Beilage zum Offenburger Wochenblatt Nro. 45 Allgemeine Versorgungs - Anstalt im Grossher)ogthum Äadcn. Aus den, bei der Rentenzahlung des vorigen Zahres, bekannt gemachten Gründen finden wir uns veranlaßt, auch in diesem Jahr die Renten, welche nach §. 37 der Statuten längstens im Monat März 1839 bezahlt werden sollen, schon am 20. November d.J. und an den folgenden Tagen, an die Bezugsberechtigten zu bezahlen. Wir müssen jedoch diese Zahlung vorderhand, wie dies auch im vorigen Jahr geschehen ist, auf die Renten aus ganzen Einlagen, beschränken, und werden die Theilrenlen im Anfänge deS nächsten Jahres berichtigen. Hierbei wird bemerkt: 1) die Renten für das Jahr 1838 betragen a) in der ersten Jahresgesellschaft von 1835, gemäß der bei'm 1837er Rechenschaftsbericht 'ge» gebenen Nachweisung, von den im Jahre 1835 gleich anfänglich gemachten vollen Einlagen und von den im Jahr 1835 geschehenen theilweisen, bis zum Jahresschlüsse 1836 aber noch durch Nachzahlung auf den vollen Betrag ergänzten theilweisen Einlagen, in der ersten Klasse .... 6 fl. 49 kr. zweiten dritten vierten fünften sechsten 7 7 7 12 24 6 24 41 30 5 b) in der zweiten Jahresgesellschaft von 1836, von den im Jahr 1836 stattgehabten vollen oder noch vor dem Jahresschlüsse 1836 durch Nach» zahlungen ergänzten theilweisen Einlagen, — nach h. 31 der Statuten —, in der ersten Klasse .... 6 fl. 24 kr. 6 » 48 » zweiten dritten vierten fünften sechsten 7 7 8 10 12 36 48 24 2) Diese Renten können von den Bezugsberechtigten (§. 10 der Statuten) sowohl bei der Hauptkaffe in Karlsruhe, alS auch bei den Geschäftsfreunden, ohne Rückficht darauf, wo die Einlage geschehen ist, erhoben werden. 3) Wird jedoch die Zahlung der Rente erst sechs Wochen nach dem 20. November d. I. verlangt, so kann dies nur bei dem Verwaltungsrath geschehen. 4) Die Zahlung geschieht nur auf Vorlage der Renten, scheine. Wer zum Bezüge der Rente berechtigt ist, hat dieselbe selbst, oder — im Verhinderungsfälle — durch einen schriftlich Bevollmächtigten in Empfang zu nehmen. Wenn dem Kassier oder dem Geschäftsfreunde nicht genau bekannt, daß der zum Bezüge der Rente Berechtigte noch am Leben ist, so muß bei'm Empfang der Rente eine, von der geistlichen oder weltlichen Ortsbehörde ausgefertigte, Lebensbescheinigung über» geben werden. 5) Die Quittungen werden auf besonders dafür bestimmte Impressen ausgestellt. Die Zahlung wird zudem — dahier von dem Kassier, auswärts von den Geschäfts» freunden — auf der Rückseite des Rentenscheins bemerkt. 6) Sollten bei einem Geschäftsfreunde so viele Anmeldungen zusammentreffcn, daß er augenblicklich nicht allen ent» sprechen kann, so wird derselbe alsbaldige Anzeige darüber bei dem Verwaltungsrathe machen, welcher dafür besorgt sein wird, daß längstens binnen 14 Tagen die Zahlung durch den Geschäftsfreund erfolgen kan». Wir schließen mit der Bemerkung, daß die Verzeichnisse der Rentenscheine von den Jahren 1835 und 1836, auf welche im Jahr 1838 die obenbezeichneten Renten bezahlt werden, bei den Geschäftsfreunden und der Hauptkasse, von den verehrlichen Mitgliedern der Anstalt eingesehen werden können, wobei wir, unter Hinweisung auf den §. 