Erscheint MevStag, Donnerstag »nd SamStag. Abonnement- -Preis mit den Gratis - Beilagen JSnstrierteS Sonntagsblatt - und dem -- Amtlich. Berkündigungsblatt durch die Post bezogen monatlich 37 Pfennig am Postschalter abgeholt, den Briefträger und unsere Agenten Kei ins Haus gebracht «wnatmh 45 Pfg. er Landvote Giusheimer General-Anzeiger für das Elsenz- und Schwarzbachtal Aetteste und verbreitetste Zeitung dieser Gegend. Laupt-Insertions-Organ. Anzeigen: Die einspaltige Garmondzeil« oder deren Raum 15 Pfg. Rellamen40 Pfg. (Petitzellr) Schluß d. Anzeigenannahme für größere Anzeigen Tags zuvor 4 Uhr nachm. RedaktionSschluß 8 Uhr normittags. Bei schriftlichen Anfragen ist Freimarke für Antwort - beizufügen. - Telephon Rr. 1L M 28 . | ^ Brot aus Stroh. Wir sind im März; es ist noch nicht der 1. April. An diesem Tage ist es üblich, die Leute in den April zu schicken, und Zeitungen haben öfter am 1. April recht plausibel zugestutzte Entdeckungen veröffentlicht, die von den Lesern häufig ernst genommen worden sind, und die doch nur für den 1. April in den Augen Leichtgläubiger Geltung hatten. Um einen solchen Aprilscherz handelt es sich hier nicht, sondern um eine wirkliche Erfindung, die den Vorzug hat, von höchst aktueller Bedeutung zu sein in diesen Tagen, da alle Welt bei uns an das Strecken der durch englische Liebenswürdigkeit, d. h. Ruchlosigkeit knapp gewordenen und noch knapper zu werden drohenden Nahrungsmittel denkt und die Regierung fortgesetzt Maßnahmen anordnet, um im Kriege durchhalten zu können. vr. Friedenthal, Privatdozent an der Berliner Universität, hat, wie der Berliner Lokalanzeiger in einem längeren Aufsätze witteilt, aus Stroh nahrhaftes Brot herzustellen vermocht, und das ist zurzeit viel wichtiger, als aus Häckerling Gold zu machen. Das Stroh enthält viele Nährsubstanzen, was schon daraus jedem bekannt sein kann, daß es ja den Pferden als Futter dient. Aber die Nährsubstanzen liegen tief- versteckt in unverdaulichen Zellhäuten. Dr. Friedenthal hat nach langjährigen Versuchen die Z-llhäute durch Mahlen zerrissen und Srrohmehl hergestellr. Dieses enthält 1,2 Prozent Eiweiß, 13 Prozent Stärke, Zucker, Dextrin, Pflanzensäuren. Von den 22 Prozent Rohfaser ist rin volles Drittel ausnutzbar, und dieses Drittel enthält Zellulose, Zuckerarten und vor allem die für den Aufbau des Körpers jo wichtigen Mineralsalze und Aschen. Dr. Friedenthal hat aus Strohmehl vor den Augen seiner Laboratoriumsgäste, vor Gelehrten, Beamten, Landwirten Brot gebacken, das, wie unser gutes Roggenbrot schmeckte. Er hat. wie der Lokalanzeiger berichtet, nur mit Zusatz von Salz und Fett, Suppe gekocht. Er hat ihnen Brei vorgesetzt. Und es hat das höchste Erstaunen jedes Feinschmeckers erregt, denn stehe da, die Suppe und der Brei hatten merkwürdigerweise absolut den Geschmack und das Aroma von frischen grünen Gemüsen. Za, wenn mans noch näher bezeichnen will, müßte man sagen, diese Speisen schmeckten nach jungen Schoten. Nachdem die ungenießbaren und unverdaulichen Zell- häuie durch das Mahlen gründlich zerstört worden stnd, ist das Strohmehl nichts anderes als richtiges Getreidenährmehl. Ern Zentner Haferstrohmehl kostet heute gemahlen ungefähr 3 Mark, während ein Zentner Hafer 13 Mark kostet. Indessen nicht nur der Preisunterschied ist enorm, Haserstroh ist zu haben, Hafer aber nicht. Dazu kommt, daß Haferstrohmehl den doppelten Nährwert an Substanzen hat, als er oben anaeceben wurde. Man kann Samstag, den 6 . März 1(91(5. 76 . Jahrgang. aus solchem Hafermehl ein sehr billiges und durchaus ausreichendes Schwrinefutter, künstliche Körner für Hühner und Pferde Herstellen, und so wäre dir bereits gefährdete Aufrechterhaltung unseres Bieh- und Haustierbestandes un- gemein erleichtert. Höchst wahrscheinlich dürsten die wohlschmeckenden Getreidesubstanzen des Strohmehls auch für die Zukunft der menschlichen Ernährung noch eine große Rolle spielen, in Kriegs- und sogar in Friedenszeiten. Vielleicht haben die Berliner zumteil schon Strohbrot gegeffen. In Berlin kann man bekanntlich keinen Bissen Brot bekommen ohne die Brotkarte. Das ist mitunter recht lästig. In den bekannten zahlreichen Aschingerschen Restaurationen und Imbißhallen dagegen kann man Brot bezw. Brötchen auch ohne Brotkarten erhalten, weil dieses Brot nicht aus Gelreidemehl hergestellt ist, sondern aus anderen Substanzen. Jedenfalls haben die deutschen Gelehrten sich wieder einmal als recht praktisch erwiesen. Schließlich ist Brot aus Stroh lange nicht so unwahrscheinlich als die wunderschönen Farben und angenehmen Gerüche, die man aus ganz unwahrscheinlich scheinenden Quellen dank der Wissenschaft zu verhältnismäßig sehr billigen Preisen erhält. Deutsches Reich. de. Karlsruhe, 3. März. Ende Februar 1915 betrugen die Eintragungen in das Badische Staatsschul d b u ch 45 523 300 Mk. Von der 4prozentigen Schuld stnd 38969 500 Mk., von der 3^/r prozentigen Schuld 6 543 600 Mk. und von der 3prozentigen 10 200 Mk. eingetragen. Die Eintragungen auf Grund von Barein- zahlungen belaufen stch seit 1. Januar 1913, d. i. seit Errichtung des Staatsschuldbuchrs, auf 8641100 Mark. Der Notenwechsel zwischen Amerika und Deutschland. Berlin, 3. März. Es wird stch nicht gut