Erschrick täglich, außer Son»- urrS ? Zeiertags k preis? Monatlich. . . pfg. - vierteljährlich . M. i frei in» Haus geliefert Glauben 8 war Heer«. »stigung Uiuigra Pon». - Anzeigen werSen mir pfeaaiA ; -er einspaltig« Feile berechnet. > k Sei mehrmaliger fiusnaharr RabaB - Postscheck-Konto 4 -S 4 , karlsruh« Geiefenftes TaSedlaS ore öaörjchev HaMaaöes iauptanAeigeblstt M Ne seMe Mersheim, Hoxberg u. -eren UmgebvW - . . > Druck und Verlag: 'Pp Xe)! ! Buchdruckerei Adelsheim, Adolf Heppeler ' I Telephon No. 18. ei ff. ladt 4 »», de der Gratis; ftmtlichev vrrkünSigungsbia» ^tzentl.) Illustriertes Sonntags - Stack HstzfubmLUons- unö Verftsigreungs-flnZeLger für öen Oöenwal- Gratis; prakt.Mitteilungen fürSewrckc (monatl.) u. Handel,Haus- u.Lan-wtrtjchaL Adelsheim, Donnerstag, 8. November 1917. ,r feM ce auf- Anmeb Zu Wien wird die Verfolgung sorigesetzi. Ae Livenza-LInie erreicht WTB. Großes Hauptquartier, 7. Nov. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauvtag: In Flandern wurde gestern erbittert gekämpft! Nach dem gewaltigen Trommelfeuer am frühen Mor M traten englische Divisionen von Poelcapelle bis zur Bahn Wern—Roulers und gegen die Höhen von Bece- hure und Gheluvelt zum Sturm an. Nördlich von Pas- ^Hendaele brach der Angriff in unserem Abwehrfeuer zu- lMimen. In Passchendaele drang der Gegner ein. In jähem Ringen wurde ihm der Ostteil des Dorfes wieder entrissen. Gegen Mittag führte der Feind frische Kräfte finden Kainpf. Sie konnten die Einbrnchsstelle bei Pas- fchendaele nur örtlich erweitern. Unsere Stellung läuft «ll östlichen Dorfrand. Der gegen die Höhen von Becelaere und Gheluvelt mit starken Kräften gerichtete Ansturm zerschellte meist Mon vor unseren Linien. Eingedrungener Feind wurde E« Nahkampf überwältigt. Die Wirkung unseres Vernichtungsfeuers hielt später sich vorbereitende Angriffe niÄer. Auf dem Schlachtfeld dauerte der starke Ar- Eriekampf bis in die Nacht hinein an. Bei den anderen Armeen der Westfront lebte die rMlecieiätigkeit an vielen Stellen aus und steigerte auf dem östlichen Maasufer und im Sundgau zu Mßer Heftigkeit Aus dem ' ' W östlichen KriegsschaupiLl) imd an der .W - mazedonischen Front ^kwe größeren Kampfhandlungen. r Italienischer Kriegsschauplatz: ch Gebirge und in der venetianischen Ebene wird «^Verfolgung fortgesetzt. Einige Tausend Gefangene eingebracht worden. Der Erste Generalqua'ticrmeister: Ludendorff. I ! rke von Auchenau. Ron an von Herbert von der Osten. L4 »Und darf ich für unsere Zukunft noch eine ganz besondere Bille an Dich richten?" fügte er zärtlich hinzu, während seine Hmid liebkosend über das seidene Goldhaar der Frau strich. ^»Vieg Tein Köpfchen nicht immer so hochmütig zurück, ivenn M Dich küsseu will. So manchmal. da Du Dich über meine ^Heftigkeit beschweren mußtest, war das allein der Grund." W Marga stieß ein heißes Rot bis an das feine, blaue Ge- M» an den Schläseip „Das tat ich aber doch nur, wenn Du : Aich gerade gekränkt hattest," verteidigte sie sich. „Wenn Du ^n»e oft recht harten Vorivürfe um irgend eine Nichtigkeit Mötzlich abbrachst, unr mich zn küffen, so ließ mich das er- ^«»»en, daß Dein Tadel wie Deine Zärtlichkeit nur eine Lanne »nd einer Härte will ich mich fügen, aber solchen Launen Mt." ^Hohenegge war es, als ob er die Frau, mit der er drei Wbre zusammciilcbte, heute eist kennen lernte. „Was für lA»i sli>lzes Geschöpfchen Du bist," entfuhr es ihm unwillkürlich. W»n schwiegen sie beide. ^ Aus den versteckten Büschen des ParkeS tönte süß inid lkend das Liebesiverben der Nachtigallei, an ihr Ohr. lu» dunklen Nachthimmel blickten geheimnisvoll die Sterne. »Gräsern und Stränchern funkelte der Nachttau ans. Cs »übe kühl. Hans Dietrich lenkte seine Schritte dem Herrenhanse zn. » sie die Stufen der Freitreppe emporsliege», blieb er Mich stehen. „Heute habe ich Dich doch nnn aber entschieden V gekränkt," sagte er. , »lind deshalb würde ich mich heilte auch sehr gern von - küsse» lassen." Mit ihrer scheuen Grazie legte sie die Arme » . " Hals und bot ihm ihre Lippen.- » friedliche Jahre waren über Buchenau dahin gegan» ^Die Kameraden von Fred Helldringen hatten während ^lanöverzeil einen sehr angenehmrn Eindruck von Hohen» ^Familienlebettgciovniien, nndsie verfehlten nicht, diesem nach Südwest-Afrika, wo Fred Helldringe» jetzt Dienst -u schreiben. Hätten sie hinzngesügt, daß in der Tiefe ^«arga HoheueggeS Augen noch immer eitle leis» Schwer» Verantwortliö Heppeler in - ldelshenn. 