auländer UN- «ejiheuü täglich, außer Sonn» unS ; Zetertags ! Preis r Monatlich. . . PkS« - vierteljährlich . Mk. - ^ frei ins Haus geliefert - Soxberger Mzeiger belesenstes Tageblatt oes ba-istheu Saulan-es z Anzeigen werSen mit Pfennig f Z per einspaltig« Zeile berechnet. ) i Sei mehrmaliger ftufnahme Rabatt f - po ftjcheck. Konto 4»S4, Karlsruhe hauptanzeigeblatt für -ke seMe M-elsheim, Hoxberg u. deren Umgebung Gratis: stattliches veekünöigungsblatt (wöchentl.) Illustriertes Sonntag«»Statt hotzsubmijflons- und Versteigerungs-Anzeiger für -en O-enwal- Gratis: prakt. Mitteilungen fürGemerbs (monatl.) u.hanüel,Hau«»u.Lanüwirtschaß Nr. 71. Druck und Verlag : Buchdruckerei Adelsheim, Adolf Heppeler Telefon No. 18 Kriegs-Konfirmation. ep.- Kriegskonfirmation! Konfirmation im dritten Jahr des furchtbaren Krieges, den Neid und Haß der Nachbarn über uns heraufbeschworen haben — welche Erinnerungen und welche M ahnungen sind darin beschlossen fürs ganze Leben unserer Söhne und Töchter! „Weißt du noch," werden die Heuer Konfirmierten noch in späteren Tagen eins zum andern sprechen, „weißt du noch, wie wenig all das Aeußerliche eine Rolle spielte, das sonst zum Konfirmationstag gehörte. Weißt du noch, wie einfach es beim Konfirmationsessen zuging, wie man froh sein mußte, recht satt zu werden und wie manch eines sich im Stillen der Tränen wehrte, wenn es der Väter dachte, der Brüder, die draußen standen im stürmischen Kriegswetter oder gar sich unter feindlichem Boden zum letzten Schlaf gelegt hatten. Und wenn eins fehlte, wie traurig war da das Fest. Wars nicht, als ob die Eltern und Paten an uns, dem jungen Nachwuchs gar keine Freude hätten, im Schmerz um die, die fehlten? Aber es hat uns das alles gut getan; es hat viel Leichtsinn aus unsern jugendlichen Herzen fortgeschwemmt, es hat unsere bessern Gedanken und Entschlüsse bestärkt; und auch die Nachwehen nach Friedensschluß haben mit ihrem Druck keinen die Kriegszeit so rasch vergessen lassen; denn es galt immer noch ums Dasein, ums Fortkommen des Einzelnen, wie des ganzen Volkes; und so sind wir unter alldem früher und sicherer zu Lebensernst und Lebenstüchtigkeit herangewachsen, als es vielleicht ohne dies- unter freundlicherer Zeitlage der Fall gewesen wäre". Möchten alle in diesen Jahren, auch im Frühjahr 1917 Emgesegneten einmal so sprechen können; dann wären sie wirklich „Gesegnete"! Möchten auch die Eltern und Familienglieder, Paten und Freunde das ihre tun, um den so früh erwachten Ernst nicht zu verscheuchen, um die von der gewaltigen Zeit erschütterte Stimmung zu vertiefen, daß sie ihre Frucht bringen kann in Geduld. Wer möchte schwächlich und töricht Niederhalten, was Gott in diesen Zeiten sät und Pflanzt an Erbebendem in junge Seelen! Wie sonst Eltern und Paten religiös stehen mögen, die kirchliche Feier, das Treten vor Gott am Konfirmationsmorgen wird ihnen in diesem Augenblick als innerstes Bedürfnis sich geltend machen, wie es Millionen im Volk und im Heer mitfühlen; und das sollen sie auch vor ihrer Hausjugend bekennen und beweisen. Denn unter dem ungeheuren Schwanken der äußeren Tinge sucht unser Gemüt einen festen Punkt, den allwaltenden Gott. Unerträglich wäre es, zu denken, blinde, gleichgültige Mächte des. Zufalls treiben mit Menschen ein gräßliches Spiel! „Du mußt glauben, du mußt wagen" ruft uns da unser Schiller zu — glauben, daß eine höhere Ordnung waltet, daß das Recht doch noch siegen wird. Und es wird siegen! Vertrauen wir — warten wir in treuem Turchhalten! Gerade für die Jugend und ihr Ungestüm ist das Warten eine hohe Schule der Lebensbildung. Weisen wir sie auf das Beispiel unserer Großen hin, )ie im Warten ihre Kraft stählten und ihr Wesen tadelten. Musen wir alles herbei, was immer dazu helfen und beitragen kann, die Gedanken der Jugend zu sammeln, aufs Hohe, Edle zu lenken im Sinn der ewig schönen Worte Uhlands: Edler Geist des Ernstes soll sich in junge Seelen senken, jede still und andachtsvoll ihrer heil'gen Kraft gedenken Tagesberichte. WTB Großes Hauptq»artier, 23. März (Amtlich.) Westlicher Kriegsschaxplatz: Infolge mehrerer Borstöße eigener und feindlicher Erkundungsabteilungen nahm an der flandrisches Front und im Arras-Abschnitt zeitweilig die Artillerietätigkeit zu. Eine Anzahl Gefangener ist dort in unserer Amd geblieben. Französische Truppen, die beiderseits von Saint Simon über Somme- und Crozat-Kanal gegangen waren find durch Angriff gegen und über diesen Abschnitt zurück- !eworfen worden. Der Feind erlitt blutige Verluste und ßte 230 Gefangene, sowie mehrere Maschinengewehre nd Fahrzeuge ein. zwischen Oise und Aisne entspannen sich' Lr de» ndltunden Gefechte westlich und südlich von Hargival; Adelsheim, Samsta«. 24. März 1917 Angriffe starker französischer Kräfte sind durch Feuer und im Gegenstoß verlustreich abgeschlagen worden. Unsere Artillerie fand auch außerhalb dieses Kampffeldes lohnende Ziele in Truppenansammlungen und -Bewegungen. Im Walde von La Ville-aux-Bois ist ein nach starkem Feuer einsetzender französischer Vorstoß gescheitert. Bei Watron^ille in der Woevre-Ebene brachte ein eigenes Unternehmen 12 Gefangene und 2 Maschinengewehre ein. Oestlrcher Kriegsschauplatz: ^ ^ ^ Keine großen Kampfhandlungen. ^ . Mazedonische Front: ^ Bis ans einen fchlgeschlagenen Teilangriff in der Seenenge und Störungsfeuer verhielten sich die Franzosen bei Monastir ruhig. Eines unserer Luftschiffe hat in der Nacht vom 20. zum 21. März englische Anlagen bei Mudros auf der Insel Lemnos wirkungsvoll mit Bomben beworfen und ist unversehrt in seinen Hafen zurückgekehrt. , Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. * * * Die „Siegsriedstellung" nennt der bekannte Militärkritiker H. Stegemann im Berner „Bund" die neuen Hauptstellungen der Deutschen zwischen Arras und Soissons, weil bei ihnen Sieg und Friede erkämpft werde. Wart Ihr dabei im Schützengraben, bei eisiger Kalte, bei glühender Hitze, in Lehm und Dreck, in Nässe und Regen, wenn nach wochenlangem höllischen Trommelfeuer der rasende Feind zum Sturme rannte und an unsrer Helden sieghafter Wehr sich blutige Schädel holte? ^ DartIhrdabeiim einsamen Unterseeboot, weit draußen im unendlichen Meer, in Sturm und Drang, in Not und Tod, auf erfolgreicher Iagd nach dem Engländer? Wart Ihr dabei, wenn unsere Flugzeuge und Zeppeline sich trutzig und verwegen den feindlichen Geschwadern entgegenwarfen zum Schuh unserer Kinder, Frauen und Greise, unserer blühenden Städte und Dörfer? So seid wenigstens jetzt dabei wenn es gilt, im sichern Schoß der Heimat ohne Gefahr für Leib und Leben am großen Ziele mitzuwirken. Es geht der Entscheidung entgegen! Wer Kriegsanleihe zeichnet, verkürzt den Krieg, beschleunigt den Frieden. Wer aber fetzt noch dem Vaterland engherzig sein Geld vorenthält, demselben Vaterland, dem unsre Söhne, Lrüder und Väter ihr Leben opfern, der Hilst unsern Feinden. Oie 6. Kriegsanleihe ist eine Ehren - Urkunde, dre jeder besitzen muß. Verantwortlich: Heppeler in Adelsheim. 