mg setzen. unü » «M«at täglich, außer Sonn- unö ß I feiertags ; ^ I vrrts: Monatlich . . . pfg. - ^ ^ ^ vierteljährlich . Nk. - frei ins Haus geliefert - Soxberger Anzeiger - flnzeigen weröen mit 1» Pfennig ^ : per einspaltig« Zeile berechnet. ^ i 1 Sei mehrmaliger Aufnahme Rabatt > - Postscheck-Konto 4»S4, Karlsruhe ..!> ." ".. Belesenstes Tageblstt oes ba-isihen öaulanöes Mauptanzeigeblatt für öle Sczirke l^öelsheim, Hoxberg u. deren Umgebung U!L HolzsubmMons- unS Versteigerungs-Anzeiger für »en GüenwalS Gratis: prakt. Mitteilungen für Gewerbe (monatl.) u. HanSel,Haus- u.Lanbwirtschast nt- !»M - Hk. 244 Druck und Verlag Buchdruckerei Adelsheim, Adolf Heppeler Telefon No. 18 stk) ilrtl.) Tagesberichte. VTV. Großes Hauptquartier, 18. OKI. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe des Generalfeldmarfchalls Kronprinz Rupprecht von Bayern Der Artilleriekampf erreichte besonders nördlich der Ikomme in breiten Abschnitten beträchtliche Stärke. Zwischen Le Sars und Gueudecourt griffen die Eng- Ldder, von Lesboeufs bis Rancourt die Franzosen abends »»»»", L Unser Vernichtungsfeuer auf die gefüllten Sturmgräben ! des Feindes brachte 'den Angriff beiderseits Baucourt- epkuiö j kAbbaye im Entstehen zum Scheitern. Bei Gueudecourt LNliöl'km es zu heftigen Nahkämpfen, in denen unsere Stellungen PAgkN, l behauptet wurden. Die aus der Gegend von Morval vliulie, ' schRancourt vorbrechenden Franzosen wurden nach hartem (l'lkgei' s Kampf abgewiesen. In Sailly ist der Gegner eingedrungen, m ! Der Kampf ist dort noch im Gang. Seitlich der Haupt- ! wgaffsstellen bei Thiepval, Courcelette und Bouchävesnes , >rachten Vorstöße dem Angreifer keinerlei Erfolge. Fünf feindliche Flugzeuge unterlagen im Luftkampf. Heeresgruppe des deutschen Kronprinzen. Auf dem Ostufer der Maas rege Feuertätigkeit. Seitlicher Kriegsschauplatz : Front des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayern: Nach dem verlustreichen Scheitern der starken Jnfanterie- sgriffe gegen die Front westlich von Luck beschränkte sich KN der Feind auf lebhaftes Artilleriefeuer. Gegen die österreichisch-ungarischen Stellungen bei ÄMn (nordwestlich von Zalocze) angreifende Infanterie vurde unter starken Verlusten durch Feuer in ihre Gräben »Egetrieben. Auf dem westlichen Narajowkaufer südwestlich Herbutow ÄMten nach ausgiebiger Artilleriewirkung bayerische Ällone einen russischen Stützpunkt und brachten 2 Offi- 350 Mann, 12 Maschinengewehre ein. licd. > »»»»»»» n W WZ 2 2 in 2 2 r- <5 ^ UV 5 E 2- ^ Komteß Jutta. § 2. -S UV ^ 2« .» -Fein gesagt, sehr fein! großartig, Herr Stahl," meinte der n. stu-r, dem etivas schwül wnrde, als er das Gesicht des mh, a„f dem es hin und herznckte. „Ader Sie sprachen "U mehreren Gründen." „Es ist doch nicht ausgeschlossen, daß ick Fortschritte mache, diesem Gebiet erfinde. — Die eigene Fabrik würde k Nt diesem Falle — hinderlich sein." »Fch verstehe. Sie wollen sich nicht binden, die Karten ""5 der Hand geben, hm. freilich. Aber ließe sich für Fall nicht schon im voraus eine Abmachung treffen? : Muß doch gehen." Adelsheim, Donnerstag, 19. Oktober 1916 Verantwortlich: A. Heppeler in Adelsheim. 40 . Jahrg. Front des Generals der Kavallerie Erzherzog Earl: An der Bystryca-Solotwinska scheiterte ein Angriff gegen unsere vorgeschobenen Stellungen. In den Karpathen lag die Ludowahöhe unter starkem Geschützfeuer. Im Kirlibaba-Abschnitt wurden Vorstöße zurückgewiesen. Kriegsschauplatz in Siebenbürgen: Die Gesamtlage hat sich nicht geändert. Balkankriegsschauplatz: Mazedonischen Front: Gesteigertes Artilleriefeuer leitete westlich der Bahn Bitolj-Florina, sowie nördlich und nordöstlich der Nidze- Planina feindliche Teilangriffe ein, die mißlangen. Ein bulgarischer Vorstoß säuberte ein Serbennest auf dem Nordufer der Cerna. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff Der Stand der Tinge an der Somme ist, so kann man sagen, durch die Unternehmungen am Dienstag im wesentlichen nicht verändert worden. Den Franzosen gelang es zwar, in Sailly, auf das sie schon so lange brennen, einzudringen, doch sind die Kämpfe dort noch! nicht abgeschlossen und es sind auch nur wenige Häuser des Dorfes, die sie besetzt halten. In der Richtung auf Sailly-Saillisle suchen sie den Keil vorzutreiben, um die Hauptziele, Bapaume und besonders Peronne zu flankieren und, wie seinerzeit Combles, durch Ueberflüge- lung unhaltbar zu machen. Ob es ihnen gelingen wird, steht dahin, mehr als ein moralischer, aber sehr teuer erkaufter Erfolg würde es nicht sein. Alle Anstrengungen im Süden und Norden die Front anzugleichen, sind ja bisher gescheitert, und ob der Keil 3 oder 4 Kilometer weiter nach Osten sich vorschiebt, ist strategisch nicht von großem Belang. Die Reihen der Franzosen werden immer wieder aus deutsche Verteidigungsgräben stoßen, und schließlich werden sie doch wohl etwas dünne werden. Im Osten sind verschiedene Angriffe der Russen zusammengebrochen. Ereignisse von besonderer Bedeutung enthält der Tagesbericht nicht. In Bukarest ist eine Anzahl französischer Generalstabsoffiziere eingetroffen und das ist vom ersten Augenblick an im amtlichen Kriegsbericht zu erkennen, . . kV ,«» » , « «», > M« Die beiden Verbündeten sahen »ür nnangenehmen Gefühlen, wie Stahl nur den Kopf schüttelte. Ebmeier setzte nervös den Kneifer immer wieder auf die Nase, so oft er auch hernnlerstel, und Bado Hilarhaf legte sich im Stuhl zurück, während er den spitzen Schnurrbart noch steiler zu den Augeu hvchdrehte. Der Bankier zog deu mit Zahle» bedeckte» Boge» au sich uud sagte langsam, die Zahle» betoueud: „Wir habe» uns die ganze Sache vorhin reiflich überlegt, Herr Stahl. Wir, das heißt, Graf Hilarbof bietet Ihnen hnuderttansend Mark bar, die Stelle als Direktor mit zwölftansend jährlich, und eine Tantieme von zehn Prozent vom Reingewinn." Der Gras sah forschend auf Stahl, dann ans Ebmeier und rückte unruhig hin und her. Seiner Ansicht nach war dies ein ganz enormes Angebot, und er schrak förmlich zusammen, als Stahl ruhig die Frage stellte: „Soll die Fabrik dort hinten, in Oberschlesien, angelegt werden?" „Gewiß! Wo denn sonst ?" „Ich dachte es mir auch. Um so weniger kann ich Ihr Gebot aimehinen." „Aber was wollen Sie denn? Es kann Ihnen doch niemand mehr bieten, als hier geschieht." „Vielleicht nicht mehr, Herr Kommerzienrat, aber in anderer Form. Ich habe das Anerbieten hier in der Tasche. Eine Antwort habe ich noch nicht erteilt, aber das kann jeden Augenblick geschehen. Angebot und Nachfrage regeln den Preis, das wissen Sie genau." Stahl Holle ein Papier ans der Brnsttasche seines Rockes und hielt eS Ebmeier hin, der es, seinen Kneifer anfstülpend, schnell zu lesen begann. „Etz ist nicht das Original, aber eine wortgetreue Abschrift, da ich Ort und Absender nicht verraten will." Gras Hilarhvf war anfgestanden und trat hinter den Bankier, um in das Schriftstück zu sehen. Stahl lehnte sich gegen seinen Stuhl und beobachtete die beiden scharf. Ein leichtes Läweln ninspielte seineil Mund, als er wahrnahm, wie der Graf znsamuienznckte. „Herr! Das ist ja nngtanblich, eine unerhörte Summe! — eh — völlig unmöglich!" „Unmöglich ist heutzutage nichts!" erwiderte kühl der Chemiker. „Das Wort ist sehr veraltet." der über Paris geleitet worden ist. Dag die Kriegslage sofort sich merklich gebessert hat, versteht sich ja von selbst, aber die alte französische Art, immer da, wo es schief geht, die Schuld Spionen und Verrätern zuzu- schreiben, hat sich auch prompt wieder geltend gemacht. Natürlich sind es Deutsche und Oesterreicher, die in Rumänien leben und die das ganze Unheil angerichtet haben. Nun wird diese Landplage zunächst, wie in Frankreich und England, der richtigen „Aufsicht" unterstellt werden. Das weitere wird sich finden. Ueber das Gefecht zwischen englischen und italienischen Schiffen und dem Untergang des Linienschiffes „Regina Margherita" ist noch keine Bestätigung eingetrojfen, dagegen wird von unserem Admiralstab gemeldet, daß eines unserer Tauchboote den italienischen Kreuzer „Libia" im Mittelmeer angegriffen und schwer beschädigt habe. Die „Libia" ist ein geschützter Kreuzer von 3800 Tonnen und 300 Mann Besatzung. Sie war ursprünglich für die Türkei bestimmt, wurde aber seinerzeit von Italien beschlagnahmt. Der schweizerische Oberst Karl Egli sagt über die Lage auf dem Balkan: „Rumäniens Krieg hatte von Anfang an wenig Aussicht auf Erfolg, und es wäre Pflicht der Verantwortlichen rumänischen Generale gewesen, vor Kriegsausbruch die Wahrheit über die Lage des Landes und über die Situation der Armee zu sagen. Falls die aus Siebenbürgen zurückgegangenen Rumänen noch im Norden stehen, dann laufen sie Gefahr, vom eigenen Lano abgeschnitten und nach Beßarabien abgedrängt zu werden. Die Armee Sarrails kann keinesfalls irgendeinen Einfluß auf die Ereignisse in Siebenbürgen oder in der Dobrudscha allsüben. Es ist aussichtslos, daß dies Sarrail möglich sein könnte, bevor die Zentralmächte dort eine volle Entscheidung herbeigeführt haben. Daran könnten auch Kavalleriemassen nichts ändern/ die die Italiener angeblich in Santi Quarante ausgeschifft haben. Solche Truppen würden infolge ihrer, Entfernuna von der Basis auf aroße Vervsteaunasst schwierigkeiten stoßen, da ein Nachschub durch Lastautos unmöglich ist. Kavallerietruppen würden insbesondere bei der Pferdefütterung große Hinoernisse haben. Auf dem russischen Schauplatz ist die Lage derart, daß die Verbündeten mit den Rumänen ungehinoert abrechnen können. Angesichts der Kampfpause auf dem russischen Schauplatze in einem Augenblick, wo sich die Rumänen in höchster Mt befinden, muß man fragen, ob die Russen noch genügende Verstärkungen einsetzen können^ „Und, bas Ganze ist keine Finte, Herr Stahl?" fragte Ebmeier in jovialem Tone. „Ich habe meine geschäftliche Erziehung nicht an der Börse genossen, Herr Kommerzienrat." „Wozu denn gleich so grob, ich habe ja gar nichts gesagt," rief der kleine Mn»», der nun auch anfstand. „Ja. Herr Gras, dann werden Sie wohl tiefer in Jbren Beutel steigen müssen." „Aber dos ist ja der reine Nnstini," rief Hilarhof, „völlig unmöglich!" „Ich bin ganz der Ansicht des Herrn Stahl, daß Heuer nichts unmöglich ist, wenns auch zuerst so scheint. Man mutz sich dadurch nur nicht verblüffen lassen. Aber sagen Sie mal gar kein Wort mehr. Herr Graf, lassen Sie mich sprechen. Nein, nein, ich werde tun, was sich machen läßt." Er wendete sich zu Stahl, welcher inunnehr auch anfstand und kragte. „Können Sie mir nicht sagen, von wem das Angebot ist?" „Nein, solange ich nicht die Erlaubnis dazu habe. Ich muß Ihnen überlassen, mir zu glauben oder nicht. Aber es ist ein Syndikat." „Hm," meinte Ebmeier, „freilich, freilich, dann ist die Sache schon möglich. Aber es ist noch nichts perfekt?" „Wäre ich dann hier? Aber es ist perfekt, sobald ich die Antwort telegraphisch sende." „Sagen Sie einmal, Herr Stahl, hat das bis morgen Zeit, bis morgen mittag?" fragte der Bankier nach kurzem Nachdenken. „Sie können sich vorstellen, daß der Herr Gras und ich uns nicht ans einmal erklären können. Es muß nmy einmal alles erwogen werden." Hilarhof spielte aufgeregt mit seinem Notizbuch, er schien etwas sagen zu wollen, aber Ebmeier fuhr schnell fort. „Morgen mittag haben Sie definitiven Bescheid. Wir kennen ja jetzt Ihre Forderung und können uns bis dahin schlüssig machest" Stahl empfand eine gewisse Genngtunng, als er die Unruhe des Grafen Hilarhof bemerkte. Er sagte aber in dnrca- aus höflichem Tone: „Ich bin gern dazu bereit. Hobe - n bis morgen mittag keine Antwort, so betrachte ich das als Ablehnung." „Ach wo! wir schreiben." „Dann will ich die Herren allein lasten," sagte Stobl. steckte seine Papiere zu sich und ergriff seinen Hut. 224.20 ' um Die Kriegslage Rumäniens UND Die Lage aus dem Balkan überhaupt zu verändern." Es mag übertrieben sein, wenn vor ermger Zeit von englischen Blättern gemeldet wurde, daß in Kanada eine ganze Division, bestehend aus Freiwilligen aus den Vereinigten Staaten, sür die Front an der Somme ausgerüstet worden sei. Tatsache ist aber jedenfalls, daß zahlreiche Amerikaner aller Grade im englischen und französischen Heeresverband gegen die Deutschen kämpfen. Namentlich erfährt das feindliche Fliegerwesen eine fühlbare Unterstützung. Nach französischen Berichten ist erst an der Somme der dritte amerikanische Flieger, der Führer des amerikanischen Fliegergeschwaders, Norman Price, von einem deutschen Flieger im Luftkampf schwer verletzt und zum Absturz gezwungen worden. Inzwischen ist Price seiner schweren Verwundung erlegen. Der französische Bericht meldet ferner, daß beim Angriff auf die Mauserwerke in Oberndorf der Feldwebel Lustery vom amerikanischen Fliegergeschwader sein fünftes deutsches Flugzeug abgeschossen habe. Der französische Tagesbericht^ WTB. Paris, 18. Okt. Amtlicher Bericht von «strr» nachmittag: Nördlich der Somme eroberten die Franzosen i« Dorf Sailiy-Saillisle eine neue Häusergruppe. Die Deutsche» unternahmen am Vormittag einen heftigen Gegenangriff, »q» bei es ihnen gelang, in einige Teile der ersten Linie eia- zudringen. Ein sofort einsetzender Gegenangriff warf sie »SlliD zurück. Die Zahl der gestern von den Franzosen gemachte» Gefangenen beträgt SO. Die Franzosen erbeuteten 2 Maschinengewehre. Südlich der Somme scheiterte ein neuer BnänU auf die französischen Stellungen östlich Berny-en-Sontrrrk" i» Feuer. Auf dem übrigen Teil der Front ausse-ead« GeschüP- feuer. — Flugoienst: Französische Flugzeuge lieferten in der Sommegegend 65 Kämpfe, in deren Verlauf zwei deutsche Flugzeuge aogeschossen wurden und drei andere steil in den deutschen Linien medergingen. Orientarmee: Der Artilleriekampf dauert an, beson- ders heftig auf dem rechten Wardarufcr? Serbische Truppen schlugen heftige Gegenangriffe an der Bellawoda und der Lerna zurück. Abends: An der gesamten Sommefront beiderseitiges heftiges Bombardement. Der Feind unternahm östlich Belloy-en-San- terre zwei neue Angriffe, die ebenso, wie die vorhergehenden, vollständig zurückgeschlagen wurden. Er erlitt starke Verluste .