militärffz amtplan? rerst Serbien r in hmung Serbiens > mch Un htet. einem Tr! >estern d« sen gesG r TenneiL t Ausna^ a Schiff' LkM«»r täglich. auKer Sonn- «m» - Zriermgs - »«Mr Monatlich. . . Yfg. - ^ vürrrljährlich . Mk. - frei ms Haus geliefert - Soxberger Anzeiger Helesenstes Tageblatt oes baürßhen Saulanöes - Anzeigen wer-en mit 15 pfenntg ß per einspaltig« Zeile berechnet. ^ f ^ Sei mehrmaliger Aufnahme Rabatt ^ - Postscheck-Konto 4054, Karlsruhe yauptanzeigeblatt M -re seMe M-elsheim, Hoxberg u. deren Umgebung LLL LVL.°'Ä!!?.^°!L HolzsubmWoas- un» v«steiseruags--lazeiser für Sea Göenwalö LLLLL.NLR.LL» I Druck und Verlag Vt l.-j j Buchdruckerei Adelsheim, Adolf Heppeler ^ I Telefon No. 18_ AdelSbeim, Freitag, 1. September 1916 Verantwortlich: A. Heppeler in Adelsheim. 40 . Jahrg. aus, Shei ar durch t. hast Der Krieg ist in ein entscheidendes Stadium getreten. Die Anstregungen der Feinde haben ihr Höchstmaß erreicht. Ihre Zahl ist noch größer geworden. Weniger als je dürfen Deutschlands Kämpfer, ^Hen wie drinnen, jetzt Nachlassen. Noch müssen alle Kräfte, angespannt bis aufs Aeußerste, eingesetzt V»den. um unerschüttert festzustehen, wie bisher, so auch im Toben des nahenden Endkampfes. Ungeheuer fisd die Ansprüche, die an Deutschland gestellt werden, in jeglicher Hinsicht, aber ihnen muß genügt werden. Wr müsse« Sieger bleiben, schlechthin, auf jedem Gebiet, mit den Waffen, mit der Technik, mit der Organisation. nicht zuletzt auch mit dem Gelde! Darum darf hinter dem gewaltigen Erfolg der früheren Kriegsanleihen der der fünften nicht zu- chckbleiben. Mehr als die bisherigen wird sie maßgebend werden für die fernere Dauer des Krieges; auf ein tzsnzielles Erschlaffen Deutschlands setzt der Feind große Erwartungen. Jedes Zeichen der Erschöpfung bet Wr würde seinen Mut beleben, den Krieg verlängern. Zeigen wir ihm unsere unverminderte Stärke und Mschlofsenheit, an ihr müssen seine Hoffnungen zuschanden werden. ' Mit Ränken und Kniffen, mit Rechtsbrüchen und Plackereien führt der Feind den Krieg, Heuchelei jwd Lüge find seine Waffen. Mil harten Schlägen antwortet der Deutsche. Die Zeit ist wieder da zu neuer Lu, zu neuem Schlag. Wieder wird ganz Deutschlands Kraft und Wille aufgeboten. Keiner darf fehlen, jeder h «ch beitragen mit allem, was ec hat und geben kann, daß die neue Kriegsanleihe werde, was sie unbedingt Weeden muß: Für «ns ein glorreicher Sieg, für den Feind ein vernichtender Schlag! ltrr. is Sie »klimatische« Seziehongeu zwischen Solgarie« und SumSuieu adgedrochev. Berlin. 31. August. Die hiesige bulgarische Gesandtschaft hat aus Sofia die Nachricht erhalten, daß der ru- nimsche Gesandte in Sofia gestern Abend seine Pässe verlöt hat und daß somit von rumänischer Seite aus die dplsmatischen Beziehungen zwischen Bulgarien und Ru- «Mien seit gestern Abend ^7 Uhr abgebrochen worden smd. lWTB.) Tagesberichte. BNB. Trotzes Hauptquartier, 31. Ang. (Amtlich ) Westlicher Kriegsschauplatz: Am Frontabschnitt beiderseits von Armentieres entwickelte Wer rege Tätigkeit. Seine im Anschluß an starke berfälle vorgehenden Erkundungsabteilungen sind esen. Bei Roclincourt (nördlich von Arras) machte deutsche Patrouille im englischen Graben eine Anzahl le. Beiderseits der Somme hält sich der Feuer- aus großer Stärke. Wie nachträglich gemeldet ist. Bestem früh südlich von Martinpuich ein gegen die Stellung vorspringender Graben verloren. 