beschädigt, die englische Signalstation in der Kephalobucht zerstört. Beim Rückmarsch nach den Dardanellen ist der kleine Kreuzer Midilli durch mehrere Unterwassertreffer durch Minen oder Unterseeboote gesunken. Sultan Javus Selim kam beim Einlaufen innerhalb der Dardanellen an der Enge bei Nagara leicht fest. Er ist nicht, wie in der englischen amtlichen Meldung behauptet wurde, durch schwere Beschädigung auf Strand gefetzt. ^ Zm Lemolralische« Seuls-lmid. ^ Von Professor Dr. Theobald Ziegler, Frankfurt a/M. Am Sonntag Vormittag ist in Mannheim, am Montag Abend in Frankfurt a/M. eine Versammlung der Deutschen Vaterlandspartei von Sozialdemokraten und Demokraten in rohester Form auseinandergesprengt worden, und zwar in Frankfurt, noch ehe der Redner auch nur ein Wort gesprochen hatte, nachdem der Vorsitzende, Pfarrer Kübel, nebenbei auch einer, der im Feld gewesen ist, die Versammlung mit den Worten eröffnet hatte: „Meine Damen und Herren! Die Deutsche Vaterlandspariei— Das Them« des Vortrags lautete: „Was tut unserem Vaterlande not?" Das konnte unmöglich zu Ausschreitungen reizen oder irgendwie berechtigen. Schon eher die Person des Redners, der Abgeordnete Dr. Traub aus Dortmund, der der Fortschrittlichen Volkspartei als „Abtrünniger" besonders verhaßt ist. Aber der Hauvtsturm g-lt doch wohl der Deutschen Vaterlandspartei als solcher, der so auf die einfachste Weise — durch Höllenlärm — das Wort entzogen wurde und alle Wirksamkeit in Frankfurt unmöglich gemacht werden sollte. drückte die Schultern abwärts. Das gefürchtete fünfte Element der Provinz Posen hing sich schwer an die Hufe der Gäule. Nur mühsam hatten sie sich dein zähen Teig entwunden. Aber Erich Rastingen mußte trotzdem scharf ans sich acht geben, daß das Jauchzen seines Herzens nicht offenbar wurde. Jeder Schritt vorwärts ein Kampf mit den Kot- und Was- sermafse», aber doch auch ein Näherrücken zu ihr ein Wort ans dein Liede: „Wenn Du wiederkommst, bist Du mein." So war es gekommen, daß der bescheidene, ewig abseits stehende Rastingen wie ein Sieger einzog. Erst am Abend hörte er von Bibra, daß Marie Luise auf unbestimmte Zeit verreist sei. Er hatte es ihm nicht glauben wollen. Vielmehr irgendeine Ueberraschnng von seiten der Geliebten hinter dieser Mitteilung vermutet. Sonst würde sie ihm doch eine Zeile der Aufklärung geschrieben haben. Ja, das hätte sie »ach der Verheißung und dem Abschied tun müssen, wenn sie kei^e herzlose Kokette ivar. Er schämte sich sofort dieses Gedankens. Marie Luise und kokett — seltsamer Widerspruch. Und er blieb weiter in dem durchnäßten Zeug und zermarterte sich ttin die Lvsyng dieses Rätsels das Hirn. Stundenlang. Der Bursche hatte den Tee gebracht und ohne Auftrag eine Flasche Rinn besorgt. Von neneni an das Umziehen zu erinnern wagte er nicht mehr recht. Der Tee war aber wieder kalt geworden. Rastingen hatte ihn vergessen wie alles andere, was nicht mit der Geliebten zusammenhiirg. Ganz spät, gegen 11 Uhr, brachte der Bursche des Obersten ein gekritzeltes Billettchen von Ruth Regenstein. Sobald diese nämlich voii ihrem Verlobten erfahren hatte, wie Rastingen durch Marie Luises Fernst,» niedergedrückt erschien, hatte sie es in selbständiger Heimlichkeit versaßt. Es ivar so kurz und enthielt eigentlich nichts anderes, als was er bereits wußte. Aber der starre Druck wich darüber doch von seiner Seele. ES war ja eine Hoffnung darin. „Marie Luise hat zu ihrer Mutter reisen müssen. Sie ivird indes sehr bald »miickkehreli, vielleicht schon morgen." Und die Hoffnung wurde wieder groß und stark und füllte seine Seele mit Freudigkeit. Vielleicht morgen schon, ss klang unk tön!« es in ihm. Ich habe persönlich allerlei gegen die Vaterlandspartei einzuwenden, obgleich oder weil ich gerade selber Mitglied bin. Aber was find das für Sitten? Und was sind das für Aussichten für unser „demokratisiertes" Volk? Die Sitten erinnern an Herrn Tölke mit seinem Knüppel und an den bekannten „Sauherdenton" in den Versammlungen der siebziger Jahre. Die Aussichten aber sind die allertrübsten: „Das Volk herrscht", d. h. läßt, intolerant wie die Massen immer sind, den politischen Gegner einfach nicht zu Wort kommen und brüllt ihn durch Höllenlärm nieder. So macht man im neuen Deutschland Politik. Dernburg darf in Frankfurt reden (am 13. Januar), Traub muß schweigen (am 14. Januar). Wir aber fragen: wo bleibt die staatliche Autorität? Soll unter der Reichskanzlerschaft des Grafen von Hertling das souveräne Volk auf der Gasse regieren und sollen die Zügel der Regierung wirklich und nur immer mehr am Boden schleifen? Und das alles geschieht und darf geschehen, während der Feind vor unseren Toren steht und unsere Brüder und Söhne und Väter Gut und Blut einsetzen, um seiner Herr zu werden! In der Heimat aber radaut das Volk und duldet nicht, daß über die Kriegsziele ruhig und sachlich verhandelt wird? Die Reichstagsmehrheit hat ja gesprochen.' Herk^Bon Kühlmann spricht und darf weiter sprechen. Also haben wir anderen, die wir doch auch freie deutsche Männer find und uns nur eben an keinerlei Dogma binden lassen wollen — zu schweigen. Oh, wie haben wir es seit dem 19. Juli 1917 doch so herrlich weit gebracht I Die Toten reiten schnell! und diese Toten sind in dem demokratisierten Deutschland die Versammlungsfreiheit und die Redefreiheit und die Gedankenfreiheit! Die Friedensverhandlimgen. Vrest-Litowsk, 21. Jan. Die deutsche Kommiifioil für wirtschaftliche Angelegenheiten hat ihre gestern begonnenen Beratungen mit den russischen Vertretern H ute Ltrtgesetzt. Die Vorarbeiten für die weiteren Wirtschaft- Dazwischen aber klagte eine dumpfe Stimme: „Und das muß Dir erst eine Fremde sage», eine, der Deine Not ans Herz geht. Warum sie nicht - " Seine Liebe stellte sich mühsam eine Anioort zusammen. „Es ist ein eigen Ding nin ein stolzes Mädchenherz. Wie sollte sie Dir in diesen Zeilen begegne::/' Ueber dem Sinne» zog die Nacht ihre Schleier herauf. Freilich von Schlaf war trotz der Uebermüduiig bei Rastingen keine Rede. Das Abschieds- lied, von ihrer Stimme gesungen, sang-vor seinen Ohre«» und die Regentropfen schlugen klatschend den Takt dazu. Solange er offenen Auges lauschte, hörte