arrdsnig on Geld 12 000 . ^reisp it, erna, der letz Metz : hie, anl rüheren Donner! ftsgewi Persom ergebm )rige e als rlust be ineinhald Haftung rrgefun! zu zwer und Verlag: Vürger- unci bauernkreun sehr bezeichnend. Die Vertreter der Deserteure . en in den bösesten Tagen zu ihm und stellten ihre 'Forderungen, denn sie seien eine Macht. Als Herr ske kurze Zeit später diese Leute wieder empfing, um ve Forderungen abzulehnen, konnte er sich auf die indischen herangezogenen Freiwilligen stützen: jetzt war 2 eine Macht. Hier tritt aus allem Phrasendampf das Achre Wesen unserer Zustände seit dem 9. November "ar hervor. Herr Noske hat es erkannt und zieht mit persönlicher Tapferkeit die Folgerung. Ohne die uneigen- Mge Hilfe, die dabei das Bürgertum leistet, wäre die Evolution vom 9. November, auf deren unblutige Natur A* Urheber so gerne Hinweisen, längst in Brand und Hn-d untergegangen. Oie Kapitalertragssteucr. Von einem steuertechnischen Mitarbeiter. Der Wortlaut des Entwurfes für die erste große Auer ist jetzt veröffentlicht worden, die die republikanische vsregierung der Weimarer Nationalversammlung normen will. Sie „schlägt zu Buche" — das ist un- >bar, denn der Ertrag wird auf 1,3 Milliarden Mark das Jahr geschätzt. Sie siebt auch äußerlich ional denn sie ist ja als Sondersteuer auf das arbeitslose kommen („Renteneinkommen") gedacht, sie erfaßt aber er dieses vollständig, noch ist sie wahrhaft sozial. 8 2 des Entwurfes gelten als Kapitalerträge im dieses Gesetzes: Dividenden, Zinsen, Ausbeuten usw. ^Wertpapiere aller Art, sowie Gewinne aus stiller berschast, ferner an großen Gesellschaften m. b. H., w zwei Pfund, rbziehen, er. mpser fl cder oier D i kurzem Mangels. rn Arbeit» tsgeber« I Mark p Krir«kt ind. bour. Voran lkten sind rhängisen n. ,d rund i Gebiete» «« befchästi rinzen. zlland ist ist. seine irzuleaen. e Pole«. >lenfr«ge« >einande> f der erer f-r! Deutsch!«^ S Pari» heit der ltgegenki bgelehnt m. ; nach m unter» 70 und» es gelunA, dieser enden i der _ sondern rg! iS dieser i Vorsicht e !Nds 8 -chlucht l»en vmmen' eins B r Art li, Ktlki !, Erbpr «M i Meii ^ bprinz Zinsen von Hypotheken und Grundschulden, vererbliche Renten und anderes mehr, während z. B. Diskontbeträge von Warenwechseln, Verzugszinsen auf Warenrechnungen und ähnliches steuerfrei bleiben, ebenso wie — um Doppelbesteuerungen zu vermeiden — die eine Seite des Geschäftsbetriebes der Kreditinstitute (Banken, Sparkassen usw.)., Der Steuerbetrag, den der Schuldner zu Lasten des Gläubigers zu entrichten hat, ist einheitlich auf 10 "/-> deS Ertrages festgesetzt. Mit der — ganz neuartigen — Erhebung bei jemandem, der gar nicht der eigentliche Steuer-. träger ist, hofft man nämlich der Steuermogelei das Feld abzugraben, die, wie die einzelstaatlichen Einkommensteuern bewiesen haben, gerade beim Kapitaleinkommen eine besondere Rolle spielen soll; ob diese Hoffnung sich erfüllen, ob nicht gerade diese merkwürdige Art der Einziehung die „Schiebungen" besonders begünstigen wird, kann zweifelhalt erscheinen. Viel bedeutsamer und bedenklicher ist es, daß die 10 °/o Steuer die paar hundert Mark Zinsen der armen Witwe und des alten „Sechs-Dreier- Rentners" mit dem gleichen Satze, also wirtschaftlich um ein Unendliches schwerer treffen, als die Millionen-Zinsen des reichen Mannes. Diefe Ungerechtigkeit soll bei der kommenden großen Vermögensabgabe durch deren entsprechende Staffelung ausgeglichen werden. Möglich, daß das gelingt; sicher ist es schon aus dem Grunde nicht, weil die von dem Gesetze zu erwartende Erhöhung des allgemeinen Zinsfußes im Lande gerade die Hauptanlagen deS kleinen Mannes (Anleihen, Pfandbriefe usw.) besonders stark entwerten, ihm also in dieser Art eine zweite Vermögensabgabe aukerlegen wird. Das Gesetz hat aber neben dem geschilderten noch einen zweiten, grundsätzlichen Fehler, der vielleicht noch schwerer wiegt: es stellt geradezu ein Ausnahmegesetz dar gegenüber dem beweglichen Vermögen, läßt dagegen die arbeitslosen Erträge unbeweglichen Vermögens völlig frei. Und diese sind weder selten, noch gering. Auch für die Heilung dieses Mangels vertrösten die Väter des Gesetzes aus die späteren Steuervorlagen, doch ist sie in diesem Falle noch erdeblich weniger wahrscheinlich als bei dem eben geschilderten. Ein klares Urteil über diesen Mangel im Aufbau des Gesetzes könnte man aber natürlich erst haben, wenn auch die Entwürfe zu den anderen Steuern Vorlagen. Jede Steuer drückt: jede Steuer bringt Ungerechtigkeiten, die nicht immer auszugleichen sind; gegen jede Steuer erheben die Betroffenen Einspruch mit der Begründung, daß sie wirtschaftlich erdrücke. All das zugegeben, ebenso die Tatsache, daß wir im Reiche vor einem ungeheuren.Bedarf stehen, bei dessen Deckung über kleine Schönheitsfehler hinweggesehen werden muß — so ist doch nicht zu bestreiten, daß dieses Gesetz an viel gröberen als an Schönheitsfehlern leidet (die hier keineswegs alle aufgezählt werden konnten). Der schwerste Einwand aber geht daraus hervor, daß die Steuer wieder, gerade wie im alten Reich, Flickwerk ist, Flickwerk, geboren aus der Angst vor der „Steuerhoheit" der Einzelstaaten. Die Revolution hat Throne stürzen können, sie hat dem einfachsten Mann den Weg zum höchsten Staatsamt freigemacht, hat mit dem Dreiklassenwahlrecht in Preußen und der ständischen „Verfassung" in Mecklenburg aufgeräumt — aber die Hindernisse, die einer vernünftigen Reichssteuer-Verfassung im Wege stehen, scheinen allen Stürmen standzuhalten, in ihnen eher noch zäher geworden zu sein. Es handelt sich bei dem vorliegenden Gesetze sichtlich um eine direkte, um eine Einkommensteuer. Warum denkt man diesen, den einzig vernünftigen Gedanken nicht zu Ende und schafft eine Reichs-Einkommensteuer mit in allen Bundesstaaten gleichmäßiger Veranlagung? Bei einer solchen wäre es eine Leichtigkeit, geradezu eine Selbstverständlichkeit gewesen, all die Einwände zu berücksichtigen, die sich gegenüber dem vorliegenden Erzeugnis schwächlicher Nachgiebigkeit vor dem Unverstand und dem Kantönligeist gewisser Gruppen in einer Reihe von Einzelstaaten geradezu aufdrängen. Das Gesetz hat nur einen Vorzug; es wird sehr viel Geld bringen; aber dieser Vorzug allein sollte in dem Staats sozialen Rechts, als den sich doch das neue Deut'ch- land darstellep will, nicht ausreichen, um ihm zur Annahme zu verhelfen. /.eo/r/mrrk Oer parlamentarische Ton. Aus Abgeordneten kreisen wird uns geschrieben: Es war zwei oder drei Jahre vor Ausdruck des Weltkrieges, als der damalige Reichskanzler o. Bethmann Hollweg den Zorn der gesamten Linken gegen sich wachrief, indem er darauf hinwies, daß die fortschreitende Demokratisierung Ton und Inhalt der Reden der Volksvertreter ungünstig beeinflusse. Der Inhalt der Reden werde immer seichter und ihr Ton immer gröber. Herr v. Bethmann Hollweg war damals verärgert durch die heftigen Angriffe, die im Reichstage und im preußischen Landtage gegen ihn gerichtet wurden, aber sein Hinweis war durchaus zutreffend. Die Erscheinung, die er fest- stellte, ist nicht wegzuleugnen. Ton und Inhalt der Parlamentsreden richten sich nach der Bildung und Erziehung der Redner. Die Demokratisierung bringt es mit sich, daß die Schichten, denen die Volksvertreter entstammen, immer breiter und die Anforderungen, die man an die Vertreter hinsichtlich ihrer Bildung und Erziehung stellt, immer geringer werden. Das wirkt nalurgemay am und Inhalt der Ausführungen erheblich ein. Dazu-kommt, daß mancher geistvolle Mann» der sonst eine Zierde des Parlaments sein würde, angewidert durch das Parteigetriebe eine Wahl in die Volksvertretung ablehnt. Die Vornehmen scheiden von der politischen Bühne und die weniger Vornehmen drängen sich hinauf. Schon im früheren Reichstage sind unzählige Male Klagen darüber anaestimmt worden. Besonderen Anlaß, dazu gibt aber der Wandel, der in der Zusammensetzung der Volksvertretungen seit der Umwälzung vom 9. November vorigen Jahres eingetreten ist. Wie hat sich seitdem der Ton der Parlamentsreden geändert! Welches Aufsehen erregte es seinerzeit, es war in der Siedehitze des Kulturkampfes, als das bekannte Mitglied des Zentrums, Graf v. Ballestrem, der spätere langjährige Präsident des Reichstags, dem Fürsten Bismarck, als! dieser von dem in Kisfingen auf ihn verübten Attentat sprach und das Zentrum damit in Verbindung brachte,! ein „Pfui!" zurief. Wie scharf hat Bismarck