41. Jchrg. Die Kämpfe in Flandern waren wirklich sehr ernst und schwer, wie der gestrige Tagesbericht ahnen ließ. Mit besonderer Wucht stürzten sich die feindlichen Massen auf Passchendaele. Äon Westen her wurde der schon so oft angegriffene und bis jetzt immer siegreich behauptete Punkt bestürmt. Hier drangen die Engländer vor, dort wurdet! sie znrückgeschlagen, Passchendaele wurde genommen und im erbitterten Nahkampf dem Feind zuin Teil wieder entrissen, und so wogte die Schlacht bis gegen Mittag hin und her. Da zog der Feind neue Reserven heran nnd ein neuer Angriff begann. Wieder ging das gewesene Dorf an die Engländer verloren, so jedoch, daß der Ostrand in unserem Besitz blieb. Hier also wurde der Stoß des Feindes endgültig gebrochen. Die Lage wird durch dc.r Verlust von Passchendaele weder für die Deutschen noch die Engländer spürbar verändert, aber in London wird allerdings ein in starken Farben anfgetragener Siegesbericht erscheinen, für den man wenigstens eines hat: einen berühmten Namen, Passchendaele. Die Linie Wem—RonIerS selbst ist aber noch wie vor verschlossen. — Der zweite Angriff bei Becelaere und Gheluvelt, östlich von Wern, gestaltete sich zu einer schweren Niederlage des Feindes, der größtenteils schon im verlustreichen Vernichtungsfeuer unserer Geschütze zur Umkehr gezwungen wurde. — An der französischen Front herrschte vielfach starkes Artillcrie- feuer, so namentlich ans dem rechten Maasufer und im Sundgan bzw. in den Vogesen. In dieser Gegend sollen die Nordanierikansr sich befinden, die sich ihre „Sporen verdienen" wollen. Das lebhaftere Tempo der jenseitigen Gcschützemladungen dürfte wohl ans die Uebungen der Sendboten Wilsons zurück,zuführen sein. — In Ober- italien gehr es aut vorwärts. Der Feind wird verfolgt und wieder sind einige musend Mann gefangen genommen n«rden ES ist ausfallend, daß in den heutigen Drahlberichten rvin feindlichen Ausland über die Lage in Italien kaum ein Wort zu lesen ist. Die ganze Wahrheit ist wohl erst jetzt dort bekannt geworden und der Eindruck wird ein entsprechender sein. ' W ^ General Pershing meldet: Bei einem deutschen Vorstoß am Samstag wurden drei Amerikaner getötet, fünf verwundet und zwölf gefangen genommen. Neue Krise? Die Lage in Berlin hat sich wieder zugespitzt. Von einer Einigung über die von den Mehrheitsparteien ver- - »litt schlummerte, so würden ihre Briefe den jungen Schutz» truppler weniger verdüstert haben; doch diesen Schatten auf dem stillen Grunde von Margas Augen bemerkte nur Hoheneggs selbst. Die GutSnachbarn waren nirgends lieber als auf Buchenau. Das weiche, warme Behagen, das die Schloßfrau um sich zu verbreiten verstand, wirkte anheimelnd ans jeden Besucher. Ob auch Hasso es verstand? Er war jetzt ein bildhübscher Bursche vor« sechzehn Jahren, in den Schultern noch etwas schmal, aber schlank wie eine Tanne und von stolzer, freier Haltung. „Als ob der Freiherr Paul »och eimnal lebendig geworden wäre," sagten die Dörfler, wenn er auf seinem schönen Goldfuchs an ihnen vorüberspreugte. Er war ein brillanter Reiter. Kein Hindernis war ihm zn hock und kein Galopp zu stürmisch. Der Onkel hatte seine stolze Freude daran. Der Blick seiner Tante aber ruhte oft mit heimlicher Sorge ans Hasso, weil» er wie ein schönes Bild am Tische saß und den Reden des Onkels zuhörte. Er widersprach ihm nie; doch stimmte er ihm auch nicht zu. Er hatte seine Welt für sich, und Marga ahnte, daß diese Welt nicht die ihres Mannes war. Heute herrschte Feststimimmg ans Buchenau, iveil Hasso sein Einjährigenzeugnis in der Kreisstadt erworben und die Gymnasiallehrer sich sehr anerkennend über seine Kenntnisse geäußert hatten. Der Rest der Ananas-Bowle, die Hans Dietrich zur Feier desTages gekrallt, wnrde nach Tisch ans die Veranda mitgenommen. Behaglich streckte sich der Freiherr ans seinem Korbstnhl ans, um eine Zigarre zu rauchen. Auch Hasso durfte sich eine Zigarette anzünden. Marga in ihrem weißen Battistkleide sah noch immer wie ein Mädchen aus. Mail hätte sie für die Tochter ihres Mannes halten können, als sie ihm die Mokkatasse brachte und ihm eine Schlummerrolle in den Nacken schob. Hans Dietrich ließ sichs nicht mimerken, daß ihn das weiche Ding auf seinem Stuhl recht überflüssig dünkte. Zärtlich drückte er die kleine Hand, die so freundlich bediente, gegen seine bärtige Wange, während er scherzend fragte: „Findest Du nicht auch, daßdaSMilchsiippengesichtooilimseremJnngen eine Beleidigung für Deine auserlesene Küche ist?" »Der ich dafür als Reklame diene," ergänzte die junge Fra». „Mein» sämtlichen Kleider sind mir zn eng geworden. langten Minister- bczw. Staatsftkretärposten kann noch nicht gesprochen werden, da, wie cs scheint, seitens der Regierung eine Abneigung dagegen besteht, den neugeschaffenen Posten eines Vizekanzlers beizubehalten, der nur erforderlich gewesen sei, weil Tr. Michaelis in der Kunst der Diplomatie noch nicht die volle Erfahrung gehabt habe. Deswegen sei ihm Tr. Helfferich an die Seite gestellt worden. Die anerkannte Uebnng des Grafen Hertling lasse aber die Unterstützung als entbehrlich erscheinen. . . Der nat.lib. Führer Geheimrat Tr. Friedberg, dein Graf Hertling am 5. November die Stellung des preußischen Vize-Mmisterpräsideilten anbot, lehnte andern Tages ab; nach den Abmachungen mit dem Reichskanzler sollten neben Friedberg zwei forischirttliche Parlamentarier in die neue Rkgierung eintrcten. ,Wenn aber der Vizekanzler fiele, so würde dies der ausdrücklichen Forderung der Mehrheitsparteien entgegenstehen, und Friedberg glaubte, daß unter diesen Umständen keine sichere und arbeitsfähige Mehrheit für die Regierung zu bilden sei, nnd er zog die Folgerung daraus. Die Regierung soll, um zu einer Verständigung zu gelangen, angeboten haben, ein neues Staatssekretariat für die besetzten Gebiete zu errichten, das ebenso wie das preußische Handelsministerium einem fortschrittlichen^.Parlamentarier angeboten werden soll. Die Mehrheitsparteien haben am 6. Nov. wieder eine vertrauliche Besprechung ihrer Vertreter abgehalten. Bevor die EntschliMUg^e- kannt gegeben wird, dürfte wohl noch eine Aussprache mit der Regierung herbeigeführt werden. Eschst aber nicht, zu verkennen, daß bei der tatsächlich vorhandenen Mißstimmung auf beiden Seiten es der Aufwendung aller Ruhe und Besonnenheit bedürfte, um einen neuen Konflikt zu vermeiden. Graf Hertling soll, wie die „Franks. Ztg." glaubt versichern zn können, nach wie vor bereit sein, an der früher gemachten Zusage des fortschrittlichen Vizekanzlers, als welcher Herr von Payer in Betracht käme, festzuhalten, aber von einer Seite, die nicht genannt wird, komme ein hartnäckiger Widerstand. ' * * ' '"'.