bräunt. nachmittaoz rstschiff in ,e der Inj Torpedosk einige Trj ülle und ichen komtz? let werden tenkommcu, it. icher Quch sen in de» des Sch > die Fra», n an ihne, Mnder unö Er«,eint täglich, außer Soun- unö Zeieriags Oeets: Monatlich ... 0/ Hfg- vierteljährlich . S. Mk. frei in» Haus geliefert Soxberger Mnzeiger Gelesenftes Tageblatt oes baüijchea öaulanSes ftuzeigeu werden mit iS Pfennig ' per einspaltige Zeile berechnet. ^ i Sei mehrmaliger Aufnahme Rabatt ^ Postscheck. Konto 4-S4, Karlsruhe i dem „Bei zimmer h» :eyr, Dr. wirrung rfolge wirdj a Neu-Ec Namen auptanzeigeblatt für -re seMe /l-elsheim, Hoxberg u. deren Umgebung yotzfubmWons- und Versteigeruags-Mzekger für »ea GSenwal- LÄlsÄ-ÄKllüLWÄi Rr 182 Druck und Verlag: Buchdruckerei Adelsheim, Adolf Heppeler Telefon No. 18 »8- -zlich- , unser cheim . L10 en ist. >roßen Tagesberichte. STB. Großes Hauptquartier, 7. August. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz: Bei Pozieres wurden den Engländern Zrabenteile.^die vorübergehend gewonnen hatten, im Gegenangriff wieder iffen. Seit gestern Abend sind neue Kämpfe zwischen epval und Bazentin-le-Petit im Gang. Nördlich des Höftes Monacu wurde abends ein schwächerer, heute ein sehr starker französischer Angriff glatt abgewiesen. Die Kämpfe auf dem Thiaumont-Rücken sind, ohne tz Feinde Erfolge zu bringen, zum Stehen gekommen. )strand des Bergwaldes wiesen wir einen französischen ab. Mehrfache Angriffe feindlicher Flieger im rückwärtigen Wde blieben ohne besondere Wirkung. Wiederholter benabwurf auf Metz verursachte einigen Schaden. Oestlicher Kriegsschauplatz: des Generalfeldmarschalls v. Hiudenburg: Auf dem nördlichen Teile keine besonderen Ereignisse. Gegen die vorgestern gesäuberte Sanddüne südlich von ze lam Stochod) vorbrechende feindliche Abteilungen rden durch Gegenstoß zurückgeschlagen. Nordwestlich westlich Zalocze blieben russische Angriffe ergebnislos, davon wird auf dem rechten Sereth-Ufer gekämpft. achen liebe Unsere Fliegergeschwader haben mit beobachtetem Erfolg Eriche Bomben auf Truppenansammlungen an und der Bahn Kowel-Sarny abgeworfen. »ul des Feldmarschalleutnants Erzherzog Karl: ! Mei der Armee des Generals Grafen von Bothmer ist ! kLage im allgemeinen unverändert. j Ä» den Karpathen gewannen unsere Truppen die Höhen ! und Dereskowata (am Czeremosz). Balkaukriegsschauplatz: Aichls 'Neues. Oberste Heeresleitung. AdelSbeim, Dienstag, 8. August 1916 Tie Kriegslage an der Somme wird von einem Berichterstatter der „Köln. Ztg." als gut bezeichnet. Tie Schlacht sei das Großartigste und Furchtbarste, was man bisher erlebte. Tie eigentliche Krise sei vorüber, das sei die einmütibe, ausnahmslose Gewißheit der deutschen Truppen. Tre Absicht der großen englisch-französischen Entscheidungsoffensive sei nicht erreicht. Was jetzt durch immer neues Hiueinwerfen feindlicher Trup- penmassen in die Schlacht bewirkt wird, ist nur wahnsinniges, zweckloses Opfern der Blüte ihrer Nation. Ein Durchbruch unserer Stellungen hier ist endgültig ausgeschlossen. Ter Gewährsmann preist die klare Ruhe und Entschlossenheit unserer Leitung, sowie den unvergleichlich wundervollen Geist der fechtenden Truppen. ! Tiefe Auffassung stimmt mit Briefen von Feldgrauen, die wir kennen zu lernen Gelegenheit hatten, vollkommen überein; in den Briefen werden als besonderes Kennzeichen immer die ganz unglaublichen Verluste der anstürmenden Feinde hervorgehoben. Reihenweise werden die Kolonnen nieder gemäht; neue Massen stürmen vor, und meterhoch türmen sich die zuckenden Leiber der schonungslos vorgetriebenen Regimenter. Gegen 8- und lOfachle Uebermacht halten sich unsere Braven mit einer kaltblütigen Ruhe, als ob sie auf dem Kannstatter Wasen Regiments-Exerzieren hätten, unbekümmert um die massenweise eiuschlagenden Granaten und die Bomben der feindlichen Flieger. Und wenn es einmal nötig wird, die einAeebneten Gräben zu räumen und eine rückwärts inzwischen Vorbereitetei neue Stellung zu beziehen, so kann das alte Spiel von neuem beginnen und der Feind muß wieder Tausende opfern, bis er vor die neue Linie kommt. HAufig wird er dann durch einen unerwarteten kräftigen Gegenstoß wieder weit zurückgeworfen. In einer Feldpostkarte bemerkt ein biederer Schwabe, die von der deutschen Heeresleitung unlängst angenommene Schätzung der feindlichen Vetlnstc ans zusammen 352 060 Mann könne wohl nicht ganz stimmen; nach den Ereignissen! wenigstens, die sich vor ihrer Front abgespielt haben, müßten die Verluste erheblich größer sein. Es ist dies um deswillen interessant, weil dadurch aufs neue bestätigt wird, wie vorsichtig die Angaben des amtlichen deutschen Berichts gemacht werden. — Ter heutige Tagesbericht meldet wieder von abgewiesenen Angriffen im Westen und Osten. Verdächtige Meldungen liegen ans Aegypten vor. Tie Engländer wollen den überraschenden An- Lriff der türkischen Division am 4. ^August unter aso>- Verantrvortlich: A. Heppeler in Adelsheim. 40. Jahrg. Bad And Leken ist Kampf! Ubr Roman von Max Dürr. 7 2auge vermochte er nicht einzuschlafen. Wirre Gedanken 2m ihm im Kopfe herum. Mit welch frohem Mute war er f morgen auSgezogen, sein Glück zu suchen, goldene Pläne lebend, und jetzt fühlte er sich seltsam ernüchtert, nachdem diesen Burschen zusammengetroffen war, deren wüstes ^rri und Gelächter durch den Fußboden nur zu deutlich zu beraufdrang. Ld auch st, einst auSgezogen waren, wie er. voll hoffender «.als ehrliche, rechte Menschen, mit dem Wunsche, brauch- tüchtige Mitglieder der menschlichen Gesellschaft zu wer» - Tewaltsanl unterdrückte er das unangenehme Gefühl, lrrue Brust beengte. Er dachte zurück an das heimatliche an die alte Mutter, an «in schlankes, hübsches Mädchen «»«gen Haaren, an die Braut! Mit einem glücklichen auf den Lippen schlief er ei». nach einmal erwachte er. als der Wirt den betrunkenen ^rviann mit großem Gepolter die Treppe heraufschleppte . '"die nebenliegende Kammer brachte. Er schrie laut nach t 1874) M«rden und verlangte, daß man sie entspanne. Dazivi- ^te man des Wirtes beruhigende Stimme. Bald war I^tille in der Nebenkamiuer eingetreteu. «Men aber, von der Wirtsstiibe, tönte gedämpft das seltsam klang aus den rauhen Kehlen dieser Ge» «s dem Munde dieser ruhelosen Landstreicher, ein "es Lied von Liebe und Heimat. 