Ander UN- , täglich, außer So«,, uns ^ ^ Zeiertags r vrets: ManatUch . . . «>/ pfg. j vierteljährlich . S Mk. - frei las Haus geliefert Soxberger Mzeiger Gelesenstes Tageblatt oes badischen Saulandes flnzeigen werden mit iS Pfennig / per einspaltige Zeile berechnet. ^ i Sei mehrmaliger Aufnahme Rabatt ^ Postscheck. Konto 4S54, Karlsruhe ? ^ ..-.^ Hauptanzeigeblatt für -ie Sezirke /ldelsheim, Hoxberg u. deren Umgebung «rati«: Mtliches verkünSigungsblatt twöchentl.) Illustriertes Sonntags. Statt Holzsubmijpons- und Versteigerungs-Anzeiger für den Odenwald Gratis: prakt. Mitteilungen für Gewerbe (monatl.) u. Handel,Haus» u.LanSwirtjchast Nr 187 Druck und Verlag: Nuchdruckersi Adelsheim, Adolf Heppeler Telefon No. 18 Adelsheim, Montan, 14. August 1916 Verantwortlich: A. Heppeler in Adelsheim. 40. Jchrg. Tagesberichte Schiile 1L N VTB. Großes Hauptquartier, 12. Aug. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz: Zwischen Thiepval und dem Foureaux-Wald, sowie bei Guillemont griffen starke englische Kräfte an. Nördlich von Ovillers und bei Pozieres wurden sie im Nahkampf Md durch Gegenstöße zurückgeworfen. Nördlich von mtin-le-Petit und bei Guillemont scheiterten die Angriffe AHeuer der Artillerie, Infanterie und Maschinengewehre. Zwifthen Maurepas und der Somme brach ein heftiger Angriff der Franzosen zusammen. Sie drangen nordöstlich mm Hem in ein kleines Waldstückchen ein. Südlich der Somme mißlang ein feindlicher Teilvorstoß bei Barleux. Rechts der Maas sind in der Nacht zum 11. August Handgranatenangriffe nordwestlich des Werkes Thianmont, gestern Abend starke Jnsanterieangriffe gegen das Werk selbst unter schweren Verlusten für die Franzosen abgeschlagen. Südlich von Leintrey glückte eine deutsche Patrouillen- Mternehmung. Es wurden Gefangene gemacht. Oestlicher Kriegsschauplatz: Front des Generalseldmarschalls o. Hindeuburg: Bei Dubczyczy am Strumien, westlich des Nobel-Sees und südlich von Zarecze griffen russische Abteilungen verglich an. Am Stochodbogen östlich von Kowel wurden bei einem kurzen Vorstoße 170 Russen gefangen genommen und mehrere Maschinengewehre erbeutet. Starke feindliche Angriffe wurden beiderseits von Troscianiec (westlich von Zalocze) abgewiesen. Unsere Fliegergeschwader fanden in den letzten Tag«: der Bahn Kowel-Sarny und nördlich derselben in umfangreichen Truppenlagern wiederum lohnende Ziele, die -He ausgiebig mit Bomben belegten. ^ Ein russisches Flugzeug wurde nördlich von Sokul .im AWkampf abgeschossen. Front des Generals der Kavallerie Erzherzog Earl: Südlich von Zalocze wurde abends noch lebhaft gekämpft. Im übrigen ist es nördlich der Karpathen zu Jnfanterie- tätigkeit nicht gekommen. Die eingeleiteten Bewegungen vollziehen sich planmäßig. In den Karpathen nahmen wir in fortschreitendem Angriff südlich von Zabie 700 Russen gefangen und erbeuteten 3 Maschinengewehre. Beiderseis der Höhe Cepul sind deutsche Truppen ins Gefecht getreten. Valkankriegsschauplatz: Die gestern wiederholten schwächlichen Scheinangriffe des Gegners südlich des Doiransees erstarben schnell in unserem Artilleriefeuer. Oberste Heeresleitung. WTB. Großes Hauptquartter, 13. Aug. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz: Zwischen Thiepval und der Somme faßten un- sere verbündeten Gegner ihre gau;e Kraft zu einem einheitlichen Angriff zusammen, der — nach voraus, gegangenen begrenzten Kämpfen am Nachmittag im Abschnitt Ovillers-Pozieres — nachts auf der gan- zen Linie vorbrach. Linker den schwersten Verlusten für den Angreifer ist der Stoß zwischen Thirpval und Guillemont zusammengebrochen. Weiter südlich bis zur Somme, kam es mit den immer wieder anlausenden Franzosen zu schweren Nahkämpsen. Sie wurden die ganze Nacht hindurch fortgesetzt und sind bei Maurepas und östlich von Hem noch im Gange. Hart südlich der Somme scheiterte ein frauzö- fische. Angriff gegen Braches restlos bereits in unserem Feuer. Aus der übrige» Front hat sich nichts von besonderer Bedeutung ereignet. Unsere Patrouillen machten nordöstlich von Ver- melles, bei Combres und südlich von Luffee in der feindlichen Lrnie Gefangene. Unternehmungen geq- nerischec Erlundunqsabteilungen an mehreren Stel- len wurden abgewLesen. Ern englischer Doppeldecker ist südwestlich von Bapaume abaeickoffen. D an den erfolgreichen Luflkämpfen südlich von Bapaume am 9. August beteiligte» Leutnant Frankl hat Seine Majestät der Kaiser den Orden Ponr le merite verliehen. Oestlicher Kriegsschauplatz: Front des Generalseldmarschalls von Hindenburg: Rassische Vorstöße südlich von Smorgon und bei Lubieszow blieben erfolglos. Westlich von Zalocze wurden feindliche Angriffe abgewehrt. Front des Generals der Kavallerie Erzherzog Carl: Westlich von Monasterzyska, sowie an der Bystrzyra-Front, südwestlich von Stanisian wurden die a»grei;enden Russen, zum Teil durch Gegenstoß zarückgeworsek». Balkankriegsschauplatz: Keine Ereignisse. Oberste Heeresleitung. Ter große Sturm an der Somme ist losgebrochen. Tas ganze Gebiet an der Sommeniederung bis zum Ancrebach stand am Samstag unter dem Zeichen der heftigsten Kämpfe. Auch bei diesem groß angelegten Angriff erwiesen sich die Franzosen als der zähere und hartnäckigere Teil der verbündeten Front und aus ihrem Abschnitt waren die Kämpfe, nachdem Vas Ringen die ganze Nacht hindurch angedauert hatte, am Sonntag morgen noch nicht zum Abschluß gelangt. Tie englischen Angriffe sind dagegen auf der ganzen Linie von Thiepal bis Guillemont unter schwersten Verlusten des Feindes zusammengebrochen. An Hartnäckigkeit der Offensive geben übrigens die Russen, besonders die Armee des Generals Brussi- low, den Verbündete? an der Westfront nichts nach. Ter Truck, der auf die Verteidigungslinie östlich und nordöstlich Lemberg ausgeübt wird, gehört zum Großartigsten iu der Kriegsgeschichte. Tie erwartete und bereits im Zug befindliche Umgruppierung, die unter den denkbar schwierigsten Umständen stattfindet, wird ein Meisterwerk Hindenburgs sein. Ueber die Kämpfe im Westen schreibt der schweizerische Oberst Egli: Tie Kämpfe können in bisheriger A't ch sehr lange fortgesetzt werden, ohne daß es zu U! ^ Und Leöen ist Kampf! Roman von Max Dürr. 12 >- „Ich keime auch seinen Vatersehr gut, schon von derUmver- ei» braver, alter Herr, der Amtsgerichtsrat Larseu, ein ^Mreiiinanli, der wohl etwa? Besseres verdient hätte, als in Affsei» elenden Nest zu versauern. Er ist nämlich in Terlinden, kmin Du weißt, wo das ist, Huwald." ' Der Oberst lachte. „Es muß schrecklich sein, da draußen in tzK Provinz, iu solch kleinem Neste zu leben. Doch sagte vü Larseu, sein Vater wünsche nichts Besseres." »Das ist es eben. Er ist ein bescheidener, ruhiger Mann, Ar in seinem Beruf aufgeht, kein Zweifel, daß er zufrieden m mit seinem Los. Ich meine nur, seinen Gaben nach hätte A «was anderes verdient, als in der Eigenschaft eines »mtsgerichtsrateS in Terlinden abzusterben. Aber er hat es Mt anders haben wollen. Protektion hat er niemals gesucht. M diesem Punkt ähnelt ihm übrigens sein Sohn, der Ober» *«!iiant, keineswegs. Er weiß, was Protektion wert ist." Nun war es an Oberst von Huwald, zu erröten. Unsicher blickte er zur Seite. „Ich glaube, deshalb kann man dem jun» A-» Lasten keinen Vorwurf machen," meinte er. „Heutzutage A es nötig, sich rege,, und Protektion gilt viel oder alles, lb-rr i„ die Höhe kommen will, muß mitmachen, ober will oder >ucht. So lange man in ehrenhafter und anständiger Werse 's Hk, sich Gönner zu erwerben, glaube ich auch, daß sich hier- t ^en iijchls einwenden läßt, zumal, wenn Fähigkeit das »^Neoen" begleitet." .. »Uebrigens wüßte ich nicht, daß der junge Larsen sich bffustlich mehr als andere junge Offizier» um meine Gunst be» oorbe,, hätte. Es würde ja auch sicher keinen Erfolg gehabt ^aben. ich glaube doch, man kennt mich in dieser Beziehung zur Genüge. Regleiniigsrat von Braunstein machte eine leicht abweh- SL-b Haudbeweguiig., „Wollen ivir abbrechen mit diesem *^!'