.i chefthemt täglich, außer Sana- u«S ? Zeterrags » vretsr Monatlich. . . pfg. ! vierteljährlich . Mt. - frei ins Haus geliefert r Soxberger Anzeiger Gelesenstes Tageblatt oes baSijchea öaulanöes s'" ' . - —°P ! Anzeige« werden mit Pfennig ß -er einspaltig» Zeile berechnet. ' r Sei mehrmaliger Aufnahme Rabat? , - Po stscheck-Konto 40S4, Karlsruhe hauptanZLigeblatt fiir Sie Sezirke ^öelsheim, Soxberg u. deren Umgebung gratis: stattlich«» verkünSigungsblatt fwöchentl.) Illustriertes Sonntag»»Statt holzsubmWons- na- versteigeruass»slazekger für -ea GSenwalS Nr 110. Druck und Verlag: Buchdruckerei Adelsheim, Adolf Heppeler Telefon No. 18 «delsheim, Samstaa 12 Mai 1917 Verantwortlich: A. Heppeler in Adelsheim. 41. Jahrg. Tagesberichte. WTB. Großes Hauptquartier, 11. Mai. (Amtlich.) Westliche.' Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Kronprinz Rupprccht: Die Tätigkeit der beiderseitigen Art ll'rien erreichte gestern an der ganzen Kampffront von Arras größere Heftigkeit. Teilvorstöß'e der Engländer bei Fresnoy, Noeux und zwischen Monchy und Eherify blieben erfolg- los. Bei einem Versuch, Bullecourt durch Umfassung zu stürmen, wurde der Feind verlustreich ab gewiesen. Heeresgruppe deutscher Kronprinz: Nach verhältnismäßig ruhigem Vormit ag hat gegen Abend die Kampftätigkeit zwischen Doissons und Reims wieder zugenommen. "Stärkerer Artillerielampf aller Kaliber entwickelte sich besonders an der Straße Caissons—Laon, beiderseits von Eraonne, längs des Aisne- Marnekanals, in der Champagne und stellenweise auch in den Argonnen. * Starke französische Angriffe zwischen dem Winterberg und der Straße Corbeny—Berry-au-Bac, sowie bei Prosnes schlugen fehl. Heeresgruppe Herzog Albrechtr Keine besonderen Ereignisse. Im Luftfampf und durch Abwehrfeuer wurden «m 10. Mai 18 feindliche Flugzeuge und 1 Fesselballon zum Absturz gebracht. Leutnant Freiherr von Richthosen bezwang seinen 22., Leutnant Gontermann seinen 20. Gegner. OestLicher Kriegsschauplatz: Die Gesechtstätigkeit blieb gering. Mazedonische Front. Erneute Angrrsfsversuche der Franzosen und Serben zwischen der Cerna und dem Wardar konnten an ber für die Entente-Truppen verlorenen Schlacht nichts »lehr ändern. Sie wurden restlos abgeschlagen. Ans den Truppenmeldungen geht hervor, Hatz, der eind bei seinen dreitägigen ergebnislosen Angriffen be- nders schwere Verluste erlitten hat. Der Erste Generälquartiermeister: Ludsndorss. * Zn eiserner Zeit. KriegSroman von Charlotte Wildert. 37 „Phili, mein Phili, keimst Du mich denn nicht?" Herzergreifend kam es von den bebenden Lippen des gequälte» Mädchens. Starr, fragend bohrte der Kranke den Blick in die tränenfeuchten Augen Lillis. Da, auf einmal huschte ein unsagbar trauriges Lächeln über die bleichen Züge des Grafen. Ganz leise flüsterte er. nach ihren Hände» tastend: „Lilli — Lilli — Du — Dn bist — bei mir?" Wieder umfängt eine tiefe Ohnmacht die Sinne des Kranken. Lilli küßte in inniger Liebe die heißen, trockenen Hände des geliebten Mannes und schaute ihm lange in die matten Züge. Langsam, gleichmäßig Hab und senkte sich die Brust, ruhig ging der Pulsschlag, der Kranke schlief. Lilli faltete still die Hände. „Gottlob, er schlief, o. sollte ein Zeichen der Besserung sein?" Ruhig lag Philipp o. Gordis da. noch immer das matte, traurige Lächeln auf den Lippen. Langsam, eintönig, auf weichen Nebelsohlsn schleicht die Nacht vorbei, schon lag im Osten ein schmaler, purpurner Wolkenstreif, der Herold der nahenden Sonne. Die kleinen, gefiederten Sänger waren schon munter und brachten in ihrer jubelnden, jauchzenden Weise ihrem Schöpfer den Morgenqruß. Jetzt brachen mit Allgewalt die ersten Sonnenstrahlen hinter dem hohen, dunkle» Bergrücken hervor und übergossen die tauige, morgeiischöne Natur mit ihrer goldenen, gleißenden Pracht. Auch durch die zarten MMgardinen in das Krankenzimmer des Leutnant Gordis lugte« sie vorsichtig hinein, >m ja den Kranken, der »och immer im tiefen Schlummer lag, »ichr zu stören. Zärtlich fchmiegtdn sie sich wie kosend m das Blondhaar der jungen Pflegerin, der Schwester Lilli, die im Sessel zurückgelehiit saß und verträumt in de» schönen Morsen hmanssah nach langer, durchwachter Nacht. Ob iinu der tiefe Schlummer dem teuern Verwundeten die heißersehnte Besserung bringt? Mit Einzeluntcrnchmungen, die den he, jnmmlcn Stellen mürbe machen sollen ü reiten LnMndc, u. Franzosen die nächste Offensive vor. Genau so war ihn Taktik in der Sommeoffensive, nur daß sie damals, nachdem die ersten Gesamt- und Hauptangrisse ioir kungslos verpufft waren, sich selber so zermürbt hatten, daß sie zu dem entscheidenden Stoß nicht mehr fähig waren? Ob es diesmal wieder so gehen wird: In allen den Zusammenstößen haben Engländer wi, Franzosen wieder schwere Verluste gehabt und — nicht- erreicht. Fresnoy wird gehalten und Bu.lccourt, südlich der Scarpe, das zu einem kleinen Teil von den Engländern besetzt ist, wurde erfolgreich auch gegen umfassende Angrifssversuche verteidigt- Nach einem erbeuteten engl.schen Befehl des 17. Korps, das am 9. April im Abschnitt Maison-Blanche bis etwa zur Scarpe angriff, feuerten cn-f der 5000 Meter messenden Korpsfront nicht weniger ais 538 englische Geschütze und 268 Mineuwcrfer. 342 der Geschütze wärest vom Kaliber 8,3 Zemim.ter, l t4 waren 1l,4 Zenti- meteraeschütze, 88 15-Zentimeter, 32 20-Zentimeter, 40 23,4 Zentim., 5 30-Zentim. 2 38 Zentim Ferner befanden sich darunter 12 Marinegeschütze von 15,2 Zentun., 50 von 12,7 Zentimetern und eines von 30,4 Zentimetern. Unter den 268 Minenwerscrn waren 40, die Minen im Gewicht von 138 Pfund warfen. Vorsichtig geschätzt, dürften an der gesamten 20 Kilometer langen Ängnsfs- front vom Ostermontag mindestens 4000 Geschütze und Minenwerfer in siebentägigem Feuer durch 9—10 Millionen Geschosse die deutschen Stellungen sturmreif geschossen haben. Tie von den Engländern bis heute an der Angriffsfront verfeuerte Munition darf auf mindestens 25—30 Millionen Granaten und Minen gerechnet werden. Tie „Times" vom 3. und 4. Mai enthalten Verlustlisten mit Namen von 546 Offizieren, wovon 175 gefallen sind, und von 3160 Mann, ferner 300 Mann der Marine und Verlustlisten überseeischer Truppen. Nach einer Mitteilung des italienischen Deputierten Area soll die italienische Armee im letzten Winter monatlich 80 bis 90000 Mann, darunter 2000 Offiziere infolge Erfrierens, durch Lawinen und Krankheiten verloren haben. Am 1. Februar 1917 befanden sich in der Gefangenschaft der Mittelmächte 2874 271 Kriegsgefangene, darunter 27 620 Offiziere. Davon befinden sich in Deutschland 1690 731 Gefangene, dar m.ec 1 i 474 Offiziere, und zwar verteilen sie, sich folgend'rma7i->n: Wieder falteten sich Schwester Lillis zarte Hände, ans ihrem Herzen stieg ein flebendlicher Bittrnf zu dein Allgewaltigen. der das Schicksal in seiner mächtigen Hand hat. Der neckische Sonnenstrahl spielte nun, wie damals in ihrem trauten Heim bei der Mutter, in ihrem blonden Locken- Haar, das ivie gesponnenes Kupfer leuchtete.