md die le besang uhe cw'^ Zeiten wie er lern ür^ en werde lt möz'.iz iteres ^ lleihestü en gewi._ et die rq e Vorteil, Betrags Stücke sn on 100 z ch hat ng von - n- und ' erkauf?!, Anzahl ^ befreit, hrt der l wäge bi? z g, wie i von Stücke von Ha rcht werde, .erfonen! ^ Frage i ünstigunz aS kann, ;eschlo ngen bitd und je unter!« ihestückez im Bew iiewinnfa liialert r zu zaP Vermögen »lich bleib rt wird, Zeit E « zur »bgeickleii >t derb» >rhr frei iannot«! beabiick-ti, rinde! ll eine »«ichM^Sl, «ab Verlag; llariernh«, Ei»pri«;«chr. » r: Zernsp». L37N Vörger- unel lALuernfreunä * A»Mck>e Poll ««daktia», ll«r,r»h«. «rbpringMtr. H>spr«ch.«nschlur Nr. 2»« Lkjcheint wöchentlich zweimal: Dienstag und Freitag (dieZreitag- K»-ab« mit achtfektigem illustriertem „Zamilienfreund") — Ayugrpr»!» vierteljährlich in Karlsruhe oder durch die Vertreter dqogen einschließlich Zustellgebühr l.LOM., bei der Post 1.80M. :: kür riss SealNs Vsterlsaill:: kür üWtlSs firl Wü Stils I kür cles kürgsrs ^oMskrt!s Ltsüt llnü LMI Anzeigen tm Inseratenteil di, s«ch»g«spaltene Petit-Felle »der deren Raum SO psg. Im redaktionellen Teil die dreigespaLen« Petit-Feile oder deren Raum SO pfg. - Sei größeren Rustribge« und Mederholungen wird entsprechend« Rabatt gewährt. Kummer 93. Karlsruhe, Freitag, den 28. November 1919. 34. Jahrgang. Hierzu der „Illustrierte Familienfreund". f—— anrmer. anderes h« Mull scr.Wei« moni«, rlsäffer tu«g"- ne. . . ukraMf , und tu rücksei " und^ ^ Wocbe' der al Sud- gs soll iedenea ootlNtS Bartel iaLiMj 8fti-k>s Die Franzosen stellen sich baß erstaunt darüber, bas tie deutschen Unterhändler, die nach Paris gekommen sind, W dort mit ihnen über die letzte Clemenceau-Note zu Mandeln, nicht einfach alles glatt unterschreiben, was ihnen oorgelegt wird. Der Führer unserer Kommission, Ministerialdirektor v. Simson, hat es vielmehr für nötig befunden, mit mehreren technischen Beratern nach Berlin pnückzukehren und hier zunächst einmal über das Ergebnis seiner Pariser Bemühungen mündlich Bericht zu «statten. Die Franzosen sprechen von plötzlichen und unvorhergesehenen Entschließungen, stellen fest, daß der Abrufe des deutschen Bevollmächtigten eine Besprechung mit bm französischen Delegierten unmittelbar vorhergegangen iei. und geben sich den Anschein, ungemein zu bedauern, htaß infolge dieses unerwarteten Zwiichenfaüs der vom Obersten Rat für den l. Dezember in Aussicht gewonnene Austausch der Ratifikationen bis zu diesem -läge nahezu unmöglich geworden sei. Also abermals eine Lerzögerung in der Verkündigung des Friedenszustandes -durch Deutschlands Schuld, selbstverständlich. Aber worum bandelt es sich für uns? Können wir ü verantworten, aus diesem Anlaß dem endlichen Abschluß der Vorfriedensoerhandlungen neue Hindernisse in i«u Weg zu legen? Herr Clemenceau empfand, wie man Mß, als die in Versailles vereinbarten drei Ratifikationen Mlich nach zehn oder elf Monaten beisammen waren, M Bedürfnis, die Unterzeichnung des nunmehr vorge- Wenen .ersten" Protokolls von der gleichzeitigen Aus« , Ising eines „zweiten" Protokolls abhängig zu machen. In diesem sollten einmal unsere bis jetzt noch unerfüllt Miebenen Waffenstillstandsoerpflichtungen ausdrücklich als M.zu Recht bestehend anerkannt werden — darunter Mspielshalber 42 Lokomotiven, die von den Herren Franken noch vermißt werden, einige Dampfpflüge und ästige landwirtschaftliche Maschinen und was dergleichen lerze mehr sind. Dann aber sollten uns auch Strafen Merlegt werden für angebliche Verletzungen des Affenstillstandes. An erster Stelle steht hier die ienkung unserer Kriegsflotte in Scapa Flow. sie zu ahnden, sollen nicht nur Admiral Ämter und seine Offiziere in der Gefangenschaft zurück- llen werden, wir sollen auch noch 400 000 Tonnen ffsraum der Entente darausgeben, diesmal in Gestalt W'rer Schwimmdocks, Bagger und sonstiger Hafen- Achtungen. Was das für Deutschland zu bedeuten .^-e, ist in der Zwischenzeit von allen Sachverständigen j Atli ch genug gesagt worden: unsere Flußmündungen »en versanden, wir würden nicht nur keine Schiffe : in der Heimat bauen können, wir würden, was uns muß- oder Seefahrzeugen überhaupt noch bleibt, nicht "ml auf unseren Werften mehr instand setzen lassen Mi. kurz, wir wären für immer und ewig, was den , ikroerkehr betrifft, zu einer Hilflosigkeit verurteilt, die jjMdezu herzbrechend genannt werden müßte. Gerade ">egen aber wollen unsere Feinde uns in sie hinein- Ob dabei England oder Frankreich die eigentlich «de Kraft ist, darüber brauchen wir uns wirklich aufzuregen; im Erfolg kommt es für uns auf das- hinaus — in dem Entschluß, uns möglichst für alle Mi und auf allen Gebieten staatlicher und Wirtschaft- Betätigung zu einem wesentlichen Nichts zu zer- tern, find beide Westmächte noch heute so einig, wie M während des ganzen Krieges gewesen waren. Und '>en uns — wieder einmal — lediglich zu fragen: wir unter alle diese ebenso schmachvollen wie veröden Zumutungen noch unsere Unterschrift hergeben, gibt es für uns nicht eine Grenze, bis zu der wir i können mit dem festen, von der Zustimmung des >en Volkes getragenen Entschluß, sie auch nicht mehr Haaresbreite zu überschreiten? ,Tas Reichskabinett hat auf die empörende Clemenceau- nicht schriftlich geantwortet, sondern vorgezogen, m mündliche Verhandlungen einzutreten; vielleicht daß »bei eine Atmosphäre schaffen ließ, in der eher zu Verständigung zu gelangen war. Diese Hoffnung > wie schon so viele vor ihr, getrogen zu haben. Herr o. Simon kommt nach Berlin, um die Zu- >g der Reichsregierung und der Nationalversamm- M den neuen Abmachungen mit der Entente einzu- was besagen will, daß er in Paris keine nennens- Milderungen der uns zugedachten „Buße" zu er- > vermocht hat. Inzwischen hat aber schon die demo- >e Fraktion der Nationalversammlung einstimmig be- der Regierung die Ablehnung der neuen Friedens- lgen zu empfehlen. Wie die anderen Mehrheits- I. Zentrum und Sozialdemokratie, tick entschließen werden, steht noch dahin; zur Not reicht ihre Stimmen- zahl aus, um der Regierung, wenn dieje es verlangt, die nötigen Vollmachten zu erteilen. Dann könnte sich das Spiel von Weimar wiederholen — die Demokraten würden abermals aus der Mehrheit ausscheiden, was allergings keinen erbaulichen Eindruck machen würde: Genug, wir stehen wieder einmal vor einem kritischen Punkt in unserer innerpolitischen Geschichte, und zugleich verdüstert sich unsere auswärtige Lage von neuem, kaum daß man hoffen konnte, der Eintritt des Friedenszustandes würde uns endlich den Beginn einer Entipaunung bringen. » . Besprechungen in Berlin. ! Am Montag früh sind die Geheimen Legationsräte o. Simson und Grappert und die andern Mitglieder der Kommission, die zu den Verhandlungen nach Paris entsendet worden war, in Berlin eingetroffen. Mittags erstatteten sie im Auswärtigen Amt dem Unterstaatssekretär o. Haniel Bericht, und es fanden die ersten Besprechungen statt. Der Eindruck ist. wie es scheint, kein besonders , günstiger. Auf seiten der Entente Halle sich ein gewisses i Entgegenkommen gezeigt, als es sich um die Hinausschiebung des Termins, der für die Entsendung der deutschen Delegation in Aussicht genommen war. und um die Frage, ob über die angeblich unerfüllten Wassenstillstandsbedingungen und ! über die neuen Forderungen mündliche Erörterungen stattfinden sollten, handelte. Die Forderungen aber, bei denen die Entichädigung für die bei Scans Flow versenkten deutschen Schiffe im Vordergründe steht, werden in den wesentlichsten Punkten offenbar aufrechterhalten. Aus diesem Grunde haben Herr v. Simson und die anderen Mitglieder der Kommission geglaubt, keine selbständige Entscheidung treffen zu können, und sie sind nach Berlin abgereist, um sich hier neue Instruktionen zu holen. Derwlckekitigen kn ter Krietensfrage^ Zur Abreise der deutschen Delegation aus Paris. Die Pariser Presse bespricht die Adresse des dent'chen Mmlsteraidirektors v. Simson mit großer Erregung. Der „Temps" nennt die Abreise einen Tbeaterconp, über den er Auiklärung verlangt. Dränge Deutschland doch seit fünf Mona'en darauf, daß der Vertrag von Versailles in Kraft gesetzt werde. „Temps" glaubt, daß die deutschen Bevollmächtigten den Eindruck häiten erwecken wollen, daß sie über die Bedingungen erstaunt seien, die man ihnen in Paris gestellt habe; sie seien ihnen aber seit drei Wochen bekannt gewesen. Die Gekangenenirage iei an die Inkraftsetzung des Friedensvertrages gebunden. Für ern Votum der Nationalversammlung sei kein Platz, da ja. ein vorher abgeschlossenes Abkommen nicht vorliege. .