.:a, mstn Lieber. Wir sind doch alte Frenud« und dürfen offen miteinander reden. Und weil Dn angefangen mich um meine Meinung befragt hast, darf und muß ich sagen, was ich Lenke. Du jagtest eben. Larsen habe sich dienstlich nicht mehr als andere um Deine Gunst beworben. Ganz recht, aber außerdienstlich? Es ist offenes Geheimnis, daß sich Laste» um die Hand Deiner Tochter Irma bemüht. Oder ist es vielleicht nicht so?" „Ich habe auch keinen Grund, es Dir zu verbergen, mein lieber Freund," sagte der Oberst. Seilte Stimme klang weich, wie in leichter Rührung. „Irma liebt den jungen Menschen, ich weiß es, ohne daß sie je ein Wort darüber geäußert hätte. Wie sollte es den Augen der Mutter, des Vaters entgehen. Lasten scheint meine Tochter wieder zu lieben, er'bewirbt sich offen und einwandfrei um ihre Hand. Er ist ein talentvoller Offizier mit guter Zukunft, er entstammt einem bürgerlichen Hans, aber wie Du selbst sagst, einer ehrenwerten Familie, Du weißt, wie ich über den Adel deute, sein Stand als Offizier wiegt in meinen Augen das Fehlen des sHsmeus auff Sage mir selbst, weshalb sollte ich unter solchen Umständen dem Glück meines Kindes, meiner Irma, entgegenirelen?" Braunstein schwieg, eine Wolke lag über seiner Stirne. „Ich möchte Dir den Abend nicht verderben, aber ivenn ich eine Tochter hätte, würde ich sie ihm nicht geben." Das gleiche Wort, das Hauptinann von Feuerstein drinnen im Zimmer sprach. Eine peinliche Pause entstand. Oberst von Huivald suchte seine innere Erregung zu bekämpfen. Der Sonnenschein der väterlichen Freude auf seinem Gesicht war verschwunden, das bittere Wort war gefallen. „Lieber Braunstein," sagte er stockend, seine Stimme klang auf einmal rauh, mühsam schien er die Worte zu finden, „ich weiß nicht —" Er unterbrach sich, er wollte den alten Freund nicht kränken. So gut die Bewerbung LarsenS um die Hand Irinas offenes Geheimnis war, so gut war es auch bekannt geworden, daß Edwin von Braunstein, der zweite Sohn des RegierungSrats, sich eifrig, aber vergeblich bemüht hatte, ihre Gunst zu erringen. Der Oberst konnte sich des Gedankens nicht erwehren, daß gekränkter Baterstolz aus dem alten Freunde sprach, wenn er sich mißliebig über Larsen äußerte. Herr von Braunstein erriet, was der Oberst dachte. Er legte seine Hand auf die Schulter des Freundes. „Du denkst, ich spreche meinem Sohn zulieb, Huwald, und ich finde es verzeihlich. Abersteh, gerade aus diesem Grunde habe ich bisher gejchwiegen. und ich hätte auch ferner geschwiegen. wenn Du mich nicht heute abend selbst um meine Meinung befragt hättest. Du tust mir unrecht. Wohl hätte ich es gern gesehen, wenn die beiden ein Paar geworden wären, doch eS hat eben nicht sein sollen. Was ich Dir aber heute gesagt habe, habe ich nicht als Vater gesprochen, sondern als Dein Freund. Ich bin nicht einmal imstande. Dir näheren Aufschluß zu geben, und gerade deshalb wollte ich auch schweigen. Doch habe ich so ungünstige Andeutungen gehört über Larseu, daß ich es heute, nachdem Du mich ausdrücklich befragt hast, nicht verschweigen kann. Lieber Freund," fuhr er fort, als er das unmutige Gesicht des alten Soldaten erblickte, in dem er seine Hand ergriff, „ich weiß sogar, daß Du heute die Verlobung Deiner Tochter mit Oberleutnant Larseu unter Umständen bekannt geben wolltest. Ich bitte Dich, warte noch einige Zeit. Laß Dir raten. Bis ich in Erfahrung gebracht habe, ob das, was ich andeuteir hörte, eine Grundlage hat oder ob es sich um müßiges Weibergeschwätz handelt. Sieh, die blonoe Irma ist mir ans Herz gewachsen, und wenn es wahr wäre, wenn es wahr wäre, sie würde mich aufrichtig dauern." Der Oberst entzog dem Sprecher die Hand. Er richte le sich hoch auf. „Es ist ivahr, ich erwartete heute abend die Erklärung des Oberleutnant Larsen und bin unter Umständen gesonnen, noch heute abend die Verlobung meiner Tochter bekannt zu geben. So sage mir wenigstens, worin die Andeutungen bestehen?" Regierungsrat von Braunstein trat etwas zur Seite. Eine Kluft hatte sich heute abend zwischen den beiden alten Freunden aufgetan. „Ich habe sprechen hören, sagte er ruhig und kalt, mit leiser, aber durchdringender Stimme, „daß der Oberleutnant Larsen, den Versuchungen der Großstadt nicht standgehalren hat. daß er ein keineswegs einwandfreies Leben führt, und sich in folgrdessen in bedrängten pekuniären Verhältnissen oe- finden soll. Das ist so itt kurzen Worten alles, was ich gehört habe. Hu- wald! Wie ich sagte, habe ich keine Zeit gehabt, die Recht- Mäßigkeit dieses Gerüchts zu prüfen, obwohl ich es versuch! habe, nicht iveil es meine Gepflogenheit ist, in dem Pcioar- leben anderer Menschen hernmzuspiiren. nicht als Valer des abgewiesenen Freiers, sondern als wohlmeinender Frennc meines Freundes I" 226,2( Nnem großen Schlag kommt. Ein solcher ist nur möglich, wenn starke frische Kräfte angesetzt werden. Aus französischer Seite dürften solche kaum noch vorhanden sein. Dagegen kann angenommen werden, daß dieenglische Heeresleitung zwar alle gegenwärtig kriegsbrauchbaren Einheiten wemgstens ein" l „ -m Angriff verwendet hat, daß sie aber doch noch über ausgeruhte Truppen für einen großen Angriff verfügt. Was die deutsche Armee an Reserven auf dem Westlichen Kriegsschauplatz besitzt, ist unbekannt. Bis jetzt hat man aber an der Art, wie die Abwehr der englisch- frnazösichen Angriffe geführt wurde, noch nichts von dem Einsatz großer Massen gespürt. Die Heeresleitung scheint vielmehr immer gerade nur so viel abzugeben, als notwendig war, um das Gefecht wieder herzustellen. Daß durch solche reine Verteidigung kein Sieg erfochten werden kann, ist der deutschen Heeresleitung so gut bekannt wie ihren Gegnern. Also muß eine bestimmte Absicht vorhanden sein, die noch nicht erkennbar ist. Möglicherweise ist der Gedanke leitend, die Gegner zunächst längere Zeit angreifen und sich schwächen zu lassen, bevor man selbst zum Angriff übergeht. Bis dahin müssen die in erster Linie verwendeten Truppen alles hergeben, was sie an Widerstandskraft besitzen. Zn Wolhynien ist der russische Vormarsch zum Stehen gekommen. Anders südlich vom Dnjestr, wohin die Russen neuerdings den Schwerpunkt ihrer Angriffe verlegt haben. Zunächst mußte Tlumacz aufgegeben werden, dann Tysmienica, Otthnia u. Delatyn. Nun ist, wie der österreichisch-ungarische Bericht meldete, der wichtige Punkt Stanislau, eine Stadt von 30000 Einwohnern geräumt worden. Erzherzog Karl Franz Josef hat ks vorbezogen, westlich der Eisenbahnlinie Stanislau — Delatyn neue Stellungen einzunehmen, um hier in günstigerer Lage den Russen Widerstand entgegensetzen zu können. Damit ist auch diese Eisenbahn in den Besitz des Feindes übergegangen, die nach Süden über den Jablonica-Paß nach dem ungarischen Komitat Mar- maros-Sziget weiterführt. Die Paßhöhe ist allerdings noch fest in den Händen der