Krschei«t täglich ! außer Sonn- und Feiertags. j Z I monatlich: «7 Pfennig, « 1 vierteljährlich: 2 Mark, Z H stet i»S HauS geliefert- z >u,eig«u werden mit 15 Pfennig per «in-! spaltige Zerre oerechnet. Bei! mehrmaliger Aufnahme Rabatt.! -Berger Anzei Getefenstes Tagebtalt öes v^or^Zrr BauümSes. fil die Kmde AKIshcm, Hrberg «>i> dne» Mgedmz. Ü s°-NLL"'LLVB!L AolLulmislims- und Nrrstrigerungs-Anxeiger für den Odenwald. LL 2 KLW 2 ÄLUZ j Druck und Verlag der rvf' 2V I Buchdruckerei AdelSheim Adolf Heppeler ' Telefo« Nr. 18 «mt AdelS beim Extra-Telegramm des Bauländer Bote« und voxberger Anzeiger». 'Z, Weste««. Oste« uiihts Wesentliches WTV. Große» Hauptquartier. 2. Februar. Mmtlich.) Außer Artillerierämpse» a« verschiedrneuLtel- le» auf de» westliche» AriegSschauplatz ketue tesoudere« Borko««»iffe. A« der oftpreutzifche« Grenze hat fich nicht» «efentttche» ereignet. Nördlich der Weichsel faude» i» der Gegend Lipuo «ud «ordwestlich Lterpo Zusammenstöße mit russischer Kavallerie Gatt. Südlich der Weichsel sind «usere Augrtffe im weiteren Fortschreite». Die ««wahre« fmzöstschtuAaksttstaagea. Die frauzösische« amtliche« Berichte über die Kriegsereiguisse euthalte» i« letzter Zeit geradezu «ugetzeuerltche, zu unser« Ungnnften entstellte, zum Teil auch völlig frei ersuudeue Angabe«. Natürlich verzichtet die deutsche oberste Heeres- leituuq daraus, fich mit derartige« Darstellungen im eiuzelae» zu befasse». Jedermann ist i« der Lage, ihre« Wert au der Hand der amtlichen drntsche« Mitteilungen selbst »achzuprüfe». Oberste Heeresleitung. Der französische Kriegsbericht. WTB. Paris,, 2. Febr. Amtlicher Bericht von gestern nachmittag 3 Uhr: Ter 31. Januar war, wie die vorhergehenden Tage, durch Artilleriekämpfe, die im ganzen Nordgebiet besonders heftig waren, gekennzeichnet. Südöstlich von Ipern unternahmen die Deutschen einen Angriff auf unsere Schützengräben nördlich des Kanals, der durch das kombinierte Feuer unserer Artillerie und Infanterie sofort aufgehalten wurde. Auf der ganzen Front gelang es unseren Batterien verschiedentlich, ihr Feuer glücklich zu dirigieren, daß sie im Bau befindliche Adelsheim, Mittwoch. 3 Februar 1915 Schützengräben, Unterstände und Maschinengewehre zerstörten und an mehreren Stellen die Mörser der feindlichen Batterien zum Schweigen brachten. In der Champagne verstärkten wir das System unserer Stellungen durch ein kleines Gehölz, dessen wir uns vorgestern bemächtigt hatten. In den Argonnen, wo die Deutschen unter den letzten Kämpfen anscheinend sehr gelitten hatten, verlief der Tag verhältnismäßig ruhig. Bon den Fronten in Lothringen und in den Vogesen ist nichts Interessantes zu melden. WTB. Paris,, 2. Febr. Amtlicher Bericht von gestern abend 11 Uhr: Tie Nacht vom 31. Januar zum 1. Februar verlief sehr ruhig. Am Vormittag des 1. Febr. griff der Feind unsere Schützengräben nördlich der Straße Bethune—La Bassee an, wurde aber zurückge- worfcn und ließ zahlreiche Tote auf dem Gelände zurück. Im Beaumont-Hamel (nördlich Arras) versuchte deutsche Infanterie einen unserer Schützengräben zu überrumpeln, Mulde jedoch zur Flucht gezwungen und mußte die Sprengmittel, mit denen sie ausgerüstet war, zurücklassen. In den Argonnen herrschte im Raume Fontaine Madame und im Walde von Crurie starke Tätigkeit. Ein deutscher Angriff wurde zurückgewiesen. Bei Bagatelle wurde einer unserer Schützengräben durch zwei Minenherde zerstört und er wurde ohne Verluste geräumt. Aus den Vogesen wird keine Aktion gemeldet. Es herrscht dort sehr dichter Schneefall. Neutrale und Feinde überDieLage. Interessant ist eine Zusammenstellung von Presseäußerungen des neutralen und des feindlichen Auslandes über unsere Aussichten für die nächste Zeit; wir lassen deshalb einige der zutreffendsten dieser Meinungsniederschläge hier folgen: Tie „Neuen Zürcher Nachrichten" schreiben: Alle Genialität Joffres scheint das Wanken in der eisernen Mauer im Westen nicht mehr aufhalten zu können. Sind auch die letzten Erfolge der Deutschen bei La Bassee, Soisfons, Reims und in den Argonnen noch durchaus keine entscheidenden, so bilden sie doch eine gewisse entscheidende Vorbereitung. Die Riesenenergie Joffres hat mit dem Zusammenbruch der jetzigen Stellungen bereits gerechnet. Alle Vorbereitungen für eine zweite eiserne Mauer nach Einsturz der jetzigen sind getroffen, aber sie würde nicht mehr das sein, was die jetzige ist, und auch ihre Berteidi- Verantwortlicher Schriftleiter: Adolf H-ppeler in Ad lsheim. SS. Jahrg. ger würden nicht mehr die' gleichen fein wie jetzt, wäre der Anfang des letzten verzweifelten Widerstandes, der allerdings bei der Tapferkeit der Franzosen und Engländer immer noch eine sehr ernste Sache wäre. Im Osten bereiten sich große Dinge vor. Hindenburgs Bulletins werden zusehends knapper und lakonischer, was bisher stets das sichere Anzeichen war, daß ein Schlag von ungemeiner Bedeutung nahe ist. Weiter: die bekannt gewordene amtliche Bekanntmachung der Russen, daß sie Lemberg und damit West- und Ostgalizien räumen werden. Nach ihrer Aussage natürlich nur vorübergehend. Dieser Rüt^ug kann aus zwei Gründen erfolgen: entweder, um alle Kräfte zum Schutze Warschaus zusammenzuziehen, oder um unter Preisgabe von Warschau noch rechtzeitig eine dahinterliegende Defensivstellung unter Umgruppierung der Armeen zu beziehen, noch ehe in einigen Wochen die Schneeschmelze und der unwegsame Frühjahrskot dies fast unmöglich machen. Wie dem auch sei: Mit dem Rückzug der Russen aus Galizien fällt ihre ganze Offensive zusammen. Ein Italiener, der Herausgeber des „Matino", Scar- foglio, schreibt über die deutschen Siegesaussichten: Die gänzliche Auflösung des russischen Widerstandes w rd nur mehr eine Frage kurzer Zeit sein und beim Nahen des Frühlings werde ein zweiter deutscher Vorstoß gegen Frankreich erfolgen. Dann sei der Augenblick nicht mehr fern wo Deutschland England Auge in Auge gegenüberstehen und mit ihm abrechnen werde. Alle Aussichten des Erfolges seien unstreitig für Deutschland. Ein starker Beweis der Schwäche Englands sei seine Haltung im Mittelmeer, wo 150 englische und französische Kriegsfahrzeuge nichts gegen Oesterreich ausrichteten, nicht einmal die türki'chen Häfen zu bombardieren wagten. An eine englische Landung in Deutschland zu denken, sek Unsinn. Könnte doch England mit seiner Armee kaum mit dem Beistand der Franzosen und Belgier den Deutschen auf dem Kontinent einigermaßen standhalten. Wann und wo die nächste Offensive einsetzen wird, darüber sind sich die Strategen unserer Feinde an und hinter der Front nicht einig; nur daß die Offensive von den Deutschen kommen wird, scheint ihnen nicht zweifelhaft. Ihnen selbst scheint jeder Offensivgeist zu fehlen. General French verläßt sich auf die starken Stellungen der Franzosen bei Soisfons. Zu dem Korrespondenten des Reuterschen Bureaus, der ihn mit anderen Kriegskorrespondenten in Soisfons besucht hatte, sagte der eng- liche Generalissimus: „Tie Franzosen haben noch starke Stellungen auf dem rechten Ufer der Aisne, und wir Das Geheimnis von Thalberg. Roman von F. Kuntschner. 