4 t Jabrg. Das nunmehrige Kampfgebiet lasse sich in drei Zonen einteilen: die erste etwa 10 Kilometer tief, ein ehemaliges Grabensystem, das schon durch die gesprengten Verteidigungsanlagen und die Beschießung ungangbar sei, die zweite Zone 10 bis 15 Kilometer tief, umfasse einen Gebietsstreifen, der bis auf wenige Ortschaften, in denen die einheimische Bevölkerung zusammengeführt wurde, vollständig zerstört sei. In diese Zone seien die Engländer und Franzosen eingedrungen, wo sie sich unter größten Schwierigkeiten Vorarbeiten müssen. Hinter diesem Gebiet liegt erst das eigentliche Vorgelände der neuen Stellung, die schon genannte „Siegfriedstellung". Im Stockholmer „Aftonbladet" urteilt ein militärischer Mitarbeiter: Für die Deutschen bedeutet der Rückzug aller Wahrscheinlichkeit nach nichts anderes als den Austausch einer taktisch und technisch schwachen Stellung gegen eine bessere. Die Quadratmeilen, die Frankreich jetzt umsonst erhält, muß es schwer bezahlen mit der Zeit. Früher war das Hauptaxiom der Entente, daß sie die Zeit auf ihrer Seite habe, aber jetzt durch den Unterseebootskrieg hat Deutschland die Möglichkeit, zu warten, während die Entente nicht warten kann, weil sie jeden Monat den zwanzigsten Teil ihres verfügbaren Schiffsraums verliert. Dazu kommt, daß sich die Verhältnisse in Rußland immer mehr verschlechtern. Ein Pariser Korrespondent berichtet, Mitte März hätten die Alliierten mit der Siegesoffensive beginnen wollen. Die Vorbereitungen bis ins einzelste seien riesenhaft gewesen. Hindenburg habe aber durch den strategischen Rückzug den ganzen Plan über den Haufen geworfen und den Gegner vor ganz neue Aufgaben schwierigster Art gestellt. Die Ereignisse im Westen. Der französische Tagesbericht. WTB. Paris, 23. Marz. Amtlicher Bericht von gestern nachmittag: In der Gegend nördlich von Tergnier haben wir nach lebhaftem Kampf unsere Stellungen östlich des Saint Quentin-Kanals weiter ausgedehnt und den Feind an mehreren energisch verteidigten Punkten vertrieben. Südlich der Oise und nördlich von Soissons sind wir während der Nacht gleichfalls vorgerückt und haben trotz heftiger Gegenaktion des Feindes in der Gegend von Bregny mehrere Dörfer besetzt. Ein von uns unternommener Handstreich nördlich von Berry-au-Bac trug uns Gegangene ein. Mehrere feindliche Unternehmungen gegen unsere kleinen Posten bei Fontaine-aux-Lharmes in den Ar- gonne.! östlich der Straße von Saint Hiiaire nach Saint Saustet und im Cauriers-Wä.dchen brachen in unserem Feuer zusammen. Abends: In der Gegend von Saint Quentin Patrouillcn- sckaimützel. Im Norden heftige Gegenangriffe, um uns vom Ostufer des Kanals von Saint Quentin zu verdrängen, das wir besetz! halten. An der Front Clestre—Mo itescourt wurden aufeinanderfolgende Angriffe des Feindes durch unser Maschinen- gewehrfeucr gebrochen. Den Deutschen wurden schwere Verluste zugefügt. Auch westlich von La Fere lebhafte Kümpfe. Sie endeten mit einem vollen Fehlschlag des Feindes. Südlich der Oise haben unsere Abteilungen die Ailette an einigen Punkten überschritten. Nördlich der Aisne haben die Deutschen ihren Angi isst versuch zwischen der Straße von Laon und dem Fluß erneuert. Drei Angriffe auf V.egnlj-Lhiores wurden durch uister Sperrfeuer abgeschlagen. 3n der Gegend südlich der Aisne nahm unsere Arlulcri die feindlichen Truppen unter Flankcnfeuer und fügte ihnen sehr große Verluste zu. Der Artilleriekampf war zicmlick heftig in oec Woev.r, in der Gegend am Fuße der Maashöhen. Ein feindlicher Angrifssoersuch auf die Ro- mamville Ferme im Abschnitt von Sain Mihiet schlug fehl. Der englische Bericht. WTB. London, 23. März. Amtlicher Bericht von gestern: Der Widerstand des Feindes nimmt längs der gesamten Front von westlich von Saint Quentin bis südlich von Arras zu. Schwere Cchnecstürme verstärkten die Schwierigkeiten unseres Vormarsches. Wir unternahmen eine erfolgreiche Streife nördlich von Arras und machten einen Gefangenen. Der Feind erlitt bei emem Gcg:,. g.ifs ernste Verluste. Der Krieg zur See. ' Die Taten der Möwe. Berlin, 22. März. (Amt.ich) S. M. H'l'skreuzer Möwe, Kommandant Burggraf und Graf zu Tohna- Schlodien, hat, wie gemeldet, in mehrmonatiger Kreuzfahrt im Atlantischen Ozean 22 Dampfer und 5 Segler mit 123000 Brutloregiftertonnen aufgebracht. Es sind dies die Schiffe: 1. Volmac, englischer Dampfer mit einem 12 Ctm.-Geschütz (8617 Br.-T.): in Ballast; 2. Hallbjorg, norwegischer Dampfer (2587 Br.-T.s: Srückgut; 3. Mount Temple, englischer Dampfer mit einem 7/5 Ltm.-.Geschütz (9792 Br.-T.): Lebensmittel, Stückgüter» Pferde; 4. Duches o> Cornwall, englischer Segler (152 Br.-T.): Fische; 5. King George, englischer Dampfer (3852 Br.-T.): Explosivstoffe. Lebensmittel. Stückgut: 6. Cambrain Range, englischer Dampfer (4235 Br.-T.): Weizen. Stückgut; 7. Eeorgie, englischer Dampfer mir einem 12 Etm.-Geschütz (10 977 Br.-T.): Weizen, Fleisch, Pferde; 8. Aarrowdc'r, englischer Dampfer (^9v2 Br.-T.): Munition, Lebeusmit.et und Kriegsbedarf; 9. Saint Theodore, englischer Dampier (4192 Br.-T.): Kehlen: 1V. Dramatist, enalifeher Dampjer (5400 Br.-L.l: Mu- 2 Nl-1>n, Früchte; 11. Nantes, französischer Segler (2600 Br- T.): Salpeter; 12. Osnieres. stanzösischer Segler (3100 Br.-T): Weizen; 13. Huoson Maru, japanischer Dampfer (3800 Br.- T): Stückgut; 14. Radnorsyire. englischer Dampfer mit einem 12 Ctm.-Geschütz <4300 Br.-T.): Kaffee und Kakao; 15. Mi- nieh. englischer Dampfer (3800 Br.-T.): Kohle; 16. Netherby Hall, englischer Dampfer (4400 Br.-T.): Reis und Stückgut; 17. Jean, kanadischer Segler (215 Br.-T.): Zuckir; 18. Staut, norwegischer Segler (200 Br.-T.): Walöl; 19. Brecknockshire/ englischer Dampfer mit einem 12 Ctm.-Geschütz (8400 Br.-T-): Kehlen; 20. French Prince, englischer Dampfer (4800 Br.-T.): Hafer, Mais, Lornestbeef; 21. Eddi, englischer Dampfer (2650 Dr.-T.): Kohle; 22. Catherine, englischer Dampfer (2900 Br.- T.): Weizen; 23. Rhodante, englischer Dampfer (3000 Br.- T.): in Ballast; 24. Esmeraldas, englischer Dampfer (4680 Br.-T-): in Ballast; 25. Otaki, englischer Dampfer (7400 Br.- L.) mit einem 12 Ctm.-Geschütz: in Ballast; 26. Demeterton^ englischer Dampser mit einem 7.6 Ctm.