werden. Schneider- enen es aber ging Rechts- ußreiche Seite, Lyonnais, innen auf viegerfohn General- esandt- n, Aus- als der über die n Staa- rteilenden i s erklärt. In den Menschen- ,asten die ern ge- ^elde der Krieg um >aktrust. andard ) fügsam >igte die en indu- in China ne jetzige fuhr nach ippe, dir igen der vergriffen >enn nicht e, denen n Volks- inner in n ziehen. «ftrle. in 2—5 woch, 4. andwirt- andwirte bar zu schloffen, welcher ldwirten Äcken in > Trans- »b V«ck«,: Rrdajchgp: Larlrruh«, krbprinzrustr. ü . Kühlewem lus Brand!, hindenlaaz Rohde. lküller. r.SchiNiND. r Mich«, r Fisch-r- effelbach-r. Lutz. Mensch!»?- ohde. ichillinß. bau! ich" m»»». bend«^- m,. denlantz M ld bM ei> »ScheMch zweimal: Dienstag and Freitag (die Freitag- »»IlEr mit achtseitigem illustriertem „Familienfreimd") — WWg lprlki vierteljährlich in Karlsruhe oder durch die Vertreter tGSMM einschließlich Zustellgebühr 1 Mk., bei der poit 1.20 Mk. » :::: kSr Lsllsr, kkrS sn - ? .7 Anzeigen im Inseratenteil Hie jxchsgespaltene Petit-Zeile oder deren Raum 15 psg. redotchjouellen Teil die dreigespalte« Petit-Zeile oder deren Raum 59 psg. - Vei größeren Aufträgen und Wiederholungen wird entsprechender Rabatt gewährt Aurnmer 28 Karlsruhe, Freitag, den 6. April 1917 3Z Jahrgang DM" Die nächste Nummer der „Badischen Warte" «ird am Mittwoch, 11. April, ausgegeben. Hierzu der „Illustrierte Farnilierrfreunv". * Wern. Von Karfreitag bis Ostern — welche kurze Spanne Zeit und doch wie groß und gewaltig das Geschehen! Der Gottessohn ist den Leidensweg gegangen, indem er sich in den Bann des Menschlichen begab und »on Menschen sich verurteilen und richten ließ. Denn also hat Gott die Welt geliebt! Schon schien es, als habe die Sünde triumphiert und die Welt mit ihrem Haß, ihrer Seichtigkeit und vermeintlichen philosophischen Überlegenheit — was ist Wahrheit, frug Pilatus mit gekräuselten Lippen — hatte wieder einmal recht behalten. Iber es schien nur so. Auf Karfreitag kam Ostern — die Finsternis wurde besiegt; der Gottessohn stand von dm Toten auf und verkündete die Herrschaft der oberen Welt. Tod, wo ist dein Stachel, Hölle, wo ist dein Sieg? Las Osterfest ist der lüftende Siegel auf der Botschaft von der Ueberpiindung und Erlösung der Welt durch die göttliche Liebe. Der Kreuzträger wird zum Sieger — «vir haben die Gewißheit, daß wir erlöst sind aus der Sünde Schuld, daß dem Anfang in Schmerzen Ende in Jubel und Seligkeit folgen darf. Seit jenem ersten Ostertage sind fast 19 Jahrhunderte verflossen. Immer wieder ist die gleiche frohe Botschaft errungen, und immer noch gibt eS so viele Zweifelnde, die keinen Heiland haben, weil er ihnen am Kreuze gestorben ist und sie an seine Auferstehung, den Sieg des Lebens über den Tod, weder glauben können, noch wollen. Ihr Verstand läßt sich nicht überzeugen, und so muß ihr Herz denn weiter leben unter dem Druck der Hoffnungslosigkeit. Denn das ist das Furchtbare für sie und alle Zweifler. Ist Christus nur gestorben, so ßnd wir mit Gott nicht versöhnt und ohne Hoffnung im Leben und im Sterben. Wie bedarf doch die Menschheit des Ostertrostes! Wie wollen wir es ertragen, unsere Lieben, sei es hier in der Heimat, sei es draußen auf den Schlachtfeldern oder aus dem Meere, zu verlieren, wenn wir nicht die gewisse Hoffnung ihrer Auferstehung haben? 'Wahrlich, wer seine Toten bei den Toten sucht, ist trostlos, hoffnungslos und bedauernswert. Euch ruft der Osterfürst zu: „Was sucht ihr den Lebendigen bei den Toten"! Und darf dieser Osterjubel auch heute unser Herz erfüllen? In der Zeit einer wahnwitzigen Menschen- schlächterei, in einer Zeit des Hasses und der Verkehrung oller sittlichen Begriffe? Manche wollen nur schwer mit einem Ja antworten — und doch müssen und können wir es tun. Heute erst recht müssen wir im Glauben siegen. Was will all dieses grausige Geschehen im letzten Grunde bedeuten? Es sind Stationen der Entwicklung, wie sie im Weltplan Gottes liegen, zugleich eine Prüfung für die Herzen! Wer jetzt den Blick von oben nach unten wendet, der hat verspielt, der will sein Kreuz nicht tragen wrd für ihn kann es auch kein Ostern geben. Die Welt hat schon oft so schreckliches gesehen, wie diesen Krieg; und Gottes Atem rauschte darüber hinweg. Uns bleibt Edrig: Glauben zu halten und Treue zu üben, fest auf öwn Boden zu stehen, der immer Gottes Erde ist, unddie Eugen nach oben gerichtet, von wo das Licht in die Teele fällt! Und ob wir schon wandern im finstern Tal — wir kommen in die Heimat des Lichts, des Friedens wrd der Befreiung, das bezeugt uns das Osterfest. Darum die Herzen empor, weg mit aller Kleinmütigkeit allem Vernünfteln des Verstands und der geängsteten Herzen — haltet Glauben und Treue — und das Reich Aß uns doch bleiben — das hat uns der Heiland mit sturem Ostersieg verpfändet. A. R Oer Krieg. Zusammenhänge. Es ist nützlich, sich einige Zusammenhänge zu ve» ßgenwärtigen, um in dieser Zeit, wo die Ereignisse ein Äsendes Tempo angenommen haben, den Faden nicht zu Alleren. Die russische Revolution, die sehr schnell über sitz, - von England gern gesehenen Putsch zu einer großen Awälzung hinausgewachsen ist, hat zweifellos gewisse levensstimmungen in Rußland zu Worte gebracht, sland hat am Sturz des Zarismus gearbeitet, weil irchtete, der Zar und seine Berater könnten der Rolle, für England zu kämpfen, müde werden. Jetzt kommt es für England darauf an, Friedensneigungen in dem neuen Regime nicht aufkommen zu lassen, und, wo sie sich bereits gezeigt haben, zu unterdrücken. Dazu diente vor allem die mit den stärksten Mitteln in Rußland verbreitete Lüge, Deutschland werde mit Heeresgewalt den Zarismus zurückführen. Gegen diese englische Stimmungsmache ist der Reichskanzler in seiner letzten Rede aufgetreten. ES soll auch nicht verkannt werden, daß die Sozialdemokraten durch ihr Telegramm an die russischen Revolutionsführer in diesem Sinne nützlich gewirkt haben. Die Unterstützung etwaiger Friedensströmungen in Rußland ist eine nicht unwichtige Aufgabe, darüber muß man sich klar sein. Indem dann Graf Czernin im „Wiener Fremdenblatt" den Faden etwas stärker weitergesponnen hat, ist das Material für diejenigen russischen Kreise, die in erster Linie die Sicherung der revolutionären Errungenschaften in Rußland sichern wollen, vervollständigt worden. So angesehen, bekommt die Aktion des österreichisch-ungarischen Ministers des Aeußern guten Sinn. Ihn anzugreifen, scheint uns nicht die Aufgabe der deutschen Presse zu sein. Dagegen wird die Aeußerung eines Berliner Blattes, daß wir den Feinden den Frieden „anbieten" können, wohl ziemlich allgemein als Mißgriff angesehen. Wir haben unser Angebot am 12. Dezember getan. Dies Angebot ist mit Hohn zurückgewiesen worden. Will jemand von der gegnerischen Seite darauf zurückkommen, so wird man ja weiter sehen, aber wir haben kein Angebot