MI» s «rsch« 0 «rscheint täglich, außer Sonn- an» - Zeierrags i ! vreisr Monatlich. . . Pf» - ' vierteljährlich . Mk. z , frei in» Haus geliefert - Soxberger Mnzeiger Grlrfenstes Tageölalk ses -aSikhea Savlasöes ; Anzeigen werSrn mit Pfennig s r per einspaltige Zeile berechnet. ^ ' - Sri mshemMger flusnahmr KabaL ) l Postscheck - Konto »054, Karlsruhe HaupLanzeigeblatt M sie seMe Möelsheim, Hoxberg u. öeren Umgebung gratis r Mtliches verkünöigungsblatt 7 «Sch«ül! Illustriertes Sonntags-Statt tzotzsrrbmWoKS- unö Versteigcrungs-/lnZeLger für -en GöenwalS Gratis: prakt.Mitteilungen für Gewerbe (monatl.) u. HanSel,Haus- u.Lan-wirtjch^ß Ar 235 Druck und Verlag: Buchdruckerei Adelsheim, Adolf Heppeler Telephon No. 18. Adelsheim, Dienstag, 9. Oktober 1917 Verantwortlich: A. Heppeler in Adelshsim. Jchrg. 41. WTB. Großes Hauptquartier, 8. Lkt. (Amtlich Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Kronprinz Nnpprecht: Die Känipsiätigkeit in F'l andern lebte gestern vom Mittag bis zum Mend zwischen dem Dduthonlster-Wald - und der Mraße Meniu Ppern ersteblich aus. Starkes Trommelfeuer ging englischen Tcilangrifsen voran, die sich gegen einzelne Abschnitte der Kampffront entwickelten. 'Me vom Gegner eingesetzten Sturmtruppen kamen nirgends vorwärts; unsere Mwehrwirkimg hielt sie im ? Trichterfeld nieder. Heeresgruppe deutscher Kronprinz: Zu beiden Seiten der Straße Laon—Soissons wurde der Artilleriekamps zwischen dem Ailette Grund und der Hochfläche südlich von Pargny mit großer HeftisMt geführt. Abends stießen bei Vanxaillon mestrere französische Kompagnien vor; sie wurden durch Feuer zurückge- w r e i e n. r,^7lich der Maas tag frartbs Feuer auf nuferen Stellungen und deren Hintergelände zwischen Samogneux und Bezonvaux. Tie Wirkung unserer Artillerie unterband einen südwestlich von Beaumonk sich vorbc nitm'den Angriff der Franzosen. Auf dem östlichen KriegsschauPlast und an der mazedonischen Front 'AMke yrößeren Kampfhandlungen. Ter Erste Generalquarticrmcister: Ludendorff. * Tie Stellung der Engländer in Flandern ist nickt c1>ene7dcnswert. Auf einem erheblichen -Teil der Front festen sich ihre Linien kn den Niederungen hin, die tsm den Granaten aufgewühlt sind. Solange das trvk- krne und warme Wetter des September anhielt, ging rs noch an; va konnten die zum Teil unglaublich großen und Eiesen Granattrrchter als Stützpunkte benüsit i Werden und sie bildeten gewisienmaßen eine unenMche ; Kette kleiner Festungen. Täs ist aber mit dem regnerischen und kalten Wetter anders geworden. Ter Auf- ^ «Halt in den Trichtern, die sich mit Wasser füllen, f Wird jetzt zur Pein. So ist es natürlich, daß die Eng- Mrder bemüht sind, die Hügelketten zu gewinnen, die sich s - ^ einem Bogen von der Lys bis zum Douthonlst-Wald f behnen — und die im Besitz' der Teutschen sind.. Aus diesem Bestreben heraus sind, nachdem der Hauptsturm des Feindes am 4. Oktober abgeschlagen war, die verschiedenen Einzelangriffe zu erklären, deren auch der 7. O ktober'verschiedene brachte. Und es ist möglich, daß diese Teilangriffe aus der Notlage heraus so lange fortgesetzt werden, als es die Witterung und andere Tinge erlauben. Unsere braven Feldgrauen haben dem feindlichen Andringen einen festen Tamm entgegengesetzt, über das Trichterfeld kamen öle Engländer bei den letzten Kämpfen nicht hinaus. — Am Westende des Ehemin-des- Tämes, zwischen Ailettegrnnb und dem Torfe Pargny entspann sich ein heiliger Geschntzkampf. Bei Vanxaillon wurde ein Angriff französischer Kompagnien abgewd-sen. Ein beabsichtigter Vorstoß des Feindes auf die Höhe 544 föstl. Maasufer) kam in unserem Feuer nicht zur Entfaltung. < Ueber die abnehmende Kampfkraft Frankreichs schreibt Major a. T. E. Moraht in der „Deutschen Tagesztg.": Aus den Verhandlungen der französischen Kammer vom Ende September hat man erfahren, daß die französische Heeresverwaltung „bei der letzten Verminderung der Truppenbestände" den Etat um 400000 Mann verringert hat, weil es nicht mehr möglich war, im bisherigen Rahmen die Kaders zu ergänzen. Schon vor dem Kriege ging die Heeresrüstung weit über die Kräfte des Volkes an Menschen hinaus. Tie Organisatoren vergaßen den Menschenverlust Frankreichs zwischen 1792 und 1815, welcher, von der natürlichen Sterblichkeit abgesehen, mit rund Ö 1/2 Millionen zu beziffern ist. Man vergaß auch die geringe Zunahme der Bevölkerung infolge der abnehmende» Zahl der Geburten ,md der zunehmenden Sterblichkeit, sowie das Sinken der Volksgesundheit. Als min der Krieg ausbrach, hatte mau die Zählen her Kaders auf das weiteste ausgedehnt. Infolge der Verluste ließen sich aber Einschränkungen nickt Verbindern. Ein holländischer Militärkritiker Hai vor einiger Zeit die Verluste Frankreichs an Toten, Gefangenen urid Verwundeten auf 3 770 000 Mann berechnet. An bleibenden Verlusten rechnet dieselbe Quelle 2270000 Mann, indem sie annimmt, daß 60 Prozent der Verwundeten dauernd wiederhergestellt werden könnten. Ich