st dürfe» >lche Per- aerwenüe, der durch; Beruf»!; oder Tili. Laut-; !ren ande- lind einen ' enen und träge be. us Lessen auf Ge- spätestens liigung P orschrifien teil Nicht- Erwerber, eine Be- offein M die Lieferforderlich nehmigtsn ba..d auf lkanoffein Ä zu lie- eln anzu- der land- vom lg. llten »ich: rtretunaez Äartofstln r Landcs- >e bedarf. Sieser Be- on Richt- bestilninie »»»»« ick «tz Co. Erscheint täglich, außer Sonn- UN- ^ Zeierrags «Mio, Monatlich. . . pfg. vierteljährlich . Mk. frei ins Haus geliefert Soxberger Anzeiger «belesenstes Tageblad oes ba-ifthe« SaulaaSes Anzeige« werSen «it pfeaui- - per einspaltig« Zeile berechnet. ^ ' Sei mehrmaliger Aufnahme Rabatt s Postscheck-Konto 4»S4, Karlsruhe HaupttMMgeblatt für Sie Sezirke fr-elsheim, Hoxberg u. deren Umgebung UL HolzsubmWons- UN» Versteigerungs-Anzeiger für »en DörnwalS LLSNLLLLK Sr. 195. Druck und Verlag: Buchdruckerei Adelsheim, Adolf Heppeler Telefon No. 18 Adelsheim, Donnerstag, 23. August 1917 Verantwortlich: A. Heppeler in Adelsheim. Jahrg. 41. Tagert»eriebte. de« sei Co. WTB. Großes Hauptquartier, 22. Aug. (Amtlich? Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht: In Flandern erreichte der Artilleriekampf an der Lüste und von Bixschoote bis Warneton abends wieder große Stärke. Gestern früh erfolgte nordöstlich von Ipern nach heftigen Feuerwellen ein starker Borstoß der Engländer bei St. Julien. Er wurde znrückgeschlagen. Heute morgen haben sich zwischen den von Staden und Menines nach Ipern führenden Straßen neue Kämpfe entwickelt. Im Artois griff der Feind nordwestlich und westlich von Lens nach starker Feuervorbereitung unsere Stellungen an. Oertliche Einbrüche wurden durch heftige Gegenstöße, die zu erbitterten Nahkämpfen führten, ausgeglichen. «Line Kohlenhalde südwestlich der in Brand geschossenen Stadt Lens ist noch in der Hand der Engländer. ^ Nordwestlich und westlich von Le Catelet spielten sich zahlreiche Borpostengefechte ab, bei denen Gefangene von uns einbehalten wurden. i St. Quentinlag erneut unter französischem Feuer. Heeresgre deutscher Kronprinz: -- Auf dem Schlachtfelde bei Verdun führten die Franzosen gestern ihre Angriffe in einigen Abschnitten fort. Vielfach wurde bis in die Nacht hinein gekämpft. Im Südostteil des Avocourtwaldes und auf dem Hügel östlich davon faßte der Feind nach mehr- Mligem vergeblichem Ansturm Fuß. An der Höhe 304 scheiterten alle Angriffe, die vckn Südwesten und vom Toten Mann her umsend angesetzten, im Feuer und an der Zähigkeit der seren Verteidiger. Vorstöße, die sich vom Rücken östlich des Raben- HÄdes gegen den Forges-Grund richteten, wurden ab- lesen. Aus dem Ostufer der Maas drangen die Fran- Pstn in den Stadtteil von Samogneur ein. Im übrigen Mrden ihre dichten Massen, die von der Höhe 344 und der Straße Beaumont—Vacherauville und imFosses- Wald vor- und nachmittags gegen unsere Linien anstürm ten, blutig zurückgeworfen. Die Verluste der feindlichen Infanterie waren schwer Die französische Führung mußte mehrere der I I Angriffsdivisionen durch frische Truppen ersetzen In den letzten Tagen errang Leutnant Boß den 36. und 37., Offiziersstellvertreter Müller den 25. und 26, Luftsieg. Oeftttcher Kriegsschauplatz: Front des Generalfeldmarschalls ^ inz Leopold von Bayern: Bei Riga, Dünaburg und Tarnopol und am Zbrucz lebte die Gefechtstätigleit wieder auf. Front des Generaloberst Erzherzog Joseph: Südlich des Trotosultales setzten am 20. und 21. August die Rumänen starke Kräfte ein, um unseren Truppen den Gewinn beiderseits von Grozesci und nordöstlich von Soveja wieder zu entreißen. Alle Angriffe sind verlustreich abgewiesen. Bei der Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen und an der mazedonischen Front ist die Lage unverändert. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. * . * Diesmal solls gelingen. General Haig soll, nach der Meldung eines englischen Blattes, versichert haben, die jetzige Offensive werde drei Monate dauern. Tie Franzosen sollen beabsichtigen, ihre Offensive auf die ganze Front auszudehnen, die Schlacht bei Verdun wäre klso nur die Einleitung einer noch viel größeren Schlacht. Daran ist jedenfalls soviel wahr, daß unsere Feinde keine Epfer scheuen werden, um England aus seiner immer gefährlicher werdenden Lage zu befreien. In Flandern geht der Kampf zurzeit hauptsächlich mn Lens, das wich- i agsle Kohlengebiet Nordfrankreichs. Wiederholt sind die ! Engländer bis in nächste Nahe der wichtigen Stadt ge- j kommen, die auch ein Verkehrsknotenpunkt größter Be- j Lenkung ist. Auch jetzt haben sie Lens wieder in einem ? flachen Bogen umstellt, ein Teil der Stadt, wenigstens > fine Kohlenhalde ist in ihrem Besitz. Wahrscheinlich ist ! i'cus von uns auf die Dauer nicht zu halten, wie- denn mch die Stadt bereits von den Engländern in Brand Jeindkiche Arüder. Roman von Jost Freiherrn von Steinach. ülU n- k- l»M IS Man konnte es dem Alten ansehen, wie angenehm ihm We Botschaft war, obgleich er versetzte: „So war es natürlich ^icht gemeint. Otto. Ich freue mich nur, daß Sie jetzt end- Pchzu Ihrem Recht kommen werden, und das ist mir genug." Es pochte, das dicke Faktotum des Malers trat herein und seinem Herrn einen Brief, der soeben abgegeben worden Otto tat nur einen flüchtigen Blick auf die Adresse und te halblaut, während ein leises Rot sich über seine Züge itete: „Von Melitta!" „Ah," Goswin stand ans. um zu gehen, „dann will ich Sie er allein lassen, solche Briefe lieft man am liebsten ohne igen." „Ich halte Sie nicht," entgegnete der Hausherr lächelnd, eiin Sie haben in der Tat recht." Er begleitete ihn noch bis zur Tür, dann schloß er ste hastig »riß mit kaum zu bezähmender Ungeduld das Kuvert einander. -^Melitta schrieb folgendes: Gut Nendeck bei Eisenach. Keber Vetter! So bin ich denn nach dem Willen Deiner Mutter in diese Stellung eingetreten, die mir von Anfang an — sympathisch war. Aber was sollte ich in meiner angen- ^ dicklichen Lage anders tim? Doch nicht von mir will ich heute ^Meiden, sondern von einem merkwürdigen Vorkommnis, mir einen großen Schrecken eingejagt hat. Ich wurde -^»ilich auf die Polizei befohlen, wo man mir mitteilte, daß ^ in dem Schreibtisch Deines Vaters verwahrte Testament ^stöhlen worden ist, ich zugleich aber auch aufgefvrdert Aurde, zu gestehen, ob ich nach des Freiherrn Tod das Ar- Amtszimmer betreten habe. Und denke Dir, Otto, als ich zu ^ßA'gnen versuchte, Du wirst wohl begreifen, weshalb, da Mte der Beamte zu mir: „Es hat keinen Zweck, etwas in «'eser Angelegenheit zu verhehle», Sie bringen sich dadurch Mur selbst in schlimmen Verdacht, wir wissen, daß Sie drin- gewesen sind, denn der Diener Senins hat bereits alles ^gestanden." Senins. ans dessen Treue und Verschwiegenheit wie auf einen Felsen baute, Senins, der, als ich ihn in seiner schweren Krankheit pflegte, mir erklärte, er würde für mich durchs Feuer gehen! Und nun hat seine Dankbarkeit bei der ersten Versuchung Fiasko gemacht. Was sollte ich darauf erwidern? Glücklicherweise hatte ich damals meine Schreibmaschine im Zimmer stehen lassen, und deshalb gab ich nun mich als Grund für mein unbefugtes Eindringen an, daß ich dieselbe hätte herausholen wollen. Selbstverständlich erklärte ich aufs höchste empört, daß ich mit dem Verschwinden des Testaments in keinem Zusammenhang stehe, und daß ich jederzeit bereit sei. meine Unschuld zu beschwöre». Uebrigens