UNS- . täglich, außer Sonn- unä ! Zeirrrags « Monatlich. . . Plg. - Virrtel-Shrlich . Nk, - stet las Haus geliefert - öoxberger Anzeiger Gelesenstes Taged!aLr oes daöisihea Saulanüre Anzeigen weräea mit Pfennig -j per einspaltige Zeile berechnet. ^ ' Sei mehrmaliger slufnahm« RabaK 1 - Postscheck-Konto 40S4, karlsruh» Lö hauptanzeigeblatt für sie seMe fr-elsheim, Soxberg u. öeren Umgebung ^Gratis r Amtliches veriünöigungsblatt ^^cheuü.) Illustriertes Sonntags - Statt HolzsubmiPons- un- VecstrigLrungs-/rnzeiger für -en Göenwalö Gratis: prall.Mitteilungen KrGerveribs (monatl.) u. Handel,Haus» u.Laa-wtrtschafi Druck und Verlag: Buchdruckerei Adelsheim, Adolf Heppeler Telefon No. 18 Adelsheim, Samstag, 18. August 1SL7 Verantwortlich: A. Heppeler in Adelshsim. Jahrg. 41. TagerHevi^hte. S V K s L- : S 3 §TB Großes Hauptquartier, 17. Aug. (A Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht: Ein neuer, der zweite Großkampftag der Flandern sch lacht, ist zu unseren Gunsten entschieden, bank der Tapferkeit aller Waffen, dank der nie ver- Agenden Angriffskraft unserer unvergleichlichen deutschen Manterie! ' , Nach einstündigem Trommelfeuer brach am Morgen 16. August die Blüte des englischen Heeres aus nördlichen Flügel, begleitet von französischen Kräften, gestaffelt zum Angriff vor. Auf 30 Kilometer Front der Bier bis zur Los tobte tagsüber die Schlacht. Ter au dem Merkanal bei Driegrachten vorgeschobene len wurde überrannt; der Feind erkämpfte sich auch Has nördlich und östlich von Bixschoote von unseren Herungen schrittweise aufgegebene Vorfeld der Kampf- Nung am Martje-Vaart. Tie Engländer durchstießen bei Langh emarck un- Linien und drangen, Verstärkungen nachschiebend, Poelkapelle vor. Hier traf sie der Gegenangriff Kampfreserven. In unwiderstehlichem lnsturm wurden die vorderen Teile des feindes überwältigt, feine Hinteren Staf- ln zurückgeworfen. Am Abend war nach »ein Ringen auch Langhemarck und unsere »rlorene Stellung wiederinunsererHand. Auch bei Saint Julien und an zahlreichen Stellen «iter südlich bis nach Warneton drang der Gegner, fen zerschlagene Angriffstrnppen durch immer neue ersetzt wurden, in unsere Kampfzone ein. Tie Jn- terie fing den gewaltigen Stoß überall auf und warf Feind unter enger Mitnnrkung der Artillerie und ger wieder zurück. An den von Roulers und Menines lWh Ppern führenden Straßen drangen sie über un- fstte alte Stellung hinaus in erfolgreichem An- fPiff vor. n allen anderen Abschnitten des weiten Schlacht- brach der englische Ansturm vor untren Hindernissen zusammen. Trotz schwerster Opfer haben die Engländer nichts ' l! Wir haben in der Abwehr einen vollen Sieg sngen. Unerschüttert, in gehobener Stimmung steht stre Front zu neuen Kämpfen bereit! lenserer Im Artois griffen die Engländer gegen Abend bei Loos wiederum heftig an; örtliche Einbrüche wurden durch kraftvolle Gegenstöße wett gemacht. St .Quen- lin lag weiter unter französischem Feuer. Der Dachstuhl der Kathedrale ist eingestürzt, das Innere des historischen Bauwerks ausgebrannt- Heeresgruppe deutscher Kronprinz: An der Aisne scheiterten Teilangriffe der Franzosen östlich von Cerny. Bei Verdun entwickelte sich die Artillerieschlachl Mittags wieder zu höchster Stärke; der Feind griff bisher nicht an. Auf dem Ostufer der Maas brachen kampf- bewährte Äadische Regimenter überraschend in dem Cauriereswald vor, zerstörten die feindlichen Angrifss- arbeiteu und kehrten mit mehr als 600 Gefangenen von 3 französischen Divisionen zurück. 16 feindliche Flugzeuge wurden abgeschossen. Rittmeister Freiherr von Richthofen hat den 38., Oberleutnant Tostler den 25 .Luftsieg davongetragen. Seitlicher Kriegsschauplatz: Front des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold vo« Bayern: Keine größeren Kampfhandlungen; vielfach ausübende Artillerietätigkeit und Vorfeldgesechte. Front des Generalodersts Erzherzog Joseph: Nördlich von Holda an der Bistricz und südlich des Teotustales spielten sich für uns erfolgreiche Teilkämpfe ab. Heeresgruppe des Generalfeldmarschak: von Mackensen: Rumänisch-russische Vorstöße nördlich von Foe- i arii imd am unteren Sereth schlugen verlustreich fehl. Mazedonische Front: Nichts Neues. Der Erste Generalquartiermeister: Luden dorff. * Auch die zweite Schlacht ist gewonnen! Das zweilagige Ringen in Flandern und im Artois hat mit einer furchtbaren Niederlage der Engländer geendet, die kn Schwere diejenige vom 31. Juli und 1. August koch übertrifft. Die Blüte des englischen Heeres wurde im 16. August eingesetzt, um die Vorteile, die der Massenansturm am Tage vorher gebracht hatte und bringen mußte, auszunützen; die Entscheidung sollte jetzt er- twunaen werden. Etwas sürwibia schrieb die Times auf »en englischen Bericht vom 15. ds.: „In Flandern fallen etzt die Würfel; dort entscheidet sich die Frage, wie ange der Krieg noch dauern soll. Tie Säuberung der »elgischen KLste von den Deutschen würde uns ein gro- ;es Stück dem siegreichen Frieden näher bringen." Und »er „Daily Telegraph" erklärte: „Das englische Heer teilt sich in Flandern zum wirklichen Entscheidungskampf. 8s ist die schwerste Schlacht, die bisher gekämpft wor- >en ist, sie bildet den Wendepunkt des Krieges. Bon hrem Ausgang hängt die Tauer des furchtbaren Kampes ab." Die englische Presse gibt sich den Anschein, kls habe sie mit keiner anderen Möglichkeit als dem Sieg des eigenen Heeres gerechnet, sonst würde sie nicht so unvorsichtig von der Entscheidung dieser Schlacht die Wende des Krieges prophezeit haben. Wie lang werden die Gesichter in London werden, wenn man dort die Wahrheit erfährt; wenn der blödsinnighochmütige Schwindel des englischen Heeresberichts: unsere blutigen Verluste sind leicht — in seiner ganzen Jämmerlichkeit ersaßt ist! — Tie am 31. Juli so trefflich bewährte Taktik, den Stoß des Gegners durch wvhlgeübte Bvrtruppen in geringer Zahl aufzusangen und dann mit wuchtigen Gegenstößen der frischen Reserven den Feind zu verrvirren und entscheidend zu schlagen, hat uns auch diesmal restlosen Erfolg gebracht. Freilich ist eine solche Taktik nur bei Truppen möglich, wie sie das deutsche Heer besitzt. Ter Heerführer muß sich auf die Feuerdisziplin, auf die unbedingte Mannszucht und die Nerven der vordersten Schützenlinien ebenso sicher verlassen können, vie auf den unwiderstehlichen Schneid der mit dem Bajonett stürmenden Kolonnen. Die zweite Flandernschlacht hat erneut erwiesen, daß im Kampf mit der blanken Waffe kein anderer Soldat den deutschen erreicht. Mit Bajonett und Handgranate wurde am 16. August den Engländern das fast restlos wied 'r abgenommen, was ihre übermächtigen Massenangriffe am 15. überflutet hatten. Tie Schlacht ist geschlagen, der Sieg ist unser, auch wenn der Feind neue Massenopfer wagen sollte. Tank darum unseren Wackeren draußen! Vielleicht gewinnt durch sie die päpstliche Friedensnote mehr Gestalt und Farbe, als sie bis jetzt zu haben scheint; vielleicht findet sie beim Vierverband jetzt ein etwas geneigteres Ohr. Vielleicht. — Auf dem rechten Maasufer haben badische Regimenter im Cauriereswald einen prächtigen Erfolg errungen; 600 Gefangene wurden eingebracht. Ueber die Schlacht in Flandern und im. Artois am 15. August erhalten wir nachstehenden Bericht: In Flan- Jeirrdtiche Müder. Roman von Jost Freiherrn von Steinach. 