«rschemt täglich, außer Sonn- unS 1 Keiertags - vttt»: Monatlich. Pfg. - ^ Vierteljährlich . Mk. - frei ins Haus geliefert - Soxberger Anzeiger Gelesenstes Tageblatt öes da-Me» Saulanües ß Anzeigen werden mit pfeuutx ß per einspaltige Zeile berechnet. ^ - Sei mehrmaliger Aufnahme Rabats - Postscheck-Konto 4054, Karlsruh« hauptanzeigeblaü für Sie Sezirke Möelsheim, öoxberg u. deren Umgebung -ratisr flmiiichev verkünSigungsblatt ^Schentl.) Illustriertes Sonntags - öiatt HolzsrrbmWons- und verstrigrrungs-/lnAeiger für -en Odenwald Gratis: prall. Mitteilungen für Sewerbs (monatl.) u. Handel,siaus- u.LanSwirtjchast Rr. 147 . Druck und Verlag: Buchdruckerei Adelsheim, Adolf Heppeler ^elefon No. 18_ Adelsheim, Donnerstag, 38. Juni 1917 Verantwortlich: A. Heppeler in Adelsheim. Jahrg. 41 . Tagesberichte. WTB. Großes Hauptquartier, 27. Juni. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht: Bei schlechter Sicht war die Artillerietätigkeit an der Front geringer, als an den Vortagen. Nur in einzelnen Abschnitten nahm das Feuer zeitweise zu. In den Morgenstunden wurden gegen den vor-- springenden Lensbogen angreifende starke englische Kräit« unter schweren Verlusten abgeschlagen. In einem Borfeldgraben beiderseits der Straße Arras-Lens setzte sich der Gegner fest. Bei Fontaine blieben Vorstöße feindlicher Abteilungen erfolglos. Ebenso scheiterten an mehreren Stellen der Arras-Front Angriffe von Erkundungsabteilungen. Heeresgruppe deutscher Kronprinz: Abgesehen von starkem Feuer nordwestlich von Crao- ttelle, sowie beiderseits der Straße Corbeny—Mrry-au- Bac hielt sich die Kampstätigkeit im allgemeinen in mäßigen Grenzen. ? Heeresgruppe Herzog Al brecht: Keine wesentlichen Ereignisse. Oestlicher Kriegsschauplatz: ^ Südlich der Bahn-Lemberg—Tarnopol und an 8er Narajowka blieb das Artillerie- und Minenfeuer lebhaft. An der Zlota-Lipa brachten wir von einem gelungenen Erkundungsvorstoß mehrere russische Gefangene zurück. , ' - . Mazedonische Front: Im Cernabogen und östlich davon lebte die Feuertätigkeit zeitweise auf. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. -t- Immer noch wird an der englischen Front getastet, Die allgemeine Offensive an allen Fronten dürfte ziemlich nahegerückt sein. Die Londoner „Times" bereitet jetzt auch darauf vor. Die Verbündeten, so läßt sie sich von ihrem Berichterstatter schreiben, haben die Offensive des Frühjahrs mit hochgespannten Erwartungen ein- ! geleitet, auf welche die späteren Ereignisse jedoch einen Schatten geworfen haben. Die britische Offensive müsst ülerdings mit dem „Siege" am Wytschaetebögen alß I beendet betrachtet werden. Der Rückzug der Deutsche« habe die Verbündeten gezwungen, ihre Pläne für der! Frühjahrsfeldzug abzuändern. Alle günstigen Punkte, di« vie Deutschen am Ende ihres Vormarsches von 1914 zwischen Ypern und Reims besetzten, seien allmählich in die Hände der Verbündeten übergegangen und noch sei eine Zeit von vier Monaten günstigen Wetters zu er-« warten. Die Pause der letzten Tage sei nur vorübergehend j die Frühjahrsoffensive sei die Einleitung für di« Ausführung großer Pläne. Und falls Hindenburg beabsichtigt habe, mit seinen Reserven irgendwo eine Offensive zu unternehmen, so habe er diesen Plan wenige stens ausschieben müssen. — In Savoyen hat nun dieser Tage ein Kriegsrat stattgesunden, bei dem man sich über die Offensive in Flandern und Artois, an der Aisn« und in der Champagne, vielleicht auch bei Verdun, ferner an der italienischen Grenze und in Kleinasien geeinigt zu haben scheint. Dabei rechnet man mit der Möglichkeit, daß auch die Russen und Rumänen wieder allgemein in den Kamps eingreifen werden. Ob sich diese Erwartung erfüllen kann, bleibt abzuwarten. „Bitschentja Wjedomosti" teilt das Gerücht mit, daß sich das französische Hauptquartier gegen die Sendung weiterer russischen Verstärkungen an die französische, belgische und Salonikifront ausgesprochen habe. Auch wolle man die russischen Truppen in Frankreich wieder heimschicken. Aus Amsterdam wird gemeldet: Major Theodor Roosevelt und Kapitän Archibald Roosevelt, die Söhne des Expräsidenten, sind nach Frankreich abgereist, um sich den amerikanischen Streitkräften anzuschließen. Nach einer Mitteilung des Ppessebureaus des französischen Kriegsministeriums hat die gesamte Kriegsfront gegenwärtig eine Länge von 45 40 Kilometer, die sich wie folgt verteilen: Belgien 65 Kilometer, Frankreich 730 Kilometer, Italien 425 Kilometer, Rußland 1700 Kilometer, Rumänien 420 Kilometer, Serbien und Montenegro 1000 Kilometer, Aegypten 200 Kilometer, Die Ereignisse im Westey Der französische Tagesbericht. WTB. Paris, 27. Juni. Heeresbericht von gestern nachmittag: Gegen Ende des gestrigen Tages unternahmen unsere l Truppen einen glänzenden Angriff nordwestlich von Hurtcbise i gegen den vom Feind stark ausgebauten Vorsprung. Alle unsere ! siele wurden erreicht. 2n einigen Auaenblicken kiel die erste ! deutsche Linie in unsere gemalt. Feindliche Gegenangriffe auf beiden Flügeln der eroberten Stellung, die durch heftige Beschießung unterstützt wurden, wurden durch unser Feuer gebroden. Der durch die Plötzlichkeit des Angriffs überraschte Feind erlitt erhebliche Verluste. Er ließ mehr als 300 Gefangene, da u >t--r 10 Offiziere, in unseren Händen. Verschiedene feindliche Handstreiche gegen unsere kleinen Posten im Abschnitt Aillcs, in' den Argonnen und in der Gegend von Tahure scheiterten in unserem Feuer. Abends: Der Tag war ruhig, außer in der Gegend der Mühle von Laufsaux, wo der Artilleriekampf ziemlich heftig war »nd in der Gegend der heftig beschossenen Stadt Reims. Im Schalten der Keterpauksfestung. Roman von Hermann Gerhardt. SO Margarete brach in Tränen aus. „Was nützt das alles, wem-, man nicht glücklich ist I" schluchzte sie. «Wie äußerlich Du urteilst!" «Aber liebes Kind, weshalb solltest Du denn als General Birulesss Frau nicht glücklich werden? Er ist doch ein äußerst rücksichtsvoller Mensch. Und was sein Alter anbelangt, so ist es gar kein Fehler, wenn der Mann auch bedeutend älter ist als die Frau. Er steht ja auch jünger aus als sein« Fahre und ist eine famose Erscheinung." Margarete weinte immer noch. Das aber konnte Werner absolut nicht vertragen. Wenn er ein weibliches Wesen weinen sah, war eS sein eifrigstes Bestreben, den Tränenstrom znm Versiegen zu bringen. So trat er denn an die Schwester heran und legte den Arm tun ihre Taille. «Aber Kind," tröstete er, «so schlimm ist eS doch nicht I Du bist überrumpelt worden und das hat Dich aufgeregt. Wir wollen heule nicht mehr