«qchsml täglich, außer Sana, uns ; ZeierkagS vreisr illonatlich... Pfg« - vierteljährlich . Mk 1 stet tu« Hau» geliefert Soxberger Anzeiger Hetesenftes Tageblatt oes ba-ijcheu öaulanöes - Anzeigen werden mit Pfennig ? r per einspaltig« Zeile berechnet. ^ ' ß Sei mehrmaliger Aufnahme Rabatt , - Postsche ck »Konto 4bS4, Karlsruhe ßauptanzeigeblatk für -ie Sezirke /löelsheim, Hoxberg u. deren Umgebung NL-s"L:LWK HolzsubmWoas- un» Verstrigeruags-Auzetger für -ra DöeawalS Rr. 149. >»»» » » III » > » » » » » «»»»» 2 2 L, 4 2 v 2 2 s 2 r>r r>s r>2 8 § t-r kK) 5' * r» Druck und Verlag: Buchdruckerei Adelsheim, Adolf Heppeler Telefon No. 18 Adelsheim, Samstag, 30 Juni 1917 Verantwortlich: A. Heppeler in Adelsheim. Jahrg. 41. Tagesberichte. ' WTB. Großes Hauptquartier, 29. Juni. (Amtlich.), Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Kronprinz RuPPrecht: In Flandern war nur in wenigen Abschnitten die Aeuertätigkeit lebhaft. Heftige Kämpfe spielten sich gestern zwischen La- Vassee-Kanal und der Scarpe ab. In einem seit längerer Zeit von uns als Kampfgelände aufgegebenen m den Feind vorspringenden Raum westlich und südwestlich von Lens wurde ein frühmorgens längs der Straße nach Arras vorbrechender Angriff starker englischer Kräfte zum Luftstoß. ^ „ , Abends griffen mehrere Drvrponen zwischen Hulluch und Mericourt und von Fresnoy bis Gavrelle nach Trommelfeuer an. Bei Hulluch sowie zwischen Loos und der Straße Lens—Lievin wurde der Feind durch Feuer und im Gegenstoß zurückgetrieben. Westlich von Lens kam nach heftigen Kämpfen in den Vorfeldstellungen ein neuer Angriff des Gegners nicht mehr zur Ausführung. Bei Avion scheiterte sein mit besonderem Nachdruck geführter erster Ansturm völlig. Hier griff er erneut nach Heranziehung von Verstärkungen an. Auch dieser Angriff wurde durch Feuer und im Gegenstoß zum Scheitern gebracht. Zwischen Fresnoy und GavreNle näherte der Feind feine anfangs verlustreich in unserer Artilleriewirkung zusammenbrechenden Sturmwellen dauernd durch Nachschub frischer Truppen. Nach erbitterten Nahkämpfen fetzten sich die Engländer zwischen Oppy und der Windmühle von Gavrelle in unseren vordersten Linien fest. Unsere Truppen haben sich vortrefflich geschlagen; der Feind hat in der gut zusammenwirkenden Mwehr und im Kampfe Mann gegen Mann hohe, blutige Ber- luste erlitten. Heeresgruppe deutscher Kronprinz: Ani Chemin des Dames hatten bei Fort de Mal- maison südlich von Eourtecon und südwestlich von Ailles örtliche Vorstöße, östlich von Cerny ein größeres Unternehmen westfälischer Regimenter vollen Erfolg. Hier wurde die französische Stellung in über 1000 Meter Breite und ein zäh verteidigter Tunnel gestürmt und gegen heftige Gegenangriffe gehalten. Im ganzen sind bei diesen Kämpfen über 150 Gefangene und einige Ma- Nbinenaewebre einnebrackt worden. Auf dein Westüfer der Maas kam ein sorgfältig vorbereiteter Angriff am Westhang der Höhe 304 zur Durchführung. Nach kurzer Feuervorbereitung nahmen Posen- sche Regimenter in kräftigem Anlauf die französische Stellung beiderseits der Straße Malancourt—Esnes in 2000 Meter Breite und 500 Meter Tiefe. Ein bald einsetzender feindlicher Gegenangriff wurde vor den gewonnenen Linien zurückgeschlagen. Heute früh stürmte ein württembergisches Regiment im Walde von Avocourt einen 300 Meter breiten Stellungsteil der französischen Befestigungen. Bisher sind an beiden Einbruchstellen über 550 Gesa n g e n e gezählt worden; die Beute steht noch nicht feK. Heeresgruppe Herzog Albrecht: Keine besonderen Ereignisse. Auf dem östlichen Kriegsschauplatz and auf der mazedonischen' Front ist die Lage unverändert. Ter Erste Generalquartiermeister Ludendorfs. Großes Interesse erheischt ein am Donnerstag in breiter Front vorgetragener Angriff der Engländer auf Lens. Das in den Kampf einbezogene Gebiet erstreckte sich vom Kanal von La Bassee im Norden bis zur Scarpe, die an Arras vorbeifließt, im Süden, hatte also eine Ausdehnung von mindestens 25 Kilometer. Natürlich hat man sich hierbei nicht eine geschlossene Front vorzustellen. Aus den genannten Orten, um die ein erbitterter Kampf tobte, geht hervor, daß Lens, die wichtige Kohlenstadt, bereits im Bogen von den Engländern umfaßt wird; im Westen sind sie schon ziemlich dicht aufgerückt, im Norden und Süden dagegen werden sie in respektvoller Entfernung gehalten. Die Kämpfe waren ungemein hartnäckig und verursachten den Engländern schwere Verluste. Der deutsche Bericht, der die Haltung unserer Truppen nur dann besonders belobt, wenn wirklich hervorragendes geleistet wurde — da tapferes Kämpfen bei deutschen Truppen für etwas Selbstverständliches gilt —, nimmt heute Veranlassung zu erwähnen, daß unsere braven Truppen sich vortrefflich geschlagen haben. So hebt der Bericht ferner die Erstürmung einer französischen Waldstelllung bei Avocourt in einer Breite von 300 Meter durch ein württember gisch Regiment rühmend hervor, und ferner einen bedeutenden Celäudegewinn vor Verdun links der Maas an der Straße Malancourt—Esnes, wo den Franzosen eine Stellung von 2000 Meter Breite Sei S0( Meter Tiefe entrissen wurde, also ein voller Geviert» küometer. Im Aisnegebiet und in der Westchampagnq smd verschiedene Angriffe gegen die Franzosen voll geglückt. So wurde durch Westfalen eine Stellung mit Tunnel bei Cerny von über 1 Kilometer Breite gestürmt. MW o o Fasse«, /MM 0«'e mul-mMelie neoe p) öllllllml EM _ s. < , ^ s n In Br englischen Presse beginnt sich eine mÄck- würdige Geringschätzung der weiteren militärischen Leistungsfähigkeit Frankreichs breit zu machen. So schreibt der Militärkntiker des „Observer" vom 17. Juni, auf Frankreich dürfe man nicht mehr zu sehr rechnen. Seine Truppen hielten etwa 30 deutsche Divisionen auf und bedrohten Hindenburgs südliche Flanke mit Umgehung. Aber nachdem sie die Gewalt der deutschen Offensive im vorigen Jahre ausgehalten haben, ist nicht viel Menschenmaterial mehr überzählig. — Die Engländer verlassen Zm Schatten der Ueterpautsfestung. Roman von Hermann Gerhardt. 