- „Nein. Schwester Lilli. auf keinen Fall, Sie legen sich jetzt sogleich zur Ruhe. Schon drei Nächte hintereinander haben S-e schlaflos durchwacht. Sie haben unbedingt Ruhe nötig. Das sind Sie sich und uns schuldig, heute laste ich absolut keinen Widerspruch gelten. Bis mindestens 5 Uhr schlafen Sie. dann können Sie meinetwegen die Nachtwache wieder übernehmen, aber nun sogleich zur Ruhe, Schwester Elisa wird bis nachher Ihre Stelle versehen." Ernst und energisch hatte die Oberin diese Worte zu Scknvester Lilli gesprochen, diese ging dann auch gehorsam aut ihr Zimmer, wo ste sich hatbentkleidet auf das Lager niederlegte. Bald umfing denn auch ein tiefer, stärkender Schlaf die müden, abgespannten Glieder. — Noch vor 5 Uhr war es. als Schwester Lilli schon wieder, frisch und munter, vor der Oberschwester erschien und bat, mm ihre Pflege wieder fortsetzen zu dürfen. „Nun." meinte lächelnd die Oberin, „wie ist der Schlaf denn bekommen? Sir haben schon frischere Wangen, Tie sehen viel kräftiger aus, liebes Kind." „Ich danke-Ihnen. Schwester Oberin, ich habe bis jetzt dnrchgeschlafen, ich fühle mich tatsächlich so munter wie ein Fisch" „Na sehen Sie, dann gehen Sie mal wieder zu Ihrem Patienten, Herr Doktor Bergmeifter wird gleich zur Bifite kommen." Als Lilli ins Krankenzimmer trat, hatte der Kranke d« Augen weil geöffnet und schaute der Eintretenden gerade ins liebe, sonnige Gesicht. Sie blieb eoschreckt auf der Schwell« stehen. Hatte der Schlummer denn wirklich das schreckliche Fieber verscheucht, halte « ihm das klare Bewußtsein ge- bracht? Die Hände auf das wildpochende Herz gepreßt, ftemd De da, während Philipp von Gordis »uit leuchtende» Augen sie aublickte; leise, jubelnd kam es von seinen Lippen: „Lilli!" 1212 007 Russen (darunter 0W3 Offiziere), 367124 Franzosen (6287 Offiziere), 42 435 Belgier (658 Offiziere), 33129 Engländer (1104 Offiziere), 25879 Serben (0 Offiziere), 10157 Rumänier <202 Offiziere). —- In Oesterreich-Ungarn sind 1092 055 Gefangene, darunter 8294 Offiziere, untergebracht, in Bulgarien 6758H (1148), in der Türkei 23 903 (704). — Auf einen ge- fangenen Offizier entfallen bei den Montenegrinern 180, 'bei den Serben 169. bei den Russen 145, bei den Belgiern 62, bei den Franzosen 57, bei dm Rumänien« 50, bei den Italienern 42 und bei den Engländern 26 < Mannschaften. ! --- Die Ereignisse im Westen. Der französische Tagesbericht. WTB. Paris, 11. Mai. Amtlicher Bericht von gestern nachmittag: Im Laufe der Nacht versuchte der Feind erfolglos einige ztemN-n chrmche Infantericvorstöhe an verschiedenen Punkten des Lhemin des Domes zu mgchen. Alle diese Angriffe scheiterten in unserem Feuer. Ein starker Gegenangriff auf die Stellungen, die wir in der Umgebung von Chevreux eroberten, erlitt dasselbe Schicksal. Wir führten auf den Nord- ak hängen, auf der Hochebene von Vauclerc eine Einzelunternehmung aus, wodurch wir unseren Gewinn vergrößeren und Gefangene machten, die zu einer neuen Division gehörten. Der Artillerjekampf blieb an allen diesen Abschnitten ziemlich lebhaft. Im Abendbcricht heißt es u. a.: Wir führten Teil- Unternehmungen aus, die uns Vorteile einbrachten, besonders nördli.', von Gancy, wo wir eine Reihe feindlicher Gräben genommen und etwa 30 Gefangene gemacht haben. Im Abschnitt von Chevreux versuchten oie Deutschen von neuem, uns aus den Grüben zu werfen, die wir am 8. Mai erobert haben. Ihre Angriffe wurden durch Sperr- und Maschinengewehr- feucr gebrochen. Im Abschnitt nördlich von Prosnes haben wir merkliche Fortschritte und etwa 30 Gefangene gemacht. Der englische Tagesbericht. WTB. Lendon, 11. Mai. Amtlicher Bericht von gestern: Die gestrigen Kämpfe bei Buliecourt waren schwer und andauernd Wir machten Fortschritte, trotz wiederholter verlustreicher Versuche des Feindes, unseren Besitz seiner Stellungen zu erschüttern- Während der Nacht wurde unsere Linie östlich Gricourt und südlich des Souchez.Fiusses vorgeschoben, wobei wir die Frsutlinie und Untcrstiitzungsgräben des Feindes nahmen. Am Morgen schoben wir unsere Linie auf dem südlichen Scarpeufer ein wenig vor. Gegen mittag versuchte der Feind unter Deckung schweren Artilleriefeuers von neuem Angriffe gegen unsere Stellungen in der Hindenburglinie östlich von Bullecourt. Sie wurden völlig abgeschlagen. Weitere feindliche Gegenangriffe während der Nacht bei Freivy (Fresnoy) waren ebenso erfolglos. Eine feindliche Abteilung machte eine Streift in unsere Gräben südöstlich von Hpern. Einige unserer Leute iverden vermißt. Schwester Elisa mar schweigend hinausgegangen.^sie wallte hier, wo sich zwei liebende Menschenkinder nach schmerz, sicher Trennung wiederfanden. nicht stören. Wie im Traume schritt Lilli auf das Lager zu, sank davor ans die Knie, erfaßte bebend die Hände des Geliebten und bedeckte sie mit heißen Küssen und Tränen. Leise, zärtlich fuhr er über ihr Lockenhaar. „Lilli. Du meine süße Lilli!" Unter Tränen schaute sie zu ihm auf, sprechen konnte ste nicht, das Herz war ihr zu voll. „Lilli, komm', steh' auf. nicht weinen, mein Lieb, o, Deine Tränen schmerzen mich, ste stechen mir ins Herz!" Mi erhob sich langsam, beugte sich über Philipp, »ahn, seinen Kopf zwischen ihre Hände und sah ihm lange und innig in die Augen. „Du Lieber — Du —" flüsterte sie, während ein seliges Lächeln die feinen Züge verklärte. Tiefer beugte sie sich über ihn, und nun fanden sich ihre Lippen iin innigen, heißen Kusse. Dann setzte sie sich neben ihn auf den Rand des Bettes, nahm seine Hand in die ihre und so saßen sie bec- sammen, die beiden Menschen, und schauten sich in die Auge» ; ihre Herzen jubelten, ste konnten kaum das Glück fassen, das Glück ihrer jungen, seligen Liebe! — Bald darauf trat der Doktor ins Zimmer, um nach dein Befinden seines schwerkranken Patienten zu sehen. Er stutzte, als er an das Bett des Kranken trat. „Na, aber zum Kuckuck ! Wie sehen Sie derm aus? Man könnt« bald meinen, Sie wären mopsgesluld!" Er fühlte nach dem Pulsschlag, immer größer wurde sein Erstaunen. „Donnerwetter, ganz normal. Na. was soll das heißen, gestern noch die höchsten Fieber- dklirien und heute? Na, das fit mir ja in meiner ganzen Praxis noch nicht oorgekomineu. Gar nicht zu versteheil. Hm) Hm!"- Lächelnd sah Graf Gordis zu dem aufgeregten Doktor auf „Ja. Herr Doktor, wenn Sie mir ein- solch liebe Schwester als Pflegerin geben, da sollte mal einer nicht sofort gesuns werden." Erstaunt sah Doktor Bergmeister von dem jungen Oist- ser auf d,e errötende Pflegerin, die beschämt das Kopien sinkt«. 