16 Ja, bei Gott, das haben Sie!" entgegnete Waldau, in- er ihn» kräftig die Hand drückte, „und ich habe während ner ganzen Reise fast täglich an Sie und Ihr Schicksal ge- cht. Hoffentlich haben Sie sich in der letzten Zeit vor seinem en Hinscheiden mit Ihrem Vater noch aussöhnen können." .Ach," seufzte Ranzenberg, „leider nicht. Alle meine Ber- „ je zu einer Annäherung wurden im vornherein zurückgewie- LM." „Wozu Ihre liebenswürdigen Stiefverwandten natürlich 4r gutes Teil beitrugen," fiel ihm Waldau grimmig lächelnd i^die Rede. „Sicher, besonders meine Stiefmutter, der ich seit ihrer Verheiratung ein Dorn im Auge war. Doch was war zu tun I Ach hatte durch mein unvorsichtiges Benehmen nun einmal -kos Vertrauen meines Vaters verscherzt, und ich merkte es wohl, daß ich mir seine Liebe nie wieder würde erringen kön- dazu war er zu sehr in der Macht jener Frau, die die Nell« meiner innigstgeliebten Mutter eingenommen hatte, . wid die ich durchaus, wie mein Vater verlangte, lieben sollte, s llnd das konnte ich nicht. Sie werden sagen, daß ich damit Listen großen Fehler begangen habe, daß ich mich wenigstens Alte bezwingen muffen, vielleicht gar, daß ich hätte heucheln «riiien, inn meinem Vater einen Gefallen zu tun, aber Sie können da nicht niitreden, denn Sie haben eben meine Mutier nicht gekannt, Sie wissen daher nicht, daß sie mir jener W'berzigen Frau gegenüber wie ein zur Erde gestiegener En- Vorkommen mußte. Ich konnte es einfach nicht! Und so man mir allmählich dort in meinem Elternhaus das Leben N>r Hölle gemacht; mein Vater nannte Trotz und Widerspenstigkeit, was nur die Auflehnung meines ganzen Wesens ge- An eine ungerechte und nach niemer Meinung unverdiente Nhandlimg war. Und als gar jener verhängnisvolle Augen- U>ck kam, der. ich gebe es zu, ein eigentümliches Licht auf weine Charaktereigenschaften werfen mußte, da war dem Faß «r Boden eingeschlage». Ich mußte das Haus verlassen, in öern ich einst eine sonnige Jugend verlebt hatte, ich mußte -Lilien Stab weitersetzen wie ein Geächteter, Verfebmler." Hier vergrub er seinen Kopf in die Hände, sichtlich von seinen Empfindungen übermannt. Der Freund sah ihm eine Weile stumm zu, dann faßte er leise seine Hände und zog sie ihm saust vom Gesicht. „Lassen Sie, was vergangen ist, endgültig begraben sein!" „Mein einziger Trost in diesen langen Jahren des Leidens und Duldens war Melitta. Sie redete mir gut zu, wenn ich vor Wehmut vergehen, sie richtete mich auf, wenn ich unterliegen wollte. Finstere Gedanken wirbelten mir oft durchs Hirn, Worte des Zornes und des Hasses lagen mir auf der Zunge, aber ich hielt an mich, ihretwegen, um sie nicht zu kränken, um in ihren Augen rein und gut dazustehen. Und als jenes geschah, das Unfaßbare, mir selbst Unbegreifliche, Unerklärbare, da war sie die einzige, die meinen Worten Glauben schenkte, die mich nicht beschimpfte, wie meine Stiefmutter, die mich nicht mit harten Worten hinansmies, wie mein Vater." „Ranzenberg," unterbrach ihn Waldau bei dieser Stelle, „Sie wissen, daß ich ebenfalls nichts Böses von Ihnen glaube, daß ich Sie für eine ehrliche und wahre Natur halte, haben Sie nie darüber nachgedacht, wie so dieser dunkle Trieb so plötzlich über Sie kommen konnte?" „Ich habe Tag und Nacht darüber nachgedacht und noch jetzt frage ich mich beständig, was mich zu einer so unseligen Handlungsweise bestimmen konnte, ich finde nichts, nichts ! Ich kann es mir nicht anders erklären, als damit, daß meinen Geist eine plötzliche Verwirrung erfaßt haben muß." „Sicher, anders ist es auch nicht zu erklären. Nun aber weiter! Sie suchten sich Ihrem Vater zu nähern, seine Verzeihung zu erlangen." „Ohne mein sehnsüchtig begehrtes Ziel erreichen zu können." „Doch er wird sicher davon gehört haben, daß Sie ein Porträt von ihm ausgestellt hatten, daß Sie es fertig gebracht hatten, ihn vorzüglich wiederzugeben, ohne daß er Ihnen saß; er wird doch die glänzenden Kritiken in allen Blättern gelesen haben, er mußte doch darin einen rührenden Beweis Ihrer Kindesliebe sehen." „Nichts dergleichen," versetzte Otto Ranzenberg traurig. „Er ist dahin gegangen, von wannen es keine Wiederkehr mehr gibt, ohne daß er mir verziehen hat, ohne daß ich ihn noch einmal lebend umfassen und küssen durste. Ja, ihm selbst die letzte Ehre zu erweisen, haben mir diese grausamen Menschen verweigert. Erst, nachdem die Beerdigung vorüber war und das Grab zugeschaufelt, war es inir vergönnt, au seiner letzten Ruhestätte niederznknien und zu beten." Wieder wollte ihn sein Gefühl übermannen. doch der Freund kam dem zuvor, indem er rief: „Kopf hoch, liebster Otto, lassen Sie sich nicht zu Boden drücken. Ihnen gehört die Zukunft, Sie haben ein großes Talent. Ihre Leistungen werden von den ersten Kritikern wie vom Publikum anerkannt, mit einem Wort, eine glänzende Laufbahn ist Ihnen sicher. Was wollen Sie also mehr!" „Sie reden von einer sicheren Zukunft." entgegnete der Maler, indem er den brannlockigen Kopf trübselig in die Hand stützte, „jawohl, und ich glaube selbst daran. Aber kann ich von Hoffnungen allein leben? Da sehen Sie mein von der Jury gekröntes Porträt, da hängt es. Und da und dort überall an den Wänden Studien, die ich mit Liebs und Ausdauer angefertigt habe. Bilder, in die ich mein ganzes Können hineingelegt, und der Erfolg, die pekuniäre Ausbeiue? Denn Sie werden mir doch zugeben, daß selbst der bescheidenste und anspruchloseste Mensch nicht von der Lust allein leben kann." „Wenn man Sie so reden hört, möchte man fast glauben, daß Sie keinen einzigen Freund besitzen," unterbrach ihn Waldau ärgerlich. „Mit dem Freunde meinen Sie natürlich sich, aber daraus wird nichts." „Sie sind mir ein netter Freund," rief derDoktor. „daraufhin hätte ich eigentlich die moralische Verpflichtung. Ihnen die Freundschaft zu kündigen." ^Was Sie natürlich nicht tun werden, da ich eine solche Kündigung nicht akzeptieren würde," versuchte Otto zu scher- zen, um gleich darauf ernst fortznfahren: „Also, um Sie zu beruhigen, erfahren Sie. daß es mit mir noch lange nicht Matthäi am letzten ist. Ich habe nämlich vor wenigen Tagen den ehrenvollen Auftrag erhalten, eine Person in ganzer Lebensgröße zu malen, deren Namen ich Ihnen später nennen werde" . 