EHiyemr rSglich, außer Sons» und Zeiertags Pfs. Mk j Vr«t», Monatlich. . " vierteljährlich frei ins Haus geliefert Soxberger /lnzeiger Helrsenstes Tageblotz oee paöistbeo SaulaaÜes sinnig«» wer-en mil pfenaich per einspaltige Zeile berechnet. >» Sri mehrmalige!- flufnahmr RahaS Postscheck - Konto 4»Z4, kartsruh« hauptanzeigeblatt für Sie Sezirke flöelsheim, Hoxberg u. deren Umgebung Gratis r flmtlicheu vertün-igungsdla« -Mchenkl.) Illustriertes Sonntags - Statt holzsubmMons- und Verstsigrrungs-Mzeiger für den Odenwald Gratis: prakt. Mitteilungen für Gewerk (Nionatl.) u. Han-el,Haus» u.Lan-wtrtssha-il 185. Druck und Verlag: Buchdruckerei Adelsheim, Adolf Heppeler Telefon No. 18 «delsheim, Samstag, 11. August 1917 Verantwortlich: A. Heppeler in Adelsheim. Jahrg. 41. WTB. Großes Hauptquartier, 10. Aug. (Nmllick.l s Westlicher Kriegsschaupla^: - Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht: j Zn Flandern schwankte gestern die Kaiupsr.il. g j keil der Artillerien bei wechselnder Sicht in ihrer Stärke! ! sie nahm abends allgemein zu, hielt während der Nach s an und steigerte sich heute in den frühesten Morgen-- , stunden zwischen der Wer und der Lys zu starkem Trom- ? melfeuer. / ! Zn breiten Abschnitten östlich und südöstlich von Dpern haben darauf starke feindliche Znsanterieangrisss eingesetzt. ' ! Zm Artois war der Artilleriekampf beiderseits - von Lens und südlich der Scarpe sehr lebhaft. Abends ! ^griffen die Engländer vom Wege Monchy-Pelves bis s M Straße Arras—Cambrai in dichten Massen an. Unser ! Vernichtungsfeuer schlug verheerend in ihre Bereitste!- ° lungsräume. Tie vorbrechenden Sturmwellen erlitten im - Abwehrfeuer und Nahkampf mit unseren kampsbewährten ! Regimentern schwere Verluste und wurden über- § «l! zurück geworfen. ; Nördlich von St. Quentin entrissen brandenbur- i gische Bataillone den Franzosen einige Grabenlinien in 4200 Meter Breite. Gegenangriffe des Feindes schei- trrten; über 150 Gefangene blieben in unserer Hand. , Heeresgruppe deutscher Kronprinz: Zwischen Soissons und Reims, in der Westchampagne -und auf beiden Maasufern erreichte das Feuer zeitweilig erhebliche Stärke. Eine französische Erkundungsabteilung, die an der Ltraße Laon—Soissons in unsere Gräben eindrang, wurde !durch Gegen sto ß vertrieben. Oestlich der Maas brachen badische Sturmtrupps in die französische Stellung nördlich von Bacherauville ,kin und führten eine Anzahl Gefangene zurück. Leutnant Gontermann Melballone ab. : ^ A QeMcher Kriegsschauplatz: Front des Generalfeldmarschalls Mrinz Leopold von Bayern: Auflebende Gefechtstätigkeit beiTünaburg, südlich Smorgon und bei Brody. Hier brachte ein «rternehmen deutscher und österreichisch-ungarischer Trust- Gefangene ein. Feindliche Arüder. Roman von Jost Freiherr» von Steinach. 8 Nicht lauge dauerte es, so waren auch alle verfügbaren ^Muinlichkeiten der Billa mit Leidtragenden angefüllt, die »aus allen Schichten der Bevölkernng rekrutierten, und in chirchtsuvllem Schiveigen die Ankunft des Geistlichen errieten. Die ganze Straße war mit Trauerwagen angtfüllt, a» Reihe sich bis in die benachbarten Seitenstraßen sort- ßr. Auf der gegenüberliegenden Seite dagegen hatte eine ßr Anzahl von Vereinen mit umflorten Bannern Anfstel- geiiommeii, allen voran die Arbeiterschaft der Fabrik, »e unübersehbare Menge. i Mllgemein rvar man darüber empört, daß sich der älteste nicht eingefniiden hatte, um dem Vater die letzte Ehre riveise». Wußte doch keiner von ihnen, daß man den ^4» gewaltsam fernhielt, und daß er sich schlimmen Unaw Ärmlichkeiten und wohl auch Beleidigungen ausgesetzt hätte, " er hier erschienen wäre. Wußte doch auch keiner von ?», daß er in eine Haustür gedrückt stand, vor der der henziig vorüberkonuneu mußte, tiefschivarz gekleidet und i geröteten Augen. -„sind da erschollen auch schon aus der Ferne die feierlichen Klinge des Mendelssohnschen Tranermarsches, die dasHeran- des LeicheiizugeS ankündigten. In ungeheurer Erre- ssviig blickte der Verlassene und Aiisgestoßene dem schwarz be- 5°"oenen und mit Blnmeil iibcrsäeteii Wagen entgegen, der Lsrsterblichen Ueberreste seines Vaters hüuvegtrug: ersah Ist nickenden Wedel, die den Kopf der Pferde zierten, er sah E -chwarze Menschenmenge, die hintennach wogte, und die gezählten Karossen ; doch als der Zug vorüber war, die neu- 'erige Menge mil sich nehmend, da wurde es ihm plötzlich Avarz vor den Augen, und er sank ohnmächtig zn Boden. 3. Kapitel. Zwielicht herrschte bereits. Auf einem seidenen Sofa behag- ansgestreckt lag die Baronin, in tiefes Schwarz gekleidet. ,ms blickte scheinbar gedankenlos vor sich hin. Bor ihr auf ^Nem niedrigen Tischchen mit Perliimttereiiilageu befanden "H eine Unmenge von geöffneten Briefen, die.sämtlich den- schoß zivei feindli-be Front des Generaloberst Erzherzog Joseph: Südöstlich von Czernowitz wurde hartnäckig ge> kämpft; unsere Truppen drangen an mehreren Punkten in die Grenzstellungen der Russen ein. Auch an bei Serethniederung und an der Selka wurden nach Abivehl feindlicher Gegenstöße Vorteile erzielt. Zwischen Trotus- und Putnatal nahinen die verbündeten Truppen trotz zähen Widerstandes den Ruinäneii mehrere Höhen st ellungen im Sturm. In den beiden letzten Tagen wurden im Oitoz- Abschnitt über 1400 Gefangene gemacht und 3Ü Maschinengewehre erbeutet. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von MaÄsnsen: Zu beiden Seiten der Bahn Focsani—Adjudul Nou haben deutsche Divisionen in breiter Front den Uebergang über die Susita erzwungen. In erbitterten Gegenstößen suchten die Gegner unter Einsatz starker Massen unter Vordringen zu hemmen; alle ihre gegen Front und Flanke geführten Angriffe scheiterten unter den schwersten Verlusten. Mazedonische Front: Nichts Besonderes. Ter Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. » Am Donnerstag endlich haben die Engländer nach fast achttägiger Unterbrechung die Angriffe in großem Umfang wieder ausgenommen, nachdem am 8. August der Teilangriff bei Nieuport so blutig zusammengebrochen war. Sehr starkes, anhaltendes Geschützfeuer, das sich in der Morgenfrühe zu stundenlangem Trommelfeuer steigerte, leitete unifassende Massenangriffe ein, die zwischen Wer und Lys einsetzten mit dem Schwerpunkt um Dpern. Ter neue Vorstoß deckt sich also räumlich zum Teil mit ber Offensive vom 31. Juli, als deren Fortsetzung er »u betrachten ist. Ter Kampf scheint nicht die volle Ausdehnung wie am ersten Osfensivtag gewonnen