Erschemi tägNch, außer Sonn- und ^ Zeierrago z vrrisi Monaüich. . . pkg. Z vierteljährllch . Mk frei ins Haus geliefert u«L Helesenftes TogrLiaÜ ore düöikhM baulavüe« ? Kazeigen werden mit Pfennig ß -er einspaltig» Zeile berechnet. > ß vei mehrmatiger flufnahmr RadaL - Postscheck-Konto 4»S4, karlsruh« ßaupLanzeigeblstt für Sie seMe ^öelsheim, Hoxberg u. öeren Umgebung M SLk'LIVL holMmWons- und verstrigerun-s-Mzetger für den GSenwal» Ar. 254 Druck und Verlag: ! Buchdruckerei Adelsheim, Adolf Heppeler ! ^Telephon No. 18 .! Wne von de« Verbündeten genommen. Luch die Kärntnerfront beginnt zu weichen. Passchendaele verloren u. wieder gewonnen. WTB. Großes Hauptquartier, 30. Okt. (Amtlich.) Westlicher Kriegss Harrolatz: Heeresgruppe Kronprinz R"pprecht: In Flandern war die Artillerieschlacht im Ab- ,Hnitt Dixmuiden mit kurzen Unterbrechungen lebhaft. - Zwischen dem H o u t hon l ster-W a ld und dem jkanal Co mines—Ap ern erreichte der Feuerkampf gestern zeitweilig große Stärke. Er blieb auch nachts heftig und hat sich heute morgen zum Trommelfeuer gesteigert. Heeresgruppe deutscher Kronprinz: Beiderseits von Braye am Chemin-des-Domes faßten die Franzosen gegen Abend ihr Feuer zu kräftiger Wrkung zusammen. Nach vorübergehendem Nachlassen ^ sich der Artilleriekampf seit Tagesanbruch dort wieder derstärkt. Auch an den anderen Teilen der Bergfront war der Einsatz der Artillerien größer als in den letzten Tagen. Auf dem rechten Maasufer brachen bewährte Kampftruppen nach wirksamer Feuervorbereitung in die kindlichen Stellungen nordwestlich von Bezonvaux ein. Die in 1200 Meter Breite eroberten Gräben wurden »egen vier bis in die Nacht wiederholten Angriffe starker stwnzösischer Kräfte gehalten. Mehr als 200 Gefangene find eingebracht worden. Der Feind hat schwere blutige Verluste erlitten. Bei den anderen Armeen riefen eigene und feindliche Erkundungsvorstöße mehrfach lebhafte Artiilerietätigkeit hnwvr. Auf dem östliche« Kriegsschauplatz Ivd an der mazedonischer» Front Eme größeren Kampfhandlungen. Italienischer Kriegsschauplatz: Udine ist von den verbündeten Truppen der Armee genommen! Der bisherige Sitz der ita- Der Gröe von Auchenarr. Roman von Herbert von der Osten. 16 HanS Dietrich tat eS nicht. Er sagte nur: „Du bist der lvimste Junge und Lizzi die gefährlichste Schlange. Denn ^Erlich steckt sie wieder dahinter. Schade, daß es ihr gegen ist, Dich zu einer Heimlichkeit zu verleiten; ich hätte nicht für möglich gehalten. Wir HoheneggeS haben im- mit offenem Visier gekämpft und Schleichwege stets ver- . Beim Gntenachtsagen übergab Hasso seinem Onkel einen ^ef an Lizzi. Hohenegge schloß das Kuvert, ohne einen Kck hineinzutun. Er wußte, auch ohne daß er den Brief . lesen hatte, daß Hasso die Cousine bat. ihm unter seiner Atigeil Adresse zu schreiben. Er war mit seinem Neffen zünden. Lizzi Hartenstein war «S weniger. Es erfolgte niemals »e Antwort von ihr. Bon dem Wunschzettel war nicht wieder die Rede in Bu- »iau; aber am heiligen Abend fand Hasso alles auf seinem atze, was einen Knaben zu erfreuen pflegt. „Nun spiel' aber auch niit Deinen neuen Sachen." redete Ar der Freiherr zu, als Dienstboten und Tagelöhner mit een Geschenken abgezogen waren. Hasso graute bei dem Gedanken, jetzt ans Kounnando spie- " zu muffen. Er dachte an den vorigen Weihnachtsabend, er mit seinem Vater um den Christbcmm herumgetollt »- Sein kleines Herz drohte vor Weh zu zerspringe». Un- °!ig. seine Träne,l niederznzwiugen, legte er den Kopf auf l Weihnachtstisch und weinte bitterlich. Marga beugte sich über den Knaben; aber ihre Trost- 'rte klangen ihr selbst steif und kalt. Hastig verließ sie das Huer, üm das Anrichten des Abendessens zu überwachen. Nur mit Anstrengung vermochte Hasso die Riesenportion ^Pfe» zu bewältigen, welche die Tante auf seine»» Teller «. „Muß ich das auch anfessen?" fragte er beim zweiten »ge; denn der Mohnpilchenberg stand trotz all seiner Ab- glnigSversuche noch immer schwindelnd hoch vor ihm. -st!nsi,m, Junge," beruhigte ihn der Onkel. „Bon Lekkereien ^tan nur so viel, als man mag. Die Marzipanherzen und tonen, mit denen Dich die Tante auch etwas im Ueber- Adelshsim, Mittwoch, 31. Oktober 1917. ! Verantwortlich: ! A. Heppeler in Ädelsheim. 41. Jadrg. «W» >>».> lienischen Obersten Heeresleitung ist damit am 6. Tag, der erfolgreichen Operation in unsere Hand gefallen, i Unaufhaltsam, keiner Anstrengung achtend, drängen unsere Divisionen in der Ebene dem Laufe des Taglia- .. mento zu. An den wenigen Uebergängen des durch die Regengüsse hoch angeschwollenen Flusses staut sich der Rückzug des geschlagenen feindlichen Heeres. Die aus Kärnten vorgehenden Truppen haben aus der ganzen Front vcnetianischen Boden betreten und sind ^ im Borwärtsdrängen gegen den Oberlauf des Taglia- i mento. i Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff, i j * : Die Schlacht in Flandern ist in einen gewissen ^ Beharrnngszustand getreten. Am Houthoulsterwald sowohl ! wie bei Paschendäle und Gheluvelt haben nach den feind- i lichen Berichten kräftige deutsche Gegenangriffe eingesetzt, ! deren Verlauf man sich allerdings etwas anders vorzu- i zustellen hat, als Haigs Meldungen vermuten ließen. ! Bei Dixmuiden hält das heftige Vorbereitungsfeucr der > englischen Artillerie an. — Am Ailettegrund ist der j französische Angriff stehen geblieben. Die Franzosen ziehen ! ihre Artillerie vor und legen in zunehmendem Maß« j ihr Feuer auf die Hochflächen von Urcel und Lanis- court-Montbavin, den Höhen nördlich der Ailette. Hier z werden die Franzosen und ihre amerikanischen Freunde j harte Arbeit vorfinden, wenn sie versuchen sollten, über I den Oise-Aisne-Kanal vorzudringen. Am rechten Maas- I Ufer, bei Bezonvaux, ist wieder ein beträchtliches Stück aus der „Eroberung" der Franzosen herausgebrochen worden; in einer Breite von 1200 Meter sind französische Gräben erstürmt worden, und der Feind mußte sich in den Verlust finden, obgleich er viermal Gegenstöße unternahm. Der Tagesbericht meldet, daß am 6. Tage des großen Angriffs am Jsonzo Udine, das frühere Große Hauptquartier der Italiener, von den verbündeten Truppen der 14. Armee genommen worden ist. Ja es scheint, daß die Vortruppen schon ein beträchtliches Stück über Udine hinaus gegen den Tagliamento (spr. Taljamento) vor- aedrungen sind, wo die geschlagene italienische Arme« in einer geradezu verzweifelten Lage sich befindet. Der Fluß hat wenig Uebergänge und ist infolge Hochwassers , schwer zu überschreiten. Im Rücken drückt der