«rt » trsihemt täglich, außer Sonn» unS I Zckerrags ! Preis: Monatlich . . . pfg. U vierteljährlich . Mk. Z frei ins Haus geliefert . Hauptanzeigeblatt für Sie seMe Möelsheim, Hoxberg u. deren Umgebung Hoxberger /lnzeiger Gelesenftss Tageblatt ors badischen Saulandes Anzeigen weräen mit 1§ Pfennig per einspaltige Zeile berechnet. ^ < Sri mehrmaliger Aufnahme Rabatt s - Postscheck-Konto 4054, Karlsruh» gratis: flmtlichr»- verkünöigungsblatt ^üchentl.) Illustriertes Sonntags -Statt HotzsubmWons- und versteigerungs^nzeiger für den Odenwald Gratis: prakt. Mitteilungen fürGewerb« (monatl.) u. Hanöel,Haus- u.Lanöwirtschast Nr. 258 Druck und Verlag Buchdruckerei Adelsheim, Adolf Heppeler Telefon No. 18 AdelSheim, Samstag, 4. November 1916 Verantwortlich: A. Heppeler in Adelsheim. 40. Jahrg. Tagesberichte. 8TB. Großes Hauptquartier, 3. Nov. (Amtlich) Westlicher Kriegsschauplatz: Die Kampftätigkeit hielt sich im allgemeine» in mäßigen Kreuzen. In einzelnen Abschnitten des Sommegebietes siarkes Irlilleriefeuer. Die von uns genommenen Häuser von >«lly gingen gestern früh im Nahkampf wieder verloren, kindliche Vorstöße östlich von Gueudecourt und gegen den -rdlichen Teil des Saint Pierre Vaast-Waldes sind geeitert. Das französische Feuer auf die Feste Vaux flaute gegen bend ab. Oestlicher Kriegsschauplatz Front des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold vo« Bayern. Außergewöhnlich hohe Verluste erlitten die Russen bei len bis zu siebemtralen wiederholten vergeblichen Beruhen, uns die am 30. Oktober gestürmten Stellungen Mich von Folw. Krasnolesie (links der Narajowka) wieder entreißen. Front des Generals der Kavallerie Erzherzog Earl. An der siebenbürgischen Sijdfront wurden rumänische yriffe durch Feuer oder im Bajonettkampf abgeschlagen, westlich Predeal und südöstlich des Roten Turm-Passes len wir nach und nahmen über 350 Rumänen gefangen. Balkankriegsfchauplatz: Keine Ereignisse von besonderer Bedeutung. Erste Generalquartiermeister: Ludendorff Der Tagesbericht hat heute erneu so bescheidenen'Utr^ vrg wie seit lange nicht mehr. Er hat aber auch nicht Ä außerordentliches zu melden, abgesehen von den ge- Egcn Anstrengungen der Russen, die verlorene Stel- n„f dem östlichen User der Narajowka uns wieder entreißen. Siebenmal mußten die Angriffe zurückge- agen ».'erden, ehe sie sich zufrieden gaben; die schwer- kn Verluste hinderten sie nicht an ibrem vergeblichen Bemühen. Es ist dies aber ein Beweis, daß Hier Ne richtige Stelle getroffen worden ist, eine Lücke in die russische Front zu stoßen, denn es kann Wahl kein Zweifel sein, daß die Abgabe von russischen Verstärkungen zugunsten der Rumänen von der deutschen Heeresleitung zu einer kräftigen Offensive benutzt worden ist, die zunächst eben an der Narajowka mit so gutem Erfolg eingeleitet worden ist. ! Am Asvnzv ist die neunte Schlacht im Gange, ! nachdem am 1-1. Oktober die achte unter schwersten blu- s tigcn Verlusten für die Italiener bei unbedeutendem Ge- ländegewinn zu Ende gegangen war. Seit mehreren Tagen cröfsncten die italienischen Geschütze ein rasendes Feuer aus die ganze Front der Oesterreicher und am 1. November wurde mit Einsatz vieler Divisionen ein wuchtiger Angriff mit dem Ziel, zum Meere und auf Triest durchzustoßen, ausgeführt. Tie Italiener wurden aber überall mit ungeheuren Verlusten zurückgeschlagen. Der franzvstsche Tagesbericht. WTB. Paris. 3. Nov. Amtlicher Bericht von gestern nachmittaa: Nöd'ich der Somme fetzten die Franzofen trotz des nnhnlttrd schlechten Wetters im Laufe der Nacht ihre Fortschritte zwischen Lesdoeufs md Sailly-Saillisle fort, befestigten dis crobsrle Gelände, nähme» mehrere Stützpunkte und zerstörten Moschmengeivehriiestcr. Im Verlaufe d eser Tätigkeit brachten sie 136 Gefangene, darunter 8 Offiziere, ein. Orientarmee: Von d'r Struma bis zum Wardar ist nichts zu melden, außer einer ziemlich lebhaften Kanonade im Abschnitt d:s Doüansees. In der Gegend der Cerna wiesen die Serben mehrere bulgarisch« Gegenangriffe zurück und erzielte» neue Fortschritte, wobei sie ihrem Gegner fühlbare Verluste bcibrachten und Gefangene machten. Auf dem linken franzvsistben Flügel große be dN'seltige Artillerietätigkeit. Abe' ds. Nördlich der Somme brachte am Nachmittag eine zwischen Lesboenfs und Sailly durchgeführte Operation unseren Linien schätzbaren Gclä, degewinn. 200 Gefangene kamen zu den seit gestern gemachten hinzu. Die Summe der in diesem Avschmtt gemachten Gefangene» beträgt 763, darunter 20 Offiziere. Auch nahmen wir etwa 10 Maschinengewehre. Der englische Tagesbericht. WTB. Ls.idon, 3. Nov. Amtlicher Bericht von gestern nackmittag: General Haig berichtet, daß nachls schwerer Regen fiel. Abends: Der Feind beschoß unsere Front bei Hebuterne und Urins. Unsere Artillerie war tätig südlich Armentieres und nördlich Dpern. Unsere Flugzeuge beschössen gestern eine Anzahl fci'diickcr Batterien. WTB. Wien, 3. Nov. Anu.. wird verkautbärt vom 3. November 1916: Italienischer Kriegsschauplatz: An der Schlachtfront im Küstenlande wurdr auch gestern mit größter Erbitterung gekämpft. Ui- mgeheurem Aufwand von Menschen und Munition ten vre Italiener ihre Angriffe fort. Im Wippachta^ mren unsere Stellungen i:n Panvwitzer Walde bei Oo'Kr und östlich Ver- toiba erneut das Ziel wütender Angriffe. Ueberall konnte der Gegner zurückgeworfen werden. Das Ghualer Landsturm-Regiment Nr. 2 und das dalmatinische Landwehr- Jnfanterie-Regiment Nr. 23 hielten zähestens stand. Auf der Karsthochfläche wurde im Raume um Lokvica ein neuer italienischer Massenstoß, der über die Höhe Pecinco und entlang der Straße nach Costanjevica angesetzt war, unter schwersten Feindverlusten zum Stehen gebracht. Zwei hierbei bis zum Aeußersten ausharrende Batterien fielen, als Mann und Pferde überwältigt waren, in Feindeshand. Am Südteil der Hochfläche brachen vor der Front des tapferen österreichischen Landsturm-Regiments Nr. 32 und der Infanterie-Regimenter Nr. 15 und 29 alle feindlichen Angriffe zusammen. Tie Zahl der gefangenen Italiener ist auf 2200 Mann gestiegen. Ereignisse zur See. Am 2. November vormittags hat ein Seeflugzeuggeschwader Semaplhorstation und Kohlenanlagen von Nieste und Radiostation und Lagerhaus von Dorre-Bvrti- sello erfolgreich mit Bomben belegt. Abends griff ein Seeflugzeuggeschwader die Bahnhofankagen von Rvnchi, die militärischen Anlagen von Selz, Doberdo, Staran- zano und die Batterien Colametta an. Es wurden viele Treffer erzielt. Flottenkommando. Wochenrundschau. Die Kartoffelfrage hat einige Tage lang eine ernste Wendung genommen. Die Zufuhren stockten so sehr, daß auch der tägliche Bedarf in den Städten bei weitem '.acht gedeckt werden konnte. Blinder Eifer war gleich dabei, den Landwirten vorzuwerfen, daß sie die Kartoffeln in gewinnsüchtiger Absicht zurückhalten, in der allerdings irrigen Meinung, daß sie später einen höheren Erlös