«rjchrml tägüch. außer Sonn- uuü"^ Zeierlags ; vretsr Alsaaüich. . » Pfg. - vierteljährlich . Mk> - frei ins Haus geliefe« - Nttl Soxbergtt Mzeiger belesenstes Tageblatt oes badischen Saulanöes .. — . . . ——.» - Anzeigea werden mit PfeuutL ? per einspaltig» Zeile berechnet. > ' - Sri mehrmaliger Ausnahme Rabatt - Po stscheck-Konto 4 SS 4 , karlsruh» hauptanzeigeblatt fiir -ie Sezkrke /löelsheim, Hoxberg u. deren Umgebung Orotisr Amtlich«»- verküu-igongsblaa ftoöchentl.) Illustriertes Sonntag». Slatt HolzfubmWoas- und Versteigerungs-Anzeiger jur »en GSenwalS LLÄLNLÄLRL Nr. 118 Druck und Verlag: Buchdruckern Adelsheim, Adolf Heppeler Telefon No. 18 AdelSheim, Mittwoch, 23. Mai 1917 Verantwortlich: A. Heppeler in Adelsheim. 11. Jahrg. Tagesberichte. W.T.B. Großes Harrvlquartier, 22. Mai. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz: Mazedonische Front: Zwischen Prespasee und Cerna, auf beiden Warda- ufern und an der Struma zeigte sich die feindliche Artillerie wieder tätiger als an den Vortagen. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. Heeresgruppe Kronprinz Rnpprecht: Im Dpern-Abschmtt bei Loos, Oppy, und in breiter Front südlich der Scarpe war die Kampftätigkeit der Artillerie tagsüber lebhaft. - Bei mehreren starken Vorstößen, die vormittags bei Bullecourt, später bei Graistilles einsetzten und völlig fehl- schluge.l, e.litten die Engländer blutige Verluste und büßten über 90 Gefangene ein. Heeresgruppe deutscher Kronprinz: Zwischen den Höhen des Chemin des Dames und der Aisne, nördlich von Reims und vom oberen Vesle- bis zum Suippestal entwickelten sich zeitweilig heftige Artilleriekämpfe. Südwestlich und südlich von Nauroy griffen die Franzosen im Laufe des Tages mehrmals unsere Höhenstellungen an. Die dort fechtenden württembergischen Regimenter schlugen den Feind im Gegenstoß zurück und behielten über 150 Gefangene ein. Abends brach ein französischer Vorstoß am Südhange des Poehlberges (südöstlich von Moronvillers) zusammen. Oestlich der Maas lebte gestern das Feuer auf. Es kam dort zu kleinen Vorfeldgefechten, die uns Gefangene einbrachten. Eine unserer Jagdstaffeln schoß in gleichzeitigem Angriff bei Bauvancourt (nordwestlich von Reims) 5 feindliche Fesselballone in Brand. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Nichts Neues. Oestlicher Kriegsschauplatz: Die Lage ist unverändert. ' Ein Jahr Kriegsernährungc r. ! Ta im Frühiahr 1916 sich die Lebensmut.»^:- sorgung des deutschen Volkes immer schwieriger ge- j stattete, und die Verschiedenartigkeit der Verhältnisse i in den einzelnen Gegenden schwerwiegende Hemmungen in der notwendigen Versorgung aller Kreise mit sich brachte, so erwies sich eine einheitliche Regelung des gesamten Ernührungswcsens des Reichs als Bedürfnis, l Äus Grund des sogenannten Ermächtigungsgesetzes wurde i am 22. Mai 1916 die Bekanntmachung über Kriegs« ! Maßnahmen zur Sicherung der Volkscrnährung erlas- ! sen, und zugleich erging die Bekanntmachung des Reichs« kanzlers über die Errichtung eines Kriegsernährungs- »mts. ! Das Kriegsernäh-rungsamt trat am 29. Mai 1916 in ! Wirksamkeit. Das neue Amt fand auf dem Gebiete ! der Ernäh-rungswirtschaft eine äußerst schwierige Lage ! vor. Die im Anfang des Krieges reichlich vorhan- > denen Vorräte waren fast gänzlich aufgebraucht, und j die Einfuhr aus neutralen Ländern war mehr und mehr ! zurückgegangen. Auch die Fett- und Zuckerversorguug l der Bevölkerung erforderte schnelle und umfassende Ei n- j griffe, wie auch der unlautere Handel mit Lebensmitteln ! und der Kriegswucher schärfste Einschränkung» müstnah- ! men verlangten. Ferner erhob die öffentliche Meinung dringlichst die Forderung nach Vornahme einer allgemeinen LebcnSmtt -lbestandsausnahme. Tie Einsetzung des Kriegserr.LhrungSamt s wurde von der gesamten Bevölkerung mit Genugtuung, aber such mit übertriebenen Hoffnungen begrüßt. Man verkannte, daß eine Besserung der Lebeusuarnlvrrsosgung , nach der gairzeu Lage gar nicht eintreten konnte, daß ein« Vermehrung der vorhandenen Lebensmittel m»mäglich war, da einerseits die Einfuhr dauernd zurückgiug un) eine Steigerung der Jnlandserzeugung an Lebensmittcl.i - wegen des Mangels an Arbeits- und Gespan.nkrättn, au j Kraftfutter und, Kunstdünger ,an Maschinen und Ge- ! täten ausgeschlossen war. Für das Kriegscrnähn'.ngs- »mt aalt es nur, die Versorgung von 70 Million::: Manschen aus der eigenen Kraft eines dichtbevölkerten Landes-und durch zweckmäßige Verteiluirgsmaßnahmeu sicher zu stellen. Die Aufgaben des KriegsernähnmgsamteS umfassen demgemäß im wesentlichen: Die Erzeugungshöhen von Nahrungsmitteln, soweit es die Knappheit an Arbeitskräften und Betriebsmitteln zuläßt, möglichst zu erhalten; die im Inland erzeugten und die wenigen noch vom Auslande hereinkommenden Lebensmittelmengen so einzuteilen, daß sie bis zur neuen Ernte reichen; die Preise so zu gestalten, daß Erzeuger und Verbraucher bestehen können; aus den Wirtschaften der Erzeuger alles, was diese nicht unbedingt für sich und ihren Betrieb gebrauchen, für die nicht landwirtschaftliche Bevölkerung herauszuholen, und endlich die erfaßbaren Lebensmittel gerecht zu verteilen. Naturgemäß konnte bei der Verschiedenheit der örtlichen Verhältnisse das Kriegsernährungsamt zur Erreichung seiner Ziele nicht für das ganze Reich auf allen Gebieten des Ernährungswescns gleichlautende und allgemein gültige Verordnungen erlassen, es konnte mtt einen allgemeinen Er nähr ungsplan ausstellen, dessen Durchführung Sache der Landeszentralbehörden, d. h. der Ministerien in den einzelnen Bundesstaaten ist. Aber auch die Ausstellung eines solchen Ernährungs- Planes begegnet außerordentlichen Schtvierigkeiten, da man wohl Pläne zur Bewirtschaftung der Kohle, des Eisens, der Textilwaren usw., angesichts der genauen Kenntnisse über den Umfang ihrer Erzeugung aufstellen kann, aber auch ein mit aller Sorgfalt ausgearbeiteter Ernährungsplan durch den im voraus nicht zu schätzenden Ernte-Ertrag vollständig über den Haufen getvor« ien werden kann. Zu unserem Leidwesen haben wir da» iq diesem Jahr besonders bei den Kartoffeln erlebt. Da gilt es dann, schnelle und durchgreifende Entschlüsse za fassen, die allerdings meist hart in die Lebensgewohnheiten des einzelnen eingreifen und dadurch nur zu leicht Mißstimmung und Unzufriedenheit Hervorrufen. Bei seiner Einsetzung fand das Kriegsernährungsamt außer der Bewirtschaftung des Brotgetreides nur eine auf Grund des Glaubens an eine kurze Kriegsdauer ausgebaute Höchstpreispolitik vor. Während die Mehl- bzw. Brotausgabe bereits einheitlich für das ganze Reich durch die Einführung der Brotkarte geregelt war, waren alle andern Lebensmittel, abgesehen von ^einigen rein örtlichen Ausnahmen, noch durcknvea In eiserner Zeit. Kriegsroma» von Charlotte Wildert. 