Banker Teil' meldet Eng- i der Haie , der Welt >u der lg der wich- ckannt- rz sei, ^ Jahre UN- j Erstyemt täglich, außer Sonn- uns j Zeiertags ! Preis: Monatlich. . . pfg. ' vierteljährlich - Mk> ; frei ins Haus geliefert Soxberger /lnzeiger Gelefenstes Tageblatz oes öa-ksihev Saulonösss Anzeigen weröen mit Pfennig per einspaltige Zeile berechnet. ^ Sei mehrmaliger Aufnahme Rabat - Postscheck-Konto 4SS4, Karlsruh< l - der erhöht rde der ren de- betäubt, Aewitter sind die nd, arg an den oße Zahl ren des Sturm- Weitnau A nden- Wnmert. yauptanzeigeblatt für sie seKK /löelsheim, Hoxberg u. -eren Umgebung holzsubmiflions- un- Versteigerungs-Anzeiger für -en O-eawal- Sratisr flmtlicheu verkünäigungsblatt isöchentl.) Illustriertes Sonntag»-Statt Gratis: prakt. Mitteilungen für Gewerk (monatl.) u. Handel,Haus- u.Lanäwtrtjchsf Stt. 193. Druck und Verlag: Buchdruckerei Adelsheim, Adolf Heppeler elefon No. 18 Tagesberichte. WTB. Großes Hauptquartier, 80. Aug. (Amtlich., Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Kronprinz Ruppvecht: Auf dem flandrischen Schlachtfeld ging nach dem Scheitern der englischen Frühangriffe südlich von Langhe-» marck der Feuerkampf an Stärke erheblich gegen die Vortage zurück. / 2 s - rit Ocl' werdcn Kg. b-- Sestänti hier Im Artois war die Artillerietätigkeit nur Nord- Westlich von Lens stark. Mehrfach wurden englische Erkundungsabteilungen zurückgewiesen. Heeresgruppe deutscher Kronprinz: Tie Schlacht vor Verdun hat heute früh auf beiden Maasufern vom Walde von Avocourt bis zum Couriere walde (23 Kilometer) mit starken Angriffen der Franzosen begonnen. Ter Artilleriekampf dauerte gestern tagsüber und e Nacht hindurch ununterbrochen mit äußerster Heftig- it an: heute morgen ging stärkstes Trommelfeuer dem M»ngriff der Infanterie voraus. (A Tie Franzosen besetzten kampflos den Talon-Rücken -" Mich der Maas, der seit dem März ds. Js. als Verteidigungslinie aufgegeben und nur durch Posten besetzt War. Diese sind im Laufe des gestrigen Tages Planmäßig und ohne Störung zurückAenommen worden. W. An allen übrigen Mellen der breiten Schlachtfront Wß der Kampf in vollem Gange. ZI- .. ^ 16 feindliche Flugzeuge und 4 Fesselballone sind gestern zum Absturz gebracht worden. Leutnant Gon- - termann schoß 3 Fesselballone und ein Flugzeug ab und erhöhte damit die Zahl seiner Luftsiege auf 34; Miziersstellvertreter Bizefeldwebel Müller blieb zum 23. und 24. mal Sieger im Luftkampf. Oeftlicher Kriegsschauplatz: Front des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayern: Nichts Neues. . ... Adetsheim, Dienstag, 31. August 1817 Verantwortlich: A. Heppeler in Ädelsheim. Jahrg. 4 i. Front des Generaloberst Erzherzog Joseph : Deutsche und österreichisch-ungarische Truppen warfen in kraftvollem Ansturm beiderseits des Oitoztales die zähen Widerstand leistenden Rumänen gegen das Tro- tustal zurück. Ein württembergisches Gebirgs- bataillon zeichnete sich besonders aus. Mehr als 1500 Gefangene, 30 Maschinengewehre find eingebracht worden. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen: Auf dem westlichen Serethufer entspannen sich am Bahnhof Marasesti heftige Kämpfe, bei denen mehq als 2200 Gefangene in unserer Hand blieben. Süd« lich der Rimnic - Mündung scheiterten starke russisch/ Angriffe vor unseren Stellungen. Mazedonische Front: Tie Lage ist unverändert. s 5 ck z 5 L . Tie Engländer gönnen sich in Fhgndern und im Artois die so dringend nötige Atempause, auch der Geschützkampf war am Sonntag stork abgefiaut. Zur Kennzeichnung der Engländer muß man doch auf ihren heutigen amtlichen Heeresbericht verweisen. Zu Anfang des Kriegs konnten die englischen Berichte immer noch als die verhältnismäßig glaubwürdigsten Ententemeldungen gelten; sie verschwiegen viel, drückten auch wohl bei der Angabe ihrer Verluste anderthalb Augen zu, aber sie verkehrten selten die Tatsachen in ihr Gegenteil. Seit Lloyd George am Ruder ist, ist das anders geworden. Seines Geistes Hauch spürt man je mehr und mehr in den amtlichen Heeresberichten; der Zweck ist wohl: das englische Volk zu täuschen und den deutschen Generalquartiermeister zu ärgern. Tie englischen Verluste sollen in der Flandernschlacht gering, die der Deutschen schwer gewesen sein. Nun ja, wenns l?m Herrn Lloyd George Spaß macht, kann er die Niederlage ebenso weglügen lassen, wie er sich und Britannien über die Tauchbootnot hinweglügen will. Tie Aussichten für Friedensverhandlungen — darauf zielen die Entstellungen wohl auch ab — werden dadurch in Wirklichkeit nicht besser. — Tie erwartete große Verdunschlacht ist am 20. August in der Frühe angebrochen. Auf einer Frontlänge von 23 Kilometern gingen die Franzosen zu beiden Seiten der Maas zum Angriff über. Ter Tagesbericht gibt als Anhaltspunkte für die Bestimmung der Kampfcslinie die Namen: Wald von Avocourt, Talou-Rücken (im Norden der Maasbiegung) und Cauriereswald. Darnach hätte man sich die Angrissssront etwa folgendermaßen verlaufend zu denken: von Avocourt im Westen über den Wald von Malancourt und den Termitenhügel zum Toten Mann und Rabenwald bis an die Maas. Auf dem rechten (östlichen) Maasuser wurde der Talou-Rücken (Cote Talou) von den Unsrigen geräumt, deren Stellung bei Champ- Neuville zu suchen sein dürfte. Bon hier dürfte die Linie über den Pfefferrücken, Bezonvaux und Ornes zum Eau- riereswald ziehen, wo die Badener den Franzosen einen Ausfallsstützpunkt entrissen haben, ähnlich wie unsere Marinetruppen jüngst den Engländern bei Dixmuiden. Der Kampf ist noch in vollem Gange, ein genauerer Bericht liegt noch nicht vor. Man darf sich aber jetzt ickon auf einen großen Siegesbericht der Franzosen" gefaßt machen, die in gewohnter Weise die Räumung des Talou- rückens als eine „glänzende Waffentat" ausposaunen werden. Tie deutschen und österreichisch ungarischen Truppen haben im Oitoztal die breitere Ebene gewonnen, wo es Anschluß an das nördlich liegende Trotosultal in der Gegend von Ocna gewinnt. Tie Rumänen sind hier aufs neue geschlagen und gegen das Trotustal hinabgedrängt worden, und dabei hat sich ein württember- gisch es Gebirgsbataillon besonders ausgezeichnet. 