— Luftkrieg: Deutsche Flugzeuge warfen ohne militärisches Ergebnis einige Bomben auf Amiens. Belgischer Bericht: Fm Laufe der Nacht Tätigkeit der belgischen Patrouillen an der gesamten Front in der Gegend von Klcsterboek und des Fährmannhaufcs. Im Verlauf von Streifen in Deuts'e Gräben wurden etwa 20 Gefangene ein- aebracht. Heute Artillerie- und Bombenkampf sowohl im Abschnitt von Dixmuiüen, wie in der Richtung Bocsinghe. Der englische Tagesbericht. WTB. London, 18. Okt. Amtlicher Bericht von gestern nachmittag: Wir drangen westlich der Serre in die feindlichen Gräben cin. Abends: Wir beschossen die feindlichen Stellungen in der Nähe von Neuoille-Saint Baast und Wytschaete nordöstlich von Ipern. Südlich der Ancre beiderseitige lebhafte Artillerietätigkeit. — Unsere Flugzeuge bewarfen bei außerordentlich lebhaften Lrkundunasflügen feindliche Eisenbahnlinien, Bahnhöfe, Fabriken und Magazine . 4 feindliche Flugzeuge und 2 Drachenballons wurden zum Absturz gebracht. WTB. Wien, 18. Okt. Amtlich wird verlautbart vom 18. Oktober 1916: Italienischer Kriegsschauplatz: Gestern abend griffen beträchtliche Kräfte des Feindes unsere Stellungen am Monte Tests, Boite-Rücken und nördlich des Pasubiongipfels an. Die tapferen Verteidiger schlugen diesen Vorstoß blutig ab. An einzelnen Stellen der Fleimstal- und Dolomitenfront, sowie auf der Karsthochfläche war die Artillerietätigkeit zeitweise recht lebhaft. Japan gegen die weiße Rasse. Telegramme aus Peking und Tokio nach Petersburg melden, daß ein japanisch-chinesischer Konflikt unausbleiblich sei. Japan hat mit der Mobilisierung gegen China begonnen. Seine Munitionserzeugung wird von jetzt ab für den eigenen Bedarf zurückgehalten. Auch die japanische Handelsflotte hat Befehl erhalten, bis auf weiteres keine Transporte mehr sür ausländische Rechnung anzunehmen. Japanische Truppen werden nach einer Meldung der „Nowoje Wremja" aus Mukden gegenwärtig in der Mandschurei zu Manövern zusammengezogen. Seit dem Frieden von Schimono-Seki am 8. Mai 1895, in dem Formosa von China an Japan abgetreten wurde und China zu einer Kriegsentschädigung von 200 Millionen Taels (rund 1 Milliarde Mk.) verurteilt wurde, war der alte Hochmut Chinas gegen die „gleisnerischen Däumlinge des Ostens" zu neuer Erbitterung angefacht. Diesem Haß hat auf die Tauer auch der 1899 in Tokio begründete „Ostasiatische Kulturbund" nicht steuern können, der die Zusammengehörigkeit der gelben Rasse betonte und in der Stiftung des „Geheimen Vereins der starken Faust", von den Engländern Boxer genannt, nach außen hin im Jahre 1900 ,Tinen weithin sichtbaren Ausdruck fand. Wir erinnern uns, daß aus dem Boxerkrieg nicht bloß chinesische Reformideen, sondern vor allem der große Zusammenstoß zwischen Japan und Rußland erwuchs. Durch den Frieden von Portsmouth am 5. September 1905 wurde Japan als Großmacht militärisch und kulturell ebenbürtig anerkannt, Rußlands Stellung am Großen Ozean beschränkt und Japan die Möglichkeit einer Herrschaft im Fernen Osten übertragen. An der Verwirklichung dieses Zieles hat nun in diesem Jahre Japan, die Zwangslage Rußlands zu einem Vertrage benutzend, unentwegt weiter gearbeitet. Da Englands Hände im Weltkriege gebunden sind, ist das sstasiatische Jnselreich der einzige Staat, der in China freie Hand hat. Hier tobt schon geraume Zeit der Bürgerkrieg und Japan arbeitet, die Uneinigkeit der Chinesen sich zunutze machend, auf ein Protektorat über China hin. So gebietet in der Südmandschurei ausschließlich der japanische Einfluß. Von drei Seiten umklammern die japanischen Interessengebiete Peking und drücken von Norden und Süden aüf das Tal des Jangtsekiang, der Hauptlebensader des Reiches. Auch hier hat der Japaner bereits besondere Vorrechte erworben, die ihm gegenüber den Chinesen wie allen Ausländern eine Sonderstellung einräumen. Der russische Krieg hatte ihm das militärische Ueber- gewicht in Ostasien gegeben. Durch den europäischen Weltkrieg will es seine Hegemonie unter Ausschluß aller lästigen Konkurrenten im Fernen Osten durchsetzen. Ta seine Politik in den chinesischen Wirren ihm nichr genügend schnelle Erfolge zeitigt, greift es zur ultima, ratio aller Politik, dem Schwert, und benutzt natürlich das Reich der Mitte auch nur als Sprungbrett, um späterhin seine Macht Europa gegenüber geltend zu machen. Die Vereinigten Staaten können nicht umhin, mit wachem Interesse die Ereignisse im Osten zu verfolgen, und werden es sich überlegen müssen, ob sie noch weiterhin ihre Munition aus dem Lande geben. Sie sind die ersten, die die aufsteigende schwarze Wolke bedroht, denn im Hintergrund der japanisch-amerikanischen Beziehungen lauert stets die Frage, wer Herr des Großen Ozeans sein soll. In dieser Kreuzung europäisch-amerikanischer und japanischer Interessen liegt der Auftakt zu der großen Auseinandersetzung der gelben und weißen Rasse. Rumänische Greuel. Aus Sofia wird berichtet: Die von der bulgarischen Regierung vorgenommene Untersuchung über die Greuel, welche die rumänischen Soldaten gelegentlich ihrer Landung bei Rahovo am 1. bis 3. Oktober verübt hatten, ergab die Bestätigung der in den deutschen und bulgarischen amtlichen Berichten erhobenen Beschuldigungen. Die Rumänen schleppten alles fort und machten fast alles nieder, zum Teil unter scheußlichen Martern. Nur wenige konnten durch besondere Zufälle dem furchtbaren Schicksal entgehen. Glücklicherweise hatte sich die Mehrzahl der Bevölkerung vor der Ankunft der Rumänen durch die Flucht retten können. Trotzdem fielen der Mordsucht der Rumänen in den Dörfern Borisowo, Kaja Machte, Para Machte, Golemo, Wranowo Breschlian, Babowo,' Rahowo und Slivo Pole 80 Personen zum Opfer, 24 wurden verschleppt. Frauen, Kinder und Greise, Türken wie Bulgaren, wurden unterschiedslos niedergemacht oder verschleppt. Am schlimmsten hausten die Rumänen im Dorfe Babowo, welches vom 46. Infanterieregiment besetzt wurde. Hier wurden 53 Personen getötet, nämlich 25 Männer, 14 Frauen und 14 Kinder. Die Bewohner wurden meist in die Keller getrieben, soweit sie nicht selbst dorthin geflohen waren, und von ven Zeugern aus erschossen, das Haus wurde bann an- gezündet. Im Keller des Hauses des 85 jährigen Passe Wassilew wurden 21 verkohlte Leichen gefunden. Mehrere Leichen waren zusammengebunden; dem örtlichen Befunde nach waren diese Personen von den Rumänen mit Stricken gefesselt, dann mit Petroleum begossen und verbrannt worden. 