^s.icoenvi , für di Quelle » Koldschmr; Goldwerg lliefernde» ahrsam Edachsfall- eg ist nitz )er Reichs, Gold b«, ht mögL ; gestellte. stattung > zurückge tzungswest Millions in AussiS schält, de :n bringe: ismus UK )e oder ir ferung de unsere s. ni eniserr' das : sollen d: ral auf f- ihre AM ßt Werder > entstel en. ;r Ruf Ki muh a> :n Aufg> irgend e> :ig. großer D > die Ke" litische estchert n EkMrmt täglich, außer Sonn» onS feiertags vrris: Monatlich. . . pfg. ^ vierteljährllch . Mk. frei in» hau» geliefert Goxberger Anzeiger Gelegenstes Tageblatt oes baüisthe» SaulanSes Anzeigen werüen mit 15 Pfennig -er einspaltige Zeile berechnet. -- Sei mehrmaliger Aufnahme Rabatt poftfcheck-Konto 40S4, Karlsruhe Hauptanzeigeblatt M sie seMe /löelsheim, Hoxberg u. -eren Umgebung Srati»r flmtlichev verktlnSigungsblatt (wSchentl.) Illustrierte» Sonntags»Statt HolzsubmWons- und versteigerungs-/lnzeiger für -en G-enwal- Sratl«: prakt. Mitteilungen str Gewerbe (monatl.) u. Handel,hau». u.Landwirtfchast Nr 245 Druck und Verlag Buchdruckerei Adelsheim, Adolf Heppeler Telefon No. 18 AdelSheim, Freitag, 20. Oktober 1916 Verantwortlich: A. Heppeler in Adelsheim. 40. Jahrg. !M»W !hlM lam-I Erdölla lche! »>»»»> i. Stahlt jer ^derzeit '/c, an Tagesberichte. VTV. Großes Hauptquartier, IS. Okt. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Kronprinz Rupprecht von Bayer« Nördlich der Somme gestern wieder ein erfolgreicher Kroßkampftag! In schwerem Ringen ist ein neuer Durchsversuch der Engländer zwischen Le Sars und Morval lt worden. Ihre Angriffe, die dort vom Morgen- Asmen bis zum Mittag gegen unsere zähverteidigten, im Dahkampf gehaltenen oder durch Gegenstoß wiedergewonnenen Lungen geführt wurden, sind zum Teil schon in unserem n, gutgeleiteten Artilleriefeuer gescheitert. Unbedeutender ändegewinn der Engländer nördlich von Eaucourt- uye und Gueudecourt, der Franzosen in Sailly und dem Südufer der Somme zwischen Biaches und La isonette bei einem Angriff in den Abendstunden gleicht schweren blutigen Verluste der Gegner nicht aus. Oestlicher Kriegsschauplatz : Front des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayern: ^ Nördlich von Siniawka wurden feindliche Gräben auf Westufer des Stochod genommen, bei Bubnow Anrisse russischer Gardetruppen verlustreich für den Gegner gewiesen. Front des Generals der Kavallerie Erzherzog Earl: In den Pässen über die rumänische Grenze sind er- eiche Kämpfe im Gange. Valkankriegsschauplatz: ?Hei der Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen. besonderen Ereignisse. Mazedonische Front: : 4ln der Cerna haben sich neue Kämpfe entwickelt. Erste Generalquartiermeister: Ludendorff wieder ein Großkampftag an der S^me! Wieder ' der deutsche Ring mit aller Macht gesprengt werden. >e wogte der Kampf ohne gleichen hin und her, Etoß folgte Gegenstoß und im Nahkamps rangen Witterten Gegner um jeden Zoll breit Boden. Als ' «mpf im der Erschöpfung abgebrochen wuroe, da ' all das Stürmen und Rasen, der Riefenaufwand an ^kion umsonst gewesen. Ein geringfügiger Geländern der Engländer bei Eaucourt und Gueudeocurt 'ber Franzosen bei Sailly — das ist