j Erscheint täglich, außer Sons- unS ß Zetertags z vretsr Monatlich. . - PfS- - vierteljährllch . Mk> - ^ frei ins Haus geUefert - Hoxberger /lnzeiger Gelesenftes Tageblatt öes öaSikhea Vaulaaües -- - -——. - flnzeigen werden mit pfenotW ^ l per einspaltig« Zeile berechnet. > ' - Sei mehrmaUger flusnahmr RabaS ^ L Postscheck-Konto 40S4, karlsmh« hauptanzeigeblatt für -le seMe Melsheim, Hoxberg u. -eren Umgebung UL', LV">«"LL-°.°l°2 holzsubmWons- un» Verstrigemngs-Myeiger für den GSeawald LL>»^!LALyLW« Rr- 224 Druck und Verlag: Vuchdruckerei Adelsheim, Adolf Heppeler Telephon No. 18. AdelSheim, Mittwoch, 26. September 1917, Verantwortlich: A. Heppeler in Ädelsheim. Jahrg. 41. WTB. Großes Hauptquartier, 25. Sept. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Kronprinz RuppreW: Tie von unserer Artillerie kräftig durchgesührte Bekämpfung der gegnerischen Batterien erzwang zeitweilig rin beträchtliches Nachlassen des feindlichen Feuers an der flandrischen Schlachtfront. Einzelnen starken Feuerwellen folgten keine Angriffe der Engländer. Heeresgruppe deutscher Kronprinz: An der Ais ne und in der Champagne vorübergehende Feuersteigerung und Erkundungsgefechte, die uns Gefangene und Beute einbrachten. Auf dem Ostufer der Maas spielten sich zwischen der Straße Vacherauville—Chaumont und Maucourt bei Harker Artillerietätigkeit heftige Jnfanteriekämpfe ab. Südlich von Beaumont entrissen unsere Truppen den Franzosen Gräben in 400 Meter Breite und hielten sie gegen mehrere Gegenstöße. Im Chaumewald kam es zu erbitterten Nahkämpfen, die die Lage nicht änderten. Bei Bezonvaux hatte ein Vorstoß in die feindlichen Linien vollen Erfolg. Im ganzen wurden den Franzosen über 350 Gefangene abgenommen. Nachts brach ein Sturmtrupp bei Malancourt in die feindliche Stellung ein und kehrte mit einer Unzahl .Gefangener zurück. - , Gestern abend griffen unsere Flieger England an. Auf militärische Bauten und Speicher im Herzen von London, aufTover, Southend, Khartham u. Sheerneß wurden Bomben abgeworfen. Brände bezcichneten die Wirkung. Alle Flugzeuge kehrten unversehrt zurück. Auch Dünkirchen wurde mit Bomben angegriffen. Ter Gegner verlor 13 Flugzeuge. Oberleutnant Sch laich errang den 22. und 23., Leutnant Wüsthoff den 21. Luftsieg. Aus dem östlichen Kriegsschauplatz und an der mazedonischen Front keine großen Kampfhandlungen. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. * Seit einigen Tagen hat sich die deutsche Artillerie in Flandern besonders darauf verlegt, die feindlichen Batterien zum Schweigen zu bringen. Ter Erfolg ist sn ausgezeichneter, Fe und,ie wurde eine Batterie j außer Gefecht gefetzt und das Nachlassen des generische« - ! Geschützfeuers war sehr bemerkbar. Wirksame Bekämpf ! fung der Artillerie ist aber nur bei tatkräftiger Unter, ! stützung durch die Flieger und ihre Meldungen mög- z lich. Und so kommt bei dem großartigen Artillerieduell un- ? serer wackeren Fliegerschar auch ein Teil des Verdienstes zu, und zwar den Jagd- wie den Aufklärungsfliegern, dem jene haben die letzteren bei ihren Aufnahmen und Meldungen gegen die Angriffe der feindlichen Flieger zu schütze^ IAn der französischen Front war es recht leb- j Haft. Vor Verdun waren die Einzelkämpfe besonders heftig. Unsere Truppen stießen an mehreren Stellen, so bei Beaumont und Bezonvaux vor und machten Gefangene. Bei Beanmont wurde dem Feinde ein Gräber in 400 Meter Breite wieder entrissen und gegen Gegenangriffe behauptet. Am Chaumewalde wurde hartnäckij gekämpft. — Ein Fliegerangriff auf England am Montag abend hatte den gewünschten Erfolg. Tie kühner Streiter der Lüfte drangen bis in die Mitte der Riesenstadt London vor und setzten mit Bomben militärisch, Gebäde in Brand. Auch Dover, Southend, Chartam (Kent) und der neue Kriegshafen Sheerneß wurden mi! Bomben belegt. Der gute Erfolg gewinnt an Bedeutung dadurch, daß alle unsere Flugzeuge unversehrt zurück- ? gekehrt sind. Auch Dünkirchen bekam einen Denkzettel ab. Das ist die Antwort auf die Beschießung der Stadt Ostende, wo so viele belgische Einwohner den englischen Granaten zum Opfer gefallen sind. . - > - ^ Halbamtlich wird mitgeteilt: Ter Großkampftag im Dpernbogen war auch für unsere Flieger ein Ehrentag. Bomben und Maschinengewehrangriffe feindlicher Einsitzerklugzeuge gegen un- - sere Flughäfen leiteten am frühen Morgen den Schlacht» tag ein. Nachdem sich das schwere Feuer der feindlichen Artillerie für kurze Zeit zum Orkan gesteigert hatte, ! brach um 5.30 Uhr die englische Infanterie in dich- : ten Massen zum Angriff vor. Tanks sollten ihrem Stoß j Macht verleihen. Bodennebel und tiefhängende Wolken - verhinderten zunächst gerade über der Front die Ar- j beit der Luftstreitkräfte. Als das Wetter gegen halb 10 j Uhr sich etwas aufklärte, suchte der Feind durch plötz- j lichen Masseneinsatz von Flugzeugen die Herrschaft in i der Luft an sich zu reißen. Unsere Jagdflieger stürzten , sich ihnen mit oft bewährtem Angriffsgeist entgegen j und drängten sie mit immer wiederholten Vorstößen j bis über und weit hinter ihre Linien zurück. Bis um 12 Ubr batte der Geaner bereits 13 F-luareuae verloren. Nachdem unsere Jagdflieger die Lust derart gesäubert hatten, konnten unsere Infanterie- und Artillerieflieger ihre Aufgaben mit Erfolg durchführen. Bis zum Mittag hatten wir sestgestellt, wo unsere Infanterie die vorderste Linie gehalten hatte und wo sie zurückgedrückt worden war. Auf Grund ihrer Meldungen fetzte die Führung nachmittags den Gegenstoß an. Er wurde von unseren Jagdstaffeln wirksam unterstützt. In niedrigsten Höhen fliegend, überschütteten sie Gräben und Trup- penbereitstellungen mit Maschinengewehrfeuer. Unsere Bombengeschwader belegten Batterien und Truppenansammlungen in immer erneutem Angriff mit Sprengstoff. Im Laufe des Nachmittags raffte der Gegner noch- qials seine gesamten Fliegerkräste zusammen, aber unsere Jagdflieger zeigten sich ihnen gewachsen. Nach erbitterten Kämpfen, in denen u. a. Leutnant von Bülow ei- ren neuen Sieg errang, trieben sie die Gegner wiederum hinter ihre Linie zurück. Unsere Flugzeuge konnten aufs Neue Angriff und Erkundung fast ungestört bis über die feindliche Artillerie hinaus vortragen. Ter Tag war wie auf der Erde, so in der Luft zu unseren Gunsten entschieden. Die Ereignisse im Westen. Der französische Tagesbericht. WTB. Paris, 25. Sept. Amtlicher Bericht vom 24. Sept. nachmittags: Heftige Artilleriekümp,e in der Gegend des Braye-Gehöstes, bet-Froidmont und Huttebise." Ein feindlicher Handstreich auf den letzgenannten Punkt mißglückte. — In der Champagne gelang uns ein Einbruch in die deutschen Linien östlich des Teton. — Auf dem linken Maasufer wurden feindliche Aufk!3rung?ab:eilungen, die an unsere Linien heran» zukomme,, versuchten, durch Feuer zerstreut. Auf dem rechten Ufer nahm der Artilleriekampf nachts in der Gegend des Fasse.