45 Mit zitternden Händen, glühenden Wangen, hochklvpfen- bem Herzen las sie die großen, aristokratische» Zeilen: Breitstem, 18, September 1914. „Mein Junge! Verzeihe, daß ich da so Knall und Fall abgereist bin. Es war ja nichts mehr ousznrichten. Ihr beide habt ja auf Tod und Leben ans Eurer Sache bestanden, was sollte ich da noch mache». Gestern bestichte lins die Komtesse Fiersten. Sie erkundigte sich «mgelegenttichst nach Deinem Befinden. Du hast Recht, Phili, ein geistloseres Geschöpf gibt es nicht, als diese Fiersten, Da lob' ich mir die Lilli von Brücken. Teufel, ist daS ein Mädel! Ich habe mir übrigens die Sache mal überlegt, die Lilli wäre eine ganz passende Frau für Dich, tatsächlich! Allewetter, hat die Geist und Forsche! Deine Mutter steht ja auch auf Eurer Seite, ja, Du lieber Gott, was soll ich denn da „och machen?" „Wäre es eine andere gewesen als dies Mädel, hätte ich aber nicht ja und Amen gesagt, so aber: Im Namen Cotles : Heirate sie! Ihr habt meinen Segen. Werdet glücklich mitsammen! Ich mußte doch kapitulieren. Euer Vater " Eine Weile sahen sich die beiden Menschenkinder, de- ren Herzen säst überströniten von dem neuen, unfaßbare» Glück, stumm in die Augen, dann breitete Phili die Anne aus utid schluchzend und lachend lag Lilli an seiner Brust. Er konnte nichts sprechen. Nur immer wieder ihre Wan- Sen, Stirn und Lippen küssend, flüsterte er bewegt : »Mein« süße Braut, o, das Glück, das Glück!" Es war ein herrlicher Tag voll Glück, Freude und Wonne- eS schien, als wäre rings die ganze Natur im Fest- sewande geschmückt. Flimmernd, gleißend zauberte die Sonne ruck Wiesen, Täler und Höhen, Bäume und Blumen ihren goldenen Schimmer, silberhell plätscherte der kleine, muntere Wiesenbach über die blanken Kiesel und in dem dichten Ge- iweig sangen und jubilierten die Löglein in mannigfacher, herrlicher Art, daß es klang wie eine Jubelouvertüre zu dem verrlicht-il Bilde ringsum.- In dem kleinen, schlichten Gotteshaus« des Grenzstädt- chens C. waren Bilder und Altärchen, vor allein der Haupt- altar mit Blumen von üppiger Pracht geschmückt. In den einfachen, kunstlosen Ständern flackerten die Kerzen. Und im Kirchlein stand alles dicht gedrängt, Kopf an Kopf. Kinder in bniite», sauberen Schürzchen, die mit verstohlener Scheu nach dem Altar hinblickten. Männer und Fronen, lieber manches ivelterharte, gebräunte Gesicht rannen Tränen tiefster Rührung, denn am Altäre standen — Hand in Hand zivei Menschenkinder, die sich in dieser Stunde geschworen. sich siir's Leben anzugehören, bis der Tod sie trennt — Philipp von Gordis-Bceitstein und Lilli von Brücken l Stolz und straff, eine echt kernige, deutsche Gestalt mit leuchtenden Augen, stand der junge Offizier an der Seite seiner Braut, die einem Engelsbilde glich. Zart und schön, den Kopf gesenkt, stand sie an den Stufen des Altars, wie ein Nebelschleier wallte der weiße Schleier um ihre liebliche Gestalt und auf deu blonden Locken ruhte der Myrthen- kranz. In ergreifenden, einfachen Worten redete der alte, ehrwürdige Priester zu den Menschen, die er eben miteinander für immer verbunden hatte. Gesenkten Hauptes lauschte Lilli den schlichten Worten, eine Träne in den schönen Augen. Ost fühlte sie den leisen Druck von Philis Hand, in der die ihre ruhte, und höher klopfte ihr das Herz. — » Vorbei war die Trauung, das Kirchlein hatte sich geleert, die Kerzen waren erloschen, nur Phili und sein junges Weib knieten noch an den Altarstufen, Hand in Hand, für ihr Glück um Gottes Segen bittend. An LilliS Seite lag ein prachtvoller Rosenstrauß, den zarte Kinderhände gewunden. Ein kleines Mädchen hatte ihn der Braut, im Namen aller Kinder, überreicht. Strahlend hatten die reinen Kinderaugen zu ihr aufgesehen, ihr war es, als lachte ihr daraus ein ganzer Himmel entgegen. Sie beugte sich nieder zu dem Kinde, das verschüchtert das Schürzeuzipfelchen in den kleinen, rosigen Händen drehte, fuhr liebkosend über das braune Lockenhaar, «men Kuß auj die reine Stirn hauchend« „Mein süßes Weib," flüsterte Phili, ihre Hand au die Lippen ziehend, „sieh, ivir habe» jetzt gebetet für unser Glück, nun wollen wir auch vertrauen ans den, der unser Glück in seiner Hand trägt, der es leitet. Du bist ja nun mein für immer — mein Weib — mein Glück!" „Ja, Philipp," sprach sie. voll und klar die schönen Augen zu ihm aufschlageud: „Dein für immer!" — So hatte der Tag begannen, der die zwei Menschen, die sich so innig liebten, die so tapfer für ihr Glück gerungen nun für immer und ewig vereinte.- Nun war nach Tagen des reinsten, ungetrübtesten Glückes der Abschiedstag herangekommen. Hell und leuchtend stand die Sonne am blauen, wolkenlosen Himmel. Arm in Arm schritten Phili und sein junges Weib — seine treue Pflegerin — durch die lauschigen, stillen Wege des Lazarettpackes. Kräftig, hochansgerichtet war seine Gestalt in der feldgrauen Uniform. Keme Spur von den ansgestandenen Leiden war auf dem frischen, blühenden Gesichte mehr zu erkennen. Froh und zuversichtlich leuchteten seine Augen. Nur Lillis Wangen schienen heute bleicher als sonst. ES war der Kinnmer, der auf ihrein treuen, sorgenden Herzen lastete. Wie rasch, wie flüchtig waren die schönen Stunden, die sie so selig niit einander verlebten, dahingeschwunden. Heute sollte er fort, fort von ihrer Seite ins Feld, in den heißen, blutigen Kampf. O, sie wollte ja stark sein, aber der aufsteigenden Tränen, die in ihren Augen schimmerten, konnte sie sich nicht erwehren. „Lilli, steh dort unseren Lieblingsplatz unter der alten Linde an der Rosenhecke. Dorthin wollen ivir gehen und vor dem Abschied noch ein Weilchen allein miteinander plaudern. Komm, mein Weib!" O welch herrliche, unvergeßliche Stunden hatten sie dort verlebt unter der alten Linde auf der alten Steinbank, hinter der Hecke, vor ihnen der Weiher, still und lauschig. Oft hatten sie, dicht aireinander geschmiegt, dort gesessen, er halte ihr erzählt von seinem Jugeildlebeii. von seiner Heimat, Erlebnisse aus dem Militärlebeu, lustige Geschichten und ernste, und sie hatte anfllierksaill gelauscht; jedes Wort von seinen i Lippen hatte ihr Glück noch vermehrt. 