l-, «rfthemt täglich, außer Sonn- uu» Z Zeieriags ; Preisr Monatlich. , . pfs- Z VIerteljährllch . Mk. - stet ius Haus geliefert Z Soxberger Anzeiger Gelefenstes Tageblatt oes baüijiheu öaulanöes s-"--———^ z Anzeigen werSeu mit Pfennig ? -er einspaltige Zeile berechnet. -- ' l Sei mehrmaliger Aufnahme Rabatt ! l Po stscheck «Konto 40S4, Karlsruhe hauptanzelgeblatt für -ie seMe ^löelsheim, Hoxberg u. deren Umgebung NL> NL?°W«WU HolzsubmWoas- «aS versteigerungs-flnzeiger für den GSenwalS Rr. 93 Druck und Verlag : Buchdruckerei Adelsheim, Adolf Heppeler Telefon No. 18 AdelSheiu», Montaa 83 April Verantwortlich: A. Heppeler in Adelsheim. 41 Jahrg. Tagesberichte. WTB. Großes Hauptquartier, 21 . April. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Kronprinz RuPPrecht: Erkundungsvorstöße im Dpernbogen brachten eine Unzahl Gefangene und Beute an Grabenwaffen ein. Die allmähliche Steigerung der Feuertätigkeit Mischen Loos und der Bahn Arras—Cambrai hält an. Heeresgruppe deutscher Kronprinz: Truppen aller deutschen Stämme vollführen aus dem gewaltigen Schlachtfelde an der Ais ne und in dev Champagne im Kampf Mann gegen Mann in bis mm Tode getreuem AnSharrcu bei schwer,rem §euer tag- Kch und stündlich Heldentaten'. Der Heeresbericht kann sie nicht einzeln nennen. Gestern vormittag wurde durch Stoßtrupps die ehemalige Zuckerfabrik südlich von Cerny vom Femde gesäubert; weiter östlich an der Heurtebrse Fe. schlugen unsere Truppen französische Teilangrifse ab. Am Brr-- mont-Rücken wurden französisch-russische Sturmtruppen verlustreich zurückgewiesen. In den Nachmittagsstunden setzte an der ganzen Aisnefront und in der C h a m p a g n e wieder starker Artilleriekampf ein. Heftige Angriffe entwickelten sich ber Braye, von der Hochfläche von Paissy b,s m die Senke östlich von Craonne und zwischen Prosnes und derSuippes - Niederung. Am Chemin-des-Dames brach der feindliche Sturm im Feuer, an einzelnen Stellen im Nahkampf, zusammen: in der Champagne scheiterten die Angriffe vor unseren Stellungen. Nördlich von Reims und in den Argonneu brachen unsere Sturmtrupps in die feindlichen Linien und kehrten mit Gefangenen zurück. Heeresgruppe Herzog Albrecht: Oestlich von Saint Mihiel verlief ein Unternehmen nach Wunsch. Auch dort blieben mehrere Franzosen gefangen in unserer Hand. Ungünstiges Wetter der letzten Tage schränkte die Fliegertätigkeit ein. Seit dem 17. April sind in Luftkämpfen sieben, durch Abwehrkanonen drei feindliche Flugzeuge abge- . schossen worden. Aus dem" östlichen Kriegsschauplatz und an der mazedonischen Front ist bei meist geringe" Gefcchtstätigkeit die* Lage unverändert. Der Erste Generalquartiermeister: Lndendorff. WTB. Großes Hauptquartier, 22. April. (Amtlich! Westliche«: Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Kronprinz RuPPrecht: An mehreren Stellen der flandrischen und Artois- Front nahm gestern der Artilleriekampf an Stärke uni Ausdehnung zu; nördlich der Scarpe steigerte er sich zeitweilig zu äußerster Heftigkeit. Truppenbewegungen vor unseren Linien ivurden unter Vernichtungsfeuer genommen. Ein starker englischer Erkundungsvorstoß auj dem Nordnfer des Baches wurde durch Gegenangriff zurückgeworfen. An der englischen Front nordwestlich von St. Quentin vormittags kleine Gefechte, südlich der Somme nm Artillerietätigkeit. Heeresgruppe deutscher Kronprinz: An der Aisne und in der Champagne blieb fas durchweg die Kampftätigkeit bis zum Abend gering. Bei Berry-au-Bac sprengten unsere Sturmtrupps ein französisches Blockhaus mit der Besatzung. Bei Braye und Hurtebise Fe., an der Straße Reims- Neufchatel, nördlich von Prosnes und auf dem Westufe» der Suippes Gefechte, die für den Feind verlustreich endigten. Südlich von Ripont wurde ein französischer Vorstoß abgewiesen. Heeresgruppe Herzog Albrecht: Tic Lage ist unverändert. Tie Gegner verloren im Lustkampf gestern sechs Flugzeuge, von denen fünf durch die Jagdstaffel des Rittmeisters Freiherr von Richthofen abgeschossen wurden. Marineflieger brachten über Nieuwport ein feindliches Luftschiff zum brennenden Absturz in See. Seitlicher Kriegsschauplatz: Nichts Neues. Mazedonische Front: Auflebende Gefechtstätigkeit im Cernabogen und südwestlich des Toiransees. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. * « * Trotz der heftigen Kämpfe, die am Freitag im Raume Aisne—Champagne stattfanden und sich an manchen Stel- i len zu äußerster Wildheit steigerten, bot das gewaltige Ringen wie schon in den letzten Tagen nicht mehr das Bild einer einheitlichen, nach großen strategischen Gesichtspunkten geleiteten Schlacht. Vielmehr löste sich die Schlacht in heftige vereinzelte Kampfhandlungen auf, die auf örtliche Erfolge hinzielten. Auch gestern erneuerten die Franzosen ihren verzweifelten Versuch, den Ausstieg aus der Aisneniederung zu dem Höhenzug des Chemin-des-Dames zu erzwingen. Ihre Angriffswellen brachen wie am gestrigen Tage im deutschen Feuer zusammen. Westlich von Craonne gerieten die französischen Sturmhaufen in flankierendes Artilleriefeuer, das sie reihenwiese niederwarf. Im Gegensatz zu den erfolglosen Angriffen der Franzosen gelangen den Deutschen Gegenstöße, die ihnen südlich oon Cerny Geländegewinn einbrachten. Auch östlich von craonne und im Raume zwischen Craonne und dem Bache Miette scheiterte ein heftiger französischer Angriff, der nach starker Artillerievorbereitung, die am Nachmittag zu rasendem Trommelfeuer anivuchs, unter Unterstützung von Panzerwagen gegen 6 Uhr abends erfolgt ist. Größtenteils wurden die Angriffe noch vor unseren Gräben niedergeschmettert. In einzelnen Abschnitten kam es zu blutigen Nahkämpfen und heftigen Gegenstößen. Nach abflauendem Feuer in der Nacht lebte am Samstag morgen stärkeres feindliches Artilleriefeuer, auch schwerer Kaliber, an einigen Stellen wieder auf. Der Block Brimont, der Drehpunkt der Schlachtfront, wurde ebenfalls wieder