Behörden zu bemühen. Wir glauben allerdings nicht, daß noch viel geändert wird. Es kann sich später nur noch darum handeln, kleine „Grenzberichtigungen“ vorzunehmen, das heißt ohne Rücksicht auf die alten Grenzen neue Bezirkseinteilungen vorzunehmen. Und das ist ja auch beabsichtigt. Monte Bello auf dem Bildsdiirm LONDON. Fernsehempfänger in der ganzen Welt zeigten am Donnerstag zum ersten Male die ungeheure Explosionswolke, die vor einem Monat das Gelingen des ersten britischen Atomwaffenexperiments bei den Monte-Bello-Inseln vor der Küste Australiens anzeigte. Das Ausschlagen einer großen Kontrolluhr auf Null blendet zu einem Inferno von Feuer und durcheinanderwirbelnden pechschwarzen Schlamm- und Trümmermassen über, bis daraus ein dichter, schnell hochsteigender Wolkenball entsteht. BERLIN. Obwohl der suspendierte Versorgungsminister Dr. Hamann am Mittwoch vor dem .Demokratischen Block“ beteuert hatte, daß er mitschuldig sei an der Desorganisation der Lebensmittel-Versorgung, wurde er bereits am Tag darauf seines Amtes als Mitvorsitzender der Liberaldemokratischen Partei der Sowjetzone enthoben. Anscheinend betrachtete der Vorstand seiner Partei das abgelegte Schuldbekenntnis als ungenügend. Diese Vorgänge dürften in Zusammenhang stehen mit einer Erklärung Otto Grotewohls auf der letzten Sitzung des SIED-Zentralkomitees. In der erst jetzt veröffentlichten Rede Grothewohls heißt es, daß der Widerstand gegen das Sowjetzonen- Regime mit den bisher angewandten Methoden nicht gebrochen werden konnte. Das „Versagen auf dem Gebiet der Versorgung, NEW YORK. (A.D.-Eigenbericht.) Im Zusammenhang mit der kürzlichen Rückreise des sowjetischen Außenministers Wyschinski von der Vollversammlung der Vereinten Nationen nach der Sowjetunion schreibt die „New York Times“: „Als sein besonderes Vermächtnis für die 1952er Sitzungsperiode der Vollversammlung hat uns der einstige Oberste Staatsanwalt der UdSSR selbst einen Hinweis auf die Methoden gemacht, die bei den von Wyschinski veranlaßten Geständnisorgien der Jahre 1936, 1937 und 1938 in der Sowjetunion angewandt wurden, um seihe grausige Forderung: .Erschießt die tollem Hunde* zu rechtfertigen. Wyschinski hat dem Ersten politischen Ausschuß der Vollversammlung natürlich nicht erzählt, daß er in seiner Rede ein Selbstportrait seiner eigenen Person entwarf. Stattdessen hat er die Vereinigten Staaten beschuldigt, die von ihm zitierten Methoden anzuwenden, um die nordkoreanischen Kriegsgefangenen zu veranlassen, nicht nach Rotchina oder Nordkorea zurückzugehen. Aber die mit der Verdrehungstaktik der marxistischen Dialektik vertrauten Delegierten erkannten mit Schaudern, daß Wyschinski seine eigenen Verhandlungsgeheimnisse preisgab. Wyschinski sprach von .Hieben und Erschießungen*, vom .Rattern der Maschinengewehre* und dem .Stöhnen der unter der Hand des Henkers Sterbenden*. Auch die .Scheinwerfer für die delikateren Verhöre* vergaß er nicht. Mit der Begründung für seine Voraussage, daß die kommunistischen Gefangenen sogar einer un- LONDON (Em.-Eigenbericht). Klagen über zunehmende Kriminalität, insbesondere mit Gebrauch rücksichtsloser Gewalt, sind hierzulande an der Tagesordnung. Die Blätter sind voll mit Schilderungen solcher Ausschreitungen, die häufig noch nicht einmal ein Motiv aufzeigen, sondern geradezu unverständlich sind. Was sich neulich auf dem Wohnsitz der Familie Derby bei Liverpool abgespielt hat, ist kennzeichnend dafür. Ein Diener kauft von irgendeinem Unbekannten eine automatische Pistole. Er exerziert mit ihr, irgendwo im Freien. Er teilt sich anderen mit, die ihn zwar auf das Ungesetzliche des Besitzes aufmerksam machen, ihn aber nicht anzeigen. Allmählich muß sich in dem Mann eine Art Macht- komplex entwickelt haben, und eines schönen Tags probiert er die Waffe mit scharfer Munition an seiner Herrschaft und an der Dienerschaft aus, der er selbst angehört und mit der er gut steht. Die Schloßherrin wird durch den Hals geschossen, gebiet, der Widerstand gegen den Aufbau von Produktionsgenossenschaften auf dem Lande und unendlich viele andere Erscheinungen“ hätten dazu gezwungen, den SED- Beschluß über den Einsatz der Staatsmacht gegen den Widerstand feindlicher Elemente sehr ernsthaft zu überprüfen. Die im Sommer begonnene Umgestaltung des Sowjetzonenapparates wird, wie Grotewohl weiter bekanntgab, auch die Sowjetzonen-Ministerien erfassen. Allen Staats- und Verwaltungsfunktionären der Soiwjetzone stehe ein langwieriger dialektischer Erziehungsprozeß“ bevor. Die bewaffneten Streitkräfte der Sowjetzone sollen, Grothewohl zufolge, durch eine „sozialistische Finanzpolitik“ finanziert werden. Dem Staats- und Wirtschaftsapparat würden dabei erhöhte Einsparungen auferlegt. Eine stärkere Inanspruchnahme der Sozialversicherung sei abzulehnen. parteiischen Repatriierungskommission erzählen würden, sie wollten nicht zurück, beantwortete Wyschinski aber die Frage, warum sich einst Sinowjew, Kamenew, Bucharin und Jagoda in offener Gerichtsverhandlung selbst bezichtigten. Denn, so sagte er, die Gefangenen würden vor der Kommission .völlig gebrochen* erscheinen. Sie würden „zitternd, voll der Furcht erscheinen, die ihnen im Verlauf dieser Behandlung eingeimpft wurde“. Die Gefangenen, so sagte Wyschinski, „werden vollkommen unfähig sein, irgendwelche Fragen zu stellen oder irgendwelche Antworten abzuwarten, weil alle Fragen schon gestellt und alle Antworten schon gegeben wurden“. zwei Diener werden getötet, einige ander« Personen werden verletzt. England war bis weit in das vorige Jahrhundert hinein ein Land ohne Polizei. Die Abneigung gegen Polizei war so groß, daß man als „Preis der Freiheit“ sich lieber mit einem gewissen Maß von Kriminalität abfand. Ala im Jahr 1811 eine Welle des Verbrechens über England ging, taten sich „gentlemen von Stand“ zusammen, um als Freiwillige in ihren Gemeindebezirken nächtliche Wachen aufzuziehen. Aus den verhältnismäßig schwachen Kräften der damaligen Zeit ist heute ein Polizeikorps von 70 000 Köpfen geworden. Freundliche Gestalten, unter dem Namen „Bobbies“ über alle Welt bekannt. Aber das gute Beispiel scheint sich auf der Gegenseite nicht ausgewirkt zu haben, denn das Verbrechen hebt immer frecher sein Haupt. Es handelt sich nicht so sehr um die Zahl als um die Art. Der oben erwähnte Fall einer motivlosen Untat gibt zu denken. Es ist ein vereinzelter Fall. Eben jetzt ist ein 19jähriger als Komplice an dem Mord an einem Polizisten vor Gericht; ein anderer 19jähriger der Mithilfe an einem Gewaltverbrechen angeklagt, — in beiden Fällen ist derselbe Hauptschuldige ein... 16- jähriger. Die Wiedereinführung der Prügelstrafe wird vielfach empfohlen, ohne viel Anklang zu finden. Mehr Polizei? Die Provinzpolizei ist 12 Prozent unter ihrer Sollstärke, — die Londoner gar um 20 Pro-, zent. Obwohl die Bedingungen des Dienstes gut sind und die Bezahlung nicht schlecht, drängen die Anwärter sich nicht. Aber, wenn die Art der heutigen Verbrechen fatal an die Brutalitäten einer vergangenen Zeit erinnert, wenn die Motive nicht mal von Psychiatern aufgespürt werden können, — was dann? Der rote Dekan ist auch dabei WIEN. Die Delegierten aus den Ostblockstaaten und auch aus westlichen Ländern traten in Wien zu dem von kommunistischer Seite organisierten „Völkerkongreß für den Frieden“ zusammen. (Vergleiche gestrige Ausgabe: „Mokka mit Jlja Ehrenburg“). Prominente Persönlich-- keiten unter den Kongreßdelegierten sind der „rote“ Dekan von Canterbury Dr. - Hewlett Johnson und die Witwe des Gründers der chinesischen Republik, Frau Sun Yat Sen. Täter gestellt - Auskunft verweigert SAARBRÜCKEN. Die vier Männer, die am 20. November den Ueberfall auf die Wohnung Georg Geigers in Saarbrücken verübten, haben sich vor etwa acht Tagen der Polizei gestellt. Diese Tatsache, die in ■ Saarbrücken nur gerüchtweise bekannt geworden war, wurde jetzt vom Polizeipräsidenten Guy Lackman bestätigt. Nä- : here Auskünfte über die Täter waren fiß’n doch weder von ihm noch von der Staats« c» anwaltschaft oder einer anderen Stelle zu erhellten. V O Aufstand der französischen Kolonialhennen: „Für dich legen wir keine Hier mehr!! Verwaltungsaufbau vorläufig abgeschlossen Verteilung der Landesbehörden — Konstanz Sitz für Oberversicherungsamt Hamanns Schuldbekenntnis war ungenügend Vorsitzender der Sowjetzonen-LDP abgesetzt — „Sozialistische Finanzpolitik“ planmäßige Schädlingsarbeit im Bergbau- „Gefangene werden völlig gebrochen sein .. Sowjet-Außenminister Wyschinski plauderte ans der Schule Max Laeuger ¥ Der weit über die Grenzen Südwestdeutschlands hinaus bekannte Maler, Bildhauer, Keramiker und Architekt, Oberbaurat a. D. Max Laeuger, ist am Freitag in Lörrach im 88. Lebensjahr an den Folgen eines Schlaganfalles gestorben. Er wurde am 30. September 1864 in Lörrach geboren. Als Innenarchitekt, Gartenbaugestalter und Keramiker erlangte er Weltruf. Zu den bekanntesten Werken Laeugers gehören das Küchlin-Theater in Basel, das Stadt- und Landhaus Pradella in Basel, die Bauten und Anlagen der Gartenbauausstellung Mannheim im Jahre 1807 sowie viele Bauten in Holland, Deutschland, in der Schweiz, darunter Brückenkonstruktionen, Stadtplanungen und Gartenanlagen. Im Jahre 1925 ernannte die Technische Hochschule Dresden Max Laeuger zum Ehrendoktor. 1932 erhielt er die Böttcher-Gedenkmünze der deutschen "keramischen Gesellschaft, fünf Jahre später wurde er Ehrenmitglied der Hochschule der bildenden Künste in München. 1939 verlieh ihm seine Heimatstadt Lörrach den Ehrenbürgerbrief. Im Jahre 1948 wurde er Ehrenmitglied der Akademie der schönen Künste in München. Zu Beginn dieses Jahres brachte der „Südkurier“ eine ausführliche Würdigung des Künstlers. Balthasar Moser schrieb damals u. a.: Die Vielseitigkeit und Spannkraft Max Laeugers als Architekt, als Gartenkünstler, als Keramiker, als Maler, als Lehrer haben ihn nie dazu verleitet, ein Werk aus den Händen zu lassen, das nicht zur Vollendung herangereift war. . Mitte der neunziger Jahre entstanden in seiner Keramikwerkstätte in Kandem die ersten Schalen und Vasen Max Laeugers, die heute Jast durchweg rare Museumsstücke geworden sind. Nach Lehrjahren an der Landesgewerbeschule in Karlsruhe, nach längerem Aufenthalt in Paris, wo er viel malte, nach einer Studienfahrt durch Italien war Max Laeuger Professor an der Kunstgewerbeschule in Karlsruhe geworden, um vier Jahre später 1898 ordentlicher Professor für Innenarchitektur und Gartenkunst an der Technischen Hochschule in Karlsruhe zu werden. Dann reihten sich vielbemerkte Erfolge schnell aneinander. Für Vasen, Wandbrunnen, Fliesenbilder auf der Pariser Welt-Ausstellung erhielt Max Laeuger um die Jahrhundertwende die Goldene Medaille. Goldene Medaillen trugen ihm die Ausstellungen in Turin und in St. Louis, das er auf einer Amerika-Reise besuchte, und den Grand Prix die Welt-Ausstellung ln Brüssel ein.. Mehrfach war das Gesamtwerk des Mei- Schlemihl ^ Erzählung aus Chamisso Der Dichter Adalbert von Chamisso wurde in der Zeit der Romantik international berühmt durch sein Märchen von Peter Sdhlemihl, dem Mann, der seinen Schatten an den Bösen verkauft hat. Um die Wahrheit der Erzählung möglichst überzeugend vorzutäuschen, hatte Chamisso seinen Freund Fouque, den Dichter der „Undine“ gebeten, den Schlemihl mit einer täuschenden Einleitung herauszugeben. Die Romantiker liebten solche literarische Versteckspiele. So schrieb Fouquö eine Einleitung, in der er behauptete, das Märchen von der Beichte des schattenlosen Mannes habe ihm sein Freund A. v. Chamisso zugestellt. Das Bändchen erschien kurz bevor sein Verfasser 1815 eine Weltreise mit der „Rurik“ antrat, über die er später einen aufsehenerregenden Bericht schrieb. Nach drei Jahren, die Chamisso ohne jede Nachricht aus Europa im Eis des Nordens oder auf den Palmeninseln der Südsee verbracht hatte, kehrte er zurück. Als er in London, nach einer kurzen Unterbrechung der Heimfahrt am Picca- dilly schlenderte. entdeckte er in den Auslagen eines Geschäftes plötzlich seinen „Schlemihl“. sters in Ausstellungen zusammengefaßt. Vor drei Jahren in einer ungemein eindrucksvollen, großartigen Schau, die in Freiburg zu sehen war und dann auch in Lörrach und in Karlsruhe. In vielen Museen bewundert man immer wieder Schöpfungen Max Laeugers. Die großen Werke von Laeugers Kunsthandbüchern „Farbe und Form in der Bau- und Raumkunst“, „Grundsätzliches über Malerei, Städtebau, Gartenkunst und Reklame“ sowie „Keramische Kunst“ waren seiner Zeit sehr erfolgreich — sie sind von 1937 bis 39 erschienen — und heute leider noch nicht wieder aufgelegt. uf englisch sLeben von Willi Fehs« Träumte er? Seine Erzählung in englischer Ausgabe? Er trat in den Laden und verlangte das Buch. „Oh, der .Schlemihl*!“, lachte der Buchhändler, während er ein Exemplar aus dem Regal herunterholte. „Eine ungewöhnliche Dichtung. Ganz neu übersetzt. Aus dem Deutschen. Auch in Frankreich und Italien übersetzt, Sir. Sehr berühmt...“ Chamisso griff ungläubig nach dem Buch. „Ich habe es geschrieben“, sagte er stolz. „So wären Sie der Herr von Fouque?“ fragte der Buchhändler, wobei er ehrfürchtig zu dem Fremden emporblickte, dem das Haar links und rechts der schmalen Stirn in grau gesträhnten Locken auf die Schultern und auf die zerschlissene schwarze Kurtka herabflel. „Fouque“? Chamisso warf einen raschen Blick in das Buch. Auf seiner Titelseite stand: ,Peter Schlemihl* von Friedrich de la Motte-Fouquö. Der Uebersetzer hatte offenbar die Vorspiegelungen des Geleitwortes für bare Münze genommen ... Er bezwang seine Enttäuschung, gab dem Engländer ein Geldstück zum Wechseln und blätterte zerstreut in dem Band. Ihm war recht geschehen. Warum bekannte er sich — und wäre es auch nur im ersten frohen Erschrecken über den Fund gewesen!! — so stolz als Autor der Erzählung? War der Name so wichtig? Es kam allein auf das Werk an, auf dies zierliche kleine Buch selber, das ein Unbekannter übersetzt und George Cruikshank mit Kupferstichen geschmückt hatte. Geziemte es ihm, mit dem Schicksal zu hadern? Dem armen Peter Schlemihl, der seinen Schatten verkaufte und „von der menschlichen Gesellschaft ausgeschlossen“ wurde, war dafür „die Erde zu einem reichen Garten geworden, mit Siebenmeilenstiefeln schnell zu durchmessen .. “ Wußte er, was das Schicksal für ihn bereit hielt? Es hatte ihm, dem geborenen Franzosen, für sein verlorenes Vaterland ein neues gegeben; und „als dieZeit kein Schwert für ihn hatte“, schenkte sie ihm den goldenen Griffel der Poesie, damit er die „wundersame Geschichte“ aufzeichnen konnte, in der sich sein Leben spiegelte. Vielleicht narrte der Ruhm den Adoptivsohn des deutschen Volkes hier auch nur, um ihn in der Heimat tu grüßen? Nachdenklichen, aber heiteren Gesichts ließ sich Chamisso von dem Buchhändler dann das Rückgeld aushändigen. Er steckte es lächelnd mit dem Büchlein in die Tasche seines schwarzen polnischen Schnürrocks. Als ihn der Engländer jedoch nochmals mit dem Namen des Freundes anredete und nicht übel Lust verriet, allerlei Fragen an ihn zu stellen, wehrte der Dichter freundlich ab. „Ich heiße Chamisso“, sagte er. „Chamisso, Sir?“, verwunderte sich der Buchhändler. „Dann wären Sie also nicht ... Oder ... Chamisso ist doch eine Figur aus der Erzählung, ein Mann, dem Schlemihl seine Lebensbeichte vermacht...“ „Ich weiß“, erwiderte der Dichter. „Und nun müssen Sie mkh entschuldigen, mein Herr!“ Damit verbeugte er sich und schritt zur Tür des Ladens. „Aber so hören Sie doch, Sir!“, rief der Engländer ihm nach. „Nur noch eine Frage..." Der Fremde hörte nicht mehr. Auf den Platz hinaustretend, sah der Buchhändler seine hohe Gestalt mit so schnellen Schritten in der Menge verschwinden, als trüge er nicht nur die zerschlissene, schwarze Kurtka, sondern auch die Siebenmeilenstiefel, durch die Peter Schlemihl schließlich für den Verlust seines Schattens entschädigt wird. Kopfschüttelnd begab sich der Buchhändler wieder in seinen Laden zurück. Lange stand ein grüblerischer Ausdruck in seinem Gesicht, bis er sich plötzlich mit der Hand vor die Stirn schlug, nach einem der „Peter-Schlemihl“-Bände griff und sich mit erheiterter Miene darin vertiefte. KULTUR N A CHRICHTEN \ Fritz von Unruh, der deutsche Dichter und Goethepreisträger von 1948, hat neben Frau Vijaya Lakshmi Pandit, Albert Schweitzer und Richter William O. Douglas eine Auszeichnung des amerikanischen „One World“ (Einige Welt) — Komitees erhalten, die das Komitee und eine private amerikanische Organisation zur Förderung des Gedankens einer einigen, friedlichen Welt, und für besondere Beiträge zum Weltfrieden und zur Völkerverständigung verleiht. Theodor Plieviers Kriegsromane „Moskau“ und „Stalingrad“ will der Südwestfunk Ende Januar als Hörfolgen senden. „Wir bauen ein besseres Leben“ heißt eine Ausstellung, die vom 13. Dezember 1952 bis 11. Januar 1953 vom Amt für gemeinsame Sicherheit und dem amerikanischen Hohen Kommissariat in Verbindung mit dem Landesgewerbeemt Baden-Württemberg in Stuttgart veranstaltet wird. Aus diesem Anlaß gibt .die Bundespost eine Sonderbriefmarke hieraus. garo*ta8> ^ Die lei Am 22. Ni »dition 4.>esondere r Völker- gsromane der Süd- Hörfolgen es Le- die vom 1953 vom und dem sariat in verbeamt t veran- gibt ,die rke her- ^jn 22. November hat die Schweizer Expedition wieder das Ausgangslager am irjjuinbugletscher erreicht, um von dort TL, Rückmarsch durch Nepal anzutreten. pj e nachfolgenden Tagebuch-Auszüge geben tj n anschauliches Bild von den unsäg- jieijen körperlichen Anstrengungen und sonstigen Schwierigkeiten, denen die Expedition ausgesetzt war. Während der Ersten Novemberhälfte wurde der Transport des für die Hochlager am Südsattel Und am Everestgrat unerläßlichen Materials auf die Umschlags- und Durchgangsjager hoch auf dem Lhotsegletscher voll- jogen. Erst am 19. November gelang es, den Südsattel selber zu erreichen und dort e in Hochlager aufzuschlagen. Dieser Vorstoß ist unter den herrschenden Verhältnissen als eine gewaltige Leistung zu werten. Vom Südsattel wurde am 20. Novem- j£r zum Vorstoß an den Südostgrat des Everest angesetzt, der trotz heroischer Anstrengungen nicht zum letzten Ziele führte. Die Naturgewalten waren stärker, der Everest blieb unbesiegt Das Grab am Everest 1 . November: Gestern wurde Mingma porje vom Eis erschlagen; heute hat man ihn am Fuße des Everest begraben. Noch liegen drei Verletzte in den Zelten unter dem Bergschrund. Die Stimmung aller ist gedrückt. Während Buzio, Groß und Dyhrenfurth im Messezelt des Lagers IV um die Kerze zusammenrücken, versammelt Dr. Chevalley im Lager V Lambert, Tensing, Reiß und Spöhel. Er hat seinen Entschluß gefaßt: „Wir dürfen den Aufstieg im Eistrichter nicht mehr benützen v ir alle spüren das. Gewiß beruht das Ur- glück auf Zufall. Aber es hat unsee Mannschaft physisch und moralisch p- »ch wacht. Wir haben an die Erfolg sais- sichten der Expedition zu denken und «är- fen nicht blindlings einer Lösung er- trauen: dem Direkt weg durch die Schücht l und über den Feiesporn. Nüchtern beVteilt spricht auch die Unmöglichkeit eines Zwischenlagers am Sporn dagegen; und wären die Verhältnisse auch so gut wie irr Frühjahr, könnte man jetzt dieses Stük doch nicht mehr an einem Tage bewältg«n. Die Tage sind zu kurz. Ohnehin fcnn man nicht in einem Tage zum Süds-ttel auf- Iteigen. Also? Eine andere Lösung muß gelinden werden: sie heißt Lhotsegletscher Ich weiß och nicht, ob dieser Weg chwer oder cht, gefährlich oder siche 1 sein wird, er wir können annehmen, laß der Glet- er Lagerplätze bietet. Deshalb heißt es zt ohne Widerspruch, dieen Aufstiegslieg zu erkunden. Ich hab-* im Frühjahr 3fcn Querweg zwischen d&m Sporn und Gletscher begangen; er war gut, er laheint auch jetzt begehbet m sein. Es ist Ekine Zeit mehr für Spekulationen, wir Süssen dort -durchgehei, wo wir Lager Rifschlagen können.“. , F Von Lagar Aj Lager f |2. November: Uiter heftigem Wind |seigen zwei Seilschaften in den Lhotse- |getscher ein. Lambert und Tensing voraus, gefolgt von Reif und Spöhel. Am frü- bn Nachmittag ist ein sicherer Standort fr das Lager VI fefunden. Lambert und i Tensing steigen in den großen Eistrichter hinüber, um im Quergang das obere Ende oe- Standseile zu erreichen und ihnen ent- larg und über den Bergschrund zum Lager V abzusteigen; dorthin kehren Reiß und fböhel auf der Morgenspur zurück. Sie fhden eine Meldung von Dr. Chevalley, er die drei verletzten Sherpas in das hger IV zurückbegleitete: „Zwischen La- pr II und III ist die Wegspur zerstört; hger II ist verschüttet, zwei Träger sind ptroffen Worden.“ Lambert, Reiß und fensing soll mit Dawa Thondup und zwei Weiteren Sherpas im Lager V bleiben, um iorgen Lasten in das Lager VI hinauf zu Mördern. 'Als der Unglücksbote Pasang Phutar im jager IV durch Tensing „verhört“ wird, iellt eich heraus: „Die Route ist nicht un- {rbrochen, das Lager II ist nicht verhüttet; ein Träger wurde durch einen tssplitter an der Lende getroffen und beendet sich im Lager I — kein Arzt, keine i jilfe ist nötig; niemand muß absteigen!“ I blche Uebertreibungen mahnen zum Auf- ■ ihen; die Sherpas scheinen durch das Un- jück stark angegriffen und verwirrt. In der hebt offenbart sich diese Schwäche noch- lals: Dawa Thondup und Spöhel stehen Feit ihrer Mannschaft vor dem Meesezelt j. ii Lager IV: der Tiger Dawa Thondup, eier der sieben besten Sherpas des Hima- fea, hat den abendlichen Schneefall als V-rboten des Unglücks gedeutet und unter senem Einfluß haben die Sherpas im Lage: 7 Spöhel vor die Wahl gestellt, allein im Tochlager zu bleiben oder mitzukommen. Dawa Thondup — auch Du, Brutus? Heut* nacht stehen 15 Zelte im Lager IV. Es sdneit bei minus 12 Grad. Rüdezugstimmung reifjf ein 3. fovember: Ein klarer, kalter : Morgen mit 5 cm Neuschnee. Heute gilt es, durchWeiterarbeit der einreißenden Rück- zugstmmung zu wehren. Groß und Buzio führ» die Gruppe Dawa Thondup zurück zum -ager V. Tensing nimmt die Sherpas zu ei*er Kopfwäsche zusammen und schickt weitere neun ntf Sauerstoffkisten in das Lager V hinauf Morgen soll der Lhotee- gletscher emsthft angepackt werden. 4. Novemler: Im Lager IV ordnet Dr. Chevalley een Rückschub der Verletzten. Mingma itar erhält einen Fixationsverband an ein Schlüsselbein. Lambert, Tensing, Rcß und Spöhel prüfen die Sauerstoffgeäte und ordnen den Nachschub in di Hochlager. Droben im Lager V war die •'lacht unruhig, weil der Wind die Zelte fhüttelte. In drei Stunden steigen Groß ind Buzio mit vier Sherpas auf der Spuries 2. November hoch und schlagen das Jager VI auf. Die Sherpas steigen ab nachLager V, wo inzwischen Dyhrenfurth eügetroffen ist. Eine Meldung Bu- zioe nah rückwärts: „Wir wollen morgen Lager /II erkunden. Die Eishaken haften nicht *i Fimeis der Steilstellen; wir brauchen Holzpflöcke, um für die Träger an mehrren Stellen Standseile spannen zu komm.