alles, dafür aber eure blulgie Verluste. — Auch russische Angriffe bei ow sind abgeschlagen worden, am Stochod verloren ^bluffen sogar einige Gräben. Im übrigen war es an 'd^ront ruhig. ^ie^Stadt Torna Watra an der „Drei-Staaten- (Siebenbürgen, Rußland, Rumänien) ist seit vier ' vom Feind gesäubert. Tie rumänische Nordarmee b fluchtartig in das Gyorgyo-Gebirgs zurück. Tie ^rumänische Armee versucht auf dem Rückzug eiligst ^^then zu gewinnen und hat dabei überall Städte Äser in Brand gesteckt. Am roten Tnrmpaß ge- ,38 preußische Gardesoldaten in rumänische Geschäft; sie wurden sämtlich am nächsten Tage er- f^n. Man erklärte ihnen: Warum habt ihr Teut- ^ den Krieg erklärt? Jetzt sollt ihr dafür büßen, ereinstimmend melden die Berichte, daß der Anpralls in Mazedonien auf dem toten Punkt gt sei, obgleich die Alliierten verzweifelte An- Pen machen. An einem einzigen Tage wurden -.Schrapnells verfeuert. Das Verhalten Sarrails serbischen Truppen wird von seinen eigenen V als grausam bezeichnet, da er sie rücksichtslos » und Nacht an den schwierigsten Punkten vor- * lägt. Won dem serbischen Korps bestehe nicht ^ mehr und in kurzer Zeit werde auch der Rest M s-in, denn jcd.r Schritt kostet ungeheure Opfer. Der französische Tagesbericht. WTB. Paris, 19. Okt. Amtlicher Bericht von gestern nachmittag : Nördlich der Somme erneuerten gestern gegen Tagesende die Deutschen ihre Angriffsversuche gegen die französischen Stellungen von Sailly. Drei Angriffe, die von Norden und Osten ausgingen, wurde durch unser Feuer der Reihe nach gebrochen und brachten den Deutschen merkliche Verluste. Alle französische» Gewinne wurden vollständig behauptet. Keine Infanterietätigkeit im Laufe der Nacht. Südlich der Somme griffen die Deutschen um ö Uhr morgens östlich von Berny-en-Santerre einen französischen Graben an. Einige Teile der ersten Sturmwellen konnten in vorgeschobene Grabenteile eindringen, aber die Eindringlinge wurden getötet oder infolge eines Gegenangriffs gefangen genommen. Die folgenden Sturmwellen wurden unter Feuer genommen, mußten in Unordnung zurückfluten und liehen Tote auf dem Gelände. Südlich der Aore drangen französische Aufklärungsabteilungen in der Gegend von Fresnieres in einen deutschen Graben ein und brachten Gefangene zurück. Südöstlich von Reims gelang es im Abschnitt von Laventelle ein anderer Handstreich vollkommen. Abends: Nördlich der Somme haben wir die Eroberung des Dorfes Sailly vollendet und den Feind von dem Bergrücken nordwestlich und nordöstlich des Dorfes vertrieben. Südlich der Somme wurde die erste deutsche Linie auf der ganzen Front zwischen Maisonnette und Biaches in einem Ansturm genommen. Bei diesen beiden Unternehmungen haben wir 2SO Gefangene gemacht, unter ihnen fünf Offiziere, und mehrere Maschinengewehre erbeutet. Auf der übrigen Front der gewöhnliche Artilleriekamps. Flugdienst: Trotz des nebligen Wetters haben sich unsere Jagdflieger sehr tätig gezeigt. Zin Laufe des 17. Oktober sind an der Sommefront drei feindliche Flugzeuge heruntcrgeholt worden. . . Orientarmee: Auf dem rechten Wardarufer haben wir in einer Tiefe von 400 Metern feindlich« Gräben