angegriffen, abermals vergeblich und unter schweren französischen und russischen Verlusten. Nördlich von dem wenige Kilometer von Reims entfernten Betheny wurden feindliche Grabenteile vor unserer Front gesäubert und dabei 2 Unteroffiziere und 14 Mann gefangen genommen. Nordwestlich von Auberive, am östlichen Flügel der Schlachtfront, änderte sich die Lage im allgemeinen wenig. Feindliche Angriffe gegen die von uns gehaltenen Höhenstellungen würden blutig abgeschlagen. An einigen Stellen gewannen wir im Gegenangriff Raum. Feindliche Teüanqnfse. die gegen Abend einsctzten, wurden gleichfalls zurnckqewiesen. An der belgischen Front scheiterte in der Nacht zum 20. Avril Der junge Offizier nickte zustimmend. „Ja, ja. die Sache wird tatsächlich immer bedenklicher, man spricht in engeren Kreisen, daß bis spätestens Morgen die Mobilmachung kund- gegeben wird!" „Sooo? Das ist ja fast unglaublich! Und der Depeschen- Wechsel zwischen dem Zaren und Kaiser Wilhelm?" „Man munkelt da etwas oon Wortbruch des Zaren; Väterchen soll die Unverschämtheit besessen haben, seine vollständige» Armeekorps zu mobilisieren." „Aber das ist stark!" rief Graf Brixdorf erregt. »Ja, und was kann da Seine Majestät weiter tun, als die Wortbrüchigkeit ihm gründlich heimzahlen I" „Na, das wird er auch nach Kräften tun. das versichere ich Ihnen, Ständler! Es hat schon lange gewackelt. Einmal mußte die Sache umkippen. Wäre der Mord oou Serajewo nicht die Ursache gewesen, so wäre es über kurz oder lang doch gekommen. Nun. ich gebe Ihnen rasch Ihre Pläne, sonst halte ich Sie noch unnütz auf." „Ich fahre direkt durch die Köpenikerstraße, dann schneide ich den Bogen um die Südstraße ab." „Gewiß, da sind Sie bedeutend schneller da. Na, na —" Hastig, nervös warf Graf Brixdors die Papiere, die zerstreut aus seinem Schreibtische lagen, durcheinander. „Da soll doch gleich — Zum Kuckuck, er hatte ihn doch gestern selbst noch dort in diese Schublade gelegt!" Alles Suchen half nichts, der große Festimgsplan war — und blieb — verschwunden. Erregt schritt der Graf in großen Schritten durchs Zimmer. Dicke Schweißtropfen standen ans seiner Stirn, die finster zusammeugezogen war. Leutnant Standter stand, die größte Bestürzung in dein hübschen, offenen Gesicht, da. „Aber um Himmelswillen. Graf Brixdorf!" „Ich stehe vor einem Rätsel, ich — ich —" „So sind Ihnen die Papiere gestohlen worden!" Brixdorf blieb stehen und starrte den Sprecher an: „Gestohlen? Unsinn, von wem denn und wann?" Nochmals durchsuchte er und der Offizier den Schreibtisch — natürlich — umsonst. „Das ist zu toll! Himmel! Was soll »Ä nm beginnen?" 235 20 In eiserner Zeit. Kriegsroman oon Charlotte Wildert. 19 j Frau Gertruds sah eS und ein eigenes Lächeln umspielte s ihre Lippen. „Lilli. kleines, törichtes Mädel! Koni»», sieh Dei- j , ner Mutter ins Auge," sie hob des Mädchens Kinn empor > und beugte sich zu ihr hinab. „Kind, ich weiß, was an Der- i ^ »em kleinen Herzchen nagt! Ja, erschrick nicht, ich will es ! Dir auch sagen. Lilli! Kind! Der böse Schlingel, der Amor ! i bat mitten hinein in Dein Herzchen getroffen mit seinem scharfen Pfeil. Gelt, ist es nicht so?" Lilli war purpurrot geworden, die Hellen Tränen stürzten aus ihren Blauaugen und verschämt barg sie den Kops an der Mutter Brust. „Mutter, 0 liebe Mittel!" kam es schluchzend aus Lillis Munde. Diese suchte das weinende Mädchen zu beruhigen. „Siehst Du, ich habe recht geraten. Aber nun sollst Du deshalb doch »ücht weinen. Komm, sei vernünftig, wir wolle» uns mm einmal wie zwei gute, innige Freunde aussprecheu!" Saust glitt ihre Hand über ihres Kindes Scheitel. „Also Di» mein kleines, törichtes Mädel, da ist in Dein Herz die erste, sonnige Liebe eingezogen. Du brauchst nicht so verschämt die Augen niederzuschlagen, denn Liebe ist nichts, wvüir Du Dich - vor Deiner Mutter zu schämen brauchtest; das Weib ist ja j zmn Lieben und Liebe spenden geboren. Die erste Liebe in ^ einem jungen Menschenherzen ist so zart und rein, so scheu und verschwiegen, daß nur die Mutter sie versteht und nur sie diejenige ist, die das junge, liebende Herz leitet und mit ihm den Kämpfen, die sich der jungen Liebe enigegeiistellen, rnlgegentreten kann. Die Kämpfe werden auch bei Dir nicht ausbleiben. Ich weiß, wer es ist, der Dein junges, reines Herz so in Helle Flammen gesetzt hat; den schneeigen, hübsche» Leutnant Gordis kenne ich und ich glaube mich, daß er ein ehrlicher treuer Charakter ist." „Eines aber noch, Philipp von Gordis entstammt einer altangesehenen Adelsfamilie, Du kennst den Stolz dieser Dynastengeschlechter, Du bist eine Tochter aus achtbarer Familie, doch eine mit Oelbildern der Vorfahren und Ahnen , gefüllte Ahnengalerie hat unsere Familie nicht. Und wie Du iveißt, auch nicht ein außerordentlich großes Vermögen. Das sind nun Umstände, die Eurer Liebe als Hindernis begegnen, denn jedenfalls wird der Vater des jungen Gordis sehr dar- auf achten, daß seine Schwiegertochter eine reiche Dame aus altadeligem Geschlechts ist. Bist Du denn überhaupt der Gegenliebe Philipp oon Gordis sicher?" „Ach, ich — ich weiß — es — ja nicht! Ich — ich —" „Soo, dann weiß mein kleines Mädel noch gar nicht, ob ihre Liebe erwidert wird?" Lilli weinte und schluchzte und brachte nur abgerissen, stockend hervor: „Ich —ich weiß — nicht — aber ich — ich glaube — doch, ich meine —" „Na sieh mal, da darfst Du auch Dein Köpfchen nicht gleich so hängen lassen. Immer frisch, fromm, fröhlich, den Kopf hoch! Sieh.es gibt manche Menschen, denen fällt das Glück sozusagen in den Schoß. Sie treffen sich, gefallen sich gegenseitig und nach ein paar Wochen wird geheiratet, ohne viel Umstände. Bei vielen Menschen aber muß vom ersten Tage an gekämpft und gerungen iverden; da muß jedes Stücklein des goldenen Glückes erkauft iverden, und glaube mir, diejenigen, die durch Leid und Sorgen, durch Kampf ihr Glück errungen, deren Glück ist echter, schöner und erhabener als dasjenige derer, denen es in den Schoß fällt. Du bist jung, Lilli, Deine Jugend steht in voller Blüte, wenn Dich Dein kleines, rebellisches Herzchen zu sehr quält, dann komme zu Deiner Mutter, die legt dann ihre Hand darauf und Du sollst sehen, »nein Mädel, Dein wildes Herz wird sich bald beruhigen, Du wirst wieder frisch und fröhlich, mutig in die Welt schauen." Sie drückte einen innige», Kuß auf die reine Stirn ihres Kindes und verließ dann das Zimmer, Lilli mit sich und ihren Sorgen, ihren jungen anstürmenden Sorgen, alleinlassend. 