ändernd er, der de, ; l Begleit« wegfege. Der juw ' !l ^ m erinner c Partie äe an all« itralkomit, m, die R, s KU übq ldenes Zejj Forderung, x. die Frauk ^ lüter wc, ' ute zu b, Ifangs, d, rin täusch National >en, bev« Und ns, Milderung lufstand Ä > von all«, net wurde 's. die zahl Man steckt örand. I, u bestellt« gossen e lerien, da die Polizei i oder teil >g über da ie sich nick n in Ma ,nt. Ees> und Verlag: VLrger- uncl Vaue^ntreunci * baciiscbe polt kedaktion: Karlsruhe, Lrbprmzenstr. b Erscheint wöchentlich zweimal: Dienstag und Freitag (dieFreitag- Kurgabe mit achtseitigem illustriertem „Familiensreund") — Bezugspreis vierteljährlich in Karlsruhe oder durch die Vertreter bezogen einschließlich Zustellgebühr 1.50M., bei der Post I .80M.' :: kür ilss ckMiiie VsterlMill:: kür deuHdis Art und 5itte l kür des öürgers MKHsürt In Slsdt und Land! .--- » . - . Anzeigen im Inseratenteil die sechsgespaltene Petit-Zeile oder, deren kaum 20 psg. Im redaktionellen Teil die dreigespalten«, Petit-Zeile oder deren Raum 69 psg. - Bei größeren Aufträgen und Wiederholungen wird entsprechender Rabatt gewährt Kummer 7. Karlsruhe, Freitag, den 24. Januar 1949. 34. Jahrgang. gegen di Necklenbur, Necklenbuq ' s die Wit zherzoglick i lung ein« ittgesund« ^ usgleichuv ? alversamn rachen ii> cfolg. De! wßherzogi Zung ihre . ete darau ettelnd di ^ n lediglu zeschrift rgt. Dur« ^ :il den G« i- ellten brat In des eiche Fra» und hohe» ! der Leine, Schwester« :anzösisches en Lebens« i Bekannt - Arbeitern, Arbeit sie inne. Nul, Haffen, mit mittel und : Mahnuas rungsamts aus dein Teil aber ks stehe« für das istung die -nigefübrt aeil unsere nstellunge« t mehr ge» renzenloscs sterhaltur» ing wieder kein Brot, l deutsche« gestellt mis :r deutsche« Preis: s Mark. schlaÄS. arlrnide priszenUr. cknick Uri . Karls? Hierzu der „Illustrierte Fauriliensreuud." Die Demokratie auf dem Marsche! Noch liegen die Ergebnisse der Reichswahlen nicht ganz vor; doch sicher scheint zu sein, daß es der Sozialdemokratie nicht gelungen ist, die Mehrheit des Volkes hinter sich zu bekommen; die „Unabhängigen" haben außer in erneut Teile Sachsens nirgends nennenswerte Er- solge erzielt. Die Sozialdemokratie wird mit einem stark vermehrten Anhang in das Reichshaus ziehen, der ihr zahlenmäßig schon früher zustand, aber durch die Wahlkreiseinteilung — die Millionenstadt Berlin zählte nur sechs Abgeordnete — vorenthalten wurde. Rein zahlenmäßig hätte die Sozialdemokratie schon 1912 auf 138 Abgeordnete — statt 110 — ein Recht gehabt. Es ist also selbstverständlich, daß die Sozialdemokratie mit einem erheblichen Plus an Sitzen in die deutsche gesetzgebende Nationalversammlung einziehen wird. Aber zur unbedingten Mehrheit reicht es nicht. Nach streng parlamentarisch-demokratischen Grundsätzen wäre die Sozialdemokratie damit eigentlich erledigt; denn das Evangelium der Demokratie heißt Mehrheit,,' die Mehrheit entscheidet, die Mehrheit ist Gesetz. Aber die Mehrheits-Sache im deutschen Reich hat einen Haken. Da ist die bürgerliche Demokratie. Sie hat zwar bei den Wahlen nicht schlecht abgeschnitten; der Riesen-Ausschwung ist aber nicht gekommen, obwohl sich große Teile der ehemals nationalliberalin Partei ihr zugesellt haben. Aber die Demokratie läßt sich dadurch nicht entmutigen. Ihr ist die Revolution mit ihren Ergebnissen so wertvoll, daß sie über ihr eigenes Geschick hinwegsieht; sie betrachtet die abgegebenen sozialdemokratischen Stimmen vor allem als demokratische. So kommt man zweifellos zu einer demokratischen Mehrheit in politischen und kulturellen Fragen. Das aber war von vornherein das Ziel der bürgerlichen Demokratie und das hat sie erreicht: Republik, Parlamentarismus — in irgend einer der noch zu bestimmenden Formen — und Durchführung der liberalen Weltanschauung in allen Kulturfragen: Kirche, Schule, Wissenschaft, Kunst. Und was ist's mit der Sozialisierung der Gesellschaft, mit der Einführung des sozialistischen Zukunftsstaats? Die Demokratie lächelt ihr Augurenlächeln. Sie weiß genau, daß dieser Zukunftsstaat*niemals eingeführt werden wird. Erstens: weil er an sich — wirt- schafts- und sozial-psychologisch — unmöglich ist, zweitens: weil die Mehrheitssozialisten diese Einführung ja gar nicht wollen. Die Mehrheitssozialisten sind verständige Leute; sie sind im Inneren längst davon überzeugt, daß die Verwirklichung des Marxismus ein Ideal bleiben muß. Ich meine das sticht so, als ob die Mehrheits- sozialisten bewußt etwas anderes erstrebten, als daS, was sie sagen. Man muß sich auch auf unserer Seite daran gewöhnen, die Sozialdemokraten als ehrliche Männer anzuerkennen — abgesehen von den Schaumschlägern, die es überall gibt. Die Sozialdemokratie hat den moralischen Willen zum Zukunftsstdat; aber dieser moralische Wille ist gelähmt durch die scharfe intellektualistische Betrachtung, die sich die sozialistischen Männer der Praxis in sachlicher Würdigung der Verhältnisse angeeignet haben. So entsteht imsittlichenBewußtseinder sozialistischen Führer ein Zwiespalt zwischen idealistischem Willen und sachlicher Erkenntnis, der dem einzelnen nicht zu vollem verstandsmäßig betriebenen Bewußtsein kommt und, wo es sich doch meldet, in dem lauten Getriebe der öffentlichen Agitation nicht zur Projizierung nach außeg kommt. Ts herrscht in dem Bewußtseinsinhalt der Seelen der Mehrheitssozialisten eine unausgeführte Tragik, deren gelegentlich versuchte öffentliche Dramatisierung durch den klappernden sozialistischen Gesamt-Apparat hintangehalten wird. So entsteht für die Mehrheitssozialisten jenes beziehungsvolle clair-odseur einer Weltanschauung d»s Radikalismus, in der das spezifisch-sozialistische per- dämmernd verschwindet, ohne daß sich ihre Träger des wirklichen Vorgangs bewußt werden. Das Erscheinen des Bolschewismus auch in Deutschland, mit ihren Trägern Liebknecht und Rosa Luxemburg, ist kein Zufall und man sollte aus bürgerlicher Seite nicht den bequemem Weg zeitungsmäßig betriebener Gedankenlosigkeit einschlagen, um den Bolschewismus abzuurteilen. Er ist doch nichts anderes als der zielbewußte, stürmende Idealismus der strenggläubigen Marxisten, tue von jeglicher Opportunität befreit sind und den Zukunftsstaat durchführen wollen, weil er ihnen als die Verwirklichung möglichen irdischen Glücks erscheint. Ganz anders die bürgerliche Demokratie. Sie ist in ihren führenden Köpfen vollkommen durchdrungen davon, daß der Marxismus ein Unsinn ist. Sie ist ferner überzeugt davon, daß die Tätigkeit der Mehrheitssozialisten in der Diagonale eines bürgerlich zugeschnittenen Radikalismus verläuft. Sie, die früher gegen jede Verstaatlichung war, sogar gegen die der Eisenbahnen, hat volkstümliche Abschnitte aus dem SozialisierunZsprogramm übernommen und läßt im übrigen den Dingen ihren Lauf, der seinen einorganisierten Triebgewalten nach niemals in ein sozialistisches Flußbett münden wird. Man frage jeden demokratischen Bankier, Börsianer, Minister und Rechtsanwalt: sie alle werben ihr Augurenlachen zum tzieisagendem Lächeln modulieren, wenn man ihnen die „Gefahr" einer vollkommenen Verstaatlichung aller Produktionsmittel an die Wand malt. Sie sind sachverständig im höchsten Grad und lassen irgend einen Herrn Geiß oder Herrn Bock ihr sozialistisches Sprüchlein sagen —. sie arrondieren alles und fühlen sich als die größeren Drahtzieher, d. h. als die wirklichen Leiter der ganzen politischen und sozial-wirtschaftlichen Zukunftsentwicktung. Jetzt wird man verstehen, wenn der demokratische Führer Dr. Haas sagt: man soll der Sozialdemokratie in den Ministerien eine über ihre zahlenmäßige Bedeutung hinausgehende Vertretung sichern. Da schlägt man zwei Fliegen mit einem Schlag. Zunächst setzt man sich bei der Sozialdemokratie in neue Gunst; man erscheint als großzügig und tolerant. Auch die sozialdemokratische Arbeiterschaft — die indes ruhig auf den Zukunstsstaat weiter hofft — wird das als eine Abschlagszahlung empfinden und demgemäß ihre Lust zu revolutionären Umtrieben bedeutend herabmindern, lauter soziale^Lersicherungen von praktischem Wert. Zum andern aber wird der spezifische bürgerlich-radikale Demokratismus gestärkt und der kann, nach Ansicht der Herren um Dr. Haas, nicht stark genug sein. Es war ja wohl der nämliche Herr — der