icneir. Tie i den badi. ach Artikel ernn^ von ate m Gv- aben. Die milien und n Gefangen festgestellt nichts von ich ten kom- Es sind Deutschland oisse fran- der Kriegst 'ich genug. Züchten zu intal. Kalls 1. Januar, „Sonne" lberg, Ur- ckel Rm. !1 Prügel, itz. Maß- lladelholz: lnbruch: 8 Ferner: rtgemischte ellen in 8 i 1, lltz kB rnrt Erscheint täglich, außer Sonn» o«S E Zeiertag» i Preis r Monatlich. . . pfg« ä vtertetjühellch . Mk. - stet in» Hau» geliefert S Hoxberger Mzeiger Helesenftes Tageblatt oes basischen SaalanSes flnzetge« werden mit Pfennig per einspaltig» Zeile berechnet. ^ Sei mehrmaliger Aufnahme Nabalt ^ - Postscheck-ttonto 4bS4, Karlsruhe Hauptanzeige-latt M öle seMe M-elsheim, Hoxberg u. deren Umgebung UL> WLk'ÄÄUAL HoizsubmWoas- und Versteigerungs-Anzeiger für den G-enwalS Nr 13. Druck und Verlag: Buchdruckerei Adelsheim, Adolf Heppeler Telefon No. 18 Adelsheim, Dienstall. 16. Januar 1917 Verantwortlich: A. Heppeler in Adelsheim. 11 Jadrg. - Tagesberichte. WTB. Großes Hauptquartier, 15. Jan. (Amtlich^ Westlicher Krieg schauptatz: Nördlich der Somme hielt das lebhafte Artilleriefeuer an. " Während an mehreren Stellen Vorstöße feindliches Patrouillen abgemiesen wurden, gelang es eigenen Ett Mndungsabteilungen durch erfolgreiche Unternehmungen Gefangene und Maschinengewehre einzubringen. Seitlicher Kriegsschauplatz: Front des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayrrn: Bei trübem Wetter blieb die Gefechtstätigkeit gering Front des Generaloberst Erzherzog Jos PH: Nördlich des Susita-Tales wurden unsere neugewonnenen Stellungen von stärkeren russischen und rumänischen Kräften angegriffen. Ter Feind ist überall abgeschlagen. ' s Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen: Zwischen Buzaul- und Sereth-Mündung wurde tros ungünstiger Witterung der l etzte von den Russen südlich des Sereth noch gehaltene Ort Vadeni im Stnrrtz genommen. ' Mazedonische Front. Unverändert. Der Erste Generalquartiermeister: Luden dorfs. e- » » Wehe Galatz! Das Verhängnis schreitet schnell. Nachdem am 11. Januar der Ort La Burtea, eine befestigte Stellung des russisch-rumänischen Heer s im Sö rethbogen vor Galatz erstürmt war, meldet der Tagesbericht von heute früh, daß auch Vadeni, der letzte unk bedeutendste Stützpunkt in der südwestlichen Verteidigungsstellung der Festung, genommen sei. Vadeni liech stn der ausgedehnten Sumpfniederung, die von Sereth unk lDonau in der Gegend südlich von Braila bis nach Gala» -auf eine Strecke von über 20 Kilometer bei erhebliches -Breite verursacht wird und die wie eine natürliche Bes jfestigungsanlage von außerordentlicher Widerstandsfähig^ keit erscheint, denn diese Gegenden sind nur bei längeres iTrockenheit begehbar, in der gegenwärtigen Zeit bietes sie. zumal für ein großes Heer mit den Tausenden von Fahrzeugen schwerer und schwerster Art. unsäglichst ^Schwierigkeiten. Und doch ist es gelungen, den Widers stand des Feindes zu brechen; unsere großen Geschützt haben seine Stellungen zermürbt. So ist denn nun dis Donau-Armee den eigentlichen Festungsanlagm, die st -nach Nordwesten gegen die Russen erbaut sind, nach dem Fall von Vadeni in den Rücken gekommen, während die Tobrudscha-Armee Galatz bereits von der Donau- feite her unter das Feuer der schweren Geschütze genommen hat. Galatz hat sein Ständlein geschlagen. Die Kämpfe am entgegengesetzten Ende der Osts- ifront, bei Dünaburg, Smorgon und Postavy, werdest sroirklich als Entlastung:kämpfe beurteilt. Dann waren iaber die verzettelten Angriffe, die erst allmählich mis größeren Massen zur Ausführung kamen, doch wohl eist Versuch mit untauglichen Mitteln, jedenfalls ist ihnen dn Erfolg durchaus versagt geblieben und zurzeit sind di» Anstrengungen des Feindes gänzlich abgeflaut. Abendbericht. WTB. Berlin, 15. Januar. (Amtlich.) (Abends.) Im Westen und Osten geringe Gefechtstätigkeit. Zwischen Cafinn- und Susita-Tal, sowie bei Fundeni sind starke russische Angriffe abgeschlagen. Rems vom Tage. Liebknecht. 