konnte ich dem mißtrauischen Beamten noch eine Tatsache angeben, die gegen jede derartige Beschuldigung zeuge, eine Tatsache, die ausschlaggebend fei: Daß ich nämlich durch den Verlust des Testaments am meisten geschädigt würde; denn der Freiherr habe mir für meine langjährigen Dienste und ans Verwandtschaftsgrnnden sicher darin etwas vermacht gehabt. Das schien auch dem Beamten so beweiskräftig, daß er mich sofort gehen ließ, allerdings mit dem Bemerken, daß ich mich jederzeit bereit halten müßte, auf die Aufforderung der Behörden vor den Richtern zn erscheinen. Was sagst Du nun dazu? Ich muß allerdings bekennen, daß infolge der eigenartigen Verkettung von Umständen ein gewisser Verdacht ans mir ruht, und ich bin nur unendlich froh. Liebster, daß man weiter nichts entdecken kann. Denn wenn ein gewisser anderer noch in die häßliche Angelegenheit sollte mit hineingezogen werden, das würde mich mit tiefem Schmerz erfüllen. Nun, wir wollen das weitere abwarten, hoffentlich lassen sie mich endgültig ans dem Spiele. Ich weiß nichts niehr und ich will nichts wissen. Doch nun möchte ich von Dir erfahren, was Dn treibst und wie es Dir geht. Hast Du mich auch noch nicht vergessen? Ach, Liebster, wenn sich doch die Verhältnisse so günstig gestalten, wie Du es für eine Verbindung mit mir nnverzeihlicherweise für nötig erachtest. Ich sage: unver- zeihlicherweise, denn Du kannst es Dir aus Deinem männlichen Egoismus heraus nicht vorstellen, daß es für ein lieben- des Weib nichts Schöneres geben kann, als neben dem Geliebten durch das Leben zn wandern, durch dick nnd dünn, durch trübe und heitere Tage. Du siehst, wie erfahren und klug Deine Melitta zn reden weiß, wenn es ihre Liebe gilt. Aber meine Klugheit wurzelt in meinem Idealismus, während die Deiuige dem klügelnden Verstand entspringt. Ach. was geschossen ist. Es wäre "nur bedauerlich, wenn uns di> namhafte Kohlenausbeuts von Lens verlustig ginge, und es wäre noch bedauerlicher, wenn die Feinde in den Genuß treten würden. Zur schlimmsten Falle wird es hoffentlich möglich sein, die Kohlenzechen ebenso unbrauchbar zu machen, wie die Engländer die Stadt selbst zu vernichten im Begriffe sind. — Bor Verdun haben die Franzosen noch einige Teilerfolge bei Avooourt aus dem westlichen Flügel der Kampfesfront und bei Samogkeux nördlich des Talourückens (östlich der Maas) errungen, ihre sonstigen Angriffe sind abgewiesen. Trotz der schweren Verluste der Franzosen, die schon eine teilweise Auswechselung der 10 Angriffsdivisionen nötig machte, nimmt aber die Schlacht ihren Fortgang. — An der. Ostfront wird lebhafter gekämpft, auch im nördlichen Teil der Riesenfront. Die Ereignisse im Westen. Fliegerüberfall. Freiburg i. Br., 22. Aug. Heute früh gegen VZ8 Uhr haben feindliche Flieger ohne jeden Erfolg und Schaden Freiburg mit Bomben belegt. Ein Flieger wurde beim Rückflug im Luftkampf abgeschossen. Der französische Bericht. WTB. Paris, 22. Aug. Amtlicher Bericht von gestern nachmittag: Auf der Hochfläche v«r Cerny griffen die Deutschen unsere Stellungen an drei verschiedenen Punkten an. Dreimal brach unser Feuer die Angriffswellen^, die in ihre Ausgangslinien zuriickfluten mußten, nachdem sie stark gelitten hat- ten. Weitere Angriffe westlich des Denkmals von Hurtebisc scheiterten in gleicher Weise. — Auf der Front nördlich von Verdun war die deutsche Gegenwirkung während der Nacht außerordentlich stark. Die äußerst heftigen Gegenangriffe besonders im Walde von Avocourt und nördlich des Cau- rierewaldes wurde» durch Feuer gebrochen. Der Feind erlitt schwerste Verluste ohne irgend welches Ergebnis. Unsere Truppen hielten alle ihre Gewinne und richten sich in den eroberten Stellungen ein. Die Zahl der unverwundeten Gefangenen, die wir im Laufe des 20. August machten, übersteigt 5000, darunter 816 Offiziere. Ein feindliches Flugzeug bewarf letzte Nacht unsere-uuickwärtigen Stellungen, besonders ein Sammellager von deutschen Gefangenen, von denen eine große Zahl getroffen wurde. (?!) 'Abends: Ziemlich starke Tätigkeit der beiderseitigen Artillerien in der Gegend von Vauxeillon und auf den Hochflächen von Cerny und Craoime. In der Champagne rief unser Zerstörungsfeuer auf die deutschen Verteidigungsanlagen im Abschnitt von St. Hilaire eine Explosion von Gasbehältern hervor. Unsere Erkundungstrupps räumten etwas später feindliche Schützengräben von Feinden und fanden sie voll von Toten vor. — An der Front von Verdun dauerte die schreibe ich hier für Duminheiten zusammen! AlH ich nicht wüßte, daß auch bei Dir nur die reinste Liebe die Triebfeder ist, die Dich so handeln läßt! Ich höre schon im Geiste Deine liebe Stimme mir ziirufen : „Nur, wenn ich Dir ein trauliches, behagliches Heim bieten kann, nur. wenn ich so fest stehe, daß ich Dich vor den rauhen Stürmen des Lebens beschützen kann, daun, ja dann, Melitta, will ich Dich für immer an mich ketten!" So lauteten einst Deine Worte, die mir noch immer in den Ohren iiachklingen. nnd so steht es in Deines Herzens Tiefen eingegraben. Und daß jener selige Moment recht bald erscheine mit seinem leuchtenden Morgenrot, dafür will ich beten, Tag und Nacht, und daß Dich Gott immer behüte» möge! Deine treue Melitta." Ergriffen legte der Maler das Schreiben auf den Tisch und blickte vor sich hin. Die süßen, tröstende» Worte des lieben Mädchens erweckten in »hin einen Sturm von Gedanken und zugleich eine grenzenlose Schaffenslust, wie er ste noch nie an sich gekannt. Ja, das war ein goldenes, lockendes Ziel, nach dem wohl wert war, zu ringen und zu streben. Er schwor sich, alle seine Kräfte daran zn setzen, um es zn erreichen. Doch dann fiel ihm der sonderbare Anfang des Briefes ein. Ein Frösteln durchzitterte seinen Körper. War es denn möglich, daß ste noch andere Entdeckungen machten? Er konnte sich nicht der Einsicht verschließen, wenn er dis Ausführungen Melittas mit den Darlegungen Goswins zu- sammenhielt, daß er tatsächlich derjenige war, der au dem Verlust des Testaments am meisten interessiert sei, und zn diesem Resultat mußten bei einigem Nachdenken auch die Behörden gelangen. Während er noch so dasaß und nachgrübelte, trat Finke ein und räusperte sich. Otto drehte sich um, ärgerlich, ans firnem Nachdenken gestört zu werden, und fragte ziemlich barsch: „Was gibt es denn schon wieder?" Der Diener legte geheimnisvoll die Hand an den Mund und flüsterte: „Ach, Herr Baron, da draußen ist einer!" „Na, wer denn?" „Ich glaube, ich kann mich allerdings auch irren, denn ich habe ihn bei Ihnen nur ein einziges Mal flüchtig gesehen, und das ist auch schon sehr lange her, ich glaube beinahe, es ist Ihr Herr Bruder I" 233 2ü Schlacht heute an verschiedenen Stellen fort und verlief überall zu unseren Gunsten. Auf dem linken Maasufer nahmen un- sere Truppen die Gänsehöhe (cote Oie) weg, die wir-in voll- iwmmenem Umfang besetzt halten, ebenso wie das Dorf Regnie- ßille. Auf dem rechten Maasufer nahmen wir durch einen glänzend geführten Angriff Samogneux und das ganze befestigt. G:abensystem, das Samogneux mit den Verteidigungsan« lagen auf der Höhe 3l4 verbindet. Bon den Deutschen angc- setzte Gegenangriffe wurden durch Feuer abgewiesen. Wir mach. !en weitere Gefangene. Im Wasgenwalde verlief ein Handstreich des Feindes gegen einen unserer Posten am Hartmannsweilerkopf ergebnislos. Der englische Bericht. W2B. London, 22. Aug. Amtlicher Bericht von gestern