genommen. Serbische Truppen haben ihr Vorrücken aus den Abhängen nordwestlich von Dobropolje fortgesetzt. In der Ebene von Monastir dauert das Geschützseuer fort. Türkische Abteilungen sind am Struma angekommen. Belgischer Bericht: Artilleriekamps auf der ganzen Front der belgischen Armee. Heftige Tätigkeit der Graben- und Fcldartillerie in der Gegend von Boesinghe. Der englische Tagesbericht. WTB. London, 19. OKI. Amtlicher Bericht von gestern nachmittag. Während der Nacht hat es heftig geregnet. Trotz, dem machten wir an mehreren Punkten zwischen der Straße von Albert und Baupaume nach Les-Boeufs Fortschritte und wachten einige Gefangene. , ^ . Abends: Der Angriff gewann am Morgen auf der Front nördlich von Gueudecourt bis gegen Butte Malancourt an Ausdehnung. Ueder 150 Gefangene wurden gemeldet . Gestern machten unsere Flugzeuge drei Streifen und beschädigten dabei Gebäude mit Eisenbahnmaterial, auch brachten sie einen Zug zum Entgleisen. Bier feindliche Flugzeuge wurden in den Lust- Kämpfen zerstört. Bier unserer Flieger sind nicht zurückgekehrt. WTB. Wien, 19. Okt. Amtlich wird verlautbart vom 19. Oktober 1916: Italienischer Kriegsschauplatz: Tie Kämpfe im Pasu- biogebiet erneuerten sich mit gesteigerter Erbitterung. Tie durch Alpini verstärkte Brigade Liguria griff unsere Stellungen nördlich des Gipfels an. Stellenweise gelang es dem Feind, in unser« vorderste Linie einzudringen. Tie bravestr Tiroler Kaiserjägerregimenter Nr. 1 und 3 gewannen jedoch alle Stellungen wieder zurück, nahmen einen Bataillonskommandanten, 10 sonstige Offiziere und 153 Mann gefangen und erbeuteten 2 Maschinengewehre. Ein neuerlicher Angriff der Italiener wurde abgewiescn. Starke feindliche Abteilungen, die sich vor dem Boite- Rücken sammelten, wurden durch unser Artilleriefeuer niedergehalten. An der übrigen Front stellenweise Geschützkämpfe. — Unsere Flieger belegten Salcano und Castagnavizza mit Bomben. Der Krieg zur See. Berlin, 19. Okt. Kapitänleutnant v. Arnauld, der schon vor ein paar Monaten mit der Fahrt des Tauchbootes „U 35" nach dem spanischen Hafen Cartagena Aussehen erregte, hat den Orden Pour le merite dafür erhalten, „daß er sein Boot mit besonderem Schneid und besonderem Erfolge geführt har." Kapitänleutnant v. Arnauld hat mit seinem Tauchboot insgesamt 126 feindliche Schiffe mit 270 000 Donnen versenkt, darunter zwei kleine Kreuzer, (den französischen Kreuzer „Rigel" und den englischen Kreuzer „Primola"), mehrere Hilfskreuzer, u. a. „Gallia", „Provence" und „Mi- neapolis", sowie eine größere Anzahl Truppentransport- und Materialientransportdampfer, die für Saloniki bestimmt waren. Mit elf bewaffneten Schiffen hatte das Tauchboot heftige Kämpfe zu bestehen; insgesamt hat Kapitänleutnant von Arnauld siebzehn erfolgreiche Seegefechte mit seinem „U 35" durchgeführt und dabei auch den ganz besonderen Erfolg zu verzeichnen, daß er vier Geschütze erbeutete. Auf einer einzigen Unternch- mungsfahrt sind von „U 35" 91000 Tonnen Schiffsraum versenkt morden. Der WerLdsL von Kapitänleutnant v. Arnauld versenkten Schiffe und Ladungen beträgt runv 450 Millionen Mark. Christiania, 