42 der Statuten, darauf aufmerksam machen, daß dem obenerwähnten Verzeichniß über die 1835er Rentenscheine, in einem Nachtrag, auch jene Nummern beigedruckt sind, auf welche, laut Bekanntmachung vom 30. Oct. v. I. (Karlsruher Zeitung vom 6. Nov. 1837, Nro. 308), von 1835er vollen Einlagen im Jahr 1837 Renten zu erheben waren, aber bis jetzt noch nicht erhoben wurden. Die Nacherhebung dieser rückständigen Renten kann nunmehr ebenfalls bei den Geschäftsfreunden, an dem oben angegebenen Termin geschehen. Karlsruhe, den 15. Ott. 1838. Der Verwaltungsrath. Mit Bezugnahme auf vorstehend« Bekanntmachung werden diejenigen Mitglieder, welche im Jahr 1835 und 1836 ganz« Einlagen gemacht haben, eingeladen, ihre Renten in der bestimmten Frist bei dem Unterzeichneten in Empfang zu nehmen. Ferner dient auch unter Hinweisung auf die Ankün» digung des Verwaltungsraths vom 2"n in der Karlsruher Zeitung vom 5. d. M., Nro. 306, Denjenigen, welche Mitglieder der Anstalt zu werden beabsichtigen, zur Nach» richt, daß mit dem 30. d.M. die vierte Jahresgesellschaft unfehlbar geschlossen wird, und daß nach diesem Tag biö zum 1. Februar künftigen Jahrs weder neue Einlagen noch Nachzahlungen angenommen werden können. Offenburg, am 6. November 1838. König, Geschäftsfreund der Anstalt. ' Versteigerungen. (Liegenschafts-Versteigerung.) Am Dienstag den 13. d.M., Nachmittags 2 Uhr, werden nachbenannte in die Verlassenschaft des Hrn. Oberlehrers Gerstner von hier gehörige Liegenschaften auf der Stadtkanzlei einer nochmaligen Versteigerung ausgesetzt: 0 1) Eine zweistöckigte Behausung mit großen« gewölb- kem Keller, Hof, Scheuer, Stallung und Gärtchen auf dem Fischmarkte neben Sebastian Berger und Thierarzr Karl Ritter. 2) 1 Vi Zeuch Acker im Galgenfeld neben Hrn. Rath Kapferer und dem Spitalgut. 3) Vi Zeuch Acker am Kähnerbach neben dem Weg und Benedikt Basler. 4) *4 Zeuch in der Schlößlebühnd neben Hrn. Ge« meinderath Schaible. 5) Ein Garten an der Landstraße nach Ortenbrrg bei der Glashütte, einerseits die genannte Straße, anderseits der Rittweg. Dieses wird mit dem Anfügen bekannt gemacht, daß der Zuschlag dem höchsten Gebot sogleich ertheilt werden wird. Offenburg, am 2. November 1838. Rathsschreiberei. Kornmayer. (Fischerei-Verpachtung.) Mit Ende dieses Zahrs wird die städtische Fischerei in der Kinzig rc. pacht- frei und deßhalb weiter in Pacht versteigert Dienstag den 20. d. M., Nachmittags 2 Uhr, im diesseitigen Geschäftszimmer; wozu die Liebhaber ein« geladen werden. Offenburg, den 6. November 1838. Stadtverrechnung. Schweizer. (Tannwellrn-Versteigerung.) Der Unter« zeichne» läßt circa >5 bis >8,000 vier Schuh lange tannenr Wellen, Sonntags den 25. d. M., in dem Einacher Witthshaus« bei Gengenbach, Nachmittags s Uhr, öffentlich an den Meistbietenden versteigern. Zugleich werden auch loosweise abgerheilte Spänen von Flößholz, welche noch im Walde liege«, zum Auflrsen als Eigemhum versteigert. Der Wald und di« Wellen