als den Höchstpreis von 4 Mk. erzielen werden. Darüber ist man ja einig, daß das nicht wahr ist, denn unsere Landwirte sind mit dem festgesetzten Höchstpreis zufrieden. Eine andere Frage ist die Kartoffelversorgung für den Winter. Ernte von 1915 lieferte 55 Millionen Donnen Kartoffeln, die restlos aufgezehrt wurden. Die heurige Ernte wird nach bisherigen Schätzungen nicht ganz 40 Millionen Tonnen ergeben. Das sieht ja nicht sehr ermutigend aus, aber die Notwendigkeit und die Behörden haben ans schon das Sparen gelehrt, mit dem leichtfertigen Komteß Jutta. Roman von Willy Scharla». IS Da hatte eines Abends verlockend das Wasser nnter ihr »mischt und gegurgelt. Verlockend — Ruhe verheißend. Aber war der Versuchung nicht gefolgt. Sie blieb am Leben, nm einen Kamps cmfznnehmen, wie M wenige Frauen zu führen haben, von den wenigen aber : ein kleiner Teil siegreich dnrchznführen vermag. Mühsam erwarb sie das znm Leben Nötigste. Aber ihr Pt trug sie allezeit stolz und aufrecht. Sie ließ sich nicht '»beugen. Ans dem schwachen, verzweifelnden Mädchen Ade ein in, Kampf gestähltes, stolzes und selbstbewußtes «ib, dem es gelang, sich oben zu halten. ^ Walter vergalt ihr das alles durch die zärtlichste Sohnes- Ar. Und je älter er wurde, je mehr er erkannte, daß er alles An Mutter verdankte, um so bewußter und stärker wurde Liebe zu ihr, der einzigen. ^A»ch im Jünglings- und Mannesalter beriet er alles mit **» Mutter. ^.Glaube doch nicht, daß ich ein unselbständiger Mensch A. Mutter,* meinte er oft. „Das ist gar nicht der Fall, ntlich weiß ich in jedem Fall schon vorher, was Du i wirst. Aber es ist mir stets eine angenehme Beruhigung, wißen, daß Du meine Ansicht teilst." .Eie hatten sich selten von einander getrennt. Nur einmal in Jahr, als er praktisch in einer Fabrik arbeitete. Ein Atiger Arbeiter wollte er sein, um alles zu lernen und als Aüinsöhnchen »licht ausgeschlossen zu werden von den Ar- ""tsgeiwsse,,. Und dann auch, als sein Fabrikherr, welcher leine hervor- ?8Nlden Eigenschaften und Begabungen erkannte, ihn in Adnseitigem 'Interests für längere Zeit ans Reisen nach 'Slaydund Amerika schickte. von seiner und seiner Mutter Vergangenheit zu st nötig war, sagte ihm die letztere, als er Verständnis Eure solche Mitteilung besaß. Sie hielt dies für ihre Pflicht, ^vergalt er ihr durch doppelte Liebe, was sie für ihn getan. Mir eins blieb ihm verborgen — wer sein Vater war ws die Mutter sich zu jener Zeit aufgehalten. Er hatte nie danach gesragi, wie überhaupt dies eine Mal über diesen Punkt zwischen Mutter und Sohn gesprochen wurde. Jetzt war Waller Stahl ein „gemachter Mann". Schon seit längerer Zeit in auskömmlicher, wenn auch bescheidener Stellung, vermochte er einen kleinen Teil der Riesenschnld an seine über alles geliebte Mutter abzittragen. Alle seine freie Zeit aber hatte er im „Destillierkolben" der Lösung eines Problems gewidmet, welches ihn Tag und Nacht beschäftigte. Nun war's gelungen, heute trug er den klingenden Lohn all seiner Mühen und Anstrengungen in der Tasche. „Siehst Du, Walter, es ist alles fertig und hat nur ans den Säumigen gewartet. So, lieber Junge, nun setze Dich." „Ja, es ging nicht anders. Sieh doch einmal, Muttiherz, ich mußte erst einen kleinen Umweg machen. Dazu!" Er hielt der Mutter schnell die Rosen hin. Freudig überrascht nahm sie dieselben, meinte aber in liebevoll vorwurfsvollem Tour: „Die herrlichsten Rosen, Walter! Du bist ein guter Junge, ich danke Dir vielmals! Ach, sind sie köstlich! Aber, weißt Du — gleich so viele I Eine iväre doch für mich alte Frau genug gewesen!" „Du. Mutti, Du bekommst es gleich mit mir zu tun ! Wie kannst Du meine Mutter eine alte Frau nennen? Du bist so jung und hübsch, daß Du den Vergleich mit keiner zu scheuen brauchst." Und rasch faßte er die Frau an und tanzte lachend mit der glücklich Lächelnden um den Tisch. Sie war noch immer eine schöne Erscheinung, groß und schlank. Selbst ihrem Gesicht hatten die langen Jahre der Kämpfe und Sorgen nichteinen gewissen Reiz der Jugend zu rauben vermocht. „Junge, laß mich doch endlich los l" rief sie lachend und sich sträubend. „Was hast Du denn? Du bist ja gauzaus dem Häuschen." „Kamt ich auch wohl sein!" erwiderte er. „Die Hauptsache kommt ja noch. Eine Ueberraschung, sage ich Dir." „Nun, was denn? Ach, ich errate. Eine Gehaltserhöhung? Das wäre schön, und wir könnten sie auch gebrauchen." „Das nicht? Aber vielleicht kommt's auch noch. Aber setzen wir uns nur erst. Ich habe ja einen Mordshunger, Mutti und — ich kaun's Dir auch so erzähle»." „WO Du willst, Walter." Sie setzten sich, und der Sohn aß mit dein regen Appetit der Jugend, der weder durch Schinerz noch Freude gestört werden kan,,. Er sagte nichts, aber vou Zeit zu Zeit zuckt es wie ein Frendeilschein über sein Gesicht. Während dann Frau Stahl die Teller wechselte und in die Küche ging, zog Walter aus der Tasche seines Rockes seine Brieftasche und entnahm ihr einen Briefumschlag, ein großes, dickes Couvert. Das legte er auf seiner Mutter Teller. Die Eintretende bemerkte sofort den Umschlag ans ihren» Platz und fragte den Sohn, der sie lächelnd beobachtete: „Ein Brief, Walter? Von wem ist der?" Sie wollte den Umschlag nehmen, welcher unverschlossen war, da sagte Walter mit erkünstelt tragischem Tone: „Du. Mutti, ich bin in der letzte» Zeit ein entsetzlich schlechter Kerl geworden. Ich habe ein schreckliches Geheimnis vor Dir gehabt." „Aber Walter. Das klingt ja ganz schauerlich." „Nicht wahr? Aber öffne Kur den Brief, dann wirst Du es erfahren." Frau Stahl entnahm dem bunten Umschlag einen großen Bogen, welcher durch seine Auf- und Unterschrift und beigedrücktem Stempel, durch sein ganzes Aeußeres schon einen sehr gewichtigen Eindruck machte. „Aber — was ist denn das?" „Dieses Ding hier nennt man einen Depotschein von der Reichsbank." „Aber — Junge — was heißt das — diese Zahlen?" „Latz Dir rasch erklären, mein geliebtes Mütterchen. Das Patent ist verkauft. Diese Summe hier ist der Kaufpreis, und diese Summe ist heute vormittag in meinen Besitz übergegangen." Frau Stahl wurde blaß, dann rot. Sie wollte etwas sagen, brachte aber kein Wort hervor. 