235 20 Reichstag. . Berlin, 10- Mai. * Ernährungsfragen. Berichterstatter Matzinger stellt fest, daß nach dem Er. gednis der Ausschußbcratung die Getreide- und sonstigen Bor. rate ansrcichen, so daß bet der bisherigen Opftrwilligkest des Volkes ein Durchhalten gesichert sei. Abg Merlin (Deutsche Fraktion) erstattet den Ausschuß, bericht über die Denkschrift betr. die wirtschaftlichen Maßnahmen während des Krieges. Die vergifteten Pfeile, die die Engländer uns zugedacht hatten, prallen auf sie selber zurück. Wir werden die Zähne weiter zusammenbeißcn bis zu einem ehrenvollen ruhmreichen Frieden. Präsident von Batocki: Die Grundlagen unserer Volks- crnährung erschienen unseren Gegnern für einen Krieg unhaltbar, de wir 4V Prozent unseres Bedarfs aus dem Auslande bezogen, zumal der Mehrbedarf des Heeres dazu kam. Die Erwägungels der Gegner entbehrten nicht ganz der Begründung. Tatsächlich -,nht sich, se länger der Krieg dauert, eine wachsende Knappheit geltend. Mir können froh und dankbar sein, wenn es unserer landw.r.'ci,amtlichen Bevölkerung gelingt, die Erzeugung auch nur einigermaßen auf der Höhe zu halten. Das Ziel muß sein: eine richtige Perteilung der Erzeugnisse zwischen Mensch und Tier. Darin ist zweifellos viel gefehlt worden. Die Grvzßä^ .- und die dichtbewohnten Industriezentren müssen vor allen Dingen versorgt werden. Der freie Handel würde nicht in der Laue sein, die Bevölkerung noch im zwölften Erntemonat zu ernähren. Beim freien Verkehr würde ein Ueber- verbrauch eintreten und eine besondere Preissteigerung. Unsere Feinde machen uns jetzt die Rationierung nach. Das Brotkarten- instem in unserem Sinne ist für England nicht durchführbar. Bon den Behauptungen über dos Verderben von Waren, Eiern, Kartoffeln und Schmcincslcksch sind neun Zehntel falsch. Gegen den bedauerlichen Schleichhandel kann nur mit Hilfe des Publikums angekämpst werden. Davon ist aber keine Rede. Für das nächste Jahr wild, ob Krieg oder Frieden, mit einer Knappheit zu rechnen sein. Bei Obst und Gemüse wollen wir jetzt den Kleinhandel walten lassen. Hoffentlich gelingt der Versuch. Die größte Schwierigkeit bilden die Bestandsaufnahmen und die Bestandsschätzungen. Das letzte Jahr war abnorm: der ungewöhnliche Frost hat unseren Kartoffel- oorräten erheblich geschadet- Wir haften unseren Schaden zunächst weit höher geschätzt, als er nachher tatsächlich war- Ein Fehler war es ferner, daß wir zu spät in den Schweinebestand eingcgriffen haben. Unsere Hoffnung auf Rumänien darf nicht übertrieben werden. Gewiß werden wir einen erfreulichen Zuschuß von dort bekommen, dürfen aber nicht vergessen, daß unter englischer Führung das Land gründlich verwüstet wo.den ist. Uiftere Verbündeten können nichts abgeben. 'Am schlimmsten steht es mit der Fetterzeuaung. Durch unsere Inauguriernngspolitik sind wir aber für die Zukunft gesichert. Unsere Reserven reichen aus für eine lairge Versorgung. Jeder Mensch ist ja Sachverständiger auf dem Gebiet der Ernährung. Ich habe unter den Kritikern aber noch keinen gefunden, der für mein Amt geeignet wäre. Ich brauche die Mitarbeit des ganzen Volkes, namentlich der Behörden. Bei der Kritik sollte mehr Verständnis zwischen Stadt und Land herrschen. Ich hofft, daß wir trotz aller Schwierigkeiten und den Anforderungen der nächsten Zeit bei dem bewährten Geiste unseres Volkes alles siberstehen werden. Abg. Lederer (Z.): Wir dürfen mit dem Dank an die Landwirte nicht zurückhaltcn. Die Beleidigungen gegen den Bauern sind eine Versündigung am Volke. Hätte die Landwirtlcl'^t ib e Schuldigkeit nicht getan, dann wären wir längst verhungert. Wir leiden unter dem schlechten Wetter, der schleckten Ernährung, dem schlechten Material und den schlechten Verordnungen. Man muß nicht nur die Stimmung bei den Arbeitern erhalten, sondern auch bei den Bauern. Würde der Bauer einmal streiken, so wäre das unser Untergang. Brotkartenfabriken und Hamsterei tragen den größten Teil der Schuld an dem Mangel, nicht die Verfüttcrung von Brotgetreide an Vieh. Die Bauern haben keinen Pfennig Mehrgewinn an den unglaublichen Preisen, die in den Großstädten mit ähren Produkten erzielt werden. Wir wollen den Gegensatz zwischen Stadt und Land, Süd und Ost nicht verschärfen. Die Bauern ftlfen uns den Krieg gewinnen. Abg. Schmidt-Berlin (Soz.): Der Vorredner sprach nur aon der Not der Bauern, nicht aber von der der Großstädte, steine unserer Ermahnungen hat bei der Landwirtschaft gefruchtet. Der frühzeitige Ausdrusch ist nötig, um die Bestände in die jjfentliche Bewirtschaftung zu bringen. Der preußische Land- virtschastsminister treibt die Landwirte in das extremste aqra- lische Fahrwasser, und hier muß der Einfluß des größten Bundesstaates unheilvoll wirken für die ganze Wirtschaft. Des Reichskanzlers Antwort. Berlin, 11. Mai. Wie verlautet, wird die Be- rntwortung der Anfragen über die Kriegszicle durch fep, Reichskanzler nicht vor Dienstag erfolgen. Berlin, 11. Ma;. Auf der Tagesordnung stehen zunächst kurze Anfragen. Abg. Heck sch er (F. B.) stellt eine Anfrage wegen de, im englischen Unterhaus durch ein Mitglied des Kabinetts ausgeiprochenen Verleumdung daß die deutsche Regierung am Soldatenleichen Fett ziehe. Staatssekretär Zimmer mann: Die Behauptung ist zuers in der französischen Presse ausgetreten- Die Erfinder de, Nachricht scheinen sich den Umstand zunutze gemacht zu haben, daß es in Deutschland Kadaocrverwertungsanstalten gibt. Dal es sich hierbei um Tier leichen handelt, darüber wir! selbstverständlich auch bei unseren Feinden kein vernünftige, Mensch im Unklaren sein- Der Umstand, daß das französisch« Wort sowohl Tier- wie Menschenleichen bedeutet, ist dabe mißbraucht worden. Im neutralen Ausland sind wi strafrechtlich gegen die Verbreiter dieser infamen Lüg, eingcschrftten. (Bravo.) Unsere Bemühungen haben den Erfot gehabt, daß eine Reihe von Zeitungen des neutralen und auj des feindlichen Auslandes die Ungerechtigkeit dieser Behaup tuna zugegeben hat. Umso unerhörter ist es. daß kürzlich !» enasischen Unterhaus Lord Lecil die Nachricht immerhi» als nicht unglaubwürdig hingestellt hat- (Hört! Hört! uni Pfuirufe). Daß er das ganz niederträchtige Märchen gealaub, hat, scheint völlig ausgeschlossen. Er wollte damit Abschei gegen uns erwecken, namentlich im Orient, besonders bei de, Indern, deren religiöse Gefühle verletzt werden. Der Inhak der Erklärung des Vertreters der englischen Regierung, dH auch vor üieier Ehrabschneider« nicht zurückgeschreckt ist, richte sich von selbst. Abg. Frechcrr von Nicht Hosen (Natl.) fragt nach de, Richtigkeit der Meldung, daß die englischen Behörden st dem besetzten Teile Ostafrikas die Annahme der deutsche) Silbermimzen verweigern. Geh. Rat Dr. Kalk mann: Direkte Meldungen lieget nicht vor, daß die Annahme von Silberrupien verboten sei General Smuts hat sie nicht außer Kurs gesetzt, wei o i 0 »st unter den Eingeborenen Unruhen erwarten mußte. Ander, ist cs mft den Goldmünzen und den Banknoten, durch dere« Außerkurssetzung viele deutsche Frauen in eine Notlage g« kommen sind. Die