dieses! „Pfui!" gekennzeichnet und zurückgewiesen! Was aber ist> heutzutage ein „Pfui!" im Parlamentssaal? Ein harmloser Laut, der gar nichts auf sich hat! Heute bedenkt! man Mitglieder der Regierung in öffentlicher Parlamentssitzung mit so zärtlichen Ausdrücken wie „Mörder" oder „Bluthund". Heute ist man so liebevoll, ihnen den Tod! durch die Kugel oder den Strang in Aussicht zu stellen. Eugen Richter war lange Zeit der gefürchtetste und schärfste Oppositionsredner. Wie selten aber! ist es vorgekommen, daß er einmal zur Ordnung gerufen wurde! Und als dies gelegentlich, es war im Preußischen Abgeordnetenhaus?, geschah, wurde die Berechtigung des Ordnungsrufs allgemein angezweifelt. Eugen Richter hatte nämlich von dem „Eiertanz" gesprochen, den ein Minister aufgeführt habe. Harmlose, Zeiten! Wie groß ist dagegen die Zahl der Ordnungsrufes die sich ein Oppositionsredner wie z. B. Herr Ledebour! zugezogen hat! Ein Ordnungsruf traf ihn, weil er den! Reichskanzler von Bethmann Hollweg als die „längliche! Unzulänglichkeit" hinstellte. Was aber wollen derartiges Bosheiten gegen das Zwiegespräch besagen, das jüngst im der Preußischen Landesversammlnng zwischen dem Minister! des Innern, Herrn Heine, und dem Abgeordneten Adolf! Hoffmann stattgefunden hat. Der Minister rief dem Ab-! geordneten zu: „Ich habe Sie schon gekannt, als Sie noch s mit den „zehn Geboten" hausieren gingen!" und der Ab-! geordnete entgegnete: „Sie sind der schnoddrige Antisemit! geblieben, der Sie früher waren!" ! Eine solche Auseinandersetzung in einem deutschen Parlament ist neu! Abgeordnete unter sich haben sich wohl mit solchen erlesenen Höflichkeiten beehrt. In Er-! innerung sind in dieser Beziehung noch manche Worte,! die zwi'chen dem Antisemiten Liebermann v. Sonnen -j bürg und Sozialdemokraten wie dea Herren Singer! und Stadthagen gewechselt wurden. Herrn Singers drohte Herr v. Liebermann einmal Ohrfeigen an. und von Herrn Stadthagen behauptete er, daß er höchstens a-e vier oder sechs Wochen bade. Aber zwischen einemj Minister und einem Abgeordneten hat es bisher solche Duette nicht gegeben. Herr Adolf Hoffmann war kurze! Zeit preußischer Kultusminister und hat dadurch zu dem herben Scherzwort von der mangelhaften Schulbildung, die gerade ausreichte, um preußischer Unterrichtsminister zu werden, Veranlassung gegeben. Ferner ist zu berücksichtigen, daß die Herren Heine und Hoffmann früher Fraktionsgenossen waren. Das erklärt die besondere Schärfe der Zwiesprache. Diese Schärfe ist durch die Stellungnahme der Unabhängigen gegen die Mehrheitssozialisten in die parlamentarischen Verhandlungen hineingetragen worden. Sie wird noch zu manchem, früher nie gehörten rednerischen! Ausbruch führen! Die erbittertste Feindschaft pflegt die unter Brüdern zu fein! ^ m. Generalstreik im Ruhrrevier. Bolschewistische Forderungen, Wie die sogenannte Neuner-Kommission mitteilt, beschloß eine von ihr nach Esten einberusene Delegierten- Konferenz der Bergarbeiter des Rubrreoiers den Generalstreik, der vom 1. April ab solange dauern soll, bis nachstehende Forderungen bewilligt sind: 1 Sofortige Einführung der Sechsstundenschicht mit Ein- und Ausfahrt für Untertageaibetter unter Beide Haltung des bisher für längere Schichtdauer gezahlten Lohnes; 8. 85°/° Lohnerhöhung; 3. Regelung der Knappschaftsfragen; 4. Anerkennung des Rätcsystems; 5. Sofortige Durchführung der Hamburger Punkte (betreffend Kommandogewalt); 6. Sofortige Freilassung aller politischen Gefangenen; 7. Sofortige Bildung einer revolutionären Arbeiterwehr; 8. Sofortige Auflösung aller FreiwilligenkorpS; S. Sofortige Anknüpfung aller politischen und wirtschaftlichen Beziehungen mit der russische» Sowjetrcgierung; 10. Entwaffnung der Polizei im Industriegebiet und Reich; 11. Bezahlung der Streikschichtcn. Ferner richtete die Konferenz ein Telegramm an die unaariickie Räterepublik, in dem es u. a. beikt: .Begeistert von Sem Siege ihrer ungarischen Genossen über die fluchbeladene bürgerliche Klassenherrschaft, gelobt sie, nicht eher zu ruhen, bis auch in Preußen-Deutschland alle Feinde der sozialistischen Freiheit überwunden sind. Aller Gewalt zum Trotz, Schulter an Schulter mit ihren ungarischen und russischen Brüdern wird die revolutionäre Bergarbeiterschaft mit allen Mitteln und aller Kraft die Verwirklichung der sozialistischen Räterepublik erzwingen, in der heiligen Überzeugung, daß auch die unterdrückten Proletarier aller übrigen Länder ihr Joch zerbreche« werden." Bedrohlicher Rückgang der Kohlenfördernng. Während die Ruhrkohlenförderung sich im Durchschnitt der Monate Juli-Oktober vorigen Jahres noch auf 8,45 Millionen Tonnen stellte, ging sie im November auf 6'/» und Dezember auf 5 Millionen Tonnen zurück. Im Januar trat dann eine kleine Erhöhung auf 6 V« Millionen Tonnen ein, der jedoch im Februar wieder ein Abfall auf 6,4 Millionen Tonnen folgte. Der Rückgang im November war ja nun zum guten Teil durch die Verminderung der Belegschaft infolge Entlassung der Kriegsgefangenen bedingt, aber im Dezember nahm die Belegschaft wieder zu und sie setzte ihre aufsteigende Entwicklung auch Januar und Februar fort, so daß sie im letzten Monat mit rund 430000 nur um 15000 gleich 3,48 °/° hinter dem Stand vom Oktober zurückblieb. Dagegen war das Förderergebnis um 8 Millionen Tonnen gleich 35,8 N kleiner als im Oktober und auf den Arbeitstag berechnet (damit der kleineren Zahl der Arbeitstage im Vergleich mit Oktober Rechnung getragen wird) stellte es sich um 87000 Tonnen gleich 27,78 °/o niedriger. Bei etwaiger Einführung der Sechsstundenschicht wird die Förderung schließlich auf ein Minimum reduziert und jegliche Ausfuhr zum Einkauf von Lebensmitteln unmöglich werden. Generalstreik auch in Württemberg. Stillegung aller Betriebe. Stuttgart, 31. März. Der schon lange angekündigte» aber immer wieder auf» geschobene Generalstreik ist heute ausgebroäien. Um d Uhr legten in Stuttgart die Arbeiter der Firma Bosch u. Eisenmann, in Untertürkheim die Arbeiter der Daimler-Werke Lee Arbeit nieder. Die Forderungen find ähnlich wie im Ruhrrevier, und zwar wird verlangt: 1. Freilassung der politisch Inhaftierten; 2. Aufhebung des Belagerungszustandes und des Verbots von Demonstrationen und Versammlungen unter freiem Himmel; 3. Einstellung der anläßlich des Januarstreiks gemaßregelten Genossen; 4. sofortige Neuwahl der ASRäte auf revolutionärer Grundlage. Der Telephonverkehr wurde in einem Umkreis von 50 Kilometern nnd in Stuttgart selbst gesperrt. Auch hörte der Straßenbahnoerkehr auf. Im übrigen herrscht in den Straßen Stuttgarts ein sehr lebhafter Verkehr, der sich aber bis jetzt in ruhigen Bahnen bewegt. Vor den Lebensmittelgeschäften, vor allem den Metzger- und Bäckerläden, bildeten sich in den frühen Stunden wieder lange Reihen Kauflustiger. Eine große Anzahl Läden hat ge- , schloffen. In den städtischen und staatlichen Betrieben, auf der Post und Bahn wird gearbeitet. Wasserleitungen und Gaswerke sind in Betrieb. Die Wahrheit über Ltngarn. Bevorstehender neuer Umsturz. Wien, 31. März, s Hier traf ein Minister des früheren Regimes ein, dem es noch gelang, im Auto aus Budapest zu fliehen. Er erklärte, daß alle Meldungen der Budapester Räteregirrung gefärbt und direkt gefälscht seien. Der wirtschaftliche und politische Zusammenbruch in Ungarn fei ein völliger. Die Stimmung sei im ganzen Lande eine verzweifelte. Außerdem sei bestimmt mit einem neuen Umsturz zu rechnen. ! denn die Bauernschaft habe sich dem Rätesystem nicht an- l geschlossen, sei ihm vielmehr feindlich gesinnt und bereite eine Gegenrevolution vor. Allein in Budapest hätten ! 150 Personen aus Verzweiflung bereits Selbstmord begangen. — Die Entente beabsichtigt, um das ganze ! bolschewistische Ungarn einen festgeschloffenen Militär- , kardon zu ziehen, der keinerlei Lücke aufweist. X Mahnahmen gegen Ungarn. Wie verlautet, haben die obersten Militärstellen Frankreichs, Englands, Amerikas und Italiens den Rat der Vier davon in Kenntnis gesetzt, daß der Kampf gegen den Bolschewismus Vas Vreimanrierkolleg. Roman von Otto Hoecker. (Schluß.) (Nachdruck verboten.) 'Längst hatte Emil'sich erhoben; er war bleich geworden, und aus seiner Brust war die stolze Siegeszuversicht wieder entflohen, denn keinen Moment verhehlte er sich die folgenschwere Bedeutung der neuesten Aussage der ihm nun geradezu verabscheuungswürdig dünkenden, unnatürlichen Schwester. .