darüber sprechen. Morgen, wenn Du eS beschissen hast, wirst Du die Sache vernünftiger und praktischer ansehen." «Als ob ich das jemals könnte," schluchzte sie und legt« den Kopf anseine Schulter; eineZeitlang schwiegen beide. Tann nahm Werner zuerst wieder das Wort. «Ich hatte «inner den Eindruck, daß Du den Präfekten gern mochtest." «Er ist mir nicht unsympathisch, aber —" stockte sie. «Du weißt wohl im Grunde selbst nicht genau, wa» Du willst, Kleine," fiel Werne» ein, «ich will Dich aber ganz gewiß nicht beeinflussen, dazu ist die Ehe doch etwas zu Ernstes und Bedeutungsvolles. Auf Deine Stellung dazu kommt es einzig und allein an. Haben wir es fertig gebracht, s« lange auf eigenen Füßen zu stehen, so wird es auch weiter gehen; umsomehr, als man doch hoffen darf, daß die schlimmsten Zeiten vorüber sind. In ein paar Jahren denke ich. Dir , ypegaele Ziemlich lebhafter Bombenkampf in Richtung aufs das Fährmannshaus. Der englische Tagesbericht. MW! WTB. London, 27. Juni. Heeresbericht von gestern: Unsere. Angriffsziele in de» Kämpfen der vergangenen Nacht nordwest-j lich von Fontaine-les-Croiselles wurden unter geringen Verlusten erreicht. Zwei feind.iche, mit beträchtlichen Kräften gemachte Gcgenangrifsc wurden erfolgreich «Hgeschlagen. Heute Machten wir südwestlich von Lens weitere Fortschritte. Wir erweiterten unsere Gewinne. Die feindlichen Stellungen bei-- derseits des Souchcz-Bachrs gingen auf einem Frontabschnitt »on zwei Meilen und einer Tiefe von einem Yard in unseren Besitz über. Wir besetzten Coulette. — Fünf deutsche Fluazeuge wurden gestern zum Absturz gebracht; von den Mseren wird eines vermißt. Der Krieg mit Italiens WTB. Wien, 27. Juni. Amtlich wird verlaÄ- bärt vom 27. Juni 1917: Mus keinem der Kriegsschauplätze Ereignisse von Bedeutung. - Der Chef des GeneralstabK. Der K r «eg zur See. Berlin, 27. Juni. Am 22. Februar d. I. sin8 >m Sperrgebiet einige holländische Handelsdampser, di« die für den 17. März freigegebene Ausfahrt aus deq rnglischen Häfen versäumt hatten, versenkt worden. Obgleich der deutsche Admiralstab für dile am 22. März nachträglich gestattete Ausfahrt keine Gewähr übernommen hatte, weil es nicht sicher war, ob alle in Frage kommenden Tauchboote durch Funkspruch benachrichtigt werden konnten, obgleich also die holländischen Schiff« tue Verantwortung traf, hat die deutsche Regierung trotzdem in die Entschädigung der Schiffe eingswilligt in der Weise, daß einige in Niederländisch-Jndien ankernden deutschen Schiffe in den Besitz Hollands übergehen sollen, sobald der Flaggenwechsel der Schiffe oon den Ententemächten anerkannt fein wird. Bei der eine Heimat bieten zu können. Ich selbst werde ja nicht heiraten ; ich glaube, ich eigne mich nicht dazu." Margaret« lächelte unter Tränen und umarmte den Bruder ; seine Worte hatten sie wesentlich getröstet. Dann trocknete sie sich die Augen und stellte sich vor den Spiegel: „Sieht man mir sehr an. daß ich geweint habe?" fragte sie, sich nach Werner umblickend. „Nicht im geringsten," versicherte er sie. «Ich möchte nicht, daß es Katia auffiele." „Wirst Du ihr nichts davon sagen?" „Lieber nicht, sie ist so erregbar; sie würde mir immerfort zuredeu. Das gute Kind, wie sie sich freuen würde!" Werner ging ans Fenster und starrte hinaus. «Wie geht es ihr?" erkundigte er sich. «Gesundheitlich ganz gut. Aber sie kann ihre krankhafte Menschenscheu noch immer nicht überwinden. Der bloße Vorschlag, wieder wie sonst mit der Familie zu verkehren, regt sie schon ans. Ich suche ihr immer begreiflich zu machen, daß sie sich nicht dauernd so absperren kann." „Sie muß doch diesen jungen Menschen furchtbar lieb gehabt haben!" warf Werner hin und unterdrückte dabei einen Seufzer. «DaS hat sie wohl in gewisser Weise. Aber da fällt mir «in. daß sie mich gewiß schon seit einer Stunde erwartet. Ich will nur gleich hin." 18 . Kapitel. Gleich beim Eintritt begrüßte Katia die Freundin mit der ungeduldigen Frage: «Wo hast Du denn die ganze Zeit gesteckt?" «Ich war mit Werner spazieren." «Aber ich sah Euch ja vom Fenster aus schon vor langer Zeit nach Hause kommen!" «Nachher war ich noch in seinem Zimmer," entgegnete Margarete ausweichend. «Ach so!" versetzte Katia. «Es ist ja so begreiflich," fuhr st« nach einer Weile fort, «daß Ihr beide gern zusammen seid; ich bin recht egoistisch, daß ich Dich immer für mich haben möchte." Innerlich aber schien sie nicht recht darüber hinwegzn- kommen; sonst pflegte doch Margarete jedesmal vorn Spaziergang direkt zu ihr hereinzugucken I Warum denn heut« nicht? Forschend blickte sie sie an. Und gleich darauf schmiegt« sie sich dicht an Margarete: „Liebste," rief sie aus, «Dir fehlt etivas, und Du willst inir'S nicht sagen! Du hast ja ge. weint." Margarete wandte das Gesicht ab. „Geweint?" sagte sie, „wie kominst Du darauf?" „Weil Deine Augen rot sind. Und jetzt willst Du mich hinters Licht führen! Aber die Mühe kannst Du Dir ersparen; ich gehöre nicht zu denen, die es durchaus nicht lassen können, die Geheimnisse anderer Lente zu ergründen !" Daniit ließ sie die Margarete stehen und warf sich in die Sofaecke. „Die Welt ist voll Lng und Trug, ich wollte, ich könnte ihr den Rücken kehren!" rief sie in tragischem Tone, und ihre Augen blickten finster, ein sicheres Zeichen, daß in ihrem Innern der Sturm tobte. Margarete ging ihr nach und setzte sich neben sie; aber das junge Mädchen zuckte zurück, als habe ein Skorpion sie bekührt. „Liebste Katia," begann Margarete. „Sage mir nichts, ich will nichts hören!" unterbrach die Kleine sie heftig. Du wolltest ja doch nicht, daß icki's wissen sollte; Du hast ja Deinen Bruder, geh doch wieder zu ihm l" Margarete aber ging nicht. Sie saß und wartete, bis daS leidenschaftliche kleine Geschöpf sich in Schmähungen und Klagen über die Schlechtigkeit der Welt im allgemeinen und im besonderen Luft gemacht. Als sie sich dann blaß und erschöpft zurücklehnte, versuchte Margarete von neuem ihr Heil. „Willst Du mich jetzt anhören, Katia?" „Sprich oder schweige, wie Dir's beliebt. Mir ist es einerlei." „Dann werde ich sprechen. Es ist etwas vorqefallen. was ich Dir um unser beider Willen gern verschwiegen hätte. Denn, wenn ich es Dir sagte, würde es Dich nur zwecklos aufregen." „Mit dem Verschweigen erreichst Du aber nur das Gegenteil. Jetzt werde ich die ganze Nacht nicht schlafen können und werde mich aufregenl" 231,20 Versenkung sind keine Menschenleben umgekommen. Die geschädigten Seeleute werden entsprechenden Schadenersatz erhalten. Berlin, 27. Jüni. Der in der Nacht vom 13. zum 14. Juni