9 Frauen, 2 Mädchen und 2 Kinder waren von den Rumänen verschont worden, da ne Essen zubereiten sollten, wobei ihnen die Rumänen am kündigten, daß sie später getötet werden sollten. Das plötzliche Auftreten der bulgarischen Truppen jagte jedoch die Rumänen in die Flucht, ehe sie ihre Ankündigung verwirklichen konnten. Aus verschiedenen Aussagen geht hervor, daß die Soldaten auf Befehl ihrer Vorgesetzten handelten. Eine Zeugin, die sich den Soldaten gegenüber als Rumänin ausgegeben hatte, bekundet, die rumänischen Soldaten hätten sie herumgeführt, damit sie ihnen die Häuser der Reichen zeige. Dabei sah sie, daß eine Gruppe von rumänischen Soldaten die Häuser aufbrach, alles Wertvolle raubte und das übrige zerstörte, eine andere Gruppe, die Häuser anzündete und eine dritte die Bewohner wegschlepptc und tötete. Ein rumänischer Offizier sagte ihr, daß die rumänischen Soldaten Befehl hätten, alles zu töten. Daß die rumänischen Soldaten bei ihrem Raub- und Zerstörungswerk planmäßig vorgingen, ergibt sich aus dem furchtbaren Zustand dev Häuser, von denen keines der Zerstörungswut der Rumänen entging. Alle Möbel und Fensterscheiben sind zertrümmert: stellenweise ist der ganze Hausrat auf den Hof oder in den Garten geschleppt und dort zerschlagen und angezündet worden. An das Dorf selbst wurde zweimal Feuer gelegt. Nur dem regnerischen Wetter und der weitläufigen Bauweise ist es zu danken, daß trotzdem von 140 Häusern nur 40 ekn Opfer der Flammen wurden. Vielfach wurden wohlhabende Bewohner gefoltert, damit sie das Versteck ihres Geldes angaben, und dann doch getötet. Der Gesamteindruck der furchtbaren Ausschreitungen der Rumänen kann am besten wiedergegebcn werden durch das Wort eines preußischen Stabsarztes: „Ich bin ein alter Afrikaner und habe den Kolonialkrieg in Deutsch-Südwestafrika mitgemacht — selbst die Hottentotten und Herero begingen nicht derartige Greuel." treues vom Wage. Berlin, 18. Okt. Auf die 5. Kriegsanleihe sind iis zum 14. Oktober 7 334 Millionen Mk. gleich 68,9 Prozent des bisher bekanntgewordenen Zeichnungsergebrisses von 10651000 000 eingezahlt worden. Die Tar- iehenskassen hatten bis zum 7. Oktober Darlehen für )ie Zwecke der 5. Kriegsanleihe im Betrage von 38,3 Millionen Mk. gleich insgesamt 0,61 Prozent des gezeichneten Anleihebetrages und bis zum 15. Oktober Kriegsanleihe-Darlehen in Höhe von 56,6 Millionen Mk. zleich 0,77 Prozent des gezeichneten Anleiheb trags genährt. Die Inanspruchnahme der Darlehenskassen für )ie Zwecke der fünften Kriegsanleihe war also bisher sehr geringfügig. Zürich, 18. Okt. Die schweizerische Heeresleitung hat die Einführung des Stahlhelms bei dem schweizerischen Heer beschlossen. Immer wieder Polen. London, 18. Okt. (Reuter. Präsident Wilson teilte mit, daß sein persönliches Ansuchen an die europäischen Herrscher, bei der Nahrungsmittelversorgung der dem .,Hungertod preisgegebenen Polen" zusammenzuwirken, 'ehlgeschlagen sei. Antworten seien eingegangen von Großbritannien, Frankreich, Oesterreich-Ungarn und Deutschland, aber „wesentliche Meinungsverschiedenheiten" verhinderten ein Uebereinkommen. Kein schwedischer Einfuhrtrust? Kopenhagen, 18. Okt. „Nationalrideiive" meldet aus Stockholm: Die neuen Verhandlungen mit England über ein Handelsabkommen sind aus uiibcla;,,» Ursache plötzlich verschoben worden. Auch die schwedM Unterhändler, die morgen nach England abreisen sollt, schoben ihre Reise um eine Woche auf. Der Korrespond ves Blattes bezweifelt die Richtigkeit der Meldung - ver geplanten Gründung eines schwedischen Einfuhrtru unter der Leitung einer privaten Stockholmer Ban Ausfuhrverbot. Kopenhagen, 18. Okt. Die Regierung hat beute ab die Ausfuhr von rohen Pferdehäuten in jch Zustand, ferner von Haaren von Pferdeschweifen « Pferdemühnen, sowie von Kuhschwänzen, und endlich Seegras in gesponnenem Zustand für Korbmachergebra verboten. Massenkundgebung für König Konstantin. Athen, 18. Okt. Aus dem Marsfeld hielt Közs Konstantin eine Schau ab über die Mannschaften Schiffe, die von den Alliierten genommen worden Der König hielt eine Ansprache. Eine ungeheure i schenmenge brachte dem König begeisterte Huldigunz dar. Am Umzug beteiligten sich Soldaten, Matrosen i vor allem Reservisten, die von Anhängern des frühe, Ministers Gunaris geführt wurden. Die meisten truj Bilder des Königs. Der französische Admiral Fop wurde ausgepfiffen, vor der englischen Gesandtschaft wii ebenfalls gepfiffen. Vor der amerikanischen Gesandtsck. machte die Menge Halt und protestierte gegen die Ä düng des Detachements der Alliierten, sowie gegen q Anwesenheit in Athen und bat um Schutz. Der am kanische Gesandte war aber „nicht anwesend". hnaä 'sin lige zuc rup ste! V eilung weil, jedo en au "Kr i ütspu fange allgen onimg ßmitt bsteher, en, Z scheu, Denme Lö cheitt lkpfeif stsäfte >te, T Rot, >iele (S »achtsgepä Da d Athen, 18. Okt. Tie ganze Nacht hindurch herrsi ^ asten zwischen Athen und Tatoi ein äußerst starker Verek Schonung Alle ofbeamten sind in den Palast berufen worden. MMsachen Eine große Volksmenge mit griechischen und ame «chen. < kanischen Fahnen durchzog bis in die Nacht die Straf g> denen und rief: Nieder mit dem Vierverband! Bor dem Hm dem Versa des Venizelos wurden Drohungen laut. Bukarest, 18. Okt. Bratianu hat Take Jom cu und Marghiloman aufgcfordert, in das Ministech '(-)'M einzutreten. (Jonescu ist bekanntlich Russenfreund Kvei s ein Miturheber des Kriegs, Marghiloman, ein FühWie eine, der Konservativen, ist Deutschfreund und war bis letzten bemüht, den Krieg zu verhüten. Bratianu s den Boden unter den Füßen wanken zu fühlen uni. „en v möchte sich die nötige Deckung verschaffen. Ob Margj Wr Frau 8« zweit rine man, sah der ( 28 jährige 5 Ähre i schH wur A loman in das Kabinett der käuflichen Kriegshetzer ei treten wird, ist aber sehr unwahrscheinlich. Die He sollen die Verantwortung selber tragen. T. Sehr.) Bukarest, 18. Okt. Eine französische GeneralsüK Mission, General Berthelot, 8 Obersten und 8 Maj«OEe?m insgesanit 25 Offiziere, ist nach 25 tägiger Reise oh ^ Zwischenfall hier angekommen. Seelenverkäufer. Madrid, 18. Okt. Hier wurde ein gewisser Anz Miro Escayola verhaftet, der als Auswanderungsaqe Arbeitertransporte nach Frankreich führte. In Be celona wurde eine ähnliche Auswanderungsagentur ar gelöst, an deren Spitze Ribos Fabra, Berichterstatter „Humanste", sowie ein ehemaliger rupublikanischer geordneter standen. Diese haben von der französisi Regierung für jeden gelieferten Arbeiter eine Prä von 25 Franken erhalten. Tic Zahl der nach Fr reich gelieferten Arbeiter ist sehr beträchtlich. Sie keinen Paß. Ter kranke Großfürst. Petersburg, 18. Okt. Großfürst Nikolaj Nikol witsch, der zum Oberbefehlshaber in der Dobrudscha aannl worden ist, karin vorläufig den Oberbefehl u übernehmen, da er wegen Erkrankung den Kaukasus nil verlassen kann. Wer 5krteq zur See. - Ad lben wir der llungsw e im M,8 dann , lben Pfe dem !«ld de inerO e eben Schest vom ( haben Amsterdam, 18. Okt. Nach einer Lloydsmeld« l^zsverkel ist der norwegische Dampfer „Kong Alf" am 14. O oersenkt worden. Ein merkwürdiger Fall. Genua, 18. Okt. „Lavoro" meldet: An des Ueberseedampfers „Taormina" wurden 30 Pferd Wärter und ein Tierarzt verhaftet. Der Dampfer he eine Ladung amerikanischer Pferde für die italienisd Regierung!. Tie Verhaftungen werden damit be;^ det, daß während der Ueberfahrt der größte Teil Pferde verendete, vermutlich durch Vergiftung. Auf Dampfer wurden Giftfläschchen und Sublimatpast beschlagnahmt. Die Verhafteten sind Franzosen, Es länder und Amerikaner. weWachlsspeude» sür da» Feldheer memai chrt. Ei, Bruchtei e Scheid - Ad chisch g' le F, n. tPfe s-1 Be ^ « he, ^ es i dvrde verj (-- Bo Zum dritten Male in diesem gewaltigen Völker^ kw»,, -4. _ 1 . 4 . 