Sieger ; Mächtig nach und nimmt Besitz von dem „heiligen Boden i Italiens". Nicht geringer ist die von Norden drohende tzefahr; auch im oberen Lauf des Taaliamentv. am Plöckenpaß ist die italienische Widerstandskraft sd 'zreW lich gebrochen und die Verbündeten sind aus dem Kärntner Land bereits ins Feindesland gedrungen. So würdl das italienische Heer zwischen zwei Feuer geraten können. Wie es an der Front von Tirol aussieht, wird man wohl bald erfahren, jedenfalls kann der Feind bei weiterem Vordringen unserer verbündeten Truppen von Norden he* die seitherigen Stellungen bei den Sieben Gemeinden «sw. nicht lange mehr halten und dann kommt das ganze strategische Gebäude, das von neutralen Fachmänner« schon von Anfang an nicht gerade als Meisterwerk be- irteilt worden war, ins Wanken. Kaiser Karl ist am 29. Oktober in Görz ein gezogen. Die Stadt ist zum größten Teil zerstört und von de» edlen Mitstreitern für Recht und Menschlichkeit ausgo plündert, die Bevölkerung ist verschleppt. Wer hätte etwat anderes erwartet! Die Vierverbändler haben es überall so gemacht, wo sie einmal auf feindlichen Boden kamen. Ein Glück, daß sie dazu nur verhältnismäßig wenig Gelegenheit hatten. An Kaiser Wilhelm richtete Kaiser Kais ein Telegramm, worin er sagt: Du hast in selbstlos« Sachlichkeit meinem Oberbefehl eine Reihe Deiner prächtigsten Divisionen zur Verfügung gestellt. Zielbewußl haben unsere Generalstäbe die Vorbereitung des Angriffs gemeinsam und erfolgreich durchgeführt. Die Stoßkraft Deiner Truppen erwies sich wie immer als unüber« ! tvindlich. Für all diese Beweise treuer Bundesgenossen« ! schaft sagen ich und meine Wehrmacht Dir innigste« ! Dank. — Zur gleichen Stunde traf vom Deutschen Kaiser folgender Glückwunsch im Feldhoslager des Kaisers ! Karl ein: Die unter Deiner Leitung so erfolgreich i begonnenen Operationen gegen die italienische Arme« ! nehmen einen verheißungsvollen Fortgang. Ich st:««! ! mich, daß neben Deinen sturmbewährten Jsonzokämpfern ! waffentreue deutsche Truppen mit ihrer Angriffskraft den ! wortbrüchigen früheren Verbündeten geschlagen haben. Ich . beglückwünsche Dich und Deine Wehrmacht herzlich zur i Wiedereinnahme von Görz und der Karsthochfläche, i Die Franzosen sollen, wie es heißt, eiligst ein Hilfs- , korps nach Italien entsandt haben, die italienische und ! die französische Grenze gegen die Schweiz ist streng ab-- f geschlossen. Ein Mailänder Blatt macht der Entente Vvr- i würfe, daß sie nicht den Ernst der Lage rechtzeitig erkannt , habe — eigentlich wäre das ja Sache Cadornas ge- ! Wesen —, und es wird verlangt, daß die italienischen Truppen Albanien zurückberufen werden, was den General Sarrails des Flankenstützpunkts berauben würde. maße versorgt hat, kannst Du Dir ans Deinen WeihnachtSteller legen." „Er ist schon so voll, daß ich für Wochen genug habe," widerstrebte Hasso. „Dann knabberst Du eben noch eine Woche länger," antwortete der Freiherr. „Eine unangenehme Beschäftigung ist das ja nicht, und Bob und Kurt werden Dich gewiß sehr gern dabei unterstützen. Wir fahren »norgen nach RoSmershof und Deine kleinen Freunde begleiten unS am Abend, um die ganze Festzeit auf Buchenau zu sein." Verstohlen blinzelte Hohenegge zu dem Neffen hinüber. Er freute sich schon der Wirkung, welche diese Nachricht her- vorbringen würde; aber der von HanS Dietrich so ersehnte Jubel blieb aus. „Ich mag nicht nach Rosmershof." erklärte Hasso. „und wenn Bob und Kurt hierher käme», wäre inir das gräßlich. Sie lachen mich jetzt immer aus, weil ich Dir gehorche," fügte er erklärend hinzu. „Die anderen Jungen auch. Deshalb will ich keinen mehr sehen. Bitte, bitte, laßt mich hier, wenn Ihr nach Rosmershof fahrt." „Der Zweck dieses Besuches war. Dir eine Freude zu bereiten. Nun kann er ganz unterbleiben," entschied der Freiherr. „Schreibe die Absage noch heute abend, Marga, und nimm dann auch'gleich die Einladungen zum dritten Feiertag von den Postsachen zurück. Ich habe keine Lust mehr, eine Gesellschaft zu geben." Marga tat, wie ihr Mann eS bestimmte; aber ihre Hand, welche die Einladungskarten zerriß, zitterte. Als sie in das Weihnachtsziiunier kam. war Hasso schon zu Bett gegangen. Der Freiherr stand allein vor dem Kamin nnd starrte finster auf die Flammen, die an den eben in die Glut geworfenen Holzscheiten einporzüiigelten. „Eine nildaukbare Aufgabe, Hasso erfreuen zu wollen," sagte M-rrga, sich »leben ihren Mann setzend. „Jetzt erzürnen mir die Nachbarn auch wieder ganz zwecklos, indem wir uns von dem übliche» Zusammensein mit ihnen während des Festes ausschließen. Hasso wäre sehr gern ein paar Tage allein. Er hat nicht eine Spur von Liebe für uns." HanS Dietrich wandte sich jäh seiner Frau zu. „Zeigst Du ihm etwa Liebe?" fragte er scharf. „Du hältst seine Sache» in Ordnung und sorgst dafür, daß er reichlich zu esse» bekommt; aber eine Mutter bist Du ihm nicht geworden, und dabei verstehst Du es so gut. Kinder zu gewinnen," fuhr er vorwurfsvoll fort. „Das Herz wnrde mir warm, als ich Dich nenlich mit den kleinen Zechs sah, und die brauchen Dein« Zärtlichkeit doch nicht. Sie haben ihren Vater und ihr« Mutter ; Hasso hat nur unS. Weshalb gibst Di» ihn» nicht ein bißchen Liebe?" „Weil ich es »licht kann," antwortete Marga schmerzlich. „Ich finde den Herzenston im Verkehr mit Hasso nicht. Je mehr ich mich beinühe, liebevoll gegen ihn zu sein, desto weniger gelingt es mir. Liebe läßt sich nicht erzwingen." „Ist dieser stolze, wahrhaftige Knabe Dir so sehr zuwider ?" „Ihn zu sehen ist mir eine Qual." Hans Dietrich stieß daS Schüreisen so heftig in das Feuer, daß die Flammen hoch anflohten. Langsam ging er zu den» Weihnachtstisch hinüber. Bor der Photographie von Hassos Mutter, die er für de» Neffen hatte entrahmen lasten, blieb er stehen: „Der würde es keine „Qual" gewesen sein, ein verwaistes Kind aus Herz zu nehmen; aber freilich, Ellen hatte auch ein »vannes, zärtliches Herz und keinen Eiszapfen wie Du." Bitter auflachend griff er nach eine», Buch und begann zu lesen. Marga löschte die Lichter an dem Weihnachtsbanm ans. Weshalb sollten sie noch brennen? Es achtete ja doch keiner auf sie. Der Freiherr hatte die afrikanischen Knegserlebniste wieder auf den Weihnachtstisch znrückgelegt. Schwer fiel die Tür hinter ihm ins Schloß; die Hände seiner jungen Frau tasteten nach den Zweigen der Edeltanne, als suche sie eine Stütze. Wie in» Trau»» verrichtete sie ihre kleinen, häusliche» Obliegenheiten. Als sie die schützende Decke über Hassos Geschenke breitete, beugte sie sich auch zu dem Bilde seiner Mutter nieder. Unoerwandt starrte sie in das sonnige Gesichtchen niit dem Schelmengrübchen in Kinn und Wangen. Kecke Grazie. sprudelnder Uebermut lachten aus den braunen Augen, di» kokett unter einem Gewirr dunkler Locken zu ihr cmfblickteu. War es diese Koketterie, dieser schalkhafte Frohsinn gewesen, der ihn so entzückt hatte, gerade das, »vas sie mit allem guten Willen sich nicht geben konnte? 