10. Kapitel. Vor seinem Schreibtische saß Franz oon Brixdorf, den rechten Arin in der Binde. Ihm gegenüber lehnte in einem Sessel ein junger Offizier. „Also, Sie sollen die Festungspläne in die Botschaft bringen, lieber Standter, sie scheinen die Pläne sehr nötig zu haben, man bat mir bereits dreimal telephoniert!" ein englisches Unternehmen Men Wytschaete. Breite Schützenlinien gingen in mehreren Wellen gegen die Front einer Einheit'vor. Die erste Welle wurde bei dem Versuch, die Drahthindernisse zu zerschneiden, mit Handgranaten vernichtet, die folgenden Wellen von Maschinengewehr- und Artilleriefeuer gefaßt. 50 bis 60 tote Engländer werden vor unseren Gräben gezählt. Beiderseits des La- Basseekanals heftiges. Minenfeuer. Von nördlich Lens bis südöstlich Arras mit Unterbrechungen starkes Ar- tillerieseuer, auch schwerster Kaliber. Für uns günstige Patrouillengefechte westlich Lens und westlich Boeux. Zwischen Arras und Aisne keine bedeutende Artillerietätigkeit. Die Kathedrale von St. Quentin erhielt 10 Volltreffer, wie überhaupt das vermutlich englische Feuer in den letzten Tagen grundsätzlich in der Gegend der Kathedrale und des Marktplatzes lag. Nach dem türkischen Bericht hat am 20. April eine zweite Schlacht bei Gaza stattgefunden. Die Engländer griffen mit starken Kräften an, wurden aber, nachdem der Kampf den ganzen Tag gedauert hatte, zum Rückzug gezwungen. Ihre Verluste sind schwer. In der Nähe der Insel Milos wurde ein feindliches Transportschiff mit zwei Schornsteinen und 12-iiOO Tonnen durch ein Tauchboot versenkt. Der militärische Mitarbeiter der Amsterdamer „Tijd" weist darauf hin, daß nur noch an der Westfront eigentliche Mmpfe sich abspielen, an der ganzen Ostfront und in Italien mache sich eine starke Kriegsmüdigkeit geltend. Die Engländer hatten sich ordentlich was darauf zugute getan, als sie ihre „Tanks", die bewaffneten Panzerautos, die sich wie riesige Schildkröten fortbewegen und auch über Granatlöcher und Drahtverhaue weghumpeln, als modernste Angriffswaffe aus der Schlachtenfläche erscheinen ließen. Sie haben wenigstens das eine Gute gehabt, daß sie den amerikanischen Lieferanten ein schönes Stück Geld eingebrachr haben. Im Felde wären' sie vielleicht recht nützlich, wenn — die deutsche Artillerie nicht wäre, jedenfalls hat die Verwendung dieser Panzerungetüme bei der Somme-Offensive und in den gegenwärtigen Schlachten im Westen — die Tanks sind auf Grund der gemachten Erfahrungen inzwischen umkonstruiert worden — die lärmende Reklame der „Dreadnoughts des Landheeres" in keiner Weise gerechtfertigt. Bei dem Angriff auf Bullecourt an der Scarpe sandten die Engländer eine Anzahl „Tanks" als erste Schützenlinie vor, — sie ruhen ausgebrannt . ls friedliche Trümmer vor den deutschen Linien. Und nach dem Sturm der Franzosen auf Berry-au-Bac an der Aisne meldete ein deutscher Führer: Vor der Front meiner Division liegen 32 kampfunfähige Tanks! — Vor der Stellung eines württ. Regiments wurde ein englischer Tank erbeutet, der die Nummer 799 irug. Tie englischen Verlustlisten der „Times" vom 14. April enthalten die Namen von 112 Offizieren und 660 Mann. Die Ereignisse im Westen. Der französische Tagesbericht. MTB. Paris, 22. April. Iin Heeresbericht von gestern nachmittag heißt es u. a.: Nördlich der Aisne ziemlich heftiger Artilieriekampf in der Gegend von Nanteuil, La Fosse und tzurtebise. Wir machten gestern an 100 Gefangene auf die- fein Frontteil. In der Champagne schlugen wir mit Verlusten für Len Feind einen Angriff gegen den „Hohen Berg" ab. Westlich von Maisonade-Lhampagne drangen uirsere Abteilungen in die dcutsrl)en Linien ein und brachten no Gefangene zurück. Der englische Tagesbericht. MTB. London, 22. April. Amtlicher Bericht von gestern: Gestern abend Nahmen wir das Dorf Gonnclieu und machten dabei Gefangene. Ein feindlicher Angriffsversuch in der Nachbarschaft von Fauquisjart wurde vereitelt. Fm Bericht vom Abend heißt es u. a,: Zwischen Somme und Oifc heftige Kämpfe der beiden Artillerien, besonders in der Gegend von St. Quentin. Ein Handgranatenkampf hat uns im Abschnitt von Hurtebise ermöglicht, Gelände zu ge. winnen. Unser Sperrfeuer hat vier verschiedene Versuche des Feindes vereitelt, aus den Schützengräben nördlich von Braye- en-Laonnais hervorzubrechen. Dir Zahl der vom 9. bis 20. April von den französischen und englischen Truppen gemach- len Gegangenen überft 0 die Zahl der in der gleich«: Zeit erbeuteten Geschütze übersteigt 330.__ In eiserner Zeit. Kriegsroiucm von Charlotte Wildert. 