versenkte englische Hilfskreuzer „Avenger" war ein Doppelschraubendampfer von 15 000 Donnen, der ursprünglich für den Postdienst zwischen Neuseeland und Kanada bestimmt war. Madrid, 27. Juni. Das Tauchboot „U 52", das wegen einer im Kampf erlittenen Beschädigung den Hafen von Cadiz aufsuchen mußte, wird auf Befehl der spanischen Regierung entwaffnet. Seiner Ausreise steht jedoch nichts entgegen. Der türkische Krieg. WM. Konstantinopel, 27. Juni. Amtlicher Bericht von gestern: Schwarzes Meer: Ein Teil unserer Seestreitkräfte führte vom 23. bis 25. Juni eine Unternehmung nach der russischen Donaumündung aus. Der feindliche Leuchtturm und die Funkenstation auf der Schlangeninsel wurden zerstört. Unser Landungskorps erbeutete auf der genannten Insel ein Maschinengewehr und eine Anzahl Waffen, zerstörte feindliche Geschütze und kehrte mit 11 Gefangenen an Bord zurück. Auf der Rückfahrt versuchten russische Linienschiffe und Zerstörer unser« Seestreitkräfte abzuschneiden. In dem entstehenden Gefecht erzielten unsere Streitkräfte auf große Entfernung Lreffer auf einem feindlichen Zerstörer. Ein Marineflugzeug warf mit Erfolg Bomben auf ein feindliches Linienschiff. Unsere Seestreitkräfte und das Flugzeug sind inbeschädigt zurückgekehrt. Besonders hat sich Midilli der deutsche Kreuzer „Gäben") hervorgetan. Neues vom Tage. Gustav Schm oller ch. > Berlin, 27. Juni. Der bekannte Nationalökonom Professor Gustav v. Dchmoller ist heute nacht im Alte, von 79 Jahren in Bad Harzburg gestorben. (Schmollet ist 1838 in Heilbronn geboren.) ' Rückkehr deutscher Kriegsgefangener. Koustarrz, 27. Juni. Die Ankunft deutscher Schwer» verwundeter aus Frankreich, von denen der erste Trans» Port auf den 29. Juni angekündigt war, erleidet eint Verzögerung, sodaß der erste Zug voraussichtlich erst am 10. Juli hier eintreffen wird, da die französische Militärverwaltung mit den Vorbereitungen zum Austausch noch, nicht fertig geworden ist. Ohne eigene Meinungsäußerung. Frankfurt, 27. Juni. Die „Franks. Ztg." bringt in ihrer heutigen Nummer folgende Notiz: Aus Gründen, die sich öffentlicher Bekanntgabe entziehen, sehen wir uns veranlaßt, den politischen Teil bis auf weiteres ohne eigene Meinungsäußerung erscheinen zu lassen. Kriegsrat. Paris, 27. Juni. (Agence Havas.) In Saint Jean- de-Maurienne (Savoyen) fand eine militärische Beratung statt, an der Generalissimus Cadorna, der englische General Redcliffe, sowie die Generale Foch und Pernin teilnahmen. Cadorna und Foch sollen zu einem 'Einverständnis über die Art der Zusammenarbeit der französischen und italienischen Truppen bei den begonnenen Operationen in Kleinasien und an den heiligen Stätten gekommen sein. Sie prüften auch die Lage, die sich auf dem Balkan infolge der jüngsten Ereignisse in Griechenland ergeben hat, und studierten endlich die Pläne einer allgemeinen Offensive, die die Alliierten jetzt gleichzeitig beginnen mühten, wo es mehr als gewiß scheint, daß Rußland demnächst in der Lage sein werde, auch seinerseits die Offensive zu ergreifen. Ter Fall Grimm. Stockholm, 27. Juni. Nationalrat Grimm hat an den Stockholmer Bürgermeister Lindhagen einen Brief gerichtet, in dem er zugibt, das bekannte Telegramm hoffmanns sei die Antwort aus eine von ihm (Grimm) durch Vermittlung der schweizerischen Gesandtschaft an hoffmann gerichtete Anfrage sei. Er habe allgemein um Mitteilungen über die bekannten Kriegsziele der Negierungen der Mittelmächte angefragt, nicht um einzelne Kricgsziele oder Bedingungen für einen Sonderfrieden. Eine frühere Verständigung zwischen Hoffman, und Grimm habe nicht stattgefunden. Die gegenwärtige« Zustände in Rußland seien unhaltbar und ohne eine vollständige Katastrophe sei die Reorganisation nicht möglich. Nur durch schleunigen Friedensschluß sei die Revolution zu retten. (Also zuerst zeiht Grimm die deutsche Regierung der unbefugten Ausnützung seiner von ihm angeregten Verbindung mit Hoffmann, dann leugnet er jede Verständigung mit Hoffmann ab und endlich gesteht er sie zu, er will aber nur um etwas gefragt haben, was schon jedem bekannt war. Und dazu bedurfte er des ganzen amtlichen Apparats. Mit seinen Widersprüchen wird sich Grimm nicht mehr aus der Affäre retten können; er wird selbst in den Schlingen hängen bleiben. Es wird zunächst festzustellen sein, ob die Ausweisung aus Rußland nicht eine bloße Komödie ist. D. Schr.) Bern, 27. Juni. Der Bundesrat hat den Dr. Hoffmann um einen eingehenden Bericht über den Fall Grimm ersucht. Man vermutet, daß der Schlüssel der Geheimschrift der schwei'eri'ckeu G sant tfchaft ae .ohleu worden sei. Berti!-, 27. Juni. Die ..Nv d'eut'che A!!g:m Zig." schreibt: Das von der Entente im Interesse der Kriegsverlängerung in Umlauf gesetzte Sch'aawort von der deutschen ..Friedensintrigue" wird jetzt durch die Pariser Meldungen über eine deutsche pazif'sti'che Kem-agne unterstützt, über die der französische Ministerpräsident im Kammerausschuß Dokumente vorgeiegt haben soll. Die Dokument- sollen auf den Fall Hoffmann Bezug haben. Nachdem durch die Erklärungen Hoffmanns völlig Klar- gestellt wurde, daß sein Schritt aus privater Initiative hervorgegangen ist, können die Pariser Anstrengungen nur den Zweck haben, n.u.-ale Persönlichkeiten, die aus menschenfreundlichen Motiven aus die Beenri mng des Krieges hinarbeiten, durch Deport'mus r»> so'chen Bemühungen abzuhaltcn. Was die Pariser Meldungen über Agenten der deutschen Regierung erzählen, ist reine Erfindung. Offenbar will Ribot durch die 'Prödüzierung angeblicher Dokumente über eine deutsche Fricdenspro -r d ie Frage nach den geheimen Ab inachungen über die Kriegsziele der Entente in den Hintergrund schieben. Bundesrat Ador. Berlin, 27. Juni. Nach seiner Wahl hielt Bundesrat Ador, der bekanntlich Vorsitzender des Zentralkomitees vom Roten Kreuz ist, eine Rede, in der er versicherte, er sei entschlossen, gewissenhaft alle Pflichten zu erfüllen, die eine loyale Neutralität dem Schweizervolk auferlege. Er werde aber auch die Rechte des Staates und oer Eidgenossenschaft zu verteidigen missen. Errichtung einer Schweizer Pulverfabrik. Bon der schweiz. Grenze, 27. Juni. (z. K.) Den Neuen Züricher Nachrichten zufolge beschloß die schweizerische Regierung, in nächster Zeit mit dem Bau der größten schweizerischen Pulverfabrik in Wimmis zu beginnen. Diese eidgenössische Pulverfabrik wird etwa 40 Gebäude umfassen und 4,5 Millionen Franken kosten. Ausstände in England. Kopenhagen, 27. Juni. Kürzlich aus England eingetroffene Reisende berichten, daß in Liverpool und Manchester