über solche Dinge plauderte Max Tecklenburg nie mit mir, wahrscheinlich weil er wußte, daß ich seinen mechanischen Liebhabereien wenig oder gar kein Interesse entgegenbrachte und ihm seinen Leichtsinn, sämtliche Schußwaffen im Arsenal immer scharf geladen an den Wänden hängen zu haben, häufig genug mit entschiedenen Worten verwies. Aber daß auch das Ehepaar Wolthusen nichts von dem Vorhandensein derartiger Spielereien, wie die Zeugin es bezeichnete. gewußt haben soll, erscheint mir seltsam", schloß Emil. .Die Wolthusen waren in Max Tecklenburgs Augen lediglich Domestiken und wurden sehr kurz von ihm gehalten", sagte Agnes unbeirrt. „ . . , .Möglich. Aber das Losgeben einer solchen Arkebuse muß einen ganz gehörigen Knall erzeugen: den müßten dir Gärtnersleute doch gehört haben." .Gewiß, wenn sie sich zufällig gerade in der Nähe deS Arsenals aufhielten-, aber darin wurde häufig ge- schoflen. Das wissen Sie gleichfalls, Emil —Herr Rechtsanwalt. Tecklenburg hatte extra eine kugelsicher« Scheibenwand errichten lassen; in ihr stecken Hunderte von Kugeln. Ein Schuß konnte, wenigstens unter normalen Verhältnissen, den alten Leuten nicht weiter aufsallen" .Die Verteidigung Kat mit ihren entschieden gut- gemeinten Entlastungsbeweisen Pech", mokierte sich der Staatsanwalt: .wenn der Angeklagte um die Sondereigenschaft der Arkebuse wußte, dann hat er sich schon bei seiner Verhaftung durch dir am ersten Verhandlungstage von ihm wiederholte Behauptung, daß Tecklenburg Minuten- in Ungarn und Rußland unverzüglich ausgenommen werden müsse, da man ihn sonst «n Rhein führen müsse. Die italienischen Truppen haben bereits Raab und Preß- bürg, letzteres mit 7000 Mann besetzt. Auch soll eS schon zu Zusammenstößen »wischen Ungarn und französischen Truppen gekommen sein. , Vorfne-enskonferrnz am L-r. April. Die Kriegsentschädigung. Paris. 81. Mär^ Der Generalsekretär der Friedenskonferenz Dutasta ist in Versailles angekommen, um die ersten Vorbereitungen für den Vorfriedenskvngreß zu treffen. Sobald der Wortlaut des Vorfriedens durch die Ententemächte festgesetzt sein wird, werden die deutschen Bevollmächtigten, anderen Spitze Graf Brockdorff-Rantzau steht, nach Versailles gerufen werden. Die Deutschen, deren Anzahl etwa 200 betragen wird, werden im Rathaus untergebracht werden. Die Vorbereitungen werden mindestens drei Wochen dauern, daher wird der Vorfriedenskongreß frühestens am Tage nach Ostern zusammentreten können. -Über die von uns verlangte Entschädigungssumme verlautet, daß diese auf 45 Milliarden 350 Millionen Dollar angegeben wird. Davon verlangen: Frankreich 16 Milliarden, Belgien 7'/z, England 6, Rußland und Polen zusammen 7, Italien Iftz, Serbien 1, Rumänien 1, Vereinigte Staaten Griechenland und Tschechoslowakei je Vz. Japan Milliarde und Portugal 100 Millionen. China und andere Staaten zusammen etwa V. Milliarde Dollar. Da der Gesamtbetrag Deutschlands Zahlungskraft übersteigt, muß er niedriger gesetzt werden. Wahrscheinlich wird Deutschland zwischen 20 und 30 Milliarden Dollar zn bezahlen haben. _ Ltnsere Helden Ln Osiafrila. General v. Lettow-Vorbeck am Vortragsttsch. Berlin, 31. März. Im Verein Berliner Presse sprach Generalmajor v. Lettow-Vorbeck über die Kämpfe der deutschen Helden in Ostafrika: Als der Ausbruch des Krieges gegen Deutschland auch in Ostafrika bekannt geworden war, war es für von Lettow-Vorbeck keine Frage, daß man auch hier den Kampf j aufnehmen mußte, um möglichst viel feindliche Truppen und Kriegsmittel zu binden. Für Vorbereitungen war wenig Zeit, doch gelang es durch Heranziehung von Freiwilligen und rascher Ausbildung von Rekruten die 200 Europäer und 2000 Askaris, die o. Lettow-Vorbeck anfangs nur zur Verfügung standen, auf 300 Europäer und 13000 Askaris zu verstärken. Nach eigenen Angaben der Engländer hatten diese in Ostafrika über 20 000 Mann aufs beste ausgerüsteter Soldaten mit allen Nachschubmöglichkeiten im Felde. Anderthalb Jahre gelang es v. Lettow-Vorbeck, mit seiner kleinen Macht Deutich-Ostasrika vom Feinde frei zu halten. Dann aber drohte durch Munitionsmangel und Ausgehen der Arzneien ein rasches Ende des ungleichen Kampfes. In dieser kritischen Zeit faßte v. Lettow-Vorbeck den Entschluß, den Krieg auf feindliches Gebiet hinüberzuspielen und sich dort aus den wohlversorgten festen Lagern mit allem zur Weiterführung des Krieges Notwendigen zu versehen. Der Erfolg war glänzend: am 25. November 1917 wurde die Grenze nach Portugiesisch- Ostafrika überschritten, und in siegreichen Gefechten gegen die Portugiesen gelang es, reiche Beute an Waffen, Munition, Arzneien und allem zur Verpflegung Nötigen zu machen. Zu vielen völlig neuen Gewehren wurde allein im ersten Gefecht eine Viertelmillion Patronen erbeutet, die sich in den nächsten Erfolgen bis auf eine Million erhöhten. Der Kampf wurde frischen Mutes fortgesetzt, bis der Waffenstillstandsvertrag auch den ostafrikanischen Helden die Waffen aus der Hand nahm. Auf 150 Europäer und nur wenige tausend Askaris war die Schar zusammengeschmolzen! Der Vortrag des verdienstvollen Generals fand bei den zahlreichen Zuhörern großen Beifall. Sie dankten dem Vortragenden durch ein Hoch auf ihn und unsere Ostafrikaner. _ Verschleuderte Millionen. Noskes Anklagerede in der Nationalversammlung. Die letzte Sitzung der deutschen Nationalversammlung vor ihrer Vertagung auf den 9. April schloß wie,eine lang vor dem Krachen des Schusses sich in zehn Schritt Entfernung vor die Büchsenmündung aufgepflanzt Hab«, einer bewußten Doppelzüngigkeit schuldig gemacht, denn er wußte in einem solchen Falle ganz genau, wie und auf welche Weise Max Tecklenburg zu seinem Tode gekommen war. Ich begreife dann nur nicht, warum er mit diesem gewiß durchschlagenden Argument nicht sofort herausrückt«. Etwa, weil er über jenen zwölften Mai erst ein wenig Gras wachsen lasten wollte, um gewisse unliebsame Ermittlungen über die Stärke oder das Vorhandensein deS in jener Mittagsstunde unserer guten Stadt gespendeten Sonnenscheins schwieriger zu gestalten, wenn nicht gar unmöglich »u machen?" .Da haben wir wieder die berühmte wohlwollend« Objektivität deS öffentlichen Anklägers!" entrüstete sich Emil; .wäre es nicht billiger, den Angeklagten erst selbst zu hören, ehe die ihm unterschobenen Motive noch obendrein in einer für ihn möglichst ungünstigen Beleuchtung durchgehechelt werden?" Einer weiteren Auseinandersetzung machte das Gebot des Vorsitzenden ein rasches Ende. Er wendete sich an den Angeklagten und forderte ihn zur Abgabe einer Erklärung auf. .Ja, was soll ich da viel sagen", meinte Georg Buserk der gleichfalls wieder bleich und verstört geworden war. .wenn die eigene Schwester gehässig dazu hilft, mich zu verderben..." »Ich sagte nur die Wahrheit", unterbrach ibn Agnes, ohne ihn dabei anzusehen. »Kannst du es leugnen?" .Nein, durchaus nicht. Aber wenn die Zeugin der Wahrheit wirklich die Ebre geben will, io muß sie bezeugen, daß ich von jeher allen Respekt vor dem Schießen batte-" .So?" unterbrach ihn der Staatsanwalt rasch wieder .Es warten verschiedene Zeugen auf die Gelegenheit, dem Angeklagten das Zeugnis eines äußerst treffsicheren Schützen zu erteilen." »Ich schieße auch gut und wenn ich selbst eine Büchse abfeuere, mache ich mir aus dem Knall nur wenig, »umal unter freiem Himmel. Aber wenn in einem geschloffenen Raum von dritten geschaffen wird, gehen die Nerven eiy- Tragikomddie. Der ReichSwehrmlnister kielt eine ReüeH, die im Tone wie das Dröhnen eines Küraisiertrittes, der Sache wie das Plädoyer eines Anklägers klang. klagte einzelne Arbeiterkreise an, die die Finanzen deS! Reiches schädigten, den Aufbau unsrer Volkswirtschaft- hinderten. Cr begann mit der Aufzählung von Vorgänge«- iu ver ' Lorstetzotverkstatt in Friedrichsort: Am ersten ReoolutionStage erklärten die Arbeiter, daß fix' sich von nun an weigerten, auch nur einen Handschlag für die ^ Herstellung von Kriegsmaterial »u tun. Die Folge war ein! vollständige- Abstocken jeder Art von Tätigkeit. Nach einer- oberflächlichen Berechnung wurden hunderttausend Mark Tag! für Tag an Lohn gezahlt, ohne daß irgend welche gewinnt bringende Tätigkeit geraume Zeit hindurch in diesen Werk-i statten auSgeübt wurde. A>S ick Ende Dezember die Werk, i statt besuchte, mutzte ich feststellen, daß vor einer sebr großen l Anzahl von Arbeitern irgendwelche Tätigkeit auch nicht einmal s fingiert