aulander Krscheint tSgttch ? außer Sonn- und Feiertags, g - -------j z monatlich: 67 Pfennig, s vierteljährlich: 2 MaÄ, § z frei i»S Hau» geliefert. Geksenstes Tageötatt öes VmMmves. >ur«tgt» werden mit IS Pfennig per einspaltige Zeile berechnet. Bei mehrmaliger Aufnahme Rabatt. HmxlWkiMIt ftr die KDr Mshem, Meq und dm» ÜMdnH, Kratisr Amtliches Berkündigungsblatt Mchentl.) Illustriertes SonmagS-Blatt Holzsubmisjwns und Uersteigerungs Anzeiger für den Odenwald Krati»: Praktische Mitteilungen für Gewerbe (rnonatl.) und Handel, Haus- und Landwirtschaft Nr. 14 Druck und Verlag der Buchdrvckerei Adelsheim, Adolf Heppeler Telefon Nr. 18 Amt AbelShei« Extra-Telegramm des Bauländer Bote« und Voxberger Anzeigers. WMt SchüheugrLdtll gemmt«. (WTV ) Großes Hauptquartier, LS Januar. (Amtlich) In Gegend Nieuport faude« nur Artillerie! ämpfe statt. Feindliche Angriffe auf «usere Stellungen nordwestlich ArraS wurde» abgewiese«. Im Gegeuangriff eroberte« unsere Truppe« zwei Schützengräben und »ahme« die Besatzung gefangen. Das in letzter Zeit oft erwähnte Gehöft von La Boisrlle nordöstlich Albert wurde gestern gäozltch zerstört und von de» Franzosen gesäubert. Nordöstlich Sotffons herrschte Ruhe. Die Zahl der in de» Kämpfe« vom 12. -iS 14. Januar dortselbst eroberten franzöfische« Geschütze hat stch ans »S erhöht Kleinere, für u«S erfolgreiche Gefechte fanden in de« Argonne» und im Walde von Gousenvohe (nördlich Verdun) statt Sin Angriff auf A'lly südöstlich Saint Mthiel brach unter «us«rm Feuer in der Entwicklung zusammen. I» de» Vogesen nichts von Bedeutung Im Oste« Lage unverändert. Die regnerische «ud trübe Witterung schloß jede GefechtStätig- keit ans. Oberste Heeresleitung. Ä«m nn- UW» -khin-nu die Gkfkchtstiitiskkit. In Flandern beiderseits nur Artilleriekämpfe. Bei Blancy (östlich Arras) sprengten wir ein großes Fabrikgebäude und machten dabei einige Gefangene. _ Adelsheim, Montag, 18. Januar 1915 Verantwortlicher Schriftleiter: Adolf Heppeler in Adrlsheim. 39. Jahrg. MW»SWS»««SS»I Do« der übrigen Front ist außer Artillerie- kämpfe» von wechselnder Heftigkeit unter Fortsetzung der Sappen- und Mineukämpfe nichts von Beden- tnng z» melden. Zn den Argonnen kleine Fortschritte. Sturm und Regen verhinderte« fast auf der ganzen Front die Gefechtstätigkeit, Die Lage i« Oste» ist im allge«. unverändert. Vor etwa vier Wochen wurde hier der allgemeine Angriffsbefehl veröffentlicht, den der französische Oberbefehlshaber kurz vor dem Zusammentritt der französischen gesetzgebenden Körperschaften im Dezember erlassen hatte. — Tie Angriffsversuche der Gegner auf den Westkriegsschauplätzen, die daraufhin einsetzten, haben die deutsche Heeresleitung in keiner Weise behindert, alle Von ihr für zweckmäßig erachteten Maßnahmen durchzusühren. Sie haben dem Feind an keiner Stelle irgend nennenswerten Gewinn gebracht, während unsere Truppen nördlich La Bassees, an der Aisne und in den Argonnen recht befriedigende Fortschritte zu verzeichnen hatten. Die feindlichen Verluste während dieser Zeit betragen an von uns gezählten Toten etwa 26 000 und an Verwundeten und Gefangenen 17 860 Mann. Im Ganzen werden sie sich, wenn man für die Berechnung der Verwundeten das Erfahrungsverhältnis von 1:4 einsetzt, abgesehen von Kranken, nicht beachteten Toten und Vermißten auf mindestens auf 150000 Mann belaufen. Unsere Gesamtverluste im gleichen Zeitraum erreichen noch nicht ein Viertel dieser. Oberste Heeresleitung. Der franzöfische Tagesbericht WTB. Paris, 17. Jan. Amtlicher Bericht von gestern nachmittag 3 Uhr: Ist Belgien Artilleriekämpse in den Gebieten von Nieuport und Dpern, zwischen Lys und Somme und bei Notre Dame de Lorette. Bei Ca- rency besetzte der Feind einen Teil der Schützengräben wieder, die er am 14. Januar verloren hatte. In Blangy bei Arras dauern unsere Fortschritte an. Ter Feind unternahm einen energischen Angriff, dem eine heftige Beschießung voranging, gegen unsere Stellungen westlich von La Boiselle. Wir schlugen diesen Angriff ab. Auf der ganzen Front von der Somme bis zur Maas wird keine Jnfanterieaktion gemeldet- In den Abschnitten von Soissons und Reims erzielte unsere Artillerie schätzenswerte Ergebnisse, nämlich die Zerstreuung eines in der Sammlung begriffenen Regiments, die Explosion einer Feldbatterie und die Zerstörung einer Schanzarbeit- In den Argonnen zeigte der Feind eine ziemlich heftige Artillerieaktion auf Fontaine M!adame. Von den Argonnen bis zu den Vogesen ist der völlige Zusammenbruch eines ziemlich lebhaften, gegen unsere Schützengräben bei Flirey gerichteten Angriffs zu melden. Infolge unseres Artilleriefeuers mußten die Teutschen den Kamm nördlich Clemery räumen. Oestlich Pont a Miousson, im Vogesenabschnitt, gab es Artilleriekämpfe auf der ganzen Front mit einigem Gewehrfeuer, s!o bei Tete-de-Faux. Im Oberelsaß ist die Lage unverändert. WTB. Paris, 17. Jan. Amtlicher Bericht Von gestern abend 11 Uhr: Nichts wichtiges gemeldet, außer, unsere Truppen einen Schützengraben bei Perthes und ein Gehölz 200 bis 300 Mieter vor unseren Linien nördlich Beau Sexour eroberten. Der österreichische Bericht. WTB. Wie«, 17. Jün. Amtlich wird verlautbart vom 16. Januar mittags: In Polen, Galizien und in den Karpathen ist die Lage unverändert. Am Dunajek crzielte unsere Artillerie im Kampfe mit feindlicher Feld- und schwerer Artillerie aber schöne Erfolge. Der Stellv, des Chefs des Generalstabs: von Höfer, Feldmarschalleut- nant. » « «- Der 18. Januar. Der Geburtstag des deutschen Reiches, ist wieder einmal herangerückt. Unter dem Donner deutscher Geschütze ist damals vor 44 Jahren der jüngste Großstaat Europas aus der Taufe gehoben worden. Es war der 18. Januar 1871. Nachdem König Ludwig von Bayern unter Zustimmung sämtlicher deutscher Regierungen dem König Wilhelm von Preußen den Titel eines Deutschen Kaisers angrtragen hatte, erfolgte die feierliche Pro- klamierung der Kaiserwürde im Schlosse zu Versailles. Unser verstorbener Großherzog Friedrich von Baden brachte nach der Krönungsfeier das erste Hoch auf Kaiser Wilhelm aus. Man war damals im Zweifel, sollte das Hoch dem »Deutschen Kaiser" oder dem „Kaiser von Deutschland" gelten. So ließ er dos Hoch schließlich auf den „Kaiser" erklingen- Der alte Ge- danke, in aller deutscher Herzen mit heiliger Sehnsucht Das Geheimnis von Hhakkerg. Roman von F. Kuntschner. 