glaube, daß nach allem, was man über das französische Sanitätswesen las, diese Annahme zu gun- kig für Frankreich lautet. Im Jüli 1915 sah Frankreich sich schon genötigt, seine Bataillonsstarken auf 800 Mann herabzusetzen. Vor dem Kriege betrugen sie rund 1000 Mann. Im Sommer 1916 bestanden die Bataillone nur uM aus drei Kompagnien anstatt aus vier. Ein Lahrgang der Wchrpflichtigen zählt höchstens 250000 Mann. Frailkreich mußte also, um die Stärke seines Heeres auch nur anMhernd aufrechtzuerhalten, die Wehrpflicht bis zum 50. Jahre ausdehnen. „Streffleurs Militärbkatt" hat die Berechnungen der holländischen Zeitschrift „Dq Militaire Spectator" ohne Widerspruch übernommen. Jene Zeitschrift will wissen, daß das französische Frontheer rm Juni 1917 auf 1200000 Manu zufammenge- schmolzen war, unkt daß nur noch eine Stammreserve vorhanden war von 710000 Mann. Tie schwarzen und andere Hilsstruppen Frankreichs betragen nach anderen Quellen rund 400000 Mann. Danach hätten wir also folgende Stärken her französischen Kampfkraft vor Beginn der Sommeroffeusive: In vorderer Linie 1 Million 200000 Mann, Stammreserve (Armeerefervsf 710000 Mann, farbige Truppen und Kolonialtruppen 400 000 Mann. Insgesamt waren also, ehe das große Ringen des Sommers begann, Awa 2 310 000 Mann vorhanden. Nun haben die Kämpfe im Laufe des Sommers an der Aisne, in der Champagne und an der Nordfront von Verdun und schließlich auch bei Bixschoote in Flandern den Franzosen gewiß nicht weniger als V« Million gekostet, es bleibt demnach eine augenblickliche Kampfkraft von etwas mehr als 2 Millionen Mann übrig. Frankreich wird uns also bei der Fortsetzung des Kampfes erheblich weniger Divisionen gegcnübexstellen können als bisher. Und auch dann noch werden die Stämme der Truppen nicht mehr die anfängliche Stärke er- ba es nicht gelang, eine Verkürzung zu erreichen. WM man aber diese Verdünnung nicht riskieren, so bleibt nur übrig, die Armeerescrve zum Teil an die Front züt bringen. Tas bedeutet aber das Ausgeben des großert Angriffs, wozu eine starke Armecreserve unbedingt vonnöten ist. - Wir müssen abwarten, ob man in Frankreich ans diesen nicht wegzuleugnenden Tatsachen die Folgerungen ziehen wird. Zunächst sucht man sich durch die Hoffnung aus amerikanische Hilfe über die kritische Zeit hinweg- zutäuschen. Wie aber, wenn die Amerikaner gar nicht oder nur spärlich, oder zu spät kommen? Erinnern dir uns doch der Musterung Hindenburgs über dieses Kommen der Amerikaner: „Glautzen Sie denn, daß wr'r so lange warten werden?" Tas Nieuwe hollandsche Bureau mKdet, die Regie- cung von Siam werde freiwillige Truppen nach Frankreich senden. — Tie haben noch gefehlt. Ker ßröe von Muchenau. Roman von Herbert von der Osten. 1 (Nachdruck nicht gestattet.) 1. Kapitel. Durch die geöffneten Fenster weht« die Juliluft schwül das Speisezimmer des IagdschlößchenS, wo Freiherr Paul >1 Hohcuegge seinen reia,:n GukSiiachbarn Ignaz Schmidt wirtete. Immer wieder kuatl'-'u >ie Sektpfropfen, und der i-ckgeüer schien eS nicht zu bemerket!, daß er selbst, nicht der >re. die Flaschen leerte. Mit flackernden Augen rückte er näher zu seinem Besuch - „Sie täten mir einen großen Gefallen, wenn Sie mir ge» «'en. die erste Ziffer an Ihrer Hypothek zu ändern,- sagte i. die heiße Hand ans die Schulter des Freundes legend. „Der rr Alexander hat mich bei Ihren, Feste vorgestern arg im Hel gerupft." Schmidt lehnte sich in seinen Stuhl zurück. In kunstvollem Mögen blies er den Ranch feiner Havanna zur Decke empor. Ach habe von Jugend aus geliebt. Klarheit in jede Situation " bringen und jedes Ding beim rechten Namen z» nennen." lwvciete er langsam. „Da, wie Sie wissen, schon meine WvOO Mark nicht mehr durch den von der Brandkasse normier» ^ Wert Ihres Gutes gedeckt werden, so würde ich Ihnen ,0000 schenken, falls ich sie Ihnen jetzt vorsrreckte." Paul Hohenegges Arm. der sich nach einer neuen Flasche ansgestreckt hatte, zitterte. Er empfand das prickelnde Zangen, den unkavalieniiäßigen Theoretiker zur Tür hinaus» Zersen. Schmidt mochte die Gedanken seines WirteS erraten. Der Attische Zug in seinem klugen Adlergesicht verschärfte sich, Ehrend er scheinbar kühl und geschäftsmäßig fortfuhr: „Bon ^i»er Seite wäre ein derartiges Geschenk ein Unrecht gegen ffiue Tochter. Das Heiratsgut meines KiudeS darf ich nicht «geben. Es gehört meinem zukünftigen Schwiegersöhne, ich gleich bei der Hochzeit eine Million aukzuzahlen veab» ge." in lauernder Blick schoß zu dem Freiherrn hinüber, der stieren Blicken zu den, Sprecher aussah. So stark war sein ich nicht, daß er ihm das Begriffsvermögen gelähmt hätte; nur die Zunge konnte er nicht mehr im Zaume halten. Er brach in ein lautes Lachen aus. „Also eine Million will Fräulein Rose daran wenden, um Baronin Hohenegge zu werden! Anständige Taxe! Aber das wilde Röschen vom Erlachhofe kriege ich am Ende, auch ohne daß ich den Standesbeamten inkommodiere!" Roses Bater wurde blaß. „Ich nehme