»ten dq 'iechischq ntentk ^ ager t-nle stz k-ugz.^ eters dq nach e hervor lern ritz teder dir de nichg ffig dG lishmav t zufolje kreignih men. I, Herr sich. dch sind M r Gegn« «r8l Druck und Verlag: Buckdruckerei Adelsheim Adolf Heppeler T-'-vbn" N- 18. Adelsheim. Mittwock, 5. April 1916 Verantwortlich: H - v v e l - - i— nsd-ksh-st» M :ma ech. i freuM «rlihrint täglich, außer Sonn- und Zeierrags 8-«s: Monatlich ... 07 pfg. ^ vierteljährlich . 2 Mk. ftei in« hau» geliefert Hoxberg« Mzeiger Gelefenftes Tageblatt oes baöischen Saulanöes flnzeigen werüen mit IS Pfennig per einspaltige Zeile berechnet. ^ Sei mehrmaliger Aufnahme Rabatt Postscheck-Konto 4bS4, Karlsrllhe hauptanzeigeblatt für -K seMe Melsheim, Hoxberg u. deren Amgebung ML) ?LVe«e?'?onV holzsubmijsisns- und Versteigerungs-Anzeiger für den Odenwald Gratis: prakt. Mitteilungen für Gewerbe (monatl.) u. Handel,Haus» u.Lanüwtrtschast 40. Jabra Tagesberichte. Großes Hauptquartier» 4. April (Amtl.) Westlicher Kriegsschauplatz. Südlich von Saint Eloi haben sich die Engländer M starker F-ueroorbereitung in Besitz des ihnen am 88. Kürz grnommenen Sprengtrichters gesetzt. In der Gegend der Feste Douaumont haben unsere krippen am 3. April südwestlich und südlich der Feste, «sie im Caillette-Wald starke französische VerteidigungS- Dlazen in erbitterten Kämpfen genommen und in den ankerten Stellungen alle bis in die letzte Nacht fortgesetzten ßezenangriffe deS Feindes abgrwiesen. Mit besonderem traflrinsatz und mit außerordentlich schweren Opfern strmteu die Französin immer wieder gegen die im Caillrtte- Leld verlorenen Verteidigungsanlagen vergeblich an. Bei serew Angriff am 8. April sind an ««verwundeten Ge» menen 19 Offiziere, 74S Mau», a« Beute 8 Ma- chitteuqewehre eingebracht worden. Oeftlicher Kriegsschauplatz: Dir Lage ist unverändert. Die feindliche Artillerie zeigte nur nördlich von WIdsy s»ie zwischen Narocz- und Wykzniew-See lebhaftere TL- UillL valkaukriegSschauplatz. Nichts NeueS. Oberste Heeresleitung. Ei« vierter Luftschiffangriff. Berlin, 4. April. (Amtlich) In der Nacht vom ist zum 4 April wurden bei einem Marinelustschiff- : »griff auf die englische Südostküste Befestigungsanlagen ' « Great Jarmouth mit Sprengbomben belegt. Die ^schiffe find trotz der feindlichen Beschießung unversehrt ^Mrückgekehrt. Der Chef des Admiralslabs der Marine. im Bet >er Die Spione. KriegSroman von Johannes Fimck. 88 »Welch greulicher Gedanke/ klagte Aina. „Pekka gehängt! > weißt nicht, was er für mich ist.* »Gewiß weiß ich das!" »Hast Du je Dein Herz vor Liebe schlagen fühlen, Jer- jMicht daß ich wüßte," antwortete Jerker und blickte sie an. In seinem Innern aber schwor er. daß sie die KP werden solle. »Dann verstehst Du auch nicht den Schmerz, der mich bei Gedanken packt, daß mein Geliebter nicht mehr unter den ««den weilt. DaS Leben liegt düster vor mir. Nie werde fwieder glücklich werden." ' Eie wemte heftig und bitter. »Nun, nun," meinte Jerker tröstend. „Du darfst nicht so "el sehen. ES ist ja immerhin möglich, daß Pekka noch am ist, ja, es ist sogar wahrscheinlich. Sollte er aber für gute Sache gefallen sein, so mußt Du Dich trösten, Aina. »gibt noch andere gute Freunde. Du findest schon immer l Mann, der es ehrlich mit Dir meint." -Ich finde einen Mann?" »Nein l — Wie kannst Du nur das von mir denken, Jer- ^ Glaubst Du, daß mein Herz je einem andern, als Pekka »ren wird. Ihm habe ich Treue geschworen. Ihn und kei- Umdern kann ich lieben." ^«Aber, wenn er nun tot ist?" »Wenn er tot ist, werde ich fern Andenken lieben, und wahre Liebe wird nie erlöschen." Whre Auge» blitzten wie Diamanten durch Tränen, als sie Worte sprach, und sie richtete sich hoch aus, wodurch sie > hübscher als vorher erschien. rker blickte sie still an und dachte bei sich: „Noch ist es lih, um ihr zu sagen, was ich auf dein Herzen habe. Mor- vird es aber geschehen, und will sie mir nicht gutwillig so werde ich sie dazu zwingen. Pekka steht mir nicht im Wege. Ihn muß der Baron mir opfern. Dann will der den vornehmen Russen mit ihren schönen Weiber« Die Franzosen haben, — nach ihrem Bericht — bei Verdun wieder lauter Erfolge zu verzeichnen. Eine merkwürdige Phantasie! In Wirklichkeit haben die deutschen Truppen am letzten Sonntag starke französische Stellungen südwestlich und südlich der gefallenen Feste Dou- anmont und im Caillette-Wald in erbittertem Kampfe genommen und heftige Gegenangriffe des Feindes blutig zurückbeschlagen. 19 Offiziere und 745 Mann mit 8 Maschinengewehren sind eingebracht, ein weiteres Hindernis aus dem Bormarsch nach Fleury, ein Knotenpunkt, dem auf dem nördlichen (rechtsufrigen) Kampfgebiet eine ähnliche Bedeutung zukommt, wie auf dem linken Maasufer dem angestrebten Ort Esnes; ist aus dem Wege geräumt. Schritt um Schritt geht es vorwärts, Stück um Stück wird dem Feinde entrissen. Und wenn der englische Oberst Repington meinte: vor Ver- dun haben sich die Tc» sichen verhängnisvoll getäuscht; sie glaubten eine Festung zu finden und seien auf ein Heer gestoßen — so wird das einfältige Urteil den deutschen Gcneralstab wenig beirren. Er hat die Verhältnisse in und um Verdun wohl so genau gekannt, wie Herr Repington; er wußte aber auch, daß mau eine so stark ausgebaute und bewehrte Festung nicht in wenigen Tagen zu Fall bringen kann, so wenig als die An- arisfsvorbereitungen in Tagen zu bewältigen waren. Mehrere Monate wurde daran rastlos gearbeitet und sie werden zum Ziele führen trotz Herrn Repington und trotz der 30 Divisionen in Verdun. Südlich von Eloi ist den Engländern die Wie- derbesetzung einer verlorenen Stellung geglückt, jedenfalls unter Einsetzung einer erheblichen' ilebermacht. Dev Erfolg ist an sich nicht von großer Bedeutung, aber immerhin berührt er schmerzlich. Unsere Marine-Zeppeline haben »ach langer, langer Pause, die manchem unbegreiflich war, ihre Tätigkeit plötzlich wieder ausgenommen und nun erfolgt Schlag -auf Schlag: Ju der Nacht vom Freitag auf Samstag voriger Woche London und seine militärische Umgebung, Lowestost, Cambridge und die Hafenanlagen am Humber. In der Nacht auf Sonntag die Küstenstrecke bei Middlesborough und Sunderland bis Newcastle. In der Nacht auf Montag die schottische Ostküste Edinburg und Leith und von neuem die Küste bei Newcastle; in derselben Nacht besckneßl ein anderes Luft- geschwader zum zweiten Male die Docks von London. Dieselben Luftschiffe greifen dann noch die Industrie» stätten der englischen Ostküste an und belegen auf dem Rückweg Dünkirchen, in dem sich die Engländer häuslich niedergelassen haben, mit B omben. In der Nacht aus zeigen, daß ein finnländischer Bauer sich sehr wohl mit ihnen messen kann, und Aina wird sich schon vor den schönen russischen Rubeln beugen, die ich ihr zu Füßsn lege. Gut soll sie es bei mir haben, wie