sich durch den sonoren Klang seines Brusttons der Ueberzeugung zu einer Art Biedermeier des moralischen Radikalismus in die Herzen der ästhetisch Unbefangenen schmeichelt — der sagte, daß Baden die „demokratischste aller deutschen Verfassungen bekommen wird." Uine Mas. Verstärkung des sozialistischen Einflusses in Staat, Politik, Gesellschaft bedeutet praktisch: Stärkung der bürgerlichen Demokratie. Also sind wir freigebig den Sozialisten gegenüber. Die Demokratie weiß, was sie tut, und was sie will; sie ist auf dem Marsche und wird ihr Ziel mkt ihren sozialistischen Hilfstruppen erreichen. A. A. Weimar. Das arme Berlin, onnoch die sogenannte Hauptstadt des einstigen Deutschen Reiches! Es geht abwärts mit ihr. unaufhaltsam abwärts. Residenzstadt kann sie sich nicht mehr nennen, seitdem wir uns ohne Reichsuberhaupt behelfen, und von Breslau wie von München, von Köln wie von Bremen und Braunschweig ist ihr die Gefolgschaft schon ganz offen gekündigt worden. Vollends seit den Tagen der Spartakusherrschaft traut ihr incmaud im Reiche mehr recht über den Weg. Dachte Loch damals die Regierung einen Augenblick daran, ihren Amtssitz von der Spree fortzuverlegen, da sie in der Wilhelmstraffe förmlich belagert und nicht einmal ihrer eigenen Haus- und Schutzwache sicher war. Sie hat sich schließlich noch ohne diese Flucht aus Berlin zu hakten vermocht - jetzt aber hat sie beschlossen, die am Sonntag gewählte Nationalversammlung in Weimar zusammentreten zu lasten und nicht in Berlin. Das ist mehr als eine bloße Äußerlichkeit, das ist ein ^ Zeichen der Zeit. Eine ernste Warnung, die vielleicht — ungewollt von der Regierung — manche»; die Augen öffnen wird, der noch immer nicht begriffen hat, wohin die Reise gehen soll. Daß durch den Beschluß der Regierung der Stolz jedes Berliners auf das tiefste getroffen wird, ist selbstverständlich, kann aber entschieden nicht in Betracht kommen. Der Berliner Oberbürgermeister Wermuth. der noch in letzter Stunde dieses Unheil von seiner geliebten Reichshauptstadt abzuwenden suchte, sprach in seiner Protestkundgebung von einer niederschmetternden Demütigung Berlins. Sie ist ihm nicht erspart geblieben, und müßte, so bitter es auch schmecken mag. von den Berlinern ertragen werden, wenn ihre unbedingte Not- wesidigkeit mit zwingenden Gründen nachgewiesen werden könnte. Aber damit dürfte es doch einigermaßen hapern. Eben erst find die Wahlen in musterhafter Ordnung vollzogen worden, und der Oberbefehlshaber Noske schickt sich bereits an, die zur Säuberung der Stadt zusammengerufenen Truppen wieder für andere Aufgaben, freizugeben. Tatsache ist ferner, daß der Beschluß zugunsten von Weimar nur. gegen starken Widerspruch der preußischen Kabinettsmitgliei er gefaßt morden ist. Er wird also auf Gründen beruhen, die nicht für jedermann überzeugend sein dürften. Mau^hat ja auch bereits gehört, daß gewissen Stimmungen in Güddeutschland damit Rechnung getragen werden soll, die von Berlin nicht mehr recht etwas wissen wollen, und das. was sie im Grunde dabei bewegt, durch den Hinweis zu verdecken suchen, daß ja auch im Jahre 1848 die deutsche Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche und nicht in Berlin zusammengetreten sei. Damals war aber Berlin nur die Hauptstadt Preußens, während es doch seither immerhin fast ein halbes Jahrhundert hindurch die Seele des deutschen Reiches gewesen ist und dieses immerhin ganz anständig repräsentiert hat. Deshalb läßt sich die Auffassung nicht abweisen, daß das Abrücken von Berlin auch eine Demonstration gegen das Reich in seiner bisherigen Gestalt bedeuten soll. In seiner bisherigen Gestalt: das will sagen, in der Art, wie es durch den größten Bundesstaat, durch Preußen, gebildet und vertreten war. Das Schwergewicht des neuen NeichesMll von Preußen und damit auch von Berlin mehr nach dem Westen oder Südwesten verlegt werden, um den anderen Bundesstaaten, die man bisher die mittleren und kleineren nannte, das Verbleiben im Reichsverbande zu erleichtern. Diese Tendenz findet sich ja auch in dem soeben veröffentlichten Verfastungsentwurf der neuen Regierung mit dürren Worten ausgesprochen, und ibr soll auch die Zerschlagung Preußens in sechs bis acht sogenannte freie Republiken dienen. Wenn Preußen nicht größer sein darf als etwa Thüringen oder Braunschweig, dann braucht man sein Übergewicht in der Gemeinschaft der deutschen Volksstaaten allerdings nicht mehr zu fürchten. Dann aber muß auch Berlin von seiner einstigen ^ruhmreichen Höhe heruntersteigen — -und der Anfang dazu soll eben jetzt ^gemacht werden. Diese Neste wird indessen auch vielen Nicht-Berlinern nicht gefallen. Die Regierung meint es in ihrer Weise sicherlich ganz gut und ehrlich mit der Zukunft des Reiches. So wie sie es aber anstellt, sollen wir uns künstlich noch mehr schwächen, als wir durch den unglücklichen Kriegsausgang ohnedies jetzt dastehen werden, sollen wir in dem Zustand ohnmächtiger Kleinstaaterei wieder zurückfallen, aus dem unsere Väter sich mit dem Gut und Blut vieler Geschlechter mühsam genug herausgearbeitel haben. Das kann ernstlich auch nicht das Ideal der führenden Männer außerhalb der Reichsbauptstadt sein, denn nicht nur Berlin und Preußen würden dadurch zu einem bloßen Schattendasein verurteilt, auch das deutsche Volk in seiner Gesamtheit würde die Kosten dieser Rückbildung zu bezahlen haben. Unsere Feinde waren es, die uns die Abkehr von Potsdam predigten und N^imar als die eigentliche Heimat unserer Nation immer wieder in empfehlende Erinnerung brachten. Jetzt wollen wir ihnen auch den Gefallen noch tun. Soll für sie wirklich gar nichts mehr zu wünschen übrig bleiben? Die Rcichsregierung bleibt in Berlin. Die Regierung läßt zu dem Beschluß, die Nationalversammlung nach Weimar einzuberufen, betonen, daß der Sitz der deutschen Zentralregierung Berlin ist und für alle Zeiten bleiben soll. Die Hauptarbeiten, der Nationalversammlung werden sich in Kommissionen abspielen, denen meistens wobl nur immer ein Regierungsmitglied beiwohnen werde. So werde es zu einer dauernden Abwesenheit der Mehrzahl der Regierungsmitglieder von Berlin überhaupt nicht kommen, und der ununterbrochene Fluß der Berliner Geschäftsführung sei völlig gesichert.. Die Sitzungen sollen im Weimarer Hoftheater stattfinden und schon jetzt werden für genügende Verbindung Berlin-Weimar durch Telegraph, Fernsprecher, Eisenbahn usw. Vorkehrungen getroffen. Auch für die Unterbringung der etwa 3000 Personen, welche die Nationalversammlung nach Weimar führen wird, soll ausreichend gesorgt werden. Mit Len Vertretern der Presse wird in dieser Richtung gegenwärtig bereits verhandelt. In sachkundigen Kreisen wird allerdings vielfach bezweifelt, ob es bis zum 6. Februar möglich werden wird, in Weimar allen Anforderungen Genüge zu leisten. Neben den 433 Abgeordneten ist für die Nationalversammlung ein starker Beamtenapparat notwendig, Bureau. Stenographen, Verwaltungskörper usw., ferner wird die in- und ausländische Presse ein kleines Heer stellen, so daß die obengenannte Zahl von 3000 Menschen nicht zu hoch erscheint. Werden alle die Arbeitsräume für Kommissionen, Fraktionen, einzelne Abgeordnete, Bureau, Archiv, Bibliothek, Presse, Post, Fernsprecher und Telegraph, werden Wohnräume für alle Beteiligten und mit welchem Kostenaufwand gefunden werden? Das find stie Fragen, die alsobald zu bearbeiten sind und deren Nichtlösustg in kurzer Zeit verhängnisvoll für die verfassunggebende Versammlung der deutschen Republik werden könnten. cSoziasdemokrässsche Mehrheit? Allerlei Betrachtungen zum Wahlausgang. . ckt. Berlin, 21. Januar. Tage voll fieberhafter Unruhe! Sonst — bei den Rerchstagsrvahlen — liefen bereits in der folgenden Wacht die wesentlichsten Ergebnisse ein. Um Mitternacht wußte man in den deutschen Verkehrszentren bereits, wie das neue.Parlament in den Grnndzügen cmSsah. Jetzt aber macht die Auszählung der Stimmen, die Verminderung der Wahlkreise, die schwierige Mandatoerteilung auf Grund der Listenvorschläge, insbesondere aber das System der verbundenen Listen soviel Schwierigkeiten, daß das endgültige Ergebnis, das überall heißersehnte, auf sich warten läßt. Indes heute beginnt sich das Dunkel bereits ein wenig zu lichten und die Parteienoertretung in der