-Waldes und im Chaume-Wald äußerste Heftigkeit an. Feindliche Flieger warfen nachts in der Gegend nördlich Bar-le-Duc.Bomben ab. Mehrere Bomben fielen auf «in Lager deutscher Gefangener. Zwei wurden getötet, 17 verwundet. Am 23. September schossen unsere Flieger S deutsche Flugzeuge ab. Der englische Tagesbericht. WTB. London. 25. Sept. Amtlicher Bericht vom 24. Sept. morgens: Eine feindliche Streifabteilung drang stütz ln der letzten Nacht in unsere Gräben nahe La Bassee. Sie wurde nach kurzem Kampf mit Verlusten hinausaetrieben. Einige unserer Leute werden vermißt. Die feindliche Artillerie war am frühen Morgen an beiden Scarpeufern tätig, sowie nachjs südlich Lens und nordöstlich von 2)pern. Jeindtiche Brüder. Roman von Jost Freiherrn von Steinach. 53 Waldau hatte seit ungefähr vier Wochen vergebens ein «brnszeichen von jener Stelle erwartet, konnte seine Ungeduld so wenig bezwingen, daß er mehreremal nach der Frie- drrchstraße gegangen war, um Erkundigungen einzuziehen, ^tte aber stets die wenig tröstliche Auskunft erhalten, der "^es sei verreist und niemand wisse, wohin er sich begeben. Und nun war dieses Schreiben gekommen, dessen Kürze >r dazu angetan war, seine Neugier nnd seine Unruhe noch chr zu steigern. Doch traf es sich gilt, daß er gerade heute zu »iler kommen sollte, da konnte er gleich zwei Fliegen mit >rr Klappe schlagen; denn sein einziger Protektor. Kommer- üirat Bendeinann, hatte ihn aufqefordert, ihn zu besuchen. Waldau wußte schon im voraus, was der alte Herr mit ^>> beabsichtigte; er wollte ihn dazu veranlassen, seinen frühen Beruf als Ingenieur ivieder aiifznnehmen und seine Ar- itskraft sowie sein Erfindertaient in seine, des Rats. Dienste stellen. Daniit war aber Waldau durchaus nicht einver- wenigstens in diesem Augenblick nicht; denn das , er jetzt als seine heilige Pflicht an, die verfahrenen Angelernten seines Freundes in das rechte Geleis zu bringen und » vielleicht wieder zur Freiheit zu verhelfen, und diese Anf- >e nahm so sehr sein ganzes Denken und Fühlen in An- uch, daß ihm für andere Dinge schlechterdings das nötige lleresse fehlte. Und dann, wozu sich unnütz anstrengen! Für genügten seine Mittel im reichstell Maße, und für weil le er denn noch zu sorgen? Er hatte kein Heiin, kein gelieb- Weib, keine Kinder, also wozu sich neue Pflichten auf die Mltern laden! Oder gar neue, technische Wunder ansden- ", wozu! Damit die Menschheit noch bequemer, noch denk- >üer würde I Er haßte sie, diese Menschheit, bei der der >ßere Schein alles galt und der innere Wert nichts. Eines "geS halte er auf sich genommen, freiwillig, einen Freund- ülsdienst, einem Mann gegenüber, den er seiner Frennd- E für würdig hielt und an dessen Unschuld er unver- »chlich glaubte, das ivar vorläufig sei» einziges Ziel, das er " eistrebensivert hielt. Alles andere galt für ihn nicht einen "ecling. Trotzdem wollte er zu dem alte» Herru hingehen, um nicht undankbar und unhöflich zu erscheinen, und von dort aus ge» dachte er Weiler seine Aufwartung zu machen und seine Neuigkeiten entgegenzilnehinen, nach denen er mit allen Fasern seines Herzens verlangte. Der Kurfürsteildamul, in dein BeiideinanllS Villa gelegen war, war nicht weit von seinem Hause entfernt, und er beschloß, zu Fuß hinzuwandern. In einen warmen Pelz gehüllt, einen Regenschirm gegen das immer heftiger werdende Schneegestöber unter dem Arm, so schritt er hinaus in den Winterlag. Die Sonne stand ain Himmel fahl und bleich, ohne zu wärmen, und in ihren Strahlen spiegelten sich die Millionen Schneeflocken und fielen glitzernd zu Boden. Allmählich wurde die ganze Erde weiß, wie mit einem sauberen Linnen überdeckt. Es war ein herrlicher Anblick i Doch die meisten Menschen nahmen davon nichts wahr, sondern eilten beflügelten Fußes weiter, um recht schnell unter ein schützendes Dach zu gelange«. Waldau schritt ruhig weiter, ihn focht daS Wetter nicht an, er war lange Zeit in Anierika gewesen und von dort her ganz andere Schneeftürme gewöhnt, wo ganze Eisenbahnzüge eingeschneit wurden und ganze Strecken wie Eisblöcke aussahen. Endlich bog er um die Ecke in den Kurfürsten» dämm ein, nun noch ein paar Häuser, und er war angelangt. Der alte Herr empfing ihn sehr liebenswürdig, schalt ihn aber, wenn auch in scherzhaftem Tone, aus, »varum er sich gar nicht sehen last«. „Seil meiner Soiree habe ich Sie nicht zu Gesicht bekommen, und auch da scheinen Sie sich bald gedrückt zu haben, denn als ich Sie suchte, waren Sie nirgends zu finden." „Entschuldigen Sie nur, Herr Rat," log Dr. Waldau, „aber mir war damals nicht ganz wohl." „Das ist ja sehr nett," polterte der alte Herr lachend, „nun belügen Sie mich auch noch. Seit wann haben Sie sich daS angewöhnt?" „Ich lüge?" erwiderte er, rot iverdend. „Wieso wollen Sie das —" „Behaupten?" ergänzte Bendeinann fein« Red«. „Ja, das ist sehr einfach. Da war so ein liebes Fräulein namens Hilde, na, was ist Ihnen denn? die bekam ich so zufällig unter die Finger, und da kam denn das Gespräch unter anderem auch auf Sie, na, von der erfuhr ich denn, daß Sie ganz wohl und munter wären. Ihr Uebel müßte sich denn später plötzlich eingestellt haben. UebrigeirS. Verzeihung, was haben Sie denn mit dieser Dame oorgehabt? Die schien ja nicht schlecht wild auf Sie zu fein!" Doch als ersah, daß seine Bemerkung einen unangenehmen Eindruck auf seinen jüngeren Freund machte, da brach er schnell von dem Thema ab, indem er fortsuhr: „Na, nichts für ungut, lieber Waldau, es liegt mir selbstverständlich fern, indiskret zu sein. Kommen wir also auf unser eigentliche» Gespräch, weswegen ich Ihren Besuch wünschte." Und nun entwickelte er ihm einen großartigen Plan, zu dessen Realisierung er die Kraft Waldaus vor allen, beanspruche. ES war in der Tat eine verlockende Aussicht, und Waldau mußte sein« ganze Energie zu Hilfe rufen, um nicht der glänzende« Versuchung zu unterliegen. Er blieb halsstarrig trotz aller Vorteile, die der Kommerzienrat ihm in den leuchtendsten Farben schilderte, un) wußte so geschickt seine augenblickliche Untätigkeit begreiflich zu machen, daß der Rat ihm schließlich recht gab und si n, wenn auch schiveren Herzens, auf die Zukunft vertröstete. Erhielt große Stücke auf Waldau und hätte ihn gar zn gern an sich gefesselt. So schieden sie denn als die besten Freunde, uns als Waldau aus dom Haufe trat, stand «roch der Alte am Fenster und grüßt« freundlich herunter. Jetzt war aber keine Zeit mehr zu verlieren, wen» W rl- dau noch zurecht in daS Detektivbureau kommen wollte, und so rief er einen vorüberfahrenden Kutscher an. und fort ging eS im Trabe den ziemlich weite» Weg entlang, der von dem Knrfürstendtunm bis zur Friedrichftraße führte. Er mußte hierbei auch durch di« Strotz«, in der seine ehemalige Geliebte wohnte, m»d als er an ihren, Hanse vorüberfuhr, da warf er einen sehnsüchtige« Blick empor; aber kein Blondkopfcheu zeigte sich wie einst, als er, von der Liebe berauscht, hier nuten eine ganze gewartet hatte, bis sie wie zufällig ans Fenster trat, um ihr fützeL «estchtcheu bei seinen» Anblick hold errötend ivieder zurückzuziehen. Das war längst vorbei; jetzt verachtete ste ihn, und das schönste darail war, daß er absolut keinen Grund für ihr Benehme», wußte. 