auf den Werften und Fabriken Aus stände an der Tagesordnung seien. Der Schiffsverkehr in den englischen Häfen habe in letzter Zeit merklich! abgenom. men. In Edinburgh und Leith verlangten neulich «hie streikenden Arbeiter ernstlich entweder Frieden oder Aus- (ahrt der Flotte. Holländisches Gemüse sei in England außerordentlich teuer. Für einen Kopf Salat bezahlen die Großhändler beim Eintreffen der Schiffe 36 Pfennige. Trotzdem herrsche in vielen englischen Städten größter Mangel an Kartoffeln und Gemüse.' Ernste Lage in Spanien. Madrid, 27, Juni. Das Reutersche Bureau meldet: Der Ministerrat hat am Montag die Aufhebung der verfassungsmäßigen Garantien beschlossen. Madrid, 27. Juni. Ministerpräsident Tato hat erklärt: Die Minister haben die äußersten Maßnahmen ergriffen, um die öffentliche Ordnung und Ruhe zu bewahren. In der äußeren Politik haben sie ebenfalls die nötigen Maßnahmen getroffen. Wir denken nicht daran, unsere Neutralität aufzugeben; deshalb müssen aller Spanier uns unterstützen. Ter Ministerpräsident versicherte schließlich, daß aus der ganzen Halbinsel völlige Ruhe herrsche. Ein Ministerrat werde am Mittwoch in Madrid zusammentreffen. Kritische Lage in Engend. London, 27. Juni. Lord Rhonada, der neue Lebensmittelkontrolleur, beabsichtigt die Festsetzung von Höchstpreisen für Lebensmittel aus der Grundlage der gegenwärtigen Preise mit Zuschlag der vor dem Kriege üblichen Gewinne. — Ter „Manchester Guardian" weist daraus hin, wie ernst die Regierung die Lage der Inguschen Bar: ... . an,ehe. Das craeoe sich aus der zeitweiligen Schließung der Baumwollbörse in Liverpool, und darauf, daß die Vertreter der Baumwollindustrie des ganzen Landes und der in Frage kommenden Arbeiter zu einer Besprechung einbcrufen worden seien. — Eine Versammlung des britischen Berg- wannsverbarids, des Eisenbahnbundes und des nationalen Lransportarbeiterverbands nahmen Stellung gegen die tllmähliche Einführung der Jndustriedienstpflicht und ;egen die Bestrebungen, den Einfluß der Gewerkschas- en zu hemmen. Die Wirre« in Rußland. Die zunehmende Lebhaftigkeit an der russische« Front. Bon der schweiz. Grenze, 27 Juni. (z. K) Die Schweizer Blätter geben die Havas - Besprechungen der letzten Tage wieder, in denen mit Befriedigung darauf hingewiesen wird, daß die russische Armee sich wieder zu rühren beginne. Die Havasnoten lenken besonders die Aufmerksamkeit auf die zunehmende Tätigkeit der Artillerie und Erkundungstätigkeit an der Narajowka, an welchem Frontabschnitt man allem Anschein nach zunächst mit ernstlicheren Operationen zu rechnen hätte. Bon der schweiz. Grenze, 27. Juni. (z. K.) Nach Stockholmer Meldungen schweizerischer Blätter feiern in Petersburg augenblicklich 40 000 Arbeiter. — Von den in Petersburg eingetroffenen Frontsoldaten sind 60000 Kosaken über Wiborg nach Finnland abgegangen. Bon der schweiz. Grenze, 27. Juni. (z. K.) Züricher Meldungen aus Mailand zufolge, berichtete „Corriere della Sera" aus Petersburg, daß auf 22 mit Namen angeführten Haupteisenbahnen, darunter den Strecken nach Moskau, Kiew und Wiborg der gesamte Verkehr eingestellt worden ist. Jahre 1914 war das erste deutliche Zeichen, daß daz Gewitter, das am politischen Horizonte herauizog, fitz trotz^aller Friedensbestrebungen Deutschlands und Oesterreich-* Ungarns doch entladen würde. — Glockenabschied. Zum letzten Mal läuteten die drei Glocken der ev. Stadtkirche heute Vormittag um hak 9 Uhr in einträchtiger Harmonie, um dann von einander getrennt zu werden für alle Zeiten. Tiefe Wehmut beschlich einen bei dem Abschiedsklang der drei metallene« Geschwister, denn wie heimisch und vertraut haben sie sich doch im Laufe der Jahre in unsere Herzen hiueingeläutet. .Wie oft trugen sie in den letzten Jahren jubelnde Siegeskunde über die Täler und Höhen der Kirnau und Seckach aber auch zu freudigen und ernsten kirchlichen Anlässe« ließen sie ihr Rufen erschallen und manch müden Wandrer begleiteten sie auf seinem letzten Gang. Es ist auch letzter Gang, den sie gehen, und auch ihr Körper wird eine andere Form bekommen, mit der sie hilfsbereit i« den menschenmordenden Weltkrieg eingreisen werden, um dem deutschen Volke seine Unabhängigkeit zu sichern. — Das Glöcklein der Jakobskirche wurde gestern schon aus seiner einsamen luftigen Höhe heruntergeholt, um zur Ablieferung zu gelangen. Tie Herstellung von Marmeladen Obstweinen. Um die Bevölkerung mit einer genügenden Mengj von Brotaufstrich versorgen zu können, hat die Reichsstelle für Gemüse und Obst bereits alle Vorbereitung?, getroffen, daß die Marmeladenfabriken mit ausreichendem Obst beliefert werden. Es wird damit gerechnet; daß während neun Monaten die Bevölkerung jeden Ta« auf den Kopf 30 Gramm Marmelade erhält. Rechnet man nun die Zivilbevölkerung, die während dieser neuH Monate mit der Versorgung von künstlichem Brotaufstrich in Betracht kommt, aus 50 Millionen, so ergibt stz ein Bedarf von 8,1 Mill. Zentnern. Dieser Bedarf a« Brotaufstrich soll gedeckt werden durch die Herstellung von 2,4 Millionen Zentner Kunsthonig, 400 000 Zentnei Rübensaft und durch 5,6 Millionen Zentner Marmelade. Für diese Marmelademenge sind ungefähr ebenso viel Zentner, also reichlich 5 Millionen Zentner, Obst notwendig. Dieses Obst soll den Marmeladefabriken laut „Franks. Ztg." durch Abschluß von Lieferurigsverträge« sichergestellt werden, und in einer Anzahl von Provinze« ist diese Sicherstellung auch bereits erfolgt. An ein« Beschlagnahine des Obstes zu Gunsten der Marmeladefabrikation wird von der Reichsstelle unter keinen Umständen gedacht, sondern, wenn der Bedarf an Marmelad« nicht genügend gedeckt werden sollte, so soll mit andere« Zwangsmitteln eingegriffen werden durch die Einführung von Versandscheinen oder durch Versandsperre fül gewisse hervorragende Erzeugergebiete. Die Beschlagnahme könnte nur das äußerste Notstandsmittel sein, ei« Notstandsmittel, von dem die Reichsstelle glaubt, niemali Gebrauch machen zu müssen. Dieser Standpunkt der Rcichsstelle für Obst u. Gemüsi wird nach der Mißstimmung, die im Vorjahr durch di« Beschlagnahme des Obstes und die sich daran anknüpfenden bedauerlichen Folgeerscheinungen erzeugt wurdet zweifellos Beruhigung in den Produzentenkreisen herbei- sühren. Um unsere Obsternte für die menschliche Ernährung möglichst rationell auszunutzen, ist von der Reichsstelle die Erzeugung von Beerenweinen erheblich eingeschränkt worden. Es dürfen nur 30 Prozent der vorjährigen Bee- renerntc verwendet werden, lieber die Herstellung von Obstweinen ist eine definitive Entscheidung