chgelafl, S ist nj, Million^ iTrupp» esestoff unö ^ M Lchheink täglich, außer Sonn- uns : Zeienags - z» ! »reis: Monatlich . . . o/ pfg. - ° vierteljährlich . ? Mk. - frei ins Haus geliefert - n auch i„ ammlunz tt 28. ME >urch aus abgeliefert n gemein. mn, >. ihn bF n 20 Pfg, -n Vater, m Herzeß eachte«: Soxberger Mzeiger - Anzeigen werden mit iS Pfennig : - per einspaltige Zeile berechnet. -- e - Sei mehrmaliger Aufnahme Rabatt I - Postscheck-Konto 4SS4, Karlsruhe Gelesenstes Tageblatt oes basischen Saulan-es Hauptanzeigeblatt für -ie seMe Höelsheim, Soxberg u. -eten Umgebung holzsubmiPons- un- Versteigerungs-Anzeiger für -en Göenwalö gratis: ftmtliche» vertünSigungsblatt ^jchentl.) Illustriertes Sonntags - Slatt Gratis: prakt«Mitteilungen fürGewerb» (monatl.) u. HanSel,Haus- u.Lanüwirtjchast -°.d.Srr .124 Druck und Verlag: Buchdruckerei Adelsheim, Adolf Heppeler Telephon Nr. 18. Adelsheim, Montag, 29. Mai 1916 Verantwortlich r A. Heppeler in Adelrheim 40 . Jahrg. Tagesberichte. Ei« erfolgreichrr Flugzeugbefuch Berlin, 27. Mai. (Amtlich.) Ja der Nacht vom 25. 26. Mai hat ein deutscher Flugzeuggeschwader die Misch: Fluzstation Prpmholm auf der Jisel Offei erneut M Bomben belegt und dabei gute Treffer, größtenteils in it» Flughallen selbst, erzielt. Trotz heftiger B.schießung M alle Flugzeuge wohlbehalten zurückgekehrt. siker, vo->WTv. Große- Hauptquartier, 27. Mai. (Amtl.) Westlicher Kriegsschauplatz: Nördlich deS Kanals von La Baffee drang eine unserer Hatrouillen bhi Fostubert in die feivdl che Stellung, machte lesangene und kehrte ohne Verluste zurück. Ja den Argonren lebhafter Minenkampf, durch den die Milchen Gräben in größerer Breite zerstört wurden Llßer einige» Gefangenen erlitten dir Franzosen zahlreiche lmanachz, jalts, be- n Bänd, na ment- Haft und ; Schund schlecht linste Toten und Verwundeten. Mer oder Mädchen ist gut zu Schützet ,rs Untere n der oft enken, ih ;ebundent sind zer> Heetts riegSgt- Links der Maas richteten die Franzosen seit Mitternach heftige Angriffe gegen CumtereS. TS gelang ihnen urübergehend in den Südrand der Dorfes einzudringen. Wr machten bei der Säuberung 53 Gefangene. Rechts der Maas gelang rS uns bis zu den Höhe« «» Südwrstrand deS LhiaumontwaldeS vorzustoßrn. Ein französischer Angriffsoersuch dagegen wurde durch KMerirfeuer im Keime erstickt. Zwei feindliche Angriffe «gen unsere neurroberten Stellungen südlich der Frste ^«aumont scheiterten restlos. In den Kämpfen südwestlich und südlich der Fest« sind D dem 22. Mai an Gefangenen 48 Offiziere, LS4S Neu« ei«gebracht. Oestttcher Kriegsschauplatz: Bet einer erfolgreichen Patcouill enuateraehmung südlich DiriktorAülau machten wir einige Gefangene. valkaukriegSfchauplatz: Keine Aenderung. Oberste HeereSleituug. Keim, tercichtßi General, an, Voi> e n n e t Lckardt ds. is. Wir nicht be- en HeM ng anzu- . de« S frachtfrei S WTB. Großes Hauptquartier, 28. Mui. (2lmtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz: Deutsche Erkundungsabteilungen drangen nachts an mehreren Stellen der Front in die feindlichen Linien; in der Champagne brachten sie etwa 100 Franzosen als Gefangene ein. Westlich der Maas griff der Feind unsere Stellungen am Südwesthang des Toten Mannes und am Dorfe Cumieres an; er wurde überall unter großen Verlusten abgewiesen. Oestlich des Flusses herrschte heftiger Artilleriekam >s> Oestlicher Kriegsschauplatz: Kerne Aenderungeu. Ein russisches Flugzeug wurde in der Gegend von Slonin im Luftkampf abgeMoffen, die Insassen, zwei russische Offiziere, sind gefangen. Balkankriegsschauplatz: Es hat sich nichts wesentliches ereignet. Oberste Heeresleitung. » Ganz verzweifelt ist das Ringen der Franzosen um Verdun Mit dem Aufgebot der letzten Kraft stürmen sie immer wieder an, todesmutig, todverachtend; und wenn ihr Anprall einmal sie bis in einen vorderen deutschen Graben gelangen läßt, so werden sie anderen Tags um das Doppelte zurnckgeworfen und eine ihrer starken Stellungen Um die andere geht verloren. Dabei steigen die Verluste ins Ungeheuerliche; mit 150000 Mann sind sie bis jetzt nieder eingeschätzt. Besonders schmerzlich hat man in Paris, wo sich das nicht mehr verheimlichen ließ, empfunden, daß das beste und stärkste französische Armeekorps, das von Nancy, in den Kämpfen bei Verdun nahezu aufgerieben worden ist. Die Erregung in Paris ist nicht gering, voraussichtlich wird wieder eine Geheimsitzung des Abgeordnetenhauses stattfinden, in der die Verteidigung von Verdun einer Kritik unterzogen und ein neuer'Plan aufgestellt werden soll. Helfen wird das natürlich nichts. Es hat sich, seit es Parlamente gibt, noch immer als schädlich erwiesen, wenn sie sich in die Kriegführung einmischten. Mit den Beschlüssen von Parlamentsmehrheiten schlägt man keine Schlachten. — Der heutige Tagesbericht verzeichnet wieder die gewohnten Vorstöße der Franzosen bei Cumieres und am Toten Mann und deren blutiae Abwebr. An der englischen Front fanden umfangreiche Ml- ncnsprengungen statt. Die Oesterreicher sind nach siegreicher Ueber- windnng des ersten italienischen Befestigungsgürtels bereits vor den 6 Hauptsperrfesten angelangt; bei Ar- siero sind zwei Hauptwerke mit den Nebenwerken gefallen, die Zahl der erbeuteten Geschütze ist auf 284 gestiegen. So wird der Weg ins Tal des Po bald erkämpft sein. Im Gebiet der „sieben Gemeinden" vom Kempelberg bis zum Postnatal sind sämtliche Höhen und Pässe erobert; die Sieger steigen in die Ebene herab. Der Sugana-(linke)Flügel beginnt einzuschwenken, die Befestigungen von Schegen (Asiago) und Arsiero werden also in der Nordflanke umgangen. Bereits ist ein österreichisches Korps gegen Roza-Roana vorgestoßen, das die italienische Front der „fette üommuni" in ihrer Südflanke gefaßt hat. — Aus der bisherigen Entwicklung des österreichischer Angriffs geht hervor, daß er vom Generalstab geradezu genial ausgedacht, aber auch vom Heerführer, dem Thronfolger Erzherzog Franz Josef Ferdinand meisterhaft geleitet worden ist. WTB. Parts» 28. Mai. Amtlicher Bericht vom Samstag mittag: Aus dem linken Maasuser haben die Franzo- sen am 26. Mai das Dorf Cumieres und die Steilungen östlich davon angegriffen, sind nach hartnäckigem Kampfe in den südlichen Teil des Dorfes eingedrungen und haben mehrere deutsche Gräben nordwestlich davon weggenommen. Ein heftiger Gegenstoß der Deutschen vermochte sie nicht zurückzud ängen. Oest- ltch von der Höhe 604 erzielten die Franzosen in der Nacht mit Handgranaten einige Fortschritte. Auf dem rechten Maasufer wurde ein zweiter Angriff der Deutschen am 26. Mai abends 6 Uhr gegen die der Feste Douaumont benachbarten Gräben von den Franzosen vollständig abgeschlagen. Abends: Südlich der Somme zerstörten unsere Batterien durch konzentrisches Feuer mehrere feindliche Unterstände' und beschädigten die Gräben. In der Champagne große Tätigkeit der beiden Artillerien in den Abschnitten von Bille für Tourbe, Ta- hure und Navarin. Gegen 6 Uhr nachmittags unternahmen die Deutschen einen Angriff auf unsere Stellungen westlich der Straße nach Navarin und faßte» in einigen kleinen Teilen unserer vorgeschobenen Linien Fuß von wo sie durch unseren G^en- angrifs wieder vollständig vertriebe» wurden. Links der Maas Artilleriekampf und Kampf mit Grabenkampfwerkzeugen, im Walde von Avocourt und im Abschnitt der Höhe 304,- südwestlich des Toten Mannes eroberten wir einige Grabenstücke und machten an SO Gefangene. Die Zahl der von uns im Laufe unserer Angriffe auf Cumieres gemachten Gefangenen ist auf ungefähr 100 gestiegen, auch Maschinengewehre blieben in unserer Hand. Aus dem rechten Ufer ein heftiges Bombardement in der Gegend von Haudromont und Douaumont. In dem Gehölz nordwestlich des Gehöftes von THIaumont machten wir merklick Fortschritte im Laufe des Tages. In der Woeore gegen- seitiaes Bombardement im Abschnitt am Fuße der Maashöhen. Die Hochler des Ilreiherrn. Roma» von F. v. Naneiiheiui. 