5 Freilich, ihm stand eine treue nnd mächtige Helferin zur Seite: die Arbeit, während Hedwig in die enggezogenen Grenzen ihrer kleinen Häuslichkeit gebannt war. Sie suchte auch keinen Anschluß an die Frauen der anderen Fabrikbeamten, deren Interessen freilich auch in ganz anderen Bahnen als den von ihr gewohnten sich bewegten. Für Lektüre hatte die junge Frau nicht viel Sinn, auch war sie nicht musikalisch gebildet; es war daher nur natürlich, wenn sie nach Verrichtung der kleinen Hausarbeiten sich häufig langweilte. Wenn der Gatte in der Fabrik war, die kleine Julie, die übrigens seit einiger Zeit leicht kränkelte, stundenlang schlief und alle häuslichen Arbeiten mit Hilfe der Magd, einem polnischen schlecht Deutsch sprechenden Mädchen, das sie erst anlernen mußte, erledigt waren, wußte sie mit ihrer Zeit nichts Rechtes anzufangen. Wie anders war das in der lieben fernen Heimat gewesen, wo sie Weg und Steg kannte, Freunde und Bekannte hatte, mit der Mutter verkehrte und wo alles ringsum so licht und sonnig war, so traut und heimlich! Daran dachte sie auch heute, als sie mit verträumten Blicken in den rinnenden Regen, der die ganze Gegend in trostloses Grau hüllte, hinausschaute und sie bemerkte zunächst auch gar nicht, daß das Kind mit der Puppe im Aermchen eingeschlafen war. Erst als die Magd eiutrat, wandte sie stch ins Zimmer -zurück und sah das auf dein Teppich liegende schlummernde Kind. „Trage die Kleine ins Bett, Katinka, dann besorge das 'Machtniahl!" sagte sie und begab stch ins Nebenzimmer, von wo aus sie einen Ausblick auf die an dem Fabrikgebäude - ^ vorüberführende Straße hatte. Auch da gab es nicht viel zu ziehen; die Arbeitsstunden waren noch nicht zu Ende und außer ^ den Arbeitern passierten — auch an schönen Tagen — nicht E-Ä die Straße. Plötzlich zuckte die junge Frau leicht zusammen ^ Mid flüchtige Röte huschte über ihr feines Antlitz: auf der WNdern Seite der nicht allzu breiten, teils von Wiesen, teils ' eiiigeplankten Bauplätzen flankierten Straße ging, wäh- Esvd seine Blicke über Joses's Fenster glitten als suchten sie hinter den weißen Spitzenvorhängen jemanden, ein in einen eleganten Regenmantel gehüllter schlanker Herr, dessen Gesicht der aufgespannte Schirm halb verdeckte. Entweder mußten die Augen dieses Mannes sehr scharf seinsoder war die junge Frau doch etwas vorgetrelen — genug, ein seltsames Lächeln huschte um seine» Mund und einen Moment den triefenden Schirm höher hebend, blieb er stehen und lüftete den Hut, worauf er rascher seines Weges weiterschritt. Hedwig aber blieb, als hätte sie gar nichts bemerkt, am Fenster stehen und trat erst dann, als sie Josef im Vorgemache nach ihr fragen hörte, in das bereits ganz dunkle Zimmer zurück. „Ah, Josef, welch ein Wetter!" empfing sie den Gatte», der suchend umherblickte. „Wo ist Julchen? Wie. sie schläft schon?" „Ja. Die arme Kleine! Sie hat ja so wenig Lust und Sonne hier, wie kann sie da gedeihen?" Josef zuckte etwas ungeduldig die Achseln; erkannte diese ewigen Klagelieder schon und legte ihnen auch weiter keine Bedeutung bei; er meinte nur. daß man in dieser Jahreszeit ja kaum mehr viel Sonne erwarten könne und fügte, als es um den Mund der jungen Frau wie von mühsam verhaltenen Tränen zuckte, tröstend hinzu, es werde ja nicht ewig regnen. „Ja, beinahe hätte ich vergessen, Heddy," sagte er. am Tische Platz nehmend, „ich habe für heute eine Einladung bekommen und —" „Du gehst noch einmal fort, Josef? Wohin denn?" „Herr von Randolin ist mir begegnet —" „Der?" wiederholte Hedwig unmutig. „Warum „der"?" lachte Josef. „Du magst ihn nicht?" „Nein, er ist mir unsyuipathisch," entgegnete sie. dunkle Röte aus Stirn und Wangen; „Du solltest nicht mit ihm verkehren, Josef." Betroffen schaute Josef auf; so erregt hatte er ja seine „kleine Heddy" noch nie gesehen? Was wußte sie von Herrn von Randolin? „Aber, liebes Herz — ich verstehe Dich nicht. Herr von Randolin ist doch ein höchst angenehmer, feiner Mann. Es ist eine Auszeichnung für mich, denarmen Buchhalter, von ihm eingeladen zu werden." „Er spielt," stieß Hedwig hervor. „Na ja, so laß ihn spielen! Sein Vermögen erlaubt ihm diese Art von Zerstreuung; er ist ja auch klug genug, stch nicht allzu sehr zu engagieren." „Wenn er aber auch Dich zum Spiele verleitet?" „Sei doch kein Kind! Du weißt ja, daß ich noch niemals eine Karte in die Hand genommen habe." „So gehst Du wirklich. Josef?" „Gewiß; nachdem ich angenommen, muß ich auch Wort halten. Es handelt stch um eine Geburtstagsfeier. Sei nicht böse, mein Herz! Ich werde ja nicht lange bleiben." Zum ersten Mal seit sie hier waren, ging Joses ohne sie abends aus. Sie spielte und tändelte eine Weile mit dein Kind, gab ihm seine Abendsuppe und blieb, als es eingeschlafen war. den Kopf in die Hände stützend, noch sinnend am Bettche» sitzen. Nein, sie mochte diesen Randolin. ohne ihn näher zu kennen. nun eininal nicht, obwohl man ihm durchaus nichts Schlechtes nachsagen konnte. Ungeheuer reich, ohne Familie und völlig unabhängig, konnte er sich das Leben ganz nach seinem Geschmack einrichten. Obwohl er in Czernowitz selbst ein prächtiges Hans besaß. weilte er nur vorübergehend hier und war meistens auf Reisen oder in vornehmen Badeorten. Josef hatte ihr damals lachend erzählt, wie er mit Randolin bekannt geworden. Dieser hatte seinen gewöhnlichen Spazierritt außerhalb der Stadt gemacht, als ein Windstoß ihm den Hut vom Kopfe riß und erade dem des Weges kommenden Josef vor die Füße trieb, achend hob dieser den Flüchtling auf und überbrachte ihn dessen Eigentümer. Ein Wort gab das andere, die beiden noch jungen Männer schienen Gefallen aneinander zu finden und im Verlaufe des Gespräches stellte stch heraus, daß Randolin von Geburt Wiener sei und nur aus Pietät gegen seine verstorbenen Elter» das Haus in Czernowitz behalte. Von da ab hatten Josef und Randolin sich öfters getroffen und, als Josef heilte die Fabrik verließ, fand er Randolin im strömenden Regen seiner wartend, nur ihn sür den Abend zu einem „kleinen Souper" einzuladen. da er seinen Geburtstag habe und nicht allein sein wolle. Josef hielt dies für eine Laune deS reichen Mannes und nahm, da er überdies keinen triftigen Absagegrund zur Hand hatte, an. 217 20 getragen, war an jenem denkwürdigen 18. Januar 1871 zur glänzenden Wirklichkeit geworden. In bewegten großen Tagen, in Zeiten voller Opfer einten sich die Stämme Deutschlands. Das Blut, das fließen mußte, gab dem jungen Reiche die Kraft, die eS auf die heutige stolze Höhe brachte. Und heute stehen wir in erneuten bitteren Kämpfen um unsere Zukunft. Sie wird eine glänzende werden. Voller Vertrauen sehen wir dem Kommenden entgegen. Wir wissen, der endgültige Sieg wird unser sein. Und dieser Gedanke an den Sieg über alle unsere Feinde macht uns stark und schenkt uns die bestimmte Zuversicht auf die große kommende Zeit für das deutsche Volk. * * * Zum Wechsel im Reichsschatzamt. Der bevorstehende Rücktritt des Reichsschatzsekretärs Kühn wird in der Mitteilung der Nordd. Allg. Ztg. durch seinen Gesundheitszustand begründet. Ter zurücktretende Staatssekretär steht im 64. Lebensjahr. Er steht seit dem Jähr 1874 im Staatsdienst. In das Rcichs- schatzamt trat er 1692 als Vortragender Rat ein. Im Jähr 1896 wurde er zum Geheimen Oberregierungsrat, 1905 zum Tirektor, 1910 zum Unterstaatssekretär im Reichsschatzamt ernannt. Seine Ernennung zum Staatssekretär erfolgte 1912. Tos hervorragendste Verdienst Kühns ist die parlamentarische Vertretung und die Durchführung des Wehrbeitrags und der mit ihm verbundenen Gesetze. Der zu seinem Nachfolger ausersehene Direktor der Teutschen Bank, Tr. Helfferich, tritt sein neues Amt in jungen Jahren an; er steht im 43. Lebensjahr. Er ist am 22. Juli 1872 in Neustadt a. H. (Rheinpflalz) als Sohn des Fabrikbesitzers Kommerzienrats Friedrich Helfferich geboren. Nach Absolvierung des Gymnasiums in Neustadt studierte er an den Universitäten München, Berlin und Straßburg Rechts- und Staatswissenschaften. Im Jahre 1894 erwarb er in Straßburg den staatswissenschaftlichen Toktortitel. Die folgenden Jahre waren teils volkswirtschaftlichen Arbeiten, insbesondere auf dem Gebiet des Geld- und Bankwesens und der Handelspolitik, gewidmet, teils durch große Reisen in- und außerhalb Europas ausgefüllt. 