224.20 Walter sprang auf, lies um den Tisch herum und kmere neben ihr nieder. Stürmisch streichelte und küßte er ihre Hände und rief: „Siehst Du. Du Liebe, Du HerzenSuultter. aus diesen Augenblick habe ich mich gefreut, seit ich denken kann. Jetzt kann ich sagen, daß ich ein gemachter Mann bin, und jetzt endlich ist's soweit, daß Du Dich nicht mehr mühen und plagen darfst. Jetzt sollst Du es so habe», wie es sich gehört." Dranfloswlrtschaften mit Sen 'Kartoffeln ist es jedenfalls vorbei. Nach den neuesten Verordnungen kommt dem einzelnen nicht mehr zu als 1 Pfund für den Dag, nur die Erzeuger dürfen IV 2 Pfund, die Schwer-arbeitenden 2 Pfund beanspruchen. Rechnet man nun aus den Kopf der Zivilbevölkerung (etwa 60 Millionen Menschen) die Höchstsumme von 2 Pfund täglich für einen Zeitraum von 8 Monaten, d. h. bis zur nächsten Früh- kartoffelernte, so ergibt sich ein Bedarf von rund 15 Millionen Tonnen Kartoffeln. Da nun Kartoffeln, die für menschliche Ernährung geeignet sind, nicht mehr verfüttert werden dürfen, und da ferner die Verarbeitung zu Branntwein wesentlich eingeschränkt wird, so ergibt sich, daß selbst bei Zugrundelegung einer Tagesration von 2 Pfund auf den Kopf die nicht gerade günstige Ernte von 40 Millionen Donnen wohl ausreichend ist, und wir werden bei sparsamer Wirtschaft mit unserem wichtigsten Nahrungsmittel auch durch einen langen Winter kommen. Allerdings darf nicht übersehen werden, daß die heurigen Kartoffeln infolge der ungünstigen Witterung auffallend leicht zum Verderben neigen, daß daher eine sorgfältige Aufbewahrung unumgänglich nötig ist. > Ein Mann ans Caprivis Zeiten hat seine politische Zeitlichkeit gesegnet: Der Ministerial- Mrektor und Vorstand der Nachrichtenabteilung im Auswärtigen Amt Ham mann. Wir wissen nicht, welche Eigenschaften Herrn Hammann sonst noch eigen waren, aber für den Posten, den er seit der Aera Caprivi imw hatte, war er so ungeeignet als nur möglich. Er hat an dem Verständnis des deutschen Volkes für auswärtige Politik, am natürlichen deutschen Selbstgefühl, an der Entwicklung der deutschen Zeitungswelt zu selbstbewußten Organen der Politik eines starken Volkes schwer gefehlt. Kleinlich und schwächlich ist der Pressedienst unseres Auswärtigen Amtes seit 20 Jahren geblieben, während Frankreich und besonders England gerade auf diesem Gebiet mit bestem Erfolg die größten Anstrengungen machten. Der Weltkrieg hat jenen beiden Staaten die Früchte in den Schoß geschüttelt, auf Deutschland fiel nur der durch die feindliche Presse genährte Haß, und wir waren un- ovrvereuel und hilflos wie ein kleines Kind. Alles, aber auch alles war von unserem Pressedienst versäumt oder verkehrt gemacht worden. Dem Bestreben des preußischen Kriegsministeriums, sich eine selbständige Nachrichtenabteilung einzurichten, hat das Bureau des Auswärtigen Amts entgegengearbeitet, und der Reichstag hat in seiner Kurzsichtigkeit seinerzeit die Forderung abgelehnt — was wir jetzt zu büßen haben. Die unter nationalen Zielen arbeitende frühere Nachrichtenabteilung des Reichsmarineamts, der man viel mehr verdankt, als die breite Öffentlichkeit weiß, wurde insgeheim befehdet, bis der erzwungene Abgang des Großadmirals von Tirpitz vollends ihre Köpfung ermöglichte. Hammann glaubte, indem er sich auf den „Berliner Lokalanzeiger", das „Berliner Tageblatt", die „Frankfurter Zeitung", dazu auf ein paar bewegliche süddeutsche Blätter stützte, den deutschen Interessen Genüge getan zu haben: im übrigen wurde grundsätzlich flau gemacht, zur Ruhe gemahnt und zur unglaublichsten Duldsamkeit gegen das Ausland erzogen, alle natürlichen Regungen politischen und nationalen Selbstgefühls aber unbarmherzig ausgerodet. Tie Not, in der wir durch diese Schuld stecken, hat das System schließlich unmöglich gemacht, Hammann ist abgetreten, seinen Wagen sieht er tief verfahren. Den soll nun ein Soldat, Major Deutelmoser vom Kr i e g s Presseamt wieder ins richtige Geleise bringen. Möge es ihm gelingen; leicht wird die Arbeit nicht sein, denn zahllos sind die offenen und verborgenen Widerstände, — ähnlich wie beim Kriegsernährungsamt des Herrn von Batocki. Der Wechsel im Nachrichtenamt scheint uns eines der Symptone zu sein, die auf kommende Ereignisse von tiefgreifender Bedeutung Hinweisen. Ueber die steuerliche Belastung Deutschlands während der letzten Friedensjahre hat der Finanzpolitiker Professor Gerlaff dem Reichsschatzamt ein Gutachten erstattet, in dem besonders das Anwachsen der direkten Besteuerung Beachtung verdient. Im Jahre 1913 betrug das gesamte Steueraufkommen im Reiche, in den Bundesstaaten und Gemeinden 5 Milliarden Mk. einschließlich der Kirchen- bzw. Kultusausgaben. Von der Gesamtsumme entfallen auf direkte Steuern 2,9 Milliarden, der Rest auf Zölle und indirekte Steuern. Zieht man zum Vergleich die Zahlen des Jahres 1907 heran, so ergibt sich in diesen sechs Jahren eine Steigerung der direkten Steuern um 83,6 v. H. Das Schwergewicht der direkten Steuern liegt in den Bundesstaaten, und vor allem in den Gemeinden einschließlich der Gemeindeverbände. In den Gemeinden und Gemeinde- Verbänden stiegen die direkten Steuern von 1907 bis 1913 von 1 Milliarde auf 1,7 Milliarden Mk., also um 68 v. H. Unter den direkten Steuern stehen an erster Stelle die Erträge der allgemeinen Einkommensteuer. In den Haushalten der Bundesstaaten erreicht der Anteil der Einkommensteuer am Gesamtertrag der direkten Steuern im Jahre 1907 54 v. H., im Jahr 1913 61 v. H. Rechnet man dazu auck> die Gemeinden und Gemeindeverbände, so entfallen im Jahr 1913 von den Steuern überhaupt 87 v. H. auf direkte Steuern. Es zeigt sich mithin in der kurzen Zeit von 1907—1913 eine sehr starke Verschiebung der Steuerbelastung nach der Seite der direkten Steuern. Die Lage Norwegens ist nicht beneidenswert. Die Bevölkerung im allgemeine» will von Krieg und Kriegsgeschrei nicht viel wissen und wäre heilsfroh, wenn man sie in Ruhe ließe, wobei allerdings nicht zu übersehen ist, daß die Stimmung im Großen und Ganzen, dank der seit einem Jahrzehnt arbeitenden englischen Presseagenturen nichts weniger als deutschfreundlich ist. Von deutscher Seite ist gegen diese Wühlarbeit weder in Norwegen noch im übrigen Ausland etwas getan worden. Aber in Norwegen sind die Großspekulanten die ausschlaggebenden Faktoren, und diese sehen sich in der Einheimsung des Kriegsgewinns, der ihnen durch die Schisfstransporte und Holzlieferungen für England in reichem Maße zusällt, durch die deutschen Kriegstauchboote stark behindert. Daher die unfreundliche Haltung der norwegischen Regierung gegen Deutschland, die in verschiedenen AuSfuy.! erboten, ve- sonders aber in dem Verbot des Ausenth.i>e von Tauchbooten in norwegischen Gewässern zum Ausdruck kommt. England nährt diese Mißstimmung nach Kräften und sucht Norwegen zum Krieg gegen D eutschland zu treiben, in der Hoffnung, daß dann auch Schweden und Dänemark, und zuletzt Holland sich ihrer Pflichten dem „preußischen Militarismus" gegenüber bewußt werden müßten. Aber das Risiko eines Krieges möchte man in Norwegen doch nicht übernehmen^ da die betrogenen Rumänen so schlechte Erfahrungen haben machen müssen, und den deutschen Tauchbooten ist nichts gutes zuzu- trauen. So hat man denn in Christiania die Antwort auf den deutschen Einspruch wegen der Behandlung der Tauchboote immer noch nicht fertig gebracht — trotz des Drängens Englands. Man fühlt, daß man sich durch Großbritannien auf eine Bahn hat führen lassen, die für das Land recht verhängnisvoll werden kann. Aus Griechenland werden der „Morning Post" recht interessante