232.U Eine Schwächung seiner Frönt würde Sarrail wvU , schwerlich zugeben, da ohnedies seine Gesechtskrqft durch ! das in Mazedonien wieder herrschende Fieber ge- I schwächt ist. ! Unter den erbeuteten Papieren der Brigade Foggia befindet ' fich ein Tagesbefehl des Kommandierenden Generals des 4. italienischen Korps vom 24. Oktober (1. Angriffstag). An» ! gehörige des 4. Korps! Der Oberst Turano hat den folgenden - Tagesbefehl an se-ne Artilleristen ausgegeben: „Die Stunde ist . gekommen, die g oß', erhabenste, vielleicht entscheidendste Stunde! ! Der Feind, ohnmächtig die Soldaten Italiens zu überwältigen, > im Innern erschöpft, auf der Schwelle der Auflösung, ruft die Deutschen zur Hilfe. Und wir werden ihnen die Stirn bieten, < diesen Schlächtern der Wehrlosen, die keine Verträge kennen, , diesen anmaßenden Träum rn von Weltherrschaft, gegen die um , der Freiheit und des Rechts wtllen die Welt selbst in Was- ^ fen sich erhoben hat. Keine Sache ist gerechter und edler als die. > für die wir Kämpfen! Mögen sie kommen, die Abkömmlinge Armins; sie werden nicht mehr des Barus Legionen finden; t Rom zerfiel; Italien, nicht Rom, ist wiedererstanden. Und ! durch die Kraft seiner Söhne schreitet es voran und hebt sich ! kmpvr." — Die erhabenen Worte, voll von Begeisterung und ! vom Glauben an den Sieg, die der Oberst Turano an seine Ar- s tilleristen gerichtet hat, sollen nicht nur von den ihm unterstellten ; Truppen, fordern von allen Truppen des Armeekorps vernommen ! werden. Indem ich sie zu den meinen mache, wiederhole ich ! sie Euch. Der Generalleutnant und Führer des Armeekorps ! läez.): Cavaciocchi. .. ^ Aum 31. Oktober! 1517—1917. Von Prälat v. S t a h l e ck e r - Lndwigsburg. ML ep.- Ein Sänger und ein Held zugleich. Das war Luther. Er war der Sänger, der der Christenheit den Anbruch eines neuen Tages verkündet. „Ein neues Lied wir heben an." „Der Sommer ist hart vor der Tür, der Winter ist vergangen." Mögen die Gelehrten streiten, wie Mittelalter und Neuzeit gegeneinander abzugrenzen seien, mögen sie an Luther Züge entdecken, die ihn eher als Mann des Mittelalters, denn als Mann , der neuen Zeit erscheinen lassen, einem unbesanLerien ' Unsere Ernährung im Krieg. i Im Nachstehenden geben wir auszugsweise einen Vortrag, der von Herrn Universitätsprofessor Abderhalden (Halle a. d. S.) in der „Tagung für kriegswirtschaftliche Aufklärung" in Karlsruhe, der auch der Schriftleiter des „Baul. Boten" die Ehre hatte,, anwohnen zu dürfen, gehalten wurde. Unsere Feinde haben den Krieg mit drei großen Hoffnungen begonnen: erstens glaubten sie, uns mit ihrer erdrückenden Truppenübermacht zu schlagen; diese Hoffnung, wohl von Anfang an die kleinste, ist längst dahin, denn unsere Truppen haben in Angriff und Abwehr Uebermenschliches geleistet. Die zweite Hoffnung war die, daß uns bald die Rohstoffe ausgehen würden, und wir schon aus diesem Grunde unter ccklen Umständen den Krieg verlieren müßten, und die dritte Hoffnung bauten sie aus den englischen Aushungerungsplan auf. Was nun die Frage unserer Rohstoffe anlangt, so war die von unseren Gegnern daran geknüpfte Hoffnung nicht ganz unberechtigt, denn es lagen ja ganz genaue Zahlen über unsere Einfuhr vor und über die Stoffe, die unser Land selbst hervorbringt. In allererster Linie handelte es sich dabei um den Salpeter und um einzelne Metalle. Und die Hoffnung der Feinde hätte sich auch erfüllt, wenn es nicht unserer Wissenschaft und Technik während der drei Kriegsjahre gelungen wäre, durch Erfindungen dem uns bedrohenden Mangel abzuhelfen. Die Feinde hatten nicht mit der deutschen Tüchtigkeit gerechnet und nicht mit der deutschen Wissenschaft und Technik, die in den letzten Jahren gewaltige Fortschritte aufzuweisen haben. Alle Rohstoffe sind jetzt ersetzt, und in nicht allzu ferner Zeit wird auch die Kleiderfrage vollständig gelöst sein, denn die Papierkleidung wird jetzt in so vorzüglicher Weise hergestellt, daß man sie auch im Regen tragen kann. Auch alle Metalle und der Salpeter sind vollständig ersetzt. Aber nicht allein für die jetzige Kriegszeit, sondern auch für die Zukunft Deutschlands sind diese Emdeckungen von ganz ungeheurer Bedeutung, und wir brauchen die großen Kapitalien, die in diesen Werken festgelegt sind, nicht als vernichtet zu betrachten. Denn diese Fabriken werden auch im Frieden Weiterarbeiten und das hineingesteckte Geld und die Arbeitskraft werden sich glänzend verzinsen. Und nun die zweite wichtige Frage: die Ernährung. Kann unser Volk ausgehungert werden? Wir wollen die Frage ganz objektiv betrachten und der Wahrheit gemäß beantworten. Und da lautet die Antwort: Das ist nicht möglich. Richtig ist, daß unsere Ernährung augenblicklich sehr knapp ist; das wird sie auch noch für die Folge bleiben. Auch die Leistungsfähigkeit der Landwirtschaft ist auf einen gewissen Grad beschränkt. Sie tut alles, um die Menge unserer Nahrungsmittel zu steigern. Auch die Forschung hat sich schon lange mit der Frage Urteil wird sichs doch immer wieder bewähren: Die große Bewegung, die wir die Reformation nennen, und der Luther den wichtigsten, den entscheidenden Anstoß gegeben hat, bedeutet unter allen Umständen einen tiefgehenden Einschnitt in die Geschichte menschlichen Geisteslebens. Nicht ohne Grund wurde Luther von seinen Zeitgenossen als die Wittenberger Nachtigall begrüßt, die das Morgenrot eines neuen Tages anmelde. Mit Fug und Recht, hat er selbst als den Propheten seiner Nation sich gewußt, durch welchen Gott ein Neues offenbare. Was war das Neue? Es lag nicht zunächst in einer veränderten Stellungnahme zu den irdischen Dingen, zu den Fragen des Welterkennens, zu den Angelegenheiten des körperlichen und wirtschaftlichen Lebens, zu den sozialen Ordnungen der menschlichen Gesellschaft. Das Neue lag auf religiösem Gebiet. Es handelte sich um ein neues Verhältnis zu Gott, d. h. um eine innere Erkenntnis dessen, tvorin das Heil der Seele besteht, und um ein tieferes Verständnis des Weges, auf dem der Mensch zum wahren Heil gelangt. Der Gläubige wurde »on