22 ^ 74 . _ crn-s- r ^vrnrn naht das i Weihnachtsfest, zum dritten Male findet Väter, Söhne, Gatten oder Verlobte in schweren Kau», fern von der Heimat. Wie unsere braven Feldgraues tapferem Ausharren zum Schutze des heimatlichen wie ein Mann zusammenstehen, so wollen auch wir Heimat in der Gesamtheit in heißer Dankbarkeit der ^ Hüter an diesem Feste der Liebe gedenken. Die H Verwaltung hat schon jetzt die notwendigen Gesichts^ für die Versorgung des Feldheeres und der Marine der Verwundeten und Kranken und des weiblichen.^ männlichen Pflegepersonals in den Lazaretten des K§ schauplatzes mit Weihnachtsliebesgaben gestellt, die sich an die bewährten Grundsätze des Vott^ anlehnen. Auch in diesem Jahre ist die Versorgung^ Verbände eines Korpsbezirks dem betreffenden Terra? delegierten der freiwilligen Krankenpflege in engster lungnahme mit den zuständigen stellvertretenden G?n kommandos übertragen. Ie d er Angehörige desi Heeres und der Marine soll eine Weihnachtsgabe eck>^ (Die persönlichen Beziehungen zu den eigenen Angey?" werden hierdurch natürlich nicht berührt. Derartige gehen nach wie vor über die Militärpaketämter.) Die für die Allgemeinheit gespendeten Liebesgaben?, denen eine Antwortkarte beigelegt werden kann, w . ldai Kriegs! !tsen al «Ulen in *'che bere 'arbeitet ! Mensch aniker ,Mch. lzur2 ehrner As Emst, rstär .baldig rsgew, zur Ne s-in d Deko inbcrani^ schwedifH isen soAv rrespondj eldung h nfuhrtr ^ er Bank. -g hat „ m in je! weifen endlich hergelw tantiu. hielt Kö, schäften wrden ff heure M )uldigun! atrosen es früher, isten t :al Fa schüft w, Sesandtf m die Ä gegen Der am, rch herrsch 'er Berel worden. und am> die Straß ' dem Ha, Schr.) eneralsÄ 8 Major wisser erungsagr e. Jn A, igentur , erstatter rnischer französi ine Prä »ach Fr, Sie ^ Mihnachtspakete der Heimat" kenntlich zu machen. Diese «ete find gesammelt oder auch einzeln den Abnahmestellen ^Miger Gaben zuzuführen. Auch die bestimmten Truppen- zuge sachten Sammlungen von Vereinen, Zeitungen, sind unter Benachrichtigung der zustän- stellvertretenden Generalkommandos eben dorthin zu An. Von Spendern geäußerte Wünsche werden bei der Erteilung der Gaben auf die Truppenteile und Formati- Eg weitgehend berücksichtigt werden. Der Militärbehörde dq zuch jedoch das Recht gewahrt bleiben, nach billigem Er- sr Me» auszugleichen. vi Für die Auswahl der Gaben seien folgende ar ^haltspunkte gegeben: Der Wert der auf den einzelnen entfallenden Gaben soll den Betrag von 5 M. W allgemeinen nicht übersteigen. Bei der gebotenen Ahnung unserer heimischen Vorräte an Lebens- und Awchmitteln, an Webwaren, usw. ist nur der Versand nachs tehender Gegenstände erwünscht: Hosenträger, Zahn- ' n, Zahnpulver, Haarbürsten, Taschenspiegel, Kleider- , Stiefelbürsten, Notizbücher, Brustbeutel, Geld- n, Briefpapier, Postkarten, Bleistifte, Brieftaschen, Taschenmesser, elektrische Lampen, Ersatzbatterien, Eßbe- «M, Löffel, Büchsenöffner, Mundharmonika, Nähkästcn, Sicherheitsnadeln, Zigarren, Rauchtabak, kurze und lange "apakpfeifen, Zigarettentaschen, Kartenspiele, Marmelade, chtsäfte, alkoholfreie Getränke, eingemachte und gedörrte chte, Bouillonwürfel, Herings, Rollmops, Räucherfische, ^ Rotwein, leichter unverfälschter Landwein, Lesestoff, ^ Spiele (Schaf, Domino usw.) Die Beifügung von Weih- ^ »achtsgepäck, Schokolade usw. möge man einschränken. Da die Heeresverwaltung schon selbst jeden Soldaten Ml allen erforderlichen Wollsachen ausstattet, muß zur Schonung der Rohstoffe insbesondere auf Zuführung von Wollsachen im Wege der Liebesgabentätigkeit verzichtet «j»«chen. Ebenso müssen verderbliche Waren und solche, an denen Mangel in der Heimat herrscht, unbedingt vor f dem Versand ausgeschlossen bleiben. Schwurgericht. ( )^tzkani hrim, 18. Okt. Wegen Kindsmords hatten 'ake Jom Ministem lfreund s ßch Kvei Frauen vor dem Schwurgericht zu verantworten, ein FW Die eine, die Witwe Elise Steffen, Mutter von vier or bis Mkwdern, hatte sich mit einem 19 jährigen Kanonier ein- tianu schi Klassen und das aus diesem Verhältnis entsprungene 'im Bett erstickt und die Leiche im Ofen verbrannt. Ne Frau wurde zu 10 Monaten Gefängnis verurteilt. Metzer stZm zweiten Fall handelt es sich um die Kriegerfrau Die Hm Lücharine Schneider aus Eberbach, die mit einem Land- pmnmann ein Verhältnis hatte und ebenfalls ihr Kind Mich der Geburt tötete. Sie erhielt 2 Jahre Gefängnis. — Wegen Straßenraubs erhielt der 24 Jahre alte Schnei- Reise Akr Wilhelm Brecht aus Friedrichsfeld 6 Jahre und der ^Wsährige Taglöhner Oskar Nellinger aus Mannheim 5 Jahre Zuchthaus. Der Mitbeteiligte Friedrich Wein- schW wurde zu 5 Jahren verurteilt. Aus Stadt und Land. iarke aj Nikol«! brudscha -beseht !>> ukasus hdsmeldi m 14. ** Adelsheim, 19. Oktober. Seit einigen Wochen ben wir bei ber Post die 7'/,-Pfennig-Marke, ohne daß der Staat dazu das 70z-P fenni g-S tück als iungsmittel gegeben hat. Will jemand sich nur eine ': im Werte von 7^/z Pfennig kaufen, so ist er ge- M, 8 Pfennig dafür zu bezahlen ; die Post hinwiederum dann nicht imstande, ihm den Unterschied von einem >en Pfennig herauszugeben. Sie muß ibn schuldig bleiben, dem Staat zu zeigen, daß es nicht nötig ist, diese uld des halben Pfennigs aus sich zu laden, haben die Omnibusse, die vom 5-Pfennig-Tarif für die Teilebenfalls zum 7>/2-Pfennig-Tarif übergegangen sind, Scheidemünze von 70? Pfennig eingeführt, die jeder- vom Schaffner wieder in Zahlung genommen wird, haben damit, wenn auch keine Vereinfachung im Zah- -verkehr, so doch ein gerechtes Zahlungsmittel geschaffen, niemanden zwingt, mehr zu zahlen, als der Gegenstand t. Ein gutes Beispiel für den Staat, der uns Werte ^ Bruchteilen eines Pfennigs anbietet, ohne dazu die nö- An W Scheidemünze auszuprägen. 30 - Adelsheim» 19. Oktober. In Büdingen, einem UalieM ^hessischen Städtchen, ist für die minderbemittelte Be- Mrnmg eine Kriegsküche eröffnet worden, deren Betrieb t 2^il 2 Frauen und Mädchen in uneigennütziger Weise Uni se Aschen. Die Portion Essen wird an die Teilnehmer für matpasW^^tennig abgegeben. zosen, Es (-) Berolzheim, 17. Oktober. In der hiesigen Gegend es hEr viele Hiffeldcr, die z. Zt. recht gesucht es sollten nur die Tage länger und mehr suchende käads verfügbar sein. (o Boxberg, 19. Oktober. Das Großh. Landes- ,*erbeami beabsichtigt, Ende Oktober beginnend und 6 dauernd, einen praktischen Fortbildungskurs k Kriegsbeschädigte im elektrischen I n st a l l a t i o n s- *len abzuhalten. Für die Zulassung zu dem Kurse wen insbesondere solche Kriegsbeschädigte in Betracht, ^ bereits auf dem Gebiete der elektrischen Installation ""beitet haben; es können aber auch bei entsprechender 'Hevschaftung gelernte Blechner, Installateure und saniker zugelassen werden. Der Unterricht ist un- chlich. Für Teilnehmer aus Baden gewährt der 4che Landesausschuß der Kriegsbeschädigtenfürsorge Bei- A zur Bestreitung der Verpflegungskosten, bei bedürftigen Khmern wird der Landesausschuß auch die Kosten der übernehmen. Die Teilnahme am Kursus ist ? Einfluß auf!) die Rente, die Teilnehmer beziehen sie -^rständlich weiter. Anmeldungen zu dem Kursus ^ba ldigst, spätestens bis zum 22. Oktober beim Großh. Hewerbeamt Karlsruhe in Baden einzureichen. Vor- Mr Anmeldung sind dort zu beziehen. ) Nennstetten, 18. Oktober. Daß unsere Gemeinde darf auf ihre Söhne beweist die große Zahl der Dekorierten, zu denen sich neuerdings immer mehr ^ So hat vor kurzem Adolf Wolfert von hier, silb. Verdienstmedaille erhalten, Karl Silber und Hermann Nie bei das Ehrenzeichen des Eisernen Kreuzes als Lohn für ihren Mut und ihre Tapferkeit vor dem Feinde. Aus Württemberg. 