Dinge berichtet. Die Staatsmänner des Vierverbands scheinen eingesehen zu haben, welch haarsträubende Dummheit sie in der brutalen Drangsalierung Griechenlands und seines Königs gemacht haben, und wie verkehrt es war, einem radikalen Fanatiker wie dem — als Soldat so herzlich unbedeutenden — General Sarrail unbeschränkte Vollmacht gegeben zu haben. Frankreich sei entschlossen, so meldet die „Morning Post", den Standpunkt des Königs Konstantin mit Ehrerbietung zu behandeln, und England habe erklärt, daß die Alliierten nur eine Regierung in Griechenland anerkennen. Venizelos, der betrogene Betrüger, sei darob aufs höchste enttäuscht. Der König, der Generalstab und das Ministerium, die sich auf dir immer stärker werdende königstreue Partei stützen können, treffen Vorbereitungen, alle Beamten, die sich Venizelos anschließen, zu entlassen und die Offiziere und Unteroffiziere vor ein Kriegsgericht zu stellen. Wer von ihnen im Verdacht steht, daß er nach Saloniki gehen wolle, werde verhaftet werden. Venizelos, der merkt, wie viel die Uhr geschlagen hat, möchte nun auf einmal nichts Böses getan haben. Die Diplomaten der Entente bemühen sich, König Konstantin zu überzeugen, daß der Vierverband von je nur das Beste für den König im Auge gehabt habe, und der verlogene Reuter meldet, daß sich ein herzliches Einvernehmen des Königs mit den Vierverbandsmächten anbahne. — Die Wandlung dürfte Rußland, der anständigste unter unseren Gegnern, zuwege gebracht haben mit der ernstlichen Drohung, daß es vom Kriege abstehen werde, wenn die Peinigungen des Königs Konstantin fortgesetzt werden. — Der Charakter hat über Gemeinheit und Bosheit wieder einmal gesiegt, und das ist in der Zeit der Dummheit und Niedertracht besonders erfreulich. _ Erneuerung! "D -' Zum Reformationsfest. Man kann auf zweierlei Weise Reformationsfest feiern. Entweder freut man sich rückwärts gewandt der Erneuerung des christlichen Glaubens aus den Schätzen der heiligen Schrift, wie sie vor vierhundert Jahren durch Martin Luther und seine Freunde erkämpft worden ist. Solche aus der Vergangenheit schöpfende Erinnerung ist vor dem Krieg wohl in erster Linie, vielfach ausschließlich, der Inhalt der Reformationsfeiern gewesen. Oder man stellt vorwärts gewandt die allezeit bleibende Aufgabe sich vor die Seele, an der fortschreitenden Erneuerung unseres Volkslebens aus den Kräften des Evangeliums zu arbeiten. Je länger umso mehr werden unsere Reformationsfeiern diesen auf die Zukunft gerichteten Charakter erhalten müssen. Dazu erzieht uns der Krieg. Der Krieg hat zunächst für das Verhältnis der Konfessionen ganz unmittelbare und erfreuliche Folgen. Noch niemals sind die Glieder der beiden christlichen Kirchen in unserem Volk sich so nahe gekommen wie jetzt. Gemeinsame Gefahr, gemeinsame Entbehrung, gemeinsames Kämpfen draußen und gemeinsame Liebesarbeit daheim, gemeinsame Todestrauer, gemeinsame Siegesfreude, gemeinsame Friedenssehnsucht — wie viele Gemeinsamkeiten verbinden den Katholiken und Protestanten! Wir Habens gelernt und Werdens nie vergessen, was es heißt, durch dieselbe glühende Vaterlandsliebe verbunden zu sein und die Wurzeln unserer Kraft in gleichem Volkstum zu haben. Noch mehr: unsere Tapferen draußen haben herüber und hinüber auch ihr gegenseitiges Christentum viel besser kennen und achten gelernt, und beide Teile haben gesehen, wie einem jeden sich seine Art Christentum als Halt und Kraft in Kampf und Tod bewährt hat. Solche Erfahrungen machen das Bemühen selbstverständlich, sich gegenseitig auch bei verschiedener Art nich: zu verletzen, sondern von einander zu lernen. Sodann aber hat der Krieg eine solche Fülle von neuen Aufgaben geschaffen, und ein kommender Friede wird sie so ins unabsehbare vermehren, daß wir alle Hände voll zu tun haben werden. Ein edler Wettstreit aller Kräfte, auch der konfessionellen, wird nötig sein, sie in Angriff zu nehmen und zu bewältigen. Jetzt im Krieg leben wir unter einem durch die Not der s Gegenwart erzwungenen konfessionellen Burgfrieden. Wer ! jetzt Zeit dazu hätte. Streit zu Pflegen, Unterschiede und I Gegensätze zu vertiefen, der hat den Ernst der weltgeschichtlichen Stunde nicht begriffen. Darum jetzt weg mit allem, was trennt, her mit allem, was eint und zusammenbindet! Und nachher, wenn der Krieg vorüber sein wird? Dann wird die Hauptaufgabe der Kirchen sein, was der Krieg an sittlich-religiösem Schaden in unser Volk hineingetragen, hat, zu bekämpfen und auszumerzen, und was er in viel Tausenden durch religiöses Erlebnis und sittliche Bewährung geschaffen hat, zu befestigen und zu vertiefen. Daß die christlichen Kirchen noch ganz anders j als bisher sittlich-religiöse Kraftzentren für unser Volks- i leben werden, daß sie das Gewissen unseres Volkes - und seiner erwerbenden Stände auch für das Wirtschaft- ' liche Leben werden sollen, — wie nötig, ist das, und welche Riesenaufgaben liegen hier vor! Man konnte Anfang des Krieges von einem sittlich-religiösen schwung unseres Volkes reden. Aber wie viel an wirklichen Erneuerung unseres Volkes fehlt, das lest fast jeder Wochenmarkt und fast jede Eisenbahnfahrt.. So soll also unsere Reformationsfeier vorwärts, Zukunft zugewandt sein und der Hauptinhalt unsere;! Reformationsgedanken soll werden: Erneuerung unsere- Volkes tut not aus den Kräften des Evangeliums! Reichstag. Berlin, 3. No». In oer heutigen Sitzung werden zunächst Anfragen zuna« ledigt. Eine Trage des Abg. Dr. Mülle r-Meiningen (B. digkeit der Zugehörigkeit zu einer Religion» Zorbkd ngung für die Wahl zum Offizier odq antwortet Oberst von Wrisberg: Eine dn. Sin Suf d Mil irdene bezah Die ». B« Blä englis, laben bis ; coffizi Nom :ben i we fliegs! litärs ;en t Liefe: vier langj g und steiung nach du Notwen gemeinschaft als Vorbei» Sanitätsoffizier beantwortet Oberst von Wrisberg: Eine Im. artige Entsche düng des preußischen Kriegsministenums best« nicht. Die Heeresverwaltung wird die 'Angelegenheit eri wohlwollend prüfen. Die weitere Anfrage nach den englis Schwarzen Listen beantwortet Ministerialdirektor Kriege: Dieses völkerrechtswidrige Vorgehen ist ein un«, härter Eingriff in die Privatrechte der Neutralen, denen es üb«, lasten ist, ihre Rechte zu wahren. In den ABC-Staaten i, Südamerika liegt den Kongressen schon ein entsprechender Zustl aesetzentwurf vor, der aber noch nicht verabschiedet ist. T Vereinigten Staaten bevollmächtigten durch einen Zusatz zur Z nanzbill den Präsidenten zu jeder Maßnahme. Dieser machte » der Vollmacht aber noch keinen Gebrauch. Die deutsche Ist aiernng denkt nicht daran, dem englischen Beispiel zu folgen) Deutschland ivird sich aber die Firmen merken, die sich v> den Schwarzen Listen »ich fürchten, namentlich solch«, die sich st willig auf die Liste setzen ließen und damit bekundeten, sie nicht englische Knechte sein wollen. Abg. Bassermann (Natl.) fragt nach du Monopolist