“ Unter heftigem Wind bricht der Abeid herein. Schnee bricht durch das Zelt I November: Groß und Buzio erleben eine schreckliche Nacht auf der ■vmdbestrichenen Terrasse des Lhotse- getschers: „Oft erwarten wir, daß das Zelt reggetragen werde. Der Winddruck ist so ,itark, daß der Schnee durch die Zelt- . Machen gequetscht wird. Es ist uns kaum möglich, Wasser heiß zu machen. Wir sind durchfroren und können den Blutkreislauf in unseren Gliedern kaum wachhalten. Am Morgen schaue ich hinaus: es ist nichts, die Windstöße sind viel zu stark. Wir haben die Aufgabe, eo hoch als möglich den Gletscher aufzusteigen, um einen Platz für das Lager VII zu finden. Alle halben Stunden schicken wir uns an aufzubrechen; aber schweren Herzens müssen wir jedesmal verzichten. Der Wind setzt nie aus und in unserem Zustand können wir keine zweite Nacht im Lager VI verbringen.“ Auch unten am Bergschrund, im Lager V, ist die Nacht schlecht überstanden worden. Dyhrenfurth vermag die Sherpas nicht in Bewegung zu bringen; man will auf Lambert und Tensing warten. Vom Lager IV aus sieht man den rötlichen Fleck des Zeltes, in dem Groß und Buzio hausen. Die Sonne läßt ihn aufleuchten. Aber als die Männer endlich vor dem Zelt gesehen werden, steigen sie nicht auf; sie kommen herab. Dr. Chevalley und Reiß machen sich auf den Weg zum Lager V, wohin auch Lambert und Tensing schon aufbrachen. Unterwegs treffen sie den absteigenden Dawa Thondup; er ist krank, gebrochen. Lambert faucht: „Wind! — am Everest ist immer Wind! Man muß vorwärts machen. Wenn die Sherpas nicht mehr mögen, müssen eben die Bergsteiger dran. Jetzt sind Groß und Buzio herabgekommen, ohne Lager VII erreicht zu haben.“ Dr.. Chevalley berät sich mit Lambert und Tensing; „Wie war es itn' Frühling? Wir haben hier lange, mühevolle Tage verbracht, der Sturm warf uns Eis und Steine in die Gesichter — und wir unterlagen. Jetzt ist die Kälte viel größer und die Sonnenscheindauer weit kürzer.“ Tensing versichert, daß die vier anwesenden Sherpas Ang Nirna, Ang Temba, Ang Norbu und Ajiba zur Stange halten. „Hoffen wir also, daß das Wetter ändern werde, daß ruhige Tage auf diese Stunmzeit folgen mögen.“ Um 14 Uhr versinkt die Sonne und bannt die Lagerinsassen in die engen Zelte. Dr. Chevaley und Reiß steigen ab in das Lager IV. Das Spifal im Eis 6. November: Lambert und Tensing steigen im Sturm auf zum Lager VI. Unterwegs ersetzen sie Standseilverankerungen. Drei Sherpas gehen mit und eine gute Spur entsteht. Bis 15 Uhr scheint die Sonne. Eine halbe Stunde später liegt Lambert im Schlafsack: „Der Wind weht heftig und schüttelt das Zelt. Eg ist unmöglich, einzuschlafen. Das geht die ganze Nacht so weiter. Wir sind völlig durcheinander.“ Vom Lager IV aus sieht man, wie der Wind auf den Terrassen des Lhotse- gletschers Schnee aufwirft. Dr. Chevalley durchgeht sein Spital: „Aila geht es besser; seine Kopfgeschwülste nehmen ab, aber die Brustquetschung schmerzt noch. Dawa Thondup ist wirklich krank: Brechreiz, Schwindelgefühl, gelbliche Farbe. Weshalb kann ihm die Höhe das an tun? Wahrscheinlich ist es der Wind. Auch ein Träger leidet unter der Höhe: Schwindel, Apathie. Mingma Sitar geht es ordentlich; er ist schmerzfrei, ßeit 6ein Arm fixiert ist. 10. November: Die Nacht war ruhiger. Buzio und Groß steigen früh auf zum Lager VI. Sie wärmen Fruchtsaft, gehen gleich weiter und erreichen in drei Stunden Lager VII. Zwischen beiden Lagern sind weitere Standseile eingelegt worden. Groß berichtet: „Es ist anstrengend. Wir spüren die Höhe, die kleinste Bewegung ermüdet.“ Auch im Lager IV war die Nacht besser. Dr. Chevalley, seine Patienten los, will sich wieder dem Fortgang der Operationen widmen. Ganz allein siedelt er um nach Lager V. Dort finden ihn Buzio und Groß, die von oben herabsteigen. Die im Lager IV Zurückgebliebenen haben großen Rasttag. Sie rasieren sich! Am Nachmittag erscheint Tensing mit vier Sherpas. Er hat die Etappe in den Senkel gestellt und meldet, daß alles in Ordnung wäre. 13. November: Lambert faßt die Lage in folgendem Brief zusammen: „Seit dem Unglück Mingma Dorje’s haben wir Dank Tensing die Sherpas wieder in die Hand bekommen. Es ist immer strahlend 6chön, aber Wind und Kälte verzögern unseren Aufstieg zum Südsattel. Alles Material, Sauerstoff und Lebensmittel, liegen im Lager VI auf 6900 m bereit. Die Sherpas sollen leer von Lager V aufbrechen, sich im Lager VI beladen und zum Lager VII auf 7600 m weiter gehen. Aber Wind und Kälte zermürben die Leute im Lager V; Chevalley und Buzio warten dort mit neun Sherpas, um zum Lager VII und zum Südsattel aufzusteigen. Tensing und ich bleiben noch im Ruhelager; wir warten darauf, zum Angriff auf den Gipfel aufbrechen zu können. Aber die Tage dehnen sich, die Männer werden durch das Abwarten in den Lagern verbraucht. Und doch brauchte es nur sechs bis sieben Tage Tage und der Gipfel wäre unser. Für die meisten unter uns wird der Wind allmählich zur Besessenheit, zu einer fixen Idee!“ (Nachdruck, auch auszugsweise, verboten. Copyright by Schweizerische Stiftung für Alpine Forschungen, Zürich.) „-fif EINE BRILLE FÜR FAST ERBLINDETE konstruierte jetzt der USA-Wissenschaftler Dr. William Feinbloom. Allein in den Vereinigten Staaten soll die Hälfte der 150 000 stark Sehbehinderten bei Benutzung der neuen Brille wieder normal sehen können. NOBELPREISE ÜBERREICHT. Drei amerikanische, zwei englische und ein französischer Preisträger wurden in Stockholm mit den Nobelpreisen für 1952 ausgezeichnet. König Gustaf Adolf überreicht den Nobelpreis für Chemie an Dr. Martin (England). &ar Jiantpf gegen die SekaUwand Düsenflugzeuge and Männer besiegen den unbekannten Feind (5. Fortsetzung) Jedesmal, wenn der „Prometheus“ durch die Luft heulte, litt Sue unsägliche Qualen. Sie ging jedesmal ins Kino, wenn eie wußte, daß Tony starten wollte. Wenn der Film lief, konnte man den Lärm nicht so hören. Aber im Laufe der Monate wurde der Weg ins Kino für sie immer beschwerlicher. Am Abend vor dem großen Versuch zeigte J. R. in seiner Sternwarte Tony die Wunder des nächtlichen Himmels. Sie sprachen über die unvorstellbar großen Entfernungen im Weltenraum und die wunderbaren Gesetze der Gestirne. Da fragte J. R. ganz unvermittelt: „Sag mal, FÜHRERKANZEL DES „PROMETHEUS " OOO . taihcb«! U.Lutttoremc 1J Trimmung IV StCac» 50U.ie >i s s J 15. Feucru)arnlieVtUrs ... . 9 1. Staudruckmesser 2 kuitftlirtMr Horizont 5 McKwwtar (ScwaU* jtsetiwün«>^Meitsonuiq * * * * * ■* * * /&> * * * * /&> ARWA AR WA ARWA * //Ib / 38 9 / 39 9i fort*« **Arm* ARWA tobkt* fir Z90DA ARWA Samstag, 13. Dezember 1952 SÜDKUBIER Nr. 203 / Seil Rentenversicherung am Jahresende Auswirkungen der erbfihten Pflichtgrenze — Verjährungsvorschriften beachten Zwei Bundesgesetze haben in dem jetzt zu Ende gehenden Jahr das Gesicht der deutschen Rentenversicherung der Arbeiter und Angestellten sehr wesentlich beeinflußt: 1. das Gesetz über die Erhöhung der Einkommensgrenzen in der Sozialversicherung etc. vom 13. 8. 52 und 2. das Gesetz über den Ablauf der durch Kriegsvorschriften gehemmten Fristen in der Sozial- und Arbeitslosenversicherung vom 13. 11. 1952. Die Versicherunegspflichtgrenze in der Krankenversicherung wurde auf 6000 DM jährlich (450 DM monatl.) und die der Angestellten- und Arbeitslosenversicherung von 7200 DM jährlich (600 DM monatl.) auf 9000 DM jährlich (750 DM monatl.) erhöht. Es bedeutet dies bezgl. der Pflichtversicherten, daß die Arbeitgeber bei Vornahme der Arbeitsverdienstbescheinigungen für 1952 in den Quittungs- bzw. Versicherungskarten bei den nach § 10 der 2. Lohnabzugsverordnung von 1942 zu tätigenden Eintragungen unter Umständen zwei Eintragungen für 1952 vornehmen müssen —, wenn nämlich der Gesamtjahresverdienst des einzelnen Arbeitnehmers 7200 DM übersteigt. In diesem Falle sind die Zeiten vom 1. 1. bis 31. 8. 1952 und vom 1. 9. bis 31. 12. 1952 je getrennt zusammenzufassen. Das ergibt sich unerläßlich aus der Tatsache, daß das Gesetz nach Ziff. 1.) am 1. 9. 52 in Kraft getreten ist. Liegt dagegen der gesamte Arbeitsverdienst eines Pflichtversicherten der Invaliden- oder Angestelltenversicherung im Jahre 1952 unter der bisherigen Jahresarbeitsverdienstgrenze von 7200 DM, ist der Entgelt nur getrennt einzusetzen, wenn er 750 DM im Monat nach dem 31. 8. überstiegen hat. Sonst wird der Entgelt für das Jahr 1952 in die Quittungs- bzw. Versicherungskarte wie bisher in einer Summe eingetragen. In Zweifelsfällen empfiehlt sich, den Entgelt in zwei getrennten Teilen einzutragen. Bei Ausscheiden vor dem 1. 1. 1953 hat selbstverständlich Eintragung nur bis zum Tag des Ausscheidens aus dem Beschäftigungsverhältnis zu erfolgen, evtl, aber auch mit zwei Eintragungen, wenn das Beschäftigungsverhältnis über den 31. 8. 52 hinaus gedauert hat und die obigen Merkmale zutreffen. Bei Angestellten, die wegen der Erhöhung der Versicherungspflichtgrenze erst zum 1. 9. 52 wieder versicherungspflichtig geworden sind, sind die Eintragungen in die Karte selbstverständlich erst wieder ab 1.9.52 vorzunehmen. Nach Gesetz 2.) traten mit Wirkung ab 14.11. 52 die alten Verjährungsvorschriften der RVO (Reichsversicherungsordnung) und des AVG (Angestelltenversicherungsgesetz) wieder in Kraft und die bis dahin gültigen fristhemmenden Kriegsvorschriften außer Kraft. Dies hat zur Folge, daß vor Jahresende allenfalls noch rückständige Beiträge für 1950 nachgebracht werden dürfen (die Marken mit dem Aufdruck „52“), jedoch keine Beiträge mehr für 1949 und frühere Jahre 1953 können nur noch Beiträge für 1951/52 nachgeholt werden. Bei den Versicherungsträgern rechtzeitig geltend gemachte Anträge auf Beitragsnachentrich- tung für frühere Jahre werden jedoch noch nach den bis 13 11. 52 gültigen Vorschriften abgewickelt. Quittungs- und Versicherungskarten mit Beiträgen für 1949 oder früher müssen umgehend, spätestens jedoch bis 31. 3. 53 umgetauscht werden. Nach diesem Termin ist eine Anrechnung der etwa 1952 (vor Inkrafttreten des obigen Gesetzes 2.) für 1949 oder früher geklebten Beitragsmarken nicht mehr möglich. Maßgebend sind hierbei die durch das erwähnte Bundesgesetz erfolgte Festsetzung des Kriegsendes für die Zwecke der Sozialversicherung auf den 31. 12. 1950, die gleichzeitige Außerkraftsetzung der bisherigen fristhemmenden Kriegsvorschriften und damit die Wiederinkraftsetzung der alten Verjährungsvorschriften der §§ 1442 bis 1444 RVO. Für 1953 sind übrigens neue Beitragsmarken mit dem Aufdruck „53“ herausgegeben worden. Es wird also für die Versicherungsträger leicht sein festzustellen, ob die jeweils fälligen Beitragsmarken rechtzeitig oder verspätet erworben sind. Marken mit dem Aufdruck „53“ können darnach nur noch für 1951 und später rechtswirksame Verwendung finden. Bei dieser Gelegenheit werden die freiwillig Versicherten der Invaliden- und Angestelltenversicherung, gleichzeitig aber auch die selbständigen Pflichtversicherten (Handwerker, Hebammen, selbständige Lehrer usw.) erneut darauf verwiesen, daß mit Gesetz 1.) auch die Verpflichtung eingetreten ist, bei einem Einkommen von mehr als 7500 DM jährlich bzw. 625 DM monatlich ab 1. 9. 52 Beiträge nach Klasse XI ä 16 DM bei der Iv. bzw. ä 70 DM bei der Av. zu zahlen. Hiervon abweichend kann lediglich bis 31. 12. 1952 freiwilligen Versicherten, die schon vor dem 1. 9. 52 ein Einkommen von mehr als 625 DM monatlich hatten und mit ihrer Beitragsentrichtung für 1952 noch im Rückstand sind, zugestanden werden, Beiträge der alten Höchstklasse X (ä 13 DM bei der Iv. bzw. ä 55 DM bei der Av.) zu verwenden, sofern pro Jahr bis zu 8 Monaten mit Beiträgen belegt werden. Bei 9 und mehr Beiträgen pro Jahr müssen jedoch auf jeden Fall die auf die Zeit ab 1. 9. 52 fallenden Beiträge nach den neuen Beitragssätzen geleistet werden. Sofern Marken ganz allgemein nach Klasse X bis 1. 9. 52 geklebt worden sind, kann es dabei verbleiben. Entscheidend ist, daß bei freiwillig Versicherten die Beitragsmarken immer entsprechend dem Einkommen zu leisten sind, zum Zeitpunkt der Beitragsentrichtung jahres- bzw. monatsdurchschnittlich erzielt wird. Ab 1953 ist in allen Fällen nach Satz 1 dieses Abschnittes zu verfahren. Aber nicht nur bezgl. der Entrichtung der Mindestbeiträge ist anzuempfehlen, regelmäßig und rechtzeitig die Beiträge zu leisten, sondern noch weit mehr bezgl. der Leistungen zu der seit 1951 bestehenden HV (Höherversicherung). Da bei diesen Beiträgen nicht nur der Markenwert als solcher die Rentensteigerung beeinflußt, sondern auch das Jahr ihrer Entrichtung, ist bei der Höherversicherung ganz besonders darauf zu achten, daß man sie im Fälligkeitsjahr ankauft und entwertet F. S. Rückwirkende Kriegsschadenrente beantragen Frankfurt. Das Hauptamt für Soforthilfe weist darauf hin, daß Anträge auf Gewährung von Kriegsschadensrente mit rückwirkender Kraft vom 1. April 1952 an nach dem Lastenausgleichsgesetz bis zum 31. Dezember d. J. eingereicht werden müssen. Eine Fristverlängerung ist nicht möglich. Bei später eingereichten Anträgen erfolgt die Zahlung erst von dem Monat an, der dem Tag der Antragstellung folgt. Schadenfeststellungsanträge können, soweit sie Voraussetzung für eine Kriegsschadenrente sind, auch nachgereicht werden. Der Neue Lohnsteuertabellen für 1953 Nachdem die Pauschale für Sonderausgaben ab 1. 1. 1953 von jährlich 468 DM (monatlich 39 DM) auf jährlich 624 DM (monatlich 52 DM) erhöht wurde, verlieren die bisherigen Lohnsteuertabellen mit dem 31. 12. 1952 ihre Gültigkeit. Neue Lohnsteuer-Abzugstabellen, in denen der erhöhte steuerfreie Pauschalbetrag berücksichtigt ist, werden in Kürze im Handel erhältlich sein. Sie sind für alle Lohn- und Gehaltszahlungen ab 1. Januar 1953 anzuwenden. Für den Arbeitnehmer und zwar insbesondere für denjenigen, der bisher keine Sonderausgaben geltend gemacht hat, ist damit eine spürbare Ermäßigung der Sozialabzüge verbunden. Schweizer Wirtschaflsbrief Wirtschaftliche Landesverteidigung — Konzessionen für Erdöl? Zürich. (Dr. S.-Eigenbericht.) Zahl- Vorschriften sind auf dem Gebiet der Vorratshaltung und der sogenannten Pflichtreiche Aufgaben auf dem Gebiete der schweizerischen Kultur-, Sozial- und Wirtschaftspolitik werden durch Beiträge des Bundes unterstützt, die alljährlich bei der Budgetberatung genehmigt werden müssen. Auch bei der Behandlung des Bundeshaushalts 1953 zeigte es sich, daß die meisten Parlamentsabgeordneten grundsätzlich dem Sparprogramm zustimmen, sobald aber konkrete Fälle zur Diskussion stehen, werden die Sparvorschläge mehr oder weniger bekämpft. So hatte die Regierung bei 121 Einzelposten Kürzungen vorgeschlagen, gut die Hälfte dieser Vorschläge wurde aber wieder gestrichen, einige Posten wurden sogar erhöht bzw. neu eingeführt, so daß schließlich durch die Beschlüsse des Nationalrats gegenüber dem ursprünglichen Haushaltsvorschlag Mehrausgaben von 800 000 Franken entstanden sind. Allzu groß ist die Zahl der Interessenten an den staatlichen Subventionen, die im Nationalrat ihre sehr energischen Verfechter haben. Der Entwurf zu einem Bundesgesetz über die wirtschaftliche Landesverteidigung liegt z. Z. den Wirtschaftsverbänden zur Stellungnahme vor und gelangt dann an den Bundesrat. Das neue Gesetz tritt an die Stelle des bisherigen Bundesgesetzes über die Sicherstellung der Landesversorgung mit lebenswichtigen Gütern vom 1. April 1938. Nach dem Entwurf kann der Bundesrat in dringenden Fällen ohne vorausgegangene Ermächtigung kriegswirtschaftliche Maßnahmen anordnen, die an sich in die Zuständigkeit der Bundesversammlung gehören In unsicheren Zeiten soll der Bundesrat Maßnahmen zum Schutze schweizerischer Vermögenswerte und zur Preiskontrolle treffen können. Besondere lager zur Sicherung der Landesversorgung, zur Ueberwachung der Ein- und Ausfuhr usw. vorgesehen. Die kriegswirtschaftliche Schattenorganisation und der Delegierte für wirtschaftliche Landesverteidigung werden gesetzlich verankert. Seit einigen Jahrzehnten werden gewisse Gebiete der Schweiz nach Erdölvorkommen untersucht, wobei festgestellt werden konnte, daß Oel in meist verdünnter Konzentration in den Sandsteinschichten der unteren Molasse enthalten ist. Allerdings sind die Meinungen geteilt, ob ausgiebige Oelquellen in der Schweiz Vorkommen. Immerhin liegen Konzessionsbewerbungen vor, insbesondere von ausländischen Konzernen, die einige Millionen Franken für Forschungszwecke aufwenden wollen, während schweizerische Bewerber kaum in der Lage sind, die nötigen Kapitalien aufzubringen. Die in Betracht kommenden Kantone, (Aargau, Freiburg, Waadt u. a.) sind augenblicklich bemüht, die Frage der Erdölvorkommen und die damit verbundenen rechtlichen Einzelheiten zu klären. Nun hat der Bundesrat die Kantone ersucht, keine Konzessionen für die Schürfung und Ausbeutung von Erdölquellen zu erteilen, bevor die Verträge nicht der obersten Landesbehörde vorgelegt worden sind. An ausländische Staaten oder an Gesellschaften, an denen ausländische Staaten beteiligt sind, sollen überhaupt keine Konzessionen erteilt werden. Der Bundesrat begründet sein Vorgehen u. a. damit, daß ein wichtiges Landesinteresse berücksichtigt, vor allem Maßnahmen getroffen werden müssen, die zur Wahrung der äußeren Sicherheit, der Unabhängigkeit und der Neutralität der Schweiz notwendig sind. Dei Kürbis kam über den Atlanlik Zur Inte nationalen Gartenbau-Ausstellung Hamburg 1953 Lilien aus Texas, Ros* aus den USA, Luxemburg, Frankreich, Spa, en un( j Italien, Tulpen aus Holland und Azalen aus Belgien werden sich auf der Interncjonalen Gartenbau- Ausstellung Hamburg 1953buntleuditend versammeln. Der Gartenbau fet eine lange und interessante Geschichte. *ler einige Daten aus alter und neuer Zeit. Der Garten trägt seiner. Namen schon seit germanischer Zeit. Das feort bezeichnet den umzäunten Raum (tthochdeutsch: gart). Die ältesten Garten p-anzen waren Saubohnen, Erbsen, Rüben, Wöhren und Lauch; alles Bezeichnungen, di auf germanische Wortstämme zurückgehn. An den Obstbäumen reiften zu jene; Zeit nur Holzäpfel und Holzbirnen, dem das Veredeln lernte man erst von den Rmem, die Jahrhunderte hindurch Rhein ud Donau besetzt hielten. Damals kamen auch mit eine; ganzen Reihe von Obetbäumen die ersten taste an. Die Pflaume (lat. prunum), die Asrikose, oder wie sic bei den Römern hieß: vraeco- cium (die „frühreife“ Frucht), die lirsche (lat. ceresia) und später die Walnuß,deren Name („die welsche Frucht“) noch, ihre Herkunft aus Westeuropa verrät. Aue der Kohl (lat. caulis “ Stengel) hielt zu »ner Zeit seinen Einzug ebenso wie der Retich (von lat. radix “ Wurzel) und die Zwibel (lat. cepula). Später waren es dann vor allem die Hf- güter der deutschen Kaiser und die Kloste- gärten, die neue und unbekannte Pflanzn in die Hausgärten lieferten. Manche Haus, frau mag damals zum „Pater Gartenmei ster“ gegangen sein, um sich Stecklinge * Samen geben zu lassen. Aus den Mi(( meerländern kamen die Gewür Kümmel, Fenchel und Petersilie sowie 1 ] Dill, nachdem die römische Küche Bohn kraut, Thymian und Majoran bei uns L misch gemacht hatte. Pfefferminze, Mel» und die Topfpflanze Rosmarin folgten. Eine regelrechte Invasion gab es Hausgarten während des 16. Jahrhunde als Amerika entdeckt worden war » kühne Seefahrer auch die anderen Teile d Welt eroberten. Seit jener Zeit reifen | uns Kürbisse und Kartoffeln, die über d Atlantik kamen, und grünt der Spinat ( Arabien. Und dann versammelte sich i die wunderbare Vielfalt der Blumen, begann mit Rosen, Lüien und Violen,, aus dem Mittelmeerraum stammen, nicht nur wegen ihrer Blütenschön., sondern vor allem ihrer Heilkräfte wi) im Garten Aufnahme fanden. Später , seilten sich Schneeglöckchen, Märzbe und Narzissen hinzu; Tulpen und Hya, ten kamen aus dem Orient zusammen i Gartennelke, Goldlack und Levkoi Pfingstrosen und Stockrosen. Ameri schickte Georgien. Astern, Samtblum Kapuzinerkresse, Petunien und die prad volle Sonnenblume. Die Türkei steu den Flieder bei, dessen Name früher Holunder gehörte, von dem wir heute i den Fliedertee und die Fliederbeeren sc_ zen. Und am Zaun blühen nun die geä T?ins»elhlume. Nachtviole und Immerc " Bodensee-Obstmarkt Tettnang. Bei Frost zwischen —5 und —10 Grad ist das Obstgesdiäft im ganzen Bodenseegebiet in der abgelaufenen Woche bereits nahezu zum Stillstand gekommen. Das Angebot umfaßte Restposten mittelfrüher Sorten und kleine Mengen Lagerware, wobei abfallende Qualitäten überwogen. Entsprechend der wachsenden Ueberschwemmung des Marktes mit billigen Zitrusfrüchten waren nur beste Tafelobst- Qualitäten gefragt, die wie Teuringer Rambour mit 17 DM, Goldparmänen mit 20—22. Winterzitronen mit 12 DM für 50 kg A feste Preise verzeichneten. Dagegen verkauften sidi abfallende A- und B-Sortierungen sehr langsam und nur zu stark zurüdegesetzten Preisen. Ware mit leichten Frostschäden war selbst zum B-Prtj , cchwer absetzbar. Bezeichnend für die wem r ussiditsreiche Gesamtsituation war das geri&| : laufinteresse für Lagerware aller Art. Insbesu dre Boskoop fanden zu 15—17 DM für 50 i , Awenig Käufer, Welschisner konnten nur n« zull DM verkauft werden. Gute Bohnäpfel g ; reihten noch 10 DM je 50 kg A. B-Ware ag] Sor» n lag bei langsamem Geschäftsgang z» • sehe 7 und 8 DM. Entsprechend der Wetts r und ’rostlage ist mit einer Fortdauer der d» verlacungen in der kommenden Woche im g» zen Segebiet nicht mehr zu rechnen. Frosttal ■ derungwürde allerdings vermutlich ein noehart : vergrö&rtes Angebot zur Folge haben. ed Stuttgarter Wertpapierbörse Stuttgart. Die Unternehmungslust an der Stuttgarter Börse ließ in der Woche zum 12. Dezember trotz des von Bundespräsident Heuss ausgesprochenen Verzichtes auf die Erstattung des seinerzeit geforderten Rechtsgutachtens zu wünschen übrig. Schon kleinste Abgaben drückten auf das Kursniveau und einige Umsätze kamen erst auf ermäßigter Basis zustande. Die unklare Lage veranlaßte zu Abgaben besonders am Montanmarkt und Kursrückgänge bis zu 4 Prozent waren die Folge. Stärker gedrückt lagen noch: Knorr Heilbronn, Kolb und Schüle, Heidelberger Zement, Zement Lauffen und MAN. Einige regionale Papiere konnten dagegen auf Meinungskäufe ihren Kursstand bessern. Zu erwähnen sind: NSU, Fein Jetter, Schubert, Salzer und Württbg. Hypothekenbank. Ferner waren Bemberg leicht erhöht. Am Giromarkt war das Geschäft teilweise etwas lebhafter und das Kursniveau paßte sich der allgemeinen Tendenz an. In RM-Pfandbriefen lagen bei kleinsten Umsätzen die Kurse zum Teil nur um Prozentbruchteile verändert. Im Vergleich zur Vorwoche notierten: AEG 30 (31), Bemberg 63 (62), Daimler 74 (74*/i), Dt. Lino 139‘/j (141V»), IG-Farben 87’/* (88), Fein Jetter 68 (64), Heidelberger Zement 135 (140), Hohner 145 (145), Junghans 48 (50), Kienzle 88 (86), Knorr 94 (100 1 /!), Kolb und Schüle 130 (134), NSU 136 (128*/s), Rheag 95‘/s (96), Siemens Stämme 104*/s (108), Südd. Zucker 112 (lllVs), Vereinigte Stahl 188 (193), Eisenhütte 146 (150), Gute Hoffnung 199 (202), Hösch 159 (160), Mannesmann 136 (140), Lauffen Zement 118 (122). Vieh- und Schweinemärkte Donaueschingen. Bei der Vorderwälder Zuchtviehversteigerung vom 11. Dezember wurden von 5 aufgetriebenen Farren 9 nicht ge kört. Von len 46 gekörten Farren kamen 8 nj ; 7 Punkten i. Kl. II, 13 mit 6 P., 12 mit 5 P. un : 13 mit 4 P. in Kl. III. Ins Herdbuch wurden 1 ; Farren eingeragen Der Spitzenfarre von lose - Zapf, Schwailach-Schönberg, Kr. Offenburg, $ ; züchtet, erzielt, 3050 DM und ging an die Stadl r gemeinde Laur>nburg. Bei schleppendem Gebt , verblieb etwas Jeberstand. Sogar 1 H-Farre blisl =. stehen. Die Prese für H-Farren lagen zwisde ' 1700 und 3050 DM. Insgesamt ergab sich eil i Durchschnittspreis von 1600—1800 DM. Bei 4a g: weiblichen Tierei, von denen die Tiere de ■* Kl. II ansprechende Qualität aufwiesen, b»we( i ten sich die Preise zwischen 900 und 1440 DN Der Bedarf an webüchen Tieren konnte nid ganz gedeckt werdei. B i b e r a c h. Am 10. 