1899 war Helfferich an der Universität in Berlin Privatdozent der Staatswissenschaften. IM folgenden Jahr erhielt er den Lehrauftrag für Kolo- nialwissenschaft und Kolonialpolitik am orientalischen Seminar der Berliner Universität. 1901 wurde Helfferich, nachdem er zur gelegentlichen Mitarbeit in kolonialen Sachen herangezogen worden war, als Referent für wirtschaftliche Angelegenheiten in die Kolonialabteilung des auswärtigen Amts berufen. Ein Jahr später erfolgte feine Ernennung zum Legationsrat. IM Jahre "1904 wurde er Aum WirÜ. Legationsrat ernannt und 1905 zum Vortragenden Rat befördert. Später trat er in eine leitende Stellung bei der Deutschen Bank, für die er vielfach auch in kolonialen Angelegenheiten wirkte. Auf literarischem Gebiet ist er vielfach hervorgetreten. Die Kämpfe bei Soissons. WTB. Berlin, 16. Jan. Aus dem Großen Hanptpuarticr wird geschrieben: Die in den letzten Tagesberichten nur kurz mitgeteilten Kampfe nördlich Soisfons haben zu einem recht beachtenswerten Waffenerfolg für unsere Truppen geführt, die dort unter der Leitung des Generals der Infanterle o. Lochow und des Generalleutnants Wichurg gekämpft und gesiegt haben. Während des Stellungskrieges der letzten Monate hatten die Franzosen in der Gegend von Soissons aus emem Gewirr von Schützengräben bestehende Stellungen rnne, die sich an dem rechten Aisne-Ufer brückenkopfartig nordwest ausdehnten. Auf dem Westflügel des in Frage kommenden Kampffeldes steigt westlich der Bahn Soissons-Laon aus dem breiten Flußtal eine vielfach zerklüftete und reich bewaldete Höhe empor, auf derem obersten Teil Gräben von Freund und Feind dicht einan- der gegenüberlagen, beide Teile bestrebt, sich durch Sapvenan- griff in den Besitz des höchsten Punktes zu letzen. Oestlich der Höhe liegt zu ihren Füßen im Tal das Dorf Lrouy. An diesem vorbei zieht in einem tief eingeschuittenrn Grund die Bahn Soisfons—Laon nordwärts. Dicht östlich der Bahn sind eine Reihe von Steindrüchen. in denen sich unsere Soldaten meisterhaft eingebaut hatten. Die sogenannten Steinbruchstellun- gen bildeten den westlichen Ausläufer der Hochfläche von Breg - n y, die sich lang und breit östlich der Dahn ausdehnt, und die in ihrem ganzen südlichen Teil tn französischem Besitz war. Pon der Flußseite her schneiden mehrere lange und tiefe Schluchten in die Hochfläche ein. In ihnen fand dre schwere Artil- lerie der Franzosen eine sehr günstige Aufstellung. Me um Rande der Hochfläche auf Bäumen hinter Stahlblenden und Brustpanzern sitzenden Beobachter lenkten das Feuer der -chweren Geschütze flankierend gegen die deutschen Stellungen auf der ganz bewaldeten Höhe. Dieses Flankenfeuer richtete sich vor -llein ge- gen die Schützengräben des Leibregiments und war «m 1. Feiertag ganz besonders heftig. Unter ungeheurem Munitionsaufwand setzte es am 7. Januar erneut wieder ein. Die brave Truppe hatte viel zu leiden. Eine Stellung, der sogenannte Majchinen- gcwchrgraben, wurde buchstäblich vom feindlichen Feuer eingecdnet, die darin befindlichen Maschinengewehre wurden verschüttet. Nach dieser Feuervorbereitung schritt der Gegner am 8. Januar zum Angriff. Er drang in einer Frontbreite von etwa 200 Metern in den deutschen Schützengraben ein und konnte trotz zahlreicher Versuche nicht wieder daraus vertrieben werden. Es kam hier in den Tagen und Nächten bis zum 11. Januar zu äußerst heftigen Nachtkämpfen, wie sie erbitterter und blutiger kaum gedacht werden können. Die hier kämvsenSen Turkos fochten nicht nur mit dem Gewehr und dem Bajonett, sondern b t s- sena uch und stachen mit dem Mes,er. Me Lage vrängte zu einer Entscheidung. Am 12. Januar setzten die deutschen Truppen zu einem Gegenangriff ein, der sich zunächst weniger gegen die bewaldete Höhe selbst, als gegen die beiderseits anschließenden französischen Stellungen richtete. Schlag 11 Uhr erhoben sich zunächst aus der Steinbruchstellung unsere wackeren Soldaten, die in den Monaten des Harrens und Schanzens von ihrem Angriffsgeist nichts eingebüßt hatten, und entrissen in kühnem Ansturm dem Friede seine zunächstgelegenen Schützengräben und Artilleriebeobachtungsftellen. Sogleich ließ das französische Flankenfeuer gegen eie bewaldete Höhe nach. Das Hauptziel dieses ersten Angriffs war kaum erreicht, als eine Stunde spater — 12 Uhr mittags — auffdem äußersten rechten Flügel unsere tapferen Schützen sich erhoben und in siegreichem Vorschreiten einen Kilometer Gelände gewannen. Nunmehr wurde auch zum Angriff gegen die bewaldete Höhe angesetzt, der Franzose zuerst aus den deutschen, dann aus seinen eigenen Gräben bmaus- und die Höhe hinuntergeworfen, wo er sich auf halbem Hange widersetzte. Wie aus Gefangenen-Aussagen hervorgeht, glaubten die Franzosen daß die erwartete Fortsetzung des deutschen Angriffs von der bewaldeten Höhe, also vom rechten deutschen Flügel ausgchen würde. In Erwartung eines Stoßes aus dieser Richtung warfen sie namhafte Verstärkungen nach dieser Stelle. Von den eroberten französischen Beobachtungsstellungen aus, wo das ganze Aisne-Gebiet samt Soissons mit der Kathedrale zu Füßen liegt, konnte das Herankommen dieser Reserven aus Kraftwagen und Eisenbahn gut beobachtet werden. ^ MO o 2»^ ^ LEW Der deutsche Angriff erfolgte am 13. Januar, aber an ganz anderer Stelle. Ueberraschend für den Gegner war es, daß Mitte und linker Flügel der Deutschen als Angriffsziel die Hochfläche von Vregny besetzt hatte, aus der sich der Feind in einein ganzen System von Laufgräben eingerichtet hatte und ganz sicher zu fühlen schien. Wiederum war es der Schlag der Mittagsstunde, der hier unsere Truppen zu neuen Taten ausrtef. Punkt 12 Uhr kam Leben in die deutschen Gräben. Es folgte cm mächtiger Sprung. Um 12 Uhr 3 Minuten war die erste Verteidigungslinie der Franzosen, 12 Uhr 13 Min. die zweite genommen. Ein Flankenangriff von dem Walde von Bregny kam bei der Schnelligkeit d es Vorgehens gar nicht mehr