an, daß der Wein aus Ihnen spricht; sonst würde ich Rechenschaft für diese Worte fordern." sagte er, seinen Stuhl zurückschiebend: „Jedenfalls bin ich znm letzten Male Gast dieses HanseS gewesen. Es war eine Torheit von nur. Ihnen gegenüber meine Tochter zu er» wähne»," fügte er hinzu, während er nach seinem Hute griff. „Ich tat eS auch nur.,»» Ihnen zu erkläre», weshalb ich am 12. Juli die Hohenegger Hypothek kündigen muß. Mein Freund Alexander hat gestern um Rose geworben." Der Berauschte war mit «ine», Schlage nüchtern geworden. „Die Hypothek kündigen?" Wie ein Schrei rang sich daS Wort von HoheneggeS Lippen. Sein Gesicht färbte sich blaurot. Mit ächzenden. Laut griff er nach seinem Halse. Schmidt drückte scharf auf den Knopf der elektrischen Klm» gel. Atemlos hastete Friedrich, der alte Diener, herein. Hohenegges Stirn hatte im Fallen die Tischkante gestreift. Eine der halbgelcerten Flaschen war umgestiirzi und der Wein mischte sich mit den Blutstropfen, dieheiß aus der Wunde her- vorquollen. Schmidt kümmerte sich nicht um ihi^Wachdem er den Hausarzt des Barons telephonisch von dem Ilngliicksfalle in Kenntnis gesetzt hatte, fuhr er davon. Mit zitternden Händen brachte Friedrich den vom Schlage' Getroffenen zu Bett. Dann stieg er in daS Kmderzimmer binaiif. Die Wangen vom Schlaf gerötet, im, die halb ge» öffneten Lippen ein keckes, sorgenloses Lächeln, träumte Hasso. der zwölfjährige Sohn Hohenegges. den sonnigen Schlaf der Kindheit, ohne zu ahnen, was ihm in dieser Stunde genommen wurde. Dem treuen Diener liefen Tränen in den grauen Bart. Er hatte nicht den Mut, den Knaben zu wecken. Still stahl er sich wieder hinaus. Der Arzt fuhr mit dauipfendeir Pferden auf den Hof- aber seine Kn,ist vermochte nicht zu helfen, obschon er di, ganze Nackt an dein Krankenlager wachte. Ans leisen Sohlen schlich der Tod heran. Uubarinherzii, grell schien das Morgenlicht in das Sterbeziinmer. als Fried» rich. einem Winke des Arztes folgend, zum zweiten Male den schweren Weg zu seinem Liebling machte. Jetzt war Haffo wach. Er saß auf seinem Bettrande und strampelte mtt den Beinen. Als der Bediente daS Zimmer betrat, flog ihm woblgezielt ein Strumpf an die Nase. „Na. Fritzchen. hat mein Strumpf Dir das Nasenbein gebrochen, oder hat Bali sich gestern einen Spitz angetrunken, daß Du eine solche Jammeriiüeu- anssteckst?" fragte der Junge unter schallendem Gelächter. „Mein armer, armer kleiner Herr," stammelte der Alte „Der Herr Baron ist in der Nacht schwer erkrankt." „Bati krank?" Aller llebermut war jäh aus dein hiibsthen Kindergesicht verschwunden. In fliegender Hast wnroen die Kleider übergeworfen. Ehe der Greis ihn zurückhalten koinne, war Hasso die Treppe hinnntergrstürmt. Im nächsten Moment tönte ein markerschütternder Schrei durch das Haus. Haffo hatte sesiien Vater gesehen.- Ignaz Schmidt war nie so schweren Herzens heimoesah» reu wie an diesem Abend, der ihm die Gewißheit geocackr hatte, daß Hohenegge nur ein loses Spiel mit seinem Kuwe getrieben, dem einzigen Wesen. daS der kühle Geschäflsmmui mit leidenschaftlicher Innigkeit lieble. „Gäbe Gott, daß er stürbe! Das wird sie noch leichter er» tragen," dachte er sorgenvoll. Während er die Freitreppe sec- nes Schlosses emporstieg, war ihm wie ei» Wirbelwind iu lachendem Uebermut die Tochter eutgegengeflogeu. Durch einen reitenden Boten war die Tranerbotschast dem älteren Hohenegge übermittelt worden, welcher das beuack» barte Buchenau bewirtschaftete. Finster stand Hans Dietrich neben dem Sterbelager vor. dem Haffo laut jammernd kmete. In dein emstellteu Gesichts seines VaterS zuckte eS wie Qual und Verzweiflung. 232 20 „Er kann nicht sterben. Es ist, als ob die Stimme des Kindes seine Seele immer wieder zurückriese." sagte der Arzt. Der Krieg zur See< Berlin, 7. Okt. In der Nordsee wurden durch unsere Tauchboote neuerdings 5 Dampfer versenkt. Nach einer Meldung der englischen Zeitung Scots- man betrug der gesamte Schiffsverkehr im Suez-Kanal in dem am 30 .Juni 1917 abgelaufenen Jahr 4257 000 Tonnen gegenüber 10344 676 Tonnen in dem am A0. Juni 1914 abgelausenen Jahre. Die Ereignisse im Westen. Der französische Tagesbericht. WTB. Paris, 8 Okt. Amtlicher Bericht vom 7. Okt. nc. mittags: Tätigkeit der beiderseitigen Artillerien im Ai tt Pauxailloil—Laifaux—Hurtebise und uuf dem rechten ! ser, besonders nördlich der Höhe 344 und in der Gegend aux. 2n der Champagne wiesen wir gestern am End« des nges einen starken Handstreich ab, der sich gegen unsere G ä bei Navarin-Gehöst richtete. Der Feind erlitt empstnd- ii. Berluste und ließ Gefangene t» unseren Händen, ohne den -.ungsten Erfolg zu erreichen. Der englische Tagesbericht. WTD. London, 8. Okt. Amtlicher Bericht vo« 7. Ölst morgens: Beträchtliche Artillerietätigkeit an der Schlachtfront während der Nacht. Wir griffen die feindlichen Stellungen erfolgreich südöstlich Broodseindc an, fügten dem Feind mehrfach Verluste zu, machten 20 Gefangene und brachten ein Maschinengewehr zurück. Ein vom Feind versuchter Angriff südlich der Strotze von Gares (?)