0) Stuttgart, 15. Okt. (Seltene Feier.) Am Sams- tag wurde in der Iohannirkirche ein Ehepaar eingesegnet, das die goldene Hockzeit feierte. Zugleich feierte der älteste Sohn die silberne Hochzeit. Von beiden Ehepaaren ist je ein Sohn gefallen >nd je einer stellt noch im Felde. (-) Stuttgart, 18. Okt. (Die wied'ergefun- denen Hühner.) Kürzlich hat die „Württ. Ztg." berichtet, daß einem aus dem Feld heimgekehrten Soldaten sein HühnerLorb, den er einem Zivilisten zum Tragen übergeben hatte, abhanden gekommen sei. Wie nun das Blatt erfährt, wurde der Korb auf der Handgepäckstelle des Cannstatter Bahnhofs abgegeben, da der Zivilist den Soldaten im Getümmel des llmsteigens aus dem Gesicht verlor und nicht mehr aufzufinden vermochte. (--) Haberschlacht OA. Brackenheim, 18. Okt. (Weinversteigerung.) Bei der Versteigerung des Weingärtnervereins wurden 98,5 Hektoliter zu 160—174 Mk. pro Hektoliter verkauft. Der Gesamterlös beträgt 16516 Mk., der Durchschnittspreis 167,60 Mk., der Ortspreis 142—170 Mk. pro Hektoliter. (-) Rottweil, 18. Okt. (Junger Dieb.) I« Altstadt ist einem Arbeiter schon zum vierten Mal aus seinem Wohnzimmer Bargeld im Betrag von 2—10 Mk. gestohlen worden, ohne daß man den Täter ausfindig machen konnte. Der Spürhund Max verbellte einen stoischen seinen Geschwistern stehenden 13 jährigen Missetäter, der nach anfänglichem Leugnen fünf Diebstähle eingestand. (-) Heidenheim, 18. Okt. (Geschmuggelter Käse und Butter.) Der Aufmerksamkeit von Eisenbahnbeamten gelang es, einen Soldaten, der 177 Pfund Käse und 41 Pfund Butter ohne Erlaubnis der Landesversorgungsstelle nach Dessau an einen dortigen Truppenteil ausführen wollte, abzufassen. Dieser Soldat hatte während kurzen Urlaubs die genannte Menge Käse und Butter, letztere mit ersammelten Buttermarken, in Leut- kirch und Aulendorf gekauft. In Leutkirch hat er in einem Käse- und Buttergeschäft auf einmal 104 Pfund Schwei- zeriäse, in einem anderen 30 Pfund Butter erhalten. Die geschmuggelten Mengen sind nun laut „Grenzbote" der Einwohnerschaft des Bezirks zugute gekommen. Mttlf Völker !e findet) cen eldgraM ichen H ) wir in nt der " Die H -esicht starine iblichen des K aben >es Voftal sorgunS Terrst- engster scn Ge e des abe e' An ged artige r.) -gaben, inn, si"i> Vermischte Nachrichten. — Warnung. Die Franzosen haben im September eine Flugschrift aus getreu nachgebildeten Briefen aus Deutschland hergestellt und durch Flieger in großen Mengen an und hinter der deutschen Front abwerfcn lassen. In der Flugschrift sind 26 Briefe an deutsche Kriegsgefangene in einem einzigen französischen Lager abgedruckt. Absender sind Angehörige, zumeist Ehefrauen der Gefangenen. Die Briefe enthalten bewegliche Klagen über den Mangel an Lebensmitteln in Deutschland, über Hunger und Elend in den Familien. In anderen Briefen wird über Kriegswucher und Ungerechtigkeiten bei oer Lebensmittelverteilung geschimpft. Wenn die Briesschrei- berinnen wüßten, wie ihre Klagen dem Feinde Vergnügen bereiten und von ihm als Kampfmittel gegen die deutschen Soldaten verwandt werden, dann würden sie doch wohl lieber von solchen Dingen schweigen. Sie müssen einsehen, daß solche Jammerbriefe geradezu kriegverlängernd wirken, ganz abgesehen davon, daß sie den Männern, die in der Gefangenschaft ih^en Familien doch nicht helfen können, das Herz nur unnötig schwer machen. Möchten sich doch alle Angehörigen von Gefangenen diesen Zusammenhang genau überlegen! — Der Eisvogel. Aus Schleswig wird berichtet, daß der Eisvogel sich dort aus dem Norden in großen Scharen eingefunden habe, fast um einen Monat früher, als es sonst der Fall ist. Man glaubt daraus aus einen frühen Winter schließen zu dürfen. . _ ep. Geburtenrückgang während des Kriegs. War schon vor dem Kriege ber Geburtenrückgang im Deutschen Reiche eine der bedenklichsten Erscheinungen, so ist sein weiteres Fortschreiten während des Krieges sur unsere künftige Bolkskraft verhängnisvoll. Eine, wenn auch gelinde Besserung aus diesem Gebiet könnte allein die Hoffnung beleben, ein ausreichender Nachwuchs werde unsere Menschenverluste auf den Schlachtfeldern allmählich wieder ausgleichcn. Statt dessen beziffert sich, wie das neueste Heft der „Zeitschrift für Sozialwissenschast" nachweist, in Berlin der Rückgang der Geburtenzahl in den ersten acht Monaten von 1915 gegen die gleiche Zeit in 1914, also unmittelbar vor Kriegsausbruch, aus 6446 oder 25,1 Prozent, in Dresden auf 2193 oder 3v Prozent und in Hamburg auf 5251 oder 34 Prozent. Auf dem Lande wird es kaum besser sein, da dort der Hauptgrund für den Rückgang, die Abwesenheit der jüngeren Männer infolge der größeren Tauglichkeit zum Heeresdienst und selteneren Unabkömmlichkeit erst recht vorhanden ist. Es gilt darum auch weiterhin, sich durch die zweifellos großen Schwierigkeiten nicht abschrecken zu lassen und bei Zeiten auf Mittel und Wege zu sinnen, die Bevölkerungszahl wirklich zu heben und die Bolkskraft dauernd zu stärken. Auch Krirgskost. Die Konditorei der Konsum-Genossenschaft Berlin und Umgebung hat trotz der Ungunst der Zeiten im verflossenen Geschäftsjahr 2 9 v. H. mehr umgesetzt als im vorigen Geschäftsjahr. Der Umsatz ist auf 618 356 Mk mestiegen,- er betrug allein im Dezember 1915 über 136 000 Mk., obgleich die Herste'lung feiner Könditoreiwaren wesentlich durch Verordnungen des Bundesrats eingeschränkt war. Geschäftliches. Von der Orginalausgabe des „Badischen Geschäftskalenders" (Verlag von Moritz Schauenburg in Lahr in Baden) ist soeben der 65. Jahrgang für das Jahr 1917 erschienen. Der allgemeine Inhalt ist dessen zahlreichen Benutzern zwar wohlbekannt; trotzdem möchten wir auf einen Vorzug, den die Orginalausgabe dieses Kalenders nicht allein den Staats- und Gemeindebeamten bietet, sondern ihn auch für jeden Geschäftsmann besonders wertvoll macht, Hinweisen,^ der darin besteht, daß das Beamtenverzeichnis bis Anfang Oktober ergänzt ist. Neben sonstigen Verbesserungen und Ergänzungen finden^ wir noch die Fortsetzung der im letzten Jahrgang begonnenen, von sachkundiger Seite geschriebenen Abhandlung über die „Nahrungsmittelverior- gung während des Krieges in Baden", und als Beilage ein weiteres prächtiges Blatt (das 8.) des Kartenwerkes „Graphische Darstellung des Großherzogtums Baden", das uns in geschmackvoller, vielfarbiger Ausführung die Einteilung des Landes in Gerichtsbezirke und Notariatsdistrikte zeigt. Außerdem ist dieser Karte noch ein Verzeichnis der Notariate und der den einzelnen Distrikten zugeteilten Gemeinden, geordnet nach Amtsgerichtsbezirken, aüfgedruckt also ein sehr reiches Material, wie es in solch knapper, übersichtlicher Form sonst nirgends geboten wird. Wer deshalb einen Badischen Geschäftskalender gebraucht, dem ! sei der neue Jahrgang der Orginalausgabe