zu haben, doch war sein Ziel das gleiche: bei Upern durchzustoßen, ks war wohl wieder ein hartes und schweres Ringen, das 5 och nicht zum Abschluß gekommen ist, wenigstens enthält der Tagesbericht über den Verlauf noch keine An- zaben. Ob die Franzosen bei Bixschoote in den Kampf üngegriffen haben, ist aus dem Bericht ebenfalls nicht ju ersehen, es ist aber immerhin wahrscheinlich, daß sie virch gleichzeitig wirkende Operationen die deutschen Kräfte u binden suchten. Wenn man ihren amtlichen Angaben selbe» Wortlaut aufiviesen; es waren herzliche Kondolationen zu dem traurigen Ereignis aus weiter Ferne gesandt. Erst ein Tag war seit der Beerdigung ihres Gatten verstrichen, mit dem sie in 28jcihriger Ehe verbunden gewesen war, und schon fühlte sie die Lücke kaum, die er in ihrem Leben zurückgelassen hatte. O, sie hatten sich schon von Anfang an zu wenig verstanden, waren zu entgegengesetzte Naturen gewesen. Und nun gar erst die letzte Zeit, das hatte allem die Krone aufgesetzt. Aber jetzt war, gottlob, hätte sie beinahe gesagt, die Zeit des Leidens und Sichduckens vorüber. Und jeder, der ihr feindselig gegenübergetreten, der sollte es jetzt büßen. Einen Moment schauerte sie zusammen, doch schon im nächsten Augenblick hatte sie ihre Fassung wieder erlangt. Plötzlich drückte sie mit einer herrischen Gebärde ans die elektrische Klingel und rief dem eintretenden Diener zu: «Gottfried, machen Sie Licht! Nein, kein elektrisches, es greift meine Angen zu sehr an. Zünden Sie die beiden Sänlenlampen mit den roten Schirmen an!" Nachdem der Diener dies geräuschlos ansgeführt hatte und sich sofort wieder entfernen wollte, hielt ihn die Baronin noch mit den Worten zurück: „Ist Fräulein Melitta zu Hause?" „Jawohl, Frau Baronin," lautete die Antwort, „ich sah sie noch vor einer Viertelstunde nach ihrem Zimmer gehen." „Gut, bitten Sie sie, hierher zu kommen." Schon nach Verlauf weniger Minuten pochte es zaghaft an der Tür, nnd auf ein kurzes „Herein!" der Baronin erschien das junge Mädchen ans der Schwelle. Es sah kreidebleich aus nnd warf unter ihren langen Wimpern einen raschen, furchtsamen Blick ans die Frau ihr gegenüber, die sich noch bequemer in den Seidenkissen des Solas gelagert hatte und ans dein Halbdunkel heraus den Ankömmling mit einem forschenden Blick erwartete. Wen» inan sie so sah, hätte man sie noch für bedeutend jünger halten können, als sie in der Tat war, wenn nicht ein gewisser herber Zug um die Mundwinkel und die feinen Linien, die sich auf der Stirn und zu beiden Seiten der Nase zeigten, ihr wahres Alter verraten hätten. Doch jetzt, halb im Schatten, machte sie wirklich einen vorteilhaften Eindruck, der durch den rosigen Schein der Lampenschirme noch verstärkt glauben dürfte, so wäre es ihnen in der letzten Woche gelungen, das eroberte Bixschoote nicht nur zu behaupten, sondern ihre Stellung, allerdings nur um ein ganz kleines Stück, vorzuschieben. Im Artois führten die Engländer wiederum mit starken Kräften eine Parallelaktion aus in dem Winkel zwischen der Bahnlinie Arras— Douai und der Straße Arras—Cambrai Dieser Raum, von Monchy-le Preux bis Pilves und Roeux umfaßt ein Gebiet von höchstens 12 bis 15 Geviertkilometern, aber der Boden hat so viel Blut getrunken wie die Frontlinie einer großen Offensive. Namentlich um den Besitz von Monchy, das stark in ihre Stellung vorspringt, haben die Engländer schon oft die schwersten Opfer vergeblich gebracht. Ter neue Angriff am Donnerstag schlug wiederum vollständig fehl. Vernichtendes Artilleriefeuer und ein entschlossener Nahkampf fügten ihnen die schwersten Verluste zu und sie wurden au allen Stellen vollständig zurückgeworfen. Ein weiterer und zwar nicht gering zu achtender Erfolg ist bei St. Quentin zu verzeichnen, wo Brandenburger den Franzosen einige Gräben in einer Ausdehnung von 1200 Metern entrissen und gegen Gegenangriffe behaupteten Die berühmte Kathedrale von St. Quentin wurde wieder von fünf französischen Granaten getroffen und das schöne Bauwerk erlitt weitere bedauerliche Beschädigungen. Wenn die Gemütsart der Franzosen sie nicht abhällt, ihre eigenen Heiligtümer zu schonen, so ist es auch nicht verwunderlich', jvenn sie Feinden gegenüber unmenschliche Grausamkeit üben—In einem in Ostgalizien erbeuteten Panzerwagen -- dort kämpften bekanntlich auch viele Panzerwagen mit englischer und französischer Besatzung — fand sich ein Befehl in französischer Sprache, in dem es u. a. hieß: „Ich erinnere da: in, daß für die Panzerwagen Gefangene ein unliebsamer Ballast sind." — Bemerkung überflüssig. — Im Osten will der Tanz auch in Kurland, Wolhynien und in dem letzten Zipfelchen, das die Russen von österreichischem Boden noch besetzt halten, bei Brody wieder losgehen. In den Karpaten geht es Schritt für Schritt vorwärts. In der Moldau haben Mackensens Truppen die Susita (westlicher Nebenfluß des Sereth) unter' heftigen Kämpfen in breiter Front überschritten und den Feind weiter nach Norden ^drängt. Es muß erwähnt werden, daß unter der ruMhm Kriegsbeute große Mengen Tum-Dumpatronen geMiden worden sind. wurde, nnd Melitta mußte unwillkürlich einen Vergleich anstellen zwischen ihr und ihrem Sohne Hans, dessen verlebte Züge ihn fast älter erscheinen ließen, als die eigene Mutter. „Nimm Dir einen Stuhl, mein Kind," begann die Baronin, indem sie ihrer Stimme einen mütterlichen Klang zn gebe» suchte, „nnd setz Dich zn nur. Ich habe sehr wichtige Dinge mit Dir zn besprechen." Nur zögernö gehorchte Melitta, indem sie immer nach ihrer Gegnerin hinüberschielte. Denn, daß sie eine Gegnerin vor sich hatte, das empfand sie instinktiv, wenn sie es auch noch nicht aus früheren Vorgängen zur Genüge gewußt hätte. Was würde sie zu hören bekommen! Hoffentlich hatte ihr keiner etwas Schlimmes über sie hinterbracht. Wieder glitten ihre Augen mit geheimer Scheu über die Baronin hin, dis sie fetzt mit ihren kalten, grauen Augen durchbohrend an- starrte. „Ich brauche Dir nicht erst zu sagen, mein Kind," begann sie ihre Rede, „daß sich mit dem Heimgang meines geliebten Gatten in diesem Hause natürlich vieles ändern muß. Auch in Deiner bisherigen Stellung, Melitta. Währeno Dir bisher, als liebe Verwandte meines Mannes im Scho ge unserer Familie eineil ruhigen, gesicherten Hafen besaßest, der Dich vor allen rauhen Stürmen des Lebens geschützte, tritt selbstverständlich jetzt eine Wandlung darin ein. Mein Mann, dem Du Dich als Sekretärin nützlich machtest, bedarf leider