er deutlich die Worte, welche ihm das Glück gebracht hatten, heraus. Aber sobald er, von Erschlaffung überwältigt, die Lider finke» ließ, stahl sich ein freinder Ton herein, der ihn anfschreckte. Als wenn ihn eine Stimme trösten wollte, die voller Tränen war. „Stark sein! — AnShalteii I" „Newen," dachte er ingrimmig nnd biß die Zähne zusammen. „Ist das vielleicht ein Wunder? Einunddreißig Tage gehofft, weilig gegessen, mehr getrunken, als eS der alten Ge- wohnheit entsprach, nieinals ordentlich ausgetrocknet. miserable Quartiere, bisweilen kaum ein anständiges Bett, und dabei immer das zermürbende Hoffen und Wünschen. Wen» Dil heim kommst." Und darauf diese Enttäuschung. Mußte da der Stärkste «licht einfach znsaiiiinenklappe»? Gr warf sich stöhnend im Bett herum und preßte die Danmel» in die Ohren. So lag er regungslos, bis der Morgen graute. Der neue Tag wurde mit Auspacke» und Einrichten hin- gebracht, bis es wieder Abend wurde. Ins Kasino mar Rastingen nicht gegangen. Er fühlte sich zu matt. Der Bursche mußte ihn« aus den» Spirituskocher eine Kleinigkeit braten, die schließlich doch wieder unberührt heransgebracht wurde. Er saß in einem Fauteuil, eine warme Decke über den Knien und ein Glas Grog in der Hand, als Bibra hastig bei ihm eintrat. Er blieb ruhig sitzen und streckte dem Eiligen die Hand entgegen. Ihm war erbärmlich zumute. Bibra hätte dar»:» auch schließlich einsehen müssen, daß er in diesen« Zustand unmöglich in das Kasino mitkümme» konnte. Aber der ging inuner noch nicht. Er sah Rastingen mit bittenden Augen an, als schäme er sich der lauten Wiederholung seiner Rede. 2W/?0 lichen Kommissionsberatungen wurden einem Unterausschuß überwiesen, die bereits heute nachmittag ihre Arbeit ausgenommen hat. Gestern und heute haben auch die ersten Beratungen der deutsch-russischen Rechtskom- Mission stattgefundeu. Es wurd-n im einzelnen beraten und fortgesetzt: Die Beendigung des Kriegszustandes, sowie die Wiederherstellung der diplomatischen und kon-, Manschen Beziehungen, die Entschädizungsfrage und die Wiederherstellung der Staatsverträge. Gegenwärtig wird die Wiederherstellung der Privatrechte verhandelt. Havas meldet aus Petersburg, zwischen der Petersburger und der ukrainischen Abordnung in Brest-Litowsk sei ein Streit ausgebrochen, da die letztere unabhängig von der Petersburger Abordnung verhandeln wolle. Die bolschewistische Regierung habe sich deshalb an den Regierungsausschuß in Charkow gewandt, wo sich ein zweiter ukrainischer Volksrat gebildet habe, der den in Kiew nicht anerkennt. Nach finnischer Meldung sollen die Bolschewik bereit sein, auf die Forderungen der Mittelmächte einzugehen. Rußland s Rußland spielt infolge des großen Umsanges des besetzten Gebietes in dem Interesse unseres Heeres und seiner Heimatsangehörigen eine große Rolle. Fast der größte Teil des Heeres ist, wenn auch nur vorübergehend, an der Ostfront gewesen. Für die Mehrzahl unseres Kolkes war vor dem Kriege Rußland trotz seiner Nachbarschaft im wesentlichen ein unbekanntes Land. Wir lernten zwar in der Schule seine Grenzen, seine großen Städte, seine Ströme und Seen kennen, darüber hinaus kümmerte man sich wenig um das russische Reich. Von der Bodenbeschaffenheit, von den Bodenschätzen, von der Entwicklung seiner Landwirtschaft und Industrie, seines Bergbaues, seines Wald- und Forstwesens, der Nationalität seiner Bewohner wußte der Durchschnittsdeutsche -herzlich wenig. Durch den Kieg ist das Interesse der Allgemeinheit lebendig geworden. Die Friedensverhandlungen,d ie Erörterungen über die Ausnahme der wirtschaftlichen Beziehungen zu Rußland erhöhen dieses Jnter- teresse. Rußland ist ein reiches Land. Wenn auch der Krieg und die Finanzwirtschaft das Land in Schwierigkeiten gebracht haben mag, so werden diese nur von vorübergehender Bedeutung sein. Seine inneren Werte werden Rußland immer wieder aus finanziellen Beklemmungen heraushelfen. Diese Werte sind seine Wälder, seine landwirtschaftliche Ertragsfähigkeit, sein Reichtum an Vieh, Wild und Fischen, seine Bodenschätze. Große Teile des russische» Reiches sind noch urwaldreich mit ungepflegten und unkultivierten Forsten bedeckt. Keine Forstverwaltung sorgt für die Aufforstung, kein Fiskus für die Verwertung des Holzbestandes. Welle Entfernung von Verkehrsstraßen verhindern die rationelle Bewirtschaftung der Millionenwerte, welche Rußlands Wälder därstellen. Gleichwohl darf nicht verkannt werden, daß durch Gemeinden und Grundbesitzer bereits manches für die Bewirtschaftung und Verwertung der russischen Wälder geschehen ist. An landwirtschaftlicher Ertragssähigkeit nimmt Rußland eine der ersten Stellen, in Europa sogar die erst« Stelle ein. Von der Erschütterung des russisch-japanischen Krieges und der ihm folgenden Revolution erholten sich die russischen Finanzen in verhältnismäßig kurzer Zeit dank einiger ausgezeichneter Ernten, welche die Erträgnisse seiner Getreideausfuhr äußerst günstig beeinflußten. Die Agrarreform des Jahres 1906 legte den Grundstein zur weiteren Hebung der landwirtschaftlichen Bedeutung Rußlands. Es würde zu weit führen, das Wesen der Agrarreform hier zu schildern, erwähnt sei nur. daß sie die Gebundenheit des Bauern innerhalb seiner Gemeinde und Familie beseitigte und so mit der früher erfolgten Aufhebung der Leibeigenschaft dem Bauernstand eine freie Entwicklung gewährleistete. In der hierdurch angebahnten Entwicklung wurde Rußland durch den Krieg aufgehalten, welchen die der Agrarreform feindlich gesinnten Panslavisten mit ihren revanchedurstigen französischen Freunden geschürt hatten. Der Friede mit Deutschland wird hoffentlich Rußland recht bald in die Lage versetzen, die durch den Krieg unterbrochene Steigerung der Intensität seiner Landwirtschaft fortzusetzen. Der rege Warenaustausch zwischen Rußland und Deutschland, welcher vor dem Kriege die finanzielle Lage Rußlands so günstig beeinflußt hat, wird nach dem Kriege zum Nutzen beider Länder wieder einsetzen. An Bodenschätzen müssen im europäischen Rußland die Petroleumquellen, im asiatischen die Erzbergwerke genannt werden. Gerade die letzteren haben bisher nur einen verhältnismäßig geringen Teil des russischen Reichtums an Mineralien erschlossen. Große Gebiete harren noch der Inangriffnahme. Lloyd George und die Gewerksckasten. London. 