wurde. Inzwischen haben sich die Dinge etwas ge-j bessert. Aber der Betrieb wird auch nach seiner Umstellung: auf Friebensarbeit noch geraume Zeit beträchtliche Zuschüsse kosten. In den militärischen BekleiduugSämtern sind, nach dem Berichte Noskes. die Zustände absolut unerträglich: .Es gibt Bekleidungsömter. die ungefähr den^ zwanzigfachen Umfang des Krieges angenommen haben. ^ Trotzdem verlangen die Wortführer der Arbeiter, daß keine i Entlastungen in diesen Betrieben vorgenomme» werden, dürften. Manche Leute scheinen wirklich zu glauben. Soziali-^ sierung bedeutet, einen Betrieb, der auf Kasten der Allgemein-' heit mit riesigen Mitteln unterhalten worden ist» sich un-° mittelbar dienstbar zu machen. Es ist weiter die Forderung gestellt worden, daß sämtliche Aufträge an Uniformen für: Post, Eisenbahn usiv. diesen Bekleidungsämtern zugewiesen werden sollten. Ich habe demgegenüber darauf Hinweisen' müssen, dab es doch noch auch außerhalb der Bekleidungs- Sinter Schneider und Schuhmacher gibt, die ein Recht auf Beschäftigung haben. Dabei ist die Arbeitsleistung in einer Anzahl dieser Betriebe teilweise so »urückgegangen, daß wir! genötigt sind, den verhältnismäßig bescheidenen Bedarf an Uniformen und Stiefeln für die Freiwilligenverbände bei der Privatindustrie zu decken. In den Spandauer Betrieben hat sich am ersten Revolutionstage eine sogenannte General- ^ Direktion gebildet, die auS eis Arbeitern und acht Angestellten, besteht. Durch ein eigenartiges Wadlverfabren und durch einen geradezu unerhörten Terrorismus hat man erreicht, daß diese elf Arbeiter sämtlich unabhängige Sozialdemokraten sind. Lm' Monat Januar sind in diesen Werkstätten an Löhnen 42 Millionen Mark ausgezahit worden. Dem steht eine, Tätigkeit gegenüber, die absolut minimal genannt werden muß. Ein sebr großer Teil der Spandauer Arbeiter bat den lebhaften Wunsch, sobald wie möglich wieder voll arbeiten zu können. Aber sie sind, wie mir erst gestern eine Deputation erklärt bat. durch Anwendung des schärfsten Terrors zum Streik gezwungen worden. Hat man doch sogar eine Abteilung zum Streik gezwungen, in der künstliche Gliedmaßen für unsere Kriegsbeschädigten hergestellt werden. Was der Minister bis hierher mitgeteift, wirkte auf die Zuhörer wie eine Tragödie. Nun kam aber rin kleines Nachspiel, das wie eine Komödie anmutete. Infolge einer Anregung von der rechten Seite des HauseS brachte Noske die Rede auf die Deserteure: Im November und Dezember bat sich in Berlin auch ein Rat der Deserteure gebildet. Dieser Rat kam zu mir und verlangte seine formelle Anerkennung, die Einrichtung eines Bureaus für vorläufig 10 Personen mit je 25 Mark Tagegelder. Für die Deserteure wurden 15 Mark Reisegeld, 50 Mark Entlassungsgeld und ein Anzug verlangt, ursprünglich sogar die Nachzahlung von Löhnung und Verpflegungsgeld vom Tage der Desertion ab. Der Deserteurrat sagte mir, er gebe vier Tage Frist, bis dahin müßte die Forderung bewilligt sein, denn die Deserteure wären eine Macht. Sie waren damals tatsächlich eine Macht und demonstrierten mit Gewehren in den Straßen Berlins. Vierzehn Tage später waren sie wieder bei Mir. Ich hatte aber inzwhchen 10 VVÜ Soldaten aus Dahlem mitgebracht und erklärte ihnen, ich würde keine ihrer Forderungen bewilligen, denn jetzt sei ich eine Macht. Während der erste Teil der Rede mit allen Zeichen der Bekümmernis angehört wurde, ist die Erzählung von den Verhandlungen mit den Deserteuren mit Heiterkeit ausgenommen worden. Die umsichtige deutsche Arbeiterschaft aber wird aus der Anklagerede Noskes — denn das ist sie gewesen — lernen, wie es nicht gemacht werden darf, wenn sie und das deutsche Volk einmal aus de» Elend herauskommen sollen. 8 « «Wen. W. so Dbmarchi Patnichl Mich W in c Hindscho Mnde ' He Art Hrigen -ringend ßS V e Tührui -> groß -rängt i in '«ne uv jo tiefes in r ^ noch tie Gege «Hanisik bäni sie mü nichts st M Jai Mllt ' «ihren Men, Mmschh hat die fach mit mir durch. Ich konnte niemals eine Oper wie den Freischütz «der die Hugenotten bis zu Ende hörek eben weil darin geschossen wird . . . und wenn Mal Tecklenburg mir mit seinen verrückten Spielereien kam, st war ich schon von vornherein so nervös, dab ich aV liebsten davongelaufen wäre. Ich erinnere mich dunkel, daß er in unserer Gegenwart auch die Muskete einigt Male abfeuerte, ob mit eigener Hand oder durch Benützung einer mechanischen Spielerei, kann ich nicht sagen. Ich war viel zu nervös und uninteressiert, um auf seine Erklär»« zu hören." »Sie behaupten also, von der Sonüereigenschaft der Arkebuse nichts gewußt zu haben?" ,Al8 mir Emil — mein Verteidiger — gestern Mit' teilung von seiner Wahrnehmung machte, war ich zu« mindesten so überrascht als er selbst. Nur dunkel dämmerst in mir die Erinnerung, als ob Tecklenburg sübst unS wo derselben Büchse schon früher einmal etwas vorgegauke» hätte." .Nun, Zeugin, was sagen Eie zu dieser Erklärung?' wollte der Vorsitzende wissen. »Er hat immer Furcht gezeigt, wenn andere geschossen haben, wenigstens als Kind", gab sie gleichgültig zu, »aber später Hab' ich nichts mehr bei ihm gemerkt... er war ja auch immer fort." Der Staatsanwalt beantragte die Vereidigung der Zeugin; aber auf Emil- Widerspruch hin erfolgte Ab» lehnung durch den Gerichtshof. »Dann verzichtet die Staatsanwaltschaft auch auf ei« Vornahme des im Arsenal vorzunehmenden Echießexperp mentS", erklärte Nägele verärgert: »eS wird der Gegen' feite zugestanden, daß eine solche Selbstentladung bek Waffe unter den von ihr selbst geschilderten Voraussetzung«: möglich ist. Aber es wird bestritten, daß in jener Mittagsstunde die Sonne genügend intensiv schien, um das Pulo« auf der Büchsenpfanne zu entzünden." . »Ich kann nur wiederholen, daß ich unschuldig bin. beteuerte der Angeklagte, ohne daß der Vorsitzende eS Ei gewehrt, nochmals. »Meiste Schwester sagt selbst, » Max Tecklenburg ihr den Trick mit der Arkebuse gerei hat: aljo sEe er. war.ibrr erwartete, wenn, ex M hii den t woi M sich " sei. m die ßSHfinl L irr k me g' üb. m Dc En WM v ÄÄdox Zr EÄiagt Kredet s Mas ^ !r- Zukunft des sürftlicheu Berufes. mg. Er- Kjx ft es nicht wie eme Satire, m dieser Zeit, rn »en des! Mitteleuropa sich seiner altangestammten Dynastien ««m einzigen Ruck entledigt hat, von einer Zukunft fürstlichen Berufes zu reden? Nun, „die Welt ist » und muß sich drehn", „heute rot, morgen tot", «och ist „aller Tage nicht Abend". Und wenn ^ mit seiner „Dialektik" recht hat, erledigt sich jede fing durch sich selbst ins Negative. Die Republik keineswegs das natürliche Schlußende einer ^Aen Entwicklung. Doch davon soll nicht die Rede wenn wir hon einer Zukunft des fürstlichen Berufes , es soll vielmehr darauf hingewiesen sein, jeglicher Staatsform eine gewisse Dosis ^«rchisch er Gedanken enthalten sein muß. wenn , bestehen bleiben und ihr Amt im Sinne des Gemein- M ausüben will. ' Friedrich Wilhelm Förster hat bei der modernen kratie viel Kredit, obwohl er ein streng und positiv Her Mann und in seiner Grundanschauung konser- ist, das konservativ verstanden als eine Welt- auung,.die für den Staat, für den Einzelnen, die Schichten und Berufe, für Sitten und Sittlichkeit, innere und äußere Politik eine streng christlich- hische OrieMerung verlangt und die Idee von eierleiMoral unbedingt und aufallen Gebieten ablehnt. Er hat in seinem schönen und gedankenvollen Buch itische Ethik und politische Pädagogik", jag Ernst Reinhardt, München — allen Politikern Lesen angelegentlichst empfohlen — über dieses itel Beherzigenswertes und Tiefgründiges geschrieben, der allgemeinen Beachtung und gründlichem Nächst empfohlen werden kann. Förster schreibt, nach- er dargelegt hat, inwieweit gewisse demokratische utionen als Forts und Bollwerke im Kampfe für die steiheiten gedient haben, folgendes: Entsprechend der immer größeren Bedeutung des en politischen Führerberuss aber wird auf dem n Boden gesicherter Volksfreihelten die Institution Monarchie vielleicht eine ganz neue Bedeutung ge- en. Widerspricht diesem Ausblick aber nicht die Tat- so wird man fragen, daß in neuester Zeit mehrfach rchien in Republiken verwandelt worden sind? nicht sogar das konservativste Volk der Erde, China, lkich seine Dynastie verabschiedet? In Wirklichkeit in all diesen Ereignissen keineswegs eine prinzipielle indschaft gegen die monarchische Idee, sondern nur der de Protest gegen bloße hohle Privilegien und gegen Art von