rung der Produktion von Butter, Margarine, Fleisch us> in Holland durch die englische Regierung zur Ausschaltung i deutschen Bezugs. Ministerialdirektor Dr. Johannes: H« über liegen uns nur Zeitungsnachrichten vor. Holland ist a> die Ausfuhr nach Deutschland angewiesen und wird die Verwirk- lichung solcher Maßnahmen nicht wollen. Die Reichsleitung wir - ^ die Angelegenheit sorgfältig im Auge behalten. Auf die wette« Anfrage Bassermanns betreffe: d die englischen Maßnahmen gega «wen beo Wersten, die deutsche Schiffe ausbessern, erwiderte Ministerien js dieser j direktoc Dr. Johannes: Selbstverständlich wird solchen a»z »wer die englische Schwarze Liste gesetzten Wersten kein deutsches tcrial mehr geliefert werden. Einer niederländischen Werst wir cs sofort gesperrt. Die deutsck-en Interessen werden voll gewa! werden. Hierauf wird die Rechtsanwalts- und Gerichtsvollzieher- bührenorduung gegen die Stimmen der Rechten und eines Test der Sozialdemokraten angenommen. Es folgt der Entwurf eines Gesetzes über die Festsetz: von Kursen her zum Börsenhandel zugelassenen Wertpapi Abg. Dove (F. B.): Die Kursfestsetzung darf nicht z« Mell >lp-rtc s MUNg und >: geben. lands A fiskalisch sein. Wmin ver Untcrstaatssekretär Jahn: Wie bei den Wehrbeiträga jrsorg wird auch bei dem Besitzsteuergesetz nicht der Nennwert, sondern der Berkaufswert der Papiere angesetzt werden. lmnnen ngesetz: _ Abg. Carstens (F. V.): Die Besitzer der ReichsanleihWMgen dürfen nicht, durch übermäßige Kursverluste geschädigt werden stnderleh Die Kursfestsetzung bei ausländischen Werten wird Schwierigkeit« Asiaten machen. ^ ^ ' Abg. Zimmermann (Natl.): Die Käufer sollten immi heule wicger auf die Rrichsanleihe verwiesen werden, die beste Tel!» Landes anlagc, die uns am schnellsten zum Frieden führt. — Da heute Gesetz nmd in zweiter und dritter Lesung angenommen. L»»n»n> Der Rrteg zur ^ee. gestellt. Berlin, 3. Nov. Nach spanischen Zeitungsnachrich H st unten hat ein deutsches Unterseeboot an: 28. Oktober eine» Her Art norwegischen Dampfer 28 Seemeilen vom Kap Sani x Geschic Vincent versenkt. Der Kommaiidant des Unterseeboote l soll dem norwegischen Kochitän erklärt haben, er Hab ; jst ^er Befehl, alle Schiffe, die er antrefse, ohne Rücksicht ar ^ ja auck ihre Nationalität zu versenken und nur spanische Schis! E hät zu verschonen. Die dem Kommandanten zugeschrieben ^ Aeußernng ist so unsinnig, daß diese Nachricht einer b« ^ Zula sonderen Widerlegung nicht bedarf. isere Keai Christiania, 3. Nov. Nach einem Londoner Tele ^ ^ gramm an das Ministerium des Aeußern ist der nor Mjw» 4 wegische Dampfer „Delta" (3193 Tonnen) versenkt wo: den. -- Der englische Dampfer „Brenly" aus Hüll wurd ' 20 Seemeilen westlich der Mündung des Sognefjords ver - ., senkt. — Gestern früh ist bei Lister ein brennend« ^ Ballon beobachtet worden, der schließlich in einem MB ^ niederging, wahrscheinlich ein Beobachtungsballon voi ^ . einem englischen Kriegsschiff. Das Schicksal seiner B» - stZ a j satzung ist nicht bekannt. Die Reste des Ballons sind Farsund gebracht worden. Amsterdam, 3. Nov. Der niederländische Damp „Oldambt", der bei Hoek van Holland an Strand ges worden ist, ist umgeschlagen. Die Ladung treibt den: Wasser. London, 3. Nov. (Amtlich.) Die Admiralität mit: Der niederländische Dampfer „Oldambt" ist Mil ren D unerm t sie ft -e ihr szeit segensr. (-) Ad Ad. . war Meinm n gera druck g, wenn e er an Bezieh« woch Nacht vom Feind in der Nähe des - ^ schiffs aufgebracht worden. Es wurde eine Priseifl- an Bord gebracht und das Schiss sollte nach Zcebrügt geführt werden, das aber am Donnerstag gegen Tage anbruch von einigen leichten Patrouillenfahrzcugen an- halten wurde. Tie Prisenbesatzung versuchte, das SM in die Lust zu sprengen, und ging in die Boote, ebenst wie die eigene Besatzung des Oldambt. Tie Pris? satzung. bestehend aus einem Offizier und 9 Mann, wmB eingehol: und zu Gefangenen gemacht. Das Schiss wurd von einem unserer Fahrzeuge ins Schlepptau genommist 5 deutsche Zerstörer, die hinzukamen, vermutlich um ^ Prise in den Hafen zu geleiten, wurden angegriffen rM sofort in die Flucht geschlagen. Der Oldambt >our^ 5 Stunde»: lang bis 6 Meilen von Hoek van Holland gH schleppt, wo er von einem hofländischen Schlepper üb " rwmmen wurde. Paris, 3. Nov. Bei den letzten Stürmen scheiter hes hat ein Mo etwas e am 7. len, d on, no< gig. - ferner, i Südgest: 'erung I Abent vs. ' ist Tr ei mack den Kän sich der V. Ur der Dreimaster „Grebe" (234 Tonnen) mit einer § ch erol ladung bei der Insel Molene. Neues vom Tage. Stratzburg, 3. Nov. Im Kaufhaus Hoher fiel h«u:e morgen der bei der Firma' seit 3 Jah^ aninüellte Packer Gehin mit einem Dolch über and^ .Arbeiter des Hauses her, wobei 3 Personen schwer eine leicht verletzt wurden. 2 Angestellte sind den tvunduiigen erlegen. Bern, 3. Nov. Gestern morgen riß sich bei ew Hebung in den Freibcrgen ein Fesselballon los und übe flon, die Schweizer Grenze bei Basel. Er landete A ID Ohr 56 bei Schönau im Großherzogtum Baden ^ de-. Gondel befanden sich zwei Offiziere. Untc len in Monte: es noch Ihnen b - Adel Klac der Ni Publ lösche P olter durch gesetzi konnte iiM Einzahlungen aus die 5 . Kriegsanleihe. wsen AH-M Kuf die 5. Kriegsanleihe waren bis zum 31. Oktober ^ ' l Mill. Mark gleich 81,7 Prozent des bisher bekannt rdenen Zeichnungsergebnisses von 10 651,7 Mill. Mk. bezahlt. iel an das le> ,nfahrt.. ^ värts, dvl lt unser^j ag unser! Heliums! ko». nfragen «, genftB.Ä Religi, Offizier o! : Eine dr ums best, iheit en n englist rektor ein un« ,en es übe^ -Staaten nder Zusaj et ist. satz zur machte reutsche R, zu folge, üe sich die sich ft«§ rdeten, Monopolist tleisch usi Haltung nes: Hl and ist a! ie Beripirb leitung wi! die weit« ihmen ge>. Ministen«! solchen utsches Verft wv! >oll gewal >llzieher-l eines Test Die englischen Verluste an der Somme, z. Von der schweiz. Grenze, 3. Novbr. Schweize- e Blätter berichten aus London: Die Gesamtverluste ^ englischen Armee betragen nach den amtlichen englischen ben vom 1. Juli ab, seit Beginn der Somme-Offen- bis zum 1 . November 501 442 Mannschaften und Offiziere, sowie 35 038 Offiziere. Atom, 3. Nov. Großes Aufsehen erregt das Wieder- eben der Prozesse gegen hochstehende italienische Bv- ^ wegen der Förderung unzulässiger Gewinne der iegslieferanten. So wurden in Palermo 20 itärs und Zivilisten zu Kerkerstrafen bis zu zwanzig en verurteilt, und zwar wegen Schwindeleien bei Lieferung von Bettdecken, unter ihnen befanden sich vier Stabsoffiziere. In Rom steht ein Prozeß gegen langjährigen Generaldirektor im Kriegsministerium s und dessen Söhne bevor, die gegen Bezahlung die eiung vom Frontdienst versprachen. Die Dienstpflicht in Anstralien. Melbourne, 3. Nov. Ministerpräsident Hughes ^e,erte sich zu dem Ergebnis der australischen Volks ab- ßMiiiung über die Dienstpflicht nämlich 798000 Stimmen und 887 900 gegen die Wehrpflicht, eine Erklärung geben. — Auf Hughes, der ein eifriger Anhänger lands ist, wurde ein mißglückter Mordanschlag verübt. Aus Stadt und Land. ** Adelsheim, 4. Nov. Großherzogin Hilda von den begeht morgen ihren 52. Geburtstag. Besonders dieser Kriegszeit bekundet sich die hohe Frau als erfüllt einer großen Arbeitsfreudigkeit zur Linderung-der ren Wunden, die der Krieg in allen Kreisen verursacht, unermüdlicher Weise übt sie Werke der Nächstenliebe, jt sie für die Verwundeten und die Kriegsbedrängten, e ihr morgiger Geburtstag der letzte sein, den sie in iegszeit verleben muß und mögen ihr noch viele Jahre FestsetziuM segensreicher friedlicher Betätigung beschieden sein. z! ft) Adelsheim, 4. Oktober. Der vom hiesigen Frauen- min veranstaltete Lehrgang für behelfsmäßige Schuh- ehrbeiträga Kxsorge ist vorgestern beendet worden. Die Teilneh- nwert, so» haben nun gleich heute eine Probe ihres selb- leichsanlch mdigen Könnens geliefert; indem sie nach Abreise der igt werdet !