0 M Maasgebiet herrschte, abgesehen von kleinen Hand- Mamnenkämpfen bei Fleury, Ruhe. Oestlicher Kriegsschauplatz: Westlich von Riga, im Brückenkopf von Dünaburg, am Etochodbogen, südöstlich von Kowel, südwestlich von Luck ^ ^ einzelnen Abschnitten an der Armee des Generals ' dmst« von Bothmer finden lebhafte Artilleriekämpfe statt. den Karpathen haben wir bei der Erstürmung tz. . üukul 1 Offizier, 199 Mann gefangen genommen. Gliche Gegenstöße sind hier abgewiesen. - Bei Durchführung von Angriffen aus militärische An- von Luck und Torczyn schossen unsere Flieger drei Flugzeuge ab. Ein weiteres ist am 29. August bftopady (an der Beresina) außer Gefecht gesetzt. Balkan-Kriegsschauplatz: Teine Ereignisse von Bedeutung. Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. erstenmal ist der Tagesbericht heute von den, *n Ersten Generalquartiermeister Ludendorff ge- N^t, die beiden Neuernannten haben also ihre Aemter ungebeten. Mögen sie immer recht viel Gutes '«richten baben! Im Gebiet der Somme ist zu beobachten, daß die Kampfestätigkeit allmählich über den ursprünglichen Rahmen im Norden und im Süden hinausgreift, jedoch läßt sich noch nicht erkennen, ob es sich zunächst nur um Tastversuche handelt, oder ob die feindliche Offensive bereits eine planmäßige Ausdehnung erfahren hat. So -verden heute von Armentieres und Roclincourt bei Arras bedeutendere Gefechte gemeldet, während im eigentlichen Sommeabschnitt in der .Hauptsache die Artillerie Vas Wort hatte. An der Maas herrschte verhältnismäßige Ruhe. — Im Osten künden heftige Geschütz- kämpfe wieder neue Angriffe der Russen an. i Der „Daily Mail" wird aus dem russischen Hauptquartier gemeldet, die Deutschen und Oesterreicher seien setzt stärker als zu Beginn der Offensive; fortwährend treffen neue Reserven ein und die Oesterreicher haben allein 400 000 Mann herangezogen, i Die „Nowoje Wremja" bringt aus Teheran einen Bericht, daß die Lage der russischen Heere an der türkisch-persischen Front in der Wüste vor den bussitmns- kischen Felsen trostlos sei. Allgemein herrsche die Malaria: der Sanitätsdienst funktioniere nicht, die Zufuhr habe aufgchört. Die türkischen Angriffe würden täglich stärker, und die russischen Heere müßten langsam zugrunde gehen. Dazu käme ein gefährlicher Franktireurkrieg, den die Bevölkerung auf die verhaßten Eindringlinge eröffnet. Auch in Teheran herrsche eine so aufgebrachte Stimmung, daß ein Handstreich gegen die russenfreundliche Regierung des Sipachdars befürchtet werde. Neues vvm Lage. Bergeltttngsmatznahmen. Berlin, 31. Aug. Tie „Nordd. Allg. Zeitung" schreibt: Vergeltungsmaßnahmen gegen russische Mariiieangehörige. Seil über Jahresfrist werden in Sibirien die deutschen Seeoffiziere und Mannschaften, die das Unglück hatten, in russische Kriegsgefangenschaft zu fallen, einer besonders unwürdigen Behandlung unterzogen. Mau behandelt sie nicht wie Seeleute, die nur ihre Pflicht getan haben, sondern wie gemeine Verbrecher. Ter Grund hierfür joll in einem freundschaftlichen Rat Englands liegen, das Rußland gegenüber erklärt hat, diese Deutschen jeien keine ordentlichen Seeleute, sondern Seeräuber, die man dementsprechend behandeln müsse. Ta alle diplomatischen Verhandlungen nichts gefruchtet haben, im Gegenteil der russische Generalstab neuerdings die obenerwähnten einwandfrei sestgestellten Tatsachen einfach ableugnet, sieht sich die deutsche Heeresverwaltung nunmehr veranlaßt, zu scharseu Gegenmaßregeln zu schreiten, um das Los ihrer Kriegsgefangenen zu bessern. Tie russischen Marineangehörigen (Offiziere und Mannschaften) werden einem Ber- geltungslager zngeführt, wo sie genau der gleichen Behandlung unterworfen werden, wie sie unsere Seeleute in Rußland zu