236,20 Die Rede des Großadmirals von Tirpitz. Berlin. 25. Sept. Gestern veranstaltete die Deutsche Vaterlandspartei in Berlin zwei Riesenversammlungen. In der ersten sprach Herzog Johann Albrecht zu Mecklenburg, der beklagte, daß die Fühlung zwischen Regierung und Volk verloren gegangen sei. Großadmiral von Tirpitz gab einen Ueberblick über die inner- und außcrpolitische Entwicklung Deutschlands in den letzten Jahrzehnten und über die Ursachen des Weltkriegs. Wir haben bewiesen, daß wir weder militärisch noch wirtschaftlich niederzuringen sind. Jetzt aber wird der Versuch gemacht, die Deutschen durch die Deutschen zu schlagen. Die Seele unseres Volkes soll ermordet werden, und der englisch-amerikanische Kapiio ismus setzt alle Hebel in Bewegung, um das Geld, das er in die Geschäfte des Weltkrieges hineiin- gesteckt hat, nicht verloren gehen zu lassen. Bei den Versuchen, uns die Freundschaft Wilsons zu erhalten, haben wir immer nur den entgegengesetzten Erfolg gehabt. Hochmütiger und beleidigender ist nie zu einem tapferen Volk gesprochen worden als von ihm zu uns. Noch kurz vor seinem Tode hat Generaloberst von Moltke zu Herrn v. Tirpitz gesagt, daß er genau unterrichtet gewesen sei über die Stellungnahme Belgiens bei Ausbruch eines etwaigen Weltkrieges. Dem Staate Belgien ist durch sein Verhalten nicht unrecht geschehen, sondern recht: das muß einmal Klipp und klar ausgesprochen werden. Abgesehen von allem anderen fordert auch sie Würde unserer Nation, daß wir allen anderen Völkern den klaren Beweis liefern, daß England uns nicht besiegt hat. Wie die Verhältnisse liegen, ist dieser Beweis nur erreichbar durch eine richtige Lösung der belgischen Frage. Andere Beweismittel gibt es nicht. Der Kongo macht es nicht. Ein neutrales Belgien und Flandern hat es niemals gegeben. Flandern war immer der Brückenkopf Englands gegen Europa. Jetzt müssen wir wollen, daß ln Zukunst nicht England, sondern Deutschland die Schutzmacht Belgiens wird. Wir brauchen greifbare Entschädigungen, um auch nur in Jahrzehnten das wieder aufbauen zu können, was wir durch den Krieg verloren haben. Es bedarf einer ernstesten Aufklärungsarbeit, um das deutsche Volk vor Selbsttäuschungen über die Gefahren seiner Lage zu bewahren. Niemand denke dabei an Hurrapatriotismus irgend welcher Art. Der Kampf geht nicht um Deutschland allein, er geht auch um die Freiheit des europäischen Festlands und seiner Völker gegen die sie alle verschlingende Politik des englisch-amerikanischen Kapitalismus. Militärisch haben wir den Steg in der Hand. Wir werden ihn auch politisch gewinnen, wenn wir nur den Willen dazu haben. Unter den Anwesenden bemerkte man u. a. den Generalobersten v. Kluck. Die Heldenanleihe. Bei jedem Kr iege sind zu ei Fragen verboten: wie lange wird der Krieg dauern? und, wieviel wird er kosten? Wie ein Kranker nur Gesundheit will, so darf ein Kriegführender nur Sieg wollen. Deutschland steht in einem ihm aufgediuugcnen Kampf ums Dasein. Dieser Kampf wird über die ganze Zukunft entscheiden. Denn selbst ivenn der Friedensschluss kriri ehe Fragen noch ungelöst läßt, dieser Friede wird nichtsdestoweniger die Richtung bezeichnen — bergauf oder talab. Es geht ums Dasein: freie, glückliche Zukunft dem deutschen Volke oder allmählicher Niedergang und Versklavung. In einer solchen Lage hilft einzig Heldensinn. Was Friedrich der Einzige einst war, das muß heute das gesamte deutsche Volk sein. Friedrich, der schlichte, sparsam« König, der um den ökonomischen Au stau zukünftiger Blüte wie kein zweiter besorgte und verdienstvolle Landesoater, steht im Kriege mehr als einmal am Rande des Staatsbannerotts, die Minister warnen und raten zu jedem Friedensschluß: er «bk» 'treibt Geld auf, gleichviel woher und unter welchen Bedingungen: desgleichen mit seinem Heer, das mehr als einmal vernichtet scheint und das er immer wieder ins Leben ruft. An dein schlimmsten-Tüg- — als Alles verloren scheint, ruft er noch aus: „Bis zum Tode denn! Wütet nur fort, ihr Elemente und schwarzen Schrecken! Das ist die Geistesverfassung, aus der Tieg Und mit dem Sieg Gedeihen, Aufblühen, Wohlstand, Glück hervorgehen. Es ist einmal durch die geographischen und sonstigen Verhältnisse gegeben: das deutsche Volk ist auf Heldentum angewiesen: es wird entweder heldenhaft oder garnicht sein. Heldentum aber kann und muß sich in jeder Handlung des Lebens zeigen: so auch jetzt in der neuen Kriegsanleihe. Diese Anleihe sollte „die deutsche Heldenanlejhc" heißen! Jeder Deutsche strebe danach, ein wenig vom Geiste Friedrichs in sich aufzunehmen und gebe sein Alles daran mit dem einen Gedanken: Siegen oder sterben! Die deutsche Landwirtschaft nach dem Kriege. Auf der 80. Hauptversammlung der Deutschen Land Wirtschafts-Gesellschaft, die in voriger Woche in Berlir Nicht Mut- nicht Opfersmn, nur ein bischen gesunder Menschenverstand! Oie Zeichnung -er Kn'egs- m leihe ist jehi für jeden einzelnen ein Gebot -er Selbsterhaliung!—Denn: ein guter Erfolg ist die Brücke zum Frieden — ein schlechtes Ergebnis verlängert den Krieg! Darum zeichne! stattfand, hielt Geh. Regicrungsrat Pr.f. Tr. Aereboe> Breslau einen interessanten Bortrag über Deutschland« landwirtschaftliche Erzeugung und die Volkse,Nahrung nack dem Kriege. Ter Redner führte u. a. aus: Obenan in den Aenderungen der Erzeug,!,rgsbedin- gungen steht die Freimachung von der Chilesalpeter-Einfuhr. Die deutschen Sticksttfsfabriken werden bald dii doppelte Menge des Friedeirsbedarfs an Stickstcfs nnl sehr viel billiger liefern können. Das wird geradezu umwälzend auf die deutsche Landwirtschaft einwirken. Tn deutsche Landwirtschaft hat daher ein großes Jnteressi daran, daß Deutschland im Besitz des Erzbeckens von Briey bleibt. Wenn wir der deutschen Landwirtschaft den dortigen Stickstoff, Phosphorsäure und Kali zur,Verfügung stellen, so sind die Ausdehnungsmöglichkeiten für die Ernährung des deutschen Volks unübersehbar. Tann würd, die deutsche Landwirtschaft anderen Völkern gegenüber Jeirrdtiche Müder. Roman von Jost Freiherrn von Steinach. 