233,Z der» suchten die Engländer am 15. durch starke Teil- rmgrisfe südlich Bixschoote, sowie westlich Westhoek ihre Ausgangsstellungen zu verbessern. Nachdem alle diesf Angriffe abgeschlagen waren, schwoll am Nachmittag und abends das englische Artilleriefeuer an der Miste, sowie im Wernabschnitt von Merckem bis zur Deule zu großer Heftigkeit an. Ohne Unterbrechung tobte das Feuer biS zum Morgen, wo es sich um 5.20 Uhr auf die Frontftrecke von Dreatbank bis zur Lys zum Feuerorkan steigerte. Kurz nach 6 Uhr trat die englische Infanterie zum Angriff an. Der Kampf ist in vollem Gange. Von Oosttaverne nach Süden bis an die Deule lag das starke englische Feuer in ungeminderter Heftigkeit auf den deutschen Stellungen. Rege Fliegertätigkeit und Lustkämpfe begleiten den Kampf der Infanteristen. Im Artois, wo die Engländer wie in Flandern die vorderen deutschen Stellungen durch vierwöchiges Zerstörungsfeuer in Trichterfelder verwandelt haben, brache» die Engländer bereits in der Morgenfrühe des 15. August zum Angriff vor. Hier setzten sie auf der Front zwischen Hulluch und Mericourt südlich Lens die Gesamtheit ihrer vier kanadischen Divisionen ein. Mit zäher Tapferkeit stürmten die Kanadier, die die englische Heeresleitung stets an die schwierigsten und blutigsten Punkte zu fetzen pflegt, den ganzen Tag über gegen die deutschen Stellungen an. Nördlich Lens brachen die kanadischen Sturmwellen blutig zusammen; ebenso südlich Hulluch. Beiderseits Loos gelang der Einbruch in die erste Linie. Tie Engländer warfen hier die Kanadier in dicht gegliederten Massen in den Kamps und führten mit Kraftwagen immer neue Reserven heran. Aber ebenso wie in Flandern war es auch hier nicht möglich, die Anfangserfolge voll zu behaupten. Die volle Wucht des kraftvoll geführten deutschen Gegenstoßes warf die Kanadier wieder zurück und brachte das verloren gegangene Gelände größtenteils wieder in deutschen Besitz. Vergeblich rannten sie Mmer wieder todesmutig gegen die deutschen Stellungen an. Bis zum Mend waren 10 Angriffe abgewehrt. Kurz vor Mitternacht versuchten die Engländer nochmals nach stärkster Artillerievorbereitung vorzubrechen. Wiederum umsonst! Ter anbrechende Morgen zeigte vor den deutschen Stellungen feindliche Leichenfelder von grauenhafter Ausdehnung. Bei Panciu (Moldau) wurde das eiligst verlassene Lager einer feindlichen Division mit unzähligem Kriegsmaterial und großen Munitionsmengen erbeutet. Tie Gesamtbeute seit Beginn der Kämpfe nördlich von Focsani beträgt 200 gefangene Offiziere, über 11000 Mann, 118 Maschinengewehre und 35 Geschütze. Der Militärkritiker der „Basler Nachrichten" schreibt: Es handelt sich für die russisch-rumänische Armee in der Moldau jetzt um Sein oder Nichtsein. Das Gefährlichste ihrer Lage liegt in dem Umstand, daß sie auf Mehr als 200 Kilometer halbkreisförmig umstellt, also von drei Seiten bedroht, nur eine einzige Eisenbahnlinie, nämlich die über Jassy zur Verbindung mit ihrer Basis besitzt. Tie Schwierigkeiten vergrößern sich sichtliche weil die russisch-rumänische Heerführung, gestützt auf die Kriegslage, zuerst der Meinung war und sein mußte, die größte Gefahr drohe aus der Richtung der Bukowina, und sich nun plötzlich von Mackensen im Süden angefallen sieht, während Feldmarschall Koeves an >r Bukowinagrenze eine abwartende Haltung einnimm- Die Ereignisse im Westen. Fliegerüberfall. Frei bürg i. B, 17. Aug. Heute mittag zwischen 12 und 1 Uhr warfen feindliche Flieger Bomben auf die offene Stadt Freiburg i. B. Nach den bisheriger! Feststellungen wurde eine Frau leicht verletzt. Mehrer« Häuser find beschädigt. Militärischer Schaden ist nicht entstanden. Der französische Bericht. MTB. Paris. 17. Aug. Heeresbericht von gestern nachmittag: In Belgien schritten wir nach deftiger sorgfältiger Artillerievorbereitung heute bei Tq^esanbruey zum Angriff in Verbindung mit der britischen Armee. Mit prächtigem Schneid stürmte die Infanterie die feindlichen Stellungen beiderseits der Straße Steenstraate—Dixmuiden. Sie nahm alle ihre Ziele. Im Abschnitt vom Steenbach, südlich von Aiilcs machte uns ein kräftig geführter Angriff zu Herren einer vom Feind fcstgehaltenen Grabenanlage auf einer Front von einem Kilometer. Bier deutsche Gegenangriffe gegen unsere neuen Stellungen wurden leicht abgeschlagen. Bisher wurden IM Ge- fangene, darunter ein Offizier gezählt. — In der Gegend des Denkmals von Hurtebtze machten wir Fortschritte, ebenso am Chemin-des-Dames, wo wir etwa M Gefangene einbrachten. — In der Champagne und auf beiden Maasufern gegenseitige Artillcrictäügkcit. Wir machten einen Handstreich in der Richtung auf Löuvcmont und brachten 7 Gefangene zurück. Ter englische V WTB. Lo.idon, 17. Aug. Heeresbericht von gestern nachmittag: Heute früh 4.4Z Uhr griffen die Alliierten auf breiter F oul östlich und nördlich von Wern wieder an. Trog hartnäckigen feindlichen Widerstandes wurden an der Schlachtstont von Lens Fortschritte erzielt. 3 weitere feind- »che Gegenangriffe gegen unsere neuen Stellungen wurden »iftern alend abgeschlagen. Eine feindliche Truppenansammlung ln der Nähe von St. Auguste wurde durch unsere Aitüierü »ersprengt. Geld wie Heu. Im roten „Tag" rührt Richard NoroyauM cuu trennende Frage an: Was kost't die Welt? Wir bezahlen sie. Wir schwillt« »len im Gelbe. Geld wie Heu haben, ist heute einl »«angebrachte Redensart; uuserm Viehbestand wäre woh« ier, hätten wir Heu wie Geld. Juweliere, Gütermakler, Kunsthändler und andere Geschäftsleute, die zur Aus« Möblierung einer neuen Aristokratie nötig sind, verlebe» wonnige Tage; die sreie Gesellschaft von 1920 dreht den braunen Lappen nicht lange herum, nun sie sich au ihren hochherrschaftliche,: Beruf vorbereitet. Unbeschreibliche Vermögen werden von Unbeschreiblichen verdient. „Ich sah einen Schneider aus Bajeux, er kam mit goldenen Sporen geritten." Wie gut es den privaten Kriegsgewinnlern geht, davon kann man sich ein freilich nur mattes Abbild macken, wenn man die Abschlüsse der Aktiengesellschaften überfliegt. Dividenden von 20 und 30 v. H- und junge Aktien, die den Mtionären entweder ! ganz umsonst überlassen oder doch „ein ungeneim wert- l volles Bezugsrecht darstellen." Um die märchenhaften j Erträgnisse, mit denen auch für das laufende Geschäfts- i jahr gerechnet wird, nicht allzu auffallend zu machen und so den Neid der Besitzlosen zu wecken, verwässert man das Grundkapital, doch auch so vermag die Tividen- denkasse allein den strömenden Segen nicht aufzunehmen. Daher Abschreibungen in Millionenhöhe; Ertraabschrei« bungen; außerordentliche Reservestellungen; offene Tantiemen und Gratifikationen usw. Mit zwingender Gewalt erinnert diese Blütezeit an die unvergessenen Gründerjahre nach dem Kriege, bei