12. betrug der Aütrie auf dem Viehmarkt 50 Stück, davon 6 Firrel 4 Ochsen, 4 Kiihe, 20 Kalbeln und 16 St. lun^ ; Vieh. Preise: Farren (50—700 DM, Ochs« 7 bis 82 Pfg. je ‘/i Kilo Lebendgewicht, Kül» 60 : bis 820 DM, Kalbeln ;80—1000 DM, Jusgvid 350—620 DM. Handel: üngsam. Dem Schatim markt wurden zugeführt: 412 Milchschweina un : 4 Mutterschweine. Preise: Milchschweine 18-0 - DM, Mutterschweine 370 DM. Handel: flat, gri > ßerer Ueberstand. rrHim i Nimm 4^ : ASPIRIN ’ fbenso tuverlussig wie unschädlich Das fremde Mädchen Julia | 8) Roman von Käthe Lambert i Saskia schwieg. Sie wußte: Madame ! Lasprit hatte ihre Augen überall, sie war j selber zwanzig Jahre lang Saaltochter ge- j wesen, man konnte ihr nichts vormachen. ' Ihr abschäitzender Bück ruhte auf Saskia. Kopfschmerzen, Liebesgeschichten, dachte sie, gewöhnlich sind es Liebesgeschichten. : „Sie müssen sich zusammennehmen, ! Fräulein Julia, es Uegt in ihrem eigenen I Interesse.“ „Ich bitte um Verzeihung“, sagte Saskia, „ich werde mich bemühen.“ Sie fühlte sich entlassen. „Ilir Tisch, Juldette“, sagte Jacqueline und strich, eine Platte mit Aufstrich balancierend. dicht an ihr vorüber. Saskia sah, daß an der Brüstung das junge Ehepaar Platz nahm, das gestern abend angekommen war. Er trug einen weißen, weich geschnittenen Golfanzug, sie hatte ein : mohnrotes Sommerkleid mit vielen schau- l kelnden Volants. I „Tee bitte!“ bestellte die junge Frau 1 mit lustigen rehbraunen Augen, „und Sandwiches und Eier. Marcel, willst du lieber Schinken oder Jam? Du kannst natürlich auch beides haben, bitte bringen Sie doch beides, nicht war, und viel Zitrone!“ Sie hatte die anmutige Wichtigkeit der neugebackenen Hausfrau. Ihre kleinen weißen Hände mit den korallenrot polierten Nägeln bewegten sich etwas absichtlich im Gefühl des neuen glatten Goldreifs am rechten Ringfinger. Später erkundigten sie sich nach den Vergnügungsmögüchkeiten. Saskia nannte, was sie inzwischen gelernt hatte. „Was meinen Sie zu Hedmwehfluh?“ ' fragte der Mann, „man soll da einen großartigen Ausblick haben.“ „Gewiß“, antwortete Saskia. Heimwehfluh — dachte sie. Hedmwehfluh. „Mittags brauchen Sie nicht für uns zu i decken!“ Das mohnrote Volantkleid I rauschte ein wenig, es wehte auf wie eine i große Blüte, „Marcel, vergiß den Apparat 1 nicht!“ Sie ging ihm voraus, hochhackig, mit schwingenden und selbstbewußten ; Schritten, wie sie gesunde, glückliche Na- j turen haben. j Heimwehfluh — dachte Saskia, als sie j abräumte. Sie hatte nicht einen einzigen i Platz, nach dem sie Heimweh haben ! konnte, nicht einen einzigen Menschen ... i Sie sagte so etwas ähnüches später zu i Jacqueüne auf dem Spaziergang unter den i alten Nußbäumen amAare-Ufer. Sie hatten \ beide ihre freie Stunde, und Jacqueline wollte ihr ein wenig von Interlaken zeigen. Ein schläfriger Mittag träumte im leisen Blätterspiel der Bäume. Uralt und mächtig überschatteten sie den schmalen Lauf des Flusses zwischen den beiden Seen, die er durchströmte. Jacqueline war schweig- j samer als sonst und schlenderte neben i Saskia her, als wolle sie ihr Zeit lassen. | „Sie ind traurig, Juliette“, sagte sie I dann. „Traurig oder allein.“ I „Ja“, antwortete Saskia, „ich war immer allein.“ „Wir Mädchen müssen heiraten“, ent- ! schied Jacqueline, wir müssen einen Mann ! haben, zum Aerger und zur Liebe, und Kinder, denen wir die Nase putzen können, j Das ist das einzig Richtige für uns! Ich möchte nicht wie Madame Lasprit nach ! zwanzig Jahren Lauferei von Tisch zu ] Tisch hinter dem Büfett ankommen. Nicht ! umsonst ist sie immer böse!“ j Im Englischen Garten blühten, wie ' schimmernde Reliefs in den Rasen ge- j streut, die geflammten Schwertlilien. Auf den breiten Wegen knisterte der ocker- : gelbe Kies, über die kurzgeechorene Wiese ' spazierte ein Pfauenpaar. „Zwei Jahre bleibe ich noch im Beruf“, erzählte Jacqueline, „dann habe ich genug erspart und kann heiraten. Er hat ein Schmuckwarengeschäft in Brienz. Wenn ich erst da bin, will er noch ein Auto- umtemehmen anfangen, er ist ein tüchtiger Kerl, so etwas brauche ich. Wir kennen uns schon lange.“ Saskias Blick schweifte ab. Ueber den Bergen war der Himmel azurblau, die Luft war klar, kristalldünn, und in der Nähe flimmerte sie wie golddurchstäubt. Jacqueline schob ihren Arm unter Saskias Ellbogen: „Waren Sie auch schon einmal verliebt. Julia?“ Saskia antwortete: „Nein, noch nie!“ Denn das war ja nicht Liebe, das mit George, niemals konnte das Liebe gewesen sein. Sie schloß die Augen, plötzlich tat das helle Licht ihr weh. Sie wußte nicht, was es sei: Schmerz oder Scham, aber es machte sie schlaff, trostlos mit einemmal... „Wir wollen umkehren“, sagte sie mit veränderter und schwerer Stimme. Ihr Gesicht war weiß. Jacqueline ließ ihren Arm frei: „Was ist Ihnen, Juüette, fühlen Sie sich nicht wohl?“ Saskia schüttelte den Kopf. Aus einem plötzlichen Antrieb heraus blieb sie stehen und sah der kleinen Jacqueline ganz nahe und gerade ins Gesicht „Ich muß Ihnen etwas sagen, Jacqueline. Vielleicht ist es unnötig, Sie wissen es ja auch: ich kann gar nicht bedienen. Ich habe es nie gelernt. Es liegt viel hinter mir, davon kann ich nicht sprechen. Es ist gut, daß Sie nicht fragen, Sie sind ein anständiger und lieber Kerl.“ Jacquelines schmales, gebräuntes Gesicht wurde rot. Sie blinzelte zu Saskia auf, dann redete sie sich hoch und gab ihr einen Kuß. Einen überraschenden, herzlichen Kuß mitten auf den Mund. Als sie wieder am „Eigerhof“ ankamen, standen im Garten die runden Tische unter farbigen Schirmen Und ganz nahe an der Terrasse, bei den Begonien, saß ein Mann in verschossener Lodenjoppe, ein bärtiges Waldgesicht. Er saß und wartete. Dann hob er sich halb von seinem Stuhl. Er hatte Saskia erkannt. Ihre Augen weiteten sich. Zögernd ging sie auf ihn zu. „Herr Burgschotter!“ sagte sie leise. Und sich zu Jacqueline umwendend: „Entschuldigen Sie mich bitte bei Madame Lasprit für eine Viertelstunde, wenn es geht. Ich habe Besuch bekommen, es ist wichtig!“ „Meine Schwester schickt mich“, begann Burgschotter. „Sie wollte keinen Brief zur Post geben, Vorsicht ist besser.“ Er reichte den Brief über den Tisch. „Ich mußte mit Schnitzereien, die ich verkaufen wollte, an den Thuner See nach Spiez, da bin ich selbst hier herübergekommen.“ Als Saskia den Umschag geöffnet hatte, fielen zwei Zeitungsausschnitte heraus. Sie las zuerst abwesend, dann wider Willen zur Aufmerksamkeit gezwungen: „Den Vorgefundenen Papieren nach war der Verunglückte der fünfundzwanzigjäh- rige, aus Charleroi im belgischen Hennegau gebürtige Musiker George Calvel. Die letzten Grenzübertrittsvermerke lassen erkennen, daß er sich vor seiner Einreise in die Schweiz kurze Zeit in Frankreich ajufhielt. Entscheidende Anhaltspunkte sprechen dafür, daß er mit einer weiblichen Person reiste, die seit der Katastrophe spurlos verschwunden ist. Die Polizei setzt ihre Nachforschungen fort.“ Burgschotter hielt seine Hände über der gebogenen Krücke seines Bergstodes gekreuzt. Er sah an Saskia vorüber, in einer Art starrer Wachsamkeit in den Garten hinein. Zu Gästen an entfernteren Tischen trug Jacqueline Becher mit Eis, aus einem Lautsprecher kam ein zartes Violinkonzert. Den zweiten Ausschnitt las Saskia nicht mehr, obwohl Frau Althofer die Ueber- sdirift „Wichtige Aussage eines Augenzeugen“ blau unterstrichen hatte. „Ja“, sagte Burgschotter, „es ist der Mann, der Sie im Grimselhospiz beobachtete. Sie erinnern sich? Wir sprachen davon. Er hat Sie sehr genau beschrieben. Und dann steht da“, er wies auf das Zeitungsblatt, „daß der Verdacht eines Verbrechens sich immer mehr verdichte.“ Er zog den Ausschnitt Saskia aus der Hand und las flüsternd vor: „Die Frau ist nach Angabe des Zeugen mittelgroß, sehr schlank, blond und von äußerst heftigem Temperament, während der Zeuge den Toten als einen durchaus ruhigen Mann von guter Hahing ■ schildert Die Behörden bitten die Blvöl« kerung, ihnen bei der Suche nach derber- schwundenen Frau durch genaue Beofechtungen behilflich zu sein.“ Saskia fühlte, wie Kälte sie beschließ Es ist nur ein Augenblick, dachte sie, es Vird vorübergehen, es werden noch oft älche Augenblicke kommen, da der Wille zur Tapferkeit versagt... Gleichzeitig sa sie Burgschotter mit einem Blick an, dr za sagen schien: Was soll ich tun? Sa; da . mir, was ich tun soll. „Man muß das alles nicht so scümffl nehmen“, beschwichtigte er. „Damit kirnte man ja rechnen. Herr Weggeli sdveigt nicht, wenn er reden darf, aber schlißlich hat er nicht allzuviel gewußt.“ Saskia holte langsam und tasterä 4i< Erinnerung zurück. Zwischen ihren Braun war eine schmale Falte, die ihr Cesid maskenhaft erstarren ließ. Dann s;gte si' - wie um endlich alles klarzulegen: „Calve * betrog mich mit einer andalusiscfen Tän : zerin, die in einem Varietd bein Korn i haus auftrat. Ich kam dahinter, daß e ' heimlich mit ihr fort wollte. Ich verhin derte es. Unser Gepäck ging nach Lugan voraus. Wir zankten uns, ich wißte, da : er mich loswerden wollte, daß er mit de Andalusierin irgendwo im Südet veral : redet war. Meine Liebe war aus'elösci r ich haßte ihn. aber ich mußte lei ilu L bleiben. Wo sollte ich denn hin? Vir ful ren morgens von Bern ab. Als wir auf di Paßstraße kamen, war die Straße ?on N< bei verwölkt. Oben begann der Motor z spucken. Wir hielten. Calvel schraibte di Zündkerze aus. suchte nach der neu® - warf die Werkzeuge voll Wut durcheil ander. Er war so wütend auf midi, w« ich noch da war, weil ich ihn nickt loslai s ® n wollte. ,Nein‘, sagte ich, ich fahre n> ; dir über den Gotthard und überallhin, u0 1 wenn du das nicht willst, dann mußt 4 midi umbringen, ein anderes Mittel gi 1 es nicht. 1 Da packte er meine Hände, i< ■ entriß sie ihm, er kam auf mid. zu, i< 1 stieß ihn zurück ...“ (Fortsetzung fotf# ; •• 203 / Sei Stecklinge us den Mil Gewürzkrä silie sowie ■Cüche Boh: in bei uns a 'minze, Meli in folgten. n gab es j . Jahrhunde* ' •den war deren Teile* Zeit reifen i : l, die über & ! der Spinat * : nelte sich a* 1 r Blumen. ] ■ ind Violen, j ^ stammen, j.. lütenschönj* [ •ilkräfte wiü ■ in. Später g . n, Märzbedj -- n und Hyazj zusammen ^ , nd Levkoi* ; sen. Amerä i Samtblume md die pracä Xirkei steuej i ne früher de 1 wir heute ncj erbeeren sd$ : nun die gel id Immergri idschön. 1 Dst zum B-Prsi für die wen) j war das gering ; »r Art. Insbesoi ; t DM für 50 i onnten nur noj ite Bohnäpfel « A. B-Ware aia «diäftsgang r» end der Wett« tdauer der Otn) Wodie im a« edinen. Frostal lidi ein nochnsi haben. ed rren 9 nicht ge ren kamen 8 mj , 12 mit 5 P. un dbudi wurden 1| nfarre von löse . Offenburg, ga ing an die Stadt eppendem €ebo ir 1 H-Farre blieä n lagen zwiacha ; ergab sich « : «0 DM. Bei di. i die Tiere rer' ufwiesen, b8-4 ■Iandel: flat, gri wie unschädlich guter Hahing; ten die Bkröl- ; nach derber- inaue Beofcch- ie beschlici Es ite sie, es vird loch oft idie der Willi zur hzeitig sa sie ick an, df zu tun? Sa; du ht so schmS „Damit knnt« tggeli sdveigl aber schlißlidi ßt id tasterd di* ' n ihren &aun _ ie ihr Gesicll it Dann s;gte si' : liegen: „Calve > ilusischen Tän i id bein Korn : linter, daß « : e. Ich verhin t g nach Lugan £ ch wußte, da f laß er mit de | Südei verat S ar aus'elösch | lußte lei iW J’ hin? Vir fut f“ Us wir auf di Straße ?on N< der Motor * r l schraubte di | ch der neue) a Wut durcheil • auf mich, w* n nicht loslas , ich fahre rn | iberalihin, un ? dann mußt d r es Mittel gj 1 r- ine Hände, j< ^ : mich zu, i< Setzung folrf Samstag, 13. Dezember 1952 Unterhaltung^ Nr. 203 / Seite 5 König oder Bube Historische Erzählung von Hans Franck Eduard, Magnus, Freiherr von Stackel- berg — durch Natur und Lebensumstände dazu vorbestimmt — war ein stolzer Mann. Besaß er doch im Baltenlande so viele und so große Güter, daß manches der zahllosen deutschen Fürstentümer es weder an Umfang noch gar an Reichtum mit seinem riesigen Erdenbesitz aufnehmen konnte. Wie sollte er also seinen Kopf nicht hochtragen, wie nicht weit mehr von dem Himmel über sich sehen als von dem Boden zu seinen Füßen, insbesondere von dem Menschengewürm, das darauf umherkroch? Es wurde ihm deswegen denn auch niemand gram. Alldieweil dieses Stolzsein eine ebenso selbstverständliche Sache war wie die „Bescheidenheit der Lumpe“. Dann aber, als Katharina II., die großmächtige Kaiserin aller Reußen, ihn zu ihrem Gesandten am polnischen König6hof ernannte, wuchs der angeborene Stolz des baltischen Barons so sehr ins Maßlose, daß seine Demütigung unerläßlich wurde und, weil sie notwendig geworden war, 6ich auch der Mann einstellte, der als persönliche Leistung vollbrachte, was das Geschick zwar schon geraume Weile bestimmt, aber von den Höflingen in der Nähe des Thrones vergeblich gefordert hatte. Es erschien nämlich am königlichen Hofe zu Warschau — von Maria Theresia, der weitsichtigen österreichischen Kaiserin mit einem besonderen Auftrag entsandt — der Graf Thugut. In der Tat, so hieß der Wiener Gesandte, dessen Name bedeutungsvoll und beziehungsreich war wie der des russischen Gesandten Stackeiberg. Da Graf Thugut zum erstenmal von der polnischen Majestät empfangen werden sollte, wurde er in einen Prunksaal hineingeführt, allwo der Hofstaat bereits vollzählig versammelt war. Mitten auf dem spiegelblanken Parkett stand in blitzender, ordenbesäter Uniform ein Mann, eines Hauptes länger als sämtliche Hofgäste, und hielt Cercle. Die Anwesenden, Diplomaten und Soldaten in buntester Mischung, wahrten offensichtlich Abstand von ihm, beeilten sich, jedem seiner Worte unverzüglich Rede zu stehen und ließen es an Zeichen der Ergebenheit nicht fehlen. Graf Thugut, in der Meinung, daß der König sich verfrüht habe — denn er selber war mit der anberaumten Minute eingetroffen — Thugut ging auf den Männerkreis zu, der sich vor ihm bereitwillig auftat, hinter ihm sogleich wieder schloß und begann — nach tiefster Verbeugung — dem polnischen Monarchen die freundschaftlichen Grüße seiner erhabenen Herrscherin in wohlgesetzter Rede zu übermitteln. Indessen der Mann, vor dem der österreichische Gesandte sich fast bis auf die Erde verneigte und die Worte einer Kaiserin enthüllte, war nicht Seine Majestät der König von Polen, sondern der baltische Baron Eduard Magnus von Stackeiberg. Gesandter der Kaiserin von Rußland am polnischen Hof; also ein Hofmann, der mit ihm selber im gleichen Range stand. Stackeiberg, anstatt den Irrtum Thuguts nach den ersten Worten aufzuklären, nahm die Huldigung des Oesterreichers entgegen, wie wenn 6ie ihm gebühre. Er gab sich als König und verhinderte durch Zeichen über den immer wieder sich krümmenden Rücken des Wieners hinweg die Umstehenden daran, mit Worten einzugreifen oder durch lautes Gelächter dieses für ihn köstliche, seinem unmäßigen Stolz weidlich schmeichelnde Spiel zu gefährden. Erst die Ankunft des Königs, der zu der festgesetzten Minute den Saal betrat, machte, da vor der Majestät auch Stackel- berg sich tief verneigen mußte, jener Komödie, darin die Ueberheblichkeit des einen Gesandten sich auf Kosten der Demütigung eines andern Gesandten spreizte, ein schnelles Ende. Graf Thugut, der Bote Maria Theresias, begann, wie wenn nichts Außergewöhnliches, geschweige denn etwas Ungehöriges vorgefallen wäre, seine sorgsam einstudierte Rede von neuem. Zum zweiten, nun der Rangordnung gemäß richtig eingestellten Male! Des Mittags waren, zu Ehren des Grafen Thugut, alle bei dem polnischen Hof beglaubigten Gesandten an die Königliche Tafel geladen. Obwohl dieser vor und während der Mahlzeit manches Wort an den Baron Stackeiberg richten mußte, der zu seinem Tischnachbarn bestimmt worden war, vermied er es auf das peinlichste, auch nur mit einer einzigen Silbe die Komödie zu berühren, darin sie beide eine falsche Rolle gespielt hatten; wie andererseits der Balte es nicht für nötig hielt, die Demütigung seines Kollegen durch eine gebührende Entschuldigung wiedergutzumachen. Man glaubte infolgedessen allgemein, es sei das beste, den unangenehmen Vorfall dadurch aus der Welt zu schaffen, daß man ihn behandelte, als ob er sich nicht ereignet hätte. Doch hielt Graf Thugut unbeirrbar Ausschau, wie er dem russischen Gesandten die Schmach, welche er durch ihn erlitten hatte, wieder heimzahle. Denn er betrachtete dessen unziemliches Benehmen nicht nur gegen sich selber, sondern vielmehr: vor alllem gegen seine Auftraggeberin, die von der ganzen Welt hochgeehrte Kaiserin Maria Theresia, gerichtet. Sämtliche Lacher, welche des Morgens sich über ihn lustig gemacht hatten, dadurch auf 6eine Seite zu bringen, daß sie sich des Mittags mit ihrem Gelächter über Stackeiberg hermachten, schien dem ebenso wendigen wie witzigen Oesterreicher nicht das Schwierige an der beabsichtigten Rückzahlung. Aber sein Ausfall hatte sich so zu halten, daß er zwar für alle Wissenden offensichtlich war, dem König jedoch, in dessen Gegenwart er geführt werden mußte, verborgen blieb. Dazu ergab sich, so emsig der Verletzte auch horchte und spähte, während der Tafel keine Gelegenheit. Als die Mahlzeit beendet war, zogen die Herren 6ich zum Spiel in ein Nebengemach zurück. Der König beschied den Baron Stackeiberg und den Grafen Thugut als seine beiden bevorzugten Gäste zu sich an den Tisch. Das Spiel mochte etwa eine halbe Stunde, während derer der Eifer in dem gleichen Maße anwuchs, wie die höfischen Formen sich lockerten, ungestört hingegangen sein, als der österreichische Gesandte eine Karte 60 kräftig auf den Tisch warf, daß viele Gesichter sich ihm zuwandten, und dabei rief: „Treff König!“ „Irrtum!“ belehrte ihn die Majestät, ebenfalls mit erhöhter Stimme, die jedermann Spiel und Wort verhalten ließ, „Irrtum, mein Lieber? Das ist nicht der König. Sondern der Bube!“ Graf Thugut nahm die hingeworfene Karte in die Hand, besah eie prüfend und sagte — nicht mehr laut, denn alle im Raum hatten ihre Aufmerksamkeit jetzt völlig der Auseinandersetzung an dem Königlichen Tische zugewandt — sagte: „Verzeihung, Majestät! Ist heute unbegreiflicherweise schon das zweite Mal, daß ich einen Buben für den König gehalten habe.“ „Fangen denn die Wiener bereits des hellen Morgens mit dem Kartenspiel an?“ fragte der König. „Wir Warschauer warten damit bis nach dem Mittagessen. Ei, ei, schon das zweite Mal heute den Buben für einen König gehalten!“ Graf Thugut wurde der Entscheidung, ob er auf die Frage nach dem Kartenspiel der Wiener antworten solle oder nicht, durch den Sturm des Gelächters enthoben, der ihn umtobte. „Weiter spielen! Alle weiter spielen!“ befahl der Monarch, der nicht begriff, was die Höflinge wieder einmal zu lachen hätten, und stach den Kartenbuben, der inzwischen auf den Tisch zurückgekehrt war. Stackeiberg aber, Eduard Magnus, Freiherr von Stackeiberg. Gesandter Katharinas II., bedurfte erst eines Rippenstoßes durch den Grafen Thugut, ehe er nach der wiedereingerenkten Spielregel bediente. Denn der stolze Balte, der bisher selbst in den verzwickten Fällen keinem auf der Welt das Wort schuldig geblieben war, hielt — totenbleich — die Lippen so fest aufeinander gepreßt, als werde er sie niemals wieder öffnen. Besuch im Atelier Der große Humorist der amerikanischen Literatur, Mark Twain, besuchte den sehr witzigen englischen Maler Whistler und studierte das auf der Staffelei stehende Bild eingehend. „Halt!“ sagte der Meister, „nicht berühren! Sehen Sie denn nicht, daß es noch nicht trocken ist?“ — „Macht nichts", meinte der Besucher. „Ich habe ja Handschuhe an.