82 »Was — was ist vorgefallen?" »Ja, wenn ich erst das wüßte; aber ich bringe es schon üj heraus! Die Deutsche ist irgerndwie damit verwickelt, das ist meine feste Ueberzeugung." »Tie Deutsche? Wie kommst Dn auf die Idee?" „Katia war offenbar über irgend etwas in freudiger Auflegung. Und die Deutsche beobachtete sie ängstlich und unru- hg, als ob sie fürchtete, es könnte etivas verraten werden, und zu wurde ein Blick zwischen ihnen gewechselt." Er überlegte, während er seinen hübschen Schnurrbart zwischen den Fingern drehte; dann fuhr er laut denkend fort: . «Sie ist sehr anziehend — Birnleff für dergleichen sehr emp- uglich. Er sieht sie täglich, wenn er zu seiner Tochter geht, er weiß?" „Unsinn! Sie ist kalt wie Marmor, und stolz und un- wie — Selbst er würde nicht den Mnt finden - " „Was Birnleff sich einmal in den Kopf gesetzt hat, das Hhrr er auch durch." O „Du glaubst, er würde sie heiraten? Nie und nimmer! Kr würde dadurch auch beim Zaren in Ungnade fallen. Selbst Lrmi er wollte, könnte er es nicht." „Momentan kann und darf er alles. Er ist dem Staat ,»>»- «Ntbehrlich." s Die Pilsontsky erhob sich. „Das ist ja alles Unsinn," sagte ßc wegwerfend, aber mit bleichen Lippen. „Nim, ivir werden ja sehen," gab Litschkvff zurück. Aber Ich Dir raten, Nadit. Sei ans Deiner Hut. Du hast mehr ^Gelegenheit, wie ich, Beobachtungen zu machen." „Kanin fünf Minuten später traf der Sekretär den Diener Wwan, wie er mit einem kostbaren Blumeubukett ins HauS Kam. „Ei, ei, Iwan, Du Verschwender!" neckte erlovial. „Pantine kann sich freuen, daß sie einen so aufmerksamen Bräutigam hat." „Ich bin »licht betrunken, Pavel Jegorowitsch!" versetzte Jivan. Pauline ist ein süßes Täubchen! Aber solche Geschenke sind doch nichts für ihresgleichen." „Dann ist es wohl für das gnädige Fräulein bestimmt? Exzellenz verzieht sein Töchterchen." „Ich weiß »ncht, wem hohe Exzellenz die Blumen schenken wollen, das geht mich auch nichts an." Litschkvff klopfte ihn auf die Schulter: „Recht so, Du bist ein zuverlässiger Diener. Exzellenz weiß wohl, »veshalb er Dir vertrant?" Damit wandte sich der Settetär und ging seiner Wege. Er karn aber nicht »veit und kehrte bald uin und in das Haus zurück. Wie zu erwarteen, war Jivan nicht mehr zu sehen; so stieg denn Litschkvff die Treppe hinan und schlüpfte in das unbenutzte Empfangszimmer. Gleich darauf vernahm er schwere Schritte auf der Treppe, als sich dieselben den Gang entlang entfernt hatten, guckte der Sekretär durch die Türspalte. Richtig, es war Jivan. Er stand jetzt vor Margaretens Tür und klopfte an. Die Tür ging auf und das Bukett ward hineingereicht. Litschkoffs glatter Kopf verschwand eiligst. Als die Luft wieder rein war, trat er aus seiuem Versteck und begab sich in die Gemächer seiner Schwester. Sie war allein und rauchte eine Zigarette, um ihre aufgeregten Nerven zu beruhigen. „Nun, wer hat recht?" begrüßte er sie. „Birnleff schickt der Rittberg Blumen. Eben habe ich es mit eigenen Augen gesehen, daß sie sie persönlich in Empfang nahm !" Der Pilsontsky fiel die Zigarette aus der Hand und sie starrte den Bruder sassuugslvs an. „Wo — »voher weißt Du? stammelte sie. »Ich sage Dir ja, daß ich's gesehei» habe." Sie stöhnte. „Ach, Pmvel, was läßt sich nur dagegen tun?" „Gar nichts kannst Du tun. Vor allen Dingen laß Dir nichts merken, »nid sei recht liebenswürdig. Hättest Du Dich wenigstens mit ihr augefrenndet! Aber dazu ist es, fürchte ich, zi» spät. Du bist ihr unsympathisch, Nadia. Sie ist klug und sie durchschaut Dich. Wem» es Dir übrigens zu schwer wird, jetzt mit ihr zusammen zu sein, und auch mit den» Sprühteufelcheu Kana, dam» kannst Du ja ein Uuivohlseü» heucheln und in Deinem Zimmer bleiben." „Das brauch ich nicht zu heucheln; ich fühle mich in der Tat umvohl! Und wenn er diese Person »virklich heiratet, so ist es mein Tod I" „Papperlapapp! Ho schlimm wird'S wohl nicht fein. Birnleff wird sich Dir gegenüber nicht schäbig zeigen; u»»d wenn Du auch jedenfalls fort mußt, so kannst Du wohl auf eine anständige Pension rechnen. Damit, und was Du all dis Jahre her schon auf di« hohe Kaute gelegt hast, wird stch's »voht leben lasten. In Deinen Jahren „Jawohl, ich weiß, das ich eine alte Frau bin." unterbrach sie ihn bitter. „Du hattest gar nicht nötig, mich daran zu erinnern." „So war es nicht gemeint. Eine Frau ist genau so alt »vie sie aussieht; und Du stehst noch famos ans! Bei alledem läßt sich die Tatsache nicht wegleugnen, daß ivir beide nicht mehr so jung sind, wie »vir es einmal waren." Die Pilsontsky gab keine Antwort; sie weinte leise vor sich hin, indem sie die einzelnen Tränen sorgsam mit ihren» Taschentuch auffing, damit die zarten Farben ihresTentts nicht ineinander floffen. „In Italien zum Beispiel, köimtest Du leben, »vie eine Prinzessin, oder auch in Baden-Baden, ivennDirdas besser gefiele." „Du bist herzlos, Paivel," schluchzte sie. Du würdest mim. Deine einzige Schwester, in die Verbannung ziehe»» sehen, ohne mit der Wimper zu zucken." „Da tust Du mir unrecht, Nadia. Dein ivahres Wohl liegt mir l»ur zu sehr am Herze», als daß ich m»ch ausschließlich von meinem Gefühl leiten ließe," ließ sich Litschkvff in ledr- hasteii» Ton vernehmen, und nahm eine theatralische Pose an. Dam» küßte er seiner Schwester die Hand und verließ mit leisen Schritte»» das Zimmer. 19. Kapitel. 231 ?0 Inzwischen mar Margarete zu dein Entschlich getan»- me», dein Präfekten ihr Jawort zu geben; dem», wiewohl ihr Bruder ebensowenig als Katia bewußten Einfluß ans ihre Entscheidung übten, so konnte es ihr doch unmöglicy verborgen bleiben, »vie brennend beide wünschten, daß sie seinen Antrag annehmen möge! Besonders Katia, die bei jeder Gelegenheit dnrchblicken ließ, wie diese frohe Hoffnung sie mit ueneul Lebensmut erfüllte. Sie ivar jetzt bei allem dabei, erschien im Salon, auch wenn Besuch da war, ging überall mit hin, kurz, sie schien voll unvertvüstlicher Lebensfreude. K M sich jetzt auf die Amerikaner, nachdem der Mohr seme Schuldigkeit getan hat. Die in Frankreich gelandeten amerikanischen Truppen sollen Bestandteile des stehenden Heeres sein. Die Ereignisse im Westen. Der französische Tagesbericht. WTB. Paris, 29. Juni. Amtlicher Bericht von gestern: Besonders lebhafter Artiileriekampf in der Gegend des Denkmals von Hurtebise und des Cornilletberges. Ein deutscher Angriff gegen den Vorsprung von Wattweiler nordöstlich von Thann scheiterte. Patrouillengesechte vor Flirey und Bezonvaux ermöglichten uns. Gefangene zu machen. - Abends: Zeitweiliges Geschiitzfeuer in der Gegend des Denkmals von Hurtebise. auf der Spitze des Tetonberges, des Blondberges und des Cornilletberges. Die