,^ 7 "' täglich, außer Sonn- unö Zeierlags Monatlich... pfg. vierteljährlich . Mk. frei ins Haus geliefert - stattliche», vertünäigungsblatt ) Illustriertes Sonntags - Statt Soxberger MZeiger Gelesenstes Tageblatt oes baöisiheu Saulanües stnzeigen werden mit IS Pfennig ? per einfpaltigr Zeile berechnet. ^ s Sei mehrmaliger stufvahme Rabatt Postscheck-Konto 40S4, Karlsruhe auptanzeigeblatt für Sie Sezirke Möelsheim, Hoxberg u. deren Umgebung HotzsubmWons- und Versteigerungs-Mnzeiger für -en G-enwal- Gratis: prakt. Mitteilungen für Gewerbe (monatl.) u. Handel,Haus-«.Landwirtschaft Druck und Verlag Buchdruckerei Adelsheim, Adolf Heppeler Telefon No. 18 Tagesberichte. ZTB. Großes Hauptquartier, 28. Sept. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe des Generalfeldmarfchalls Kronprinz Rupprecht von Bayern Zwischen Ancre und Somme haben die Engländer und pnzosen nach einem die bisherigen Erfahrungen fast G übersteigenden Vorbereitungsfeuer ihre starken Angriffe ert. Auf dem größten Teil der Schlachtfront hat durch die Artillerie und Flieger wirksam unterstützte schütterliche Infanterie unter den Befehlen der Generale von Armin, von Hügel und von Schenck den Feind eich abgeschlagen. Bei Thiepval und östlich von ^court-l'-Abbaye ist der erbitterte Kampf noch nicht zum luß gekommen. Besonders heftig waren die aus der Morval-Bouchavesnes vorgetragenen Angriffe, die ^Gegner ohne Rücksicht auf die bei einem ersten gänzlich erten Sturm erlittenen blutigen Verluste gegen ivid wiederholte, eingedrungene Abteilungen wurden sofort Uunserer Linie zurückgeworfen. In kleinen Stellungs- M nordwestlich von Rancourt und östlich von Boucha- vermochte der Gegner sich zu halten. --Unsere Flieger haben gestern 7 Flugzeuge, davon 4 im »megebiet, abgeschossen. lMn kleines, über holländisches Gebiet angeflogenes und >so zurückgekehrtes feindliches Geschwader griff Alost glos an. Bei einem englischen Bombenangriff auf el wurden 15 Häuser zerstört, 13 Belgier getötet, 28 lidet. Oestlicher Kriegsschauplatz: Front des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayern: ^Schwache russische Vorstöße an der Aa (westlich von ß). sowie zwischen Miadziol- und Narocz-See wurden abgewiesen. Adelsheim, Freitag, 29. September 1916 Die im Tagesbericht vom 22 September erwähnten verlorengegangenen Teile unserer Stellung bei Korptnica sind gestern durch einen voll gelungenen Gegenangriff der Truppen des Generals von der Marwitz nach schwerem Kampf wieder erobert und darüber hinaus Vorteile errungen. Alle Versuche des Feindes, uns wieder zurückzuwerfen, sind gescheitert. Das russische 4. sibirische Armeekorps hat nach den Meldungen unserer Truppen Verluste erlitten, die einer Vernichtung des Korps nahe kommen. 41 Offiziere, 2800 Mann .sind gefangen in unsere Hand gefallen, ein Geschütz und 17 Maschinengewehre erbeutet. Front des Generals der Kavallerie Erzherzog Carl: Zur Verbesserung der Stellung schoben wir westlich von Folw-Krasnolesie (zwischen Zlota-Lipa und Narajowka) unsere Linien vor, nahmen 130 Russen gefangen und erbeuteten 4 Maschinengewehre. Gegenstöße blieben ergebnislos. In den Karpathen griff der Feind an verschiedenen Stellen (an und ist zum Teil erst nach Nahkampf zurückgeschlagen. Nordöstlich von Kirli Baba sind Gegenangriffe noch im Gange. Kriegsschauplatz in Siebenbürge«: Bei Hermannstadt wird erfolgreich und hartnäckig gekämpft. Balkankriegsschauplatz: An den Fronten keine Ereignisse von besonderer Bedeutung. Unsere Flieger warfen auf das von den letzten Angriffen noch an mehreren Stellen brennende Bukarest erneut eine große Zahl Bomben. Der Erste .Generalquartiermeister: Ludendorff Nach unerhörtem Ringen, und nachdem das Geschützfeuer eine Höhe erreicht hatte, die die bisherigen Erfahrungen fast noch übersteigt, ist der gewaltige Ansturm der Feinde nördlich der Somme am Mittwoch zum Stillstand gebracht worden. Unter den befehligenden Generalen, die den wuchtigen Stoß der Verbündeten ^b- Verantwortlich: A. Heppeler in Adelsheim. 40. Jahrg. wehrten, befindet sich 'auch der wttrttembergtscye General von Hügel, an dem ruhmvollen Kampfe waren also auch die tapferen Schwaben wieder beteiligt. M muß zum Teil geradezu russisch zugegangen sein, wenn der Tagesbericht sagt, daß der Feind besonders in dem Abschnitt Morval-Bouchavesnes, der das uns entrissene Combles einschließt, ohne Rücksicht auf die beim ersten gescheiterten Angriff erlittenen schweren Verluste am Abend erneut bis in die deutschen Linien vorstürmten, aus denen er aber durch einen Gegenangriff sofort fast durchweg wieder hinausgeworfen wurde. Also ist auch dieser zweite Angriff gescheitert. Was der Feind' an der Somme seit dem 1. Juli zurückerobert hat, macht nun ungefähr, den tausendsten Teil dessen aus,^ was die Deutschen und ihre Verbündeten von feind-, lichem Gebiet in Besitz haben. Und wenn man auch nicht geneigt ist, den verlorenen Boden allzu gering rinzuschätzen, so wird man doch zugeben müssen, daß der Gewinn zu dem ungeheuren Einsatz von Menschen und Material in schreiendem Mißverhältnis steht. Bemerkenswert ist ein Fliegerangriff der Engländer auß Brüssel, der nicht geringen Schaden anrichtete und wohl als Vergeltung für den noch erfolgreicheren