84 „Und ich rate Ihnen wohlmeinend," hatte sie auf jenem Feste zu ihm gesagt, „so sehr Sie sich auch sträuben niögen, ei» armes Mädchen zu der Ihren zu machen, überwinden Sie sich!" Haha, eS mar rein lächerlich! Er, der in seinein ganzen Leben keine andere geliebt hatte als sie, er mußte sich derartigen Unsinn von ihr sagen lasten. Aber gemach! Einst kam wohl der Tag, da er vor ihr gerechtfertigt dastand, wenn sie dann auch schon längst gewählt hatte und sein LebenSglück auf immer zertrümmert war! Als der Wagen durch die Leipziger Straße fuhr, sah e* vor einem großen LuxuSgeschäft einen eleganten Wagen, aus dein Leutnant Neudeck, sein einstiger Rivale, auSstieg; während der Diener die Zügel hielt, trat der Offizier in den Laden. Es war nur ein Moment deS Schaums, denn schon im nächsten Augenblick war die Kreuzung der Friedrichstraße erreicht, und im Galopp eilte das Gesährt dem Hause zu, ui d-. sten Innern Waldau daS Urteil über seinen Freund zu hören hoffte oder fürchtete: Leben und Freiheit oder bürg«, liehe» Tod! . . . .. - Der Detektiv hatte ihn schon erwartet; er wurde sofort i» das Allerheiligste geführt. „Es ist die höchste Zeit, Herr Doktor," rief ihm Weiler entgegen, „denn mein Urlaub ist in einer Stunde zu Ende. Wir »niste,, uns daher beeilen." .Ihr „Urlaub?" fragte Waldau, indem er große Augen machte. „Nun ja," erwiderte der andere mit pfiffigem Lächeln, „ich habe jetzt eine feste Anstellung. Doch das kann Ihnen vorläufig gleichgültig sein. Weshalb ich Sie hierher gerufen habe, betrifft höchst wichtige Schriftstücke, die ich Ihnen oorlegen wollte, uni Ihnen zu beweisen, wie tätig ich in Ihrer Angelegenheit gewesen war. Ich glaube, Sie werden es mir Dank wissen." Gr schritt auf seinen Geldschrank zu und entnahm ihm das Päckchen, das er in deS Freiherrn Schreibtisch gefunden hatte. „Ich habe nämlich einen wichtigen Fund gemacht, aber fragen Sie nicht, woher ich ihn habe; ich pflege meine Geschäftsgeheimnist« so lange für mich zn behalten, bis das Geschäft endgültig zustande gebracht ist. Doch will ich Ihnen soviel verraten, daß dieses Päckchen eine Art Tagebuch ist, das von der Hand des Freiherrn geschrieben ist." „Ist eS möglich I" rief Waldau miss höchste interessiert aus, indem er die Hand darnach ausjtreckte. Der Detektiv aber zog die seinige schleimigst zurück. „Die Blätter kommen vorläufig nicht aus meiner Hand I" sagte er, „aber ich werde Ihnen die betreffenden Seiten jetzt leich zum Lesen geben, die für die Sache von Wichtigkeit nd und geeignet, etwas Klarheit in das Dunkel zu bringen." Er hatte in dein Päckchen mehrere Lesezeichen angebracht und übergab seinen» Auftraggeber zuerst die erste Seite. Waldau laS folgendes: Berlin, 7. Juli. O mein immer heißgeliebtes Miuche» l Warum ich Dir die Treue, die ich Dir einst vor dem Altar schwor, nicht Über daS Grab hinaus gehalten! Wie konnte ich Deiner so vergessen! Vergessen die Jahre deS Glückes und der wunschlosen Zufriedenheit! Vergessen Dein sonniges Lächeln, Deine treuen, lieb«» Augen, Dein mildes menschenfreundliches Gemüt, Deine häuslichen Tugenden, die nur einzig und allein auf mein Glück gerichtet waren! Ach, ich habe Dein vergessen können, ich habe Dir die Treue gebrochen, und wie Hab« ich es büßen müssen! An ein kaltes, hartherziges Weib gefesselt, die sich vor der Heirat wohlweislich zu verstellen wußte, wurde nh meines Lebens nie mehr froh. Du bist gerächt, ab« Du wirst auch jetzt erst ganz von mir gewürdigt, jetzt, da ich eine Folie habe, an der ich Dich messen kann. Meine Lewen nehmen zu, so unerträglich, daß ich beschlossen habe, da ich keinen wahren Freund besitze, sie der Einsamkeit und dem Papier anznvertrauen. Vielleicht werden diese Zeilen gesun- den, einst, wenn ich schon längst zur Asch« zerfallen, und üann mögen sie meinen Lesern zur Warnung dienen, bei der Wahl ihrer LebenSgesährtin die größte Vorsicht walten zu kaffen. Die meisteu Mensche,l behandeln diesen ihren wlchttgsten Haltun B hat «ehrhe B- mitllun eine g, Vorsitz Pros. i eine Monopolstellung gewinnen. Unter den mangelnder Produktionsbedingungen ist der Mangel an Kraft- futter zu nennen. Das Fehlen der russischen Gerste wird bewirken, daß wir Kraftfutter in den ersten Jahren nach dem Kriege überhaupt nicht bekommen. Ter Mais aus den Balkanländern ist ein Tropfen aus den heißen Stein Tie Viehhaltung wird daher dem Futterniangel angepaßj erhalten werden müssen. Tie Mastviehhaltung wird an die Wand gedrückt werden. Tie Milchviehhaltuno wird eine erhöhte Bedeutung gewinnen. Tie Schweinehaltung wird an Bedeutung verlieren. Tie Zukunft der Schafhaltung kann man noch nicht Voraussagen, weil hier die Wollpreise ein Wort mitsprechen. Ganz allgemein wird sich die Viehhaltung vermindern mit Ausnahme der Gcs.'ügelzucht. Dazu kommt, daß die Löhne in der Höhe wie vor den, Kriege nicht wiederkehren werden. Hohe Löhne und Arbeitermangel werden besonders für den Großgrundbesitz erschwerend wirken. Tie Frage der Beschaffung der Arbeitskräfte wird wichtiger sein als die Lohnfrage. Es wird darauf ankommen, mit weniger, aber höher bezahlten und besser ausgebildetcn Arbeitskräften viel zu leisten. Dazu ist starke Ausnützung der Maschinen und Geräte nötig. So werden die Preise für die landwirtschaftlichen Erzeugnisse, namentlich Milch, Butter, Eier, Kartoffeln und Gemüse, die vor dem Kriege entschieden zu nieder waren, dauernd erhöht werden müssen und die höheren Preise werden durch die allgemein höheren Löhne ausgeglichen. Wir brauchen eine vernünftige, gerechte und zielbewußte Preispolitik; sie muß dafür sorgen, daß alle sonderlichen Erzeugnisse des Klein- grundbesitzes verhältnismäßig günstige Preise erlangen. Ter Rübenbau wird mehr zum Mittel- und Kleinbetrieb wandern. Bon den Fortschritten der Technik ist neben der vervollkommnten Snckstosfgewinnung besonders auch ein ^verbessertes Trocknungsverfahren zu erwarten, was unsere Unabhängigkeit von ausländischen Kraftfutter- mitteln und den Gemüsebau fördern wird. Tie Holz- und Strohaufschließung ist ein zweischneidiges Schwert für uns; hoffentlich wird sie nicht wesentlich verbilligt, weil davon die Konkurrenzländer mehr Vorteil hätten als wir. Tnrch die Besteuerung des Zuckers mit der Verbranchsabgabe ist bei uns der Obstbau erschlagen worden, Zuckerrüben bringen aber das Treifache an Nahrung ein wie das Korn. Bezüglich der Ernährung fordern wir nach dem Kriege eine größere Unabhängigkeit vom Auslande. Das muß eine der wichtigsten Friedenssicherungett sein, weil dann ein zweiter Aushungerungsplan nicht mehr Zustandekommen wird. Tnrch das Nachlassen der landwirtschaftlichen Produktion, nicht durch die Isolierung hat die Notlage der Bevölkerung Platz gegriffen. Hätten wir genügend Sticksoff, Gespannvieh, Geräte usw. gehabt, wäre die Produktion nicht zurückgegangen. Deutschlands Volks er nährnng ist auch bei völliger Isolierung gesichert, wenn wir die Jnlands- erzeugung aufrecht erhalten. Das ist aber nicht in erster Linie eine Boden-, sondern eine Arbeiterkräfte - Frage. 