Deutschen fahren fort, Reims zu beschießen, das heute 1200 Granaten erhielt, davon 800 auf die Kathedrale. (Eine geradezu lächerliche Lüge. D. Schr. Der englische Tagesbericht. WTB. London, 29. Juni Amtlicher Bericht von gestern: Die Artillerie beschoß unsere Stellungen auf Fontaine—les-Lroi- silles heftig Feindliche Angriffe, gegen unsere Posten südlich vom Ccjeul-FIuß wurden abgeschlagen. Eine deutsche Streifabteiluna drang in unsere Gräben östlich von Bermelles ein, wurde lber wieder hinausgeworfen. Der ^rieq zur See. London, 29. Juni. Nach der Bekanntgabe der Admiralität sind seit März ds. Js. 342 Handelsschiffe über 1600 Tonnen und 134 unter 1600 Tonnen versenkt worden. — Zwei englische Dampfer von je 1500 Tonnen sind in der Nordsee von deutschen Kriegsschiffen weggenommen worden. Der Lebensmittelkontrolleur Lord Rhendda teilte mit, in den letzten 10 Tagen seien 800000 Zentner Zucker durch deutsche Tauchboote versenkt worden. Rotterdam, 29. Juni. Nach dem „Maasbode" ist der französische Dampfer „Marseille" (3335 T.) infolge eines Zusammenstoßes gesunken. Als vermißt gelten die Norwegische Bark Blanca, 1501 T., der englische Dampfer Bellerophon, 8954 BRT. Der Dampfer Belgravian 2521 BRT., der am 25. November von London nach Neuyork abfuhr, wird als verloren betrachtet. Gesunken sind Laatefos, 1548 BRT., Spind, 1174 BRT., Eli Lindu, 1087 BRT. Die Schiffe Borre, Circe und Michel sind dem Büro Verita zufolge am 16. Juni im Mittel- Meer gesunken. Neuyork, 29. Juni. Der amerikanische Kreuzer »/Olympia" ist bei Rhode Island aufgelaufen und in gefährlicher Lage. Die Besatzung ist gerettet. Neues vom Taae. Der 15 Mittlardcnkredit. Berlin, 29. Juni. In Reichstagskreisen herrscht kein Zweifel, daß der von der Regierung anzufordernd« neue Kriegskredit von 15 Milliarden mit Ausnahme des radikalen Flügels der Sozialdemokratie schlankweg genehmigt wird. Berkehrssteigerung. München, 29. Juni. Bei den bayerischen Staaks- eisenbahnen sind die Einnahmen aus dem Herwnenver» kehr in den ersten fünf Monaten dieses Jahres um 37 Prozent, aus dem Güterverkehr um fast 10 Prozent gestiegen. Im Mai wurde die höchste Monatsein-« nähme erreicht, die die bayerischen Eisenbahnen bisher erzielt haben. B ermißt. Konstanz, 29. Juni. Oberpostinspektor Himmerlich von hier, der am letzten Samstag nach Oberstdorf im Allgäu gefahren war, um von dort auf das Nebelhorn zu steigen, wird seither vermißt. Man vermutet ein Verbrechen. Alle Nachforschungen sind bisher ergebnislos geblieben. Wien, 29. Juni. Wie die „Neue Freie Presse" meldet, ist der ungarische Ministerpräsident Graf Esterhazy gestern früh in Wien eingetroffen. Mittags hatte er eine lange Unterredung mit dem deutschen Botschafter, Grafen Wedel. König Konstantin will in bas Land seiner Bäter, Berlin, 29. Juni. Laut „Berliner Lokalanzeiger" erhält sich in der dänischen Presse hartnäckig das Gerücht, daß König Konstantin von Griechenland nach vorübergehendem Aufenthalt in schweizerischen Kurorten sich in Dänemark niederlassen werde. Die Generalstaaten eröffnet. Haag, 29. Juni. Die Generalstaaten (Reichstag) wurden durch die Königin mit einer Thronrede eröffnet, in der es heißt: Der Verteidigung des Gebietes unserer Kolonien wird meine besondere Sorgfalt gewidmet sein. Unsere Beziehungen zu allen ausländischen Mächten sind andauernd günstig. Wenn auch vieles zur Dankbarkeit zwingt, so vergessen wir doch nicht, daß unserem Land, so lange der Krieg wütet. Gefahren drohen und daß unser Volk noch dazu genötigt werden kann, seine äußersten Kräfte für seine Freiheit und seine Unabhängigkeit kinzusetzen. Neapel, 29. Juni. (Reuter.) Gestern ist der erste ßostaeroplan nach Sizilien abgegangen und nach drei- bündiger Fahrt in Palermo eingetroffen. Unzufriedenheit wegen Ausfuhr nach England. Rotterdam, 28. Juni. Hier werden 12000 Tonnen Kartoffeln für England verladen, obgleich die holländische Bevölkerung ohne Kartoffeln ist. Infolgedessen fin- »en Aufläufe und Stürme auf die Leichter statt, die die Kartoffeln zu den Schiffen bringen. Rio de Janeiro, 29. Juni. Reuter meldet, Brasi- ien habe seine Neutralitätsdekrete im Kriege zwischen en Alliierten und Deutschland aufgehoben. Englische Stimmen gegen den Regierungs- Optimismus. Die Zweifel an den optimistischen Reden englisches Regierungsvertreter kommen in der englischen Press« immer stärker zum Ausdruck. Einige Beispiele aus ha« letzten Tagen seien hier angeführt: Der parlamentarische' Berichterstatter des „Dailr Chronicle" schreibt am 12 . Juni: „Der Optimismus Len die Verminderung der englischen Schiffsverluste in dem letzten drei Wochen hervorgerufen hat, wird in unterrichteten Kreisen nicht geteilt." „Observer" vom 10. Juni schreibt: „Zwar kann man mit Recht sagen, daß es augenblicklich gut geht; aber deshalb anzunehmen, daß dem auch noch in 1—2 Monaten so sein wird und daß Deutschland nicht mehr tun wird, hieße alle Lehren des Krieges außer acht lassen." „Journal of Commerce" vom 8 . Juni bringt folgende Mitteilung einer großen Getreidefirma: „Es ist wohl zu früh, um in unserem Lande ein irgendwie optimistisches Gefühl aufkommen zu lassen." Das Londoner Schiffahrtsblatt „Fair Play", eines der größten Hetzblätter Englands, schreibt am 31. Mai in einem sehr pessimistisch gehaltenen Kriegsaufsatz: „Für diejenigen, welche einen weiteren Winterfeldzug noch für wahrscheinlich halten, sind die Aussichten nicht günstig." „Sunday Pictorial" vom 3 Juni schreibt: „Das Gerede, als ob die U-Boot-Bedrohung am Ende wäre, ist Unsinn. Deutschland hat alles auf U-Boote gesetzt und wird sie bis zum Ende fortbcmen. Die Vernichtung der Handelsschiffe wird ebenfalls bis zum Ende fortdauern. Ueber eine Seite des Schiffsöauproblems herrscht Beunruhigung in'Schiffahrtskreisen. Man fragt, wieviel Arbeitskraft für den Bau von 3 Millionen Donnen im Jahr vorhanden ist?" , Ueber die Motive des englischen Regierungs-,,Optimismus" äußert sich „Journal of Commerce" in seiner Schiffsbau-Wochenausgabe vom 31. Mai: „Die Aeuße- rungen der Mitglieder des Kriegsamts sollten nicht falsche Hoffnungen erwecken, sondern die unberechtigte Niedergeschlagenheit, die sich geltend machte, zerstören und unsere Entschlußkraft stärken, um dem Feinde jede Hoffnung zu nehmen, uns die Oberherrschaft zur See zu rauben." Der Juli. Der Juli steht vor der Tür, dep ^ Hier" Racher 8 evorz jlmg t «j^nsw fWernertzHoru verurteilt. Boston, 29. Juni. (Reuter.) Der Deutsche Werner Horn, der des Versuchs angeklagt war, die internationale Brücke über den Fulß St. Croix zu zerstören, ist zu der Höchststrafe von 18 Monaten Gefängnis und einer Geldbuße von 1000 Dollar verurteilt worden. Griechenlands Anschluß an die Entente. Ein Sonderbericht des „Matin" aus Athen besagt, so fort nach der Einberufung des Parlaments werde Venise- los sein Programm vorlegen, das zweifellos den Vorschlag an ^Griechenland enthalte, sich den Alliierten anzuschließen. Amerika und die Neutrale«. In amerikanischen Berichten heißt es, daß die dortigen Exportausschüsse wahrscheinlich allen Weizen, der von den Neutralen in den Vereinigten Staaten gekauft wurde, beschlagnahmen werden. Die Neutralen sollen Rationen empfangen aus den Vorräten, die übrig bleiben, nachdem die Vereinigten Staaten und die Alliierten versorgt worden sind. Tie Wirren in Rußland. Petersburg, 29. Juni. (Pet. Tel.-Ag.) Der allgemeine Kosakentag hat einstimmig einen Beschluß angenommen, der nachdrücklich jeden Gedanken an einen Sonderfrieden zurückweist und auf der Notwendigkeit besteht, den Krieg in engem Einvernehmen mit den Alliierten bis zum vollständigen Siege fortzusetzen. Der Beschluß tadelt scharf die Fahnenflüchtigen, erklärt sie für Verräter und fordert die Bevölkerung auf, die Freiheitsanleihe zu unterstützen. Petersburg, 29. Juni. (Pet. Tel.-Ag.) Die vorläufige Regierung hat die Kriegsgerichte aufgehoben. Stockholm, 29. Juni. Von den Unruhen, die in der letzten Zeit in Petersburg vorkamen, sollen die vom 82. und 23. Juni besonders blutig gewesen sein. Aus Stadt und Land. ** Adelsheim, 30. Juni 1917. — Ei« heftiges Gewitter zog gestern Abend gegen 9 Ubr nach einem heißen Tag von Süden her und brachte den so sehnlichst von Feld- und Gartenbesitzern gewünschten Regen in reicher Fülle. Es war aber auch höchste Zeit, daß Niederschlag erfolgte, denn sonst hätte die anhaltende Hitze und Trockenheit eine Kalamität ohnegleichen herbeiführen können. Die Wiesen zeigten schon eine unangenehme rostbraune Färbung und die gut entwickelten Bodenerzeugnisse des Feldes und des Gartens verrieten Stillstand in ihrem Wachstum; auch die reichlich behangenen Kernobstbäume ließen ihre Früchte vielfach fallen, weil die Trockenheit auch im tieferen Erdreich schon stark eingesetzt hatte. Durch den starken Regen ist von uns allen eine schwere Sorge genommen und wir können wieder etwas getroster in die Zukunft schauen. — Großherzog-Geburtstagsspende. Am 9 Juli vollendet unser Großherzog fein 60. Lebensjahr. Eingedenk der vielen Segnungen, welche unser Land seinem Fürstenhaus verdankt, wird unsere Bevölkerung an diesem Tag eine Spende darbringen, welche nach dem Wunsch unseres Landesherrn unseren verwundeten und kranken Kämpfern zum Segen gereichen soll. Großherzog Friedrich 2. hat genehmigt, daß die zum 9. Juli ds. Js. ihm gewidmeten Spenden den Aufgaben der freiwilligen Krankenpflege im Kriege zugeführt werden sollen. Der Badische Landesverein vom Roten Kreuz wird die in allen Orten des Landes aufliegcnden Sammellisten zum Jahrestag der Kriegserklärung Seiner Kgl. Hoheit unterbreiten, sodaß jeder Geber mit Recht sagen kann, daß er mit seiner Gabe seinem Landesfürsten eine persönliche Freude gemacht hat. Wir begrüßen es daher dankbar, daß unser Großherzog in dieser hochherzigen Weise an seinem eigenen Geburtstag unserer verwundeten und kranken Krieger und ihrer unermüdlichen Pfleger und Pflegerinnen gedenkt. -che S rüden «-stellt, eben, 8 irkwa des p> am 6 . Landw zur F darübe Mittel, setzung 8 s mü angemk Wtrage als wü bewähr übrigei gelasser einzelin läge fl Rasten trieb fü Möglick Grundleine dei Böcke r Bei der lisches r bemüht Vieh- ui sich gan Höhepunkt des Jahres. Zwar sinkt die Sonne, die am 21 . Juni ihren höchsten Stand erreicht hatte, am Hori. zont wieder abwärts, um sich dem Aequator zu nähern und zu Ende des Monats wird der lichte Tag, dei zu einer Länge von 16 Stunden 11 Minuten ange- wachsen war, schon wieder um eine Stunde gekürzt sein erfolg ü doch am 31. Juli der Aufgang der Sonne uin 5 Uhr 55 Minuten und ihr Untergang um-9 Uhr 04 Minuten; aber doch entwickeln sich unter ihrem Ein. flusse die wärmsten Tage des Jahres. Die Meteorologen haben auf Grund von Beobachtungen mit genauen Zahlen- lverten das größte Tagesmittel für unsere Gegend auf die Zeit vom 15. bis 19. Juli berechnet; nach der Volks. Meinung sollen die sogenannten Hundstage, die am 24. Juli ihren Anfang nehmen, die größte Wärme bringen. Ein sonnenscheinreicher, warmer bzw. heißer Juli ist Nötig, damit des Landmanns Mühen mit Erfolg ge, krönt werden. Was Mai und Juui hervorgebracht ha, ben, muh answachsen und ausreifen. Ein altes Volks, sprüchlein meint: Was Juli und August nicht kochen, das läßt der September ungebraten. Im allgemeinen ist ein heißer Juli ein gutes Zeichen: Heißer Juli vey heißt guten Wein. Vielfach heißt es von einem trocke- neu Juli: Die Sonne hat im Jüli noch keinen Bauei« aus dem Lande geschienen. Wohl schätzt man einen er< frischenden Regen für das Reifen des Korns sehr hoA* allein eine längere Regenperiode ist gefürchtet: Julfl regen raubt den Erntesegen. Als Regentage sind ins« besonders die sogenannten Frauentage gefürchtet. Wenst Maria am -2. Juli bei Regen übers Gebirge geht, s«! must sie nach 40 Tagen bei nassem Wetter wieder zuch rück. In vielen Gegenden nennt man St. Margarets die Wetterfrau, und von ihrem Gedenktage (13. Julis behauptet man: Wird Margarete zum Geburtstag naß, füllt sie vier Wochen das Regenfaß. Endlich- will maH vom 22 . Juli wissen: Maria Magdälene weint um ihren Herrn, drum regnet es an diesem Tage gern. FH den Landmann bringen der Juli und der August dit arbeitsreichsten Wochen des Jahres. Mit Recht sagt däheih der Landmann: Wer in der Heuet nicht gabelt, in der Ernte nicht zabelt, im Herbst nicht früh aufsteW ( m der kann sehen, .wie es ihm im Winter geht. _ - Höchftpreisüb^rsckirLirnngen bei Obst. Halb- amtlich türd geschrieben: Mit dem Reifen deS Frühobstes wiederholt sich die beklagenswerte Erscheinung dxs vergangenen Jahres, daß die behördlich vorgeschriebenen Höchstpreise durch die zahlreichen unmittelbar beim Erzeuger einkaufenden städtischen Verbraucher gewissenlos überschritten