Nationalversammlung läßt sich bereits ein wenig übersehen. Zwei Momente fallen vor allen Dingen auf: die starke Zunahme der Stimmen für die Mehrheits- sozialisten in allen Wahlbezirken und die verhältnismäßig starke Stimmenzahl, die an einigen Orten, wie Berlin, Hainburg, Bremen, Merseburg, Königreich Sachsen usw. die Unabhängigen Sozialisten erbalten haben. Es läßt sich im Augenblick noch nicht genau sagen, wieviel Mandate die Mehrheitssozialisten erhalten werden, immerhin dürste die Schätzung der Frkf. Ztg. zutrefsen, die annimmt, daß die Regierungssozialisten nahe an 200 Vertreter haben werden. Mit den Unabhängigen, die es b^eits auf 24 Mandate gebracht haben, hätte also die So- idemokratie. die Mehrheit in der Nationalversammlung. Der Vorwärts, das Organ der Regierungssozialisten, erklärt allerdings nur, es zeige sich bis jetzt, daß die alte sozialdemokratische Partei die weitaus stärkste in der Nationalversammlung sein werde. Das Blatt fügt hinzu, es scheine, daß „die Deutsche demokratische Partei ihr Ziel, einen mitbestimmenden Einfluß aus die künftige Gestaltung der Reichsverfassung zu erhalten, erreichen werde". Man nimmt also offenbar an, daß die Sozialdemokratie nicht allein eine Mehrheit im Parlament habe, sondern auf die Unterstützung der Demokraten angewiesen sein wird, Wie dem auch sei, sicher ist, daß die alte sozialdemokratische Partei die Macht über die Nationalversammlung hat. Am Sonntag wird sie wieder im Kampf gegen die Bruderorganisation der Unabhängigen um die Macht in der preußischen Nationalversammlung streiten. Es darf wohl als sicher gelten, daß an diesem Wahltage die beiden sozialdemokratischen Parteien zum letzten Male getrennt marschieren werden. Die Wahlen zum Bolkshame und die kommenden Wahlen zu den Gemeindeveriretungen werden ohne Zweifel im Zeichen der wieder vollzogenen Einigung stehen. Die geeinigte Partei würde dann unter allen Umständen die Regierung zu stellen haben. Mit einem starken Erfolge haben die Wahlen, das läßt sich jetzt schon Übersehen, für die Deutiche demokratische Partei geendet. Sie wird als zweitstärkste Gruppe in das Parlament einziehen. Aus ihren Kreisen wird das System der verbundenen Listen getadelt, weil mit seiner Hilfe die Parteien der Reckten mann.es i Mandat aus Kosten der Demokratie eroberten. Das Listensystem hat aber im weitesten «sinne des Wortes die Minderheitsvertretung gesichert, wenngleich die Parteien in der Nationalversammlung wohl oder übel in der Opposition stehen müssen. Die Gesamtzahl ihrer Mandate bleibt weit unter der Hälfte. Einen großen Sieg haben auch die Frauen erkochten. Während in allen Ländern, die dos Frauenstimmrecht eingeführt haben, nur wenige Freien Parlamentaricrinnen geworden sind, werden eine'große Anzahl Frauen m die deutsch; Nationalversammlung einziehen. Bisher dürften* etwa 20 Frauen, darunter die Führsrinnen der Frauen- - bewegung, als gewählt gelten. Sie verteilen sich zur Hälft? auf die Sozialdemokratie, zur anderen Hälfte auf die bürgerlichen Parteien, «so wird denn die deutsche Nationalversammlung ein wirklich getreues Spiegelbild der politischen und sozialen Wünsche des ganzen Volkes sein. - » i Berlin, 21. Jaguar.. Bis heute nachmirrag lagen hier die Meldungen über das Endergebnis aus 26 von den 37 Wahlkreisen vor. Die zwei Wahlkreise für Elsaß-Lothringen bleiben ungezählt. Danach hätten als gewählt zu gelten: Mehrheitssozialisten . . . Christliche Volkspartei . . Demokratische Volkspartei . - Deutschnationale Volkspartei Unabhängige Sozialisten. . Deutsche Volkspartei . . . Bayerischer Bauernbund . . Weingärtnerbund in Württemberg Schleswig-Holsteiner Bauernbund Im ganzen 301 Die Zahl der Abgeordneten war auf G3 festgesetzt. Da aber im okkupierten Elsaß-Lothringen nicht gewählt werden konnte, fallen 12 Mandate aus, so daß nur 421 Abgeordnete in Frage kommen. Das amtliche Wahlergebnis wird frühestens am 26. Januar veröffentlicht werden können, da nach 8 49 der Wahlordnung erst am 6. Tage nach der Wahl die Wahlergebnisse bekanntgegeben werden. Die Ergebnisse aus den besetzten Gebieten werden vielleicht noch später erst einlaufen. Nie neue Reichsverfaffung. Preußen zerlegt. Die Reichsoerfassung, die am Montag zur Veröffentlichung bestimmt war, setzt nunmehr fest, was bisher als Gerücht bekannt war: * Preußen wird zerschlagen. An der Spitze der Bundes- rcpubliken, in dir es zerlegt, wird, steht die Republik Berlin mit ungefähr kV Millionen Einwohnern, umfassend die Stadt- und Landkreise Groß-Berlins. Dann soll sich anschlictzen eine Republik Preußen, umfassend Ostpreußen, Wcstprcnßen und den Kreis Bromberg, eine Republik Schlesien, die auch die Provinz Posen, die Sudetenländer und Ostböhme» umfaßt, die Republik Brandenburg, umfassend die Provinz Brandenburg ohne die zu Groß-Berlin gehörigen Teile» die Provinz Pommern, die Altmark und beide Mecklenburg. Dann Republik Niedcrsachscn, umfassend Hannover, Schleswig-Holstein, Oldenburg und Braunschweig. Republik Westfalen, umfassend die Provinz Westfalen, den Kreis Schaumburg, beide Lippe und Pyrmont. IRrpublik Hesse», umfassend Hessen-Nassau und das Großherzogtum Hehr». Republik Rheinland, umfassend die Rheinprovinz, die bayerische Pfalz und das Fürstentum Birkcnfeld. Der Regierungsbezirk Erfurt soll zu Großthüringen, kommen. Wien soll ebenso wie Berlin reichsunmitteldar werden. Die anderen Teile von Deutschland sollen entweder zu Schlesien oder zum Bundesstaat Obersachsen oder zu Bayern kommen. Außerdem soll ein Bundesstaat Deutsch-Österreich konstruiert werden. Der Verfassungsentwurf sieht keinen Vizepräsidenten vor. Der Präsident soll auf zehn Jahre in direkter Wahl vom Volke gewäylt werden. _ HinSenburg — Oberbefehlshaber Ost! T?er Kamps gegen Polen. ' Berlin, 21. Januar. Wie bestimmt verlautet, wird Generalseldmarschall v. Hindenburg den Oberbefehl über die Strritkräft« übernehmen, die im Osten gegen die Polen ausgestellt werden. In Pommern, Ostpreußen und in Westprcußen sind freiwillige Volkswehrc» im Entstehen, die mit den bereits im Osten befindlichen Truppen vereinigt werden solle». Die in Berlin massenhaft zusammengezogenen Truppen haben den Befehl erhalten, Berlin zu verlassen und nach dem Osten zu rücken. Von Kämpfen im Osten wird amtlich - gemeldet: ^ Reste der „Eisernen Brigade" und baltische Landeswehr wurden am 16. Januar bei Alt- und Groß- -Auz durch das 1. und 4. Letten-Regiment (etwa 2000 Mann) angegriffen und hinter die Windau gedrängt. Sie halten zurzeit den Abschnitt Weksrhny—Schrunden. Von Liban ans sind Verstärkungen an die Windau geführt worden. Außerdem wird das Gouvernement Liban nach Maßgabe verfügbarer Kräfte aus dem Bereiche des Stellvertretenden Generalkommandos 1. A.-K. verstärkt werden. Koch gibt nach. Milderung d^r Waffenstlllstandsbedingungen. Trier, 48. Jastuar. Unserer Waffenstillstandskommission ist es gelungen, eine wesentliche Milderung der Bedingungen des neuen Waffenstillstandes zu erzielen. So wurde zunächst der Termin für die Ablieferung landwirtschaftlicher Maschinen bedeutend hinausgeschoben. Es ist jetzt als Zeitpunkt für diese Ablieferung der 1. Juni d. I. festgesetzt worden. In den Erörterungen über diesen Termin ist von seiten der deutschen Unterhändler darauf hingewiesen worden, daß einige Arten der von der Entente verlangten Maschinen überhaupt im Frühjahr noch gar nicht gebraucht würden, sondern erst in einer späteren Zeit, z. B. Mähmaschinen, Bindemaschinen usw. Ferner ist es unseren Unterhändlern gelungen, durchzusetzen, daß keine bestimmte Anzahl der abzuliefernden Maschinen im Vertrag mehr angegeben wird, sondern nur grundsätzlich festgesetzt ist, daß landwirtschaftliche Maschinen abzuliefern si"d. In den Verhandlungen über die ganze Frage der Ablieferung landwirtschaftlicher Maschinen ist seitens des Staatssekretärs Erzbsrger zunächst erklärt worden, daß ihm diese Forderung der Entente völlig überraschend' komme und daß er in keiner Weise deren Tragweite und ihre Folgen übersehen könne. Auch keine. Behörde sei imstande, augenblicklich, d. h. bis zum nächsten Tage, wie es Focb verlangt batte, eine authentische und erschöpfende' Übersicht über den Bestand an landwirtschaftlichen Maschinen und über die Möglichkeit, solche noch in Deutschland zu reproduzieren, zu geben. Diele