I • i in aii ii ii'-jit" «rscheint mmitaa, Donnerstag traft Samstag. AbonnementS-PreiS mit den Gratis - Beilagen Illustriertes Sonntagsblatt - und dem - Amtlich. Berkündigungsblatt durch die Post bezogen monatlich 37 Pfennig am Postschalter abgeholt, tzarch den Briefträger und unsere Agenten hei ins Haus gebracht monatlich 4b Pfg. Rer Landbote Stetfottt0 Elsenz- und Schwarzbachtal Ginsheimer General-Anzeiger für das Aetteste und verbreitetste Zeitung dieser Gegend. Laupt-Znsertions-Organ. Anzeige«: Die einspaltige Garmondzeile oder deren Raum 15 Pfg. Reklamen 40 Pfg. (Petitzeile) Schluß d. Anzeigenannahme für größere Anzeige» Tagi zuvor 4 Uhr nachm. RedaktionSschlnß 8 Uhr vormittags. Bei schriftlichen Anfragen ist Freimarke für Antwort - beizufügen. - Telephon Ar. 1L i i i i I l JIZ 17. Deutsches Reich. Kriegstagung des Landtags. Karlsruhe, 4. Febr. Die außerordentliche Tagung des Landtags nahm knapp 4 Stunden in Anspruch. Zur Eröffnung versammelten sich sämtliche Abgeordnete, von denen ein großer Teil in Felduniform erschienen war, im Sitzungssaal der Zweiten Kammer, wo die Plätze der auf dem Felde der Ehre gefallenen Abgeordneten Dr. Frank (SozH und Dr. Wagner (Natl.) mit Lorbeerkränzen und Palmen geschmückt waren. Staatsminister Frhr. v. Dusch «öffnete die Tagung im Namen des Großherzogs mit einer Rede, in welcher er darauf verwies, wie das badische Volk sich in dieser schweren Zeit als getreues Glied des Reiches bewähre. Nachdem der Staatsminister die Vereidigung der neueingetrelenen Mitglieder vorgenommen hatte, nahm dieZweiteKammer ihre Beratungen auf. Vizepräsident Grrß (Soz.) leitete an Stelle des durch Krankheit verhinderten Piästdenten Rohrhurst die Sitzung. In seiner Begrüßungsrede gedachte er der Einmütigkeit des ganzen deutschen Volkes und widmete den Abgeordneten Dr. Frank (Soz.) und Dr. Wagner (Natl.) Worte ehrenden Gedenkens. Ohne Debatte wurden sodann die Vorlagen der Regierung erledigt und die provisorischen Gesetze genehmigt. Dann schloß Vizepräsident Geiß mit einem dreifachen Hochruf auf den Großherzog und das Deutsche Vaterland die Sitzung. Sofort anschließend tagte die Erste Kammer, die ebenfalls debattelos und einstimmig die Vorlagen der Regierung genehmigte. Der Präsident Prinz Max gedachte der Heldentaten unserer Soldaten und brachte ein dreifaches Hoch auf den Großherzog aus. Staatsminister Freiherr v. Dusch vertagte sodann die erste Kammer. — Hierauf versammelte sich nochmals die Zweite Kammer, um das Ergebnis der Beratungen der Ersten Kammer entgegenzunehmen. Dann sprach hier Minister Freiherr v. Bodman die Vertagung aus mit dem Wunsche, daß unserem Volke ein ehrenvoll r Friede beschieden sei, der das Glück unseres Vaterlandes bedeute. Damit war die außerordentliche Tagung der bad. Landstände beendigt. de. Karlsruhe, 5. Febr. Zum Vollzüge der Bekanntmachung des Stellvertreters des Reichskanzlers über die Sicherstellung von Fleischvorräten vom 25. Januar hat das Großh. Ministerium des Innern folgende Aus- führungsbestimmungen für Laden erlassen. Landesbehörde und zuständige Behörde im Sinne des 8 1 der Bekanntmachung ist das Ministerium des Innern, höhere Verwaltungsbehörde das Bezirksamt. Als maßgebend im Sinne des § 3 der Bekanntmachung wird für die in den Kreisen Mannheim, Heidelberg und Mosbach gelegenen Abnabme- orte der Schlachtviehmarkt in Mannheim, für die übrigen Abnahmeorte der Schlachlviehmarkt in Karlsruhe bestimmt. Aremdes Weis. Roman von C. Dressel. 16 (Nachdruck verboten.) «rarer fcyaure fiymunzeinv auf das m mNiger Umarmung verschlungene junge Paar. Alte Wünsche stiegen in ihm auf. Mutter meinte strahlend: „Nicht wahr? Sie kann sich sehen lassen. Die Berliner Luft scheint bekömmlich zu sein, das sieht man schon an unserer kleinen Hausfreundin hier. Fräulein Grete hat das Vergnügtsein in sich und der Lisa auch dazu ver- holfen. Dir können wir aber das Kompliment nicht zurückgeben, Iungeken, siehst mir reichlich schmachtlappig aus. Zu gutes Leben, oder am Ende zu knapp, was?" „Ree, Mütterchen, keins von beiden. Ich hielt mich weise in der goldenen Mitte. Bloß gegen Kranksein ist auch der junge Mensch nicht gefeit. Ein ekliges Gelenkrheuma hat mich höllisch mitgenommen." „Siehste woll, das verwünschte Draußensitzen in Wind und Wetter. Ich begreif's nicht, wo man es doch so schön mollig haben könnte. Na, laß man, Jungchen, ich pflege dich raus, in acht Tagen hast du ein ander Gesicht." Er gab ihr einen herzlichen Kuß. „Mutti, das nehm' ich auf Treu und Glauben hin." Nun hob er sein Glas mit frohem Lächeln Grete entgegen. Im Grunde eine Fremde in dem seligen Familienkreis, stand sie dennoch da mit einem Gesicht, das förmlich sieghaft leuchtete. So, als wolle sie sagen: „Diese eure Freude habe ich zuwege gebracht." Hell klang ihr Glas an das feine. Ueber den Rand der Kelche fort suchten sich die Augen, tauchten ineinander. Svens leises: „Innigen Dank, liebes Mühmchen," gab ihr die frohe Ueberzeugung, zum mindesten ihm als Verwandte willkommen zu sein. * * j * f Seit Jahren hatte die Villa Auguste nicht ein so , fröhliches und aelckiästiaes Weihnachtstreiben aeieben. Dienstag, den 9 . Februar t9t5. Ho. Freiburg, 7. Febr. Das „Anzeigkblatt für die Erzdiözese Freiburg" veröffentlicht den Fasten-Hirtenbrief des Erzbischofs. Der Hirtenbrief soll am Sonntag Quinquagestmae (14. Febr.) von der Kanzel verlesen werden. Es wird darin die Heiligung des Sonntags und die Rückkehr zur Einfachheit und zu ernster Lebensführung gefordert. Der Kaiser im Osten. Berlin, 6. Febr. (Amtlich.) Se. Mas. der Kaiser hat sich über Czenstochau auf den östlichen Kriegsschauplatz begeben. Berlin, 7. Febr. Der Kaiser besuchte die schlesische Landwehr in ihren Schützengräben bei Gruszezyn östlich von Wloszezowa. Scharfe Worte d e s R e i ch s k a n z l e r s gegen England. Berlin, 6. Febr. Kopenhagen« Blätter geben eine Unterredung ihres Berliners Vertreters mit dem Reichskanzler wieder, aus der die „Voff. Ztg." folgendes mitteilt: Reichskanzler von Bethmann Hollweg sagte: Ich habe soeben einen Ausspruch von Churchill gelesen. Er soll gesagt haben, die Knebelung Deutschlands durch England werde nicht eher aufhören, bis Deutschland sich auf Gnade und Ungnade ergebe. Mir kommt es so vor, als ob Churchill den Mund «was voll genommen hat. Selbst wenn gespart werden muß, werden die Deutschen das lieber tun, als stch Churchills