nicht gefallen. Ein völliegs Verbot der Obstweinbereitung, wie es vielfach verlangt wird, würde für bestimmte Bezirke zweifellos eine große Härte bedeuten, und aus diesem Gesichtspunkte heraus scheint bei der Reichsstelle Neigung zu bestehen, die Obsiweinbereitung in gewissem Umfang, allerdings bei weitem nicht in der Höhe, wie es früher üblich war, zu gestatten, denn es muß das Hauptgewicht darauf gelegt werden, daß für unsere Bevölkerung und auch für das Heer angesichts der beschränkten Fettmenge zunächst einmal eine genügende Menge von Brotaufstrichmitteln sichergestellt wird. Die Reichsstelle für Gemüse und Obst ist auch fest entschlossen, den getätigten Lieferungsverträgen mit allem Nachdruck Geltung zu verschaffen; ebenso wird ein Ueberschreiten der festgesetztest Höchstpreise mit allen Rechtsmitteln geahndet. Es ist die Pflicht der Konsumenten, und es liegt vor allen Dingest im eigenen Interesse jedes Konsumenten, daß er die Reichsstelle dabei unterstützt und vorhandene Mißstände jur Kenntnis der zuständigen Behörden bringt, damit mgegen eingeschritten werden kann. 6. Krieg ist außer iwrherge «nd bett fotzten f von entf mögliche: zeichnunc mmgen ' nis steht Pb-uck Zei Zeic L Krieg ^ k«chen M ^im Heere usd Krie den im H im Gesar dings sir 2 und l worden. 'Petersburg, 27. Juni. Ter russische Lebens- mitteltontrolleur Pefchekhonoff hat dem allrussischn Kongreß einen sehr düsteren Bericht über die Lebensmittelfrage erstattet. Petersburg, 27. Juni. Mehrere staatliche Munitionsfabriken sind wegen Mangels an Rohstoffen geschlossen worden. (Das ist dem Tauchbootkrieg zu danken. D. Schr.) Petersburg, 27. Juni. Ter Ju,uzminister hat ein Gesetz gutgeheißen, das Frauen ermächtigt, vor Gericht die väterliche Gewalt auszuüben. — Ter Minister des Innern hat einen Gcsetzcsvorschlag üuer die Gewifseus- frciheit vorgelegt, wonach der Glaubenswechsel durch mündliche Erklärung vor den betreffenden Geistlichen oder religiösen Gemeinschaften stattfinden soll. Der Gaube der Unmündigen bis zu 9 Jahren wird von den Eltern bestimmt. ' Mhme d stimmen größeren gegangen Natt bri Aus Stadt und Land. ** Adelsheim. 28. Juni 1917. Ei« trauriger Gedenktag ist der Tag der ! Ermordung des österreichischen Thronfolgerpaares zu ! Serajewo am heutigen 28. Juni. Die ruchlose Tat im ! M konser Ein Weg zur Ersparnis von Kleiderstoffe«. MZ Wirt Die meisten Menschen haben die Gewohnheit, ihre Kleider, sowie sie ihrer Ansicht nach abgetragen sind, für immer abzulegen und sie alsdann durch neue Kleidungsstücke z» ersetzen. Dies ist ein gänzlich verkehrter Weg, namentliö i m jetziger Zeit, die uns allen die Verpflichtung auferlegt, zur Streckung unserer Vorräte an Stoffen, soweit es ist unseren Kräften steht, beizutragen. In den meisten Fälle« wird es nämlich möglich sein, die getragenen Kleidungsstücke wenden zu lassen. Betraut man hiermit einen gewandten Schneider, der sich mit Sorgfalt seiner Aufgabe unterzieht, so erscheint das Kleidungsstück wieder wie nest ' und erfüllt auf lange hinaus seinen Zweck. Die ältest Knopflöcher an Herrenanzügen, die manchem vielleicht aist ! meisten als Stein des Anstoßes bei diesem Verfahren er- ? scheinen, werden sauber zugearbeitet und verschwinden unter j den umgesetzten Knöpfen. In erster Linie kommen fm dies Verfahren natürlich Herrenanzüge in Frage, aber auch Damenkleider würden sich hierzu geeignet erweisen. Wen» diese Doppelverwertung der Stoffe in wetten Kreise» Eingang finden würde, so ließe sich dadurch eine gast! außerordentliche Ersparnis an Kleiderstoffen erzielen, dtt für die gedeihliche Entwicklung der Verhältnisse auf unserer» Textilwarenmarkt von wesentlicher Bedeutung werden könnte- Kresse dl — Httfsgendarmen. Die „Karlsruher schreibt halbamtlich : Das Kgl. stellv. GeneralkommandE^ren ot des 14. Armeekorps hat eine größere Anzahl von Unk gieren Bestandes llnteroffiz «ationen, als Hilfs HÄ ihrer Gendarm Me Arm! Stempel zeldmanc vielen O geleert v Nmdesri die nächs Aussteller usw. zu r zurückzuri zu entlee brauchs der der i Einschräi Kräfte h Jahre 1l verbrauch jetzt scho Monat I Prozent Mn auä tätsverbr doch imn läge ein- und zwo in den ; tete Elek zu verrii durch Wc ist, währ in der V hin gelex aufmerks, Oelfrücht den Mer bzw. dess in Betra Mohn, L Senfsaat. gramm f 175 Mw -ahlung vom Lag !s dürfe: Reichsbai - l bestand - größerem nehmen ; ncktel ur nirrung Hnr und Merbedai Kezirks e «roner bft der eine weil deshalb I bringt e Auflage Hht ode bleiben. Ms längster Kn cg irreren ' * Wo r Aehr Pa besonders Hch besor Men abkommandiert zur Ergänzung des Mannschafts- .andes des Großh. Bad. Gendarmeriekorps. Diese rsterrei^UMeroffiziere werden, verteilt auf die einzelnen Gendarmerie- ltzöüonen, eingestellt unv vereidigt als Hilfsgendarmen und teten d' «D Hilfsbeamte der Staatsanwaltschaft. Die Bevölkerung ihren Weisungen in gleicher Weise wie denen der Kndarmen Folge zu leisten. Als Abzeichen tragen sie M Armbinde mit dem Ausdruck „Hilfsgendarm" und dem SLmpel des Großh. Gendarmeriekorps. — Heer und Kriegsunleihe. Das Ergebnis dc> ß. Kriegsanleihe-Zeichnung im Feld- und Heimatheere ist außerordentlich erfreulich. Es übertrifft dasjenige der vorhergehenden fünf Kriegsanleihen um ein vielfaches ,nd beträgt nach den bisherigen militärischerfeits erfolgten Feststellungen rund 1,3 Milliarden Mark. Hiervon entfallen, soweit eine statistische Gliederung sich ermöglichen ließ, rund 0,5 Milliarden auf reine Feldzeichnungen und rund 0,8 Milliarden auf Heimatszeichnungen von Heeresangehörigen. Das endgültige Ergebnis steht noch nicht fest, weil noch täglich bei der Reichs- Zeichnungen von Heeresangehörigen einlaufen. Mit br, Zeichnungen im Heere ist als Gesamtergebnis der L Kriegsanleihe die gewaltige Summe von 13 Milli- «chen Mark erheblich überschritten. Günstig hat sich die im Heere neugeschaffene Einrichtung der Kriegssparkarten imd Kriegssparmarken entwickelt. Bis zum 9. Juni wurden im Heere 5,7 Millionen Sparkarten mit Sparmarken im Gesamtbeträge von 65 255 044 Mark abgesetzt. Neuerdings sind außer den Sparmarken im Betrage von 1, 2 und 5 Mark auch solche von 10 Mark eingeführt worden. — Keine Sammelbüchsen mehr! Ter Kleingeldmangel ist auch dadurch verschärft worden, daß an vielen Orten aufgestellte Sammelbüchsen nicht regelmäßig geleert worden sind. Nunmehr sind von verschiedenen Mmdesregierungen die Behörden angewiesen worden, für die nächste Zeit, etwa bis zum 1. August ds. Js., das Aufstellen von Sammelbüchsen in Gastwirtschaften, Läden usw. zu verbieten und die bisher erteilten