20 Standtcr war ein ruhiger, überlegener Charakter. Fest ,»>d bestimmt sagte er nun: „Erlauben Sie, Graf Brixdorfl Eie haben gestern noch, wie Sie eben sagten, den Plan in eme bestimmte Schublade Ihres Schreibtisches gelegt und heute morgen ist der Plan spurlos verschwunden. Was kann da anders sein, als daß er einem raffinierten Diebstahl zum Opfer fiel. Ich Halters sür das Beste. Sie benachrichtigen sofvrt die Polizei oder einen Privat-Detektio." „Ich danke Ihnen, Ständler, ich will es sofort tun. Berichte,! Sie in der Gesandtschaft alles übrige. Sobald ich Näheres erfahre, benachrichtige ich Sie." Ständler verabschiedete sich respektvoll von dem Grafem Bald darauf war dieser allein. Stöhnend stützte er die glühende Stirn in die Linke. Er war in einer furchtbaren Aufregung, jeder Nerv in ihm schmerzte. „Wie kann daS nur möglich sein ? Wer sollte die Pläne gestohlen haben, wer «nd dann zu welcher Zeit?" Kopfschüttelnd ergriff er den Hörer des Telephons und bat um Berbindnng müdem Po- üzeikommissar Greif, eine in der kriminalistischen Welt bekannte und berühmte Persönlichkeit. Er bat den Herrn, doch joiart in einer sehr dringenden Angelegenheit ihn zu besuchen. Und kaum eine Viertelstunde später meldete der alte Johann de» Kommissar Ter Graf war anfgestanden und sah erregt und gespannt nach der Tine, aus deren Schwelle jetzt die Gestalt eines un- terietzlen Mannes erschien. Es war der Kommissar Greif. Lbwvhl er beileibe nicht wie ein solch gefürchtetes Exemplar anSsah sondern den Eindruck eines gutmütigen, fooialen Mannes »»achte, so hatte man doch einen sonderbaren Anblick. Diese Augen! Sie waren klein, fast von den buschigen Brauen verdeckt, aber wie ein Blitzstrahl zuckte es manchmal dann aus, daß eine», zu Mute war, als träfe dieser Blitz bis au» den Grund der Seele. Der Graf bot den, Kommissar einen Sessel an und erzählte sofort in höchster Erregung daS Vor- gemllene. Ais er geendet und forschend in des Beamten Züge sah, stand dieser aus und musterte zi.erst das Zimmer. Dann Der Krieg zur See^ L X Ei« Seegefecht. - * ^ Berlin, 21. April. (Amtlich.) Leichte deutsche Geestreitkräfte sind in der Nacht vom 20. zum 21. April in den östlichen Kanal und gegen die Themsemündung vor- zcstoßen. Die Festungen Dover und Calais wurden auf nahe Entfernungen mit insgesamt 650 Schuß wirkungsroll unter Feuer genommen. Calais war unbewacht. Ein Vor Dover angetroffenes Borpostenfahrzeug wurde »ernichtet. Als auf der Rückfahrt kein weiterer Gegner gesichtet wurde, machten Teile unserer Streitkräfte unter Führung des Korvettenkapitäns Gautier kehrt und nahmen nochmals Kurs auf den Kanalausgang. Hierbei stießen sie östlich von Dover aui eine größere Anzahl von englischen Zerstörern und Füyrerschisfen. Es kam zu scharfen Gefechten auf nächste Entfernungen. Ein feindliches Führerschift wurde durch Torpedoschuß versenkt, mehrere andere durch Artillerietreffer schwer beschädigt. Wahrscheinlich ist von den letzteren ebenfalls eines gefunken. Von unseren Torpedobooten sind „E 85" und „E 42" aus diesen Gefechten nicht zurückgekehrt und müssen als verloren gelten. Alle übrigen Boote sind ohne Beschädigungen oder Verluste wieder eingelausen. Ein südlich der Themsemündung vorgestoßener Teil unserer Streitkräfte traf keine Kriegsfahrzeuge des Gegners an und konnte nur einige Gefangene von einem Handelsschiff einbringen. Der Chef des Admiralstabs der Marine. 28 gefallene Seeleute ln England. London, 23. April. (Reuter.) Die Sonntagszeitungen melden, daß 28 deutsche Seeleute, darunter einige Offiziere, bei dem Gefecht im Kanal getötet worden seien. Sie liegen in der Markthalle von Dover neben 22 gefallenen Engländern. Berlin*, 21. Apri'. Am 14. April wurde westlich Alexandrien ein kleiner englischer Kreuzer von einem unserer Unterseeboote durch zwei Torpedotreffer schwer beschädigt. Das Sinken konnte wegen der Dunkelheit nicht mehr festgestellt werden, ist aber mit hoher Wahrscheinlichkeit anznnehmen. Als versenkt werden gemeldet: ein großer englischer Dampfer bei Calais, die englischen Dampfer Tatagona (7000 T.) bei Tanger, Bries Rubert und Kurt beim Kap Spartel, der spanische Dampfer Tom bei Bordeaux, die griechischen Dampfer Duskali und Ariolo an der portugiesischen Küste. Ferner sind gestrandet die englischen Dampfer Kanada (9300 T.) an der irischen Küste, ein großer Dampfer bei den Scilly-Jnseln und Reglement (3700 T.) bei Almeria, Mesopotamic bei Valencia. Der spanische Dampfer Lerida (2000 T.) wird vermißt. Tokio, 21. April. Tic japanischen Schiffahrtsgesellschaften beschlossen, die nach Europa, Amerika und Südafrika fahrenden Handelsschiffe zu bewaffnen. Kundgebung der sozialdemokratischen Partn. Berlin, 21. April. In Anwesenheit österreichischer und ungarischer Sozialistenführer hat der Parteiausschuß und Partcivorstand der deutschen Sozialdemokraten gestern über die innere Neuorientierung und die Friedensfrage eine Beratung gepflogen und eine Entschließung gefaßt, i« der u. o. gesagt ist: Wir bekräftigen den unverbrüchliche» Beschluß der deutschen Arbeiterklasse, das Deutsche Reich aus diesem Kriege als ein freies Steatswesen hervorgchen zu lassen. Wir fordern die sofortig Beseitigung aller Unsicherheiten der Staats- bürgerrechte in Reich, Land und Gemeinden, sowie die Beseitigung jeder Art bürokratischen Regimen ts und seine Erietzung durch den entscheidenden Einfluß der Volksvertretung. Mit Entschiedenheit verwerfen wir die von den feindlichen Regierungen verbreitete Zumutung, daß die Fortsetzung des Krieges nötig sei, um Deutschland freiheitliche Staats- einrichtungen zu bringen. Wir begrüßen mit leidenschaftlicher Anteilnahme den Sieg der russischen Revolution und das durch ihre Entfachung Wiederaufleben der internationalen Friedensbestrcbunqen. Wir erklären uns einverstanden mit dem Kono-okbeickluß des russischen Arbeiter- und Soldatenrats, einen schritt er einige Male auf und ab, gedankenvoll vor sich hinsehend, dann meinte er, vor dem Grafen stehend bleibend: „Eine höllisch fatale Geschichte, lieber Graf^ Die Papiere find Ihnen tatsächlich gestohlen?" „Ja, aber wann, zu welcher Zeit nur?" rief Gras Brixdorf aufgeregt. „Ich zeigte sie gestern noch meiner Braut und legte sie ganz bestimmt hier in dieses Fach. Heute morgen find sie spurlos verschwunden!" „Wertst Ihre Braut, wenn ich bitten darf, Graf Brix- dorf?" „Meine Braut?" kam es befremdend von den Lippen des Grafen. „Sie sagen das so. als käme meine Braut mit dieser unseligen Geschichte in Berührung?" „Nein. nein, durchaus nicht, bitte, ich möchte nur ihren Namen wissen?" „Liane Startell!" Mit fester Stimme hatte es der Traf gesagt, ja eS lag ein gewisser Stolz