Bedingungen unterwerfen. Die organisatorische Arbeit, welche geleistet werden muß, ist eine sehr schwierige, aber wir werden ste lösen. Mst ernstem Gesicht sei der Reichskanzler fortgefahren: England behandelt uns wie eine belagerte Festung. Churchill will ein Volk von 70 Millionen aushungern. Kennen Sie eine barbarischere Form der Kriegführung? Und glauben Sie, daß wir uns vor einer Heuchelei beugen werden, die ein solche s Vorgehen mit den Menschenrechten für vereinbar hält und gleichzeitig im Namen der Zivilisation auftritt. Glaubt England wirklich, daß wir uns scheuen, den günstigsten Zeitpunkt zu den allerenergischsten Gegenmaßregeln zu benutzen. Wir bedauern, wenn in diesem Handelskrieg die Interessen der Neutralen geschädigt werden, aber wir können nicht darauf verzichten, diesen Handelskrieg zu führen, den England schon längst zum Schaden der Neutralen angefangen hat, leider aber, ohne daß von ihrer Seite ein wirksamer Protest dagegen gerichtet wurde. Der Dötlreriirieg. Die Rümpfe im westen. Serlin, 5. Febr. Die Nachricht, daß die Landungs- mannschaft der „Emden" sich auf türkisches Gebiet gerettet hat, wird allenthalben im Deutschen Reich »VNtz, gerave als ov sie wiener Kinder wären, so lustig gehts bei uns zu," meinte Mutter, während die „Kinder" auf einem Weihnachtsbummel durch die Stadt flanierten. Er schmunzelte. „Und sind dabei so einig wie in der Kinderzeit." „Das ist nun kein Wunder weiter. Ich möchte den sehen, der es fertig brächte, mit meiner goldigen Lisa uneins zu sein. Ich wollte auch bloß sagen, es ist solche strahlende Lebenslust in ihnen, die macht einen selber froh. Sie ist eine rechte Beruhigung. Man hatte doch schließlich viel gewagt, eine große Verantwortung auf fiüi genommen. Um das Fortkommen des fremden Reises sorgt inan sich wohl mehr, als um die Stammzweige, für die man einige Garantien hat, weil sie Holz von seinem Holze sind." „Jawohl, Gustchen, du hast nur meine eigenen Gedanken darüber ausgesprochen. Und wenn uns nun noch das letzte glückt, ich meine, wenn wir es fertig brächten, die beiden Reiser zu einem kräftigen Stammbaum zu verbinden, will ich erst recht unser Erperiment loben. Dann will ich mich gern still in die Erde legen, wüßte ich doch, da bleibt ein Werk, das nach mir in meinem Hause leben wird." Du hältst noch immer an diesem Plan fest? Nun ja, gut und schön wäre er wohl, ob aber möglich? Sieh mal, Fritz, viel öfter wachsen Zweige auseinander, als daß sie sich so einen, wie man erwartet und gewollt. Da hilft kein Zwang, kein frommes Wünschen, die Natur geht ihren eigenen Weg. Lieber Alter, sollte es auch hier so kommen, so verarge das der lieben Gottesnatur nicht weiter und freue dich, wenn sie überhaupt nur kräftige Lebenstriebe förderte." Er nickte wehmütig. „Es ist schon so, die ganze Gotteswelt ist uns nur geliehen, wir haben keine bleibenden Rechte daran." „Wir können's nicht ändern, und am letzten Ende kommt's, wie der liebe Herrgott will, und ist gut so. Sieh, Fritz, als Lisa damals ihren Vetter, den netten Oberleutnant, nicht wollte, aina mir das auch nabe. 76 . Jahrgang mit hoher Freude, ja mit Begeisterung ausgenommen werden. Als am 9. November die „Emden" bei den Kokosinseln von dem australischen Kreuzer „Sidmy" in Brand geschossen und von der eigenen Besatzung auf Land gesetzt wurde, war bekanntlich die Landungsmannschaft gerade dabei, die Telegraphenstation aus einer der Inseln zu zerstören. Da ste nicht mehr an Bord zurück konnte, bemächtigte man stch des fremden Dreimasters „Agohe" und später des Dampfers „Ayrscha", der vom Kaiser als deutsches Kriegsschiff erklärt wurde, und setzte die Kreuzerfahrten auf eigene Hand fort. Natürlich erschien das uns allen nur als ein Aufschub ihrer schlietzlichen Vernichtung. Nun kommt überraschend die Nachricht, daß es ihr gelungen ist, durch die enge und noch dazu scharf bewachte Straße von Perim (auch Straße von Bab-el-Mandeb genannt) in das Rote Meer rinzufahren und bei der türkischen Stadt Hodeida in Arabien zu landen. Die Begeisterung der türkischen Truppen läßt erkennen, wie sensationell das Heldenstückchen des „Emden"-Landungskorps gewirkt hat. Es ist in der Tat eine der prächtigsten Leistungen unserer Marine. Daß ein französischer Pmzer der Landung Zusehen mußte, gehört auch zu dem Bilde und dem romantischen Charakter der Fahrt der „Emden" Leute. Der alte kühne Wikingergeist lebt in der deutschen Flotte. Das lehrt uns jeder Tag. Das Stücklein der „Emden"- Leute ist aber besonders schön. Kopilänleulnant Mücke mit seinen beiden Offizieren und seinen 41 Mann haben der deutschen Marine neuen Ruhm gesichert. Wie es in Deutschland aussieht. Sem, 4. Februar. Der Mitarbeiter des „Bundes", Stegemann, meldet über seine Reise durch Deutschland aus Berlin, daß er bei vollständig ruhiger und abwägender Beurteilung zu dem Ergebnis komme, daß in allen Schichten der Bevölkerung eine unbedingte Zu- versicht und eine unverminderte, ja gesteigerte Opferbereitschaft herrscht. Die Organisation des Heeres sowie aller öffentlichen Angelegenheiten sei bewundernswert. Sämtliche Verkehrsmittel seien wie in Friedenszeiten im Gebrauch. Die Arbeitslosigkeit sei nachweisbar sogar geringer, als in Friedenszeiten und die soziale Fürsorge bis ins kleinste geregelt. Die Brotoersorgung sei durch die vorbeugenden Maßnahmen, welche das Volk mit bemerkenswerter Einsicht und Disziplin als richtig anerkenne, auf weithinaus gesichert. Der Bericht schließt: Während das Heer kämpft, arbeitet das Volk und gestaltet stch der Organismus immer reicher und zweckmäßiger. Auch dieser Ordnungs- und disziplinierte Be- tätigungsstnn scheint mir ein wichtiger Faktor zur Beurteilung der Lage Deutichlands zu sein. Kesignatiou des „Temps". Paris, 5. Februar. Der „Temps" bewundert die Geschicklichkeit der Deutschen in der Herstellung Ein Vierer «sirich war's Durch meinen größten Wunfch.