1882 hatte ein Landwirt W»r einen Städter zu versorgen, 1914 beinahe für vier! An allen unseren Nahrungsforgen im Kriege ist zuletzt das Mißverhältnis in der Zahl der Land- und der Stadtbevölkerung schuld. Soll das anders werden, sv müssen die Lebensbedingungen auf dem Lande für das ganze Landvolk, besonders für die Kleinbauern, günstiger werden, was zugleich auch die erste Vorbedingung zu einer erfolgreichen inneren Kolonisation ist. Neben der schon erwähnten Preispolitik muß daher auch eine weitblickende Verkehrspolitik platzgreifen, und Genossenschaftswesen, Verbesserung des Kreditwesens und Wohnungswesens auf dem Lande müssen gefördert werden. P- Auslre; Kamme chen. i des Ve strafe meldet, gieriing betracht Kan östliche i «et wer Die An Mutscht «n R»ßl tchödigun i-iner K ,Dorschl r!ka wi »es bcrt -rsten A 'eit IMS richtigen )!e Vcri rönnen Frage c Reiches täebiete .'es am md die Z'aaie» «ine Su Silber < — So ZchuldI oem an Neues vom Tage. Umtriebe gegen die deutsche Regierung. Paris, 25. Sept. Tie Blätter verurteilen die Noten' der Mittelmächte an den Papst. „Petit Pari« sien" schreibt, die Antwort fei ein Triumfch des Ein^ ftusses der Alldeutschen ssss, man müsse ungeduldig diy B. K'-reini 'ichßan erenSk d>r Ra d. rchsch ii Ästen A'ngenb l^w. d l-eiten 1 l.-iter- T« Ansgab roten .'.4.2 l (-) Fremde, Schwede deutscher ivot „T rika in »Teutsck zUrückge m austt hiezu e, Tie „D, Ueberfah Entschluß mit einem Leichtsinn, über den ich wahrhaft erstaunt sein würde, wenn — ich nicht ebenfalls jenen Torei, beizuzählen wäre. Den wichtigsten Entschluß, ein Wesen an sich zu ketten, mit dem sie biS zum Tode aL ihr äußere? und inneres Sein teilen sollen, ein Wesen, mit dem sie Tag für Tag zusammen sein sollen, mit dein sie Leid und Freude oereint ertragen sollen! Und sie besinnen sich „reist kürzere Zeit bei Abschluß dieses Geschäfts, als wenn sie irgend ein gleichgültiges Geldgeschäft abschließen sollten. Bei jene», handelt eS sich um einen größeren oder kleineren Gewinn und selbst dann, wenn sie einen Verlust dabei erleiden, können ft - ftch immer wieder aufraffen und brauchen nicht den Mut sinken zu lassen; bei dem Abschluß einer Heirat aber ist alles z» Ende, man ist für ewige Zeit gebunden und wenn man schlecht gewählt hat» wird einem Geschäft und Gewinn inid Verlust gleichgültig, man ^ ^ l-b-nSüberdrüssig und steht sein Dasein als verfehlt an. ^ i... n kann ich nur aus voller Seele dem Worte einer deutschen Schriftstellerin beistimmen. die da sagt: Wenn zwei Menschen das Unvernünftigste tun, waS man überhaupt tun kann, so nennt man das eine Ber- nunstehe. Nicht wahr, das ist trefflich gesagt? Und es trifft dev Nagelauf den Kopf, ich weiß dasaus eigener Erfahrung- Noch einmal meinen innigsten Gruß für heute. Dir. mein liebes Minchen, die ich auf dieser Erde allein geliebt habe." 2 Leibern Waldau hatte z.r Ende gelesen und gab es dem Detektiv z"' rück, indem er sich die Augen wischte. „Hier," sagte Weiler, indem er ihm ein anderes Blatt hi»' reichte, „lesen Sie nur den Anfang, das andere hat für w» kein Interesse." Und Waldau laS . wenn die Leute glauben, daß wü in einer glücklichen Ehe leben. O, wenn sie hineinseheu köi-s- ten in das Innere dieses Dorados, wen» sie all dre Bi"/^ keit, all den Groll kennen würden, die sich im Laufe der JaS^ wlitto in meinem Herzen gegen dieses herrschsüchnge We,b mek sammelt, die ich meine Gattin nenne —" .Bitte, geben Sie das Blatt her, diese kurzen Zeilen gegen vorderhand. Und nun bitte, dieses l" ... Da rief mich Lona herbei und erzählte, was ihr pH stert. und daß Otto nur der Dieb des Schmuckes sein kowie- iebig, >3 unte ? unsere, solcher gelnder. raft. 'te wird m nach >is aus Stein, rgepaßt nrd an ltung Leinenst der l, weil ^ allge- c n mit Löhne verden. für den er Verls die i "eiliger, ^ lrbeits- ng der i s e für Milch, Kriege werden gemein :rnünf- ie muß Kleinlangen, ibetrieb rcn der auch ein varten, -tjutter- - Holz- aert für ;t, well en als r Vernarben, rng ein rn wir n Ausbringen n nicht sen der Jsolie- qriffen. ite usw. gangen, öei völ- nlands- n erster -Frage. Morgen, sforgen r ZaA oll das ;en auf für die uch die Koloni- ! must reifen, vesens ördert «g. len die t Pari* S Eirl big dÄ aft er- ToreU eseu an ?eS und Lag sin ide aer- ;re Zeit gleich Haltung des Reichstags erfahren, mit dem die Regierune Pr Spiel treibe. (Das Geschreibsel erscheint sinnlos. B hat aber den wohlbercchneten Zweck, die Reichstags- Mehrheit gegen die Regierung fcharf zu machen. D. Schr.. Hauptvermittlurrgsstelle. Berlin, 25. Sept. Hier wurde eine „Hauptver- Nittlungsstelle vaterländischer Verbände" gegründet, der eine große Anzahl von Vereinen beigetreten ist. Ten Vorsitz haben Admiral Graf Baudissin und Geheimrat Prof. Tr. Dietrich Schäfer übernommen. Der Fall Turmel. Paris, 25. Sept. Im „Echo de Paris" wird die Auslieferung des Berichts der französischen geheimen Kammersitzung an den deutschen Reichskanzler besprochen. Ter Mg. Turme! wird mit einigen Helfershelfern des Verrats beschuldigt. „Gaulois" verlangt die Todesstrafe für die Schuldigen. Amerikanische Gelüste. Kopenhagen. 25. Sept. Aus Havaranda wird gemeldet, die Vereinigten Staaten hätten der russi'chen Regierung den Vorschlag gemacht, Kamtschatka gegen eine beträchtliche Entschädigung an Amerika abzutreten. Kamtschatka, 270 500 Geoiertkilomcier groß, ist der nord- Syliche Zipfel von Sibirien. Das Land Ist rauh, birgt aber «et wertvolles Holz, Schwefel und Eisen, außerdem Pelztiere. Die Amerikaner glauben wolil durch die Erwerbung von Kamtschatka am ehesten wieder zu ihren Kriegsvorichiissen «n Rußland kmnmen zu können, und die „beträchtliche Entschädigung" dürste darin bestehen, daß Rußland ein Teil ;einer Kriegsschulden erlassen wird. Wenn Rußland auf den .Vorschlag" einqeht — und cs wird wohl müssen, wenn Amerika will —, dann fassen die Vereinigten Staaten — trotz ,es berühmten ,,Se'bstbcstimm masrechts der Völker" — zum -rsten Mal Fuß auf dem asiatischen Festland, nachdem sic 'eit 18V8 durch den Raubkrieg gegen Spanien im Besitz der richtigen Philippmcn-Inseln sind. Bon nun ab würden also sve Vereinigten Staaten ein gewichtigeres Wort mitsprechcn rönnen in der chinesischen Frage, die sich zu einer asiatischen Trage auswachscn könnte, wenn die Zersetzung des russischen Reiches weiter geht. Früher war Rußland Besitzer großer chebiete in Nordamerika, es besaß Alaska, den Nordwcstzipfcl oes amerikanischen Festlands, mit 1530000 Gcviertkilomelcrn ,„d die Alculen-Inseln mit 37 840 Geviertkilometern. Die Der. Slawen bansten 1867 die Besitzungen um 7,2 Millionen Dollars, «ine Summe, die allein durch die Funde von Gold und Silber (seit 1881) sich bereits vielfach bezahlt gemacht hat. — So sind die Rollen vertauscht, — durch Rußlands eigene SchuldI Nicht ohne Interesse wird es sein, wie Japan zu oem amerikanischen Plane sich stellen wird. Die Wirren in Rußland. Berlin, 25. Sept. Verschiedene Blätter melden i,-reinstimmend, das; Kornilow bei seinem angeblichen ''i.:ss:and im Einverständnis mit Kercnski gewesen sei. - ercnski habe die ihm gefährlich werdende Strömung der Radikalsozialisten, die sein eigensüchtiges Regiment schaut haben, mit Hilfe des Heeres gewaltsam ver- i, Ästen wollen. Kornilow war dazu bereit. Im letzten Augenblick feien aber zwischen Kornilow und Kcrenski l^w. der vorläufigen Regierung Meinungsverschieden- tEiten bezüglich der Ausführung entstanden und der Ar- t.rler-- und Soldatcnrat habe sich zur Verteidigung der Aaupistadt entschlossen. Ter Ministerrat hat der Staatsbank „das Recht" zur Ausgabe von weiteren 2 Milliarden Rubel in Banknoten ertellt. Seit Kriegsbeginn hat die Staatsbank .'