darin. „Liane Startell?" In den Augen deS Kommissars blitzte es auf. „Liane Startell, die Tänzerin?" „Ja, sie ist meine Braut!" „Sooo," kam es gedehnt aus dem Munde Greifs. „Bemerkten Sie denn nicht, daß vielleicht auf Ihrem Schreibtische sich eine sonst nicht bemerkte Unordnung befand?" „ES ist mir nicht ausgefallen, gar nicht!" „Sie hörten auch in der vergangenen Nacht kein verdächtiges Geräusch?" „Nein, ich wüßte nicht, doch halt, etwa um zwei Uhr diese Nacht, schlugen die Hunde an. sie bellten ungefähr eine Viertelstunde lang. Nachher war alles so still und ruhig wie vorher." „So? Das muß doch jedenfalls seinen Grund gehabt haben !" Er trat zum Fenster und schob die dichten Damastoor- hänge zurück. Da entfuhr seinen Lippen ein leiser Schrei der Ueberraschung und des Verständnisses. „Hier, mein lieber Graf; in der Fensterscheibe ein kreisrundes Loch, es steht mir aus, wie mit einein Diamant geritzt. Sehen Sie nur, hier! Da habell wir den Kitt l Das Fenster »st nicht geschloffen, sehen Sie, nur angelehnt. Es hat also, jedenfalls vergan- 1« Union mit seinem Gelde beherrscht, halten und sie müsse» ein Kriegsheer ausrüsten, um für England es in die Wngschalc werfen zu können, wenn der Bier- »erband aus Erschöpfung genötigt sein sollte, zu einer Friedenskonferenz zu verstehen. D. Schr.) Washington, 22. April. Wilson antwortete aus , die Anfragen einiger europäischer neutraler Gesandten, bei der Ausfuhr von Lebensmitteln werden in erster Linie die Entente-Länder berücksichtigt. . Ncnyork, 21. April. Trotz der Aufmunterung durch die Presse und mit anderen Mitteln sind bisher die Meldungen von Kriegsfreiwilligen erstaunlich gering. In Washington zeigt man sich sehr enttäuscht durch dieses Ergebnis, und der parlamentarische Widerstand gegen Einführung der Wehrpflicht ist dadurch aussichtslos geworden. — Ter Kriegszustand beginnt, in den Großstädten sich auch äußerlich bemerkbar zu machen; die Lokale werden zu früher Stunde geschlossen und alles Nachtleben ist unterdrückt. Zürich, 21. April. Me „Züricher Post" schreibt unter dem 20. April: Wenn sich Amerika der Entente für den Wirtschaftskrieg so zur Verfügung stellt, wie es den Anschein hat, so führt Amerika nicht gegen die deutsche Regierung Krieg, wohl aber gerade gegen das deutsche Volk. Re«es vom Tage. Der Kaisers Dank. Berlin, 21. April. Der Kaiser richtete folgendes Telegramm an den Kronprinzen: Me Deinem Befehl unterstellten Truppen aller deutschen Stämme haben in stahlhartem Willen und kraftvoll geführt den großen französischen Durchbruch -an der Aisne und in der Champagne zum Scheitern gebracht. Tie Infanterie hat auch dort wieder das Schwerste zu tragen gehabt und hat Großes in todesmutigem Aushar.eu und umrioer'eh/chem Angrif dank der unermüdlichen Hilfe der Artillerie und der anderen Waffen geleistet. Führern und Truppen übermittele meinen und des Vaterlandes Dank! Tic Schlacht an der Aisne und in der Champagne ist noch nicht zu Ende) Die dort kämpfen und bluten, sollen aber wissen, daß ganz Deutschland ihrer Taten gedenkt und mi: ihnen festen Willens ist, Vcn Daseinskampf bis zum siegreichen Ende durchzufechten. Das walte Gott! Wilhelm I. U. Schiffstaufe. Berlin, 21. April. Ein heute vom Stapel ge- gelaufener großer Kreuzer hat auf Befehl Sr. Maje ät des Kaisers und Königs den Namen „Mackensen" erhalten. Tie Taufrede hielt General b erst v n Hee ingxn. Die Taufe wurde von der Gemah.in des Gene.a.,eld°> marschalls vollzogen. Das fehlte noch! Berlin, 21. April. Tie „Berliner Post" meldet, im Auswärtigen Amt sei eine Anzahl Zeitungsmänner aus neutralen Ländern empfangen worden, um mit dem Staatssekretär die Angelegenheit der deutschen Kriegsziele zu erörtern. (Die Nachricht erscheint kaum glaubhaft, daher ist jedenfalls Bestätigung abzuwarten. T. Schr.) Spanien am Scheidewege. Madrid, 22. April. Durch den Rücktritt des Kabinetts Romanones, der ein entschiedener Anhänger der Entente ist, ist dtte Aufgabe der Neutrali.ät Spaniens verschoben worden. Es ist aber nicht zu verkennen, daß einflußreiche Kreise unter der Einwirkung Englands und Amerikas lebhaft auf den Bruch mit Deutschland hinarbeiten. — Ter König hat die verfassungsmäßigen Bürgschaften wieoerhergestcl t. Lyober Blätter melden aus Madrid: Das Ergebnis der Unte> Handlungen mit Deutschland gestattet, daß spanische Han- dclsjchjsft, welche ausschließlich F.ucy.tadungen für Häsen der Neutralen oder Kriegführenden außerhalb der Kriegszone führen, von deutschen Tauchbooten unter sotgenden Bedingungen unbehelligt bleiben: 1) Die spanische Regierung garantiert, daß jedes zum Fruchttransport dienende Schiff keine Ladung für die Feinde Deutschlands führt, 2) daß die Schisse eine vom deutschen Konsul Unterzeichnete Erklärung besitzen, die bescheinigt, daß die obige Bedingung geachtet wird, 3) daß die Ähiffe außerhalb der verbotenen Zone bleiben. So ist das Eiitgreifen der deutschen Konsuln bei Verladungen spanischer Schisse unterdtückt, da die deutschen Behörden nunmehr auf Grund der Erklärung der spanischen Regierung die in Absatz 2 ausgesührte Erklärung ansstellen. (Es ist zu beachten, daß England dagegen nur solche .Sruchtschisse" zuläßt, die manische Eisenerz e nach Eng- kan' bringen. D. Schr.) Madrid, 21. April. Tie engl'sche Regierung läßt die Einfuhr einer angemfl encn Menge Apf.lflnen zu und verpflichtet sich zu monatlicher Lieferung von 150000 Tonnen Kohlen aus solchen Schiffen, die spanische Mineralien nach England bringen. London, 21. April. Das Ackerland soll in England und Wales um 300 000, in Schottland um 50000 und in Irland um 500 000 Acres vermehrt werden. (1 Acre — rund 441/2 Ar.) Lawine. Im Stanntal, zwischen Göschencn und Waffen (Schweiz), ist eine beim Durchschneiden einer Lawine beschäftigt« Atbeilergruppe von 25 Mann von einer neuen gewaltigen Lawine überrascht worden. Zwei Leichen wurden geborgen. Die Rettungsarbeiten mußten