Zur Geltung, und am späten Nachmittag des 13. war der g a n z e H o ch slä ch e n r a n d indeutschen Händen. Der Feind vermochte sich nur noch in den Mulden und aus den zum Aisnstal hinabsallenden Hängen zu halten. Das Gelingen dieses deutschen Angriffs brachte die i n der Gegend der bewaldeten Höhe gegen oen deutschen rechten Flüaci vorgegangenen Franzosen in eine verzweifelte Lage; denn als am 14. Januar der äußerste rechte Flügel der Deutschen seinen umfassenden Angriff wieder aufnahm, und von der Mitte — über Crony — deutsche Truppen westwärts einschwcnkisn, da blieb den gegen die bewaldete Höhe vorgsgaiigencn Franzosen nichts anderes übrig, als sich zu ergeben. Ein Zurück gab es jetzt nicht mehr, da die deutsche schwere Artillerie das Aisne- Tal beherrschte. Am gleichen Tage wurde der Feind auch von den Hängen der Höhe von Bregny hinunterg'worsen, soweit er nicht schon während der Nacht gegen und über die Aisne zurückgefiutet war. Eine Kompagnie des Leibregiments drang bei der Gelegenheit sogar bis in die Vorstädte von Soissons cm. Unsere Patrouillen säuberten das ganze Borgelände bis zur Aisne vom Feinde, nur au dem Flußbogen östlich der Stadt vermochten sich französisch« Abteilungen noch zu behaupten. In den mehrtägigen Kämpfen bei Soisfons wurde der Feind aus einer Frontbreite von etwa 12 bis 14 Kilometer um zwei bis vier Kilometer zurückgeworfen trotz feiner starken -Stellungen und trotz seiner numerischen Ueberlcgenheit. Auf seiner Seite hatten die 14. Infanterie- und 55. Referae-Divtfion, eine gemischte Jäger-Brigade, ein Territorlal-Infanterie-Regimcnt außer den Turkos, Zuaven und marokkanischen Schützen gefachten. Von dieser Truppenmacht gerieten mehr als 5000 Man» in deutsche Gefangenschaft. Die Kriegsbeute war sehr ansehnlich. Es wurden erobert: achtzehn schwere, siebzehn leichte Geichütze, ferner Revolverkanonen, zahlreiche Majchinen» gewchre, Leuchtpistolen. Gewehre und Handgranaten, endlich außerordentlich große Mengen von Infanterte- und Artilleriemunition. Diesen glorreichen Kampf führten die deutschen Truppen nach langen Wochen des Stilliegens in einem Winterfeidzug. dessen Witterung Regenschauer und Sturmwinde waren. Aber auch nach den Kampftagen selbst hielten Regen und Wind an. Die Märsche erfolgten auf grundlosen Wegen, die Angriffe über lehmige Felder, durch verschlammte Schützengräben und über zer- klüftetc Steinbrüche. Vielfach blieben Labei die Stiesel un Kot stecken. Der deutsche Soldat focht dann barfuß weiter. Was unsere wundervolle Truppe — zwar schmutzig anzusehen, aber prachtvoll an Körperkraft und kriegerischem Geist — da geleistet haben, ist über alles Lob erhaben. Ihre Tapferkeit, ihr Todesmut, ihre Ausdauer und ihr Heldensinn fanden gebührende Anerkennung dadurch, daß ihr oberster Kriegsherr, der in jenen 'Stunden unter ihnen weilte, die verantwortliche» Führer nocks auf dem Schlachtfeld« mit hohen Ordensauszeichnungen schmückte. Bekanntlich wurde General der Infanterie o. Lochow mit gem Orden „Pour le merite" und Generalleutnant Wichura mit dem Komtur des Hausordens der Hohenzollern ausgezeichnet. Neben einer energischen, zielbewutzten und kühnen Führung und der großartigen Truppenleistung ist oer Erfolg der Schlacht - bei Soissons der glänzenden Zusammenarbeit aller Waffen, vor s ^ allem der Infanterie, Feldartillerie, Fußartiilene und der Pio- - Niere zu verdanken, die sich gegenseitig nuss vollendetste unterstützten. Auch die Fernsprechtruppe hat nicht wenig zum Gelingen des Ganzen beigetragen. Auf Truppen und Führer solchen Schlages kann das deutsche Volk stolz s ein. ^ WTB. Basel, 17. Jan. Der „Bund" bemerkt zur Kriegslage: Der Kamps bet Soissons hat im Rahmen des «roßen Ktteges nur die Bedeutung eines Gefechtes. Früher hätte man ihm die Bezeichnung Schlacht nicht verweigern können. Unter der Annahme, daß die angegebenen Zahlen richtig sind, daß ferner die Leichtverwundeten mit zurückgehen konnten, kommen wir zu einer Berlustziffer, die die vom 18. August 1870 vielleicht sogar beträchtlich übersteigen dürste. Die Bedeutung einer Entscheidungsschlacht hat der Kampf aber nicht, wenn er auch von der Kampfkraft der beiden Gegner zeugt und damit endete, daß die Frau- zosen auf das linke Aisneufer zurückgeworsen wurden, soweit die Gegend östlich von Soissons in Betracht kommt, und den süd- licken Ausgang des Tales von Iosienne, die nördlichen Zugänge von Soissons, sowie die große Hochfläche von Vregny m den Händen der Deutschen lassen mutzten. Wenn die französisch« Heeresleitung sich Soissons sichern und den Einbruch in ihre Linien, der m der Durchschneidung der großen Längsvcrbindung Reims-Compiegne liegen würde, verhindern will, ,o wird sie alles daran setzen müssen, um die frühere Lage bei Soissons wiederherzustellen. Der deutsche Erfolg ist ein wichtiger Zug in dem strategischen Brettspiel an der Aisne. Me Ueberleaenhett des planmäßigen Verfahrens der deutschen Seite, die sich m der Etappe von Soissons am deutlichsten ausspricht, wird immer deutlicher. WTB. Paris, 17. Jan. Die französische Presse er- klärt im allgemeinen, der Rückzug der französischen Truppen hinter die Aisne bei Soissons habe keine besondere Bedeutung, Mmal die Deutschen den Fluß nicht hätten üoerschreiten können. Nur wenige Blätter gestehen ein, daß es sich vm eine be- deutende Aktion handle. So schreibt Oberstleutnant Rousset in der „Liberte: Infolge der energischen deutschen Angriffe mußten die Franzosen das Plateau von Bregny räumen, wodurch ein allgemeiner Rückzug herbeigeführt wurde. Dieser Rückzug führte die Franzosen bis auf das linke Aisne-Ufer, veil, wie man uns sagt, das Hochwasser einen Teil der Brücken ivcgge- schwemmt und die Berbindngeun gefährdet hatte. Dies ist ailer- oings ein Grund. Die Heeresleitung mutz aber Maßnahmen treffen, damit die schwere Schlappe, die wir erlitten haben, möglichst wenig Folgen hat. — „Petit Journal" schreibt: Der Rückzug, der infolge des Hochwassers geboten erschien, ist immerhin ein Zusammenbruch unserer Offensive an dieser Stelle. — Der Lyoner „Progres^ schreibt: Der Feind nann Len taktischen Erfolg, so klar er auch ist, nicht ausnützen, über unsere Offensive ist durch die Anstrengungen der Armee Kiuck zu- sammenqebrochen. WTB. Paris, 17. Jan. Das „EchodeParis" schreibt z« den Kämpfen bei Soissons: Es gibt gewisse Leute, die jede schlechte Nachricht dazu benutzen, um Alarm zu schlagen. Wir mußten an einer Stelle etwas zurück, was ist dabei? Vergißt man die vor einigen Tagen verzeichneten Fortschritte? Gerade die Offenheit, mit der jeder Mißerfolg sofort vertäflet wird, muß uns Vertrauen in die uns gemeldeten Erfolge schenken. Aber für die Alarmisten gelten nur schlechte Botschaften. Erfolge sehen ste nicht. Dank der Armee für die Weihnachtsspenden WTB. Berlin, 17. Jian. Treusorgende Liebestätig- keit in der Heimat aus «Ulen