Angriff der Zeppeline auf London gedacht war. Tie Belgier werden sich über ihre englischen Befreier allerhand Gedanken machen. Von der Ost front hört man einmal wieder etwas' von Riga und vom Narocz-See, dem früheren Bereich des Feldmarschalls von Hindenburg, wo neuerdings auch türkische Truppen in der Front stehen sollen. Schwächere russische Vorstöße an der Aa (Aach), die in den Meerbusen von Riga .mündet, wurden mühelos abgewiesen. Besonders erfreulich ist es, daß die bei Ko- rytnica bei dem großen Angriff der russischen Garden und der sibirischen Truppen am 21. September verloren gegangenen Gräben durch einen kräftigen Gegenangriff unter General von der Marwitz am Mittwoch restlos wieder genommen worden sind. Tabei ist das 6. sibirische Armeekorps fast ganz aufgerieben worden, 41 Offiziere und 2800 Mann wurden gefangerh genommen und 1 Geschütz und 17 Maschinengewehre sind erbeutet. In den Karpathen macht sich ein Abflauen der russischen Angriffe bemerkbar. In Siebenbürgen wird bei Hermannstadt noch heftig gekämpft, sunser Angriff bleibt erfolgreich. Bukarest wurde er- kneut durch unsere Flieger angegriffen; die Stadt steht 'eu mehreren Teilen in Brand. Ztnd Leöen ist Kampf! Roman von Max Dürr. 51 üeumls in meinem Leben werde ich es wieder zulassen, ^nnn mich voransschickt!" ^skphnii drückte ihm die Hand. Ohne Anstrengung erhob vom Boden, während ihn die beiden stützten. „O, ich "^g sehr wohl zn gehen l" meinte er tapfer, doch seine rwe waren noch schwankend, und es war gut, daß sie ihn lle». blickte er zur Seite, wo der Tote liegen mußte. . nicht mehr da. Aber in einiger Entfernung bewegten - in würze Gestalten, man sah, wie sie im Dunkel eilte L^'wMchre zurecht machten. Elephm, stieg in den Wagen, müde lehnte er sich in die re- Ter Gendarm ging zu jenen Leuten. Es waren einige Miih„er-, die von der Arbeit nach Hanse zurückkehrend, zu- M S» dem Abschluß dieser schlimmen Geschichte gekommen und er erteilte ihnen Weisungen. Leise erklangen iu Krocht die Sporen bei jedem seiner Schritte. er zurnckkani, band er das Pferd von dem Baume, es ^Ue laut, die Ohren jp tzend. Der Gendarm saß auf und dos Pferd mit leichtem Schenkeldruck an die Seite (Jagens, hell fiel das blendende Licht der Laternen ans Leiter. Stephan beugte sich zn ihm herüber über den Wagen- »Ich danke Ihnen mein Leben," sagte er einfach, ihm DHand hinstreckend. Der Gendarm ergriff sie und schüttelte 8Mch. Mckch kam gerade noch zur rechten Zeit!" erwiderte er. ^atte den Menschen schon länger verfolgt, er kaut mir Httg vor, doch bei diesem Wald verlor ich ihn ans den da er di« Straße verließ. »ährend ich abftieg und im Walde seine Spur verfolgen - Hörteich Lärm, ich vernahm Ihr Rufen, Ihr Stöhnen, iah Sie am Boden liegen und den Verbrecher über ich sah, daß Ihr Leben an einem Faden hing. Zu Unheil verfing ich mich im Gestrüpp, vergeblich suchte ^"ch in Eile lvSziimache«. jede Sekunde war kostbar, wagte ich den Schuß! Das ist die ganze Geschichte!" Aufs neue erfaßte Stephan die Hand des Mannes. „Wie soll ich Ihnen danken!" sagte er. „Mein Herr," entgegnete der Gendarm, „ich habe doch nur getan, was meine Pflicht war!" — Die kleine Truppe setzte sich in Bewegung. Langsam fuhr der Wagen in der sanften Sommernacht dahin. In feinein, silbernem Zanberlichte glänzten die Wiesen, die in der Ferne sich verlierenden Wälder, und ungezählte Sterne funkelten und strahlten am Firmamente. Es war ein trauriger Zug. Ein jeder hing seinen eigenen Gedanken nach.- In dem großen, öden Hanse in Serliudeu, in welchem die Kanzleien des Amtsgerichtes untergebracht waren, insbesondere aber iu der Dienstwohnung des Amtsgerichtsrats Larsen herrschte eine totenähnliche Stille. Von jeher hatte das Gebäude mit diesen zahlreichen, gewaltigen Räumlichkeiten, welche eiilst anderen Zwecken gedient hatten und nun teilweise nicht einmal bewohnt waren, mit seinem altersgrauen, verwitterten Aenßern einen rninenhaftell Eindruck gemacht, aber seit einigen Jahren war diese Ruhe zur Stille des Grabes geworden, die nur unterbrochen wurde, wenn an den Sitznngstagen erregte, streitende Menschen das Haus betraten und wieder verließen. Seit der Amtsgerichtsrat das große Unglück gehabt hatte mit seinem Sohne, so sagten die Kanzleibeamten, war der letzte Rest von menschlichem Frohsinn aus dem trübseligen Winkel gewichen. Ruhig und still ging ein jeder seinen Geschäften nach und selbst der alte finstere Gerichlsdiener Lehmann suchte auf seinen Gängen jedes störende Geräusch zu vermeiden. Trotz der stolzen Unnahbarkeit, die der Rat jederzeit au den Tag legte, und welche keine Vertraulichkeit aufkouimen ließ, hatten sie alle den alten Herrn gerne und verehrten ihn. Denn er war ein gerechter Manu und iver seine Pflicht tat, hatte es gut bei ihm, voll kleinlicher pedantischer Quälerei war er völlig frei. Und jetzt, da er trauerte, trauerten sie mit ihm. Es ivar betrübend anzusehen, wie dieser aufrechte Geist, dieser starke Körper, der sich »loch im Alter jugendliche Kraft bewahrt hatte, sich beugte, als wollte er zu- sammeubrechel» unter der Last des Kummers — und der Sorge. Ja sogar der Sorge um daß tägliche Brot. — - Der AustSgerichtsrat Larsen, eiilst vermögend, wohlhabend, war jetzt ein armer