18 „Verwandte, Freunde?" sagte sie dann wie geistesabwesend. «Nein — nein — niemanden — ich weiß niemanden." «Herr und Frau von Randolin —' «Raudolin?" Schwerfällig setzte sie sich nieder, den starre» Blick auf den nun zwischen Blumen und Lichtern aufgebahrten toten Gatten gerichtet. „Ich weiß nicht einmal, wo sie jetzt sind. Warum hat Gott mir das nur angetan?" stöhnte sie daun wild auf. „Was habe ich verschuldet, daß er mich so hart straft? Zuerst die Mutter, dann das Kind und jetzt Josef — mein Josef!" Der gute alte Doktor Riba empfand inniges Mitleid. Gewiß, es war hart für diese schwache, weltfremde und so Kauz unselbständige junge Frau, den treuen Gefährten, den Berater und sorgenden Gatten so jäh und unerwartet oerlo- *ni zu habe», noch dazu in ihrem jetzigen Zustande. Jedenfalls — so nahm er sich vor, — wollte er den derzeitigen Aufenthaltsort der Randolins zu erfahren suchen und ihnen Mitteilung machen. — Die Frauen der anderen Fabriksbeamten nahmen sich wohl Hedwig an, doch sie schien ihre Gegenwart kaum zu bemerken, k° apathisch blieb sie. Auch als man ihren Gatten aus dem Hanse trug, hatte Hckuvig noch keine erlösenden Tränen; einer Statue gleich Ald sie am Rande der Grube, in die man den Sarg verekle, ungehört verhallten für sie die ergreifenden Worte des Bnesters und gleichsam mechanisch nahm sie eine Hand voll Erde auf, um sie auf den Sarg hinabgleiten zu lasten. .Besorgt blickte Doktor Riba, der sich die Stund«, um am .Achenbegängnis teilnehmen zu können, förmlich hatte steh- A. müssen, in das fable, starre Frauenantlitz. „Wenn sie nur Amen könnte!" dachte er. „Dieser stitmme Schmerz muß ihr das Herz abdrücken." Er war es auch, ans dessen Arm sie sich stützte, als sie tau- vom Grab hinwegtrat. „in dem Totengräber Raum Bolleiidmia seiner tramiaen Arbeit zu «eben. „Frau Laurenz, kommen Sie nun mit mir! Dort stehen auch die Herren Chefs Ihres Gatten. Kommen Sie!" Mit beinahe kindischer Angst umklammerte sie Ribas Arm. „Nein. nein, ich will mit niemandem sprechen, niemanden sehen," stieß sie kaum verständlich hervor. „Sagen Sie den Leuten allen, daß ich — ich —" Sie brach mitten im Satz ab, ihre Lippen nahmen eine bläuliche Färbung an. durch ihre Glieder rann ein Zucken und ehe noch Riba und andere sie stützen konnten, sank sie lautlos zur Erde: eine wohltätige Ohnmacht entrückte sie für jetzt all ihrem Elend und Jammer. 10. Kapitel. Draußen stürmte und schneite es wild durcheinander und wer nicht mußte, blieb heute gewiß in seinen schützenden vier Mauern mit Bedauern für alle jene, die Arbeit und Pflicht hinausjagte, in das Treiben der entfesselten Elemente. Im wohldurchwärmten kleinen Zimmer eines Hauses in einer stillen Seitenstraße des achten Wiener Bezirkes ruhte auf dem weißen Bett an der Längswand mit leicht gefalteten Händen ein blasses, junges Weib, besten feine Züge die deutlichen Spuren kaum überstandenen schweren Leidens zeigten. „Frau Hedwig, da bringe ich Ihnen Ihre Suppe." sagte jetzt eine wohlklingende Stimme, während eine nett gekleidete hübsche, etwa fünfunddreißigj ährige Frau ein Tablett tragend, die Schwelle überschritt und sich leichten Schrittes dem Bett näherte. „Nicht wahr. Frau Meinert, heute sind eS vierzehn Tage, daß mein armer kleiner Gregor —" „Ja, ja. Frau Hedwig, gerade vierzehn Tage," fiel Frau Meinert rasch ein. aber Sie sollten nicht immer und immer daran sich erinnern, sondern denken —" „Ach, es ist so hart!" stammelte, unter hervorbrechenden heißen Tränen, die junge Frau. „Sie müssen doch meinen Schmerz begreifen." „Gewiß, tue ich es. liebste Frau Hedwig," entgeguete Frau Meinert mit ihrer melodiösen Stimme, „ein Mutterherz — wen« es seinen kleinen, armen Liebling ivieder verlieren mutz — kann sich nicht so leicht und schnell trösten. Obivohl ich selbst nie ein Kind besessen, kann ich mich doch ganz gur in einen solchen Verlust hineindenken." Die hübsche Frau war näher getreten, stellte das Tablett auf ein Seitentischchen und legte die Hand aus HedwigS Arin. „Weinen Sie nicht, Frau Hedwig und denken Sie. daß eS Gottes Wille gewesen! Wer weiß, welchen Leiden Ihr kleiner Sohn durch den Tod entrissen wurde? Wir leben in schweren Zeiten, in Zeiten bitteren Kampfes um ein Stückchen Brot. Ein starker Mann hat zu ringen, um sich seinen Platz im Leben zu erhalten, um nicht von seinen Konkurrenten verdrängt zu werden; wie erst eine schwache Frau gleich Ihnen. Und — ver- zeihen Sie meine Offenheit — eine noch dazu arme Frau. Bringt es Ihnen nicht Trost. Ihren armen, kleinen Knaben dort zu wissen, wo es weder Kamps und Streit, noch' Leid. Schmerz und Tränen, sondern nur ewigen Frieden, selige Ruhe gibt?" Frau Meinert hatte nnt immer weicher werdender Stimme gesprochen, die dunklen Augen, wie in weite Ferne schauend, emporgerichtet, indes Hedwigs Tränen allmählich zu versiegen begannen. Nur um die blassen Lippe» flog noch ein schwaches Zucken. „Ja. Sie haben wahr gesprochen. Frau Meinert, ich bin eine schwache und arme Frau. Ach," — sie faltete aufs neue die Hände — „ich fürchte mich vor dem Leben, vor seinen vielen, mir noch fremden Gefahren, seinen brutalen Kämpfen und vielleicht noch mehr vor den Menschen. Warum nahm Gott mir meinen Gatten, der mir alles in allem gewesen? Aber," — ihre Tränen begannen wieder zu fließen — „ich habe mein Glück wohl nicht genug zu schätzen gewußt — und darum sandte mir Gott so Schweres!" Das einst so liebliche, nnn so vergrämte Antlitz mit bei. ö.?" Wurden bedeckend, warf sich Hedwig in die Kiffen zu» ruck Frau Meinert aber stand stumm neben dein Lager und Ringende