Adelsheimer Zeitung und Boxberger Anzeiger auländer Mate General-Anzeiger für das Bauland und den Odenwald. Für den Gesamtinhalt verantwortlich : Adolph Heppelsr; Druck und Verlag : Joseph Viel; beide in Adelsheim. — Bezugspreis: Vierteljährlich frei ins Haus 3 M.. Anzeigenpreis: Die bgespaltene Petitzeile oder deren Raum 20 Pf.; die R e klamezeile (Zgefpaltene Petitzeile) 60 Pf. — Postscheckkonto Nr. 14054, Amt Karlsruhe. Nummer 142. Adelsheim, Donnerstag, den 20. Juni 1918. 42. Jahrgang Der Feind überall abgewiesen. — Paris in der Auswanderung begriffen. WTB. Große« Hauplquar er; 19. I: n. (Amtlich.). Westlicher Kriegsscharrps Heeresgruppe Kronprinz RuP . cht: Rege Erkundungstätigkeit der Jnsanl.ne. Teilangriffe des Feindes am NiePpcwald und nordöstlich von Bethune wurden ab gewiesen. Ter Artillerie- kämpf lebte nur in wenigen Abschnitten auf. ? Heeresgruppe deutscher Kronp i:rz: Südwestlich von Dommiers fche terte am frühen Morgen der Angriff französischer Regimenter im Nordost- teil des Walldes von Villers - Cotteret . Am Tag! mehrfach wiederholter Ansturm drückte unser: östl ch von Montgobert vorspringendeu Linie etwas in Vas Innere des Waldes zurück. Im Clignon-Abschni t nordwestlich von Chateau Thierry stießen mehrere feindliche Kompagnien zum Angriff vor. Sie wurden von unseren Borposten abge wiesen. Artillerie und Minenwerfer belegten mit starken Feuerüberfällen die feindlichen Anlagen bei Reims. Nachstoßende Jnfanterieabtcilungen brachten etwa 50 Gefangene ein. r o Gestern wurden 23 feindliche Flugzeuge und drei !Fesselballone abgeschossen. Hauptmann Berthold errang seinen 35., Leutnant Veltjens seinen 22. Luftsieg. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. * , Gewitterschwüle lagert über Frankreich. Der eiserne Griff Hindenburgs hat die französische Stellung von Montdidier bis zur Marne fest gefaßt und die Haupv» punkte dieser Frontlinie find der Umstrickung verfallen»; Die eroberte Höhenstellung bei Mery (zwischen Msnt-i didier und Compiegne) beherrscht den linken Flügel dep Franzosen; vor Compiegne arbeiten sich die deutsches Truppen immer weiter heran, fodaß bereits mit mittleres Geschützen die Beschießung des Platzes möglich ist. Als Sammelpunkt des militärischen Verkehrs und der äußeren Berteidigungszone von Paris dürfte Gompiegne feine; Rolle ausgespielt haben. Ebenso hat sich aber auch, Me ans dem heutigen Tagesbericht hervorgeht, das Netz um Billers-Cotterets enger gezogen. Der im Bericht genannte Ort Montgobert liegt nur noch etwa 6 V 2 Kilometer nordnordöstlich von Villers-Evtterets und schon 3Vs Kilometer westlich der Straße Soissons-Villers; die deutschen Truppen haben demnach die umfassende Bewegung, die V.-Cotterets nach Norden abschneidet, mit Erfolg fortgesetzt, wobei es nichts verschlägt, wenn «M 18. Juni unsere Linien nach mehrfachen Gegenangriffen der Franzosen etwas zurückgedrängt wurden. Die französische Gegenoffensive ist nicht nur gebrochen, sondern die Front ist auch zermürbt und ist kein verläßlicher Schutz der Hauptstadt mehr. In Paris läßt man die Flügel hängen. Zähneknirschend, aber ohnmächtig gegen die elementare Gewalt der Tatsachen, will Clemenceau das Regierungsschifflein aus dem drohenden Gewittersturm hmausretten. Er läd die Sozialisten, die ihn stürzen wollen, ein, das Schiff zu besteigen. Aber diese danken für die Ehre. Die Suppe, die Clemenceau in seiner Verblendung eingebrockt hat, soll er nur selber auslöffeln; wenn die Sache weiter schief geht, werden sie sich schon melden, auf keinen Fall wollen sie für das, was jetzt unvermeidlich ist, mit die Verantwortung tragen. Clemenceau besser behagt als der Kampf gegen den sie ja den Franzosen überlassen können. Trotzdem -ist es Clemenceau offenbar gar nicht wohl zumute. Die Nachrichten von der Front werden immer ernster. Und der „große Sieg" der Italiener, der die Entente-Aktien vorübergehend im Kurs gehoben hat, ist auch nur Schwindel gewesen. Jetzt stellt es sich heraus, daß zwar an der Gebirgsfront der österreichisch-ungarische Angriff pariert ist, aber der fast ebenso starke italienisch-französisch- englische Gegenangriff ist ebenfalls gescheitert. Dagegen hat die italienische Front am Piavestrom verschiedene Einbeulungen davongetragen, die über Schönheitsfehler weit hinausgehen. Und der Druck von Osten nimmt andauernd zu, und selbst die leichtgläubigsten Franzosen sind jetzt im Zweifel, ob die Italiener ihm Stand halten werden. Es dämmert ihnen, daß, wenn die Oesterreicher und Ungarn an einer mehr als 150 Kilometer langen Front die Tiieniive einsetzten, diese nicht an allen Stellten mit der gleichen Stärke durchzuführen war. umso weniger alh eine Ueberraschungsöffensive nicht in Frage kam. Mt Siegesmeldungen aus Italien sind denn auch alsbalif stark gedämpft worden und das hat die Stimmung ist Paris womöglich noch trüber gemacht. Das türkische Hauptquartier meldete, daß tür, kische Truppen in Persien vorgerückt sind und Täbris. die Hauptstadt der Provinz Aserbaidschan, besetzt Habens Erläuternd melden nun die türkischen Blätter, daß di< Besetzung nicht auf Eroherungsabsichten zurückzuführen' sei, sondern sie sei notwendig geworden, weil ein englisch-indisches Heer über Nordpersien dem türkischen Hce< in Mesopotamien und im Kaukasus habe in me Flank« fallen wollen. Eng'and trachte überhaupt darnach, nachdem es vor einigen Jahren Südpersien als seine „Interessensphäre" erklärt und sich darin festgesetzt hatte, nunmehr nach der Verdrängung Rußlands auch dessen Interessensphäre, nämlich 'Nordpersien, sich anzueignen. Das könne die Türkei weder in ihrem noch in Persiens Interesse dulden. Die türkische Armee schneide also den Engländern wieder einmal den Weg ab wie aus den Dardanellen, in Mesopotamien und in Palästina. Wer England richtig angreife, müsse es in Indien angrcifen. Dieser Tage verlangte ein Ententeblatt, England müsse den Angriff auf die Dardanellen und Konstantst', opek wieder aufnchmen, wenn es den Vierbund ins Herz treffen wolle. Das war eine Drohung an die Türkei. Aber die Türkei, weiß die Dardanellen so wohl gesichert, daß sie sich nicht abhalten lassen wird, den Engländern in Persien Pas Konzept zu verderben. WTB meldet: Unsere großen Erfolge in