bestens empfoh- j len. Er ist zum Preise von Mk. 1.50 und mit gutem z Schreibpapier durchschossen zu Mk. 1.80 (Porto 20 Pfg. j in allen Buchhandlungen oder gegen Voreinsendung des i Betrages von der Verlagsbuchhandlung von Moritz Schauen- i bürg in Lahr (Baden) zu beziehen. > Kutter und Gier lretr. I Bei der morgigen Ausgabe beginnt die Nummer 141 > mit Butter und die Nummer 127 mit Eier bei Walter. Letzte Rachrichte«. (Mitgeteilt von WTR.) Die amerikanischen Flieger gegen Oberndorf gestorben. Bern, 19. Oktober. Nach dem „Echo de Paris" ist der amerikanische Flieger Norman Prince, einer der Teilnehmer an dem letzten Streifzug nach Oberndorf, der durch ein deutsches Geschoß schwer verwundet worden ist, seinen Verletzungen erlegen. Der Flieger Marcel Poinsot wurde im Lustkamps getötet. — Nach dem „Petit Parisien" wurden außer Prince auch die amerikanischen Flieger Chapman und Reckweill, ebenfalls Teilnehmer an dem Streifzug nach Oberndorf, getötet. Neue Schiffe. Bern, 19. Oktober. „Giornale d'Jtalia" zufolge, werden zur Zeit für die italienische Kriegsflotte vier Kriegsschiffe gebaut, die über die doppelte Geschwindigkeit der schnellsten österreichisch-ungarischen Dreadnouhgts verfügen sollen. Eines soll bereits die Probefahrten machen. Die täglichen Kriegskosten Rußlands. London, 18. Oktober. Nach dem Economist betragen die russischen Kriegskosten 33 Millionen Rubel pro Tag. Während des ersten Kriegsjahres bezifferten sie sich auf etwa 1 675 000 Pfund Sterling täglich. Sie haben sich also verdoppelt und steigern sich weiter. Mord und Vrand zeichnen ihre Wege. Berlin, 19. Oktober. Der panikartige Rückzug der Rumänen ist, wie gemeldet wird, durch Brandstiftungen und Verwüstungen bezeichnet. Abfall des griechischen Militärs. Bern, 19. Oktober. Laut „Matin" hat sich ein großer Teil des 4. griechischen Infanterieregiments mit 15 Offizieren für die Saloniki-Regierung erklärt. — Einer funkentelegraphischen Meldung zufolge wurde in Volo die Abfahrt von 25 Waggons Munition nach dem Innern Thessaliens verboten. Das geknechtete Griechenland. London, 18. Okt. „Daily Mail" meldet aus Athen: Das Schicksal des Königs und der Regierung hängt an einem Faden. Als der Ministerpräsident gestern dem König meldete, daß Admiral Fournet sich geweigert habe, die jüngsten Forderungen der Entente zu mäßigen, sielen heftige Worte. Lambros begab sich hierauf nach dem Ministerium des Auswärtigen, wo er sagte, er beabsichtige, zurückzutreten. Schließlich entschloß er sich aber doch, nicht um seine Demission zu ersuchen. Als abends französische Seeleute gelandet wurden, eilte Lambros rasch zum König und fand ihn in einem Zustand höchster Entrüstung. Der König sagte: Es bleibt mir nichts anderes übrig, als mit den Meinen nach Larissa zu gehen. Der Ministerpräsident vermochte den König nicht von diesem Entschluß abzubringen und begab sich deshalb schleunigst nach Athen und beratschlagte mit Skuludis, Gunaris und Dragumis, die auf sein Ersuchen nach Tatoi gingen, um den König zu beschwören, er möge diesen Schritt nicht tun. Der König versprach nun, seine Abreise nach Larissa vorläufig noch aufzuschieben. Inzwischen geht aus allem was geschieht, seine Absicht hervor, in Larissa alles zur Verteidigung fertig zu machen. Bern, 18. Oktober. Der Mitarbeiter des Corriere della Sera in Athen drahtet: Die Nacht 'verlief ruhig. Der Stadttheaterplatz ist andauernd von griechischen Truppen besetzt, die Kundgebungen gegen die französischen Marinesoldaten verhindern. Die Franzosen selbst haben das Theater besetzt, um das Wachtposten mit ausgepflanztem Seitengewehr stehen. Ans dem gegenüberliegenden Bürgersteig lind die griechischen Truppen ausgestellt. Berlin, 19. Oktober. Wie verschiedene Morgenblätter berichten, soll zu den neuen Forderungen, die seitens der Entente an Griechenland gestellt werden, die Verringerung der zur Verfügung der griechischen Regierung stehenden Truppen gehören. Gegen Denizelos. Bern, 18. Oktober. Matin zufolge wohnten der Truppenbesichtigung in Athen ungefähr 10000 Personen bei. Die Menge brachte neben Hochrufen auf den König auch Rufe: „Nieder Venizelos!" aus. Eine gemattige Explosion. Berlin, 19. Oktober. Nach einer Depesche des „Berliner Lokalanzeigers" aus Haag berichtet die „Morning Post" aus New-Dork, in East-Marchias an der Oftküste von Maine, habe am Montag Morgen eine gewaltige Explosion stattgefunden, die 16 Km. weit gehört worden sei. Streik der Farbigen. Berlin, 19. Oktober. Am Panamakanal streiken, wie der „Berliner Lokalanzeiger" aus Haag erfährt, die farbigen Arbeiter wegen Lohnforderungen. Landwirtschaft. — An die kriegsbeschädiqten Landwirte! Zu dem Mitte November beginnenden landwirtschaftlichen Mrs für Kriegsbeschädigte in Villingen haben sich bereits 45 Landwirte gemeldet: mehr können zu diesem Kurs nicht mehr zugeiassen werden. Der Badische Landesausschuß der Kriegsbeschädigtensnrsorge ist aber bereit, bei genügender Anmeldung in einem anderen Orte des Großherzhogtums einen weiteren Kurs abhalten zu lassen, oder ihnen den Besuch der regelmäßigen Kurse an badischen landwirtschaftlichen Winterschulen zu ermöglichen. Die Kurse dauern durchschnittlich 3 Monate; Unterricht und Lehrmittel sind unentgeltlich. Die badischen Kriegsbeschädigten werden auf Kosten des Landesausschusses frei verpflegt; an Orten, wo freie Verpflegung nicht zur Verfügung gestellt werden kann, gewährt der Landesausschuß einen Verpflegungskosten- heitrag: bei bedürftigen verheirateten Kriegsbeschädigten übernimmt er auch die Kosten der Wohnung. Kriegsbeschädigte Landwirte, die noch an einem Kurs teilnebmen wollen, werden gebeten, dies bis spätestens Ende Oktober ds. Js der Geschäftsstelle des Landesausschusses der Kriegsbeschädigtenfürsorge, Karlsruhe, Herrcnstraße 1, mitzuteilen. — Die Hausschlachtung. Unter den verschiedenen verfehlten Verordnungen hat kaum eine so viel böses Blut gemacht wie das Verbot der Hausschlachtung. Und infolge der Aenderungen, Einschränkungen, Aufhebungen, Wiederinkraftsetzen der Verordnungen entstand eins Unsicherheit, daß die Leute vielfach heute noch nicht recht vissen, woran sie eigentlich sind. Dieser Zustand hat run bewirkt, daß in vielen Fällen davon Abstand gekommen wurde, Schweine großzuziehen, und daß so mancher Zentner Fleisch nicht da ist, den man notwendig i>aben sollte. Darum sei darauf hingewiesen, daß nach »er bestimmten Erklärung des Kriegsernährungsamts keinVerbot der Hausschlachtungen mehr kommen wird. Allerdings werden die aufgezogenen Tiere >em Tierhalter nicht ohne weiteres zur Schlachtung uno pnn Eigenverbrauch überlassen bleiben. Es ist jetzt die Anordnung getroffen, daß der Tierbesitzer die Hausschlachtung vornehmen und so viel Fleisch für sich behalten darf, als ihm auf Grund der Reichsfleischkarte zusteht. Die anzurechnende Fleischmenge ist so gewählt, daß der Dierhalter noch immer aus der Aufzucht und Fütterung rinen bedeutsamen Vorteil gegenüber denjenigen hat, die sich ein Schlachttier nicht halten können oder wollen. Er hat ja auch die Mühe und den Aufwand sowie das Risiko »er Aufzucht. Immerhin ist es viel