15. Jan. Ter Rechtsanwalt Tr. Kars Liebknecht ist, wie der „Reichsanzeiger" meldet, in best Liste der bei dem Berliner Landgericht zugelassenen Rechtsanwälte nunmehr gelöscht worden. s Die „Evakuierten". Singen, 15. Jan. Tie Transporte der 50000 französischen Evakuierten haben beute nacht ihren Anfang genommen. Die Züge verkehren zwischen Kehl und Schasst Hausen täglich. Der Transport geht in der Schweiz über Basel—Lausanne. (Tie „Evakuierten" sind Bewohner der von den Deutschen besetzten französischen Gebiete, die aus ihren Wunsch und mit Zustimmung der französischen Regierung nach Frankreich überführt werden, was natürlich nicht durch die Frontlinien geschehen kann. D. Schr.) Stiftung. Karlsruhe, 15. Jan. Der Pensionsanstalt des Karlsruher Hostheaters ist eine Spende von 100 MO Mark zugegangen. Ter hochherzige Geber wünscht ungenannt zu bleiben. Die Rnthenen in Galizien. Wien, 15. Jan. Ministerpräsi.ent Graf Clam- Martinitz empfing eine Vertretung der Abgeordneten der palizischen Rnthenen, die aufs Neue gegen die Sonderstellung Galiziens Einspruch erhob, weil dadurch daH ruthenische Volkstum von den Polen aufs schwerste bedroht würde. Die Ruth'nen wünschen bei Oesterreich zu verbleiben. Auch die staatsrecht.iche St l ung der Bukowina wurde erörtert. Heute empfängt der Minister die Polen, morgen die Thristlich-Sozialen. Tif Einberufung des Reichsrats dürfte kaum vor Mitte März erfolgen. Der Londoner Erzbischof in Rom. Lugano, 15. Jan. Römischen Blättern zufolge hat sich Kardinal Bourne, der Erzbischof von London, sü< die Dauer des Krieges in Rom niedergelassen. Dell Aufenthalr des, wie es heißt, mit einer politischen Mission betrauten englischen Kardinals steht zur Entfernung des deutschen Geheimkämmerers v. Gerlach in merkwürdigem Gegensatz. Der Konftantinopel-Berei«. Petersburg, 15. Jan. Hier wurde eine Gesellt chaft gegründet, deren Aufgabe es ist, jegliche Anregung M Verzichtleistung auf Konstantinopel zu bekämpfen, Der Hafen von Konstantinopel. . Konstantinopel, 15. Jan. Die Kommission dech Bautenministeriums, die mit der Prüfung der Frage der Verlegung des Konstantinopeler Hafens betraut ist, hat den Bau von Hafenanlagen in der Bucht zwischen! Knnikapu und Jedikule empfohlen. Eine besondere Art Neutralität. Berlin, 15. Januar. Ein Mitarbeiter des Daily Expreß hatte eine Unterredung mit einem leitenden amerikanischen Staarsmann. Dieser sagte u. a.: „Weder Geld noch Blockade noch die britische Flotte noch ein ewig ausgedehnter Verteidigungskrieg können die Entente zum Siege führen. Ein Sieg wäre allein durch eine großzügige Offensive zu erreichen. Wenn die Alliierten ohne Rücksicht auf handelspolitische Erwägungen hierzu übergingen und mit grimmiger Entschlossenheit den letzten Mann, die letzte Kanone und das letzte Pfund Sterling einsetzen wollten, dann wäre es sicher, daß 75 Proz. des amerikanischen Volkes einen solchen Kampf unterstützen würden, auch mit dem letzten Dollar. Aber man müsse zu Taten übergehen und nicht nur Worte machen." Die rumänische Königsfamilie anf der Flucht. Das Budapester Blatt „Keleti Ertesitö" berichtet von der russischen Grenze: König Ferdinand von Rumänien war mit seiner Familie mehrere Tage hindurch Gast des Zaren "im russischen Hauptquartier. Von hier reiste die Königin Marie mit ihren Töchtern nach Petersburg wo sie vorläufig bleibt. König Ferdinand und mit ihm gleichzeitig Bratianu sind von Petersburg abgereist, aber man weiß nicht, ob nach Rumänien oder ins Ausland. Aus Stadt und Land. ** Adelsheim, 16. Januar. Beschlagnahme, Be- stondserhebung und Enteignung von Prospektpfeifen aus Zinn von Orgeln und freiwillige Ablieferrng von anderen Zinnpfeifen, Zinnschalleitern usw. von Orgeln und sonstigen Musikinstrumenten. Am 10. Januar 1917 ist eine neue