-emps" kragt sich deshalb, ob nicht in der deutschen Regierung oder in ihrer Umgebung Männer seien, die den Frieden unter dem Vorwand in Frage stellen wollten, baß der amerikanische Senat den Veriailler Beitrag nicht ratifiziere, und ob nicht hinter der deutschen Regierung militärische und reaktionäre Einflüsse wirtte«. die die Inkraftsetzung des Vertrages um jeden Preis verhindern wollen, um die Entwaffnung Deutschlands und die Befestigung der demokratischen Regiernngsiorm zu verhindern. Die deutsche Negierung habe das Wort. Laut „Presse de Paris" bilde die Abreise Simsons mrd seiner Mission vorwiegend den Gesprächsstoff. Die Gründe, die der deutsche Diplomat angebe, seien nicht überzeugend; wenn er sage, man müsse die deutsche Nationalversammlung über das Protokoll beiragen, so macke er sich lust-g, denn der Inhalt des Protokolls sei seit Beginn dieses Monats bekannt. Es könne sich also nur um ein Manöver bandeln. Deutschland wolle das Zögern des amerikanischen Senats ausbeuten, aber dieses Manöver werde der Fünferrat durchkreuzen, übrigens müsse man wiederholen, daß die Regierung von Berlin am meisten daran interessiert sei, das so artige Inkrafttreten des Friedensvertrages von Versailles sicherzustellen. Das finanzielle Elen- der Einzelsiaaten. Protest des sächsischen Finanzministers. In einer in Leipzig abgehaltenen Versammlung der Demokratischen Partei sprach der sächsische Finanzminister Nitzschke eingehend über Finanz- und Wirtschaftsfragen und bemerkte u. a. zu den Steuerplänen der Reichsregierung: „Wenn es dem Reichsfinanzministerium wirklich gelingen sollte, die Steuerfaffade des Reichs notdürftig her- zustellen, dann würde hierdurch ein ganz falscher Eindruck nach außen erweckt, weil das grenzenlose finanzielle Elend der Einzelstaaten und Gemeinden von unfern Gegnern nicht gesehen werde, sondern nur die Finanzlage des Reichs als Maßstab für unsereLeistungsiähigkeit in Frage komme. Bei allem Verständnis für die finanzielle Lage des Reichs müsse verlangt werden, dag andere Mittel und Wege tns Auge gefaßt würden. Er habe die Absicht, für den Freistaat Sachsen eine aktive Finanzpolitik zu treiben. Es iei daher nicht möglich, einen Plan anfzustellen, solange das Verhältnis der Einzelstaaten zum Reich nicht festgelegt sei. Er sei beauftragt worden, nach Berlin zu reisen, um die wichtigsten Finanzgesetze im Reichsrat zu verabschieden. Er habe aber die Entwürfe noch nicht zu sehen bekommen ,md es deshalb abgelehnt, sich damit zu beschäftigen. Er könne nicht nach Berlin gehen, nur um Ja und Amen zu sagen und hoffe, daß sich auch die übrigen Mitglieder des Reichsrats aus diesen Standpunkt stellen werden." ^ - Oie Katastrophe im Baltikum. Massenmord deutscher Flüchtlinge. über die Lage im Baltikum wird von zuständiger Berliner Seite folgendes mitgeieilt: „Die Reste der deutschen Legionen, verschiedene Freikorps. darunter das von Brandes, haben sich südlich von Milan gesammelt. Der rechte Flügel siebt bei Krukr in Verteidigung gegen Angriffe aus Nordosten und überholende Angriffe aus Südoslen. Der linke Flügel hält die Bahn Mitau—Schaulen. Hier sind fünf aus Mitau kommende Flüchtlingszüge mit vorwiegend deutschstämmigen Flüchtlingen von Litauern zusammengeschofsen worden; bisher sind 50 Tote und 150 Verwundete gemeldet. Es wird versucht, die Bahnstrecke offen zu halten, damit wenigstens der Abmarsch der übrigen Flüchtlinge vor sich gehen kann. Die Eiserne Division geht anscheinend ziemlich geordnet aus dem Raume von Mitau in die Gegend Moraiewo längs der Bahnstrecke Mitau—Morajewo zmück. Das Stabs- yuartier befindet sich in Alt-Autz. Die aufgelösten Reste des linken Flügels, meist aus Russen bestehend, sollen sich im Raume Morajewo—Popelinsy sammeln. Nach Abmarsch der Truppe Plehwe — die bei Libau stand — ist die linke Flanke gegen die von Libau vorrückenden Letten offen; sie wird durch schwächere Abteilungen östlich Prekulen gesichert. Die Litauer setzen ihre Angriffe gegen die Bahn Mitau—Schaulen fort. Ricziwrlijchki ist von ihnen besetzt. Sie sind weiterhin bis Szylany vorgedrungen. Um Schaulen und im rückwärtigen Gebiet werden starke litauische Banden gemeldet. Das Generalkommando des 6. Reseroekorps befindet sich in Schaulen. Die von Schaulen ausgehenden Bahnen sind bis Szylany, halbwegs Meschkuze und Omole, in deutscher Hand. Admiral Hopmann wird mit der Ententekommission ebenfalls in Schaulen erwartet. Im ganzen ist die Lage außerordentlich ernst, an einigen Stellen verzweifelt. ^_ Russisches Krie-ensangeboi. Lenins Wünsche. Die bolschewistische „Prawda" kündigt an, daß eine neue Regierung gebildet werden soll, in der auch die Menschewiki durch Martoff und Dan verirrten sei» würde». ES liege ein Friedensvorschlag an Koitschak «nd Deutkin vor. Einem Vertreter des englischen „Daily Herald" teilte Lenin dazu werter mit: „Wir haben unsere Friedens- wünsche, dre nur zusammen mit Bullitt ieitietzten, niemals geändert. Außerdem haben wir, ehe Bullitt nach Ruß- land kam. wiederholt amtliche Frredensoorschläge an die Entente gerichtet. Wir sino bereit, die unbedingte Nicht- einmischung in die inneren Angelegenheiten der anderen Länder zu verbürgen. Die Sowjetregierung ist bereit den Beweis zu erbringen, daß sie die Mehrheit des russischen Volkes vertritt." Diesen Beweis könnten natür- sich allgemeine, unbeeinflußte Wahlen zeitigen, dazu scheint Leurn aber noch keineswegs bereit zu jern. Oer alterneueste Sireikgrund. Unglaubliche Vorkommnisse in Bitterfeld. Unter Berufung auf ihre Arbeitswilligkeit hatten Vertreter der Arbeiterschaft des Anilinwerks in Wolfen bei Bitterfeld verlangt, daß am Bußtage, einem gesetzlichen Feiertage, der Betrieb weitergeführt werden solle. Die Werkleitung hatte dies mit Rücksicht auf die gesetzlichen Bestimmungen über die Sonntagsruhe nicht gestatten können. Darauf drang eine vielhnndertköpfige Menge in das umfriedete Bsttztum des Direktors und zwang ihn unter Drohungen, die Arbeitsstätten freizugeben. Das Ermittelungsverfahren gegen die Hauptbeteiligten ist im Gange. Zur Unterstützung der Zivilbehörden bei Wiederherstellung der Ordnung haben jetzt Truppen der Reichswehrbrigade 18 das Werk Wolfen besetzen müssen. Daraufhin trat die Belegschaft des Anilin- werkes Wolfen in den Ausftand und verlangte die nzevb 00 Mrk veutilkie 5 pgr - krMMgiilLilis ringen jglirliL 50 fflsrk 5psrrill!en. gutzerüeill Konus ullü Keioinne ' 1! k u. k? W? ! ' ^ Zurückziehung der Truppen und die Aufhebung des gerichtlichen Haftbefehls gegen den Rädelsführer Haar. Ohne jeden Grund ist die Belegschaft des Werkes Elektro 1 westlich Bitterkeit», auf dem ein Teil der Licht- Versorgung Berlins beruht, ebenfalls in den Ausstand, mit dem sie schon feit mehreren Tagen gedroht hatte, sekreten. Dadurch ergibt sich die Gefahr des Ersaufens der Grube und eine schwere Bedrohung der Kraftlieferung an die Reichshauptstadt. Unter diesen Umständen sah sich der militärische Be ehlshaber genötigt, den Ausnahmezustand gegen den Kreis Bitterfeld zu verhängen, wozu er bereits am 21. November durch den Reichspräsidenten und den Reichswehrminister ermächtigt war. scheiden, um als Arbeiterveitreter in die neue jUlgamialron der Reichskohlenwirtschast überzugehen. „_ politische Rundschau. Deutsches Reich. 4- Kommissare für die abzutretende« Gebiete. Zu Reichs- und Staatskommissaren für die Abwicklung und Überleitung in den abzutreienden Gebieten sind bestellt; Oberregierungsrat Dr. Werner in Marienwerder für das an Polen abzntretende Gebiet des Kreises Marienwerder; Regierungspräsident v. Bülow in Bromberg für das an Polen abzntretende Gebiet der Regierungsbezirke Bromberg und Posen; Regierungspräsident Dr. Jaenicke in Bres.au für die an Polen abzutretenden Gebiete der Kreise Guhrau, Grob-Warlenberg und Namslau; Landrat Freiherr v. Mirbach in Neidenburg für das an Polen abzutretende Gebiet des Kreises Neidenburg. ^ Ter Kampf um das Betriedsrälcgesetz. In der letzten Sitzung des Ausschusses tür Las Belrieösrälege,es wurde die Abstimmung über den strittigen Punkt, der die Teilnahme der Arbeiter am Ausstchtsral enthält, vertagt. Zentrum und Demokraten wollen Zeit zu Verhandlungen gewinnen. Die Sozialdemokraten haben erklärt, keme Zugeständnisse machen zu tönnen. Das Zentrum wird sich in einer Frattronssitzung noch mit dreier Frage beschästigen. Wesentlich unsicherer ist die Haltung der Demokraten, trotzdem die Abgeordneten um Payer herum zu Zugeständnissen bereit zu sein scheinen. Eine Ablehnung der umstrittenen Bestimmungen des Betriebsräte- ge etzes im Ausschuß würde die weitgehendsten Folgen haben. Die Sozialdemokraten würden sich freie Hand Vorbehalten. Stimmt das Zentrum dafür, die Demokraten aber dagegen, wäre eine weitere Teilnahme der Demokraten an der Regierung in Frage gestellt. Nach einem demokralischen Kompromißantrag sollen ein oder zwei Vertreter zu denjenigen Sitzungen des Aussichtsrats mit Sitz und Stimme entsendet werden dürfen, in denen Angelegenheiten und Wünsche der Arbeitnehmer verhandelt werden. 