20. Jan. In der Besprechung mit den Ve» tretern der Gewerkschaften erklärte ferner Lloyd George, indem er es ablehnte, die Friedensfrage einem internationalen Arbeiterkongreß zur Regelung zu übergeben: Der Schluß eines solchen Kongresses würde eine allgemeine Verwirrung sein. Es sei besser, daß die Arbiter ihre Regierungen um mode ln; die englischen die ihrige und die deutschen die ihrige. Die neuen Regierungen werden ihre Ideen in Ucbercinsiimmung mit der öffentlichen Meinung ihrer Länder ausgeprägt haben, (Lloyd George scheint für sich aber noch nicht geneigt zu sein sich ummodeln zu lassen. D. Sehr.) Die Regierung würde wenn irgend eine begründete Aussicht bestünde, unter Bedingungen, die für sie (die Delegierten) ehrenhaft erschienen einen Frieden zu schl.chen, den Frieden schließen. Es ist die Aufgabe der Regierung, auf Entdeckungen auszugrhen. und wir wachen und beobachten natürlich fortwährend, ob irgendwelche Anzeichen dafür vo.handen sind, daß die deutsch» Regierung wieder vernünftig wird. Leider muß ich sagen, daß wir nichts anderes entdecken, als rein militärische Triumphe zu erziele» Ueber den Ausdrück Freiheit der Meere befragt, sagte Lloyd George: Ich möchte gern wissen, was Freiheit der Meere bedeutet. Bedeutet sic dte Befreiung von den Unterseebooten oder die Aushungerung dieses Landes? Wir sind eine Insel und müssen mit der größten Sorgfalt untersuchen was u n s e r e Freiheit, u n s e r e Berbindungsmög i hkeiten übel See zu beschützen beeinträchtigen könnte. Die Freiheit de> Meere ist ein sehr elastischer Begriff. Wir müssen uns aber sorgfältig vor jedem Versuche der Störung unseres Küstenschutzes hüten ebenso vor jeder Störung unserer Schiffahrt die allein uns bis jetzt ermöglichte, zu existieren. Ein Delegiertet fragte: Ist der Premierminister willens, daß Schritte unternommen werden, um die Kriegszielt Amerikas und der Alliierte» zu konsolidieren, damit Deutschland eine einheitliche Franc entgegcngestellt wird? Lioyi George antwortete: Dieser Vorschlag hat sehr viel für sich. Wir hofften, auf der großen Konferenz in Paris, die vo? etwa zwei Monaten arbeitete, dazu in der Lage zu sein. Die Vertreter der russischen Regierung kamen herüber, abci inzwischen ereilte sie das Verhängnis: Ihre Regierung wurd, aus dem Amte gejagt. Es war ganz unmöglich, eine Koordi, nierung der Kriegsziele der Alliieüen in der Abwesenheit der Vertreter der russischen Regierung zu versuchen, und da» war auch die Ursache, weshalb die Beratungen darüber nicht begannen. Wir hatten Konstantinopel als Kriegsziel, ohn« Zustimmung der russischen Regierung nicht fallen lassen können. Bisher herrschte nur völlige Uebereinstimmung. Ein Delegierter fragte: Will Lloyd George kurz erklären was er unter der R e k o n s i d e rat I o n der Stellung E l s a ß- Lothringens versteht? Lloyd George antwortete: Ich teilt« die Ansicht der Regierung damals ganz deutlich mit. Meine Ansicht ist, daß das Volk dieses Landes dem französischen Volke beistehen will. (?) Die Franzosen mögen entscheiden. Ihre Ansicht ist zweifellos, daß es keinen Frieden mit Frankreich gibt, bis diese Frage ein für allemal erledigt ist. Unsere Ansicht ist deshalb, daß' das französische Bollj in erster Linie zu entscheiden hat, was es als Gerechtigkeit betrachtet und die Regierung ist entschlossen, der französischen Demokratie in ihrem Kampfe beizustehen. Ein Delegierter fragte: Ist es das französische Volk oder die Bevölkerung von Elsaß-Lothringen, das über seine Lage klagt? Lloyd George antwortete: Die Bevölkerung von Elsaß-Lothringen hörte nie auf zu Klagen (?>, aber Ihk müßt bedenken, was sich dort ereignet hat. Ein sehr beträchtlicher Teil der elsaß-lothringischen Bevölkerung wurde von de» Deutschen gewaltsam enteignet. Einige von ihnen wurden aus dem Lande vertrieben, und wenn Ihr die wirkliche Bevölkerung von Elsaß-Lothringen nehmt, so besteht absolut keiy Zweifel, haß- die überwiegende Mehrzahl für die Rückkehr unter die französische Flagge ist. Ein Delegierter fragte, ob Lloyd George sich verpflichten wolle, daß im Falle der Erzielung eines Abkommens, wie von ihm angedeutet, die militärisch-e Dienstpflicht inEnglano ohne Verzögerung rückgängig gemacht würde? Lloyd George antwortete: Ich hoffe es und w>.' Kämpfen darum, daß nicht nur im eigenen Lande, sondern in allen Ländern Verhältnisse eintreten, die die Dienstpflicht rückgängig machen. Der Ausstand in Oesterreich-Ungarn. .Wie«, 22. Jan. Anläßlich der Ausstandsbewegung in Oesterreich empfing der Ministerpräsident v. Seidl er eine Abordnung der Arbeiterschaft. Der Ministerpräsident erklärte, es sei der sehnlichste Wunsch des Kaisers, den Krieg sobald als möglich durch einen ehrenvollen Frieden zu beenden. Wenn zunächst nur ein Sonderfriede mit Rußland möglich sei, so falle die Verantwortung ans die Verbandsmächte. Trotzdem halte die Regierung an dem Ziel eines möglichst baldigen allgemeinen Friedens fest. Internationale Vereinbarungen über Abrüstung und Schiedsgerichte bieten die geeignetste Grundlage. Da keine Gebietserwerbungen aus Kosten Rußlands erstrebt werden, so können daran du Verhandlungen nicht scheitern. Die Polen sollen durch Volksabstimmung auf breiter Grundlage ihre staatliche Ordnung regeln. Die von den Russen verlangte Räumung der besetzten Gebiete könne allerdings zurzeit nicht zugestanden werden. Bezüglich der Ernährungs- verhältn isse führte Minister Höfer aus, die Regierung sei bemüht, Besserung herbeizuführen und es werden Verhandlungen mit der ungarischen Regierung und den Verbündeten darüber gepflogen. Infolge der Besprechung forderte der sozialdemokratische Parteivorstand nach der „Tägl. Rundschau" die Arbeiterschaft auf, die Arbeit wieder aufzunehmen, was gestern in allen Betrieben geschah. Budapest, 22. Jan. (Ungar. Korr.