persönlichem Willkürregiment zutage. Im -en aber wird jeder, der den Geist unserer Zeit einend beobachtet, konstatieren müssen, daß noch nie Verlangen nach wirklich hoheitsvoller rung, nach Inspiration durch wahre Vornehmheit, groß gewesen ist, wie in der Gegenwart. Scheinbar ,gt die demokratische Entwicklung die Fürsten hinaus in Wirklichkeit eröffnet sie dem Führerberuf ganz ! und unerschöpfliche Aufgaben. Noch nie war ein tiefes Bedürfnis nach fürstlichen Männern und Frauen, in diesem Zeitalter des plebejischen Jnteressenkampfes noch nie hat man so empfunden, daß Noblesse allein Gegensätze versöhnen kann, und daß Vornehmheit allein nisierend wirkt, allein die niederen Mächte wirklich bändigen weiß. Wären die Fürsten nicht da, müßten heute erfunden werden. Es gibt S Zeitgemäßeres, als die Existenz von Familien, die Jahrhunderten über den gemeinen Jnterefsenkampf llt sind, um in ihrer ganzen Lebenserscheinung und ihren Lebensformen eben jenes Undefinierbare darzu- das man „Hoheit" nennt und ohne das die Menschheit in Plattheit und Roheit zurückfällt. Was Hot die Menschheit in ihrer dunklen Sehnsucht nach Er- Aung von der Wildheit des Lebenskampfes nicht alles die Idee des Königs hineingelegt! Wieviel _ndungen sind da ausgelebt worden, die im gewöhn- Uchen Lebenskampf nie zur Entfaltuug gelangen konnten! ürtschgsti ngänge» :. daß s,x g für die war ei« i ach einer tark Tag' gewinnen West. - >ie Werk, r groben >t einmal twas ge- mliellung Zuschüsse lut un- iädr den i haben. Mb keine werden Soziali-, llgemein- sich un-' orderuni :men für- igewiesen' »inweisen' leidungs-, techt auf, m einer! daß wir' cdarf an. e bei der General-, igestellten > :d durch: eicht, daß aten sind. Löhnen, steht eines t werden: bat den cheiten zu, eputation wrs zum eine Ab- ie Glieder:. urkte auf aber rin ete. Jn- Z HauseS auch ein mir und mg eines irk Tage- Reisegeld, sprünglich lungsgeld e mir, er erung be- cht. Sie ierten init ge später en 10 0ÜÜ hnen. ich tzt fei ich r Zeichen ung von Heiterkeit Ärbeiter- denn das t werden aus de» wie s° schaft der tern Mit- ich zu« dämmerst : uns um cgegauke» klärims?' geschossen »u. .ab« . er war gung d« zlgte Lb' > auf ei» ließexpe«' er Gege>*, düng d«i rsetzuns»Z Mitta ' -S Pu kdig bia^ )e eS übst. >se gezeü sich hirs Ar den Büchsenlauf hinstellte, wo die mwerhüllte ANttagS» Me dar ganze Arsenal mit blendendem Licht erfüllte. Er wollte es auch nicht anders, denn er wollte sterben AL sich durch seinen Tod an mir rächen. Er hielt mich r seinen glücklichen Nebenbuhler." Nun lachte Georg Mer bitter auf. .Er war ein Tor. Ich beteuerte ihm W meinem Ehrenwort, daß ich keinerlei Aussichten auf Erlangung der Gunst der jungen Dame hätte, aber er mir nicht, weil er'S besser zu wissen vermeinte, überspannter Laune warf er sein Leben fort, dies nur, um mich mit in sein Verderben zu verflechten."' Damit setzte er sich achfelzuckend wieder zurück. — —> Endlos verging der Nachmittag. Neue Zeugenaufgebote Arden vernommen. Wer die Frage, ob mit dem Glocken- Wsg zwölf Uhr mittags die Sonne geschienen hatte, Avte nicht gelöst werden — auch nicht in den beiden At. viel Wer und Leidenschaft gehaltenen Schluß- -"Sidoyers. Zuvor hatte der Vorsitzende die Schwester deS Au- dmagten nochmals vortreten lasten und ihr inS Gewissen. ü>et: .Wenn Sie auch unvereidigt vernommen worden so werden Ihre Angaben doch durch eine Anzahl «-Eandsbeweise erhärtet. Ich stehe zu bemerken nicht an, A4 durch Ihre Aussage das Schicksal des Angeklagten Ni unbeeinflußt bleiben dürste. Er ist immerhin Ihr ur, man rühmte in der Stadt Ihr früheres so rches Einvernehmen. Wenn Sie an Ihrer Aussage ändern oder sie teilweise oder ganz widerrufe». ..Nein!" sagte das Mädchen hart und unerbittlich, habe die Wahrheit gesagt und dabei will ich bell, einerlei, ob man mich vereidigt hat oder nicht, mag mich darum auch kalt und herzlos schelten!" begann sie zu schluchzen. »Ich weiß es selbst, daß .Mich für rachsüchtig halten muß. Mer ich war's liglich nicht. Ich war sonst und gut und ich Hab' l Bruder lieb gehabt. Er aber hat mir alles aus Herzen gerissen, er hat, nur um seinem Leichtsinn Ken ,u können, mitleidslos mein Lebensglück zertreten, .und mein Glück waren ihm ein Spielzeug wie alle Meuschw, Aber damit bätst e- gemm sei« vMro. Wieviel ritterliche Hilfe für alle Unterdrückten, wieviel übermenschliche Gnade und Großmut, wieviel erhabene und würdevolle Wahrung der Ansprüche Gottes im gesellschaftlichen Leben, wieviel Meisterschaft über die Affekte, wieviel eherne Treue in Vertrag und Versprechen, wieviel Uebermacht von Pflicht und Ehre über zeitliche Interessen, wieviel Sieg über alles Kleinliche in Seele und Leben! Kurz — es liegen unerschöpfliche Kulturschätze in der Idee des Königtums, Schätze, deren ganze Bedeutung gerade in einer Zeit hervortritt, in der sich das taktloseParvenütum, die kulturlose Selb st sucht und die würdelose Leidenschaft auf allen Gebieten vordrängt und jede edle Gebundenheit der Formen und der Sitten als Knechtschaft verhöhnt. Der Staat hat nicht die Macht, alle diese verrohenden und auflösenden Tendenzen mit äußeren Ordnungsmitteln zu bändigen — er kann nur noch pädagogisch darüber Herr werden, nämlich durch die geistig- sittliche Kraft und Autorität all der Kulturmächte, die im Staatsoedanken niedergelegt sind. Diese Kulturmächte können aber in bloßer abstrakter Form nicht entfernt so tief wirken, wie durch eine fürstliche Gestalt, in deren Auftreten und Sitten sozusagen die Würde, die Pietät, die Verantwortlichkeit und die Universalität der weltgeschichtlichen Lebensgemeinschaft über alle bloß individuellen Impulse triumphieren. Alles Führertum, auch im kleinsten Kreise, bedarf der Erziehung und Weihe durch die Tradition und den Takt, die vom königlichen Führertum kommen — das richtig verstandene Königtum ist die Hochschule für alles wahre Führerwesen. Wir brauchen gerade in unserer Zeit des rücksichtslosen Daseinskampfes eine Persönlichkeit, die an der Spitze der weltlichen Interessen steht und doch das Gegenteil von Hast, Selbstsucht und Leidenschaft darstellt, ein erhebendes Bild disziplinierter und geheiligter Würde, das alle die sittlichen Kräfte sammelt und ermutigt, die durch die allgemeine Desorganisation des Lebens und durch die Roheit der Jnteressenkonflikte immer wieder zur Ohnmacht verurteilt werden. Wir haben solche wahren Fürsten und Führer gehabt und wir haben sie auch heute noch — im allgemeinen aber ist der Fürst heute noch vor allem der Kriegsherr, manchmal auch Sportsherr; die Zeit naht, wo er der „soziale Herr" sein wird, der Herr der Fürsorge und der Herr der Erziehung, und damit der leitende Staatspädagoge — nicht als Sachverständiger für alle Einzelheiten, sondern als zielbewußter Träger der höchsten bildenden Sitten und Prinzipien aller menschlichen Gemeinschaft! Die obigen Betrachtungen sind wahrlich keinem byzantinischen Geiste entsprungen. Sie sollen keine Lobpreisung, sondern eine Mahnung sein. Das Wort: „Wen die Götter verderben wollen, den schlagen sie mit Blindheit" scheint eine besondere Anwendung auf manche gegenwärtige Repräsentanten der fürstlichen Würde zu haben. Sie scheinen nicht mehr zu ahnen, was ihnen anvertraut ist und welche erhebende Wirkung von ihnen ausgehen könnte, wenn sie wüßten, was „die Krone" bedeutet und was sie fordert und was die Menschheit in der gegenwärtigen Würdelosigkeit des ganzen öffentlichen Lebens von ihnen erwartet. Statt daß diesen Erwartungen mit dem höchsten Verantwortungsgefühl und wahrem persönlichen Opfersinn entsprochen wird, gibt es leider viel zu viel undiszipliniertes, würdeloses und eigensüchtiges Reden und Auftreten von Männern und Frauen fürstlichen Standes; sie scheinen nicht zu merken, welcher kritische Geist durch alle Länder geht und wie schnell es um ihre Kronen und alle Kronen geschehen sein könnte, wenn es der Menschheit plötzlich so scheinen sollte, als habe sie heilige Privilegien an ungeweihte Seelen verschenkt. Wahrlich, das Fürstentum muß heute wieder in die Tiefe der eigenen Tradition greifen und der Menschheit durch ehrfurchtgebietende Beispiele zeigen, warum und in welchen Grenzen es ihr unentbehrlich ist." Badische Natiorralversarrtml««-. 