leugnen laffen, daß die Amerikaner mit ihren Vorschlägen versucht haben, nach Möglichkeit beiden Staaten, mit denen ste freundschaftliche Beziehungen nach wie vor zu unterhalten wünschen, gerecht zu werden. Natürlich haben ste dabei ihre eigenen Interessen nicht vergeflen, aber das ist ja wohl selbstverständlich. Geboren wurden die Vorschläge jedenfalls aus dem Geiste einer freundschaftlichen Gesinnung gegen beide Staaten und in diesem Sinne stnd sie auch bei uns von den zuständigen Stellen erwogen worden. Auch unsere Gegenvorschläge haben die Absicht zitiert auf diesem Wege oder beffer: auf dieser Grundlage zu einem Modus vivendi zu kommen. In der Minenfrage ist man den Amerikanern in weitem Umfange entgegengekommen. Daß wir auf die Mmrnver wendung im Offensivkrieg nicht verzichten konnten, lag freilich auf der Hand. Das ist in dem Krieg gegen eine Uebermacht nicht gut möglich, ohne die Kriegsführung wesentlichs zu erschweren. Etwas anders stand (und steht es noch) mit den Unterseebooten. Gewiß: wenn die Neutralen darauf verzichten wollten, Konterbande zu verschicken, so würden die Unterseeboote erheblich weniger einzugreifen brauchen und wenn die Amerikaner es durchzusetzen vermöchten, daß die englischen Handelsschiffe neutrale Flaggen nicht mehr gebrauchten, so würde auch daS den Unterseebootskrieg erleichtern. Freilich müßte nach wie vor verlangt werden, daß die Handelsschiffe von den Engländern nicht bewaffnet werden. Am meisten wird vielleicht in deutschen Landen unsere Offerte beanstandet werden, den amerikanischen Importeuren eine Kontrolle über das von ihnen nach Deutschland eingeführte Getreide zu gestatten. Das bedeutet aber keineswegs eine Nachgiebigkeit gegen kühne amerikanische Forderungen, sondern es ist, worauf man uns aufmerksam macht, lediglich die Wiederherstellung des Friedenszustandes. Wie man unsere Gegenvorschläge in den Vereinigten Staaten aufnehmen wird, muß man natürlich abwarten. Es ist ja noch immer nicht ausgeschloffen, daß die ganze Aktion schließlich ausläuft, wie das Hornberger Schießen. Aber unserer Regierung wird man dann bescheinigen müssen, daß sie redlich bemüht gewesen ist, einen gerechten Ausgleich herbeizuführrn. Manche umrr uns werden sogar vielleicht meinen: einen allzu gerechten. Keine Verständigung mit England! Berlin, 3. März. Zu der gestern veröffentlichten Note sagt die „Post": Ausgehungert sollte Deutschland nach Englands Absicht werden. Weder die amerikanische noch die deutsche Regierung können wirklich annehmen, daß England stch ernstlich darauf einlassen wird, die Lebensmittelzufuhr nach Deutschland unter gewissen Voraussetzungen frei zu geben und so auf seinen Aushungerungskrieg zu verzichten. Das deutsche Volk hofft auf keine Verständigung mit England. Es hofft, daß der Krieg, wie er seit dem 18. Februar begonnen wurde, fortgesetzt und durchgesührt wird. — Trotz aller Beschwichtigungsversuche in der englischen Presse erlahmt der Schiffsverkehr laut Vossischer Zeitung immer mehr. Der Verkehr mit Holland und Dänemark ruht fast gänzlich. Ausland. Dänemark. Wachsende Mißstimmung gegen England. Kopenhagen, 4. März. Die letzten Schritte der englischen Marmepolitik beginnen auch dem Gläubigsten in Dänemark die Augen dafür zu öffnen, wer der eigentliche rücksichtslos egoistische Feind der Neutralen ist. Die eingestandene Tatsache, daß stch das angebliche Weltreich hinter der Flagge des kleinen Dänemark zu verstecken Der Wächter. Humoristischer Roman von Archibald Eyre. Frei bearbeitet von Helmut tan Mor. 6 rAawknnck nerb-i-i „ismien ^aa, ajäwmo,' jngie jie. r:ang,am tam j M auf mich zu, die Augen immer auf meinem Gesicht. Ich fand sie nicht sehr gealtert; ihre Haare waren vielleicht ein wenig weißer als in meiner Erinnerung, und ein wenig mehr Falten und Runzeln in dem Gesicht mit den herben Linien. Sie nahm meine Rechte und hielt sie eine kleine Weile. »Du bist ähnlich — deinem Vater so ähnlich," sagte sie, und ich bin gewiß, daß ihre Augen von auffteiqenden Tränen so feucht glänzten. Aber sie war nicht die Frau, stch von ihren Gefühlen beherrschen zu laffen. „Du bist erstaunt, daß ich dich rufen ließ?" fuhr sie ro dem gewohnten trocken kurzen Tone fort, den ich noch so gut kannte, als hätte ich sie gestern zum letzten Male sprechen hören. .La, ich bin erstain- " gab ich zu. Die nickte ernst. . es war eine große Torheit." Mein Stolz begann mächtig die Schwingen zu regen. »Warum?" erwiderte ich kurz und beleidigt. .j-."