-Bur.) Ministerpräsident Wekerle empfing eine Arbeiterabordnung, die eine Denkschrift mit den Beschlüssen der Arbeiterver- sammlung überreichte. Der Denlschrift zufolge drücken die Arbeiter den Wm.sch aus, daß die auswärtige Vertretung der Völker der Monarchie den annexionslosen, auf Selbstbestimmungsrecht beruhenden Frieden baldigst abschließe, daß der dem Abgeordnetenhaus unterbreitete Wahlrechtsentwurf ohne Verzug verhandelt werde, daß, falls die Tiszapartei die Erledigung verhindern sollte, das Haus aufgelöst werde. Sodann wünschen die Arbeiter gerechte, b'illige Verteilung der Lebensbedarfsartikel an die Arbeiter. Der Ministerpräsident verwies bezüglich des Friedensschlusses auf die bekannte Erklärung Czernins und fügte hinzu, daß die ungarische Regierung die Friedenspolitik mit voller Kraft unterstütze. Der Ministerpräsident bemerkte jedoch, daß die Ereignisse, wie Arbeiterausstände, die Friedens- Verhandlungen ernstlich gefährdeten. Falls die Arebiter das Zustandekommen des Friedens wünschten, müßten die entstandenen Betriebsstörungen so- ' fort eingestellt werden. T4e Regierung stehe und - falle mit dem Wahlrecht. FFalls für das Wahlrecht keine i Mehrheit erlangt werden könne, werde die Regierung - an die Wähler appellieren.- Bezüglich Lebensmittel- f frage sei die Regierung zu energische ßnahmen ent- ! schlossen. Die Regierung erwarte, da vie Arbeiter nun- s mehr zur Arbeit zurückkehren. Der Führer der Abord- s imng erklärte, Montag früh werde in jenen Werkstätten, s wo der Betrieb unterbrochen war, die Arbeit wieder aus- - genommen. - Nein unseres Herrn Slaatsnilulfters. ^ In Fortsetzung der allgemeinen Beratung des Staats- ? Voranschlags für die Jahre 1918 und 1919 nahm auch ' Staatsminister und Minister des Innern Dr. Freiherr von und zu Bodman das Wort: Es ist mir eine angenehme Pflicht, den Rednern aller Parteien zu danken für die freundlichen Worte des Abschieds für den scheidenden Herrn Staatsminister und der Begrüßung für den neuen Herrn Minister, den Herr« Justizminister Dr. Düringer. Ich danke den Vertretern , der bürgerlichen Parteien für die freundliche Begrüßung, , die sie mir haben zuteil werden lassen und für das Ver- ! trauen, welches sie mir ausgesprochen haben. ^ Der Herr Abg. Kolb als Vertreter der Sozialdemokratie hat für mich kein Wort des Vertrauens gefunden. Ich kann das bedauern, aber ich muß es immerhin als eine« Fortschritt ansehen gegenüber der Begrüßung, die mir von dieser Seite vor zehn Jahren zuteil geworden ist. Ich habe mich in meiner Antrittsrede kurz gefaßt eingedenk der Mahnung, daß Kürze die Würze der Rede sei. Wenn ich darin gesagt habe, es sollte kein Systsmwechsel liegen in dem Wechsel des Präsidiums im Staatsministerium und des Eintritts eines neuen Mitgliedes, so ist sowoül in dem, was ich weiter gesagt habe, als in dem, was in der Eröffnungsansprache gesagt ist, klargelegt, wie das zu verstehen ist. Es ist dahin zu verstehen, daß wir keine sprunghafte Entwicklung wollen, sondern eine stetige Fortentwicklung^ daß wir feststehen auf den bewährten Grundlagen unseres Staatswesens und daß wir dem Geiste der neuen Zeit zwar Rechnung tragen wollen, aber durch stetige Entwicklung des Bestehenden. Weiter aber habe ich ja schon darauf hingewiesen, teils hier, teils an anderer Stelle, daß insofern kein Systemwechsel vorliegt, als auch mein Herr Amtsvorgänger sich den Anforderungen der neuen Zeit nicht verschlossen hat. Ich meine aber, es wird sich empfehlen, daß wir uns nicht weiter über dieses Wort: „Systemwechsel" oder „kein Systemwechsel" unterhalten. Ich darf Sie bitten, abzu- warten, wie ich dem Geiste der neuen Zeit Rechnung tragen werde. Daß ich es tun wil l, habe ich versprochen und werde ich halten. Der Herr Abg. Kolb hat dann im einzelnen meine Erklärung über die Klassenwahl in denGemeinden bemängelt. Wenn ich gesagt- habe, daß, wenn man d>e Klassenwahl in den Gemeinden aufgibt man sich fragen muß, ob man nicht gewisse Sicherungen andererseits im Gesetz vorsehen muß gegen die etwaigen Schädigungen, welche die Beseitigung der Klassenwahl im Gefolge hat. Ich denke dabei daran, daß man nickt etwa ein Pluralwahlrecht für diejenigen einführt, die eine längere Zeit in der Gemeinde ansässig sind, wohl aber daran, daß man allgemein einen längeren Aufenthalt als Voraussetzung für das Wahlrecht vorschreibt. Dadurch wird dann erreicht, daß die bodenständigen Elemente und die Elemente, die mit der Gemeinde durch ihren längeren Aufenthalt verwachsen und vertraut sind, in der Gemeinde maßgebend bleiben oder wenigstens nicht zurückgedrängt werden. Das ist ja die Gefahr der Abschaffung der Klassenwahl, für die meines Erachtens immer noch alle Gründe sprechen, die ich früher für sie geltend gemacht habe, daß diejenigen, welche wenig besitzen und wenig zahlen, beschließen, was diejenigen, welche viel besitzen und viel leisten, zu bezahlen haben. Ich verkenne aber gar nicht das Gewicht der Argumente, die jetzt gegen die Klassenwahl erhoben werden. Da ist zunächst das Argument vom Schützengraben, das ich nicht näher auszuführen brauche. Der Herr Abg. Kolb hat sodann bemängelt, daß ich gesagt habe, ob die Ernennung der Bezirks räte festzuhalten sei, das hänge davon ab, wie die Kreisversammlung im Gesetz gestaltet werde. Er hat mit sehr starker Betonung gesagt: „Die Bezirksräte dürfen nicht mehr ernannt werden !" Einstweilen haben wir ein Gesetz, nach welchem die Bezirksräte ernannt werden. Dieses Gesetz kann nur abgeändert werden, wenn Regierung und Landstände übereinstimmen. Mir ist nicht bekannt, wie die Mehrheit des Hauses sich zu der Frage der Ernennung der Bezirksräte stellt, ob sie auch der Ansicht ist. daß diese Ernennung sich nicht aufrecht erhalten läßt, und wie, wenn die Frage bejaht wird, die Ernennung ersetzt werden soll. Ein Verlangen des Volkes nach Abschaffung der Ernennung der Bezirksräte kann ich also vorläufig nicht als vorliegend annehmen. Die Sozialdemokratie ist nicht das badische Volk, sie ist ein Teil des badischen Volkes. Die Regierung hat aber auf alle Teile des badischen Volkes Rücksicht zu nehmen und hat vor allem mit der Mehrheit des badischen Volkes zu rechnen. Von verschiedenen Rednern ist dann auch viel über den Parlamentarismus gesprochen worden. Nun, nicht nur mit dem Wort Parlamentarismus, sondern mit sehr vielen Worten, die heute die öffentliche Erörterung beherrschen, steht es so, daß man aneinander vorbeiredet, weil der eine etwas anderes