ustrie. und Z«. ben wer- eineweide Schweine sich auch lauf von hrt. Als ütrag be- res Hüte- >er Land- gegeben. Hkammer von der esitzer sich aann er- lskamms nde land- schweine- nde muß Zchweine- Oaß eine ig ist für whl keine «««< »»d verleg: Aikrger- onct * kaciilcke polt Redaktion: Karlsruhe, Lrbprinzenjlr. o wird mit r wieder chüringen Arbeit- Aufruhr- sie a«s Bestrafung sich nicht ein inten bgeurtellt gegen em !. daß ihr cechtsven Militär- er Natio- rf. , sich is naffiicte» litärische as varla- md der nsam be- uberufen enz wird Blockade Sglichkeit r aufza- vcrfüze» hat W ileder as DamM er Unsren zuD- en. MHHelnt wöchentlich zweimal: Dienstag und Freitag sdieSMag» D«,abe mit achtseitigem illustriertem „FamAenfreand") — -Hyugspreis vierteljährlich in liarlsruhe oder durch di« Vertreter H^gen einschließlich Zustellgebühr 1.50 M., bei der Post ldOM. :: kür «Iss «»Me Vslerlsmll:: Nr «E« Nrl SM«I M lürgsrs MMsIVI w 5ts61 M KM! Anzeigen i« Inseratenteil die sechsgespalteue petit-seile oder^ deren Raum 20 psg. Im redaktionellen Teil die dreigespalten« Petit-Zeile »der deren Raum 60 psg. - Bei größeren Aufträge» und Wiederholungen wird entsprechender Rabatt gewährt ZA Karlsruhe, Freitag, de« 21. März 1919. 34. Jahrgang. Hierzu der „Illustrierte Familienfreund." ute !!«»»» ird. str. Religio« ««d Sozialismus. IV. Stehen wir nun wir kl ich vor einer Neuentwicklung M Religiösen, d. h. in einer Abwendung von den .Materialistischen Grundgedanken und deren Ersatz durch -ine religiöse Auffassung des Gesamt-Weltbildes? Ich habe schon in dem Artikel „Religiöse Rechtsentwicklung" , guf verschiedene Tatsachen aufmerksam gemacht, die auf eine Umbildung des Denkens auf diesem Gebiete hin« wiesen. Hallen doch sogar die Wände der Parlamente wider von den sonoren Tönen, die jetzt, bis weit nach imks, zu Gunsten von Religion und Kirche gesprochen werden. Nur die sozialdemokratische Partei ist es — das wird Herr Dr. Dietz nicht außer acht lassen dürfen —, die als einzige von den Parteien in Weimar eine spröde und abweisende Stellung zu den religiösen Forderungen einnimmt. Auch ist es gewiß kein Zufall, daß gerade bei diesen Auseinandersetzungen die sonst jederzeit sprechbereiten sozialistischen Minister nicht anwesend waren! Immerhin — es muß zugegeben werden, daß wir in einem Zeitalter religiöser Reaktion leben, die aber, das muß fest im Auge behalten werden, nicht dem Positiven in der Religion gilt, sondern der Wiedereinführung eines religiösen Stimmungsgehaltes in das allgemeine Denken, das im Grunde zu nichts verpflichtet snd das jederzeit wieder durch eine ethisch-ästhetische Betrachtung abgelöst werden kann. Ueber das Göthe'sche .das Unerforschliche ehrfurchtsvoll zu betrachten" wird die wiedererwachte religiöse Stimmung keinesfalls hinauskommen. Anders ist die Stellungnahme deS Dr. Dietz, des jetzigen Führers der badischen Sozialdemokratie, zu bewerten. Er steht jedenfalls nicht auf dem Standpunkt einer durch Stimmungsmöglichkeiten verflachenden Religiosität; auch will er das Christentum nicht liberal verwässern; er bekennt sich, wie das jeder ehrliche Mensch tun sollte, zu den Tatsachen des Christentums und will sie offenbar rächt umdeuten. Herr Dr. Dietz hat im „Volksfreund" fünf große Artikel zu diesem Thema geschrieben, deren Leitmotiv es ist, wirkliches Christentum mit dem Sozialismus zu verschmelzen. Eines muß indes gleich vorweg genommen werden. Venn Herr Dr. Dietz aus der Tatsache, daß die übergroße Mehrzahl der sozialdemokratischen Wähler nicht «ms der Kirche ausgetreten ist, die Schlußfolgerung ableitet, daß alle diese Bürger und Bürgerinnen damit ein Positives Verhältnis zu der christlichen Kirche ausgedrückt hätten, so wird eine solche Behauptung vor einer psychologischen Bewertung kaum standhalten. Gewiß ist, uud das ist erfreulich, daß Religion, Kirche, religiöse stindererziehung, religiöser Schulunterricht viel tiefer in Pemüt und Herz des Volkes verankert sind, als der vulgäre Aufkläricht, der keineswegs auf die Sozialdemokratie beschränkt ist, sondern auch im Bürgertum grassiert, ge- Vwinhin glaubt. In weiten Kreisen unseres Volkes ist elementare Sinn für Christentum und christliche Eolkserziehung noch vorhanden, das haben die Petitionen Ä Beibehaltung des Religionsunterrichts in den Schulen, «sonders in Sachsen, bewiesen. Aber auch daraus kann man, so wenig wie au» der An Dr. Dietz gezogenen Annahme, folgern, daß die große Masse der sozialdemokratischen Wähler kirchlich-religiös Dressiert sei. Den „Austritt" werden nur die ganz Aktschiedenen vollziehen, in denen der Gegensatz zur Religion bewußt durchgearbeitete Weltanschau» ?ug jst. Die große Mehrheit hält sich von solcher ^ankenarbeit und Gesinnungs-Trainierung fern. ES ^lMen Gewohnheit und jene natürliche Trägheit des Mzens hinzu, die ein Erbteil alles menschlichen ist und offenes und mutiges Bekenntnis als unbequem, die Möglichkeit störend, ablehnt. Einflüsse der Frauen, der Ape, der Freundschaften machen sich geltend und werden «r Herzensträgheit ein natürlicher Verbündeter. Und nun Uk die sozialdemokratischen Arbeitermassen! Herr Dr. ?^tz wird nicht widersprechen, wenn ich behaupte, daß Mr als die Hälfte aller sozialdemokratischen Wähler den Mitläufern zählt. Wie viele Arbeiter und le Leute stimmen sozialdemokratisch, weil sie in dem aldemokraten den „natürlichen" Vertreter des „kleinen >nes" ersehen und weil man von bürgerlicher Seite oft mit Stolz und Hochmut und Großprotzigkeit und zMasjen"verachtung operiert, statt nach dem christlichen etz der Bruderliebe zu verfahren. Diese Mitläufer sind im Grunde keine Sozialdemokraten, sie tragen das „Erfurter Programm" keineswegs als Amulett auf der Brust und wissen vom Marxismus noch weniger, wie manche sozialdemokratischen Abgeordneten, und das will gewiß etwas heißen. Diese „Hälfte" steht der radikalen Antikirchlichkeit und Antireligiosität des exakten Sozialismus fast grundsätzlich entgegen. Das können zahlreiche evangelische und katholische Pfarrer in Stadt und Land — namentlich auf diesem — bestätigen, 'soweit diese Pfarrer sich persönlich um ihre Gemeindemitglieder kümmern, und das ist auch die große Mehrzahl. Die Feststellung dieser Tatsachen, daß die eine Hälfte der sozialdemokratischen Wählerschaft aus natürlicher Herzensträgheit mit all den erwähnten Bedingungen des „Milieus" zu einer betonten Kirchen- und Religionsfeindschaft nicht kommt und die andere durch ihren opportunistischen bedingten Sozialismus überhaupt als Neligionsfeind ausscheidet, erklärt, woher die weiter auffällige Tatsache stammt, daß die große Masse der sozialdemokratischen Wählerschaft zu den Forderungen des exakten Sozialismus auf weltanschauungsmäßige Religions- und Kirchenfeindschast eine passive Resistenz ausübt und das Marx-Kautsky-Bebelsche Bekenntnis zur parteiamtlichen Gottlosigkeit ohne Debatte ablehnt. Wer aber das sozialdemokratisch-gesinnte Volk andrerseits wirklich kennt, weiß auch, daß diese passive Haltung in Religionssachen in einem voll gerüttelt und geschüttelten Maß von Kirchen-, Religions- und Pfaffenfeindschaft besteht, das sich in. gelegentlichen Ausdrücken von Hohn, Spott und Gotteslästerung austobt. Herr Dr. Dietz dürfte es schwer haben, seine Sozialdemokraten zu einem irgendwie positiv gearteten christlichen Religionsprogramm zu bekehren, obgleich, das muß immer wieder betont werden, eine kirchlich-religiöse Reaktionswelle das allgemeine Denken und Fühlen von der platten ReligionS- und Kirchenverachtung hinwegzuspülen versucht, wie sie der Aufkläricht des typischen Liberalismus der vergangenen Jahrzehnte erzeugt und großgezogen hat. Herr Dr. Dietz glaub: das Mittel gefunden zu haben, der christlichen Religion den notwendigen Platz im Herzen des Volkes zurückzuerobern; es ist — nach ihm — sehr einfach: Christentum und Kirche brauchen nur den Sozialismus anzunehmen, dann wird das Kreuz einen neuen Siegeszug gewinnen, und das kann, nach Dietz, das Christentum um so so eher, als es im Herzpunkt mit dem Sozialismus wesensverwandt ist. A. R. Zur Lage. L. Berlin, 16. März. Es scheint, daß man in Weimar den Ernst der Berliner Vorgänge zunächst unterschätzt hat. Die Verlegung des Ortes der National-Versamm- lung nach einem vom Zentrum so fernen Punkt rächt sich und wird sich auch weiter noch oft in ungünstiger Weise bemerkbar machen. Wenigstens hat man sich, als die Bedeutung des Berliner Spartakisten-Putsches erkannt wurde, zu festen Maßregeln entschlossen und heute hat die Regierung die Bewegung in Berlin offenbar in der Hand. Die Mehrzahl der Berliner Arbeiter, die sich nur unwillig dem