4- Deutsche Hilfe für Österreich. Das Wiener Staats- am» sür Volksernährung teilt mit, die Deutsche Regierung habe sich bereit erklärt, die erbetene Aushilfe von 5000 Tonnen Mehl gegen Überlassung einer entsprechenden Getreidemenge aus den auf dem Rhein sür Österreich schwimmenden Transporten zu gewähren. Diese Aushilfe würde jedoch erst in einigen Tagen erfolgen können, weil die Deutsche Regierung vorher in den Besitz der Konnossemente über die betreffenden Scylffsiad.,iigeu gelangen müsse. Das Staatsamt sür Volksernährung habe veranlaßt, daß die Transporte im Pendelverkehr zwischen Mannheim und Regensburg auf direktem Bahnwege nach Österreich durchgesührt werden. 4- Neuverleihung von Dienstauszeichnungen. Während des Kriegs war die Verleihung des Dienstauszeichnungs- kreuzes, der Dienstauszeichnungen (3., 2., 1. Klaffe) und der Landwehr-Dienstauszeichnungen (1. und 2. Klaffe) ausgesetzt. Nunmehr wird die Verleihung dieser für alle Personen des Soidatenstandes vorgesehenen Auszeichnungen nachgeholt werden. Sie sind nicht Orden und Ehrenzeichen im gewöhnlichen Sinne, sondern — an gewisse Voraussetzungen geknüpfte — Dienstaltersabzeichen für langjährige Militärdienste. Artikel 109 der neuen Reichsoerfassiing findet auf sie keine Anwendung. Nähere Aussührungsbestimmungen werden in Kürze ergehen. 4- Ausscheiden parlamentarischer Beigeordneter. Wie verlautet, wird der Abgeordnete Hue am 1. Dezember aus dem Handelsministerium ausscheiden, in dem er seit November 1918 als Beigeordneter tätig gewesen ist. Er beabsichtigt, wieder in seine leitende Stellung im Berg- arbeiterveibande zurückzukehren. Auch der zweite Beigeordnete im Handels- und Gewerbeministerium, der Zentrumsabgeordnete Vogeläng, wird in kurzer Zeit ous- Ochlveiz. X Schweizer Kohle vou Frankreich beschlagnahmt. Aufsehen erregt in der ganzen Schweiz die Nachricht, daß ein durch Frankreich gehender Transport von 5000 Tonnen belgischer Kohle für die Schweiz, die von den Bestellern bereits bezahlt sind, beschlagnahmt worden sei. Als Grund geben die französischen Behörden den Kohlenmangel und die ungenügende Belieferung Frankreichs durch Belgien an. Da die Schweiz selbst an Kohlenmangel leidet, berührt die Zurückhaltung der Kohlen ungemein unangenehm. Krankreich. X Bei Eröffnung der französische« Universität Strast- burg erklärte Präsident PoincarS, er sei erfreut. Laß die Jugend Frankreichs und Elsaß-Lothringens nunmehr oer- einigt sei. .Während des Krieges*, sagte er. .wurden die Elsässer einer schweren Probe unterworfen. Einem Teil gelang es aber, unter der französischen Fahne zu kämpfen. Nun sei der Alpdruck von der Jugend gewichen, und sie könne mit den alliierten und befreundeten Ländern froh zusammenarbeiten an dem Wiedererwachen der Zioili- sation.* Großbritannien. X Die Auslieferungsliste. Den.Daily News* zufolge stehen auf der ersten Liste achtzig Deutsche, darunter der frühere Kaiser, der frühere Kronprinz und Admiral Tirpitz. Die Zusammensetzung des alliierten Gerichts-? böses, vor dem sich die betreffenden deutschen Persönlich»! keilen verantworten sollen, ist noch nicht erfolgt, es,steht aber fest, daß der Vorsitz einem englischen Richter übertragen werden soll. ^ Aus In- und Ausland. Rom. Lm Konsistorium vom 15. Dezember werden^ außer sechs italienischen Prälaten die Erzbischöfe von Warschau' und Gnesen und der Fürstbischof von Breslau. Bertram, zu Kardinalen ernannt werden. Spalato. D'Annunzio beabsichtigt, sich ganz Dalmatiens zu bemächtigen. -i * Mehr Nüchternheit. Mit dem parlamentarischen „Untersuchungsausschuß", der die „Mitschuld" der Vertreter des „alten Regimes" am unglücklichen Verlauf des Krieges feststellen soll, erleben wir schlimme Dinge. Der Untersuchungsausschuß hätte vielleicht etwas gutes leisten können, wenn man ihm eine ehrliche und sachliche Aufgabe gestellt hätte. Man hat ihn aber von vornherein zu einem Instrument der Partei gemacht, jener Partei, die Nachweisen will, daß das „alte Regime" unter allen Umständen die Schuld am unglücklichen Ausgang des Krieges trägt. Die gegenwärtigen Machthaber wollen sich eine moralische Plattform schaffen, von der aus sie der Nation sagen können: seht, das „alte Regime" ist der Urheber eures Unglücks. So wurde der parlamentarische Untersuchungsausschuß als eine verfassungsmäßige Einrichtung ins Leben gerufen mit der Haupttendenz einer Anklagebehörde, ein Zwitterding von Untersuchung und Gericht. Nun muß man ja freilich zugeben, daß die stark einsetzende Agitation der Rechten — was man heute unter der Rechten versteht — auf Wiederherstellung des alten politischen Regimes eine Abwehrtendenz zeitigen mußte, und so benutzen denn die Regenten von heute jedes sich bietende Instrument, um ihre Stellung zu befestigen, auch den Untersuchungsausschuß. Aber es zeigt sich hier wieder, wie verkehrt alle unpsychologischen Regierungs- maßnahmen sind und wirken. Die gegenwärtige Regierung, so stark in der Kritik der vorigen, ist mit einem wahren politischen Dilettantismus darauf aus, die alte Regierungsform zu beschimpfen und die neue als die untadelhafte hinzustellen und weiß dabei nichts besseres zu tun, als die massiven Mittel der Parteiagitation zu gebrauchen. Ausgerechnet die Herren Cohn und Sinzheimer macht man zu „Staatsanwälten" des Untersuchungsausschusses und einen Mann, wie den Dr. David, der auch nicht über die kleinsten Handgriffe staatsmännischer Kultur verfügt, ernenni man zum Vertreter der Regierung. Ja, wenn Deutsches Kolonialteben in Südamerika. Nueva Germania in Paraguay. Vor acht Jahren fuhr eine mutige Deutsche mit ihrem Mann und ihrem zehnmonatigen Töchterchen ins fernste Südamerika, nach Paraguay. Ter Bericht, zu Nutz und Frommen oie'er Landsleute, die das Elend unserer Tage in die Weite treibt, ausgezeichnet, ist jetzt erschienen und bringt interessante Dokumente, die in ihrer Gesamtheit eher ermutigen als entmutigen. Im Mai 19N landete die Dame nach dreißigtägiger Seereise im Hafen von Buenos Aires. Zwei Wochen später brachte sie ein Flußdampfer in zwölftägiger Fahrt nach der Hauptstadt von Paraguay; von dort ging es zur Kolonie Nueva Germania (Neu-Teutschland). Ein riesiger auf zwei Rädern schwankender, mit sechs Ochsen bespannter Karren nahm Passagiere und Gepäck auf. Die gemächliche Fahrt Schritt für Schritt, durch Urwald, Lichtungen und Ansiedelungen, war köstlich, die Sümpfe, durch die man fuhr, waren es weniger. Drei Tage brauchte man. bis man zur Kolonie gelangte. Nachts bieten Eingeborene in ihrem Hüttenreich freundschaftliches, aber nicht gerade sauberes Nachtquartier. Es geht an einer Farm vorbei, die von einer 72 jährigen Baronin Malzahn allein geleitet wird. Die Kolonie Neu-Deutsch» land ist landschaftlich ein kleines Paradies, das von etwa 200 Personen bewohnt wird. Der „Alleste* (Vorsteher) ist der Gastwirt und Krämer. Auf dem Hauptplatz steht eine deutsche Schule, wohin die Kinder» Mädchen und Knaben, hoch zu Roß kommen. Und nun ging es an die Arbeit. Das Land, d«S die Kolonisten kaufen wollten, 370 Hektar groß, kostete 2400 Mark. 26 Hektar mit Weideland, Wald, Obstbäumen, einem Wobnhause und Wirtschaftsgebäuden monatlich 106 Mark, zwei Reitp'erde zusammen 240 Mark. ^ Zuerst mutzte man in einem Zelt wohnen, an das eine Küche an- gebaut lvurde. Im Eemü egäitcken wuchsen bald, ohne alle Düngung und künstliche Nachhilfe, Tomaten .und Melonen, alle Gemüsesorten. Obstbäume gediehen prockt g und heimatliche Blumen, w'e Stiefmütterchen, Verlche . Sonnenblumen, ent alteten sich herrlich. Ein eingeborenes junges Ehepaar übernahm für 88 Mark monatlich die Bedienung im Hause. Die Verpflegung war billig, da z. B. ein Kilograinm Rindfleisch in der Kolonie nur 85 Pfennige kostete. Daran, daß die 16jährige Dienerin