lndeten- ?azarettzug lsschauplatz -vagen und bergeführt. nd). Am rrplatz des führenden en Kindes -ar in eine d ein wei- auMnder lagun g). nd Schuh- l 1865 in letzt dort Nark steck- ien st erber ledige Dußlingen ermann in besuche bei M zu las- tders aber Diesem vurde von wn sechs Die Ver- ; General- Krschttuk ttgNch außer Sonn- und Feiertags. — Nrets —^ - monatlich: K7 Pfennig, vierteljährlich: 2 MaÄ, frei inS Hau» geliefert- G Tageblatt Les mer Naulmröes. s- »< werden mit 1b Pfennig per ein- spaltige Zeile o,rechnet. Bei! mehrmaliger Aufnahme Raöatt.! DWtmnigkd!»» st- die ScMe ^ ^ 1/ .. Merz md deren Kqedng. H-tzsubmislüms - und Uersteigermrgs Aiqriger für den Odenwald. LLLULUSÄUW SS. Jahrg. Nr. 111 Druck und Verlag der Buchdruckerei Adelsheiw. Adolf Heppeler Telefax Nr. 18 Amt Adelsheim Adelsheim, Montag, 17. Mai 1915 Verantwortlicher Schrrftleiler: Adolf Hrppeler in Ad-lSb-im. itwril und er Angriff verteidigte Zeitungk- Iopanern Boden. Bombe« ronzöfifche genommen« ackerkopfeS rdlich vo» ziehe» sich de Paris , Angriff«. » deutsche dlockhäuser md fügen - Ja den ordwrstlich zriff unter en Alpen- nken zwei Le KriegS- ämpfe an >.r Umgeb« m. »sen Bom- — Im weiter an rst Völker« »mben ab. abenwürfe - offene, liegende »unkt Bia« -r russischer rgypolany S FlvffeS pfen, und den Toter oerwunde- euter Nahen Stell« !er PaffcS den aber- efangeve). liegen dir Sheeineß). >er Front gegen die nordöstlich ringen sie öhen süd« r. Gleich« em Kampf anal bei sich auf rtr Lange« lkem wer« zoseu uvd darunter ie Regier« gegenüber »erbot sür Neutrali« rvzöfischer usammeu. md östlich dasselbe rachtS der fangeveu, hat sich r 3b S ößerr A»' ehre und Extra-Telegramm des BaslSnder Bote« und voxbrrger Anzeigers WTV. Großes Hauptquartier, 15 Mai. (Amtl.) Westlicher Kriegsschauplatz. Bet Gteeustraate am Nperukaual wiese« wir «tue» nächtliche« seiudliche« Angriff ab. Au der Straße St. Julie«—Aper« griffe« wir weiter a« «ud machte« Fortschritte. Drei englische Offiziere mit SV Mau« «ud eiuem Maschinengewehr fiele« tu unsere Haud. Dte Zahl der seit de« 22. April bei Aper» vo« «us gemachte» un- verwundete« Gefangene» ist aus 116 Offiziere «ud S 4SV Mau« gestiegen, wozu «och über SO« verwundete Gefangene komme«. Südwestlich vo« Lille entwickelte« sich auch gestern heftige Artilleriekampfe. Feindliche Ju- fauterieaugriffe erfolgte« dort «icht. Au der Lorettohöhe wurden die «eiste« feindliche« Au- griffsversuche uiedergehalten. Ei« Angriff «örd- lich des Höhenzuges, der bis i« unsere Grübe« getaugte, wurde «uter schwere« Verluste« für deu Keiud abgeschlagen. Bei der Räumung vo» Carency «ud deS Westteiles vo« Ablai« ist, wie jetzt feftgestellt, ei« i« der vordere« Linie etn- gebautes Feldgeschütz «ud eine geringe Anzahl vo« vehelsmtueuwerfer« verlöre« gegangen. Außerdem fiele» S vo« u«S früher erdeutete srauzöstfche Geschütze «nd zwar 3 kleine Revolver ka»o«e« n»d 2 Mörser, dte als Minenwerfex deuutzt wurde», t« Feiudrshaud zurück. Nördlich vo« Arras blieb es im allgemeine« ruhig. Südlich vo« Ailly, östlich der Maas, «ahme« wir einige feindliche Grabe», wobei S2 verwundete und 1S6 ««verwundete Franzose«, daruuter ei« vataillo«skommaude«r, gefangen genommen wurde«. Drei seiudliche Angriffe gegen unsere Stellungen a« der Straße Sffey— Fltrry wnrden abgewiese«. Im Priefterwalde fetzten wir «uS bei« Morgengrauen durch eine» Vorstoß in Besitz eines feindliche» Grabens «nd «achte» hierbei einige Gefangene. Oestltcher Kriegsschauplatz: Rach einem vorübergehende» kleine« Erfolge des Feindes, der n«S 3 Geschütze kostete, ist -er Bormarsch starker russischer Kräfte bei Szwale zum Stehe« gebracht worden. Feindliche Angriffe gegen die «ntere Dnbiffa scheiterte». Der Gegner hat unnmehr auch 1« die Gegend südlich des Rjeme« eiligst Berstärknngen herangeführt. Gefechts- berührnug mit diese« besteht «och »icht. Bei Augustow «ud Kalvaria wurde» feindliche Angriffe abgeschlagen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. In dem Raume südlich der untere» Piliea bis znr Weichsel setzte« dte verbündeten Truppe« de« weiter abzteheudeu Russen «ach. Der Brückenkopf vo« Jarosla» am Sa« wurde gestern erstürmt. Schulter an Schulter mit der österreichisch- »ngarlsche» Armee, in deren Berband sie stehe», erreichte» die Truppe« des Generals vo« der Marwitz die Gegend Dobromil. Weiter südlich wird ebenfalls die Verfolgung rastlos fortgesetzt Di» Verbündete« habe« vielfach die Gebirgs- ansgänge gewonnen. Oberste Heeresleitung. Die Offensive der Franzosen und Engländer im Westen, die mit großer Wucht in breiter Form unternommen worden ist, hat den Russen keine Erleichterung gebracht. Sie kam zu spät und überdies sind unsere Kräfte stark genug, um mit der Schulter abzuwehren, solange unsere Arme noch beschäftigt sind. Ein Erfolg, der mit der Kraftverschwendnng eines Durchbruchsversuchs und mit den fürchterlichen Verlusten des Feindes auch nur annähernd im Einklang stände, ist von unseren Gegnern in Frankreich nicht erzielt worden. Der Erfolg der Franzosen bei Carency ist unbestreitbar, aber er ist über eine rein lokale Wirkung nicht hinansgekommen. Die Spitze eines verwegen vorstehenden Hornes ist in unserer Stellung dort abgebrochen worden. Man mußte nach den Berichten der letzten Tage mit diesem Mißgeschick rechnen. Es ist eine Episode in einer mächtigen Schlacht, die zwischen Armentieres und Arras seit einer Weile im Gange ist und die für uns bis jetzt sehr günstig verlaufen ist. Gegenüber den französischen und englischen Tagesberichten stellt die Oberste Heeresleitung nunmehr die wirklichen Verluste bei Carency auch bezüglich des Kriegsmaterials fest. Im Hinblick auf die verhältnismäßig geringe Zahl von Kriegern, die in französische Gefangenschaft gerieten, stellt sich die Kriegsbeute der Franzosen noch bedeutend niedriger. Dazu kommt noch, daß sie größtenteils lediglich eigenes Material zurückeroberten. Auch in den erneuten Kämpfen zwischen Maasund Mosel zogen die Franzosen überall den kürzeren. Es sind schwere Kämpfe, die gegenwärtig in ganz Nordsrankreich im Gange sind. Die „Times" äußert sich darüber: „Solche Schlachten würden früher das Schicksal der Völker entschieden haben, jetzt endigten sie mit beiderseitiger Erschöpfung. Noch niemals sind in so kurzer Zeit so viele Menschen gefallen." Angesichts dieser Feststellung von feindlicher Seite müssen wir erneut den Heldenmut unserer tapferen Truppen bewundern, die bis jetzt diese furchtbaren Angriffe nicht nur aufgehalten, sondern größtenteils mit schweren Verlusten für den Gegner abgewiesen haben. Nach dem jüngsten Tagesbericht der Obersten Heeresleitung handelt es sich bei den Kämpfen um Szawle tatsächlich um Operationen von schwerwiegender Bedeutung. Die russischen Streitkräfte, die zum Aufhalten des deutschen Vordringens dort zusammengezogen worden waren, konnten zunächst sogar einen kleinen Augenblickserfolg erzielen. Unsere Truppen konnten dagegen neuerdings den feindlichen Vormarsch aufhalten, so daß diese Streitkräfte gezwungen sein werden, sich zum Kampfe zu stellen. Für die nächsten Tage dürfen wir aus dieser Gegend auf besondere Nachrichten warten. Unaufhaltsam, lawinengleich, wälzt sich die Heeressäule der Verbündeten in Galizien und in den Karpathen hinter den Russen her, deren Front unt r dem unwiderstehlichen Druck bis heute noch nicht zum Stehen gekommen ist. Der Heeresbericht unserer Verbündeten entwirft das Bild einer gewaltigen, in der Kriegsgeschichte bisher ^kaum dagewesenen Schlacht. Mit 148 500 Gefangenen, Koffnung und HMck. Roman von E. v. Buchholtz. 