—Comines wurde zuruckgewiesen. Ein anderer erfolgreicher Angriff wurde von Lciceste» shire-Truppen westlich des Fleckens Saint Elvi ausgeführt. P^er ist regnerisch und viel kälter. Neues vom Tage. Der Reichskanzler im Großen Hausstquarkier. Berlin, 8. Okt. Reichskanzler Tr. Michaelis iff am Samstag abend nach der stürmischen ReichstagsMing ins Große Hauptquartier abgereist. Deutsche Kohlen für Holland. Amsterdam, 8. Okt . Amtlich wird mitgeteilt, daß die beiderseitigen Unterhändler sich über die Kohlenliese- mng und andere wirtschaftliche Fragen geeinigt haben. Mach einem Pressebureau soll Deutschland an Holland 800000 Tonnen deutscher imd 50000 Tonnen belgischer Kohlen monatlich liefen?. ' - - Ei« Zwischenfall mit Holland. Berlin, 8. Okt. Holländische Landbatterien haben am 25. September ein deutsches Marine-Flugzeug, das auf einem Unternehmen in See begriffen war und wegen Motorschadens an der Schelöemandung außer», halb der holländischen Grenzlinie eine Notlandung vornehmen mußte, beschossen und die Flieger gefangen genommen. Als das Flugzeug vermißt wurde, sandte man andere Flugzeuge auf die Suche aus. Auch diese würden obgleich sie sich außer der Grenze hielten, beschossen. Der Führer eines der deutschen Flugzeuge ging daraus tprf das Wasser nieder, um mit dem Kommandanten eines holländischen Torpedoboots, das Wache hielt, sich zu besprechen. Als das Flugzeug dann wieder abfliegen wollte, wurde es von dem Torpedoboot verfolgt und von dessen Mannschaft aus nächster Nähe mit Gewehren beschoffen, wobei der Flugmeister schwer verwundet wurde. Das Flugzeug selbst wurde genommen und die Besatzung gefangen gesetzt. Tie deutsche Regierung hat bei der holländischen die nötigen Schritte unternommen. (Tie grobe Völkerrechtsverletzung feitens Hollands paßt schlecht zu seiner Kohlennot, aus der ihm Deutschland durch monatliche Lieferung von 5 Millionen Zentner heraushelfen soll. Allerdings sind wir von den stammverwandten Holländern km Kriege durch Freundschaftsbeweise nicht verwöhnt worden.) schwerer Unfall. Körrach, 8. Okt. In der Eisengießerei von Ernst Wehrer ereignete sich ein schwerer Unfall. In dem Konverter entwickelten sich Gase, die die flüssigen Massen herauspreßten. Ter flüssige Stahl überschüttete.16 in der Nähe des Behälters stehende Arbeiter, von denen 9 sehr schwer verletzt wurden. Ter Gebäudeschaden ist nicht unerheblich. Mer« gegen Deutschland. Reuyork, 8. Okt. (Reuter.) Eine Nachricht aus Lima besagt, daß der peruanische Kongreß sich mit nahe- Ul allen Stimmen für den Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit Deutschland ausgesprochen hat. Ansstand in Paris. Paris, 8. Okt. 3000 Angestellte der Omnibus-Gesellschaften sind am Sonntag in den Ausstand getreten. Aufhebung des Belagerungszustandes in Spanien. Madrid, 8 . Okt. Der Belagerungszustand in Madrid ist aufgehoben worden. Die amerikanische Blockade. ^Bern, 8. Okt. Tie Pariser Blätter meiden, daß die Sperre der Lebensmittelzujühr und Kohlen von Amerika an die neutralen Länder in Nordeuropa fetzt streng durchgeführt werde. Tie Kohlenverweigerung an neu- ttale Schiffe komme praktisch einer Unterbrechung der Verbindung der Vereinigten Staaten mit den Neutralen Nordeuropas gleich. Tie Blockade gegen Deutschland endlich Wirklichkeit. Ten Neutralen, die sich gegen Me Maßnahme beschwerten, müsse man entgegenhalten, , Verband berechtigt sei, Deutschland mit allen Metteln zu blockieren. Die Verschärfung der Blockade ?-Meumge die Stunde des Friedensschlusses. Im übrigen sei weder im Haag, noch in Stockholm, noch in Kopenhagen eine Hungersnot zu befürchten, solange Tpelu Zanten die eigenen Länder ausräumen könnten, um den z'auprgegnLr des Verband? zu verproviantieren. Italiens Not. Das Amtsblatt der italienischen Regierung enthält ein Dekret, das für November die Einziehung alles Silbergeldes italienischer Währung verfügt. Zum Ende des Jahres werden die Silberscheidemünzen ganz außer Umlauf gesetzt. Wer mehr als 10 Lire Silbergeld zurückbehält, hat Geldstrafen von 50 bis 1000 Lire zu gewärtigen. Zur Umwechslung werden 300 Millionen Schatzscheine zu ein und zwei Lire ausgegeben. Die Wirren in Rußland. Schwanken und Lteberleaen darf es geben! Letzi gili nur -Le Tat!- Wenn jeder einzelne—ausnahmslos — seine höchsten Kräfte anspannt, dann wir- auch diese Kriegsanleihe den großen Erfolg haben, den sie haben muß. Denn nicht mit Granaten allein kann -er harte Errdkampf ausgekochten werden; erst das erneute Zeichen unsrer ungebrochenen wirtschaftlichen Kraft wir- den Ausschlag geben. Tlur so zwingen wir unsre Kein-e zur Vernunft. Darum zeichne! M.. Aus Stadt und Land. Schneegestöber ein und in den höheren Lagen über 1000 Nieter bildete sich sogar, nachdem tzs die ganze Nacht hindurch geschneit hatte, eine leichte Schneedecke. Auch am Sonntag schneite es in den Bergen bei einer Temperatur, die um den Gefrierpunkt schwankte. Petersburg, 8. Okt. 