^--7? Ueber Sie polnische Frage soll, nach dem „Berl. Lokalanz." der Kronrat in Berlin den Wünschen Oesterreichs beigetreten sein. Darnach würde der Kaiser von Oesterreich den Titel eines Königs von Polen annehmen, d. h. Polen soll mit Oesterreich durch Personalunion verbunden werden. Der Geheiinrat, den ich gestern im Stift traf, meinte, er hätte es nie für möglich gehalten, daß ich mich so kräftigen könnte." Hoheneggs blickte an der ätherischen Gestalt seiner Frau herab. Ein etwas wehmütiges Lächeln spielte um feiner. Mund, als er dann mit einem leichten Seufzer antwortete „Du und kräftig? Ich glaube, mit demselben Rechte wie vor Dir, könnte man von einer kräftigen Blume sprechen." Aber alS er den Arm um ihre Taille legte, um sie näher an sich her. anznzieheii, rief er plötzlich: „Potztausend! Der Geheimrat hat doch nicht absolut unrecht. So ganz zerbrechlich schlank bist Du nicht mehr, und einen winzigen Ansatz von Bäckchen hast Du tatsächlich bekommen." Die reinen Pausbacken habe ich," lachte Marga und dam, wurde sie plötzlich traurig. Sie hatte eine Hoffnung in den Auge» ihres Mannes auflenchten sehen, eine Hoffnung, die sie enttäuschen mußte. Er mochte ahnen, ivaS sie traurig stimmte. Schnell sucht, er ihre Gedanken abznlenken. „Ich kann Dir gar nicht sage» wie froh ich bin, daß das verdammte Gehocke hinter der Büchern jetzt für Hasso vorüber ist — Morgen um fünf trittst Du mir an, Junge." Haffos zitternder Hand war die Zigarette entfallen. „Onkel," begann er beklommen, „schon als Du mich in die Kreisstadt schicktest, damit ich das EmjährigenzeugiliS erlangte, wollte ich Dich bitten, mich die Maturität machen zu lassen! dann aber beschloß ich, Dir lieber erst zu zeigeil, daß ich etwas gelernt habe, ehe ich diese Bitte anssprach." Die schlanke Gestalt des Jünglings straffte sich mit einem kurzen, schnellen Ruck, während er hinzufügte: „Ich möchtr' studieren, Onkel." „Studieren sollst Du auch, mein Sohn, und zivar dir Landivirtschaft," entgegnete Hans Dietrich, bedächtig die Asche von seiner Zigarre abklopsend. „Weiß der zukünftige Her, von Buchenau, ivie die alten Griechen vor zweitausend Jahren ihre Verben konjugierten, so ist das ja recht schön; aber wichtiger ist es jedenfalls für ihn, daß er weiß, mann er semei» Weizen zu schneiden und sein Heu einzufahreu hat." „Gewiß," stimmte Hasso bei, aber —" „DaS aber, bitte, behalte für Dich." unterbrach ihn fein Onkel. „Ich möchte mir den hübsche» Tag nicht mu unninzen Wortklaubereien verderben." 232.20 wogegen' Galizien mit dem Königreich Polen vereinigt werden soll. Das „Berl. Tageblatt" will weite, wissen, daß das jetzige Kongreßpolen auch durch Teil« von Litauen, insbesondere durch das Gouvernemen! Suwalki vergrößert werden soll. Die preußischen Pro vinzen Posen und Westpreußen scheinen außer Betrachl zu bleiben, doch soll Polen die „freie Flagge", d. h- das uneingeschränkte Recht der freien Schiffahrt auf der deut- l schm Weichsel erhalten. Der Rest von Litauen und Kurland sollen in ein ähnliches Verhältnis zum Königreich Preußen treten ,wie Polen zu Oesterreich, wobei der König von Preußen etwa die Titel Großfürst von Litauen und Herzog von Kurland annähme. . ' - Ser Parlamentarismus treibt schon SMen. Der „Vorwärts" schreibt u. a.: Ueber Nacht sind Schwierigkeiten aufgetaucht, die in diesem Augenblick un- überwindbar erscheinen. Die Linke hat den Grafen Hertling keinen Augenblick im Zweifel darüber gelaffen, daß der Rücktritt Helfferichs, seine Ersetzung durch einen Fortschrittler, womöglich durch Herrn von Payer und die Ernennung eines Fortschrittlers zum preußischen Minister Bedingungen seien, ohne deren Erfüllung ein gutes Zusammenarbeiten zwischen der neuen Regierung und ihr nicht denkbar sei. Die große Mehrheit hat diesen Standpunkt der Linken zu dem ihren gemacht. Jetzt aber stellt sich heraus, daß Graf Hertling diese Bedingungen nicht zu erfüllen beabsichtigt. Warum? Weil er nicht will? Nein, weil er nicht kann. Ueber Nacht ist dem Deutschen Reich ein neuer starker Mann erstanden. Er heißt Dr. Helfferich und er beabsichtigt lieber alles drunter und drüber gehen zu lassen, als daß er von seinem Posten weicht. Die Auslassung des „Vorwärts" schließt: In den heutigen Verhandlungen wird noch einmal versucht werden, einen Ausweg aus dieser verfahrenen Lage zu gewinnen. Es muß aber gleich gesagt werden, daß er in dem Bleiben Helfferichs und in der Schaffung eines Staatssekretariats für die besetzten Gebiete, das einem