1500 Gefangene und 30 Maschinengewehre wurden eingebracht. Mackensen erfocht bei Marasesti, südwestlich von Panciu, einen weiteren Sieg über die Russen, 2200 Gefangene waren unsere Beute. Die elfte Jsonzoschlacht ist im Gange. Mit einem gewaltigen Hagel von Minen, deren jede etwa einen halben Zentner wiegt und die aus 2000 Meter Höhe auf die Stellungen niederstürzen, wurde am Samstag der Sturm eingeleitet. Unter den Minen sind besonders viele giftige 'Kohlenoxydgranaten, Phosphorgranaten, Stinkbomben und andere Giftgeschosse. Um Mitternacht auf den Sonntag verstärkte sich das italienische Geschützfeuer auf der ganzen 60 Kilometer langen Angrissssront aus mindestens 5000 Kanonen, die schwersten englischen und französischen Batterien nicht gerechnet, zum Trommelfeuer, das bis nach 5 Uhr morgens anhielt. Um 5.30 Uhr legte die italienische Artillerie Sperrfeuer auf die rückwärtigen Verbindungen des österreichischen Jsonzo- heeres und zugleich brachen unzählige Sturmkolonnen vom Tolmeiner Brückenkopf bis zum Meere vor. Tie österreichische Artillerie hielt die meisten Kolonnen an, sic anderen stürmten durch das Hinderyisgebiet. Tie österreichisch - ungarischen Reserven waren mittlerweiljl durch das Sperrfeuer vorgeeilt und nun entspann sich! ein wilder Kampf mit Bajonett, Streitkolben und Handgranaten. Fliegergeschwader beschossen die Italiener mit Bomben und Maschinengewehren, denen die österreichische Artillerie den Rückzug versperrte. Ter Feind erlitt fürchterliche Verluste: er mußte die meisten überrannten Stellungen wieder aufgeben. Als Ergebnis des ersten Jnfanteriekampftages kann festgestellt werden, daß die Riesenanstrengungen der Italiener von keinem anderen Erfolg begleitet waren, als daß eine große Anzahl italienischer Divisionen als erledigt zu betrachten sind, die durch eine große Zahl von Gefangenen in unserer Hand festgestellt werden konnten. Die Ereignisse im Westen. Der französische Bericht. WTB. Paris, 20. Aug. Amtlicher Bericht von gestern court und von Pompelle scheiterten im Feuer. — Auf beiden Macsufern dauert der Artiileri.kamps sehr heftig an. Im Pnesterwald östlich von Badonvilker, nördlich von Celles-sur- Plaine haben wir deutsche Angriffs versuche, denen starkes Ge- schützseuer voranging, abgeschlagen. Der Feind hat empfindliche Bumste erlitten und Gefangene in unserer Hand zurückgelassen. Abends: Der Artillerickampf nahm besondere Heftigkeit an in der Gegend von Braye und Cerny, ebenso auf beiden Maasufern, namentlich im Abschnitt von Bezonvaux. Auf Reims wurden 600 Granaten abgefeuert. Eine Zivilperson wurde getötet. — Unsere Jagdflugzeuge entfalteten im Laufe des 18. Augussi eine besonders lebhafte Tätigkeit. 11 deutsche Flugzeuge fielen brennend zur Erde, wo sie vollkommen zerstört wurden. Im Verlaus« von Lustkämpfrn, mit unseren Piloten mußten noch 6 feindliche Flugzeuge hinter ihren Linien mit schweren Beschädigungen niedergehen. In der Stacht vom 17. auf den 18. und im Laufe des 18. August bombardierten unsere Flieger die Bahnhöfe von Cortemarck, Thonrout, Lichtervelde, Ostende, Cambrai, Barackenlager im Walde von Houthoulet, den Bahnhof von Dun- sur-Meuse und Munitionsvorräte in Bantheville. Auf dem Bahnhof von Ccmbrai brach ein Brand aus. Der englische Bericht. WTB. London. 20. Aug. Amtlicher Bericht von gestern, nachmittag: Früh am Morgen führten wir eine örtliche Unternehmung südlich von Epeny erfolgreich durch, bei der wir deutsche Schützengräben in der Nachbarschaft des Gehöftes Guilie- mont nahmen und einige Gefangene machten. In der letzten Nacht drangen unsere Erkundungsabteilungen in feindliche Stellungen südöstlich von Havrincourt ein und kamen mit einigen Gefangenen zurück. Sie haben dem Feind schwere Verluste beige- brach^ In den Nächten zum lg. und zum 17. August haben