89 „Ah. also auch D» schlägst Dich auf Huberts Seite?" spottete Gisela. „Uud doch bi» »ur ich es, von der Du —" „Vollende lieber nicht, Gisela! Ich weiß sehr gut, daß ich, tveuu Dich die Laune aukouuut, ich gewärtig sein muß — „Schweige und lege ineiue Worte nicht iiniuer anders auS, als "sie gemeint sind! Ach. wie mir der Kopf schmerzt, ich will Ruhe, Ruhe, Ruhe haben," ächzte sie, beide Hände an die Schläfe pressend. , Bist nicht Du es allein, die sich und — auch anderen — llmiihr schafft? Aber horch, Thurans Stimme?" Mit heißen, sehnsuchtsvollen Angen schaute die jnnge Frait nach der Tür und lauschte den ans dem Korridor laut werdenden Schlitten, als diese jedoch bald wieder verklangen, sank sie mit zornigem Aufschrei in die Seidenkiffen der Otto- rnnne zurück. „So macht er es immer! Nie kommt er zu mir herein, Denn er endlich heimkehrt, außer ich lasse ihn rufen." „Meine Teure, in einer Stunde ist das Souper; willst Du bis dahin ein wenig zu schlummern versuchen, damit Du erfrischt, erholt an der Tafel erscheinen kannst?" rief Frau von Ermeth. , , „Ah, damit willst Dn sagen, daß ich schlecht, nnhnbsch, vielleicht häßlich anssehe, wie?" brauste Gisela ans und trat, ohne eine Antwort abznivarten, von dem Lager ansspringend, vor einen der kostbaren Wandspiegel, um mit raschem Blick ihre Erscheinung zu mustern. Was ihr ans dem reinen Glas eutgegenschante, ließ sie einen Schritt zurückweichen: Sie bot jetzt in der Tat mit diesem farblosen, schmalen Gesicht, den znsammeiigekniffenen Lippen und seltsam glanzlosen dnn- kelnmrand'eten Augen wahrlich kein Bild, dessen Anblick eines schvnheitliebenden Mannes Herz rascherschlagen machen konnte und Eiskälte kroch in ihr Herz. War der Mangel an Anmut, Liebreiz und jugendlicher Frische allein schuld, daß Hubert sie nicht lieben konnte? Wie Wahnsinn überkam es sie plötzlich: sie wollte dieses mischöne Bild nicht mehr sehe» und blitz- Ichnell griff sie nach einem ans der Konsole stehenden schweren Leuchter, mit der Absicht, diese» gegen das kostbare Glas zu schleudern. „Gisela, um des Himmels willen!" kreischte Frau von Ermeth, der Baronin entsetzt i» den Arm fallend, und diese kreischende Stimme, diese Berührung brachten die Rasende wieder zu sich. „Mein Gott, mein Gott, wie ist mir denn ans einmal?" stammelte sie und sank, den Leuchter fallen lassend, ehe ihr Frau von Ermeth hätte Hilfe bringen können, mit schrillem Ansschrei, wild rollenden Augen und zuckenden Gliedern auf den Teppich hin. 13. Kapitel. Fran Therese Ehlert hatte eben von Doktor Worel einen kurzen, wie immer sehr höflichen Brief erhalten, dessen Inhalt sie in nicht geringe Aufregung versetzte, sie wurde nämlich eingeladen, den Advokaten, jedoch ohne die kleine Paula mitznnehmeu, zu besuchen. Was wollte man von ihr? Forderte Herr Fels nun doch seine in? schulpflichtige Alter tretende Tochter zurück? Bei dem bloßen Gedanken daran traten der guten Fran die Hellen Tränen in die Angen; sich von Paula, die ihr nun das Teuerste geworden auf dieser Welt, trennen zu sollen, nein, alles nur das nicht! Mama, liebe Mama, warum weinst Du den»? Willst Du es nicht Deiner Paula sagen? Die großen, wunderbar schönen Kinderangen schauten mit unendlicher Zärtlichkeit ans die bei dieser nnschnldsvollen Frage laut Anfschlnchzende. „Mein Heczerl, mein süßes, einziges!" Mehr konnte die Gefragte nicht hervvrbringen, preßte jedoch die zarte, kleine Gestalt mit wahrer Leidenschaft ans Herz. „Hai Dir iver einen schlimmen Brief geschrieben, Mama?" Paulas Händchen wies nach dem ans dem Teppich liegende» Blatte. ..Ja," stotterte Fran Ehlert verwirrt, tröstete aber gleichzeitig die Kleine mit einigen liebevollen Worten und sann dann, ihre Tränen trocknend, nach, wohin sie Paula indessen geben könnte? Da kam ihr ein erleuchtender Gedanke! sie wollte einen Wagen nehmen und die ans ihre sechs Jahre sehr kluge Kleine, während sie oben bei Doktor Worel weilte, der Obhut des Kutschers anvertranen, überdies, um die Sach hinter sich zu haben, gleich heute den Bestich erledigen. Als der Wagen vor dem Hanse des Advokaten hielt, sprac! Frau Ehlert. die Paula bereits vorher unterrichtet hatte mi dem gutmütig aussehenden. den echten Typus eines Mene Rosselenkers darstellenden Kutscher und ersuchte ihn, ihn gleichzeitig ein Fünfkronenstück in die Hand drückend all die Kleine acht zu geben. ' „Gnä, Frau, i'hält a ohne dös Geld daS kleine Banrer übernommeu; haben S' nur ka Angst net. gnä' Fran, S wird nichts g'scheh'n, gengan S' nur ruhig zan Herrn Dok tor ansfi!" lautete die beruhigende Antwort. „Mann, Mann," lachte Paula noch der sich Entfernende, „ach und antwortete dann flott auf des ManneS Fragen uni Bemerkungen. Indessen ließ Fra» Therese sich oben bei dem RechtSan walte, den sie ja heute znm ersten Mal sehen sollte, melden wurde auch gleich vorgelassen und befand sich dann einen noch jungen, aber sehr gemessen aussehenden Herrn gegenüber, der sie scharf, doch nicht unfreundlich und von der mit ge schmackvoller Eleganz gekleideten sympathischen Erschein»»! der Frau sichtlich angenehm berührt, musterte. „Bitte, gnädige Fran, wollen Sie Platz nehmen! Und vm allein — erlauben Sie mir, zu fragen, wo sich momentan die Kleine befindet?" „Unten im Wagen, unter der Obhut des Kutschers der eil! sehr verläßlicher Mann zu sein scheint." „Das ist gut. Sie lieben also die Kleine sehr: man erkennt dies ans Ihrem ganzen Vorgehen, gnädige Frau." „Sie ist mein Trost, mein letztes Glück und ich würde sie auch dann behalten, wenn man mir keinen Heller für sie be- zahlen iviirde," entgegnete lebhaft Fran Therese. „Mein Gott, man wird sie mir doch nicht etiva nehmen wollen?" „Nein, gnädige Frau, man wird Ihnen Paula nicht nehmen." „Nicht?" unterbrach mit anflenchtenden Angen Frau Eh- lert den Anwalt. Ich fürchtete schon, heute derartiges vernehmen zu müsse». O. wie frvh bin ich, daß dem nicht so 'st>" 227 2L WTE. 28. Mai. Amtlich wird verlautbart vom 28. Mai 1916: Italienischer Kriegsschauplatz: Unsere Truppen bemächtigten sich des Panzerwerks Cornolio (westlich von Arsievo) und im befestigten Raum von Asia- go der ständigen Talsperre Val d'Assa (südwestlich des e Intern'" V ^ Mm!."