Fortschrittler anvertraut werden soll, nicht zu finden ist. Damit wird auf einen Plan angespielt, der gestern aufgetaucht ist. Es sollte nämlich, um den Fortschrittlern Ersatz für den Vizekanzlerposten zu geben, der ihnen nicht zufallen soll, ein neues Siaatssekretariat für die besetzten Gebiete geschaffen werden. Man wird in der Tat zugeben müssen, daß dieses Amt, für das sachliche Gründe ja kaum gegeben sind, einigermaßen in der Luft schweben würde. Zunächst wäre es ja nur ein zeitlich begrenztes Amt, das mit dem Kriegsende naturgemäß wieder zu verschwinden hätte und dann würde der unglückliche Mann, dem der Posten anvertraut würde, aus den Reibungen mit den Militärgvuverneurs wohl überhaupt nicht herauskommen. Die Lage ist zurzeit „großartig" und sie zeigt den von der Linken bis in die Puppen gepriesenen „Parlamentarismus" in einem Lichte, das alles andere ist, nur nicht rosig. Es ist ein Feilschen und ein Suchen nach geeigneten Männern das unfern Feinden das Herz im Leibe Hüpfen macht, denn s i e wollten ja das parlamentarische System ; in Deutschland eingeführt wissen. Hätte Graf Hertling geahnt, welch große Schwierigkeiten sich ihm als Reichskanzler sobald entgegenstellen würden, er hätte in seinen alten Tagen nicht noch eine neue Last auf die Schultern geladen, der er nicht gewachsen zu sein scheint. Die Situation ist sehr ernst und kritisch. Die Frankfurter Zeitung gibt sich sogar schon Betrachtungen darüber hin, daß eine Mehrheitsbildung auf anderer Grundlage vor sich gehe. Sie hegt die nicht ganz unbegründete Befürchtung, es könnten das Zen t r u m und die Nationalliberalen sich mit der Rechten verbinden. Um diese Gefahr zu bannen, braucht sie starke und stärkste Worte der Beschwörung. Die chinesische Haut. Washington, 7. N>ov. Die Vereinigten Staaten von Nordamerika und Japan haben 'sich bezüglich der chinesischen Republik auf folgender Grundlage geeinigt: 1. Die Vereinigleu Slaaten geben zu, daß Japan infolge der Nähe seines Gebietes besondere Interessen in China hat, vor allem in dem Gebiet, das an seine Besitzungen grenzt. 2. Die territoriale Souveränität Chinas bleibt trotzdem unverletzt und die Bereinigten Staaten setzen volles Vertrauen in di: wiederholten Versicherungen Japans, daß es, obwohl seine Lage besonderes Interesse mit sich bringt, bezüglich des Handels der anderen Nationo deinen Unterschied zu machen und die bisher von China in Handelsverträgen zugestandenen Rechte nicht zu bestreiten wünscht. 3. Japan und die Bereinigten Staaten beabsichtigen nicht, in irgend einer Weise üje Unabhängigkeit oder territoriale Integrität Chinas zu beeinträchtigen und sind noch immer Anhänger des Grundsatzes der offenen Tür und der Gleichberechtigung im Handel und in der Industrie Chinas. 4 . Japan und üje Bereinigten Staaten erklären sich beiderseits gegen die Erwerbung besonderer Rechte oder Privilegien durch irgend eine Macht, durch die die Unabhängigkeit oder territoriale Integrität Chinas berührt oder die Untertanen der Bürger irgend eines Landes im vollen Genuß gleicher Rechte im Handel und in der Industrie Chinas beeinträchtigt würden. Man muß gestehen. Japan hat es verstanden, die durch den Krieg geschaffene Weltlage in seinem Interesse auszunützen. Es wird bemüht sein, seine vorteilhafte Stellung in China nach Kräften zu festigen, was nur auf Kosten Englands und Rußlands, denen jetzt die Hände gebunden sind, geschehen kann. Freilich sind auch die Amerikaner selbst „geleimt", aber auch sie können vorläufig nichts dagegen machen; allein wagen sie sich an Japan nicht heran, und bis sie wieder einen ins Gewicht fallenden Bundesgenossen haben können, werden Jahre vergehen. Allerdings läßt Wilson jetzt ein großes Heer bilden und eine mächtige Flotte bauen, die § gegebenenfalls zur Verteidigung der amerikanischen In- § teressen im fernen Osten Verwendung finden können. - Aber bis das fo weit ist, kann noch viel geschehen. Der ' Versicherung der beiden Vertragschließenden, daß sie es l nicht auf Erwerb von chinesischem Gebiet abgesehen haben und daß sie den Grundsa^ der ^offenen jeder kommen kann, um mu China wirtschaftliche Beziehungen zu unterhalten, ist nicht viel Gewicht bei- kulegen. Amerika und besonders Japan wird es in »ieser Beziehung so halten, wie es ihm gerade paßt kAer wie es sich nach den Umständen machen läßt. Durä einen „Fetzen Papier" werden sie sich darin nicht hemmen Anschluß an das Abkommen teilt das Staats- .vepartement mit, daß die Vereinigten Staaten und Japan zu vollständiger Uebereinstimmung bezüglich der militärischen, maritimen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit im Kriege gegen Deutschland aelanat seien. Hindenburgs Sieg -ei Dannenberg. Auf Veranlassung der nationallibrralen Partei sprach am Dienstag abend der Tübinger Gcschichtslehrer Prof. Dr. Haller im dichtgefüllten Saal des Sieglehauses in Stuttgart über dz» Schlacht bei Tannenbera. Redner schilderte die ernste Lage, die sich östlich der Weichsel durch den nicht erwarteten frühzeitigen Aufmarsch der zwei russischen Armeen Rennenkampf und Samsonow ergeben hatte und die zu dem Rückzug unserer 8. Armee von Gumbinnen führte. In dieser Lage erfolgte die plötzliche Berufung Hindenburgs