Deiner nicht mehr, und ein weiteres Verbleiben in meinem Hause, iil Deiner Eigenschaft als entfernte, arme Verwandte, würde Dich im Hinblick auf unsere ausgebreiteten gesellschaftlichen Verbindungen unweigerlich in eine schiefe Position bringen. Man würde Dich, was mich sehr schmerzen würde, ohne es verhüten zu können, nicht so estimieren, wie Du es Deiner Familie und Deiner Erziehung nach wohl verlangen kannst; vielleicht könnte sogar der beständige Verkehr mit meimn herangewachsenen Söhnen Deinem Rufe nicht dienlich se.n. Du kannst mir erwidern, daß dies ja auch bisher Hütte üer Fall sein können, aber das trifft doch nicht ganz zn; denn bisher standest Du unter dem speziellen Schutz meines M, - nes, der ganz andere Gewichte in die Wag'chale wersen kon-ne. als ich, ein schwaches Weib." L38 2ü k ^ Die Ereignisse im Westen. WTB. lachmittag: ' Der französische Bericht. Paris, 18. Aug. Amtlicher Bericht von aester, B.iderseitkge Artillerietätigkeit in der Gegend von " ' ' Handstreich Vartheon und des Vorsprungs von Chevrigny. Ein »er Franzosen östlich vom Gehöft Moisy brachte ihnen Gefangen« rin. In der Gegend von Eparges, nördlich von Baur-les-Pala ineix, drang eine unserer Abteilungen in deutsche Gräben uni ' .. !ssl ' ' ' .., und kehrte nach lebhaftem Kampf, in dessen Verlauf sie dem Segnet schwere Verluste zu fügte und Anlagen zerstörte, vollzählig (!) in ihr- Linien zurück. «, Abends: In Belgien haben wir neue Fortschrb» südlich von kanghemark erzielt und etwa 28 Gefangene gemacht. Im Laust des 8. August warfen unsere Lustgeschwader Bomben auf die Flugfelder von Kalmar und Habsheim. Sämtliche Ziele wurden getroffen. Der englische Bericht. WTB. London, 10. Aug. Heeresbericht vom 9. August nach, mittags: Französische Truppen rückten wieder nordwestlich von Vixschoote vor. Eine feindliche Abteilung versuchte, sich unseren Linien nördlich von Roeux zu nähern. Sie wurde durch »nser Feuer unter Verlusten zurückgetrieben. Abends: In der Nähe von Lens wurden erfolgreiche Strei- sen ausgefiihrt, wobei einige Gefangene gemacht und viele Deutsche getötet wurden. Unsere Truppen, kehrten nach Zer- störung der feindlichen Verteidigungsanlagen zurück. Sie hatten leicht« Verluste. Die sei.'d'iche Artillerie war im Abschnitt von )!ieuport tätiger als gewöhnlich. versäumte Gelegenheiten. Die „Deutsche Zeitung" (Nr. 29t) schreibt: „Nach drei und zwei Kriegsjahren steht das deutsche Volk im Westen und im Osten da und weiß nichts über das spätere Schicksal Belgiens, nichts über die Zukunft Kurlands und Litauens, und es sieht aus den Sümpfen und Wäldern Polens große, unheimliche Schatten austauchen. Die deutsche Hand wäre leer, wenn sie nicht immer noch den Schwertgriff umklammert halten müßte. Derweil sind der Gegner gefüllte Hände bereits mehrmals in ihren geräumigen Taschen verschwunden. Japan, England, Frankreich, letzthin gar Italien, haben leichten Gewinst zu dauerndem Besitz erklärt, Japan denkt nach wiederholten Erklärungen nicht daran, aus der Südsee zu weichen, England hat Aegypten förmlich annektiert und gemeinsam mit Frankreich den deutschen Kolonien seine dauernde liebevolle Fürsorge zugesagt, selbst Italien beteiligt sich an der Zerlegung noch nicht erlegter Bären durch zukunfts- srohe Protektoratserklärungen über Albanien. Deutschland spielt die glorreiche Rolle des Dichters, der bei der Verteilung der Welt zu spät kommt. Es ist zwar verrucht, von Annexion und Angliederung zu sprechen, sofern man nicht das Glück hat, Brite. Franzose oder sonst ein privilegierter Staatsangehöriger zu sein; aber wir wagen trotzdem die Frage: was wäre geschehen, wenn im Herb st 1914 die Angliederung Belgiens und im Herbst 1915 die Aufteilung Polens zwischen Deutschland und Oe st erreich erfolgt und staatsrechtlich in aller Form durchgeführt worden wäre? Zunächst wäre die unserer Regierung peinliche Folge gewesen, daß wir Feinden und Neutralen gleicherweise imponiert hätten. Papierene Proteste hätten wir mit derselben Grazie auf die Degenspitze spießen können wie in diesen letzten Wochen die Kriegserklärungen der verschiedenen Nigger- und Hochstaplerrepubliken. An der militärischen Lage wäre dadurch für den Augenblick nicht das mindeste geändert worden. Was aber wären die Folgen solcher Schritte gewesen? Wir hätten, zunächst beim Westen bleibend, klare Verhältnisse gehabt, hätten mit Zielbewußtsein an die Gewinnung der Bevölkerung, an die Befreiung der Vlamen gehen können, hätten von ihnen den Albdruck der ungewissen Zukunft und den widerstrebenden Elementen im wallonischen Beamtentum die Berufung auf die Regierung in Le Havre genommen, wir hätten die Arbeiterschaft in den Dienst der nationalen Verteidigung stellen können ohne die tausenderlei Scherereien und Plackereien, wie wir sie im vergangenen Winter und Frühjahr erlebt haben, hätten die Steuerkraft des Landes genützt und uns die amerikanische Spionage unter dem Deckmantel der Versorgungskommission vom Halse gehalten. Wir brauchten uns heute nicht die Schädel zu spalten im Kampfe für oder gegen „Annexionen", denn im Herbst 1914 hätte selbst der „unabhängigste" Sozialdemokrat angesichts der damaligen Stimmung keine hohlen Tiraden zu dreschen gewagt, brauchten nicht in Sorge um eine Kriegsentschädigung und um unsere strategische Sicherung zu sein und konnten bereits den künftigen Küsten- und Flankenschutz in aller Ruhe und Planmäßigkeit in Angriff genMmen haben, um bei Friedensschluß gleich gerüstet für die Zukunft zu sein. . . Im Osten liegen die Dinge ähnlich. Eine Teilung Polens und ein Anschluß Kurlands und Litauens hätte uns in die Lage gebracht, die Hilfsquellen der Länder namentlich landwirtschaftlicher Art vom ersten Tage an gründlich für die Gesamtversorgung nutzbar zu machen. Die selbstverschuldeten Schwierigkeiten mit den Polen wären nicht in den Bereich der Möglichkeit zetteten, wir hätten nicht die Rückwirkungen aus die preußischen Polen zu verzeichnen, und vor allen Dingen — wir hätten in einem gegebenen Zeitpunkt Rußland etwas zu bieten gehabt. Jetzt haben wir statt dessen nichts als schwere Sorgen, stecken polnische Unverschämtheiten diesseits und jenseits der Grenze ein, gehen der Umklammerung Preußens durch ein österreichisch-polnisches Regiment entgegen und können uns auf eine Jrredenta MN dem Ziel Ostsee - Dm,zig einer- und Oberschlesien anderer,eits gefaßt machen. Das deutsche Volk steht n a ch drei Jahren un- crhorter Opser und schwerster