ni^d^ öie mit ihrem ungeheuren Schmerze «Wohl, es ist am Besten so für Dich und Deinen armen klemeii Knaben und, wenn Du erst einmal mitten im Sturme" des Lebens stehen wirst, wirst Du dem Himmel noch danken datz er Dir das Kind genommen," flüsterte sie vor sich hin' trat daun leise zurück und verließ, das Tablett wieder mit sich sortttehmend, das Kabiuet. — 217.20 sind überzeugt, daß die "Deutschen nicht imstande sein werden, diese zu erobern. Auch haben wir noch zwei Brückenköpfe besetzt und können drüben die Offensive ergreifen, falls wir wollen." General Maunoury, der Oberkommandierende der französischen Truppen bei Soissons, erklärte denselben Pressevertretern: „Sie können überzeugt sein, daß wir Soissons und die Brückenköpfe der Aisne halten werden." Der bekannte militärische Mitarbeiter der „Times", Oberst Repington, meint, daß die Deutschen in kurzem ihre besten Truppen durch weniger geübte ersetzen und die ersteren auf einen oder mehrere Punkte der Front konzentrieren werden, um einen letzten entscheidenden Angriff zu unternehmen, ehe die Armeen der Verbündeten sämtlich versammelt sind und ehe die Jahreszeit im Osten und die Vorbereitungen anderer Staaten, die ihre Neutralität aufgeben würden, Deutschland in eine schwierige Lage bringen würden. Ter „Times"-Kritiker vermutet dm kommenden deutschen Angriff zwischen Arras und der Oise im Februar oder März. Der englische Geschäfts lrieg. Tie bekannte und man darf hinzttsetzm abgedroschene Lehre, daß zum Kriegführen Geld, Geld und zürn drittenmal Geld gehöre, trifft natürlich auch auf England zu; aber England ist auch von allen am jetzigen Kriege beteiligten Staaten der einzige, von dem mit Recht gesagt werden kann, daß Geld nicht nur das Mittel, sondern auch von Anfang an das Ziel seiner Kriegführung war, Geld und die ergiebigste Quelle des Geldes, der Welthandel. Und darum mußte die günstige Gelegenheit, Anschluß an einen Krieg zu gewinnen, der den gefährlichsten Nebenbuhler im Welthandel zu zerschmettern drohte, unter allen Umständen ergriffen und eifrig gefördert werden. Dieses Ziel zu verschleiern, würde angesichts der vor aller Welt offenliegenden Tatsachen sogar die hochentwickelte englische Heuchelkunst nicht mehr ausreichen, und man hat sich damit abgefunden, es ohne weiteres zuzugeben. In einem einleitenden Satze über die Ausstellung des Imperial Institute heißt es nämlich: „Jeder Fabrikant und jeder Kaufmann, kurz jeder, dem die gegenwärtige große Anstrengung, den Handel des Feindes zu erbeuten, beachtenswert erscheint, sollte die Reichsanstalt besuchen. Seit fünfzehn Jahren arbeiten die Leiter dieses Unternehmens auf das Ziel hin, das britische Reich von außen unabhängig zu machen; der jetzige Krieg bietet den besten Einblick in das bisher Erreichte." Und seit mindestens zehn Jahren, kann man hinzusetzen, haben die Leiter des britischen Reiches das gleiche Handelsziel auf politischem Wege, durch die Einkreisung, und so viel es an ihnen lag, durch die Niederwerfung Deutschlands zu fördern gesucht. Die Ausstellung dieser Reichsanstalt erstreckt sich über ein weites Gebiet hex eigenen und der kolonialen Volkswirtschaft; was uns aber zu betrachten näherliegt, ist die „neue britische Einfuhr", wie sie in einem Bericht der „Times dargestellt ist. „Vor dem Kriege" — heißt es dort — „wurden ungeheure Mengen Rohstoffe aller Art von den britischen Kolonien oder aus Indien nach Deutschland verfrachtet, in deutschen Fabriken verarbeitet und zum großen Teile, vielfach in Gestalt der fertigen Ware, nach Großbritannien zurückverkauft. Zweck der Reichsanstalt ist es, diese Mengen kolonialer und indischer Rohstoffe so weit als möglich den heimischen Fabrikanten zu übermitteln und zugleich die Verwendung britischer Maschinen in den Kolonien und in Indien zu fördern. Die Anstalt hat schon viele britische Fabrikanten in den Stand gefetzt, Ehren Absatz stark zu vermehren. Nach Hüll allein hat die letzte Woche 1600 Tonnen Palmkerne und 3000 Faß Palmöl gebracht, eine gänzlich neue Einfuhr für diesen Hafen. Gegen all diese Arbeit der Reichsanstalt wäre nichts einzuwenden, denn den ehrlichen Wettbewerb muß sich jeder Fabrikant und Handelsherr, auch jeder Staat gefallen lassen; aber England unterstützt sie durch die Mittel des Krieges, den der Hauptsache nach seine betörten Verbündeten führen sollten, in den es aber unversehens selbst so tief hineingeriet, daß die Behauptung „Geschäftsgang wie gewöhnlich" ein sehr matter Trost geworden ist. Zumal bei dem mißfälligen Gegensatz der so überraschend steigenden Weizenpreise, die sich nicht etwa durch den- Hinweis auf vorübergehende Marktverhältnisse und auf Entladungsstockungen in den englischen Häfen hinwegerklären lassen. Die Sache liegt vielmehr so, daß ein militärisches Mitglied des jetzigen landwirtschaftlichen Beirats der Regierung es für dringend nötig hält, durch eine Zuschrift an die Times zu möglichst rascher und reichlicher Aussaat von Frühlingsweizen aufzufordern. ' . I. Lyon L Comp. Ltd. Von I. Lorm. Gleichzeitig mit der Pariser Nachricht, daß der einstige Kabinettssekretär im Ministerium Caillaux, der si tz ge Generalzahlmeister Tesclaux, wegen Unterschlagungen bei den Heereslieferungen verhaftet worden sei, kommt auch aus London die Mitteilung von einer ähnlichen „patrio- tischen"Tat: Tie weltbekannte englische Firma I. Lyons u. Comp, ist unter Anklage gestellt, weil sie dem Heer außerordentlich große Mengen verdorbenen und ungenießbarer« Fleisches zugeführt haben soll. Das englische Volk ist so sehr von dem Gedanken an die Bortrefflichkeit und Unübertrefflichkeit seiner Einrichtungen durchdrungen, daß diese gerichtliche Verfolgung eines ihrer populärsten Geschäftshäuser nicht nur diesem Minen bedeutenden Schaden zufügen dürfte, sondern auch — wegen der Ursache dieses Gerichtsverfahrens — die Lust, Soldat zu werden, noch in weit bedeutenderem Maße herabmindern wird, als es ohnehin der Fall ist. Daß die I. Lyons-Compagny ihnen verdorbenes Fleisch vorzusetzen imstande sein würde, das hätte in England wohl bis jetzt niemand für möglich gehalten. Bedeutete doch der Name Lyons für sie fast den eines Wohltäters. da ihm der englische Mittelstand die Möglichkeit verdankte, zu verhältnismäßig niedrigen Preisen in behaglichen Räumen sich kulinarischen GenüsserCaller Arten hingeben zu können. Zunächst war es der Teebetrieb, der den Namen Lyons bekannt machte. 