unS l. «rschemt täglich, außer Sonn» unö ? feiertags i vretrr Nonatlich. . . psg, ß vierteljährlich . Mk. - stet ius Haus geliefert - Soxberger Anzeiger Gelesenstes TageblaL »es badischen Saulanües pf«mig^ - Anzeigen weeSen mit ß per einspaltige Zeile berechnet. > ^ Sei mehrmaliger Aufnahme RabaL - Ao ftftheck-Konto 4-54. Karlsroh« haupLanzeigeblatt für Sie Sezirke ^üelsheim, Hoxberg u. deren Umgebung Kralisr flmtttcheo verkün-igungsblatt 5 . Druck und Verlag: Buchdruckerei Adelsheim, Adolf Heppeler Telefon No. 18 «deisheim, Montau. 7 . Mai 1»17 Verantwortlich: A. Heppeler in Adelsheim. 41 Jahrg. Tagesberichte. WTB. Großes Hauptquartier, 5. Mai. (Amtlich.)r Westliche.' Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht: Nach dein blutigen Zusammenbruch der eng- Lschen Angriffe an der Arrasfront kam es gestern nur »ei Bullecourt zu größeren Jnfanterickämpfen. Bei- »erseits des Dorfes angreifende dichte englische Massen vurdcn verlustreich abgewiesen. Schwache Vorstöße bei Lens und Fresnoy schlugen fehl. Die Gcfangenenzahl erfühle sich auf 10 Offiziere, 1225 Engländer. Mindestens H Maschinengewehre sind erbeutet. Au der siegreichen Abivehr des vierten englischen Lurchhruchsversuch haben besonders hervorragende An- ril: Gardetruppen, Bayern, Württemberger, Sachsen und badener, sowie Regimenter der Provinzen Ostpreußen, Posen, Schlesien, Hannover und Rheinland. Nördlich von St. Quentin hatten Borfeldkämpfe Lr uns günstigen Ausgang. Heeresgruppe deutscher Kronprinz: An der Aisnefront hielt die Artillerieschlacht inter größtem Munitionseinsatz an. Starke. feindliche Krkundungsvorstöße wurden an m-hreren Stellen ab- zewiesen. Um den Besitz des Wiisterberges, westlich von Lraonne haben sich Kämpfe entwickelt, die noch nicht rbgeschlossen sind. Zwischen Ser Aisne und dem Brimont brachen »estern morgen durch tagelanges ausgiebiges Artillerie- Mer vorbereitete Angriffe von vier französischen Divisionen zusammen. Wie aus erbeuteten Papieren hervor- , zeht, lag das Ziel des Angriffs mehrere Kilometer hinter ^ iier vordersten Linie. Dank dem zähen Aushalten unserer Truppen, ist es dem Feinde aber nur an einer vorspringenden Ecke gelungen, sich im ersten Graben fest- zusetzen. Oestlich von La Neuville wurden vorübergehend - eingedrungene Franzosen unter Verlust von 500 Gefan- , zenen und mehreren Maschinengewehr-'» wieder zurück- s zeworfen. Südlich der Aisne in den Abendstunden er- s neuerte Angriffe konnten an der Niederlage nichts ändern. Nördlich von Prosncs mißglückten erneute französische Versuche, sich mit mehreren Divisionen in den Itzesitz unserer dortigen Höhenstellung zu setzen. Mit schwersten Verlusten erkanwiteu die Franzosen vorübcr- Zn eiserner Zeit. gehend südöstlich von Naury geringen Geländegewinn. Gegenangriffe brachten unsere Infanterie wieder in den vollen Besitz ihrer bisherigen Linien. Ueber 100 Gefangene wurden bisher zurückgeführt. Heeresgruppe Herzog Altzrecht: Außer beiderseitiger Erkundertätigkeit kein Ereignis von Bedeutung. Der Feind verlor gestern 7 Flugzeuge und einen Fesselballon. Durch Fliegerangriff auf Ostende wurde «ne größere Anzahl Belgier getötet und verwundet. Militärischer Schaden ist nicht angerichtet. Seitlicher Kriegsschauplatz: Lebhaftes russisches Feuer zwischen Kowek und Stanislau veranlagte entsprechendes Vergeltungsschießen. Mazedonische Front: Im Cernabogen, westlich des Doiransees und in der Ltrumaniederung lebte die Artillerietätigkeit an einzelnen Tagesstunden aus. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. WTB. Großes Hauptquartier, 6. Mai. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht: An der Arrasfront wurden starke englische Vorstöße südlich von Lens, an der Scarpe und bei Queant zurück-geschlagen. Südlich von Cambrai erlitt der Engländer bei einem für ihn erfolglosen auf drei Kilometer Breite durchgeführten Angriff zwischen Villers--Plouich und Gomelieu erhebliche Verluste. Heeresgruppe deutscher Kronprinz: Nach dem am 16. Aprir der erste französische Durchbruchsversuch an der Anne gescheitert war, bereitete der Feind mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln einen neuen Angriff vor, mit dem er das weit gesteckte Ziel zu erreichen hoffte. Die abgekämpften Divisionen wurden durch frische ersetzt; neue Reserven herangeführt. Das Artillerie- und Minensener steigerte sich von Tag zu Tag und erreichte schließlich aus allen Kalibern die bisher größte Kraftentfaltung. — Die Angriffe am 4. Mai nördlich von Reims und in dep Champagne waren die Vorläufer des neuen Durchbruchsversuchs, der gestern morgen zwischen der Ailette und Craonne auf einer Front von 35 Kilometer einsetzte. In schwerem Rinaen. KriegSromau von Tharlotte Wilbert. 82 ES herrschte eine Aufregung und Spannung, die selbst dem urgemütlichsten Berliner das Blut heiß in den Kopf trieb daß es in den Fingern zuckte wie glühender Stahl, daß das Herz in der deutschen Brust, das deutsche, starke Herz wie wild dämmerte, bis das Erlösungsivort kam, daS Deutschlands Löhne ziffaiiiineiirief unter die Fcchnen, ihnen daS Schwert in d e Hand preßte. Phili von Gordts mutzte sich förmlich wie eine Schlang« zwischen der begeisterten Menge hiiidiirchzivängen. Ha. wie seine Augen leuchteten vor Kampfeslust, wie die Wangen glühten Seine hohe, schlanke Gestalt überragte säst die ganze lunsendköpfige Menge, geschickt schliipfte er zwischen Dick und Dünn, AU und Jung hindurch, bis auf einmal— „BumSI" — Himmel, da ivar er in vollster Forsche an einen dicken, kleuien Kollegen gerannt Die Berührung war nicht gerade zärtlich, aber der Ticke lachte laut und Phili lachte mit. »Ist schon mobil?" Atemlos stürzte Phili eS hervor. „Nee, »nein Lieber, so eilig hat mer'S net. Aber lang kann» net mehr dauern; übrigens, GordiS, mir gehts wir Dir, ich berste vor Ungeduld!" Lachend mit Händen und Füßen seine» Weg bahnend, rief es der dicke Marsjünger seinem Kollegen -». „Ära, bersten tu ich gerade auch nicht, aber in den Fußstütze» zuckt mir'S Hei, Kamerad, wie wird die Schioesel- dm.c- en geräuchert, was?" „Za. ja, eingeränchert werden sie, mit Pulverdampf! Aeh, ab ii ul weiter da vorn, nicht stehen bleiben! Sie — Sir da t» i". loS, los, daS gibt ja Verkehrsstörung! Aeh!" Pustend und schnaubend hatte der dicke Leutnant diese ? ne hrrnorgestoßen. Noch ein paar Püffe und Stöße uuL io, r gmgS. NlN blankem Säbel postierte die Wache vor dem Schlöffe, rauuteu die Berliner Polizeibeamten mit hochroten Gesich- >nu vor der krieg?begeisterten Meirge auf und ab, sich die §> hlei, säst wund schreiend, denn vor dem Schlöffe mußte der Platz frei