-Geschütz (600» Br.-T.): Holz; 27. Eouverner, englischer Dampfer mit einem 12 Ctm.-Ge- schütz (5500 Br.-T.): in Ballast. Von diesen Prisen hat der englische Dampfer Yarrowdale am 31. Dezember 1916 mir 469 Gefangenen einen deutschen Hafen, der japanische Dampfer Hudson Maru am 16. Januar 1917 mit den Besatzungen von Dramatist, Radnorshire, Mmich, Netherby Hall, Nantes, Ärmeres den Hafen von Pernambuco erreicht. Die übrigen wurden versenkt. S. M. Hil'sb-cu-er Möwe hat 593 Gefangene mitgebracht. Dar Chef des Admiralstabs der Marine. Als versenkt werden gemeldet: Der von England gemietete belgische Dampfer Narcis, der norwegische Dampfer Bergsti. "" Haag, S3. März. Die „Völksstem" '(Pretoria) vom 30. Januar berichtet, dicht bei Kipstadt sei ein großes Schiff gesunken, ferner sei bei Kap Agulhas (Südspitze von Afrika) ein Transportschiff schwer beschädigt worden. ' Cadix, 23. März. Ein englischer -und ein italienischer Dampfer liegen in Cad!x s e <-, weil di' Mannschaft aus Furcht vor Tauchbooten nicht weiterfahren will. ( — Wochenrmrdschau. Der Reichstag kst am Dienstag wieder zusammengetreten. Nach Erledigung verschiedener Anfragen aus der Mitte des Hauses wurde in zweiter und dritter Lesung der Gesetzentwurf angenommen, daß von dem Gewinn der Reichsbank für 1916 vorweg 100 Millionen Mark dem Reich überwiesen werden. Dann folgte die Beratung des Haushalts des Staatssekretärs des Innern. Diese Gelegenheit wird von den Reichstagsmitgliedern immer ausgiebig dazu benützt. Dinge, die hergehören oder auch nicht hergehören, in breitester Ausdehnung vorzubringen. Auch diesmal wurde von der Gepflogenheit reichlich Gebrauch gemacht. Krieg und Kriegsrüstung, Kriegswirtschaft, Kriegsgesellschaften, Z. E. G., Ernährungsschwierigkeiten, .Sozial- und Handelspolitik, Kanalbau, Eisenbahnen, Kindersterblichkeit und Volksgesundheit, Heimstätten und Mietkasernen und noch unzählige andere Dinge wurden besprochen und Staats- » sekretär Dr. Helfferich hatte schwere Mühe, auf alles zu antworten. Seine Bitte, ibm einen zweiten Unterstaatssekretär zu bewilligen, wurde so durch die Beweiskraft des Augenscheins aufs beste gestützt und allseitig wurde die Bereitwilligkeit hiezu ausgedrückt. Das Ende des Stellungskriegs im Weste» darf man in Deutschland mit einem Gefühl der Befreiung begrüßen. Nach den verschiedenen großen Offensiven im Westen und Osten, die für den Feind so gut wie ergebnislos verliefen, drohte der Krieg wieder auf den toten Punkt zu gelangen; denn wenn auch an beiden Fronten neue Offensiven in Vorbereitung waren, im günstigsten Fall hätten sie für die Alliierten nicht mehr Früchte gezeitigt, als diejenigen vom Juni und Juli v. Js. Ter Krieg wäre wieder nicht vom Fleck gekommen. Es mußte einmal Luft geschaffen werden, um dem ermüdenden Maulwurfskrieg, der so gar nicht zu der Art der deutschen Kriegführung paßt, ein Ende zu machen. Im Osten war durch die Kriegserklärung Rumäniens eine Gelegenheit geboten, wie sie besser nicht hätte gewünscht werden können. Aber im Westen! Die Engländer und Franzosen haben in der Somme-Offensive Hunderttausende von Menschen — allerdings meist Farbige und Hilfstruppen aus den Kolonien — geopfert und wären in ihrer Kriegstollwut bereit gewesen, solche Opfer aufs neue zu bringen. Aber dieses Beispiel konnte uns nicht zur Nachahmung reizen, ein ähnliches Opfer konnte für uns kaum in Frage kommen, dazu ist das deutsche Blut doch zu kostbar. So entschlossen sich Hin- denburg und Ludendorff zu dem kühnen Rückzug auf der ganzen langen Front von Arras b'.s Soissons an der Aisne. In aller Stille, aber um so gründlicher wurde der Plan vorbereitet und in den letzten Togen meisterhaft durchgeführt. Unsere Truppen beziehen neue, sorgfältig ausgewählte Stellungen mit den besten Verbindungswegen usw.; dem Feinde wird ein Gebiet überlassen, über das die verheerenden Stürme des Kriegswetters unbarmherzig hinweggefegt sind. Die Bevölkerung, viele tausend Menschen, wird der Mutter Frankreich zurückgegeben, die fürder auch für die Ernährung der befreiten Kinder aufzukommen hat, eine Sorge, um die wir sie nicht zu beneiden brauchen. — Die Würfel sind jetzt gefallen, die Entscheidung im Westen steht vor der Tür. Die Neutralität Hollands erscheint neuerdings wieder in einem eigenartigen Lichte. Im Herbst 1915 erklärte die holländische Regierung, daß sie bewaffnete Handelsschiffe als Kriegsschiffe betrachte und ihnen das Anlaufen holländischer Häfen verwehre, es sei denn, daß sie beschädigt oder in Seenot seien; in diesem Falle dürften sie, ebenso wie Kriegsschiffe bis zur Behebung des Schadens im Hafen verbleiben. Nun wurde am 7. März der bewaffnete englische Dampfer „Prinzeß Melitta" in Hoek von Holland angehalten; er warf angeblich seine Geschütze über Bord und durfte dann ungehindert nach Rotterdam weiterfahren. Dagegen hat die holländische Regierung einige deutsche Tauchboote, die infolge von Nebels in holländisches Gewässer geraten waren und strandeten, sich also in Seenot befanden, durch Kriegsschiffe beschlagnahmen und die Mannschaften festfetzen lassen. Daß das ein schroffer Widerspruch mit den eigenen Grundsätzen ist, liegt auf der Hand, das Verhalten ist aber auch mit wirklicher Neutralität schlechterdings unvereinbar und es ist kaum anders zu erwarten, als daß die deutsche Regierung im Haag energische Schritte unternehmen wird. Das neue Ministerium in Frankreich ist gebildet- Der 75jährige Ribot ist an seine Spitz! getreten, nachdem Präsident Poincare es doch iür geraten gehalten hatte, vorläufig auf die Mitarbeit des verschlagenen Advokaten und ehemaligen Anarchisten Briand, des Urhebers des Saloniki-Abenteuers, zu verzichten Ribot ist, wie man sagt, ein „versierter" Mann. Die Ministersessel sind ihm nichts Neues. Im Jahr 1892 war er zum ersten Mal Ministerpräsident und im Kabinett Briand hatte er die wenig dankbare Aufgabe der Verwaltung von Frankreichs Finanzen. Er gilt als heimlicher Klerikaler. Als Verdienst wird ihm angerechnet, daß er das sranzösisch-russische Bündnis vorbereitet habe. Daß er seinerzeit in den Panamaskandal verwickelt war, kann ihm nach der Auffassung der modernen leitenden Schichten in Frankreich nur zur Ehre angerechnet werden. — General Lyautey, dessen soldatische Unbeugsamkeit der hochprcislick,m Kammermehrhcit gegenüber den äußeren Anstoß zur Kabinettskrisis gab, machte im Kriegsministerium dem Zivilisten Painlcve, dem hartnäckigsten Gegner Briands, Platz. Die Folge wird wohl sein, daß der Oberkommauüierende Nivelle eine größere Selbständigkeit gewinnt, als er sie unter Lyautey haben tonnte. Dem