allerlei Heilsmitteln und Heilsmittlern unabbänaio gemacht und ganz auf sich selbst gestellt, das will sagen ganz auf den Gott, der dem nach ihm Verlangenden ir freier Liebe sich zu eigen gibt. Alles Weitere, was wn bis aus den heutigen Tag als befreiende Wirkungen voll Luthers Tat empfinden, ist nur eine folgerichtige, aller« dings nach den Gesetzen der Geschichte erst allmählich sich durchsetzende Auswirkung eines religiösen Befrciungs« kampfes, zu welchem Luther am ewig denkwürdigen 31. Oktober 1517 das erste Signal gegeben hat. Was den Freiheitsruf, den er von da an mit steigender Kraft und Klarheit in Wort und Schrift erhob, zum mächtig zündenden und mit wunderbarer Schnelligkeit sich verbreitenden Feuer machte, das war der Umstand, daß Luther selbst in ernstem Suchen, und Forschen, unter heißen inneren Kämpfen zu der freimachenden Wahrheit sich durchgerungen hatte. Wahrlich das Freiheitslied, das er anstimmte, war nicht der wilde, wüste Schrei eines Menschen, der irrgeleitet von ungezügelter Natur alle Bande sittlicher Zucht als unbequeme Fessel von sich wirft. Vielmehr es war der Jub-lruf eines Mannes, der quälender Unruhe entronnen, endlich festen Boden unter seinen Füßen faßte, seines Gottes gewiß geworden war und an diesem seinem Gott das alles beherrschende Gesetz seines Lebens gefunden hatte. Sänger war Luther und Held zugleich. Wenn wir unter Helden Männer verstehen, die ein großes Neues, das ihnen aasgegangen ist, gegen die widerstrebenden Mächte des überlieferten Alten mit unbedingter Hingebung, mit dem Einsatz der ganzen Person, furchtlos und ohne falsche Rücksichtnahme vertreten und verfechten, so gehört Luther sicherlich zu den tapfersten Helden, die Gott unserem deutschen Volk geschenkt hat. Ohne weiteres sei zugegeben: er war im Kampf oft heftig, schroff, einseitig; seine Rede, sein Schelten und Drohen mag zumal weichere Naturen befremden, fast unheimlich ängstigend anmuten. Indessen, ganz abgesehen von dem vielen, as seine Kampsweise in milderem Licht erscheinen läßt, niätt dertetbe Luther, der so arimmi^e Streicke qeuen seine Feinde führt, auf der anderen Seite ein Ma von rührend kindlicher Einfalt, von seltener Gem_ tiefe, von zarteste Empfinden? Und wer darf behaupt^ er habe bei seinem Auftreten, je von minderwertiges sittlich anfechtbaren Beweggründen sich leiten lassen Selbst wer Luthers Gang und Weg schließlich als bv. dauerlichen Irrweg beurteilen zu müssen meint, sojj^ zum mindesten anerkennen, daß er in der Geschlossenheit seines Wesens und in der Kühnheit seines vorwärts., drängenden Eifers alle Merkmale echten Heldentums l aufweist. Wenn je eine Zeit dazu angetan war, gerade vs» dieser Seit- her ihn uns wert und teuer zu machen, so iß es die Gegenwart. Gewiß, wir Protestanten hätten un» serer ResormationSjubelfeier einen lichteren Hintergrund; wünschen mögen, als da? blutige ROg n, in welchem unser deutsches Volk einer Welt von Feinden sich zu er wehren hat. Mer andererseits muß gerade eine solch, Zeit furchtbarer Kämpfe unserem Herzen den Manen erß recht nahe bringen, der als einzelner gegen die mäch. tigsten, irdischen Gewalten in die Schranken getreten iß Kein Deutscher, welchem Lager er auch angehören und wi, er sonst zu Luther sich stellen mag, wird daran Zweifel, dürfen oder zweifeln wollen: lvenn Luther heute j« unsere Mitte träte, er würde wie nicht leicht ein anderer die Sache, Sorge und Not des deutschen Volkes ms seinem Herzen tragen und unserem Volk ein treuster Herold, Mahner und Warner sein. Wer weiß, ob er nicht der Rufer im Streit wäre, der nicht bloß die Zagende, sortreißen, sondern auch allen inneren Hader banne« würde mit seinem geistgewaltigen, aus heißer Liebe strömende Wort das ihm vor 400 Jahren zwingende Macht über die Gemüter seiner lieben Deutschen verliehen hat. In der Freude an Luther als kerndeutsche« Mann kann heute auch alles sich zusa m men finden, was eine deutsche Seele in sich trägt. Und nicht bloß nt der Freude darüber, sondern auch im Dank für vieles, war er geschaffen hat und was ihm als bleibendes Verdienste - auch diejenigen anrechnen sollten, die den religiösen Kernpunkt seiner Persönlichkeit und Geist und Ziel seiner - Be, Beichskai IMit dem ^rrg bc ^ Die nsteh seith er 8 ' Payer d, Musisch. ZS könn Big Hol Merischc Wen do Weidete, Äckhaltev n fl tter i n, i end KZ/ reformatvrischen Lebensarbeit ablehnen zu müssen meinen.. -staatssekn . 5«. _ . .. 2 - ,5^. MM Opi' ^ Das werden doch ivvhl auch seine ausgesprochensten Gegner kaum bestreiten, daß Luthers Hcrvortreten an die Oesfeich lichkeit durch schwere Gebrechen des herrschenden Kirchew tums veranlaßt, mindestens mitveranlaßt war und dast er mittelbar gerade auch für die alte Kirche zum Reformator geworden ist und ihr den Anstoß zu innerer Neu- belebung gegeben hat. Man braucht weiter nur die Worte: Bibelübersetzung, Deutsche Sprache, Schule, Kirchenlied , und Kirchengesang zu nennen. So muß auch der nH sträubenden Voreingenommenheit sichs aufdrängen: Luthe» war nicht bloß ein treuster Freund, sondern auch ei» größter Wohltäter des deutschen Volkes. Darum ists auch nicht an dem, daß die vierte Resormationsjubelfeier die ohnehin ohne Jubilieren in schlichter Stille vor sich geht, die Kluft tiefer aufreiße» müßte, die seit den Jahren der Reformation durch unser Volk hindurchgeht. Gewiß, wir Evangelischen wünschen, daß die Feier in unseren eigenen RelLen ->tn- ntn n - bens ebe Wärts Dndpu Mnder U Do zu s zusa! «sie el Wschen ' Seg de r, der Einer Mg ab «er, Drew s Ks preus D vom dem u Land Ler K. Berk . Arb< Urzlichen «eiche ichshaip Hrmiarme A siegrei sn dem T beschäftigt, auf welche Weise man die Ausnützung der Aecker möglichst steigern könnte. Unsere Nahrungsstoffe werden ausschließlich von der Pflanze gebildet. Kein einziges Tier ist im Stande, aus erster Hand Nahrungsstoffe zu erzeugen. Hieraus entnehmen wir das Fundament für die Kriegswirtschaft im neuen Jahr. Wir betrachten nun zuerst die Frage: Was machen wir mit den uns von der Pflanze gebotenen Nahrungsstoffen, und in welcher Form führen wir sie unseren Geweben zu. Eine direkte Uebernahme der meisten unserer Nahrungsstoffe findet nicht statt, sondern die Umwandlung besorgt die Verdauung. Diese beginnt bereits im Munde; sie setzt sich fort im Magen und im Darmkanal. Gerade in der Jetztzeit hat sich das Studium der Verdauung als außerordentlich wichtig erwiesen. Der Appetit hat eine sehr große Bedeutung. Man muß mit Appetit essen. Der schön gedeckte, saubere Tisch, den