erdulden haben. Diese Maßregel wird erst ihr Ende finden, wenn die russische Regierung sich veranlaßt gesehen hat, die deutschen Marinekriegsgefan- genen fürderhin nicht mehr wie Verbrecher, sondern wie Sowaten, die dem Vaterland gegeuud^ ^reu ihre MtWl erfüllt haben, zu behandeln. . ^ "_i Der Preis des Gefrierfleisches Die Reichsfleischstelle schreibt uns: Von der Reichsfleischstelle konnte einzelnen Kommunalverbänden vor einiger Zeit Gefrierfleisch überwiesen werden. Dasselbe gelangt zur Verteilung an die Verbraucher durch die Kommunalverwaltungen. In Konsumentenkreisen fragt man sich mitunter, warum das Gefrierfleisch nicht billiger abgegeben wird als z. B. frisches Rindfleisch. Hierbei wird angenommen, daß das kürzlich zur Verteilung gelangte Gefrierfleisch zu einem früheren, was die Preise anbelangt, günstigeren Zeitpunkt eingekauft worden sei. Die Annahme, daß Gefrierfleisch ein- für allemal verhältnismäßig billig an den Verbraucher gelangen könne, ist jedoch irrig. Das in Frage kommende Fleisch stammt allerdings aus früheren Einkäufen, wurde aber vom Auslande bezogen, wo bereits hohe Preise angelegt werden mußten. Des weiteren lasten auf dem Gefrierfleisch beträchtliche Unkosten durch Zinsverlust, Aufbewahrung, Behandlung usw. Die Reichsfleischstelle ist nur für die Verteilung zuständig, nicht für die Preisfestsetzung. Der von den Kommunalverbänden gezahlte Uebernahmepreis ist Gegenstand freier Vereinbarung mit der Zentral-Ein- kaufsgesellschaft. Der Verkaufspreis wird von den Gemeinden bestimmt. ' Dänemark will neutral bleiben Berlin, 31. Aug. Die „Nordd. Allg. Zeitung" schreibt: Der königl. dänische Gesandte hat im Aufträge der dänischen Regierung hier mitgeteilt, daß Dänemark in dem deutsch-italienischen Kriege eine absolute tralität bewahren werde. Wien, 31. Aug. Der hiesige dänische Geschäftsträger gab gestern im Ministerium des Aeußern die Erklärung ab, daß Dänemark gegenüber dem Kriege zwischen Oesterreich-Ungarn und Rumänien die Neutralität bewahren werde. (Etwa so wie Rumänien?) Unerhörte Schandtaten franzöfifcher Soldaten. WTB. Berlin» 31. August. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" veröffentlicht eine Reihe von Protokollen über eidliche Zeugenaussagen, aus denen hervorgeht, daß französische Soldaten größtenteils auf Geheiß ihrer Offiziere deutsche Soldaten, die sich ergeben hatten oder verwundet wurden, kaltherzig ermordeten. Das Blatt bemerkt hierzu einleitend: Umfangreiche Aktenbände bezeugen Gewaltakte und unerhörte Schandtaten an wehrlosen, teilweise an schwer verwundeten deutschen Heeresangehörigen. Bon ven Gefangenen in Frankreich. Berlin, 31. Aua. Die Urteile französischer Gerichte über deutsche Kriegsgefangene haben schon von Anfang des Krieges an jedes Maß einer gerechten Justiz vermissen !a,,?n. In frischer Erinnerung wird noch der Fall der Ochsers-Patrouille Strachwitz-Schier- städt sein, die weg.n Plünderns zu mehrjähriger Gefängnisstrafe verurteil! wurde, weil sie hinter den feindlichen Linien ihr Lelen mit Feldsrüchten zu fristen versuchte. Tie fortgc.etzren Bemühungen der Deutschen Regierung, alle bebaue'"'werten Opfer einer von Haß und Rachsucht irre geleiteten Justiz vor derartigen Vergewaltigungen zu schützen, haben jetzt zu einem durchschlagenden Erfolge geführt. Unter Vermittelung des Königs von Spanien ist mit der französischen Regierung eine Verständigung erzielt worden, daß die Vollstreckung aller gerichtlichen Strafen, die gegen Kriegsgefangene wegen der bis zum 1. September 1916 begangenen Straftaten verhängt worden