- „Mich freute es, Guste." „Tja, du dachtest natürlich, jetzt nimmt sie erst recht den Sven. Ganz falsch, Alter; ich wußte es von vornherein, Lisa denkt nicht daran. Sven ist eben Bruder und wird ihr im Leben nichts anders sein. Ich will dir aber was sagen, wenn ich mich nicht sehr irre, so hat sie jetzt ihr Herz in Berlin entdeckt. Sie ist zu merkwürdig verwandelt. Darin kenne ich mich noch aus, trotz meiner Siebzig. Lassen wir der Sache ruhig ihren Lauf. Die Festfreude soll es uns nicht stören, das Grübeln darüber. Ist was dahinter, wird es Lisa schon sagen. In etwas Unrechtes läßt sie sich nie ein, das wissen wir beide." „An Lisa glaube ich wie an mich selber," sagte Börner nachdrücklich. „Ich meine übrigens, der Kinder heitere Freude hat sich hauptsächlich an Gretes Munterkeit entzündet! Das Mädel hat wirklich was Ansteckendes, geradezu Fortreißendes. Ist der richtige Kobold mit ihrer drolligen Berliner Schnoddrigkeit. Die kommt aber aus gutem braven Herzen, und das nimmt mich noch mehr für die kleine Berlinerin ein." „Geb' ich alles zu. Ein liebes Ding. Wo die Dirn bloß diesen sprühenden Frohsinn hernimmt? Große Ursache hierzu hat sie nicht mal. Ihr Drum und Dran sieht nicht nach sorglosen oder gar glänzenden Verhältnissen aus. Auch ihren festen Händen, die alles so resolut und praktisch angreifen, merkt man gewohnte Arbeit an. Ich Hab' mich schon manchmal gewundert, wie Lisa zu dieser Freundin kommt. Sie macht sich aber schrecklich viel aus dieser Grete." „Ist ja auch ein ganzes Prachtmädel. Allerdings aus kleinen Verhältnissen. Gerade deswegen ist ihr frischer Lebensmut um so erstaunlicher. Lisa erzählte mir, ihre Freundin verdiene nicht nur den Unterhalt für sich, sondern unterstütze auch eine schwächliche Mutter, die sich für sechs vaterlose Waisen zuschanden gearbeitet und nun alt und ruhebedürftig sei. Daneben ist Grete mit ihrem glücklichen Humor der Trost einer kranken aeläbmten Schwester. Siebst du. Must«. b->-° Rr. 17. Telephon Nr. 11. neuer Verbindungslin ien, von denen beispielsweise Verdun im Hall kreise umgeben ist, während rin anderer Schienenstrang bis St. Mihiel vorstoße. Auch in Frankreich, fährt der Artikel fort, zweifell man nicht mehr daran, daß Deutschland bis zum äußersten aushalten und nicht nachgeben wird, so lange es nicht in nicht wieder zu machender Weise nüdergerungen ist. In angesehenen Kreisen Frankreichs gibt man sich auch wegen der Maßnahmen der deutschen Regierung gegen den Getreide- und Brotocrbrauch keiner Illusion hin, sondern steht darin den Beweis für den Willen, den Kampf bis zum äußersten fortzusttzen. Die Zusammenkunft der Finauzmmister des Dreiverbandes. Paris, 5. Febr. Nach dem „Petit Paristen" wird die Unterredung zwischen Bark, Lloyd George und Ribot streng geheim gehalten. Es wird keine Mitteilung an die Presse gelangen, bevor die Unterredungen beendet sind. Protest der Neutralen gegen England. Derli«, 5 Febr. Die skandinavischen Regierungen haben, dem Hamburger Fremdenblatt zufolge, gemeinsam am 1. Februar gegen die von England angekündigte Beschlagnahme aller Korn- und Mehllieferungen nach neutralen Häfen in London Protest eingelegt. Es ist dies der 19. Protest. Die Slockade gegen England. Stockholm, 4. Febr. Der Marine - Mitarbeiter der Zeitung Stockholms Dagblad schreibt über die Taten der deutschen Unterseeboote, früher oder später werbe wohl der Zufall ein oder mehrere Transportfahrzeuge in die Hände der deutschen Unterseeboote bringen, und das Versenken auch nur einer kleineren Anzahl solcher Fahrzeuge könne zweifellos eine vollständige Unterbrechung der Warenbeförderung zustande bringen. Die englische Krieas- leitung werde dann, wenn es gelte, Männer herbeizuschaffen für die erforderlichen neuen Armeen, erfahren, daß es nicht dasselbe ist, Söhne des britischen Volkes zum Kampfe nach Frankreich zu schicken und sie auszusenven, um sich im Kanal ertränken zu lassen. Wenn der anscheinend jetzt eingeleitete Uaterwafferkrieg gegen die Verbündeten auch nicht so große unmittelbare Verluste mit fich bringe, so könne er doch schließlich eine so unerhörte mittelbare Einwirkung auf den Landkrieg, sowie auf Englands Einfuhr haben, daß es sich schließlich zeigen wird, daß das Unterseeboot als eine der stärksten Waffen den Frieden erzwingen werde. Pusere Unterseeboote an der Axdrit. Amsterdam, 5. Februar „Rieuve van den Daag" meldet aus London: In Schiffahrtskreisen herrscht Unruhe über daS Sch cksal des Dampfers „Ocioke" von der General- Steam-Navigation-Company. Das Schiff fuhr am Freitag von London nach Le Havre ab, aber seit der Abreise hörte man nichts mehr von dem Schiff oder seiner Mannschaft. Man glaubt, daß „Oriole" eines der beiden unbekannten Schiffe war, die von einem deutschen Unterseeboot torpediert wurden. Die „Oriole" maß 14490 Tonnen. Sie war im vorigen Jahre erbaut worden. Der deutsche Tagesbericht- Gr. Hauptquartier, 0. Febr. (Amtlich.) W-stlicher Kriegsschauplatz. Auf der ganzen Front nur Artilleriekämpfe. Ein vereinzelter französischer Vorstoß auf unsere Stellungen nordwestlich Perthes blieb ohue Erfolg. Oestlicher Kriegsschauplatz. An der ostpreußischen Grenze wurden erurute Angriffe der Russen südlich der Memel zurückgewirseu. Ebenso mißlangen starke russische Angriffe gegen unsere neu gewon- lmponwrt mir. C«n Mensch, oer sich mctjt ourcy zirmut und Gnge unterkriegen läßt, ist von Schrot und Korn. Wenn wber solch ein hübsches Iungmädelchen dabei das Lachen und Singen nicht verlernt, so ist das alles mögliche." „Du, du, das klingt ganz nach Verliebtheit. Soll ich noch in weißen Haaren Eifersucht kennen lernen?" drohte sie lächelnd. „Nee, nee, das bring' ich doch nicht fertig, aber bloß, weil ich die lustige kleine Dirn selber so gern Hab'!" Späterhin fand Fritz Börner den munteren Hausbesuch im großen Familienzimmer an, wo Grete sich wieder nützlich machte. Sie hatte eine von Frau Auguste entliehene weiße Schürze ungeheurer Dimension vorgebunden, die ihre zierliche Schlankheit wie ein Mantel umhüllte, und hantierte mit einem Staubtuch. „Immer fleißig, Fräulein Grete? Uebertreiben Sie es nur nicht, Sie sind doch schließlich zum Vergnügen hier." »Jetzt heiht's eben Not an Mann," meinte sie wohlgemut. „Morgen ist ja schon Heiligabend. Die Mädchen haben die Hände voller Extraarbeit und kommen nicht zu dem feinen pusseligen Kram." Es war so, Mutter Börner stellte förmlich das Haus auf den Kopf. Es wurden schrecklich viel Umstände für diesen verlorenen Sohn gemacht, Lisa steckte meist mit tausend Heimlichkeiten in ihrem Zimmer, und so :egte Grete hier wie in den Nebenräumen, die mit dem großen Salon, wo die Bescherung stattfinden sollte, in Verbindung standen, die letzte Hand an, denn alle sollten einen festlichen Anstrich haben. Heut morgen war sie mit Sven in der Markthalle gewesen. Ganze Berge voll Weihnachtsgrün hatten sie erstanden. Feine Koniferenwedel, rotdeerigen Ilex und eigenartige Mistelzweige mit chren runden Wachsperlenfrüchten. Das alles gab eine wunderhübsche, echt weihnachtliche Dekoration für Krüge und Vasen, die natürlich im eines Mawlstaiabrikanten in großer Äabl und Der Landbote x Sinsheimer Zeitung Dienstag. 