nachmittag: Heute früh machte der Feind einen dritten Versuch, das Gelände südöstlich von Epehy wiederzugewinnen. Obwohl er von Flammenwerfern unterstützt wurde, wurde er gänz- lich zurückgeschlagen. Wir halten die Stellungen. Oestlich »on Epehy griffen wir die deutschen Stellungen auf breiter Front in der Höhe des Kanals von St. Quentin an, wobei wobei wir eine Anzahl Gefangener machten. Während der Nacht haben wir unsere Stellungen nördlich der Linie Ppern- Menin etwas verbessert. Der Krieg mit Italien. WTB. Wien, 22. Aug. Amtlich wird verlautbart vom 22. August 1917: Italienischer Kriegsschauplatz: Ter 21. August ist in der Geschichte der Jsonzoarmee einer der heißesten Kampftage geworden. Oestlich von Canale mußte dem Feind das Dorf Vrh überlassen werden. Alle Anstrengungen der Italiener, den Stoß über die Höhen südlich des Ortes hinauszutragen, blieben erfolglos. Ebenso scheiterten südlich von Tescla mehrere mit erheblichen Kräften geführte Angriffe des Gegners. Siegreich wie an den Vortagen behaupteten östlich von Görz und bei Biglia die tapferen Verteidiger ihre vordersten Gräben gegen neuerlich wiederholte Anstürme. Schwere Verluste und völlige Erschöpfung zwangen hier den Feind, nachmittags eine Kampfpause eintreten zu lassen. Am schwersten wurde auf der Karsthochfläche gerungen. Unterstützt durch ein an Kraft kaum mechr zu überbietendes Artilleriefeuer warf der Feind vom frühen Morgen bis 10 Uhr abends Division auf Division gegen unsere Stellungen. Heftig-^ ster Anprall richtete sich gegen die beiden Flügel des! Abschnittes, gegen den Raum Faiti—Hrib—Costanjevica.j und gegen Mersezza und San Giovanni. Der Erfolg blieb unbestritten auf unserer Seite. Heute bei Tagesanbruch stürmten italienische Massen aufs neue gegen unsere Karststellungen an. — Bei der Heeresgruppe des Feldmarschalls Freiherr von Conrad kam es vielfach zu erhöhter Gefechtstätigkeit. Im Suganertal wurden von unseren Erkundungsabteilungen 70 Gefangene eingebracht. Bei dem gestern gemeldeten Unternehmen nordwestlich von Arsiero blieben 2 Offiziere, 150 Mann und 3 Maschinengewehre in unserer Hand. Westlich des Gardasees überwältigten unsere Truppen nach heftigen Kämpfen einen feindlichen Stützpunkt. Ter Chef des Generalstabs. Der italienische Tagesbericht. WTB. Rom, 22. Aug. Der Heeresbericht meldet, daß bis jetzt 243 Offiziere und 10103 Soldaten als Gefangene eingebracht wurden. Weitere zahlreiche Gefangene wurden in Feld- lazarette geführt. Ser Reichskanzler and die Zriedeusiwte. In der Sitzung des Hauptausschusses am Dienstag machte der Reichskanzler die weiteren Ausführungen: Ich habe kürzlich durch Mitteilungen über den französisch-russischen Geheimvertrag dartun können, welch weitgehende Kriegsziele sich Frankreich gesteckt hat und wie England die französischen Wünsche nach deutschem Land unterstützt. Erst neuerdings hat ein Mitglied des englischen Kabinetts erklärt, es gebe keinen Frieden, bevor nicht die deutschen Heere auf das rechte Rheinuser geworfen seien. Ich bin jetzt in der Lage, noch weitere Abmachungen nachzuweisen, die untere Feinde mit Bezug auf ihre Kriegsziele getroffen haben. Einiges hierüber ist der Kommission bereits bei früheren Gelegenheiten bekannt geworden. Ich Jeindkiche Müder. Roman von Jost Freiherrn von Steinach. 20 „Wer?" rief der Künstler, als ob er seinen Ohren nicht gi trauen meinte, und sprang wie von einer Tarantel gestochen empor. „Sagen Sie es nochmals. Wer soll draußen siezen?" „Wie ich schon sagte," stammelte Finke bestürzt, „wenn ich mich nicht irre, Ihr Herr Bruder!" „Welcher Bruder?" „Na, doch auf jeden Fall der Zivilist, da er keine Union» trägt.* ' „Hans!" murmelte Ranzenberg verdutzt, „was will der > von mir?" Dann aber sagteer entschlossen zu seinem Faktotum: „Nun, o lassen Sie ihn eintreten." Einen Augenblick darauf standen sich die beiden Brüder gegenüber und maßen sich vom Kops bis zum Fuß. : „Was verschafft mir diesen seltenen Besucht* begann ° Otto, ohne ihm einen Stuhl anznbieten. Der andere schien auch gar nicht auf diese Höflichkeit zu re- flekiieren, sondern antwortete stehend: „Das wirst Du sofort in kurzen Worten erfahren. Ich stehe hier als Vertreter der Familie Rauzenberg und zugleich als Bevollmächtigter meiner Mutter. Wie Du wohl schon von anderer Seite erfahren haben wirst, ist das Testament unseres Vaters auf eine — vorläufig — noch unerklärte Weise verloren gegangen. Ein elender Dieb und Räuber hat sich wider Recht' nnd Gesetz in den Besitz desselben gesetzt. Du > wüst ferner auch missen, daß Dirunser gemeinschaftlicher Vater i» der letzten Zeit seines Lebens nicht hold gesinnt war, daß er im Gegenteil Aenßernngen derart getan hat. Dich vollständig zu enterben, wonach er ans Grund der Gesetze auch durchaus berechtigt war; den Grund wirst Du selber am besten kennen." - „Ich weiß nicht, was das hier alles soll!" unterbrach ihn finsteren Blicks der ältere Bruder. „Das wird Dir gleich klar werden," fuhr der andere fort. ,Tie Staatsanwaltschaft hat die Sache in die Hand genommen und soll dem vermutlichen Täter bereits aus der Spur will dabei chronologisch verfahren. Am 7. September 1914 beschloß die feindliche Koalition nur einen gemeinschaftlichen Frieden zu schließen. Am 4. März 1915 hat Rußland für den Friedensschluß folgende Forderungen gestellt, denen England durch Note vom 12. März, Frankreich durch Note vom 12. April zugestimmt haben: Aa Rußland sollen folgende Gebiete fallein Koustanlinopei mit dem europäischen Ufer der Meerengen, der südliche Teil von Thrazien bis zur Imie amos—Mioia, die Inseln des Mannara-Mecres, die Inseln Iinbros und Tene- dos und auf kleinasiaiischer Seite die Halbinsel zwischen dem Schwarzen Meer, dem Bosporus und dem Golf von Ismia bis zum Sakaria-Fluß. Nach Feststellung dieser Grundlage wurde un Jahre 1915/16 weiter verhandelt. Im Lause dieser Verhandlungen ließ sich Rußland die armenischen Vilajets Tra- pezunt und Kurdistan zusagen. Frankreich nahm für sich Syrien mit Adana und Mersina und das nördlich gelegene Hinterland bis nach Siwas und Karput in Anspruch. Englands Anteil soll Mesopotamien sein. Für den Rest der kleinasiatischen Türkei wurde die Austeilung in ein englisches und französisches Interessengeb iet beschlossen, sür Palästina eine Internalisierung. Das übrige von Türken und Arabern bewohnte Gebiet mit Einschluß des eigentlichen Arabien und der heiligen Stätten des Islam sollte ein besonderer Staatenbund unter englischer Oberhoheit werden. Als dann Italien in den Krieg eintrat und seinen Teil an der Beute verlangte, kam es zu neuen Verhandlungen, die keineswegs auf Verzicht hinausliefen. Ich denke, daß wir hierüber noch Näheres erfahren werden und der Oefsent- lichkeit alsdann Mitteilen können. Bei so weitgehenden Kriegszielen der Feinde ist cs verständlich, daß sich Herr Balfour kürzlich geäußert hat, er halte eine ausführliche Erklärung über die Kriegspolitik der Regierung nicht für am Platze. Das also ist der Boden, wie er sich uns gegenwärtig darstcllt, wenn wir die Möglichkeit eines Friedens ms Auge fassen. Es ist begreiflich, wenn in der deutsche Presse angesichts der Haltung unserer Feinde der Standpunkt vertreten wird, daß es sür uns nicht möglich ist. mit einem neuen Friedensangebot hervorzutreten. In die Situation, wie ich sie Ihnen hier geschildert habe, ist nun die Friedenskundgebung des Papstes gekommen. Der Grundgedanke