Regierung hat auf diplomatischem Wei dre eng.j a;. Regierung zu einer Linderung dieser Maßnahm« zu bringen versucht. Abg Malkewitz (Kons.) fragt wegen der herrschend«» Pa; lern«. die demrw..,, -e.liner Zeitungen an dem Erscheine» hinter" werde. ^ Ministcrmldirektor Müller: Die Schwierigkeiten l-eqe, an dem Kohlenmangel. nicht in der Ausfuhr nach dem Aus, lant' die auf das Mindestmaß beschränkt ist. Es wird alle, um der ZeitunLSsavieikabiikation die nötiacn Kable» z« liefern. Wir ho-sfen, daß die Zeitungen diesen Umstände» Rechnung tragen und ihren Papirroerbrauch vorübergehend mög« lichst beschränken werden. Abg. Kunert (Soz. Arb.) fragt nochmals nach der Eiw stellung von Belgiern und Amerikanern in das deutsche Heer. Oberst von Marquard: Eine Nachprüfung erfolgt, gegen benensalls die Entlassung der betreffenden Leute. Hierauf Besprechung der Ecaährungssrage. Bayersicher Ministerialrat Dr. Huber gibt Auskunft übel die Maßnahmen gegen die Malz schieb er. Diese habe» ihre B-r>chiungen emgcstunden und hohe Geldbeträge als Sühn« gezahlt. Dies schützt sie natürlich nicht vor Straft. Ob es zweckmäßig war, das Geld anzunchmen, erscheint zweifelhaft. Abg. Hoff (F. B.): Präsident Batocki hat zugegeben, daß schwere Fehler gemacht worden sind- Daraus soll man für die Zukunst lernen. Die verkehrten Maßnahmen habe» uns die Kartoffel- und Brotkrisis gebracht- Es wäre besser gewesen, wenn mir uns vor dem Kriege auch wirt. sch östlich mobilisiert hätten. Bewunderung finden die Leistungen der landwirtschaftlichen Bevölkerung. Würde man die Fleischration erhöhen, so würde man den Anreiz zur Unredlichkeit beseitigen. Abg. Heck (Natl.): Auf dem Land fehlt es durchaus nicht an Derständnis für die Städte und Industriegegenden. Das beweisen die Hindenburgspende, die Aufnahme der Stadtkinder und nicht zuletzt die heimliche Versorgung vieler Städter. Es ist verständlich, daß Präsident von Batocki sich in seinem Amte nicht sehr wohl fühlt- Die Schwierigkeiten sind durch den Unterschied zwischen der Ernteschätzung und dem Ernte» ausfall entstanden. Für die Gemüfeverforgung sind nicht Höchst, preise zu empfehlen, sondern di« Städte müssen ihren Bedarf ohne Konkurrenz decken. Abg. Rö ficke (Kons.): Verkehrte behördliche Mäßnah» „en haben die Kartoffeln« verschuldet- Der Bauer lieferte, »ber die TransPortßnittel fthlt«. vie gegen die v -v-'antwortlichen Männer an der Spitze dieser Einrichtung zu Felde ziehen- Unverantwortlich sind sie nun in keiner Weise, nur nicht der wechselnden Mehrheit des Par- Kriegst Neues vom Tage. Das Fri?d?nsziel der dcutschen Sozialdemokratie. Berlin, 11. Mai. Die Pet. Tel-Ast. berichtet, die deutsche sozialdemokratische Partei habe folgend^ Vorschläge für den Frieden gemacht: Es solle ein internationales verpflichtendes Schiedsgericht eingesetzt werden. Ferner sei versprochen worden die Rückgabe aller von Deutschland eroberten Gebiete, die Volksabstimmung in Russisch-Polen über die Frage, ob Polen unabhängig oder mit-Rußland oder mit Deutschland ver-. Kunden sein wolle. Belgien, Serbien und Rumänien sollen unabhängig sein, dazu soll Serbien freien Zugang zum Adriatischen Meer erhalten. Die bulgarischen Gebiete Mazedoniens sollen an Bulgarien fallen. Die Grenze von Lothringen soll auf Grund freundschaftlichen Uebereinkommens mit Frankreich berichtigt werden. (Bestätigung bleibt abzuwarten.) Der Eifer des Berfassrrngsansschnsfes findet in der Presse mehr und mehr eine vorsichtige, um nicht zu sagen besorgliche Beurteilung. Tie Reichsverfassung ist anerkanntermaßen ein geniales Kunstwerk, um das uns fremde Staaten beneiden. Sie hat den großen Organismus des Reichs nicht in ausgetüftelte Paragraphen einschnüren wollen; sie hat drei lebendige Träger der Reichsgewalt ' vorgesehen: das Kaisertum, das bei der Krone Preußens ist, den Bundesrat und den Reichstag. Auf die Verständigung dieser drei Machtfaktoren ist das Leben des Reiches gcst lft. Im Bundesrat sind die Befugnisse eines Oberhauses mit den Obliegenheiten eines Reichsminisier ums verwebt, er ist zugleich die aussührende Behörde, die das Reich regiert. Ter allein verantwortliche Reichskanzler und seine Stellvertreter haben natürlich, nach ihrer persönlichen Bedeutung, größeren oder geringeren Einfluß, verfassungsrechtlich sind sie aber ausführende Organe des Bundesrats, der wiederum von dem gleichgeordneten Reichstag gestützt wird. Es ist nun klar, daß auch die beste Reichsvcrsassung nicht für alle Ewig'eit unabänderlich ist, aber es will doch scheinen, als ob der Ver- sassungsausschuß, dessen Einsetzung vor der Osterbotschaft des Kaisers vom Reichstag beschlossen worden war, m seinem Reformeiser zu weit gehe, indem er Regierung und Bundesrat unterordnen will. Darin läge, wie der Regierungsvertreter Lewald bemerkte, der Stofs zu ernem Widerstreit, den wir jetzt und in nächster Zukunft nicht brauchen könnten. Alle Wünsche zu befriedigen, wird nicht möglich sein, man denke nur an die Forderungen eines Cohn und Ledebour, die sogar die Unterstellung der Kriegführung unter die „Aufsicht" eines Reichstagsausschusses fordern. Bei einem so wichtigen und folgenschweren Werke darf man das rechte Augenmaß nicht verlieren, sonst ist Gefahr, daß es beim bloßen Paragraphenmachen bleibt, und da ür ist gegenwärtig Zeit und Kraft doch zu kostbar, oder, daß, wie bemerkt, ein Konflikt heraufbcschworen wird, der in seinen Folgen unabsehbar sein könnte. L>o wird in einem offenbar von maßgebender Seite inspirierten scharfen Artikel der „Köln. Ztg." ausgeführt: Nach fast drei Jahren Weltkrieg hätte man diesmal wohl eine andere Behandlung dieser Dinge (gemeint ist die Besprechung der Heeresangel:ge»heiten im Reichstag) erwarten dürfen. Geradezu gefährlich aber ist das Bestreben, das sich in dem Berfafsungsausschuß drindgetan hat, an der Stellung des Obersten Kriegsherrn zum Heer und der Marine zu rütteln. Der Antrag, den Reichskanzler bzw. ftinen B-rfteler, den Kriegsmlnister, verantwortlich für die Ernennung der Offiziere zu machen, stellt sich als ein Eingriff in die Rechte der Krone dar, den wir von vornherein als unbegründet, un in ck, äßig und verderblich bezeichnen müssen, und der im eigensten Interesse des Rückgrats unserer Wehrmacht zu Wasser und zu Lunde, des Offizierkorps, mit größter Entschiedenheit zurllckgewiesen werden muß. Man glaubt sich in die bösen Tage des Mllitärkonslikts in Preußen zurückversetzt, wenn man dre Reden liest, mit denen im Ausschuß vieler Versuch begleitet und vertreten worden ist. Wieder tritt jene vo, ständig: Unkenntnis der geschichtlichen Entwicklung hervor die vor fast 60 Jahren eine so verhängnisvolle Rolle gespielt hat, und man muß mit Schmerz sagen: sie haben nichts gelernt und nichts vergessen Man sollte meinen, daß das ringe- (eure Ringen, das Leurschland an der Scitr seiner Bundesgenvssen nun schon so lange mit last der ganzen Welt