19. Oeffentliche Sitzung. Karlsruhe, 2. April. Die Nachmittagssitzung wurde vom Präsidenten Kopf um 4 Uhr 45 Min. eröffnet. Eingegangen ist ein Antrag (Gesetzentwurf) der sozialdemokratischen Fraktion über die Vergesellschaftung; ferner zwei kurze Anfragen der Deutsch-nationalen und der Sozialdemokraten. Abg. Niederbühl (Dem.): Die Ueberweisung der Gewerbe- und der Handelsschule an das Unterrichtsministerium ist von großer Bedeutung. Die nationalliberale Fraktion hat bereits im Jahre 1917 diese Regelung beantragt. Ich bin aber damals Gegner von dieser Regelung gewesen und bin es heute noch. Das Gewerbeschulwesen ist ein Bestand der Gewerbeförderung. Der Gewerbeschulunterricht und der kaufmännische Unterricht kann nur förderlich sein, wenn er demjenigen Ministerium unterstellt ist, dem dar Gewerbe und daS Handelswesen unterstellt ist, in Württemberg, in Sachsen und in.Hessen sind die Dinge in diesem Sinne geregelt. Abg. Dr. Mayer-Karlsruhe (D.-N.): Mit warmen Worten für die Arbeit der vorläufigen Volksregierung ist die Besprechung heute eröffnet worden. Diese Worte will ich nicht abschwächen. Auch wir verkennen nicht die Lage, die sich für die Regierung ergibt. Ich habe schon in der ersten Sitzung betont, daß wir immer dabei sein werden, wenn es gilt, die Ordnung und die Wohlfahrt des Landes zu fördern. Abg. Schäfer hat zugestanden, daß der Gesetzentwurf nicht vollständig befriedigt. DaS ist deshalb, weil bei der Schaffung der Gesetzentwurfes die Parteiinteressen überwogen haben. Deshalb sind auch sieben Ministerien und sechs Staatsräte geschaffen worden. Eine Neuordnung hat man nur getroffen bei dem sozialen Ministerium, das zu begrüßen ist. Land- und Forstwirtschaft sind auseinandergerissen worden, daS halten wir nicht für glücklich, denn Forst- und Landwirtschaft sind eng miteinander verbunden; wir bemängeln das. Bei allem, was wir bedenken, müssen wir die oberste Frage ausstellen, was ist notwendig um der neuen Zeit willen. Niemand wird nun bestreiten, daß in vorderster Linie der Lebenstätigkeiten die Landwirtschaft steht. Sie erscheint zwischen dem Armen- und dem Veterinärwesen. Auch Handel und Industrie sind nicht genügend berücksichtigt. Sie sind beim Ministerium für soziale Fürsorge untergebracht. Für sie hätte man besondere Ministerialabteilungen schaffen sollen. Man hätte dabei nicht die Zahl der Ministerien zu vermehren brauchen. Im Sinne des Parlamentarismus suchen wir die Regierung zu politisieren; dies sollte aber nicht zu weit hinuntergehen. Diese Entwicklung wollten wir von unserem Beamtenstand ferngehalten wissen. In andern Staaten ist man bestrebt, sich des politischen Beamtentums zu entledigen, da sollten wir nicht in Baden den Krebsgang gehen. Der „Badische Staatsanzeiger", der schon neulich einen Angriff gegen die Deutsch Nationalen gebracht hat, den wir als eine Unverschämtheit zurückweisen, hat neuerdings einen Artikel veröffentlicht, der von einem Tintenkuli der Regierung geschrieben wurde. Derartige Artikel ziemen sich nicht in einem demokratischen und sozialen Staate. Der Regierung werden wir nur ein vorsichtiges und abgewogenes Vertrauen entgegenbringen (Beifall rechts.). Abg. Dr. Goth ein (Dem.): In der Gewerbeschulsrage werden das Unterrichtsministerium und daS Ministerium des Innern ständig Fühlung haben müssen. Aber es ist zu wünschen, daß die Gewerbeschulen dem Unterrichtsministerium unterstellt werden, weil in ihnen auch dar pädagogische Interesse überwiegt. Den meisten Ausführungen des Abg. Dr. Schofer können wir uns anschließen , aber wir müssen Protest einlegen gegen das Verdammungsurteil, das er über die Vergangenheit gefällt hat. Ich möchte sagen, der Mann, von dem Abg. Schofer erzählt hat, der, um heimlich in die Kirche gehen zu können, mit der Eisenbahn fortfährt, der ist kein guter Katholik und auch kein guter Beamter. Die Angriffe Dr. SchoferS Mr Hätte Len Mut haben und seine Tat bekennen müssen, statt mich in seine Schmach zu verwickeln, so daß man mich gleich einer schlechten Person festgenommen und hierher transportiert hat." .Das vergesst ich meinem Bruder nie, denn er ist Max Tecklenburgs Mörder — — ja, du bist sein Mörder!" schrie sie aufflammend, indem sie sich direkt an Len mit aschfahlen Mienen und gesenktem Haupt stehmden Angeklagten, der vergeblich ihren haßlodernden Blicken i ftandzuhalten suchte, wendete. .Und wenn scheinbar Wort für Wort wahr ist, was du gesagt hast, darum bist du , Loch sein Mörder, denn wenn du ihn vor der Mündung ! hast stehen sehen-durch lange Minuten, weil er den ! Tod gesucht hat, wie du behauptest-und du hast ihn ! nicht zurückgeriffen und es ihm unmöglich gemacht, wo du j das Geheimnis der alten Arkebuse doch so genau wie er ' gekannt hast, dann bist du sein Mörder — — sein > Mörder!" schrie sie in verzweifeltem Weh überlaut hinaus. > »Und wenn das Gericht dich freispricht, dann lad' ich dich ! vor ein ander Gericht-und dort, wo unsere Eltern ! auf uns warten, sollst du mir Rechenschaft für all das ! Weh und all den Jammer und für mein durch dich elend ! und friedlos gewordenes Leben geben müssen!" ; > Umsonst hatte der Vorsitzende sie wiederholt zu unter» : brechen versucht. Erst als sie nun in einem krampfartigen > Weinanfall zusammenbrach und aus dem Saale getragen werden mußte, konnte er sich in der allgemeinen Erregung i wieder verständlich machen. ! Georg Buser stand kalkbleich, und in dicken Tropfen perlte ihm der Schweitz von der Stirn. Seine Augen aber starrten wie verglast zur Saaldecke, als wollten sie diese durchdringen und in die Ewigkeit schauen, wo keine Ausflucht und Lüge mehr retten kann, wo wir alle mit unfern Taten, Worten und Gedanken so nackt und bloß stehen werden, wie wir den Mutterschob verlaßen haben. »Und ich bin doch unschuldig!" sagte er dann rauh. Erst in vorgerückter Abendstunde und nach ungewöhnlich langen Beratungen sprachen die Geschworenen Georg Buser ÜÜN der wider ihn erhobenen Anklaae der Mordes frei. AVer «IS sie aus dem BeratungSzimmer in den Ver- Handlungssaal zurückkehrten, war ihren Mienen anzumerken, daß sie ihn nicht etwa wegen erwiesener Unschuld freisprachen, sondern sie ihm auf Grund der ihnen vom Vorsitzenden erteilten Schlußbelebrung nur die RechtSwohltat des Zweifels zugebilligt hatten.- Unmittelbar nach seiner Freilassung verschwand Georg Buser auf Nimmerwiederkehr aus seiner Vaterstadt. Dort hörte man in Zukunft nichts mehr von ihm. Manche meinten, daß er verdorben und gestorben wäre, andere wieder wollten wissen, daß er eS in fremden Landen unter anderem Namen zur Berühmtheit gebracht hätte. Für seine unversöhnlich gebliebene Schwester war er tot, wie auch sie es bald darauf für alle Welt wurde. Denn verbittert trat sie in ein Kloster ein und nahm dort den Schleier. Um Emil Fiedler und besten liebreizende Gattin aber begann sich, wie der überglückliche Vater manchmal scherzend meinte, ein neues .Dreimännerkolleg" zu bilden — seine herzigen drei Jungen nämlich, die sich schon von früh auf mit mehr als brüderlicher Zuneigung zugetan wäre» — Ende. — . Ei« VolkskunsthauS i« Leipzig. In Leipzig bat sich eine Aktiengesellschaft .Bau für Volkskunsthaus" ruft einem Grundkapital von einer Million Mark gebildet, die einen großen Neubau errichten will, in dem eine Anzahl der künstlerischen Volksbildung dienender Unternehmen zweckdienlich vereinigt werden sollen. Zunächst soll ein Theater mit 1300 Plätzen gebaut werden, das dem im Dezember vorigen Jahres gegründeten Verein Leipziger Volksbühnen für erstklassige billige Vorstellungen zur Verfügung gestellt wird. Daneben wird eine große, zwei» geschosfige Ausstellungshalle für bildende Kunst errichtet, die mit dem Theater durch Wandelgänge in Verbindung steht und jedem Theaterbesucher freien Eintritt in die Kunstausstellungen gewährt. Schließlich soll im Vorderhaus« eine Volksakademie nach dem Muster de: Berliner Humboldt-Akademie untergebcacht werde» richteten sich gegen Männer, die sich nicht verteidigen können. Sollten sie sich gegen Frhrn. v. Bodman richten? Der war doch ein guter Katholik (Lachen im Zentrum). Unsere Vergangenheit sollten wir nicht schlechter darstellen, als sie ist. Wir freuen uns, daß das parlamentarische Regime durchgeführt wird, aber wir wollen dabei berücksichtigen, daß unser guter Ruf geachtet wird (Beifall links). Abg. Schön (Dem.): Der Vorschlag, daß die Landwirtschaft kein Ministerium erhält, ist für sie ein schmerzlicher Verzicht. Karlsruhe, 3. April. Die Nationalversammlung nahm heute vormittags den 3. Nachtrag zum Staats- Voranschläge an und ermächtigte die Regierung, zu Eisenbahnzwecken