Mühsal mit 1 eeren Händen da, es sieht, wie sich "n sei n e r eigenen Mitte eine -Agitation entwickelt hat, die, als Umkehrung der Stimmung von chm tt-ne Lebensnotwendigkeiten, seine Sicherunq ^ .wirtfchaftliche Eristenzmöglichkeit vorenthalten will. Es wem heute noch nicht, ob ihm über Haupt etwas Positives aus diesem Schicksalskamps erwächst. Dafür aber hat es das Bewußtsein, völkerbefreiend im Osten sein Blut haben »ergießen zu dürfen, durch seiner Söhne und Väter Tod sich neue Feindschaft geschaffen zu haben. Das sind dann die Früchte der Politik des Abwartens, des Treibens vor dem Winde, der Hilflosigkeit gegenüber den Tatsachen. Disraeli hat gesagt, die wahrhaften Staatsmänner seien nur von dem Instinkt der Macht und der Liebe zum Vaterland beseelt. Damit würden große Reiche geschaffen. Wo ist in all den drei Jahren der Instinkt der Macht in der deutschen Politik zum Ausdruck gekommen? Sie ist nichts als eine Kette versäumter Gelegenheiten und ein fortgesetztes sti ll- schweigendes Bekenntnis, daß die Dinge anders gekommen sind, als man es sich erwartete. Den Staatsmann aber definiert Cicero also: Dem Staatsmann liegt es ob, sich in der Phantasie ein Bild von der Zukunft zu entwerfen und sich lange im voraus klarzumachen, welche Zufälle glücklicher- und unglücklicherweise eintreten könnten, und was zu tun sei wenn etwas Menschliches passiert, aber es nie soweit kommen zu lassen, daß man einmal sagen müßte: „Das hätte ich nicht gedacht!" Neues vom Tage« Koburg, 10. Aug. König Ferdinand von Bulgarien ist heute früh im Sonderzug hier eingetrofsen. Dr. Spahn scheidet aus dem Reichstag aus. Berlin, 10. Aug. Die „Germania" meldet, daß Dr. Spahn, dessen Reichstagsmandat durch seine Ernennung zum preuß. Justizminister erloschen ist, für den Reichstag nicht wieder kandidieren werde. (Damit scheidet ein wesentliches Gegengewicht gegen den Einfluß Erzbergers im Zentrum aus. D. Red.) Auch der zum Unterstaatssekretär im Reichsschatzamt ernannte nationalliberale Abgeordnete Schiffer dürfte aus der: Reichstag ausscheiden. Die Lüge über den Kronrat. Wien, 10. Aug. Der zu Kriegsbeginn im Amt geivesene frühere österreichisch-ungarische Minister des Auswärtigen, Gras Berchthold, veröffentlicht eine Erklärung, daß die Behauptung, wonach angeblich am 5. Juli 1914 in Potsdam ein Kwnrat stattgefunden habe, bei dem er und andere österreichische Diplomaten nnd Generale anwesend gewesen sein sollen, vollkommen aus der Luit gegriffen sei. (Auch der deutsche Unterstaatssckretär des Auswärtigen, Frhr. von Stumm, hat die von dem Abg. Cohn erstmals vorgebrachte, von der Londoner Times Northcliffs so,ort aufgegriffene Behauptung als freie Erfindung bezeichnet. Es sei übrigens daran erinnert, daß der Kaiser, unter dessen Vorsitz der Kronrat abgehalten worden sein soll, am 5. Juli 1914 seine gewohnte Nordlandreife angetreten hat. Es wäre von Wert, dem Urheber der Lüge nachzuspüren. ^Vielleicht wäre das Ergebnis ein überraschendes. D. Schr.) Bom Redekrieg. London, 10. Aug. Zu Ehren der serbischen Ministerpräsidenten Pasitsch gäb oie serbische Gesellschaft Großbritanniens ein Mahl, bei dem der Unterstaatssekretär auswärtigen Angelegenheiten. Robert Cecil, sagte, Serbiens Geschichte während des Kriegs sei eine ruhmvolle Tragödie geivesen. England verlange die volle Wiederherstellung Serbiens für seine Leiden. England erkenne alle Ansprüche der slavischen Völker an.Pasitsch erwiderte, die deutschen Barbaren hatten fast jede Nation zum Anschluß an die Entente gezwungen zur Verteidigung von Freiheit und Recht. Nach drei Jahren Krieg beginn, Deutschland wieder zu Sinnen zu kommen und von einem „ehrenvollen "Frieden zu reden. Ein solcher Friede könnte aber nur zustande kommen, wenn die Urheber des Welt« brands bestraft (z. B. die Serben. D. Schr.) und die unterdrückten Völker Oesterreichs befreit seien. Lloyd George, der eben von der Alliierten-Konferenz kam, erklärte: Pasitsch sei es zu danken, daß die Zivilisation die Herausforderung der preußischen Barbarei angenommen habe. Er (George) glaube an die kleinen Nationen und er gehöre selbst einer solchen an. (Lloyd George ist Waliser. T. Schr.) Er glaube an ein Volk, das seine Niederlage besingen kann, denn ein solches sei unsterblich. Tie erste Friedensbedingung sei völlige Wiederherstellung ohne Vorbehalt. Wie lange der Krieg auch dauern möge, die Befreiung Serbiens bleibe eine Forderung der britischen „Ehre", denn Belgien und Serbien seien Torwächter (nämlich de-' britischen Machtstellung). London, 10. Aug. Nach dem „Daily TeleEph" wird Kerenski in Petersburg einen unabhängigen Kriegsausschuß unter seiner Leitung einsetzen, in den Nekrasow, Terestschenko und Sawinkow berufen werden sollen. Italiens Eroberungsziele von der Entente anerkannt. Mailand, 10. Aug. Ter „Corriere della Sera" meldet, die Londoner Konferenz habe die Ansprüche Italiens an der Adria usw. in das Kriegszielprogramm der Entente ausgenommen. Benizelos Diktator? Athen, 10. Aug. Ministerpräsident Venizelos erklärte in der Kammersitzung, er sei entschlosens, selbst zur Diktatur zu greifen, um alle Unternehmungen zu bekämpfen, die sein Werk stören könnten. Er sei sicher, die große Mehrheit des Volkes für sich zu haben. Ans Stadt rmd Land. ** Adelsheim» 11. August 1917. Die Badische Sefangenenfürforge schreibt: Mit lebhaftem Danke hat ganz Deutschland die Verhandlungen begrüßt, welche der Departementsdirektor der Unterkunftsabteilung des Kgl. Kriegsministeriums im Haag, mit den englischen Regierungsvertretern gepflogen hat, um für Gefangenen- und HAustauschfragen eine neue Grundlage zu schaffen. Wir machen die Familien daraus aufmerksam, daß sofort (-) K hwr «ische 2 im Mir chrgen s Tierarzt Er arbi när-tcchr Nirde l lechnischl ttim M seine Er fische V die Anträge für die schwerverwundelen und kranken Kriegsgefangenen in England für Internierung n az der Schweiz betrieben werden sollten. Für Baden wird es sich wegen der Schleunigkeit der Arbsi und der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit empfehle^ die Anträge an die Badische Gefangenenfürsorge, Frciburg i/tz. Bertholdstr. 