13000 Agenturen in London und England und 75000 Agenten in allen Teilen der Welt, sorgten für den Umsatz des in den eigenen Plantagen in Indien gebauten Tees, dessen Erfolg hauptsächlich dem Geschäftsprinzip zuzuschreiben war, daß ohne Rücksicht auf die Preisschwankungen des Teemarktes, stets die gleiche Qualität zu dem unveränderten Einheitspreis verkauft wurde. Ungefähr 120 über London verbreitete Teehäuser machten den Tee der Firma I. Lyons immer beliebter und ihr Gründer erweiterte sie in Restaurants, als er sah, daß dieser Betrieb unter den gleichen Geschäftsprinzipien geleitet, einen ungeheuerlichen Zuspruch erreichen müßte. In« Jahre 1888, anläßlich der Jubiläumsausstellung in Newcastle, eröffnete er sein erstes Speisehaus. Heute sind in dem Londoner Restaurationsbetriebe der Firma I. Lyons, die sich längst in eine Aktiengesellschaft — „I. Lyons u. Comp. Ltd." — verwandelte, ein Personal von 10 000 M>enschen tätig, eine Zahl, die wohl von keinem Restaurationsbetriebe.der Welt erreicht wird. In diesen komfortablen Speisehäusern nehmen täglich VZ Million Menschen ihre Mahlzeiten ein. Ter Erfolg der Firma Lyons veranlaßte vor vier Jahren ein Konsortium amerikanischer Geldmänner, ihr eine Million Pfund Sterling (gleich 20 Millionen Mark) zu dem Zweck anzubieten, in Amerika ein Unternehmen nach dem gleichen Muster einzuführen. Die Ausdehnung und der riesige Umsatz des Londoners Geschäfts ließen jedoch die Annahme dieses Anerbietens als überflüssig erscheinen. Vielleicht legte man damals in London dieser Ablehnung patriotische Motive unter, denn just unmittelbar danach, wurde Joseph Lyons, der kluge Organisator, vom König von England zum Ritter ernannt. „I. Lyons u. Comp. Ltd." waren keine Hoflieferanten. Sie waren es nicht, weil die Möglichkeit nicht vorhanden war, daß Se. britische Majestät sich aus einem der Restaurants dieses Namens, Hammelrippchen oder falsche Schildkrötensuppe ins Schloß holen ließ, oder daß Ihre Majestät vor einer der Lyons-Teestuben aus ihrem Wagen stieg, um sich dort durch eine Tasse des indischen Getränks zu erwärmen. Und dennoch war Lyons in den Augen der Menge mehr als jene, über deren Kaufhäusern das Wappen des Königlichen Hauses prangte. Er war der Hoflieferant des Volkes. Wie sich dieser Ehrentitel mit der Tatsache vereinen läßt, daß er den im Felde Stehenden verfaulte Lebensmittel in ungeheuren Mengen als Nahrung Ausenden konnte, darüber wird — vielleicht — das eben gegen ihn eingeleitete Gerichtsverfahren Aufschluß geben. * * * Die moralische Wirkung des Rückzuges von Soissons aus die Pariser Börse. WTB. London, 2. Febr. Die „Financial News" schreiben in ihrem neuesten Wochenbericht über die Pariser Börse, die moralische Wirkung des Rückzugs von Soissons sei immer «roch nicht überwunden. Es müßte schon ein großer Erfolg der Verbündeten eintreten, damit die gedrückte Stimmung der Kapitalisten aufhöre. Die neue österreichische Offensive gegen Scr-ien. GKG. Frankfurt, 2. Febr. Die „Franks. Ztg." erfahrt aus Stockholm: Die Petersburger Zeitungen berichten von dem Einsetzen einer kräftigen österreichischen Offensive gegen Serbien. Heftige Kämpfe entwickeln sich bei Milonawatsch und Gradiselile. Oesterreichische Geschütze haben das jenseitige Donauufer unter Feuer genommen. Die Höhe bei Jopanik wurde von den Oesterreichern besetzt, die nunmehr Tekio beschießen. Griechenland an Serbiens Seite. GKG. Frankfurt, 2. Febr. Nach einer Kopenhagener Meldung der „Frankfurter Zeitung" erfährt die „Ber- linske Tideude" aus Athen über Paris: Griechische Blätter teilen mit, daß ein neuer österreichischer Versuch, in Serbien einzurücken, die tatkräftige Unterstützung Serbiens durch die Griechen hsrbeiführen werde. Ter griechische Gesandte in Paris erklärt, die Mitteilung sei zwar nicht offiziell bestätigt, klinge aber wahrscheinlich. Rumänien. GKG. Paris, 1. Febr. Tie Gewährung einer Anleihe der Bank von England an Rumänien wird von der offiziösen französischen Presse offen als eine Garantie dafür angesehen, daß Rumänien demnächst Oesterreich- Ungarn angreifen wird. Sv sagt der „Petit Parisien", das Sprachorgan des Ministeriums des Aeuhern: „Tie rumänische Regierung selbst hat noch nicht gesprochen, weil die Stunde für sie noch nicht geschlagen hat. Aber wir wissen, daß sie bereits gehandelt hat und daß sie ihre militärischen Vorbereitungen tatkräftig durchführt. Durch die Aufnahme einer Anleihe in England kündigt sie gleichzeitig an, daß ihre Entscheidungen getroffen sind." Portugal doch neutral? GKG. Mailand, 2. Febr. Ter Corriere della Sera meldet aus Lissabon: Ministerpräsident Castro erklärte im Senat die Neutralität Portugals. Die Neutralität Italiens. WTB. Rom, 2. Febr. Tie Tribun« veröffentlicht einen Brief Giolittis an den Abgeordneten Paamo, in dem er sich gegen zwei Legenden wendet und zwar gegen diejenige von seinen angeblichen Beziehungen zum Fürsten Bülow und gegen die andere, wonach man ihm die Ansicht zuschreibt, Italien müsse in jedem Falle und vollkommen neutral bleiben. Giolitti sagt darin: Ich kenne den Fürsten Bülow seit vielen Jahren und habe eine große Achtung vor seiner Intelligenz und seinem Charakter. Ich habe in ihm stets einen Freund Italiens gefunden, der wohlverstanden stets in erster Linie das Interesse seines Landes wahrnahm, wie es seine Pflicht ist. Ich habe den Fürsten Bülow ein einziges Mal gesehen. Ich traf ihn zufällig und wir sprachen in rein akademischer Weise von den großen Ereignissen. Aber ich habe mich wohl gehütet, in Vermutungen über die Haltung einzutreten, die Italien einnehmen müsse, ich würde sonst gegen meine Pflicht verstoßen haben, und Fürst Bülow'begann ebenfalls nicht darüber zu rede« da er ein Mann ist, der niemals gegen das gute He^ kommen verstößt. Was übrigens die Legende betrifsy daß ich für die Neutralität Italiens bin, so betracht ich sicherlich den Krieg nicht als ein Glück, sondern atz ein Unglück, für das man sich nur dann entscheidet, wenE es die Ehre oder das große Interesse des Landes erfordert. Ich halte es nicht für erlaubt, das Land aus Grün, den des Gefühls für andere Völker in den Krieg zu rei» ßen. Für ein Gefühl kann jeder sein Leben von sich werfen, aber nicht dasjenige seines Landes. Aber im Falle es nötig