® 5 **} a 9 Erwartungen in dir geweckt haben, die ich nrcht zu erfüllen vermag." Ich wurde rot vor Zorn. . ''34 erwarte nichts von Eurer Gnaden. Sie sind cvL t sEgebig gegen mich gewesen." lletan, was meine Pflicht war — ja," a ^ wie man eine Tatsache konstatiert, schickt "^ ^uger gewesen, ich hätte nicht nach dir ge- °i,mch°L L "' 4 ^ f ' 34 --Sentimentalität — Sentimentalität!" Sie hätte in auch --Hängt mich !" oder „Unsinn!" sagen imh ^ abe tosegen mtm Seben lang angekämpft, W, ^ ia ' um .. bte Wahrheit zu gestehen, es ist für Eh alte Frau zu mächtig geworren." habe nicht die Ebre. Eure Gnade» ,u versieben." L-re iah nncy an und schütiette den Kopf. „Was verbindet dich mit mir? — Was für ein Gefühl hast du gegen mich? — Keins." Lch bin zufrieden," erwiderte ich in einer Weise, die dii gerade Gegenteil ausdrückte. ,. Letz' dich!" befahl sie, und ich setzte mich. Sie selbst breitete stch auf einem Sessel aus und war zwei Minuten lang beschäftigt, ihr Kleid in die richtigen Falten zu legen. »Ah!s sagte sie dann, und ich möchte doch meine Hand dafür ins Feuer legen, daß sie ebensowenig wußte wie ich, was sie eigentlich damit meinte. Da wurden endlich der Zorn und die Ungeduld größer in mir als die heimliche Angst vor ihr. „Eure Gnaden haben mir noch immer nicht gesagt, warum Sie mich riefen," sagte ich beinahe unhöflich. Sie saß plötzlich bewegungslos. Und dann sprach sie rasch und leise. „Ich habe dich gerufen, weil ich deinen Vater liebte. Er hat nicht immer so an mir gehandelt, wie es recht und kindlich war. Aber ich habe in den letzten Jahren, habe seit seiner Geburt Tag und Nacht an ihn gedacht. Ich liebte ihn, Oswald, ich liebte deinen Vater." Es war der Klang eines heftigen, ja leidenschaftlichen Gefühls in ihrer Stimme, und ich studierte das Muster des Teppichs, weil ich nicht wußte, was ich sagen sollte. »Es ist Sentimentalität," fuhr sie fort, »daß ich an den Toten beinahe mehr und mit mehr Liebe denken muß als an den Lebenden. Ich habe einen Sohn, der eine hohe Stellung einnimmt in seinem Vaterland, das nicht das meine ist, der einen ehrenwerten, lauteren Charakter hat. Er aber — mein jüngstes Kind, der starb, als er wenig älter war, als du cs jetzt bist, Oswald, beherrscht mein Denken mehr als der andere." Ich fand, die Blumen des Teppichs seien recht hübsch und natürlich. »Ich habe neulich das Nationalmuseum besucht und bin durch die Prinzregentenstraße gefahren. Da ist ein Tennisplatz — ich ließ halten, um dem Spiel zuzusehen. Meinst du. ick bätte jemals Interesse daran gehabt? — Neinl Aber Liswaio spielte es gern — unv deshalb lieg ich halten. Ein junger Mann vor allen schlug dort mit großer Gewandtheit die Bälle zurück — ich hörte seine Stimme, wie er Gewinn und Verlust dem Gegner zurief — und dann sah ich sein Gesicht. Es war mein Junge — war Oswald!" Sie legte die Hand über die Augen und schwieg sekundenlang, um mit gesteigerter Erregung fortzufahren : »Ja, es war mein Junge, war der auferstandene Oswald, wie ich ihn kannte, und wie deine Mutter ihn kannte. Ich dachte, er müsse mich sehen, muffe mein Lächeln sehen, ich wollte ihn rufen — aber er wandte sich nur dem Spiele zu, er achtete der Mutter nicht — der Mutter, die ihn so sehr geliebt hat und liebt, und deren Herz er beinahe gebrochen hat." Ich murmelte irgend etwas, ich glaube, es war ein türkisches Gebet. Tatsächlich begann ich zu fürchten, das Alter könne ungünstig auf ihren Verstand gewirkt haben. „Ich verstand freilich nur zu bald," fuhr sie ruhiger fort. »Ohne jemanden darum befragt zu haben, wußte ich, dag es Oswalds Sohn war, den ich erblickte. Nur am mir völlige Gewißheit zu verschaffen, sandte ich den Diener auf den Platz, Natürlich hatte ich mich nicht geirrt. Dein Name wurde ihm als der des Spielers genannt." „Mein Name?" Ich gestand meiner Wenigkeit, daß ich das eigentlich schon ein bißchen früher hätte merken können. »Ja," sagte ste. »Du bist das vollkommenste Eben- bild deines Vaters. Es mag absurd erscheinen, daß das Ebenbild eines Menschen, der seit zwanzig Jahren tot ist — seit mehr als zwanzig Jahren — einen Wechsel in meiner Gesinnung, in meinen Absichten berbeifützren kann Nr. 28. Telephon Nr. 11. Der Landbote x Smsheimer Zeitung. Samstag, 6. März 1915. für gut findet, hat das Ansehen Englands beim hiesigen Publikum gewaltig untergraben. Sicherlich werde England, so sagt das Blatt, auf Deutschlands Anerbieten nicht eingehen. Die Zugeständnisie, zu denen sich Deutschland bereit erklärt, sind ja nur Zugeständnisie an die Neutralen, bedeuten aber keine Einschränkung des Unterseebootkrieges gegen England. Holland. Erregung in Holland über die englischfranzösischen Repressalien. Rotterdam, 3. März. Wie der „Nieuwe Rotter- damsche Courant" mitteilt, waren die angrkündigten englisch-französischen Repressalien und Maßregeln gegen den deutschen Handel, wodurch die neutrale Seeschifffahrt stark in Mitleidenschaft gezogen zu werden droht, Gegenstand der Beratungen der Kommission für den niederländischen Handel im Haag. Die Kommission begab sich hierauf zu dem englischen Gesandten und heute Nachmittag findet eine allgemeine Beratung der „Handelsgesellschaft" über diese Angelegenheit statt, die allgemein in Holland große Erregung hervorruft. Zn Amsterdam, Rotterdam und den anderen großen holländischen Siädten machen die von England und Frankreich in Aussicht gestellten Re- presialien einen ebenso tiefen, als ungünstigen Eindruck. Italien. Italienische Maßnahmen. Rom, 2. März. Am Schluß d-r gestrigen Kammer- sttzung brachte der Ministerpräsident Salandra einen Gesetzentwurf ein betr. Maßnahmen für die Verteidigung in wirtschaftlicher und militärischer Hinsicht. Die „Tribuna" sagt: Der Gesetzentwurf enthält Maßnahmen gegen die Spwnage und setzt Strafen fest für Vergehen gegen die die Konterbande betreffenden Bestimmungen. Er steht Beschränkungen der Pressefreiheit in dem Sinne vor, daß die Veröffentlichungen von Nachrichten über militärische Bewegungen verboten