ungebrochen und sregcsgcwiß bcsttht, zur Genüge gezeigt hat, welchen Dank das gan e Land und Volk dem Stande schuldet, der in Jahrzehnten mühreicher Frrcdensaibeit die Waffe geschmiedet hat, die schn:j d lchars all« Anschläge der Feinde zunichte macht. Als ob wir eben Jena und Auerstedt hinter uns hätten, soll plötzlich das Band durchlchnitte» werden, das den König von Preußen u... ^..,uien Kaiser mit dem aktiven Offizierkorps ve.d-k d t und weshalb? Nur weil doktrinärtheoretische Gedanken es wollen. Seit 1883 haben wir das Militärkabinett, »nd seitdem erheben sich rrLrlmähiL die Stimmen i« Reichstag. laments, sondern ihrem Kriegsherrn und ihrem Gewissen, und wir meinen, daß Deutschland gut dabei gefahren ist. In den» Augenblick, wo diese Sonderstellung beseitigt wird, müsse» wir damit rechnen, daß parlamentarischer Machthunger ver> lucht, sich in die Offiziersangelegenhelten einzumischen. Atz Versuchen hat es nie gefehlt, bisher zum Glück vergeblich. Dst Armee und ihr Träger, das aktive Offizierkorps, muß außerhalb der politischen Kämpfe bleiben, wenn sie ihre großen und fö, den Bestand des Reichs entscheidenden Arbeiten vollziehen solh Daß die Zukunst nach dem Frieden uns politischen Kampf untz Hader der Parteien kn größtem Umfange bringen wird, lg j sicher: sie werden sich abspielen in einer Zeit, wo das Offlz'er- l Korps vor die Aufgabe gestellt ist, sich selbst innerlich wieder s neu zu festigen. Nur nach dem Siebenjährigen Krieg und deq s Zweiten Pariser Frieden sind dem preußischen Ofsizierkorp» derartige Aufgaben erwachsen, und Jahre werden vergehen, bis es sich selbst wieder zusammengeschweißt, ausgeglichen und mit einheitlichem Geist erfüllt Hot. Darin darf es nicht gestört werden, und wie die Dinge einmal liegen, wäre mit einer Aenderung der Stellung des Obersten Kriegsherrn zp ftinen Offizieren allen möglichen Einflüssen Tor und Tür geöffnet. Wird die dem Kaiser zusteliende Kommandogeivalt beeinträchtigt, so trägt die Armee den Schaden. Wir meinen, daß die Erfahrungen des Weltkriegs nicht den geringsten berech, tigten Grund geben, die Rechte des Kaisers zu schmälern, die ihm verfassungsmäßig zusteheii. Er hat mit peinlichster Gewissenhaftigkeit die Rechte der Volksvertretung beachtet, er darf aber Mich verlangen, daß er nicht beeinträchtigt wird in der Arbeit, die, von feinen Vorfahren ihm überkommen, von ihm in gewissenhaftester Pflichttreue erfüllt wurde- Me Bestrebungen im Verfasiungsausschuß werfen ganz unnötig den Zankapfel -wftchcn Krone und Parlament, sie schädigen das Heer, und alle Parteien, die nicht »on Liebhabereien und Aiigenbli'cksempfi'ndungen sich leiten lassen, sollte» davon absteh»». neuen Streitstoss zusammenzutragen. Die Berufung aus Bayern und Württemberg ist ganz hinfällig, man kann die ge- schichtllch gewordenen und anders gearteten Zustände in Preußen nicht-mjt denen erheblich kleinerer Kontingente ganz abweichender Enrrvicklung vergleichen und von ihnen beeinflussen lassen. Wir wollen eine starke Monarchie, und es geht nicht an. daß dem Träger der Krone ohne jeden zwingenden Grund ein Teil seiner Macht, den er zum Segen des Ganzen stets aus- aemitzt hat, entzogen wird- Ein Fortschreiten auf der Bahn, die der Bersassungsausschuß in dieser Hinsicht elngeschlageir hat, bedeutet keinen Fortschritt, sondern einen Rückschritt- Erntearrsfichken in Rumänien. Berlin, 11. Mai. Der Herbstanbau im besetzten Rumänien ist über Erwarten gut. Mehr als ein Drittel des gesamten Ackerlandes ist im Herbst bestellt worden. Tie Wintersaat steht zur Zeit mindestens normal. Tie Frühjahrsbestellung wird spätestens Mitte Mai vollständig beendet sein. Die englischen Arbeiter gegen die Stockholmer Konferenz. London, 11. Mai. Der Nationalausschuß der englischen Arbeiterpartei hat beschlossen, an dem Sozialistenkongreß, der am 15. Mai in Stockholm Zusammentritt, sich nicht zu beteiligen. Entbehrung in England. Im Unterhaus erklärte Schatzlanzler Bonar Law, das englische Volk werde durch den Tauchbootkrieg Entbehrungen kennen lernen, die es früher nie gekannt habe. Trotzdem neige sich die Wagschale zu ungun icn der Deutschen, da sie sich durch den Tanchbooftrieg Amerika zum Feinde gemacht haben. Die Amerikaner werden nichts halb tun, und ihre Hilfe sei für England von größter Wichtigkeit. Unruhen in Italien. Mailand, 11. Mai. In den ersten Maitage« kam es hier zu Arbeitseinstellungen und zu Frauenkundgebungen wegen der Lebensmittelnot. zur - Kong tzelt luheb »egrif Entd S Die 2 Es n Perso Versck Militant f wird der hi England «nd die N-Dootsgefahr. Rotterdam, 10. Mai. Der frühere Ministerpräsident Asquith, jetziger Führer der englischen Liberalen, erklärte in einer großen Versammlung vor seinen Wählern am 7. Mai, die steigernde Unterseebootsgefahr stelle England in den nächsten Wochen vor die folgenschwersten pvlitischen Entscheidungen. Aussichten für ein deutsch-ruffisch-japanisches Bündnis nach dem Krieg. z. Bon der schweiz. Grenze, 11. Mai. Der „Züricher Tagesanzeiger" meldet aus Petersburg, „Rußkoje Slowo" schreibt mit auffallender Offenheit, daß nach Beendigung des Krieges ein deutsch-ruffisch-japanisches Bündnis geschloffen werden könnte. Nach dem Krieg, so meint das Blatt, werden Sympathien und Antipathien keine Rolle mehr spielen und es werden reine politische und militärische Tendenzen maßgebend sein. Tie Ernährungsfrage in Amerika beginnt unter der Einwirkung der letzten Mißernte und des zu erwartenden Ausfalls der kommenden Ernte eine ernste Sorge zu werden. Zn spät merkt man, daß viel mehr Getreide an die Entente-Länder ausgesührt worden ist, als der eigene Bedarf vertrug. Tie Teuerung in Amerika hat bereits zu Brotkrawallen geführt, und wie Amerika die versprochene Versorgung Englands und Italiens durchführen will, selbst wenn es keine Tauchboote gäbe, ist vorläufig noch ein ungelöstes Rätsel. Denkt man doch bereits daran, in dem freien Lands die Zwangsrationierung einzu führen, wie in dem „ausgehungerten" Deutschland. So erklärte der amerikanische Landwirtschaftsminister, wie der Newyork He- rald berichtet, die Vereinigten Staaten müssen ihre Vorräte sparen und sich in einigen Monaten auf die strengste Rationierung gefaßt machchen, und er stellte zur Ergänzung seiner Erklärung folgende Leitsätze auf: 1. Es ist sicher, daß die Vereinigten Staaten noch vor Ablauf eines Jahres zur Rationierung kommen. 2. Selbst wenn der Krieg jetzt zu Ende gehen würde, müßte Amerika Europa für die Dauer eines Jahres verpflegen, auch wenn die europäische Ernte jeden Rekord schlagen würde. 3. Die Lebensmittel müssen unbedingt gespart werden, wenn man Europa die Schrecken des Hungers ersparen will. 4. Höchstpreise müssen eingeführt werden. 5. Wilson sind Generalvollmachten in der Ernährungs-i frage zu erteilen. 