deutsche Flugzeuge die Hauptverteilungsstelle für Verwundete beworfen und dabei 10 verwundete deutsche Gefangene getötet knd S nochmals verwundet. Außerdem wurden deutsche Gefangene durch deutsche Bomben verwundet. Abends: Erfolgreiche Teilunternebmungen nahe an der Straße Vpern—Poelkaprlle haben unsere Linien auf einer Frontbreite son einer malischen Meile ll.g Kilometers und 500 Dards zl i t-rs (Meter) ln ver Tieft vorgeschoben. Alle ins Auge gefaßten Ziele einschließlich einer Reihe stark befestigter Gehörte wurden mit sehr geringen Opfern genommen. Die Verluste des Feindes sind beträchtlich. (!) Die jetzt festae- stellte Zahl der von den Alliierten am 16. August nordöstlich von Ypern gemachten Gefangenen beläuft sich auf 2114, einschließ- lich 55 Offiziere. In Lustkämpfen sind drei deutsche Flugzeuge zum Niedergehen und vier steuerlos zum Landen gezwungen worden. 8 von unseren Flugzeugen werden vermißt. Neves vom Tage. Die Friedensnote des Papstes. Berlin, 20. Aug. Tie Mehrzahl der Presse gelangt mehr ,:i) mehr zu einem vorsichtigen Standpunkt gegeiui^r der Note des Papstes, die zwar als wohlgemeint, aber praktisch undurchführbar bezeichnet wird. Ter Papst empfiehlt einen Abschluß ohne gegenseitige Entschädigung. Tabei wird aber vollständig übersehen, daß unsere Feinde unseren ganzen auswärtigen Handel von Grund aus zerstört haben; die Waren aller deutscher Geschäftshäuser in der ganzen Welt, von weniegn neutralen Ländern abgesehen, sind beschlagnahmt, ebenso die Häuser, industriellen Anlagen, meist sind sie ganz zerstört. Tie deutschen Handelsschiffe im Ausland sind teils beschlagnahmt und verkauft, teils vernichtet. Dazu kommt, daß alle Geschäftsbücher draußen, die Grundlage jedes Geschäfts, vernichtet sind. -DaS macht einen unersetzlichen Verlust für Deutschland von Milliarden aus, dem kein ähnlicher Verlust der Feinde gegenübersteht, denn die feindlichen Geschäftshäuser im Ausland haben nirgends Schaden genommen. Dazu kommt, daß die Hunderte,von Millionen, die zum Aufbau von Tsingtau erforderlich waren, gleichfalls verloren sind. Abbruch der schweizerischen Verhandlungen mit der Entente. Bern, 20. Aug. Wie in maßgebenden Kreisen verlautet, ist die Rückkehr der Schweizer Abgesandten, die in Paris wirtschaftliche Verhandlungen mit der Entente führen sollten, auf einen Abbruch der Verhandlungen zurückzuführen. In diesen Verhandlungen spll insbesondere Amerika der Schweiz die größten Hindernisse in der Einfuhr und der Ausfuhr bereitet haben, sodaß ihr nichts anderes übrig blieb, als die schweizerischen Unterhändler zurückzuberufen. Rüstungen der Schweiz. Basel, 20. Aug. Die „Basler Nachr." melden: Der Schweizer Bundesrat hat neuerdings größere Bestände der 2., 4. und 5. Schweizer Division ausgeboten. Die rumänischen Schule« verstaatlicht. Budapest, 20. Aug. Kultusminister Apponyi richtete an sämtliche griechisch-katholisch und griechisch- orientalisch rumänischen Konsistorien einen Erlaß, demzufolge er im Interesse der Sicherheit des ungarischen Staates und der ungarischen Nation die Verstaatlichung der rumänischen Volksschulen beschlossen habe, weil gelegentlich des Rumäneneinbruchs sehr viele Lehrer an konfessionellen und Gemeindeschulen eine unpatriotische Haltung zeigten. In den verstaatlichten Schulen werden zwar Lehrer