sind. Brotmangel in Italien. Mailand, 3. März. Zn Lecco beschlossen die Bäcker die Schließung der Läden, weil die Stadtverwaltung sich weigerte, den Brotpreis von 25 auf 27 Centimes für das Kilogramm zu erhöhen. Eine ernste Agitation gegen die hohen Brolpreise und die Arbeitslosigkeit wird aus Venezien gemeldet. In der Landschaft Carnia an der österreichischen Grenze versammelten sich die Bürgermeister von 35 Gemeinden des Bezirks und beschlossen ihre Amtsniederlegung, falls die Regierung nicht Maßnahmen treffe gegen die Arbeitslosigkeit. Ein Zug von 15000 Demonstranten überbrachte den Beschluß dem Unterpräfekten. Portugal. Die Unruhen in Portugal. Liffabou, 4. März. Die Erregung in Portugal nimmt täglich zu. Die royalistische Agitation gewinnt große Ausdehnung. In den öffentlichen Singspielhallen wurden republikanische Lieder ausgepfiffen. Zn den Straßen ist es bereits zu heftigen Zusammenstößen zwischen Truppen und Bevölkerung gekommen. Man erwartet hier ernste Ereignisse. Amerika. Steigende Erregung in Amerika. Newyork, 3. März. Nach Meldungen der „Times" aus Washington ist die verantwortliche Presse in den Aeußerungen über dir Lage sehr zurückgehalten. Einige Blätter, wie der „Philadelphia Ledger", schelten die Regierung wegen der nutzlosen und vielleicht gefährlichen Ein - Mischung. Einige andere, wie die „New Aork Tribüne" z. B. meinen, daß alles aufgeboten werden müsse, um die Interessen der neutralen Staaten zu wahren. — Im Repräsentantenhaus wurde ein Antrag eingemacht, daß die Neutralen daraus bestehen sollten, daß die Handelsstraßen offen bleiben. Ein Kongreßmitglied mit drutschem Namen forderte die Regierung auf, England 60 Tage Frist zu geben, um seine politische Haltung zu ändern, die einen Affront für die Vereinigten Staaten bilde. — Die Regierung würde sicher enttäuscht sein, daß England ihren Vorstellungen keine Folge gibt. Entschiedener Protest Amerikas gegen die Aktion Englands. Washington, 3. März. Obwohl noch keine amtliche Erklärung über die englische Aktion oorlicgt, wird folgendes Kommunique von Washington an die Presse gegeben: In amtlichen Kreisen herrscht allgemein der Eindruck, daß em entschiedener Protest gegen die Aktion der Verbündeten erhoben werden wird. Man betrachte diese als ohne Vorgang und halte es für wahrscheinlich, daß sie dem Handel der Vereinigten Staaten mit Ländern, mit denen sie iw Frieden leben, Schaden zufüzen werde. Der Dölkerkrieg. Die Rümpfe im westen. Was England möchte und was uicht. Kopenhagen, 2. März. Der Sonderberichterstatter der Berl. Natl.-Ztg. hatte Gelegenheit, mit einer neutralen Persönlichkeit zu sprechen, die in London gewesen ist und dort eine Unterredung mit Greg gehabt hat. Grey meinte im Verlauf dieser Unterredung, seiner Ansicht nach werde der Friede seinerzeit in Kopenhagen geschloffen werden. Diese Stadt sei ihrer natürlichen Lage nach wohl geeignet, der Ort einer großen diplomatischen Konferenz zu sein. Was den Krieg anbetriffi, war Grey der Ansicht, es sei weder möglich, noch im Sinne Englands, Deutschland militärisch niederzuwerfen. (Vor allem das Erstere! Red.) Was dagegen erreicht werden müsse, wäre die Verdrängung der Deutschen aus Belgien. Dieses Land in deutscher Hand sei ein für England unerträglicher Gedanke, eine Bedrohung, die eine ständige große Gefahr bilde. — So weit Sir Eduard Grey. Was die Meinung militärischer Kreise in London anbetrifft, so setze man dort die ganze Hoffnung auf Kitcheners Millionenheer. Zn einem halben oder dreiviertel Jahr werden diese Truppen soweit ausgebildct sein, daß sic als gut kampffähig bezeichnet werden können. Man glaubt in London nicht daran, daß es bis dahin Deutschland gelingen wird, der Ruffen Herr zu werden. — In politischen Kreisen Dänemarks mißt man dem deutschen Unterseebootskrieg insofern große Bedeutung bei, als man es für einen entscheidenden Schlag gegen England hält, wenn es gelingt, Truppentransportdampfer in größerer Zahl in den Grund zu bohren. Englische Ernüchterung. Kopenhagen, 3. März. Nalional-Tidende schreibt in einem Leuariikel: Die Engländer und der englische Premier-Minister kommen erst jetzt zu der Einsicht, daß der Weltkrieg viel härter und opfervoller für England ist, als sie bei Beginn des Krieges meinten. Wenn man einen Rückblick auf die vergangenen 8 Monate des Weltkrieges wilft, zeigt sich, daß sich alle leitenden Feldherrn und Staatsmänner verrechnet haben. Der deutsche Generalstab in der Annahme, daß es ihm gelingen würde, Frankreich niederzuwerfen, ehe die russische Mobilmachung beendet sei, die französische und russische Leitung darin, daß sie nicht voraussah, daß Deutschland so gewaltige Heere zur Deckung seiner beiden Fronten werde aufstellen können, und das russische Kriegsministerium in der Annahme, daß es gelingen würde, das deutsche Heer zu vernichten. Die größte Enttäuschung erlitt jedoch, trotz Churchills fortgesetzten Erklärungen, daß er zufrieden sei, England angesichts der Entwickelung, die der Seekrieg genommen hat, und der deutschen Blockadeerklärung. Selbst, wenn sie England nicht ernstlich bedrohen könnte, erhöht sie doch die Mißstimmung, die der Gang des Weltkrieges in dem meerbeherrschenden England hervorgerufen hat, bedeutend, da