Streikbeschluß gefügt hatte, mußte immer mehr zur Erkenntnis kommen, wie tief sie sich in ihr eigenes Fleisch schnitt, und daß sie das Geschäft von Leuten besorgte, denen nicht die Wahrung von Arbeiter- interesfen, sondern die Durchsetzung von sinnlosen Utopien am Herzen lag. Das Verbrechertum setzte sehr bald ein, und die Vereinigung von Spartakismus und niedrigsten Verbrechen hat Menschen die Augen geöffnet darüber, wohin wir treiben. So ist das kraftvolle militärische Eingreifen nicht nur im Bürgertum, sondern auch in weiten Kreisen der Arbeiterschaft als eine Erlösung begrüßt worden. Erst nach dem Auftreten überlegner Truppen gewann dann die Arbeiterschaft den Mut, sich von Spartakus und seinem Terrorismus loszusagen. Es liegt hier ein sehr deutliches Beispiel vor, wie militärisches Eingreifen geradezu im Interessen der Arbeiterschaft wirksam werden kann. Vom Bürgertum war der Gedanke eines Bürger--, streikes als äußerstes Hilfsmittel ins Auge gefaßt worden. Wir begrüßen es, daß es zu diesem Streik nicht zu kommen brauchte. In einer Riesenstadt wie Berlin ist das Mittel außerordentlich gefährlich und keineswegs Erfolg versprechend. Wenn es in einigen kleineren Städten gelungen ist, mir dem Bürgerstreik durchzudringen, so ist damit für die Durchführbarkeit eines derartigen Unternehmens in einem so gewaltigen Organismus wie Berlin noch nichts gesagt. Die politische Bedeutung des Streikes wird erheblich bleiben. Der Beschluß der Regierung, die Arbeiterräre zu einem versassungsmäßigen Institut zu gestalten, wär^ an sich nicht tadelnswert, die berufsmäßige Organisation der Arbeiterschaft gehört zweifellos zu den Aufgaben jeder um den sozialen Frieden besorgten Regierung. Viel zu weitgehend aber ist das Versprechen, den Zentralrat der Arbeiterräte vor der Einbringung wirtschaftlicher und sozialer Gesetze zu hören. Die Regierung bindet sich damit die Hände in einer für die Führung der Geschäfte höchst unvorteilhaften Weise. Man kann nur wünschen, daß die Gestaltung der versprochenen Ver- fassungsartikel die Gefahren einer Nebenregierung der Arbeiterräte zu beschränken verstehen wird. Die National- Versammlung wird Mühe haben, ihre Souveränität gegenüber dem diktatorischen Anspruch der Arbeiterschaft durch- zusetzen. ' . * 8. Berlin, 18. März. Der Nationalversammlung werden beim Beginn ihrer ersten größeren Pause vielfach sehr freundliche Worte über ihre bisherige Tätigkeit gesagt. Wir wissen nicht, ob auch die Mitglieder der Nationalversammlung ein großes Maß von Befriedigung über ihre Leistungen empfinden, wir möchten annehmen, daß sie eher mit dem Hinweis auf die gewaltigen Schwierigkeiten ihrer Situation auf Nachsicht mir dem geringen Maß des von ihnen Vollbrachten plädieren müßten. Nachdem sich die Aemterverteilung ziemlich schnell vollzogen hatte, ist eigentlich nichts besonderes mehr vollbracht worden. Die Verfassungsarbeit steckt noch in den ersten Anfängen, die überstürzten Sozialisierungs-Maßnahmen können nicht den Anspruch erheben, tüchtige gesetzgeberische Arbeit zu sein. Das Reichswehrgesetz bringt uns den Jammer unserer Zustände auf einem Gebiete zum Bewußtsein, wo der Deutsche bisher besonders empfindlich war. Immerhin, es war die wohl unvermeidbare Konsequenz aus den nun einmal gegebenen Verhältnissen. Während eines großen Teiles der Verhandlungen sahen wir nichts vor uns, als die Revolution, die sich gegen die Revolution wehrt, und es sich hart werden läßt, das bißchen Autorität, das sie nach der Zerschlagung der alten Zustände in den Händen hielt, gegen den Zugriff der Radikalsten zu sichern. Für die Erreichung des Friedens hat die Nationalversammlung nichts zu leisten vermocht. Ihr kann daraus ein Vorwurf nicht gemacht werden. Wenn irgendwo, so konnte sie sich hier auf vis major berufen. Wäre mit Engelszungen aus ihrer Mitte gerufen worden, die Entente hätte auch dann ihre Ohren verschlossen. So bleibt gewiß nicht viel Rühmens. Die ersten Schritte des deutschen Freistaates sind kurz und schwankend gewesen. Immerhin hat es die Regierung verstanden, die notwendige Sicherheit für die arbeitende Nationalversammlung zu schaffen, und sie vor dem Schicksal zu bewahren, das der Volksvertretung in München beschickten war, nämlich gesprengt und aus- einandergejagt zu werden. Wie die Dinge heute in Deutschland liegen, muß dies schon als Gewinn betrachtet werden. Von den geschworenen Feinden der ruhigen Entwicklung abgesehen, haben alle Parteien das größte Interesse daran, die Arbeit der Nationalversammlung fruchtbar zu machen. Auch die Oppositionsparteien würden die Schwere der Zeit verkennen, wollten sie sich auf Kritik beschränken und die positive Mitarbeit versagen. Tatsächlich haben sie nach Kräften mitgearbeitet, wo die geringste Möglichkeit der Mitarbeit bestand. Wenn die Grenzen eng gezogen waren, so ist das gewiß nicht ihre Schuld. _ Siems statt Brok? Das erste Nein, das unsere Unterhändler den uferlosen Zumutungen der Entente in den ersten Märztagen in Trier entgegensetzten, als die Bedingungen für die Lieferung von Lebensmitteln nach Deutschland vereinbart werden sollten, hat nicht die furchtbaren Folgen nach fick gezogen, die erschreckte Gemüter in ihrer ersten Angst voraussagten. Die Verhandlungen wurden nach einer Woche wieder ausgenommen und haben am 15. März in Brüssel zur Unterzeichnung eines Abkommens gekühlt, das unsere Ernährung bis zur nächsten Ernte sicherstellen soll. Dürfen wir jubeln, dürfen wir uns auch nur freuen, daß dieses Kiel wenigstens, nach bald fünfmonatlichem Sangen und Bangen, erreicht ist; daß wir unser nacktes Leben werden aufrechterhalten können inmitten des furchtbaren Zusammenbruchs an allen Ecken und Enden? Ach, zur Freude liegt gar kein Anlaß vor; eher zur Trauer, daß es so weit mit uns gekommen ist, daß wir dieses Brot der Knechtschaft annehmen müssen, von einer Hand gereicht, die nur an Züchtigung denkt, nicht an Mild» längkeit, nicht an Menschlichkeit. Grund- und Eckstein des ganzen Abkommens ist. daß wir den Rest unserer Sandelsssotte cnislielern. Das ist die er>le Bedingung. Me erfülli werden mutz. Wie es scheint, sogar ohne jeden Vorbehalt erfüllt werden muß: ob wir sie wieder zurückbekommen, wann das geschehen müßte, in welchem Zustande, darüber findet sich in den bisherigen Mitteilungen über den Vertragsabschluß kein Sterbenswörtchen. In Paris und London spricht man lediglich davon, wie man diese neue köstliche Beute auf die Alliierten verteilen werde, daß in der Hauptsache natürlich deutsche Besatzungen nicht zugelassen werden würden, und daß die deutsche Flagge auf den Fahrten nicht gezeigt werden dürfe. Trotzdem werden sich in den verborgenen Falten des Abkommens vielleicht einige Redewendungen vorfinden, die nach Zugeständnissen an unsere Rechtsanschauungen auf diesem Gebiete aussehen sollen; aber einmal soll es sich dabei nur um »vorläufige", um „provisorische" Ausnahmebestimmungen handeln, und dann wissen wir ja längst, daß unsere Feinde solche Klauseln ganz anders zu verstehen und auszulegen pflegen, als die naive deutsche Ehrlichkeit sich das von vornherein gewöhnlich voraestellt hat. Wer glaubt noch, daß es diesmal anders sein könnte? Und die Gegenleistung? Dann bleibt es bei den berühmten 870000 Tonnen Fett und Getreide, mit denen wir schon in Trier abgespeist werden sollten. Zu deren Lieferung hat sich die Entente verpflichtet; mehr gibt eS nicht. Aber wenn wir mehr brauchen — und wie werden wir es brauchen! —, dann soll uns gnädiglich erlaubt werden, weitere Vorräte einzukaufen, wo und wann wir es können, indessen immer nur bis zum Höchstbetrage von 870600 Tonnen den Monat; ungerechnet die Einfuhr von Fischen und Gemüsen, in der man uns nicht länger behindern will. Zahlung immer bar und im voraus; am liebsten in Waren, doch sollen auch Frachtgelder, Kredite in neutralen Ländern, ausländische Wertpapiere angenommen werden. Gold dient als provisorische Sicherheit für Vorschüsse; einstweilen find 220 Millionen in Brüssel zu hinterlegen, die nach und nach durch andere Werte abgelöst werden können. Welche Waren wir ausführen dürfen, bestimmt — natürlich — die Entente; die schwarzen Listen bleiben bestehen, nur soll ihre Milderung »erwogen" werden. Und wenn man auch jetzt Lebensmittel zu unS hereinläßt, so sollen wir nur nicht etwa glauben, daß nun auch schon Rohstoffe für unsere Fabriken und Werkstätten freie Fahrt nach Deutschland erhalten werden; das ist natürlich ein neues Handelsobjekt, das man sich auch erst wieder gehörig abkausen lasten wird. Doch dürfen wir nicht glauben, daß die Herren von der Gegenseite bei diesem