Bekanntmachung in Kraft getreten, die neben einer Meldepflicht eine freiwillige Ablieferung, aber auch eine Beschlagnahme, Enteignung und Einziehung von vollständig aus Zinn bestehenden stummen und sprechenden Prospektpfeifen d. h. denjenigen zinnernen Orgelpfeifen, die im Prospekt einer Orgel — von außen sichtbar — umer- gebracht sind, oder waren, oder noch eingebaut werden sollen, vorsieht. Der Wortlaut der Bekantmachung ist im heutigen Amtl. Verkündigungs-Blatt veröffentlicht. — Mit dem 12. Januar 1917 tritt eine neue Bekanntmachung betreffend Beschlagnahme und Bestandserhebung von Calcium-Carbid in Kraft. Von der Bekanntmachung wird sämtliches Calcium-Carbid betroffen. Ferner ist eine Meldepflicht angeordnet, die jedoch nur diejenigen Personen usw. betrifft, bei denen die Gesamtmenge an Calcium-Carbid 50 Kg. übersteigt. Die erste Meldung für die bei Beginn des 12. Januar 1917 vorhandenen Vorräte muß bis spätestens 20. Januar 1917 vorliegen. Die Einzelheiten der Bestimmungen über Beschlagnahme und Meldepflicht, sowie über die Pflicht zur Lagerbuchführung und Auskunftserteilung, ferner über besondere Ver- änderungs- und Verfügungserlaubnis usw. sind aus der Bekanntmachung im heutigen Amtl. Verk.-Blatt selbst zu ersehen. ** Adelsheim, 16. Jan. Eine gute Halbstunde haben die Tage bereits seit dem 21. Dezember zugenommen. Innerhalb der nächsten 14 Tage steigert sich diese Zunahme jedoch bis auf eine volle Stunde, so daß gegen Ende des Monats Januar die Lichtzunahme schon eine recht fühlbare ist. Da erfahrungsgemäß außerdem in der zweiten Hälfte des Januar mit der dann meistens eintreffenden Kälte auch eine klarere Witterung eintritt, so werden wir die dunkelsten Wintertage nun bald überwunden haben und können einer neuen Periode des Aufstiegs vertrauensvoll entgegensetzen. Auch die Sorge um die Beschaffung künstlichen Lichts wird dadurch weniger drückend. (-) Osterburken, I6.Jan. Das von Seiner König!. Hoheit dem Großherzog mittels landesherrlicher Verordnung vom 21. Dezember 1877 gestiftete Ehrenzeichen für 25jährige treue Dienste bei einer freiwilligen Feuerwehr wurde im Jahre 1916 kraft der in der Verordnung des Minist, des Innern erteilten Allerhöchsten Ermächtigung nachbenannten Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr verliehen: Volk Oswald, Straßenwart, Karle Theodor, Landwirt, Gehrig Joseph, Straßenwart. (-) Rosenberg, 16. Jan. Auf Anregung der Fra« Präsidentin des Adels heim r Frauenvereins ließ der hiesige Frauenverein einen 4'/r tägigen Schuhkursus abhalten, der alle Erwartungen übertraf, und gewiß allen Teilnehmerinnen in schöner Erinnerung ble ben wird. Der Gemeinderat hatte in dankenswerter Weise den einen Rathaussaal mit Feuerung und Licht zur Verfügung gestellt. Es fanden sich 30 Teilnehmerinnen ein, mehr konnten leider für dies Mal nicht angenommen werden. Im Ganzen wurden 175 Paar Schuhe fertig gestellt, eine große Zahl in den paar Tagen, die nicht nur für den Eifer und Fleiß der Teilnehmerinnen sondern auch für den guten, gediegenen Unterricht spricht. Gefertigt wurden Strohschuhe, Selband- schuhe, Schnallenschuhe, Spangenschuhe u. a., und verwendet wurden hierzu nur Reste von Stoffen und Leder, die sich in jedem Haushalt vorfinden. Kommenden Donnerstag soll eine Ausstellung der Schuhe stattfinden, zu deren Besichtigung auch Auswärtige, die Interesse an dem zeit- gemäßen Unternehmen haben, eingeladen sind. Den beiden Damen Frau Lang und Fräulein Horn aus Adelsheim, die uns in aufopfernder, selbstloser Weise dienten, sei auch an dieser Stelle nochmals herzlich Dank gesagt. Möchte sich noch manche Gemeinde bereit finden, einen solchen Schuhkursus halten zu lassen und so ein wenig mit z« helfen, die Not auch auf dem Gebiet der Schuhfürsorge zu lindern. 