angestellt, welche die Sprache des Volkes verstehen, allein die Unterrichtssprache wird ungarisch sein. Ter religiöse Unterricht werde auch in Zukunft der rumänischen Kirche anvertraut. Die Flandernschlacht auf drei Monate berechnet. Schweizer Grenze, 20. Aug. (z. K.) Nach Basler Berichten aus London schreibt der Militärkritiker der Times zur Flandernschlacht, General Haig habe die englische Entscheidungsschlacht in Flandern auf die Dauer von 3 Monaten berechnet und angesetzt. Eine Steigerung der jetzigen Angriffsmassen in Flandern sei unmöglich. Aus Stadt und Land. ** Adelsheim. 21. August 1917. — Ein kleines Vabel. Ein seltsamer Zufall wollte es, daß vor einiger Zeit drei Kranke ins hiesige Spital eingeliefert wurden, die drei verschiedenen Nationen angehörten. Es war. ein Deutscher, ein Türke und ein Russe. In einen Wortwechsel kamen die drei im gleichen Zimmer untergebrachteu Kranken ganz sicher nicht, denn ihre Sprache war verwirrt, wie es seinerzeit der Fall war beim Turmbau zu Babel. — In Gefangenschaft geraten. Der seit einigen Tagen als vermißt gemeldete Infanterist Hermann Weilacher von hier, ist, wie uns berichtet wird, verwundet in französische Gefangenschaft geraten. — Die Kartoffelversorgung 1617/48. Ta- Kriegsernährungsamt teilt mit: Tie wöchentliche Zuteilung von Speisekartoffeln darf vorläufig 7 Pfund auf den Kopf der versorgungsberechtigten Bevölkerung nicht übersteigen. Tie Kvmmunalverbände können bei der Zuteilung je nach den örtlichen Verhältnissen nach Altersstufen, Art der Beschäftigung usw. Abstufungen eintreten lassen. Tie Kartoffelernte wird ganz der menschlichen Ernährung Vorbehalten, nur die einen Zoll nicht erreichenden und ungesunden Kartoffeln dürfen verfüttert werden. In Trocknereien und Stärkefabriken dürfen nur die selbstgezogenen Kartoffeln verarbeitet werden. Als selbst gezogen gelten dabei auch die Pflichtkartoffeln der Genossenschaften und Gesellschaften. Das aus dieser Verarbeitung gewonnene Trockengut ist ohne weiteres beschlagnahmt und soll eine Reserve für Frostperioden bilden, in denen Frischkartoffeln den Bedarfsbezirken nicht zugeführt werden können. Auf Spiritus werden Kartoffeln nur zur Deckung der Anforderungen der Heeresverwaltung verarbeitet. Tie Preise für die Speisekartosfeln regeln sich nach den Vorschriften der Bundesratsverordnung vom 19. März 1917. Zur Durchführung der Wintereindeckung wird vorübergehend ein mäßiger Zuschlag, auch für die Anfuhr an die Verladestation, festgesetzt werden. Tie Bemessung der Klein- handelshöchstpreise ist Aufgabe der Kvmmunalverbände. Tie im Kleinbau gezogenen Kartoffeln von Flächen bis zu 200 Geviertnieter sollen den Kleinanbauern restlos belassen werden. Dem Kommunatverband steht es frei, die Kartoffeln auf den Bedarfsanteil des Kartoffelerzeugers, seiner Familie und seiner sonstigen Haushaltungsangehörigen teilweise anzurechneu. Findet die Anrechnung statt, so sind dem Kleinanbauer von seiner Ernte das Saatgut und mindestens 1i/z Pfund für den Kopf und Tag für das ganze Wirtschaftsjahr frei zu belassen. — Lebensmittelpakete an Kriegsgefangene in Frankreich. Das Verbot der Auslieferung von Lebensmitteln, Tabak und Medikamenten an deutsche Kriegsgefangene in Frankreich ist aufgehoben worden. Bei Versorgung der Gefangenen mit Lebensmittel'fendungen