dieser Kundgebung entsprich! der Stellung, die der Papst nach seiner ganzen Persönlichkeit einnimmt, und dem Auftrag, den er als Oberhaupt der katholischen Christenheit hat. Der Papst stellt bei seinem Gedankengang in den Vordergrund, daß an die Stelle der Macht und der Waffen das formale Recht und das sittliche Gesetz treten muß. Auf dieser Grundlage entwickelt er seine Vorschläge über Schiedsgericht und Abrüstung und kommt zu den weiteren Folgerungen, die er für die Zeit nach dem Eintritt des Friedens zieht. Was nun den materiellen Inhalt der Kundgebung angeht, so kann ich endgültig und im einzelnen keine Stellung nehmen, bevor nicht eine Verständigung mit unseren Bundesgenossen stattgefunden hat. Ich kann mich nur im all- gemeinen äußern und möchte dies dahin tun: 1) Die Note ist nicht von uns veranlaßt, sondern aus der eigensten Entschließung des Papstes hervorgegange»: 2) Wir begrüßen die B.miihungen des Papstes, durch einen dauernden Frieden dem Dölkerkrieg ein Ende zu machen, mit Sympathie; 3) Wegen der Beantwortung stehen wir in Verbindung mit unseren Buntesgenossen, doch sind die Verhandlungen »och nicht abgeschlossen. Weiter kann ich mit Bezug auf die materiellen Punkte auf die päpstliche Kundgebung nicht eingehen. Ich bin aber bereit, mit dem Ausschuß in einer noch näher zu vereinbarenden Eonderform wegen der weiteren Verhandlungen bis zur Erteilung der Antwort Fühlung zu nehmen. Ich gebe der Hoffnung Ausdruck, daß diese gemeinsame Arbeit uns dem Ziele näher bringt, das wir alle im Herzen tragen: - einem ehrenvollen Frieden fürs Vaterland! * Reichskanzler Dr. Michaelis hat vorgestern im Hauptausschuß des Reichstages seine zweite Rede zur auswärtigen Politik gehalten. Er hatte angekündigt, daß er sich zur Friedensnote des Papstes äußern werde. Und das hat er getan. Aber in einer begrüßenswert zurückhaltenden Weife. Es war schon mitgeteilt worden, er beabsichtigte, den Alliierten diesmal den Vortritt zu lassen, während wir uns bisher immer außerordentlich beeilt hatten, zuzustimmen und erfreut zu sein, wenn Herr Wilson als Weltfriedensmittler sich anbot, und die Russen mit Friedensanerbietungen zu überschütten. Die Resolutionsmehrheit vom 19'. Juli wird nicht ganz zufrieden sein. Sie harte sein. Meine Mutter ist nicht dafür, daß die Sache weiter verfolgt wird; sie ist der Ansicht, daß es sich mit dem Ansehen der alten Familie nicht verträgt, wenn interne Verhältnisse an die Oeffeiitlichkeit gezogen werden, mit einem Worte, sie möchte, wenn es möglich ist, jedes Aufsehen vermeiden. AuS diesem Grund siehst Dn mich auch hier und Du wirst Dir selber sagen können, daß mir dieser Weg nicht gerade leicht geworden ist." „Komm zur Sache!" war die kurze Entgegnung. Man konnte es dein Künstler ansehen, wie seine Erregung von Minute zu Minute unter den kalten und berechnenden Worten des Bruders wuchs, wie er sich gewaltsam zusammennehmen mußte, um nicht aufznbrausen. „Also ich will nach dieser notwendigen Einleitung zur- Hauptsache übergehen," setzte Hans seine Rede gelassen fort. „Meine Mutter ist auf jeden Fall dafür, daß Gras über die dunkle Geschichte wächst,sund daß wir selbst unter Schädigung unserer Interessen von einer weiteren Verfolgung Abstand nehmen sollen. Es ließe sich bei dem jetzigen Stand der Dinge wohl noch erreichen, wen» wir eine Erklärung abgeben, daß wir unS dadurch nicht geschädigt fühlen, und daß sich die Aufbewahrung des Testaments, wie überhaupt seine ganze Existenz als ein Irrtum herausgestellt hat. Unser RechtS- beistand, Herr Justizrat Meinecke, erklärte uns vertraulich, daß durch gewisse geheime Enthüllungen, die er dem Untersuchungsrichter machen würde, das Gericht abgehastrn werden könnte, sich weiter mit dem Diebstahl abzugeben.* Der Maler lachte grell ans. „Ah. ich verstehe," schrie er. „dazu ist weiter nichts nötig, als daß ich mich selbst als den Dieb des Testaments ansgebe. Nicht wahr, das meinst Dn doch? Damit Ihr dann gnädig den Antrag zurücknehmen könnt! Sprich nur frei heraus, daß das Eure edle Absicht ist!" Der andere an Gestalt kleiner als der hochgeivachsene Bruder, sah an ihm vorbei, als er erwiderte: „Davon habeich kein Wort bis jetzt gesagt. Das aber wird niemand leugnen können, daß hier nur einer von de« Diebstahl profiliert." „Und das ist Dein Bruder Otto Ranzenberg!" höhnte der Künstler. „Und daher kan» auch kein anderer der Gesuchte sein. Haha, es liegt eine gewisse Logik in dieser Beiveisfnh- wohl mehr erwartet, als Michaelis geben konnte und geben wollte. Jene Friedensresolution war aber nichts weiter als ein verschleiertes Friedensangebot auf der Grundlage weitgehender Verzichte. Nach ihrem Communique von, 20. August muß die Mehrheit des Reichstags also erwartet haben, der Reichskanzler werde über den Ausdruck der Sympathie hinaus der Friedensaküon des Papstes eine aktivere Unterstützung bereits zuteil werden lassen. Das hat er nicht getan und das darf ihm das deutsche Volk danken, dessen Mehrheit mit Nichten hinter der Mehrheit des Reichstages steht; mit Recht schreibt Professor Rein heute im „Tag" : „Stolze Zurückhaltung ist das allein Gebotene und jedenfalls auch das allein Wirksame. Das Kriechen und Betteln um die Gunst des Auslandes erniedrigt uns und bestärkt nur den Gegner in seinem Widerstand gegen uns." Das ist auch Meinung des deutschen Volkes und das ist auch Meinung des Reichskayzlers, der wiederum betont hat, daß es nicht an u n's mehr sei, Friedensangebote zu machen. Reichskanzler Michaelis nimmt den Standpunkt des gelassenen Abwartens ein. Er kann ihn einnehmen, da unsere Kriegslage uns keinen Anlaß gibt, uns mit Friedensverhandlungen zu übereilen, die nicht unsere Interessen befriedigen, er muß ihn einnehmen, da die vom Papste unterbreiteten Vorschläge nicht nur Deutschland, sondern auch unsere Verbündeten angehen. So darf man zufrieden sein, daß der Reichskanzler sich nicht festgelegt hat, außer auf den deutschen Siegeswillen Der Kaiser über die Verleihung des Eisernen Kreuzes und die Beförderung von Mannschaften zu Offizieren. In einer Eingabe an den Kaiser hatte der nationalliberale Reichstagsabgeordnete Felix Marquardt den Wunsch ausgesprochen, daß allen Soldaten, die seit Kriegsbeginn an der Front stehen, das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen werde und daß die Inhaber des Eisernen Kreuzes, die es in der kämpfenden Truppe und nicht in der Etappe oder .Heimat erworben hätten, ein besonderes Abzeichen zur Unterscheidung erhielten. Ferner wurde gebeten, die Ernennung zum Offizier für alle Soldaten zu erleichtern, die sie durch Auszeichnung^ vor dem Feinde v'erdient hätten. Auf diese Eingabe ließ der Kaiser Mitteilen: Ter Kaiser habe den angeregten Fragen, insbesondere der, diejenigen Inhaber des Eisernen Kreuzes, die dasselbe in der kämpfenden Truppe und nicht in der Etappe oder der Heimat erworben hätten, durch irgendein Abzeichen zu unterscheiden, bereits seit längerer Zeit sein Interesse zugewendet. Bei eingehender Prüfung und Erwägung aller dabei in Betracht zu ziehender Verhältnisse, vornehmlich auch in Berücksichtigung der an anderer Stelle hierin gemachten Erfahrungen, habe sich aber die Notwendigkeit ergeben, von einer solchen Maßnahme vorläufig Abstand zu nehmen. Bis Anfang Juni 1917 seien etwa 2^ Millionen Eiserner Kreuze 2. Klasse zur Verteilung gekommen, so daß der seit langer Zeit in der Front stehende und vor