Genehmigungen zurückzunehmen. Die aufgestellten Büchsen sind alsbald zu entleeren. — Einschränkung des Elektrizitätsverbrauchs. Wie der Verbrauch des Gases, wird auch der der Elektrizität in der nächsten Zeit eine wesentliche Einschränkung erfahren müssen. Der Verbrauch dieser Kräfte hat in Deutschland ungeheuer zugenommen. Im Zähre 1913 wurden noch 2,6 Billiarden Kilowattstunden verbraucht. Im Jahre 1917 dürfte aber der Verbrauch jetzt schon auf 10 Milliarden angewachsen sein. Der Monat Mai allein zeigte schon eine Steigerung von 70 Prozent gegenüber der gleichen Zeit des Vorjahrs. Wenn Mn auch bei weitem der geringste Teil des Elektrizitätsverbrauchs auf Beleuchtungszwecke entfällt, so ist dieser doch immer noch groß genug, um angesichts der Kriegslage eine Verringerung als nötig erscheinen zu lassen, und zwar ist beabsichtigt, die Verbrauchsziffer für die in den Haushaltungen zu Beleuchtungszwecken verwertete Elektrizität auf 90 Prozent gegenüber dem Vorjahr um Hatz einander hmut be, etallene, a sie sich igeläutep Sieges-, ! Seckach Anlässe Wandrer auch ihr per wir!) bereit i» den, um Hern. — chon M zur Ab-^ iS Mengt Reichs- ei tunge< -reichen« erechneh den Ta« Rechnq ser ueulk Vrotauf. 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Man darf wohl annehmen, daß man es mit einer organisierten Bande zu tun hat, die die ganze Umgegend unsicher macht. (-) Boxberg» 26. Juni. Ein eigenartiger Vorfall ereignete stch Hestern hier. Als der Russe des Händlers August Volk m Wölchingen in eine Scheune der früheren Adlerbrauerei Heu einführte und die Pferde vom Wagen losgelöst hatte, trat eines derselben auf einen schlecht abgedeckten Schacht des unter der Scheune befindlichen Eiskellers und brach durch. Das Pferd hing in dem etwa ein Quadratmeter großen Schacht und konnte von einigen schnell herbeigerufenen Männern mittelst einer um den Leib geschlungenen Kette langsam in den etwa 4 Meter tiefen Eiskeller herabgelassen werden. Um nun das Pfero aus dem Eiskeller herauszubringen, war es nötig, in die nach der Bahnhofstraße gelegenen Böschung ein Loch zu graben und das Mauerwerk des Eiskellers zu durchbrechen, worauf das Pferd na!h etwa 2 Stunden aus seiner unfreiwillen Lage mit anscheinend nur einigen Hautverletzungen befreit werden konnte. (-) Freiburg, 27. Juni. Die Naturforschende Gesellschaft in Basel hat anläßlich ihrer Hundertjahrfeier Bergrat Ferdinand Schalch hier zum korrespondierenden Mitglied ernannt. (-) Hüfingeu, bei Donaueschingen, 27. Juni. Der Betrieb der Frank'schen Stadtmühle ist wegen eigenmächtiger Maßnahmen des Müllers, der zuvor verschiedentlich durch die amtlichen Organe gewarnt worden var, polizeilich geschlossen worden. anknüM zu verringern. Ferner soll, da an manchen Stellen die damit stoffen. Kleider, ^ immer tücke zu nnentlich uferlegt, l es in n Fällen eidungs- inen ge- Aufgabe oie neu ie alten eicht am hren er- en unter nen für iber auch Wen» Kreise« ae ganz len, dü unserem Zeitung mman« r Unt« Letzte Nachrichten« ! Wolfs-Telegramme. > 21700 öcutloceglslerliimien versenk«. s Berlin, 28. Juni. Neue U-Bootserfolge im englischen ! Kanal, in der-'Biscaya und in der Nordsee: 5 Dampfer, ' 4 Segler mit 21 700 Bruttoregistertonnen. Unter denver- s senkten Schiffen befinden sich die französischen Segler s „Ernestine" mit Grubenholz nach England und ! „Eugenie", der portugiesische Dreimast-Gaffelschoner ! „Amphitrite" mit 300 Tonnen Butter, Kakao und Wein ! nach Frankreich, ferner ein großer bewaffneter Tankdampfer ! von über 8000 Bruttoregistcrtonnen, ein bewaffneter ! Dampfer von etwa 3000 Tonnen und ein tief beladener großer Frachtdampfer, die beide aus Geleitzügen herauL- geschoffen wurden. Zwei weitere versenkte Schiffe hatten Kohlen geladen. Der Chef des Admiralstabs der Marine. 80 00V Verwundete. Berlin, 27. Juni. Entkommene bulgarische Gefangene berichten, daß in den drei Monaten März, April, Mai, allein in Saloniki 80000 Verwundete 'ankamen. Die ! Mannschaftsdepots waren sämtlich leer, mit Ausnahme des s serbischen, in dem 7 bis 8000 genesende Serben liegen, s Weiter erzählten die entkommenen Gefangenen, daß die s Serben von den Franzosen fast ebenso schlecht wie die Gefangenen behandelt werden. In Saloniki herrsche eine erschreckende Teuerung. Zum Hungertod verurteilt. s Berlin, 27. Juni. Der britische Funkendienst Carnavon meldet am 26. Juni, 2 Uhr vormittags, aus Griechen- i land: „Die Alliierten vollzogen die Besetzung in einer Zeit, ! i in der sie die Getreideernte, die jetzt eingebracht ist, . ! kontrollieren können. Ein Teil davon wird den Heeren s l der Alliierten überwiesen werden und der andere Teil zum , Verbrauch der Bevölkerung verwendet werden." — Nach- ! dem die Ernte nicht im entferntesten für den Bedarf des ! eigenen Landes ausreicht und bereits im Frieden Getreide der Haupteinfuhrartikel war, bedeutet dies nichts weniger , als die glatte Verurteilung des unglücklichen Landes zum Hungertod. Für eine schnelle Beendigung des Krieges. Petersburg, 27. Juni. (Petersb. Tel.-Ag.) Der Kongreß der Arbeiter- und Soldatenräte ganz Rußlands ' hat sich mit überwiegender Mehrheit für eine von den s revolutionären und minimalistischen Sozialisten vorgeschla- s ' gene Entschließung ausgesprochen, in der die Ansicht zum ! - Ausdruck gebracht wird, daß der Kampf für schnellste j , ... j Beendigung des Krieges die wichtigste Aufgabe der revolu- s »Ünngt erforderlichen Maße herzustellen. Tie Höhe der ! tionären Demokratie darstellt, daß die Beendigung des . - ! Krieges durch die Niederlage einer der kriegführenden - Parteien und der Abschluß eines Sonderfriedens, oder eines Sonderwaffenstillstands zurückzuweisen ist. durch Wasserkraft erzeugte Elektrizität nicht voll ausgenützt ist, während andere Werke überlastet sind, ein Ausgleich in der Weise geschaffen werden, daß neue Fabriken dorthin gelegt werden, Ws überschüssige Kraft vorhanden ist. — Ablieferung der Oelfrüchte. Es sei daran! aufmerksam gemacht, daß auch in diesem Jahre alle Oelfrüchte mit Ausnahme der dem Erzeuger zustehenden Menge an den Kriegsausschuß für Oele und Fette §zw. dessen Kommissionäre abzuliefern sind. Es kommen in Betracht Raps, Rübsen, Hederich, Ravison, Motter, Mohn, Leinsamen, Hanfsamen, Sonnenblumenkerne und Senfsaat. — Silberhöchsttzreis. Ter Preis für das Kilogramm feinen Silbers in unverarbeitetem Zustande darf 175 Mark nicht überschreiten, Ter Preis gilt für Barzahlung bei Empfang und schließt die Versendungskosten «sm Lagerplatz nicht ein. Wird der Kaufpreis gestundet, so dürfen bis zu 2 vom Hundert Jahreszinsen ü!M Reichsbankdislont hinzugeschlagen werden. — Konservierung von Eiern. Bei der Z. E. G. bestand der Plan, in den ersten Sommermonaten in größerem Maßstabe eine Konservierung von Eiern Vorschulen zu lassen.