Verbündeten, die erst östlich von dem Passe, auf der Linie Tartarow-Worochta, starke Erfolbe gegen die Russen erzielten. Zugleich mit ven Angriffen auf Stanislau erfolgten auch nördlich am Dnjestr Angriffe auf die Armee Bothmer bei Mo- aasterzyska, östlich von Buczacz. Diese Angriffe wurden abgeschlagen, aber auch Graf Bothmer, der so lange allen Anstürmen standhielt, wird neue Stellungen weiter westwärts einnehmen müssen, weil sonst sein rechter Flügel einer Umfassung ausgesetzt wäre. Zurzeit findet, wie berichtet, eine durchgreifende Umgruppierung der Streitkräfte zu beiden Seiten des Tnjestrs statt und man wird darin wohl die bessernde Hand des Generalseldmar- schalls von Hindenburg zu erkennen haben. Zur Methodik der russischen Offensive schreibt der Militärkritiker des Berner „Bund": So groß auch die Erfolge Brussilows sind, so tief er in die deutsch-österreichische Front eingedrungen ist, und so groß die Verluste sind, die er dabei den Gegnern zugefügt hat, eine vollständige Durchbrechung und Aufrollung des Gegners ist ihm nicht gelungen. Es gewinnt den Anschein, als beeilte sich die russische Heeresleitung immer hastiger und immer rücksichtsloser, die Nachfrüchte dieser gewaltigen Offensive unter Dach zu bringen. Diese fortgesetzten keine Menschenverluste scheuenden Frontalangriffe, die nur da und dort eine taktische Umfassung reifen lassen, lassen sich vielleicht verstehen, wenn man die Vermutung ausstellt, daß Brussilow dem Gegner eine Neugruppierung zu einem Gegenschlag dunch die fortgesetzte Bedrängung unmöglich machen will. Dieses Verfahren ist großzügig, a>ber nicht ohne Gefahr, denn es schwächt die Kampfkraft des Angreifers mehr als die des Verteidigers und legt den Angreifer auf die Fortführung einer Unternehmung feH, die er bis jetzt glänzend geleitet hat, die aber bei weiterem Fortschreiten die eigene Neugruppierung der Russen immer schwieriger macht, falls der Gegner, über Reserven und Bewegungsfreiheit aus der inneren Linie verfügend, plötzlich operativ handelnd hervortritt und das strategische Problem neu stellt. Darin wird sich zeigen, ob die vom Prip- set bis zur Moldawa auseinanoergezogenen Armeen Brussilows die Oberhand behaupten. Ein bestimmtes Urteil über die gegenwärtige Kriegslage wird erst in einigen Wochen möglich sein, wenn festgestellt ist, ob die Zentralmächte dem ständig wirkenden und gesteigerten Druck in Ermangelung »genügender Angrifsskräfte lediglich defensiv begegnen, oder ob sie den Gegner zu ermatten trachten, um im gegebenen Augenblick wieder zur Offensive überzugehen. WTB. Paris, 13. Aug. Amtlicher Bericht von gestern Nachmittag. Nördlich der Somme benutzten die Franzosen die Nacht, um ihre neue Front emzurichten. Unsere Erkundungsabteilungen drangen in das Gehölz südlich des Bahnhofes von Hem ein. Sie fanden zahlreiche Leichen vor. Gegen neun Uhr abends versuchten die Deutschen einen heftigen Gegenstoß und griffen den Steinbruch nördlich des Gehölzes von Hem an. Sie wurden mit empfindlichen Verlusten zurückgeschlagen. Südlich der Somme griffen die Deutschen nach heftiger Beschießung La-Maisonnette an. Sie wurden unter Sperrfeuer genommen und ihre Angriffswellen mußten sogleich in die Ausgangsgräben zurückgehen. Rechts der Maas machten die Franzosen während der Nacht südlich vom Werk Thiaumont Fortschritte. Zwei deutsche Angriffe, die um 9 Uhr und 11 Uhr abends gegen Fleury und" die französischen Stellungen nordwestlich des Dostes geführt wurden, sind vollständig zurückgeschlagen worden. Der Artilleriekampf wird im Abschnitt von Vaux, Chapttre und Le Chenois lebhaft fortgesetzt. Nordwestlich von Lt Mihiel und in Lothringen bei Vehe sind deutsche Patrouillen durch mörderisches Gewehrfeuer zerstreut worden. E^TB. Paris, 13. August. Amtlicher Besteht von gestern Abend. Nördlich der Somme sind unsere Truppen nach den vorbereitenden Kämpfen des gestrigen Tages und in der Nacht heute zum Angriff auf die dritte deutsche Stellung übergegangen, die sich östlich von Hardecourt bis zur Höhe von Busecourt erstreckte. Aus dieser Front von 6'/z Klm. hat unsere Infanterie in kräftigem Schwung alle Schützengräben und stark befestigte Werke genommen. Wir drangen in das Dost Maurepas ein, dessen südlicher Teil und Friedhof in unseren Händen sind. Wir haben unsere neuen Linien auf die südlichen Abhänge der Höhe 109, längs der Straße Maurepas-Clery und auf den Hügel östlich des letzteren Dostes vorgetragen. Die Zahl der unverwundeten Gefangenen die wir gemacht haben, und bereits gezählt ist, beläuft sich auf 1000 ; 30 Maschinengewehre sind uns in die Hände gefallen. Ein Gegenangriff der Deutschen zwischen Clery und Maurepas scheiterte in unserem Feuer. Südlich der Somme richteten wir an vielen Stellen Zerstörungsfeuer auf feindliche Werke in der Gegend von Deniecourt. An der Front von Verdun heftiger Artilleriekampf in der Gegend von Fleury, Vau; und Chapitre. Der Tag verlief auf der übrigen Front verhältnismäßig ruhig. — Belgischer Bericht: In der vergangenen Nacht hat eine kleine belgische Abteilung, die den Iserkanal bei Ipern überschritten hatte, einen feindlichen Posten nördlich von Steenstraate aufgehoben. 12 Mann des Postens, darunter der Führer, wurden gefangen genommen. Südlich von Het Sas wurde eine deutsche Abteilung, die in unsere Linien einzudringen versuchte, von unseren Soldaten angegriffen und zurückgeworfen. Sie ließ Tote auf dem Gelände zurück. Der Tag war mit Ausnahme eines kurzen Kampfes mit Schützengrabenmörsern nördlich von Dirmuiden ruhig. «ri Kriegsmaterials ausiiesert, daß rueses an Sie ^ verteilt oder zerstört wird. Begönnen die Verhandlungen" so müßte man fordern: 4000 Geschütze, 10000 Maschinengen 3 Millionen Mausergewchre, 3000 Flugzeuge und 20 Zepp Me deutschen Kolonien müssen natürlich zwischen kriegführenden Nationen, die sie erobert hoben, geteilt > den. Für uns ist die See herrsch« ft eine Lebensbediyg und das macht unsere Lage absolut klar. Unter Außerachtlassung der internationalen Gesetze hm j Feind eine große Zahl von Handelsschiffen versenkt, ^ Deutschland hat deshalb uns und unseren Bundesgenossen j gleiche Tonnenzahl auszuliefern, die es zerstört hat. Bis dj, Forderung erfüllt ist, müssen unsere Kriegsschiffe das DM. haben; jedes deutsche Schiff, welches sie außerhalb den' ' ' oder innerhalb neutraler Gewässer antressen, wegzunehmen. ^ dann weiter die deutsch: Kriegsflotte betrifft, so mU wir aus Herausgabe sämtlicher Schlachschifse und einer ge»'" Anzahl von U-Booten bestehen. Um die Erfüllung solcher , densbedingungen zu sichern, müssen wir auf einer Besetzung ^ Helgoland, Sylt und Borkum während dieser Zeit bestehen. Belgien muß vollständig an seine Bevölkerung zu^ gegeben werden, ebenso muß eine angemessene Kriegsentschädig, gezahlt werden. ^ Frankreich muß vor allem Elsaß-Lothringen zuriich MKlMl halten, und wird wahrscheinlich eine Berichtigung der ^ 2. . - ""osel '- '- Wr Grenze zwischen Rhein und Mosel fordern, die eine größere cherheit bietet. Die Frage der Kriegsentschädigung ist ich, weil es nicht leicht sein würde, aus einem verarmten DeutsH in absehbarer Zeit so viel Geld zu ziehen. Italien muß von Oesterreich-Ungarn das Trentino. F und die Teile von Dalmatien erhalten, die nicht an Serbien Montenegro fallen. Petl Der englische Tagesbericht WTB. London, 12. Aug. Amtlicher Bericht des Generals Haig: Ein Versuch des Feindes, die Laufgräben nördlich von Dozieres wieder zu erobern, wurde mit schweren Verlusten M den Feind zurückgewiesen. Zwischen Ancre und Somme keine Veränderung. Südöstlich von Dpern versuchte der Feind seine Gräben zu verlassen, um anzuqreifen. Sein Versuch mißlang. WTB London, 13. Aug. Der Oberkommandierende in Aegypten berichtet: Unsere Kavallerie ist in Fühlung mit der feindlichen Nachhut bei Hod cl Hiska, nördlich vc.i Vir el Ad. Wir bedrohen die feindlichen Linien an verschiedenen Punkten. WTB. Wien, ir. Aug. Amtlich wird verlautbart vom 13. August 1916: Russischer Kriegsschauplatz: Heeresfront des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl: Südöstlich von Worochta behaupteten unsere Truppen ihre Stellungen gegen neuerliche heftige Angriffe. Ter Feind erlitt einen vollen Mißerfolg. Unmittelbar östlich von Stanislau wurden zwei russische Divisionen in erbitterten, Tag und Nacht über andauernden Kämpfen zurückgeworfen. westlich des Tnjestrs standen auf unserer Seite nur Truppenteile untergeordneter Stärke im Gefecht. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Hindenburg: Westlich und nordwestlich von Zalocze wehrte die Armee des Generalobersten von Boehm-Ermolli abermals russische Massenstöße ab. Im Raume von Brody schoß ein K. und K. Kampfflieger ein feindliches Albatrosflugzeug in Brand; es stürzte ab. In Wolhynien und am Stochod flaute der Kampf ab. Es ist zuverlässig festgestellt, daß bei den letzten großen, völlig gescheiterten Angriffen des Feindes gegen die Stochodsront auch alle Abteilungen der russischen Garde eingesetzt worden sind und daß diese hierbei noch schwerere Verluste als die anderen feindlichen Heereskörper erlitten hatten. WTB. Wien, 13. Aug. Amtlich wird verlautbart vom 13. August 1916: Italienischer Kriegsschauplatz: Die Italiener gingen an unsere neue Front zwischen dem Meere und dem Monte San Gabriele mit starken Kräften heran. Am Abschnitte östlich des Valone-Tales hatten unsere Truppen größere Angriffe abzuweisen. Zu sehr heftigen Kämpfen kam es wieder auf den Höhen östlich von Görz, wo sieben starke Stürme des Feindes unter schwersten Verlusten scheiterten. Seit Beginn des italienischen Angriffs blieben 5000 Gefangene, darunter über 100 Offiziere, in unseren Händen. Ereignisse zur See. In der Nacht vom 12. auf den 13. August wurden die Luftschiffhallen von Campalto bei Venedig von einem Seeflugzeuggeschwader vollkommen zerstört. In einer Halle explodierte ein Luftschiff mit 500 Meter hoher Stichflamme. Die andere Halle brannte ohne Explosion nieder. Gleichzeitig belegte ein anderes Seeflugzeuggeschwader die Flugzeughalle von Gorgo, die Anlagen in Grado, die Batterien an der Jsonzomündung und die Adriawerke mit sehr gutem Erfolge. Mehrere Volltreffer in die Flugzeughalle und die Batteriestellungen und ein halbes Dutzend Brände wurden einwandfrei festgestellt. Ein drittes Geschwader erzielte mehrere Volltreffer in den Batterien der Jsonzomündung und militärischen Objekten in Pieris und San Ganzia. Trotz heftigen Abwehrfeuers bei allen Angriffen sind sämtliche Flugzeuge wohlbehalten zurückgekehrt. Der italienische Tagesbericht. WTB. Rom, 13. Aua. Amtlicher Bericht vom Samstag: Auf dem Karst rückten unsere Truppen gestern über Le Ballone hinaus vor und eroberten die östlichen Abhänge des Nadlogem (Höhe 212), sowie den Gipfel des Erni Hrib, die vom Gegner erbittert verteidigt wurden. Heute früh bei Tagesanbruch besetzten die Oppachiasella, wobei sie dem Feinde 270 Gefangene, 3 Feldgeschütze und eine große Menge Munition für mittlere und schwere Artillerie abnahmen. Im Abschnitt von Görz leistet der Gegner, der Verstärkungen erhalten hat, noch immer aus dem Hugelgürtel östlich der Stadt Widerstand, auch durch das Längenfeuer der schweren, auf der Hochfläche von Bainsizza Laufgestellten Artilleriegeschütz. Auf der übrigen Front Artilleriekämpfe und Tätigkeit des Feindes in der Einrichtung von Verteidigungsanlagen. 2m Hoch oite-Tal eroberten unsere Truppen eine neue Stellung auf der zweiten Tovana. In der letzten Nacht erneuerten feindliche Flieger ihren Angriff auf Grado; weder Menschenverlust noch Schaden. Ladoraa. Englische Kriegsziele. In der Londoner „Morning Post" läßt sich ein militärischer Mitarbeiter, für den der Sreg Groß- britanniens über jedem Zweifel steht, über die Kriegsziele also vernehmen: Es darf als selbstverständlich gelten, daß die Alliierten darauf bestehen, daß Deutschland den Hauptbestandteil seines De »ir Rußlands Forderungen im Hinblick auf Polen schej, noch nicht formuliert zu sein. Sollte der Zar Thorn, sÄ ^ ,, und die anderen jetzt in Preußen gelegenen polnischen Distrii ttkMtc - dem russischen Polen einverleiben wollen, so wäre das nur : ^Pflicht w Interesse der Berbandsmächte, da es Preußen schwächen wiiij ^ Ohne Zweifel wird Rußland den größten Teil von Galizien der Bukowina sich aneignen, wenn nicht Rumänien durch, Teilnahme am Krieg auf seiten des Verbandes einen Ansp, auf Teile der letzteren Provinz sich noch verdient hat. Aber tz Kompensationen betrifft, so blickt Rußland in erster Linie, Konstantinopel, und das rollt die Balkanfrage und i i mangels Frage der Staaten auf, welche töricht genug waren, den Mich möchten die Hand zu reichen — die Türkei und Bulgarien. Bosnien, die Herzegowina, Landschaften um Sennin, Dalu- tien einschließlich eines oder zweier guter Häfen müßten ei» Teil von Groß-Serbien bilden. Und was soll man mit garten machen? König Ferdinand muß natürlich gehen. M könnte Bulgarien eine größere Ausdehnung geben, ihm aber z Rori ciman ha gleich alle seine Ausrüstung fortnehmen und ihm auferlegs scheu Reo an Serbien eine große Kriegsentschädigung zu zahlen. Ließe , . „ ug Bulgarien bis zur Linie Enos-Midia reichen, sö müßte die e« päische Seite des Bosporus, die Küsten des Marmarameeres der Gallipolihalbinsel an Rußland fallen. So hätte dann h -Dkltischen ottomanische Reich in Europa ausgehört. Rußland will aber ohne Zweifel auch die asiatische Seite Bosporus haben und will seine Eroberungen in Armenien k halten. Aber es scheint kaum im Interesse des Verbandes > liegen, daß das ottomamsch: Reick gänzlich ausgelöst wird. A» Mt Firn tonen hg ist in der Hauptfach: Jürkisch und sollte "ein unabhäna« na ottomanischer Staat werden. Mesopotamien unterhalb des Zns, menflusses des Euphrat und Tigris müßte an England fall« Inbezug auf Syrien, Mesopotamien, Kurdistan und Armem müßten Interessensphären geschaffen werden, die wenigstens noi neu unter der Herrschaft der Nachkömmlinge Osmans bleida könnten. Alle Konzessionen an Deutsche (private und oß zielte) in der Türkei und in Asien müßten durch den Friede« vertrag aufgehoben werden; es mühte der deutschen Rchl rung überlassen werden, ihre Untertanen zu entschädigen. Neues vom Tage. Ae ..Sremen" am Reiseziel? Basel, 12. Aug. Havcis meldet aus Newyor! Wie verlautet, soll sich das deutsche Handelstanchb« englische „Breme n" in der Nähe der Küste befinden. Es >'cm -Rätelmei Vorbereirungeu zu seinem Empfange im Gange. ^ «iss. Schiffen Der Kaiser in Flandern und an der SonrmtA Dienst E, WTB. Berlin, 12. Aug. Ter Kaiser beskß Portugal! tigte bei seiner Rückkehr zur Westfront die an der slando schen Küste stehenden Teile des Feldheeres sowie h Marine- und begab sich darauf zunächst in das GeU der Somme, um den dort kämpfenden Führern B Truppen seine dankbare Anerkennung auszusprechen Lori Diuser fi