235.20 im freien Verkehr und, nur durch Höchstpreise gebunden, zu haben. Auf allen Gebieten des Nahrungsmittelhav- dels machte, sich außerdem ein unverschämter Wucher- und Kettenhandel bemerkbar. Diesem Uebelstand durch Einführung des Erlaubniszwanges zum Handel mit Lebens- und Futtermitteln abzu helfen, war eine der ersten Maßnahmen des neuen Amtes. Am dringlichsten jedoch war die Frage der Kartoffelversorgung, da das durch kein Verbot beschränkte Verfüttern und Verbrennen die Bestände derart verringert hatten, daß die ganze Versorgung in Frage gestellt wurde. Schnelle und umfassende Maßnahmen gestalteten die Lage n-enigstens erträglich. Bei der Aufstellung des Wirtschaftsplanes für die Ernte 1916/17 mußte sich das Amt auch mit den Bundesstaaten und den örtlichen Ausfuhrverboten befassen, deren allgemeine Aufhebung von allen Leiten gefordert und deren tunlichste Beschränkung in die W> geleitet wurde. Zur Sicherung der Fettv ersorgu n, und zur gleichmäßigeren Verteilung der Butter an di. Bevölkerung wurde in der Mitte des Jahres 1916 die Fettkarte für das aanze Reich eingeführt. Bei der Bewirtschaftung des Zuckers aus der Ernte des Jahres 1916/17 mußte ebenfalls durchgreifend vorgegangen werden. da übermäßiger /luckerverbrauch für Mensch und Tier kn Winterhalbjahr 1915/16 eine empfindliche Zucker« knappheit hervorgerufen hatte. Die am 2. Oktober 191g Angeführte Reichsfleifchkarte setzte die Wochenhöchstmenge für Fleisch einheitlich auf 250 Gramm für das ganze Reich fest. Da die Hauptbedingung, für die Aufstellung der Wirtschaftspläne eine möglichst genaue Ernteschätzung ist, wurden die Ernteschätzungen mit ganz besonderer Sorgfalt vorbereitet und durchgeführt. Wenn ihre E gebniss« dennoch zum Teil, irrführend waren, so zeigt das, mit welchen fast unüberwindlichen Schwierigkeiten derartige Schätzungen verbunden sind. Große Sorgfalt wurde auch der Nahrungsmittelversorgung der Rüstungsarbe i- ter durch besondere Zuweisungen von Brot, Kartoffeln, Nährmitteln, Hülsenfrüchten usw. gewidmet. Um der minderbemittelten, städtischen Bevölkerung auch in der Zeit der größten Schwierigkeiten ' eine auskömmliche Ernährung zu gewähren, wurde die Einrichtung von Massenspeisungen, Volks- und Mittelstandsküchen, sowie Kriegsfpeisehäusern kräftig unterstützt. Naturgemäß wandte das Kriegsernährungsamt der Förderung der landwirtschaftlichen Erzeugung ganz besondere Aufmerksamkeit zu. Zu diesem Zweck wurde ein aus neun Mitgliedern bestehender Ausschuß zu gemeinsamer Mitarbeit beim Kricgsamt und Kriegsernährungsamt gebildet. Soweit es nur möglich war, sind der Landwirtschaft alle zur Aufrechterhaltung des Betriebes nötigen Arbeitskräfte und Betriebsmittel zur Verfügung gestellt. Eine grundlegende Aenderung unserer Ernährungswirtschaft bedeutet die Verordnung über die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse aus der Ernte 1917 und für Schlachtvieh. Durch diese Verordnung wird beabsichtigt, auf Umfang und Art der Erzeugung durch die Preisgestaltung einen Einfluß zu erlangen, alle zur menschlichen Ernährung geeigneten Nahrungsmittel vor dem Verfüttern zu bewahren und dadurch mehr zur menschlichen Nahrung geeignete pflanzliche Nährstoffe in 'die Hand zu bekommen. Die leider notwendig gewordene Verkürzung der Brotration hät das Kriegsernährungsamt auszugleichen versucht durch die Ausgabe einer aus Reichsmitteln verbilligten Fleischzulage, deren Aufbringung allerdings einen harten Eingriff in unfern Viehbestand bedeutet. Fehler und Mißgriffe find vorgekommen, vielleicht ließen sie sich nicht vermeiden; aber eins steht doch schon heute fest, daß das Kriegsernährungsamt die Sicherung unserer Ernährung und die gerechte Verteilung der Nahrungsmittel als einen allerdings in Einzelheiten vielfach umstrittenen Erfolg für sich buchen kann. Ein abschließendes Urteil über seine Tätigkeit wird erst eine spätere Zeit fällen können. ZN eiserner Zeit. Kriegsroman von Charlotte Wilbert. 48 Mm saßen sie wieder auf der alten Bank, ernst, schwei- s'uo. bis donn Phili ihren Kopf an seine Schulter lehnte, ibre Hände ergriff und leise zu ihr sprach: „Sieh, mein teures, nngedetetes Weib, mir haben eine sorgenlose, wunderbare slen hinter uns, voll Glück und Seligkeit, nun darfst Du w wt verzagen! Stolz mußt Du sein auf mich, daß ich die Edre habe, mit den tapferen Kameraden für mein Deutschland zu kämpfen. Ich kenne ja mein liebes, tapferes Weib, nut den klaren, binnen Augen, das kür seinen Soldaten beten wird! Nicht wahr?" Mit aller Energie wollte Lilli die Tränen zurückdrängen, aber sie konnte nicht mehr: „O Gott — Phili! O. wenn Dich eine Kugel träfe — Dir — Dir — den — Tod brächte — v — Gott — ich — würde — verzweifeln!" „Ltlli!" Vorwurfsvoll kam es aus seinem Munde. „So dnri mein Weib, ein deutsches Weib, nicht sprechen, nein, so nicht! Bedenke, der Tod aus dem Schlachtfelds ist ein Ehren- tod für deit Soldaten, und wenn Gott es so fügte, daß auch ich mein Herzblut für unseres Volkes Freiheit lassen müßte, dann muß die, die meinem Herzen am naheften steht, stark bleiben, ,,„,ß stolz — ja mein Lieb — stolz sein! Verzweifeln darf ein echt deutsches Weib nie! Das ist ja gerade daS Ldea'e der deutschen Frau: „Mutig dem Schicksal inS Auge sehn, Nicht jammern und klagen! Und ist der Schmerz auch noch so herb. HoheitSvoll mußt Du ihn tragen!" „Und wunnn. Lilli, solchen Todesgedauken onhangen? vrr nui ibnen. fort! Vertrauen wir auf das Glück, das nur. ru-her w reichlich beschenkt hat. Vertrauen wir auf Gott! . "ia unser aller Schicksal. Dein süßes, lie- >. e^> <>!.d WNÜ mich als getreuer Talisman in die Schlacht Mglene». w.ra mich schützen, wie das Gebet aus Del- m. mia) beschützen wird!" G eich eine!!-.-na:.