Erscheint Donnerstag «ud Samstag. Abonnements-Preis Mit den Gratis - Beilagen Illustriertes Sonntagsblatt —— und dem- Amtlich. Ber'iindigungsblatt durch die Post bezogen monatlich 37 Pfennig am Postschalter abgeholt, durch den Briefträger und unsere Agenten frei ins Haus gebracht monatlich 4b Pfg. AeUeste und verbreitetste Zeitung dieser Gegend. Laupl-Znsertions-Organ. Ginsheimer General-Anzeiger für das WMUW Elsenz- und Schwarzbachtal Anzeigen: Die einspaltige Garmondzeile oder deren Raum 15 Pfg. Reklamen 40 Pfg. (Petitzeile) Schluß d. Anzeigenannahme für größere Anzeige» Tags zuvor 4 Uhr nachm. Redaktionsschluß 8 Uhr vormittags. Bei schriftlichen Anfrage» ist Freimarke für Antwort - beizufügen. - Telephon Rr. 1L M 4 . Samstag, den 9 . Januar J9J5 76. Jahrgang \T Zwei Wendungen. Für den Verlauf des Krieges wichtige Wendungen treten nicht blos auf den Schlachtfeldern ein. Sie können auch ganz wo anders erfolgen. Zwei solcher Wendungen find eben erfolgt, und beide find zu unseren Gunsten. Mit der von unseren Feinden so sehnlichst herbeigewünschten Entsendung japanischer Truppen auf die europäischen Schlachtfelder ist es nichts, wie sehr die Franzosen auch darum betteln. Daß die Entsendung einer einigermaßen ins Gewicht fallenden japanischen Armee eine sehr kostspielige Geschichte wäre — die Franzosen berechnen fie auf fünf Milliarden — das ist noch das wenigste, obwohl Japan kein Geld hat und Frankreich und England jetzt auch schon rechnen müssen, da selbst bei ihnen das Geld knapp zu werden anfängt. Die Japaner haben ausschlaggebendere Gründe für ihre Weigerung. Die japanische Bevölkerung will sich nicht für die Engländer abschlachten lassen, selbst wenn ihr allerlei Territorien und politische Zugeständnisse versprochen werden. Man fürchtet wohl auch im Kampfe mit Deutschen das im Kriege mit Rußland gewonnene militärische Renommee, das Japan in Ostasten so vortreffliche Dienste geleistet har, einzubüßen. Nicht minder fürchtet man, daß die Amerikaner dir Entblößung Japans von seiner Armee sich zunutze machen könnten, und selbst China rührt stch. Ein offiziöses Pekinger Blatt, das bisher immer zur Ruhe gemahnt hat, greift jetzt die japanische Regierung an, wegen ihrer Aeußerungen über Kiau- tschou im japanischen Parlament und erklärt, China werde stch holen, was ihm gehöre. Eine günstigere Gelegenheit, es zu tun, könnte stch China gar nicht denken, als wenn die japanische Armee im fernen Europa weilt. Nicht minder wichtig, wenn auch in ganz anderer Weise, ist die zweite Wendung. Die gemeinsame skandinavische Note, die Beschwerden Hollands hat England auf die leichte Schulter nehmen zu können geglaubt. Selbst Italiens Beschwerden, die gleichfalls über die Belästigung und Beeinträchtigung des neutralen Handels immer dringender wurden, haben keine besondere Beachtung gefunden. Aber nun hat auch die Regierung der Ver. Staaten von Nordamerika eine formell zwar in freundschaftlichem Tone gehaltene Note an das englische Kabinett gerichtet, in welcher entschieden verlangt wird, daß das britische Willkürregiment auf dem Meere und die ungeheure Schädigung des amerikanischen Handels selbst mit nicht einmal bedingter Konterbande aufhören sollen. Die amerikanische Regierung erkennt England nicht das Recht zu, nicht für eine feindliche Armee bestimmte Lebensmittel zu beschlagnahmen. Das heißt, Amerika nimmt für sich das Recht in Anspruch, Getreide auch nach Deutschland zu liefern, falls dieses Getreide nur für den Konsum der Zivilbevölkerung bestimmt ist. Damit aber wäre der englische Aushungrrungsplan vereitelt, Gibt England in diesem Punkte nicht nach, dann wird die amerikanische Regierung wohl nicht gleich zu den Waffen greifen, aber Präsident Wilson ist, wie die Wiener „Neue Freie Presse" erfährt, dann fest entschloffen, ein Ausfuhr, verbot für gewiffe Güter zu erlaffen, deren Weiterbezug für England eine bringende Notwendigkeit ist. In diesem Falle wird uns durch das Eingreifen der Ver. Staaten zwar nicht direkt geholfen, wohl aber muß England, das weit mehr auf die ausländische Zufuhr angewiesen ist als wir, die wir zur Not, d. h. wenn nicht verschwenderisch mit den Getreidevorräten zewirlschaftet wird, es bis zur nächsten Ernte aushalten können, die Aushungerungspolilik am eigenen Leibe verspüren. Da durch eine solche Maßregel der amerikanische Handel durch die Schuld Englands noch mehr leiden würde, dann kann man stch denken, daß die ohnehin schon große Verstimmung der Amerikaner gegen England einen gefährlichen Grad erreichen würde. Hinterlistig wie England ist, wird es auf den Einfall kommen, die Rote nicht klipp und klar zu beantworten, wird Ausflüchte machen, um die Sache zu verschleppen. Aber diese Taktik dürfte, wie man in den Ver. Staaten allgemein glaubt, den Engländern besonders gefährlich werden. Amerika verlangt nicht nur eine zustimmende Antwort, sondern verlangt eine prompte und klare Antwort. Man wird uns zugeben, daß diese beiden Wendungen für uns und den Verlauf des Krieges sehr wichtig sind. England. Sie glauben dazu berechtigt zu sein, weil die in der amerikanischen Note ausgestellten Forderungen stch vollkommen decken mit den Forderungen der holländischen Regierung, die in Amerika, bevor sie bei der englischen Regierung eingereicht worden sind, bekannt gegeben worden waren. Der amerikanische Minister des Aeutzern hat dem holländischen Gesandten den Bericht der Absendung der Note an England übergeben und ihm den Inhalt bekannt gegeben. England. Die bevorstehende Tagung des englischen Oberhauses. London, 5. Jan. (WTB.) Der Parlamentsmitarbeiter der „Times" erfährt, daß das Oberhaus in der bevorstehenden Sitzung an den Minister Fragen richten würde über den Verlauf des Krieges während der letzten