sind, bezw. noch verhängt werden, bis zum Friedensschluß ausgesetzt werden sollen. Durch dieses Abkommen werden etwa 400 deutsche Kriegsgefangene, die ohne Rechtsgrund oder wegen ganz geringfügiger Vergehen (Mitnehmen kleiner Andenken auf dem Vormarsche, Besitz von Uniformknöpfen oder geringwertiger Gebrauchsgegenstände französischer Herkunft und dergl.) oder wegen Unbotmäßig- keit in der Gefangenschaft zu unverhältnismäßig schweren Gefängnis- und Zuchthausstrafen verurteilt worden sind, durch Uebersührung aus der Strafanstalt in ein Kriegsgefangenenlager eine wesentliche Verbesserung ihrer Lage erfahren. Drohender Aufruhr in Griechenland, z. Bon der schweiz. Grenze, 31. Aug. Züricher Blätter melden aus Mailand: Dem „Secolo" zufolge herrscht in ganz Griechenland Aufruhr. (?) Es treffen nur spärliche Nachrichten ein. Der Einmarsch der russische« Truppe«. 3. Bon der schweiz. Grenze, 21. August Der Züricher Post wird aus Paris berichtet: Pariser Blätter melden, daß auf den russischen Bahnlinien Lippany—Mam- lica und Novosielica—Pernowitsch fortwährend große Truppentransporte stattfinden. Alle 20 Minuten gehen Militärzüge nach der Bukowina ab. Im Süden von Bes- sarabien treffen die Russen große Vorbereitungen, um die Verbindung der russischen mit der rumänischen Armee überall herzustellen. In Tulcea wurden 4 Pontonbrücken geschlagen. Weitere Erfolge der Wühlarbeit Athen, 31. Aug. Drei weitere, dem Generalstab angehörende königstreue Obersten haben ihre Entlassung genommen, ein vierter erbat die Verlängerung seines Urlaubs um 45 Tage. Auf die letzte von Venizelos und anderen Agenten des Vierverbandes veranstaltete Massenversammlung fand gestern eine Gegenversammlung statt, an der 20000 Personen teilnahmen. Der vormalige Minister Gunaris sprach scharf gegen die Umtriebe des Venizelos, die die gegenwärtige Lage Griechenlands verschuldet hätten. Ei« japanischer Panzerkreuzer «ntergegangen. Berlin, 30. August. Nach Züricher Blättermeldungen aus Tokio ist der auf Grund gelaufene japanische Panzerkreuzer „Kasati" untergegangen. Die Kriegslage. Ueber die gegenwärtige Lage aus den Kriegsschauplätzen schreibt H. Stegemann im „Bund": ^ Eine gewisse Entspannung der allgemeinen Kriegslage zugunsten der Zentralmächte kennzeichnet die Entwicklung der letzten Woche. Es mag sein, daß die russische Heeresleitung mit einer Neuordnung der schwer- erschütterten Verbände ihrer Angriffsarmeen südlich des Prips et beschäftigt ist, nachdem die Armeen Böhm-Er--- molli und Gras Bothmer ihre Rückwärtsbewegung so ruhig und zielbewußt vollzogen haben, daß auch die kräftigsten Angriffe Ssacharows und Tscherbatschews dieses strategische Manöver nicht in eine Niederlage zu verwandeln vermochten. Heute verläuft die Front auf den alten Schlachtfeldern zwischen der Bystryzamündung und dem Quellgebiet der Strypa. Am Stochod sind bisher alle Versuche der Russen gescheitert, die Hauptverteidigungslinie, die vor Kowel errichtet worden ist, zu nehmen. Die westlich des Nobelsees angesetzte Umfassung der deutschen linken Flanke ist nicht geglückt. Tie russische Armee Lesch ist auf neue Fronten gestoßen und in klebenden Kampf verwickelt worden. Man kann also die Lage vom Dnjestr bis zum Pripjet als stationär bezeichnen, sofern man erläuternd beifügt, daß es an örtlichen Kämpfen und Teilerfolgen hüben und drüben wohl nicht fehlt und daß hinter den Fronten zweifellos Vorbereitungen zu neuen Operationen großen Stils getroffen werden. Brnssylow kann sich nach der Opferung so vieler Tausende nicht damit befriedigt erklären, die Verbündeten in