bleiben, sollst wäre» die patriotischen Berliner auch ins Schloß gestürmt das bis in die späte Nacht binein anhrelt, isp er ver-l eitelt, der Riesenstoß im Ganzen abgeschlagen. Die Angriffe, die gegen die im Nahkampf von unserer heldenmütigen Infanterie gehaltenen oder im Gegenstoß zurückeroberten Linien geführt wurden, scheiterten zum Teil schon in unserem gm geleiteten Artilleriefeuer. An einzelnen Stellen wird noch um den Besitz unseres vordersten Grabens gekämpft. Oestlich der Rohere Fme. liegen wir auf dem Nordhang des Chemin des Dames. Mit besonderer Heftigkeit stürmten die Franzosen, wie auch bereits am 4. Mirj, ohne Rücksicht ans ihre außerordentlichen Verluste gegen oen Winterberg vor, 72 Mann, die Beute auf 20 Maschinengewehre und V Schnelladegewehre erhöht. Heeresgr«PPe Herzog Albrecht: Keine besonderen Ereignisse. In Lustkämpsen und durch Abwehrfeuer verlor der Und 14 Flugzeuge; zwei Ballons sind abgeschossen. OeMcher Kriegsschauplatz: Ueber Odessa war gestern das erste deutsche Flugzeug. Mazedonische Front: Das lebhafte Artilleriefeuer, jm Cernabogen hält an md liegt besonders heftig auf unseren Stellungen bei ßaralowo. Der Erste Generalquartiermeister Ludendorfs. * * » Die vierte Schlacht bei Arras am Mai bedeutet ur die Engländer eine noch größere Niederlage als dis Schlacht am 28. April. Am Mai flaute die Schlacht ms dem Nordflügel schon sichtlich ab, während sich der Schwerpunkt der Kämpfe nach dem Südflügel verschob, schon in der Nacht zum 4. Mai hatten 'die EugMrder irei vergebliche Angriffe mit starken Kräften gegen Bulle- :ourt unternommen. Um 5 Uhr morgens setzte der vierte Tine ungeheure Bewegung geht durch das Volk, starr hängen die Augen auf dem Balkon des königlichen Schlosses, denn stolz und straff in seiner majestätischen Haltung, mir leuchtenden, blitzend en Augen steht dort, umgeben von seinem Stab, der deutsche Kaiser, Wilhelm ll. Ruhig, mit fester Stimme liest er dem Volke, das wie gebannt an den Lippen des Monarchey hängt, die Moblliiiachungsurkinide vor. Noch einige Worte an sein Volk, echt deutsch und kraftspendend, dann schweigt der Kaiser, sein Auge ruht stegesstcher ans all den kernigen, kraftstrotzenden Gestalten, die da unten stehen und zu ihrem Landesherrn aufschanen. und dann, dann brach es von tausend und abertausend Lippen wie ein Jubelriff der Erlösung: „Heil Dir im Siegerkranz, heil Kaffer, heil Wilhelm Dir!" Und wie der Blitz, wie seine Funken sprühen, so jagte es durch die ganz« Stadt, dies eine Wort — Mobil — jagte es durch Straßen und Gassen, allüberall denselben jauchzenden SiegeSruf erzeugend: „Es braust ein Ruf wie Donuerhall!" Wie eine einzige, mächtige, lodernde Flamme stieg er zum tiefblauen, sonnenklaren Himmel hinaus, dieser Sieges- jubel des deutschen Volkes, dies Gebet der starken, einigen Nation, die stolz und mutig Blut und Leben hingibt zum Schutze und zur Freiheit des deutschen Herdes.- Mit leuchtenden Arrgen stürmte Phili von GordiS ins Studierzimmer seines Freundes, der. in tiefen Gedanken oer- funken, vor seinem Schreibtische saß. — „Hurra l Hurra! Franzel, Franzel. wir haben Mobil — Krieg! Hinaus in die Schlacht gehts, gegen den Feind! Hurra! Hurra!" Außer sich vor Begeisterung und Siegestaumel fiel er dem Freunde um den Hals. Brixdorf mutzte lachen. „Na. Phili. ich. ich beneide Dich um Dein Glück. Gebe es Gott, daß ich auch bald hinauszie- heu darf in den Kugelregen, in den Kämpft" „Natürlich, Franzel, Du bist bald wieder gesund, Deine Wunde heilt doch schnell, und dann Hanen wir beide zusammen. druff, feste druff; nicht wahr, mein Freund?" Brixdorf neigte zifftimmend den Kopf, dann trat er zum Tische, „ahm die Berliner Tageszeitung und sprach, sich zu einem gleichgültigen Lächeln zwingend: „Hier, Phili, hier tieS. Ich habe eS gelesen, als heute morgen die Zeitung kam, sofort fiel »nein Auge auf die Anzeige; doch merkwürdig, ich l-gt. st, daß eS so, wie «S vorbei, vorbei, di» blieb ganz ruhig, ich habe mir öberb gekommen ist. besser war. Jetzt ist Tragödie ist zu Ende. Da lies." Er reichte dein Freunde die Zeitung, hastig, suchend späh, ten Graf Gordis Augen über all die Annoncen, Telegramme Berichte und Mitteilungen, jetzt, seine Züge verfinsterten sich jetzt hatte er es gesunden. Groß und starr stand es da auf de>o weißen Papier. „Heute morgen zogen Parkarbeiter in dein... Part aus dein Weiher die Leiche einer Frau. Dieselbe muß schon überuacht im Wasser gelegen haben. Die nähere Unter, siichuug hat festgestellt, daß man eS mit der Leiche der Tän. zerin Liane Startell zu tun hat. Nach polizeibehördlichen Angaben hatte die Startell sich als Spionin entlarvt und soll mit dem gestern Absud standrechtlich erschossenen Spion Henry Startell, bei dessen Verhaftung wertvolle Pläne und Papiere entdeckt wurden, und der der Mörder eines russischen Spions, namens Perkowiffch war, zusammen gearbeitet ha. ben. Neuere Angaben ergeben, daß die Startell die rechtmä. ßige Gattin Henry Starlells gewesen ist. Ihre Leiche ivics nach dein städtischen Schauhause überführt." Ernst, schweb gend faltete Phili die Zeitung zusammen. »Ja." sprach er nach einer Weile kurzen Nachdenken», „ja, die Tragödie ist aus. Der Schluß ist hart, grausam, yds, lehrreich." „Möge dem unglücklichen Weibe die Ruhe, die sie qeluckt. endlich zu teil werden." Franz von Brixdorf legte stumm die Zeitung beiseite dann, mit gewaltsamem Ruck, trat er auf den Freund in „Wann mußt Du fort, Phili?" zzg zg „Morgen schon. Und. o grundgütiger Herrgott, noch ,« unheimlich oiA Arbeit. Ich kam» nicht mal mehr nach Schloß Breitstein fahren, von meinen Eltern Abschied nehmen Bavo telegraphierte eben, daß es ihm vielleicht möglich wäre mi, Mutter an der Zwifchenstatiou. wo wir einige Minuten A». fenthalt haben, noch einmal mit mir zusammenzutreffen Hof. fentlich gelmgt's, denn ohne der Eltern Segenswunsch ohm noch einmal des Vater- kernige Hand gedrückt und der Mut. ter milden Blick gesehen zu haben, ziehe ich nicht gerne in der Kainpf. Mit ihrem letzten Segen komme ich auch nach Rin. gen und Kämpfen, nach endgültigem Sieg wieder in di, Heunat zurück; doch eS wird Zeit, Franz, ich muß scheiden." ,nd schwerste englische Angriff an dieser Stelle ein. Die' Engländer griffen mit äußerster Erbitterung in dichten Nassen und gedrängten Sturmhaufen beiderseits des Dor- es an. Ihre Sturmkolonnen wurden durch unser Sperr- ,nd Maschinengewehrfeuer niedergemäht, aber rücksichts- os füllte der Gegner immer wieder die Lücken mit reuen Menschenmassen auf, die über die Haufen ihrer zefallenen Kameraden wieder und wieder vorstürmten N der Hoffnung, den Durchbruch diesmal erzwingen zu !