Wochen. Kitchener wird Gelegenheit haben, von neuem eine Erklärung abzugrben. Weiterhin wird stch das Haus mit der Rüstung und Ausstattung der neuen Armee und dem immer noch ungelösten Problem, wie Informationen nach Deutschland durchdringen konnten, sowie mit der Lage der Zivilbevölkerung im Falle einer Invasion besoffen. Die Regierung wird wahrscheinlich aufgefordert werden, über die Grundsätze, von denen sie stch bei der Organisation der Hilfsquellen des Landes, bei der Fortsetzung des Krieges auf dem Kontinent leiten lassen wird, Auskunft zu erteilen. Deutsches Reich. de. Karlsruhe, 6. Jan. Das Ministerium des Innern teilt im „Staatsanzeigrr" die wichtigsten Bestimmungen des Bundesrates über die Verwendung der Reichs- mittrl, die durch den 2. Nachtrag zum ReichshaushaltSetat für das Rechnungsjahr 1914 zur Unterstützung von Gemeinden oder Gemeindeverbänden auf dem Gebiete der Kriegswohfahrtspflege bereit gestellt sind. de. Freiburg, 6. Jan. Der Kommandierende General des stellvertretenden Generalkommandos des 14. Armeekorps hat folgende Verordnung erlassen: Wer unter Umgehung der Post Postsendungen irgendwelcher Art nach dem Auslande oder aus dem Auslande nach Deutschland verbringt oder durch andere Personen verbringen läßt oder Postsendungen zu diesem Zwecke entgegennimmt, wird mit Gefängnis bis zu einem Jahre gestraft. Ausland» Holland. Holland und die amerikanische Note an England. Amsterdam, 4. Jan. Einige Blätter schreiben fortwährend über die bolländiich amerikanische Note an England will zahlen. Loudon, 6. Jan. Die Blätter melden aus Washington: Die Erklärung, daß England allen Schaden, den die Konterbandebekanntmachung den amerikanischen Reedereien zugefügt hat, bezahlen will, ferner die Erklärung, daß seit dem 4. Dezember kein für Italien bestimmtes Schiff mehr in Gibraltar zurückgehalten worden ist, erweckt allgemeine Zufriedenheit in den Vereinigten Staaten von Amerika. Man betrachtet die Mitteilung als den Vorläufer einer alle beteiligten Kreise vollauf zufrieden stellenden Regelung der Streitfrage. Amerika. Eine amerikanische Flottendemonstration im Atlantischen Ozean. Newyork, 5. Jan. (WTB.) Die amerikanische Re» gierung hat Auftrag gegeben, daß die Flotte, die im Begriff war, zur Eröffnung der Weltausstellung in San Francisco nach dem Stillen Ozean abzudampfen, im Atlantischen Ozean zurückgehalten werde. Dies ist selbstverständlich nicht so zu deuten, daß stch in den Beziehungen zwischen Washington und London eine Krise, die über diplomatische Reibungen hinausgeht, vorbereitet, aber diese Maßregel zeigt, daß Präsident Wilson durch die öffentliche Meinung des Landes gedrängt wird, se nm Stand- Iremdes Fleis. Roman von C. Dressel. 7 (Nachdruck verboten.) uno geraoe in vieler tausenden Winterzell ve- wegten sich ihre Gedanken vornehmlich um Sven mit einer Ausschließlichkeit, daß sie schon deswegen nicht dazu kam, sich eingehender mit anderen Erlebnissen zu beschäftigen. Denn mitleidende Sorge erfüllte sie ganz. Alles Sonstige trat davor zurück. Im Anfang des neuen Jahres hatte ihr Sven geschrieben : „Liebste Lisa, da auch mein Kaminentwurf, den ich gelungen glaubte, keine Gnade vor Vaters leider recht pedantischen Augen fand, und mein aufrichtiger Wunsch, ihn zufriedenzustellen, wieder erfolglos blieb,- bin ich zu dem Entschluß gekommen, nun endlich die Tonware fahren zu lassen und mich lediglich mit Staffeleileinwand abzugeben. ^ Wenn ich zunächst nur Dir, Du kluge, kleine Schwester, das gestehe, so geschieht es, weil ich am ehesten auf Dein Verständnis zählen darf. Du hast längst eingesehen, daß ich für fabrikartige Industrie nicht tauge, vielleicht aber mich als Landschafter durchsetzen koune. Du hast geahnt, eines Tages werde unbedingt & cr m* er .' n m * r 3 U Wort kommen. * Nun ist es so weit, Lisa. Ich muß meiner Bestimmung folgen. Willst Du das Vater schonend bei- vrmgen, so tue es. Ich selber möchte ihm nicht eher meinen Abfall Mitteilen, als bis ich ihm zugleich mit ersten kleinen Erfolgen wenigstens den Beweis der Berechtigung hierfür geben könnte. Daß ich hier, an bester Quelle längst regelrechte Mal- studlen trieb wirst Du Dir denken. Ich konnte nicht anders. Versuchung und Gelegenheit waren zu groß. Einfach starker als ich. ^ 58futig er Anfänger war ich ja nicht mehr, sondern von tucktiaen bannooerkcben Landkckaktern aut vor- vtteuei. jjiei yaiie icy oav wmcr, m einem oeruymren Meisteratelier ausgenommen zu werden. Zunächst freilich riß mich der Meister höllisch runter; doch seine Grobheiten werden nachgerade gelinder, und ich komme riesig vorwärts dabei. Da lasse ich ihn getrost brummeln. ' Uebrigens malte ich noch letzten Herbst an der ' bretonischen Küste, und als ich diese Skizzen dann j meinem Meister und anderen Autoritäten vorlegte, [ sahen sie den Deutschen schon mit duldsameren Augen j an. Ich durfte es wagen, hier auszustellen, und habe : wahrhaftig ein paar Bilderkens verkauft. Denke bloß, i Lisa.