«nderlehrerin in etwa 8 Stunden 5 Paar Behelfsschuhe wierigkeita Artigten. Diese, zur Weitergabe an Lazarette bestimmt, Ilten im« ^ute als Geburtstagsgeschenk an unsere treu besorgbeste Geld- ! Landesmutter Großherzogin Hilda ab. Die Sendung - ^ D- heute von 10 bis 2 Uhr im Askanischen Schaufenster -^gestellt. *? Adelsheim, 4. Nov. Der morgige 5. November ftnachrich H in uns eine Reihe von Erinnerungen mannig- iber^me cher Art wach. Am 5. November 1912 war es, daß r Geschichtsprofessor Dr. Woodrow Wilson aus den rseeoootc wählen als Präsident der Vereinigten Staaten hervorging. 5* r ist der Sohn eines Pfarrers der Presbyter Gemeinde, ,wt a». ^ auch der christlichen Nächstenliebe huldigt. Dem- äß hätte man von ihm erwarten können, daß er sich r während dieses Weltkrieges befleißigt und sie nicht Zulassung riesiger Sendungen von Kriegsmaterial an re Gegner, durch die erst dieser Weltkrieg seine Furchtest erlangt hat, mit Füßen getreten hätte. Doch die lliche Nächstenliebe ist jenseits des großen Wassers ein kanntes Etwas, nur die Profitgier beherrscht das keetum und dieser wagt Wilson nicht emgegenzutreten, ja nicht die Aussicht auf eine Wiederwahl zu nicht« zu jen. Am kommenden Dienstag wird es sich nun ent- nden, ob er oder sein Mitbewerber Charles Hughes lPräs identen st uhl in den nächsten Jahren einen wird. Auch Hughes ist der Sohn eines Geistlichen, ft war man bei uns und bei den Deutschamerikanern Meinung, daß Hughes der rechte Mann sein werde, ein gerade in jüngster Zeit hat er recht deutlich zum sdruck gebracht, was für ein forscher Kerl er gewesen 0 wenn er schon am Ruder gewesen wäre, denn dann e er anläßlich der Versenkung der ß„Lusitania" sofort Beziehungen zu Deutschland abgebrochen. Doch diese ve Äeußerung ist für uns nicht zum bange werden, 'ghes hat sich mit ihr für uns nur alskein echter Aankee, ein Maulheld entpuppt und Maulhelden haben noch etwas erreicht. Es kann uns völlig gleichgültig sein, ! " am 7. November sich die Jankers als ihr Oberhaupt i chlen, denn der Ausgang dieses Krieges ist weder von i son, noch von Hughes, noch von einem anderen Aankee ! Migig. — Vor 5 Jahren am 5. November 1911 war - inner, daß Italien sich das zukunftsreiche Tripolis k Südgestade des Mittelmeeres einverleibte. Die italienische lierung hatte ihr Tripolis-Abenteuer unternommen und Abenteuer glückte, denn die Türkei war damals tlos. Nun aber hat sich das Blatt völlig umgekehrt, fft Tripolis dem Jtaliano so gut wie entrissen, die kei machtvoll wie zur Zeit ihrer größten Blüte und ! »en Kämpfen gegen Russen, Engländer und Rumänen * sich der türkische Soldat als einer der besten der Welt Ht. Und vor Jahresfrist war es, daß das serbische sch erobert wurde und damit das Königreich Serbien Untergange mit Riesenschritten zueilte. Albert von öen in Peter von Serbien und bald auch in Nikolaus Montenegro Schicksalsgenossen erhielt. Und wie lange ^ es noch dauern, daß auch noch Ferdinand von Rumänien Men beigesellen muß. Adelsheim» 4. November. Vielfach werden in der lje Klagen über; wucherische Salzpreistreibereien laut, der Nachprüfung dieser Klagen hat sich ergeben, daß .Publikum mit einen Teil der S ch u l d trägt, i sosche Preistreibereien überhaupt möglich werden. Trotz ^Holter Aufklärungen der Presse lassen sich gewisse ' durch irgendwelche, von unlauteren Elementen in die gesetzte Gerüchte über bevorstehende Salzknappheit cksicht he Schi ^schrieben einer mer Tel, der w senkt w ,ull wu jords rennen, em M llon einer sind n, DamP ind gesH Ireibt stität te ist Mi! nderieiie ist- jcebrÜ! n Tag ;en an, as "" :e. ebs Pris in, wu iff wun nomm ) um iffen u it wu lland g oer üb scheite er Sal? Schm bei ein« Md Ül ldete den immer wieder zu Angstkäufen größerer Mengen Salz verleiten. Diese Massenaufkäufe, auf die die Händler nicht vorbereitet sind, erzeugen dann tatsächlich eine augenblickliche örtliche Salznot, was naturgemäß von gewissenlosen Händlern sofort zu Preistreibereien ausgenutzt wird. Es wird hier noch einmal auf das Nachdrücklichste erklärt, daß Deutschland nicht nur imstande ist, den Salzbedarf der eigenen Bevölkerung im weitesten Umfange zu befriedigen, sondern daß es darüber hinaus in recht beträchtlichem Umfange Salz an das neutrale Ausland abgeben kann. Wenn irgendwo örtliche Schwierigkeiten in der Salzversorgung entstehen, so kann dies nur darauf zurückgeführt werden, daß plötzlich ein Salzbedarf auftritt, den die Händler nicht voraussehen konnten und für den sie daher nicht eingedeckt waren. Wo sich irgendwie Spekulationsaufkäufe des Handels oder Zurückhaltung zum Zwecke von Preistreibereien bemerkbar machen, wird hiergegen seitens der zuständigen' Behörden, insbesondere seitens der Preisprüs- ungsstellen, auf das Schärfste oorgegangen werden. Gegen derartige unlautere Preistreibereien kann auf Strafen bis zu einem Jahr Gefängnis oder auf Geldstrafe bis zu 10000 Mk. erkannt werden. (-) Eubigheim» 4. Nov. Die Bad. Landwirtschaftskammer veranstaltet am Dienstag, den 7. November d. Js. vorm. Vs 12 Uhr in Eubigheim eine Versteigerung von ca. 2 0 Kühen. Den Landwirten ist Gelegenheit geboten sich ein gutes Nutzster zu erwerben. (-) Vom Lande, 3. Nov. Die Erzeugung von Apfelwein ist im ganzen Deutschen Reiche verboten worden, und zwar ist dieses Verbot, wie die Reichsstelle für Gemüse und Obst auf besondere Anfrage mitteilt, kein vorübergehendes, sondern voraussichtlich ein dauerndes. Die Ursache der Einstellung ist darauf zurückzuführen, daß die billigen Apfelsorten, und nur diese kamen für die Erzeugung in Betracht, seinerzeit gänzlich für Zwecke der Marmeladeerzeugung beschlagnahmt wurden. Dadurch ist eine große Industrie, die hauptsächlich in den obstreichen ' Gegenden der Mark und in Süddeutschland gedieh, lahmgelegt. (-) Boxberg, 3. November. Der Reichstag hat einen Antrag der bürgerlichen Parteien betreffend