mit dein Worte meint als der andere und weil man sich nicht zuerst darüber verständigt, was denn das Wort bedeuten soll. Ich verstehe nun unter Parlamentarismus ein System, welches die Regierung in das Parlament verlegt; die Mehrheit des Parlaments hat die Regierung. Folgeweise sind die Minister ein geschäftsführender Ausschuß der Mehrheit des Parlaments; sie werden entnommen aus der Mehrheit des Parlaments, welches sie vorschlägt, und sie werden entlassen, wenn das Parlament es verlangt. Unsere Verfassung hat ein anderes System. Der Großherzog ist der Träger der Staatsgewalt, er ernennt die Minister, und er entläßt sie, wenn sie sich seines Vertrauens nicht mehr erfreuen. Die Minister sind also seine, des Großherzogs, Organe. Aber der Großherzog ist bei seiner Regierung an die Mitwirkung der Stände gebunden. Die Minister können zufolge dieser Bestimmung der Verfassung über die Mitwirkung der Stände wichtige Maßnahmen nicht ergreifen ohne die Zustimmung der Stände. Die Stände bewilligen oder verweigern das Geld, welches zur Ausführung dieser Maßnahmen erforderlich ist, und es findet also eine starke, eine kräftige M i t w i r k u n g derVolks- vertretung bei der Regierung und vor allem bei der Gesetzgebung des Landes statt. ^ (Fortsetzung folgt.) > I Landwirte undLandwirtsfraueNi Der große Völkerkampf, der min bald 3Hz Jahrs andauerk, hat sich immer mehr zu Gunsten Deutschlands und seiner Verbündeten entschieden. Rußlands Kraft ist gebrochen, es hat sich zu Friedensverhandlungen bereit gefunden, so daß es wohl endgültig aus der Reihe unserer Gegner ausgeschieden ist, Italien ist aufs schwerste niedere geworfen. Wenn auch die verbissenen Führer Englands »nd Frankreichs sich unter Verweisung auf die kommend« amerikanische Hilfe noch so sehr ans die Weiterführung des Kriegs versteifen, ist die Aussicht eines allgemeinen Friedens doch nähergerückt. Aber noch muß alle Kraft zusammengenommen werden; um siegreich zu bleiben, muß das ganze Volk weiter aushalten in Entbehrungen, Anstrengung und Opferwilliakeit. Insbesondere braucht «s auch weiterhin größten Kraftaufwand, um für das deutsche Heer und Volk die notwendigen Lebensmittel zu beschaffen. Unsere Truppen bleiben nur schlagfertig, wenn sie mit Nahrung und mit Futter für die Pferde versorgt sind; die Arbeit an der Esse, in den Muni-> tionswerkstätten und den vielen anderen kriegswichtiger« Industrien kann in dem erforderlichen Umfange nur auf-- rechterhalten werden bei genügender Ernährung der in den Betrieben bis an die Grenze ihrer Krast Beschäftigten. Die deutsche Landwirtschaft hat es bisher voll- -rächt, die Nahrungsmittel für das Millionenvolk auf- znbringen, und darf darin nicht erlahmen, wenn nicht alles, was so schwer errungen wurde, verloren gehen, -Deutschland der feindlichen Rachgier ausgeliefert sein soll. Wir vertrauen zu den Landwirtenund Land- 'Wirtsfrauen, daß sie auch weiterhin das Aeußerste tun werden in der Weiterfü hru ng !ihrer Betriebe und der Vermehrung der .Bodenerzeugnisse. Aber nicht allein darum handelt es sich, daß Nahrungsmittel in genügender Menge erzeugt werden, nicht weniger wichtig ist es, daß sie dem allgemeinen Verbrauche zugeführt werden. Landwirte und Landwirtsfrauen, Ihr habt Euch bis aufs äußerste angestrengt, den Acker zu bestellen und seine Früchte zu ernten. Setzet auch Eure Ehre darein, alle Erzeugnisse, die Ihr über den eigenen notwendigen Bedarf habt, an den Kommunalverband, die Sammelstelle, den amtlichen Aufkäufer abzuliefern ! Feindschaft dem Schleichhandel und aller heimlichen Abgabe von Lebensmitteln! Haltet Euch vor Augen, daß die Lebensmittel, die Ihr an Schleichhändler verkauft oder unter der Hand abgebt, nur den Verbrauchern zugutekommen, die ohne Rücksicht auf ihre Nebenmenschen mehr verbrauchen, als ihnen bei der Knappheit der Lebensmittel zukommt. Die Wenigbemi'ttelten, die ganz Armen, die Anständigen, die die Wucherpreise nicht zahlen können oder wollen, werden dadurch verkürzt. Sollen Tausende von Kindern, Kranken und Greisen in den Städten durch Mangel an geeigneter Nahrung gefährdet werden, weil Getreide, Milch, Fett, Eier und anderes um verbotener Gewinne «Villen oder aus Nachgiebigkeit statt an die Sammelstelle in die Hand von Schleichhändlern gelangen? Wollt Ihr es auf Euch nehmen, daß' unsere Soldaten und die in Kriegsbetrieberr Arbeitenden schließlich nicht mehr genügend versorgt Werder« können, so daß die Schlagfertigkeit des HeereS darunter leiden müßte? Dieses Heer, diese Kriegsbetriebe haben Euch bis heute vor feindliche«» Einbruch, vor de« Schrecken des Krieges geschützt, und es besteht die dringendste Notwendigkeit, daß sie auch weiterhin imstande find. Euch so zu schützen! Die Landwirtschaft, die so vieles mit großen Opfern geleistet hat, darf nicht den Makel der Gewinnsucht auf sich laden. Auf den einzelnen kommt «s an und sein Verhalten in jedem Augenblick. Jeder Zentner Brotfrucht oder Haber, jedes Pfund Fett, jedes Liter Milch, das Ihr richtig abliesert, trägt dazu bei, unser Durchhalten zu ermöglichen. In der Erkenntnis, daß unser Durchhalten ernstlich gefährdet ist, wenn die Ablieferungen nicht besser als bisher erfolgen, fordern wir Euch, Landwirte und Landwirtsfrauen, auf, mrch in diesem Teile ^uter vollen vaterländischen Pflicht zu genügen? Neues vom Tage. Die Stellung Hertlings. München, 22. Jan. Dem „Bayer. Kurier" wird geschrieben, die Stellung des Reichskanzlers sei infolge -er bekannten Berliner Besprechungen noch fester geworden. Berlin, 22. Jan. Minister v. Friedberg ist zum Bevollmächtigten Preußens zum Bundesrat ernannt worden. Der Fall Caillaux. Paris, 22. Jan. Der Verteidiger Caillaux' teilte mit, Caillaux sei bei der Oefsuung der in Florenz beschlagnahmten Akten vor dein Untersuchungsrichter in Paris zugegen gewesen und er habe festgestellt, daß zwei wichtige Aktenstücke fehlen. Genf, 22. Jan. Hier verlautet, in der Angelegenheit Caillaux soll auch die Verhaftung des früheren Ministerpräsidenten Briand bevorstehen. Paris, 22. Jan. (Havas.) Der Senat trat gestern zu einer Sitzung zusammen und konstituierte sich als Ausnahmegerichtshof, um über den früheren Minister Malvy zu urteilen. Die nächste