usw. empfiehlt es sich, die Vermittlung der unter der Mitwirkung der deutschen Rvten-Kreuz-Bereine in Bern geschaffenen Einrichtung in Anspruch zu nehmen. Ter Inhalt der Pakete ist zweckmäßig zusammengestellt: sie enthalten Waren von bester Beschaffenheit und sind verhältnismäßig wohlfeil. Außerdem gelangen die Pakete viel schneller und sicherer in den Besitz der Gefangenen, als dies beim Versand au? Deutschland möglich ist' Zur Vereinfachung des Verkehrs ist vereinbart worden, daß die Berner Stelle unmittelbare Bestellungen von Angehörigen nicht entgegennimmt, vielmehr müssen solche ausschließlich durch die zuständige Rote-Kreuz-Stelle in Deutschland oder durch die „Hilfe für kriegsgefangene Deutsche" aufgegeben werden, die in allen Bezirken Deutschlands vertreten sind. Die unmittelbare Bestellung durch Angehörige in Bern ist daher zwecklos, da die Briefe von dort zunächst wieder den zuständigen Vereinen zugeleitet werden und dadurch nur eine Verzögerung entsteht. Es ist zu hoffen, daß Ne Angehörigen die hier gebotene Gelegenheit einer schnellen und zweckmäßigen Versorgung der Gefangenen in möglichst weitem Umfang keimten werden. (-) Niffingen, 19. August. Friedrich Wohlfahrt von Uiffingen wurde mit dem Mecklenburg-Schwerinschsn Verdienstkreuz ausgezeichnet. (-) Lauda, 20. August. Am Sonntag früh 5 Uhr brach im hiesigen „Amthof" auf bis jetzt unaufgeklärte Weise Feuer aus und zwar aller Wahrscheinlichkeit nach in den Oekonomiegebäuden des Besitzers des großen Anwesens, Landwirt Karl Hellinger. Mit großer Geschwindigkeit griff das Feuer auf das eigentliche Amthaus, in welchem zur Zeit 11 Familien wohnten und auf 2 weitere Häuser mit Scheunen über. Die Inventars konnten nur teilweise gerettet werden, mehrere Familien verloren fast alles. Leider sind bei dem Brande große Erntevorräte und große Mengen Futter verbrannt, ebenso 4 Schweine, viel Geflügel und Hasen. (-) Mosbach, 20. August. Die 19jährige Tochter des Landwirts Nelius wollte vom Wagen abspringen und stürzte dabei so unglücklich vor den Wagen, daß er über sie hinwegging und so schwer verletzte, daß der Tod sofort eintrat. (-) Karlsruhe, 20. Aug. Zum Zwecke des ge- meinsamen Vorgehens in Angelegenheiten von größerer Bedeutung haben sich die am hiesigen Platze ansässigen Vereinigungen zur Vertretung von Kleinhandelsinteressen (insgesamt 13) zusammengeschlossen. Zum Vorsitzenden wurde Hoflieferant Louis Vier gewählt, bei dem auch etwaige Anträge der angeschlossenen Vereine zu stellen sind. Als erste Frage soll die Heizungs- und Beleuchtungsfrage im kommenden Spätjahr und Winter behandelt und bei der zuständigen Stelle beantragt werden, daß. vor Erlaß einschneidender Maßregeln Gutachten der beteiligten Kreise eingeholt werden möchten. (-) Kehl, 19. Aug. Tie Leiche des 16jährigen Taglöhners Robert Valentin Schütterle, der, wie gemeldet, von dem jugendlichen Arbeiter Alfred Lang im Verlaufe einer Schlägerei erstochen wurde, ist gerichtlich seziert worden. Dabei wurde festgestellt, daß der Stich das Herz durchbohrt hat und unbedingt tödlich war. Ter Schnitt war mehrere Zentimeter breit und verletzte M mehrere Rippen und die Leber. Zwei Burschen, na Rippmann und Heß, die ebenfalls an der Sch...,,erei beteiligt waren, wurden in Haft genommen. Sie gehörten zu der Partei des