41, zu senden. In welchem Lande der Gefangene interniert werden wird, ist nicht vorauszusagen, j, Betracht kommen die Schweiz und Holland. Besonder wichtig ist, daß die Internierung von kranken Zivilgefangenen aus England in Holland jetzt möglich wird, während bisher dieselbe auch in der Schweiz nicht möglich war. Wir bitten auch diese Anträge -möglichst bald bei uns einzureichen. Die Einreichung der Anträge an uns ist dringend wünschenswert, da die Sortierung der Anträge von uns, nach den von amtlicher Stelle angegebene, Kategorien erfolgt. In Anbetracht der kurzen Frist bitte, wir, um Rückfragen zu vermeiden, um folgende genaue, Angaben: a) für Kriegsgefangene: Angabe von Name». Vornamen. Gefangenenlager. Genaues Datum der G, fangennahme. Regiment- und Kompagniezugehörigkeit iu, Tage der Gefangennahme. Alter. Dienstgrad. Art Ln Krankheit oder Verwundung. Tag der Gefangennahme, b) für Zivilgefangene: Angabe von Namen. Vornamen Gefangenenlager. Tag der Gefangennahme. Alter. Ay der Krankheit (Genauer Krankheitsbericht, möglichst ärztl Attest mit vorlegen). — Verwundet infolge Verschüttung wurde der Vize- seldwebel Karl Kaibel von hier und befindet sich zm Wiederherstellung in einem westfälischen Lazarett. Wo wünschen ihm baldige Genesung. — Die Halbmarkstiicke. Seit einiger Zeit werdet die Fünfzigpfennigstücke bei der Prägung nach dem Glühe, nicht mehr gebeizt und gescheuert. Sie haben infolgedessen gegen früher ein dunkleres Aussehen. Tie Münzen sioi selbstverständlich vollwichtig und gültig. Es ist daher völlig ungerechtfertigt, wenn solche Stücke, wie geschehen, v» Zahlungsverkehr zurnckgetviesen werden. — Die Reichsfleischkarte im Reiseverkehr. Zu, Bebcbung von Jrrlümern sei darauf hingewicsm, das den Personen, die ihre Wohnsitzgemcinde verlassen, di! Neichssleischkarten in jedem Falle ohne Rücksicht auf die Tauer der Reise zu belassen sind. Handelt es sich um eine Reise von länger als 14 Tagen oder um eine, dauernden Wechsel des Aufenthaltsorts, so ist dem Weff ' reisenden eine Abmeldebescheinigung auszusttllen. In dieser ist ein Vermerk darüber aufzunehmen, aus w« lange Zeit der Reisende noch mit Reichsfleischkarten versehen ist. Der Gastort ist zur Aushändigung einer RE fleischkarte erst dann verpflichtet, wenn ausweislich der W Meldebescheinigung die im Heiinatsort ausgegebene Reichs- fleischkarte abgelaufen ist. 8 Osterburken, 10. August. Der Bäcker Mich Hofmann von hier wurde wegen Verübung von 1s schweren Einbruchsdiebstählen,- die er in der ganzen U« gegend aussührte. von der Strafkammer des Landgericht Mosbach zu 2 Jahren Gefängnis verurteilt. (-) Heilbrou«, 10. August. Die Strafkammer hiesigen Landgerichts verurteilte die 25 Jahre alte ledig ' Freiin von Gaisberg-Helsenberg in Auenstein wegen A» -"- ' sts erlaubten Verkehrs mit einem französischen Kriegs k» Dr. Hai besonder von Mc Entwickl der Uni Fahre l -,,-s Vet -oktor. (-)' »ettraltu «nd 50 ! M Kurier» lei -,Neue Z lern so onmögli Bunten 5o mus är ein > em Bes '(-) 9. Aug: Trocknu geäscher rohr si", M M (-) im Rnh mantem Fr- gefangenen zu 5^ Monaten Gefängnis. Sie hatte ein Km ^ geboren, dessen Vater ein französischer Kriegsgefangener ff - " Der Franzose, der von Beruf Kellner ist, war seit End 1914 auf dem sreiherrlichen Schloßgut mit Feldarbeit - V' beschäftigt. ^ ^ (--)' Mannheim, 10. Aug. Bom hiesigen Land der Vo gericht wurde die Kaufmanns-Ehefrau Pauline Altschüle Vertrete wegen übermäßiger Preissteigerung zu 3 Monaten Frauenv fängnis und 120000 Mk. Geldstrafe verurteilt. Tie Ä» sah den geklagte hatte gegen dieses Urteil Berufung beim Reich» Gustav-! gericht eingelegt, die aber als unbegründet verworfa v wurde. — Ter 22jährige Monteur Konrad Schreiner all ivurde Linach strafe n Gemein Tr der Vol zielt, w ist, sich chen. 2 kunst, a -.atmen Furtnfiii kannt i »er Leit MI, Jubiläu Ketsch wurde wegen mehrfacher Diebstähle zu 2 Jahrll Ermneri Gefängnis verurteilt. Luther c (-) Mannheim, 10. Aug. In jüngster Zeit sff> ch, dies! auch in Ludwigshasen Ruhrcrkrankungen vorgekomms evangeli Von den 11 im städt. Krankenhaus beandelten Falls zeuchnd, sind bis ietzt zwei tödlickt verlaufen. Md 11. (-) Mannheim, 9. Aug. Ueber die Ruhrerkra» s ft der r kungen hier teilt das Großh. Bezirksamt mit, daß ff e erwartet ganzen seit Anfang Juni rund 600 Fälle von Rupfen « erkrankungen beim Bezirksamt zur Anmeldung gelanz --»on d? sind, darunter 54 Todesfälle. Seit einer Woche ist ei« Erstand langsame Abnahme der Erkrankungen festzustellen, so de "Mark u die Zahl der heute an Ruhr erkrankten Personen s age in u mehr als etwa 350 betragen dürften. Es wird ausdrü- - seda„ke lich festgestellt, daß die sehr übertriebenen Gerüchte übr Cholera, Hungertyphus oder dergl., völlig aus der Lll gegriffen sind. Nicht in einem einzigen Falle ist eis solche Krankheit aufgetreten. mftgabe (-) Wahlwies bei Stockach, 9. Aug. Ter Brand der ehrv stifter, welcher die beiden Brände, von denen unsere N begehen meinde im Laufe dieses Sommers heimgesucht gelegt hat, wurde in der Person eines 13jährigen Bub^ vergiftet. Ter Bursche, dessen Vater im Felde steht, ^ eingestanden, aus reinem Mutwillen das Feuer ge!e- zu haben. (-) Rastatt, 10. Aug. Zum 60. Geburtstag seill Präsidenten, Gemeinderats Adolf Mederbühl, hat ^ Landesverband Badischer Gewerbe- und Handwerkern» einigungen ein Gedenkblatt herausgegeben, in welch ^ A ichw ausgeiührt wird, wie der Name Niederbühl nicht nur «« - den. Werden des Landesverbandes, sondern überhaupt ff ' bdem L dem Badischen und dem ganzen deutschen gewerblich Mich, Mittelstand verknüpft ist. Das Gedenkblatt hebt hervor. - Urbte- welch erfolgreicher Weise Abg. Niederbühl seit der b lez erfolgten Üebernahme der Präsidentenstelle den Aus^ - Mb« d der Handwerkerorganisation im ganzen Lande gefö^ - hat, und wie seine Tätigkeit für das badische Handw - >, und Gewerbe eine Stärkung des Selbstbewußtseins ^o«, Hs, den Handwerkern und eine Hebung ihrer Leistungsfaw ur keit und ihres Verantwortungsgefühls hervorgerufen » de k Eich Tcrli, Weiser ko; -'reich , Ti-, st'chricb« n Kriegs-' ng nach i'ür ganz er Arbch mpfehlen, lburg i/tz. der Gilsa gen, j, öesonderz !N Zivil- lich wird, - >t möglich - bald bä an unz r Antrag, gegeben«, rist bitte, e genau«, a Namen der Z, rigkeit «> Art d« gennahme. Zornawe». lter. Art' chst ärztl der Vizesich M cett. Wir nt werdet ;m Glüh«, folgedesse, inzen rher völls Hetzen, m; kehr. Z-q iefcn, das lassen, di! ht auf d« s sich W um eine, dem Weg- rszustellen a, auf wie arten Vev -er Reichs, ich der M ne Reichs- ker Alfre! ,g von 1t anzen U« andgericht immer de alte ledig wegen ui» hen Kriegs e ein Kin rngener if : seit End -eldarbeita gen Land - AltschÄ inaten Gt . Tie A« im Reich» verworfe» jreiner aut 2 JahrS c Zeit sin> gekommen ten FüllS