»n Nr.; «nö »5.- -betracht ißerfolg vir um in ....; tSglich, außer Sonn» und ß feiertags ß Monatlich. . . Pfg. - vierteljährlich . Mk. - frei tu« Haus geliefert ? Soxberger Anzeiger Gelesen-ies Tageblatt oes baüi/chen öaulaaöes Anzeigen werden mit 15 Pfennig ' per einspaltig» Zeile berechnet. j Set mehrmaliger Aufnahme Rabatt ^ Postscheck »Konto 4554, Karlsruhe auptanzeigeblatt für Sie Sezirke /löelsheim, Hoxberg u. deren Umgebung holzsubmijsions- und veesteigerungs-MZeiger für den Odenwald kinlerküi« öänclef ;nI8vtlulie »att-i stattlicher, verkünöigungsblatt l.) Illustriertes Sonntag»-Statt , Druck und Verlag 1^ 22!» ! Buchdruckerei Adelsheim, Adolf Heppeler ' Telefon No. 18 Tagesberichte. VLB. Großes Hauptquartier, 2S. Sept. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe des Generalfeldmarfchalls Kronprinz Rupprecht von Bayer« Gratis: prakt. Mitteilungen für Gewerbe (monatl.) u. H«n-el,Haus- u.taaöwirtfchast ttältlicb. k Ill'iegs ^ Mötzlich der Somme hat die Schlacht von Neuem be- onnen. essen Nach starker Steigerung des Artilleriefeuers Pissen die Franzosen die Linien Combles-Rancourt an. Ge hatten keinen Erfolg; ebensowenig die Engländer, die Courcelette vorzubrechen versuchten. — Nachträglich ist ldet, daß in der Nacht zum 22. September englische ngriffe bei dem Gehöft Mouquet und bei Courcelette geschlagen wurden. Wir haben im Luftkampf nördlich der Somme 11 liche Flugzeuge abgeschossen. Mangel an Rohstoffen, ein Kinderspiel ist gegen das, was uns England wirklich zugedacht hat. Wenn England - die Macht dazu hätte, es würde das deutsche Volk, es 'würde unsere Frauen und Kinder nicht darben, sondern verhungern lassen; es würde das tun, ohne mit der Wimper zu zucken. Denn dann wäre der Krieg aus, Deutschland wäre wirtschaftlich vernichtet und zerstampft, und brauchte, wie einst nach dem Dreißigjährigen Krieg, wieder 150 Jahre, um sich zu erholen. Inzwischen wäre die Welt englisch geworden. Englands Krieg. Auch Englands Verbündete wissen es. Die Blüte des russischen Volkes wird mit der goldenen Geißel Englands unablässig zu Hunderttausenden gegen die deutschen Linien getrieben. Fünf Millionen Franzosen und 60 Milliarden Francs, klagt der französische Sozialist Roux Eostadau, hat Frankreich bereits geopfert. Und es gibt kein Aushören, nicht für Rußland und nicht für Frankreich, denn Englands Heere stehen auf Frankreichs Boden, Frankreichs Häfen sind in Englands Hano. Mit dem Gespenst „deutscher Ländergier" treibt England die Söhne seiner Kolonialländer in die Gräben an der Somme, zu Hunderttausenden sind bereits Kanadier, Australier und Südafrikaner verblutet. Wer es gibt kein Aufhören, keine Pause; England fordert heute das Letzte von Rußland und Frankreich. Es setzt den Neutralen den Fuß auf den Nacken, weil es weiß» daß dies der Höhepunkt des Krieges ist, daß diese riesenhafte Anspannung aller Kräfte nicht lange mehr dauern kann. Die gesammelte und zusammengeballte Macht eines Weltreiches, die militärische und technische Kraft ganzer Weltteile hämmert gegen unsere Front und sucht uns wirtschaftlich zu erst'' Strahlender und mächtiger aber als dieser eiserne Druck der Fäuste Englands ist die Zuversicht unseres ganzen Heeres auf allen Frontedaß uns der Feind nie und nimmer bezwingen wird. Ne Zeichnungen unserer Großkapitals. unseres Großhandels, der deutschen Groß- Industrie auf die jetzige Kriegsanleihe sind anhaltend sehr erfreulich, jedenfalls bis jetzt noch stärker, als die früheren hohen Zeichnungsbeträge aus den genannten Kreisen. Die bisher veröffentlichten Zeichnungslisten beweisen dies. Die stolzen Ergebnisse berechtigten zu den schönsten Hoffnungen. Jedenfalls erfüllen die deutschen Großkapitalisten wie bisher, auch diesmal die Forderung des kleinen Mannes, des Mittelstandes: „Jockele, gehduvoran, duhast die großen i Stiefel an." Astes gegenteilige Biertisch-Geschwätz entbehrt der Grundlage. Jeder gutgesinnte Deutsche sollte pflichtgemäß die nichtswürdigen Ohrenbläfereien, als ob die „Großen" sich auf die finanziellen „Hinterbeine" stellten, bekämpfen, wo er sie auf der Tat ertappt; denn nichts stört so sehr die bitter notwendige Einigkeit des deutschen Volkes als solche gegenseitigen Klaffen-Verletzungen. Als ein einig Volk von Brüdern sollen und wollen wir, alle vom Kaiser bis zum Taglöhner, vom Millionär bis zur armen Waise, vom Greis bis zum Schulkinde, auf dem Altar des Vaterlandes opfern. Ach, wie erbärmlich Klein ist das verlangte Opfer der Daheimgebliebenen gegen die Vlulsopser unserer Helden draußen. Wer viel hat, der zeichne viel, wer