eine Fürstin werde ich sie kleiden und sie niit Gold. Perlen und kostbaren Edelsteinen behängen. Dann wird sie ganz von selbst ihren Pekka vergessen." So träumte Jerker, als er hoch oben im Turm neben der weinenden Aina stand. „Alles ist still." sagte er schließlich. „Komm, laß uns jetzt hinuntergehen." „Wer soll während der Nacht hier oben wachen?" fragte Aina. „Erich." sagte Jerker. der einsah, daß KosatkowSky nsch nicht in der Nähe des Schlaffes sein konnte, um es schon während der Nachtzeit zu überfallen. „Ich will auch wachen," erklärte Aina. „Wie Du willst," meinte Jerker, ich meine aber, daß es für Dich besser wäre, wenn Du etwas ruhtest." Diese Ansicht wurde von den übrigen Leuten geteilt, und Aina folgte schließlich ihrem Rat und legte sich auf eines der Sofas in einem der kostbar eingerichteten und mit ausgesuchtem Luxus ausgestatteten Gemächer in dein Schlöffe des geflüchteten Barons. „Ich werde Wache bei Dir halten." sagte Jerker. „Ich lege mich auf eine Matratze vorn an der Tür." „Wie gut Du bist, Jerker," emgegnete Aina, „ich würde mich auch sonst ängstigen. Die großen Bilder, die überall an den Wänden umher hängen, schauen so düster drein, und es will mir scheinen, als müßten sie jeden Augenblick lebendig werden und aus ihrem Rahmen steigen. Es sind so eigentümliche Dinge, die man über den Hohenseeberg hört." „Ja, ja, die Mitternachtstnnde ist bald da, und daß der Böse hier in diesem Berräterschloß haust, ist inehr als wahrscheinlich. Eins sage ich Dir aber. Es mag geschehen, was da will. Sei ganz ruhig und zeichne nur drei Kreuze in die Luft. Dann kann kein Spuck Dir etwas anhaben. Das hat mir meine Großmutter so oft gesagt, als sie mir «on den Ge- spenstern auf dem Kuhyjairischloß erzählte. Hast Lu von dem Spncktanz dort nicht gehört. Aina?" „Nein!" küste mit den Befestigungsanlagen von Great Darmmth das Ziel eines Luftangriffs. Fünf Angriffe in Pier Nächten! Leider haben wir dabei ein Luftschiff verloren, aber der Verlust ist gegenüber dem Schaden, den der Erzfeind erlitten, von geringfügiger Bedeutung. Man hat schon die Frage aufgeworfen, ob die erfreuliche Nen- betätignng der Zeppeline eine Vergeltung für den mißglückten englischen Luftangriff auf Schleswig sei. Wir möchten das nicht annehmen, denn eine so starke und mächtige Waffe, wie sie unsere zahlreichen Luftkreuzer darstellen, nur zur Vergeltung gewisser feindlicher Luftangriffe zu gebrauchen, hieße diese Waffe militärisch und moralisch herabsetzen, es würde zugleich den Endruck erwecken, als ob Michel seine Fäuste nur in der augen^ blicklichen Verärgerung gebrauchen wollte. Nein, einem so gefährlichen und erbarmungslosen Gegner wie England gegenüber gibt es nur öines: rücksichtsloser Gebrauch aller zu Gebote stehenden Kriegsmittel bis zur völligen Unschädlichmachung und Vernichtung Pes Feindes. Und daher wird man in den Zcppelinangriffen wohl einen Teil der im Haupthaushalt des Reichstags verlangten und zugesicherten Verschärfung gewisser Knegsmethodeu zu erblicken haben — und das wäre mit Freuden zu begrüßen. WTB. Paris, 4. April. Amtlicher Bericht von gestern mittig: 2n der Raa), zat ein Zeppelin 8 Bcmben aus die Stadt Dünkirchen geworfen, der Materialschaden ist wenig bedeutend. Zwei Zivilisten wurden gelistet und vier verwundet. Westlich der Maas andauernde Beschießung der Dörfer Hau- court und Esnes. Keine sonstigen Gefechte. Die Kämpfe bei Douaumont und Baux sind für uns günstig verlausen. (!) Wir gaben im Gehölz von Caillette Boden gewonnen. Unsere Linie lehnt sich rechts an den Sumpf von Vaux an, durchquert das Laillettegehölz, dessen nördlichen Zipfel der Feind besetzt hält und schließt sich unseren S.e.m -en südwsi.l ch vom Dorfe Douaumont an. Es bestätigt sich, daß die gestrigen-derüschen Angriffe sich über eine Front von drei Kilometern ausdehnten. Den aufeinanderfolgenden Mellen folgten kleine Sturmkoionnen. Unser Artillerie- und Infanteriefeuer hat große Verluste iu den Reihen der Feinde v-rursacht. In der Woevre-Ebene war die Nacht ruhig. In Lothringen hat unser Artilleriefeuer mehrere Brände in Remabois westlich von Lcintrey verursacht. In der Gegend von Amcrville südlich von Blamont wurde eine Aufklärungsabteilung des Feindes, die unsere Stellungen zu erreichen versuchte, durch Gewehrfeuer abgewiesen. Pei Moyen ist ein deutsches Flugzeug in unsere Linien gefallen, die Flie- ger sind gefangen. Abends: Zwecken S isrns und Reims richteten wir konzentrisches Fcuer auf deutsche Anlagen nördlich des Buttes- Waldes und am Hügel von Sapigneul. In den Argonnen beschießen unsere Batterien mit Heftigkeit den west'ichen Zipfel des Waldes von Av^court. Ein feindliches Blockhaus wurde zerstört und ein Munitionslager flog in die Luft. Westlich der Maas richteten die Deutschen einen kräftigen Angriff zwischen Haucourt und Bethincou rt gegen unsere S tellungen auf dem „So will ich Dir etwas davon erzählen. Aus dem Schlaf wird in dieser Nacht doch nichts!" Jerker setzte sich auf einen bequemen Stuhl, und Aina richtete sich zur Hälfte im Sofa auf. Der Mond schien durch daS Fenster und einige der alten Porträts an den Wänden schienen in seiner glitzernden Beleuchtung lebendig zu werden. Jerker begann nun eine jener Spukgeschichten, von denen jedes Schloß in Finnland eine oder mehrere besitzt. Er erzählte von dein Geist des grausamen Ritters Otto, der keine Ruh« finden konnte und von Zeit zu Zeit die Bewohner des ^ alten Schlosses Kuhyjairi in Angst und Schrecken versetzt. Die Furcht und Erregung des jungen Mädchens wurde immer größer, das Mondlicht schien immer greller ans die Porträts der alten Ritter, die deutlicher und ' deutlicher heroortraten, und als Jerker seine lange Erzählung beendigt hatte, saß Aina stumm und bleich da, während ihre Blicke sich auf eines der großen Ahnenbilder an der hellbeschieueneil Wand richteten. „Wonach siehst Du?" fragte Jerker. dein bei seiner eigenen Erzählung selbst nicht ganz 100 hl zu Mute ivar. Mit weit aufgerifseneii Augen blickte sie den Fragenden an und sagte dann mit fast flüsternder, geheimnisvoller Stimme: „Jerker! Es will mir scheinen, als wenn das Bild dort drüben lebt." „Kindereien," erwiderte Jerker. „Sage das nicht. Ich habe das schon lange bemerkt, daß die Gestalt sich nähert." „Nein, nein, Aina, Du hast Dich durch meine Erzählung ängstlich machen lassen." „Siehst Du nicht, wie das Bild zittert?" „Nein!" „Es leuchtet aus den Augen." „Es ist der Mondschein, der Dich täuscht." „Nein, Jerker!" Jerker trat an das in Frage kommende Porträt heran, das einen Ritter in voller Rüstung darstellte. „Sei ruhig, alter Herr." sagte er und versuchte, komisch zu wirken, ans seiner Bewegung und dem Klang seiner Stimme ging aber hervor, daß er nicht ganz frei von Angst war. und dies war eigentlich nicht so wunderbar. Den» Jerker war an Seele und Herz eine feige Natur, die außerdem gerade jetzt ein schlechtes Gewissen hatte. 