dem Feinde bewährte Soldat wohl gute Aussicht habe, sich dieses Ehrenzeichen zu erwerben. Auch die Verleihung der 1. Klaffe desselben an tapfere Unteroffiziere und Mannschaften sei in großer Zahl (in letzter Zeit bis zu etwa 40 Prozent) erfolgt, so daß auch diese hohe Auszeichnung in fortschreitendem Maße dem dauernd erprobten Manne zuteil werde. Was die Beförderung von Mannschaften zum Offizier wegen Auszeichnung vor dem Feinde betrifft, so werde diese nicht davon abhängig gemacht, daß auch die Prüfung für den einjährig-freiwilligen Dienst abgelegt sei. Es würde vielmehr, wenn der Grad der Auszeichnung nach den: Urteile der Truppenvorgesetzten eine solche hohe Belohnung rechtfertige, nur das gesamte dienstliche Verhalten des Mannes in Betracht gezogen. Tie Zahl der in diesem Kriege zu Leutnants des aktiven TienststandeZ beförderten Unteroffiziere übersteige um ein Vielfaches die in dem Kriege 1870/71 erfolgten gleichartigen Be- törderunaen. Auck sei eine Kobe Anzahl ehemaliaer aktiver rung, aber ganz stichhaltig ist sie denn doch nicht. Und ich will den Richter sehen, der auf dieses Beweismaterial hin einen unbescholtenen Menschen vor dis Barre zitiere» wird." „Unbescholten?" wiederholte Hans, doch in Anbetracht des furchtbaren Blicks, den ihm der Stiefbruder znwacs. wagte er keinen Ton mehr hervmznbringen. „Nun also, heraus mit der Sprache," apostrophierte ihn der Bruder, „was für Vorschläge hast Du mir in» Namen Deiner Familie zu machen?" „Nachdem verloren gegangenen Testament wärst Dil jetzt ein Bettler, gibst Dn das zu ?" „Möglich, möglich auch nicht. Ich habe darüber kein Urteil. " „Ein Zweifel ist in diesem Falle ausgeschlossen!" sagte Hans mit Bestimmtheit. „Du wärst also ein Bettler. Jetzt, nachdem das Testament nicht mehr existiert, würden natürli y auch die darin enthaltenen Bestimmungen null und nichtig sein. Wenigstens vorläufig, denn wir würden selbstverständlich gegen die Erbfolge, wie sie nun stattzufinden hätte, sofort Einspruch erhebe» und zwar, wie unser Rechtsanwalt behauptet. mit sicherem Erfolg. Für Dich wäre also auch bei der jetzigen Sachlage nicht viel gewonnen, während Du oei eine»» Fortgang der strafrechtlichen Angelegenheit sehr viel z» verlieren hättest.* „Mach keine langen Abschweifungen, sage endlich Deine Bedingungen I" Prlero mistns mchge- stände öcznglii breitet, nicht d dem E A, Offizier lieh gei Gerecht fallen j der wis stimmte fassende nennun der Ka lassen. t Lo „Erinm tzerard sie den! rrklärt: Lüttich standplä Häfen ir Heer ur nn Boi Heer in Belgien erklärt, dingt n iveg wei müsse e stattfindi deutende einander Gestalt!» bleiben. mtschädi lonien r M« »nd So Königtui gierung volutiom gehofft, ! den. Ir Kataloni D Lor der Arbc gegen 1! lignng ir weniger das Unte wird er i Reuter l erklären, durch dn Lon bahn-Ma des Hand rungen d Was bewährt Dollars, m die r Dollars Schw Beldungei sie franzi Tagen aus Pfeifen Ä durch d A« ^ Schon Schweizer «ris, zun «eneralsta! Offensive gleichfalls Ei» Verl» ffen veri UdschcuL erner „Also kurz denn: Wenn Du auf das Dir unter den jetzigen Verhältnissen zustehende Erbteil Verzicht leistest, so bin iM bevollmächtigt. Dir eine Abfindungssumme von 100009 Mark anznbieten. Ferner verlangen wir aber, daß Dn Deinen Wohnsitz aus dieser Stadt verlegst, da Du doch begreifen wirst, wie unangenehm im höchsten Grade unser verwandi- schaftliches Verhältnis in der Gesellschaft empfunden wird, und zu welchen uns insgesamt kompromittierenden Erörterungen dies bei den Leuten führt. Also, wenn Dn mit unseren Bedingungen einverstanden bist, so wollen wir einen Termin bestimmen, wann wir bei dem Jnstizrat znsammentrefsea wollen, der einen förmlichen Kontrakt aufsetzen wird. Wir werden in Frieden scheiden, und das wird zu unser aller Bestem dienen." 238,20 Ma soll Anleih Aen Mk. M^vtem ber Mt. De: sisi Grund 1. Der 2. Sieg shungeru ^ 3. Die deutsche ld geben weiter undlage lie vom rlso er- lusdruck tes eine t. Das Volk ter der bt Pro- tung ist i Wirkest des >ur den ist auch ist auch >nt hat, :bote zu mdpunkt men, da riedens- ssen be- e unteren auch len sein, lßer auf ernen »rann. ttional-- d t den Kriegs- Klasse l Kreu- in der 'es Ab-- cde gelten zu Feinde :r mit- i, ins- ireuzes, in der zendein eit sein nd Er- ierhäit- ,»derer ber die ne vor- lionen ren, so )e und lussicht ach die Udtcr- : letzter h diese auernd r Ofsi- > werde rüsung :i. Es g nach che Be- : Verth! der standes Kfaches :n Be- aktiver Nntcrofsiziere und iiuch anderer Mannschaften? ohne dis zstjscuschastliche Reise für den einjährig-sreiwi.'ligen Treust mchgewieien zu haben, zu Offizieren des beurlaubten Standes befördert worden. Til-ait -"^en dies- ^ügliche Vorschläge der allerhöchsten Entscheidung unter- breitet. Bei allen diesen Anträgen würde vom Kaiser nicht darauf gesehen, ob die Vorgeschlagenen schon mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgezeichnet seien. Auch die Vorbedingung für die Ernennung zum Offiziersaspiranten seien schon seit längerer Zeit erheblich gemildert worden dadurch, daß die Forderung des Berechtigungsscheines zum einjährig-freiwilligen Dienst fallen gelassen und somit die Erbringung des Nachweises der wissenschaftlichen Befähigung nicht mehr an ein bestimmtes Lebensalter gebunden sei, und daß fernerhin dir Zulassung zu besonderen Notschlußprüfungen an den höheren Lehranstalten angeordnet wurde. Ob eine noch umfassendere Erweiterung der Bestimmungen über die Ernennung zum Offiziersaspiranten durchführbar sei, müßte der Kaiser dem Ermessen des Kriegsministeriums überlasten. . l,- emm Nacht mach e ihn D^- tzt ein u Ursache Jetzt. ürli.Y lichtlg äällv- sofort haup- ei der eine»» lerlie- Deiue -higen nn i v DOO) leinen ;ceis-^l laudi- ivir0, üörte- usereu a T-r- treffe'» . Wä er Be- 238,20 ! Neues vom Tage. s Gerards Enthüllungen. London, 22. Aug. „Daily Telegraph" setzt die -Erinnerungen" Gerards fort. J'm Januar 1917 habe «erard eine Besprechung mit Bethmann Hollweg über sie deutschen Kriegsziele gHpbt. Ter Reichskanzler habe erklärt: Deutschland müsse die belgischen Festungen Lüttich und Namur und einige andere, sowie Truppenstandplätze und die Eisenbahnverbindungen mit den Seehäfen in seinen Besitz bringen. Belgien dürfe kein eigenes Heer unterhalten; man könne nicht dulden, daß Belgien rin Vorposten Englands werde. Deutschland werde ein Heer in Belgien unterhalten. Auch wirtschaftlich müsse Belgien unter deutsche Kontrolle kommen. Tirpitz Habs erklärt, daß die flandrische Küste für Deutschland unbedingt nötig sei. Nordfrankreich, habe Bethmann Holl- iveg weiter erklärt, sei man zu räumen bereit, aber es müsse eine Grenzregulierung zu Deutschlands Gunsten stattfinden. Gegen Rußland müsse Deutschland eine bedeutende Verbesserung der Grenze erzielen. Tie Auseinandersetzung mit Rumänien sei Sache Bulgariens, die Gestaltung Serbiens müsse Oesterreich-Ungarn überlassen bleiben. Deutschland müsse von allen Feinden Kriegsentschädigung verlangen, ebenso die'Rückgabe seiner Kolonien und Schiffe. Die Unruhen in Spanien. Madrid, 22. Aug. Tie von den Republikanern «nd Sozialisten geplante Revolution zum Sturz des Königtums ist an der entschlossenen Haltung der Regierung und der Treue des Heeres gescheitert. Tie Revolutionäre, die von Paris ihre Weisungen erhielten hatten gehofft, daß die Truppen mindestens neutral bleiben würden. Im letzten Augenblick versagte auch die Provinz