31 Freund fiebert und verweigert das Fressen. Ich kühle häufig seine Zunge mit Wasser und liebkose ihn. Dann sieht er mich mit seinen treuen Augen immer so dankbar und freundlich an. Ja, mein gutes Tier, uns verbindet auch ein Band, das die anderen nicht kennen; haben wir uns doch gegenseitig das Leben gerettet. Am nächsten Margen war Magdalenes erster Gang in die kleine Kammer, »vo der Hund sein Lager hatte.Sie war leer. DaS Mädchen erschrak, aber sie beruhigte sich wieder, stand dvck> sonst noch alles, wie sie es verlassen hatte. Da trat ihre Tante in den Raum. „Guten Morgen. Mag- dalene! Wie übernächtigt Du ausstehst! Das kommt davon, daß Du nachts immer des Hundes wegen in die Kälte läufst und Deine Gesundheit aufs Spiel setzt. Ich fürchte beinahe, daß Du Dich schon erkältet hast." Magdalene machte eine fragende Bewegung nach dem Lager des Hundes zu. „Wo der Aini ist? Ja, Kind, den Habs ich vergiften lassen. Aber Leuchen, was machst Du denn für Augen? Das war doch ein Akt der Barmherzigkeit! Mit Strychnin. Der Tierarzt hat es hier gelassen für den Fall, daß es nötig wäre. Er meinte, im günstigsten Falle würde die Krankheit sehr lange dauern. Da mußte ich riskieren, daß Du bei Deiner Vorliebe für den Köter Deine Gesundheit ruinierst. Also —" Magdalene ließ die Rede der Tante über sich ergehen, ohne zu hören, waS diese sprach. Ihr Freund war tot — der einzige! „Aber nun komm'.Lenchen. trinke Kaffee und wärme Dich aus, Du Haft ja ganz kalte Hände." Magdalene ließ sich gehorsam hinunterführen. Sie weinte weder, noch verlangte sie zu Frau von Landecks großer Befriedigung die Hundeleiche zu sehen. Nur fing sie bald darauf an -u fiebern. Ihre Tante bemerkte eS sofort. „Was habe ich Dir gesagt!" meinte sie. „Du Haft Dich bei der Pflege des dum- «e„ Hundes wirklich erkältet. Nur gut, daß er jetzt tot ist." Und Magdalene ließ sich geduldig ins Bett schicken. Sie reichte jedem Anwesenden vorher die Hand; anch dem Onkel, der teilnahmslos in seinem Lehnstuhle hockte. Hundert Jahre! dachte sie, und ich bin dreinndzwanzig. Wenn ich noch siebe,mndsiebzig Jahre zu leben hätte! Großer Gott, könntest Du so strafen! 8. Kapitel. Wochen vergingen. Der Frühling zog ins Land und brachte Helle Tage und fröhliche Stimmung. Die Welt war voll Ungeduld. Die Knospen drängten ans ihren Hüllen, neugierig schoben sich Veilchen und Primeln aus den schützenden Decken in die heitere Welt. Wie atemlos vom eiligen Lauf tobte der Wind heran. Seine Stimme klang anders als sonst: verheißungsvoll. Als hätte er jedem Baum und Strauch eine Botschaft auszurichteu: die Botschaft der Liebe. Die Welt war voll Hoffnung! Himmel und Sonne glänzten. Und der Himmel scheuste willig von seinem strahlenden Blau, die Sonne ihr goldenes Gelb und beide schufen daraus das Hoffnungsgrün des Laubes. Die uralte Erde legte, wieder jung geworden, ihr schönes, neues Gewand an. Sie war nicht niehr müde, sie hatte ausgeschlafen. Die Welt war voll Freude! Geschäftig liefen die Käfer einher, Schmetterlinge tanzten im Sonnenschein und die Mücken spielten. In den Lüften sang und klang es, als wenn der Himmel voll Nester wäre. Eilfertig lief die kleine Heidelerche durch das sprossende Saatengrün; es schien, als lese sie sich da die Noten ihres Liedes zusammen, um dann, sich emporschwingend zum lichten Firmament, die klaren Töne in jubelndem Gesang herniederznträufeln auf die horchende Erde. Das Gartenhaus in Herreukirchen wurde jetzt viel benutzt. Auf der malerischste» Stelle des Parkes erbaut, erhob es sich auf einer kleinen Anhöhe, zu der eine Steintreppe emporführte. Von hier aus zeigte es den Ausblick auf herrliche Baugruppen und Rasenflächen, gleichzeitig war der Weg nach Elshausen zu übersehen. Der elftere Umstand war aus poetischen, der zweite aus praktischen Gründen allen Hausgenossen willkommen. Auch die Halemeyerschen Damen stellten sich oft als gern gesehene Gäste ein. Eines Tages befanden sich die beiden Familien wieder einmal an ihrem Lieblingsplatze. Alfred stand mit Meta plaudernd am Fenster des Gartenhauses. Plötzlich bemerkt« das Mädchen, wie sein« Angen, den Weg nach Elshausen- eiitlangspähend, einen gespannten Ausdruck annahmen. „CS scheint, wir erhalten Besuch," sagte er lässig. „Ja," entgegnete Meta und weiter nichts. Sie hatte durch das Grün der Bäume einen metallisch schimmernden Haar- knoten funkeln sehen. Solch Haar besaß nur die rote Wulfsen, Sie wußte die für die verwöhnte Daine doppelt hoch anzu- schlagende Fußtour zu deuten: Fräulein Gertrud hatte heut« von Berlin einen kleinen Abstecher extra nach Herrenkirchen unternommen, weil sie es für angebracht hielt, ihrem fernen Anbeter ivieder einmal ihre verführerische Schönheit vor Augen zu bringen. Meta schürzte verächtlich die Lippen. Es war für jemand, der Alfreds Art kannte, nicht schwer zu bemerken, wie groß seine freudige Ueberraschung bei der unerwarteten Begegnung war, wenn er auch spottend sie begrüßend bemerkte, „ob die Berliner Lust das gnädige Fräulein nicht immun gemachi habe gegen den Bazillus der Langeweile, denn dieser allein wäre doch der Umstand zuznschreiben, daß sie zur Abwechselung den Herrenkirchener Staub vorzöge." Aber da sah sie ihn mit einem tiefen, sprechenden Blick an. daß er ernst ivnrd^ Zum erstell Male kam ihm der Gedanke, ob er ihre» CharaAx doch nicht unterschätzt hätte. Fräulein von Wulfsen kam heute in einer besonderen Angelegenheit. Wenigstens gab sie diese als Erklärung für ihr Erscheinen an. Sie plante eine Aufführung zu Violas Volterabend, die Alfred verfassen sollte. Da sie sich in schallspielerischer Hinsicht für sehr begabt hielt, hoffte sie uneöer Triumphe feiern zu können und zu gleicher Zeit in alter Weise Gelegenheit zu haben, mit dem Dichter dabei zu kokettieren. Es erschien ihr philiströs von Alfred, sie noch länger matten zu lassen. Sie hoffte, durch ihr Manöver zu bewirken, den liebenswürdigen Egoisten seiner Ueberzeu- gung von der Notwendigkeit einer Prüfungszeit abwendig zu machen. Er konnte wirklich nicht verlangen, daß sie der Aussicht wegen, von ihm für würdig befunden zu werden, unterlassen sollte, sich von der lustigen Berliner Herrenwelt den Hof machen zu lassen. 