6. Es müssen Lebensmittel zur Räiich- cherung und für die Herstellung von Konserven verwandt/ werden. - - i M gesterr eröffn« als S1 Lang H« erstatt, Dr.M abschlr die in Ausg« wirksai zum i 1743 erfreu! betrage gegenst Frage grund. Fond ' Mittels hilfskai eine be Frage, nun i> Kriege und ük im Vo hat sta ausschu verkam Mk. be Krau geförde wird. geben 2 Kreisve strenger Es solo (Mittels Dr. Wi Innern sätzen s, mit der Sie so> standes. Erlange 3000 Ä durch V durch Z nehmers bestimm an entst durch ei versäum soll erfo mit 39 l 100000 laufende vorgesehi ^ Klamme nach kur schule N die landv Obstbau, Mk. 41 Jungr Hagelver unterricht haltungsi Besuchs Ausbildu (Hemberc Weiß) D heim (! Weit« (Vierneis, (Vierneif, 29000, der allgei (Dr. We auf die al und Ner ledigung Weite stellung v fürsorge, usw. tätic angestellt Ctädte, d Vorausbe für die st Die 2 itze dieser sie nun des Par- sscn, und In dem . müsse, ager ver> hen. Atz blich- D« außerhalb und fS» chen sols ampf nutz wird, iß Offkz'er. lch miede» und den» kzierkorp, vergehen, sgegliche, es nicht wäre mit Herrn » und Tür adogewaü : meinen, en berech, 'chmälern, einlichster achtet, er ägt wird rkommen, rdc- Die nötig den igen das eien und avon ab» fung au» n die ge» Preußen ,eichender l lassen, an. daß rund ein !ets aus- r Bahn, itschlagen ischrjtt- besetzten m Drit- besd-llt ns nor- Mitte >er eng- ialisten- aentritt. ir Law, ers Ent- nt habe, :cn der s Arne- er iySr- kireland kaitage« Zrauen- präsident erklärte n am 7. ld in den en Ent- sches Der Rußkoje lach Be« K Bünd- so meint ne Rolle litarische nte und ate eine raß viel rt war- Teue- geführt, iglands s keine es Rät- freien in dem c am,e- ark He- :e Vor- irengst? ur Er- uf: 1. >ch vor .Selbst e Ame- pflegen, chlage» gespart Ms er- werden. MNgs- Ränch- rwandt Washington, 11. Mai. (Reuter.) Tie Konferenz zur Besprechung der Armeevorlage hat beschlossen, dem Kongreß einen Zusatzantrag vorzulegen, durch den Roose- -elt ermächtigt wird, Divisionen für Frankreich aus- luheben und die Altersgrenze von 21 bis 35 Jahre einbegriffen für die Aushebung mit Auswahl zu beseitigen. Entdeckung einer Verschwörung gegen Deniselos. Saloniki, 11. Mai. Meldung der Agence Havas. Die Polizei hat eine Verschwörung gegen Veniselos entdeckt. Es wurden Verhaftungen vorgenommen. Die verhafteten Personen haben gestanden, daß sich der Mittelpunkt der Verschwörung in Athen befinde, wo sich ein Ausschuß von Militärs und Politikern gebidlet habe, um einen Anschlag .., ^ Warme MMwtNerung. Gs ist autzerordent- aut das Leben Veniselos zu machen. Die Untersuchung lrch erfreulich, daß nach den gewitterigen Tagen beim - ^ (im-,-^ -^ ^ - Uebergang zur Aufhellung die Wärmeentwicklung aufs neue stark eingesetzt hat, sodaß bis jetzt auch während der Nacht keine allzuempfindliche Abkühlung erfolgen konnte. Erfreulich ist namentlich, daß die Nächte nicht zu kühl werden. In Norddeutschland zeigte sich beim Abzug der letzten Störung eine stärkere nächtliche Abkühlung als bei uns; dort wurden Morgentemperaturen von nur 2 Grad verzeichnet. Wir hatten die ganzen Tage her immer eine warme Frühtemperatur bis nahezu 10 Grad, so daß eine Frostgefahr vollständig ausgeschlossen war. Die Wärme dringt in den Boden ein und überall regen sich die Keime. Prächtig kann das Futter heranwachsen, so- wird fortgesetzt. Man erwartet Enthüllungen zur Entdeckung der hauptsächlichsten Anstifter. Kreisversammlung. Mosbach, 10. Mai. Die Kreisversammlung wurde gestem Vormittag */z9 Uhr durch den Kreishauptmann eröffnet. Als Vorsitzender wird gewählt Graf Helmstadt, als Stellvertreter Bürgermeister Renz, als Sekretäre Gutsbes. Lang und Bürgermeister Baumann. Hierauf wird in die Tagesordnung eingetreten. Zunächst Es folgt die Nachweisung über den Vollzug des Voranschlags für 1916 und die Aufstellung des Voranschlags für 1917. Letzterer sieht Mk. 754 704 Ausgaben, Mk. 501 642 Einnahmen und eine Umlage von 4 Pfg. (wie Vorjahr) vor. Nach Wahl der Vertrauensmänner für die Hagelversicherung ist die Tagesordnung erschöpft und die Kreisversammlung wird geschlossen. Aus Stadt und Land. ** Adelsheim, 12. Mai 1917. Warme Maiwilterung. Es ist außerordent- erstattet oerVorschende des Kreisausschusses, Bürgermeister wohl auf den Wiesen als auf den Kleeäckern. Die Blüte Dr. Weiß-Eberbach, den Geschäfsbericht. Der Rechnungsabschluß der Kreiskasse war wieder günstig, aber die Ursachen, die in den beiden ersten Kriegsjahren ein Zurückbleiben der Ausgaben verursachten, blieben doch nicht überall gleich wirksam. Das kommt auch in der Steigerung des Umsatzes zum Ausdruck, der Mk. 1 957 671 betrug gegen Mk, nimmt eine nungestörten Verlauf und die Welt wird mit jedem Tag schöner. Die Natur feiert ihr Brautfest und Baum und Strauch schmücken sich ganz besonders zu dieser Feier. Vertilgt die MaikSfer. Der schädliche Mai- i < 7 ^ ? ! käfer ist da und überfällt in Schwärmen von Millionen ^en ^ unsere werlvolle, schön entwickelte Blüte. In allen Mk. zugenommen und ^ zg^dem Umgegend wimmelt es. Rottet den Maikäfer « ^ den Beratungs- Sofort müßten Maßnahmen ergriffen werden. Gebt SEmel. b-°°r d. - S-mM-mmt--«»»»»,. Der Mimst-- d-s Mittelstand dienen soll, indem er der zu gründenden Kreis- ! Z"nern Frhr,. v. Bodman teilte am Donnerstag m der Hilfskasse zugewendet wird, über die der Kreisversammluna j Budgetkomnnsswn der Zwecken Kammer die Summen mck, eine besondere Vorlage gemacht ist. Eine weitere wichtige ^ Mmdestbetrage für die Famckienunterstützung m Frage war die der Anstellung von Fürsorgeschwestern, an die - nun im Hinblick auf die großen Aufgaben, die nach dem ? 8 000000 Mk., 1915 39 Mill Mk., 1916 62 Mill. Mk. Kriege sich ergeben werden, mit Ernst herangetreten werden soll > st?, Vierteljahr 1917 21 Mill. Mk,, zusammen und über die gleichfalls eine besondere Vorlage erfolgt. Die im Vorjahr genehmigte Stiftung eines Kriegsbüchereiwagens hat stattgefunden. Dem Verein Heimatdank ist der Kreisausschuß Namens des Kreises, die Zustimmung der Kreisversammlung voraussetzend,mit einemStifterbeitrag von 1000 Mk. beigetreten. Vielen Beratungsstoff lieferte die Anstalt Krautheim. Der Neubau daselbst wurde 1916 soweit 130 Mill. Mark. Zurückerstattet wurden durch das Reich 19 Mill. Mk; die Ausgaben der Staatskasse betrugen 105 Mill. Mark. — Zur Veröffentlichung der Auszüge aus de» Verlustliste« schreibt die Karlsr. Ztg. halbamtlich: Die im September 1914 getroffene Anordnung, wonach die Gottesdienst-Ordnung. Ev. Kirchengemeinde Adelsheim. Sonntag, den 13. Mai 1917. Vorm. 10 Uhr: Gottesdienst. Nachm. 1 Uhr: Kindergottesdienst. Kath. Kirchengemeinde Adelsheim. Sonntag» den 13. Mai 1917. Vorm. Ist Uhr : Vormittagsgottesdienst. Nachm. 2 Uhr: Nachmittagsgottesdienst. Donnerstag, den 17. Mai 1917. (Fest Christi Himmelfahrt.) Vorm. 10 Uhr: Vormittagsgottesdienst. Nachm. 