«" Der Krieg zur See WM GKG. Stockholm, 28. Mai. In der Ostsee ist eine große Anzahl neuer Tauchboote englischen und russischen Ursprungs festgestellt, die die Aufgabe haben, den Handel zlvischen Deutschland und den Nordstaaten zu verhindern. Tie Tauchboote sind nach einem deutschen Muster gebaut und von Engländern bemannt. London, 28. Mai. Ter Dampfer „Herkules" dessen Nationalität noch nicht feststeht, ist versenkt worden. Genf, 27. Mai. „Radikal" meldet, daß am 17. und 18. Mai an der afrikanischen Küste ein englisches und ein französisches Torpedoboot auf Minen gelaufen und aänzlich verloren gegangen seien. Gegen den Wucher des Zwischenhandels. Berlin, 26. Mai. Ter Staatssekretär des Innern hat die Anfrage des Abgeordneten Tr. Werner Gieß«"'> schriftlich wie folgt beantwortet: „Auf die Anfrage beehre ich mich zu erwidern, daß Verhandlungen darüber schweben, wie den Uebelständen in Bezug auf Zeitungsanzeigen über Angebote und Nachfragen von Lebensmitteln und sonstigen Gegenständen des täglichen Bedarfs im Groß- und Zwischenhandel begegnet werden kann. Es steht zu hoffen, daß die Verhandlungen in Kürze zur Beseitigung der Mißstände führen werden. Berlin, 28. Mai. Im Hauptausschuß des Reichstags erklärte Staatssekretär Helfserich, bei der Einsetzung und der Ausgestaltung der Zentral-Ein- kaufsgesellschaft (Z.E.G.) habe er als Staatssekretär mitgewirkt. Er halte das System für richtig. Tr. Helfserich hat demnach als Schatzsekretär, soweit bis jetzt festgestellt werden kann, auf folgende Schöpfungen erheblichen Einfluß gehabt: die Abmachungen mit Wilson, die Einstellung des Tauchbootkrieges und die Einsetzung der Z.E.G. Aus dem Lande der Freiheit. GKG. Mü: 28. Mai. Ten „Münch. N- N/ wird aus Neuyork über eine empörende Vergewaltigunc eines Deutschen, die politischer Natur ist, berichtet. Bekanntlich mußte die deutsche Regierung auf das Verlangen der Regierung der Vereinigten Staaten den Militär- und den Marine-Attache bei der deutschen Botschaft in Washington Knall und Fall abberufen. Ter Militär-Attache, Hauptmann von Papen, ließ zur Ordnung seiner geschäftlichen Angelegenheiten seinen Sekretär, Herr von Igel zurück, der zu diesem Zweck al- Mitglied der Botschaft beglaubigt wurde und die Zusicherung der Unverletzlichkeit seiner Person, seiner Pa-, Piere und Amtsräume erhielt. Genau 24 Stunden voy der Vorlegung des „letzten Wortes" Wilsons vor denü Abgeordnetenhaus wurde nun Herr von Igel in seiner Wohnung von 6 bewaffneten Geheimpolizisten überfallen und in Haft abgesührt, zugleich wurden seine Papiere beschlagnahmt, da er verdächtig sei, an dem Plan, Len Welland-Kanal in Kanada zu sprengen, beteiligt zu sein. Gegen Sicherheitsleistung wurde Herr von Igel zwar wieder auf freien Fuß gesetzt, seine Papiere wurden aber vom Justizminister zurückbehalten. Die Abfuhr des Herr« Greh. Berlin, 28. Mai. Auf die Behauptung des Reichskanzlers, daß England schon in der Zeit der Einverleibung Bosniens durch Oesterreich-Ungarn 1909 kriegslustig ' gewesen sei, antwortete der un — erschrockene Herr Grey, das sei eine Lüge erster Klasse; das deutsche Volk werde van der Reichsregierung mit Lügen gefüttert. Er wollte Beweise für die Kriegsabsichten Englands Diese Beweise hat Herr Grey nun erhalten. Tie „Nordd. Allgcm. Ztg." veröffentlichte amtliche Mitteilungen des deutschen Botschafters Grafen Pourtales über die Verhandlungen zwischen Deutschland und Rußland in der bosnischen Frage, die zu einer friedlichen Verständigung führten. Allein der intrigante Botschafter Englands, Arthur Nikolsohn, trieb in Petersburg seine hetzerische Wühlarbeit weiter und zwar im Auftrag des Herrn Greh. x urcki Botschafter Pourtales werden ferner die Umtriebe Englands am Petersburger Hof im Jahr 1914 auf- gedeul. England, und nur England wars, das zunt Krieg unablässig schürte. Tie amerikanische Note an England. Haag, 28. Mai. Ter „Nieuwe Rotterdamsche Courant" gibt die amerikanische Note an England wieder. Tie Note setzt auseinander, daß England und die meisten anderen Länder in früheren Kriegen die Unverletzlichkeit der neutralen Post geachtet hätten und sich Deutschland auch im gegenwärtigen Kriege der Beschlagnahine der Post selbst auf Schiffen der kriegführenden Länder enthalten habe. Am Schlüsse sagt die Note, daß die Vereinigten Staaten nicht mehr das Unrecht', das ihren Bürgern angetan würde, dulden könnten. Eine Fortdauer derartigen Praktiken öffne wieder den Verletzungen des Völkerrechtes durch die Kriegführenden auf Grund der Kriegsnotwendigkeitcn die Türe, wodurch der Schuldige zu seinem eigenen Richter gemacht werde. Nur eine radikale Aenderung dieser Methoden könne die amerikanische Regierung befriedigen. Tie Kraft der Drohung in der Note wird jedoch sogleich wieder abgeschwächt. Tie Note geht auf die englische Note vom 15. Februar ein und sagt: Die Regierungen der Bereinigten Sraaten und Englands „stimmten nahezu im Prinzip der Anwendung überein." Ter allgemeine Geist der Note ist sehr freundschaftlich. Tie Note gibt zu, daß sich die Meinungsverschiedenheiten allein auf Fragen der Anwendung und nicht auf Prinzipienfragen beziehen. Auch machen die Vereinigten Staaten eine Konzession, indem sie das bisher bestrittene „Recht" zugeben, Staatspapiere mit Beschlag zu belegen. Lord Haldaue wird sich nach den Vereinigten Staaten begeben. G. K. G. Washington, 28. Mat. Es wird bekannt, daß der Vierverband unter der Hand für die bevorstehende Neuwahl des Präsidenten Stimmung für Roose- velt und gegen Wilson macht- (Ter Vierverband ist wirklich unbescheiden, wenn er mit der bisherigen Haltung Wilsons unzufrieden sein sollte. Er hat so viel für ihn getan, daß ihm zu tun fast nichts mehr übrig bleibt. Roosevelt ist ja, wie er verkündete, zu einer sofortigen Kriegserklärung an Deutschland bereit, aber Wilson hat sich doch auch diese Möglichkeit noch Vorbehalten. T. Schrift!.) London, 28. Mai. In Dublin wurde gestern bekannt gemacht, daß das Kriegsrecht in ganz Irland bis auf weiteres in Kraft bleibt. GKG. London, 28. Mai. Ein geheimes Schriftstück, das der irischen Nationalistenpartei in die Hände gefallen ist, beweist, daß die Unterstaatssekretäre Dublin Castle und Nathan längst einen eingehenden Plan ausgearbeitet hatten, alle führenden Irländer verhaften und zahlreiche Gebäude militärisch besetzen zu lassen. Tie Empörung über diese brutale Gesetzesverletzung hat den Aufstand hervorgerusen. Die Umwälzung in China. Kopenhagen, 28. Mai. „Nußkoje Slowo" meldet aus Shanghai über Ghorbin, die vorläufige Regierung von Südchina werde in Kanton aus Vertretern der Provinzen Kwangsi, Klangst, Minnan, Kueitschu, Szet- schuan und Hunan gebildet. Tie Ausrufung der Unabhängigkeit dieser Provinzen werde in den nächsten Tagen erwartet- In jede: Provinz werde eine Militärverwaltung mit einem Generalgouverneur an der Spitze eingeführt. Tie oberste Leitung werde General Tschen- Tschun-Jo-Juan solange inueh'aben, bis der Präsident von Südchina durch Volkswagen bestimmt sei. Ausdehnung -es japanischen Scehan-els. Tokio, 28. Mai. Tie Schiffahrtsgesellschaft Nip- pon-Jusen-Kalscha hat beschlossen, vom 14. Juli ab einen ständigen Verkehr zwischen Bokohama und Newyork über den Panamakanal eiuzucichien. Kleine Nachrichten vom Kriege. G. K. G. Paris, 28. Mai. Ter vorige Kriegslist- Ulster Gallieni ist 'gestorben. B: n, 28. Mai. Margolff, der Vorsitzende des Bere der Elsaßf-Lothringer, der wegen Betrugs kürz- n ' ...