l uns Elsaß-Lothringen wiedergebracht hat. Nur daß der ! damalige Hochaufschw-ung eben nach dem Kriege, nicht mitten im Toben der Schlacht eintrat und daß damalZ j die Befruchtung von feindlichen Milliarden, nicht von denen ausging, die wir aus dem eigenen Bolksvermögen herausholten. Tenn das ist diesmal das Aufreizende: all die üppigen Verdienstwucherungen sind nur möglich gewesen durch die große nationale Öpserfreudigkcit, wenn anders Beteiligung an den Kriegsanleiehn des Reiches ehrend Öpserfreudigkcit genannt werden darf. Mit dem willig dargebrachten Spargelde der Allgemeinheit bezahlen wir die Fabelgewinne unserer glücklichen Zeitgenossen. Hätte es dabei sein Bewenden, dann möcht's leidlich scheinen. Aber die Milliarden der Kriegsanleihen müssen dauernd verzinst werden. Dauernd hat der stcuer- zahlende Bürger für sie und um sie zu sorgen. Denkt nan daran, wie schwer die große Masse der Zeichner Säs Geld aufgebracht hat, mit welch rührendem Eifer just die Kleinen ihre Kasten und Strümpfe geleert haben, um erkannter vaterländischer Pflicht zu genügen, dann ist der Wunsch verständlich, daß ihre Gaben mit behutsam-sorgsamem Spargeist verwaltet werden. Ein Hinauswerfen des Geldes mit vollen Händen widerspricht seinem Ursprung und dem Sinn gerade dieser freiwilligen Umlage. Und wenn es nun vielleicht auch an fangs bei der schwierigen Umstellung aller Fabrikation und Rohstoffversorgung nötig war, hohe Preise zu bewilligen. damit die Unternehmungslust sich regte — heute könnte man in vielen Fällen gut und gern den Daumen auf den Beutel drücken. Altpreußische Sparsamkeit war nie besser angebracht als jetzt- Ter Alte Fritz hat seinen schärfsten Rechnungsabstrich während des Siebenjährigen Krieges gemacht. Erst wenn den ..einwandfreien", das heißt gesetzlich zulässigen Riesenverdiensten entschlossen an den Leib gegangen wird, läßt sich auch der verbotene Kricgswucher erdrosseln. Daß Geldstrafen von etlichen hundert Mark verhängt werden, wenn die Raffer Zehn- und Hunderttausende ergaunert haben, ist eine geschichtliche Lächerlichkeit dieser Zeit. Sie hängt mit der übertriebenen Wertschätzung des Geldes und dem Respekt vor jeder Art des Besitzes, auch vom unlauter erworbenen, zusammen. Geldbeträge, die unserm redlichen Volke im Kriege, in den großen Jahren der Nation, abgepreßt und abgeschwindelt werden, müssen bis auf den letzten Heller der Allgemeinheit verfallen, und vernichtende, entehrende Strafen müssen nebenhergehen. Sonst verschlingt der schlimme mammonistische Geist mit Gewißheit allen wirtschaftlichen, ewigen Gewinn des Krieges. Wir daheim dürfen um? von den Geschichtschreibern dereinst nicht nachsagen lassen, daß wir außerstande waren, geldgierigen Verderbern im Laude das Handwerk zu legen, während unsere deutschen L^V.ten den geldgierigen Verderbern draußen sehr iwck ^ zeigten, wo Bartel den Most holt. Die Friedensnote des Papstes. Das W. T. B. veröffentlicht in einer Meldung aus Rom einen Auszug der am 1. August 1917 ausge- gebeneu Note des Papstes, die am 16. August im Wortlaut veröffentlicht worden sein soll. Ter Auszug stimmt mit der von der römischen „Tribuna" veröffentlichten Inhaltsangabe in den meisten wesentlichen Punkten überein; bezüglich Elsaß-Lothringens ist aber der Wölfische Bericht in so allgemeinen Worten gehalten, daß man sich über die Absichten des Papstes keine klare Vorstellung machen kann. Man wird als» die noch ansstehende amtlicke Aeußerung der deutschen Reichsregierung ab- warten müssen. Ter Bericht lautet: Der Papst betont, daß er seit dem Beginn des Krieges bemüht gewesen sei, vollkommene Neutralität zu beobachten, sich der Opfer des Krieges ohne Unterschied der Nationalität und der Religion anzunehme» und das Ende des gegenwärtigen Unglücks nach Möglichkeit zu beschleunigen. Er bedauert, daß seine Ermahnungen bisher erfolglos geblieben; im Gegenteil wurde der Krieg immer grausamer. Der Papst fragt sich, ob Europa sich bis zum Selbstmord fortreißen lassen werde. Angesichts dieser beängstigenden Lage erneut der Papst ohne irgend we ch.- glichen Absichten, ohne auf Anregungen der einen oder anderen der kriegführenden Parteien zu hören, - einzig getrieben von seiner Pflicht, als gemeinsamer Vater t der Gläubigen seinen Ausruf an diejenigen, die die Geschicke der Nationen in ihren Händen halten. Die Note zählt sodann die Punkte auf, die nach Ansicht des Papstes die Grundlage für die Herstellung eines gerechten und dauerhaften Friedens bilden müssen. In erster Linie : müsse die » a erteile Gewalt der Massen der moralischen Gewalt r des Rechts Platz machen, und infolgedessen habe eine gleich- j zeitige und gegenseitige Abrüstung sta Pu inden nach j festzusetzenten Regeln und Bürgschaften und unter Berücksich- ! tigung der Erfordernisse der öffentlichen Ordnung. Weiter : wird die Einführung des internationalen Schieds- ^ gerichts mit bestimmten Sicherstellungen empfohlen. Nachdem so die Borherrschast des Rechts festgesetzt ist, muß jedes Hindernis für den Verkehr zwischen den Völkern beseitigt und die Freiheit und Gemeinsamkeit der Meere gesichert werden, was zahlreiche Ursache zu Konflikten de- beseitigen und neue Quellen des Wohlstandes eröffnen wurde. Mas die Vergütung der Kriegsschäden und die Bezahlung der s Kriegskosten anbelangt, so stellt der Papst als Grundsatz auf: : den vollständigen und gegenseitigen Verzicht auf Ent- ^ schädigungen und Krtegskoiien, es sei denn, daß , «wisse Fälle besonderer Gründe vorlregen, die mit Gerechtig- l seit und Dil PK. i. zu erwägen seien. Er verlangt sodann tue s gegenseitige Rückgabe aller besetzten Gebiete, s . dt: Wiederherstellung Belgiens in seiner vollständigen j ? politischen, militärischen und wirtschaftlichen Unabhängigkeit, j : di: Rä'muna des französischen Gebiets, die Rückgabe s i der deutschen Kolonien. Was die besonderen Gebiets- j kragen anbelangt wie. dtejeniae von ElsaL-Lotbrinaeu. Trentino und Triest, Armenien und Polen, "so schlagt er"^ sie^in versöhnlichem Geiste zu prüfen und zu lösen unter ^ ? zxrspii Finnl, IN^ rr i-tMck ist datlrch , rücksichtigung der Wünsche der Bevölkerungen und des aiA : Meinen Wohles der M nschheit. ^ " Der Papst meint, daß auf diesen Grundlagen die bünst», L Neuordnung der Völker sich aufbauen müsse. Sie seien A ^ eignet, die Wiederkehr eines ähnlichen Konflikts unmöglich pochen. Er hoffe, daß sie angenommen würden. Zum SäM betont der Papst, jedermann erkenne an, daß beiderseits ^ » 0"'"" Maffenehre gewahrt sei. Sr fordert oie Oberhäupter z» ' gvuvei srri g'ührrnden Nationen dringend auf, seine Vorschläge günA e reicht, »ufzunchmen und an ihre schwere Verantwortung zu denk,? i tersbu Er wünscht, daß die künftigen Generationen ihnen den schz^, Namen von Friedensstiftern verleihen k-önntsn. Gott nch sie erleuchten und beraten. — .. Vatikan. 