mit einer dicken Zigarre im Munde ihre Arbeit versah, mußte man sich allerdings erst gewöhnen. Die schwere Rodearbeit begann bei Sonnenaufgang und dauerte bis 10 Uhr; nach der größten Hitze am Nachmittag fing sie wieder an und nahm erst mit der einbrechenden Dunkelheit ein Ende. Auch hier, im Urwald, gibt es manchmal angenehme Überraschungen: unsere Kolonisten fanden tief im Boden eine lange, schön gearbeitete Eisenstange — weiß Gott, woher die stimmte. Glücklichere sollen sogar unermeßliche Schätze, Gold und Schmuck, ausgegraben haben, die ein Präsident der Republik vor seiner Flucht an den verschiedensten Stellen seines Reiches versteckt hatte. Nach drei Monaten war das Haus gebaut, und das Leben wurde leichter. Es war kein Trinkwaffer da, man mußte erst selbst den Brunnen graben. Dann machte sich die Insektenplage fühlbar, winzig kleine Mücken, die selbst durch das feinste Moskitonetz drangen, Sandstöhe, Ameisen usw. Schlangen gibt es und eine Unzahl ekelhafter, gefährlicher, feiger Tiere. Aber neben all dem auch immer das Herrliche einer unberührten, riesenhast fruchtbaren Natur. Das Klima ist gesund, soll für Lungenkranke sogar vorzüglich sein. Die Autorin berichtet leider nicht, ob das Wunderland jenseits des Meeres über die abenteuernde Neugier hinaus den Europäer festzuhalten vermag, und ob es den vielen, die es aus dem allen, verwüsteten Europa wegtreibt, das Land der Erfüllung sein kann. Moderne Gesetzgeber. Die französischen Kammerwahlen tu der Satire. „Auf der Kandidatenliste sür die Kammerwahlen in Frankreich waren alle möglichen Berufe vertreten. Man fand da Priester, Rentner, gewesene Militärs, Arbeiter -aus der Bekleidungsindustrie, Landwirte, Kaffeehaus- Hefitzer, Beamte. Friseure usw. Ich zweifle nicht, daß das regieren so leicht Ware I Herr Cohn, der im Verdacht steht, von den Russen Gelder zur Betreibung der deutsch?, Revolution empfangen zu haben! Da muß man doch sagen, daß die „Leitenden" den psychologischen Werte» des Politik-Machens wie die Kinder gegenüberstehe». Wir haben wahrlich nichts übrig für den Herrn Helfferich diesen Drahtzieher des Kapitalismus, der zudem noch ejU der unsympathischsten Erscheinungen der Politik ist der heute in seinem großen „Buch" mit allen Mittel» der Beredsamkeit für den eingeschränkten U-Boot- Krieg ist, um morgen ebenso heftig dagegen zu sein, der aber in dem einen und in dem andern Fall sich niH von sittlichen Voraussetzungen in seiner jeweiligen „Politik» leiten läßt, sondern nur von dem Erfordernis des Auge», blicks. Nun, diesem gerissenen Herrn Dr. Helfferich, deffe» Seele im Mammonsdienst des Großkapitalismus von allen Skrupeln und Zweifeln sich rein gebadet hat, iß Herr Dr. David mit der mangelnden KinderstM politischer Erziehung nicht gewachsen. Und so kam es zu einem Zusammenstoß, der den Untersuchungsausschuß matt setzte. Vielleicht gewinnen die Herren die Ueber- zeugung, daß es ein Unterschied ist, ob man in dm Akademiesälen der hohen Politik ficht, oder in den Volks- Versammlungen mit den „eingeschworenen" Genossen. Soll der Untersuchungsausschuß — an sich eine völ^ überflüssige Einrichtung, da er doch niemals die feinste» Fäden des traurigsten Geschicks eines Volkes bloßlege» wird — halbwegs erträgliche Arbeit leisten, so müsse» vor allen Dingen die Herren Cohn und Sinzheimer entfernt werden. Die zuständige deutsche Oeffent- lichkeit verträgt diese Herren nicht. Das hat nichts mit Antisemitismus im geläufigen Sinne zu tu». ES gibt eben Imponderabilien, die mächtiger sind, als Gesetzesvorschriften und Verfassungsparagrapheu. Kluge Politiker und Staatsmänner rechnen damit und schaff« durch seine Formation der maßgebenden Instanzen de» notwendigen Ausgleich zwischen den Imponderabilien und den Paragraphen. Immerhin haben die „Ergebnisse" des Untersuchungsausschusses doch ein beachtliches Resultat ergeben: Herr v. Bethmann Hollweg erscheint als das, was vernünftige und gerechte Leute in ihm stets erkannt haben: als ein Staatsmann von Können und Charakter; sein Auftreten im Untersuchungsausschuß war von überlegener Art; er bewies, daß er das große Material der verschlungenen Politik vollkommen beherrscht, und daher mit den feinsten psychologischen Maßstäben hantierte. Tatsache ist, daß sein von den Alldeutschen und dm Militaristen herbeigeführter Sturz der Anfang unser« Unglücks war. Er war tatsächlich der einzige Staatsmann, der Wissen, Können und sittlichen Charakter gerW besaß, um die deutsche Politik zu retten, vielleicht auch dann noch, als durch die Einführung des unbeschränkt« U-Bootskriegs die Lage zu unfern Üngunsten entschied« war. Daß unser Hindenburg auch vor dem Untersuchungsausschuß die große Haltung bewahrte und dÄ~ man ihm allseitig in Ehrerbietung huldigte, gehört gleichfalls zu dem wertvollen der Ergebnisse. In dieser Zeit der Felonie sind es Klänge aus den Sphären des Id«- lismus, einen bedeutenden Mann so treu sür seinen Mit' arbeiter eintreten zu sehen, wie es Hindenburg D Ludendorff tat. Hindenburg ist Soldat und will nicht mehr sein; das macht ihn zu einer geschichtlichen Gestalt auch in sittlicher Beziehung. Er war treu dem Bat«' lande bis zufletzt. Und noch eine wertvolle Feststellung brachten die Verhandlungen. Helfferich machte Mitteilung von eine« Brief des Kaisers, den der Monarch aus Anlaß unsm» Friedensangebotes an den Kanzler am 31. Oktober richtete; der Brief lautet: „Der Vorschlag, Frieden zu machen, ist eine sittliche Tat, E notwendig ist, um die Welt, auch die Neutralen, von dem a as V lastenden Druck zu befreien. Zu einer solchen Tat gehört ein scher, der ein Gewissen hat, sich Gott verantwortlich fühlt und-rr Herz für dieMenschheit besitzt, der. unbekümmert» tßdeu »ekt vo ' u. ich Das n de ist nann n Si iwäri von r Ta sehen, "ein i archis ereie Lorhä «legie» wis en II. t lrgeoisi Was Agitl "e ü jzgern di Stzern vhtbare chanke d Sorbette >Ws, ei» Much Ävmigk «roll n Part, v wied lagen w iser Vol er öffe Und mmendi « Anfc "lende un imlos n it, erhök «aus l Suer w mdenbo chitrger. Mung, «hen se Ehrli da Heu Polit könne erb ver bt v ehrli agwoi 'eraus -Berlin, kann ution Lonse 'ertig i ht irgendwo auch noch ein Tanzlehrer aus oer Liste ^ getaucht ist. Bei ihm würden wir wenigstens wlyen, . welcher Seite wir zu tanzen haben." Mit diesen Wou» i leitet Clement Vautel im Pariser „Journal* eme ^. trachtung über das geistige Niveau der franzoNl«»*; Parlamentskandidaten ein und fährt dann also fort: „Alle diese Possenreißer halten sich für vollkoM ^ fähig. Frankreich zu regieren. Die meisten («W; brauchen wir nicht zu zweifeln) haben kaum gelem, ^ besonders viel gelesen und find nie außerhalb der ihres schönen Vaterlandes gewesen. Ihre Ideen Mo Ideen aus irgend einem Kaffeehause. Und das stnv zukünftigen Gesetzgeber. Wenn man das bedentt. einem angst und bange. Um als Schreiber m dre Kam ^ z zu kommen, muß man ein Examen ablegen, um ms ordneter hineinzukommen, braucht man nicht einma» ^ lesen und schreiben zu können. Wir haben Schulen, in denen Ingenieure, Advo«»^i Tierärzte, Schauspieler, Masseure, Küchenmadche« ^ Rollschuhläufer ausgebildet werden, aber es gwl Schule für jene, die behaupten, über das Schrmo» Nation entscheiden zu können. Warum sollte man. eine Schule errichten, die jeder besuchen muß, der im» 1 der Abfassung von Gesetzen zu beschäftigen wünM» Kandidaten-Schüler würden ein bißchen Geschichte,^ Geographie, Rechnen (was für einen Abgeordnete" nützlich sein kann) lernen müssen; sie würden fw^-^ Fragen, Völkerrecht, Verwaltungslehre büffeln sie würden in die Geheimnisse der ^Staatsmai» ^ eingeweiht werden usw. Für die Schüler, die las»« tätig sind, müßten Abendkurse eingeführt werden. ^ solche Bürger, tue mit einem Zeugnis ausgestattet M > ihre Befähigung für den Posten eines Abgeordnete" weist, würden sich bei den Wahlen als Kandidat bieten dürfen. Ideal wäre es, wenn die Parm» schüler kleine Reisen unternähmen, denn es f«"»» wenn man als Staatsmann etwas weiter gewesen ungerade ein Sonntagsausflug führt. Unsere Zest , Zeit der Technik. Um ein Paar Schuhe zu mache», man das Schusterhandwerk gelernt haben. Dasteti. von den Gesetzen gelten. Wenn unsere Gesetze fsallen, > Leute Ken/ Die viel Dedei »te» von me nk z Sp >Acei ß Sleichei ^Ärit gr wr abe» me rrfo Mb . ^ N l^ten sdaß f geti ZVOO hre . fo »eßli ^Mar un so 8erdccht leutscheo lan doch Werte« erstehe«. Merich, loch ei« >litik ist. Mittel U-Boot- sein, der sich nicht »Politik' l Augen- h, dessen ms von c hat, ist llderstube kam es Ausschuß e Ueber- n in d« m Volks- Jenossen. ie völlig r seinsteu I bloßlegen o müsse» imer ent- 'essent- TaS hat : zu tun. sind, als . Kluge d schaffen nzen den bilien und fuchungS- en: Herr was ver- mt haben: arakter; von über- terial der md daher hantierte, und de» g unserS : Staats-^ !ter geM eicht auch schränkt« ,en Gest em Vater- achten dir von eine» aß unserA tober zjdeutung seine- Schrittei, den Willen hat, die »,1t von ihren Leiden zu befreien. Ich habe den Mut ' u, ich will es im Vertrauen auf Gott wagen." Das ist der Friedenskaiser, wie er in unser aller mg lebt: der gewissenhafte Herrscher, der fromme t, der Mann mit dem großen Ziel des Friedens, ist der Kaiser verlassen, auch von denen, die sich nannten. Alldeutsche, und leider auch Konservative, en Steine nach dem Entthronten; nun ist der einst hwärmte auf einmal klein, unfähig, psychopathisch von Jugend auf! Ein äoeument dumain ist es er Tat, diesen Monarchen gestürzt und so verlassen ^chen. Um so notwendiger ist es aber, daß das kleine lein der Treuen fest bleibt und charaktervoll. Unser irchiSmus hat nichts zu tun mit den blindwütigen ereien gewisser Kreise, denen der Monarchismus nur Korhängeschild ist, um wieder in den Besitz ihrer alten legien zu kommen, die kaltblütig erklären, daß sie wissen wollen von der Wiedereinsetzung der 22 )en Fürsten und auch auf den Hohenzollern Willi. verzichten. So ein Kaisertum der kapitalistischen irgeoisie mit Stresemann I., das wäre ihr Ideal! Was wir heute an Agitation erleben, ist furcht- Agitation, nichts als Agitation, schmutzigstes Parteile überall, hüben, wie drüben, bei den sogen. An- cn des alten Regimes nicht weniger, wie bei den Verein des „neuen". Nirgends eine Erkenntnis der tbaren Lage, in der wir uns befinden; nirgends der sie der Versöhnung, der Sachlichkeit, ein Wille zum irbeiten und Aufbau; nirgends ein Einschränken des »s, eine Eindämmung des Mammonismus und der itsucht, nirgends ein sich besinnen auf christliche imigkeit, auf Reinheit und Lauterkeit des Handelns, rll nur Geschrei, wüste Agitation für ökonomische Parteiprofite. Die ganze politische Lage wird immer wieder unter dem Gesichtspunkt betrachtet: wie zen wir für die Partei etwas heraus; wüster als je ist Volk von Parteihaß und Klassenhaß durchwühlt; ftr öffentliche Gott ist der Parteifunktionär. Und wie wichtig wäre es, unser Volk auf das lende vorzubereiten. Denn noch stehen wir erst Anfang unseres Elends. Milliarden werden fteudert für Luxus, für Chokolade, für entbehrliche und damit wird unsere Valuta immer schlechter, üos wird in den Tag hineingelebt. Verkürzte Arbeitserhöhte Löhne, Feiertage, Streiks, andauernd leben » aus unseren gefüllten Brieftaschen, die „aber immer er werden". Und dazu muß natürlich wieder ein »denbock her; sind's die Juden nicht, dann ist's der 'erger. Immer diese kindische und korrupte An- mng, als ob Einer für das Chaos verantwortlich zu ftn sei, als ob Einer es bewältigen könne. Ehrlichkeit und politische Anständigkeit gebieten zu daß die jetzt herrschenden wirtschaftlichen Ver- isse unabwendbar sind und durch keinerlei Aenderung politischen Form des Staatswesens beseitigt wer- können. Ob Monarchie oder Republik — was wir erleben, ist das unausbleibliche Ergebnis einer -Verheerung an Werten, wie sie noch nie rl^st wurde. Aber eben darum treiben besonnene ehrliche Männer keine Agitation mit politischen lagworten, sondern bauen und schaffen mit an der Heraufrichtung der Weltwirtschaft. Was wir heute Kerlin an Agitation erfahren, istkindi.schunddumm > kann keinen andern Erfolg haben, als die äußerste »lutionäre Richtung zu stärken. Die Monarchie, die Konservativen erstreben, kann nicht kommen durch fertiges Putschieren, nicht durch „Gegenrevolution", 2 n durch einen besonnenen Akt der Abstimmung Mehrheit des deutschen Volkes. Als der große Dichter Lord Tennyson — es ist ein Knder, mit Verlaub zu sagen — mit dem deutschen laten Eckardstein vor langem über den „Lauf der Welt" frug der Dichter den Diplomaten, ob ihm sein ft „Doxle^ öalksixt^ V6ar3 alter" bekannt sei. Als Hallen, dann rührt es wahrscheinlich nur daher, daß sie " Leuten fabriziert werden, die von Gesetzemachen nichts den.' Adook idchen chicklal ->«°Ä ünschi^ iÄte, ^ cdnetev^ SmasüA ie tag rdew stetsiA ,rdnetea didat«^ Varls" chadet >esen H Zeit ist lackest, asieltA, setze Die Sparprämienanleihe als Weihnachtsgeschenk »vielfach empfohlen. Ein praktisches Beispiel wird Bedeutung der Sparprämienanleihe erläutern: Ein ater hat zwei Enkelsöhne, Richard und Ulrich, im von neun und vier Jahren und eine Enkeltochter arme im Alter von einem Jahr. Als Weibnachts- ak zeichnet der Grobvater für jedes Enkelkind je ein Sparprämienanleihe und bestimmt, daß alle auf ei Stücke entfallenden Prämien» und Bonusgewinne eichen Teilen für jedes Kind bis zu seiner Groß« krit verzinslich angelegt werden sollen. Wenn alle großjährig geworden find und kein Stück vorher worden ist, so bekommt jedes Kind ein Stück. » aber vor der Großjährigkeit des jüngsten Kindes, ""me, ein Stück getilgt, so bekommt der Älteste, die betreffende Tilgungssumme. Die beiden Stücke bleiben wie bisher weiter verwaltet, bis erfolgter Großjährigkeit von Marianne die beiden : Ulrich und Marianne sich die beiden Stücke nunmehr . Nehmen wir nun an, daß eines der drei Stücke g«bten Jahre einen Gewinn von 60 000 Mark erhalten ^aß ferner im zwölften Jahre ein Stück mit 1600 » getilgt worden ist uud dabei einen Bonusgewinn ^1000 Mark erhalten hat, und daß schließlich im hre ein weiteres Stück mit 1800 Mark getilgt .. so stehen den Kindern bei ihrer Großjährigkeit, Beßlich 6 °/i> Zinseszinsen, folgende Beträge zur Ver« .A: Richard: 20592 Mark Gewinn und Bonus und ^Mark TilgungSwert---22192 Mark. Ulrich: 26281 und 1890 Mark Tilgungswert --- 28171 Mark, ae: 30424 Mark und 1800 Mark KündigungS- -32224 Mark. Aber selbst wenn keines dieser drei in den ersten 20 Jahren getilgt worden wäre und .«ewinn in dieser Zeit auf die Stücke entfallen so würde der Kündigungswert von 1800 Mark «s am Anfang des 20. Jahres gekündigte Stück bin noch einer Verzinsung von 3^» Zinjeszinsen 'kchen. _____-. Eckardstein verneinte, sagte Lord Tennyson: „Aus diesem Gedicht werden Sie entnehmen können, was ich über die Moral der modernen Zeitläufte denke. Sie sind ja noch sehr jung und werden erleben, daß jeder Idealismus ganz dahinschwindet und die Welt vollständig in einem krassen Materialismus versinkt. Durch die großen Zuckungen der französischen Revolution und der Napo- leonischen Kriege war die Welt auf ihren richtigen Platz zurückgesetzt worden (put on der rissbt xlaco), jetzt aber scheint es den Menschen wieder zu gut zu gehen. Wenn der Materialismus weiter so fortschreitet, dann wird es wohl bald wieder einmal ein Weltgericht geben." Das haben die Denker und Besonnenen aller Zeiten vorausgesehen. Und heute gilt es mehr denn je, den Materialismus zu bekämpfen. Es gilt aber auch, der Nächstliegenden praktischen politischen Arbeit zu gedenken, an die großen, gewaltigen Aufgaben, die wir zu erfüllen haben. Es soll nur in kurzen Zügen auf das allerwichtigste, die Indienststellung des deutschen Ackerbaus, hingewiesen werden. Wir haben verloren: an Nährstoffen (künstlicher und Stalldünger) in Geld ausgedrückt: 4,7 Milliarden Mark; Bewertung der Unkrautschäden infolge des großen Arbeiter- und Gespannmangels: 1,8 Milliarden Mark; Wert des durch die Einwirkung der oben genannten Faktoren bewirkten Rückganges des Ernteertrage» an Getreide, Zucker, Kartoffeln usw. für die Kriegszeit: 9,6 Milliarden Mark, für die nächsten vier Jahre, bis diese Folgen wieder einigermaßen beseitigt sind, etwa 19 Milliarden Mark. Wert des Gesamtverlustes in der Fleischerzeugung in quantitativer und qualitativer Art während der Kriegszeit und während der nächsten Jahre 23 Milliarden Mk.; Wert des Rückganges der Milchproduktion etwa 17 Milliarden Mark; Wert des durch den Krieg verursachten verminderten Geflügelbestandes etwa 7 Milliarden Mark. Hört man von diesen und ähnlichen wichtigen Dingen die Parteien reden? Nein, aber wer „recht" hat: daS alte Militär-Regime mit Ludendorff und Tirpitz, oder seine Gegner, ob der General v. Deimling ein Pazifist ist, oder nicht, wann wir mit den Franzosen, Engländern und der sonstigen halben Welt wieder abrechnen wollen — Mas bringt die Deutsche Spar - Prämienanleihe ^ ^edes Jahr Mk. SV.