nur wenig hat, der leihe dem Vaterlande das Wenige, welches er für Zeichnungszwecke erübrigen kann. Auf zur Zeichnung! Brüder reicht die Hand znm Bande, befolget das Gebot der Stunde! Kriegsanleihezerchnungen bei der Dielen wird es am bequemsten erscheinen, die Zeichych die Kriegsanleihe am Postichalter »orzuncbmen. Post,, oft oder Postagenturen gibt es fest liberal!, in der Scadt ^ dem Lande, so daß es keine Dttte «nacht, sich ei„^ »! a«U>lMeN zeichmmqsschein zu besorgen, um durch Beteiligung an s« z? ^ anleihe dem Vaterland« und sich selbst zu diene«. Zudem »>Z den Landbestellbezirken und in Orten bis zu 20 000 Ei:,^ allen Personen, die als Zeichner in Frage komme«, d« nungsschein ins Haus gebracht Alles zW a .sägt, m j Per Plättern Die Ausfertigung der Zeichunngsscheine ist so einfach, sie jedermann ohne weiteres fertig bringt. Man schreib. Betrag der Kriegsanleihe auf, die »an zeichnen will. ; Ha« Name, Stand und Wohnung hinzu und gibt den so' , h-rländis gefertigten Zeichnungsschein entweder «m Schalter ab, oder tz . » Kar ihn (mit einem unfrankierten an die Post gerichteten Brich Ao ^ , schlag versehen) in den nächsten Briefkasten. > Zweierleich ist bei der Postzcichnimg zu beachten. i,: „Ml. G Post nimmt nnr Zeichnungen auf die fiinsprozentige Reichs ^ Wse an (Stücke sowohl als auch Sckuldbuch-Eintragungen) , zu, sjjr h aber auf die 4Vrprozentigen Reichsschaßanweisungen. 2 . , der Post mutz der gezeichnete und zugeteilte Betrag der Kch anleihe spätestens am 18. Oktober bezahlt sein. sich Vklg Zulässig ist es vom 30. September ab, die Zahlung Hiernach leisten, und zwar werden allen denen, die an diesem H dl das Geld abliefcrn, 5 Prozent Stückzinsen auf ein ^ Jahr , also 2 Vr Prozent, vergütet, und dies aus dem Tr« Meste , weil der Zinsenlaus der fünfprozentigen Reichsanleihe erst ailch, ölst 1. April 1917 beginnt. Wer nach' dem 30. September gp Käse, der Post Zahlung leistet, oder an. letzten für die Posh Gesät nung vorgesehenen Zahlungstermin, also am 18. Oktober, hält 182 Tage Zinsen gleich 2 s/i Prozent vergütet. Hat je«, nksern l 100 Mk. Reichsanleihe gezeichnet und zugeteilt erhalte». Ust. El würde er mithin am 30. September 95.50 Mk. (den Z» Hz Hollciti nungspreis von 98 Mk. gekürzt um 2.50 Mk.j, am stmerlialb Oktober 95.75 Mk. (den Zeichnungspreis gekürzt um 2.25 L vvi einzuzahlen haben. Mit diesem Betrage hat der Postzeichne: "Mst . Zahlkarte, die ihm durch die Post zuqestellt wird, auszufst Schwierig Hat jemand 1000 Mk. gezeichnet, jo müßte er 9R j mußten s oder 957.50 Mk. bezahlen. agg Toni Der Zeichnungspreis von 98 Mk. ermäßigt sich bei gch j bucheiatragunaen um 20 Pfennig für 100 Mark, so daß. s jemand 100 Mk. zur Eintragung in das Schuldbuch gezest BeffaiNM! hat, von ihm am 30. September (98 Mk. — 0A> Mst- Sprachen 2.50 Mk.) 95.30 Mk. oder am 18. Oktober 95.55 M KßA>en erlegen wären. Die Zeichnung auf Schuldbucheintragunger allen denen dringend zu empfehlen, die das Geld, das sie D ... ^ Kriegsanleihe aufgewendet haben, nicht so bald wieder für ml WAl Aevl Zwecke brauchen, d. h. die Kriegsanleihe längere Zeit bchl fügbaren wollen. Wer Reichsanleihe ins Reichsschuldbuch eintrage» 1 tznttltte e ist der Mühe enthoben, seinen Anleihebesitz an einer sich, „ Stelle unterzubringen: die Zinsen werden ihm durch die Bai ö tung des Reichsschuldbuches fortlaufend kostenlos überwiesen,: «Mo nach sollte er das Geld, das er in der Kriegsanleihe angeleg! l flüssig machen müssen so braucht er nur bei dem M ^ schuldbuch den Antrag stellen, ihm die Kriegsanleihestücke! Bert zufertigen. Diese kann er dann durch jede Bank oder st Kxxsj Bankgeschäft verkaufen lassen. Bor dem Oktober 1917 m h, allerdings eine Ausfertigung von Anleihestücken nicht ersoh weil die Vergünstigung von 20 Pfennig für 100 Mb. ! Plllnkrelch Schuldbucheintragungen unter der Voraussetzung gewährt » Berücke Gl daß die Anleihe mindestens bis zum 15. Oktober 1917 Mrift »xr ReichZschuldbuch eingetragen bleibt. Tvitschlan Neues vorn Tage. daß « K " beglaubig Berlin, 23. Sept. Die „Deutsche VolkszeitW ipnst sei veröffentlicht einen Brief des bekannten Großindustrie!! bestens Geh. Kommerzienrat Körting in Hannover an d ,schxy px Reichstezsabg. Bass er mann, der ihn bittet, woW Wahnsinn, lich in der ersten Sitzung des Reichstags, rücksichE den Reichskanzler wegen der Durchführung des TK Mior" sch bvotkriegs, gegen wen es auch sei, zu stellen und nötis dmcwiern falls auch den Antrag eines Mißtrauensvotum gegen Bethmann Hollweg einzubringen. Basserim ^ reiche möge alles tun, um dem jetzigen unerträglichen