9. Februar 1915. neue Stellung östlich Bolimow. Die Zahl der dort Ge- faugeuev beträgt seit dem 1. Februar im ganzen 26 Offiziere und annähernd 6000 Mau». Die Russen haben versucht die verlorenen Stellungen östlich Bolimow wiederzugewinnen, ste haben starke Kräfte eingesetzt, ein Beweis, welche Wichtigkeit ste dem errungenen Erfolge der Deutschen beimessen. Aber ste haben ihn uns nicht zu entreißen vermocht, Die Zahl der Gefangenen wurde am 3. Februar mit 4000 angegeben, in zwei Tagen hat ste sich auf 6000 Mann und 26 Offiziere erhöht. Man darf annehmen, daß die Stellung der Russen hier an der Such« Linie nach und nach unhaltbar wird. Es liegt hier zurzeit der Schwerpunkt der Kämpfe. Gelingt es unseren Truppen hier durchzubrechen, so muß die Folge sein, daß auch die russischen Stellungen nördlich und südlich geräumt werden. Verbreitung von Friedeusflugschristeu iu Frankreich. Druffel, 6. F-br. T otz der schärfsten Maß «ahmen der franzöfischen Regierung dauert die Verbreitung der Frieden?flugschriften in Paris und auch in der Provinz in Millionen von Exemplaren fort. Sie führen die bezeichnenden Titel: „Bürger, man betrügt Euch", „Dem Frieden zu", „Franzosen, laßt Euch nicht für die Engländer nicderm'tzeln". Bisher konnten dir V rfaffer nicht ausfindig gemacht werden. Die sozialdemokratischen Zeitungen wenden sich gegen die Behauptung, daß hier ausschließlich deutsche Mache vorliege und konstatieren die Tatsache, daß immer weitere Kreise der Bevölkerung die Siegeszuversicht der Regierung nicht teilen und den Frieden her- beisehnen. Die Wirkung der deutsche» Wlockade. Rotterdam, 6. Februar. Infolge der Proklamierung der deulichen Blockade haben bis zum 4. Februar mittags die Wditestarlinie und 27 writere Schiffahrtsgesellschaften ihre Fahrten eingestellt. Die Harlionlmie m Liverpool erklärt, daß vier Dampfer der Gesellschaft, welche in der letzten Woche den Hafen von Liverpool verließen, überfällig find. Man befürchtet, daß sie von deutschen Unterseebooten torpediert worden stnd. Line neutrale Aufforderung au die Neutralen. Aaset, 5. Februar. Zu der Blockade an sage der deutschen Regierung schreibt der „Baseler Anzeiger" u. a.: Da England den Grundsatz angenommen zu haben scheint, daß Macht vor Recht gehe, wird man auch Deutschland das Recht zu einem ähnlichen Vorgehen zubilligen müssen. Nun rächt es sich, daß die Neutralen nicht von Anfang an gegen die Behandlung durch die englischen Schiffe protestiert haben. Das Blatt «eist darauf hin, daß es England gelungen sei, sämtliche neutralen Staaten zu Ausfuhrverboten für absolute und bedingte Kontrebande zu zwingen, und betont die Verschiedenheit der Auffaffung, indem es bei amerikanischen Waren „Sache der Kriegsföhrenden" sei, den KontrebandetranSport zu verhindern, während in Europa die Neutralen selbst darüber wachen müßten, wobei es im Effekt nur auf eine Unterstützung Englands hinauskommt. Das Blatt schließt: Deutschland stellt sich auf den Standpunkt, daß das Völkerrecht durch England verletzt sei, und erbringt den Beweis hierfür i« seiner Begründung. Der Geheimbefehl der englischen Admiralität muß die Lage außerordentlich komplizieren. Man kann hier fragen, ob, wenn die seefahrenden Rationen nicht hiergegen protestieren, nicht der Fall vorliegt, daß die Neutralen ihre rechtlichen Kriegspflichten versäumten und somit ein Vorgehen der deutsche« Unterseeboote auch gegen die neutralen Schiffe auf dem Wege der Repressalie zu befürchten ist. Die Aussichten stnd keine sehr erfreulichen, aber vielleicht führt gerade die Verschärfung der Situation schließlich dazu, daß sich die Neutralen endlich auf- raffen und aus der Achtung ihrer Rechte bestehen. Es handelt sich um ernstere Dinge, als bisher angenommen von erlesener Schönheit zu finden waren. Nun hatte sie genug zu tun, das Gezweigs recht gefällig, ja so mit einem Schwung ins Geniale zu ordnen. Denn wo zwei Künstler im Haus als Schön- heitskritiker sind, Himmel, es war keine Kleinigkeit, vor denen zu bestehen. „Na, so ganz ohne Pli bin ich am Ende auch nicht," redete sie sich zu, als sie ans Werk ging. „Wenigstens fragte mich Vetter Sven gleich am ersten Tage, ob ich meinen entzückenden Hut selber ausgesucht oder mich darin auf den Geschmack meiner Modistin verlassen hätte, wie die meisten jungen Damen. Mit reinem Gewiffen konnte ich ja nun sagen, bis auf die Hutnadel eigene Wahl und Bestimmung, und erntete feuriges Lob über meinen feinen Geschmack. Und er kommt aus Baris, der Urauelle aller chicen Damenhüte. Am liebsten hätte ich noch gesagt: ,uno eigene Arbeit dazu', aber wer weih, ob das nicht wieder alles verdorben hätte. Junge patente Herren sind komisch in so was. Ich kenne das von meinen vornehmen Kundinnen. Deren ! Gatten, Väter oder Brüder sind hochentzückt von j einer kostbaren kleidsamen Toilette, solange sie die j Ueberzeugung haben, sie stammen aus dem ersten : Modeatelier. Ist sie aber eigenhändiges Machwerk, verliert sie sofort allen Charme und die Trägerin ihren dazu. Die Damen sollen ja wie Lilien vor den Herren der Schöpfung stehen, ohne sich über das Woher — Wohin zu kümmern. Beileibe dürfen sie nichts für sich selber tun. ; Na, ich bin ja nun keine vornehme Lilie, und dieser Märchenzauber hier zerrinnt vermutlich gleich j nach Weihnachten. Es ist keineswegs gesagt, daß ich späterhin hier mal Verwandtenrechte haben werde. i Die nächsten zu allen Börnerschen Haus- und Herzens- j rechten sind natürlich Sven und Lisa, das gehört sich : gar nicht anders, und ich spiele bei mir zu Haus dann j wieder Aickenvuttel. 5la wabrickeinlick. < wurde. Die zunehmende Teuerung spricht eine deutlich* Sprache. Der Eindruck iu England. London. 