önnen. Aber auch dieser vierte große Angriff brach vollständig zusammen. Nachmittags und abends wogten ne Kämpfe nördlich von Bullecourt, in der Gegend von Liancourt hin und her. In der Nacht zum 5. Mai steigerte sich nördlich der Scarpe das feindliche Feuer teilweise zu größter Heftigkeit. Ein feindlicher stärkerer Vorstoß in der Gegend von Fresnoy scheiterte. Weiter nördlich kam ein Angriff von Acheville in unserem Vernichtungsfeuer nicht zur Durchführung. Desgleichen scheiterten feindliche Patrouillenvorstöße westlich Lens. Auch südlich der Scarpe hielt das starke feindliche Feuer an. Im Raume von Reims tobte die Artillerieschlacht «nunterbrochen mit größter Heftigkeit. Auf dem Aisne- flügel wurden anscheinend geplante französische Angriffe mich Vernichtungsfeuer niedergehalten und Bereitstellungen in den feindlichen Gräben wirkungsvoll beschösse«. Am Abend und in der Nache griff der Feind mit starke« Dtkundungsabteilungen nach schwerster Artillerievorbereitung Laffaux, westlich Brays und südlich Cerny an. <Ät wurde überall abgewiesen und erlitt schwere Verluste. Die Angriffe auf dem Winterberg wurden durch stundenlanges schwerstes Feuer eingeleitet. Auch nördlich Craonelle erfolgte ein starker Teilangriff des Feindes, der ihn vorübergehend in unsere vordersten Gräben gelangen ließ, aus denen er jedoch durch Gegenstoß hinausgeworfen wurde. Der gemeldete starke Angriff von 4 französischen Divisionen im Raume zwischen der Aisne und dem Brimont hatte, wie aus erbeuteten Befehlen ersichtlich ist, die Bahnlinie Bermericourt—Aguilcourt zum Ziele. Nachdem der Hauptangriff blutig zurückgeworfen worden war, versuchte der Franzose geegen Abend noch mehrere Teilangriffe. die sämtlich abgewiesen wurden. Zweimal versuchten sie einen Ueberraschungsvorstoß ohne Artillerievorbereitung. Indessen brachen die Angriffswellen zum größten Teil in unserem Sperrfeuer zusammen. An anderen Stellen wurden sie im Nahkampf vernichtet. Die lebhafte Gefechtstätigkeit dauerte die ganze Nacht Wer an. Auch in der Gegend von Reims steigerte sich das Artilleriefeuer merklich. Der Angriff nördlich Prosnes wurde nach heftigstem Artillerie- und Minenfeuer von starken Kräften, die auf einer Breite von 5 Kilometern vorgingen, um 7 Uhr abends unternommen. Die französischen Verluste sind an dieser Stelle sehr schwer. Nur an einer Stelle brach der Feind vorübergehend auf etwa ein Kilometer Breite ein, wurde aber sofort im Gegenstoß wieder zurückgeworfen. Ein nach 10 Uhr erfolgter zweiter Angriff wurde im Gegenstoß gleichfalls abgewiesen. Ueber 100 Gefangene blieben in unserer Hand. Schleswiger, Mecklenburger, Posener, Rheinländer und Lothringer bereiteten hier in den zahlreichen harten Kämpfen den Franzosen bei ihren Angriffen blutigste Niederlagen. Aus den französischen Bezirken Nord und Pas de Calais werden wegen der durch die feindliche Beschießung hcrvorgerufenen Gefahren 50000 Personen entfernt (evakuiert) und über Baden und die Schweiz «ach Lyon befördert. Der Krieg zur See. Berlin, 6. Mai. (Amtlich.) Die bisher über die Ergebnisse unserer Sperrgebietskriegführung im Monat April eingelaufenen Meldungen haben mit dem 6. Mai die Summe von einer Million Brutto- rcgistertonnen an Schiffsversenkungen Überschritten. Der Chef des Admiralstabs der Marine. * Berlin, 6. Mai. Zu den erst gemeldeten 56000 Tonnen versenkter Schiffe kommt die weitere Meldung von der Vernichtung von 7 Dampfern und 5 Seglern, davon 10 Schiffe im Kanal, mit zusammen 32000 Tonnen. London, 6. Mai. Ein englischer Zerstörer ist auf eine Mine gestoßen. 1 Offizier und 61 Mann werden vermißt. Rom, 6. Mai. Wegen der Tauchbootgefahr beabsichtigt die italienische Regierung einen Flugpostdienst mit der Insel Sardinien einzurichten. , . Die Bewirtschaftung und Verteilung unserer wichtigsten Nahrungsmittel. (3. Fortsetzung.) - Das Fleisch. Auch die Fleischversorgung der Bevölkerung erlitt durch den Krieg eine bedeutende Herabsetzung. Während wir in den letzten Friedensjahren einen durchschnittlichen Verbrauch von 1000 Gramm auf den Kopf in der Woche hatten, muhte die Fleischration jetzt auf 250 Gramm herabgesetzt werden. Die durch die Sperre entfallende Einfuhr an Vieh und tierischen Produkten ist zwar außerordentlich groß; immerhin ist vielfach die Meinung vertreten, daß wir auch aus der deutschen Fleischerzeugung eine bessere Versorgung erfahren könnten. Die Meinung findet ihre scheinbare Bestätigung in der jetzigen vorübergehenden Erhöhung der Fleifchration auf 500 Gramm. Dem ist jedoch nicht so. Bei der Erhöhung der Fleischkopfquote handelt es sich um eine Notstandsmaßnahme, zu deren Durchführung ganz erheblich in unsere Viehbestände eingegrifsen werden muß, und es war der Endzweck unserer Sparsamkeitspolitik, beim Fleisch unseren Viehbestand auf einer Höhe zu erhalten, der uns für den Fall der Not in ihm eine Reserve ficherstellte, auf welche wir mit unbedingter Sicherheit zurückgreifen konnten. Tie Wirkung einer solchen vorausschauenden Sparsamkeit erfahren wir hetzt, wo uns durch Erhöhung der Fleisck- rakion ein Ausgleich an Nährstoffen für die entzogene Brotmenge geboten wird. Die oft erhobenen Klagen, daß die Viehhandelsverbände das Fleisch für den Verbraucher in ungebührlicher Weise verteuern, find zum mindesten stark übertrieben. Tie Provisionen, welche die unter der wirklich ziemlich scharfen Aufsicht der verantwortlichen Reichsfleischstelle arbeitenden Vichhandelsver- bände beziehen, stehen weit unter dem Durchschnitt der in Friedenszeiten üblichen Viehhandelsprovifionen, wie denn auch die Spannung zwischen Schlachtvieh und Fleischpreisen im Vergleich mit anderen, in Kriegszeiten aufgetretenen Spannungen zwischen Rohstoffen uno Edelprodukten nicht als übertrieben bezeichnet werden kann. Tie durch die Bundesratsverordnung vom 19. März 1917 festgesetzte Herabsetzung der Schlachtviehpreise wird naturgemäß auch eine Verbilligung der F.eischpreise zur Folge haben. Es darf aber nicht verkannt werden, daß durch die Preisminderung eine stärkere Abstoßung von Schlachtvieh erfolgen wird, so daß der Gesamtviehstapel Deutschlands nicht unerheblich gesenkt werden wird. Ein derartiger Zustand muß aber durchaus erwünscht erscheinen, denn es ist eine unumstößliche Tatsache, daß die zur direkten menschlichen Ernährung geeigneten Nah« rungsmittel vom Menschen direkt ver-ebrt, eine mindestens fünfmal so gute Ausbeute der Nährstoffe gewähren, als ihre Ausnutzung auf dem Umweq über den Tierkörpest Wenn wir daher für die Zukunft keine Besserung unsere) Fleischernährung erwarten können, so können wir