werden. Diese Preisüberschreitnngen können nicht scharf genug verurteilt werden; denn sie stellen nicht nur strafbare Vergehen dar, welche mit der ganzen Schärfe des Gesetzes gesühnt werden müssen, sondern sie erschweren auch aufs äußerste die Durchführung der badischen Obstversorgung. Wenn die Landwirte, verlockt durch die hohen Preisangebote der zahlungskräftigen Städter, an diese ihr Obst verkaufen, anstatt es den Aufkäufern der badischen Obstversorgung, die an die Einhaltung der Höchstpreise gebunden sind, anzubieten, so wird eine regelmäßige und ausreichende Belieferung der Kommunalverbände und damit die Versorgung auch der minderbemittelten Bevölkerung mit Obst in Frage gestellt. Die Höchstpreise für Obst sind in diesem Jahre so bemessen, daß jeder Erzeuger auf seine Rechnung kommt und es nicht nötig hat, sich durch verbotswidrigen Verkauf zu höheren Preisen vermehrte Einnahmen zu verschaffen. Es darf aber auch von der städtischen Bevölkerung erwartet werden, daß sie sich die nötige Zurückhaltung in Rücksichtnahme auf ihre minderbemittelten Mitbürger auferlegt. Tie Furcht, nicht genügend Obst für die Versorgung des eigenen Haushaltes zu erhalten, ist bei der zu erhoffenden Obsternte und wenn die Maßnahmen der behördlichen Organisation nicht fortgesetzt gestört lverden, kamn begründet. Tie in Frage kommenden Behörden sind angewiesen worden, Höchstpreisüberschreitungen mit allem Nachdruck und rücksichtslos entgegenzutreten. Erzeuger und Verbraucher haben empfindliche Bestrafung zu gewärtigen, wenn sie gegen die Höchstpreisbestimmung verstoßen. Es wird dabei noch besonders darauf hingewiesen, daß der Erzeuger ab Hof oder der nacht Gelegenen Verladestelle unter keinen Umständen einen höheren Preis als den Erzeugerpreis beanspruchen und ihm auch kein höherer Preis mgeboten werden darf. ' — Kohlenmeldepflicht. Die Bekanntmachung b'etc. die Meldepflicht für den gewerblichen Verbrauch vor Kohle, Koks und Briketts mit einem monatlichen Bedarf von 200 Zentner und darüber ist nunmehr erschienen. Dil Verordnung tritt am 14. Juli in Kraft. — Aus veispapiere bei Reifen. Es muß immer wieder daran erinnert werden, daß es für jedermann dringend rätlich ist, bei allen Eisenbahnreiseft stets Answeispapiere mit sich zu führen. Wenn es auÄ häufig einem Reisenden leicht gelingen mag, sich durch Mitreisende über seine Persönlichkeit einwandfrei auszuweisen, so können doch andererseits bei Abwesenheit außerha Obst 0 ! In der verwiese! Gewicht meinen das wei versorgu worden Uebertrei strafend nen selb den Verl fand die -enden ! t Of licher K Gegend Georg H (-) r Vermutui lvkalkund sich imm Sachen ii das zum alles schö was sie i (-) B bei Päch treibe das Bro Orten sek . (-)B letzten Ze und wer! Rächt vo ßgen Gas wie Eier Bine usv ' (-) E wf Mittr Kr. Hell «e mit ei bekannter Personen peinliche Verlegenheiten entstehen. Die hxz, Mnden ui t sein ( t er m w e s e Hon jede Me, zu 8 eld unte Achtung « nese umst Aht me! sten in lete eing« - und 0 genaue Zugskontrolle ist in gegenwärtiger Kriegszeit gegenüber dem weitverzweigten und raffinierten Kundschafterdienst unserer Feinde unerläßlich. Es versäume daher niemand, auf Reisen entweder eigentliche Ausweis« vapiere, Pässe, Paßkarten, Geburtsurkunden usw. oder doch wenigstens eine Steuerqnittung, eine Radsahrkarte^ einen Jagdschein, amtliche Schreiben verschiedener Art ^ ^ ^ ^ an die eigene Person mitzunehmen. Militärpflichtige«DM Personen ist zu raten, stets ihre Militärpapre're bcr sich - W führen. ' ß , — Einheitsftiefel. Bon den 300 bis 400 Schuh- P (') 3« Warenfabriken in Deutschland verarbeiten infolge der L« Agen v berknappheit nur noch 30 bis 40 wirkliches Leder, wäh> a cend allen übrigen nur noch Lederersatzstoffe für ihr« Mtem ui Fabrikate zu Gebote stehen. Eine Folge davon ist, daß Ab ueber lin Teil der Verbraucher, der „es hat", nach wie vor- ^ch^n an Schuhe von echtem Leder, wenn auch zu hohen Prei- A haben, !en, erhalten kann, während die große Mehrzahl mit Mrsorgepi ZLlsLrwiten lürlieb nehmen mük. die verbältnisrnSkia- Mtags gt 'ür, der die am n Hori. nähern, S/ de, k ange, rzt sein, ane uin- Uhr 04^ ^ m Ein^- irologen Zahlenend aus c Volks- am 24. bringen. Zuli itz folg ge. acht ha, Volks, jen, das neu ist nli vep r trock« - Bauers inen er< hr H-M' : IM nd inst Wentz geht, sq :der zm argarets ). Julij ag naL ill maq um ih. cn. gust dit zt daher belt, irr rufstehtz t. Halb- Früh-, ing des 'chriebe- ir beim ^wissen, tnngien enn sie mit der m, son. mhrung rdwirte, hlungs-- anstatt rg, die 'Mt und vielfach' so schlecht ^fmd, daß sie nicht den Macherlohn wert sind. Das ist eine ungerechtfertigte Bevorzugung der Wohlhabenden und eine Benachteiligung derer, die es „nicht so haben". Es ist nicht wün- chmsivert, daß solche Zustände fortdauern. Die maßgebende Reichsstelle wird daher, wie verlautet, die Ein- tzhrnng eines Einheitsstiefels veranlassen, d. h. sämtliche Schuh waren werden von einem baldigst zu erwar- xnden Zeitpunkt ab aus dem gleichen Material herrstellt, es wird also dann keine echten Lederschnhe mehr eben, sondern alle werden dieselben Bestandteile-' derbe r-irkioarenstoffe und Holzsohlen — haben. — Zrrr Hebung der Schafzucht. Auf Einladung des preußischen Ministeriums der Landwirtschaft fand am 6. Juni in Berlin eine Beratung von Vertretern der Landwirtschaft und der Wollindustrie über Maßnahmen zur Förderung der Schafzucht statt. Einig war man darüber, daß die Schafzucht im Staatsinteresse mit allen Mitteln gehoben werden müsse, und daß die erste Voraussetzung die dauernde Rentabilität der Schafhaltung sei. Es müßte also in erster Linie für die Sicherung eines angemessenen Wollpreises für längere Zeitdauer Sorge getragen werden. Die Vereinheitlichung der Zucht wurde als wünschenswert bezeichnet, jedoch müßten die Bestände bewährter Zuchtrichtungen möglichst geschont werden. Im übrigen soll den Landwirtschaftskammern freie Hand gelassen werden, damit die wirtschaftlichen Verhältnisse der einzelnen Bezirke zu ihrem Rechte kommen. Die Grundlage für die Schafzucht sei in den schon bestehenden Rassen gegeben und vor allem müßte der bäuerliche Betrieb für die Schafzucht gewonnen werden, da bei ihm die Möglichkeit der Ausdehnung der Schafzucht auf der Grundlage der Landschafrassen am meisten vorliege. Als eine der Hauptaufgaben wurde die