Wolhynien auf den Stochod zuröckgedrängt zu haben. Ohne die Eroberung der Linie Kowel-Wla- dimir Wolinski bleibt seine Offensive Stückwerk und er selbst schweren Rückschlägen ausgesetzt, besonders wenn auf die Sommerdürre Herbstregen folgen und seine rückwärtigen Verbindungen stören- Auch südlich des Tujestr ist die Lage in der Schwebe. Leschitski hat die Bystryzalinie noch nicht erstritten. Westlich Stanislau behaupten sich die Oesterrcicher auf den linksufrigen Höhen und decken den Raum Halicz- Kalusz. Am Jablonikapaß, wo die Russen zuletzt den Gegendruck aufzuheben vermochten, sind die Kämpfe um Tatarow örtlich gebunden geblieben. Dagegen vermochten die Oesterreicher zwischen Zeremosc und Kirli- oaba ihre Stellungen auf den siebenbürgischen Pässen zu verbessern und am Kapul, der Äagura und dem Tomnaticut Raum zu gewinnen, so daß die Russen vermutlich genötigt sind, durch Heranführung von Verstärkungen dafür zu sorgen, daß ihnen die Linie Seletin- Jzwor-Moldawa nicht verloren geht, die sie zur ungestörten Behauptung des Suczawa- und Moldawatales nicht entbehren können. Inzwischen ist Kuropatkin in General Rußki ein Nachfolger an der Nordwestfront entstanden, der zweifellos größere Tatkraft und feineres strategisches Gefühl besitzt als sein Vorgänger. Alle russischen Erfolge in Wolhynien und Galizien bleiben ohne unmittelbare Auswirkung, so lange die deutsche Front nördlich des Pripjet nicht erschüttert werden kann und die Karpathenpässe standhalten. Opferreiche Angriffe an der Dünafront, die von Kuropatkin mit hohen Verlusten bezahlt wurden, beweisen, daß die russische Heeresleitung die deutsche Nordslanke zu fassen versucht hat. Heute wird die deutfche Verteidigung dort und an den Seen ohne Zweifel darauf bedacht sein, sich nicht die geringste Blöße zu geben, denn sie kennt Rußki als einen der fähigsten russischen Generale. Blutige Erfahrungen hat bekanntlich auch General Ewerth im Raume Baranowitschi gesammelt, ohne einen Erfolg erzielt zu haben. Es fragt sich nun, in welcher Weise Brussylow, Ewerth und Rußki Zusammenwirken sollen, um die kraftvoll geförderte, aber noch nicht abgeschlossene Offensive Brussylows, der vorübergehend wieder der Atem ausgegangen ist, aufs neue zu beleben und zu einem wirklichen Abschluß zu bringen, ehe des Gegners Gegenmaßnahmen der russischen Heeresleitung die Initiative entwinden. Hindenburgs Gegenmaßnahmen werden indes nicht nur durch die umfassende Neugruppierung, sondern Wohl auch durch die Vorgänge auf anderen Kriegsschauplätzen und das Verhalten Rumäniens bestimmt. Insofern kann man entschieden von der nun erreichten Vereinheitlichung der Fronten sprechen, die das Axiom von der strategischen Einheit der Kriegsschauplätze endlich für alle Teile Wirklichkeit werden ließ. Ter kritische Moment, der diese Taktik zum Ausdruck brachte, ist von den Zentralmachten unter,schweren Krüfungeu überwunden worden. Im Westen ist die Kampflage durch einen neuen Ansturm der englisch-französischen Angriffsarmee zwischen Ancre und Somme gekennzeichnet, die am 23. und 24. August stattgefunden, im großen ganzen aber dem Angreifer nur einzelne Grabenstücke zubrachte. Tie Franzosen melden am 24. August abends die Vollendung ser Einnahme von Maurepas, haben also, wenn sie das Torf behaupten können, den konzentrischen Druck, Ser zwischen Clery und Guillemont auf ihnen lastete, etwas erleichtert. Guillemont, der zweite Pfahl im Fleische der englisch-französischen Angriffsfront, wird indes immer noch von den Württembergern gehalten, so heftig auch die Engländer das