Vertrage nur an sich und gar nicht an uns gedacht haben: wir stoßen s plötzlich auf die Bestimmung, daß ihre Einfuhren niemand in Deutschland zugute kommen dürfen, der infolge eigenen Verschuldens arbeitslos ist. Warum das? Um auf die Belebung der industriellen Ausfuhrtätigkeit j und damit auf die Wiederherstellung der inneren Ordnung i in Deutschland einzuwirken, sagt der Vertrag. In Wirklichkeit haben wir es hier mit einem beleidigenden Mißtrauensvotum für die deutsche Regierung nicht nur, sondern auch mit einem Zeichen der Mißachtung gegen das arbeitende deutsche Volk zu tun, mit einer bisher völlig unerhörten Art der Einmischung in unsere inneren , Verhältnisse, die nur noch umso widerwärtiger wirkt, als sie in ein sozusagen humanitäres Gewand gekleidet ist. Las über die eigentlichen Absichten der Entente hinweg- , täuschen soll. Gerade in dieser Bedingung liegen ! Schwierigkeiten so ernster Natur umschlossen, daß die geringen Vorteile, die uns durch das Brüsseler Abkommen vielleicht geboten werden, mehr als ausgewogen werden könnten. Die Peitsche fühlen wir wohl, ganz deutlich und schmerzlich. Aber das Zuckerbrot? »Ich warne Neugierige", pflegte Herr v. Jagow, der einstige Polizeipräsident von Berlin, zu sagen. »Ich warne die Hungrigen", müßte man heute variieren. Allenfalls sicher ist, daß wir, wenn unsere Schiffe in See gehen, einmal 370 000 Tonnen Lebensmittel erhalten: das macht aus den Kops der Bevölkerung etwa 8 bis 10 Pfund. Also ein Tropfen auf den heißen Stein. Ob wir danach noch eine zweite Ration erhalten werden, hängt von den Umständen ab, von dem guten oder schlechten Willen der fremden, der feindlichen Staaten, von der Konkurrenz, die den internationalen Lebensmittelmarkt aufsuchen wird, und nicht zuletzt von den — Preisen, die man uns für die i Waren und ihre Beförderung abverlangen wird. Wir stehen ungezählten Milliardenausgaben gegenüber, bei zusammengebrochener Finanzwirtschaft, bei gelähmter Arbeitskraft, bei innerpolitischen Erschütterungen. Was uns geboten wird, sind mehr Steine als Brot, und so werden wir auf diesem Wege kaum zu einer wirtlichen Erleichte- Vas OreimännerkoUeg. Roman von Otto Hoecker. ) (Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) ' »Laß dich'8 nicht allzu hart anfechten, Georg", mahnte der Anwalt und legte chm die Hand aus die Schulter, »was immer auch kommen mag, wir bleiben die Alten!" Aber zu seinen Worten schüttelte der Angeklagte den Kopf. »Wir sind uns längst nichts mehr, können uns nichts mehr sein!" raunte er dumpf. »Herrgott, war das ein Scheinleben das ganze letzte Jahr, wo ich mich auf die Welt zurückbestrmen, mich in ihr erst zurechtzufinden suchen mußte. Ich habe ja immer in einem Wölkenkuckucksheim gelebt! Was mich nun um die Achtung und Liebe von euch allen gebracht hach das schien mir nur ein lustiger, übermütiger Streich, den man gelegentlich einmal in froher Tafelrunde zum besten gibt . . . und Max schien'S genau so aufrufaffen. Er gab mir doch meine ganze Existenz, und ich wollt' ihm doch alles ehrlich zurückbezahlen, sobald meine Kunst auS mir einen berühmten Maler gemacht haben würde; da dacht' ich, es sei ganz gleich, wenn ich einmal mit meinem Geld nicht auskam, ob ich ihm einen Brandbrief schrieb oder helfe mir — so! Er war ja auch immer auf Reisen. Aber daß ich damit meine Schwester umS Lebensglück und mich um ihre Liebe und Achtung bringen könnte, das Hab' ich mir nicht im Traum gedacht . . . Und noch weniger, daß man mir aus solchen Kinder- streichen einmal einen Strick drehen könnte. Ich Hab' hall gedacht: was dem Freund gehört, das ist auch mein- und nun muß ich'S halt büßen." Nur schwer fand Emil Worte. Wer feucht stieg es in seinen Augen auf. Ein toller, unbedachter Kindskopf war Georg Buser von jeher gewesen, und wohl auch bims Mannesalter geblieben. Lebhaft stand ihm eine Erinnerung vor Augen, wie er mit den beiden Kameraden eine auf mehrere Tage berechnete Ferienwanderung angetreten, zwölfjährig mochten sie damals gewesen sein, und Georg hatte den Schatzmeister abgegeben, dem zugleich auch die ehrenvolle Aufgabe zugefallen war, den Provianttornister zu schleppen. Aber den hatte er bald erleichtert rung unserer bitter schweren Lage gelangen. Nur Arbeit, leidenschaftliche Arbeit, wie wir sie früher gekannt und geliebt haben, kann uns helfen. Dabei bleibt es. vor wie nach dem Brüsseler Abkomm vom 15. März 1913. G Einzelheiten -es Abkommens. Auslieferung der Schiffe und des Goldbestanves. Von den 370000 Tonnen Lebensmittel, die nach dem Brüsseler Vertrage sofort an Deutschland geliefert werden sollen, befinden sich nach zuverlässigen Berichten 30 000 Tonnen bereits in Rotterdam und sind teilweise im An- rollen. Vorzugsweise handelt es sich um kondensierte Milch und Speck. Die amerikanische Meldung, daß die Verteilung der nach Deutschland gelieferten Lebensmittel durch Ententetruppen überwacht werden soll, entspricht nicht den Tatsachen Eine solche Vereinbarung ist in Brüssel nicht getroffen worden. Die von Deutschland ausgelieferten Schiffe, etwa 150 an der Zabl, werden zum größten Teil englische, amerikanische und französische Bemannung erhalten. Die Gesamtsumme der auszuliefernden deutschen Tonnage schätzt man auf 3'/- Millionen Tonnen, die in neutralen Häfen befindlichen Schiffe einbegriffen. Es verlautet, daß der deutsche Goldbestand gegenwärtig 670 Millionen Dollars beträgt, das heißt also, ein Zehntel des ganzen Weltbestandes. Dieses Gold muß zum größten Teil der belgischen Nationalbank überwiesen werden und soll zur Sicherstellung für die Bezahlung der eingeführten Lebensmittel dienen. Tatsächlich werden die Einfuhren aber nur teilweise mit Gold bezahlt werden, teilweise mit deutschen Exporterzeugnissen. Wenn die Lebensmittel da find! L Pfund Fett pro Kopf und besseres Brot. Berlin, 17. März. Der Reichsernährungsminister Schmidt erklärte einem ^ Pressevertreter, daß unsere eigenen Vorräte nur bis etwa Mitte Mai -langen werden. Wenn die Lebensmittel der^ Entente da seien, könnte bester ausgemahlenes Mehl geliefert und besseres Brot hergestellt werden. Ob man Weißbrot liefern könne, sei noch fraglich. Es solle im übrigen eine Sonderzuteilung an Lebensmitteln erfolgen und zwar in Gestalt von etwa 3 Pfund Fett, Schmalz usw. pro Kopf. Ausgenommen von der Zuteilung bleiben die Selbstversorger; zur Berücksichtigung gelangen rund! 47 Millionen. Deutsche Schiffe mit einer Tonnage von! 1 250 000 liegen zu sofortigem Auslaufen bereit. Bedenklich ist allerdings, daß in Neuyork ein Hafenarbeiterstreik ausgebrochen ist, so daß keine Lebensmittel abgehen können. Man will versuchen, sie in anderen Häfen zu verladen, doch drohen auch dort Sympathie» streits. Oer Oiktatfrieden. — Deutschland hat zu schweigen! — , Paris, 17. März. ' Der Minister des Außer» Pichon erklärt» über die Präliminarien selbst werde mit de« Deutschen keinerlei Diskussion geführt werde«. Sie haben entweder anzn- uehmcn oder abzulchnen. Die Alliierten stelle» sich weiter auf den Standpunkt, daß Deutsch-Österreich nicht von Deutschland abhängig werden dürfe. Eine Volksabstimmung, so wie sie jetzt in Deutsch-Österreich vorgenommen werden soll, ist unstatthaft. Weiter teilt Pichon mit, daß die Verfassung des Völkerbundes nicht in die Präliminarien ausgenommen werde, da sie bis dahin nicht endgültig festgelegt werden könne, besonders nicht, ehe die Neutralen sich zu dieser Frage geäußert haben. Andererseits kann man aber nickt warten, bis sie ihre Meinung abgegeben haben. Jedoch wird Wilsons Prinzip des Völkerbundes in dem Abkommen zum Ausdruck gebracht werden. Kaiser und Reichskanzler. Bethmann Hollwegs Antwort an Schiemann. Zu der von dem bekannten Politiker Professor Schiemann aufgestellten Behauptung, der Reichskanzler von Bethmann Hollweg habe den Kaiser seinerzeit nicht über die englisch-russischen Geheimverhandlungen unterrichtet, erklärt der ehemalige Kanzler: Der Herr Verfasser irrt in der Behauptung, daß dem Kaiser irgendwelche für die Kenntnis der internationalen Lage wesentlichen Momente oder Tatsachen vorenthalten worden wären. In meinen Vorträgen und in den Vorträgen deS — und die gemeinschaftliche Reisekafle dazu — an eine vagierende Keffelflickerfamilie nämlich, die gar so herzbeweglich zu betteln verstanden, daß er der zerlumpten Zigeunermutter kurz entschlossen den Inhalt von Proviant- ränzel und Geldbeutel in den Schoß geschüttelt, ehe es die Kameraden ihm hatten wehren können, und auf deren Vorwürfe einfach mit sorglosem Lachen geantwortet hatte: ,'s ist nun einmal geschehen. Las Bettelvolk tat mir so leid. Wißt ihr was? Nun betteln wir uns selbst durch, das gibt einmal zur Abwechslung einen Mordsspaß- verhungern werden wir schon nicht!" Daß er damals eigenmächtig gehandelt, hatte man ihm ebensowenig begreiflich machen können, wie es ihm jetzt, wo alles sich gegen ihn verschworen, in den Kops wollte, daß seine den Freund schädigende Handlungsweise vor dem Richterstuhl der Moral und Justiz gleichermaßen verwerflich war. »Latz den Kopf nicht hängen, Georg", sagte Emil nach kurzem Zögern in weichem Tone, »deine Sache steht nicht gut, aber-" »Lüg' doch nicht, Emil", unterbrach ihn der andere mit einem herzzerreißenden Lächeln, »dazu bist du viel zu gerade und p'ump; w-.