3. Kapitel. > anderen Morgen brach Stephan in aller Frühe auf, ^ «seine bescheidene Zeche beglichen hatte. Das Wet- ? andauernd schön, prächtig. Die Nacht hatte abgekühlt, "Arnlnft war ungemein frisch und erquickend, Tau- «uzten im Grase n»d eine weihevolle sonntägliche breitete sich über die liebliche Landschaft. ."Eg führte durch ein schlnchtenreiches Tal. in dessen munteres Bächlein floß. Das saftige Grün, das Kleine Uferiimsäinnte, wirkte wohltuend am das Auge, und froh marschierte Stephan dahin. Alle trüdeu Ware» verschwunden, auLgeinerzt dieErnmerung an e) tzrer Zäiu-^I . IM nf< den unliebsamen Abend, an die ungewohnte, abstoßende Ge- - sellschaft deS letzten TageS. Wieder begann er sich lockende Bil- I der auszumalen. Bilder einer heiteren sonnigen Zukunft. Gr ! sah sich als tüchtigen Handwerksmann, der ein kleines, ein- i träglicheS Gewerbe betrieb, in einem hübschen Landstädtchen, ! nachdem er sich in der Großstadt die Fertigkeiten und Kennt» ! nisse der neuesten Errungenschaften angeeignet hatte. Eine trauliche Werkstätte mit einem schnmcken öaden. Oben im Stübchen verlebte die Mutter ihre alten Tage, er arbeitet mit einem Gesellen in der Werkstätte. Den Laden bediente ein hübsches, niedliches Frauchen, und diese Frau, sie hieß Käthe. Die Nachbarn kamen gerne zu ihm, um mit ihm zu plau» der», wenn sie ihre Bestellungen machten, die Nachbarinnen aber suchten den Laden der jungen Frau auf. Wenn er soweit in seinen Träumen gekommen war, dann schritt er rascher auS, als gelte eS. so schnell als möglich zu», Ziele zu gelangen. Mit Anbruch des Abends hoffte er das Ende seiner Wanderung, die große Stadt, zn erreichen; zwar war es ein tüch» tiger Marsch bis dorthin, doch er war ja gut zu Fuß. Einmal stand er still und sah sich um, das Tal zu betrachten, daß er schon durchschritten hatte. Da erblickte er auf der fernen Land» straße ein Staubwölkchen; er vermochte nicht zu unterscheiden, was es war. Vermutlich ein Gefährt! Eifrig setzte er den Weg fort. Mehrere hundert Meter mochte er zurückgelegt haben, als er wieder Umschau hielt, ob das Gefährt näher gekommen wäre. Die Staubwolke war größer geworden, deutlich unter» schied er die Hufschläge eines Rosses. Nun vermochte er schon zu unterscheiden, daß er sich getäuscht hatte, es war kein Gefährt, ein einzelner Reiter war es, der in scharfem Trabe näher kam. Sein Helm glitzerte in der Sonne. Er kam näher und näher. Stephan konnte jetzt schon die Uniform unterscheiden, es war ein Gendarm! Bewundernd sah er zu ihn, auf, während er zur Seite trat, den dahiusprengenden Reiter an sich vorüber zn lassen. Ja, wenn er so geschwind vorwärts käme ans der Straße! Jetzt war der Berittene schon ganz nahe gekommen. Wie prächtig saß der Mann zu Pferde, auf dein schönen schänmenden Rappen, klirrend schlug die Säbelscheide die Flanken des ßen Verlusten für die letztere zurückgeschlagen haben, wobei sie selbst, wie gewöhnlich, so gut wie gar keine, Verluste hatten. Um dieses Wunder glaubhaft zu machen, bedurfte es dreier amtlichen Meldungen, von denen immer die eine die andere an, —> Ehrlichkeit überbost. Genau so wars bei Katici, wlo eine ganze Anzahl englischer Berichte schließlich aus der schweren Niederlage einen glänzenden Sieg erschwindelten; von der Seeschlacht vor dem Skagerrak nicht zu reden. Auf den noch ansstehenden türkischen Bericht wird man gespannt sein dürfen. .. WTB. Parts, 7. Aug. 'Amtlicher Bericht von gestern nach, mittag: Südlich der Somme gestatteten zwei kleine Teilunternehmungen den Franzosen, in den deutschen Schützengräben südwestlich von Estrees Fortschritte zu machen. Nördlich der Aisne scheiterte ein deutscher Handstreich gegen die Hochfläche von Bauclerc im Sperrfeuer im Beginn. Auf dem rechten Maasuser erweiterten die Franzosen in Teitkämpfen das nordwestlich des Werkes Thiaumont eroberte Gebiet merklich und wiesen einen Gegenangriff in derselben Gegend ab. In der Gegend von Flenry und in den Abschnitten von Chapitre uni Cyenois wurde der Artilleriekamps ohne Infanterietätigkeit fortgesetzt. — Lu ft Kamps: In der Nacht vom 5. auf den 6 August warfen französische Geschwader -M Bomben auf die Gegend von Combles, 84 auf den Bahnhof von Noyon, 30 auf di« Bahnhöfe von Stenay und Sedan, 40 auf den Bahnhof von Conflans, 60 aus den Bahnhof Metz-Sablon und dse Eistnbahn- werkstätten und 4P Pomben auf die militärischen Einrichtungen von Rombach nördlich Metz. Mehrere Geschwader unternahmen hintereinander zwei Ausstiege, eines deren sieben. An der Sommefront verbrannten die Franzosen zwei deutsche Fesselballons. Ein deutsches Flugzeug warf vier Bomben auf Baccarat. Der Schaden ist unbedeutend. Abends: Auf dem rechten Maasufer beschossen di« Deutschen mit Heftigkeit von 5 Uhr nachmittags ab das Werk vor Thiaumont und unsere Stellungen von Fteury, vom Chapitre- Wald und Chenois. Kein Fnfanterieangriff im Laufe ücs Tages. Kanonaden mit Unterbrechungen auf dem Rest der Front. — Flugwesen: Heute vormittag schoß einer unserer Piloten nacheinander zwei feindliche Flugzeuge in der Gegend von Verdun ab. Eines davon siel in die französischen Linien, das zweite zwischen die deutsch:» Linien und die unjrigen. Am gleichen Vormittag wurde infolge eines Kampfes mit einem unserer Flugzeuge ein deutscher Apparat gezwungen, in unseren Linien zu landen. Die beiden feindlichen Flieger wurden zu Gefangenen gemacht, der Apparat neuesten Modells ist unversehrt. Der euqcr,ct>e Tagesbericht. WTB. London, 6. Aug. Amtlicher Bericht: Oestlich von Po- ziercs machten wir Fortschritte in der Richtung auf Martinpuich. Der Feind griff das von uns nordwestlich von Pozieres gewonnene Gelände zweimal an. Bei dem einen Angriff gebrauchte der Feind brennende Flüssigkeiten und drängte uns zeitweise aus einem der eroberten Gräben zurück. Später aber gewannen wir alles bis auf eine Strecke von 40 Ajmds zurück. Der zweite Angriff wurde unter V erl usten für Len Feind a bgeschlagen. Be- Stephans Bewunderung sollte in Staunen übergehen. »Halt da, Bursche!" rief der Gendarm mit starker Stimme, sein Pferd zügelnd. Stephall blieb regungslos stehen, ein dunkles Gefühl der Bangigkeit überkam ihn. Was wollt« der Gendarm von ihm? Er ivar sich keiner Unrechten Handlung beioußt. Vermutlich galt es, seine Papiere zu kontrollieren. Er trug sie wohlverwahrt in seiner Brusttasche. Er behielt nicht lange Zeit zur Ueberleguna. Klirrend stieg der Reiter ab, dem Pferde, das gehorsam stehen blieb» wo «S der Herr angehalten hatte, di« Zügel überwerfend. „Hab' ich Dich, mein Bursche!" rief der Gendarm rauh, Stephan Berker erblaßte, noch nie in seinem Leben hatte er mit der Polizei oder sonst einer Behörde zu schaffen gehabt außerhalb seines Dorfes. Doch blickte er dem Gendarm frei und offen in das Gesicht. „Was wünschen Sie von mir?" „Was ich wünsch«? Du wirst'-sogleich erfahren, mein Lieber!" erwiderte dieser spöttisch. „Du bist der Bursche, der ge- stern im „Meißen Roß" in Terlinden über Nacht war?" Stephan erinnerte sich, daß die Herberge, in der er gestern gewesen, dieses Schild führte. „Dorr bin ich gewesen," antwortete er. „Deine Papiere!" befahl der Gendarm. Rasch durchflog er die dargereichten Schriften und steckte sie zu sich zwischen die Knöpfe seines Waffenrockes. „Zeige mir Dein Geld !" — Zögernd und leicht errötend gehorchte Stephan Berker, indem er dem Gendarm fein kleines, ledernes Geldtäschchen übergab. Dieser zählte mit lauter Stimme den bescheidenen Besitz «r betrug nicht viel über einen Taler. „Und sonst hast Du kenl „Nein," sagte SZephan ruhig, „ich bin erst gestern von Hause fort und komme heute abend an mein Wanderziei. Morgen hofft ich schon wieder in Arbeit treten zn können." Er war wieder völlig gefaßt, der Mann hielt ihn offenbar i»r einen Landstreicher, da hatte es gute Wege, da konnte er ihm iiiän; auhaben!