— Sparzinsen für ein Stück von 1000 Mark. ^edes Jahr 25000 Bonnsgewinne von 1000 Mark bis 4000 Mark. ^edes Jahr 5000 Gewinne gleich 50 000 000 Mark. Zeichnungen bei allen Bankgeschäften, Banken, Sparkassen u. Genossenschaften. das sind die Fragen, die diese Kleinhirne und Engherzen beschäftigen! Derweilen tappen wir immer tiefer in den Sumpf. Die allerschlimmsten aber sind die Gleichgültigen; ihre Zahl wird immer größer; ein unsittlicher Fatalismus hat sich weiter Kreise bemächtigt; man spricht vom Staatsbankrott, als ob sich'S um eine Premiere handle. Wo bleiben die Besonnenen, die Nüchternen, die Frommen, die Verantwortungsvollen, die Charaktere, die Klaren, die Maßvollen, die Schaffenden? Gebe Gott, daß dieser Konzern bald ersteht, sonst sind wir verloren und Deutschland wird ein Reich der Hörigen, abhängig vom Ausland, das unS regiert. A. R. Badischer Landtag. 6. Oeffentliche Sitzung. Karlsruhe, 25. Nov. Das Haus erledigte zunächst einige kurze Anfragen, darunter die des Abg. Ziegelmeier (Ztr.) über die Erhebung eines Streikbeitrages von 5 Mk. wöchentlich für den Metallarbeiterstreik in Berlin. Diese Beiträge sollen zwangsweise erhoben worden sein. — Minister Rücke rt erklärte: Nach den Erhebungen des Bezirksamtes hat in der Fabrik von Benz der Vertrauensmännerausschuß der Arbeiter beschlossen, von allen Arbeitern einen Beitrag für den Metallarbeiterstreik in Berlin zu erheben. Es seien jedoch keine Zwangsmaßnahmen angewandt worden. Dagegen habe man bei Lanz den freiorganisierten mit Entfernung aus dem Betriebe gedroht, wenn sie den Beitrag nicht leisteten. Die Regierung stellt fest, daß kein Mitglied einer andern Organisation zur Leistung- von Beiträgen zu dem Streik veranlaßt werden kann. Das Haus begann nun die Besprechung der förmlichen Anfragen über die Kartoffelversorgung. — Abg. Martin (Ztr.): Der weitaus größte Teil der Bauern liefert seine Kartoffeln ab. — Abg. Vielhauer (Dem.): Es stecken noch viele Vorräte von Kartoffeln im Felde. Wo es Not tut, sollte hier die Regierung Hilfe senden. Bei der Erfassung der Ernte von 1919 muß man bereits an die Ernte von 1920 denken. Durch Rückgang der Anbaufläche haben wir mindestens 1 Million Zentner weniger geerntet als früher, durch schlechtes Saatgut aber zwei Millionen weniger. Die Anbaufläche braucht man gar nicht so sehr zu vergrößern, wenn nur das richtige Saatgut auf der Fläche verwandt wird. Bei der Preispolitik sollte der bevorzugt werden, der auf der gegebenen Fläche viel produziert. — Abg. Belzer (Ztr.) wies Angriffe auf die Bauern zurück. — Abg. Mager (D.N.) bezeichnete die Preispolitik der Regierung bei der Kartoffelversorgung als verkehrt. — Minister Remmele erklärte, daß die Preispolitik bezüglich der Kartoffeln nicht auf die badische Regierung zurückgehe. Das Haus befaßte sich dann mit den Anfragen über die Lederverteuerung. Die Regierung hat beantragt, die Herstellung von Luxusschuhen zu verbieten. Aus Heeresbeständen sollen wir 80000 Paar Stiefel erhalten. — Martzlosf (Soz.) beantragte die sofortige Wiedereinführung der Zwangswirtschaft für Leder. — Abg. Freudenberg (Dem.) gab Auskunft über die Lage der Lederindustrie und bezeichnete die Zwangswirtschaft für Leder als undurchführbar. — Der Antrag Martzloff wurde gegen die Stimmen der Deutschnationalen und Demokraten angenommen. Das Haus beschäftigte sich dann mit Anträgen gegen das Schiebertum. — Minister Remmele gab über die Maßnahmen der Regierung Auskunft. In der Aussprache billigten die Abgeordneten Straus (Ztr.) und Dr. Leser (Dem.) die Maßnahmen der Regierung. Kirche, Schule rmv Mission. ep. Karlsruhe, 26. November 1919. Die vertagte außerordentliche Landessynode wird, nachdem die Verkehrssperre aufgehoben ist, am ln Der Obstbaumbesitzer, der seine Pfleglinge jetzt nach beendeter Ernte aufmerksam beobachtet, wird nicht selten zusammengeschrumpfte mumienartige Früchte an ihnen finden. Sie verdanken ihre Entstehimg einer Pilz- krankheit (Monilia), die bereits im Frühjahr an den Blüten und Laubsprossen zu bemerken ist, dann aber leicht übersehen wird. An den Früchten äußert sich die Krankheit in der Weise, daß auf ihnen heklbräunliche Faulstellen mit zahlreichen, oit ringförmig ungeordneten Pilzpolfter- chen entstehen. Wenn solche Früchte eingelagert werden, verfallen sie schnell der Fäulnis. Zum großen Teil bleiben sie aber am Baume hängen und trocknen zu den eben genannten „Frnchtmumien" ein. Die von der Krankheit befallenen Bäume gehen von Jahr zu Jahr im Ertrage zurück. Wo sie auftritt, sollte man daher nicht versäumen, Bekämpfungsmaßnahmen zu ergreifen. Wer an seinen Obstbäumen Freude erleben will, für den ist es jetzt auch Zeit, die Stämme und Aste mit der Baumicharre von Flechten, Moos, alter Borke zu säubern. Die Abfälle muffen sorgfältig gesammelt und verbrannt werden, da sie viele Obstschädlinge in Form von Puppen und dergleichen enthalten. Nach der Reinigung find die Stämme mit frischem Anstrich von Kalk oder Karbolineum mit Kalk zu versehen. Raupennester (der Gokdafterrauve, des Baumweißlings und andern) und Gespinste der Gespinst» motte find zu entfernen und zu vernichten. Zweig«, an denen der Ringelspinner seine Eier abgelegt hat, müssen ausgeschnitten werden, ebenso die von Monilia befallenen Zweige und solche, an denen Mistelbüsche fitzen. Die Wundstellen sind zum Schutz gegen Infektion mit Teer zu bestreichen. _ Hungerszenen aus dem Moskauer Straftenleben schildert die Fürstin Lwow. Sie berichtet u. a.: Eines Morgens ging ich über eine Brücke gegenüber dem Kreml. Dort begegnete ich einer Frau, die ein Kind am Arm hielt. Beide waren zu Skeletten abgemagert, und schmutzige Lumpen bedeckten ihre Blöße. Das Kind stieß herzzerreißende Schreie aus. Auf meine Frage, waS dem Kinde fehle, antwortete die Mutter mit ersterbender Stimme: „Es hat Hunger." Ich zog mein Portemonnaie uud wollte der Frau GAL geben, aber sie murmelte: „Kein Geld, kein Geld, nur um der Barmherzigkeit willen ein Stück Brot!" Das konnte ich ihr nun beim besten Willen nicht geben, denn daS letzte Brot, das wir zu Hause noch besaßen, hatten wir am Tage vorher aufgezehrt . . . Ich ging einige Schritt weiter, die nächste Straße entlang. Da lehnte an einer Mauer eine jung« Dame, aus deren furchtbar entstellten Zügen noch Spuren früherer Schönheit leuchteten. Der Kopf war nach rückwärts geworfen, die Augen weit aufgerissen, das blonde Haar fiel wirr über das Gesicht herab, die Arme batte die Unglückliche ausgestreckt, so daß sie den Anblick einer Gekreuzigten bot. Einige Leute umstanden die Unglückliche und bestürmten sie mit Fragen. Sie antwortete unverständliche Sätze, aus denen man immer das Wort Hunger heraushörte; sie war vor Hunger wahnsinnig geworden. Gleich darauf erlebte ich eine neue erschütternde Szene. Ein furchtbar abgemagerter Hund trug einen Knochen im Maul, an dem noch einige Stückchen blutigen Fleisches hingen. Ein etwa zwölfjähriger Knabe sprang auf ihn zu, und mit einem Blick wütendsten Neides versuchte er dem Hunde den Knocken zu entieißen. überall trifft man auf alte Leute, die mit leeren Augen dastehen und betteln und deren Kleidern man anmerkl, daß sie das früher nicht nötig hatten. Leben und Wissen. ' — Wo blieb der Zocker im Kriege? Die allmähliche Aufklärung der Geheimnisse der Kriegswirtschaft offenbart nun auch, was aus den groben Mengen von Zucker geworden ist. die vom zweiten Kriegsjahr ab der menschlichen Ernährung entzogen wurden und das deutsche Volk, das in der Zuckerproduktion an der Spitze aller europäischen Länder marschierte, zur strengen Rationierung zwangen. Wie in den „Naturwissenschaften" mitgetetlt wird, wurde die größte Menge des Zuckers in Glyzerin verwandelt, der zu Sprengstoffen gebraucht wurde. Die Umwandlung geschah auf biochemischem Wege. Ein neues Verfahren wurde im Jahre 1918 vatentiert und rasch in Großbetrieb genommen, so daß die Glyzerin- ausb-ute 1 Million Kilogramm im Monat überstieg. 1. Dezember ihre Sitzungen wieder aufnehmen. Zunächst wird an diesem Tage, nachm. 3 *,'» Uhr, eine Sitzung des Versassungsausschusfes stattfinden. Dem evang. Landesverein für Innere Mission, welcher kürzlich auf eine 70 jährige gesegnete Wirksamkeit zurückschauen durfte und jetzt vor außerordentlichen Aufgaben steht, ist vom bad. Ministerium des Innern zur Gewinnung der erforderlichen Mittel eine Haussammlung bei allen Glaubensgenossen in Baden bewilligt worden. Die dazu nötigen Vorarbeiten sind vom Büro des Landesvereins (Karlsruhe, Kreuzstr. 