dock -nrit Sicherheit annehmen, daß die pflanzlichen Erzeug« nisse der nächsten Ernte der städtischen und industriellen Bevölkerung leichter und besser zufließen werden, da! doch der Landwirt durch die neue Preisgestaltung für sein! ! Erzeugnisse das größte Interefl- da^an, alle seine Boden« Produkte möglichst restlos abzuliefern. ^ b ' Reichstag. ' Berlin, 4. Mal. Nach Bewilligung der Etats ging der Reichstag zur Beratung des Heereshaushatt» »der.. -Berichterstatter Abg. Hetzet (K«>j.) gedenkt der unver- »leichüchen Heldentaten imserrr Truppen an der Westfront- Die rage an den Fronten sei nicht nur beruhigend, sondern geradezu glänzend. Das Hdrdendurgprogromm vollziehe sich plan- liäßig. Besonderen Dank verdiene die junge Fliegerwaffe. Kriegsnunister v. Stet«: Während wir hier den Etat besäten, Kämpfen unser« Truppen «i den Fronten den Ent- fcheidungskampf mit unvergleichlicher Tapferkeit, Hingabe und Selbstverleugnung tu dem Bewutztsetn, daß hinter ihnen die Hei- nat steht, da» ganze Volk Unsere Armeen sind voller Zuversicht, daß das so blelden wird. Ucder di« Behandlung Korane» von der Front wenig Klagen, weil dort die gemernsamm befahren und die Kameradschaft Gegensätze leichter überwinden rönnen. Klagen kommen aus der Heünät. Das liegt daran, daß vielfach kaum ausgcheilte Ausbilder den Dienst versehen. Ich verde rücksichtslos in dieser Sache Vorgehen gegen jeden und licht vor der Person Halt zachen, die sich vergeht- (Bravo.) !»c Arreststrafe durch Wibindcn ist eine außerordentliche Bestra- ^ng. Vor längerer Zeit hat der Kaiser Befehl gegeben, diese Strasvoi sl.eckung äußerst emzuschränken. Jeder Vorgesetzte, der «ine solche Strafe verhängt, unterst.hl strenger Kontrolle, indem ir sofort dem Vorgesetzten über Grund und nähere Umstünde Meldung zu machen hat. Vielfach mußte durch diese schwere Strafe Schwereres verhütet werden. In der Stunde der Gefahr kann die ganze Truppe von einzelnen mitgerissen werden. Die Beschwerdeordnung ist nicht rückständig, wie man an- nimmt, entbält sie doch die Bestimmung, daß der Mann seine Beschwerde'mim Hauplmann anzub.ingen hat, wodurch die kleinen Instanzen, die ihm am ehesten einen Stein in den Weg werfen könnten, beseitigt werden. Der alte gute Hauptmann, der jeden Mann seiner Kompagnie kannte, liegt auf dem Schlachtfeide oder ist in höhere Stellung aufgerückt und hat jüngeren Kräften Platz gemacht. Der Neubau der zweiten Hauptkadet.enm statt, den ein sozialdemokratischer Antrag streichen will, ist nötig. Hindenburg, Luden- dorff und noch viele andere hervorragende Führer sind aus dieser Anstatt heroorgegangen. Viel wird über den Bureaukratis- mus im Kriegsministerium geklagt und nach dem starken Mann gerufen. Ich hatte seit Kriegsbcginn noch Kernen Tag Urlaub- Meiy jetziges Amt könnte ich auch nicht bewältigen, wenn nicht ein Stab treuer Menschen Tag und Nacht ihr ganzes Können in den Dienst des Vaterlandes stellte. Wenn nicht alle Klagen in dem gewünschten Tempo erledigt werden, so bitt. ich zu bedenken, daß ich jetzt zunächst meine Aufmerksamkeit aus unsere kämpfenden Kameraden an der Westfront richten muß, damit wir erreichen, was wir alle Würstchen, den ehrenvollen Frieden . (Lebhaftes Bravo.) Abg. Schöpflin (Soz.): Dem Heer gebührt unsere Anerkennung und unser Dank. Im Felde ist es mit den täglichen Beleidigungen besser gewo den. In der Garnison aber sind die Klagen gewachsen. In Süödsulschlaiid ist die Behandlung besser- Nur Offiziersbarschen, die Lebensmittel für die Familie in die Heimat bringen, bekommen jeden Augenblick Urlaub. Die Ernähruno der Mannschaften ist ungenügend, die Offiziere leben gut. Die Kadettenanstalt sollte nach den Erklärungen in der Kommission eine christliche Erziehungsanstalt sein. Daher unser Antrag. Die Streiks vom 16. April billigen wir nicht. Für unsere wirtschaftliche Kriegsrüstung ist nichts aeschehen, als die großen Heere-vorlagen verabschiedet wurden. Den Arbeitern ist es dann nicht zu verdenken, wenn sie Unzufriedenheit mir den Zuständen zum Ausdruck dringen. Die süddeutschen Regierungen haben besser vo gesorgt. Preußen hat in schändlicher Weise seine Pflicht vernach ässigt. General v. Grone« sollte die Sache nicht mit einem „Stiilgestanden, Augen rechts! abtun. Generalleutnant v. Gröner: Der Vorredner hat meine» Aufruf an die A beitersch st kiitis crt. Die Arbeiterschaft seiner Heimat hat ihn besser verstanden als er. Am 18. April war der Tag gekommen, da die Gemütlichkeit aufhört. Ich mußte ein kräst.ges Mort an die Arbeiter richten, zu dene» ich das Vertrauen habe, daß bei ihnen noch das Gefühl für ein deutliches offenes Wort vorhanden ist. Das Volk mußt« wissen, welche ungeheuren B.ibrechen Streiks in der gegenwärtigen Lage lind- (S:hr richtig!) Jeder Mann 'M Granattrjchter oder Maschinengew hrnest weiß mir Dank dafür. Das deutsch« Volk war an einem vsrhängnisvolien Scheidewege anoelaro - Es mutz bis zum Ende des Krieges unbedingt Ruhe herrschen kn «nserer Arbeiterschaft, und darunter verstehe ich das ganze deutsche Volk. Mein Aufruf ist keine Schimpfers, sondern eil derber Ausdruck dessen, was ich fühle. (Lebh. Bravo! Unruhe^ Kriegsminister o. Stein: Ich habe wchi schöne Wort« gemacht. Der Abg. Schöpflin mag Taten abwarten. Beel«. 5. Mai. Zweite Lesung des Heereshaushalt». Abg. Haas (F. B.) spricht gegen die Briefzensur der Sol baten. Dringend sei Ausbesserung der Mamstchastslöhnung zi fordern. Wir wünschen einen verantwortlichen Kriegsmi- nister. Oberst von Wrisberg: Die Klagen über übermäßig« Burschenhaltnng und Urlaubsvenveigerung haben sich als nichi richtig erwiesen. Große Ankäufe dürfen in den Kantinen nichi mehr genmacht werden. Für d»e Kriegerheime wird möglichsl gesorgt «erden. Generalarzt Dr- Schulzen: Für die landsturmpflichtiger Aerzte wird eine Organisation geschaffen werden. Es soll e-> Landsturmsanitätskoips im Anschluß an das Sanitätskorps ge« bildet werden. Abg. von Bahn (Kons.): Wenn Gendarmen mit Kriegs, gefangenen auf dein Lande revidieren, so muß das verbittern Die Städter, nicht die Landwirte müssen aufgeklärt werden. D'i Regierung hat nicht wirtschaftlich für den Krieg vorgesorgt Nack dem Kriege wird hoffentlich niemand wagen, dem Hem die Mittel zu verweigern. Abg .Held (Natl.): Wir haben volles Vertrauen zun Kriegsminist''-. Bet der Verteilung des Eisernen Kreuze« werden die Kämpfer an der Front und auf den Tauchbooteil mit Treibern und Etappenacbeitcrn auf eine Stufe gestellt. De» Aufbesserung der Mannschaftslöhne stimmen wir gerne-zu. Major von Roten Han: Die militärische Pferdeaushebung ist bis aus weiteres eingestellt. Die