Gelöteten. (-) Mannheim, 20. Aug. In der Oeffentlichkeit ist in der letzten Zeit vielach die Meinung laut geworden, daß die Entstehung der Ruhrkrankheit in Mannheim auf die derzeitige Beschaffenheit des Brotes zurückzuführen sei. Tie Gesellschaft der Aerzte hat nun. von der Stadtverwaltung um ihr Urteil befragt, erklärt, daß es ausgeschlossen ist, daß die derzeitige Beschaffenheit des Brotes mit der Entstehung der Ruhrkrankbeit in irgend eine Verbindung zu bringen ist. Das Ausbacken des Brotes gibt Garantie für die Vernichtung aller Keime. Allerdings muß wie bei anderen Nahrungsmitteln auch beim Brot sorgfältig daraus geachtet werden, daß das Brot nicht herum liegt und durch Flirgenschmutz verunreinigt werden kann. (-) Heidelberg, 20. Aug. Ein lOjähriger und ein 12jähriger Volksschüler gerieten auf der Straße miteinander in Streit, in dessen Verlaus einer der Knaben dem andern mit einem Dolch einen Stich oberhalb des rechten Auges versetzte. Ter Knabe wurde in schwerverletztem Zustand ins Krankenhaus verbracht. (-> Freiburg i. Br., 20. Aug. Tem Tberburgev Meister ist folgendes Telegramm zugegangen: Schloß Eberstein. Oberbürgermeister Tr. Th ma, Freiburg i. Br. Tie Großherzogin und ich erfahren mit tiefer Entrüstung, daß die liebe Stadt Freiburg erneut von feindlichen Fliegern heimgesucht wurde und dabei unschuldige Frauen verletzt und .Häuser beschädigt wurden. Wir gedenken der Stadt mit herzlicher Teilnahme. Friedrich, Großherzog. — Es wurde vom Oberbürgermeister daraus namens der ganzen Stadt Freiburg für die Teilnahme- bezeuquna der herzlichste Tank ausgesprochen. (-) Konstanz, 20. Aug. Jetzt hat sich auch Ne Schweiz veranlaßt gesehen, eine verschärfte Kontro.le der Bootsahrer auf der Schweizer Seite des Bodensees vor- zunehmen. Nach dem „Thurgauer Volkssreund" sind die schweizerischen Soldaten, die zur Verschärfung der Zollwache an den Grenzen aufgestellt sind, gehalten, sämtliche Boote zu kontrollieren und sich bei der Uebertretuna der Vorschriften durch Schießen Achtung zu verschaffen. ! Au chfollen nächstens am See und Rhein weitere schwei- j frische Truppen verteilt werden, um die angebliche Aus- ! breitung des Schmuggels zu verhindW- ! Letzte RKcherMen j Wolff-Telegramme. ! Abendbericht. Sie Schlacht vor ver-im für aas günstig. ! Berlin. 20. Aug-, abends. (Amtlich.) Die Schlacht j vor Verdun steht für «ns günstig. Auf dem westlichen ! Maasufer drang der Feind nur im Avocourt-Walde und ; am Toten Mann in unsere Abwehrzone ein. Sonst wurden s seine wiederholten Anstürme überall abgeschlagen. ! Oestlich der Maas ist der Gegner vor unserer Kampf- ! stellung durchweg abgewiesen oder im Gegenstoß zurück ' geworfen worden. ! Rücksichtsloser Masseneinsatz der Infanterie auf mehr z als 20 Kilometer Front gegen unsere kampfkräftige Abwehr ! kostete die Franzosen schwerste Verluste. j Sonst im Westen und Osten keine großen Kampf- i Handlungen. ! Arber S Millionen VST. im ersten Halbjahr versenkt. ! Berlin, 20. August. (Amtlich.) Im Monat Juli sind ° an Handelsschiffsraum insgesamt 811 OVO Bruttoregister- . tonnen durch kriegerische Maßnahmen der Mittelmächte ! versenkt worden. Damit und unter Hinzufügung der nach- ^ träglich bekannt gewordenen Kriegsverluste in der Höhe i von 13 000 Bruttoregistertonnen sind im ersten Halbjahr des uneingeschränkten U-Bootskrieges insgesamt 5 495 000 Bruttoregistertonnen des für unsere Feinde nutzbaren Handelsschiffsraumes vernichtet werden. ; Der Chef des Admiralstabs der Marine. ! 