vorteilhafter, das Fleisch aus der eigenen Wirtschaft ziehen zu können, als :s bei den heutigen Preisen im Metzgerladen kaufen zu § nüssen. Auch in'den Städten sollte "darum die Schwei- ! aehaltung Beachtung finden, wo es immer die Verhältnisse gestatten. Es ist erlaubt, daß mehrere Personen , gemeinsam ein Schwein mästen, und sie sind dann i zusammen als Selbstversorger anzusehen; jeder der Be- ' teiligten ist also berechtigt, vom geschlachteten Tier die ! auf ihn nach der Fleischkarte entfallende Fleischmenge zu- ' cückzubehalten. Aber es ist Bedingung, daß jeder dev Beteiligten an den Arbeiten der Aufzucht persönlich Anteil i hat und nicht etwa bloß einen Geldbeirtag leistet. Wer > also z. B. sein Schweinchen sozusagen nur in „Kost ! und Logis" gibt, gilt nicht als Selbstversorger. Das Gold dem Vaterland! ! Ter bei Ausbruch des Krieges 1250 Millionen ^ Mark betragende Goldbestand der Reichsbank ist durch den bekannten im Juliusturm ausbewahrten Goldschatz und weitere noch vorhandene Kricgsreserven, besonders : aber durch die Ablieferung von Goldmünzen aus allen ! Schichten der Bevölkerung ein in der Bank und Münzgeschichte aller Zeiten und Völker ohne Beispiel da- stehender Vorgang — bis heute aus annähernd 2,5 Mil- liarden angewachsen. Tie Dritteldeckung der Noten durch Gold konnte daher bisher immer noch eingehalten werden, bewegt sich allerdings zur Zeit bet einem Notenumlauf von über 7 Milliarden Mark hart an der zulässigen Grenze. Dabei muß mit einer weiteren Aus- dehnung des Notenumlaufs mit Sicherheit gerechnet > werden. Zunächst erfordert der Krieg a's solcher g.- ! waltige Mittel. s Besonders groß ist unter den gegenwärtigen V.:- s hältnissen die Bedeutung des Goldschatzes der Reich» ! bank für die Ausgleichung der aus dem internationalen ! Handelsverkehr sich ergebenden Zahlungsverpflichtungen ! Zurzeit übersteigen diese Verpflichtungen unsere Fords- ! rungen an das Ausland erheblich; die vorteilhaftest Begleichung kann nur mit einem Zahlungsmittel statt- ! finden, das internationale Geltung hat, mit Gold. Wir ! müssen aber auch an die Zukunft denken, an die Be- i deutung eines hohen Goldbestandes der Reichsbank beim Friedcnsschluß. Zunächst wird die Bestellung zahlreicher Zweige der Industrie von der Kriegs- in die Friedenswirtschaft und die Erweiterung zahlreicher in- ! dustrieller Betriebe ganz erhebliche KrctitansPrüche an die Reichsbank herantreten lassen, zu deren Befriedigung ! ein sehr erheblicher Notenumlauf erforderlich sein wird, für dessen vorschriftsmäßige Deckung rechtzeitig Sorge getragen werden muß. Dazu bedarf es eines starken Goldbestandes. Des weiteren müssen «ir daraus bedacht sein, die w»äh-rend des Krieges zur Bezahlung von Lebensmitteln und Rohstoffen im Auslande aufgenommenen Kredite beim Eintritt geregelter Verhältnisse abzude.lcn, um dadurch vor allem auf die Wieder- berstellung normaler Devisenkurse hinznwirken. Auch i hierzu werden erhebliche Summen von Gold bereitzu- ^ stellen sein. Schließlich werden diejenigen Industriezweige. welche aus die Lieferung ausländischer stosfe angewiesen sind, mehr erhebliche Beträge vg, Gold fordern, um die Einfuhr der Stoffe zu ermö liehen. Welche Beträge hiebei in Frage kommen, erhe.„ daraus, daß allein die Textilindustrie im Jahre 19lz Rohstoffe im Wert von 965 Millionen Mark eingefühy hat. Tie weitere Verstärkung des Goldschatz rs der Reichsbank ist daher heute eine unerläßlich nationale Forderung. Da die Zuflüsse von Goldgch durch Abgabe seitens der Bevölkerung allmählich abebben, weil die im Volke vorhandenen Bestände q gemünztem Golde sich naturgemäß verringert haben, st die Reichsbank auf Anregung vieler vaterlandsliebende! Frauen und Männer ans Werk gegangen, für di Vermehrung ihres Goldschatzes eine neue Quelle z, » erschließen, indem sie den Ankauf von Goldschmrz » und Goldgeräten aller Art zu ihrem reinen Goldwer, j p«t- über das ganze Land organisiert hat. Vielfach ist angeregt worden, die abzuliefernder k Schmuckgegenstände der Reichsbank in Gewahrsam z. geben und sie nach dem Kriege im NichjlbedachsfE den Eigentümern zurückzuerstatten. Dieser Weg ist nih ^ gangbar, denn einmal muß die Golddeckung der Reich; bank ans Goldbarren oder in gemünztem Gold br > stehen, und weiter würde es technisch gar nicht möglr sei, bei der großen Zahl der zur Verfügung gestellte, Emü.) Dchmucksachen eine Garantie für die Rückerstattung zl übernehmen. Eine Beschlagnahme der noch zurückg« haltenen Goldmünzen — es handelt sich schätzungsweis A- immer noch um eine Summe von etwa 500 Million^ - Mark — wird von der Reichsbehörde nicht in AusD genommen, weil sie an dem Glauben sesthält, des kein Deutscher es mehr über sein Gewissen bringe- wird, Goldmünzen aus unbegreiflichem Egoismus < zum Nachteil der Allgemeinheit in der Truhe oder ii Strumpf zu bewahren. Auch an die Ablieferung de Trauringe wird zunächst nicht gedacht, denn unsere s nanzielle Situation ist Gott sei Tank nicht im entsm testen mit der von 1813 zu vergleichen, wo das Letzt herausgegeben werden mußte. Tie Trauringe sollen äußerste Reserve bleiben. em«n Nördli __ Mer, wenn einmal aus jiItzroßkamp zurückgegrisfen werden müßte, dann könnte ihre AbL kuchsvers n»>- nfUi-iwisi-bo Spende aufgefaßt Werder > ->!»-> ssntüeb« Eenelt n serung nur als patriotische und aus ihrem Erlös würde eine Stiftung entsteh« " über deren Zweck Zweifel nicht bestehen können. Muen bi Wie bis jetzt bei jeder Rcichsanleihe der Ruf de Nahkampf Vaterlandes nicht ungehört verhallt ist, so muß ans Ctellunger erwartet werden, daß an dieser bedeutsamen AufgaL ein jeder mitwirkt und gibt, was er nur irgend eki ( behren kann, reich und arm, hoch und niedrig. Wm^ die Hände und Herzen offen sind, wird ein großer Te- '"dvaye des im Lande vorhandenen Goldschmuckes in die Keilt aus dem der Reichsbank wandern, und dadurch die politische mi MiMetp wirtschaftliche Macht des Deutschen Reiches gesichert un! ^ gestärkt werden. Hee 5 Spar uml"" " "7 MerMpf. Rechenschaftsbericht für das Jahr ISIS Vermögen 1. Angelegte Kapitalien 671 918,30 2. Einnahmerückstände l-IV .... 17678,52 3. Kassenvorrat . . 5 000,94 4. Jnventarwert . . 422,76 Sa. Vermögen 695 020,52 ab Schulden 676 326,— Reinvermögen 15 694,52 Schulde« Guthaben der Einleger 676 320, Sonstig'e Schulden (Kaution) . . . 3 000,- Ausgabe-Rückstände II _6, 676 326,— Zahl der Einleger 696 gegen 642 im Vorjahr. Gesamtbetrag des Reservefonds 15 694 Mk. 52 Pfg. Militärfreier Mann für sofort oder später bei hohem Lohn als Bierführer gesucht. Kkiukttl Kauf««» Schwabhausen. Nnterschüpf, im September 1916. Der Berwaltungsrat. Weigand, Vorstand. L. Fladt, Rechner. I. Dietrich, Kontrolleur. in Ballen und gemahlen, besonders für Hühnerställe sehr geeignet empfiehlt August Gayer, Obers chefflen; ... Telefon Nr. 2. Wkks SparkrH Welchem (unter Bürgschaft von S Derbandsgemeinde») Spareinlagen genommen. Kass e ntag e : Jeden Werktag, vormittags von 8—12 und nachm, von 2—4 Uhr LrMnche Kr. M. Fernsprech . Anschluß No. 17. Körnerbeize Formaldehyd 40"/o zum Beizen des Saatgutes. 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