Pferdebeschaffunz für die Zivilbevölkerung muß berücksichtigt werden. Abg. Sir (Ztr.): Die Verpflegung ist fast überall bestes geworden doch empfiehlt es sich nicht, die Sendung von Lrblnsmltteln nacb der Front zu verbleien- Dagegen müssen di< Versendungen aus dem Felde unterbleiben. General von Oven: Die Versendung von Pake teN nach der Front soll nicht verboten werden, doch sollte man kein Brot nach Rumänien schicken, sondern es liebe» selbst verzehren. Staatssekretär von Rödern: Die Erhöhung der Mann« schaftslöbiiung Ist durch Reichstagsbeschluß nicht gefördert worden. Die dahin gehenden Anträge sind abgelehnt worden. Ein« Ei Höhung der Löhnung ist schon früher emgetreten, und zwal in emer Höhe, die 15 Millionen Mark im Monat ausmacht. Dazu kommen freie Fahrt, Beibehaltung der Kriegslöhnung ii« den Lazaretten, die Lieferung von Zigarren, Bier und Frucht« saften. Im ganzen machen die Mehrleistungen 200 Millionen Mark im Monat aus. Da kann man doch wohl nicht von Knauserei sprechen. Sollte der Reichstag einen weiteren Be» schloß fassen, so wird er von uns pflichtgemäß erwogen werden Eeneradnsjor von Langermann und Erlen camp: Dem Ossizierspensionsgesetz wird durch eine Novelle jede Härte genommen werden. Bayerftchcr General von Rommel: Der Neubau einet Gcwehrfabrik in Bayern ist nötig und längst geplant- Abg. Merlin (D. Fr.): Dem General Gröner sind wir dankbar, daß er mit seinem Erlaß den Arbeitern das Gewissen gestärkt hat. Abg. Dr. Lohn (Soz. Ard.): Das Telegramm an Hin« denburg hätte man schon wegen seiner schwülstigen Fassung udlkhnen sollen. Mit Mitteln wie sie General Gröner i» seinem Aufruf angeioendet hat, wirkt man nicht auf den Entschluß freier Männer. Die Zensur hätte die Veröffentlichung des Ausrufes verbieten müssen, ebenso die Aussetzung der Belohnung von 3000 Mark. Staatssekretär Dr. Helfferich: Was das Ausland z» der Rede des Abg. Cohn sagen wird, wird ihm nicht zum Ruhme und dem Datertande nicht zum Segen gereichen. (Sehr richtig!) Er hat dem Reichskanzler indirekt vorgeworfen, er habe Schuld an dem Kriege. Das sagt er in dem Augenblick, in dem unsere Truppen dem stärksten Ansturm gegenüberstehen. Der Reichskanzler dal »es Erreg nicht gewollt, er hat bis >tzt«n Augenblick das Aeußerite getan, ihn zu verhindern. KLem» iv es unrichtig, daß der Reickskanzler gegen sei» Gewissen in den U-Bootbrieg getrieben worden ist- Wir alle. jlLunitionsarbeirer ob Sie oder ick, baden jetzt nicht zu LL>lüitS>ev «as wer zu tun oder zu lassen haben. (Bravo!) Dtzr« Pflickt war es. die Arbeiter zu beruhigen. Das haben Sie wicht getan. Der Friede, den Sie herbeiführen «S"en bringt uns nicht Broft sondern tzun- jo e' Mehr wahrt) Der Frieden, der uns Brot bringt, muß jkrr «o Ulis erkämpft werden. «Lcbb. Beifall!) L>^>7^-i>i Dr. Kömvf ruft nachträglich den Aba. Dr. Cohn ktEn lewer Iuruke rur Ordnung, in denen er dem Reichs« kaurlr - »orgeworten bat. wenmktens zum Teil am Kriege sckulii kein. z DeiicraNevinant i,üv Gröner: In England würde ma» a«aen Strecken?» tu aanz anderer Weise vorgeken. als ich in «uerneir Aufruf. Die Tövfe. in denen den Arbeitern solche Suppen gekocht werden, tragen Ihre Firma, Herr Cohn. Und hu>u> Töpf mutten »erschlagen werden. Die Flugblätter tm Lande reiben an Ihren Rückschlüßen hängen. Hri-Lss-inister von Stein: Wenn Herr Cohn gesagt bat ?»r Lr'eo könne nicht mehr entschieden oder gewonnen »»»deo i» st» das ein verderbliches Beginnen. Zum Krieg- ivbrev aehört ein einziger re fl er Kovf, der sich durch r'ckrs beeinflusse n läßt- Das war schon bei F-awiich oem Großen >o gewesen und wird mit Gottes Hilfe jetzt auch fo sein. Vom Berfaffungsausschutz. Berlin, 6- Mai. Der Verfassungsausschuß nahm gestern gegen die Stimmen der vier Konservativen einen Antrag des Zentrums, der Natio-al ib ralen und der Fortschrittler an:,Während der Dauer eines vom Deutschen Reiche geführten Krieges bedarf es zur Schließung und Vertagung des Reichstags in allen Fällen seiner Zustimmung." Diese Bestimmung soll als Zusatz zum Paragraphen 26 der Reichsverfassung ausgenommen werden. Zu Artikel 53 und 66 wurde mit dem gleichen Stimmenverhältnis beschossen, daß die Ernennung der Offiziere der Marine und des Landh-eres der Gegenzeichnung der zuständigen Mi-stier b:di! fen. In der Erörterung der Anträge wurde von einem Fortsch ittler ausgeführt, daß hie Forderungen der Anträge früher auch in Preußen rechtens gewesen seien, bis später das Militärkabinett seine wichtige exklusive Stellung, erhalten habe und zum Schrecken des Militärs geworden sei. Durch die neuen Best!mmu..gen sollten auch die Kriegsminister der anderen Kontiügente dem Reichstag verantwortlich werden. Von konservativer Seite wurde gefragt, warum in diesem Augenblick, in dem sich das Offizierskorps aufs glänzendste verehre Aenderungen der Grundsätze, nach denen es bisher ernannt worden se«, erfolgen sollten. Das wirke wie ein Schlag lns Gesicht des Offizierskorps. In dem Antrag liege eine , Minderung der Rechte des Monarchen. Die Offiziere hätten , setzt Anlaß, sich mit ihren persönlichen Wünschen an die Äbge- § »rdneten zu wenden. Das persönliche Treue« "rhältnis zum Mo- j narchen würde dadurch beeinträchtigt werden. Ministerialdfrek- !or Dr. Lewald gab zu bedenken, daß die Offiziere nicht I Reichs- soidern preußische, bayerische, sächsische usw- Offiziere i seien und verwies aus zahlreiche Ausführungen Bismarcks über i tte B:rantwo.ilichkeit des Reichskanzlers in Angelegenheiten der Verwaltung des Reichsheeres. Ein sozialdemokratischer N«dner erklärte, daß die Mißstände, die sich im Kriege als rraß erwiesen hätten. Beseitigung erforderten. Dem Kaiser soll rin Berater zur Sette stehen, der dem Reichstag verantwortlich sei. Ein Zentrumsredner wies daraus hin, daß, was heute für die anderen Bund sflaatrn gefordert werde, bereits längst ü» Württemberg bestehe. yaden eine > ander« den if rung Solda «gehalst Etimn S er ei josfen zeuMi das au deutsch« Hofen, soll. 3 nähme Belohn schenk, der Fl Mit d« «itflie« im brit ML In und Er qeworfe Divisior ein, wa Die Fr über 4( Ergeba 3 < Bo Blätter länder Verbükst schulden und wei werde r mögliche hielten. bare M sei nur ignorier« Der England Wetter Windsor - j Geburts! Das auf<: wirk! da i voll wide echt« ! vor vor Die Amwälzung in Rußland. „W Stockholm, 6. Mai. Die provisorische Regierung in Petersburg hat eine Note an die verbündeten Mächte hinausgegeben und in dem Begleitschreiben ausgeführt, es sei eine freie Erfindung von Deutschland und seinen Verbündeten, daß Rußland zu einem Sonderfrieden geneigt sei. Rußland werde dem Abkommen treu bleiben, j