4- Sindolsheim, 13. Jan. Ein schönes Neujahrs- gescheut wurde dem Gefreiten Wilh. Häfner, Sohn des Noa Häfner, Maurer, Veteran von 1870, zuteil. Nachdem sich Hä,er schon im letzten Sommer die Badische Silberne Verdienstmedaille erworben hatte, wurde ihm am Neujahrstag von seinem Komp.-Chef das Eiserne Kreuz 2. Klasse an die Brust geheftet. Häfner wurde am 2. Mobilmachungstage zur Fahne gerufen, kämpfte zwei Jahre bald an der Westfront und bald im Osten. Dem Dekorierten herzliche Gratulation mit dem Wunsche baldiger gesunder Heimkehr zu seiner kriegsgetrauten jungen Fra« m Bofsheim und zu seinen alten Eltern hier, welche ibn mit Liebe und Sehnsucht erwarten. Die betagten Eltern haben noch drei Söhne im Felde und einer befindet fick in französischer Gefangenschaft. ' ' ^ Ballenbsrg, 16. Januar. Unser allverehrter Herr Bürgermeister hat sein Amt aus Alters- und Gesund- hettsrücksichten n i e d e r g e l e gt. Herr Bürgermeister Schulz bekleidete das Amt als Ortsvorsteher 41 Jahr» und hat sich während dieser Zeit sehr um das Wohl der Gemeinde angenommen und die Achtung und Wettschätzung der Mitbürger erworben. Herrn Bürgermeister Schulz, der im 72. Lebensjahr steht, wünschen wir einen ruhigen Lebensabend." (-) Oberwittstadt, 15. Jan. Herr Gemeinderechner Kern mußte sich einer Augenoperatio» unterziehen. An seiner Stelle verwaltet dessen Tochter die Finanzen der Gemeinde zur besten Zufriedenheit der Gemeindebürger. Wir wünschen Herrn Kern recht baldige Wiederherstellung und Genesung von seinem Leiden. (-) Tauberbischofsheim» 15. Jan. 8tuck. rer. lnerc- et pol. Kurt Fontaine, der erst kürzlich mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet und züm Vizewachtmeister ernannt worden ist, wurde wegen tapferen Verhaltens vor dem Feinde an der Westfront zum Offizierstellvertreter befördert. Wir gratulieren dem jungen Helden zu seiner «euen Beförderung. (-) Karlsruhe, 15. Jan. Wie wir in dem Tätigkeitsbericht der hiesigen Goldankau's elle'en, haben der Großherzog und die Großherzogin, sowie die Groß-- herzogin Luise der Ankaussstelle reiche Goldschätze im Kesamtgeldwert von 4489,55 Mk. abgeliefert. Seit Errichtung der Goldankaufsstelle gelangte der Gesamtbetrag von 155112 Mk. für abgeliesertes Gold zur Auszahlung. Turch Vermittlung der Tiamantenregie des Südwestafrikanischen Schutzgebietes sind für 36fi0 Mk. Schmucksachen verkauft worden. Das Gewm ge- vicht des an die Gr. Münze eingelieferten Goldes beträgt 110072 Kilogramm. (-) Mannheim, 15. Jan. In einer der letzten Nächte vurde das Anlagefenster einer Musikalienhandlung ein- zeschlagen und zwei wertvolle Geigen, darunter eine Amati »us dem Jahre 1618, gestohlen. (-) Leimen bei Heidelberg, 15. Jan. Vor einiger ^ Zeit vergnügten sich hier Knaben mit Soldatenspielen. ^ Nie warfen sich gegenseitig mit Sonnenblumenstengel und ! »er 11jährige Otto Valentin Ziegler erlitt durch einen Wurf eine kleine Wunde, die jedoch bald zuheilte. Nach einiger Zeit stellte sich aber Blutvergiftung ein, welcher »er Knabe jetzt erlegen ist. > (-) Bad Diirrherm, 15. Jan. Beim Heuverladen ruf hem Bahnhof Schramberg stürzte der Landwirt Xaver Rauh von hier von einern Wagen ab und erlitt so schwere Kopfverletzungen, daß er starb. ! (.) Pforzheim, 15. Jan. (Das Explosionsunglückfi Au dem bereits gemeldeten Erplosionsunglück wird uns weiter berichtet: Im städtischen Elektrizitätswerk in der Enzstraße befindet sich im Erdgeschoß ein kleiner Lagerraum für Benzin- und Gasolinfässer, von dem ein Fahrstuhl für Personen und Ware» in den vierten Stock hinausführt. Als am Samstag abeni j Gasolinfässer in diesen Raum eingeführt wurden, bemerkte man. daß ein Faß leckte und Dünste entwickelte. Es war den Arbeiter« kaum möglich, in diesem Raum weiter zu arbeiten; man be< ! gniigte sich aber damit, die Fenster zu öffnen, und als ma» dann später sich wieder in dem Raum zu schassen machte und s der Motor des Fahrstuhls eingeschaltet wurde, entzündeten sich anscheinend die Benzingase an einem Funken oes Motors