einige Blumen zieren, hat durchaus seine Berechtigung. Schon das fördert die Verdauung. Aus diesem Grunde sollte man darauf sehen, daß das Essen nicht zu hastig und aus einem beliebigen Gefäß eingenommen wird. Dann aber soll man sich beim Essen auch nicht ärgern, denn auch dadurch wird die Verdauung beeinträchtigt! Versuche haben gezeigt, daß bei Acrger die Magensäfte sofort zu fließen aufkören; damit ist die Verdauung auf das empfindlichste gestört. Man nehme auch nicht zu viel Nahrung aus einmal in den Mund und kaue sie sehr lange und gründlich. Schon durch sorgfältiges Kauen wird der Verdauung vorgearbeitet. Der Hauptzweck der Verdauung ist, die Nahrungsstoffe dem Körper anzupassen. Ist unsere jetzige Ernährung im Stande, allen Aufgaben gerecht zu werden und ist sie gut? Wir können das bejahen! Unsere jetzige Nahrung ist knapp, jedoch in der Zusammensetzung gut. Es herrscht vielleicht ein gewisser Mangel an Kalk. Sehr unzweckmäßig ist, den Tieren solche Nahrung zu geben, die wir selbst verwerten können. Daher muß die Aufzucht von solchen Tieren, die menschliche Nahrungsmittel verzehren, nach Möglichkeit eingeschränkt werden. Wollen wir die uns jetzt im Kriege zur Verfügung stehende Nahrung voll ausnützen, so ist vor allem darauf zu achten, daß die Nahrungsmittel in der Küche gut zerkleinert und daß sie recht lange gekocht werden. Wir kommen da allerdings in Konflikt mit der Kohle; das lange Kochen der Nahrungsmittel ist aber gerade in der Jetztzeit so dringend notwendig, weil wir bei einem Kohlenmangel zugleich eine Verschlechterung der Ausnützung unserer Nahrung bekämen, und das wäre jetzt unerträglich. (Man muß eben jetzt mehr denn je die Kochkiste in Anspruch nehmen. Schrftl.) Die allerwenigsten Menschen kauen ihre Speisen so gründlich, wie es notwendig ist. Das richtige Kauen ist jetzt eine patriotische Tat. In unserer Zeit sollte die Kochkunst auf der Höhe sein, um alle Nahrungsmittel voll >ie Kraft ffrnerhin j k»d die V erschüttert Steg, Berl »ationalen vald aus Kursen w Mad den Zmern, a Macht üb nng , - dess das will ! ausnützen zu können. Ein leichtes ist es ja, Fleisch kochen, aber heute auch bei dem Mangel an Fett usikDusprießliä Gemüse gut und schmackhaft zubereiten, verstehen die welch-! ^ ^ k»n Hausfrauen. Wichtig ist auch die Sorge für Abwechslung in der Zubereitung. Eine weitere Frage ist: reichen die uns zugewiese«» Nahrungsmittel aus? Viele Leute haben in de» letzten Jahren an Körpergewicht abgenommen; manche W zu 30 Pfund und mehr. Nun ist die Abnahme des i Körpergewichts noch nicht allzuschlimm, vielen kann sie § nur vorteilhaft sein, aber zu weit darf sie auch nicht herunter- ? gehen. Eines müssen wir sagen: Unsere Ernährung darf ! nicht noch knapper werden, als sie heute ist. Das brauch« ! wir ja auch nicht zu befürchten, denn die Kartoffelernte ! ist landwirtschaftlich gesprochen gut und die Getreideernte > mittelgut. Die Fleischration wird wahrscheinlich eine Zeit-^ ' lang vergrößert werden können, weil noch Vieh abg^ - ^ schlachtet werden muß, um alle für den Menschen diren geeignete Nahrung allein dem Menschen zuzuführen ! nicht an das Vieh zu verfüttern. Unsere Ernährung wir»" also etwas besser werden. Bei uns in Norddeutsch!«"' ^ ist sie z. B. jetzt viel schlechter als hier im Süden Deutsch' lands. Am meisten gelitten haben die Großstädte, A Berlin und die großen Jndustriebezirke im Ruhrgebitt- Eine weitere Frage ist, ob unsere jetzige Ernährung in Qualität so beschaffen ist, daß wir nicht eines D zusammenbrechen. Die Zusammensetzung unserer jetzigen Nahrung ist N '' ausgezeichnet. Wir könnten ja wohl etwas mehr Fle ^ ; und vor allem Fett brauchen, aber daß die das Uebergewicht hat, ist recht gut. Wenn unser Kör etwas entbehrt, so ist das eine gewisse Menge Ka Das kommt daher, daß wir Erwachsenen keine ÄMl trinken können. Wir müssen natürlich alles tun, um rms^ Nahrungsmenge zu steigern; jeder Flecken Landes r' ausgenützt werden. Immer noch liegen in Deutschs viele Aecker brach. , Also das eine steht fest: aushungern könne uns unsere Feinde nicht. Man muß auch ^ Auge behalten, daß, wenn wir heute gezwungen würdest^ Frieden um. jeden Preis zu schließen, uns' Ernährung mit absoluter Sicherheit noch schlechte werden würde. Denn sie kann nur besser werden, ein Friede zustande kommt, der Deutschlands Er folgen entspricht. Nach dem Kriege können wir nächst wohl nur aus Rußland Nahrungsmittel bekomm' die anderen Völker werden nicht viel abgeben körme^ - Man muß die Meinung zerstören, als ob ein Friede ! plötzlich eine große Besserung bringen würde. Auch " ! dem Kriege werden die Ernährungszustände noch ^ einige Zeit hinaus gleich bleichen. Aond, ^habe Anlaß .Heere rste aeha M lassen? als htz. ' sollte ssenheit rwärts- de vsn ^ so ist len un- 'rgruiL velchkm zu er ^ e solch, neu eH : mSch. eten ist und wie zweifeln eute in er nicht agenden bannen be strö- Macht »en hat. lsche« inden, bloß i» es, w«z Map, - Erkenntnis und Wertschätzung der Segnungen der Reform leinAs-' '«stion und damit auch eine Stärkung des evangelischen «upten "Mubens und Lebens als bleibende Frucht zurücklasse, ertigen' ^Wer ebenso auffrichtig wünschen wir, es möge auch an- '' ^Herwärts, bei allem Vorbehalt des eigenen religiösen Randpunktes, Luther in dem, was er uns allen mit- chmnder gegeben hat, immer unbefangener gewürdigt wer- hrn. Da brauchten an Luther die Geister nicht bloß _ M zu scheiden; sie könnten auch an ihm und in ihm kntllns Arch zusammenfinden zu einer Gemeinschaft des Geistes, A sie eben jetzt uns so bitter not tut. Es kann unserem Äffchen Volk nicht zum Unheil werden, es kann ihm nur «M Segen gereichen, wenn in seines Schicksals schwerster Runde Luthers Geist zu ihm herniedersteigt — ein Mrger und ein Held zugleich. Neues vom Taqe. Der Kanzlerwechsel. Berlin, 30. Olt. Berliner Blätter melden, daß Reichskanzler Dr. Michaelis am Sonntag zusamme« M dem bayerischen Ministerpräsidenten Grafen Hert« beim Kaiser gewesen sei. ? Die Bedenken, die der Ernennung Hertlings ent- ander»' «aenstehen und die er selbst teile, seien darin zu suchen, kes M ^ seither der Reichskanzler fast regelmäßig auch prern treulitt Mischer Ministerpräsident gewesen sei, Hertling sei all ^Klycr dafür doch nicht geeignet und würde sich in di« ^Gischen Lebens- und Staatsverhältnisse so wenig sin- tzV können, als es der dritte Reichskanzler Fürst Chlod- Vtz Hohenlohe seinerzeit vermochte, der zwischen bei bayerischen Ministerpräsidentschaft und dem Kanzler- Men doch