Zusst Mn der uns an den Rand des Abgrundes gebracht hat.! ^ ^der E Ende zu machen und zu versuchen, die deutsche Sacht! MM retten. Die Befreiung des Vaterlandes aus der W leitung durch dm einen verhängnisvollen Mann wit ihm deir Dank aller wahrhaft Deutschen einbringen. "Elkff Berlin, 23. Sept. Durch die ungeschickte E Mischung der halbamtlichen „Nordd. Mg. Ztg die Verleumdungsgeschichte gegen den Großadmiralm AM Ar Tirvitz ist die Sachlage wesentlich verschärft wM ^ Ihre Behauptung, daß der bekannte Gegensatz nur c die sachliche Meinungsverschiedenheit betr. die Ta- 7 M ^ boote zurückzuführen sei, wird als eine Umvahrhast ^ ^ keit und Täuschung der Oesfentlichkeit bezeichnet,'b Tirvitz in seinem Brief an den Reichskanzler ^ ^ drücklich von den „infamen Verdächtigungen gegen st ,/ri Person" gesprochen hat, an der auch sehr hohe Ztst ksan beteiligt seien, die sich auf amtliche Kenntnis der:" , . ^8 de zu müssen meinten. « .M.. München, 23. Sept. In seiner Rede in der Ec ^ fammlung des „Volksausschusses für rasche Niederwerst Englands" sagte der Abg. Lic. Traub: Das engO die HM,« Volk will die Handlungen seiner Regierung. England- M ^ der einzige Kriegsverlängerer und alle Anklagen in Ernährungsfrage sind gegen England zu richten. land ist der Feind und gegen England muß sich ust / Kampf richten. Es ist entsetzlich, daß man über ds? tz M ' einfachen Wahrheiten in Deutschland nicht mehr rk- »» kann, ohne in den Verdacht eines napoleanischen Erobert ^ zu kommen. , Berlin, 23. Sept. In Großberlin sollen vom 1- gxM tober ab im Interesse der Jugend, um Beleuchtung? ersparen und aus anderen Gründen die Häuser um 9 ^ geschlossen werden. ) ) ^ Rostock, 23. Sept. Nach dem Genuß giftiger W starben die Ehefrau, die Tochter und das Enkelkind -d--' Rentners Möller. Paris, 23. Sept. In der Kammer sagte Bria» indem er auf die Angriffe der Presse auf Genck Sarrail in Saloniki einging: wenn der Geist nicht das Vertrauen der Regierung besäße, würde d" sich strafbar machen, wenn sie ihn auf seinem Po! " bcfin 'Wohnen ' nur n ^tsn n en E wird ließe. Er werde in voller Freiheit seine ruhmvolle Tik Verlin- gabe erfüllen können. — Tie unifizierten Sozialü beschlossen eine Erklärung, daß sie für die Fortsch^ l ^ n des Kriegs bis zur Wiedereroberung von Elsaßfv'S^v r " 4-ai ringen eintrcten werden. Frische englische Divisionen» z. Bon der schweizer. Grenze, 22. Septei« Schweizer Blätter berichten aus Mailand: Dem „Sest zufolge sollen etwa 225 000 Engländer mit zahlest Artillerie, darunter schweren Schiffsgeschützen, in französtb Kanalhäfen gelandet sein. ^ Staat- ..Segel Ke nac öald na °uf eine M befi c 3«ie , Post,, 8 -adt UH ch »iuen » M-aLNNkv an o« -»7« "Is» Zudem u>i» X» Einw» men, drr^ nicht erf, lOO Md gewährt »der 1917 ZolkszeitB zindusttieZ »der an eßens 50 Jahren Aschen verwandt sei. ttet, woii4 Wahnsinn. rücksichK des Tas and nöttz: lsvotu Basier )en Zu icht hat he Zach« s der Kann m cingen. schickte - Ztg-" idmirai irst wo fttz nur die D lwahr ezeichne> inzler gegen ohe Z nis bers> n der ederwe as eng> England igen in' hten. Ei ! sich uK über d!d inehr r> a Era vom 1- uchtung^ um 9 tiger ckelkind B r l a« if G« r vürde em P wolle Sozi- Fort,^ rlsaß-Zsi SepteM> -> Aeedl zahlref ranzöfist yrrn, 23. Sept. Die Londoner Zeitschrift „Ex- jKdr" schreibt, auch wenn die Schweiz sich den Skan- dhiaviern anschließen würde, so hätte das keine Bedeu- Mg, diese Neutralen seien viel zu unbedeutend, um etwas erreichen. — Das „Jntelligenzblatt" bemerkt dazu: se Mißachtung der Neutralen von der Seite, die sich i scher Gelegenheit als Beschützer der kleinen Nationen ^ bt. verdient zur Kenntnis genommen zu werden. Die nordische Konferenz. Christiania, 23. Sept. Aus Anlaß der nordischen Klisterkonferenz wurde folgende Note veröffentlicht: drei nordischen Länder sind einig betreffend fort- ufrechterhaltung loyaler, unparte i- cher Neutralit ät während des gegenwärtigen ges. Tie Kränkungen der Rechte und Jnter- der Neutralen seitens der kriegführenden Mächte, die Schwierigkeiten handelspolitischer Art, die dar- Dr die Neutralen entstanden, wurden einer ein- Erörterung unterzogen, die zur Einigkeit beerweiterte Zusammenarbeit führte. Besondere ksamkeit wurde der Vernichtung oder Zurück- k»g der neutralen Schiffe oder Ladungen gewidmet, 'E den Folgen der sogenannten Schwarzen Listen *vegführenden. In diesem Zusammenhang einigte ..sich dahin, daß durch die Regierungen und die stentzen Behörden Mitteilungen gemacht werden über handelspolitischen Maßnahmen der drei Länder, so- Eer das Eingreifen