230.80 Südufer des Forgesvaches. Me wir in der Nacht zum 1. April geräumt und auf' dT-s Ufer zuriickgeiegt hatten, ohne daß der Feind es bemerkte. Durch das heftige Feuer aus unseren neuen Stellungen und das Flankierungsfeuer aus Bethincou-t überrascht, erlitten die feindlichen Truppen harte Verluste, ohne daß es zum Kampf kam. Heute fand eine ziemlich heftige Be- schießung der Gegend des Bourruswaldes statt. Keine Infanterieunternehmung. Oestlich der Maas entwickelte sich unser Gegenangriff mit gutem Erfolg. Im Laufe des Tages warfen wir den Feind bis zum nördlichen Rand des Caillettewaldes und nördlich des Teiches von Baux zurück. Der letzte Gegenangriff, der besonders lebhaft war, gestattete uns, den westlichen Teil des Dorfes Baux, den wir geräumt hatten, wieder zu besetzen. In der Woevre kräftige Arti'lerieiätigkeit in dem Abschnitt von iMoulainville. Zur Vergeltung der durch einen Zeppelin ousge- Mhrten Beschießung von Dünkirchen in der letzten Nacht warfen 3l Flugzeuge der Alliierten 83 schwerkalibrige Granaten auf die feindlichen Truvvenlager van Keren, Gesten, Terrest und Houthust ab. In der Nacht zum 3. April beschoß eines unserer Fliegergeschwader den Bakmhof von Eonflans. Im Laufe des Tages wurden zahlreiche kuftkämple in der Gegend von Verdun geliefert. Unsere Flieger schossen vier deutsche Flugzeuge ab. Andere Flugzeuge wurden in die Flucht geschlagen oder rum Landen gezwungen. WTV. Wis", 4. April. Amtlich wird verlautbart vom 4. April 1916:, Italienischer Kriegsschauplatz: An einzelnen Teilen der Front war die Tätigkeit der Artillerie beiderseitig lebhaft, so im Abschnitt der Hochfläche von Doberdo, bei Malborghet, am Col di Lana und in den Judicarien. Im Adamellogebiet besetzten unsere Truppen den Grenzkamm zwischen Lobbia Alta und Monte Fumo. Die Engländer in Knt-el-Ainnra ' GKG. Konstantinopel 4. April. Die in Kut-el- Amara seit 115 Tagen eingeschlossene englische Division des Generals Downshend besteht noch aus etwa 7000 Mann, größtenteils Weißen. Me Zuteilung der Lebensmittel ist auf ein Drittel verringert, die Pferde sind bereits sämtlich geschlachtet. Die belagernden Türken halten stark befestigte Stellungen besetzt. Das englische Entsatzheer des Generals Aylmer steht 300 Kilometer von Bagdad in schwieriger Stellung. Die Vereinfachung der Speisenkarte. In den ersten Kriegsmonnten konnte man die Empfindung haben, daß unsere wirtschaftlichen Vorbereitungen nicht ganz ans der Höhe standen. Mit dem zunehmenden Ernst der Lage — denn Englands Aushungerungsplan, von seinen durchtriebensten Köpfen erdacht, war kein spaßiges Kinderspiel — und nachdem verschiedene ungeeignete Persönlichkeiten aus den in Betracht kommenden Verwaltungskörpern entfernt worden waren, sind unsere wirtschaftlichen Verteidigungsmittel besser geworden. Unversehens sind wir dabei in eine Staatsordnung hineingelangt, wie sie der deutsche Philosoph und Baterlandsfrennd Fachte vor mehr als 100 Jahren als das Idealbild in seinem Werke vom „Geschlossenen Handelsstaat" vorzeichnete. Längst ist das- ehedem blind geglaubte Dogma, mit Geld sei alles zu kaufen, zur leeren Redensart geworden, aber dafür weiß jeder, daß sein Anteil am gemeinsamen Nährungsgut bereit steht, daß niemand vorgezogen, niemand zurückgesetzt wird. Arm und reich gibt es m diesem Sinne in der belagerten, doch nicht auszuhungernden großen Festung Deutschland nicht mehr. Mit gutem Humor hat deshalb die Bevölkerung all den Reichtum an Brot-, Mehl-, Milch-, Butter-, Zucker- usw. Karten ausgenommen. Alle gehen mit und fügen sich gern. Gedankenlos üppige Vergeudung, die in den fetten Jahren des Wohllebens vielen keine Sünde mehr schien, ist überwundene Torheit- So haben wir die fleischlosen Tage zur Nationaleinrichtung gemacht, auch wenn nicht feststünde, daß Deutschland, nächst England, von allen Völkern verhältnismäßig am meisten Fleisch verbraucht, und daß vom gesundheitlichen wie vom wirtschaftlichen Standpunkt aus unser Fleischgenuß längst Übertrieben genannt werden mußte. Seit Jahrzehnten wäre der deutsche Obst- und Gemüsebau imstande gewesen, die ausländische Einfuhr überflüssig zu machen, wenn ein größerer und vor allem sicherer Dauerbedarf ,zu umfangreichen Anpflanzungen ermutigt hätte. Nun Hetzen wir dicht vor der Einführung der Fleischkarte. Eie wird die ausgeprägten Fleischefser zur Mäßigung erziehen und unsere Viehbestände schonen. Nebenbei auch Mancher Krankheit entgegenwirken. Hoffentlich wiederholt sich bei der Fleischkarte nicht, daß man zu un- 'gunsten der Kleinsten die Großen, zumal die Ledigen bevorzugt. Wenn aber, wie es heißt, beschlossen worden ist, Gasthaus-Fleischmarken nicht einzuführen, so würde sich das wieder als eine Verhätschelung der Junggesellen auf Kosten der Familie darstellen. Von der Fleischkarte, ist der Fleischgenuß im Gasthaus mit zu bestreiten. Die Kriegsspeisekarte wird, wenn sich Regierung und Gastwirtsverbände einigen, hinfort nur noch zwei Fleischgerichte zur Auswahl aufweisen. Unsere Feinschmecker, die es sich bisher am übertischten Mahle wohl sein ließen, mag bei dieser Vorstellung gelindes Grauen überrieseln, zumal sie von den beiden Gaben nur eine bestellen dürfen. Dafür ist jedoch der Vergeudung des teuersten Bolksnahrungsmittels ein Ende gemacht worden, runter der die Wirte selbst am meisten gelitten haben. Im üppigen Deutschland vor dem Kriege glaubte jedes Gasthaus es seiner Ehre schuldig zu sein, eine ganze Reihe warmer Platten bereit zu halten. Wieviel Fleisch kam dabei um! Im Krieg 1916 wäre ähnliche Verschwendung unentschuldbar.' Mit der weiteren Bestimmung, daß zur Ersparung von Fett die Speisen nicht Mehr auf Platten, sondern geradenwegs aus Tellern verabreicht werden sollen, wird sich der Gast, dem am warmen Essen mehr als an der Feinheit der Aufmachung liegt, leicht befreunden. Me vereinfachte Speisekarte ist die notwendige Folge und Ergänzung der großen Organisation, die überall vernünftige Sparsamkeit verlangt. Sie schädigt kein berechtigtes Interesse, sie schmälert den Umfang des deutschen Kochdopfes nicht, sie macht ihn nur einheitlicher. Ere verwischt allzu auffällige Unterschiede. Wer die stärke Erziehungsarbeit dieses Krieges hoch einschätzt, und in ihr einen besonderen Segen erkennt, dem wird die Gasthauskarte mit den zwei Fleischspeisen mehr bedeuten, als bloße „Abwendung der zweifellos bestehenden Gefahr für unsere Viehbestände". Kapitalabfindung für Kriegsteilnehmer« Ter „Entwurf eines Gesetzes über Kapitalabfindung an Stelle von Kriegsversorgung" ist dem Reichstag zu- aegangen. Darnach sollen Personen, die aus Anlaß des Krieges Anspruch auf Kriegsversorguug haben, auf ihren Antrag zum Erwerb oder zur