England die Erfahrung machen mußte, daß es nicht einmal seine eigene Küste schützen könne. Der englische Premierminister hatte deshalb keine leichte Aufgabe im Unterhause gehabt. Gegenseitige Abmachungen des Dreiverbandes. Bertin, 3. März. Wie dem Lokalanzeiger aus Rotterdam gemeldet wird, soll nach einer Timesmeldung aus Petersburg der Ruskoje Slovo offiziös mitteilen, daß die Frage der türkischen Meeresenge schon im voraus dahin geregelt worden sei, daß Frankreich und England bereit wären, Rußland den Ausgang nach dem offenen Meere zu gewährleisten. Die ägyptische Frage und die des Suezkanals werde schließlich zugunsten Englands gelöst werden und die Wasserstraße aufhören, internationaler B-sitz zu sein, und in Wirklichkeit englisch werden. Im Zusammenhang mit diesen Fragen soll auch die Bagdadbahn internationalisiert werden. Die Folge« des Unterseebootkrieges. Berlin, 3. März. Infolge des deutschen Unterseebootkrieges sind, wie holländische Blätter nach einem Telegramm der Deutschen Tageszeitung aus Rotterdam melden, aus den großen englischen Häfen in der letzten Woche 174 Schiffe ausgefahren, gegenüber 830 der ersten Februarwoche. Der deutsche Tagesbericht. LLTB. Gr. Hauptquartier, 3. März. (Amtlich.) Ber St. Elois südlich von Dpern wurde ein Angriff zweier englischer Kompagnien nach blutigem Handgemenge zurückgeworfen. Bei P-ronne landete infolge Motordefekt ein französisches Flugzeug. Die Insassin wurden gefangen genommen. Die französischen Angriffe in der Lhampagnx hatten nicht den geringsten Erfolg; wieder wurden die Franzosen mit schweren Verlusten in ihre Stellung zurückgeworsin. Nordwestlich von Vionville sur Tourbe eutriffen wir dem Feinde Schützengräben in Breite von 350 Meter. Französische Vorstöße im Walde von Consenvoyr und in der Gegend Ailly-Apremonl wurden leicht abgcwiesen. Unser Angrff nordöstlich von Badonoiller brachte uns wieder beträchtliche Geläudegewiune. Wir schoben unsere Front hier in den letzten Tagen um 8 Kilometer vor. Nordöstlich von Celles machten die Franzosen Versuche, den Verlust der letzten Tage wieder auszugleichen. 500 Pfund für den ersten Zeppelin! London, 3. März. Sir Charles Wakefield hat einen Preis von 500 Pfund für den ersten auf britischem Boden niedergeholten Zeppelin ausgeschrieben. Schöne Erfolge. WTB. Gr. Hauptquartier, 4. März, vormittags. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz: Ein französischer Munitionsdampfer für Nieuport bestimmt, fuhr durch ein Versehen der betrunkenen Besatzung Ostende an, erhielt dort Feuer und sank. Die verwundete Besatzung wurde gerettet. Auf der Loretro-Höhe nordwestlich Arras, setzten sich unsere Truppen gestern früh in den Besitz der feindlichen Stellung in einer Breite von 1600 Mrter. 8 Offiziere und 558 Mann wurden gefangen genommen, 7 Maschinengewehre und 6 kleinere Geschütze erbeutet. Feindliche Gegenangriff- wurden nachmittags abgeschlagen. Erneute französische Angriffe in der Champagne wurden leicht abgewiesen. Ein französischer Vorstoß westlich St. Hubert in den Argonnen mißlang. Im Gegenangriff entrissen wir den Franzosen einen Schützengraben. Auch im Wald von Cheppy scheiterte ein französischer Angriff. Eine der letzten Eifelturm-Veröffcnllichunqen brachte die Nachricht, daß eine deutsche Kolonne beim Marsch über die Höhen von Tanures mit Erfolg beschaffen worden sei. Wir müssen die ausnahmsweise Richtigkeit dieser Nachricht bestätigen. Die Kolonne bestand aber aus abgeführten französischen Gefangenen, unter denen ein Verlust von 38 Mann tote und 5 Mann verwundet einlrat. Oestlicher Kriegsschauplatz: Russische Angriffe nordwestlich Grodno gerieten in unser flankierend Artillernfeuer und scheiterten. Auch nordöstlich Lomza brachen die russischen Angriffe unter schweren Verlusten zusammen. In Gegend südlich Myszyniec und Chorzele sowie nordwestlich Przasuisz erneuern die Ruffen ihre Angriffe. Auf der übrigen Front keine Veränderung. Die Rümpfe im Osten. Kußlauds „Sieg" über den Alkohol. Petersburg, 2 März. Das Finanzministerium hat festgestcllt, daß in den ersten sechs Kriegsmonaten 1825 geheime Branntweinbrennereien entdeckt worden stad, die einen besonderen Kriegsschnaps> genannt „Gevatterin", herstkllten. Weiter wurden entdeck! 160 modern eingerichtete Brennereien, die richtigen Wutki fabrizierten, 92 Fabriken, die sich speziell mit der Reinigung von Polituren und Lacken zum Konsum beschäftigen, und 60, die sich mit der Reinigung von denaturiertem Spiritus beschäftigen. Alle diese Betriebe sind unter Slrafe genommen worden. Deutschland durch Aushungerung nicht zu besiegen. Petersburg, 3. März. In der Nowoje Wremja widerspricht Menschikoff in einem Leitartikel der allgemeinen Auffassung, daß Deutschland durch Aushungern zu besiegen sei. Deutschland habe immer noch ruffisches Territorium; es sei nicht an zu nehmen, daß es geneigt sei, einen ungünstigen Frieden zu schließen. Deutschland entwickele eine ungeheure Energie, daher sei es entgegen der Annahme nur auf dem Schlachtfelde zu besiegen. Die Dardanellen und die ruffischru Kornvorräte. Kopenhagen, 3. März. Politiken schreibt: Für Rußland sei die Aufhebung der Dardanellensperre eine Frage von entscheidendster Bedeutung. Rußland müsse Luft bekommen, um