-udeu Feuerstrahl hatten die beaeister- ten, -.amiiienbeii 'Ibone sie getroffen. tief Lilli aiifjnbelttd, die Arme um seinen Hals John, der Gemütsmensch. Das englische Unterhaus HM Geheimfitzungen ab und Reuter berichtet darüber, als habe die Gesellschaft das „sehr Ehrenwerten" sich zum Spaß einmal in die Dunkelkammer zurückgezogen. Sogar der geheime Lordprvtekto-r Lloyd George hat sich in der Geheimsitzung zu reden herbeigelassen, und der schlaue, alte Advokat Asquith hat ihn darauf gebeten, einen „großen Teil" seiner Rede dem Lande bekannt zu geben. Nur zu, die Neugierde des Landes auf den kleinen Teil, der ihm nicht bekanntgcgebcu wird, könnte dadurch nur aufs höchste gespannt werden. Und die schier unerträgliche Spannung könnte n»S vielleicht mehr Offenbarungen von der schätzenswerten Art bescheren, wie sie dem ehemaligen Regiernngsoraan, der „Westminster Gazette", jüngst Wider Willen durchgc- rutscht ist Der Artikel knüpft an an die Rede des deutschen Staatssekretärs Capelle über die glänzenden Erfolge und noch glänzenderen Aussichten des Tauchbootkricges und klagt, wie schwer es doch fei, mit Deutschland zu einer Verständigung zu kommen! John Baralong hält es also Plötzlich für empfehlenswert, den Gemütsmenschen zu spielen und so zu tun, als sei niemals die Vernichtung deutscher Großmacht sein Kriegsziel gewesen, als sei er vielmehr stets bereit gewesen, sich mit dem Gegner, dem er nach und nach die Welt auf den Hals gehetzt hat, zu verständigen. Höchst naiv, aber echt englisch in ihrer dünkelhaften Beschränktheit ist nun die Logik, womit der Artikel auseinandersetzt, warum die Verständigung so schwer sei. Wenn das Tauchboot siegreich bliebe, so ist der Gedankengang, dann würden sich nach dem Kriege die kleinsten Völker seiner ebensogut bedienen, wie die Großmächte. Und das wäre „ein Unglück für die Zivilisation — lies: das Ende der britischen Seetyrannei. Dies Unglück zu verhüten, müßten sich alle Völker aufs eifrigste angelegen sein lassen. Insbesondere — dies« Stelle des Artikels ist von eigenem Reiz — hätten die Oesterreicher und die Ungarn die Pflicht, durch Verrat an ihrem Verbündeten dafür zu sorgen, daß Deutschland den Tauchbootkrieg nicht bis zum Ende mit Schrecken durchführen könne. Wenn der Artikel der „Westminster Gazette" daneben versichert, England werde durchhalten, bis das .Heilmittel gegen die Tauchboote gefunden sei, so liegt die Bedeutung dieser billigen Großsprecherei in dem Eingeständnis, daß es ein Heilmittel gegen die Tauchboote zurzeit eben nicht gibt . Dies sowie das weitere Eingeständnis, daß der Tauchbootkrieg, wenn ihm nicht schleunigst Einhalt getan werde, der englischen Vorherrschaft ans Leben gehe, macht den eigentlichen Wert des gefühlvollen Artikels ans. Denn wenn John Baralong wehleidig wird und es dem Himmel mit frommem Augenaufschlag klagt, daß der unbeschränkte Tauchbootkrieg „ein heilloses Hindernis auf dem Wege zum Frieden" geworden sei, so muß der graue Sünder seinem Leibe wohl keinen Rat mehr wissen. Dazu stimmt dann vortrefflich, was Herr von Batocki im Reichstage behauptete: England wage die Brotkarte ganz einfach nicht einzusühren, weildadurch offenbarwerdenwürde, wie unzulänglich seine Vorräte in Wirklichkeit seien, lieber IH 2 Millionen Tonnen Schiffsraum wurden in den beiden ersten Monaten vernichtet, über eine Million im dritten, und jetzt, nach dem ersten Drittel des Mai, liegen mich bereits wieder Meldungen vor, die rund ein Drittel Million Tonnen umfassen. Kein Wunder, daß der brave John die Möglichkeit zu erwägen beginnt, die Krankheit, die seinen feisten Leib ergriffen hat, könne in der Tat unheilbar sein, und daß Todesabnungen seine edle Seele durchziehen. Wenn alte Sünder wehleidig werden, müssen junge Leute vor ihnen auf der Hut sein! Unsere politischen Erfahrungen auf der Weltbühne sind, verglichen mit den englischen, jung, sehr jung. Dennoch ist es hohe Zeit, daß wir der „holden Jugendeselei" den. Abschied geben. Und wir würden dem Blütenkranz von Jugendtorheiten, die wir uns zwischen 1890 und 1914 etwas reichlich schlingend, „ja, ich will stark sein, will stolz sein auf Dich, mein Phili! Beten will ich, beten — dann wirst Du auch wiederkehren, und dann, dann werden wir so glücklich, so selig sein I" Noch lange saßen sie beisammen unter der alten Linde und plauderten. Bis es dann Zeit wurde, wo der junge Offizier scheiden mußte. Arm in Arm wandelten sie wieder durch die kiesbestreuten Wege zurück dem Lazarett zu.- Auf dem kleinen Bahnhof herrschte ein reges Treiben. Schon stand der Zug, der die geheilten Krieger wieder in die Reihen ihrer braven Kameraden brachte, bereit. Da trat der Lazarettarzt Dr. Bergineister vergnügt schmunzelnd auf Leutnant v. Gordis zu: „Ach, Herr Leutnant, da habe ich noch eine Abschiedsüberraschung für Siel- Gespannt sah dieser in das Gesicht des ArzteS. „Für mich? Sooo? Da bin ich neugierig l" „Ach, hm, sehen Sie mal da vorne, da bei dem Trupp Infanteristen, da steht ei» jnnger Unteroffizier mit dein eisernen Kreuz, der möchte gerne mal mit Ihnen sprechen!" „Sooo!" ries Gordis erstaunt. „Da muß ich mal gleich zu ihm gehen. Ach. das ist ja einer vom „Garde du corpS"! Ach, Himmel, der Fliegenbarth!" , Wie ein Pfeil schoß er auf den braven Soldaten loS, der bis hinter die Ohrlappen errötete und streckte ihm mit strahlendem Lachen beide Hände entgegen: „Fritz Fliegenbarth! Bist Du es wirklich, Kamerad, mit dem eisernen Kreuz und zum Unteroffizier befördert ! O. wie ich mich freue. Dich vorher noch mal wiederzusehen, Dir, meinem tapferen Lebensretter, meinen tiefsten, heißesten Dank auszusprechen l" „Ach, ach, Herr Leut — Leutnant! ES—" „Ach was, Papperlapapp! Hier wird sich nichts geleut- nantel! Wir sind Freunde, echte, gute Freunde! Du hast mein Leben gerettet, ohne Dich wäre ich längst vermodert! Aber durch Deinen Mut, Deine Treue lebe ich und habe das höchste, schönste Glück der Erde — ich habe ein treues, süßes Weib!" Verdutzt sah Fritze den Leutnant an, als begreife er das s nicht ganz. Da packte ihn Gordis bei den Schultern, sah il m strah- i lend ins Gesicht und ries: „In dem Lazarett, wohin ich durch > geleistet Haben, das schönste Gänseblümelein doch erst «»» " flechten, wollten wir John Baralong auf den Leim gehe»^ wenn er nach 33 harten Kriegsmonaten den Gemütvollen spielt. Beginnt der Abruzzenräuber vor dem fried» lichen Reisenden einen Schritt