.4,2 Milliarden Rubel Banknoten ausgcgebcn. Der Krieg zur See. anbelangt, so sind sie geradezu unübertroffen. Es ist, wie wenn selbst die Natur in der reichen Hergabe des Obstes wie auch der Kartoffeln uns zum unbeugsamen Durchhalten bis zum endgültigen deutschen Frieden bestärken will. Und diese Fülle von Naturgaben erleichtert uns auch ganz wesentlich das Durchhalten auch bei etwa eintretender Fleischknappheit in diesem Winter. Die vorzügliche Qualität der Kartoffeln läßt uns in Gemeinschaft mit einem guten Gemüse oder gekochtem Obst gewiß manch einmal den Genuß des Fleisches entbehren. Und so wollen wir alle unserm Herrgott danken, daß er in seiner großen Güte uns auch wirtschaftlich den Sieg über unsere zahlreichen Feinde davontragen läßt, die, kämen sie ins Land, keinen Butzen von Obst und keine Schalle von Kartoffel zu unserer Ernährung übrig ließen. Die ideale Dankbarkeit dafür, daß wir keinen Feind im Lande haben, sollten aber namentlich diejenigen raschestens in die wirkliche Tat umsetzen, welche durch die hohen Obst- und Kartoffelpreise eine noch nie dagewesene Einnahme erzielen, indem sie dem Vaterland die Mittel geben, daß es im Stande ist, unfern gewalttätigen Feinden auch fernerhin den eisernen Wall entgegenstellen zu können zum Schutze unserer Heimat, in der wir dann, wie in den vergangenen drei Kriegsjahren, in Ruhe unsere guten „Grundbire" verzehren können. — Die Große« müsse« jetzt auch spare«. Der größte Teil der Berliner Sonntagsblätter ist in stark verringertem Umfange erschienen. Während sonst gerade diese Ausgabe infolge größerer Jnseratenaufträge besonders hochwertig war — Ausgaben von 5 bis 6 Bogen und mehr waren auch während des Krieges die Regel — weisen z. B. der „Lokalanzeiger" nur l'/e Bogen, das „Berliner Tageblatt" ebenfalls ll/2 Bogen, die „Morgenpost" sogar nur einen Bogen auf. DeasHerH« ZSwAliiZM üewitzLdsr Verwes M Die «uiLibe Dresse süer Prielen (-) Hamburg,' 24. Sept. Wie das „Hamburger Fremdenblatt" aus Rotterdam meldet, erzählte ein aus Schweden zurückgekehrter Holländer, er habe von einem deutschen Seeoffizier vernommen, daß das Handelstauch- bvot „Deutschland" nach seiner letzten Rückkehr aus Amerika in den Kriegsdienst gestellt wurde. Tauchboot „Deutschland" sei dieser Tage in einen deutschen Hafen zurückgekehrt, und zwar von einer erfolgreichen Fahrt w australische und südafrikanische Gewässer. Wie wir s hiezu erfahren, trifft die Angabe des Holländers zu. Tie „Deutschland" hat jedoch bereits mehrere erfolgreiche lleberfahrten hinter sich. Aus Stadt md L-md. ** Adelsheim» 26. September 1917. handelt L- ^ Deutsche Dauer« ! Eurer heimatlichen Scholle ü sewst Rotzen viele, viele Feinde die Vernichtung an. Nur i ft - Wb Eueren tapferen deutschen Brüdern, die da draußen täglich alles z» ^ stündlich für Euch ihr Leben wagen, die mit ihren ,i mau Sribern einen schützenden Wall bauen hinter dem Ihr in "" Mieden Eueren Acker bestellen könnt, verdankt Ihr die zvolltt ^«e Heimat. Denkt daran, daß einstmals Deutschlands iinmeii, i mit Blut gedüngt mar, und denkt dann wieder daran, ^ dis jetzt kein feindlicher Fuß in drei langen Kriegs- cifft dep ° dhren deutsches Land zertreten hat. Das alles erwirken ahruiig- iDkere Soldaten für Euch. Euch und sich selbst wollen sie lein lie- Heimat erhalten. Zu ihrem harten schweren Kampfe sdier müssen sie gut gerüstet sein, und dazu braucht der cktio z» - ktgat Geld, der Staat, dessen Bürger Ihr seid! Daran aN tzi"* ^Et! Und zeichnet die 7. Kriegsanleihe, die unseren für n»r Soldaten alle die Mittel geben sollen, die sie ihrem und . herein Ziele, dem siegreichen Frieden nahe bringen. Die Kartoffelernte geht infolge des herrlichentrok- BiltiÄ Herbstwetters, das uns bis zu 25" Schattenwärme -r J-'hk« ^ Mittag bringt, ungehindert und flott von statten und ib au^' mehr lange wird es dauern, bis der letzte Rest der ! ^dgiebigen Knollenfrucht in Kellern und Mieten zur Lagern genw. ^Mg untergebracht ist. Wohl selten in einem Jahr sind 23ö>^i ? unserer Gegend die Kartoffeln so gut gediehen und haben ihrpuA -.solcher Menge ausgegeben, wie gerade im Kriegsjahr ^ könne- ^»17. Was Schmackhaftigkeit und Mehlligkeit der Knollen Das führende Merkzeichen der Propaganda des Vereins Dentscher Zeitung» - Verleger zum Gelingen der 7. Kriegsanleihe mahnt jeden Deutschen an seine Zeichnungspflicht. Es mahnt gleichzeitig, die gute Sache des Vereins, oer zum Gelingen der 6. Kriegsanleihe durch eine Propaganda von 5—7 Millionen Mark mitarbeitete, wirksam zu unterstützen. Es soll zu einem Wahrzeichen werden, das Volk und Presse gemeinsam zu einem herrlichen Erfolge führt. Verein Deutscher Zeitungs-Verleger. (-) Eberstadt, 24. Sept. Ein hoffnungsvolles, arbeitsfreudiges blühendes Leben hat der Tod auf dem Schlachtfelds geknickt. Rechtsanwalt Simon Rothschild ist es, der sein Leben dem Vaterlande zum Opfer bringen mußte. Mit ihm sinkt ein kenntnisreiches Leben ins Grab tiei betrauert von den Angehörigen und Freunden. (-) A«s dem Bezirk Voxberg, 25 Sept Wie bekannt wird zum Gedächtnis des 10jährigen Todestages unseres verewigten Großherzogs Friedrich l. ein Opfertag für die badischen Kriegs- und Zivilgefangenen veranstaltet. Diese Landessammlung steht unter dem Protektorat des in der Gefangenenfürsorge unermüdlich und erfolgreich tätigen Prinzen Max; der Aufruf ist von ihm und den höchsten Würdenträgern von Staat und Kirche unterzeichnet. Der Bezirk Boxberg darf sich rühmen, daß er diese schöne Menschenpflicht der Gefangenensürsorge seit Sommer 1916 bereits übt — dank der reichlichen Zuwendungen von Gemeinden und Bezirksangehörigen. Eine Dankespflicht zu erfüllen, sei, die Namen der Spender, welche das Rote KreuzBoxberg ourch regelmäßige Gaben in die Lage versetzen, unseren in feindlichen Gefangenenlagern befindlichen