und es erfolgte eine furchtbare Explosion. Die Flammen schlugen durck den ganzen Fahrstuhl bis in den vierten Stock und steckten dori sogar das Dach an. Ein großer Teil der umgebenden Räum, i lichkeiten wurde ebenfalls beschädigt. Im Augenblick der Explosiv» ! waren im Innern des Lagerraums zwei Mann beschäftigt. De, > eine. Friedrich Heuder, wurde sofort getötet, der Kausman» Erwin Speidel wurde die vier Stockwerke des Fahrstuhls hinauf, ! geschleudert und blieb oben tödlich verletzt liegen. Er Part , »och in der Nacht an den schweren Brandverletzungen. Zwei andere Arbeiter, die sich an der Wendeltreppe aufhielten, die ! längs des Fahrstuhls ins Erdgeschoß führt, stürzten in Flamme» . gehüllt auf die Straße. Sie wurden ins Krankenhaus gebracht, , wo sie heute Nacht rvensalls ihren Verletzungen erlegen sind. , Ls sind dies der Eismeister Wllhrlm Nagel und der Arbeiter Fritsche. Der Sachschaden ist nicht sehr bemerkenswert, weil das Elektrizitätswerk einen massiven Bau hat. (--) Freiburg, 15. Jan. Das erzbischöfliche Ordinariat hat wegen Mangels an Wachs einen sparsamen i Verbrauch von Wachskerzen angeordnet. Während der hl. Messe und bei Andachten sollen 2 Kerzen, bei dem ! Amte 4 Kerzen und während der feierlichen Beisetzung des Allerheiligsten 6 Kerzen ausgestellt werden. Vermischte Nachrichten Kriegs-Briefmarken. Das vergangene Kriegsjahr Hot wie schon das vorhergehende den Briefmarkensammlern wieder eine reiche Ernte a» neuen Briefmarken gebracht. Fast alle kriegführenden Länder, mit Ausnahme von Japan, Serbien und Montenegro, habe» während dieser Zeit neue Freimarken herausgebracht. Die neue» Ausgaben waren zumeist durch eine Erhöhung der Porto« taklse in den verschiedenen Lärmern veranlaßt. So verdanke» wir in Deutschland einer solchen Kricgsauflagc die Bes tticherung unseres Satzes um die 2Vr-, 7-/r und 15-PsrNnig« Marke. Aber auch in anderer Beziehung werden die Briefmarken, »ucher in Zukunft vom Kriege erzählen. Da sind zunächst die sogenannten Ueberdrucke. die den eigenen Marken ausgeprägt «erden, für den Postverkehr in besetzten Gebieten, ein Verfahren, das nicht nur von den Deutschen in Belgien und PoleNi »on den Oesterreichern und Serbien und Montenegro, sonder» auch von unseren Feinden allenthalben in der Welt zur Anwendung gekommen ist. Die englischen Briefmarken wurden jo z. B. mit dem ' Ueberdruck „Nauru" versehen zum Gebrauch aus der gleich- - namigen früheren deutschen kleinen Insel, die einsam fernab von j den Marschall-Inseln im Stillen Ozean liegt und bald nach ' Ausbruch des Krieges von England besetzt wurde. Die englische i Expedition nach Griechenland wird sestgehaiten durch eine kurz« s ledige Ausgabe englischer Briefmarken mit dem Ueberdruck s iLevant", die in Saloniki während der ersten Tage im März 1916 - rm Gebrauch waren, gleich nach der ruhmvollen Aufgabe des i Dardonellen-Untcrnehmens. Die kuriosen mit der Schreib- i Maschine überschriebenen Marken von „Lang Island" erzählen von englischen Flottenoperationen an der Küste Klcinasiens, denn diese Marken wurden im letzten Mai auf einer kleinen Insel i ausgegeben, die damals den Türken abgenommen und von den j Engländern besetzt wurde. In Deutsch-Ostafrika hat die Njassa- i land-Feldarmee eine Serie von 5 Marken in Gebrauch gehabt > und auf der anderen Seite hat das Indische Expeditionskorps die provisorisch bereits auf der Insel Mafia eingeführten Brief- s marken anerkannt. Aus ähnlichen Anlässen sind auch von Frankreich neue Briefmarken ausgegeben worden. Die interessantesten Kriegs- s freimarben sind ein Sah französischer Levante-Marken mit einem ! Ueberdruck zum Gebrauch aus der Ruad-Insel, einer türkische» Insel an der kleinasiatischen Küste, dis von den Franzosen i besetzt wurde, verschiedene Marken aus Französisch Kongo mit i Ueberdruck für die ehemalige deutsche Kolonie Kamerun und «in Satz Dahomey-Marken für