“ — Von diesem Augenblick an waren die beiden gute Freunde. Der falsche und der rechte Tag Geschichte eines Stelldicheins von Rudolf Schneider-Schelde Es ist drei Uhr. Um drei Uhr hat Herr Fedor ein Stelldichein. Er müßte längst mit einem frischen Hemd und einem Blumenstrauß, rasiert, geschniegelt und gebügelt im Cafe Alvenstead sitzen, statt dessen sitzt er unrasiert zu Hause an seinem Tisch und hat keine Ahnung, daß heut Donnerstag ist. Er hört eine Uhr schlagen, aber Herrn Fedor müßten auch die Tage schlagen. Er weiß natürlich genau, daß er am Donnerstag ein Rendez-vous hat, nur g'iubt er, heut sei Mittwoch. Das ist es. — Wird Rosa morgen pünktlich sein? denkt e- an seinem Tisch. Er sieht sie im Geist zu Hause, vielleicht bügelt sie ein Kleid, das sie morgen anziehen will, vielleicht liest sie in dem Buch, das er ihr neulich empfohlen hat. Wie süß sie ist, denkt er, schade, daß wir uns nicht schon für heut verabredet haben. Herr Fedor kommt auf die Idee spazieren zu gehen. Es ist Viertel nach drei. Rasieren? — nein, das läßt er. Morgen wird sein Kinn so glatt sein wie eine Billardkugel. Er wandert durch die Stadt und hält ringsumher Ausschau. Unwillkürlich zieht's ihn zum Cafe Alvenstead, er wird einen Kaffee dort trinken und still dasitzen, wo er morgen mit Rosa sitzen wird. Er wird den Platz vorwärmen — gewissermaßen. Es ist halb vier, als Herr Fedor das Lokal betritt. Er steigt in den ersten Stock hinauf, begrüßt Herrn Alvenstead und strebt dem letzten Zimmer zu, denn dort wird morgen sein Stelldichein sein. — Halt, denkt er plötzlich, als er in einen Spiegel blickt, sitzt dort nicht jemand? Kein Zweifel, dort sitzt eine weibliche Person, die ihm das Profil zuwendet und vor sich hinstarrt, sie sitzt an einem kleinen Tisch in einer Nische, und — erst recht kein Zweifel — es ist Rosa. Das wäre . . . denkt Herr Fedor, wartet sie auf jemand? — Argwohn erwacht in ihm, und ehe er sich's versieht, hat er in einer Ecke Platz genommen, von wo aus er Rosa durch den Spiegel beobachten kann, und ist hinter einer Zeitung versteckt. — Das wäre . . . denkt er wieder, als er bemerkt, daß sie bei jedem Näherkommenden aufblickt, es scheint doch, daß sie auf jemand wartet. Das stimmt ja auch, und wenn Herr Fedor nicht so dämlich wäre, wüßte er sogar, auf wen; er brauchte, statt an seiner Zeitung vorbeizuschielen, bloß einmal aufs Titelblatt zu blicken, wo dicht vor seiner Nase fettgedruckt „Donnerstag“ steht, aber er hat andre Dinge im Kopf. Er lauert und grämt sich im stillen und trinkt in seiner Wut den Kaffee sowohl schwarz als auch ungesüßt, was er beides nicht ausstehen kann. Es wird ihm zur Gewißheit, daß Rosa ihn betrügt. Er weiß ja längst, daß die Weiber nichts taugen. Pfui Teufel, denkt er. Er könnte ja hinübergehen und Rosa begrüßen. Was für ein glücklicher Zufall! könnte er sagen. Aber Herr Fedor ist eine delikate Natur, er weiß, was sich gehört, und wahrscheinlich wäre es unerwünscht, wenn er so plötzlich in Erscheinung träte. Lieber nicht, denkt er und bohrt mit den Augen ein Loch in die Zeitung um hindurchzuspähen. Das ist ein Stelldichein! Rosa wird von Minute zu Minute ärgerlicher. So ist das Leben: seit drei Uhr wartet sie nun schon iiiiiiiiiiiiiiiiiiiHHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiimmiiiiii Ritt in den Winter Ich reite. Weder Freund noch Ziel gibt Richtung mir. Ich trage des Erinnerns viel von dir, von dir. Wildentenschwärme fliehen vor mir her. Rückwärts steh’n Sommerwasser winterschwer. Finden, Verlieren — beides liegt im Vogelflug. Und ich? Mein Ritt ist schwer: Ich trage, was mich trug. Aus: Maria Lutz-Gantenbein: Die Muschel, Gedichte; Verlag Huber & Co., Frauenfeld ii'imtiiiiiiiiiiiMimiiiiiiMiiiiiHicitimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiim auf diesen Fedor, jetzt ist es gleich vier, der Mama hat sie etwas vorschwindeln müssen, um zu Hause wegzukommen, keine süßen Worte, kein zärtlicher Blick, keine Berührung, den Kaffee und die Torte muß sie nun auch selber bezahlen, sie hat die Nase voll. Sie zahlt und geht. Sie ist geradezu zornig, als sie ihren Mantel anzieht, und macht ihr unnahbarstes Gesicht. Aber sie ist viel zu reizend, als daß ihr das etwas anhaben könnte; sie ist jung und schlank und frisch und hat ein entzückendes Näschen, das aufgebracht in die Luft hinaussteht. Audi Herr Fedor findet sie reizend. Es zerreißt ihm das Herz, daß er das alles verloren haben soll, zugleich aber denkt er nicht ohne Schadenfreude: Aha, versetzt! — Gleich darauf bedrängt ihn die Frage, was nun geschehen wird. Rosa muß an seinem Tisch vorbei. Sie kommt schon mit raschen, energischen Schritten auf ihn zu, und er klammert sich hilflos mit beiden Händen an seiner Zeitung fest — und läßt sie vorübergehen. In seiner Not hat er sogar zu lesen begonnen, das erste Beste, was ihm unter die Augen geriet: es ist das Datum. Er erfaßt nur das erste Wort davon, aber das genügt: Donnerstag! — Er läßt das Blatt sinken und starrt wie gelähmt dem Mädchen nach, das nun gleich bei der Treppe sein wird, um hinunterzutrippeln, um einem andern Mann in die Arme zu laufen, der weniger dämlich ist als ich, denkt Herr Fedor. Als Rosa an die Treppe kommt, wirft sie einen Blick in den Spiegel. Sie entdeckt an sich ein Löckchen, das in Unordnung geraten ist, und hinter dem Löckchen sozusagen im Spiegelbild sitzt ein Mann mit einer Zeitung, dessen Profil sie unwillkürlich in sich aufnimmt. „So was!“ sagt sie nur, läßt das Löckchen Löckchen sein und läuft auf den Mann zu, und vor ihm angekommen fragt sie in einem frohen, erstaunten und kurzweg reizenden Ton: „Herr Fedor?“ Herr Fedor schiebt verlegen die Zeitung von sich. T,Ich sitze seit einer Stunde da drüben“, sprudelt Rosa hervor, „und dabei sitzen Sie hier.“ Sie lacht, sie ist nicht böse, sie ist wirklich ein reizendes Mädchen. „Da drüben?“ wiederholt Herr Fedor, der endlich aufgestanden ist, mit so maßlosem Erstaunen in der Stimme, daß man sich eigentlich für ihn schämen muß. Aber was soll er machen? — Soll er gestehen, daß er wie ein eifersüchtiger Narr hier saß und sie die ganze Zeit über belauert hat? Vielleicht später einmal, denkt er, und dann fällt ihm ein. daß er nicht rasiert ist. Jetzt ist alles eins, denkt er, und sieht in stummer Verzweiflung seine Träume dahinschmelzen, in denen die abendliche Dämmerung und ein sanfter Kuß hinter irgendeinem Busch eine Rolle spielten. Aber Rosa scheint seine Verlegenheit nicht zu bemerken. Sie lacht und blickt ihn mit leuchtenden, glücklichen Augen an, sie hat ihren Aerger von vorhin längst vergessen. Das Stelldichein ist gerettet, und sogar die abendliche Dämmerung bleibt nicht ungenützt; Herr Fedor bekommt, als er Rosa neben sich fühlt, allmählich wieder Mut, und nach dem ersten Kuß legt er ihr sogar ein umfassendes Geständnis seines Irrtums und seiner Eifersucht ab, das sie herzlich lachend aufnimmt und über dem aus diesem Grund auch wir ihm sein in mancher Hinsicht klägliches Verhalten nachsehen wollen. L. E. REINDL Die Lose in der Hand Es war im Krieg , als die bekqnnte Redakteurin einer großen Berliner Zeitschrift ihren Freunden ein aufregendes Erlebnis aus ihrer Praxis erzählte. Sie sah in einem Restaurant ein hübsches Mädchen, das Wohlfahrtslose verkaufte. Die Frische und der frohe Ausdrude des jungen Gesichts brachten die Redakteurin dazu, das Mädchen für ein Titelbild ihrer Zeitschrift fotografieren zu lassen. Das Mädchen streckte auf dem Bild mit ihrer Rechten einladend und lächelnd dem Betraditer ein paar aufgefächerte Lose entgegen. Bald nach dem Erscheinen des Titelbildes meldete sich die Kriminalpolizei auf der Redaktion. Gegen das Mädchen war eine Anzeige erstattet worden. An ihrer vor gestreckten Hand war deutlich ein Ring zu erkennen, ein Ring, der einer Diplomatenfrau abhanden gekommen war. Die Tragödie entwickelte sich schnell. Das Mädchen gestand beim Verhör, den Ring im Waschraum eines Hotels gefunden und behalten zu haben, obwohl es über den hohen Wert des Kleinods nicht im Zweifel war. Man ließ sie auf Wunsch der Besitzerin des Ringes mit scharfer Verwarnung laufen. Aber von der Höhe des Titelblattes einer Massenzeitschrift so unmittelbar in Schande und Schuldgefühl gestürzt, ging das Mädchen hin und machte ihrem Leben ein Ende. Ein noch krasserer Fall ereignete sich kürzlich im Bayrischen. Ein junger Mann, •dem das Schicksal hart mitgespielt hatte, machte eine Millionenerbschaft aus Australien. Die Sache erregte um so mehr Aufsehen, als der junge Mann, ein Flüchtling aus der Tschechoslowakei, kurz zuvor durch einen Unfall in einem Steinbruch beide Beine verloren hatte. Dies Gegenspiel von Unglück und Glück machte den jungen Mann so bemerkenswert, daß viele Zeitungen und Zeitschriften sein Bild brachten. Auf diesem BUd aber erkannte ein anderer Flüchtling sofort den Mann, der ihn vor Jahren gegen Entgelt über die tschechische Grenze gebracht, dabei aber im Wald überfallen, niedergeschlagen, ausgeraubt und für tot hatte liegen lassen. Der Erbe von Millionen wurde verhört und gestand alsbald, gestand auch gleich die Ermordung einer Flüchtlingsfrau, die sich gleichfalls ihm anvertraut hatte und die er dann in der Waldeinsamkeit des Grenzgebietes erschlagen und ausgeraubt hatte. Was kann man noch viel zu Fällen solcher Art sagen? Von der Sonne reden, die es an den Tag bringt, oder von „Gottes Mühlen“? Besser ist es, dem Schicksal, das Menschen so hoch trägt, nur um sie desto tiefer stürzen zu lassen, in die unbarmherzigen Augen zu schauen. „Wende dich üm und habe Mitleiden mit ihm“, sagte Matthias Claudius über den Menschen. Er meinte aber noch nicht einmal den entlarvten Verlorenen, sondern nur einen, der „sich viel dünkt“. Habe Mitleiden... Gibt es Schwereres? Gibt es Selbstverständlicheres? Die sichersten Wege des Menschen zu Gerechtigkeit und Wahrheit führen durch die tiefsten Gründe des Elends. Nirgends wird inbrünstiger der Adventruf gesungen: Tauet Himmel, den Gerechten! Warum nicht? L i eb es an e k d o t e aus dem Biedermeier In Hardenbergschen Diensten war der späterhin als Schriftsteller bekannt gewordene Karl Heinrich Lang nach Bayreuth gekommen, lebte dort flott, war bald allgemein bekannt und beliebt; und wenn ihm auch einmal geweissagt worden war, er werde es bis zum Reichshofrat bringen, so war es bis dahin noch weit und von seinem späteren Titel ,Ritter von“ ahnte der junge Herr auch noch nichts. Eines Abends vernahm er in einer Bay- reuther Gesellschaft, die jüngste Tochter des Kammerrates Ammon sei das schönste Mädchen der Stadt. Karl Heinrich Lang war so betroffen von dieser Kunde wie nie zuvor; es gab in der kleinen oberfrän- kiechen Residenz nur wenige hübsche Mädchen die er alle kannte, und nun sollte die auffallendste unter ihnen, eine entzük- kende Blondine, seinem Blick entgangen sein? Der zukünftige Ritter grübelte nicht lange, sondern stahl sich von der Gesellschaft davon zur Ammonechen Wohnung im Schloß. Dort klingelte er — und es öffnete ihm eine Blondine, bei deren Anblick dem jungen Herrn heiß und kalt wurde. Da stand sie, das Gerücht hatte nicht übertrieben, sie war entzückend, sie überstrahlte wirklich die paar Bayreuther Schönheiten! Der Herr Sekretarius überlegte einen Augenblick; er stand noch immer auf der Schwelle, im Halbdämmer, vor sich die verwunderte jüngste Tochter des Hauses, an deren Ohr plötzlich die Frage klang: „Wollen Sie meine Frau werden?“ Die schöne Ammon kannte vielleicht das Shakespeare-Zitat: .Ward je in dieser Laun’ ein Weib gefreit?* nicht, aber den Herrn Sekretarius, den kannte sie gut; denn es gab kleine Mullgardinen, hinter denen verborgen man fremden Herren auf der Straße nachspähen konnte. Und wie et so vor ihr stand, lächelnd, siegesbewußt und doch auch ein wenig über seine Kühnheit erschrocken, gefiel er ihr noch besser als sonst. „Warum nicht?“ antwortete sie daher, „sprechen Sie nur mit meinen Eltern!“ Das war für diesen Abend alles; es war genug. Am nächsten Morgen erschien der Herr Sekretarius Karl Heinrich beim Kammerrat Ammon und bald darnach war alles in Ordnung. Johann Vogel Lehrmeisterin Geschichte Der dieser Tage verstorbene italienische Philosoph und Historiker Benedetto Croce nahm kurz nach der Machtergreifung Mussolinis an einer Unterhaltung teil, die sich um die Frage drehte, ob die Menschheit imstande wäre, ans der Geschichte Lehren zu ziehen. „Bisher habe ich noch keinen Politiker kennengelernt“, erklärte ein pessimistischer Historiker, „dessen Ziele durch das Studium der Geschichte verbessert worden wären!“ „Sie haben völlig recht“, erwiderte Croce, „aber vergessen Sie nicht, wie viele politische Dummheiten durch geschichtliche Vorbilder bereits verhindert worden sein können.“ Die lustigen Bildergeschichten von Vater und Sohn - 162. Geschichte Gezeichnet von e o plauen Unsere Freunde auf der Insel: Seltsamer Kleiderständer oder unverhoffte Rettung Samstag, 13. Dezember 1952 SÜDKURIER Nr. 203 / Seite 6 Der grobe Herr Oer Wälöer Schwarzwild - Jagd auf der Baar Neulich habe ich ihn gesehen, den „Herrn der Wälder“, als ich hoch droben am Höhenweg in einen Pfad talwärts einbog. Da schob er sich schwarz und bedrohlich vor der weißen Kulisse des Winterwaldes in oft weite Strecken zurücklegen und mit viel Geduld verfahren. Unser erster Trieb lief leer. Beim zweiten aber fuhr eine Bache mit sechs Jungen aus dem Gehölz und so schnell durch die die Lichtung, stand, drehte das massige j Schneise, daß der überraschte Schütze nur Haupt zu mir her, äugte mich überrascht und unwillig an und ging schließlich einige Schritte auf mich zu, so daß mir keine Wahl blieb, als mich nach einem ersteigbaren Baum umzusehen. Ein Keiler also war es, der mir begegnete, ein Hauptschwein, denn er mußte an die sieben Jahre alt gewesen sein. Der Weidmann nennt eigentlich nur das zweijährige männliche Tier Keiler, das dreijähriger aber Keuler, das vierjährige angehendes, das vom fünften Jahre an hauendes oder gutes und das sieben- und mehrjährige grobes oder Hauptschwein. Die männlichen und weiblichen Tiere zusammen heißt er Sauen, die weiblichen insgesamt Bachen, starke oder grobe. Die jüngeren Sauen halten sich in Rudeln. Der „Herr der Wälder“ aber trabt seine eigenen Wege. Nur zur Zeit der Paarung, in der Rauschzeit, schlägt er sich zur Herde. Ich hatte seine Fährte schon oft gesehen. Sie ist nicht schwer zu erkennen. Im tiefen Schnee gleicht sie einer Fahrrinne, ausgehöhlt wie ein Brunnentrog, denn das schwere Tier schwimmt sozusagen durch die weiße Flut. Ein Stück weit verfolgte ich den Pfad des alten Waldgnoms, dann ging ich zu Tal. Ein Stunde später setzten wir einen Trieb an. Das Schwarzwild ist gewitzigt, und kein Fuchs ist schlauer als ein altes Wildschwein. Leicht findet es eine Lücke in der Treiberkette und macht dann stur einen Durchbruch. Unlängst war es, daß ein Tier auf einen Bursch losraste, ihm durch die gespreizten Beine fuhr und ihn etliche zehn Meter mjtnahm, so daß er, allerdings wie Eulenspiegel rücklings, buchstäblich auf der Sau fortritt. Grell lag der Schrei unserer Knaben im unwegsamen Forst. Die Sauen bevorzugen das verfilzte Unterholz. Hier fühlen sie sich ungestört und haben ihre Rastplätze, Lager oder auch Kessel geheißen. Es gehört Kenntnis des Wildbrauchs und der Fährten dazu, sie auszumachen. Im Sommer ist das fest unmöglich, zumal sie dann auch über weite Gebiete hin wechseln. Im Winter aber, wenn sich auf den schimmernden Schneeeflächen die nächtlichen Wege des Waldgetiers abzeichnen, ist es für Kundige nicht schwer, das langborstige Wild auf Grund seiner Spurrichtung einzukreisen. Allerdings muß man dabei noch einen der Frischlinge abzuschießen vermochte. Da lag das Junge nun mit seinen gelben Längsstreifen auf braunem Grunde und trieb den roten Schweiß in den weißen Schnee. Gierig umjaulten es die Hunde. Erst zwei Tage später zeigte sich das Wild wieder. Im freien Felde,, wo die letztjährigen Kartoffeläcker liegen, hatte es in der Nacht umgebrochen. Krater an Krater, stachen die schwarzen erdigen Steifen aus dem gleißenden Harsch. Die Gewalt der Rüssel ist unvorstellbar. Im Sommer stülpen sie ganze Aecker um, nicht allein des Kartoffelfraßes wegen, sondern auf der Suche nach Engerlingen und dergleichen. Vom reifen Korn aber streifen die gefräßigen Mäuler die Aehren, und sind die Sauen satt, wälzen sie sich lustvoll im stehengebliebenen Korn. Wenn der Bauer etwa am anderen Morgen das Stück schneiden will, findet er es wie vom schweren Hagel getroffen. pie Tiere sind indessen durchaus nicht nur Vegetarier und Kerbtierfresser. Eine brütende Auerhenne, die, getreu ihrer Pflicht, das Nest nicht verläßt, ist ein Leckerbissen, und seitdem sie überhandnahmen, werden nur noch wenige Rehkitzen gesichtet. Uebrigens machen sie sich auch an Aas, ja sogar das gefallener Artgenossen. Leidenschaftlich rückt ihnen der weidgerechte Jäger zu Leibe, angereizt besonders durch die Besonderheit dieser Jagd, wenn sie auch nicht mehr das ist, was sie in den Zeiten war, als der Mann das Tier auf den Spieß, die „Saufeder“, anlaufen ließ. Das war eine aufregende Partie. Aber wenn heute der Jäger auf den Augenblick wartet, in dem ihm der Lärm der Treiber i und die anschlagende Meute das schwarze Wüd zubringen, liegt doch noch etwas von einer dämonischen Romantik im Walde. Und wenn er nach vielen vergeblichen Pirschgängen schließlich in einer Nacht der jagenden Wolken im fahlen Mondlicht auf den alten Keiler anhält, wenn die Berge sich dann den Widerhall des Kugelschusses zuwerfen, ist es wie Sage vom dunklen Sichregen in der Natur, die alles Leben, Zeugen und Vergehen umfaßt. Fr. R. Gut Rofen*Kanzley=Papier Deutschlands erste Papier-Industrie befand sich bei Ravensburg „Ravenspurger Drey König Fein Post Canzley Papier“ und „Gut Rosen-Kanzley- Papier aus Ravensburg“ und „Gut Narrenkappenpapier" lieferte die erste Papierindustrie Deutschlands — und sie lag im Oberland, im Tal des Flattbaches östlich von Ravensburg. Die erste Papiermühle in Deutschland überhaupt — bis dahin war das Papier aus Italien gekommen — wurde 1390 in Nürnberg errichtet; aber seit 1395 schon tauchten in wachsendem Maße die Papiere aus den Ravensburger Papiermühlen auf, erst die „Och- senkopfpapiere“ mit dem Ochsenkopf als Wasserzeichen, dann die Papiere mit dem Ravensburger Stadtwappen (wobei die guten Papiere alle beiden Türme des Wappens führen durften, die minderen Qualitäten nur einen — und der Hohe Rat paßte den „Papierern“ scharf auf die Finger, daß mit dem Wahrzeichen der Stadt kein Unfug getrieben wurde). Auf einer kleinen Ausstellung im Ravensburger Rathaussaal, die kürzlich — leider nur drei Tage — zugänglich war, staunte man von neuem über die Schätze, die das Archiv der Stadt im Schussental birgt. Es war alles da, was die Entwicklung der erst fünf, dann sechs Papiermühlen am Flattbach illustrieren ScbroarzroalÖ®Cbriftbäume in alle Welt Wer in diesen vorweihnachtlichen Tagen auf den Straßen des Hochschwarzwaldes einen Augenblick innehält, kann bisweilen ein emsiges Hacken und den schnurrenden Gesang von Baumsägen aus der Tiefe der verschneiten Wälder vernehmen. Dort sind Forstleute, Waldarbeiter und bäuerliche Waldbesitzer damit beschäftigt, Zehntausende von Fichten und Weißtannen zu schlagen, die in Kürze als Christbäume ihren weihnachtlichen Glanz in die Heime der Menschen ausstrahlen werden. Von alters her ist der Schwarzwald ein im In- und Ausland bekannter Lieferant für Weihnachtsbäume. Alljährlich kommen Händler von nah und fern, verhandeln mit den Forstämtern, dem privaten oder kommunalen Waldbesitz und schließen ihre Geschäfte für den Christbaummarkt ab. Die Nachfrage nach Schwarzwaldtannen ist enorm gestiegen, seitdem der größte Teil des Harzes und des Thüringer Waldes mit ausgedehnten Tannen- und Fichtenwaldungen jenseits des Eisernen Vorhanges liegt ' Den zuständigen Forstbeamten, denen die Pflege und Erhaltung des Waldes anvertraut ist, bereiten allerdings die täglich einlaufenden Briefe mit oft vier- und fünfstelligen Bestellzahlen für Christbäume erhebliche Sorgen. „Vor dem Kriege war die Ausfuhr von Schwarzwälder Christbäurrieh über den Raum der eigenen Berge hinaus kefti Problem", sagt ein Forstrat im Hochschwarzwald, „aber inzwischen ist im Schwarzwald viel Wald abgeholzt worden, viel mehr, als uns Forstleuten lieb war“. Deshalb können heuer nicht mehr alle, die Christbäume im Schwarzwald bestellen, beliefert werden. Trotz dieser Besorgnisse wird auch in diesem Jahr die Schwarzwaldtanne vielerorts als Symbol der Heimat und des Friedens sein. Wie schon in früheren Jahren werden Tausende von Schweizer Familien das Weihnachtsfest unter einer Schwarzwaldtanne verleben. Allein der Schweizer Einfuhrbedarf wird auf nahezu 100 000 Bäume geschätzt. Ein weitaus größeres Kontingent ist für die verschiedensten Gebiete in der Bundesrepublik, bis hinauf an die Waterkant, bestimmt, außerdem liegen meist von Ausländsdeutschen — — Bestellungen vor aus den USA, aus Afrika, Indien, aus Chile und Peru und schließlich auch von einem deutschen Missionar bei den Eskimos in der Arktis. konnte: die alten Zunfttafeln der Schneiderinnung, der sich in Ravensburg die Papiermacher merkwürdigerweise angeschlossen hatten, mit dem Wappen der Schöpfkelle, aber auch die erste auf Papier geschriebene Urkunde über die Stadtrechte j von 1330 und das Bürgerbuch von 1326, ! ebenfalls auf den kostbaren und — damals ; — neumodischen Stoff geschrieben. Da sah | man auf handgeschriebenen Pergament- ( urkunden Verträge über Verkauf und I Verpachtung von Papiermühlen, Steuerbücher über ihre Einnahmen, aber auch Ratsprotokolle über eine Prügelei bei den „Papierern“, bei denen der eine dem anderen die Nase abgebissen hatte, oder darüber, daß einer der Gesellen beim „Ta- baktrinken“ erwischt worden und mit einem Tage Haft gestraft worden ist. Einer der Papierer wurde im 30jährigen Krieg gehängt, weil er das Schloß auf der Veitsburg angezündet haben soll. Auch gefälscht wurde: ein Bogen zeigte eine Imitation des Wendelsteiner Enten- papieres mit nachgeahmtem Wasserzeichen. Vielleicht hängt es damit zusammen, daß die Nürnberger Familie Endert zeitweise Beisitzer der meisten Ravensburger Papiermühlen war — denn die Geschichte des Besitzes der Mühlen ist bewegt, und es liegen dunkle Schatten darauf. Da ist der Fall der Anna Holbednin: sie brachte i die Mühlen einem Frick Holbein mit in die Ehe, der seinen Sohn aus erster Ehe ins Gefängnis gebracht und geblendet hatte; und auch sie selbst wurde gefangen gesetzt, bis säe. sich mit einer ihren Erben genehmen Verteilung ihrer Habe einverstanden erklärt hatte. Sie stammte von enem Konrad Wirth, der die ersten Papiermühlen im Flattbachtal baute und an Papierer verpachtete, die wohl in Italien die neue Kunst erlernt hatten. Man kennt ) aus den alten Urkunden sogar die Leistung der Wasserkräfte, mit denen die alten Papiermühlen damals gearbeitet haben. Schon seit 1715 waren in der Ravensburger Papierindustrie die Lumpenhackmaschinen, die „Holländer“, eingeführt — erst 30 Jahre später fragten die Kempte- ner Papiermachier in Ravensburg an, was so ein „Holländer“ wäre und ob es ratsam sei, ihn zu verwenden. So ging es weiter, bis um 1830 das Flattbachwasser nacht mehr ausreichte. Aber damit starb die Papiermacherei im Oberland nicht aus — sie wanderte nur ein bißchen weiter fort — nach Badenfurt und Mochenwangen — im Kreis Ravensburg ist sie also auch heute noch geblieben! • : . ►S fN» DAS SÄNTIS-MASSIV vom Schafberg aus gesehen. Hier hat der Winter nun für die nächsten Monate seine Herrschaft angetreten und bietet ein herrliches Ski-Paradies, das von altersher immer gern von den Wintersportlern des Bodenseegebietes aufgesucht wird. Die Aufnahme entstammt dem BODENSEE-KALENDER 1953 (Seehasenverlag R. W. Schwarz, Konstanz), der wieder eine Fülle neuer Bodensee-Bilder bringt. Auch in diesem Jahr wird der BODENSEE-KALENDER wieder in vielen Familien seinen Platz auf dem Gabentisch haben. Aufnahme: Siegfried Lauterwasser „Petri Heil" Dem Wer in den letzten 30 Jahren auf der Strecke von Konstanz bis Wertheim in der Badischen Verwaltung tätig war, kannte ihn — unseren Koch. Was für einen Koch? Ha, den Fischerei-Koch! Ja — so! Der heitere Mann mit dem leicht sächsischen Dialekt fiel auf unter der griesgrämigen Bürokratie; war er doch als anerkannter Fischerei-Biologe seit 1922 Landesfischerei- Sachverständiger für Baden geworden. Mit dem Dienstsitz in Karlsruhe, später in Freiburg, wo er ingjjesem Sommer sein 65. Lebensjahr vollertSte. Für die badischen Berufsfischer hatte ' er die „Badische Fischerei-Zeitung“ gegründet, die 1935 der Gleichschaltung zum Opfer fiel. Aus seinem Wirkungsbereich sind besonders zu erwähnen: der deutsche Fischerei-Verein, der deutsche Fischerei-Beirat, die Boden- see-Kommission, die Lachs-Konferenz für den Rhein sowie der Arbeitskreis „Fischmarkierungen und Fischwanderungen“. Zu letzterem Gebiet hat Oberregierungsrat Dr. Koch eine wissenschaftliche Darstellung geschrieben, betitelt „Die Wanderungen unserer Flußfische“, ein Werk, das neben dem „Leitfaden der Fischzucht“ und der „Entwicklung der Fischzucht in Baden“ Zeugnis gibt von der gründlichen und helfenden Sachkenntnis des Biologen. Im vergangenen Herbst ehrte der „Deutsche Fischerei-Verband“ Dr. Wilhelm Koch durch Verleihung der Ehren-Mitglied- schaft. Seine Berufung ins Wirtschafts- Ministerium Stuttgart auf 1. Dezember war für den Badischen Landesfischerei-Verband Anlaß, Dr. Koch auf der Tagung in Donau- FreutiO Der Fifcher eschingen am vergangenen Sonntag besonders zu ehren. Auf Vorschlag der Bodensee-Vertreter wurde Dr. Koch nicht nur zum „Ehren-Mitglied“ berufen, sondern auf Vorschlag der Sportfischerei-Vereine einstimmig zum „Ehrenpräsidenten“ ernannt. Diese Ehrung hat einen durchaus aktuellen Hintergrund gerade in Südbaden. Ist dieses Südbaden doch das einzige Teilgebiet, für das Dr. Koch den Entschädigungsanspruch bis zum April 1949 für den Ertragsausfall, bei der i Besatzungsbe- j hörde durchzusetzen vermochte. Diese Leistung Dr. Kochs hat nun insofern ihre Krönung erfahren, als erst vor 14 Tagen für Südbaden das bisherige Mitbenützungsrecht der Besatzung in der Fischerei in Fortfall gekommen ist. so daß ab 1953 die Verfügungsfreiheit des Gewässer-Inhabers wieder besteht. Oberregierungsrat Dr. Koch hat also einen berechtigten Anspruch, daß Baden und der Bodensee seiner Arbeit aus 30 Dienstjahren dankbar gedenkt, wenn er heute den größeren Wirkungsraum des Südweststaates als Tätigkeitsfeld übernimmt. Die Bodenseefischerei aber entbietet ihrem Freund und Förderer aus langen Jahrzehnten zum neuen Amt in Stuttgart ein herzliches „Petri Heil!