eine Erhöhung der vom Reiche gewährten Familienunter st Ätzungen einstimmig angenommen. Weiter wurde mit großer Mehrheit beschlossen, daß die Gemeinden und Gemeindeverbände verpflichtet werden, aus ihren Mitteln Zuschläge zu diesen Unterstützungen bis zur Behebung der Bedürftigkeit zu gewähren. ^7 Bruchsal, 3. Nov. Seltsame Gemeinsamkeit kennzeichnet das Schicksal zweier junger Bruchsaler. Beide, führen den gleichen Bor- und Zunamen Leo Kahn. Beide traten am 8 . August 1914 als Kriegsfreiwillige beim Ersatz-Bataillon des Füsilier-Regts. Njr. 40 in Rastatt ein, rückten am 22. September 1914 in Feld, gehörten ununterbrochen 18 Monate lang derselben Kompagnie an. Beide haben an der Front sämtliche Gefechte des Regiments mitgemacht, erhielten das Eiserne Kreuz 2 . Klasse und die Badische Verdienstmedaille, wurden durch eine Belobung des Brigadekommandeurs wegen hervorragender Tapferkeit vor dem Feinde ausgezeichnet und im Tagebuch des Regiments eingetragen. Beide wurden bei einem Sturrn ain 28. Februar 1916. schwer verwundet und kamen miteinander in das gleiche Lazarett und stehen heute in der gleichen Genesungskompagnie in Rastatt. Beide wurden endlich am gleichen Tage zu Vizefeldwebeln befördert. 1-7 MWrlngeio I7 Nov. Letzte Woche verunglückte »er hiesige Bauer Wilhelm Hienerwadel beim Fuhrwerken. Die Kühe scheuten beim Herannahen des Schnellzuges rnd rannten davon. Hienerwadel wollte wehren und kam dabei unter das Fuhrwerk. Schwer verletzt kam rx in das Krankenhaus und ist gestorben. 1^) Lörrach, 3. Nov. Eine neue Warnung für »adische Sparer und kleine Geldleute, bezüglich des Konkurses der badischen Landwirtschaftlichen Volksbank in Sißach. Nach der Bilanz vom 30. Juni 1916, wie >ie die Liquidatoren ausgestellt haben, ergibt sich ein Abmangel von 784 000 Fr., während der Totalverlust ach über 2 Millionen Fr. beläuft. Wieweit bei der Kasse in Sißach badisches Kapital beteiligt ist, ist noch nicht näher bekannt. Vermischte Nachrichten. — Wieder eine Kriegsgesellschaft. Mit den ^ Ditz in Berlin ist eine neue Gesellschaft m. b. H. mr der Aufgabe gegründet worden, den „Ausgleich der ZuL kerpreise" zu vermitteln. Der Ausgleich dürste zunächst in einer Erhöhung des Zuckerpreises bestehen, wie jüngs halbamtlich angedeutet wurde. ... , Ein Schwlndlertalknt hat sich gegenwärtig vor einem Berliner Gerichrshos wegen Schwind«leien, Betrügereien, Unterschlagungen usw im Umfang ro - ein gen Millionen zu verantworten, ver Agent Schiffma'nn aus Galizien. Als 18jähriger Bursche schon brachte er durch Bestechung des Standesbeamten eine Ene mit der 25jährigen Esther Rachel Weinberg zustande. Als es ihm in Wien, wohin er bald den Sitz seiner Tätigkeit verlegt hatte, nicht mehr gefiel, Lbersiedelte er nach dem schönen Berlin Hier war sein Feld. Als „Generalagent" besonders j für solch« Geschäfte, die nicht ganz sauber sind, bei denen aber um so mehr herausspringt, da stellte er seinen Mann. Noble Passionen, besonders Frauenzimmer, Zigarren und „seine Kleidung" verschlangen Riesensunimcn. 2n wenigen Jahren kaufte er in einem einzigen Mweliergeschäft in Berlin für 28 000 Mark Juwelen, für seine Kleidung gab er in drei Jahren 10 526 Mark aus. Er gab große, üppige Gesellschaften, auch einmal in einer eigens dazu gemieteten Wohnung ein Kostümfest, bei dem die Kostüme nicht die Hauptsache waren. Schließlich stalpertc Schiffmann aber doch über einige Zwirnfäden geschäftlicher und anderer Art und so steht der Gemütsmensch nun vor den Berliner Geschworenen. Me Verrohung der Fugend. Wie der „Nieuwe Rotte»- dänische Courant" mitteiit, sieht sich England veranlaßt, gegen die zunehmonde Verrohung der Jugend Maßregeln zu ergreifen. 2n 17 englisä)cn Großstädten hat die Anzahl der Verbrechen Fugendlicher in den legten zwei 2ahren um 30 Prozent zugenommen, in London um 60 Prozent. Diebstähle, Ueberfälle, f Sachbeschädigung sind die hauptsächlichsten Delikte. Man erblickt : den Grund neben dem 7 :n elterlicher Aufsicht und der Dunkel- j beit der Straken vor a . m im Lmobeiuch. In Liverpool hat ' «u7znch "durch Mhämg festgestellt', daß an einem Tage 1300 Kinder unter 13 Fahren das Kino besuchten. Charakte- ristischerweise will man zunächst eine Filmzensur einführen, offenbar um die vielen rohen und verrohenden Darbietungen der englischen Filmindustrie zu beseitigen. Außerdem will mau eine Kommission gegen di« Verbrechen der Fugcndlichen eia, setzen. Briefkasten. „O" Wenden Sie sich an das Bezirksamt. Gottesdienst-Ordnung. Sonntag, S. November. Evang. Kirchengemeinde Adelsheim. Reformationsfest. Vorm. i/zlO Uhr: Gottesdienst (Kollekte). Abends 0,8 Uhr: Trauergottesdienst für Fritz Münkemer. Nachm. 2 Uhr: Gottesdienst in Merchingen (Kollekte). Kath. Kirchengemeinde Adelsheim. ftslO Uhr: Vormittagsgottesdienst, nachher Christenlehre. 0,2 Uhr: Nachmittagsandacht. NB. Heute und Montag abends O 28 Uhr Abendandacht. Letzte Nachrichten. (Mitgeteilt von WTB.) Das neue Kriegsamt. Berlin, 3. Nov. (Amtlich.) Durch allerhöchste Kabinettsordre ist nunmehr bestimmt, daß zur Leitung aller mit der Gefamtkriegführung zusammenhängenden Angelegenheiten, der Beschaffung, Verwendung und Ernährung der Arbeiter, sowie der Beschaffung von Rohstoffen, Waffen und Munition im Kriegsministerium ein Kriegsamt errichtet wird. Diesem liegt auch die Leitung der Erfatzangelegenheiten ob. Das Arbeitsamt, die Feldzeugmeifterei mit dem Waffen- und Munitionsbeschaffungsamt, die Kriegsrohstoffabteilung und Fabrikenabteilung, sowie die Ersatzangelegenheiten bearbeitenden Stellen des Kriegsministeriums, die Abteilung für Volksernährungsfragen und die Abteilung für Ein- und Ausfuhr werden dem Kriegsamt unterstellt. Insbesondere wird dem Kriegsamt auch die Versorgung der Arbeiter mit Fleisch und Fett übertragen. Der Kgl. württembergifche Generalmajor Gröner ist zum Chef des Kriegsamtes im Kriegsministerium ernannt und zum Vertreter des Kriegsministers bestellt. Generalleutnant von Schüler, bisher im Kriegsministerium, ist bis zu feiner anderen Verwendung zu den Offizieren der Armee versetzt. Herabsetzung der Preise für Hafernöhrmittel. Berlin, 3. Novemb. (Amtlich.) Durch Verordnung des Reichskanzlers sind die Höchstpreise für Hafernährmittel neu geregelt worden. Gegenüber dem bisherigen Preise bedeuten die neuen Höchstpreise eine erhebliche Verbilligung. Sie betragen im Kleinverkauf für Haferslocken, Hafergrütze und Hafermehl lose 44 Pfennig -für das Pfund, für Haferflocken und Hafergrütze in Packungen 56 Pfennig für die Einpfundpackung und für Hafermehl in Packungen 32 Pfennig für die Halbpfundpackung. Für Hafernährmittel, die sich beim Inkrafttreten der neuen Höchstpreise bere its im Kleinhandel befinden, können die Landesbehörden für eine kurze Uebergangszeit die erforderlichen Ausnahmen zulaffen. Die Kanzlerrede verschoben. Berlin, 4. Nov. Wie wir hören, wird der Reichstag den ihm