und Ludendorffs, die am 24. August nachmittags 4 Uhr in Riesenbürg an der Weichsel' eintrafen. Es bestand die Gefahr, daß di« Absichten der Russen, die 8. Armee durch ein nordöstliches Abschwenken der Armee Samsonow zu umfassen und gegen die Küste zu drücken, verwirklicht würde. Indessen aber griffen Hindenburgs Pläne ein, die von ihm vorgenrmmene Umgruppierung der zurückweichenden Aimce machte die Voraussetzungen der Russen zu Nichte. Der russisch« Angriff auf Osterrode brachte iin Lauf einer Sekunde Hindenburgs ; Entschluß zur Schlag. Wenn cs freilich nicht gelang, die ; Armee Samjoaow entscheidend zu schlagen, war Preußen östlich der Weichsel verloren; wenn gar eine Niederlage erfolgte, s stand Deutschlands Schicksal auf dem Spiel. Welcher Mut ! gehörte dazu, in solcher Lage den Entschluß zu fassen! Der s leitende Gedanke, bei der zahlenmäßigen Unterlegenheit der s einzige Aussicht bietende, war, dje Flügel der Russen mit Ueberlegenhcit anzugreifen, damit die Flanken ihres Zentrums ! zu entblößen und dieses zu umfassen. Für die Beobachtung der Armee Rennenkampfs blieben nur zwei Divisionen, sonst j wurde alles, ohne Reserven, eingesetzt. Dennoch standen nur i 175 000 Deutsche gegen etwa 225 0 Russen. Ein falscher Zug mußte den Mißerfolg entscheiden, aber in Hindenburgs Spiel war kein falscher Zug. Der Aufmarsch vollzog sich am 25. August; am 26. begann die Schlacht. Der Redner - wies die entscheidenden Vorgänge, die ihren Charakter be- ! stimmten: den Erfolg der Kämpf« auf dem linken Flügel ! schon am ersten Tag, den zähen Widerstand der Russen ! auf dem rechten, der erst am 27. durch den Einbruch bei Usdau überwunden wurde. In der Mitte waren die Russen bis zum 27. noch vorgedrungen in der Hoffnung, durch einen Durchstoß nordwärts die Lage auszugleichen. Am 27. begann bei Hohenstein der vergebliche Frontalangriff des russischen Zentrums, da sieht Sam onow die Aussichtslosigkeit und die verzweifelte Lage ein. Die Flügel sind in Gewaltmärschen in seinen Rücken gekommen und haben sich die Hand gereicht. Eine Sntsatzarmee (vom Narew) wird bei Kornwiefen geschlagen: zwischen Ottelsburg, Neidenberg und Gilgenburg erfolgt der Untergang der 2. russischen Armee; unter ihren Toten ist General Sam'onow selber. Der Krieg zur See. Washington, 77 Nov." Der amerikanische Trans- portdampfer Finnland (12760 Donnen) wurde auf der Rückreise nach Amerika torpediert, erlitt jedoch nur geringen Schaden. Es gelang dem Dampfer, mit eigener Kraft einen fremden Hafen zu erreichen. (Der Bericht bestätigt die bereits vor einigen Tagen veröffentlichte Meldung.) Vor einiger Zeit brach im Hafen von Liverpool ein großer Brand aus. Ein 20000 Tonnendampfer der Cunard-Linie, der mit Munition und sonstigem Kriegsmaterial beladen im Hafen lag, geriet in Brand und wurde schließlich durch eigene Explosion vollständig zerstört und sank. Kurz darauf erfolgten auf drei anderen Dampfern ähnliche Explosionen, außerdem gerieten vier große Magazine in Brand. Der Schaden wird auf 40 Millionen Mark geschätzt. Es wird vermutet, daß irische Arbeiter die Brände angelegt haben. Neues vom Tage« Die Krise. Berlin, 7. Nov. In der heutigen Besprechung der vier Reichstagsfraktionen hat sich eine vollständige Einmütigkeit in der Beurteilung der gegenwärtigen Lage und der Vorschläge zur Ueberwindung der Schwierigkeiten ergeben. Tie Verhandlungen mit dem Reichskanzler dauern fort. Berlin, 7. Nov. Die „Nordd. Allg. Ztg." erklärt, die Behauptung der „Deutschen Tagesztq.", Staatssekretär von Kühlmann habe Mitgliedern des Reichstags die Zusicherung erteilt, Gras von Hertling werde Herrn Helffe- rich entlassen und Herrn von Payer an seine Stelle setzen, als freie Erfindung. Die Fabel von Elsaß-Lothringen. Berlin, 7. Nov. Tie „Nordd- Allg. Ztg." schreibt: Trotz der mehrfachen Feststellung ihrer Unrichtigkeit tauchen immer wieder Gerüchte über angebliche Angebote der deutschen Regierung auf, die die Abtretung Eis iß Lothringens an Frankreich zum Gegenstand haben sollen. Jetzt läßt sich der „Manchester Guardian" aus Paris melden, daß die deutsche Regierung Herrn Briand habe auffordern lassen, in die Schweiz zu kommen, um dort mit dem Fürsten Bülow oder dem Reichskanzler zusammenzntref- fen. Diese, wie das in der Depesche aufs neue behauptete Angebot, Elsak-Lothringen abzutreten, gehört, wie alle früheren derartigen Behauptungen, in das Reich der Fabel. Das Ende der „Berschwörung". Paris, 7. Nov. Die Untersuchung gegen Daudet, den Herausgeber des royalistischen Blattes „Action Fran- yaise", und Genossen wegen Verschwörung gegen den Staat ist eingestellt worden. Daudet erklärte, die Bereitstellung von Waffen sei im Jahre 1913 erfolgt zum Schutze gegen die Parteigänger des Revolverblattes „Bonnet Rouge" (Almereyda u. Gen.). Ein Aufruf an das italienische Volk. Ron», 7. Nov. (Agenzia Stefani.) Mehr als in Rom anwesende Abgeordnete haben folgenden Aufruf der 9 an das Land erlassen: Die harten Kriegsereignisse haben l Wlsschnsi es dem Feind erlaubt, den äußersten Teil des Bodens ' leine des Vaterlandes zu betreten. Vertreter der Nation, wollen i^nqen t wir unseren ersten Gruß der in ihrem historischen P». !