Bezirksangehörigen regelmäßige Liebesgaben zu spenden, hier öffentlich zu nennen. Es sind dies die Herren: Georg Banzer, Unterschüpf, Adolf Baumann, Eubigheim, Notar Bühler, Krautheim, Gemeinderat Busch, Eubigheim, F. Losch, Eubigheim, Bezirksarzt Dr. Frey, Boxberg, Gutspächter Fellmann, Heimbrunnerhof, K. Freudenberger, Schwarzenbrunn, W. Gerner, Unterschüpf, I. Grimmer, Oberschüpf. Gutspächter Harsch, Eubigheim, Gutspächter Klein, Seehof, Gemeinderat Mezler, Eubigheim, Müller Müller, Unterschüpf, Dekan Mössinger, Eubigheim, Bürgermeister Offner, Eubigheim, Gemeinderat Reis, Eubigheim, Gutspächter Roth, Gräffingen, Landwirt Schlörer, Eubigheim, Oberamkmann Schwoerer, Boxberg, Privat Leonhardt und Maria Seubert, Unterschüpf, I. Siegel, Eubigheim, Privat Westfeld, Unterschüpf, Ludwig Zink, Eubigheim. Mögen recht viele Bezirkseingeseffene sich an dem Opfertag — Sonntag, 30. September — durch Leistung einer Spende beteiligen und hierdurch dazu beitragen, daß der Bezirk Boxberg wie bisher so auch in Zukunft an der Spitze steht m dem menschlichen Fürsorgewerk für unsere gefangenen Brüder! Spenden nehmen jederzeit entgegen: sämtliche Bürgermeisterämter und die Bezirksgefangenenfürsorge (Bezirksamt Boxberg.) (--) Aus Baden, 25. Sept. Tie Reichsgetreideordnung hat die Befugnis der Kommunalverbände zum Haferausgleich abweichend von den früheren Bestimmungen geregelt. Tie Kommunalverbände sind nicht mehr ohne weiteres befugt, mit den Ueberschußmengen ihres Bezirks den Ausgleich vorzunehmen. Für die Tierhalter, die nicht im eigenen landwirtschaftlichen Betriebe Hafer oder Gemenge -us Hafer und Gerste geerntet haben, haben die Kommunalverbände bei der Reichsfuttermittelstelle die Zuweisung der erforderlichen Mengen zu beantragen. Tie Reichsfuttermittelstelle prüft die Anträge und ersucht dann die Geschäftsabteilung der Reichsgetrewestelle, die Zuweisung auszuführen. Tie Reichsgetreidestelle wird die betreffenden Mengen den Kommunalverbänden überweisen oder, sofern es sich um einen selbstliesernden Kommunalverband handelt, ihre Zn- stimmung dazu erteilen, daß der Kommnnalverband aus den von ihm erworbenen Vorräten die erforderliche» Mengen zurückbehält. ^ (-) Karlsruhe, 25. Sept. Wie wir erfahren, wird die Einführung der ungeteilten Arbeitszeit gegenwärtig bei der badischen Regierung für ihre Dienststellen er-i wogen. i (-) Heidelberg, 25. Sept. In Ziegelhausen wurde; das der kathol. Kirchengemeinde gehörende landwirtschaftu liche Anwesen durch Feuer völlig zerstört. Ter Schaden beträgt 10000 Mk. — Zu dem Todessp-rung vom Schloßaltan wird noch berichtet, daß es sich dabei um die 32jährige Julie Wel aus Ludwigshafen handelte. (--) Bad Dnrrheim, 25. Sept. Das während des Krieges als* Reservelazarett eingerichtete Hotel „Hirschhalde" ging durch Kauf an die Grvßh. Landesversiche- runasanstalt in Karlsruhe über, __ — - —i Letzte Rachrichte«. Wolfs-Telegramme. Vir sind für Kamps and Sieg gerüstet. Großes Hauptquartier, 25. Sept. (Amtlich.) Es ist mir vom Kriegsminister mitgeteilt worden, es würde vielfach von unberufener Seite behauptet, daß nach meinen und des Generals Ludendorff Aeußerungen drohender wirtschaftlicher Zusammenbruch und Versiegen der militärischen Kraftquellen uns zum Frieden um jeden Preis zwingen. Ich will nicht, daß unsere Namen mit derartigen grundfalschen Behauptungen verknüpft werden. Ich erkläre in voller Uebereinstimmung mit der Reichs- i leitung, daß wir wirtschaftlich und militärisch für weiteren Kampf und Sieg gerüstet sind. § von Hindenburg, Generalfeldmarschall. § N-Boots-Erfolge. ! Berlin, 26. Septbr. (Amtlich) Neue U-Bootserfolge j im Aermelkanal und im Atlantischen Ozean: 2 Dampfer, z 4 Segler, 1 Fischerfahrzeug und zwar ein sehr großer bewaffneter, durch Zerstörer gesicherter Dampfer, ferner der französische Dampfer „Alesia" (5144 Tonnen) und die englischen Segler „Theodore", „Francis", „Emma" und „Betzelbores", sowie das französische Fischerfahrzeug „N. R 1063". Ein erfolgreicher Luftangriff aus England. Berlin, 26. September. (Amtlich.) In der Nacht vom 24. zum 25. September hat ein starkes Marineluftschiffgeschwader mit sichtlich gutem Erfolg befestigte Plätze und militärische Industrieanlagen am Humber, sowie in dem Gebiet zwischen Scarborough und Boston angegriffen. Zahlreiche Brände, sowie einstürzende Gebäude wurden beobachtet. Zu dem Geschwader, das unter der bekannten Führung des Fregattenkapitäns Straßer stand, gehörten auch die in mancher .Englandfahrt bewährten Luftschiffkommandanten Kapitänleutnant Manger, Kapitänleutnant Ehrlich, Kapitänleutnant der Reserve Proelß und Kapitänleutnant Stabbert. Alle Luftschiffe sind trotz feindlicher Gegegenwehr durch Land- und Seestreitkräste ohne Schaden und ohne Verluste zurückgekehrt. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Der englische Bericht. London, 25. September. (Reuter. — Amtlich.) Feindliche Luftfahrzeuge erschienen frühmorgens an der Küste von Lcmcashiere. Der Angriff dauert noch fort. Einzelheiten fehlen. Eine spätere Meldung besagt: Feindliche Flugzeuge griffen abends die Südostküste an. Die Angreifer erschienen an verschiedenen Orten von Kent und Essex. Einige folgten dem Lauf dem Themse und griffen London an. Bomben wurden an verschiedenen Orten abgeworsen. Die bisher gemeldeten Verluste sind 6 Tote, etwa 20 Verwundete. London, 25. September. (Reuter.) Gestern Abend um 9 Uhr zogen feindliche Flieger über einen Teil. der Stadt und warfen Bomben ab. Als die Warnungssignale erklangen, waren die Gasthäuser voller Gäste. Es entstand eine allgemeine Flucht nach sicheren Orten. Viele Menschen flüchteten in die Stationen der Untergrundbahn, die gedrängt voll waren. Als die Angreifer erschienen, waren die Straßen so gut wie verlassen und der Verkehr eingestellt. Diesem Umstand ist es zuzuschreiben, daß die Zahl der Opfer gering war. Die Angreifer flogen sehr hoch, sodaß man sie nicht sehen konnte und nur die Lichtstreifen wahrnehmen konnte, die sich nach allen Richtungen bewegten. Es wurden offenbar auch Luftgefechte zwischen Flugzeugen geliefert. Die Feinde kamen anscheinend aus Süden und : bewegten sich in nordwestlicher Richtung. Das Geschütz- : seuer dauerte ununterbrochen 1^/, Stunden. : London, 25. September. Reuter meldet amtlich: Das Abwehrgeschützfeuer vertrieb die Gruppe der angreifenden , Flugzeuge, die sich gestern Abend London näherten. Nur ! ein, möglicherweise zwei Flugzeuge drangen durch die Ab- ' wehrlinie. Nach den bisherigen Meldungen wurden 15 Personen getötet und 70 verwundet. Der Sachschaden ist un- ' bedeutend. Privat-Te legramme. Flottenrüstuug Argentiniens. i Berlin, 26. Sept. Wie Reuter aus Newyork meldet, erfährt laut „Berliner Tageblatt" die „Associated Preß" ' aus Argentinien, daß die Mobilisation