19. Okt. Der in Bergen beheimatete Dampfer „Sten", mit eine?: Ladung von Nickelerzen von Skien nach Grimsby unterwegs, ist am Dienstag vormittag von einem deutschen Unterseeboot versenkt worden. Kopenhagen, 19. Okt. Die schwedische Bark„Gre- tha" aus Stockholm, mit Grubenholz von Göteborg nach Sunderland unterwegs, wurde mittags in der Nähe von Hirtshals von einem deutschen Unterseeboot in Brand gesteckt. London, 19. Okt. Admiral Fremantle veröffentlicht in der „Times" einen Brief, in dem er schreibt, die Seeschlacht am Skagerrak sei unnötig und ein Fehler gewesen. (Fremantle glaubt also nicht an den englischen „Sieg".) London, 19. Okt. (Oberhaus.) Grey teilte mit, daß die amerikanische Regierung im September 1914 gegen das Patrouillieren von britischen Kreuzern an der amerikanischen Küste Vorstellungen erhüben habe. Tie amerikanischen Behörden hätten drahtlose Meldungen des englischen Schiffes „Susfolk" nach Newyork aufgefangen, in denen um Vorrat und Zeitungen gebeten wurde. Die amerikanische Regierung habe darauf den englischen Botschafter wissen lassen, daß man das im Wiederholungsfälle so auffassen müsse, daß das amerikanische Gebiet als? Basis für Proviant und für Informationen benützt würde, um aus den Zeitungen die Schiffsbewegungen kennen zu lernen. Ter Versuch sei englischerseits nicht wiederholt worden. Ferner habe die amerikanische Regierung die englische Regierung benachrichtigen lassen, daß die Anwesenheit von britischen Kriegsschiffen in der Nähe von Newyork die amerikanische Regierung zwinge, eine sehr energische Haltung einzunehmen, da die öffentliche Meinung sehr empört sei, und daß ein Wiederholungsfall als unfreundlicher Akt aufgefaßt werden könnte, der die amerikanische Regierung zum Handeln nötigen würde. Grey sagte weiter, er wisse nicht, ob amerikanische Kriegsschiffe das Operieren des Unterseebootes erleichtert hätten, indem sie ihnen aus dem Wege gingen. Tie Zeitungen hätten so berichtet, aber nur die amerikanischen Behörden könnten die Tatsachen feststellen. Neues vom Tage. Der Reichskanzler im Großen Hauptquartier. Berlin, 19. Oktober. Wie mitgeteilt wird, haben sich der Kanzler und Herr von Jagow ins Große Hauptquartier begeben. Nach unserer Kenntnis weilt dort jetzt auch Herr von Beseler, der Generalgouverneur von Warschau und der österreichische Ge^eralstabschef Konrad von Höhen - dorff. Man nimmt an, daß in diesen Tagen wichtige Entscheidungen über die künftige Gestaltung im Osten fallen werden. Hindenburg über die Lage in Siebenbürgen. Berlin, 19. Okt. Ter „Deutschen Tageszeitung" wird gemeldet: Jm.„Pesti Hirlap" wird die Unterredung des ehemaligen Reichsratsabgeordneten Heinrich Peter mit Gencralscldmarschall von Hindenburg veröffentlicht. Hindenburg sagte: Sie kommen in einem glücklichen Augenblick zu mir. Tenn die Tinge in Ihrem Vaterlande, in Siebenbürgen, stehen vortrefflich. Wir bedrängen den Feind hart, und in Kürze wird auch der letzte feindliche Soldat aus dem Lande verjagt sein. Tenn ich habe eine rasche Wendung gewünscht und die''-- Schicksal für den neuen Feind erwartet. ^ 'Saloniki, 19. Okt. (Reuter.) Po litis ist zum