^rqer T triotismus bewundernswürdigen Bevö k.rung Venetiens ^ßlKen ak senden, die so erhaben ihr unverdientes Unglück trägt. Ei„ --- einziger Schrei ertönt in ihrer Brust: „Rettet das Vater- land, vertreibt den Fremdling von unserem entweihten Boden". Dieser Schrei der Angst und des Vertrauens We an all olt der schon einen Widerhall in der Seele unserer aus» ^ ^M^eralst richtigen und mächligen Alliierten gefunden hat, ist ei« Führer und ein Gesetz für uns, für das Heeer, für das Parlament und für die Regierung, damit jeder Bürger, der nicht sein Vaterland, seine Mutter verleugnet, die Pflicht erfülle, die ihm die feierliche Stunde auf» ( A, <*»ri Auktion . r r erlegt. Möge er an die unheilvollen Folgen der Ertt.^ ; ^ seien. mutigung und der Zwietracht denken. Weder die materi- ! ; ijrische 2 ellen Güter, noch das Leben würden in einem erniedrigten Vaterlande gesichert sein, wie es die traurige Geschichte dieses Krieges lehrt. Mögen alle Italiener, das Volk auf dem Lande, wie in den Fabriken, unserem Aufruf der Brüderlichkeit und der Zusammengehörigkeit folgeleisten. Der gesetzliche Fortschritt würde in der Niederlage und der Knechtschaft unheilvolle Fesseln finden. Lassen wir alle Uneinigkeit und laßt uns wieder erneut mit Zuversicht die Ueberlieferungen unserer Väter aus- Nehmen. Rufen wir uns die ruhmvollen Zeiten der nationalen Erhebung ins Gedächtnis, als, um die Einheit dos Vaterlandes zu verwirklichen, König Viktor Emanuel und der volkstümliche Held Garibukdi sich im Wollen und im Handeln zusammentaten, als alle ehrenwerten Ueberzeugungen in dem einzigen Ruf und dem einzige« Gedanken: „Italien kann nicht besiegt werden, es muß in der Welt seine zivilisatorische Aufgabe weiter erfüllen," zusammenschmolzen. ssckuß brec ltie fe 'Iruppen Mer uw dsrgehobe ( Litung seiner Ur « der N .. Mr die v x Ausschuss, «uf, den : erklären, tes Ansu Zu diese, Truppen lungsort Beschluß, zu nehmei pl könnet schung d, Wsschuß Machten Mtgliedei Äbchörd« Wen, f Bgen so Pa, Mg, der Wchlen. WTB. Kmg Mari M Aussck »rrden k< von Der Kampf der Schulen. Rotterdam, 7. Nov. Dem „Nieurven Rotterdam- schen Courant" zufolge wird in der englischen Presse an> läßlich des Vordringens der Mittelmächte in Italien ein hartnäckiger Streit zwischen den Anhängern der öst> lichen und westlichen Schule geführt. (Die „westlich Schule" Witt den Kampf in der Hauptsache auf Flandern beschränkt wissen, die „östliche Schule" will die Beteiligung der Engländer auch an anderen Fronten zu- gestehen.) — Das Abendblatt „Star" schreibt: Ter i öffentlichen Meinung scheint es begreiflich, daß man Serbien aufopferte, aber dieses Opfer darf in Italien nicht wiederholt werden. Wenn der Feind unsere Verbündeten Wvdnne dei jeden für sich angreift, dann ist es unsere Pflicht, seines H Telegv Herausforderung anzunehmen und wenn wir in Flau» Meisterin dern wegen der grundlosen Wege nicht mehr Deutsche , töten können, so müssen wl. die Gelegenheit wahrnehmai, l ang um es in Italien zu mn. — „Westminster Gazette" schreibt in einem Leitartikel: Der von verschiedenen Seiten gegebene Rat, den Einbruch in Italien als die willkommene Gelegenheit zur Aufgabe des Laufgrabrn- krieges und zur Wiederaufnahme der Kriegführung ia offenen Felde zu begrüßen, ist unsinnig. Wir haben kein Mittel, um den Feind an der italienischen Front fest- zuhalten und zur Entscheidung zu zwingen. Er würde seine Truppen zurücknehmen und sie nach dem WestenLWejhiiaej werfen können, 'sobald wir unsere Streitkräfte nach dem Süden verlegt haben. Und dann würden wir anstatt) l», schwer Italien geholfen, nur die Sache der Alliierten gefährdet ' haben. In einem anderen Artikel schreibt die „West- ^ minster Gazette": Die Italiener brauchen nicht zu fürch- ^ ten, daß wir sie im Stiche lassen. Die englischen Libe- ralen werden der Sache Italiens treu bleiben. Wir; ^ - dürfen aber nicht übersehen, daß die Deutschen noch überi ^^ strategische und politische Vorteile verfügen, die. ihnen' große Freiheit in der Wahl der gefährlichen Schlachten- der letzten Phase des Krieges geben. — „Morning Post") ^ erklärt sich unter allen Umständen für die westliche Schule.^ . Der türkische Krieg. ^ Wach, T WTB. Konstantinopet, 7. Nov. Heeresbericht vo»i Du gestern: Me der syrischen Küste vorgelagerte Insel Är- ^ »ad wurde von uns wirksam unter Feuer genommen- Gsi.,."usw( Ä « Hierbei wurden die aus der Insel befindlichen ^soll^i Mschen drahtlosen Telegraphenstationen, sowie zwer LL wss. 0 schütze zerstört. Die im Hafen befindlichen Sch ffe. ^ourslrg Segler, ein Dampfboot und m>ei 4000 Toünen-T-ampffA vurden durch Treffer versenkt. ' Die Wirren in Rußland« Ein erntzer Konflikt. Petersburg, 7. Nov. In den letzten Tagen h sich öie Reibungen zwischen dem Militärgouvernenr Petersburg bzw. der vorläufigen Regierung und tärischen revolutionären Ausschuß des Sovjet (Arbm^ und Soldatenrat) weiter verschärft. Die MaximauM (die radikalen Sozialisten) haben innerhalb des Zombie Ueberhand gewonnen. Die Stimmung wurde gereizter, als Kerenski drei rechtsstehende Blätter verbot. Gestern nachmittag eine Besprechung zur Beilegung des Konflikts den. Ter Sovjet erfuhr, daß der Gouverneur wahre der Nacht Truppen aus der Umgebung von Petersburg die Hauptstadt befohlen hatte. am V > halte - Sei elm Fi ver Pt für gefärb Kall kno! irisier« ffpürten (findige 'ftterinw t Hirs n, Ort Eltern _ gen Jahre r als die s Sohr in T Petersburg, 7. Nov. Nach einer Meldung ^ Petersb. Tel.