Kreisen der Bevölkerung hat es ermöglicht, daß reichliche Weihnachtsgaden allen unseren Mannschaften im Felde zu geführt werden kannten und daß diese Fürsorge ein neues Band knüpfte zwischen Volk und Heer. Ob Hort am Feinde im Schützengraben, ob auf den Eisenbahnen oder Miarschstraßen der Etappen, ob als Kranker oder Verwundeter im Lazarett, ein jeder erhielt Zeichen herzlichen Gedenkens aus der Ferne, und auch die Sanitätsmannschaften des Heeres, den Krankenpflegern und Schwestern ist durch besondere Veranstaltungen hervorragend gedacht. Men, deren Opferfreudigkeit unseren Mannschaften die so hohe Weih-- nachtssreude schuf, und deren hingebende Arbeit das Sammeln der Gaben bewirkte, und die Schwierigkeiten der Zufuhr half, ihnen allen sei auf diesem Wege der herzlichste Tank der Armee dargebracht. Der Generalquartiermeister: Wild von Hohenborn, Generalmajor, der Chefs des Feldsanitätswesens: von Schjerning, Generalstabsarzt der Armee, der Kaiserliche Kommissar und Militärinspekteur der Freiwilligen Krankenpflege: Friedrich, Fürst zu Svlms-B aruth. Deutsche Flugzeuge über Paris WTB. Berlin, 17. Jan. Das „Berliner Tageblatt" meldet aus Zürich: Ueber einen Besuch deutscher; Flugzeuge über Paris am 3. Januar meldet die „Neue Züricher Zeitung" nachträglich, daß von einer Bo mbH die Zentralmarkthalle getroffen worden sei. Auch das Palais des Fürsten von Mionaco soll schwer beschädigt worden sein. Paris befürchtet eine» Zeppelinangriff WTB. Paris; 17. Jan. Ter Figaro schreibt: Es laufen Gerüchte um, Deutschland habe einen Zeppelinangriff gegen Paris beschlossen. Tie Zeitung erteilt daher der Bevölkerung Ratschläge, wie sie täglich feststel- leü könne, ob ein Angriff erfolgen könne. Es genüge, sich einen Windmesser anzuschaffen und die Windgeschwindigkeit abzulesen. Sobald diese 5 Sekundenmeter übersteige, sei ein Angriff sehr unwahrscheinlich, da dann die Zep line allzu große Schwierigkeiten überwinden müßten, nach Paris zu kommen. Tie Windgeschwindigkeit in Paris sei zumeist größer. Infolge der scharfen Ueberwa" ung durch die französischen Flugzeuge, die den Zeppelin an Beweglichkeit und Angriffssähigkeit überlegen sei ein Angriff tagsüber nahezu ausgeschlossen. Jetzt ab nähmen auch die Nächte ab, und damit verringere sich am die Möglichkeit für die Zeppeline, einen erfolgrei ' Angriff zu unternehmen. Tie Bevölkerung habe Tag weniger Grund zur Beunruhigung. Unrichtige Angaben des englischen Kriegsministers. WTB. Berlin, 17. Jan. Aus dem Großen Hauptquartier erfahren wir: Ter englische Kriegsminister äußerte sich am 6. d. Mts. dem englischen Oberhause gegenüber folgendermaßen: Tie einzigen bedeutsamen Kämpfe zwischen englischen und deutschen Truppeil fanden am 20. Tezember statt, als die Laufgräben bei Civen- chy, die von ^ besetzt waren, von den Teuts^ heftig angegriffen wurden. Tie Inder wurden bis einen: gewissen Grade überrascht. Einige Schützengrä wurden genommen, jedoch am folgenden Tage durch I. Armeekorps, das sich in Reserve befunden hatte, mit heblichen Verlusten für den Feind zurückgewonnen, so wiedergewonnene Linie ist seither behauptet worden Ter englische Kriegsminister scheint diese Angaben Grün hielt, Trupi Ereig schwei uns, dehnu lich L Me! rüctzu ihrem lische ihre t Die 2 fiel, is sT-ie < fiziere wehre, Kriegs 3 berichl kurzen Bema tag, d Annal tete, d erkaini flagge, Sicher Emdei leutna leutna ung d fwh u „Kleis Deutsc V tier te schen i gang i Unters nähern Mine besatzu bilden mensch sind. D kasus an der sen for Di Ein M Tanga, konien i des Go der Ev zugcken ber ,stai mit zw Tanga «wer vo Darauf dritten Kafone darunte wehren den an« zers „Z See an- terten i feindlist währte Abend 1 feindlich Stadt L unserer in Brau fer. An Norden etwa 8L .i^ann c i Verluste , phor Führer ! oik stolz Kriegslage: >en Kilegcs man ihm ter Ser An- > ferner die :n wir zu leicht fogar tschewungs- üer Kampf. die Frau- len. soweit ad den siid- :n Zugänge gny in den französisch« ich in ihre ivcrdindung i wird sie i Soiffons htiger Zug berleaenhett sich m der >ird immer reffe er- , Truppen Bedeutung, en können, t eine be- it Rousset n Angriffe m, wodurch r Rückzug veil, wie ren wcgge- s ist ailer- lraßnahmen ien haben, l" 'chrcibt: »rschien, ist :fer stelle, n den tak- iber unsere Kiuck zu- schreibt z« , die jede wen. Wir ? Vergißt Gerade die wird, muß Aber für e sehen sie «den cbestätig- oölkerung ien allen l konnten zwischen mgraben, er Etap- Lazarett, aus der ^ Heeres, besondere eren Op- >e Weih- as Scannten der der Herz- eralquar- mlmajor, :rning, ommissar enpflege: r Tage- deutschers ie „Neue ' BombcZ das Pa* >igt wor- ist- eibt: Es Zeppelin 'teilt da > feststes rüge, sich hwindig- bersteige, e Zep Lten, u« : in Pa- berwach- Zeppelin en seien, setzt aber sich aud lgrei be je! Grund unrichtiger Meldungen, die er von der Front erhielt, gemacht zu haben. Im Interesse unserer tapferen Truppen kann diese falsche Darstellung der damaligen Ereignisse nicht unwidersprochen bleiben. Ist fünftägigem, schweren Ringen vom 19. bis 24. Dezember gelang es uns, die Stellung der Engländer in ihrer ganzen Ausdehnung zwischen dem Gehöft und einem Kilometer nördlich La Quinque Rne und Civenchh in Besitz zu gewinnen. Alle Versuche des Gegners, seine verlorene Stellung zurückzunehmen, waren vergeblich. Noch heute sind wir in ihrem Besitz. — Es ist demnach unrichtig, wenn der englische Kriegsminister sagt, die englischen Truppen hätten ihre verlorenen Schützengräben wieder zurückerobert. — Die Beute, die uns in diesen Kämpfen in die Hände fiel, ist am 26. Dez. 1914 amtlich bekanntgegeben worden. (Tie am 25. Dez. 1914 gemeldete Beute beträgt 19 Offiziere, 819 Farbige und Engländer, 14 Maschinengs- 'wehre, 12 Mnenwerfer, Scheinwerfer und sonstiges Kriegsmaterial. D. Red.) Die Ereignisse zur See. Emden II WTB. Berlin, 17. Jan. Ter Berliner Lokalanzeiger berichtet: Aus Batavia meldet Nieuwe Blad über den kurzen Aufenthalt des Schoners, der von einem Teil der Bemannung der Emden erbeutet worden war: Am Samstag, den 28. November, lief ein kleiner Schoner in den Annahafen von Padang bei Sumatra ein. Man vermutete, daß es sich um ein Schiff mit Kontrebande handelte, erkannte aber, als es sich näherte, die deutsche Kriegsflagge. Durch Wechsel von Signalen erhielt man die Sicherheit, daß man es mit dem Rest der Bemannung der Emden zu tun hatte, An Bord befanden sich Kapitän- leutnant Micke, der erste Leutnant Giesling und Unterleutnant Schmidt sowie 47 Mannschaften. Tie Bemannung des Schoners, der den Namen „Kleist/" führte, war froh und gesund. Am nächsten Abend segelte der Schoner „Kleist"' unter den Klängen der Wacht am Rhein und Deutschland, Deutschland über alles wieder ab. Zur Vernichtung des französischen Unterseeboots „Saphir" WTB. Konstantinopel, 17. Jan. Das Hauptquartier teilt Einzelheiten über die Versenkung des