sein sollte, würde ich nicht zögern, mich für den Krieg zu erklären, dafür habe ich den Beweis geliefert. Es könnte sein und es könnte nicht unwahrscheinlich erscheinen, daß Italien während der jetzigen Lage in Europa manches erreichen könnte ohne den Krieg, aber dafür kann sich derjenige, der nicht zur Negierung gehört, nicht ein vollständiges Urteil bilden. Was die Gerüchte über Verschwörungen und Kris n betrif't, so h lte ich derartige Ereignisse für nicht möglich. Ich habe die Regierung unterstützt und ich unterstütze sie noch. M Deutsche, Franzose» und Engländer in W Nordfrankreich. M Ein Amerikaner, Herr I. C. Noeggerath, der die jetzt von uns besetzten französischen Bezirke in der Gegend von Lille besuchte, berichtet über seine Beobachtungen^ in der in Berlin dreimal wöchentlich erscheinenden amerikanischen Zeitung „The Continental Times". Besonders ist ihm das gute Einvernehmen zwischen der französischen Bevölkerung und den deutschen Soldaten ausgefallen. Er schreibt darüber: „Wie man sich vorstellen kann, ist der Bevölkerung der Gedanke der deutschen Invasion nicht gerade angenehm, nichtsdestoweniger besteht die beste Fühlung und das beste Einvernehmen zwischen Franzosen und deutschen Sol- in daten, und zwar von Anfang an. Nicht so jedoch zwischen den Franzosen und den Engländern. Ich habe gesunde», daß die Leute in der Gegend von Lille äußerst verstimmt' sind über das Benehmen der Engländer, die ihren herrischen Ton nicht aufgegeben haben, jenen Don, der für den auf dem Festlande reisenden Engländer in Friedenszeiten st> typisch ist. Tie Engländer gingen sogar so weit,! einige Bezirke wie erobertes Gebiet zu behandeln. Außerdem werfen sie Bomben auf Lille, die gewöhnlich unendlich mehr friedliche Bürger der Stadt verletzen, als deutsche Truppen. Tie Wirkung auf die französische Bevölkerung ist außerordentlich. Man kann sie gelegentlich von den deutschen Soldaten als „nos enmarnäes" sprechen hören. Ein deutscher Offizier, den ich kennen lernte, hatte einen Zug englischer Gefangenen zu schützen, nicht gegen die Deutschen, sondern gegen die französische Be-^ völkerung- In einem andern Falle ging ein Mitglied einer bayerischen Fliegerabteilung in dm Straßen von Lille spazieren, als er plötzlich von einem Franzosen mit dm Worten „Vensri, mori uini, vens?!" in ein Haus 'hineingezogen wurde. Unmittelbar därauf platzte eine Bombe in nächster Nähe und ein englischer Flieger erschien über den Häusern. So wurde einem deutschen Soldaten von einem Franzosen das Leben gerettet. (M. N. M Englands Furcht vor einem Angriff in den Lüste«« in napoleonischer Zeit Nicht zum ersten Male zittern die Engländer bei dem Gedanken an einen Luftangriff auf ihr Land und Sehenden vnd mut Mer P« danken r Friedens Sodann ihre ungeschützten Städte, denn schon zu den Zeiten Napoleons I. hatten die Franzosen Pläne ausgearbeitet. Dl mit Hilfe der kurz vorher erfundenen Luftballons cm; Hel, eröfs Heer nach England zu werfen. Ter riesenhafteste dieser* "" Pläne bestand darin, hundert Ballons mit je 30 Manu Besatzung bei geeigneter Windrichtung in Calais zur Fahrt nach England aufsteigen zu lassen. Zugleich mit diesen Ballons sollte eine Flotte abfahren, zu deren Schutz die Bemannung der Luftschiffe mit Bomben bewaffnet war, die sie auf die englischen Schiffe uno auf die englische Küste schleudern sollte, um die Schiffe zu vernichten, und die Küstenbewohner abzuhaiten, die Ausschiffung der französischen Truppen zu verhindern. In seinem, in England sehr verbreiteten Buche „Napoleon and the «nva- sion of England" hat der Geschichtsforscher A. M. Broad4 ley eine eingehende Schilderung von diesem geplanten Luftkrieg entworfen, um schließlich zu dem Ergebnis zu gelangen, daß England nicht iin Stande sei, einem An- asvacht Monst «vhnet - Kp öhr -ein Et der Sol Msere ringezog« und Go den Hel bei einen verlief h in Wort sinnung die etwa nicht zur dieser Fe kommen Ihrischer tragende« haben de werden Herrn P geisterten Schweige sangverei Reihenfo gerangen, oay «rmgeano mcyr «in Vranoe ;e«, einem ' v griff zu widerstehen, der gleichzeitig zu Lanoe, zu Schiss ° und aus den Lüften geführt weroe. Wie in unseren Tagen, ^7- ' so beschäftigten sich auch damals die englischen Zeitun- * gen ernstlich mit der dem Lande drohenden Gefahr; sie A erteilten Ratschläge, wie der Invasion vorzubeugen sei, A^ugsf und wie das Volk sich schützen könne, wenn sie wider Er- ^ * geseh warten dennoch erfolgen sollte, aber alle Sorgen Ware« rmsonst. Napoleon war kein Freund von solchen fremdartigen Ideen, die sich nicht in sein strategisches System fügten, und er hat niemals daran gedacht, mit Hilst von Luftschiffen zu erreichen, was er mit seinem Heers und seiner Flotte nicht zu erreichen vermochte. Aber im Grafei« Zeppelin hat er, wenigstens in dieser Beziehung einen von den Engländern mit Recht mehr gefürchteten Nachfolger erholten. (Staßb. P.) Billa ermordet? WTB. London, 1. Febr. Nach einem Telegrau der Central News aus Newyork bringt die „Tribuns" a El Paso die Nachricht, daß dort nichtamtlich verbreitet wird, General Villa sei an den Folgen einer Verwundung durch einen Revolverschuß gestorben. Ws Täter wird der Major Fierrv genannt, der seiner Zeit den Engländer Benton erschossen habe. Jal Zwe Wahl nä« gen 9! tschri 'wden. Aus Stadt und Land. ** AdelSbeim, 3. Februar. Das WTB. teilt amtlich^ mit: Zu militärischen Ausbildungszwecken werden vo»i den ersten Tagen des Februars ab vorzugsweise lMt Sonntagen von einem der bei Berlin gelegenen Austl stiegsplätze Freiballons aufgelassen werden, der Landungsort vorher nicht zu bestimmen ist. — Um d Bewohner vor Beunruhigung und die Korb-Insasse vor Gefahren zu bewahren, wird darauf aufmerksa" rhästet 28. ^ seine jetz am keinem ' twt j Fel Pen« ^Nuge a rede« rte He,.' betrifft, betracht, >ern atz et, wenn H erfor- s Grün. ! zu rei. von sich !lber irn rn, mich weis ge- hrschein- Lage in cg, aber wng ge- Vas die so h- lte habe die ch. i» D- der die der Geltungen >en ame- Beson» )er sran- ten aus- »ölkerung de ange- und das hen Solzwische» gesunde^, »erftimM en herri- r für den enszeiten so weit, Au Hertz unmd- als deutsche Be- legentlich ;s" sprr- m lernte, en, nicht ische Be« Mitglied Hen von zflen mit nn Haus atzte eine Flieger deutschen cket. N. M l Lüste« inder bei 'and und en Napo- eitet, um Ilons ein flte dieser lO Mann ;nr Fahrt rit diesen Schutz die snet war, englische ernichten sfung der , in Eng' the inva- T Broad^ geplanten zebnis zu wem Am zu Schiff en Tagen, r Zeitun- efahr; sie mgen sei, vider Ä' en waren en fremdes System mit Hilst, rem Heerte. Aber r Bezieh' r gefürch' elegranrs >nna" cnr^r verbreitet Verwund 1s Täter Aeit de« -.