o:. - gsszen d "fsentl HM, sowi ^ Pers afe v tor, 2. in pDlen : Seftllscha mchstführ Kn usw. ficht der Wagnah Brutalitä der starke Teutschla GKl- ser „Ten: (3534 T.) ! Vom Bundesratsausschuß München, 12. Aug. In den „M. N. Nachr." wird hA amtlich geschrieben, daß die Beratung des BundesratsausschM für Auswärtige Angelegenheiten, die dieser Tage unter da Vorsitz des bayerischen Ministerpräsidenten Grafen v. Hertli» in Berlin stattfand und die ungewöhnlich lange Zeit von W halben Tagen in Anspruch nahm, alle Fragen der KriegsA eingehend nach ausführlichen Darlegungen des Reichskanz«? erörtert habe. Der Ausschuß habe seiner Zustimmung zu ^ vom Reichskanzler vertretenen Politik einmütig Ausdruck -s geben. Es sei eine falsche Auffassung, wenn man irgend chen Stellen im Reich, vor allem dem Reichskanzler, bei Leitung der Politik während der Kriegszeit Schwäche oder K heit gegenüber unserem ernstesten und rücksichtslosesten Ff! England, in die Schuhe schiebe. Unsere hervorragenden FlofMi ged führer und maßgebenden Männer der Marine wissen, daß - yortsetzu» militärischen Unternehmungen nicht losgelöst werden Können s Herßum der Gesamtlage in politischer und militärischer Hinsicht, Sinn dieser Worte hätte sich wohl etwas klarer ausdrücken sen. D. Schr.) Es sei unmöglich, in der Oefsentlichkeit auf s "No sie i zelheiten einzugehen. Vielfach werde darauf hingewiesen, » Aachen d die Unterlagen für die Forderung eines schärferen TauäM: Dem Krieges zuverlässig seien, (z. B. nach der Ansicht der GroH? -.. wt mirale Tirpitz und Köster. D. Schr.) Das möge in einzelnen^ Metzen, len zutrefsen; aber selbst diese Grundlagen können keine oAs Periode ge punkte abgeben für Forderungen, deren Erfüllung von gewwH einen hoff ,** A Reichsgetr her als dw berechtigte Tramm N zetrcide (9 vrch noch 1816 wei wird eine Ergebnis ** Ar Regenfällc abqelöst. ryöge Erd jsrr gedei iUM gen politischen Erwägungen abhängig sei. Man dürfe so ss ß: L.H" Vertrauen auf die Minister, der im Bundesratsausschuß »» ^-wru tretenen Bundesstaaten haben, daß sie sich ihr Urteil nach w > Mid nur I lichen Erwägungen gebildet haben. Wenn Freiherr v. Zedlitz' trockenes i der „Post" der Vermutung Ausdruck gegeben habe, daß ^ leitende Minister Bayerns mit dem vaterländischen Haupts Uh einen „realen Nebenzweck" verbinde, so entbehren der» Verdienste tige Behauptungen jeder Grundlage. (Frhr. von Zedlitz hatte^ ^ Stellungnahme für den Reichskanzler verbinde, ein wachlA . ^ Auge haben. Es dürsten u. a. gewisse kirchenpolitische Bestreb»' 'i gen gemeint sein.) beobachtet Der Unabhängige Ausschuß ^dem ! Berlin, 12. Aug. Der Unabhängige Ausschuß, ^ 3^1 Gegenstück des „Nationalausschuß", versendet mit klein Unterschrift des Universitätsprofessors Dr. Dietrich SchL^^EN- Z' f e r 300 000 Flugschriften über die Kriegsziele. U. a. vor einer übereilten Lösung der Polenfrage gewarnt. Versendung von weiteren 300000 Schriften steht n dem Berl. Taaebl. bevor. längeren ß und , später i reichlich si Der Flieger Marchal. 13. Aug. Französische Blätter berichteten, nsbediyg^ -setze die dlungen',— A>" ZepJ l ^Mische Fliegerleutnant Marchal habe von Nancy zwischen^ ^ Win überflogen, habe dort Aufrufe abgeworfen geeilt «JaB ^ ^ ^lm (Polen), zum Landen gezwungen, von ichen Truppen gefangen genommen worden, ha, Gegenüber stellt die „Nordd. Mg. Ztg " fest, daß versenkt, ZM^Kerlin kein französischer Flieger beobachtet wor- -igenossen ^ ebensowenig seien Flugschriften abgeworfen wor- ^ d-, ^ ^Tie Flugleistung wäre an sich nichts außerordent- alu deuu» es wäre aber unmöglich, für einen solchen Flug iehmen Z Een mitzufübren, da der zulässige Balla,. durch t. so MÜL OV notwendige Benzin ausgenützt werden mühte. 'iVZ W »as »°«I,nich P«>». " Sesetzun«, Wr" Esten, 12. Aug. Nach einer Verfügung des Mini- des Auswärtigen sind die Einwohner der von österreichisch-ungarischen Truppen besetzten Gebiete e ich« ,g„ „ spns als „Staatsangehörige des Königreichs Polen" zen zurSch Miseben. (Tie Verfügung dürfte mit der Besprechung - ^ M^Keickiskanzlers in Wien Zusammenhängen und es sich die früher aufgctauchte Vermutung zu bestä- daß Polen als selbständiges Königreich mit Oester- — - - g der ch größere x g ist r Deut« ntino. Ist Serbien Wien schej, (Horn. ^ h-n Distch «klärte Ministerpräsident Stürmer, daß Rußland seiner " Pflicht Nachkommen werde, die Maßregeln, die England gegen Deutschland Plane (schwarze Listen usw.), auszufüh- das nur ächen wSij Galizien n durch q reu Ansm t. Aber ' er Linie age und > den Mich laaricn. alin, Dal« aüßten ei» mn mit Bil gehen hm aber z> auferlegq >- Ließe « ;te die e«, -ameeres, le dann h he Seite st Irmenien k lerbandes z mabhän, des Jus« stand falls ld Armem Asiens no» ans bleid« und off n Friede« chen R«z> idigen ^Ungarn in der Weise verbunden würde, daß der der Donaumonarchie zugleich König von Polen d. h. durch Personalunion. D. Schr.) Stürmer beschwichtigt. Petersburg,, 12. Aug. In einer Unterredung Zuckermangel in England. London, 13. Aug. Infolge des großen Zuck«r- maugels gehen riesige Mengen von Obst, die sonst z« Marmelade verarbeitet wurden und für die sich jetzt keine Muser finden, zugrunde.. - Schwarze Listen für Italien Rom, 12. Aug. Der englische Handelsminister Run- ciman hat in seinen Unterhandlungen mit der italienischen Regierung durchgesetzt, daß Italien sich den Bedingungen der schwarzen Listen unterwirft. Das Amtsblatt veröffentlicht bereits die Verfügungen, wonach allen ita- irnischen Staatsangehörigen, wo sie auch wohnen mögen, sowie allen in Italien oder seinen Kolonien ansässi- «n Personen gleichviel welcher Nationalität bei hoher Strafe verboten ist, Handelsverkehr zu unterhalten, 1. wird. AM Mt Firmen der Feinde Italiens oder deren Verbündeten, 2. mit Staatsangehörigen dieser Länder, wo sie auch söhnen mögen, 3. mit Personen, Handelshäusern und Gesellschaften, die in einer festzustellenden Liste mfgeführt sind. Alle Handelsunternehmungen, Fabriken usw. solcher Ausländer in Italien werden der Aufsicht der Regierung unterstellt und gegebenenfalls beschlagnahmt und aufgelöst. — Man mag über diese neue Brutalität Großbritanniens denken wie man will, — der starke Wille und die Folgerichtigkeit zur Erdrosselung Deutschlands sind in ihrer Art aroß. Der Krieg zur See. GKG. Marseille, 12. Aug. Ter japanische Dampfer „Tenmei Maru", der englische Dampfer „Newbnrn" Newyorlj (3534 T ), der italienische Dampfer „Sebastians" und das stanchb« englische Segelschiff „Langdale" (2000 T.) wurden im Es ses Nittelmeer versenkt. Lissabon, 12. Aug. Von 72 beschlagnahmten Schiffen sind 51 mit portugiesischer Besatzung für den Dienst Englands bestimmt. 