Direktor der auswärtigen Angelegenheiten bei der provisorischen Regierung „ernannt" worden. Ter britische Gesandte hatte gestern eine lange Unterredung mit dem König, die sich auf die Zurückziehung der griechischen Truppen aus Larissa bezogen haben soll. Die japanische« Strauchdiebe suchen neue Opser. Die Zeitungen des fernen Ostens lassen erkennen, daß der japanische Gesandte in Peking mit der chinesischen Republik Verhandlungen wegen des Zwischenfalles von Tschengsiangtun pflegt. Bekanntlich handelt es sich um einen Ueberfall auf japanische Truppen durch Chinesen, den die Japs durch ihr freches Auftreten im fremden Land heraufbeschworen haben und bei dem es beträchtliche Verluste an Menschenleben gab. Japan richtete an China deshalb folgende Forderungen: 1. Hinrichtung des Generals der 28. chinesischen Division, von der sich ein Regiment am Kampf gegen die japanischen Truppen beteiligt). 2. Dienstentlassung für die kompromittierten Stabsoffiziere und Bestrafung der Mannschaften. 3. Erlaß einer Proklamation in allen Kriegszentren der südlichen Mandschurei und Ostmongolei über Androhung scharfer Strafen bei Wiederholung solcher Zwischenfälle. 4. Einrichtung japanischer Polizeigewalt in der Südmandschurei und der Ostmongolei. 5. Ernennung japanischer Heeresbeiräte bei den Stäben aller chinesischen Heereseinheiten in den zwei erwähnten Provinzen. 6. Ernennung japanischer Militärinstruktoren an den chinesischen Kriegsschulen und Akademien. 7. Hohe Entschädigung an die Familien der gefallenen japanischen Soldaten und 8. Abbitte der chinesischen Regierung oder des Gouverneurs von Mukden in Tokio. Inzwischen wurden diese Forderungen von der chinesischen Regierung selbstverständlich glatt abgelehnt. Es hat sich sogar inzwischen, unter dem chinesischen General Tschan- Luen ein Kriegsbund der 13 nördlichen Provinzen Chinas zusammengeschlossen, der sich gegen Japan richtet. Aus Stadt und Land. ** Adelsheim» 20. Oktober. Auf das heutige 4-seitige Amtl. Verk.-Blatt, in dem wieder eine Reihe sehr w i ch- tiger Bekanntmachungen stehen, sei an dieser Stelle ganz besonders aufmerksam gemacht und die Darnach- achtung der Vorschriften dringend empfohlen, um sich vor jeder Strafe zu schützen. ** Adelsheim» 20. Oktober. In die M or d angelegen- heit, der Wilhelm Kniehl von hier zum Opfer fiel, ist jetzt so ziemlich volles Licht gebracht. Der Haupttäter, ein Vizefeldwebel Hennefahrt beim Mergenth. Ersatzbataillon, ist in Hast. Außer ihm sind noch einige ledige und verheiratete Frauen aus Mergentheim und Umgebung zur Voruntersuchung eingezogen. Nach den bereits abgelegten Geständnissen ist sicher, daß Kniehl als lästiger Mitwisser ehelicher Treubruchsverhältnisse aus dem Wege geräumt werden sollte. Der Mord war genau vorbereitet. An zwei Tagen konnten die Missetäter ihr Opfer nicht erreichen, am dritten gelang es ihnen. Der Mord wurde mit voller Ueberlegung und schrecklichster Grausamkeit durchgeführt. Immer wieder schlugen sie auf ihr Opfer ein, bis sie den gewünschten Erfolg sahen. Wie weit Hennefahrt allein oder in Gemeinschaft noch einen weiteren Todesfall als vorsätzlichen Mord auf dem