Gerichtssitzung wird «m 28. Januar abgehalten. Bern, 22. Jan. Die Präfekten der Provinzen Bergamo, Padua, Piacenza, Perugia, Reggio nell Emiglia, Reggio di Calabria und Messina werden teils in den Ruhestand, teils an andere Orte versetzt. Deutsch-Böhmen. Wie», 22. Jan. Die Deutsch-böhmische Vereini- E«ng hat nach der „Franks. Ztg." im Abgeordnetenhaus «ne Erklärung abgegeben, in der angesichts der Haltung ber Tschechen erneut die Erricht«'ng einer Provinz Deutsch-Böhmen gefordert wird. Cecil irr der Schweiz. Basel, 22. Jan. Der englische Minister Cecil tst mit großer Begleitung in Genf eingetroffen. Die englische Heeresvermehrung. Berlin, 22. Jan. „Daily Mail" meldet: Das britische Kriegsamt verfügte die Einberufung von 600 OVO Mann für die Feldarmee bis 20. März. Noch eine Republik. Stockholm, 22. Jan. Laut „Nasch Wjek" be^ schlossen die Georgier, eine eigene Republik mit dev Hauptstadt Tiflis zu gründen. Die Georgier haben sich gegenwärtig der persischen Schachsewennen zu erwehren, die in russisches Gebiet eingedrungen sind, um die fruchtbare Mughanaebene zu besetzen. Teile beurlaubter russischer Truppen unter General Fidarotv nehmen an den Kämpfen teil, in denen die Russen wiederholt mit schweren Verlusten geschlagen worden sein sollen. (Die Georgier oder Grusiner, wie sie von den Russen genannt werden, bilden den Hauptteil des russischen Generalgouvernements Kaukasien. Ihr Land, bis 1799 selbständiges Königreich, liegt aus der Südseite des Kaukasus; sie zählen etwa 1300000'Köpfe.) ^ 2 Parteigänger Kerenskis ermordet. Reuyork, 21. Jan. Associated Preß meldet aus Petersburg vom 20. Jan.: Die früheren Mitglieder des Ministeriums Kerenski, Tschingrew und Ko ko sch- kin, wurden heute nach im Marienhospital, wohin sie aus der Peter-Paulsfestung krankheitshalber verbracht worden waren, in ihren Betten ermordet. Ein weiterer Mordversuch gegen den bolschewistischen Wahlkommissar Drilski wurde gestern ebenfalls unternommen, ist aber gescheitert, da die Kugel ihn am Ohr streifte. ' GK. Basel, 22. Jan. Die „B. Nachr." melden aus Petersburg, das Marinekommando habe die allgemeine Wehrpflicht für die russische Flotte abgeschafft. Eine ähnliche Verfügung für die anderen Waffengattungen stehe bevor. England lehnt die Anerkennung Finnlands ab. Stockholm, 22. Jan. England hat die Anerkennung der Selbständigkeit Finnlands abgelehnt und sich außerstande erklärt, an Finnland Lebensmittel abzugeben. Argentinisches Getreide für die Entente. Buenos-Aires, 22. Jan. Die Kammer nahm das Abkommen der Regierung mit Frankreich und England bezüglich des Ankaufs von 21/2 Millionen Tonnen Getreide an. ^die australische Ernte nicht verwertbar. Amsterdam, 22. Jan. „Allgemeen Handelsblad" zufolge erfährt die „Daily Mail" aus Sidney, daß die gegenwärtige australische Getreideernte im nächsten Jahre nicht über See verfrachtet werden könne. Von den beiden früheren Ernten seien noch große Mengen unverkauft. Die jetzige Ernte werde aus insgesamt 120 Millionen Bushels (61 Mill. Zentner) geschätzt, wovon 40 j Millionen Bushels für den Verbrauch in Australien not- ! vendig seien. (Das ist die Wirkung der Tauchboote.) ! Aus Stadt und Land. - ** Adelsheim, 23. Januar 1918. — Ausfall von Milttärurlauberzüge«. Die j „Karlsruher Zeitung" schreibt halbamtlich: Die für den ' allgemeinen Verkehr freigegebenen Bedarfsmilitärurlauber- j schnellzüge 33 Metz—Mannheim—Würzburg, Mannheim - ab 9.41 Uhr, 32 Würzburg—Mannheim—Metz, Würz- » bürg ab 4.50 Uhr, fallen bis auf weiteres aus. — Ersatzsohlen. Der Frauenverein Adelsheim be- « absichtigt, zu den im letzten Winter abgehaltenen Schukkursen ^ mehrere Ergänzungskurse einzurichten und im Laufe der nächsten Woche damit zu beginnen. Die selbstgefertigten ! Schuhe waren wegen des dazu verwrndeten Materials i (Tuch, Stroh usw.) nur zum Gebrauch im Hause geeignet, ! durch Anbringung von Ersatzsohlen werden sie nunmehr i eine erhöhte Verwendungsmöglichkeit erhalten und ins- l besondere in Küche, Waschküche, sowie bei trockenem Wetter ! zum Tragen auf'der Straße Verwendung finden können. ! Das Lederschuhwerk kann dadurch geschont, und auf diese ' Weise der Bevölkerung das Durchhalten erleichtert werden. ! In den Ergänzungskursen soll die Selbstanfertigung von i Schuhen mit Ersatzsohlen gelehrt werden. Der sehr rührigen : Präsidentin des Frauenvereins Adelsheim Freifrau von ' Rotberg ist es bereits gelungen, eine geeignete Lehrkraft zu gewinnen, die in Karlsruhe z. Zt. an einem Lehrkurs teilnimmt und mit dem Unterricht im Bezirk in Bälde beginnen wird. Näheres wird noch bekannt gegeben. Wir wünschen der segensreichen Tätigkeit des Frauenvereins Adelsheim einen vollen Erfolg. — Kcaer lüften! Bei gegenwärtiger milder Witterung sollte nicht versäumt werden, die Keller ivcrng- stens über Mittag zu lüften. Die meisten Keller sind jetzt zu warm. Beim Lüften darf aber die nötige Vorsicht nicht außer acht gelassen werden. — Bürgerliche Kleidung für entlassene Mannschaften. Jeder zur Entlassung komrnende Mann, der keine bürgerliche Kleidung besitzt, erhält von seinem Trup- wenteil leihweise, in« Falle beglaubigter Bedürftigkeit auch dauernd, einen vollständigen Marschanzug mit Stiefeln, in kalter Jahreszeit auch leihweise einen Mantel. Für bedürftige Entlassene ist nach einer Bundesratsverordnung bürgerliche Kleidung durch der« Kommunalverband zu beschaffen, in dcsien Bezirk der Mann entlassen worden ist. (-) Sermfeld, 22. Jan. Am letzten Sonntag Nach- mittag fand im Gasthaus zum „Engel" eine Mitgliederversammlung des Kaninchenzüchter-Vereins Sennfeld statt. Vorstand Krämer eröffnet« mit einer kleinen Ansprache die Versammlung und ermahnte die Mitglieder zum besseren Besuch der Zusammenkünfte. Hierauf zeigte derselbe gutbehandelte Felle, sowie einen fertigen Pelzkragen aus Kaninchenfell vor, d>s den vollen Beifall der Versammlung fanden. Ferner wurde beschlossen, nur drei Rassen im Verein zu züchten und zwar: „blaue Wiener", „französische Riesensilber" und „belgische Riesen". Nachdem noch verschiedene Vereinsangelegenheiten besprochen waren, schloß der Vorstand die Versammlung. Letzte Rachrichte« W 0 l f f - T e l e g r?a m m e. r? 000 SM. oerseukl. Berlin, 23. Januar. Unsere U-Boote im Mittelmeer waren kürzlich mit gutem Erfolg gegen den Transportverkehr nach Italien und dem Orient tätig. 