Ausführungen haben, wie der Erfolg zeigt, auch auf die gegnerischen Unterhändler Eindruck gemacht und eZ ist zur Milderung der Bedingungen gekommen. Diese Abschwächungen der Ententeforderungen sind für unsere Landwirtschaft von der allergrößten Bedeutung. Sie nehmen ihr die schwerste Sorge,, in die sie durch die Forderung der Entente gestürzt worden war. Tatsächlich hätte ja, wenn die Entente auf ihrer Forderung bestanden hätte, die deutsche Landwirtschaft ihrem Ruin entgegengehen müssen. Der Vorfr-ieSsnskongreß. Begrüßungsrede des Präsidenten Poincars. Genf, 20. Januar. Die Pariser Vorsriedenskanserenz wurde von Präsident Poincars mit einer längeren Rede eröffnet, in der er u. a. erklärte, Untersuchungen hinsichtlich der Schuld am Weltkriege erübrigten sich, da die Urheber durch die kaiserlichen Archive festgestellt seien. Die Angreifer hätten nach der Vorherrschaft in Europa und darüber hinaus nach der Weltherrschaft gestrebt. Im wesentlichen verbreitete sich Poincaro dann über die Aufgaben der Konferenz, die darin gipfelten, einen Frieden der Gerechtigkeit herznstellen. „Die Gerechtigkeit", sagteer, „verlangt die Bestrafung der Schuldigen und wirksame Garantien gegen einen Rückfall in die Politik . kriegerischer Angriffe." Erschloß: „Das Selbstbestimmungsrecht der großen und kleinen Nationen muß geachtet und dieses Recht mit der ethischen und religiösen Minderheit 'usgesöhnt werden. Glemcnccan zum Vorsitzenden gewählt. Nach Poincarss Rede schlug Wilson vor, Clemeneean oe» Daueroorsitz im Kongresse zu übertragen. Der Vorschlag wurde einstimmig qngenommen. Clemenceau sagte in seiner Ansprache: Die erste Frage, die die Konferenz zu erledigen habe, sei die Verantwortlichkeit der Kriegsurheber, die zweite L'e Bestrafung der im Kriege begangenen Verbrechen, die dritte die internationale Gesetzgebung. Man müsse zuerst die Frage der Verantwortlichkeit der Kriegsurheber behandeln. Jede Delegation müsse sich dem Studium dieser Frage widmen, die den Gegenstand einer Denkschrift von Larnaude, dem Ältesten der Rechtsfakultät in Par's, und La Pradelle, Professor des Völkerrechts an der Rechtsfakultät in Paris, bilde und den Titel trage: Prüfung der Verantwortlichkeit des Kaisers Wilhelm. Damit war die erste Sitzung der Vorfriedenskonferenz geschlossen. Die Folgen eines Entente-Einmarscher. Aufhebung des Achtstundentages. Düsseldorf, 21. Januar. Die Drohung, daß der weitere Einmarsch der Ententetruppen in deutsches Gebiet für den deutschen Arbeiter den sofortigen Verlust aller sozialpolitischen Errungenschaften der letzten Zeit bedeuten würde, ist vielfach verlacht worden. Ein aktenmäßigkch Beleg für ihren Ernst bedeutet eine vor kurzem in Düsseldorfer Blättern erscheinende Bekanntmachung des Oberbürgermeisters folgenden Inhalts: Gemäß Befehles des Kommandanten der belgischen Besatzungstruppen haben sich die Arbeitgeber den Entscheidungen und Bestimmungen von Berlin nicht zu unterwerfen. Der Achtstundentag ist für sie nicht verpflichtend. _ Aufhebung der Hungerblockade. Der SchisfahrtSverkehr beginnt sofort? Haag, 21. Januar. Nach Telegrammen aus Washington ist die Blockade mit Rücksicht auf* die Nahrungsmittelkuappheit in Deutschland rückgängig gemacht worden, jedoch einstweilen nicht auch für j-Handelsware. Der dringendste Nahrungsmittel- bcdarf Deutschlands wird gegen Barzahlung durch die Vas Vreimännerkolleg. Roman von Otto Hoecker. 0) (Fortsetzung^) (Nachdruck verboten.^ „Der Herr Staatsanwalt spricht für die Galerie", warf Dr. Fiedler pikiert ein, als er um die Lippen einiger der Geschworenen ein verstecktes Lächeln zu gewahren glaubte, „und es läßt sich dieses vorzeitige Lächerlichmachen von Verteidigungstheorien, die möglicherweise auf einer sehr realen Basis beruhen können, mit seiner so häufig betonten wohlwollenden Objektivität " dem Angeklagten gegenüber schwer in Einklang bringen. Femer betonte der Herr Staatsanwalt mein Freundschaftsverhältnis zum Angeklagten: er hat aber zu ermähnen vergessen, daß mich mit Max Tecklenburg zumindest ein gleich inniges Freundschaftsverhältnis verbunden hat. Wenn einer hier im Raume die gerechte Sühne für den an meinem Freund begangenen ruchlosen Mord herbeizuführen wünscht, so bin ich es! Und wäre ich von Georg Busers Unschuld nicht felsenfest überzeugt, hegte ich an ihr auch nur den geringsten Zweifel, so stände ich ungeachtet unserer starken, aufrichtigen Freundschaft nicht als sein Verteidiger hier!" „Menschlich sehr schön von dem Herrn Verteidiger empfunden", erklärte der Vorsitzende trocken, „aber er dürfte bester die Äußerung seiner persönlichen Ansichten bis zum Plaidoyer verschieben." Dann winkte er dem. Staatsanwalt, der sich zu einer Replik Miete, unmutig ab. „Nein, meine Herren, von diesen nutzlosen Auseinandersetzungen haben wir übergenug gehört. Wir sind hier behufs Feststellung bereits vorgeführter und Ermittelung etwaiger neuer, zur Spruchfällung in dem uns beschäftigenden Falle erheblicher Tatsachen." „Eine solche Tatsache ist es, daß die Tatwaffe mit gespanntem Hahn aufgefunden worden ist," fuhr der Vorsitzende fort, „auf der Pfanne und im Lauf befand sich noch frischer Pulverschleim, auch gehört die bei der Sektion dem Körper des Ermordeten entnommene Bleikugel zweifellos zu dieser Arkebuse. Ärztliche Sachverständige werden uns sagen, daß Tecklenburg im Feuer tot zu- samstlenbrach, folglich den Büchsenhahn nicht wieder gespannt haben kann. Damit dürften wir mit der Besichtigung des Tatortes fertig sein. Oder wird noch irgendwelcher Antrag gestellt?" Einer der Geschworenen wünschte «och den Schreibtisch zu besichtigen. Der gleichfalls anwesende Untersuchungsrichter bezeichnet? die Stelle, wo das Bündel Liebesbriefe aufgefunden worden war. Von dem nächtlichen Einbrecher war die verschlossene Mittelschublade des Schreibtisches gewaltsam anfgesprengt worden, ein bei dessen leichter Konstruktion müheloses Unterfangen, das wahrscheinlich mit dem dolchähnlichen Brieföffner, der jetzt noch auf dem Schreibtisch lag, bewirkt worden war; wenigstens war seine Spitze abgebrochen und die an den Schubladenrändern Vorgefundenen Einschnitte waren offenbar durch das Dazwischenzwängen der stumpfen Klinge verursacht worden. „Ob außer den Briefen etwas aus dem Schreibtischfach entwendet worden ist, ließ sich nicht feststellen?" erkundigte sich der Geschworene weiter. Landgerichtsrat Benkießer. der Untersuchungsrichter, hatte die Mittelschublade des Schreibtisches ganz herausgezogen, und es stellte sich nunmehr das Vorhandensein eines dahinter angebrachten Geheimfaches, das mittels Federdruck geöffnet werden konnte, heraus. „Wie Sie sehen", erläuterte er dann, zu den Geschworenen gewendet, „befindet sich in diesem Geheimfach nichts, und ebenso leer war es, als ich den Schreibtisch erstmalig genau durchsuchte. Das geschah auf die Einbruchsanzeige des Gärtners Wolthusen bin, am frühen Montagvormittag. Ob das Geheimfach leer gewesen, als Tecklenburg ermordet wurde, oder ob er darin nur das Briefdündel, welches hinterher hier vor dem Schreibtisch lag, verwahrt gehabt hat. entzieht sich natürlich unserer Kenntnis. Jedenfalls pflegte Tecklenburg wirklich wertvollen Besitz, also Dokumente, Staatspapiere» Aktien und dergleichen in dem eisernen Geldspind drüben in der Ecke aufzuheben, und dessen Schloß und Inhalt ist später völlig intakt gefunden worden." „Wenn ich mich nicht irre", äußerte ein anderer Geschworener, „so hinterließ Tecklenburg keine direkten Leibeserben, sondern vermachte sein Gesamtvermögen Fräulein Rönnenkamv. der Tochter des hiesigen Bankiers." , „Ganz richtig", fiel einer seiner Kollegen ein, „das, Testament wurde von ihm erst am Tage seines Todes beim - Notar Häberlein gemacht und-" , „Aber, meine Herren, ich kann solche völlig belang» j losen Erörterungen wirklich nicht zulassen, wir vertrödeln- damit nur nutzlos Zeit!" rügte der Vorsitzende ungehalten.j „Ganz so nutzlos scheint mir diese Erörterung doch: nicht zu sein", warf Dr. Fiedler bedeutsam ein. „Mein§ Frestnd Tecklenburg dachte noch wenige Wochen vor seinem, plötzlichen Ende nicht ans Testamentmachen; von einem j solchen wollte er überhaupt nichts wissen. Daß er so kurz j vor seinem Tode unter meiner Umgehung? der ich bis da-- bin seine sämtlichen Rechtsgeschäfte