Mann, war in Schulden geraten, durch den freventlichen Leichtsinn eines einzigen Men- scheu, eines Elenden, der es fertig brachte, daß der Mann mit den weißen Haaren, anstatt nach vollbrachter Arbeit einen frohen Lebensabend zu genießen, darbte, mit der Not kämpfte. — Und dieser Elende ivar kein eigener Sohn. — Larsen saß in seiner Wohnstube am Schreibtische und rechnete und rechnete. Dabei seufzte er schwer, denn wie er rechnete, es wollte nicht ausreichen, die Zinsen des Geldes. das er aufgenommen hatte, die Schulden des Sohnes zu decken, zn bezahlet! und dabei noch den versprochenen Teil der Schuld abzutragen. Wie sie ihn drückte, diese Last, die er auf sich geladen, damit nicht in allen Zeitulmen der Steckbrief die Schuld dessen verbreitete, der seinen Namen trug. Er hatte den sorgenvollen weißen Kopf in die Hand gestützt, und traumverloren ließ er die Augen in dem Zimmer umherschweisen. Die Dürftigkeit des Ranines trat deutlich hervor. Zwar war die Einrichtung die gleiche geblieben, ivie ehemals, doch da und dort war im Laufe der letzten Jahre etivas abgegangen und es fehlte an Mitteln, Ersatz zu schaffen. Die schön- gemusterten Vorhänge der Fenster waren vielfach geflickt und gestopft, der Teppich, der den Boden deckte, abgelanfen, dis Farben verblichen. Dennoch machte die Stube keineswegs einen unbehaglichen Eindruck. Die peinliche Ordnung und Sauberkeit, welche in ihr herrschte, glich die vorhandenen Mängel aus, ein guter, freundlicher Hausgeist waltete seines Amtes. Drüben saß er hinter den Blumenstöcken am Nähtische und die fleißigen Finger vollendeten eine zierliche Stickerei. Auch an Hanna Larsen waren die Ereignisse der letzten Jahre nicht spurlos oornbergegangen. Das liebliche, schöne Gesicht hatte seinen frohen, fast kindlichen Ausdruck verloren und einem sanften Ernste Platz gemacht. Das volle in der Mitte gescheitelte, schlicht um die Schläfen sich wriwende Haar vot- lendete dar madonnenhaft« Bild. Ab und zu flog ihr besorgter Blick hinüber zu demLreisen Vater, um schnell ,ur Arbeit znrückzukehren. sie mußte in Bälde fertig sein, st« durste die Hände nicht in den Schoß regen. 228,20 Der siegreiche Frieden IM ^ ^Mdischen jwichtiKN s Mrd. fi«t . gk> Tei ist das Ziel der Kriegsanleihe. Deshalb muß jeder zeichnen, soviel - kann. Das ist er seinem Vaterlands, seiner Familie und sich selbst schuldig - Heber die Verluste der Engländer und Franzosen berichtet die „Bossische Zeitung", daß die Zahl der Verwundeten bei den englisch-französischen Trappen in Frankreich in den letzten Tagen so bedeutend gewesen sei, daß große Transporte Leichtverwundeter von Frank« ;reich nach Italien gebracht wurden, weil in Frankreich Mstliste des unter dem Protektorat der Königin von Rumänien stehenden Bukarester Sanitäts-Komites verfeme Lazarette mehr zur Verfügung standen. Die Ver« Zeichnet bis zum 18. September 72 724 Mann nnd 8426 Offiziere, darunter 4 Generale und 19 Obersten «ls tot, verwundet oder vermißt. Der französische Tagesbericht. WTE. Paris, 28. Sept. Amtlicher Bericht von gester» nachmittag: Nördlich der Somme richten sich unsere (Truppen in den eroberten Stellungen ein. Di« Deutschen ver. luchten in der Nacht keinen Gegenstoß. Südlich der Somme lebhafter Geschützkampf in der Gegend von Barleux. Am Abend verhalf ein glänzend durchgeführter Angriff den Franzosen zur Wegnahme des von den Deutschen kräftig gehaltenen Gehölzes, das östlich von Vermandovillers in die französische Linie vvr- sprang. , Orientarmee: Von der Struma bis zum Wardur schwache Artillerietätigkeit. Oestlich der Czerna griffen die Bulgaren mit starken Kräften wichtige Stellungen der Serben Mif Kajmakcalan an. Drei heftige Angriffe wurden durch das Kreuzfeuer, von Geschützen und Maschinengewehren getroffen, bas den Bulgaren heftige Verluste beibrachte. Die Serben Machten 50 Gefangene, darunter einen Offizier. Auf unserem linken Flügel beschoß unsere Artillerie die feindlichen Stellungen lebhaft. ß Luftkrieg: An der Sommefront hatten französisch: Flug- zeuge viele Gefechte. 17 feindliche Flugzeuge wurde» zum Absturz gebracht, 2 kampfunfähig gemacht. Ein von einem fran- höfischen Flieger angegriffener Fesselballon stürzte bei Nurlu pb. In der Champagne kam ein auf geringe Entfernung angegriffener Fokker in Spiralen, dann senkrecht herab und zerschellte bei Grateuil, nordwestlich Ville-sur-Tourbc. In der Nacht zum 27. September warf eine Gruppe von 14 französischen Flug . . - ... streo ugzeugen 110 Bomben großen Kalibers auf Bahnhof, Bahn- Me und Hüttenlager bei Appily ab. In der Nacht zum 26. eptembee erhielten der Bahnhof von Laon 22 und Lager bei Montfaucon 17 Bomben. . Abends: Nach einer heftigen Artillerievorbereitung richtete er Feind nördlich der Somme einen starken Angriff auf unsere lenen Stellungen bei Bouchaoesnes bis südlich des Gehöftes ei Bois-l'-Abbaye. In einer glänzenden Gegenoffensive waren sich unsere Truppen den Sturmwellen des Feindes entgegen, >ie sich in Unordnung zurückzogen, nachdem sie ihnen betracht- iche Verluste zuaefügt hatten. Wir machten 250 Gefangene, arunter sechs Offiziere, und erbeuteten acht Maschinengewehre. Iir erweiterten unsere Fortschritte östlich und südöstlich von ancourt merklich und drangen