— LL8.2H IrächiUch: TüUgkeil bei Earenoy, r„os uns Sainl Elvi. von griffen feindliche Gräben an und verursachten große Verluste. Die Artillerie leistete Hilfe. Flugzeuge haben mehrere Sieklungen zerstört. WTB. Wien, 7. Aug. Amtlich wird verlautstart vöm 7. August 1916: Russischer Kriegsschauplatz: Heeresfront des Feldmarschalleutnants Erzherzog Carl: In der Bukowina ist die Lage unverändert. In den ostgalizischen Karpathen führte der gestrige Tag zur Eroberung der russischen Höhenstellungen bei Jablonica, bei Wo rach ta und westlich von Tartavow. Die Armee des Generalobersten von Kseveß wies im Raum beiderseits von Delatyn zahlreiche Angriffe von beträchtlicher Stärke ab. Auch am Nordflügel der Armee des Generals von Bothmer scheiterten verzweifelte Vorstöße des Gegners. Heeresfront des Generalfeldmarschalls von Hinden- burg: Bei Wertelka und Zalosce wird um jeden Schritt Boden erbittert gekämpft. Bei den Kämpfen um den westlich von Zalosce liegenden heißumstrittenen Meierhos Troscianiec, der seit gestern nachmittag wieder in unserem Besitz ist, ließen die Russen zahlreiche Gefangene in unserer Hand. Südlich von Stobichwa am Stochod wurde ein Uebergangsverfuch der Russen vereitelt. Italienischer Kriegsschauplatz: Gestern früh setzte das heftige Artilleriefeuer an der -Jsonzo-- front vom Dolmeiner Brückenkopf bis zum Meere von neuem ein. Nach vielstündiger, äußerst heftiger Beschießung griffen die Italiener um 4 Uhr nachmittags an zahlreichen Stellen des Görzer Brückenkopfes und der Hochfläche von Doberdo an. So entwickelten sich am Monte Sabotino bei Vevma und am Monte San Michele erbitterte Kämpfe, die die ganze Nacht hindurch andauerten und auch jetzt noch nicht abgpWbofsen find. Gegenangriffe unserer Tvuppen brachten den größten Teil der oon dem Gegner im ersten Anlauf genommenen ganz zerschossenen vordersten Stellungen wieder in eigenen Besitz. Um einzelne Gräben wird noch heftig gekämpft. Bisher sind 62 Offiziere und 1200 Mann gefangen genommen worden. Görz steht andauernd unter schwerem Artilleriefeuer, das in der Stadt mehrere Brände verursachte. Mit weittragenden Geschützen wurde gestern auch Sistiana beschossen. An der Tiroler Ostfront scheiterten wiederholte Vorstöße gegen die Höhenstellungen nördlich von Paneveggio. Ereignisse zur See. Am 6. ds. Mts. vormittags hat LinienschiffsleiA- nant Banfield mit einem Seeflugzeug ein italienisches Großkampfflugzeug (Caproni) nach längerem Luftkampf in 2700 Meter Höhe über dem Golf von Triest abgeschossen und hiermit das vierte feindliche Flugzeug bezwungen. Das Flugzeug stürzte bei Sistiana ab und verbrannte. Von den Insassen ist ein Leutnant tot, ein Unteroffizier schwer, ein Unteroffizier leicht verwundet worden. Flottenkommando. Ein neuer Finanz-Skandal. Petersburg, 7. Aug. Großes Aufsehen erregt sie Verhaftung einer ganzen Reihe von Bankiers, sarunter A. Rubin st ein, Zeitungsleitern, Rechtsan välten usw. Man versuchte den Skandal anfangs zu verheimlichen, aber er hat bereits einen solchen Umgang angenommen, daß alle Vertuschungsversuche vergebens sind. Es war früher schon bekannt, daß eine Reihe von privaten Handelsbanken wucherische Lebens Mittelspekulation trieben, indem sie ungeheure Mengen oon Lebensmitteln aufkauften, diese an irgend einem Ort des Reichs lagerten und so nicht nur eine unerhörte Preissteigerung erzielten, sondern beliebig auch geradezu Hungersnot hervorriefen, indem sie den einen oder arideren Bezirk von Lebensmitteln fast entblößten. Auf diese Weise übten sie einen Druck auf die Verwaltungsbeamten und die Bevölkerung, die sie vollständig aussaugten. Ter frühere Minister des Innern CHwostow leitete eine Untersuchung gegen die Banken ein, aber bevor er zur Tat schreiten konnte, hatten die einflußreichen Bankiers mit Hilfe der bezahlten Zeitungsleute dafür gesorgt, daß Chwostow in Ungnade fiel und entlassen wurde. Dabei fanden sie Unterstützung bei dem Finanzminister Bark, der gegen eine Untersuchung gegen die Banken protestierte. Erst als Ministerpräsident Stürmer alle Angelegenheiten der Lebensmittelversorgung in einem Amt vereinigte, konnte er gegen die bisher straflos ausgegange- nen Banken einschrciten, wobei ihm zustatten kam, daß Bark sich wegen der aufzunehmenden Kriegsanleihen im Ausland befand. Bei der Durchsuchung der Papiere einer russisch-französischen Bank stellte es sich heraus, daß eine Anzahl von Banken in wilden Zucherspeku- lationen viele Millionen Rubel zusammengewuchert hatten; die Folge war die Verhaftung zweier der bedeutendsten Zuckerfabrikanten Rußlands. Es wurde ferner festgestellt, daß die Banken alles Metall aufkauften und an die Regierung zu unerhörten Preisen abfetzten. Ferner haben die Banken, vor allem Rubinste in, einen neuen, sehr gewinnbringenden Geschäftszweig entdeckt. Das Kriegsministerium kam dahinter, daß Rubinstein die sogenannten Bankgarantien zum Geaen- stand der Spekulation machte. Bei Verteilung von Heereslieferungen verlangt das Kriegsministerium von den Lieferanten die Hinterlegung einer Kaution als Gewähr für die Leistungsfähigkeit, diese Kautionen wurden gewöhnlich durch sogenannte Bankgarantien er- sept, indem die Banken die Verpflichtung übernah- men, ^für die Lieferanten nötigenfalls die entsprechen- den -Lummen auszuzahlen. Solche Garantien vergab Rubrnitein wahllos an völlig mittellose Personen, die auf Grund der „Bankgarantie" Heereslieferungen «- hielten, weil ^ das Kriegsministerium durch die Bankgarantie getäuscht war. Tie Heereslieferungen selbst aber wurden von den Dunkelmännern alsbald an dritte Personen weiter veräußert. Tiefe Tätigkeit Rubinsteins war bekannt, aber wegen seines Rückhalts an dem Finanzminister Bark konnte man an ihn nicht herankom- men, bis endlich dem Zaren im Hauptquartier Mitteilung gemacht wurde- Der Zar ordnere sofort strengste Untersuchung an, Rubrnstern uno viele andere Bankiers usw. wurden verhaftet. Rubinstein protestierte gegen seine Festnahme, da er persischer Konsul fei; dem Einspruch wurde jedoch nicht stattgegeben. Alle Verhafteten wurden in das Militärgefängnis in Pskow verbracht; die Untersuchung wird von General Pokolilo geleitet. Die Stellung teS Finanzministers Bark gilt erschüttert. Die wirtschaftliche Bilanz Deutschlands. Tie „Nordd. Allg. Ztg." gibt in ihrer wirtschafts- politischen Wochenschau einen Ueberblick über die wirtschaftliche Bilanz Deutschlands am Beginne des dritten Kriegsjahres. Sie ist besser als die vorjährige; die deutsche Wirtschaftskraft zeigt nicht die leiseste Spur der Ermüdung