iuhrerkra» it, daß i« oon Nutz ng gelanZ che ist eü 'len, so da - sonen niä v ausdriU' rüchte üb? s der Ln? 1e ist ei- tstag sei^ »l, hat » rdwerkervd in welch«' ^ icht nur - s -er Haupts gewerblich i >t hervor^ - it der 1b >en NuB ^ de gcfördi » e Handw? - tseins , stungsM ^ gerufen? t-) Karlsruhe, 10. Ang. Im 62. Lebensjayt M hier Overregicrungsrat Tr. Franz Hafner, der tech- mscke Referent für das Vctcrinärw-esen nnd Tierzucht M Ministcriu'nr des Innern gestorben. Aus Leiber- 4 «qen stammend, war der Verstorbene im Jahre 1877 Tierarzt nnd drei Jahre darauf Bezirkstierarzt geworden. A arbeitete dann längere Zeit als Assistent des veteri* nür-tcchnischen Referenten im Ministerium des Innern, yurde 1892 znm Veterinärinspektor ernannt, und 1895 »ethnischer Referent für Veterinärwescn und Viehzucht beim Ministerium des Innern. Im Jahre 1905 erfolgte seine Ernennung zum Obcrrcgierungsrat. Nm die ba-- ü'che Viehzucht nnd ganz besonders um das landwirtschaftliche VcrsicherungsNwsen hatte sich Oberregierungsrat Dr. Hafner große Verdienste erworben. Er unterstützte besonders auch die Oberländer Viehzucht, in der Gegend von Mcßkirch, die ja in den letzten Jahren zu hoher Anwicklung gekommen ist. Die medizinische Fakultät -er Universität Gießen ernannte den Entschlafenen im -^hre 1910 im Hinblick auf seine auf dem Gebiet ^es Veterinärwcsens liegenden Verdienste zum Ehren-- -oktor. (-)' Donaueschingen, 9. Aug. Die hiesige Stadtverwaltung hat Kleingeldersatzmarken in Metall für 10 ,nd 50 Pfg.-Stücke Herstellen lassen. H-) Born Schtvarzwald, 9. Aug. Das Hamstern M Kurgäste nimmt, wie man in den Schwarzwaldblät- ,crn lesen kann, immer größeren Umfang an. Das -Neue Schwarzw. Tagbl." schreibt z. B., daß das Ham- tern so toll getrieben werde, daß es den Einheimischen unmöglich gemacht sei, etwas zu bekommen. Vielfach ,'önnten sich die Bauern der Hamsterer kaum erwehren. Lo mußte bei Schönwald ein weiblicher Kurgast, der är ein Ei nicht weniger als 1 Mark bot, schließlich mit em Besen an die Luft gesetzt lv-erden. (-) Radolf. pell, 10. Aug. In der Nacht zur !). August brach in den Nebenräumen des neu errichtete, Trocknungsiverkes Feuer ans, wodurch die Räume ein- geäschert wurden. Tic Anlagen, in denen zurzeit Schilfrohr für Fntterzwecke verarbeitet wird, sowie eine Anzahl Maschinen wurden vernichtet. (-) Mingolsheim, 10. Aug. Heute leierte Heer de, im Ruhestand befindliche Pfarrer Joseph Münch sein diamantenes Priesterjnbiläum. Furtwangen, 10. Aug. Wegen Milchfälschring irmrde die Landwirtsehcsran Straub im benachbarte» Linach vom Schöffengericht Billingen zu 200 Mk. Geldstrafe und die Landwirtsehcsran Baum aus der gleichen Gemeinde zu 500 Mk. Geldstrafe verurteilt. Triberg, 10. Aug. Einer der ersten Erfolge in drr Volkskunst lvurdc neuerdings im Schwarzwald er» .zielt, tvo die „Schnitzcrgemeinschaft" auf dem besten Wcgi iß, sich durch eine neue Selbstkultur bemerkbar zu machen. Der Organisator der neuen Schwarzwälder Volkskunst, auf ivelche Dr. Jos. Aug. Bcringer in der „Dekorativen Kunst" aufmerksam macht, ist der Schnitzer Jos. Fnrtivängler in Triberg, in seiner engeren Heimat bekannt unter dem Namen „Schnitzersepp". Unter seiner Leitung entstand die Kunst des Bauernidylls, das in öol, geschnitzt, auf Holz genialt, in Holz gesägt wird, ßo >. 'rd ein neuer Stil aus der Lebensgemeinschaft Herrn I' - lt, nnd in sie hineingetragen. Die S-chwarzwül- dcr 2 hen. Schränke, Stuhllehnen usw. zeigen Szenen ans » Familienleben, aus der Dorsgemeinschaft und weise- auch einen engen Zusammenhang mit den Zeiter- 'icwJen auf. (-) Konstanz, 3. Aug. Zum dritten Male mußte brr Vorstand des G u st a v - A d o l f - V e r e i n s die Vertreter und Vertreterinnen seiner Zweig-, Orts- und Frauenvereine zu einer Kriegstagung einladen. Konstanz sah denn gestern auch eine große Anzahl von treuen 8ustav-Adolf-Fr?unden in seinen Mauern. 34 Vereine waren vertreten. Daß der Guftav-Adolf-Verein gerne im Jubiläumsjahr der deutschen Reformation an besonderer Erinnerungsstätte des mannhaften, glaubensstarken deutschen Luther gedacht hätte, ist selbstverständlich. Ter-Krieg ließ ihn diesen Gedanken nicht ausführen, das Hauptgewicht rvangelisch-kirchlicher Erinnerung muß in die Einzel- Mineinden verlegt werden. In Leipzig aber soll am 10. u»d 11. Oktober eine Gedächtnisfeier veranstaltet werden, B der man viele Gustav-Adolf-Freunde aus Alldeutschland Mvartet. Trotz des Krieges, trotz der großen Anforderungen an die Liebesbetätigung des deutschen Volkes konnten usn den deutschen Hauptvereiner: an den Zentral- uorstand in Leipzig 872 862 Mk. (gegen 1913 70 000 Vark mehr) abgeliesert werden, ein Beweis dafür, wie kegein unserm deutschen Vaterland der Gustav-Adolf-Vereins- Zedanke mit seiner Liebesauswirkung ist. Erfreulich war auch Kunde, daß in Schweden durch Kirchensammlungen der betrag von 77 000 Mk. für die Gustav-Adolfsache auf- ^racht worden ist. Die Großherzogin Luise hatte als sestgabe ein Abendmahlgerät gespendet, das auf Wunsch brr ehrwürdigen Stisterin der Diasporaqemeinde Markdorf »geben wurde. Vermischtes. ^ Hches Atter. Die Lehrerswitwe Wilhelmine Mohr in Merlin legte dieser Tage ihr 103. Lebensjahr zurück. Del steistr ließ der greisen Frau Glückwünsche übermitteln uni s'ue kostbare Tape aus der Königlichen Porzellanmanufaktui --»erreichen. . Ein riesiger Sonnenslcck. Der „Franks. Zeitung" wird schrieben: Auf der Sonne ist gegenwärtig ein besonders gro- A.schwarzer Fleck zu sehen; sein Durchmesser beträgt bei vor- Üer Schätzung etwa 8 Erddurchmesser, sodaß in seiner Fläche »-nibestens ganze 60 Erdkugeln Platz hätten. Er ist schon in mdem Opernglas deutlich als schwarzes Fleckchen sichtbar. Aber ^»msjchr jst geboten! Man schütze das Auge durch ein dunkel- Kkarbtes Bi-..,dglas gegen das gefährliche Sonnenlicht. Wer .in Blendglas besitzt, kann ein durch Ruß stark geschwärz- ^ Glas benutzen. Der Fleck ging am 3. August am Ost- N?de der Sonne (links) auf und befindet sich jetzt nahe de. Man kann an ihm bequem die Umdrehung der Sonne cr- ^snnen die sich in derselben Richtung wie die Erde und , andern Planeten dreht, nämlich vorn von links nach rechts Ost nack W:st) und auf der Rückseite umgekehrt, als» dem Ksuf unserer Uhrzeiger entgegengesetzt. Um die Mitte August »ird der Fleck am Westrand? (rechts) untergeben, d. h. auf »ie Rückseite der Sonne treten. Wenn er sich nicht allmählich auflöst, kann man ihn Ende August oder Anfang September