6. Fbruar. Die Nachricht von der bevorstehenden Blockade des englischen Handels durch deutsche Unterseeboote hat auf die Londoner Bevölkerung unleugbar tiefen Eindruck gemacht und weitgehende Besorgnisse erweckt. Die Presse bemüht sich, die Panikstimmung der Handelskreise zu zerstreuen. Aeglritung der amerikanischen Haudelsdampfer durch Kriegsschiffe? Aeriin, 6. Febr. Nach einem Telegramm der Täglichen Rundschau aus Rotterdam ist man in Amerika, wie dem Nieuwe Rotterdamiche Courant mitgeteilt wird, angeblich bereits entschlossen, die Handelsda mpfer der großen Linien durch Kriegsschiffe begleiten zu laffen. So soll dies z. B. bei der Atlantic-Lmie vorgesehen sein. Die Verluste Frankreichs an Gesaüeueu. Genf, 6. Febr. Ein hiesiger Vertrauensmann französischer Blätter erhielt aus Paris die Meldung, in höheren militärischen Kreisen zirkuliere ein Geheimbericht, wonach die Verluste Frankreichs an Gefallenen bis Ende Januar über 450000Mann betrage. In diesen Ziffern stnd nur französische Soldaten aus Frankreich eingerechnet. Die Statistik ist nach Ausweis der zurückgelieferten Erkennungsmarken auf Grund amtlicher Berichte ausgestellt. Tagesbericht Er. Hauptquartier, 6. F-br., vormittags (amtlich). Erneute srauMschr Angriffe gegen die von uns aenom- meuen Stellungen nö dlich von Massiges blieben ohne Erfolg. Ebenso scheiterte ein feindlicher Vorstoß in den Argouueu. Die vuffeu griffen gestern an der ostpreußischen Grenze sowie südlich der Weichsel gegen unsere Front Rumin-Bzura-Abschnitt an. Alle Angriffe wurden ab- gewiesen. Wir machten 1000 Gefangene und erbeuteten 6 Maschinengewehre. Hauptsächlich von englischer, aber auch von fran- zöstscher Seite wird fortgesetzt die Behauptung wiederholt, daß die Deutschen zewiffermaßen zur Feier des Geburtstags des Kaisers Vorstöße in großem Stil inszeniert hätten, die sämtlich mit schwerem Rückschläge für uns endigten. Daß diese Behauptung in heimtückischer Absicht einfach erfunden ist, beweisen unsere Berichte über die Er- eigmsse an dem in Frage kommenden Tage. Solche Kampfesweise kann natürlich auch nicht die Person des Kriegsherrn berühren. Dir deutsche Heeresleitung möchte aber nicht unterlaßen, ihre Erbärmlichkeit vor aller Welt an den Pranger zu stellen. Aeriin, 6. Febr. (amtlich). Der Kaiser hat sich über Czenstochau nach dem östlichen Kriegsschauplatz begeben. Tagesbericht. Er. Hauptquartier, 7. Febr., vormittags. (Amtlich.) Südöstlich von Dprrn nahmen wir einen französischen Schützengraben und erbeuteten dabei 2 englische Maschinengewehre. Südlich des Kanals bei La Baffee drang der Feind in einen unserer Schützengräben rin. Der Kampf dort ist noch im Gange. Im übrigen auf beiden Kriegsschauplätzen außer Artillrriekämpsen keine wesentlichen Ereignisse. Die Rümpfe im Osten. Dir tlowoje Wrrmja «acht stch keine Illusionen. Aeriin, 5. Febr. Die Rowoje Wremja beschäftigt stch in einem Leitartikel mit dem Wirtschaftskrieg gegen Der Großfürst Nikolai. Ueber unfern größten Feind in Rußland brachte vor einiger Zeit die „Deutsche Warte" einen Aufsatz von Max Münster, der auch die Leser des Landboten interessieren dürfte. „Es gibt im Hanse Romanow «ms stattlich« Anzahl von Männern, die de« Titel eines Großfürsten von Rußland führen; aber wenn man, seit einigen Jahren schon, in London, in Paris und in Petersburg, von dem Großfürsten sprach, so meinte man immer nur diesen einen „Nikolai", der jetzt die russischen Heere gegen uns führt. Wenn man ihm einen Beinamen geben wollt«, was die Pariser gern tun, so nannte mau ihn seit ewiger Zeit nicht mehr den „Langen", wie di« Zarin-Mutter ihn zu nenaon pflegte, sondern er war plötzlich der „Deutschenhasser" geworden. Wann und wie weiß ich nicht, aber so nannte man ihn, und als glühender Deutschenhasser, als erbitterter Feind des Kaisers wurde er in London und Paris gefeiert und geliebt. Er betonte mehr als die audern Großfürsten es zu tun pfl^ten, dm Ruffen. Du lieber Gott, selbst wenn man ohne weiteres zugeben will, daß das ruffische Herrscherhaus noch von den Romanows abstammt, so wird man doch auch annehmen dürfen, daß sich dieses erlauchte Blut im Laufe der Zeit sehr mit dem Blute der viel«n deutschen Prinzessinnen vermischt hat, die nach Rußland geheiratet haben. Mit diesem Brauch, eine deutsche Frau zu heiratm, hat erst Nikolai selbst gebrochen. Ec wollte Rtffse, Slawe sein. Darum heiratete er eine der schöne« Töchter des Königs van Montenegro. Daß ste erst von seinem Vetter dem Herzog von Leuchrenbarz, geschieden werde« mußtet kümmerte.ihn nicht. Und es machte auch in Rußland keinen peinlichen Eindruck. In Serbien und Montenegro war man natürlich entzück: über diese Berhindung; denn daß der Zar die Montenegrinerin als einwandfrei und Nr. 17. Telephon Nr. 11. Deutschland, und kommt der Tätlichen Rundschau au« Kopenhaz«, zufolge, zu dem Entschluß, daß es unfinnig f ei zu glauben, Deut schland könne ausgehungert Mrden. Deutschland habe in vierzigjährigem Frieden fich auf den wirtschaftlichen Krieg vorbereiten können, und sei daher gegenwärtig in dieser Beziehung vollständig unangreifbar. Außerdem werde Deutschland andauernd von den neutralen Ländern mit Waren reichlich versehen. Eine wirtschaftliche Schädigung Deutschlands sei also unmöglich. Wenn die deutsche Flotte vernichtet sei, dann ließe stch eine strengere Kontrolle der Ausfuhr aus d«« skandinavischen Ländern und Italien ermöglichen und rechtfertigen, da der jetzige Krieg nicht ein Kampf von Heer gegen Heer, sondern Nation gegen Nation sei. Die Lage iu Serbien. Nom, 5. Febr. Ein englisches Sanitätsschiff ist nach Saloniki gegangen, um den Serben Hilfe zu bringen. An Bord dieses Schiffes befinden stch zahlreiche englische Aerzte, sowie Damen der Aristokratie als Rote Kreuzschwestern. Ein anderes Bild entwirft ein englischer Schriftsteller, der Serbien bereiste. Er erklärte, die Zahl der Verwundeten betrage mindestens 100000 Mann. Das Elend sei grenzenlos. Die Bevölkerung leide an den nötigsten Dingen Mangel und wolle von der endlosen Fortführung des Krieges nichts wissen. Montenegro in Not. Mailand, 5. Febr. Die Unione meldet aus Cetinje: Hier ist eine ruffische Geheimmission ringetroffen, bestehend aus 2 Generalen, um über die augenblicklich beispiellose Notlage Montenegros zu unterhandeln. Wie die Unione schreibt, ist es der montenegrinischen Armee infolge des völligen Fehlens an den notwendigsten Materialien nicht mehr möglich, einem allgemeinen österreichischen Angriffe, der im Frühjahr erwartet wird, erfolgreich Widerstand zu leisten. Auch der Bevölkerung mangelt es seit Monaten am allrrnotwendigsten der Ver- pfiezung. Bulgarien vor de« Kriege? Jürich, 5. Febr. Die Jialia erfährt aus Sofia: Zufolge der stch täglich mehrenden Grrurltate« in Mazedonien wird Bulgarien demnächst an die Hauptmächte «ine Note