-' du wiillich denn:, verrät s Blick. Zum Lügner muß man geboren iverden, etwa rin, ich- Mir fiel's immer leicht, etwas zu erdenken — und wenn ich es anderen Leuten einreden konnte, so glaubte ich selbst am festesten daran. Gerade auch wie mit meinen Bildern, wo die Kritik immer so viel auszusetzen fand. Sie schallen mich maniriert. unwahr, und verlogen im Ausdruck — — und ich hab's doch so gesehen mit der -Seele, wie ich's hinterher gemalt habe. Als Mensch sah ftch's nicht anders, wie die Banausen alle . . . aber mit -Pinsel und Palette in der Hand, da fing ich zu träumen an, und dann ging es manchmal wie i:n Märchen zu, und 'die Dinge standen einfach auf dem Kopf." Er fuhr sich Mit der Hand über die Augen, dann nickte er den beiden Wächtern zu, die ihre Ungeduld deutlich zu erkennen gaben. »Ja, ja, ich komme schon mit. Aber hier ist einer, der ein Recht darauf hat, die Wahrheit von mir und über mich LU wissen . . . einer, der wenigstens sich so anstellt, als Läü' er noch 'was für mich übrig!" Georg Buirr lachte schneidend auf. »Oder glaubst «Staatssekretärs des Auswärtigen Amtes ist dem Kaiser di- Lage stets so geschildert worden, wie sie sich nach dem Ergebnis des gesamten Materials mit Einschluß geheimer Berichte stellte. Der Kaiser ist in keinem Zeitpunkt über die Gefahr« der gegnerischen Koalition im Zweifel gelassen worden und war selbst von dem von Jahr zu Jahr zunehmenden der Lage tief durchdrungen. Daß mir persönlich d-- Hang zur Schönfärberei fern lag. brauche ich kaum betonen. Wenn Herr Professor Schiemann die Z». lassung der Nordlandreise als unverantwortlich betracht^, so übersieht er. daß ungefähr um die gleiche Zeit auch -in besonders rissiges Mitglied der segnen,chen Koalition d» Präsident Poincarv, auf See war. Wie ein Gebrauch d« geheimen Berichte England gegenüber in den Jahren Ign und 1912 den Weltkrieg hätte verhindern können, sehe ich nickk Herr Professor Schiemann, der von der Festigkeit der Be! ziehungen innerhalb der Entente ein klares Bild batte, muk^ wissen, daß jeder Svrengungsversuch nur das Ergebne weiterer Festigung gehabt haben würde. Er scheint auch übersehen, daß 1911 das Jahr der Lloyd George-Rede igiz das Jahr des Grey-Cambonschen Briefwechsels gewesen iss Auf die Beleuchtung unserer Lage durch den Hinweis auf dss Lage Friedrichs des Großen gehe ich nicht ein. Der Gedonss des Präventivkrieges den Herr Professor Schiemann an- klingen laßt, hat allerdings allen für die Politik des Deutsche- Reiches verantwortlichen Persönlichkeiten ferngelegen. Tatsächlich gibt der ehemalige Kanzler, wenn auch mit andern Worten, zu, daß er den Kaiser über die äußerst wichtigen, von Schiemann übersetzten Berichte nicht unter- richtet hat. seit ! so b Ged ^ Nttt Her. ^ -ock. d ich g stolze Oie Waffen ruhen ... L Aushebung des Standrechts. >-» , ,/ Lss. Berlin, 17. März. über Berlin blaut ein wolkenloser Frühlingshimmel. Das Leben spielt sich wieder ab wie immer am Alltag, man arbeitet, hastet, drängt — mit einem Worte: der Bürgerkrieg ist vergessen. Nur in den Straßen, durch die er raste, erinnern die Häuserruinen, die geschlossenen Fenster und die geplünderten Läden, die anklagend dem Beschauer ihre kahlen Wände zeigen, an die Schreckenstage, die nun hinter der Reichsbauvtstadt liegen. Aber hundert flinke Hände regen sich, um aufzubauen, was im leidenschaftlichen Haß des Bürgerkrieges oder aber von jenen üblen Elementen zerstört ward, die dem Dunkel entsprossen, au den Flammen dieses Aufstandes ihr Süppchen kochten. Noch lange wird Berlin dieser Tage gedenken, denn letzten Endes ist es ia die Masse der Steuerzahler, die die Summen für die Entschädigung der schuldlos Verletzten oder für die Hinterbliebenen der getöteten Unbeteiligten, wie die Kosten für den Wiederaufbau des Zerstörten tragen muß. Nach den neuesten Feststellungen haben die Tage vom 4. bis zum 13. März in Groß-Berlin an Opfern etwa 600 Tote und rund 1600 Verletzte gefordert. Der angerichtete Sachschaden wird auf rund 80 Millionen veranschlagt. Berlin aber bat das Gleichmaß seiner früheren Lebensmelodie wiedergefunden. Abends hört man — ganz vereinzelt — noch hier und da einige Dachschützen knallen, aber der Kampf ist beendet. Reichswehrminister Noske bat daher das in seiner Eigenschaft als Gouverneur von Berlin verkündete Standrecht, wonach jeder zu erschießen ist. der gegen Negierungstruppen kämpfend mit der Waffe betroffen wird, aufgehoben. Die Hochschulen haben ihre Lesungen wieder ausgenommen, alle Verkehrsmittel find wieder in Betrieb, die Riesenstadt macht jetzt den Eindruck, als fei sie aus schwerem Fiebertraum erwacht — sie arbeitet wieder. Geht sie ihrer Genesung entgegen? Wohfii man hört, raunt man sich zu: Am 26. d. Alts, geht es wieder los. Die spartakistischen Werber, die wieder an den Straßenecken ausgetaucht sind, erzählen es jedem, der es hören will, daß diesmal ganze Arbeit gemacht wird: Wirklich völliger Generalstreik, Besetzung der Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerke. Und die Parole! Um was geht es? Niemand weiß es! Aber beim Gemüsehändler wie beim Barbier, im Theater, auf der Straße — überall erzählt man sich, daß Spartakus für den 26. einen Hauptschlag plane. Ist das ein Ausfluß der allgemeinen Nervosität? Die amtlichen Stellen scheinen das Gerücht geflissentlich zu überhören; denn die RegierungstruppeN find zum größten Teil zurückgezogen worden und nur die Tagung der Landesoersammlung im früheren Abgeordnetenhause steht noch im Zeichen der besonderen Schutzwache der Regierungsmannschaften. Die Nachricht von dem Brüsseler Abkommen über die Lebensmittelversorgung hat in weiten Kreisen wie eine Befreiung gewirkt; denn man hält es noch immer mit de« die d H Tatei heut! ch n ^cht si erriichen ^Er r nie kli ent urig ohl u ich irisbe rziehu od Sch Von Mige ai Msteriu gie der lerkung chöhtem A die ri «men. NSbeso olk ni l «rhüti 1878 rich am 7. f d. We iqkeit sag -Adref tzend. Mre da dabe giösl er < er g« len. Sndro egrüj sichen ie: » schule krlkes." Hat W un Der ( Wasser scher der du etwa an meine Schuldlosigkeit, viellieber Freund und Verteidiger?" wendete er sich dann sprunghaft wieder an den Anwalt. »Verstell' dich nicht unnötig, ich sagte dir's ja schon, daß deine Augen dich verraten und du bist Verstandsmensch, glaubst nicht an Märchen und Wunder . . und doch war ich's nicht, mögt ihr aüe^ euch heiser schreien mit euern Unkenrufen . . ich war esj nicht, an meinen Händen klebt kein Blut! Nein, nein nein! Ich bin kein Mörder! Ich kann'S nicht sagen, wie Max Tecklenburg seinen Tod gefunden hat. Wer ei«i Teufelei steckt dahinter. Emil", schrie er dann plötzli»1 laut weinend aus, indem er sich mit beiden Händen ° den Arm deS anderen klammerte, »ich bin kein Mörder'' Als jener Unglücksschuß fiel, La war ich zumindest an dir^ zwanzig Schritte den Hügel hinunter, und Max Tecklews bürg befand sich allein im Bungalow-allein mit de Mordwaffe und . . was sich zugetragen hat, das wisse nur die beiden und — vielleicht der Herrgott!" sagte e,, nach langem Zögern und warf den Kopf zurück: »ich ha§-1 ihn viel versucht und gekränkt, ihn, den ich doch allzeit st! lieb gehabt-mag er'S entscheiden! Mich hält rückBi mehr auf Erden, Emil. Ich pfeif' auf alles, auf euA Liebe und Achtung und auf Ruhm und Zukunft. Aber i»? war'S nicht . . . und nun brecht den Stab über mich." Damit schritt er hastig weiter, ohne sich auch nu förmlich zu verabschieden. Die beiden Wärter hat Mühe, gleichen Schritt mit ihm zu halten. Langsam ging Emil, eine Beute der widerstrebend^ Gedanken und Empfindungen, in der Richtung nach de»^ vorderen Ausgangsportal zurück. Es lag etwas in GeoA BuserS Art, Las ihn beinahe zwang, an sein so geschm" von ihm fabuliertes UnschuldSmärlein zu glauben. Erß sagte ja selbst von sich, daß er sich an seinen eigenes Phantasien berauschte, bis er selbst an sie glaubte — und batte er nicht mit demselben Brustton innerster Übe zeugung vor