wegen starker Schneefälle eingestellt werden. — Erneuerung de» preußische» Wahlrechts. Wie wir hören, hat Dr. G. W . Schielr in Naumburg a. S-, der bekannte Sozialpolitik«!: und Äibeitsgenosse des Generallandschaftsdi.rek- tors Kapp, die Grundlagen für das neue preußische Wahlrecht bis ins Einzelne ausgearbeitet und zusammengestellt. Dr. Schiele ist einerseits bemüht, die Autorität des Staates zu sichern, andererseits s»cht er dem Einzelnen, soweit er Verdienste um den Staat hat und selbst auch Pflichten erfiUll, grcßlmö^.chc Rechte zu glivahien. Die Arbeit, die in dem nächsten Heft der neuen großen Münchener Monatsschrift „Deutschlands Erneuerung" (I. F. Lehmanns Verlag München^ erscheint, dürste berechtigtes Aufsehen erregen. ^Ei» Dankgottesdienst in London. Reuter meldet:« Der König, die Königin' und die Mitglieder des Kabinetts wohnten am 20. d. Mts. einem feierlichen Gottesdienst in der St. Pauls-Kathedrale bei, der anläßlich des Eintritts der Vereinigten „Staaten^ in fl den Krieg zelebriert wurde. 73«ei»grotze englische DampferLgesunken. z. Bo« der fchrveiz. Grenze» sZlT'Äpril Me Züricher Post meldet aus Bern: Nach den aus England über Paris hierher gelangten zuverlässigen Meldungen ist am 5. April an der Westküste Irlands der 9300 Tonnen große Dampfer „Canadier!" von der Leylandlinie und bei den Scillyinseln ein anderer großer Dampfer gesunken. Amerika bricht auch die Beziehungen mit der Türkei. Köln» 21. April. Die „Kölnische Zeitung" meldet aus Wien: Nach einer Meldung der politischen Korrespondenz aus Konstantinopel traf das dortige amerikaniche Konsulat Vorbereitungen um die Stadt zu verlassen. In hiesigen eingeweihten Kreisen schließt man daraus, als Amerikas Absichten, auch die Beziehungen zur Türkei abzubrechen. Aus Stadt und Land. — Reps als Spinatgemiise. Die Landwirtschafts- kammer macht darauf ausmeekjam, daß der in Baden viclsach angebaute Winterreps sehr gut zur Bereitung von Spinatgemüse verwendet werden kann. Da der meiste Reps darunter leidet, daß er zu dicht steht, empfiehlt es sich, die dichten Stellen durch Ausflechen von Pflanzen zu lichten. Diese ausgestochencn Repspslanzen können der menschlichen Ernährung zugeführt werde», indem man aus ihnen ein schmackhaftes Spinatgemüse bereitet. Dieses wertvolle Nahrungsmittel kann jetzt gewonnen werden. — Schweizerkäse. Tie bis zum 30. April 1917 gültige Regelung über Einfuhr und Vertrieb von Schweizerkäse wird auch über diesen Zeitpunkt hinaus bis auf weiteres in Geltung bleiben. Entsprechend dem jetzigen Schweizer-Exportpreise für Schweizer Hartkäse (Emmen- thaler Käse) von 400 Franken für 100 Kilogramm wird der Kleinhandelshöchstpreis für diese Käsesorte nunmehr auf 3,10 Äök. für 1 Pfund festgesetzt. ** Adelsheim, 23. April. Gestern Nachmittag haben sich hier eine Anzahl Frauen zusammen getan und unter dem Titel „Landw. Hausfrauenvereinigung für Adelsheim und Umgebung" eine Korporation gebildet,, die den edlen Zweck hat, die Kriegsküchen der Stadt Mannheim mit Lebensmitteln, insbesondere mit Gemüse, zu versorgen. Alle Produzenten von hier und der allernächsten Umgebung können ihr Gemüse.Salat usw., soweit für ihren Hausbedarf entbehrlich, gegen gute Bezahlung an die Hausstauenvereinigung, an deren Spitze Freistau v. Rotberg als Vorsitzende, Frau Rechtskonsulent Herrmann als deren Stellvertreterin, Frl. Tscherning als Schriftführerin und Rechnerin, als Stellvertreterin Frau Bürgermeister Trefz und als Geschäftsführerin Frau Bahnvorstand Kaiser, als Stellvertreterin Frau Oberjustizsekretär Frei gewählt wurde, abliefern. Wer im Laufe dieses Jahres von seinem Spinat, Salat, Kraut, seinen Gelberüben, Bohnen usw. einen Ueberschuß hat, wird gebeten, denselben zur Ablieferung zu bringen, damit unserer städtischen Bevölkerung in dieser schweren Kriegszeit das Durchhalten ermöglicht wird. Da die Not in den Städten sehr groß ist, tut jedes, das zur Linderung derselben etwas beiträgt, ein gutes Werk an den darbenden deutschen Brüdern und Schwestern in den Städten. Umsonst braucht niemand etwas herzugeben, es wird alles gut bezahlt. Um den hungernden Mannheimern aber jetzt schon zu zeigen, wie mitfühlend und besorgt wir für sie sind, da frisches Gemüse und andere Gartengewächse aber in absehbarer Zeit noch nicht geliefert werden können, werden morgen 10 Damen hier von Haus zu Haus gehen, und Nachfrage halten, ob und wieviel Sauerkraut in den einzelnen Haushaltungen entbehrlich gemacht werden kann. Aber auch noch andere Lebensmittel, die dem freien Verkehr nicht entzogen sind, werden zur Notiz genommen, in den nächsten Tagen gesammelt und zur Ablieferung gebracht. Stehe im Geben niemand zurück, zumal bei uns das Gespenst des Hungers noch nirgends sich hat sehen lassen und wir uns immer noch im Verhältnis zur Stadtbevölkerung haben satt essen können. Denkt an die hungernden Kinder, denkt an die darbenden Frauen, denkt an die entbehrenden Männer, denkt an all den Jammer und das Elend und euer Herz wird weich und die Hand öffnet sich weit zum reichlichen Geben. Wer schnell gibt, gibt doppelt. (-) Grotzeicholzheim, 22. April. In hiesiger Gemeinde wurden zur 6. Kriegsanleihe von dem Kreditverein, Gemeinde und Privatpersonen 96000 Mark gezeichnet. Darunter 3100 Mark Schülerzeichnung. (-) Bödighei«, 21. April. Das Ergebnis zur 6. Kriegsanleihe beziffert sich in hiesiger 700 Einwohner zählenden Gemeinde aus über 125 000 Mk. Auf die Werbetätigkeit des Ortsgeistlichen Herrn Pfarrer Specht entfallen über 78 000 Mk. Bei einem so glänzenden Erfolg braucht es uns vor unfern zahlreichen Feinden doch nicht bange sein. (-) Karlsruhe, 22. April. Das Ministerium de- Innern hat seine Richtlinien für die Bewilligung von Eiern an Kranke dahin geändert, daß künftig Zusätze an Eiern Kranke mit schweren Ernährungsstörungen infolge von langandauernder chronischer Krankheu, von bösartiger Neubildung oder von Zuckerkrankheit