überreichen laste«. Sollte Bulgarien Mazedonien nicht auf friedlichem Wege erhalten, wird eS nächstens in den Krieg eingreifen müssen. Dir neue große Larpathen-Lchlacht. Notterdam, 5. Febr. Die Russen find über die Päffe der Mittelkarpathen (Beskiden) zurückgegangen. Gegenwärtig wütet in den Beskiden noch eine große, unentschiedene Schlacht, van deren Ausgang, wie die Times meint, vielleicht die Entscheidung über die Haltung Rumäniens abhängen wird. Die ZvstänLr in Warschau. Berlin, 6. Febr. Von dem österreichischen Kriegsberichterstatter wird dem Berliner Tageblatt über die Zustände in Warschau gemeldet: Die Haltung der ruffischen Militärperso'nen gegenüber der polnischen Zivilbevölkerung ist seit dem ersten «solglos gebliebenen Vorstoß Hinden- burgs gegen Warschau immer brüsker geworden. Das Spitzel tum nimmt überhand. Die Stimmung in der Stadt ist äußerst gedrückt. Für das Vergnügen sorgen die zahlreich vorhandenes Stabsoffiziere mit Damen und Halbweltdamen. Während diese Sektgelage abhallen, betteln die Soldaten auf der Straße um Brot. In den Intendanturen wurden umfangreiche Diebstähle und Unterschlagungen festgestellt. Dir Gutsbesttzer der Umgegend erzählen, daß die Prooiantoffrzier« häufig die Rechnungen über gelieferte Lebensmittel auf den doppelten Betrag ausstellen müffen. Bor Petrikau revoltierte ruffi- fch« Garde-Kavallerie gegen dir Verwendung in Schützrn- ebenbürtig in die kaiserltch« Familie aufnahm, bewies deutlich, welcher Wind in Petersburg wehte. Die neue Großfürstin beeilte sich auch, aller Welt zu zeigen, was fie dachte und wollte: Vor zwei Jahren, als sie mit ihrem Gemahl als Schlachtenbummlerin de» französischen Manöver folgte, begab fie sich eines schönen Tages, von einem großen und glänzenden Kreise vieler Offiziere begleitet, in ihrem Auto bi« dicht an die deulsch« Grenze, weil fie, wie fie sagte, das Bedürfnis hatte, der schönen Kathedrale von Metz «inen Gruß hinüberzuwinken. Sie machte das dann auch so wundervoll, mit großen herrlichen Gebcrden, daß alle Leute vor Begeisterung weinten. Als fie ihr Auio wieder bestieg, sagte sie: »Metz muß wieder franzöfisch werden, und zwar bald 1" Seitdem sagten die kriegslustigen Leute in Frankreich, wenn jemand zweifelte, ob der Zar wohl für einen Krieg gegen Deutschland zu haben wäre: „O, die Großfürstin wird das schon machen." Nun, fie hat „das" ja nun auch gemacht, und fie hat, wie einst die schöne Kaiserin von Frankreich ihren kleinen Krieg bekommen. Dieser Krieg, der ja in dem russisch-serbischen Haß gegen Oesterreich seinen Ausgang nahm, ist vielleicht mehr, als man heute ahnt, das Werk dieser schönen, hrißblüligen Frau; denn wenn der Großfürst Nikolai auch der wildeste, der stolzeste, der zügelloseste und uagebändigste unter den Großfürsten ist, so ist er, der Alternde, in den Händen dieser Frau wie weiches Wachs. Wenn «r neben ihr erscheint, so ist er nicht der Ritter der angebetetrn Frau, sondern ihr Sklave, ihr Diener. Ich vergesse niemals den Blick, mit dem er ihr einmal in einem Pariser Salon den Fächer überreichte, den ste vor seinen Füßen hatte nirdrrfallen laffen. Dieser eine demütig ergebene Blick erleuchtete ihn und sein ganzes Wesen. Mau kann nicht sagen, daß er schön wäre, dieser Großfürst Nikolai. Er ist hager uud jehr groß, und ein viel zu kleiner Kopf mit einem von vielen Leidenschaften I durchpflügten Gesichte, sitzt über viel zu maffigen Schultern. Der Landbote » Sinohetmer Zeitung. Dienstag. 9. Februar 1815. gräben. Es wird behaupte,, dir Explosion eines Munition«- depots und von 4 Pulvermagazinen in Brest Litowsk, welche an Menschenopfern 1000 Tore und Verwundete forderte, sei durch einen polnischen Soldaten herbeigeführt worden, weil die Munition für Krakau bestimmt war. Die besten Kräfte Polens scharen stch um das Nationalkomitee, welches für ein gemeinsames Zusammengehen mit Oesterreich und Deutschland eintrere. Diese Elemente erwarten zuverstchilich den baldigen Einzug der Verbündeten in Warschau. Frankreichs und Rußlands Retter. Berlin, 5. Febr. Wie der im österreichisch'ungarischen Kriegspiksfiquartier weilende Korrespondent des B. T. erfährt, besteht tatsächlich die Absicht, den nach Rußland gereisten General Pau mit der Leitung einer russischen Armee zu betrauen. Pau hat stch auf der Durchreise durch Schweden dahin geäußert, daß dir Uebrrreichung der französischen Mllitärmrdaille an den russischen Oberbefehlshaber, Großfürst Nikolai Nikolajewitsch, nur ein Vorwand für den eigentlichen Zweck seiner Reise sei. Anlaß zu dem Antrag gab dazu die Unzufriedenheit der franzöfischen Heeresleitung mit der ungenügend durchgeführten russischen Offensive, die nach dem gemeinsam festgelegten Plan direkt gegen Berlin vorstoßen sollte. Im Verfolg der Konferenz über diesen Punkt, der fran- zöstscherseits als Lebensfrage (!) bezeichnet wurde, verständigten sich die beiden Heeresleitungen dahin, einen bewährten Armeeführer an Rußland abzugeben, deffen strategische Intrusionen der Verwirklichung des bisher immer gescheiterten Off-nstogedankes dienen soll. Drohender Aufstand im Innern. Nom, 5. Februar Ueber Malta meldet man dem Giornate d'Jtalia, die Engländer könnten nicht alle in Aegypten angesammelten Truppen zum Schutz des Suez- kavals verwenden, da «in großer Teil derselben zur Bekämpfung des mutmaßlichen Aufstandes im Innern, sowie gegen Angriffe von der Cyrenaika und dem Sudan her nötig sei. 20000 bewaffnete Beduinen sollen von der Cyrenaika her anrücken. Längs der ägyptischen Grenze, jenseits der Linie Siwa—Solum, verließen täglich Sudanesen gruppenweise die englischen Reihen, um stch mit den anrückenden Mohammedanern zu vereinigen. Die erfolgreichen Kämpfe der Türken im Kankasns. Kopenhagen, 7. Febr. Rußkoje Slowo meldet «us Tiflis: Die Türken erhielten in der letzten Zeit im Kaukasus bedeutende Verstärkungen und griffen die Russen an. Nach hartnäckigen Kämpfen mußten d i e R u s s e n den gesamten Tschorok Bezirk räumen. In den türkischen Reihen kämpfen zahlreiche Mohammedaner, welche ruflische Untertanen sind. Aus Stadl und Land. X3P SiuSheim, 6. Febr. Erhaltener Mitteilung aus Karlsruhe zufolge wird die Postoerwaltung mit Ablauf der jetzigen Päckchenwoche (7. Februar) die Beförderung von Feldpostbriefen nach dem Feldheere im Gewicht von 250 bis 500 Gramm nicht einstellen, sondern solche Sendungen bis auf weiteres dauernd befördern. X SiuSheim, 