Festigung eigenen Grundbesitzes durch Zahlung eines Kapitals abgefunden werden können. Ueber den Antrag entscheidet die oberste i Militärverwaltungsbehörde. Eine Kapitalabfindung kann bewilligt werden, wenn die Versorgungsberechtigten das 21. Lebensjahr vollendet und das 55. Lebensjahr noch nicht zurückgclegt haben und für ein? nützliche Verwendung des Geldes Gewähr besteht. Die Kapitalabfindung kann umfassen: Die Kriegszulage, die Verstümmelungszulage und die Tropenzulage. Die Abfindung kann auf einen Teilbetrag dieser Bersorgungsgebühcnisse beschränkt werden. Als Abfindungssumme ist unter Berücksichtigung des Lebensalters das Vielfache der Versorgungsgebührnisse zu zahlen, und zwar bei vollendetem 21. Lebensjahr das I6fache, beim 25. das 15fache, beim 29. das 14fache, beim 33. das 13sache, beim 37. das 12fache, beim 41. das llfache, beim 45. das lOfache, beim 49. das 9fache, beim 53. das 8fache, beim 55. das 7,5fache des Jahresbeitrags der betreffenden Bezüge oder eines Teils derselben. Schließt eine abgefundene Witwe eine weitere Ehe, so ist die Abfindungssumme 3 Monate nach der Eheschließung insoweit zurückzuzahlen, als sie den Gesamtbetrag der bei ihrer Festsetzung berücksichtigten und bis zu ihrer Wiederverheiratung fällig gewesenen Versorgungsgebühv- nisse übersteigt. Zur Sicherung der Rückzahlung kann die Eintragung einer Sicherungshypothek oder einer anderen Sicherheit gefordert werden. Liegen besondere Umstände vor, so kann von der Rückzahlung ganz oder teilweise abgesehen werden. Die Abfindungssumme ist ferner aus Erfordern insoweit zurückzuzahlen, als sie nicht innerhalb einer von der obersten Militärvevwaltungsbe- hörde bemessenen Frist bestimmungsgemäß verwendet ist. Aus der Bewilligung der Abfindung kann nicht auf Auszahlung geklagt werden. Die für das Gnadenvierteljahr an Hinterbliebene zu zahlenden Versorgungsgebührnisse sind der Pfändung nicht unterworfen. Mit Rücksicht auf die Volkswirtschaft und die Gefundheitspslege muß angestrebt werden, den Kriegsteilnehmern und ihren Witwen die Möglichkeit zu geben, mit Hilfe eines Kapitals sich auf eigener Scholle ansäßig zu machen oder vorhandenes Besitztum zu erhalten. Die Ansiedlung und Seßhaft- machung in diesem Sinne soll nicht nur den Erwerb oder die Gründung landwirtschaftlicher oder gärtnerischer Betriebe, sondern auch das städtische Heimstädtenwefen umfassen. Tie ersteren werden vornehmlich für Angehörige landwirtschaftlicher, die letzteren für Angehörige aller Berufe in Betracht kommen. ' Unter Festigung eigenen Grundbesitzes sollen alle Maßnahmen verstanden werden, die geeignet find, einen vorhandenen Besitz und die Gelegenheit zu ländlicher Arbeit nicht nur den zu Versorgenden selbst, sondern auch ihren Angehörigen zu erhalten und zu stärken. Dazu werden zu rechnen sein: die Abstoßung von Schulden oder die sonstige Verbesserung der Schuldverhältnisse, der Aufbau oder die Wiederherstellung von Gebäuden, die Vergrößerung leistungsfähigen Besitzes durch Neuerwerbungen, die Vervollständigung landwirtschaftlichen Inventars usw. Die gleichen Gesichtspunkte kommen auch für die Witwen in Betracht, deren Ehemänner den Tod für das Vaterland erlitten haben. Es liegt im Interesse der Versorgungsberechtigten, der Kapitalabfindung nur die Zulagen zugrunde zn legen, damit ihnen bei etwaige« Verluste des Kapitals noch Barmittel für den täglichen Lebensunterhalt zur Verfüwrng stehen. Aus demselben Grunde wird mich für die Witwen nur die Hälfte der ihnen zustehenden Kriegsversorgungsgebührnisse der Kapitalabfindung zugrunde gelegt. Englische Verluste. GKG. London. 4. April. Die Gesamtverlnste für den Monat März betragen: 993 Offiziere und 16908 Mannschaften gegen 884 Offiziere und 14 822 Mannschaften im Februar und 1011 Offiziere und 17675 Mannschaffen im Januar. Me Verluste bei der Flotte betrugen 50 Offiziere und 208 Mann, von denen 19 Offiziere und 127 Mannschaften getötet wurden. Ms gestorben werden ferner gemeldet: 14 Offiziere und 11 Mann. Die englischen Kriegskosten. GKG. London. 4. April. „MornPing Post" sagt, daß England bei seinen jetzigen Ausgaben jährlich etwa 20 Milliarden Mark für den Krieg aufwenden müßte. Die „Times" bemerkt, daß zur Unterstützung der Familien verheirateter Mannschaften jährlich etwa 4 Milliarden Mark ausaeworfen werden müßten. Die Unschuldigen. WTB. London, 4. April. Dem Reuterbureau wird von amtlicher Seite mitgeteilt, daß zwischen Englcmd oder den Alliierten und den Niederlanden nichts eingetreten sei, was die gestern in Holland verbreiteten aufregenden Berichte berechtigt erscheinen ließe. Auf der Pariser Beratung sei nichts den Niederlanden Nachteiliges erwähnt worden. Die Meldung, daß die Alliierten die Landung einer bewaffneten Streitmacht auf holländischem Gebiet im Auge hätten oder gehabt hätten, sei nicht wahr. Gegen unlauteren Wettbewerb. WTB. Washington, 4. April. Es soll ein Gesetz eingebracht werden, wonach fremde Güter, die in den Vereinigten Staaten billiger verkauft werden, als der Marktpreis im Ursprungslande beträgt, mit einem Zusatzzoll belegt werden. Ausstand. GKG. Kopenhagen, 4. April. In Dänemark begann gestern im ganzen Land ein Schreinerausstand, der 6000 Mann umfaßt. Ein Bäckerausstand steht bevor. » Ad« ein ^ nigen Laufe e der nkbla m Sir s ff) Bo: ich-ln Konferenz W MM sau len sich für die Neutralen als ho^st bedenklich hex^ England ließ den Artikel 19 der Londoner Deklarativ fallen. Mit dieser Erklärung nehmen sich England a«, Frankreich das Recht, die Selbsterhaltung der Neutral^ vollständig von ihrem eigenen Gutdünken abhängig machen. Damit ist auch jeder Schein von Achtung dir Selbständigkeit der Neutralen abgeschafft. GKG. Konstantinopck, 4. April Das neue grG italienische Krankenhaus zu Jerusalem wurde von dt, Türken mit Beschlag beelgt. Der Krieg zur See. GKG. Kopenhagen, 4. April. „Politiken^ tet, daß im Laufe der letzten Tage außer mehreren n^ en k HM für -D z. Mai ai -je sogena Aird um ' de« sich « tz der Na Lacht vom »er Zwisch, jo abwickel Md nicht (-) Kleine Nachrichten vom Kriege. WTB. Sofia, 4. April. Prinz August WsthH. von Preußen und Herzog Karl Eduard von Sach^ Koburg und Gotha sind hier angekommen und werden Gäste des Königs eine Woche hier bleiben. Sie koni von einer Reise durch Mazedonien, wo sie auch iT tellungen des Thrazischen Jiisantericre' in.nts Nr. besucht kabeu. dessen Chef der Her?>q jst. WTB. Berns 4. April. Das ' ' ucr Jntellig blatt schreibt: Me Folgen der traten Schiffen Ä englische größere und 8 Segelschiff irr von der versenkt worden seien. Dadurch werden neuerdings 60 401 Donnen Packraum der Schiffe England entzöge,, von den 29 Dampfern sind 10 auf Minen gelaufen. WTB. London, 4. April. Ter norwegische Daatz ser „Ino" ist gesunken. Die Besatzung ist gerettet. - Der Dampfer „Perth" aus Glasgow (653 Bruttoregistep tonnen) wurde veresnkt. 