- Ein seltenes Glück ist's, das nicht vielen Erst- ! lingen blüht. ! Achenbachpreise erzielte ich freilich nicht. Doch die ! Zuversicht, mich mit eigener Kraft über Wasser halten ! zu können, falls Vater eigensinnig bleibt, mir kein Bootchen zimmern will, in dem ich dann ein bißchen weiter und flotter hinausgondeln könnte, gewährleister sie am Ende. Nun weiß ich wohl, diese an sich nur unbedeutender Erfolge hier, die dazu so fernab seines Sehwinkels liegen, werden Vater noch lange nicht imponieren. Darum hege ich die kühne Absicht, unserer großen hannoverschen Kunstausstellung im Frühjahr einige Seestücke, sowie Interieurs betronischer Fischerhäuser einzuschicken. Glückt's mir damit, so sieht Vater doch, was ich leiste, und verzeiht mir eher den Abfall. Sc hoffe ich. Scvtagen sie nicht ein. oder bleibt Vater halsstarrig. >a. Lija. üa»n muß ich sehen, ob sich s aus meinen zwei Leinen stehen läßt, und komme überhaupt nichi eher nach Haus, als bis ich, ein Anerkannter im Reiche meiner herrlichen Kunst, Vaters Achtung erzwingen kann. Verwirft aber auch sie mich, stößt sie den unfähig Verwegenen aus wie das Vaterhaus den verlorenen Sohn, ja, Schwesterherz, dann helfe mir Gott. Was dann werden soll, weiß ich nicht. * Das beikt. oemik ilt's auf alle Källe. au den Kleiicki- uipieu, vuigo ojcajonraponen, zieyr mia) nia)t» zurua Bin ich dennoch nicht berufen, meine heiße Liebe, das Meer mit seinen Schiffen, seinem Strand und den jagenden Wolkenzügen darüber künstlerisch zu preisen, so werde ich es mir auf andere Art zu eigen machen. Dann werde ich einfach Seemann und ziehe mit seinen Wogen hinaus, weit hinaus, und finde wohl dereinst ein kühles Wellengrab bei meiner wilden Geliebten. Ach, Lisa, ein traurig Ende wär's schließlich doch, meinst du nicht? Und tausendmal schöner für mich und alle, die mich doch Jahre hindurch herzlich liebten, ich bliebe meinem Kunstschaffen erhalten und dürfte dazwischen Einkehr nehmen in meinem lieben Vaterhaus. Wie gern ruhte ich da aus nach emsigem Werk in Wind und Wetter, denn einfach und leicht muh man sich das nicht denken. Beharrliche Mühe, große Widerstandskraft gehört neben dem Talent dazu; wie jede Arbeit, kraft der man ernsthaft aufwärts streben will, verlangt's den ganzen Menschen. Denn — erst der Fleiß macht das Genie. Das verstehst du emsiges Bienchen wohl. — Also, Lisa, in wenigen Wochen muß es sich entscheiden, ob Vater einlenkend zu mir steht oder das Herz hat, mich wirklich meinem Schicksal zu überlassen."- Und nach diesem sie heftig beunruhigenden Schreiben sollte sie sich mit Spiel und Tanz vergnügen? Wo Schicksalsgewalten im Gange waren, ihres teuren Bruders Sein oder Nichtsein zu entscheiden, sollte sie Lust haben, banale Salonphrasen zu drechseln, oder die immer auf gleichen, süßlichen Mollton gestimmten Ueberschwenglichkeiten ihrer Verehrer anzuhören? Joachim von Dittmar, der nun in der Tat ein häufiger, von Mutter auffallend protegierter Gast des Hauses geworden war, dessen Aus- und Eingehen nicht mißverstanden werden konnte und auch von der Gesellschaft mit selten einmütigem Wohlwollen begutachtet wurde, verlor bei Lisa selbst eine Chance nach der andern, die er mit Frau Börners Unterstützung zu behaupten gewähnt. 5la. lein keines, aut er»oaenes Bäscken. die er kür Nr. 4. Telephon Nr. 11. Punkt in der für Amerika so wichtigen Schiffahrtsfrage tatkräftig geltend zu machen und in London durch unzweideutige Kundgebungen merken zu lassen, daß seine Forderungen berücksichtigt werden müssen. Englands Antwort an Amerika. Newyork, 6. Jan. Daily Telegraph meldet aus zuverlässiger Quelle, daß die Antwort Englands auf die amerikanische Note befriedigend sein werde. Sie werde einige Konzessionen enthalten, aber zu gleicher Zeit betonen, daß die Vereinigten Staaten nicht das Recht hatten, in die Jntereffen anderer Staaten einzugreifen. — Wenn der Daily Telegraph eine solche Antwort „befriedigend" nennt, so darf man sehr gespannt darauf sein, ob sich auch die Vereinigten Staaten befriedigt fühlen werden. Offenbar will England Amerika auch noch verhöhnen. Der IMerkrieg. Die Rümpfe im westen. Die deutschen Flieger. Rotterdam, 5. Jan. Dem „Eclair" zufolge ist durch das Bombardement der deutschen Flugzeuge in der Nähe von Dünkirchen der größte Teil der Armeevorräte in Flammen aufgegangrn, bezw. vernichtet worden. Von den durch daS Bombardement verwundeten Personen sind noch 8 im Hospital gestorben. Die Zahl der Toten beträgt nunmehr 23, die der Verletzten 45, darunter noch 28 schwer Verwundete. Trübe Neujahrsbetrachtungen in London. Berlin, 5. Jan. Die „B. Z." erfährt über Amsterdam: Die Neujahrsbetrachtungen der Londoner Presse find überaus ernst. Jeder weiß genau, so- schreibt der Londoner Korrespondent des „Nieuwen Rotterdamschen Courant", über welch ungeheure Wehr- und Widerstandskraft die Deutschen verfügen, und daß selbst, wenn die Offensive der Verbündeten aufrecht erhalten werden kann, doch unendlich Schweres bevorsteht. Der russische Feldzug ist erfolglos verlaufen, man begreift vollkommen, daß eine maßlos schwere Aufgabe für die Verbündeten besteht. Jetzt klammert sich die Hoffnung auf einen schnelleren Fortgang im Westen daran, daß die neuen englischen Truppen die viele Tausende betragen, ins Feuer kommen. ' Berlin, 6. Jan. Die Oberste Heeresleitung hat, wie die Tägl. Rundschau meldet, durch Armeebefehl vom 29. Dezember das Fraternisieren zwischen den Schützengräben der Deutschen und Franzosen und überhaupt jede Annäherung mit dem Feind im Schützengraben verboten. Jede Zuwiderhandlung wird in Zukunft als Landesverrat bestraft. Der Aufstand iu Marokko. Rotterdam, 6. Jan. Aus den letzteren hier ringe- troffenen französischen Blättern, wie dem „Matin", ersteht man, daß die Franzosen ihre Truppen aus dem Innern Marokko- vollständig zurückgezogen und in Casablanca, Rabat und Udschda gesammelt Haben, woraus heroorgeht, wie sehr der Aufstand in Marokko, der durch die Verkündung des heiligen Krieges verursacht wurde, umsich- gegriffen hat. Uebrigens ist auch Algier stark von Truppen entblößt. Nur an den wichtigsten befestigten Plätzen liegt Garnison, zumeist Fremdrnlegionäre und Koloniallruppen. Die Eingeborenen-Regimenter hat man sämtlich nach Frankreich geschickt. 