oder des Nachlassens. Tie gute Ernte, die zu erwarten steht, verbürgt eine völlige und ausreichende Deckung des pflanzlichen Ernährungsbedarfs der deutschen Bevölkerung; auch für die Förderung der Viehwirtschaft wird aus ihrem Ertrage mehr aufgewendet werden können als bisher. Daß diese sowie die übrigen Einschränkungen auf dem Gebiete der Ernährung weder zu wirklich dringender Not, noch zu gesundheitlichen Schädigungen geführt haben, ergibt sich einmal aus der bisher auffallend geringen Frequenz der Massenspeisungen, die jetzt in zahlreichen Städten eingerichtet werden, ferner — und noch schlagender — aus den Krankheits- und Sterblichkeitsziffern der deutschen Zivilbevölkerung, die niedriger sind als im Frieden. — Tie Verbreiterung des Rahmens der wirtschaftlichen Arbeit Deutschlands wird vor allem durch die Statistik der Entwicklung des Arbeitsmarktes und des Beschäftigungsgrades erwiesen. Tie Zahl der krankenkassenversicherungspflichtigen männlichen Beschäftigten ist vom Januar bis Juli um 2,1 v. U. gestiegeirit. Tie Roheisenproduktion war im ersten Halbjahr 1916 um 17,5 v. H., die Flußstahlerzeugung um 25 v. H. größer als in der gleichen Vorjahrsperiode. Der Einlagenzufluß der deutschen Sparkassen war um annähernd 50 Millionen höher. Tie Güterverkehrseinnahmen der preußisch-hessischen Staatsbahnen übeltreffen die der Friedenparallelmonate seit der Jahreswende um durchschnittlich etwa 10 v. 5z. Tie deutsche Ausfuhr war in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres um über 25 v. H. Wößjer als iiw ersten Halbjahr 1916. wobei die Ziffern des zweiten Quartals 1916 eine starke Steigerung gegen die des ersten aufweisen. Ter Gold- Vorrat der Reichsbank deckt (ohne Kassen- und Darlehens scheine) den Notenumlauf mit mehr als dem gesetzlichen Drittel, während die Golddeckung der Bank von Frankreich von 62 v. H. bei Kriegsausbruch auf 26 bis 27, der russischen Staatsbank von 98 auf nichi viel mehr als 20 v. H>. zurnckgegangen ist. Von den bisherigen deutschen Kriegsausgaben sind rund sieber Achtel durch fast ausschließlich im Jnlande aufgebracht« Anleihen gedeckt, der Rest in der Form schwebender Schulden aus anlagesuchenden Mitteln des deutscher Kapitalmarkts. Tie Fundierung auch dieser schweben den Schulden steht unmittelbar bevor. — Beharren, fr schließt die „Nordd. Allg. Ztg." ihre Darlegungen, di> Vierverbandsmächte darauf, die Standfestigkeit unserer Kriegswirtschaft noch weiter auf die Probe zu stellen so werden wir auch diese Probe bestehen, wenn wir es auch das tiefste beklagen, daß das Grauten dieses Krieges sortdauern muß. Auf unsere Feinde alleir fällt die Schuld des weiteren Blutvergießens. Der Krieg zur See. Die schärfere Tonart. G. K. G. Berlin, 7. Aug. Das dänische Blatt „Politiken" schreibt, man müsse «rs ein Wiederaufleben des Tauchbootkriegs gefaßt sein in einer Form, der die Kraft, Wagemut und unbezähmbare Energie der deutschen Seeleute entsprechend sei. (Wir haben wiederholt darauf hingcwiesen, daß Anzeichen einer Verschärfung der deutschen Kriegführung seit einiger Zeit bemerkbar seien. Das Wiederaufleben der Zeppelinan- griffe auf London, die Kommandoerweiterung Hinden- burgs und manches andere dürften damit im Zusammenhang stehen. T. S.) WTB. London, 7. Aug. Die Admiralität teilt mit: Der Hilfsminensucher Glacton ist am 3. August im östlichen Mittelmeer torpediert und versenkt worden. Zwei Jngenieurosftziere, ein Maschinist, ein Heizer und ein Matrose werden vermißt. Ein Hilfszahlmeister und vier Heizer sind leicht verwundet. G. K. G. Haag, 7. Aug. Tie englischen Dampfschiffe „TvtenHnn" und „Savonian", das italienische Dampfschiff „Siena" und der griechische Dampfer „Tri- coutes" sind versenkt worden. (Tie „Totenham" hatte 3106 Tonnen Inhalt und gehörte nach London, die „Siena" 4372 Donnen und gehörte nach Genua, di« „Tricoutes" hatte 2387 Tonnen und gehörte nach dem Pyrcius.) Ferner meldet Lloyds, daß die Schiffe „Er- menilda" und „Fortuna" sowie die Dampfer „Badger", „Chalau" und „Ivo" gesunken sind. (Tie „Ermenil- da" hatte 94 Tonnen, die „Badger" 1228 Tonnen Inhalt.) Ter „Daily Telegraph" vom Freitag meldet außerdem noch den Untergang der Dampfer „Britanic Hall" (3481 Tonnen) und „Ethel Brytha" (3084 Tonnen). Me Schiffe wurden im Mittelländischen Meer torpediert. Eine Explosion. WTB. Königsberg, 7. August. Das stell». Generalkommando 1. A.-K. teilt mit: Heute Morgen 8.15 Uhr erfolgte in Königsberg, Artilleriedepot Rothenstein, eine Explosion russischer Munition. Bei der Umladung verunglückten, soweit es sich bei dem planlosen Fortlaufen des Personals hat feststellen lasten, 30 Depotarbeiter, 20 Frauen wurden getötet. Etwa 14 Personen trugen schwere, 58 leichte Verletzungen davon. Das nachgiebige Holland. Z. Bon der schweiz. Grenze, 7. August. Wie der „Neue Züricher Tagesanzeiger" von wohlunterrichteter Seite erfährt, hat Holland dem Ersuchen der englischen Regierung, nur noch von Firmen, welche England genehm sind, Waren zu beziehen, nachgegeben. Nach einem Monat Offensive ^ Paris, 7. Aug. Gustav Herve vergleicht imE' «ch t aufsatz seiner „Victoire" (vom 1.), den er „RaMommci nem Monat Offensive benennt, die russische Oß mit der französischen und untersucht die Gründe -- - um es zwischen Nordsee und der Schweiz noch weniger vorwärtsgeht als im Osten. Tie Grunds - 3 " für die Franzosen nicht sehr tröstlich: Deutschste xrichkl einen militärischen Jahresnachwuchs von 500 000 I Kr drr Frankreich nur von 200 000. Deutschland zD Ocher Augenblick 4 800 000 Knaben zwischen 12 und 18, ren, Frankreich nur 1800 000. Frankreich wird'z nicht schaffen. Aber England. Mmänch Die farbigen Hilfstruppc« mettsd' London. 7. Aug. Im Unterhaus erklärte i ^ Unterstaatssekretär für den Krieg, Förster, H i noch in Erwägung, ob einige Divisionen von Bi ^ s koffern aus Südafrika in das englische Heer^ genommen werden sollen. Hewenraien der „Kulturvölker" Sofia, 6. Aug. Meldung der Bulgarischen graPhen-Agentuc. Am 2. Juli drangen serbische französische Soldaten in das bulgarische Dorf St! pino (an der griechischen Grenze) ein und sei es von vier Seiten in Blrand, nachdem sie e i Militärkordon rings um das Dorf gezogen damit niemand entrinnen könne. — Tie unglückli ^nchwir Bauern mußten ohnmächtig der Zerstörung ihres «fchäftic mühsamer Arbeit erworbenen Eigentums zusehen. ! ^ für jenen, die sich durch Flucht zu retten versuchten, wu, h^so getötet. Tie übrigen wurden in zwei Gruppen Mdwiri teilt. Einte Gruppe, aus jungen Leuten beider an schlechter bestehend, wurde .in das französische Bj Men bei dem Torfe Kosturian gebracht; die zweite Gr ^ Prai pe, bestehend aus Greisen, Greisinnen und Kindern, w« Eidsti nach dem Dorfe Dragomanci übergeführt. Ter ^ meindevorsteher von Otrupino wurde nach Subos , und) gebracht und gehängt. Auf Befehl des Chefs »stnderk Abteilung mußten sieben bulgarische Dörfer, darin ^ ^ Pozar und P resseuo geräumt werden. Tie Bei de: kerung wurde nach Saloniki abgeführt. Man l , ^ y nichts über das Schicksal, das ihr zuteil geworden bekannt ist nur, daß unterwegs ihr ganzes Vieh, ^ ihre Habjfeligketien von Serben und Franzosen > ^ ^ von griechisch sprechenden Eingeborenen geplündert!i ^ den. Am 6. Jjuli wiurde ein großer Brand in Richtung von Dragomanci bemerkt, der von ei brennenden Torfe, wahrscheinlich Sveti Jlia, rührte. Das Dorf Zborsko wurde gleichfalls französischen und serbischen Truppen uiedergebrannt. diesem Torfe machte ein 100 Jahre alter Priester Anblick der Zerstörung der Heimstätten seiner linder den wenigen griechischen Soldaten, die zugi waren, den Vorwurf, daß sie jenen, deren S in der griechischen Armee dienen, keine Hilfe lersteii Tie Soldaten erwiderten, daß sie angesichts der und der Grausamkeit der Franzosen ganz machtlos ren. Ein Teil des Tiorfeß Subotzko erlitt dass« Schicksal. Ter Gemeindevorsteher und mehrere Bel ner dieses Dorfes wurden von den Franzosen jvegges Man weiß nicht, was aus ihnen geworden ist. « io Wüsche i Ausstand der Hafenarbeiter. ! London, 7. Aug. „Daily Mail" meldet, daß Grimsby ein allgemeiner Streik der Hafenarbeiter drv graute, Tie Arbeitgeber haben eine Lohnforderung abgeleh ^ der ' WTB. London, 7. Aug. Amtlich wird bekannt! c geben, daß Lord Wimborne wieder zum Vizekönig l ff*«" ^ Irland ernannt worden ist. ^ ^ Stockholm, 7. Aug. In gewissen Kreisen i Mag c hält sich die Ansicht, daß Rußlands Sympathien ? Rove den Vierverband stark abgekühlt seien und daß es s durch die Gewährung der letzten Anleihe von 6 A k nicht liarden Rubel gelungen sei. Rußland zur Weiters! ^ sechs rung des Krieges zu bewegen. (Unmöglich crsch« ^ der diese Darstellung nicht, aber man wird sie doch l m>«r, b, Vorsicht aufnehmen müssen. T. S.) Unglaubliche Tapferkeit der Engländer WTB. London, 7. Äug. (Amtlich.) Der Obcrb.-sehis! in Aegypten bcrichtct svigendc weitere Einzelheiten über das fcchr von Romani vom 4. August: Der Fcmd machte in Be« düng mit einem Flankenangriss um unseren südlichen Flügel! Frontalangriff auf die britischen Gräben unter Einsetzung 14 000 Mann und schweren Haubitzen. Der Frontalangriff glückte. Vor dem Flankenangriff zogen sich unsere bent« Truppen langsam zurück, bis der Feind am späten Abend 4. August in die Scmüüünen geraten war. T«>n wurde alten Waffengattungen ein Gegenaag >,> unternommen, der o< Erfolg hatte und bei Tagesanbruch wurde am 5. Anzug Versorgung des sich zurückziehenden Feindes kräftig awgv men. Die Verfolgung wird zur Zeit der Abfassung des Ben fortgesetzt. Der Feind erlitt schwere Verluste und bis » abends am 5. August waren über 2L00 unverwundete Gr " darunter einige Deutsche, 4 Gebirgsgeschütze und eine oon Maschinengewehren eingebracht worden. Unsere Verluste nicht schwer. Die neuseeländischen und australischen beritt Truppen entwickelten Zähigkeit im Aushalten des starken 2 kenanarifss und Energie und Initiative, die des höchsten wert sind, bei der Verfolgung. Die beteiligten Territorialtruf haben sich vorzüglich bewährt, namentlich beim Vorgehen den schweren Sand, trotz der der großen Hitze. Monitore durch ihr Feuer von der Bucht von Tina aus die Operav erheblich unterstützt, während die Tätigkeit des königlichen gerkorps vortrefflich gewesen ist. schenA >o die R en, Pen, l l einst sMnic cht der shie > Z' best nWr Die jüngste« Luftangriffe auf Englands Berlin, 7. Aug. Wie wir hören, bringen norweZ Reisende die Mitteilung, daß es den norwegischen Dari verboten wurde, die englische Küste anzulaufen. Es verhindert werden, daß die Erfolge der letzten deuts Luftschiffangriffe gesehen und weitergegeben werden. Die englische Wut. WTB. London» 7. August. Reuter meldet, gestern Nachmittag am Trafalgar Square eine Pr Versammlung wegen der Ermordung des Kapitäns abgehalten wurde. Eine Resolution wurde angenoo in der Vergeltungsmaßnahmen gegen die Deutschen wird und gefordert wird, daß die Mörder nach Kriege dem Gericht überliefert werden. Die Re? forderten außerdem, daß der ganze im Lande vorha« deutsche Besitztum bis zum Ende des Krieges beschlagna five gleicht im! der ganze deutsche Handel auf mindestens 21 Jahre und Bann getan werde, ferner, daß alle deutschen Aus Stadt und Land. Achtel aus Emte-Srmdftifter! ,l er „NqM^andanten gehenkt würden, deren Schuld an U-Boots ssische Ost, oder anderen Mordtaten erwiesen würde. e Gründe. Me Gemüter beruhigen sich. 'ie* Gri'iw^ z Sofia» 7. Aug. Das halbamtliche Echo de Bulgarie TeutsM^ u»n«btet auf Grund von Autarkster Meldungen folgendes: 500 0U1R ln der rumänischen Hauptstadt haben sich die Gemüter land zäZ Lieder beruhigt. Die Gerüchte von einer Mobilmachung 2 und 18 > ourdcn entschieden als unbegründet bezeichnet und es -ich wird'«' »erden nicht einmal Waffenübungen abgehalten. Die «manische Regierung verharrt auch fernerhin aus dem ab- en oartrnden Standpunkt der Neutralität. s erklärte rfter, es n von Bas che Heer I - Tie endlich angebrochenen heißen und trockenen Tage ker" Aden zum Aerger unserer Feinde, aber zur dankbaren garischen Z ^e des deuffchen Volkes die besten Aussichten für eine l serbische ^e Ernte gebracht, freilich aber auch eine Gefahr, der Dorf Sti «m in diesen Tagen die allergrößte Aufmerksamkeit zuin und ft ariden sollte ^ der 'Ernte- Brandstiftung durch ge- em sie ej ^six Elemente und feindliche Kriegsgefangene. Schon im ezogen HG Jahre hatten sich landwirtschaftliche Vereine und ie unglücklj krldwirtfchastskammern mit dieser äußerst wichtigen Frage cung ihre! »schäftigt. Für uns kommt die Gefahr wohl hauptsächlich zufehen. M für die Grenzbezirke in Betracht, wo man sich freilich uchten, wui benso planmäßig wird schützen müssen. Die Deutsche Gruppen ^Wirtschafts-Gesellschaft regte damals — und das gilt s auch noch heute — besondere Schutzmaßregeln für ^len und Speicher an. Größer aber als die Gefahr Brandbomben ist bei uns die Gefahr der Ernte- Mdstiftung durch arbeitende Kriegsgefangene. Gefangenen bewegen sich zuweilen ohne jede Aufsicht und wie wäre es auch möglich, jedem Mann noch eine ldere Aufsichtsperson an die Seite zu stellen ! Hoffentlich man dafür, daß die leidenschaftlichen Raucher ,:r den Gefangenen wenigstens während der Arbeiten den vollgefüllten Scheunen und im Stall ohne Zigarre Zündholz bleiben. Wie leicht könnte eine „Unvorsichtig- dieser Menschen schweren Schaden anrichten. Es nicht genug Mißtrauen empfohlen werden. Darum: M auf! Es droht Gefahr! - Adelsheim. 