noch das Statthalteramt in Elsaß-Lothringen bekleidete. Die Parteien bekunden überwiegend eine zu- rückhaltende Abneigung gegen die Uebernahme des preußischen Präsidiums durch den Grafen Hertling. Einige Blätter meinen, ein Ausweg könne dadurch geschaffen «erden, daß, Dr. Michaelis das Präsidium beibehalte, lehrend Hertling sich auf das Kanzleramt beschränke. Dü M Z." will wissen, daß mit Dr. Michaelis auch Unter- staatssekretär v. Grävenitz (Chef der Reichskanzlei)' und der Direktor T-rbr. v Braun zurücktreten werden Einer neueren Meldung zufolge wolle Gras tzert- ii«g ablehnen. Die preußische Wahlrechtsvorlage. Berlin, 30. Okt. Ter Minister des Innern Dr. ^rws hat den Gesetzentwurf für die Abänderung KS preußischen Wahlrechts fertiggestellt. Ter Entwurf ist vom Staatsministerium beraten worden und wird dem ursprünglich in Aussicht genommenen Zeitpunkt Landtag zugehen. ' Lrr Kaiser an den christlichen Gewerkschaftskongreß. Berlin, 30. Okt. Der Kaiser richtete an den deutschen Arbeiterkongreß nachstehendes Telegramm: Meinen hen Dank für den Huldigungsgruß von dem in der Hauptstadt versammelten Kongreß der christlich-na- -len Arbeiter. In treuer Kameradschaft steht di« armee der deutschen Arbeiter unseren auf allen Fronsiegreichen Heeren mit unermüdlicher Arbeit zur Seite, dem Bewußtsein, daß nur ein glücklicher Ausgang eres Daseinskampfes der deutschen Arbeiterschaft eine 'prießliche Zukunft sichert, wird den Siegeswillen und Kraft zur Ueberwindung der schweren Zeit auch erhin stärken. Mein Vertrauen in den gesunden Sinn M die Vaterlandsliebe der deutschen Arbeiter kann nicht viesene» Achüttert werden. ' Stegerwald Mitglied des Herrenhauses. ^ Berlin, 30. Okt. Ter Vorsitzende des christlich- Wtionalen Arbeiter-Kongresses, Generalsekretär Steger- ^ —lxrld aus Berlin, ist auf Lebenszeit ins Herrenhaus «unt-LW»sen worden. Die Kabinettskrisis in Spanien. Madrid, 30. Okt. Ter Senatspräsident riet dem g, dem Ministerpräsidenten Tato sein Vertrauen zu er- u, andernfalls würden die Liberalen wieder di» t übernehmen. Ter Kammerpräsident empfahl di« ung eines Kabinetts der nationalen Zusammenfas- dessen Vorsitz Garcia Pietro, der nach Romanones das Präsidium hatte, übernehmen solle. Ter Kö- will heute die verschiedenen Parteiführer zu Rat« n Kern- , sein« meinen. Gegner Oeffent- Rrchen- nd daß Refsr- er Neu- Worte: chenlieii der uch : Luth« uch ein vierte eren ü ffreiße» h unsek ünsche i m de» nche b8 me des i ann su ag dufDo ,rauch«: ffelern!» ^ -ideerrrte" ne Zeit'. > r dlüst « en ng wu . itschla»»- Deutschs .te, pg ! Tagch nahrE; Körp«j Kal^i ÄiM r unst^ tschla»^; Amerikanische Staats-Ausgaben. ^ Washington, 30. Okt. Tie Ausgaben der Berten Staaten betragen im Oktober 1 Milliarde Tol- einschließlich der Anleihen an die Alliierten. Anschlag der Königspartei. Paris, 30. Okt. (Agence Havas.) Ter Militär- 'neur von Paris, auf dessen Anordnung hin die luchung gegen die Zeitungen „Action Francaise" »Camelot du roi" eingeleitet wurde, hat die Ango- cheit an die Staatsanwaltschaft der Seine abgegeben, einleitende Verfahren wurde gestern nachmittag un- der Anklage eines Anschlags gegen den Staat und verbotener Aufbewahrung von Waffen auf Grund ^ setz es von 1834 eröffnet. ^Tie Royalisten, d. h. die alte Kvnigspartei, sind in ^ ''eich zwar einflußreich, aber nicht zahlreich genug, von sich aus einen ernsthaften Putsch ins Werk setzen. Aber in Frankreich ist die Volksstimmung chenbar und Kriegsglück oder -Unglück hat schon als einmal in der Geschichte in Frankreich zu poli- Ueberraschungen geführt. T. Schr.) Rüstung Hollands. London, 30. Okt. „Morning Post" meldet, Hol- ,habe in Schweden eine große Zahl von Flugzeugen Das Lob Llohd Georges. E^tsierdam, 30. Okt. Lloyd George hat gestern Einlaß des dem Unterhaus vorliegenden Antrags, ^Heere, der Flotte und der Bevölkerung für ibre kste um den Krieg den Tank auszusprechen, eine aehalten. Er sagte unter anderem: Äck zögere nicht, zu sagen, daß ein überwältigendes UnheistdreSache der Alliierten betroffen haben würde, wenn nicht die englische Flotte gewesen wäre. Rußland würde schutzlos gewesen sein. Die Flotte hat im Verlaufe des Krieges 30 Millionen Menschen, 2 Millionen Pferde, 25 Millionen Tonnen Explosivstoffe und Vorräte, sowie 51 Millionen Tonnen Kohlen und Oel befördert. Es ist noch zu früh, die Wirkung der Blockade der englischen Flotte gegen unsere Feinde festzustellen, eine Blockade, die vollständig gewesen wäre, wenn wir nicht die Türen des Balkans unverschlossen gelassen hätten. Was die große Flotte betrifft, so hatte sie nicht so viel Gelegenheiten, wie die, die den Ruhm unserer Flotten geschaffen haben, aber es war nicht ihre Schuld. Auf die Armee zu sprechen kommend, sagte er: Unser ursprüngliches Expeditionskorps zählte 160000 Mann. Jetzt betragen die englischen Expeditionsstreitkräfte mehr als 3 Millionen. Die Wirren in Rußland. Petersburg, 30. Okt. Der Bürgermeister von Petersburg macht bekannt, daß die Mehl erzeugenden Provinzen die Hauptstadt nicht mehr beliefern wollen. Trotzdem solle die Ruhe bewahrt werden, sonst werde die Zufuhr noch mehr gestört. Der Gouverneur hat alle Versammlungen usw. verboten, da angeblich ein bewaffneter Aufstand der Radikalen vorbereitet werde. Aus Stadt «nd Land. ** Adelsheim. 31. Oktober 1917. — Allerheiligen-Allerseelen. Wenn das große Sterben durch die Natur geht, und die letzten Blätter von den Bäumen zur Erde fallen, entsteht draußen auf dem Gottesacker noch einmal ein herrliches Blumenseld: liebende Hände haben den Hügel geschmückt, unter denen jene ruhen, die heimgegangen sind. Und auf den Lippen von manchem der Trauernden, die in diesen Tagen zu den Gräbern wallen, entsteht erneut die Frage: Warum? Einen wirklichen Halt und Trost bei dem hundertfach aufsteigenden, oft so peinigenden Fragezeichen gibt nach wie vor die Religion des Christentums. Da waltet jener wunderbare, am Auferstandenen sich emporrankende Glaube, der auch am Grabe triumphiert. In ungezählten Herzen ist er da und übt eine Macht, welche den schwersten Schmerz mild verklären kan- Allerheiligen verdankt seine Entstehung dem Papste Bon. t-us IV. der im Jahre 610 allen Märtyrern ein besonderes Gesamtheiligtum widmete . . . Aber auch an Allerheiligen und Allerseelen 1917 werden unsere Gedanken wieder hinaus wandern nach all den tausenden Soldatengräbern, die dieser furchtbare Krieg in feiner über dreijährigen Dauer von dem deutschen Volk gefordert hat. Ruhm und Ehre und heiliges Andenken all diesen