der argentinischen ! Flotte befohlen wurde. Es herrsche außerordentliche mili- . tärische Tätigkeit, wie verlautet in Verbindung mit dem Eisenbahnerstreik. Ein hoher Regierungsbeamter erklärte jedoch, daß der Generalstab „andere Notwendigkeiten" im Auge habe. am zehnjährigen Todestag des verewigten Grotzherzog Friedrich I soll eine Laudessammlung für die Kriegs- und Uvil- gesaugeueu aus dem Srotzheyaglum Laden stattfinden. Die bisher zur Verfügung gestellten Mittel sind fast erschöpft. Es gilt den Organisationen des Landes, dem Landesausschuß der Badischen Gefangenensürsorge wie auch denjenigen Orts- und Bezirksausschüssen vom Roten Kreuz, welche für die Gefangenen aus ihren Bezirken selbständig sorgen, neue Mittel zur Verfügung zu stellen, die den Bedürfnissen genügen. Auch fernerhin sollen die Bedürftigen aus dem Lande, denen die Familien nicht zu helfen imstande sind, den Arm und das Herz der Heimat fühlen. Vor 10 Jahren sahen die Aelteren unter uns an diesem Tage dankbar auf lange glückliche Friedensjahre zurück und gaben ihrer Trauer um den allverehrten Landesherrn Ausdruck. Nicht besser kann das Land an diesem Tage das Andenken an Großherzog Friedrich I. ehren als dadurch, daß es den Volksgenossen, die für uns kämpften und um unseretwillen leiden, Treue um Treue hält und ihnen die Treue in treuer Opferwilligkeit bewährt. Ehrenvorsitzender des Landesvereins vom Rote« Kreuz Prinz Max von Baden. Lerritorialdelegierter der freiwillige« Krankenpflege Freiherr von und zu Bodman Der stellv. Kommandierende General des 14. Armeekorps Generalleutnant Isbert. Für das Erzbischöfliche Ordinariat Erzbischof Dr. Thomas Nörber. Für den evangelische« Sberkirchenrat Dr. U i b e l. Für de« Oberrat der Israeliten Geh. Oberregierungsrat Dr. Mayer. Erster Borfitzender des Badische« Landesvereins vom Roten Kreuz Generalmajor Limberger. Der Leiter des Landesausfchuffes der Badischen Gefangenensürsorge Delegierter Professor Dr. I. Part sch. Für den Caritas Verband Prälat Dr. Werthmann. Für de« Evaug. Landesverband für innere Mission Prälat Dr. Schmitthenne r. Diesen Aufruf bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis. Wir richten an die Bevölkerung der Bezirke Adelsheim und Boxberg die herzliche Bitte, sich an dieser Spende zu beteiligen. Für kurze Zeit noch reichen die Mittel der früheren Sammlungen und Spenden. Es gilt an die Zukunft zu denken, denn die Gefangenen werden auch nach dem Friedensschluß nicht sofort zurück sein. Laßt unsere Brüder in den feindlichen Gefangenenlagern nicht im Stich I Helft uns danken, helft uns retten und erhalten! Zeigt Euch derer wert, die für uns leiden! Jeder trage sein Scherflein bei in dankbarer Erinnerung an unseren unvergeßlichen Landesvater, unfern Großherzog Friedrich I.! d e l s h e i m. den 23. Sept. 1917. B o x b e r g. Die Bezirksausschüsse vom Roten Kreuz; FreihervonRotberg. Schwoerer. Opfertag fü* die K»«rdis^heir rrvleso* *»«*d Ar<»tts«s«»»*seirei* Die Sammlung für den Opfertag findet in hiesiger Gemeinde am Sonn 1 ag, 30. des Mts. statt. Schon vorher können auf dem Rathanse durch Einzeichnung in die offen gelegte Liste gezeichnet werden. Wer einen Betrag von mindestens 3 Mark zeichnet, erhält eine schöne Erinnerungsmedaille, die ihn vorweiteren ^Belästigungen bei der Straßensammlung bewahrt. Adelsheim, den 25. September 1917. Der Ortsausschuß vom Rote» Kreuz: Trefz. ^Mimrltiirüirri :ii«i!rl««>riiriil>l>^ Z t. Kitt. ; ^ ksstkot r. /tliler kastilvk I. -ikilkr ^ n ^tkckier für mr»ckle»»nen LsknsnuuiL. ^ubn- — rieben, ?lowbieren, keAuberun§. 28 Zslinig« kack- — Mäkelt gsuriusvnkstt« Sslnsnilluing. — ecken fnsllsg v II—8 Udn. — -Vnmelckun^en vercken in cker Zlpotkelrs ent- — §e§en§enonimen. AIIIIIIIIIIIIIIIII»^ Zeichnungen auf die 7 . Kriegsanleihe nimmt zu den Ausgabebedingungen entgegen Bezirkssparkafie A-elsheim 2 Die Verwaltung. Kampfe für das Vaterland fiel nach Mitteilung des Kompagnieführers am 20. September 1917 in treuer Pflichterfüllung unser lieber, guter, hoffnungsvoller Lohn, Bruder, Schwager, Onkel, Neffe Kechtsanwatt Simon Rothschild W Mannheim, 6. 3 3 Gefreiter in einem Infanterie-Regiment. Eberstadt, Chicago, Mantik,Honoton, Hamburg, Würzburg In tiefer Trauer: W Israel Rothschild u. Zrau Babette Rothschild gb. Steinhardt Konsul Rdolf Rothschild u. Frau Regina Rothschild geb. Schneider Wert Rothschild vizewachtmeister z. 31. im Felde Louis Rothschild, Unteroffizier Landst. Julius Rothschild z. St. im Felde Emil Rothschild und Zrau Mildread Rothschild geb. Meritz Siegmund Rothschild Jacob Rothschild Isaak Steinhardt u. §rau Sida Steinhardt geb. Rothschild Julie Rothschild. AL Turnhalle Bad-Mergentheim, Art ObermwerMer NalsmsMWk Auf der Landstraße von Klepsau nach Krautheim-wurde ein GMelllklnntZnhlllt unter Leitung und Mitwirkung der berühmten Christus- und Judas- Darsteller Adolf und Georg Faßnacht aus Bayern ; sowie hervorragender Passionsdarsteller, darunter Fr. Stadler aus Oberammergau. 200 Mitwirkende 200 Mitwirkende gefunden. Der rechtmäßige Eigentümer kann denselben gegen Erstattung der Einrückungsgebühren beim Bürgermeisteramt Klepsau abholen. Klepsau, 24. Sept. 1917 Ringeife«, Bürgermeister. Auf eigens dazu eingebauter großer Festspielbühne. Spieltage: vom 30. September bis einschließlich 7. Oktober jeweils abends 7'^ Uhr; außerdem am 30. September, 1., 3., 4., 6. und 7. Oktober nachmittags 3 Uhr und abends 7^/z Uhr. Vorverkauf an der Theatertageskasse Turnhalle von 10 bis 1 Uhr und von 3 bis 5 Uhr nachmittags. --- Fernruf Nr. 2. yai »ratlvi (»Scheu«.) Rn Der Schwierii die aus ! Die Ausl Neuerdin Preise u Steigerm beim bes Lasten al Nachf zu dem 1. Oktobl preise Ad. Tai Mc Bu Wc Eb. Hei Mo Tüchtiges Alleinmädchen Gesucht werden für dauernde Beschäftigung llrbM onil Meilmimii Wa We Die L trauen, d tmrnensw »Vaulä, mouatli ^der Lage Ad in kleinen besseren Haushalt gesucht. Lohn Mk. 25.— E. dchUlitt, Werkbesitzer Aagsthanfen» (O. A. Neckarsul«) Fahrgeld wird vergütet. KMbamWMnk Ruchst» a. »Vautt ßWnmVchcll srsulhl- Fleißiges Wichen Steiirzeutzstäirdee glasiert, für Kraut, Bohnen, Fleisch usw. 10—150 Liter empfiehlt, solange Borrat wird bei guter Verpflegung und! hohem Loh« auf 1. oder 15. Okt. - gesucht. j Offerte an > Jakob Metz ! Gasthof zum „Erbprinzen" ! Ettlingen bei Karlsruhe. I. Hämmerte, Dörzbach. ,,,,»»,»»»»»»»»»»»»»»M»»»»»»»»»»»»»»0 Zeichnungen auf die ÄMri-en 7. Kriegsauleihe nimmt zn den Ausgabebedingungen entgegen. Spar- nvL MMnkiiIse Ostndmliell. und ÄMoltös! in großer Auswahl empfiehlt Z. WaugM, A-kishrm ZMelttM beste Ersatzstärke fürHauswäsche aller Art, empfiehlt k. Mangold, Adelsheim. Lmpfslile Is. Ouslitäten: Wagantatt, I-eelsntstt, IIuGGatt, lNlasakinenöl«, Svliulivnäins Vvgslmsnn OI§35tr288e 9, Rsilbnonin- flt ivc )«ute