Kriegsminister ist das Heer Sarrails in Saloniki unmittelbar unterstellt. Ob er Lust hat, sich weiter in das Abenteuer zu verstricken, wird sich zeigen müssen. — Der Ackerbouminister David tvar wegen der Frage der Entlassung der Landarbeiter ein entschiedener Gegner Briands. Die Krise, in der sich Frankreich in Bezug' auf die Ernährung befindet, verleiht diesem Ministerium jetzt eine ungeahnte politische Bedeutung. — Das Justizministerium behielt Vi Viani bei: seine Wirksamkeit bleibt diejenige eines Verwal'ungsbeamtcn ohne politischen Charakter. Die übrigen Veränderungen im Kabinett sind untergeordneter Natur. Die englische Arbeit in Rußland verdient auch von einer Seite beleuchtet zu werden, der vielfach noch zu wenig Beachtung geschenkt wird. Staatsstreiche in anderen Landern anzuzetteln, ist ein seit Jahrhunderten geübter und bis zur Virtuosität entwickelter Kunstgriff der englischen Diplomatie. Im letzten Jahrzehnt hat cs sich gefügt, daß dabei fast immer ein Herrscher Thron und Land, wohl auch das Leben verlor. So wurden König Karlos und der Kronprinz Luiz von Portugal 1908 ermordet, als Karlos beabsichtigte, um den zerrütteten Finanzen des Landes etwas aufzuhelfen, die Kolonie Angola (Westafrika) an Deutschland zu verkaufen. Sein zweiter Sohn Manuel wurde 1909 auf Betreiben Englands gestürzt und des Landes verwiesen. Sultan Abdul Humid II. wurde 1909 des Thrones entsetzt; seine Hinneigung an Deutschland, die sich u. a. in der Bancrlanbnis der Bagvadbahn äußerte, hatte ihn England verdächtig gemacht. Im gegenwärtigen Kriege haben die Könige von Belgien, Serbien, Montenegro und Rumänien (der letztere wenigstens zum großen Teil) ihr Land verloren. In den letzten Tagen ist auch der Zar von Rußland an die Reihe gekommen. Seit England die Einkreisung Deutschlands begonnen hat, also etwa seit 1903, sind dieser Politik sieben bzw. acht Herrscher zun: Opfer gefallen, und man wird fragen dürfen: wieviele werden nach dem Kriege noch übrig sein? Das Schicksal des Königs Konstantin hängt an einem Faden. Asani'h, Grey und Lloyd George haben cs offen ausgesprochen, daß es eines ihrer hauptsächlichsten Kriegsziele sei, die Hohenzollern des Thrones zu entsetzen. Aus verschiedenen Gründen werden die Engländer hiebei eine arge Enttäuschung erleben, namentlich deslralb, weil in Deutschland Fürst und Volk anders mit einander verwachsen sind als in England und in den meisten anderen Ländern der Welt. 2lber es ist immerhin von Wert, darauf hinzuweisen, welches Schicksal oen Herrschern Europas aus der Berührung mit England erblüht, und Dagegen, die Tatsache zu halten, daß umgekehrt der Bund mit Deutschland ui cd feinem ,Militarismus" Festigung und Gedeihen für Fürsten und Völker gezcitim hat- Darin liegt aber eben eines jener Momente, »arum England und die in ihm wirkenden Kräfte Deutschland als den Todfeind bcieachuu und betrachten mü)-;». Die Umwälzung in Rußland. Petersburg, 23. März. Der Zar ist in Zarskoje Selo eingetroffen. Das Schloß wird scharf bewacht. Die provisorische Negierung wird der Duma Vorschlägen, die Ausgabe von Banknoten um 2 Milliarden Rubel (über 4 Milliarden Mark) zu erhöhen. (Der gleiche Notenschwindel hat bei der ersten französischen Revolution durch die sog. Assignaten zu einer schweren Katastrophe geführt. D. Schr.P, - London, 23. März. Bonar Law brachte im Unterhaus einen Antrag ein, dem russischen Volke Grüße und Glückwünsche zur Schaffung freier Institutionen zu senden. Es sei zu früh, zu sagen, daß alle Gefahr vorüber sei, aber es sei für die Mutter der Parlamente nicht zu früh, dem Parlament des verbündeten Landes Grüße zu senden, ebenso seiner Regierung, die mit der ausgesprochenen Absicht gebildet fei, den Krieg zum erfolgreichen Abschluß zu bringen. , —- Neues vom Tage. Ordensverleihung. ' Berlin, 23. März. Ter Kaiser hat dem Generak- gouverneur von Belgien, Generaloberst von Bissing das Kreuz der Großkomture des Hausordens von Hohenzollern und dem Chef des Admiralstabs, Admiral von Holtzendorjß den Orden Pour le Merite verliehen. Die Löhne für kriegsgefangene Handwerker. Berlin, 23. März. Ageordneter Tr. Werner-Gießen (Deutsche Fraktion) hat im Reichstag folgende Anfrage eingebracht: In Handwerkerkreisen bestehen lebhafte Klagen, daß die von ihnen zu entrichtende Bezahlung der Kriegsgefangenen viel zu hoch ist, und daß den ungelernten Kriegsgefangenen nach viermonatiger Tätigkeit in Handwerksbetrieben die Vergütung von gelernten Gefangenen (Handwerksgehilsen) bezahlt werden muß. Gedenkt der Herr Reichskanzler diese Beschwerden abzustellen? Holländisches Kartoffelmehl. Rotterdam, 23. März. Im Unterhaus fragte Hunt auf Grund von statistischen Angaben, wonach aus Holland während 33 Togen 3274 000 Kilogramm Kartoffelmehl nach Deutschland und nur 40 OM Kilogramm nach , England ausgeführt wurden, warum das Auswärtige Amt znlasfe, daß Holland soviel an Deutschland und so wenig an England liefere. Harrie antwortete, die Ausfuhr betreffe Mehl von Kartoffeln, d>e in Holland geerntet wurden und stehe infolgedessen außerhalb der Kontrolle der englischen Regierung. Einführung der Fleischkarte. Paris, 23. März. „Petit Journal" meldet, daß die Einführung der Fleischkarte jetzt erfolgen dürste, besonders weil die Ankunft von 20 000 Tonnen Gefrierfleisch aus England nickt mehr gesichert sei. Die irische Frage. London, 23. März. (Reuter.) Im Unterhaus kündigte Bonar Law an, die Regierung wolle einen neuen Versuch machen, eine Lösung der irischen Frage zu finden. Bonar Law sagte im Unterhaus: Es möge mir erlaubt sein, ein Gefühl der Teilnahme für den Zaren (!) auszudrücken, der 3 Jahre unser loyaler Verbündeter gewesen ist. Ich kann nicht außer acht lassen, daß eine der großen Fragen dieses Krieges die war, ob freie Einrichtungen gegen den Anfall eines militärischen Despotismus sich würden behaupten können oder nicht. — Asquith führte aus: Tie gewaltigen Ereignisse, die sich gegenwärtig in Rußland vollziehen find von der Art, daß sie eine besondere unverzügliche Anerkennung des Hauses verdienen und erfordern. Tie Form der neuen russischen Regierung soll dem freien Urteil eines befreiten Volkes unterworfen werden. Was immer seine letzte Entscheidung sein mag, so hat Rußland schon durch diese Tatsache einen Platz an der Seite der gsroßen Demokratien der Welt eingenommen. Die Lage des Königs Konstantin. ' Berlin, 23. März. Der „Kreuzzeitung" wird gemeldet, man befürchte für König Konstantin von Griechenland' ein gleiches Schicksal wie es dem Zaren widerfahren sei. Die Alliierten hätten ihn widerwillig bisher nur aus Rücksicht