21 Schiffe werden im Dienst Portugals bleiben. ;e Sommch er besU er slandd sowie tü as Gebir hrern Kt prechen. wird hl -ausschM unter d« )ertli« : von zv KriegslH ichskanzk" "2 ^ « «druck rgend »ki !r, bei i» oder La ten F«^ n Flott» a, daß» Linien v» sicht- rücken ls t auf S- iesen, "" TauchA r Groß? einen Z? :ine SM r gew fe so ^ schuß nach »s Zedlitz- . daß ^ )auptM ren der- e Sono^ LsfalleiS- wachs^ Lestrckv chuß, mitt- ch SchA Aus Stadt und Land. ** Adelsheim, 14. August. Das Direktorium der Reichsgetreidestelle macht darauf aufmerksam, daß die bisher als durchschnittlicher Höchstverbrauch für die versorgungsberechtigte Bevölkerung zugelassene Tagesmenge von 200 8ramm Mehl und der bisherige Ausmahlungssatz fürBrot- Setrcide (Roggen 82 Prozent, Weizen 80 Prozent) zunächst auch noch für das neue Erntejahr bis zum 15. September 1316 weitergilt. Für die Zeit nach dem 15. September wird eine neue Bestimmung getroffen werden, sobald das Ergebnis der Ernteschätzung 1916 abgeschlossen vorliegt. ** Adelsheim, 14. August. Trübes Wetter mit Rrgenfällen hat den reifenden Sonnenschein seit gestern ^gelöst. So notwendig ein kräftiger Regen für die rosige Erde und alle in Garten und Feld stehenden Pflanzen ßur gedeihlichen Entwicklung ist, wäre noch eine 8tägige Fortsetzung des heiteren, sonnigen Wetters zur vollständigen Bergung des reichen Erntesegens von Vorteil gewesen. Der größte Teil der Halmfrüchte ist glücklich unter Dach und die regnerische Unterbrechung in dem flotten Fertig-. Aachen der Erntearbeiten ist deshalb höchst unangenehm. Dem. raschen und tiefen Fallen des Barometers nach zu 'chließen, muß man sich wieder auf eine längere Regen- Uftiode gefaßt machen, doch gibt der Wetterbericht wieder *h*n^ hoffnungsvollen Trost, indem er zu melden weiß, daß vlr Störungen schon wieder in der Auslösung begriffen sind und nur weiterhin zu Gewittern geneigtes, im übrigen aber trockenes und warmes Wetter zu erwarten ist. " Adelsheim» 14. August. Mit der Bad. Silbernen Verdienstmedaille wurde der älteste Sohn des Metzgers »miehl dahier, Fritz Kuiehl, Rgt. 142, ausgezeichnet, wackeren Vaterlandsverteidiger unfern Glückwunsch. Bom Lande, 13. August. Erfreulicherweise kann orobachtet und berichtet werden, daß unsere Hausstauen M dem Lande der Aufforderung: „Züchtet Hühner" recht Ege geleistet haben. In jedem Bauernhaus, ob groß "«er klein, begegnen wir Heuer einer oder mehreren Kücken- - !?2ten, zumeist schon ziemlich groß, aber auch noch solche a. Zögeren Schlages. Immerhin wird der aufgewandte mt. Ä Md die Achtsamkeit der Aufforderung zur Nachzucht ht rrck st« später im teueren Verkauf und in der Eierqewinnuna ^ ^ schlich lohnen. (-) Wölchingen, 13. August. Die am Freitag statt- gestmdene B ü r g e r m e i st e r w a h l ist ergebnislos verlaufen, da die nötige Stimmenzahl nicht abgegeben wurde. Es ist dies wahrscheinlich auf die notwendige Erntezeit zurückzuführen, und die Wähler deswegen keine Zeit versäumen wollten. Am Freitag, den 18. findet eine zweite Wahl statt. (-) Lahr, 14. Aug. Einem geriebenen Schwindler ist ein hiesiger Einwohner ins Garn gegangen. Zu einem Kistenschreiner kam ein besser gekleideter jüngerer Mann, stellte sich als Sohn eines Oberzollinspektors in Mannheim vor und eröffnete ihm, das ein von den Engländern schon längere Zeit zurückgehaltenes Paket aus Amerika, von dort wohnenden Verwandten des Handwerkers abgeschickt, angekommen sei, das außer Lebensmitteln auch 136 Mark bares Geld enthalte — und, wenn auch undeutlich zu lesen, mit seinem Namen adressiert sei. Als der Schreiner sich freudig zum Empfang der willkommenen Sendung bereit erklärte, wurde ihm Bescheid, er müsse erst 8.15 Mk. an Zollgebühren hinterlegen, und zwar sofort, da der Vater des jungen Mannes im anderen Falle Ungelegenheiten wegen der direkten Uebermittlung des Pakets an den Adressaten bekäme. So wurde denn das verlangte Geld abgeliefert und der Empfänger entfernte sich damit. Erst 24 Stunden später kam dem Betrogenen die Erkenntnis, daß er eigentlich vorsichtiger hätte sein sollen. Das Geld blieb aber verschwunden und vom Paket war selbstverständlich auch keine Rede mehr. (-) Karlsruhe, 13. Aug. Bei dem letzten Fliegc alarm ist es vorgekommen, daß Haustüren nicht geöffi wurden. Es wird deshalb wiederholt aus die Bestii mungen der amtlichen Anordnung vom 18. Juni 19^ hingewiesen, wonach die Hauseigentümer und ihre Stellvertreter im Falle der Fliegergefahr verschlossene Haustüren bei Vermeiden empfindlicher Strafe auszuschließer und so offen zu halten haben, daß die Häuser von der Straße aus ohne weiteres zugänglich sind. (--) Karlsruhe, 13. Aug. Tie Krankenfiirsorgc badischer Lehrer hatte nach dem Auszug aus der Ver- reinsrechnung für das Jahr 1915 rund 50820 Marl Ausgaben. Das Reinvermögen beziffert sich auf rund 50 000 Mk. Es hat sich um rund 5 880 Mk. vermehrt Das Allgemeine Badische Lehrer-Witwen- und Waisenstifi hat eben seine Rechnung für das Jahr 1915 veröffentlicht. Das reine Vermögen des Stifts betrug am 1 Januar 1916 bei einem Mitgliederstand von 1183 Personen 284 797 Mk. (-) Pforzheim, 13. Aug. Ter seit Ende Juni s. I. als vermißt gemeldete Ersaßreservist Emil Müller, Sohn des Steuereinnehmers a. D. Fidel Müller in Pforzheim, hat vorgestern zum erstenmal Nachricht an seine Familie gelangen lassen, die bereits als tot glaubte, sa alle Nachforschungen nach ihm ergebnislos verliefen. Er wundert sich sehr, daß keine Mitteilungen von seiner Familie ihn erreichten, trotzdem er mehrere Briefe ab- chickte. Derselbe wurde in der Schlacht an der Somme bei Albert Fricourt schwer verwundet, kam dann nack England, wurde nach drei Wochen ausgetanscht, nach Deutschland überführt und vorläufig im Lazarett in Aachen untergebracht und hofft, in einigen Tagen nach Pforzheim überfuhrt zu werden. (-) Wertheim, 13. Aug. Ter Franenverein Wertheim hat sich erboten, während der gegenwärtigen Sommerferien 106 Schulkinder der Stadt Mannheim zur Erholung in Familien des dortigen Amtsbezirks auf 4 Wochen unterzubringen. (-) Bon ver Enz, 13. Aug. (Verkehr mit ! Kriegsgefa ngene n.) Aus dem württembergischen Bahnsteig des Pforzheimer Bahnhofs wurden vor einiger Feit russische A.nd sranzösische Kriegsgefangene nach Horb befördert. Dabei traten zwei elsässische Zivilrei- . sende an den Wagen, unterhielten sich in französischer Sprache mit den Gefangenen und warfen ihnen Zigaretten und einen Zettel zu. Sie kamen dafür vors Schöffengericht. Ter eine, Joses Saum aus Laufenburg erhielt 3 Tage Gefängnis, der andere, der Invalide Franz Godfroy aus Laufenburg, der seine Zigaretten nur dem Saum gegeben Haben will, wurde sreigesprochen. Aus Württemberg. (-) Stuttgart, 13. Aug. (Mord und Selbstmord.) Gestern mittag zwischen 1 und 2 Uhr hörte man in dem Hause Neckarstraße 126 aus der Wohnung des Ehepaares Sei ler mehrere Schüsse, und als man in die Wohnung eindrang, fand man zwei Leichen vor, und zwar ließen die Umstände daraus schließen, daß Frau Seiler zuerst ihren Mann und dann sich selbst erschossen hatte. Ter Ehemann Seiler war eben aus dem Felde heimgekehrt. Es scheint, daß die Frau den ans dem Bette liegenden Mann im Schlaf getötet hat. Die Seilerschen Eheleute sind kinderlos. ' (-) Ludtvigsburg, 13. Aug. (Ueberfahren.) Gestern nachmittag wurde der Bahnwärter a. D. Gottlob Köhler von Eglosheim unweit des Eisenbahnübergangs an der Militärstraße beim Ueberschreiten des Bahngleises i>on der Maschine eines Schnellzuges erfaßt und furchtbar verstümmelt, so daß der Tod sofort eintrat. (»D Metzingen, "13. Aug- Tie Kriegsunterstützungen der Stadt belaufen sich im zweiten Kriegs- jahr aus rund 300000 Mk. Davon entfallen aus reichsgesetzliche Familienunterstützung 203 OM Mk., aus freiwillige Unterstützung der Stadt 60 OM Mk. und auf Arbeitgeber 35 000 Mk. Tie Beiträge der Stadt konnten aus freiwilligen Beiträgen der Einwohner bestritten werben. Außerdem gingen für das Rote Kreuz und verwandte Zwecke 70000 Mk. ein neben reichlichen sonstigen Gaben. tz-1 Smmiilgen, OA. Laupheim, IS ANg. (Verbrannt.) Ein fünf Jahre alter Knabe spielte, während seine Mutter ans dem Felde beschäftigt war, hinter