Tapferen, die für uns den Heldentod gestorben sind. Ihre Gräber vermögen wir nicht zu schmücken mit den letzten Blumengaben des Herbstes, aber ihrem Gedächtnis können wir eine stille Stunde weihen. — Der neue Fahrplan, der morgen in Kraft tritt, bringt auf der badischen Strecke Mannheim-Würzburg die bereits vor einiger Zeit von uns bekannt gegebenen Aender- ungen, während auf der Strecke Osterburken-Heilbronn im Zugverkehr keine Abweichungen vom jetzigen Fahrplan ein- treten. Infolge der Papiernot ist es strengstens verboten, einen Sonderabzug des Fahrplans herauszugeben und wir werden deshalb in den nächsten Tagen den Fahrplan auf der 4. Seite unseres Blattes zum Abdruck bringen. — Erneute Auszeichnung. Gefr. H. Spriegel, Sohn des Landwirt H. Spriegel, Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Klasse, wurde mit der Württbg. Tapferkeits- Medaille ausgezeichnet. Unfern Glückwunsch zu dieser zweiten Auszeichnung. (-) Hirschlande«, 30. Okt. Die hiesige Gemeindejagd wurde an Landwirt Cornel Lutz von Berolzheim für den Preis von 1056 Mk. verpachtet. (-) Grotzeicholzheim, 27. Oktober. Unteroffizier Heinrich Kegelmann, Schreiner, erhielt zu dem Eisernen Kreuz nun auch die bad. Verdienstmedaille. Wir wünschen dem tapferen Helden, daß er die beiden Auszeichnungen noch lange und gesund tragen darf. (-) Mosbach, 30. Okt. Das hiesige Elektrizitätswerk macht bekannt, daß infolge der ganz außerordentlichen Preissteigerung der Betriebsmittel (Kohlen, Oel usw.) und der allgemeinen Unkosten, es sich genötigt sieht, vom 1. November ab den Lichtsttompreis von 0,60 Mk. pro Kilowattstunde in Anrechnung zu bringen. Ferner untersagt es bis zum 1. April 1918 den Verbrauch von Krast- strom in der Zeit von Nachmittags mit Beginn der Dämmerung bis zum nächsten Morgen mit Ende der Dämmerung. (-) Mannheim, 30. Okt. Eine hier wohnhafte Kölnerin wollte auf einem vor Anker liegenden Schiff ihren Mann besuchen. In der Dunkelheit glitt sie aus, stürzte in die Fluten und ertrank. (-) Jöhlingeu bei Turlach, 30. Okt. Durch Feuer wurden Scheune und Stallung des Landwirts Karl Spitz) völlig zerstört. Der Schaden beläuft sich ans 10000 Mark. (-) Rastatt, 30. Okt. Der 36jährige Rangierer Heinrich Deck geriet im hiesigen Bahnhof zwischen di« Puffer einer Lokomotive und eines Wagens und wurde totgedrückt. (-) Unzhnrst bei Bühl, 30. Okt. Bon einem seltenen Jagdglück roeiß der „Acher- und Bühlerbote" za berichten. Der Rößlewirt Maurath schoß mit einem Schuß zwei Rehe auf einmal, einen Sechserbock und eine Gais. i Es wird versichert, daß es sich um kein Jägerlatein ! handelt. > (-) Freiburg, 30. Okt. Das Befinden des Herr» , Erzbischof Dr. Nörber hat sich, wie die „Freib. TageS- i post" mitteilt, weiter wesentlich gebessert. Die Genesung ! vom Bronchialkatarrh schreitet gut fort und auch htz> ' Herzermüdung hat bedeutend abaeuommeu. . (-) Freiburg, 30. Okt. Das Schwurgericht verurteilte den 18jährigen Fabrikarbeiter Augustin Schindler aus Kollnau wegen Mordversuchs zu 3 Jahren, Zuchthaus. Schindler hatte seine noch nicht 16jährigs Geliebte zu töten versucht, indem er ihr mit einem Dolch 18 Stiche versetzte. — Wegen Tatschlagversuchs hatte sich der Schneiderlehrling Paul Riesterer aus Staufen, vor den Geschworenen zu verantworten. Er hatte ick der Kreispflegeanstalt Hertern einem Gesellen, den er; nicht leiden mochte, ein Messer in den Hals gestoßen) Der nicht ganz Zurechnungsfähige wurde zu 4 Monaten) Gefängnis verurteilt. 1 '(--) Slvckach, 30. Okt. In Hoppetenzell hat dis 84jährige Ehefrau des in französischer Gefangenschaft befindlichen Schreiners Karl Engst eine Flasche Benzol in heißes Wasser gestellt. Die Flasche explodierte und die Frau zog sich dabei so schwere Brandwunden zu, daß sie wenige Stunden nach dem Unfall starb. , - . ; Wetter-Aussichten. Für Donnerstag und Freitag ist vorwiegend naßkaltes Wetter zu erwarten. Gottesdienst-Ordnung. Donnerstag, den 1. November 1917. Kath. Kirchengemeinde Adelsheim. (Fest Allerheiligen.) Vorm. 10 Uhr: Festgottesdienst. Nachm. i/zI Ahr: Nachmittagsgottesdienst, dann _Gräberbesuch. Levre Ra«vrianea Wolfs-Telegramme Abendbericht. Berlin, 30. Oktober, abends. (Amtlich.) Dem Trommelfeuer auf dem Schlachtfeld in Flandern folgten starke englische Angriffe auf Passchendaele. Das Dorf ging verloren. Kraftvolle Gegenangriffe warfen den Feind wieder hinaus. Bei Cheluvelt brachen früh und nachmittags Angriffe der Engländer blutig zusammen. Am Chemin-des-Dames und auf dem Ostufer der Maas lebhafter Artilleriekampf. Im Osten nichts Wichtiges. In Italien geht es vorwärts. ! 32 «W 8RT. versenk. ! Berlin, 30. Okt. (Amtlich.) Eines unserer U-Boote, Kommandant Kapitänleutnant Hashagen (Ernst) hat im Atlantischen Ozean und Aermelkanal neuerdings rund 32000 Äruttoregistertonnen feindlichen Handelsschiffsraum vernichtet. Unter den versenkten Schiffen befinden sich der bewaffnete englische Dampfer Madure (4484 Tonnen), dessen Ladung unter u. a. aus Lokomotiven bestand, ferner 4 große bewaffnete englische Dampfer, von denen einer aus einem Geleitzug herausgeschoffen wurde. Der Chef des Admiralstabs der Marin«. Ammer «och keine Entscheidung in der Besetzung des Reichskanzlerpostens. Berlin, 30. Oktober. (Amtlich.) S. M. der Kaiser empfing heute den Staatsminister a. D. Lentze, nahm die Meldung des Generalmajors Scheuch entgegen und hörte den Generalstabsvortrag. Alles reuuet, flüchtet! Berlin, 30. Okt. Das geschlagene italienische Jsonzo- heer wälzt sich in wilder Flucht aus allen Straßen dem Sumpfgebiete des Tagliamento zu. Der Rückzug wird erschwert durch den Strom der flüchtenden Zivilbevölkerung, die in vollem Entsetzen westwärts zieht und lmit Hab und Gut die durch den Gewitterregen aufgeweichten Straßen bedeckt. Bereits drängt sich an den wenigen Uebergängen über den verästelten Fluß der Strom flüchtiger Heeresteile und Landesbewohner zusammen. Die wichtige Stadt Udine, der bisherige Zenttalpunkt der italienischen Heeresleitung und der Versorgung der Jsonzoarmee, liegt schon weit im Rücken der siegreich und ungestüm vordringenden Verbündeten. Auch an der Kärtner Front gibt der Feind dem konzentrischen Druck nach und weicht in Richtung auf den Oberlauf des Tagliamento, von unseren Divisionen verfolgt. Die erste feindliche Meldung über den italienischen Rückzug. Bern, 30. Oktober. Gazetta Ticinese bringt die erste Stefani-Meldung über den italienischen Rückzug. Es heißt darin: Unglückliche Umstände haben den deutschen Schlag begünstigt. Das Blatt will wissen, die englischen und französischen Batterien, die die Augustoffenfive unterstützt hätten, seien vor ungefähr 14 Tagen zurücktransportiert worden (!). Das Blatt spricht dann bemerkenswerter Weise die Hoffnung aus, Italien möge nach siegreichem Kriege Republik werden. Privat-Te legramme Räumung der «ordruffischeu Festungen und Finnlands? Köln, 30. Okt. Die Kölnische Zeitung meldet aus Kopenhagen: Wie Meldungen aus Petersburg besagen, umfaßt die Bestürzung über die deutschen Siege an der russischen Ostseeküste immer weitere Kreise des russischen Volkes. Danach scheint es, daß von der Regierung nicht nur die Räumung Petersburgs, sondern auch die mehrerer anderer wichtiger Städte und Festungen Nordrußlands und Finnlands ins Auge gefaßt worden ist. Die „Rjetsch" weiß zum Beispiel zu berichten, saß bereits Maßnahmen für die Räumung Kronstadts getroffen worden seien. Dies würde die vollständige Preisgabe der russischen Oftseefiotte bedeuten. 