Togo. Dazu kommt eine Reihe »o» Varietäten französischer R o t e --K r e u z - Briefmarken au» i Französisch-Kongo, Gabun, den Indischen Besitzungen, aus Reunion und Tunis. Die einziar englische Ausgabe dieser Art ilt ein von der Britisch-Nord-Borne» tSarawak) herausgebrachter Satz der dort gebräuchlichen Marken mit einem übergedruckten . Roten Kreuz. s Rußland hat nur 4 neue Kriegsmarken aufzuweisen, die ' im November 1814 herausgebracht wurden und mit einem kleinen. Aufgeld über den angezeigten Wert zum Besten des Witwen- und Waisen-Fonds verkauft wurden, i Neue italienische Marken verdanken ihre Ausgabe einer Erhöhung der Portosätzc, die auch für die Kolonien, Ecytrea, Libyen und Somaliland eingesührt wurden. Außerdem hat Italien besondere Briefmarken für die italienische Levante (Durazzo, Ssutari und Balona) und für du 13 von Italien besetzt ge-, haltenen Aegäijchen Inseln im Gebrauch. Einige davon wie oie von Durazzo und Skutari, aus denen die Italiener inzwischen längst wieder vertrieben worden sind, sind heute bereits außer Kurs. Einen ganz besonderen Kuriositätswert besitzen zwei provi-, sorische Briefmarken, die im italienischen Somaliland ausgegeben wurden, weil das Schiff, die „Giava", die einen neuen Bedarfsvorrat an Marken bringen sollte, von einem Unterseeboot im : Mittelmeer versenkt worden war. i Belgien hat, seitdem seine Regierung auf französischem ! Boden weilt, eine Reihe neuer Marken ausgegeben, darunter. . einen vollständigen Satz von Paketpostmarkenf da eine frühere ° Ausgabe vollständig von den Deutern auf den belgischen Post- ' ämtcrn erbeutet worden war. Außerdem ist noch ein. neuer Satz Briefmarken während des Krieges herausgekommen. Die interessantesten Exemplare belgischer Marken sind die Congo- Marken von 1916 mit französischem und flämischem Ueberdruck i zum Gebrauch für den von den Belgiern besetzten Teil von Dcutsch-Ostairrka. Auch die Portugiesen haben sich eine ähnliche Spielerei für den von ihnen besetzten kleinen Fetzen von Ostafrika geleistet. Außerdem hat die Kolonie Mozam- ; bique zwei Kriegsstempelmarken herausgebracht. ! Den Rekord schlägt die Türkei, die in den letzten 12 l Monaten nicht weniger als 127 verschiedene Marken herausge- ! bracht hat, darunter befinden sich eine Reihe sogenannter Erinnerungsmarken, auch für die siegreiche Verteidigung der Dar- . danellen und die E-»nähme von Kut el Amara. ! Alle diese neuen Kriegsmarken werden, da ja jetzt während . des Krieges der direkte Verkehr zwischen den feindlichen Ländern völlig unterbunden ist, nach dem Kriege von den Markenjamm- ! lern hoch bewertet werden. Vorläufig ist der Ankauf von Marken feindlicher Staaten, da es sich ja um eins Art Wertpapier - handelt, verboten. Japaner im eroberten Tsingtau. s Nach der Eroberung Tsingtaus übten die Japaner dort Keine besondere Tätigkeit aus, wahrscheinlich befürchteten sie. daß die Anlage japanischen Kapitals in Tsingtau die künftige» deutsch-japanischen Verhandlungen erschweren würde. Dieser taten-i lose Zustand hat jedoch seit September 1916 eine wesentliche — Der Verband deukscher Hansfrauenver» Eine, der 78 Vereine mit 80000 Mitgliedern umfaßt eichtet an das Kriegsernährungsamt die Bitte, dafür Lorge zu tragen, daß die Versorgung der Städte mi Milch besser geregelt werde, besonders mit Rücksich »uf die Heranwachsende I rgend. Warnung vor einem Mehlstreckungsmittel, kine Warnung vor dem sogen, handelsfreien Mehlstrek^ ungsmittel „Paulinuium-Mehl" hat der preuß. Mimstet »es Innern erlassen. Dieses „Mehl" wird von einet üerliner Nähr- und Genußmittelsabrik in den Verletzt gebracht. Es wird dabei besonders seine Backjähigkei» lervorgehoben. Tie amtlich« Untersuchung von Pro» len hat ergeben, daß es sich um Strohmehl handelt in wesentlichen gemahlenes Bohnen- und Rapsmehu - —. Gemüsekonserven. In nächster Zeit soll miss Ger, wie vor Weihnachten, ein Teil der