erhalten können. Me Bewilligung ist so zu bemessen, daß der Kranke höchstens ein Ei täglich als Zusatz erhält. (-) Karlsruhe, 22. April. (Die Lebensmittelversorgung des Fremdenverkehrs.) Einer Einladung des Ministeriums des Innern folgend, fanden sich letzter Tage hier die Vertreter einer Anzahl vom Fremdenverkehr besonders berührter städtischer und ländlicher Kommunal- verbände, Vertreter der Fremdenindustrie dieser Bezirke, ferner des Landesverbandes zur Hebung des Fremdenverkehrs, sowie des Badischen Landesverbandes der Hotelindustrie ein, um über die Frage der Regelung der Lebensmittelversorgung der Fremden zu beraten. Ein« endgültige Entscheidung in dieser Sache fällt in den nächsten Tagen in Berlin. Zur Weiterbehandlung der Angelegenheit wurde eine besondere Kommission eingesetzt, der neben Vertretern der Großh. Regierung angehören aN Vertreter der Heilbadeorte Oberbürgermeister Fieser-B»- den-Baden und Amtsvorstand Geh. Regierungsrat Hessling in Müllheim, als Vertreter der ländlichen Kurorte die Amtsvorstände Geh. Reg. Rat Bauer in Billingen und Oberamtmann Heß in St. Blasien, als Vertreter der größeren Fremdenverkehrsstädte Bürgermeister Wielartzxt in Heidelberg und Hotelbesitzer Burkhard in Freiburg, als Vertreter des Bad. Landesverbandes zur Hebung des Fremdenverkehrs Bürgermeister de Pellegrini in Triberg und als Vertreter des Landesverbandes der Hotelindustrie Hotelbesitzer Höllischer in Baden-Baden. (--) Mannheim, 22. April. Wegen schamloser Erpressung hatten sich die Hebamme Lrnsing von Sandhofen und der Arbeiter Peter Michel vor der Strafkammer zu verantworten. Eine Lehrerswitwe hatte mit einem Feldwebel ein Verhältnis unterhalten, das nicht ohne Folgen geblieben war. Sie bat die Linsing, ihr zu helfen. Mese befolgte aber bei solchen Aufträgen e«r raffiniertes Verfahren. Sie tat etwas Belangloses, suchte aber hinterher Geld zu erpressen. Das Gericht verurteilte sie zu 5 Jahren Gefängnis und ihren Helfershelfer z« l 1/2 Jahre Gefängnis. (-). Frciburg, 22. April. Der Stadtrat hat eine Neuregelung der Kriegsteuerungszulagen für die städtischen Beamten und Arbeiter beschlossen. Das Jahreseinkommen für ledige Arbeiter und Beamte, welche für )ie Teuerungszulagen in Betracht kommen, wird nun üs 3000 Mk. erweitert und die Zulage beträgt monatlich 10 Mk. gegenüber bisher 6 Mk. Für Arbeiter and Beamte mit eigenem Haushalt und einem Einkommen bis zu 5000 Mk. wird die Zulage aus mouat- ich 16 Mk., bisher 10,50 Mk. erhöht. Auch die Beihilfen für Kinder sind etwas erweitert worden. (--) Offenbnrg, 22. April. Auf dem hiesigen G»- ierbahnhof fuhr ein von Llppenweier kommender Personenzug auf einen Heuzug aus. Infolgedessen entgleisten einige Wagen und kamen auf das Haupigleis zu liegen, sodaß sich der einfahrende Personenzug geradezu in dem Heu verwickelte. Glücklicherweise kam der Perionenzug nicht zur Entgleisung. Die Ursache des Zusammenstoßes ist lt. „Offenb. Ztg." auf falsche Weichen- 'tellung zurückzuftihren. (^Ha igerlo ch, 21. April. (Raubanfall.) Letzten Sonntag abend wurde ein Dienstmädchen von Gruol auf dem Weg zur Bahn von einem 20—25 Jahre alten Zigeuner angehalten und mit gezogenem Messer bedroht. Der Kerl nahm dem Mädchen seine kleine Barschaft ab. Letzte Rachrichte«. Wolfs-Telegramme. Abendbericht. Berlin, 22. April, abends. (Amtlich.) Heftiger Feuerkampf in einzelnen Abschnitten der Arrasfront; Jnfanterie- gefecht bei Loos im Gange. An der Aisne und in der Champagne Tag bisher meist ruhig, nur nordöstlich Soissons lebhaftes Feuer. Vom Osten nichts Neues Kein «euer Winterfeldzug. Wien, 22. April. Einem Redakteur des „Neuen Wiener Tageblatts" erklärte Ministerpräsident RadoSlawow, daß das Eingreifen Amerikas zu einer Verlängerung des Krieges beüragen dürste. Der Ministerpräsident erklärte schließlich, er glaube nicht, daß es zu einem neuen Winterfeldzug kommen werde. Nene Lawinenstürze. Bern, 22. April. Me bekannte R'entallawine hat die Kantonstraße verschüttet und einen Stall zerstört. Sodann wird ein Lawinensturz bei Gurtnellen gemeldet, durch den zwei Häuser mit ihrem Bewohnern verschüttet worden find. Die Lage im ganzen Kanton Uri ist furchtbar. Im Kanto» Glarus hat eine Lawine vom Zwölsthorn einen halben Kilometer breit den Sernfluß und die Straße verschüttet. Fünf Ställe wurden zerstört, aber das Vieh konnte gerettet werden. Calais bombardiert. Genf, 22. April. (Agence Havas.) Eine Meldnnz des Matin aus Calais besagt, daß etwa 100 Granaten auf die Stadt abgefeuert, einige Bürger getötet und etwa ein Dugend Personen leicht verwundet worden feien. Nicht für einen Sonderfrieden. Petersburg, 21. April. (Petersb. Tel. Ag.) Im Taurischen Palast hat eine Zusammenkunft von Vertretern der ganze» 6. und Teilen der 4. 5. 7. 8. und 12. Armee und der 1. Grenadierdivision unter Teilnahme von Vertretern der Arbeiter- und Soldatenausschüsse stattgefunden. Die Bevollmächtigten stellten unter anderem die Frage, ob der Arbeiter- und Soldatenausschuß von Petersburg wirklich für einen Sonderfrieden eintrete. Das UuSschußmitglied Sokolow antwortete, der Ausschuß verwerfe jeden Gedanken an einen Sonderfrieden. ^ Bruch zwischen Amerika und der Türkei. Konstantinopel, 21. April. Infolge des Abbruches der diplomatischen Beziehungen zwischen der Türkei und den Vereinigten Staaten von Amerika, die den Schutz sämtlicher feindlicher Staatsangehörigen in der Türkei übernommen hatten, hat Holland den Schutz der russischen, englischen und französischen, Spanien den Schutz der italienischen, rumänischen und montenegrinischen, Schweden den Schutz der amerikanischen und serbischen Staatsangehörigen übernommen. 