^ Die Reichsverteilungsstelle für Nährmittel und Eier hat sich aber gegen eine Massenkonser- «iernng von Eiern durch eine Zentralstellle ausgesprochen und den Landesverteilungsstellen nahegelegt, den Eerbedarf für die Krankenhäuser und Lazarette ihres irks einzulagern, darüber hinaus aber Eier nur soweit konservieren, als nach den besonderen Verhältnissen . Wirtschaftsgebiets angebracht erscheint. — Der Maß- Hahme der Reichsverteilungsstelle wird man nur zusammen können, da bisher durch die Konservierung in größeren Mengen Hunderttausende von Eiern verloren ^Ngangen sind. — Der Papiermangel. Das Armeevcrordnungs- blatt bringt folgende Verordnung des Generals von Fröner: „Tie erheblich gewachsenen Schwierigkeiten bft der Herstellung von Papier aller Arten erfordern Eine weitgehende Einschränkung des Verbrauchs. Es wird bishalb bestimmt: 1. Drucksachen sind nur in dem un- Inflage ist genau zu Prüfen. Veröffentlichungen, die Wht oder zurzeit nicht erforderlich sind, haben zu unter- Keiben. 2. Tie Eindeckung der Dienststellen mit Papier Als längere Zeit ist zur Vermeidung einer Verschärfung ber Knappheit und von Preistreibereien unzulässig. Im Aneren Dienst ist nur ungebleichtes Papier zu benutzen. T Wo viertel oder halbe Bogen ausreichen, darf nicht Aehr Papier verwendet werden. 4. Die Benutzung von besonders gutem Papier wird untersagt." — Der bargeldlose Zahlungsverkehr empfiehlt , besonders jetzt mit Beginn der Reisezeit. IM Jn- n könnte- stresse des Vaterlandes sowohl wie im Interesse des eisenden selbst (Verhütung von Schäden durch Ver- cen oder Diebstahl von Bargeld) liegt es, sich des stscheckverkehrs zu bedienen. Aas amerikanische Heer. London 28. Juni. (Reuter.) Die „Morning Post" erfährt aus Washington, daß die reguläre amerikanische ! Armee jetzt 250000 Mann zählt. Die Miliz zählt ! jetzt 260 000 Mann, das Marinekorps 30 000 Mann, i die Marine 120 000 Mann. Außerdem werden 40000 - Mann zu Offizieren ausgebildet und 11 Eisenbahnregimenter ; aufgestellt, was eine Gesamtzahl von 712 000 Mann gegenüber 327 000 Mann am 6. April ergibt. Die edlen Freunde. Aus Stockholm wurde gemeldet, daß in einer ge- Heimen Sitzung schwedischer Bankdirektoren beschlösse» worden sei, von Rußland nur noch Zahlungen in soforj zahlbaren Schecks anzunehmen, dagegen die Annahnft von Wechseln zu verweigern. Der Rubelkurs stehe jetzt auf 42 in Stockholm gegen 198 vor dem Kriege. Da» ist also das Ende des russischen Kredites in Schweden. Man kann diese plötzlich auftretende Erscheinung nuij nicht für sich allein betrachten, sondern sie ist nur ei» Symptom für die Tatsache, daß Großbritannien unH Frankreich kein Interesse am Halten des russischen Rubeln kurses mehr betätigen. Der Grund hierfür ist, daß di« Finanz der Vereinigten Staaten ein Halten und Stützers des russischen Rubelkurses nicht will. Die amerikanischen Finanzgruppen, welche bekanntlich die Politik de« Vereinigten Staaten überhaupt leiten, wollen mit ihrem Drucke auf den Rubelkurs und durch dessen Folgen zu« nächst die russische Finanz in Bedrängnis versetzen und, erreichen, daß sie sich gezwungen fühlt, sich ganz aus die angelsächsischen Mächte und deren Bundesgenosse», zu stützen. Außerdem und nicht zum wenigsten abe« wollen die amerikanischen Geldleute sich die Gelegenheft schaffen und bis zum letzten ausnützen, um mit ihrer» hochstehenden Dollar unbeschränkte Mengen niedrig stehender Rubel schnell und sehr billig zu kaufen. Seit Jahrzehnten ist die britische Finanz und Industrie daran, das russische Reich planmäßig „friedlich zu durchdringen" und seiner wirtschaftlichen und — politischen Selbständigkeit zu berauben. Amerika ist später auf den Plan getreten und versucht nun mit ungeheuren Mitteln und aller, reichlich zur Verfügung stehenden Rücksichtslosigkeit die Zeitversäumnis nachzuholen. Hauptsächlich ist es den Amerikanern um die Ausbeutung der russischen Bodenschätze zu tun. Die Möglichkeit, diese sehr billig zu erwerben, wächst mit dem Sinken des Rubelkurses. Beiläufig bemerkt, wird in Finnland neuerdings der russische Rubel überhaupt nicht mehr in Zahlung genommen. Dazu kommen die immer unhaltbarer werdenden Verhältnisse der russischen Industrie, welche beispielsweise gezwungen worden ist, ihren Arbeitern Lohnerhöhungen von durchschnittlich 170 Prozent zu gewähren. Es liegt aus der Hand, daß diese Seite der russischen Zustände sich immer ungünstiger für Rußland gestalten muß, je länger die Zustände dauern. Vom russischen Standpunkte gesehen, wäre es richtig, ja das einzig richtige, Frieden zu schließen, um Politik und Wirtschaft ln Ordnung zu bringen. Wie weit das freilich noch Möglich wäre, muß dahingestellt bleiben. Wie die Dings aber jetzt liegen, befindet sich Rußland wehrlos gegenüber ber angelsächsischen Durchdringung, Ausnutzung und Auslaugung. Es ist höchst charakteristisch für den Idealismus des uneigennützigen Kampfes für die Freiheit Rußlands und der ganzen Menschheit, wie ihn Wilson in seiner treulichen „Botschaft" an die Russen proklamiert hat, bah im selben Augenblicke dieselben Amerikaner das russische Geld entwertet haben, um das, was im russischen Boden wertvoll ist, zu kaufen und auszubeuten und damit Rußland selbst, ähnlich wie es mit Kuba, mit Marokko »sw. geschehen ist, für immer seiner eigenen Unabhängigkeit zu berauben. Vermischte Nachrichten. Beurteilung. Der Oberpostassistent Balke in Weißen- heim «Provinz Posen) hatte das ihm von einer Sammelstell« übergebene Goldgeld in Papiergeld wieder umgetauscht und das Gold gegen hohen Aufschlag weiter verkauft. Die Strafkammer in Bromo,.g rerurteilte ihn zu 3 Monaten Gesang« nis. König Konstantin von Griechenland ist der dritte König in dem seit 1832 zum Königreich erhobenen Griechenland. Es ist bezeichnend, daß alle bisherigen Könige des Thrones durch Gewalt verlustig gingen. Der erste König, Prinz Otto ooq Bayern, mutzte infolge eines von England angezeltelten Aufstands 1862 das Land verlassen und starb 1867 in Bamberg. Da er aber niemals abdankte und das bayerische Königshaus durch miede: holten Einspruch vom 12. April und 17. 2uiu 1863 seinen Anspruch aus den griechischen Thron aufrecht erhielt, s» könnte es unter Umständen heute noch auf Grund des Vertrags vom 7. Mai 1832, der damals zwischen Bayern und den Schutzmächten Griechenlands, nämlich Nutz.and, England unk Frankreich, geschlossen wurde, seine Ansprüche geltend machen, Lm Jahre 1863 wurde Prinz Georg von Dänemark auf Veranlassung der genannten Schutzmächte von der Konstituierende!