besorgt hatte, wie ich, sie tatsächlich auch heute noch im Interesse der Erbin weiter besorge, bei einem ihm völlig unbekannten Notar! — Kollege Häberlein ist ja erst vor einem Jahre hierher, versetzt worden — sein Testament gemacht und hinterlegt bat, ist ein Umstand, über den ich mich zur richtigen Zeit noch ausführlicher zu verbreiten gedenke!" „Aha, die berühmte Selbstmordtheorie!" witzelte der! Staatsanwalt. s Eitz Zwischenfall unterbrach ihn. Zwei der Ge»! Dworenen hatten sich immer lauter unterhallen. Nmu platzte einer von ihnen heraus: 1 „Wahrhaftigen Gott, Sie können mir's glau' n. ichl kenn' das Mädchen ja schon von der Geburt an! Übrigens weiß jedermann hier in der Stadt, daß Julie Rönnenkamv? dieselbe ist, wegen der sich die beiden Freunde verbindet haben und-" „Ruhe! Stille!" ermahnte der erregte Vorsitzende. „Der Name der jungen Dame hat mit dieser Verhandlung gar nichts zu tun!" „Ich meinte nur wegen der Briefe, Herr Präsident", entschuldigte sich der von seinem Kollegen aufgeklärte Geschworene. „Mit dem Mord mag ja die Einbruchsgeschichte nichts zu tun haben, aber man kann nicht wissen, ob dahinter nicht doch der Täter oder sein Werkzeug steckt. Konnte man denn die Schreiberin nicht an ihrer Handschrift erkennen? Dazu gibt's doch gerichtliche Sachverständige." :_^.Die Handschrift von Fräulein Rönneickamp war's ^ffoziierten Mächte, besonders durch Amerika gedeckt werden, die Schiffe mit Nahrungsmitteln! werden sofort und direkt «ach Deutschland abgehen und nicht wehr wie bisher die deutschen Paffagierdampfer von der Entente zurückgehalten. A«r diese Schiffe wird die komplette übliche Miete berechnet ^werden. Diese wird aber den deutschen Reedereien nicht ansgezahlt, sondern als Anzahlung auf die Koste« der Nahrungsmittcllteferungen gutgeschriebe» werden. Daß und wie sehr der Hunger in Deutschland wütet, ersieht man mit erschreckender Deutlichkeit aus einer offiziösen Veröffentlichung. Es hat sich das erschreckende Resultat ergeben, daß mehr als 509 000 Todesfälle allein auf die Lebensmittelschwierigkeiten zurückzuführen sind. Die Feststellungen sind mit der größten Vorsicht getroffen Worden, und die Endsumme ist eher zu klein als zu groß. Badische Nationalversammlung. Karlsruhe, 21. Jan. Die Ausführungen, die der - Vertreter der Deutschnationalen Volkspartei, Geh. Rat Dr. Mayer-Karlsruhe in der Eröffnungssitzung der Badischen Nationalversammlung machte, hat den folgenden Wortlaut: „Abg. Mayer (Deutschnationale Volkspartei)':" Verehrte Versammlung, Frauen und Männer! Wenw in späteren Tagen die Geschichte Richterin sein wird über die jetzige Menschheit und auch über das deutsche Volk, dann wird sie diesem jedenfalls ein Ehrenblatt schreiben: den vierjährigen, trotz allem erfolgreichen Verteidigungskampf gegen eine Welt von Feinden, ein Kampf, unvergleichlich an Heldenmnt und Feldherrnkunst. Unser heißer, freilich wehmutsvoller Dank gehört dem Heer, das 1914 und später hinausgezvgen ist an die Front. Wir meinen, daß ein Wort der Anerkennung auch dem vergangenen deutschen Staatswesen gebührt. Dieses deutsche Staatswesen, in dem das badische eine Zierde war, war ein Wesen der Ordnung, des Rechts, der Bildung und der Fürsorge, bewundert, beneidet, nachgeahmt vielfach von den Fremden. Wir zehren heute von den Gütern, die dieses Staatswesen geschaffen und wünschen recht viel von dem Guten zu behalten, das es geschaffen hat. Daß dies möglich ist, daran hat das treffliche Beamtentum, das wir vom alten Staat übernommen haben, ein besonderes Verdienst. Wir haben gern die freundlichen Worte gehört, die für Großherzog Friedrich II. in der Regierungskuydgebung gefunden worden sind; er und die Seinigen, besonders auch seine greise Mutter, haben das nicht verdient, was ihnen widerfahren ist, und es hätten wohl Vorkehrungen dagegen gefunden werden können. Was nun die Kundgebung der Regierung im übrigen betrifft, so sehen auch wir jetzt davon ab, im einzelnen auf sie einzugehen. Wir beschränken uns auf die allgemeine Bemerkung, die nicht überraschen kann, daß wir manches vermissen, was darin gesagt sein sollte, aber wohl in der Folge angeschnitten werden wird. Anderes erscheint uns zweifelhaft, weil nicht genügend erhärtet, oder auch dehnbar und schief, so daß ein kurzes Ja oder Nein zurückgehalten werden muß. Wieder anderes billigen wir von Herzen, so was gesagt ist von der Wahrung der Würde und Einheit des Deutschen Reichs, von der Notwendigkeit, Zucht und Sitte wiederherzustellen — wir fügen hinzu: einen hohen, und starken frommen Glauben in unserem Volk wieder zu erwecken —, von der Unentbehrlichkeit der Einsicht, daß auf der persönlichen Pflichterfüllung und dem Opfersinn die Wohlfahrt des Staates und seiner Glieder beruht. Jedenfalls halten wir uns an alles, was in der. Kundgebung gesagt ist von wahrer Freiheit, Recht und Gerechtigkeit: das sind die. Leitsterne unserer Mitarbeit. - Wir stimmen zu, daß die derzeitigen Mitglieder der vorläufigen Volksregierung, nunmehr allein verantwortlich der Nationalversammlung, die Geschäfte weiterführen, bis die Verfassung beschlossen und damit die Staatsordnung gegeben fft, und gern werden wir von Fall zu Fall seststellen, daß Volksvertretung und Regierung den Weg der Volkswohlfahrt beschreiten. (Lebhafter Beifall bei der Deutsch-nationalen Volkspartei.) * Ein Briefwechsel. Herr Rechtsanwalt Dr. Haas, vorläufiger Minister des Innern, hat einen „offenen Brief" an Herrn Minister Dr. Düringer geschrieben, in dem er sich über die Flugblätter der Deutsch-nationalen Volkspartei beschwert, und verlangt, Exzellenz Düringer soll gegen diese Flugblätter „einschreiten". Ta ein großer Teil unserer Leser den Briefwechsel verfolgt haben wird, brauchen wir ihn ausführlich nicht wiederzugeben; seine Lektüre hat ihnen gewiß einen großen Genuß bereitet, so weit wenigstens der Brief des Ministers Düringer in Frage kommt. Der bietet allerdings in seiner gewählten Form und der Art, empfindliche Wahrheiten in das Goldpapier überlegener Dialektik einzuwickeln, einen ästhetischen Genuß. Herr Dr. Haas hingegen ist auch in seiner Stellung als Minister über den ^Schriftsatz "-Stil des Rechtsanwalts nicht hinausgekommen ; ein Beweis dafür, wie vorsichtig man in der Bewertung des Dichterworts sein muß, daß der „Mensch mit seinen höheren Zwecken wachse". Wir würden dem Briefwechsel keine ZLile widmen, wenn es nicht unsere publizistische Pflicht wäre, dem Schriftsatz hes Herrn Dr. Haas dort zu begegnen, wo er das System der Verbiegungen der Wahrheit mit ersichtlich zu weit gehender forensischer Geläufigkeit betreibt. Es fällt Dr. Haas schwer, sich in die Tatsachen zu finden; das kommt daher, daß er es nicht vermag, seine stammesgeschichtlich lozierten Empfindungen den allgemein menschlichen unterzuordnen. Würde er dies logische Geschäft verstehen, wäre er gewiß vorsichtiger gewesen. So hat er noch nicht einmal empfunden, wie weit er sich sachlich und stilistisch selbst zurückversetzt, indem er die vornehme Zurückweisung des Herrn Ministers Düringer — „Ihre Angriffe gegen meine Partei und der leidenschaftliche Ton, in dem sie erfolgten, nötigten mich, in meinen Vorträgen Ihnen entgegenzutreten —" ebenso übetsah, wie die Feststellung des Ministers, daß er weitere „Erklärungen in der Presse nicht mehr abgeben werde". Dessen ungeachtet fuchtelt Herr Dr. Haas mit dem Messer in der Luft herum — bildlich gesprochen — und steht, wie weiland Shylock, auf seinem Schein. Aber es bedarf diesmal keiner Porzia, um Blutfluß zu verhindern. Die Tatsachen sprechen für sich selbst. Es war im Schoße des Ausschusses der Deutsch- Nationalen Partei beschlossen worden, sich in keine Polemik einzulaffeü, wenn kein Angriff erfolge, da man immer noch auf dem Standpunkt stand, die bürgerlichen Parteien würden ihre Listen" verbinden, um gemeinsam gegen die Sozialdemokratie zu kämpfen. Das war ja nun unbedingt ein Grundirrtum unsererseits. Denn die Partei des Herrn Dr. Haas betrachtet ja garnicht die Sozialdemokratie als ihren Feind, sondern die Rechtsstehenden. Es war der Arbeit und dem Einfluß der jüdischen Mitglieder und Zeitungen der demokratischen Partei gelungen, diese Frontstellung herbeizuführen. In diesem Geiste wickelte sich denn auch die Wahlagitation ab. Unsererseits war