2 Uhr: Nachmittagsgottesdienst. Am Dienstag und Freitag abends l/z9 Uhr Maiandacht. Letzte Nachrichten. Wolfs-Telegramme. Maßnahmen gegen Fliegerangriffe. Freiburg, i. B., jll. Mai. Dieser Tage ist hier ein neu errichtetes Osfiziersgesangenenlager in Betrieb genommen worden. Nunmehr sind in allen Stadtteilen Freiburgs Kriegsgefangene untergebracht. Französische U-Doot»falle. Berlin. 12. Mai. (Amtlich.) Am 4. Mai sichtete eines unserer Unterseeboote im Sperrgebiet der Biscaia etwa 25 Seemeilen nördlich Bayonne 6 auf nördlichem Kurs nebeneinanderfahrende Fischdampfer, von denen der auf dem östlichen Flügel stehende Dampfer spanische Flagge und Neutralitätsabzeichen führte. Der Kommandant des U-Boots beschloß, die vermeintlichen spanischen Fahrzeuge zunächst anzuhalten in der Annahme, daß sie infolge fehlerhafter Navigierung unbewußt ins Sperrgebiet geraten seien. Auf den Signalbefehl des U-Boots zum Stoppen, drehte ein Teil der Fischdampfer auf das U-Boot zu, der andere Teil versuchte zu entkommen. Von ersteren führten zwei Fischdampfer weder Flagge noch Abzeichen, einer spanische Neutralitätsabzeichen aber keine Flagge, ein vierter, eine nicht erkennbare Flagge. Das U-Boot verlegte den Dampfern nunmehr den Weg und 'schoß alsdann einen Warnungsschuß ab. Unmittelbar darauf eröffneten drei von den Fischdampfern das Feuer auf das U-Boot. "Im Verlaufe des sich entspinnenden Artilleriekampfes wurde ein Fischdampfer durch Geschützfeuer vernichtet, 3 weitere niedergekämpft und später mit Sprengpatronen vernichtet. Hierbei wurden zwei französische 3,7-Zentimetergeschütze mit Munition erbeutet. Verlustlisten von den Bezirksämtern durchgesehen werden gefördert/daß er im laufenden Jahre fertig zu stellen sein ! müssen und Auszüge für die einzelnen Amtsbezirke in den wird. Schwierigkeiten in der inneren Verwaltnng der Anstalt ! amtlichen Verkündigungsblättern zu veröffentlichen sind, hat, geben Anlaß zur einer Aenderung der Satzungen, über die der ! seitdem die Verlustlisten in alphabetischer Ordnung ver- Kreisversammlung Vorlage gemacht wird, sowie zu einer ! öffentlicht werden, an praktischer Bedeutung verlor°n und z Die übrigen beiden Fischdampfer, die deutlich erkennbar strengeren Fassung der Dienstweisung für den Hausmeister, j außerdem eine wachsende Arbeitsbelastung der Bezirksämter j spanische Abzeichen und Flaggen führten und anscheinend Es folgt die Vorlage über Errichtung einer Kreishilfskasse verursacht, welche mck Rücksicht auf die gebotene Personal- > spanischer Nationalität waren entkamen ^ (Mittelslandshilfskasse) über die gleichfalls Bürgermeister ! einsKränkung nicht mehr als vertretbar erscheint. Das Der Vorfall zeigt, daß die Franzosen zur Bekämpfung Dr. Weiß berichtet. Nach den vom Gr. Ministerium des ! Ministerium des Innern hat deshalb die bezeichnte An- unserer U-Boote nicht davor zurückschrecken spanische Innern mit den Kreisen vereinbarten allgemeinen Grund- § crdnung außer Kraft gesetzt. Die Verlustlisten werden ! Fischerfahrzeuge auf das schwerste zu gefährden, indem sie sätzen soll auch durch den^ Kreis Mosbach in Verbindung ! ))ach wie vor den beteiligten Behörden zur öffentlichen > sich ihnen anschließen, um sie als Deckung für ihre mit der Kreiskasse eine .,Kriegshilfskasse" errichtet werden. Sie soll dienen, Angehörigen des selbständigen Mittelstandes, die durch den Krieg in Not geraten sind, die Erlangung von Darlehen bis zu 2500 Mk., ausnahmsweise 3000 Mk. zu erleichtern, nötigenfalls auch ihnen solche durch Vermittlung der Gemeinden selbst zu gewähren, und durch Zinszuschüsse die eigene Zinszahlung des Darlehens- Auflage zugehen. — Fett und Eiweiß aus Getreide. Nach langen Versuchen ist es gelungen, durch chemi'che Bearbeitung aus dem Getreidekorn den kleinen Keim heraus- zuziehen, der in seiner Zusammensetzung dem Hühnerei ähnlich ist, und die wichtigsten När.o fe für die jungen Pflänzchen enthält. Aus diesen Keimen w rd, wie die beutung vom Äriegsernährungsamt dem Kriegsausschuß für Oele und Fette übertragen worden ist, unsere Fettwirtschaft einigermaßen erleichtert wird. Von einem ^Eisenbahnwagen Mais können, so tmro berichtet, 5 Zent- nehmers auf 3cho zu ermäßigen, wobei der Staat unter i „B. Z." schreibt, Speiseöl und Rohmaterial für die bestimmten Voraussetzungen sowohl an Zinszuschuß als Margarineherflellung gewonnen. Ebenso ein Eiweiß- an entstehenden Verlusten sich beteiligt. Das Nähere wird mehl, das Zi/zmal so nahrhaft sein soll als Fleisch; durch eine Satzung geregelt, deren Entwurf der Kreis- j 20 Gramm davon sollen ein Hühnerei ersetzen. Es Versammlung vorgelegt ist. Die Bereitstellung der Mittel mag sein, daß durch die neue Erfindung, deren Aussoll erfolgen durch Verwendung des sog. Landwebrionds s ^ """ ------ - >> mit 39 289 Mk. und nötigenfalls Kapitalaufnahme bis zu i 100 000 Mk. Die Vorlage wird einstimmig angenommen. Es folgen die Berichte über die einzelnen Gebiete der lausenden Kreistätigkeit und die für 1917 für dieselben vorgesehenen Aufwendungen. Nach den Anträgen der (in Klammer erwähnten) Berichterstatter werden zum Teil nach kurzer Erörterung bewilligt für die landw. Winter- schule Mosbach (Renz) Mk. 1700 abz. Mk. 360 Einnahme, die landw. Winterschule Tauberbischofsheim(Bitzel) M. 2470, Obstbaumzucht (Schulz) Mk. 2380, Tierzucht (Lebert) Mk. 4120, Jungviehweide Mosbach (Renz) Mk. 750, Jungviehweide Adelsheim (Salm) Mk. 675, Hagelversicherung Mk. 11 000, Forderung des Handarbeitsunterrichts (Bardon) Mk. 1000, Forderung des Haushaltungsunterrichts (Bardon) Mk. 2000, Forderung des Besuchs von Fach- und Gewerbeschulen (Renz) Mk. 2500, Ausbildung und Bestellung von Landkrankenpflegerinnen (Hemberger) Mk. 800, gesetzliche Landarmenpflege (Dr. Weiß) Mk. 53 000, Landarmenanstalt Krautheim (Meirner) Mk. 44 000 bei Mk. 20 000 Einnahme. Weiter werden bewilligt für Verpflegung Augenkranker (Vierneisel) Mk. 4000, für Verpflegung Ohrenkranker (Dierneisel) Mk. 2000, für Armenkinderpflege (Dr. Maus) 29000, rund 4000 Mk. mehr als im Vorjahr, infolge der allgemeinen Teuerung, ferner für das Kreisstraßenwesen (Dr. Weiß) Mk. 225 370, wovon wie üblich Mk. 25000 auf die alten Verpflichtungen an Zuschüssen zu Korrektionen und Neubauten verwendet werden, deren entgültige Er- ledigung nun in die Nähe gerückt ist. Weiter berichtet Bürgermeister Dr. Weiß über die Anstellung von Kreisfürsorgeschwestern, die in der Säuglingsfürsorge, der Tuberkulosensürsorge, der Wohnungsfürsorge usw. tätig sein sollen. Es sollen zunächst 3 Schwestern angestellt werden und es wird vorausgesetzt, daß die Städte, die Dienstsitz einer Schwester werden wollen, einen Vorausbeitrag in Höhe eines Drittels des festen Gehalts für die stärkere Inanspruchnahme leisten. Die Vorlage wird einstimmig genehmigt. U-Bootsfallen zu benutzen. Die Verluste bei Eraonne. Berlin, 11. Mai. Ein Mann des französischen Jnftr.