sind am Weg zwischen Gengenbach und Hütrersbach, und dieselben leicht wegzuführen. Die Bedingungen werden vor der Steigerung bekannt gemacht. Zell am HarmerSbach, den ». Nov. >636. Heim, Apotheker. (Hvlzversteigerung.) Durch Bezirksförster Käßer werden Montag den 12. d. M. aus Domainen- Waldungen der Bezirksforstei Nordrach gegen baare Zahlung^ vor der Abfuhr in angemessenen Lvosabtheiluvgen der öffentlichen Steigerung auSgesetzt: 1228 Stämme tannenes Bauholz. 507 Stück tannene Sägklötze. Die Zusammenkunft ist an besagtem Tage Morgens 10 Uhr im Gasthaus zum Anker auf der Fabrik Nordrach. Offenburg, den 1. Nov. 1838. Großherzogliches Forstamt. von Ritz. (Abstrichsversteigerung.) Montag den 12. Nov. d. Z., Vormittags 9 Uhr, findet die Fsrtsetzung der schon früher in diesem Blatte ausgeschriebenen Holzhauerlohns- Versteigerung in Loosabtheilungen im Abstriche statt, wobei bemerkt wird, daß der Hauerlohn von circa 600 Klafter Scheiterholz und ca. 15000 Stück Wellen noch versteigert werde. Die Holzhauer wollen sich zur bestimmten Zeit im hiesigen Eichwalde beim neu angelegten Holzabfuhrweg versamineln. Offenburg, den 31. Oclober 1838. Scadtverrechnung. Schweizer. (Dunglieferung.) Die Lieferung von 140 Wäge» gutem Dung in die Selbstbau-Reben deS Hospitals dahier wird DienStag den 13. Novemb. l. Z., Vormittags 9 llhr, in diesseitigem Geschäftszimmer im Abstrich versteigert, wozu maci die Besitzer und Verkäufer von solchem einladet. Offenburg, den 31. Oktober 1838. St. Andr. HospitalVerwaltung. König. (Eichelnversteigerung.) Mittwoch de« 14. k.M. November wird man ca. 200 Sester erst kürzlich gesammelte Eicheln zur Versteigerung bringen, und zwar an demselben Tage Morgens 9 llhr in Langhurst circa 100 Sester und um 11 Uhr in Schutterwald ca. 100 Sester; wozu die Liebhaber eingeladen werden. Offenburg, den 31. Oktober 1838. Stadtverrechnung. Schweizer. (Hofgutsversteigerung.) Von dem Zoseph Harter, schen Hofgut in Berghaupten wird Montags den 12. November d. Z., Vormittags 10 Uhr, im Wirthshaus zu Berghaupten als Eigenthum versteigett: 1) Das Wohnhaus sammt Scheuer und Stallung, der dazu gehörige große Gemüsgatten, die s. g. Haus- matte und 2 Morgen bei der Wohnung liegende Aecker, worauf riele sehr schöne Obstbäume gepflanzt sind. 2) 12 Haufen Reben in 2 oder 3 Abtheilungen. Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dies zu verkünden, damit Diejenigen, welche hiezu Lust haben, die Gebäude und Güter emsehen, und wegen den Verkaufs, bedingungen auf dem Domainenverwaltongs-Bureau weitere Auskunft einholen können. Offenburg, am 25. Oktober 1838. Großherzogl. Domainenverwaltung. Brückner. Bekanntmachungen. (Fortepiano-Verkauf.) Ein gutes Fottepiano ist billig zu verkaufen — bei wem? sagt Ausgeber dieses. (Hopfeuverkauf.) Bei Gottfried Peter in Achern sind gute Hopfen, >637«r und 38er eigene- Gewächs, billig zu kaufen. (Loqisvermiethung ) In dem Christ. Schrempp« schen Hause dahier ist der obere Stock auf mehrere Jahre zu vermie«h«n. Derselbe kann täglich «inge- srhe« und sogleich bezogen werde«.