“ Dr. Herbert Hassencamp Gegen HUSTEN und HEISERKEIT VALDA PASTILLEN AUS DER CHRISTLICHEN WELT Das Schiff vom anderen Ufer Von Bischof D. Dr. Wilhelm Stählin „Der Anker haft’ auf Erden da ist das Schiff am Land. Das Wort tut Fleisch uns werden, der Sohn ist uns gesandt.“ Es geschieht auf den verschiedensten Gebieten, daß uns über den Abstand der Zeiten hinweg die Lebenszeugnisse früher Jahrhunderte unmittelbarer und nachdrücklicher berühren als das, was die späteren Generationen geschaffen haben. Es ist darum alles andere eher als romantische Liebey zu dem Alten und Fremdartigen, wenn in diesen Jahren das älteste unserer Adventslieder eine überraschende Auferstehung gefunden hat: „Es kommt ein Schiff, geladen bis an sein’ höchsten Bord, trägt Gottes Sohn voll Gnaden, des Vaters ewigs Wort.“ Durch die Aufnahme in das „Evangelische Kirchengesangbuch“ ist dieses vor einem Menschenalter fast vergessene Lied heute im Begriff, wieder Gemeingut der evangelischen Christenheit in Deutschland zu werden. Der Dominikanermönch Johann Tauler, auf den man diese Dichtung zurückführt, wird zu den großen Gestalten der mystischen Frömmigkeit gerechnet. In Köln und in Straßburg, wo er im 14. Jahrhundert gelehrt hat, mögen die von fernen Ufern rheinaufwärts gezogenen Schiffe seinen ganz nach innen gewendeten Geist das in so viel Sagen und Märchen enthaltene Bild von dem Schiff, das aus der Ferne geheimnisvolles und kostbares Gut zu uns bringt, mit einem neuen Inhalt erfüllt haben. In diesem Bild erscheint ihm das Wunder der Menschwerdung: ein Schiff, das von dem fernsten und unbekanntesten aller Länder, von einem, ganz und gar jenseitigen Ufer, zu uns kommt und die gnadenreiche Wirklichkeit des ewigen Gotteswortes bringt. „Das Schiff geht still im Triebe, es trägt ein’ teure Last; das Segel ist die Liebe der Heilig Geist der Mast.“ Der Mast, der das Segel trägt, und der Wind, der das Segel bläht, gehören aufs innigste zusammen. Der schöpferische Odem der göttlichen Liebe ist ebenso der Wind, der. das Schiff ans andere, an unser Ufer treibt, wie das Segel, das von dem Gotteswind bewegt wird, wie der Mast, der das Segel trägt und die Triebkraft des Windes dem Schiff mitteilt. Man spürt dem Dichter das immer neue fassungslose Staunen an, daß dieses Schiff mit seiner unvergleichlichen Last nicht alsbald wieder entschwindet wie eine flüchtige Erscheinung aus einer anderen Welt, und nicht wie die ewig wechselnden Gestalten des großen Widersachers Gottes sich unserem Blick immer wieder entzieht, sondern nun wirklich da ist an dem Ufer unseres endlichen und irdischen Menschenwesens: Diese bildhaften Verse, die so sehr sparsam sind in dem, was sie aussprechen, und die doch in unvergleichlicher Fülle und Tiefe alles besagen, greifen uns unmittelbarer ans Herz als alles, was in verstandesmäßiger Klarheit über das Geheimnis des Advents und der Menschwerdung, der „Ankunft“ Gottes im Fleisch gesagt werden könnte; und die Melodie, die nur zögernd und zaghaft sich aus der großen Stille zu lösen scheint, um dann in der dritten Zeile zu einem großen Jubel aufzuschwingen, ist in einer seltenen Wei6e mit dem wahrhaft gedichteten Wort eins geworden. Indem sich hier verhaltene Fremde und eine mit lebendiger Anschauung gesättigte Bildhaftigkeit verbinden, ahnen wir, daß es ein Mysterium, ja das Geheimnis aller Geheimnisse ist, das wir in den Wochen des Advent und an Weihnachten begehen. Der Sport im kirchlichen Leben Die Wandlungsfähigkeit kirchlichen Denkens in Fragen, die die Lehre und die dogmatischen Grundlagen nicht berühren, zeigt sich vor allem in der Haltung zu den Leibesübungen. Sport gehört heute zum Erziehungsprogramm der Priestersemina- rien und Klosterschulen. Da und dort gibt es Geistliche, die sich geschickt auf dem Sportplatz bewegen. Der Bischof von Würzburg hielt es vor einigen Monaten mit seiner Würde vereinbar, symbolisch ein Fußballspiel zu eröffnen. Papstaudienzen berühmter Sportsleute sind keine Seltenheiten mehr. Noch deutlicher unterstreicht aber eine längere Ansprache vor 800 Teilnehmern eines italienischen Sportkongresses die Aufgeschlossenheit und Sympathie des Papstes für sportliche Betätigung. Er sagte u. a.: Sport und Gymnastik haben nichts von den religiösen und moralischen Grundsätzen zu befürchten, wenn sie richtig angewandt werden. Die gesunde Lehre achte den Körper, sie trete für die Pflege und die Erstarkung des Körpers ein, lehne aber ebensosehr dessen Vergöttlichung ab. Sport und Gymnastik sollen dienen und helfen; die Schulung des Körpers, seiner Kräfte und Schönheit müßten im Dienst der Seele stehen. Der Sport entbinde nicht von den religiösen Pflichten; Haltet auch im Wettkampf die göttlichen Gebote, damit der Sport auch seine moralischen Ziele erreiche und geschützt sei vor materialistischen Verirrungen. Bei der Beachtung dieser Grundsätze in der sportlichen Praxis stellt das Leben gewiß recht schwierige Probleme. Die einzelnen Sportarten und vor allem die Form ihrer Ausübung finden nicht gleichermaßen die Billigung der Christen. Auch die Heiligung der Sonn- und Feiertage ist ein Anliegen, das kirchliche Behörden da und dort veranlaßte, ihre mahnende Stimme zu erheben. In jüngster Zeit richtete die Leitung der Evangelischen Kirche von Hessen- Nassau u. a. auch einen Appell an die Sportvereine, ihre Veranstaltungen außerhalb der eigentlichen Gottesdienstzeit abzuhalten. Bekanntlich wacht die Anglikanische Kirche in England unnachgiebig über eine Tradition, die grundsätzlich den Sonntag von sportlichen Wettkämpfen freihält. Mancherlei Meinungsverschiedenheiten und Mißverständnisse können im Gespräch zwischen den Vertretern der Kirche und der Sportbewegung beseitigt bzw. geklärt werden. Als Sportbewegung innerhalb des kirchlichen Lebens tritt vor allem die Deutsche Jugendkraft hervor, die sich jetzt auch für den Bereich der Erzdiözese Freiburg konstituiert hat. Das Wiederaufleben der DJJC in den Nachkriegsjahren findet nicht überall Zustimmung. Man muß allerdings feststellen, daß diese Bewegung nicht den bestehenden „weltlichen Sportvereinen und Sportverbänden“ abträglich sein will. Ihre Bedeutung beruht vor allem darin, daß Jugend, die bisher abseits stand, auch für j die planmäßige sportliche Betätigung und ' Erziehung gewonnen und die Arbeit der katholischen Jugendorganisationöl durch die Pflege der Leibesübungen ergänzt werden soll. spectator „Es ist unglaublich, was geglaubt wird“ Bamberg. „Wir bleiben beim Felsen Petri. Wer die Kirche nicht zur Mutter hat, kann auch Gott nicht zum Vater haben!“, sagte Erzbischof Josef Otto Kolb von Bam- i berg auf der Generalversammlung der j I Bamberger Vinzenzkonferenzen. Der Ober- i hirte kam dabei auf die Vorgänge in Heroldsbach zu sprechen und erklärte: „Es: ist unglaublich, was die Berganhänger, die nur auf die Aussagen von Kindern angewiesen sind, tatsächlich glauben“. Man müsse es gerade als unerhört bezeichnen, daß ein „alter Bergfreund“ beim Warten auf eine Spezialaudienz beim Papst- in Castelgandolfo anderen Laien gegenüber behauptete, der Bamberger Erzbischof zweifle nicht mehr an der Echtheit der Erscheinungen in Heroldsbach. Derselbe „Bergfreund“ habe sogar dem Hl. Vater i die Frage vorgelegt: „Ist es erlaubt, daß ! auf Deutschlands Fluren gebetet wird?“ Papst Pius habe geantwortet: „Ja, aber nur nicht in Heroldsbach und Rodalben“. Erzbischof Josef Otto Kolb erklärte weiter, es falle ihm schwer, kirchliche Strafen zu verhängen. Er sei deshalb immer erst dann gegen hartnäckige Berganhänger eingeschritten, nachdem er sie in väterlicher Liebe öfters ermahnt und auf die Folgen der Exkommunikation aufmerksam gemacht habe. Der Oberhirte von Bamberg wies auch nochmals auf das Verbot der beiden Publikationen „Bote von Heroldsbach“ und „Arche Josef“ hin. Neue Kleidung der Kardinale Vatikanstadt. Ein am30.November durch Papst Pius XII. unterzeichnetes „motu proprio“ hat für die Kleidung der Kardinäle bei festlichen Anlässen einige Änderungen gutgeheißen. Danach fällt die Schleppe an der roten Soutane weg, während die Schleppe der „cappa magna“ auf die Hälfte ihrer bisherigen Länge be». schränkt wird. Das rote Gewand der Kar- dinäle soll in Zukunft aus Wollstoff hergestellt werden. Die Mitglieder des Hl. Kollegiums, die bereits ihre roten Gewänder aus Seide besitzen, können sie zu den festgesetzten Zeiten tragen. Außerdem setzt das „motu proprio“ die Vorschriften über die Kleidung der aus Orden und Kongregationen kommenden Kardinale wieder in Kraft. gpmstag. 13. Dezember 1952 G Nr. 203 / Seite 7 SÜDkURIER Weitere Sicherung für Singens Fußball? Kampf in Feudenheim nicht aussichtslos — Kampf um die Spitze geht weiter 0. Liga Süd: Hessen Kassel — 1. FC Bamberg, Regensburg — Bückingen, Bayern Hof — Reutlingen, SV Wiesbaden — Freiburg, Schwaben Augsburg — Straubing, Karlsruher FV — ASV Durlach, 1. FC Pforzheim — VfL Neckarau, ASV Feudenheim — FC Singen, ASV Cham — SV 96 Dnrmstadt. Die diesmal rechtzeitig gefestigte Lage des FC Singen in der II. Liga Süd kann morgen weiter gesichert werden, wenn es der Elf vom Hohentwiel gelingt, in Feudenheim wenigstens wieder «inen Teilerfolg zu holen. Nach den bisherigen Erfahrungen bei schwereren Gegnern ist dies keinesfalls unmöglich, ebenso ein weiterer Vorstoß nach oben in den darauffolgenden Wochen. Voraussetzung ist natürlich, daß sich die Singe- ner weiter energisch ins Zeug legen. Das ewige Hin und Her im Kampf um die Tabellenführung in der II. Liga Süd wird wohl am »Silbernen Sonntag* wenigstens einmal aussetzen, denn sowohl Hessen Kassel, das mit einem Spiel und einem Punkt Vorsprung die Tabelle anführt, als auch Jahn Regensburg, haben den Vorteil des eigenen Platzes. Das Oberligaprogramm bellenführer Überlingen. Die Schwarzwälder werden auf harten Widerstand stoßen, denn Überlingen zu Hause zu schlagen, ist schwer und man muß den Seehasen deshalb die besseren Aussichten einräumen. Wollmatingen hat nach den letztsonntäglichen Leistungen auch gegen Triberg eine Chance: auf eigenem Platz sollten zwei weitere Punkte herausspringen. Rielasingen dürfte in Singen kaum bestehen können. Ein Punkterfolg wäre schon eine Überraschung. 2. Amateurliga Obersdiwaben: Schwendi — Ehingen, Biberach — Weingarten, Sigmaringen — Munderkingen, Lindau — Ravensburg, Baien- furt — Saulgau, Wangen — Laupheim, Sigmaringendorf — Lindenberg. Der neue Herbstmeister Ravensburg ist in Lindau wenig gefährdet, und auch der Verfolger Lindenberg sollte in Sigmaringendorf siegreich bleiben. Dagegen hat der Tabellendritte Wangen eine äußerst schwere Auseinandersetzung zu bestehen. _ Vier finnische Torläufer befinden sich augenblicklich beim ersten alpinen Trainingskurs des Deutschen Skiverbandes in Rottach-Egern. Italien« Tennis führt 2:1 Im ersten Interzonenfinale des Davis-Pokalwettbewerbs zwischen Italien und Indien gewann Italien das Doppel-Spiel und führt damit in der Gesamtwertung mit 2:1. M. del Bello/Cucelli (Italien) konnten dde Inder Misra/Kumar allerdings erst in fünf Sätzen mit 1:6, 1:6, 6:2, 6:2, 13:11 bezwingen. Wasserball-Lehrgang ln Konstanz Die Internationale Arbeitsgemeinschaft der Bo- densee-Schwimmvereine führt morgen im Kon- stanzer Hallenbad einen Wasserball-Lehrgang für Wasserballwarte und Nachwuchsspieler durch. Nach den vorliegenden Meldungen nehmen der SC Romanshom, SK Kreuzungen, SC Friedrichshafen und SK „Sparta* Konstanz teil. Die Lehrgangsleitung hat J. Schouven (Konstanz) übernommen. Wales wird sich nur dann an den Fußball- Weltmeisterschaften 1954 kl der Schweiz beteiligen, wenn auch England, Schottland und Irland Mannschaften entsenden. Der Skiclub Oberstdorf hofft doch noch auf die Austragung der Skiflugwoche 1953. Mit dem Internationalen Skiverband werden gegenwärtig Verhandlungen geführt. Im Schatten der spielfreien Tabellenführer Südbadische Tabellen-Nachbarn mehrfach gefährdet I. Liga Süd: Eintracht Frankfurt — VfB Stuttgart (Sa.), Kickers Offenbach — Mühlburg, FC Sehweinfurt — VfR Mannheim, SV Waldhof — SpVgg Fürth, 1. FC Nürnberg — 1860 München,- Aschaffenburg — FSV Frankfurt, Stuttgarter Kickers — Ulm 46, Bayern München — BC Augsburg. L Liga West: Preußen Münster — 1. FC Köln, Dortmund — Meidericher SV, Düsseldorf — Alemannia Aachen, SW Essen — Schalke 04, STV Horst — Katernberg, Preußen Dellbrüdc — Gladbach, Erkenschwick — Leverkusen, SV Sodingen — Rotweiß Essen. 1. Liga Südwest: Hassia Bingen — 1. FC Kaiserslautern, Neunkirchen — TuS Neuendorf, 1. FC Saarbrücken — FV Speyer, Mainz — Phönix Ludwigshafen, Engers — Pirmasens, VfR Kaiserslautern — Worms, Tura Luawigshafen — Kirn, Trier — Saar 05 Saarbrücken. L Liga Nord: Hamburger SV — Holstein Kiel, Werder Bremen — VfL Osnabrück, VfB Lübeck — Altona 93, FC St. Pauli — Göttingen 05, Eintracht Osnabrück — Eimsbüttel, Bremerhaven 93 — Concordia Hamburg, Hannover 96 — Bremer SV, Harburger TB — Arminia Hannover. Kampf der Tabellenersten 2. Amateurliga Südbaden, Staffel 3: Überlingen — Dauchingen, Singen Ib — Rielasingen, Wollmatingen — Triberg. Im entscheidenden Kampf um die Meisterschaft muß der Tabellenzweite Dauchingen zum Ta- 1. Amateurliga Südbaden: ASV Freiburg — VfR Stodcach, Sportclub Freiburg — SC Baden- Baden, VfR Adlern — FC Rheinfelden, FC Gutach — FC Radolfzell, FC Rastatt — Lahrer FV, RW Lörrach — VfL Konstanz, SV Kuppenheim — SV Schopfheim. In Südbadens 1. Amateurliga kann die Herbstmeisterschaft nur noch zwischen dem FC Villin- gen und dem FV Offenburg entschieden werden. Durch das Pausieren von Otffenburg schwang sich Villingen mit einem Spiel mehr an die Tabellenspitze. Daran wird sich auch am kommenden Sonntag nichts ändern, da der FV Offenburg (wie auch Villingen) spielfrei bleibt. Die Entscheidung um die Herbstmeisterschaft wird also noch vertagt. Indessen sammeln die anderen Mannschaften weiter Punkte. Der Tabellendritte VfR Adlern spielt zu Hause gegen Rheinfelden. Er sollte damit seinen dritten Platz, der in der Endabrechnung ebenfalls noch bedeutsam sein wird, festigen. Schopfheim tritt in Kuppenheim an, das in akuter Abstiegsgefahr schwebt. Die Gäste müßten stark genug sein, um weiterhin punktgleich mit Adlern zu bleiben. Auch der Tabellenfünite Konstanz ist auf Reisen. Er gibt seine Karte bei Rot-Weiß Lörrach ab. Die Entscheidung ist hier ebenso offen, wie im Spiel SC Freiburg — Baden-Baden und im Treffen Gutach — Radolfzell. Im Spiel ASV Freiburg — VfR Stock- ach sind die beiden Tabellenletzten unter sich, wobei allerdings Freiburg selbst im Falle eines Sieges seinen letzten Platz nicht abtreten kann. Rastatt empfängt den Lahrer FV und könnte sich durch einen Sieg weiter aus der gefährlichen Zone herausretten. Württemberg beginnt Rüderunde 1. Amateurliga Württemberg: VfL Sindelfingen — VfB Friedrichshafen, SpVgg Feuerbach — Normannia Gmünd, SG Untertürkheim — Stuttgarter Sportclub, SC Geillingen — FV Ebingen, VfR Heilbronn — VfL Kirchheim. In Württembergs 1. Amateurliga beginnt bereits am kommenden Sonntag die Rückrunde mit fünf Paarungen. Der mit vier Punkten Vorsprung führende VfL Sindelfingen erwartet zu Hause den VfB Friedrichshafen. Er sollte dabei zu einem neuerlichen Punktgewinn kommen und seiine Stellung stärken. Von den Verfolgern der Sin- delfinger spielen Heilbronn und Untertürkheim ebenfalls zu Hause, wobei beide Mannschaften vor keinen unlösbaren Aufgaben stehen. Sudbadens Boxer haben nur Außenseiterchancen Gegen starke württembergische Vertretung Mehr als die Chance eines Außenseiters kann man den südbadischen Amateurboxern, die heute in Freiburg und morgen in Singen ihren zweiten Länderkampf (der erste endete mit einem klaren Sieg über Südwest) beim besten Willen nicht Zutrauen. Ohne das Können und den Eifer der Südbadener unterschätzen zu wollen, muß doch berücksichtigt werden, daß die Schwaben über eine weit größere Anzahl von erstklassigen Spitzenkräften verfügen und zu den stärksten Landesverbänden der Bundesrepublik gehören. Schon ein Unentschieden wäre für die südbadische Vertretung .ein mehr als beachtlicher Erfolg. Besonders in den schweren Gewichtsklassen hat Württemberg eine schlagkräftige Garde zur Stelle, die einen möglichen Punkterückstand in den unteren Klassen wieder aufholen dürfte. heute in Freiburg und morgen in Bingen In Freiburg tritt heute abend eine Auswahl des Bezirkes „Unterland* an, in der — neben dem Singeoer Hugo — Boxer aus Freiburg, Baden- Baden, Iffezheim und Rastatt vertreten sind. In Singen werden sich folgende Boxer gegenüberstehen (Südbaden zuerst genannt): Fliegen: Clemen (Konstanz) — Rutkowsky (Prag Stuttgart): Bantam: Hugo (Singen) — Amrein (Prag Stuttgart): Feder: Brandt (Ko.) — Schäfer (Rotweiß Stuttgart): Leicht: Rey (Ko.) — Eitel (Göppingen): Halbwelten Wagner (Ko.) — Redl (NSU): Weiter: Wendland (Ko.) — Lieb (Germania Stuttgart); Halbmittel: Weinhold (Si.) — Resch (Rotweiß Stuttgart): Mittel: Fuhr (Si.) — Rupp (Prag Stuttgart): Halbschwer: Wiede Si.) — Warth (Rotweiß Stuttgart): Schwer: Sch'-- mann (Si.) — Pogorzalek (Reutlingen). Aach in der Halle deutscher Handballsieg? Gegen Oesterreich-Vertretung in Neumünster Die deutsche Handball-Nationalmannschaft eröffnet die Hallen-Saison am Sonntag in Neumünster mit dem Länderkampf gegen Österreich. Damit stehen sich die beiden Vertretungen nach fast 15jähriger Pause zum erstenmal wieder in der Halle gegenüber. Im Rahmen der ersten und bisher einzigen Hallen-Weltmeistersdiaft 1938 in Berlin siegte Deutschland knapp mit 5:4 Toren. In diesem Wettbewerb behauptete sich Deutschland vor Österreich, während die inzwischen sehr stark gewordenen Schweden und Dänen nur auf den dritten und vierten Platz kamen. Die deutsche Mannschaft hat in den letzten zwei Jahren gute Fortschritte gemacht und sollte die am Sonntag gestellte Aufgabe ohne Schwierigkeiten lösen. Rot-Weiß vor der Machtprobe Handball-Landesklasse Baden (Süd): Altenheim — Gottmadingen, Schuttem — Hofweier, Schutterwald — Rot-Weiß Lörrach. Der morgige Spieltag in der Handball-Landesklasse bringt eine Vorentscheidung für die Meisterschaft. In Schutterwald treffen der Ex- Meister Schutterwald und der Vorjahrsmeister Rot-Weiß Lörrach aufeinander. Das Treffen zählt noch zur Vorrunde. Sollte den Rot-Weißen ein Erfolg gelingen, dann haben sie noch den Vorteil des eigenen Platzes beim Rückspiel. Gottmadingen steht in Altenheim vor keiner leichten Aufgabe und wird über einen Teilerfolg kaum hinauskommen, während bei der Begegnung in Schuttem der Gastmannschaft aus Hofweier ein geringes spielerisches Plus gutgehalten werden muß. Handball-Verbandsliga Württemberg: Sc heim — Frischauf Göppingen, Oßweil — 2u r hausen, Tschft Göppingen — Süßen, Stuttg?» Kickers — Altenstadt. Nachwuchsstaffellauf in Triberg Der Triberger Nachwuchsstaffellauf, des* Wanderpreis die Skizunft Brend verteidigt, wird morgen Sonntag das offizielle Winterprogramm des Schwarzwaldes eröffnen. Start und Ziel des Staffellaufes, der zum ersten Male durch einen 8 km langen Lauf für die Einzelwertung ergänzt wird, befindet sich am „Waldpeter*. Im Nordschwarzwald ruft der Skiclub Forbach mit einem 12 km langen Wanderpreislauf die Langläufer zur ersten Prüfung. Schwarzwälder bereits in Schweden Die vier deutschen Skiläufer, Oskar Burg- bacher, Hermann Möchel (beide Schwarzwald), Hubert Egger und Helmut Boeck, die von dem Schweden Goesta Olander zu einem mehrwöchigen Aufenthalt nach Schweden eingeladen wurden, sind bereits am Ziel eingetroffen. Die vier deutschen SViläufer werden im schwedischen Trainingszentrum bei Goesta Olander einen Trainingskurs in Valadalen absolvieren. Die Budapester Elf Honved errang den ungarischen Fußball-Meistertitel. Am 14. Dezembjer veranstaltet der VfB Friedrichshafen in der Städtischen Turn- und Festhalle ein Hallenhandballturnier, an dem sich auch Vereine aus der Schweiz und dem Vorarlberg beteiligen. Überall in der Welt... legen moderne Männer, so auch die fortschrittlicheren Söhne der Wüste, Wert auf eine besonders saubere, angenehme und wirtschaftliche Rasur. Das heißt, sie bevorzugen die BLAUE GILLETTE Klinge, weil sie so scharf ist und so lange hält. Sie schont nicht nur die Haut, sie schont auch den Geldbeutel. Auch in der arabischen Welt sagt man: Ein guter Tag beginnt mit Gillette Packung mit 10 Klingen DM 1,50 Klingenspender mit 20 St. DM 3,— -BLUE Gillette BLAOES Blaue Gillette Klingen SfeH—ang«bot« ) Koch oder Köchin für Sanatorium, für sofort gesucht. Audi aushilfsweise. Telefon Gailingen 145 Hausmädchen junges, solid-es, z. 1. Jan. 53 ges. Gebr.. Sulger, z. Hoftnetzg, Konstanz. Ankerwickler f. Elektromotoren, selbständig u, erfahren, sof. ges. Stör! & Co., Fabrik elektr. Apparate, Wüdens- wil/Z.H. (Schweiz). • ( Vertretungen ) Vertreter (in) Propagandistin zum Besuch bei Behörden, Industrie, Gaststätten, Tankst eilen, Haushalt bei gut. Verdienst ges. 