Kriegsbedarf, namentlich Munition oder andere notwendige Artikel zugeführt zu erhalten, um die kolossalen Kornvorräte, die sich in Odessa und anderen Hafenstädten anhäufen, abzuschütteln. Andererseits bedürfen fast alle anderen Länder des Weizens und Roggens. Italien, Frankreich und England wünschen sehnsuchtsvoll, Rußland seine überflüssigen Kornvorräte abzukaufen. Eines der größten Ecnährungsprobleme des Krieges wird für die Dreiverbandsmächte und die neutralen Staaten gelöst sein, wenn die Freimachung russischer Kornvorräte gelingt, sodaß Amerika nicht mehr als einziger Verkäufer alle Bedingungen vorschreiben könne. Die Möglichkeit von Reibungen im Dreiverband. Stockholm, 3. März. In der Rjetsch vom 25. Februar heißles im Leitartikel, daß eine Neutralisierung der Dardanellen und des Bosporus für Rußland die am wenigsten vorteilhafte Lösung sei und daß Rußland dazu sein Einverständnis nicht geben werde. Es verlange strategische Maßregeln, welche eine solche Möglichkeit ausschließen. Die Entscheidung über das Schicksal des Sundes ist für uns zu wichtig und zu verwickelt, als daß wir irgend eine Lage annehmen könnten, die nicht zu unserem Vorteile ausfiele. Schwierigkeiten im Zusammenhänge damit werden natürlich in demselben Maße entstehen, wie die Entscheidung sich nähert. Mierzig große Kriegsschiffe vor den Dardanellen. Konstantinoprl, 2. März. Es bestätigt sich, daß einzelne Forts der europäischen Dardanellenseite unter dem Feuer der Schlachtschiffe schwer gelitten haben. Die Engländer eröffneten das Bombardement aus so weiter Entfernung, daß die Geschütze der Forts es nicht wirksam erwidern konnten. Das Feuer der Engländer war durchaus nicht genau, doch überschüttete sie die Befestigungen mit so viel Geschossen, daß sie nach mehreren Stunden einen Teil ihrer Absichten erreicht hatten. Im übrigen hat die feindliche Flotte noch Verstärkungen erhalten, so daß zurzeit über vierzig große Lampfschiffe vor den Dardanellen liegen, abgesehen von einer großen Zahl kleiner Kreuzer, Torpedoboote usw. Ein weiteres Vorgehen der Engländer wird zunächst durch die sehr starke Miuenkette und dann durch die inneren Forts unmöglich gemacht. Ein Angriff von der Landseite würde den Türken sogar sehr willkommen sein, da dort eine starke Armee, die aus den besten Truppen besteht, zusammengezogen ist. Deutscher Tagesbericht. WTB. Gr. Hauptquartier, 3. März. (Amtl.) Bei Grodno ist die Lage unverändert. Südöstlich von Augustow versuchten die Ruffen den Bobr zu überschreiten; unter schwerem Verlust wurden sie zurückgeworfen und ließen 1500 Gefangene in unseren Händen. Andere Angriffe in den Gegenden nordöstlich von Lomza brachen dicht vor unserer Front zusammen. Südwestlich von Kolno machten wir Fortschritte. Südlich Myszynice kamen unsere Vortruppen vor überlegenem Nr. 28. Telephon Nr. 1l. Frinde «was zurück. Nordwestlich von Prasznysz gingen die Raffen langsam vor. Schwere ruffische Nachtangriffe östlich von Plozk wurden abgewiesrn. Die Stärke der feindlichen und der türkischen Landtruppen. Athen, 4. März. Von verschiedenen griechischen Inseln wird die Borbeifahrt von Truppentransportdampfern mit Truppen und Geschützen gemeldet, daß vor den Dardanellen bereits ein englisch französisches Landungskorps von HO 000 Mann liege, wovon 2 Divisionen aus Australiern, die übrigen aus Senegalesen bestehen und daß diese Truppen unter d:m Kommando des Generals- d' Amade stehen. Die Türken haben bei Galipoli 6 Armeekorps in der Stärke von 1 30000 Mann gelandet. — Nach Meldungen aus Athen sind vor den Dardanellen zwei große Truppentransporte, begleitet von Hilfskreuzern an- grkommen. Die Verbündeten verfügten jetzt vor den Dardanellen über ein Geschwader von mehr als 70 Einheiten. Rußlands schlechte wirtschaftliche Lage. Moskau, 3. März. Die ruffische Zeitung „Wirt- schafisökonomie" schreibt in ihrem Heft 5 in einem Artikel betitelt: „Das Jahr in wirtschaftlicher Beziehung": Der Krieg und dir Mißernte lasten schwer auf dem wirtschaftlichen Leben. Was gedenkt man zu tun, um von der Volkswirtschaft Rußlands das drohende Unheil abzuwenden? Ein düsteres Bild: 15 bis 20 Prozent der Arbeiter fehlen für die Feldbestellung, ebensoviel fehlt an Arbeitsvieh. Im Süden, im Nordkaukasus und in Sibirien ist bereits «ine verkürzte Feldbestellung in den Wintersaaten eingetreten. Im Gouvernement Stawropol erreichte st: stellenweise 15 bis 20 Prozent der gewöhnlichen Anbaufläche. In dem Samarasker Gouvernement blieben (nach den Daten der Semstwoverwaltung) in vier Kreisen bei 402000 Deßjalinen Saatfläche 97000 unbestellt. Im Gouvernement Tobolsk sind unbestellt 30 bis 50 Prozent der Saatfläche. In Polen und Litauen steht es vermutlich noch schlimmer. Insgesamt verringerte sich die Wintrrsaatbestellung in 34 Gouvernements, in 38 ist sie unverändert, in 9 Gouvernements vergrößert. In Nord rußland gibt es kein Sommersaatgetreide, in Südrußland keine Arbeiter. Dir Fcühjahrsarbeiren, di? Maximalleistungen sein müßten, werden mit einem Minimum an Kräften und Geldmitteln ausgeführt. Die Folgen liegen auf der Hand. Nuffischr Frirdenswüusche. Der frühere Petersburger Korrespondent der „Köln. Ztg." schrieb am 2. März: In der russischen Presse ist in den Berichten