der Ukraine sind nicht zum mindesten den gewaltigen Leistungen unserer Eisenbahn- und Bantrnppen zu verdanken, die es ermöglichten, die strecke von unserer ersten Stellung! bis nach Rostow am Ton, 1200 Kilometer, in 79 Ta-; qen zurückzutegen. Tie Bantrnppen haben bereits 83, Brücken wiederhergestellt. Ter Bau von weiteren 4st Zentner vuf den Hektar abzuliefern! Daß bei dieser von poli- ,«schen Rücksichten diktierten unaleichmäßigen Erfassung »er Vorräte die Ernährungswi rft in die Brüche gehen Muß, ist ganz, selbstverständlich. Hier zeigt sich auch, Mo der Hebel angesetzt werden muß. Daß dies sofort «und mit aller Eneraie geschieht, ist ein Verlangen, das neben ben Deutschen OefferrekM 'auch bM D'eUfche Reich mit allem Nachdruck stellen muß. Denn her deutsche Bauer, der das Letzte für sein Vaterland hergibt, hat keine Neigung, indirekt das vaterlandslose Verhakten der österreichischen Teutschenfeinde und die Schwäche ihrer Regierung zu unterstützen. Weues Vom ^age. ^ie Krise iß Frankreich. Berlin« 19. Juni. Tie „Nordd. Allg. Zeitung^ meldet aus Gens, Elemenceau habe unter dem Truck der erregten Stimmung und aus Wunsch Pvincares den sozialistischen Führern den Eintritt in sein Ministerium angeboten. Tie Sozialisten haben abgelehnt, da sie bei der gegenwärtigen Lage keine Verantwortung übernehme!! wollen. Ein Tadel des bayerischen Eisenbahnwesens im Kriege. München, 19. Juni. -Die Erkrankung des bayerischen Verkehrsministcrs v. Seid lein an Rionfellentzünouiia oder nervöser Erschöpfung wird viel besprochen. W, wurde nämlich bekannt, daß der Chef des Feldeisertt bahnwesens in einem von dem Ersten GeneralquartieM Meister General Ludendorff Unterzeichneten Schreiben an das Verkehrsministerium gegen die Leistungen der bayerischen Staatsbahnen im Kriege einen ernsten Tadel ausgesprochen hat. In dem Schreiben wird gesagt: Die bayerische Staatseisenbahnverwaltung hat die Aufgabe nicht mit dem gleichen Erfolg zu lösen verstanden, wie andere deutsche Eisenbahnvcrwaltungen, obgleich diese durch Abgabe von Personal und Material zum Teil erheblich mehr geschwächt wurden als die bayerische. Bayer» ist in der Abgabe von Personal zum Feldeisenbahnwesen und zum Waffendienst und in der fchaffung von Lokomotiven weit hinter Preußen, S sen und Baden zurückgeblieben. Tie bayerische CH bahnverwaltung ist mit der rechtzeitigen Ersatzbeschafsung -nir das abgegebene Material und Personal in Rückstand geraten. Ans eine weitere Unterstützung durch Rückgabe von Material und Personal seitens des Chefs des Feldeisenbahnwesens kann nicht gerechnet werden. Endlich! Wien, 18. Juni. (K. K. Korr.-Bur.) Durch eine heute verlautbarte Verordnung wird die Bewirtschaftung der neuen Ernte ebenso wie im deutschen Reiche künftig auch in Ungarn im Sinne einer straffen staatlichen Bewirtschaftung geregelt, da Oesterreich ohne irgend welche Vorräte in das neue Erntejahr cintritt. Für die Aufbringung des vorläufigen Kontingents werden die Kron- länder in Aufbringungsbczirke und die zwlitischen Bezirke in Aufbringungssprengel eingeteilt. Für jeden Sprengel wird eine Aufbringungskommission eingesetzt. Tie Aufbringung des vorläufigen Kontingents, die bis Ende September abgeschlossen sein muß, erfolgt von der Dreschmaschine weg, worauf das Getreide unverzüglich in Mühlen oder Lagerräume abgeführt wird. Bei der einzelnen Aufnahme, die nach Ablauf der Feldbestellungsarbeiten von Haus zu Haus durch dieselben Kommissionen durchgeftihrt wird, werden für alle Landwirte die Mengen der abzuliefernden Ueberschüsse endgültig festgestellt. Kabinett Malinow. Sofia, 18. Juni. (Bulg. Tel.-Ag.) Ter König von Bulgarien hat Malinow mit der Bildung des neuen Kabinetts beauftragt. Gefährliches Spiel. Bern, 19. Juni. Deutschfeindliche Kreise in der W?" ' oeiz machten Umtriebe für- eine Massenbittschrift a: , schweizerischen Bundesrat, daß der deutsche Gesa. und der deutsche Militärattache in Bern aus- gewi,,.-- werden sollen. Der Buudesrat hat die Bittschrift verboten. Die „Neue Züricher Zeitung" schreibt: Es ist weit gekomnien in gewiss?« Kreisen unsere-) Volkes, daß der Gedanke einer solch?« völkerrechtswidrigen, alle-- Neutralität lwmnvrech-nd-n Petition greifbare Gestalt annehmen konnte. Dem Bundesrat in einer Mtt- , ichri':. die zugleich Beleidigungen gegen den diplomatisch - Vertreter eines befreundeten Staates enthielt, ein hes Verlangen unterbreiten zu wollen, grenzt an Tr Das Schweizer Volk bedankt sich dafür, schließlich 's Opfer einiger verwirrter Köpfe zu werden. Es ",te auch einmal an diesen Leuten genug kriege' Petitionsrecht ist verfasftmgsgemäß gewähr- l nicht für landesgefährliche Treibereien. Der Krieg zur See. Berlin, 19. Juni. Na Kenntnis der englischen Regierung gekommen, daß ein deutscher Kreuzer vom 12. bis 15. Mai im Kattegat gewesen sei, der offenbar Minen gelegt habe. Demgegenüber wird amtlich erklärt, daß bereits im April von der schwedischen Regierung Minen im Kattegat festgestellt - wurden, die unzweifelhaft als englische erkannt wurden ^ und denen mehrere schwedische Dampfer zum Opfer gefallen find. , ! Aus Stadt und Land. i ** Adelsheim, 20. Juni. — Grotzherzogs-Geburtstagsspende 1V18. Großherzogs Geburtstag! Keinen schöneren Zeitpunkt könnten wir uns denken für den Opfertag des Roten ' Kreuzes. Seit 4 Jahren nun bemüht sich der Landes- i verein und seine Organisationen den gewaltigen An- ! forderungen, die der Krieg stellt, nachzukommen. Als ! Dankesbezeugung für das Rote Kreuz, als Huldigung ^ unseres Landesherrn möge jeder sein Scherflein beitragen ^ um Kriegsnot in mannigfachster Form zu lindern. ! — Wehrturne«. Am Sonntag, den 23. Juni 1918 ^ findet auf derBleichwies e ein Wehrturnen der Jugend- i wehr des Amtsbezirks Adelsheim statt. Beginn des Wehr- ' turnens nachmittags 3 Uhr. ! - Guter Brotersatz aus Kartoffel». 