-Ag. hat der militärische Ausschuß Arbeiter- und Soldatettrats infolge militärischer nahmen des Militärgouverneurs in Petersburg die Handlungen zur Beilegung des Kvnsliktes abgebrochen seinen Truppen den Befehl gegeben, -er Regler nicht zu gehorchen. Gegen 5 Uhr abends gaben Regierungsbehörden den Befehl, die Brücken schen den A beitervierteln und dem Ze« der Hauptstadt z« zerstören. Tie Stadt wird den der Regierung treuen Truppen bewacht. Der öenöalmverkebr ist in der Lanzen St'^ — tadt einaestellt s 380 Aufriß habe» Bodens wollen n Pv- letienS t- Ei» Vater- cieihte» auenL, r auf» ist ei» lir das Bür--^ mgnet, e auf- c Enb- natefi- m er- caurige iliener, nserem ürigkest 'r Niefinden, ernest T auf- en der Einheit Manuel Wollen iwerten inzigvr s muß ter er- erdam- sse aw Italien - »er O ? icstlichi ander» - Beter» en zu» Ter n Ser- n nicht endeten l, seine Flau« deutsch ichme iazette") >n ils dü leb'er die Entstehung des Konflikts verbreitet die Pet. --Ag folgende offenbar unvollständige Darstellung: der Nacht zum 4. November erschienen Mitglieder des fchusses beim Generalstab und verlangten das Recht, >e.seine Befehle zu kontrollieren und an feinen Beraten teilzunehmen. Der Oberbefehlshaber der Peters- —i-aer Truppen, Oberst Polkowinikorv, lehnte dieses An- hAn ab. Der Arbeiter- und Soldatenrat berief darauf- eine Versammlung der Abgeordneten des Heeres ein, M an alle Regimenter in offener Sprache ein Telegramm Wdte, das den Soldaten mitteilte, daß der Arbeiter- Soldatenrat infolge der widersetzlichen Haltung des Wveralstabs, der sich dem revolutionären militärischen " "schuß nicht unterwerfen wolle, mit dem Generalbrechen und ihn von jetzt an als eine der Demofeindliche Organisation betrachten werde. Die ^pen hätten nur noch den Befehlen zu gehorchen, He vom revolutionären militärischen Ausschuß unterzeichnet seien. Zugleich veröffentlichte der revolutionäre mili- tkische Ausschuß einen Aufruf an die Soldaten, die Arbiter und die Bevölkerung der Hauptstadt, in dem her-. H^gehoben wird, daß der Ausschuß für die militärische' Mung an den wichtigsten Punkten Petersburgs und ! Umgebung besondere Beauftragte ernannt habe,'! '«der Ausschuß hiermit für unverletzlich erkläre. Nach-' k« die vorläufige Regierung von diesen Handlungen des Ksschusses Kenntnis genommen hatte, forderte sie ihn ich den Inhalt des Telegramms für null und nichtig zu rMren. Der Ausschuß lehnte jedoch die Erfüllung die- Ansuchen ab und beschloß, Widerstand zu leisten. Z» diesem Zwecke ließ der Arbeiter- und Soldatenrak kschpen mit Maschinengewehren nach seinem Versamm- bmgsort kommen. Die vorläufige Regierung faßte den Beschluß, vorläufig nicht zu den Waffen die Zuflucht! M nehmen, da sie hoffte, den Streitfall friedlich beilegen p können. Am 5. November abends faßte eine Voll-! Musi der vorläufigen Regierung den Beschluß, den tz^chuß als eine ungesetzliche Einrichtung zu brachten. Sie. forderte den Justizminister auf, seine Mtglieder gesetzlich zu verfolgen und stellte den Mili- Achchörden anheim, alle notwendigen Maßnahmen zu treffen, falls eine Erhebung gegen die Regierung ersitzen sollte. Paris, 7. Nov. Der „Matin" meldet aus Peters- Krra, der Justizminister habe die Verhaftung Lenins Whlen. - . --»< ----- - WTB. Petersburg, 8. Nov. (Reuter) Eine Abtei- b«g Marine-Soldaten unter dem Befehl des revolutionäre» Ausschusses der Maximalisten besetzte die Geschäfts- ame der amtlichen Petersburger Telegraphen-Ägentur, Telegraphen-Zentrale, die Staatsbank und das Marine- ^Nmisterium, wo der Rat der Republik tagte, dessen Sitzgerl angesichts der Lage aufgehoben wurden. Bis jetzt »den keine Unruhen gemeldet mit Ausnahme einiger von Apachentum. Äus Stadt und Lanv. Adelsheim, 8. November 1917. en ke ut fest-s ML — Was soll mau i« die Schachteln für die ^ »Weihiiachtssendung an unsere Truppe« hinein ^ ? so frägt jetzt gar mancher. Das ist doch heute gar D schwer. Gewiß, daran ist etwas Richtiges. Ganz ein- Wck» ^ es nicht. Man muß sich schon etwas Zeit nehmen sich umtun. Aber dann finden sich noch eine Fülle i "ibe- ^schönen und nützlichen Sachen, die unseren Soldaten ^ Müde machen, und darauf kommt's doch in erster Linie der erste Kriegsrat zwischen Cadorna, Orlando, Lloyd 2 George, Robertson, Foche, Smuts und Painleve bereits die nötigen Maßnahmen zu einheitlichem Vorgehen der italienisch-französisch-englischen Truppen angeordnet. Auch noch eine Negerormee. Berlin, 7. November. Nach zuverlässigen Nachricht hat in Amerika eine starke Bewegung zur Bildung ein« - Negerarmee eingesetzt. Man verspricht sich von diesem? einen doppelten Nutzen: Die Verbündeten erhalten reich-1 liche Hilfe ohne Opferung weißer Bürger und Amerika^ selbst wird vom größten Teil seiner »verwünschten schwarz ^ Mitbürger befreit. 