1 Million Mann französische, 1650000 Mann russische Verluste. Brüssel, 6. Jan. Auf Grund von Berichten aus amtlicher französischer Quelle kann festgestellt werden, daß die oas urono luagsrauuayer «nrnur pieu, war jegi aut* unter von einer gereizten Herbheit, die sie fast unliebens- märdig machte, so daß. er wirklich eine Zeitlang fort- bt«b, bis Sehnsucht den Stolz bezwang und chn doch Vieder in die behagliche Billa am Schiffgraben trieb, allwo ein süßes, blasses Mädchen mit zerstreuten Augen saß, das sich wenig draus machte, ob er kam oder ging, and er doch nicht vergeffen konnte. Nein, es lag ihr noch immer nicht viel an dem Vetter, lind jetzt, wo alle Saiten ihrer Seelenregister aufs äußerste gespannt waren in Erwartung der kommenden Wende, die wie ein schneidendes Schwert über den Ihren hing, hatte sie nur den einen Morgen- und Abendgedanken: „Sven — Sven — wenn er nie wiederkehrte!" Dennoch bangte ihr nicht eigentlich um ihn selber, er würde schon seinen Weg machen — weit mehr litt sie vorahnend um Vater, dem Svens Abfall ja tief ins Herz schneiden mußte. Dabei schien er gerade in dieser Zeit so innerlich froh gestimmt, so geheimnisvoll bewegt, als ob er von dem kommenden Lenz etwas besonderes Gutes erwarte. Und sah dann sie selber mit eigentümlich lächelnder Miene an, als wäre auch sie in die heitere Erfüllung mit eingeschloffen, und sie sollte ihm sagen, der Frühling bringe neben tausend blühenden Verheißungen auch Gewitterstürme, die Vernichtung bedeuteten? Nein, nein, nein, sie hatte nicht den Mut. Nur daß sie mit aller Herzkrast bei ihm stehen würde, wenn der Schlag fiel, so viel war sicher. „Würde — mußte er kommen?" Es gab keine nähere Sorge für sie. * * * Der März war da mit seinen üblichen Osterwinden und Graupelschauern, den seltenen, linden Sommertagen dazwischen und den häufigeren Regenböen. Die schöne Residenzstadt stand im Sichen heftiger rme und noch böserer Katarrhe. Wie üblich, hatten die Tore der Großen hannoverschen Kunstausstellung diesem Zweifelhaften Lanrmond geöffnet. und wie Der Landbote m Smsheimer Zeitung. _ Franzosen von Kriegsanfang bis zum 20. Dezember an Toten, Verwundeten und Kriegsgefangenen eine volle Million eingebüßt haben. Das französische Kciegsmini- sterium schätzt den täglichen Verlust auf 6—7000 Mann. Der Pariser Matin gibt die Zahl der Verluste der Russen an Toten und Verwundeten auf 1 650000 Mann an. Französische Unzufriedenheit mit dem zögernde» Portugal. Genf, 5. Jan. Die immer noch ausbleibende offizielle Kriegserklärung Portugals an Deutschland beunruhigt die politischen Kreise in Paris aufs äußerste. Nach hier vorliegenden Meldungen gewinnt die deutschfreundliche Partei im portugiesischen Senat ständig an Einfluß und beginnt ihrerseits auch Anhänger unter den radikalen Anhängern der Kammer zu stiden. Die Pariser Presse befürchtet, Portugal könne friedlichere Wege ein- schlagen, und sic schlägt gegenüber der Republik eine dro - hende Sprache an. Wachsende Kriegsuulust in Portugal. Rotterdam, 6. Jan. Aus Badajoz hier angelangten Nachrichten zufolge wächst die Stimmung der Bevölkerung gegen eine Teilnahme am Kriege zusehends, weshalb es die Regierung bisher noch nicht gewagt hat, Deutschland offen den Krieg zu erklären. Als 2 Infanterie- Regimenter im Hafen von Lissabon mit unbekanntem Bestimmungsort eingrschifft werden sollten, weigerten sich die Truppen an Bord zu gehen und kehrten in ihre Kasernen zurück, wohin eine große Volksmenge folgte und sich in begeisterten Zustimmungskundgebungrn erging. Im Ueb- rigen befindet sich die portugiesische Armee in einer so schlechten Verfassung, daß keine 20000 Mann von ihr auf einem europäischen Kriegschauplatz verwendbar wären. In unterrichteten Madrider Kreisen bestreitet man übrigens, daß sich portugiesische Truppen in Aegypten befänden. Es könne sich höchstens um eine Anzahl portugiesischer Offiziere handeln, dir in englische Dienste über- getreten seien. Erlahmen der französischen Offensive auch im Oberelsaß. Gr. Hauptquartier, 6. Jan. (WTB.) Die Fran- zosen setzten gestern die planmäßige Beschießung der Orte hinter unserer Front fort. Ob sie damit ihre eigenen Landsleute obdachlos machen oder töten, scheint ihnen gleichgültig zu sein. Uns schadet die Beschießung wenig. Bei Souain und im Argonnenwald bemächtigten wir uns mehrerer feindlichen Schützengräben, schlugen verschiedene feindliche Angriffe zurück, machten 2 französische Offiziere und über 200 Mann zu Gefangenen. Auf der vielumstrittenen Höhe westlich Senn he im faßten die Franzosen gestern früh erneut Fuß, wurden aber mit kräftigem Bajonettangriff wieder von der Höhe geworfen und wagten keine neuen Vorstöße. 50 Alpenjäger wurden von uns gefangen genommen. Die Furcht vor der Invasion. Amsterdam, 7. Januar. Wie aus einem Bericht der Times hervorgeht, gibt England seiner Bevölkerung jetzt umfaffende Verhaltungsmaßregeln für den Fall einer Invasion von Hüll, denn Hüll wird in 5 Militärdistrikte geteilt, und soll der Zivilbevölkerung freigestellt werden, zu bleiben, oder dir Stadt zu verlassen. Aehnliche Maßnahmen wie für Hüll sind auch für andere Städte Englands getroffen worden. Vor Lurhaveu 4 englische Kreuzer beschädigt? Gens, 6. Januar. Einer Rotterdamer „Courant"- Meldung aus London zufolge wurden bei dem mißglückten Vorstoß auf Cuxhaven angeblich 4 englische Kriegsschiffe beschädigt. Sie befinden sich zurzeit in den Marinedocks zu Portmouth zur Reparatur. .mmet tumpfie |ia» cui uieuupiiyt:» '.putmruiu «nmt, Wind und Regen, Schlackerschnee und glitzernden Sonnenschein, der nicht wärmer war, als ein gemalter, um in den gut geheizten, geschmackvoll dekorierten Sälen des Künstlerhauses die bildende Kunst in älterer, neuer und allerneuester Auflage zu genießen und nebenher der Kritik, dem bloßen Schwatz oder dem Flirt zu frönen. Friederich Börner, der niemals versäumte, uoblssse obligs, ein- bis zweimal die Ausstellung zu durcheilen, war sehr erstaunt, als ihn dort angetroffene Bekannte unter großem Redeschwall und lebhaftem Händeschütteln beglückwünschten. Hatte