zurückzuweichen, dem «r aufgelauert hat, so wird der Ueberfallene alle Kraft zusammennehmen und nun erst recht zuschlagen, hart und erbarmungslos — wofern er nämlich nicht v«» allen guten Lüstern verlassen ist. (Leipz. N. Nachr.) Neues vom Tage. Revolutionszeichen in Italien, Frankreich und England? z. Bon der schweiz. Grenze, 22 Mai. Einer Stockholmer Meldung der Neuen Züricher Zeitung zufolge erklärten dort weilende russische Sozialisten, daß sich sowohl in Frankreich als auch in Italien und England Ereignis vorbereiten, die ganz ähnlichen Charakter hätten, wie fie der russische» Revolution unmittelbar vorausgingen. (-) 5 Uhr kein 2 wirts zum § den st im Ze ein Ri die L stadt, wehr 1 in gei ausbre nachde Der v- 64006 Holland soll znm Krieg gezwungen werden, z l Berlin, 22. Mai. In unterrichteten Kreisen Holland« erwartet man, wie der „Kreuzzeitung" geschrieben wird, in kürzester Frist eine Note der amerikanischen Regierung, die die niederländische Regierung vor die Wahl stellen werde, Abbruch aller Handelsbeziehungen mit Deutschland oder Verweigerung jeder Lebensmittelzufuhr aus den Ver> ! einigten Staaten. Wilsons Pläne gehen dahin, die euro-i! päischen Neutralen, in erster Linie Holland, das über eine bereitstehende und vortrefflich ausgerüstete Armee von 300000 Mann verfüge, zum Eingreifen in den Krieau der Seite der Ententen zu zwingen. durch licherw gerettet hier sei sichrer werden Metzc ker, ^ Heinriö Emil 2 beraubt Die italienischen Verluste am Ifonzo. z. Bon der schweiz. Grenze, 22. Mai. Die Militärkritiker der italienischen Blätter schreiben, man dürfe die italienischen Verluste der Jsonzoschlacht nach vorsichtiger Berechnung der bisherigen Truppeneinsätze in den bisherige» ächttägigen Kämpfen mit über 100 000 Mann beziffern^ was ein Siebentel aller an der Front beteiligten Truppe» bedeute. In Englands Schuldknechtschast. Vieh se jeder L Verhini Gegen ' versamr Amtsvo Erwäg» beschädig landwiri Reisende, die aus Petersburg zurückgekehrt sind, wolle! wissen, die Engländer hätten mit 4000 Mann Archangels! besetzt und beabsichtigten auch, die Strecke von Archangelsk bis Petersburg zu besetzen. Die Japaner hätten CharbiM besetzt. Die Festsetzung der Engländer in Archangels! würde wohl der bisher stärkste Ausdruck der englische! Schuldknechtschaft sein, in die Rußland durch de! Krieg geraten ist. Wie aber müßte man die Festsetzung der Japaner in Charbin deuten? Wollen England und Japan die Ohnmacht des Riesenreiches ausnutzen, um sich die Herrschaft über seine Produktion und seine Einfuhr und! Ausfuhr zu sichern? Der Sozialdemokrat Lenin hat die eigentümliche Enthüllung gebracht, daß Rußland, England und Frankreich sich über die Teilung Chinas verständigt hätten. Ueber sie hat der Vertreter des „Utro Rossij" den japanischen Botschafter befragt und der hat sehr eigentümliche Auskunft gegeben. Auf die Frage, ob Japan vertragsmäßig gezwungen sei, im Falle eines Sonderfriedens gegen Rußland einzuschreiten, ant wartete der Botschafter mit der Gegenfrage, ob Rußland vorhabe, einen Sonderfrieden zu schließen. Auf die direktes Frage nach Japans Absichten im fernen Osten sagte der Botschafter bestimmt, Japan werde so handeln, wie die Alliierten beschließen. Der Korrespondent erbat einej beruhigende Erklärung gegenüber den verbreiteten Gerüchten,; daß die japanische Botschaft Petersburg heimlich verlassen werde. Der Botschafter erklärte, er sei aus eine derartige Frage nicht vorbereitet. haltungc und ihr« wurde ! und Ne: Leitung sprachen, welche d überwin! stehen i l. Batte post 33, Osnabrü Rastatt, Jnf.-Reo ner. In Füsilier-s Baresel, - r Medaille dienstmed Bäckermei Regiment Auszeichn »MI «Hl»»»»»»»»»»»»»»»« » » »-»»«>» »»-»«» Deine Hilfe gekommen bin, pflegte mich mit anfopfenider Liebe ein Mädchen, daß ich schon von Berlin her kannte, das ich liebte und nun — sieh hier— meinen Ring — nun ist sie mein Weib, mein süßes, liebes Weib!" Fritz Fliegenbarth war zu diesem Freudenausbruch seines Leutnants ganz verblüfft. „Ich grat — gratnliere untertänigst, Herr Lent — Leutnant l" Stockend vor Verlegenheit brachte es der brave Soldat hervor. Gordis brüllte ihm plötzlich in die Ohren, daß Fliegsn- barth znsaininenschreckte: „Miller wohl de» Gehorsam verweigern, Kerl! Wie hat er zu sage»»?" Da stotterte unser Ritter vom eisernen Kreuz, in strammer Positur die Hände an der Hosennaht: „Ich — ich gratulier Dir zu — zu Seiner — seiner — Frau! Herr — Herr Leut — Leutnant! Ich —" Jetzt kam auch Lilli herbei; als dann Phili ihr Fritz Fliegenbarth vorstellte, reichte sie ihm mit heißen DankeSwor- ten die Hand. Als darauf der frischgebackene, tapfere Unteroffizier die harte, schwielige Rechte hineinlegte und in ihre dankbaren, blauen Augen sah, war er gar nicht mehr im Zweifel, daß sein neuer Duzfreund, der Herr Leutnant, doch ein ganz allerliebstes. scharmantes Frauchen hätte! „Hm! Hml" Ein letztes .Leb' wohl — auf Wiedersehn!" ein letzter Kuß auf die zuckenden Lippen seines Weibes, ein letzter, langer, heißer Blick in die blauen Augen, die klar und voll, ohne Tränen zu ihm aufschauten, und dann gings, von dem fauchenden, zischenden Stahlroß getragen, fort ins Feindesland, der Front zu. Lilli sah lange dem dahiurollenden Zuge nach, der ilff Glück, ihr ganzes Glück mit sich nahm. Aber tapfer dräng!« ste die Tränen zurück, preßte die Hand auf das wildschtn- gende Herz, während ihre Lippen flüsterten: „Auf Wieüer- sehn — auf Wiedersehn!" — Da plötzlich fühlte sie sich von weichen Armen muschln»- gen, eine wohlbekannte Stimine flüsterte: „Mein Kind, mein tapferes Kind!" — „Mutter — meine Mutter!" Lauge, innig hielten sich die beiden umschlungen. 235.20 - A such für knappheit Tagen n Gesetzes »erden kr ist, bekam er mit dt Brot vor daß die Mnz erhe! lichen Nal -- E> Mts. wn Eröffnet. Ter Versi Zu hoffen Wär Hrer Best unserer hi ^ Reichst brirats be unter Fül Einzelnen jUl Reich Untersucht verabsetzu »Herten - ßesaßt wk «nhrung v berichtet,^ tag vorige Ungerichte! un ven 2 len- Auch erst «»-. m gehr», Gemüt- !m ftied- dem « e Kratz m. hast icht vi« kachr.) reich Einer 8 zufolge ch sowohl Lreignisß i, wie sie n. rde«. Hollands m wird- egierung, >l stelle« utschlam den Vev ie eur»4 Iber eine nee von n Krieg o. Militär. )ürfe die rsichtiger isherigei Truppei Großfener in Bofsheim. (-) Bofsheim, 23. Mai. Gestern Nachmittag um 5 Uhr brach auf bis jetzt noch unaufgeklärte Weise, da kein Mensch in der Nähe war, in der Scheune des Landwirts Wilhelm Metzger, in der Nähe der Gastwirtschaft zum Schwanen, ein Brand aus, der, begünstigt durch den starken Wind, rasch an Verbreitung zunahm, so daß im Zeitraum von 4 Stunden 8 Wohnhäuser und 10 Scheunen, ein Raub des verheerenden Elements wurden. Wohl waren die Löschmannschaften von Bofsheim, Eb.