vorliegenden Arbeitsstoff morgen erledigen und sich darauf vertagen. Die in Aussicht genommene Rede des Reichskanzlers wird infolgedessen verschoben werden. Der weiter tagende Hauptausschuß bietet dem Reichskanzler aber Gelegenheit, etwaige wichtige Mitteilungen zu machen. Zum deutschen Vorstoß im Kanal. Berlin, 4. Nov. Ein Londoner Gewährsmann der „Voffischen Zeitung" berichtet, daß die Schiffer erklären, bei dem nächtlichen Seegefecht im Kanal am 26. Oktober seien die von den Engländern dort ousgelegten Netze und Minen zum größten Teil zerstört und abgetrieben worden. Die deutschen Kriegsschiffe hätten gerade zuerst die englischen Küstenwachtschiffe versenkt, wodurch die englischen Landstationen vergeblich auf Nachrichten hätten warten müssen, über das, was in der stockfinsteren Nacht im Kanal eigentlich vorgehe. Die von Dover ausgelaufenen englischen Torpedobootszerstörer konnten die Verfolgung der Deutschen nicht weit fortsetzen, da sie wegen der zerstörten Minenfelder selbst Gefahr liefen. Das A-Doot „Deutschland". Berlin, 4. November. Ueber die Seetüchtigkeit der „Deutschland" teilt der „Berliner Lokalanzeiger" mit, daß aus New-Aorker Depeschen, die in Paris vorliegen, hervorgehe, daß das Handelsunterseeboot „Deutschland" trotz überaus schwerer See nicht den geringsten Schaden genommen hat. An Bord sei alles wohl. Große Nässe an der Somme. London, 3. November. Der Times wird aus dem britischen Hauptquartier gemeldet: Obwohl das Wetter sich aufgeklärt hat, herrscht an der Sommefront noch immer große Nässe. Die Granattrichter haben sich in Weiher und die Laufgräben in Bäche verwandelt. Eine größere Jnfanterie- aktion ist deshalb ausgeschlossen. Nur die Artillerie blieb die ganze Zeit über in Tätigkeit. Der Bruderkrieg in Abessinien. Bern, 3. November. Nach Meldungen Mailänder Blätter aus Addis Abeba sollen die Truppen des Ras Mikael geschlagen und Ras Mikael mit dem größten Teil der Ueberlebenden gefangen sein. Das politische Testament Dnanschikais. Berlin, 4. Nov. Laut „Berliner Lokalanzeiger" empfiehlt das neuerdings eröffnete politische Testament Auanschikais Freundschaft mit den Vereinigten Staaten und Deutschland. Amtliche Bekanntmachungen. Arbeiter Rutzviehverfteigeruug. Das Sammeln von Bucheckern betr. Wie uns von verschiedenen Seiten mittgeteilt wird, sollen große Mengen von Bucheckern zu Oelen verarbeitet werden, ohne daß hierfür die in der Bundesratsverordnung vorgeschriebenen Erlaubnisscheine erteilt sind. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, daß nach 8 1, Absatz 3 und 4 der B. R .V. O. vom 14. September 1916 über Bucheckern R.G.Bl. S. 1027 zur Herstellung von Oel aus Bucheckern die Ausstellung eines Erlaubnisscheines durch das Bürgermeisteramt des Wohnorts des Sammlers erforderlich ist und daß die Oelmühlen ohne Vorlage eines solchen Erlaubnisscheines keine Bucheckern zur Verarbeitung annehmen dürfen. Zuwiderhandlungen werden mit Gefängnis bis zu 3 Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 1500 Mk. bestraft. Nach ß 3 der bad. Vollz. V.O vom 22. September 1916 erfolgt die Zuteilung der zur Herstellung von Oel erforderlichen Menge Bucheckern durch die örtliche Sammelstelle. Die Ausstellung eines Erlaubnisscheines kann daher erst erfolgen, wenn diese Zuteilung durch die örtliche Sammelstelle stattgefunden hat. Die Bürgermeister- und Stabhalterämter werden beauftragt, dies ortsüblich bekannt zu machen. Adelsheim, « ^ den 2. November 1916. B o x b e r g, Gr. Bezirksämter. sind. Wir weisen wiederholt daraufhin, daß die Oelfrüchte insbesondere Bucheckern, Mohn, Reps — beschlagnahmt Soweit die Oelfrüchte zur Herstellung von Oel in der Wirtschaft deA Eigentümers freigegeben sind — von den Bucheckern verbleiben den Sammlern ein Viertel, höchstens aber 50 Pfund, der gesammelten Menge — dürfen die Oelfrüchte (Bucheckern usw.) nur mit einem Erlaubnisschein des Bürgermeisteramts geschlagen werden. Bei Zuwiderhandlungen tritt Bestrafnng und Beschlagnahme ein. Die Oelmüller dürfen Oelfrüchte zum Schlagen nur entgegennehmen, wenn ihnen gleichzeitig der bürgermeisteramtliche Erlaubnisschein über die betreffende Menge ausgesolgt wird; andernfalls haben sie empfindliche Strafe zu gewärtigen. Wir verweisen auf Amtsblatt v. 6. Oktober 1916 Nr. 109. Die Bürgermeisterämter haben Obiges ortsüblich bekannt zu machen und den Oelmüllern gegen hierher vorzulegende Unterschrift noch besonders zu eröffnen. Boxberg, den 3. November 1916. Gr. Bezirksamt. Aussuhr von Rüben betr. Gemäß 8 ^ V.O. des Kriegsernährungsamts vom 26. Oktober 1916 (Reichs-Gesetzblatt S. 1205) verbieten wir hiermit die Ausfuhr von Runkelrüben und Stoppelrüben aus den Bezirken Adelsheim und Boxberg. Ausnahmen können vom Kommunalverband zugelassen werden; derartige Gesuche sind durch das Bürgermeisteramt einzureichen. Zuwiderhandlungen sind mit Gefängnisstrafen und Einziehung-bedroht. ' Die Bürgermeisterämter haben obiges ortsüblich bekannt zu machen und den Händlern noch besonders zu eröffnen. Adelsheim, ^-7- den 31. Oktober 1916. Boxberg, Kommunalverbände. Privat-Anzeigen. Kriegsanleihe. Die bei uns gezeichnete 4te Kriegsanleihe kann gegen Vorzeigung der seiner Zeit erteilten Abrechnung an unserer Kasse in Empfang genommen werden. Vorschutzvereln Adelsheim.«.«. «. H. (staubfein gemahlenen, reinen Kohlensäuren Kalk) empfehlen in Wagenladungen Gebrüder Spohn A. G., Mubeuren (Vürlt.) Große Leistungsfähigkeit, daher kurze Lieferzeit. Broschüre »Kalk in der Landwirtschaft" kostenlos Lastkof r. Allier Lastkof r. Allier I j ! ^ Attüier für ^ubn- rieben, kllomküeren, fte§uIierunA. 20 jalinig« kuctt- tätiglleit Oeknnrllung. l I ecken knsilsg V II s Ulli». n Anmeldungen weiden in cker Kpollielrs ent- —— ge§;engenomrnen. für dauernde gut bezahlte Beschäftigung, werden fortwährend eingestellt. Auf Eisenbahnverbindung für Auswärtige wird Rücksicht genommen. Die Badische Landwirtschastskammer veranstaltet Dienstag, den 7. November 1S16, vormittag r/z12 Ahr in Eubigheim eine Versteigerung von ca. sehr guten hochträchtigen Gipswkkk iu Mich. MlUkntlller IllWildelil und Kiihkl Taglöhuer finden bei mir für Wochen oder Tage während des Winters Beschäftigung. Landwirten nehme ich je nach Entbehrung auch Gefangene ab und entschädige dieselben entsprechend. Zugelassen zur Versteigerung werden nur Landwirte, die ei» bürgermeisteramtliche Bescheinignng vorlegen darüber, daß sie zur Au rechterhaltung ihres landwirtschaftlichen Betriebes Kühe dringen^ benötigen. Nt tl rti-ard Reich. Abelshelm Auirkel- viibeir Kauft jedes Quantum. Angebote erbittet GllbpSchler Rudolph Marienhöhe. Gesuch! verkäufl. Haus mit Kohlen-, Holzhandlung, Warengeschäft, Wirtschaft od. Gut, Mühle, Sägewerk, Ziegelei, Platz gleich. Besitzer schreiben an Georg Geisenhof, postlagernd Durlach (Baden). Prima Speisezwiebeln per Ztr. 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