franz »fischen Unterseeboots „Saphir" mit, dos gestern am Eingang der Dardanellen zum Sinken gebracht wurde. Das Unterseeboot wollte sich dem Eingang der Dardanellen nähern, ohne sich zu zeigen, dabei stieß es auf eine Mine und sank. Tie Bemühungen unserer Motorbootsbesatzungen, die Ueberlebenden der Besatzung zu retten, bilden eine edle Antwort gegenüber den Akten der Unmenschlichkeit, die von unfern Feinden begangen worden sind. Das Hauptquartier berichtet weiter: Unsere im Kaukasus operierenden Truppen setzen seit einigen Tagen an der Grenze einen erbitterten Kampf gegen die Russen fort, die beträchtliche Verstärkungen erhalten haben. Die Kämpfe iu den Kolonien. Ein glänzender Sieg der Deutschen über die Engländer WTB. Berlin, 16. IM. lieber die Schlacht bei Tanga, diese größte bisher auf dem Boden unserer Kolonien erfolgte Waffentat, liegen jetzt amtliche Nachrichten des Gouverneurs von Deutsch-Ostafrika vor- Danach war der Erfolg weit bedeutender, als die englischen Berichte zugeben. Tie Mmpfe fanden am 3., 4. und 5. November statt. Am 2. November erschienen die Engländer mit zwei Kriegsschiffen und 12 Transportschiffen vor Tanga und forderten die bedingungslose Uebergabe, die aber Von dem Gouverneur Tr. Schnee abgelehnt wurde. Darauf dampften die Schiffe ab, erschienen aber am dritten Tage wieder vor Tanga und landeten vor Ras Kasone ein europäisches und vier indische Regimenter, darunter auch Kavallerie, mit etwa acht Maschinengewehren und neun Geschützen. Auch MIarinetruppen wurden ausgeschifft. Tie schweren Schiffsgeschütze des Kreuzers „Fox" unterstützten den feindlichen Angriff Von der See aus. Tas feindliche Landungskorps wurde in erbitterten dreitägigen Kämpfen mit schweren Verlusten auf : feindlicher Seite zurückgeschlagen. Am 4. November j währte der Kampf ununterbrochen 15Vs Stunden. Am > Abend fand das entscheidende Gefecht gegen die gesamte feindliche Streitmacht trotz heftigster Beschießung der Stadt durch feindliche Schiffsgeschütze statt. Tas Feuer Unserer Geschütze setzte einen englischen Transportdampfer m Brand. Auch der Kreuzer,, Fox" erhielt schwere Tref- fw. Am 6. November zogen die feindlichen Schiffe nach Norden ab. Tas Landungskorps hatte eine Stärke von ^twa 8000 Mann, während die Unsrigen 2000 Mann Eilten. Tie Verluste der Engländer betrugen über 3000 Mann an Toten, Verwundeten und Gefangenen. Unsere werluste waren gering, zahlenmäßige Angaben stehen noch s. Nach einer flüchtigen Zählung wurden erbeutet: " Maschinengewehre, 300 000 Patronen, dreißig Feld- über tausend wollene Tecken, viele Ge- Uk e und Ausrüstungsstücke und eine große Menge von Tie Stimmung unserer siegreichen Truppen . und Polizeitruppen und Kriegsfreiwillige aus Schutzgebiet) war ausgezeichnet. Auch die Askari be- ,n eine aufopfernde Hingabe und Heldenmut. Die e Tragweite der englischen Niederlage ist von hier aus ' nicht annähernd zu übersehen. i Haupt -minister Muse g mtsamen neu fan >i Civen- ^eutsche^i bis mgräbev urch da» , mit er* ien. Tie rden. ben Aus Stadt und Land. Adelshestv, 18. Januar. Das Wetter wird mit Tag schlechter und der Krankenstand erhöht sich wehr. Kein Wunder auch, bei dieser unständigen ^**^krung. Als gestern Abend die Sternlein blank ge- " am Himmelszelt zum Vorschein kamen, glaubte ^ . da auch der Barometer nicht gerade schlecht steht. wurde etwas „anziehen" und trockenes Wetter ein- — ^ Doch man war sehr enttäuscht, denn heute früh Berg und Tal dicht verschneit, und die Landschaft rm recht winterliches Bild. Aber von Beständigkeit Wetters scheinen wir weiter denn je abgerückt zu sein. (-) Adelsheim, 17. Januar. Eine niedliche .Reuter'- Meldung findet die „Holzwelt' im Hardwood Record. In diesem Blatte, das in der amerikanischen Holzindustrie durchaus angesehen ist — es erscheint in Chicago — , ist folgende Notiz enthalten: „In Oesterreich werden Sägespäne mit Teer gemischt und zu Heizbriketts verarbeitet. In Deutschland wird aus Sägespänen, die mit Roggenmehl vermischt werden, eine Art Brot gebacken, das von Menschen sowohl auch von Pferden verzehrt wird. Eine Dampfbäckerei stellt allein 20 000 solcher Brote am Tage her'. Wie ganz anders steht England da, dort werden dieselben Sägespäne, die die deutschen „Barbaren' angeblich essen, „zum Ausfällen der Spucknäpfe benutzt"-. '* Adelsheiw» 18. Jan. Aus Nordfrankretch ging uns heute eine Postkarte zu. in der die erfreuliche Mit- teilung stand, daß Unteroffizier Ludwig Ebel von Adelsheim und Reservist Adolf Klein von Bofsheim, beide bei der 3. Komp. Res -Jnf.-Rgt. 40 von ihrem Hauptmann die Silberne Verdienstmedaille am Bande der militärischen Karl - Friedrich - Verdienstmedaille erhalten haben. An der Freude der beiden dekorierten Krieger nehmen gewiß Alle, die sie kennen, Anteil und gratulieren ihnen herzlich. (-) Boxberg, 18. Januar Die zu Kriegsdiensten einberufenen Bolksschullehrer Badens dürfen jetzt die Zahl 2000 überschritten haben Den Heldentod starben bereits 150, ebenso viele find verwundet oder vermißt. (-) Durlach, 17. Jan. lieber die zweite Butterschau des Jahves 1914 berichtet Tr. Schalter im „Landwirtschaft!. Wochenbl."": Es hatten sich insgesamt 31 Molkereien augemeldet. Leider sind infolge der zurzeit bestehenden ungünstigen Postverbindung die Aufforderungen zum Versand der Butter an dem festgesetzten Termin vielfach nicht rechtzeitig in die Hände der Mjolkereivor- stände gelangt, fo daß die Verschickung verzögert wurde und auch ganz unterblieb. Aus diesen Gründen waren bis zum Ausstellungstag nur 24 Proben in Augustenberg «mgelangt, die den Preisrichtern zur Beurteilung vorgelegt wurden. Im allgemeinen war die Beschaffenheit der Butter „sehr Mt", da die Durchschnittszahl für sämtliche Proben 17,3 Punkte beträgt. Nur zwei Proben warm als abfallend bezeichnet worden. (-) Pforzheim, 17. Jän. (Rasch tritt der Tod den Müschen an.) Ms vorgestern früh 7 Uhr der verantwortliche Redakteur des hiesigen Generalanzeigers, Tr. Josef Glück, ins Geschäft ging, brach er plötzlich auf der Straße zusammen. Ins Krankenhaus gebracht, starb er schon nachmittags. Wie es heißt, war Tr. Glück schon einige Tage leidend, ging aber trotzdem seinem Beruf nach. Er war undermählt, 34 Jahre alt und seit zwei Jahren in seiner hiesigen Stellung. Ter Verstorbene erfreute sich hier allgemeiner Beliebtheit. (-) Vom Schwarzwald, 17. Jan. Seit heute nacht tobt auf dm Höhen des Schwarzwaldes ein orkanartiger Südweststurm, begleitet von heftigen Hagel- und Regenböen. Tie Temperatur ist stark gestiegen und bis in die höchsten La gm des Gebirges hat sich Tauwetter und Schneeschmelze eingestellt; die Bergbäche wachsen beständig. Tie heute vormittag eingetroffmm Berichte von der Hornisgrinde, der Unterstmatt und Hundseck besagen übereinstimmend Tauwetter. Ter Schnee ist naß, weich und auf 20 bis 30 Zentimeter zusammmgeschrttolzm; die