223 20 100 Geschützen und 350 Maschinengewehren kommt die Bilanz des gewaltigen Frontdurchbruchs und der Verfol-- gungskämpfe in Galizien und in den Karpathen ziffernmäßig zum Ausdruck. Rechnet man hierzu noch die furchtbaren blutigen Verluste, die die Russen dank der Herdentaktik ihrer Führer bei den wochenlangen, ununterbroche- chenen Anstürmen gegen die Front der Verbündeten und bei den späteren Kämpfen erlitten haben, so wird man verstehen, daß selbst die riesige Volkskraft Rußlands solche entsetzliche Aderlässe nicht zu ertragen vermag, ohne im Innersten erschüttert zu werden. * * * Der französische Tagesbericht. WTB. Paris, 15. Mai. Amtlicher Bericht von gestern nachmittag 3 Uhr: Seit gestern morgen bis nachts herrschte unaufhörlicher Regen. Wir nahmen trotz des schwierigen Geländes mehrere deutsche Schützengräben südwestlich Souchez ein und behaupteten auf der übrigen Front von Lose bis Arras alle Gewinne der Mortage. Im Aisnetale zerstörten wir vier deutsche Blockhäuser und mehrere Schützengräben. Abends 11 Uhr: Nördlich Arras macht der Zustand des Geländes Aktionen schwierig, jedoch dauerte unsere Offensive fort. Südwestlich Angres griffen wir die Straße Aixnoulettes — Souchez an, nahmen nördlich dieser Straße einen starken deutschen Schützengraben von einem Kilometer Front. Südlich der Straße ein stark ausgebautes Gehölz und hinter diesem Gehölz einen Schützengraben zweiter Linie ein. Auf dem Gelände wurden 400 deutsche Leichname gefunden. Weiter südlich fetzten wir die Säuberung der Ostabhänge von Notre Dame de Lorette, Neuville und St. Vaast fort. Wir nahmen neue Häuser ein. Unsere Artillerie brachte dem Feind laut Angabe Gefangener äußerst hohe Verluste bei. Die Zahl der seit Sonntag gefangenen Offiziere beträgt etwa 100, die Zahl der erbeuteten Geschütze 20, darunter 8 schwere. Außerdem erbeuteten wir 100 Maschinengewehre und Minenwerfer. Vormittags griffen die Deutschen im Walde von Ailly an. Nachdem sie einen Augenblick lang in unserer ersten Linie Fuß gefaßt hatten, wurden sie durch unsere Gegenangriffe zurückgeworfen. Wir machten etwa 100 Gefangene. Auf der übrigen Front verlief der Dag ruhig. Der österreichische Tagesbericht. WTB. Wien, 15. Mai. Amtlich wird verlaütbart vom 15. Mai 1915 mittags: Die russischen Armeen in Polen und Galizien sind weiter im Rückzuge auf der ganzen Front von Nowe Miasto an der Pilica bis südlich des Dnjesters. In der Gegend von Dolina dringen die verbündeten Armeen vor. Am San sind Rudnik und Lezajsk von unseren, Faros lau von deutschen Truppen erobert. Das in Mittelgalizien zuständige österreichischungarische 10. Korps steht vor den Toren seiner Heimatstadt Przemysl. Weiter südlich von Dobromil, Stary Sambor und Boryslaw wieder in eigenem Besitz. Verbündete Truppen der Armee Linsingen haben die Höhen südwestlich Dolina erreicht. Am Pruth greifen die Russen noch an. In den erbitterten Kämpfen nördlich Kolomea hat kärntnerische und steierische Infanterie des Heeres und der Landwehr in zähem Ausharren alle russischen Sturmangriffe blutig zurückgeschlagen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: von Höfer, Feldmarschalleutnant. x England im Zeichen der Plünderung WTB. London, 15. Mai. Gestern kam es in T o t- tenham, Scheffield, Greenock, Renfrewshire, IRvtherham, Bury, St. Edmunds und anderen Orten zu deutschfeindlichen Ausschreitungen. Ueberall wurden Läden zerstört und angezündet. In Bury St. Edmunds wurde Militär mit aufgepflanztem Bajonett requiriert. Der Tumult war groß. Mehrere Polizisten wurden niedergeschlagen und mit Füßen getreten. Die Zerstörung methodisch nach einer sorgfältig angelegten Liste durchgeführt WTB. London, 15. Mai. Aus Johannesburg wird berichtet: Bei der Zerstörung des hiesigen Deutschen Clubs wurden die Bilder des deutschen Kaisers, des Kaisers von Oesterreich und Bismarcks verbrannt und die deutsche Flagge zerrissen. Es war geplant, den Angriff am nächsten Samstag zu unternehmen, aber ^ce Londoner Ereignisse beschleunigten den Ausoruch. Die führende Rotte arbeitete nach Pfeifensignalen. Die Zerstörung wurde methodisch nach einer sorgfältig angelegtenListe durchgeführt. Unter anderem wurden die Geschäftsräume der Firmen Siemens und Oren- stein und Koppel zerstört. WTB. Londo»., 15. Mai. Das Reutersche Bureau meldet aus Kapstadt: Aus den meisten wichtigere« Stä ten der Union kommen Nachrichten von ernsten deutschfeindlichen Ausschreitungen und von Massenzer- sto. mgen deutschen Eigentums. Der Gesamtschaden wird au; mehr als eine Million Sterling geschätzt. Tie Internierungen in England. WTB. London, 15. Mai. Der Polizeichef hat gestern den Befehl erlassen, alle feindlichen Ausländer in militärpflichtigem Alter zu verhaften. Die Berluste der engl Flotte bei den Dardanellen. " WTB. Konstantinopel, ^ 15^ Mai. Das Große Hauptquartier teilt mit: Bei Ari Burnu kann der Feind trotz der Verstärkungen, die er erhalten Hat, aus seinen Verschanzungen nicht vorrücken. An einigen Punkten versuchte der Feind eine Unternehmung, die an unseren heftigen Gegenangriffen scheiterte. Im Abschnitt von Seddul Bahr hält der Feind seine alten Stellungen; er verhält sich ruhig. Einer unserer Flieger warf erfolgreich Bomben auf das feindliche Lager. Ter Feind erhielt Verstärkungen, um seine Verluste zu ersetzen, aber die Verstärkungen wurden durch das wirksame Feuer unserer Batterien, die wir vorschoben, zerstreut. Das gestern früh in der Mortobucht versenkte Schiff ist das^ englische Panzerschiff „Goliath".' Ein großer Teil der Besatzung ist ertrunken. Diesen Sieg trug unser Torpedobootszerstörer Muavenet-i-Mil- lije davon, der, nachdem er seinen Auftrag erfolgreich ausgeführt hatte, wohlbehalten zurückkehrte. Feindliche Torpedoboote wurden gezwungen, sich vor dem Feuer unserer Küstenbatterien zurückzuziehen. Unter den feindlichen Torpedobooten hörte man starke Explosionsgeräusche. Unsere Küstenbatterien auf der anatolischen Küste bombardierten wirksam die Landungsstelle und das feindliche Lager bei Seddul Bahr, wo sie einen großen Brand Hervorriefen. Das Panzerschiff „Charles Märtel", das ohne Erfolg unsere anatolischen Küstenbatterien beschoß, wurde zweimal getroffen. Der Panzerkreuzer „Jeanne d'Arc" versuchte, im Fenique in den anatolischen Küstengewässern zu landen, aber auf unseren Gegenangriff ergriffen die gelandeten Soldaten die Flucht und der Kreuzer zog sich zurück. Auf den übrigen Fronten hat sich nichts Wichtiges ereignet. Eine gefährliche Taktik. WTB. London, 15. Mai. „Daily News" schreiben in einem Artikel über den Verlust des „Goliath": Die Admiralität berichtet, daß das Schiff torpediert worden ist. Bedeutet das, daß es von feindlichen Zerstörern, oder, während es einen Angrff deckte, von unseren eigenen