zu machen. Den gegenwärtigen Stand wird man also wohl dahin bezeichnen können, daß wir friedliche Regungen auf der anderen Seite gern ermutigen können, daß aber darüber hinaus nicht gegangen wird. Man muß auch im Auge behalten, daß, wo in Rußland Friedenserwägungen etwa angestellt werden sollten, dies nicht etwa geschieht, weil freundliche Gefühle gegen uns aufkommen. Der einzige Gesichtspunkt ist offenbar der, daß man besorgt ist. bei weiterer Dauer des Krieges die inneren Verhältnisse nicht in der Hand zu behalten. Wie weit bei den neuen Machthabern bereits das Bewußtsein, daß bisher nur für England gearbeitet worden ist, zum Durchbruch gekommen ist, läßt sich nicht übersehen. Auch in diesem Punkt wird man gut tun, eher zu wenig als zu viel in die Rechnung einzüsetzen. Nun liegt ja auf der Hand — und damit kommen wir auf einen andern Gedankengang —, daß sich die Entente von der Rückwirkung der russischen Vorgänge auf Deutschland viel verspricht. Da kommt die alte Unkenntnis deutscher Verhältnisse zutage, auf die in der „Norddeutschen" unseres Erachtens zutreffend hingewiesen worden ist. Von allen Seiten hören wir wieder, aus London, Paris, Petersburg, daß die Entente nichts gegen das deutsche Volk hat und daß alles gut wäre, wenn nur erst die deutschen Fürsten beseitigt sind. Wie es scheint, wird man nächstens in Amerika in das gleiche Horn stoßen. Sirenenklänge? Der Ausdruck paßt nicht. Weder kann das Lied auf uns Eindruck machen, noch finden wir die Leute, die es vernehmen lassen, lieblich an Gestalt. Wir sehen nur ihre raffgierigen Klauen, die sie ja so unverhüllt gezeigt haben, daß wir über die Absichten dieser „Sirenen" nicht einen Augenblick in die Irre geführt werden können. Wenn heute auch der „Vorwärts" diese Spekulation der Entente auf die Möglichkeit eines Risses zwischen Volk und Monarchie abweist, so ist das doch eine sehr beachtenswerte Erscheinung, der wir uns als eines Beweises der Festigkeit unserer inneren Zustände freuen können. _ Mitteilungen ans dem deutschen Hauptquartier. Grvhes Hauptquarrrer, 3. Avril. Westlicher Kriegsschauplatz. Nördlich von Arras heftiger Geschützkampf: mehrere gegen unsere Stellungen oordringende englische Aufklärungsabteilungen wurden abgewiesen. Die gewaltfamen Erkundun- ökn der Engländer und Franzosen im Kampfgebiet nordöstlich von Bapaume und westlich von St. Ouentin wurden von starken Kräften ausgeführt. Sie verliefen — wie Beobachtung _ und Gefangenen-Aussagen ergaben — für den Feinds äußerst verlustreich. Bei Noreuil wurden von uns über 300 Engländer gefatigen zurückgeführt: sie gerieten jedoch in englisches Maschinengewehrfeuer, so daß nur 60 unsere Linien erreichten. — Östlich der Straße Coucy - le - Chateau—Soiffons zersprengte unser Artillerieseuer beobachtete Truppenansammlungen, in der Champagne, südlich von Rivont, unterband feine vernichtende Wirkung einen sich vorbereitenden Angriff. — In Luftkämvfen verlor der Feind 4 Flugzeuge, von denen zwei durch Oberleutnant Freiherrn o. Richthofen abgeschossen wurden. Östlicher Kriegsschauplatz. Front des GeueralfeldmarschallS PLjuzxn Seopold von Bayern. Nordwestlich von Dünaburg Hallen mehr- bewahrte Stoßtrupps l Offizier, W MZn, und 2 Maschinengewehre aus der russischen Stellung - äuch bei Maliawitschi, nordöstlich von Bogdanoio, hatte ein Er- rAf. si^üsvorstoß vollen Erfolg und brachte einen ^stnzier und 25 Mann an Gefangenen ein. — Nordöstlich von Baranowitschi griffen mehrere russische Kompagnien eine unsqxA Feldwachen an, die trotz starker Feuervorbereitung ihre Stellung völlig behauptete. — Lebhaftem russischen Fen^x beiderseits der Bahn Mczow —Tarnopol, an der Zloka Lipa und am Dnjestr sind kerne Jnfanterieangriffe gefolgt. - An der Bystrzyca Solat- winska vordringende Jagdabteilungen der Russen würden vertrieben. An der. Front des Generalobersten Erzherzogs Joseph und bei der Heeresgruppe des Geuernlfcld- u.arschnlls von Mackensen keine Ereignisse von Be- deutung. Macedonische Front. Zwischen Clinda- und Prespa See drangen unsere Truppen in vorgeschobene Stellungen der Franzosen; sie kehrten nach Abweisung von Gegenangriffen befehlsgemäß in die eigenen Linien mit Beute zuruck. - Nördlich von Mouastir ist ein kleiner französischer Angriff gescheitert. Der Erste Generalauartiermeister Ludendorff. » WTB. Großes Hauptquartier, 4. April. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz: Von Lens bis Arras war auch gestern der Feuerkampf lebhaft. Westlich von St. Quentin und zwischen Somme und Oise setzten die Franzosen ihre heftigen Erkundungsangriffe fort. Mit blutigen Opfern erkauften sie Boden, der von uns schrittweise preisgegeben wurde. Bei Laffaux, an der von Soissons nach Nordosten führenden Straße, scheiterten nach starkem Feuer einsetzende französische Vorstöße. In und bei Reims erkannte Batterien, Befestigungsarbeiten und Verkehr wurden von uns unter Feuer genommen. Neun feindliche Flugzeuge und zwei FeMhgllons sind von unseren Flugzeugen abgeschossen wo'rd^y- Oestlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold hon Hayeru. Zwischen Meer und' Pripjet war die Artillerietätigkeit in mehreren Michnitten z-ege. Am mittleren Stochoo wurde der von den Russen auf dem Westufer gehaltene Brückenkopf von Wboly von unseren Truppen, denen beträchtliche Beute in die Hand fiel, genommen. Beiderseits der Bahn Sloczow—Tgrnoppl steigerte sich zeitweilig der Geschützkampf. An der Front des Generalobersten Erzherzog Zoieph und bei der Heeresgruppe deS Generalseldmarschalls von Mackensen ist die Lage unverändert. Mazedonischen Zroqt: Geringe (Wechtstätigkeit. Unsere Fliegergeschwader bewarfen Bahnhof Vertekop (südöstlich von Vodkna) ausgiebig mit Bomben. Dadurch entstandene Brände wurden durch Lichtbild festgelegt. Der erste Generalquartiermeistcr von Ludendorff. Die KLnijAe Arras unck Aisne. Bei wechselnder Sicht imd Regenschauern nehmen die Kämpfe zwischen Arräs Äisne in der gewohnten Weise ihren Fortgang. Zu größeren Zusammenstößen kam es bei Croisilles. an der Straße Fins—Gouzeaucourt, bei Savy, öeiderseits der L-omm» ionne nördlich Solsfons. An allen diesen Punkten wurden englische und französische Vorstöße blutig abgewieien. Besonders groß waren die gegnerischen Verluste bei dem Angriff aus den Holnon Wald. Die außerordentlich schwierige, ja gefährliche- Lage, in die Engländer und Franzosen durch die deutsche Frontoerlegung gekommen sind, beweisen die fortdauernden Klagen über die deutschen Zerstörungen und die ängstlichen Stimmen der Militärkritiker, die ständig zur Vorsicht und Behutsamkeit mahnen. Trotz dieser angeblich durch unsere Gegner erzwungenen Operation nahmen die Deutschen im vergangenen Monat an der Westfront 2900 Mann gefangen und erbeuteten 59 Maschinengewehre. Demgegenüber vermögen die englischen und französischen Berichte für die -Mche Zeit noch