halbumsaßte Torf bedrängen. . Im Raume Verdun hält die Erleichterung der Lage zugunsten der Franzosen an. Sie sind jedoch gezwungen, die bei Fleury erkämpften örtlichen Vorteile in ununterbrochenen Nahkämpfen zu behaupten. Das Hauptinteresse des Tages und der nächsten Zeit haftet voraussichtlich an den Operationen im Raume Saloniki. Tie bulgaro-deutsche Gegenoffensive hat die vortastende Offensive Sarrails vereitelt und wirkt auf beiden Flügeln umfassend, während das Zentrum zwischen Toiran und Ostrowosee in der Verteidigung geblieben ist. Die stark ausgebildeten bulgarischen Flügelgruppen haben Sarrails'rechten Flügel zwischen dem Tachino- see und Todorowo auf und über die Struma zurückgeworfen und Sarrails linken Flügel aus der Linie Bik- lista-Florina-Banica so weit nach Süden verdrängt, daß Sarrails linker Flügel beinahe den Halt verloren hätte. Die von Sarrail im Zentrum am War- dar gegen Toiran und an der Moglenica in der Richtung Subotsko-Pozar erkämpften Vorteile wiegen diese strategisch bedeutsamen Erfolge der Bulgaren nicht auf. Die englischen und französischen Meldungen lassen das deutlich erkennen. Sarrail sandte den Serben anscheinend starke Unterstützung, um sie instand zu setzen, ihre Stellungen westlich des Ostrowosees zu halten. Sie haben den Kamm des Malka-Nidzegebirges trotzdem nicht behaupten können. Am bedeutsamsten sind die Fortschritte der Bulgaren auf den äußersten Flügeln, sowohl dem rechten als auch dem linken geworden. Auf dem rechten haben sie südöstlich Florina (Bulgarisch Lerine) über Biklista ausgreifend das Tal der Vistrica erstritten und Kastoria besetzt. Sie stehen hier 35 Km. südwestlich Florina und 140 Km. westlich Saloniki, also in Sarrails Vertei- digungsslanke. Am Ostflügel Sarrails wird die Lage nicht nur durch die Kämpfe im Strumatal bestimmt, sondern noch mehr gekennzeichnet durch die exzentrisch und zum Flankenschutz vorgetriebene Offensive der Bulgaren nordöstlich des Tachinosees bis Kawalla. Von jeher hatte man in Kawalla einen Schlüsselpunkt der Lage in Mazedonien zu erblicken. Die Bulgaren beherrschen den Golf von Kawalla und so sind alle Versuche der Entente, die Basis von Saloniki zu verbreitern, aussichtslos. In der Strumaniederung sind sie offenbar Meister geworden. Die Engländer melden ausdrücklich, daß die Bulgaren sich am 23. August auf der Linie Elisan-Jeniköj eingerichtet haben. Die Aktion in der Strumaniederung zwischen dem Butkowasee und Seres war offenbar unbedeutend. Englische Kavallerie mußte sich opfern, um den Rückzug zu decken. Die Italiener liegen noch in der Görzer Niederung fest und plänkeln an der Vojusa, der letzten Stelle der Peripherie, wo die Offensive der Entente noch nicht eingesetzt hat. Dagegen ist es den Russen gelungen, Verstärkungen auf dem armenischen Kriegsschauplatz zu versammeln und die türkische Gegenoffensive im Raume Musch zum Stehen zu bringen. Auch in Persien suchen sie das Vordringen der Türken zu hemmen, während das englische Expeditionskorps am Unterlauf des Tigris immer noch festgebannt liegt und schwer unter dem Klima leidet. Aus Stadt und Land. ** Adelheim, 1 Sept. Am Sonntag, den 3. Sept., nachmittags 2 Uhr findet im Saal des „deutschen Kaisers" dahier der ordentliche Gautag des Bauländer Militär- Gauverbandes statt. Jeder Verein muß vertreten sein. ** Adelsheim, 1. Sept. Der zunehmende Bedarf der Heeresverwaltung an Platin hat dazu geführt, daß in letzter Zeit bei einer Anzahl von Betrieben, die Platinbestände durch Verfügungen der Militärbefehlshaber beschlagnahmt wurden. Diese Einzelbeschlagnahmen