auf den Zaren „verschont". Index und Inquisition. Rom, 23. März. Der Papst kündigte an, daß er die Kongregationen des Index und der Inquisition (Sank- tum Officium) zu vereinigen gedenke, da sie offensichtlich die gleichen Ziele verfolgen. Der Zusammenstoß mit dem Hauptteil der deutschen Truppen naht. Don der schweiz. Grenze, 23. März. Züricher Zeitungen zufolge veröffentlicht Havas einen Kommentar zur Kriegslage, in welchem betont wird, die Besetzung der von den Deutschen geräumten Gebiete an der Ancre, Oise und Aisne werde durch die verheerende Tätigkeit des Feindes überaus erschwert. Der Kommentar schließt mit den Worten: Es sei wenig wahrscheinlich, daß die Alliierten die Früchte des Sieges an der Somme nun weiter ebenso mühelos einheimsen können wie zuletzt, da die englischfranzösischen Kräfte vermutlich bald auf den Hauptteil der deutschen Truppen in der bekannten Stellung Hindenburgs stoßen werden. Amerikas Kriegspla«. ** H an dem 14 Mäd Das W dem 42. «nd en Errette Wahrlic! ist eine kämpfen von neu Hetzen. - der Frül kätzchen Strauch tausende Noch an seiner u !er hat r rauben I muß. 1 ! Frühlinc Hoffnung dürfen r den Sch tapferen Wer so jetzigen Schanzer ! Kriegfüh Stehe viel, wei seinen Z Wie dra bleibt, ft Balerlan , „Das de Schwerte wird die bürg. U ** A werden s vaterlänl um die in so rei ausmacht die 6. Kr bereits ir neuen Zc Beträge noch nick ierren k Betrag i ** z des Frü ms um Jahren ri allzufrühe für heute wirklich, sondern k sängt es «acht, h die schöns ** A Lebensmii Bopp un Spende , hiesigen 8 der Geme * D Nelt Gr< khristian ezeichnete tedaille. Genf» 23. März. Der Matin erfährt aus Washington r Obzwar der Krieg als unvermeidlich angesehen wird, wünsche Wilson keinen engen Anschluß an die Entente, sondern nur den Schutz des eigenen Handels. Die Aufstellung von Armeen nach englischem Muster sei unmöglich, Dafür wolle aber Amerika die Unterstützung durch Steigerung der Munitionslieferungen an die Entente erhöhen. L HelftunsernHelderr zu Master«, zu Lande! I ! Zeichnet die 6. Kriegsanleihe. i Aus Stadt und Land. ! — Berkaufsverbot für Petroleum. Vom 1. April ds. Js. ab darf Petroleum zu Leuchtzwecken an Wiederverkäufer und vom 1- Mai an auch an Verbraucher nicht mehr abgesetzt werden. ! — Reisebrotmarkc«. Um dem im Schwange gehenden Mißbrauch der Reisebrotmarken zu steuern, hat die Reichsgetreidestelle beschlossen, die äußere Form der! Marken zu ändern, indem sie künftig einen Wertpapier-. Unterdrück in Gestalt eines weißen Reichsadlers erhalten.; Auf der rechten Seite sind die Marken mit einer fortlaufenden Durchlochung versehen und bei Verabfolgung bon Gebäck müssen die Bäcker, Gastwirte usw. sofort den rechts von der Durchlochung befindlichen Teil der Marken abtrennen. In Gastwirtschaften hat die Abtrennung nicht durch die Bedienung (Kellner), sondern durch die Personen zu erfolgen, die das Gebäck an div Bedienung ausgeben. Der abgetrennte kleine Teil braucht nicht aufbewahrt zu werden- Vom 16. April ds. Js. aö Kat nur noch die neue Reisebrotmarke Gültigkeit. , ; — Die Verteilung der Gemüsekonserven ist von der Reichsstelle für Gemüse und Obst in die Wege geleitet, die vorbereitenden Erhebungen der Kommunal berbände sind indessen noch nicht abgeschlossen. Jnsolange bleibt der Verkauf der Konserven verboten. ff Eu ern Ort vn diese ierstorber Nd durck Meiner gen Eini »ähre sie! -ein And » seinem irnt habe . (-) K, «rein, d« » Gastho fahre ein Minn be lieber alr tilgen. 5 ' (") i »r Brotl ril 19) le bisher nbereitr chst wir vt herg« 'tung vi oggenbri 'Wand zeichnen, iese Bes »n Brot ese der lie Herste a- oder ' die H, Utungen reien di en, auch er. '-»Nie» l An- led- Be- ) daß rtiger n ge- ^rden erden Hunt Hol- loffel- l nach ! Amt wenig >r bewürbe der i, daß ie, be- efrier- ; kün- neuen inden. e mir r den oyaler lassen, ir, ob cischen nicht- se, die n der nnung n der eines : seine durch stoßen rd go- iechen- >erfah- er nur er die (Sank- iichtnch »er Züricher mentar mg der e, Oise rit des ßt mit liierten ebenso nglisch- eil der mburgs mgton r wird, rntente. ie Auf- nöglich, igerung ldr! om len an : Ver- swange m, cm Papier-, halten.! r fort- olgung sofort eil der » Ab^ andern an dis braucht Js. aS »e» ist ! Mg« munal- solange ** Adelskeim» 24. März. Der morgige Sonntag, an dem in der hiesigen evang. Stadtkirche 10 Knaben und 14 Mädchen eingesegnet werdendst der Sonnrag I u d i c a. Das Wort Judica heißt auf deutsch: „Richte" und ist dem 42. Psalm entnommen: „Richte (Judica) mich Gott und entscheide meine Sache wider das unheilige Volk. Errette mich von dem gottlosen und arglistigen Manne". Wahrlich auch auf unsere Zeit passen diese Worte! Noch ist eine Entscheidung nicht erfolgt, noch haben wir zu kämpfen mit Völkern, denen nichts heilig ist, und die immer von neuem mit Lug und Trug die Welt gegen uns aufhetzen. — In diesem Jahre ist Judica der erste Sonntag der Frühlingszeit unserer nördlichen Erdhälfte. Die Weidenkätzchen am Bache schimmern bereits. An Baum und Strauch schwellen die Knospen und in tausend und aber- tausenden Gestalten gibt sich das erwachende Leben kund. Noch an seinem letzten Ende hat sich uns der Winter von seiner ungemütlichsten und rauhesten Seite gezeigt. Doch er hat uns damit nicht die Hoffnung aus den Frühling rauben können, denn wir wissen, daß es Frühling werden muß. Und wie wir die Hoffnung haben, daß der wirkliche Frühling bald kommen muß, so haben wir nun auch die Hoffnung, daß der Frieden uns bald kommen wird. Nur dürfen wir Daheimgebliebenen nicht die Hände müßig in den Schoß legen und denken unser Hindendurg und unsere tapferen Soldaten werden den Frieden allein erzwingen. Wer so denkt, der ist auf dem Irrweg. Gerade in der jetzigen Zeit ruft uns das Vaterland erneut auf die Schanzen, indem es von uns die Mittel, zur weiteren Kriegführung bis zum entscheidenden Siege für uns fordert. Stehe Keiner zurück! Wer viel geben kann, gebe viel, wer nicht in dieser glücklichen Lage ist, gebe, was in seinen Kräften steht. Aber niemand darf zurückstehen. Wie draußen im Felde beim Sturmangriff keiner zurückbleibt, so muß es auch in der Heimat sein. Wenn das Vaterland ruft, dann gebe jeder freudig was er kann. „Das deutsche Volk wird seine Feinde nicht nur mit dem Schwerte, sondern auch mit dem Gelde schlagen. Das wird die Kriegsanleihe beweisen", so sagte unser Hinden- burg. Und er soll Recht behalten! ** Adelsheim» 24. März. In den nächsten Tagen werden sich wieder einige Herren in den Dienst der schönen vaterländischen Sache stellen und von Haus zu Haus gehen, um die kleinen Beträge, die