Katalonien, die die allgemeine Arbeitseinstellung ablehnte. Die englischen Arbeiter für Stockholm. London, 22. Aug. (Reuter.) Tie Versammlung - der Arbeitervertreter hat sich gestern mit rund 1234 000 ttgegen 1231000 der vertretenen Stimmen für die Betei- i ligung in Stockholm ausgesprochen. Tie Mehrheit beträgt k weniger als 3000 Stimmen. (Wird Lloyd George jetzt ", das Unterhaus auslösen und zu Neuwahlen schreiten, oder wird er die Mehrheit von nicht ganz 3000 Stimmen, die s Reuter besonders hervorheben muß, als zu geringfügig s erklären, als daß sie für eine Ablehnung seiner Politik durch die Arbeiter gelten könnte? D. Schr.) London, 22. Aug. (Reuter.) Ter Streik der Eisenbahn-Maschinisten und Heizer ist beigelegt. Ter Präsident des Handelsamtes wird alles versuchen, damit die Forderungen der Arbeiter bewilligt werden. Der amerikanische Gläubiger. Washington, 22. Aug. (Reuter.) Tie Regierung bewährt England eine neue Anleihe von 50 Millionen Dollars. Der Gesamtbetrag der amerikanischen Ml.iheu 'n die Verbündeten beläuft sich jetzt auf 1966000000 -ollars (rund 8Z4 Milliarden Mark). Eine Dauerfchlacht i« Sicht. Schweiz. Grenze, 21. August. Nach Züricher Meldungen aus Mailand berichtet der„Secolo" aus Paris, «e französische Offensive bei Verdun werde in wenigen Lagen auf die ganze französische Front überstreifen. Die Dauerschlacht mit weitgestecktem Endziel durch den Vorstoß bei Verdun eingeleitet. Amerikanische Artillerie vor Berdnv. ^ Schweizer Grenze, 22. August, (z. K.) Nach Schweizer Meldung aus Mailand berichtet Secolo aus «ris, zum erstenmal in diesem Krieg haben amerikanische «neralstabsoffiziere an den Vorbereitungen der französischen Offensive teilgenommen. Amerikanische Artillerie steht gleichfalls vor Verdun. Eine 24 Milliarden-Anleihe Englands. - Berlin, 20. August. In holländischen Regierungskrisen verlautet, einem Haager Telegramm der „Täglichen Avrdschau" zufolge, daß nach der kürzlich aufgestellten Mischen Anleihe von 5 Milliarden Mk. die britische Re- Mrung Ende September oder Anfang Oktober die Aus- taie einer neuen gewaltigen Anleihe plant. Die Propa- ^Mida soll alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen. ^ Anleihe soll nach dem Plan der Regierung 24 Million Mk. einbringen, mit denen man in der Zeit vom Aember 1917 bis März 1918 einschließlich auszukommen ,t. Der Reklamefeldzug für die Anleihe soll unter Grundsätzen erfolgen: 1. Der Kampf Englands gegen die U-Boote. 2. Sieg der englischen Landwirtschaft über die deutschen Khungerungspläne. ^3. Tie englische Kriegsanleihe als Kampfmacht gegen deutschen Handel, die deutsche Industrie und Schiffahrt. Die Wirren in Rußland. Petersburg, 22. Aug. Tie vorläufige Regierung versandte 1500 Einladungen zu der bevorstehenden Staatskonferenz in Moskau. Alle Sitzungen der Konferenz werden von Kerenski geleitet, der die Versammlung gm 85. August eröffnen wird. Stockholm, 22. Aug. Laut „Nowoje Wremja" ist der russische Regimentskommandeur Purgasow von seinen Truppen hinterrücks erschossen worden, als er mit ihnen gegen den Feind vorstürmen wollte. Die Gefangenschaft der Offiziere. ' Nom Feinde sich' gefangen nehmen zu lassen,' galt jm deutschen Heer und Milk immer als etwas Unwürdiges. Wie tief diese Anschauung in das Bolksbewußtsein eingedrungen ist, geht aus dem Brief eines Vaters an seinen Sohn, einen an der Westfront in englische Gefangenschaft gefallenen Offizier, hervor, in dem es heißt: „Ich kann Lich nicht mehr als Sohn anerkennen, da Du Dich hast gefangen nehmen lassen." — Dieses Urteil, wenn es auch einer an sich rühmlichen Auffassung der Soldatenpflicht entsprungen sein mag, ist hart und ungerecht; es trägt den heutigen Kampfmitteln und der heutigen Kampfesweise zu wenig Rechnung. Welche Schuld trifft z. B. einen Offizier, der nach Betäubung durch Gas, nach Verschüttung der Stellung durch Trommelfeuer oder Minen, als Flieger beim Versagen der Maschine, ^nach schwerer Verwundung oder bei Versenkung eines Schiffes in die Hände des Feindes gerät? Das Offizierpensionsgesetz vom 31. Mai 1906 (Paragraph 16 bis 18) enthält eine Bestimmung, die in gewissem Sinne eine Maßregelung des in Gefangenschaft geratenen Offiziers bedeutet. Während nämlich dem Offizier für jeden Krieg, an dem er im Reichsheere teilgenommen hat, zu seiner wirklichen Dienstzeit ein Jahr (Kriegsjahr) hinzugerechnet wird (Paragraph 16), wird diese Doppelrechnung nicht nur dem gefangenen Offizier versagt, sondern es kann ihm sogar die Zeit der Kriegsgefangenschaft von seiner Dienstzeit in Abzug gebracht werden, da „grundsätzlich die Gefangenschaft als- etwas des Soldaten Unwürdiges anzusehen ist, solange nicht nachgewiesen ist, daß ein eigenes Verschulden nicht vorliegt." Auch in solchen Fällen findet die Anrechnung der Gefangenschaftszeit nur im Gnadenwege statt. Mer auch abgesehen von der Berechnung der Dienstzeit, die bei der langen Kriegsdauer sehr ins Gewicht fällt, stehen die kriegsgefangenen Offiziere schlechter als ihre Kameraden. Sie sind von Auszeichnungen und Beförderungen ausgeschlossen und auf die im Vergleich zur Kriegsbesoldung geringe Gefangenenbesoldung angewiesen, die, zumal bei den gegenwärtigen teuren Preisen, zur Bestreitung ihrer nötigsten Ausgaben bei weitem nicht ausreicht und erhebliche Zuschüsse von seiten der Angehörigen erforderlich macht. Alle diese Momente hatte wohl Kriegsminister von Stein im Auge, als er seinem Mitgefühl für das herbe Schicksal der Kriegsgefangenen öffentlich mit den Worten Ausdruck gab: „Wir haben die Gefangenen nicht vergessen, auch ihnen wird ihr Lohn zuteil werden." Dieses Trosteswort mag den unglücklichen Gefangenen wie eine Erlösung geklungen haben. Und Sache des Reichskanzlers dürste es sein, bei den notwendig werdenden Abänderungen des Offizierpensionsgesetzes dem Reichstag im Herbst auch eine den Zeitverhältnissen entsprechende Modifizierung- der Bestimmungen über die Kriegsgefangenschaft vorzulegen. Aus Stadt und Land. ** Adelsheim, 23. August 1917. — Der Kanonendonner der vor Verdun neu entbrannten Riesenschlacht ist bei dem ruhigen klaren Wetter auch wieder bei uns zu hören. — Der Tabak an der Front. Im Jahr 1914 wurden an das deutsche Kriegsheer geliefert: 1461578000 Zigarren und 2 740778000 Zigaretten: im Jahr 1915 2 767 850000 Zigarren und 5 630 000 000 Zigaretten. Diese Zahlen würden weit höher sein, wenn nicht das Pfeifenrauchen,- das in den KampfgrSben allein möglich ist. so großen Umfang angenommen hätte. Wieviels Zigarren und Zigaretten den Truppen außerdem durch Liebesgaben zugegangen sind, läßt sich nicht ermitteln, die Zahl ist aber sehr groß. Es ist bemerkenswert, daß die deutschen Tabakfabrikate auch bei unseren Bundesgenossen, selbst bei den Türken beliebter sind, als die Erzeugnisse der eigenen Länder. Tie Russen tauschen an der Front Brot gegen deutsche „Papyri" ein und die Gefangenen, ja die Bevölkerung der besetzten Gebiete b--- sorzugen fast ausnahmslos den deutschen Tabak. (-) Grotzeicholzheim, 22. August. Der Unteroffizier Heinrich Kegel mann, Schreiner, wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Wir gratulieren herzlich zu der Auszeichnung und hoffen, daß er gesund und wohl zu seinen Lieben zurückkehrt. (-) Eberbach, 22. August. Heute Morgen wurde aus j dem Neckar die Leiche eines 35 —40 Jahre alten Mannes ! gezogen, die nur mit einer Badhose bekleidet war. (-) Tanberbifchofsheim» 20. August. Bei der heute - dahier stattgefundenen Oehmdgrasversteigerung von 150 ! Morgen Tauberw äfferwiesen wurden ganz enorme , Preise erziehlt. Die Versteigerung nahm einen glatten Verlaus. Der Morgen wurde zu dem Preis von 85 bis ! 