'Die Eisenbahner haben zur Durchsetzung ihrer Lohnforderungen den allgemeinen Aüsständ mit Ausnahme der Militär- und Pro'viantzüge eintreten lassen. Zuerst sollen die Züge sür weite Entfernungen aushören. Wenn die Regierung nicht nachgebe, werde auch der Lebcnsmittelverkehr und dann die Verproviantierung der Front cuishören. (Die Forderungen der Eisenbahner würden nach Mitteilung der Negierung den Verkehr so verteuern, daß er aufs schwerste bedroht wäre.) Tie Neubildung des Einigungs-Ministeriums aus verschiedenen Parteien steht bevor. (Tie Maximalisten sind mit der Forderung einer rein sozialistischen Reaie- rupa also nicht durchgedrungen.') — Das Tischtttchverbot ist in Kraft. Zur Beseitigung vielfacher Zweifel wird darauf hingewiesen daß das am 14. Juli 1917 verfügte Tischtuxn-Berbot sür die Wirtschaften usw. bereits am 1. Oktober in Kraft getreten ist, Lediglich für die durch die Bekanntina- chung der Reichsbekleiduttgsstelle vom 25. August 191? über die Beschlagnahme der im Besitze von Hotels ustv. befindliche» Bett-, Haus- und Tischwäsche bestimmte Mel» depslicht ist der 15. Oktober 1917 als spätester Termin festgesetzt worden. Boxbc «eiste Herr «ts r Schw« ** Adelsheim, 9. Oktober 1917. — Das Amtsblatt, das heute im Umfange von 10 Seiten erscheint, enthält wieder eine Reihe wichtiger Bekanntmachungen, auf die wir ganz besonders Hinweisen. — Die Einzahlungsbediuguugen für die Kriegs anleihe sind außerordentlich günstig. Einzuzahlen sind: 30o/<, am 27. Oktober 200/y am 24. Oktober 250/0 am 9. Januar ^ 250/0 am 6. Februar Somit sind gerade auch unsere Landwirte, des Winters noch erhebliche Einnahmen Heu- und Viehverkäusen usw. erwarten glücklichen Lage Kriegsanleihe zu zeichnen Geld sicher und sehr gewinnbringend anzulegen. Zeichnet soviel Ihr könnt zur eignen Ehr', zum eignen Nutzen, zum Wohldes Vaterlandes! — Schnee im Schwarzwald. Aus dem Schwarzwald wird uns telegraphisch mitgeteilt: Im gesamten Schwarzwald ist Samstag Abend ein plötzlicher Umschlag vom ^spätsommerlichen zum winterlichen Wetter erfolgt. Brs auf die Lage von 700 Meter herab setzte ein starkes die im Laufe aus Kartoffel-, können, in der und damit ihr — Lieferung wn «ruserneisung und Säug lingstväsche durch die Reichsbekleidungsstelle. Die Reichsbekleidungsstelle hat durch ihre Geschäftsabteilung, die Kriegswirtschafts-Aktiengesellschaft, mehrere Posten von Knabenanzügen, Kinderhemden und Säuglingswäsch, zur Versorgung der ntinderbemiitelten Bevölkerung be< reitgestellt. Tie Waren werden an die Kommunalve« bände, die ihren Bedarf bis spätestens zum 31. Oktober 1917 anzumelden haben, geliefert. Tie weitere Verteil lnng liegt den Kommunalverbänden ob; jedoch ist diesen zur Bedingung gemacht, mindestens die Hälfte der gelieferte!! Waren den Verbrauchern durch den Kleinhandel zuzusühren. Da die Vorräte der Kriegswirtschafts-Aktiengesellschaft verhältnismäßig gering sind, kann nur der dringendste Bedarf der minderbemittelten Bevölkerung gedeckt werden. Auch diese Waren unterliegen der Bezugsscheinpflicht. Jeder Kommunalverband darf sie nur an Angehörige seines eigenen Bezirks ab- gcben. — Die Regelung der Militärpensionen und -Renten. Trotz der in den Ausführungsbestimmungen des Bundesrats zum Offizierpensionsgesetz und zum Mannschaftsversorgungsgesetz ergangenen Anweisungen an die Anstellungsbehörden haben diese vielfach die vorgeschriebenen Mitteilungen an die Pensionsregelungsbehörden unterlassen, weil ihnen angeblich nicht bekannt war, daß es sich um Militärpensionäre handelte. Ta dadurch dem Reichssiskus wiederholt Schaden erwachsen ist, hat das Bad. Justizministerium auch mit Rücksicht darauf, daß infolge des gegenwärtigen Krieges künftig mit einer erhöhten Beschäftigung ehemaliger Militärpersonen gerechnet werden muß, den Justizbehörden die genaue Beachtung der betreffenden Bestimmungen in Erinnerung gebracht und sie besonders darauf hingewiesen, daß bei jeder Anstellung oder Beschäftigung im Zivildienst, auch bei privatrechtlichem Vertragsverhältnis, festzustellen ist, ob es sich um einen Pensions- oder Rentenempfänger hänselt. ' — 11 SV« Eier gehamstert, Bei der im Auftrag der Behörden vorgenommenen fortgesetzten Bahn- lontrolle hat man einen „Hamster ertappt, der 11 OM kier gesammelt hatte. / (-) Osterburken. 