Gericht erklärt, er sei kein WechjelfälsckA Freilich hielt er sich nicht dafür; das waren seiner Ans« nach nur unschuldige Geniestreiche gewesen, die ihm, de» Mittelpunkte seiner eigenen Welt, in der auch die beite^D Freunde nur Trabantenrollen spielen durften, ohne weiterer nachaeseben werden mußten. Über solchen Vorstellung^ s lEmil Geor Kfreu! een. a riebe s ihn al Ein Z un Zulie, zur !.Jch I daß »Da nden -sich ei Arrr . SM! s.Jch l uns Mas en d bloner gkeit Garant - schlack öfter »erlast sich zu nerv, ige n ren T lang rzirnui rhin grruf ru m und lch. ! ohne und j .Ein satter Magen macht keine Revolution.' sich behalten die Zuversichtlichen recht. Berlin Ruhe, von hier aus kann sie in das ganze Reich hlen. -_ Zum 22. März ISIS. - Freiherr Otto v. Stockhorn in Kreiburg i. Br. " Der heutige Gedenktag wird uns Aelteren, die wir seit Neuerstehung des deutschen Kaisertums so oft beglückt und begeistert gefeiert haben, nie aus ^Gedächtnis entschwinden. Nun begehen wir ihn unter sehr veränderten Verhältnissen und zumteil Hit anderen Empfindungen als zu jener Zeit und Die politische Lage hat sich in einer Weise ge- die noch vor nicht langer Zeit niemand für gehalten hätte, und unsere ehemals so frohen stolzen Empfindungen sind heute gemischt mit tiefem Nerz. Gleich stark geblieben ist die hohe Verehrung die dankbare Liebe zu unserm unvergeßlichen Kaiser 4m I. Ja, je mehr wir an ihn und seine Worte Laten zurückdenken, desto größer und hehrer erscheint s heute seine Weisheit und sein Charakter. Haupt- ch in zwei Richtungen sollte unser heutiges Geht sich ihn aufs neue zur Richtschnur und zum hen Vorbild nehmen. Ec war ein lebendiger, gläubiger Christ und erst klar und bestimmt die grundlegende Beratung des christlichen Glaubens für das sohl und die Kraft unseres Volkes, und so- insbesondere die Wichtigkeit wahrhaft religiöser irzjehung unserer Jugend in HauS, Kirche ,d Schule. Von seinen zahllosen trefflichen Aussprüchen seien nur ge angeführt. Auf die Glückwünsche des Staats- chiisteriums nach dem ersten Attentat vom 11. Mai 1878 der Kaiser am.14. Mai seinem Danke die Beäug bei: es sei jetzt (wie 1848) wiederum und in htem Maße Aufgabe der Regierung, dahin zu wirken, die revolutionären Elemente nicht die Oberhand gellen. Jeder Minister möchte dazu das Seinige tun. iSbesondere komme es darauf an, daß dem solk nicht die Religion verloren gehe. Dies iverhüten sei jetzt die hauptsächlichste Aufgabe. Als er nach seiner Wiederherstellung am 5. D?zem- 1878 die Regierungsgeschäfte wieder übernommen r, richteten Magistrat und Stadtverordnete von Ber- am 7. Dezember 1878 eine Ergebenheitsadresse an ihn. af dankte er in herzlicher, eingehender und gemift- Weise und schloß mit einem Hinweis auf die Not- digkeit, den drohenden Gefahren entgegenzuwirken, bei sagte er: .DieHauptsache ist aber, wie Sie in Adresse richtig bemerkten, die Erziehung der !»gend, hier gilt es, die Augen offen zu halten. Das Ihre Aufgabe, die Herzen der Jugend so zu " a, daß solche Gesinnungen nicht wieder aufwachsen, dabei ist das Wichtigste die Religion. Die eligiöse Erziehung muß noch viel tiefer und rnster gefaßt werden." Zum Schluß bat er, das, ak er gesagt, 'möglichst weiten Kreisen mitzu- eilen. er im September 1879 auf seiner Reise von androwo nach Königsberg in Elbing die am Bahnhof begrüßenden Korporationen empfing, sprach er zu den Archen beider Konfessionen u. a. die inhaltschweren !te: „Ja, meine Herren, auf Religion und Hule beruht die ganze Zukunft unseres trlkes." Hat man diese Mahnungen in richtiger Weise be- pgt und befolgt? Der Enkel unseres entschlafenen Kaisers hat ja durch Aussprüche und durch sein Verhalten zu Land und l Lasser zur Freude und zur Stärkung von Millionen ischer beider Konfessionen sich allezeit zu denselben ndsätzen bekannt, wie sein kaiserlicher Großvater; aber der Staat noch die evangelischen Kirchen haben i Emil nicht auS dem innerlichen Kopfschütteln heraus. Georg Buser wirklich daS naiv selbstsüchtige, allzeit ßfreudige und mit dem Leben tändelnde Kind geben, als das er sich selbst schilderte-oder der ' «ebene, mit allen Hunden gehetzte Intrigant, für ihn alle Welt hielt? Ein Zuruf schreckte Emil in angenehmer Weise aus M unfruchtbaren Nachgrübeln auf. Sein Blick fiel ^Julie, die unter dem großen Portal stand und ihm zuwinkte. , »Ich habe mich hierher postiert, weil mir der Nuntius l, daß Eie hier vorbei müßten, Emil", begrüßte sie »Da man mir Dora weggenommen hat, habe ich jetzt landen zu meiner Heimbegleitung. Vielleicht versuchen sich einmal in Ritterdiensten?" Dann, als sie, auf Arm leicht gelehnt, neben ihm die Straße hinunter- 2» ging ein Erschauern durch sie. (»Ich bin unsagbar froh, daß wir das schreckliche HauS ' uns haben. Wieviel menschlicher Wahn, verirrte "schäften, dunkler Drang und bewußte Schlechtigkeit dort von Berufsmenschen auf Grund von Monenparagraphen abgeurteilt. Man verzapft Ge« agkeit im Beruf, Sonn- und Feiertage dienstfrei und (garantiertem Ruhegehalt, wie ein Schankwirt Sauer- ' schlachtet seinesgleichen mit von der Gewohnheit ab- "kpften Sinnen, türmt auf ein Pfund Schlechtigkeit "erlasten hoffnungsloser Menschenverzweiflung und °t sich im Bewußtsein getaner Pflicht abends wohl- »u Weib und Kind oder in die Kneipe." Sie ^nervös auf. „Aber das entfuhr mir nur so, ich beuge nicht. Ihnen als Nachspeise für den heutigen ren Lag die Gedanken aufzutischen, die während des "langen vergeblichen Harrens im öden, dumpfen linnner mir unwillkürlich angeflogen kamen, rhin bin ich recht froh, daß man mich nicht in den gerufen hat. Schon der Gedanke, Georg Buser dort ru müssen, wo die Verworfensten und Unglücklichsten "und -auS sich verantworten müssen, bedrückte mich »ich. Nun aber berichten Sie, Emil; Sie können sich ohne weiteres in meine ungeduldige Erwartung, und jeheS von Ihnen zu hören, hineindenken." der Erfüllung jener hochwichtigen Aufgabe die erforderliche Sorgfalt und Erkenntnis entgegengebracht. Der Unglaube wuchs und die Gottentfremdung nahm zu, namentlich auch in der Jugend. Die andere ganz besonders auszeichnende Eigenschaft Kaiser Wilhelms I. war, daß er mit großer Weisheit und feinem Gefühl die richtigen Männer an die richtigen Stellen zu setzen verstand und ihnen, wenn sie bewährt waren, auch dann sein königliches und kaiserliches Vertrauen erhielt, wenn manchmal die Massen ihnen entgegenstanden. So ward er ein auserwähltes Werkzeug in Gottes Hand, um Großes zu vollbringen. Als ein solches Werkzeug hat er sich selbst auch in aller Demut angesehen und oftmals selbst bezeichnet, und Gott hat Großes durch ihn vollbracht. Er durfte das Jahrhunderte sich hin- ziehende tiefe Sehnen des deutschen Volkes nach kraftvoller Einigung glorreich erfüllen und damit einen Hort des Friedens in dem Herzen Europas gründen: DaS deutsche Reich. Hätte das deutsche Volk in seinen maßgebenden Kreisen die Mahnungen des nun in Gott ruhenden Kaisers und Königs und sein Beispiel befolgt, stünde eS heute anders und besser mit uns. Aber immer weitere Schichten sind von Gott abgefallen, haben sich dem Mammonismus und Materialismus, der Genußsucht, dem Eigennutz bis zum Kriegswucher ergeben und haben so die geistige und seelische Kraft verloren, den Lockungen und Verführungen der aus dem finsteren Abgrund emporsteigenden Geister der Unzufriedenheit, der immer drohender anschwellenden Selbstsucht und Autoritätslofigkeit bis zum Umsturz, Widerstand zu leisten, und haben sich so in unglückseliger Verblendung zu Taten Hinreißen lassen, die gen Himmel schreien und deren Folgen jetzt das ganze Volk am eigenen Leibe aufs allerschmerzlichste und furchtbarste empfinden muß. Möge das deutsche Volk sich der Mahnungen seines unvergeßlichen großen Kaisers, des ersten Trägers der neuerstandenen Kaiserkrone, wieder erinnern! Jener Mahnungen, die auch sein Enkel, unser jetzt im Ausland weilender, stets von den edelsten Gesinnungen und Absichten beseelter letzter Kaiser, Wilhelm II., mit Worten und persönlichem Beispiel oftmals an unser Volk gerichtet hat! Möge es endlich erkennen, daß alle wahre und dauernde Kraft eines Volkes, auch die wirtschaftliche, im tiefsten Grunde auf seiner religiös-sittlichen Verfassung beruht, die Sittlichkeit aber auf der Religion. Diese ewige Wahrheit kennen nicht nur die christlichen Kirchen und alle gläubigen Christen, sondern es erkennen sie auch begabte Geister, die nicht auf dem Boden gläubigen Christentums stehen. So hat Goethe dies erkannt und hat gleichsam als Summe seiner Erfahrung und seines Forschens während eines 82 Jahre überdauernden Lebens wenige Tage vor