-rstadt, Schlierstadt, Götzingen, Sindolsheim, Rosenberg und die Feuerwehr und Löschmannschaft von Osterburken ununterbrochen in gemeinsamem löblichem Wetteifer tätig, das sich rasch ausbreitende Feuer zu dämpfen, was leider erst gelang, nachdem ein ganzes Ortsviertel in Schutt und Asche lag. Der vorläufig angenommene Schaden beträgt an Fahrnissen 64 000 Mk. und an Gebäuden 55—60 000 Mk., der teils durch Versicherung gedeckt ist. Menschenleben kamen glücklicherweise nicht zu schaden, auch das Vieh konnte alles gerettet werden. Die landwirtschaftlichen Vorräte, die auch hier sehr knapp sind, konnten leider durch das schnelle Umsichgreifen des Feuers nicht mehr in Sicherheit gebracht werden. Als Brandbeschädigte sind zu verzeichnen: Wilhelm Metzger, Katharine Keller Wtw., Christian Märker, Johann Klein, Christian Hettinger 3., Jakob Heinrich Hettinger, Georg Andreas Hettinger, Emil Nikolai, Sophie Schwarz. Ihres Obdaches beraubt wurden im ganzen 45 Personen und 39 Stück Vieh seines Stalles. Die ganze Nacht über blieben von jeder Löschmannschaft 10 Mann zur Bewachung und zur Verhinderung eines weiteren Ausbruchs auf dem Brandplatz. Gegen 9 Uhr abends, nachdem die Hauptgefahr beseitigt, versammelte sich der Gemeinderat auf Einladung des Gr. in beziffere Amtsvorstandes. Es wurden hierbei die Maßnahmen Erwägung gezogen, welche nötig sind, um den Brand- beschädigten möglichst rasch die volle Wiederaufnahme ihrer landwirtschaftlichen Betriebe zu ermöglichen und die Haus- wolleiM Haltungen, welche durch die Aufnahme der Brandgeschädigten hangelsk und ihres Viehes gestört sind, zu entlasten. Insbesondere wurde die Frage der Zusammenlegung der Brandplätze und Neueinteilung zu zweckmäßigereren Bauplätzen unter Leitung von Bezirksamt und Gemeinde eingehend besprochen, um die Schwierigkeiten des Wiederaufbaues, Charbi» hangelsk nglischen rrch derch iprocyen, um -stfetzung welche die Kriegszeit mit sich bringt, möglichst rasch zu lNd un)U um sich fuhr und che Ent- cankreich hätten, ij" den 1 sehr rage, ob e eines m, ant- Rußland : direkte gte der wie die bat eine >erartigl enider e, das ist un seines ttertä- ^enheit iegen- li» ver- straiu- 4 gra- :rr — ' Fritz Hioor- ier die baren, el, daß »atter- letzter r, lau- > voll, m dem ».indes» >er ib' aäugie dschla- öieder- schlnn- >. mein überwinden. — Von den vom Brandunglück Heimgesuchten stehen im Felde: Gefr. Märker, Mun.-Kolonne, 1. Batterie, Landwehr-Fuß-Artl., Bat. 28, Deutsche Feldpost 33, Landsturmmann Keller, Regt. 78, 4. Komp., Osnabrück, Wehrmann Schwarz bei Hauptmann Hepp, Rastatt, Kaiserstr. 47 2, Musk. Wilhelm Hettinger, Jnf.-Regt. 111, 9. Komp., Unteroffizier Wilhelm Häf- ner, Jnf.-Rgt. 185, Regts.-Stab, Gefr. Schnabel, Füsilier-Rgt. 40, 2. Komp. Wilhelm Klein, Fa. Baresel, Neckarzimmern. Lus SLaM Mv ** Adelsheim, 23. Mai 1917. — Auszeichnung. Die bad. Silberne Verdienst- Medaille am Bande der militärischen Karl Friederich-Ver- lattE dienstmedaille erhielt der Trompeter Karl Wörner, Bäckermeister von hier, der zurzeit bei einem Artillerie- Regiment in Rußland steht. Herzlichen Glückwunsch zur Auszeichnung. — Als Kriegs„ereignis" in der Heimat darf wohl auch für die Nachwelt verzeichnet werden, daß die Bierknappheit im Frühjahr 1917 so groß war, daß an manchen Lagen nur stundenweise der edle Gerstensaft, der kraft Gesetzes nicht allzustark gemacht werden darf, verzapft »erden konnte. Wer es gerade errät, daß „angestochen" ist, bekommt dann einige Schoppen, im andern Fall muß Er mit durstiger Kehle abziehen. Da jetzt bekanntlich das Brot vor dem Bier kommt, hat die Regierung angeordnet, daß die für die Bierbrauereien bestimmte Gerstenmeuge ganz erheblich gekürzt und dafür zur Streckung der menschlichen Nahrung verwendet wird. — Eröffnung der Zungviehrveide. Am 15 ds. ! Mts. wurde die Jungviehweide aus dem Roßbrunnerhof i eröffnet. Es wurden aufgetrieben 44 Rinder und 3 Fohlen. ! Der Versicherungswert der ersteren beträgt 41 300 Mark. ! Zu hoffen ist, daß die Tiere unter der pflichteifrigen Obhut ! Wärters Ziegler auch in giesem Jahre zur Freude ! Hrer Besitzer sich recht gut entwickeln zu Nutz und Frommen - unserer Hinterländer Viehzucht. ^ — Fleischlose Wochen? Zurzeit bereist eme auS - 7 Reichstagsabgeordneten, Mitgliedern des Parlaments- ? beirats beim Kriegsernährungsamt bestehende Kommission j unter Führung des Vorsitzenden der Reichsfleischstelle die , Einzelnen Bundesstaaten, um sich über die Viehbestände i >Nl Reich zu unterrichten. Von dem Ergebnis dieser : Untersuchung wird es abhängen. in welchem Maße die i Herabsetzung der gegenwärtigen bis zum 15. August ge- s scherten Fleischrattonen nach diesem Zeitpunkt ins Auge i besaßt werden muß bzw. ob im Herbst mit der Ein- ! mhrung von fleischlosen Wochen zu rechnen ist. ? — Hagelwetter. Von verschiedenen Seiten wird s berichtet, daß die Hagelwetter am Dienstag und Frei- j tag voriger Woche leider außerordentlich großen Schaden ' ungerichtet haben. In verschiedenen badischen Orten ist «n ven Tasten und Blüten schwerer Schaden sestzustel- 235.20 len. Auch aus Württembera laufen tvÄbe Nachrichten ei». So hat das Unwetter besonders stark gehaust in Münklingen (OA. Leonberg), in Bissingen, Nabern, Jesirzgen, Schafhof, Notzingen (OA. Kirchheim u. T,), in Schorndorf und Hebsack, in Reichenbach (OA. Waiblingen) mrd auch im Oberland ist der Schaden beträchtlich. Aus Neustadt a. Hardt (Rheinpfalz) wird gemeldet, daß dre Weinernte von Hambach, Maikammer und Alsterweiler fast vollständig vernichtet sei. — Warnung vor einem Betrüger. In letzter Zeit hat ein Schwindler mehrfach Kriegerfrauen um Geldbeträge bis zu 30 Mk. betrogen. Er hat seinen Opfern vorgespiegelt, es seien Geld- bezw Paketsendungen aus Amerika aus einer Zollbank für