nicht einWortgegen die Demokratie gefallen. Ta erschien in dem früher alldeutschen, dann über Nacht „demokratisch" gewordenen „Karlsruher Tagblatt" ein wilder Artikel gegen die Deutsch-nationale Volkspartei, unterzeichnet mit „Junius". Wenn die Dilettanten der Agitation einen „Schlager" machen wollen, versteckensie ihre Denunziationen und Lügen hinter dies geschichtlich gewordene Pseudonym der englischen revolutionären Politik, dessen wirklichen Träger man heute noch nicht kennt. „Junius" griff in diesem Artikel die Deutsch-nationle Volkspart rsiit plumpen, aber vergifteten Waffen an. Er behauptete, die Deutsch-nationale Volkspartei sei die alte konservative Partei. „Diese aber sei Schuld am Unglück Deutschlands; sie Hätten seine Niederlage verursacht und damit die Revolution". Kurz, was die orientalisch beflügelte Phantasie des Herrn „Junius" an formlosen Gehässigkeiten zu Tage fördern konnte, geschah in diesem Artikel. Darauf erfolgte unser erstes Abwehrflugblatt. Nach dem Grundsatz; corsaire «orsaire et äewi — auf einen Schelmen anderthalbe —Mutzten wir den Lügen-Junius in unserer Abwehr zurecht. Man weiß ja, die Wahlagitation ist kein Kursus zur Erziehung des Menschengeschlechts für verfeinerte politische Sittlichkeit. Dies erkennend, billigten wir dem „Junius" das Recht auf Lügen im großen Kochlöffelstil zu. Aber er übertrieb. Die Deutsch-nationale Volkspartei kann nur nach ihrem Programm beurteilt werden, das vorlag. Nun kann man sie ja selbstredend beschuldigen, sie sei die alte konservative Partei. Riskiert man aber eine solche Ohrfeige, so darf man sich nicht wundern, wenn man drei dafür wieder bekommt. Man kann auch der alten konservativen Partei all das „nachsagen", was „Junius" geschmacklos zusammenstellte; aber da Vars man sich weiter nicht wundern, wenn die Angegriffene nun gleichfalls zu den „Quellen niedersteigt" und die neue demokratische Partei des Herrn Dr. Haas auf die geschichtspolitischen Befunde des alten Freisinns untersucht. So liegt die Sache rein formal und bei der Voraus-. setzung einer ehrlichen Verteilung der Waffen der Polemik. Man braucht nicht Rechtsanwalt und vorläufiger Minister des badischen Innern zu sein, um das erforderliche Mindestmaß von Sachlichkeit und Gerechtigkeit aufzubringen, das die Ephemeriden des politischen Tageskampfes in den Gesichtswinkel der Verständlichkeit einrückt. Aber sachlich-materiell liegen die Dinge ganz anders. Das weiß Herr Dr. Haas so gut wie wir. Die Deutsch-nationale Volkspartei ist eben nicht die „alte konservative Partei", sondern sie ist eine neue Partei mit einem vorliegenden neuen Programm. Herr Dr. Haas hätte also dem Herrn „Junius", mit dem ihn gewiß verwandtschaftliche oder freundschaftliche Bande verbinden, sagen sollen, daß sein Artikel eine verlogene, aufreizende, hetzerische Arbeit ist, auf die eine gesalzene Antwort nicht ausbleib't. Statt diesen Akt politischer Erziehungsarbeit zu unternehmen, duldete Herr Dr. Haas, daß immer wieder neue Angriffe und Lügen und Hetzereien, sowohl zeitungsmäßig wie flugblattmäßig, erfolgten, denen naturgemäß widersprochen werden mußte. So waren unsere Flugblätter lediglich Antworten auf demokratische Zcitungs- und Flugblattangriffe. Wir kämpften ganz ausschließlich in der Abwehr. Daß diese Auffassung auch in unbeteiligten Kreisen herrscht, beweist eine Auslassung des „Badischen Beobachters, der - in seinem Wahltags-Stimmungsbild folgendes schreibt: j „Wer am Sonntag durch di« Straßen ging, bemerkte vor allem, daß ein heftiger Kampf zwischen Deutsch-Nationalen und Deutsch- Demokraten entbrannt war. In großen weißen Plakaten in grünem und schwarzem Druck forderten die Deutsch-Nationalen Männer und Frauen auf, ihren Zettel abzugeben, und kerndeutsch zu wählen. Dicht daneben prangten gelbbraune Plakate der Demokraten, auf denen die Deutsch-Nationalen eines falschen Spiels bezichtigt und als Vertreter des Säbelregiments bezeichnet wurden. In Flugblättern ging es noch schärfer her. Die Deutsch-Demokraten hatten bemerkt, daß manche Nationalliberalen zu den Deutsch-Nationalen hinübergewechselt hatten und zeigten sich darüber nervös,, was nie gut ist, da man in der Nervosität leicht Dummheiten macht.! So geschah es auch hier; die Deutsch-Nationalen antworteten in sch ärsster Form, aber mit gutem Material, worauf die Demokraten unglücklicherweise teilweise mit grobpersönlichen Anrempelungen! einzelner Persönlichkeiten replizierten. Sogar Monokel und „Wohl-! beleibtheiten" gehörten zu den politischen Vorwürfen. Damit hatten sie sich selbst ins Unrecht gesetzt." ! So der unparteiische Beobachter. Was das Mo-> nokel-Flugblatt anlangt, so gehen wir darüber, als einer Bekundung trostloser Geschmacklosigkeit widerwärtigster Demokratie zur Tagesordnung über. Damit wären wir eigentlich am Ende unserer Feststellung — die wiederum nur eine Abwehr ist — angekommen. Aber der Vorgang verlangt gebieterisch noch einige Aymerkungen. Herr Dr. Haas beschwert sich besonders darüber, daß man seine Partei „undeutsch" gerächt?" sekundierte sdin Nebenmann. „Ei bewahre", mischte sich ein dritter Geschworener «in, „aus eigenster Kenntnis weiß ich, daß das Fräulein mit ihren Eltern am Tage zuvor in ihrem neuen Auto — von mir haben sie's nämlich gekauft, und ich persönlich steuerte auch die Maschine bis Basel, um sie zu erproben — nach der Schweiz fuhren. Drei Tage waren wir zusammen rprterwegs, auch an jenem Sonntag, wo die Geschichte hier passiert ist." „Ja, aber was soll das alles?" erkundigte sich der Vorsitzende scharf. „Ich wollt' nur sagen, weil mit den Liebesbriefen eine Dame'im Spiel ist und hier in der Stadt doch jedermann weiß, daß der Krakehl wegen Fräulein Rönnenkamp an- gefangen hat, daß sie mit den Briefen nichts zu schaffen Haben kann." „Aber das behauptet ja auch kein Mensch!" rief der Vorsitzende kläglich. „Ich verbitte mir nun ernstlich derartige völlig ungehörige Erörterungen. Wir haben uns. lediglich mit der Ermordung des Gutsbesitzers Tecklenburg zu beschäftigen; was sich im gleichen Raume später hier abgespielt hat, kümmert uns nicht, wenn es nicht nachweisbar mit unserm Fall in irgendwelchen Zusammenhang zu bringen ist." „Ich wollte nur noch feststellen", äußerte der Untersuchungsrichter, „daß in dem diesseits anhängigen Erlmittelungsverfahren wahrscheinlich schon an einem der nächsten Tage völlige Klarheit durch Verhaftung der schuldigen-Person geschaffen werden Hürfte.".^ Allenthalben schaute man sich betroffen an/ Niemanden war das scharfmarkierte Zögern des Untersuchungsrichters 'mitten im Wort, sowie das gleichzeitige nervöse Zusammen- l fahren des sonst so wunderbar beherrschten Angeklagten entgangen. Auch Dr. Fiedler streifte den Freund mit fragendem Blicke, als suchte er zu ergründen, ob ein innerer Zusammenhang zwischen beiden Vorgängen bestehe. „Sonst noch eine Frage?" Der Vorsitzende schaute gleichzeitig auf die Uhr. „Es meldet sich niemand zum Wort. Wir lassen am besten jetzt die Mittagspause ein- treten. Das Gericht vertagt sich bis heute. nachmittag Hrei Uhr. Der Angeklagte ist nach dem Unterfuchungs- «gefängnis zurückzubringen." ! Unterwegs fuhr neben den beiden Aufsehern auch Dr. Fiedler in dem den Gefangenen nach der Stadt -urückbringenden Wagen mit. Aber umsonst blieb es, daß er bittend in den Freund drang, ihm doch all das, was lnoch unausgesprochen zwischen ihnen lag, zu offenbaren. 