8 Dampfer und 2 Segler versenkt. : Berlin, 21. August. (Amtlich.) Durch unsere U-Boote wurden im Atlantischen Ozean und in der Nordsee wiederum 5 Dampfer und 2 Segler versenkt, darunter der englische bewaffnete Dampfer „Rosemound" (3044 Tonnen) mit Holz von Archangelsk nach Cardiff. Die.übrigen Dampfer wurden aus starker Sicherung oder aus Geleitzügen heraus- geschossen. Einer der versenkten Segler, eine Viermastbark, war mit 4 Geschützen bewaffnet. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Der 20V. Sieg der Jagdstaffel Richthofen. Der 17. August ist ein Ehrentag in der Geschichte unserer Jagdstieger geworden. An diesem Tage hat die ehemals von Rittmeister Freiherr von Richthofen, jetzt von Leutnant Wolf geführte Jagdstaffel Nr. 11 das 200. feindliche Flugzeug abgeschossen. Davon erbeuteten sie 121 Flugzeuge und 196 Maschinengewehre. Das 197. wurde von Leutnant Gros als sein 5. abgeschossen. Es war einer der vielgepriesenen englischen Dreiecker. Das 200. Flugzeug, ein Sopwith - Zweisitzer, wurde von Leutnant von der Osten aus einem Geschwader von 12 englischen Flugzeugen keräusgeschossen. Seit die Jagdstaffel Nr. 11 im Herbst 1916 aufgestellt wurde, hat s:e in beispiellos schneller Folge Sieg an Sieg gereiht. Der Geist Bölckes lebt in ihrem Führer und durch ihn in jedem ihrer Angehörigen. Viele unserer Besten haben in dieser Staffel gekämpft. Almen- röder, Schäfer, Freiherr Lothar von Richthofen, Kreffl, Festner haben zu ihr gehört. Manchen von ihnen deckt der grüne Rasen. Keinen von den Ueberlebenden hat der Tsd geschreckt; unauslöschlich wohnt in jedem der Wille zum Sieg. Die 11. Isonzofchlacht. Wien, 20. August. Aus dem Kriegspressequartier wirs vom 20. August, abends, gemeldet. Die 11 . Jsonzoschlaäit dauert in unverminderter Heftigkeit an. Besonders wirv bei Vrh und südwestlich Costanjewica gekämpft. Bisheriger Verlauf gut. — Ungemein schwer sind die blutigen Verluste des Italieners. 3000 Gefangene brachten wir ein In die Lust geflogen. — 3VV Personen vermißt. Montreal, 21. August. (Reuter.) Die Werke von Rigaud in Quabec, die zur Herstellung von Sprengstoffen benutzt werden, sind in die Luft geflogen. Nach den ersten Berichten werden 300 Personen vermißt. In dem benachbarten Dorfe Gragon wurden durch die gewaltige Explosion 40 Häuser zerstört. Die ganze Gegend ist von dichtem Rauch erfüllt. Ein Sonderzug mit Aerzten und Pflegerinnen ist von Montreal nach der Unfallstelle abgefahren. Für energische Seepolitik. Bern, 21. August. Der Pariser „New-Aork Herold meldet aus New-Aork: Am Freitag hatte Wilson mit dem Marinesekretär Daniels, dem stellvertretenden Marinesekretär Franklin Roosevelt und dem Admiral Mage eine Besprechung. Halbamtliche Depeschen lassen durchblicken daß aus der Konferenz eine energische Seepolitik der Vereinigten Staaten hervorgehen soll. Die Kleischausgabe am Mittwoch» den 22. ds. Mts. ist wie folgt geregelt Von 8 Uhr ab die Buchstaben P, R, und S. .. 8 V 2 . T, V, W und 5 A, B, C .. E, F und G. H, I .. K. L, M, „ N. Tie Reihenfolge ist streng einzuhalten. Adelsheim, den 21 . August 1917. B ü,r ge r m e i st e'r a m t: I. B.: Götz.