dem elterlichen Anwesen mit Streichhölzern. Plötzlich fingen die Kleider seines neben ihm stehenden drei Jahre alten Brüderchens Feuer und bis Hilfe kam, war das Kind verbrannt. '(-) Stuttgart, 11. Aug. (Blitzschlag.) Gestern nachmittag i/»4 Uhr schlug der Blitz in die elektrische Leitung an der großen Heuscheuer des K. Proviantamts and brachte die Sicherungen unter Erzeugung einer star- !en Stichflamme zum Schmelzen. Das Feuer griff nicht veiter um sich, sodaß die herbeigerufene Berufsfeuerwehr Isfort wieder einrücken konnte. — Fast zu gleicher Zell 'chlug der Blitz in das nahe gelegene Pragjwirtshaus, ohne zu zünden. . Vermischte Nachrichten. — Bezugsscheine für Bekleidungs,rosse Es bestehen noch vielfach Zweifel, ob für die Bezugsscheine für Kleider, Wäsche usw. eine Gebühr zu entrichten sei. Demgegenüber muß darauf hingewiesen werden, daß die Ausstellung der Scheine durch die zuständige Amtsstelle kostenlos erfolgt. Tie Abgabe von Stoffen bis zu 2 Meter (Reste und vom Stück) ohne Schein mußte, wie mitgeteilt, verboten werden, weil mit der Vergünstigung leider viel Mißbrauch getrieben wurde, es ist also auch die Abgabe kleiner Stoffstücke nur gegen Bezugsschein zulässig. Bei Handschuhen dürfen nur noch baumwollene, genähte, einfache Waren, also Sommerhandschuhe, ohne Bezugsschein abgeyeben werden; für alle gefütterten und doppelt gearbetteten baumwollenen Handschuhe, also für Winterhandschuhe ist der Bezugsschein erforderlich. Zugleich sei daran erinnert, daß Rucksäcke nur gegen Bezugsschein erhältlich sind. — Der Warenumsatzstempel. Das Gesetz tritt am 1. Oktober 1916 in Kraft. Jeder, der im Deutschen Reich ein stehendes Gewerbe betreibt, hat der Steuerstellje ant Schlüsse des Kalenderjahres innerhalb 30 Tagen den Gesamtbetrag der Zahlungen anzumelden, die er im Lause des Jahres für die gelieferten Waren erhalten hat- Assl Gewerbebetrieb gilt auch der Betrieb der Land- und Forstwirtschaft, der Viehzucht, der Fischerei und des Gartenbaus, sowie der Bergwerflietrieb im Umherziehen, der Hausierhandel, unö der WanderlagerDetrieb gleich, wenn d'er Gewerbetreibende im Inland wohnt und die Waren imi Inland abgesetzt sind. Mit der Anmeldung ist die Abgabe bar zu entrichten. Die Abgabe beträgt 1 vom Tausend des Gesamtbetrags der Zahlungen in Abstufungen von 10 Pfennig für je volle IM Mark. Befreit von dem Warenumsatzstempel sind Geschäfte, die an Zahlungen für Waren nicht mehr als 3000 Mark jährlich einnehmen. Solche Geschäfte sind auch nicht anmeldepflichtig. Als Warenlieferung gilt die entgeltliche Uebertragung beweglicher« Sachen, auch von Gas, elektrischem Strome und Leitungswasser, dagegen sind keine Waren Forderungen, Wertpapiere, Wechsel, Schecks, Geldsorten und Grundstücke. Frei vom Warenumsatzstempel sind Lieferungen von Gold in Barren, von zollpflichtigen Waren aus dem Auslands Lieferungen im Inland bezogener Waren in das Ausland, von Gas, elektrischem Strome und Leitnngswasser durch Reich, Staaten, Geineinden und Gemeindeverbände. Ter Warenumsatzstempel ist erstmalig für die in der Zeit 1^ Oktober bis 31. Dezember 1916 fallenden Zahlungen zu entrichten. Für das laufende Kalenderjahr wird also der Warenumsatzstemvel nur auf ein Vierteljahr erhoben. Die alten und die «er Briefmarken. Im Postwejen besteht ein internati.'rales Uebereinkommen, wonach die am häufigsten vorkommenden Briefmarken überall in den gleichen Farben hergestellt werden; namentlich also die Marke zu 10 Pfennig (15 Centimes, 10 Heller, 1 Pennv. 2 Cent usw.) rot; die den halben Wert darstellende 5 Pfennig-Marke grün, die den doppelten darstellende 20 Pfennigmarke blau, und zwar sind diese Marken durchweg in satten Tönen gehalten. Nur einzelne Länder, z. B. Spanien, bevorzugen gebrochene Farben. Es soll den mit der Briefbeförderung betrauten Beamten sofort ermöglicht werden, zu erkennen, ob ein Brief richtig frankiert und wieviel Nachporto eventuell zu ncheben ist. Tie neuen Marken sind alle in gebrochenen Farben gehalten: die 21/2 Pfg.-Marke ist feldgrau, die Pfg.-Marke orangefarben, die 15 Pfg.-Marke braun, and diese Töne sind viel schwerer voneinander zu unterscheiden als die satten Töne der alten Marken. Namentlich ne braune 15Pfgj-Mcrrke ähnelt im Ton sehr der alten ! Pfennig-Marke und der 71/2 Pfennig-Marke. Dazu kommt, daß allmählich die heute noch das Farbenbild der Briefmarkenpost beherrschenden roten, grünen und blauen Marken, wenn auch nicht vollständig, fo doch nahezu verschwinden werden und die schwer zu unterscheidenden braunen und orangefarbenen Marken an ihre Stelle treten. Tie Einführung der neuen Marken wird daher zweifellos Uebelstände im Gefolge haben, die man hätte vermei- yen können, wenn man der Frage der Unterscheidung der aeuen Marken von den alten mehr Aufmerksamkeit geschenkt hätte. Es mag zugegeben werden, daß es nicht leicht war, für die neuen Marken Farben zu finden, die sich so kräftig voneinander abheben wie Rot. Grün' und Blau. Immerhin ist zu verwundern, daß man nicht auf das schmucklose, dem Ernst der Zeit entsprechende Schwarz verfallen ist, das sich sehr guck von allen Narben abhebt. Spanien hat dies z. B. 1898 für seine ssllos cks guerra, ne Kriegsfreimarken, gewählt. Ebenso hätte man statt der Nermania, ein anderes etwa auf den Krieg bezügliches kill», z. B. das Eiserne Kreuz oder irgend ein anderes symbolisches Zeichen und ein von dem alten abweichendes Format wählen können, etwa eine quadratische Form oder :in kleineres, breiteres oder höheres Rechteck, endlich wären mch zweifarbige senkrecht, wagerecht oder diagonal geeilte Marken in Frage gekommen, die sich alle sehr wir- üngsvoll von den alten Marken unterschieden hätten, wobei man allerdings auf ästhetische Wirkungen verzichtet Me. Bei der Eile, mit der die 8M Millionen neue Werteichen hergestellt werden mußten, haben aber vielleicht, alls man den Gedanken überhaupt erwogen hat, technische Schwierigkeiten bei der Herstellung hindernd im Wege getänden. (Frs. Ztg.) Das Achilleion — ein Friedhof. Aus Athen wird berichtet, daß der Park des dem Kaiser gehörigen Schlosses Achilleion auf der Insel Korfu zu einem Friedhof umgewandelt worden sei. Das Schloß selbst dient schon seit mehreren Monaten als Lazarett und vor dem Achilleion ankett das Spitalschiss „Sphinx" mit Seuchenkrankcn. — Sin romantischer Traum hat sein Ende aefunde». Unterschlagene Kriegsgefangenen - Gelder in Stutzland. In L-amaruiu. ramen die Kommandanten des dortigen Kriegsgefangenenlagers, ein Oberst und ein Oberstleutnant wegen Unterschlagung von insgesamt 100 000 Rubeln, die für die Gefangenen eingetroffen waren, vor das Kriegsgericht. Auch von anderen russischen Kriegsgefangenenlagern wurden ähnliche Unregelmäßigkeiten berichtet, z. B. aus Irkutsk. Dort gelangte das Geld für die Gefangenen nicht zur Auszahlung. Ter schuldige Lagerkommandant wurde schließlich degradiert u. durch einen andern Befehlshaber ersetzt. das Thema „Krieg, Volk und Frieden" sprach. Der Redner habe sich mit aller Schärfe gegen einen Frieden um jeden Preis ausgesprochen. Ein solcher Frieden würde Deutschland zu einem Bettelvolk machen und bewirken, daß auch die Arbeiter zu Bettlern würden. Es heißt jetzt: Turchhalten! Zum Schluß wurde eine Resolution angenommen, in der ein baldiger Frieden gewünscht wird, jedoch kein Friede um jeden Preis, sondern ein Frieden, der die Unabhängigkeit, territoriale Unversehrtheit