-astet wurde, ist wegen Spionage nach Bern ein- ^ue,ert worden. Auch der Sekretär des Verbandes Raster, sowie ein gewisser Schenkel in Lausanne sind wegen dieser Sache verhaftet. Kopenhagen, 28. Mai. Die „Birschewija Wje- -Zysosti" meldet, daß eine gwße Anzahl französischer Offiziere in Petersburg eingetroffen sei, unter iynen Angehörige aller Waffengattungen. Aus Stadt und Land. *' Adelsheim, 39. Mai. Am 38 Mai 1916 ist ein Nachtrag zu der Bekanntmachung über Höchstpreise für Baumwollspinnstoffe und Baumwollgespinste (Nr. W U. 1800/3. 16. KRA.) erschienen, durch de i einige Bestimmungen der früheren Bekanntmachung Abänderungen erfahren haben. Insbesondere sind verschiedene der in den Preistafeln verzeichneten Preise einer notwendig gewordenen Veränderung unterzogen worden. Der Wortlaut des Nachtrags ist im heutigen Bau! Boten veröffentlicht und bei den Gemeinde- und Staatsbehörden einzu,ehen. " Adelskeiv, 39. Mai. Auf Veranlassung des Gesamt-Ausschuffes zur Verteilung von Lesestoff im Felde und in den Lazaretten Berlin, NW- 7, Reichstagsgebäude findet im ganzen deutschen Reiche in der Zeit vom 38. Mai bis 3. Juni eine Reichsbuchwoche statt. Durch Bekanntmachung des Großh. Ministeriums des Kultus und Unterrichts vom 13. ds. Mts. find alle Schulbehörden zur Durchführung der Reichsbuchwoche aufgefordert worden. Auch der gesamte Buchhandel des deutschen Reiches hat sich in den Dienst dieser guten Sache gestellt und überall Sammelstellen zur Annahme von Bücher- > spenden eingerichtet — Die Reichsbuchwoche soll dem ! Deutschen Volke die Pflicht ans Herz legen, unseren j tapferen deutschen Soldaten an der Front guten Lesestoff zu übermitteln. Die Büchergaben sollen unseren lieben Feldgrauen die Mühen und Gefahren der schweren Kämpfe in den Erholungspausen vergessen lassen, beitragen zum Durchhalten, die Nerven zu stählen und kräftigen. Es ist eine Kriegspflicht der Daheimgebliebenen, ihrer Volksgenossen im Felde durch Versorgung mit guter geistiger Kost zu gedenken, die ebenso wichtig ist wie die Sorge um das leibliche Wohl der Soldaten. , Der Bezirksausschuß vom Roten Kreuz von Adelrheim und von Boxberg unterstützt gleichfalls in dankenswert^ Weise den wohlgemeinten Zweck, sodaß wir hoffen dürfA daß unsere Bürgerschaft mit Spenden nicht kargen pM ** Adelsheim, 39. Mai. Eine Erntefläche y. erhebung findet im deutschen Reiche in den Tay-? vom I. bis 20 Juni d I. statt. Sie erstreckt sich alle .feldmäßig'angebauten Fruchtarten. Außer Betrag bleiben nur Kartoffeln, Gemüse und andere FruchtartA in .Hausgälten". ** Adelskeiw, 39. Mai. Es ist begreiflich, sich unsere Bevölkerung darüber erregt, daß Einzeln? denen Ernst und Größe der Zeit immer noch nicht ach gegangen find, „Hamstern', d. h nur an sich, nicht aby an die Allgemeinheit denken. Unverantwortlich aber tz es, diese Erregung durch allerlei haltloses und nicht z, kontrollierendes Geschwätz noch zu steigern. Nich nur der „Hamster", auch der Schwätzer versündigt fi« am Vaterland. Wer Über Aufspeicherungen oder Zg, rückhaltung von Lebensmitteln zutreffende Angabe, machen kann, der tue es. Aber nicht am Biertisch sondern bei der zuständigen Behörde, also beim Bürge? meisteramt. Und nicht in annonymen Briefen, sondern i sch auch belg", B Schaden Haus w, (-) «acht eines Koi Hauses ir lade zu ! lade aus Ta die «acht, w ßcn, ohn> dieser ab so mußt, ziehen, klar zu i «schlosse: Lorhalt: iß mein' so daß er der es i «acht ha Freitag , haust. W dingen, st den letzte Schaden ser in ei gen und Meter ui !ich südli ächtet, fer Hage Auch ähnliche ' Gegend, wd in digen Hc hoffen tln mit Angabe seines Namens Wer wirklich etwas weiß, kann ruhig mit seinem Namen Herausrücken. Nur dsn, ist es den Behörden möglich. Abhilfe zu schaffe Schwätzcreien, die, je Wetter sie gehen, um so ung^ heuerlicher werden, nützen nicht, sondern schaden nur Jetzt ist es nicht Zeit zum Schwätzen, sondern zu« Handeln! (-) Roigheim, 25. Mai. Am letzten Sonntag tagte die 18. Generalversammlung des Bezirks-Pferde- Versicherungsvereins Neckarsulm im.Lamm', an der etwa 80 Mitglieder teilnahmen. Der Vereins- vorstand Schultheiß Schneider-Bürg gab einen Rückblij über das abgelaufene Geschäftsjahr und gedachte ig warmen Worten der gefallenen Mitglieder, was durch Erheben von den Sitzen besonders zum Ausdruck kam. Hierauf erstattete Schultheiß Reichert den Jahresbericht für 1915—16, der folgendes Ergebnis hatte: Umsatz 60 000 Mk„ Pferdebestand 356. vor dem Krieg 570, Zahl der Mitglieder 215. An Prämien wurden 3°/, erhoben mit 13 760 Mk., Entschädigungen wurden ausbezahlt 15 400 Mk-, der Vermögensstand betrug 23 11 ? Mark. Schultheiß Schneider blickt Heuer auf eim 15jährige Tätigkeit als Vorstand zurück, dem Verein gehört er seit 8 . Dezember 1901 als Vorstand an, seitdem hat sich das Vereinsvermögen versechsfacht. Der^ Dank der Mitglieder ist seinem bewährten VorstanD sicher. Bei dem günstigen Stand wurde beschlossen, auch 1917—18 eine Prämie von 3°/g festzusetzen. Der Höchstsatz der Versicherungssumme wurde auf 2500 M. festgesetzt. (-) Vom Lavde, 28. Mai. Die Bad. Regierung hat den Gemeinden dringend nahe gelegt, die Zahl der Hunde im Interesse der Volksernährung tunlichst einzuschränken und von der den Gemeinden zu> stehenden Befugnis der Erhebung eines Zuschlages zur staatlichen Hundesteuer Gebrauch zu machen, soweit dies noch nicht geschehen ist. Das Gesetz gestattet den Ge meinden einen Zuschlag bis zu 50 Prozent der staatlichen Auflage. (-) Aus dem Bauland, 27. Mai. Zum zweiten Mal schickt sich das deutsche Volk an während der sogenannte» Kriegsbuchwoche für seine feldgrauen Kämpfer draußen Lesestoff zur Unterhaltung und Belehrung zu sammeln. Es ist da für manchen sehr schwer, das Richtige zu finden, darum möge folgendes als Fingerzeig gelten: Schickt üngeschäj soviel wie möglich Bücher ins Feld, die unfern Helden von der Heimat, vor allem der engeren Heimat erzählen; solche Bücher sind, wie die Feldpostbriefe zn Hunderten zeigen, überaus beliebt Für die Bewohner des badischen Frankenlandes mag vor allem auf die Heimatbücher hingewiesen werden, die Prof. Hofmarm im letzten Jahrzehnt herousgegeben hat. Es sind dies: 1. »Die Sagen des bad. Frankenlandes >912". Oden- wälder Verlogshaus in Buchen (Preis 50 Pfg.). 