1 Pfund gekochte, geriebene Kartoffeln werden mit 20—30 Gramm Mehl oder Kartoffelmehl und 20—30 Gramm Zucker oder Kunsthonig zu einem Teig verarbeitet- Handgroße und fingerdicke Kuchen werden daraus geformt und ohne Fett im Ofen dunkelgelb gebacken. Sie können auch auf dem Herd oder Gasherd gebacken werden, nur müssen sie dann umgewendet werden. Am schönsten werden sie beim Bäcker, nachdem Brot gebacken, und geben für Kinder gute Abwechslung zum Vesper. — Die Löhnung der Heimgekehrten. Nach einem Erlaß des Kriegsministeriums beginnt der Anspruch auf Kriegsbesoldung bei den aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehrenden Heeresangehörigen für Gehaltsempfänger mit der Monatshälfte, für den Löhnungsempfänger mit dem ersten Tage des Monatsdrittels, in dem sie sich bei einer deutschen militärischen Dienststelle gemeldet haben. Die Höhe der Kri'gsbefoldungssätze, ob mobile oder immobile, richtet sich nach den für das Gebiet geltenden Bestimmungen, in denen die Kriegsgefangenen in Quarantäne genommen werden. Aus russischer Kriegsgefangenschaft zurückkehrende Offiziere erhalten den Gehalt, der ihnen von der russischen Regierung nicht ausgezahlt worden ist, nachbezahlt. Den ans Kriegsgefangenschaft entwichenen Heeresangehörigen können durch Antrag die durch die Flucht wirklich entstandenen notwendigen Kosten erstattet werden, soweit sie sich in angemessenen Grenzen halten. — Die Stadthäupter von DernLurg wegen Hamstern» bestraft. Schon seit längerer Zeit schweben ist Bernburg Gerüchte, daß die Stadthäupter sich unter Umgehung der Vorschriften Fleisch und Wurstwaren in Karte Prüfung. Roman von Max Hoffmann. 40 „Und als Einleitung dazu würde ich «S für» beste halten, wenn Sie sich für einige Zeit auf Reisen begeben würden. Das wird auch Ihrer angegriffenen Gesundheit sehr zu statten kommen. Während der Zeit kann man ja dann sehen, wie sich Re Sache hier weiter entwickelt. Bei Ihrer Rückkehr ist viel- leicht die Stimmungumgeschlagen und Sie können trium- phieren." Der Doktor brütete vor sich hin. Sin wehe» Gefühl beschlich ihn. Jetzt, gleich nach der Verlobung sollte er die Geliebte verlassen? Obste damit einverstanden war? Er sah ja ein. daß der Vorschlag gut war, aber hart war die Sache doch und der Entschluß schwer. Und er versetzte, daß er sich das alles erst noch überlegen wolle. „Gewiß! Gewiß!" stimmte der Jnstizrat bei. „Ich will Sie natürlich nicht drängen. Es hängt das ganz von Ihnen ab. Meinerseits sollte es nur ein unmaßgeblicher Vorschlag sein." Er gab dem Gespräch eine andere Wendung, kam am Abend nicht mehr darauf zurück, und Waldow fand auch keine Gelegenheit, mit Emmi darüber zu sprechen. Am andere» Morgen war er nach dem Frühstück soeben ans Fenster getreten, und sgh dem Dnrcheinanderivirbeln der in der Luft nmhertanzendeu Schneeflocken zu. als zu seiner Ueberraschmig Herr von Marleben ins Haus trat. Er konnte zu niemand anders als zu ihm kommen, und so öffnete er ihm filbst die Tür. Nach herzlicher Begrüßung sagte der Besucher: „Verzeihen Sie. Herr Doktor, wenn ich gleich mitten in die Sache gehe! Ich wollte Sie zwar überhaupt schon längst einmalranssiichen, aber ich verbinde doch auch einen bestimmten Zweck damit. Eigentlich wird ja das Honorar für den Arzt erst mit dem Anfang des kommenden Jahres entrichtet, aber ich möchte eine Ausnahme davon machen, und Sie werden mir das hoffentlich nicht übel nehmen." „O, ich bitte Sie," fiel der Doktor errötend ein, „das hat ja gar kenre Eile!" Fritz lachte. „Na. na. Herr Doktor, seien wir ehrlich k Mir machen Sie nichts vor. Ich sehe ganz genau, wie eS jetzt hier steht, und daß Sie's gut gebrauchen können. Also gestatten Sie, daß ich Ihnen als Honorar für die Behandlung meines Vaters dieses überreiche." Er hatte sein umfangreiches Portefeuille hervorgeholt und legte drei braune Scheine auf den Tisch. Waldow pralltezurück. „Dreitausend Mark!" sagte er erschrocken. „Da» ist ja viel zu viel! Darauf habe ich gar keinen Anspruch." „Sie müssen mir schon erlauben, lieber Doktor, daß ich in diesem Falle nach amerikanischem Zuschnitte rechne. Und Sie können versichert sein, daß die Aerzte da drüben in einem solchen sensationellen Falle ganz anders in die Kreide gehen würden. Wir muffen doch auch hinzurechnen, was Sie ausgestanden und wieviel Zeit Sie verloren haben. Wenn man das in Betracht zieht, ist meine Abmessung ziemlich mäßig, und ich mache mir schon gelinde Gewissensbisse, daß ich meine Verpflichtung zu dürftig abgeschätzt und Sie übers Ohr gehauen habe. Zünden Sie sich erst einmal eine meiner vorzüglichen Havannas an und überlegen Sie gleich die Sache. Ich fürchte, Sie werden noch zu dem Schluß kommen, daß ich doch eigentlich ein ziemlicher Knicker sei." Der Doktor mußte lächeln. Was für ein prächtiger Mensch war das. Wie leicht und gewandt wußte er seine Großmut als etivas Selbstverständliches hiiiznstellen! Ja, der hatte sich in der Welt nmgesehen und war kein Stubenhocker geworden, sondern ein Mensch mit offenem, geradem Sinn. Schweigend saß er mit solchen Gedanken einige Minuten da und überließ sich dabei dem Genuß des Rauchens. Daun erhob er sich immer nock lächelnd, nahm die drei Scheine, ließ sie langsam in seiner Brieftasche verschwinden und schrieb eine kurze Quittung. „Bravo!" rief Fritz, „sehen Sie, so gefallen Sie mir, Doktor.Und damit ist diese Angelegenheit erledigt. Ich komme nun zu dem zweiten Pnnkt meiner selbstanferlegten Mission." „Und welche wäre das?" fragte Waldow anfhorcheiid. Fritz von Marleben streifte bedächtig die Asche von seiner Zigarre, tat behaglich einige kräftige Züge und stellte die Gegenfrage: „Ist Herr von Bardekow in der letzten Zeit bei Ihnen gewesen?" „Ja. Weshalb fragen Sie danach?" „Weil er mich auch vor einigen Tagen belästigt hat. Hat er von seiner neuen Idee in bezug auf das Verbrechen zu Ihnen gesprochen?" „Nein. Was ist das für eine neue Idee?" „Er ist offenbar der treibende Geist bei der Polizei für die Verfolgung einer ganz bestimmten Richtung in der Mordsache. Und dabei hat er noch immer einen gewissen Argwohn auf Sie und ist nicht davon abzubringen." Der Doktor erbleichte. „Herr von Marleben, Sie wissen, daß mich jede Erwähnung dieser Angelegenheit furchtbar nervös macht." „Trotzdem spreche ich davon," unterbrach ihn Fritz rnbig, „und zwar, weil ich auf ein ganz bestimmtes Ziel hinaus mül. Dazu gehört jedoch, daß ich Ihnen alles genau erzähle. Allo hören Sie, was sich der überfiudigeHerr von Bardekow da zurecht gebaut hat! In erster Linie richtet sich sein Berd >.nc — erschrecken Sie nicht! —gegen meinen Bater selbst. Z; ist eine hirnverbrannte Sache, aber was ist gegen einen Nmirbeu zu machen, der sich in eine bestimmte Idee verrannt hat! No?h dazu, wenn er so ehrgeizig in seinem Berus ist wie die er Herr. Hat er mir doch angedentet, nein, geradezu vorgeha.!? a, daß er meinen Bater für den Täter halte!' Doktor Waldow stieß vor Ileberraschnng einen nuarttkn- lierten Schrei aus. «Herr des Himmels! Wie kommt er da? auf?" „Er hat sich da einen vollständigen kle-.nsu Roman an' - sonnen. Ihr Herr Vater, sagte er zu mir. war wen i» dreißig Jahre älter als seine Frau. Bei solchen» W.ers n- hält,»iS pflegt man gewöhnlich ziemlich eneroichtig ?.n l.