7 Dampfer und 2 Segler mit rund 27 000 Bruttoregistertonnen sind ihren Angriffe» zum Opfer gefallen. Den Hauplanteil an diesen Erfolgen hat Kapitänleutnant Becker. Privat-Telegramme. Ei« Zeitungsverbot. Berlin, 23. Januar. Wie der „Berliner Lokalanzeiger" meldet, ist das Erscheinen des „Berliner Tageblatts" vom Oberkommando in den Marken auf drei Tage verboten worden. Die telegraphische Verbindung Petersburg—London zerstört. Schweizer Grenze, 22. Jan. (g. K.) Einer Basier Meldung zufolge berichtet die Daily Mail unmittelbar aus Petersburg: Die staatlichen Telegraphenverbindungen der Petersburger Botschafter wurden am Freitag abgeschnitten und darum fehlen seit Samstag früh alle englischen Preßdrahtungen aus Petersburg. Die »Freiheit« der Bolschewiki. Schweizer Grenze, 22. Januar, (g. K.) Das Berner Tageblatt meldet aus Paris: Die Bolschewiki haben sämtliche litauische Zeitungen unterdrückt, ausgenommen die maximalistischen. Der Nationalrat protestiere gegen diese Unterdrückung der Preßfreiheit. Die kritische Lage Rußland». Berlin, 23. Januar. Der „Berliner Lokalanzeiger" schreibt: Gestern Abend wurde in parlamentarischen Kreisen die Lage in Rußland als recht kritisch angesehen. Ein Erlaß der russischen Volkskommissare wendet sich gegen die drohende Erhebung in der russischen Hauptstadt, wo die Bol- schewiki gegenwärtig nicht über ausreichende Kräfte verfügen. Es wird angenommen, daß die Petersburger Regimenter den Bolschewiki nicht mehr blindlings ergeben sind, sondern sich bei einem neu aufflammenden Bürgerkrieg neutral verhalten werden. Die Bolschewiki trafen Gegenmaßnahmen durch Heranziehung ergebener Matrosen und finnischer Truppen, sowie durch Verstärkung der lettischen Scharfschützen. Bedenklich ist auch die tägliche Verscyärfung der Lebensmittelkrise. „Prawda" selbst bezeichnet die Lage der Volkskommissare als kritisch. In allen Straßen Petersburgs erinnerten Anschläge daran, daß die Stadt sich im Belagerungszustand befinde. 17S Personen von einer Lawine begraben. Schweizer Grenze, 22. Januar, (g. K.) Schweizerischen Blättern zufolge melden französische Zeitungen aus Tokio, daß in der Proyinz Nigata eine große Lawine niederging, welche 173 Personen und 32 Häuser unter sich begrub. Ein Wort vom Schleichhandel. Der Schleichhandel ist das Gegenstück zur öffentliche» Bcwirtschastuna der Waren. Die öffentliche Bewirtschaftung möchte die lebensnotwendigen Waren, besonders die wichtigste» Lebensmittel beim Erzeuger restlos erfassen und zu angemessenen Preisen gleichmäßig unter die gesamte Bevölkerung verteile». Dem stellt sich ber Schleichhandel entgegen, der einzelnen mäßiger Verteilung zukommt. Die Wurzeln des Schleichhandels sind, einerseits in der Warenknappheit infolge des Kriegs, andererseits ln der gestiegenen Zahlungsfähigkeit weiter Bevolkerungskreise infolge von Kricgsgewinn und Kriegslöhnen, ferner im Sinken des Geldwerts infolge vermehrten Geldumlaujs und endlich !m allgemeinen Widerstreben gegen die öffentliche Bewirtschaftung infolge mangelnder Einsicht und mangelnden Pflichtgefühls zu suchen. In den Stadien neigte man anfangs zur Nachsicht gegen den Schleichhandel, weil man in ihm «ne verzeihliche Selbsthilfe der Bevölkerung gegen die Besserstellung des platten Landes sah. Allein der Schleichhandel hat nachgerade so zugenommen, daß er nicht nur die Preise ständig m die Höh- getrieben hat, sondern auch droht, die öffentliche Bewirtschaftung völlig zu überwuchern und au« den Angeln zu beben. Wer eine gleichmäßige Erfassung und Verteilung der lebensnotwendigen Waren zu angemessenen Preisen emsthaft anstrebt, muß den Schleichhandel, wo er sich zeigt, aufs schärfste bekämpfen. Nur im Falle einer wirksamen Bekämpfung wird es gelingen, die sonst unaus- bleibiiche. weitere Verschlechterung der öffentlichen Versorgung aufzuha" und vielleicht sogar nach lind nach eine Besserung zu erreichen. Am meisten zu verurteüen ist der Schleichhandel der in irgend einer Form Erwerbszwecken dient. Aber die Bekämpfung darf sich auf diese Form nicht beschränken. Auch andere Formen sind im Ergebnis ebenso gefährlich, so der Schleichhandel der Rüstung »betriebe und ihrer Ar- beiterkontinen im Interesse der besseren Versorgung ihrer Arbeiter. der in letzter Zeit einen großen Umfang angenommen hat ebenso der Schleichhandel der Hotels, Wirtschaften und Fremdenpensionen zur Versorgung ihrer Gäste, der Schleichhandel der Kaufleute und Handwerker, welche die Warenabgabe oler Arbeitsleistung für Landwirte von der unerlaubten Lieferung von Lebensmitteln abhängig machen, weiter der Schleichhandel militärischer Stellen, insbesondere mancher Kächenrerwaltungen. schließlich aber auch der Schleichhandel d.r zahllosem Einzelperson,!, sir ihren .rvaren Bedarf der zusommengerechnet der öffentlichen Bewirtschaftung und gleichn.äßigen Verteilung mgm.snn rin e!nee un ,el>cuce Menge» von Leb« Mitteln entzieht. Die Bekämpfung des Schleichhandels ist in erste. Linie SsÄe der Behörden, aber sie Ist aussichtslos wen» fle nrsr gefrayen wikv von ver Einsicht uno der» > Verständnis der gesamten Bevölkerung und ihrer j Exen Mithilfe. ! Heut' ist es so, daß der Kampf gegen die öffentliche Wirtschaft vielen nicht nur wegen der Vorteile, die er ihnen , gewährt, verlockend erscheint, sondern geradezu als eine Tai besondere- .