er das große Los gewonnen? Aber er spielte ja in keiner Lotterie. Wie — was, sein Sohn? Was Schlimmes? Aber nein, man gratulierte ihm, und er sah in Mienen, die aufrichtige Freude, Staunen, mitunter auch ein wenig Neid ausdrückten. Endlich begriff er. Also doch. Der Junge war ihm abtrünnig geworden. Wie ein glühender Strom schoß ihm das aufgewühlte Herzblut iu die Stirn, Vaterliebe, Gerechtigkeü fortschwemmend. Und nun spürte er nurmehr eine kalte, dumpfe Leere. Vor den Augen wallten ihm Nebel. Er erkannte nicht die großzügige Auffaffung, dik überraschend sichere und flotte Technik, den Kunstwert der lieblichen oder grandiosen Küstenbilder, vor die man ihn führte. Sie sagten ihm nur das eine Erschütternde „Die teuerste Hoffnung meines arbeitsamen Lebens ist mir zerschellt. Der dies malte, ist nicht mehr mein lieber Sohn, mein einziger, für den ich mächtig fortgestrebt, dem ich mit selbstloser Anstrengung eine breite alatte Lebensftraste »u bahne» dockte, die *r nun ni< ichreiten wird. Denn er ist andere Weg« gog««»»» und mir verloren." Er stürzte an dem verblüffte» Leuten oorSd« ..«<* Hause. „Hast du darum gewußt. Lisa?" herrsch» - — Tochter an. (Ein Blick in seine verstörten .flüae. und iio mus« SamStag, 9. Januar 1915. Lin neues französisches Schandurteil. Berlin, 7. Jan. (WTB.) «mer der Ueberfchrift: „Ein neuer schwerer Völkerrechtsbruch der Franzosen" teilt der „Berl. Lok.-Anz." mit, daß eine deutsche Kavallerie- Offizierspatrouille im September mit einem Auftrag gegen Fontainebleau 80 Km. vor die Front oorgebracht wurde. Als sie nach Vollziehung ihres Auftrages zurückwollte, sah sie sich hinter der französischen Armee. In beständigen Zusammenstößen mit dem Feind verlor sie ihre sämtlichen Pferde. Drei Wochen lang marschierte sie zu Fuß, auch bei Nacht, um unsere Truppen zu erreichen. Schließlich sah sie sich gezwungen, sich zu ergeben. Nunmehr wurde sie vor ein Kriegsgericht gestellt und wegen Zerstörung feindlicher Hindernisse sowie wegen Plünderns (!) zu 5 Jahren Gefängnis verurteilt. Tagesbericht. Gr. Hauptquartier, 7. Jan., vormittags. (Amtlich.) Die Engländer und Franzosen setzten die Zerstörung der belgischen und französische« Ortschaften hinter unserer Front durch Beschießung fort. Nördlich von Arras finden zur Zeit noch erbitterte Kämpfe um den Besitz der von uns gestern erstürmten Schützengräben statt. Im westlichen Teil des Argovnrnwaldes drangen unsere Truppen weiter vor. Der am 5. Januar im westlichen Teil des Argonnenwaldes (Bois Courtel-Chauffee) erfolgte Angriff gelangte bis in unsere Schützengräben. Die Gegner wurden aber auf der ganzen Linie unter schwerste» Verluste» wieder aus unseren Stellungen geworfen; unsere Verluste sind verhältnismäßig gering. Westlich Seunhrim versuchten die Franzosen sich wieder in den Besitz der Höbe 425 zu setzen. Ihre Angriffe brachen in unserem Feuer zusammen. Die 'Höhe blieb in unfern Händen. Im Osten keine Veränderung. Die Fortführung der Operationen litt unter der denkbar ungünstigsten Witterung. Trotzdem schritten unsere Angriffe langsam vorwärts. Die Rümpfe im Osten. Aie Deutschen stoße» vis zum Sucha- Aöfchnitt durch. Gr. Hauptquartier, 6. Januar. (Amtlich.) An der Ostgrenze und im nördlichen Polen auch gestern keine Veränderung. In Polen westlich der Weichsel stießen unsere Truppen nach Fortnahme mehrerer feindlicher Stützpunkte bis zum Sncha-Abschuitt durch. 1400 Gefangene und 9 Maschinengewehre blieben in unserer Hand. Auf dem östlichen Pilicaufer ist die Lage unverändert. Die Aermüröung des russischen Keeres. Das halbamtliche Wiener Fremdenblatt über die guten Siegesaussichten im Osten. Wien, 7. Jan. Das Fremdenblatt hebt hervor, baß der Vorstoß der Bussen gegen den Südflügel der Verbündeten bisher keinerlei Erfolge gehabt habe, daß er schwere Verluste verursacht und ebensowenig taktisch wie strategisch etwas ausgerichtet habe. Die Verbündeten haben nach wie vor die Zügel der Geschehnisse in der Hand und setzen ihre operative» Absichten mit zäher Energie und großer operativer Gewandtheit durch. Das dankten sie vor allem ihrem einheitlichen Zusammenarbeiten. Während auf de« Südflügel der Andrang der ruffischen Maffe an einem starken Damm verbrandete, drang im Norden das deutsche - Schwert immer tiefer in den Leib des Gegners. Da der Sucha-Abschnitt parallel zur Rawka durchschnittlich 10—15 km von ihr südöstlich ziehe, sei der deutsche Vorstoß um ebensoviel weiter ostwärts gedrungen und neuerlich ein Keil in die ruffische Widerstandsdeckungsfront gr- oyne weitere Erklärung, vas unyen war va, — e» hatte ihn bis ins Mark getroffen. Sie tastete mit kalten Fingern unsicher nach seiner Hand. „Lieber, lieber Vater, nimm es doch nicht so schwer. Ich weiß wohl, es ist ein harter Schlag für dich, aber, wenn — du bedenken möchtest, daß für Sven eine andere leuchtende Morgenröte aufgegangen ist, — könnte dich das nicht ein wenig trösten? Vater, dies neue Licht wird sicher einmal auf dich zurückstrahlen, so dunkel dir auch die gegenwärüge Stunde erscheinen mag." Er fiel schwer auf einen Sitz. „Sophismen, Kind. Die verstehe ich im Augenblick nicht zu würdigen. Ich bin wie betäubt. Und es war eis unvorhergesehener Schlag. Ich meinte ja — ich dachte sicher — ■-ach, was rede ich noch, es ist ja vorbei — vorbei." Er strich über die Stirn und sah darauf das Mädchen schmerzlich, vorwurfsvoll an. „Du aber, die gleich billigen Trost bei der Hand hast, machtest dich wohl längst vertraut mit diesem neuen Licht?" „Ich sah es tagen, Vater. Ich wußte aber auch, wir konnten es nicht mehr auslöschen. Ich hätte es nicht einmal tun mögen, denn es ist das Licht der Wahrheit. Lieber guter Vater, davon müssen auch dich Svens Bilder überzeugen. Er hat das Rechte für sich gewählt, denn