8. Okt. Unser gestriger vaterländischer Volksabend nahm unter äußerst zahl- > reicher Beteiligung der hiesigen Einwohnerschaft eine» ebenso schönen wie wirkungsvollen Verlauf. Der große Saal des „Badischen Hof" war erdrückend voll, bis aus den letzten Platz besetzt und viele mußten stehend der Versammlung beiwohnen. Nach einer schlagkräftigen Begrüßungsansprache unseres Herrn Bürgermeister Karl Werke ergriff Herr Privatmann Ludwig Gümber das Wort zu einem einstündigen Lichtbilderoortrag „Deutschland im vierten Kriegsjahre". In Wort und Bild wurde das großartige, in der Weltgeschichte beispiellose Zusammenwirken von Deutschlands Heer, Flotte und Heimat höchst eindrucksvoll geschildert. Im Anschluß hieran wies derselbe Redner in einem später folgenden Vortrag über die 7. Kriegsanleihe darauf hin, daß wir es nächst Gottes Hilfe den unvergleichlichen Leistungen unserer Heldenarmee an der Front, zu Lande, zu Wasser und in der Luft und den ebenbürtigen Talen des deutschen Heimat' Heeres zu danken haben, daß wir heute nach 38 monat lichem Ringen militärisch besser als je zuvor dastehen und auch wirtschaftlich und finanziell bis zum siegreichen Friede» zweifellos durchhalten können. In überzeugender und begeisternder Weise bewies Herr Gümber. warum wir zeichne» können, müssen und wollen. Er schloß seinen eindruO vollen Vortrag mit einem feurigen^ Appell zur Einigkeit iM zum Durchhalten. Ebenso wie die Lichtbilder fanden auch die vorgeführten Films über „Der Heimat Schützengraben* und „Im Reiche des Geldes" (1. und 2. Teil) allgemei und großen Beifall. Die vorzügliche technische Lei durch die Herren Straßenmeister Egner und Kaminfegl meister Ludwig verdient alles Lob. Eingerahmt rvurD das Abendprogramm durch die tadellos vorgetrage schönen Lieder des hiesigen Kirchenchores „Cacilia" unk der bewährten Leitung des Dirigenten Herrn Oberleh Berger, durch die fröhlichen Weisen der tüchtigen hiest Stadtkapelle und durch allgemein gesungene Volkslie Allen Mitwirkenden des Abends sei auch au dieser Sb nochmals herzlicher Dank gesagt. (-) Dödigheim, 7. Okt. Gemeinderat und Bürg ausschuß genehmigten gestern einstimmig 12 0,000 aus Gememdemitteln zur 7. Kriegsanleihe. Für ein von kaum 700 Seelen eine echte und gute vaterländi Leistung. des E dabei bliche! bildlic Tagen und L rechne Kredit versah Gemei meiste: er in Zufrie sonder: Schult Tod i> krönte. Wirke, glücken gesund (-) badisch Summ «i «raven Äs F Feinde N Heima dem T bar zu T unser ihm i (-) ners i, ihrer 3 rechten kenhaus . (-) der H,n nel, ist toar eir ^ (-) wurde L S rs « , Kupprichhause«, 5. Okt. Während der Tod unseren Tagen draußen auf den Schlachtfeldern re« Ernte hält und junges Leben fordert, verschont er auch' Heimat nicht und holt sich seine Opfer aus dem AU Und da auch oft nicht minder schnell. Am vorletzv Mittwoch war unser Bürgermeister Keppner draußen auf dem Felde und am Sonntag schon eine Lem Ein Lungenleiden hatte seinem Leben ein Ende gema^ Wie allseits Bürgermeister Keppner beliebt w^. konnte man aus der sehr großen Beteiligung beim Begr« ins ersehen. Die Herren Bürgermeister der ganzen gebung, an ihrer Spitze Herr Oberamtmann Schwoerer m über ze Nacht !luch am lperatur, Zm .-'wiesen, »-Verbot in Kraft nmtma« lst 191? els ustv. te Mel« Termin Ti« gswäsch, ung be« analster« Oktober Bertel ist die« ilste der ^ Klein- egswirt« sind, nittelten unter« verband irks ab« m nud mungen ) MM ngen an : vorge« gsbehör« int war, dadurch ist, hat darauf, nt einer r gerecht ! Beach- ung ge« bei jeder ruch bei ist, ob ;er Han« im Aus- ^ e Bahn«/ 11 (M Boxberg, waren erschienen und legten durch Herrn Bürgermeister Weigand von Unterschüps einen Kranz am Grabe «jeder. Außer dem Ortsgeistlichen sprachen am Grabe Herr Gemeinderat Johann Diez im Namen des Gemeinde- «ts und der Gemeinde, Herr Stiftungsrat Franz Joseph Schweizer im Aufträge des Stistungsrates, Herr Joseph Gehrig im Namen des Militärvereins und der Vertreter Ms Gesangvereins Herr Dominikus Schweizer und legten drbei Kränze nieder. — Leise und still hatte sich der Ver- böchene zum Sterben niedergelegt, nachdem er mit vorbildlicher Gewissenhaftigkeit sein Tagewerk vollbracht, em Tagewerk, das reich war an Arbeit und Müh, au Kreuz und Leiden. Seit 1892 war der Verstorbene Gemeinderechner, 1901 wurde er auch Rechner des Ländlichen Kreditvereins Kupprichhausen-Lengenrieden. Beide Aemter versah er mit so gewissenhafter Sorgfalt, daß 1911 die Gemeinde ihm das Vertrauen schenkte und ihn zum Bürgermeister wählte. Nicht weniger treu und gewissenhaft hat er in den 6 Jahren seiner Wirksamkeit zur allgemeinen Zufriedenheit der Gemeinde seines Amtes gewaltet. Besonders schwer lag in der Kriegszeit dieses Amt auf seinen Schultern. Still und geduldig hat er's getragen, bis der Tod in davon erlöste und ihn als Helden des Vaterlandes krönte. Nun ruht er aus von seinem vielen Schaffen und Wirken, Sorgen und Leiden. Hört er auch die Friedens- Acken nicht läuten, so hat er doch den ewigen Frieden gefunden. (-) Mosbach, 7. Okt. Die Sammlung für die badischen Kriegsgefangenen hat in unserer Stadt die schöne Summe von 2055 Mk. ergeben. Minister Dr. Hübsch zur 7. Kriegsanleihe. „Mit Herz und Hand fürs Vaterland" singen unsere »raven Feldgrauen, wenn st'e zum Schutze der Heimat Äs Feld ziehen und ihre wuchtige Hand verspüren kre Feinde an Leib und Leben. Auch in der vor den Greueln des Krieges öeschüMen Heimat hat „Herz und Hand" jedes braven Volksgenossen dem Wohle des Vaterlandes nach besten Kräften dienstbar zu sein. Das Vaterland braucht Dein Geld zu Deinem