gegen Handelsdspionage. Zur ivptung der handelspolitischen Interessen nach dem He sollen in den drei Ländern vorbereitende Maßten getroffen werden. Tie nordischen Reiche erachten M ausgeschlossen, allein oder in Verbindung mit *n neutralen Regierungen den ersten Schritt zur kdensvermittlung zu tun; eine erweiterte Zusam- hacheit möglichst vieler neutralen Mächte zur Wah- gemeinsamer Interessen ohne jede Parteinahme aber wünschenswert. Kein Umschwung in Griechenland? Eltherr, 23. Sept. In Gegenwart des Königs en 5 Rekrutenklassen den Fahneneid. Alle in befindlichen Offiziere hatten Befehl, dieser Feier 'ohnen. Ter König hielt folgende Ansprache: Ihr km meine Befehle zu befolgen. Ihr seid meine und keines anderen. Ihr müßt künftig als tm Euren Führern und durch sie mir treu sein, kird mancherlei sagen, um Euch zu verführen. vor den niedrigen Ausbeutern des Patriotis- Maubt ihnen nicht, denn sie wollen Euren Pa- mißbrauchen. Sie versuchen unter dem Man- Patriotismus Verbrechen zu begehen. Die griechischen Schutzbefohlenen. Merlin- 23. Sept. Der griechische Gesandte hat Staatssekretär des Auswärtigen Amtes zu er- s. gegeben, daß es seiner Regierung lieb wäre> nach Deutschland überführten griechischen Trup- kid nach der Schweiz geleitet würden, um von wÜ noch zu vereinbarenden Wege nach Grie- berördert zu werden. Im Einvernehmen,mit. er P-tzs Fliegerangriff auf ein russisches Zarenfchlotz. , Wien» 23. September. Die „Zeit" berichtet aus : Wie der „Az Est" mitteilt, wurde nach Tele- russischer Blätter am 5. September ein Fliegerauf das russische Zarenschloß, welches wird nicht unternommen. Es wurden 40 Bomben abgeworfen. Personen blieben tot. Bisher durfte in den russischen ^ nichts darüber geschrieben werden, so einfach England der H-rr. llen^g^, Haag, 23. Sept. Auf einer Versammlung der nie- d«n so', ^ländischen Vereinigung der Käschändler Hollands teilte ab, oder tz Vorsitzende mit, daß England eine ebenso große steten Brief Käse erhalte, wie dies vor dem Kriege der Fall r/ Gleichzeitig richtete England die Drohung an Käsehändler, daß es die Einfuhr von Produkten, ftjr die niederländische Landwirtschaft unbedingt not- "äg sind, verhindern werde, falls die Käsehändler M weigern, sich dem Wunsche Englands zu fügen, x^rnach fordert England nicht allein den dritten Teil der gesamten Käseproduktion zu einem Mjse von 64 Gulden für 50 Kg., sondern es verlangt Sich, daß die rückständigen Beträge, d. h. die Beträge an Käse, die seit Juli weniger als den dritten Teil der ^sarntproduktion geliefert worden seien, nun nachzu- likfrrn seien. Es handelt sich hierbei um 4000 Tonnen ALfe. Eine englische Kommission war am 7. September tzr Holland und bestand auf das energischste darauf, daß innerhalb 24 Stunden mit der Lieferung des rückstän- ! digen Käses begonnen werden soll. Trotz der großen j M Schwierigkeiten, die dieser Lieferung entgegen stehen, , " «Men sich die Käsehändler darein fügen, jede Woche ! MO Tonnen nach England abzugeben, wodurch in 20 z ich bei Sch der Rückstand eingeholt sein wird. In der I ' Versammlung erhob sich Widerspruch gegen das brutale ! Vorgehen Englands. Er wurde jedoch durch den Vor- ! zum Schweigen gebracht, welcher zeigte, daß j nichts anderes übrig bleibe, als sich zu fügen. Montag ab werden 3s Prozent des gesamten verum Käses zum Preise von 65 Gulden an die nie abgeschickt. England verlangt dabei, daß Aus- !äse geschickt wird, dessen Turchtransport von England nach anderen Ländern möglich sei. Der Wirtschaftskrieg. Bern, 23. Sept. Tie französische Regierung hat nk oder j, Verfügung getroffen und der schweizerischen mit- ^ ^ Mellt, daß jegliche Lieferung aus der Schweiz nach § Frankreich verboten wird, wenn der betreffende schwei- MLlikcke Geschäftsmann sich nicht nur nicht durch Unter- Hrift verpflichtet. 10 Jahre lang nach dem Krieg mit Teutschland keinerlei Geschäfte mehr zu machen, sondern daß er bei 30 000 Franken Strafe durch einen Notar beglaubigen läßt, daß weder seine Frau noch sonst;emand seiner Angehörigen seit min- irgendwiemitDeut- - Das ist schon mehr Heller ichten. I, I« Rest igungen, ngen. z. ag der ie Zahlui» diesem^ uf ein s dem Tr» nleihe erst September die Potz, . Oktobers* . Hat je, t erhalte» k. (den ^ Nk.), an, um 2.25 s postzeichnl d, auszus er 955 so daß, buch gezch 0^0 M 95.55 Md. Menden ntragunge»»^- das sie fürs »der für Zeit be> eintragen einer sn ch die Ve> berwiesen, angelegt dem M eihestiicke der Obersten Heeresleitung hat der Staatssekretär dem Gesandten erwidert, daß Teutschland die griechischen Truppen in loyaler