Zerstörern torpediert wurde? Jin ersten Falle wäre es eine Ueberraschung, die Aufklärung erheischte, im zweiten Falle wäre es die Wiederholung einer Taktik, die schon vor zwei Monaten den Verlust dreier schöner Schiffe verursacht hat. Amerikanischer Protest gegen die Ausfuhr von Waffen und Munition WTB. Newyork, 15. Mai. Die „American Truth Society" hat in einer öffentlichen Versammlung beschlossen, beim Präsidenten Protest gegen die Ausfuhr von Waffen und Munition einzureichen und gleichzeitig beantragt, eine Untersuchung über die Herstellung von D u m-D u m-G eschos- sen in Amerika einzuleiten. ' Unruhen in Mexiko WTB. Washington, 15. Mai. Das Staatsd'efwrte- ment hat das Marinedepartement ersucht, schleunigst ein Kriegsschiff, nach dem der amerikanischen Kolonie Espfranzain Mexiko nächstgelegenen Hafen auszusenden, da die Iuqui -Indianer die Kolonie bedrohen. Wahrscheinlich werden 40 Schiffe nach Guayma ausfahren, von wo aus ein Expeditionskorps über Land verrücken kann. * » * Die Kämpfe bei Aperrr. NI. Der Vorstoß über den Kanal veranlaßte den Gegner in den folgenden Tagen, gegen diese verhältnismäßig schmale deutsche Front bedeutende Verstärkungen heranzuziehen, die für die entscheidenden Kämpfe in dem Sack östlich Dpern verloren gingen. Gegen die energischen Angriffe des Gegners, die am 26. April begannen, hatten unsere Truppen einen schweren Stand. Den Brennpunkt bildete das Dorf Lizerne, dessen vorgeschobene Lage es den feindlichen Batterien ermöglichte, den Ort durch konzentrisches Feuer so völlig zuzudecken, daß der Entschluß gefaßt wurde, diesen in der Nacht vom 26. zum 27. freiwillig zu räumen und die Besatzung in den rückwärts gelegenen, stark ausgebauten Brückenkopf auf dasselbe Kanalufer zurückzunehmen. Am 28. April gelang es dem Gegner, in einen kleinen Teil unserer Front bei Het Sas vorübergehend mit schwachen Kräften e i n z u d r i n g e n, die indessen bald durch voreilende Reserve zurückgeworfen wurden. Bei einer Wiederholung dieses Angriffes suchte der Gegner vergeblich durch einen gleichzeitigen Vorstoß durch Turkos und Zuaven auf dem östlichen Üfer längs des Kanals den Frontalangriff zu erleichtern. 3n den ersten Maitage» nahm die lebhafte Tätigkeit der französischen Infanterie gegen unsere Kanalstellungen ab, und der Gegner beschränkte sich hier in der Hauptsache auf A rt i l le r i e k ä m p fe. denn die Entwicklung der Lage in dem Sack östlich 2)pern zog seine ganze Aufmerksamkeit dorthin. Die Schilderung der dortigen Kämpfe bis zum 2. Mai hat gezeigt, daß in ihnen im allgemeinen dem Gegner die Rolle des Angreifers überlassen wurde, und die vergeblichen, in ihrer Gesamtheit blutig abgewiesenen Angriffe mußten ihn schwächen und seinen inneren Halt erschüttern, wodurch die Fortsetzung des deutschen Angriffe» günstig vorbereitet wurde. Der Entschluß hierzu wurde am 2. Mai gefaßt. Am Abend dieses Tages begann hier Angriff auf der ganzen Nord- und Nordostfront: im Westen kam er m der Mitte, südlich St. Julien, in dem Abschnitt zwischen dem westlich des Dorfes gelegenen Wäldchen und der Straße Langemarck— Zonnebeke, vorwärts. Noch vor Einbruch der Nacht war hier Gelände in einer Tiefe von einhalb bis ein Kilometer gewonnen, und die Straße Mosselmarkt—Foruin erreicht; der Häuserkampf in dem letztgenannten Orte endete mit dem deutschen Siege. Zu beiden Seiten dieses Angriffsstreifens entwickelten sich ebenfalls hartnäckige Kämpfe, in denen unser? Truppen nur sehr langsam Boden gewannen. Trotz heftiger feindlicher Gegenwehr schob sich aber unsere Linie am 3. Mai weiter vor. In kühnem Sturm entrissen württembergische und fach fische Bataillone den Engländern das als Stützpunkt stark ausgebaute Wäldchen nördlich s'Gravenstafel, den Eckpfeiler nn Schnittpunkt der feindlichen Nord- und Ostfront. Die die Graden füllenden englischen Leichen bezeugen den tapferen Widerstand des Gegners. Der starke Dr. < des von der gesamten Artillerie gestützten deutschen Angriffs „rfehlte nicht seine Wirkung auf die Ent- schlusse des Gegners. Wieder war der Sack, in dem er sich befand, enger geworden, und mit dem weiteren Fortfchreiten des deutschen Angriffs wuchs die Gefahr, daß die am weitesten nach Osten vorgeschobenen Teile nicht mehr rechtzeitig zurückgenommen werden konnten. Schon am Abend des 2. Mai Latten Flieger den Rückmarsch kleinerer Abteilungen in westlicher Richtung und die Fertigstellung des feindlichen Brückenkopfes dicht östlich Bpern gemeldet. Im Rücken der feindlichen Front war auffallend wenig Bewegung festzustellen. L In der Nacht vom 3. zum 4. Mai -» ; baute der Gegner ab Seine ganze Nord-, Ost- und Südfront zwischen Fortuin, Brood- seinde, Klein-Zillebeke gab er in einer Breite von IS Kilometer auf und überließ unseren überall sofort nach- drängenden Truppen Gelände in einer Tiefe vo>. einhalb bis drei Kilometer. Es waren seit langem nicht mehr gesehene Bilder des Bewegungskrieges, als unsere Schützenlinien, von geschlossenen Abteilungen gefolgt, die flandrische Landschaft belebten, lange Artillerie- und Munitionskolonnen im Trabe nachgezogen wurden und Reserven in grünen Wiesen und verlassenen englischen Stellungen lagen. Ueberall in dem vernichteten Landstrich waren die gewaltigen Wirkungen unserer Kampfmittel zu sehen. _ ^ 'Im westlichen und mittleren Abschnitt ihrer Nordfront, wie in den westlichsten Teilen ihrer Südfront behaupteten die Ber- kündeten ihre Stellungen mit zähem Widerstand; um den Rückzug der übrigen Teile zu decken. Diese setzten sich erneut in der ungefähren Linie 700 Meter südwestlich Fortuin—Frezenberg— Eksternest—Ostrand des Waldes östlich Zillebeke — fest und hier- mit beginnt ein neuer Abschnitt der Kämpfe. Das vom Gegner behauptete Gebiet östlich des Kanals, das bis zum 22. April eine Frontbreite von 25 Kilometer und eine größte Tiefe von 9 Kilometer hatte, ist auf 13 Kilometer Breite und 5 Kilometer Tiefe zusammengeschrumpst. Der Sack ist jo bedeutend enger geworden und der konzentrischen Wirkung verdeutschen Artillerie noch mehr als bisher ausgesetzt. Aus Stadt und Land. ** Adelsheim, 17. Mai. Gestern verließ Herr Verwaltungssekretär Gercke das ihm durch seine langjährige hiesige Tätigkeit liebgewordene Adelsheim, um seine neue Stelle in Kehl beim dortigen Bezirksamt zu übernehmen. Obwohl man Herrn Gercke zu dieser Versetzung an einen größeren Platz herzlich gratuliert, wird sein Weggang von hier und dem Bezirk allseits lebhaft bedauert, denn als sehr entgegenkommender und liebenswürdiger Beamter beim Großh. Bezirksamt, wie auch als langjähriger Schriftführer des landw- Bezirksvereins hat er sich einen großen Bekanntenkreis erworben. Wir wünschen Herrn Gercke wie seiner werten Familie, die auch bald in das lebhafte Rheinstädtchen übersiedeln wird, Gesundheit und ferneres Wohlergehen. ** Adelsheim, 17. Mai. Am