bei der letzten Kriegsanleihe in so reichem Maße stoffen und eine ganz gewaltige Summe ausmachten (in Adelsheim allein nahezu 20000 Mk.), für die 6. Kriegsanleihe sammeln. Denjenigen Familien, welche bereits im Besitze eines Kriegssparbuches sind, werden die neuen Zeichnungen wieder in dasselbe vermerkt und die Beträge mit 5 Proz. verzinst. Leert also die Sparkassen noch nicht aus, sondern wartet bis einer der bekannten Herren kommt und gebet ihm den Inhalt derselben. Jeder Betrag von 1 Mk. aufwärts wird dankbar angenommen. ** Adelsheim, 24. März. Die Verspätung des Frühjahrs wird immer merklicher und sie kommt uns um so mehr zum Bewußtsein, als wir in den letzten Jahren nach milden Wintern häufig sehr frühes, oft nur allzufrühes Lenzeswetter hatten. Der Wetterbericht schrieb für heute Samstag ein Umschlag der Witterung vor, und wirklich, er ist eingetroffen; aber nicht wie man hoffte, sondern bei 4 Grad Kälte und einem starken Nordoststurm ängt es gar lustig an zu schneien und wenn es so weitermacht, haben wir am Sonntag Judica, den 25. März, die schönste Schlittenbahn. ** Adelsheim» 24. März. Für die gespendeten Lebensmittel der hiesigen Landwirtschaft ist von der Firma Bvpp und Reuter in Mannheim, an deren Arbeiter'die Spende gesandt wurde, ein Dankschreiben beim hiesigen Bürgermeisteramt eingegangen, dessen Wortlaut an der Gemeindetafel angeschlagen ist. >4» Bödigheim, 23. März. Das Eiserne Kreuz er- ielt Grenadier Ehr. Grämlich, Sohn des Bäckers Christian Grämlich, von hier. Ein Bruder vom Aus- ezeichneten erhielt schon vor Jahresfrist die bad. Verdienst- »edaille. Unfern Glückwunsch dem tapferen Krieger. ch Eubigheim, 24. März. Heute früh durcheilte un- ern Ort die Trauerkunde, daß Herr Bürgermeister Offner vn dieser Welt geschieden sei. Der im 68. Lebensjahr Erstorbene erfreute sich durch seinen lauteren Charakter Md durch sein freundliches zuvorkommendes Wesen all- emeiner Achtung und Wertschätzung nicht nnr bei der Hiegen Einwohnerschaft, die trauernd an ihres Oberhanptes lahre steht, sondern auch im Kreise seiner Standeskollegen, -ein Andenken wird von Allen, die den biederen Mann » seinem langen arbeitsreichen Leben näher kennen ge- ttnt haben, in Ehren gehalten werden. (-) Krautheim, 24. März. Der hiesige Vorschuß- erein, der am Ostermontag seine Generalversammlung » Gasthaus zum „Roß" abhält, hatte im vergangenen ähre einen Gesamtumsatz von 1814 572 Mk. Der Rein- winn beträgt 6046 Mk., wovon 3467 Mk. an die Mit- ieder als 6 prozentige Dividende zur Auszahlung gekegen. Die Mitgliederzahl des Vereins ist 547. (-) Karlsruhe, 23. März. (Neue Vorschriften >r Brotherstellung. Das Kuchcnbackvcrbot.) Am 1. Pril 1917 tritt eine Verordnung in Kraft, in welcher ie bisherigen Bestimmungen über die Brot- und Ku- enbereitung einschneidende Aenderungen erfahren. Zu- üchst wird bestimmt, daß an Brot nur noch Roggen- . wt hergestellt werden darf, daß aber für Kranke die Be- , itung von Wasserweck und Zwieback zulässig ist. Das Z vggenbrot darf nur in Stücken von li/s Pfund und Pftmd bereitet werden und ist mit der Ziffer zu seichnen, die dem Tag ferner Herstellung entspricht, ese Bestimmung gilt aber nicht für die Herstellung Brot in privaten Haushaltungen, auch wenn für e der Teig in einer Bäckerei ausgebacken wird, e Herstellung von Kuchen, welche inländisches Wei- k- oder Roggenmehl enthalten, ist verboten, dagegen die Herstellung von Obstkuchen in privaten Haus- Itungen auch künftighin erlaubt. Ferner ist den Bäk- eien die Herstellung und die Verabfolgung von Kü- en, auch wenn sie kein inländisches Roggen- oder Wei- emnehk enthalten, sowie von sonstigem Gebäck, dessen "ereitung in Konditoreien üblich ist, verboten. Der in den Haushaltungen hergestellte Teig für Obst'uchen darf jedoch in den Bäckereien ausgebacken werden. Die Vorschriften dieser Verordnung finden keine Anwendung auf die von Keks-, Zwieback-, Waffel-, Honigkuchen-, Pfefferkuchen- oder Lebkuchen-Fabriken Hergeste lten Er« zeugnisse, soweit sie aus Getreide oder Mehl bereitet werden, das den Fabriken von der Reichsgetreidestellc geliefert wird. (-) Mannheim, 23. März. Ein 16jähriger Dag- löhner von Leutershausen versetzte einem 17jährigen Tog- löhner von hier einen Dolchstich in den Rücken. Der Täter ist verhaftet. — Von der Strafkammer wurde die 27jährige Emilie Bruder aus Freiburg wegen verschiedener Hochstapeleien zu ein Jahr Gefängnis verurteilt. (-) Heidelberg, 23. März. Wegen Unterschlagung und Urkundenfälschung wurden hier zwei in einer Fabrik angestellten Kaufleute verhaftet. Sie hatten Quittungen gefälscht und die Firma um etwa 10000 Mark geschädigt. (-) Freiburg, 23. März. Auf der Eisenbahnstrecke Freiburg—Lcopoldshöhe wurde der 17jährige Telephonarbeiter Wilhelm Brendlin von einem Schnellzuge erfaßt und sofort getötet. (-) Durbuch bei Offenburg, 23. März. Ter Besitzer des Schloßgutes Grohl, Frhr. Zorn von Bulach, hatte letzter Tage eine Versteigerung von 15000 Liter selbstgezogener Edelweine anberaumt. Das Hektoliter Weischerbst war zu dem Preis von 400 Mk., verschiedene Sorten Clevner und Bordeaux zu 450 Mk. veranschlagt. Von 128 ausgebotenen Hektolitern wurden 78 Hektoliter zum Anschlag, einige wenige um etliche Mark darüber abgesetzt. Vermischte Nachrichten. Dl« Fisch««'sorgung. Im Ausschuß des preußischen Abgeordnetenhauses für den Staatshaushalt kam am Dienstag die ungenügende Besorgung der Bevölkerung mit Seefischen zur Be- sprcchung. Es wurde bemängelt, daß trotz der Einsetzung des Rcichskommissars eine durchaus ungenügende Menge von Fischen zur Verfügung stehe, die außerdem außerordentlich hoch im Preise seien. Der Reichskommissar für Fischoeriorgung teilte mit, daß Deutschland im Jahre 1913 für 140 Millionen Mark Seefische verbraucht habe, wovon nur für 40 Millionen aus deutschen Fängen beschafft werden konnten, und zwar 32 Mill. aus der Nordsee und 8 Mill. aus der Ostsee. Die Fluß- fischcrei ergab 123 Mill. In Zukunft müsse die Abhängigkeit hiiisichtlicb der Seefische vom Ausland überwunden werden. Auch mährend des Kriegs könne die deutsch« Fischerei bedeutend gesteigert werden durch Freistellung eingezogener Fischer ufw. Die Eeefilche werden von der Konscrveinduitrie zu übermäßigen Preisen aufgekaust. Die Austernfischerci habe übrigens an der Küste Schleswig-Holsteins einen großen A-sschwung genommen. Vom April werde die Zufuhr von Seefisch«» sich günstiger ge- staPlten. Die Konsc'v. akriken werden Die alten Bestände seien leider durch einen schwunghafte« Kettenhandel sehr vertcwrt worden. Bei dem jetzigen Höchstpreisiystein wurden große Städte