6 Mann sind umgekommy, und 8 gelandet. Das Schiff war angeblich nicht ff. waffnet. Die englische Bark „Bengairn" ist versenkt Wörde,. Ein Teil der Bemannung ist gerettet. WTB. Chriftiania, 4. April. Die von Englach beschlagnahmte Paketpost des „Heilig Olaf" ist in Be» aKr, wur « ihm da Ws Acihri ffgm Luise och em Bi rochierend fisendecher Knen scho: S-hnhöfen ffr Leitunc jetzt ab auf «stündlich en angekommen. Ueber die beschlagnahmte Briefs str Ankunf fehlt jede Nachrick'! Schwurgericht. Mannheim, 4. April. Unter dem Vorsitz des Landgerichtsdtrektors Dt» Bischer trat gestern das Schwurgericht für W zweite Vierteljahr 1916 zusammen. Obwohl die eiste Heb. Diese Entsc Lank entge (-) Pf Phrige Ti iesindlichen «unterrut ad stürzte (-) Uu Session wegen Mangels an Stoff ausgefallen war, brachte auch die Tagesordnung der folgenden nur em fir hier ist geringe Anzahl von Füllen. Der erste Sitzungstag ow «r Jahren lief hinter verschlossenen Türen. «m Kriege Zum Aufruf kam zunächst die Anklage gegen d« stk. für 2 19 Jahre alten Metzger Johann Michael Dosch arS (-) Fr Grünenwörth wegen Notzuchtversuchs. Der Angeklagte Kußherzogi wird unter Zubilligung mildernder Umstände zu l Jahr Gefängnis verurteilt. r dem Bra «emand da Nachmittags verhandelte man gegen den 36 Zahlt Verwaltung alten Schlosser Karl Blöchl aus Herzogsreut ebensM wegen Sittlichkeitsverbrechens. Mit Einschluß einer Strafe von 7 Monaten, die er wegen Diebstahls erhalte« . auf 2 Jahre Zuchthaus unWErt ,' 5 Jahre Ehrverlust. Mriqes Dil s-ISt« Wdchen ha: Aus Stadt und Land. ** Adelsheim, 5. April. Am 4 April 1916 ist ei«: Bekanntmachung in Kraft getreten, die eine Regelung Mrde verh ' (-)RH kl Nitrum m Manfre ^lt gespai urve auf d (-) St von 51 der Arbeit in den Web-, Wirk- und Strickstoffa verarbeitenden Gewerbezweigen vornimmt Die B°k- schriften dieser Bekanntmachung berühren alle gewerblichen Betriebe, in denen die Anfertigung oder Bearbeitung von Männer- oder Knabenbekleidung, Fraum und Kinderbekleidung, oder von weißer und bunt« ßmnnandei Wäsche, oder von Gebrauchsgegenständen, die ganz ödst Eisernen K überwiegend aus Web-, Wirk-, Strickstoffen, Wollen od«k Derdienstor! Filzen hergestellt sind, im großen betrieben wird. Dir kr. Der! gleichen Vorschriften finden aber auch Anwendung, von es sich um gewerbliche Betriebe der bezeichneten I handelt in denen außer dem Inhaber oder Leiter mindn! stens 4 Arbeiter (Arbeiterinnen) beschäftigt find 2' Vorschriften der Bekanntmachung wollen eine gleichmD Aufarbeitung der vorhandenen Vorräte an Web, Wi und Strickwaren sowie einen gleichmäßig bleibend Verdienst der in den bezeichneten Betrieben beschäftigt« Arbeiter und Arbeiterinnen, sowie nach Möglichkeit et" dauernde Beschäftigung der Arbeiter und Arbeiterin« erzielen. Die Ueberwachung der Jnnehaltung der ge troffenen Anordnungen ist dem Gewerbe-Aufsicht beamten übertragen worden. Der Wortlaut der a: führlichen Bekanntmachung, deren wesentliche Teile den einzelnen Gewerbebetrieben ausgehängt wer' müssen, ist in dem beilregenden Amtlichen Verkündigt blatt Nr. 3b veröffentlicht. Das Amtl VerL-Blatt hält ferner noch Bekanntmachungen über die Erlasst eines Heuausfuhrverbots, sowie über Festsetzung von Milchhöchstpreisen und über Regelung der Kartoffelpreise im Kommun: bezirk Adelsheim. Es find dies Publikationen, die' jedermann von Interesse find und deshalb der Beacht dringend empfohlen werden. Wer nicht darnach Han!' verfällt mit Recht der Strafe. *' Adelsheim, 5. April. Nach einigen Tagen sommerlichster Temperatur stellten sich gestern Abend heute in der Frühe befruchtende Gewitterregen ein,! die lechzende Pflanzenwelt erfrischten und das gedeiht Wachstum in Garten und Feld fördern ** Adelsheim, 5. April. Alle Kinder von AdelShe! Hergenstadt und Wemmershof, die bis zum 30. As ds. IS- das 6. Lebensjahr zurückgelegt haben, wer schulpflichtig. Die Eltern der Kinder werden a> gefordert, diese am Samstag, den 15. April, vormit^" 9 Uhr im Schulhause, Zimmer Nr. 1, persönlich a melden. Für sämtliche Kinder, die nicht hier oder einer zum Schulverband zählenden Gemeinde geb: sind, find der GeburtS- und der Impfschein vorzull 123 (-) St, Schmid, vor e gen- nbrüä (-) Lu! rd.) E „ ver Ant jste Antoni lver a! tot. (-)Ki einde § 30. zu annt. (-) Mi ch vieler Ensing derer a den Sä' Rud! wurdet chießtv de noch n. D Nale d Hirsch t und tags »/. ge Geb nterne zum Ei Gegei 40 S zahlr, yervo (-) Al: !er Tag k)NlNl( auch di( Nr. 4z «« Adelsheim, 5. April. Die Großherzogin Luise R n ein Gedenkblatt ausarbeiten lassen, welches EAli» ^niaen Konfirmanden und Erstkommunikanten, die »»Laufe des jetzigen Krieges ihren Vater auf dem der Ehre verloren haben, überreicht wird Das Lderikblatt ist in einfacher Form gehalten und mit Sinnspruch geschmückt (-) Vom Laude, 4 April Für den Zentner lelliy.^ »sichein wurden voriges Jahr 4—5 Mk. bezahlt enz sammelt auch dieses Jahr fleißig Eicheln. Mancher heraus Lofthen kann dadurch verdient und andere Nahrungs- NaratA Mel für Schweine können erspart werden. and unj> — Die Sommerzeit. Wie verlautet, tpird vom keiltralwU^ Mai an bis zum 30. September im Deutschen Reich ^ sogenannte Sommerzeit eingeführt, d. h. die Uhr um eine Stunde vorgestellt. Schivieriakeiten wer- dg, sich nur in der Umstellung des Eisenbahnbetriebs 2 der Nacht vom 30. April zum 1. Mai und in der Hacht vom 30. September zum 1. Oktober ergeben. In §er Zwischenzeit würde sich aber der ganze Verkehr genmi « abwickeln, wie jetzt. Eine Aenderung der Fahrpläne Hrd nicht notwendig sein. (-) Karlsruhe, 4. April. Leüknank zur See K5H- twn dem Heldenschiff „Möve", ein geborener Karls- w, wurde ovm Gvoßherzog in Audienz empfangen, xr ihm dabei das Ritterkreuz 2. Klaffe mit Schwertern MR Zähringer Löwen überreichte. Bon der Großher- «gin Luise erhielt Köhler eine goldene Uhr mit Widmung ein Bild. Auch zu dem Prinzen Max, dem kom- Rmdierenden General und dem preuh. Gesandten von fisendecher war Leutnant Köhler geladen. (-) Karlsruhe, 4. April. (Fürs Vaterland.) Wen schönen Zug haben die an den beiden hiesigen worden.D8chnhöfen Dienst tuenden Aerzte bekundet. Sie haben irr Leitung des Roten Kreuzes mitgeteilt, daß sie von Engluj jetzt ab auf jedes Honorar verzichten, ihren Dienst selbst-- in Btt- schändlich in der bisherigen sorgfältigen Weise bei Briefes Ur Ankunft der Verwundetenzübe ujw. aüsüben werden. ^ Liese Entschließung der Aerzte rst natürlich mit großem Lank entgegengenommen worden. (-) Pforzheim, 4. April. (Ab ge stürzt) Das Phriqe Töchterchen des in französischer Gefangenschaft ifindtichen Arbeiters Christian Heinz wollte die Treppe '"W z» tung drr ue grotze von de. " berich. ren ne», -gelschi, nerdinß entzöge«, ufen. e Dcm^ rettet. - oregiste» ekomme, nicht