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Als der Standesbeamte nach den üblichen Glückwünschen sich nach dem vorgesehenen Namen des jungen Erdenbürgers erkundigte, wurde prompt erklärt, daß der Sprößling Lenin getauft werden müsse. Nun gehört Lenin zwar zu den Männern, die in der jüngeren Geschichte einen, je nach dem Standpunkt des Betrachters, mehr oder weniger bedeutsamen Rang einnehmen — als Vorname für einen Knaben ist er aber nicht am richtigen Platz. Der Standesbeamte hatte also allen Grund, dem jungen Vater seine Absicht auszureden, zumal auch noch völlig offenstand, ob der kleine Lenin später einmal die politische Gesinnung seines Vaters teilen würde. Die Anstrengungen waren allerdings vergeblich und so ist es gekommen, daß in den Kon- 'stanzer Standesbüchern Lenin als Vorname geführt wird — für westliche Länder zweifellos ein kleines Kuriosum in der Vornamensgebung. Natürlich stellt dieser Fall eine Ausnahme dar. Für gewöhnlich begnügt man sich im Standesamt damit. Namenswünsche von Eltern, die zu sehr modischen Einflüssen unterliegen, zu korrigieren und geeignete Vorschläge an den hilflosen Vater zu bringen. Auf diese Art wird vermieden, daß die Babys einer Woche später einmal alle auf den Namen Brigitte oder Walter hören müssen, Namen, die zu diesem Zeitpunkt eben besonders aktuell waren. Ablehnen kann ein Standesbeamter eigentlich nur anstößige und unklare Namen. Im letzteren Falle sind . allerdings die Bestimmungen weitgehend gelockert, so daß bei Kindern mit dem Vornamen Gerti und Toni, aus denen das Geschlecht nicht klar zu erkennen ist, einfach der Zusatz eines weiteren Vornamens vorgeschlagen wird. Immer wieder muß man feststellen, daß eine Reihe von Eltern mit nahezu krankhafter Vorliebe sich auf Vornamen stürzt, die durch berühmte Persönlichkeiten einen besonderen Klang bekamen. Politische Einflüsse und vor allem eine ausgesprochene Mode auf diesem Gebiet ergänzen den illu- stren Bereich, dem die meisten Anregungen entnommen werden. Ein Musterbeispiel dafür ist die Glanzzeit des „Dritten Reiches“ mit säinen Siegfrieds, Gudruns, Baldurs, Utes und Eddas, in der aber auch alte Namen wie Hermann, A^dolf, Josef oder Horst — eben ihrer Träger wegen — großgeschrieben wurden. Hehte scheint die Zeit der Adolfs vorbei zu sein und auch der Helgas — die 1938 einen Rekord erreichten — sind weniger geworden. Dafür sind in den letzten fünf Jahren eine (Reihe anderer Namen in den Vordergrund getreten, wobei Verbefferungen im Kleinen Grenzoerhehr? Wie aus dem Regierungspräsidium Südbaden in Freiburg im Breisgau verlautet, hat die Regierung der Schweiz den Behörden in Bonn kürzlich mitgeteilt, daß sie die Probleme des Kleinen Grenzverkehrs mit den Kantonsregierungen erörtern und vor allem klären wolle, ob eventuell Ergänzungen zu den im Januar dieses Jahres zwischen der Schweiz und der westdeutschen Bundesrepublik abgeschlossenen Abkommen notwendig seien. Das Abkommen konnte seinerzeit nicht ratifiziert werden, weil die alliierte Hohe Kommission gegen verschiedene Bestimmungen Einspruch erhoben hatte. Seit der Wiederherstellung der deutschen Paßhoheit am 1. September ist ein Einspruch der Alliierten nicht mehr möglich Es wird für die Regelung des ftonftana bett 13.3)e$embet 1952 QUboUs - £ol totes Von Wochenend zu Wochenend der Streik hat sich gespalten ■ und folglich jeder Abonnent den „Südkurier“ erhalten. Der Ike ließ beschirmt und still sich nach Korea schaffen. Wenn Stuttgart uns besuchen will, braucht’s keine Abwehrwaffen. In Frankreich trat ein Mangel ein an jungen Offizieren. Der neunzigjährige Turnverein darf heute jubilieren. Der Bey von Tunis, hören wir, verhind’re die Reformen. Den Straßenbau verzögern hier die Kosten, die enormen. Das Bundeskabinett genehmigte vor einigen Wochen den Entwurf einer Novelle zum Wohnungsbaugesetz, das voraussichtlich im Januar vom Bundestag beraten und sofern genehmigt, im März/April nächsten Jahres in Kraft treten soll. Wie wir hierzu vom Bundeswohnungsbauministerium erfahren, plant die Novelle eine Erhöhung der sogenannten Richtsatzmiete innerhalb des sozialen Wohnungsbaus von bisher 1,10 DM pro qm auf 1,20—1,30 DM. Schließlich soll die Novelle auch eine Erweiterung der Wohnfläche bringen, die bisher im sozialen Wohnungsbau mit maximal 95 qm und minimal 32 qm pro Wohnung festlag. Die Norm der Wohnfläche wird nach dem Entwurf in Zukunft — vorausgesetzt, daß diese Gesetzesreform genehmigt wird — im allgemeinen mindestens 40 und höchstens 80 qm betragen. Obwohl bei der Konstanzer Stadtverwaltung und auch bei den örtlichen ge- Viermal „Nein" Wie in unserer Freitagausgabe berichtet, nahm die Lörracher SPD-Fraktion scharf gegen die Wiederaufnahme der Briefzensur und der Telefonüberwachung im Lörracher Post- und Fernsprechamt Stellung. In unserem Kommentar zu der Meldung „Dritter Mann am Telefon“ befürchteten wir, daß sich diese französische Kontrolle nicht nur auf Lörrach beschränkt. Unsere daraufhin in Konstanz angestellten Nachforschungen führten zu folgendem Ergebnis: Bezirksdelegierter Nicoulaud: „Ich weiß nichts von der Einrichtung einer Telefonüberwachungsanlage in Konstanz. Selbst dann, wenn ich es wüßte, dürfte ich aus dienstlichen Gründen keine Erklärung abgeben.“ Chef der Suretä: „Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort, daß ich von einer solchen Uberwachungseinrichtung nichts weiß.“ Chef des Fernsprechamts: „Die Dienstanweisungen verpflichten mich zu keiner Aussage.“ Oberpostrat Carstensen von der OPD Freiburg: „Ich darf nichts sagen. Es handelt sich hierbei um ein alliiertes Geheimnis, das ich nicht bloßstellen darf.“ • Unsere Erkundigungen haben weiter ergeben, daß es beim Postamt Konstanz keine Briefzensur gibt. Dagegen besteht nach wie vor eine Devisenkontrolle von und nach dem Ausland. Diese Kontrolle wird vom Zollamt ausgeübt. Die Briefe werden unter Kontrolle geöffnet, dürfen aber nicht gelesen werden. Sie erhalten einen Stempel, aus dem zu entnehmen ist, daß die Briefe zur Vornahme der Devisenkontrolle geöffnet worden sind. Mit der morgigen feierlichen Investitur, das heißt, der förmlichen Einweisung ihres neuen Pfarrherren Karl Gnädinger in seine Pfsrrstelle durch den stellvertretenden Dekan des Kapitels Konstanz erhält die Münsterpfarrei ihren neunten rechtmäßigen Stadtpfarrer seit Bestehen der Pfarrei. Der Seelenzahl nach steht die Münsterpfarrei zwar der uralten Stadtpfarrei St. Stephan und der jugendfrischen Stadtpfarrei St Gebhard nach, unter den Konstanzer katholischen Seelsorgeverbänden nimmt sie aber durch die historische Bedeutung ihrer Pfarrkirche, des ehemaligen Domes, stets den Ehrenplatz ein. Man muß wissen, daß das Münster erst 1813, nach Aufhebung der Stiftskirche St. Johann und durch Vereinigung dieser Pfarrei mit der nach der Säkularisation des Bistums bedeutungslos gewordenen Dompfarrei, einer kleinen Personalpfarrei für die Beamten und Angestellten der Verwaltung, Stadtpfarrei geworden ist. Erster Münsterpfarrer wurde damals der Günstling des letzten Fürstbischofs von Konstanz, Karltheodor von Dalberg, und Gefolgsmann des Bistumsverwesers Ignaz Heinrich Freiherr von Wessenberg, der Meersburger Pfarrer Josef Willibald Straßer, Mitglied der bischöflichen Regierung bis zu ihrer Auflösung. 33 Jahre lang wirkte Straßer in seinem neuen Amt, auch als „landesherrlicher Dekan“ und „Schulvisitator“ (Kreisschulrat) und tatkräftiger Pädagoge und Schulmann — die Gründung der Höheren Bürgerschule (Oberrealschule) in Konstanz ist sein eigenstes Werk, auch die des „Schullehrerpräparan- den-Instituts“ in Meersburg, die Herausin Belgiens Parlament drang ein die Invasion der Flöhe. In Allmannsdorf der Zuchtverein fürs Kleintier auf der Höhe! Auch diesmal war Mount Everest noch nicht zu überlisten. Am Edelweiß hält eisern fest das Herz des Alpinisten. Ein Nebel hüllte London ein, der viel Probleme stellte. Der Stadtrat nahm in Augenschein das Längerbohl trotz Kälte. In Bonn gewann ein Mißklang Raum und böse Worte fielen. Wir hörten unterm Weihnachtsbaum die Stadtkapelle spielen. Daß Fehler oft beim Drude entsteh’n berührt uns unsympathisch; läßt man nach Bonn die Prima geh’n, schult man sie — demokratisch. Brasiliens Oberhaupt ernennt fünf neue Feldmarschälle. Von Wochenend zu Wochenend droh’n Wind und Kältewelle. ebra meinnützigen Wohnungsbaugesellschaften über diesen Gesetzesentwurf offiziell noch nichts bekannt ist, berücksichtigt man in den Kalkulationen für das Wohnungsbauprogramm 1953/54 durch die Mietpreiserhöhung, die das Gesetz vorsieht. Es handelt sich in der Erhöhung der Richtsatzmiete von bisher 1,10 DM auf 1,20—1,30 DM um eine Maßnahme, die den gestiegenen Baukosten Rechnung tragen, und nur jene Wohnungen treffen soll, die nach dem Zeitpunkt, zu dem das Gesetz gültig wurde, aus öffentlichen Mitteln finanziert wurden. Wohnungen, die also schon vor Jahren oder erst in jüngster Zeit fertiggestellt wurden, werden, wie es heißt, vom Gesetz nicht betroffen. Ihre Mietpreise sollen gleich bleiben. In erster Linie wird dieses Gesetz zu gegebener Zeit jene Familien treffen, die 1953/54 auf ein neuerbautes Heim hoffen. Statt wie bisher 35—71 DM wird dann die Miete 44—88 DM kosten, wozu dann bei besonderer Ausstattung und Wohnlage noch Zuschläge kommen. Ein Trostpflaster für diese mögliche Mietpreiserhöhung, deren Ertrag nur zur Tilgung der Baukredite verwandt werden sollen, bildet lediglich die Absicht, die bisher recht kleine Quadratmeterfläche der Wohnungen zu vergrößern. Diese Lockerung geht auf Forderungen zurück, die im Bundesgebiet die Wohnungsbaugesellschaften, aber auch die Techniker und Psychologen mehrfach auf Grund ihrer Erfahrungen während der letzten Jahre erhoben haben. So wurde gerade die Erweiterung des* bisher knapp bemessenen Wohnraumes von den Fachleuten stets beantragt, aber kaum je einmal praktiziert. Auch für Konstanz wird dieses Gesetz, sofern es vom Bundestag verabschiedet wird, von Bedeutung in der Entwicklung des sozialen Wohnungsbaues sein. Trotz teuerer Miete werden dann die neuen Mieter im Rahmen dieses gehobenen sozialen Wohnungsbaues ein Heim Anden, das eine gewisse Freizügigkeit erlaubt. Hundert Kinder wurden beschenkt Die Konstanzer Freimaurerloge veranstaltete dieser Tage ihre traditionelle Weihnachtsbescherung, bei der 100 Kinder beschenkt wurden. Die vielen großen Pakete enthielten Kleidungsstücke und Wäsche, die die Damen der Loge im Laufe des Jahres geschneidert und genäht hatten. Die Freude der Kinder, die noch lange bei Schokolade und Weihnachtsbrezeln beisammen blieben und den Worten des Weihnachtsmannes, der Musik und den Liedern, die vorgetragen wurden, lauschten, war groß. Damit erfüllte sich der Wunsch der Loge, die auch in der Zukunft die übernommene Wohltätigkeit weiterführen wird. gäbe zahlreicher pädagogischer Schriften und die Herausgabe des jahrzehntelang gültigen „Konstanzer Gesangs- und Andachtsbuchs“ — weithin bekannt und geschätzt. Sein Nachfolger wurde der Konstanzer Spitalpfarrer Dominikus Ku e n z e r, 1815, in der ehemaligen Klosterkirche zu Weingarten geweiht, und später Pfarrer von Bonndorf. Er machte sich als feuriger Kanzelredner wie als Förderer des Volksschulwesens einen Namen, genoß aber als freisinniger Mann und’Verfechter liberaler Ideen nicht die Sympathien der Kirchenregierung, umsomehr als er Vorstand des national-kirchliche Bestrebungen fördernden sogenannten Schaffhauser Vereins von 1838 tätig war. Kuenzer wurde liberaler Abgeordneter der 2. Badischen Kammer und war auch im Frankfurter Parlament 1848/9 führender Kopf. Da er in kirchlichen Fragen eine unnachgiebige Haltung einnahm, wurde er 1848 exkommuniziert. Sein Nachfolger als Münsterpfarrer wurde Silvester Kotz (1848 bis 1867), seit 1828 am Münster als Kooperator wirkend, in seiner kirchenpolitischen Einstellung zwar Kind seiner Zeit und seiner Umgebung, aber von milder, versöhnlicher Gesinnung und ein großer Menschenfreund. Er zeigte sich um den Ausbau des Münsters sehr besorgt — unter ihm erfolgte eine gründliche Erneuerung des Kir- cheninnem und der Aufbau der Münster - Pyramide, was ihm um so leichter gelang, als der Badische Staat der „subsidiären“ Baupflicht als Rechtsnachfolger des Bistums zu genügen hatte. Bei dieser Gelegenheit wurde der Lettner, ein barocker Aufbau zwischen Chor und Langhaus, abgerissen, und die Vorhalle modernisiert. Nach seinem Tode wurde die Münsterpfarrei von Pfarrverweser Georg Gruber fünf Jahre lang und Pfarrverweser Wilhelm Kurz verwaltet, die Altkatholikenbewegung und der Kulturkampf gestatteten nicht die kanonische Verleihung der Pfarrpfründe und schufen so den labilen Zustand der örtlichen Kirchenverwaltung. Erst 1877 konnte in der Person des Klosterpfarrers Dr. Gustav B r u g i e r die Pfarrei einen würdigen Verwalter erhalten. Dieser gemütswarme Münsterpfarrer, der über ein Vierteljahrhundert segensreich in Pastoration wie im kirchenpolitischen Leben wirken durfte, hat sich auch als Verfasser einer „Geschichte der deutschen Nationalliteratur“, bei seinem Tod 1902 in 11. Auflage bei Herder in Freiburg erschienen, und als Initiator und unermüdlicher Förderer des Vereinshauses St. Johann, den Dank der Nachwelt gesichert. Nicht minder auch durch die Ausmalung der Konradikapelle anläßlich des 900jährigen Jubüäums des hl. Konrad (1876), wobei er in dem Münsterbenefiziat Ferdinand Schober, gestorben als Dompfarrer zu Freiburg i. Br., einen kundigen und für „das alte Konstanz“ unermüdlich tätigen Mitarbeiter gefunden hatte. Wieder sollte ein Spitalpfarrer das Erbe antreten, der tatkräftige Geistl. Rat Rudolf Freidhof, dem alten Konstanz noch in bester Erinnerung als tatkräftiger Münsterpfarrer in einer innenpolitisch nicht gerade ruhig zu nennenden Zeit. Er starb 1910 auf einer Reise nach Spanien. Nach kurzer Verwaltung durch Pfarrverweser Josef Hellinger übernahm Münsterpfarrer Geistl. Rat Karl Weiß die Behauptung nicht übertrieben sein dürfte, daß der nordische Akzent durch Vornamen fremdländischer Herkunft stark zurückgedrängt wurde. Wiederum kurios dabei ist, daß in einem Fall beiderseits rein deutsche Eltern ihren Sprößling mit einem französischen Namen bedachten, während eine Anzahl deutsch sprechender Kinder laut Geburtsurkunde als Thi-huong-Katja oder Tang-Huang ausgewiesen werden. Auch ein Zdzislaw fehlt im Geburtsregister des Konstanzer Standesamtes nicht. Die Mode der Vornamen wechselt so oft wie die große Mode v die bei den Evas unserer Tage an erster Stelle steht. Zur Zeit halten bei den Mädchennamen Brigitte, Claudia, Christel, Gabriele, Monika, Jutta und Ursula die Spitze. Dicht dahinter folgen Angelika, Barbara, Renate, Gisela und Waltraud. Sehr populär sind auch die zusammengesetzten Vornamen wie Eva- Maria und Anne-Marie bei den Mädchen sowie Klaus-Dieter, Hans-Jürgen oder Karl-Heinz bei den kommenden Männern. Selten ist nur ein Vorname. „Wissen Sie“, heißt es da auf dem Standesamt, „uns würde ja ein Vorname genügen. Aber da ist noch ein Onkel und dann die Großmutter . . .“ Und so bringen es die meisten Neugeborenen auf durchschnittlich drei mehr oder weniger klangvolle Vornamen, die neben der Fortsetzung einer Familientradition vor allem indirekt bestimmte Wünsche der Eltern zum Ausdruck bringen. Man denke nur an einen kleinen Wolfgang-Amadeus, dem schon in die Wiege eine Blockflöte gelegt wird. Alte und neue Vornamen bunt durcheinander gewürfelt registriert gegenwärtig das Geburtsverzeichnis" für Knaben. Auch hier sind mehrere gleich beliebt. So flüstern etwa gleichviel Mütter ihren Lieblingen Dieter, Peter, Michael, Thomas, Manfred oder Wolfgang zu. Auch Namen wie Hans, Hermann, Karl und Rolf haben sich erstaunlich gut gehalten. Häufiger als befi Mädchen werden Knaben mit Doppelnamen bedacht und ab und zu taucht auch als zweiter Vorname Maria auf. Einmalig war in diesem Jahr Cyril, Dirk, Detlev und Friedemarm. Auch eine Dolores ist vertre- Adventakalender des guten Willens (3) die Pfarrei, der die gründliche Renovation der Münsterkirche zwar in die Wege leitete, infolge der Inflation und seiner Erkrankung sie aber nicht durchführen konnte. Erst seinem Nachfolger, dem Dreifaltigkeitspfarrer Dr. Conrad Gröber. dieser geistig überragender Priester- und Gelehrtenpersönlichkeit, ward die Münsterrenovation Vorbehalten, die just zum Jubiläum der Heiligsprechung seines Namenspatrons (1123) und dem unvergeßlichen St. Konradsjubiläum (1923) abgeschlossen werden konnte. Nur 2 Jahre waltete er seines Amtes als Münsterpfarrer, dann machte seiner Berufung ins Freiburger Domkapitel 1925 einen Wechsel nötig. Sein Nachfolger wurde 1926 Münsterpfarrer E. A. Kuenzer, der in den mehr als 25 Jahren seiner seelsorgerischen Tätigkeit nicht nur innerhalb seiner Pfarrei, sondern als Dekan auch im Kapitel Konstanz so segensreich wirkte, daß er allzeit unvergessen bleiben wird. Die Pfarrkirchen St Gebhard und Suso sind sein ureigenes Werk, die Renovation der Loretto- kapelle sein großes Verdienst, die feierliche Gestaltung der Gottesdienste und des Konradifestes ist ihm zuzuschreiben. Daß er im Münsterpfarrhaus sein „„Altenteil“ gewählt und erhalten hat, zeugt von seiner Verbundenheit mit Konstanz und seinem Juwel, dem Münster, in dessen Schatten er seinen Lebensabend verbringen möchte. Auch den neuen Münsterpfarrer erwarten neue, große Aufgaben; möge ihm eine lange, gesegnete Tätigkeit beschießen sein. Das Erbe, das er antritt, verpflichtet. Es ist ein Stück unserer geliebten Stadt, das Herzstück, möchte man sagen. [“] Morgens Inoeftitur im Münfter Drei Wochen nach dem Korn radifest, das durch die Anwesenheit von Erzbischof Dr, Rauch ©einen besonderen Glanz erhielt, steht der Münsterpfarrei ein neues festliches Ereignis bevor: die Investitur des neuen Münsterpfarrer» Karl Gnädinger. Sie wird am Sonntag von Dekanatsver- weeer Geistl. Rat Pfarrer Anton Sälinger (Markelfingen), der auch die Vormittagspredigt halten wird, vorgenommen. Vor Beginn de» Gottesdienstes wird der neue Münsterpfarrer in feierlicher Prozession vom Pfarrhaus abgeholt werden. Der Münsterchor singt unter Mitwirkung de» Städtischen Orchesters den 23. Psalm von Franz Schubert, das „Halleluja““ von Händel sowie die Krönungsmesse von W. A. Mozart. Solisten sind: Frau Anna Diet- sche-Rößler, Frau Laura Müller, Albert Rigg und Gustav Stadel. Bei der Priesterfeier am Abend, die der Münsterchor mit der „Hymne zu einer Priesterfeier“, „Hingabe“ (Gebet des Klaus von Flüe) und dem dorischen Tantum ergo von Franz Philipp umrahmen wird, predigt Münsterpfarrer Karl Gnädinger. ten, obwohl es bei ihr noch einige Zeit dauern wird, bis sie ihrer vielbesungenen Na- , menskollegin Konkurrenz machen dürfte. Nicht alle Kinder werden später einmal mit den Vornamen zufrieden sein, die ihnen ihre Eltern ausgesucht haben. Sie versuchen es dann mit Abkürzungen oder oft ergibt es sich auch ganz zwangsläufig aus dem Umgang, daß aus Elfriede eine Elfi, aus Dorothea eine Dora, aus Margarete eine Gretel oder aus Josef ein Sepp wird. Auf dem Wege eines Berichtigungsverfahrens kann schließlich auch eine Umbenennung erfolgen, wenn der Träger absolut nicht mit dem ihm zugedachten Vornamen einig geht und triftige Gründe dafür anzuführen weiß. Ob soviel Lärm um einen Vornamen allerdings angebracht ist, steht auf einem anderen Blatt. In verschiedenen Gegenden ist es heute noch Brauch', daß einfach der Name des Tagesheiligen für das Neugeborene bestimmt wird. Und wie die Erfahrung beweist, sind es sp er oft die unscheinbaren Heinis und Karls, die einem Wolfgang-Amadeus die Flötentöne beibringen. -gg- Sie darf noch nicht in die Schule, weil eie herzkrank iet“, stellt mir die Frau, die auch auf unserem Adventskalender des guten Willens steht, ihr so früh schon gesundheitlich angegriffenes Töchterchen vor. Das kleine sechsjährige Mädchen mit dem großen schönen Namen blinzelt mich zuerst ein bißchen schüchtern an, wird dann aber sofort zutraulich, als ich ihr einen schokoladenen Nikolaus ins Händchen drücke. Sie sagt artig „danke!“, fragt aber im gleichen Atemzug, ob die Schwesterchen auch 60 ein Männle bekämen. Natürlich! Da erst freut sie sich richtig über ihren süßen Nikolaus. „Die Kleine hilft mir schon, wo sie kann. Sie fegt mit dem Besen aus und trägt mir Holz in die Küche. Ich bin viel im Krankenhaus bei meinem Mann, da bleibt natürlich alles in der Wirtschaft liegen.“ Ja, e» bleibt alles liegen bei der Frau mit den vier Kindern und dem kranken Mann, die nun ganz auf sich allein gestellt ist. Seit zehn Wochen ist der Ernährer der Familie seiner Lunge und des Magens wegen im Krankenhaus. Vorige Woche erst ist er am Magen operiert. An Weihnachten soll er herauskommen. „Aber wovon soll er dann leben? Er sollte dann wenigstens etwas Ordentliches zu essen haben. Vielleicht auch ein bißchen Butter’ und Honig, das würde ihn kräftigen.“ Die Frau geht zum Spülstein und tut ein Brett an die Seite. „Da, auf diesem Nudelbrett mach ich meine ganze Wäsche!“ Die Not schaut in diesem dürftig ausgestatteten Haushalt aus allen Ecken hervor. „Wir kriegen 148 Mark. Davon gehen aber 62 Mark für Miete ab. Ich lege das ganze Geld auf den Tisch — und dann kann ich mir nicht einmal ein Paar Strümpfe kaufen. Die Schuhe, die ich der Aeltesten Bis Weihnachten schildern wir auf dieser Seite ein Schicksal aas unserer Stadt als Beispiel für viele ähnliche, die uns bekannt geworden sind. Wir wollen damit versuchen, Spenden für die Aermsten unserer Stadt zu erhalten. Hilfsbereite Leser können die Adressen der beschriebenen Bedürftigen in der Lokalredaktion des „Südkurier“ erfahren. Spenden, deren Vermittlung uns anvertraut wird, wollen am Schalter des „Südkurier“, Marktstätte 4, abgegeben werden. Dort werden ebenfalls die Anschriften der Bedürftigen mitgeteilt. Die Spenden, die bereits auf die beiden ersten Veröffentlichungen eingegangen sind, geben uns die Hoffnung, dafi das mildtätige Herz unserer Einwohner auch in den kommenden Tagen sich von seiner guten Seite zeigen wird. reparieren ließ, kosteten allein 8 Mark“, seufzt sie müde und entmutigt“, — und die Kleine hat nicht mal einen Mantel.