in das Gehölz Saint-Pierre- Vaast ein. Serbischer Bericht vom 26. September: Nachdem die Bulgaren Verstärkungen empfangen hatten, griffen sie Kaj- pakcalan an. Die Kämpfe haben teilweise erbitterten Charakter. Unsere kleinen Posten zogen sich auf ihre Gräben zurück. Bri- fadekommandeur Oberst Stoichitch ist verwundet. Weiter nach jnks schlugen die russischen, französischen und serbischen Trup- en alle Angriffe auf ihre Frontteile ab. Ein bulgarischer Offizier und 50 Bulgaren ergaben sich. , Der englische Tagesbericht. WTB. London, 27. Sept. Amtlicher Bericht: An der Lchlachtfront wurden heute glänzende Fortschritte gemacht. Nordwestlich von Fleurs nahmen unsere Truppen feindliche Gräben in einer Ausdehnung von 2000 Ellen und sind nun in einer Linie mit der Ostseite von Eaucourt l'Abbaye. Nordöstlich von sthiepval fanden heftige Kämpfe statt, in deren Verlauf unsere Truppen stürmten. Sie halten jetzt das unter dem Namen -Stuf-Sckanze" bekannte Werk auf dem Hauptrllcken, 2000 Ellen nordöstlich des Dorfes. Mehr als 1800 Gewehre, vier Flammenwerfer, mehrere tausend Ladungen von Artilleriemuni- kion und Granaten wurden von uns in Combles erbeutet, >vo unsere Verbündeten ebenfalls eine große Beute an Kriegs- material machten. Die im Laufe der beiden letzten Gefechts- tage gemachten Gefangenen bringen die Gesamtsumme in den Kämpfen der letzten 14 Tage auf 10000. Zwei feindliche Flugzeuge und zwei Fesselballons wurden gestern von uns zerstört. Zwei unserer Flugzeuge werden vermißt. Reichstag. Berlin, 28. Sept. > Präsident Dr- Kämpf eröffnet die Sitzung um 3.18 Uhr miZ folgenden Worten: Wir treten zu erneuter Arbeit in einem! Augenblick zusammen, in dem das gewaltige Ringen um Deutsch-' lands Sein oder Nichtsein militärisch, politisch und wirt- schastlich aus dem Höhepunkt angelangt ist. Der neue Feind, der uns entstanden ist, schreckt uns nicht. Rumänien büßt schon heute auf dem Schlachtselde für seinen Trcubruch. (Lebhaftes !Bravo.) Auf allen Fronten wird um die Entscheidung gerungen. I. Beinahe übermenschlich sind die Anstrengungen unserer und unserer Verbündeten todesmutiger Soldaten und ihrer unerschrockenen Führer. Der Hungerkrieg, der von England geplant wurde, ist gescheitert, an dem Ausfall unserer Ernte. (Lebhaftes Bravo.) Die Kriegsanleihe wird beweisen, daß wir fest entschlossen und im Stande sind, auch finanziell allen Stürmen zu trotzen, wie unsere Brüder und Söhne es tun in den Schützengräben, und auf den Schlachtfeldern. (Lebh. Beifall.) Der Reich Kanzler von Bethmann Hollweg geht zunächst auf die italienische und rumänische Kriegs erkläre n g ein und führte dabei aus, Rumänien werde sich militä- riich genau so verrechnen, wie es sich in Gemeinschaft mit seinen Ententefreunden schon jetzt politisch verrechnet habe. Man hoffte ganz zuversichtlich, Rumäniens Eintritt in den Krieg werde den Abfall der Türkei und Bulgariens nach sich ziehen. Aber die Türkei und Bulgarien sind nicht Rumänen und Italien. Fest und unverbrüchlich steht ihre Bundcstreue. Auf den Schlacht-, feldern der Dobrudscha hat sie glänzende Siege gefeiert. Der Kanzler ging dann auf die große Offensive der Ententemächte ein. Was unsere Gegner erhofft und erstrebt haben, der. > i hier durchzehalten werden, dank dem Hwenmur unserer yeere In den letzten Monaten ist weiter der neue große Balkanplan der Entente gereist. Fast ein Jahr lang ist als Vorbereitung! dazu in Saloniki ein Heer von Hunderttausenden bereitgehalten worden. Aber die Lage unserer treuen und tapferen Verbündeten ist unerschüttert. Die Kriegs ziele unserer Feinde sind Ländergier und Vernichtung. Uns war der Krieg seit dem Irrsten Tage nichts anderes als die Verteidigung unseres (Rechtes auf Leben und Freiheit. Unsere Gegner ! setzen den Krieg fort, weil sie ihre utopistischen Kriegsziele erreichen zu können hoffen. Was die Briten aus Deutschland Imachen wollen, darüber lassen sie keinen Zweifel: Unser Leben als Nation soll zerstört werden. Militärisch wehrlos, wirtschaftlich zerschmettert und, !von der Welt boykottiert, verurteilt zu da u-! geradem Siechtum, das ist das Deutschland, das (Englandsich zu Füßen legen will. Darum ist Eng-j I land unter allen der egoistischste, verbittertste und; 'hartnäckigste Feind. Ein deutscher Staatsmann, der sich; scheute, gegen diesen Feind ftdes taugliche, den Krieg wirk-I I sich verkürzende Kampfmittel zu gebrauche», ein solcher Staatsmann sollte gehenkt werden. Ich wünsche, daß Sie aus diesen meinen Worten den Grad von Widerwillen und Verachtung erkennen mögen, den ich für die immer wieder verbreitete Behauptung empfinde, daß aus unbegreiflicher Scho-^ nung, aus veralteter Vcrständigungsneigung oder gar aus dunk-f len Zusammenhängen nicht alle Kampfmittel in ihrer vollen! Gebrauchsmöglichkeit angewandt würden. Aus Rücksicht auf das feindlich:, auf jeden Bruch unserer inneren Entschlossenheit lau-I ernde Ausland will ich hier nicht näher auf die Ihnen bekannten', I Treibereien eingehen. Die Zeit ist zu ernst. Heute nach' (zwei Jahren des Ringens, des Duldcns und des Sterbens wissen (wir mehr als je zuvor, daß es nur eine Parole gibt: Aus- harren und siegen! Wir werden siegen! i Ich kenne die schweren Bürden der Ernährung, die