und die freie gewerkschaftliche Entwicklung Deutschlands gewährleistet. Ein englischer Zerstörer gesunken. Hoek Van Holland, 13. August. Der gegen nachmittags^ hier angekommener englische Dampfe „ dier" aus Newcastle berichtet, daß heute morgen 8l 9 Meilen westlich des Leuchtschiffes Maas ein ihn tender englischer Zerstörer auf eine Mine gestoßen', gesunken sei. Die Mannschaft habe sich in 3 Bootes gerettet, die später von anderen englischen ZerstL ausgenommen worden seien. Landwirtschaft. — Die deutsche Getreideernte Bemerkenswerte Angaben über die diesjährige deutsche Getreideernte wurden in einer Sitzung der Krefelder Handelskammer gemacht. Nach den Angaben, die offenbar aus amtlicher Quelle stammen, ist dtte diesjährige Gerstenernte so reich ausgefallen, daß für die Schweinezucht 5 Millionen Doppelzentner zur Verfügung gestellt werden sollen. Aucki den Malzkaffee- und Graubenfabriken, sowie den Brennereien sollen gegen das Vorjahr erheblich größere Mengen überwiesen werden. Nach vorsichtigen Schätzungen wird die Ernte an Gerste und Hafer gegen txrs Vorjahr ein Mehr von 3 Millionen Donnen liefern. Auch die Ernte an Roggen und Weizen kann durchweg als aut bezeichne! werden, so daß Deutschland auf eine Einfuhr von Brotgetreide aus dem Ausland nicht angewiesen ist. Die diesjährige Ernte stellt für Deutschland auf wirtschaftlichem Gebiet einen großen Sieg dar. Ein Ehrengrabmal für Emmich. Hannover, 12. August. Ein Ehrengrabmal für General von Emmich läßt jetzt die Stadt auf dem Engeschder- friedhof nach dem Entwurf des Stadtbaurats TVolf errichten. Der Entwurf knüpft an die altgermanische Heldenehrung an, das Grab des Helden durch einen Monoliten zu überdecken. Zwei Soldaten abgestürzt. Disentis (Schweiz), 14. August. Am Sonnabend sind zwei deutsche internierte Soldaten beim Edelweißpstücken abgestürzt. Einer von ihnen war sofort tot. A.-Doot-Arbeit. Letzte Nachrichten (Mitgeteilt von WTB.) Keinen Frieden um jeden Preis. ! Berlin, 14. Aug. Das „Berliner Tageblatt" meldet , aus Dresden, daß der sozialdemokratische Reichstags- ! abgeordnete Scheidemann dort im Zirkus Sarassani über Bern, 14. August. Die französischen Blätter melden aus Havre vom 11. August: Ein deutsches Unterseeboot hat vier Schiffe, nämlich den französischen Dampfer „Marie", die norwegischen Schiffe „Credo" und „Sora" und das dänische Schiff „Robert angehalten. Die drei ersteren wurden versenkt. Der Kommandant des Unterseebootes erklärte, daß die norwegischen Schiffe Ladungen hätten, die als Bannware betrachtet werden müßten. Das dänische Schiff „Robert" wurde wegen Unbedenklichkeit der Ladung freigegehen. Es brachte die Mannschaften der drei versenkten Schiffe nach Havre. Bern, 14. August. Nach einer Meldung des „Temps" aus Madrid ist der englische Dampfer „Antiope" (2973 Tonnen) durch ein österreich-ungarisches Unterseeboot versenkt worden. Brotpreiserhöhung in London. London, 13. Aug. Die Brotpreise in London w am Montag von 81^ Pence auf 9 Pence für 4 Brot erhöht werden. Ei« Lufitania-Prozeh. Berlin, 14. August. Wie dem „Berliner Lokalanzejg berichtet wird, begann am Donnerstag vor dem New-A« Bundesdistriktsgericht der Prozeß gegen die Cunard-Lis der Besitzerin der „Lusitania", der von Salomon Frj mann und 15 anderen Amerikanern gegen die enW Schiffahrtsgesellschaft anhängig gemacht wurde. Die verlangen für den Tod ihrer Verwandten bei dem U» gang der „Lusitania" einen Schadenersatz von 4 Mlli, Mark mit der Begründung, daß die Gesellschaft trotz! Warnung, daß der Dampfer torpediert werden solle, K Vorsichtsmaßregeln getroffen habe und daß auck die Rettuq arbeiten ungenügend gewesen seien. Bekanntmachung. Frif che Butter- und Eierabgabe betr. Es ist wiederholt die Wahrnehmung gemacht worden, daß mehrere Personen, nachdem sie bei der Ausgabestelle Walter ein Quantum Eier und Butter erhalten hatten, auch bei der Ausgabestelle Hettinger Eier und Butter verlangten und erhielten oder umgekehrt, während sehr viele andere Personen gar nichts bekamen. Um diesem Mißstand abzuhelfen, wird künftig Butter usw. nur gegen Vorzeigen sämtlicher für die betr. Woche geltenden Marken, die im Besitze einer Haushaltung sind, abgegeben. Die Marken, für die wegen Mangel an Vorrat Butter usw. nicht abgegeben werden kann, werden durch einen Strich mit Tinte oder Tintenstift gekennzeichnet. Gegen solche Marken darf Butter usw. nur dann verabfolgt werden, wenn jeder Bezugsberechtigte bereits etwas erhalten hat und Vorrat noch vorhanden ist. heute Abend empfiehlt EeEche Is Liöppingvr bsuorbrunnen kein NLillriiek koklenaaures Minesal^aaser. Hervorragendes llrkrischungsgetränk, als Oesundbeits-Masser j von Hunderten von Zerrten empfohlen. Darüber neueste Zeugnisse ckurcb die Du l.andvi-ei'' 8 vti 8 ki-unnenverwallung Köppingsn. dllederlage Kugusl Vs»«»», vdsnsvkvEllsi» Deletion blr. 2. A. Hkttwgn. AdklshtM Holländische «»llftttliise Adelsheim, 12. August 1916. Bürgermeisteramt: T r e f z. in Dosen ca. 1 Pfund 2 Mark. Praktisch für den Feldpostversand ! empfiehlt Hch. Schmidt. Adelsheim. Das diesjährige Ab- und Zuschreiben der Einkommen- und Vermögenssteuer wird am , Dienstag, den LL. Augnft ISIb Hslkms kmpßehlt die lkucknei dieses Slattcr. vormittags von 8 bis 12 Uhr und nachmittags von 2 bis 6 Uhr im Rathaus hier vorgenommen werden. In dieser Frist müssen die Einkommen- und Vermögenssteuererklärungen abgegeben werden. Wer Hilfspersonen in anderer Weise als lediglich in seinem Haushalt oder beim Betrieb der Landwirtschaft gegen Entgeld beschäftigt, hat das hierfür vorgeschriebene Verzeichnis auszufüllen und bis zum Beginn obiger Frist beim Schatzungsrat einzureichen. Die hierzu erforderlichen Vordrucke sind, sofern sie nicht zugestellt werden, beim Schatzungsrat obzuholen. Wer die ihm obliegenden Steuererklärungen und Anmeldungen der Hilfspersonen nicht rechtzeitig oder wahrheitswidrig erstattet, macht sich strafbar. Zur näheren Belehrung werden die Steuerpflichtigen auf die an der Ortsverkündigungstafel angeschlagene Bekanntmachung verwiesen. Adelsheim, den 12. August 1916. Der Vorsitzende des Schatzungsrats. ist heilbar nach neuer medicin. Erfindung. ! Zuhalalormm Heidelberg Werderstr. 38. . Aktienkapital und Reserven der Württd. Vereinslaank 54,9 Milionen lVlark. filislk ll«s Mtl. VmmiM (staubfein gemahlenen, reinen Kohlensäuren Kalk) emp ehlen in Wagenladunarn Gebrüder Spohu A. G., Slaubeurea lMM Anfragen werden sofort erledigt. Broschüre .Kalk in der Landwirtschaft" kostenlos. I» gelbes Wagensett ls, schwarzes Schuhfett „ Maschine«-» „ Motorenöl Centrifngenöl Nähmaschinenöl Spindelöl Niemenwachs empfiehlt »> IUvrgentkeim. lelelon Kr. 110. 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Amsterdam, 13. August. Nach einem hiesigen erfahren die Times aus Shanghai: In den Koffern' Abgeordneten aus Dummen, die auf der Reise nach Pch in Shanghai ankamen, entdeckte man 7000 Pfund Op Man glaubt, daß noch mehr geschmuggelt wurde, da> Rücksicht auf die amtliche Stellung der Abgeordneten Koffer nicht untersucht wurden, bis man Verdacht geschsi hatte. Vier Abgeordnete wurden verhaftet. Das beschh nahmte Opium hat einen Wert von einer Million Ta' Rrt Die Lsiik beobsebtet über alle Verwü^ensLUAsIsAsntieileii uo-1 deüülAte VerseüvieAeulrell ZeZev jsclerwano mul ASAsn jeüe Lstiörüe.^ tenanl Mt dk In de anal südl töße ilich des Insten i Bei Zc ngenen Starke ad Grabl «ig avge