Beschaffung geeigneter Böcke und die Errichtung von Bockstationen bezeichnet. Bei den besseren Herden sei es gut möglich, ohne englisches oder französisches Blut auszukommen; man müsse bemüht sein, in der Schafzucht ebenso, wie in der Rindvieh- und Schweinezucht für die Zukunft vom Auslände sich ganz frei zu machen. — Die badische Obstversorgung veröffentlicht in der „Karlsr. Ztg." eine längere Auslassung, in welcher sie ihre neuerliche Maßnahme begründet, wonach außerhalb eines Amtsbezirks nur noch drei Kilogramm Obst ohne Erlaubnisschein ausgeführt werden dürfen. In dem, Artikel wird aus Hessen und Württemberg verwiesen, die für jede Sendung ohne Rücksicht auf das Gewicht Begleitpapiere und strenge Beachtung der allgemeinen Vorschriften verlangen und daß in diesem Jahr das weitgehende Entgegenkommen der badischen Obstversorgung in ungeheurem Umfang mißbraucht worden sei. In Zukunft werde gegen jeden, der bei Uebertretung der neuen Vorschriften betroffen werdie, strafend eingeschritten werden. Größere Obstmcngen kön« ken selbstverständlich auch in Zukunft vom Erzeuger an den Verbraucher abgegeben werden, wenn bei deren Versand die allgemeinen Vorschriften über die zu verwendenden Begleitpapiere befolgt werden. '(-) Mannheim, 29 Juni. Der Bürgerausschttß stimmte in seiner gestrigen Sitzung der Erhöhung des stadt. Kricgskredits von 18 Millionen auf 26 Millionen zu. Zur Sprache kamen dabei auch Lebensmittelfra- gcn; geklagt wurde u. a. über die Mängel bei der Waren- berteilung, und über die Verteilung von Kirschen, die zum Teil verfault seien. — Von den über 36 000 Schüler zäh, lenden Volksschulanstalten Mannheims sind z. Z. übe, 10 Prozent auf dem Lande, teils bei Verwandten, teils aus Kosten der Stadt untergebracht. Ein reicher Professor in Langenau bei Bern hat 30 Mittelschüler von hier ausgenommen. (-) Stuttgart, 29. Juni. (Handel mit Le- bensmittelkarten.) Vom Schwurgericht wurde dei 80 Jahre alte Lichtpauser Erwin Holzner aus München ;u 4 Monaten und. 3 Tagen, der 19 Jahre alte Taglöhner Paul Toni aus Pfrondorf zu 3 Monaten unö 10 Tagen Gefängnis verurteilt. Die Beiden hatten teilt durch Betteln, teils durch Fälschung sich in den Besitz von Lebensmittelkarten gesetzt und damit einen schwung haften Handel getrieben. Die Verhandlung ergab, daß namentlich auch krüppelhafte Personen an diesem Handel beteiligt sind, nachdem sie unter Mißbrauch des Mitleids sich Lebensmittelkarten verschafft haben. In der Bäckerherberge am Wilhelmsplatz und in der Herberge zur Heimat bestehen wahre Lcbensmittelkartenbörsen. (-) Waldsee, 29. Juni. (Hereinge fal len. — Unerhörte Torf Preise.) Dieser Tage kam es vor, daß ein Käser sich des fortgesetzten Drängens auswärtiger Schmuggler dagegen erwehrte, daß er einen, solchen versprach Backsteinkäse an ihn gegen Vorausbezahlung von 200 Mk. abzugeben. Die Kisten wurden mil Heu und Backsteinen (Bausteinen) gefüllt. Das Auto kam von weither, man bezahlte schmunzelnd und lies die schwergefüllten Backsteinkisten aufladen. Das Auto fuhr ab, bei der nächsten Käserei traf der Landjäger zur großen Verwunderung des Käsefahrers ein und machte seine Feststellungen. Konstanz war wiederum das Ziel der Lieferung. — Bei dem städtischen Torfverkauf wurden für 1000 Torf, die zu 4 Mk. ausgerufen wurden, von den zurzeit mit Geld gut versehenen Bauern bis zu 15 Mk. bezahlt. Das Stadtschultheißenamt hat die- ser Preistreiberei einen Riegel vorgeschoben durch ein, Aufforderung im Amtsblatt an die hiesigen Torfbedürf- tigen um Angabe ihres Bedarfs, damit sie mit einen, gleichmäßig verteilten Quantum Torf zu ermäßigten Prei sen versorgt werden können. (--) Burladingen in Hohenz., 29. Juni. (Haus- ein stürz.) Ein einstöckiges Wohnhäuschen, das vor Sturm und Erdbeben in eine windschiefe Richtung ge> bracht worden war, ist eingestürzt. Der Mann steht in Felde. Die Familie ist zu bedauern, da zur Heilum derartiger Schäden gegenwärtig die Zimmer- und Mau rerleute fehle«. (-) St. Blasien, 28. Juni. Ein Opfer des Krieges wurde die „St. Blasier Zeitung. Sie stellt am 1. Juli ihr Erscheinen für die Dauer des Krieges ein. ad, an- nchende ie Ver- ag mit oft sind zer auf h durch cmehrte wn der sie sich >,f ihre st, nicht Hausösternte nsation Tie in vordem id rück- her ha- e gegen > dabei rzeuger unter Erz-eu- , Preis 1° Osterburken, 29. Juni. Nach 6wöchiger schmerzlicher Krankheit verschied heute der in der ganzen Gegend wohlbekannte und beliebte Landwirt und Agent Georg Hammel im Alter von 66 Jahren. (-) Osterburken, 29. Juni. Die anfänglich gehegte Vermutung, daß die Einbruchsdiebstähle von lvkalkundigen Einheimischen ausgeführt wurden, verdichtet sich immer mehr zur Tatsache. Bei den gefundenen Sachen im Distrikt „Heidwald" war auch ein Notizbuch, das zum Verräter wurde, weil die Diebsbande in demselben alles schön notiert hatte, was sie bereits „geleistet" und Ms sie in Zukunft noch vor hatte. (-) Dödigheim» 30. Juni. Auf dem nahen Roßhof bei Pächter Mayer wurde heute das. erste neue G e- treide (Wintergerste) geschnitten. Im Allgemeinen steht das Brotgetreide sehr gut. Auch Obst gibt es in allen Orten sehr viel. i (-) Buchen, 29. Juni. Diebereien finden in der Mten Zeit hier und in der Umgegend immer häufiger statt M werden insbesondere Eßwaren gestohlen. In der Mcht vom Mittwoch auf Donnerstag wurde in einer hieben Gastwirtschaft eingebrochen und verschiedene Eßwaren, Me Eier und Fleisch, aber auch Zigarren und Flaschenweine usw. entwendet. ng betr. ' (-) Eberbach, 29. Juni. In der Nacht vom Dienstag h vo« M Mittwoch wurde in das Goldwarengeschäft des Herrn Bedarf Kr. Held ein Einbruchverfuch verübt. Die Diebe, en. Dü ne mit einem Stemmeisen das Hostor aufzusprengen verachten, wurden dabei gestört und mußten Fersengeld geben, uß im- ; (-) Boxberg, 29. Juni. Neben den vielen Miß- c jeder« Mißen und Schwierigkeiten, welche der Krieg uns brachte, jnreisek M sein Einfluß auch manches Gute zuwege gebracht. So es auch M er mit einem der faulsten Zustände, dem Borg- h durch Mwesen, nahezu gründlich aufgeräumt. Dies wird 'r ^ N°n jeder Geschäftsmann, der darunter bitter zu leiden eseuM) Hatte, zu seiner Freude wahrgenommen haben. Alles, was §uft, bezahlt, sowohl der Arme als der Reiche; es ist Eüszel HM unter den Leuten. Wechsel ausstellen, Wechsel in Zahlung geben und Wechsel als Zahlung annehmen