haben sich jedoch nrcht als ausreichend erwiesen, um dem vorhandenen Bedürfnis abzuhelfen. Demgemäß wird mit Wirkung vom 1. September 1916 eine allgemeine Beschlagnahme und Bestandserhebung von Platin aus Ersuchen des Königlichen Kriegsministeriums durch die Militärbefehlshaber bekannt gemacht, welche alle bisherigen Einzelbeschlagnahmen von Platin aufhebt und ersetzt. Die näheren Bestimmungen über die verschiedenen der Beschlagnahme unterworfenen Stoffe und Gegenstände, über die Wirkung der Beschlagnahme und ihre Ausnahmen, über die Meldepflicht und Lagerbuchführung sind aus dem Wortlaut der Bekanntmachung ersichtlich. Da der Kreis der von dieser Bekanntmachung betroffenen Peyonen nicht begrenzt ist, muß jeder, der — wenn auch geringe — Vorräte an Platin und platinhaltigen Stoffen im Besitz hat, sich mit den Bestimmungen dieser Bekanntmachung vertraut machen. Die Veröffentlichung erfolgt in der üblichen Weise durch Abdruck im Amtlichen Verk.-Bl. Außerdem ist der Wortlaut der Bekanntmachung bei den Gemeinde- und Saatsbehörden einzusehen. (-) Mosbach, 1. Sept. In einer hier abgehaltenen Müllerversammlung, an der etwa 50 Mühlenbesitzer aus den Bezirken Adelsheim, Eberbach und Mosbach teilnahmen, wurde die Gründung einer Zwangsinnung für diese Bezirke beschlossen. (-) Wertheim, a. M., 30. August. In Firma E. Bechsteins Buchdruckerei und Zeitungsverlag (Wertheimer Zeitung) kann Herr Mar Mann auf eine 40jährige Tätigkeit als Schriftsetzer zurückblicken. Gehilfe trat der Jubilar bei seinem damaligen Em. Bechstein ein und war stets ein treuer Miray^UMkob« Der jetzige Inhaber, Herr Wilh. Bechstein, ehrte i^j Vk» " auf entsprechende Weise. (-) Karlsruhe, 31. Aug. Die Bezirksärzte h, Aselt an sämtliche Aerzte des Landes Fragebogen zur Erhch Lchenm-- einer möglichst genauen Statistik über den Umfang, »W die etwaige Zunahme der Geschlechtskrankheiten wätz, des Krieges gesandt. Tie badische Aerztekammer die Aerzte des Landes aufgefordert, die Landesverst rungsanstalt bei ihren Maßnahmen zur Bekämpfung Krankheit tatkräftig zu unterstützen. (-) Pforzheim, 31. Aug. Der ledige ViehhäH Ludwig Taube von Königsbach wurde bei^der^Pv^ »Vir Hchwc- «-Etz Alsaim Aber a Die D zur Anzeige gebracht, weil er aus einem an der Bietz - laderampe stehenden Eisenbahnwagen ein Kalb gestsh hatte. Seine Absicht, das Tier an einen Metzger verkaufen, mißlang. (-) Bruchsal, 31. Aug. Die älteste Einwohne, unserer Stadt Frau Wagnermeister Elisabeth Roth burger, konnte heute ihr 90. Lebensjahr vollend! (--) Lohrbach bei Mosbach, 31. Äug. Durch ' V-» « schlag wurde die neuerbaute Scheuer des Landwirts Am Müller eingeäschert. Ter Schaden ist sehr erheblich. (-) Kehl, 31. Aug. Bei der Borratserhebung ws von verschiedenen Einwohnern der umliegenden Li Auenheim, Scherzheim, Willstätt, Sand und Eckartswy falsche Angaben gemacht. Vor allem wurden die A räte von Schweinefleisch gar nicht oder nur teilt»» angegeben. Die betreffenden Leute, es handelt sich dal auch um vier Frauen, erhielten Geldstrafen in Höhe v, Bo» Ue 10-40 Mark. Daß G' (-) Weiterdingen bei Engen, 31. Aug._ (euer wurde das große neuerbaute Oekonomiegebäude h »Sr Landwirts Erhard Dreher zerstört. Die ganze Er« — « wurde ein Raub der Flammen und auch das Wich Schätzung Haus wurde stark beschädigt. Der Viehbestand kos, zemünztä gerettet werden. Aus Württemberg. (-) Olnhansen» 28. Aug. Die Getreideer! .Mir -rift, Mt h Einer > Rach d Da sw- ' M e» „D'r Äo Hl Taust»! Und eil ..Wir d Und G Oessne: Und de> n D Tpekulan chs irm> der ohne kästen, § Verborgen ist bis auf wenigen Hafer beendet und fällt in jeder 8 das ziehung befriedigend aus. Die Ohmdernte hat begomgaluta i und ist gegenüber dem Vohrjahr gut. In Trauben «neutralen hier kein nennenswerter Ertrag. Die Mohnernte lienHo hoch I einen befriedigenden Ertrag, so daß die meisten HaMger ver Haltungen das notige Salatöl selbst produziert habuimer teur Kartoffeln, Kraut und Rüben versprechen auch ein günstiMeten. 