wieder am Ostrande der Sonne zum Vorschein kommen sehen. Das Ende. Welsche Blätter melden, die Bundesanwaltschast ln Bern habe in der Schriftleitung und Druckerei der „Freien Zeitung", die die Einführung der Republik in Deutschland erkämpfen will, eine Haussuchung vornehmen lassen. Die Mit- arbeiterverzeiiynisse. das Kassabuch und andere Papiere wurden beschlagnahmt. Die Tage der „Freien Zeitung" dürsten, da sie pttgegen der Neutralttätsverordnung des Bundesratcs auf schwci- erischcm Boden de». Sturz des Herrscherhauses eines befreun- «ten Landes zu betreiben versucht, gezählt sein. Diebstahl einer Kirchenglocke. In Zabprtowo in Posen iss die größte Kirchenglocke, die zum Abtransport bereitgestellt war, gestohlen worden. Die Diebe konnten bisher nicht ermittelt werden. Auf dem Bahnhof in Weißenhorn (Schwaben) sind zwei dort lagernde Kirchenglocken gestohlen worden. In Hegnen» bach (bayer. Bezirksamt Wertingen in Schwaben) ist eine Ist Zentner schwere Glocke spurlos verschwunden. Ein vrrgisteter Bach. Nack der „Neuen Zürcher Zeitung", ist ein kleiner Forel>en-Bach bei Hombrechtikon-Bubikon auf eine Strecke von etwa fünf Kilometern total vergiftet und der ganze Forellenbestand umgestanden. Bereits sind gegen 50 Kilo tote Forellen gesammelt und begraben worden. Zwei Arbeiter einer Fabrik haben einen großen Säurenbchälter in ein neben der Fabrik fließendes Bächlein auslausen lassen. Der Boch- arund mar orangerot gefärbt und die Vergiftung so stark, daß sogar die Pflanzen abgestorben wären; auch die Fischnahrung ist völlig zugrunde gegangen. Sonderbarerweise konnten sich eine Anzahl Krebse dadurch retten, daß sie das trok- kene Ufer aufsuchten und nach ein oder zwei Tagen in den Bach zurückkehrten. Raubbau i« England. In England hat man von jeher an den Wäldern Raubbau betrieben, obgleich es eines der reichsten Kohlenländer der Welt war. Gegen die Kohle hat der Engländer ein alteingewurzeltcs Vorurteil, der Kohlenbrand gilt — nicht mit Unrecht — als gesundheitsschädlich. In keinem guten Hause Englands wird daher Ko.si - rannt, im englischen Ofen flackert wie vor Jahrhunderten das Holzfeuer. Di« Kohle dient der Industrie und der Schiffahrt, vor allem aber als. Ware zum Ausgleich der Handelsbilanz und zugleich — als politischer Faktor, wie der Weltkrieg zeigt. Wer sich England nicht fügt, erhält keine Kohle. Der ungeheure Holzverbrauch hat bewirkt, daß schon vor dem Kriege der Waldbestand kaum inchr ein Zwanzigstel der Bodenfläche betrug. Im Kriege hat sich die Lage wesentlich verschärft. Deutschland hat Holz als Bannware erklärt und die Tauchboote versenken did Holztransporte aus Schweden und Norwegen und neuerdings aus Amerika unbarmherzig. Dabei ist wegen der gesteigerten Kohlenförderung der Holzbedacf Englands namentlich an Grubenholz gewaltig gestiegen und cs ist gezwungen, an seinen Wald- bcsümden den schärfsten Raubbau zu treiben und unersetzliche Werte zu opfern. Selbst der mächtige Park des Schlosses von Windsor, der rund 750 Hektar umfaßt, soll wenigstens teilweise der Axt verfallen. Eine kühne Sprengung. . Vizt,eiowrbel Beutler aus Siglingen, OA. Neckarsulm, kam im Frühjahr 1916 mit seinem Bruder als Freiwliliger zum Württ. Res.-Inf.-Regr. 121. Schon im Herbst konnten beide Brüder für manche erfolgreiche Patrouille mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet werden. Als am 1. Juli 1916 nach achttägigem Trommelfeuer der große englische Angriff einsetzte, eilte Beutler mit seinem rBuder an der Spitze des Handgra- natentiupps dem bedrohten linken Flügel seiner Kompagnie zur Hilfe und übernahm an Stelle des gefallenen Führers die Führung des linken Flügelhalbzugcs. Die Engländer standen in seinem Rücken, sein Bruder sank, von einem Geschoß qetioffen, tot an seiner Seite zu Boden, aber er leistete äußer- j sten Widerstand, bi; ein rascher Gegenstoß ihn befreite. In der ! nächsten Zeit galt es durch Erkundung die weiteren Absichten i des Gegners festzustcllen. B'i fortwährendem starken Artillerie- - feucr kroch er manchmal mit einigen Beherzten durch die ! Hausen von toten Engländern hindurch bis an die feindliche i Stellung heran. Auf einem solchen Streifzug stieß er auf eine unterirdische englische Sappe, kurz entschlossen drang er j in den Stollen ein, und nach kurzer Zeit flog der Schlupfwinkel - des Feindes, von Beutler geprengt, in die Lust. Die Gol- j dene Militär-Verdienstmedaille und später das Eiserne Kreuz ! i. Klasse waren der wohlverdiente Lohn für den schneidigen Pa- i rouillengänger. Wetter-Ausfichte«. i Für Sonntag und Montag ist weiterhin vielfach bedecktes und zeitweilig regnerisches, dann aber allmählich i wieder aufheiterndes Wetter zu erwarten. Gottesdienst-Ordnung. Sonntag, de« 12. August 1S17. Ev. Kirchengemeinde Adelsheim. Vormittags ^lO Uhr: Gottesdienst. i i Kath. Kirchengemeinde Adelsheim. ! Vormittags 10 Uhr: Vormittagsgottesdienst; nachher ! Christenlehre. : Nachmittags 2 Uhr: Nachmittagsgottesdienst. Letzte Rachrichte« ^ Wolff-Telegramme. ! j Abendbericht. ! § Berlin, 10. August, abends. (Amtlich.) Die heute j i Morgen in Flandern zwischen Bahn Dpern-Roulers und ! ! Hollebeke vorbrechenden starken Angriffe der Engländer! ! sind gescheitert. ! > Im Casinu- und Oitoz-Tale in der Westmoldau erfolg- i i reiches Vordringen unserer Truppen. s ! 21M VW. versenkt. ! ! Berlin, 10. August. (Amtlich.) Nene U-Bootsersolge j j im Atlantischen Ozean und in der Nordsee: 21 000 Brutto- j ! registertonnen. Unter den versenkten Schiffen befinden sich ! ! der italienische Dampfer „Oeolo" (1679 Tonnen) mit! ! Kohlenladung, ein bewaffneter großer Dampfer, der aus ! Sicherung herausgeschossen wurde, ferner ein Dampfer ' über 7000 Tonnen, der allem Anschein 'nach Munition geladen hatte. . Der Chef des Admiralstabs der Marine, l Englische Angriffe zuriickgefchlage«. Berlin, 10. Aug. In Flandern haben auf dem Kampfgelände des 31. Juli östlich und südöstlich Ipern am 10. August neue starke englische Angriffe eingesetzt. Nachdem die beiderseitige Artillerietätigkeit am 9. und in der Nacht zum 10. August heftig gewesen war, setzte um »5.15 Uhr vormittags ein gewaltiges Trommelfeuer von ' Bixschoote bis an die Lys ein. Hinter der Feuerwelle gingen starke englische Infanteriewaffen vor. Dem flandrischen l Angriff ging am Abend des 9. ein starker Vorstoß an der Arrasfront voraus. Nach heftigem Artilleriefeuer, das den ganzen Tag über Hulluch und Lens und von Gavrelle bis Cherisy