Beobachtung der mit ihrem Befehlshaber getroffenen Vereinbarung lediglich als Gäste betrachte, und daher grundsätzlich gern bereit sei, dem Wunsche der griechischen Regierung entgegenzukommen. Wir müßten jedoch tatsächliche und wirksame Sicherheiten dafür erhalten, daß die in den deutschen Schutz aufgenommenen, Truppen von der Entente nicht unterwegs ihrem Vaterlande entzogen oder für ihre Neutralitätstreue Gesinnung und Betätigung bestraft würden. Allgemeiner Streik. New Jork, 23. September. (Reuter.) Da die Gesellschaften sich geweigert haben, den Angestellten der Eisenbahnen und Trambahnen zu erlauben, den Gesellschaften beizutreten, haben die Vertreter von allen Industrien New Dorks die Niederlegung der Arbeit für Mittwoch früh 8 Uhr angenommen. Wenn dieser Anordnung Folge geleistet wird, so werden tausende von Fabriken und Spinnereien geschlossen werden und oer Wagenverkehr wird, wie die Arbeit im Hafen und in den Docks aufhören. Aus Stadt und Land. ** Adelsheim, 25. Sept. Gestern Abend fand im Lindensaal dahier wieder eine jener schönen Zusammenkünfte der hiesigen Bürgerschaft statt, die unter dem Namen vaterländische Volksabende im Herbst 1914 ins Leben gerufen wuxden. Nach einem gemeinsamen Lied begrüßte Herr Stadtpfarrer Weber, in Verhinderung des Leiters der Abende, die Erschienenen in herzlichen Worten. Bilder der Zerstörung und des Grauens aus Ostpreußen führte uns Herr Hauptlehrer Würz in seinem Lichtbildervortrag vor Augen und da konnte man erst so recht begreifen lernen, was Krieg heißt, von dem wir in unserer Gegend, dank der Tapferkeit unserer Truppen, nichts am eigenen Leibe zu verspüren bekamen. Wenn es ab und zu auch ein wenig knapper mit den Lebensmitteln hergeht, als in Friedenszeit, so ist das gar nicht schlimm, haben wir doch noch unsere Wohnstätten, in denen wir ruhig und ohne Störung von feindlicher Seite leben können. Ein Akt der Dankbarkeit gegen unsere Verteidiger ist es deshalb, daß jeder, der nur einigermaßen in der Lage ist, sich an der Zeichnung zur 5. Kriegsanleihe beteiligt, um damit dem Reich die Mittel in die Hand zu geben, die zur völligen Niederwerfung der Feinde notwendig sind. In volkstümlicher Weise sprach über die 5. Kriegsanleihe Herr Pfarrer Eck von Seckach und legte den Anwesenden dringend ans Herz, sich recht rege an der Zeichnung zu beteiligen, zumal die Kriegslage an allen Fronten für uns die denkbar günstigste ist, und das Reich die beste Sicherheit für diese vorteilhafte Geldanlage bietet. Hoffentlich sind seine gut gemeinten Worte auf recht fruchtbaren Boden gefallen, damit Adelsheim mit seinen Zeichnungen nicht hintan steht. Herr Gustav Herrmann erklärte dann noch den Wert der vom Staate für die Zeichnung und Hergabe des Geldes ausgegebenen Papiere und die Handhabung des Kupons. Den Dank an die Herren Redner, sowie den Sängern, die sich in freundlicher Weise für diesen vaterländlichen Abend mit einigen schönen Liedern zur Verfügung gestellt haben, sowie Herrn Hauptlehrer Noe für die Klavierbegleitung, sprach Herr Stadtpfarrer Weber in seinem Schlußwort aus. Ein gemeinsames Lied beschloß den schön verlaufenen Abend. — Um auch den Schülern die Schrecken des Krieges vor Augen zu führen, zeigte gestern Nachmittag Herr Hauptlehrer Würz den Kindern die Russengreuel in Ostpreußen im Bilde mit erläuternden Worten und dankbar verfolgten die Kinder, das ihnen Gebotene. Den Auftakt zu diesem Lichtbildervortrag bildete zum ehrenden Gedenken des 125. Geburtstags des Heldenjünglings Körner der Klaviervortrag der Körnerschen Dichtung „Vater, ich rufe Dich" von der Schülerin Paula Heppeler. ** Adelsheim, 25. Sept. Die Sitzungen des Schwurgerichts für die vierte Sitzungsperiode des Jahres 1916 beginnen Montag, den 16. Oktober, vormittags 9 Uhr. (-) Dom Bauland» 24. Sept. Der Staatsanzeiger meldet als auf dem Felde der Ehre gefallen: Martin Mayer, Hilfslehrer an der Volksschule in Wölchingen, Adam Scherz, Hauptlehrer an der Volksschule in Angeltürn, Gustav Trautmann, Aushilfsbahnarbeiter bei der Bahnmeisterei Eubigheim. (-) Boxberg, 18. September. Das Vormundschasts- gericht macht die Vormünder und Pfleger darauf aufmerksam, daß die neue Kriegsanleihe des Deutschen Reiches mündel sicher und zur Anlegung von Mündelgeltern ! in hervorragendem Maße geeignet ist. Es ist eine nationale Pflicht der Vormünder und Pfleger, soweit das Mündelvermögen es gestattet, die Kriegsanleihe zu zeichnen. Wegen Freischreibung von Geldern oder Auskunft wolle man sich an die Großh. Amtsgerichte wenden, schriftlich oder mündlich. -K» Sulzbach bei Mosbach, 25. Sept. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhielten Leutnant d. L. Gustav Ohns- mann Pfarrer in Sulzbach, Gefr. Friedrich Stahl von Diedesheim b. Mosbach. (-) HeiPekVerg, 23. Sept. Zu der fünffachen Mordtat wird noch gemeldet, daß Frau König, die sich im Akad. Krankenhaus befindet, mit dem Leben davonkommcn wird; die Verletzungen, die sie sich beigebracht hat, sind geringfügiger Natur. Was die Frau zu dieser Schreckenstat veranlaßt hat, konnte noch immer nicht ermittelt werden. Aus Not kann sie die Tat wohl kaum begangen haben, sie bezog monatlich für sich und ihre Kinder 87 Mk. Unterstützung und außerdem wurde ihr noch von der Kriegsfürsorgc ein Teil ihrer Hausmiete bezahlt. Nur soviel ist festgestellt, daß die Tat wohl in großer Erregung vollbracht wurde. Tie Frau hatte, wie berichtet wird, ein unerlaubtes Verhältnis mit einer Militärverson die im gleichen Hause wohnte. — Die Kindermörderin Frau König stammt von Adelsheim und ist eine geborene Albert. I-^SckrWctzsngen, 23. Sept. In der letzten Bürgerausschußsitzung wurden einstimmig 60000 Mk. zur Beschaffung von Milchvieh, Futter und Stallung bewilligt. 25 Kühe sind bereits angekauft. Die Milchversorgung entwickelt sich befriedigend. Nach lebhafter Anssprache über die Lebensmittelversorgung wurden ferner 100 0OO Mk. zur Anschaffung von Lebensmitteln genehmigt- (-) Pforzheim, 23. Sept. Vom 20. auf den 21. Sept. übernachtete der 7000. Vaterlandsvertcidiger in der Uebernachtungsstelle Pforzheim. Es war der Ka- ' nonier Müller, der landwirtschaftlichen Urlaub nach sei- i ner Heimat hat. Er erhielt zum Andenken, wie sein ? jeweiliger 1000. Vorgänger, eine Uhrkettc mit Anhänger, ^ ein Geschenk eines hiesigen Fabrikanten. - § (--) Pforzheim, 21. Sept. Eine eigenartige Schent- > ung ist der Stadt angeboten worden. Kunstmaler Julius ! Blank in München, ein geborener Psorzheimer, bietet , sein väterliches Haus im Wert von etwa 26 000 Mk. der Stadt zum Geschenk an gegen eine jährliche Rente von ! 1000 Mk. Nach seinem Tode soll das Anwesen, das > zurzeit etwa 1100 Mk. Miete abwirft, zum Besten von ! Invaliden oder Veteranen aus dem Weltkrieg verwendet werden. Der Bürgerausschuß wird sich in der nächsten Woche über die Annahme der Schenkung zu entscheiden haben. (-) Pforzheim, 21. Sept. (Guten Appetit.) Der Fleischwarenhändler Wilhelm Aßmann aus Bornum j betrieb in Pforzheim eine Wurstwarenfabrik. Bei einer unvermuteten Nachforschung fand man bei ihm ekelerregende, stinkende Tiersehneu, die er in Fässern von Berlin bezog und zu Wurst verarbeitete. Aßmann wurde dafür vom Psorzheimer Schöffengericht zu 200 Mk. Geldstrafe oder 40 Tagen Gefängnis verurteilt. Die Strafkammer bestätigte soeben das Urteil. (--) Bruchsal, 21. Sept. Ter Landeskommissär sprach den Volksschülern Friedrich Köhler und Wilhelm Beschoss j in Bruchsal seine öffentliche Anerkennung aus für ihr am 29. Mai betätigtes entschlossenes mutvolles Handeln bei der Rettung eines 3 jährigen Kindes vor dem Dode des Ertrinkens. (-) Bretteu, 21. Sept. Dekan Herrmann von Göls- hanscn wurde die untere evangelische Stadtpfarrei Hierselbst übertragen. ^ (--) Frclbnrg, 21. Ein 11 Jahre alter Schüler brachte sich in der Wohnung seiner Eltern einen Re- volverschnß in die rechte Schläft bei. Ter Knabe ist seinen schweren Verletzungen erlegen. Furcht vor Straft dürfte ibn Ln dem Selbstmord veranlaßt haben. (-) FrklKrrg. 23. Sept. Der Städtrat hat in seiner letzten Sitzung beschlossen für den verstorbenen General Räde eine Ehrengrabstätte im Hauptsriedhof zur Verfügung zu stellen. In der Sitzung wurde bedauert, daß sie Absicht des Stadtrats, dem hochverdienten Heerführer and Verteidiger der Vogesenfvont das Ehrenbürgerrecht Sw: Stadt Freiburg zu verleihen, nicht mehr hatte verwirklicht werden können. H-) Freiburg, 22. Sept. Wie verlautet, treiben in letzter Zeit im badischen und württembergischen Schwarzwald Aufkäufer von Kolonialwaren ihr Unwesen. Sie reisen mit Fuhrwerk in die entlegenen Orte, besuchen dort die Spezereigeschäfte und erkundigen sich sehr eingehend über die Warenvorräte. Im Laufe der Unterhaltung wird auch über den Krieg ge- fprochen und offenbar stellen diese Herren unsere Lage ! in lügnerischer Weise in schwarzem Lichte dar; denn sie ! bewegen die Leute dazu, ihre Vorräte an sie abzugeben, i Durch ein solches Treiben wird die Lebensmittelversor- j gung der Orte sehr schwierig. Tie Aufkäufer verfolgen > scheinbar den» Zweck, die aufgekaufte Ware aufzuspei- ! chern und dann zu hohen Preisen abzusetzen. Es sei ! daher ausdrücklich, gewarnt. Aus Württemberg. 