nicht einmal die Hälfte an Gefangenen zu melden, nämlich 1460 Gefangene und eine Beute von 39 Maschinengewehren. An allen Fronten machten die Deutschen und ihre Verbündeten 6900 Gefangene fowie eine Beute von 134 Maschinengewehren (ohne Schnelladegewehre) und 60 Minenwerfern. Hindenburgs Dank a« die Eisenbahner. Generalfeldmarschall o. Hindenburg hebt in einem Schreiben an den Chef des Feldeisenbahnwesens die Tätigkeit der Eisenbahntruppen und -behörden, denen ein großer Teil des Erfolges an dem ungestörten Verlauf der Truppenbewegungen zuzuschreiben ist, anerkennend hervor. Die große Heeresbewegung auf dem westlichen Kriegsschauplatz konnte nur im festen Vertrauen in das stets bewährte Können der Eisenbahutzruppen und der Militär- Eisenbahnbehörden befohlen werden. Ihre Arbeit mußte sich im engsten Zusammenhang mit den von der Obersten Führung beabsichtigten Maßnahmen vollziehen. Bis zum letzten Tage sollte die Truppe in den aufzugebenden Linien schlagfertig bleiben. Nichts an brauchbarem Kriegsgerät sollte dem nachfolgenden Gegner in die Hände fallen. Material im Werte vieler Millionen mußte geborgen werden. Auch nach dem Verlassen der alten Stellungen sollte die Truppe sich, stets kampfbereit, auf ein lückenlos ausgebautes Zubringernetz stützen können. Das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit der Eisenbahnbehörden und -truppen ist nicht getäuscht worden. Ihr Anteil am Gelingen der schwierigen Operation ist groß. — Ein Schreiben ähnlichen Inhalts ist von dem Führer der Heeresgruppe, dem Kronprinzen Rupprecht von Bayern, an den Chef des Feldeisenbahnwesens gerichtet worden. Die Keute äes „Seesckler". Nach einer HavasMeldung aus Rio de Janeiro hat der deutsche Hilfskreuzer .Seeadler" die folgenden Schiffe genommen: „Gladys Royle", „Lady Island", „Charles Gounod", „Perce", „Antonin", „Buenos Aires", (italienischer Segler, 181t Br.-Reg.-To.), „Penmore" (englischer Segler, 1497 Br.-Reg.-To.), „La Rochefoucauld", „Dupleix" und „Horngarth" mit 261 Seeleuten der verschiedensten Staatsangehörigkeit, darunter 102 Franzosen — ungerechnet noch die 22 Mann von der Bark „Cambronne". In dem Bericht des Kapitäns der Bark „Cambronne" ist kein Wort davon enthalten,, daß das deutsche Kriegsschiff erst die norwegische Flagge gezeigt hätte. Es heißt vielmehr darin: „Zwei Seemeilen entfernt geite das schnell herankommende Schiff plötzlich seine Segel auf, und wir erkannten die deutsche Flagge. Zugleich mit dieser Veränderung machte das Schiff ein Signal und feuerte einen Kanonenschuß ab." Der Kapitän erzählte, daß der deutsche Kommandant ihn seines Kommandos enthoben rmd die .Cambronne", die die gefangenen Schiffs- bemannungen von Bord des Kreuzers nach Rio de Janeiro bringen mußte, unter dem Befehl des englischen Kapitäns John Müller vom „Penmore" gestellt habe. Die beiden Bramstangen der „Cambronne" wurden von den Deutschen abgesägt und die Bramsegel ins Wässer geworfen, um so die Fahrt der „Cambronne" zu vermindern und dem Kreuzer Zeit zu schaffen, andere Gewässer zu erreichen. Amerikas Außenhandel und der U-Boot-Krieg. Laut „Economista d'Jtalio" vom 26. März wird amtlich bekanntgemacht, daß der Außenhandel der Vereinigten Staaten im Februar um 950 Millionen Frank abgenommen hat. Nach der Erklärung des.hemmungslosen U-Boot- Krieges durch Deutschland ist die Einfuhr um 210 und die Ausfuhr um 735 Millionen gesunken. Wilsons s^niegsbotsekast. Es ist kaum noch daran zu zweifeln, daß Präsident Wilson seinen Kriegswillen gegen Deutschland durckgeletzt hat. Vorläufig wurde über London ein amtlich noch nicht beglaubigtes Telegramm von Reuter bekannt folgenden Wortlauts: Washington. 2 April Wilson forderte heute abend den Kongreß auf, zu erklären, daß zwischen den -vereinigten Staaten und Deutschland der Kriegszustand bestehe. Der Präsident sagte dabei: „Ick, empfehle Jbnen. sofort Schritte zu unternehmen, um Deutschlands Anmaßungen ein Ende zu machen. Der Krieg fordert die engste Zusammenwirkung mit den Verbündeten. frauenkerzen. Von Pt. E i t n e r. iNacüdri'U verboten.) Sollte jemals das Geständnis seiner großen Liebe über seine Lippen, kommen, sollte das nur direkt Christa gegenüber geschehen. Seine Selbstbeherrschung wurde auf schwere Probe gestellt, denn der Landrat fügte noch hinzu: „Käme doch ein Mann, der dir gliche. Ich führte ihm selbst unser Kind in die Arme." Falkenberg schwieg weiter und trat an das Fenster, als habe er da im Schloßhof etwas zu beobachten. Bange Tage und Wochen folgten, und es gab Stunden, während welcher der Arzt selbst nicht zu hoffen wagte, die Krankheit zu besiegen, ober dann trat doch eine Wendung zum Besseren ein. Langsam, sehr langsam ging es vorwärts, aber für den leisesten Fortschritt stieg ein Dank zu Gott empor. Dann wagte Christa auch wieder, eine Spazierfahrt mit Fakkenberg zu machen. Sie war schmal und blaß geworden durch die Pflege und Sorge, und es war eine ü.uäl für Falkenberg, daß er kein Rechr hatte, sie in seine Arme zu nehmen und ihr liebe Worts zu sagen. Als Frau von Bredow dann wieder zum erstenmal aufgestanden war und Falkenberg sie begrüßen durste, sagte der Landrat, daß der Arzt wünschte, daß die Genesende, sobald das Frühjahr eingezogen sei, auf das Land gehe, um nach und nach die Kräfte zurückzuerlangen. Im Juli sollte sie dann an die See gehen. „Der Doktor ist ein vernünftiger Mann,", erklärte Falkenberg, „und ich möchte der Apotheker sein, der seine verordnete Medizin herstellt. Mein Haus ist groß, mein Park ist im Frühjahr wunderschön. Wenn Sie, gnädige Frau, mit Fräulein Christa sich an diesem Landaufenthalt genügen lassen, so steht Ihnen die Hälfte meines Schlosses zur Verfügung. Meine Leute werden sich glücklich schätzen, für solche Gäste sorgen zu dürfen." Ueber Christas Gesicht huschte es wie. ein Sonnen- Der Vorsitzende der Kommission für auswärtig« Angelegenheiten im Repräsentantenhause, Flood, bat einen Beicblußa^trag vorbereitet, durch den der Kriegszustand zwischen den Bereinigten Staaten und Deutschland erklärt und der Präsident ermächtigt wird gegen Deutschland Krieg zu führen. Wilsons Adresse wird unverzüglich an alle Botschaften und Gesandtschaften der Vereinigten Staaten ge- schickt und allen amerikanischen Diplomaten im Ausland« telegraphiert werden Wie verlautet, ist'die Adresse derart, daß die fremden Negierungen sie als einer Erklärung des Kriegszustandes so nahekommend betrachten dürften, daß dadurch Neutralitätserklärungen erforderlich a-macht werden. Der Widerstand, der im Kongreß noch etwa leben sollte, wird kaum io stark gewesen sein, um Wilsons Pläne ins Wanken zu bringen. Inzwischen wird aber von unseren U-Booten eine Tat berichtet, die als Gegeniatz einen überzeugenden Beweis von ihrer Kraft und ihrem Bereitsein gibt. Die Versenkung des ersten amerikanischen bewaffneten Handelsschiffes meldet die