seinem Tode die bedeutungsvollen Worte gesprochen: „Mag die geistige Kultur nur immer fortschreiten, mögen die Naturwissenschaften in immer breiterer Aus- dehnung und Tiefe wachsen und der menschliche Geist sich erweitern, wie er will, über die Hoheit und sittliche Kultur des Christentums, wie es in den Evangelien schimmert und leuchtet, wird er nicht hinauskommen!" Auch Goethe bezeugt, daß die Kultur deS Christentums die denkbar höchste ist; also muß sie göttlich sein! Auch an den Früchten des christlichen Glaubens kann man seinen göttlichen Ursprung erkennen. Aus Süddeutschlaud. Die Revolution hat sich im Süden des Reichs unter menschlicheren und gemäßigteren Formen vollzogen, wie im Norden und Nordwesten. Wohl hat es ^in München und auch in Stuttgart turbulente Szenen mit Schießereien und Verwüstungen gegeben, aber sie können mit den scheußlichen Vorgängen- in Berlin, Halle, Bremen, Kiel, Aufmerksam lauschte sie seinen Darlegungen. „Ich habe es seit langem geahnt, daß die früher so herzlichen Beziehungen zwischen Georg und seiner Schwester sich ins Gegenteil gewandelt haben; wie hätte sie, die lebensfrohe und zu gesellschaftlichem Umgang stark geneigte Agnes, sich sonst in die Einsamkeit eines kleinen Schwarzwald- nesteS vergraben können! Auf eine solche überfülle von Haß war ich allerdings nicht gefaßt-und doch". setzte sie nachdenklich hinzu, „sie hat durch die Schuld des BruderS alle- verloren — und wenn auch Georg Buser, wie ich es ihm ohne weiteres glaube, nur in kindlichem Unbedacht und ohne die geringste Ahnung des Unheils. Las er da notwendig über die eigene Schwester bringen mußte, gehandelt hat, so hat Agnes dmcum nicht minder hart leiden und entsagen müssen. Was es aber ein Mädchen kostet, entsagen zu müssen, das könnt ihr Männer mit eurer schnell ermüdenden Liebe uns doch nicht nach- sühlen!" Sie lachte ein wenig gezwungen. »Verdammen kann ich AgneS nicht, ja, ich weiß nicht, ob mich unter ähnlichen Umständen nicht ein noch stärkerer Vergeltungs- Lrang beherrschen würde", schloß sie ernst. »Dabei behauptet Georg Buser unentwegt seine Unschuld — und in einer Weise, die einen zum Proselpten machen könnte, sprächen dagegen nicht Vernunft und Logikl" seufzte der Anwalt. Sie war stehengeblieben. Vor ihnen dehnte sich einer der zahlreichen städtischen Schmuckplätze. Nur wenige Spaziergänger bewegten sich noch durch die das Rasenviereck einsäumenden Schattenalleen. Ein wundervoller Augustmond ließ silberne Strahlen niederrieseln. Eine Weile starrte Julie wie gebannt ins Weite, ehe sie sich wieder Emil zuwendete. „Georg Buser mußte heute abend dicht an mir vorüberschreiten. Das ging zu plötzlich, als daß ich ihm noch hätte ausweichen können. Ich werde seinen Gesichts- ausdruck, als unsere Blicke sich begegneten, niemals wieder vergessen können. Glühende Scham, brennende Demütigung, herzzerreißender Jammer lagen darin — und doch flackerte eS stolz in seinen Augen auf, als wollte sein Blick direkt zu meiner Seele sprechen: Dein Mitleid brauche ich nicht, aber du sollst mich nicht verdammen dürfen, wie die anderen Hamburg und Düsseldorf nicht verglichen werden. KarlS-^ ruhe, Darmstadt, Frankfurt blieben von blutigen Vorgängen und vandalischen Zerstörungen vollkommen verschont. Im allgemeinen gilt auch hier das Gesetz: je größer die Stadt und ihr Jndustriebezirk, desto radikaler und unsinniger die Vorgänge. Der Terror liegtbei den großen Städten. Der Sozialpolitiker wird sich immer diese Tatsache vor Augen halten müssen. Mr München kommt noch die Komplikation eines großen Teils seines verlotterten „Kunstlebens" hinzu. Die größenwahnsinnigen Sezsssionisten, das ausgemachte künstlerische Nichtskönnertum, das sich in einer total verluderten Bohemienwirtschaft „austobt", schuf die „geistige" Atmosphäre des politischen, sozialen und sittlichen Nihilismus, in der, unter Hinzutreten der Nachtgestalten des in jeder Großstadt ansässigen Pöbels, die Scheußlichkeiten der Revolution gediehen. Eine Erscheinung wie die Eis- ners, der persönlich von einem zweifellosen Idealismus erfüllt war, ist nur auf dem »Hintergrund Schwabings" mit seinem Einschlag eines nihilistischen AesthetentumS denkbar. München hat noch immer die terroristische Vorherrschaft über das antirevolutionäre ehemalige Königreich Bayern. München diktiert. So haben wir jetzt auch ein rein sozialistisches Ministerium be- kommen, das den zahlenmäßigen Verhältnissen der Parteien nicht entspricht; Bayern ist in seiner Mehrheit antisozialistisch. Handgranaten, Maschinengewehre und sonstige Munition sind aber in München in den Händen einer aktionslustigen Gesellschaft — also regiert München. Immerhin ist der jetzige Zustand erträglich und ein Ausgangspunkt für kommende Befestigung der Verhältnisse. Württemberg hat eine aus bürgerlichen Parteien koalierte — mit Ausschluß der Bürgerpartei — Regierung. Das Land hat sich außerdem den Luxus eines Präsidenten gestattet, der als „Oberhaupt" einer parlamentarischen Regierung vorsteht. In Württemberg ist es, obwohl die Unabhängigen unter Crispien eine gewaltige Lippe riskieren, ruhig, was in der Hauptsache auf bie nicht durchgeführte Industrialisierung des Landes zurückzuführen ist. Auch die Ernährungsverhältnisse sind infolgedessen in Württemberg besser wie anderwärts. In Baden wird demnächst die Volksabstimmung über die Verfassung vollzogen werden. Das „Musterländle" marschiert wieder an der Spitze; es ist das erste Land, das nach der Revolution die neue Verfassung vollendet hat. Diese ist, das versteht sich in Baden von selbst, vollkommen demokratisch. Das Wahlverfahren bleibt aber nach wie vor absolutistisch. Der angeblich freie Wähler ist vollkommen in die Hände der Parteien mit ihrer Wahlmaschine und ihrem Parteibonzentum gelegt. Der freie Wähler der demokratischen Republik Baden muß wählen, wie ihm der Zettel vorgelegt wird. Die Parteivorstände entscheiden; schließlich sind die Vorstände immer ein Vorstand. So hat also in Baden, wie in Amerika der „Boß", das Wort; er befiehlt, die Schieber schieben und die Wähler wählen, wie diese beiden Faktoren es wollen. Es läßt sich auch so wühlen und leben. Auch im Volksstaat herrscht die Bevormundung; sie ist in der Psyche des freien Bürgers als das staatenbildende Element organisch enthalten. A. R. Aus Baden. Eine der dringendsten Pflichten jedes Patrioten ist es, den seit Jahrzehnten vorbereiteten und vom ersten Beginn des Weltkriegs an mit raffiniertem Geschick und unermüdlicher Ausdauer verbreiteten ungeheuerlichen Lügen über die Schuld Deutschlands und seines Kaisers endlich mit aller Kraft und Festigkeit entgegenzutreten. Um so mehr ist dies Pflicht, als weder die frühere noch die jetzige Regierung diese Notwendigkeit richtig erkannt hat. Wie ein Mann sollte sich das deutsche Volk gegen diese, leider in aller Welt geglaubten Lügen wehren; in den Parlamenten, in der Presse, in der Literatur und auf alle mögliche Weise alle, denn ich bin unschuldig — und sein Blick geht mir nach, Emil, er zwingt mich, allen Forderungen meiner Vernunft und überzeugenden Ausführungen der Logik gegenüber an seine Unschuld zu glauben." Es schwebte ihm auf den Lippen, ihr zu sagen, daß ein solch blindes Vertrauen bei ihr selbstverständlich seh denn mochte sie Georg BuserS Werbung auch abschlägig beschieden haben, so war Emil doch mehr als je dcwo« überzeugt, daß ihre Neigung ungeteilt ihm gehörte. Aber er erschrak über die sich zugleich in ihm regende Bitterkeit» und da er ihr um keinen Preis Ausdruck verleihen wollte, so schwieg er lieber zunächst, um dann, wie absichtslos, zu äußern: »Er meint, daß die Lösung des Geheimnisses nur am Tatort selbst zu finden wäre. Wie und auf welche Weise, weiß er freilich selbst nicht zu sagen." (Fortsetzung folg».) Vermischtes. Ein Revolutiousidhll. Im Jahre 1848 wollten auch die Untertanen des Fürsten von Reuß-Greiz eine Revolution veranstalten. In Hellen Haufen zogen sie vor das Schloß ihres Landesherrn und forderten eine Verfassung. Der Fürst erschien auf dem Balkon, und in aller Gemütlichkeit redete er die Lärmmacher, an: „Aber Kinder, was wollt ihr denn mit einer Verfassung? Ich werde euch lieber Bier geben kaffen!" Mit diesem Vorschläge waren die Reuß-Greizer sehr zufrieden. Nach mehreren Stunden sah man viele schwankende Gestalten auf den Straßen, am Abend aber war zur Feier des Tages die ganze Stadt festlich beleuchtet. Der sachverständige Spartakist. Die Düsseldorfer Spartakisten hatten das dortige Fernsprechamt mit ihren Vertrauensleuten besetzt. Ein Teilnehmer verlangte beim Amte Nr. 164. Der den Fernsprecher bedienende