und unser aller Schutz; also öffne Deine Hand und gib ihm in Reichsanleihe so viel Tu nur immer kannst. Minister Tr. Hübsch. (--) Karlsruhe, 8. Okt. Tie Ehefrau eines Schreiners in der Nelkenstraße rutschte am 87? vor. Mts. in ihrer Wohnung aus, kam dabei zu Fall und brach den rechten Oberschenkel. Sie fand Aufnahme im städt. Krankenhaus, wo sie gestern starb. (-) Mannheim, 8. Okt. Ter ehemalige Präsident Der Handwerkskammer Mannheim, Geb-imrat Viktor Le- Nel, ist im Alter von 79i/z Jahren gestorben. Lenel Mr einer der angesehensten Mannheimer Bürger. (-) Bodersweier bei Kehl, 8. Okt. Durch Feuer wurde das ganze Anwesen des Drehers Georg Erhard! zerstört. Ter Schaden beträgt ungefähr 35 000 Mark, Ter Brand war durch die Explosion einer Petroleumlampe entstanden, in die man Petroleum nachgießen wollte. (-) Lahr, 8. Okt. Soeben ist der 66. Jahrgang der Originalausgabe des „Badischen Geschäftskalenders" (Verlag von Moritz Schauenburg in Lahr) für das Jahr 1918 erschienen. Die neue Ausgabe enthält u. a. eine Fortsetzung der vvr zwei Jahren begonnenen, von sachkundiger Seite geschriebenen Abhandlung über die „Nah- tungsmittelversorgung während des Krieges in Baden" und als Beilage das neunte Blatt des Kartenwerkes „Graphische Darstellung des Großherzogtmns Baden", dach !n farbiger Ausführung die Hauptsteuerämter und Finanzämter sowie die Bezirke der Steuerkommissäre in Kaden zeigt. Der neue Jahrgang der Originalausgabe des Badischen Geschäftskalenders kostet 1,50 Mk. durchschossen mit gutem Schreibpapier 1,80 Mk. /-) Staufen, 8. Okt. Tie Witwe Berta Albert ms dem Etzenbach kam auf dem Speicher dem Kerzenlicht zu nahe. Tie Kleider der Frau singen Feuer md sie erlitt so schwere Brandwunden, daß sie starb. (-) Radolfzell, 8. Okt. Tie Kriegsgefangenen--^ kammlung hat hier den Betrag von rund 12 000 Wk.' ageben. . Letzte Rachrichte«. Wolfs-Telegramme IS SM vmttoreMerloimeu versenkt. Berlin, 9. Oktober. (Amtlich.) Im Sperrgebiet um England wurden durch unsere U-Boote wiederum 19 500 Bruttoregistertonnen versenkt. Unter den versenkten Schiffen befinden sich der englische bewaffnete Dampfer „Joseph Champerlain" mit Bretterladung, sowie der russische bewaffnete Dampfer „Australia", der Flachs geladen hatte. Der Chef des Admiralstabs der Marine. DieOpfer desTaifmrs. ! Wilsons Preffung. Berlin, 9. Oktober. Nach einer zuverlässigen Meldung ! wurden im Monat August 1917 in den Vereinigten Staaten i 152 000 Mann eingezogen. Davon sind allein 5948 ! schwedische Staatsangehörige aus 86 Musterungsdistrikten. ! Wie bekannt, werden jetzt ans Wilsons Befehl alle in > Amerika ansässigen Neutralen zum Heeresdienst gepreßt, sofern sie nicht in der Lage sind, binnen drei Monaten das Land zu verlassen. Privat-Te legramme. Entwichen. ! Madrid, 9. Okt. (Agence Havas.) Das deutsche Unterseeboot Nr. 293, das in Cadix am 9. September eingelaufen und interniert worden war, ist in der vorigen Nacht entwichen. Der Ministerpräsident enthob alle hohen ' verantwortlichen Militär- und Marine-Offiziere von ihren Aemtern. Noch et« Beitrag zur Vorbereitung des Weltkrieges. Berlin, 9. Okt. Bezeichnend für die franko-belgisch- ' englischen Vorbereitungen zum Weltkrieg im Frühjahr 1914 z ist die folgende Begebenheit: Im April jenes Jahres ^ verließ Lord Kitchener Aegypten. Auf dem Schiff traf er ^ den ihm persönlich bekannten ägyptischen Prinzen Mohammed ^ Ali Hassan. Im Gespräch fragte der Prinz, ob Kitchener > wieder über München reisen werde, wo er sich doch gewöhnlich einige Tage aufhalte. „Nein", erwiderte der Lorv, „ich liebe München zwar sehr, aber diesmal kann ich diesen Weg nicht nehmen". „Was haben Sie denn so Wichtiges vor" ? „Ich muß inspizieren". Auf des Prinzen Haffen Frage, was er jetzt besichtigen wolle, entgegnete Kitchener: „Ich muß Calais und Maubeuge inspizieren". ! Auch Uruguay.; ! Montevideo, 9. Okt. (Agence Havas.) Die Kammer ' nahm mit 74 gegen 23 Stimmen den Abbruch der Be« ' ziehungen Uruguays zu Deutschland an. — Der Senat beschloß den Abbruch mit 13 gegen 3 Stimmen. Tokio, 9. Oktober. (Reuter.) Die Liste der Opfer j des Taifuns wächst rasch. Der angerichtete Schaden ist § so groß, daß vorläufig nur eine ungefähre Schätzung mög- i sich ist. Der Sachschaden beträgt vermutlich über 100 Millionen Den. In der Präfektur Tokio allein sind über 500 Menschen zugrunde gegangen. 3000 Häuser wurden zerstört, 150000 Häuser beschädigt und 200 000 Personen obdachlos. Mehrere Dörfer in der Umgebung von Tokio sind vollständig zerstört. In Sunamur wurden 300 Leichen gefunden. 300 Einwohner einer kleinen Insel bei Uruyasu wurden mit der Insel vom Meere verschlungen. Es wurden weitgehende Hilfsmaßnahmen getroffen. Auch Per«. Lima, 9. Okt. (Agence Havas.) Der Kongreß von Peru beschloß mit 105 gegen 6 Stimmen den Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit Deutschland. Der Bezugspreis für ein Leldabsmreiiretrt des „Bauländer Bote« «. Boxberger Anzeiger" beträgt im Vierteljahr 8.