5lerr» Hetze gegen König Konstantin. Berlin 23. April. Zur Hetze gegen den König von Griechenland heißt es in verschiedenen Morgenblättern, daß nach der Absetzung des Zaren, der aus verwandtschaftlichen und dynastischen Gründen dem König Konstantin einen starken Rückhalt geboten habe, die Entente entschlossen sei, rücksichtslos gegen ihn vsrzugehen. Venizelos solle zum Diktator von Griechenland ausgerufen werden. Der Maulheld Noofevelt. Bern, 22. April. „Petit Journal" meldet aus New- Joick, Roosevelt werde angesichts des Verbots, eine reguläre Division an der französischen Front zu befehligen, eine Brigade New-Dorker Miliz in Frankreich anführen. Ein frommer Wunsch der Entente. Bern, 22. April. Pariser Blätter veröffentlichen eine Londoner Meldung, wonach augenblicklich in Japan energische Rüstungsvorbereitungen betrieben würden, sodaß die Entsendung von Truppen nach irgend einem Kriegsschauplatz in den Bereich der Möglichkeit gerückt sei. In den Ueberschriften zu dieser Meldung drückt die Presse den Europa senden. Privat-Telegramm. Des Bären Fell wird verteilt. Berlin, 23. April. Wie dem „Berliner Lokalanzeiger" aus Haag berichtet wird, laufen in Kanada Gerüchte um, wonach auf der britischen Reichskonferenz in London Veränderungen in Bezug auf territoriale Vereinigung der großen britischen Kolonien besprochen worden seien. So sei die Vereinigung von Neufundland mit Kanada beabsichtigt, dem auch der deutsche Südseebesitz angegliedert werden solle. Deutsch-Südwestafrika und Deutschostafrika sollen der Südafrikanischen Union zugeteilt werden. 10 Indianerregimenter. Berlin, 22. April. Nach einer Basler Meldung des „Berliner Lokalanzeigers" wird aus Washingtou berichtet, Senator Ponrose habe einen Gesetzentwurf eingebracht, wonach die Einreihung von 10 Jndianerkavallerieregimenter von zusammen 50 000 Mann vorgeschlagen werde. Alle auf diese Weise angeworbenen Indianer würden amerika- nische Bürger werden. Bekanntmachung. Unterbringung bedürftiger Städtekinder betr. Wie bereits bekannt, sollen eine Anzahl bedürftiger Kinder aus Städten hier untergebracht werde». Es hat sich nun herausgestellt, daß Familien zwar für die Kost eines solchen Kindes sorgen würden, aber keinen Platz für die Unterkunft des Kindes haben. Andererseits sind wieder Familien vorhanden, die zwar für ein solches Kind eine Schlafstätte hätten, aber nicht die nötige Kost beschaffen können. Um hier einen Ausgleich herbeiführen zu können, bitten wir um alsbaldige Anmeldung auf dem Rathaus, wer solchen Kindern nur Kost und wer nur Unterkunft gewähren kann. Adelsheim, den 12. April 1917. Bürgermeisteramt: T r e f z. Wer hat noch Rüben? Bauern! Händler I Gemeinden! Helft der Volkseruährung! Jede Rübe ist kostbar. Wer noch Weißrüben oder Dickrüben hat, liefere sie schnell direkt oder durch seinen Vermittler an uns. Wir machen sofort Rübensauerkraut daraus und geben dieses ohne Gewinnzuschlag an die bedürftige Bevölkerung ab. Auf Wunsch wird auch ein Teil an den Anlieferer zurückgeliefert. Ankauf der Rüben zu Höchstpreisen, Abgabe des Rübensauerkrautes zum Selbstkostenpreis. Auch leicht angefaulte Rüben werden angenommen, bei Preisnachlaß. Jede Menge ist willkommen. At HMstige BeMemg stukt es Eich Telefoniert oder telegrafiert oder schreibt bald an die Kriegsgesellschaft zur Verarbeitung von Landeserzengnisie« mit beschränkter Haftung Mannheim. Telegrammadr.: Haltbarmachung. Femruf: 7920 u. 7921. Spar- m- WaiseölO Merchingen nimmt jederzeit Spareinlage» entgegen mit einer Verzinsung von 4"/n, und in Höhe von Mark 15 l>00 auf ein Buch, gibt Darlehen auf erste Hypothek und übernimmt Liegenschaftskanfschillinge nach Uebereinkunft »a» Kassenlage: »«» Montag» Mittwoch «. Freitag von Mittags is— 4Uhr -Lelephonrns Nr. 1.- Postscheckkonto Karlsruhe Nr. SS1S Der Lerwlütungsrat. SSW Bekanntmachung ß Die zur Handelskammer Wahlberechtigten werden zu der. am Donnerstag, 26. April 1917, nachmittags 3/z Uhr im Lokal des Kaufmännischen Vereins, (Hauptstraße 77, Eingang Bienenstraße) stattfindenden Hauptversammlung ergebenst eingeladen Tagesordnung: 1. Rechnung für 1916 und Voranschlag für 1917. 2. Bericht über die Tätigkeit der Kammer im Jahre 1917. Heidelberg, 21. April 1917. Die Handelskammer sür die Kreise Heidelberg u. Mosbach. Dr. F. Schott. Dr. Fr. Schupp. In landwirtschaftlichen Arbeiten bewandertes, solides vimtiMlW für Haus- und Feldarbeit für sofort oder später gegen hohen Lohn gesucht. Kleiner Haushalt. Angebote unter Aufschrift 12 zu richten an die Expedition ds. Bl. Mädchen- Gejuch. Suche zum I. oder 15. Mai ein zuverlässiges, in Küche und Haus-^ halt erfahrenes Mädchen gegen hohen Lohn. ' j Zra« Notar Sr. Siesett Boxberg. , Laubnntzholz-Snbmisfion. Gr. Fgrstamt Boxberg verkauft im Wege schriftlichen Angebotes aus den Domänenwaldungen bei Eubig- heim, Ballenberg und Winzenhofen in 4 Verkaufslosen: 48 Eichen 1.—4. Klasse mit 54,98 Festmeter; 7 Eichen-Abschnitte (Schwellenholz) mit 6,63 Festmeter; 157 Rotbuchen 1.-4. Klasse', mit 167,37 Festmeter; 96 Weißbuchen 3.—5. Klasse 35,86 Festmeter. Letzter Termin für Einreichung von schriftlichen Angeboten Mittwoch, 2. Mai ds. Is. nachmittags 1 Uhr, um welche Zeit die Eröffnung der Angebote im Gasthaus zum Adler in Boxberg erfolgt. Angebotsvordrucke mit näheren Angaben über Loseinteilung, Anschläge, Abfuhrverhältnisse, und Zahlungsbedingungen unentgeltlich durch das Gr. Forstamt. Vekairirtnrachnirg. Wer Brennholz aus den Winterhieben 1916/17 der Fürstlich Leiningischen Waldungen ersteigert hat, erhält einen Nachlast vv« Ho/o am Ersteigerungspreise, wenn er diesen bis längstens 1. Juli ds. 3s. an das zuständige Fürstliche Rentamt bezahlt. Handverkäufe sind hiervon ausgenommen. Amorbach, den 20. April 1917. Fürst!. Leiningische Generalverwaltnng: Dr. Schreiber. Mai - Rüben. welcher Landwirt Speisezwecke? Samen wird sofort geliefert. Aussaat Anfang April 1 Gramm pro Quadratmeter, Ernte Anfang Juni rund 1 Ko. pro Quadratmeter. Briefliche oder drahtliche Nachricht SN Skn-nts - ßebkurmittklmt M«a «hti« Telegramm-Adresse: Militärbedarf. Fernruf 7831 und 7835. 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