6. Febr. Den Paketen an deutsche Kriegs- und Zivilgesamgene im Auslande brauchen keine Zollinhaltserklärungen, weder auf weißem, noch auf grünem Papier beigegeben zu werden. Die Pakete dürfen keine schnftlichen Mitteilungen enthalten; bei Nichtbeachtung dieser Vorschrift werden die Pakete von der Weiterbeförderung ausgeschloffen. Die Absender müffen auf der Vorderseite der Paketkarten außer dem Vermerk: „KriegSqefangrnensendung" (oben rechts) noch den Vermerk: „Das Paket enthält keine schriftlichen Mitteilungen" niedrr- Seltsam ist es, daß lange, dünne Spinnenbeine den kurzen, festen Körper tragen, dem man ansteht, daß unendliche Kräfte an ihm schlafen, Kräfte, denen das wildeste Leben nichts anhaben konnte. Er hat stolze, herrische Bewegungen. Er spricht mit einer nicht unschönen Stimme viel zu laut, so, als stände er immer auf einem Exerzierplätze oder Kasernenhofe. Bon allen Gewalttaten seines Lebens lief ein dunkler Ruf hinter ihm her. Hin und wieder vernahm man, daß er auch in Paris in allerlei ruffische Gewohnheiten verfallen war, und man flüsterte fich in den Ecken der Salons manche schreckliche Geschichte über ihn zu; aber das alles konnte ihm nichts anhaben, ja, vielleicht hob fich vor dem dunkeln Grunde dieser Gerüchte die angenehme Art, wie er fich im Salon« zeigte, noch heller und leuchtender ab. Er war in Paris, London, wohin er oft inkognito ging, und wahrscheinlich auch in Petersburg der vollendetste Kulturmensch westeuropäischer Prägung. Er ist musikalisch, er ist ein Freund der Künste, ja, man hat gehört, daß er dies und das zur Förderung der W.ffenschaften getan hat. Er beweist damit, daß man ganz erfüllt von dieser berühmten „culture" sein kann und daß man doch vom wahren Geiste der Kultur auch nicht einen Hauch gespürt zu haben braucht. Sein ruflisches Blut darf man bezweifeln, aber seinem ganzen Wesen nach ist er ei» Russe, und Rußlands heimlichster Wille ist in ihm lebendig geworden. Dieser Wille geht auf nichts anderes aus, als die Knechtung und Unterdrückung der ganzen Welt unter das Russenjoch, auf Vernichtung der Kultur, auf die Knebelung der freien Menschheit zugunsten der russischen Machthaber und ihrer Geschöpfe. Wäre Deutschland erledigt, so würde eines Tages Frankreich au die Reihe kommen. Der Großfürst Nikolai ist die verkörperte Vernichtung. Wir müffen nicht nur uns und unsere Existenz, wir müffen die gesamte Kultur Europas vor ih-n schützen." U. schreiben, und zwar in dem sonst für die Wertangabe und den Nachnahmebetrag (bei Wertpaketen nur in dem für den Nachnahmebetrag) vorgesehenen Raume. Auf die Notwendigkeit genaurr und deutlicher Aufschriften auf Paketen und Paketkarten wird erneut hingewiesen; die Aufschriften find stets in lateinischen Buchstaben zu schreiben. Es ist zu beachten, daß im Smne dieser Vorschriften als Zioil» gefangene allgemein nur in den Gefangenenlagern oder Zi» vilgefängniffen auf militärischer Anordnung hin festzehaltenen, nicht aber die auf freiem Fuße befindlichen Zio lpersonen gelten können, die nur unter Aufsicht gestellt ober gewissen Beschränkungen unterworfen stnd. Gl SiuSheim, 7. Febr. Mit dem Eisernen Kreuz wurde ausgezeichnet Sanilälsunteroffizier Leopold Fischer, der früher schon die bad. Karl Friedrich-Verdienstmedaille erhalten hat. * SiuSheim, 7. Febr. Wie die „Karlsruher Ztg." halbamtlich witteilt, hat das Unterrichtsministerium angeordnet, daß mit Rücksicht auf den Ernst der Z;it der Schulunterricht am Fastnachrmoatag und Fastnachtdienstag nicht ausgesetzt werden darf. )( SiuSheim, 7. Febr. Mit Entschließung der Zoll- und Steuerverwaltung wurde der Bürogehilfe Herr Jakob Weickgenannt in Sinsheim unter Ernennung zum Kanzleiassistenten etatmäßig angestellt. f SiuSheim, 7. Febr. Gestern vormittag ereignete sich hier ein sehr bedauerliches Unglück. Der Landwirt Johann Besserer, ein in allen Kreisen hochgeachteter Bürger, war mit einer Wagenladung Dung nach dem „Riedacker" unterwegs, als ihm ein scheugewordenes Gespann auf dem Fahrweg neben dem Bahndamm entgegengerast kam. Besserer fiel dem Pferde in die Zügel, glitt aber aus und wurde zu Boden gerissen, wobei ihm der Wagen über die Brust ging. Der Schwerverletzte, der mehrere Rippenbrüche erlitt, wurde in das nächstgelegene Bahnwartshaus (Leonhardt) getragen, wo ihn heute vormittag gegen 10 Uhr der Tod von seinem furchtbaren Leiden erlöste. Durch eine merkwürdige Fügung mutzte ihn gerade an seinem 64. Geburtslage das Verhängnis ereilen. Dir ganze Einwohnerschaft nimmt an dem tragischen Geschick des Herrn Besserer und seiner Familie den innigsten Anteil. G Waibstadt, 5. Febr. Unteroffizier Rüsch von von hier, beim 1. bad. Feldartillerie-Regiment Nr. 14, erhielt für sein tapferes Verhalten während der letzten schweren Kämpfe das Eiserne Kreuz. * NeckarbischosShrim, 5. Febr. Versetzt wurde Hugo Scheuermaun, Bürogehilfe von Boxberg hierher und W. Albrecht, Finanzaffistent hier zum Gr. Steuerkom- miffariat in Lauda. Eppiugen, 7. Febr. In körperlicher und geistiger Frische könnten heute die Landwirt Heinrich Dotlerer Eheleute hier das Fest der goldenen Hochzeit begehen. bc. Neckargemiiad, 5. Febr. Gestern gegen 5 Uhr «achmittags ertönte die Sturmglocke. Zugleich sah man heftige Rauchwolken aus einem Anbau des Kolonialwaren- und Eisengeschäfts der Firma C. Fr. Leist bei der Elsenz- brücke auf steigen. Es war ein Brand ausgebrochen der bald gelöscht wurde. de. Heidelberg, 3. Febr. In Ausführung der V er- geltungsmaßregeln gegen England wurden drei in Heidelberg weilende Inder als Angehörige einer feindlichen Macht gestern festgenommen und im hiesigen Gefängnis uutergebracht. de. Heidelberg, 7. Febr. In Anbetracht der ernsten Zeit wird in diesem Jahre kein Sommertagszug veranstaltet werden. de. Karlsruhe, 5. Febr. Ein tragisches Schicksal hat eine hiesige Familie erreicht. Der Ehemann fiel als Landwehrmann im Felde und seine Witwe starb kurz darauf im Wochenbett. Wie nun das „Hauptblatt des Verbände« badischer Arbeiterbildungsoereine" mitteilt, hat bie Großherzogin Luise neben dem 1. Vorsttzeuden des Karlsruher Vereins die Paten stelle an dem verwaisten Kinde übernommen. Sie hat selbst das Kind über die Taufe gehalten. bc. Ettlingen, 5. Febr. G.