— Mk.» monatlich 1.— Mk. v «teerst zahlst eine» ;r bis aus send der igen Beul Werst Dort z« land iw lrde dal isammea- rt höchst derselbe über die t Gottes Helde»- in der Heirnat- monah >hen und i Frie' ' und reich' indrucks- gkeit wch den auch ngrabe» gemein« Lei minfegev lt wurde -trag« i" unt« berlehrer hiesig^ ükslied-- r Stel» Bist 00 ^ ein Dott rländis L rr -D , L,« r- «>-« xz L» ^ Li « x---« 's iS »ZL! ^ -8 -10 x- « v ^ 8 s 62 VL2 ZL. ^ ^ ns ^ ^ L M ^ x- « 8 SL >L> L. ^ L ^ r-> »»rs «r ^ LZ « 8 x — « — r; - r- s- - L « L-d 8-: s rr L Z L r-» KsZ'ZN Zo av Li ^ « or s >8 N « xo M S ro ^ rs »7^ rs rr „ . . - . ^ « S o: s»».". o u « U s s scs'S es ZO ^ LM «-> L «s'L , §8 s s s xs- „-r L s r- ^ »» L» »r» «r>^cr « 00 L, s oe-' o ^ ^ rr s» -- »ZZZKZZZ ^ 8 Q 8^ Q- xQ es» ^ ^ ^ '__r: >. s -5 L ^ § >-> ^ -§ «8 o ^ « Os L T -T 8 L ^ LZ ----- Ls8 - LG-Z^Z L-bs-.'L's .s A, ^ .L 'S A ^ SSß-s" T «» L» 'Lm T-sK ^ r: L «§- IW « »« « »» SV or »» -s s « « Z O- « s »o ^ xs- o v, Q-oo or s L; « o ^8 L r: Q «2- « ^ L ^ — ^ ^ ^ ^2 ^ ^ T «- -ZT " Z-L L» o ^ »» § kr ^ -W « «Z LZZ 8 kk « »» ^ r: r: « »» s ^ s Z L ». cs? xr ^ L -2» ß L -- - r-» ^ cev xs r; OS s «Ä K TZr-^ rs ^ s.s -W Z M L» ^7 o r-^ ^ L L ^ s Z LK s Amtliche Bekanntmachungen. Die Abhaltung der Bezirksratsfitzungen betr. Die regelmäßige auf Donnerstag, den 11. lf. Mts. fallende Bezirksratssitzung findet nicht statt. Adelsheim, den 6 . Oktbr. 1917. Gr. Bezirksamt. Dir Fleischausgabe am Mittwoch, 1v. Okt. ds. 3s. ist wie folgt geregelt Von 8 Uhr ab die Buchstaben K, L, M und N. „ ZI/. „ . P, R, S „ T „ .. V, W und Z. 9^/2 10 „ IOV 2 „ A, B und C. F D und E. G „ H. Die Reihenfolge ist streng einzuhalten. Adelsheim» den 9. Oktober 1917. Bürger m ei st eramt: Tresz. Gesucht werden für dauernde Beschäftigung MM Wll MMii>m Fahrgeld wird vergütet. KmftblluinmMnk RuGu a. Jagii. Frische oollhrringe eingetroffen L. Mangold, Adelsheim. Bitte Gefäß mitbringen. Danksagttng Für die zahlreichen Beweise inniger Teilnahme, welche uns anläßlich des Hinscheidens unseres lieben Gatten und Vaters AMhMol! M Zos A«a«ft «c»p»er K- ^ Seife 40 Psg. Bürgermeister und Kaffenrechner Euch» Seifenpulver „Perfil" 30 Psg. K. l^. l(. ^ l^. ?r k^. K. „Fixin" 30 Psg „Schneekönig" 30 Pf „Forelle" 30 Psg „Blitzmädel" 30 Psg „Geka" 30 Psg „Teleia" 30 Psg Waschpulver „Fuchsin" 20 Psg Bleichsoda 15 Psg Putzsoda „KrisiL' 15 Psg empfiehlt . Mangold, Adklshkim MlrelttSll beste Ersatzstärke fürHauswäsche aller Art, empfiehlt L. Mangold. Adelshelm. Zur Zeichnung ans die 7. Kriegsanleihe gewähren wir den Gemeinde« des Auilr- bezirks Adelshelm Dirvlehen zu in beliebiger Höhe. Spar- und tvaisenkasse Merchingen. Xoblonsoksufeln Xoklsnlökksl Xoklsnfilllse Xoklenbsvken llkfüröste llvrüringo emptclrlen L. tlubvet L Lomp. Ziatslntnslin. zu teil geworden sind, sprechen wir hiermit unseren herzlichsten Dank aus. Besonderer Dank gebührt dem hochw. Herrn Pfarrer für die trostreichen Worte am Grabe, der ehrwürdigen Schwester für die liebevolle Krankenpflege, dem Herrn Oberamtmann Schwoerer von Borberg für seine ehrenvolle Beteiligung am Begräbnis, ebenso den Herren Bürgermeistern der Umgebung, dem hiesigen Gemeinde- und Stiftungsrat, dem Militär- und Gesangverein sowie auch für deren warmempfundene Nachrufe und der Kranzniederlegungen am Grabe, endlich der ganzen Gemeinde und allen Freunden und Bekannten aus nah und fern, die in so großerZahl dem Dahingeschiedenen das letzte Geleite gaben. Preis- ^Skalier . ^wöchentl.) Kupprichhausen, den 7. Oktober 1917. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen; A WTB. Emma Keppner «nd Kinder. MU- Anffsr-eiruirg "WW (Ehrensache) Um Geld für die 7. Kriegsanleihe flüssig zu machen, bezw. um Fingerzeige für eine neue Kriegs anleibe-WerbungS» art allen Gläubigern (Handwerkern, Landwirten, Kaufleuten etc.) zu geben, fordere ich, der wohl nichts weniger als ein „Dränger" bekannt sein dürfte, hiermit alle meine Schuldner auf, meine letzte Qnartalrechnung (Postscheckkonto 11 440 Karlsruhe) sofort zu berappe«; 's istford' 7. Kriegsanleihe Die standesgemäße Idee ist heute weg und hat der Zweckmäßigkeit Platz gemacht. » > Königshofen» den 8 . Oktober 1917. Fachm. Zahnbehandl.: von 8—9, 1—6 in Lauda täglich vorm, von 10—11 Uhr. Uetnfarth. rmes >uthouls - Äben tzmerstöße Nach Krönt du Ms Ker Trasse A Angriff vl Bei d tagsüber - nicht zu Auf d von ^ Lebhai Im Wardm Ter Er L k-> —L «L' ^2 O <-r 2 Z Aus i wer v» »m auf d Herten gönn baß in der do» ungehc die anschein Nrchen l -- »,§-^2 s A, 2-^2 2-ui^ ^ x. o- ^ «"L- Z t-> ^ Z 8 - 5 8 s-»» L 2 2 ^2 ^ UV 3. ^ ^ Z-r- 2 -r .— ^ LS ^ 2 .^ „--^2 ^ 2 x: L- l-- 2 , ^ L -s rs- . „ s 2^» 2 Z - Zz <7» e-r Vv ^ vv -Z ^ 2' 2 -s- ^ <2 ^ 2 ^. 5 ^-^ ^ ^ 2 ^ e-r ( 5 ) " ° 2 S--A -H-EZ Z LT Z-L!E Z 2 ^ r: L 2 3° 2 SL' 2 8-S-S Z » M ^2 o S 2 " Z--2 .27* s ^ ^ ZW L M L Z -2 ^ Q S- E'-A SH 2 2-'iD2 « «-r 8.3 S-LU Z.-Z § ^ ZL. Z rs- ZM. » 2.» s G e-» - - L' 2 8-OZ " " « 5 * n: s G S