“ Ich lasse die Frau, die sichtlich froh darüber ist, daß sie endlich einmal jemand gefunden hat, den sie ihre Nöte klagen kann, ruhig weitersprechen, ohne 6ie zu unterbrechen. Wie ein Sturzbach bricht es aus ihr hervor ... die Sorgenlast, die Kümmernisse der letzten schweren Zeit. Sie will sich von ihr befreien, der notvollen Last, — und ich verstehe sie gut, nachdem ich all das Niederdrückende um sie vor Augen habe. „Ich selbst wünsche mir nichts! Wenn ich nur gesund bin. Nur für die Kinder Größere Wohnflächen - Höhere Mieten ? Ein reformiertes Bundeswohnbaugesetz plant gehobenen sozialen Wohnungsbau In 139 Jahren neun Münfterpfarrer Aus der Geschichte der Mfinsterpfarrei und ihrer Pfarrherren Mit trter unmündigen Kindern und einem hranhen Mann „Die Frau ist noch unterwegs, 6ie besucht gerade wieder ihren Mann im Krankenhaus“. Diesen Bescheid bekam ich an zwei aufeinanderfolgenden Tagen mehrmals von Nachbarn, als ich in einem dunklen Hausflur in der Wessenbergstraße an der Tür von Frau W. läutete. Erst als ich an einem Vormittage zum fünften Male in dem lichtlosen Korridor stehe, wird mir auf mein Läuten geöffnet. Ich trete in die enge, kleine Küche, in deren rechter Ecke ein Tisch 6teht. An ihm sitzt ein kleiner Blondschopf von Mädchen. Wir, die Frau und ich, setzen uns zu ihr. „Das ist Cäcilie - Sophie, meine Jüngste. Kleinen Grenzverkehrs gegenüber dem bisherigen Verfahren des Grenzübertritts eine Reihe von Verbesserungen gewünscht, auf die die Grenzbevölkerung beider Länder nun schon seit Monaten wartet. Weihnachtspakete rechtzeitig aufgeben Am Sonntag, den 14. Dezember werden Pakete wie sonst an Werktagen zugestellt. Außergewöhnlich können an diesen Tagen in der Zeit von 10.30—12 Uhr am Paketschalter auch Pakete und Päckchen eingeliefert werden. Es empfiehlt sich, die Auflieferung der Weihnachtspakete nicht bis in die Abendstunden hinauszuschieben, damit Stockungen und langes Warten ver- I mieden werden. Weihnachtsbriefpost eben- I falls frühzeitig einliefern! Samstag, 13. Dezember 1952 SÜDKUBIER K Nr. 203 / Seite 10 itag, 13 lebe ich.“ Ja — die Kinder! Im vorigen Jahr hatte sie zwei Erstkotnmunikantinnen auezustatten, im nächsten Jahre eine, die dritte Tochter. „Und was kriegen wir zum Geburtstag?“ fragen mich die Kinder heute schon. Denn kurz hintereinander haben drei auf einmal gleich Geburtstag — und das noch kurz vor dem Fest: Ingrid, die zwölfjährige, am 14., die kleine Cäcilie am 16. und die elfjährige Erika am 17. Dezember. Und wie Kinder sind, wissen sie nichts von den Sorgen ihrer Mutter — und jedes freut sich auf seinen Geburtstag ... und auf die Geschenke, die es erwartet. Inzwischen zermartert sich die Mutter, die gerne irgendeine leichte Abendarbeit annehmen möchte, den Kopf darüber, wie alles weitergehen soll. „Wenn nur meine Mädchen mal größer wären, dann könnten sie mir helfen —“, sagt sie zuletzt, wie um sich selbst zu trösten. Aber sie weiß ja, daß dies noch in weiter Feme liegt — und der Weg bis dahin ist mit Kummer und Not gepflastert. *** S&ttge Stabtnati)rirf)ten Wegen Nichtbeachtung der Vonfahrt stießen in der Neuhausexstraße zwei Personenkraftwagen zusammen. Es entstand Sachschaden. Beim Ueberqueren defi Gebhardplatzes ließ eine 81jährige Fußgängerin die nötige Vorsicht außer acht und wurde von einem Lastkraftwagen angefahren. Die Greisin wurde verletzt. Heute abend singen im Konzil der erblindete Baß-Bariton Bernhard Notz und Elfriede Notz (Spran), heitere Lieder und Duette von Bach bis Pfitzner. In der Reihe badischer Erzähler ist am Montag, 15. Dez., im Südwestfunk Freiburg (Mittelwelle) um 17.40 Uhr, Werner Schenkendarf-Konstanz zu hören. Am Sonntagabend hält Pater Ziehler in der St. Gebhardskirche einen Vortrag über den neuesten Stand der Forschungen des Petrusgrabes in Rom. Pater Ziehler weilte längere Zeit in der Ewigen Stadt, um sich an Ort und Stelle über die neuesten Forschungsergebnisse zu orientieren. Er wird seinen Vortrag durch interessante Lichtbilder ergänzen. Der katholische Verein „Constantia veranstaltet am Sonntagabend in St. Johann einen Lichtbildervortrag. Es spricht Pater Dr. Ursmar Engelmann O. S. B., Bibliothekar der Brzabtei Beuron, über Weihnachtsibilder aus der älteren christlichen Kunst. auch verdiente Rettungsschwimmer geehrt Am Samstagabend findet im Naturfreundehaus auf dem Fürstenberg die Monatsvereammlung der Woilmatinger Naturfreunde statt Anmeldungen für die Skifahri; am 28. Dezember, werden noch angenommen. Die Mitglieder des Kanu-Klubs Konstanz treffen sich morgen, Sonntagabend, im „Graf Zeppelin'“, zu einem Farbfikn- vortrag und anschließender Weihnachtsfeier. Das Preiskegeln im „Löwen“ geht am Sonntag zu Ende. Um 18 Uhr werden die Preise den Gewinnern übergeben. „Peterchens Mondfahrt“ Bei der Vorbereitung der Sondervorstellung von „Peterchens Mondfahrt“ für Gewerkschaftskinder war der Dt Gewerk- schaftebuijd von der Voraussetzung ausgegangen, daß der 22. Dezember bereite in die Weihnachtsschulferien fällt In Wirklichkeit beginnen die Ferien dieses Jahr erst am 24. Dezember. Entgegenkommenderweise hat nun das Konstanzer Schulamt die Lehrer und Lehrerinnen ermächtigt, allen Kindern gegen Vorzeigung der Theaterkarte für diese Vorstellung schulfrei zu geben. Verdienter Pädagoge 70 Jahre Am Sonntag, 14. Dezember, kann in Konstanz Geistl. Rat Professor Dr. theol. Fridolin Amann aus Neufrach bei Salem, der langjährige Leiter der Heimschule Lender in Sasbach, seinen 70. Geburtstag begehen. Nach dem Tode von Direktor Dr. Schindler übernahm Dr. Amann unter Verzicht auf seine Professorenstelle am Friedrichsgymnasium in Freiburg die damals besonders schwierige und dornenvolle Aufgabe der Leitung der bekannten Lender’schen Lehranstalt die er von der Primareife zur Vollanstalt ausbaute. Durch Steigerung der schulischen Leistungen erreichte er auch, daß das Ministerium — ähnlich wie am Kolleg in St. Blasien — die Ablegung der Reifeprüfung an der Schule selbst erlaubte. In die Hausordnung brachte er einen freieren, in gutem Sinne modernen Zug. Die baulichen Anlagen erweiterte er und bereicherte sie durch einen geeigneten Sportplatz. Im Jahre 1939 mußte er unter dem Druck des damaligen Regimes seine segensreiche Tätigkeit in Sasbach aufgeben und war dann noch einige Zeit als Religionslehrer an der Zeppelin-Oberschule in Konstanz tätig. Hier lebt er jetzt im Ruhestand. Trotz der ihm durch seinen Gesundheitszustand auferlegten Vorsicht und Zurückhaltung ist er noch immer wissenschaftlich und als Meister des Kanzelwortes auch in Vorträgen seelsorgerisch tätig. Seine zahlreichen Schüler landauf und landab und auch im Ausland werden des verehrten Lehrers an diesem Tage besonders dankbar gedenken. Wer hat ärztlichen Sonntagsdienst? Am Sonntag, 14. Dezember, versieht Dr. Freyer, Brauneggerstraße 6, Fernruf 298, den ärztlichen Sonntagsdienst, sofern der Hausarzt nicht erreichbar ist. — Bei den Apotheken hat die Mohren-Apotheke Sonntagsdienst und in der nächsten Woche Nachtdienst. — Garagenbereitschaftsdienst: Bemdt Heisz, am Döbele, Fernruf 1615. Weibnachtsqänfe im Anmarfch Am Sonntag findet im „Bauhof“ eine Vogel- und Aquarienausstellung statt. Sie wird vom Verein Kameradschaft der Aquarienfreunde „Skalare“ gemeinsam mit dem Verein der Kanarienfreunde veranstaltet. Der Philatelisten-Verein Konstanz veranstaltet am Sonntag im Nebensaal der „Bayerischen Bierhallen“ seine Briefmar- ken-Tauschbörse mit Ausstellung. Alle Interessenten, insbesondere die Jugend, sind eingeladen. Am Sonntagabend gibt das Handhar- mondka-Orchester Konstanz unter Leitung von Franz Büchle im „Schützen“ sein alljährliches Weihnachtskonzert verbunden mit einer Weihnachtsfeier. Der Musikverein Wollmatingen spielt am Sonntag um 19 Uhr unter dem „Ohrist- baum für alle“ in Wollmatingen. Die DLRG-Bearksgruppe Bodensee hat am Sonntag in „St. Johann“ eine 'W«ih» r nachtsfeier, mit reichhaltigem Programm und Tombola. Bei diesem Anlaß werden Der Wochenmarfctbetrieb war gestern keineswegs lebhaft. Viele Stände waren verlassen und auch den Hausfrauen fehlte es scheinbar an der rechten Einkaufslust oder — am Geld, denn es geht mit raschen Schritten auf die Feiertage zu und diese gestalten sich zumeist sehr kostspielig. Also muß daraufhin gespart werden. Aber das Festtagsgeflügel hatte sich doch schon eingefunden, gerupft und hergerichtet, um sich geradewegs in die Bratpfanne begeben zu können. Bei den stattlichen Gänsen betrug der Pfundwert ihrer schmackhaften Persönlichkeit 2,30 DM, bei den Enten 2,50 DM. Beim geschlachteten Hühnervolk konnte man je nach Größe wählen, man bekam die teils mehr, teils weniger wohlgenährten angehenden Braten von 4,50" DM an. Unsere Bodenseefelchen haben vor so viel Konkurrenz die Flucht ergriffen und sind, davongeschwommen. Die., nach; -rlüerlegen am Leben gelassenen Hühner helfen nun den Land- frauen, die „Weihnachtskasse“ zu füllen; die Stadtfrauen dürfen dafür tief in den Geldbeutel greifen. 30, 31 und 32 Pfg. kostete diesmal der Segen aus dem Hühnerstall. Die Obststände werden jetzt von Orangen beherrscht. Drei Pfund kosten 85 Pfg. und 1 DM, je nach Qualität. Einige wenige Weintrauben für 80 Pfg. machten einen etwas verirrten Eindruck, italienische Sorentonüsse für 1,20 DM waren in großen Mengen vorhanden, ebenso einheimische Aepfel für 25 und 30 Pfg. und Birnen für 35 Pfg. Blumenkohlköpfe, mittlere Größe, möchten auch zu einem Festagsge- richt werden. Ihr Preis ist dementsprechend: 60, 65 und, 70 Pfg. Auch schönen Kopfsalat für 60 Pfg. war zu haben. Für bescheidenere Ansprüche gab es Endivie für 10 und 20 Pfg. Wir notierten weiter: Rosenkohl 60 Pfg., Rotkraut 25 Pfg., Wirsing, 25 Pfg,,, Weißkraut 20 Pfg., Radies-i. chen, 25 Pfg., kartoffelri 43Ü Pfg., Rahnen 20 Pfg. ' 2lus bet 9tad)barfd)a?t LaÖenhaffe in Ueberlingen beraubt fl. Passanten, die am Freitagabend gegen 18 Uhr die Auslage des Keramikgeschäftes Mayer-Weber in der Christophstraße besichtigten, bemerkten plötzlich, wie sich im Ladeninnern zwei Burschen an der Kasse zu schaffen machten. Einen Augenblick später verließen die beiden, mit der Geldkassette fluchtartig das Ladengeschäft, um sich durch die GrabenstraBe in den sogenannten Ausfallgraben der ehemaligen Stadtbefestigung zu begeben. Die Täter, die sich einen Augenblick, In dem sich niemand im Laden befand, für ihren Diebstahl ausgesucht hatten, wurden jedoch von den Passanten erkannt. Es handelt sich um zwei hier wohnhafte Brüder im Alter von 16 und 23 Jahren. Der ältere war bereits bei dem Diebstahl von 15 000 DM im Jahre 1948, beim späteren Einbruch im Cafe Mokkas und auch bei einem Einbruch in Nußdorf beteiligt. Die Gendarmerie nahm in den gestrigen Abendstunden die Fahndung nach den beiden auf. •* Hegne. Im Alter von 76 Jahren starb Frau Maria Grunewald. Nach einem sehr harten Flüchtlingeschdcksal war Familie Grunewald nach Hegne gekommen und konnte im Laufe dieses Jaihres in der Waldsiedlung Reichenau ein neues Wohnheim Anden. Leider ist nun durch den Heimgang der Mutter eine schwere Lücke in der Familie entstanden. Die Beisetzung findet in Wollmatingen statt. Litzelstetten. Eine zahlreiche Trauergemeinde begleitete den im Alter von 83 Jahren gestorbenen Maurermeister und Landwirt Konstantin Mayer am vergangenen Donnerstag zu Grabe. Der Verstorbene war der älteste männliche Einwohner der Gemeinde. — Der Kronensaal geht seiner Vollendung entgegen, so daß voraussichtlich an Weihnachten die Veranstaltungen schon im neuen Saal stattflnden können. Allensbach. Die Beerdigung von Bäckermeister Albert Brodmann fand am gestrigen Freitag unter überaus großer Beteiligung statt. Beim Trauerhaus spielte vor der kirchlichen Einsegnung die Musikkapelle und danach trug der Männerchor ein Lied vor. Zu Ehren des Verstorbenen legten an seinem Grabe der 2. Vorstand des Musikvereins Albin Schieß, der 1. Vorstand des Männerchors Franz Biesinger und Innungsobermeister Vögele für die Bäckerinnung und die Bäckerei- und Einkaufsgenossenschaft Kränze nieder und sprachen Worte des Gedenkens. Dettingen-Wallhausen. Nachdem die Re- novderungsarbeiten im Traubensaal durch das Malergeschäft Franz Moser nun zu Ende geführt wurden und der Saal in seinem neuen Kleid allgemeinen Beifall und der ausführende Handwerker wohlverdiente Anerkennung finden werden, wird der Saal am Sonntag, 14. Dezember, wieder eröffnet. Damit verbunden ist ein volkstümlicher Abend mit Gesang und Musik, der bekannten Allgäuer Jodler, Geschwister Wegscheider, Scheidegg. Die neuen Filme „Lockende Sterne“ (Gloria) Um es gleich vorwegzunehmen: das ist ein ausgezeichnster Film, grundanständig in der Haltung, gut fotografiert, gut gespielt, gut bürgerlich ohne Muffigkeit, dabei doch abwechslungsreich und spannend. Dabei handelt es sich „nur“ um die Geschichte eines Lokomotivführers und seiner kleinen Braut, deren Liebe vom Schicksal auf die Probe gestellt wird. Eine schöne Frau. Inhaberin eines Varietes, kreuzt durch einen Zufall die Wegs des jungen Mannes, der ein guter Turner ist. einen guten Artisten abgeben könnte, und der durch ein dummes Dienstverschulden auf das „falsche Geleise“ gerät: wobei dieses falsch» Geleise keineswegs eine schiefe Bahn bedeutet, sondern in ein durchaus ehrbares Handwerk mit eigener Berufsehre führen könnte, die der Berufsehre des Eisenbahners in nichts nachsteht. Und auch in der Liebe der schönen Frau (Ilse Steppat) zu dem schönen kraftvollen, etwas dickköpfigen Eisenbahner (Rudolf Prack) liegt nichts besonders Extravagantes, wenn es auch anfangs ein wenig danach aussieht. Man bekommt in dem Film einen nicht nur oberflächlichen Einblick in die Welt der Bahnbeamten sowohl, wie in die der Artisten: beides ist durch und durch lebensecht. Pak- kende Einzelszenen. etwa: Vater und Sohn, die beiden Frauen und Konkurrentinnen, der Haid mit jeder der beiden Frauen. Nette, kleine, ausgefeilte Arabesken zur Zierde des Ganzen. Und. nicht zu vergessen: große Schaunummern, nicht nur vom Variete. Die „weite Welt“ vom Mittagstisch der Eisenbahnerfamilie bis zur Flitterwelt der leichtgeschürzten Muse. Ein Film nicht gerade für Wildwestfreunde, ein Film, der nicht allerhöchste Kunst ist. aber ein Film, bei dem sich viele brave Menschen innerlich angerührt finden werden. -ng. „Karneval in Weiß“ (Roxy) Ein Film, der gerade zur rechten Zeit kommt: denn wer wäre abgeneigt, sich aus dem trüben Konstanzer Regenwetter dieser Tage nach Arosa und Garmisch in eine schnee- und rauhreifglitzemde Märchenwelt mit spielzeughaft ins Hochgebirge gestellten Hotelbauten und fröhlichen jungen Menschen entführen zu lassen? Das bunte Wochenend-Programm der Handlung bietet mancherlei Geschichten von zwei Hamburger Zimmerleuten, die sich ins Gebirge verirrten, vom Bau einer Flugschanze, von der Heimkehr eines verlorenen Sohnes aus Texas, den versprochenen „Karneval in Weiß“ und natürlich viel Flirt und sportlichen Wettbewerb. Was den Humor betrifft, so sind die Pisten freilich oft recht ausgefahren und nicht immer ist der Schnee neu und pulvrig. Dafür sieht man prächtige Aufnahmnen von den Wundern winterlichen Lichtes in verschneiten Bergen und Wäldern und von der Hohen Schule der weißen Kunst. Schußfahrten in stiebendem Schnee mit Schwüngen von tänzerischer Eleganz und den abenteuerlichsten Geländesprüngen über Almhütten und Felsbrocken. Vor lauter Ueber- mut stellte die Regie auch noch zwei Komiker auf die Bretter, nach dem Muster von Pat und Patachon einen langen und einen kurzen, die auf groteske Weise die Anfänger ausmachen. Und wo ihre pantomimische Begabung nicht ausreichte, half die Kamera mit Zeitlupe, Zeitraffer und anderen filmischen Zaubereien aus der Zeit des Stummfilms. die auch heute noch ihre Publikum unterhalten. - enz. - „Die Feaerspringer von Montana“ (Capitol) Ein Film von ganz ungewöhnlicher Art, der in Versuchung bringt, in der Beschreibung zu übertreiben. Ungewöhnlich schon ist das Milieu: es wird hier das Berufsleben jener furchtlosen Männer geschildert, die von der amerikanischen Forstverwaltung zur Bekämpfung der großen Sommerbrände in den riesigen Wäldern eingesetzt werden. Flugzeuge bringen die todesmutigen Männer an die sich oft meilenweit ausdehnenden Feuerstellen. Ueber ihnen springen sie mit Fallschirmen ab. Löschgeräte und Werkzeuge gehen gleichfalls mit Fallschirmen nieder. Zündende Blitze setzen in einer schwülen Sommernacht mehrere Waldstücke in Brand. Von den hohen Beobachtungstürmen melden die Wächter die Feuer der Zentrale. Mit dem Alarm hebt nun in atemraubendem Tempo eine Handlung an, die echte Wirklichkeit ist. Dorit Kreysler: „Meine Schwester und ich“ Im Stadttheater wird für die Weihnachtsfeiertage Ralph Benatzkys musikalisches Lustspiel „Meine Schwester und ich“ vorbereitet. Die weibliche Hauptrolle der Dolly Fleuriot spielt die bekannte Filmschauspielerin Dorit Kreysler. Die Künstlerin ist in Konstanz eingetroffen und nimmt bereits an den Vorproben teil. Premiere ist am ersten Weihnachtsfeiertag. und sich von Minute zu Minute dramatisch verdichtet. Dabei rollen Bilder von erschütternder Eindringlichkeit über das Band. So dann, wenn die Rettungsmannschaft auf der Suche nach vermißten, im Feuer umgekommenen Kameraden durch die schwarzverbrannten Wälder irrt, in denen die toten kahlgebrannten Stümpfe der Riesenbäume noch glimmen und rauchen. Wohl noch nie war auf der Läinwand die unheimliche, elementare Gewalt des Feuers so dargestellt, wie in diesem Film. Die tiefen, satten Farben sind fast von naturgetreuer Echtheit. Oft sind der Kamera, die mit beispielloser technischer Vollendung und Virtuosität arbeitet, wunderbare, manchmal gemäldehaft wirkende Bilder gelungen, wie bei der nächtlichen Waldfahrt eines Montagetrupps während eines Gewitters, das den Himmel förmlich in Flammen setzt. Der vollendeten Technik ebenbürtig sind die darstellerischen Leistungen der Schauspieler, denen die meisterhafte Regie Josef Newmans alles, was sie an künstlerischem und körperlichem Können herzugeben vermögen, abverlangt. Richard Widmark spielt den Führer der Feuevspringer. So überzeugend echt und berufsroutiniert, daß niemand einen Schauspieler. dem man gerade diese Rolle gab, in ihm vermutet. Man wird von diesem Film, der ein Stück amerikanischer Alltagswirklichkeit in pak- kenden, realistischen Bildern bringt, innerlich ungeheuer bewegt und nimmt in persönlichem Nahesein mit allen seinen Menschen teil am Schicksal jedes Einzelnen. Kff „Liebe im Finanzamt“ (Scala) Der Kern dieses Lustspiels ist besinnlicherer Natur, als es das heitere Drumherum auf Zum 90 Jährigen Jubiläum beo Turnoereino Konftanz t$62 50 Jahre Frauenturnen in Konstanz — 75 Jahre Minnerabteilung Heute und morgen begeht der TV Konstanz 1862 sein 90jähriges Jubiläum. Der Festabend ist heute im Konzil, morgen nachmittag findet in der Schottentumhalle das Jubi- läumstumen statt. Der Beginn des 90. Verwaltungsjahres der zweiten Vereinsgründung am 20. Juni 1862 gibt Veranlassung, auf die bisher unbekannte Geschichte des Turnvereins Konstanz einzugehen. Als Konstanz im Jahre 1924 das 13. Badische An der Schwelle des zweiten Jahrhunderts sollte das Turnen in der stark aufstrebenden Kreisstadt Konstanz mit seinen unzerstörten Hallen und Plätzen eine Ausdehnung über das ganze Stadtgebiet erfahren. Wir Turner freuen uns, daß es heute keine Aufspaltung im Tumer- leben mehr gibt. Besonderem Interesse dürfte das Jubiläumsturnen begegnen, das am Sonntagnachmittag in Ml Turnrat und Turn-Ausschuß im Jahre 1952 Foto: Kuban Landesturnfest in der Zeit vom 16. bis 19. Aug. mit seinen 10 000 Turnern und Turnerinnen im Festzug durchführte und die heutige Jahnwiese mit den angrenzenden Grundstücken das Festgelände gab, wurde erstmals bekannt, daß schon vor dem Jahre 1862 ein Turnverein in Konstanz bestand. Viele Jahre sind dahingegangen, bis der Nachweis der Gründungsmitteilung an den Gemeinderat Konstanz am 11. Mai 1649 mit der Vereinskonstituierung vom 9. Mai ausfindig gemacht werden konnte. Die damaligen politischen Wir- Ten der Revolutionszeit brachten eine Turnerverfolgung mit sich, die den schon bestehenden Turnvereinen ein Ende machte. Von den damaligen Unterlagen war eine Satzung aus Privathand vorhanden und die Vereinsfahne, die bei der Gründung des TV Meßkirch 1862 diesem geschenkt wurde und die er heute noch besitzt. Es folgten Jahre der Ruhe, wie wir sie persönlich in der Zeit von 1945 bis 1949 erlebten. Man hatte Verbindung untereinander und wartete auf den Tag des neuen Werdens. Am 8. März 1948 konnte der Tumbetrieb als Tum-Abteilung im VfL Konstanz wieder aufgenommen werden. Die dritte Vereinsgründung erfolgte am 30. August 1951. Wenn man den Auf- und Niedergang in der Vereinsgeschichte vergleicht, so stellt man fest, daß manches sich wiederholt hat. Faßt man die gesamte Konstanzer Tumgeschiehte zusammen, dann begeht der Turnverein Konstanz nicht das 90., sondern das 100jährige Bestehen. Das Frauenturnen wurde im Jahre 1900 eingeführt und kann nun auf ein 50jähriges Bestehen mit einer erfreulichen Aufwärtsentwicklung zurückblicken. Die Männer- Abteilung wurde .im . Oktober 187% gegründet und kann das 75jährige Bestehen f«$nfrr„*'' Nach den gemachten Feststellungen -weife man heute, daß das Turnen am Lyzeum erstmals im Jahre 1836 erwähnt wurde. Längs der Doppelallee im Döbele bestand 1845 ein Turnplatz, der um die Jahrhundertwende aufgehoben wurde. Wenn ein Ausschnitt der Vereinsgeschichte kurz herausgehoben werden soll, dann deshalb, weil es die Zeit der größten Entwicklung auf dem Gebiet Turnen, Spiel, Sport, Schwimmen und Wandern war. Es war die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen 1914/18 und 1939/45 mit dem unermüdlichen und fortschrittlichen Vorstand Karl R e h m. Ihm war es zu verdanken, daß der Turnverein Konstanz zur größten Kulturgemeinde (1600 Mitglieder) im Stadt- wie im Kreisgebiet sich entwickelte und großes Ansehen in der Bevölkerung genoß. der Schottentumhalle stattfindet. Bekannte Turner werden mitwirken, so daß mit guten Leistungen gerechnet werden kann. Von den Mitwirkenden seien genannt: Olympiasieger Becker- Neustadt und Willi Stadel-Konstanz, das ehemalige Mitglied der russischen Nationalmannschaft Tananaki, der österreichische Staatsmeister Hans Sauter und die Vorarlberger Meister- tumer Nester und Haselwander. Weitere Mitwirkende sind: Dilg-Villingen, Jakob-Singen, Zaun- seil-Ueberlingen, Stempfle und Oser-Konstanz. Die verschiedenen Abteilungen de« Vereines werden außerdem Ausschnitte aus ihrer Arbeit zeigen. Ke musikalische Umrahmung hat die Stadtkapelle unter Leitung von W. Zimmermann. Lokalsnort VfL Konstanz mit veränderter Mannschaft in Lörrach Der VfL Konstanz wird das Punktespiel gegen Rot-Weiß Lörrach am Sonntag mit völlig veränderter Mannschaft bestreiten. Der Sportausschuß hat aus den letzten schwachen Spielen die Konsequenzen gezogen und nur Traber im Tor und Reichert als Linksaußen auf ihren bisherigen Posten belassen. Strobel und Müller müssen pausieren, weil sie nicht zum Training kommen, Seilmann und Miedi, weil sie infolge beruflicher 1 Beanspruchung eine Ruhepause benötigen und Mosch wegen seiner Verletzung. Neu eingereiht in die Elf wurde Jehle (früher Rheinfelden), der das Technikum besucht, Scholz als Läufer und Aich als Stürmer. Henkenhaf erhält in dei; Verteidigung Gelegenheit, in einer aiydemn .