5 iÄ H Gefunden Todes-Anzeige. Freunden und Bekannten machen wir die schmerzliche Mitteilung, daß am 19. Oktober nun auch unser zweiter lieber, guter Sohn eine wertvolle Dnnienuhr ohne Kette Unteroffizier Gmil Link auf der Straße Uiffingen»Wöl» . chingen. Die Eigentümerin kann ^ die Uhr beim l Bürgermeisteramt Aiffingen ; in Empfang nehmen. v. bad. 3nf »Regiment Nr. 170, 12. Komp. Inhaber des Eisernen Kreuzes und der silberne« Verdienstmedaille im Alter von 28 Jahren den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist. Zimmern, den 29. Oktober 1917. Um stille Teilnahme in unserm großen Schmerze bittet die Familie Alexander Link n. Verwandte. Militärfreier Ulair 11 Vekaimtnrachiriig Wir haben die ungeteilte Arbeitszeit eingeführt. Kaffenftnnden von 8 bis 4 Uhr. Evans. Skislschassnel Mosbach. Lau-w. Kreiswiuterschule Tanberbischofsheim. Schöne belg. K. Mck- HSsi» jährig preiswert zu verkaufen F. Kail«. ALklchm. Sohlenschoner empfiehlt Zu verkauf u: 7 prima erstklassige, sprungsühige An eh tfarren Simmenthaler Abstammung. Lade Kaufliebhaber freundlichst ein Linninger, Grotzcicholjheim Baden.) Telephonruf 14 Oberschefflenz Au -ie Landwirte Ohne Mkllkartk! 2 Original-Karton, 12 Stücke Dr. Bethmanns Vaselin Toilettenstücke schäume» und duften, hervorragend für Hautpflege. Nachn. inkl. Verp. 5,50 Mk. Versandgeschäft I. Stark, Wiesdors, bei Köln a. R. des Kreises Mosbach! Große Mengen Runkeln «.Wurzeln) sind zur Herstellung von Marmelade dringend nötig. 'Die Rüben werden für diesen Zweck mit 2 Mk. per Ztr. frei Waggon bezahlt. Landwirte, welche Runkeln abgeben wollen, werden hiermit gebeten, sofort die abzugebende Menge durch Postkarte dem Oberkäufer Straßwiemer, Marbach, Post Gerlachsheim zu melden. I. Stratzwiemer, Marbach. Einladung. Alle Männer von Adelsheim, die nicht auf dem Boden jener Resolution der jetzt schon zerfallenden Reichstagsmehrheit vom Juli ds. Js. stehen, sondern einen Frieden wollen, der uns freie Entwicklung und neue Blüte sichert, werden frdl. eingeladen arn nächsten Sonntag, den 4. November, nachmittags 3 Ahr, sich im Nebenzimmer des Gasthauses zum „Hirschen" einzufinden, zwecks Gründung einer Ortsgruppe der „Deutschen Vaterlandspartei". ütotilsnsoksuieln Iloblknlötkel Koblenfilllsr Koklsndevltkn steräröstv lisräringv L. Hubert L Oomp. Nelslsksrn». Kinllkr-Illütrsn Kmüer-llsuben Knsden-Illütrön 8iiäwv8tvr emptieblt 6. kUsüeriok Nrlvlskesn,. Toder-Anzeige. Gesucht ! braves, fleißiges Alädchen , das auch etwas Gartenarbeit versteht. Kt« Nkßtsinmlt rrtyhtßtt Schwetzingen. ! (Kriegsbeschädigter) in der Wartung von Lokomobilen -erfahren (gelernter Schlosser bevorzugt) in meine Trocknungsanlage Boxberg als. Maschinist für eine Lokomobile und Heizer für die Darranlage gesucht. Eintritt sofort. ! Murret kausmauu f Schwabhaufen. Der Unterrichtsbeginn ist auf 20. November vorm. 8 V 2 Uhr festgesetzt. Aufnahme finden junge Landwirte vom 15. Lebensjahre aufwärts, für die auf Wunsch Wohnung und Kost besorgt wird. Anmeldungen sind an den Unterzeichneten zu richten. Tanberbischofsheim, den 27. Oktober 1917. Der Winterfchulvorstand: Weckeffer, Groß». Landwinschustslehrer jx, gchuler, Schmerzerfüllt machen wir Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß unser lieber, guter, unvergeßlicher Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Dizefeldwebel im Grenadier-Rgt. 11> Heinrich Aiatzer Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Klaffe und der Gr. Vad. silbernen Verdienstmedaille am 10 . September bei einem Handgranatenkampf den Heldentod fürs Vaterland, im Alter von 23 Jahren, gestorben ist. Sennseld, den 30. Oktober 1917. Die tieftrauernd Hinterbliebenen: Familie Christian Matzer mbst Kinder u. Verwandten. Die Trauerfeier findet am Sonntag, 4. November nachmittags i/,2 Ahr statt. Danksagung Für die vielen Beweise liebevoller Ameilnahme, die uns anläßlich des Hinscheidens unseres lieben Gatten, Vaters, Großvaters, Schwiegervaters u. Bruders zu Teil wurden, sagen wir herzlichen Dank. Innigen Dank auch Herrn Pfarrer Fath von Ruchsen für die Trostworte bei der Beerdigung, sowie der Lehrerin Frl. Zimmermann für die Leitung des Gesanges der Schüler und Allen, die von hier und auswärts durch die zahlreiche Begleitung zur letzten Ruhestätte den lieben Verstorbenen noch ehrten. Anterkefsach, 28. Oktober 1917. Im Namen der trauernd Hinterbliebenen: Elise Ra«, Wim, geb. Slammer. Vanksagvng. Für die vielen Beweise inniger Teilnahme bei dem Hmscheiden unserer lieben, unvergeßlichen, nun in Gott ruhenden Gattin und Mutter Babette Bauman« geb. Scheu sagen wir herzlichen Dank. Besonders danken wir Herrn Pfarrer Mangold für die trostspendenden Worte, dem Jungfrauen- und Schülerchor unter Leitung des Herrn Lehrers Kaiser für die erhebenden Grabgesänge. Allen, die von Nah und Fern herbeieilten, um der lieben Verstorbenen das letzte Geleite zu geben und denen, welche ihre Beileidsbezeugungen auf anderem Wege erwiesen haben, herzlichen Dank. Hohenstadt, den 29. Oktober 1917. In tiefer Trauer: Bürgermeister Bauman« nebst Kinder. ft Malis r ff-unter wie »de An wäh Unsere ? kampfei die sici sleindlic dm eich zu taftvoll i Neben hten die auf rden S ,ers zi und T Tie a lree h M eine Tie Ei >rt sch Hee Am O nin-des erheb! Auf de im ( ssen § war HanS . Hasso lreberras «den itesicht dien ihn "keine t sich oingei in leiser r.Was ein ü > bis e I eingekl ^Mrisse seine H '' ^ sich " Kim > von I «e.Er f.auf ein, halt aS geri «etiebte !sos Sr «ich e ltbaiin , > Brief »enge! Strei wo echten ko> io rrzii Sti rte er