Spartakist sagte: „Einen Augenblick bitte"; dann nach einer Weile: „Nr. 164 können Sie nicht haben, das ist besetzt, aber Nr. 165 ist frei, vielleicht nehmen Sie das." Das freundliche Entgegenkommen des Spartakisten ist immerhin an-> zuerkennen. sollte fort und fort die geschichtliche Wahrheit immer wieder den Lügen entgegengestellt werden, um nicht unser Volk, sondern auch das belogene Nusland und durch dieses auch die feindliche Völker auszuklären. Mit Rücksicht auf die bevorstehenden Friedensverhandlungen ist dies in jeder Hinsicht von besonderer Wichtigkeit. Das deutsche Volk muß den deutschen Friedensunterhändlern durch einmütiges Erheben seiner Stimme den Rücken stärken! Solcher Stärkung werden sie sehr bedürfen. Diesem dringenden Bedürfnis kommen zwei in den letzten Tagen erschienene Schriften entgegen. In der (im Neudeutschen Verlag, Berlin 8iV. 11, Hedemannstraße 12) erschienene Schrift des Generalleutnants Keim: „Die Schuld am Weltkrieg- (40 Pfg. 31 Seiten), führt der Verfasser in überzeugender Weise eine große Menge zahlenmäßigen und urkundlichen Materials «n, welcher die Vorbereitung des Weltkrieges von langer Hand (1S04), seine tiefsten Ursachen und die raffinierte Weise an, in welcher die feindlichen Mächte die ganze Menschheit mit Lügen betrog und wie geschickt sie namentlich über die sog. Neutralität Belgiens vollkommen täuscht. Die andere Schrift ist ein von Oberstudienrat Dr. Gottlob Egelhaaf in Stuttgart verfaßtes (bei I. F. Steinkopf in Stuttgart verlegtes) Flugblatt (100 Stück 3 Mk., 1000 Stück 23 Mk.. 2 S. Großquart auf starkem Papier gut gedruckt), in welchem das urkundliche Material übersichtlich kurz zusammengefaßt ist. Beide Schriften bieten namentlich zwei wichtige Aeuße- rungen deS belgischen Gesandten und sonstiger Ausländer, durch welche die Friedensbemühungen unseres Kaisers und der unerschütterliche KriegS- wille Englands, Frankreichs und Rußlands inS hellste Licht gestellt sind. Die Schriften eignen sich zur weitesten Verbreitung ins In- und Ausland. O. St. Ans Stadt und Land Karlsruhe, 20. März 1919. * Der Kommandeur der Landespolizeitruppen Generalmajor Anheussr wurde in den Ruhestand versetzt. Sein Nachfolger wird Staatsanwalt Kuenzer werden. * In den letzten Tagen behauptet sich das Gerücht, daß eine Ministerkrise bestehe. Das ist nicht der Fall. Das Kabinett wird aber, wie dies auch vorgesehen war, zurücktreten, wenn die Verfassung von der verfassunggebenden Nationalversammlung angenommen ist. Dies wird voraussichtlich am Donnerstag der Fall sein. Es ist also damit zu rechnen, daß dann die Bildung des neuen Ministeriums erfolgt. In der Angelegenheit haben bereits Besprechungen stattgesunden, in politischen Kreisen werden auch Namen als Kandidaten für die Ministerämter genannt, so wird behauptet, daß als Ministerpräsident Abg. Adam Remmele inUrage käme. Die Frage, ob das Ministerium des Innern der sozialdemokratischen- oder der Zentrumspartei zufallen wird, ist noch nicht geklärt. Wir notieren diese Angaben vorläufig nur als Gerüchte. * Die Absperrungsmaßnahmen der Franzosen. Das auswärtige Amt in Berlin sammelt Material, um bei der alliierten Waffenstillstandskommission wegen der durch die französischen Absperrungemaßnahmen verursachten wirtschaftlichen Schäden Vorstellungen zu erheben. Die Regierung hat deshalb die Bezirksämter beauftragt, ob und in welchem Umfange wirtschaftliche Schäden durch die Absperrungsmaßnahmen entstanden sind. * Die Badischen Lederwerke A.-G. in Karlsruhe- Mühlburg hatten im Jahre 1918 einen Rohgewinn von 816 742 Mark und einen Reingewinn von 189146 Mark. Die Dividende beträgt 9 v. H. * Die Milch- und Butterversorgung. In einem halbamtlichen Artikel der „Karlsruher Zig.' wird ausgeführt, daß die bisher zugelassene Gewährung von Vollmilch statt Fett im früheren Umfange nicht beibehalten werden kann. Es wurde bestimmt, daß die anstelle der Wochenkopfmenge an Fett gewährte Menge Vollmilch ein Viertelliter täglich nicht überschreiten darf. Die Schließung der Handzentrifugen und die Verwahrung der Trommel auf dem Rathause soll in allen Gemeinden erfolgen, die nicht ausschließlich Landbutter abzuliesern haben. Da die Ablieferungsergebnisse auS den Gemeinden. in denen Molkereigenossenschaften bestehen, fast durchweg sehr günstig waren, wird diesen Genossenschaften im Einzelfalle die Art und Weise der Aufbringung überlasten. Eine Erhöhung des Erzeugerpreises für Milch und Butter ist vollständig ausgeschlossen. Pforzheim, 18. März. Die Zahl der am Typhus Erkrankten betrug am Montag 1140. Das Karlsruher Eanitätsamt hat 200 Schwestern vom Roten Kreuz zur Pflege der Kranken hierher gesandt. Bis jetzt sind infolge der Seuche 12 Todesfälle vorgekommen. Heidelberg, 18. März. In der früheren Wirtschaft „Zur Kriegskurve-, die geschlossen ist, weil das Haus in den Besitz der Stadt Heidelberg übergegangen ist, fand ein Tanzvergnügen von etwa 30 Burschen und Mädchen statt. Um in die Räume zu gelangen, hatten die Tanzlustigen die Türen eingeschlagen. Die Tanzgesellschaft wurde von einem Schutzmann ausgehoben, ihre Mitglieder wurden wegen erschwerten Hausfriedensbruchs angezeigt. Heidelberg, 18. März. Geh Rat Dr. Gothein teilte in einer Versammlung der Deutschen Demokratischen Partei mit, daß außer über die Verfassung auch über die Frage ob die Mandate der Nationalversammlung bis, 1921 verlängert werden sollen, eine Volksabstimmung stattfiuden wird. Brühl, 18. März. Die Landespolizei hat bei einem Wirt und Metzgermeister eine Geheimschlächterei auSgehoben. Es wurden 3 Zentner Fleisch und ein halber Zentner Fett beschlagnahmt, die aus der Schlachtung zweier Stück Großvieh herrührten. Altschweierb. Bühl, 18. März. Hier ist ein Riesenbaum gefällt worden mit einem Umfange von 7 Metern und einer Länge von 15 Metern. Der Baumriese lieferte zwei Eisenbahnwagen Holz in einem Gesamtgewichte von 425 Zentnern. Um ihn zu zerlegen, mußte man eigens eine Säge kommen lassen und zwei Arbeiter arbeiteten 10 Tage an der Aufteilung. Das Holz wird zu Färbezwecken verwendet werden. Windschläg, 18. März. In einer Zuschrift an die „Offenburger Ztg." wird ausgeführt, daß die tiefere Ur- sache der Bauernunruhen in Windschläg eine im letzten Sommer hier abgehaltene Versammlung gewesen sei. Die Bauern und Hausfrauen seien damals mit Gendarmerieaufgebot zusammengetrieben und ein Gendarm mit geladenem Gewehr aufgestellt worden, während ein anderer durch Verlesen die nicht Erschienenen notieren mußte. Wer zu spät kam, habe sich melden müssen wie ein Rekrut beim Feldwebel. Der Regierungsvertreter habe damals behauptet, Windschläg sei eine der schlechtesten Ablieferungsgemeinden, obwohl das Gegenteil davon der Fall gewesen sei. Diese unter Vorlage unrichtiger Listen und mit Unterstützung williger Hetzer vom Orte vorgebrachten unwahren Beschuldigungen hatten einen so nachhaltigen Unwillen hervorgebracht, daß er jetzt, nach- dem die Männer und Söhne der damals angegriffenen Landwirte heimgekehrt seien, zum Ausbruch gekommen wäre. Eine bolschewistische Mirfterleistrrrrg! In dem Organ der Freiburger Sozialdemokratie, der „Volkswacht" (Nr. 58) ist der verschämte Satz zu lesen: „In Halle ist der Oberstleutnant von Klüber nach bürgerlichen Blättermeldungen in bestialischer Weise von Spartakisten ermordet worden.- Das Blatt bringt anscheinend nicht den Mut auf, den Bericht des W. T. B. über diesen Vorfall abzudrucken. Der Oberstleutnant wurde bekanntlich halb tot geschlagen, dann in die Saale geworfen, dann beim Versuch, am Ufer sich festzuhalten, mit Axthieben seiner beiden Hände beraubt, zurückgestoßen und im Wasser treibend erschossen. Was das Blatt wohl für ein Aufsehen gemacht hätte, wenn auch nur eine der verschiedentlichen Unmenschlichkeiten einem seiner Freunde oder seiner Lieblinge Eisner'scher Art passiert wäre? Doch diese Frage nur nebenbei. Die „VolkS- wacht- hat sich bemüßigt gefühlt, den Vorfall zu glossieren nnd fügt zu diesem Zweck ihrem Bericht folgenden Satz hinzu: „Das Wort des Hohenzollernschen Cäsaren Wilhelm H. an die Chinakrieger: Pardon wird nicht gegeben, Gefangene werden nicht gemacht, erfährt jetzt im deutschen Bürgerkrieg schauerliche Anwendung." Daß eine Mehrheits-Sozialdemokratische Zeitung es fertig bringt, offenkundige Schurken auf eine derart niederträchtige Weise zu entschuldigen, verdient immerhin festgehalten zu werden. Oie Gefahr für den Zuckerrübenbau? Don Dr. Ernst Neunter. I Die katastrophalen Mißstände unseres Wirtschaftslebens, die nicht nur zur Stillegung und zum völligen Zusammenbruch unserer Industrie hindrängen, sondern die auch das Lebensinteresse der deutschen Landwirtschaft auf- Empfindlichste gefährden, machen sich vor allem jetzt schon in der denkbar größten Schädigung des Zuckerrübenanbau- fühlbar. Heute stehen wir vor der Frage, wie in diesem Jahre der Ertrag des Zuckerrübenanbaus, und damit die deutsche Zuckerproduktion überhaupt, bei der Umstellung auf die Friedensbeschäftigung gefördert, verbessert und der alten Ergiebigkeit und Größe wieder zugeführt werden kann. Formal lassen sich diese Erschwernisse und Hemmungen der Produktion in b Gruppen teilen, die sich jedoch gegenseitig so bedingen, daß sie nur in ihrer Gesamtheit die traurige Lage ganz erschöpfend schildern. ES find dies t. die Verkehrsfrage. 