französische Havasagentur mit folgenden Worten aus Le Havre vom 2. April: Ein deutsches Unterseeboot hat daS erste bewaffnete amerikanische Handelsschiff „AsteS". das sich auf der Reise nach Europa befand, versenkt. Eines «nserer Patrouillenboote traf aus dem Meer ein Boot mit IS Mann seiner Besatzung an. 28 Mann sollen noch fehlen. Da daS Meer stürmisch ist, fürchtet man, die übrigen Schiffbrüchigen nicht mehr aufffnden zu können. Das Schiff „Astes" wäre also das erste Opfer der Wilsonschen Politik; andere werden kauw ausbie-Kt-n furckt vor eiver Verschwörung. Enge Haft der Zarenfamilie. Fürst Lwow. Präsident des Reoolutionsministeriums, erklärte zwar in einer Unterredung, man brauche wegen der Unordnung nicht besorgt zu sein, welche die Revolution mit sich gebracht habe. Sie werde bald oorübergeben. Bei den Machthabern in Petersburg selbst aber scheint das Gefühl der Beruhigung nicht allzugroß zu sein, denn vorläufig arbeitet die neue Regierung ganz mit den Mitteln der alten — ihre Maßnahmen sind Verhaftungen und Polizeiherrschaft. So wurde die ganze Umgebung des Zarenpaares, wie eine ausländische Zeitungsagentur meldet, von Zarskoje Selo nach der Peter-Pauls-Festung gebracht. Zar und Zarin seien vollständig isoliert und ihre Bewachung verschärft worden. Dreimal täglich werde festgestellt. daß sie sich noch im Palast befinden. Großfürst Boris» der Sohn des Großfürsten Wladimir und Bruder des Großfürsten Kyrill, wurde nach einer Petersburger Meldung der Pariser Blätter auf Anordnung der provisorischen Regierung festgenommen. Seine Verhaftung steht tn Zusammenhang mit einem angeblichen Komplott seiner Mutter, der Großfürstin Maria Pawlowna m. res Au-üoärftgen. der Finanzen, der Eisenbahnen und der stuud- wirischast und ferner Kerenski angeboren «olleu 3 Aoril Der norwegische Handelsbevoll- -E ^nffad wurde a^ d°, Heimreise von Rußland m macktigte F'nstao wuroe uu ^ meinem russischen sich nicht für Rußland eigne._ k^ettenkäncllerprorek und Mni5tcrrücktritt. Wien, Anfang Aorist Der Prozeß, der vor dem hiesigen Landesgerrcht am 29. März begann und in seinen Anfängen nur ein besonders krasses Beispiel riesenhafter Preistreibereien bot. hat plötzlich eine hochpolitische Wenoung genommen. Die Anklage richtet sich gegen den vor kurzem von seiner Stell« zurückgetretenen Präsidenten der Allgemeinen Depositenbank in Wien, Dr. Joseph Kranz, den Direktor dieser Bank, Kommerzienrat Dr. Richard Freund, dessen Schwiegervater, den Holzhändler und ungarischen Gutsbesitzer Eisig Rubel, sowie die Kaufleute Schwarzwald, Perlberger -e«tbehrli Mrmell Weis m -er das Wd nock Men vr Industrie Stellung Md duri unnötige tzuch er einem R Geschält! Dr. Kra I'/Mili betonte i Leoölker ärger sei es sich während ranten", eogesehe mit Bie nur vom Der De tock bei «neu N verzichte wie sie find, au- Da; brachte i der als Adolf Z truges r jaal oei vielmeh: Kranz d abschloß legte Ze minister gane d v. Lustic vorgeno wünschst minister und der statt. Ur konnten geänder tut ni ber be Dr. Kr legte, d hohes i Hand d baß am schiedsg ist auc Entlasst formell Was m Genosse kommer werden, muß d wohl b aus ihm, daß sie mit großem Eifer an einem Bilde ar- beitet, das sie auszustellen gedachte. Als ich mir nun vor einigen Tagen ihren Brief wieder durchlas, um ihr zu antworten, hatte ich die Empfindung, als sei da irge-" etwas in ihr Leben hineingetreten, das eine seelische l sicherheit hervorgerufen hat. die ihr sonst völlig fremb war. Doch, weshalb fragen Sie gerade jetzt nach ihr?" „Ich begegnete in Breslau Doktor Hiller, und es war mir klar, daß mit ihm eine große Veränderung vorgegangen ist. Ich glaube, wir haben wohl alle erraten, daß er Fräulein Lutka liebte, — wohl ohne Erwiderung. Uad unwillkürlich mußte ich denken, als ich mit ihm sprach und in seinen Zügen zu lesen versuchte: „Er gehört zu» Geschlecht des Afra, die da sterben, wenn sie lieben." Ich bat ihn, mich doch für längere Zeit auf Neudorf zu besuchen; ich wollte dafür sorgen, daß er ungestört arbeite» könnte. Er dankte mir herzlich, erklärte, später gern mol meiner Einladung folgen zu wollen, müsse aber jetzt ganz in der Stille, bei seiner Mutter, ssin Buch vollenden, zu dem er auch hier, in den alten Piastenakten, Stoff gesucht und gefunden Hobe. Er ist ein anderer geworden als er war, da er hierher kam, und in seinen Augen lag etwas, das mich ängstigte, obgleich ich nicht sagen kann, ob dieser. Etwas körperlich oder seelisch war." s „Es ist auch meine Ueberzeugung," entgegnete Christa» ; „daß Hiller Lutka liebt. Nun, wer weiß, vielleicht werde« sie doch noch auf irgendeine Weise zusammengesührt. Ad habe neulich in einem Buch einen Ausspruch gelesen, bet mir viel zu denken gab. Daß in der großen, gewaltige» Liebe eines edlen Mannes eine solche Macht liege, daß da» Frauenherz, dem sie gilt, sich ihr schließlich doch er-, geben muß." Falkenberg erwiderte nichts. Dieser Ausspruch a»? Christas Mund erschien ihm geradezu wie eine VerheißuE für die Zukunft. Größer und tiefer als seine Liebe war. konnte keine sein. Würde sie die Macht haben, von «er Christa sprach? ^ (Fortsetzung folgt.) ch der ürmee kenner lgende i auf. 1880 issung icktig« cbeitet Be. der und Ge- wird, nnern lenden ckiiche ! den n hin- rl. o daß chtung ^rcmk- Ge» über Jubel, angen. gültig, m. ihr mehr, als so bersten einzu» Mittel ließen, diplo- istanti» Hatz - t sieht, genteil Ver- n B«r» k und en sich wollen en Ge» ihrem etwas ck nicht an di« ietieide« lernng mit da treten. !rde aut i- e». en ent >w', ics :i Land» lsberwll. fitand m russiiibes aatsillM nitl. ilpril. >cht aw ein be- en bot. n. Dir r Stell« Pvsiten- : dieser iwieger- er Eisig rlberger gt. uo- Zilde «r- nun vor ihr zu l irge-'^ >che ! g fremd ) ihr?^ es war nörgeln. daß g. Und l sprach ört zu« a." Ah zu bearbeite» ern mal tzt ganz lüen, z» s gesucht a als «r ; etwas, b dieses entbehrliche Bedarfsgegenstände, und zwar Bier, Rum. Marmelade und Himbeersaft angekauft zu haben, um den Weis auf eine übermäßige Höhe zu treiben. Dr. Kranz, her das österreichische Spirituskartell ins Leben gerufen hat W«d noch jetzt dessen Leiter ist, gehört den Verwaltungs- Beten von 16 österreichischen, ungarischen und deutschen Mdustriegesellschaften an. Er ist dringend verdächtig, seine Stellung als Präsident der Depositenbank arg mißbraucht iMd durch Einschiebung der Bank in den Warenumlauf ein unnötiges Zwischenglied geschaffen und die Waren dadurch erheblich verteuert zu haben. So ergab sich bei tinem Rumgeschäst ein Nutzen von fast 100°/». Aus allen Geschälten zusammen soll auf die Depositenbank und Dr. Kranz in drei Monaten ein Unternehmergewinn von Millionen Kronen entfallen sein, und der Staatsanwalt drtonte mit Recht, daß in einer Zeit, wo die hungernde Bevölkerung nach Brot schreie, ein solcher Kriegswucher ärger sei als Straßenraub. Bei einem