«. albt daß die Ballons an der unteren Hälfte zwischen usd Netz durch drei Eiserne Kreuze gekenn- .^knet sind. dgtz Adelsbei», 3. Februar. Unteroffizier Heinrich «vöhrer von hier wurde an Kaisers Geburtstag mit Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Der Dekorierte ist der Sohn des st Landwirts Ernst Spöhrer von hier. Unsere Gratulation! /-) Senvfetd, 2. Februar. Als dritte Spende für das Note Kreuz konnten die hiesigen Schulkinder die ltböne Summe von 23,50 Mk. abliesern. Die gesamte gelieferte Summe der Kinder beträgt bis jetzt 84,50 E. Es ist dies gewiß ein schönes Zeichen des Opfersinnes und Dankbarkeit für unsere tapferen Krieger. Vollen wir hoffen und wünschen, daß es so immer bleiben möge und die Hartherzigen sich ein gutes Beispiel daran nehmen möchten. -j- Eiudolsheim, 2. Februar. Schon wieder hat der schreckliche Krieg aus unserer Gemeinde ein Opfer gefordert. Am 27. o Mts. ist der junge Landwirt Gottfried Grämlich, Sohn des Philipp Grämlich von hier im Kriegslazarett St. Am and zur ewigen Auhe cingegangen. Erst am 10. Oktober mit mehreren Kameraden einberufen, erhielt er in Lahr seine Aus bildung und kam zum Jahreswechsel zu den kämpfen den Truppen in die Front. Bereits in den ersten Gelten, an denen er beteiligt war, erhielt er eine leichte Verwundung, konnte aber bei der Truppe bleiben und weiter mitmachen Aber schon am 12. Januar ist er in Nordfrankreich wieder durch einen Granatsplitter im Unter schenke! verwundet worden, nachdem wenige Minuten zuvor sein Kamerad Gottlieb Vogt von hier in seinen Armen verschieden war. Am 29. Januar ist der junge Held mit militärischen Ehren durch einen Feldgeistlichen auf dem neuen Friedhof zu St. Amond bestattet worden. Um den braven Jüngling, der so hoffnungsfreu- Lg in den Kampf gezogen war und nun schon in fremder Erde ruht, trauern daheim mit der schwer geprüften Mutter und den Brüdern noch zahlreiche Mlvandte und Freunde. Der Familie wendet sich um so mehr Teilnahme zu, als noch zwei weitere Söhne derselben beim Heere sieben, von denen einer schon so in Gefahr war, daß ihm ein Pferd unter dem Leibe erschossen wurde. (>) Sindolshei«, 1. Febr. Letzten Sonntag fand hier zur würdigen Begehung von KaisersKeburts- tag eine Gemeindefeier statt Den ursprünglichen Plan, gleich wie anderwärts ausgewählte Stücke aus .Wilhelm Tell' darzubieten, konnten wir nicht durch- siihren; denn von unserer zu Anfang etwa 35 Mann starken Jugendwehr find jetzt schon gerade die Hälfte eingezogen; zwei wackere Jungmannen, Gottlieb Vogt und Gottfried Grämlich, haben schon fürs Vaterland den Heldentod gefunden; sie fielen am 12. Januar bei einem Sturm gegen die Engländer. Die Feier selbst isrlief harmonisch und dem Ernst der Zeit entsprechend, in Wort und Lied klang die große, opferwillige Gesinnung unserer Tage hindurch; so war auch denjenigen, die etwa den Gatten oder Söhne im Felde stehen haben, nicht zuviel zugemutet, als man gerade auch sie zu dieser Feier besonders eindringlich bat; viele sind ge kommen und haben sicherlich einen bleibenden tief gehenden Eindruck empfangen, der sie zu ergebenem «id mutvollen Ausharcen und Durchhalten von neuem stärkt. Der erste Führer der Jugendwehr, Apotheker Schröp- Pel, eröffnete und leitete die Feier; ein von ihm vorgetra gener Prolog führte die Versammlung hinein in die Gedanken und Gefühle, die gerade Heuer anders als in den Frirdensjahren an Kaisers Geburtstag uns erfüllen. Sodann folgten eine Reihe'schönec, zum Teil ergreifender Erdichte aus der großen Menge wirklich wertvoller lyrischer ^Erzeugnisse der Kriegszeit selbst. Die Vortragenden haben alle sich recht Mühe gegeben, viele hoben dem Sinn und Wert ihrer Vorträge voll gerecht torrden können. Die temperam« ntvolle Festrede des Herrn Pfarrers Fehn auf den Heldenkaiser fand begeisterten Widerhall, ebenso die Worte, die Got fried Schweiger auf den Großherzog sprach. Lieder des Gesangvereins und gemeinsame Gesänge unterbrachen die Reihenfolge der Gedichte und Reden. Nachdem die Akuge des Dargebotenen erschöpft war, ergriff Heinrich Uller das Wort, um eindrucksvoll und ergreifend unserer Brüder im Felde zu gedenken, „auf deren fieg- AHe Heimkehr wir hoffen und denen wir dann ein «uzugsfest bereiten wollen, wie es Stndolsheim noch uie gesehen". (-) Mannheim, 2. Febr. (Tödlicher Unglücksfall.) »i einem Eisenbahnhaltepunkt in Waldhof ereignete sich sk» tödlicher Unfall. Der verheiratete Landwehrmann Dksb Wenzel von Käfertal wurde beim Ueberschreiten von einer heranfahrenden Maschine erfaßt, ffMfahren und sofort getötet. (-) Mannheim, 2. Febr. Im Alter von 54 Jahren hier der sozialdemokratische Landtagsabgeordnete Albert -stind nach längerem Leiden verstorben. Er vertrat seit Mt Jahre 1903 den 62. Wahlkreis Mannheim V in Zweiten badischen Kammer. Bei der letzten Land »Wahl im Jahre 1913 ist er mit sehr großer Mehr- , nämlich mit 2753 sozialdemokratischen Stimmen kr 996 Stimmen der Nationalliberalen, 546 der tschrittler und 814 Stimmen des Zentrums gewählt «rrden. L (7) Mannheim, 2. Febr. In der verflossenen Nacht , , A hier der Pforzheimer Familienmörder Hans Poth A, worden; er hatte sich in der Nacht vom 27. il'ib M 2"nuar, nach der er den Mord an seiner Frau lt anuM M seinen beiden Kindern verübt hatte, an verschiedenen -weise enen AE W«cm Gasthof unter falschem Namen Wohnung nahm, en, derA Mwt dort sehr sicher aus und erzählte, er wäre zurzeit beurlaubt und rühmte dabei seine Taten im auch besaß er noch einiges Geld. In der ifmerkswW""— ' " ....... von der Anwesenheit Poths Kenntnis erhalten hatte, in dem Gasthsfe, um die Verhaftung des Familienmörders vorzunehmen. Ms Poth merkte, daß es kein Entrinnen mehr gab, schoß er sich aus einem Revolver in die Schläfe und verletzte sich lebensgefährlich. An seinem Aufkommen wird gezweifelt. (-) Mannheim, 1. Febr. Der 51jährige Bahnwart Jakob Münch von Friesenheim wurde bei'der Anilinfabrik von einem Zuge überfahren und ihmdabei der Kops und ein Bein vom