ein Anlehen von 200 Millionen Mark aufzunehmen. Aus Bade«. Die neue Regierung. Die „freie Republik" Baden hat nun ihre endgültige Regierung. Uebrigens: warum „freie Republik"? Ist diese Wortstellung die Erfindung irgend eines offiziösen Schmocks oder amtliche Bezeichnung? Gibt es auch eine „unfreie" Republik? Und was versteht man darunter? Unabhängige, Spartakisten und Kommunisten haben wohl eine andere Auffassung von der freien Republik, als etwa der Herr Hummel, der ja nun glücklich Kultusminister ist. Wenn man so die Liste der neuen Minister und der Herren Staatsräte durchsieht, kommt man ohne weiteres zu der Ueberzeugung, daß mit dem Grundsatz: „freie Bahn dem Tüchtigen" voller Ernst gemacht wird. Daß man als tüchtiger Freibähnler bei der abgestempelten Mehrheit sein muß, mag wohl nur unverbesserlichen Reaktionären als eine Beeinträchtigung des schönen Grundsatzes Vorkommen, denn in der wirklichen freien, echten, demokratischen Republik beruht alles auf Mehrheit und Abstimmung; sie entscheiden, wer „tüchtig" ist, und dann erst erhält er die amtlich beglaubigte Anweisung auf „freie Bahn". Ordnung muß sein: sechs Minister und sieben Staatsräte; früher kam man mit vier Ministern aus. So ändern sich die Zeiten. Es lebe die Freiheit und der republikanische Fortschritt! Badisch-württembergische Republik? Durch die Blätter geht die Nachricht über die Pläne zu einem badisch- württembergischen Einheitsstaat, Republik selbstverständlich. Die Drahtzieher für diese Sachen sind die bekannten Unitaristen im sozialdemokratischen und nationalliberalen Lager. Wir halten es für ausgeschlossen, daß amtliche und verantwortliche Stellen sich mit solchen Phantasien beschäftigen. Einer badisch-württembergischen Eisenbahn- und Verkehrsgemeinschaft könnte man das Wort reden, alle andern „Einigungen" sind aber als unfruchtbar zurückzuweisen. Was sich neuerdings an Loslösungs- und Vereinigungsbestrebungen zeigt, kann nur als ein Ausfluß echter deutscher Querköpfigkeit bezeichnet werden, die allerdings durch die bekannten Gewaltstreiche und Gewaltherrschaften in Berlin und München eine gewisse Erklärung findet. Aber man sollte durch diese Dinge sich nichr in der ruhigen und kühlen Auffassung bedrängen lassen. Ueber den Stammesarten innerhalb des deutschen Reiches stehen die gewordenen Staatsgebilde. Diese sind geschichtlich legitimiert. Ob man das in Preußen einverleibte Hannover zu diesen geschichtlichen Legitimationen rechnen will, steht dahin. In Baden aber hat sich zweifellos, trotzdem daß drei Stämme in ihm wohnen, Allemanen, Franken und Schwaben — dazu noch die Pfälzer als Separat-Franken — ein badisches Staatsgefühl herausgebildet, das alle Stämme als Exponenten ihres politisch gegliederten Daseins ansehen. Der Staat Karl Friedrichs hat sich aus der Kunstschöpfung zu einer natürlichen erhoben. Man lasse also die Hände weg von unitaristischen Spielereien. Will man schon „unteren" und radikal Vorgehen, dann schaffe man die „deutsche Einheitsrepublik" mit Reichsprovinzen. Ein solcher Kaiserschnitt — sit vonia verbo — hätte wenigstens den Vorzug einer formalen Logik, wenn er auch seinem Wesen nach eine Vergewaltigung der deutschen geschichtlichen Entwicklung bedeuten würde. A. R. Ans Stadt und Land. Karlsruhe, 3. April 1919 * Keine Gütersendungen nach Württemberg. Die Generaldirektion der Badischen Staatsbahnen teilt uns mit: Wegen Generalstreiks ist Annahme von Gütersendungen aller Art nach und über Württemberg bis auf weiteres verboten. * Verlängerung der Polizeistunde. Nach einer Verordnung der badischen Volksregierung ist vom 1. April ab gestattet, daß in Städten mit mindestens 10 000 Einwohnern die Gastwirtschaften, Kaffees, Theater und Lichtspielhäuser erst um 11 Uhr geschlossen werden. Die Bezirksämter können in Gemeinden mit weniger als 1000 Einwohnern, wenn ein Bedürfnis der landwirt- schafttreibenden Bevölkerung besteht, in der Zeit vom 15. Mai bis 15. September ebenfalls die Polizeistunde auf 11 Uhr abends legen. * Gegen den Wohnungsmangel. Das Ministerium für Wohnungswesen hat bestimmt, daß die Gemeinden, in denen durch starken Wohnungsmangel eine Notlage entstanden ist, oder entstehen kann, ermächtigt werden können, anzuordnen, daß Wohnungen und Räume nur unten Namensangabe des Vermieters und unter genauer Bezeichnung der Straße und der Hausnummer zu Wohnungszwecken öffentlich ausgeschrieben werden dürfen. Weiter wurde verboten, Belohnungen für den Nachweis von Mietwohnungen zu versprechen. * Nach dem „Volksfreund" hat die sozialdemokratische Fraktion der badischen Nationalversammlung beschlossen, einen Antrag einzubringen, nach dem der 1. Mai auch in Baden zum Feiertag erhoben werden soll. Wenn der Beschluß der Nationalversammlung nicht für die Erklärung des Mai zum allgemeinen Feiertag lauten werde, werde die Sozialdemokratie den Tag trotzdem zu einem Demonstrationstage für die Maifeier gestalten. * Das bisher im Besitze der Großh. Familie gewesene Gut Stutensee soll für Zwecke der Jugendfürsorge Verwendung finden. Der Bezirksverein Karlsruhe für Jugendschutz und Gefangenenfürsorge wird sein bisher im Weichbilds der Stadt Karlsruhe betriebenes Heim für gefährdete männliche Jugendliche darin einrichten. Pforzheim, 2. April. Die Neuerkrankungen an Typhus nehmen von Tag zu Tag ab. Die Zahl der Kranken beträgt 2230. Mannheim, 1. April. In Darmstadt hat man eine Falschmünzerwerkstätte aufgefundeu, die von dem Kunstmaler Otto Spratlhoff und dem Schriftgießer Paul Wick betrieben wurde. Die Burschen fertigten als Spezialität falsche Notgeldscheine verschiedener deutscher Städte, darunter auch von Mannheim, an. Die Falschstücke sollen sehr gut ausgefallen sein. Rastatt, 1. April. Der Kriminalpolizei ist es ge- lungen, die Diebesbande, die in letzter Zeit die Stadt unsicher machte, zu ermitteln und festzunehmen. ES sind acht halbwüchsige Burschen im Alter von 13 bis 18 Jahren. Sie stahlen, was ihnen in die Hände fiel, wie Hasen, Wein, Konserven, Fahrräder, Bekleidungsstücke, Heeresgut usw. Ein großer Teil der Beute im Werte von mehreren tausend Mark konnte ihnen wieder abgenommen werden. Dies sei eine Warnung für andere. Die Franzosen Ln -er Pfalz. Karlsruhe, 1. April. Das bei den Franzosen so beliebte System der „kenstrstion xuoitigns", der friedlichen Eroberung, hat in General Gerard, dem Oberkommandierenden in der Pfalz, einen besonders zielbewußten und skrupellosen Vertreter. Als Günstling und präsumtiver Nachfolger Clemenceaus im Kriegsministerium, setzt er alles daran, sich seines Vorbildes würdig zu zeigen, indem er das urdeutsche Volk der Pfälzer der französischen Weltanschauung zu gewinnen und seine« Anschluß an Frankreich als von jedem Standpunkt aus natürlich und im eigenen Interesse liegend erscheinen zu lassen sucht. Die Aufgabe ist nicht leicht, zumal die mit der Besetzung des Landes verbundenen und durch Willkür im einzelnen verschärften Beschränkungen der persönlichen und wirtschaftlichen Freiheit und die Demütigungen, denen die gut deutschgesinnten Bewohner der „fröhlichen Pfalz" Tag für Tag auSgesetzt sind, nicht gerade dazu dienen, den „Befreiern" Sympathien zu verschaffen. General Gerard aber fand das erfolgversprechende Mittel, den von den deutschen Volksgenossen abgesperrten Pfälzern den klaren Blick zu trüben und den Geist zu benebeln, daß sie nach seiner Meinung nur in den Segnungen der französischen Kultur die Rettung aus den Nöten dieser Zeit erblicken können, in denen sich die Leiden des Krieges fortsetzen. Der Oberkommandierende fand dieses Mittel in der erzwungenen Mitwirkung der pfälzischen Presse, die neben der doch immerhin zweifelhaften Einwirkung auf die Landesbewohner noch den Zweck verfolgt, im Zusammenhangs mit den pseudowissenschaftlichen Geschichtsauslegungen der Pariser Regierungsblätter bei der Entente und den neutralen Ländern falsche Anschauungen über die Lage und Stimmung in der deutschen Pfalz zu nähren. Zu diesem Zweck wird die pfälzische Presse in schmählichster Weise geknechtet und vergewaltigt. Unter unerhörtem Gewissenszwange wird von diesen Schriftleitungen verlangt, daß sie die ihnen vom Pressebüro des Oberkommandierenden gelieferten Artikel unverändert und in einer Form aufnehmen, die sie als eigene Erzeugnisse und damit als den Spiegel der Stimmung im Leserkreise erscheinen lassen. Eine Weigerung wird als feindselige Handlung betrachtet. So erscheinen