98 Mk zugeschlagen. Die Preise sind ganz kolossal. ! Die Erhebung der Kohlensteuer in Baden. - (.) Karlsruhe, 22. Aug. Nach einer Anordnung des Finanzministeriums haben in Baden, wie schon kurz berichtet, die Bezirkssteuerstellen (Hauptsteuerämter ikvd j Finanzämter) die Anmeldungen zur Versteuerung der t inländischen Kohlen entgegen zu nehmen. Tie Steuer > bcM-tt 20 Prozent des W-' t-s der Kohlen. Bei Beanstandungen der Steuerbehörde llver den in der Steuett anmeldung angegebenen Wert wird die für ganz Baden ! in Mannheim errichtete Wertprüfungsstelle angerufeN ! Werden. Diese Werrxrüfungsstelle setzt sich, aus einem » Beamten der Setuerverwaltüng als Vorsitzenden und aus Vertretern der Bergauffichtsbehörden, Sachverständigen der Kohlenindustrie und des Kohlenhandels zusammen. Will der Steuerpflichtige auch gegen die Entscheidung dieser Wertprüfungsstelle Beschwerde einlegen, so steht ihm der Verwaltungsweg offen. Während der Wert der aus dem Ausland eingeführten Kohlen zuzüglich der bis zum Grenzeingangsort entstandenen Kosten zu berechnen ist, wird bei den in Oesterreich oder in Ungarn gewonnenen Kohlen einstweilen nur der Erwerbspreis als steuerpflichtiger Wert angenommen. Tie Steuer für die inländischen Kohlen ist am letzten des auf den Monat der Abgabe oder des Verbrauchs folgenden Monats zu entrichten. Tie Steuer für die ausländische Kohle ist zu zahlen, bevor die Kohle in den freien Verkehr abgelassen wird. Allerdings können auch für die Steuerentrichtung für ausländische Kohlen Erleichterungen eintreten. (-) Karlsruhe, 22. Aug. Prinz Max von Baden hat sich nach St. Blasien begeben, um auf Wunsch seines Arztes eine Kur gegen ein chronisches rheumatisches Leiden zu unternehmen. (-) Mannheim, 22. Aug. Eine 17jährige ledige Näherin frank aus Unkenntnis eine giftige Flüssigkeit, die den Tod des Mädchens herbeiführte. — In Ludwigshafen stürzte der 10jährige Knabe eines Fabrikarbeiters aus dem Fenster der elterlichen Wohnung auf die Straße und war sofort tot. (-) Baden-Baden, 22. Aug. IM hohen Alter Von 84 Jahren ist Geh. Oberregierungsrat a. D. Dr. August Lydtin gestorben. Mit ihm ist eine weit über die Grenzen unseres Landes hinaus bekannte Persönlichkeit aus dem Leben geschieden. Geh. Rat Lydtin war zu Bühl als Sohn eines Tierarztes geboren. Nach Mlegung des tierärztlichen Staatsexamens "fand er seine erste Anstellung als Kreistierarzt in Saargemünd und ließ sich dann 1862 als praktischer Tierarzt in Baden-Baden nieder. Im 70er Krieg zog er als freiwilliger Oberroßarzt ins Feld und wurde nach Beendigung des Krieges als veterinärtechnischer Referent ins Ministerium des Innern berufen. Hier bekam er Gelegenheit seine reiche Begabung und seine vielseitigen Kenntnisse der Landwirtschaft und dem Staate nutzbar zu machen. Geh. Rat Lydtin schuf die Grundlagen unserer Tierzuchtförderung; durch ihn entstanden die ersten Zuchtgenossenschaften. Seiner großen organisatorischen Begabung verdankt die badische Viehzucht ihre Entwicklung. Auch die Schaffung der staatlichen Rindviehversicherung ist sein Werk. Jtt der deutschen Landwirtschaftsgesellschaft wirkte er als einer der ersten Sachverständigen auf dem Gebiete der Tierzucht mit. Lange Jahre war er Leiter des Deutschen Veterinärrates, der ihn zum Ehrenpräsidenten ernannte. Ebenso war er seit Jahren Mitglied des Reichsgesundhcitsamts und Ehrenmitglied zahlreicher landwirtschaftlicher und tierärztlicher Vereine. Tics alles gibt Zeugnis seines Umsehens; ebenso die Ernennung zum Ehrendoktor der medizinischen Fakultät der Universität Freiburg und der Tier- irztlichen—Hockickule in Wien. z-) Lrpxrnvnrg, 22 . Aug. Hier ist man gefälschten Lebensmittelkarten auf die Spur gekommen. Tie Polizei fahndet nach dem Fälscher. (-) Offenburg, 22. Aug. Tie 15 Kandidaten, die im Jahre 1877 aus dem Lehrerseminar in Meersburg entlassen worden und demnach jetzt 40 Jahre lang im Schuldienste stehen, begingen am Samstag nachmittag im „Rebstock" in Waldulm ihr Jubiläum. Seit der 25jährigen Jubelfeier sind von den Meersburger Schulamtskandidaten des Jahres 1877 sechs gestorben. (-) St.' Blasien, 22. Aug. Einem .Kurgast aus Frankfurt wurden in dem Augenblick, als er sich in das Kursauto setzte, ein Paket mit 60 gehamsterten Eiern abgenonnnen. (-) Waldkirch, 22. Aug. In der Zwangshaft-Affäre des Redafteurs der ,.Walik'rcher VvDzeltung" hat nach einer Mitteilung des genannten Blattes der Verein Bad. Zeitunasverleger zu erkennen gegeben, daß er Schritte zu unternehmen geneigt ist, um die Angelegenheit weiter zu verfolgen. (-) Singcn-Hohentwiel, 22. Aug. Tie hiesigen Altkatholiken haben die frühere protestantische Kirche und das nebenan stehende Pfarrhaus um den Preis von 25 OM Mk. gekauft. — Warnung für Reisende. In der. letzten Zeit drängt sich ein Teil der Reisenden häufig in unvernünftiger Weise unmittelbar nach dem Anhalten der Züge in die Mittel- und Seitengänge oder auf die Plattformen der Turchgangstvagen, bevor die abgehenden Reisenden ausgestiegen find, wodurch sich das Aus- und Einsteigen außerordentlich verzögert und die Abfertigung der Züge beeinträchtigt wird. Ten Anordnungen des Personals, die Reisenden zunächst aussteigen zu lassen, wird in der Regel keine Folge geleistet- Gegen Personen, die den allgemeinen Anordnungen des Personals nicht Nachkommen, wird, nach- einer Bekanntgabe in der amtlichen „Karlsr. Ztg", künftig auf Grund des § 77 dM Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung nicht nur bahnpolizeilich eingeschritten werden, sondern sie haben unter Umständen zu gewärtigen, daß sie auf Grund der Bestimmungen in § 11 Absatz 1 der Eisen- bahnvcrkehrsordnung von der Fahrt ausgeschlossen werden. Letzte Nachrichten Wolfs-Telegramme. Abendbericht. Berlin, 22. Aug., abends. (Amtlich.) In Alande, haben sich die heute früh einsetzenden englischen Angrif östlich von Apern auf eine Front von 15 Kilometern augedehnt. Sie sind unter schweren Verlusten für den Fett gescheitert. Vor Verdun ruhte bisher der Jnfanteriekampf. Das Feuer blieb östlich der Maas stark. Bombenangriffe unserer Fliegergeschwader gegen befestigte Orte an der englischen Küste waren erfolgreich. Im Osten nichts Wesentliches. Kn Fliegerangriff Ms England. vom Berlin, 22. August. (Amtlich.) In der Nacht 21. zum 22. August hat eines unserer Luftschiffgeschwader wiederum unter der bewährten Führung des Fregattenkapitäns Straßer mit sichtlich gutem Erfolg befestigte Plätze und militärische Anlagen am Humber und in der Grafschaft Lincoln und Bewachungsstreitkräfte an der englischen Küste angegriffen. Me Luftschiffe sind trotz feindlicher Gegenwehr ohne Schaden und ohne Äerluste zurückgekehrt. Der Chef des Admiralstabs der Marine. SZ M VST. verseakl. Berlin, 22. August. (Amtlich.) Westlich der Straße von Gibraltar schädigten unsere U-Boote den feindlichen Transportverkehr nach dem Mittelmeer wieder in wirksamer Weise. 