1. August 1öl7. Neues vom Tage. General Gröner. Berlin, 17. Aug. Ter Chef des Kriegsamtei Generalleutnant Gröner ist unter Verleihung des Rotz Adlerordens 2. Klasse mit Krone und Schwertern zu, Divisionskommandeur und Generalmajor Scheuch Chef des Kriegsamtes ernannt worden. Ta zur einheiz lichen Durchführung der Bolkscrnährnng ein Teil der deß Kriegsamt zugewiesenen Gebiete jetzt an das Kriegs«, nährungsamt übergeht, und eine weitere Einschranku» des Dienstbereichs des Kriegsamtes augestrcbt wird, so j der Generalleutnant Gröner in eine andere Tienststellun W berufen. Vernichtung des deutschen Welthandels — daM englische Kriegsziel. London, 17. Aug. Ter Munitionsminister Loy Churchill sagte in einer Rede in Dundee: Erst wem, der deutsche Welthandel keine Aussichten zu neuer Eni, Wicklung mehr hat, dann ist es Zeit, Frieden zu machen. nicht t den Z Lschen demsell 8s zw miß n zeugt l ober l mit se Such s Pfft § D. Sck Das ist der Hauptbeschluß der ersten Pariser Konferem - - «föchte ermögli kerger und er bleibt für die Verbandsmächte bindend. Die Schiffsnot. London, 10. Aug. Lloyd George sagte im Unter- i Mgen Haus, der durchschnittliche monatliche Verlust Englands : wünsch betrage nur 250000, nicht 500000 Tonnen, wie die Teutschcu behaupten. Der Verlust werde durch Neubauten und zweckmäßigere Schifssausnützung ausgeglichen. ,Nautical Magazine" führt aus, Personenmaugcl f stehende vom Rr badische. Opfert«! sammlm und ähn Innern der englischen Schiffe erleichtere den Tauchbooten die Arbeit, weil Schiffe von 6000 bis 7000 Tonnen jetzt oi! mit 6 Berussmatrosen, 6 Heizern und 3 Kohlentrimmern zur See fahren müßten. (Normal 10 Matrosen, 12 Heizer, 6 Trimmer.) Bootsleute fehlen, Maschinisten seien überanstrengt, Kapitäne kommen im Sperrgebiet überhaupt nicht zur Ruhe. Ein Munitionslager bei Archangelsk explodiert Schweizer Grenze, 17. Aug. (z. K.) Die Basle Nationalzeitung erfährt aus schwedischer Quelle au Archangelsk: Sowohl auf der Kolabalbinsel als auch « . brirm,.« der Gegend von Archangelsk haben sich die Engländer jes ^r Sck vollkommen festgesetzt und spielen sich als Herren de ^ ' Landes auf. Bei der russischen Bevölkerung sind die Eng länder jedoch nicht beliebt. Von seiten der russischen B» völkerung werden gegen die aufgespeicherten Vorräte d« sgstsch , Engländer allerlei Anschläge ausgeübt. Vor einig» reichen Monaten wurden ein großes Holzlager, ein großes Depol ^ ^i, mit Lebensmittelvorräten und Kriegsmaterial durch Feus: zerstört. Mitte Juli explodierte wiederum in Archangels - ein riesiges Munitionsdepot im Werte von über 10 Milli' onen Rubel. Amerikas fragwürdige Hilfe. In der Finanzchronik der holländischen Wochenschrift „De Nieuwe Amsterdamer" vom 28. Juli lesen wir: „Wenn man Amerikas Kriegsvorbereitungen mit etwas kritischen Augen betrachtet, dann kommt man zu de« Ueberzeugung, daß die Entente doch nicht allzu viel aus die Hilfe Amerikas bauen darf. Tenn es steht fest, daß der Krieg in Amerika in keiner Weise populär ist. Darum wird aber auch die Bildung des Millionenheeres noch mit vielen Schwierigkeiten verbunden sein. Auch von dtt finanziellen Unterstützung darf man sich nicht allzu viel versprechen. Tie erste Kriegsanleihe hat reichlich drei Milliarden Dollar aufgebracht. T-avon haben die Bundesgenossen nur einen kärglichen Teil erhalten. Jetzt sol! eine zlveite Anleihe von fünf Milliarden ausgenommen werden, von der, wie es heißt, die Bundesdenossen zwo Milliarden empfangen sollen. Aber inzwischen wagst Bonar Law im englischen Parlament unverhohlen zn sagen, daß ihn die geringe finanzielle Unterstützung, die England von Amerika erhalten haben, aufs AeußerP enttäuscht habe. Augenscheinlich hat Amerika seine Hilst hauptsächlich den Bundesgenossen Englands zuteil wer ven lassen. Tann aber muß mau sich fragen, welche höhere Politik ivvhl hierbei mitge'spielt hat. Bonar La!" verkündet, daß England in unbeschränktem Maße seilst Mitkämpfer mit den nötigen Mitteln Iveiter versehe» werde. Er erwartet aber, daß auch Amerika dieselbe loyale Haltung annehmen wird. Ueber den Erfolg dck ersten amerikanischen Kriegsanleihe erfährt man niift allzu viel. Schon daraus kann man entnehmen, daß die Anleihe durch die großen Banken und industrielle» Unternehmungen aufgebracht wurde, während sich das Volk, vor allem in den westlichen Staaten, nur sehr wenig an den Eintragungen beteiligt hat. Tie amerikanische Regierung ergreift kräftige Maßnahmen, um das ganze ökonomische Leben zu verstaatlichen. Dabei wurde selb» der Vorschlag gemacht, den Bahnverkehr in den Best einigten Staaten der Regierung zu übertragen, wobei den Eisenbahngescllschaften ein entsprechender Gewinn ab« getreten werden müßte. Natürlich ist ein solcher Bors schlag beauemer gemacht als ausgesührt. Außerdem scheint sich das Verkehrswesen der Vereinigten Staate» in einem reichlich desorganisierten Zustande zu best»" den. der durch die Kriegsmaßnahmen der Regierung noch verschlimmert wird. Es sieht also für die näckw nocn vcrlcyinmmerr wrro. cxs neyr ac,o pur vre nu«- -- Zukunft alles anders als erfreulich ist. Eine allgemein* ; ^wet m Depression breitet sich jetzt über die ganze Welt aus- vwirstck Tie allgemeine Verarmung geht in immer schnellere»«, nehmigc Tempo weiter. Auch auf den Bereinigten Staaten lieE^ »Gene! ein Truck, der sich an der Börse, die überall das Baro^* chung r, August Rentani Züngln trat al hat an beendete in Pri, bekleidu schlag d ist von einer g, / aus der Wb «krieg Mgensck ber habl fösischen ' jenige ! : »usgetau ! m der l . 1- S, wie auch wchrichte llieben , f Angehöri - von 30Z Baterlan! den Sem allen, di f Kann de: «vigen A seinen H st ein treue- . Sem Frie 7 .(-) r Aeisteram (A: »An <-a aber es nicht c abgesehen » (-) T «Mlsbezn Pr Wirks «rundstüc soweit die Aer stück «ezirk Handhabe »nd- und Iberers ei! Kriegsgew K die tz , Annen un k K-, Tie Äußerung Snarninen Kur Teil, erson v« igt er" unter 4^ - de- °lA , >i- künftig, ' seien «möglich Mm SchlL derseits Z - äuptcr LK e zu denk«? 