- Regiments 208 schreibt in einem Brief am 21. April: „Du wirst wissen, daß wir beim Angriff auf die Höhen von Eraonne schwer hereingefallen sind. Nach einer völlig ungenügenden Artillerie-Vorbereitung hat die erste Welle die erste deutsche Linie verhältnismäßig leicht genommen, aber dann kamen die Deutschen aus ihren Unterständen heraus und wir kamen in das Maschinengewehrfeuer. Die ganze erste Angriffswelle wurde gefangen genommen. Auch die deutschen Flieger kamen bis 50 Meter herunter und beschossen uns. Der Oberst, alle drei Bataillonskommandeure, 2 Hauptleute und einige Leutnants sind gelallen und für ner Margarine gewonnen werden. Aber 'es' ist "doch ! die ganze Division rechnet man mit 4000 Mann Verlust." eine« ndere Frage, ob die Nährkraft des Mehles nicht ; ^ Erne französische Division hat eine Jnfanteriestärke von im gleichen, ja noch größeren Maßstab verringert und i etwa 5000 Mann. entwertet wird, wenn dem Brotkorn so wertvolle Be- ... ^ ..._„. standteile, wie sie der Keim darstellen soll, entzogen , ** Nicht auffchueidet? werden. Jedenfalls kann man dem gegenwärtigen Brot > London, 11. Mai. (Unterhaus, Reuter.) In seiner allzu hohen Nährwert nicht mehr nachrühmen und es ! Rede am Mittwoch sagte Bonar Law u. a.: Ich möchte verträgt sicherlich keine weitere Entziehung von Nähr- ! noch ein paar Worte über die Unternehmungen unserer bestandteilen mehr. Es erscheint deshalb doch nicht so ; Truppen an der Westfront sagen. Ich werde nichts gaH unbedenklich, wenn in verschiedenen Blättern der > darüber sagen, was unsere Alliierten dort leisten Das Absicht das Wort geredet wird, saß unsere ganze dies- j Haus weiß, welchen Erfolg sie gehabt haben und daß sie jährige Getreideernte zu Gunsten der Gewinnung von solchem künstlichen Fett und E'weiß zu sterilisieren. Dazu müßte eine ganz neue Industrie geschaffen werden, die allerdings wohl voll beschäftigt wäre und mit einer hohen Dividende rechnen könnte. Ob aber der Allgemeinheit in gleicher Weise gedient wäre, erscheint doch einigermaßen zweifelhaft. Jedenfalls wird man gut tun, keine überschwengliche Erwartung mit der neuen Erfindung zu verknüpfen. (-) Karlsruhe, 11. Mai. In der heutigen Sitzung der Budgetkommission der 2. Kammer teilte der Minister viele Kanonen und über 30 000 Gefangene eingebracht haben. (Beifall.) Ich möchte nur von unseren eigen e n Truppen sprechen. Nach meiner (Meinung würde die lange fortgesetzte Schlacht, die jetzt im Gange ist, in jedem anderen Krieg als eine der größten Schlachten und ihr Ergebnis als ein sehr großer Sieg betrachtet werden. Wir können die Ausdehnung des feindlichen Mißerfolges aus folgenden Zahlen erkennen. Seit Anfang April, als die Schlacht begann, nahmen wir über 2000Ö Gefangene, 257 Geschütze, darunter 98 schweren Kalibers, 227 Grabenmörser und 470 Maschinengewehre. Das des Innern mit, daß nach einer ihm eben zugegangenen ist eine große Leistung. (Beifall.) Wir haben vier Meldung der Gendarmerie auf dem Pleikarts-Försterhof j mal soviel Gelände gewonnen wie an der Somme, bei Heidelberg ein kriegsgefangener Franzose verhaftet l Außerdem muß noch erwähnt werden, daß wir bei Arras worden ist, der absichtlich die Augen der Saatkartoffeln Z doppelt soviel deutsche Divisionen gegen uns hatten ausgeschnitten hat. wie an der Somme. Von diesen Divisionen mußte genau (-) Aus Rheinheffeu, 10. Mai. Geradezu fabelhaste Preise werden gegenwärtig bei den Versteigerungen von Weinbergen erzielt. So wurden bei einer in den letzten Tagen in Bosenheim abgehaltenen Versteigerung derartige hohe Preise erzielt, daß der Rebstock durchschnittlich aus sieben Mark zu stehen kam. Rechnet man auf den qm. Weinbergsfläche einen Rebstock, so stellt sich der Preis pro Morgen auf 17 500 Mk. die Hälfte aus der Feuerlinie zurückgezogen und zur Re(erve geschickt werden. Außerdem find die Verluste der jüngsten Offensiven 50 bis 70 <>/<, geringer als die Verluste an der Somme. Was die Wirksamkeit dieser Kämpfe anbelangt, so ist sie sehr erfreulich, da unser Erfolg größtenteils unserer Ueberlegenheit an Artillerie zu verdanken ist. Diese Ueberlegenheit hat sich auch sonst gezeigt, namentlich bei unseren Fliegern. Bekanntmachung. Holzlese« im Gemeiudewald betr. Da sich die Holzfrevel in letzter Zeit erschreckend vermehrt haben, machen wir wiederholt darauf aufmerksam, daß das Holzlesen nur an den Holztagen Mittwochs und Samstags und nur solchen Personen gestattet ist, die im Besitz eines Holzlesezettels sind. Außerdem ist es streng verboten, scharfe Werkzeuge zum Abhauen des Holzes mit in den Wald zu nehmen. Wer an andern Tagen als an Holztagen im Wald beim Holzlesen angetroffen wird, ebenso wer mit gehauenem Holz betroffen wird, hat neben Entziehung des Holzlesezettels strenge Bestrafung zu gewärtigen. Adelsheim, den 15. März 1917. Bürgermeisteramt: Trefz. Mergentheim. Guterhaltene«, stark gebauten Viktoriarvagen hat im Auftrag zu verkaufen. Den 11. Mai 1917. Ei« militärfreier Alairii kann sofort als Bierführer eintreten bravere! Lavsmauv Schwabhause«. Mmmkl-AllZtiser des Ktkda.Btrirksnrms MlsheiL F« «erkaufen : Einen sprungfähigen, schönen Eber (veredeltes Landschwein). Joseph Scheuermann Dronnackerhos. Todes-Anzeige. Schmerzerfüllt teilen wiv Verwandten, Bekannten und Freunden mit, daß unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante Karoliue Spöhrer Kinderfchwester in Mannheim heute früh 5 Uhr, im 50. Lebensjahr, sanft in dem Herrn entschlafen ist. Adelsheim, den 11. Mai 1917. Sehölholz Römer, Gerichtsvollzieher. Is. Ainlmile 15—28 Ster, auch in kleinerem - Quantum, kauft > Bäcker Bauer ! Adelsheim. ru billigstem Tagespreis empbeblt, so Ian§e Vorrat 4«I«Ik Sokonsark, ürlolslivlm — Kslskvn Ai». 84. — UestsUunAen naob auswärts wertten prompt besorgt. l) 0. Kmbad Schloß ObemWM Höchste Anerkennungen. Amtlich beglaubigte Heilerfolge. - (Heilungen selbst in schweren Krankheitsformen, welche durch kein anderes Bad etc. zu erreichen sind, bestätigen Dauererfolge der Geheilten). Bei Gicht, rheumatischen Erkrankungen, Versteifungen nach Unfällen, Herzleiden (Adernverkalkungen), Nieren-, Blasen- krankheiteu, diverse Nervenleiden (Neuralgie) und Hexenschuß, Ischias, Schreibkrampf, Lähmungen, Unterleibsleiden (diverse Frauenleiden), Hämorrhoidalbeschwerden, Rachen-, Kehlkopf-, Schlund-, Magen- und Dörnueiden, Zuckerkrank- ^ heften, sowie Folgen diverser ^Kriegsbe^chädigungerft, V^vscknv^ ksnle Heidelberg, llauptstrssse 52 tlitikükspitsl 28 V kill., Ü.MMH 0 ! NU. Asnkgvsvkskts a»sr Art Spar- u. WaisrokO OLeMrkeli. Postscheckkonto 8865 Karlsruhe. Die hiesige Spar- und Waisenkasse nimmt jederzeit Spareinlagen bei einer Verzinsung von 4'/« an und gibt Gelder ab a. Darlehen auf I. Hypothek und auf Annuitäten, b. Darlehen an Private gegen doppelte Bürgschaft, sowie c. Uebernahme von Liegenschaftskaufschillingen. ---- Kaffentage: ---- Maschinenöl Motorenöl MmMveM Schuhfett agvnfrtt liemeuwachs zu haben bei C. 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