müssen, '^ *ese umständlichen Zahlungsverfahcen kennt man jetzt fast -L St mehr. Auch die Gerichte und Gerichtsvollzieher ^ Arsten infolge der Besserung, welche auf genanntem Ge- ^ Art ^ eingetreten ist, nur selten mit Wechselprotesten, Wech- ^ W- und anderen Geldprozessen zu tun bekommen. Hoffent- er ichtigest Schuh- der Le« c, wäh- ir ihr« ist, daß Ke vor k W bleibt auch nach dem Kriege dieser schöne reelle Brauch der 1 H Mtbestehen zum Wohle aller Geschäftsleute. (-) Idstein am Taunus, 28. Juni. Am Mittwoch Mrgen wurde der 13jährige Fürsorgezögling Heinrich ?iüller aus Wiesbaden im Wörsdorfer Walde zwischen stein und Esch ermordet aufgefunden. Die Leiche «ks neben mehreren Stichen im Kopfe auch Erdroffelungs- ieichen am Halse auf. Der Verdacht, die Bluttat begangen l Prei- tA, haben, richtet sich gegen einen anderen 14jährigen hl mit Mrsorgepflegling aus Esch, der mit dem ermordeten Jungen smäkiaH^dtags gemeinsam in den Wald gegangen sein soll. Letzte Rachrichte«. Wolfs- Telegramme. Mer SZ M VST. versenkt. Berlin, 30. Juni. (Amtlich.) Neuerdings sind von unseren Unterseebooten versenkt worden: 1. in den nördlichen Sperrgebieten 26 400 Bruttoregistertonnen. Unter den versenkten Schiffen befanden sich u. a. ein bewaffneter englischer Dampfer von etwa 5000 Bruttoregistertonnen, anscheinend von der D. und O.-Linie, sowie ein großer unbekannter, durch Zerstörer gesicherter Dampfer. Ein anderer versenkter Dampfer hatte Lebensmittel nach England geladen. 2. Im Mittelmeer 27 042 Bruttoregistertonnen. Unter den vernichteten Schiffen befanden sich der bewaffnete englische Dampfer „Cheltonian" und der bewaffnete italienische Dampfer „Montebello". Soweit bekannt geworden, bestanden die versenkten Ladungen aus Kohlen, Lebensmitteln und Holz. Der Chef der Admiralstabs der Marine. Das Saatgut kau« im eigeneu Betrieb zurückbehalte« werde«. Berlin, 30. Juni. Der Präsident des Kriegsernährungsamts hat bestimmt, daß die Landwirte aus der von ihnen geernteten Wintergerste das erforderliche Saatgut in ihrem eigenen Betrieb zurückbehalten dürfen. Die Veräußerung von Saalgerste und der Handel mit Saalgerste bleibt dagegen nach wie vor bis zum Erlaß der demnächst erscheinenden Verordnung über den Verkehr mit Saatgut verboten. Die Portugiese« im frauz. Heer. Berlin, 30. Juni. Dem „Berliner Tageblatt" wird aus Genf gemeldet: Der portugiesische Kriegsminister erklärte nach seiner Besichtigungsreise an die Front französischen Austrägern, daß von 230 000 ausgehobenen Portugiesen 40000 in Frankreich eingetroffen seien. Von diesen befinde sich ein großer Teil an der Front. Gegenwärtig würden in Purtugal 20 000 Mann ausgebildet, die zur Ergänzung der beiden Divisionen an der Westfront dienen sollen. Londo« als Festung bezeichnet. Berlin, 29. Juni. Gegenüber den vielfachen Versuchen der englischen Presse, dem feindlichen und neutralen Ausland klar zu machen, London fei eine offene Stadt und unsere Luftangriffe richteten sich nur gegen wehrlose Einwohner, ist folgende Feststellung von besonderem Interesse: Nach einem Londoner Telegramm erklärte Lord Montagu im Oberhaus wörtlich, nach seiner Ansicht sei es absurd, London eine unbefestigte Stadt zu nennen. London sei der Mittelpunkt für die Munitionsherstellung und infolge dessen sei es ein gutes Recht der Deutscher, London zu bombardieren. Das drohende Hungergefpenst ln England. Amsterdam, 29. Juni. Nach einer Meldung des „Allgemeen Handelsblad" aus London sagte der Unter- ' staatssekretär Kallawy gestern in einer Rede, die er in Birmingham hielt, daß England in diesem Jahr bis zum letzten Sonntag durch den U-Bootskrieg 469 Schiffe von mehr als 1600 Tonnen und 71 kleinere Schiffe verloren habe. Ein Teil davon müsse durch neue Schiffe ersetzt werden, wenn England nicht durch Hunger zur Uebergabe gezwungen werden solle. Die Ernteausfichten i« Rußland. Petersburg, 29. Juni. (Petersb. Tel.-Ag.) Nach den beim Finanzminister eingegangenen Nachrichten über die Ernte aus 487 Kreisen verspricht die Ernte des Wintergetreides unter mittel zu werden in 77 Kreisen, mittel in 48, schlecht in 29, zufriedenstellend in 221 und gut in 57. Nach den gleichen Nachrichten ist der Stand des Frühjahrgetreides etwas geringer wegen der Fröste, die das Wachstum in den ersten Maitagen behinderten. Die Papiernot i« Rußland. Petersburg, 29. Juni. Im Hinblick auf die Papiernot hat die Regierung angeordnet, daß die Zeitungen von jetzt ab in den Morgenblättern nicht mehr als 252 Spalten, in den Abendblättern 150 Spalten wöchentlich drucken dürfen. Die Verordnung sieht Ausnahmen für das Regierungsblatt und für die „Jsvestija", das Organ des Petersburger Arbeiter- und Soldatenrats, vor. Zeitschiebrrng i« Rußland. Petersburg, 30. Juni. (Petersb. Tel.-Ag.) Um Rohstoffe zu sparen, hat die Regierung verordnet, daß die normale Zeit in ganz Rußland vom 14. Juli ab um eine Stunde vorgeschoben wird. Schnellbleiche. Berlin, 30. Juni. Laut „Berliner Tageblatt" berichtet Reuter aus New-Uork, daß nahezu 200 Schüler des Seekadetteninstituts in Annapolis eine Woche früher als die Regel, zu Leutnants befördert worden sind, um die amerikanische Marine mit Offizieren zu versehen. Gottesdienst-Ordnung. Sonntag, den 1. Juli 1917. Ev. Kirchengemeinde Adelsheim. Vorm. 10 Uhr: Gottesdienst. Nachm. 1 Uhr: Christenlehre. Kath. Kirchengemeinde Adelsheim. Vormittags 10 Uhr: Vormittagsgottesdienst, nachher Christenlehre. Nachmittags 2 Uhr: Nachmittagsgottesdienst. Wetter-Aussichten. Für Sonntag und Montag ist schwüles und vielfach gewittriges Wetter zu erwarten. Sllmnmngen und Aotwendlglelkeu. S. Der liebenswürdige Herr. „Er war doch zu liebenswürdig, der Herr, der mir gestern auf dem Weg ins Feld begegnet ist! O, ich sage Dir, der kennt es, der versteht es, der weiß, wo uns der Schuh drückt! Da können der Schullehrer und der Pfarrer als schwätzen und die Zeitungen schreiben, was sie wollen. Das ist alles nichts. Der Mann hat recht, so kommt's, wie der gesagt hat. Er war doch zu nett! Wie er heißt, woher er kommt und wohin er geht^hat er mir allerdings nicht gesagt; aber es ist ein feiner Herr, das sieht man dem an. Ein bißchen komisch ist er mir ja vorgekommen; aber warum ich ihm nicht Red und Antwort 'hätte stehen sollen, weiß ich nicht ; die Unterhaltung war doch gar zu schön. Es ist auch so, wie er gesagt hat! Doch