nicht genügend mit Flußfischen versorgt. Auch bei der Preisfestsetzung für Teichfische seien Fehler gemacht woiden, indem diese zu nieder angefctzt wurden. De: Ausschuß nahm schließlich einen Antrag einstimmig an, der bjttet, daß zur Förderung der See- und Fiutzsischerei ausreichende Mittel bereit gestellt werden sollen, und daß darauf h-ngeivirLt werde, die Seefische möglichst in frischem Zustande der Dolkser- nühlung zuzusührcn, daß ferner dem prcuß. Landivirtschafts- ministerium eine Stelle für Fischerei angcgljedert und daß endlich Erhebungen über die Flächen der Binnengewässer und über de» jährlichen Ertrag der Binnenfischerei eingestellt werden. — Aus einer Neuordnung der Fischerei in Preußen wird sich auch eine ausgiebigere Versorgung Süddeutschlands für Seefische clwa.tcn lassen, wobei zuhossten ist, daß die Preise wieder aus einen gesunden S.and zurückgehen. Letzte Nachrichten. Wolff-Telegramme. Wie wird Amerika Krieg gegen Deutschland führe» ? Die Newyorker Zeitung „New Republiko" schreibt. Die einzig richtige Haltung für die Vereinigten Staaten ist die, sich auf den Kriegsausbruch gefaßt zu machen, um Deutschland so unzrveidentig wie möglich darüber aufzuklären, daß es ein wirklicher Krieg sein wird, den wir als offene Verbündete Englands und Frankreichs führen werden. Unsere eigene Existenz, die Sicherheit und Ordnung der Welt erfordert die Niederlage jeder Anarchie, die von den Deutschen fälschlich als „Freiheit der Meere" bezeichnet wird. Was Geld und Munition betrifft, müssen wir uns ganz auf die Seite des Verbandes stellen und im Geiste eines verbündeten Landes handeln. Aber, wenn wir eine Armee nach Frankreich schicken, sieht es so aus, als wünschten wir in den territorialen Veränderungen innerhalb Europas ein Wort mitzusprechen. Es ist zweifelhaft, ob man das in Europa wünscht und ob es in unserem eigenen Interesse liegen würde. Sollte der Verband den Wunsch aussprechen, daß wir eine Armee aufstellen, so können wir diesem Verlangen nur dann entsprechen, wenn die Friedensbevingungen der VerbandSmächte zuvor so eingehend niedergelegt sind, daß wir von der Gerechtigkeit der künftigen Neuordnung durchdrungen sein können. Unterdessen aber müssen wir ein starkes nationales H eer auf unserem eigenen Boden ausbilden. Die Umstände sprechen zwar durchaus gegen die Wahrscheinlichkeit, daß seine Verwendung in Europa je erfolgen wird, aber wir brauchen es als Reserve und als Vorsichtsmaßregel. Zur Ausbildung dieser Armee könnte die Regierung einige der jetzt in Europa kämpfenden 30 000 Amerikaner zurückberufen. Amerikanische Rüstung. Amsterdam, 23. März. Telegraph meldet aus London, daß das amerikanische Marinedepartement 74 500 Mann > für die Flotte ausheben werde. — Der Senat von Ohio ! hat ein Gesetz angenommen, daß alle Männer zwischen 18 und 45 Jahren bei hundert Dollar Geldstrafe sich verpflichten, sich zur Musterung zum Militärdienst zu melden. Anerkennung der provisorische« Regierung. Petersburg, 23. März. (Pet. Teleg.) Die Botschafter Englands, Frankreichs, der Vereinigten Staaten und Italiens übermittelten heute dem Minister des Aeußern gemeinsam die amtliche Anerkennung der provisorischen russischen Regierung durch ihre Regierungen und baten um Festsetzung eines Tages, an dem sie die Mitteilung der Anerkennung feierlich wiederholen könnten. Großfürst Nikolaus Abschied vom Kaukasus. Kopenhagen, 24. März. Aus Petersburg wird gemeldet: Großfürst Nikolaus verabschiedete sich feierlich von den Truppen und der Zivilbevölkerung des Kaukasus. Er hielt eine Ansprache, in der er an alle die Aufforderung richtete, einig zusammen zu stehen in der Arbeit für den Sieg über den Feind und für die Befestigung der Freiheit des Landes. Die Ankunft des Großfürsten in Petersburg wird für die nächste Zeit erwartet. Eine neue Note Mexikos. New-Dork, 19. März. (Funkspruch vom Vertreter des W.T.B. — Verspätet eingetroffen.) „Associated Preß" meldet aus Mexiko: Die mexikanische Regierung hat an die Vereinigten Staaten folgende neue Note gerichtet: Mit Bezug auf die Antwort der Vereinigten Staaten auf die Note, die General Carranza an die Regierungen der neutralen Staaten im Interesse des Friedens gerichtet hat, schlägt die mexikanische Regierung ein Zusammenarbeiten vor, um zu verhindern, daß Länder unseres Erdteils an dem europäischen Kriege teilnehmen, und sie wird ihre Anstrengungen zur Herbeiführung des Friedens in Europa fortsetzen. Gottesdienst-Ordnung. Sonntag, den 25. März 1917. Ev. Kirchengemeinde Adelsheim. Vorm. 10 Uhr: 'Einsegnung der Konfirmanden (Kollekte) Kath. Kirchengemeinde Adelsheim. (Paffionssonntag.) Vormittags V-10 Uhr: Vormittagsgottesdienst, nachher Christenlehre. Nachmittags '/^2 Uhr: Nachmittagsqottesdienst. Am Freitag Abend '/z8 Uhr Fastenandacht. Todes--G* Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es in seinem unerforschlichen Ratschluß gefallen, unseren lieben Gatten, Vater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Heinrich Offner Bürgermeister nach kurzem Leiden, versehen mit den hl. Sterbesakramenten, im Alter von 68 Jahren zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Eubigheim» 24. März 1917. Sie lieslranerud Hlulerbllebeuell. Die Beerdigung findet am Montag, den 26. März, vormittags 9 Uhr statt. Amtliche Bekannt machungen. Vaterländischer Hilfsdienst. Hilfsdienstpflichtige, die ohne Verschulde« an der Mel. düng in der Zeit vom 17. bis 26. März 1917 verbinden waren, habe« sich spätestens am 27. März d. 3s. zr, melde«. Karlsruhe, den 17. März 1917. Kriegsamtstelle. Karlsruhe, den 17. März 1917. Vaterländischer Hilfsdienst. Aufforderung des Kriegsamts zur freiwilligen Meldum gemäß § 7, Abs. 2 des Gesetzes für den vaterländische! Hilfsdienst. Es werden gebraucht: !. Hilssdienstpflichtige Kraftwagenführer mit den Führerschein Klaffe 3 b. Bei den Meldungen ist anzugeben, ob der sich Meldend bereit ist, a) im Etappen- und besetzten Gebiet, b) nur im Heimatgebiet, c) nur an einem bestimmten Orte und dessen nächster Um gebung, (unter Angabe des betreffenden Ortes) ver wendet zu werden. II Hilfsdienstpstichtige Geometer, Landmesser Katasterzeichner. Vermessungstechniker, Rota tionsmafchinenmeister zur Verwendung bei de, Vermessungs-Abteilungen im Felde. HI Hilfsdieustpflichttge Diplomingenieure, vornehmlich des Bauingenieurfaches, Tiefbau- und Hoch- bautechuiker, Stratzenmeister» WegewSrter und Schachtmeifter von entsprechend körperlicher Rüstigkeit zur Verwendung bei Baudirektionen und Straßenbaukompagnien im Etappen- und Operationsgebiet. Meldungen, unter Angabe der