Gewissen hat, wird die weitere Untersuchung ergeben. ** Adelsheim, 20. Oktober. Das Gr. Ministerium des Innern hat die Veranstaltung eines allgemeinen Opfertages für die deutsche Flotte innerhalb Badens für den 19. November genehmigt. Die Genehmigung gilt nur für einen allgemeinen Straßenverkauf an diesem Tage und zwar für das ganze Großherzogtum. (-) Osterburken» 20. Oktober. Ueber die Wiederverheiratung der Kriegerwitwen hat das Erzbischöfliche Ordinariat folgenden Erlaß an die Seelsorgegeistlichkeit der Erzdiözese gerichtet: „Nach den bestehenden gesetzlichen Bestimmungen werden pensionsberechtigte Witwen mit Eingehung einer neuen Ehe der bisher bezogenen Pension verlustig. Das trifft auch bei den jetzt so zahlreichen Kriegswitwen zu. Es kann die Folge sein, daß Witwen, welche sonst Neigung und Gelegenheit zur Wiederverheiratung hätten, um des drohenden materiellen Nachteils willen davon absehen, obgleich sie nicht die sittliche Kraft zu einem enthaltsamen Leben besitzen oder die Kinder der Leitung eines Pflegevaters dringend bedürfen. Wir veranlassen diejenigen Seelsorgegeistlichen, welche in dieser Beziehung besondere gute oder schlimme Erfahrungen gemacht haben, uns dieselben binnen einer Woche mitzuteilen und etwaige Vorschläge, wie diesem Mißstand abgeholfen werden könne, namhaft zu machen." (-) Boxberg, 19. Okt. Heute Nachmittag hätte auf dem hiesigen Bahnhof dadurch ein größeres Unglück entstehen können, indem zwei an einem leeren Wagen angespannte Pferde auf dem Verladeraum beim Ausfahren des Fünf-Uhr-Zuges scheuten, die Deichsel abrissen und mit dem Wagen kurz vor dem Zuge über die Geleise fuhren. Durch chnelles Anhalten des Zuges wurde ein Unglück verhütet. ! (-) Vom Lande» 20. Oktober. Das Kriegsernährungs- ! amt hat bestimmt, daß für Kartoffeln, die von den Land- ! wirten infolge Weigerung zur freiwilligen Ablieferung ' enteignet werden müssen, nur ein Preis von 2,50 Mk. ! für den Zentner vergütet wird, j fl-) Karlsruhe, 19. Okt. Dem Badischen Militär- j vereinsverband sind vom Badischen Militärverein in s Philadelphia zur Unterstützung notleidender Hinterblie- >' bener gefallener Kameraden weitere 1800 Mk. zugv- ! gangen. Insgesamt hat bis jetzt der Badische Militär- i verein in Philadelphia 4000 Mk. nach Baden zu dem § genannten Zweck geschickt. ! (-) Heidelberg, 19. Okt- Tie beiden Heidelberger i Erfrischungsstellen „Großherzogin Luise von Badens an ! der Ostfront, die unter Leitung der Vorstandsdamcn Ftäu- ! lein Stark und Frau Professor Maier von hier stehen, ! haben soeben ihren Bericht für das erste Halb- ! jahr 1916 herausgegeben. Seit der Eröffnung der Tätig- ! keit wurden dort 11049 Offiziere und 255000 Mannschaften von den Heidelbergern verpflegt. (-) Steinach bei Wolfach, 19. Okt- Hier wurde am Sonntag vormittag die Leiche des französischen Flug- ^ zeugführers beerdigt, der bei dem Luftkampf am 12. ds. Mts. ums Leben gekommen ist. Dem toten Feinde wurde alle Ehre erwiesen, die einem Soldaten, der fürs Vater- ^ land gekänipft hat, zu Teil werden können. Gefangene Franzosen, die in Steinbach in Arbeit sind, stifteten einen Kranz, dessen Schleife