2" schLin, ^ Sott »ch, ^ ist datirg, iegsamte^ )es Rote, ctern zu, euch zu, lr einhejj, il der d Kriegs^ 'chränkuw ürd, so i nststellun, — da ster Lori kr st wen« wer Enft u machen Konfere« ^ m Unter- EnglanK wie die Neuban geglichen enmaug« loten die r jetzt o hlentriw Matrosen l'chinisten »errgebm »kodiert ie Bas!» elle a s auch inder jej rren bei die En^ scheu W >rräte d« einig» es Depot cch Feus cchanoM 0 Milli oreter des allgemeinen ökonomischen Zustandes ist, wi- s derspiegelt." ' - Die Wirren in Nutz fand. ! Petersburg, 17. Aug. Tie Teuerungsunruhen m ^ Finnland dauern fort. Ter Senat hat dem General- ! Gouverneur das Abschiedsgesuch sämtlicher Senatoren über- ^ reicht, damit er es der vorläufigen Regierung in Petersburg übermittle. Tas finnische Ministerium könne Mt weiterbestehen. Ter Generalgouverneur beauftragte den Sozialisten Tokoi mit der Bildung eines soziali- Nschen Ministeriums. (Kerenski arbeitet in Finnland nach demselben Rezept wie in Rußland. Er läßt die Tinge ftis zum Aeußersten kommen. Wenn dann niemand mehr Weiß wo aus wo ein und wenn das Volk sich davon überzeugt hat, daß die Sozialisten zwar die Revolution machen Her keine Ordnung schaffen können, dann kommt er mt seiner Diktatur, die als Befreiung begrüßt wird. Loch Finnland wird diese Diktatur bekommen; mit ihr hofft Kerenski Finnlands Abfall verhindern zu könne». D. Schr.) Aus Stadt und Land. ^ ** Adeksheim, 18. August 1917. — Zum Leutnant befördert wurde der Vizefeldwebel August Heimberger, Sohn des grundh. v. Adelsheimschen Rentamtmanns Heimberger dahier. Wie so manchen deutschen Jüngling, riß die Helle Begeisterung auch ihn mit. Er trat als Freiwilliger bei einem Jnfanterie-Rgt. ein und hat an mehreren Schlachten und Gefechten tapfer mit- gefochten. Die Teilnahme an einem Offiziersausbildungskurs ermöglichte dem von der Picke auf gedienten jungen Heimberger dann die Aufnahme in dm Offiziersstand. Dem 'jungen Offizier zur Beförderung unfern herzlichen Glückwunsch und glückliche Heimkehr ins Elternhaus nach beendetem Völkerringen. — Keine Befchagnahme von Kleidern und Wäsche ik Privathaushaltungen. Alle Furcht vor einem bevorstehenden Eingriff in die Privatbestände, ist, wie die Reichs- bekleidungsstelle mitteilt, völlig grundlos. — Ein Opfertag. Dem Badischen Landesverein vom Roten Kreuz wurde zu der von ihm zu Gunsten der badischen Gefangenenfürsorge geplanten Veranstaltung eines Opfertages am 28. September mit Haus- und Straßensammlungen — Vertrieb von Postkarten, Werbeschriften und ähnlichen Werbegegenständen — vom Ministerium des Innern die Genehmigung erteilt. — Austausch von Zivilgefangenen. Der Vor schlag der deutschen Regierung, bei der erweiterten Unterbringung von gesundheitlich geschwächten Gefangenen in oer Schweiz auch die Zivilgefangenen zu berücksichtigen, ist von Frankreich jetzt angenommen worden. Ties wird einer größeren Zahl von Zivilgefangenen die Befreiung aus der Gefangenschaft bringen. Ein allgemeiner Austausch der Zivilgefangenen hat sich aber noch nicht erreichen lassen, doch sind weitere Verhandlungen darüber >m Gange. Wie die „Zürcher Post" erfährt, beträgt die Zahl ksr zwischen Frankreich und Deutschland auszutauschenden Kriegsgefangenen, die mehr als 18 Monate in Gefangenschaft sind und Familie und mindestens 3 Kinder haben, 14000V Mann. Da die Anzahl der französischen Kriegsgefangenen größer sein wird, als die- lrnige der Deutschen, gegenseitig aber nur gleichviel it etwa^ «»sgetauscht werden dürfen, so sollen die Ueberzähligen zu de« ^ ^ der Schtveiz unteraebracht werden. ' ff Schweigern, 16. Aug. Nachdem unsere Gemeinde »ie auch unser ganzer Bezirk seit längerer Zeit von Todesnachrichten unserer draußen stehenden Helden verschont geblieben war, traf die tieserschütternde Nachricht bei den Angehörigen hier ein, daß August Schweizer im Alter jenschrisi 'en wir viel ans fest, daß 't. Tar- :res noch von der lich drei ie Bun' Zetzt sol! llzu viel von 30 Jahren in treuer Pflichterfüllung im Kampfe fürs Vaterland Leben dahingeben mußte. Er ruht fern von f den Seinen in fremdem Lande, beweine und betrauert von ^len, die ihm in seinem kurzen Lebenswege nahestanden. nornmco ^ Kann der gefallene Held auch nicht in seiner Heimat zur Ewigen Ruhe gebettet werden und nicht Zeichen der Liebe > chven Hügel schmücken, so wird ihm doch die Heimat NN treues ehrendes Gedenken bewahren. Er ruhe in seli- Mr Frieden. (-) Boxberg, 17. August. Beim hiesigen Bürgermeisteramt lief dieser Tage ein Brief mit folgender Adresse das wohlbekömmliche Bürgermeisteramt." Ta aber aus dem Inhalt des Schreibens hervorging, daß 6 nicht auf die Verspeisung der amtierenden Personen abgesehen war, atmeten sie ganz erleichtert auf. ^ (-) Boxberg, 17. Aug. Wie bekannt, ist in den Msbezirken der Kreise Konstanz, Waldshut und Mosbach W Wirksamkeit der Veräußerung von landwirtschaftlichen Grundstücken im Flächeninhalt von mindestens 5 Hektar, mveit diese innerhalb der letzten drei Jahre zusammen Wirtschaftet worden sind, mag die Veräußerung im ganzen '°er stückweise geschehen, die Genehmigung des Bezirksamts erforderlich. Das Gesetz bietet die handhabe, einersei-s der unwirtschaftlichen Zertrümmerung Md- und forstwirtschaftlicher Güter entgegen zu wirken, Moererfeits den Verkauf der Güter an die tote Hand oder an »negsgewinner und sonstige Liebhaber zu verhüten, wenn A die Grundlage einer bürgerlichen Wirtschaft bilden ^nen und ihre Bewirtschaftung durch Landwirte möglich D'. Tie im Gesetz vorgeschriebene Genehmigung zur Ver Aerung ist erforderlich ohne Unterschied, ob die bisher Kaminen bewirtschafteten Grundstücke insgesamt oder nur Mm Teil, ob sie an einen Händler oder an eine andere Mrwn veräußert werden sollen. Das Bezirksamt ent- Mtdet in Zweifelsfällen nach Anhörung eines Ausschusses ^-wirtschaftlicher Sachverständiger über Erteilung der ^«Mehmigung, Versagung der Genehmigung oder Erteilung en «lcs Genehmigung unter Bedingungen. (Vergl. Bökannt- KarMMchung im gestrigen Amtsblatt.) sen zwk> r wagk chlen z» uno, dk leußerft- ne Hilft eil wer , welH mr La!» ße seüre versehe« dieselbe folg der m nE en, dak strielle« sich da? ,r weM ikanil'kbk s garG )e fest« Pest wobet nnn ab' >r Bor' ißerdel« Staats l befi«' aierunli nä-h^ qemei^ 7 fft auö- lelleres m (-) Schwabhausen, 17. Aug. Landwirt und Fracht- fnhrmann Fischer von hier befindet sich mit drei Söhnen im Kriegsdienst. (-) Dom Bauland» 16. Aug. In Friedenszeiten feierte man meist am nächsten Sonntag das Erntefest und das junge Volk ging zum Tanze. Wenn dies auch dieses Jahr, dem Stande der Erntearbeiten entsprechend, wieder der Fall sein könnte, so verbietet es die Kriegszeit durch vergnügungsreiche Feierlichkeiten der Freude Ausdruck zu verleihen. Auch die Witterung der letzten Tage hat ihr übriges dazu beigetragen. Anlaß zu ernstlichem Bedenken ist jedoch noch nicht vorhanden, denn die schweren Regenfälle haben zwar unsere Kartoffelfelder mit einem Ueberfluß von Feuchtigkeit versehen und in mit der Ernte noch zurückstehenden Gemarkungen der Qualität des Hafers geschadet, für die anderen Pflanzenarten aber ist diese feuchtwarme Witterung bis jetzt nur gedeihlich gewesen. (-) Unterfchesflenz» 17. Aug. Der bei einer Armee- Kraftfahrerkolonne stehende Karl Keller, Sohn des hiesigen Bürgermeisters, wurde zum Unteroffizier ernannt. (-) Karlsruhe, 17. Aug. (Militärisches Verbot., Ter stellv. kommandierende General des 14. Armeekorps