2 . „Ltedel und Mären aus dem Franken land.' Wertheim, Verlas von Bechstein (Preis 80 Pfg.). 3. .Die Unruhen der Jahre 1848 und 1849 im bad Frankenland". WeinheilN Verlag von Ackermann (Preis 1 20 Mk.) und 4. Das im gleichen Verlag zum nämlichen Preis erschienene Büchlein: „Der Bauernaufstand im bad. Bauland und Taubecgund 1525". Wer aber noch etwas über unsere badische Heimat spenden will, der kaufe die bei Guts: in Karlsruhe erschienene JubjläumSschrift zum Jahre 19ls: „Baden im deutschen Freiheitskrieg 1814". (Preis 1 .20 M) lieber alle diese Schriften liegen aus dem Felde die am erkennendsten Urteile vor. Frisch aus drum ans Werk! Der Dank unserer Feldgrauen bleibt nicht aus. (-) Sinsheim a. E„ 27. Mai. (Hagel.) Ba einem Gewitter wurden die Gemarkungen Zazenhausen- Meckesheim, Balzfeld durch Hagelschlag heimgesucht. Hagelkörner fielen über eine Viertelstunde lang in d-r Größe einer Naselmiß. Ter Schaden ist sehr beträchtlich' r.-- Karlsruhe, 26. Mar. Ter infolge der S-omnU- reit bedingte frühe Beginn des Schulunterrichts ist ^ sonders auf dem Lande vielfach mißlich empfunden mH den. Das Ministerium des Kultus und Unterrichts U daher gestattet, daß die Ortsschulräte den SchulbegiH ans V 28 Uhr oder auf 8 Uhr festsetzen können. (--) Karlsruhe, 28. Mai. Ein Kurpfusche/ stand in der Person des Naturheilkundigen Fr. I- bel aus Nieheim vor der Strafkammer. In der Btt' Handlung wurde durch Sachverständige bestätigt, ^ Kriebel vom menschlichen Körperbau keine Ahnung haA Blinde wollte er durch Tee (!) heilen. Er erhielt Jahre Gefängnis und 5 Jahre Ehrverlust. — Ein fach vorbestrafter Dieb ist der Metzger K. I. Betzings aus Törzbach. Seine Spezialität ist Häutediebstahl Gencht verurteilte ihn zu einer Gesamtzuchthaiisyr', von 7 Jahren. — Weiter stand wegen schweren Tiebsta, der Bäcker Andreas Schmidt ans Oberweier vor Richtern. Er erhielt eine Gesamtzuchthausstrafe von Jabren. ^ (-)/ H Zent' eigenen r MrPre ^Kirsä i-ie s-e s MAI Sine Lar stgen ^ 2 Milch schien de M da- Zachvers ser mit ein für Tie Fra Md die (-)Z Kervitter Händlers lungsstell Balten Rngelauf Aepfeln varmäne st» letzte: legen gei krnten 1 Zentner, Zentner, »At Besi A0 Zen Auttgar ziesersraß rbe na mrte zu i>ehänk ^cihe vi -ierg foi es wurd Nk., Sil »wird vo hu Ma Mankfur strzu 1: W800 A 'en genn . (-) ,2 t a d t t legien bc «L Iah: »ck. zu Kurden ; "Nerkann Nwrm v . - " «rt.) L -Me de derlei Gi de» Oer i^cho nac in chäftig kenswertE^ (*) ^^hl, 25. Mai. Vorgestern wurden hier rund ien dürfEÄ Zentner Erdbeeren und Kirschen verkauft, in einem gen wiM risenen Obstwagen verladen und zum Versandt gebracht, l g , k Preis betrug wieder für Erdbeeren 100 Mark und ^ M Kirschen 40 Mark der Zentner. Es sind dies Preise, ^ sie für Erdbeere und für Kirschen noch niemals auf n Tag«, 't stch ^ c Betrag ruchtart, >ch. Wey Einzeln, nicht aus nicht aby H aber jß > nicht» m. Nitz mdigt fiz oder Zn, Angabe, Biertistz m Bürger- -Mn Schöffengericht, weil sie seit längerer Zeit verfälsch «Milch zum Verkauf gebracht Halle. Nach dem Gut- Men des Untersuchungsamtes der Stadt Freiburg ent- M das verkaufte Produkt 77 v. H. Wasser und der Sachverständige Tr. Korn mußte die „Milch" als Was- str mit 23 v. H. Milchzusatz bezeichnen. Nach dem Wachten des Bezirksarztes handelt es sich zudem um sin für die menschliche Gesundheit schädliches Produkt. Tie Frau wurde zu 3 Wochen Gefängnis und 200 Mk. und die Pflegetochter zu 50 Mk. Geldstrafe verurteilt. (-) St. Georgen bei Freiburg, 25. Mai. Bei einem Mutter schlug der Blitz in die Scheune des Milch- - , HLndlers Karl Zipfel und zündete. Tas Feuer dehnte sondern i sich auch auf das anstosende Gasthaus „zum Weinvas wein, Nur dgy schaffe». ^ so UNgi- aden nur. >ern zu« itag lagie ) fecd -Lamm", ^ Vereins- ; Rückbliik edachte ig vas durcj )ruck kam. jcesbericht te: Umflieg 570, rden 3°/, rden auS- lg 23 II? auf eine n Verein » an, setz cht. Du ^ VorstanP «eschlofsen, en. Del 2500 M. erung hat hiesiaen Markte erzielt wurden. (-) Waldkirch, 23. Mai. (M ilchpantscherei.) We Landwirtsehefrau aus Bleibach stand vor dem hie- ftrg", Besitzer Anton Koch, aus und richtete bedeutenden Maden an. Zwei Scheuern sind abgebrannt, das Gasthaus wurde sehr erheblich beschädiat. (-) Vom Bo-ensee, 28. Mai. (Wke's gemacht wird.) Kommt da eines Tages der Sohn eines Konstanzer Privatiers, früher Besitzer eines Warenhauses in Konstanz, dort in eine Konditorei, um Schokolade zu kaufen. Ter junge Mann nimmt alle Schokolade aus den Behältern heraus, bis diese leer waren. Ta die Ware den Betrag von etwa 600 Mk. ausmacht, will die Verkäuferin das Geschäft nicht abschlie- ßcn, ohne ihren Herrn davon in Kenntnis zu setzen. Ta dieser aber mit dem Handel nicht einverstanden war, so mußte der Käufer unverrichteter Sache wieder ab- ziehen. Nun kam der Vater, um dem Geschäftsherrn klar zu machen, daß er an den mit seinem Sohne abgeschlossenen Kaufvertrag gebunden sei. Ter wiederholte Lorhalt: „Tie Schokolade ist gekauft, die Schokolade ist mein", konnte den Geschäftsinhaber nicht erweichen, so daß er schließlich den spekulativen Privatgcschäftsmann, der es in verschiedenen anderen Geschäften ebenso ge-? macht haben soll, vor die Türe setzte. " Aus Württemberg. — Gewitterschaden. Das Gewitter, das am Freitag abend niederging, hat zum Teil fürchterlich ge- hsust. Wolkenbruchartiger Regen wird aus Eßlingen, Tü- kmgen, Pfullingen und Reutlingen gemeldet. In den beiden letztgenannten Orten hat starker Hagelschlag großen Zahl dsi Matzen angerichtet. In Winnenden erreichte das Wasser m einer Straße eine Höhe von 1 Meter, Wohnungen und Geschäftsräume standen bis zu einem halben Meter unter Wasser. Aus der Ulmer Gegend, namentlich südlich wird von schweren Gewittern mit Hagel berichtet. Von Memmingen bis München wird ein gvo- fer Hagelstrich gemeldet. Auch aus dem württembergischen Oberland liegen ähnliche Nachrichten vor, desgleichen aus der fränkischen Kgend. Schrozberg berichtet von schwerem Gewitter und in Mergentheim sollen durch beinahe halbstündigen Hagelschlag 90 v. H. der Ernte vernichtet sein, hoffentlich hat der erste Schrecken den Schaden zu hoch tunlichs nnden z«> lages zur oweit dies den Ge )er staal eiten Mal genannte» : draußer sammeln, zu finden, Schick ungeschützt. cn Heide» , — Obsterntcaussicht. Wie die Zentralvermitt- ?