2. die Kohlenfrage, 3. die Düngerfrage. 4. die Preisfrage und k. die Arbeiterfrage. Über die Zustände unseres gegenwärtigen Verkehrswesens etwas auszusagen, ist unnötig. Es liegt auf der Hand, daß unser Wirtschaftsleben nicht eher wieder in Gang kommt, als unsere Verkehrsnot behoben und auf den früheren Stand zurückgeführt ist. Neben der Verkehrsfrage bleibt die Kohlenfrage selbstverständlich auch für die nächste Ernte im wahrsten Sinne des Wortes die brennendste. Sollen nicht ähnliche oder noch schlimmere Zustände für die Zuckerfabrikation geschaffen werden wie in diesem Jahre, so muß an eine Restauration unserer Bergbauwirtschaft von Grund auS herangetreten werden. Ob sich das aber in der kurzen Spanne von 8 bis 6 Monaten bewerkstelligen lassen wird, ist zum mindesten eine Frage, die größten Zweifeln begegnen muß. Die Düngerfrage nun ist zu fernem großen Teil auch eine Kohlen- und Verkehrsfrage. Sie steht lähmend und bemmend bereits vor dem Beginn der neuen Bestellung. Dünger in ausreichendem Maße ist überhaupt nicht zu beschaffen. Was der deutschen »'Landwirtschaft heute geboten werden kann, ist nur Kali, und auch diese» nur in einem Bruchteil des Ausmaßes, was früher und auch noch in den Kriegsjahren für die Landwirtschaft bereitgestanden hat. Der heutige Rüben-Mindestpreis 'von 3 Mark ist unmöglich aufrecht zu erhalten. DaS Risiko Mr den Anbauer ist viel zu groß, als daß er bei dem Fortbestehen dieses Preises noch an einen größeren Zuckerrübenanbau Herangehen wird. Bei den erhöhten Lohnpreisen, bei der Verkürzung der Arbeitszeit, der Verminderung der Arbeitsleistung, bei der Verteuerung von Saatgut. Transport. Kohlen und Dünger läßt sich der Mindestpreis von 3 Mark einfach nicht mehr als zu Recht bestehend erachten. Wenigstens muß ein Mindestpreis von 4 Mark oder 5 Mark festgesetzt werden. Vielleicht ist aber trotz der ganz unmeßbaren Schwierigkeiten, die dem Zuckerrüben-Anbau durch die Notstände der Transportkrise, des Kohlen- und Düngermangels sowie durch die noch unerledigte Preisregulierung entstanden find, dennoch der größte Notstand gegenwärtig die Arbeiterfrage. Es dürfte unter Umständen sogar verhängnisvoll für die gesamte deutsche Landwirtschaft sein. kvr,,,, l» vri. tllnviicyen Acoeuersrage ein gisst Ausweg gefunden wird. Gerade für den Rüben-A werden qualifizierte Arbeiter gebraucht. Diese ftw, uns bisher in den Ostarbeitern, den polnischen SaS Arbeitern, reichlich zur Verfügung. Auch während, Krieges hatten wir in den russischen Kriegsgefangene»^ williges und brauchbares Material. Heute aber sind einfach der Tatsache gegenübergestellt, daß wir zwar! genug rum Rüben-Anbau bergeben können, daß wir keine Arbeitskräfte — wenigstens vorläufig nicht - sitzen, die die bestellte Saat »ur Ernte heranpjlegen. Diese Schwierigkeiten in ihrer Gesamtheit überda« ergeben einen hohen Grad von Lähmung, Hemmung Beeinträchtigung, so daß nicht» dringender erwünscht »» könnte. alL es möglich zu machen, hier helfend einsuarei^I Vermischte Nachrichte». Heradfetzn«, tze» 3i«»s -He» »er Sparkassen. Berlin. Wie auS einer Erklärung deS Geschäftsfüh der deutlchen Sparkassen hervorgeht. ist mit einer Srmaßjm, deS ZinSmtzeS der deutschen Sparkassen in einiger Zeit rechnen. ES ist möglich, datz die ZtnSreduktion im Aus» von ernem halben in Eiwäzung gezogen wird. > Halb Me.fer KÄ des Ol Die Reich»regier««g »an der «nteute anerkannt. Basel, «ach HReidnnzen an» Pari» haben die ^ a« 13. März »eschlaffen, die nengetziltzete dentsche«»»-« «nzuerkeunen. vakk»«»stin,nr«NG in Batzen. KarlSrnh«. In Baden soll durch Volksabstimmung j, ««stellt werden, ob daS Volk zu der Verfassung sein Ja Anen gibt. Dre -weite durch BolkLabstimmung -u scheidende Frage ist die. ob die badische Narionalversamm! »^ p»ch bis zum Jabre 1021 al, Badischer Landtag (4 Mandate verlängern soll, um die Notgesetze auSzubauen. Warenaustausch Deutschland—England, e r»nd»n. In den e«,ltsch«n Handelskreisen «ach, e1«e lebhafte B.wrznng geltend für Wiederaufnahme ka Ml auc Hantzelstzerkrtzr» «it Dentschiantz „j»rt nach «dschlni Varfrietzen». ! Berlin. Kurt Bake, der nach seinem Ausscheiden «s - ovr Reichskanzlei dem Reichspräsidenten Eoert als politische - Berater »ur Seite sieben sollte, hat eine amtliche Stet Dicht mehr übernommen und wird nur als Privatmann : UeichSregierung weiterbin »ur Verfügung stehen. « i München. Wie daS Militärministertum mitteilt, wurön de« 25 Reichswebrbrigaden Bayern zunächst zwei ihaan auf Vorstellung bin drei Brigaden zuertrilt. r Frankfurt a. M. Der Stadtteil Rödelheim ist von La iVranzosen belebt. Die Begründung dieser Maßnahme iß iWNCläufig nicht bekannt. Düsseldorf. Bei den Stadtverordnetenwahlen »i Hielten das Zentrum <3. die Demokraten 8. die DeM. nationalen 6. die Deutsche Volkspartei 2. W Mehrheit!- Sozialisten 12 und die Unabhängigen 23 Mandate. N : Beteiligung an den Wahlen betrug 60 Prozent, j vraudenz. Der Posener Provinziallandtag ist buch de» Obersten polnischen Volksrat aufgelöst worden, j Hamburg. Bei den Bürgerschaftswahlen erhielt dtz -Sa». Mebrbeitspartei von den 160 Mandaten 80. die Unatz Hängigen 18. die Demokraten 30 und die übrigen bür lMhen Parteien 37. ! «teuf. Von feiner Mutter lieb sich Cottin. der » > klemenreau ein Attentat gemacht und zum Tode verurteilt > S»»egen. ein Gnadengesuch zu unterfertigen. man sich r einer de, jeden en: f iMresd a o bat lösisc abg gerin Msänei M setzt j itzachte, i jMeit d Me de M nickt i« ging Vvcketar Kmmen Die Landwirtschaft, Handel nnd Jndvstn Die Reichsbranntweinstelle Berlin hat auf eine gäbe der Badischen Landwirtschaftskammer wegen gäbe von Branntwein erwidert: „Solange die ordnung über die Regelung des Verkehrs mit Br wein aus Klein- und Obstbrennereien vom 24. Febr. M in Kraft ist, kann dieser Branntwein allgemein nicht s gegeben werden. Er muß vielmehr nach wie vor schlagnahmt bleiben." Die Badische Landwirtsch kammer wird nun eine entsprechende Eingabe an Reichsernährungsamt richten. Unga .re. de ager . - öckes ^Herreskö -srjpreM sMm, > rMdnis die sAiauern -Hi- rum Nvang.-luth. Gemeinde, alte Friedhoflapelle, Waldhoruftr. K Gsnntag, ttt llbr, Gottesdienst. Herr Pfarrer Röbbelen. —Donnerstag,*/«^ PaffionSandacht. Bismarcksrraße 1. Gaangrlische GtaVtmissto» «arlsratze, Adlerstraß- 23 Uhr, Kindergottesdienst. Adlerstr. LZ: Stadtmissionar Lieber. r/itS Uhr, «indergottesdienst in der Diak«niffenhauS-Kape!1e: Stadtnr. HB s Khr, Iungtranenoereitt d«» Frl. Schweickert, Marien straße 1 . 4 Ltzr AuLgfraueuvereirr »s» KrL. LLeser. -rhprinzenftrane 1 ». L Ltzr. ^vigtraaenverein tzer Schwester Vene, LdLerkrane W L Uhr, Evangelifationsvortrag von Herrn Borngräber über: Heimgefnnde«! Botschaft an moderne Gottsuchsr. 8 Uhr, Soangslisationsvortrag von Herrn Borngräber. 8 Uhr: Bibelstunde, Stadtmrsstonar Lieder. Predigtausgabe. rsnnoestt»-, abends. Uhr, Gebetsversammlung. S. St. abends, 8 Uhr. Bibelstunoe, Scheffelstraße Z7. Stadtmissionar -HÄ** «bendS sr/« Uhr, Borbereitung f. d. Kindergottesdrenst, Stadtm. Lieber. ckvvng. »eretnshaas. »«alieustr. 77. «»»Mag. aorm. II/, ühr. Sonntag-schale, r Uhr. «egräüungrfeier für die h-imgelehrten Krieger. 4 Uhr, Zrarg-raaenoereia M«ntaH, abend» >/^ Uhr: Zugrndabteilung. abend!» S'l, Uhr: Biau-Kreaz-Bereiii. »«»»«IG. nachm. < Uhr: Bibelstandc f. Frauen und Jungfrau«», »beud« » Uhr: Bibelbespr. f. Mänaer und Jünglinge rüeud» S llhr, Aibel- und Krieg»gebet»itundc. D»»N-r»t«O. abend» 8 Uhr: Allgem. Bcrximmlung. Lurlacherftr.»». K»«ir»g. avend» 8 Uhr: Töchteroerein. «au-«tog. adcnd» 8»/. Udr: Soanra,»se> allgemein bis zum 30. April 19 19 verlängert. Karlsruhe, den 15. März 1919. Steuerkommissär Karlsruhe-Stadt. Steuerkommiffär Karlsruhe'? te. kidete nten genossen rden un reiben Rkrü higl ron stgt Für die Redaktion verantwortlich: I. V. Friedrich Dehn, Karlsruhe. — Druck und Verlag der Buchdruckerei Fidelitas, G. m. b. H., in Karlsruhe, Erbprinzenstr.