Trauer, um die Gefallenen und Verstümmelten, aber noch größer ist der! Todesmut unserer Söhne und Brüder draußen. Vor ihren Heldentaten muß jeder Schmerz und jede Klage verstummen. An Werke des Friedens zu denken, ist uns noch nicht vergönnt.; Was sich aber im Kriege so wunderbar bewährt, das muß! auch im Frieden leben. Freie Bahn für alle Tüchtigen, das! muß unsere Losung sein. Führen wir sie frei und vorurteilslos! ; durch, dann geht unser Reich, fest gefügt, einer gesunden Zukunft entgegen. (Großer Beif. und andauernd. Händeklatschen.) Der Krieg zur See. s Berlin, 28. Sept. Eines unserer Unterseeboote hat jim 23. ds. Mts. vormittags in der Nordsee 11 englische Fischdampfer mit zusammen 1605 Bruttoregistertonnen, nn anderes Unterseeboot am gleichen Tage am Eingang des Kanals 4 belgische Seeleichter versenkt. — Eines Unserer Marineluftschiffe hat am 27. ds. Mts. morgens die Flugstation Lebara und Abtvehrbatterien auf Ocsel (Kurland) mit gutem Erfolg angegriffen. Das Luftschiff ist trotz heftigster Beschießung wohlbehalten zurückgekehkt. Deutsche Tauchboote im nördlicher» Eismeer. , Christiania, 28. Sept. Das Erscheinen deutscher Tauchboote im nördlichen Eismeer erregt hier das größte Aufsehen, da bisher dort nie Tauchboote festgestellt worden waren. Dagegen legten zu wiederholten Malen deutsche Kriegsschiffe in diesem als Verbindungsweg zwischen England und Nordrußland und Archangelsk wichtigen Ge- jvässer Minen, die zahlreiche feindliche Schiffe zerstörten. ^ Rotterdam, 28. Sept. In hiesigen Handelskreisen herlautet, daß mit dem Dampfer „Batavier II" den Deutschen über eine Million Kilogramm Lebensmittel in die Hände gefallen sind. Sie bestanden hauptsächlich Lus Butter und Käse, Güter, die nach dem letzten Abkommen zwischen England und Holland seit einiger Zeit in größeren Mengen nach England ausgeführt werden. WTB. Wien, 28. Sept. Amtlich wird verlautbart pvm 28. September 1916: Am 26. September vormittags haben 5 feindliche Flugzeuge über Durz zahlreiche Bomben abgeworfen ohne nennenswerten Schaden anzurichten. Zwei unserer Seeslugzeuge stiegen sofort zur Abwehr auf. Eines davon, Beobachter Seekadett Bartha, Flieger-Quartiermeister jHaschke, zwang im Luftkampf ein feindliches Wasserflugzeug zum Niedergehen auf das Wasser, wo es von einem italienischen Zerstörer geborgen wurde, verfolgte ein zweiles gegen Brindisi fliegendes Flugzeug, schoß es 40 Meilen von der Külte av uuo ließ uch neuen trümmerten Flugzeug nieder. Der Beobachter, ein italienischer Seeoffizier, war tot, der Pilot durch Kopfschuß schwer verwundet. Letzterer wurde aus dem sinkenden Flugzeug in das eigene herübergerettet und nach Durz eingebracht. Flottenkommaudo. Madrid, 28. Sept. Ein österreichisch-ungarisches Unterseeboot versenkte die italienische Brigg „Garibaldi" (1374 Tonnen), den englischen Dampfer „Charterhous" (3021 Tonnen) und den norwegischen Dampfer „Bur- jord". Das italienische Schiff „Vegg" (3026 Donnen) wurde gleichfalls torpediert. Die Besatzungen sind gelandet. Bern, 28. Sept. Nach einer im „Corriere della Sera" veröffentlichten Statistik haben die Italiener im Juli 5 Dampfer und 2 Segelschiffe mit 16 871 Tonnen durch den Unterseebootskrieg verloren, im' August mehr als das Dreifache, nämlich 7 Dampfer und 39 Segel-, schiffe mit 54 136 Tonnen. Die italienischen Verluste im August übersteigen die englischen um rund 3000 Tonnen. Neues vom Tage. Lübeck, 27. Sept. Tie hervorragendsten M ,ner von Lübeck haben in gleicher Weise wie die H burger Bürger eine Kundgebung beschlossen, in der sagt wird: England heißt unser Feind! Englands M kann nur gebrochen werden, wenn wir alle Waffen, H wir besitzen, zu Lande und zu Wasser, unter dem Ai und in der Luft schnell und mit all ihrer gegen England anwenden. Nur dann können wir sicheren Frieden erringen. Tie Schonung Englands deutet ewigen Krieg, der Sieg über England aber der Frieden der Welt. London, 28. Sept. (Reuter.) 22 Mitglieder der satzung des am 24. September zerstörten Luftschiffes mit militärischen Ehren begraben worden, 6 Offjzj H>es Fliegerkorps trugen den Sarg des Kommandanl London, 28. Sept. Die „Times "melden, die ca; dische Anleihe von 400 Millionen Mark sei um Millionen überzeichnet worden. London, 28. Sept. Das Schatzamt fordert Zeichnungen auf 6prozentige Excheguer Bonds mit jähriger Laufzeit auf. Neuyork» 28. Sept. (Reuter.) Kuhn, Loeb Eo. haben der Stadt Paris 200 Millionen Mark k Prozent auf 5 Jahre geliehen. Die Pestgefahr. London, 28. Sept. In Liverpool sind 5 Pest dächtige Erkrankungen vorgekommen. 