er wird nun berufen sein, die Liebe t ur Natur zu predigen. Und ist es denn nicht einc errliche Aufgabe, den Menschen die wundervolle Gotteswelt zu tieferem Verständnis, zu höherem Genuß zu bringen?" „Du bist Idealistin und schwelgst gern in Luxus- empfindungen," versetzte er kopfschüttelnd. „Der Man«, der seinen Mitmenschen praktischen Nutzen bringt, gib mir mehr." Nr. 4-, Telephon Nr. II. Trieben worden, die in ihrem Gefüge aufgelockert und zermürbt wurde. An die Meldung der Basler Nachrichten über die Weihnachtsruhe der russischen Garden anknüpfend, meint das Fremdenblatt, daß hiermit nur die Tatsache des erzwungenen Kllckznges, vielleicht sogar die völlige Erschöpfung der Kräfte verschleiert werden soll. Die weitere Meldung, daß aus ganz Rußland neue Regimenter in den Raum von Warschau geschoben würden, bedeutet ein Zugeständnis, daß die Kämpfe am nördlichen Flügel der Russen bereits ungeheuere Verluste gekostet und daß die fortschreitende Eindrückung des rechten SchlachtflügrlS der Heeresleitung stark fühlbar wurde. Eine andere Frage sei es, ob die neuen russischen Regimenter einen voll- Wertigen Ersatz für die Verluste bedeuten, und fir nicht angesichts der andauernden Erschöpfung der taktischen und operativen Verhältnisse noch eine Wirkung haben könnten. Aus Stadt und Land. a Sinsheim, 6. Jan. Sicherung der Volksernährung. Auch der evangelische Oberkirchenrat hat an die eog. Geistlichkeit des Landes einen Erlaß gerichtet, in welchem die Geistlichkeit aufgefordert wird mitzuhelfen, damit die Regierungserlasse über die Sicherung der Volks- ernährung während des Krieges befolgt werden. Mehr als je ist in den Kriegszeiten — so heißt es in dem Erlaffe — neben der geistlichen Versorgung der Gemeinden auch die Beratung ihrer einzelnen Glieder in wirtschaftlichen Fragen Aufgabe des Pfarrers und er wird sich dazu bereit finden, bei allen dem Vaterland und dem Volk dienenden zeitgemäßen Maßnahmen. ö* Sinsheim, 6. Januar. Das Präsidium des Bad. Militärverrinsverbandrs hat die Verbands- vereine darauf hingrwiesen, wir bei Beerdigungen gefallener oder ihren Verwundungen erlegener deutscher Krieger, gleichviel ob diese Vereinsmitglieder waren oder nicht, «s di« kameradschaftliche Pflicht erfordert, daß die am Orte befindlichen Vereine (den Mangel einer Garnison vorausgesetzt) während der ganzen Kriegsdauer) den Beerdigungen geschloffen und mit Fahne beizuwohnen und die üblichen Ehrensalven abzugrben haben. — Sinsheim, 6. Jan. Die Landwirtschaftskammer richtet folgende Aufforderung an die Landwirte Badens: „Landwirte bietet der Landwirtschaftskammer für die Hcereslteferung Hafer und Heu an! Angebote von Heu (auch Kleeheu und Oehmd) nur in Wagenladungen (100 Ztr.) mit Preisangabe frei Waggon nächste Bahnstation erbeten. Gl SiuSheim, 7. Januar. Herr Oberveterinär Dr. Friede!, welcher den Feldzug beim Württembergischen Fußartillerie-Regiment Nr. 13 z. Zt. in Polen mitmacht, wurde am 14. Dezember mit dem Eisernen Kreuz 2. Klaffe ausgezeichnet. + Sinsheim, 8. Jan. Auf Anregung des Bezirks- ausschusses vom Roten Kreuz, Gruppe Sinsheim, veranstalten Fräulein Emma Schick hier und Herr Oscar Deffner Heidelberg am Sonntag, den 17. ds. Mts., ein Kirchenkonzert. Fräulein Schick hat in Heidelberg, München und Dresden die Gesangskunst studiert und ist als Konzertsängerin schon in vielen großen Städten aufgetreten. Herr Deffner, Affistent des G-neralmustkdirektors Prof. Wolfrum an der Universttät Heidelberg, ist ein ausgezeichneter Organist. Die beiden Künstler haben sich in selbstloser Weise in den Dienst einer vaterländischen Sache gestellt. Man kann dem Konzert mit großen Erwartungen entgegensehen. He Rrichartshauseu, 4. Januar. Dem Unteroffizier Richard Dentz vom Artilleriereg. Nr. 30 wurde wegen feines tapferen Verhaltens vor dem Feinde die badische Verdienstmedaille verliehen. Richeu, 6. Jan. Mit dem Eisernen Kreuz 3. Klaffe und der Verdienstmedaille wurde für heldenhaftes Verhalten vor dem Feinde der Grenadier Wilh. Meny von hier, Lehrer von Beruf, ausgezeichnet. He MoSbach, 5. Jan. Die badische Lehrerschaft erleidet aufs neue einen schmerzlichen Verlust durch den Heldentod des Hauptmanns der Reserve Winkelmann, der vor dem Kriegsausbruch das Realprogymnastum in Mosbach als Direktor leitete. Eine kraftvolle, hochbegabte und zirlbrwußtr Persönlichkeit geht mit ihm dem badischen Schuldienst verloren. Im Felde erwarb Winkelmann das Eiserne Kreuz. Nun hat die tückische Feindeskugel auch dieses reiche Menschenleben vorzeitig vernichtet. Winkelmann war Mitglied des Engern Landesausschuffrs der Rationalliberalen Partei. x AuS Bade», 7. Jan. Beaufsichtigung der Bäckereien. Zur Schonung unserer Getreidevorräte find schon bisher eine Reihe von Anschriften erlassen, die in den Bäckereibetrieb eingreifen. Durch die in diesen Tagen zu erwartenden neuen Vorschriften des Bundesrats dürften, wie dir „Krruzzritung* meldet, den Bäckereien neue Beschränkungen in der Verwendung ihrer Materialien auferlegt werden, die im Jntereffe unserer Lebensmittelversorgung unerläUich stich. Um zu erreichen, daß diese Bestimmungen auch überall in ihrem vollen Umfang befolgt werden, wird eine ständige Kontrolle der Bäckereien für notwendig erachtet, die durch Organe der Polizeiverwaltung oder durch Sachverständige wir z. B. Nahrungsmiltel- chcmiker ausgeübt werden soll. bc. Weinheim, 4. Jan. Beim Spielen mit einem Revolver schoß ein fünfzehnjähriger Knabe den Metzgerlehrling Michael Rettig in dir Brust. Der Verletzte wurde ins Krankenhaus gebracht. Der Landbote x Sintzheiiner Zeitung Samstag, 9. Januarr 1915. de. Goudelsheim, 7. Jan. Am Dienstag abend fuhr beim hiestgen Bahnübergang ein Schnellzug in eine Schafherde. 