Le. April ors Di. ür dal die ertzesM. en war, Stag oer !gen d« sch mir >e zu l ' Jahs :bensaS lß einer erhalt« ins rat munterrutschen; dabei bekam das Kind das Uebergewicht «d stürzte in den Hausgang hinab, wo es tot liegen (-) Unteröwisheim, 4. April. Dem Bürgermei- nur ei« Aer hier ist durch die in Buffalo in Amerika wohnenden, «vr Jahren ausgewanderten hiesigen Einwohner, für die «in Kriege betroffenen Familien der Betrag von 957.44 Lk. für Wohltätigkeitszwecke zugegangen. (-) Freiburg, 4. April. Der Gvohherzog und die igeklagtk Smßherzvgin Luise haben telegraphisch ihre Teilnahme V dem Brandungtück und die Freude ausgesprochen, daß niemand dabei zu Schaden gekommen ist. — Der Gr. krwaltungssekretär Zitsch konnte letzter Tage sein 50- iihriges Dienstiubilänm feiern. (-7 Bingen, 4. April. (Kindsmor d.) Ein Dienst- »idchen hat ihrem neugeborenen Kind den Schädel zer- -tlümmert und dadurch dessen Tod herbeigeführt. Sie wurde verhaftet. (-) Rhinu, bei Säckingen, 4. April. (Brand.) In den Nitrumwerken geriet der 40jährige verheiratete Maurer Manfred Zumsteg bei Bauarbeiten mit der auf 6000 'Olt gespannten Starkstromleitung in Berührung. Er Lurde auf der Stelle von dem elektrischen Strome getötet. Aus Württemberg. ist ei« eluni ickstoffa ie V°r- gewertz- :r Bea» j (-) Stuttgart, 4. April. (Heldentod.) Im Al- Flauem tu von 51 Jahren ist Oberstleutnant Emil Ströhlin, bunter Lnnmandeur des Landw.-Jnf.-Reg. 126, Inhaber des mz odr Eisernen Kreuzes 2. und 1. Klasse, sowie des Militär- len oder Verdienstordens, den Heldentod fürs Vaterland gestor- d. Ae len. Der Verstorbene war der jüngere Sohn des verst. g, wen» Hberst von Ströhlin, früher Oberstleutnant im Gremien Alt Keg. 123 und dann Kommandant von Stuttgart, c mini»' ' (-) Stuttgart, 4. April- (Unfall.) Pfarrer a. D. d Die Ki Schmid, der Schriftleiter des Evang. Sonntagsblatts« ^mäßige «litt vor einigen Laegn beim Besteigen eines Strahen- Mk- Echmvagens einen Unfall, bei dem er Quetschungen und übende» Mxnbrüche davontrug. Miqt« ^ (-) Ludwigsburg, 4. April. (MordundSelbst- »eit M Mord.) Gestern feuerte der vom Felde beurlaubte Dra- erivne» Eever Anton Frick auf seine Geliebte, die 19 Jahre der ge- ^ Antonie Hegg, aus Eifersucht zwei Schüsse mit einem ^evolver ab und richtete dann die Waffe gegen sich. Beide - (') Kirchheim a. N., 4. April. (Bran d.) Die der Leinde Kirchheim gehörige Teerhütte ist in der Nacht . 30. zum 31. März aus unbekannter Ursache nieder- iglUA Kbrannt. Mühlhausen a. E., 4. April. (Wilderer.) Jach vielen Bemühungen ist es dem Forstwart Ulmer Ensingen gelungen, zwei schon längere Zeit gesuchte Mderer auf der Tat zu ertappen. Gestern früh traf den Sägewerksbesitzer Bäuerle von hier und seinen ' i Rudolf beim Schießen von Wild an. Nach kurzer wurden sie gestellt. Die Haussuchung förderte aller- chießwasfen und Ueberreste von Wild zutage. Ebenso -*vrde noch ein Jagdgewehr im Walde versteckt aufge- Zvrden. Die beiden wurden verhaftet. ^ ^ Stagolv, 4 . April. Morgen jährt sich zum en -nd -in, d« ..... ale der Dag, der mit dem Einsturz des Gasthofes »eihKtz» Wb Hirsch schweres Leid über viele Familien unserer ^taüt und der Umgegend brachte. Am 5. April 1906, IsbeiR. Ktags -/il Uhr, stürzte das 20 Meter lange z«ei- ^ "«»sige Gebäude an der Calwerstraße während der von Unternehmer Rückgauer geleiteten Hebearbeiten ein, zum Einbau eines neuen Saales vorgenommen tour- Gegen 200 Personen wurden verschüttet, 50 Tote, 40 Schwervnletzte, von denen noch zwei starben, hlreiche Leichtverletzte zog man unter den Lrüm- rvor. (-) Altenstadt-Geislingen, 4. April. (R i es e n ei.) ser Tage erhielt Bierbrauereibesitzer Ott zum Adler hier von einer Henne ein außergewöhnlich großes Ei. Es wog 125 Gramm. (-) Ulm, 4. April. (VomRegenindieTrau- fe.) Ter Kaufmann Albert Oechsle in Neu-Ulm, der schon einmal mit dem Gericht zu tun hatte, wurde nunmehr vom Schöffengericht Neu-Ulm wegen Umgehung der Petroleumhöchstpreise zu 14 Tagen Gefängnis verurteilt. Er wollte seinen Petroleumvorrat dadurch „strecken", daß er Erdöl nur an Personen abgab, die außer dem verlangten Petroleum auch andere Waren bei ihm kauften. Dabei erhielten die Leute, die mehr und für den Verkäufer gewinnbringendere Waren abnahmen, auch mehr Petroleum, als jene, die beispielsweise nur Zucker kauften, an dem Oechsle nicht viel verdiente. Ursprünglich ist gegen ihn wegen dieser Sache nur eine Geldstrafe verhängt worden. Bei dieser hatte er sich aber nicht beruhigt, sondern er hatte gerichtliche Entscheidung beantragt, die nun allerdings sehr zu seinen Ungunsten aussiel. (-) Ulm, 4. April. (Vermißt.) Seit einigen Tagen ist hier ein Kontorfräulein abgängig, das in einem hiesigen Geschäfte seit mehreren Jahren angestellt war und in Neu-Ulm wohnte. Es wird vermutet, daß das Mädchen religiösen Wahnideen zum Opfer gefallen ist. (-) Wellendingen, bei Rottweil, 4. April. (Unglück.) Ein Sohn des Rosenwirts Weckenmann ist aus oem Schlachtfelde gefallen. Vor kurzer Zeit kam ein zweiter Sohn aus dem Felde zurück und trat in Obern- vors als Zimmermann in Arbeit. Dort erlitt er eine kleine Rißwunde am Fuß, der er keine Beachtung chenkte. Bald darauf trat Blutvergiftung und der Tod :in. Vermischte Nachrichten. — Der Kartoffelbau in Deutschland. Die Reichskartosfelstelle hat eine Zusammenstellung der Kar- j toffelanbaustächen und der Kartosielerträge Deutschlands - für die letzten fünf Jahre vorgenommen und veröffentlicht. Me Kartoffelernten im Reich betrugen: im Jahre 1915 auf 3572 416 Hektar 1079585165 Ztr. im Jahre 1914 auf 3 368 098 Hektar 911391180 Ztr. im Jahre 1913 auf 3 412 201 Hektar 1082 422920 Zw. im Jahre 1912 auf 3341606 Hektar 1004189 320 Ztr. im Jahre 1911 auf 3321479 Hektar 687 484500 Ztr. Deutschland hat unter allen Staaten der Erde bei weitem die größte Kartoffelerzeugung. Es liefert nicht weniger als ein Drittel der Welterzeugung an Kartoffeln. aNch Deutschland kommt Rußland, das rund ein Viertel der Weltkartoffelernte liefert, und erst in j weitem Abwinde folgen die anderen Staaten. Die Anbaufläche isi in Rußland zwar um eine Million Hektar größer als in Deutschland, der Hektarertraa aber hier um rund 80 Prozent größer als in Rußland. Die mit Kartoffeln bestellte Fläche beträgt in Deutschland fast ein Viertel oer mit Getreide bestellten Fläche. Seife spar-n! 51- m-kr Feit mr Seiienherstellung be- nötiqt wird, desto weniger Kann aeoessen werden. Darum sind wohl einige Winke r„r ^nar^mk-p an Seite angebracht. Zunächst syst iede-i unbenutzte Stäch Sette mSqlichst trocken liefen. Es gibt stebartka durch'gch-r^e und qittertörmig durchbrochene Seifentchäschen. die dtetem Zwecke dienen, sie müssen unbedingt benutzt werden, denn trockene Seife verbraucht sich viel langsamer, als eine weich gewordene. Beim Waschen des