mit einer Widmung in französischer Sprache versehen war, und trugen den Sarg zu Grabe. Auch der hiesige Kriegerverein beteiligte sich an der Beerdigung. Auch die Militärbehörde hatte nach dem Echo vom Wald eine Abteilung Soldaten zu der Trauerfeier gesandt. (-) Vom Schwarzwald, 19. Okt. Seit gestern haben wir über die Höhen vom Herzogenhorn bis Feldberg, Stubenwasen usw. eine geschlossene Schneedecke. Die Temperatur ist sehr gesunken bei rauhem Nord-Ostwind. Der Schnee reicht ziemlich weit hinunter. (-) Todtnauberg, A. Schönau, 19. Okt. Die Bewohner der Zastler-, St. Wilhelmer- usw. Hütten, auf dem Feldberg, sind von ihren sommerlichen Wohnstätten abgezogen in die Winterquartiere ihres Heims nach Todtnauberg. Die Todtnauer-Hütte bleibt gleich den Vorjahren auch über den Winter offen bezw. bewohnt. (-) Neberlingen, 19. Okt. In Limpach stürzte der Landwirt Haager beim Heuholen auf die Tenne und starb an den erlittenen Verletzungen. (-) Jmmendingcn, 19. Okt. Infolge des starken Regens in den letzten Tagen hat die Donauversickerun-g aufgehört und die Donau strömt wieder mit reichem Wasser über die Versickerungsstelle hinweg. (-) Lörrach, 19. Okt. Mit einer hohen Geldstrafe wurde der Chemikalienhändler Gustav Veldung aus Köln bedacht. Er hatte Morphium, Kokain und andere Heilmittel in die Schweiz ausgeführt. Er wurde zu einer Geldstrafe von 180 039 Mk. oder zwei Jahre Gefängnis und 90 019 Mk. Wertersatz verurteilt. Die Berufung gegen dieses Urteil wurde vom Schöffengericht verworfen. (-) Lörrach, 19. Okt. Ter Kommunalverband Lörrach-Land hat den Landwirten, die ihre Kartoffeln zurückgehalten, mit Enteignung gedroht. Sie würden in diesem Falle statt 4 Mark nur 2.50 Mark für den Zentner erhalten. (-) Konstanz» 19. Okt. Tie „Konstanzer Zeitung" erinert daran, daß 25 Jahre verflossen sind, seit L'and- tagsabg. Venedey die Stadt Konstanz in der Zweiten Badischen Kammer vertritt. Im Oktober 1891 war Venedey zum ersten Mal in den Landtag gewählt worden. (-) Glatt i. 5z., 19. Okt. (Ortsv orsteherwahl.) Bei der gestrigen Bürgermeisterwahl ist der bisherige Bürgermeister Johannes Umbrecht einstimmig wieder ge- wählt worden. _ Letzte Nachrichte«. (Mitgeteilt von WTR.) Erfolgreiche U.-Boot-Arbeit. Berlin, 19. Oktober. (Amtlich.) Von unseren Unterseebooten wurden im Mittelmeer versenkt: Am 4. Oktober der leere englische Truppentransportdampfer „Franconia" (18150 Bruttoregistertonnen), am 11. Oktober der bewaffnete englische Transportdampfer „Croßhill" (Z Bruttoregistertonnen) mit Pferden und serbischen Beghj ° Mannschaften, am 12. Oktober der bewaffnete engljsz - tief beladene Truppentransportdampfer „Sebek" (H s Bruttoregistertonnen). „Croßhill" und „Sebek" befarch. sich auf dem Wege nach Saloniki. Am 16. Oktober h, eines unserer Unterseeboote Fabrik- und Bahnanlagen b Catanzaro (Calabrien) mil Erfolg beschossen. Zurückgekehrt. Berlin, 20. Oktober. Der Reichskanzler und Staatssekretär des Auswärtigen Amts, Staatsminiß von Jagow, sind aus dem Großen Hauptquartier rückgekehrt. v. Gluck z. D. Berlin, 19. Oktober, von Gluck, Generaloberst ei« Armee, zuletzt Oberbefehlshaber der 