Ski- bahn ist ungünstig. Im südlichen Hochschwarzwald (Feldberggebiet) ist gleichfalls Regen gefallen und der Schnee, der dort noch über einen Meter hoch liegt, ist weich und sehr naß geworden. IN dm Lagen oberhalb 1000 Meter dürfte jedoch der Regen rasch wieder in Schnee übergehen, da die Temperatur bereits wieder langsam zurückgeht. Handel und Derkehr. — Würzbnrg. Bericht über den Verkehr im städt. Vieh- und Schlachthose vom 1l. bis 16 Januar 1915. Biehhof-Frequenz. An den 6 Markttagen waren zugeführt: 11 Bullen, 0 Pferde, 193 Ochsen» 34 Stiere, 49 Kühe, 39 Kalbinnen, 241 Kälber, 6 Schafe, 877 Schweine. — Ferkel, 1 Ziegen in Summa 1440 Tiere. Aus dem Jungschweine m a rkt am 0. Jan. standen feil: — Läufer, 000 Ferkel in Summa 000 Stück. Erste« kosteten 00 bis 000, letztere 00-00 Mark daS Paar. — Es kosteten Ochsen: ») vollfleischige, auSgemästete, höchsten Schlacht- werteS 00—00Mk..d) im Alter von 4—7 Jahren 47—53 Mk. o) junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 45—47 Mk., ä) mäßig genährte junge und gur genährte ältere 43 b-.S 44 Mk., «) gering genährte jeden Alters — bis — Mk. Bullen: ») vollsleischige, ausgewachsene, höchsten Schlachtwertes 00 bis 00 Mk., d) dito jüngere 40—41 Mk.. v) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 35—38 Mk. Küheu. Kalbinnen: ») vollsleischige» ausgemästete Kalbinnen, höchsten Schlachtwertes 46—50 Mk., d) dito Kühe bis zu 7 Jahren — bis 00 Mk., o) ältere, auSgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe u. Kalbinnen 45—47 Mk., ä) mäßig genährte 38—44 Mk., o) dito gsrm e 63—33 Mark. Alles per 50 Kg. Lebendgewicht. Kälber (Schlachtgewicht) : ») feinste, beste Sang-Kälber 60—64 Mk. d) mittlere, gute Kälber 54—80 Mk., o) geringe Kälber, 50 bis 54. Schafe: 45—60 Mk. Schweine (Schlachtgewicht): 72—74 Mk.. — Schrannen- und Biktualirn- preise: Hafer —.— —.— Ml-, Heu 3.50—3 80 Mk., Stroh 3.60—3.00 Mk. Letzte Nachrichten. Ein kaiserliches Gescheut. Berlin, 18. Jan. Aus Wien wird dem »Berliner Lokalanzei'ger" gemeldet: Gestern ist hier die s. Zt. von Kaiser Wilhelm d-r österreichischen Heeresleitung zum Geschenk gemachte Antwerpener Panzerkuppel, m deren Mitte ein österreichisches 30,5 Ztmr.-Geschoß steckt, eingetroffen. Sie wird vor dem Hauptportal des Arsenals aufgestellt werden l Heftige Kämpfe. Berlin, 18. Jan. Wie die Korrespondenz „Rundschau" nach russischen Generalstabsberichten meldet, sind am ganzen linken Weichselufer hartnäckige Gefechte im Gange. Bei Plozk unternehmen die Deutschen fortgesetzt heftige Angriffe auf die Weichsel. Russische Schiffe, die in der Nähe der Insel Janytschew tätig waren, konnten angesichts des heftigen deutschen Feuers nichts aus- richten. _ 30 000 Opfer des Erdbebens in Italien. WTB. Rom, 17. Jan. „Giornale d'Jtalie" meldet: Nach neueren annähernden Schätzungen dürfte die Anzahl der durch das Erdbeben getöteten Menschen betragen : in Aj^zano 10 000, in Pescina 5000, in Celanjo 4000, in Sora mehrere Tausend und in jedem der 50 am Fuciner See gelegenen Orte mehrere Hundert. Die Gesamtzahl der Opfer des Erdbebens dürfte sich aus 30000 belaufen. - IS« Erdstöße! Berlin, 16. Januar. Das »Berliner Tageblatt" meldet aus Rom: Bis gestern Abend sind in dem Erdbebengebiet 156 Erdstöße verspürt worden. Mau rechuet mit der deutsche» Juvafio«. London, 17. Januar. Daily Mail berichtet: Die Anweisungen für die Zivilbevölkerung für den Fall einer deutschen Landung werden jetzt in jedem Kirchspiel Norfolks angeschlagen. Alle Pferde, Maultiere, Esel, Automobile, Wagen, Karren und Gefährte, Geschirre usw. müssen sofort nach einem bestimmten Platz gebracht werden, sobald die Behörden den Notstand in dem Bezirk proklamieren. Wenn sie nicht fortgeschafst werden können, müssen sie vernichtet oder unbrauchbar gemacht werden. Das Vieh muß auf den Straßen weggetrieben Vieh, das sich in der Nähe des Feindes befindet, muß zusammengetrieben und nach einem bestimmten Orte gebracht werden, wo Schutz vorhanden ist. Im Notfälle muß es getötet werden. Das auS- gedroschene Getreide braucht nicht ohne besonderen Befehl vernichtet zu werden. Der Befehl zur Zerstörung des Eigentums wird, soweit es die Umstände erfordern, schriftlich gegeben werden. Wer dem Befehl, sein Eigentum zu zerstören oder unbrauchbar zu machen nicht nachkommt, verliert allen Anspruch auf Entschädigung. Ohne besonderen Befehl soll niemand Brücken, Eisenbahnmaterial, elektrische Licht- und Kraftstationen, Telegraphenanlagen, Schleusen oder Quais zu zerstören versuchen. Die Zivilbevölkerung soll, wenn sie keinen anderen Befehl erhält, ruhig zu Hause bleiben. Kei« «usgletch. Berlin. 17. Januar. Die „Morning Post" klagt über die geringe Anzahl der neu angeworbenen Mannschaften. An einzelnen Tagen meldeten sich weniger als 300 Leute zum englischen Heer, während sich dessen tägliche Verluste auf 500—600 Mann beliefen. A«ertta«ts»e Helfer. New-Iork, 17. Jan. Morgan und andere hiesige Bankiers akzeptierten als Syndikat 25 Millionen russischer Schatzscheine. Todeserutr. Bon Musketier Link (Einj. Lehrer) M.-G.-Komp. 88 über einen franz. Angriff bei Andechh im Oktober 1914. Oktobernebel, schwarz ist die Nacht, Vor uns ein Wäldchen, wir halten Wacht. Ein Maschinengewehr, ein Zug Infanterie Ein jeder lauscht, bald kommen sie! Schwarz ist die Nacht, wir spähen hinaus, Unheimlich tönt des Windes Gebraus. Sonst alles still, dort in dem Wald, Im dunklen Wald sich's zusammenballt. Kein Laut, kein Ton, nichts kann man seh'n, Doch I Dort in dem Wald, dort muß etwas steh'n. Wir spähen und lauschen ins Dunkel hinein, Da, rechts da, das Schwarze, was mag das sein? „ES ist nichts, die Nacht ist so schwarz, Kamerad Ist der Gurt in Ordnung, bist du parat?' „'s ist alles in Ordnung", so liegen wir Den Daumen am Drücker, das Äug am Visier Wir lauschen und spähen, jede Faser gespannt, Wenn sie nur kämen, es zuckt die Hand. 3000 Patronen, ein gutes Gewehr ES lauert der Tod in dem schwarzen Rohr, Unheimlich schaun die Gewehre hervor. Was gibts? Lacht der Tod? Heut gibt'S einen Strauß Heute bring ich mir gute Ernte nach HauS. Wir lauschen und späh'n, — da flammt ein Licht, Hier noch eins, dort auch eins, auf einmal bricht Aus Dutzenden leuchtenden Kugeln ein Schein Das soll wohl der Anfang des Tanzes sein. Dort im Wald wirds lebendig, wir liegen bereit „Laß sie nur kommen, noch sind sie zu weit So auf 200 Mir-, dann rein mit der Saat". Der Richtschütz schmunzelt: „Ich weiß Kamerad!' Da trifft ein gellend Geschrei unser Ohr Zu Tausenden brichts aus dem Wald hervor Wir empfangen dich, Franzmann, komm nur heran Ein Regiment gegen kaum HO Mann. Jetzt Feuer hinein in den dunkeln Wald Ein einziger Schrei, ein taumelnder Fall. Zurück wogt der Ansturm, wohl dreimal erneut, Bis die ausgehende Sonne Erlösung uns beut. Was wir da gesehen, erzähl ich euch nicht. Wohl mancher der Unfern wandt ab das