'Ihm schien es gewiß, daß Buser um gewisse Dinge wußte, !die bestimmend auf die Urteilsfindung einwirken mußten, gelangten sie «ur Kenntnis des Schwurgerichts. Jedoch ider Angeklagte verhielt sich völlig ablehnend. Apathisch, i hockte er neben dem einen Aufseher auf dem Rücksitz, sein j Gesicht war bleicher als sonst, und fast wollte es Dr. Fiedler - edünken, als prägte sich um seine Lippen ein düsterer, hoffnungsarmer Ausdruck, wie bei einem, der sich verloren weiß. Zuweilen schien es zwar, als wollte er sich vorherigen und dem ihm gegenübersitzenden Freunde etwas Huflüstern, das nicht für die Ohren der beiden Aufsichts- ? beamten bestimmt war. Aber ein scheuer Seitenblick auf diese machte ihn immer wieder verstummen. „Es hat keinen Wert, Emil, mir ist nun einmal nicht zu helfen, da sich alles wider mich verschworen hat", wehrte er die Bitten des Verteidigers mit einem müden, resignierten Seufzer ab. „Ich wollte dich bitten, eine -Warnung an-doch nein, das verschlimmerte vielleicht 'erst recht alles und brächte am Ende gar die Ärmste in ernste Ungelegenheiten . . . ohnehin fürchte ich, daß der .Untersuchungsrichter nicht ohne ganz bestimmten Grund Lo . . . so pointiert gesprochen hat. Der Mann muß seiner .Sache sehr sicher sein!" '' Bei diesen selbst dem Freunde rätselhaft unverständlichen Äußerungen blieb er, und am Gefängnis angelangt, mußte Dr. Fiedler unverrichteter Dinge sich von ihm verabschieden. * * Keinen Moment verhehlte sich der junge Rechtsanwalt Laß er auf verlorenem Posten stand und an der schließ- lichen Verurteilung seines Freundes kaum zu zweifeln war. Er selbst würde ihn unbedingt für schuldig" gehalten 'haben, hätte er seine gegenteilige Annahme nicht auf die rsrnaue Kenntnis des Charakters seines Jugendfreundes stützen dürfen. Allzu oft hatte er ihn auch in seinen gar nicht seltenen Jähzornsanfällen, zu deren Opfer er manchmal selbst geworden, beobachten können, um nicht zu der Überzeugung gelangt zu sein, daß Georg Buser selbst in einem solch seelisch getrübten Zustande sich niemals zu. einer ehrlosen Handlung Hinreißen lassen, geschweige Blutschuld auf sich laden konnte. Aber wie seine Überzeugung von des Freundes Unschuld den Geschworenen beibringen? - Mußten sie sich nicht der anscheinend nicht zu widerlegenden Logik beugen, die aus den vernichtend schweren Indizien gegen den Freund sprach? Der Staatsanwalt hatte in diesem Falle leichtes Spiel und es hätte seiner ironischen, Ausfälle nicht bedurft, um - für seine Seite einen mühelosen Sieg zu erkämpfen. Schon jetzt gaben die Ge-" schworenen sich keine sonderliche Mühe mehr, dritten gegenüber ihre Überzeugung von der Schuld des Angeklagten^ aus den Mienen fernzuhalten. . Ein kurzer Peitschenknall, zugleich der Anruf einer Hellen klingenden Mädchenstimme weckten Emil aus seinem - düsteren Nachsinnen. Mechanisch hatte er sich bisher vom lebhaften Fußgängerstrome der um diese Mittagsstunde j stark frequentierten Königsstraße in der Richtung nach. seiner Wohnung mit'fortschieoen lassen. Als er nun auf- > schaute und Licht am Rande des Bürgersteigs emen zierlichen Einspänner halten'Iah, gtkig'freiHge rrserrafcmrng durch seine eben noch kummervoll umschatteten Züge. Eme junge Dame saß allein in dem von ihr selbst kutschierten eleganten Korbwagen, und sie war es, die Emil angerufen hatte. Nun nickte sie ihm freundschaftlich zu. Aber auch in ihren Zügen haftete das Lächeln nur vorübergehend; schwer zu verhehlende Unruhe sprach aus ihren rehbraunen Augen und lag gleich einem Rauhreif über ihrem edel- aeformten. sieghaft schönen Antlitz. „Schon wieder aus der Sommerfrische zurück?" erstaunte sich der Rechtsanwalt nun und trat grüßend an den Wagen. „Sie schrieben mir doch erst vorige Woche, Julie, daß es Ihnen in der Stadt noch viel zu heiß sei, weshalb sie nochmals sich aufs Land geflüchtet hätten und nunmehr mit den Eltern nicht vor End^ September nach der Stadt zurückzukehren gedächten? Hoffentlich alles wohl auf Gut Neubalden?" (Fortsetzung folgt.) naunt hübe. Mir Verlaub, Herr Do'toc! Sie haben nicht genau gelesen. Es heißt in dem Flugblatt: die Demokratie sei im Kern undeutsch. Das ist doch etwas anderes. Es soll damit auf die Tatsache hingewiesen werden, daß die Führung, die Leitung, die Gedanken- gebrr der Partei undsutsch ftien. Nun, das ist doch nicht zu bestreiten, wenn man die einfache Tatsache feststellt, daß die Führer der Partei in Oeffentlichkeit und Presse jüdischen Stammes sind. Er soll hier die Frage: ob der Deutsche jüdischen Stammes wirklich ein guter Deutscher sein kann, nicht aufgeworfen werden. Viele bejahen sie, andere verneinen sie; der Schreiber dieses gehört zu den Bejahern. Aber das ist doch zweifellos richtig, daß die ganze furchtbare Wettrevolution in der Hauptsache von Juden gemacht wurde, daß der Jude immer und überall links steht, auf der Seite der Zersetzung und Auflösung, und daß es hoch an der Zeit wäre, daß das Judentum diese Tatsache ihrem ungeheuren volkspsycholoqischen Wert nach einschätzt und eine Umkehr veranlaßt. Der demokratische Geschichtsfortscher Mommsen — ein Mann von anerkannter Autorität — hat das Judentum für Rom als das „Element der Dekomposition" bezeichnet. Soll es immer so bleiben? Wenn ja, dann dürfen sich die Juden nicht wundern, wenn der Judenhaß durch die Jahrtausende hindurch immer wieder avfr neue aufflammt! Das sind doch keine Zufälligkeiten, sondern Ergebnisse eines völkerpsychologischen Prozesses, das sich in die Formel kleiden läßt: daß ein fremdes Volk in seinem Wirtsvolk aufgehen muß. Tut es das nicht, so wird es unweigerlich zu Eruptionen kommen; das ist ein biologisches Gesetz. Kein Volk verträgt eS auf die Dauer, daß ein anderes Volk als erkennbar gesellschaftliche Kaste in allen maßgebenden Domänen des sozialen Lebens regiert. Wenn die Vorherrschaft des „preußischen Junkertums" als Kaste nicht ertragen wurde, wie soll es möglich sein, daß eine fremd stämmige Kaste sich die Führung im staatlichen Leben ungestraft aneignen darf? Es ist deshalb ein kindlicher Einwand des Herrn Oberrats Meyer, wenn er in einem Paralipomena des Haas- Düringer'schen Briefwechsels von „religiöser Unduldsamkeit" als Grundlage des Antisemitismus spricht. Niemand ist gegen den Juden ob seiner Religion. Sintemal das Gros der Juden doch mit der Religion überhaupt gebrochen hat und sich stolz seines Atheismus und seiner Konfessionslosigkeit rühmt. Das Judentum existiert als gesellschaftliche Kaste mit wirtschaftlicher- und sozialer Vorherrschaft, und weil diese Kaste auf fremdrassiger Unterlage beruht — daher der Antisemitismus. Nun wird Herr Dr. Haas es vielleicht verstehen, was das heißen soll: die im Kern undeutsche Demokratie; der Kern ist: die Führung ist in der Hauptsache fremdstämmig. Herr Dr. Haas sollte die Welt nicht mit Gezeter über „erlittenes Unrecht" erfüllen, sondern im Interesse seiner Stammesgenossen Einkehr halten. Wir sind, wie Herr Minister Düringer, keine Antisemiten und wir könnten uns mit seinem Vorschlag, die höheren Aemter und Stellen prozentual mit Deutschen jüdischer Abstammung zu besetzen, einverstanden erklären, ein Vorschlag, den übrigens Adam Röder in seiner 1892 erschienenen Schrift „Christlich-Konsenvativ" schon gemacht hat. Aber sehen wir die jüdischen Volksgenossen von diesem Verlangen nach prozentualer Beteiligung Gebrauch machen? Keineswegs. Ueberall drängen sie sich vor. Selbst in der badischen vorläufigen Regierung müssen gleich zwei Juden sein: Haas und Marum. Wäre es an einem nicht genug gewesen? Und wie wird die Stellung ausgenützt? Herr Dr. Haas hat keine andere Sorge, als der Sozialdemokratie in den Sattel zu verhelfen; er will ihr eine über ihre zahlenmäßige Bedeutung hinausgehende Vertretung im Ministerium zuweisen! Hat doch selbst die zahme „Badische Landeszeitung" dagegen aufgemuckt. Ganz anders der Führer der demokratischen veuttch-nationale (lolkspattel (Lkmllicke YMZpanei in vaüen.) Donnerstag, de» 30. Januar ISIS, nachmittags 3 Uhr, im oberen Saale des Hotels in Karlsruhe, Karl Friedlichst!. No. 28 vegriissungsfeier zu Ehren unserer KbgsaiilnvEen, verbunden mit geselliger Unterhaltung. Zu recht zahlreichem Besuch laden wir unsere Parteifreunde, aus Stadt und Land, freundlichst ein. Der Wahlausschuß: (gez.) vr. Dienstbach. Partei rn der badijche:: Nalivnalveriammluug, Herr Rechtsanwalt König; er sprach gegenüber den Verstiegenheiten des Herrn Geiß vom deutschen Bürgertum und seiner Daseinsberechtigung. Sollte es ein Zufall sein, daß der jüdische Dr. Haas für die Sozialdemokratie eintritt, während der deutsch-stämmige Dr. König sich des Bürgertums annimmt? Genug davon. Herr Dr. Haas hat in seinen leidenschaftlichen. gereizten, ungerecht beschuldigenden Briefen an Minister Düringer als jüdischer Konfessionsgen oss'e gesprochen. DaS ist für jeden, der hinter dem Druck der schreibenden Hand den Geist erkennt, der sie führt, zweifellos. Darum war es nötig, diesen Briefwechsel einer Analyse zu unterziehen. Als Ergebnis bleibt: daß jüdische Empfindlichkeit und vollkommene Unfähigkeit, d'em Gegner gerecht zu werden, wenn vermeintliche jüdische Interessen in Frage kommen, hier wieder die Feder geführt und die Welt mit Klagen erfüllt hat, die gegenstandslos sind. Mehr Bescheidenheit, mehr Zurückhaltung, mehr Selbstkritik! rufen wir den jüdischen Mitbürgern zu; das ist unser ganzer „Antisemitismus". Aus Stadt und Land. Karlsruhe, 23. Januar 1919 * Der Personenverkehr auf den.badischen Staatsbahnen wird weiterhin eingeschränkt werden müssen. Im abgelaufenen Jahre besaß unsere Verwaltung 2417 Personenwagen, davon fehlen jetzt 720 Wagen, die zum Teil in den besetzten Gebieten zurückbehalten wurden. 