24 Schafe wurden zermalmt. Das Fleisch konnte zum Teil verwandt werden. Das Pfund wurde mit 40 Pfg. verkauft. de. Karlsruhe, 6. Jan. Heute Nachmittag verlikß wiederum eine größere Zahl von Eisenbahnbeamten und Arbeitern, etwa 90 Mann unsere Stadt, um in den Eisenbahndienst in Belgien einzutreten. Sie wurden von Kollegialmitgliedern der Generaldirektion der Staals- bahnen, darunter dem Vorstand der Verwaltung Staatsrat Roth, verabschiedet. Oberbaurat Courtin richtete an dir Scheidenden Abschiedsworte und brachte ein dreifaches Hoch auf dm Kaiser und den Gioßherzog aus. nc. Karlsruhe, 6. Jan. Die Stadt Karlsruhe kann bekanntlich Heuer ihr 200jähriges Jubiläum begehen. Am 17. Juni 1715 wurde mit großen Feierlichkeiten die Grundsteinlegung zum Schloßturm vollzogen und wenige Monate darauf wurde ein Gnadenbrief für Ansiedler erlassen, der Leute aus verschiedenen Ländern herbeirief. Im Jahre 1718 war der Schloßbau vollendet und wurde von dem Markgrafen bezogen. In diesem Jahre erfolgte auch die Ueberfiedlung der Behörden aus Durlach nach Karlsruhe. Vier Jahre nach der Stadt Gründung zählte Karlsruhe 1994 Einwohner. Heute zu Beginn des Jubeljahres hat es rund 144000 Bewohner. de. Durlach, 4. Jan. Wie jetzt bekannt wird, find durch die üble Gewohnheit, das Neujahr anzuschießen, hier zwei Unfälle vorgekommen. Ein junger Mensch verletzte sich beim Schießen mit einem scharfgeladenen Revolver am Kopfe. Ein anderer verbrannte sich bei Losbrennen eines sog. Kanonenschlags erheblich im Gesicht. de. Kehl, 4. Jan. In Bodersweier fiel das 3jährige Töchlerchen des Fabrikarbeiters Wilhelm Lang in einen Kübel mit siedendem Wasser, Es starb an den hierbei erlittenen Verletzungen. de. St. Georgen, 6. Jan. Fähnrich Esse uw ein ein 54jähriger Kriegsfreiwilliger, welchem im ersten Vierteljahr des Krieges die Kommandantur des Bahnhofs Sommerau übertragen war, und der nun nochmals freiwillig in die Front nach Nordfrankreich abrückte, ist inzwischen zum Leutnant der Landwehr befördert worden. Als solcher wurde er einem Reserve-Jägerbataillon zugetcilt und hat vor wenigen Tagen das Eiserne Kreuz erhalten. de. Bllliugeo, 6. Jan. Am Montag und in der Nacht zum Dienstag hat hier ein starker Schneesall stattgefunden. Der Schnee liegt 15 Zentimeter hoch. Die Arste der Bäume und Sträucher biegen sich unter der Last der weißen Hülle, doch ist es, da die Temperatur nicht unter Null geht und Föhnwind herrscht, fraglich, ob der Schnee längere Zeit liegen bleibt. de. Billingeu, 5. Jan. Zur Nachahmung empfohlen. Der Landwirtschaftliche Bezirksverrin sammelt ebenfalls Goldstücke, um sie der Reichsbank zuzuführen. Für jedes eingelieferte 10-Markstück und für jedes 20- Markstück zahlt er noch 10 oder 20 Pfg. an das Rote Kreuz. Der Teufel schmunzelt: „Geschah Dtr recht, Geh ein iu die Hölle, getreuer Knecht!" Da nahten die letzten, Hand in Hand: „Wir find zwei Seelen aus Engelland. Ich war ein Krämer, ich Diplomat; Mit Ehren man uns begraben hat. Wir waren zeitlebens ein frommes Paar Und krümmten keinem Menschen ein Haar. Man wies uns am Himmelstor zurück Das finden wir beide ein starkes Stück! Die drei armen Seelen, die eben passiert, Di« habe« wir beide Dir zugeführt. Doch geschah es nicht aus Lust an Qual, Uns galt vor allem stets die Moral. Wir hetzten die Völker, erschacherten Geld Bloß für die stttliche Hebung der Wett. Drum, lieber Freund, mach auf die Türen! Wir helfen die Höllenglut zu schüren." Da lachte der Teufel: „Aus Engelland! Euch Burschen Hab ich doch gleich erkannt. Ich seh's an Euren scheinheiligen Zügen: Ihr möchtet selbst den Teufel belügen. Wenn Millionen am Hungertuch nagen. Wenn ring» auf der Erde die Mütter klagen. Wenn Europas Gefilde rauchen von Blut, Von Mord und Laster, von Haß und Wut — Stets legt Ihr die Minen, zündet fie an. Und bleibt doch der gute, der fromme Manu. Ihr würdet der Hölle um schnödes Geld Verkaufen die Seelen der ganzen Welt. „Pfui Teufel" war sonst al» Fluch bekannt, Jetzt soll es heißen: „Pfui Engelland." Der Teufel — Ihr könnt in der Bibel lesen, Ist wenigstens früher mal gut gewesen. Ihr kanntet nie den göttlichen Funken, Ihr wart von Anbeginn Hallunken. Drum leg ich ins Herz Euch den Höllenbrand, So mögt Ihr Euch schleppen von Land zu Land. Doch nimmermehr laß ich Euch hier herein! Ihr seid für die Hölle mir zu gemein!" E. Graf. 2lns)llg ans den bürgerl. Ltauöesbscher» von Linsheim pro Dezember 1914. Geburten. 8. Julius Mattin, V. Jakob Welker jg., Maschinist, hier. 14. Eva, V. Ludwig Schick, Schmied, hier. 20. Elisabeth«, V. Karl Lehnert, Landwirt, hier. 26. Margaretha Edith, V. Wilhelm Deubel, Kaufmann, hier. 28. Johann Eugen, V. Johann Heilig, Sodawasserfabrikant, hier Eheschließungen. 17. Schreiner Adam Betz und Anna Deuchler, beide wohnhaft in Kirchardt. Todesfälle. 3. Katharina Liebler, geb. Brünner, 70 Jahre alt, von hier. 8. Bernhard Vogt, ledig, früher Landwirt, 39 Jahre alt, von Zuzenhausen. 13. Ludwig Philipp Müller, früher Kaufmann, 67 Jahre alt, von Heidelberg. 24. Nathan Blum, Kaufmann, 59 Jahre alt, von Hochhausen. 