Rumpfe getrennt. Der Tod trat sofort ein. — Das vierjährige Töchterchen einer hier wohnenden Familie Herzog spielte in der Kücher und kam dabei dem Küchenherd zu nahe. Die Kleider des Kindes fingen Feuer und das Kind starb an den erlittenen schweren Verletzungen. (-) Mannheim, 2. Febr. Einen schlimmen Ausgang nahm eine Neckerei. Ein bei einer Güterbestätterei beschäftigter Postillon Edmund Martin kitzelte einen Arbeitskollegen unter den Armen, während dieser gerade einen Tolch in Händen hatte, den er seinem im Felde stehenden Bruder schicken wollte. Bei der Berührung drehte er sich plötzlich um und der Tolch fuhr dem Martin so unglücklich in die Brust, daß derselbe infolge der schweren Verletzung tot umfiel. (-)Karlsruhc, 30. Jan. Das Stellvertretende Generalkommando des 14. (Bad.) Armeekorps hat in mehrfachen Fällen Kenntnis davon erhalten, daß Offizieren und Mannschaften bei Besorgung oder Ergänzung ihrer Bekleidung und Ausrüstung, sowie bei sonstiger Beschaffung von Lebensmitteln usw. von Geschäftsleuten des Heimatlandes in ganz empfindlicher Weise übervorteilt worden sind. Das Stellv. Generalkommando wird gegen diese Ausbeutung von Heeresangehörigen mit den strengsten Maßnahmen, unter Umständen sogar mit der Schließung der betreffenden Geschäfte einschreiten. '(-) Karlsruhe, 30. Jan. (Vom Landtage.) Den Landständen wird von der Regierung ein Gesetzesentwurf vorgelegt werden, nach welchem der großherzoglichen Regierung zur Bestreitung des aus Anlaß des Krieges entstehenden außerordentlichen Aufwandes außer dem Administrativkredit in Höhe von 10 910000 M. ein weiterer Kredit von 35 Millionen Mark erteilt und die Staatsschulvcnverwaltung ermächtigt werden soll, zur Deckung oieses Aufwandes, sowie des im Haushalt der allgemeinen Staatsverwaltung für die Jahre 1914 und 1915 zu erwartenden Fehlbetrags eine Anleihe aufzunehmen oder Dchatzanweisungen oder Schatzwechsel aus- zugeben und zwar bis zum Höchstbetrag von 70 Mil. lionen Mark. (-) Karlsruhe, 31. Jan. Im Alter von 68 Jahren ist hier der evangelische Pfarrer Julius Kästner gestorben. Er war lange Jahre hindurch als Seelsorger in Gernsbach tätig und trat im Sommer vergangenen Jahres wegen eines schweren Leidens in Ruhestand, den er hier verlebte. (-) Rastatt, 2. Febr. Das Kriegselend dürsten die hiesigen Einwohner dieser Tage wieder einmal mit eigenen Augen im richtigen Bilde gesehen haben.. Nachdem hier schon vor einigen Wochen größere Trupps französischer Flüchtlinge eingetvoffen waren, kamen am Sonntag weitere 1400 Personen in einem Sonderzug hier an; dieselben waren infolge Zerstörung ihrer Behausungen auf dem französischen Kriegsschauplatz obdachlos geworden und sollten jetzt bei den deutschen Barbaren Unterkunft finden. Es war ein unbeschreiblich trauriger Anblick, schreibt das „Rast. Tagebl.", als eine größere Schar gebrechlicher Greise, Frauen mit Kindern, letztere oft im zartestem Alter, meist nur notdürftig bekleidet, zitternd, hungrig und frierend ihre geringen Habseligkeiten mitschleppend, durch die Straßen nach einer Kaserne zogen, wo sie zunächst beherbergt werden. (-) Freiburg, 31. Jan. Das Erzbischöfliche Ordinariat hat angeordnet, daß auch dringliche Lieferungen für militärische Zwecke während der Kriegsdauer als Not- standsarbeiten anzusehen sind und daß daher für Orte und Unternehmungen, wo für den Heeresbedarf derartige Lieferungen auszuführen sind, die Dispenz für Sonntagsarbeit nicht verweigert werden soll. (-) Freiburg, 31. Jan. Beim Transport einer 15 Zentner schweren Dynamomaschine in den Mlaschinenraum eines Fabrikanwesens fiel die Maschine in den Keller und riß einen 57jährigen Maschinisten mit. Dieser erlitt mehrere Schädelbrüche, die den sofortigen Tod zur Folge hatten. — Ein 30jähriger, wegen erschwerter Urkundenfälschung festgenommener Reifender aus Stvrvz- netz machte im hiesigen Amtsgefängnis seinem Leben durch Erhängen ein Ende. (-) Lörrach, 31. Jan. Beim Rodeln hat sich hier ein schwerer Unglücksfall ereignet. Ter Landsturmmann Höhr fuhr mit einem Knaben den Hühnerberg abwärts und an einer Biegung stieß der Schlitten gegen einen Hag, Der Landwehrmann stürzte dabei so unglücklich, daß er eine leichte Ellenbogenverletzung und einen schweren Oberschenkelbruch erlitt. (-) Vellingen, 31. Jan. Nach kurzem schweren Leiden ist hier im Mter von 61 Jahren der katholische Pfarrer Karl Zeller, Dekan des Kapitels Neucnburg gestorben. Er stammte aus Oberbruch bei Bühl und wirkte längere Zeit in Neibsheim und seit 23 Jahren in Bellingen. ^ Handel und Verkehr. Adelsheim, 1. Febr. Schweinemarkt. Dem heutigen Schweinemarkt wurden zugrführt: 13? Milchschweine und 28 Läufer. ES kosteten: Mtlchschweiue, 30—50 Mark pro Paar, Läufer 70—110. Der Kauf ging langsam. Markt war gut besucht. (-) Mauuhei», 1. Februar. (Viehwarkt.) Amtlicher Bericht der D rektion. ES wurde bezahl! für 50 K lo Schlachtgewicht. Zugesührt waren: 165 Ochsen: a) vollfleischige, auszemästet« höchsten Sch ach!werte?, die noch nicht g zogen bab-n (ungejochr), 96—102 Mk-, d) vollfleischige, auSpemästere, im Alter von 4 —7 Jahren 94 — 96 Mk., c) junge fl-»schige n cht auSgrmäst te und ältere, auk- gemästete 90—94 Mk., ck) mäßig genährte junge und gut -.sMgenen Nacht erschien nun die Kriminalpolizei, d»e genährte ältere 88 —90 Mk. 86 Bullen (Farren): a) vollflrischige, ausgewachsene, höchsten Schlachtwertes 84—SO Mk., b) vollfl'ischige, jüngere, 80- 82 Mk., c mäßig genährte junge und gut genährte ältere 78—80 Mk 934 Färsen (Ruder und Kühe): a) vollflrischige auS gwästrte Färsen, höchsten Schlachtwerbs 96—100 Mk., b vollflrischige, auSgewästet« Kühr höchsten Schlachtwertei bis zu 7 Jahren 80—86 Mk., c) ältere auigewästet- Kühe und wenig gut entwickelte jüugere Kühe und Färsen 74—78 Mk., 6) mäßig genährte Kühe und Färsen 66—70, e) gering genährte Kühe und Färsen 56—80 Mk. 377 Kälber: a) Doppellender feinster Mast 000—000 Mk., d) feinste Mastkälber 90—95 Mk., c) mittlere Mast- und beste Saugkälber 85—SO Mk., ä) geringe Mast- und gute Saugkälber 80—85 Mk., e) gering« Sau kälbrr 75—80 Mk. 610 Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Masthammel 00—00 Mk., b) ältere Masthammrl,. geringere Mastkämmer und gut genährte junge Schafe 88—92 Mk., c) mäßig genährte Hammel und Schafe (Merzschafe) 60—66 Mk., 1886 Schweine: a) Fettschw.'ine über 150 Kilogramm 0—0 Mk., b) vollfleischige Schweine von 120—150 Kg. 88—SS Mk., c) vollflnsMge Schweine von 100—120 Kg. 87—88 Mk., ck) »ollfl rschize Schweine von 80—100 Kg. 87—88 Mk., e) vollfleisckige Schweine unter 80 Kilozr. 