Geschäft, bei dbm es sich um die Deckung des Heeresbedurfs an Bier während der Sommermonate handelte, waren die .Lieferanten", d. h. die Zwischenhändler, von einer Biergroßhandlung eögesehen, durchwegs Leute, die sich vor dem Kriege nie mit Bierhandel befaßt hatten und als Kriegsflüchtlinge nur vorübergehend in Wien Aufenthalt genommen haben. Der Depositenbank mochten alle diese Geschäfte schließlich dock bedenklich erschienen sein: sie wollte urplötzlich auf «inen Nutzen von über 30 000 Kronen Provision großmütig Vrzicdlen und bemühte sich, den Gewinn durch Umbuchungen, wie sie bei oertrauenswerten Banken sonst nicht gebräuchlich find, aus ihren Büchern verschwinden zu lassen. Das erste sensationelle Zwischenspiel in dem Prozeß trachte der 31. März, als auf Antrag des Staatsanwalts der als^ Zeuge vernommene Direktor der Depositenbank, Adolf «schönwald, unter dem Verdacht des versuchten Betruges und der falschen Zeugenaussage mitten im Gerichtssaal verhaftet wurde. Es sollte jedoch noch besser oder vielmehr ärger kommen. Rittmeister v. Lustig, der. als Dr. Kranz den Bierlieferungsvertrag mit der Heeresverwaltung abschlotz, wirtschaftlicher Beirat des Kriegsministers war, legte Zeugnis ab. Hierbei kam auch eine Note des Kriegs- Ministers über die Vernehmung des Dr. Kranz durch Organe des Ministeriums zur Sprache, und Rittmeister v. Lustig gab an, datz an der Note nachträglich Änderungen vorgenommen worden seien. Auf Grund dieser Aussage wünschte die Verteidigung die Vorladung des Kriegsministers, des Justizministers und des Finanzministers, und der ^Gerichtshof gab nach längerer Beratung dem Anträge statt. Und nun erreichte die Sensation den Gipfel; die Minister konnten nicht in Abrede stellen, daß die Note tatsächlich geändert worden ist — aus welchen Gründen immer, tut nichts zur Sache —. und der Justizminister, »er bei der Einleitung des Strafverfahrens gegen Dr. Kranz und Genossen eine wichtige Rolle gespielt hat, legte, damit es nicht scheine, als ob er sich durch sein hohes Amt decken lassen wolle, sein Portefeuille in die Hand des Kaisers zurück; dagegen scheint sich das Gerücht, daß auch der Kriegsminister und der Finanzminister Abschiedsgesuche eingereicht hätten, nicht zu bestätigen, und es ist auch noch nicht einmal sicher, ob es sich bei dem Entlassungsgesuch des Justizministers um einen nur formellen oder um einen endgültigen Rücktritt handelt. Was nun noch folgen mag. und ob die Kranz. Freund und Genossen die ganze Schärfe des Gesetzes zu fühlen bekommen oder, wie ihre Verteidiger wünschen, milde bestraft werden, ist nach der großen Hauptszene — denn als solche muß der im Gerichtssaal angekündigte Ministerrücktritt wohl bezeichnet werden — ziemlich belanglos. Aus Laden. Die Nahrungsmittelverteilung ist noch immer das große Problem. In der Sitzung des Bezirkstages des Kreises Karlsruhe hat Herr Neck darauf hingewiesen, daß in Eggenstein tausende von Eiern liegen, die nicht abgeholt werden. Von anderer Seite wird uns berichtet, daß die Milch in den Hardtorten nicht regelmäßig ab- zeholt wird, sodaß die Milchproduzenten an den einzelnen Tagen nicht wissen, wo sie mit der Milch hin 'sollen. Es ist ja leicht sagen, das sollte besser gemacht sein, aber zwischen sagen und ausführen ist ein großer Unterschied. Die Zentralisierung des Verschleißes bringt naturnotwendig Hemmungen mit. in deren Verlauf solche Unzuträg- Dchkeiten, wie die geschilderten, entstehen. Gerade des- "" gen muß aber mit aller Kraft auf die sorgfältigste dienung des Apparates hingearbeitet werden. Die rokratie ist von Natur aus unbeweglich; sie muß die ^E'itsche der öffentlichen Kritik fühlen, damit diese na- Wrlichen Hemmungen überwunden werden. Daß der Egoismus in der heutigen Zeit eine ß überwiegende Rolle spielt, ist leider eine Tatsache. Jeder sorgt für sich, soweit der Nahrungsmittelerwerb in Frage Emnmt. Von einer „Neuorientierung" in der Richtung größerer Brüderlichkeit, die wichtiger ist, als alle politische Neuorientierung, merkt man nichts; das gilt für alle Schichten der Gesellschaft. Die führenden lassen es ober besonders an Jnteressensolidarität fehlen. Daß die »reichen Leute" sich immer noch für viel Geld Vorzugs- Nahrungsmittel verschaffen können, wird übel vermerkt, und jene allzeit Geschäftigen, die gerne Oel ins Feuer gießen, versäumen nicht, mit erhobenem Finger auf die Verhältnisse hmzuweisen. Praktisch ist diese Besserversor- gung vollständig bedeutungslos, denn die Quantitäten, die o»s diese Weise extra verzehrt werden, spielen für die ungeheuren Quantitäten, die für die Gesamternährung in Frage kommen, keine Rolle. Aber es kommt ein anderes in Aage. Die zahlenmäßig so geringe Schar der „Gut- A situierten" würde einen Akt brüderlich er Handlungsweise ^begehen, wenn sie auf die Vorteile des großen Porte- uch »»» heiß«»- :be wal, )on »et Christa,.; . , werde»' tz Monnaies verzichtete und in dieser schweren Zeit eine >rt. Ab sen. »er völlige» daß das )och er- dolle Jnteressensolidarität betätigte; das tvürde einen vortrefflichen Eindruck machen. Praktisch üflirde, wie gesagt, die Sache keine Rolle spielen, denn Eine irgendwie auch nur im geringsten ins Gewicht fallende Vermehrung der Nahrungsmittel würde nicht erzielt Werden; aber es läge ein großer sozial-moralischer Erfolg vor, wenn die Hamsterei aufhörte. A R. SW dem Glohher;sgtum. Karlsruhe, 5. April 1917. * Die „Karlsruher Ztg." teilt mit: Nachdem Prinz Max im vergangenen Jahre durch die Mitarbeit an der Fürsorge für unsere Gefangenen im Feindesland, ferner durch wiederholte Besuche unserer Internierten in der Schweiz und beim Austausch von Schwerverwundeten in Konstanz, sowie durch andere wichtige Geschäfte in Berlin vollständig in Anspruch genommen war, hat er sich wieder an die Front' begeben, um die badischen Truppen zu besuchen. - Der Prinz wird zum Landtag hierher zurückkehren und das Präsidium der 1. Kammer übernehmen. * Die Arbeitsruhe am Gründonnerstag und Karfreitag. Landwirtschaftliche und Gartenarbeiten sind in den Gemeinden, in denen die evangelische Kirche Pfarrechte hat und deren Einwohnerschaft zu einem namhaften Teil evangelisch ist, am Karfreitag nicht zugelassen, während sie am Gründonnerstag und Oster- montsg nach Beendigung des vormittäglichen Hauptgottesdienstes allgemein gestattet sind. * Die Beschlagnahme und Einschmelzung der Kirchenglocken ruft bei allen denen, die sich an dem harmonischen Zusammenklingen so mancher schöner Geläute oft innig erfreut haben, schmerzlichstes Bedauern hervor. Heimatklänge, die uns ans Herz gewachsen waren, sind nun für immer verweht. Für immer? Die Hoffnung bleibt uns. daß der Frieden uns auch bald unsere Glocken wiedergeben wird. Aber werden sie nicht fremd anmuten, diese neuen Glocken ? Da sie vielfach zudem aus ganz anderem Metall hergestellt sein, werden, als die alten vertrauten Freunde es waren? Sicherlich, wenn nicht genau die Tonhöhe und Klangfarbe, also insbesondere Auf allen Fronten haben wir -em Gegner ungeheure Gebiete entrissen! Unsere D - Boote haben dem feindlichen Handel den Todesstoß versetzt! Die Urheber des Kriegs, Grey und Asquith, Oelcaffe und Briand sine, von ihren eigenen Völkern aus Amt und Würden gejagt! Zn Rußland: Revolution! Oer Zar: abgesetzt! ins stehi fest: kein? Vorverkaufsgebühren erhoben. Abends ','r7 Uhr. B. 46. Hoffmanns Erzählungen. 