-.n. und das wird auch bei ihm der Fall gewesen iein. T"'e Eifersucht, zu der bisher kein Grund Vorgelegen, o in m i, n' znm Ausbruch kommen, als der junge Douor so -n kan» u m ec ihn freundlich mit seiner Frau sprechen mH. Vielleicht na» er gar etivas von dem früheren Verhältnis der beiden zueinander — Herr von Bardekow erzählte mir das auch alles — gewußt und hat es nur für sich behasteu, ohne jemand ctw rt davon merken zu lassen. Aber in seinem Innern kochce a m brodelte es schon lange. 'Als er »nn sein Ende nahen ni n:?, hat er ihr vielleicht noch Bormürie gemacht, ein heiliges W v. ? hat das andere gegeben, es ist znm Streit gekommen, nn-> ' seiner Wut aufs äußerste gereizt, ist er schließlich — n Sinne kaum mächtig, zu der Tat geschritten " A) großen Mengen verschafsten.IDie Gerichte griffen ein und ordneten eine Untersuchung an. Nicht nur der Oberbürgermeister, Regierungsrat und M. d. A. Leinweber wurde überführt, sich fortgesetzt Fleisch ohne Marken verschafft zu haben, auch Stadtrat Ackermann und Schlachthausdirektor Stein sind desselben Vergehens für schuldig befunden worden. Die drei Beamten wurden durch amtsgerichtlichen Strafbefehl verurteilt, und zwar zu 1000 , zu 2000 und zu 600 Mark Geldstrafe. Es ist zu erwarten, daß gegen die Bestraften auch noch ein Disziplinarverfahren eingeleitet wird. — Die Zcrtttngspoft. Trotz der erhöhten Abon- nementsgebühren der Zeitungen sind die Einnahmen der württ. Post aus den Zeitungsgeldern im Kriege ständig zurückgegangen. Sie betrugen 1914 948000 Mark, 191? Dagegen nur noch 731000 Mark. — Fremdenverkehr im Sommer 1918. In nachstehenden Bezirkerl ist die Tauer des unbeschränkten Aufenthalts auf 3 Wochen hrabgesetzt: Backnang, Balingen, Biberach, Blaubeuren, Böblingen, Calw, Crailsheim, Ehingen, Freudenstadt. Gaildorf, Geislingen, Gera- bronn, Gmünd, Göppingen, Hall, Heidenheim, Herrenberg, Horb, Kirchheim, Küugelsau, Laupheim, Leonberg, Leutkirch, Ludwigsburg, Maulbronn. Mergentheim (mit Ausnahme der TberanitSftadt), Münsingen, Nagold, Neckarsulm, NereSh.iiu, Neuenbürg (mit Ausnahme der Stadt Wildbad), Nürtingen. Oberndorf, ^"bringen, Ravensburg, Reutlingen, Riedtingen, Rott g, Rotnoeil, Daulgau, Schorndorf, Spaichingen, Stuttgart Amt, Sulz, Tettnang, Tübingen, Tuttlingen, Urach, Waiblingen, .Waldsee, Wangen, Weiusberg und Welzheim. — Der Nachlaß von Kriegsgefangenen. Durch die Haager Landkriegsordnung ist eine Besteuerung von im Inland besmdlichn beweglichen Nachlaßgsgen- ständen Kriegsgefangener ausgeschlossen. Es sind daher die persönlichen Nachlaßgegenstände von Kriegsgefangenen, die in Hospitälern oder Feldlazaretten gestorben sind, den Erbberechtigten ohne irgend eine Einschränk,mg zuzustelten. — Vom Dünnbier. Ter Präsident des Kriegs- ernährungsarkts'v. W a l d o!v har aus ciue Anfrage des Verbands beamteter Nahrungsmittelchemiker, ob Bier unter zwei Prozent Stammwürze now als Bier onzu- fprechen sei oder ob solche Getränte nicht besser die Bezeichnung Bierersntz tra m müßten, geantwortet, daß nach dem Brausteuergesetz und den sonst geltenden Bestimmungen eine untere Grenze für den Stammwürzegehalt von Bier nicht bestehe. Tie Notwendigkeit, das Bier nach Möglichkeit zu strecken, habe auch veranlaßt, daß Anträge auf Einführung einer unterm Grenze abgelehnt wurden. Boraussetzung für den Begriff Bier sei nur, daß das Getränk ordnungsmäßig nach dem im Braustruergssetz vorgeickpiebenen Vransteuerverscchren mit zulässigen Stoffen hergestcllr sei. Derartige minderwertige Getränke brauchten, zurzeit picht als Biererwtz bezeichnet zu werden, ganz gleichgültig, welchen Stc-mm- »vürzegehalt sie haben. — Heirotsa'.'Wchten. Bei einer Umfrage iu einer Landwehrkompuanie nach der Zahl derjenigen, bis »ach dem Krieg sich ein eigenes Heim gründen wollen, ergab sich folgendes Bild: Bei 28 Prozent Ledigen Wolfen 20 Prozent, das ist jeder fünfte Mann der Kompagnie nach Heimkehr heiraten, die übrigen 8 Prozent, »as ist jeder dreizehnte, wollen es sich erst noch überlegen. Bemerkenswert ist auch die Sehnsucht nach dem ^igenhaus, bzw. -Hof, der Krirgerheimstätte: Jeder 7. Rann möchte sich ansiedeln, nähme mit Tank eine Kcie- jerheimstätte. - Ständige Hilssunteibcamtcn. Zur Erlau gung der Eigenschaft eines ständigen Hilfsurfterbeamtei bei den württ. Verkehrsanstalten ist künftig neben dei .Erstehung einer Prüfung eine zweijährige Beschäftigun« ffm Eisenbahndienst seit der Prüfung erforderlich. Bs Den Personen, die aus Gruud der bisherigen Vorschrift neu bereits die Eigenschaft von ständigen Hilfsunter- cheamten erlangt haben, tritt keine Aenderung ein. — Tatkräftige Hilfe. In der Gemeinde Echterdingen ist der Forstwart bei der jetzigen Heuernte der .Frauen seiner ausmarschierten Holzmacher beim Mähen der Wiesen behilflich. Auch die Gasthofbesitzer und Lehrer wetteifern miteinander, bei der Heuernte den Kris- gersfrauen Hilfe zu leisten. — Stachelbeerpreise. Nach dem „Staatsanzeiger" beträgt der Höchstpreis für reife Stachelbeeren im Großhandel am Berbraücherort 34 Pfg., im Kleinhandelspreis 38 Pfg. (nicht 36 und 40 Psg7, wie im ersten Bericht angegeben war). — Tie Kunst im Felde. In den nächsten Tagen wird die Heeresgruppe Deutscher Kronprinz eine dauernde Kunstausstellung eröffnen für Werke von ihr «»gehörenden Berufskünstlern (Malern, Radierern, Bildhauern). Geeignete Kunstwerke — mit Angabe des Verkaufspreises oder dem Vermerk „unverkäuflich" — werden von der Heeresgruppe unter „Ausstellung" deutsch« Feldpost 651 erbeten. Dieser neuesten Förderung der Kirnst gingen Preisausschreiben in den Feldzeitungen voraus, allerdings vorwiegend nur für Maler. Dafür fanden die Bildhauer ein dankbares Feld der Betätigung auf den Kriegerfriedhöfen. — Der Aufwand für die Frühdruschprämien wird für das von der Reichsgetreidestelle bewirtschaftete Gebiet nach denselben Grundsätzen wie im Vorjahre auf ! die Reichskassen übernommen. — Die Cinkaufsvereinigung deutscher Schuh- wä'" Händler wird in ein großkapitalistisches Unter- . nel umgewandelt, für das bereits über Isis Mil- ! No- Mark gezeichnet sind. Das Kapital soll auf 2 Millionen Mark gebracht werden. — 1VW0 Kriegssrsahmittel. Ter Sammlung ! der volkswrrtrch.