hat er immer noch etwas dazu wissen wollen. O, kann der fragen; aber er war doch so nett und hatte so großes Verständnis!" Ja, meinst Du, die Franzosen und Engländer schicken ihre schlechtesten Leute als Agenten und Spione? Dre verstehen ihr Geschäft, sind so verständnisvoll, wie Du meinst, können sich hineinversetzen in Deine Lage und Deinen Mund gesprächig machen. Könnte Dein so fremder, ein bißchen geheimnisvoller Begleiter nicht gar ein solcher Spion gewesen sein? Du weißt nicht, wie er heißt, woher er kam und wohin er ging. Du weißt nur, daß er liebenswürdig war und Du Dich gut unterhalten hast mit ihm. So muß ein Spion sein. Er braucht nicht an Brücken und Bahnhöfe zu gehen; viel lieber ist es ihm, wenn er die Lage und Stimmung des Volkes kennen lernt! Du hast ihm alles getreulich verraten, was er wissen wollte. In einer Woche kannst Du es vielleicht in einer englischen Zeitung lesen. Du bist durch Deine Vertrauensseligkeit ein Opfer dieses Spions geworden. Nachbarin Edeltraud ist es neulich mit einer so feinen Dame im Zug ebenso ergangen. Hast Du jetzt keine Sorge und quält Dich der Gedanke an Deine Gesprächlichkeit nicht Tag und Nacht? Könnte Dein Mann, Dein Sohn nicht ein Opfer derselben werden? Könntest Du nicht den Schaden selbst zu tragen haben? Ja, die liebenswürdigen Herren und Damen, die Du nicht kennst, die Dich ausstagen und Dich selbst so wenig von sich wissen lassen. Frage sie doch gleich: „Wie steht es in England oder in Frankreich?" Darüber sollen sie Dir die reine Wahrheit sagen. Hüte Dich vor Unbekannten. Unter dem Gewand der Liebenswürdigkeit und des Wohlwollens steckt gar zu oft eine furchtbar feindliche Seele. Wer Spion und Agent sein will, muß seine Leute zu packen wissen. Drum merk Dir's stets in solchem Fall: »Katt wie Eis und verschlossen wie sest soll sein Dein Herz!- Unser Oanäesfürst Sroßherzog Frieärich II. beschließt am 9. Juli, im 36. Monat des Völkerringens, sein 60. Lebensjahr. Das badische Volk nimmt von ganzem Herzen teil an dieser Geburtstagsfeier. Auf Vorschlag des Badischen Landesvereins vom Roten Kreuz hat Seine Königliche Hoheit zu genehmigen geruht, daß aus diesem Anlaß zur Linderung der Not des Krieges im ganzen Lande gesammelt und die Spenden ihm zur Förderung der Bestrebungen des Badischen Landesvereins vom Roten Kreuz dargebracht werden. Wer möchte da sich nicht beteiligen an dieser Sroßherzogs- Seburtslags-Zpenäe! Wer möchte nicht auch seine Gabe darbringen, seinem Fürsten eine' Freude zu bereiten und zugleich Krankheit und Not in vielerlei Gestalt lindern zu helfen! Opferlag: Sonntag, äen 8. Juli, Montag, äen 9. Juli. Der Ehrenvorsitzende des Da». Landesvereins vom Roten Kreuz: Prinz Max von Baden. Der Territorialdelegierte der freiwilligen Krankenpflege für das Großherzogtum Baden: j Frechen von Bodman. Der stellvertretende kommandierende General des 14. Armeekorps: Generalleutnant Jsbert. Für das Erzbischöfliche Ordinariat: ! Dr. Thomas Nörber, Erzbischof. : Für den evangelischen Oberkirchenrat: Präsident Dr. Uibel. Für den Oberrat der Israeliten: Dr. Mayer, Geh. Oberregierungsrat. ^ Der Vorsitzende des Bad. Landesvereins vom Roten Kreuz: General Limberger. Der Vorsitzende der Depotabteilung des Bad. Landesvereins ! vom Roten Kreuz: Bielefeld, K. u. K. österr.-ungarischer Konsul. ! Der Generalsekretär des Badischen Frauenvereins: Müller, Geh. Rat. Diesen Aufruf bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis. Wir richten an die Bevölkerung der Amtsbezirke Adelsheim und Boxberg die herzliche Bitte sich an dieser Spende zu beteiligen. Die Spende soll als Geburtstagsgeschenk in die Hönde unseres Groß- Herzogs gelegt werden, um unserm Landesherrn die höchste, reinste Freude zu bereiten: wiederum geben zu dürfen für unsere verwundeten und kranken Krieger. Jeder Geber kann mit Recht sagen, daß er mit seiner Gabe seinem Landesfürsten eine persönliche Freude gemacht hat. I In allen Gemeinden werden Sammellisten in Umlauf gesetzt; Die Gaben können auch bei den Gemeindestellen abgegeben werden. Auch. die Bezirkssammelstellen (Gr. Bezirksamt Adelsheim und Boxberg) ^ nehmen Gaben gern entgegen. ! Adelsheim und Boxberg, den 23. Juni 1917. Bezirksausschuß vom Roten Kreuz: Schwoerer > Gr. Oberamtmann. : Für Imker! Ich kaufe Honig zu de« festgesetzten Höchstpreise«. Paul Waetzel, Freiburg i. D. Homggrotzhändler. Todes- 4* Anzeige. Schmerzerfüllt machen wir die traurige Mitteilung, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat unfern lieben, guten Gatten, Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel Georg Hninnrel nach schmerzlicher Krankheit im Alter von 66 Jahren zu sich in die Ewigkeit abzurusen. Osterburken, den 29. Juni 1917. Ne Ueslraueruden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 1. Juli nachmittags 2 Uhr statt. Ein ordnungsliebender älterer Arbeiter ! findet bei uns Beschäftigung. Slempelsabrik Abelsheim. Bestellungen auf prima ! Ginfetzneid- bstznen bitte jetzt schon zu macken. Lieferung ist bald möglich, wenn kein Wetterschaden eintritt. !-r-- ' Zum Handelsregister ^ wurde eingetragen, zu O.-Z. 4, Ernst Leiß, Adelsheim und zu O.-Z. 11, Wolf Ullmann junior, Merchingen: Die Firma ist erloschen; zu O.-Z. 37, Jakob Hummel, Osterburken: Inhaber Lina Gakstatter in Osterburken. Adelsheim, den 25. Juni 1917. ! Gerichtsfchretberei Gr. Amtsgerichts: Adelsheim. Airfchen empfiehlt A. Hetlinger, Melrhelm. n Bezirksausschuß vom Roten Kreuz : Freiherr von Rotberg Gr. Oberamtmann. >1! Gerade jetzt, wo vielen Haushaltungen ein bescheidenes Teil Oel und Fett zugeteilt ist, sollte gespart und ausgenützt werden, deshalb sollte in keiner Küche der „Arubof" fehlen. Man verlange sofort Gratisprospekt. Willi, kenäer, llosenberg Ud-Wnkarleii mpfikdlt dir Druckerei dieses §l«ttes. nnnnnnnnn» Klavier- und Orgrlstimmer Jos. Frick v. Mergentheim wird einige Tage in Adelsheim sein. Anmeldungen zum Stimmen u. Reparieren nimmt die Expedition entgegen. Joseph Frick. aaauuauaauaa Dackpvlver UavMepvIver GmmachhAfe Salizyl- Pergamentpapier empfiehlt i C. Friederich ! Adelsheim. . -_ j kliSWldllM MgeMslit empfehlen O Hubert L 6o. ! Kilalskaiin. * Feld-iiWaihtel» von 1 Pfd. bis 10 Pfd. Größe liefert in anerkannt guter Qualität und billigen Preisen Wilhelm Bender Rosenberg. 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