140 Wagen laufen in Lazarettzügen. 320 'befinden sich als revaraturbedürftig in den Werkstätten. Von den verbleibenden mußten 184 an die Entente abgegeben werden, so daß jetzt 1143 Personenwagen übrig sind. Da für den Betrieb bei dem erheblich eingeschränkten Verkehre mindestens tausend Personenwagen erforderlich sind, bleiben zur ausnahmsweisen Verstärkung des Zugverkehrs nur 143 Personenwagen übrig. Die Reparatur der ausbesserungsbedürftigen Wagen kann wegen Mangels an Ersatzteilen und an Kohlen nur langsam vor sich gehen, es muß deshalb mit einer weiteren Einschränkung des Personenverkehrs gerechnet werden. Eine Verbesserung wird erst eintreten, wenn die Bedingungen der Entente erfüllt sind und wir wieder Frieden haben. * Ausdehnung der französischen Besetzung. Nach einer der „Badischen Landeszeitung" zugehenden Mitteilung werden die französischen Truppen auf grund der für die Verlängerung des Waffenstillstandes uns auferlegten Bedingungen spätestens am Montag den Straßburger Fortgürtel im Umkreise von 10 Kilometer besetzen und absperren. Es schweben noch Verhandlungen, ob auch der Bahnhof Appenweier besetzt und abgesperrt werden wird. Für den Verkehr und die Verpflegung wird die Besetzung sehr nachteilige Folgen haben. Die Truppenbelegung ist. auch deswegen mit einer Gefahr für die Bevölkerung verbunden, weil bekanntlich in letzter Zeit Fälle von Pocken vorgekommen sind. , Mannheim, 22. Jan. Männer und Frauen, die früher der, Nationalliberalen Partei angehörten, haben einmütig beschlossen, eine Deutsche (liberale) Volks- partei für'Baden zu gründen. An der Spitze der Bewegung zur Gründung der neuen Partei stehen Geh. Rat Mathy und Fräulein Or. Bernays. Konstanz, 22. Jan. Nach" der Konstanzer Zeitung wurde eine Kreuzlinqer Dame am Kreuzlinger Zoll ertappt, als sie 75000 Mk in Papiergeld über die Grenze bringen wallte. Sie handelte im Aufträge zweier auswärtiger Herren, bei einem von ihnen fand man später im Hotel zweihunderttausend Franken vor, die ihm ab- genonpnen wurden. Aus der letzten Wahlschlacht. Auch in Freiburg mußte die Deutsch Nationale Partei hauptsächlich gegen Angriffe der Demokratie sich wehren. Einige Entgegnungen seien auszugsweise hier wiedergegeben: ' „Die Demokratische Partei hat in der letzten Zeit ihre Hauptangriffe gegen die Deutsch-nationale Volkspartei gerichtet, Immer wird gegen uns nur die leere Redensart vorgebracht, wir seien „reaktionär". Die Demokratische Partei wirft uns nur deshalb „reaktionäre Politik" vor, um die Aufmerksamkeit von der Gefahr abzulenken, die von ihr droht. Welches aber diese Gefahr ist, das spricht deutlich folgender Artikel der „Frankfurter Nachrichten" vom 15. Januar aus zur Empfehlung der Wahl des Vorsitzenden des Hansabundes Prof. Riesser: „Das Ziel der Demokratie ist laut „Frankfurter Zeitung" (Nr. 33 vom 13. 1. 1919): eine Mehrheit aus klugen Sozialdemokraten und aus entschlossenen Demokraten zu bilden, um „die deutsche Revolution zu verwirklichen". Deutlicher kann die Partei des „Berliner Tageblattes" und der „Frankfurter Zeitung" sich nicht enthüllen; das nennt sie Schutz des Handwerks, der Wirtschaft und Industrie! Der Präsident des Hansabundes hat es verschmäht, der Demokratischen Partei beizutreten. Warum? weil die Demokratische Partei „nicht die Partei des liberalen Bürgers sein kann." — Die Demokratische Partei verbreitet ein Flugblatt, das ihre Liebe zum Handwerk und Mittelstand preist. Was soll das? Einer der Führer, Rathenau, verkündet ja selbst ganz klar die Beseitigung der mittleren Berufe und Betriebe als Ziel und Ideal. Die Demokratische Partei wirft uns unfern Gegensatz gegen die Sozialdemokratie vor. Auch wir wollen deren Mitarbeit an den politischen Aufgaben. Aber es besteht hier in der Tat ein Unterschied. Während die Demokratische Partei eine Listenverbindung mit andern bürgerlichen Parteien ablehnt und schon beständig von einem Zusammengehen mit der Sozialdemokratie spricht, stehen wir auf dem Starwpuult. daß cm ein: geim,,. liche Mitarbeit der Sozialdemokratie nur zu denkt« ist. wenn und sofern sie die Schädlichkeit der Durchführung der sozialistischen Wirtschaft erkennt. Der Vorsitzende des Hansabundes Riesser ist als Kandidat der die alte nationolliberale Partei fortsetzenden „Deutsche« Volkspartei" aufgestellt. Wie ihn die Demokratie ab- lehnt, so bucht sie ja überhaupt als „Gewinn", wenn ihr echte Männer des nationalen Liberalismus fernbleibe«. — Die - Deutsch-Nationale Partei fordert eins starke Reichsgewalt bei Aufrechterhaltung der -Eigenart der deutschen Landschaften, die Unversehrtheit unserer Reichsgrenzen im Westen und Osten, und den Anschluß von Deutsch-Oesterreich, eine auswärtige Politik, die vo« deutschem Geist erfüllt ist und von Männern aus dem echten deutschen Volk geführt wird, ein volkstümliches, innerlich kräftiges Heer, unnachsichtige Säuberung der gesamten Verwaltung von allen untüchtigen Elementen, sparsame Finanzverwaltung (damit-die Beamten, Lehrer, alle Festbesoldeten, namentlich die Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen zu ihrem Ein- und Auskommen .gelangen), eine gerechte Besteuerung mit Erfassung der Kriegs- und Schiebergewinne, aber Anerkennung redlicher Arbeit und Sparsamkeit, Schaffung von Land für vermehrte Bauernansiedlung, Erhaltung einer leistungsfähigen Landwirtschaft, die uns durch den Krieg hindurch gerettet bat, Wiederaufrichtung des durch den Krieg schwer geschädigten Mittelstands, des Kleinhandels und Handwerks, eine gesunde Bevölkerungs- und Wohnungspolitik, Erhaltung und Ausbau der sozialen Gesetzgebung die Sicherung der Stellung der Frau, ihre Mitwirkung im öffentlichen Leben (insbesondere auch in der kommunalen Verwaltung, bei der Wohnungs-, Armen-, Waisen-, Gesundheitspflege usw.), eine feste Stellung der Kirche in unserm Staats- und Volksleben, die Erhaltung und Erneuerung des echten deutschen Gemütslebens. Das schöne Wort „Freie Bahn dem Tüchtigen" darf nicht durch die Klassen- und Parteiherrschaft ausgelöscht werden." Auch aus der angebotenen Listenverbindung suchte die demokratische Partei für sich Gewinn zu ziehen, indem sie die Ablehnung in schroffer Form veröffentlichte. Geholfen hat es freilich auch nicht Svang.-kuth. Gemeinde, alte Friedhofkapelle, Waldhornstr. «9. Sountao, 10 Nbr Gottesdienst. Abendmahl. Beichte r/zio Uhr. Hr. Pfr. Treplin. Donnerstag, s/48 Uhr, Libelstunv. Herr Pfr. Röbdelen. Bismarckstraße 1., Gva«aettfche Stadtmisslon Karlsruhe, Adlerstraße 23 Sonntag, r/412 Uhr. Kindergöttesdienst. Adlerltr. 23: Stadtmisstonar Lieber. 1/412 Uhr, rrindergotteSdienst in der Diakaniffenhaus-Kapelle: Stadtm. Höscheie. 3 Uhr, Jungfrauenverein von Frl. Schweickrrt, Marien str. 1. 1 U r Zungfrauenverein von Frl. Weber, ^rbprinzenstrake 12. 4 ULr, ^t-^q^rauenverein der Schwester Lene. AdlerKrake 33. 5 Uhr: Abenk-gottesdienst: Stadtmissionar Lieber. 8 Uhr: vBlaukreuz"-Versammlung. Montag. shne Nrmmmörvch j ! liefert schnellstens ! rrucdiltucßemr! H ü Melilar^ ! Karlsruhe, Lrdpänrrnrtr.s! "nck odne rinnenelnaruclr II«k«rts IiLucbärucfterei Melirar.Karlrrube «a 'OHeint chngabk vyugsp W»sen U«w Die größeren ergab ei Das ist in den Murren in der . führte m Lwsetzun nicht nm ein Drü, Mdersta horsams. «m dies wühlte i System" dieses G Versagen Sta schlägt r Haufen, j fanden v Nur hervor: unbewuß versehen, arbeiten, beiten , wenn wi Wenn w de« Weg Ärbeitsz« bmn vie! Erden ko l Mi Leil gepflegt Äein kar Dar Men L< daß es d nicht nur " Besti ewig« Den l. U sie f Wi Die wob gens . ist N, ohne In er r 8 ihne ' en, »gew Schi ang entsc hieht. Weil vortli »as < Für die Redaktion verantwortlich: I. V. Friedrich Dehn, Karlsruhe. — Druck und Verlag der Buchdruckerei Fidelitas, G. m. b. H., in Karlsruhe, Erbprinzenstr. 6.