Gesicht. Hell leuchtend begrüßt uns das Morgenrot Still über das Brachfeld schreitet der Tod. Amtliche Bekannt machungen Die Einberufung östereichisch«ungarischer Landsturmpflichtiger betr. Einberufung Oestereichifch-Ungarifcher in den Jahren 1879—1890 geborenen Landstnrmpfiichtige«. Laut Verordnung der Kaiser! che» und Königlichen Kriegs- Ministeriums werden die in den Jahren 1878—1890 geborenen Landsturmpflichtigen Oesterrrichischer oder Ungarischer Staatsbürgerschaft, beziehungsweise die dienstpflichtigen BoSnisch- Herzegowinischer LandrSangehörigcn hiermit aufgesordrrt, sich bet den ihrem Aufenthaltsorte Nächstliegenden der beide» österreichisch-ungarischen Konsulate hierzulande in Karlsruhe oder Mannheim und zwar am 18. diejenigen mit den Anfangsbuchstaben ^—0, am 19. diejenigen mit den Anfangsbuchstaben H—O und am 20. Januar 1915 diejenigen mit den Anfangsbuchstaben k—2, jeweils an den genannten Tage« um N/, Uhr früh, unter Beibringung der in ihrem Besitze b« kindlichen Psrsonaldokumeuten unbedingt zur Musterung zu melden. Die k. «. k. ökerr. ung. Gesandtschaft. Vorst hende Bekanntmachung bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis. Die Bürgermeisterämter haben dies an der Gemetndetafel anzuschlagen. AdelSbeim. . . —-' den 12. Januar 1915. « oxverg, ^ Grotzh. Bezirksämter. Aaftaf an die dkatschen Hausfrauen. In der Zeit vom 18. bis 24 Januar 1915 soll, «ater wärmster Billigung Ihrer Majestät der Kaiserin, in ganz Deutschland eine Reichswokwoche stattfinden. Der Zweck dieser Reichswollwoche besteht darin, für unsere im Felde stehenden Truppen die in den deutschen Familien noch vorhandenen überflüssigen warmen Sachen und getragenen Kleidungsstücke (Herren- und Frauenkleidung, auch Unterkleidung) zu sammeln. Es sollen nicht nur wollene, sondern auch baumwollene Sachen sowie Tuche eingesammelt werden, um daraus namentlich Ueberzieh- westen, Unterjacken. Beinkleider, vor allem aber Decke» anzufertigen. Gerade an Decken besteht für die Truppen ein außerordentlicher Bedarf, da sie den Aufenthalt in den Schützengräben sehr erleichtern und erträglich machen. Mit großem Erfolg sind bereits von sachverständiger Seite aus alten Kleidern aller Art Decken in der Größe von 1,50: 2 in hergestellt worden, die einen hervorragenden Ersatz für frabrikmäßig erzeugte wollene Decken bilden und deren Herstellungskosten nur ein Viertel einer fabrikmäßig hergestellten wollenen Decke betragen. Zu dieser Aufgabe bedürfen die Unterzeichneten Stellen der tätigen Mitarbeit aller deutscher Frauen. Die Organisation dieses Sammelwerkes wird sich in den Gauen des Vaterlandes verschiedenartig gestalten — je nach den Eigentümlichkeiten und den besonderen LebenSverhältnisfen ihrer Bewohner. Aber Euch allen wird rechtzeitig die Mitteilung über die Einzelheiten zugehen, zunächst richtet Euch schon darauf ein, in Euren Schränken nachzusehen, was ihr entbehren könnt, um es denen zu widmen, die mit ihrer Brust und ihrem Blut uns Alle beschützen. Gebt, soviel ihr irgendwie entbehren könnt! Nur diejenigen Familien, in denen ansteckende Krankheiten herrschen, bitten wir, sich im Interesse der Allgemeinheit an dem Ltebeswerk auf diese Weise nicht zu beteiligen. Also nochmals, deutsche Hausfrauen, frisch ans Werk! Sammelt aus Schränken und Truhen, was Ihr an Entbehrlichem findet I Schnürt eS zu Bündeln, packt es in Säcke und haltet es zur Abholung bereit, wenn alle unsere Helfer in der Reichswollwoche vom 18. bis 24. J-nuar ISIS an Eure Türen klopfen! Berlin, den 1. Januar 1915 Kriegsausschuß für warme Unterkleidung E. V. Fürst z« Salm-Horstmar. Indem wir höherem Auftrag entsprechend, den vorstehenden Aufruf zur öffentlichen Kenntnis bringen, bitten wir um Durchführung der Sammlung in der bisher beim Sammeln von Wollsachen betätigten Weise und Ablieferung an die Ortssammel- stelle« der BezirkSmänuerhilfsvereiue. Die zur Abholung befugten Personen tragen Ausweise bei sich. Aus Häusern, in denen ansteckende Krankheiten herrschen, dürfen keine Wollsachen abgeliefert werden, die nicht vorher desinfiziert sind. Wegen der Ablieferung an die außerhalb der Gemeinde bele- genen Sammelstellen und wegen der Verarbeitung wird Bekanntgabe folgen, sobald den Beziiksämtern von höherer Seite das Erforderliche zugegangen sein wird. Ad-I-H-Im, , 5 . JE- ISIS. Box b erg. Gr. Bezirksämter. Listen über bezahlte Krallst«- ssd ZMlidtll-Lttßlhemgs.Beitragt für Gemeinde-Bedienstete sind wieder in der Buchdruckerei d-. Bl. zu haben. Ein intelligenter Junge kann sofort oder auf Ostern als Buchdrucker Lehrling Der Unterzeichnete Gemeinderat erfüllt hiermit die traurige Pflicht, alle Teilnehmenden von dem heute früh 4 Uhr erfolgten Ableben unseres Herrn emtreten. Bauländer Bote Boxberger Anzeiger. Adel-Heim Bürgermeisters Ried Neue werße in Kenntnis zu setzen. Der Verstorbene erreichte ein Alter von 62 Jahren und verwaltete das Amt des Bürgermeisters ununter brachen 23 Jahre lang in treuer Pflichterfüllung Wir werden sein Andenken stets in Ehren halten. Asfamstadt, 18. Januar 1915 Der Gemeinderat. Verwohnen Neue gutkochende Liuseu zu billigsten Tagespreisen empfiehlt Die Beerdigung findet am Mittwoch, 20. Jan., vormittags 10 Uhr statt Empfehle To lauge Vorrat reicht. Ual. SuMßtiM - Kerzell per Paket - 4 Kerzen 40 Pfg. krallt Rarmr-Sttsseife per Pfd. 42 Pfg bei 5 Pfd. 40 Pfg. Sunlichtseise Doppelstück 30 Pfg. Feurioseife per Paket 20 Pfg. Waschpulver ck'CZs! »/z Pfd.-Paketen 3 Stück 24 Pfgj K. Mangold Abelsheim. l»!l!l!»lMII!>!IlIllIIlll!«M«l kann kür Ns beim Kllllk ln krage kommen! s t^ascliinLnssbrik Oritrner^.-O., vurlaek. Oexr. 1872. o-össte WSKMLScliinenI'sb-H-lies Kontinent!. l)be-7000 4-beite-. ^ykeerpeoOuktion >80000 »L>in,a«cliincn. 2 «Mionen im lleb-suci,. Vertreter: Ga«? verkehrt 'MvM usjrpziqisa -pscu uusjun m tvrsjuJ u»I : usgom ushymchjisa urmuwj n2 ZsSiojaZ uzhMjychjsö Zsq shgH -sq nk mn i-ipM ustzöp -hum isq Zsuis rövsnstnsh siq '»rimMschjsT rpv uisquvh Uohlen! Aohleir lMIIMMMMMlll! wolle Feld- grane zum Srlbstaufertigeu von Handschuhen Pulswärmern Kopfhauben Schlauchmützen Halstücher empfiehlt S Friederieh Adelsheim. Auiir kviirterbedarf empfehle alle Sorten Kohlen und Briketts unter Zusicherung promptester Bedienung. Adolf Marsch, Adelsheiia. Trlf. Ar. 4 . I meine I>. SM. lügturMintz 8iv sinä sioder rakrieckeo. kreis 60 kkg. per Lite, bei ^busbme von 20 Inter so Lei grösseren kosten becksatsnck billiger. Uiekeraog sb vier. öesls unlt billigste kerugequelle für Lrslikeo-, Disek-, Dessert wein ^ ose Visu« spsnisvks Wviinksllv unü 0 /eingl' 085 tisnlilung rur 8 vnne z, A. lelekon 364 » r/z Pfd. Pakete zu 60, 80, 100 Pf. /4 „ „ » 30,40, 50 „ empfiehlt kmaemi,. MWM. I U. Grämlich, Senufel- s «örk de« wur der den, gebt »off sied die i schlr halb len i flohi durd den? Höhl Dul L rend notei nur, gewe ^ L nähe öffne fastr Haus Hänk