23) bereits getan. DieBadischeLandeSbibelgesellschaft bedauert es lebhaft, daß infolge von Schwierigkeiten in der Herstellung zur Zeit keine Traubibeln geliefert werden und viele bisher eingelaufenen Bestellungen vorläufig nicht ausgeführt werden können. Es wird alles versucht, der vorhandenen Schwierigkeiten Herr zu werden und es besteht begründete Aussicht, daß noch im Laufe des Monats Dezember Traubibeln wieder zu haben sind. Aus Stadt «nd La«» Karlsruhe, 27. Novbr. 1919 M. Zur Brennstoffversorgung. Mit der Besichtigung der in den Haushaltungen vorhandenen Kohlen- und Holzmengen ist begonnen worden. Die mit der Durchsuchung Beauftragten fanden volles Verständnis für ihre Aufgabe und Entgegenkommen. Nur Vereinzelte glaubten berechtigt zu fein, die Betretung wie Besichtigung ihrer Kellerräume verweigern zu können. Es fei hier ausdrücklich darauf hingcwiesen, daß der Kommunalverband nach der Bundesrtitsverordnung befugt ist, Räume, in denen Gegenstände des notwendigen Lebeus- bedarfs gelagert sind, zu betreten und Besichtigungen vorzunehmen. Die Kellerrevisionen werden also durchaus im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen vorgenommen. Soweit die Besichtigung in einer Haushaltung ergeben, daß völlig unzureichende Mengen oder überhaupt keine Brennstoffe vorhanden sind, wird das Brennstoffamt dafür Sorge tragen, daß Kohlen oder Holz sobald als möglich geliefert werden. Mannheim, 25. Nov. Wegen Ausschreitungen bei Einführung des Schulzwangs für erwerbslose Jugendliche hatten sich sechs Burschen von 17 bis 19 Jahren unter der Anklage des Landfriedensbruchs vor der Strafkammer zu verantworten. Zu ihrer Verteidigung machten sie geltend, der Arbeitslosenrat habe ihnen empfohlen, sich selbst „ihr Recht" zu holen. Die hoffnungsvollen Jünglinge wurden für ihr Verhalten zu Gefängnisstrafen von je 6 Monaten verurteilt. — Der Taglöhner Renius aus Neckarau gehörte zu den Verbrechern, die durch die Revolution befreit wurden. Damals verbüßte er in Beuchen in Schlesien eine Zuchthausstrafe von 12 Jahren. Als er in seine Heimat zurückgekommen war, plünderte er Hasen- uud Hühnerställe. Die Strafkammer verurteilte ihn deshalb zu einem Jahr 6 Monaten Zuchthaus, 5 Jahren Ehrverlust und zur Zulässigkeit von Polizeiaufsicht. — Seit Samstag besteht hier Hochwasser. Der Neckar ist über seine Ufer getreten. Die Neckarfähre zwischen Seckenheim und Ilvesheim ist am Samstag abgerissen und trieb mit einer Anzahl Fahrgäste abwärts, doch gelang dem Fährmann, noch rechtzeitig Anker zu werfen. Die Spar-Prämienanleihe bietet dem Besitzer die größten Vorteile durch die regelmäßig zweimal in jedem Jahre wiederkehrenden Ziehungen, in denen 5000 Gewinne im Betrage von 50 Millionen Mark jährlich ausgelost werden. Es gibt keine Prämienanleihe des In- und Auslandes, die derartig hohe Treffer zur Ausschüttung bringt, wie die Deutsche Spar-Prämienanleihe. Denn es kommen jährlich 10 Treffer zu je 1 Million Mk., 10 Treffer zu je 500000 Mk., 10 Treffer zu je 300000 Mk., 10 Treffer zu je 200000 Mk., 20 Treffer zu je 150000 Mk. und 40 Treffer zu je 100000 Mk. neben vielen Treffern zu 50 000 Mk. bis herab zu 1000 Mk. zur Verlosung. Außerdem erhält jedes 2. Stück bei der jährlich stattfindenden Tilgungs-, d. h. Rückzahlungsauslosung eine Sondervergütung von 1000 Mk. Solange das Stück nicht durch die Tilgungsverlosung zurückgezahlt ist, nimmt es stets an den jährlich zweimal stattfindenden Gewinnziehungen teil, so daß der Besitzer einer Prämienanleihe die Aussicht hat, sogar mehrere Male von der Glücksgöttin beschenkt zu werden. Und dies geschieht alles ohne Gefährdung feines Kapitals und ohne Verlust seiner Zinsen, denn das Kapital muß ihm mit allen angelaufenen Zinsen zurückgezahlt werden. Die Spar-Prämienanleihe wird wie alle deutschen Anleihen an der Börse gehandelt, der Inhaber solcher Wertpapiere ist deshalb in der Lage, sie täglich verkaufen zu können. Infolge der vielen kombinierten Chancen dieser Anleihe wird der Kurs voraussichtlich ein verhältnismäßig hoher sein. Nach 20 Jahren hat der Besitzer unter allen Umständen das Recht, vom Reiche für seinen Besitz an Spar-Prämienanleihe für je 1000 Mk. 1800 Mk. zurückzuverlangen. Da er beim Erwerb 500 Mk. in bar und 500 Mk. in Kriegsanleihe, deren Wert augenblicklich börsenmäßig ungefähr 400 Mk. ist, in Zahlung gibt, so verzinst sich das angelegte Kapital von 900 Mk. mit vollen 5 °/o. Außer dieser ihm sichergestellten Rückzahlung hat er dann alle Gewinnchancen in 20 Jahren unentgeltlich aus genützt. Textilfaser« «nv Kartoffelkraut. werden kann. ES ist danach einem sächsischen Chemiker gelungen, aus Kartoffelkraut wertvolle Textilfasern herzustellen. Die Verwertung der Erfindung hat bereits das Konsortium zur Gewinnung von Kartoffelfasern, Berlin W. 30, Mozartstraße 37, übernommen. Die Bedeutung der Erfindung läßt sich leicht ermessen, wenn man bedenkt, in welch hohem Maße wir Mangel an Textilrohstoffen leiden und daß es beim Stande der deutschen Valuta von ungemein hohem Nutzen wäre, wenigstens einen Teil der Einfuhr — sie belief sich nach der letzten Statistik auf einen Wert von 600 Millionen Mark im Jahre — zu ersparen. Als Vorteil kommt weiter inbetracht, daß das bisher der Landwirtschaft teilweise nur lästige Kartoffelkraut eine rentable Verwendung finden kann. Nach Angabe der Korrespondenz sollen 100 Kilogramm Kartoffelkraut mit etwa 4 bis 6 Mk. bewertet werden. Das Kraut kommt erst zur Verwendung nach der Kartoffelernte und wird dann durch ein chemisches und maschinelles Verfahren, das keine übermäßig großen Kosten verursacht, in Textilfasern umgewandelt. Wichtig ist, daß aus den Nebenprodukten dieser Aufarbeitung noch eine wertvolle Zellulose hergestellt werden kann, während der letzte Rest, des starken Kaligehaltes des Kartoffelkrautes wegen, auf Kunstdünger verarbeitet werden soll. Wir möchten darauf Hinweisen, daß das genannte Konsortium schon mit vielen landwirtschaftlichen Organisationen in Verbindung steht und jede Anfrage sachgemäß zu beantworten bereit ist. Ei« Blick i« den elsaß-lothringischen Blätterwald. Tie Korrespondenz des Bundes der Landwirte bringt die Mitteilung über eine Erfindung, die für Deutschlands Volkswirtschaft von außerordentlich großer Bedeutung Von unserem elsaß-lothringischen Mitarbeiter wird uns geschrieben: Ein günstiger Zufall läßt uns eine Reihe von elsaßlothringischen Blättern auf den Tisch fliegen. Wie lächerlich und für das Land, das an der Spitze des europäischen Kulturlebens stehen will, geradezu beschämend wirkt die Tatsache, daß jetzt ein Jahr nach dem tatsächlichen Ende deS Krieges noch ein strenges Verbot für die Sendung elsaß-lothringischer Blätter nach Deutschland besteht, das neuerdings sogar auf die Schweiz ausgedehnt wurde. Wenn die Franzosen ein gutes Gewissen hätten, würden sie sich einer solchen Maßnahme schämen. Aber sie haben nun einmal das Bedürfnis, das was sie zur Zeit im Elsaß tun und treiben, vor den Augen der anderen europäischen Kulturnationen zu verbergen. Die Durchsicht der vor uns liegenden Blätter beweist allerdings, daß die Franzosen zu ihrem Versteckspiel über elsaß-lothringische Angelegenheiten gewisse Gründe haben. Die Elsässer sind mit dem französischen Regiment unzufrieden! Man wird kaum ein elsässisches Zeitungsblatt in die Hand nehmen, das nicht durch irgend einen Artikel, irgend eine Zeile, diese den Franzosen so unangenehme Tatsache verraten würde. Von den Jubelhymnen aber, die in den Novembertagen vorigen Jahres die Spalten fast sämtlicher elsaß-lothringischer Blätter füllten, findet man jetzt keine Spur mehr in den elsaß-lothringischen Zeitungen. Auch der „Elsässer", das im ganzen Lande verbreitete klerikale Blatt, dessen Redakteur Seitz zur Zeit für die Kammerwahlen kandidiert, weiß von dieser Begeisterung nichts mehr. Davon nur einige wenige Beispiele: In einem Artikel „Hände weg!" entrüstet sich die früher deutschfeindliche Zeitung aufs höchste darüber, daß Frankreich die Bodenschätze, die durch den „Umschwung der politischen Verhältnisse wiederum Besitz der Nation geworden sind, an Private verschleudern will. Wir hoffen zuversichtlich, daß diese verhängnisvolle Bahn nicht beschritten wird! Die ganze Bevölkerung steht geschlossen hinter jenen, die unsere Bodenschätze als Nationaleigentum reklamieren!" Diese Forderung des „Elsässers" wird so ziemlich von der gesamten