/l mal -Anstelle für Obstverwertung in Stuttgart mitteilt, tbriese z» sich die Obsternteaussichten nach den bis jetzt Bewoynn^mw^laufenen Berichten im allgemeinen günstig. Von Arpfeln berechtigen besonders Boskvop und Gold-- - immäne zu schönen Hoffnungen. Die Gewitterregen in >)ud dies- letzten Tagen haben die Beerenernte in den Sommer- ' lagen gerettet. Die Kirschenberichte weisen nur geringe 2- „Lieder Anten nach. Es sind gemeldet: vom Remstal 5000 l- Verla« Z^tner, vom Kirchheimer und Lenninger Tal 5000 :uhen der ' - - Weinheir» 4. Das land ier unsere ,ei Gutsch ihre1Sl4: S1.20M6 ns WeS s. ;e l.) Bei ;en hausensucht. eträchtli-h L-om me- ts ist Sr- nichts Hel chulbegm» Huscher I. Trtt- der tigt, KS ing habe: fielt zwf Ein vre> Betzings stahl. T hausstr^. Diebsta'lr vor se von Zentner, vom Bodenseegebiet 2500 Zentner, vom Ober- »srt Besigheim 400 Zentner, von Belsen OA. Rottenburg -BO Zentner, von Winnenden 750 Zentner und von wschieneitt Stuttgart und Umgebung 1500 Zentner Durch Unge- land UN» jiestrfraß sind erhebliche Erntemengen verloren gegan- M. — Tie Konservenfabriken versenden bereits ihre Mrbe nach den Produktionsorten, um sich die Erdbeeren- ittnte zu sichern. Hettbronn, 26. Mai. (Bestrafte Pfer- w die^M^lehändler.) Tie hiesige Strafkammer verurteilte eine """ Reihe von Pferdehändlern, die Pferde aus Württemberg fortgeschasft hatten, zu empfindlichen Geldstrafen. I wurden verurteilt: Isaak Maier-Heilbronn zu 5500 Rk., Sig. Maier-Heilbronn zu 3500 M., Gustakv Neumond von Frankfurt a. M. zu 1800 Mk., Gustav T-eldel ig in dtt Vn Mayen, Bez. Koblenz, zu 4000 Mk., Leopzld von tzlanksurt a. M. zu 1000 Mk., Häberle von Oppenweiler zu 1000 Mk. und Nathan Gutmann von Olnhansen B 800 Mk. Geldstrafe. Tie Verkäufer der Pferde erhielten nM' : iril geringere Geldstrafen. (-) Schramberg, 26. Mai. (Einsichtige Stadtverwaltung.) Tie beiden bürgerlichen Kollegien beschlossen in ihrer gestrigen Sitzung den beiden Hiesigen Tageszeitungen für die durch den Krieg bedingte Hehraufnahme von amtlichen Bekanntmachungen für Has Jahr 1915—16 eine Extraentschädigung von je 1000 Hk. zu bewilligen. Für die ersten acht Kriegsmonate Kurden je 500 Mk. mehr bezahlt. Es wurde mit Recht verkannt, daß die Herstellungskosten der Zeitungen sich Horm verteuert haben. (-) Ebingen, 26. Mai. (Arbeitsgelegenheit.) Seit einiger Zeit wandern nicht wenig Arbeits- e der hiesigen Industrie, meist jüngere Leute beilei Geschlechts nach Oberndorf in die Gewehrfabrik nach Rottweil in die Pulverfabrik ab, da sie zur fi in verschiedenen hiesigen Betrieben nicht vollauf ichäftigt werden können. - ——— (-) Reutlingen, 24. Mai. (Beim Baden ertrunken.) In Ältenburg ist beim Baden im Neckar ein Schulknabe ertrunken. (-) Tübingen, 24. Mai. (Die Strafe.) Die 17jährige Tiebin Luzia Meßmer, die in den hiesigen Kliniken die Geldtäschchen der in den Wartezimmern befindlichen Kranken gemaust hatte, wurde mit 16 Monaten Gefängnis bedacht. (-) Nagold, 24. Mai. (Ei er kauf.) Von der Stadtgemeinde Nagold wurden 60000 Eier zu je 18 Vsennia an die Einwohnerschaft verkauft. (-) Kornwestheim, 25. Mai. (Einbruchd'ieü- stahl.) Als die Bewohner auf dem Felde waren, wurde in einem Bauernhaus in der Badstraße eingebrochen und 700 Mark entwendet. (-) Herb'rechtingen, 25. Mai. (Beim Bader ertrunken.) Ter 13 Jahre alte Sohn des DomL nepächters Pfeil auf Falkenstein ist beim Baden in bei Brenz ertrunken. (-) Feldstetten OA. Münsingen, 25. Mai Fleischdieb.) In der Nacht wurve hier bei den Bauern Johannes Wühle eingebvochen. Ter Dieb, vor dem man bis jetzt noch keine Spur hat, hat 7 Stüö Rauchfleisch vom Kamin heruntergeholt. Vermischte Nachrichten. — Tie Festsetzung der Obstversandtzeit. Tie badische Eisenbahnverwaltung hat den Annahmeschkuß für die bei den Güterabfertigungen aufgelieferten Obstsendungen jeder Art (Beeren-, Stein- und Kernobst) während der Dbstversandtzeit für alle Güter und Stationsämter auf 7 UHIr abends festgesetzt. — Kein unreifes Obst pflücken! Eine Verordnung des Ministeriums des Innern verbietet das Abcrnten, den Verkauf und den Kauf von Obst und Beerenfrüchten in unreifem Zustande. Stachelbeeren sind von diesem Verbot ausgenommen. Letzte Nachrichten. (Mitgeteilt von WTB-Büro.) Der «en- Staatssekretär für Elsaß-Lothringen. Berlin, 28. Mai. «Amtlich) Der Kaiser und König hat den Regierungspräsidenten Frhr. von Tschamme'r und Quaritz in Breslau zum Staatssekretär für Elsaß- Lothringen, den Polizeipräsidenten von Jagow in Berlin zum Regierungspräsidenten in Breslau, den Polizeipräsidenten von Oppenin Breslau zum Polizeipräsidenten in Berlin und den Landrat und Polizeidirektor non Miquel in Saarbrücken zum Polizeipräsidenten in Breslau ernannt. Der entflohene Flieger. Bern, 28. Mai. Pariser Blättern zufolge ist die Flucht des Fliegers Gilbert nach Frankreich geglückt. Der .Temps" bestätigt zum Beispiel ausdrücklich, daß der Flieger bereits auf französischem Boden weilt. Die Furcht vor de« U-Boote«. Berlin, 29. Mai- Wegen des Steigens der Furcht vor der Unterseebootsgefahr soll, wie ein Londoner Gewährsmann der »Vossischen Zeitung' meldet, ein Teil der englischen Flotte aus dem Aermelkanal nach dem Mittelmer beordert worden sein, um die englischfranzösischen Transporte nach Saloniki zu beschützen. England drängt Italien znr Kriegserklärung. Berlin, 29. Mai. Der italienische Ministerrat wird sich, nach einer Meldung der »Vofsischen Zeitung' aus London, in seiner nächsten Sitzung erneut mit der Frage beschäftigen, ob Italien an Deutschland den Krieg erklären soll Die Veranlassung dazu gehe wiederum von England aus. Portugal verlangt Durchmarsch durch Spanien. Bern, 29 Mai. Der Madrider Vertreter des..Echo de Paris' verzeichnet in der spanischen Hauptstadt umlaufende Gerüchte, die er als falsch bezeichnet, wonach England die ausdrückliche Forderung — oder wie andere behaupteten, eine einfache Anfrage — wegen eines eventuellen Durchmarsches portugiesischer Trappen durch spanisches Gebiet nach Frankreich an )die spanische Regierung gerichtet habe. Der Bor«arsch der vulgare». Sofia, 28. Mai. Amtlicher Bericht vom 27. : Heute find Abteilungen unserer im Strumatal operierenden Truppen aus ihren Stellungen vorgedrungen. Sie haben den Südausgang des Engpasses von Rüpel (?), sowie die anstoßenden Höhen östlich und westlich des Strumaflusses besetzt. DaS reorgantfierte ferbifche Heer. Mailand, 28. Mai. Nach einer Meldung des Secolo aus Rom wird die Verschiffung der Serben nach Saloniki, die ohne Zwischenfall erfolgte, nächstens beendigt sein. Das reorganisierte serbische Heer zählt darnach lOO OVO Mann, von denen 50 000 nicht mehr felddiensttauglich sind und hinter der Front arbeiten. Wilson hält eine Friedeusrede. Washington, 28. Mai. (Reuter) Präsident Wilson hielt gestern die erwartete Rede in der Friedensliga, in der er sagte: Erstens sei jedes Volk berechtigt, seine eigene Souveränität zu wahren, zweitens hätten die kleinen Staaten das Recht auf die gleiche Achtung ihrer Souveränität und Integrität, wie die großen Staaten, drittens hätte die Welt einen Anspruch darauf, von jeder Störung des Friedens befreit zu werden, die von einem Angriff ausgehe. Amtliche Bekanntmachungen. Schließung von Mühlen betr. Gemäß §58 Abs. 1 der BundrSratkvlrordnung vom 28. März 1915 über den Verkehr mit Brotgetreide und Mehl wird die Mühle des Adam Graser in Roseaberg für die Zeit vom 1. RS 21. Juni 1916 geschloffen. Dies bringen wir zur öffentlichen Kenntnis. Adels heim, den 26. Mai 1916. Gr. Bezirksamt. Nachtrag Nr. IV. II. 1800/S. 16. K.R.A. z» der Bekanntmachung über Höchstpreise für Baum« Wollspinnstoffe und Baumwollgespinste. (Nr. IV. II. 1800/2. 