Gehalts- bezw. Lohnansprüche, bei III. auch von welchem Tage an verfügbar, sind von heute ab bis 28. März 1917 zu richten an Kriegsamtstelle Abt. II e, Karlsruhe, Kaiserstratze 26. Kriegsamtstelle Karlsruhe. Friedrich GrSf Erbe« verpachten ein Viertel ihre? Gartens beim ev. Pfarrhaus hier. Zu erfragen bei H. Herrmann. Privat-Anzeigen. Vekanntma^hirng. Die Aufnahme in die Volksschule betr. Auf Beginn des neuen Schuljahres werden alle diejenigen Kinder hier schulpflichtig, die in der Stadt Adelsheim oder in den zum Schulverband gehörigen Gemeinden Hergenstadt und Wemmershof ihren dauernden Aufenthalt haben und in der Zeit vom 1. Mai 1910 bis einschließlich 30. April 1911 geboren sind. Die Eltern oder deren Stellvertreter werden aufgefordert, die ihrer Obhut anvertrauten Kinder am Samstag, 31. März d. I., vorm. 9 Uhr im Schulhause — Zimmer Nr. 2 — persönlich anzumelden. In dem Anmeldetermin sind auch etwaige Anträge auf Nachsichterteilung hinsichtlich des Beginns der Schulpflicht für Kinder, die schwächlich oder in der Entwickelung zurückgeblieben sind, zu stellen. Für sämtliche Kinder, die nicht hier oder in einer zum Schulverband zählenden Gemeinde geboren sind, sind der Geburts- und der Impfschein vorzulegen. Adelsheim, den 22. März 1917. Die Schulkommisflo«: Der Borfitzende: Der I. Lehrer: Trefz. I. Fr. Kern. Realschule MöckmW. Die Aufnahmeprüfung für neu eintretende Schüler findet am Donnerstag, den SS. März, nachmittags 2 Uhr statt. Impfschein und Schulzeugnis sind mitzubringen. Ktudieukammissiau. Ein Paar 2 jährige Zirchtstiere zum Angewöhnen, sehr wüchsig, hat zu verkaufe« Fritz Welterauer Sennfeld. Zirka 8 Zentner Saatwickeu hat zu verkaufen Zum August Spelkarist Adelsheim. Das beste und billigste Jeder Landwirt und Geflügelzüchter verlange gratis und franko Kulturanweisung und Preise für die 100 000 fachen Ertrag bringende lstvisnivlil«" Statt besonderer Anzeige. Es hat Gott gefallen, meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter und Großmutter Wilhelmine Erbacher geb. Bergmann in einem Alter von 74 Jahren zu sich zu nehmen. Adelsheim, Karlsruhe, Bahlingen i. Breisgau den 23. März 1917. Die trauernden Hinterbliebenen: Franz Erbacher, Amtsgerichtssekretär a. D. Frau Berta Weber, geb. Erbacher, Hermann Erbacher, Pfarrer. Heinrich Weber, Ober-Postsekretär und Enkel. Die Beerdigung findet am Montag, 26. März 1917 nachmittags 5 Nhr statt. Blumenspenden u. Beileidsbesuche bitte man zu unterlassen. von Gebr. Weber, Gärtnerei, Unterschiipf (Baden). K6. Wir empfehlen alle Sorten Gemüsefameu zu den festgesetzten Höchstpreisen. D. O. Farren- und Zuchtviehmarkt. Der auf 3. April l. Js. anberaumte Farren- und Zuchtviehmarkt wird eingetretener Hindernisse wegen auf unbestimmte Zeit verschoben. Tauberbifchofsheim, den 23. März 1917. Das Bürgermeisteramt: B. Schnupp. B a u m a n n. In verkaufen: Prima erstklassige, Zucht - Farren 14—16 Monate alt, Simmenthaler Abstammung. Lade Kaufliebhaber freundlichst ein August Lilllliuger, emdE. Srotzeicholzheim Baden (Bahnstation.) Brennholz - Versteigerung. Das Fürst!. Leiningische Forstamt Tauberbifchofsheim versteigert am Montag, den 78 . Mörz 1917 mittags >2 Uhr ^—---- , im Gasthause zum „Engel" in Unter- fchüpf aus dem Distrikte Burgholz des Schutzbezirks Schöpf: 135 Ster Buchen-Scheit und Prügel, 51 Ster Buchen-Stöcke S70S Bnchen-Wellen. Stammholz-Verkauf. Am MittW». 28 . MS-? lf. Js. mittags 12'/, Uhr vergeben wir auf dem Rathause dahier Q« KlÜlk 2" 3- 4- u. 5. Klasse, letztere Vv «rritl von 25 cm aufwärts, mit 58 Fm. (zu Schneid- und Schwellenholz geeignet) 68 Stück N»lckre 2., 3 4. und 5. Klasse **0 mtt zusammen 35,60 Fm. im Submissonsweg. Die Verkaufsbedingungen können aus dem Rathause hier eingesehen werden. Angebote sind pro Festmeter, getrennt in Klassen, Losen und Hölzer längstens bis zu obigem Termin einzureichen unter der Aufschrift „Stammholz-Verkauf". Oberfchüpf, den 17. März 1917. Gemeinderat: Holler, Bürgermeister. RieS, Ratschreiber. direkt von der kabrik ru Originalpreisen 100 2iA. Lisinvsrk. 1,8 kkZ. 1.60 100 „ S „ 2.30 100 , „3 „ 2.50 100 „ 4,2 3.20 100 „ 6,2 „ 4.50 Versand n>ir gegen Xaodnallms von 10> 8tüok Ln. 7tf1Ak'N6N prima tziiatilätsn von l io» dis 200L1L. p.LllUe Kolllenes Haus 2igarettenkadrik Q. m. d. tt. Köln, kko-vnsti'sss« 84 Veiekon ^ 9068. Vorschlchvereiu Krautheim eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht. Die diesjährige ordentliche Generalversammlung findet am Ostermontag, S. April ds. Js. nachmittags 3 Uhr im Gasthaus zum „R o ß" hier statt, wozu wir unsere verehrl. Mitglieder mit der Bitte um recht zahlreiches Erscheinen höflichst einladen. Tagesordnung. 1. Bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr. 2. Genehmigung der Bilanz und Entlastung des Vorstands und Aufsichtsrats. 3. Beschlußfassung über die Verteilung des Reingewinns. 4. Wahl von zwei Aufsichtsratsmitgliedern für die verstorbenen Herren Ziegler und Feßler. 5. Besprechung über etwaige Wünsche und Angelegenheiten. Der Auffichtsrat: Gärtner, Vorsitzender. lonwasolimittel „»ssls« Ovslsi» Seiten - Onsslm I ohne Marken, in zirka '/z Pfund- Stücken. 200 Stück 35.— Mark, 100 „ 17.50 „ 50 g._ Postkolli 3 Mark 50 Pfg.'ab Hall unter Nachnahme. Wiederverkäufer Extra-Preise. Lg. IßevkiUisnn 8«Iimsb. Ssll, Telefon 202. In Kriegsimsschutz siir Sele md Zelle, Julia schließt Anbarrverträge für Sommerölfrüchte. Für Sommerrübsen, Leindotter und Mohn werden außer den lohnenden Abnahmepreisen Flächenzulagen, für Senf eine Druschprämie gewährt. Der Bezug von Ammoniak für die Anbauer wird vermittelt. Näheres durch den Unterzeichneten Kommissionär des Kriegsausschusses : Gerreidebüro. Mannheim Binnenhafenstr. S/1V. Zeichnungen aus die H. Kriegsanleihe werden zu den Bedingungen des Prospekts entgegengenommen. Vsrschutz-Vereil,, Adelsheim llviüelbsrg, llauptstrasss 52 vitieiilisMl 200 still-, klMmii 81 still. Osnkgvsvlisllv sllvn Mini»»»»»»»: :ii»»iii»m»iii»L »»»»»»IlllllllllüIIMIIMll O»np1«I,Iv r kaclkpulver ei LparpuIver D IM-psgXlL A. KkSl. V Vamllm-Luokei' puclcling Pulver KIanr8täk^6 - Lrsalr (Lamtliclle Artikel stellen unters lautender Kontrolle eines vereid. Oellensmittel-Lllemillers) Wk. k«»«I«t, kMiderx. lIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIM,IIIIIIIIIII ^ kL8ikof r. IMei- 8vxllvl*g Ks5tkof r. Iltlei- — ^ -Vtelier kür 2alln- ^ — rieken, Llomllieren, Regulierung. 20 Z 3 I»nig« Tacll- ^ n: tättglleit, gsmisssnkstt« OsksnuIIiiisg. ^ ^ Spnvvkslunllsn jeden v II 8 Uki». ^ ^7 Anmeldungen werden in der KpottssK« ent- ^ — gegengenommen. 7^ ^IIIIIIIII»»»»»»: :iI»llII»II»I»lM