2 Resultat, so daß man auch in hiesiger Gemeinde »en sie Aussicht hat, bedeutende Erzeugnisse an die LandMold verl versorgungsstelle abzuliefern. — Das hiesige G e me indiw der z ob st wurde am 28. August versteigert mit einem ErlLwn aus» von 1168 Mk. 60 Pfg. Es stellt sich der Preis dmWoldschmi schnittlich auf 10—11 M. für den Zentner. j- dem 6 f» Stuttgart, 31. Aug. (GüterdiebstSHIrff Weyen fortgesetzten schweren Diebstahls und wegen He« lerer wurden der Bahnarbeiter Georg Veith zu 1 IM t Monaten, Ver Bahnarbeiter Wilhelm Braun 1 2 Monaten, der 17 Jahre alte Bahnarbeiter Johmi Hudelmaier zu 8 Monaten 1 Woche, der Bahnarbeit: Josef Holz zu 7 Monaten 1 Woche, der Bahnarbo ter Ernst Wetzel zu 8 Monaten 15 Tagen, der W> chenwärter Georg Blickle zu 4 Monaten und der l Jahre alte Bahnarbeiter Johannes Steinemann zu Wochen Gefängnis verurteilt, ferner erhielt der Rs giermeister Thalheimer wegen einfachen Diebstahls A oegen Hehlerei 3 Monate 2 Wochen Gefängnis «i nne Frau wegen Hehlerei 2 Monate und eine and« 1 Tag Gefängnis, andere fünf Angeklagte wurden wG mangelnden Beweises freigesprochen. Die Diebe P ten vom Sommer vorigen Jahres bis Mitte Jams Sieses Jahres teilweise allein, teilweise komPlottmD Sie Güterwagen hier geplündert und aus ihnen alleÄ Lebens- und Genußmittel entwendet, wie Zucker, Sein, Reis, Kartoffeln, Käse, Seife, Licht; auch ande« Dinge, wie Lederzeug, Decken, Militärstiefel, Korbst» schen, Bleisoldaten, Weihnachtsbäume usw. Sie sche» len sich sogar nicht, bei ihren Diebstählen, die in dü Hunderte gingen, in vielen Fällen die Plomben vs? Sen Güterwagen zu entkernen. ' ^(-) Gächingen, OA. Urach, 31. Aug. (Blitzschlag.) In der Nacht vom Dienstag auf MitM» zogen schwere Gewitter über unser Torf. Hiebei schl-f- oer Blitz in den Kirchturm und in das dem I- ^ Beck gehörige Bauernhaus, in beiden Fällen ohne-- zünden. Am Kirchturm riß der Blitzstrahl eine M j zahl Ziegel herab, zertrümmerte Teile des Dachgebsm ^ und beschädigte die Turmuhr. An dem Bauernh««^ r- ist der Schaden unwesentlich. (-) Wiescnsteig, 31. Aug. (Um der Zigarettt oillen.) Ter von hier gebürtige 17 Jahre alte, § Ansbach beschäftigte Fabrikarbeiter Emil Büchele ist >er Ansbacher Strafkammer zu 15 Jahren Gesangs serurteilt worden. Büchele hatte am Abend des 28. Jvf ne 58 Jahre alte Spezereihändlerin Maria Botsch v ihrem Laden überfallen, sie durch Messerstiche in A Brust getötet und aus der Ladenkasse 127 Mk. geraub- nn, wie er in der Verhandlung gestand, für einen a«- siebigen Zigarettengenuß Geld ausgeben zu können- > (-) Kretzbronn, OA. Tettnang, 31. Aug. (An- geschossen.) In ver Nacht wurde ein Pionierunter offizier, Ver sich gegenwärtig in Urlaub befindet, von er nem Posten der Grenzschutzwache angeschossen, nachd^ er den mehrfachen Anruf nicht beachtet hatte. ^ schwerverletztem Knie mußte er andern Tags ins Lazarett nach Friedrichshasen übergeführt werden. Vermischte Nachrichten, i 43Vovo Eiserne Kreuz«. Während des jetzigen Krieger.' mehr als 430000 Eiserne Kreuze an unsere Truppen und i»» der verbündeten Armeen verliehen worden. Hievon entpv> über 420 000 auf die zweite Klo'se und über 10 000 am erste.