1. Armee, ist in G nehmigung seines Abschiedsgesuches unter Ernennung z« Chef des 6. Pommerschen Infanterieregiments Nr. 49 q unter Belastung' in dem Verhältnis a la suite des Gren, dierregiments König Friedrich Wilhelm I. (2. Ostpreußischrj Nr. 3 mit der gesetzlichen Pension zur Disposition geste worden. Der unzufriedene Niki. Berlin, 20. Oktober. Dem „Berliner Tageblatt" A folge meldet der Berner „Bund", daß König Nikita a Montenegro nicht mit den Unterstützungsgeldern zufried sei, die er bisher von Seiten der Verbündeten erbaltr habe. Er mußte die Ausgaben für die Reste der Monte« grinischen Armee und die Staatsverwaltung mit Monat!» 400 000 Francs bestreiten und verlangte in London mch Die britische Regierung forderte Nikita auf, Rechensch« von seinen Ausgaben abzulegen. Das bedrückte Griechenland. Bern, 19. Oktober. Secolo meldet aus Athen: spricht man von der Landung weiterer 6000 Mann dr Alliierten. König Konstantin hat den englischen Gesandk Elliot zu sich berufen und ihm versprochen, die griechische Truppen aus Thessalien zurückzurufen und zu entlasse; wenn die Alliierten als Gegenleistung auf die Kontrch der Polizei verzichten. Fleischkarten in Bukarest. Berlin, 20. Oktober. In Bukarest wurden, wie d» „Berliner Lokalanzeiger" aus Stockholm mitgeteilt wir» Fleischkarten eingeführt. Die für eine Person festgesch Menge beträgt 300 Gramm wöchentlich. Die Maxiinü preise, die bei Kriegsausbruch festgesetzt waren, wurde durchschnittlich auf das Doppelte erhöht. Eine wichtige Konferenz. Berlin, 20. Oktober. Große Bedeutung legen, wie de; „Berliner Tageblatt" aus Genf gemeldet wird, Madrid« Depeschen der Pariser Blätter der Konferenz bei, die unlr dem Vorsitz des Königs Alfons in San Sebastian stav findet. Es nehmen daran teil: Romanones, die spanisch« Gesandten in Paris, Petersburg und Rom, sowie mehm andere diplomatische Vertreter Spaniens. Nach rumänischem Beispiel. Seres, 19. Oktober. (Von einem besonderen Korir spondenten von WTB.) Wie der bulgarische Heeresber2 gemeldet hat, haben die Engländer mit weittragend« Kanonen in die Stadt Seres geschossen. Sie wiederholen d« seitdem mit derselben Regelmäßigkeit mit der sie in Belgr ihre Bomben auf die unbeteiligten Einwohner werfen, de« Seres ist, wie alle Welt weiß, von den Bulgaren nH besetzt. Die Opfer sind denn auch schon recht betracht!« und betragen an Toten und Verwundeten etwa 50 Person« Es sind sichere Nachrichten eingelaufen, daß die FranM auf der Strumafront in den Dörfern nach rumänische Beispiel gehaust haben, die Frauen vergewaltigten und d Männer schlachteten. Die morgige der Nummer 405. Fleischausgabe bet« F l e i s ch a u s g a b e beginnt ^ L L o r: - oZ ?olles-Anreize. Im Kampfe für sein Vaterland siel am 14. Oktober unser lieber, treuer Gatte und Vater kiislsv Usfks, " 'lös Gefreiter im Res.-Inf.-Regt. Nr. 23. Hohenstadt, den 19. Oktober 1916. In tiefem Schmerze: Alma Meyer ged. Milder und Kind Werner. W Jorft- u. lau-wirtschafil. Arbeiter sucht Tmer- und MrrrenhMlW Bührleu, Miltenberg. wer verkauft sei« Haus evtl, mit gut. Geschäft oder sonst.' günst. 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