'ff-s Bon der Iller, 23. Sept. (Brand.) In Schulerloch bei Grönenbach ist durch Selbstentzündung von Oehmd das Anwesen des Bauern Schwarz völlig niedergebrannt. ' (-) Crailsheim, 23. Sept. (Brand.) In dem Anwesen des Gastwirts Köhler in Gvoßenhub brach Feuer aus, dem die mit Vorräten reich gefüllte Scheuer samt Stall und Remise zum Opfer fiel; nur das Vieh wurde gerettet. (-) Gerabronn, 23. Sept. (Unfall.) Ter auf Urlaub in Oberstetten weilende 25 Jahre alte Sohn des Landwirts Haag brachte die linke Hand in die Futterschneidmaschine, wodurch ihm drei Finger teilweise abgeschnitten wurden. Der junge Mann ist eben von einer im Felde erhaltenen Verwundung genesen. (-) Alm, 23. Sept. (Mittelstandsküche.) Um Leuten des Mittelstandes, insbesondere Angestellten, ein gutes und billiges Mittagessen bieten zu können, wird im ' Saalbau eine Mittelstandsküche eingerichtet, in der ein Mittagessen (Suppe, Gemüse und Kartoffel) für 40 Pfg., Nudeln mit Beilage für 50 Pfg., Fisch mit Kartoffeln ftir 60 Pfg. und Fleisch zum Tagespreise erhältlich sein werden. '(-) SPaichingcn, 23. Sept. (Obstertös.) Bei der Versteigerung des Ertrags der städtischen Obstbäume wurde die noch nie erreichte Summe von 1146 Mark erzielt. Vermischte Nachrichten. — Ein merkwürdiges Zusammentressen. In mitten von so viel Trauer, Leiden und Betrübnis bringt der Krieg mitunter auch recht erfreuliche Epsioden zu unserer Kenntnis. Eine schwäbische Bauernfamilie erhielt dieser Tage von ihrem in Frankreich gefangenen Sohn eine Ansichtspostkarte, aus der zu ersehen war, wie er gerade einen schwer beladenen Erntewagen in die Scheune fuhr. Als die betreffende Bauersfrau das Bild auch unter den gefangenen französischen Soldaten hermngehen ließ, richteten sich plötzlich alle Augen auf einen jungen Franzosen, der beim Betrachten des Bildes hellauf vor Freude, sich kaum zu fassen vermochte. Die Bauersleute, die er da auf dem Bilde neben dem Erntewagen und Ochsengespann erblickte, waren seine eigenen Eltern und Ge- schwisler. Sicherlich hat der Krieg hier zwischen einer deutschen und französischen Familie menschliche Beziehungen hergestellt, die den Beteiligten unvergeßlich bleiben dürsten. Grober Lufischiffangrlff ms England. Zwei deutsche Luftschiffe verloren. — Der Hering. Einige neutrale Staaten habe» unter dem Druck Englands die Heringseinfuhr nach Deutschland entweder ganz eingestellt (so Norwegen), oder erheblich vermindert (so Holland und Schweden). Da nach Abzug des Heeresbedarfs für die Zivilbevölkerung zur Verfügung stehende Menge ist nicht eben groß, so daß der Hering je nach Güte auf 18—20 Pfg. zu stehe» kommt. Durch Vermittlung der Z. E. G. wird im Klein- Verkauf bis auf weiteres der Hering um 35—40 Pfg. z» haben sein. Höhere Preise s ind nicht gerechtfertigt. ^ — Sichtvermerk in Pässen. Tie Ucberschreitung der deutschen Reichsgrenze nach oder aus dem verbündeten oder neutralen Ausland ist nur mit einem im Patz eingetragenen deutschen Sichtvermerk gestattet. Der Sichtvermerk wird für die Ausreise aus Deutschland von der hierzu zuständigen Sichtvermerks- hchöröe in Deutschland, flir die Einreise in das deutsche Reichsgebiet von dem hierzu zuständigen deutschen Konsul oder Gesandten im Auslände erteilt. Ter Sichtvermerk kann unter besonderen Voraussetzungen auch als Rückreise- oder Dauersichtvermerk ausgestellt werden. Personen mit Pässen ohne ordnungsmäßigen Sichtvermerk müssen an der Grenze zurückgewiesen werden. Für die Ucberschreitung der deutschen Reichsgrenze nach oder aus den von uns besetzten feindlichen Gebieten und im Verkehr mit Luxemburg ist kein Sichtvermerk, sondern nÄben dem Paß einmrlitärischer Passierschein eriorderlick. Berlin, 24. September. (Amtlich.) In der Nacht zum 24. September haben mehrere Marineluftschiffgeschwader London und militärisch wichtige Plätze am Humber und in den mittleren Grafschaften Englands, darunter Nottingham und Sheffield mit Bomben belegt. Der Erfolg konnte überall an starken Bränden beobachtet werden, die noch lange nach Ablauf sichtbar waren. Die Luftschiffe wurden auf dem Anmarsch vor dem Ueber- schreiten der englischen Küste von Bewachungsfahrzeugen und beim Angriff selbst von zahlreichen Abwehrbatterien außerordentlich stark mit Brandgeschossen unter Feuer genommen und haben einige der Batterien durch gut liegende Salven zum Schweigen gebracht. Zwei Luftschiffe sind dem feindlichen Abwehrfeuer über London zum Opfer gefallen, alle übrigen unbeschädigt zurückgekehrt. Der Chef des Admiralstabs der Marine. des Spezialdienstes eröffneten das Feuer