Gemüsekonz lerven sreigegeben werden. Um zu verhüten, daß, tr Gamals, die Hamster alles vorweg:chm n. obgleich a jede Brotkarte nur 2 Tosen zugeteilt waren, soll di nal, wie verlautet, die Anordnung getroffen werd laß der Verkäufer bei der Abgabe an den Verbrauch ,'ie Tose zu öffnen habe, so daß die Konserven ni^, eingelagert iverden können und der Anreiz zum Hanoi stern wegsiele. — Wenns nur auch in jedem Falle sq tremackt wird! > vielen Blindgänger und mangelhaften Munition in Trümmer geschossen war, soll wieder hergestellt werde». Außerdem haben sie bereits die Bahnanlagen weiter ausgebaut, Kasernen- und Verwaltungsgebäude errichtet sowie neue Telegraphenlcitunaen geschaffen. Fapanische Kauf eute haben sogar Grund und Boden zum Bau von Fabriken und Wohnhäusern erworben. Tsingtau steht, seiner bevorzugten geographischen Lage wegen, in Aussicht, einst der Hasen des größten Eisenbahnnetzes der Welt zu werden, dessen scheinen die Japaner sich bewußt zu sein. Die deutschen Geschäfte in Schantung sind größtenteils außer Betrieb, daher sind die meisten Angestellten deutscher Firme» ohne Beschäftigung. Dagegen stehen die japanischen Geschäfte in voller Blüte. Japanische Warenhäuser, Hotels, Post- und Teleqraphenämter sind nicht nur in Tsingtau, sondern auch in Ku-Mi, Wei-Den. Poschan und Su-Lschun in großer Zahl vorhanden. 3n Tsingtau und seiner U rgevung bestehen augenblicklich 8 Fabriken, die chinesische Kupfermünzen einschmelzen. Die chinesische Regierung hatte der japanischen anläßlich ihrer werden täglich etwa irOeOO Kilogramm Kupfer eingeschmolzen. Die japanisch« Regierung hat auch eine Anzahl Ingenieur« zum Zwecke der Ausbeutung der dortigen Bergwerke nach Tsing^ taus Umgebung geschickt. Bis Ende Mai 1916 waren 38 701 Japaner in Schantunw von denen sich erst 22 787 nach der Eroberung Tsingtaus daselbst niedergelassen haben, und es ist anzunehmen, daß sich ihre Anzahl bis jetzt noch wesentlich vermehrt hat. Bon Deutschen leben in Tsingtau. Schantungs Hauptstadt, hingegen nur noch 50 Personen, darunter 21 Frauen. Zur Bie not in Baycn. Das stellv. Gencraikommand» in München, dem die mit ccr banrischen Geschäftsstelle der Reichs- gcistengese s.Kast verbu iüene Mo Kvntingcnt-Vettnlungsstslle, so! wie die Bierve:teilun.asst.-!'cn unterstehen (auffallenderweise sin» die beteiligten Personen die gleichem, hat über die Getreide» sch lebungen, bei denen diese amtlichen Stellen selbst heH ivvrragend beteiligt gewesen sein sollen, eine Untersuchung ange« .stellt uno veröffentlich!, mit militärischer Ehrlichkeit folgendes; ^Es ist richtig, daß während des vergangenen Braujahrs jaus nordbayrischen Betrieben Malz unbefugt nach Norddeutsch! tand ausgeführt worden ist. Auf Einschreiten des stellv. General- ikommandos haben die Beteiligten den unrechtmäßigen Ge« .winn gemeinnützigen Einrichtungen zugesührt. In die Zuständig« -beit der Gerichte, soll damit nicht eingegrisfen werden." —< Die „Münchener Post" teilt mit, daß annähernd 800 003 Ztri Malz aus unerlaubte Weise nach Norddcutschland abgeaangea iseien; die auf mehr als Vs Million angegebene Abfindungssumme sei zwar wesentlich überschritten, dürste ober trotzdem in keinem Verhältnis zu dem von den Schiebern erzielten Gewinn stehen. Ein Wagen Malz wurde in Bauern mit 3000 Mk. angekaufl und in Rorddeutschiand mit 240LV Mk. verkauft. Es Handels ,sich a'.so bei den geschmuggeiten 40D Eise: bahnwagen um einen! Gewinn von 64 000 000 Mb. Die Frau als Nachiwächlerin. In der Gemeinde Berlin« Lankwitz wurde die Stelle eines Nachtwächters ausgeschrieben. Daraus lief auch ein Angebot einer Frau ein, die in ihrer Bewerbung schrieb: „ich bin eine große Starke, sehr Energische, gesunde Frau, kenne keine Furcht und verstehe mit >>rr Schußwaffe gut umzugehen; zuvor mar ich bei der Eisenbahn angestellt. lIch möchte aber nur des Nachts beschästiqt werden, denn de» -Nachts bin