«''"-chelt. seine Unterlassung als Zimvfcrlich- ' keik und Dummheit gilt. Man teilt die Bevölkerung ein l in Hamster und Dumme. Wo die Behörden einschreiten ! wollen, stoßen sie nicht selten, besonders auf Bahnhöfen und in der Eisenbahn auf den geschlossenen, offenen oder versteckt» Widerstand des Publikum«. Das muß anders werden. Es ist schon darauf hingewiesen worden, wie sehr durch den Schleich'andel die Preise in die Höhe getrieben werden. Am schlimmsten scheinen es in dieser Beziehung manche Agenten größerer, wohl vorwiegend fremder Riistungsbetriebe zu treiben die den Landwirten aus Schleichwegen ihre Erzeugnisse mit dem Hinweis abzuschwätzen suchten/ sie zahlen ihnen gern mehr, sie seien dumm, wenn sie nicht mehr nehmen. Die ! Rüstungsindustrie bezahle ihren Arbeitern sa auch hohe Löhn« und mache ihrerseits wieder entsprechende Gewinne. Achnlich sind aber im Grund die Arbeitsmethoden aller, die überhaupt ! auf den Wegen des Schleichhandels, des gewerbsmäßigen z so gut wie deslenigen der einzelnen Prioathamster gehen j Denn nur dadurch, daß man ihn in die Versuchung höherer - Preise führt, hasst man, den Laiidwirt dazu zu bringen, daß ! er seine Erzeugnisse der öffentlichen Bewirtschaftung entzieht j und dem Schleichhandel übergibt. Dabei ist unser Land zurzeit ; infolge verhä'tnlsiM'ßia ^lu' l'er Prodiikliansnerhältnisse (gute st Fnttermittelernte, gute Obsternte), die es im lehten Jahr hatte, ^ mehr als je das Ziel des Schleichhandels von nah und fern, umsrmehr als Bauern mit großer Energie daran gegangen ist. den Schleichhandel vo» seinen Grenzen stunznhalten. Massenhaft wandern die Waren auf dem Weg des Schleichhandels zum Land hinaus. Nicht bloß in Stück»»!- und Postsendungen, sondern neuerdings in beträchtlichem Umfang auch durch zahlreiche. scheinbar harmlose Ein ^"ersonen, Iroucn, Soldaten, > Minderj:ib>'iae. d-reu sich die Agenten des Schleichhandels bedienen. um die Wa-en aus dem Land hinaus an bestimmte Sammelstellen zu bringe». Wenn es auch zunächst schwer fällt: der harte Kampf j des weiterbückenden Kemeingefilhls mit dem lnstinktmäßigen l Eigennutz des Einzelnen muß autg. uommeu werden. Geschieht es nicht bald, so ist ein böses Ende unausbleiblich. Wehe uns. wenn einst das Urteil über unsere Zeit lauten ! müßte: Es wäre anders gekommen, wenn nicht das deutsche ' Volk in der Hein.ut der Eigensucht erlegen wäre und der i Einzelne sein Einzelinteresse über da« Gesamtwohl gestellt hätte, j Mftrhandlung eines deutschen Mlicgcroffizievs durch die Franzosen. Es ist bekannt, daß, die Franzosen an den deutsche« Fliegern ihre Wut in zügelloser Weise auslafsen. Der Bericht des deutschen Flicgerleutnants L., der am 30. Januar 1916 in der Mähe von Verdun durch Absturz in französische Kriegsgefangenschaft geriet, erbringt dafür einen treuen Beweis: „Da ich infolge meiner schweren Verwundung nicht allein gehen konnte, führten mich zwei Gendarmc zum Verhör, das in St. Menehould stattfand. Die Gendarmen stützten mich zwar beim Gehen, dachten aber nicht daran, mich gegen die tobende Bevölkerung zu schützen. In St. Menehould wurde ich von den französischen Offizieren in einer Art und Weise einpfangen, wie ich es nicht für möglich gehalten hätte. Ein Major spie mich an, ein Hauptmann gab mir einen Frrßt'itt in die Seite, und die sämtlichen anwesenden französischen Osfiz'ere begrüßte« mich mit den Worten: „Lump, Mörder, Dummer Junge, Schwein!" Zudem nahmen sie mir meine gesamten Wertsachen, die silberne Zigarettendose, silberne Zigarettenspitze usw. ab. Ich betone, daß es nur Offiziere waren, die mich bestahlen. Als ich diese Tatsache später einem französischen General meldete, wurde ich zur Strafe in das Gefängnis gesperrt. Als ich nach dem Verhör znm Auto gebracht wurde, ging ein Rittmeister voraus und stachelte die Bevölkerung mit den Worten an: ,,D« kommt er, der Mörder Eurer Mitbürger, das Schwein?" Dies wirkte elektrisierend auf dis Menge, die daraufhin ein Bombardement mit Steinen auf mich erö'fnete und Mit Knüppeln auf mich los schlug. Wegen meiner Bemerkung über die diebischen französischen Offiziere kam ich, wie schon erwähnt, in das Gefängnis. Ich verbüßte meine Strafe in St. Dizier, wo ich mit 5 deutschen Soldaten zusammen in eine Zelle gesperrt wurde. Wir lagen aus einer blanken Pritsche, das Esstn bestand ans verschimmeltem Brot, das uns in heißem Wasstr gereicht j tourde. Im Mai wurde ich irr das Offiziersgcfangenen- , kager von Carcassonne transportiert: aber trotz meine» ! schwerleidenden Zustandes brachte mau mich nicht in dM ! Hospital und gab mir auch entgegen der Vorschrift der i Acrzte keine Krankenkost. 'Am 26. August 1916 be- : stimmte mich die Schweizer Aerzte-Konüni sion nach ! gründlicher Untersuchung für den Austausch. Die übrigen : zum Austausch Bestimmten verließen Frankreich im Ro- ! vember. Mich allein behielt man zurück. Erst am i 14. April 1917 konnte ich nach der Schweiz abreisen, nachdem man mich während der letzten Zeit meines Auf- j cnthalts in Frankreich in Lyon der ärztlichen Obhut : eines ganz jungen Studenten der Medizin anvertraut i hatte." j - — «?oi 1 u lief, boilu lief, ?vi 1 u lief die Htieiel sckrei!" Tüchtige Aeparaturfehlsssev Arbeiter? (auch Kriegsbeschädigte) und Arbeiterinnen sucht Kunstbaumwollfabrik Ruchsen an der Jagst, bei Möckmühl. ^,1lll>!IIl!«lI!IIl!l^ !Il>l!I1lIll>!I»lIlll^ I rslm-kmis g. knl. Z ^ kLsttioi 2 . ästikl- ka8lkof 2 . äälsk ^ — stctkstier für inoilsnnsl, Lsknsnssize. 2lalm- — — rieben, klornbieren, UeZulierun§. 2V Zskrig« kack- ^ — Ltlssüeit gsneissenkstt« Snirsniilung. — ^ 8pi»«vl»»1»ii»ilsn jetten knsitsg v 3 4t Uki», ^ — ^nrnelttunAen veertten in tter llpalkvks ent- — — ^exen^enorninen. ällllllillllllimM Habe eine neue MhskilerMWuk und bin bereit, mit derselben in jeder Gemeinde Strohseiler zu machen. Wilhelm Behringer Bobftadt. Suche eine Partie junge Hühner zu Laufen. 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Der Chor besteht aus 100 Personen. — Ans eigner dazu erbauter großer Festspielbühne. — MM" Wegen zu großen Andrangs finden die Aufführungen am 23.» 28., 27. Januar jeweils nachmittags 3 Uhr und abends 7^ Uhr statt. Preise der Plätze : Mk. 4.—, 3.—, 2.-, 1,50 und 1.- Mk. Nach Schluß der Aufführung Anschluß der Züge nach allen Richtungen. Geschäftsstelle der Paffionsfpiele: Kilianshalle Heilbronn a. R. Spür n. UWnkO Oßndurkell. Mündelsicher unter Bürgschaft der Gemeinden Bossheim» Hemsbach, Sindolsheim und Osterburken. Annahme von Spareinlagen und Giroeinlage« in jeder Höhe gegen Verzinsung von 4<>/o. Abgabe von Darlehen auf 1. Hypotheken, auf Schuldscheine gegen doppelte Bürgschaft, Faustpfand-Darlehen, Eröffnung laufender Rechnungen, Uebernahme von Liegenschaftskaufschillingen. Ausbwahrung und Verwaltung von Wertpapieren und Sparbüchern. Einlösung von Zinsscheinen Besorgung von Erneuerungsscheinen zu den Wertpapieren. 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