anhielt und sich zwischen 8 und 9 Uhr abends i in der Gegend nördlich Quemappe zum Trommelfeuer stei- I gerte, griffen die Engländer um 9 Uhr abends vom Wege j Monchy-Pelves bis zur Straße Arras-Cambrei in dichten > Massen an. Nur ein Teil der zum Angriff bereitgestellten >. englischen Massen .konnte zum Sturm antreten, da das ! deutsche Vernichtungsfeuer auf die englischen Bereitstellungen ! rechtzeitig vor dem Sturm mit verheerender Wirkung ein- i setzte. Was aus den englischen Gräben vorstürmte, brach : im Sperr- und Abwehrfeuer zusammen, oder wurde im j Nahkampf unter schwersten Verlusten zurückgeschagen. Die ! angegriffenen Stellungen blieben restlos in deutschem Besitz. Sümtllche Angriffe abgeschlagen. Berlin, 10. August. Im Osten machten die Russen am 9. August im Raume zwischen Pruth und Suczawa die größten Anstrengungen, durch rücksichtslosen Einsatz eiligst herangeführter starker Kräfte, um die Verbündeten wieder zurückzuwerfen. Alle ihre Anstrengungen waren jedoch vergeblich. Die mit großer Tapferkeit vorgetragenen russischen Gegenangriffe wurden sämtlich unter hohen feindlichen Verlusten abgeschlagen Das gleiche Schicksal hatten russische Gegenangriffe beiderseits der Moldau und längs der Bistritza. Nach Ueberwindung zähen Widerstandes sind die Verbündeten im weiteren Fortichreiten. Nördlich des Mt. Cleja, sowie westlich der Glasfabrik nördlich des Casinu wurden dem Gegner mehrere Höhenstellungen entrissen. Feindliche Vorstöße auf dem Nordufer des Oitoz wurden abgewiesen. ^ Der König von Bulgarien auf der Heimreise. i Koburg, 10. August. Der König von Bulgarien, ! Kronprinz Boris, Prinz Kyrill und Ministerpräsident ! Radoslawow sind mit Gefolge heute Abend nach Sofia ^ abgereist. Die Kartoffelkrankheit nimmt z«. Bern, 10. Aug. Einer Ankündigung des britischen Lebensmittelamts zufolge hat der neuerliche Witterungsumschlag von Treibhauswärme zu anhaltender Nässe die Ausbreitung der Kactoffelkrankheit bedenklich gefördert. Das Uebel ist jetzt über ganz Südengland verbreitet und reicht bis in das obere Themsetal. ! Gegen die MilitSrdienstpflicht. i Bern, 10. August. Der Washingtoner Korrespondent der „Morning Post" meldet vom 6. August, daß in Oklahoma, Georgia und anderen Südweststaaten Ausschreitungen gegen die Militärdienstpflicht stattgefunden haben, wobei es zu Blutvergießen gekommen sei. Er betont j wiederum, die Bundesregierung gewinne immer mehr die ! Ueberzeugung, daß die breiten Schichten des Volkes die ! Bedeutung des Krieges für Amerika noch nicht verständen, j Nur wenige sehen ein, daß im Falle des Unterliegens der » Alliierten Amerika in großer Gefahr schwebe. Der Durch- - schnittsamerikaner huldige zwar demokratischen Idealen, i aber nicht so leidenschaftlich, daß er dafür schwere Opfer » zu bringen bereit sei und er verstehe um so wenige» , warum - er zum Kampfe gegen Deutschland gezwungen werden solle, j als Wilson ausdrücklich erklärt habe, daß Amerika gegen ! das deutsche Volk keinen Kriegsgrund habe. Ein Anschlag. - Montreal, 10. August. (Reuter.) Heute Nacht ereig- ! nete sich im Hause des Besitzers der Zeitung „Montreal j Star", Lord Athelstan, eine Dynamitexplosion. Kein Mit- ! glied der Familie wurde gerletzt. Ath'lstan hatte wegen ' seines Eintretens für die Kriegspflicht Briefe erhalten, in denen ihm mit dem Tode gedroht wurde. Vie einzige Zeitung im Banlanä in der alle wichtigen verorcknungen des Bundesrats, der Ministerien, des Generalkommandos und der Gr. Bezirksämter veröffentlicht werden; äie einzige Zeitung ckes back. Hinterlanckes die alle wichtigen Nachrichten am frühesten bringt ist der Baulänäer Lote unck Boxberger Anzeiger (Amtliches Verkündigungsblatt) Daher ist ein Abonnement auf den Bauländer Boten und Boxberger Anzeiger eine unbeäingte Notwenäigkeit. Amtliche Bekanntmachungen. Karlsruhe, den 9. August 1917. Bekanntmachung. Vaterländischer Hilfsdienst. 1) In sämtlichen Orten, in denen eine Hilfsdienstmeldestelle nicht besteht, können Hilssdienstkräfte (männliche und weibliche) ihr Gesuch um Zuweisung einer Stelle im vaterländischen Hilfsdienst beim Bürgermeisteramt persönlich anbringen. 2) Die Bürgermeisterämter stellen den Arbeitsuchenden die hierzu erforderlichen Meldekarten unentgeltlich zur Verfügung und sind bei der Ausfüllung behilflich. 3) Die Bürgermeisterämter üben selbst keine Vermittlungstätigkeit aus, sondern nehmen die Meldungen lediglich entgegen und leiten sie umgehend an die für sie zuständige Hilfsdienstmeldestelle weiter, die ihrerseits die Vermittlung vornimmt. Kriegsamtstelle Karlsruhe. Privat-Anzeigen. Schaswei-e-Berpachtlmg. Tie Gemeinde Adelsheim verpachtet ihre Winterschafweide, die mit 300 Schafen befahren werden kann, für die Zeit vom 29. September 1917 bis 15. März 1918 am Sonuerrlag. tZ. MM 1S17 vormittags 11 Uhr auf dem Rathaus in Adelsheim. Liebhaber sind eingeladen. Pachtbedingungen und Weideordnung können von Interessenten auf dem Rathause eingesehen werden. Adelsheim, 3. August 1917. Bürgermeisteramt: Trefz. Oehmdgrasversteigerungen des Finanzamts Tauberbischofsheim. 1. Zu Gerlacbsheim im Gasthaus zur „Linde" am Samstag, den 11. Mguft. nachm, t Uhr. 2. zu Unterbalbach im Rathaus an Montag, den 1Z. August, nachm. 1s- llhr, 3. zu Krautheim im Gasthaus zum „Roß" am Donnerstag, den 1k. Mgnst, nachm. 1 llhr. 4. zu Eubigheim im Gasthaus zum „Roß" am Montag, den 2». Mgnst, vorm. 11s- llhr. Gegen Bürgschaftsleistung Borgfrist bis Martini ds. Js. Lank llvillvlberg, llsuptslrkwss 52 MieiiliMl»! 2V0 M., kMmit öl M. lLarikgssvkAlstv sllsn llrl. Die Bekanntmachung der Reichsbekleidungsstelle über die Verwendung vo« Wäsche iu Gastwirtschaften muß jedes Gasthaus anbringen. Die Abdrucke sind von unserer Druckerei zu beziehen. ^ Spar- »ah Waiskllkasse Merchingen nimmt jederzeit Spareinlagen entgegen mit einer Verzinsung von 4"/n, und in Höhe von Mark 15 000 auf ein Buck, gibt Darlehen auf erste Hypothek und übernimmt Liegenschaftskausschillinge nach Uebsreinkunfr Kassentage: »»« Montag, Mittwoch n. Freitag von Mittags 12—4 Uhr Telephonruf Nr. 1. Postscheckkonto Karlsruhe Nr. 3916 Der LerwaUungsrat. einer werten Kundschaft zur Kenntnis, daß ich wegen vorgerückten Alters meines Vaters, der bisher noch dem Geschäft Vorstand, genötigt bin, weine Waguerei während der Kriegsdauer zu schlicken. Wilhelm Herold Wagnermstr.» Adelsheim. Der verehrlichen Einwohnerschaft von Adelsheimzur gefl. 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