7—^.lO. — Die 10. C. 45. Oberon. 7—»/«IO. — Mi. 11. B. 45. Jdo- meneus. 7—10. — Do. 12. 52. Sondervorst. Nationaltag der deutschen Bühnen für die 6. Kriegsanleihe WallensteinS Lager. Hierauf 2. Akt von Fledermaus mit Ein- luhen. 7—'/-IO. Vorverkauf für die Abonnenten am So. 8. vorm. 10—'/ 2 I 2 Uhr. C., A., B.; allgemeiner Vorverkauf von Di. 10. vorm. 10 Uhr an. — Fr. 13. A. 49. Rigoletto. 'si8 bis nach 10. — Sa. 14. 53. Sondervorst. 4. Vorstellung im Schülerabonnements Maria Stuart. 6—10. Den Schülern wird auch beim Einzelbesuch eine besondere Preisermäßigung gewährt. — So. 15. B. 48. Die Jüdin. '-/-7—^10. — Mo. 16. C. 47. Zum erstenmal: Die verlorene Tochter (von Fulda). 7—?. Mannheim, 2. April. Das Bürgermeisteramt will von den 36000 Mannheimer Schulkindern mehrere Tausend bedürftiger Kinder auf dem Lande unterbringen, wo die Lebensmittelverhältnisse besser sind. Aus dem Hinterlande. Um die Bevölkerung zur Zeichnung von Kriegsanleihe zu gewinnen, lud, wie die „Schwetzinger Zeitung" meldet, ein Geistlicher im Hinterlands die Familienhäupter wegen einer wichtigen Angelegenheit zu sich. „Es soll über den Frieden abgestimmt werden", begann der Pfarrer. Und mit einem Schlag erhoben sich alle zum Zeichen ihrer Zustimmung. „Jeulschen Staatsgebildes und die unverfiegliche wirtschaftliche Kraft des deutschen Volkes. Darauf beruht auch -ie unantastbare Sicherheit der deutschen Kriegsanleihen! Hilf den Krieg gewinnen! Gib Dein Geld dem sichersten Schuldner der Welt, dem Vaterlande! t ' MlHIlimm»— auch das Zusammenklingen mit den anderen Glocken, womöglich noch vor der Abnahme vom Gestühl, von Sachverständigen musikalisch geprüft und für die Erneuerung festgelegt wird. Es handelt sich um eine gerade für uns Deutsche, die wir unsere Glocken lieben, überaus ernste Frage des Heimatschutzes. Darum schnelles Eingreifen, wo es noch möglich ist! O Telegramme nach dem Feldheer. Es ist im Publikum noch nicht genügend bekannt, daß bei der Aufgabe von Prioat-Telegrammen nach dem Feldheer die Dringlich- ' keil des Antrages und. wenn es sich um Beurlaubung von Heeresangehörigen handelt, die Richtigkeit des Inhalts der Telegramme durch Vorlegen oder Einsendung von Nachweispapieren. z. B. bei schweren Erkrankungen and Todesfällen. bewiesen werden muß. Dieser Nachweis gilt dann auch für den Truppenteil im Felde. Nicht in dieser Weise begründete Telegramme müssen ausnahmslos zurückgewiesen werden. _ * Großh. Hoftheater Karlsruhe. So. 8. 50. Sondervorst. Lohengrin. 'is6 bis geg. 10. — Mo. 9. mittags 2 Uhr zu besonders ermäßigten Einheitspreisen: Im weißen Rößl. 2—4. Für diese Vorstellung werden an der Vorverkaufsstelle des Hoftheaters Aus den Parlamenten. Konservative Anträge zur Beratung^es Heeresetats. Zur Beratung des Etats für die Berwaltung des Reichsheeres haben die konservativen Abgeordneten v. Bieberstein, v. Flemming und Nehbel in dem Ausschuß für den Reichshaushaltsetat folgende Anträge gestellt: I. den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, 1. die in Betracht kommenden militärischen Instanzen zu veranlassen, daß diejenigen Besitzer von Pferden, denen im letzten Wirtschaftsjahre im Wege militärischer Pferdeaushebungen Pferde zur Verwendung für Heereszwecke genommen worden sind, durch die militärischen Stellen zu angemessenen Preisen Ersatz erhalten durch Hergabe kriegsunbrauchbarer, nicht mehr an der Front verwendender Pferde oder durch Pferde, die die Heeresverwaltung sich auf andere Weife verschafft hat; 2. weitere militärische Pferdeaushebungen mit Rücksicht auf die kommende Frühjahrsbestellung und die Schwierigkeit einer Ersatzbefchaffung bis zu dieser Zeit sofort einzustellen; 3. dahin zu wirken, daß durch Bundes- . ratsverordnung festgesetzt wird, daß während des Krieges als Geldersatz sür die ausgehobenen Pferde der durch Sachverständige festzustellende derzeitige Wert zu gewähren ist; 4- den Zuschlag für die seit dem 30. August 1916 aüsgehobenen Pferde nachträglich aus 100 v. H. zu erhöhen; 5. dafür Sorge zu tragen, daß die ausgehobenen Pferde innerhalb spätestens 14 Tagen bezahlt werden; — II. den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, bei den militärischen Instanzen darauf hinzuwirken, daß im Interesse emer möglichst restlosen und guten Erledigung der Frühjahrsbestellung 1. neue Einberufungen von Angehörigen landwirtschaftlicher Betriebe, von landwirtschaftlichen Arbeitern und Handwerkern zum Heeresdienst in den nächsten Wochen, bis mindestens zum 15. Mai, nicht erfolgen; 2. Leiter landwirtschaftlicher Betriebe in der nächsten Zeit, soweit es die militärischen Interessen irgendwie gestatten, beurlaubt werden; 3. alle arbeitsverwendungsfähigen und dauernd garnisondienstfähigen Mannschaften in den Garnisonen und besetzten Gebieten, die Inhaber kleiner und mittlerer landwirtschaftlicher Betriebe oder landwirtschaftliche Beamte oder Facharbeiter sind, oder zur Aufrechterbaltung des landwirtschaftlichen Betriebes von ihren Angehörigen dringend benötigt werden „ auf bei den Kriegswirtschaftberatungsstellen zu stellenden, beglaubigten und befürworteten Antrag hin aus dem Heeresdienst entlassen und zur Arbeit in ihrem eigenen landwirtschaftlichen Betriebe oder in ihrem landwirtschaftlichen Fache freigestellt werden. Die Anträge zielen 'also auf die Beschaffung vdn Pferden und menschlichen Arbeitskräften zur Förderung der landwirtschaftlichen Erzeugung, insbesondere zur Sicherstellung der kommenden Frühjahrsbestellung hin, die noch sehr im Rückstände ist und eine der Hauptsorgen der nächsten Wochen sein muß. Wie lange wird derMjeg noch dauern? Von vi. ArnÄdipKtze,-Heidelberg. Wer erinnert sich stichtl^n'-Hjp Zeiten, in denen die Frage nach der Dauer deK»'Ktiüsifetz-viel erörtert wurde und für die Antwort meistens der Wunsch der Vater des Gedankens und völlige Unkenntnis der Verhältnisse der würdige Pate waren! Die Prophezeiungen inbezug auf ein nahes Ende des „selbstverständlich" siegreich von uns durchgeführten Krieges waren noch^bis tief hinein in das zweite Kriegsjahr Hehr zahlreich und stvurden meist nicht mit dem Tonendes Hoffenden, soüdötst mit dem des Kundigen und Wissenden vorgetragen. Allmählich sind digse Prophezeiungen verstummt, und die Bedenklichen kommen?r.gestaltet, wenn der Gedanke aufgekommen wärtz, haKrmit dem Kriegsbeginn nicht eine Episode, nicht ein