Samstag Abend 9 56 Uhr kamen die als landwirtschaftliche Hilfsarbeiter bestellten Kriegsgefangenen vom Heuberg hier an. Es waren Russen — 30 an der Zahl — die mit dem Zug von Heilbronn her in einem Extrawagen ankamen. Halb Adelsheim und davon stellte die Jugend und das weibliche Geschlecht die überwiegende Zahl, war am Bahnhof versammelt, denn alles wollte auch einmal unsere Feinde sehen, wenn auch nur ein kleiner Teil. Der Abend des 15. Mai 1915 wird wohl manchem der jugendlichen Neugierigen in Erinnerung bleiben, der Tag, an dem besiegte Feinde hier, unter Begleitung von 3 Landsturmmännern, in festem Holzschuhtritt ins Städtchen einzogen, um in dem leeren Stall der Leiß'- schen Mühle Quartier zu beziehen. Nachdem die Gefangenen ihr Gepäck abgelegt, wurde ihnen in der Wirtschaft zum „Adler" eine kleine Erfrischung gereicht, bestehend in Kaffee und Brot. Während sie das Dargereichte stillschweigend zu sich nahmen, hatte man Gelegenheit, ein eingehendes Studium an ihnen anzustellen. Glatt geschoren und glatt rassiert, so daß auch nicht der kleinste .Bewohner', ohne gesehen zu werden, auf ihrem Kopf spazieren gehen konnte, saßen sie mit ihren ins mongolische übergehenden Gesichtern da, die sich allerdings etwas aufheiterten, als der gute Kaffee getrunken wurde. Auch ein Dolmetscher ist unter den im Alter von 20—44 Jahren stehenden, meistens aus Russisch-Polen stammenden Gefangenen, der all den neugierigen Fragern unverdrossen Rede und Antwort stand. Sein Deutsch ist sehr gut, denn er stammt aus der Gegend von Lodz und ist von Beruf Pferdehändler Die Russen werden nun folgendermaßen verteilt: 10 Mann kommen aus den Damberg, 6 auf den Seehof und die anderen 14 werden bei hiesigen Landwirten, die sich darum beworben hatten, untergebracht. ** Adel-Hei», 17. Mai. Der Krieg bringt uns infolge seiner Teuerung manche alten Freunde zurück, die sich durch Einfachheit auszeichneten und in früheren Zeiten ihre Stelle gut und nützlich versahen, dann aber der .höheren Kultur" weichen mußten. Wir erinnern uns nur an das Barfußlaufen. Das Barfußlaufen ist, zumal in der wärmeren Jahreszeit, vom gesundheitlichen Standpunk aus eine empfohlene Hebung. Wenn sie wieder mehr in Aufnahme käme, könnte das gar nichts schaden, so bedauerlich die Sache für den Schuhmacher ist, die an den hohen Lederpreisen nicht schuld find und nun als Unschuldige mit den Schuldigen leiden müssen. Jedenfalls darf eS kein Schuhmacher einem 6-, 8- nnd mehrfachen Familien-Vater verübeln, wenn er zu diesem Mittel greift — um den Lederverbrauch möglichst einzuschränken — teils — weil er selbst nicht soviel verdient, womit er die jetzigen Schuhsohlenpreise bezahlen könnte — teils weil er auch keine Lust verspürt, das Leder noch teuerer zu machen, als es schon ist. '* AdelShei», 17. Mai. Die Aufbewahrung von Räucherwaren dürste in kleineren Ortschaften und Dörfern, wo keine KühlhaUen zur Verfügung stehen, einige Schwierigkeiten bereiten. Am besten läßt man dort Räucherwaren in der Rauchkammer so lange hängen, bis sie zum Verbrauch gelangen. Wo aber weder Kühlräume noch genügend große Räucherkammern zur Verfügung stehen, möge man ein altes, anscheinend aber immer noch nicht genügend bekanntes Mittel anwenden, nämlich das Einhüllen der Räuchecware in eine GipS- schicht. So behandelte Schinken und Dauerwürste lassen sich dann, in eine Kiste mit Holzspänen oder Häcksel verpackt, fast unbegrenzte Zeit aufbewahren, ohne an Geschmack irgendw'" Einbuße zu erleiden. Die gut durchgeräucherten Fleisch,, ücke oder Würste werden dabei mit etwa handbreiten mit Gipspulver bestreuten Leinen- oder besser Gazestreifen dicht anliegend umwickelt, genau so, als ob man einen Verband anlegen wollte. Nach erfolgtem Einwickeln ergibt sich eine so feste Hülle, daß die Ränderwaren vor allen Einflüssen, die ein Verderben herbeiführen *ö.mten, erst freich geschützt i,. (-)Heie " 16. Mai. Bei der Station Kümmel b a ch e r yo ck sich ein tödlicher Unglücksfall ereignet. Bi m lUoerschreiten der Geleise wurde der 31 Jahre alte Streckenarbelle ^ ückert aus Rappenau von ein m aus der Richtung Heidelberg kommenden Triebwagen erfaßt und so schwer verletzt, daß sein Tod alsbald eintrat. (-) Mannheim, 16. Mai. Beim Spielen am Neckar- ufer fiel das siebenjährige Mädchen Frida Fahrbach in den Fluß und ertrank. — An der Haltestelle Oggersheim (Pfalz) wurde gestern zwischen zwei Wagen der ktlektri seren öünm sich " Wvhnl Kam abholi Bahn von d los b Todl Korfa bemer hier z man sb lar Müsse' (' Tiefer Hund Wutv! ml Ml § D Mg di daß d der R ! Ernst nicht I Zweifo internl hange D daraue Mangl konstiti linien Es be! Parlar unterst litik e Teil dl scheint, Geschic bekann männe vorhan dern o Friede mit de äußerst Tagen lärmen zu lass ! j k t ! ii De die Di nicht »orgescl Häuser schon l der Kri Bc dern ij Politik wolle. «roßen m Cng «ehrer, Mentar bei Pa: h-it 2 jedoch, Dehrhe Frischei "icht m Ministe sisher i dieser?! , -gieru ißen Pa -Aen 8 dem A Aussich me nati Veziehu dre Ag, gunq w keil der IlMii Attschel Italien 'front. wie die Ber- n Rückzug ut in der ezenbera— und hier- anals, das Meter und Kilometer Der Sack i Wirkung ). )err Verne lang- )eim, um ksamt zu eser Bereit, wird S lebhaft d liebens- wie auch ksvereins ien. Wir milie, die rersiedeln Kktrischcn Rhein-Hardt-Bahn'die Leiche einer in nntt- leren Jahren stehenden Frau gesunden, die gräßlich verstümmelt war. Wie die Erhebungen ergaben, handelt es sich um die 36 Jahre alte Ehefrau Margarete Brecht, wohnhaft in Ludwigshafen. Die Bedauernswerte, deren .Mann im Felde steht, wollte ihren Sohn von der Bahn ebholen: da dieser nicht kam, benützte sie die elektrische Zahn und muß offenbar in der Nähe ihrer Wohnung von dem fahrenden Wagen abgesprungen sein. Zweifellos blieb sie hängen und wurde bis Oggersheim zu Tode geschleift. Es berührt eigenartig, daß der Korfall weder vom Fahrpersonal noch von Mitfahrenden bemerkt worden war. (-) Durbuch, 14. Mai. Die Eichenrinde gilt hier zur Zeit 10 Mark pro Zentner, ein Verdienst, den MN den Schälwaldbauern gönnen kann, nachdem sic so lange unter den Produktionskosten hatten verkaufen müssen. Nur macht sich der Arbeitermattgel sehr geltend. ' (-) Mimmenhausen (A. Ueberlingen), 15. Mai. Tiefer Tage wurde eine Frau Haid von hier von einem Hund gebissen. Die Stelle schwoll rasch an, es entstand Blutvergiftung, der die Bedauernswerte gestern im Spital Meersburg erlegen ist. Die italienische Minsterlrise. > Der Beschluß des Ministeriums Salandra, dem Kö- I Abend ssarbeiter ierg hier die mit agen an- : Jugend ide Zahl, >llte auch ln kleiner manchem bleiben, egleitung stritt ins er Leiß'- )em die hnen in :fcischung Während nahmen, )ium an rassiert, : gesehen konnte, tden Gerten, als lmetscher Gehenden, ängenen, stede und denn er >n Beruf »ermaßen z, 6 auf hiesigen . unter- s infolge urück, die früheren mn aber erinnern ußlaufen gesund- Uebung. >nte das für den sen nicht huldigen lhmacher »erübeln, rr Lederweil er l Schuh- ach keine Heu, als hrung tschaften ! stehen, ißt man hängen, ;r Kühler Ver- :nd aber wenden, re Gips- ste lassen Häcksel >hne an 1 durch- ibei mit en- oder mau so, stach er- lle, daß erderben Kü m- fall er- der 31 rau von mg die Demission zu überreichen, wird damit begründet, daß die konstitutionellen Parteien über die Richtlinien der Regierung in der internationalen Politik die vom Ernst der Lage gebotene Eintracht und Uebereinstimmung nicht besitzen. Die amtliche Meldung sagt demnach ein Zweifaches: Die Ministerkrise ist auf dem Boden der internationalen Politik ausgebvochen und im Zusammenhänge damit wird vom Ernst der Lage gesprochen. Die Ministerkrise hat parlamentarische Ursachen, was daraus hervorgeht, daß die amtliche Meldung auf den Mangel der Uebereinstimmung und Eintracht in den konstitutionellen Parteien mit Beziehung auf die Richtlinien der Regierung in der internationalen Politik spricht. Es bestehen somit in den konstitutionellen Parteien des Parlaments, welche bisher das Ministerium Salandra unterstützt haben, in den Fragen der internationalen Politik entgegengesetzte Meinungen, indem ein Teil der konstitutionellen Parteien im Parlament, wie es scheint, darunter die Mehrzahl der aus der politischen Geschichte der letzten Jahrzehnte als besonders maßgebend bekannten Persönlichkeiten unter den italienischen Staatsmännern, die Ansicht hat, daß eine friedliche Lösung der vorhandenen Schwierigkeiten nicht nur möglich, sondern auch wünschenswert sei. Die Anhänger des Friedens haben die Ueberzeugung, daß die Verständigung mit den verbündeten Kaiserreichen ohne die Anwendung äußerster Mittel durchsetzbar sei, und sind in den letzten Tagen entschiedener hervorgetreten, »ohne sich von den lärmenden Kundgebungen auf der Straße einschüchtexn zu lassew. der Giovanni Giolitti. Der König hat sich die Entscheidung Vorbehalten und die Demission des Ministeriums Salandra ist bisher nichtangenvmmen. Die vom politischen Gebrauche vorgeschriebenen Empfänge der Präsidenten der beiden Häuser des Parlaments und anderer Staatsmänner haben schon begonnen und die Einleitungen zur Erledigung der Krise sind bereits getroffen. . Bei Ministerkrisen in parlamentarisch' regierten Ländern ist die Frage von höchster Bedeutung, um welche Politik sich die Mehrheit der Abgeordneten gruppieren wolle. Die italienische Kammer besteht nicht aus zwei Kratzen Parteien, die in der Regierung abwechseln, wie in England. Jede Regierung muß zu ihrer Unterstützung mehrere Parteien heranziehen, und deshalb sind die parlamentarischen Verhältnisse s/wieriger zu überstehen als lei Parlamenten mit festge,ügter Mehrhei und Minderheit. Die amtliche Meldung über die Demission zeigt jedoch, daß die gegenwärtige ^""ierni.g entweder die Mehrheit verloren hat oder bei so ernsten und wichtigen ^ntscheidm gm, welche die Zuku'tt des Landes betreffen, Aht mehr sicher über sie verfüge., kann. Der Herd der Einisterkrise ist sor-. c in der Mehrheit zu suchen, die Mer mit dem Ministerium Sa^adra gegangen ist. Zu dieser Mehrheit haben bei der Unterstützung der von der Legierung verkündeten bewaffneten Neutralität alle großen Parteien gehört, weil sie die Befriedigung der nationalen Ansprüche erleichtern ad die Regierung gegenüber «n Ausland kräftigen wollten. Mit Rücksicht auf die Aussichten, die Italien hat, dieses Ziel zn erreichen und Me nationalen Ans.'-üche zu be ledigen und die friedlichen ^Ziehungen zu den verbündeten Kaisermächten fortzu- -Aen, hat ein Teil der konstitutionellen Parteien, wie ^ie Agenzia Stefani andeutet, nicht mehr die Ueberzeu- 8ung hon der Notwendigkeit oder auch nur der Nützlichkeit der schärfsten Mittel. Die Ministerkrise hängt daher Unmittelbar mit der politischen Krise und mit der Entscheidung über das künftige Verhältnis zwischen Htalien und den beiden Kaisermächten zusammen. Letzte Nachrichten. (Mitgeteilt von Wolffs Telegraphenbüro.) Italien am Scheideweg. Die Demission nicht angenommen. WM' Rom, 16. Mai. Die „Agenzia Stefani" gibt bekannt: Der König hat die Demission des Ministeriums Salandra nicht angenommen. Infolgedessen bleibt das gesamte Ministerium aus seinem Posten. Berlin, 17. Mai. Zu der Ablehnung der Entlassung des Kabinetts Salandra durch den König schreibt Teodor Wolfs im „Berliner Tageblatt": Das Geschrei der Straße, die Drohungen mit der Revolution haben auf den König den beabsichtigte« Eindruck gemacht. Es scheint, daß der Krieg, den Sonnino seit langem will, kan« «och z« verhindern ist. Sollte der Strom losrasen, so wird man sehen, was er alles mit sich reißt. Man winkt dem italienischen Volk mit den zweifelhaften Glanzseiten des Krieges: der Beute und dem Ruhm, aber die Mütter gehören auch zum Volk. In der „Deutschen Zeitung" heißt es: Wir müssen auf verhängnisvolle, vielleicht vorzeitige Entschlüsse gefaßt sein. Bereit sein ist aller. Wir find es. Darum dürfen wir dem Schluß des Dramas auch weiterhi» gelassen zu-> sihen. In der „Deutschen Tageszeitung" wird der Meinung Ausdruck gegrben, daß die Herren Salandra und Sonnino - sich tatsächlich mit den DreiverbandSmächte« zu einem für sie persönlich bindenden Abkommen eingelassen haben. Berlin, 17. Mai. Wie dem »Berliner Tageblatt' au» Lugano berichtet wird, hatte der König eine lange Unter» rednng mit dem Generalstabschef Dieser begab sich dann zum Kriegsminister. Berlin, 17. Mai. Die österreichischen Konsulate in Italien haben gestern, wie der „Berliner Lokalaozeiger" meldet, die österreichische» Staatsangehörigen benachrichtigt, sich zur Abreise aus dar erste Zeichen bereit z« halten. Der S-kreiär der deutschen Botschaft wurde vorgestern in einem Cafe in Rom genötigt, das Lokal zu verlassen. Berlin, 17. Mai. Dem »Berliner Tageblatt' wird an» Rom gemeldet: Die Demonstrationen und Tumulte dauern an. Nach B-rübung wüsten Unfug» gegen die friedensfreundlichen Blätter zog eine große Meng« zur englischen Botschaft und stimmte Hochrufe auf da« alliierte England an, woraus der englische Botschafter aus dem Balkon erschien und gnädig dankte. Auch in den Kasernen fanden KriegSknndgebungen statt. Weitere Tumulte werden au» dem ganzen Land« gemeldet, zumal aus Florenz. In Rom beschlossen außer den Profefforrnkollegten der sämtlichen Hochschulen, die Handelskammer, die Vereine der Eisenbahner, der Postbeamten, der Arrzte, Rechtsanwälte und sämtlicher Beamten- kategorien die Znstimmnng zum Krieg. ES gibt keine große oder kleine Stadt, wo nicht unter wilden Verwünschungen gegen Giolitti, Bülow und Deutschland wüst« Ausschreitungen verübt und die deutschen Geschäfte angefallen werden. In Mailand tragen Männer und Frauen Kokarden. Ja mehreren Orten kam e» zu erbitterten Zusammenstößen zwischen Kriegshetzern und Neutraliste», so in Bologna und in Brescia. In Rom herrschen fast ««haltbare Anstände. Geschäfte, deren Inhaber einen deutschen Namen tragen, werden demoliert. Die Umgebung der Villa Malta, in der Fürst Bülow wohnt, wird bewacht. Deutscher Tagesbericht. (WTB) Großes Hauptquartier, 16. Mai. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz: Nördlich von Ypern greifen schwarze Truppen seit gestern Nachmittag ohne jede Rücksicht auf eigene Verluste unsere Stellungen westlich des Kanals bei Steen- straate und Hed Sas an. Bei Hed Sas wurden alle Angriffe abgewtesen; bei Steenstraate dauert der Kampf noch an- . Südwestlich von Lille schritten die Engländer nach starker Artillerievorbereitung gegen unsere Stellungen südlich Neuve Chapelle zum Jnfanterieangriff, der .in den meisten Stellen schon abgeschlagen ist. An einzelnen Punkten wird noch gekämpft. Weiter südlich beiderseits des Lorettohöhenrückens und bei Souchez sowie nördlich von Arras .bei Neuville brachen erneute französische Angriffein unserem Feuer zusammen. Besonders starke Verluste erlitten die Franzosen auf der Lorettohöhe sowie bei Souchez unnd Neuville. West ich der Argonnen setzten wir uns abends durch Angriff in Besitz eines starken französischen Stützpunktes von 600 Meter Breite und 200 Meter Tiefe nördlich von Ville sur Tourbe und behaupteten denselben gegen drei nächtliche, für den Feind sehr verlustreiche Gegenangriffe. Viel Material und 60 Gefangene fielen in unsere Hände- Atv^chen und fanden auf vkk ganAtn Front lebhafte Artilleriekämpfe statt. Zu Infanterie-. kämpfen kam es nur am Westrande des Priesterwaldes, wo der Kampf noch nicht abgeschlossen ist. Oestlicher Kriegsschauplatz: In Gegend Szawla wurde ein russischer Vorstoß mühelos abgewiesen. Die Zahl der dort in den letzten Tagen gemachten Gefangenen übersteigt 1500. An der Dubiffa nordwestlich Ugiany mußte eine kle nere Abteilung von uns starken russischen Kräften weichen. Sie verlor 5 Geschütze. Weiter südlich bei Eiragola wurden die Russen unter Verlust von 120 Gefangenen zurückgeworfen. Nördlich und südlich von Augustow und beiderseits des Omulew scheiterten starke russische Nachtangriffe unter schwere« Verlusten für den Gegner, der 245 Gefangene bei uns zurückließ. Südöstlicher Kriegsschauplatz: Zwischen Pilica und oberer Weichsel sowie auf der Front Sambor (40 Kilometer südöstlich Przemysl—Streyj —Stanislau befinden die verbündeten Armeen sich im weiteren Vormarsch. Am untere» San von Przemysl abwärts leistet der Feind Widerstand. » * -st Wie es unsere Gewohnheit bei französischen Angriffen mit großen Zielen ist, wird nachfolgend der französische Befehl für die im Gange befindliche Offensive nördlich von ArraS bekannt gegeben: 10 ieme armee, 33 ieme corps d'armee etat major: Nach einem Feldzuge von 9 Monaten, wovon 7 in den Verschanzungen zugebracht wurden, ist es Zeit, eine endgiltige Anstrengung zu machen, um die feindliche Linie zu durchbrechen und — besseres erwattend — die Deutschen zunächst vom nationalen Boden zu vertreiben. Der Augenblick ist günstig. Niemals war die Armee stärker und von einem erhebenderen Geiste beseelt. Der Feind ist nach seinen heftigen Angriffen der ersten Monate jetzt auf die Verteidigung seiner West- und Ostfront beschränkt, während die neutralen Nationen darauf warten, daß wir ihnen durch den Erfolg das Zeichen zum LoSschlagen geben. Der Feind vor uns scheint nur über einige Divisionen zu verfügen. Wir find viermal so stark als er und haben eine Artillerie so furchtbar, wie sie noch nie auf dem Schlachtfelds erschienen ist. ES handelt sich heute nicht mehr darum, einen Handstreich zu wagen oder einen Graben zu nehmen. Es handelt sich darum, den Feind zu schlagen. Darum gilt es, ihn mit äußerster Heftigkeit anzugreifen und mit einer unvergleichlich zähen Erbitterung zu verfolgen, ohne uns um Ermüden, Furcht oder Leiden zu kümmern. Nichts ist erreicht, wenn der Feind nicht endgiltig geschlagen wird. So möge denn jeder — Offiziere. Unteroffiziere und Soldaten — davon überzeugt sein, daß das Vaterland von dem Augenblick an, wo der Befehl zum Angriff gegeben, bis zum endgiltigen Erfolg, jede Kühnheit, jede Kraftanstrengung und jedes Opfer von uns fordert. Der kommandiere General deS 33. Armeekorps gez. Petain. — Der Chef des Generalstabs : (Name unleserlich.) Besonders interessant ist die Angabe über die deutsche Defensive auf der Ostfront. Oberste Heeresleitung. Deutsch« Uvote in» Mittel«««». Athen, 16. Mai. Der hiesige englische Gesandte erhielt von dem kommandierenden Admiral der englischen Dardanellenflotte eine Nachricht über die Anwesenheit deutscher Unterseeboote im Mittelmeer. Di« „Emden -Helden. Konstantinopel, 16. Mai. Die Uebrrlebenden der „Emden' unter Führung des Kapitäns Mücke sind in Aleppo eingetroffen Die Bevölkerung der reich beflaggten Stadt bereitete ihnen einen enthusiastischen Empfang. Di« Deutschen-«-«. London, 16. Mai. ..Daily News" stellen fest, daß die Deutschenhetze in London durch Plakate vorbereitet wurde mit Aufschriften wie: „Hetzt sie nieder l" und „Nieder mit den Schweinen!', ohne daß anscheinend Regierung und Polizei Notiz davon nahmen. Gin« groß« Schlappe der Feinde Berlin, 16. Mai- Nach der B. Z wird dem Pester Lloyd aus MaidoS auf der Halbinsel Gallipoli gemeldet: Ein feindlicher Landungsversuch wurde gestern bei Kum Kaie endgilttg zurückgeschlagen und bei Seddul Bahr zum Stehen gebracht. Der linke feindliche Flügel wurde bei Ari Burnu ins M »r gedrängt. Nur noch der rechte Flügel hält eine letzte Höhe ganz nahe bei der Meeresküste. Eine ganze Division feindlicher Landungstruppen wurde getötet. Englische Lerchen bedecken haufenweise das Schlachtfeld. Der Gesamtverlust der Landungstruppen beträgt über 30 000 Mann. Roch ei» englische» SchtssSverlnft. Konstantinopel, 15. Mai. Nach glaubwürdigen Ir formationrn ist außer dem Panzerschiff .Goliath' aua, ein englischer Torpedobootszerstörer von den Türken iy. Grund gebohrt worden. Wegen des Nebels hat maü eS jedoch noch nicht sicher feststellen können. Portugal hat miedrr 2> ivolurto Paris, 15. Mai. Das „Echo de Paris" erfährt, Saß in Lissabon ernste Unruhen ausgebrochen sin ie Flotte habe an der Aufstandsbewegung teilten, m. Der Präsident der Republik soll geflohen sein. Wetterbericht. Auf der Rücksette des nach Osten alw/zogenen Luftwirbels sind wir schnell wieder in den Bereich eines kräftigen Hochdrucks gekommen, unter dessen Einfluß für Montag und Dienstag wieder meist trockenes, nachts noch kühles, tagsüber aber wärmeres Wetter zu erwarten ist. ' ' Amtliche Bekanntmachungen. Bekanntmachung betreffend Borratserhebung «ud Beschlagnahme Ader Gummibereifung für kkraftfahrzenge jeder Art. Nachstehende Verfügung wird hiermit zur allgemeinen Kenntnis gebracht mit dem Bemerke», daß jede Übertretung (worunter auch verspätet« oder unvollständige Meldung fällt), sowie jedes Anreizen zur Urbrrtretung der erlassenen Vorschrift, soweit nicht nach den allgemeinen Strafgesetzen höhere Strafen verwirkt find, nach Z 9 Ziffer,b' des Gesetzes über den Belagerungszustand vom 4. Jani 1851 (oder Artikel 4 Zffer 3 des Bayerischen Grs tzes über d-n Kriegszustand vom 5. November 1913, oder «ach Z 5 der Bekanntmachung über Vorratserhebungen vom 3. Februar 1915) mit Gefängnis bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 10 000 Mk. bestraft wird, und daß Vorräte, die verschwiegen find, im Urteil für dem Staat verfallen erklärt werde« können. 