elsaß-lothringischen Presse, allen voran natürlich der sozialistischen, erhoben. Wie aus dem Inseratenteil lothringischer Zeitungen hervorgeht, werden die sequestrierten deutschen Güter jetzt in Menge verschachert. So schreibt z. B. ein Herr Bourgeoin, wohnhaft in Metz, Saint Marcelstraße 38, die Anteile der deutschen Gesellschaft Gelsenkirchen, Bergwerkaktiengesellschaft in Deutsch-Oth, elektrische Zentrale der Werkstätten in Esch und Hochöfen in Deutsch-Oth zum Verkauf aus. Auch die Werke in Hagendingen und in Kneuttingen werden zum Verkauf angeboten. Die Elsässer fordern die Verstaatlichung all dieser Werke, lassen aber dabei außer acht, daß Elsaß-Lothringen ein Staatswesen, das sie erwerben könnte, nicht mehr ist. Freilich hoffen alle politisch Tätigen, sich ihre staatsrechtliche Selbständigkeit zu erhalten. Nach den Wahlen wird ihnen dieser Traum nur zu bald zerstört sein. Der „Elsässer" gibt den Franzosen auch sonst manch harte Nuß zu knacken. So lesen wir in einer seiner letzten Nummern unter der Ueberschrift „Einst und jetzt", unter anderem folgenden Satz: „Vor dem Waffenstillstand kamen auf 26 Schulinspektoren in Elsaß-Lothringen 24 Einheimische. Es dürfte bald der Augenblick kommen, wo das umgekehrte Verhältnis vorhanden sein wird, da gegenwärtig kein halbes Dutzend Einheimischer mehr im Amte steht." Die beiden Sätze markieren das ganze große Elend des elsaß-lothringischen Lehrerstandes! Etwa ein halbes Dutzend der alteinheimischen Schulinspektoren haben ihre Heimat mit 80 Pfund Reisegepäck in der Hand verlassen müssen. Die anderen machten den Versuch, sich in das welsche Joch der Befreier spannen zu lassen, der aber an dem pädagogischen Unverständnis der neuen französischen Schulleiter kläglich scheiterte! Auch in allen anderen elsaß-lothringischen Blättern finden sich bewegliche Klagen der elsaß-lothringischen Beamten über die ihnen widerfahrene Zurücksetzung. So schildert z. B. das „Mülhauser Tageblatt" in einem Eingesandt aus Ensigheim, der Landesstrafanstalt, daß dort die Leiter Leute sind, die kein elsässisches, d. h. deutsches Wort verstehen. Der Chefredakteur der „DieteM Volkstribüne", der sich scharf gegen die französische waltmaßnahmen wandte, konnte sich seiner nur durch schleunige Flucht entziehen. Auch sopA folgte die Verhaftung einer Reihe von Persönlichst die verdächtig sind, die neutralistische Bewegung gefzM zu haben. Selbst der deutsche GesandtschaftsatM Grunelius wird in französischen Blättern in VerbinW mit der neutralistischen Bewegung im Elsaß geh^ In sehr scharfer Weise traten die SozialdemvK« für einen weitgehenden Partikularismus ein. Dar lesen wir im „Elsässer Kurier" des früheren Reich-t abgeordneten Hägy: „es gibt also in der früheren A listischen Partei unseres Landes eine Richtung, die a geprägt partikularistisch ist. Die Desannektion des Za,, betrachtet sie nicht als eine Befreiung. Wenn ^ Millerand in der Kammer von der elsaß-lothringff, Bevölkerung als von einem Volke sprach, das 48 U lang unter der Gewalt geseufzt und nun endlich be wurde, dann findet dieses Wort bei ihnen keinen Ankh. wenn er sagte: Die Elsässer und Lothringer sind leid schaftliche Franzosen, sie sind aber zugleich leidenschafi elsässisch und lothringisch, dann beziehen sie nur zweiten Teil dieses Satzes auf sich und lehnen ersten ab." Hägy weiß natürlich genau, daß Lothringer tatsächlich auf diesem neutralistischen Sta Punkt stehen. _ Vermischte Nachrichte«. schweres EisenbahnunglirS. München. Auf der Karwendelbahn. dicht bei der Lsl reiclischen Station Kranebitten, ist ein Güterzug mit ein Dienftzug -mfammengestoßen. Beide Lokomotiven und Waggons entgleisten. 26 Personen wurden verletzt. Die Besetzung der Abstimmungsgebiete. P«riS. Der Oberste Rat hat beschlossen, daß . setzung OberschlestenS durch die Ententetrnppcn Dezember nnd der west- «nd ostpreußische» bezirke am 20. Dezember erfolgen soll. Prozeß gegen die ungarischen Kommunisten. Budapest. Hier begann der Prozeß gegen die Ko» munistenfübrer. Zunächst sitzen 37 Kommunisten auf der ch klaaebank, denen nicht weniger als 237 Morde vorgeworß werden. Beta Kbun soll in oovtuwaeiam verurteilt werde r staal ^tai Iinm A, Verschärfung der Blockade Rußlands. Paris. Di« Entente hat an Dentschland und dM neutralen Staaten eine Note gerichtet, die eine wciteM Verschärfung der Blockade SowjetrußlandS fordert. ^ Friedensvertrag «nd Wahlmanöver. Washington. Senator Lodge soll erklärt baden, rembk kaniiche Senatoren wünschten dem amerikanischen Volk dii vom Senat zurückgewiescnen Vorbehalten zu unterbreit« Man schließe daraus, daß die im nächsten Jalir statlfindend« Präsidentschaft-Wahlen sich unter der Parole des Fried«« Vertrages vollziehen würden. Senator Hitchcock bezeichne di» Absichten Lodges als Wahlmanöver und erkläre, der Patlw» iismus verlange ein Kompromiß. ll Keine Versteigerung von Hecrcspfcrdcn nichts Die Verkäufe von Pferden aus Anlaß der Vermitzdeiu des Heeres finden nicht mehr auf dem Wege der steigerung statt. Die von der Heeresverwaltung Ml Verkauf bestimmten Pferde werden zu Abschätzungspreise»^ abgegeben und mit Rücksicht auf die Sicherstellung Volksernährung den Laudwirtschaftskammern oder and weiten landwirtschaftlichen Organen zur Verteilung wirklich pferdebedürftige Landwirte überwieen. V» diesen werden Kriegsbeschädigte, Hinterbliebene von Felde Gefallenen, ferner solche Personen, dick mit licher Unterstützung angesiedelt werden sollen, oder Personen, denen Pferde bereits leihweise haben überlast werden muffen, zuerst berücksichtigt. In dringend Fällen geben die Landwirtschastskammern Pferde auch^ andere Gewerbetreibende ab, außerdem an Personen, im Dienste der Allgemeinheit tätig sind. Die au' stellten Pferdekarten verlieren ihre Gültigkeit. Pferde, dauernd nicht mehr arbeitsfähig sind, werden an Landessteiichstellen abgegeben. Anträge au> Überweis« von Pferden sind in den Landkrei en lOberumtsdezifl uiw.» an den Landrat uiw., in den Stadttreljen cm Polizeiverwaltung zu richten. Svang.-luth. Gemeinde, alte Frledhostapellr, WaldhoraAr. «onntag l» Uhr: Gotte»dienst. BiSmarckstr. l. Herr Dr. Tcichmann. — tag, 8 Uhr: Bibelstunde, Gemeindehaus, BiSmarckstr. 1. Svaugelstche Stadturisjio« Karlsruhe, Adlerstraße 23 Wonnta«, i/,I 2 Uhr: SindergotteSdienst. Stadtmissionar Lieber. .. i /,12 Uhr: Kindergottesdienst in der DiakonissenhauS-Kapelle Frl». Th»» Schützenstraß« Schulhau». 8 Uhr: Jungsrauen oerein, Frl. Schweiaev- SrbPrinzenstraße 12, 4 Uhr: Jungbnmenverein von Irl. Weber, 4 Uhr, Jn->qirau«nv«rein der SchweAer Luise, AdlerSraße 28. 5 Uhr: Lithurg.-Gottesdienst. Inspektor Schmidt. 8 Shr: Familienabcnd deS christl. Verein» junger Männer. 8 Uhr: .Blaukreuz--Versammlung, Kreuzstraße 28, Stadtm. Hölchcle: Montag, 8 Uhr: «ebctSftunde aller Helfer- und Helferinnen. Mittwoch» 8 Uhr: Bidelstunde, Stadtmissionar Lieber. PredigtauSgavr- DonnoiGtag abend» 8 Uhr: Sesangchor. Stadtmissionar Lieber. , . 8 . Gebetsversammlung, 8. Et. Schwester strritag» abend» « Uhr: Vorbereitung f. d. KindergotteSdienst. Frl. „ . 8 . vibelstunde, Scheffelstr. 37, 1. Frl. Thiele. «va»a. »ereiNSHauS, A«alieustr. 77. ««»»tag, vorm, llij« Uhr. Sonntagsschule, nachm 3 Uhr: Mgem. Versammlung. Stadtm. Räuber, nachm. 4 Uhr: Jungfrauenverem. Montag, abend» 7 Uhr: Jugrndabteilung. 8 Uhr: Blau-Sreuz-Verem. Dienstag, nachm. 4 Uhr: Bibelstunde s. Frauen «- Jungfrauen. abend» >/»8 Uhr: Bibelsprechung sür Männer u. Jünglinge. Mittwoch, abend» s ',8 Uhr: Bibel- u. ScbctSstuude. Donnerstag, abends 1/28 Uhr: Allgem. Bersammlung, Durlacherstr. 3>- . „ i/B Uhr: Seminariftenkränzchen. Fsrettag, abend» 8 Uhr: Töchterverein. «e au esond l>ach i rute I upte ivrochk isfentl r- A iriners Agier Rorte irr M schuld! »ill fi Vrr «füllt vorin werde, « ma «mde! Vas f Hefan Wer« KickedenSkirlste der Vieth.» «emetnde» stärkste, «»»»tag, vorm. 1/,10 Uhr, Predigt. Prediger Rücker. — Vornntt- SindergotteSdienst. — nachm. 4 Uhr Evangelisationsversammlung r" Lieder- und Gedichtvorträgen. Montag- abend» 8 Uhr: Männer-Chor. Mittwoch- abends 8 Uhr: Bibel- „nd Gebetstunde. DonnorStag, abend» 8 Uhr, Singstunde für gemischte« Thor. Bunkt KL u, 8« r Nicht Mt ni «neu H»nd «rüb ^stader amilien-Vruclsach' s aller Art, gut und preiswert Buchdruckerei Kdelii Uarlsruhe, Lrbpnnzenstr. 6. Für die Redaktion verantwortlich: I. B. Friedrich Dehn, Karlsruhe. — Druck und Verlag der Buchdcuckerei FidelitaS, G m. b. H., in Karlsruhe, Erbprinzen^