-mstben Abteilung des Kriegsernährunas- ! «mts sind kn > jetzt über 10000 Ersatzmittel Angeführt worden. Zu B-.sinn des Jahres 1917 gab es erst 1200 - Erscchnabrm'msnnttel und einige hundert technische Er- ' ftatzmittel. Bon den Ersatzmitteln lind nicht wenige nur Don ganz kurzer Dauer gewesen, da sie aus ge>undyerrs- polizeilichen Gründen oder wegen gänzlicher Wertlosigkeit verboten wurden. — Ausländisches Hülsenfruchtsaatgut, wie solches jetzt aus der Ukraine und Rumänien nach Deutschland kommt, ist oft mit dem so schädlichen Rüsselkäfer behaftet und daher nicht nur wertlos, sondern für unsere Saaten gefährlich. Es muß daher erneut vor der »Verwendung von solchen Hülsenfrüchten, die nicht ausdrücklich als Saatgut von einwandfreier Seite gekauft find, dringend gewarnt werden. — Verbotene Anzeigen. In Zeitungen findet Man noch hin und wieder Anzeigen, in denen Private Neue oder getragene Kleider zum Verkauf aubietc». Dies ist unzulässig, da solche Kleider von Privaten nur an die behördlich eingerichteten Annahmestellen verkauft werfen dürfen. Jede andere Veräußerung ist strafbar. » '(-) Karlsruhe, 19. Juni. Der Verband des Sta-. kionsvorsteher und Betriebsassistenten der bad. Staats- jbahn stimmte in seiner hier abgehaltenen Tagung de» Wnigung Klit dem Verein bad. Stationsvorsteher zu, während der letztgenannte Verein, der sich mit der glei- -Nngelegenheit befaßte, einen ablehnenden Standpunkt einnahm. (-) Kehl, 19. Juni. Mit großer Keckheit wurde ,in den Frühstunden einer der letzten Tage in Straßhurst fein Einbruchsdiebstahl verübt. Tie Diebe sprengten das Schaufenster eines Herrenkleidergeschäfts- was einen derartigen Knall gab, daß die Bewohner an einen Fliegerangriff glaubten. Tie Diebe nahmen die ausgelegten Waren mit. — Zum Präsidenten der Reichseisenbahnverwaltung ist der bisherige Präsident der Kgl. Eisen- bahndireklion in Königsberg, Geh. Rat Bodenstein ernannt worden. (-) Bövingen bei Emmendingen, 19. Juni. Auf »der durch unseren Ort gelegten Materialbahn entgleist« »die Lokomotive und 6 Wagen. Während Bremser und »Führer des Zuges sich retten konnten, geriet der Heizer !unter die umstürzende Lokomotive und erlitt tödliche Verletzungen. , (-) Konstanz, 19. Juni. Wie nach schweizerischen ^ Blättern verlautet, soll in den nächsten Tagen mit dem Transport des im Berner Abkommen zwischen Deutschland und Frankreich vereinbarten Anstausch von Kriegsgefangenen begonnen werden. Es handelt sich vorläufig 'um 160 000 Mann. (-0 Stuttgart, 19. Juni. (Der Landsturm. Ani eine Anfrage des Landtagsabg. Eifele erging vom Kriegsminister v. March taler folgender Bescheid» Die zuständigen Stellen sind unablässig darauf bedacht die Ablöfmkg der älteren Landsturmjahrgänge, d. h. ihr, Verwendung auf Etappe oder ihre Versetzung in dp Heimat, soweit als nur irgend möglich durchznführen. Tie Rückversetzung in die Heimat — in Frage kommen hiefür die über 45 Jahre alten Mannschaften, die seckZ Monate und darüber in vorderster Linie verwendet waren — geschieht auf dem Wege des Austausches gegen geeignet« Leute der Ersatztruppenteile- In Anbetracht der geringer, Zahl an verfügbaren sogenannten Austauschmannschafterl läßt sich jedoch die Ablösung nur nach und nach ermöglichen. Restlos kann sie überhaupt niemals durchgefiikirl werden, weil stets wieder Lerne eine sechsmonatige Kriegsdienstzeit in vorderster Linie und das 45. Lebensjahr erreichen. Tie Ansicht der Leute, sie hätten auf die Zurückziehung ein Anrecht, ist nicht zutreffend. Tie betreffende Verfügung lautet vielmehr dahin, daß die stellv. Generalkommandos und die der Ersatzgestellung dienen-, den Komrnandobehörden des Heimat-Gebietes den Anforderungen der Feldtrnppen auf Ablösung der 45jährigen und älteren Leute insoweit entsprechen sollen, als neben der Befriedigung der übrigen meist dringenden Ersatz- anforderungen sie dazu in der Lage sind. Tie Verwendung d-er Landsturmleute der älteren Jahrgänge im Mrappengebiet ist unbeschränkt. Nichtsdesto- ewen'^er ist aber das stellv. Generalkommando nach wie f or darauf bedacht, den in Frage kommenden Feldtrup- pemeilen durch Ueberweisung von Ersatzmannschaften eine möglichst durchgreifende Mlöiung zu ermöglichen. (-) Kirchheim a. N.. 19. Juni. (Todesfall.) Hauptlehrer a.' D. August Holder, der bekannte Schriftsteller, ist gestern nach längerer Krankheit gestorben. (-) Laugenburg, 18. Juni. (Blutige Händel.) Aus geringfügigem Anlaß geriet letzten Sonntag Löwenwirt Scheu- in Gerabronn mit dem dortigen Aarrenwärter Böhm in Streit, wobei er auf letzteres Mit einem Prügel derert einschlug, daß dieser blutüberströmt und bewußtlos Zusammenstürzte. Tie Farren wurden während der Schlägerei stark unruhig und es wall ein Glück, daß keiner abriß, ft-) Rottweil, 18. Jum. '(Zur Landtagser- satzwahl.) Ter Bezirksausschuß der Fortschrittliches Volkspartei hat in Schivenningen eine Entschließung am», genommen, in der er sich auf den Standpunkt stellt, gegenüber der nationalliberalen Partei den Burgfrieden tzu wahren, wenn und so lange die anderen Parteien eine ähnliche Haltung einnehmen. Tie an den national- liberalen Kandidaten Tr. Etter gestellten Fragen über die freiheitliche Fortentwicklung der württembergischsl Verfassung, die preußische Wahlrechtsreform und die Bcr- .terlandspartei haben die Volkspartei nicht befriedigt, sie. sah aber trotzdem von der Aufstellung einer eigenen Kandidatur ab und gab die Wahl ihren Anhängern lvej. c-- "77, r«. ./IUI' (Erhöhung 0 ez Straßenbahnfahrpreifes.) Am 1. Juli tritt die neue Preisordnung der Stuttgarter Straßenbahnen mit der angekündigteu Erhöhung in Kraft. Tie Fahrkarten erhalren die Einteilung nach Zahlstrecken von 900 Meter, die an bekannte Verkehcspuukte verlegt werden. Dar Fahrpreis beträgt für Erwachsene bis zu 4 Teilstrecken 15 Pfg., für Kinder 5 Pfg., bis zu 7 Teilstrecken 20 bzw. 10 Pfg., bis zu 9 Teilstrecken 25 bzw. 15 Psg. Tie Höchsttaxe steigt bis zu 19 Teilstrecken im Jnner- ortsnetz auf 50 bzw. 25 Pfg. Fahrscheinhefte zu 10 Fahrten werden zu 1.25 (statt 1.50 Mk. für 10 ein-,, helneLahrten) .ausgegeb.W. Die Dauer- und Abonne- menlskarten erfahren eine entsprechende Preiserhöhung^ Für Schüler und Militärpersonen bleiben die Fahrkarten unverändert. An Monatskarten kommen etwa 15 00tz in Betracht. (-) Stuttgart, 17. Juni. Wie verlautet, planes die Portlandzementwerke Heidelberg und Mannheim A.