3 sind gestorl Bei zweien ist die Pest festgestellt. Spurlos verschwunden. Kopenhagen, 28. Sept- Nach einer Meldung Petersburg übermittelte die rumänische Regierung M'- russischen Regierung das Ersuchen mehrerer rnmänis; Großkaufleute, nach dem Verbleib mehrerer großer, Rußland nach England und Frankreich abgesank! Warensendungen zu forschen. Seitdem die SendM; über die russische Grenze gekommen seien, seien sie t» ständig verschwunden. Ihr Wert betrage 25 Million Rubel. Die deutsche Baluta-Matznahme in der SchwH Zum 5 rten we; oder Lisre chen die Zi gros erspai ut.K üig fü man l hlr be sieht Kriegs z unser ) mitza haben i d- gels e Wer a wirkt Absch in dies 000 S. beabsi ge c Bern, 28. Sept. Tie schtveizerischen landimil ^ ,schastlichen Organisationen für die Ausfuhr von W x !und Vieh haben der Zentral-Einkauss-Genossenschaft ^ Berlin einen Kredit von 40 Millionen Mark gewährt, ! fkach und nach für die Begleichung der Ankäufe ,landwirtschaftlichen Erzeugnissen in der Schweiz in spruch genommen werden kann. Dieser Kredit wurde ji sdie Tauer von höchstens 18 Monaten eröffnet, er wÄ aber nur wirksam sein für die Dauer des Handels» .kommens zwischen der Schweiz und Deutschland. I' landwirtschaftlichen Organisationen, die über bedeute! Kapitalien verfügen, würden einen Teil der den GeM wert ihrer Verkäufe darstellenden Wechsel behalten den Rest bei schweizerischen Banken diskontieren sen. Es handelt sich also um ein reines Handelsgesä Ke Aus Stadt und Land. Olten tobt der Kamvtzlveiler,. Ab;r ebenste licher. wich .auch s — ReichMrotkarte. Wie für den Verbrauch Fleisch, so soll auch für das Brot eine einheit Herbrauchskarte für das ganze Deutsche Reich singest werden, die an die Stelle der Laudesbrotkarten trS würde. Es soll aber eine längere Uebergangszeit I gesehen sein. ** Adelsheim, 29. September. Infolge der feuH ^ Witterung, die bis vor wenigen Tagen herrschte, wers f unter den geernteten Kartoffeln nicht selten faule ^ doch nicht ganz einwandfreie vorhanden sein. Es ^ i ! aber unbedingt verhindert werden, daß solche rni^ ( wertigen Kartoffeln zusammen mit den guten Speisekarte : ^ eingekellert oder gar an Bedarfsverbände abgeliefert wer? da durch sie leicht große Mengen guter Kartoffeln ebeB dem Verderben ausgesetzt werden und dadurch für ' allgemeine Volksernährung verloren gehen. Angesichts ^ Gefahr, die unter allen Umständen abgewendet wer muß, ist es die unabweisbare Pflicht aller Landwirte sonstigen Personen, die Kartoffeln gebaut haben, sch»«^ dem Acker bei der Ernte die faulen oder nickt i fehlerfreien Kartoffeln sorgsam auszusondern, minderwertigen Kartoffeln werden am besten zu Fülle« zwecken Verwendung finden. (-) Eubigheim, 28. Sept. Dieser Tage fand Signalwärter, auf der Blockstation zwischen Eubigheiw Boxberg angestellt, auf dem Bahnkörper mehrere mit^E mit gefüllte Sprengröhrchen. Der Wärter machte D einem derselben zu schaffen, indem er mit einem Drah^ der Sprengmaffe bohrte, worauf eine starke Explofw» folgte und dem Unvorsichtigen den Zeige finge*' das erste Glied des Daumens der linken Hand a (-) Aus dem Bezirk Boxberg, 29. Sept Sonntag den 1. Oktober finden im Bezirk Borberg verschiedenen Orten vaterländische Versammln n" statt, in denen die Herren Stadpfarrer Mehrbrei, Achtnich, Oberamtsrichter Schüßler und Oberanll Schwoerer über die Kriegslage und die Kriegs««- D r: L § S s Z Z 8) L , - werden. Versammlungen sind nachmittags 3 Uhr V^Mler" in Unterschüpf und im „Hirschen" zu Oberst, femer abends 8 Uhr im „Lamm" zu Schillingstadt da» »DeutschenKaiser" zuWölchingen. Beider vater- -"chen Gesinnung der Bezirkseinwohner werden die Besprechungen, bei denen auch Gelegenheit geboten Eich sich in allen Tagesfragen Rat und Auskunft zu , gewiß dankbar begrüßt und lebhaft besucht werden. Teilnahme der wackeren Frauen ist besonders Loscht. /-) MöckMÜHl, 27. Sept. Im Zeichensaale des Schul- ist eine Ausstellung sämtlicher Pilzarten, in den hiesigen Wäldern Vorkommen, wohl an 40 U«i,«merii. vom stellvertretenden Oberreallehrer Jung ver- «Mtet worden. Diese mit Geschmack und Uebersicht an- " «ordmte Ausstellung, zu der die Realschüler mitwirkten, mgleich lehrreich, da sie die giftigen wie die eßbaren ^^goämme anschaulich kennen lernen läßt und zugleich wie viele ungehobene Schätze der deutsche Wald in Merer teuren Zeit den Haushaltungen liefern könnte. Unterfchwarzach, 27. Sept. Aus der hiesigen dsten Mj> Zwangserziehungsanstalt waren 3 ' Zöglinge ausge- die hi, chen. Der Wärter, der sie zurückbringen sollte, in der - Wmde von den Gutedeln umringt, und mit einer Hacke ünds Nr «rsch lagen. Das Gericht hat sich an Ort und Stelle Waffen, I jqtSen- ^ » Anleihe oder Kriegssteuer? Aum Kriegführen braucht man Soldaten und Geld. Die K^daten haben wir nicht zu knapp. Das Geld muß be- ^ werden. Aber wie? Leihen oder wegnehmen? An- . oder Kriegssteuer? Unsre Regierung hat sich im großen und ganzen für die ">en entschieden. Mit Recht. Das Volk muß zwar dem Bi>s acr SD n wir e« mglands ind aber cder der tschiffes 6 OT ' str die Zinsen der Anleihe aufkommen, aber diesem Nachteil maud t große Vorteile gegenüber. Anleihen zeichnet nur. nnandant, m, die cm sei um A Loeb Mark ir Mk erspartes Geld hat, wer's entbehren kann, wem's nicht wehtut. Kriegs st euern treffen auch den, der sein Geld not- !