über die letzten Sitzungen der Reichsduma nicht erwähnt worden, daß der von dem Sozialisten Tscheidse ausgesprochene Gedanke eines sofortigen Frie- Ter L andbote m Sinsheimer Zeitung densschluffrs mit Deutschland in der Reichsduma, von rechts und links gleich güist g ausgenommen wurde, wenn auch aus verschiedenen Gründen. Das erklärt die auffallende Tatsache, daß dir Ausführungen des sozialistischen Abgeordneten auch den Beifall der äußersten Rechten, der Nationalisten fanden, die in ihrer P esse — ohne durch die Zensur verhindert zu werden — sogar ein Bündnis mit Deutschland verlangen, um die ruffische Staatsform mit deutscher Hilfe aufrecht zu erhalten, was si: von Frankreich und England nicht erwarten. Diese Haltung habrn sie auch im Frieden stets bekundet. Trotz dieser aus so verschiedenen Quellen kommenden Strömungen für einen Friedensschluß, muß man sich in Deutschland hüten, darin mehr als eine Andeutung zu seh:n, daß sich hier Kräfte entwickeln, die aber vorläufig noch ohne Einfluß auf die Entscheidungen der russischen Regierung sind. Aus Stadt und Land. -f- Sinsheim, 3. März. Dem Beispiele Steinsfurts folgten im Laufe des letzten Monats die Orte Babstadt, Eschelbach. Hoffenheim, Rappenau, Reihm, Rohrbach, Sinsheim, Treschklin^en und Zuz-nhausen und bildeten Ortsausschüsse vom Roten Kreuz. In Kirchardt wie in einigen andern Gemeinden steht die Gründung solcher Ortsausschüsse in Aussicht. Der bisherige Bezirksausschuß hat sich einerseits eingeschränkt durch das Ausscheiden der auswärtigen Mitglieder und stellt jetzt den Ortsausschuß Sinsheim dar mit 8 Mitgliedern. Andererseits hat er sich umgebildet durch das Ausscheiden von 4 Sinsheimer Mitgliedern zu einem ebenfalls 8 Mitglieder zählenden Bezirksausschuß, der wie bisher die laufenden Geschäfte besorgt. Vorsitzender ist in beiden der Großh. Amtsvorstand. Derselbe hat auch den Vorsitz in der Bezirksversammlung, bei der jede Gemeinde mit bis 1000 Einwohner 1, 1000 bis 2000 2, 2000 bis 3000 3 und mit 3000 bis 4000 Einwohner 4 Vertreter haben wird und die im Bedarfsfall rinberufen werden soll. Von der Veranstaltung eines Vaterländischen Abends hat der Bezirksausschuß im verflossenen Monat Abstand genommen, da gelegentlich der Generalversammlung des Frauenvereins Frau Dr. Altmann-Gottheiner einen Vortrag in vaterländischem Sinne hielt und , hierzu jedermann eingeladen war. Für Mittwoch, den 7. April ist aus Anlaß des 100. Geburtstags B.smarcks die Veranstaltung eines vaterländischen Abends in Aussicht genommen. Die Helferin vom Roten Kreuz Fräulein M. Knaus wurde zur Hilfsschwester ernannt und am 1. März aus dem Vereinslazarett Sinsheim in das Vercinslazarett Lahr versetzt. * Sinsheim, 5. März Seit dem letzten Wochenbericht sind auf dem Feld der Ehre gestorben: Gefr. Wilhelm Mayer Sinsheim (?), Tamb. Gefr. Johannes Kesel Hilsbach, Samstag. 6. März 1915 , MnSk. Alb. Eggensverger Hilsbach, Grenad. Alions Bernin ger Waibstadt, Wehrm. Job. Fischer Untergimpern, Gefr. Adam Weber Kälbertshansen, R s. Fritz Albert« Bammental. Ers.-Res. Gg. Brox Dil-berg, Wehrm. Karl Heinr. Scherer Walldorf b-sh. vermißt. Ers.-Res. Heinr. Schlauch Adelshofen, Wehrm. Alb. Mehl Sulzfeld (sämtl. gefallen); Ers.-Res Eugen Vierling Hasselbach, -f an seinen Wunden im Feldlazarett. — Schwer verwundet: Gren. Fciedr. Dra8 Wollenberg, Musk. Heinr. Baumgartner Reichartshausen. Musk. Karl Müller EichterSheim, Gefr. Friedrich Saut er Hilsbach, Musk. Jakob Michel michel Weiler, Musk. Joh. Ege Sulzfeld, Res. Jos. Bender Oestringen, wiederholt verwundet. — Leicht verwundet: Uateroff d. Res. Karl Köchler Michelfeld, Musk. Jos. Eisele Weiler, Musk. Wlh. Blink Kirchardt, Gefr. Heinrich Mayer Hasselbach, Ltnt. d. R. Emil Schweickert Flinsbach. Unteroff. Karl Trautmann Reideustein. — Vermißt: Musk. Herm. B l a tz Waibstadt, Off.-Stellv. Isidor B o h n Untergimpern, Musk. Karl Feldmann Wollenberg. Hoffenheim, 3. März. Adolf Bender von hier, im Res.-Jaf. Reg. Nr. 40, wurde wegen seiner Verdienste in der Kompagnie mit der bad. Verdienstmedaille ausgezeichnet. X Hilsbach, 4. März. Jakob Bücher, F-ldrichter von hier hat an Joh. Rahm zum „Deutschen Kaiser" ein fettes Mutterschwein vrrkaufi um den Preis von 305 Mk. 28 Pfg. bei 72 Pfg. pro Pfund Lebendgewicht. Dasselbe wog 212 Kilo, war 2 Jahre all und wurde nach Bruchsal verbracht. # Rriheu, 5. März. In der letzten Bürgerausschuß- sttzung wurde der Voranschlag einstimmig genehmigt. Die Umlage wurde wiederum mit 24 Pfg. belaffen. — Dem Militärorrein wurde eine zweite Rate mit 500 Mk. für Liebesgaben an hiestge Krieger überwiesen. — Die Gemeinde beteiligt sich mit einem größeren Betrag an der Kriegsanleihe. Schon viele Einwohner haben ebenfalls größere und kleinere Beträge gezeichnet. )( Vom Laude, 3. März. Das Eichelsammeln durch Schulkinder. Da auch jetzt noch groß-Mengen zur Fütterung brauchbarer Eicheln in unfern Wäldern lugen und für 'die Ernährung unserer Bevölkerung während des Krieges die Erhaltung eines ausreichenden Schwcine- bestandes von außerordentlicher Wichtigkeit ist, hat das Ministerium des Kultus und Unterrichts an die Schulbehörden und Lehrer der Volksschulen die Aufforderung > gerichtet, die Schüler der Volks- und Fortbildungsschulen