ich Munter wie ein Fisch iw Wasser. Hochachtungsvoll N. N." — Die Trockenmilch. Der Verband deutscher Trockenmilch- fabrikanten hat an die Rcichsstelle für Speijejetle eine Eingabe gerichtet, in der er gegen die von brr Rcichsstelle angeregte Neu« «ründung von Trockenmi!ch>abnken, zum Teil mit Staatsmitteln, Stellung nimmt. Infolge des Milchmangels sei nur eine Aus« inützung von 20 Prozent der Proüuktionsmöglichkeit der schon bei petzenden Fabriken ausführbar, während 80 Prozent brach liegen« Das von der Reichsstelle empiohlrne Bersahren habe sich überdiel Nicht bewährt und eine o stpreußijche Fabrik, bie nach üemselbe» R5 00V Liter täglich verarbeitet habe, sei eingegangen, weil sitl Hie nach diesem Verfahren bcarbeitcre Milch als unhaltbar rrß pnesen habe. Die neu zu gründende Knegsgesellschast m. b. me u. a. Lieferungsverträge von 20 Fahren vorsehe, schein» Weniger auf Verbesjerung des Trockenversahrens, als auf einß keine Interessentengründung abgesehen zu sein. Ein ähnliche« vehler sei seinerzeit bei der Bewertung oon Leimleder z» Futtermitteln gemacht worden, wobei auch eine größere Zahl «euer Fabriken gegründet werden sollte. Es habe sich abe< tzerausaestellt, daß das Verfahren überhaupt nicht orauchba» «i und man habe es ganz fallen lassen. Die alten Fabrikeis eien zum Teil überhaupt nicht mehr beschäftigt. — Noch kerne Bestandsaufnahme von Schuhs raren. Tie Reichsbekleidungsstelle teilt mit, daß eins Zefiandsaufnahme von Schuhen und Schuhwiren zur^itz »ock? niftF beschloss n worden iK. Slsll jeder besondere» Anzeige. H ?paueranL8ig8. Schmerzerfüllt teilen wir Verwandten und Bekannten die traurige Nachricht mit, daß H meine liebe Mutter, unsere gute Schwieger- und Großmutter Karoline Röther geb. Schlund ' gestern Abend 7 Uhr unerwartet an einem Herzschlag, im Alter von 75 Jahren, sanft verschieden ist. Sennfeld, 15. Januar 1917. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Karoline Endreß geb. Söiher. MHIenbesitzer Mich. Endreß und Kinde«. Die Beerdigung findet am MzD Mittwoch Nachmittag um 1 Uhr statt. Letzte Nachrichten. Wolfs-Telegramme. Ein amerikanischer Postdampser gesunken. London, 16. Jan. Lloyds melden, daß der amerikanische Postdampfer „Minnesota" nach einem Zusammenstoß in einem Hafen gesunken sei. Ein amerikanischer Panzerkreuzer aufgelaufen. Tureka (Kalifornien), 15. Januar. Der Panzerkreuzer Milwaukee ist gestern an der Küste aufgelaufen. Es wird befürchtet, daß er ganz verloren gehen könnte, da die hohe See ihn in Stücke zu schlagen droht. Privat - Telegramme. Fünf bewaffnete feindliche Dampfer versenkt. Berlin, 15. Januar. Kapiiänleutnant von Arnsuld, der kürzlich mit seinem U-Boot von einer Reise zurückgekehrt ist, hat auf dieser Reise 5 bewaffnete feindliche Dampfer versenkt und 4 Kapitäne dieser Dampfer gefangen genommen, darunter einen Engländer. Die Schiffe waren mit Weizen für England und Kohlen und Kriegsmaterial für Saloniki bestimmt. Eine neue Drangsalierung Griechenlands, Berlin, 16. Januar. Nach der „Vossischen Zeitung" sollen die Athener Gesandten der Ententemächte einen neuen Schritt bei der griechischen Regierung unternommen haben, in dem sie auf unverzügliche Erfüllung der in dem Ultimatum bereits geforderten Absetzung der für die Vorgänge am' 1. Dezember verantwortlichen Generale verlangten, sowie die öffentliche Sühnezeremonie vor den Ententeflaggen. Nicht für dir allgemeine Dienstpflicht. Berlin, 16. Jan. Dem „Berliner Lokalanzeiger" zufolge berichten die „Times" aus Toronto, der kanadische Minister Hughes habe in einer Rede erklärt, daß er nicht für die allgemeine Dienstpflicht eintrete, wie man bisher angenommen habe. Das Ziel Kanadas seit seiner Gründung sei gewesen, niemals das alte Mutterland zu schützen und zu verteidigen; die Kanadier kämpften auch jetzt nicht für Großbritannien, sondern für die allgemeine mens lichc Freiheit. 54 i < L Z »4