Geschirrs oder der Wäsche läßt sich der Seifenverbrauch sehr einschränken durch ausgiebige Verwendung von Soda. Sie löst den Schmutz und bildet in heißem Walser mit den Fetteilchen desselben selbst Seife, die den Beiniaunqsvvrqang erleichtert und beschleunigt. Aus stärkeren Seisenlaunen in größerer Menge, wie sie sich z. B. bei jeder oroßen Wäsche ergeben, kann man die Seife durch Zusatz non Siaßfurter Salz wieder gewinnen. Ein Pfund Stakfurler Satz koNet nur 5 oder 6 Pfennig. Läßt man es in heißem Wasser und letzt es der Seifenlaüge zu. dann scheidet sich die Seife in Flocken und Kärncken wieder auf der Oberfläche des Wassers ab. Sammelt man nach einiger Zeit diesen Schaum und befreit ihn durch Ausdrücken zwischen den Händen vom iiberscküssigen Salzwasser, so gewinnt man einen o--ßen Teil der angewandten Seife zurück. Das Verfahren ist sehr alt. Es lohnte nscht bei den früheren billigen Seifenpreisen. Bei den beutsgen Preisen sollte man sich die kleine Mühe nicht verdrießen fassen. Die aus dem Salzwasser abgeschiedene Seife löst sich nachher in reinem Wasser wieder vollkommen auf und kann iederzeit wieder verwendet werden. Die preußischen Kriegsanleihen in den Befreiungskriege». Als König Frievrich Wilhelm Hl. im März 1813 den Aufruf an sein Volk erließ, waren in den preußischen Kriegskasjen nur 3000 Taler, doch machte es die Begeisterung, mit der sich die Freiwilligen zum Kriegsdienst drängten, möglich, einige Wochen mit größeren Zahlungen, vor allem mit Soldzahiungen im Rückstand zu bleibe»: erst nach den Schlachten von Großgörschea und Bautzen wurden den sächsischen Staatskassen einige hundert- tausend Taler entnommen, um wenigstens die dringendsten Kriegs, bedürfnisse befriedigen zu können. Freilich war es nicht möglich, auch den rückständigen Sold von dieser bescheidenen Summe z» decken. 2m Sommer 1813 nahm auf Grund königlichen Be- fehls der Geheime Finanzrat Rother in Berlin und Breslau eine Anleihe von zwei Millionen Talern zu 5Vs Prozent auf, doch stieß diese Anleihe besonders bei den Berliner Finanzleutea auf einen so heftigen Widerstand, daß es der Anordnung sofortiger Verhaftung bedurfte, ehe von den Bankleuten die auf sie entfallende Summen bar oder in Wechseln gezahlt wurden. Zugleich mit dieser inneren Anleihe wurden von der preußischen Regierung für IVs Millionen Taler Kassenscheine ausgegeben. Nach der Schlacht bei Leipzig erhöhe sch der Kredit Preußens. Line wirkliche Entlastung des vreußiichen Finanzwesens trat aber erst ein. als die Heere der Verbündeten auf dem französischen Loden standen und dort verpflegt werden konnten. Der Ausbruch des Krieges gegen Napoleon im Frühsahr 1815 stellte erneute Anforderungen an die preußischen Staatskassen. Da der Pa- riser Friede des Jahres 1814 von Frankreich keinen Ersatz der Kriegskosten gefordert hatte, waren die Kassen leer, und Preu- zen sah sich in ernster Zeit den schwierigsten Verhältnissen geqen- äbrr. Da griff Blücker ein. und auf das Ansehen gestützt, »as er im Inland wie im Ausland besaß, stellte er auf seinen Namen Wechsel in der Höhe von 2 Millionen Mark aus. Dies rrmöglichte es der preußischen Regierung, den Kampf gegen Napoleon sofort zu eröffnen. Frkf Ztg. Handel und Verkehr. Kurzer Wochenbericht der Prsssberichtstelle des Deutschen Landwirtschastsrats vom 28. März bis 3. April 1916. Um die sür die städtische Bevölkerung erforderlichen Mengen Speise kariös se ln im Frühjahr und Sommer zu sichern, hat »er Reichskanzler in einer Bekanntmachung vom 1. April die Bestimmung getroffen, daß als Saatgut statt 10 Zentner pro Morgen nur 8 genommen werden dürfen, so daß die Landwirte »i» fehlenden Saatkartofseln durch Schneiden derselben zu ersetzen haben. Die Kartosfelanbaufläche des vorigen Jahres betrug 3 572 416 Hektar. Die durch die cbige Bestimmung ersparte Menge würde demnach rechnerisch etwa 28 Millionen Zentner betragen. Außerdem, soll der Bedarf in der W»iie beschränkt werden, daß für jeden 'Wirtschastsangehörigen ix^ Pfund Kartoffeln pro Kops und Tag bis zum 31. Juli gerechnet wird. Für Vieh, das schon bisher mit Kartoffeln gefüttert wurde, sind als Höchstrationen 10 Pfund täglich für Pferde, 7 Pfund für Zugochsen, 5 Pfund für Zugkühe, 2 Pfund für Schweine zu rehmen. Die Fütterungsmengen sind nur für die Zeit bis ;um 15. Mai zu belassen. Durch Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 27. März wird zur Sicherung des Fieischied arfs des Heeres und der Marine sowie der Zivilbevölkerung eine Reichsstelle für die Versorgung mit Vieh und Fleisch (Reichsfleischstelle) gebildet. Sie hat die Aufgabe, die Fleischverjorgung insbesondere die Ausbringung ron Vieh und Fleisch im Reichsgebiet und deren Verteilung zu regeln. Ihr liegt serner die Verteilung des aus dem Ausland eingeführten Schlachtviehes und Fleisches einschließlich der Flei'chwaren ob. Der Brandenburg-Berliner Viehhandelsvreband hat unter dem 30. März Bestimmungen über die Regelung der Beschaffung von Dich und dessen Absatz in der Provinz Brandenburg und in Ber- lin getroffen. Darnach ist säm l ch:s Bi h im Bezirk der Provinz Brandenburg und in Berlin vom 1. April ab bis auf Weiteres an die Sammc'stelle des Brandenburg-Berliner Bieh- handelsverbandes auf dem Magerviehhof zu Berlin-Friedrichsfelde oder an die vom Ve^bandsvorstand näher zu bezeichnenden Stellen zu liefern. Behufs Durchführung der Lieferung an den Verband wird die Provinz Brandenburg m neun Bezirke geteilt, denen Obmänner vorstehen. Die Bezirke bestehen aus mehreren Land- und Stadtk ei'en. Für jeden Kreis der Provinz sind Vertrauensmänner ernannt worden, welche die Lieferung an die Samme'st-li-' des Verbandes und an die vom Vorstand zu bezeichnenden Stellen zu bewerkstelligen haben. Das in den Kreisen vorhandene Schlachtvieh da^i nur den Kreis- Vertrauensmännern zum Kaut avaeb-ien werden. Der preußische Landmirtschys'sminister hat durch eine Verfügung vom 27. März das Schlachten der in diesem Jahre geborenen Schaf- lämmer bis zum 15. Mai ds. Is. verboten. Das Verbot findet keine Anwendungen auf Schlachtungen, die erfolgen, weil zu befürchten ist, daß das Tier an einer Erkrankung verluden werde, oder weil es infolge eines Unglücksfalles sofort getötet werden muß. Solche Schlachtungen sind innerhalb 48 Stunden nach der Schlachtung der für den Schlachtungsort zuständigen Ortspolizeibehörde anzuzeigen. Das Verbot findet serner keine Anwendung auf die aus dem Ausland eingeführten ,Schaslämmer. , Der Getreidemarkt war in der letzten Woche durchweg recht fest, doch blieb die Geschäftstätigkeit mangels größeren Angebots nur gering. Von Saatgut ist Saatgerste Heils Franken 2. und 3. Abs. 530 Mk. und Is Ligowo 540 Mk. Pommern, Schafschwingel 1915er 34 Mk. (per Zentner) Mecklenburg, Saaterbsen 1250—1309 Mk. netto Meck>. Etat, und Pferdesaatbohnen 900 Mk. Berlin angeboten. Für Runkelrüben wird 2,80 Mk. per Zentner Holst, und Meck'bg. verlangt. Am Futtermittelmarkt zeigten sich die Abgsber in dieser Woche entgegenkommender. Die Förderrinne» wurden für die meisten der nngebotenen Partien ermäßigt, so daß es zu erheblichen Ab-c kam. Gottesdienst-Ordnung. 