hat die Herstellung anderer als gewebter Papiermund-' tücher und Papiertischtücher verboten. Wer dem Verbot zuwiderhandelt, wird streng bestraft. (-) Mainau, 17. Aug. Großherzogin Marie von Mecklenburg, die am Dienstag zum Besuch der Großherzogin Luise auf Mainau eingetroffen war, ist gestern wieder ab gereist. (-) Mannheim» 17. Aug. Wie noch erinnerlich, war der Direktor des hiesigen Lebensmittelamts Tr. Bartsch wegen Vergehens gegen das Höchstpreisgesetz zu 100 Mk. Geldstrafe verurteilt worden, weil das Lebensmittelamt Mischbutter als Tafelbutter zum Preis von 2,07 Mk. statt 2,00 Mk. verkauft hatte. In der Berufungsver- hindlung vor der Strafkammer wurde nun Tr. Bartsch freigesprochen. (-) Rußloch bei Heidelberg, 17. Aug. Tie zehnjährige Lina Klee wollte von einem noch fahrenden Straßenbahnwagen absteigen und kam dabei zu Fall. Dem Mädchen wurde das linke Bein unterhalb des Knies abgefahren. (-) Rastatt, 17. Aug. Die Stadtverwaltung hat beschlossen, zur Hebung des Mangels an Kleingeld städtisches Ersatzgeld aus Rohzink prägen zu lassen und zwar 5-, 10- und 20-Pfennigstücke. (-) Kehl, 17. Aug. Während einer Schlägerei zwischen jungen Burschen wurde der 17jährige Robert Schüt- terle von dem 18jährigen Alfred Lang erstochen. (-) Freibnrg, 17. Aug. Dem Hauptredakteur der „Freiburger Tagespost" Hans Schlöder, wurde vom Kaiser das Kgl. Preußische Verdienstkreuz für Kriegshilfe verliehen. (-) Billingen, 17. Aug. Um unsinnmen Gerüchten entgegenzutreten, teilt das Bezirksamt im Benehmen mit der Militärbehörde und dem Bezirksamt mit, daß hier Fälle von Ruhrerkrankungen nur bei Mannschaften des Ersatzbataillons vorgekommen sind. Es wurden bis jetzt 6 Fälle festgestellt, die sämtlich äußerst leicht verlausen. (--) Stockach, 17. Aug. Wie das „Stockacher Tagbl.ff schreibt werden zurzeit Faden und Vorhangstoffe, sowie andere dergl. Sachen von Händlern auf dem Lande aufzukaufen gesucht. Tie kleinen Kaufleute auf dem Lande seien gewarnt, ihre Waren, oft sogar für ein Spottgeld den Händlern abzulassen. (-) Furtwangen, 17. Aug. Tie hiesige Gemeind« gibt an die Einwohnerschaft Buchenholz (25 Mk. pro Ster) ab. (-) Singen-Hohentwiel, 17. Aug. Nach dem Genuß giftiger Pilze ist der 54jährige Fabrikarbeiter Georg Körner gestorben. Seine Frau, die ebenfalls von den giftigen Pilzen genossen hatte, kam mit dem Leben davon. Aus Württemberg. (-) Stuttgart, 17. Aug. (Straßenbahnunfall.) Gestern nachmittag kam in der Neckarstraße ein 16 Jahre alter Schüler von Ludwigsburg beim Verlassen- eines in voller Fahrt befindlichen Straßenbahnwagens zu Fall. In der Olgaheilanstalt ist er nach einigen Stunden seinen Verletzungen erlegen. (-) Böblingeu, 17. Aug. (Zwei vermißte Knaben.) Seit 12. Juli werden der 8 Jahre alte Karl Rieth und der 10 Jahre alte Willy Rieth vermißt. (-) Winnenden, 17. Aug. (Ungenannter Spender.) Ein hiesiger unter der Fahne stehender Einwohner, dessen Name unbekannt ist, hat dem Stadtschultheißenamt 2000 Mk. überwiesen, wovon 500 Mk. dem Stadtpfarramt als Grundstock für eine Friedhofkapelle, und je 500 Mk. drei hiesigen Vereinen zur Linderung der Kriegsnot ihrer ausmarschierten Mitglieder bzw. deren Hinterbliebenen zugeführt werden sollen. (-) Leutkirch, 17. Aug. (An den Pranger.) Tas K Oberamt veröffentlicht die Namen einer Anzahl von Lebensmittelschmugglern und deren Helfershelfern, um die Polizeibehörden, Landjäger auf diese Personen besonders aufmerksam zu machen. Tie Liste wird nötigenfalls erweitert werden. (-) Frie-richshasen, 17. Aug. (Belohnung.) König Ferdinand von Bulgarien hat, wie das „Seeblattt" berichtet, an das Lokomotivpersonal, das seinen Sonderzug von Friedrichshafen nach Ulm führte, als besondere Anerkennung dafür, daß bei der großen Verspätung und angesichts der finsteren, stürmischen Nacht so schneidig gefahren wurde» einen namhaften, Geldbettag verteilen lassen. (-) Bom Bodensee, 17. Aug. (Ins neutrale Ausland.) In der Nacht vom Montag auf Dienstag hat der verheiratete Tienstmann Friedrich Queck von Konstanz, der auf Grenzwache stand, die günstige Gelegenheit benützt und ist in die Schweiz entflohen. Queck wurde vor einigen Tagen mangels Beweises von der FL- tienstraskammer von der Anklage, einen Geldbetrag Ml ta. 10000 Mk. gestohlen zu haben ireigesprochen.. i '(-) Hetlingen in Hohenz., 17. Aug. (Unglücks- ! fall.) Ter erst seit einigen Tagen zur Getreideernte - beurlaubte Sonnenwirt Johann Stauß war mit Mähen § beschäftigt, wobei ihm ein kriegsgefangener Russe behils- s lich war. Infolge Scheuens der Pferde kamen beide i so unglücklich in die Mähmaschine, daß dem Russen f ein Fuß über dem Knöchel vollständig abgerissen, der an- ! ßere schwer verletzt wurde. Auch Stauß trug erhebliche ! Fußperletzungen davon. _^_ ^ Gottesdienst-Ordnung. f Sonntag, den 19. August 1917: ! Ev. Kirchengemeinde Adelsheim. ^ Vorm. 8 Uhr: Gottesdienst in Osterburken. ! Vorm. 10 Uhr: Gottesdienst in Adelsheim, i Nachm. 1 Uhr: Christenlehre. f Kath. Kirchengemeinde Adelsheim. - Vorm. 10 Ubr: Vormittagsgottesdienst. ? Nachm. 2 Uhr: Nachmittagsgottesdienst. Letzte Rachrichten Wolfs-Telegramme. Abendbericht. Berlin, 17. August, abends. (Amtlich.) In Flandern und bei Verdun nur Ärtilleriekampf in wechselnder Stärke. In Saint Quentin stehen die Häuser in nächster Umgebung der Kathedrale noch in Brand. Die anhaltende Beschießung durch die Franzosen erweitert den Feuerherd. Im Osten nichts besonderes. des Kaisers Sank aa die badische« Truppe». Berlin, 17. August. (Amtlich.) Telegramm S. M. des Kaisers an den Kronprinzen: An S. Kaiser!. Hoheit den Kronprinzen des Deutschen Reiches. Ich bekomme soeben die Meldung von der kühnen Unternehmung badischer Truppen auf dem Ostufer der Maas. ; Spreche ihnen meinen kaiserlichen Dank und meine An- ! erkennung aus. Wie an der Flandepnfront, bestätigt sich ! auch vor Verdun deutscher Angriffsgeist. ! Der Glückwunsch des Kaisers. ! Berlin, 17. August. (Amtlich.) S. M. der Kaiser sandte Sr. König!. Hoheit dem Kronprinzen Ruppcecht von Bayern folgendes Telegramm: Ich beglückwünsche Dich, die Führer und Truppen Deiner Armeen zu dem glänzenden Erfolg des gestrigen Schlachttages in Flandern und zu dem Ausgang der schweren Kämpfe an der Arrasfront. An dem unerschütterlichen Siegeswillen von Truppen aller deutschen Stämme zerschellte der Angriff der dort kämpfenden Teile des englisch-französischen Heeres. Mit mir ist das Vaterland stolz auf seine Söhne. Es wird, so hoffe ich fest, nie vergessen, was Führer und Soldaten im Felde leisten. Heute dankt es mit mir Deinen tapferen Truppen. Wilhelm I. U. Reue N-Bootserfolge. Berlin, 18. August. (Amtlich.) Neue U-Bootserfolge auf dem nördlichen Kriegsschauplatz: 5 Dampfer, 1 Segler, 1 Fischerfahrzeug, darunter ein unbekannter bewaffneter englischer Frachtdampfer von mindestens 5500 Tonnen, der englische Dampfer „Talisman" und der englische Segler „Alcyonr", beide mit Kohlenladung, ein unbekannter bewaffneter französischer Frachtdampfer und das französische Fischerfahrzeug „Renee Matthe". Ein unbekannter, tiefbeladener englischer Dampfer wurde aus Geleitzug heraus- geschoffen. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Ei« kleines Seegefecht. ! Berlin, 17. August. (Amtlich.) In der Nordsee stieß ' am 16. August eine unserer Sicherungspatrouillen an der - Grenze des englischen Sperrgebiets auf feindliche Kreuzer i und Zerstörer und griff sie an. Der Feind, der in starker i Uebermacht war, drehte in unserem gut liegenden Feuer ah I und entzog sich dem Gefecht mit größter Eile. Wir haben : keine Verluste. > Der Chef des Admiralstabs der Marine. ^ Zweiter englischer Heeresbericht vom 16. Angnst. j London, 18. August. Die Zahl der von den Alliierten j gemachten Gefangenen beträgt bisher 2700. Die Eng- i länder drangen eine halbe Meile (800 Mir.) jenseits ! Langhemark vor. Den Deutschen gelang es durch ihre ^ verzweifelten Gegenangriffe, nördlich der Straße nach - Menin unsere Truppen von einem Teil des früher am Tage gewonnenen Geländes zurückzudrängen. Die amerikanische Pumpstation. ! Washington, 17. August. sReuter) Die Vereinigten , Staaten gewährten Italien eine Anleihe von 40 Millionen ! Dollars und Belgien eine solche von 5 900000 Dollars. Privat-Te legramme. Französische Lüge«. Berlin, 18. August. Aus Gens wird dem „Berliner l Lokalanzeiger" gemeldet: Wie weit man in Patts die ' Entstellung des Tatbestandes treibt, dafür liegt ein klassischer ! Beweis vor, die Behauptung nämlich, die Deutschen hätten j die Kathedrale von St. Quentin in Brard gesteckt. Darauf ' schwört jetzt ganz Frankreich. Amtliche B ekannt machungen. Vaterländischer Hilfsdienst. Aufforderung des Kriegamts zur freiwilligen Meldung gemäß 8 7 Abs. 2 des Gesetzes über den vaterländischen Hilfsdienst. Für die Reichsentschädignngskommiffion zur Niederlegung von Werksanlage« zur Schrott- gewinnung im besetzten Gebiet werden Fachleute des Hüttenwesens, des Maschinenbaus, der Eisenkonstruktion und der Elektrotechnik, insbesondere entsprechende Ingenieure, Techniker, Werkmeister, Betriebsführer und dergleichen benötigt. In Frage kommen nur d. u. Offiziere, d. u. Wehrpflichtige, und Hilfsdienstpflichtige und für die Heimat g. v. und a. v. Wehrpflichtige, soweit sie nicht bereits in der Kriegswirtschaft befindlich sind. Meldungen werden bei den zuständigen Hilfsdienst- Meldestelle« bis zum 25. August 1917 entgegengenommen. Kriegsamtstelle Karlsruhe. Privat-Anzeigen. Obst - Versteigerung Montag, 2V. ds. Mts., vorm. S Uhr wird das Ertrtägnis von ea. 39 Losen Dirne« und Aepfel gegen Barzahlung öffentlich versteigert. Steigerer außerhalb des Bezirks Adelsheim nicht gestattet. Zusammenkunft oberhalb der 2. Schefflenzer-Steige. Seehof» 18. August I9i7. Schmutz. Reichertshausen Gemeindebezirk Siglinge«. Vieh- und Fahrnisversteigerung. Wegen Verpachtung meines Gutes bringe ich am kommenden Freitag, den 24. August ds. As. von vormittags Sffs Ahr au Aufstreich gegen Barzahlung zum Verkauf: 1 Paar gute Arbeitspferde, 6 «nd M 12 Jahre alt, mit Ehaife- und Arbeitsgefchirr, 3 junge Milchkühe» ^ 5 Jungrinder, 2 vollständig ausgerüstete Wägen, eine Futter- schneidmafchine. eine Sämaschine, 2 eiserne Pflüge, ein Kultivator, eine Grasmähmaschine, ein Fuhr schlitten, ei« Güllenfaß, 2 Mostfäffer, je 700 Liter haltend, und sonstige Daumannsfahrnis, wozu Liebhaber freundl. eingeladen werden. Am 16. August 1917 Hermann Stammer, Landwirt. Kpreuee. (Spelzspreu, Tinkelspreu, Grünkernspreu etc.) sind lk. Gesetz abzuliefern an die für diesen Bezirk allein beauftragten Auftäufer. M. L 3. Friedberger, Neidenstein, Gabriel Karlsruher, Mannheim. Gebrauchtes IslsüllSM gutes Fabrikat mit vorzüglichem Ton und sehr stimm- haltiq, ist preiswert zu verkaufen. Anzusehen bei Witwe Kappes, Oberkessach. Der verehrlichen Einwohnerschaft von Adelsheim zur gefl. Kenntnis, daß ich von jetzt ab jeden Auftrag zum Mikgkil der LrWe «sw ^ auf meiner Dezimalwage schnellstens ! erledigen werde Wilh. Göpfert Wagmeister, Adelsheim. lM Lairdteute! Ziegenzüchter ! Macke jeder seine Käse selbst! Einfach, billig und gut. Käsetab Käsesorme« samt Beschreibung zur Herstellung der Käse empfiehlt Otto Hosman« Doxberg. Am Biehmartt Montag. 20. August verkaufe ich zu äußerst billigem Preis 2 St. Schweinestall-Vorder« «nd Zwischenwände, Schweinetröge, 1 Biehwage, 20 Ztr Tragkraft, 2 Pflüge, 2 Acker-Eggen. 2 Hack- «nd Hänfel-Pflüge» 3 Schubpflüge, 2 Futterfchneidmaschinen» 2 Stallseuster, 1 Buttermaschine, 20 Liter, 2 email. 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Heinrich Schweizer zur Zeit im Felde Albert Dürr zur Zeit im Felde nebst Frau mit Kinder Otto Schweizer, Intendantur-Assistent zur Zeit im Felde Gustav Schweizer zur Zeit im Felde nebst Frau mit Kind Robert Schweizer zur Zeit im Felde Die Trauerfeier findet am'Sonntag, 26. August nachmittags Uhr statt. Erziehungsheim (Realschule) Waldkirch im Dreisgau. Einzige Privatschule in Baden und den Reichslanden, die (seit 1874) dass Recht hat, selbst Zeugnisse über die Wissenschaft!. Befähigung ihrer Schülers zum eins.-freiw. Militärdienst (Reife für Obersekunda) N» flluilN auszustellen Aufnahme« : September u. Ostern, "l. 1 luillll« Am Montag, 2« August steht wieder ei« großer Trausport 1-jährige bis jährige prima Fohlen, belgischen Schlags bei uns, wozu Kauf- und Tauschliebhaber eingeladen werden. Emil und Raphael Bauer, KSuigheim " Telephon 37. - Lmpkekle imvin in Oeßan, Kovliksnäsr», Aasrrkkessvln z. ffämmerle. Mrbacft. Lank Nvilivldvrg, lisupl8trs88v 52 MstiilisMI MV MI-, kEM 81 VII. 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Bei Gicht, rheumatischen Erkrankungen, Versteifungen nach Unfällen, Herzleiden (Adernverkalkungen), Nieren-, Blasen- krankheiteu, diverse Nervenleiden (Neuralgie) und Hexenschuß, Ischias, Schreibkrampf, Lähmungen, Unterleibsleiden (diverse Frauenleiden), Hämorrhoidalbeschwerden, Rachen-, Kehlkopf-, Schlund-, Magen- und Darnneiden, Zuckerkrank heiten, sowie Folgen diverser Kriegsbeschädigungen. - -»alt» ftSchentl. Kr. r WTL ' Au der Ari Dpern t geringer Bei Feind n »"griff, stn ve M das Ju englische Um'er T vickelun des Feil An bei Ceri iüdwestl An kmpf , gesteiger Tu liche Fl stürz ge Offizier Leutnan 14. Fes kleinen^ Jage ur An Fro- sthrte i Wer Ri ^ Her Fe ge.vorfe 1600 G ckr. Men z »Sol _ ..Dc Sr siul ..Hö «nchi, , Mch g tchr ge «en ihr Aich gc . »Ui Tekior Eie sich ttt «rweis . »Tl Haft. Ähre L bei» er fitzte, r hatte. heikle,, ^ De w kou, 4» lass wie S Nittel unr El . «N «i>e»r emppehlt die Druckerei ds. Vl. M!l!!!i!!!!!!!N!U