39. Philipp Hahn, früher Feldhüter, 74 Jahre alt, von Waib- stadt. de. Ewattiuge« b. Bonndorf, 4. Jan. Ein schweres Unglück ereignete sich wie die Schwarzwälder Zeitung mitteilt, im hiestgen Walde. Beim Fällen einer Tanne blieb diese an einem andern Baume hängen. Die Holzhauer hieben nun einen dritten Baum um, der die Tanne herabdrücken sollte. Unglücklicher Weise aber schnellte der Hinterteil der Tanne in die Höhe und traf den Arbeiter Joseph Staub so unglücklich in das Genick und an den Kopf, daß er noch in der Nacht der schweren Verletzung erlag. Pfui England. Es klopft und klopft ans Höllentor, Fünf arme Seele standen davor. Beelzebub schaute die Seelen an: „Wer seid Ihr, und was habt Ihr getan?" Die erste: „Ich komme au» Belgierlaud, Zwei Deutsche starben von meiner Hand. Ich habe ste, hinter dem Busch versteckt. Mit meiner Pistole medergestreckt. Man griff wich auf am Waldessaum Und knüpfte mich an den nächste» Baum." Der Teufel schmunzelt: „Geschah Dir recht! Geh in die Hölle, getreuer Kuecht!" Die zweite: „Ich kämpfte um Frankreichs Ehr' Und lag auf dem Feld; mich dürstete sehr. Da teilte den letzten Tropfen mit mir Ein verwundeter deutscher Offizier. Ich trank, darauf führt er die Flasche zum Mund, Da dacht ich: „Verfluchter Preußenhund I" Und stieß meinen Dolch mit letzter Kraft' Dem Mann in die Gurgel bi» an den Schaft. Flug» hat sei» Genoffe sich aufgereckt Und mich mit dem Kolben niedergestreckt." Der Teufel schmunzelt: „Geschah Dir recht. Geh eiu in die Hölle, getreuer Knecht!" Me brüte: „Ich kam au» Ruffenland Und hatte eia deutsches Gehöft verbrannt. Me flehendeu Eltern traf mein Hieb, Daß nur die Tochter noch übrig blieb. Doch al» ich müde der blutigen Tat, Mich ihr mü fteundiicher Miene genaht. Da hat die Katze «it Riesengewatt Ihre Hände um meine Kehle gekrallt. Sie schuurrte «ad schuurtte mit solcher Macht, Daß ich erst im Jenseits wieder erwacht." Evangelischer Gottesdienst. Sonntag, 16. Januar 1915. (3. S. nach Weihn.) VzlO Uhr Predigt: Stadtvikar Ernst. 1 hll Uhr KindergotteSdienit. 1 Uhr Christenlehre: Stadtpfarrer Eisen. Beim Ausgang aus der Kirche wird eine Kollekte erhoben zu Gunsten der Miffion. Marktberichte. Biehmarkt Mannheim, 4. Januar 1914. Preise per 50 Kilo. Lebendgewicht Mk. Schlar - gewicht Mk Ochsen(vollsteischig) höchst4—7 Jnhreatt 50—52 92—96 „ (mäßig genährte). 45—48 84—88 Fairen (vollfleischige). 46-48 82-86 „ mäßig genährte. 43—44 76—78 Kühe und Rinder (vollfleischige) . . 50—52 96—100 „ , (mäßig genährte) . 32—33 66-68 Kälber (Vollmastk.). 00—00 00—00 „ (mittlere Mastk.) ...... 51—54 85—90 Schafe (jüngere Masthammel) . . . 00—00 00—00 „ (mäßig genährte). 30—31 60—62 Schweine (vollfleischige) ..... 63-64 81—82 „ (gering entwickelte) . . . 00—00 00—00 Ziegen. 10-20 00—00 Zufuhr: Ochsen 160, Farreu 80, Rinder und Kühe 864, Kälber 468, Schafe 55, Schweine 14(5, Ziegen 3. Der Handel mit Großvieh und Kälbern mittelmäßig, mit Schweinen lebhaft mtt Arbeitspferden lebhaft, mit Schlachtpferden mittelmäßig. I7edinung6- M» CnMH Yormulare lo{e und auf Blochen, in allen Formalen, mit Firmen-Druck liefert rafdi und billigst die 6. öeeker'jcke Budidraeherei Sinsheim, Mm Baimfwf. i Nr. 4. Telephon Nr. 11. Der Laudbote x SmSheimer Zeitung. Samstag, 9. Januar 1915. Amtliche Bekanntmachung. Als Grundbuchtage des Jahres 1915 werden bestimmt: für die Gemeinde Hilsbach: der 2. und 4. Freitag jeden Monats; statt Freitag, 9. Juli Donnerstag, 8. Juli. Beginn der Geschäftsstunden: 9V- Uhr vormittags. Die Grundbuchtage sind, soweit die Zeit reicht, zugleich Amtstage des Notariats. Bruchsal, den 2. Januar 1915. Großh. Notariat HI. Nutz- «rrd Breuuholz Bersteigeruug des Gr. Forstamtes Neckargewünd Donnerstag, de» 14. Januar ISIS, vormittags 10 Uhr im Anker i» Neckargemünd aus dem Domänenwald Hollwuth: 2 Eichen I. Kl., 4 Buchen I., II. und IV. KI., 1 Buke IV. Kl., 2 Fichten, 26 Hagstangen, 2045 Hopfenstangen II. bis IV. KI., 2410 Rebstecken, 460 Bohnenstrcken, 2 Ster eichenls Nvtzschichtholz, 94 Ster Laubholzscheiter II. und III. Kl., 337 Ster Loubholz-, 11 Ster Nadelholz-Prügel II. Kl., 6950 StüS Laubholznormalwtllen, 8 Lose unaufbereitetes, auf Hausen verbrachtes Laubholzreistg und 6 Lose Schlagraum. Forstwart Strinbrenner in Ncckargemünd'zeigt das Holz vor. BtzirksiiussM vom Rote« Aioz Aisjem. Vom 16—31. Dezember 1914 gingen ein: Durch Haussammlung in Hoffenheim 345.21 Mark Aus der Sammelbüchse in Hilsbach 13.33 „ Sammlung der Steinsfurter Schulkinder 30.— „ , „ „ Gewerbeschule 9.— „ Neujahrsgelder der Steinsfurter Kaufleute 50.— „ Von ungenanntem Bürger Steinsfurts 10.— „ Von Herrn Oberlehrer Bach Steinssurt (Lotteriegewinn) 2.— „ „ „ Malermeister Peter Dieringer Kreispflegeanstalt 2 .— „ » „ Amtmann Bauer hier 20.— „ „ „ Sigmund Gumbel hier 10.— „ „ „ SB. Bitz, Stein 3.— , Aus den Opferbüchsen der evang. Gemeinde Sinsheim 111.38 „ zusammen Mark 605.92 Hierzu bereits quittiert „ 15 561.22 Summa Mark 16167.14 Dem Vereinslazarett in Sinsheim gingen in der letzten Zeit wieder reichliche Spenden an Lebensmitteln zu. Insbesondere zur Weihnachtsfeier wurde es reich bedacht. Allen, welche zu dieser und den anderen würdig verlaufenen Weihnachtsfeiern beitrugen, sei an dieser Stelle herzlichst gedankt. An die Sammelstelle des Landesverein vom Roten Kreuz konnten wir absenden: 108 Paar Socken, 10 Paar Pulswärmer, 16 Ohrenschützer, 1 Lungenschützer, 10 Paar Kniewärmer, 2 Paar Socken mit Röhren und 9 Hasenfelle. Sinsheim, den 31. Dezember 1914. Der Vorsitzende: Bauer. Danksagung. Allen Teilen des Armeekorps sind zu Weihnachten JT von überallher Liebesgaben manigfachster Art in reichem Y Maße zugegangen. Hierdurch ist bei uns im Felde das erhebende Be- A wußtsein erneut gestärkt worden, daß man in der Heimat |T in liebevoller Fürsorge für die Verteidiger von Thron und 1 Vaterland wetteifert, also an unserer Dienstfreudigkeit jt mitarbeitet. 1 Ich kann mir nicht versagen, im Namen des Armee- j1 korps den hochherzigen Spendern, auch auf diesem Wege i den wärmsten Dank auszudrücken. jt gez. Frhr. v. Watter, Generalleutnant* Allerhöchst * beauftragt mit Führung des XIV. Armeekorps. ’L CigarrrnfabrikMale z«r Produktion von ea. 7« mille per Woche evtl, mehr oder weniger zu mieten gesucht. Aussührl. Angebote u. Nr. 5 a.die Exped. d.Bl. Ernst Karlsruhe Md Telefon 3633 Kreuzstrasse 26 Grosses Lager in Holz- and Polstermobeln. Lieferung ganzer Ausstattungen u. einzelner Stucke. 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