8 rr«s. LircheWmiM MWi«. Heute Abend 8 Uhr Passionsandacht. Letzte Nachrichten. (Mitgeteilt von WTB-Büro.) Zn« L«ftschiffa«griff a»f England. London, 5. April. Ueber den Luftangriff in der vorletzten Nacht wird noch amtlich gemeldet: Ein Luftschiff, das die Nordostküste heimsuchte, warf 23 Explofiv- und 15 Brandbomben ab. Zwei Luftschiffe erreichten die östlichen Grafschaften um ungefähr 10.15 Uhr, kreuzten bis 1 Uhr früh und wurden beide verschiedenemale von Abwehrkanonen beschossen. Es scheint, daß sie dadurch behindert wurden, eine bestimmte Oertlichkeit als Ziel zu wählen. Diese Luftschiffe warfen 33 Explosiv- und 55 Brandbomben ab Soweit festgestellt werden konnte, wurde in England niemand verwundet. Österreichische Flieger über Ancona. Rom, 5. April. (Amtlich.) Am Montag gegen 3l/z Uhr erschienen über Ancona 5 feindliche Wasserflugzeuge, von 3 Torpedobooten begleitet, die sich aber immer auf hoher See hielten. Von Abwehrkanonen eines bewaffneten Zuges und von vier unserer Flugzeuge angegriffen, entfernten sich die Wassergugzeuge. Drei wurden jedoch abgeschofsen. Eins davon „I. S. 71/ fiel ins Wasser und wurde erbeutet. Das zweite stürzte ebenfalls ins Meer und verbrannte. Das dritte sank, während es nach dem Hafen geschleppt wurde. Der Sachschaden ist nicht bedeutend, aber es sind 3 Tote und II Verwundete zu beklagen. «-»senkt Vliffingen, 4. April. Der Korrespondent der .Niederländischen Telegraphenagentur" sprach mit dem Kapitän des holländischen Schoners „Elise Helena". Das Schiff wurde nicht torpediert, sondern um 3 Uhr nachmittags von einem deutschen U-Boot in der Nähe des Noord- hinder Leuchtschiffes angehalten. Das Schiff hatte eine Ladung gehobelten Holzes. Einer der Offiziere des deutschen U-Bootes verlangte die Schiffspapiere und nachdem diese durchgesehen waren, wurden der Besatzung 5 Minuten Zeit gegeben, um in die Boote zu gehen. Die Deutschen brachten dann Bomben an Bord und sprengten das Schiff in die Lust. Arbeittkräste sür Flugzevggeschwader Bern, 4» April. DaS „Berner Jntelligenzblatt' meldet aus der römischen Regierung nachstehenden Kreisen, daß auf der Pariser Konferenz u. a. beschlossen worden sei, zahlreiche französische Flugzeuggeschwader an die italienische Front zu senden, um Italien eine Aktion gegen die befestigten österreichischen Plätzen zu ermöglichen. Als Gegenleistung hat Italien an die französischen Fabriken Arbeitskräfte zu liefern. Laut einer Meldung aus Lugano finden zur Zeit große Truppenverschiebungen in Norditalien statt. Svv Opfer. London, 5. April. (Preßbureau.) Der Munitionsminister teilte mit, daß wahrend des Wochenendes in einer Pulverfabrik in Kent ein großes Feuer ausbrach, das mehrere Explosionen verursachte. Das Feuer entstand rein zufällig und wurde um die Mittagszeit entdeckt. Die letzte Explosion fand kurz nach 3 Uhr nachmittags statt. Die Zahl der Opfer beträgt ungefähr 200- Amtliche Bekanntmachungen. Sofort oder auf 15. April ein, fleißiges Vekaiiirtri» «red »lieg. Bekanntmachnua Regelung der Arbeit in Web-, Wirk- und Strickstoffe verarbeitenden Gerverbezweigen betreffend. Der Staatsanzeiger und das amtliche Verkündigungsblatt veröffentlichen eine Bekanntmachung des Kgl. stellvertretenden Generalkommandos des 14. Armeekorps vom 4. April 1916. betr. Regelung der Arbeit in Web-, Wirk- und Strickstoffe verarbeitend n Gewerbezweigen Auf diese Bekanntmachung, die auch bei dem Gr. Bezirksamt sowie den Bürgermeisterämtern eingesehen werden kann, wird hiermit hingewiesen Adelsheim, den 3. April 1916 Wlledsii welchem gleichzeitig Gelegenheit geboten ist. das Kochen gründlich zu erlernen für ein besseres Gasthaus gesucht, ebenso wird ein jüngerer Boxberg. Gr. Bezirksämter »MblllAllS Pr i vat-Änzeigen. !sofort oder auf 15. April gesucht. Zu erfragen in der Geschäftsstelle dieses Blattes. LtMirtschilftlilher Bezirksverck Werg. Am Sonntag, S. April ISlK.nachm. Lllhr Die Aufnahme in sie Volksschule Auf Beginn des neuen Schuljahrs werden alle diejenige' > Schüler hier schulpflichtig, die in der Stadt Adelsheim oder in ^ ^um Schulverband gehörigen Gemeinden Hergenstadt und Wennnes* Hof ihren dauernden Aufenthalt haben und das 6. Lebensjahr g-, 30. April ds. Js. zucückgelegt haben werden Die Eltern oder deren Stellvertreter werden aufgefordert, du ihrer Obhut anvertrauten Kinder am Samstag. 15. Aprtl d. I., vorm. S llh, im Schulhause — Zimmer Nr. l — persönlich anzumelden. ^ dem Anmeldetermtn sind auch etwaige Anträge auf Nachsichterteilun» hinsichtlich des Beginns der Schulpflicht für Kinder, die schwächlich oder in der Entwicklung zurückgeblieben sind, zu stellen. Für sämtliche Kinder, die nicht hier oder in einer zun? Schul- verband zählenden Gemeinde geboren sind, sind der Gebucts- urch der Impfschein vorzulegen findet in Unterschüpf im Gasthaus zum Adler die Bezirksversammlung des landw. Bezirksvereins Boxberg statt- Daran anschließend wird der Vertreter des Kaltsyndikats Herr Rüdiger aus Stuttgart einen Vortrag über .Düngemittel und Saatgut" halten. Tagesordnung. 1. Genehmigung der Rechnung für 1915 2. Voranschlag und Geschäftsplan für 1916 3. Wünsche und Anträge. Die Vereinsmitglieder, sowie sonstige Freunde der Sache laden wir zu recht zahlreichem Erscheinen sreundlichst ein. Die Herren Bürgermeister des Vereinsbezirks werden ersucht, dies in ihren «Gemeinden in ortsüblicher Weise bekannt zu geben- Voxberg. 4. April 1916. Dte Direktion. Strack, Gr. Amtmann. ^ Kriegsnudeln Teigröhren Pfd. 52 u. 73 Pfg. Suppennndel« Gemüic nudeln Pfd. 51 u. 72 Pfg. Bei Kisten von 3« Pfd entsprechend billiger, empfiehlt C Friederich, Adelsheim Adel-Heim, 4 April 1916. Die Scheelkommifsio»: Der Vorsitzende: Der 1 Lehrer: I. V.: C. Gö tz. I. Fr. Ker n. rennhol; - Versteigerung. Mittwoch, 12. April -s. I,. Prima hell raff, schweres Alstsren» und Eichenlshrinde Maschinenöl empfiehlt solange Vorrat Vormittag- S Uhr anfangend, werden vrv. steigert in den Grundherrlich von Adel^ heim'schen Waldabteilungen Schafbrunnkr, Fichtenwald, Hautal. Schafäcker, Welscher buckel, Wolfsgrube. Bogtsteich und am Schneckenweg, Gemarkung. Hergenstadt 250 Ster buchenes u. !0 Ster eichenes Scheit G j «kschein r Preis: Har pralis: ^öchentl.) Kr 8 ! «r»i Wir sind Käufer für jedes Quantum Eiche«- und Fichtenlohrinde« zu den gesetzlich festgelegten Höchstpreisen. Herm. G. Schund, Nenmünster. Angebote an Herm. Sigmund. Eberbach i. Vade«. K. Schüler M erchinge n. 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