87—87 Mk., t) Sauen 78—82 Mk ES wurde bezahlt für dos Stück: 000 Luxuspferde 0000—0000 Mk. 59 Arbeitspferde 300—1500 Mk , 40 Pferde zum Schlachten: 80—240 Mk., 0 M lchkühe 000-000 Mk.. 000 Ferkel: 0-0 Mk. 15 Ziegin: 10—20 Mk. 0 Zieglein 0.00-0.00 Mk. 0 Lämmer 0—00 Mk. Z flammen 4063 Stück. Hardrl mit Großvieh und Kälbern mittelmäßig, mit Schweinen lebhaft, mit Pferden lebhaft. Letzte Nachrichten. > (Mitgeteilt von Wolffs Telegraphenbüro.) ! Scharfe- Vorgehen -ege» englische Trappen- sendnngen. Berlin, 2. Februar. (Amtlich.) In seiner heutigen Ausgabe wird der Reichs- und Staatsanzeiger folgende amtliche Bekanntmachung bringen: Berlin, 1. Februar 1915. Bekanntmachung. England ist im Begriff, zahlreiche Truppen und große Mengen von Kriegsbedarf nach Frankreich zu verschicken. Gegen diese Transporte wird mit allen zu Gebote stehenden Kriegsmitteln vorgegangen. Die friedliche Schiffahrt wird vor der Annäherung an die französische Nord- und Westküste dringend gewarnt, da ihr bei Verwechslung Mit Schiffen, die Kriegszwecken dienen, ernste Gefahr droht. Dem Handel nach der Nordsee wird der Weg um Schottland empfohlen. Der Chef des Admiralstabs der Marine: gez. von Pobl. Reife des Kaisers «ach Wilhelmshaven. WTB. Berlin, 2. Februax. (Amtlich.) Der Kaiser begibt sich im Laufe des morgigen Tages zu Besichtigungen nach Wilhelmshaven. Die Tätigkeit der deutschen Flieger. Berlin, 3. Februar. Eine Meldung des „Berliner Tageblatts" aus Rom besagt: Deutsche Flieger warfen Bomben über Nancy ab, durch die am Bahnhofsviertel großer Schaden angerichtet wurde, lieber Luneville und Pont-a-Moussons warfen ^deutsche Flieger ebenfalls Bomben ab, durch die mehrere Personen verwundet bezw. getötet wurden. Zwangsweise eingereiht. Hamburg, 3. Febr. Den „Hamburger Nachrichten" wird aus Brüssel gemeldet: Wie gleichzeitig aus Paris und London berichtet wird, werden in Frankreich und in England alle Belgier iw Alter von 18 bis 30 Jahren zum Heere ausgehoben und auf die Exerzierplätze geschickt. In Paris versammelte der Seinepräfekt die Belgier in der Kaserne unter dem Vorwand, ihnen eine wichtige Mitteilung zu machen, und ließ sie nicht hinaus, obwohl die meisten gegen dieses Verfahren protestierten. Das gleiche geschieht in London und in anderen englischen Städten. Der ThphuS im serbische« Heer. Sofia, 3. Februar. Nachrichten aus sicherer Quelle zufolge, richtet der Typhus unter den in der mazedonischen Stadt Jschtig zusammengezogenen serbischen Rekruten große Verheerungen an. Täglich sterben durchschnittlich 30 Personen an dieser Krankheit. Die Antomobilsühre« im AuSftand. London, 2. Februar. Hier sind 200 AutoomnibuS- führer in den Ausstand getreten. Knudgebnuge« gegen die Teuerung. London, 3. Feb. DaS Organ der Londoner Arbeiterpartei „Daily Citizen" kündigt an, daß am 13. Februar in 44 größeren Städten Kundgebungen gegen die Teuerung stattfinden sollen. Die Angft vor de« Zeppeliue». Berlin, 2. Januar. DaS „Berliner Tageblatt" meldet aus Kopenhagen: Der „BerlingSke Tidende' wird aus London telegraphiert: Heute Nacht erhielt sich in der Stadt hartnäckig das Gerücht, daß eine große Zeppelinflotte auf dem Wege nach London sei. An offiziellen Stellen wurde hierüber keine Auskunft gegeben Tatsache ist aber, daß ein großer Teil der Spezialtruppen, die London gegen einen Luftangriff verteidigen sollen, heute Nacht alarmiert waren. ES hat sich jedoch kein deutsches Luftschiff über London gezeigt. M Amtliche Bekanntmachungen. Die Siegel««- des Verkehrs «it Brotgetreide «vd Mehl betr. Nachdem der BezirkSrat in seiner heutigen Sitzung die Mitglieder des KommunalauSschuffrt Adelrheim auf Grund deS Z 3 Absatz 3 der Verordnung Gr. Minister umi deS Innern vom 38. Januar 1915, die Regelung deS Verkehrs mit Brotgetreide und Mehl betr. und ß 38 dr B'kanntmachimg de« Stellvertreters deS Reichskanzler vom 25 Januar IS 15 gleiche« Inhalts ernannt hat, setzt sich der Kommunalverbands- auSschuß deS Amtsbezirks AdrlSheim wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender: Der Gr. AmtSvorstand. 2. Mitglieder - BezirkSrat Kaufmann Gottlieb Förch in Merchingen. Bezirkirat Bürgermeister und Landwirt Büchler in Bronnacker. BezirkSrat Mühlenbrfitzer Herkert in Osterburken. Gemrinderat Bäckermeister Bauer in Adelsheim. Bürgermeister Landwirt Müller in Große cholzheim. AltbezirkSrat Bürgermeister und Kaufmann Grämlich in Srnnfeld. Adels heim, den 3. Februar 1915. Gr. Bezirksamt Priv at-Anzeigen. kaut forensischem Urteil sincl ^ «al» -rsdlstt«»» unübertrokiene wesbald vvir beschlossen lüü.aoo 1d>. als Kostproben: gnsSi» ru übersenden. llrbilten. genaue Adresse ^djutor-Lompsn^ Heidelberg. 5 tan besonaerer llnreige. Am 27 Januar 1915 wurde im Kampfe für das Vaterland unser guter, braver Sohn, unser treu geliebter Bruder und Neffe Feldpostflaschen Samstag, de« 6. Februar, nachmittag» 2llhr findet auf dem Dörrhof (Gemeinde Rosenberg, Baden) die in einem Rechtsstreite angeordnete öffentliche Versteigerung eines wertvolle« Pferdes (Zuchthengst, etwa öjährig) statt. Adelsheim, 29. Januar 1915. Der «erichtsvollzieher Stellv beim Amtsgericht hier Haas, Justizaktuar. für Spirituosen >/io, ^/ro und 1/4 Liter Inhalt mit Korke oder Verschraubungen in Pappkartons zum Versandt fertiggestellt, liefert billigst KrystallglaSfabrtk Ara«e«a«, I Gistl, Frauevau (Niederbayern) Verlangen Sie bitte Muster! h Wilhelm Friedrich Madel Seminarist und Kriegsfreiwilliger im Greuadier-Rgt 1VS. schwer verwundet und starb im Alter von 20 Jahren am 28. Jan- im Feldlazarett in Lens den Heldentod. außer Wölchmge«, den 3. Februar 1915. Jakost Mastel ««st Fra« Friederike lieb. Honeck. Kirdrvig Mastel, Grenadier Ksta Mastel. K«st«»ig Mastel, Onkel D . Gratis ' Köchentl. Nr? va»l 1 Paar 3jährige, braune Kklgikl Pferde Feinstes Misch-bst per Pf««d SV Pfeuuig empfiehlt C. Friederich, Adelsheim Neue Krauzfeigeu empfiehlt CFriedkrich. Adklsheim (Stute «ud Wallach) ! eignen sich für schweres Fuhrwerk, Bierfuhrwerk, hat unter jeder Garantie zu verkaufen Gottlob Trumpp Korb Post Leibenstadt. ?oäe§-A»reige. 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