6 Dampfer mit rund 20 000 Bruttoregistertonnen wurden versenkt und dabei annähernd 24 000 Tonnen Kohlen, in der Hauptsache nach Italien bestimmt, vernichtet. Zu den versenkten Dampfern gehören die bewaffneten englischen Dampfer „Manchester Commerce" (4144 Bruttoregistertonnen) und „Ganges" (4177 Bruttoregistertonnen) und der bewaffnete italienische Dampfer „Calo" (5572 Bruttoregistertonnen). Im Mittelmeer wurde eine erhebliche Anzahl Dampfer und Segler mit einem Gesamtraum von über 43 000 Tonnen neu versenkt, darunter die bewaffneten italienischen Dampfer „Lealta" (4021 Tonnen) mit Munitionsladung, „Genova" (3486 Tonnen) und „Jsabran" (3892 Tonnen) mit 6000 Tonnen Weizen von AuZstralien nach Italien. Wieder wurden mehrer Dampfer aus stark gesicherten Geleitzügen herausgeschoffen. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Sie blutige Schlacht bei Verdau. Berlin, 22. August. Im Raum von Verdun versuchten die Franzosen unter schonungslosem Einsatz frischer Divisionen ihre geringen Anfangserfolge des Vortags auszubauen und zu erweitern. An einer Reihe von Brennpunkten warfen sie ihre Sturmtruppen vom frühen Morgen bis in die späte Nacht hinein in un- ! gezählten Angriffen gegen den Gürtel der deutschen Stellung 's vor. Verschwindende örtliche Erfolge bezahlten sie abermals s mit den schwersten Blutopfern. Nach eingehenden Mel- ^ düngen übertreffen die Verluste der Franzosen an den beiden Kampftagen an verschiedenen Stellen selbst jene, ^ die sie in der Aisneschlacht erlitten. Am Vormittag vermochten die Franzosen auf der östlich vom Walde von Avocomt liegenden Höhe und im Südteil des Dorfes Samo- . gnieux erst Fuß zu fassen, nachdem eine Reihe ihrer Sturmwellen im deutschen Feuer liegen geblieben ^ war. Auf beiden Seiten wurde mit größter Wild- 1 heit gerungen. Am Nachmittag schwoll das ! starke ununterbrochene feindliche Artilleriefeuer erneut ^ zu wilden Feuerstürmen und Feuerorkanen an. Die s Franzosen wandten alle Kräfte an, um die Höhe 304 ' aus dem deutschen Verteidigungsgürtel herauszubrechen. s Vom Südwesten, Süden und Osten warfen sie Welle um Welle gegen die Höhe vor. Welle um Welle wurde zusammengeschoffen. Die Höhe blieb fest in deutscher Hand. Mehrere Versuche feindlicher Sturrn- truppen, gegen Forges vorzustoßen, scheiterten im Artilleriefeuer. Oestlich der Maas wurden am Nachmittag alle wütenden französischen Angriffe gegen unsere Linien von unseren tapferen Verteidigern abgeschlagen. Bei diesen Kämpfen blieben ganze französische Sturmhaufen im Feuer liegen. Die fr a n z ö si sch e n Verluste in diesem Abschnitt sind ganz außerordentlich. Auch nächtliche Angriffe der Franzosen wurden in erbitterten Nahkämpfen teilweise schon im Feuer blutig zurückgewiesen. 1 Der Kaiser bei de« Truppe« i« Flandern. Berlin, 23. Aug. Unsere braven Streiter an der flandrischen Front hatten gestern einen festlichen Tag: Se. Majestät der Kaiser war gekommen, um ihnen den Dank des Vaterlandes zn übermitteln. Bei strahlendem Sonnenschein lief der Hofzug des Kaisers in den Bahnhof eines kleinen flandrischen Ortes ein, wo sich Kronprinz Rupprecht sowie eine große Zahl von Offizieren zur Begrüßung eingefunden hatten. Die feste Siegeszuversicht leuchtete aus den Augen des Kaisers, als er den siegreichen Führern die Hand drückte und die Front der Ehrenkompagnie abschritt. Keine Konferenz wegen der Papstuote. Bern, 22. Aug. „Secolo" glaubt zu wissen, daß die Entente erst in einigen Wochen die Papstnote beantworten werde, hält jedoch 'eine Sonderkonferenz der Entente zur Beratung der Antwort für ausgeschlossen. „Fronte Interna' versichert, daß Sonnino mit der Fassung der Antwort der Entente beauftragt sei. ( k Pr« Hc Sratti LLchenr Amtliche Bekanntmachungen Karlsruhe, den 11. August 1917. Vaterländischer Hilfsdienst für Vaufachlente. Zur Verwendung für de« Stellnngsba« im besetzten Gebiete sollen geeignete Persönlichkeiten vorgemerkt werden. In Frage kommen Bauingenieure» Architekten» Daugewerksmeister. Bantechniker, Maurermeister, Zimmermeister, Bauführer, Poliere, und Schachtmeister. Meldungen nicht mehr wehrpflichtiger Personen, oder solcher, die infolge Kriegsbeschädigung um 58 v. H. oder mehr erwerbsunfähig anerkannt worden sind, werden bis zum 25. ds. Mts. von den zuständige« Hilfsdienstmeldestellen entgegengenommen. Die Hilfsdienstmeldestellen sind auch in der Lage, über die Gehaltssätze usw. Aufschluß zu geben. Eine gebrauchte 81»tt dsnointsi-sn üäittsilung. mit Sternwalzen Gestell von Eisen, zu Hand und Kraftbetrieb, hat billig abzugeben Ernst Brecht fr. Iagsthausen. Prima Futterkalk Kriegsamtstelle Karlsruhe. Privat-Auzeige«. für Schweine und Geflügel ist wieder eingetroffen. Versand nach Auswärts unter Nachnahme C. Schul», Merchingen, Bekanntmachung! Das polizeiliche Mel-ewesen bete. Nach der Ministerialverordnung vom 8. Mai 1883, 10. Dezember 1891 ist jede Person, die in die Gemeinde einzieht, um daselbst ihren Wohnsitz oder Aufenthalt zu nehmen, verpflichtet, sich innerhalb drei Tagen nach dem Einzug bei der Ortspolizeibehörde (Bürgermeisteramt) persönlich oder schriftlich anzumelden. Bei der Anmeldung ist dem Bürgermeisteramt die von der Ortspolizeibehörde des bisherigen Wohn- oder Aufenthaltsorts ausgestellte Abmeldebescheinigung und auf Verlangen die sonstigen im Besitz befindlichen Ausweispapiere vorzulegen. Wer aus der Gemeinde wegzieht, um seinen Wohn- oder Aufenthaltsort aufzugeben, ist verpflichtet, vor seinem Wegzug sich bei der Ortspolizeibehörde persönlich oder schriftlich abzumelden und dabei anzugeben, wohin er zu ziehen gedenkt. Zur Abmeldung sind selbstverständlich auch solche Personen verpflichtet, die sich seit ihrer Geburt ständig in der Gemeinde aufgehalten haben. Die Meldepflicht beginnt nach zurückerlegtem vierzehnten Lebensjahr ; sie ist eine persönliche Verpflichtung des Zu- oder Wegziehenden, und hat nicht etwa vom Arbeitsgeher, Dienstherrn, Logis- oder Kostgeber, Vermieter zu geschehen. Eine Meldepflicht über Wohnungswechsel innerhalb der Gemeinde besteht nicht. Tie polizeiliche Aufenthaltsmeldung ist nicht zu verwechseln mit der An- und Abmeldung für die Kranken- und Invalidenversicherung. Meldeformulare werden auf dem Rathause unentgeltlich verabfolgt. Zuwiderhandlungen gegen die polizeiliche Meldepflicht werden nacb Z 49 Pol.-Str.-Ges.-B. mit Geld bis zu 20 Mk. bestraft. Adelsheim, den 6. August 1917. Bürgermeisteramt: lliSWlillM kliSMiIM Oie Alüclclicbe 6sburt einer gssunilon reifen boelrerlrerit an 8«Igen1aI, clen 22. ^u§u8t 1917. k'ritr Mtmr, Oberlt. 6. fi. -. 2t. in Orlaud unä geborene /Lies empfehlen Q «ubert L 6o. Kolophon ste. 186. rsIiiWXk 8ctilM, Wsiikini 8peook8lundo vorm, von 9-12 lilin naokm. von 1—3 Uiie 5onntsg8 ksine 8proeli8tunllo. biocliLcbtunAsvoll! ZoMsttksi. KiIelsIiSim. in Pakete« sind wieder eingetroffen bei E. Hubert L Co. Adelsheim. liviüslbvi-g, llsupt8trs886 52 MstllliMtüI M Nil!., KENN 61 Nil!. Asnkgvsvksßl« allsr» Unt. 2 - r e s z. Jagd - Verpachtung Freitag, 7. September Ss. Zs. nachmittags wird im Rathaus dahier die Gemeindejagd auf weitere 6 Jahre und zwar vom 1. Februar 1918 bis dahin 1924, öffentlich verpachtet. Als Bieter werden zugelassen, Personen, die im Besitze eines Jagdpasses find, oder die durch ein Zeugnis der zuständigen Behörde Nachweisen, daß gegen die Erteilung eines Jagdpasses keine Bedenken bestehen. ' s Der Entwurf des Jagdpachtvertrags liegt von heule an auf dem Rathaus zur Einsichtnahme auf. Oberwittstadt, den 20. August 1917. Gemeinderat: ^ Fratz, Bürgermeister. T ü n ner- fnvbeir ZVeitzpiirfet u. ZlirstreiH- p i n se t empfiehlt C. 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