denn seit Monaten in der pfälzischen Presse wieder und wieder Artikel, in denen dankbare Herzen überzustrymen scheinen von Anerkennung des Edelmuts der französischen Befreier, von Bewunderung französischen Wesens, von Sehnsucht und Wiederkehr der Zeiten einer Verbindung der Pfalz mit dem glanzvollen Reiche des Sonnenkönigs Ludwig XIV. mit dem Vaterland der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Immer wieder müssen die Zeitungen betonen, „wie herzlich sich die Beziehungen zwischen Zivilbevölkerung und Besatzungstruppen in der Pfalz gestalten, dank der Ausstrahlung der französischen Kultur, des musterhaften Verhaltens der Truppen und der weisen und wohlwollenden Maßnahmen einer in Verwaltungsfragen so bewanderten Persönlichkeit wie General Gerard." Eine vom Oberkommando veranstaltete Ausstellung „Landau als französische Stadt" gab Gelegenheit zur Veröffentlichung von Artikeln über die ruhmvolle Vergangenheit dieser französischen Stadt, die nie gezwungen war, die schmerzlichen Folgen einer großen, Niederlage zu tragen (?), da sie am Ende des Krieges stets der heißbegehrte Siegespreis war. Vor allem aber muß sich die Presse dazu hergeben, die begriffsstutzige Bewohnerschaft in französischem Sinne darüber auszuklären, wer allein die Schuld am Weltkriege und seiner barbarischen Gestaltung trage. Dazu dient dann die Veröffentlichung von sogenannten Dokumenten, deren Glaubwürdigkeit allerdings nur behauptet, nicht bewiesen wird. Sie sollen vor allem dartun, wie hart und grausam die deutsche Behandlung der Bevölkerung in Belgien und Nordfrankreich gewesen sei, verglichen mit der Milde des siegreichen französischen Heeres, das kraft der Kriegsgesetze (!) über feindliche Landestelle herrscht, die es auf dem Wege der Erwiderung (!) besetzt hält, das die persönliche Sicherheit und das Vermögen der feindlichen Staatsangehörigen schützt und gewährleistet, welche die düng seiner Macht überlassen hat. Solche Dinge muß die Presse der gutdeutschea > ihren Lesern seit Monaten unter dem Zwange drrl gewaltigung bieten, die bewußt darauf abzielt, die j liche Meinung irrezuführen und zu fälschen. Den hj. Pfälzern liegt der schwülstige, hochtrabende französischen Pathos zu wenig, als daß man en fürchten müßte, sie könnten unter solcher Einwii Schaden nehmen an ihrer deutschen Seele. Aberi. gefälschten Zeitungsstimmen klingen hinaus und» hinaus klingen dorthin, wo die französischen Ann» Pläne erwogen und gewürdigt werden, und schon da ist es der Mühe wert, die unlauteren Mächens des Oberkommandanten festzulegen. Letzte Ruchrichte«. Die Danziger Frage. Berlin. An zuständiger Stelle ist man der Ansicht.» die Entente anscheinend nicht gesonnen ist, in der D« Frage die Krisis zu verschärfen. Eie erblickt offenbar „ keine Prestigefrage mehr, sondern eine Angelegenheit, die» sachlichem Wege geregelt werden könne. M M >md T Mter t Mo Ml Man si der der Lbstir «Wie für all« kirchlich er Lharak wmschl H«S stc «ich de werden Haftentlassung Däumig-. Berlin. Eine Abordnung des Groß-Berliner Doll ratS hat sich zn dem Untersuchungsrichter begeben miß dem Generalstreik gedroht, fall» der verhaftete D nicht alsbald in Freiheit gesetzt würde. Der Untersuchungsrichter hatte Däumig sowie alle - lastungszeugen sofort vernommen. Durch deren Aussag« wie amtlich bekanntgegeben wird, der Verdacht gegen s" zurzeit soweit abgeschwächt, daß nach Ansicht des suchungSrichters die Aufrechterhaltung des Haftbefehls mehr gerechtfertigt war. Mit Zustimmung der anwaltschaft wurde Däumig darauf aus der Haft entlaß«, Bildung freiwilliger Schutzwehren. Berlin. Der preußische Minister des Innern Heine für die sich von Tag zu Tag mehr als notwendig h stellende Bildung von freiwilligen Schutzwehren gegen zunehmende Unsicherbeit in Stadt und Land, gegen das wachsen des Verbrechertums und namentlich gegen die m Lings mehrfach vorgekommenen Überfälle von Gehöften! ganze bewaffnete Banden eine neue Zirkuluroerfügung lasten, die den Behörden binnen kurzem zugeben wird. Frankreich gibt nach. Zürich. Nach Meldungen aus Paris hat Frankreich M mehr endgültig auf die Bildung eines rheinischen Paß, ! bon 2t staates verzichtet, nachdem das französisch-englische Desech Ric bündnis als gesichert gilt. Indessen besieht Frankreich Hx xx auf der Schleifung der rheinischen Festungen und aus Sa : - ' Verbot für Deutschland, am Rhein Garnisonen zu halten. W ?" . ^ Italien dementiert! Wien. Die italienische Waffenstillstandskommission de> tiert mit aller Entschiedenheit alle Meldungen von Ulw in Italien. Judenpogrom in Lnck. Oppeln. Ein aus Luck nach Oppeln zurückgeh! jüdischer Kaufmann teilt mit. daß dort ein blutiger Ä pogrom stattgefunden bat. Viele Läden wurden a plündert und die Geschäftsleute mißhandelt. Wie immer solchen Gelegenheiten, tat sich das reguläre polnische Heer sonders darin hervor. Streikende in Spanien. Barcelona. Man glaubt, daß die meisten Arbeiter mehr die Arbeit wieder aufnehmen, nachdem die Gast schäften. Cafes und Theater wieder eröffnet baden. ! gesamt wurden allein in Barcelona über 1000 Pech verhaftet. Vermischte Meldungen. Berlin. Der bekannte freikonservakive Parlament! Freiherr Octavio v. Zedlitz und Neukirch M tue Alter 79 Jahren gestorben. Berlin. Herzog Adolf Friedrtcks zu Mecklen! Schwerin wurde zum Kommandeur des Jäger-Regimenü in Angerburg ernannt. Posen. Das Posener polnische Standgericht ve drei Deutsche wegen Raubes zum Tode, ein vierter eil zehn Jahre Zuchthaus. Paris. Die aus sechs Mitgliedern bestehende deutl Finanzkommission ist hier eingetroffem London. In Wales sind hunderttausend Bergle ausständig. Die Gewerkschaften fordern die Berg! angesichts der bevorstehenden Einigung mit der Regie: und ihrer großen Zugeständnisse aus. jetzt nicht zu streiken. Tokio. Im Amurgebiete kam es erneut zu besüi Kämpfen. In der Gegend von Petschikleo fand eine tägige Schlacht statt, bei der sich die Bolschewisten mit lüsten von ungefähr 250 Toten zurückzogen. Die 2 batten zwölf Tote. fstegt di altes k Nvokr Wim 8olk i e kir ielleik Kr mc sich DHasp sigenhe « Vc «ß. kratis rin Sp ilub, Mrinm Hrer j geringe Ledürf die „R Er LsuCI H«pt «gen ein rr »irdij me. Uva«g.-lnth. Gemeinde, alte Friedhofkapelle, Waldhorustr. «»»»tag. ro Uhr. Gottesdienst (Konsirmandenprstsnngl, Herr Pfarrer Röibk Donnerstag, >/,8 Uhr, Paffionsandacht Bismarckstraße 1. schalt: Dr Ab »na«,elyche Stadtmijiio« «neUrnhe, Adlerstraße 23 Uhr. Sindergottesdienst, Adlerstr. 28: Stadtmissionar Lieb«^- t/,12 Uhr, «kindergottesdienft in der Diakoniffenhails-Sapelle: Etadtm. » Uhr, Jungfrauenverein o»a Irl. Schwcickcrt, Marien straße 1 . t L-r Jangfrauenverein »oa Frl. »ever. Grbprinzenstraße 1». » klbr, >»n«ir>>!»nverein der Schwester Lene. Adlerstraß« 28. L Uhr Abcndgottesdienst, Stadtmissionar Lieber. 8 Uhr: .Slaukreuz'-Versammlung. Mi-»»»ch 8 Uhr: Bidelstunde, Stadtmifsionar Lieber. Predigtausgade. D»«»«rst/, Uhr, Borbereitung f. d. »Indergottesdienst, Sradtm. Lieber. .re »US »vang. «eretnShauS, «malienstr. 77 . G»»«t»g. aorm. 1/, ihr. Sonntagsschule. S Uhr nachmittags: Allgemeine Bersammlnng. Stadtm. Räuber. ^/e8 Uhr, abends, allgemeine Bersammlnng in istggenstem. «outag» abenos >/,8 Uhr: Jngendableilung abends 8 >/, Uhr: Blau-Sreuz-Berein. tonst »g. nachm. I Uqr: Bidelstunde f. Frauen und Jungfrauen, abends 8 Uhr: Bibelbespr. f. Männer und Jünglinge «lttNvoch idend» 8 Uhr, Bibel- und Sriegsgebcrsitunüe. Donwersttng. abends 8 Uhr: Allgem. Beriammlung» Durlach erstr. SS. » 8 Uhr, Seminaristenkränzchen- Arollsg abendl 8 Uhr: Töchtcrvcrein- Ga» Stag, abends 8>/, Uor: Sonntagsschulvordereitang »r««»e»SNrn,e der «leth..N»e«eiude, «arlstr, 49d. «»«»Ing, vorm. >/,l0 Uhr, Predigt. Prediger Rücker. Norm, tl Uhr: Sindergottesdienst. — Nachm, r/^ Uhr, Bortrag: >,**:! Tersteegen and seine Lieder." — «bends ><«8 Uhr: Passionsandacht mit bildern, Gedicht- und Lieder-Vorträgen. >I»«tag» abend» i/,S Uhr, Singstunde für Männerchor. »tttwo«, avends i/,S Uhr: Bibel- und Scbetstunde. Doanerstlag. abend» '/«!» Uhr, Singstunde für den gemischten Thor. Mr ^hlagt A He - «erkerg be a »sä doll S«euer.krzpar»l!. Sichere BermSgeustaulage«. Zuverlässiger Rat (Jurist). Zu- schriflen a. d. Geschäflsst. u. 6. 73. Lrisl-Hüllso! «ucdärucliti'tl sl««»t,r. Für die Redaktion verantwortlich: I. B. Friedrich Dehn, Karlsruhe. — Druck und Verlag der Buchdruckerei Fidelitas, G. m. b. H., in Kark-r. he, Erbprinzenftr. 6.