vmrMergeheydes Ereignis, sondern ein neues Sy- stem^-ein neuer Zustand der Welt beginnt, der von fundamentalen Umänderungen tiefgreifendster Natur begleitet sein wivdl, . '' Mag in nervöser Ueberspannung der Kräfte zu Anfang des Krieges, in der SchMligkeit der uns überraschenden- Ereignisse für uns „Unverantwortlichen" eine Entschuldigung in Bezug auf die voreilige Beantwortung der wichtigen Frage liegen, wie lange der Krieg dauern werde, jetzt, ist^es endlich Zeit, sich die ernsten Lehren zu eigen zülWachen und'trotz der Wendung, die der Krieg infolge tzss umeingeschränkten Gebrauchs unserer Kampfesmittel grqommen, den Kriegszustand nicht mehr als einen Ausnahmezustand, sondern als Beginn einer völlig neuern-L^tzen8form anzusehen. Gewiß, einige für die .Zeit des blutigen Ringens geschaffene Dinge werden sich ändern, sobald die Waffen ruhen, aber sehr viele Einrichtungen werden, wenn auch nicht in ganz derselben Form, bleiben. Es ist deshalb gut, daß wir diese Einrichtung gleich so treffen, daß sie von selbst einen neuen normalen Zustand ermöglichen, d. h. sich ohne Weiteres in einen dauernden und wünschenswert erscheinenden Zustand überführen lassen. In Kriegsbereitschaft werden wir unter allen Umständen, wie und wann der Krieg ausgehen mag, fortgesetzt lebettmüffen. Die schweren Wunden, die der Krieg geschlagerH'kierden für Jahrzehnte der Linderung und der besonderen Pflege und Fürsorge bedürfen. Die Lehren des Krst^es werden nicht ohne dauernde Folgen für unser wirtschaftliches Leben sein und viele Organisationen, die den Ausgleich zwischen Stadt und Land zu schaffen versuchten, werden sich als dauernde Erwerbungen erhalten. Vor allem aber ist im Auge zu behalten, daß bei dem veränderten Gleichgewicht Europas, bei den schweren im Kriege zutage getretenen Gegensätzen Konflikte stets vor der Türe stehen. Diese unabweisliche Folge des gegenwärtigen Riesenkampes, verbunden mit den schwer zu tilgendenden Lasten, werden in den nächsten Jahren in Form eines mächtigen Druckes wirtschaftlicher Natur einerseits, in einer stärkeren Einstellung des Lebens auf wirkliche, unverlierbare Werte andererseits verspürbar bleiben. So wird der Gedanke des immerfort drohenden Kampfes um die Existenz der Nation unser Leben in vieler Beziehung auf eine andere Basis stellen. Die Vernichtung der großen materiellen Werte, wie sie zur Zeit im Riesenumfang vor sich geht, muß die Ansichten über den Wert des Materiellen ändern. Diese Ansichten werden zum ersten Male in neuer Form hervortreten bei Gelegenheit der Forderungen, die der Sieger stellen zu müssen glaubt, an die Stelle des kaum zu erlangenden Geldes Arbeltsmöglichkeit, die Basis neuen Levens und Schaffens stützend. Diese neue Ansicht von dem Werte des Materielien wird sich vielleicht in einer zunehmenden Verinnerlichung und in einer Entwertung des Mammons in einer Degradierung als Mittel zum Zweck geltend machen. Das wäre der Weg, den Geist der Völker wahrhaft zu befreien. Das wäre der neue Anfang zu einer Entfaltung starker nationale?Charaktere, die sich nicht mehr auskaufen und von ihren eigenen Quellen entfernen lassen. Das wäre eine Zeit fortgesetzter und gesteigerter Opferwilligkeit einerseits für die Größe und Sicherheit der eigenen Nation, andererseits für die Entfaltung menschlicher Werte und Kräfte. Das sind die Wege, auf die uns die sinngemäße, den bisherigen Erfahrungen entsprechende Beantwortung der Frage nach der Dauer des Krieges führt, bei der wir weit abrücken von denen, die im Kriege eine schnell durchlebte Zeit erblicken. Das schützt uns vor unvorsichtiger Entspannung und vor falsch verpulverter Begeisterung. Eine solch ruhige Einstellung auf die Begebenheiten trotz glänzender Erfolge, trotz aller kummervollen Wünsche läßt unser Vertrauen auf den Sieg, läßt unsere Hingabe an die großen Aufgaben sich vertiefen, klären, steigern und festigen. So empfinden wir wachsende Anforderungen an uns nicht mehr als Unbequemlichkeiten und Belästigungen, sondern als aus der neuen, am 1. August 1914 begonnenen Zeit notwendig Heranwachsende Selbstverständlichkeiten. Stadtkinder ans das Land. Aus Hessen. Als Leipziger Student kam ich in den Ruf des schwärzesten Reaktionärs durch die Meinung, das Leben des Taglöhners oder Knechtes auf dem Lande habe doch auch seine großen Vorzüge und es sei um der Wohlfahrt unseres Volkes willen beinahe zu bedauern, daß die kaum der Schule entlassene Jugend das Recht habe, in die Großstadt zu verschwinden, ehe sie die Bedeutung eines solchen Wechsels auch nur von ferne ahne. „Was?", hieß es, „die Burschen und Mädchen sollen gezwungen werden, ihr Leben lang unter der Fuchtel grausamer Agrarier zu bleiben, anstatt ihr Glück schnell und sicher in der Fabrik oder sonstwo in der Stadt zu finden?" Es half auch nichts, daß ich auf den gesundheitlichen Einfluß der Arbeit in der Natur hinwies. Man könne, so hieß es, nach des Tages Last und Hitze oder am Sonntag spazieren gehen, und namentlich die Gegend von Leipzig sei so herrlich wie kaum eine andere. „Von dem Rhein — es is gemeene — Singt die ganze weite Welt. Aach die Bleiße, die is scheene, Nur heeßt des, wem sie gefällt." Dieser Gesang war meine anzügliche Antwort. Wer etwa gemeint hat, dieser lächerliche Großstadtdünkel fei im dritten Jahre des Weltkrieges nirgends mehr in Reinkultur zu finden, den belehrt die Reichstagsrede des Sozialdemokraten Büchner vom 21. März eines anderen. Stadtkinder sollen Landarbeit tun. Fürchterlich, fürchterlich! Und da spricht man auch noch von „Erholung?" Nein, es ist einfach der bäuerliche Eigennutz, der billige Arbeitskräfte haben will. Seine „Erholung" sucht der Kulturmensch bekanntlich ganz wo anders. Ob er sie dort auch in Wahrheit findet, ist eine Frage, auf die Büchner nicht eingeht. Nur das ist seiner Meinung nach sicher, daß niemand ohne sanften Druck von oben seine Kinder den Bauern anvertraut. Die weitere Frage ist: Behalten die Kriegerfrauen, wenn ihre Kinder auf das Land geschickt werden, die 15 Mark Kinderunterstützung? Das alles sind sehr wichtige Dinge. Nachher könnte man vielleicht sagen: seht, ihr Frauen, die Beaufsichtigung eurer Kinder ist weggefallen, nun bitte, arbeitet aber auch! Man halte nur einmal eine Umfrage bei den Frauen in den Städten, die werden Auskunft geben, wie sie darüber denken, einen solchen Weg zu gehen. „Mit der Arbeitskraft der zarten Jugend schon Raubbau zu treiben, ist eines Kulturstaates unwürdig. ^ Ich sehe viele Herren Pädagogen, die hoffentlich auch meine Ansicht teilen." Pädagogen sind Erzieher, d. h. Eltern und Lehrer. Wir glauben es also Herrn Büchner, daß sie im deutschen Reichstag recht zahlreich vertreten sind, und wünschen, daß sie dort ihr Licht leuchten lassen. Leider hat jedoch nur der Abgeordnete von Boehn geantwortet, und zwar nicht als Erzieher, sondern als Landwirt. Er hat