den Krieg bis zur Unterwerfung der Feinde fortzusetzen. Die Note hat in Petersburg große Aufregung hervorge< rufen und Volksmassen versammelten sich vor dem Regierungspalast und riefen: Nieder mit Miljukow. Miljukow erklärte, er werde nur der Gewalt weichen. (Die halbamtliche Petersb. Telegr. Agentur dagegen berichtet, di« Messe habe der ReLierung zugestimmt. Wahrscheinlich j süchtige? soll efi orps gv Kriege ;rckittern den- D'i rgesorzt n Heen ien zun Kreuzei chbootetz !llt. De, zu- deaushe« jchaffun, ll besses ng von issen die Ke te» en, doch es liebe, Mann« :rt waren. Ein« nd zwo, usmacht. >nung iit Frucht- Uliionen icht von een Be» werden, camp: !t Härte m einet sind wir ras Ge» in Hin- Fassun, öner i» en Ent- ttfichung der Be» land z» Ruhme hr rich- er Hab« blick, im erstehen, hat bis hindern, ein Ge» Zir alle, nicht zu Bravo!) s haben ühren n Hun- gt, mutz )r. Lohn Reichs, ze schult ! de ma» als ick en solche n. Und in Lande gesagt nvonnen ? r i e g- l er sich chon bei Äse jetzt gestern rag des i/Wäh- Krieges tags in soll als aommen Stim- )ffiziere zustän- ;e würgen der en, bis Stellung len sei. minister werden, diesem dste Seher er- Schlag ze eine hätten ! Abae- m Mo- aldjrek- re nicht Offiziere rs über mheiten ratischer ege als ser soll wörtlich ute für ngst i» ld. mng in Mächte ihrt, es seinen den gebleiben, «usetzen. rvovge-' Regie- iljukow e halbi» itet, di< cheinlitb yaden beiderlei Kundgebungen stattgefunden. Wahrend dit eine von der H. T. A. verschwiegen wird, wird dk andere, die wohl als Gegendemonstration gemacht worden ist, ausdrücklich betont. D. Schr.) In Petersburg kam es wegen der Note der Regierung zu blutigen Zusammenstößen. Im Arbeiter- unil Soldatenausschuß wurden heftige Reden gegen Miljukott gehalten, schließlich aber mit einer Mehrheit von nur 3L Stimmen der Regierung das Vertrauen ausgesprochen. § er englische Botschafter Bnchanan wird in den Blätter» schsen als die Triebfeder der Kriegshetzereien bezeichnet. Neues vom Tage. Englisches Kopfgeld für -einen deutschen Flieger. Berlin, 6. Mai. Die Engländer haben ein Flug- zenggeschwader von freiwilligen Fliegern zusammengestellt,' das ausschließlich auf die Vernichtung des erfolgreichsten deutschen Kampffliegers, Rittmeisters Freiherrn von Nicht- Hofen, der bereits 52 feindliche Flieger abschoß, ausgehen soll. Der Flieger, dem der Abschuß oder die Gefangennahme von Richthofens gelingt, erhält das Viktoriakreuz, Belohnung, Beförderung, ein eigenes Flugzeug als Geschenk, IlVOOO Mark und einen besonderen Preis von der Flugzeugfabrik, deren Flugzeug der Flieger benützt. Mit dem englischen Geschwader wrll ein Filmoperateur »itfliegen, der den ganzen Vorgang zwecks Verwendung im britischen Heeres film kinematographjsch aufnehmen soll. Leber 1 Million Engländer «nd Franzosen im Kampf. In den Riesenschlachten im Westen haben die Franzosen und Engländer bereits über eine Million in den Kampf geworfen. Die Engländer setzten bis heute im ganzen 44 Divisionen — davon 12 Divisionen zum zweitenmale — ein, was einer Zahl von rund 700 OM Kämpfern entspricht. Die Franzosen erstrebten mit vollen 53 Divisionen oder über 4M 000 Mann vergeblich den Sieg. Das einzige Ergebnis dieser Rieseneinsätze sind Riesenverluste. Italienische Sehnsucht «ach Deutschland. Bon der fchweiz. Grenze» 5. Mai. Schweizerische Blätter geben einen sehr merkwürdigen Artikel des Mailänder „Secolo" wieder, in welchem ausgeführt wird, die Verbündeten könnten merken, daß sie Italien großen Dank schulden. Bündnisse würden nicht Unterwerfung bedeuten und wenn es eines Tages zum Streit kommen sollte, so werde man denen Dank wissen, die mit der Drohung einer möglichen Rückkehr zu Deutschland einen Türspalt off in hielten. Deutschland bleibe immer eine gewaltige furchtbare Macht und sein finanzieller und politischer Einfluß sei nur im Augenblick gehemmt, was Italien nicht ignorieren könne. Komödie. Der „Daily Mail" zufolge arbeitet der König von England allwöchentlich zwei bis drei Tage bei gutem Wetter auf einem Kartoffelfeld im Schloßgarten von Windsor, ebenso Prinzessin Mary und Prinz Henry. Aus Stadt und Land. ** Adelsheim» 7. Mai 1917. — Kronprinz Wilhelm beging gestern seinen 35. Geburtstag. — „Donnerts im Mai» schreit der Bauer juchhei!" Das heftige Gewitter, das in der Nacht vom Samstag auf Sonntag noch einem drückend schwülen Tag über unsere Gegend zog und reichliche Niederschläge im Gefolge hatte, wirkte in der gesamten Pflanzenwelt wahre Wunder. Das Gesäte in den Gärten schoß förmlich aus dem Boden heraus, die Wiesen überzogen sich mit einem saftigen Teppich und auch der Wald fängt an, sich in junges Grün zu kleiden. Die ganze Natur feiert fröhliche Auferstehung. — Die Nachtigall schlägt wieder. Nun ist sie wieder da die wonnigste Jahreszeit, der unsere Herzen sehnsuchtsvoll entgegenschlugen und die sprossenden Haine Hallen wider vom melodischen Schlage der Königin unter unseren gefiederten Lieblingen. Die Nachtigall läßt wieder ihr seelenvolles Lied erschallen und entzückt lauscht Alt und Jung den wunderbaren Weisen der kleinen unscheinbaren Künstlerin. Und dabei wahrt die geniale Sängerin nach echter Künstlerart streng ihr Inkognito : sie drängt sich nicht vor und begnügt sich, verborgen und zu einer Zeit, wo sie vor zudringlicher Neugierde sicher sein darf, ihres Künstler- arntes zu walten. Und wie heißt es doch so schön in dem trauten Volksliedchen: O sing nur, singe, Frau Nachtigall! Wer wollte dich, Sängerin, stören? Wie wonniglich klingts im Widerhall! Es lauschen die Blumen, die Vögelein all Und wollen die Nachtigall hören. Nun muß ich wandern, bergauf, bergab; Die Nachtigall singt in der Ferne. Es wird mir so wohl, so leicht am Stab, Und wie ich schreite hinauf, hinab: Die Nachtigall singt in der Ferne. Dauernde Zpiouengefahr r Meidet öffentliche GefprSche «der militärische «nd Wirtschaftliche Dinge. — Eine Frühlingsmahnurig. Wenn der Frühling ringezogen ist und' die Erde neu sich geschmückt hat, dann wandert der Mensch gerne hinaus in Flur und Wald und freut sich des neuerwachten Lebens. Aber leider muß man alle Jahre dieselbe betrübende Erfahrung machen; es wird gerade in den schönen Maitagen draußen so viel mutwillig, oft auch gedankenlos und unwissend verderbt. Ton Naturräubereien und Frevel an der Natur könnte gar viel gesagt werden. Der einfache Strauß soll ja f niemand verwehrt sein, gewiß nicht; aber die Beschädigungen , werden zu groß, wenn viele der Wanderer und Spaziergänger sich erlauben, ganze Bündel von Blumen und Zweigen heimzuschleppen. Vielfach werden die abgerissenen Blumen und