44««« BRT. Berlin, 7. Nov. (Amtlich.) Neue U-Bootserfolge im Mittelmeer: 14 Dampfer, 2 Segler mit rund 44 000 Bruttoregisiertonnen. Unter den 'versenkten Schiffen befinden sich die bewaffneten, tiefbeladenen englischen Kriegsmaterialtransporter „Pera" (7635 Bruttoregistertonnen) „Collegian" (7237 Bruttoregistertonner), sowie der bewaffnete italienische Truppentransporter „Valparaiso" (4230 Bruttoregistertonnen), der samt dem ihn sichernden italienischen Hilfskreuzer „Porto Maurizo" auf der Rhede von Marsa Susa (westlich Derna) vernichtet wurde. Versuche der feindlichen Schiffahrt, sich mit Länger werden der Dunkelheit durch nächtliches Fahren unseren U-Booten zu entzieken, blieben erfolglos. Mehrere der versenkten Dampfer wurden in Nachtangriffen aus ungewöhnlich stark gesicherten Geleitzügen herausgeschossen. An den gemeldeten Erfolgen ist Oberleutnant zur See, Steinbauer in hervorragender Weise beteiligt. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Amerikaner für Italien. Rotterdam, 7. November. Maasbsde erfährt von in Rotterdam angekommenen englischen Seeleuten, daß Ende voriger Woche Abteilungen amerikanischer Truppen in England angekommen seien, die direkt nach Italien weitergeschickt worden seien. Die verbotene Zone. London, 8. Nov. (Reuter.) „Daily Chronicle" meldet ^ aus New-Uork vom 6. November: Es verlautet, daß die - Regierung wegen der vielen Brandstiftungen und Anschläge ! auf Transportschiffe das ganze innerhalb hundert Meilen ' von der Küste liegende Gebiet als verbotene Zone für ; feindliche Untertanen erklären werde. Davon würden i viele tausend Deutsche getroffen werden. Es heißt, daß i der Beschluß auf die Küstengegend der Großen Seen ' ausgedehnt werden soll. - P rivat-Telegramme Der Bürgerkrieg in Petersburg. Berlin, 8. Nov. Nach dem „Berliner Lokalanzeiger" ist einer Petersburger Drahtmeldung über Kopenhagen zufolge der Bürgerkrieg in der russischen Hauptstadt nun ausgebrochen. In vielen Straßen wurden Barrikade» errichtet und es kam bereits zu mehreren blutigen Zusammenstößen zwischen der Volksmenge und den Truppen, In den Arbeitervierteln herrscht Heller Aufruhr. Zj; marimalistische Bewegung mach: reißend Fortschritte. Waffenstillstandsabfichten? Basel, 6. dtovember. Der „Basl. Anz." meldet: Auf dem Kongreß der Arbeiter- und Soldatemäte Rußlandteilte der Vertreter Revals mit, daß die Arbeiterschaft und die Garnison von Reval einig seien, sich der Räumung der Stadt zu widersetzen. Der Vertreter der Truppen erklärte, daß die Regimenter den Abschluß eines Waffenstillstandes spätestens bis zum 14. November an allen Fronten fordern; danach würden die Soldaten. Gratis r p»ch«nN.) Neuer Bürgermeister von Newyork. s Newyork, 7. Novgmber. (Reuter.) Der demokratische i Kandidat Hylan wurde zum Bürgermeister von Newyork gewählt. geheimnisvoll heißt, selbst handeln. Gottesdienst-Ordnung. Ev. Kirchengemeinde Adelsheim. Heute Abend 8 Ahr Kriegsbetstunde. wie Nr. 2 „Treue Liebe bis zum Grabe, Schwör ich dir mit Herz und Hand Was ich bin und was ich habe. Gab ich dir, mein Vaterland." HM? 250 Danksagung. WTB. Für Tsder-Airzeige die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, die uns anläßlich unseres aus dem Felde der Ehre verstorbenen unvergeßlichen Sohnes, Bruders, Schwagers und Onkels (Statt besonderer Mitteilung.) »s ine Ar mtte i ucmuid n eng Den Heldentod erlitt nach ehrenvoller Mitteilung des Kompagnie- Feldwebels unser ältester, lieber, hoffnungsvoller Sohn, Bruder, Onkel und Neffe Gefreiter Uarl Henrbevgev zu teil wurden, sagen wir herzlichen Dank. Insbesondere danken wir Herrn Stadtpfarrer Görcke von Adelsheim für die tröstenden Worts bei der kirchlichen Trauerseier, Herrn Hauptlehrer Lcinberger und den Kindern für den Gesang, dem Mititärverein, der ganzen Gemeinde und allen von Nah und Fern für die zahlreiche Beteiligung an der Trauerfeier. Sennfeld, den 7. November 1917. LN'-'- Inhaber der Eifern«« llrerrzes 2. Ulaffe ««d der I»ad. fttl». Verdienstmedaille 1 . L5si«tz»aKirie, 2llarii*e»Airfa«iterie-ttesii»<«rrt Die tieftrauernd Hinterbliebenen: Familie Christian Matzer nebst Kinder «. Verwandte«. am 31. Oktober 1917, nach mehr als Zjähriger treuer Pflichterfüllung, im Alter von 23 Jahren und 4 Monaten. Er ruhe sanft in fremder Erde! Faustenhof, Post Seckach, den 7. November 1917. In tiefer Trauer: 4 »»»»»» »»»»»»»»»»«» »»»»«»««» SS Im dkämpj Islepkon kjp. W8. Im Karl Hemberger, Hosgulspächtcr, Franziska Hemberger geb. Seih und Kinder. IslWM 8MM, WMilli- LvSksnsoksIvn emlleblt C.fl'iecjbrieti^cjslslibim MödihkU-Gksich. KlkiMks Mädchen mcht unter 20 Jahren, zum sofortigen Eintritt gesucht. Krankenhaus Adelsheim. Sohlenschoner empfiehlt L. Schüler, Merchingen. 8prsoti8tunll8 von von 9 -12 Ulm nsolim. von 1—5 Unr 8onntZtg8 ksins ZpreeiwtunüH. HocbLcbtuiiZsvoii! Zolilsttsr. bhafte khone-K, urmtrr ! vom nnd zu vors end br lilstreii .Seit Astkamp »tnant »»«»»»» »»»»»»»»»»»« Bei! zeitw KyirksZMkH Wklshkim Im i stärkt. S (unter Bürgschaft von S Derbandsgemeinde«) Annahme von pareinlage« gegen eine Verzinsung von 4 . Abgabe von Darlehen m den üblichen Formen. Aufbewahrung u. Derwattnng von Wertpapieren. Vermietung von Stahlschrankföchern. Unse: Mgen Den Gern Mont iro - Konto: r-s> Südd. Diskonto-Gesellschaft A.-G. Heidelberg und Badische Bank Mannheim. PoMcheck - Konto Karlsruhe Us. 1160. - Fernsprech - Anschluß No. 17. UN Bis rera In l °Pfe. öfter ücken d ts zw Die 25« < hl. er L