sie ein- zegangen. Er als Angestellter der Bank erbiete sich, die Auslieferung der Sendung gegen sofortige Erstattung der Auslagen zu besorgen. Da es nicht ausgeschlossen ist, Saß der Betrüger auch hier austritt, wird vor ihm getarnt. — Ter Honigpreis. Ter Landesverein der 8ienenzüchter Württembergs hat mit Rücksicht aus die zohen Lebensmittelpreise und auf die Steigerung der Ausgaben, die bei Bienengeräten bis zu 50 Prozent, bei öienenwohnungen 100 Prozent und bei Kunstwaben solar 400 Prozent betragen, den Preis des Honigs für tteses Jahr auf 3 Mark für das Pfund festgesetzt, — 1257 MillMrden. Der Gesamtumsatz der Deutschen Reichsbank betrug im «belaufenen Jahr zum -rsten Mal die Summe von mehr als einer Billion oder 1000 Milliarden Mark. Der genaue Betrag stellt sich auf 1257 Milliarden. Von dieser gewaltigen Summe besteht natürlich nur ein ganz verschwindend kleiner Teil in wirklichem Geld, denn sollte sie z. B. nach dem Währungsgesetz in Gold beschafft werden, so wären dazu etwa 9 Millionen Zentner Gold erforderlich, d. h. weit mehr als die ganze Welt an gemünztem Gold besitzt. ! — Sie sind zu allem fähig. In der letzten Zeit sind ausfallend viele Briese von angeblich deutschen Kriegsgefangenen, die sich hernach als gefälscht hcraus- stellten, namentlich aus England zu uns gelangt, die gar nichts anderes bezwecken, als Spionage der perfidesten Art zu treiben, um für unsere Feinde militärische oder wirtschaftliche Nachrichten in Erfahrung zu bringen. So sind an Maschinenfabriken oder Wersten Bitten gelangt um Einsendung von Mustersendungen, Zeichnungen ihrer Erzeugnisse, oder es wurden Anfragen an Buchhandlungen, Verlagshandlungen, Behörden und Privatpersonen gerichtet bezüglich Zeitschriften und Bücher militärischen oder wirtschaftlichen Inhalts. Außerdem werden in Zeitungen Inserate veröffentlicht, die einen Briefverlehr zwischen solchen ang,blichen deutschen Kriegsgefangenen und ihnen unbekannte Mädchen aubahnen wollen, mit oder ohne Zusicherung der späteren Heirat. Es ist begreiflich, daß ein unberechenbarer Schaden angesttftet werden könnte, wenn solche Schreiben i. ren Zweck erreichen würden, und es ist daher dringend geboten, daß alle derartigen Briefe von deutschen Kriegsgefangenen dem stellvertretenden Generalkommando zur Prüfung übergeben werden, auch in dem Fälle, wenn durch die Handschrift und den sonstigen Inhalt der Briefe es wahrscheinlich würde, daß sie wirklich von deutschen Kriegsgefangenen geschrieben sind. Tenn es ist nicht ausgeschlossen, daß unsere Feinde die Gefangenen sogar zwingen, derartige Briefe zu schreiben. — Die Knochen. Aus Knochenabsällen werden wichtige Stoffe hergestellt, die wir für Munition und andere Dinge benötigen. So geloinnt man aus ihnen Glyzerin für Sprengstoffe, Stearin und Olein für Kerzen und Seifen und dazu wertvolle Futter- und Düngemittel. Man sollte daher die Knochen nicht achtlos wegwerfen, sondern unverzüglich den Knochensammelstellen übergeben, die sie an die Rohprodukten-Han- delsgesellschaft in Berlin weiter befördern. — FrttansScutc ans Abwässern. Der Bundes rat hat angeorsnet, daß in Betrieben, deren Abwasser Kette enthalten, die Anbringung von Fettabscheidern behördlicherseits v«ranlaßt werden kann. Es kommen hier in Betracht Gastwirtschaften, Speiseanstälten, Schlacht- Höfe, Metzgereien, Konservenfabriken, Krankenhäuser usw. Das gewonnene Hrtt ist dem Kriegsausschuß anzumel- öen und auf Verlangen zu emem vereinbarten Preist abzuliesern. (-) Aiffingen, 21. Mai. Unsere Gemeinde hatte in der letzten Zeit wieder den Verlust einiger Krieger zu beklagen. Es fielen: Ernst Herold, Johann Hemmberger und Wilhelm Reichert. (-) Boxberg, 21. Mai. Die Landwirtschaftskammer und der Kommunalverband Borberg gewähren auch dieses Jahr erhebliche Beihilfen zur Beschaffung von Obstund Gemüsedarren. Desgleichen werden erhebliche Beihilfen zur Anschaffung von Knochenschrotmühlen gewährt, damit die Hühnerhalter in der Lage sind, Knochenschrot als Hühnerfutter herzustellen. — Man wende sich sofort Hierwegen an das Bürgermeisteramt, bei dem alles Nähere zu erfahren ist. — Vaterländische Pflicht ist es, bei der großen Zuckerknappheit recht viel Obst durch Dörren haltbar zu machen, recht viel Gemüse durch Dörren vor dem Verderben zu schützen, die Eiererzeugung durch regelrechte Ernährung der Hühner zu steigern. (-) Aus dem Bezirk Boxberg, 22 Mai. Der Klee steht allgemein gut, doch scheitert eine entsprechende Neuansaat an dem Mangel an Saatgut. Gute Kleefelder werden deshalb noch ein drittes Jahr genutzt werden müssen. Durch Einsaat von italienischem Rapgras, Bastardklee, Weißklee oder Zederklee ; auch durch Ansaat von Jnkurnatklee kann manche Lücke ausgefüllt werden. Ferner wird der Anbau von Viehfutter, Mais, ev. auch Seradella empfohlen. (-) Bobstadt, 22. Mai. Auf dem Felde der Ehre gefallen ist Ersatz-Reservist Richard Behringer von hier. (-) Karlsruhe, 22. Mai. Am Sonntag wurde hier nach einem Vortrage des Bibliothekars Lohr-Karlsruhe eine i Kriegslieferungsgesellschaft für Schuhmacher gegründet. Schuhmachermeister Joh. Wurster ist Vositzender. Georg Müller und Georg Neubert Verteiler. Die Geschäftsstelle befindet sich Sophienstraße 7. (-) Kornwestheim, 21. Mai. (Abgefaßt.) Vorgestern wurde in Kvrnwestheim ein Bauer von Winzerhausen vom Stationskommandanten abgefaßt, als er 16 Zentner Kartoffeln ohne Erlaubnis nach Stuttgart führen wollte. Tie Kartoffeln wurden ihm abgenommen und beschlagnahmt. Vermischte Nachrichten. Das Handelstauchkeol „Bremen". Im August vorigen 2 ay< k«s fuhr das Handelstauchboot „Bremen" von Deutschland « »nd ist seitdem verschollen. Es hatte eine größere Partie amerikanischer EsteNbahnschuldverschreibungen an Bord, der»» Eigentümer nach der „Neuyork Times" sich nunmehr an die in Frage kommenden Eisenbahngrsellschasten gewandt und die Aus^ stellung von Duplikaten der Schuldverschreibungen verlangt haben Mit der Begründung, daß die ..Bremen" untergegangen sei.' Die Eisenbahngesellschasten haben dem Ansuchen entsprochen und die Papiere gegen angemessene Sicherheit ausgestellt. 106600 Mark gef «hlen. Zwischen Posen und Gnesen wurden aus einem für die Reichsbankhauptstelle in Posen bestimmte« Pvstbeutet 100000 Mark gestohlen. Der Beutel wurde mit Zcitungspapier gefüllt. 