16. K.R.A.) Vom 26. Mai 1916. Auf Grund des Gesetzes über den Belagerungszustand vom 4. Juni 1831 — in Bayern auf Grund des Bayerischen Gesetzes über den Kriegszustand vom 5. November 1912 in Verbindung mit der Allerhöchsten Verordnung Vom 31. Juli 1914 — wird nachstehende Bekanntmachung mit dem Bemerken zur allgemeinen Kenntnis gebracht, daß Zuwiderhandlungen nach der Vorschrift des Gesetzes, betreffend Höchstpreise, vom 4. August 1914 Reichs-Gesetzblatt S. 339), in der Fassung vom 17. Dezember 1914 (Reichs-Gesetzbl. S. 516), der Bekanntmachungen über die Änderung dieses Gesetzes vom 21. Januar 1916 (Reichs- Gesetzbl. S. 26), vom 23. September 1915 (Reichs-Gesetzblatt S. 603) und vom 23. März 1916 (Reichs-Gesetzbl. S. 183) bestraft werden *, sofern nicht nach den allgemeinen Strafgesetzen höhere Strafen angedroht sind. Artikel I. Der § 2 der Bekanntmachung über Höchstpreise für Baumwollspinnstoffe und Baumwollgespinste (Nr. IV. II, 1800/2. 16. K.R.A.) erhält folgende Fassung: 8 2 . Bon den Anordnungen gegenwärtiger Bekanntmachung find ausgenommen: Auslandsspinnstoffe und Auslandsgarne im Sinne des ß 3 Abs. 2 Nr. 4 des Spinn- und Webverbots IV. II. 1700/2. 16. K.R.A. in der Fassung der Bekanntmachung IV. II. 5700/4. 16. K.R.A. Artikel II. 8 4 Abs. 6 der Bekanntmachung erhält folgende Fassung: Ballenpackung ist frei. Für alte Kisten kann bis zu 2,50 M., für neue Kisten bis zu 6 M. für das Stück berechnet werden. Artikel III. An die Stelle der mit der Bekanntmachung VV. II. 1800/2. 16. K.R.A. veröffentlichten Preistafeln 1 und 2 treten die nachstehenden Preistafeln 1 und 2. Artikel IV. Diese Bekanntmachung tritt am 26. Mai 1916 in Kraft. Preistafel 1. Baumwollhöch st preise, a) Baumwolle. 1. Nord- und mittelamerikanische Baumwolle: Preis f. I Kilogramm in H a) ordinary 214 b) good ordinary 232 c) low middling 247 ck) middling, gutfarbig, 28 mm 260 e) fully middling, gutfarbig, 28 mm 266 l) good middling, gutfarbig, 28 mm 272 A) fully good middling, gutfarbig, 28 mm 276 k) middling fair, gutfarbig, 28 mm 283 Für Abweichungen in Klasse, Stapel und Farbe sind lediglich die üblichen Zuschläge und Abschläge zulässig. 3. Ostindische Baumwolle: a) Scinde, Bengal, Klasse fine 210 b) Khandeish, Omra, Klasse fine 220 c) Comilla, Tipperah, Assam 220 ck) Dharwar, Western, Northern, Madras, Klasse good 215 e) Coconada, fair red 215 l) Bhownuggar, Klasse fine 230 §) Broach, Tinivelly, Comptah, Klasse sine 235 Für abweichende Klassen sind lediglich die üblichen Zu- und Abschläge zulässig. * Mit Gefängnis bis zu einem Jahr und mit Geldstrafe bis zu zehntausend Mark oder mit einer dieser Strafen wird belast: 1. wer die festgesetzten Höchstpreise überschreitet; L. wer einen anderen zum Abschluß eines Vertrages auffordert, durch den die Höchstpreise überschritten werden, oder sich zu einem solchen Vertrage erbietet; ö. wer einen Gegenstand, der von einer Aufforderung H S, 3) betroffen ist, beiseiteschafft, beschädigt oder zerstört; 4 . wer der Aufforderung der zuständigen Behörde zum Verkauf von Gegenständen, für die Höchstpreise festgesetzt sind, nicht nachkommt; i. wer Vorräte an Gegenständen, für die Höchstpreise festgesetzt sind, den zuständigen Beainten gegenüber verheim- licht; 6. wer den erlassenen Ausführungsbestimmungen zuwiderhandelt. Bei vorsätzlichen Zuwiderhandlungen gegen Nr. 1 und 2 ist »re Geldstrafe mindestens auf das Doppelte des Betrages zu bemessen, um den der Höchstpreis überschritten worden ist oder in den Fällen der Nr. 2 überschritten werden sollte; übersteigt der Mindestbetrag zehntausend Mark, so ist auf ihn zu erkennen. Im Falle mildernder Umstände kann die Geldstrafe bis auf die Hälfte des Mindestbetrages ermäßigt werden. Bei Zuwiderhandlungen gegen Nummer 1 und 2 kann neben der Strafe angeordnet werden, daß die Verurteilung aus Kosten des Schuldigen öffentlich bekanntzumachen ist; auch kann neben Gefängnisstrafe auf Verlust der bürgerlichen Ehren- rechte erkannt werden. 290 ^ folgender gramm m pfg. 20 22 -Nr. 6 englisch Abweichende Nummern Abstufung: 6 7 8 9 Nr. bis -1-16 -i-24 Preis für , Kilogramm in pfg. 3. Afrikanische, insbesondere ägyptische, fer- ner Sea-Jsland-Baumwolle: n) oberägyptifche und sonstige nachstehend nicht besonders bezeichnete Sorten afri- kani'cher Herkunst: niedrigste Klasse (fair) oberste Klasse (fine) 367 b) Mitafifi, niedrigste Klasse (fair) 295 oberste Klasse (fine) 410 o) Nubari, niedrigste Klasse (middling) IW oberste Klasse (fine) 425 6) Joanovich, Sakelaridis, niedrigste Klasse (fair) 323 oberste Klasse (fine) - 450 e) Sea-Jsland, niedrigste Klasse 400 oberste Klasse - 500 Für abweichende Klassen im Verhältnis. '4. Asiatische Baumwolle: asiatische Baumwolle, beste Sorte* 260 Peru- und Brasil-Baumwolle: Peru- und Brasil-Baumwolle, beste Sorte* 300 b) Linters. Beste spinnfähige Linters Fancy laut Bremer Standard I* 180 2. Beste Afritti und Scarto* 170 c) Baumwollabgänge und Baumwollabfälle** 1. Baumwollabgänge, Stripse und Kämm- linge, beste Sorte* 230 2. Andere Baumwollabfälle ägyptischer Herkunft, beste Sorte* 200 3. Sonstige Baumwollabfälle, beste Sorte* 175 cl. Kunstbaumwolle. 1. Kunstbaumwolle aus besten weißen oder Makofäden, gut gerissen * 225 2. Kunslbaumwolle aus besten Makotrikoab- fällen, besten Lnisianatrikotabfällen und besten Strickwarenabfällen * 220 3. Kunstbaumwolle aus sonstigen gebrauchten und ungebrauchten Stoffabsälten, auch gemischt mit Kunstbaumwolle aus Garnabfällen, beste Torte * 180 Für gefärbte und gebleichte Baumwolle usw. treten zu obigen Preisen noch angemessene Veredelungszuschlüge hinzu. Sind Baumwollspinnstüffe mit wollenen Spinnstoffen gemischt, so tritt zu dem nach vorstehenden Sätzen berechneten Preise ein angemessener Zuschlag hinzu. Preistafel 2. Baumwollgarnhöch st preise. I. Rohe einfack)e Garne nach dem System -er Dreizylindcr-Spinnerei hergestellt, aus Kops 1. Garne ausschließlich aus amerikanische'- Baumwolle, Nr. 20 englisch für alle Drehungen 365 Ausschließlich aus fully good middling oder höheren Klassen, Nr. 20 englisch für alle Drehungen . 