- G. in Heidelberg und die Stuttgarter Immobilien- unh( Baugeschäft A.-G. in Stuttgart eine Fusion ihrer Gesellschaften in der Art, daß gegen Mk. 1000.— Mtien der Stuttgarter Gesellschaft Mk. 1000.— Aktien der Hei-, delberger Gesellschaft hingegeben werben sollen. (Tie Meldung berichtigt die gestrige Nachricht des WTB ) (--) Schorndorf, 17. Juni. (Versetzung.) Gestern überraschte Dekan Gmelin am Schluß des Göttesdienstes die Gemeinde durch die Mitteilung, daß ihm auf Ansuchen die Stadtpfarrstelle in Owen bei Kirchheim übertragen worden sei. (-) Gmünd, 17. Juni. (Handwerkerorga- nisatioN.) Nach längeren Verhandlungen hat sich dich Bezirkshandwerkervereinigung mit der Handwerkerabteilung des Handels- und Gewerbevereins verschmolzen. Ms Vorstand der neuen Handwerkerabteilung wurde Stadt-« rät Södelmayer gewählt. (-) Crailsheim, 18. Juni- (Kriegsnokgeld-)» Kriegsnotgeld in neuer origineller Prägung hat tue hiesige Stadtverwaltung in 5, 10 und 50 Pfg.-Stücken zuch Beseitigung des erneut aufgetretenen großen Kleingeld- Mangels ausgegeben. Während die Vorderseite die übliche Angabe der Wertzahl mit der Umschrift „Kr- gs-^ Notgeld. 1918" enthält, zeigt die Rückseite das Bild dev» Belagerung der gräflich-hohsnloheschen, später mar' ' aft»j lich brandenburg-ansbachischen Grenzfestung Emil durch die Reichsstädte Hall, Rothenburg . Tbr. und kelsbühl im Jahre. 1379/80 und die damalige Urbare Erratung der Stadt durch ihre Bürgern! von der beabsichtigten Aushungerung. Die P der Kriegsnotgeldstücke enthält noch unterhalb obir des in zwei Wappenschilden das Stadtwappen oder Hesselhaken) und das an die Tat der Bür - .. isteriw erinnernde Crailsheimer Nationalgebäck, den > nannten „Haarasien", ^er hie Form eines l iege nden Meiers hat. mi in- r- irr, n-ll- cenek ! Verwendung »letzter Söhne- und »Väter vieler Kinder* hinter der Front, in der Etappe oder tz im Heimatsgebiet. Nach verschiedenen kriegsministeriellen Erlassen kann in folgenden Fällen eine Zurückziehung aus der Front bezw. Verwendung in der Etappe oder in der Heimat angeordnet werden: 1. für den letzten überlebenden Sohn, wenn in einer Familie zwei oder mehrere Söhne gefallen sind. Nur in besonderen Ausnahmefällen kann auch beim Verlust nur eines Sohnes der Ueberlebende geschont werden, wenn er der letzte Sohn ist und wenn die Eltern auf die Uvter- stützung durch diesen angewiesen sind und sie beim Verlust auch des letzten Sohnes einer Notlage ausgesetzl wären; 2. für Väter vieler Kinder, um diesen den Ernährer und Erzieher zu erhalten. Für die Beurteilung ist nicht die Zahl der Kinder schlechthin maßgebend, sondern nur derjenigen, die noch unversorgt sind, also nicht in der Lage sind, sich selbst zu unterhalten. Eine die Verwendung des Vaters hinter der Front begründende Mindestzahl von Kindern ist nicht einheitlich festgesetzt. In der Regel wird zwar bei Vorhandensein von 6 unversorgten Kindern die Anwendbarkeit des Erlasses gegeben sein, da angenommen werden kann, daß die Familie in eine außergewöhnliche Notlage geraten würde, wenn der Vater fiele. Liegen jedoch besondere Umstände (z. B. Tod der Mutter, äußerst ärmliche Verhältnisse der Familie usw.) vor, so kann nach dem Erlaß zu Grunde liegenden Sinn eine Berücksichtigung auch eines Vaters von fünf Kindern gerechtfertigt sein. Andererseits wird nicht in jedem Falle die Zahl von 6 unversorgten Kindern genügen, um eine ' schonende Verwendung ihres Vaters ohne weiteres zu be- l gründen, beispielsweise wenn die Familie in besonders - günstigen und gesicherten Verhältnissen lebt und ihr Fort- ' bestand voraussichtlich auch durch den Tod des Vaters > nicht in Frage gestellt würde. i Für die Entscheidung über Gesuche der vorbezeichneten ! Art, die wie sonstige Reklamationsgesuche zu behandeln - sind, ist ausschließlich das stellvertretende Generalkommando ' zuständig, das die Gesuche, soweit sie sich auf Leute bei » mobilen Truppenteilen beziehen, nach Prüfung an die zu- ! ständigen Militärbefehlshabern mit entsprechendem Antrag ! Weiterleitet. ? - l Eine Katastrophe im Weltall. ! In unendlichen Tiefen des Weltenraumes, an einer i Stelle, wo noch tags zuvor nicht das schwächste Lichtpünkt- § chen zu sehen war, ist urplötzlich eine strahlende Sonne aufgeflammt. Am Sonntag, den 9. Juni, früh 3 Uhr, er- s blickte Prof. Dr. Courooiser auf der Kgl. Sternwarte in i Berlin - Babelsberg an der Grenze der Sternenbilder des ! Adlers und der Schlange einen neuen Hellen Stern 1. ! Größe, der zurzeit feiner Entdeckung schon fast die Lichtstärke des Atair, des Hellen Hauptsterns Alpha im Adler, zeigte. Eine sogenannte Nova war erschienen, wie sie seit ; dem Austauchen der berühmten Nova Persei am 22. ! Februar 1901 nicht mehr beobachtet worden ist. Die Hel- ! ligkeit des neuen Gestirns hat inzwischen noch zugenommen ; ' sie übertraf schon wesentlich die des Atair und war noch ' größer als die der Wega. Die Farbe des neuen Sternes ist weiß; seine Helligkeit übertraf in der Nacht zum Montag bereits die Wega, » die als Maßeinheit für Gestirne erster Größe gilt, um eine halbe Größenklasse. Bei der noch in der ersten ' Nacht erfolgten spektroskopischen Untersuchung ergab sich das typische sogenannte Novaspektrum mit Hellen und dunk« ^ len Linien, unter denen besonders die Linien des Wasser- : stoffes und die Gelbe des Heliums stark gegeneinander verschoben waren. Man hntte die erwähnte starke Verschiebung namentlich der Wafserstoffgaslinien auch im Jahre 1901 bei der Nova Persei beobachtet; sie war