Blätter schon unterwegs wieder weggeworsen. Wer sich über die Natur freut, wer draußen Erholung und Freude sucht, der erinnere sich auch immer seiner Pflichten, daß die Gewächse zu schonen find, daß er dem, was Gott ihm an Schönheit vor die Augen stellt, auch Achtung schuldet. — Waldbrände sind in diesem Jahre schon hier und da erfolgt und zwar durch Unvorsichtigkeit im Umgehen mit Feuer. Bald wird die Zahl derer, die in Wald und Feld Erholung suchen, anwachsen und damit wird sich auch die Möglichkeit der Entstehung ?von Waldbränden vergrößern. In Anbetracht, daß gerade während dieser Kriegszeit Löschpersonal nicht genügend vorhanden ist, hat daher ein jeder, der sich in Wald und Feld begibt, die Pflicht, mit Feuer auf das peinlichste umzugehen, kein brennendes Streichholz, keinen noch glimmenden Zigarrenstummel achtlos fort- zmversen. Das richtigste ist es, in Wald und Feld das Rauchen gänzlich zu unterlassen. (-) Vom Bauland» 5. Mai. Bei der Aufnahme von Stadtkindern sei darauf hingewiesen, daß denjenigen Landwitten, die sich zur Aufnahme solcher Kinder verpflichten, die zu ihrer Ernährung erforderlichem Mengen an Getreide, Hülsenfrüchten und Kartoffeln in gleicher Höhe belassen werden wie für Angehörige, sowie daß im Uebrigen die Stadtkinder die Lebensmittelkarten — vor allem auch Zuckerkatten — aus der Stadt mitbekommen. Wir wissen, wie schwer die Not aeräde in den großen Städten ist und wie dort gerade die Kinder unter Hunger leiden und durch Unterernährung geschwächt schwere gesundheitliche Schädigungen 'erleiden. Schon lange wird vom „Durchhalten" gesprochen. Jetzt in diesen entscheidungsschweren Wochen kommt'es darauf an, daß wir wirklich durchhalten und da gilt's, daß Stadt und Land zusammenstehen; nur dann werden wir die Probe bestehen. Wir müssen sein „ein einig Volk von Brüdern." Es geht um's Ganze. Halten wir bis zur Ernte durch, so haben wir den Krieg gewonnen I <-) Bofsheim» 5. Mai Für den infolge hohen Alters von seinem Amte zurückgetretenen Bürgermeister Un angst fand am Freitag von 11—12 Uhr mittags Ers atzwahl statt. Es waren 4 Kandidaten aufgestellt, da aber keiner die nötige Stimmenzahl erhielt, verlief die Wahl resultatlos und muß infolgedessen noch ein Wahlgang stattsinden. (-) Bofsheim» 5. Mai. Am Freitag um 12 Uhr mittags erschreckte Feueralarm die hiesige Einwohnerschaft. Im Wald an der alten Straße nach Osterburken war ein Brand ausgebrochen. Es brannte etwa auf 15 Morgen das dürre Gras und die Sträucher, nur wenige Forlen fielen dem Feuer zum Opfer, so daß der Schaden nicht bedeutend ist. Die Entstehungsursache ist nicht bekannt. (-) Affamstadt, 5. Mai. Die Tochter unseres Bürgermeisters Stauch, Schwester Pttmosa, die seit Kriegsbeginnin der chirurgischen Klinik in Freiburg im Oprations- saal tätig ist, wurde mit dem Kriegshilfekreuz mit Eichenlaub für freiwillige Krankenpflege ausgezeichnet. (-) Oberwittstadt, 5. Mai. Bis heute haben sich hier 26 Familien zur Aufnahme von 28 Stadtkindern bereit erklärt. Dies ist gewiß ein schönes Ergebnis der bisherigen Werbetätigkeit für diese schöne Wohlfahr^bestrebung und wir zweifeln nicht daran, daß noch weitere Familien sich zur Aufnahme von Stadtkindern anmelden und bereit erklären werden. (-1 Heidelbergs M-st. Hiesige Jäger fanden bei einer Streife am 30. April, im Walde ein menschliches Skelett, das noch einen Revolver in der Hand hielt. Jedenfalls liegt ein Selbstmord vor. lieber die Personalien der Leiche konnte bis jetzt nichts ermittelt werden. (--) Schwetzingen, 4. Mai. Die Spargelmärkte haben ihren Anfang genommen. (-) Rastatt, 4. Mai. Wegen geringfügiger Sachen kamen hier zwei Korbmacher in einen Wortwechsel, in dessen Verlaus der eine de,.r andern einen lebensgefährlichen Stich in die Herzgegend versetzte. Der Täter ist flüchtig. (H Billittge«, 4. Mai. Das 2jährige Söhnchen eines hiesigen Orgelbauers fiel in einem unbewachten Augenblick in einen Fabrikkanal und ertrank. (-) Böhrenbach bei Villingen, 4. Mai. Der unter dem Verdacht der Brandstiftung verhaftete Landwirt Ludwig Schwörer hat eingestanden, den Brand an seinem großen Doppelwohnhaus gelegt zu haben. Das Feuer konnte durch Hinzukommen Dritter raich gelöscht werden (-) Stuttgart» 3. Mai. (Bestrafte Deutsch - feindlichkeit.) Der 38 Jahre alte Maschinenmeister Gustav Fricke aus Braunschweig erlaubte sich aus der Straßenbahn einem Soldaten und dem Wagenführer gegenüber deutschfeindliche Redensarten. Ein Herr zeigte die Sache an. Das Schöffengericht verurteilte Fricke wegen Vergehens gegen das Belagerungsgesetz zu 200 Mk. Geldstrafe. j (-) Stuttgart, 4. Mai. (Auf schiefer Ebene.) Der 23 Jahre alte Kaufmann Hans Berger von hier ist durch die Bekanntschaft mit einem liederlichen Mädchen ans schlimme Abwege geraten. Er war bei der städtischen Sparkasse als Bürogehilfe angestellt und hat in kurzer Zeit du.ch Fälschung von Sparkassenbüchern und Kundenlisten sich die Summe von 10490 Mk. verschafft, die er mit dem Mädchen in 7 Monaten bis auf einen Keinen Rest durchbrachte. Das Schwurgericht Verurteilte den Berger zu 2 Jahren Gefängnis, wovon 6 Monate Untersuchungshaft abgehen. Gegen die Mutter des raffinierten Mädchens sckiwebt «4» Strafverfahren. Wrcher. Aus Berlin wird gemeldet: Tin Händler i» ^erün stand mit einem Fabrikanten im Norden der Stack. « Verbindung. Dieser fertigt eine Spezialität an. di« setz» viel verlangt wird. B. sammelte die Aufträge und übergab sie dem Fabrikanten zur Ausjührung. Während er selbst für jedes Stück 48 Mark erhielt, zahlte er dem Fabrikanten nur 19 Mark. So verdiente er bei einem einzigen Aufträge 103 VOO Mark, »hu« datz er irgendwelches Kapital an- gelegt hatte. Aber auch das genügte ihm noch nicht. Er kündigte dem Fabrikanten den Vertrag, brachte dessen Wech- selverkindlichkeiten an sich und Netz, als dieser nun plötzlich nahezu so 000 Mark zahl-n sollte und augenblicklich nicht zahlen konnte alle Ma-chinen pfänden. Der Kundschaft teilte er um, datz er dem Fabrikanten alle Aufträge abgenommen Hab«. So wollte B- die Fabrik an sich bringen, um auch den müßigen Fadrikationsgcwinn mitzuverdienen. Aus eine Anzeige hin wurde jedoch dieser Plan durchkreuzt. B. mußte alle» rückgängig machen und dem Fabrikanten den Betrieb belassen. ! Außerdem wurde gegen ihn ein Strafverfahren eingeleitet. Er > hat unterdessen bereits mehrere Millionen „verdient". i Lawine Im Kleinen Walfertal bei Riezlern (südwestlich von ! Hbcrstdorf) ist am 30. April der zur Erholung nach schwerer «Verwundung m Oberstdorf weilende Leutnant Freiherr oo» Dornberg mit einigen anderen Personen, in deren Begleitung i er