erfahren, daß Stadtkinder zu landwirtschaftlichen Arbeiten sehr schlecht zu gebrauchen sind, meint aber, die Bauern nähmen sie trotzdem, aus Menschenfreundlichkeit. So ist es auch. Mein Dorf will ihrer 21 beherbergen. Wer irgend kann, der läßt das Zimmer noch durch den Weißbinder Herrichten. Immer werde ich gefragt von alt und jung: Wann kommen denn die Kinder? Man erwartet sie, wie lieben Besuch! Weiter meint Herr Büchner: „Wenn sie auf dem Lande noch so viel Lebensmittel haben, dann her damit! Wir in den Städten können sie sehr, sehr notwendig gebrauchen." Das glaube ich auch. Aber die Kinder verköstigt der Bauer umsonst, während ihm das, was er in die Stadt liefert, bezahlt werden muß. Heber Höflichkeitsfragen zu streiten, können wir uns versagen, obgleich der Redner ja das Urteil von Erziehern hören will. Wir meinen nur, daß es auch rein materiell gar nicht gleichgültig ist, ob städtische Eltern in diesex teuren Zeit für ih^e Kinder Speise kaufen müssen oder nicht. Die Ex. fahrung zeigt, daß sie das selber einsehen und daß ein sanfter Druck von oben entbehrlich ist. Nebenbei hat tzst Sache den idealen Vorteil, daß Stadt und Land durch persönliche Berührung einander besser verstehen lerne» und es sieht beinahe so aus, als sei es das, was Herr Büchner im Stillen fürchtet. Daher sein Grimm, des^ halb aber muß es auch heißen: „Nun erst recht!" Ist aber die Rücksicht auf die Kinder dem sozialdemokratischen Abgeordneten die Hauptsache, so müffen wir ihm trotzdem widersprechen. Das „höchste Gut, dar Eltern ihren Kindern mitgeben können," ist nicht die Schulbildung. So nötig diese sein mag, „damit sie iiy ferneren Leben weiter kommen," die Gesundheit Leib und Seele geht vor, denn ohne diese ist d,g Leben überall eine Last, keine Lust. In normalen Zeit, kann man beides mit einander verbinden, heute aber heißt es vielfach: „Entweder — oder," und da kann er für verständige Erzieher gar nicht zweifelhaft sein, war vorzuziehen ist. Die Landarbeit ist auch für Stadtkinder durchaus kein „Raubbau", sondern wirklich eine „Erh,- lung," ja, wir sagen zuversichtlich, eine Schule, und zwar nicht die einzige, die es auf dem Lande gibt. Ein Abgeordneter, der das nicht weiß, ist „eines Kulturstaater unwürdig." Hoffentlich zieht Herr Büchner bei der nächsten Reichstagswahl die Konsequenz daraus. Datz er sich über die schlechten Wohnräume nicht den Kopf zu zerbrechen braucht, ist bereits oben angedeutet worden. Zum Glück gibt es in Stadt und Land Leute, die besser wissen als Herr Büchner, was der Jugend nrt tut, und denen der soziale Friede lieber ist als ihm. darum wird ihm seine Reichtagsrede vom 21. März nicht viel helfen. Br. Evangelische« Gottesdienst in Karlsruhe. Ostern. Kollekte: Beim Ausgang aus allen Kirchen wird die Jubiläumskollektc für Gustav-Adolf Herein erhoben. Ttadtkirche: i/zS Uhr, Militärgotteedienst. Geh. Kirchenr. Schloemonu. Staptktrche: 18 Uhr, mit Aoendmahl, Stadtplr. Kühlewein. «tetne Kirche: L Uhr, Stadto. Freyer. chchlogktrch«: 18 Uhr, Hofpred. Fischer. 5 Uhr, Hofdiakonus Brandt. JohststNekktrch« r Uhr, Stadtv. Archer. g 18 Uhr. mit Abendm., Stadtpfr. Hindenlaug. 8 Uhr, Stadtvikar Lutz. Ehristutkirche: 10 Uhr, mit Abendmahl, Stadtpfr. Rohde. 6 Uhr, Willmann. »rmetndeh. »er Westsiovt: 18 Uhr, mit Abendm., Stadtpfr. Schilling, ziuttzerktrch«: 1/,S Uhr. mit Abendm. Stadv. Müller. « Uhr, Stadtvikar Lutz. Stöbt. Krankenhaus: ii Uhr. Stadtpfr. Rapp. Ludwig Wilhelm-Krank«»!,«!!»: 5 Uhr, Hofpred. Fischer. Beiertheim: S Uhr, Stadtv. pautenschiäger, anschließend Christenlehre, Ostermontag, 9. April. Stabtktrch«: 1 / 2 S Uhr, Militärgottesdienst, Garnisonsvikar Sturm. Stabtktrch«: lu Uhr, Staorpsr. Rapp. chch«»n!trch«: 18 Uhr, HoidiakanusBrandl. Jo»annistirch«: '/.M Uhr, Stadtpfr.Hesselbachar. Shrtllnsktrch«; 18 Uhr, Stadtvikar Latz. Lutherttrchr r/z18 Uhr, Stadtvikar Freyer Dtakontssenhauskapell«: . Osterfest: lü Uhr: Pfarrer Satz. 1/28 Uhr: Liturg. Ofterseier. 2. Osterfest: 16 Uhr. Hilssgeistl. Sitzler. choann.-tneher. igeme«»»«. Alt« Frteohofkapelle, Waldhornstrabe «1. 18 Uhr, Gottesdienst. Ostermontag: 18 Uhr, Gottesdienst. Evangelische StaVtmWou Karlsruhe. Auf von Ver grö' DDensivei deten Der Mr fast ! Wnerzhc weder ei dm groß deni tzen li en. 5 verschiede Mgnet r Gegeswe Im! >»« Arrc eine Offe lwfere A Äem vi< «»gesetzt, wrliegen Arfolg zi osgedrul Eonntag, '/«IS Uhr, Kindergottesdienst, Adlerstr. 23: Sladtin. Lieber. » Uhr, Jungfranenoerem von Frl. Schweickert, Marienstr. 1 . 1 Uhr Jnng-ranenverein 00 » Frl. Weder, Orvprinzenstraße 1». t Uhr» Zuugsrauenverein der Schwester Lene, «dterstrage 23. S Uhr, Abendgoitesdienst. Stadtm. Lieber. 8 Uhr, Blauk-euz-Bersammlung, Steins». 31. Mittwoch, 8 Uhr, Misfionrvortrag von Misstonsdirektor Dipper. Donnerstag, abend», 8'/, Uhr, Gebetsverjammlang. III St. Krettag, abends, 8'/, Uhr, Pocberettung s. d. Kindergotlesdieast. Stadt«. BWer. «dang. Vereins Haus, Amalienstr. 77. Sonntag, 111/, Uhr: Sonlitagsschnle. 3 Uhr. Allgemeine Versammlung, Stadtm. Räuber. 3 Uhr, Fnngjranenoerem. 8 Uhr, Allgemeine Bcrsammluug, Stadtmissionar Räuber. Ostermontag: nachnu 3 Uhr, Allgemeine Berfammlnng. a>»»»»«ag, nachm, ö Uhr: Bibelstunse f. Frauen u. Jungfrauen. . aoenos 8'/, Uhr: «tuxroesprechuag für Männer uao Jünglinge. Mittwoch, abend« 8-/. Uhr. Allgem. Bivel- und Kriegs-Geb-tsstunve. Donnerstag, abends 8 Uqr: «tilg. Versammlung, Lurlacherstr. » 2 . Krettag, abends iüf« Uhr, Löchterverem. tkarsrettag, nachm. 3 Uhr: AUg. Rersammlung. „ abends 8 Uhr: Ällg. Versammlung- Ariedenskirche der Meth.-Gemeinde, Larlstr. 49 b. Gonntag, vormitt. H, 1 Ü Uhr, Predigt, Prediger Rücker. II Uhr, Kindergoitesdienst. Nachm. S Uhr, Predigt, Prediger Rücker. Lstermoatag: vorm. -/,t 0 Uhr, Predigt. Pediger a. D. Raith. ÄSÄSSÄSSSSÄSSSSSSÄSS llonserv. Partei, Ortsgruppe Morbach Der Erörterungsabend der hiesigen Ortsgruppe wird des hohen Feiertags wegen verlegt auf Freitage den 13. April. Parteifreunde sind herzlich willkommen! Ortsgruppe des Kons. Vereins Mosbach. Schmie-elehlliW kann sogleich eintreten bei Ludwig Trautwein Schmiedemeister in Heidelsheim bei Bruchsal. FWilieiliirllDlhei aller Art liefert schnell und biSlt BuWlickerei MelitaZ Karlsruhe, Erbprinzenstr.t amilien-vriickjacheil aller Art, gut und preiswert Buchdruckern ßidelitas allen Lir Sampfab ist ja au 2'/- Iah: ohne da! Linie im r der Frau Durchbru halb Iah Mgen de Meg brr Jauch, d tosen enft -Lande ft Wirtschaft wüstet u die Ment; i «d Nicht Rlligkeit' In vor Eckende Italiener Offensive O- Viel ^ Die Dvrt* d-utschen Manche ^ Zülung, Mken. en dk E nicht " ünr iligu vegge —^mkeit Wffenku Mente Amer alt unq alis Rarlsruhe. Lrbpnnzenstr. 6. ihen R Ewigster Für die Redaktion ^verantwortlich: I. V.: Friedrich Dehn, Karlsruhe. — Druck und Verlag der Buchdrucksrei FidelitaS, G. m. b. H., in Karlsruhe, Eröprinzenstr. 6.