385 2. Garn« aus amerikanischer Baumwolle, ge- mischt mit Baumwolle anderer Herkunft, jedoch mit mindestens einem Drittel des Gewichts in Baumwolle amerikanischer Herkunft, Nr. 20 englisch für alle Drehungen 345 3: Garne u) aus Mischungen von weniger als einem Drittel amerikanischer Baumwolle mit Bauinwolle anderer Herkunft 335 d) aus ostindischer oder ähnlicher Baumwolle 335 c) aus Baumwolle mit einem Zusatz von Linters, Baumwollabfälle«, Kunstbaumwolle oder nichtbaumwollenen Spinnstoffen, Nr. 20 englisch für alle Drehungen 335 Für wollgemischte Garne darf ein angemessener Zuschlag berechnet werden, der dem Prozentsatz des Wollgehalts entspricht. Für Dreizylindergarne mit weniger als 50 v. H. Gehalt an Baumwolle (nicht Linters, Abfällen oder Kunstbaumwolle) bestimmt sich der Höchstpreis nach Ziffer V a. Für abweichende Nummern der unter Nr. 1—3 genannten Garne aller Drehungen mit Ausnahme von Schußgarn der Nummern 42 und 44 englisch gilt folgende Staffel: -iM'-i-120 -1-170 -1-230 Höhere Nummern als Nr. 70 je um 8 Pf. teurer; Zwischennummern im Verhältnis. Für Schußgarn Nr. 42 gilt der Preis des entsprechenden Kettgarnes Nr. 36. Für Schußgarn Nr. 44 gilt der Preis des entsprechenden Kettgarnes Nr. 38. Für gekämmte Garne der Ziffer I darf ein Zuschlag von höchstens 85 Pf. für das Kilogramm in Ansatz gebracht werden. II. Vigognrgarne, auf Kops, Nr. 6 englisch 325 Abweichende Nummern nach folgender Abstufung: bis Nr. 4 5 6 7 8 9 10 11 12 —4 -2 — -1-12 -1-20 -1-32 -i-45 -i-55 Für Vigognegarne mit weniger als 50 v. H. Gehalt an Baumwolle (nicht Linters, Abfällen oder Kunslbaumwolle) bestimmt sich der Höchstpreis nach Ziffer V c. Für wollgemischte Garne darf ein angemessener Zuschlag berechnet wer- den, der dem Prozentsatz des Wollgehaltes entspricht. III. Garne, nach dem System der Zweizylinder- spivnerei hergestellt, auf Kops, Nr. 6 englisch 325 Abweichende Nummern nach folgender Abstufung: 3/4 5 6 7 8 9 10/12 —4 —2 — -i-6 -i-12 -^18 -i-24 Für Zweizylindergarne mit weniger als 50 v. H. Gehalt an Baumwolle (nicht Linters, Abfällen oder Kunstbaumwolle) bestimmt sich der Höchstpreis nach Ziffer Vb. Für wollgemischte Garne darf ein angemessener Zuschlag berechnet werden, der dem Prozentsatz des Wollgehaltes entspricht. IV. Rohe einfache Garne aus ägyptischer oder aus Sea- Jsland-Baumwolle, auf Kops. Die Höchstpreise setzen sich aus folgenden Werten zu- sarnmen: o) Preis der verwendeten Baumwollsorte nach Maßgabe der Preistafel 1, vermehrt um den Abfallzuschlag von 15 v. H. bei kardierten Garnen, von 35 v. H. bei gekämmten Garnen unter Nr. 70 englisch, von 40 v. H. bei gekämmten Garnen der Nr. 70 und aufwärts. b) Spinnlohn: Ausgangspunkt — Nr. 50 englisch mit einem Spinnlohn von 220 Pf. für 1 lc§ bei kardierten, von 250 Pf. für 1 ÜK bei gekämmten Garnen. Für abweichende Nummern folgende Skala: bis Nr. 20 abwärts 4 Pf. für die Doppelnummer weniger als der Spinnlohn für Nr. 50, von Nr. 20 abwärts weiterhin für jede Doppelnummer 2 Pf. weniger, ^ von Nr. 50 aufwärts bis Nr. 80 für jede Doppelnummer 10 Pfg. mehr, von Nr. 80 aufwärts bis Nr. 90 für jede Doppelnummer 12 Pf. mehr, von Nr. 90 aufwärts für jede Doppelnummer 16 Pf. mehr. Garne von Nr. 140 englisch und aufwärts unterliegen keinen Höchstpreisen. V. Garne aus Abfällen, Kunstbaumwolle oder Mischungen derselben, auf Kops- r>1 Nach dem Dreizylindersystem gesponnen: Nr. 6 englisch 280 Abweichende Nummern nach folgender Abstufung: 3/5 6 7/8 9/10 11/12 -1-3 * Geringere Sorten entsprechend billiger! ** Garnabfälle siehe Preistafel 2 Ziffer IX. —1 — -i-1 -i-2 Für höhere Nummern darf ein angemessener Zuschlag berechnet werden, b) Nach dem Zweizylindersystem gesponnen: Nr. 6 englisch 290 Abweichende Nummern nach folgender Abstufung: 3/4 5 6 7 8 9 10/12 —4 -6 - 1-12 -18 -1-24 t:) Nach dem System der Vigognespinnerei hergestellt: ck) Abfallgarne Nr. 1 lind 2 engl, (sogenannte Schlauchkops): Nr. 2 englisch, beste Sorte 210 Geringere Sorten und stärkere Nummern entsprechend billiger. VI. Zw-rne, ferner Strick und Stopfgarne: Als Höchstpreis für zwei- oder mehrfach gezwirnte Garne in Bündeln oder auf Kreuzspulen ohne Rücksicht auf die Drehung gilt der Garnpreis, vermehrt um folgende Zuschläge per Kilogramm : se^heir bis Nr. 12 englisch. 48 Pf. Nr. 14/20 „ . 64 „ 24/26 12 ^ „ 28/32 „ . 80 „ „ 36 „ . 96 „ 40/42 104 „ 50/54 „ . 128 „ „ 60 „ . . . . . 150 „ 80 „ . 200 „ 100 „ .... 250 „ 120 . 310 „ 139 „ . 400 „ Zwirne von Nr. 140 englisch und auf- HK Sralis: ßBhentl.) «rv wärts unterliegen keinen Höchstpreisen. Dazwischen liegende Nummern nach Verhältnis. Für gezwirnte Zwirne sogenannte Kordonetts, bestimmt sich der Höchstpreis durch Zuschlag aus die Zwirnpreise von 33 Pf. per Kilogramm für die Nummern bis Nr. 36 einschließlich, 52 f. per Kilogramm für die Nummern bis Nr. 80 einschließlich, 75 Pf. per .Kilogramm für die Nummern über 80. Für Aufmachung auf Kops ist der handelsübliche Abschlag zu berechnen. Für Aufmachung in Zweileas darf der handelsübliche Zuschlag berechnet werden. Bei Strick-, Stick-, Stopf- und Häkelgarnen in handelsfertigen Aufmachungen für den Kleinvcrkauf sind die Bestimmungen über die Höchstpreise von Zwirnen nicht anwendbar. VII. Veredelte Garne und Zwirne mit Ausnahme von Nähfadcn und Nähzwirnen: a) Für gefärbte, Makoimitatgarne, melierte, merzerisierte, lüstrierte, gasierte und sonstwie veredelte Garne und Zwirne tritt zum Garn- bezw. Zwirnpreise ein angemessener Veredelungszuschlag hinzu. b) Gebleichte Garne und Zwirne. Zuschlag auf die Garn- bezw. Zwirnpreise per Kilogramm 20 Pf. Ferner darf der Gewichtsverlust mit 7 v. H. in Rechnung gestellt werden. VIII. Besondere Aufmachungen: So,veit der Höchstpreis für Kopsaufma- chung bestimmt ist, kann für die Aufmachung in Bündeln, auf Kreuzspulen oder als unge- schlichtcte Knäuclwarps zu dem Kopspreise ein Zuschlag von 3. v. H. für die Aufmachung in Zweileas ein solcher von 6 v. H. hinzugerechnet werden. IX. Garn- und Zwirnabfälle: Beste weiße oder Makofäden Geringere Sorten entsprechend billiger. Bei Ablieferung geschlossener Wagenladun- gen von 10 000 darf ein Zuschlag von 5 v. H. gezahlt werden. Karlsruhe, den 26. Mai 1916. Ter kommandierende General: Freiherr von Manteuffel, General der Infanterie. Feind Nach Ar Karner Lomben. Auf tzmpf mi > MeloS i Dkl Nichts 165 Vorstehendes bringen wir hiermit zur öffentliche« Kenntnis. Adelsheim. den 27. Mai 1916. Boxberg, «r. Bezirksämter. Jagd-Verpachtung. Samstag, de« 3. Juni vormittags 10 Uhr wird auf dem Rathause dahier auf weitere 6 Jahre, das ist von Lichtmeß 1917 bis dahin 1923 die hiesige Gemeindejagd öffentlich verpachtet Pachtliebhaber werden mit dem Bemerken eingeladen, daß nur solche Personen als Bieter zugelafsen werden, die im Besitze eines Jagdpasses sind, oder durch ein Zeugnis der zuständigen Behörde Nachweisen, daß gegen die Erteilung eines solchen keine Bedenken bestehen. Auswärtige Bieter haben ein von der Gemeindebehörde ihres Wohnortes ausgestelltes Vermögenszeugnis vorzulegen. Der Entwurf des Jagdpachtvertrags liegt zur Einsicht aus dem Rathause dahier offen. Osterbnrke», den 18. Mai 1916. Der Gemetvderat: Faulhaber, Bürgermeister. 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