«endig für sein Geschäft braucht. Anleihen kaust man gern, fordert ßweilman hohe Zinsen zieht und später das Kapital heraus- ds mit k jtzahlt bekommt. Geld für Kriegssteuern ist unverzinslich, Zum sieht es nie wieder. Kriegssteuern tragen wir allein, Kriegsanleihen tragen , unsere Söhne und Enkel. Und warum sollen die nicht vch mitzahlen, denen wir das Nest so behaglich hergerich- jet haben? Bei Kriegssteuern nützt das Rückzahlen vielfach d 5 pestve denn manches Geschäft ist inzwischen wegen Geld- d aestock Engels eingegangen. Wer also sein Vaterland und — seinen Geldbeutel lieb hat, wirkt für die Kriegsanleihe. Landwirtschaft. Abschluß von Schweinemästungsverträge. Da Meldung A gierung rumänisch !lV. rbrauch 8 einheiü f eingefi? irten ttS igszeit an großer, Ä Ke in diesem Jahre abgeschlossenen Mästungsverträge über abgeßiM 15M Schweine ein so günstiges Ergebnis gezeitigt haben, Sendung! vird beabsichtigt, IM nächsten Jahre wieder inerhöhtem Maße ien sie Ä Bettrage abzuschließen. Im Lause des Jahres 1917 sollen ö Million! r Schweiz r landwiü ! von fsenschasli gewährt, d! ^ nkäufe « oeiz in t wurde ji t, er wüü Handelst. and. Ja - bedeute«? den Gego 'halten liieren l» delsgejchö - auf diese Weise bis zu 150 000 Schweine gemästet werden. Hierfür wird als Futter zu billigem Preise gemahlene Gerste, ein zur Mast hervorragend geeignetes Kraftfutter geliefert. Die Schweine sollen unmittelbar zur Ernährung der Bevölkerung dienen. Dadurch wird einerseits die Bevölkerung mit Fleisch versorgt, anderseits erhalten die Landwirte Kraftfutter für ihr Vieh zu billigen Preisen, und unter allen Umständen den höchsten zulässigen Preis für die ausgemästeten Tiere, bei besonders schweren Schweinen voraussichtlich dazu noch eine Prämie. Es darf deshalb sehr empfohlen werden, möglichst viel Gebrauch von dieser günstigen Gelegenheit zu machen und rasch zuzugreifen, es lohnt sich und ist im Interesse der Volksernährung dringend notwendig. Letzte Nachrichten. (Mitgeteilt von WTR.) Das 4. griechische Armeekorps in Deutschland. Goerlitz, 28. September.- Der erste Transport der griechischen Gäste ist heute Nachmittag 3.27 Uhr auf dem hiesigen Hauptbahnhof eingetroffen. Er bestand aus 22 Offizieren, 427 Mann und 15 Gebirgskanonen. In Begleitung der Offiziere befanden sich einige Frauen und Kinder. Das Kommando des Transportes hatte Oberst Karakallos, der Kommandant von Kavalla, die Führung des Transportes hatte Oberleutnant Schmidt. Beim Einlaufen des Zuges spielte die Kapelle des Ersatzbataillons des Infanterieregiments Courbieres (2. Posen- sches Nr. 19) die griechische Nationalhymne. Die Ausschiffung der Mannschaften erfolgte unter Musik. Die Leute empfingen ihre Gewehre aus den mitgekommenen Güterwagen. Hierauf wurden Offiziere und Mannschaften in der Kriegsverpflegungsanstalt des Bahnhofes mit warmer Kost gespeist. Den Frauen und Kindern waren Schwestern des Roten Kreuzes behilflich. Während der Speisung konzertierte die Kapelle. Um 4.38 Uhr traf der zweite Transport ein mit 27 Offizieren und 513 Mann, der wiederum mit der griechischen Nationalhymne ' empfangen wurde. Die Ankunft neuer Transporte ist noch unbestimmt. Nach der Speisung formierten sich die Truppen zum Zug und marschierten unter Vorantritt der deutschen Musik in die Stadt ein. Hinter der Musik schritt Oberst Karakallos mit seinem Stab, begleitet von den deutschen Offizieren. Ihnen folgte eine entfaltete griechische Regimentsfahne, dann die Truppen mit aufgepflanztem Gewehr. Sie wollen keinen Geländegewinn! Berlin, 29. Sept. Wie der „Berliner Lokalanzeiger" aus Genf erfährt, erklärte Brussilow neulich dem Korrespondenten des Pariser „Journal": Erheblichen Geländegewinn erhoffen wir derzeit nicht. Die Schwächung des Gegners bleibt das ganze Ziel. Gegen jedes Völkerrecht. Berlin, 29. September. Mit Vorbehalt verzeichnen die Morgenblätter die Meldung, daß die rumänischen Behörden irr d:rr O.'äwo'.l.':: -vönigspalastes und in den benachbarten Gebäuden österreichische und deutsche Untertanen unterzubringen, um sie erste Opfer der feindlichen Fliegerangriffe werden zu lassen. Bomben auf Bukarest. Amsterdam, 29. September. „Tijd" erfährt aus Bukarest, daß bei dem deutschen Luftangriff am Montag 50 Bomben auf die Stadt abgeworfen worden sind. Es wurden dabei 20 Menschen, darunter Frauen und Kinder getötet. Die Flucht aus Bukarest. Berlin, 28. Sept. Verschiedene Morgenblätter lassen sich aus Bukarest melden, daß zwei Fünftel der Bevölkerung infolge der Zeppelinangriffe abgereist seien. Ein wichtiger Kronrat. Amsterdam, 29. Sept. Dem Londoner „Telegraph" wird aus Athen über den vorgestrigen Kronrat gemeldet, daß daran der König, der Ministerpräsident, der Minister des Aeußern, General Moschupulos und alle Generale teilgenommen hätten. Ueber die Verhandlungen sei nichts veröffentlicht worden. Die Hetze Venizelos zeitigt ihre Früchte. London, 29. September. „Daily Chronicle meldet aus Athen vom 17. September, daß die Haupstadt zum erstenmal seit der langen Krisenperiode wirklich in Aufregung sei. Es leien die ersten Berichte aus Kreta angekommen, aus denen hervorgehe, daß Venizelos und Cunduriotis in Kreta mit außerordentlicher Begeisterung empfangen worden seien und das habe in Athen vermutlich tieferen Eindruck gemacht als die Abreise der beiden Männer. Selbst entschiedene Gegner von Venizelos könnten jetzt die Bewegung nicht mehr ignorieren. Der Beschluß der Insel Mytilene, sich der revolutionären Bewegung anzuschließen, die Proklamation des Athener Offizierkorps, der Anschluß zweier griechischer Kriegsschiffe an die Alliierten und das Auftreten der Offiziere in Patras und Korfu, die keine liberalen Zentren seien, hätten großen Eindruck gemacht. — Der Kreuzer „Hydra" hat die Rhede gestern Abend verlassen und sich mit der Flotte der Alliierten