entsprechend über den augenblicklichen Wert der Eichel zu belehren und zum Emsammeln von Eicheln in der Schule anzuregen. Der Zentner dieses- wichtigen Futtermittels soll zur Z-it mit 3—4 Mark bezahlt werden. de. Kehl, 3. März. Der 27 Jahre alte Rangierer Wilhelm Schmidt aus Urloffen ist gestern nachmittag im Kehler Hafengebiet mit dem Kopfe zwischen die Puffer zweier Wagen gekommen und auf der Stelle getötet worden. Trotz der Knappheit in Leder- n. Schnhwaren' W iniimniuiiiiiiHiiiHiniimiiiiiiiiiininiiiiiiiiiiEiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiniiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiirimiiiiimiiiiiimiiiii finden Sie in meinen Leger noch sämtliche Artikel vom feinsten Chevreaux- und Zoxcsff- bis rum schwersten ylrbeitsstiefel in prima Qnalitit sortiert zn nissigen Preisen. | Kommunion- und Xonjirmandenstiefel 38 und 3Z rnn Hh. 6.50 an. Schuhhaus 0. Beck Nacht Sinsheim. 1 ■ Die Samenhandlung *on I v. Hausen empfiehlt alle- Sämereien ^bester keimfähiger Ware und allerbesten erprobten Sorten, «attichsalat usw., Steckzwiebel» (selbstgezogene Sorten.) i Ernst Gooss. ( Telefon 3633 7 Sd Krenzstrasse 26 h I Grosses Lager in Hol*- und Polstermobeln. | I Lieferung ganzer Ausstattungen u. einzelner J I Stucke. 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Gebhard, Brgrmstr. _Klahr. Rutzhotzversteigeruug des Forstamts Odenheim Donnerstag, den Lt März d. I., vormittags 1 /al0 Uhr im Gasthaus zum Enget in Odeuheim. Aus Domänenwalddistrikt I Waichloch—Burgholz (Forstwart Keßler Tiefenbach) Distrikt II Großer Wald (Forstwarte Erlenwein Eichelberg und Hoffmann Waldangelloch) VII. Hochhalle (Forstwart Keßler Tiefenbach) und VIII. Forst (Hilfs- walthüter Weidemann, Odenheim): Eichen: 1 II., 3 III., 10 IV, 12 V. zus. 14 Fstm., Buchen: 4 II., 5 III. zus. 13 Fstm., Akazien.: 1 IV, 12 V. 12 VI. zus. 6 Fstm., Kirschb.: 1 IV., 1 V. zus. 1 Fstm., Fichten: 1 IV., 5 V., 4 VI. zus. 3 Fstm , Forlen: 2 Abschn. III. zus. 0,66 Fstm. Ferner Brennholz: 2 Ster Akazien Rollen 3 Ster Akaz. Prügel, 125 Akaz. Wellen. KlknIich'NerßejzemM Die Pfätzer Katholische Kirchenschaffnei Heidelberg o-r steigert: 1. m Mittwoch, de» 10. d. Mts. vorm. L10 Uhr in der Wirtschaft zum „eisernen Kreuz" in Lodenfeld: Aus Distr. II Langental: 3 Ster buch., 1 Ster akaz, 2 Ster Nadelholzprügel, 225 buch., 45 Nadelholzwelle«. Aus Distr. V und VI 3 a Büschel Frohnwald, Pfaffenklinge: 11 Ster eich, 269 Ster buch., 31 Ster sonst. Laubholzscheiter, 20 Ster eich., 147 Ster buch., 38 Ster sonst. Laubholzprügel, 325 eich., 4430 buch., 1075 sonst. Laubholzwelleu, sowie 4 Lose Schlagrauw, geschätzt zu 65 Wellen. 2. am Donnerstag, dev 11. d. Mts. vorm. ^10 Uhr in der Wirtschaft zum „Kloster Lobenfeld": Aus Distr. VI 6—13 Alte Gabe, Rotenberg, Lichte Pfriemen, Kreuzeichenschlag, Hohlebuchspitze: 12 Ster seich., 322s Ster buch., 62 Ster sonst. Laubholzscherter, 1 Ster Radelholzfcheiter, 23 Ster eich., 196 Ster buch., 76 Ster sonst. Laubholz- und 2 Ster Nadelholzprügel, 200 eich.. 4230 buch., 945 sonst. Laubholzwelleu, ferner 15 Lose unaufbereitetes Bucheureifig. geschätzt zu 325 Normalwellen, sowie 3 Lose Schlagraum, geschätzt zu 55 Wellen. Vorzeiger des Holzes: In Distr. II Langental: Forstwart Ecbuer in Miesenbach. In Distr. V und VI 3 a Forstwart Halter in Lobenfeld. In Distr. VI 6—13 Forstwart B. Heriuger in Waldwimmersbach. Ein großer Transport belgischer Arbeitspferde eingetroffen, wozu Kaufliebhaber hoflichst einladet Oppenheimer, Heidelberg. Bergheimerstraße 136. Telefon 1226. KtziMMntz ttont Mi Kreuz Sinsheim. Vom I.—28. Februar 1915 gingen ein: Von Holzaccordant Rud. Frank und Genossen Dühren 23.— Mark Ans den Opferbüchsen der evang. Gemeinde Reihen 51.— „ Durch Herrn Rechtsanwalt Fritscher als Buße in der Privatllage Sch. gegen F. 5.— „ Durch Herrn Rechtskonsulent Schwenn ans einem Vergleich 5.— „ Erlös ans eingelieferten Goldwaren 20.— „ Von den Herren Amtmann Bauer 20, vr. Kieffer 10, von einem Ungenannten 5, von Frau Jösel 10. zusammen Mark 149.00 Hierzu bereits quittiert , 16676 27 Summa Mark 16 825.27 Zur Ablieferung gelangten: 130 Hemden, 248 P. Socken, 5 P. Röhren mit 10 P. Füßlingen, 3 P. Kniewärmer, 1 Leibbir.de, 1 Schal, 2 Sturmhauben, 2P. Ohrenschützer, 1 Paket altes Leinen, 15 Hasenfelle. Indem wir allen gütigen Spendern herzlich danken, sprechen wir die dringende Bitte aus, uns mit weiteren Gaben tatkräftig zu unterstützen, damit wir unseren mauigfachen Aufgaben auch feruererhiu Nachkommen können. Sinsheim, 3. März 1915. Der Borfitzende: Bauer. Gedenket der bedürftigen Hinterbliebenen unserer wackeren Krieger! Zllustr. Sonntagsblatt Nr. 10. Zur Genüge bekannt sind die Kirsch’^-Acker eggen welche sich vorzüglich bewährt, dauerhaft und infolge fachmänniger Ausführung fast unverwüstlich sind. Hunderte zur größten Zufriedenheit geliefert. Sänusckinen, Mähmaschinen, auch Ochsen- u. Knh- ■*" mähmaschlnen, Henaufzttge bewährtes System, Ersatzteile aller Mähmaschinen. Knltivatorea äosserst billig. Fragen Sie deshalb, ehe Sie sich anderweitig decken, an bei Gebe. Kirsch Mechesheim Pensionat Realabteilung b) SpÖhrer’ he Höhere Handelsschule Calw (Im württbg. 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