-stern abend wurde in d«r Station Ettlingen - Holzhof von der Lokalbahn Frau Witwe Schwarze aus Karlsruhe überfahren. Sir wurde ein paar Meter geschleift und geriet so unglückl unter einen Wagen, daß derselbe über ihren Körper hinwegfuhr. Der Tod trat sofort ein. Die Dame war der Meinung, der rangierende Zug sei schon auf der Fahrt nach Karlsruhe, und so versuchte ste, da fie den Zug nicht verfehlen wollte, während der Fahrt rinzusteigen. Dabei geschah das folgenschwere Unglück. Zweibrücke«, 4 Febr. Bei einer Hasentreibjagd auf htifiger Gemarkung wurde der als Treiber verwendete 11 Jahre alte Schüler Gemar, der Sohn eines vor kurzem gefallenen Kriegsteilnehmers, erschossen. Der Unglück liche Schütze ist der Pächter der Gemeindejagd Kirrberg. Adam Rink, der auf zwei durch den Jungen aufgestöberte Hafen einen Schcotschuß abgeben wollte und den Treiber traf. Rink erstattete sofort gegen fich selbst Anzeige. r^ecknungs- lormulare Io]e und auf Blöcken, in allen Formaten, mtt Firmen-Druck liefert raftfi und billigst die 6. Becher'[che Buchdrucherei Sinsheim, beim Bahnhof. Rr. 17. Telephon Nr. 11. Der Landbote * Sinoheimer Zeitung. Dienstag. 9. Februar 1915. Amtliche Bekanntmachungen. Schlachtvieh- und Fleischbeschau betr. . Auf Grund der Bekanntmachung des Stellvertreters des Reichskanzlers betreffend vorübergehende Erleichterung der Untersuchung vou Schlachtvieh vom 21. Januar 1915 (Reichsgesetzblatt Seite 34) wird not sofortiger Wirkung verordnet, wie folgt: Für die Dauer des gegenwärtigen Krieges kann von der in 8 1 Absatz 1 des Gesetzes, betreffend die Schlachtvieh- und Fleischbeschau, vom 3. Juni 1900 (Reichsgesetzblatt Seite 547) vorgeschriebenen Untersuchung vor der Schlachtung bei Riutvieh, Schweinen, Schafen, Ziegen vnd Hunden abgesehen werden, sofern die Untersuchung nach der Schlachtung durch Tierärzte erfolgt. Karlsruhe, den 29. Januar 1915. GrotzherzoglicheS Ministerium des Innern Der Ministerialdirektor: Pfisterer. P. Müller. Vorstehende Anordnung bringen wir zur öffentlichen Kenntnis. Sinsheim, 4. Februar 1915. Großh. Bezirksamt. . Im Stalle des Landwirts Martin Steiger in Rohrbach (Amt Heidelberg) und im Stalle des Wirts August Treiber in Kirchheim (Amt Heidelberg), rst die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. Sinsheim, 2. Februar 1915. Großh. Bezirksamt. Rechtspraktikant Edmund Kamm ist bis auf Weiteres zum Dienstverweser des Amtsgerichts Sinsheim mit den Befugnissen eines Amtsrichters bestellt. Karlsruhe, den 5. Februar 1915. Ministerium des Gr. Hauses, der Justiz und des Auswärtigen. Holz-Bersteigerung. Donnerstag, de» II. Februar 1915, vormittags 9 Uhr beginnend, werden im herrschaftlichen Folstrevier Buchenau auf Borgfrist bis 1. Dezember 1915 nachstehendes Holzmaterial öffentlich an den Meistbietenden versteigert: 3 Eichenausschnitte 4—8 m lg 29—31 cm Durchm. 4 Erlen 12—14 m lg. 31—33 cm Durchm. 5 Partien Fichtenstangen 100 Stere Buchen und Eichen fcheitholz 181 „ „ „ Eichen- Rollerholz 4 „ Stockholz 1475 buchene Normalwellen 7350 gemischte „ 775 Langreiswellen 4 Lose Schlagraum. Zusammenkunft auf dem Buchenauerhof. Gutsverwalluug Buchenau: Zehrer. Wimpfen. Rutzholzverkauf. Montag, den 15. Februar, und Dienstag, den 16. Februar, je vormittags Uhr anfangend, kommen im Forstwald, Distrikt Haidenrain, Wiedertäuferskirch rc. gegen Barzahlung zur Versteigerung: 62 Eichstämme — 34,26 Fstm. 6 Buchstämme — 8,07 „ 186 Nadelholzstämme — 98,25 „ 31 Nadelderbstangen — 3,87 „ Zusammenkunft im Forsthaus bei Untergiwpern. Auszüge sind von Forstwart Schuck in Helmhof, Post Neckarbischofsheim, erhältlich. Wimpfen, den.6. Februar 1915. Großh. Bürgermeisterei Wimpfen. Bornhäuster. Nutz- und Brennholzversteigernng des Forstamts Wiesloch. Montag, den IS. Februar d. IS., vormittags Sv Uhr im Forfthaus in Unterhof. Aus Domänenwald Kirchenrückwald und Sallengrund: 6 Eichen III.—V. Kl., 78 Akazien III.—VI., 3 Eschen II., III., 13 VI. Kl., 2 Erlen, 2 Ahorn IV., 12 Forlenabschnitte I. und II. Kl., 5 Fichten VI. Kl., mit zusammen 48 km., 50 Eschen- 13 Akazien- 33 Fichtenderbstangen; 48 Ster buchene, 41 Ster hainbuchene, 31 Ster tannene, 31 Ster gemischte Scheiter und Rollen; 18 Ster buchene, 32 Ster erlene, 55 Ster tannene, 15 Srer fichlenr, 57 Ster gemischte Prügel; 1490 buchene, 5200 gemischte Wellen; 2 Lose Schlagraum. Forstwart Reiß, Unterhof zeigt das Holz und fertigt Auszüge. Nutz- und Brennholz-Bersteigerung des Großh. Forstamtes Neckargemnud, Montag, den 15. Februar 4SI5, mittags 1 Uhr im Ochsen in Mauer, mit Borgfrist bis 1. November 1915 aus dem Domänenwald „Poh- berg" 67 Fichten V. und VI. Kl, 120 fichtene Baustangen I. und II. Kl.; aus dem Dowänenwald „Heidenfrohnwald": 7 Ster eichenes, 444 Ster buchenes Scheitholz I.—III. Kl., 71 Ster eichenes, 379 Ster buchenes, 49 Ster gemischtes, 9 Ster fichtenes Prügelholz I. und II. Kl., 7900 buchene Normalwellen und 4 Lose Schlagraum. Vorzeiger des Holzes im Pohberg: Hilfswaldhüter Wolf in Waldwimmersbach, im Heiden-Frohnwald: Forstwart Echner in Wiesenbach. Holzversteigeruug des Forstamts Odeuheim Samstag, den I». Februar d. I., vormiuags 'MO Uhr im Gasthaus zum Gugel in Odeuheim Aus Domänenwalddistrikt VIÜ. Forst Abteilung 1, 3, 4, 5; IX. Breiloch Abteilung 1 bis 4; X. Gauberg und XV. Silz—Rosenberg. Nutzholz: 3 Ster eichene, 30 Ster buchene Nutzscheiter. Brennholz: 324 Ster buchene, 26 eichene, 20 gemischte, 8 Ster Nadelholz Scheiter und Rollen. 57 Ster buchene, 114 eichene, 188 gemischte, 13 Ster Nadelholz Prügel. 2425 buchene, 3400 eichene, 11100 gemischte, 425 Nadelholz Wellen und 10 Lose Schlagraum. Vorzeiger: Hilfswalohürer Leop. Weidemann in Odrn- heim. Stall besonderer Anzeige. Für sein Vaterland fiel am 29. Januar bei einem Sturmangriff in Nordfrankreich unser lieber Gatte, Vater, Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Gewerbelehrer JuÜUS Holzwarth Leutnant d. R. und Compagnleführer im Inf. Reg. 170, Inhaber des Eisernen Kreuzes. ln tiefster Trauer namens der Hinterbliebenen Lisi Holzwarth geb. Hilspach mit Kindern Elsenz - Sinsheim - Ehrstädt Damenuhr auf der Eisenbahnstraße verloren. Abzugeben gegen Belohnung bei der Geschäftsstelle d. Bl. Feldpostpakete ganze und halbe Pfund in selbst- gebranntem Kirschwaffer, Kognac und Zwetschgeuwgffer sind fortwährend zu haben bei Karl Nerpel, Weinhandlung. MOEBEL HAUS PISTINER HEIDELBERG Neugasse 1 und 3 Beste Bezugsquelle für Einzelmöbel, kompletten Einrichtungen, Polsterwaren, Betten, etc. Manufacturwaren Frankolieferung. 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