eine Bergtour unternehmen wollte, von einer Lawine verschüt- j tet norden. Die Leiche Dornbergs ist am 2. Mai ausgcgraben i worden- Seine Begleiter sind noch mcht gefunden. Der Verunglückt: war der Sohn des verstorbenen Prinzen Heinrich von , Hessen aus dessen Ehe mit der Baronin Dornberg, die später ' den bayer Reichsrai Freiherrn von Bassus heiratete. Beraubung «nd Ermordung eines deutschen Offiziers dnrch rumäntsch« Arrzle. Eines der grauenhaftesten Verbrechen, das in diesem Kriege von entmenschten Feinden unter dem Schutze des von diesen so vielfach mißbrauchten Roten Kreuzes begangen worden ist. ist die Ermordung und Beraubung eines verwundeten deutschen Offiziers durch rumänische Aerzte. Nach der beglaubigten Aussage mehrerer gefangener rumänischer Offiziere haben rumänische Aerzte während des Rückzuges der geschlagenen rumänischen Heere aus Siebenbürgen einem verwundet gefangenen deutschen Leutnant 2000. Mk. geraubt und ihn dann getötet Es sov nicht verschwiegen werden, daß die rumänischen Offiziere, denen wir die Kenntnis des ruchlosen Verbrechens verdanken, diese Mo dtat missbilligten: aber trotzdem mutz es als kennzeichnend für den Geist angesehen werdm, der das zum Kriege hetzende, in- erwucherten Golde schwimmende Rumänien beseelte Landwirtschaft. — Abgabe von ca. 50 Stück Rindvieh (Kälber) in Mosbach. Am Mittwoch, den 9. Mai, vormittags 11 Uhr gibt die Badische Landwirtschastskammer ca. 50 Kälber und Einstellrinder ab. Letzte Nachrichten. Wolfs-Telegramme. Abeudbericht. Berlin, 5. Mai. Abends. (Amtlich.) Auf den Höhen nördlich der Aisne ist eine neue Schlacht im Gange. Sie wachsende kciegsmüdigleil in der sraozSfische« Armee. Berlin, 6. Mai. Mannschaften der 152. Division ergaben sich bei einem französischen Angriff am 28. April südwestlich Loivre ohne jede Gegenwehr, als sie die deutschen Gräben erreicht hatten. Sie sind kriegsmüde und haben alle Zuversicht verloren. Wohl werden nach ihrer Ansicht die Angriffe fortgesetzt werden. Artillerie und Munition sei reichlich vorhanden, aber selbst ihre Offiziere glaubten nicht mehr an ein Gelingen. Ihr eigener Kompagnieführer sei beim Angriff zurückgeblieben. Zwei andere Kompagnieführer hätten sich an den vorhergehenden Tagen geweigert, diesen Angriff durchzuführen. Die Verluste seien zu schwer. Allein am ersten Angriffstag hätten die Truppen zwischen Brimont und der Aisne 3000 Verwundete gehabt. Auch bei diesem Angriff hätten die deutschen Maschinengewehre was hinter der ersten Welle folgte, einfach niedergemäht. 2 Drittel verloren. Berlin, 7. Mai.' Das französische Infanterieregiment 95 der 16. Division hat bei dem Angriff vom 17. April in der westlichen Champagne zn-ei Drittel seines Bestandes verloren. Kaum 600 Mann kehrten zurück. Neue Brandgeschoffe. Berlin, 7. Mai. Nach einer Meldung der deutschen Truppen verwendet die Entente unter den Artillerie- und Jnfanteriegeschoffen auch besondere Brandgeschoffe. Am 22. April, nachmittags, wurde der Tornister eines Verwundeten von einem Infanteriegeschütz getroffen. Der Tornister brannte aus. Das Fleisch fing an zu kohlen. Bei einem anderen Verwundeten, dem durch einen Granatsplitter ein Arm abgerissen war, brannte das Fleisch in der Achselhöhle trotz des strömenden Blutes. Einem Maschinengewehrschützen wurde der Rock durchschossen, der augenblicklich lichterloh zu brennen anfing. Privat-Telegramme. Die Amerikaner komme«. Berlin, 7. Mai. Wie der „Berliner Lokalanzeiger" aus Genf erfährt, sollen sich nach einer Meldung des „Matin" auch amerikanische Kriegsschiffe den europäischen Gewässern nähern. Das »»freigebige" Amerika. Le Havre, 6. Mai. (Agence Havas) Die Regierung der Vereinigten Staaten stellt zur Nahrungsmittelversorgung der Belgier und der Franzosen der besetzten Gebiete 750 Millionen Francs zur Verfügung, davon 450 Millionen für Belgien und 300 Millionen für Frankreich. Die Nahrungsmittelversorgung ist damit in Zukunft gesichert. Der kriegslustige Präsident. Port-Au-Prince, 5. Mai. (Agence Havas) Eine Botschaft des Präsidenten an das Parlament fordert die Kriegserklärung an Deutschland, weil sich unter den Opfern eines kürzlich torpedierten Dampfers 5 Mattosen und 3 Fahrgäste befanden, die haitische Staatsangehörige find. Der deutsche Gesandte verläßt Brasilien. Rio de Janeiro, 6. Mai. (Agence Havas) Die Regierung hat den bisherigen deutschen Gesandten Pauli ermächtigt, Brasilien zu verlassen. Zum Genossenschaftsregister O.-Z. 16 Landwirtschaftliche Ein» und Verkaufsgenossenschaft Ruchsen e. G. m. b. H. in Ruchsen wurde unterm 26. April 1917 eingetragen, daß das Vorstandsmitglied Karl j Volpp I aus dem Vorstande ausgeschieden und an dessen Stelle Karl Bauer I, Landwirt in Ruchsen, in den Vorstand gewählt ist. Gr. Bad. Amtsgericht Adelsheim. Trockendarre Frauenverein Adclsheim. mit Luftzheijung in Walldürn verkäuflich. Gefl. Anfragen unter dl Nr. 15 an die Expedition ds. Bl. Am Donnerstag, de« 10. Mai 1917, nachmittags 8 Uhr «erden die von den abgehaltenen Schuhkursen des Vereins herrührenden entbehrlichen Schuh-Leisten Barzahlung öffentlich Wasserglas etwa 200 Stück, im Rathaussaal hier gegen versteigert. Die Präsidentin. Die Steigerer werden im Interesse einer schnelleren Abfertigung gebeten, sich mit etwas Kleingeld (Wechselgeld) zu versehen. zu Eiereinlegen emfiehlt C. Friederich, Adelsheim Bin mit ein m Transport Prima Orig. Simmenthaler U LVeidefarreii eingetroffen und lade Kaufliebhaber freundl. ein. Enbigheiin T-l-ph»» Mi? Ass eh. knsben-Ltroliiiiile llerrvn-Ltrokküts Ikläclobkn-Ztroliküttz Nadelholz-Submission auf dem Stock. Die Gemeinde Uiffingen verkauft auf dem Stock die End- Nutzung eines 75—90 jähr. Forlenbestandes 4.—5. Standortsklasse, geschätzt zu 300 Festmeler Stammholz 4.-6. Klasse. Anschlag — 24 Mk. pr. Fm. mit Rinde gemessen. Das Holz eignet sich zu Bauholz, Nutzschicht- und Grubenholz. Zuschlag erfolgt durch die Gemeinde. Entfernung zur Station Boxberg-Wölchingen 6 Km. Fuhrlohn etwa 5^/z—6 Mk. pro Festmeter. Angebote, auf 1 Festmeter lautend, wollen unter Aufschrift „Angebot auf Forlennutzholz" bis längstens Samstag, den 12. Mai, nachm. 1 Uhr beim Unterzeichneten Gemeinderat eingereicht werden. Waldhüter Boxberger in Uiffingen zeigt das Holz vor. Uiffingen. den 1. Mai 1917.s Der Gememderat. Wild, Bürgermeister. Wild, Ratschr. Is. btrvkWüe Gartensäineveieir >(inclsr- 8 trobkü 1 k ru billigstem Tagespreis emplieblt empfiehlt, so lanZe Vorrat 0. kHerlerivk «klolt Svkvnsvli, «ilslslioiin Kilslskeini. «lüIllüMMlMMMlllMllM — Lslekv« An. 84. — Lesteilunxen nacb auswärts wercken prompt besorgt. v 0. empfiehlt I. A.