nach der violetten Seite sogroß, 2aß man darnach berechnen konnte, daß das lichtabsorbie» rende Wasserstoffgas sich mit der unvorstellbaren Geschwindigkeit von 700 Kilometer in der Sekunde auf nns zu bewege. Daraus ging hervor, daß aus dem neuen Stern verhältnismäßig kalte Gasmassen mit ungeheuerer Geschwindigkeit gegen uns strömten. Die leuchtenden Partien des Sterns standen entweder still oder bewegten sich von uns «eg. Natürlich strömten, wie Arrhenius hervorhebt, diese Gase von dem Stern nach allen Richtungen aus; aber wir konnten keine anderen beobachten, als sie, die das Licht des Sternes absorbierten, d. h., die zwischen Stern und Erde lagen, folglich nach der Erde zu strömten. Wie jetzt der neue Stern im Adler, so tauchte auch vor 17 Jahren die Nova Persei ganz plötzlich aus den dunklen Liefen des Weltalls auf. Sie wurde am Morgen des 12. Februar 1901 von dem Schotten Anderson entdeckt, der wenige Grade von dem bekannten veränderlichen Stern Algol im Persens entfernt, einen Stern 3. Größe fand, der einen Tag zuvor sicher noch nicht 12. Größe gewesen war. Danach scheint sich die Leuchtkraft der Nova Persei innerhalb eines Tages um mehr als das Fünftausendfache vermehrt zu haben. Am 23. Februar 1901 übertraf die Nova alle anderen Sterne außer dem Sirius an Helligkeit; am 25. war sie 1. am 27. 2., am 6. März 3. und am 18. 4. Größe. Um diese Zeit begann das Licht des Sternes periodische Helligkeit und Farbenschwankungen zu zeigen, die 3 — 5 Tage umfaßten und sich über eine Größenklasse erstreckten. Der Stern war aald 4., bald 4., bald 5. Größe, bald weißlich gelb, bald stark rot. Dieser Licht- und Farbenwechsel dauerte etwa bis Ende Juni, worauf die Helligkeit weiter langsam abnahm. Im Jahre 1907 war die Nova bis zur 11. Größe herabgesunken; die letzte Bestimmung ihrer Helligkeit staMmt von M. Wolf- Heidelberg von Ende 1916. Damals war ihre Helligkeit etwa 13. Größe. Nimmt man an, daß die Nova Persei vor ihrem Aufleuchten ebenfalls dreizehnter Größeewar, so betrug ihre Lichtzunahme in den wenigen Tagen bis zu ihrem hellsten Glanz das Sechzigtausendfache der ursprünglichen Helligkeit. Nur eine unfaßbar gewalltige Kalast r o p h e ist imstande, einen Weltenbrand, der freilich einer längst vergangenen Zeit angehörte. Denn nach Untersuchungen von Bergstrand ist die Nova Persei etwa 130 Lichtjahre von uns entfert. Die Katastrophe, dessen Lichtsignal uns im Februar 1901 erreichte, muß also etwa um das Jahr 1770 bereits erfolgt sein, zu der Zeit, als Kiedrich der Große alternd in Sanssouci lustwandelte, und als Goethe großjährig wurde. Wann die Katastrophe eingetreten ist, von der uns soeben das Aufleuchten des neuen Sterns im Adler Kunde gibt, wissen wir noch nicht, denn eine Schätzung seiner Entfernung ist erst in einem halben Jahre möglich, wenn die Erde im entgegengesetzten Teile ihrer Bahn steht und wenn wir die größtmögliche Basis zur Messung der Parallelachse des neuen Sterns haben werden. der! Letzte Rachrichte« Wolfs-Telegramme. IS ooo Bruttocegistertonnen versenkt. Berlin, 20. Juni. (Amtlich.) Neue U-Bootserfolge auf dem nördlichen Kriegsschauplatz: Nach den Meldungen der aus See zmückgekehrten U Boote 13 000 BRT. Aus zwei Geleitzügen wurden an der Ostküste Englands die beiden größten Dampfer trotz starker Gegenwirkung Bewachungsstreitkräfte abgeschofsen. , Der Chef des Admiralslabs der Manne. Staatssekretär von Kühlmann in Hamburg. Hamburg, 20. Juni. Gestern Abend traf der Staatssekretär des Auswärtigen Amts, von Kühlmann in Hamburg ein und .nahm im Hotel Atlantic Wohnung. Der Staatssekretär ist begleitet vom Gesandten von Rosenberg, Gesandten Graf von Wedel, Geh. Legationsrat Schüler, Legationsrat von Stumm und Dr. Wichert vom Auswärtigen Amt. Heute findet im Rathaus eine Besprechung über die Neugestaltung des deutschen Auslandsdienstes statt, an der Vertreter der Senate von Hamburg, Lübeck und Bremen, sowie der Handelskreise der drei Hansastädte teilnehmen. Morgen Abend wird der Staatssekretär mit seinen Begleitern Hamburg wieder verlassen. Zu den Verhandlungen zwischen Deutschland und Holland Berlin, 20 „ Deutschland und Holland, über die gestern bereits Mitteilung bes allgemeinen Handelsbladet verbreitet wurde. - erfahren wir, daß endgültige Abmachungen bisher' noch i nicht oorliegen. Nach dem Verlause der in Holland ge- ^ führten Besprechungen ist jedoch anzunehmen, daß sie in > kurzer Zeit zu einem beide Teile befriedigenden Ergebnis > führen werden. Die Verhandlungen betreffen den See- - verkehr zwischen Holland und Skandinavien und die Auf- i stellung der hierfür notwendigen Geleitscheine. Sie haben den Zweck, eine Erleichterung der Versorgung des holländischen Volkes mit Rohmaterial unter Wahrung der Interessen der deutschen Seekriegführung herbeizuführen. , Privat-Telegramme. ^ Die Bedrohung von Billers-Cotterets. weizer Grenze, 19. Juni. (g. K.) Gtege- mann schreibt im „Berner Bund" : Trotz heftiger Gegenwehr Fachs dauerte die Bedrohung von Villers-Cotterets durch di« Deutschen von der Nordflanke her in unver- i mindeter Weise fort. ^ Die ganze Front ei« Feuermeer. Schweizer Greuze, 20. Juni. (g.K.) Der Kriegs- Korrespondent des „Corriere della Sera" berichtet, die ganze Front vom Grappa ,bis zum Meere bilde sin einziges Feuermeer. Die italienischen Flieger stellen immer' neue Nachschübe des Gegners fest. Schweizer Grenze, 20- Juni. (g. K.) Die „Jtalia" meldet, das italienische Hinterland liege seit zwei Tagen unter sehr starkem Feuer des Feindes. Vorbereitungen auf den Fall von Eompiegne. Schweiz. Grenze, 20. Juni. (g.K.) Im Corriere della Sera hält es Barzini für möglich, daß Comp'egne dem Feinde in dis Hand fällt. Alles hänge von dem Preis ab, der dafür bezahlt werden müsse. Bazini läßt durch- blicken, daß er angesichts der bevorstehenden wichtigen Ereignisse seine überlegene Ruhe einzubüßen beginnt. Vertrauliche Konferenz beim Reichskanzler. Berlin. 