8. August. Washättemanden ren Militärattaches zeigen sollen, den -len Militärattaches, die jetzt, während des Krieges, r „militärischen Einrichtungen", „Artilleriewerkstätten" besichtigen durften? Man hätte ihnen, wird in der »schen Volkszeitung" angeregt, unsere Lazarette « sollen. Das wäre vor allem nützlich gewesen für amerikanischen Militärattache! Amerika hat an stre sämtlichen Gegner für Milliarden Munition aller l, Granaten, Sprengbomben, Sprengstoffe usw. geliefert, ungezählte Tausende von jungen und älteren Söhnen :es Vaterlandes sind durch diese Munition zerrissen m. Wäre es für den amerikanischen Militärattache nützlich gewesen, in unseren Lazaretten sich durch den «schein zu überzeugen, was die Wirkung der amerika- len Munitionslieferungen gewesen ist, womit wir Deutsche die Millionenverdienste der amerikanischen Munitions- -ranten haben bezahlen müssen? Vielleicht hätte der amerikanische Militärattache an seinen Präsidenten hon auch einen Bericht gesandt über das, was er in :en Lazaretten sehen mußte. Präsident Wilson hat in :r vorjährigen Aufforderung zum nationalen Dankfag- g am letzten Donnerstag desMonats November, den November 1915, so salbungsvoll gesagt: „Ein wei- ' flahr des Friedens ist uns zuteil geworden, in welchem mcht nur unsere Gedanken auf unsere Pflicht gegen selbst und die Menschheit lenken, sondern uns der vielen Verantwortlichkeiten, welche uns auferlegt Awußt werden sollen. Wir sind imstande gewesen, 're Rechte und die Rechte der Menschheit zu ohne die Freundschaft mit den großen Nationen m, mit welchen wir im Verkehr stehen : und während - .behauptet haben, sind wir gleichzeitig imstande stn. Pflichten zu erfüllen." Präsident Wilson hätte Em lebendiges Bild davon bekommen, was die Mensch- ^migstens die deutsche Menschheit, hat erleiden müssen, .°er amerikanischen Nation, wie es ebenfalls in Wilsons tz hreß, „ein Jahr besonderer Segnungen" zuteil werden ^dch glaube zwar nicht, daß das auf Herrn Wilson «sonderen Eindruck gemacht haben würde. Aber es chn doch auch nichts geschadet haben. Dagegen glaube "ft daß es in Amerika, namentlich im Weißen Hause rngton, Eindruck gemacht haben würde, wenn man, man die anderen Militärattaches in die Artillerie- «führte, in aller Höflichkeit zu dem amerikanischen tache gesagt hätte: „Bitte, mein Herr, das ist ^st^ie; für Sie ist etwas anderes vorgesehen, ^ie, bitte, mit in die Säle der Schmerzen, in deutsche Kunst die Wunden heilen muß, welche flche Granaten verursacht haben!" Ich glaube, Amerika immer nach diesem System behandelt hätte man in Amerika mehr Respekt vor uns ", und wir wären mit Amerika wohl weiter ge- anstatt daß wir uns zur Einstellung unseres Krieges haben verstehen müssen. Adelsheim, 8. August. Dem Unteroffizier Wilhelm "ger, Sohn des Landwirts Henninger, wurde ^.«men Kreuz, das er schon früher erhielt, nun auch ^ °ad. Verdienstmedaille verliehen. Unfern Glück- ^Helsheim, 8. August. Unsere Gemeinde soll in Zeit mit einer größeren Summe bedacht werden, New-Iork ausgewanderte Adelsheimer gesammelt Verwendung des Geldes wird zur sreien Ver- Gemeinderats gestellt. lsheim, S. August. Durch Bekanntmachung >u 1916 hat der Bundesrat den freien Auskauf ern untersagt und eine Ablieferungspflicht an- . Das Kriegsernährungsamt hat mit der Bewirten beider zösische e zweite Bindern, w Ihrt. Ter ch Subo :s Chefs rfer, dam i. Tie B . Man geworden czes Vieh ranzosen ;plündert örand in : von c Jlia, jleichfalls rgebrannt. Priester ' seiner Pf . die zug- deren S Hilfe leist chts der machtlos rlitt dass chrere Be :n sveggef den ist. :r. leidet, daß arbeiter d ng abgele d bekannt Vizekönig Kreisen anpathien ) daß es von 6 ,r Weiters! stich erschs sie doch länder )!icrb.'seht i über das ! ch:e in Beo cn Fliiget e« Einptzung ' italangrisf» nsere dcrittf Neu Abend! »>:: wurde me», der »S 5. August - iftig ausgr! g des Bens ind dis 8 dete Gesa» d eine e Verluste chen berittr starken 3» höchsten L» ritorialtru^ Vorgehen flonitore h ie Operativ inigiichen gland.s n norweg hen Dar sen. Es sten deuk rerden. meldet, eine Pr pitäns angenor chen ver r nach Die R- e vorha« beschlagn fchaftung des Grünkerns die Reichsgerreidestelle betraut, die die mit dem Aufkauf und der Verteilung verbundenen geschäftlichen Aufgaben dem Einkauf Südwestdeutscher Städte G. m. b. M. Sitz Mannheim, übertragen hat. Der Erzeuger muß die ganze Ernte den von dem Einkauf Südwestdeutscher Städte G. m. b. H. im Benehmen mit den zuständigen Kommunalverbänden angestellten Aufkäufern zur Verfügung stellen. Von der Gesamternte darf er für jedes Haushaltmitglied einschließlich der Naturalberechtigten, insbesondere Altenteiler und Dienstboten 4 Kg. für das Jahr behalten. Es wird also ein Erzeuger, dessen Familie aus Mann, Frau, 3 Kindern, 2 Großeltern und zwei naturalberechrigten Knechten besteht, ein Quantum von 9 mal 4 Kg. — 36 Kg. für sich behalten dürfen. Eine Abgabe oder ein Versand von Grünkern auch in kleineren Mengen an andere Personen ist strafbar; es ist also auch nicht erlaubt, Grünkern Verwandten oder Bekannten gefchenkweise zu überlassen. Als Oberaufkäufer für den Bezirk Adelsheim wurden das Getreidebureau Badischer Landwirtschaftlicher Genossenschaften und Handelsmann David Ostheimer bestellt, die widerum Unterkäufer beschäftigen. Der Preis für gedörrten, geschälten, ungemahlenen Grünkern darf nach der Bundesratsverordnung beim Erzeuger Mk. 80. per 100 Kg. nicht übersteigen. Auf die Bemühungen des Städteeinkaufs hin hat die Reichsgetreidestelle gestattet, daß dieser Preis nicht nur für die beste, sondern auch für gute Durchfchnittsware gezahlt wird. Zu diesem Preise muß der Landwirt den Grünkern an das Lager des Oberaufkäufers oder der Verladestation verbringen. Wenn der Aufkäufer für eine minderwertige Ware einen niedrigeren Preis festsetzt, so hat der Landwirt das Recht, beim Einkauf Südwestdeutfcher Städte (Städteeinkauf) Mannheim unter Vorlage eines Musters Einspruch zu erheben und unparteiische Preisfestsetzung zu verlangen. Der Städteeinkauf wird dann die Angelegenheit durch das von der höheren Verwaltungsbehörde eingesetzte Schiedsgericht zur Entscheidung bringen lassen. Der Grünkern wird vom Städteeinkauf nach den Weisungen der Reichsgetreidestelle an die süddeutschen Bundesstaaten und Hessen-Nassau, ferner an die Heeresverwaltung und die Nährmittelfabriken verteilt werden. Durch Festsetzung von Höchstpreisen — auch für die Grünkernpräparate — wird jeder spekulativen Verwendung des Grünkerns vorgebeugt und dafür Sorge getragen werden, daß der Grünkern zu mäßigen Preisen in den Verbrauch kommt. K.