8 1- Bo» der VerfAgnng betroffene Gegenstände. Meldkpfl chtig und beschlagnahmt sind vom festgesetzten Meldetag ab bis auf weiteres sämtliche Vorräte an Gummi- Bereifung (Dlckm, Schläuchen, Vollreifen) für Kraftfahrzeuge jeder Art, auch dir an Fahrzeugen, für welche ein« erneute ZulassungSbkscheinigusg nicht erteilt wird, befindliche Bereisung. 8 2 . «o» drr Brrfügnng betroffene Personen, Gesellschafte» «fu». Bon der Verfügung betroffen werden: a>alle Personen und Firmen, die die ia § 1 aufgeführten Gegenstände in Gewahrsam haben, soweit die Vorräte sich'in ihrem Gewahrsam und/odrr bei ihnen unter Zollaufficht befinden; b) alle Kommune», öffentlich rechtliche Körperschaften und Verbände, die solche Gegenstände in Gewahrsam haben, soweit die Vorräte sich in ihrem Gewahrsam und/oder bei ihnen unter Zollaufficht befinden; c) all« Empfänger (in dem unter a und b bezeichnet«» Umfang) solcher Gegenstände nach Empfang derselben, falls die Gegenstände sich am Meldetage aus dem Versand befinden und nicht bei einem drr unter a und b aufgeführten Personen usw. in Gewahrsam und/oder unter Zollaufficht gehalten werden. Vorräte, die in fremden Speichern, Lagerräumen und anderen Aufbewahrungsräume» lagern, find, falls der Verfügungsberechtigte seine Vorräte nicht unter eigenem Verschluß hält, von den Inhabern der betreffenden Aufbewahrungsräume zu melden und gelten als bei diesen beschlagnahmt. Sind in dem Bezirk der verfügende« Behörde Zweigstellen vorhanden (Zweigfabriken, Filialen, Zweigbureaus und dergl.), so ist die Hauptstelle zur Meldung und zur Durchführung der Beschlagvahmebrstimmungen auch für diese Zweigstellen verpflichtet. D e außerhalb des genannten Bezirks (in welchem sich die Hauptstelle befindet) ansässigen Zweigstellen werden einzeln betroffen. 8 3. Umfang -er Melvuug. Dir Meldepfl cht umfaßt außer den Angaben über Vor- ratsmengen noch folgende Fragen: a) wem die fremden Vorräte gehören, welche sich im Gewahrsam des AuSkunftspfiichtigrn bifivden; b) ob, und gegebenenfalls durch welche Stelle bereits von anderer Sette eine Beschlagnahme der Vorräte erfolgt ist- 8 4. Inkrafttreten -er Berfügnug. Für die Meldepfl cht und die Beschlagnahme ist der am 17. AHai 1815 (Meldetag) mittags 13 Uhr bestehende tat- sächliche Zustand maßgebend. Für die in 8 3 Absatz c bezeichnet«» Gegenstände treten Meldepflicht und Beschlagnahme erst mit dem Empfang oder der Einlagerung der Gegenstände in Kraft. Beschlagnahmt find auch alle nach dem 17. Mai 1915 etwa hinzukommenden Gegenstände. 8 S. veschlagnahmebestimmunge«. Die beschlagnahmten Reifen und Schläuche verbleiben in den Lagerräumen und find tunlichst gesondert aufzubewahren. ES ist eine Lagerbuchführuug einzurichten und de» Polizei- und Militärbehörden jederzeit die Prüfung der Lager sowie der Lagerbuchführung zu gestatten. 8 6 . Meldebestimmnnge». Die Meldung hat unter Benutzung der amtlichen orange Meldescheine für Bereisung zu erfolgen, für die Vordrucke in den Postanstalten 1. und 3. Klaffe erhältlich sind. Dem Meldkpflichtigrn wird anheimgestellt, in der Meldung ein Angebot zum Verkauf eines Teils seiner Bestände oder der ganzen Bestände zu machen. Weitere Mitteilungen irgend welcher Art darf die Meldung nicht enthalten. Dfi Meldezettel find an die Königliche Jaspektion des Kraftfahrwesens Berlin-Schöneberg vorschriftsmäßig auSgefüllt bis zum 27. Mai 1915 einschli.ßlich rinzureichen. An diese Stelle find auch alle Anfragen zu richten, welche die vorliegende Verfügung betreffen. Karlsruhe, deu 16. Mai 1915. Bo« feite« des stellt». Generalkommandos Der Chef des Geueralstabes. I V. Melchior, Oberstleutuant. Vorstehendes bringen wir zur öffentlichen Kenntnis. Ad elsh eim, Boxberg, den 16. Mai 1915. WW Must, für 4 Pfd. geg. 40 Pf. Orbicol Berfaud Breela« HP. pulverbändler gesucht Bei diesseitigem Amte ist sofort eine Schreibaushtlfenstelle IIII»IIIIMIII»»»»lll»»MII llsmpfäpfel Ivskvkgen ülisviiodsi Zeigen empfiehlt v, Uckelsksim. «!»«!!Il«l!!I!llIII«l!llI>ll!Il!!«l Graue Alavnrsr- Kernseife Qualität per Pfund 45 Pfennig. K. Mangold Adelsheim. Uoniackun- USs« sefir fiaitbar, iürs geeignet Svlisvklsl Mir. I. empfiehlt SI!S Edelweitz- Camembert 6teilig, per Schachtel 1 Mk. 10 Pf. empfiehlt 8. Mangold Adelsheim. vokkvVnknsisn c«ss) empfiehlt v, Uckelsksin,. Allgäuer Kittkösk per Stück 10 Pfennig empfiehlt L. Mangold, Adelsheim Alte Leien üiMrulien L liefert rascfi uncl billigst I Oie Druckerei fies 93u!8nkl6s- Men zu besetzen. Tagesgebühr nach Uebereinkunft. Bewerber mit guter Handschrift, die im Maschinenschreiben (System Adler 15) bewandert sind, haben sich sofort bei uns unter Vorlage der Urschriften oder beglaubigter Abschriften ihrer Zeugniff zu melden. AdelShei«, den l5. Mat 1915. Gr. Bezirksamt. Zum Genoffenschastsregister OZ. 13 Landwirtschastltq, Ein- und BerkaufSgeuoffeoschaft Leibrnstadt, e G. m b H in Leibenstadt, wurde eingetragen, daß Ludwig Trumpp I aur dem Vorstand ansgeschtede« und an seine Stelle der Landwirt Andreas Gerner t« Leibeuftadt in den Vorstand gewählt ist Adelsheim, den l4. Mai 1915. Amtsgericht. uocl Aoxbei-gss- AnreigSTS Lktel8t>eim. In das Handelsregister Abt. Band I wurde heute eingetragen : zu O. Z. 18: betr. die Firma David Wild in Uiffingen zu O. Z 39: betr. die Firma Georg Preis in Unterschüpf zu O. Z. 80 : betr. die Firma Georg Meckel in Schweigern zu O. Z 117: betr. die Firma Fritz Küpper in Oberwtttstadt Die Firma ist erloschen, zu O Z. 22: betr. die Firma W. Thoma in Boxberg: Firmeninhaberin ist jetzt die Pauline Thoma Witwe geb. Hertlein in Boxberg. Borberg, den 11. Mai 1915. Gr Amtsgericht. vankragung. Allen, die uns bei dem schweren Verluste unserer lieben Gattin und Tante ihre Teilnahme erwiesen, sagen wir herzlichen Dank. Hohknftadt, den 15. Mai 1915. Gottfried Eschwig, Kaufmann Karoline Herold. 2ab»sttliel it. AllKI» MöcHmiibl Telefon Nr. i-. Telefon Ne. >b. Im Hanse des Herrn Kaufmann Kipple. IllkertiMK KLurvr imä ttzMmer 6tzbi88tz lmä LrolM. - - klowdltzrM Irl. ZperialiiLt: Zekmerrlinöernr! 2aknrieken. Leboneocie Lekanckiung! ötsssige Preise I 81 l^sglierk »u spi^evlBen. 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