vereinigt. Ohne Amerika gehts nicht. New-Aork, 20. Sept. (Funkspruch vom Vertreter des WTB. — Verspätet eingetroffen.) „Evening Mail" berichtet, der frühere Gouverneur der Philippinen, Forbes, habe kürzlich bei einem Essen der republikanischen Führer erzählt, Lord Kitchener habe ihm als seine Meinung ausgedrückt, daß die Alliierten ohne die Hilfe Amerikas Deutschland niemals besiegen könnten. Kitchener brachte diese Ansicht in einer Beratung in London mit Forbes und dem Mitglied des Aufsichtsrats der Bundesreservebank, Benjamin Strong, im letzten Winter zum Ausdruck. Von dieser Ueberzeugung ausgehend, hatte Kitchener die Zusammenkunft heibeigeführt, um in Forbes und Strong zu dringen, das Gewicht ihres Einflusses in Amerika im Interesse der Alliierten zur Geltung zu bringen. « rr rr Z 8 d" eo 02 02 o K d-'Z <«- r: r-> 8: W cs d LZ? ^ 8! r-, K^ G "2 . - r» rr Ls ^ Lt L r-» r-> '§ rr 02 rr rs- G der feÄ? chte, wer? ° aule . Es S >lche mi^ tz eisekartsst ^»» efert rve^ eln eben' rch D esichts k! ndet nM' rdwirte n, scho» nicht :rn. 8 KZS? an « R § . V r-> ^> ro M « rr « E »» N rr rr' n — ^ > anxrrrrr ^ „/O Q- -L rr .8 -s . r-» rr^N L ^ 8 ^ ^ 8 8 >8- „ .2 8 8 'L ^ V ^ rr rr rr 2 «-> ^ rr 8 ^ 8- ^-8 s Z -rr L ^ .L r-> rr -rr r-» ^ rr L. ^ «2 «r 6» 8 « r: » L s k» V L rr an 8 cv-N Q- cs rr 2> 8V rr rr rr 'S) rr rr r-» KZ 8.8 ß ^ o Q 2-- o -r ^ 'r^ -rr o >6^ ^ LZG VIL'.L L Z _ S7-M-A 8 8 ß- -§ .8 o K -b ^ ^ L rr ^ ^ M o -rr ^ L.8ZZZ ZZLZ-8 Z ..8^ « « 'S- «r s: »» sr L- « K Q» « « « 'S sr as- r-» § 8 « -L,« « Lek o -L! 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Ausgabe von Petroleumkarten betr. Am Samstag, den 3V. September ISIS, nachmittags von i/zZ—3 Uhr findet die Ausgabe der Petroleumkarten statt. Empfangsberechtigt sind nur Haushaltungen ohne elektrische oder sonstige Beleuchtung. Adelsheim» den 28. September 1916. Bürgermei st eramt: Trefz. Bestellungen Verkäufern auf von Wieder - Ärünkevn ganz und gemahlen, können 30. September bei der bis Anna Heinrich Schmidt z Adelsherm gemacht werden. Spätere Bestell- . ungen werden nicht mehr berücksichtigt. Bei Bezügen von unter 100 Kilo einer Sorte sind die Säcke mit- ' zubringen oder einzusenden. Bekanntmachung. Kartoffclversorqimg betr. Gemäß Verordnung Gr. Ministeriums des Innern vom 1. Sept.! 1916 ist es zulässig, daß sich die versorgungsberechtigte Bevölkerung mit Kartoffeln eindeckt. Die Eindeckung muß vor dem 15. November d. I. erfolgen. Der Bezug von Kartoffeln darf jedoch nur auf Grund eines vom Bürgermeisteramt auszustellenden Bezugsscheines erfolgen. ! Wir machen die bezugsberechtigte Bevölkerung hierauf aufmerksam und fordern sie auf, sich schon jetzt darüber zu verlässigen, welches Quantum Kartoffeln ihnen zusteht (I V 2 Pfund pro Kopf und Tag) und. wieviel und von wem sie diese beziehen wollen. ? Die Bezugsscheine werden am LlluMg, Sn U Lestcuibtt Mk, sM«. M 3 brS k Uljr auf dem Rathaus ausgegeben. Zur Ausgabe haben erwachsene Personen zu erscheinen. - Adelsheim, den 26. September 1916. ! Bürgermeisteramt: ! Trefz. Hageubutteu kauft jedes Quantum Anna Heinrich Schmidt Adelsheim. 8 o> 1 siimstt WSscherliesel hervorragendes Wasch- uud Reinigungsmittel, in Stücken von ca. 125 Gramm a 12 Pfg., empfiehlt L. Mangold Adelsheim. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme anläßlich des Todes unseres aus dem Felde der Ehre gefallenen lieben einzigen Sohnes, unvergeßlichen Bruders und Geliebten Johann Hohl »er sagen die Eltern, die Geliebte und Schwestern Allen herzlichen Dank. Besonders danken wir Herrn Dekan Schenck für seine tröstenden Worte, für die Teilnahme des Militärvereins und den Jungfrauen. Dainbach, den 28. September 1916. Ehr. Hohl Johanna Hohl geb. Müller. Lifette Müller Sophie Herrmann geb. Hohl. Ed. Herrmann Lifette Müller geb Hohl 3-r. Müller. ; «rart-: § PtchentI-) DnßkigklMg im Kllftkslhminkli. iFrldpostslhachtklü g Spar- il. Waisknkaffk Olierdurkkn. Die Badische Landwirtschaftskammer veranstaltet Montag, den 2. Sklober ISIS vormittags 11 Uhr in Werlheim eine Versteigerung von ca. 60 sehr schönen Läuferschweine«. am Zugelassen zur Versteigerung werden nur Landwirte. Wiederverkäufer und Händler.sind ausgeschlossen. 1 Pfund--Schachtel 9 Pfennig das Stück >/z Pfund-Schachtel 8 Pfg. das Stück Eierschachtel 15 Pfennig das Stück 4—10 Pfund-Schachtel 20, 25, 30 Pfennig das Stück Wilhelm Veuiler, Roseuberg. Postscheckkonto 8865 Karlsruhe. Die hiesige Spar- und Waisenkasse nimmt jederzeit Spareinlagen bei einer Verzinsung von 4',„ an und gibt Gelder ab a. Darlehen auf l. Hypothek und auf Annuitäten, b. Darlehen an Private gegen doppelte Bürgschaft, sowie c. Uebernahme von Liegenschaftskaufschillingen. ----- Kassentage: ----- Montag u. Freitag 8—11 u. 2—5 Uhr, Sonntags 2—4 Uhr. «S -2^ L-3 ^ -» 2°-^Z TZK ZZ 2ZSK ^ rs 8 . 2 ^ —f ID) ^ ^ s LS . ZL' LZ ^ " o 2 ^ ^ - » 3 A L- 3 --- sA "cs L.- 3 ^ s rö) «r 2.' Z S" Z -"s -- — ^ s 2. s >—^ 3^Sc ^ 3 ^ ^ 2. Z 2- oe > S cs ^ s 3 Z". A <-r 2. Z-cs - ^ cs e-i -- LA ^-2^ 3 k>- L M ^ Z -- LS s Lös E 3 3 Z Z.2. ^ ^ S ^^-3 » 3 §2 . (As- Z Z ^ 2 " 2" ^ «v 2 ^ <8 3 " " s s'L» s eo» vro «2^ 2 3 l? 2 s Ir?2.8 Z ^ 2-' Z 3-LS^« 2. G 3 2S « Z s 2-^c 3-» ^ 2. 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