-V. Boxberg, 7. August. Eine recht erfreuliche Mitteilung können wir berichten. Ein junger fleißiger Geschäftsmann von hier, Buchbinder Robert Popp, mußte am 26. November 1914, als der Ruf an ihn erging, der Fahne zu folgen, gleich vielen anderen, Geschäft, Frau und Kinder verlassen, um das von allen Seiten von neidischen Feinden bedrängte große deutsche Vaterland beschützen zu helfen. Nach einjähriger Dienstzeit wurde er zum Gefreiten befördert und am 11. Juni 1916 erhielt er die Unteroffiziers-Treffen. Das find alles Beweise, daß er ein tüchtiger Soldat ist. Daß seine Tüchtigkeit aber auch gepaart ist mit Tapferkeit, wurde von feinen Vorgesetzten anerkannt und er wurde am 29. Juli ds. Js. mit dem EiseOne n Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Unteroffizier Popp, hatte schon zweimal Kämpfe in Frankreich mitgemacht und mar zuletzt vor Verdun. Auch die große Offensive in Galizien, die mit der Vertreibung der Russen endete, sah ihn in den Reihen der siegreichen Kämpfer, dann kam er in das Land des schwarzen Peters und ist nun zum zweitenmal in Galizien, um die mit so gewaltiger Uebermacht hereingebrochenen Russen nochmals vertreiben! zu helfen. Indem wir dem tapferen Bürger von hier zu feiner zweimaligen Beförderung herzlich gratulieren und zum Erhalt des Tapferkeitszeichens im Geiste recht kräftig die Hand drücken, wünschen wir ihm, daß es ihm auch fernerhin gut ergehen möge und er nach ehrenvollem Frieden als froher Sieger zu uns und seiner Familie zurückkehren kann. (-) Wölchingen, 7. August. Grenadier Hermann Ehrfeld von hier, der schon mit dem Eisernen Kreuz und der badischen Verdienstmedaille ausgezeichnet ist, wurde zum Unteroffizier befördert. Wir wünschen dem tapferen Krieger, der zur Zeit an der griechischen Grenze steht, gesunde Heimkehr. — Für hervorragende Leistungen vor dem Feinde wurde der Reservist Friedrich Hettinger von hier mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. — Am kommenden Freitag, 11. August, findet hier Bürgermeisterwahl statt. st-) Rohrvach' (Amt Eppingen), 7! Aug. Einer unehrlichen Verkäuferin ist man hier auf die Spur gekommen. Tie Händlerin Berta Steiner, die vom Kommunalverband dazu bestellt war, die Eier in R-ohrbach aufzukaufen, kam schon längere Zeit in Verdacht, daß sie die Eier nicht an die zuständige Stelle abliefere. Als sie nun eben im Begriff w-atz mÄ einem Paket nasch Karlsruhe zu reisen, erschien der Gendarm und bei der Untersuchung des Pakets kamen außer Geflügel noch 140 Eier ans Tageslicht. Tie Nachforschung hat ergeben, daß die Händlerin die Eier in Karlsruhe schon öfter für 28 Pfg. das Stück verkaufte. (-) Katzental (Amt Mosbach), 7. Aug. Unter dem Verdacht des Kindsmords wurde eine hier wohnende Witwe, deren Mann schon vor zwei Jahren den Heldentod starb, verhaftet. Tie Frau ist Mutter von vier kleinen Kindern. st-) Wieslochf 7. Aug. Am Samstag früh starb« Plötzlich an einem Schlaganfall der langjährige Direktor der hiesigen Vereinsbank Eugen Riese. Lange Jahre leitete er die hiesige Vereinsbank, die durch feine Erfahrung, Arbeitskraft und Pflichttreue von Jahr zu Iahst an Bedeutung gewann und einen wesentlichen Faktor in der Regelung der wirtschaftlichen Verhältnisse unserer Stadt und unseres Amtsbezirks bildete. (-) Ball ingen bei Müll heim, 7. Aug. Bei Wie- Aerherstellungsarbeiten in der uralten Sakristei der hiesigen Kirche kam an der Wand ein Bild zum Vorschein, welches in Tempera den dornengekrönten Heiland an der Geißelsäule darstellt, an der Seite die Gottesmutter. Das aufgefundene Bild dürfte nach feiner Darstellung und der Art der Schrift wohl dem Anfang oder der Mitte des 16. Jahrhunderts angehören. st-) Karlsruhe, 7. Aug. Im Vorstand der Landwirtschaftskammer ist die Frage der Festsetzung von Höchstpreisen für Tabak eingehend erörtert worden. Wie im Vorjahr, so hat die Landwirtschaftskammer auch jetzt wieder einen ablehnenden Standpunkt eingenommen. Höchstpreise seien nur unter der Bedingung annehmbar und« vünschenswert, daß ein die Pflanzer durchaus befrie- oigender Preis für den Rvhtabak festgesetzt werde und es möglich erscheine, die unverhältnismäßigen Zwischenge- uinne beim Händler, Fabrikanten und Ladenverkäufer zu verhindern. Aus Württemberg. st-) Stuttgart, 6. Aug. (Kriegsgottesdkenst im Bopserwald.) Zum Gedächtnis der zweijährigen Wiederkehr des Kriegsbeainns fand im Bopserwald ein sehr zahlreich besuchter Kriegsgottesdienst — nunmehr der dritte in diesem Sommer — statt. Schulrat Tr. Mosapp sprach im Anschluß an das Wort aus der Bergpredigt über die richtige Art des „Sorgens". Ge- meindegesänge begleitet von Harmoniumspiel und Posaunenquartett umrabmten die weihevolle Feier. k-st Btttttgarr, 7. Aug. (Gras von Rödern in Stuttgart.) Wie wir vernehmen, ist heute Reichsschatzsekretär Graf von Rödern hier etngetroffen. Heute mittag 12.30 Uhr wird der Reichsschatzsekretär vom König, der von Friedrichshofen hierherkommt, im Wilhelmspalast in Audienz empfangen werden. Daran anschließend findet eine Tafel statt. (-) Stuttgart, 7. Aug. (Beim Baden ertrunken.) Gestern abend kurz nach 7 Uhr ertrank beim Baden im Neckar ein zirka 20 Jahre altes Mädchen. Tie Leiche ist bis jetzt noch nicht gefunden wordevr. (-) Stuttgart, 7. Aug. (Lebensrettun a.) Gestern abend kurz nach 6 Uhr sank beim Baden nn Neckar ein 19jähriger Mann plötzlich unter. Auf die Hilferufe eilten einige Kameraden herbei und zogen (M Bewußtlosen aus dem Wasser. Mit dein Sauerstoffapparat konnte er wieder ins Leben zurückgerufen werden. (-) Heilbronn, 7. Aug. (Schwere Milch fälsch er in.) Tie Ehefrau des Heinr. Stollfleiner, Bäcker hier, fälschte die an Einzelkunden abgegebene Milch aus vem eigenen Betrieb durch Zuschütten von bis zu 50 Prozent Wasser. Das Schöffengericht erkannte auf 250 Mk. Geldstrafe und Veröffentlichung des Urteils. Gegen ven Ehemann erging wegen Höchstpreisüberschreitung bei abgegebener Milch ein Strafbefehl über 100 Mark. (-) Aalen, 7. Aug. (Leichenfund.) Tiefer Tage wurde hier von Holz holenden Kindern in einem benachbarten Waldteil die Leiche eines neugeborenen Kindes gefunden. (-) Weilderstavt, 7. Aug. (Lausbuben und Lackel.) Wir lesen im Wochenblatt folgende Anzeige: „Warnung. Alle diejenigen, die gegen meinen Sohn Georg beleidigende Ausdrücke brauchten, warne ich mit dem Bemerken, daß der Kaiser keine Lausbuben und Lacke», im Felde hat. Barbara Teurer." (-) Nenenbürg. 7. Aug. (B r an d.) In der Nacht vom 30./31. Juli brannten zu Langenalb die Oekonomiegebäude der Engelwirtschaft nieder. Verdächtig der Brandlegung ist der am 17. Juli 1863 zu Speyer geborene, wohnsitzlvse Karl Nock, Gelegenheitsarbeiter, ser sich meist bettelnd in den umliegenden Amtsund Oberamtsbezirken herumtreibt. ! (-) Giengen a. Br., 7. Aug. (Hofgut-Kauf.) Tie Stadt Stuttgart hat das ca. 20 Minuten von hier entfernt liegende Hofgut Allewmd von A. Lohrer um ven Preis von 185 Ö00 Mark einschließlich des toten and des lebenden Inventars, sowie der Feldfrüchte an- zekaust. (-) Bon der Bayerische» Grenze, 7 Aug (W erwähl ung.) Tiefer Tage fand auf dem alten Hohen- lohe'schen Schloß die Hochzeit des Prinzen Eugen zu Oettingen-Wallerstein mit Prinzessin Maria zu Hvhen- lohne-Schlllingsfürst, Tochter des Fürsten Moritz und' Enkelin des ehemaligen Reichskanzlers statt- Ein Vetter der Braut, Prinz Konstantin zu Hohenlohe-Schjl- lingsfürst, von den Benediktinern zu Seckau in Steiermark, vollzog die Trauung. Handel und Verkehr. ** Adelsheim» 7. August. Dem Schweinemarkt waren zugeführt: 104 Milchschweine und 5 Läufer. Elftere kosteten 60—100 Mk. pro Paar. Läufer wurden keine verkauft. Der Markt war schwach besucht, der Preis ging etwas zurück. Auf dem Jungschweinemarkt am 5 August zu Würzburg standen feil: 12 Läufer, 496 Ferkel, i. S. 508 Stück. Elftere kostesten 115—220 Mk., letztere 3 bis 4 Wochen alt 50-70 Mk., 4 bis 10 Wochen alt 75—120 Mark pro Paar. Zufuhr : Gut. Handel : schleppend. Preise: Gehen stark zurück. Vermischte Nachrichten. — Erhöhung des Preises für Sonnen-lnmen. sarnen. Durch Bundesratsverordnung ist der Preis fm Sonnenblumeusamen von 40 auf 45 Pfg. für das Kilo erhöht worden. Jede Eisenbahnstation aller deutschen Eisenbahnen nimmt die Kerne an,, sie müssen -aiber gereinigt und dürfen nicht mit Blüten- oder Blätterteilen oder mit anderen Samen vermengt sein. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß die Sonnen- blumensamen nicht z» früh geerntet werden (Ende August bis Anfang Oktober ist je nach der Lage die geeignete Zeit), da sie sonst für die Oelgewinnung unbrauchbar sind. Tie Ernte dürfte dieses Jahr reichlich aus- fallen, da vom Kriegsausschuß für Oele und Fett« allein 58000 Kilo Saatgut verteilt wurden. - Verjährung des Anspruchs aus Witwen- gelv. Ter Anspruch auf Witwengeld verfällt, wenn er nicht innerhalb eines Jahres nach dem Tod des Ehemanns geltend gemacht wird. Mit Rücksicht darauf, daß in jenen Fällen, wo infolge Beteiligung am Krieg durch Vermißtfein Ungewißheit über das Leben eines ver- heirateten Kriegers herrscht, empfiehlt es sich, schon v»r der Einleitung des Aufgebotsverfahrens zum Zweck der Todeserklärung den Antrag auf Zahlung der Hinter- bliebenenrentenbezüge zu stellen, weil sonst ein Teil der Ansprüche verlpren gehen könnte. Das Gericht, das einen Verschollenen für tot erklärt, setzt den Zeitpunkt des Todes im Urteil fest, der in der Regel ziemlich weit zurückliegen wird. Bei Stellung der Rentenanträge muh aber beachtet werden, daß die Hinterbliebenenrenten mit dem Todestag des Ernährers beginnen und nur für die ein Jahr zurückliegende Zeit, vom Tag an gerechnet, wo der Rentenantrag gestellt wurde, die Rente verlangt werden kann. In all den Fällen, wo nahezu ein Jahr lang keine Nachricht mehr vom ausmarschierten Krieger vorliegt, ist es ratsam, vor Ablauf eines Jahres mit Ansprüchen an die Invalidenversicherung heranzutreten, damit keine Rentenbezüge verloren gehen. Mtchrners Testament. Generäl 'Kitchener, der als Irmg- ge>clle verstorben ist. hat ein Vermögen von runü lN/z Millionen Mark htnterlapen. Haupterbe ist der Äiege, der Bis- ronm Broome,' der ein wertvolles Landgut und 1,8 Mill. Mark erbt, während der ältere Bruder des Generals, Oberst Kuchener. der den Lordtitel erbt, mit 20 000 Mark abge,unden wird, da er schon über einen beträchtlichen üierchtum verfügt. Bor 4g Jahren l Wort« aus großer Bergaageuyrit! Mit Einleitung von Dr. Paul Bronnle. Inhalt: Heinrich von Trciljchke: „Was fordern wir von Frankreich?" E- du Bois-Ret)mond: „lieber Len deutschen Krieg". Mktorats- Rcve 1870. Heinrich r^n ^yvel: „Demscylanüs Rechte auf Elsaß-Lothringen". Gras Münster: „Ber Friede von 1870". 148 S .Mk. 1.50 Krüger u. Co., Verlag in Leipzig. Es ist in der Tat ein g neu.leger Gedanke, die unvergeß.ichen Worte aus jenen großen Tagen heute zu > o »mager Erwägung vorzulegen: ste sind noch nicht veraltet, um so weniger, als Franv- reich noch immer sein; angeblichen Ans - auf Elsaß-Lothringen sesthält — und seine Sinnesart nur feindseliger geworden ist. Es wird hier ein reiches geschichtliches Material ru den zwischen uns und unseren westliche» Gegnern schwebenden Streitfragen vorgcführt. i — Ei« „Jahr zurück! Allgemeine Körperschwäche." Ein Landmann im Oldenburgischen hatte neben 10 gewöhnlichen Hühnern auch eine Zwerghenne. Nun wurden ihm sämtliche Hennen gestohlen. Nur die Zwerghenne gackerte am andern Morgen allein im Stall umher. Sie trug am Halse einen Zettel mit der Aufschrift: „Ein Jahr zurück! Allgemeine Körperschwäche." Sämtliche Flachsoorräte verbrannt. Kopenhagen, 8. August. „National Tidende" Lebte Nachrichten. aus Stockholm: Bei starkem Sturm brannten vor^ die in der Nähe der Forsa-Spinnerei gelegenen Flachslager nieder, die die Vorräte aller schw^ Spinnereien bildeten. Sie enthielten 11 000 Tonnen Der Wert beträgt weit über 2 Millionen Kronen, trotz aller Anstrengungen vergeblich gewesen ist. von! Flachs zu erhalten, ist Schweden jetzt ohne Flachs. Spinnereien haben bereits gestern den Betrieb eing^ Bevorstehende Abreife des französische« englische« Gesandte«? (Mitgeteilt von WTB.) Waldbründe in den Appeninen. Bern, 7. August. Aus den Höhen des Appenin bei Vado in Ligurien sind ausgedehnte Waldbrände ausgebrochen, die trotz Aufbietung der Truppen immer weiter um sich greifen. Der bis jetzt festgestellte Schaden ist sehr bedeutend. Der 1VV. Carmen-Zug. Berlin, 8. August. Der „Berliner Lokalanzeiger" meldet, daß gestern der 100. Carmen-Zug aus Deutschland nach Rumänien abgefahren ist. Seit Ausnahme des Güterverkehrs sind damit 50 000 Tonnen Güter von hier nach Rumänien ausgeführt worden. Berlin, 8. Aug. „Petit Journal" meldet aus die Presse bespreche die demnächste Abreise des franzö Gesandten in Athen, Guillemin. Einige Zeitungen ob es sich um einen einfachen Urlaub oder um eine berusung handele. Es gehe sogar das Gerücht, daß beiden Gesandten Englands und Frankreichs enda Athen verlassen würden. Eine Drohung. Berlin, 7. August. „Corriere della Sera" erfährt gratis Athen zu den bevorstehenden Wahlen u. a.: Falls VenßH'E unterliegen sollte, würden die Garantiemächte dies als, Bestätigung der Deutschfreundlichkeit Griechenlands archl und durch eine Blockade und ihre Kanonen Griechen^ schwer dafür bestrafen. Zum Genossenschaftsregister O. - Z. 14 Landwirtschaftliche Ein- und Verkaufsgenoffenschaft Korb e. G. m. b. H. in Korb wurde unterm 5. August 1916 eingetragen, daß das Vorstandsmitglied Adolf Schmidt aus dem Vorstand ausgeschieden und an dessen Stelle Robert Heiß, Landwirt in Korb in den Vorstand gewählt ist. Adelsheim» den 5. August 1916. Gr. Bad. Amtsgericht Adelsheim. Frühäpfel empfiehlt A. HkttiiM, Adelshem. UchtzMiiM 8priM, VtziüLeker üiiMliWlk, Löppingsi» 8s»>v»»di»u»Rnv>H rein oatürlictt lcottleosaures Uioeraltvasser, FF. I-IIUAONSrlsiB »I, LoilSHlllSSSVI* eropliettlt kugubl Vogel, kilineral«a88el'ksnälung, ßlüollmllkl. dlieäerlage in T^ckelskeim bei brau VLtve. B v v K « i-, Lperereittaockluog »EH-Xmellöii! aus solickem Orell 8Ü. 2.00 lnit beston M. 2.90 lange borm in. Ärumptttalter^l, 3.50 elegant, mit »altern M. 5., 5-50 8triiwpkt»Llttzi' nl»ä 6llwwidLü> T. Müler, Merchingen Fkl-postslhilchtkl« 1 Pfund-Schachtel 9 Pfennig das Stück r/z Pfund-Schachtel 8 Pfg. das Stück Eierschachtel 15 Pfennig das Stück 4—10 Pfund-Schachtel 20, 25, 30 Pfennig das Stück Wichel« Bruder, Rgsenberz. empfiehlt schnnrschuhe F. 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