20. Juni. Wie das „Berliner Tageblatt" berichtet, hat gestern von 3 Uhr nachmittags bis gegen 8 Uhr abends eine vertrauliche Konferenz der Führer der Mehrheitsparteien des Reichstags mit dem Reichskanzler Graf Hertling, General Gröner aus der Ukraine und dem Reichskommifsar für Kurland und Litauen, Freiherrn von Falkenhausen, über Fragen der besetzten Gebiete im Osten stattgefunden. Der „Brotfriede" von Brest-Litowsk. Berlin, 26. Juni Die »GermanistHreibt: So groß die politische und die militärische'Bedeutung des Friedens von Brest-Litowsk ist, ein .Brotfrieden", von dem Graf Ezernin bei seiner Rückkehr nach Wien sprach, war er nicht. Diese Seite des Vertrags mit der Ukraine hat auch uns leider eine arge Enttäuschung bereitet. — In Oesterreich ist der Mehlmangel wesenUich mit auf die fehsgeschlagenen Hoffnungen auf die ukrainischen Vorräte zurückzuführen. Das Ausbringen des ukrainischen Getreides ist zwar in deutsche Hände gelegt worden. Da ober das Ergebnis nicht den Hoffnungen entsprochen hat kann auch Oesterreich nicht das Quantum erhalten, auf das es gerechnet hatte. Deutschland trägt an den unvorhergesehenen Schwierigkeiten nicht die geringste Schuld. Trotzdem ist es Oesterreich hinsichtlich der Belieferung mit ukrainischem Brotgetreide in weitherzigster Weife entgegengekommen. Angesichts dieser Tatsache ist die wenig freundliche Art, wie man versucht hat für den Notstand einen Sündenbock zu suchen sehr befremdet. Trotzdem begrüßen wir es, daß es Dank der Bereitwilligkeit unseres Kriegsernährungsamts dem österreichischen Ernährungsminister möglich ist, nicht mit leeren Händen von Berlin nach Wien zurückzukehren. Im „Vorwärts" heißt es l Leider entschließt sich die österreichische Regierung erst sehr' spät zu durchgreifenden Maßregeln. Im großen und ganzen ist bei uns der staatliche Eingriff viel früher und durchgreifender als in Oesterreich erfolgt. Eine Besserung ist erst von der ungarischen Ernte zu erwarten, die Samstag oder Montag beginnen wird, aus der aber Mehl vermutlich erst in 14 bis 20 Tagen werde geliefert werden können. Die „Berliner Börsenzeitung" sagt: Es ist zu erwarten, daß die Wiener Regierung alles tun wird, um die Lebensmittelversorgung in ihren Ländern in einer Weise zu regeln, durch die die Lebensmittelversorgung Deutschlands nicht beeinträchtigt wird. Die „Kreuzzeitung" steht nach wie vor auf dem Standpunkt, daß bei aller Bundesfreundschast diesmal von uns i in keiner Weise geholfen werden kann. Anderthalb Millionen Mevsche« verlasse« Pari?; > Schweizer Grenze, 20. Juni. (g. K.) Dem j St. Gallener Tageblatt wird von besonderer Seite aus Paris gemeldet: Man rechnet damit, daß eineinhalb Million Menschen Paris verlassen werden. Eine Million Menschen werden in Paris Zurückbleiben, da sie durch Pflichten, Aemter und Geschäfte zurückgehalten werden. Der Pariser Verteilungsausschuß beschloß die Fortschaffung der Kriegswerkstätten aus Paris, ebenso die Verlegung der wertvollsten Kunstfchätze und der Wertvorräte der Banken und Archive. Die im Herbst 1914 im Stadtumkreis von Paris ausgeworfenen Schützengräben wurden wieder in den Verteidigungszustand gesetzt und die Proviantlager vermehrt. Vermi§MeK. ^ Freiwilliger Tod. Der noch nicht 17 Jahre alte Erbpächter, fohn Hugo Iiirn in Wöbbeii-i (Mecklenburg) hat sich erh uigt, weil seine Eltern, trotz seiner ost wiederholten Bitten, ihn für das Vaterland Kämpfen zu lassen, nicht die Erlaubnis zum Eintritt in die Marine geben wollten, bevor er das 18. ^ayr erreicht habe. Ein Bruder des jungen Mannes st im Felde gefallen, ein anderer befindet sich in Gefangenschaft. 186 OOS Mart veruntreut. Der Kassierer des chrisii.-katholi. fchen Begräbnisvereins in München, Buchhändler Barthauser, __ __ nur, der dortiaen Vereins-Anzeiger. Turnverein Adelsheim mit Iugendwehrabteilung. Heute Abend >/z9 Uhr antreten am Turnplatz. Turnverein Osterburken m. Fugendwehrabteilung. Heute Abend 9 Uhr antreten am Turnplatz. Au mfere ZM-ostbeMer l Durch Personalmangel und da der Versand des »Bauländer Bote" ins Feld an und für sich schon viele Arbeit macht, ist es uns nicht möglich, jedem einzelnen von den vielen Feldpostbeziehern eine Rechnung über den Bezugspreis zugehen zu lassen. Wir bitten deshalb wiederholt dringend, den Vierteljahrspreis von »»- L Mark 5« Pfg. -M, vor Beginn des 3. Vierteljahres auf unser Postscheckkonto Karlsruhe 14984 einzuzahlen. Andernfalls wir die Versendung unterlassen müssen. Der Verlag. Istopkon stp. 106. rsllilMk 8MM, WlMjin 8pi-evksiunl1e vorm, von 9-12 vlir naotim. von 1—5 Utu- 8onntss§ ksine 8ppsokslunäs. kiockacütunxsvoli I Zolilsttöi'. llnipGvkIung. Lmpteirle micir den vsinsn von Kien ui»«! Umgebung im Kopfwäschen u. frisieren. gelernt im ersten krisierinstitut Frankfurts. K it e I s b eim (Backerei dlor). Jum. Zu d-n -wisch-» FA-z- Handel und Verkehr. eme Deutschen Landwirtschaftsrats 17. Füll Kurzer der Preisbrrichtsstelle des vom II. bis Höchstpreise für Bieh im Auslande. In der Schweiz sind durch eine Verfügung 1918. BolSs- mg des wirtschaftsamts vom 29. Mai neue Höchstpreise für Grotzrindrr sowie für Kälber erlassen, welche am 1. Ium m Kraft getreten sind Für Grohvieh I. Qualität ist der Höchstpreis aus 2.60 Franken und für Kälber auf 2.50 Franken für d«s Kilogramm Lebendgewicht festgesetzt worden. Dies würbe Einem Preise von etwa 105,A) Mk. bzw. 10125 Mk. für dl -«lner Lebendgewicht entsprechen. Die eidgenössische Anstalt stir Schlacht- »iehoersorgung teilt hierzu mit, daß me Erhöhung nicht mehr ru umgehen war. Die Ursache der Knappheit an Schlachtvieh sei neben dem allgemeinen Mangel an Kraftfutter imf die ""wehrten Schlachtungen der letzten Monate zurückzufuhren. Der im letzten Spätherbst angelegte Gesrierslrischvorrat sei in dieser Zeit des Schlachtviehmangels sehr zu statten gekommen und habe über NA!?"? HL H das Kilogramm Netto-Fleischgewicht festgesetzt, was einem Prerft von etwa 116,40 Mk. für den Zentner Lebendgewicht entspricht. V Dskn-I^nxis Onsk D — - Aoxdsng — ^ im Klause der 8 par- und Waisenkasse — Atelier für moderne Tsknkimn^ ^ — und LsknKnilbunilV. ^ ^ 8ppeokrei1 ISglioti 8—6 Uki' ^ ^ 8amstag§ 9—4 llkp ^ DliiiiiliililiiiiiiiiliiiimimimliiiilliiiiiiiiiliR Zu verk auZen: Prims, gute Auehtfttvven 14 bis 18 Monate alt. Lade Kaufiiebhaber freundlichst ein. Anninger, Grotzeichoftheim Telefon: Oberschefflenz 14. Bahnstation: Eicholzheim. ist Gdrviga? Edwiga ist der neueste Reparaturstrumpf mit doppelten Fersen und Zehenspitzen. 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