und die Luft, wurden zurückgetrieben. Immerhin wurden auf dies lichen, südöstlichen und östlichen Teile Bomben abgews Leider sind 28 Personen getötet und 92 verletzt wo Zwei Luftschiffe wurden über Esser abgeschoffen. waren große Luftschiffe neuer Bauart. Das eine Flammen gehüllt herab und ging mit seiner Best zugrunde, die Bemannung von 22 Offizieren und schäften des anderen wurde gefangen genommen. Nachrichten über die Zahl der Opfer und den angerichy Schaden sind noch nicht eingegangen. London, 24. Sept. Das Reutersche Bureau meldet amtlich: Eine Anzahl feindlicher Luftschiffe besuchte nachts die Ost- und Südostküste Englands und warf an verschiedenen Stellen Bomben ab. Das Unternehmen ist noch im Gange. Berlin, 25. September. Zu dem neuen deul Luftangriff auf London und zu dem Verlust zweier scher Luftschiffe heißt es im „Berliner Lokalanze Wir empfinden es gewiß schmerzlich, daß zwei tapferen Luftschiffe über London ihren Untergang si aber unsere Luftschiffe sind nun einmal Kriegss Mit dem Todesmut, der die Kriegsschiffe der Flotte seelt, begibt auch ihre Mannschaft sich frohen Herzens die größten Gefahren. Täte sie es nicht, so hätte sie Aufgabe, den Todfeind im eigenen Lande zu treffen, erfüllen können. Niemand, der dieser stolzen Flotte gehört, denkt anders. Rumänische Greuel. ratirr iSchMtl.) Letzte Ratbriktzten. (Mitgeteilt von WTR.) Billigung der Kriegskredite. Berlin, 24. September. Die sozialdemokratische Reichskonferenz hat die Bewilligung der Kriegskredite gebilligt. London, 24. Sept. (Amtlich.) 14 oder 15 lenkbare Luftschiffe haben an dem Angriff auf "Großbritannien in der letzten Nacht teilgenommen. Die Grafschaften im Südosten, Osten und in der Mitte des Landes und Ost-Lincoln wurden hauptsächlich heimgesucht. Der Angriff auf London wurde von zwei Luftschiffen ausgeführt, die aus südöstlicher Richtung zwischen Mitternacht und 1 Uhr kamen. Flugzeuge stiegen auf, die Kanonen ! Berlin, 25. Sept. Dem „Berliner Lokalanzeiger' - folge wird aus Sofia gedrahtet, bulgarische Blätter berichtz K» A daß in den Sofioter Krankenhäusern die ersten Opfers"" j rumänischen Greueltaten eingetroffen seien. Unter ii, ' befänden sich viele Frauen und Kinder, denen Hände: Füße gebrochen und denen die Augen ausgestochen se> at Abstimmung über die allgemeine Wehrpflicht in Australien. Melbourne, 23. Sept. Der Senat des australii Bundesstaats hat in dritter Lesung beschlossen, die allgen Dienstpflicht einer Volksabstimmung zu unterbreiten. 'Amtliche Bekanntmachungen. Fmumel-Auttiskl bmttCon Die Gewährung von Drufchprämie für Brotgetreide betr. Das Direktorium der Reichsgetreidestelle hat unterm 20. September 1916 verfügt: „Die für Brotgetreide bisher gewährte Drufchprämie von 20 Mk. für die Tonne gilt nur «och für Lieferungen bis zum 1Ü. Oktober 1S18 einschließlich. Ob von diesem Tage ab überhaupt noch eine Druschprämie gewährt wird, steht noch nicht fest; in keinem Falle würde sie in der bisherigen Höhe festgesetzt werden. Es liegt also in dringendem Interesse der Landwirte, ihr Brotgetreide noch vor dem 10. Oktober zur Ablieferung zu bringen." Adelsheim, , - 7-7 -7- dev 24. September 1916. Boxbera, Die Vorstände der Kommuualverbandsausfchüffe. Frhr. v. Rotberg. Schwöre r. des LtlM.Rkrirksvttms Adklßljem Zu verkaufen: Einen sprung- fähigen Znchtfarren» oberbadischer Abstammung. Jakob Rein» Sennfeld. Verkaufe eine Anzahl junge Hasen männliche und weibliche, mittelschwere Raffe, schöne gesunde Tiere, zu mäßigem Preis. k. Such. Rosenberg. Krkanntmachung. Fleischversorguug betreffend. Die Fleischverkaufstage und -Stunden für die Gemeinde Adelsheim werden jeweils durch Anschlag an die Gemeindetafel und die Ladentüre bei Metzger Köppler bekannt gegeben. Adelsheim, den 19. September 1916. Bürgermei st eramt: Trefz. Hageubutte« kauft jedes Quantum Zinna Heinrich Schmidt Adelsheim. Krkanntmachung. Frauenarbeitsschule betr. Die Stadtgemeinde Adelsheim hält im kommenden Winter einen Kurs der Frauenarbeitsschule ab. Anmeldungen werden beim Unterzeichneten Bürgermeisteramt bis spätestens 28. September ds. 3s. entgegengenommen; der Beginn des Kurses wird den Teilnehmerinnen alsdann bekannt gegeben werden. Zum Besuch sind hiesige und auswärtige Schülerinnen freundl. eingeladen. Adelsheim, den 21. September 1916. Bürgermei st eramt: Trefz. Frische Aischc Montag Abend empfiehlt A. Kcttillgcr, LdelsdeiN billige kintllmiglSM.I Heer Am 2 hlich Mschi In de Konservengläser mit Deckel, Ring und Klammer ft, Ltr. ^ Ltr. 1 Ltr. 65 70 75 Pfg. 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