« Versammlung in Athen als Georg I. zum König gewählt. Nach SOjähriger Regierung ist er während des Balkankriegs 1913 in Saloniki bei einem Spaziergang dem Meuchelmord des mazedonischen Griechen Alexander Schinas zum Opfer gefallen, vir nun auch sein Sohn Konstantin das Opfer des Verräter« venizelos geworden ist. , Gottesdienst-Ordnung. Ev. Kirchengemeinde Adelsheim. Heute Abend keine Kriegsbetstunde. Kath. Kirchengemeinde Adelsheim. Freitag, den 29. Juni 1917. Fest Peter und Paul. Vorm. 10 Uhr: Vormittagsgottesdienst. Nachm. Uhr: Nachmittagsgottesdienst. Au ausere Zeldpostbezleher. Durch Personalmangel und da der Versand des „Bauländer Boten" ins Feld an und für sich schon viele Arbeit macht, ist es uns nicht möglich, jedem einzelnen von den vielen Feldpostbeziehern eine Rechnung über den Bezugspreis zugehen zu lassen. Wir bitten deshalb wiederholt dringend, den Viertel- jahrspreis von L.7« Mark gleich zu Anfang des Vierteljahres oder bei Aufgabe der Bestellung auf unser Postscheckkonto Karlsruhe 4654 miteinzusenden. Andernfalls wir die Versendung unterlassen müssen. Der Verlag. » Wetter-Aussichten. ! Für Freitag und Samstag ist immer noch vor- lwiegend trockenes, nur mit vereinzelter Trübung und ^geringen Niederschlägen verbundenes Wetter zu erwarten. Stimmungen und Aolwenblglellen. 4. Dein Gefangener. „Ich sage Dir, Du könntest von Deinem Gefangenen etwas lernen." ! „Von dem Gefangenen etwas lernen können soll ich! Was denn? Der kann ja nicht den Pflug führen, oder eine Made ordentlich mähen oder gar einen Wagen Heu richtig laden. Ueberall muß ich hinten dran stehen. Was soll ich von dem lernen können? Aergern muß ich mich genug. Wenn halt man Mann und unser Bub' da wären!" Ganz recht! Wie man arbeitet, kannst Du von dem Nikolai nicht lernen. Aber siehe einmal, wie er einherschreitet, wie er den Kopf trägt, schau einmal die sonntäglichen Aufzüge! Du darfst hinkommen, wohin Du willst, überall ist es dasselbe Bild. Ist Dein Gefangener auch einmal verstimmt und gedrückt? Hast Du schon einmal einen Russen schimpfen hören über sein Land, trotzdem es ihm schlecht genug ging dort? Vernahmst Du je einmal von einem Franzosen eine abfällige Aeußerung über seine Regierung? Oder gar von einem Engländer? Du kannst es nicht sagen. Drückt Dich da nicht die eigene Sünde? Der Engländer, der Franzose, der Russe: sie sind stolz auf ihr Engländer-, Franzosen-, Russentum und tragen es hochmütig geradezu und unbeirrbar zur Schau. Was hat der Deutsche nicht schon alles geleistet in der Welt? Aber Nationalstolz hat er nickt allgemein besessen. Den magst Du von Deinem Gefangenen abgucken und von ihm lernen. Wir wollen ablegen die alte Lauheit w bezug auf unser Deutschtum; jetzt und in Zukunft soll unser Wahlspruch lauten: Drum bin ich stolz, daß ich ein Deutscher bin. Oei'sevr'e Amtliche Bekanntmachungen. Bekanntmachung über Beschlagnahme und freiwillige Ablieferung von Einrichtungsgegenständen aus Kupfer und Kupferlegierungen (Messing, Rotguß, Tomback, Bronze). Der Staatsanzeiger und das Amtliche Verkündigungsblatt veröffentlichen eine Bekanntmachung des Kgl. stellv. Generalkommandos des 14. Armeekorps vom 20. Juni 1917k§r. Uc. 1/3. 17. KRA. obigen Betreffs. Auf diese Bekanntmachung, die auch bei den Großh. Bezirksämtern, sowi: den Bürgermeisterämtern eingesehen werden kann, wird hiermit hingewiesen. Adelsher m , ^ ZZ. Juni 1917. B o r b e r g, Gr. Bezirksämter. MMIMlMMllMsMM llnsbvn-81rokkiits llki-rvn-Arokküte INääoben-Nrobtwte llinäsr-ZtroktiUttz emptieblt 0- kUvilvi'iirlH ttrlslsksirn. IIIII»IIIlIII»IIIIIMIIIIII»IIII Krkauntmachuug. Wasserleitung betr. Die Entnahme von Master aus der städt. Wafferleitu» zum Gieße» vor abends 8 Ahr ist verboteu. Zuwiderhandlungen werden bestraft. Adelsheim, den 19. Juni 1917. Bürgermeisteramt : T efz DSrzbach. Am Montag, de» 2. Juli 1917 findet hier -rati«: HBchentl.) 6 Sch beobacht« Dünki Erwideri nommen In eine Bes starke Z. Nac Feuertät der Art, Sü! trupps e ein fein! Süi die Eng westfälis, Berluj unserer > sich mehi Mteilun An von Rei haften i Privat-Anzeige«. Wlbllliu- und 7 7 . " 7 . in der fürstlich Lömenst. Oberförsterei Heilbronn. Schutzbezirk Bronnacker und Helmstheim. Es werden versteigert: I. Nächsten Samstag, ZV. d. M. vormittags >/«12 Uhr am Pflanzgarten im Eichgrund beginnend illllMllLlM ilMiwWM Vieh- und Schweinemarkt statt Um gute Zufuhr bittet Schultheitzenamt: Lehmann. Am württ« die franz An Migkeit 227 Ster Eicheufchälprügel, 8 Lose Eichenschälreifig. II. Nächsten Montag, den 2 . Zuti, mittags 12 llhr im Fürstl. Helmstheimerwald bei Nr. 1 beginnend 77 Ster Eicheufchälprügel, 3V Eichenfchälstaugen und 2 Lose Eichenschälreifig. Heilbronn, den 26. Juni 1917. Tritscheler, Forstmeister. »» » i ,» .. Gute rnsft srrb stanzen Bodenöl Maschinenöl Wagenfett Lederfett Keil Z empfehlen empfiettit O. kHerlsnivk Kelvlskein». eine Flasche zu 150 Liter Mostansatz reichend, empfiehlt ^ ^ ^ ^ C. Schnitt. Mktchinsku.!^ Mii sion, di, cingestre aus dem lönder k Gerade jetzt, wo vielen Haushaltungen ein bescheidenes Teil Oel und Fett zugeteN ist, sollte gespart und ausgenützt werde, deshalb sollte in keiner Küche der Wasserglas Die Spar- und Wuiskükuffk Weckinge» zu Eiereinlegen emfiehlt C.Friederich, AdeLsheim . »So stnnert. , rir-r Pa » idr I Bros „Aleii „Um ..Mar Arstürzm »lick brai fehlen. Man verlange sofort Gratisprospekl IVilb. könclsr, kosönbsrg nimmt jederzeit Spareinlagen entgegen mit einer Verzinsung von 4' und in Höhe von Mark 15 000 auf ein Buch, gibt Darlehen auf erste Hypothek und Übernimmt Liegenschaftskaufschillinge nach Uebereinkunft «»»«Kassentage: so» Montag, Mittwoch u. Freitag von Mittags 12—4 Uhr Telephonrnf Nr. 1. Postscheckkonto Karlsruhe Nr. 3916 Der Vcrwaltungsrat. M»I»I»I»III»MII»»IIlIII» Iiolilsn8vlmufe!o lioklknlöffsl llodlenfüller Xoblenbeolcen llerllrö8t6 lleräringe emplLttlen O Hubert L Lomp. Spar-«. MaisknkiO Olittdurkru. »O, u kiurinist ^nuiier zu »Ich must Wnd, da nic! iiuen MI»»»II»»I»I»>III>Ii»II»I Postscheckkonto 8865 Karlsruhe. Die hiesige Spar- und Waisenkasse nimmt jederzeit Spareinlagen bei einer Verzinsung von 4>/g an und gibt Gelder ab a. Darlehen auf l. Hypothek und auf Annuitäten, b. Darlehen an Private gegen doppelte Bürgschaft, sowie c. Uebernahme von Liegenschastskauffchillingen. —— Kasfentage: Montag u. Freitag 8—11 u. 2—5 Uhr, Sonntags 2—4 Uhr.