„J'Jfnwplt" zu beweisen, daß., er weiter- i hjin zürn Stamm geKßftf Tr'eiitle' ürui HeSerTWH^ ) täuschen die Läuferposten, Fritz rückt wieder in die Mitte und Schocker auf Halblinks. Diese neue Formation wird es naturgemäß gegen die eingespielten Lörracher recht schwer haben. Franzosen als Gäste im Waldheim Die Reserve des VfL Konstanz, die erst am letzten Sonntag den Tabellenführer der 2. Amateurliga mit 4:0 bezwang, hat morgen gegen die starke Elf des 110. Infanterie-Colonial-Regiments Gelegenheit, ihren Formanstieg deutlich zu machen. Die Franzosen versichern, daß u. a. zwei Internationale (die zur Zeit in Baden-Baden dienen) die Mannschaft verstärken werden. Das Vorspiel bestreiten die Alten Herren des Französischen Sport-Clubs und des VfL. Die Veranstaltung wird von der Regimentsmusik umrahmt. De- törrach. Ara Rannte Ges iang duldl d *7rd ihnen vc T^estim™ hhren hierzu: „hem Booen rjgderlassung Produkte dm ST zur Verf cdrwedz m - Aufdeckung c iröBten der F ILbort, erfolg L* staatsarrvs Wie verlaute Jen rund 500 ÜB Gange. 48 Entwi Freiburg. B fleubau eine; bürg unter c Irenen Ara von dem jgp von ucui basier Ardiiti arsten Preise dritter und wurden von « augekauft, d< jtegierungsba Freiburg. ( Präsidium Si i «leister Dt. 1 hoben und gegen ihn ei: fshrens werd gekürzt. Das -Entschluß au jichts, den i Schluß an die dierung Marc tersuchungsei suchenden A enthalten. Di cellos und c Bodensee und Sehwarzwald In zwei Jahren 23 neue Wohnungen Radolfzell. Kürzlich fand in der Nachbargemeinde Güttingen das Richtfest von vier weiteren Siedlungsbauten der «Neuen Heimat* statt. Innerhalb von zwei Jahren wurden in drei Bauabschnitten durch die «Neue Heimat" in der kleinen Gemeinde 12 Siedlungshäuser mit 23 Wohnungen geschaffen. Ein größerer Teil der neuen Häuser wurde Heimatvertriebenen zur Verfügung gestellt. den ersten Blick vielleicht erscheinen läßt. Dabei sind die Mittel, mit denen hier Effekte erzielt werden, so einfach so unkompliziert. Weil trotz allen versteckten Spotts auf den übereifrigen Beamten und auf das Beamtentum überhaupt immer menschliches Verständnis mitklingt. Könnte dieser Regierungsrat. der ohne seine Paragraphen nicht leben zu können glaubt, dessen höchstes Ziel die Beförderung zum Oberregierungsrat ist, und der privat so ein „netter Kerl“ ist, nicht mitten unter uns sein? Er könnte es vielleicht nur. weil ihn Paul Dahlke so großartig darstellt. Vielleicht ist Dahlke nicht der richtige Beamtentyp, so wie er hier gekennzeichnet werden soll. Seiner menschlich reifen Persönlichkeit kann man die Akten- und Paragraphenwut nicht immer glauben. Auf jeden Fall aber Ist er ein echter Mensch, und er stellt diesen Menschen mit allen Vorzügen. Schwächen und Fehlern auch ungekünstelt und lebensecht dar. selbst wenn es auf Kosten des einen oder anderen (publikums-Jwirksamsn Ulks geht. Das Rankenwerk um dieses heiter-besinnliche Lustspiel ist taufrisch. Neben Carola Höhn schieben sich junge, talentierte Kräfte in den Vordergrund. — Mißraten ist den Leuten, die das köstliche Lustspiel ..Wochenend im Paradies“ verfilmt haben, nur der Titel. Warum dieser (bewußt?) grobschlächtige und plumpe Versuch einer Verzerrung des wahren Inhalts einer so witzigen und geistvollen Persiflage? Weg. „Vom Wesen der Arznei“ Die Wissenschaftliche Vortragsgemeinschaft veranstaltet außerhalb der angekündigten Vortragsreihe für den Verband dar Freunde der Universität Freiburg am Dienstag, den 16. Dezember, abends im Bürgersaal einen Vortragsabend. Universitätspro- fessor Dr. med. et phil. Kurt Walter Merz, der früher in Königsberg lehrte, wird über das Wesen der Arznei sprechen. Der Vortrag des bekannten Gelehrten, der ein vielfach aufgelegtes Werk über die Grundlagen der Pharmakologie und zahlreiche Abhandlungen über Arzneimittel veröffentlicht hat, darf allgemeines Interesse auch in Konstanz beanspruchen. Alte Unde soll erhalten werden PfuUendorf. Der 200 Jahre alten prächtigen Linde beim Gefängnis droht Gefahr. Eier Stamm zeigt unmittelbar unter der Baumkrone beim Auseinandergehen der beiden Hauptleitäste einen tiefen Riß bis fast zur Hälfte hinunter. Der Besitzer der Linde will den Baum fällen. D.e Stadt soll deshalb veranlaßt werden, den Baum zu kaufen, um ihn unter Naturschutz stellen zu lassen. Der Schaden durch den Riß soll ausgebessert werden. Landwirtschaftsschule eröffnet Ueberlingen. Die neue Landwirtschaftsschuie des unteren Linzgaus auf dem Rauenstein wurde feierlich eröffnet. Die Kosten für den Neubau betrugen 190 000 DM, während für den Umbau des Schlosses für die Mädchenabteilung weitere 15 000 DM benötigt wurden. Der Kreis erhielt für das Bauvorhaben 70 000 DM an ERP-Mitteln. Zum Schulbezirk Ueberlingen gehören 51 Gemeinden mit 3 100 landwirtschaftlichen Betrieben. Der Platz für das Mahnmal Stodcach. Der Stadtrat und die Kommission für die Erstellung eines Mahnmales beschlossen, das künftige Mahnmal auf der Anhöhe unmittelbar an dem Westrand des Osterholzes zu erstellen. Das Mahnmal soll weithin in das Land hinausragen, aber doch möglichst einfach und bescheiden gehalten sein. Es ißt dabei daran gedacht, ein großes Eichenkreuz neben einer entsprechenden Anlage zu erstellen. .dt Kr 'lur noch Vlotorr. ab es. Beci. ¥ Zweidrittel der Schulkinder zahnkrank Donaueschingen. Ein sehr vielsagendes Ergebni- im Hinblick auf den Gesundheitszustand der Zähne bei der Schuljugend hatten die vom 1. Juni bis 30. September durchgeführten Untersuchungen. Es wurden über 6 500 Kinder untersucht. Zweidrittel der untersuchten Kinder waren zahnkrank. Die Untersuchungen werden weitergeführt. Der Kreis beteiligt sich an. den Kosten dieser Aktion. Neue Hütte der Bergwacht Furtwaugen. Die Bergwacht beabsichtigt, am Brend eine neue Hütte zu errichten. Die bisherige kleine Hütte direkt an der Höhengaststätte zum Brendturm genügt den Ansprüchen nicht mehr und bietet kaum eine Möglichkeit, einen Verletzten zusätzlich zu den wenigen diensthabenden Berg- wachtmännern zu beherbergen. Die Bergwacht will die Hütte durch Sammlungen und durch Eigenarbeit erstehen lassen. Rodelbahn wurde ausgebaut Tijberg. Auf den Erfahrungen de9 vergangenen Winters fußend, hat die Stadtverwaltung in den letzten Wochen die Rodelbahn noch vor der eigentlichen Saison gut ausgebaut. Konstanzer Hafenpegel. 11. Dez.: 365 cm, 12. Dez.: 362 cm. g t 13. Dezember 1952 SÜDKURIER Seite 10 1 1862 «hundert* itrebenden zerstörten über das ier freuen m Tumer- lubiläums- lmittag in Kuban innte Turin Leistun- :n Mitwir- :r Beckerdas ehe- ionalmann- Staatsmei- r Meisterte Mitwir- jen> Zaun- >Konstanz. 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Am Donnerstag wurden in Lörrach vier kJ^annte Geschäftsleute aus Lörrach und Umge- **!<, durch die Staatsanwaltschaft verhaftet. Es jjinen vorgeworfen, Vergehen gegen die De- ^gpjjestimnrungen begangen zu haben. Wir er- hierzu: Die Geschäätsleute standen mit der J|j|2?rlaesung einer Schweizer Firma auf deut- " _ Qn^on vn VorhiTi^iin/i unH «tdlltesri HiAeur JJ^jerfassung zur Förderung des Absatzes ihrer Produkte dm Bundesgebiet einige hunderttausend zil r Verfügung. Diese Summe wurde in der cjrweiz in Sdiweizerfranken rüdcerstattet. Die Ygjtfedcung dieses Devisenskandals, der zu den rtöBlea der Nachkriegszeit an der Dreiländerecke Jjbört, erfolgte durch die Zollfahndung, die bei ^Staatsanwaltschaft Lörrach Anzeige erstattete. Wie verlautet, handelt es sich um einen Betrag on rund 500 000 DM. Weitere Ermittlungen sind gu Gange. 48 Entwürfe — aber kein erster Preis Freiburg. Bei einem Ideenwettbewerb für den jjeubau einer Volksschule, den die Stadt Frei- j ur g unter den in Freiburg lebenden oder geborenen Architekten ausgeschrieben hatte, wur- 40U von dem Preisgericht unter dem Vorsitz des jasler Architekten Hermann Baur an Stelle eines Boden in Verbindung und stellten dieser ersten Preises zwei zweite Preise sowie ein Ritter und vierter Preis vergeben. Außerdem „urden von den 48 eingereichten Entwürfen drei »gekauft, darunter ein Entwurf des Stuttgarter (tegierungsbaumeisters Wolf gang Binder. Seines Amtes enthoben Freiburg. (A.-Eigenbericht.) Das Regierungs- «räsidium Südbaden hat den Kehler Bürger; meister Dt. Ernst Marcello seines Dienstes enthoben und ein förmliches Dienststrafverfahren jegen ihn eingeleitet. Bis zur Erledigung des Verfahrens werden ihm die Bezüge um ein Drittel gekürzt. Das Regierungspräsidium kam zu diesem Entschluß auf Grund eines umfangreichen Berichts, den ein Untersuchungsbeamter, im Anschluß an die am 13. September verfügte Suspendierung Marcellos angefertigt hatte. In dem Un- lersuchungsergebnis sind die Berichte der untersuchenden Aufsichtsbehörde und Dr. Marcellos enthalten. Die endgültige Dienstenthebung Marcellos und die Einleitung eines Dienststrafverfahrens vor der Dienststrafkammer in Freiburg wird vom Regierungspräsidium damit begründet, daß Marcello trotz mehrfacher Vorstellungen der Aufsichtsbehörde und einzelner Kehler Bürger ,.durch fortgesetzte und bewußte Brüskierung des von der Bürgerschaft gewählten Stadtrates' gegen die demokratischen Grundsätze der Gemeindeverfassung verstoßen habe. Er habe ferner schuldhaft die unentbehrliche vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Bürgermeister und Stadträten vereitelt und durch sein Verhalten den Wiederaufbau der schwer geschädigten Stadt Kehl ernstlich gefährdet. Durch das förmliche Dienststrafverfahren soll endgültig entschieden werden, ob Marcello weiterhin als Bürgermeister in Kehl amtieren kann. Jugendliche Diebesbande Offenburg. Die Kriminalpolizei Offenburg konnte im Laufe dieser Woche eine Einbrecher- bande von zehn Jugendlichen im Alter von elf bis dreizehn Jahren dingfest machen. Die Ermittlungen wurden eingeleitet, nachdem einem Geschäftsmann aus seiner Werkstatt ein Kleinkalibergewehr im Wert von 135 Mark gestohlen worden war. Bei der Nachforschung nach dem Gewehr stellte sich heraus, daß zwei Volksschüler die Waffe in einem Geschäft hatten verkaufen wollen. Bei weiteren Ermittlungen wurde nach und nach die ganze zehnköpfige Bande verhaftet,' die verschiedene Diebstähle und Einbrüche auf dem Kerbholz hat. Zum Teil liegen die Einbrüche schon einige Monate zurück. Unter anderem hatten die Jugendlichen die Opferstöcke der drei Offenburger Kirchen aufgebrochen oder mit einem Magneten das Geld herausgefischt. Ferner waren sie in ein Lager eingebrochen, wobei sie die Stadtmauer erklettern mußten und dann die Scheiben einschlugen. Als die Polizei das umfangreiche Lager der Einbrecherbande ausfindig gemacht hatte, konnten Uhren, Haushaltsgegenstände und ein Grammophon mit Schall- platten sichergestellt werden. Der zwölfjährige Rädelsführer der Bande hatte bei der diesjährigen Ortenauer Herbstmesse einem Geschäfts- mannn eise Flasche Likör entwendet, die er zusammen mit einem Kumpan ausgetrunken hatte. Davon wurden die beiden so sinnlos betrunken, daß sie mehrere Tage im Bett liegen mußten. Außerdem haben die beiden mehrere Diebstähle im Offenburger Schwimmbad auf dem Gewissen. Da die Jugendlichen noch nicht strafmündig sind, wird sich das Jugendamt mit der Sache zu befassen haben. Einem Hochstapler das Handwerk gelegt Baden-Baden, Wegen fortgesetzten Betruges im Rückfall, Urkundenfälschung und unberechtigten Führens akademischer Titel verurteilte die Große Strafkammer Baden-Baden den aus Bayern stammenden 26 Jahre alten Otto Hans Föschel zu vier Jahren sieben Monaten Gefängnis und fünf Jahren Ehrverlust. Der Verurteilte hatte innerhalb von zwei Jahren u. a. eine Anzahl von Frauen und Mädchen, denen er die Ehe versprochen hatte, um mehr oder weniger große Geldbeträge betrogen. Er gab sich stets als vermögender Kaufmann oder Neffe bekannter Wirtschaftsführer aus und trat nachweislich 17 mal unter falschem Namen auf. Bis zu seiner Verhaftung im April dieses Jahres wurde der Angeklagte von fast allen Staatsanwaltschaften zwischen Sylt und Berchtesgaden gesucht. Als er im April 1951 einmal festgenommen worden war, gelang es ihm unter Berufung auf einen hohen Regierungsbeamten, als dessen Verwandter er sich ausgab. wieder freigelassen zu werden. Weihnachtspakete für Kriegsgefangene Baden-Baden. Der Verband der Heimkehrer hat an dreißig Baden-Badener Bürger, die sich noch in Kriegsgefangenschaft befinden, Pakete mit Wollsachen und hochwertigen Lebensmitteln im Wert von je 40 Mark gesandt. Die Pakete wurden so zeitig aufgegeben, daß sie bei den Gefangenen noch vor dem Weihnachtsfest eintreffen. Süddeutsche (Jmsehau Zwei Mörder festgenommen Stuttgart. Die zwei bei Hausach und Gengenbach festgenommenen mutmaßlichen Mörder des Kaufmanns Johann Gressel, Heinz Josef Menne und Benno Sixtus Herbert, haben nach ihrer Überführung ein Geständnis über die wesentlichen Einzelheiten der Tat abgelegt. Nach den bisherigen Ermittlungen der Stuttgarter Kriminalpolizei steht fest, daß das Motiv zu der Tat im Sillen- bucher Wald Raubmord war. Das Geständnis der beiden Täter hat. wie der Leiter der Stuttgarter Mordkommission mitteilte, fast sämtliche in den ersten 16 Stunden der Fahndung ange- stellten Kombinationen über die „Spur 46“ (das Aktenzeichen, unter dem die Fahndung lief) bestätigt. Die Täter waren wie auch ihr Opfer m Stuttgarter alten Stadtkreisen seit längerem bekannt und in der Nacht vor der Tat zusammen gesehen worden. Sie wollten in dem Volkswagen, den sich Gressel schon seit längerer Zeit privat ausgeliehen hatte und gewissermaßen als Wohnung benutzt, gemeinsam übernachten. Als Herbert und Menne, die zur Fremdenlegion wollten, sahen, daß Gressel Geldscheine bei sich trug, schlugen sie, als sich Gressel im Fond des Wagen niedergelegt hatte, auf ihn ein und schossen ihm mit einer Schreckschußpistole ins Gesicht. Bei dem nachfolgenden Handgemenge im Sillen- bucher Wald brachten sie ihrem Opfer dann je vier Messerstiche in den Rücken und in die Brust bei. Die Leiche Gressels zeigte auch noch andere Merkmale von Gewaltanwendung. Die beiden Täter nahmen die Geldscheine, insgesamt 36 Mark, dem Toten ab und fuhren dann in Richtung Offenburg los. Der Leiter der Stuttgarter Mordkommission betonte, daß das Verdienst der Festnahme in erster Linie der tadellosen Arbeit der bad. Polizeibehörden zuzuschreiben sei. Drei Jahre Gefängnis für 3,60 Mark Diebesbeate Stuttgart. Die Zweite Große Strafkammer des Landgerichts Stuttgart verurteilte einen 23jäh- rigen jungen Mann wegen schweren Straßenraubs zu drei Jahren Gefängnis. Der Angeklagte hatte am 18. September dieses Jahres nachts um 2 Uhr in der Hauptstätterstraße ein Mädchen angesprochen. Als das Mädchen dem jungen Mann kein Gehör schenkte und mit der Handtasche nach ihm schlug, ergriff der Angeklagte die Handtasche und rannte davon. Die Tasche warf er in eine Ruine. In dem Geldbeutel, den er aus der Tasche nahm, fand er — 3,60 Mark. Der Täter konnte schon am nächsten Morgen in der Wohnung seiner Mutter verhaftet werden, weil er auf der Flucht seine Kennkarte verloren hatte. Da er schon einmal wegen vollendeten und versuchten Stiaßenraub vorbestraft ist, hatte der Staatsanwalt eine Zuchthausstrafe von fünf Jahren beantragt. Nr. 203 / Seite 11 Bliek Ober die Grenzen Bundesrat zur Hodirheinschiffahrt Barn. Im Nationalrat beantwortete Bundesrat Esther die Interpellation eines Schaffhauser Freisinnigen betreffend der Schiffbarmachung des Hochrheins mit einer Gründlichkeit, die den Streit um das Kraftwerk Rheinau in ruhigere Bahnen zu. lenken geeignet erscheint. Bundesrat Escher wies auf den Artikel 6 des Staatsvertrages zwischen Deutschland und der Schweiz über die Ausführung des Großschiffahrtsweges hin, worin es heißt: , r Die schweizerische und die deutsche Regierung sind sich darüber einig, daß im Zusammenhang mit der Regulierung des Rheins die Ausführung des Großschiffahrtsweges vovn Basel bis zum Bodensee zu erstreben ist.* Damit liege ein Vorvertrag vor, dessen Wortlaut die Verpflichtung zum Abschluß eines allerdings bis heute noch nicht durchgeführten Hauptvertrages enthalte. Dieser sei dann zu verwirklichen» wenn die wirtschaftlichen Verhältnisse es erlauben. Es heiße sogar im Staatsver- trag von 1929, auch während des (noch heute bestehenden) Schwebezustandes sei die Schweiz verpflichtet, die Erstellung des Großschiffahrtsweges zu fördern. — Die gesamten Baukosten des Ausbaues des Hochrheins würden die öffentliche Hand mit rund 300 Millionen Franken belasten, und zwar ä fonds perdu, da die Erhebung von Schiffahrtsabgaben grundsätzlich nicht in Frage kommt. Von diesen Kosten würde die Schweiz nur einen angemessenen Teil zu tragen haben. Oesterreich habe bereits 1950 seinen Willen zum Ausdruck gebracht, alle Anstrengungen zu unterstützen, die im Interesse der Verwirklichung der Hocfarheinschiffahrt liegen. Selbstverständlich werde der endgültige Staatsvertrag über den Ausbau des Hochrheins dem Parlament und dem Schweizer Volk zur Genehmigung vorgelegt werden. Es sei vollständig falsch, daß „Bern*, also Regierung und Parlament, das Volk in der Frage der Hochrhein- schiffahrt nicht mitsprechen lassen wollten. Die Naturschönheiten am Rhein und namentlich der Rheinfall würden durch die Schiffbarmachung kaum berührt; dem Schutz der Strecke Schaftfhau- sen-Stein a. Rh. werde volle Aufmerksamkeit gesechenkt. — Der Interpellant erklärte sich »,zu 80 Prozent* befriedigt. Die charmante Angelika empfiehlt Luxor und sagt: »Luxor-Pflege macht die Haut zart und schön!« Wie für viele Filmstars, so ist Luxor auch für Sie die richtige Toiletteseife. Kaufen Sie Luxor, machen Sie den ersten Versuch! LUXOR TOILETTESEIFE ^die reine, weiße Schönheitsseife der Filmstars• C 14 KuMohrieuj« 'für noch 1952 3 Jahre Kredit! Wotorr. ab 2,66 wöch. Ohne Anz. 2s. Bed. Häßler, Haipb.-Stell. 949 Opel-Olympia, gut erh., verkauft umständehalber Vinzenz KnodL Otoerndorf/Hohenzollem. Werbung schafft Vertrauen Meine beiden Kinder litten sehr unter Wundsein und waren für die verschiedensten Hautkrankheiten besonders an fällig. Stets hat mir dann Klosterfrau Aktiv- Puder die beste Hilfe erwiesen! 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Lebensjahr nach einem arbeitsreichen Leben zu sich in die Ewigkeit abberufen. Konstanz, .den ll. Dezember 1M1. Tägermoosstraße iS Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Else Ehinger. Auf Wunsch der lieben Verstorbenen stille Beerdigung. t Der Herr über Leben und Tod hat meinen lieben Gatten, unseren herzensguten Vater, Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Emil Fuchs Hafnermeister nach schwerer Krankheit, im Alter von Sl Jahren, versehen mit den heiligen Sterbesakramenten, zu sich in die Ewigkeit abberufen. Dingelsdorf, den 12. Dezember 1952. In tiefstem Schmerz Gattin Eva Fuchs geb. Fuchs Kinder Anni, Paula, August, Priska Mutter Maria Fuchs geb. Wiehler, Wwe. Frieda Baumann geb. Fuchs mit Gatten und Kind Hilda Wiek geb. Fuchs mit Gatten und Kind Die Beerdigung findet am Sonntag, 14 Uhr, vom Trauerhaus aus statt. t Statt Karten! Nach schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden, versehen mit den heiligen Sterbesakramenten, verschied heute nacht mein lieber Gatte, unser Vater, Großvater und Schwiegervater Heinrich Sdimid Gastwirt im Alter von *8*/t Jahren. Stahringen, den 11. Dezember 1952. In tiefer Trauer Die Gattin Bertha Schmid geb. Leibinger; die Kinder Kurt Schmid und Familie; Willi Schmid und Familie; Familien Helmut Pritsche und Hugo Dietrich; Heiner und Bruno Schmid, vermißt; Martha und Brunhilde Lattner. Beerdigung Sonntag, 14. Dezember, 14 Uhr, vom Trauerhaus Gasthaus „Bahnhof“ aus. Als Vermählte grüßen Helmuth Rieffel Maria Rieffel geb. Schreiner Trauung 10 Uhr in St. Stephan. Das Fest der silbernen Hochzeit feiern Anton Schreiner und Frau Maria geb. Ptister Konstanz, den 12. 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Dezember, 20 Uhr, findet in der Gaststätte zum „Bilgerbrän- die diesjährige DJeilWOdltSfeißC mttßabniiKrlofung statt. Sämtliche Mitglieder, Freunde und Gönner des Vereins sind herzlicfast eingeladen. Anschließend TANZ Polizeistunden-Verllngerung, Der Verstand Es ladet Gaflhof tDicfentfiler fiof Heute Samstag SokUuktfast Familie A. Rfinzi man geht abends ins das gute Abendlokal CORSO 'Zj(wz-@almrd: Heule Samstag, den >3. Dezember, Sanatag, den 14. Dezember, 20.30 Uhr Das Programm artistischer Glanzleistungen und die beliebte Tanz- und Unferhalfungskopelle P. Welsen Tischbestellung Tel. 663 — Eintritt mit Steuer und Garderobe 1 OM. Pollzeistundenverlängerung bis 3 Uhr _ J Jetzt genehmigte öilentlidie Gaststätte Hotel - Restaurant Moser Bahnhofstraße 10 Zur ERÖFFNUNG am Samstag, den 13. Dezember G aasessen •wozu fieundlidist einladet: Sepp Moser ArbeHerbiiawigsvereiii Konstanz 18(0 e.V. Heute abend, 20 Uhr, Monatsveriammlung und Vortrag mit Filmvorführung Es spricht Herr Diplom-Volkswirt Rapp, Konstanz, über „Die Schiffbarmachung des Rheines von Basel bis z. Bodensee". Die Mitglieder mit ihren Angehörigen werden zu zahlreichem Besuch freundlichst eingeladen. betmot- u. Oolhstroditenoeirein (Stammverein) Konstanz Zu der am Samstag, den 13. Dezember, 20 Uhr, im Gasthaus zum „Schützen- stattfindenden Weihnadttsfeiec laden wir alle Freunde und Gönner herzlich ein. Der Vorstand D> drum jSfcma*.tfBMe eN konstant *••••»■ fiwni-» * tRMRUF ***