20 600 B » Karten gestohlen. Vor der 4. Strafkammer A Berlin hatten sich die Arbeiter Richard Klotz, Reinhold Schettler und Paul Schulz wegen Diebstahls und Hehlerei zu »er- antworten- Klatz hatte in einer Druckerei 20 000 Brotkarten gestohlen. Scheffler setzte sie m Verkehr und gab zunächst dem Schulz 800 Stück, wofür dieser dem Schesfier 350 Mk. bezahlte- Schulz verkaufte dic Karten in Wirtschaften und sonstigen Lokalen zum Preise von 8 Mk. für 10 Stücks er machte also an jeder einzelnen Karte einen Gewinn von 80 Pfg. Die Karten fanden reißenden Absatz. Als die Polizei aufmerksam wurde, wurde bei den Burschen eine Hausdurchsuchung rorgenommen, wobei mehrere tausend Brotkarten, 300 gestohlene Eierkarten und 200 Eier vorgefundcn wurden. Das Gericht verurteilte den Klatz zu 3 Jahren 6 Monaten Zuchthaus, Schefsler zu 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis und Schulz zu 4 Monaten Gefängnis. Auch in Dresden sind tu der leUen Zeit eine Anzahl von Brotkartenfabriken entdeckt und die Fälscher ermittelt und verhaftet worden. In Dresden selbst wurden 15 solcher Fabriken festgestellt, außerdem je eine in Meißen und Mügeln. In Mügeln hat der Fälscher nicht weniger als Isii Zentner Marken hergestellt und umgesetzt. Ekelhafte Szene. Nach der Urteilsverkündung im Prozeß Dr. Adler in Wien kam es zu wüsten Austritten. Vor dem Weggehen wandte sich Dr. Adler zum Zuhörerraum und rief: ,,Es' lebe die internationale revolutionäre Sozialdemokratie?" Die im Zuhörerraum zahlreich anwesenden Anhänger und An» häugerinnen des Angeklagten brachen in stürmische Hochrufe auf den Angeklagten aus. Frauen winkten von der Galerie mit Tüchern und klatschten dem Angeklagten Beifall zu- ! Wolfs-Telegramme. Explosion. i Berlin, 22. Mai. In der chemischen Fabrik von G. ! A. F. Kahlbaum, G. m. b. H. in Adlershos, hat sich heute : eine heftige Explosion ereignet, die einen Teil des Betriebs j zerstörte. Eine Anzahl von Personen wurde verletzt. Der Sachschaden ist erheblich. Wegen der Gefahr weiterer Explosionen mußte die Räumung einer Reihe von Häusern ? angeordnet werden. ? Großer Deenbrand. ! Amsterdam, 23. Mai. (Niederl. Tel.-Ag.) In Drenthe ! herrscht ein großer Veenbrand. Nach Meldungen aus ! Stadskanaal und Valthermonde find dabei zahlreiche Per- j sonen umgekommen und mehrere Schiffe, sowie ungefähr i 20 Häuser abgebrannt. Da der Wind sehr ungünstig ist, ^ ist es vorläufig nicht möglich, das Feuer zu löschen. IM Höuser abgebrannt. ! Budapest, 22. Mai. Gestern Nachmittag brach in ! Cyeengpees im städtischen Krankenhaus Feuer aus, das i rasch um sich griff und infolge des starken Windes ganze i Häuserreihen einen Raub der Flammen werden ließ. — Der - Feuersbrnnst sind 1600 Häuser zum Opfer gefallen, i 9 Personen find tot, 50 schwer verletzt. Die Ursache des i Brandes ist, soweit bisher festgestellt ist, in dem Heraus- ! springen eines Funkens aus dem Kamin der Waschküche des i städtischen Krankenhauses zu suchen. SS Häuser abgebrannt. ! Brünn, 22. Mai. Die Stadt Wischau wurde von einer verheerenden Feuersbrunst heimgesucht. In kürzester ! Zeit fielen etwa 55 Häuser den Flammen zum Opfer. Fünf Personen sind umgekommen. , Vollständige Anarchie in Sinnlaad. ! Kopenhagen, 22. Mai. „Berlingske Tidende" meldet aus Haparanda: In Finnland herrscht vollkommene Anarchie. Sowohl in Helfingsors als in Abo und Raum» herrscht vollständige Auflösung. l Streik in Großbritannien. ' > Kopenhagen, 22. Mai. Laut amtlicher englischer Fest- ' stellung streiken augenblicklich in ganz Großbritannien - 68 000 Arbeiter der verschiedensten Industrien. Die Ursachen des Streiks sind verschieden. Die Lebensmittel- teuerung ist an den meisten Streiks mitschuldig. Bor allem aber herrscht überall Unzufriedenheit wegen der Nachmusterung bisher freigestellter Arbeiter der MunitionK- und Staatsfabriken. Segen de« Krieg. Amsterdam, 22. Mai. „Central News" erfahren von ihrem Korrespondenten in Philadelphia, daß dort eine große Kundgebung gegen den Krieg stattfand. Es bildete sich ein Werbeausschuß, der die Kundgebungen im ganzen Lande fortsetzen will. Sie richten sich in der Hauptsache gegen den Regierungsbeschluß, amerikanische Truppen nach Europa zu senden. W Holzverstergerrrng I Suche auf 15. Juni ein tüchtige? Am kommende« Dienstag. 28 . Mal werden im Hospttalwalde öffentlich versteigert: Mücken UieOchrlich für jeden Landwirt ist der vormittags /»9 Uhr im Distrikt Marschländer» bei Brehmen 17 Ster Kucheuscheit «ud Prügelhol;, 400 Kuchenwelle«. vormittags 10 Uhr im Distrikt Buschrviude bei Eubigheim 105 Ster Suchen- «. Gicheuschett- «. Prügelhol;, 23 Ster Stockhol;, 1850 Suche«- ««- CichenweUeu, 11 GjchruKauge«. Tauberbischofsheim. den 21. Mai 1S17. Hospitalverwaltung: das selbständig kochen kann und allen Hausarbeiten vorstehen kann, bei sehr gutem Lohn ! Fra« Heller Dad-Mergentheim. AMliiMim „Nspill" S ch a u b e r. Landrvirte! bekämpft euer Unkraut mit dem gutbewährten Vernichtungsmittel ede Deutsches Reichspatent Nr. 167 529. 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B. das 3. bis 5. Blatt ansetzt, genügen 40 Pfd. Hederichtod pr. Morgen, bei größerem Unkraut das schon blüht, ea. 60 Pfd- Hederichtod kann Getreidepflanzen nicht schaden, bedingt vielmehr ein üppiges Wachstum. Bestellungen wollen frühzeitig gemacht werden bei zu Eiereinlegen emfiehlt C. Friederich, Adelsheim 15 . Schüler» Merchingen. Spur- u. Wlllskllkllffe Oktlblllkku. Maschinenöl Motorenöl WmlckmM Kchnhfett Wagrnfett Memenwachs Postscheckkonto 8865 Karlsruhe. Die hiesige Spar- und Waisenkasse nimmt jederzeit Spareinlagen bei einer Verzinsung von 4"/g an und gibt Gelder ab a. Darlehen auf I. Hypothek und auf Annuitäten, b. Darlehen an Private gegen doppelte Bürgschaft, sowie c. Uebernahme jion Liegenschaftskaufschillingen. Kafsentage: ----- Montag u. Freitag 8—11 u. 2—5 Uhr, Sonntags 2—4 Uhr. zu haben bei C. 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Jeder Landwirt darf daher die geringe und für sein ganzes Leben nur einmalige Ausgabe, die sich schon nach mehrtätigem Gebrauch dech „Rapid" bezahlt gemacht hat, nicht scheuen! ( «rs pn Vorführung erfolgt, ohne Kaufzwang, bei S. llubsnt L Liv-, Ällslsbeim Platzvertreter gesucht. AMIlMMllllllllst, Z KIm-klM